Zitat: Porsche-Chef Oliver Blume ist von Tesla beeindruckt – fährt aber eine andere Strategie.

"Ich finde die Entwicklung von Tesla beeindruckend. Elon Musk ist ein cooler Typ und toller Unternehmer."

Porsche-Chef Oliver Blume verneigt sich im "Handelsblatt"-Interview ein bisschen vor der US-Konkurrenz, legt aber Wert darauf, dass Porsche auch bei der E-Mobilität mit "Exklusivität und kleineren Stückzahlen" eine andere Strategie verfolgt.
handelsblatt.com (Paid)

Willkommen im Club: Wybcke Meier.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: TUI-Cruises-Chefin Wybcke Meier lenkt den Kreuzfahrtriesen durch die derzeit rauen Gewässer der Tourismusbranche. Meier ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Christoph Schwennicke, Hans-Christian Schwingen und Franziska von Lewinski.
turi2.de/koepfe (Profil Meier)

“Handelsblatt”: Der 1. FC Köln bittet um Staatshilfen.


Viva Coronia: Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat Staatshilfe beim Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes beantragt, schreibt das "Handelsblatt" und beruft sich auf Informationen von "mehreren mit der Sache betrauten Personen". So soll der derzeitige Tabellen-Sechszehnte beim WSF angefragt haben, welche Hilfen für ihn infrage kämen und unter anderem über eine Bürgschaft in Höhe von 10 Mio Euro gesprochen haben.

Laut "Handelsblatt" hat das Bundeswirtschaftsministerium den FC an das Land Nordrhein-Westfalen verwiesen. Der Verein wiederum erklärt, er habe sich mit dem WSF beschäftigt, beabsichtige aber nicht, ihn in Anspruch zu nehmen. Das Land NRW hat bislang keine Stellungnahme abgegeben. Im November hatte der 1. FC Köln für die laufende Saison einen Umsatzverlust von mindestens 40 Mio Euro vorhergesagt. (Foto: Defodi / Imago Images)
handelsblatt.com (Paid)

Essenslieferdienst Wolt sammelt 440 Mio Euro für die Expansion in Deutschland.

Wolt bekommt frisches Geld für den Ausbau des Deutschland-Geschäfts. Der Essenslieferdienst aus Finnland erhält von mehreren Finanzinvestoren insgesamt 440 Mio Euro. Hauptinvestor ist Iconic Growth aus den USA. Auch KKR steigt nun bei Wolt ein. Wolt ist in 23 Ländern, meist mit eigenen Fahrer*innen, aktiv. In Deutschland liefert der Dienst in Berlin und seit Kurzem auch in München und Frankfurt Speisen aus.
handelsblatt.com

Merck stoppt sein Corona-Impfstoff-Projekt.

Merck und das das französische Pasteur-Institut geben ihre Arbeit an einem Corona-Impfstoff auf. Erste Test bei zwei möglichen Präparaten hätten eine zu geringe Wirksamkeit ergeben, schreiben die Firmen. Ein Impfstoff sollte auf einer neuartigen Technik mit Viren basieren, der andere wäre ein klassischer Vektorimpfstoff gewesen. Die Rückschläge zeigen, dass die Arbeit an einem Corona-Impfstoff trotz mittlerweile mehren zugelassenen Präparaten herausfordernd ist.
spiegel.de

Zahl des Tages: SpaceX-Rakete bringt Rekordzahl von 143 Satelliten ins All.

Zahl des Tages: Stattliche 143 Satelliten schießt Space X am Sonntag mit einem einzigen Raumflug in den Orbit - ein Rekordwert. Erstmals kombiniert das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk dabei Aufträge verschiedener Kunden, um seine Rakete auszulasten. Auch 10 Satelliten des firmeneigenen Starlink-Netzwerkes sind an Bord.
techcrunch.com, welt.de (Paid)

Zitat: Joe Kaeser blickt mit Sorge auf die Weltlage.

"Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte es in zehn Jahren für die Welt wichtiger sein, wer Chef von Facebook wird, als wer zum US-Präsidenten gewählt wird."

Der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass die großen Plattformen nur wenig gesellschaftlichen Nutzen bringen, aber ungeheure Macht haben. Er fordert von der Politik "einen Ordnungsrahmen für die Gewaltenteilung neuer Prägung."
"Handelsblatt", S.4-7 (Paid)

Weitere Zitate:

Joe Kaeser über das "Geschäftsmodell Aktivismus":

"Wer nur kritisiert, sich aber nicht an der Lösung beteiligen will, verwirkt das moralische Recht, dauerhaft Sachverhalte anzuprangern."

... über seinen persönlichen Einsatz beim Thema Kohlekraftwerk Adani:

"Ein Vorstandsvorsitzender ist für alles im Unternehmen verantwortlich, auch wenn er nicht für jedes Ressort zuständig ist."

... über seinen Wunsch nach einem "integrativen Kapitalismus":

"Der Kasino-Kapitalismus ist zu weit gegangen."

Lese-Tipp: So arbeitet eine Alibi-Agentur.

Die Lügen der anderen: Alibis und Ausreden für jede Gelegenheit bietet die Bremer Agentur Alibi-Profi – Radio Bremen porträtiert den Gründer Stefan Eiben. Gegen Geld bekommen Pornodarstellerinnen einen Alibi-Zweitjob, Arbeitslose verheimlichen ihren Jobverlust und Verheiratete ihr Doppelleben. Unmoralisch findet Eiben das nicht, solange keine Gesetze gebrochen werden. Das Problem sei die Gesellschaft, die viele Menschen in die Enge dränge, sagen Agentur-Mitarbeiter.
tagesschau.de, alibi-profi.de (Agentur-Website)

Touchscreen-Probleme: Kraftfahrtbundesamt prüft Tesla-Modelle auch in Deutschland.

Reif für die Werkstatt: Das Kraftfahrt-Bundesamt hat eine Prüfung von Tesla eingeleitet, meldet die "Bild am Sonntag". Die Behörde habe bei verschiedenen Modellen Sicherheitsbedenken durch die großen, in der Mittelkonsole verbauten Touchscreens – und daher das Unternehmen aufgefordert, Informationen darüber herauszugeben. Die US-Straßenbehörde NHTSA hatte mehr als 150.000 Autos der Marke in den USA deshalb kürzlich zurückgerufen: Wegen Chip-Problemen könnte der Bildschirm ausfallen.
bild.de (Paid)

turi2 edition #13: Katja van Doren über Führung und Fridays for Future.


Unter Strom: Katja van Doren ist Finanz- und Personal-Vorständin von RWE Generation, der RWE-Tochter für konventionelle Stromerzeugung. Im Interview mit Heike Turi für die turi2 edition #13 spricht sie über Führung, Frauen, Fridays for Future und ihre gar nicht konventionelle Karriere: Seit 1999 erklimmt sie bei RWE eine Karriere-Stufe nach der anderen. Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. (Fotos: Selina Pfrüner für turi2) Weiterlesen …

Zitat: Mobilfunkdaten sollten gegen Corona genutzt werden, sagt Hannes Ametsreiter.

"Die gro­ßen Ent­schei­dun­gen in ei­ner Pan­de­mie soll­ten auf Ba­sis ei­ner mög­lichst gu­ten und reich­hal­ti­gen Da­ten­ba­sis ge­fällt wer­den."

Die Corona-Warn-App bleibt hinter ihren technischen Möglichkeiten zurück, sagt Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter im "Spiegel"-Interview. Mo­bi­li­täts­da­ten kön­nten dabei hel­fen, die Kri­se "schnel­ler und bes­ser zu be­wäl­ti­gen". Mit den Daten ließe sich bei­spiels­wei­se ver­fol­gen, wie sich Ein­rei­sen­de aus Ri­si­ko­län­dern be­wegt ha­ben.
"Spiegel" 04/2021, S. 68

Manfred Lamy, 84, ist tot.

Manfred Lamy ist tot. Der langjährige Chef des Füller-Herstellers Lamy starb bereits am vergangenen Sonntag im Alter von 84 Jahren, teilt das Heidelberger Unternehmen mit. Manfred Lamy trat 1962, damals gerade einmal 26 Jahre alt, in die Firma seines Vaters ein und wurde ab 1973 alleiniger Geschäftsführer. 2006 zog Lamy sich aus dem operativen Geschäft zurück.
handelsblatt.com

“Manager Magazin”: Adidas-Chef Kasper Rorsted vergrault Top-Manager.

Da drückt der Schuh: Adidas-CEO Kasper Rorsted laufen viele Top-Leute weg – offenbar wegen Rorsteds rauem Führungsstil, schreibt das "Manager Magazin". Intern habe Rorsted einen "Kulturkampf" losgetreten, der auf Kosten von Innovation und Kreativität gehen könnte. Zwar habe er den Sportkonzern finanziell gut durch die Corona-Krise gebracht, sein "Renditeregime" könnte Adidas längerfristig aber mehr schaden als nützen.
manager-magazin.de (Paid)

“Spiegel”: Bahn lehnt Staatshilfen ab, bei denen der Vorstand auf Boni verzichten muss.

Bahn will den Bedingungen für Hilfen der Bundesregierung nicht zustimmen, berichtet der "Spiegel". Die EU-Kommission fordert vor allem einen Verzicht auf Bonuszahlungen für die Vorstände. Außerdem wehrt sich die Bahn gegen die Forderung, auch private Wettbewerber zu unterstützen, zum Beispiel durch eine Öffnung des DB-Navigator für Buchungen bei anderen Zugunternehmen.
spiegel.de (Paid)

ProSiebenSat.1: Gewinn und Umsatz sinken weniger stark als erwartet.


Davongekommen: ProSiebenSat.1 schließt das Corona-Jahr 2020 insgesamt besser ab als erwartet. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fällt "auf Basis von vorläufigen und noch nicht geprüften Zahlen" um 19,7 % von 872 Mio auf 700 Mio Euro. Prognostiziert hatte der Medienkonzern im November nur zwischen 600 Mio und 650 Mio Euro. Der Umsatz sinkt leicht um 2,2 % von 4,13 Mrd auf 4,04 Mrd Euro, angestrebt wurden bis zu 3,95 Mrd Euro.

Damit habe ProSiebenSat.1 die Markterwartungen "deutlich übertroffen", teilt der TV-Konzern mit – und verweist auf ein gutes 4. Quartal, zu dem "alle Segmente der ProSiebenSat.1-Gruppe" beigetragen hätten. Starker Treiber war demnach das Werbegeschäft mit einem Wachstum in niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Vorstandssprecher und Finanzchef Rainer Beaujean rechnet für 2021 damit, dass sich die Lockdown-Maßnahmen auf das Werbegeschäft im 1. Quartal auswirken werden. Schon im 2. Quartal erhofft er sich für ProSiebenSat.1 aber eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. "Wie schon in 2020, erwarten wir als frühzyklisches Unternehmen dann eine schnelle Erholung, sobald die Einschränkungen gelockert bzw. aufgehoben werden", führt Beaujean aus.
presseportal.de, handelsblatt.com

“Manager Magazin”: Investoren wollen Biontech zum voll integrierten Pharmakonzern ausbauen.

Biontech soll Schritt für Schritt zu "einem eigenständigen, voll integrierten Pharmakonzern" werden, sagt Hauptinvestor Thomas Strüngmann im Interview mit dem "Manager Magazin". Er und seine Mitinvestoren planen daher, nicht nur in der Forschung zu wachsen. Hoffnung setzen sie auf künftige Medikamente gegen Krebs. Einen Verkauf des Unternehmens schließt Strüngmann auch langfristig aus.
manager-magazin.de (Paid)

E-Autobauer Rivian sichert sich Milliardenbetrag von Investoren.

Rivian, Autobauer aus Michigan, holt sich vor dem Marktstart dreier Elektromodelle frisches Geld von Investoren. Neben Langzeit-Partner Amazon zeichnen diesmal vor allem Finanzfirmen für die 2,65 Mrd-Dollar-Spritze verantwortlich, schreibt das Unternehmen. Amazon hatte in der Vergangenheit angekündigt, Rivian 100.000 seiner Lieferwagen abzukaufen.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Toxische Unternehmenskultur ist im Marketing besonders stark.

Zahl des Tages: Mit der deprimierenden Punktzahl von minus 54 straft das Marketing-Personal die toxische Unternehmenskultur seiner Branche auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 ab. Das ist der schlechteste Wert aller von Savoy Stewart befragten Bereiche, noch hinter Tech-Unternehmen und Finanzdienstleistern. Mit einem Wert von plus 92 werden die Aufstiegschancen dagegen als besonders gut bewertet.
horizont.net (Paid)

Zitat: McDonald’s-Marketingchefin Susan Schramm über Veränderungen der Produktpalette.

"Wir können nicht alles von heute auf morgen auf den Kopf stellen."

McDonald's-Marketingchefin Susan Schramm sagt im "Horizont"-Interview mit Blick auf das Geschäft mit Fleischalternativen, dass die Fast-Food-Kette aufgrund ihrer Größe kein Trendsetter sein könne. Dennoch versuche der Konzern immer wieder aus dem "Alltagstrott" auszubrechen und "Themen anders anzugehen".
"Horizont" 3/2021, S. 8 (Paid)

Dr. Oetker vereint Durstexpress mit Flaschenpost.

Aus 2 mach 1: Dr. Oetker begräbt die Marke Durstexpress und vereint sie schrittweise mit dem jüngst zugekauften Startup Flaschenpost, kündigt das Unternehmen an. Teilweise sollen auch Lagerstandorte der Getränkelieferer zusammengelegt werden und Beschäftigte "nach Möglichkeit" in Nachbarlagern übernommen werden. Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet, dass durch Schließungen hunderten Mitarbeiter*innen gekündigt werde.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Douglas plant, weitere 50 Geschäfte in Deutschland zu schließen.

Verduftet: Douglas-Chefin Tina Müller will sich zugunsten des Online-Geschäfts weiter aus den Innenstädten zurückziehen, berichtet das "Manager Magazin". 50 der gut 430 Läden in Deutschland sollen schließen, europaweit sogar 500 der 2.400 Standorte. In Deutschland fallen einige Hundert Jobs weg. 2020 hatte Douglas europaweit bereits 60 Geschäfte dauerhaft geschlossen, davon zwölf in Deutschland.
manager-magazin.de (Paid)

Basta: VW diskutiert die Abschaffung der eigenen Dienstwagen.

Abgefahren: Volkswagen diskutiert intern darüber, Führungskräften künftig nicht mehr ein bis zwei Dienstwagen zur Verfügung zu stellen, schreibt die "Zeit". Auch wenn sich mit den Dienstwagen die Verkaufszahlen für E-Autos steigern lassen, seien die Benefits insbesondere in Großstädten womöglich nicht mehr "zeitgemäß". Ob Manager*innen künftig beheizbare Bürostühle für das Home-Office bekommen oder einfach nur Currywürste, ist indes noch offen.
"Zeit" 04/2020, S. 25

turi2 edition #13: Andreas Arntzen über Traditionsunternehmen.


Flexibel bleiben: Andreas Arntzen führt den Wort & Bild Verlag als Geschäftsführer und will Veränderung als etwas Positives und Notwendiges verstanden wissen. In der turi2 edition #13 schreibt er, dass sich Traditionsunternehmen mit Neugier und Experimentierfreude auf die Zukunft ausrichten sollten, um ihre Werte und Erfolge zu festigen. Sie können den Gastbeitrag hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen ...

Microsoft investiert General Motors-Firma Cruise.

Microsoft 150Fahrerloses Fahren: Microsoft schießt 2 Mrd Dollar in das Unternehmen Cruise, das selbstfahrende Autos entwickelt. Die mehrheitlich von General Motors gehaltene Firma wird derzeit auf 30 Mrd Dollar taxiert, 2019 waren es noch 19 Mrd Dollar. Ursprünglich wollte Cruise schon 2019 erste Robo-Taxis in San Francisco betreiben, steckt aber noch heute in der Testphase.
faz.net

Zahl des Tages: Der Bierkonsum bricht 2020 deutlich ein.

Zahl des Tages: Um Katerstimmung verursachende 550 Mio Maßkrüge geht der Bierabsatz 2020 zurück. Damit liegt er voraussichtlich bei 86,7 Mio Hektolitern, während der Pro-Kopf-Konsum von 100 auf 95 Liter sinkt. Seit Jahren geht der Bierabsatz leicht zurück, doch der aktuelle Absturz ist vor allem auf die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zurückzuführen. Besonders Kleinbrauer leiden unter der Entwicklung.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: CureVac wandelt sich von der Impf-Hoffnung zum Sorgenkind.

Lese-Tipp: CureVac droht das Rennen um das Geschäft mit Corona-Impfstoff zu verlieren, schreibt Andrej Reisin. Er blickt auf die Geschichte des Tübinger Impfstoff-Unternehmens. Zu Beginn der Pandemie galt CureVac als große Hoffnung und es gab Ängste, Donald Trump könnte das Unternehmen für die USA aufkaufen. Mittlerweile hat CureVac den US-Markt ganz aufgegeben, außerhalb der EU gibt es bislang keine Bestellungen. An der Börse ist CureVac bislang jedoch noch ein Erfolg. Hauptinvestor Dietmar Hopp konnte, auch dank optimistischer Statements, sein Vermögen um rund fünf Mrd Euro vergrößern.
tagesschau.de

Bund und Länder erwägen nächtliche Ausgangssperren und verschärfte Maskenpflicht.


Nachtschwärmer unerwünscht: Vor dem Bund-Länder-Gipfel zu den Corona-Maßnahmen am Dienstag sickern erste Maßnahmen für verschärfte Regeln durch. Laut Business Insider soll der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert werden. Ausgangssperren wie in Frankreich werden diskutiert, Vize-Kanzler Olaf Scholz nennt sie bei Bild TV "eine mögliche Maßnahme, aber nicht die allererste". Im Gespräch ist außerdem eine verschärfte Maskenpflicht mit FFP2-Masken beim Einkaufen und im ÖPNV, wie Markus Söder sie für Bayern bereits durchgesetzt hat.

Über eine Home-Office-Pflicht für Unternehmen und Verwaltungen sind sich Union und SPD in Teilen uneins, wird am Abend bei Anne Will deutlich: SPD-Chefin Saskia Esken will Home-Office "möglicherweise anordnen". CSU-Chef Söder setzt auf steuerliche Anreize. Der Verband der Automobil-Industrie warnt im "Handelsblatt" derweil vor einem Produktionsstopp. Bei Autoherstellern habe es bisher keine Infektionsherde gegeben.
business-insider.de, bild.de (Scholz), bild.de (Anne Will) tagesspiegel.de, tagesschau.de

Metro und Google starten den Lieferando-Konkurrent Dish Order.

Metro startet die Bestellplattform "Dish Order", ein eigenes Lieferangebot in Konkurrenz zu Lieferando. Der Großhändler kooperiert mit Google und will so die nötige Reichweite sicherstellen: Nutzer*innen können direkt über die Google Suche oder Google Maps bestellen. Metro verlangt anders als Lieferando keine Provision von den Gastronom*innen, sondern monatlich 49 Euro und eine einmalige "Anschlussgebühr".
handelsblatt.com, internetworld.de

Julia White soll SAP-Marketing umbauen.

SAP: Die neue Marketing-Vorständin Julia White (Foto) soll die Verbindung zwischen Produktentwicklung und Kund*innen stärken und das Marketing neu organisieren, schreibt das "Handelsblatt". Die bisherige Marketingchefin Alicia Tillman wird SAP laut Zeitung verlassen. Das Unternehmen hat bisher stark auf Brand Marketing gesetzt, manche Kunden fühlten sich aber nicht genug über Strategie und Produktplanung informiert.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Deutsche Telekom muss Glasfaserausbau und Anteils-Aufstockung stemmen.

Deutsche Telekom muss sich zwei teuren Herausforderungen stellen, analysiert Stephan Scheuer: dem Glasfaserausbau in Deutschland und der Aufstockung der Anteile an T-Mobile US, um langfristig die Kontrolle zu behalten. Er vermutet, dass das Unternehmen sich um die Kosten zu stemmen dafür in Europa von Geschäften trennt, etwa von der niederländischen Tochter.
handelsblatt.com

“Spiegel”: Wirtschaftsministerium will Corona-Hilfen vereinfachen und erhöhen.

Corona-Hilfen: Wirtschaftsminister Peter Altmaier plant laut "Spiegel" eine "radikale Vereinfachung der Hilfen" und eine Erhöhung der Hilfssummen für Unternehmen, die bisher zu wenig Unterstützung bekommen haben. Künftig solle nur ein Kriterium für die nächsten Überbrückungshilfen gelten, nämlich ein coronabedingter Umsatzrückgang von 30 %. Unzählige Händler*innen und Gastro-Unternehmen kritisieren, dass von bisherigen Hilfsprogrammen kaum etwas bei ihnen ankomme und die Beantragung chaotisch sei.
spiegel.de (Paid)

BMW will bis 2025 ein Viertel des Gewinns online machen.


Rollen ins Netz: SUV im Warenkorb: BMW wünscht sich, dass seine Autos künftig im Internet gekauft werden. Bis 2025 soll ein Viertel des Konzern-Gewinns aus Online-Verkäufen kommen, sagt Vertriebschef Pieter Nota. Der Autobauer will dazu einen dreistelligen Mio-Betrag in die Digitalisierung von Vertrieb und Marketing investieren. BMW verspricht sich vom Online-Geschäft auch Wachstum bei den Sonderausstattungen wie Fahrassistenz- und Sound-Paketen oder höheren Batterie-Reichweiten bei E-Modellen. Die Lieferung der Autos soll jedoch weiter über die Händler*innen laufen. Neben Tesla zählen zu BMWs Hauptwettbewerbern in Sachen Digitalisierung und E-Mobilität die deutschen Autobauer Audi und Mercedes.
handelsblatt.com, "FAZ", S. 22 (Paid)

Studie: Dax-CEOs beteiligen sich kaum an öffentlichen Debatten.

Funkstille: Die Chefs der 30 größten Dax-Konzerne mischen sich öffentlich kaum in Umwelt- und Nachhaltigkeits-Debatten ein, sagt eine Auswertung von Media Tenor von 30 deutschen Leitmedien. VW-Chef Herbert Diess (Foto) und der baldige Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser würden noch am ehesten mit den Themen verbunden. Bei Debatten um das Gesundheitssystem, Mieten, bezahlbare Energie oder die Förderung von Recycling blieben die Dax-CEOs fast stumm.
"Spiegel" 3/2021, S. 67 (Paid)

“Spiegel”: Galeria Karstadt Kaufhof verhandelt über Staatshilfen.

Galeria Karstadt Kaufhof will Hilfe vom Staat, berichtet der "Spiegel". Das Unternehmen verhandle seit dieser Woche mit der Bundesregierung um Finanzhilfen von mehreren Hundert Millionen Euro. Hintergrund sei die Perspektive geschlossener Geschäfte auch über den Januar hinaus. Ein Einstieg des Staats ist jedoch nicht ohne Weiteres möglich, da er ohne eine positive wirtschaftliche Fortführungsperspektive gegen EU-Recht verstoßen könnte.
spiegel.de

Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Home-Office-Pflicht.

Home-Office sollte wegen der hohen Corona-Infektionszahlen überall, wo es möglich ist, verpflichtend werden, sagen 56 % der 5.000 Teilnehmenden einer Umfrage im Auftrag des "Spiegel". 32 % sind dagegen. Am höchsten ist die Zustimmung zu einer Pflicht bei Wähler*innen der Grünen (73 %), bei denen von FDP und AfD überwiegen die ablehnende Haltung mit 58 % bzw. 63 %.
spiegel.de

Hochland streicht “Freilaufkühe” und “Grüne Seele” von Käse-Verpackung.

Ausgemuht: "Freilaufkühe" und "Grüne Seele" werden künftig nicht mehr zum Werbe-Vokabular der Marke "Grünländer Käse" von Hochland gehören. Foodwatch hatte die Begriffe schon vor Monaten als irreführend kritisiert. Ein Einlenken der Käse-Fabrik folgt jedoch erst jetzt – der umstrittene Verband Sozialer Wettbewerb hatte Hochland eine Abmahnung geschickt.
sueddeutsche.de

Meinung: Gruner + Jahr verliert für Bertelsmann an Bedeutung.

Gruner + Spar: Das Hamburger Verlagshaus könnte für Bertelsmann-Chef Thomas Rabe zunehmend an Bedeutung verlieren, schreibt Gregory Lipinski. Durch den Verkauf von Prisma Media falle Gruner + Jahrs Umsatz mittelfristig auf unter 1 Mrd Euro, den Hamburgern drohe ein Schicksal als "Anhängsel des Schwesterkonzerns RTL". Auch eine komplette Fusion mit RTL hält Lipinski für denkbar.
meedia.de, turi2.de (Background Prisma Media)

Zitat: Warsteiner-Chef Christian Gieselmann erwartet rückläufigen Bier-Konsum.

"Sitzt man beim Fußball allein vor dem Fernseher, trinkt man vielleicht zwei Flaschen Bier, sitzen Freunde dabei, ist es wohl die ein oder andere Flasche mehr."

Warsteiner-Chef Christian Gieselmann erklärt im "Welt"-Interview, auch der "erhöhte Heimkonsum" von Alkohol habe nicht zu einem höheren Pro-Kopf-Verbrauch von Bier geführt. Es hätten durch die Corona-Beschränkungen 2020 "einfach Anlässe gefehlt".
edition.welt.de (Paid)

US-Industriekonzern General Electric verklagt Siemens Energy.

General Electric verklagt in den USA seinen deutschen Konkurrenten Siemens Energy. Siemens soll sich mit illegalen Mitteln Vorteile bei Gasturbinen-Angeboten beschafft haben. Ein Mitarbeiter des Versorgers Dominion Energy soll Geschäftsgeheimnisse von General Electric an Siemens weitergereicht haben. GE rechnet mit einem Schaden von mehr als 1 Mrd Dollar.
handelsblatt.com, reuters.com

American Airlines launcht digitalen Gesundheitspass für internationale Fluggäste.

Are you healthy? American Airlines launcht einen digitalen Gesundheitspass für internationale Fluggäste, die in die USA reisen wollen. Der Pass soll über die App Verifly laufen, Reisende können dort u.a. ihr negatives Covid-19-Testergebnis hochladen. Die Fluggesellschaft plant den Start des Gesundheitspasses für den 23. Januar.
businessinsider.com

Meinung: Opel-Krise ist “hausgemacht”, meint Annina Reimann.

Kein Popel fährt mehr Opel? Dass der Absatz des Autobauers 2020 um mehr als 35 % eingesackt ist, liegt nicht nur an Corona, meint Annina Reimann. Die Krise sei "hausgemacht", etwa weil das Flaggschiff-Modell Insignia nicht elektrifizierbar sei. Das Unternehmen stolpere gerade über die eigenen CO2-Ziele: "Der Preis dafür ist nun der desaströse Absatz." Opel müsse "sehr hart dafür kämpfen, dass die Marke nicht untergeht".
wiwo.de, spiegel.de