Warner-Bros-Chef Kevin Tsujihara stolpert über Sex-Affäre und tritt zurück.

Warner Bros. Entertainment und Studiochef Kevin Tsujihara, 54, gehen getrennte Wege. Er verlässt das Hollywood-Studio nach dem Vorwurf, der britischen Schauspielerin Charlotte Kirk Filmrollen als Gegenleistung für Sex versprochen zu haben. Sie war in zwei Warner-Filmen zu sehen. Tsujihara stand sechs Jahre als CEO an der Spitze des Studios und war insgesamt 25 Jahre im Konzern.
hollywoodreporter.com, apnews.com, dwdl.de

WarnerMedia plant Ende seines Investment-Fonds.

WarnerMedia plant ein Ende seines Investment-Fonds WarnerMedia Investments, berichtet Digiday. Der Fonds sei seit Ende 2018 kein eigenständiges Unternehmen mehr und das Portfolio könnte verkauft werden. Geschäftsführerin Allison Goldberg habe das Unternehmen verlassen, seit Mitte 2018 habe der Fonds keine Investitionen mehr getätigt. Zuvor seien jährlich zwischen 50 und 100 Mio Dollar in Digitalmedien und Techkonzerne wie Mashable, Mic oder Discord geflossen.
digiday.com

Meinung: Eigene Streaming-Angebote gefährden das Zweitverwertungs-Geschäft.

Streaming: Disney und Warner bringen mit ihren Hollywood-Produktionen alles mit, um attraktive Streaming-Angebote zu starten, schreibt David Steinitz in der "Süddeutschen Zeitung". Allerdings würden sie das für sie bisher lukrative Geschäft mit Zweitverwertungsrechten aufgeben, wenn sie für die eigenen Angebote produzieren. Netflix dränge derweil andersherum ins Kino-Geschäft, stoße hier aber wegen der kurzen Zeit zwischen Kinoaufführung und Streamingstart auf wenig Gegenliebe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 17 (Paid)

Bloomberg: Klage der US-Regierung kann Time-Warner-Übernahme verhindern.


Trump-Grätsche? Das US-Justizministerium klagt gegen die Übernahme von Time Warner durch AT&T. Der Deal schade dem Wettbewerb und müsse deshalb verhindert werden, sagt das Ministerium. Den US-Bürgern drohten andernfalls höhere Kosten für das Kabelfernsehen und weniger Innovationen.

Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass das Justizministerium eine Fusion zwischen zwei Firmen, die keine direkten Wettbewerber sind, anfechtet. AT&T hält an den Kaufplänen fest. Beim Prozess will der Mobilfunkriese Einsicht in die Kommunikation zwischen Justizministerium und Weißem Haus verlangen, um herauszufinden, ob US-Präsident Donald Trump sich eingemischt hat.
bloomberg.com, theguardian.com, assets.documentcloud.org (Klage), turi2.de, turi2.de (Background)

Verkauf von CNN soll Voraussetzung für Time-Warner-Übernahme durch AT&T sein.

CNN Logo 150CNN könnte der Übernahme von Time Warner durch AT&T zum Opfer fallen. Laut "Financial Times" fordert das US-Justizministerium den Verkauf als Voraussetzung für seine Zustimmung zum Milliarden-Deal. Alternativ könnte AT&T auch seinen Satelliten-TV-Anbieter DirecTV abtreten, schreibt die "New York Times". AT&T will CNN nicht verkaufen und würde gegen diese Vorgabe auch vor Gericht ziehen.
mashable.com, nytimes.com

Time Inc zieht “Entertainment Weekly” nach Hollywood.

Entertainment Weekly, wöchentliche US-Zeitschrift für Unterhaltungskultur, zieht von New York nach Los Angeles um. Im März verlässt das Magazin die Räume im neuen World Trade Center und zieht nach Hollywood. 40 bis 45 der bisher 66 Mitarbeiter machen den Umzug mit. Das Heft erscheint im US-Verlag Time Inc, das Konzept hat Jeff Jarvis einst Ende der Achtzigerjahre entwickelt.
adage.com

Kohle-Unternehmen klagt gegen John Oliver und HBO.

John Oliver, Moderator der Late-Night-Show "Last Week Tonight", sowie sein Sender HBO und der Mutterkonzern Time Warner sehen sich mit einer Diffamierungs-Klage des Kohleindustrie-Barons Robert Murray konfrontiert. Hintergrund ist ein Beitrag aus der vergangenen Woche, in der "Last Week Tonight" die US-Kohleindustrie kritisch und satirisch betrachtet. In dem Beitrag hat John Oliver bereits offengelegt, dass Murrays Firma auf eine Anfrage mit der Aufforderung reagierte, von einer Diffamierung Abstand zu nehmen, da man andernfalls juristische Mittel ergreifen werde.
mashable.com, thedailybeast.com, youtube.com (24-min-Video)

Snap und Time Warner schließen 100-Mio-Deal für exklusive Inhalte.


Snap den Content: Snapchat will sich mit exklusiven Inhalten gegen Facebook und Co behaupten und schließt mit Time Warner einen 100 Mio Dollar schweren Inhalte-Deal. Time Warner wird zehn exklusive Shows für Snapchat produzieren, darunter sowohl Drama- als auch Comedy-Serien. Bei den Werbeeinnahmen, die Snapchat mit den Produktionen einspielt, machen Time Warner und der Messenger mit den selbstzerstörenden Nachrichten halbe-halbe.

Snap arbeitet bereits mit einigen Fernsehsendern und Produktions-Studios in den USA zusammen, darunter Discovery, MGM, Vice und die Football-Liga NFL. Der Deal mit Time Warner, unter anderem Rechteinhaber der HBO-Serie "Game of Thrones" und von DC Comics, weitet dieses Engagement deutlich aus. An der Börse sorgte die Meldung für ein Kursplus der Snap-Aktie um 3 %. (Foto: picture alliance / Frank May)
mashable.com, businessinsider.de

AT&T kauft Time Warner für 85,4 Mrd Dollar.

AT&T in talks to acquire Time Warner US media reportHochzeit für 85,4 Mrd Dollar: Der Telekommunikationsgigant AT&T kauft Time Warner, Mutterkonzern von CNN, HBO und Warner Bros, für 85,4 Mrd Dollar beziehungsweise 107,50 Dollar pro Aktie. Inklusive der Schulden von Time Warner kostet das Geschäft 108,7 Mrd Dollar. Die Kaufpreis soll je zur Hälfte in bar und in Aktien von AT&T fließen.

Freitag wurde bekannt, dass sich beide Konzerne in Gesprächen befinden. Die Chefs der Konzerne haben nach eigenen Angaben seit August darüber verhandelt. 2015 hat Time Warner noch eine Offerte über 80 Mrd Dollar von Murdochs Twenty-First Century Fox abgelehnt. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich bereits gegen die Übernahme ausgesprochen.
washingtonpost.com, nytimes.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Fernseh-Spitzenfrau Sylvia Rothblum greift nach Top-Posten in der Autoindustrie.

Sylvia Rothblum-150Sylvia Rothblum, 57, ist eine der mächtigsten Frauen im deutschen Fernsehen. Die Vizepräsidentin von Warner Bros. setzt mehrere Hundert Mio Dollar mit Programmen um, verhandelt hart und fair, agiert ehrgeizig und mitreißend, schreibt Sophie Crocoll. Die acht Sprachen sprechende, stolze Oma Rothblum strebt als nächstes in die Aufsichtsräte von BMW oder Daimler.
"Bilanz" 06/2016, S. 40-43 (Paid)

Time Warner womöglich vor Verkauf.

Jeff BewkesJeff Bewkes, CEO von Time Warner, erwägt nach Berichten von Adage.com einen Verkauf des Konzerns. Möglicher Interessent: 21st Century Fox. Das Medienunternehmen von Rupert Murdoch scheiterte bereits vor anderthalb Jahren mit einem Übernahmeangebot. Nach einem deutlichen Wertverlust von Time Warner im vergangenen Jahr habe Bewkes seine Meinung geändert, berichtet Adage.com.
adage.com, digitalfernsehen.de, meedia.de

Warner Bros. kaufen sich in chinesische Filmproduktion ein.

warner brothers 150Warner Bros. steigen - wie vermutet - ins chinesische Filmgeschäft ein. Das Hollywood-Studio beteiligt sich zu 49 % an der neuen Firma Flagship Entertainment in Hong Kong. Den Mehrheitsanteil hält der staatliche Entertainment-Fonds China Media Capital. China ist der zweitgrößte Filmmarkt der Welt, chinesische Kinos setzten 2014 knapp 5 Mrd Dollar um.
wsj.com, turi2.de (Background)

Warner Brothers planen Joint Venture in China.

warner brothers 150China öffnet offenbar die Tore für Hollywood: Warner Brothers und der staatliche Entertainment-Fond China Media Capital verhandeln über ein Joint Venture, berichtet das "Wall Street Journal". Demnach will das Hollywood-Studio zahlreiche Filme pro Jahr für den asiatischen Markt produzieren. Der Deal wäre der größte seiner Art. Auch früher haben US-Studios schon mit chinesischen Partnern gedreht, meist einmalige Projekte.
wsj.com

Charter will Time Warner schlucken.

charter-communicationsCharter Communications bietet für Time Warner Cable satte 56,7 Mrd Dollar. Damit bestätigt der US-Kabelnetzbetreiber tagelange Übernahme-Spekulationen. Charter hatte 2014 schon für TWC geboten, wurde aber von Comcast übertrumpft - der Deal wiederum scheiterte an Kartellbedenken. Branchenbeobachter sehen für das neue Angebot weniger Vorbehalte der Wettbewerbsbehörden.
nytimes.com, broadbandtvnews.com, phx.corporate-ir.net (Ad-hoc-Mitteilung)