Bundestag erwägt die Nutzung von Social Media.

Bundestag will sich dem Bürgerdialog bei Facebook, Twitter und Instagram öffnen, berichtet die "Welt" - bisher ist das Parlament dort nicht vertreten. Die Innere Kommission des Ältesten­rats habe ein Konzept zur Nutzung von Social Media in Auftrag gegeben. Bis zum 20. März sollen sich die Bundestags­fraktionen Gedanken über eine Strategie machen, bis Ostern solle das Konzept fertig sein.
welt.de, turi2.de (Background)

Basta: Twitter-Trend #Mehlgate besorgt backende Bundesbürger.

Wenn besorgte Burger Brötchen backen: Bei Twitter verbreitet sich das #Mehlgate mit reihenweise Fotos von offenbar zu gering befüllten 1-Kilo-Mehl-Packungen. Doch weder Kanzlerin Merkel noch die Illuminaten machen Mehl madig: Mit der Zeit verliert Mehl im Supermarkt an Feuchtigkeit und damit an Gewicht.
haz.de, twitter.com


Meinung: Medien verbreiten mit missverstandener Social-Bots-Studie Panik, schreibt Oliver Weber.

Social Media: Medien warnen mit einem Alarmismus vor Social Bots, schreibt Oliver Weber. Der Beweis, dass Roboter Debatten maßgeblich beeinflussten, stehe noch aus. Daran ändere auch eine in der Fachzeitschrift European Journal of Information Systems veröffentlichte Studie nichts. Diese lege lediglich ein theoretisches Modell vor. Die tatsächliche Einflussnahme sei damit noch nicht erwiesen.
faz.net, tandfonline.com (Studie)

Basta: Milliardär Musk flirtet mit Mars-Mädchen bei Twitter.

Blind Date auf dem Mars: Elon Musk will als SpaceX-Gründer Menschen zum Mars fliegen, was ein anonymer Twitter-Account namens "Mars" aufgreift: Musk sei jederzeit willkommen. "I want you baby", antwortet er flirtend - "Schick mir heiße Bilder und ich komme sofort". Milliardär Musk mag eben Mars-Mädchen.
cnet.com, futurezone.at, twitter.com, turi2.de (Background)



Twitter vermeldet erstmals Jahresgewinn, verliert aber Nutzer.

Twitter vermeldet erstmals einen Jahresgewinn, verliert weltweit aber Nutzer. 2018 macht der Kurznachrichtendienst 1,2 Mrd Dollar Gewinn, umgerechnet rund 1,05 Mrd Euro. Twitters Entrümpelung von Propaganda- und Fake-Accounts hat Folgen: Aktuell twittern 321 Mio im Monat - ein Jahr zuvor sind es 330 Mio monatlich aktive Nutzer.
tagesschau.de, heise.de, turi2.de (Background)

Meinung: Hass im Netz gleichen einer Abenteuerreise durch menschliche Abgründe.

Soziale Netzwerke: Nutzer von Facebook, Twitter und Co begeben sich auf eine "Abenteuerreise durch die menschlichen Abgründe von Fremden", beobachtet Julia Bähr. Sich gegen den Hass im Netz zu wehren, sei auch nach der Einführung des NetzDG nicht leicht – vor Gericht würden nur Ausnahmefälle landen. Das größte Problem bei rechtlichen Schritten sei die Akteneinsicht des Beklagten, der nach einer Anzeige "den vollständigen Namen und die Adresse seines Opfers" erfahre.
faz.net

Amazon setzt auch in Deutschland Mitarbeiter als Botschafter auf Twitter ein.

Amazon versucht auch in Deutschland, sein Image durch "FC Botschafter" auf Twitter aufzupolieren, beobachtet Manuel Mehlhorn. Die Mitarbeiter würden anfänglich wie Social-Bots wirken, kaum anderen Accounts folgen sowie kaum eigene Follower haben, dafür aber meist sehr freundlich auf Kritik an Amazon reagieren. Laut Amazon erhalten die Mitarbeiter für ihre PR-Offensive keine zusätzliche Vergütung. Im August 2018 war bekannt geworden, dass Amazon in den USA Mitarbeiter für positive Tweets entlohnt.
br.de, turi2.de (Background)

Basta: Bei Mark bleibt heut’ die Küche kalt…

Zuckerbergs zähe Ziege: Twitter-Chef Jack Dorsey erinnert sich im Rolling Stone an ein denkwürdiges Abendessen bei Facebook-Boss Mark Zuckerberg. Der kredenzte eine Ziege, die er - so die Legende - selbst getötet habe, mit einem Messer und einem Elektro-Schocker. Die Zuckerbergsche Zubereitung konnte aber nicht überzeugen: Die Ziege kam aus dem Ofen auf den Tisch - und war kalt.
mashable.com, businessinsider.de

Twitter-Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis will “keine Reichweite um jeden Preis”.


Qualität statt Quan-Tweet-ät: Twitter will den Ruf der Politiker- und Journalisten-Blase loswerden und Hass-Botschaften ersticken, bevor es zum Knall kommt. Im "Horizont"-Interview sagt Twitters neue Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis: "Wir wollen keine Reichweite um jeden Preis, sondern die Qualität der Gespräche verbessern." Mit Machine-Learning-Tools setze Twitter darauf, problematische Accounts zu identifizieren und zu löschen, bevor andere Nutzer sie melden müssen. Für Werbekunden sieht Baboulidis Twitter als Ergänzung zu TV-Kampagnen, da viele Nutzer Twitter als Second-Screen verwenddetenen, wie etwa aktuell beim RTL-Dschungelcamp.

Twitter-Nutzern gehe es nicht um Selbstinszenierung wie bei Instagram, sonder darum, Neues zu entdecken, sagt Baboulidis, daher seien sie offen für Werbebotschaften. Der Eindruck, dass überhaupt nur Politiker und Journalisten das Netzwerk nutzen trüge und zeige "nicht das ganze Twitter-Universum", zu dem auch Meinungsmacher aus Beauty, Gaming oder Kunst gehörten.

Baboulidis agiert als Deutschland­chefin aus Dublin, will ins Deutschland­geschäft aber "wieder mehr Dynamik reinbringen" und avisiert neue Mitarbeiter, Kunden und Partnerschaften. Derzeit arbeiten für Twitter in Co-Working-Spaces in Hamburg und Berlin neun Mitarbeiter in Deutschland. Seine eigenen Büros in Hamburg und Berlin hatte Twitter 2018 still und leise geschlossen.
"Horizont" 4/2019, S. 14/15 (Paid)

Meinung: Twitter sorgt für neue Arbeitsbedingungen von Journalisten.

Twitter stellt Journalisten vor Herausforderungen, berichten Daniel Bouhs und Timo Robben. Die dpa habe eine "Er ist wach"-Schicht eingerichtet, die beobachtet, was Donald Trump twittert. Da Journalisten und Politiker auf Twitter zum Teil unter sich seien, ergäben sich ein Selbstbezug und ein verzerrtes Bild der Realität. Debatten auf Twitter seien zudem oft radikaler als im echten Leben.
ndr.de ("Zapp"-Beitrag und Video-Interview mit dpa-Chefredakteur Sven Gösmann)

Bundestag meidet Twitter und Facebook.

Bundestag verweigert sich dem Bürger-Dialog per Twitter und Facebook. Bundestags­präsident Wolfgang Schäuble begründet die Enthaltsamkeit mit "erheblichem Personalaufwand" für eine Redaktion, schreibt die "Welt". Mitarbeiter des Referats Online-Dienste und Parlaments­fernsehen hätten schon mehrfach versucht Social-Media-Auftritte zu forcieren - jedoch erfolglos.
welt.de

Zitat: Twitter ist nicht allein für die Defizite der öffentlichen Debatte verantwortlich, sagt Bernhard Pörksen.

"Dieses Einzelmedien-Bashing halte ich für vollkommen übertrieben."

Für Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen ist nicht Twitter allein daran schuld, was "in der öffentlichen Debatte falsch läuft". Das Problem sei ein "Klima der Überhitzung", für das wahlweise Talkshows, Facebook oder Twitter verantwortlich gemacht werden, sagt er im Interview mit Deutschlandfunk Kultur.
deutschlandfunkkultur.de

Zitat: Bei Twitter setze sich Aggressives oft durch, moniert Robert Habeck.

"Große Zeitungen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk funktionieren, weil da Journalisten sitzen, die gezielt nachfragen, moderieren, Aussagen überprüfen, Fakten checken. Bei Twitter ist das eben nicht der Fall."

Für Grünen-Chef Robert Habeck macht die fehlende Moderation bei Twitter einerseits "den Charme des Mediums aus", andererseits gebe es für Ausgewogenes und Nachdenkliches keinen Raum. Es setzten sich meist "die Lautesten und Aggressivsten" durch, beklagt er im "FAS"-Interview.
"Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", S. 2 (Paid)

Zitat: Robert Habeck fordert bessere Polizeifähigkeiten bei Netzdelikten.

"Wir müssen eine Polizei haben, die auch in der Lage ist, Einbrüche, denn das sind sie, aufzuklären."

Grünen-Chef Robert Habeck sieht im BR-Interview Verbesserungsbedarf bei der strafrechtlichen Aufarbeitung von Netzdelikten wie dem Veröffentlichen seiner privaten Daten.
br.de (ab 05:05 Min), gruene.de (Twitteraccount)

weitere Zitate:
"Wir haben inzwischen fünf Digitalministerien der Bundesregierung und das ist wahrscheinlich nicht hilfreich." (über den Hackerangriff)

Rundfunkbeitrag: Sahra Wagenknechts Bewegung kritisiert “Regierungsrundfunk”.

Rundfunkbeitrag: Die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" um Sahra Wagenknecht (Foto) wettert in einem Tweet gegen den "Regierungsrundfunk". Die politische Bewegung fordere "Bürgermedien", geringere Intendantengehälter und die Abschaffung der Rundfunkgebühren. Der Tonfall erinnere an die AfD, schreiben Twitter-User.
haz.de, taz.de, twitter.com

Tweet des Tages: US-Militär irritiert mit Silvestergruß.

Tweet des Tages: Das für die Atomwaffen zuständige Kommando des US-Militärs sorgt in der Silvesternacht für eine Kommunikationspanne. In Anlehnung auf die New Yorker Silvestertradition, wo ein Zeitball an einer Stange herabgelassen wird, twittert das US-Militär: "Wir sind bereit, etwas Größeres fallenzulassen." Der Tweet wurde kurze Zeit später mit einer Entschuldigung gelöscht.
faz.net, edition.cnn.com


Heidi Klum gibt Verlobung via Twitter bekannt – und die Presse hinkt hinterher.

Klatschpresse: Heidi Klum gibt an Heiligabend per Twitter und Instagram die Verlobung mit dem Sänger Tom Kaulitz bekannt – die Klatschpresse in Deutschland und den USA kann nur aus den sozialen Medien abschreiben. Am schnellsten ist in Deutschland Bunte.de. Der Artikel über die Verlobung datiert nur wenige Minuten nach dem Twitter-Post des Models, selbst der US-Klatschdienst TMZ ist nicht schneller und erscheint erst eine Stunde nach der Bekanntgabe mit einem eigenen Text. Auch Bild.de reagiert schnell und stellt noch in der Nacht einen Artikel online. Die meisten anderen deutschen Klatsch-Portale melden die Verlobung erst in den Morgenstunden.
turi2 – eigene Beobachtung, twitter.com, bunte.de, bild.de, tmz.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Gala"-Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann erklärt, wie sich der Klatsch-Journalismus durch Twitter und Instagram verändert.


Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack empfehlen 19 Optimisten für 2019.

Klick-Tipp: Frank Behrendt und Daniel Mack haben eine Liste mit 19 Optimisten zusammengestellt, denen es 2019 im Netz zu folgen lohnt. Dabei sind u.a. Autorin Sophie Passmann, Wirtschaftsvordenker Michael Hüther und "Edition F"-Chefredakteurin Teresa Bücker. Die Liste solle als inspirierender Querschnitt der "hellen Seite von Twitter" dienen.
horizont.net

Twitter macht Umschaltung der Timeline leichter.

Twitter erleichtert die Umschaltung zwischen einer chronologischen und einer von Algorithmen vorsortierten Timeline. Künftig sind zum Umschalten nur zwei Klicks nötig. iOS-User können die neue Funktion sofort nutzen, Android- und Desktop-Nutzer voraussichtlich ab Januar. Ursprünglich zeigte Twitter die neuesten Tweets immer oben an, seit 2016 spült Twitter auch ältere Top-Tweets in die Timeline.
cnet.com, buzzfeednews.com, techcrunch.com

Twitter bearbeitet monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen.


Transparentes Twitter: Twitter-Mitarbeiter bearbeiten monatlich eine halbe Mio Spam-Meldungen, veröffentlicht der Zwitscher-Dienst in seinem halbjährlichen Transparenzbericht. Die Zahl sei im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 von knapp 870.000 Meldungen im Januar auf rund 500.000 im Juni gesunken. Der Rückgang sei besonders dem Einsatz von automatisierten Spam-Filtern geschuldet, die mit einer Genauigkeit von 75 % Spam-Konten filtern, die dann gesperrt werden.

Bei terroristischen Inhalten musste Twitter im zweiten Halbjahr 2017 noch 1,2 Mio Accounts löschen, im aktuellen Berichtszeitraum beläuft sich die Zahl auf knapp 200.000. 91 % davon konnten automatisiert erkannt und eliminiert werden.

Staatliche Anfragen zu Nutzerdaten seien hingegen mit einem Plus von 80 % stark angestiegen und betreffen damit mehr als zweimal so viele Nutzer-Konten wie im zweiten Halbjahr 2017. 87 % dieser Anfragen stammen aus Russland und der Türkei.
mashable.com, zdnet.com

NetzDG sorgt für weniger Nutzer-Beschwerden als erwartet.

NetzDG: Das Gesetz, das Löschfristen für Hasskommentare vorgibt und seit Jahresbeginn in Kraft ist, zieht weniger Beschwerden nach sich als erwartet. Nur 704 gingen bis Ende November beim Bundesamt für Justiz ein. Der Bundestag hatte mit rund 25.000 gerechnet. Unklar ist, ob die Nutzer so wenig Anstößiges finden, sie ihre Möglichkeiten nicht kennen - oder das Beschwerdeformular zu gut versteckt ist.
spiegel.de

Twitter: Experten kritisieren Botswatch-Studie wegen Zweifel an der Methodik.

Twitter-Bots: Experten kritisieren die Methodik der Social-Bot-Studie des Berliner Startups Botswatch, da die genauen Kriterien der Methodik unklar seien, schreibt Robert Tusch. Die Zahlen seien nicht interpretierbar, da weder Studie noch Methode veröffentlicht wurden, erklärt Analyst Luca Hammer. Es sei kaum möglich, Bots maschinell zu erkennen, da so das Antwortverhalten einzelner Accounts nicht ausgewertet werde. In der Größenordnung sei das für Programme "nicht machbar".
meedia.de, turi2.de (Background)

Berliner Startup misst Rekordzahl an Roboter-Tweets seit Bundestagswahl.

Zwitschernde Roboter: Fake-Profile machen immer stärker politisch Stimmung, schreibt "Welt". Die Twitter-Debatte über den UN-Migrationspakt sei maßgeblich von Robotern beeinflusst worden. Diese hätten automatisiert Beiträge gepostet. Das Berliner Startup Botswatch visualisierte Twitter-Profile in einer Netzwerkwolke, um auffällige Verbindungen sichtbar zu machen: 28 % aller Tweets zum Migrationspakt seien Fake. Bei anderen politischen Debatten liege die KI-Quote bei bis zu 15 %.

Social Bots sind seit der Bundestagswahl nicht mehr so aktiv gewesen wie aktuell. Auch bei der Diesel-Affäre gebe es Versuche, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. KI-Postings zielen gegen die "westliche Wertegemeinschaft", sagt die Botswatch-Geschäftsführerin Tabea Wilke. Die genauen Urheber der Fake-Tweets seien schwer zu ermitteln, zum Teil kämen diese aus dem AfD-nahen Umfeld, so die Autoren der Studie.
"Welt" S. 8 (Paid)

“Edison”-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

Basta: Trumps Cybersecurity-Berater hat das Internet nicht verstanden.

Dot-In-Blase: Rudy Giuliani, Trumps Cybersecurity-Berater, hat in einem Tweet ein Leerzeichen vergessen. Das Ergebnis: die Domain G-20.In, hinter der ein findiger Follower direkt eine heimliche Botschaft hinterlegt hat. Giuliani, der das Prinzip von Domains offenbar nicht verstanden hat, vermutet nun einen heimtückischen Eingriff vom Anti-Trump-versifften Twitter.
mashable.com, heise.de

EU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich wollen Onlinewerbeerlöse mit 3 % besteuern.

Europa EU-Flagge SterneEU-Digitalsteuer: Deutschland und Frankreich einigen sich auf einen Kompromiss und wollen die Onlinewerbeerlöse der Internetgiganten mit einer Umsatzsteuer in Höhe von 3 % besteuern, berichten dpa und AFP übereinstimmend. Die Digitalsteuer soll bis März 2019 beschlossen werden und im Januar 2021 in Kraft treten, sollte es keine Einigung innerhalb der OECD geben.
zeit.de

Twitter testet schnellere Umschaltmöglichkeit der Tweet-Reihenfolge.

Twitter macht die Ansicht der Tweets wieder einfacher zwischen der früher angewendeten chronologischen Reihenfolge und den mittels Algorithmus sortierten "Top Tweets" umschaltbar. Ein prominent platzierter Button ermöglicht den Wechsel. Die Funktion versteckt sich bisher in den Profileinstellungen. Twitter testet den neuen Button zunächst bei wenigen iOS-Nutzern.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Häufigste Länge eines Tweets hat sich nach Erhöhung des Zeichenlimits nicht vergrößert.

Twitter: Tweets sind am häufigsten 33 Zeichen lang – und damit sogar ein Zeichen kürzer als vor der Verdopplung des Zeichenlimits von 140 auf 280 Zeichen vor etwa einem Jahr, teilt der Dienst mit. Insgesamt seien lediglich 6 % aller Tweets länger als das alte Zeichenlimit von 140 Zeichen. Verändert habe sich jedoch die Ausdrucksweise. Nutzer würden häufiger die Wörter sorry oder before ausschreiben, die sie vorher oft als b4 oder sry abgekürzt hätten.
cnet.com

Twitter steigert Umsatz bei sinkenden Nutzerzahlen.

Twitter erzielt im 3. Quartal einen Umsatz von 758 Mio Dollar, ein Plus von 29 %. Grund sind vor allem gestiegene Werbeeinnahmen. Dank einer Steuergutschrift von 683 Mio Dollar macht der Konzern einen Gewinn von 789 Mio Dollar. Im Vorjahr stand ein Verlust von 21 Mio zu Buche. Gleichzeitig sinkt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um 9 Mio auf 326 Mio. Laut Twitter-Chef Jack Dorsey sind die Bemühungen im Kampf gegen Fake-Profile der Grund.
boerse.ard.de

Twitter sperrt Accounts, die mit Alex Jones in Verbindung stehen.

Twitter zieht bei mehreren Konten in Verbindung mit US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones den Stecker. Die Accounts stehen in Verdacht, die Twitter-Sperre von Jones umgangen zu haben. Jones und seine Sendung "Infowars" sind seit knapp zwei Monaten beim Zwitscherdienst gesperrt, weil sie wiederholt gegen die Regeln des Netzwerks verstoßen haben. Zuvor hatten bereits Facebook, YouTube und andere Jones gesperrt.
time.com, turi2.de (Background)

Zitat: Caren Miosga plädiert für Zurückhaltung von Journalisten in sozialen Netzwerken.

"Ich muss nicht zu allem bei Twitter meinen Senf dazugeben. Für meinen Geschmack überschreiten dort manche Journalisten-Kollegen die Grenzen der professionellen Meinungsäußerung."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga reagiert in sozialen Netzwerken gern auf Menschen, die ein echtes Interesse haben. Von einigen Journalisten wünscht sie sich im Handelsblatt Wirtschaftsclub jedoch mehr Zurückhaltung.
handelsblatt.com