Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Tomtom hatte die Gerätefertigung 2019 an das japanische Unternehmen Bridgestone verkauft, um sich künftig auf Software-Dienstleistungen zu spezialisieren. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

“Die Simpsons”: US-Sprecher Hank Azaria verlässt die Serie nach Rassimus-Vorwürfen.

Die Simpsons müssen künftig ohne Schauspieler Hank Azaria auskommen, der im US-Original die Figur von Apu Nahasapeemapetilon vertonte, meldet das US-Branchenmagazin SlashFilm. Er verlasse die Zeichentrickserie freiwillig. Kritiker warfen den Simpsons-Machern Rassismus vor, da die indische Figur mit einem starken Akzent synchronisiert wurde. Die Zukunft der Rolle ist ungewiss.
spiegel.de

Basta: Gehörloser Mann verklagt eine US-Pornoseite aufgrund fehlender Untertitel.

Schweigsamer Höhepunkt: Ein gehörloser Amerikaner verklagt eine Pornoseite, weil die meisten Clips keine Untertitel haben. Er könne den Handlungen von Titeln wie "Sexy Cop bringt Zeugen zum Reden" nicht richtig folgen und fühlt sich diskriminiert, was gesetzlich verboten ist. Ob es angesichts der komplexen Drehbücher zum Happy End kommt, bleibt ungehört.
stern.de

NBC Universal baut einheitliches Werbebuchungstool für TV, Streaming und Online.


Einmal alles mit Streuseln: NBC Universal will TV und digitalen Werbeeinkauf in einem All-in-one-System vereinen, um dem Wandel im Bewegtbildmarkt Rechnung zu tragen und Daten besser zu nutzen. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten an der Technologie. Die erste Version soll 2020 an den Start gehen und bietet Werbungtreibenden die Möglichkeit, einen Plan für TV und Digital zu erstellen und Kampagnen über verschiedene Programme und Plattformen hinweg zu optimieren. NBC Universal bietet Werbeplätze in seinen Rundfunk- und Kabelsendern, seinen Webseiten und Apps, seinem Streamingdienst Peacock und dem Nachrichten-Streamingdienst an, den das Unternehmen gemeinsam mit Sky entwickelt. Insgesamt wird es laut Schätzungen des Unternehmens mindestens drei Jahre dauern, das System komplett aufzubauen.
wsj.com

Facebook-Manager sieht Mitschuld für Trumps Wahlsieg.

Facebook räumt eine Mitschuld an der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ein. Facebook-Manager Andrew Bosworth schreibt in einem internen Memo, Trump wurde nicht durch Einfluss aus dem Russland zum Präsidenten, sondern weil sein Team Facebooks Tools am besten genutzt habe. So wenig er sich eine Wiederwahl Trumps wünsche, appelliert Bosworth an seine Kollegen zur Neutralität, um das Wahlergebnis nicht zu beeinflussen.
nytimes.com, buzzfeednews.com, meedia.de

Donald Trump und Michael Bloomberg sichern sich Werbezeit beim Super Bowl.

Super Bowl: US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Michel Bloomberg haben beide je 60 Sekunden Werbezeit beim Finale der National Football League am 2. Februar gebucht. Für ihre Slots beim meistgesehenen Sport-Event der Welt zahlen sie je rund 10 Mio Dollar ‐ Trump aus seiner Wahlkampfkasse, Bloomberg aus seinem Privatvermögen. Es ist das erste Mal, dass beim Super Bowl Wahlwerbung für Präsidentschaftskandidaten über den Sender geht.
nytimes.com, adage.com

Streamingdienst Quibi will mit kurzen Videos Smartphone-Nutzer locken.

Streamingdienst Quibi will in den USA Publikum mit Serien speziell für das Smartphone gewinnen, schreibt Jürgen Schmieder. Jede Folge soll nicht länger als 10 Minuten sein. Hinter dem Startup stehen der Dreamworks-Gründer Jeffrey Katzenberg und Meg Whitman, einst Chefin von HP. Der Start ist für April geplant, zuletzt verließen aber einige führende Mitarbeiter die Firma.
sueddeutsche.de

Basta: Deshalb bleiben Promis beim Daten meistens unter sich.

Elite Partner ausgeschlossen: Schauspielerin Sharon Stone vertraut beim Dating nicht mehr auf ihren Basic Instinct. Bereits 1991 war sie Verliebt in die Gefahr, knapp 30 Jahre später sucht sie eine neue Liebe über die Dating-App Bumble. Doch die Nutzer fliegen nicht so richtig auf sie und melden ihr Profil als Fake.
mashable.com

Ulrich Wilhelm: “Europa hat die digitale Souveränität verloren.”


ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm beklagt auf den letzten Metern seiner Amtszeit als ARD-Chef Europas digitale Rückständigkeit. Europa habe seine "digitale Souveränität verloren", sagt er im Interview mit seinem Haussender BR. Die Verbreitung öffentlich-rechtlicher Inhalte bei US-Diensten wie Facebook und YouTube sieht er derzeit als alternativlos. Tagesschau.de etwa erreiche nur ein Drittel seiner Nutzer direkt, die Mehrheit komme über Google und Social Media. Wilhelm fordert eine europäische digitale Plattform. Dazu gäbe es bereits Gespräche mit Sendern in anderen europäischen Ländern.

Im Interview hebt der Intendant auch die Rolle von Allianzen hervor – die "allernatürlichste" sei die Zusammenarbeit von ARD und ZDF. Sie solle im Bereich der Mediatheken noch intensiviert werden. Aber auch unter den Kooperationen mit privaten Anbietern wie Sky, der Telekom oder Discovery zieht er eine positive Bilanz, etwa weil die wachsenden Kosten für Sportrechte so besser zu stemmen seien.

Der ARD-Vorsitz wandert am 1. Januar turnusmäßig nach zwei Jahren vom BR zum WDR.
br.de (11-Min-Audiointerview)

Mehr über Ulrich Wilhelm bei turi2.tv: ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden. (11/2018)

Kevin Spacey schickt wieder bizarre Weihnachtsgrüße.

Same procedure as last year: Kevin Spacey nimmt – wie bereits im vergangenen Jahr – eine bizarre Weihnachtsbotschaft auf und verbreitet sie bei YouTube und Twitter. Gegen den Schauspieler gibt es mehr als 30 Vorwürfe sexueller Belästigung, ein Verfahren ist 2019 überraschend eingestellt worden. Er spricht von einem "guten Jahr" und sagt, dass man seine Gegner nicht immer angreifen, sondern auch mit Freundlichkeit fertigmachen könne.
youtube.com, bild.de

“WSJ”: TikTok sucht nach einem Hauptquartier außerhalb Chinas.

TikTok will sein Image als chinesisches Unternehmen loswerden und sucht nach einem Hauptquartier außerhalb Chinas, berichtet das "Wall Street Journal". Vor allem in den USA steht die App unter Beobachtung, die US-Marine verbietet etwa die Installation auf Diensthandys. Als mögliche Standorte seien Singapur, London und Dublin im Gespräch.
wsj.com via businessinsider.de

Datenschutz: EuGH-Anwalt gibt Gutachten zur Schrems-Beschwerde ab.

Datenschutz: Der Generalanwalt des EuGH hält die Standardvertragsklauseln zur Datenübertragung für wirksam, schreibt er in seinem Gutachten. Er verweist auf den eingebauten Schutz, der Behörden verpflichte, Datentransfers zu stoppen, wenn es ein Problem mit US-Gesetzen gebe. Datenschützer Max Schrems kritisiert, dass die Datenschutzgarantien der USA den Ansprüchen der EU nicht genügen und Facebook deshalb die Daten europäischer Nutzer nicht in die USA übertragen dürfe. Ein bindendes Urteil fehlt noch, das Gutachten gilt aber als Hinweis auf den Ausgang.
sueddeutsche.de, futurezone.at

Meinung: Europa droht zu einer digitalen Kolonie Chinas zu werden.

Digitalpolitik: Europa darf nicht zur "digitalen Kolonie Chinas" werden, warnt der CDU-Europaabgeordnete Axel Voss in der "FAZ". In einem 13-seitigen "Manifest" fordert er "schnelles Handeln" statt einer "rein reaktiven Rechtsetzung". Es gehe darum, ob wir in Europa im Wettbewerb mit China und den USA "noch eine Rolle spielen wollen".
"FAZ", S. 16 (Paid)

“NYT”: Harvey Weinstein und seine Ankläger erzielen vorläufige Einigung in Höhe von 25 Mio Dollar.

Hollywood: Produzent Harvey Weinstein und der Vorstand seines Filmstudios haben eine vorläufige Einigung in Höhe von 25 Mio Dollar mit Dutzenden Frauen erzielt, berichtet die "New York Times". Mit dem Deal müsste Weinstein weder selbst zahlen noch ein Fehlverhalten eingestehen. Die Gelder sollen von Versicherern der Weinstein Company kommen.
nytimes.com, insider.com

Zahl des Tages: NBC verkauft Olympia-Werbung für mehr als 1 Mrd Dollar.

Zahl des Tages: Für mehr als 1 Mrd Dollar hat NBC Universal in den USA bereits Werbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio verkauft. Der Konzern hofft, den Rekordwert von 1,2 Mrd Dollar bei den Spielen 2016 in Rio noch zu toppen. Dank Zeitverschiebung laufen Tages-Wettbewerbe aus Tokio im US-TV zur Primetime.
sportbusiness.com, hollywoodreporter.com

Jeff Bezos sorgt sich um die technologische Vormachtstellung der USA.

USA: Jeff Bezos warnt bei einem Treffen des US-Militärs vor der Aufholjagd Chinas und dem Verlust der technologischen Vormachtstellung der USA. "Dieses Land ist wichtig", sagt der Amazon-Chef, der dem Verteidigungsministerium seine Hilfe anbot. Bezos, Investor des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, fordert zudem mehr Investitionen in der Weltraum-Forschung.
handelsblatt.com, cnbc.com

Elon Musk wird nach Pädophilie-Tweet freigesprochen.

width=Vertwittert: Elon Musk wird vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen, urteilt ein US-Gericht. Musk hatte den britischen Rettungstaucher Vernon Unsworth in einem Tweet als "pädophilen Kerl" bezeichnet, wofür er sich später entschuldigte. Bei der Rettungsaktion für die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft wollte Musk 2018 ein Mini-U-Boot einsetzen, was der Rettungstaucher öffentlich als PR-Gag kritisierte.

Musk relativierte seine Wortwahl später vor Gericht als "allgemeine Beleidigung". Für seinen Anwalt bestehe die Twitter-Debatte aus "frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern". Musk habe den Rettungstaucher nicht als pädophil bezeichnen wollen.
handelsblatt.com, cnbc.com

Lese-Tipp: Reese Witherspoon baut mit ihrer Produktionsfirma ein Medienimperium auf.

Lese-Tipp: Das Gegenteil von Patriarchat sei Qualität, erfährt Torsten Zarges beim Besuch von Reese Witherspoons Produktionsfirma Hello Sunshine in Santa Monica. Das Medienimperium arbeitet u.a. mit Hulu, HBO und Amazon für TV-Produktionen wie "The Morning Show" oder "Big Little Lies". Der zum Unternehmen gehörende Buchclub katapultiere die Verkaufszahlen empfohlener Bücher um rund 700 % über den Marktdurchschnitt.
dwdl.de

USA wollen mit Strafzöllen auf französische Digitalsteuer reagieren.

USA drohen Frankreich mit Strafzöllen als Reaktion auf Frankreichs Digitalsteuer. Der US-Handelsbeauftragte sieht gezielt amerikanische Tech-Konzerne diskriminiert und will Strafzölle von bis zu 100 % auf französische Importe wie Champagner, Käse oder Kosmetik vorschlagen. Frankreich hatte im Frühjahr im Alleingang eine Digitalsteuer von 3 % für internationale Tech-Firmen mit mehr als 25 Mio Euro Umsatz im Land eingeführt.
sueddeutsche.de, welt.de, turi2.de (Background)

Trump will Bloomberg-Journalisten von Wahlkampf-Auftritten ausschließen.

USA: Donald Trump will Bloomberg-Journalisten nicht mehr für seine Wahlkampf-Auftritte akkreditieren. Weil Michael Bloomberg kandidiert, seien die Mitarbeiter der Nachrichtenagentur parteiisch. John Micklethwait, Chefredakteur von Bloomberg News, hatte in einem CNN-Interview Befangenheitsvorwürfe dementiert. Als Bloomberg seine Kandidatur ankündigte, erklärte Micklethwait, die Agentur werde "unsere Tradition, Mike (und seine Familie und Stiftung) nicht zu untersuchen, fortsetzen und die gleiche Politik auf seine Rivalen in den Vorwahlen der Demokraten ausdehnen", aber weiter über die Trump-Regierung berichten.
spiegel.de, theguardian.com

Basta: Der Zugang zu einer .gov-Domain ist leichter als gedacht.

Nicht-Regierungs-Organisation: Eigentlich sollen .gov-Domains den Nutzern signalisieren, dass die Website einer offiziellen Stelle gehört. Wie der Sicherheitsexperte Brian Krebs berichtet, scheinen die Sicherheitsprüfungen dafür aber nicht so gut zu sein. Einer Person sei es gelungen, eine .gov-Domain zu erhalten, indem er öffentlich einsehbare Informationen nutze und sich als Bürgermeister einer Kleinstadt ausgab.
krebsonsecurity.com via businessinsider.com

Lese-Tipp: Michael Bloomberg muss sich anders als Trump der Realität stellen.

Lese-Tipp: US-Medienunternehmer Michael Bloomberg wird es als Präsident­schafts­kandidat gegen Donald Trump nicht leicht haben, schreiben Hubert Wetzel und Christian Zaschke. Während Trump inzwischen tun und lassen könne, was er will, werde jeder andere Kandidat, somit auch Bloomberg, an der Realität gemessen. Seine Bewerbung erwecke den "Eindruck von Panik", unklar sei, wer außer Bloomberg eigentlich noch glaube, dass Bloomberg kandidieren müsse.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

Bloomberg verschont alle Präsidentschaftsbewerber der Demokraten mit Investigativ-Recherchen.

Bloomberg gibt sich Verhaltensregeln für die Berichterstattung über die Bewerbung von Haupteigner Michael Bloomberg (Foto), 77, zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Meinungsbeiträge werden künftig alle namentlich gekennzeichnet, die "Tradition", nicht investigativ über Bloomberg zu berichten, gilt nun für alle demokratischen Mitbewerber, jedoch nicht für Trump.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Texas und Nevada lassen Klage gegen Fusion von T-Mobile und Sprint fallen.

T-Mobile USA nimmt eine weitere Hürde beim Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Sprint: Die Bundesstaaten Texas und Nevada ziehen ihre Klage gegen die Fusion zurück. Vorausgegangen waren Zusagen von T-Mobile zum Netzausbau und stabilen Preisen. Aktuell klagen u.a. noch New York und Kalifornien gegen den Deal.
handelsblatt.com, boerse.de, theverge.com

Basta: Rick Perry und Fox erklären Trump zum Auserwählten.

Gott schütze Amerika: Donald Trump steht inmitten des Amtsenthebungsverfahrensin der Kritik. Für seine Anhänger ist das kein Grund an der Gesandtschaft des US-Präsidenten zu zweifeln, im Gegenteil. Auf Fox erklären Energieminister Rick Perry und einige Moderatoren Trump kurzerhand zum Außerwählten Gottes – der habe schließlich auch in der Bibel meist nicht perfekte Gesandte ausgewählt. Halleluja.
stern.de