US-Medienkonzern Insider strukturiert seine Redaktionen um.

Insider, Mutterkonzern hinter Business Insider, will die beiden Medien-Marken Insider und Business Insider besser voneinander abgrenzen und strukturiert die Redaktionen in die drei Bereiche Business, News und Lifestyle um. Insider soll sich künftig um allgemeine Nachrichten, Politik und Lifestyle kümmern; Business Insider bleibt bei einer Mischung aus Executive News und Lifestyle.
digiday.com

Lese-Tipp: Gelächter-Ingenieur Charles Douglass veränderte Comedy-Shows.

Lese-Tipp: Charles Douglass, der Erfinder der Lach-Konserve, kam 1953 auf die Idee, mit Gelächter Geld zu machen, schreibt Danny Kringiel. Der Ingenieur entwickelte dafür aus einer Schreib- eine "Lachmaschine" mit 320 verschiedenen Lachern, vom "frühen Kichern des Blitzmerkers" bis zum "dröhnenden Wiehern des Spätzünders". Seine Arbeit hielt er geheim, einerseits um ein Lach-Monopol zu halten, andererseits, weil sie für Filmstudios unverzichtbar wurde, sie es aber nicht zugeben wollten. Die Lacher vom Band "veränderten die Spielregeln von Comedy-Shows".
spiegel.de

Analyse: Der US-Medienmarkt ist auf Konsolidierungskurs.

USA: Medien-Fusionen sind auch nach dem Zusammenschluss von CBS und Viacom großes Thema auf dem US-Markt, analysiert Katharina Kort im "Handelsblatt". Als Kandidaten nennt sie u.a. Discovery, Sony und Lions Gate und beruft sich auf Analysten. Auch ViacomCBS könnte mit seinen knapp. 30 Mrd Dollar Börsenwert zum Übernahmekandidat werden – Netflix ist 130 Mrd schwer.
handelsblatt.com

“Easy Rider”: Schauspieler Peter Fonda, 79, ist tot.

Peter Fonda, 79, ist tot. Der Schauspieler starb am Freitag in Los Angeles an einer Lungenkrebs-Erkrankung, teilt seine Familie mit. Fonda wurde mit dem Film Easy Rider 1969 zu einem Idol der Hippie-Bewegung und erhielt eine Oscar-Nominierung. Der Bruder von Schauspielerin Jane Fonda machte sich auch als Regisseur einen Namen. Seit 2003 ziert sein Name einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
spiegel.de, zeit.de

Basta: Gimme Grönland.

Insel(s)hopper: Donald Trump denkt laut "Wall Street Journal" darüber nach, Dänemark Grönland abzukaufen. Die Insel sei wirtschaftlich und militärisch interessant, bestätigen seine Berater. Und bei nur 56.000 Einwohnern auf einer Fläche, die sechsmal so groß ist wie Deutschland, findet sich sicher auch ein stiller Platz, falls man mal einen Präsidenten dahin schicken will, wo nach dem Klimawandel der Pfeffer wächst.
faz.net

Der Ausschuss für nationale Sicherheit des US-Kongresses lädt den 8chan-Betreiber vor.


8-same Abgeordnete: Der Ausschuss für nationale Sicherheit des US-Repräsentantenhauses lädt Jim Watkins, Betreiber des Forums 8chan, vor. Watkins soll den Ausschussmitgliedern am 5. September Fragen zur Rolle seiner Website bei mehreren Amokläufen in jüngster Zeit beantworten. 8Chan erregte nach dem Amoklauf in El Paso, bei dem 22 starben, Aufmerksamkeit, da der Todesschütze hier zuvor seine Tat angekündigt haben soll und von weiteren Nutzern Zustimmung erhielt. Watkins behauptet, das entsprechende Manifest sei nicht vom Täter selbst hochgeladen worden.

Schon bei den Angriffen auf eine Moschee im neuseeländischen Christchurch und auf eine Synagoge im kalifornischen Poway haben rechte Extremisten die Plattform genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Derzeit ist die Seite offline. Watkins will zunächst die Gespräche mit den Abgeordneten abwarten.
theverge.com, cnet.com, spiegel.de (Behauptung Watkins), turi2.de (Backgound)

Basta: Die USA verbannen Touchscreens aus ihren Kriegsschiffen.

Can’t touch this: Die US-Navy rüstet ihre Zerstörer um. Statt moderner Touchscreens bekommen alle Schiffe wieder mechanische Steuergeräte. Die Untersuchung eines Unfalls und Befragungen haben bei den Streitkräften eine Erkenntnis aufkommen lassen, die auch Hersteller ziviler Technik berücksichtigen sollten. Der technische Schnickschnack falle unter die Kategorie "nur weil man etwas tun kann, muss man es noch lange nicht machen".
theverge.com

Huawei präsentiert Betriebssystem Harmony OS.

Huawei stellt seine Android-Alternative Harmony OS vor. Das Betriebssystem soll auf Smartphones, Computern, Tablets und Uhren laufen. Huawei wird voraussichtlich den Zugang zum Google-System Android verlieren, nachdem Präsident Trump die chinesische Firma zum Staatsfeind erklärt hat. Harmony OS soll quelloffen sein und auch auf Geräten anderer Hersteller laufen können. Setzt es sich durch, müssten Anbieter von Apps neben iOS und Android eine dritte Version entwickeln.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

USA: Facebooks Berufung zur Sammelklage wegen Gesichtserkennung abgelehnt.


Appgelehnt: Ein US-Bundesgericht hat Facebooks Berufung abgelehnt – das soziale Netzwerk hatte Berufung gegen eine Sammelklage gegen Gesichtserkennung eingelegt. In der Sammelklage wird Facebook vorgeworfen, biometrische Daten von Millionen von Nutzern ohne deren Zustimmung illegal gesammelt und gespeichert zu haben. Die Gesichtserkennung, die vor allem für die Markierungsvorschläge auf Fotos genutzt wurde, ist im Bundesstaat Illinois verboten.

Die Klage aus dem Jahr 2015 könnte Facebook eine Strafe in Milliardenhöhe kosten. Das Gesetz zum Schutz von biometrischen Daten in Illinois sieht Schadensersatz in Höhe von 1.000 Dollar für jede fahrlässige Verletzung und 5.000 Dollar für jede vorsätzliche Verletzung vor. Facebook ist der Meinung, die Praktiken der Gesichtserkennung stets offen kommuniziert zu haben. Nutzer hätten diese jederzeit ein- oder ausschalten können.
reuters.com, turi2.de (Background)

USA: Trump verbannt Geräte von chinesischen Tech-Firmen aus den Staatsbehörden.


Verbannt: US-Präsident Donald Trump macht ernst und verbietet US-Bundesbehörden ab dem 13. August, Telekommunikations- und Videoüberwachungsgeräte sowie Dienstleistungen direkt bei chinesischen Tech-Konzernen zu kaufen. Betroffen sind die Firmen Huawei, ZTE sowie Hytera und Hikvision, die als nationale Sicherheitsbedrohung eingestuft werden. Die USA befürchtet Spionage für die chinesische Regierung durch die Techkonzerne.

Vereinzelt sollen bei Bundesbehörden Ausnahmen beantragen werden können – wenn die Beteiligten nicht davon ausgehen, dass ihre Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen eine Sicherheitsbedrohung darstellt. Präsident Trump hatte im Mai per Dekret den Notstand in der Telekommunikation ausgerufen – der Schritt galt als weiterer Schlag gegen das chinesische Huawei.
techcrunch.com, cnbc.com, turi2.de (Background)

AT&T: Hacker zahlt Mitarbeitern Tausende Dollar für Zugriff auf Kunden-Smartphones.


Netzflucht: Ein Hacker hat Mitarbeitern des US-Telekomriesen AT&T jahrelang mehrere tausend Dollar gezahlt, damit diese ihm Zugriff auf die Smartphones der Kunden verschaffen. Ein Mitarbeiter habe laut dem US-Justizministerium über fünf Jahre insgesamt 420.000 Dollar erhalten. Der Hacker sei von AT&T-Kunden bezahlt worden, die das AT&T-Netzwerk mit ihren Telefonen verlassen wollten, eigentlich aber vertraglich daran gebunden waren.

Mit einer aus der Ferne installierten Malware hatte der Hacker Zugriff auf die Smartphones und konnte sie aus der Bindung an des AT&T-Netz entfernen. Das Justizministerium vermutet einen Schaden in Höhe von mehreren Mio Dollar für den Telekomkonzern. Auch auf firmeninterne Router und WLAN-Netze habe sich der Hacker Zugang verschafft. Dem 34-Jährigen drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.
theverge.com

Apple hat Kreditkarte in den USA gestartet.

Apple gibt seine Kreditkarte für den US-Markt heute für ein Testpublikum frei. Die Firma hat die Kandidaten zufällig aus der Warteliste gezogen, zu Monatsende soll die Karte in Zusammenarbeit mit der Bank Goldman Sachs für alle iPhone-Nutzer in den USA verfügbar sein. Es gibt 3 % Cashback für Transaktionen mit Apple, 2 % für Apple-Pay-Transaktionen mit Dritten und 1 %, wenn die physische Kreditkarte benutzt wird, die übrigens aus Titan besteht.
theverge.com, turi2.de (Background)

New Media übernimmt Gannett für 1,38 Mrd Dollar.


Ganz nett: Gannett, Verlag hinter "USA Today", geht für 1,38 Mrd Dollar an New Media, den Eigentümer von GateHouse Media. Damit schließen sich die beiden größten US-Verlage für Tageszeitungen zusammen. Der neu entstehende lokale Nachrichtenriese umfasst mehr als ein Sechstel aller Tageszeitungen des Landes und erreicht fast 9 Mio Print-Leser.

Der Zusammenschluss soll in der zweiten Hälfte 2019 über die Bühne gehen. Beide Konzerne firmieren dann als ein Unternehmen unter der Medienmarke Gannett. Michael Reed, Chef von New Media, bleibt CEO bei dem neuen Verlag Gannett. Der aktuelle Gannett-Chef Paul Bascobert übernimmt die Leitung der operativen Tochtergesellschaft.
adage.com, reuters.com

Gründer fordert Ende von 8Chan nach Massenmord von El Paso.


Messageboard des Todes: Der Gründer der berüchtigten Foren-Plattform 8Chan, Fredrick Brennan, ruft zur Einstellung der Seite auf, nachdem ein Mitglied im texanischen El Paso 20 Menschen erschossen und 26 weitere verletzt hat. Der Schütze kündigte die Tat vorab bei 8Chan an und wurde dort anschließend gefeiert. Es ist bereits der dritte Massenmord, der dort angekündigt wurde - wie schon die Angriffe auf eine Moschee im neuseeländischen Christchurch und auf eine Synagoge im kalifornischen Poway.

Gründer Brennan arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit einem Jahr nicht mehr mit dem aktuellen Besitzer der Seite zusammen. Der Dienstleister Cloudflare will 8Chan nicht weiter vor DDOS-Angriffen schützen. Die Plattform ist auch ein bevorzugtes Habitat der Verschwörungstheoretiker-Sekte QAnon und der frauenfeindlichen Incel-Bewegung.
nytimes.com, buzzfeednews.com, blog.cloudflare.com

US-Regierung verschiebt die Entscheidung über Amazons Cloud-Auftrag.

AWS, Cloud-Sparte von Amazon, bangt um den größten Auftrag, den eine US-Regierung jemals für ein Projekt der Informationstechnik ausgeschrieben hat, schreibt die "Washington Post". Das Weiße Haus habe dem Verteidigungsministerium befohlen, die Vergabe zu überprüfen. Trump gilt als Kritiker der "Washington Post", die im Besitz von Amazon-Chef Bezos ist.
washingtonpost.com (Paid), heise.de

Interpublics Hollywood-PR-Firmen fusioneren.

Hollywood-PR: Interpublic legt seine beiden bisher konkurrierenden PR-Agenturen PMK-BNC und Rogers & Cowan zusammen. Zusammen betreuen die Firmen rund 500 Kunden, u.a. Denzel Washington, Robert Redford, Katy Perry und Elton John. Ein Name der neuen Agentur wird noch nicht genannt. Mark Owens, bisher Leiter von Rogers & Cowan wird Chef. Cindi Berger, bisher Chefin bei PMK-BNC, wird Chairwoman.
nytimes.com

The Information: Huawei musste Google-basierten Smartspeaker einstampfen.


Zwangsscheidung: Google und Huawei haben vor der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China gemeinsam an einem Smartspeaker gearbeitet, berichtet The Information. Der geplante Huawei-Sprachassistent sollte im September auf der Ifa in Berlin vorgestellt werden, das Projekt für das gemeinsame Gerät musste jedoch im Mai eingestampft werden.

Geplant war ein Huawei Sprachassistent, der auf Basis des Google Assistants hätte laufen sollen. Der smarte Speaker sollte weltweit auf den Markt kommen und auch in den USA online verkauft werden. Der Bann vom US-Markt hat Huawei bereits dazu gezwungen, die offene Android-Version für seine Smartphones zu verwenden. In der Open-Source-Variante von Android fehlen offizielle Google-Updates sowie u.a. die YouTube- und Gmail-Apps.
theinformation.com, techcrunch.com, theverge.com

Zahl des Tages: E-Sport sichert einem 16-Jährigen Gewinn von 3 Mio Dollar.

Zahl des Tages: Siegreiche 3 Mio Dollar gewinnt der 16-jährige Amerikaner Kyle Giersdorf beim Einzelfinale der ersten Weltmeisterschaft des Computerspiels Fortnite. Jan Kaur ist auf Rang 31 der bestplatzierte Deutsche. Allein durch die Qualifikation, an der fast 40 Mio Spieler teilnahmen, sichert sich der Finalist ein Preisgeld von 50.000 Dollar.
welt.de

Telekom steht mit Auflagen vor Durchbruch bei Fusion von T-Mobile US und Sprint.

Anschluss gefunden: Das US-Justizministerium will die Fusion von T-Mobile US, US-Tochter der Telekom, mit dem Rivalen Sprint unter Auflagen am Donnerstag offiziell genehmigen, schreibt das "Handelsblatt". Die Einigung müsse noch von einem Richter bestätigt werden. Beide Unternehmen sollen die Prepaid-Geschäfte sowie Netzwerkkapazitäten künftig an den US-Mitbewerber Dish Network abgeben.

Thorsten Langheim, Telekom-Vorstand für USA und Unternehmensentwicklung, sei mit Blick auf den 26-Mrd-Dollar-Deal "bestimmt, aber nicht euphorisch", schreibt das "Handelsblatt". Unter Ex-Präsident Obama hatte die US-Regierung größere Fusionen unterbunden, darunter auch den Verkauf von T-Mobile US an AT&T. Durch den Zusammenschluss erhoffen sich T-Mobile und Sprint eine Absicherung gegen die Marktführer AT&T und Verizon.
handelsblatt.com, manager-magazin.de, turi2.de (Background)

US-Sportportal The Athletic expandiert nach Großbritannien.

Sportjournalismus: Das amerikanische Sportportal The Athletic expandiert über den Teich, um über britischen Fußball zu berichten. Es startete 2016 in Chicago, wuchs schnell und hat in den USA und nun auch in Großbritannien renommierte Journalisten von u.a. "Washington Post", "Sports Illustrated", "Guardian" und BBC abgeworben. The Athletic will in Großbritannien bis zu 50 Stellen schaffen und ein Fußball-Abo für fünf Dollar im Monat anbieten.
sueddeutsche.de

US-Justiz will Netflix-Zahlung an Hochstaplerin Anna Sorokin verhindern.

No money, honey: Die New Yorker Staatsanwaltschaft versucht, die Zahlung von knapp 70.000 Dollar, die Netflix an die deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin, 28, zahlen will, zu stoppen. Der Streamingdienst hat sich die Rechte für eine Fernsehserie über Sorokins Leben gesichert. Dazu kämen noch 15.000 Dollar pro Folge und 7.500 Dollar Tantiemen. Die Justiz will verhindern, dass Sorokin sich bereichert.
derstandard.at

Basta: Geschönte Fake News.

Kleine Änderung: Das Buch "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" des Historikers Yuval Noah, das u.a. ein Kapitel über Fake News enthält, ist kürzlich in Russland erschienen. Die russische Fassung unterscheidet sich dadurch, dass Fake News nicht anhand Putins Erzählungen über die Annexion der Krim veranschaulicht werden, sondern durch Trump-Reden. Der Autor selbst findet die Änderung unbedenklich, der grundlegende Gedanke sei nicht verändert.
sueddeutsche.de

Alibaba lässt US-Verkäufer auf seine Großhandels-Plattform.


Angriff im Amazon-Land: Der chinesische Gigant Alibaba öffnet seine Großhandels-Plattform für Verkäufer aus den USA. Sie können ihre Produkte nun über alibaba.com an Millionen Kunden verkaufen. Als erste kommen Frischwaren-Händler Robinson und Büroausstatter Office Depot auf die Plattform. Die Öffnung der 1999 gestarteten Plattform richtet sich auch gegen Amazon, das sich mit Business-Angeboten als Freund der Einkaufsabteilungen positioniert hat.

Alibaba sendet mit den ersten US-Verkäufern nicht nur das Signal, weiter international expandieren zu wollen. Es macht auch ein Angebot an die US-amerikanische Politik im fortlaufenden Handelskonflikt mit China. Alibaba könnte eine Erlösquelle für Firmen aus den USA werden, die bislang nur bestellen konnten. Das Portal Alibaba.com ist dabei nur ein Teil des Alibaba-Konzerns, das auch Alipay, das Auktionshaus Taobao und den Shop Tmall betreibt. (Foto: Da Qing / Imaginechina / Picture Alliance)
bloomberg.com