Gericht: Der Begriff “Autopilot” in Tesla-Werbung ist irreführend.

Freude am Selbstfahren: Wegen "irreführender" Werbung und Aussagen zum autonomen Fahren hat der US-Elektroautobauer Tesla von Elon Musk (Foto) vor dem Landgericht München eine Schlappe eingefahren. Er darf in Deutschland nicht mehr mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge werben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale. Der Vorwurf: Anders als Tesla etwa auf seiner Webseite und während des Bestellvorgangs suggeriere, sei vollständig autonomes Fahren in den Elektroautos der Marke weder technisch möglich noch hierzulande erlaubt. Einen Teil seines Fahr-Assistenzsystems bewirbt Tesla unter anderem mit der Formulierung "Volles Potenzial für autonomes Fahren" und "Autopilot inklusive". Diese Wortwahl erwecke beim Durchschnittsverbraucher aber falsche Vorstellungen, findet jetzt das Gericht. Eine Fahrt ganz ohne menschliches Eingreifen erlaube das System nämlich nicht.

Andreas Ottofülling, Mitglied der Geschäftsleitung des Münchner Büros der Wettbewerbszentrale, nannte die Entscheidung einen "Erfolg auf der ganzen Linie". Um das Urteil sofort vollstreckbar zu machen, müsste die Wirtschaftsorganisation eine Sicherheitsleistung in Höhe von 100.000 Euro erbringen. Ob sie das tut, wolle sie nach Prüfung der Urteilsgründe entscheiden.
handelsblatt.com, sueddeutsche.de, justiz.bayern.de, wettbewerbszentrale.de

Schüler filmt Tesla-Fabrik in Brandenburg und Elon Musk hat nichts dagegen.

Mit Elons Segen: Ein 13-jähriger Schüler filmt mit einer Drohne seit Februar den Baufortschritt der Tesla-Fabrik in Brandenburg. Die YouTube-Videos vom Tesla Kid stoßen in der Community auf großes Interesse - bis der Sicherheitsdienst ihn stoppt. In einem Video bittet er seine Follower um Hilfe, eine Genehmigung zu bekommen. Die folgt auf kurzem Dienstweg von Tesla-Chef Elon Musk, der twittert: "Fine by me".
"FAZ", S. 9 (Paid), youtube.com (Drohnen-Videos)

Basta: Elon Musk versteht was von Rundum-Vermarktung.

Produktverquickung: NBC-Latenight-Veteran Jay Leno macht zusammen mit Elon Musk in dessen Elektro-SUV Cybertruck eine Spritztour durch Los Angeles. Scheinbar spontan fahren sie durch den Test-Tunnel der Musk-Firma The Boring Company. Zur perfekten Musk-Markting-Show fehlt eigentlich nur noch eine SpaceX-Rakete, die ihnen im Tunnel entgegen kommt.
youtube.com (6--Min-Video) via mashable.com, theverge.com

Wegen Corona: Tesla holt Mitarbeiter aus Deutschland in die USA.

Tesla ruft seine Mitarbeiter aus Deutschland wegen des Corona-Virus in die USA zurück, berichtet die "Automobilwoche". Rund 30 Amerikaner, die für Tesla in Berlin tätig sind, seien auf dem Rückweg. Welche Auswirkungen die Maßnahme auf den Bau der Tesla-Fabrik in Brandenburg hat, ist unklar. Für Mitte April ist der Spatenstich geplant.
automobilwoche.de (Paid)

Basta: Elon Musk will mit Rammstein raven.

Rave-Bunker: Teslas Ober-Partyanimal Elon Musk fragt auf Twitter, ob der Keller der Gigafactory in Brandenburg nicht die perfekte "mega Techno-Höhle" wäre, u.a. für Live-Gigs von Rammstein. Für Musk endet die Party hoffentlich nicht wie sonst – hoch hinaus streben, weit unten landen.
twitter.com

Meinung: Westdeutsche sollten Ostdeutschen Tesla-Fabrik gönnen.

Tesla: Die Proteste bayrischer Umweltschützer gegen den Bau der Fabrik in Brandenburg sind auch ein Ost-West-Problem, meint Martin Machowecz. Dem Osten fehlten bis heute hochwertige Arbeitsplätze in Entwicklung, Management und kommerzieller Forschung, Tesla sei deshalb ein Symbol – dass eine ostdeutsche Region "auch mal die Gegend" ist, "in der die Entscheidungen getroffen werden". Nur wenn die Westdeutschen das ertrügen, statt die "zarten Anfänge zu zerstören", klappe es mit dem Aufholen der Ost-Wirtschaft.
"Zeit" 10/2020, S. 26 (Paid)

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erlaubt Tesla, weiter zu roden.

Tesla darf auf seinem künftigen Werksgelände in Grünheide weiterroden, entscheidet das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg im Eilverfahren. Es weist die Klagen des Umweltverbands Grüne Liga und des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern ab. Die Abholzung eines Wirtschaftswaldes sei ein weniger schwerwiegender Natureingriff und alle für die Entscheidung nötigen Stellungnahmen hätten vorgelegen.
tagesspiegel.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

CDU und FDP warnen vor weiteren Verzögerungen beim Bau des Tesla-Werks.

Tesla: Nach dem vorläufigen Stopp der Rodungsarbeiten auf dem künftigen deutschen Werksgelände warnt der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger (Foto), vor weiteren Verzögerungen und einem "Imageschaden", schreibt das "Handelsblatt". "Bei dieser Ansiedlung schauen uns weltweit Industrieunternehmen und Investoren besonders zu", mahnt Steiger. Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic erwägt eine Einschränkung der Klagemöglichkeiten.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Teslas deutsche Fabrik könnte später kommen als geplant.

Tesla rechnet beim Bau der Fabrik in Grünheide mit Verzögerungen, zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Risikobericht des Autobauers. Der Bau sei "mit einer ganzen Reihe von Unsicherheiten verbunden", u.a. aufgrund regulatorischer Vorgaben und dem Erhalt von Genehmigungen. "Außerhalb der Vereinigten Staaten haben wir begrenzte Produktionserfahrung", urteilt Tesla.
welt.de

Gericht lehnt die Eilanträge gegen die Baumfällungen beim Tesla-Werk ab.

Tesla: Das Verwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) lehnt die Eilanträge von zwei Naturschutzverbänden ab, die gegen die ersten Rodungen auf dem Tesla-Gelände in Grünheide vorgehen wollten. Die vom brandenburgischen Landesumweltamt erteilte Genehmigung des "vorzeitigen Beginns" der Baumfällarbeiten ist rechtmäßig.
rbb24.de, turi2.de (Background)

Tesla rodet erstes Waldstück – trotz laufendem Genehmigungsverfahren.

Tesla beginnt trotz eines laufenden umweltrechtlichen Genehmigungsverfahrens für das geplante Werk in Brandenburg mit der Rodung eines knapp 92 Hektar großen Waldstücks, schreibt das "Handelsblatt". Auch "bauvorbereitende Maßnahmen" wie das Anlegen von Baustraßen haben nach Absprache mit dem Land Brandenburg begonnen.
handelsblatt.com, twitter.com

CDU-Wirtschaftspolitiker will Tesla bei Umweltschutzauflagen entgegenkommen.

Tesla: Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, will die Umweltschutzauflagen für die geplante Fabrik in Brandenburg lockern, schreibt das "Handelsblatt". "Dieser Fall zeigt wieder ganz klar, dass das Genehmigungs- und Planungsprozedere in Deutschland völlig überbürokratisiert, zu langwierig und zu schwerfällig ist", sagt Pfeiffer.
handelsblatt.com

Tesla will deutsche Staatshilfe für Batteriezellfertigung.

Tesla beantragt Subventionen des Bundes für die Batteriezellfertigung und -forschung in Deutschland, erfährt das "Handelsblatt" aus Regierungskreisen. Tesla und das Bundeswirtschaftsministerium kommentieren die Information auf "Handelsblatt"-Anfrage nicht. Das Wirtschaftsministerium arbeitet bereits mit "mehr als 55 Unternehmen" an einem anderen europäischen Großprojekt zur Batteriezellfertigung.
handelsblatt.com

Zitat: Frank Thelen sieht einen traurigen Tag für die deutsche Autoindustrie.

"Es mag für viele noch nach Science-Fiction klingen, aber wer sich mit der Technologie und den Fakten auseinandersetzt, traut seinem Tesla bald mehr als sich selbst – wenn es ums Autofahren geht."

Frank Thelen, bekennender Tesla-Fahrer, kommentiert den erstarkten Tesla-Börsenwert zu Lasten von VW in einem "Handelsblatt"-Gastbeitrag als "traurigen Tag für die deutsche Autoindustrie".
handelsblatt.com

Aus dem turi2-Archiv: Warum sich Frank Thelen auf Facebooks Digitalgeld freut (09/2019).

Volkwagen-Chef Diess will den Autobauer zu einem Tech-Konzern wandeln.

Volkswagen muss sich zu einem Tech-Konzern wandeln, fordert Konzernchef Herbert Diess in einer Rede vor Führungskräften, aus der das "Handelsblatt" zitiert. "Der Sturm geht jetzt erst los", Volkswagen müsse im Wettbewerb mit Tesla und im Zuge des Wandels der Automobilindustrie an Tempo zulegen. Das Auto werde sich künftig zum "wichtigsten Mobile Device" entwickeln.
handelsblatt.com

Basta: Tesla verkauft T-Shirts mit zerbrochener Cybertruck-Scheibe.

Profitables Scheitern: Tesla verkauft nach dem Fauxpas bei der Präsentation seines Cybertrucks, wo die bruchsichere Scheibe durch eine Metall­kugel zerbrach, nun T-Shirts mit zerdepperter Scheibe auf der Brust. Bereits in Planung sind auch Shirts mit seltenen Kröten drauf, die Natur­schützer in der Nähe von Teslas geplantem Werk in Brandenburg sicher noch finden werden.
futurezone.at via mobilegeeks.de

Zahl des Tages: BMW knackt Marke von 500.000 bestellten E-Autos.

Zahl des Tages: Elektrisierende 500.000 E-Autos verkaufte BMW bisher weltweit, teilt der Autobauer bei Twitter mit. Zuvor twitterte BMW einen Countdown - ein Seitenhieb gegen Mitbewerber Tesla. Twitter-Fan Elon Musk hatte nach der US-Markteinführung des Cybertrucks die hohe Zahl der Vorbestellungen öffentlichkeitswirksam zelebriert.
t3n.de, turi2.de (Cybertruck)

Kein Tesla-Werk wäre ein Schaden für Deutschland, warnt Altmaier.

Tesla: Sollte das Werk in Brandenburg nicht realisiert werden, "wäre es ein Schaden für ganz Deutschland", warnt Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Interview mit dem "Tagesspiegel". "Leuten wie Elon Musk" werde "überall in Europa ein roter Teppich ausgelegt". Die Entscheidung für den deutschen Standort sei ein Erfolg. Altmaier verspricht Brandenburg Hilfe vom Bund.
tagesspiegel.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Wirtschaftsminister Peter Altmaier macht sich für "Super-Mediathek" stark.

Tesla berechnet künftig Gebühren für die Premium-Datennutzung im Auto.

Tesla verlangt ab 2020 für die Premium-Datennutzung im Fahrzeug 9,99 Dollar im Monat. Damit lassen sich bestimmte Funktionen wie Live-Verkehrsdaten oder das Streamen von Online-Medien nutzen. Für die einfache Navigation oder das Streamen von Medien über Bluetooth des Smartphones reicht der kostenlose Basistarif.
mashable.com, tesla.com (Tarifdetails)

Elon Musk wird nach Pädophilie-Tweet freigesprochen.

width=Vertwittert: Elon Musk wird vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen, urteilt ein US-Gericht. Musk hatte den britischen Rettungstaucher Vernon Unsworth in einem Tweet als "pädophilen Kerl" bezeichnet, wofür er sich später entschuldigte. Bei der Rettungsaktion für die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft wollte Musk 2018 ein Mini-U-Boot einsetzen, was der Rettungstaucher öffentlich als PR-Gag kritisierte.

Musk relativierte seine Wortwahl später vor Gericht als "allgemeine Beleidigung". Für seinen Anwalt bestehe die Twitter-Debatte aus "frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern". Musk habe den Rettungstaucher nicht als pädophil bezeichnen wollen.
handelsblatt.com, cnbc.com

Basta: Scherben bringen Elon Musk kein Glück.

Scherben bringen (kein) Glück: Nach der missglückten Präsentation des Tesla Cybertrucks, bei der vermeintlich bruchsichere Scheiben zerbrachen, sinkt der Aktienkurs von Tesla um 6 %, beobachtet "Forbes". Elon Musk verliert damit an einem Tag rund 697 Mio Euro. Glasklar bruchsicher dürfte seine Altersabsicherung sein: Musk verbleibe ein Vermögen von 21,4 Mrd Euro.
bild.de, forbes.com

Lese-Tipp: Tesla könnte in Deutschland Probleme mit dem Arbeitsrecht bekommen.

Lese-Tipp: Tesla könnte in der geplanten Gigafactory bei Berlin in Konflikt mit dem deutschen Arbeitsrecht und den Gewerkschaften geraten, prophezeit ein Exmanager von Tesla in der "Wirtschaftswoche". Konflikte seien vorprogrammiert, da das System "'Hire and Fire' in Deutschland – im Gegensatz zu den USA – nicht funktioniert". Eine Einigung wie bei der Übernahme des deutschen Maschinenbauers Grohmann könnte "deutlich schwerer fallen", da das Werk bedeutend mehr Arbeitsplätze haben wird.
"Wirtschaftswoche" 49/2019, S. 50-54 (Paid), turi2.de (Background)

Tesla investiert rund 4 Mrd Euro in das deutsche Werk.

Tesla will in die geplante Fabrik in der Gemeinde Grünheide rund 4 Mrd Euro investieren, zitiert die "Bild am Sonntag" aus einer Absichtserklärung zwischen Elon Musk und dem Wirtschaftsministerium von Brandenburg. Der erste Elektro-SUV solle 2021 vom Band rollen, bis zu 7.000 Mitarbeiter sollen jährlich bis zu 150.000 E-Autos produzieren. Tesla könne mit staatlichen Zuschüssen von rund 300 Mio rechnen, sofern auch die EU zustimmt.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

Tesla produziert ab 2021 im brandenburgischen Grünheide.

Tesla plant die neue Fabrik im brandenburgischen Grünheide im Landkreis Oder-Spree, schreibt der "Tagesspiegel". Zuvor hatte BMW zeitweise ein Interesse an der Industriefläche bekundet. In Berlin wolle Tesla zudem ein Design- und Entwicklungszentrum errichten. Der Baubeginn für das Werk sei im 1. Quartal 2020 geplant, Produktionsstart sei 2021.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Niedersachens Wirtschaftsminister wirbt um Tesla-Werk.

Tesla: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann wirbt im "Handelsblatt" für ein Werk in Niedersachen. Ausschlaggebend für den Zuschlag zugunsten Berlin-Brandenburg sei "womöglich" der Flächenbedarf der Fabrik. Nach dem Stellenabbau beim Windkraftanlagenbauer Enercon in Emden könnten Fachkräfte vermittelt werden, hofft Althusmann.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)