Türkisches Gericht spricht Aktivisten von Reporter ohne Grenzen frei.

Türkei: Ein Gericht in Istanbul hat Erol Önderoglu, Türkei-Experte bei Reporter ohne Grenzen, vom Vorwurf der "Terrorpropaganda" freigesprochen. Er hatte an einer Solidaritäts-Demonstration für die pro-kurdische Tageszeitung "Özgür Gündem" teilgenommen. Sie wurde später, nach dem versuchten Putsch 2016, geschlossen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Türkische Denkfabrik attackiert internationale Medien wie die Deutsche Welle.

Pressefreiheit: Eine regierungsnahe türkische Denkfabrik wirft internationalen Medien in einer Studie "regierungsfeindliche" Berichterstattung vor, meldet die Deutsche Welle. Dabei seien Journalisten namentlich mit ihren Twitter-Accounts genannt, darunter auch Reporter der BBC sowie des US-Senders Voice of America. Die Türkei versuche objektive Berichterstatter einzuschüchtern, kritisiert die Deutsche Welle, der allein 30 Seiten der Studie gewidmet seien.
dw.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)

Der deutsche Journalist Adil Demirci darf die Türkei verlassen.

Türkei: Ein Gericht will die Reisesperre gegen den Deutschen Adil Demirci außer Kraft setzen. Demirci, eigentlich Sozialarbeiter, berichtete für die linke Nachrichtenagentur Etha. Seit einem Jahr sitzt er in der Türkei fest, die ihm vorwirft, Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Partei zu sein, die von der Türkei als Terrorgruppe eingestuft wird.
faz.net, turi2.de (Background)

Türkei: Dilek Dündar reist nach Deutschland aus.

Türkei: Dilek Dündar, Ehefrau von Ex-"Cumhurriyet"-Chefredakteur Can Dündar (Foto), ist offenbar aus der Türkei ausgereist. Der türkische Journalist lebt im deutschen Exil, die Ausreisesperre gegen seine Frau sei noch immer aktiv. Dilek Dündar wurde der Reisepass abgenommen, kurz nachdem ihr Mann wegen Terrorvorwürfen angeklagt wurde.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Türkei widerspricht Folter-Vorwürfen von Deniz Yücel.

Pressefreiheit: Das türkische Außenministerium widerspricht dem Vorwurf des Journalisten Deniz Yücel (Foto), er sei während seiner Haft gefoltert worden. "Internationale Mechanismen" könnten die Freiheit in der Türkei überprüfen, kontert eine Erklärung aus Ankara die Mahnung des deutschen Außenministeriums zur Einhaltung der Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Türkei geht gegen drei regierungskritische Journalisten vor.

Pressefreiheit: Drei regierungskritische Journalisten sind in der Türkei festgenommen worden, meldet die dpa. Es handele sich um Canan Coskun (Foto), Zeynep Kuray und Irfan Tunccelik. Coskun, Ex-Reporterin bei "Cumhuriyet", sei nach Zahlung einer zuvor auferlegten Geldstrafe mittlerweile wieder frei. Kuray und Tunccelik seien am Freitag während ihrer Berichterstattung zur Kundgebung der Oppositionspartei HDP festgenommen worden.
faz.net, turi2.de (Background)

Aussage: Deniz Yücel wurde während seiner Haft in der Türkei drei Tage lang gefoltert.


Free Deniz: Deniz Yücel ist während seiner Haft in der Türkei gefoltert worden, erklärt der Journalist in einer Aussage vor dem Amtsgericht in Berlin. Im Gefängnis Silivri bei Istanbul sei der "Welt"-Korrespondent durch Vollzugsbeamte geschlagen, getreten, erniedrigt und bedroht worden. Die Schuld sieht Yücel direkt beim türkischen Präsidenten – seine Folter sei "womöglich auf direkte Veranlassung des türkischen Staatspräsidenten oder dessen engster Umgebung, auf jeden Fall aber infolge der Hetzkampagne, die er begonnen hatte und unter seiner Verantwortung" geschehen.

Die Beamten hätten ihn als "Vaterlandsverräter" und "deutschen Agenten" beschimpft. Tritte gegen die Füße und Schläge auf Brust und Rücken hätten weniger auf körperliche Schmerzen als auf Erniedrigung und Einschüchterung abgezielt. Yücel habe die Folter bereits in seiner Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte öffentlich gemacht.
spiegel.de

Basta: Fake-Reiseveranstalter zockt 20 Influencer ab.

Schlimmer als Influenza: Rund 20 Influencer reisen auf Einladung der Reisegesellschaft ConstantinoTour in die Türkei. Statt einem kostenlosen Urlaub erwartet die Netzsternchen in der Türkei jedoch nur eine Busfahrt ins Nirgendwo, der Diebstahl ihrer Pässe und eine Lektion darin, was man mit Photoshop außer Falten entfernen noch machen kann: Rückflugtickets fälschen.
bild.de

Zitat: Er ist dran gewöhnt, nicht willkommen zu sein, sagt Peter Limbourg.

"Dass unser Angebot bei der jeweiligen Regierung nicht immer willkommen ist, gehört zum täglichen Geschäft. Journalismus ohne Risiko gibt es nicht."

Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, sagt der "Süddeutschen Zeitung", der Sender werde bei seinem YouTube-Kanal für die Türkei viel Community-Management aufwenden, damit Nutzer bei unliebsamen Beiträgen nicht die Kommentarspalten fluten.
sueddeutsche.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)

Türkei verhaftet zwei mutmaßliche saudische Spione im Fall Khashoggi.

Fall Khashoggi: Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hat zwei mutmaßliche saudische Spione festgenommen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die türkische Justiz wolle prüfen, ob die Verdächtigen Verbindungen zum Journalistenmord hätten. Jamal Khashoggi ist im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden.
handelsblatt.com, focus.de, turi2.de (Background)

"Tagesspiegel"-Türkei-Korrespondent Thomas Seibert erhält Akkreditierung zurück.

Tagesspiegel: Türkei-Korrespondent Thomas Seibert darf wieder aus Istanbul berichten. Die türkische Regierung hat seine Akkreditierung verlängert. Vor vier Wochen hatte der Entzug der Pressekarten von Seibert sowie ZDF-Korrespondent Jörg Brase diplomatische Verstimmungen verursacht. Brase erhielt seine Akkreditierung schon nach zwei Tagen zurück.
faz.net, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Meinung: Türkei-Akkreditierung zeigt Erdogans Willkür.

Pressefreiheit: Die Pressekarten-Vergabe der türkischen Regierung zeigt, wie Präsident Erdogan mit Willkür regiert, sagt Maximilian Popp, Türkei-Korrespondent des "Spiegel", im Meedia-Interview. Es sei frustrierend, wie Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei missachtet werden. Ankara provoziere ohne Grund eine neue Krise. Die Wahl Ende März könnte eine Rolle spielen.
meedia.de

ZDF-Korrespondent Jörg Brase erhält türkische Akkreditierung.

Er doch kann, sagt Erdogan: Die Türkei gewährt Jörg Brase eine Pressekarte, gibt der ZDF-Korrespondent bei Twitter bekannt. Er werde in den kommenden Tagen nach Istanbul zurückkehren. Der zuletzt ebenfalls ausgewiesene "Tagesspiegel"-Journalist Thomas Seibert warte dagegen weiter auf eine Akkreditierung.

Brase habe über einen Anruf vom türkischen Presseamt von der Akkreditierung erfahren. "Wir begrüßen es, dass die türkischen Behörden nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind", sagt Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin. Das ZDF ginge davon aus, dass die offenen Pressekarten anderer Journalisten nun auch ausgestellt werden.
twitter.com, zdf.de, deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Ex-Türkei-Korrespondent Thomas Seibert: "Türkei wollte Exempel statuieren".

Getürkte Akkreditierungsmachtspiele: Thomas Seibert, aus der Türkei ausgewiesener "Tagesspiegel"-Korrespondent, sieht hinter seiner verweigerten Akkreditierung politische Gründe. "Die Türkei wollte Exempel statuieren", sagt der Journalist bei Phoenix mit Blick auf die pressefeindliche türkische Regierung. Einen Zusammenhang mit seiner journalistischen Arbeit sieht er nicht.

Von der Bundesregierung erwartet Seibert ein härteres Eingreifen. Viele türkische Journalisten sitzen im Gefängnis und können nicht wie er im "Luxus" nach Deutschland ausreisen, mahnt Seibert. Der ebenfalls ausgewiesene ZDF-Korrespondent Jörg Brase will künftig aus Deutschland und Teheran über die Türkei berichten.
presseportal.de, phoenix.de, turi2.de (Background)

ZDF will türkische Korrespondenten-Akkreditierung einklagen.

Die vierte Gewalt im Zweiten: Das ZDF bereitet eine Klage gegen die Ablehnung der türkischen Akkreditierung ihres Korrespondenten Jörg Brase (Foto rechts) vor. ZDF-Intendant Thomas Bellut bezeichnet die Ausweisung als "gänzlich unverständlich". Die anderen Mitarbeiter im ZDF-Studio in Istanbul hätten eine Verlängerung der Pressekarten erhalten.

Der ZDF-Korrespondent und der ebenfalls nicht akkreditierte "Tagesspiegel"-Reporter Thomas Seibert (Foto links) verlassen die Türkei am Sonntagnachmittag. Der türkische Staat versucht, ausländische Medien einzuschüchtern und Druck auf sie auszuüben, sagt Brase. Beide wollen weiter über die Türkei berichten - notfalls von außerhalb.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Außenministerium warnt Journalisten vor Reise in die Türkei.


Gefährliches Pflaster: Das Auswärtige Amt verschärft die Reisehinweise für die Türkei. Es kann "nicht ausgeschlossen werden, dass die türkische Regierung weitere Maßnahmen gegen Vertreter deutscher Medien" ergreift, formuliert das Außenministerium in seinen Reisehinweisen. Außenminister Heiko Maas (Foto) nennt den Entzug der Arbeitserlaubnis für mehrere deutsche Journalisten "inakzeptabel". Betroffen sind u.a. ZDF-Studioleiter Jörg Brase und der Korrespondent Thomas Seibert, der u.a. für den "Tagesspiegel" schreibt. Laut der Hauptstadt-Zeitung werden beide am Sonntag die Türkei verlassen.

Das Auswärtige Amt weist zudem darauf hin, dass Reisende in der Vergangenheit bereits wegen regierungskritischer Äußerungen in den Sozialen Medien festgenommen worden seien. Auch wer außerhalb der Türkei an Veranstaltungen der in der Türkei als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung teilgenommen habe, laufe Gefahr festgenommen zu werden.
welt.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Pressefreiheit: Türkei will mutmaßliche Regierungsgegner bei Urlaubseinreise festnehmen.

Türkei Flagge 150Pressefreiheit: Die Türkei will künftig Urlauber aus Deutschland, die als mutmaßliche Regierungsgegner gelten, bei der Einreise festnehmen. Die westlichen Medien müssten ihre "ideologische Haltung gegenüber der Türkei und Erdogan aufgeben", droht die türkische Regierung. Zuletzt verlor ZDF-Studioleiter Jörg Brase seine türkische Akkreditierung.
derwesten.de, turi2.de (Background)

Halil Gülbeyaz spricht bei "Zapp" über türkische Presse-Einschränkung.

Video-Tipp: Auch Fernsehjournalist Halil Gülbeyaz, der bislang für den NDR aus der Türkei berichtet, bekommt keine Presseakkreditierung mehr. Im "Zapp"-Interview kritisiert Gülbeyaz, dass die Bundesregierung bisher zu zurückhaltend reagiere. Neben ihm warten u.a. auch ZDF-Korrespondent Jörg Brase und "Tagesspiegel"-Reporter Thomas Seibert auf ihre Pressekarte. Journalisten brauchen die Karte überall, um drehen zu können. Gülbeyaz glaubt nicht, dass er in Zukunft noch in der Türkei arbeiten kann.
ndr.de, turi2.de (Background)

Schmähgedicht: Böhmermann-Anwalt zieht vor den Bundesgerichtshof.

Schmähgedicht: Der Rechtsstreit zwischen Jan Böhmermann und Recep Erdogan geht in die nächste Runde. Böhmermanns Anwalt Christian Schertz hat beim Bundesgerichtshof eine Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht. Vergangenen Mai hatte das Oberlandesgericht Hamburg ein Urteil der Vorinstanz bestätigt, wonach weite Teile des Werkes verboten bleiben. Das Gericht ließ keine Revision zu.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Türkische Journalistin Pelin Ünker wegen Paradise-Papers-Artikel verurteilt.

Türkei Flagge 150Türkei: Die Journalistin Pelin Ünker soll ein Jahr in Haft und eine Geldstrafe zahlen. Sie hatte auf Basis der Paradise Papers berichtet, dass den Söhnen von Ex-Premier Binali Yıldırım Anteile an mehreren maltesischen Firmen gehörten. Yıldırım will im März Bürgermeister von Istanbul werden. Dem Gericht zufolge habe Ünker den Politiker mit ihrer Berichterstattung diffamiert. Ünker schrieb damals für "Cumhuriyet" und arbeitet aktuell für die Deutsche Welle.
zeit.de, sueddeutsche.de

Khashoggi: Saudischer König degradiert seinen Außenminister.

Khashoggi-Mord: Der saudische König Salman hat Außenminister Adel al-Jubeir, Vertrauter des Kronprinzen Mohammed bin Salman, zum Staatssekretär degradiert. Auf ihn folgt der Vertraute des Königs Ibrahim al-Assaf. Er soll die Beziehungen zu den USA aufpolieren – führende US-Republikaner zeigten sich Anfang Dezember überzeugt davon, dass der saudische Kronprinz den Mord an Khashoggi in Auftrag gegeben hat.
handelsblatt.com, welt.de, turi2.de (Background)

Selbst-Zensur, Repressalien, Zukunftsangst – wie Journalisten in der Türkei arbeiten.

Türkei Flagge 150Türkei hat kaum mehr unabhängige Medien – bei Zeit Online berichten drei Journalisten von ihren Arbeitsbedingungen. Ein TV-Redakteur erzählt, wie er in vorauseilendem Gehorsam Kritik in Berichten über die Erdogan-Regierung streicht, eine Investigativ-Journalistin erzählt, dass sie nur noch in ihrer Freizeit investigativ arbeiten kann, weil in der Redaktion die Ressourcen fehlen. Von Vorgesetzten, die ständig Job-Angst verbreiten, berichtet eine Tageszeitungs-Journalistin.
zeit.de

Türkei lässt österreichischen Journalisten Max Zirngast frei.

Türkei: Der österreichische Journalist Max Zirngast ist wieder frei. Er saß seit September in türkischer Haft. Die Behörden werfen ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Zirngast, der für "Junge Welt" und das linke Onlinemagazin "Revolt" schreibt, darf die Türkei nicht verlassen und muss sich wöchentlich bei der Polizei melden. Sein Prozess soll am 11. April beginnen.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Saudische Medien stellen Kronprinz Mohammed im Fall Khashoggi als Opfer dar.

Khashoggi-Mord: Saudi-arabische Medien passen ihre Berichterstattung im Fall Khashoggi jeweils den Bedürfnissen von Kronprinz Mohammed bin Salman an, beobachtet Christoph Sydow anhand der Berichterstattung in "Okaz", einer der meistgelesenen Zeitungen des Landes. Dabei werde nicht Kashoggi, sondern der Kronprinz als Opfer inszeniert – hinter den Verschwörungen stünden "wahlweise Katar, die Türkei, Iran, die Muslimbrüder, Israel oder Homosexuelle".
spiegel.de

Türkische Medien veröffentlichen Details der Kashoggi-Tonaufnahmen.

Türkei: "Habertürk" und "Hürriyet" veröffentlichen Details aus den Khashoggi-Tonaufnahmen, die die Tötung des saudi-arabischen Journalisten dokumentieren. Demnach ist auf den Bändern ein etwa sieben Minuten langen Kampf zwischen Khashoggi und vier Angreifern zu hören, später Geräusche von "Schlägen" und "Folter". Insgesamt seien die Stimmen von sieben Männern aufgezeichnet, von denen einer als Mahir Mutrib identifiziert worden sei - ein regelmäßiger Begleiter des saudischen Kronprinzen Muhammad Bin Salman.
faz.net, turi2.de (Background)

"Washington Post": CIA belastet saudischen Kronprinzen.

Jamal Khashoggi: Die CIA verdächtigt Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman als Auftraggeber des Mordes, schreibt Washington Post. Auffällig sei u.a. ein Telefonat zwischen dem Bruder des Kronprinzen und dem Regierungskritiker Khashoggi, in dem der Journalist gezielt in das "sichere" Konsulat nach Istanbul gelenkt worden sei.
washingtonpost.com, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Saudische Staatsanwaltschaft fordern Todesstrafen im Fall Khashoggi.

Jamal Khashoggi: Die saudische Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe für fünf Beschuldigte, die den Kolumnisten der "Washington Post" am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet haben sollen. Westliche Beobachter vermuten den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman als Auftraggeber. Die offizielle saudische Version lautet: Der Vize-Chef des Geheimdienstes habe befohlen, Khashoggi zu entführen. Der Leiter des Greifteams habe dann eigenmächtig entschieden, Khashoggi zu töten.
spiegel.de, turi2.de

Bundesregierung bestreitet türkische Einflussnahme auf Pressekonferenz.

Bundesregierung bestreitet in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion türkische Einflussnahme auf die gemeinsame Pressekonferenz des türkischen Präsidenten Erdogan und Kanzlerin Merkel Ende September. Es seien keine Personenschützer, Geheimdienstmitarbeiter, Botschaftsangehörige oder sonstige Mitarbeiter der türkischen Regierung an den Einlasskontrollen beteiligt gewesen. Ein AFP-Reporter hatte angegeben beim Einlass kritisch nach seinen Absichten befragt worden zu sein.
stern.de, turi2.de (Background)

Zitat: Can Dündar spricht über Schreiben im Exil.

"Wir sollten weiter schreiben in unserem neuen Land, in unserem Land der Literatur. Und zu jedem, der mir erzählt, ich sei zu weit von der Türkei entfernt, dem entgegne ich mit Thomas Mann: 'Wo immer ich schreibe, ist die Türkei!'"

Can Dündar, aus der Türkei geflohener Ex-Chefredakteur der "Cumhuriyet", vergleicht bei einer Rede in Hamburg das Schicksal türkischer Journalisten mit dem geflohener deutscher Schriftsteller in der NS-Zeit.
deutschlandfunkkultur.de

Auswärtiges Amt warnt vor regierungskritischen Postings in der Türkei.

Pressefreiheit: Das Auswärtige Amt verschärft die bisherigen Reisehinweise für die Türkei und warnt vor regierungskritischen Meinungsäußerungen in sozialen Netzwerken. Ausreichend für eine Strafverfolgung sei im Einzelfall das Teilen eines entsprechenden Beitrags, was in der Türkei nicht mehr unter die Meinungsfreiheit falle.
stern.de, auswaertiges-amt.de