Bundestag beschließt die reduzierte Umsatzsteuer auch für digitale Presseprodukte.

Mehrwertsteuer: Der Bundestag beschließt einen ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % auch für Apps, Webseiten sowie Datenbankangebote mit Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, meldet der VDZ. Die steuerliche Gleichbehandlung von elektronischen und gedruckten Presseprodukten war im Regierungsentwurf zunächst nicht vorgesehen.
horizont.net, presseportal.de

Philipp Keel will mit Mehrheit am Diogenes-Verlag deren Unabhängigkeit sichern.

Diogenes-Verlag: Philipp Keel (Foto), Sohn des Diogenes-Gründers Daniel Keel, spricht im "FAZ"-Interview über seinen Kampf um die Mehrheit am Schweizer Verlag. Nach dem Tod von Rudolf Bettschart, Ex-Geschäftspartner des Verlaggründers, wollte Philipp Keel die Anteile übernehmen, um die Unabhängigkeit des Verlages zu sichern.
"FAZ", S. 9 (Paid)

Zitat: Philipp Welte sagt, Verleger müssten Schmerzen ertragen.

"Ein Verleger muss Risiken nehmen, Schmerzen ertragen und dabei jeden Tag glücklich sein, weil die Journalisten, die für ihn arbeiten, ihn jeden Tag mit einer Wundertüte von neuen Themen überraschen."

Burda-Vorstand Philipp Welte erklärt bei "Phoenix persönlich" den Unterschied zwischen einem Unternehmer und einem Verleger und plädiert für starke Verleger-Persönlichkeiten.
phoenix.de (30-Min-Video)

Zahl des Tages: Verleger befürchten 6,9 % höhere Paketpreise.

Zahl des Tages: Um 6,9 % könnten die Paketpreise für Geschäftskunden 2020 steigen, befürchtet der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Die Deutsche Post lässt bisher offen, wie hoch die Preissteigerung tatsächlich ausfällt. Die "Preisspirale" gefährde "die Existenz der Zeitschriftenpresse", wetttern die Verleger.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Wir graturilieren: Elisabeth Raabe wird 80.


Wir graturilieren: Elisabeth Raabe, Verlegerin bei Edition Momente, früher Arche Verlag, wird heute 80 Jahre alt. Als literarische Schatzsucherin seit fast 50 Jahren im Geschäft, gibt sie ihr bekanntestes Verlagswerk, den "Literatur Kalender" bereits im 35. Jahr heraus. Ihren Geburtstag feiert Raabe "in privatem Rahmen mit all den treuen Begleitern durch die Lebensjahre".

Ihr größter verlegerischer Erfolg im vergangenen Jahr war, als das Kochbuch für die kleine alte Frau der 92-jährigen Autorin Sybil Gräfin Schönfeldt im Buchhandel zu laufen begann und auf der Bestellerliste landete. Fürs kommende Jahr wünscht Raabe sich inspirierende Gespräche, begeisterte Kalender-Leser und Gesundheit. Sie selbst liest gerade Karl Jaspers Leben als Grenzsituation. Eine Biographie in Briefen. Über Gratulationen freut sich Raabe auf allen Wegen, z.B. per E-Mail.

China setzt kritische Verleger aus Hongkong unter Druck.

China: Verleger aus Hongkong, die z.B. Tagebücher von Zeitzeugen und Biografien von in Ungnade Gefallenen verkaufen, geben immer häufiger auf, beobachtet Friederike Böge. Fünf Jahre hätten gereicht, um den "anarchischen, kritischen" Honkonger Buchmarkt ausbluten zu lassen. Kunden vom Festland fürchten Gepäckkontrollen, der Pekinger Flughafen konfisziert Tausende Bücher. Die Regierung überwacht Buchsendungen und übt Druck auf die Druckereien aus. Die drei chinesischen Großverlage bieten keine politische Literatur an.
"FAS", S. 5 (Paid)

turi2 edition #8: Markus Dohle über Bertelsmanns Bestseller.


I’m a Bertelsman in New York: Er stammt aus dem Sauerland und hat es zur Nr. 1 beim weltgrößten Buchverlag geschafft – Markus Dohle steht auf dem Gipfel des Erfolgs. Dort hat ihn Tatjana Kerschbaumer besucht und mit ihm für die turi2 edition #8 über Erfolg und Misserfolg gesprochen. Das ganze Interview ist jetzt im kostenlosen Blätter-PDF der “turi2 edition #8” lesbar. Im Erfolgs-Videofragebogen verrät Dohle, dass er früher gerne Lehrer geworden wäre. Weiterlesen…

Google weist die Mrd-Forderung der VG Media zurück.


Keine Mille für Verleger: Google hält die Forderungen der VG Media für "haltlose Gedankenspiele", schreibt Heise. Auch die EU-Urheberrechtsreform ändere daran nichts. Die VG Media fordert 1,24 Mrd Euro von Google, für die künftige Inanspruchnahme von Presseerzeugnissen aller EU-Verleger bis 2024. Laut Heise denkt der Suchriese seinerseits über eine Art "Gegenrechnung" der Mio frei monetarisierbarer Klicks nach.
heise.de, turi2.de (Background)

Philipp Welte hält europaweites Urheberrecht für “unausweichlich”.

Urheberrecht: Philipp Welte, Zeitschriften-Vorstand von Burda, schreibt bei "Focus", bei der heutigen Abstimmung im Europaparlament ginge es um nicht weniger als die "Zukunft unserer pluralistischen Demokratie". Welte schimpft auf globale Plattformen und ihre "gewaltige digitale Materialschlacht" und hält europaweites Urheberrecht für "unausweichlich".
focus.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich rede mit allen über alles": Philipp Welte reagiert auf Widerstand des Kartellamts.

Zitat: “Verwerter” ist nur rechtlich ein guter Begriff, sagt Verleger Jonathan Beck.

"'Verwerter' klingt, als verdienten wir uns mit den Werken naiver Autoren eine goldene Nase, weshalb es dem 'freien Internet' obliegt, die Autoren und ihre Werke aus unserem Joch zu holen."

Jonathan Beck, Leiter des C.-H.-Beck-Verlags, sagt im Urheberrechtsreform-Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", Verleger kümmerten sich für Autoren "eben auch um vieles, was mit Geld und rechtlichen Aspekten" zu tun habe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 9 (Paid)

turi2 edition #7: Stephanie Mair-Huydts im Porträt.


Out of Ostfildern: Die abenteuerlustige Verlegerfamilie Mair hat den Markt für Reiseführer erobert – MairDumont verlegt jeden zweiten Reiseführer, der in Deutschland gekauft wird. Verlegerin Stephanie Mair-Huydts erzählt Tatjana Kerschbaumer für die turi2 edition 7, warum sie alles anders macht als ihr Opa, ihr Geschäft nicht 14 Tage Urlaub ist, sondern die Vorfreude darauf und wie sie mit Marken wie Marco Polo, Baedeker und Dumont verschiedene reiselustige Zielgruppen bedient. Weiterlesen …

Verleger Peter Holzmann ist gestorben.

Peter Holzmann ist tot. Der Seniorverleger der Holzmann Medien ist am 11. November mit 82 Jahren gestorben. Den Verlag, der damals Hans Holzmann Verlag hieß, hat er schon mit 25 Jahren übernommen. Flaggschiff des Verlages ist die "Deutsche Handwerks Zeitung", dazu kommen 14 weitere Zeitschriften zu Handwerk, Hotellerie, Gesundheitswirtschaft und Hightech. (Foto: Rohde Fotografie)
holzmann-medien.de

Lese-Tipp: Thomas Ganske will seinen Verlag nicht “verzwergen”.

Lese-Tipp: Verleger Thomas Ganske spricht mit der "Wirtschaftswoche" offen über das schwierige Geschäft in kriselnden Printzeiten. Er kämpft mit stetig schrumpfenden Umsätzen, sein Sohn mit dem Überführen des Verlags ins digitale Zeitalter. "Gezielt verzwergen" will Ganske den Verlag nicht. Kritiker werfen ihm vor, Führungskräfte zu vergraulen, nicht loslassen zu können und das Geld gut laufender Geschäftsbereiche in marode zu stecken. Ganske will weitermachen, jedes Jahr mindestens ein neues Magazin auf den Markt bringen und in der Buchsparte die Abhängigkeit vom Bestsellergeschäft verringern.
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

Zitat: Verlegersein ist laut Thomas Ganske eher kein Goldgräbertum.

"Wenn man nur das wirtschaftliche Ergebnis bewertet, dann ist man falsch in unserem Genre."

Verleger Thomas Ganske sagt der "Wirtschaftswoche", er bereue "Tempo" und "Woche" nicht – beide Titel waren sehr beliebt, verschlangen aber Mio. Ganskes Blickwinkel: Er habe mit ihnen "das Zeitungslesen und Zeitungsmachen verändert".
"Wirtschaftswoche" 43/2018, S. 58 (Paid)

fragebogen2: Klaus Krammer.


fragebogen2: Klaus Krammer hat auf seine Mutter gehört. Der Chef des Krammer-Verlags und Sprecher der Deutschen Fachpresse entschied sich für die solide Ingenieur-Ausbildung – und gibt nun Medien für Ingenieure raus. Das erfolgreiche Verlagsgeschäft finanziert Krammers große Leidenschaft: seine Segelyacht im Mittelmeer, schwärmt er im Video-Fragebogen. Und offenbart seine große Schwäche: die Schlamperei. Sein Schreibtisch gleiche einem Trümmerhaufen und werde alle zwei Monate mit der Schubkarre aufgeräumt.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Fachpresse-Sprecher Klaus Krammer im Antritts-Interview.

“Seid Unternehmer, nicht Verleger”: Fachpresse-Sprecher Klaus Krammer im Antritts-Interview.


Frisches vom Fach: Die Deutsche Fachpresse wählt Klaus Krammer zu ihrem neuen Sprecher. Im Interview für "Horizont" und turi2.tv sagt Krammer, er wolle den Unternehmer aus den Verlegern heraus kitzeln. Sein Düsseldorfer Haus macht Medien für Sanitärtechniker, Schweißer und Zimmerleute – und erreicht schon heute die meisten Kontakte über Videos.

Krammer, der das Familien-Unternehmen in dritter Generation führt, ist neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen: Beim Krammer Verlag schreibt Software einfache Texte und entlastet Redakteure. Der Fachpresse will er künftig mit einem "Technologie-Hub" unter die Arme greifen: Darin soll der Verband Fachleute für diverse Innovationen vernetzen.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Klambt sieht weitere Zukäufe als Option.

Klambt kann sich die Übernahme weiterer Print-Titel vorstellen, sagt Klambt-Verleger
Lars Rose. Denkbar sei auch der Kauf von Titeln, bei denen den Großverlagen die wirtschaftliche Vision fehle. Neugründungen in den "Massenmärkten", in denen Klambt unterwegs ist, seien jedoch schwierig oder sogar zum Scheitern verurteilt. Verlagskooperationen seien bei einem gemeinsamen Papiereinkauf oder Alternativen zur Zustellung per Deutsche Post sehr sinnvoll.
"Horizont" 18/2018, S. 16 (Paid)

Verleger Wilhelm Sandmann ist tot.

Wilhelm Sandmann ist tot. Der Verleger und frühere BDZV-Präsident ist am Dienstag mit 86 Jahren gestorben. Sandmanns Karriere begann als Schriftsetzer, später arbeitete er u.a. für Springer, 1975 wurde er Geschäftsführer bei Madsack. Von 1984 bis 1995 war er Verleger der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse", danach Aufsichtsratschef. Ab 1992 war Sandmann acht Jahre BDZV-Präsident.
presseportal.de

BDZV protestiert gegen mehr Online-Texte für ARD und ZDF.

Zeitungsverleger haben Angst, dass ARD und ZDF im Netz mit dem Segen der Politik noch mehr statt weniger Text bringen könnten. Anlass dafür ist laut BDZV ein neuer Textvorschlag für den Telemedienauftrag, der momentan in den Staatskanzleien kursiere und nach Angaben des Verlegerverbands "sehr viel mehr und deutlich hervorgehobene Textbeiträge" erlaube. Der BDZV hält die Regelung für "medienpolitisch nicht tragbar" und appelliert an die Bundesländer, dem Text nicht zuzustimmen.
bdzv.de

Wir graturilieren: Katarzyna Mol-Wolf wird 44.


Wir graturilieren: Katarzyna Mol-Wolf, Verlegerin und Emotion-Chefin, feiert heute ihren 44. Geburtstag. Im vergangenen Lebensjahr hat sie ihren Verlag "fit für die Zukunft gemacht" und freut sich über den "erfolgreichen Neustart" mit der Angelique-Kerber-Ausgabe. Privat hat sie nach einem Umzug einen Ruhepol im neuen Zuhause gefunden.

Mit "Emotion" will Katarzyna Mol-Wolf sich weiterhin für Gleichberechtigung von Frauen einsetzen und dabei mit Enthusiasmus viele neue Leserinnen mitreißen. Den Geburtstag verbringt sie mittags im Büro mit Kolleginnen und Kollegen bei Pasta und Cremant, abends zu Hause mit Familie und Freunden. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, u.a. per Mail - Hauptsache, sie sind "ohne Altersnennung".

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Testosteron ist nicht der beste Ratgeber": Julia Becker und Katarzyna Mol-Wolf im Doppel-Interview.

Porträt: Verleger Michael Klett hat eine spielerische Seite und Geduld mit Autoren.

Dr. Michael KlettMichael Klett ist kein an Quartalsergebnissen hängender Zahlenmensch, sondern hat sich als Verleger eine spielerische Seite bewahrt, porträtiert die "FAZ" den Verleger zu seinem 80. Geburtstag. Die Entscheidung, in den 1960ern die deutschen Rechte an "Der Herr der Ringe" zu erwerben, sollte Kletts Wirken an der Spitze des Stuttgarter Ernst Klett Verlags prägen. Der "phantasiebegabte Verleger" leiste sich auch die langfristige Pflege von Autoren, wenn Klett eine Schwäche für einen Schriftsteller hat.
"FAZ", S. 16, blendle.com (Paid)

Ippen will “Frankfurter Rundschau” und “Frankfurter Neue Presse” kaufen.


Dirk Ippen will die "Frankfurter Rundschau" und die "Frankfurter Neue Presse" kaufen, berichtet Bülend Ürük. Bisher gehören die Blätter zur Fazit-Stiftung, der Trägerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen sei noch, was mit der Frankfurter Societäts-Druckerei passieren soll. Auch Funke und Madsack seien interessiert gewesen, hätten aber nach Ansicht der Geschäftsdaten abgewunken.

Gegenstand eines möglichen Deals sei die Mediengruppe Frankfurt, früher Frankfurter Societäts-Medien GmbH, mit Anzeigenblättern, Webportalen, einem Buchverlag, Eventgeschäft und der Frankfurter Societäts-Druckerei in Mörfelden-Walldorf.
kress.de

Verleger Bruno Schnell, 88, ist tot.

Bruno Schnell ist tot. Der Verleger von "Nürnberger Nachrichten", "Nürnberger Zeitung" und "Kicker" starb am 27. Januar im Alter von 88 Jahren. Die "Nürnberger Nachrichten" würdigen ihn als eine der markantesten Persönlichkeiten der Medienlandschaft. Schnell habe mit Kooperationen kleineren Lokalzeitungen geholfen, fortzubestehen. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, Schnell habe leidenschaftlich für Demokratie, Menschenrechte und sozialdemokratische Werte gestritten.
nordbayern.de, sueddeutsche.de

lexikon2: Alexandra Jahr.


Alexandra Jahr ist eine Art Vielseitigkeits-Meisterin im Verlegen von Special-Interest-Zeitschriften. Geduld, Fingerspitzengefühl und Kreativität benötigt die leidenschaftliche Jägerin nicht nur auf dem Hochsitz, sondern auch als Verlegerin, sagt sie im Interview mit turi2.tv. Das Verleger-Gen ist der Enkelin von John Jahr senior in die Wiege gelegt. Weiterlesen …

Video-Rundgang: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.


Steingarts ganzer Stolz: Die Handelsblatt Media Group richtet sich diese Woche im neuen Düsseldorfer Hauptsitz ein. Ein sichtlich euphorischer Geschäftsführer Gabor Steingart nimmt turi2.tv auf einen Rundgang mit. Die Reporter Markus Trantow und Jens Twiehaus folgen ihm im Laufschritt mit der Kamera in die Konferenz, durch neue Newsrooms und in die Chefbüros. Steingart verkündet visionäre Pläne: Ein TV-Studio mit Publikum soll Live-Journalismus ermöglichen. Und womöglich noch dieses Jahr startet ein Magazin rund um Digitalisierung.

Steingart will an der Toulouser Allee 27 ein Haus rund um Kommunikation betreiben. 700 Mitarbeiter machen Journalismus, sind Agentur, Event-Veranstalter und Analysten. "'Journalismus zuerst' lautet das Motto", versichert Junior-Verleger Steingart, "deshalb ist die Redaktion im obersten Stockwerk. Darüber ist nur der offene Himmel." Der Zuerst-Journalismus bedeutet beim "Handelsblatt" künftig digitale Live-Berichterstattung. Gleich neben dem Newsdesk entsteht ein TV-Studio mit Platz für Publikum. Von hier sollen "Handelsblatt"-Journalisten live ihre Einschätzungen abgeben – Video-Programm für die eigenen digitalen Angebote und soziale Medien.

Im Büro von "Wirtschaftswoche"-Herausgeberin Miriam Meckel verrät Steingart, dass ein Team an einem neuen Magazin-Konzept arbeitet. Noch dieses Jahr könnte die Premiere erscheinen, wohl im vierteljährlichen Rhythmus. Steingart will die "WiWo" damit nicht ersetzen, nur ergänzen. Er wünscht sich "Inspiration für eine neue Zeit". Viel Raum ist im neuen Medienhaus für Begegnungen eingeplant: Auf dem Dach werden 150 Lounge-Möbel für Veranstaltungen stehen, die Abonnenten näher an die Marken des Hauses binden. "Kein Google, kein Facebook, kein Yahoo kann wirkliche Community bieten", sagt Steingart. "Die Amerikaner sprechen von Communities, können aber Menschen doch nur digital zusammenbringen."
turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Zitat: Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt für Verlags-Kooperationen.

"Ein Schulterschluss ist in der heutigen Zeit dringend angebracht. Ich hoffe, dass wir die Grabenkämpfe in der Branche, die ich seit meiner Kindheit kenne, endlich beilegen können."

Funke-Verlegerin Julia Becker wirbt auf dem Deutschen Medienkongress für mehr Kooperationen zwischen den Verlagen.
horizont.net

Weiteres Zitat vom Kongress:
"Wir stehen nicht unter dem Druck, eine Börsenstory erzählen zu müssen."

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2.

Hessischer Rundfunk will Redakteure aus ARD und Verlagen zusammenbringen.

Hessischer Rundfunk setzt im Streit mit den Verlegern zu den Online-Angeboten der ARD auf ein Treffen auf Redakteursebene, schreibt der "Journalist". Im Februar will der HR eigene Redakteure und Redakteure von Regionalzeitungen zusammen bringen. Die Anstalt erhofft sich daraus mehr Verständnis und Deeskalation. HR-Multimedia-Chef Tilo Barz: "Ein Teil der Auseinandersetzung lässt sich wahrscheinlich mit Nichtwissen darüber erklären, wie die jeweils andere Seite arbeitet."
presseportal.de

Hör-Tipp: Döpfner sieht ZDF und WDR als Vorbilder für öffentlich-rechtliche Berichterstattung.

Hör-Tipp: ARD und ZDF können gerne Texte veröffentlichen, sagt BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Doch zwei Drittel der Online-Inhalte sollten aus Bewegtbild- und Audio-Elementen bestehen. ZDF und WDR seien Vorbilder, wie es gehen könne. ARD und ZDF sollten vor allem Video-Plattformen wie Netflix und YouTube Konkurrenz machen, meint Döpfner.
deutschlandfunk.de (12-Min-Audio)

MDR-Intendantin Karola Wille will Verleger unterstützen.

MDR-Intendantin Karola Wille geht auf die Verleger zu, schreibt Joachim Huber. Bei einer medienpolitischen Rede in Berlin nennt sie die teils "dramatischen Umsatzrückgänge im Zeitungswesen" eine "Gefahr für den demokratischen Diskurs". Wille wirbt für eine "strategische Partnerschaft" und will die Verlage dort unterstützen, "wo es um die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus geht", z.B. beim Leistungsschutzrecht. Sie betont aber auch: "Der Grund für die teilweise erdrutschartigen Veränderungen sind nicht wir."
tagesspiegel.de

VDZ-Präsident Thiemann verlangt klare Schranken für ARD und ZDF im Netz.

Rudolf Thiemann fordert klare Schranken für Online-Berichte von ARD und ZDF. Der VDZ-Präsident sagt, es dürfe nicht sein, dass die "Begrenzung öffentlich-rechtlicher presseähnlicher Angebote aufgeweicht wird". Falls die Politik keine Schranken setze, werde vielen Verlagen im Netz das Wasser abgegraben, sagt Thiemann.
heise.de

WDR verknappt Online-Texte auf das Nötigste.


Textschere: WDR-Intendant Tom Buhrow lässt Verleger ruhiger schlafen. Alpträume von presseähnlichen ARD-Webseiten haben ein Ende, denn der WDR will sich online auf sein "audiovisuelles Angebot" konzentrieren. Die Senderseite wdr.de soll "noch multimedialer" werden, kündigt Buhrow an - paradoxerweise in einem Text. Nur noch die wesentlichen nachrichtlichen Fakten werden künftig in Textform knapp zusammengefasst - ganz so, wie die Verleger es sich wünschen. "Ich will keine Energie in überflüssige Rechtsstreitigkeiten stecken, sondern ein starkes Neben- und Miteinander von Sendern und Zeitungen fördern", sagt Buhrow.

Im Netz will der WDR künftig mehr interaktive Darstellungsformen ausprobieren, auch datenjournalistische Schwerpunkte und Virtual-Reality-Formate sind geplant. Ganz auf Text verzichten könne der Sender aber schon allein wegen seiner Verpflichtung zur Barrierefreiheit des Angebots nicht.
presse.wdr.de via meedia.de