Trumps Twitter-Sperre behindert die Geschichtsforschung.

Twitter-Sperre von Donald Trump stellt die Polit-Wissenschaft vor Probleme. Forscherin Lindsay Chervinsky findet eine Analyse von Trumps Twitter-Nutzung zentral, um die Präsidentschaft zu beschreiben. Das Nationalarchiv hat mit der Trump-Regierung vereinbart, dass seine Digitalkommunikation gesichert wird. Doch nun ist aufgrund vieler Personalwechsel unklar, ob dies wirklich geschehen ist, so Chervinsky.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Twitter-Influencer Sebastian Hotz hat moralische Ansprüche bei Werbung.

"Ich glaube, dass ich mir noch den Luxus leisten kann, mich nicht komplett zu verkaufen."

Authentizität ist Twitter-Influencer Sebastian Hotz alias El Hotzo "sehr wichtig", sagt er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Sein Management verdrehe oft die Augen, weil er "noch so ein paar moralische Ansprüche" vor sich herschiebe. Es gebe Unternehmen, für die er überhaupt nicht werben wollen würde – u.a. Volkswagen und Amazon.
sueddeutsche.de (Paid)

Zahl des Tages: Neuer @POTUS-Account bei Twitter hat 4,6 Mio Follower.

Zahl des Tages: Auf noch mickrige 4,6 Mio Follower kommt der @POTUS-Account nach der Amts­einführung von Joe Biden. Seine Vize-Präsidentin Kamala Harris zählt unter @VP inzwischen 7,1 Mio. Zum Vergleich: Der archivierte Account von Donald Trump hat 33,3 Mio Follower, Bidens normaler Account 25,6 Mio.
twitter.com (@POTUS), twitter.com (@POTUS45), twitter.com (@VP), turi2.de (Background)

Parler will mit russischer Unterstützung zurück ins Netz.

Parler schleicht sich nach der Blockade von Amazon, Google und Apple zurück ins Netz: John Matze, Firmenchef der von Trump-Anhänger*innen beliebten Twitter-Alternative, hat am Montag in einer Botschaft verkündet, am Wiederaufbau zu arbeiten. Parler arbeite dafür mit der Firma DDos-Guard, die wie Reuters berichtet bereits mit rassistischen Internet-Seiten zusammengearbeitet hat.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Twitter sperrt Konto von republikanischer QAnon-Anhängerin.

Twitter sperrt vorübergehend den Account der republikanischen Kongress-Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. Sie hatte dort laut CNN wiederholt Verschwörungs­mythen und Falsch­meldungen verbreitet. Greene ist Anhängerin der rechtsextremen QAnon-Bewegung. Zuletzt hatte Twitter den Account von Donald Trump gesperrt – erst temporär, dann dauerhaft.
spiegel.de, cnn.com

Jack Dorsey verteidigt die Twitter-Sperrung Trumps.

Twitter-Chef Jack Dorsey äußert sich in einer Reihe von Tweets zur Sperrung von Donald Trump: Er sei nicht stolz darauf, Trump gesperrt zu haben, oder darauf "wie wir hier hingekommen sind". Er gibt Twitter eine Mitschuld am Verbot. Das Netzwerk habe es nicht geschafft, "gesunde Gespräche zu fördern". Twitter hatte den US-Präsidenten in Folge der Ausschreitungen im Kapitol in Washington gesperrt.
theguardian.com, twitter.com (Dorsey-Tweets)

Meinung: Großen Tech-Konzernen fehlen Führungskräfte mit Haltung.

Meinung: Im Silicon Valley "mangelt es bereits seit Jahren an Führungskräften mit Rückgrat und intaktem Moralempfinden", schreibt Philipp Alvares de Souza Soares. Er glaubt Facebook, Twitter & Co. hätten auch mit konsequenterem Vorgehen gegen gefährliche Inhalte in der Vergangenheit profitabel sein können. Ihr zaghafter Kurs gefährde nun ihr Geschäftsmodell.
manager-magazin.de

Merkel findet Trumps Twitter-Sperre “problematisch”.

Besorgte Kanzlerin: Angela Merkel hält den Twitter-Bann von Donald Trump für "problematisch", sagt ihr Sprecher Steffen Seibert in Berlin. "Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist von elementarer Bedeutung", so Seibert weiter. Richtig finde Merkel allerdings das Vorgehen, dass Mitteilungen mit Anmerkungen versehen werden - etwa, wenn sie zu Gewalt auffordern oder offensichtlich Lügen verbreiten.
spiegel.de

Video-Tipp: Arnold Schwarzenegger vergleicht Kapitol-Sturm mit der “Reichskristallnacht”.

Conan, der Weise: Arnold Schwarzenegger ruft in einem Video auf Twitter mit eindrucksvollen Worten die Amerikaner*innen dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Schwarzenegger vergleicht den Sturm auf das Kapitol mit der "Reichskristallnacht" und erzählt von seinem Vater, der gebrochen von den Erlebnissen aus der Nazi-Zeit mehrfach die Woche betrunken nach Hause gekommen sei. Am Ende kramt Schwarzenegger als Metapher noch Conans Schwert raus - und übertreibt damit dann vielleicht doch ein wenig. Aber Trump-Wähler*innen mag das besonders erreichen.
twitter.com (8-Min-Video)

Twitter sperrt die Accounts von Michael Flynn und Ron Watkins.

Twitter sperrt als Reaktion auf den Angriff auf den US-Kongress weitere Accounts. Darunter sind die Konten von Trumps ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn, Trump-Anwältin Sidney Powell sowie Ron Watkins, Besitzer der Plattform 8kun. Twitter kündigt zudem an, in den kommenden Tagen weitere Accounts zu sperren, die einzig dazu dienen, Verschwörungen der QAnon-Bewegung zu verbreiten.
buzzfeednews.com

Twitter und Facebook blockieren Trumps Accounts – zunächst nur temporär.

Genug gewarnt: Twitter sperrt den Account von Donald Trump wegen dreier Tweets, die gegen die Nutzungsregeln verstoßen. Sobald er diese Nachrichten gelöscht hat, bleibt sein Account für weitere 12 Stunden gesperrt. Künftige Regelverstöße werde der Dienst mit der dauerhaften Suspendierung des Accounts ahnden. Facebook hält Schritt und sperrt Trump ebenfalls - zunächst für 24 Stunden. Zu den drei von Twitter monierten Tweets gehört auch die Videobotschaft des Präsidenten zu den Protesten in Washington, die Facebook und YouTube zuvor ebenfalls von ihren Plattformen gelöscht haben.
twitter.com, theverge.com

Twitter entfernt bei Bidens Amtsübernahme die Follower offizieller Accounts.

Ungefolgt: Twitter setzt die offiziellen Accounts des US-Präsidenten @Potus, den des Weißen Hauses @WhiteHouse, den der Pressestelle @PressSec und der First Lady @Flotus bei der Amtsübernahme von Joe Biden auf null Follower zurück. Der neue US-Präsident muss also auch online auf die Gefolgsleute seines Amtsvorgängers aktiv zugehen, wobei der ja überwiegend seinen privaten Account zum Twittern nutzt.
theverge.com

Twitter entfernt Tweets mit Impfstoff-Fehlinformationen.

Twitter löscht in den USA Tweets mit Fehlinformationen über Coronavirus-Impfstoffe, die aktuell zunehmen und laut Unternehmen eine "wachsende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit" darstellen. Tweets, die Gerüchte, umstrittene Behauptungen oder aus dem Zusammenhang gerissene Informationen enthalten, will Twitter kennzeichnen. Auch Facebook und YouTube haben ähnliche Schritte angekündigt.
nytimes.com, adweek.com

Twitter stellt Periscope im März 2021 ein.

Twitter mottet seine Live-Streaming-App Periscope Ende März 2021 ein. Nutzer*innen können Live-Videos weiter über Twitter teilen und ansehen. Periscope-App befinde sich laut Twitter schon seit längerem in einem "unhaltbaren Wartungsmodus", während die Nutzungszahlen kontinuierlich sinken. Das Unternehmen gibt denen, die die App nutzten, die Möglichkeit haben, ein Archiv sowohl ihrer Periscope-Videos als auch ihrer Daten herunterzuladen.
theverge.com

Twitter macht Falschaussagen-Tweet von Trump unteilbar.

Twitter legt dem hochmotivierten Zwitschervöglein Donald Trump offenbar eine Art nachgelagerten Maulkorb an: Mehrere Nutzer*innen posten Screenshots, die zeigen, dass ein Tweet von ihm, der wie häufig Falschaussagen zur Wahl enthält, nicht geteilt werden kann. Twitter begründet, "die meisten Interaktionsmöglichkeiten" seien deaktiviert, um zu verhindern, dass der Tweet "noch mehr Nutzer erreicht".
theverge.com, twitter.com (Screenshot von Alf Frommer)

Snapchat-Nutzer*innen können jetzt Tweets teilen.

TwitSnap: Twitter und Snapchat nähern sich einander an. Nutzer*innen können Tweets künftig als Sticker bei Snapchat teilen. Bisher war das nur mittels Screenshot möglich. Durch die direkte Einbindung können andere mit den Tweets interagieren. Zunächst ist die neue Funktion nur für die iOS-App verfügbar, Android soll folgen. Auch an der Integration von Tweets in Instagram-Storys arbeitet Twitter.
techcrunch.com, theverge.com

Zitat: Jakob Augstein verabschiedet sich von Twitter und Facebook.

"Man kann bei Twitter ein großes Rad drehen, aber es ist eben eines, das sich dauernd durch die Scheiße dreht."

Verleger Jakob Augstein erklärt im Medieninsider-Interview von Marvin Schade, warum er sich aus den sozialen Netzwerken verabschiedet hat. Die "Die Mischung aus Dummheit, Aggression und Mangel an Fantasie" in der Corona-Krise habe ihm den Rest gegeben.
medieninsider.de (Paid), news.gaborsteingart.com (Auszüge)

Bundesliga: Twitter mutiert laut eigener Studie zum Stadion-Ersatz.

Zwitschern statt Grölen: Mehr als jeder zweite Fußball-Fan auf Twitter empfindet die Plattform in Zeiten von Geisterspielen als Stadionersatz, sagt eine von Twitter selbst beauftragte Studie. Auch der Second Screen wird demnach immer wichtiger: 41 % nutzen Twitter öfter als vor der Pandemie, wenn sie die Bundesliga verfolgen. Insgesamt 1.200 deutsche Twitter-Nutzer*innen wurden befragt.
horizont.net (Paid)

Basta: Plötzlich ein Star.

BBC-Dad is back: Robert Kelly, Politik-Experte und 2017 im Netz berühmt geworden dank seiner Kinder, die während einer BBC-Liveschalte das Arbeitszimmer stürmten, ist zurück – als Werbegesicht für Twitter. Nun zeigt sich: Er war der Zeit einfach drei Jahre voraus, seine Fähigkeit, im Home-Office auf unerwartete Unterbrechungen zu reagieren, ist 2020 Gold wert.
adweek.com, twitter.com (Spot)

Facebook sperrt Steve Bannon nicht, der “Enthauptung” von Anthony Fauci fordert.

Facebook löscht die Podcastfolge, in der Ex-Trump-Berater Steve Bannon (Foto) die "Enthauptung" von US-Immunologe Anthony Fauci und FBI-Direktor Christopher Wray fordert, Bannons Konto allerdings bleibt. Laut Facebooks Richtlinien dürfte es das nicht. In einer virtuellen Senatsanhörung sagt Mark Zuckerberg dazu, das Löschen des Kontos entspräche nicht "dem üblichen Vorgehen". Twitter hingegen sperrte Bannons Account.
businessinsider.com

Twitter sucht die Balance zwischen Spontanität und Vernunft, beobachtet Imre Grimm.

Twitter wirkt auf Neueinsteiger*innen "so einladend wie sechs Wochen Bootcamp mit Schlammrobben und Liegestütz unter der Aufsicht von Drill Instructor Donald", schreibt Imre Grimm. Das neue Format Fleets soll deshalb zögernde Anfänger*innen ermutigen, auch private Infos zu teilen. Das "Impulsmedium Twitter" versuche verstärkt, eine Balance zwischen Spontanität und Vernunft zu finden. Das grundsätzliche Problem bleibt aber, kritisiert Grimm: Dass die Tech-Riesen selbst bestimmen, was auf ihren Plattformen zulässig ist.
rnd.de, turi2.de (Background)

Twitter setzt weltweit nun auch auf ein Story-Format.


Story-Flut: Twitter ändert weltweit radikal sein Erscheinungsbild und setzt künftig zusätzlich zur normalen Tweet-Timeline auf eine Story-Funktion in seinen mobilen Apps. Die Fleets genannten Beiträge sind nur 24 Stunden lang verfügbar und erscheinen nicht in der regulären Timeline. Wie bei anderen Netzwerken auch können Nutzer*innen hier Text, Fotos oder kurze Videos teilen und zum Beispiel mit Emojis versehen. Die Kommunikation dazu findet über private Direktnachrichten statt. Fleets würden dazu beitragen, "dass die Menschen leichter in Gespräche einsteigen", gibt Twitter bekannt. Nutzer*innen würden sich mit Fleets "wohler dabei fühlen, persönliche und beiläufige Gedanken, Meinungen und Gefühle auszutauschen."

Twitter hatte die neue Funktion zuvor seit März in Brasilien getestet, später auch in Italien, Indien und Südkorea. Der Kurznachrichten-Dienst setzt damit als eines der letzten großen Netzwerke auf Stories. Das Format wurde erstmals bei Snapchat bekannt und später von Instagram kopiert und ist dort mittlerweile oft wichtiger als die ursprüngliche Timeline. Auch Facebook, WhatsApp und mittlerweile sogar Linked-in haben entsprechende Funktionen.
wuv.de, mashable.com, turi2.de (Background)

Elon Musk hat sich womöglich mit Corona infiziert.

Corona-Verwirrung: Tesla-Chef Elon Musk hat womöglich Corona. Bei Twitter schreibt er, dass zwei Antigen-Test positiv und zwei weitere negativ ausgefallen seien – alle an einem Tag. Ergebnisse von PCR-Tests stünden noch aus. Musk klagt über Erkältungssymptome, sein Tweet beginnt mit den Worten "Hier geht etwas extrem Falsches vor" und geht bei Corona-Leugnern gerade durch die Decke.
mashable.com, twitter.com

Twitter markiert 300.000 Tweets mit möglichen Falschinfos zur US-Wahl.

Twitter hat in den vergangenen zwei Wochen nach eigenen Angaben rund 300.000 Tweets markiert, die möglicherweise Falschinformationen zur US-Wahl enthalten, teilt der Konzern mit. 456 Tweets bekamen zusätzliche Warnhinweise und Einschränkungen bei der Interaktion. Knapp drei Viertel der Nutzer*innen hätten die Tweets gesehen, nachdem sie markiert wurden.
cnet.com, blog.twitter.com

Basta: Twitter findet bei “Loser” zuerst Donald Tump.

Loser Kontakt: Donald Trump ist nicht nur Verlierer der US-Wahl, sondern auch bei seinem Lieblings-Sprachrohr Twitter. Wer in der Personensuche Loser eingibt, bekommt ganz oben das Profil von @realDonaldTrump angezeigt. Bestimmt nur ein Miss­verständnis, weil Trump ein verantwortungs-, haltungs- und stil-loser Mensch ist. Und demnächst Arbeits-loser.
businessinsider.com

Twitter löscht Podcast-Account von Steve Bannon nach Mordfantasien.

Schluss mit Unlustig: Twitter hat den Account des Podcasts War Room: Pandemic des Rechtspopulisten und Ex-Trump-Beraters Steve Bannon gelöscht. Bannon hatte in dem Podcast darüber fantasiert, Mediziner Anthony Fauci sowie FBI-Chef Christopher Wray zu köpfen. YouTube hat die betreffende Folge inzwischen gelöscht. Facebook nahm den Beitrag erst nach rund zehn Stunden offline.
spiegel.de, cnbc.com, edition.cnn.com

Zahl des Tages: Frauenanteil unter den deutschen Twitter-Nutzer*innen liegt bei 40 %.

Zahl des Tages: Etwa 60:40 ist der Anteil Männer zu Frauen bei Twitter, sagt Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis im "Horizont"-Interview. Das Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks sei Schnelligkeit und "globaler Dialog". Nutzer*innen seien nicht zur Selbstdarstellung bei Twitter, sondern "weisen vielmehr auf etwas anderes hin".
horizont.net (Paid)

Lese-Tipp: Ein Literaturwissenschaftler kramt im “Tagesschau”-Archiv.

Lese-Tipp: Literaturwissenschaftler Hannes Fischer droht mit seinem Twitter-Account @Tagesschau20Jahre das Erinnern an, sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Auf dem Kanal präsentiert Fischer 20 Jahre alte "Tagesschau"-Meldungen. Die weisen manchmal einen erstaunlichen Gegenwarts­bezug auf, etwa bei der Klimakrise. Bei Themen wie dem Transrapid seien die Beiträge dagegen "eine Zukunft geblieben, die nie eingelöst wurde".
sueddeutsche.de via bildblog.de

Basta: Lass’ mich dein Knüffelcontact sein.

Rührende Virus-Regeln: ZDF-Korrespondent Stefan Leifert berichtet über die belgischen Corona-Regeln und Twitter ist hingerissen von der goldigen Kommunikation, die an Chat-Floskeln der 2000er erinnert: In Belgien darf jede*r einen Knuffelcontact (gesprochen: "Knüffelkontakt") herzen – knifflig höchstens für Singles, denn es herrscht Knuffel-Beschränkung auf einen Kuschelkumpan.
twitter.com

Freibrief für Digital-Plattformen wird in den USA zum Politikum.

Netz-Zensur: Die Chefs von Facebook, Google und Twitter verteidigen vor dem US-Senat die als Section 230 bekannte Regelung, die ihre Plattformen von der Verantwortung für Inhalte ihrer Nutzer*innen freispricht. Facebook-Boss Mark Zuckerberg argumentiert, ohne diesen Freibrief würden sie wohl mehr zensieren, gibt sich aber offen für eine Reform. Die US-Demokraten fordern härteres Vorgehen gegen Hass und Lügen, die Republikaner wünschen sich eine Verpflichtung zur "Neutralität".
sueddeutsche.de, stern.de, futurezone.at, handelsblatt.com

Vor US-Wahl: Twitter pinnt Hinweistafeln gegen Falschinformationen an Feeds.


Hilfe zur Selbsthilfe: Twitter versieht das obere Ende der News Feeds seiner Nutzer*innen in den USA ab jetzt mit zwei großen Hinweisen zur Präsidentschaftswahl in einer Woche. Die Tafeln sollen Falschinformationen präventiv entlarven – und auch ausgespielt werden, wenn Menschen nach Begriffen oder Hashtags mit Wahlbezug suchen. Einer der Hinweise warnt vor "irreführenden Informationen" über die Briefwahl, der andere weist darauf hin, dass mit finalen Ergebnissen der Wahl aufgrund des hohen Briefwahl-Aufkommens voraussichtlich mit Verzögerungen und dem 3. November zu rechnen ist. In beiden Fällen verlinkt Twitter auf weiterführende Informationssammlungen mit Inhalten aus verlässlichen Quellen, u.a. von Journalist*innen.

Die Maßnahme des Kurznachrichtendienstes ist eine von vielen, die dazu beitragen soll, Wahl-Manipulation im Social-Media-Umfeld auf den letzten Metern einzudämmen und ein Image-Debakel wie bei der letzten Wahl 2016 noch rechtzeitig abzuwenden. Andere prominente Netzwerk-Anbieter, allen voran Facebook oder YouTube, versuchen ebenfalls, mit neuen Regeln und Info-Paketen gegen Fake News und Wahl-Manipulation auf ihren Plattformen vorzugehen.
nytimes.com, techcrunch.com, theverge.com, mashable.com

Microsoft verlängert Home Office bis Juli 2021.

Microsoft 150Microsoft kündigt an, seine Mitarbeiter*innen bis 6. Juli kommenden Jahres im Home Office zu belassen. Bisher galt die Maßgabe nur bis zum Januar. Andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und Facebook peilen ebenfalls den Sommer für eine Rückkehr der Belegschaft an. Twitter und Dropbox werden ihre Angestellten gar nicht mehr in die Büros zurückbitten. Apple-CEO Tim Cook deutete zuletzt ähnliches für sein Unternehmen an.
zdnet.com, businessinsider.com

Twitter eckt wegen Porno-Inhalten beim deutschen Jugendschutz an.

Twitter hat wegen frei zugänglicher pornografischer Inhalte Probleme mit dem deutschen Jugendschutz, schreibt Kai-Hinrich Renner. Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat dem Kurznachrichtendienst am 14. Oktober einen Beanstandungs- und Untersagungsbescheid zukommen lassen. Twitter war zuvor Aufforderungen zur Regulierung von Porno-Inhalten nicht nachgekommen. Twitter sieht sich an die Rechtssprechung der Behörden seines irischen Firmensitzes gebunden. Die Medienanstalt argumentiert, dass beim Jugendschutz das Herkunftsprinzip unwichtig sei.
berliner-zeitung.de

Twitter rollt weltweit seine “erst lesen, dann teilen”-Funktion aus.

Erst lesen, dann teilen: Twitter will stärker gegen die Verbreitung von Fake News vorgehen und rollt seine Funktion "Article Prompt" weltweit aus. Nutzer*innen bekommen künftig, wenn sie einen Artikel retweeten wollen, einen Hinweis angezeigt, der sie auffordert, den Beitrag zuvor zu lesen. Twitter teilt mit, Tests hätten gezeigt, dass dadurch deutlich seltener Artikel ungelesen weiterverbreitet werden.
per Mail

Meinung: Twitter-Kritik am Ciesek-Interview ist ein Gewinn.

Feedback-Schleife: Kritik auf Twitter und in anderen sozialen Medien ist für Journalist*innen "anstrengend und nervig", kann aber auch ein Gewinn sein, wie die Diskussion um das Interview mit der Virologin Sandra Ciesek (Foto) zeigt, schreibt Anne Fromm. Durch das schnelle und einfache Feedback könnten Medienschaffende offener über die Arbeit sprechen. Den Umgang des "Spiegels" mit Ciesek bewertet Fromm als Fehler - wie viele Twitter-Nutzer*innen.
taz.de, turi2.de (Background)