US-Bezirksrichterin kippt das von Trump verordnete WeChat-Verbot.

WeChat darf in den USA in den Appstores von Apple und Google bleiben, die kalifornische Richterin Laurel Beeler hat Trumps Verbot per einstweiliger Verfügung ausgesetzt. Die beschränkte Redefreiheit, die das Verbot mit sich bringe, sei schwerwiegender als die Sorge der Regierung um die nationalen Sicherheit. Laut Reuters hat Beeler gegen den Willen des US-Justizministeriums gehandelt.
spiegel.de, t3n.de, reuters.com, turi2.de (Background)

China wehrt sich gegen anstehendes TikTok- und WeChat-Verbot der USA.


Nächste Runde Machtgerangel: China zieht im TikTok-Streit nach und setzt einen Mechanismus für Strafmaßnahmen gegen ausländische Unternehmen in Kraft, wenn sie "die nationale Sicherheit" bedrohen. Auslöser können auch Verstöße gegen "international anerkannte Wirtschafts- und Handelsregeln" sein. Als Strafe sieht China Geldstrafen, Im- und Exportbeschränkungen und Investitions- und Einreiseverbote vor.

ByteDance und TikTok haben selbst Beschwerde beim Bundesgericht in Washington eingereicht, um die Downloadsperre abzuwenden. Darin führt die TikTok-Mutter an, Trump gehe es nicht um die US-Sicherheit, sondern politische Gründe, damit überschreite er seine Befugnisse. Das von Trump verhängte Download-Verbot gegen TikTok und WeChat gilt eigentlich ab morgen.
tagesschau.de, manager-magazin.de (China), bloomberg.com (ByteDance), turi2.de (Background)

TikTok steht offenbar Einstieg von Oracle und Walmart bevor.

TikTok-Mutter Bytedance soll sich im Streit mit der US-Regierung auf eine Lösung geeinigt haben. Der Cloud-Anbieter Oracle, die Supermarkt-Kette Walmart und die US-Gesellschafter von Bytedance sollen laut Reuters mindestens 60 % an TikTok übernehmen. Trump hatte TikTok mit einem Verbot in den USA gedroht, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer Nutzer*innen nicht in die Obhut von US-Unternehmen kommen.
sueddeutsche.de, zeit.de (1-Min-Video), turi2.de (Background)

US-Magazin “Scientific American” gibt Wahlempfehlung für Joe Biden ab.

Scientific American gibt eine Wahl­empfehlung für den demokratischen Präsident­schafts­kandidaten Joe Biden ab. Es ist die erste in der 175-jährigen Geschichte des Wissenschafts­magazins. "Es fällt uns nicht leicht", schreibt das Blatt in einem Leitartikel, jedoch habe Donald Trump den USA "schweren Schaden zugefügt".
spiegel.de, zeit.de, scientificamerican.com

Zitat: Der Herbst mit Corona wird schwierig, prophezeit Bill Gates.

"Diese Kombination aus Pandemie und digitalen Medien, die eine Welle von Verschwörungsdiskussionen losgetreten hat - das ist eine neue Sache."

Bill Gates sagt im "Handelsblatt"-Interview, die positiven Effekte einer Impfung ließen sich nicht so gut erzählen "wie die Angst, die sie erweckt". Er hoffe, dass "Wissenschaft und Fakten" gegen krude Theorien helfen und erwarte einen "schwierigen Herbst".
handelsblatt.com

Twitter will US-Nutzer*innen mit “Election Hub” informieren.

Twitter startet in den USA den "2020 US Election Hub", der Nutzer*innen glaubwürdige Wahlberichterstattung auf englisch und spanisch bieten soll. Sie stammt von seriösen Nachrichtenagenturen und den Twitter-Kurator*innen. Das Tool enthält auch Livestreams von Wahlveranstaltungen und zeigt Nutzer*innen Kandidat*innen aus ihrem Bundesstaat.
theverge.com, cbsnews.com

Zahl des Tages: VW zahlt US-Kontrolleur knapp 700 Mio Euro.

Zahl des Tages: Knapp 700 Mio Euro hat Volkswagen für das Monitor-Mandat von Larry Thompson bezahlt, sagt Konzern-Rechtsvorstand Hiltrud Werner dem "Handelsblatt". Das US-Justizministerium hat ihn 2017 als Kontrolleur eingesetzt, um den Dieselskandal aufzuklären. Er sagt, das Unternehmen habe sich gewandelt. Früher hätten die Mitarbeiter*innen Angst gehabt, ihren Vorgesetzten "die wahre Situation und die echten Probleme zu präsentieren". Er empfiehlt VW, das Compliance- und Integritätsressort im Vorstand beizubehalten.
handelsblatt.com

Geleaktes Memo: Facebook soll globale politische Manipulation ignoriert haben.


Nichts gesehen? Nichts gesehen? Facebook-Chef Mark Zuckerberg und andere Führungskräfte des Konzerns sollen tatenlos zugesehen haben, wie führende Politiker*innen weltweit über Facebook Bürger*innen manipulieren. Die gefeuerte Facebook-Daten­wissen­schaftlerin Sophie Zhang schreibt in einem geleakten, internen Memo: "Ich habe mehrere eklatante Versuche ausländischer Regierungen erlebt, unsere Plattform zu missbrauchen, um ihre eigenen Bürger in die Irre zu führen. Ich habe persönlich Entscheidungen, die nationale Präsidenten betrafen, ohne Aufsicht getroffen." Facebook ignoriere Beweise, dass Fake-Konten und Bots Wahlen und die öffentliche Meinung manipulieren.

Zhang habe etwa in Indien, der Ukraine, Spanien, Brasilien, Bolivien und Ecuador Beweise für koordinierte Kampagnen gefunden. Fake-Konten, die Zhang und weitere Facebook-Mitarbeiter*innen löschten, waren "innerhalb von zwei Wochen wieder da und hatten wieder ähnliche Benutzerzahlen". Ein Jahr, nachdem das Netzwerk angekündigt hat, rigoros gegen Fake-Konten vorzugehen, seien die noch immer "lebhaft und erfolgreich" aktiv. Die Lösch-Kolonnen seien angesichts riesiger Netzwerke gefälschter Konten überfordert. Facebook verschweige der Öffentlichkeit die meisten Fälle.
buzzfeednews.com, theverge.com, turi2.de (Reaktion Facebook)

USA: Daimler zahlt im Diesel-Skandal mehr als 2 Mrd Dollar.


Keine Schuld, aber Scheine: Daimler legt mit Vergleichen in Mrd-Höhe den Streit um Diesel-Abgaswerte in den USA bei. Der Konzern zahlt einerseits rund 1,5 Mrd Dollar, um das Ermittlungsverfahren der US-Behörden abzuschließen, andererseits 700 Mio Dollar, um zahlreiche Klagen von Autobesitzer*innen zu beenden. Der Diesel-Streit dreht sich um rund 250.000 Fahrzeuge, deren Abgaswerte angeblich manipuliert wurden.

Der Autobauer teilt mit, dass in den Vergleichen nicht festgestellt werde, ob die verwendeten Funktionen unzulässige Abschalteinrichtungen sind. In den Vereinbarungen heißt es explizit, dass Daimler sämtliche Vorwürfe bestreitet und in den Zahlungen kein Schuldeingeständnis sieht. Der Konzern muss, anders als VW, weder Fahrzeuge von Kunden zurückkaufen noch einen US-Aufpasser zulassen. Allerdings beenden die Vergleiche nur Zivilverfahren. Strafrechtliche Konsequenzen wären weiterhin möglich.
zeit.de, faz.net, tagesschau.de

Orcale soll US-Partner von TikTok werden, Microsoft ist raus.


Das Orakel von TikTok: Microsoft ist aus dem Rennen um die Übernahme des US-Geschäfts der Kurzvideo-App TikTok. Der US-Software-Konzern teilt mit, TikToks chinesische Mutterfirma Bytedance habe sein Angebot abgelehnt. Stattdessen soll der kalifornische Software- und Cloud-Anbieter Oracle US-Partner von TikTok werden, berichten mehre US-Media, u.a. die Washington Post und das Wall Street Journal. Statt eines direkten Verkaufs gehe es um eine "Technologie-Partnerschaft". Eine mögliche Option sei, dass TikTok nur das Daten-Management an ein US-Unternehmen auslagert, aber Eigentümer bleibt, eine andere, dass Bytedance seinen Hauptsitz aus China in ein anderes Land verlagert, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, TikTok in den USA zu verbieten, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer US-Nutzer*innen nicht in die Obhut eines US-Unternehmens kommen. Die Partnerschaft mit Orcale muss von den Regierungen in Washington und Peking noch abgesegnet werden, sagt ein Insider. Jedoch gilt Oracle-Mitgründer Larry Ellison als einer der wenigen hochrangigen Manager eines Technologiekonzerns, der Trump offen unterstützt. Microsoft gibt sich dagegen zerknirscht: "Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorschlag gut für die Nutzer der Plattform gewesen wäre und gleichzeitig die nationalen Sicherheitsinteressen geschützt hätte", teilt der Konzern mit.
sueddeutsche.de, spiegel.de, washingtonpost.com, techcrunch.com

Huawei will eigenes Betriebssystem auf Smartphones bringen.

Huawei will sein eigenes Betriebssystem Harmony OS ab 2021 auch auf Huawei-Smartphones laufen lassen, kündigt Manager Richard Yu an. Es soll die Open-Source-Version von Android ersetzen, die das Unternehmen aktuell für seine Smartphones verwendet. Die eigentlichen Google-Dienste darf Huawei nicht mehr nutzen: Weil die USA dem chinesischen Huawei Spionage vorwerfen, hat das Land Sanktionen gegen den Konzern verhängt.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Radio Free Europe kehrt als Digital-Angebot nach Ungarn zurück.

Radio Free Europe nimmt seinen Betrieb in Ungarn wieder. Der vom US-Kongress finanzierte Sender hatte sein ungarisches Programm mit Ende des Kalten Krieges eingestellt. Als Reaktion auf den "starken Rückgang der Pressefreiheit" in Ungarn kehrt Radio Free Europe nun als Digital-Angebot zurück. Rund zehn Reporter*innen sollen "vertrauenswürdige, unparteiische" Nachrichten liefern sowie Podcasts und Videos produzieren.
sueddeutsche.de, orf.at, dw.com (Background)

Meinung: Britische und australische Journalist*innen machen die besseren Interviews.

US-Moderator*innen wollen ihrem Publikum um jeden Preis gefallen, beobachtet Ben Smith. Das erkläre, warum US-amerikanische Journalist*innen so viel schlechter und weniger konfrontativ in Interviews auftreten als ihre britischen oder australischen Kolleg*innen. Der ideale Host, etwa einer Morning Show, begleite sanft beim Müsli-Frühstück. Ein Interview müsse das Publikum dagegen dazu bringen, "ihren Kaffee auszuspucken".
nytimes.com

US-Präsident Donald Trump fordert die Entlassung einer Fox-News-Reporterin.

Fox News: US-Präsident Donald Trump fordert bei Twitter die Entlassung der Journalistin Jennifer Griffin. Das US-Magazin "The Atlantic" hatte berichtet, Trump habe gefallene US-Soldat*innen als "Verlierer" bezeichnet - was auch Fox News aufgriff. Der Sender gilt allgemein als Trump-freundlich. Griffin habe nie um eine Stellungnahme gebeten, Fox News sei für Trump "verloren".
spiegel.de, twitter.com

US-Gesundheitsbehörde will spätestens im November mit Corona-Impfungen starten.


Yes, we can? Die USA wollen Ende Oktober oder Anfang November mit "begrenzten" Corona-Impfungen starten, berichtet die "New York Times". Die US-Bundesstaaten sollen sich auf die Verteilung eines Impfstoffs an Personal des Gesundheitswesens sowie an andere Hochrisikogruppen vorbereiten, teilt die US-Gesundheitsbehörde CDC in einem Schreiben mit. Am 3. November steht die Präsidentschaftswahl an - Amtsinhaber Donald Trump könnte die Verteilung des Impfstoffs womöglich politisch missbrauchen.

Die Pläne der Gesundheitsbehörde sind noch "hypothetisch", schreibt die "New York Times". Der Brief an die US-Bundesstaaten ging bereits letzte Woche raus - zeitgleich kündigte Trump bei einer Wahlkampf-Veranstaltung einen Corona-Impfstoff schon für Ende 2020 an. In den USA starben bisher über 185.000 Menschen an den Folgen von Covid-19.
nytimes.com via bild.de

Basta: Trump hat seiner Sprecherin empfohlen, nach Nordkorea zu gehen.

Zwinker-Kim: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un soll beim Treffen mit Donald Trump 2018 in Singapur Trumps damalige Pressesprecherin Sarah Sanders (Foto) angezwinkert haben. Trump habe ihr daraufhin empfohlen, mit Kim nach Nordkorea zu gehen und sich "für das Land zu opfern", schreibt sie in ihren Memoiren. Womöglich hat Trump bald viel Zeit, selbst den Helden zu spielen - nur mit dem Twittern könnte es in Nordkorea schwierig werden.
theguardian.com via businessinsider.com

Klassik-Künstleragentur Columbia Artists Management stellt ihren Betrieb ein.

Columbia Artists Management ist insolvent und stellt den Betrieb ein. Die US-Künstler­vermittlung war 80 Jahre lang die wohl wichtigste Agentur für Klassik-Musiker*innen und hat u.a die Auftritte von Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter (Foto), den Münchner Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra in den USA betreut. Grund für die Insolvenz ist der Ausfall von Konzerten durch die Corona-Pandemie, der in den USA noch weit länger andauern wird als in Europa.
spiegel.de, sueddeutsche.de

McDonald’s verklagt Ex-CEO Steve Easterbrook und will die Abfindung zurück.

McDonald's wirft Ex-CEO Steve Easterbrook vor, sexuelle Beziehungen mit drei Angestellten vertuscht und damit seine Pflicht zu Offenheit und Loyalität verletzt zu haben. Der Fastfood-Riese klagt deshalb, denn Easterbrook habe "in betrügerischer Absicht eine Kündigung 'ohne Grund' erwirkt" – und so eine beträchtliche Abfindung erhalten, die McDonald's nun zurückfordern will. Easterbrook argumentierte, das Unternehmen habe zum Zeitpunkt seiner Kündigung Zugang zu den angeblichen Beweisen für sein Fehlverhalten gehabt.
businessinsider.com, turi2.de (Background)

AT&T will Pay-TV-Anbieter DirecTV verkaufen.

Pay-TV-Poker: AT&T will laut Informationen von CNBC und "Wall Street Journal" seinen Fernsehsatellitenbetreiber und weltgrößten Pay-TV-Anbieter DirecTV verkaufen. Der Telekommunikationskonzern sei in Gesprächen mit Private-Equity-Interessenten. Als Bieter in Frage kommen u.a. Apollo Global Management, das bereits vergangenes Jahr Interesse bekundet hatte, sowie Platinum Equity.

Grund für den möglichen Verkauf ist der Trend zu Streaming-Diensten, der DirecTV hohe Verluste beschert hat. DirecTV, das 2015 für 49 Mrd Dollar an AT&T ging, ist laut CNBC derzeit weniger als 20 Mrd Dollar wert.
twitter.com (1-Min-Video CNBC), wsj.com (Paid)

Walmart und Microsoft wollen TikTok gemeinsam kaufen.


Allianz der Großen: Walmart und Microsoft verbünden sich, um TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland zu kaufen, berichtet CNBC. Walmart verspricht sich Wachstum für seinen Onlineshop und ist laut eines Sprechers "zuversichtlich, dass eine Partnerschaft sowohl die Erwartungen der TikTok-User in den USA erfüllen als auch die Anliegen der staatlichen Regulierer befriedigen würde". Microsoft werde den Deal mit TikTok in den nächsten zwei Tagen in Sack und Tüten haben. Der Kaufpreis wird auf 20 bis 30 Mrd Dollar geschätzt.

Walmart liebäugelt schon länger mit TikTok: CNBC berichtet, dass der Einzelhändler zuvor mit Softbank und der Google-Mutter Alphabet verbündet war, um die App zu übernehmen. Weil die US-Regierung ein Veto einlegte und darauf bestand, dass ein Tech-Konzern das Käufer-Konsortium anführt, platze das Vorhaben. Auch Microsoft-Konkurrent Oracle will TikTok übernehmen.

TikTok hat laut eigenen Angaben monatlich fast 100 Mio aktive US-Nutzer*innen. Walmart verfolgt die Übernahme zu einer Zeit, in der es versucht, besser mit Amazon zu konkurrieren. Walmart wiederum versucht, sich stärker gegen Amazon zu behaupten und plant ein Aboprogramm namens Walmart+.
cbnc.com, manager-magazin.de, cnbc.com (Walmart, Alphabet)

NBA: Milwaukee Bucks bestreiken Playoff-Spiel aufgrund von Schüssen auf Jacob Blake.

NBA: Die Milwaukee Bucks bestreiken ihr 5. Playoff-Spiel, um gegen die Schüsse auf den Schwarzen Jacob Blake zu protestieren. Der 29-Jährige war am Sonntag von zwei Polizisten sieben Mal in den Rücken geschossen und schwer verletzt worden. Nachdem auch weitere Teams nicht spielen wollten, verschiebt die NBA das 5. Playoff.
spiegel.de, adage.com

Meinung: Oprah Winfrey hält sich politisch zurück, weil sie “keine Kritikerin” ist.

USA: Oprah Winfrey hält sich mit Schelte über Donald Trump zurück, weil sie "keine Kritikerin" ist, schreiben Claus Hulverscheidt und Jürgen Schmieder. Die Talk-Queen scheue Konflikte und sehe sich eher in der Rolle der "Empfehlerin". Da sie selbst ihre Fehler stets offen kommuniziert habe, gestehe sie auch anderen Personen zu, solche zu machen.
sueddeutsche.de

American Airlines will 19.000 Arbeitsplätze abbauen.

American Airlines setzt den Rotstift an und will im Oktober 19.000 Arbeitsplätze abbauen - zusätzlich zu den 23.500 Stellen, die schon per Abfertigungen oder früheren Renteneintritten gestrichen wurden. Der Sparkurs trifft vor allem Flugbegleiter*innen, bei denen 8.100 Jobs wegfallen. Damit will American Airlines im Oktober unter die 100.000-Angestellten-Grenze fallen - zu Beginn des Jahres hatte der Konzern noch 140.000.
wiwo.de

Justiz von New York überprüft Trumps Vermögenswert.

Kohle-Check: Die Generalstaatsanwaltschaft von New York prüft, ob US-Präsident Donald Trump den Wert seines Vermögens manipuliert hat. Es geht um die Frage, ob sich Trump so Kredite sichern oder steuerliche und wirtschaftliche Vorteile erzielen wollte. Ins Rollen kam die Ermittlung, nachdem Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen vor dem Kongress ausgesagt hatte, dass in Trumps Jahresabschluss der Wert einiger Vermögenswerte erhöht worden sei, um Geld für Kredite und Versicherungen zu sparen.
n-tv.de

US-Newssender OAN ist Donald Trumps neues Sprachrohr.

One America Network mausert sich zum neuen Lieblingssender von Donald Trump, schreibt ARD-Korrespondentin Katharina Wilhelm. Das Programm von von OAN und die Moderator*innen sind erzkonservativ, attackieren andere Medien und werfen ihnen Lügen vor. Trump hat bei Twitter wiederholt für den kleinen News-Kanal geworben, dem bei den Pressebriefings im Weißen Haus ein Platz sicher ist. Trumps bisheriger Haus- und Hofkanal Fox News hatte zuletzt immer wieder kritisch über den US-Präsidenten berichtet.
tagesschau.de

Basta: USA und Australien streiten um die richtige Aussprache des Vogels Emu.

Komischer Vogel: Der US-Sender National Public Radio legt sich mit Australien an, weil er in seinen Aussprache-Regeln den Namen der Vogelart Emu als "Ee-Moo" definiert. Die Australier halten diese Aussprache für völlig falsch und absurd, richtig sei allein "Ee-mew", gesprochen mit einem J nach dem M. Das Thema scheint hoch-emu-tional zu sein.
theguardian.com

Kellyanne Conway verlässt das Weiße Haus.

Familiensegen: Kellyanne Conway, bereits seit dem Wahlkampf 2016 eine der wichtigsten Trump-Beraterinnen, verlässt zum Ende des Monats das Weiße Haus. Sie nennt familiäre Gründe. Ihr Ehemann, George Conway, ein bekannter Trump-Gegner, kündigt ebenfalls an, kürzer zu treten. Auf Kellyanne Conway geht die Formulierung "alternative Fakten" als Euphemismus für Trumps Lügen zurück.
washingtonpost.com (Paid) via faz.net

Basta: 4 ist… fast 1.

Ertappte Eiskunstlaufmutti: US-Schauspielerin Lori Loughlin (Foto) und ihr Ehemann wandern mehrere Monate ins Kittchen und zahlen 400.000 Dollar Strafe. Addiert mit der halben Mio, die sie einem Drahtzieher hingeblättert haben sollen, um ihre Töchter als Ruderinnen auszugeben, so ins Sportteam und über selbiges an die Universität zu bekommen, scheint der Bildungs-Einsatz recht hoch. Gängige Gagen für Ruder-Coaches und Nachhilfe-Lehrer*innen sind nicht bekannt.
t-online.de

TikTok will gegen Trump klagen.


Gegenangriff: Die TikTok-Mutter ByteDance kündigt an, gegen die US-Regierung zu klagen. Damit wehrt sich die Betreiberin der chinesischen Video-Plattform gegen einen Trump-Erlass, der ByteDance zum Verkauf des US-Geschäfts oder dessen Einstellung zwingen will. Die US-Regierung habe bei ihrem Erlass "nicht auf Fakten geachtet" und "versucht, sich in die Verhandlungen privater Unternehmen einzumischen".

Geht es nach der Regierung, ist TikTok am 12. November vom US-Markt verschwunden. Trump hat US-Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu TikTok verboten und sich dabei auf den Datenschutz berufen. TikTok muss außerdem innerhalb von drei Monaten alle US-Nutzer-Daten löschen. Parallel verhandelt Microsoft mit ByteDance über die Übernahme von Teilen des TikTok-Geschäfts.
independent.co.uk, adweek.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Amazons Consumer-Chef Jeff Wilke kündigt seinen Rückzug an.

Amazon: Jeff Wilke (Foto), 53, Chef des internationalen Handels-, Logistik- und Consumer-Geschäfts, will Anfang 2021 nach 20 Jahren bei Amazon in den Ruhestand gehen und "persönliche Interessen" pflegen. Dave Clark, 47, der bisher die Lieferkette leitet, übernimmt. Wilke ist neben Andy Jassy, Chef der Cloud-Computing-Sparte, bisher der wichtigste Mann im Bezos-Imperium.
reuters.com