Jasmina Kuhnke berichtet über Internet-Hass.

Hass im Netz: Als Unbekannte ihre Adresse im Internet veröffentlichen, bekommt Comedy-Autorin und Twitter-Profi Jasmina Kuhnke nicht nur unerwünschte Bestellungen, sondern auch rassistische Drohungen. Kuhnke, die sich für Antifaschismus engagiert, ruft die Polizei, die nur mäßig tätig wird. Am Ende zieht sie mit ihrer Familie um, die Angreiferinnen aus dem "Sifftwitter" kommen ungestraft davon.
spiegel.de (Paid)

Amazon entschuldigt sich für “Eigentor”-Tweets zu Urin-Flaschen.

Rückzieher: Amazon entschuldigt sich für getwitterte Falschaussagen beim US-Kongressabgeordneten Mark Pocan. Dieser hat u.a. beklagt, dass Arbeiterinnen in Flaschen urinieren, was Amazon zunächst bestritt und nun teils zugibt. Das Problem sei die fehlende Verfügbarkeit von öffentlichen Toiletten für Fahrerinnen, besonders während der Pandemie. Mit einer Sammlung etlicher Links und Tweets zeigt Amazon nach seinen Ausführungen mit dem digitalen Finger auf andere Firmen wie Uber und UPS, die ähnliche Probleme haben.
aboutamazon.com via theverge.com, faz.net, twitter.com (Twitter-Streit)

Basta: Ein trivialer Twitter-Satz aus dem Jahr 2006 kostet heute Mio.

Zitate-Zaster: Für schlappe 2,9 Mio Dollar wechselt der berühmte erste Satz eines genialen Geistes seiner Generation den Besitzer. Nicht "Alle Kinder, bis auf einen, werden erwachsen" von Sir Barrie. Auch nicht "Er war ein alter Mann und er fischte allein in einem Boot im Golfstrom" von Herrn Hemingway. Sondern "just setting up my twttr" eines gewissen Mister Dorsey.
rnd.de

“Manager Magazin”: Twitter ist “das einflussreichste Medium der Welt” – und muss sich neu erfinden.


Twitter-Saga: Das "Manager Magazin" singt in der aktuellen April-Ausgabe über sechs Seiten ein überraschendes Loblied auf Twitter, "das einflussreichste Medium der Welt", das laut Überschrift auf "Höhenflug" ist. Autor Philipp Alvares de Souza Soares widmet Twitter darin hymnische Zuschreibungen wie "eine der elitärsten Bühnen der Welt" und "essenzielle Infrastruktur der Mächtigen". Auch in Deutschland gewinne Twitter "rasant an Bedeutung". Als Beleg sieht Alvares den Twitter-Start von Herbert Diess im Januar. Bereits der erste Tweet von Elon-Musk-Fan Diess habe 1.145 Retweets und über 200.000 Interaktionen erreicht. Diess-Kommunikator Michael Manske sieht deshalb die "Flughöhe" von Twitter als konkurrenzlos.

Allerdings benennt Alvares auch die Probleme bei Twitter: Ein für seine Mitarbeiterinnen oft nicht erreichbarer "schüchterne CEO" Jack Dorsey, der "weitgehend tatenlos dabei zusah, wie seine Plattform mit allerlei toxischem Mist geflutet wurde. Wahlbeeinflussung, Vergewaltigungsdrohungen und die Verbreitung von Verschwörungstheorien sind bei Twitter die Regel, nicht die Ausnahme". Auch beim Werbegeschäft und bei technologischen Trends sei Twitter oft hinterher: "Twitter kommt gern zu spät zu Party, zu denen es selbst eingeladen hat", sagt Digital-Experte Scott Galloway.

Mit dem Einstieg der "Renditejäger" von Elliott Management, die 4 % der Aktien gekauft haben, soll jetzt alles anders werden. Dorsey hat im Februar versprochen, einerseits für kleinere Werbekunden attraktiver zu werden, andererseits mit einem Abomodell für neue Einnahmen zu sorgen. So sollen populäre Accounts von ihren Followern für Zusatzinhalte Gebühren kassieren können. Auch mit Newslettern möchte Twitter künftig Geld verdienen. In jedem Fall stehen bei Twitter grundlegende Änderungen ins Haus.
manager-magazin.de (Paid)

Twitter fragt seine Nutzerinnen, ob seine Regeln auch für Staatslenkerinnen gelten sollen.

Twitter führt eine Umfrage durch, in der Nutzerinnen ihre Meinung zu Twitters Richtlinien und deren Anwendung bei politischen Amtsträgerinnen äußern sollen. In der Befragung stellt Twitter einige Szenarien vor und bittet die Teilnehmerinnen der Umfrage anzugeben, wie Twitter darauf reagieren sollte. Die Umfrage läuft noch bis zum 12. April.
mashable.com, twitterfeedback.com (Umfrage)

Twitter unterwirft sich nun doch türkischem Recht.

Eingeknickt: Twitter beugt sich den strengen Mediengesetzen in der Türkei, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Laut der regierungsnahen Tageszeitung Sabah werde der Online-Dienst eine Niederlassung im Land eröffnen. Soziale Netzwerke mit täglich mehr als einer Mio Nutzerinnen sind dazu seit Herbst 2020 verpflichtet. Weil Twitter sich dazu bisher geweigert hat, haben türkische Behörden zuletzt millionenschwere Geldstrafen und ein Werbeverbot gegen die Plattform verhängt.
sueddeutsche.de, rnd.de (Background)

Studie: Instagram verliert wegen TikTok beim Influencerinnen-Marketing an Boden.

Influencerinnen-Marketing: 68 % der Influencerinnen-Kampagnen laufen über Instagram, sagt eine Studie unter 5.000 Marketing-Entscheiderinnen des Werbeforschers WARC. 2020 lag der Anteil noch bei 80 %. Ein Grund für den Rückgang ist der Aufstieg von TikTok, die Kurzvideo-Plattform kommt erstmals mit 45 % in der Analyse vor. Facebook liegt dahinter mit 43 %, drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Linked-in steigert sich von 12 % auf 16 %, Twitter gibt von 22 % auf 15 % ab.
horizont.net (Paid)

Zitat: Georg Kofler teilt auf Twitter gegen das “Manager Magazin” aus.

"Das ist nur eine sensationslüsterne Schlagzeile eines billigen Clickbait-Journalismus."

Unternehmer Georg Kofler teilt auf Twitter gegen das "Manager Magazin" aus, das berichtet hatte, es gebe "Betrugsermittlungen gegen mich". Bei ihm sei noch "überhaupt kein Ermittler vorstellig geworden".
twitter.com, twitter.com (Posts Kofler), turi2.de (Background)

Basta: Twitter sperrt Memphis-Tweets.

Tweeting in Memphis: Twitter sperrt am Sonntag einige Accounts, die das Wort Memphis erwähnen. Hinweise auf den Bug spornen andere Nutzerinnen an, es mit Memphis-Tweets bewusst auf eine Sperrung anzulegen. Inzwischen hat Twitter den Fehler behoben, schweigt aber zu den Gründen. Womöglich handelt es sich um das Internet-Phänomen Meme-Phis.
spiegel.de, independent.co.uk

Basta: Schottisches Craftbeer landet dank Marketing-Gag bei Aldi.

Da braut sich was zusammen: Aldi Süd verkauft nun ein Craftbeer der schottischen Brauerei Brewdog. Damit findet ein munterer Streit ein harmonisches Ende. Als Aldi 2020 ein Bier in England auf den Markt brachte, dessen Dose Brewdogs "Punk IPA" zum verwechseln ähnlich sah, konterte die Brauerei mit einem "Yaldi IPA". Die Kooperation trägt nun den Namen "Ald IPA". Prost!
horizont.net (Paid), wiwo.de

Jack Dorseys erster Tweet steht für Millionenbetrag zur Auktion.

Kurioses Kaufangebot: Twitter-Chef Jack Dorsey veräußert seinen ersten Tweet als Non-Fungible Token. Dabei handelt es sich um eine einzigartige digitale Wertmarke, die weder nachgemacht, noch zerstört werden kann. Offenbar steht der Tweet schon seit Dezember auf der Seite Valuables by Cent zum Verkauf, doch erst Freitag hat Dorsey selbst den Link getwittert. Aktuell liegt das Gebot bei 2,5 Mio Dollar.
bbc.com, v.cent.co (Auktion)

Basta: Alec Baldwin zeigt Twitter mal wieder den Vogel.

Rückzug, der Fünfte: US-Schauspieler Alec Baldwin hat genug von Twitter und spaßbefreiten Followern. Ironie funktioniere dort nicht mehr, weil die USA "gerade so ein verklemmter Ort" seien. Instagram eignet sich dafür wohl besser: Dort verkündet Baldwin nämlich seinen Twitter-Abgang – den inzwischen mindestens fünften. Auf Twitter laufen schon erste Wetten, wann der erneute Abschied vom Abschied kommt.
vanityfair.com, spiegel.de, instagram.com (10-Min-Video)

Twitter Spaces kommt vor Clubhouse auf Android-Geräte.

Ich bin schon da, sagte der Igel: Twitter kündigt an, Twitter Spaces für Android-Nutzer*innen zu öffnen, vorerst können sie nur Gesprächsräumen beitreten und mitreden, aber keine eigenen starten. Trotzdem ist Twitter damit schneller als Clubhouse. Twitter hat seinen Testlauf, angespornt vom Clubhouse-Hype, zuletzt stark ausgeweitet.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Basta: Live in allen Apps gleichzeitig.

Das große Ganze: Instagram reagiert auf den Clubhouse-Boom und stellt ebenfalls mit Live Rooms eine Funktion zur Verfügung, bei der sich bis zu vier Nutzer*innen in einem Videochat zusammenschalten können. Wirkliche Innovation schafft nun, wer eine App entwickelt, die mindestens die Streams und Gäste von Clubhouse, Twitter und Instagram plattformübergreifend versammelt. Solange, bis das echte Leben wieder einsetzt.
t-online.de, rnd.de, about.instagram.com

Twitter-Influencer*innen können Follower bald zur Kasse bitten.

Tweets gegen Geld: Twitter plant ein neues Abo-Modell namens "Super Follows". Für Zusatz-Content können Nutzer*innen künftig Geld von ihren Followern verlangen, hat der Kurznachrichtendienst bei einer Präsentation für Investor*innen bekannt gegeben. Gegen einen monatlichen Betrag sollen die Super-Follower dann Zugang zu exklusiven Tweets, Newslettern, Angeboten oder Videos bekommen. Ob und wie viel Twitter von den Einnahmen einbehalten will, ist noch nicht bekannt.

Auf den Spuren von Facebook Groups wandelt Twitter mit dem neu angekündigten Feature "Communities". Damit sollen Gruppen-Seiten zu bestimmten Themen erstellt werden können. Entsprechende Tweets sollen darin gebündelt werden. Wann genau die neuen Funktionen kommen, steht noch nicht fest.
theverge.com, businessinsider.com, n-tv.de

Melania Trump legt sich einen neuen Twitter-Account zu.

She's not banned: Melania Trump legt sich mit @OfficeofMelania einen neuen Twitter-Account zu, dessen erster Post die Eröffnung des namensgebenden Büros ankündigt. Zusätzlich bleibt ihr zehn Jahre alter persönlicher Account bestehen. Was sie mit dem neuen Profil vorhat, ist noch unklar – möglich wären Tweets zu ihrer "Be best"-Kampagne zum Wohl von Kindern.
twitter.com (Neuer Account) via bild.de

Twitter führt Politiker-Label auch in Deutschland ein.

Twitter markiert ab dem 17. Februar auch in Deutschland und 15 weiteren Staaten Regierungs­mitglieder und -organisationen mit einem entsprechenden Label. Auch Regierungssprecher und Botschafter erhalten entsprechende Markierungen, ebenso staatsnahe Medien und deren Chef­redakteur*innen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zählt nicht in diese Kategorie. Twitter hat entsprechende Label im August bereits in den USA sowie China, Frankreich, Russland und Großbritannien eingeführt.
spiegel.de, twitter.com

Meinung: Clubhouse gerät in die Todeszone.

Clubhouse gerät in die Startup-Todeszone, schreibt Thomas Heuzeroth. Die App sei so erfolgreich, dass sie entweder gekauft werde oder von den "Großen" nachgemacht werde - Facebook und Twitter sind bereits in das Klon-Rennen eingestiegen. Insbesondere Facebook, das "in der Todeszone sehr aktiv sei", könnte für Clubhouse zu einer ernsten Bedrohung werden.
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Background Facebook)

Twitter weitet Spaces-Testlauf aus.

Twitter legt beim Testlauf mit seiner Clubhouse-ähnlichen Audio-Funktion Spaces mehrere Zähne zu und weitet ihn auf mehr Nutzer*innen aus. Produktchef Kayvon Beykpour sagt, Twitter wolle den Austausch von Informationen "durch Gespräche zwischen Nutzern ergänzen". Der Zwitscherdienst hat in Sachen Community-Vernetzung die Nase im Wind, wo Clubhouse penetrant nach Zugriff auf die Kontakte der Nutzer*innen fragen muss. Spannend wird, ob Audio-Affine weiterhin den "Umweg" über Clubhouse gehen, wenn sie stattdessen einen Audio-Chatraum bei Twitter nutzen können.
heise.de, faz.net, turi2.de (Vergleich Twitter Spaces und Clubhouse)

Twitters Trump-Sperre bleibt unbefristet bestehen.

Twitter lässt über Finanzchef Ned Segal verlauten, dass Donald Trump nicht auf die Plattform zurückkehren darf. Auch eine eventuelle Präsidentschaftskandidatur werde daran nichts ändern. Die Regeln des Dienstes sähen bei Anstiftung zur Gewalt eine permanente Sperre vor, so Segal. Konkurrent Facebook lässt den dauerhaften Ausschluss Trumps durch eine unabhängige Kommission prüfen.
sueddeutsche.de, theverge.com

Klick-Tipp: Christoph Schattleitner sammelt skurrile Corona-Schlagzeilen.

Klick-Tipp: Christoph Schattleitner, Redakteur beim ZDF Magazin Royale, sammelt in einem Twitter-Thread "Schlagzeilen, die vor Corona sehr viele Fragen aufgeworfen hätten". Unter den als Screenshots geposteten Beispielen finden sich systemrelevante Highlights wie "Heilige Drei Könige haben unaufschiebbare berufliche Tätigkeit" ebenso wie englische Ärgernisse: "Den Briten geht nach den Grenzschließungen der Broccoli aus".
twitter.com (Thread)

Twitter denkt über verschiedene Bezahl-Optionen nach.

Kohle für den Vogel: Twitter denkt über verschiedene Bezahloptionen nach, um unabhängiger von Werbung zu werden. Im Gespräch ist u.a. der kostenpflichtige Zugang zu Tweetdeck oder die Möglichkeit, User*innen für exklusive Inhalte von Personen zahlen zu lassen, denen sie folgen. Im vergangenen Sommer hatte Twitter bereits per Umfrage ermittelt, für welche Features Nutzer*innen bereit wären, zu bezahlen.
bloomberg.com via techcrunch.com

Nach Twitter-Eklat: Berliner Juso-Vostand tritt zurück

Ins Aus geschrieben: Der Berliner Juso-Vorstand Bengt Rüstemeier räumt nach Skandal-Tweets über das Erschießen von Jungliberalen und Vermietern seinen Posten. Er hatte zudem geäußert, er würde bei einem Anschlag auf Jeff Bezos heimlich Freude empfinden. Die Berliner Jusos distanzieren sich von Rüstemeiers Aussagen und begrüßen seinen Rückzug. Rüstemeier ist auch Senatsmitglied der Berliner Humboldt-Uni.
bild.de

Basta: Julia Klöckner vertwittert sich.

Lautes Schweigen: Julia Klöckner will einen kritischen Tweet von SPD-Influencerin Lilly Blaudszun aussitzen. Den "Ball ausrollen lassen" nennt ihr Account das in einem wohl versehentlich veröffentlichten Kommentar zum Tweet. Blaudszun hat mit dem Fauxpas natürlich ihren Spaß. Und als sei das der Pannen nicht genug, retweetet offenbar sogar Klöckners Landwirtschaftsministerium den kritischen Beitrag. Das Internet war, ist und bleibt Neuland.
bild.de, twitter.com

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” trifft die Macher der Twitterperlen.

Muschel auf: "Übertrieben gesagt, ist das wie ein Rausch, boah, wieder mehr Likes und wieder mehr Likes!" So beschreibt Twitterperlen-Gründer Dali Ivkovic in der "Süddeutschen Zeitung" den Moment, wenn einer seiner Posts viral geht. Das 2013 gestartete Projekt kuratiert täglich Humor-Highlights des Kurznachrichten­Dienstes für ein großes Publikum. 580.000 Menschen auf Facebook und 310.000 auf Instagram lesen mit.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Vergleich Clubhouse und dessen Klon Twitter Spaces.

Lese-Tipp: Ralph Kühnl und Andi Szabo vergleichen auf ihren Blogs je die Funktionen von Clubhouse und dessen Klon Twitter Spaces, der nun auch deutschen Nutzer*innen nach und nach zur Verfügung steht. Der Klon bleibe in der Twitter-Blase, Clubhouse scheine offener, meint Kühnl. Twitter Spaces biete aber mit automatischer Untertitelung in Echtzeit ein "absolutes Killerargument", schreibt Szabo. Prinzipiell lassen sich Gespräche so auch im Stumm-Modus nachlesen.
ralphkuehnl.de, andi-szabo.de

Twitter startet das Faktencheck-Programm Birdwatch.

Twitter startet Birdwatch, ein Faktencheck-Programm, das die Verbreitung von Fake News bekämpfen soll und bei dem jede*r Nutzer*in kontextbezogene Anmerkungen zu Tweets hinzufügen kann. Aktuell läuft dazu eine Pilotphase mit rund 1.000 US-Nutzer*innen. Die Anmerkungen sind nicht auf Twitter selbst sichtbar, sondern auf der öffentlichen Birdwatch-Seite. Bei Erfolg des Projektes will Twitter die Birdwatch-Seite in die Plattform integrieren.
theverge.com, mashable.com

Zitat: Jan-Eric Peters warnt Journalisten vor Meinungsschlachten und Eigen-PR auf Twitter.

"Twitter ist die Selbstentzauberungs-Plattform des Journalismus."

Jan-Eric Peters, Managing Director "NZZ" Deutschland, schreibt in einem langen Thread bei Twitter, dass Twitter zu Meinungsschlachten mit zugespitzten Aussagen verführt und so Voreingenommenheit offenbart, die Glaubwürdigkeit von Journalist*innen untergräbt.
twitter.com

Trumps Twitter-Sperre behindert die Geschichtsforschung.

Twitter-Sperre von Donald Trump stellt die Polit-Wissenschaft vor Probleme. Forscherin Lindsay Chervinsky findet eine Analyse von Trumps Twitter-Nutzung zentral, um die Präsidentschaft zu beschreiben. Das Nationalarchiv hat mit der Trump-Regierung vereinbart, dass seine Digitalkommunikation gesichert wird. Doch nun ist aufgrund vieler Personalwechsel unklar, ob dies wirklich geschehen ist, so Chervinsky.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Twitter-Influencer Sebastian Hotz hat moralische Ansprüche bei Werbung.

"Ich glaube, dass ich mir noch den Luxus leisten kann, mich nicht komplett zu verkaufen."

Authentizität ist Twitter-Influencer Sebastian Hotz alias El Hotzo "sehr wichtig", sagt er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Sein Management verdrehe oft die Augen, weil er "noch so ein paar moralische Ansprüche" vor sich herschiebe. Es gebe Unternehmen, für die er überhaupt nicht werben wollen würde – u.a. Volkswagen und Amazon.
sueddeutsche.de (Paid)

Zahl des Tages: Neuer @POTUS-Account bei Twitter hat 4,6 Mio Follower.

Zahl des Tages: Auf noch mickrige 4,6 Mio Follower kommt der @POTUS-Account nach der Amts­einführung von Joe Biden. Seine Vize-Präsidentin Kamala Harris zählt unter @VP inzwischen 7,1 Mio. Zum Vergleich: Der archivierte Account von Donald Trump hat 33,3 Mio Follower, Bidens normaler Account 25,6 Mio.
twitter.com (@POTUS), twitter.com (@POTUS45), twitter.com (@VP), turi2.de (Background)

Parler will mit russischer Unterstützung zurück ins Netz.

Parler schleicht sich nach der Blockade von Amazon, Google und Apple zurück ins Netz: John Matze, Firmenchef der von Trump-Anhänger*innen beliebten Twitter-Alternative, hat am Montag in einer Botschaft verkündet, am Wiederaufbau zu arbeiten. Parler arbeite dafür mit der Firma DDos-Guard, die wie Reuters berichtet bereits mit rassistischen Internet-Seiten zusammengearbeitet hat.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Twitter sperrt Konto von republikanischer QAnon-Anhängerin.

Twitter sperrt vorübergehend den Account der republikanischen Kongress-Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. Sie hatte dort laut CNN wiederholt Verschwörungs­mythen und Falsch­meldungen verbreitet. Greene ist Anhängerin der rechtsextremen QAnon-Bewegung. Zuletzt hatte Twitter den Account von Donald Trump gesperrt – erst temporär, dann dauerhaft.
spiegel.de, cnn.com

Jack Dorsey verteidigt die Twitter-Sperrung Trumps.

Twitter-Chef Jack Dorsey äußert sich in einer Reihe von Tweets zur Sperrung von Donald Trump: Er sei nicht stolz darauf, Trump gesperrt zu haben, oder darauf "wie wir hier hingekommen sind". Er gibt Twitter eine Mitschuld am Verbot. Das Netzwerk habe es nicht geschafft, "gesunde Gespräche zu fördern". Twitter hatte den US-Präsidenten in Folge der Ausschreitungen im Kapitol in Washington gesperrt.
theguardian.com, twitter.com (Dorsey-Tweets)

Meinung: Großen Tech-Konzernen fehlen Führungskräfte mit Haltung.

Meinung: Im Silicon Valley "mangelt es bereits seit Jahren an Führungskräften mit Rückgrat und intaktem Moralempfinden", schreibt Philipp Alvares de Souza Soares. Er glaubt Facebook, Twitter & Co. hätten auch mit konsequenterem Vorgehen gegen gefährliche Inhalte in der Vergangenheit profitabel sein können. Ihr zaghafter Kurs gefährde nun ihr Geschäftsmodell.
manager-magazin.de

Merkel findet Trumps Twitter-Sperre “problematisch”.

Besorgte Kanzlerin: Angela Merkel hält den Twitter-Bann von Donald Trump für "problematisch", sagt ihr Sprecher Steffen Seibert in Berlin. "Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist von elementarer Bedeutung", so Seibert weiter. Richtig finde Merkel allerdings das Vorgehen, dass Mitteilungen mit Anmerkungen versehen werden - etwa, wenn sie zu Gewalt auffordern oder offensichtlich Lügen verbreiten.
spiegel.de

Video-Tipp: Arnold Schwarzenegger vergleicht Kapitol-Sturm mit der “Reichskristallnacht”.

Conan, der Weise: Arnold Schwarzenegger ruft in einem Video auf Twitter mit eindrucksvollen Worten die Amerikaner*innen dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Schwarzenegger vergleicht den Sturm auf das Kapitol mit der "Reichskristallnacht" und erzählt von seinem Vater, der gebrochen von den Erlebnissen aus der Nazi-Zeit mehrfach die Woche betrunken nach Hause gekommen sei. Am Ende kramt Schwarzenegger als Metapher noch Conans Schwert raus - und übertreibt damit dann vielleicht doch ein wenig. Aber Trump-Wähler*innen mag das besonders erreichen.
twitter.com (8-Min-Video)