Basta: Versandhauskönig thront über dem Berliner Stadtschloss.

Otto findet es gut: Das Berliner Stadtschloss ist mit einem Kreuz bekrönt, das eine nicht ganz so historische Inschrift trägt. Die Versandhauserbin Inga Maren Otto hat das Kreuz mit ihrer Spende von 1 Mio maßgeblich finanziert und verewigt ihre Liebe zum 2011 verstorben Ehemann Werner A. Otto mit einer Gravur. Über Berlin thront damit wieder ein König - ein Versandhauskönig.
sueddeutsche.de

Hör-Tipp: Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sieht ohne Impfstoff keine Events.

Hör-Tipp: Eventim verkauft derzeit täglich im Schnitt 10.000 Tickets, sagt Chef Klaus-Peter Schulenberg im "stern"-Podcast "Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise". Dies sei ein Bruchteil vom Normalgeschäft, zeige aber, dass die Menschen wieder Hoffnung auf Events in 2021 schöpften. Erst mit einem Impfstoff könne es wieder Veranstaltungen geben, "da werden wir noch einige Zeit warten müssen", sagt Schulenberg.
stern.de (33-Min-Audio)

Tui und Boeing einigen sich beim Pannenflieger 737 Max auf Schadenersatz.

Tui bekommt von Boeing "einen erheblichen Teil des Schadens" zurück, der vom Pannenflieger 737 Max ausgelöst wurde, schreibt die "FAZ". Eine genaue Summe nennen die Unternehmen nicht. Nach Abstürzen in Indonesien und Äthiopien verhängten die Behörden ein Flugverbot für die Flugzeugreihe. Tui hatte 61 Flugzeuge bestellt, 15 davon waren bereits im Einsatz. Laut Tui liegt der Schaden aufgrund eingesetzter Ersatzflugzeuge bei 293 Mio Euro.
faz.net

DSGVO: Datenschutz-Sünder zahlen bisher 26 Mio Euro Bußgeld.

DSGVO: Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 26 Mio Euro sind bisher in Deutschland von den Datenschutzbehörden verhängt worden, zitiert die "Welt" aus der Zweijahresbilanz der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing. Die Immobilienfirma Deutsche Wohnen (14,5 Mio Euro) und der Telekommunikationskonzern 1&1 (9,55 Mio Euro) zahlten bisher die höchsten Strafen.
welt.de (Paid)

SpaceX-Rakete dockt erfolgreich an Raumstation ISS an.

SpaceX hat am Sonntagnachmittag (MESZ) erfolgreich an der ISS angedockt - als erstes privates Unternehmen mit einer bemannten Rakete. Die beiden US-Astronauten sollen rund einen Monat an Bord bleiben. SpaceX-Chef Elon Musk hatte nach dem Start am Samstag gesagt, dass dies "hoffentlich der erste Schritt auf dem Weg zu Zivilisation auf dem Mars" wird.
t-online.de, twitter.com, turi2.de (Background)

“mm”: Bei SAP sorgte ein “Young Boys’ Club” für Jennifer Morgans Scheitern.

Jen ohne Fortune: Jennifer Morgan, die "allseits beliebte", von den 100.000 SAP-Mitarbeitern nur "Jen" genannte und für kurze Zeit als weibliches Vorbild gefeierte SAP-Co-Chefin, ist an falschen Schwerpunkten, Fehlern im Marketing und an einem "Young Boys‘ Club" aus Männern aus der Gegend von Walldorf gescheitert. Zu diesem Ergebnis kommt die Tech-Redakteurin Eva Müller, nachdem sie fürs "manager magazin" bei SAP recherchiert und mit CEO Christian Klein gesprochen hat.

Als Grund für Morgans Scheitern wird auch ein Fehler im Marketing ausgemacht: Die millionenschwere PR-Kooperation mit Arianna Huffington sei "überflüssig" gewesen, Morgan habe die einflussreiche SAP-Anwendergemeinschaft DSAG "als unwichtig angesehen" und sich letztlich zu sehr auf "scheinbar unstrittige Themen wie zeitgemäßen Führungsstil oder Diversität kapriziert". Derweil habe Klein mit Rückendeckung der SAP-Gründerväter Hasso Plattner, 76, und Dietmar Hopp, 80, einen Strategieschwenk "zurück zu den alten Tugenden Walldorfer Prägung" vollzogen.

Bodenständigkeit, zufriedene Kunden und einheitliches Software-Design seien wieder wichtiger als die "Highflyer-Visionen" des früheren SAP-Chefes Bill McDermott. Morgan sei letztlich im Richtungskampf zwischen der "himmelstürmenden Cloud-Fraktion", für den sie mit McDermott stand, und dem "bedächtigeren traditionellen Kern von SAP" unterlegen.
manager-magazin.de (Paid)

Wie geht’s Post und DHL, Monika Schaller?


Krisen-Logistik: "Wenn die zweite Welle kommt, sind wir heute deutlich besser vorbereitet." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Monika Schaller, dass Deutsche Post und DHL aus der Corona-Krise viel gelernt haben. Vor allem die Bedeutung der Logistik habe sich gezeigt, sagt die Leiterin der Unternehmenskommunikation: "Wir hatten die Aufgabe, dabei zu helfen, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, Lieferketten zu sichern, Schutzausrüstung, Medikamente zu transportieren." Die Nachfrage sei so groß gewesen, dass der Konzern in der Krise 4.000 neue Mitarbeiter*innen eingestellt hat.

Dass Post- und DHL-Beschäftigte, anders als medizinisches Personal und Supermarkt-Mitarbeiter*innen nicht als Alltags-Held*innen gefeiert wurden, stört Schaller nicht. "Wir persönlich empfinden natürlich unsere Kollegen, die Postboten und die Paketzusteller als unsere persönlichen Helden", sagt Schaller. Sie wolle mit niemandem streiten, "welcher Held größer ist". Vielmehr sieht sie, dass "wirklich ein Zusammenhalt entstanden ist".

Die jetzt wichtigen Kommunikations-Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Europa sind schon vor Corona dagewesen, sagt Schaller, sie wurden in der Krise aber beschleunigt. Mit Blick auf ihre eigene Abteilung freut sich die Kommunikatorin, die im Normalfall sehr gerne ins Büro geht, wie gut das Arbeiten von Zuhause funktioniert und dass in der Krise neue Veranstaltungsformate als Hybrid entstehen: teils virtuell, teils mit Präsenz.
turi2.tv (7-Min-Video auf YouTube)

“Spiegel”: Bundesregierung und EU einigen sich beim Streit um die Lufthansa.

Lufthansa-Rettung: Die Bundesregierung und die EU einigen sich offenbar auf einen Kompromiss, schreibt der "Spiegel". Demnach muss die Lufthansa acht Flugzeuge und deren 24 Start- und Landerechte in München und Frankfurt abtreten, nicht wie zuletzt gefordert zwölf. Die Einigung würde allerdings noch nicht automatisch bedeuten, dass die EU-Wettbewerbsbehörde der Staatshilfe zustimmt.
spiegel.de, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Die Berliner Beauftrage für Datenschutz prüft Zalando.

Zalando muss sich einer Prüfung seiner Systeme Zalos und Zafeto stellen, mit denen der Konzern die Abläufe in seinen Logistikzentren steuert. Die Berliner Beauftragte für Datenschutz leitet ein Prüfverfahren ein, weil die Systeme womöglich zu viele Daten über die Belegschaft erfassen, u.a. wie viele Artikel Mitarbeiter*innen abarbeiten. Business Insider berichtet über zahlreiche Arbeitskräfte, die sich durch die Systeme stark kontrolliert fühlen.
businessinsider.de

VW investiert rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China.

VW will rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China investieren. Rund die Hälfte fließt in das Joint-Venture JAC Volkswagen. Dafür erhält VW 50 % an JAC-Mutter JAG und stockt die Beteiligung an JAC Volkswagen von 50 auf 75 % auf. Die zweite Milliarde fließt in den Batteriehersteller Gotion High-Tech, bei dem VW dann 26 % hält und zum größten Anteilseigner aufsteigt.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

IG Metall wirft VW-Chef Diess Versagen in der Krise vor und fordert Erklärung.

Volkswagen: Vorstandschef Herbert Diess (Foto) musste sich am Abend vor dem Aufsichtsrat verantworten und die Produktionsprobleme beim Golf 8 erklären. Eine von manchen erwartete Eskalation blieb aus. Zuvor hatte die IG Metall Diess in einem offenen Brief Versagen in der Krisenbewältigung und der öffentlichen Darstellung des Konzerns vorgeworfen, zuletzt bei der Reaktion auf die rassistische VW-Werbung. Die ganze Belegschaft leide "jeden Tag unter dem Verlust des Ansehens" von VW, manche würde ihren Arbeitgeber inzwischen sogar verleugnen.
handelsblatt.com (Brief), handelsblatt.com (Aufsichtsrat), waz-online.de (Paid)

Zahl des Tages: Bahn fordert Schadenersatz von LKW-Herstellern.

Zahl des Tages: Auf 385 Mio Euro Schaden­erssatz verklagt die Deutsche Bahn die größten europäischen LKW-Hersteller wegen angeblich überhöhter Preise infolge eines Kartells. Die Bahn hat extra eine Inkasso-Tochter gegründet und sich die Ansprüche der anderen Kläger, u.a. die Bundeswehr und rund 200 Speditions­firmen, abtreten lassen. Das Landgericht München hat Bedenken, ob die Klage begründet ist.
wiwo.de

Parship-CEO Tim Schiffers über unfreiwilliges Home Office und Werbung im Lockdown.


Liebesdienst mit Abstandsregeln: "Wir waren keine Firma, die für New Work an vorderster Front stand." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Parship-CEO Tim Schiffers über die anfangs eher unfreiwillige Nachhilfe in Sachen Home Office, die sein Unternehmen durch die Corona-Krise erhalten hat. Seit Mitte März arbeiteten alle Mitarbeiter*innen von zuhause aus, gerade werde diskutiert, wie und wann zumindest Teile der Belegschaft in die Büros zurückkehren sollen. Auch wenn er von der Produktivität seines Teams in der Situation "extrem positiv überrascht" sei, kann sich Schiffers mit einer dauerhaften Home-Office-Lösung für alle, wie es sich etwa Facebook für seine Beschäftigten wünscht, nicht anfreunden.

Genug zu tun hatten Schiffers Mitarbeiter*innen in den letzten Monaten offenbar: Die Registrierungen und Aktivitäten auf den Parship-Angeboten hätten sich nach einem kurzen Rückgang zu Beginn der Pandemie "ganz eindeutig positiv" entwickelt, so der Geschäftsführer. Das Unternehmen, bekannt für seine Werbeplakate mit schönen Menschen auf rotem Grund, die sich angeblich alle elf Minuten ineinander verlieben, sei "weiterhin sehr stark werblich aktiv". Vom kleineren Wettbewerbsumfeld habe Parship profitiert und etwa im Fernsehen günstige Werbeplätze eingekauft.

Im März wurde bekannt, dass die Parship-Gruppe durch die Übernahme des US-Entertainment-Anbieters The Meet Group u.a. den Konkurrenz-Dienst Lovoo aus Dresden unter das eigene Dach holen möchte. Schiffers spricht auch darüber, wie sich das Geschäft mit kurz- und langfristigen Liebes-Absichten in dieser Konstellation künftig nebeneinander entwickeln könnte. Er hoffe, dass aus den Lovoo-Nutzer*innen von heute die Parship-Nutzer*innen von morgen werden.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Background), turi2.de (Dating in der Corona-Krise)

Kanada: Verfahren gegen die Huawei-Finanzchefin wird nicht eingestellt.

Huawei: Finanzchefin Meng Wanzhou verliert in Vancouver den Rechtsstreit um ihre Auslieferung in die USA. Die Richterin weist ihren Antrag auf eine Einstellung des Verfahrens ab. Die Betrugsvorwürfe der USA gegen Wanzhou erfüllten auch in Kanada einen Straftatbestand. Meng war Ende 2018 festgenommen worden und steht unter Hausarrest. Die US-Justiz wirft ihr vor, das US-Handelsembargo gegen Iran verletzt zu haben.
zeit.de, turi2.de (Background)

VW-Chef Herbert Diess scheitert mit Wunsch nach vorzeitiger Vertragsverlängerung.

Volkswagen: Konzernchef Herbert Diess ist damit gescheitert, seinen Vertrag vorzeitig bis 2025 verlängern zu lassen, berichtet das "manager magazin". Er habe einen neuen Vertrag als Gegenleistung dafür verlangt, dass er der Einstellung eines Verfahrens gegen ihn im Zuge des Dieselskandals zugestimmt hat. Der Aufsichtsrat und die Großaktionäre Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch hätten den Wunsch von Diess abgelehnt.
manager-magazin.de (Paid), manager-magazin.de (Kurzfassung), turi2.de (Background)

Ryanair will rechtlich gegen Lufthansa-Rettungspaket vorgehen.

Ryanair kündigt an, Beschwerde gegen das staatliche Rettungspaket für die Lufthansa in Höhe von 9 Mrd Euro einzulegen. Michael O'Leary, Chef des Billigfliegers, fürchtet, dass die staatliche Hilfe zu Wettbewerbsverzerrungen führen wird, weil die Lufthansa dadurch günstigere Tickets anbieten kann. Der Unternehmer sieht in dem Paket das "jüngste Beispiel illegaler staatlicher Beihilfen".
faz.net

Startup-Unternehmerin Verena Pausder startet Kampagne für Elternzeit im Vorstand.

Elternzeit und Mutterschutz soll Firmen-Vorständ*innen nicht mehr dazu zwingen, ihr Mandat niederzulegen, fordert Startup-Unternehmerin Verena Pausder. Ihre Initiative #stayonboard, die heute startet, fordert eine Änderung der Aktien-Gesetze. Diese sehen eine automatische Wiederaufnahme eines Mandats, etwa nach einer Pause wegen der Geburt eines Kindes, nicht vor. Westwing-Gründerin Delia Lachance musste deshalb im März von ihrem Vorstandsposten zurücktreten.
linkedin.com, stayonboard.org, spiegel.de

Eurowings baut 300 Stellen in der Verwaltung ab.

Eurowings will rund 300 von derzeit rund 1.000 Jobs in der Verwaltung streichen. Durch die Sparmaßnahme will die Lufthansa-Tochter ihre Konzernmutter dabei unterstützen, die Mrd-Staatshilfen schnell zurückzahlen zu können, so Geschäftsführer Jens Bischof. Außerdem plane die Airline, die Flotte zu verkleinern: 2021 sollen statt 139 Fliegern nur "gut 90" unterwegs sein.
handelsblatt.com

Deutsche Post testet mehr als 10.000 Beschäftigte vorsorglich auf Corona.

Deutsche Post will als erster deutscher Konzern Personal ohne konkreten Anlass auf das Coronavirus testen, sagt Vorstandsmitglied Tobias Meyer in der "Rheinischen Post". Bei der "prophylaktischen Teststrategie" werden freiwillig über 10.000 Beschäftigte vorsorglich untersucht, "vor allem in größeren Betriebsstätten" wie in Paket- und Briefverteilzentren.
rp-online.de (Paid) via afp.com

Bundesgerichtshof: VW-Kunden haben Anspruch auf Schadensersatz.

Dieselskandal: Käufer manipulierter Autos haben grundsätzlich einen Anspruch auf Schadensersatz, urteilt der Bundesgerichtshof. Kunden könnten ihr Fahrzeug zurückgeben und den Kaufpreis teilweise zurückverlangen. Sie müssten die Nutzung des Wagens allerdings anrechnen. Damit bestätigt der BGH in einem konkreten Fall ein Urteil aus der Vorinstanz, gibt damit aber eine wichtige Richtschnur für die rund 60.000 Klagen, deren Urteile noch ausstehen. VW hatte bislang bestritten, dass den Fahrern überhaupt ein Schaden entstanden sei.
spiegel.de

Der Insolvenzverwalter von Thomas Middelhoff hat bisher 14 Mio Euro sichergestellt.

Restschuld­befreiung: Der Insolvenzverwalter Thorsten Fuest hat 14 Mio Euro für die Tilgung der Schulden des ehemaligen Bertelsmann- und Arcandor-Chefs Thomas Middelhoff (Foto) sichergestellt, schreibt Bernhard Hertlein. Die anerkannten Forderungen liegen bei 80 Mio Euro, Anfang Juli tritt für Middelhoffs Restschulden von 66 Mio Euro jedoch die Restschuldbefreiung in Kraft. Sprich: Für die Gläubiger ist das Geld dann ein für alle mal futsch.
westfalen-blatt.de

Korrektur: In einer früheren Fassung dieser Meldung hatten wir den Namen des Insolvenzverwalters Thorsten Fuest mit einem Profil des Anwalts Thorsten Fust verlinkt, der mit dem Fall Middelhoff jedoch nicht befasst ist.

Deutsche Autohersteller wollen zu Software-Konzernen werden.

Autohersteller in Deutschland fürchten die Konkurrenz von Tesla und Google im Software-Markt, schreiben Franz Hubik, Martin Murphy und Markus Fasse. Die Software von Fahrzeugen werde in Zukunft das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, Tesla habe hier Vorsprung, Google dränge als Frenemy auf den Markt. Daimler, BMW und VW fahren dabei trotz gleichem Ziel unterschiedliche Routen. Während Daimler künftig mit Zusatz-Apps Geld verdienen will, versucht VW seine Software auch anderen Unternehmen anzubieten.
handelsblatt.com

“Spiegel”: Bahn-App warnt künftig vor vollen Zügen.

Deutsche Bahn will mittels App und Buchungs­system die Auslastung der Züge steuern, schreibt der "Spiegel". Fahrgäste bekommen bald einen Warnhinweis angezeigt, wenn ein Zug zu 50 % oder mehr belegt ist. Steigen die Reservierungen dennoch, verhindert das System weitere Buchungen. Einsteigen können Passagiere mit Fahrkarte dennoch. Die Bahn hat sich bewusst gegen eine Reservierungspflicht entschieden.
spiegel.de

Lese-Tipp: Öffnung des Europaparks dient als Vorbild für Freizeitparks in aller Welt.

Lese-Tipp: Der Europapark, Deutschlands größter Freizeitpark, will Ende Mai wieder öffnen - Parks in aller Welt blicken gespannt nach Rust, schreibt das "Handelsblatt". Mittels App können sich die Gäste virtuell anstellen, um Warteschlangen zu vermeiden. Gründer Roland Mack bangt um sein Lebenswerk, Zuversicht gebe ihm, dass bereits 2,5 Mio Tickets vorbestellt wurden. Mack sei ein "kampferprobtes Stehaufmännchen", dessen skurrilstes Fahrgeschäft derzeit die "Achterbahn der Gefühle" ist.
handelsblatt.com

Die Suche nach einem Google-Killer aus Europa geht weiter.

Offene Suche: Die Open Search Foundation will Google eine europäische, nicht kommerzielle Alternative entgegensetzen. Rechenzentren von Unis und Forschungseinrichtungen sollen sich dafür zusammenschließen. Die Initiative hofft auf finanzielle Unterstützung der Politik in Millionenhöhe. Mit einem ähnlichen Manöver sind andere Projekte, darunter Burdas Cliqz, schon gescheitert: Sie konnten sich keine nennenswerten Marktanteile sichern.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Der ehemalige SAP-Chef hat null Bock auf Rente.

"Ich werde nie in Rente gehen. Wie man beim Militär sagt: Ich sterbe in meinen Stiefeln."

Bill McDermott, ehemaliger SAP-Boss, jetzt CEO beim US-Cloud-Anbieter Service Now, erklärt der "Süddeutschen" seine Arbeitsmentalität. Nach dem Unfall, bei dem er 2015 sein linkes Auge verlor, sei ihm klar geworden, dass er eine "höhere Aufgabe in dieser Welt" habe.
"Süddeutsche", S. 15 (Paid)

Nach rassistischem Werbespot: VW-Betriebsrat vermutet Fehler nicht nur bei Agentur.

VW-Betriebsrat sagt, dass bei der Veröffentlichung des rassistischen Instagram-Werbevideos "ganz offensichtlich auch VW-intern Fehler passiert sind". Deshalb sei es "mehr als irritierend, dass einzelne Unternehmensvertreter bereits jetzt öffentlich der beteiligten Agentur eine Schuld zuweisen." Mit einer geforderten Aufklärung des Vorfalls habe die Konzernrevision inzwischen begonnen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Startups könnten die Krise besser überstehen als befürchtet.

Startups kommen dank teils gut gefüllter Kassen und anlaufender staatlicher Hilfsüberweisungen bisher besser durch die Krise als gedacht, schreibt Christoph Kapalschinski. Der Markt für Startup-Investments sei vor der Krise "überhitzt" gewesen. "Jetzt bereitet er sich auf eine neue Normalität vor, zitiert Kapalschinski einen Partner der Beratungsgsfirma EY.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Nur 27 Frauen sitzen in Dax-Vorständen.

Zahl des Tages: Gerade einmal 27 Frauen besetzen die insgesamt 190 Vorstands-Posten der Dax-Unternehmen. Das sind – wie schon im Jahr 2018 – rund 14 %, rechnen die Personalberater*innen von Russell Reynolds Associates vor. Frauen sind im Schnitt etwas jünger als ihre Vorstandskollegen, sind im Vergleich aber durchschnittlich kürzer im Amt. Seit dem Abgang von Jennifer Morgan bei SAP gibt es im Dax keine Vorstandschefin mehr.
faz.net, turi2.de (Background)

Basta: In Neuseeland nehmen Roboter jetzt Schäferhunden die Jobs weg.

Ganz kalte Schnauze: Die US-Robotik-Firma Boston Dynamics schickt seinen vierbeinigen Roboter auf die Weide. In Neuseeland darf er jetzt – in Kooperation mit der Software-Bude Rocos – Schafe hüten. Die Vorteile gegenüber einem echten Hund: Er hört immer aufs Wort und fängt im Regen nicht an zu müffeln. An Knuddeligkeit fehlt es der Maschine aber noch. Der Schoßhund bleibt bis auf Weiteres aus Fleisch und Fell.
businessinsider.com

Ökonom und Nobelpreisträger Oliver Williamson, 87, ist tot.

Oliver Williamson, Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger, ist tot. Der 87-jährige Professor starb am Donnerstag im kalifornischen Berkeley. Seine Arbeiten zur Frage, warum Unternehmen entstehen, machten ihn bekannt. Auf dem Gebiet der Institutionen-Ökonomik erforschte er das Zusammenspiel von Märkten und Organisationen. 2009 erhielt Williamson gemeinsam mit Elinor Ostrom den Wirtschaftsnobelpreis.
faz.net, newsroom.haas.berkeley.edu

Zitat: Peter Altmaier will Lufthansa schnell wieder sich selbst überlassen.

"Der Staat wird sich so schnell wie möglich wieder zurückziehen, damit die Lufthansa dann alleine zurechtkommt."

Wirtschaftsminister Peter Altmaier spricht im Interview mit der "Saarbrücker Zeitung" von einer vorübergehenden Staatsbeteiligung an der Lufthansa. Von der Idee, einen Einstieg an Umwelt-Vorgaben zu knüpfen, halte er nichts, weil dann "die Grenze zum staatsgelenkten Konzern sehr schnell" verschwimme.
manager-magazin.de, saarbrücker-zeitung.de (Paid)

Aus dem Archiv: Peter Altmaier wirbt für eine Super-Mediathek (2018).

Mein Homescreen: Yoram Roth.


Yoram Roth, Fotokünstler, Mit-Eigentümer der Stadtmagazine Zitty und Tip Berlin und des Berliner Lokals Clärchens Ballhaus, lässt sich von den roten Benachrichtigungs-Punkten über den Bildschirm seines iPhones leiten. Tagsüber testet er eine neue Foto-App für “Tip Berlin”, nachts produziert er Techno-Tracks. Zwischendurch hält er sein ADHS mit virtuellen Puzzles im Zaum. Weiterlesen …

“Spiegel”: Klatten, Quandt und Seeler waren an Briefkastenfirmen auf den Bahamas beteiligt.


Doppelpass in die Steueroase: Uwe Seeler und seine Frau Ilka waren mit weiteren Sportgrößen an einer Briefkastenfirma auf den Bahamas beteiligt, berichtet der "Spiegel". Auch die BMW-Hauptaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt unterhielten von 1985 bis 2005 jeweils eine solche Firma in der Steueroase. Ein Sprecher der Familie Quandt erklärt, die Gründung gehe auf eine Initiative von Vater Herbert Quandt zurück, der aus Angst vor einer Eskalation des Kalten Kriegs einen "Notgroschen" in zweistelliger Mio-Höhe auf den Bahamas hinterlegt habe. Die Familie von Uwe Seeler, der nach einem Unfall gerade im Krankenhaus weilt, hat dem "Spiegel" keine Auskunft über die Hintergründe der Firma mitgeteilt, ebenso wenig wie die daran ebenfalls Beteiligten, der frühere Fußball-Nationalspieler Max Lorenz, und der Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf.

Für seinen Bericht bezieht sich der "Spiegel" auf rund eine Mio vertrauliche Dokumente aus dem Firmenregister der Bahamas, welche die Zeitschrift von der Aktivistengruppe Distributed Denial of Secrets zugespielt bekommen hat. An der Recherche waren auch das Netzwerk European Investigative Collaborations und die Henri-Nannen-Journalistenschule beteiligt.
spiegel.de (Paid)

“Handelsblatt”: Lufthansa-Rettung stockt.

Lufthansa-Rettung durch die Bundesregierung gerät ins Stocken, berichtet das "Handelsblatt". Grund seien neue Forderungen der Politik, wonach die Airline alle bei Airbus bestellten Flugzeuge auch abnehmen müsse. Dafür würden 5 Mrd Euro in drei bis vier Jahren fällig werden. Eine Sanierung sei damit "faktisch unmöglich". Eine für heute geplante Aufsichtsratssitzung wurde auf Montag verschoben – am Wochenende soll weiter verhandelt werden.
handelsblatt.com

“Spiegel”: Bund erwägt Kaufprämie für PKW mit CO2-Ausstoss von maximal 140 g/km.

PKW-Kaufprämie soll kommen, berichtet der "Spiegel". Zwischen der Regierung und der Autoindustrie bahne sich eine Einigung an, die eine Gesamtfördersumme von 2,5 Mrd Euro vorsieht. Im Gespräch seien Kaufprämien von bis zu 4.000 Euro, wovon die Regierung die Hälfte dazugebe. Die Förderung soll für Autos gelten, die maximal 140 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen - etwa dem Durchschnitt von 2012. Der EU-Flottengrenzwert liegt bei 95 Gramm. Finanzminister Olaf Scholz plädiert laut "Spiegel" für einen Wert von 110 Gramm, die Autohersteller wollen jedoch 140 Gramm, da so auch renditenstarke Modelle wie die BMW 5er und die E-Klasse von Mercedes gefördert würden
spiegel.de

Social Shopping: Instagram Live ist der Nachfolger von QVC.

Instagram und Facebook bieten mit ihren Live-Funktionen neue Verkaufskanäle für Unternehmen, schreiben Larissa Holzki und Florian Kolf über das Phänomen "Social Shopping". Damit machen sie ihren Vorgängern, Teleshopping-Sendern wie QVC oder HSE24, zunehmend Konkurrenz. Um gegenzuhalten, lässt etwa QVC seine Kund*innen per WhatsApp mit dem Studio-Team chatten.
handelsblatt.com

Apple und Google geben Schnittstelle für Corona-App frei.

Tracing-Apps für Corona-Kontakte können jetzt auf die Schnittstelle von Apple und Google zurückgreifen. Die Konzerne haben sie am Mittwoch veröffentlicht. Gesundheitsbehörden sollen die Technik weltweit nutzen, um damit Corona-Apps zu entwickeln und sie zur Freigabe in die App-Stores von Google und Apple zu stellen. In Deutschland arbeiten Telekom und SAP an der Corona-Warn-App. Sie soll Mitte Juni fertig sein.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)