Twitter rollt Themen-Funktion weltweit aus.

Twitter rollt eine Funktion, mit der Nutzer Themen folgen können, weltweit bis zum 13. November aus. Zu über 300 Themen will Twitter Beiträge aggregieren. Die Tweets wählt ein Algorithmus anhand des Inhaltes, aber auch der bisherigen Beiträge des Nutzers zum Thema und den Reaktionen zum Tweet aus. Das Thema Politik lässt Twitter bewusst außen vor. Twitter hat die Funktion seit August zunächst für Android-Nutzer in den USA zu Sportthemen getestet.
theverge.com, turi2.de (Background)

Basta: Elon Musk stellt bei Twitter die Sinnfrage und geht offline.

Ausgezwitschert: Elon Musk verkündet seinen Abschied von Twitter. Er sei sich nicht sicher, welchen Nutzen der Kurznachrichtendienst habe, zweifelt der Tesla-Chef nach Erreichen der Marke von über 29 Mio Abonnenten am Sinn von Social Media. Nach der digitalen Abstinenz, dürfte mehr analoge Zeit für Musks Montagsautos bleiben.
tagesspiegel.de, twitter.com

Zitat: “Bild”-Chef Reichelt will mit AfD-Politikern keinen Geburtstag feiern.

"Sie zum Geburtstag einladen und feiern muss man mit Holocaust-Verniedlichern sicher nicht. Bei 'Bild' wäre das undenkbar."

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich bei Twitter über die "FAZ", die den 70. Geburtstag auch mit AfD-Politiker Alexander Gauland feiert.
twitter.com

Twitter verbietet politische Anzeigen.

Twitter verbannt politische Anzeigen weltweit von seiner Plattform. Ab dem 22. November, und damit rechtzeitig zum Präsident­schafts­wahlkampf in den USA, können Politiker ihre Botschaften nicht mehr durch Bezahlung pushen. Twitter-Chef Jack Dorsey begründet: "Wir glauben, die Reichweite politischer Botschaften sollte verdient, nicht gekauft werden." Damit entzieht sich Twitter dem Problem von Facebook, das in bezahlten Anzeigen Politiker-Lügen toleriert.
tagesspiegel.de, theverge.com, buzzfeednews.com

Basta: Twitter-Chef Jack Dorsey setzt sich selbst auf Twitter-Entzug.

Auf Entzug: Twitter-Chef und Miterfinder Jack Dorsey limitiert seine eigene Nutzung von Twitter auf täglich zwei Stunden, verrät er auf einer Veranstaltung des Kurznachrichtendienstes. Die nicht ganz vogelfreie Zeichenlimitierung bei Twitter dürfte damit aus reinem Selbstschutz eingebaut sein. Weniger ist eben manchmal mehr.
businessinsider.de

Twitter schließt regelwidrige Politiker-Tweets von Likes und Retweets aus.

Twitter: Nutzer können künftig Tweets, in denen Regierungspolitiker gegen die Nutzungsregeln verstoßen, nicht mehr liken oder retweeten. Twitter kündigt an, die Inhalte aber nicht zu löschen, da sie von öffentlichem Interesse seien. Dafür erscheine ein Hinweis, dass der Tweet gegen Regeln verstoße und sei erst hinter dieser Anmerkung sichtbar. Das Zitieren von auf diese Art markierten Tweets mit einem eigenen Kommentar bleibe erlaubt.
techcrunch.com

Jörg Kachelmann wirft dem RBB unseriöse Wetterberichte vor.

RBB streitet sich mit Jörg Kachelmann (Foto) über angeblich erfundene Temperaturwerte in Wetterberichten des RBB-Inforadio, schreibt Übermedien. Einige Temperaturwerte aus dem Sendegebiet seien berechnet statt gemessen, was Kachelmann bereits vergangene Woche bei Twitter als "Fake" kritisierte. Der RBB spricht von "fachüblichen Berechnungsmodellen".
uebermedien.de

Twitter hat Daten zur Account-Sicherung für Werbung genutzt.


Wenn der Vogel zweimal zwitschert: Twitter gibt in einer Mitteilung zu, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die Nutzer für Zwei-Faktor-Authentifizierung hinterlassen haben, für Werbezwecke missbraucht zu haben. Twitter spricht davon, dass möglicherweise "versehentlich" Nutzerdaten und Telefon- und Maillisten von Werbekunden abgeglichen wurden. Wie viele Nutzer betroffen sind und wie lange der Abgleich praktiziert wurde, weiß der Zwitscherdienst allerdings wohl selbst nicht so genau.

Am 17. September habe Twitter das Problem behoben und nun die Nutzer "im Sinne der Transparenz" informiert. Warum der US-Konzern gut drei Wochen für diese Information brauchte, ist unklar. Immerhin: Es sollen keine personenbezogenen Daten an Werbepartner weitergegeben worden sein. Für die gleiche Praxis handelte sich Facebook in der Vergangenheit Ärger mit den US-Wettbewerbshütern von der FTC ein.
spiegel.de, twitter.com (englische Mitteilung), twitter.com (deutsche Mitteilung)

Unterlassungsklage: Herbert Grönemeyer gewinnt gegen Björn Höcke.

Grönemeyer vs. Höcke: Herbert Grönemeyer setzt sich vor Gericht gegen Björn Höcke durch. Der AfD-Mann darf den inzwischen gelöschten Tweet "Herbert Grönemeyer flüchtete aus dem 'bunten' Bochum und vor dem Finanzamt" nicht wiederholen und muss ihn richtigstellen. Grönemeyer habe zwar eine Zeitlang in London gelebt, seine Steuern aber weiter in Berlin gezahlt.
tag24.de

Basta: Greta Thunberg macht sich Trumps Kritik zu eigen.

So war das nicht gemeint: "Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut", kommentiert Donald Trump bei Twitter subtil gehässig Greta Thunbergs emotionale Rede beim Uno-Klimagipfel. Womit er nicht rechnet: Greta übernimmt Trumps Worte 1:1 in ihre Twitter-Beschreibung. Die News einer Untersuchung zur Amtsenthebung Trumps dürfte sie noch glücklicher machen.
theguardian.com, instagram.com/tagesschau

Tool-Tipp: Twitter macht Listen in iOS prominenter.

Tool-Tipp: Twitter erlaubt Nutzern seiner iOS-App ab sofort bis zu fünf Listen als alternative Timelines anzulegen. Die Listen sind direkt über den Homescreen verfügbar. In Listen können Nutzer Accounts sammeln ohne dass sie ihnen in der Haupt-Timeline folgen müssen. So können sie zum Beispiel Übersichten von Kollegen oder zu speziellen Themen anlegen.
theverge.com

Ulf Poschardt twittert Grönemeyer-Richtigstellung.

Social Media: Ulf Poschardt twittert eine Richtigstellung bezüglich Herbert Grönemeyer. Der Chefredakteur der Welt-Gruppe hatte bei der Diskussion um Grönemeyers "Keinen Millimeter nach rechts"-Aufruf getwittert, der Sänger sei aus Steuergründen "nach London geflüchtet". Grönemeyers Anwalt hatte eine Richtigstellung gefordert, Poschardt seine Follower dazu abstimmen lassen – die hatten mehrheitlich für einen Rechtsstreit gestimmt.
pressesprecher.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Herbert Grönemeyer sorgt nach politischem Aufruf für Debatte in Social Media.

Social Media: Herbert Grönemeyer ruft bei einem Konzert dazu auf, "keinen Millimeter nach rechts" zu rücken. Wenn Politiker "schwächeln", liege es "an uns zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat." Grönemeyer bekommt bei Twitter Unterstützung von Außenminister Maas. Zuvor hatten Kritiker, darunter auch AfD-Leute, Grönemeyer einen Nazi-Tonfall unterstellt.
zdf.de, stern.de, welt.de

Twitter sperrt Nutzer aus Kuba, u.a. Parteichef Raúl Castro.

Twitter sperrt mehr als ein Dutzend Accounts kubanischer Nutzer, darunter die von Parteichef Raúl Castro, seiner Tochter Mariela Castro und zahlreicher Staatsmedien. Die Sperrung erfolgte ohne Vorwarnung, angeblich wegen "Verletzung der Twitter-Regeln", und pünktlich zu einer TV-Ansprache von Präsident Miguel Díaz-Canel über die Folgen von US-Sanktionen.
theguardian.com, radiorebelde.cu (Staatssender)

ARD bricht Handball-Übertragung in der Schlussphase für Werbung ab.

Spot(t) statt Sportschau: Beim Handball-Spiel zwischen dem SC Magdeburg und dem THW Kiel (Endstand 32:31) schaltet die ARD am Samstagabend 40 Sekunden vor dem Spielende abrupt in die Werbung. Bei Twitter machen die Zuschauer ihren Ärger Luft, da die "Sportschau" den entscheidenden Strafwurf nicht mehr live zeigt. Die ARD entschuldigt sich bei Twitter und wolle den Fehler "analysieren".

Die ARD macht die letzten zwei Spielminuten im Stream verfügbar. "Ich ahne schon wie die Kollegen in Hamburg bei der "Tagesschau" nervös werden," sagt ARD-Kommentator Florian Naß kurz vor dem Ende der "Sportschau"-Übertragung ahnungslos und fügt zuvor optimistisch hinzu: "Die werden hier rechtzeitig fertig in Magdeburg, in diesem packenden Spiel." Doch wenig später schaltet die ARD vor der anschließenden "Tagesschau" in die Werbung.
twitter.com, bild.de, sport1.de

Twitter reagiert auf chinesische Kampagne gegen Hongkong-Proteste.

China: Twitter und Facebook haben Accounts gesperrt, die kampagnenartig im Sinne der chinesischen Staatsführung die Proteste in Hongkong diskreditierten. Twitter schaltet zudem seine Werbetools für Staatsmedien ab, allerdings nicht für unabhängige, gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Medien. Twitter hat nach eigenen Angaben 936 aktive und rund 200.000 noch nicht eingesetzte Accounts gesperrt. Facebook hat fünf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen gelöscht.
spiegel.de, twitter.com (Staatsmedien), twitter.com (gesperrte Accounts), turi2.de (Background)

Twitter experimentiert mit einer Themen-Funktion.

Twitter experimentiert mit einer Funktion, bei der Nutzer Themen genauso folgen können wie Accounts. Sie erscheinen nicht unter dem Explore-Reiter, sondern direkt in der Timeline. Twitter testet das Prinzip zunächst für Android-Nutzer mit dem Thema Sport. Falls die Funktion für alle Nutzer kommt, will Twitter die Themen von Mitarbeitern kuratieren lassen, um Hassbotschaften und Co zu umgehen.
mashable.com

Twitter räumt unzulässigen Daten-Transfer an Werbekunden ein.

Twitter räumt eine mögliche Daten-Panne ein: Werbekunden sollen mehr als ein Jahr lang Daten für personalisierte Anzeigen erhalten haben, ohne dass Nutzer der Verwendung zustimmten. Dazu zählten das Land, in dem sich Nutzer befinden und Angaben, ob und wie lange sie Anzeigen anschauten. Twitter macht keine Angaben, wie viele Nutzer davon betroffen sein könnten.
spiegel.de

Twitter führt sein Agentur- und Adtech-Team zusammen.

Twitter strukturiert bei der Zusammenarbeit mit Agenturen und Adtech-Partnern um und bündelt beides künftig in einem Team. Davon verspricht sich "viel attraktivere Möglichkeiten für Agenturen und Marken", die heutzutage datengetrieben seien. Stephanie Prager, die bisher das Agenturgeschäft leitet, führt die neue Einheit als Leiterin Global Agency und Plattformlösungen. Stellen will Twitter bei der Zusammenführung nicht abbauen.
adage.com

FDP will Auskunftsanspruch für Betroffene bei Hass im Netz.

Social Media: Der innenpolitische Sprecher der FDP, Konstantin Kuhle, fordert einen Auskunftsanspruch bei Hasskommentaren, schreibt die "FAZ". Richter sollen künftig entscheiden, ob etwa Facebook oder Twitter Nutzerdaten herausgeben müssen. Es sei "absurd", dass Urheberklagen zivilrechtlich einfacher durchsetzbar seien als bei einer "Bedrohung von Leib und Leben".
"FAZ", S. 15 (Paid)

“Spiegel”: Diekmann-Agentur Storymachine twittert für Ursula von der Leyen.

Storymachine twittert im Namen von Ursula von der Leyen, schreibt der "Spiegel". Die PR-Agentur von Kai Diekmann und Philipp Jessen soll die CDU-Politikerin bei ihrem Werben um den Posten der EU-Kommissionschefin unterstützen. Die Agentur habe von der Leyen bereits vor einiger Zeit ein Angebot gemacht, als Verteidigungsministerin habe sie jedoch noch abgelehnt. Der Auftrag ist erst nach ihrer Nominierung für den EU-Spitzenjob ergangen, so der "Spiegel". Storymachine schweigt gewöhnlich zu der Frage nach ihren Kunden.
"Spiegel" 29/2019, S. 30 (Paid), twitter.com/vonderleyen

Video-Tipp: Stefan Winterbauer trifft Ulrich Wilhelm zum “Sommerinterview”.

Meedia schickt Stefan Winterbauer zum Video-"Sommerinterview" mit ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto). In knapp 30 Minuten fragt er Wilhelms Positionen zu aktuellen Themen und Kritik ab. Wilhelm lehnt eine Verengung des Auftrags von ARD und ZDF auf Kultur, Bildung und Information ab, bekräftigt seine Forderung nach einem an die Teuerungsrate angepassten Rundfunkbeitrag und kontert Kritik, dass die ARD vor allem Ältere erreiche.

Den Vorwurf politisch unausgewogener Berichterstattung sieht Wilhelm gelassen, weil es ihn schon in vordigitaler Zeit gab, will die Kritiker aber ernst nehmen. "Wir sind nie divers genug", sagt Wilhelm zur Frauenquote in Führungspositionen und sozialer Durchmischung der Redaktionen. Öffentliche Debatten sollten ARD-Journalisten - auch bei Twitter - eher abbilden, als selbst zum Akteur zu werden, sagt Wilhelm über twitternde Mitarbeiter. Selbst will der BR-Intendant nicht auf Twitter aktiv werden.
youtube.com (30-Min-Video), meedia.de

Urteil: Donald Trump darf Kritiker auf Twitter nicht sperren.


Alle Vögel sind schon da: Donald Trump darf auf Twitter niemanden blocken, entscheidet ein Bundesberufungsgericht. Der US-Präsident nutze seinen Account häufig für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und dürfe deshalb auch ihm unliebsame Kritiker nicht von seinem Feed aussperren. Damit verletze er den 1. Zusatzartikel der US-Verfassung.

Der 1. Zusatzartikel verhindert, dass die US-Regierung Ansichten blockiert oder ausschließt, die ihr unliebsam sind. Das Urteil bestätigt eine frühere Entscheidung eines Bundesrichters. 2017 hatte Donald Trump sieben Accounts blockiert, die seine Inhalte negativ kommentiert hatten.
washingtonpost.com, turi2.de (Background)

Analyse: Werbe-Wachstum in den sozialen Medien hat sich halbiert.

Werbetreibende fahren ihre Investitionen in Social Media zurück, sagt eine Analyse des britischen Marktforschers Warc. Die Werbeeinnahmen von Facebook, Pinterest, Snap, Twitter, WeChat und Weibo seien im ersten Quartal 2019 zwar um 26 % gestiegen, im Vorjahreszeitraum waren es aber 51 %. Laut Warc liegt es am stockenden Nutzerwachstum, rückläufiger Nutzungsdauer und sinkendem Vertrauen in Facebook und Co.
horizont.net

Twitter warnt Nutzer vor Politiker-Tweets mit unangemessenen Inhalten.


Ein Maulkorb für Trump: Twitter will unangebrachte Tweets von Politikern in Zukunft mit einem Warnhinweis versehen. Die Regel gilt für alle verifizierten Accounts von Politikern mit mehr als 100.000 Followern. Besonders zielt sie allerdings auf die Twitter-Öffentlichkeitsarbeit eines gewissen Präsidenten – der wiederholt Tweets abgesetzt hat, die gegen Twitter-Regeln verstoßen. Twitter selbst schreibt im Blogbeitrag zur neuen Politiker-Regel, man habe derlei Tweets "aus öffentlichem Interesse" stehen lassen.

Künftig deckt Twitter regelwidrige Tweets mit einem Hinweis ab. Ähnlich wie bei eingebetteten YouTube-Videos müssen Nutzer erst aktiv den Hinweis anklicken, um den Tweet zu sehen. Ein Team mit Mitgliedern aus verschiedenen Unternehmensbereichen entscheidet, ob regelwidrige Tweets von öffentlichem Interesse sind – wenn nicht, werden sie gelöscht.
sueddeutsche.de, blog.twitter.com

Klick-Tipp: Animation visualisiert Entwicklung populärster sozialer Netzwerke.

Klick-Tipp: The Next Web zeigt in einer anderthalbminütigen Animation Aufstieg, Fall und Entwicklung der populärsten sozialen Netzwerke in den letzten 15 Jahren – LinkedIn etwa war von Anfang an dabei, MySpace steigt erst auf und fällt dann ins Bodenlose, Facebook und WeChat wachsen immer weiter. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus Geschäftsberichten und teilweise aus Schätzungen der Redakteure.
thenextweb.com

Bundestag will Social Media stärker für Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Bundestag setzt künftig in der Öffentlichkeitsarbeit stärker auf Social Media, schreibt "Welt". Twitter und Instagram wolle der Bundestag "sobald wie möglich" nutzen, sofern keine datenschutzrechtlichen Bedenken dagegensprechen. Noch würden Ressourcen fehlen, um die Accounts inhaltlich zu bespielen. Im Oktober wolle eine Projektgruppe prüfen, ob auch Facebook und WhatsApp gemäß DSGVO genutzt werden könne.
"Welt", S. 11 (Paid), finanznachrichten.de, turi2.de (Background)