Renner: Funke-Geschäftsführer suchen Zeugen für Fehlverhalten ihrer Verlegerin Julia Becker.


Funkestörung: Ein Gesellschafterstreit bringt der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost", "WAZ") negative Schlagzeilen im Konkurrenzblatt "Berliner Zeitung". Dort berichtet Kai-Hinrich Renner über einen "massiven Zwist im Gesellschafterkreis" und eine "große Spitzelaktion" gegen die Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker. Die drei Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller fordern von Führungs­kräften Auskunft über etwaige Treffen mit Mitgliedern des Gesell­schafter­ausschusses - gemeint ist Julia Becker.

Der Vorwurf: Becker sei mehrfach operativ tätig geworden, ohne sich vorab mit ihren Mitgesellschaftern abgestimmt zu haben. So werde ihr vorgeworfen, ein inzwischen gestopptes Zeitschriftenprojekt mit Bascha Mika, Ex-Chefredakteurin von "taz" und "Frankfurter Rundschau", "ohne Wissen der übrigen Anteilseigner" auf den Weg gebracht zu haben. Zudem fühlten sich die Gesellschafter unzureichend über eine ebenfalls gescheiterte Vermarktungskoop mit Burda informiert und misstrauten dem engen Draht von Becker zu Burda-Vorstand Philipp Welte.

Hinter der Aktion stecken vermutlich die Minderheitsgesellschafter Klaus und Renate Schubries und/oder Stephan Holthoff-Pförtner. Julia Becker spricht zwar für 2/3 der Anteile, aber mit je 1/6 der Anteile legen sich Renate Schubries, eine von zwei Schwestern von Julia Beckers Mutter Petra Grotkamp, und Stephan Holthoff-Pförtner gelegentlich quer. Holthoff-Pförtner ist NRW-Minister für Bund und Europa, war mal VDZ-Präsident und ist ein Adoptivsohn der anderen Grotkamp-Schwester Gisela Holthoff. Die drei Kinder von Petra Grotkamp - Julia Becker, Nora Marx und Niklas Jakob Wilcke - halten ihre 66,6 % am Verlag zu gleichen Teilen, Becker spricht für diesen Teil der Familie und der Gesellschafter und hat von ihrer Mutter den Aufsichtsratsvorsitz bei Funke übernommen. Offensichtlich ein Posten mit hohem Konfliktpotential.
(Foto: Axel Heimken / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de (frei nach Anmeldung)

Mitarbeit: Peter Turi

Update 13.11., 11.20 Uhr: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.

Offizielles Statement zum Gesellschafter-Streit:
"Im Rahmen eines Auskunftsersuchens nach § 51a GmbHG wurden unsere drei Geschäftsführer Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller gebeten, Auskünfte über etwaige Termine zwischen Mitarbeitern der FUNKE Mediengruppe und Mitgliedern des Gesellschafterausschusses der FUNKE Mediengruppe seit 1. Januar 2018 einzuholen.

Diesem Ersuchen sind die drei Geschäftsführer nachgekommen."

Funke serviert mit “Eat Club” ein neues Food-Magazin.

Funke legt mit "Eat Club" ab Mittwoch ein neues Food-Magazin mit 75.000 Auflage an den Kiosk, schreibt "Clap". Chefredakteurin ist Jessika Brendel, die im Verlag den Bereich Food & Neuentwicklungen verantwortet. Zusätzlich zur nationalen Ausgabe soll es drei Regionalausgaben für Berlin, den Norden und NRW mit je 16 Extra-Seiten geben. Das Heft soll vierteljährlich erscheinen.
clap-club.de, turi2.de/koepfe (Profil Brendel)

“Clap”: Verena Mölling verlässt Bauer, Anna van Koetsveld übernimmt.

Bauer: Im Zuge der Räumung des Standorts München verlässt Verena Mölling (Foto), Publishing Direktorin in der Luxus-Printsparte, das Unternehmen, erfährt "Clap". Sie werde den Umzug nach Hamburg aus persönlichen Gründen nicht mitmachen. Für Mölling übernimmt im Norden Anna van Koetsveld, bisher Vize-Verlagschefin für das Frauen-Segment bei Bauer.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Delius Klasing holt Tim Ramms als neuen Digital-Chef.

Delius Klasing hat ab Dezember einen Digitalchef: Tim Ramms (Foto), zuvor Geschäftsführer und Digitalchef bei Motor Presse Stuttgart, macht den Job. Auf dem neu geschaffenen Posten soll Ramms das Digital-Ressort ausbauen und "bereichsübergreifend koordinieren". Bei dem Fachverlag für Sporttitel wird er direkt an Geschäftsführer Konrad Delius berichten.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

“Zeit”: Verleger-Ehepaar Friedrich mischt sich in redaktionelle Entscheidungen der “Berliner Zeitung” ein.


Korrekt getrennt? Holger und Silke Friedrich trennen bei der "Berliner Zeitung" nicht sauber zwischen Verlegertum und journalistischen Inhalten, schreibt Hannah Knuth in der "Zeit". Sie zitiert dafür mehrere Ex-Mitarbeiter*innen und anonyme Stimmen aus dem aktuellen Team. Beim vom Presserat gerügten Bericht über den Börsengang der Biotech-Firma Centogene, in deren Aufsichtsrat Friedrich sitzt, habe er per E-Mail geschrieben: "Macht was Kleines und sehr Feines draus!"

Friedrich mische "inzwischen redaktionell oft mit", schicke vor Themenmeetings seine Vorschläge herum und "schalte sich in Themenrunden dazu". Verlagsgeschäftsführer Mirko Schiefelbein sitze bei der Entwicklung redaktioneller Themen auch manchmal am Tisch. Knuth schildert in der "Zeit" einen weiteren Vorfall: Ein Redakteur habe sich per E-Mail an die gesamte Redaktion sowie das Verleger-Ehepaar über eine Exklusivmeldung in der "Berliner Zeitung" über die Zahl der Corona-Fälle an Berliner Schulen gefreut. Holger Friedrich habe als Antwort unwirsch geantwortet, er schäme sich für den Beitrag und vermisse "etwas mehr Unabhängigkeit gegenüber dem Amt". Bei Teilen der Redaktion sei der Eindruck entstanden, Friedrich könne sein Interesse als Eigentümer einer Privatschule nicht außen vor lassen.

Weil der Chefredaktionsposten nicht nachbesetzt wird, stehe "keine Instanz mehr zwischen dem Verlegerpaar und den Redakteuren". Eine Redakteurin sagt, bei "Dingen, die man grundsätzlich mit einer Chefredaktion ausmache", müsse die Redaktion sich inzwischen mit Friedrich abstimmen.
"Zeit", 46/2020, S. 23 (Paid)

Ulrike Simon schlägt drei Vergabe-Kriterien für Presseförderung des Bundes vor.

Presseförderung: Der Plan des Bundeswirtschaftsministerium, die vom Bundestag beschlossenen 220 Mio Euro an Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter prozentual aufzuteilen, bekam reichlich Gegenwind – Ulrike Simon schlägt deshalb drei Vergabe-Kriterien vor: Die zu fördernden Medien "müssten abonnierbar sein", regionale Informationen bieten und "frühmorgens zuzustellen sein".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Freitag” führt neues Ressort “Debatte” ein.

Freitag führt das neue Ressort "Debatte" ein, das künftig neben "Politik", "Kultur" und "Wirtschaft" steht. Es umfasst Meinungsstücke, Streitgespräche und Essays zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Michael Angele leitet das Ressort. Dafür verschwindet das "Alltag"-Ressort, die Inhalte wandern ins Kulturressort. Der "Freitag" erweitert außerdem sein Digitalangebot um ein E-Paper.
meedia.de

“Gala”, “Brigitte” und Familien-Team: G+J fasst Digitalredaktionen zusammen.

Gruner + Jahr fusioniert die Digitalredaktionen von eltern.de, urbia.de, vorname.de sowie von brigitte.de und gala.de, hört "New Business" aus dem Verlags­umfeld. Die neue Redaktion "G+J Women, People & Family Digital" soll alle Inhalte ab Dezember zentral produzieren, auch für barbara.de. Chefredakteurin ist Doris Brückner. Betriebsbedingte Kündigungen stehen laut "New Business" nicht an.
new-business.de

Verleger-Verbände werben um Digitalmedien als Mitglieder – nicht immer erfolgreich.

Verleger-Verbände öffnen sich für Digital­medien - nicht zuletzt, um neue, zahlende Mitglieder zu gewinnen, schreibt Gregory Lipinski. Media-Pioneer-Chef Gabor Steingart und Übermedien-Herausgeber Stefan Niggemeier denken über eine Mitgliedschaft im BDZV nach, sind aber noch unentschlossen. Andere Digital-Verlage wie z.B. goodnews4.de haben Zweifel, "ob Ziele und Mentalität" des Verbands mit den eigenen Ambitionen in Einklang zu bringen sind. Mit Digital-Riese Ströer habe es sich der BDZV verscherzt, weil Präsident Mathias Döpfner T-Online in einem Interview journalistischen Anspruch absprach.
meedia.de (Paid)

Meinung: Reisebuch-Verlage müssen auf Kooperationen und Digitales setzen.

Reisebuch-Verlage müssen wegen Corona noch schneller den digitalen Wandel schaffen, sagt Andreas Schulz von Vista Point. Er prognostiziert, dass Reisende sich künftig "sehr stark auf Sicherheitsaspekte und nach ständiger aktueller Information während der Reise" umschauen, was mit analogen Medien nicht zu schaffen sei. Durch die Krise kämen die Verlage, die auf Kooperationen, verlagsübergreifende Konzepte und digitale Ideen setzen.
buchmarkt.de

“New Business”: Springer will Car&Boat Media verkaufen.

Springer will seine französische Tochter Car&Boat Media verkaufen, schreibt "New Business". Zu dem Online-Auto-Kleinanzeigenanbieter gehören die Marken La Centrale, Promoneuve, Caradisiac und MaVoitureCash. Er soll rund 400 Mio Euro wert sein. Drei Unternehmen haben Interesse: die Finanzinvestoren ICG und Providence Equity Partners sowie das deutsche Portal AutoScout24.
new-business.de

Zitat: Er kauft “Madame” als Luxus-Türöffner, sagt Dominik Wichmann.

"Das ist keine Printromantik."

Dominik Wichmann, Chef der Looping Group, sagt in der "Süddeutschen Zeitung", ihn habe "unternehmerische Motivation" zum Kauf der "Madame" bewogen: Sie soll Türöffner für den Luxusgüter-Markt sein – und vielleicht nur das erste Engagement Wichmanns im Verlagsgeschäft.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Ulrike Simon: Wirtschaftsministerium will die Presseförderung prozentual aufteilen.


Aufs Förderband: Das Wirtschaftsministerium will die im Sommer angekündigte Presseförderung prozentual aufteilen, schreibt Ulrike Simon. Der Schlüssel würde für Zeitungen 59 %, Zeitschriften 11 % und Anzeigenblätter 30 % betragen. Eine Voraussetzung sei, dass der redaktionelle Anteil mindestens 30 % beträgt. Außerdem muss jeder geförderte Verlag Investitionen in "die digitale Transformation" schlüssig nachweisen. Ein Beispiel sei hier der "Aufbau von Online-Shops, Rubrikenportalen und Apps", aber auch Investitionen in Podcast-Plattformen oder die Schulung von Mitarbeitern.

Die Förderung soll größtenteils 2021 ausgezahlt werden. Viele Einzelheiten sind weiterhin ungeklärt. Der DJV kritisiert in einer Stellungnahme die von der Politik vorgesehenen Kriterien für die Förderung. Wenn Auflage und digitale Aktivitäten als Bezugsgröße gewählt würden, dann "würden große Medienkonzerne über die Maßen bezuschusst, während für kleine und mittelständische Verlage kaum etwas übrig bliebe", so DJV-Chef Frank Überall. Er fordert, dass auch Tariftreue und faire Honorare als Kriterien herangezogen werden.
horizont.net (Paid), djv.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” macht die Klimakrise zum Themenschwerpunkt.

Krisenreport: Der "Spiegel" gönnt sich eine neue dauerhafte Klima-Rubrik auf seiner Webseite. Dazu gibt's ein gedrucktes Sonderheft mit dem Titel „Aufbruch nach Utopia. So retten wir Umwelt und Wohlstand", den wöchentlichen Newsletter Unter Zwei – dessen Titel nicht überall auf Gegenliebe stößt – und am 3. November eine Klimakonferenz mit der Boston Consulting Group.
spiegelgruppe.de

BurdaHome-Geschäftsführer Frank-Jörg Ohlhorst verlässt den Verlag.

Burda: Frank-Jörg Ohlhorst, Geschäftsführer von BurdaHome, verlässt den Verlag im Zuge der Um­strukturierung auf eigenen Wunsch, schreibt die "Badische Zeitung". Kollege Kay Labinsky übernimmt die Gesamtleitung im Offenburger Medienpark. Burda stellt sich zum Jahreswechsel neu auf und unterscheidet künftig nur noch zwischen Verlagsgeschäft und Digital-Einheit BurdaForward.
badische-zeitung.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Daniel Bouhs ordnet die OBS-Studie zu Google ein.

Video-Tipp: Google wirkt zwar nicht direkt auf die Berichterstattung geförderter Medien ein, die Sorge vor Selbstzensur ist bei vielen Medien dennoch gegeben, berichtet Daniel Bouhs in einen "Zapp"-Beitrag über die Studie Medienmäzen Google der Otto-Brenner-Stiftung. Die Studienmacher betonen, dass das Problem bereits damit beginne, dass Unternehmen mit den Einnahmen durch Google planen.
ndr.de (mit 6-Min-Video), turi2.de (Background)

OBS-Studie: Googles Medienförderung ist intransparent und ungleich verteilt.

Google hat seit 2013 mehr als 200 Mio Euro an europäische Medien verschenkt, problematisch ist dabei die intransparente Förderung und die ungleiche Verteilung, schreiben Ingo Dachwitz und Alexander Fanta in ihrer Studie Medienmäzen Google für die Otto-Brenner-Stiftung und den DGB. Das meiste Geld bekommen große Medienhäuser, u.a. "Wirtschafts­woche" und "Handels­blatt", die Deutsche Welle und der "Spiegel". Non-Profit-Medien, Startups und Regional­verlage erhalten deutlich seltener und weniger Geld. Googles Medien­finanzierung sei "weit davon entfernt, philanthropisch zu sein - sie ähnelt einem Trost­preis für einen unterlegenen Rivalen", sagen die Autoren.
per Mail, otto-brenner-stiftung.de (Studie abrufbar ab 8.00 Uhr)

Condé Nast bündelt sein Europa-Geschäft und sucht zentrale*n Chef*in dafür.

Condé Nast zentralisiert sein Europa-Geschäft und sucht für die fünf Verlagsmärkte in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien einen Managing Director, zitiert kress.de aus einer internen E-mail von Roger Lynch, Chef des Verlags. Was das für die bisherigen Länder-Chefs, etwa Deutschland-CEO Jessica Peppel-Schulz, bedeutet, ist nicht klar. Peppel-Schulz sagt, sie teile die Vision "eines integrierten und mächtigen Condé Nast Westeuropas voll und ganz" und sei selbst "Treiber dieser Transformation" gewesen.
kress.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv Jessica Peppel-Schulz: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." (10/2019)

Kress.de: Media Pioneer rüstet an der Video- und Podcast-Front personell auf.

Media Pioneer verstärkt sich personell in den Bereichen Podcast und Video: Das Medienstartup von Gabor Steingart holt CDU-Politikern Diana Kinnert, 29, (Foto) als Gastgeberin für den Podcast Der 8. Tag, berichtet Kress.de. Im Januar heuert Radiomoderator Marc Saha als Podcast-Koordinator im Pioneer-Team an, er soll u.a. neue bezahlpflichtige Formate entwickeln. Ab Februar kommt Noemi Mihalovici, 32, für Bewegbild-Formate an Bord, sie ist aktuell Vize-Chefin Video Aktuelles bei "Bild".
kress.de

Burda baut um – und bündelt das Verlagsgeschäft.


Zurück zu den Wurzeln: Burda stellt sich zum Jahreswechsel neu auf und unterscheidet künftig nur noch zwischen dem Verlagsgeschäft und der Digital-Einheit BurdaForward. Die bisherigen Profit-Center BurdaStyle, BurdaNews, BurdaHome, Burda Life und BurdaStudios gehen im neuen Burda Verlag auf. Im Vorstand sollen sich CEO Paul-Bernhard Kallen, Schwerpunkt BurdaForward, und Zeitschriften-Vorstand Philipp Welte (Foto Mitte), Schwerpunkt Verlag, gemeinsam um das publizistische Geschäft kümmern. Die verantwortlichen Köpfe in der Ebene darunter bleiben die gleichen wie bisher, allerdings mit zum Teil neuen Aufgaben: Manuela Kampp-Wirtz (Foto: 4.v.l.) verantwortet als Chief Publishing Officer Fashion, Lifestyle, News, Food und die TV-Magazine. Sie kümmert sich auch um News, die bisher Burkhard Graßmann (Foto: 1.v.l.) verantwortete. Graßmann kümmert sich als CMO um die Vermarktung und Innovation. Kay Labinsky (1.v.r) wirkt als Chief Publishing Officer für Entertainment, Women, Living, Garten und Gesundheit. Elisabeth Varn verantwortet als Chief Financial Officer und Chief Operations Officer technische Themen, den Vertrieb und Kaufmännisches.

Das Unternehmen erhofft sich Synergien durch die Bündelung im neuen Verlag, den "gezielten Ausbau bestehender Geschäfte" und "die Erschließung neuer Geschäftsfelder". Burda-Vorstand Philipp Welte nennt den Schritt einen "neuen Verlag für eine neue Zeit". Um eine Restrukturierungsmaßnahme mit dem Ziel des Stellenabbaus handele es sich nicht. Die Standorte in Offenburg und München bleiben. Einzelne Stellenstreichungen seien unvermeidbar.

Die Online-Arme von "Bunte", "TV Spielfilm" und "Fit for Fun" wandern zur Digitaltochter Burda Forward. Sie agiert weiter eigenständig, verändert aber die Struktur und bildet "crossfunktionale Teams". Die Websites sollen weiter konsequent auf Reichweilte setzen. (Foto: Burda)
clap-club.de, meedia.de, burda.com

Aus dem turi2.tv-Archiv (02/2019): "Print wird leider unterschätzt" – Burkhard Graßmann im Strategie-Gespräch.



Aus dem turi2.tv-Archiv (04/2018): Burda-Vorstand Philipp Welte redet mit allen über alles.



Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Manuela Kampp-Wirtz: "Unsere Influencer sitzen in der Redaktion."

Zitat: Visits sind nicht seine liebste Metrik, sagt Jan Ippen.

"Ehrlich gesagt: Die Visits sind für uns auch nicht das Beste, das ist vor zehn Jahren so entstanden, weil es das offensichtlichste war. Heute würden wir andere Metriken hernehmen."

Jan Ippen, Chef von Ippen Digital, sagt im On-Demand-Angebot der Innovation Week von Media Lab Bayern, jedes digitale Geschäftsmodell müsse sich auf KPI konzentrieren – Visits würde er aber heute nicht mehr als Fokus-Metrik nutzen.
meedia.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (08/2020): Synergien und Kontrapunkte: Jan Ippen über BuzzFeed und die Zeitungs-Zukunft.

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sarna Röser schreibt über Aenne Burda.


Mehr als die “Königin der Kleider”: Im wenig glamourösen Deutschland der Nachkriegszeit sorgt sie mit einer Modezeitschrift für einen Hauch von Eleganz. Aenne Burda wird zur Lichtgestalt des Unternehmerinnentums. Wir brauchen mehr von ihrer Sorte, findet Familienunternehmerin Sarna Röser. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

York von Heimburg gibt Vorstandsposten Publikumszeitschriften beim VDZ ab.

VDZ: York von Heimburg verlässt den Vorstand der Publikumszeitschriften nach knapp 15 Jahren. Der Manager hatte die Geschäftsleitung des Medienhauses IDG Deutschland, bei dem u.a. "Computerwoche" und "PC Welt" erscheinen, 2018 an Jonas Triebel übergeben. Über von Heimburgs Nachfolge soll bei der nächsten Sitzung des PZ-Vorstands entschieden werden.
vdz.de, turi2.de (Background)

Weimer Media Group macht Andrea-Alexa Kuszák zur Marketing-Chefin.

Weimer Media Group macht Andrea-Alexa Kuszák ab Januar zur Marketingchefin. Sie soll sich vor allem um die Weiterentwicklung des Kongress-, Event- und Live-Journalismus-Geschäftes kümmern. Kuszák war bis 2018 Geschäftsführerin des Karlsruher Radiosenders Die neue Welle und saß zuletzt im Vorstand der Heidelberger Beratungsfirma Open Transformation.
per Mail, meedia.de

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Burkhard Graßmann schreibt über Alfred Herrhausen.


Spaß an der Leistung: Bank-Manager Alfred Herrhausen lenkt Wirtschaft und Politik der 80er, denkt voraus in die 90er – dann beendet eine Bombe sein Leben. BurdaNews-Chef Burkhard Graßmann beschreibt ihn in der turi2 edition #12 als Vorbild, das weiterlebt. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

NOZ/mhn Medien starten Werbekampagne für mehr Zusteller*innen.

Zustellung erfolgt: Die Logistik-Gesellschaften von NOZ/mhn Medien buhlen künftig in Print-Anzeigen, auf Plakaten und Bussen um Zusteller*innen. Unter dem Claim "Besser, als du denkst!" berichten Job-Vertrter*innen über ihren Berufsalltag. Das soll für mehr Nachwuchs in der Branche sorgen. Umgesetzt hat die Kampagne die Osnabrücker Agentur Brandence.
noz-medien.de, besseralsdudenkst.de (Kampagnen-Seite)

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Benjamin Minack schreibt über Christian Gehlsen.


Konstruktiv dagegen: Christian Gehlsen ist Pfarrer, Bürgerrechtler, Landtagsabgeordneter und Sterbebegleiter. Ressourcenmangel-Chef Benjamin Minack beschreibt in der turi2 edition #12 wie er ihn kennenlernt: Minack selbst besetzt gerade ein Haus – und Gehlsen ist der Einzige, der ihn ernst nimmt. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Barbara Hans schreibt über Wilhelmine Werner.


Eine zähe Frau: Das Leben von Wilhelmine Werner ist kein außergewöhnliches um 1945 – der Mann an der Front, das Geld knapp, sieben Kinder. Für die Journalistin und “Spiegel”-Chefredakteurin Barbara Hans steht ihre Großmutter stellvertretend für die Frauen in ihrer Familie, an die sie in schwierigen Zeiten denkt, schreibt sie in der turi2 edition #12. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Manuela Kampp-Wirtz schreibt über Hildegard Hamm-Brücher.


Stilvoller Spagat zwischen Karriere und Familie: Hildegard Hamm-Brücher übernimmt politische Verantwortung im männerdominierten Deutschland der Nachkriegszeit und verkörpert liberales Denken. Verlagsmanagerin Manuela Kampp-Wirtz inspiriert das schon seit Teenagerzeiten, für ihre eigenen Werte einzustehen. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

VDZ-Präsident sieht Gefahr für Verlage aus Berlin und Brüssel.

VDZ will sich gegen Beschränkungen bei Abo-Laufzeiten und Telefon­marketing einsetzen, kündigt Präsident Rudolf Thiemann in einem Brief an, aus dem "Clap" zitiert. Zudem kämpfe er für "erträgliche Gestaltung" des Daten­schutzes auf Verlags­webseiten. Der VDZ selbst müsse "noch schlagkräftiger" agieren, alle Verlage sollen Mitglied eines "schlanken Bundes­verbands" werden.
clap-club.de

Corona-Folgen: dfv zieht aus Stuttgart ab.

Downgrade: dfv Matthaes Verlag zieht wegen der negativen Corona-Folgen für Hotel- und Gastro-Branche von Stuttgart an den dfv-Hauptsitz nach Frankfurt. Dort sollen alle Gastro-Titel im neuen Verlagsbereich "dfv Hospitality Media" unter Leitung von Joachim Eckert mit neuer Gesamtredaktion aufgehen. Zusammenlaufen sollen künftig zudem die Verlagsbereiche Back und Fleischwirtschaft. Chef wird Christian Schnücke.
horizont.net

Google News Showcase will keine Löcher in Paywalls erzwingen.


Kein Paywall-Specht: Google will beim neuen Nachrichten-Angebot "Google News Showcase" keine Verlage zwingen, Bezahl-Inhalte via Google kostenlos zu veröffentlichen. Damit stellt der Konzern gegenüber turi2 Fragen klar, die Christian Meier in der "Welt" von Montag aufgeworfen hat. Meier hatte berichtet, dass sich mindestens einer der teilnehmenden Verlage dagegen wehre, Bezahl-Inhalte via Google kostenlos anzubieten. Unklar sei gewesen, ob die Verlage verpflichtet seien, Paid-Inhalte anzubieten. Ein Google-Sprecher teilt nun mit, dass es "keine Verpflichtung zur Bereitstellung von 'Paywall-Artikeln' gibt". Welche Artikel in dem neuen News-Angebot veröffentlicht würden, liege allein bei den teilnehmenden Verlagen.

Darüber hinaus teilt Google mit, dass es sich bei dem neuen News-Angebot – ähnlich wie in der Suche und bei Google News – um eine reine Verlinkung auf Verlagsseiten, nicht um eine Re-Publikation der Verlagsinhalte handelt. So könnten die Verlage "ihre Inhalte auf ihren eigenen Webseiten monetarisieren" – zusätzlich zu der Gebühr, die Google zahlt.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background "Welt")

Bild des Tages: Springer eröffnet seinen Berliner Neubau.


In luftiger Höh' haben sich Verlegerin Friede Springer, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Springer-Chef Mathias Döpfner und Architekt Rem Koolhaas (v.l.n.r.) im neuen Springer-Quartier in Berlin versammelt. Bei einem Festakt mit 70 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wurde der Neubau am Vormittag offiziell eröffnet. (Foto: Dirk Lässig)
axelspringer.com

“Freizeit Spaß” von Burda wollte lieber keine Presserat-Rüge kassieren.

Freizeit Spaß, Regenbogen-Postille von Burda, hat unter der Führung von Chefredakteur Kai Winckler vergeblich versucht, eine Rüge des Presserats zu verhindern, schreibt "Übermedien" – offenbar, um das vermeintliche Sauber-Image des Blattes zu wahren. Die Zeitschrift hatte eine fiktive Geschichte über eine "heimliche Tochter" von Prinzessin Diana aufgegriffen und diese als wahr dargestellt.
uebermedien.de, presserat.de (Rüge), turi2.de (Background)

Google News Showcase: Zugriff auf Bezahl-Inhalte stößt auf Kritik.

Zu dieser Meldung gibt es hier ein Update vom 6. Oktober 2020


Loch in der Paywall: Googles Plan, im neuen Nachrichten-Angebot Google News Showcase auch Artikel zu veröffentlichen, die hinter Bezahlschranken liegen, stößt auf Kritik. In der "Welt" berichtet Christian Meier, dass sich "mindestens ein teilnehmender Verlag" dagegen wehrt, Paywall-Artikel bei Google kostenlos zu veröffentlichen. Unklar sei, ob es eine Verpflichtung gebe, Bezahlinhalte bereitzustellen. Unterschiedliche Angaben gibt es auch über die Form der Veröffentlichung bei Google News Showcase. Ein Vertrags-Entwurf, aus dem Meier zitiert, legt es nahe, dass bei Google ganze Artikel republiziert werden sollen. Der ungenannte Verlag, den Meier zitiert, spricht von einer "reinen Verlinkung von Artikeln".

Bei Google News Showcase zahlt Google erstmals für die Verbreitung von Medieninhalten, die Rede ist von weltweit 1 Mrd Dollar in den kommenden drei Jahren. In Deutschland sind 50 Publikationen von 20 Verlagen dabei. Springer, zu dem die "Welt" gehört, ist nicht dabei. Der Verlag hält am Leistungsschutzrecht fest, dass er selbst mit vorangetrieben hat. Eine Teilnahme an Google News Showcase und gleichzeitig LSR-Forderungen schließt Google vertraglich aus. Hierzulande sind u.a. der "Spiegel", die "FAZ" und die "WAZ" beim neuen Angebot dabei.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Springers neues Gebäude soll die digitale Transformation symbolisieren.

Springer-Neubau: Die "Welt am Sonntag" klopft Konzernmutter Springer für den Neubau in Berlin auf die Schulter. Kunstkritiker Boris Pofalla schreibt, das Gebäude des Architekten Rem Koolhaas symbolisiert die "digitale Transformation" des Konzerns. Mit Brücken, Wendel­treppen und Balkonen scheine das Ziel erreicht, "digitales Arbeiten und physische Interaktion wieder zu verbinden".
welt.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Andreas Ludwigs zeigt im August 2018 die Baustelle des Springer-Neubaus.

Video-Tipp: Making-Of zum Axel-Springer-Neubau.

Video-Tipp: Am 6. Oktober wird der Axel-Springer-Neubau eröffnet, Gäste sind u.a. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Architekt Rem Koolhaas. Einen kleinen Vorgeschmack auf das neue Gebäude bietet ein Making-Of-Film, der Einblick in die wichtigsten Stationen gibt - vom Ausheben der Baugrube bis zur Konstruktion des 45 Meter hohen Atriums.
youtube.com (2-Min-Video)

Lese-Tipp: Zu Gast bei der Sprach-Hotline des Duden.

Lese-Tipp: Christoph Koopmann besucht Gabriele Kopf, Beraterin bei der Duden-Sprach-Hotline. Kopf und Kolleg*innen werden auf Stundenbasis bezahlt, 139 Wörterbücher und Sprachratgeber sorgen allein bei ihr zuhause für grammatikalische Sattelfestigkeit. Zur Stammkundschaft der Sprach-Seelsorge gehören Bestatter*innen: Damit auch bei Todesanzeigen jedes Komma sitzt.
sueddeutsche.de

Edward Snowden muss den USA 5,2 Mio Dollar Honorare abtreten.

Memoiren-Money: Whistleblower Edward Snowden muss den USA 5,2 Mio Dollar seiner Honorare abtreten, entscheidet ein Gericht. Konkret geht es um 4,2 Mio Dollar, die Snowden mit dem Verkauf seines Buchs Permanent Record verdient hat. On top kommen rund eine Mio Dollar, die er mit 56 Auftritten erlöste. Grund der Entscheidung ist, dass Snowden seine Biografie veröffentlicht hatte, ohne sie vorab der CIA und der NSA vorzulegen. Er hatte einst Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnet.

Das US-Justizministerium will laut eigener Aussage sicherstellen, dass Snowden "aus dem Vertrauensbruch keine monetären Vorteile" zieht. Snowdens Memoiren waren bereits 2019 erschienen, kurz darauf erhob die US-Regierung per Klage Anspruch auf dessen Erlöse am Buch.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“FAZ” wandelt bisherigen Sitz in gemischt genutztes Quartier um.

FAZ: Das alte Verlags-Areal zwischen Mainzer Landstraße und Frankenallee wird zum "gemischt genutzten Quartier" mit Büros, einer Schule und Wohnungen. An der Entwicklung der sogenannten "Hellerhöfe" ist der Verlag zur Hälfte beteiligt. Die "FAZ" selbst zieht 2022 in ihr neues Gebäude an der Europaallee. Es soll 1.000 Mitarbeitern aus Verlag, Redaktion und Tochtergesellschaften Platz bieten.
"FAZ" S. 45 (Paid, Regio-Ausgabe Rhein-Main), faz.net, turi2.de (Background)

Die Belegschaft des Finanzen Verlags, Heimat von “Tichys Einblick”, fürchtet um ihren Ruf.

Ist der Ruf erst ruiniert...: Die Belegschaft des Finanzen Verlags, Heimat des Print-Magazins "Tichys Einblick", fürchtet um ihre Reputation, schreibt Aurelie von Blazekovic. Der Betriebsrat wandte sich deshalb per Brief an die Geschäftsführung. Die verspricht, künftig bei "Redaktion, Schlussredaktion sowie öffentlichen Äußerungen noch aufmerksamer" zu sein. "Tichys Einblick" im Portfolio zu haben, ist laut Geschäftsführer Frank-B. Werner vor allem der Motivation geschuldet "mit dem Verlegen von journalistischen Angeboten Geld zu verdienen."
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Staatsanwaltschaft Berlin klagt Ex-Springer-Manager an.

Springer: Die Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen den ehemaligen Logistik-Manager Markus Günther sowie sechs Kompliz*innen. Der Gruppe wird gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug sowie Untreue in 293 Fällen vorgeworfen. Günther soll zehn Jahre lang ein Betrugs-System unterhalten haben, das vor allem auf Scheinrechnungen für Speditionsdienstleistungen basierte. Der Schaden für den Verlag beläuft sich auf über 10 Mio Euro.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)