Video-Tipp: Chinesische Landwirte verkaufen Produkte per Livestream.

Video-Tipp: In China vermarkten Landwirte ihre Waren per Livestream und treiben ihren Absatz damit in die Höhe, berichtet Tamara Anthony im "ARD-Weltspiegel". In Schulungen geben TikTok, Alibaba und der E-Commerce-Gigant JD Nachhilfe in Sachen Direkt-Vertrieb, Influencer*innen helfen bei der Präsentation. Für eine Provision von 1 % des Umsatzes übernehmen die Plattformen auch Logistik und Transport.
daserste.de (6-Min-Video), daserste.de (Textfassung)

China wehrt sich gegen anstehendes TikTok- und WeChat-Verbot der USA.


Nächste Runde Machtgerangel: China zieht im TikTok-Streit nach und setzt einen Mechanismus für Strafmaßnahmen gegen ausländische Unternehmen in Kraft, wenn sie "die nationale Sicherheit" bedrohen. Auslöser können auch Verstöße gegen "international anerkannte Wirtschafts- und Handelsregeln" sein. Als Strafe sieht China Geldstrafen, Im- und Exportbeschränkungen und Investitions- und Einreiseverbote vor.

ByteDance und TikTok haben selbst Beschwerde beim Bundesgericht in Washington eingereicht, um die Downloadsperre abzuwenden. Darin führt die TikTok-Mutter an, Trump gehe es nicht um die US-Sicherheit, sondern politische Gründe, damit überschreite er seine Befugnisse. Das von Trump verhängte Download-Verbot gegen TikTok und WeChat gilt eigentlich ab morgen.
tagesschau.de, manager-magazin.de (China), bloomberg.com (ByteDance), turi2.de (Background)

TikTok steht offenbar Einstieg von Oracle und Walmart bevor.

TikTok-Mutter Bytedance soll sich im Streit mit der US-Regierung auf eine Lösung geeinigt haben. Der Cloud-Anbieter Oracle, die Supermarkt-Kette Walmart und die US-Gesellschafter von Bytedance sollen laut Reuters mindestens 60 % an TikTok übernehmen. Trump hatte TikTok mit einem Verbot in den USA gedroht, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer Nutzer*innen nicht in die Obhut von US-Unternehmen kommen.
sueddeutsche.de, zeit.de (1-Min-Video), turi2.de (Background)

Orcale soll US-Partner von TikTok werden, Microsoft ist raus.


Das Orakel von TikTok: Microsoft ist aus dem Rennen um die Übernahme des US-Geschäfts der Kurzvideo-App TikTok. Der US-Software-Konzern teilt mit, TikToks chinesische Mutterfirma Bytedance habe sein Angebot abgelehnt. Stattdessen soll der kalifornische Software- und Cloud-Anbieter Oracle US-Partner von TikTok werden, berichten mehre US-Media, u.a. die Washington Post und das Wall Street Journal. Statt eines direkten Verkaufs gehe es um eine "Technologie-Partnerschaft". Eine mögliche Option sei, dass TikTok nur das Daten-Management an ein US-Unternehmen auslagert, aber Eigentümer bleibt, eine andere, dass Bytedance seinen Hauptsitz aus China in ein anderes Land verlagert, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, TikTok in den USA zu verbieten, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer US-Nutzer*innen nicht in die Obhut eines US-Unternehmens kommen. Die Partnerschaft mit Orcale muss von den Regierungen in Washington und Peking noch abgesegnet werden, sagt ein Insider. Jedoch gilt Oracle-Mitgründer Larry Ellison als einer der wenigen hochrangigen Manager eines Technologiekonzerns, der Trump offen unterstützt. Microsoft gibt sich dagegen zerknirscht: "Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorschlag gut für die Nutzer der Plattform gewesen wäre und gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen geschützt hätte", teilt der Konzern mit.
sueddeutsche.de, spiegel.de, washingtonpost.com, techcrunch.com

Video-Tipp: Immer mehr Ägypterinnen werden nach TikTok-Postings angeklagt.

Video-Tipp: Immer mehr Ägypterinnen werden nach TikTok-Postings aufgrund vermeintlicher Verstöße gegen die öffentliche Moral angeklagt, berichtet ARD-Reporter Alexander Stenzel im "Weltspiegel". Ein Video, in denen eine junge Frau in einem bauchfreien T-Shirt tanzt, richte laut Justiz "großen Schaden in der ägyptischen Gesellschaft" an. Jurist*innen beklagen Willkür und Sexismus.
tagesschau.de (6-Min-Video)

Walmart und Microsoft wollen TikTok gemeinsam kaufen.


Allianz der Großen: Walmart und Microsoft verbünden sich, um TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland zu kaufen, berichtet CNBC. Walmart verspricht sich Wachstum für seinen Onlineshop und ist laut eines Sprechers "zuversichtlich, dass eine Partnerschaft sowohl die Erwartungen der TikTok-User in den USA erfüllen als auch die Anliegen der staatlichen Regulierer befriedigen würde". Microsoft werde den Deal mit TikTok in den nächsten zwei Tagen in Sack und Tüten haben. Der Kaufpreis wird auf 20 bis 30 Mrd Dollar geschätzt.

Walmart liebäugelt schon länger mit TikTok: CNBC berichtet, dass der Einzelhändler zuvor mit Softbank und der Google-Mutter Alphabet verbündet war, um die App zu übernehmen. Weil die US-Regierung ein Veto einlegte und darauf bestand, dass ein Tech-Konzern das Käufer-Konsortium anführt, platze das Vorhaben. Auch Microsoft-Konkurrent Oracle will TikTok übernehmen.

TikTok hat laut eigenen Angaben monatlich fast 100 Mio aktive US-Nutzer*innen. Walmart verfolgt die Übernahme zu einer Zeit, in der es versucht, besser mit Amazon zu konkurrieren. Walmart wiederum versucht, sich stärker gegen Amazon zu behaupten und plant ein Aboprogramm namens Walmart+.
cbnc.com, manager-magazin.de, cnbc.com (Walmart, Alphabet)

TikTok will gegen Trump klagen.


Gegenangriff: Die TikTok-Mutter ByteDance kündigt an, gegen die US-Regierung zu klagen. Damit wehrt sich die Betreiberin der chinesischen Video-Plattform gegen einen Trump-Erlass, der ByteDance zum Verkauf des US-Geschäfts oder dessen Einstellung zwingen will. Die US-Regierung habe bei ihrem Erlass "nicht auf Fakten geachtet" und "versucht, sich in die Verhandlungen privater Unternehmen einzumischen".

Geht es nach der Regierung, ist TikTok am 12. November vom US-Markt verschwunden. Trump hat US-Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu TikTok verboten und sich dabei auf den Datenschutz berufen. TikTok muss außerdem innerhalb von drei Monaten alle US-Nutzer-Daten löschen. Parallel verhandelt Microsoft mit ByteDance über die Übernahme von Teilen des TikTok-Geschäfts.
independent.co.uk, adweek.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Google-Mutter Alphabet wollte ein Stück vom TikTok-Kuchen ab.

Google-Mutter Alphabet wollte ein Stück vom TikTok-Kuchen ab und war Teil einer Bieter-Gruppe, die an einem Anteil der chinesischen App interessiert war. Zuständig war eine von Alphabets Investment-Abteilungen: GV oder CapitalG. Die Gespräche seien aber in den letzten Tagen im Sand verlaufen, welche Konzerne der Bieter-Gruppe noch angehörten, ist unbekannt.
businessinsider.com, news.bloomberglaw.com (Paid)

Meinung: Oracle bietet auf TikTok, um Daten für seine Cloud zu sammeln.

Oracle, Mitbieter im US-Rennen um TikTok, will die App vermutlich zum Datensammeln für seine eigene Cloud nutzen, schreiben Jannis Brühl und Helmut-Martin Jung. Oracle, das eher auf Geschäftskunden denn auf Teenies spezialisiert ist, schwächelt in Sachen Cloud; könnte sein System aber per Zukauf reformieren und etwa Facebook Konkurrenz machen. Trumps Segen hat das Unternehmen bereits: Er bezeichnet Oracle-Chef Larry Ellison als "tollen Typ".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

TikTok startet PR-Plattform in eigener Sache.


Wir sind die Guten: TikTok holt in den USA zum kommunikativen Gegenschlag in Richtung Trump-Regierung und "Fehlinformationen" in den Medien aus. Die chinesische Kurzvideo-App startet die Website tiktokus.info, auf der das PR-Team "Dinge gerade rücken" will – und TikTok als "Die letzte sonnige Ecke des Internets" preist. Die Seite zeigt die Welt, wie die Firmen-PR sie gerne sieht: mit eigenen Statements und gefälligen Medienberichten. Alles andere seien "Gerüchte und Fehlinformationen".

Gleichzeitig startet der zusätzliche Twitter-Kanal @tiktok_comms, mit dem die TikTok-PRler wohl aktuelle Firmen-Kommunikation betreiben und Angriffe aus dem Trump-Lager parieren wollen. Der US-Twitter-Account @tiktok_us hat eher einen Entertainment-Schwerpunkt und richtet sich direkt an die Nutzer*innen. Geht es nach Trump, ist TikTok unter dem Dach der chinesischen Mutter ByteDance am 12. November Geschichte. TikTok wehrt sich – kommunikativ und auch juristisch.
techcrunch.com, tiktokus.info, twitter.com/tiktok_comms

Basta: Donald Trump startet einen Account bei TikTok-Konkurrent Triller.

You know it's Triller: Donald Trump startet den nächsten Angriff auf TikTok. Statt auf weitere Beschränkungen zu setzen, denkt sich der US-Präsident: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Er erstellt einen Account beim TikTok-Konkurrenten Triller. Man stelle sich nur vor, Angela Merkel hätte vor zehn Jahren ein Profil bei StudiVZ eingerichtet.
mashable.com, triller.co

Hör-Tipp: TikTok-Nutzer*innen fürchten fehlende Impulse bei US-Aus.

Hör-Tipp: TikTok ist für viele Jugendliche inzwischen die wichtigste App, analysiert das WDR5-Medienmagazin. Junge Nutzer*innen fürchten bei einem Verbot in den USA fehlende Impulse für die eigene Nutzung. Die App ist zwar erst ab 13 Jahren zugelassen, wird aber häufig schon im Grundschulalter genutzt. Expert*innen raten Eltern zu "gelassener Skepsis".
podcasts.google.com (11-Min-Audio)

Basta: Auf TikTok sind die Nonnen los.

Just like a prayer: Niederländische Nonnen singen sich mit Rosenkranz und Kruzifix auf TikTok durch das Klosterleben. Fast 4 Mio Likes haben die Schwestern für ihre Posts schon gesammelt. Von so viel guter Image-Arbeit für die katholische Kirche kann @Pontifex noch viel lernen: Wir warten auf eine TikTok-Interpretation von God is a DJ aus dem Vatikan.
faz.net, tiktok.com (carmeldcj), turi2.de (Background)

@carmeldcj##duet met @mangything thanks for the honest questions!

♬ original sound - mangything


Video-Tipp: Comedian Sarah Cooper hatte verordneten Spaß bei Google und parodiert Trump.

Video-Tipp: US-Comedian Sarah Cooper erzählt als Gast-Moderatorin der Late-Night-Show von Jimmy Kimmel, u.a. wie viel Spaß sie bei ihrem früheren Job bei Google hatte - schließlich habe Google ihr vorgegeben, wie viel Spaß sie jedes Quartal zu haben hat. Zudem präsentiert sie einige ihrer lippensynchronen Parodien zu O-Tönen von Donald Trump, mit denen sie bei TikTok bekannt wurde.
twitter.com/sarahcpr (8-Min-Video), tiktok.com (Trump-Parodien)

Frankfurt will Europa-Sitz von TikTok werden.

TikTok: Frankfurt am Main bewirbt sich um den Sitz der Europa-Zentrale der chinesischen Kurzvideo-App, berichten "Journal Frankfurt und "FAZ. Ober­bürger­meister Peter Feldmann hebt als Standort-Vorteile der Main-Metropole u.a. die gute Verkehrsanbindung und den weltgrößten Internetknoten hervor. TikTok-Mutter Bytedance teilt mit: "Wir freuen uns sehr über das Interesse". Auch Dublin und London haben sich beworben. In Deutschland unterhält Bytedance bereits eine Nieder­lassung in Berlin.
journal-frankfurt.de via wuv.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: TikTok ist der Schulhof der Welt, analysiert Sebastian Hofer in “Profil”.

Lese-Tipp: TikTok prägt die Gegenwart und entwickelt sich im "digitalen Sperrfeuer zwischen aufgescheuchten Kühen und bloßgestellten Präsidenten" zu einer geradezu revolutionären Plattform, schreibt Sebastian Hofer. Als "erste genuine Handy-Plattform" ist TikTok intuitiv, hat eine erstklassig funktionierende KI, die den Videofeed organisiert, und setzt nur am Rande auf soziales Netzwerken, so Hofer. Die App ist so erfolgreich, weil sie "funktioniert wie ein unendlich weiter Schulhof, auf dem man steht und herumschaut" – jeden Tag sei etwas anderes wichtig, statt Statussymbolen zählten Emotionen, es herrsche "der nackte Zufall".
profil.at

“WSJ”: Twitter verhandelt mit Bytedance über eine mögliche TikTok-Übernahme.

Twitter hat Interesse an TikTok angemeldet, berichtet das "Wall Street Journal". Der Kurznachrichtendienst habe "Vorgespräche" mit TikTok-Mutter Bytedance geführt. Unklar sei jedoch, ob Twitter den Favoriten Microsoft im Rennen um die Video-Plattform ausstechen und die nötigen finanziellen Mittel aufbringen könnte.
wsj.com (Paid), businessinsider.de, zeit.de

Donald Trump verbietet Geschäfte mit TikTok und WeChat per Dekret.

USA: Donald Trump verbietet US-Bürger*innen per Dekret, "Geschäfte" mit TikTok-Mutter Bytedance und der App WeChat zu machen. Die Verfügung soll in 45 Tagen in Kraft treten. Die Begründung: Beide Apps würden eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen, weil China die gesammelten Nutzerdaten zum Ausspionieren nutzen könnte. TikTok-Mutter ByteDance kündigt rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.
techcrunch.com, manager-magazin.de, spiegel.de (Reaktion)

Microsoft verhandelt mit ByteDance über das globale Geschäft von TikTok.

Microsoft will offenbar nicht nur das US-Geschäft von TikTok übernehmen, sondern das weltweite. ByteDance ruft dafür laut ft.com die Summe von 50 Mrd US-Dollar auf. Tiktok ist auf 175 Märkten aktiv, muss den US-Verkauf aber bis 15. September regeln, weil Trump die App in den USA sonst verbieten will.
ft.com (Paid) via t3n.de, turi2.de (Background)

TikTok will sich mit Faktencheck-Team für US-Wahl rüsten.

TikTok plant, vor der US-Wahl im November gegen Falschinformationen vorzugehen. Ein Faktencheck-Team soll dabei helfen, Lügen und irreführende Informationen zu finden. Außerdem sollen Nutzer*innen verdächtige Inhalte melden können. Ziel der chinesischen App ist es, auch dann einem drohenden Verbot in den USA zu entgehen, wenn Microsoft den Kurzvideo-Dienst nicht übernehmen sollte.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Meinung: Microsoft könnte mit TikTok-Kauf Facebooks Rivale werden.

Microsoft könnte mit der Übernahme von TikTok "aus dem Stand zu einem ernsthaften Rivalen von Facebook" werden, beobachten Roland Lindner, Hendrik Ankenbrand und Gustav Theile in der "FAZ". Gelingt der Deal, wäre dies "ein Paukenschlag". Dass Tiktok bisher einem chinesischen Konzern gehört, sei den meisten Nutzer*innen egal. Es sei kaum argumentierbar, dass in den USA Waffen erlaubt sind, die App aber nicht.
faz.net (Paid)

Microsoft bestätigt TikTok-Verhandlungen, Deadline am 15. September.

Microsoft bestätigt in einem Statement Verhandlungen über eine Übernahme des US-Geschäfts von TikTok von ByteDance. Laut Microsoft gab es dazu ein Gespräch zwischen Firmenchef Satya Nadella und Donald Trump. Microsoft kündigt an, möglicherweise weitere US-Investoren für Minderheitsanteile gewinnen zu wollen. Die Gespräche über eine mögliche Übernahme will Microsoft spätestens am 15. September beenden.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Reuters: ByteDance übergibt das US-Geschäft von TikTok an Microsoft.


MicroTok: ByteDance, der chinesische Mutterkonzern hinter TikTok, und Microsoft haben sich auf einen Deal geeinigt, berichtet Reuters. Demnach würde Microsoft das US-Geschäft der App übernehmen und ByteDance als Gesellschafter dort aussteigen. Microsoft wäre dann auch für alle Nutzerdaten in den USA verantwortlich. Einige in den USA ansässige Investoren können dem Bericht zufolge weiter einen Minderheitsanteil halten. Auch ByteDance hatte dies ursprünglich vor. Der Plan ist jedoch wohl vom Tisch, weil er keine Zustimmung durch die US-Regierung bekommen hätte. Finanzielle Eckpunkte des Deals sind bislang nicht bekannt, ebensowenig ob Trump dem Deal zustimmen wird.

Mit dem Handel versucht ByteDance, TikTok in den USA zu retten. Erst Freitag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die App in den USA zu verbieten. Seine Administration wirft TikTok vor, Nutzerdaten an chinesische Geheimdienste weiterzuleiten. TikTok selbst wendet sich mit einer Botschaft an seine Nutzer und sagt, der Dienst habe nicht vor, zu verschwinden.
reuters.com, turi2.de (Background)

Bloomberg: Donald Trump will Bytedance zwingen, TikTok zu verkaufen.

TikTok soll nach dem Willen der US-Regierung in den USA nur dann ein Verbot umgehen können, wenn die chinesische Mutter Bytedance das US-Geschäft der App verkauft. Das meldet Bloomberg und bringt Microsoft als potentiellen Käufer ins Spiel. Anfang Juli hatte bereits US-Außenminister Mike Pompeo ähnliche Pläne geäußert. Viele US-Politiker äußern Bedenken, Bytedance könnte US-Nutzerdaten an chinesische Geheimdienste weiterleiten.
bloomberg.com, faz.netturi2.de (Background)

TikTok startet europaweiten Fonds und will Influencer*innen mit 60 Mio Euro fördern.


Es regnet chinesisches Geld: TikTok unterstützt über einen Kreativitäts-Fonds Inhalte-Ersteller*innen in Europa mit 60 Mio Euro. Nähere Details zur Bewerbung will die Plattform in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Deutschland ist einer der Kernmärkte von TikTok, der Fonds richtet sich aber auch an Influencer*innen in Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien. Er soll innerhalb von drei Jahren auf insgesamt rund 255 Mio Eurowachsen.

TikTok hat kürzlich angekündigt, seine Algorithmen, Datenströme und Moderationsregeln in einem "Transparency and Accountability Center" offenzulegen, um zu beweisen, dass es seiner Verantwortung nachkomme und sich an das jeweils geltende Recht halte. Wer genau in diesem Center Einblicke erhalten wird, ist aber nicht klar. CEO Kevin Mayer forderte Unternehmen wie Facebook auf, es TikTok gleichzutun.
horizont.net, presseportal.de, t3n.de (Algorithmus), turi2.de (US-Fonds)

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User für Reels abzuwerben.

Instagram versucht, erfolgreiche TikTok-User*innen für seine Kurzvideo-Funktion Reels abzuwerben. Die Plattform soll mehreren Nutzer*innen teils hunderttausende Dollar geboten haben, um sie von TikTok zu Instagram Reels zu locken. Das "Wall Street Journal" spricht von einer "Eskalation" des Wettbewerbs zwischen der Facebook-Tochter Instagram und TikTok, das zum chinesischen Unternehmen ByteDance gehört.
wsj.com (Paid) via businessinsider.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: TikTok legt 200 Mio Dollar für seine Video-Kids beiseite.

Zahl des Tages: Runde 200 Mio Dollar gießt TikTok in einen Fonds, um damit Content-Produzent*innen in den USA zu bezahlen. Bisher ist eine direkte Mo­ne­ta­ri­sierung nur über Live-Streams möglich. Wer Geld für seine Clips kassieren möchte, kann sich ab August für das Programm bewerben. Ob und wann es außerhalb der USA startet, ist nicht bekannt.
theverge.com, techcrunch.com

TikTok erwägt, sein gobales Hauptquartier nach London zu verlegen.

TikTok führt Gespräche mit der britischen Regierung, um seinen Hauptsitz mit rund 3.000 Mitarbeitern in London anzusiedeln und sich so von seinem Heimatland China zu distanzieren, schreibt Reuters. ByteDance ziehe neben Großbritannien weitere Standorte in Betracht. Die "Sunday Times" berichtet hingegen, TikTok habe die Verhandlungen mit Großbritannien abgebrochen.
reuters.com, thetimes.co

Trump schaltet Anti-TikTok-Anzeigen auf Facebook und Instagram.

USA: Trump schaltet auf Instagram und Facebook Anzeigen, in denen er die chinesische App beschuldigt, Nutzer*innen "auszuspionieren" und aufruft, eine Petition zum Verbot zu unterzeichnen. Er erwägt, die App in den USA zu verbieten und hat auch Anzeigen gegen Twitter und Snapchat geschaltet. Dort heißt es, die Plattformen versuchten, "den Präsidenten zum Schweigen zu bringen".
businessinsider.com

Amazon weist seine Mitarbeiter*innen an, TikTok zu deinstallieren und rudert dann zurück.


Tiktokt nicht ganz sauber: Amazon ruft am Freitag seine Mitarbeiter*innen in einer Rundmail dazu auf, die App von TikTok zu löschen und führt Sicherheitsrisiken als Grund an. Rund fünf Stunden später rudert der Konzern zurück und erklärt: Die E-Mail sei ein Fehler gewesen. Zuvor hieß es, Angestellte müssten die App von allen Geräten entfernen, von denen sie auf ihre Amazon-E-Mails zugreifen. Wer die App nicht noch am selben Tag entfernt, würde seinen mobilen Zugriff auf Dienstmails verlieren.

Erst vor Kurzen wurde bekannt, das TikTok unter iOS auf Informationen aus der Zwischenablage zugreift. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte zu Wochenbeginn zudem an, dass die US-Regierung erwäge, die chinesische App in den USA zu sperren.
nytimes.com, adweek.com, theverge.com

Meinung: Suchmaschine PimEyes greift die Anonymität an.

PimEyes, eine globale Gesichts-Suchmaschine aus Polen, greift massiv die Anonymität an, recherchieren Sebastian Meineck und Daniel Laufer. PimEyes habe mehr als 900 Mio Gesichter anhand biometrischer Daten analysiert und ist dadurch u.a. in der Lage, Personen ungewollt zu outen. Instagram, YouTube und TikTok wollen juristisch gegen die Suchmaschine vorgehen, Politiker*innen und Datenschützer*innen sehen in PimEyes ein "enormes Missbrauchspotential" und wittern mögliche Verstöße gegen die DSGVO.
netzpolitik.org

Zahl des Tages: TikTok hat im 2. Halbjahr 2019 insgesamt 49 Mio Videos entfernt.

Zahl des Tages: Rund 49 Mio Videos hat TikTok im 2. Halbjahr 2019 von seiner Plattform gelöscht, weil sie gegen die Regeln verstoßen haben, wie das Netzwerk mitteilt. 16 Mio davon kamen aus Indien, es folgen die USA mit 4,6 Mio Videos. Über 98 % der Videos habe TikTok automatisch erkannt, bevor Nutzer*innen sie gemeldet haben.
theverge.com

Charles Bahr verlässt Project Z, wechselt zu TikTok.

Werbe-Wunderkind Charles Bahr, 18, verlässt seine Firma Project Z und wechselt zu TikTok. Dort steigt er als Brand Partnership Manager ein, um Unternehmen dabei zu beraten, wie sie optimal auf TikTok für ihre Marken werben. Die Führung von Project Z übergibt Bahr seinem 17-jährigen Kompagnon Urs Meier; Bahr bleibt Project-Z-Gesellschafter.
wuv.de, turi2.de (Background)

Basta: Influencerin bekommt Maske ans Ohr gepierct.

Ohrperation missglückt: Teenie-Influencerin Sissy Sheridan lässt ihre Fans daran teilhaben, wie sie ein neues Ohr-Piercing bekommt. Blöderweise tackert ihr die Piercerin auch die Maske ans Ohr, die sie im Piercing-Studio tragen muss. Das ist schmerzhaft, aber ein ungewollt viraler ohraler Erfolg,.
thebestsocial.media, tiktok.com/@itssissysheridan

@itssissysheridan

moral of the story. don’t get your ears pierced during a pandemic

♬ original sound - itssissysheridan

Indien verbietet TikTok und 58 weitere chinesische Apps.

Indien verbietet TikTok sowie 58 weitere chinesische Apps. Wie das Verbot genau aussehen soll und wie Anbieter wie Google und Apple damit umgehen wollen, ist derzeit aber noch unklar. Betroffen von der Sperre wäre rund ein Drittel der indischen Smartphone-User. Grund für das TikTok-Verbot sind Spannungen zwischen beiden Ländern wegen militärischen Konflikten in der gemeinsamen Grenzregion.
techcrunch.com, adweek.com, heise.de

Lese-Tipp: Trump-Imitatorin Sarah Cooper hasst den Präsidenten – und beneidet ihn.

Lese-Tipp: Sarah Cooper, durch gekonntes Trump-Nachäffen auf TikTok bekannt geworden, kotzt sich in der "Süddeutschen" über den US-Präsidenten aus. Sie sehe es als "Genugtuung", in ihren Videos auf die Inhaltslosigkeit von Trumps Aussagen aufmerksam machen zu können. Gleichzeitig sei sie gewissermaßen neidisch, da Trump mit Fehlern durchkomme. Während er "es Müll redend sogar zum Präsidenten geschafft" habe, sei das für Cooper als schwarze Frau "unmöglich". Sie glaube, "es ist ein bisschen Trump in jedem Mann".
sueddeutsche.de (Paid)

TikTok startet seine Werbeplattform für Unternehmen.

TikTok macht einen Schritt in Richtung Monetarisierung und aktiviert seine Plattform TikTok für Unternehmen. Hier können Marken direkt Kampagnen für die chinesische Plattform erstellen und u.a. auf Musik und zahlreiche Effekte zugreifen. In einigen Regionen startet TikTok zudem einen Creator Marketplace auf dem Werbende direkt Influencer für Kampagnen anfragen können.
horizont.net