Gründer Travis Kalanick verkauft 90 % seiner Uber-Aktien.

Uber: Travis Kalanick, Gründer und bis 2017 Chef des Fahrvermittlers, hat im November nach dem Ende der Haltefrist nach dem Börsengang über 90 % seiner Anteile verkauft. Der Wert liegt bei rund 2,5 Mrd Dollar. Damit hält Kalanick mittlerweile nur noch etwa 0,5 % an Uber, beim Börsengang im Mai waren es noch gut 6 %. Im Frühjahr 2018 hatte Kalanick bereits Anteile im Wert von 1,4 Mrd Dollar an Softbank verkauft. Beobachter glauben, dass Kalanick das Geld überwiegend in sein neues Startup Cloud Kitchens steckt.
manager-magazin.de

Uber will mit einem neuen Vermittlungsmodell weiter in Deutschland aktiv sein.


Uberarbeitet Uber reagiert auf ein Gerichtsurteil aus der vergangenen Woche und ändert sein Vermittlungsmodell für Fahrten in Deutschland. Das Unternehmen arbeitet künftig nur noch mit einem Mietwagen-Anbieter, Safedriver, zusammen. Außerdem will Uber technisch sicherstellen, dass die Aufträge zunächst in dessen Zentrale und erst dann bei den Fahrern eingehen. Außerdem überwache das System, ob der Fahrer wie gefordert vor einem neuen Auftrag zumindest auf dem Rückweg zur Zentrale ist. Formal legt Safedriver als Generalunternehmer zudem die Preise fest. Für die Nutzer sollen sich keine großen Veränderungen ergeben.

Mit den Schritten will Uber das gegen den Dienstleister erwirkte Verbot umgehen. Uber selbst besitzt keine Mietwagenlizenz, Safedriver wohl. Die Firma gehört zum Teil Lutz Helmig, Gründer der Klinikgruppe Helios.
handelsblatt.com (Vermittlungsmodell), handelsblatt.com (Safedriver), turi2.de (Background)

Uber wehrt sich in London gegen den Lizenzentzug.

Uber geht gegen den Bescheid der Londoner Transportbehörde, die dem Fahrdienstleister die Lizenz entzog, in Berufung. Wegen einer IT-Sicherheitslücke sollen mehr als 40 Personen ihr Bild auf Profilen zugelassener Fahrer illegal hochladen haben. Bei den 14.000 nicht genehmigten Fahrten fehlte damit ein Versicherungsschutz. Uber wolle künftig eine Gesichtserkennungssoftware einsetzen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Uber verliert Lizenz in London.

Uber muss seine Fahrtdienste in London einstellen, beschließt die zuständige Nahverkehrsbehörde TfL. Sie werde die Lizenz nicht verlängern, nachdem Uber zuletzt mehrfach mit Verstößen, die die Sicherheit der Passagiere gefährdet hätten, aufgefallen sei. London ist der größte europäische Markt für Uber. Nach eigenen Angaben nutzen in der britischen Stadt 3,5 Mio Menschen die App, 40.000 Fahrer arbeiten hier für Uber.
manager-magazin.de

Uber erwägt, künftig Medikamente auszuliefern.

Uber will künftig auch verschreibungspflichtige Medikamente ausliefern, schreibt Rachel Kraus. Derzeit befindet sich das Unternehmen dazu in Gesprächen mit Analysten und Rechtsexperten. Bereits seit einiger Zeit bietet Uber in den USA mit Uber Health einen Fahrdienst für Arztbesuche für Patienten an. Uber will sich vom Taxi-Schreck zum Lieferdienst für Personen und Güter weiterentwickeln.
mashable.com

Uber will ins Werbegeschäft einsteigen.

Uber will bei seinem Essens-Bringdienst Uber Eats künftig Anzeigen verkaufen und sucht eine Führungskraft, um Anzeigenkunden zu gewinnen. Die konkreten Pläne sind nicht bekannt. Bisher gibt es für Restaurants lediglich die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, wenn sie Nutzern Rabatte einräumen. Uber ist mit seinem Essens-Lieferdienst insbesondere in Nordamerika aktiv. In Deutschland gibt es das Angebot derzeit nicht.
techcrunch.com via horizont.net

Uber testet den Betrieb in fünf Kleinstädten östlich von München.


Uberlandfahrt: Der Fahrvermittler Uber zieht aufs Land. Für drei Monate bietet Uber testweise Fahrten in den Gemeinden Kirchheim, Poing, Aschheim, Pliening und Feldkirchen östlich von München an. Nutzer können sich für den Pauschalpreis von 5 Euro auch in die Nachbarstädte fahren lassen. Nachts gibt es für 15 Euro zudem Transfers nach oder von München. Mit den Kampfpreisen will Uber möglichst viele Testkunden gewinnen: "Zum Start investieren wir dafür quasi in Marktforschung", sagt Deutschlandchef Christoph Weigler. Uber wolle verstehen "wie ein On-Demand-Fahrservice auch in weniger dicht besiedelten Regionen funktionieren kann."

Bisher ist Uber in sechs deutschen Großstädten aktiv. Weltweit gibt es Uber in rund 700 Städten. Das Projekt in der bayerischen Provinz ist für den Konzern weltweit Neuland. Kritik kommt vom Bundesverband Taxi. Er nennt den Versuch einen "Feigenblatt-Test fürs Image".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Das Landgericht Köln untersagt Uber X.

Uber muss erneut eine Niederlage vor einem deutschen Gericht einstecken. Das Landgericht Köln untersagt per einstweiliger Verfügung den Dienst Uber X, bei dem der US-Konzern Mietwagen samt Fahrer vermittelt. Aktuell verstoße das Angebot gegen das Personenbeförderungsgesetz, weil Fahrer Aufträge selbstständig annehmen können. Im Gegensatz zu Taxis dürfen Mietwagenfahrer aber nur Beförderungsaufträge annehmen, die am Sitz des Unternehmens eingegangen sind. Ein Kölner Taxisunternehmer hatte geklagt. Uber X ist derzeit das wichtigste Angebot des US-Unternehmens in Deutschland und ist der zweite Versuch, hier Fuß zu fassen. Das Angebot Uber Pop, bei dem Privatleute Fahrten anbieten musste Uber bereits einstellen.
handelsblatt.com

Uber übernimmt den Essenslieferdienst Cornershop.

Uber übernimmt für einen nicht genannten Preis die Mehrheit am Lebensmittel-Lieferdienst Cornershop. Cornershop ist derzeit in Mexiko, Kanada, Chile und Peru aktiv und liefert Nutzern Lebensmittel aus lokalen Geschäften. 2018 wollte Walmart das Startup für 225 Mio Dollar übernehmen, scheiterte aber am Veto der Kartellämter. Uber versucht sich seit einiger Zeit vielseitiger aufzustellen und nicht mehr nur Taxikonkurrent zu sein, sondern auch als Lieferdienst Kunden zu gewinnen, insbesondere mit Lebensmitteln.
nytimes.com

Zitat: Uber-Deutschland Christoph Weigler sieht beim Image Aufholbedarf.

"Man kann nicht einfach einen Mobilitätsdienst in San Francisco erfinden und ihn danach mal eben so in der ganzen Welt ausrollen."

Christoph Weigler, Deutschlandchef von Uber, sagt im "Horizont"-Interview, Mobilität sei ein lokales Geschäft. Wegen Fehlern in der Vergangenheit habe Uber beim Image Aufholbedarf.
horizont.net (Paid)


Aus dem Archiv von turi2.tv: "Das war ein Fehlstart" - Uber-Manager Christoph Weigler will auch Partner der Taxis sein. (4/2019)

Verkehrsministerium will Rückkehrpflicht für Uber & Co doch beibehalten.

Uber & Co sollen nach einer Fahrt auch künftig zu ihrem Firmensitz zurückkehren müssen, schreibt der "Focus". "Die Rückkehrpflicht für auftragslose Mietwagen bleibt erhalten", heißt es in einem Arbeitspapier von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Kommunen sollen jedoch Ausnahmen erlauben können. Ursprünglich war vorgesehen, die Rückkehrpflicht abzuschaffen, nach Protesten der Taxibranche macht Scheuer nun einen Rückzieher.
focus.de

Uber & Co müssen Fahrer in Kalifornien als Angestellte behandeln.

Kalifornien verpflichtet Fahrdienste wie Uber und Lyft dazu, ihre Fahrer als Angestellte zu behandeln, statt wie bisher als Selbständige. Das neue Gesetz gilt für alle Jobs, bei denen der Arbeitgeber die Kontrolle hat. Erfolgreich dagegen war die Lobbyarbeit der kalifornischen Verlage: Zeitungsboten sind von der Regelung ausgenommen.
cnet.com, nytimes.com, talkingbiznews.com (Zeitungsboten)

Fahrer von Uber und Lyft demonstrieren für mehr Rechte.

Fahrdienste: Hunderte Fahrer von Uber und Lyft haben am Dienstag für ein Gesetz demonstriert, dass es den Unternehmen erschweren soll, Fahrer als selbstständige Unternehmer zu klassifizieren. Stattdessen sollen ihnen in vielen Fällen Lohnzahlungen im Krankheitsfall und eine Arbeitslosenversicherung zustehen. Über das Gesetz berät derzeit der Senat des US-Staates Kalifornien.
theverge.com

Uber expandiert in Westafrika und plant Bootsservice in Nigeria.

Uber will an der Elfenbeinküste und im Senegal expandieren. Der Taxischreck überlegt außerdem, in der nigerianischen Metropole Lagos einen Bootsservice anzubieten. Erste Wasser-Erfahrungen sammelt Uber derzeit in Mumbai. In vielen afrikanischen Ländern besitzen nur wenige Menschen Autos und der ÖPNV ist kaum ausgebaut. Abgesehen von Nigeria und Ghana ist Westafrika aber bisher kaum Uber-erschlossen.
businessinsider.com

Uber-Chef wechselt Marketing- und Operativchef aus.

Uber trennt sich von Operativchef Barney Harford und Marketing-Chefin Rebecca Messina. Uber-Chef Dara Khosrowshahi wolle sich stärker selbst um das Kerngeschäft kümmern. Lobby- und PR-Chefin Jill Hazelbaker übernimmt das Marketing zusätzlich. Andrew Macdonald, bisher für das Auslandsgeschäft verantwortlich, wird neuer Operativchef. Beide gelten als enge Vertraute von Khosrowshahi.
bloomberg.com

Zitat: Dara Khosrowshahi will mit Uber auch in ländliche Regionen vordringen.

"Wir werden die Erträge, die wir in den Städten erwirtschaften, zum Ausbau des Angebots in den ländlichen Regionen einsetzen."

Uber-Chef Dara Khosrowshahi will auch die Menschen auf dem Land von A nach B bringen. Diese fühlten sich von "den Errungenschaften des digitalen Zeitalters" ausgegrenzt, weshalb Populisten auf dem Land mehr Zuspruch erhielten, sagt er im "Handelsblatt"-Interview.
handelsblatt.com (Paid)