Jeff Bezos sorgt sich um die technologische Vormachtstellung der USA.

USA: Jeff Bezos warnt bei einem Treffen des US-Militärs vor der Aufholjagd Chinas und dem Verlust der technologischen Vormachtstellung der USA. "Dieses Land ist wichtig", sagt der Amazon-Chef, der dem Verteidigungsministerium seine Hilfe anbot. Bezos, Investor des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, fordert zudem mehr Investitionen in der Weltraum-Forschung.
handelsblatt.com, cnbc.com

Elon Musk wird nach Pädophilie-Tweet freigesprochen.

width=Vertwittert: Elon Musk wird vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen, urteilt ein US-Gericht. Musk hatte den britischen Rettungstaucher Vernon Unsworth in einem Tweet als "pädophilen Kerl" bezeichnet, wofür er sich später entschuldigte. Bei der Rettungsaktion für die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft wollte Musk 2018 ein Mini-U-Boot einsetzen, was der Rettungstaucher öffentlich als PR-Gag kritisierte.

Musk relativierte seine Wortwahl später vor Gericht als "allgemeine Beleidigung". Für seinen Anwalt bestehe die Twitter-Debatte aus "frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern". Musk habe den Rettungstaucher nicht als pädophil bezeichnen wollen.
handelsblatt.com, cnbc.com

Lese-Tipp: Reese Witherspoon baut mit ihrer Produktionsfirma ein Medienimperium auf.

Lese-Tipp: Das Gegenteil von Patriarchat sei Qualität, erfährt Torsten Zarges beim Besuch von Reese Witherspoons Produktionsfirma Hello Sunshine in Santa Monica. Das Medienimperium arbeitet u.a. mit Hulu, HBO und Amazon für TV-Produktionen wie "The Morning Show" oder "Big Little Lies". Der zum Unternehmen gehörende Buchclub katapultiere die Verkaufszahlen empfohlener Bücher um rund 700 % über den Marktdurchschnitt.
dwdl.de

USA wollen mit Strafzöllen auf französische Digitalsteuer reagieren.

USA drohen Frankreich mit Strafzöllen als Reaktion auf Frankreichs Digitalsteuer. Der US-Handelsbeauftragte sieht gezielt amerikanische Tech-Konzerne diskriminiert und will Strafzölle von bis zu 100 % auf französische Importe wie Champagner, Käse oder Kosmetik vorschlagen. Frankreich hatte im Frühjahr im Alleingang eine Digitalsteuer von 3 % für internationale Tech-Firmen mit mehr als 25 Mio Euro Umsatz im Land eingeführt.
sueddeutsche.de, welt.de, turi2.de (Background)

Trump will Bloomberg-Journalisten von Wahlkampf-Auftritten ausschließen.

USA: Donald Trump will Bloomberg-Journalisten nicht mehr für seine Wahlkampf-Auftritte akkreditieren. Weil Michael Bloomberg kandidiert, seien die Mitarbeiter der Nachrichtenagentur parteiisch. John Micklethwait, Chefredakteur von Bloomberg News, hatte in einem CNN-Interview Befangenheitsvorwürfe dementiert. Als Bloomberg seine Kandidatur ankündigte, erklärte Micklethwait, die Agentur werde "unsere Tradition, Mike (und seine Familie und Stiftung) nicht zu untersuchen, fortsetzen und die gleiche Politik auf seine Rivalen in den Vorwahlen der Demokraten ausdehnen", aber weiter über die Trump-Regierung berichten.
spiegel.de, theguardian.com

Basta: Der Zugang zu einer .gov-Domain ist leichter als gedacht.

Nicht-Regierungs-Organisation: Eigentlich sollen .gov-Domains den Nutzern signalisieren, dass die Website einer offiziellen Stelle gehört. Wie der Sicherheitsexperte Brian Krebs berichtet, scheinen die Sicherheitsprüfungen dafür aber nicht so gut zu sein. Einer Person sei es gelungen, eine .gov-Domain zu erhalten, indem er öffentlich einsehbare Informationen nutze und sich als Bürgermeister einer Kleinstadt ausgab.
krebsonsecurity.com via businessinsider.com

Lese-Tipp: Michael Bloomberg muss sich anders als Trump der Realität stellen.

Lese-Tipp: US-Medienunternehmer Michael Bloomberg wird es als Präsident­schafts­kandidat gegen Donald Trump nicht leicht haben, schreiben Hubert Wetzel und Christian Zaschke. Während Trump inzwischen tun und lassen könne, was er will, werde jeder andere Kandidat, somit auch Bloomberg, an der Realität gemessen. Seine Bewerbung erwecke den "Eindruck von Panik", unklar sei, wer außer Bloomberg eigentlich noch glaube, dass Bloomberg kandidieren müsse.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

Bloomberg verschont alle Präsidentschaftsbewerber der Demokraten mit Investigativ-Recherchen.

Bloomberg gibt sich Verhaltensregeln für die Berichterstattung über die Bewerbung von Haupteigner Michael Bloomberg (Foto), 77, zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Meinungsbeiträge werden künftig alle namentlich gekennzeichnet, die "Tradition", nicht investigativ über Bloomberg zu berichten, gilt nun für alle demokratischen Mitbewerber, jedoch nicht für Trump.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Texas und Nevada lassen Klage gegen Fusion von T-Mobile und Sprint fallen.

T-Mobile USA nimmt eine weitere Hürde beim Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Sprint: Die Bundesstaaten Texas und Nevada ziehen ihre Klage gegen die Fusion zurück. Vorausgegangen waren Zusagen von T-Mobile zum Netzausbau und stabilen Preisen. Aktuell klagen u.a. noch New York und Kalifornien gegen den Deal.
handelsblatt.com, boerse.de, theverge.com

Basta: Rick Perry und Fox erklären Trump zum Auserwählten.

Gott schütze Amerika: Donald Trump steht inmitten des Amtsenthebungsverfahrensin der Kritik. Für seine Anhänger ist das kein Grund an der Gesandtschaft des US-Präsidenten zu zweifeln, im Gegenteil. Auf Fox erklären Energieminister Rick Perry und einige Moderatoren Trump kurzerhand zum Außerwählten Gottes – der habe schließlich auch in der Bibel meist nicht perfekte Gesandte ausgewählt. Halleluja.
stern.de

Basta: Jetzt können wir schreiben wie Trump.

Schwarz auf weiß: Seit ein Fotograf diese Woche einen Notizzettel von Donald Trump fotografieren konnte, weiß die ganze Welt, dass der US-Präsident fette Großbuchstaben bevorzugt. Dank eines Buzzfeed-Grafikdesigners kann nun jeder in Trumps Handschrift schreiben. Fehlt nur noch eine Funktion, die CNN und "New York Times" automatisch in "Fake News" umwandelt.
business-punk.com, dropbox.com (Download der Schriftart)

Lese-Tipp: Tesla könnte in Deutschland Probleme mit dem Arbeitsrecht bekommen.

Lese-Tipp: Tesla könnte in der geplanten Gigafactory bei Berlin in Konflikt mit dem deutschen Arbeitsrecht und den Gewerkschaften geraten, prophezeit ein Exmanager von Tesla in der "Wirtschaftswoche". Konflikte seien vorprogrammiert, da das System "'Hire and Fire' in Deutschland – im Gegensatz zu den USA – nicht funktioniert". Eine Einigung wie bei der Übernahme des deutschen Maschinenbauers Grohmann könnte "deutlich schwerer fallen", da das Werk bedeutend mehr Arbeitsplätze haben wird.
"Wirtschaftswoche" 49/2019, S. 50-54 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: “NYT”-Verlagschef Mark Thompson sieht Plattformen in der Zahlungspflicht.

"Ich glaube, Plattformen sollten auf die eine oder andere Weise dazu beitragen, dass unser Geschäftsmodell funktioniert. Ein offensichtlicher Weg ist, dafür zu bezahlen, und daran ist nichts auszusetzen."

Mark Thompson, Chef des Verlags der "New York Times", sagt der indischen "Economic Times" bei seinem Mumbai-Besuch, dass er kein Problem mit Geld von Facebook und Co hat. Das Print-Geschäft der "NYT" sei hochprofitabel und werde es noch mindestens eine Jahrzehnt bleiben.
economictimes.indiatimes.com via talkingbiznews.com

Zitat: Das gute Produkt muss da sein, nicht nur der gute Wille.

"Einer der Hauptgründe für die Beliebtheit der US-Techkonzerne in Europa ist, dass ihre Produkte gut sind."

EU-Kartellkommissarin Margrethe Vestager erinnert im Interview mit der "New York Times" europäische Kontrahenten daran, dass sie mit Qualität überzeugen müssen - die Politik könne nur eingreifen, wenn der Wettbewerb unfair verläuft.
nytimes.com

Trump gefährdet Journalisten, sagt “NYT”-Chefredakteur Dean Baquet.

Politik und Presse: Donald Trump gefährdet das Leben von Journalisten, die er namentlich anfeindet, sagt "NYT"-Chefredakteur Dean Baquet, 63, im "Guardian"-Interview. Er werde auch aus dem linken Lager angefeindet, weil die Zeitung Trump nicht als Rassist oder Sexist bezeichnet. Laut Baquet sollen Journalisten berichten, was Personen sagen, damit die Leser sich selbst ein Bild machen können.
theguardian.com via spiegel.de

TikTok erwägt Rebranding in den USA, um chinesische Wurzeln zu vertuschen.

Trojanisches Pferd: ByteDance, Mutter von TikTok, will in den USA seine chinesischen Wurzeln vertuschen und erwägt dafür einen Namenswechsel und ein Rebranding sowie den Umzug nach Singapur, schreibt das "Wall Street Journal". TikTok steht u.a. für seinen Umgang mit Daten, mögliche Zensur und mangelnden Jugendschutz in der Kritik. Die USA fürchtet, die App könne die "nationale Sicherheit" gefährden. ByteDance widerspricht, derlei Pläne zu haben.
wsj.com, businessinsider.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

US-Regierung verlängert die eingeschränkte Handelserlaubnis mit China.

USA: Die Regierung will Unternehmen weiterhin eingeschränkte Geschäfte mit China erlauben, wovon u.a. Huawei profitieren könnte. Eine langfristige Lösung hänge von einer Einigung im US-Handelsstreit mit China ab. Zuletzt hatte der US-Handelsminister Ross im August die Frist für eine "temporäre Generallizenz" um 90 Tage verlängert. Diese Regelung läuft am Montag aus.
faz.net

Amazon will Cloud-Auftrag vom Pentagon an Microsoft prüfen lassen.

Amazon fordert eine Überprüfung der Vergabe des milliardenschweren Cloud-Auftrags des Pentagons an Microsoft. Amazon sieht im Vergabeverfahren "klare Mängel, Fehler und unverkennbare Voreingenommenheit". Amazon galt als Favorit, Konzernchef Jeff Bezos und US-Präsident Donald Trump sind sich jedoch nicht grün.
futurezone.at, handelsblatt.com, huffpost.com, turi2.de (Background)

“WSJ”: Google hat Millionen Gesundheitsdaten von Patienten in 21 US-Staaten gesammelt.

Google hat in 21 US-Bundesstaaten heimlich Gesundheitsakten von Millionen Patienten gesammelt, berichtet das "Wall Street Journal". Der Suchgigant arbeite für das "Project Nightingale" mit dem katholischen Gesundheitsvorsorge Ascension zusammenarbeiten. Die gespeicherten Datensätze sollen u.a. Laborergebnisse, Diagnosen sowie eine vollständige Anamnese mit Namen und Geburtsdaten der Patienten enthalten.
wsj.com

Zahl des Tages: T-Mobile USA wirbt mit kostenlosem Internet für die Sprint-Fusion.

Zahl des Tages: Bedürftige 10 Mio Haushalte sollen im Falle eines Zusammenschlusses von T-Mobile USA und dem Konkurrenten Sprint mit kostenlosem Internet versorgt werden, verspricht T-Mobile. Die Initiative "5G for Good" solle eine Gruppe von Generalstaatsanwälten überzeugen, eine Klage gegen die "wettbewerbswidrige" Fusion zu unterlassen.
theverge.com, investor.t-mobile.com, turi2.de (Deal), turi2.de (Klage)

Apple investiert in Kalifornien 2,5 Mrd Dollar in Wohnraum.

Apple zahlt 2,5 Mrd Dollar, um für den konzerneigenen Anteil an der Wohnraum-Knappheit im Silicon Valley zu büßen. Eine Mrd fließt in einen kalifornischen Staats-Fonds, der Häuser für Menschen mit niedrigen oder mittleren Einkommen finanziert, eine weitere an Menschen, die ihre erste Immobilie kaufen. Apple will auch Land aus seinem Besitz in San Jose für Wohnungsbau zur Verfügung stellen.
handelsblatt.com, apple.com

8chan kehrt unter neuem Namen zurück.

8chan, umstrittenes Online-Forum, kehrt unter dem Namen 8kun zurück. Das Portal zeigt zudem auf seiner Startseite nun den Hinweis, dass alle Inhalte, die Gesetze der USA verletzen, gelöscht würden und deren Uploader gesperrt. 8chan war seit dem Sommer offline, nachdem die Seite mehrfach von Attentätern genutzt wurde, um ihre Taten anzukündigen und zu rechtfertigen.
mashable.com, turi2.de (Background)

Apple beantragt die Befreiung von US-Strafzöllen für China-Importe.

An Apple keeps Zoll away? Apple beantragt bei der US-Regierung eine Befreiung von den China-Zöllen. Der Tech-Konzern befürchtet durch die zusätzliche Abgabe von 15 % Wettbewerbsnachteile. Apple-Chef Tim Cook sieht andernfalls "bedeutende wirtschaftliche Schaden". Der Tech-Konzern stehe im Wettbewerb mit dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung, der von den Abgaben nicht betroffen ist.

Die Ausnahmegenehmigung soll für elf Produkte gelten, u.a. für die Apple Watch sowie für Bauteile von iPhone, iMac und Airpods. Die US-Regierung sei mit der chinesischen Regierung in Verhandlung, die Strafzölle künftig abzubauen. Diese gelten seit dem 1. September.
handelsblatt.com