“Handelsblatt”: Vodafone-Führungsriege fühlt sich von Mutterkonzern “gegängelt”.


Schlechte Verbindung: Unter den deutschen Vodafone-Führungs­kräften wächst der Frust über die Konzern­führung in London, schreiben Philipp Alvares de Souza Soares und Arno Schütze im "Handelsblatt". Sie fühlen sich demnach "von der britischen Mutter gegängelt und ihrer Macht beraubt", da CEO Nick Read den Mobilfunk­anbieter international einheitlicher und damit effizienter aufstellen will, zitiert er "Konzern­insider". Technik-Chef Gerhard Mack habe Vodafone deshalb Ende März bereits verlassen. Und auch Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter (Foto) soll "intern wiederholt Kritik geäußert und für mehr Spielraum geworben haben".

Eine "skurille Blüte" sei u.a. der Plan, ein Callcenter in Malaga für die Betreuung deutscher Mittelstands­kunden zu beauftragen. Read scheue durch seinen "Hang zur Sparsamkeit" zudem notwenige Investitionen in den Ausbau von Glasfaser und 5G. Dadurch sei die Wettbewerbs­fähigkeit von Vodafone in Deutschland in Gefahr. Die Konzern­führung in London widerspricht den Vorwürfen. (Foto: Vodafone)
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem Archiv: Hannes Ametsreiter im großen Interview in der turi2 edition #16 über Polarisierung und Innovation (1/2022)

Deutsche Bahn kooperiert mit Vodafone um Funklöcher zu schließen.

High Speed: Die Deutsche Bahn und Vodafone haben eine Übereinkunft getroffen, nach der Vodafone bis 2025 alle Hauptverkehrsstrecken durchgängig mit seinem 4G-Netz abdecken will. Entlang dieser Strecken will der Netzbetreiber auch als erster Mobilfunkanbieter den neuen 5G-Standard großflächig freischalten. In Planung ist außerdem ein lückenloses 4G-Netz auf weiteren 13.800 Kilometern Strecke bis Sommer 2025.
tagesschau.de

Telekom und Vodafone schließen gemeinsam 2.000 Funklöcher.

Funken zusammen: Die Deutsche Telekom und Vodafone haben gemeinsam innerhalb eines Jahres mehr als 2.000 Funklöcher auf dem Land gestopft, teilen die Konzerne mit. Ermöglicht wird das durch "Network Sharing", bei dem ein Netz­betreiber die Mobilfunk­antennen des anderen nutzen darf. Bis zum Sommer sollen 1.000 weitere "graue Flecken" verschwinden. In den kommenden Monaten läuft außerdem die Kooperation mit Telefónica an, um Lücken im O2-Netz zu schließen – und andersherum.
telekom.com, tagesschau.de

Zahl des Tages: 5G erreicht 57,5 % der Fläche in Deutschland.

Zahl des Tages: Knapp 58 % der Fläche Deutschlands deckt seit Januar der Funkstandard 5G ab. Das sind rund vier Prozentpunkte mehr als noch im Oktober, teilt die Bundesnetzagentur mit. Die Deutsche Telekom hat beim Ausbau mit 5G-Antennen die Nase vorn: Der Anbieter deckt 91 % der Haushalte ab. Vodafon kommt auf 55 %, Telefónica auf mehr als 30 %.
zeit.de

Lese-Tipp: Welche Maßnahmen Tech-Konzerne in der Ukraine-Krise treffen.

Lese-Tipp: Nicht nur YouTube schränkt russische Staatsmedien ein, auch die Telekom und Vodafon wollen helfen und machen Anrufe und SMS in die Ukraine kostenfrei. Alexander Schulz sammelt bei tn3 Maßnahmen, die Tech-Konzerne bereits getroffen haben und schreibt, dass es von Apple noch keine Reaktion gegeben habe. Außerdem entlarvt er einige Falschmeldungen: Der Tweet etwa, Pornhub schließe die Tore in Russland, sei nicht wahr.
t3n.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Hannes Ametsreiter wird 55.


Wir graturilieren: Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter erklimmt heute den Mittfünfziger-Gipfel. Seinen 55. feiert er gemeinsam mit einem guten Freund, der heute ebenfalls Geburtstag hat, in kleinem Kreis mit Cocktails in einer Münchner Bar. Die 2G-Zugangsregel erfüllt er zwar – "besser ein Platz in der Testschlange als einer in der Intensivstation" – aber die zahlreichen Corona-Regelungen mit immer wieder neuen "Gs" haben ihm im vergangenen Jahr den Nerv geraubt. "Es war und ist nicht einfach, in diesen Zeiten immer wieder seine Mitte zu finden", sagt er. Abschalten kann er am besten auf dem Berg, wie vor Kurzem bei einer gemeinsamen Wanderung mit Peter Turi auf dem Kitzbühler Horn. Das Handy bleibt dann abgeschaltet im Rucksack – denn wer immer nur aufs Display schaut, "an dem zieht die wirkliche Welt gnadenlos vorbei".

Rückblickend kann der gebürtige Salzburger der Pandemie auch etwas Gutes abgewinnen. Vor der Erfolgsgeschichte der beiden Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin kann er sich "nur verneigen". Nichtsdestotrotz kann es Ametsreiter kaum erwarten, dass er in diesem Jahr wieder mehr "Hände schütteln, auf Schultern schlagen, gemeinsam lachen" kann. Zum Geburtstag begnügt er sich zunächst mit freundlichen Worten, zum Beispiel bei Linked-in oder Twitter.
(Foto: Selina Pfrüner)