Wir graturilieren: Sebastian Turner wird 55.

Wir graturilieren: Sebastian Turner, Gründer des Medien-Startups Table.Media und ehemaliger "Tagesspiegel"-Herausgeber, wird heute 55. Seinen Geburtstag feiert Turner "teilgeimpft und ganz gesund im Lande". Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn der "schnelle Markterfolg" seines Unternehmens in Deutschland und China. Zuletzt geärgert hat er sich über "einen eigenen Fehler". Für das kommende Jahr plant Turner allerhand "Tischlerarbeiten", gemeint ist damit der Ausbau des Newsbriefing-Angebots. Nach China.Table und dem noch recht jungen Bildung.Table soll z.B. "Europe.Table" demnächst ganz neu dazukommen. Gratulationen sind "bei Tisch" willkommen – und digital per Mail.

Willkommen im Club: Ulrike Teschke.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Nach fast 20 Jahren in Diensten des Zeit Verlags wechselt Ulrike Teschke 2017 in die Geschäftsführung des Verlags des "Tagesspiegels". Zudem engagiert sich Teschke im Vorstand der Helga-Stödter-Stiftung für Frauen in Führungs­positionen. Teschke ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Teschke)

Theresa Böschen wird Head of Product beim “Tagesspiegel”.

Funke übergesprungen: Theresa Böschen stößt ab August als Head of Product zum "Tagesspiegel" und verantwortet die digitale Produktentwicklung. Sie folgt auf Christian Bigge, der zum Softwareunternehmen Stibo DX wechselt. Böschen kommt von Funke, wo sie bei den News-Plattformen ebenfalls die digitale Produktentwicklung geleitet hat und berichtet künftig an die "Tagesspiegel"-Geschäftsführung.
tagesspiegel.de

Der “Tagesspiegel” startet ein neues Finanzmarkt-Briefing.

Finanzieller Zungenbrecher: Der "Tagesspiegel" startet das neue Finanzmarkt-Briefing Tagesspiegel Background Sustainable Finance unter Leitung von Thomas Wendel. Der wöchentliche Newsletter soll sich mit nachhaltigen Finanzmärkten beschäftigen, Termin-Tipps liefern und wichtige Akteurinnen der Branche vorstellen. Wendel kommt vom GDV-Magazin Postionen, wo er als Chefredakteur arbeitete.
tagespiegel.de, backgroundtagesspiegel.de

Regisseur Dietrich Brüggemann kritisiert in einem Gastbeitrag den “Tagesspiegel”.

Wie im schlechten Film: Regisseur Dietrich Brüggemann kritisiert in einem Gastbeitrag den "Tagesspiegel", der über ein "antidemokratisches Netzwerk" hinter der Aktion "Alles dicht machen" berichtet hatte. Brüggemann habe zwar eine Mail mit Fragen erhalten, der Artikel sei aber noch vor seinen Antworten online gegangen – ein "Schlachtfeld der Gehässigkeit, und noch nicht mal elegant formuliert." Der "Tagesspiegel" räumt in einem Vorspann ein, Brüggemann sei "keine ausreichende Gelegenheit zu einer Stellungnahme" gegeben worden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Geschäftsführer Farhad Khalil verlässt den “Tagesspiegel”, Gabriel Grabner folgt.

Chefsessel-Tausch: Geschäftsführer Farhad Khalil verlässt den "Tagesspiegel", Gabriel Grabner (Foto) wird sein Nachfolger. Er ist bisher gruppenübergreifend Head of Digital bei Holtzbrinck. Gemeinsam mit Ulrike Teschke, die seit 2017 Geschäftsführerin beim "Tagesspiegel" ist, bildet er das neue Führungs-Duo der Zeitung.
tagesspiegel.de, kress.de

Der “Tagesspiegel” will auch außerhalb der Hauptstadt relevant sein.

Tagesspiegel misst sich mit der "Süddeutschen Zeitung", der "Zeit" und habe auch die "FAZ" im Blick, sagt Chefredakteur Christian Tretbar im "Kress"-Interview. 80 % der "Tagesspiegel"-Reichweite sei inzwischen überregional und nicht nur auf Berlin und Brandenburg begrenzt. Tretbar sieht die Zeitung auch aufgrund des Standortvorteils "näher an der Politik".
kress.de (Paid)

“Tagesspiegel”-Sonntagsausgabe widmet dem Pflegepersonal in der Corona-Krise die Titelgeschichte.

"Tagesspiegel" würdigt in seiner Sonntagsausgabe mit einer Titelseite die Pflegerinnen auf den Intensivstationen, die in der Corona-Pandemie unter großer Belastung arbeiten. Die dazugehörige Reportage über die Berliner Pflegerinnen und Pfleger sei "auch eine Würdigung der Arbeit aller, die in dieser Pandemie die letzte Verteidigungslinie bilden", sagt Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar.
per Mail, tagesspiegel.de

Miriam Schröder wird Geschäftsführende Redakteurin beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel befördert Miriam Schröder, 41, zur Geschäftsführenden Redakteurin für die Bereiche Background und Wirtschaft. Sie soll die Fachnewsletter untereinander und mit der "Tagesspiegel"-Kernredaktion verzahnen. Schröder leitet bisher den Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI. Benjamin Reuter, 41, bisher Leiter Newsroom, wird Digitalchef.
tagesspiegel.de

Der “Tagesspiegel” ernennt drei neue stellvertretende Chefredakteurinnen.

Tagesspiegel befördert Anke Myrrhe (Foto), Stephan Haselberger und Anna Sauerbrey zu stellvertretenden Chefredakteurinnen. Anke Myrrhe ist seit 2010 beim "Tagesspiegel", für den sie vorher schon frei geschrieben hat, und seit 2019 Leiterin des Ressorts Berlin-Brandenburg. Stephan Haselberger ist seit 2019 geschäftsführender Redakteur. Anna Sauerbrey ist bereits seit 2018 "Mitglied der Chefredaktion" und hat zuvor das Meinungsressort geleitet.
tagesspiegel.de

Freund oder Feind der Redaktion? So lief die turi2-Montagsrunde über Clubhouse und Social Media.


Es ist kompliziert: Clubhouse könnte ein guter Freund für Redaktionen werden, darüber sind sich die Teilnehmerinnen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. Doch zu welchem Preis? "Hype hin oder her: Es ist so, dass man sich grämt, dass man es nicht selbst erfunden hat", gesteht Lorenz Maroldt, "Tagesspiegel"-Chef seit 2004. Ein Stichwort zieht sich trotz des Lobs für die App durch die Clubhouse-Runde: Kapazitätsprobleme. "Wofür ein Talk, der nur 50 oder 100 Leute erreicht?", fragt Swen Thissen, Social-Media-Manager bei stern.de. Jörg Rheinländer vom Hessischen Rundfunk ergänzt: "Sinn macht es nur, wenn wir in einer Community Qualitätsvolles mitnehmen können." Wichtig im Social-Media-Alltag über Clubhouse hinaus: "Leidenschaft und Neugier haben, um neue Plattformen auszuprobieren", sagt Enita Ramaj, Cosmopolitan.de-Chefin. Dennoch müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis bedacht werden. Clubhouse sei für Bauer eher Business- als Reichweiten-Plattform.

"Ich erkenne noch nicht, wie gut der Freund werden könnte und zu welchem Zwecke", sagt Rheinländer. Bisher sei Clubhouse eher der Feind aufgrund des Aufwands. Und wie ist allgemein der Beziehungsstatus zwischen Redaktionsalltag und Social Media? Thissen: "In jeder Beziehung gibt es Stress und man muss nicht alles wunderbar finden." Für ihn überwiegen die Chancen der sozialen Netzwerke. "Wir begreifen das als Tool - entweder man setzt das Ding richtig an oder es knickt ab", ergänzt Lorenz Maroldt.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Causa Reichelt: “NZZ” wirft “Spiegel” und “Tagesspiegel” “feucht-fröhliche Spekulationen” vor.


Alles ganz anders? Im Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt springt die Schweizer "NZZ" dem "Bild"-Chefredakteur zur Seite. Das Blatt kritisiert vor allem "Spiegel" und "Tagesspiegel". Die vom Hamburger Nachrichtenmagazin zitierte Formulierung "vögeln, fördern, feuern" habe keiner je gehört. Die "NZZ"-Autoren Alexander Kissler und Marc Felix Serrao vermuten stattdessen, die "Spiegel"-Kolleginnen seien "einfach nur ihrem Sujet verfallen". Sie werfen ihnen fehlende Faktentreue vor, "Hauptsache, es trifft den Richtigen". "Tagesspiegel"-Chefredakteur Lorenz Maroldt sei mit seinem "Drehbuch" über die Geschehnisse bei "Bild" nur deswegen auf der "sicheren Seite", weil er "sein Geraune als Fiktion darstellte".

Kissler und Serrao zitieren vor allem anonym: Es gebe keinen Machtmissbrauch, es geht "nur um Leistung". Allein die frühere "Bild"-Frau Anna von Bayern kommt mit Klarnamen zu Wort, auch sie spricht für Reichelt: "Ich habe nie erlebt, dass er seine Macht gegenüber Mitarbeiterinnen missbraucht hätte." Auf die Frage, wer hinter den Vorwürfen stecken könnte, antwortet sie: "Julian hat viele Feinde."
nzz.ch (nach Anmeldung frei)

Co-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron verlässt den “Tagesspiegel”.


Bye-Bye, Blumencron: Nach drei Jahren beim "Tagesspiegel" setzt Co-Chefredakteur und Regatta-Fan Mathias Müller von Blumencron, 60, die Segel neu und verlässt Berlin (das somit wieder alleiniges Nautik-Gebiet eines anderen Schiffers ist), schreibt Ulrike Simon. Lorenz Maroldt, 58, bleibt Chefredakteur und bildet künftig eine Doppelspitze mit Christian Tretbar, 42, der bisher Vize-Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung ist. Mit Tretbars Berufung wird laut Verlag "die strategische Fokussierung der Tagesspiegelgruppe auf eine konsequente Subscription-Strategie" vorangetrieben.

Blumencron wechselte 2018 von der "FAZ" zum "Tagesspiegel", er war Digitalchef der Zeitung. Herausgeber Sebastian Turner soll ihn persönlich berufen haben. Er verließ die Zeitung allerdings 2020, und widmet sich nun ganz seinem Medien-Startup Trafo. Verleger Dieter von Holtzbrinck wünscht "dem immer neue Ufer Suchenden" von Blumencron in der Pressemeldung "weiterhin das Glück des Tüchtigen."
horizont.net, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Nahost-Korrespondent Martin Gehlen, 64, ist tot.

Martin Gehlen, Nahost-Korrespondent verschiedener deutscher Zeitungen, ist tot. Er starb am Samstag, den 6. Februar in Tunis, wo er seit 2017 mit seiner Frau lebte. Gehlen berichtete u.a. für den "Tagesspiegel", die "Zeit", die "Frankfurter Rundschau" und die "Stuttgarter Zeitung". Die "Stuttgarter Zeitung" würdigt Martin Gehlen, der 64 Jahre alt wurde, als "Teil des Nahen Ostens".
tagesspiegel.de, stuttgarter-zeitung.de

Termin-Tipp: Der “Tagesspiegel” lädt zur Debatte bei Clubhouse.

Tagesspiegel versucht die derzeitige Hype-App Clubhouse journalistisch zu nutzen und lädt am Abend um 19.30 Uhr zu einer Debatte mit dem Team seines Checkpoint-Newsletters. Chefredakteur Lorenz Maroldt und die Redakteur*innen Ann-Kathrin Hipp, Anke Myrrhe und Felix Hackenbruch sprechen unter dem Titel "Inside Rotes Rathouse - neue Corona-Beschlüsse für Berlin" über die Konsequenzen aus den neuen Corona-Regeln für die Hauptstadt.
joinclubhouse.com, turi2.de (Background)

Verstehen Sie Berlin, Lorenz Maroldt?


Dit is Berlin: “Tagesspiegel”-Chefredakteur Lorenz Maroldt lässt sich in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 über Berliner Eigenarten aus – von der BER-Posse bis zum Behörden-Wahnsinn. Er beschreibt die Hauptstadt als “unverständliches, verwirrendes Babylon”, in dem immerhin die “Friedensrichter der Clans und die Kiezgerichte der Autonomen” funktionien. Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Kai Ehrenschneider-Brinkmann wird Verlagsleiter beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel holt Kai Ehrenschneider-Brinkmann, 54, als Verlagsleiter National. Er kommt von Springer und folgt auf Michael Zehentmeier, 47, der sich wieder auf seinen Job als Vertriebsleiter der "Zeit" konzentriert. Marion Clausen, 54, bisher Vize-Verlagsleitung Vermarktung beim "Tagesspiegel", verantwortet künftig die neu geschaffene Position Leitung Verwaltung und Einkauf.
tagesspiegel.de

Antje Sirleschtov verlässt “Tagesspiegel” und wird Trafo-Chefredakteurin.

Tagesspiegel: Antje Sirleschtov, geschäftsführende Redakteurin bei der Hauptstadt-Zeitung, geht 2021 als Chefredakteurin zum Medien-Startup Trafo von Sebastian Turner. In ihrem neuen Job soll sie laut Trafo "neue publizistische Angebote entwickeln und die Kooperation mit dem Tagesspiegel verantworten". Das Unternehmen beteiligt sich an Mediatech-Firmen, darunter bisher Civey und Opinary.
kress.de, turi2.de (Background)

Jana Kugoth leitet Redaktion Background Verkehr & Smart Mobility beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel: Jana Kugoth ist neue Redaktionsleiterin des Fach-Briefings Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility. Sie folgt auf Sonja Álvarez, die zur "Wirtschaftswoche" gewechselt ist. Im Amt ist Kugoth bereits seit Juni, wie der Verlag erst jetzt mitteilt. Sie ist Gründungs­mitglied der Redaktion, kam Anfang 2019 von Gründerszene Ngin Mobility zum "Tagesspiegel".
tagesspiegel.de

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sebastian Turner schreibt über Dieter von Holtzbrinck.


Verleger der alten Schule: Dieter von Holtzbrinck vertraut seinen Mitarbeiter*innen und setzt bedingungslos auf Qualität. Sebastian Turner, einer seiner publizistischen Ziehsöhne, der allerdings gerade die Trennung verkündet hat, schreibt in der turi2 edition #12 einen Ausblick – keinen Nachruf. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Sebastian Turner verlässt den “Tagesspiegel”.


Tagesspiegel im Rückspiegel: Sebastian Turner verlässt den "Tagesspiegel" und DvH Medien. Künftig werde er sich ganz seinem Medien-Startup Trafo widmen, teilt der Verlag mit. Turner ist seit 2014 Gesellschafter und Herausgeber beim "Tagesspiegel". Laut Verlagsmitteilung war der Abschied bereits vor sieben Jahren so mit Dieter von Holtzbrinck vereinbart. Seine "Tagesspiegel"-Beteiligung von 20 % hat Dieter von Holtzbrinck zurückgekauft, sagt Turner im Interview auf kress.de.

"Der 'Tagesspiegel' hat die Transformation ins Digitale erfolgreich aufgesetzt. Für mich ist das ein Zeitpunkt, mich um ein neues Projekt zu kümmern, das die Transformation der Medien auf einem neuen Weg ins Werk setzen möchte", lässt sich Turner zitieren. Dem "Tagesspiegel" soll er weiter beratend zur Verfügung stehen. Außerdem wird die Zeitung Medienpartner von Turners Startup. Trafo beteiligt sich an verschiedenen Mediatech-Unternehmen, wie zum Beispiel die Umfrageunternehmen Civey und Opinary. Künftig will das Unternehmen aber auch eigene Projekte anstoßen.
tagesspiegel.de, kress.de, turi2.de/koepfe (Profil Turner), turi2.tv (Interview mit Sebastian Turner im April 2020), turi2 edition #1 (Portrait Sebastian Turner)

Sebastian Turner im Portrait in der "turi2 edition #1":

Zitat: Dieter von Holtzbrinck will “demokratiezerstörende Social-Media-News” eindämmen.

"Zum viel zitierten 'Wächteramt' der Presse, welche die Mächtigen kontrolliert, kommt seit wenigen Jahren eine zweite, ungeschriebene Aufgabe hinzu: die Eindämmung demokratiezerstörender Social-Media-News."

In seinem Beitrag zum 75. Geburtstag des "Tagesspiegels" betont Verleger Dieter von Holtzbrinck die überregionale Bedeutung der Hauptstadtzeitung.
tagesspiegel.de

Klick-Tipp: Der “Tagesspiegel” feiert sein 75. Jubiläum.

Klick-Tipp: Am 27. September 1945 erschien die erste, nur vier Seiten starke Ausgabe des "Tagesspiegel". Anlässlich des Jubiläums erscheint am Sonntag eine große Sonderausgabe. Artikel aus dieser Sonderausgabe sowie Interviews und Videos mit Redaktionsmitgliedern und Blicke hinter die Kulissen sammelt der "Tagesspiegel" zudem online auf einer Sonderseite.
tagesspiegel.de

Video-Tipp: “Tagesspiegel” erklärt in einer Videoreihe seine Arbeit.

Video-Tipp: Der "Tagesspiegel" gibt zu seinem 75. Geburtstag Einblick in seine Arbeit. Zum Auftakt der Videoreihe erklärt Volontärin Maria Kotsev den Unter­schied zwischen Berichten und Meinungs­beiträgen und räumt mit dem Vorurteil auf, alle Journalist*innen wären links. Im Laufe der Woche folgen u.a Videos zur Themen­findung und zum Redaktions­alltag.
tagesspiegel.de (4-Min-Video)

Tagesspiegel gibt 7.500 kostenlose Abos an Berliner*innen unter 25.

Tagesspiegel bittet bei 16- bis 25-jährigen Berliner*innen um Feedback zu seinen Inhalten – im Gegenzug gibt es 7.500 kostenlose, sechsmonatige Digital-Abos. Die Ergebnisse sollen in die Produkt­entwicklung fließen. Weil täglich eine Informationsflut auf sie einprasselt, sei "hochwertiger und verlässlicher" Journalismus bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen "wichtiger denn je", meint Geschäftsführerin Ulrike Teschke.
tagesspiegel.de, abo.tagesspiegel.de (Kampagne)

“Zeit” startet ein Immobilien-Portal.

Zeit-Verlag steigt ins Immobiliengeschäft ein und startet ein Online-Immobilien-Portal. Der Verlag kooperiert dabei mit seinen Holtzbrinck-Schwestern "Tagesspiegel" und dem Immobilien-Magazin Bellevue der Handelsblatt Media Group. Mit gebündelter Reichweite versprechen die drei Anbieter B2B-Kunden eine "überdurchschnittlich hochwertige Leserschaft".
zeit-verlagsgruppe.de

Ann Kathrin Hasenjäger wechselt von Springer zum “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel verpflichtet Ann Kathrin Hasenjäger, 39, als Head of Brand­management. In dieser Funktion verantwortet sie die nationalen Vermarktungs­aktivitäten. Hasenjäger kommt von Springer, wo sie zuletzt in der Regional­vermarktung tätig war. Zuvor hat sie als Brand Managerin bei IQ Media Marketing bereits die nationale Vermarktung des "Tagesspiegels" mitgestaltet.
tagesspiegel.de

Das Gehalt von WDR-Chef Tom Buhrow ist gar nicht gesunken, schreibt Jakob Buhre.

Äpfel und Birnen: Journalist Jakob Buhre schreibt, dass die Nachricht, das Gehalt von WDR-Chef Tom Buhrow sei gesunken, eine Falschmeldung ist, die es u.a. in "Tagesspiegel" und "FAZ" geschafft hat. Er rechnet vor, dass Buhrows Grundgehalt sogar um 23.300 Euro gestiegen ist. Grund: 2016 veröffentlichte der Sender noch die Intendanten-Bezüge inkl. Sachleistungen, ab 2017 ohne. Zudem dokumentiert Buhre, dass es ihm nicht gelungen ist, auch nur eine Redaktion zu einer Korrektur zu bewegen.
planet-interview.de

Hör-Tipp: Deniz Yücel sieht deutsche Haftbedingungen zu wenig im Licht der Öffentlichkeit.

Hör-Tipp: "Welt"-Journalist Deniz Yücel berichtet im "Tagesspiegel"-Podcast "Eine Runde Berlin" während der Fahrt mit der Ringbahn u.a. über seine Zeit im türkischen Gefängnis und die Rückkehr in den Alltag. Bei einem Recherche-Besuch in der Berliner JVA Moabit habe er festgestellt, dass die Bedingungen für Gefangene hierzulande nicht unbedingt besser seien. In der Türkei hätten viele Schriftsteller und Politiker Gefängnis-Erfahrungen, weshalb die Haftbedingungen stärker im Licht der Öffentlich stünden.
tagesspiegel.de (79-Min-Audio)


Lese-Tipp: Wie Anwaltskanzleien versuchen, Journalist*innen einzuschüchtern.

Lese-Tipp: Ein AfD-nahes Bauunternehmen fühlt sich von einem Bericht des "Tagesspiegel"-Journalisten Sebastian Leber diskreditiert. Leber bekommt Post vom Anwalt der Firma, der Unterlassung und Schadenersatz fordert. Begründung: Leber habe in seinem Text den zweiten Geschäftsführer der Firma unerwähnt gelassen. Für Leber sind Fälle wie diese "unbeholfene Versuche, durch offensichtlich ungerechtfertigte Forderungen kritische Berichterstattung zu verhindern".
tagesspiegel.de

Verlagsgruppe Tagesspiegel installiert Geschäftsleitung.

Verlagsgruppe Tagesspiegel sortiert sich obenrum neu und installiert eine fünfköpfige Geschäftsleitung unter Vorsitz der bisherigen Geschäftsführer Ulrike Teschke und Farhad Khalil. Mitglieder werden CTO Robin Müller, CSO Philipp Nadler, COO Stefan Janßen sowie ab 1. August Marcus Paul, der zeitgleich kaufmännischer Leiter der Verlagsgruppe wird. Zudem stößt Christian Tretbar aus der Chefredaktion zur Geschäftsleitung, um als "Schnittstelle" zu agieren. Die neue Geschäftsleitung soll "Strategie, Geschäftsausbau und weitere zentrale Prozesse" weiterentwickeln.
tagesspiegel.de

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Hör-Tipp: Sebastian Turner über den Lokaljournalismus in der Krise.

Hör-Tipp: Sebastian Turner stellt sich bei OMR Media den Fragen von Pia Frey. Der "Tagesspiegel"-Mitgesellschafter erklärt etwa, warum er auf Fachthemen setzt: In Branchen wie Gesundheit, Forschung und Verwaltung arbeiten in der Hauptstadt jeweils Hunderttausende Menschen. Ihnen will Turner jeden Tag einen Grund geben, die Zeitung aufzuschlagen.
omrmedia.podigee.io (51-Min-Podcast)



Aktuell bei turi2.tv: Wie geht’s dem “Tagesspiegel”, Sebastian Turner? (4/2020)

“Tagesspiegel” und Google kooperieren bei der Vermarktung von Digital-Abos.

Tagesspiegel und Google kooperieren künftig bei der Vermarktung von Digital-Abos. Die Vereinbarung umfasst eine Zusammenarbeit im Online-Marketing und der Software-Entwicklung und läuft zunächst bis Ende 2021. Schon seit 2019 lässt der "Tagesspiegel" Nutzer seinen Checkpoint via Google-Account bezahlen; dieses Verfahren soll jetzt auf weitere Produkte ausgeweitet werden.
new-business.de, turi2.de (Background)

“FAZ”-Podcast: Kekulé relativiert Drosten-Kritik, “FAZ” lehnt Gesprächsangebot der “Bild” ab.

Mediale Antikörper: Alexander Kekulé sagt im "FAZ"-Podcast, dass auch er von der "Bild" im Streit mit Christian Drosten benutzt worden sei. Dabei stellt der Forscher klar, dass der "Tagesspiegel" ihn mit der Forderung, Drosten solle seine Studie zurückziehen, falsch zitiert habe: "Ich habe das zu keinem Zeitpunkt gefordert." Die Zeitung selbst gesteht ein, aus der Vergangenheitsform "Warum der im Umgang mit den Medien versierte, erfahrene Forscher und Politikberater die Vorveröffentlichung nicht einfach zurückgezogen und stattdessen der 'Bild' eine unnötige Angriffsfläche gegeben hat, ist schwer nachvollziehbar" die Präsens-Formulierung "Warum Drosten die Studie nicht einfach zurückzieht, ist schwer nachvollziehbar" gemacht zu haben. An seiner grundsätzlichen Kritik an der Studie hält Kekulé jedoch fest.

Andreas Krobok, Moderator des "FAZ"-Podcast erteilt zu Beginn der neuen Folge zudem Julian Reichelt eine Absage für ein gemeinsames Gespräch mit ihm und Christian Drosten. "Sorry, lieber Julian Reichelt: Uns, die 'FAZ' braucht es da nicht", sagt Krobok. Auch "FAZ"-Medienreporter Michael Hanfeld bezeichnet das Gesprächsangebot im Podcast als "wertlos". Die "Bild" verfolge eine "primitive Taktik", um Christian Drosten zu diskreditieren. Reichelt wolle ein Gespräch erst, nachdem er genug Munition gegen den Virologen gefeuert habe.
faz.net (27-Min-Audio), tagesspiegel.de (Kekulé-Text mit Korrektur), turi2.de (Gesprächs-Angebot), turi2.de ("Bild" vs. Drosten)

Wie geht’s dem “Tagesspiegel”, Sebastian Turner?


Journalismus blendend, Werbung schwierig: "Die Redaktion leistet Übermenschliches." Im Video-Interview mit turi2.tv lobt "Tagesspiegel"-Herausgeber Sebastian Turner seine Redakteur*innen. Gerade inhaltlich erlebe die Zeitung in der Krise einen Höhenflug. Noch nie sei die Hauptstadtzeitung so viel zitiert worden, was auch daran liege, dass Berlin eine Medizinhauptstadt ist und die Zeitung daher viele Informationen zuerst hat. Trotzdem stellt sich Turner darauf ein, dass wir noch lange mit Corona-Einschränkungen leben werden müssen, obwohl die ersten Lockerungen bereits sichtbar werden. "Wir haben schon früh mit Home Office angefangen, um sicherzustellen, dass nicht ganze Ressorts schließen müssen, wenn Einzelne erkranken", erklärt Turner die Strategie der Zeitung.

Auch der "Tagesspiegel" musste im Verlag und in Teilen der Redaktion auf Kurzarbeit umstellen, sagt Turner. Das Blatt spüre die Probleme der Werbekund*innen, wie alle anderen Verlage auch. Von den beginnenden Lockerungen des Lockdowns erhofft er sich mehr Kiosk-Käufer*innen und eine Wiederbelebung des lokalen Werbemarktes. Turner spricht auch über sein Beteiligungs-Unternehmen Trafo, wo Nutzer*innenzahlen stiegen und Investor*innen guter Dinge seien. Besonders freut er sich über das positive Feedback für das neue Münster-Medium Rums, an dem er über Trafo beteiligt ist.
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

“Tagesspiegel” setzt einige Mitarbeiter auf Kurzarbeit.

Tagesspiegel setzt einige seiner Mitarbeiter auf Kurzarbeit, teilen Herausgeber Sebastian Turner und Geschäftsführerin Ulrike Teschke mit. Betroffen sei v.a. die Kulturredaktion, da derzeit keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden. Der "Tagesspiegel" will zur Weiterfinanzierung seiner Angestellten "staatliches Geld" in Anspruch nehmen; betroffen sind nicht nur Redakteure, sondern u.a. auch Sekretärinnen. Diese befinden sich zum Teil schon seit Wochen in Kurzarbeit; der "Tagesspiegel" stocke das fehlende Gehalt aber bisher auf 90% auf.
deutschlandfunk.de, turi2 - eigene Infos

Wir graturilieren: Stephan-Andreas Casdorff wird 61.

Wir graturilieren: "Tagesspiegel"-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff wird 61. Er feiert den heutigen Geburtstag im Kreise seiner Liebsten - "wie nicht anders zu erwarten, daheim". Im abgelaufenen Jahr war Casdorffs Highlight, dass "wir in Krisen das Beste aus dem Journalismus" herausgeholt haben - ein Motto, das auch in diesen Tagen nicht an Aktualität eingebüßt haben dürfte. Im neuen Lebensjahr wünscht er sich Kraft, Gelassenheit und Zuversicht. Gratulationen zu seinem Ehrentag sind auf allen Wegen, "auf denen man mich findet", willkommen - ohne große Suche beispielsweise per E-Mail.