ProSiebenSat.1 hofft auf Angebote von Vivendi oder Banijay für Red Arrow.

ProSiebenSat.1 könnte mit dem Verkauf ihrer US-Filmproduktionstochter Red Arrow rund 250 Mio Euro verdienen. Laut Reuters hofft der Konzern auf Angebote der französischen Konkurrenz, also Vivendi oder Banijay. ProSiebenSat.1-Chef Max Conze hat Teile von Red Arrow zum Verkauf gestellt, das Deutschland-Geschäft und die Digital-Tochter Studio 71 will der Konzern aber behalten.
derstandard.at

Basta: Facebook, der Freundschaftsdienst der Informations-Verwirrung.

Facebook-LogoWahrheit oder Pflicht? Joe Bidens Wahlkampfteam bittet die Facebook-Führungsriege, eine Trump-Kampagne offline zu nehmen, in der falsche Behauptungen über Bidens Familie getroffen werden. Facebook, feinfühliger Verfechter der Wahrheit, kann leider nicht helfen. Die eigenen Richtlinien hindern Zuckerberg daran, zu beurteilen, ob die in Umlauf gebrachten Fake News fadenscheinig oder freie Meinungsäußerung sind.
techcrunch.com

Amazon spaltet Seattle, beobachtet Caterina Lobenstein.

Amazon zieht in Seattle zunehmend die Wut der Bürger auf sich, schreibt Caterina Lobenstein. Sie machen Jeff Bezos und sein Unternehmen verantwortlich für Probleme wie explodierende Immobilienpreise und Vollzeitangestellte, die in Obdachlosencamps wohnen müssen. Lokalpolitikerin Kshama Sawant hat eine Kampagne gestartet, in der sie medienwirksam fordert, die Stadt nicht "in einen Spielplatz für Reiche zu verwandeln" und die Amazon-Steuer wieder einzuführen.
"Zeit" 42/2019, S. 28-29 (Paid)

Lese-Tipp: Caroline Spiegel baut eine Plattform für Audio-Pornos auf.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche" porträtiert Caroline Spiegel, die viel mehr sei als die Schwester des Snapchat-Gründers Evan Spiegel. Sie hat Quinn gegründet, eine Plattform für Audio-Pornos, die nicht in der Schmuddelecke landen, sondern Teil der "Selfcare" sein sollen. Dank überwundener Essstörung nehme man Spiegel ihre Philosophie ab, mit Quinn muss sie sich aber beeilen. Es gibt mindestens drei ernsthafte Konkurrenten, ein festes Erlösmodell hat Spiegel noch nicht.
sueddeutsche.de

Basta: Der Tesla… hupt.

Schöne Töne: Elon Musk, nie um einen Tweet verlegen, der Anlegern Puls und Marketingausgaben überflüssig macht, lässt verlauten, welche Geräusche er sich für schleichende Teslas vorstellt. E-Autos müssen sich auch in den USA beim langsamen Fahren bald durch künstliche Geräusche bemerkbar machen. Motoren sind Musk zu profan, ihm schwebt Ziegenmeckern und Furzen vor.
t3n.de

Zitat: Huawei-Chef Xu will US-Präsident Trump lieber nicht kommentieren.

"Ich möchte Sie nicht belügen darüber, was ich wirklich denke über ihn. Die chinesische Kultur ist anders als die amerikanische, wo man ihn sogar verfluchen könnte, ohne Probleme zu bekommen."

Huawei-Chef Eric Xu sagt im "Bilanz"-Interview, dass es ihm als Chinese "nicht zustehe", US-Präsident Donald Trump, Fürsprecher der US-Sanktionen, zu kommentieren.
"Bilanz" 10/2019, S. 18-19 (Paid)

Basta: Das FBI sucht russische Informanten per Facebook-Anzeige.

Der Spion, der mich likete: Das FBI schaltet auf Facebook Anzeigen, in denen es um Hinweise aus der Bevölkerung bittet. Die Besonderheit: Die Anzeigen weisen auf Russisch unter anderem darauf hin, man solle an die Zukunft seiner Familie denken. Fraglich ist, ob auf diese Art wirklich russische Trolle gelockt werden sollen – oder doch eher russische Diplomaten getrollt.
mashable.com

Die Nasa vergibt Millionen-Förderungen an Blue Origin und SpaceX.

Blue Origin, Weltraumfirma von Amazon-Gründer Jeff Bezos, sichert sich 10 Mio Dollar Fördergeldern der Nasa, um ein System zu entwickeln, das Wasserstoff und Sauerstoff verflüssigt und lagert. Auch SpaceX von Elon Musk bekommt 3 Mio Dollar. SpaceX soll Düsen für das Wiederbetanken von Raketen entwickeln. Insgesamt vergibt die Nasa in der laufenden Förderrunde für ihr Mond- und Mars-Programm 43,2 Mio Dollar an insgesamt 14 Unternehmen.
techcrunch.com

ESPN+ sichert sich für sechs Jahre die US-Rechte an der Fußball-Bundesliga.

Bundesliga schließt wie bereits gemutmaßt wurde einen Rechte-Deal mit dem US-Sportstreamer ESPN+ über sechs Jahre ab. Ab der kommenden Saison zeigt der Sender rund die gut 300 Bundesligaspiele live mit englischem und spanischem Kommentar live und auf Abruf. Das Paket umfasst zudem den Supercup, die Relegation und die 2. Liga. Die linearen TV-Sender von ESPN zeigen ausgewählte Spiele der Saison sowie Highlights. Über die Lizenzgebühr machen beide Seiten keine Angabe. Bisher hält in den USA Fox Sports die Bundesliga-Rechte.
per Mail

5G: USA warnen Deutschland vor Huawei.

Der Feind hört mit? Der US-Kommunikationsaufseher Ajit Pai fordert im "Handelsblatt"-Interview einen Ausschluss von Huawei bei der 5G-Technik in Deutschland und spricht von "ernsten Risiken". Huawei sei nicht vertrauenswürdig, die Besitzverhältnisse seien undurchsichtig, sagt der FCC-Chef. Das deutsche Wirtschaftsministerium befürchte Wettbewerbsnachteile, wenn Huawei bei 5G komplett ausgeschlossen wird.

Den USA lägen Erkenntnisse vor, nach denen Regierungsmitarbeiter in der Mitarbeitergesellschaft von Huawei platziert seien. Das deutsche Wirtschaftsministerium wolle zunächst die Risiken für Spionage kontrollieren, etwa mit technischen Lösungen, schreibt das "Handelsblatt". Chinas nationales Sicherheitsgesetz verpflichtet chinesische Unternehmen, Anweisungen der Sicherheitsorgane zu befolgen.
handelsblatt.com (Paid)

Vox Media übernimmt das “New York Magazine”.

Vox Media, US-Digitalverlag, kauft das "New York Magazine" für einen nicht genannten Betrag in Aktien. Bei dem Deal soll es nicht um Kürzungen gehen – die Partner wollen sich nun gegenseitig ergänzen, vor allem bei der Reichweiten-Vermarktung. Zu den Vox-Digitalmarken wie The Verge kommt nun das zweiwöchentlichen Print-Magazin nebst Onlinemarken wie "Vulture" und "The Cut", der gemeinsame Verlag betreibt diverse Podcasts und hat mehrere Verträge mit Videostreamern.
nytimes.com

Basta: Greta Thunberg macht sich Trumps Kritik zu eigen.

So war das nicht gemeint: "Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut", kommentiert Donald Trump bei Twitter subtil gehässig Greta Thunbergs emotionale Rede beim Uno-Klimagipfel. Womit er nicht rechnet: Greta übernimmt Trumps Worte 1:1 in ihre Twitter-Beschreibung. Die News einer Untersuchung zur Amtsenthebung Trumps dürfte sie noch glücklicher machen.
theguardian.com, instagram.com/tagesschau

US-Bundesanwälte ermitteln gegen E-Zigaretten-Produzent Juul.

E-Zigaretten: US-Bundesanwaltschaft in Nordkalifornien ermitteln gegen den E-Zigaretten-Pionier Juul Labs. Die Firma beteuert, nicht für den Konsum durch Minderjährige geworben zu haben, in einer Studie sagten allerdings 28 % der befragten Highschool-Schüler, dass sie in den vergangenen 30 Tagen eine E-Zigarette benutzt hätten. Ein Drittel der Firma gehört dem Tabakkonzern Altria, besser bekannt unter dem alten Namen Philip Morris.
wsj.com (Paid)

US-Umfrage: Mehrheit befürwortet Aufspaltung von Tech-Konzernen wie Facebook.

USA: Fast zwei Drittel der Amerikaner würden die Aufspaltung von zu mächtigen Tech-Konzernen unterstützen, zitiert das US-Portal Vox eine YouGov-Umfrage. Die Mehrheit der Amerikaner befürworte es, jüngste Fusionen wie die Übernahme von Instagram oder WhatsApp durch Facebook rückgängig zu machen, sofern dies den Wettbewerb fördere.
vox.com

US-Regierung verklagt Edward Snowden wegen Biografie.


Quellenschutz, bitte: Die US-Regierung verklagt Edward Snowden, weil der Whistleblower seine Biografie veröffentlicht hat, ohne sie vorab der CIA und NSA vorzulegen. Snowden hatte einst Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnet.

Die US-Behörden wollen mit der Klage das Geld beschlagnahmen, das Snowden mit dem Buch verdient. Der ehemalige externe Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA hatte 2013 Dokumente zu Späh-Aktivitäten des US-Geheimdienstes NSA an Journalisten weitergeleitet. Am 17.9. erschien Snowdens Buch Permanent Record: Meine Geschichte.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Apple investiert in US-Glasspezialist Corning.

Corning, US-Glaslieferant für iPhones, erhält von Apple weitere 250 Mio Dollar. Die Forschung rund um das Glasherstellungsverfahren solle ausgebaut werden. Apples Initiative "Advanced Manufacturing Fund" wolle die US-Produktion stärken. Corning produziert u.a. Gorilla-Glas, das als besonders widerstandsfähig gilt und auch in Smartphones anderer Hersteller verbaut ist.
heise.de, apple.com

Uber & Co müssen Fahrer in Kalifornien als Angestellte behandeln.

Kalifornien verpflichtet Fahrdienste wie Uber und Lyft dazu, ihre Fahrer als Angestellte zu behandeln, statt wie bisher als Selbständige. Das neue Gesetz gilt für alle Jobs, bei denen der Arbeitgeber die Kontrolle hat. Erfolgreich dagegen war die Lobbyarbeit der kalifornischen Verlage: Zeitungsboten sind von der Regelung ausgenommen.
cnet.com, nytimes.com, talkingbiznews.com (Zeitungsboten)

Snapchat startet Politik-Angebote vor den US-Wahlen 2020.

Snapchat wird politisch: Die Plattform schafft in den USA einen Kanal innerhalb der App für die Kandidaten-Debatten der Demokraten. Die Top-Anwärter kommunizieren inzwischen alle auf Snapchat – um Inhalte zu verbreiten oder Fanartikel zu verkaufen. Snapchat setzt verstärkt auf Politik: Die eigene Show Good Luck America erscheint nun täglich statt wöchentlich.
axios.com

USA: 50 Generalbundesanwälte nehmen Kartellermittlungen gegen Google auf.

Google steht im Visier von 50 Generalbundesanwälten. 48 US-Bundesstaaten, Washington D.C. sowie Puerto Rico haben sich dem Texaner Ken Paxton angeschlossen, dessen Initiative Googles Marktmacht bei Werbung im Internet untersuchen will. Die Ermittlungen sollen entsprechend der Ermittlungsergebnisse erweitert werden.
theverge.com, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Kartellrecht: Mehrere US-Staaten ermitteln gegen Google und Facebook.


Anti-trust me: Google und Facebook stehen im Fokus von zwei geplanten kartellrechtlichen Untersuchungen einer Reihe von US-Bundesstaaten, berichtet das "Wall Street Journal". Eine Gruppe von vermutlich 36 Bundesstaaten unter Führung des texanischen Generalbundesanwalts, Ken Paxton, werde voraussichtlich am Montag eine Untersuchung gegen Google offiziell ankündigen. Parallel planen offenbar die Staaten Colorado, Florida, Iowa, Nebraska, North Carolina, Ohio, Tennessee und der District of Columbia unter Führung des New Yorker Generalbundesanwalts eine Untersuchung gegen Facebook. Laut dem "Wall Street Journal" könnten die Staaten die Untersuchungen auch auf andere Techfirmen ausweiten.

Die Staaten werfen Google und Facebook vor, ihre Marktmacht zu missbrauchen, insbesondere auf dem Werbemarkt. So sollen die Konzerne zum Nachteil der Nutzer und Kunden gehandelt haben und zum Beispiel deren Entscheidungsfreiheit eingeschränkt haben, heißt es wenig konkret. Vor kurzem hatte bereits das US-Justizministerium allgemeine Untersuchungen gegen Tech-Großkonzerne angekündigt.
wsj.com (Paid), businessinsider.de, theverge.com

YouTube zahlt 170 Mio Dollar Strafe wegen Sammeln von Kinderdaten.

Google einigt sich mit der US-Kartellbehörde FTC auf die Zahlung von 170 Mio Dollar Strafe für das illegale Sammeln von Nutzerdaten bei YouTube-Kinderkanälen. YouTube hat der Behörde zufolge Nutzerdaten von Kindern unter 13 Jahren ohne Einwilligung der Eltern gesammelt. Es ist die höchste Strafe die bisher mit Bezug auf das US-Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet verhängt wurde.
spiegel.de

Zahl des Tages: Google zahlt bis zu 200 Mio Dollar für Datenschutzverstöße bei Kindern.

Zahl des Tages: Bis zu 200 Mio Dollar ist Google bereit, zu zahlen, um den Streit mit der FTC beizulegen, berichtet Politico. Die US-Handelskommission wirft Google vor, bei YouTube illegal Personendaten von Kindern gesammelt zu haben. Es wäre die höchste Strafe im Rahmen des Kinderdatenschutzes, die die FTC jemals eingesammelt hat.
politico.com, nytimes.com

Apple bietet unabhängigen Reparaturdiensten Zugriff auf Originalteile.

Apple gibt sich künftig liberaler im Umgang mit Anbietern von Reparaturen. Auch unabhängige Dienstleister, die nicht zu den autorisierten Apple-Partnern gehören, können künftig Originalteile zum gleichen Preis beziehen. Die unabhängigen Anbieter müssen sich bei Apple registrieren und einen von Apple zertifizierten Techniker für die Reparaturen in ihren Reihen haben. Das Programm startet zunächst in den USA und folgt auf einen Pilottest mit 20 Anbietern in Nordamerika, Europa und Asien.
apple.com