Charles Bahr kritisiert TikTok als Arbeitgeber.

Kritik-Tok: In einem Post auf Linked-in wirft Social-Media-Experte Charles Bahr seinem ehemaligen Arbeitgeber TikTok vor, dass Ex-Polizisten ihn innerhalb eines halben Jahres sechs Mal grundlos verhört und seine Kommunikation durchsucht haben. Das habe sich negativ auf seine Motivation und seine Leistung ausgewirkt. Bahr hatte im Dezember nach seiner plötzlichen Entlassung eine Kündigungs­schutz­klage gegen TikTok eingereicht. Er arbeitet aber inzwischen bereits als Social and Content Director bei Serviceplan.
meedia.de, linkedin.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der “Spiegel” testet TikTok-Lifehacks.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Redakteurin Helene Flachsenberg wühlt sich vier Wochen lang durch TikTok und beschreibt, in welchen Bereichen man von der App mitunter "wirklich etwas lernen kann". Beeindruckend seien z.B. die "mannigfaltigen Tricks" von einigen Userinnen, die zeigen, wie man Produktivität im Home-Office vortäuscht, auch einige vorgestellte Aufräum-Techniken führen zum Erfolg. Von der Kategorie "Psychology Hacks" ist Flachsenberg dagegen enttäuscht, da sie "außer Küchenpsychologie und den üblichen Binsenweisheiten von Like-and-Share-Accounts" nichts zu bieten habe.
spiegel.de

TikTok testet Bezahlabo für Influencer.

TikTok: Influencer können ihre Follower für die Freischaltung von Inhalten bald zur Kasse bitten. Die Video-App testet eine entsprechende Abo-Funktion, berichtet The Information. Die Video-App folgt damit Instagram, das fast zeitgleich eine ähnliche Abo-Funktion eingeführt hat. TikTok hat kürzlich erst eine Trinkgeldfunktion eingeführt, mit der Nutzerinnen ihre Idole mit Spenden belohnen können.
theinformation.com (Paid), techcrunch.com, turi2.de (Background)

Basta: Hessische Schule rationiert Klopapier wegen TikTok-Challenge.

Rolle abwärts: Ein TikTok-Trend treibt Schulklo-Vandalismus zum Hype. Eine hessische Schule rationiert Schülern das Klopapier. Vollgesogene Klorollen an Decken und Wänden oder verstopfte Toiletten brachten das Fass zum Überlaufen. Die Posse um selbst mitzubringendes Toilettenpapier, einen Toiletteneuro oder Klo-Wachpersonal ruft nun sogar die Lokalpolitik auf den Plan.
faz.net

Debatte: Unternehmen sind für TikTok oft zu langsam, sagt David Renken.

Der Trend-Zug ist abgefahren: Marken scheitern bei TikTok oft, weil sie zu langsam sind und auf alte Trends aufspringen, sagt David Renken, der als HerrDavid Comedy-Videos für die App produziert. Unternehmen müssen nicht unbedingt "High-Quality-Content" liefern, aber genug Vorlaufzeit einplanen. Er empfiehlt Marken, eigene Content-Creator für TikTok-Inhalte einzustellen.
meedia.de (Paid)

Content-Moderatorin verklagt TikTok.

Traumatische Videos: Eine frühere Mitarbeiterin aus den USA verklagt den TikTok-Mutterkonzern ByteDance. Candie Frazier habe als Content-Moderatorin stunden­lang Videos über "Kannibalismus, Vergewaltigungen, Tier­verstümmelungen und Selbstmorde" ansehen müssen. Sie wirft der Video-App vor, sich nicht um die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden zu kümmern.
t-online.de, theverge.com

Charles Bahr klagt gegen seinen Ex-Arbeitgeber TikTok.

Unschöne Trennung: Der Social-Media-Experte Charles Bahr streitet mit TikTok vor Gericht, meldet "Horizont". Demnach habe Bahr eine Kündigungs­schutzklage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber eingeleitet. Der "Spiegel" berichtet, TikTok habe Bahr fristlos gekündigt, weil er Spesenbetrug begangen und vertrauliche Dokumente weitergegeben haben soll.
horizont.net (Paid), spiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: TikTok gängelt offenbar Mitarbeiterinnen in Deutschland.

Tanz mit dem Teufel: Mitarbeiterinnen von TikTok in Deutschland werden offenbar daran gehindert, einen Betriebsrat zu wählen, schreibt der "Spiegel". Der chinesische Anbieter der Kurzvideo-App habe u.a. einem Antrag auf Einsetzung eines Wahlvorstands vor dem Arbeitsgericht widersprochen. Begründung: Die Mitarbeiterinnen seien ungeeignet für die Rolle. Daraufhin hätten "mehrere von ihnen intern Probleme" bekommen, eine Person habe TikTok verlassen. Zudem gibt es Datenschutz-Bedenken der Mitarbeiterinnen gegen ihren Arbeitgeber. TikTok-Moderatorinnen sprächen, auch aufgrund der hohen Arbeitsanforderungen, von einem "Klima der Angst".
"Spiegel" 51/2021, S. 66 – 72 (Kurzversion)

“Horizont”: Charles Bahr geht zu Serviceplan.

Hat einen Plan: Nach seinem Abschied von TikTok geht Jung-Werber Charles Bahr zu Service­plan, findet "Horizont" heraus. Er soll Teil der Agentur Serviceplan Bubble werden, die ausschließlich für Telefónica/O2 zuständig ist. Bahr war 2020 als 18-Jähriger zu TikTok gekommen und hatte seinen Abgang vor wenigen Tagen bekannt gegeben.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Kosmetik-Hersteller Lush legt alle Social-Media-Konten auf Eis.

Wäscht sich rein: Der britische Kosmetik­hersteller Lush löscht weltweit seine Konten bei Facebook, Instagram, Snapchat und TikTok, "bis die Social-Media-Sites die Benutzer besser vor schädlichen Inhalten schützen". Chief Digital Officer Jack Constantine sagt, man wolle die Kundinnen nicht mehr bitten, "uns in einer dunklen und gefährlichen Gasse zu treffen". Das Unternehmen, das mehr als 400 Filialen in 48 Ländern besitzt, will vorerst auf Twitter und YouTube bleiben.
theguardian.com

Hör-Tipp: “Tagesschau” trifft TikTok.

Hör-Tipp: Auf TikTok ist die "Tagesschau" "der verlässlichste und wichtigste Informationslieferant", sagt der Leiter der Social-Media-Abteilung Patrick Weinhold im Podcast "30xfriends". Für ihn liegen die Chancen von TikTok bei schnellem Storytelling, hoher Kreativität und einer jungen Community, "die heiß auf Information und Wissen" ist. Für Weinhold sind gezielter Ressourcen-Einsatz und die mehrfache Verwendung von Inhalten auf sozialen Netzwerken wichtig. Es sollte plattform­spezifisch gearbeitet werden, aber "das Ökonomische dabei muss ich als Manager auch im Blick behalten".
30xfriends.podigee.io (58-Min-Audio)

Video-Tipp: Kaufland lässt TikTok-Anwalt für sich rappen.

Video-Tipp: Der Discounter-Riese Kaufland geht bei TikTok auf Personalsuche und nimmt sich dafür Tim Hendrik Walter alias "Herr Anwalt" an die Seite, dem über vier Mio Menschen in der App folgen. Er rappt in dem Clip vor der Frischetheke und muss zugeben: "Das ist so cringe!" Am Ende versucht er, mit Fakten statt mit Käse zu überzeugen.
tiktok.com (37-Sek-Video) via horizont.net (Paid)

Zitat: Für Armin Wolf ist TikTok wie ein großer Sack Marshmallows – süß, aber ohne Nährwert.

"TikTok ist für mich wie ein großer Sack Marshmallows. Wahnsinnig süß und pickig und unterhaltsam, aber es macht total süchtig. Man sieht lauter unterhaltsame, witzige, auch sehr erstaunliche Dinge in einem unglaublichen Tempo, aber es hat praktisch null Nährwert."

ORF-Anchorman Armin Wolf sagt der "Süddeutschen Zeitung", dass der neue Account der "Zeit im Bild" TikTok "ein paar Vitamine und Kalorien" hinzufügen soll. Er selbst habe nicht vor, "der große TikToker zu werden".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Basta: Armin Wolf betritt Neuland.

Wolf of Social Media: Das ORF-Nachrichten-Magazin ZIB 2 ist ab sofort auch bei der Kurzvideo-Plattform TikTok zu finden. "Falls Sie nicht wissen, was das ist, sind Sie wahrscheinlich über 25 Jahre alt", lässt Anchor Armin Wolf die TV-Boomer in seiner Abmoderation wissen – und geht dann über zu einem Tik-Tok-typischen Tanz. Bei der "Tagesschau" nennt man sowas wohl cringe.
twitter.com


Experiment: TikTok zeigt bereits Neunjährigen Videos mit Fake News an.

Viral mit Virus: Laut einem Bericht des US-Startups NewsGuard zeigt TikTok Kindern schon wenige Minuten nach der Anmeldung Fake News an. Für ein Experiment haben sich neun Kinder aus unterschiedlichen Ländern im Alter von neun bis 17 Jahren bei der App registriert. Fast alle sahen demnach innerhalb der ersten 35 Minuten Videos mit falschen Informationen zu Covid-19, ohne danach zu suchen.
newsguardtech.com via businessinsider.com

Lese-Tipp: Die “FAZ” besucht eine TikTok-Villa auf Ibiza.

Lese-Tipp: Acht Influencerinnen leben in einer Villa auf Ibiza den "Traum einer ganzen Generation", schreibt die "FAZ" nach einem Besuch. Doch die Momente "routiniert gespielter guter Laune" mit Tänzen, Akrobatik und Modenschau für die App TikTok sind nur die virtuelle Wirklichkeit. Es herrscht "ein strenges Regiment" bis bis zu 14 Stunden Arbeit am Tag.
faz.net (Paid)

Zahl des Tages: Facebook und Twitter sind bei US-Teens nicht angesagt.

Zahl des Tages: Mickrige 2 % der US-Teens bezeichnen jeweils Twitter oder Facebook als ihr liebstes soziales Netzwerk, findet eine Umfrage von Piper Sandler heraus. Beliebtheits-König ist Snapchat mit 35 %, gefolgt von TikTok mit 30 %. Instagram folgt mit 22 % zwar auf Platz Drei, ist aber mit 81 % das am breitesten genutzte Angebot.
businessinsider.com

Debatte: TikTok ist für die Ansprache von jungen Zielgruppen enorm wichtig.

Juveniles Werbewunder: TikTok ist vor allem für die Ansprache von jungen Zielgruppen enorm wichtig, analysiert Florian Teschner bei den Digital Marketing Days. Allerdings bräuchten Werbungtreibende auf TikTok deutlich mehr Kontakte, um etwa auf die gleiche Reichweite wie auf Instagram zu kommen. Besonders beliebt ist TikTok bei E-Commerce-Unternehmen – etwa About You, Shein oder Audible.
horizont.net (Paid)

Untersuchung: TikTok unterbindet Fake News vor der Wahl nur halbherzig.


Verantwortung weggetanzt: TikTok bekämpft Fake News im Vorfeld der Bundestagswahl nicht ausreichend, urteilen der Journalist Marcus Bösch und Becca Ricks. Für die Mozilla Foundation untersuchen die beiden von Juli bis August 2021, wie politische Inhalte bei der Kurzvideo-App präsentiert werden. Ihr Fazit: Das Labeln politischer Videos funktioniert nicht richtig, Faktenchecks mit der dpa sind später als geplant, nämlich erst im September, gestartet und Fake-Profile können monatelang ungehindert agieren. Dazu gehören auch falsche Politikerinnen-Accounts, u.a. von Frank-Walter Steinmeier, die inzwischen zum Teil gelöscht wurden. Auch ein falsches Profil des Bundestags mit 14.000 Followern kritisieren Bösch und Ricks. In den darüber verbreiteten Videos kommen den Autorinnen zufolge insbesondere AfD-Politikerinnen bzw. AfD-Themen prominent vor. Fake-Accounts wie diese verstoßen gegen TikTok-Richtlinien.

"Wir arbeiten weiterhin ständig daran, unsere Maßnahmen zu verbessern", kommentiert eine TikTok-Sprecherin die Ergebnisse. Inhalte oder Konten, die Spam oder gefälschtes Engagement, die Vortäuschung einer anderen Identität oder irreführende Informationen beinhalten" würden gewissenhaft entfernt. Bösch und Ricks können diese Beobachtung offenbar nicht teilen. Sie empfehlen TikTok in ihrem Bericht, beim Umgang mit politischen Inhalt dringend nachzubessern – auch "angesichts der bevorstehenden Wahlen in Kenia und Brasilien im Jahr 2022".
foundation.mozilla.org, netzpolitik.org

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Irische Datenschutz-Behörde ermittelt gegen TikTok.

TikTok gerät ins Visier der irischen Datenschutz-Behörde DPC. Die Ermittlungen drehen sich um die Verarbeitung persönlicher Daten von Kindern und Jugendlichen und um die Weitergabe von Kundeninformationen nach China. Die chinesische Kurzvideo-App steht seit Langem in der Kritik, hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen aber schärfere Regeln im Umgang mit Nutzerdaten eingeführt.
zeit.de

Zitat: Yasmina Banaszczuk entdeckt in Memes eine kreative Leistung.

"Um ein Meme zu erstellen, muss man auch etwas von sich hineingeben – seine Meinung, Stimme oder die ganz eigene Sicht auf die Dinge."

Die deutsche TikTok-Programmchefin Yasmina Banaszczuk erklärt der "FAZ" im Doppel-Interview mit Kognitionswissenschaftlerin Sam Ayele, dass Memes eine kreative Komponente haben. Ein gutes Meme lasse "Spielraum für Interpretationen".
faz.net

Klick-Tipp: Der “Spiegel” stellt TikTok-Kanäle mit Bildungsanspruch vor.

Klick-Tipp: Der "Spiegel" stellt fünf TikTok-Kanäle vor, die "Unterhaltungswert mit Bildungsanspruch" verbinden. Ein empfehlenswerter Account sei etwa der von der Lily Ebert, dort spricht die 97-jährige KZ-Überlebende über ihren Alltag in Auschwitz. "Zeit"-Journalistin Leonie Schöler befasst sich u.a. mit LGBTQI+-Themen aus historischer Perspektive.
spiegel.de

Bericht: Chinesische Regierung besitzt Anteile einer Tochter des TikTok-Mutterkonzerns Bytedance.

Staatstanz: Die chinesische Regierung hält seit April 1 % der Anteile an einem Ableger von TikTok-Mutter Bytedance, der das Inlands­geschäfts beheimatet, berichtet das US-Portal The Information. Damit könne die Staats­führung ein drittes Vorstands­mitglied berufen, das Experten zufolge ein Veto­recht haben könnte. TikTok betont, dass die "angesprochene Tochter­gesellschaft keine Eigentums­rechte, Sichtbarkeit oder Einfluss" auf TikTok habe.
theinformation.com (Paid) via meedia.de, washingtonpost.com (Paid)

Zahl des Tages: 50 % der Top-Marken machen nichts bei TikTok.

Zahl des Tages: Rund 50 % der 317 von In Video untersuchten Top-Marken posten nichts bei TikTok oder haben noch nicht mal einen eigenen Account. Zu den Verweigerern der Kurzvideo-Plattform gehören z.B. Ikea, Nestlé, Audi und Toyota. Die meisten Videoabrufe verzeichnen Firmen aus den Bereichen Food, Tech und Gaming, die erfolgreichsten Marken posten im Schnitt 3,1 Beiträge pro Woche.
invideo.io via horizont.net (Paid)

Aldi Süd ist jetzt auch bei TikTok.

Aldi Süd ist nun auch bei TikTok präsent, auf der Kurzvideo-Plattform will der Discounter interaktive Inhalte für "Millennials und die Generation Z" hochladen. Im Fokus stehe "kurze, humorvolle Videos aus dem Filialalltag" und "produktbezogener Content". Zudem sind langfristige Kooperationen mit Influencerinnen geplant. Bereits 2020 ist Aldi Nord bei TikTok gestartet, im November 2020 war Aldi Süd schon einmal testweise bei TikTok.
presseportal.de

Lese-Tipp: Marcus Bösch zeigt, wie Journalistinnen TikTok für sich nutzen können.

Lese-Tipp: TikTok bietet für Journalistinnen viele Möglichkeiten, Reichweite zu generieren oder Themen zu recherchieren, schreibt Marcus Bösch. Mit kurzen Interviews oder Fact-Checking-Formaten können sie aus der Masse herausstechen oder mit "Stitch Videos", die Nutzerinnen zum Mitmachen animieren. Wichtig dabei sei, den Ton und die Standards der Plattform zu beherrschen.
fachjournalist.de via bildblog.de

Debatte: Social-Media-Plattformen konkurrieren mit Unsummen um die besten Influencerinnen.

Pay Day: Social-Media-Plattformen konkurrieren um Influencerinnen wie Fußballvereine um die besten Spieler, schreibt Gustav Theile. YouTube, TikTok und Instagram zahlten Millionen Dollar an Influencerinnen, um sie auf ihre Plattform zu locken. Die Konzerne seien auf sie angewiesen, da klassische Werbung bei Kurzvideos nicht funktioniere.
faz.net (Paid)

Zahl des Tages: YouTube Shorts zahlt Kreativen bis 10.000 Dollar.

Zahl des Tages: Bis zu 10.000 Dollar pro Monat zahlt YouTube Kreativen, die erfolgreiche Kurzvideos für den TikTok-Konkurrenten YouTube Shorts produzieren. Die Höhe hängt von Views und dem Engagement ab und fängt bei 100 Dollar an. Innerhalb des nächsten Jahres will YouTube insgesamt 100 Mio Dollar auszahlen. Zum Start ist das Programm in zehn Märkten verfügbar, in den USA und Großbritannien, Brazil, Mexiko, Indien und Indonesien sowie Japan, Nigeria, Russland und Südafrika.
techcrunch.com, theverge.com

“Spiegel”: Junge Union bemühte sich um illegale Spende von TikTok.


Schlechter Einfluss: Der "Spiegel" wirft der Jungen Union um Philipp Amthor fragwürdige Verbindungen zu TikTok vor. Demnach wollte der chinesische Konzern gezielt Einfluss auf Amthor nehmen, um sein schlechtes Image in Deutschland aufzupolieren. Amthor räumt ein, TikTok vorgeschlagen zu haben, 2.500 Euro an ein Usedomer Musikfestival in seinem Wahlkreis zu spenden, schreibt der "Spiegel". Außerdem habe sich die Junge Union Übertragungstechnik eines Livestreams mit den Kandidaten des CDU-Parteivorsitzes von dem chinesischen Anbieter bezahlen lassen und ihn als Geldgeber verschleiern wollen.

Die Junge Union weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer "Sponsoringvereinbarung" mit TikTok. So ein Deal verlangt aber eine Gegenleistung wie etwa Werbebanner, die es nicht gab, schreibt der "Spiegel", der in der Aktion eine illegale Parteispende sieht. TikTok "sieht kein unrechtmäßiges Verhalten" seinerseits, spricht aber selbst von einer "Spende" - anders als die Junge Union und Amthor. Die Partei erklärt, besagte Rechnung inzwischen selbst beglichen zu haben.
spiegel.de (Paid)

TikTok-Konkurrent YouTube Shorts kommt nach Deutschland.

YouTube bringt das Kurzvideo-Angebot YouTube Shorts nach Deutschland, das es mit TikTok und Instagram Reels aufnehmen soll. Zu den bisher 26 Betatest-Ländern kommen bis Mittwoch 100 weitere dazu. Die Länge der Videos ist auf 60 Sekunden begrenzt, Nutzerinnen können ihre Clips mit Texten, Filtern und Musik anreichern. Dafür stehen "Millionen von Songs" von mehr als 250 Labeln zur Verfügung.
heise.de, meedia.de, blog.youtube

Hör-Tipp: “Breitband” spricht über die Bedeutung von Social Media im Wahlkampf.

Hör-Tipp: Soziale Plattformen sind nicht für einen "ernsthaften politischen Diskurs" gemacht, sagt Politikwissenschaftler Simon Hegelich in der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung "Breitband". Wenn auf Facebook, YouTube und Co. "plötzlich" politische Kommunikation stattfindet, verändere das ebendiese "nicht unbedingt zum Besseren". TikTok stehe z.B. für "die zwei Eigenschaften der extremen Verkürzung und das sich direkt Aufeinanderbeziehen in spielerischer oder hämischer Absicht". Beides seien Dinge, die man auch im Wahlkampf sehen werde.
deutschlandfunkkultur.de (17-Min-Audio)

Lese-Tipp: Italiens erfolgreichster TikToker Khaby Lame ist “der Mann der simplen Lösung”.

Lese-Tipp: Italiens erfolgreichster TikToker Khaby Lame ist ein "Jedermann" und "Selfmade-Man", schreibt Geraldine Oetken bei RND. Er parodiert vermeintliche Life-Hacks, die "Komik entsteht vor allem durch seine Mimik" der Marke Mr. Bean. Zwischendurch streut der gebürtige Senegalese, der noch immer in der Sozialwohnung seiner Eltern wohnt, auch Systemkritik ein. Allein von April bis heute ist die Zahl seiner Abos von 10 Mio auf fast 70 Mio gewachsen.
rnd.de via bildblog.de