Amazon zeigt SXSW-Filme als virtuelles Festival online.

Amazon Prime Video bringt das Filmprogramm des abgesagten Kultur- und Digital-Festivals South by Southwest online. Das virtuelle Festival soll Ende April zehn Tage lang stattfinden, teilnehmende Filmemacher*innen bekommen ein Honorar. In den USA zeigt Amazon die Filme frei zugänglich, eine Prime-Mitgliedschaft ist nicht notwendig, nur ein Amazon-Account.
hollywoodreporter.com, sxsw.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Zahl der Corona-Infizierten überschreitet die Mio-Marke.

Zahl des Tages: Mehr als 1 Mio Menschen weltweit sind mit dem Corona-Virus infiziert, sagt eine Erhebung der Johns-Hopkins-Universität. Über 50.000 Menschen sind an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 bereits gestorben. Die meisten Infizierten, mehr als 230.000, gibt es in den USA, danach folgen Italien und Spanien mit jeweils mehr als 110.000.
spiegel.de, bbc.com

Zoom-Gründer gelobt Besserung beim Datenschutz.

Zoom: Der US-Dienst für Videokonferenzen verspricht, Sicherheitslücken zu schließen. Dafür stoppt das Startup die Entwicklung neuer Funktionen für 90 Tage, kündigt Gründer Eric S. Yuan in einem Blogbeitrag an. Für "verfehlte" Sicherheitserwartungen entschuldige er sich. Datenschützer*innen hatten zuletzt vor Zoom gewarnt. Corona-bedingt nutzen den Dienst laut Yuan täglich 200 Mio Menschen.
techcrunch.com, blog.zoom.us, turi2 (Background)

Basta: NBA.fm simuliert ausgefallene Basketball-Spiele.

Die wollen nur simulieren: Die amerikanische Basketball-Liga NBA muss Corona-bedingt pausieren. Das neue Webradio NBA.fm berichtet dennoch mit packenden Live-Reportagen von allen Spielen, so als würden sie stattfinden. Vielleicht auch eine Idee für Deutschland, um die Lücken zu füllen, die mangels Bundesliga, Fußball-EM und Olympia im Programm klaffen.
theverge.com

Podcast-Downloads in den USA sinken, weil weniger Pendler unterwegs sind.

Podcast-Nutzung in den USA geht in Zeiten von Corona zurück. Die Zahl der Downloads ist seit Anfang März um 10 % gesunken, die der Unique Listener gar um 20 %, sagt eine Auswertung von Podtrac. Mögliche Erklärung: Weil immer mehr Hörer*innen im Home Office tätig sind, entfällt die Podcast-Nutzung auf dem Weg zur Arbeit.
theinformation.com via twitter.com/podcastszene

Corona-Pandemie: Trump verlängert die US-Richtlinien zur sozialen Distanzierung.

USA: Präsident Trump verlängert die Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Die Maßnahmen waren ursprünglich bis Ostern vorgesehen, wo die Infektionszahl nun ihren Höhepunkt erreichen könnte. "Nichts wäre schlimmer, als den Sieg zu verkünden, bevor der Sieg gewonnen ist", sagt Trump, der das Ende der Pandemie im Juni erwartet.
t-online.de, cnbc.com

Basta: Zwei Drittel aller aktiven Flugzeuge weltweit fliegen derzeit über den USA.

Flying away: Die Corona-Krise sorgt für drastisch weniger Flugverkehr - mit Ausnahme der USA: Zwei Drittel der weltweiten Flugzeugbewegungen finden derzeit im US-Luftraum statt. Präsident Trump scheint im Land der unbegrenzten Möglichkeiten der Pandemie davonfliegen zu wollen.
twitter.com, n-tv.de, flightradar24.com

Basta: Donald Trump nimmt seine eigenen Richtlinien nicht ernst.

Gruppenkuscheln: Donald Trump hat US-Bürgern vor zwei Wochen empfohlen, sich nicht in Gruppen mit mehr als zehn Menschen zu treffen. Trump selbst lädt aber munter weiter große Gruppen in sein Oval Office ein. Er regiert jetzt offenbar frei nach Adenauer – was kümmert ihn sein Geschwätz von gestern.
bild.de

Basta: Zimmerpflanzen sollen gegen die Einsamkeit des Social Distancing helfen.

Mein kleiner grüner Kaktus: Die Menschen in den USA horten in der Corona-Krise offenbar nicht nur Klopapier, auch Tierheime erleben derzeit einen Ansturm. Für alle, die kein Haustier fürs Homeoffice mehr ergattern konnten, hat Mashable einen Tipp: die gute, alte Zimmerpflanze. Die kann man zur Not auch streicheln – oder ihr eine Hymne widmen und die dann mit den Nachbarn vom Balkon trällern.
mashable.com

General Motors und Ford wollen Beatmungsgeräte herstellen.

General Motors und Ford prüfen, ob sie ihre Produktion auf medizinische Geräte, wie z.B. Beatmungsgeräte umstellen können. Es gebe bereits Gespräche mit den Regierungen der USA und Großbritanniens. Beide Autobauer haben wegen der Corona-Pandemie ihre Produktionen in den USA, Kanada und Mexiko vorerst bis 30. März gestoppt. Der Spirituosenhersteller Pernod Ricard (u.a. Absolut Vodka, Havana Club oder Jameson Whiskey) stellt Laboratoire Cooper, Hersteller von Desinfektionsgels, 70.000 Liter reinen Alkohol zur Verfügung.
manager-magazin.de (Autobauer), boerse.ard.de (Alkohol), #thinkpositive #actpositive

US-“Playboy” hält dem Druck nicht stand und gibt den Druck auf.

US-Playboy stellt seine Print-Ausgabe ein. Die Frühjahrsausgabe ist das letzte gedruckte Magazin in diesem Jahr, kündigt Ben Kohn, Chef von Playboy Enterprises, in einem Blog-Beitrag an. Auch aufgrund der Einschnitte durch die Corona-Pandemie hätten die Macher entschieden, auf "Digital first" umzustellen. 2021 sollen "frische und innovative Print-Angebote" kommen, ob auch ein regelmäßiges Magazin dabei ist, lässt Kohn offen. In den USA erschien der Playboy zuletzt ohnehin nur noch quartalsweise.
theguardian.com, medium.com

Stream-Tipp: Geek Week streamt 22 Uhr live aus dem Silicon Valley.

Stream-Tipp: Geek Week meldet sich heute 22 Uhr mit einem Live-Stream aus dem Silicon Valley. ARD-Korrespondent Marcus Schuler diskutiert mit u.a. mit Mozilla-Innovationschefin Katharina Borchert über das Leben in Corona-Zeiten, die besten Kommunikations-Tools und den Umgang der Tech-Konzerne mit Fake News.
geek-week.de, twitter.com

Watch live video from geekweekde on http://twitch.tv

China wirft US-Journalisten von “NYT”, “Washington Post” und “WSJ” raus.


Bye-bye, Beijing: Die chinesische Regierung entzieht US-Journalisten von "New York Times", "Washington Post" und "Wall Street Journal" die Arbeitserlaubnis in China und verweist sie des Landes. US-Bürger*innen, die für die drei Zeitungen arbeiten, müssen sich innerhalb von vier Tagen beim Informationsamt des chinesischen Außenministeriums melden. Innerhalb von zehn Tagen müssen sie ihre Pressekarte abgeben. Das chinesische Regime erwartet von den drei Medienhäusern sowie vom "Time Magazine" und dem Auslandsrundfunk Voice of America zudem detaillierte Angaben über ihr Personal, ihre Finanzen, Aktivitäten und Immobilien in China.

Die Anordnung ist Chinas Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Zahl der Mitarbeiter*innen aus China bei chinesischen Staatsmedien in den USA auf insgesamt 100 zu begrenzen. Schon Mitte Februar hatte China drei Reporter des "Wall Street Journals" wegen eines Kommentars im Blatt des Landes verwiesen.
derstandard.at, nytimes.com, techcrunch.com, fmprc.gov.cn

Alphabet entwickelt eine Symptom-Check-Website für die Corona-Krise.

Alphabet entwickelt mit der Tochterfirma Verily Life Sciences einen Digitaltest, mit dem Nutzer prüfen sollen, ob sie einen Test auf das Coronavirus brauchen und der Teststationen nennt. Das Tool soll zuerst in San Francisco starten. Trump hat kürzlich in einer Rede behauptet, Google arbeite "mit großem Entwicklerteam" an dem Projekt und mache bedeutende Fortschritte – beides stimmt nicht.
n-tv.de

Wegen Corona: Tesla holt Mitarbeiter aus Deutschland in die USA.

Tesla ruft seine Mitarbeiter aus Deutschland wegen des Corona-Virus in die USA zurück, berichtet die "Automobilwoche". Rund 30 Amerikaner, die für Tesla in Berlin tätig sind, seien auf dem Rückweg. Welche Auswirkungen die Maßnahme auf den Bau der Tesla-Fabrik in Brandenburg hat, ist unklar. Für Mitte April ist der Spatenstich geplant.
automobilwoche.de (Paid)

US-Aufsichtsbehörde stimmt der Fusion von T-Mobile US und Sprint unter Auflagen zu.

T-Mobile US und Sprint bekommen von der kalifornischen CPUC-Behörde, der US-Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen, grünes Licht für die geplante Fusion. Die Behörde hat die Zustimmung an Bedingungen wie Mindestabdeckung und Mindestgeschwindigkeiten gebunden. Die richterliche Genehmigung steht noch aus.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Urteil: Harvey Weinstein muss 23 Jahre ins Gefängnis.


MeToo-Urteil: Filmproduzent Harvey Weinstein muss 23 Jahre hinter Gitter. Eine Jury hat den Ex-Hollywood-Mogul Ende Februar wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an zwei Frauen schuldig befunden, heute wurde das Strafmaß verkündet. Das Urteil bezieht sich auf erzwungenen Oralverkehr mit Weinsteins ehemaliger Produktionsassistentin Miriam Haleyi im Jahr 2006 und die Vergewaltigung der früheren Schauspielerin Jessica Mann im Jahr 2013. Auch in Los Angeles droht dem Ex-Produzenten ein Prozess wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Seine Anwälte verhandeln mit zivilen Klägerinnen außerdem Entschädigungen.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Google schickt zehntausende Mitarbeiter ins Home Office.


Don’t be viral: Nach Apple fordert auch Google seine Mitarbeiter auf, soweit möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Alle Angestellten in den USA und Kanada sollen bis mindestens zum 10. April im Home Office tätig sein. Auch Mitarbeiter in Europa sind angehalten, abhängig von der lokalen Situation, zu Hause zu bleiben. Googles Büros bleiben jedoch geöffnet, auch da nicht alle Arbeiten ohne physische Präsenz erledigt werden können.

Google-Chef Sundar Pichai sagt, die Maßnahmen dienten nicht nur dem Schutz der Mitarbeiter selbst, sondern würden der gesamten Gesellschaft helfen. Distanz trage dazu bei, die Spitzenlasten für das Gesundheitssystem abzufedern und für Personen in Not zurückzuhalten. Auch andere Großkonzerne, zum Beispiel Apple, haben vergleichbare Maßnahmen angekündigt.
mashable.com, turi2.de (Background)

Burda investiert in Recount Media, US-Plattform für Kurz-Videos.

Recount Media, US-Plattform für politische Kurz-Videos, sammelt in einer Finanzierungsrunde 13 Mio Dollar ein, u.a. von Burda Principal und Viacom CBS. Das von den Journalisten John Battelle und John Heilemann gegründete Startup mit derzeit 20 Mitarbeitern will neben Finanzinvestoren wie Union Square Ventures auch Medienpartner als Investoren. Das Geld soll in die Produktion neuer Programme und zusätzliche Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen fließen.
axios.com, burda.com

Basta: Donald Trump Jr. deutet alten Gag von Palina Rojinski um.

Leck mich doch am... Donald Trump Jr., Sohn des weitestgehend gleichnamigen US-Präsidenten, macht sich auf Instagram über den Sozialismus lustig und verwendet dafür Fotos aus einem Online-Prank von Palina Rojinski und Klaas Heufer-Umlauf. Im Original sollte der sich als Hintern herausstellende, vermeintliche Ausschnitt zwar ein Zeichen gegen Sexismus setzen – aber das gehört bekanntlich nicht zu den Top-Prioritäten im Hause Trump.
stern.de, instagram.com


Trumps Wahlkampfteam klagt nun auch gegen CNN.

CNN Logo 150USA: Das Wahlkampfteam von Donald Trump geht nun auch juristisch gegen CNN vor. Das Team wirft dem TV-Sender vor, "falsche und verleumderische Aussagen" über Donald Trump in Bezug auf die Russlandaffäre veröffentlicht zu haben. Ähnliche Klagen haben Trumps Wahlkämpfer in den vergangen Tagen bereits gegen die "New York Times" und die "Washington Post" eingereicht.
derstandard.at, turi2.de (Background)

USA: Mitarbeiter des Hachette-Verlags protestieren gegen Allen-Autobiografie.

USA: Dutzende Mitarbeiter der Hachette-Verlagsgruppe legen ihre Arbeit nieder, sie protestieren damit gegen die Veröffentlichung der umstrittenen Autobiografie "Apropos of Nothing" von Woody Allen, die im April erscheinen soll. Hachette will "den Dialog mit seinen Angestellten suchen". Gegen Allen gibt es Missbrauchs-Vorwürfe, seine Kinder haben als erste gegen das Buch protestiert. Allens Sohn Ronan Farrow war maßgeblich an den Recherchen beteiligt, die Harvey Weinstein vor Gericht gebracht haben und veröffentlichte bei Hachette ein Buch dazu.
spiegel.de

US-Wahlkampf: Bloomberg hinterlässt Biden eine geheime Datenwaffe.

Lese-Tipp: Joe Biden kann im Kampf gegen Bernie Sanders – und später auch gegen Trump – eine geheime Datenwaffe namens Hawkfish nutzen, schreibt Gabor Steingart. Er fasst zusammen, was bekannt ist über die Denkfabrik, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im US-Wahlkampf mit Daten "für demokratische Kandidaten, gute Zwecke und vernünftige Lösungen" zu kämpfen.
gaborsteingart.com

Meinung: CCPA spielt Amazon und Facebook in die Hände.

Facebook-LogoFacebook und Amazon profitieren vom neuen, mit der DSGVO verwandten, kalifornischen Datenschutzgesetz, sagt Aaron Levie, Chef des Softwareunternehmens Box, im Spiegel.de-Interview. Denn es sei mit Blick auf große Konzerne entwickelt worden, die "bei der Datenverarbeitung über enorme Kompetenz und unbeschränkte Mittel verfügen". Für kleinere Unternehmen sei der Aufwand wesentlich höher und teurer, wodurch ihre Wettbewerbsfähigkeit leide.
spiegel.de (Paid)

Leipziger Buchmesse fällt wegen Corona-Virus aus, SXSW steht auf der Kippe.

Corporate Influenza: Die Leipziger Buchmesse findet wegen des Corona-Virus nicht statt. International steht auch die Tech-Messe South by Southwest auf der Kippe, Facebook, Twitter und die Videoplattform Vevo schicken keine Mitarbeiter zu der Veranstaltung. Twitter lässt seine Mitarbeiter wegen der Ansteckungsgefahr weltweit im Homeoffice arbeiten.
lvz.de (Leipziger Buchmesse), horizont.net (SXSW), horizont.net (Twitter)

Zitat: Microsoft-Manager Brad Smith will keine Abschottungspolitik.

"In der Welt von heute kann keiner von uns Erfolg haben, wenn der einzige Ort, an dem wir Geschäfte machen können, das Land ist, in dem wir ansässig sind."

Microsoft-Spitzenmanager Brad Smith sagt im "FAS"-Interview, dass US-Unternehmen bei der europäischen Cloud Gaia-X nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten.
"FAS", S. 19 (Paid)

Prominente demonstrieren gegen die Auslieferung von Julian Assange.

Wikileaks: Vor der Anhörung von Julian Assange am Montag, haben am Samstag Prominente in London gegen die mögliche Auslieferung des Australiers an die USA demonstriert. Zu den Unterstützern zählen u.a. Roger Waters von der Band Pink Floyd, der griechische Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis und Modedesignerin Vivienne Westwood, die Assange als "Engel der Demokratie" bezeichnet.
rnd.de

Basta: Karl Klammer nimmt an der US-Präsidentschaftswahl teil.

Sie wollen eine Präsidentschaft verfassen? Auf Vorwürfe, seiner Mitbewerber, seine Pläne für eine Gesundheitsreform seien eher eine PowerPoint, als ein Plan, entgegnet der demokratische Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg, er sei eher der "Word-Typ". Im Internet ist man sich kurz darauf sicher: Clippy, alias Karl Klammer ist wieder da und will ins Weiße Haus.
mashable.com