Hör-Tipp: Georgine Kellermann spricht im BR über ihr Coming-out.

Hör-Tipp: WDR-Journalistin Georgine Kellermann freut sich auf der "Blauen Couch" von Bayern 1 über die Wertschätzung, die ihr Kolleginnen und Menschen in den sozialen Medien entgegenbringen. "Das muss mich glücklich machen, das geht gar nicht anders." Sie erzählt von ihrer Jugend, in der sie lieber in der Mädchen-Gruppe gestanden habe und kommentiert ihr spätes Coming-out als trans Frau: "Meine Sorge war, dass ich, wenn ich werde, wer ich bin, nicht mehr tun kann, was ich liebe. Das war ein Fehler."
ardaudiothek.de (31-Min-Audio)

Aus dem Archiv: Georgine Kellermann im Interview in der turi2 edition #14:

Initiative will sich im WDR-Rundfunkrat für Nemi El-Hassan einsetzen.

Causa Nemi El-Hassan: Die Deutsche Initiative für den Nahen Osten plädiert im WDR-Rundfunkrat dafür, dass El-Hassan doch noch Moderatorin von "Quarks" wird. Die Unterstützung eines Aufrufs von Jewish voice for Peace könne man "per definitionem" nicht als antisemitisch bewerten, da die Organisation eine jüdische sei. Ihr Like bei einem Instagram-Beitrag über die Flucht von palästinensischen Häftlingen sei "eher" ein Ausdruck von "Häme" gewesen, da sich das israelische "Gefängnis-System" blamiert habe.
faz.net (Paid), tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Reporter-Legende Gerd Ruge, 93, ist tot.

Gerd Ruge, 93, ist tot. Der Journalist ist am Freitagabend in München gestorben. Ruges Karriere began 1949 beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk, später war er u.a. als ARD-Korrespondent in Moskau und den USA tätig. Zudem erfand und leitete er den "Weltspiegel",  war zwischenzeitlich Chefredakteur beim WDR Fernsehen und übernahm für sechs Jahre die Leitung des Moskauer ARD-Studios. 1993 ging er in den Ruhestand, arbeitete aber weiter als freier Journalist und machte mit "Gerd Ruge unterwegs" Reisereportagen.

WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Tom Buhrow würdigt Ruge als "Reporterpersönlichkeit der ersten Stunde". Ruge sei ein "wertvoller Zeitzeuge wichtiger politischer Ereignisse im In- und Ausland" gewesen. "Unvergessen bleiben seine zahlreichen Auslandsreportagen und Reiseberichte, das Publikum hat ihn dafür geliebt", für viele nachfolgende Journalistinnen sei Ruge "Vorbild und Orientierung" gewesen. "Ich werde seine sympathische und bescheidene Art vermissen", so Buhrow weiter.

Zahlreiche Journalistinnen trauern um Ruge. Ruge sei ein "großer Humanist" und ein "Journalist mit Haltung" gewesen, sagt Ruges enger Wegbegleiter Thomas Roth dem WDR. Für ZDF-Journalist Claus Kleber ist Ruge "der letzte der Weltensammler, die uns nach Nazi-Wahn und Krieg die Welt und die Ferne nach Hause brachten". "Da geht ein ganz Großer", twittert Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios: "Weltgewandt, mutig, unbestechlich und immer voller Humor und Wärme den Menschen um ihn herum zugewandt." Ruge bliebe ein "Vorbild und Inspiration", schreibt "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bei Twitter. Mit Gerd Ruge gehe eine "Reporter-Legende, ein journalistisches Vorbild für eine ganze Generation", twittert der ehemalige ARD-Programmdirektor Volker Herres. Es brauche heute "dringender denn je" Journalisten wie Ruge, schreibt Eckhard Fuhr in der "Welt". Eine "weit verbreitete Illusion" sei es, dass "Weltwissen jederzeit und an jedem Ort als 'Information' abrufbar" sei. Ruges Reportagen hätten gezeigt, "dass die Welt in Wahrheit weit und weithin unentdeckt ist und dass man sich bewegen muss, um sie kennen zu lernen".
presseportal.de, Foto: Paul Zinken/dpa

Kress.de: Georg Mascolo hört als Chef des Verbunds von WDR, NDR und “Süddeutscher” auf.

Recherche rum: Der Leiter des Recherche-Verbunds von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung", Georg Mascolo, 56, gibt den Posten ab, bestätigt die Kooperation Kress.de. Er wolle seinen Vertrag auslaufen lassen. Mascolo, von 2008 bis 2013 "Spiegel"-Chefredakteur, macht den Job demnach noch bis März 2022. Eine Nachfolge stehe noch nicht fest. Unter seiner Leitung hat der Verbund u.a. die Panama Papers aufgearbeitet. Mascolo bleibt laut Kress.de Autor bei der "Süddeutschen".
kress.de

WDR baut Insta-Kanal der “Aktuellen Stunde” für junges Publikum um.

Verjüngungskur: Der WDR verpasst dem Instagram-Account @aktuellestunde einen neuen Anstrich. Unter der neuen Marke tickr sollen die Reporterinnen Lisa Altmeier (Foto), Anna van Doorn, Ilias Hamdani und Aron David Leute unter 25 wochentags mit kurzen News-Clips erreichen, meldet DWDL. Das Format läuft auch auf Snapchat.
dwdl.de, instagram.com

“Pandora Papers”: NDR, WDR und “Süddeutsche Zeitung” enthüllen Geldverstecke von Politik, Promis und Kriminellen.


Büchse der Pandora: Die Investigativ-Allianz von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" landet den nächsten Daten-Scoop. Die Medien enthüllen, dass Hunderte Politik-Promis, aber auch Persönlichkeiten aus der Gesellschaft und Kriminelle ihr Geld in Steueroasen verstecken. Grundlage der Recherche ist eine Datensammlung mit dem Namen "Pandora Papers", die fast 12 Mio vertrauliche Dokumente umfasst, das dem Recherche-Netzwerk ICIJ zugespielt und von 600 Journalistinnen weltweit ausgewertet wurde. Zu den in die Offshore-Geschäfte verstrickten Persönlichkeiten gehören u.a. der ehemalige britische Premier Tony Blair, der amtierende tschechische Premierminister Andrej Babiš sowie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij. Auch Geldgeschäfte von Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin deckt das Daten-Leck auf.

Sie alle haben nach den Enthüllungen Vermögen in unterschiedlichen Steueroasen versteckt oder über Briefkastenfirmen Geschäfte gemacht, um Steuern zu sparen. Ein besonderes Schlaglicht wirft die "Süddeutsche Zeitung" auf das Emirat Dubai – als "Gangster’s Paradise unter Palmen halt". Unter den mehr als 1 Mio Immobilienbesitzerinnen befinden sich auch 4.000 in Deutschland steuerpflichtige Firmen oder Personen. Seit dem vergangenen Jahr möbelt das umstrittene Emirat sein Image mithilfe von vielen deutschen Social-Media-Stars auf, die es auch mit Steuervorteilen ins Land lockte.

Die Enthüllung umfasst Dokumente von 1996 bis 2021 und ist von ihrem Umfang die bisher größte, noch vor den Panama Papers von 2016. 150 Medien-Organisationen in 117 Ländern sind an der zeitgleichen Veröffentlichung der Enthüllungen am Sonntagabend beteiligt. (Bild: ICIJ, Medienlogos/Montage: turi2)
tagesschau.de, sueddeutsche.de (Übersicht, Paid), sueddeutsche.de (Dubai-Schwerpunkt, Paid), ardmediathek.de (32-Min-Doku)

WDR lässt Nemi El-Hassan bei “Quarks” nicht vor die Kamera.

Ausgequarkst: Die Journalistin Nemi El-Hassan wird "Quarks" nicht moderieren, kündigt WDR-Intendant Tom Buhrow an. Sie soll stattdessen gegebenenfalls hinter der Kamera als Autorin für die Sendung arbeiten. Als Grund nennt Buhrow nicht etwa El-Hassans Teilnahme an einer israelfeindlichen Demonstration 2014, sondern problematische Likes auf Social Media in jüngster Zeit. Darüber hatte u.a. die "Bild" berichtet. Bisher hatte der WDR den Start von El-Hassan als "Quarks"-Moderatorin nur vorläufig ausgesetzt.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

“Bild” wirft Nemi El-Hassan anti-israelische Instagram-Likes vor.

Ausgeherzt: Die "Bild" wirft Nemi El-Hassan mehrere anti-israelische Instagram-Likes vor. El-Hassan soll noch vor wenigen Monaten u.a. einen Aufruf zum Boykott israelischer Produkte sowie israelfeindliche Slogans mit einem Herz versehen haben. In der Nacht von Montag auf Dienstag habe die Journalistin die "Gefällt mir"-Angaben unter den beschriebenen Beiträgen gelöscht.
bild.de, turi2.de (Background)

Offener Brief ruft zu Solidarität mit Nemi El-Hassan auf.

Schützenhilfe: Mehr als 400 Unterzeichnerinnen rufen in einem offenen Brief zu Solidarität mit der Journalistin Nemi El-Hassan auf. Die Debatte um ihre Teilnahme an einer israelfeindlichen Demo habe "jegliches Maß und Mitte" verloren, heißt es dort. Zudem kritisiert der Brief, dass Berichte über El-Hassan oft mit Vorurteilen und Ängsten gegenüber Muslimen arbeiteten. Der WDR solle die Zusammenarbeit mit El-Hassan wie geplant aufnehmen. Zu den Unterzeichnerinnen gehören die Publizistin Carolin Emcke, Tilo Jung und Jakob Augstein.
docs.google.com (Offener Brief) via twitter.de, turi2.de (Background)

“WamS”: Causa El-Hassan bringt Öffentlich-Rechtliche in eine Zwickmühle.


Politisch heikel: Die Causa Nemi El-Hassan bringt die Öffentlich-Rechtlichen in eine Zwickmühle, beobachtet die "Welt am Sonntag". Die Journalistin, deren Moderationsstart beim WDR-Magazin "Quarks" aufgrund ihrer Teilnahme an einer israelfeindlichen Demo auf Eis liegt, sei "nicht die einzige aus ihrem Milieu, die bei den Öffentlich-Rechtlichen für eine Karriere vorgesehen ist". El Hassan gehöre zu einer Gruppe, "in der Karriere gemacht wird, weniger trotz einer wenig demokratiekompatiblen Einstellung, sondern mit oder sogar wegen dieser Einstellung", schreibt "WamS"-Chefredakteur Johannes Boie.

Außer El-Hassan hätten u.a. auch BR-Reporter Malcolm Ohanwe sowie Funk-Journalistin Alena Jabarine ihren Auftraggebern Kritik eingehandelt – vor allem wegen Kontroversen zu Israel. Die "aktuelle Situation" sei "nicht ausschließlich" El-Hassans Schuld, schreibt Boie weiter. Er kritisiert "alle, die bei ihrer bisherigen Karriere beide Augen zugedrückt haben".
welt.de (Text Boie), edition.welt.de (ausführlicher Text, Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Debatte um WDR und Nemi El-Hassan ist scheinheilig.

Antisemitismus-Vorwürfe: Die Diskussion um den WDR und Nemi El-Hassan ist scheinheilig, schreibt Hanno Hauenstein in der "Berliner Zeitung". Sie sei "Ausdruck einer inzwischen normalisierten deutschen Sehnsucht, die Deutungshoheit über Antisemitismus gegen Minderheiten in Anschlag zu bringen". Dabei spiele es keine Rolle mehr, "ob diese jüdisch, muslimisch oder links sind". Dem WDR wirft Hauenstein vor, der "Druckwelle von rechts" nachzugeben. Springer würde "unter dem Deckmantel eines Engagements gegen Antisemitismus eine Rhetorik der Spaltung" kaschieren.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Debatte: Nemi El-Hassans Statements und Verhalten lassen “zu wünschen übrig”.

For real? Journalistin Nemi El-Hassan distanziert sich nicht sonderlich glaubwürdig von ihrer Teilnahme an einer israelfeindlichen Demo 2014, kommentiert Andrej Reisin bei Übermedien. "Es fällt zum Beispiel schwer zu glauben, angesichts der Heftigkeit der Aggressionen und der damaligen Debatte als Teilnehmerin dieser Demo nichts davon mitbekommen zu haben." Ihre "Lösch-Aktionen" auf Twitter und YouTube seien "wenigstens sehr ungeschickt". Reisin fragt zudem, ob ARD und ZDF Antisemitismus zu selten thematisierten. Er sieht diesbezüglich "blinde Flecke" in der "medialen Mehrheitsgesellschaft".
uebermedien.de, turi2.de (Background)

WDR: Nemi El-Hassan wird “Quarks” vorerst nicht moderieren.

Notbremse: Der WDR setzt das "Quarks"-Debüt von Moderatorin Nemi El-Hassan "vorerst aus", teilt der Sender mit. Die Vorwürfe gegen sie wögen schwer. "Es wiegt aber auch schwer, einer jungen Journalistin eine berufliche Entwicklung zu verwehren." Deshalb sei nun "eine sorgfältige Prüfung geboten." El-Hassan hatte 2014 an einer israelfeindlichen Demo in Berlin teilgenommen, dies nach Vorwürfen in der "Bild" aber als "Fehler" bezeichnet. Der WDR gibt an, "keinerlei Form von Antisemitismus" zu dulden.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Nach Antisemitismus-Vorwürfen der “Bild”: WDR-Moderatorin Nemi El-Hassan distanziert sich von Demo-Teilnahme.

Nemi El-Hassan, ab Oktober neue Moderatorin von Quarks beim WDR, distanziert sich nachträglich von ihrer Teilnahme an einer Al-Kuds-Demo 2014. "Keinesfalls habe ich während der Demo antisemitische Parolen von mir gegeben, noch Menschen jüdischen Glaubens körperlich angegriffen", sagt sie in einem Statement. Während Ausschreitungen sei sie nicht zugegen gewesen. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über den Fall berichtet und El-Hassan u.a. die Relativierung von islamistischer Gewalt vorgeworfen.

Laut "Bild" soll sie zudem "zahlreiche" Tweets gelöscht haben, z.B. einen "über ihre Teilnahme an einer Anti-Israel-Demo, bei der extreme Hasssbotschaften" verbreitet worden sind. Der WDR zieht vorläufig keine Konsequenzen und teilt mit, man stehe mit El-Hassan "weiter im Austausch", zu weiteren Fragen werde man sich "erst äußern, wenn diese Gespräche abgeschlossen sind".
rnd.de, bild.de, spiegel.de, twitter.com

Jörg Thadeusz moderiert bis zur Wahl nicht mehr beim WDR und RBB.

Selbstverordnete Sendepause: Bis zur Bundestagswahl moderiert Jörg Thadeusz keine weiteren Folgen mehr seiner Radio-Sendung bei WDR 2, auch die eigentlich noch für den 21. September geplante Ausgabe seiner RBB-Talkshow Thadeusz und die Beobachter entfällt. Der Moderator ist laut eigenen Angaben selbst auf die Sender zugegangen und hat den Verantwortlichen die Pause angeboten. "Ich möchte nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen sich wegen meines Fehlers Zweifel an ihrer journalistischen Integrität ausgesetzt sehen", twittert er. Grund ist eine im Juni von Thadeusz veröffentlichte Kolumne im Wahlkampf-Magazin des Berliner FDP-Landesverbands. Mitarbeitende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dürfen sich "nicht aktiv im Wahlkampf betätigen", lässt etwa der WDR wissen.

Die bei WDR 2 geplanten Gespräche mit den Politikerinnen Sahra Wagenknecht, Norbert Röttgen und Bernd Baumann übernimmt stattdessen Thomas Bug. Beim RBB hätte seine Talkshow noch mit einer Ausgabe vor der Wahl im Programm bleiben sollen, dort hätte er allerdings eine Stellungnahme abgeben sollen. "Diese Lösung hätte Transparenz hergestellt, zumal in der Sendung ausschließlich Journalisten und Journalistinnen und keine Politikerinnen und Politiker zu Gast gewesen wären", sagt RBB-Chefredakteur David Biesinger. Man wolle trotzdem "am Vorhaben, aus verschiedenen Perspektiven und ohne parteipolitische Beteiligung auf den Wahlkampf zu schauen" festhalten und will daher kurzfristig ein Ersatzprogramm auf die Beine stellen.
twitter.com, wdr.de, presseportal.de, turi2.de (Background), Foto: RBB/Oliver Ziebe

WDR sendet Interviewreihe mit Politikerinnen zum Thema Klimawandel.

WDR sendet zur Bundestagswahl ein Talkformat zum Klimawandel. Unter dem Titel "Wer rettet das Klima?" befragen Henrik Hübschen sowie Jule Zentek und Samira El-Hattab vom Instagram-Kanal "Klima.Neutral" die Politikerinnen Olaf Scholz, Ralph Brinkhaus, Annalena Baerbock, Amira Mohamed Ali und Lucas Köhler zur Klimastrategie ihrer Parteien. Die fünf Folgen sind in der ARD-Mediathek abrufbar.
presseportal.de, ardmediathek.de

Judith Rakers verletzt sich bei Gleitschirmsprung.

Glück im Unglück: "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers hat bei Dreharbeiten zum WDR-Reisemagazin Wunderschön einen Gleitschirm-Unfall gehabt. Durch "wechselhafte Windverhältnisse" hat Rakers bei einem Paragliding-Tandemflug in Spanien eine Bruchlandung hingelegt, teilt der Sender mit. Gemeinsam mit ihrem Piloten sei sie in einen Stacheldrahtzaun mit Betonpfeilern gefallen, dabei habe sie sich den Arm geprellt. Der Moderatorin gehe es inzwischen wieder besser.
rnd.de

Monika Wulf-Mathies soll Kulturwandel im WDR beurteilen.


Kulturwandel-Kontrolleurin: Der WDR holt sich erneut die ehemalige EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies ins Haus. Sie hat bereits 2018 die #MeToo-Vorwürfe im Sender aufgearbeitet und soll nun überprüfen, was sich in Sachen Kulturwandel bisher getan hat und wo der WDR noch nachjustieren muss. Laut WDR haben Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau und Personalratsvorsitzende Christiane Seitz seit der vergangenen Prüfung zwölf Maßnahmen umgesetzt, u.a. die Grundsätze für Führungskräfte überarbeitet und Mitarbeiterinnen-Gespräche neu konzipiert.

2018 fiel ihr Urteil vernichtend aus. Wulf-Mathies hatte damals bemängelt, dass die Verantwortlichen im WDR Beschwerden über Belästigung zwar nachgegangen seien, "aber wenig unternommen" hätten. Intendant Tom Buhrow hatte Besserung gelobt.
dwdl.de, landeszeitung.de, presse.wdr.de, meedia.de, turi2.de (Background)

“Bild” wirft ARD-Anstalten Meinungsmache gegen Armin Laschet vor.

Keile für Kolleginnen: Die "Bild" wirft der ARD, besonders dem WDR, Stimmungsmache gegen Armin Laschet vor. Der Sender halte es "mit den Fakten nicht so genau" und habe u.a. die "Falschmeldung" verbreitet, dass der CDU-Kandidat keine afghanischen Geflüchteten aufnehmen wolle. Das Magazin "Monitor" habe in seinem Beitrag zu Laschets Klima-Politik "ausschließlich Aktivisten" zu Wort kommen lassen.
bild.de (Paid)

WDR beteiligt sich an KI-Forschungsprojekt.

Künstliche Intelligenz: Der WDR steigt zum 1. November in das EU-Forschungsprojekt "Open GPT-X" ein, bei der die Entwicklung von KI-Sprachmodellen im Fokus steht. Damit sollen künftig z.B. automatisch erstellte Sportberichte oder Text-Zusammenfassungen möglich sein. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ist zudem ein KI-gestützter Sprachassistent für die Sendung mit der Maus geplant, in einer App soll es dann u.a. interaktive Spiele geben.
presseportal.de

WDR gibt Fehler zu bei Laschet-Tweet.

Klarstellung: Der WDR korrigiert einen missverständlichen Tweet über Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet, er wolle keine Flüchtlinge aus Afghanistan in Deutschland aufnehmen. "Dass unser Tweet die Interpretation erlaubt, Laschet wolle gar keine Flüchtlinge aufnehmen, ist unser Fehler", schreibt der Sender. Die Formulierung sei missverständlich gewesen, man habe eine dpa-Meldung verkürzt dargestellt. Darin spricht sich Laschet für Hilfe vor Ort aus und sagt, er wolle keine Zusage für die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge abgeben: "Ich glaube, dass wir jetzt nicht das Signal aussenden sollten, dass Deutschland alle, die jetzt in Not sind, quasi aufnehmen kann." Der WDR lässt den Ursprungs-Tweet stehen, "damit die Diskussion transparent ist" und verweist auf den O-Ton.

Im Netz scheiden sich die Geister an dem WDR-Tweet. ZDF-Journalistin Nicole Diekmann kritisiert etwa, dass die Richtigstellung weniger oft geteilt worden ist und spricht von einem "Paartanz": Es gebe die einen, die einen Fehler beim Twittern machen "und die anderen, die den Fehler gerne aufnehmen, weil die Schublade sonst klemmt." Stefan Niggemeier findet das "abwegig" und hält dagegen, die Menschen hätten sich lediglich auf den WDR verlassen. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt unterstellt dem WDR, "wohl von Anfang an" gewusst zu haben, welche Wirkung der Tweet erzielt. Satiriker Jan Böhmermann fordert spaßeshalber – und mit vielen Wut-Smilies – ein gesetzliches Paraphrasierungs-Verbot für Journalistinnen: "Die haben gefälligst alles wortwörtlich so aufzuschreiben und zu vermelden, wie die Politik es aufgeschrieben und vermeldet haben will!"
twitter.com, rnd.de

Hör-Tipp: Ferda Ataman kommentiert das WDR-Debakel um Simone Standl.

Hör-Tipp: "Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass eine Journalistin rausgeschmissen wird, weil sie biodeutsch ist", kommentiert Ferda Ataman das WDR-Debakel um Lokalzeit-Moderatorin Simone Standl (Foto). Nach Standls Äußerungen in der "BamS" sei es "kein Wunder, dass ihr die AfD in den sozialen Medien beigesprungen ist". Der WDR habe Ataman zudem versichert, die Trennung von Standl sei nicht "plötzlich" gekommen, wie von dieser behauptet.
radioeins.de (5-Min-Audio), turi2.de (Background)

WDR will mit Task Force digitales Angebot für Unwetterlagen entwickeln.


Warndeutscher Rundfunk: Der WDR reagiert auf die Kritik, in den Hochwasser-Regionen nicht rechtzeitig gewarnt zu haben. Der Sender kündigt an, ein digitales Angebot für Unwetterlagen zu entwickeln. Dafür setzt der Sender eine Task Force ein, um Menschen in Gefahren­situationen besser zu erreichen. Zur konkreten Zusammensetzung der Task Force ist noch nichts bekannt, der WDR bietet Katastrophenschutz und Behörden jedoch eine Zusammenarbeit an. "Wir brauchen ein besseres, zielgerichtetes digitales Angebot für Menschen in Unwetterlagen", sagt Intendant Tom Buhrow. Das werde "sicher seine Zeit brauchen".

Kritikerinnen werfen dem Sender vor, nicht früh genug vor dem Starkregen und den Entwicklungen der Hochwasserkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli berichtet zu haben. "Bild" hatte etwa von 34 Warnmeldungen zur Flut am 14. Juli berichtet, die vom WDR ignoriert und im Programm nicht thematisiert worden seien.
presse.wdr.de, rnd.de, bild.de, turi2.de (Background)

Christian Meier knöpft sich “kostspielige Immobilienwelt der ARD” vor.

Architekturkritik: Christian Meier echauffiert sich in der "Welt am Sonntag über die "kostspielige Immobilien­welt der ARD". Der SWR-Neubau in Tübingen sei "reichlich über­dimensioniert" und "meilenweit entfernt" von Bürger­nähe oder Gemeinwohl­orientierung. Das WDR-Filmhaus, das statt der geplanten 65 Mio Euro nun etwa 240 Mio Euro kosten soll, sei "so etwas wie der Berliner Flughafen der Medien­branche".
edition.welt.de (Paid)

WDR trennt sich komplett von Simone Standl.

Die Grenzen der Kritik: Der WDR trennt sich von Simone Standl, weil ihre kritischen Aussagen "das Vertrauens­verhältnis schwer gestört haben", sagt die Pressestelle dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Moderatorin sagt hingegen der "Bild am Sonntag", dass der Sender sie nun "wegen der negativen Reaktionen" auf ihren Abgang vor die Tür setze. Eigentlich sollte Standl nach ihrer Absetzung als "Lokalzeit"-Moderatorin weiter im WDR arbeiten. Anfang des Monats hat sie den Sender scharf kritisiert und ihm u.a. "Jugendwahn" vorgeworfen.
dwdl.de, ksta.de (Paid), "Bild am Sonntag" S.38 (Paid) turi2.de (Background)

WDR gibt Fehler bei der Unwetter-Berichterstattung zu.

Flutkatastrophe: Der WDR räumt nach heftiger Kritik Fehler bei der Berichterstattung zum Hochwasser ein. Man habe zwar im Programm "deutlich und wiederholt" über die Gefahrenlage informiert. Nach "sorgfältiger Prüfung" hätte dies jedoch in der Unwetternacht von Mittwoch auf Donnerstag "engmaschiger passieren müssen, zum Beispiel mit einer durchgehenden Sondersendung bei WDR 2". Derzeit prüft der Sender gemeinsam mit Behörden, wie man die Bevölkerung mit Gefahrenwarnungen besser erreichen kann.
rnd.de, spiegel.de

Newsroom-Chef Stefan Brandenburg lobt WDR in interner Mail, “Bild” reagiert verärgert.

Hochwasser-Berichterstattung: Die "Bild" gräbt eine interne Mail von WDR-Newsroom-Chef Stefan Brandenburg aus, in der er seine Anstalt für eine "beispiellose Programm-Ausweitung" zur Flut­katastrophe lobt. Er sei "immer wieder sprachlos" ob der "herausragenden Leistungen". Die zuletzt extern kommunizierte Selbstkritik findet darin zum Unmut von Georg Altrogge keinen Platz. Er höhnt: "Klingt, als habe der WDR alles richtig gemacht."
bild.de, turi2.de (Background)

“Bild” zählt 34 Warnmeldungen zur Flut, auf die der WDR “nicht erkennbar” reagiert habe.

bildlogoNachgezählt: Die "Bild" zählt 34 Warnmeldungen aus dem Sendegebiet des WDR, die der Sender allein am 14. Juli vor Beginn der Flutkatastrophe erhalten hat, ohne sein Programm "erkennbar" anzupassen. Das Blatt bezieht sich auf eine entsprechende Liste, die ihm vorliegt. Eine WDR-Sprecherin spricht von "einer Vielzahl sehr lokaler, aber keiner landesweiter Meldungen" und einer "äußerst unübersichtlichen Lage". Dennoch hätte umfangreicher berichtet werden müssen, der Fall werde nun aufgearbeitet.
bild.de

RTL macht den Mittwoch zum “Tag der Hilfe”.

RTL macht den kommenden Mittwoch zum "Tag der Hilfe" für die Opfer der Hochwasserkatastrophe und will in seinen Sendungen zu weiteren Spenden aufrufen. Bisher hat RTL bereits 1,7 Mio Euro Spendengelder eingesammelt. Auch weitere TV-Sender engagieren sich: Sat.1 hat für kommenden Samstag eine Spendengala anberaumt, der WDR hat ebenfalls eine Hilfsaktion gestartet.
dwdl.de, turi2.de (Background WDR)

Video-Tipp: Philipp Walulis kritisiert übertriebene “Bild”-Berichterstattung zum Hochwasser.

Video-Tipp: Philipp Walulis kritisiert die teils "unbeholfene und geschmacklose" Medien-Berichterstattung über die Hochwasser-Katastrophe. Der WDR habe zunächst zu langsam reagiert, die "Bild" habe es dagegen mit ihrer Berichterstattung übertrieben. Die "große Todesflut-Show" von Bild Live sei am Donnerstag so lange gelaufen, dass die Reporterinnen "irgendwann nicht mehr wussten, was sie erzählen sollen". Die Devise der "Bild" sei: "Hauptsache Drama, Hauptsache Emotion."
youtube.com (12-Min-Video)

Video-Tipp: WDR-Werbesprechstunde diskutiert Rolle der Radiowerbung aus neuem Studio.

Video-Tipp: Zum "Restart" der Werbesprechstunde der WDR Media Group grüßt Marketing- und Vertriebschef Tobias Lammert aus einem neuen Studio. Er diskutiert am Beispiel der Tourismus-Branche, wie Radiowerbung ihren Beitrag zum Aufschwung leisten kann. Dafür spricht er mit vier Gästen, u.a. Jörg Brandt von Omnicom und Diana Berger-Blatt vom Niederländischen Tourismus-Büro.
presseportal.de, youtube.com (27-Min-Video)

Armin Laschet nennt WDR-Moderatorin Susanne Wieseler im Interview “Junge Frau”.


Armin patzt – und erntet ein Twitter-Shit-Stürmchen: NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet gibt sich im Interview mit WDR-Moderatorin Susanne Wieseler kratzbürstig und nennt die 52-Jährige "junge Frau". Wieseler hatte den 60-jährigen Laschet in der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" per Schalte ins Studio zur Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen interviewt und nach seinen politischen Plänen zur Eindämmung des Klimawandels gefragt. Während Wieseler von einem "Wendepunkt" spricht, bei dem die "Menschen erleiden, was der Klimawandel bedeutet", näselt Laschet rheinländisch: "Entschuldigung, junge Frau – weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik". Wieseler erklärt per Tweet später die Aufregung um den Hashtag #jungeFrau, twittert aber auch: "Ich höre gar nicht, dass er das wirklich sagt." Manche Zuhörerinnen vertreten die Auffassung, die "junge Frau" sei vor allem Laschets vernuschelter Aussprache von "Entschuld-jung" zuzuschreiben.

Beim letzten Nachsatz, in dem Laschet betonen will, den Klimawandel international bekämpfen zu müssen, vergisst er zudem für einen Moment Wieselers Namen. Auf ihren Hinweis "Wieseler heiße ich" reagiert der CDU-Politiker mit "Frau Wieseler, ich weiß, wie Sie heißen."
www1.wdr.de (Studiogespräch mit Laschet ab Min. 20), derwesten.de, twitter.com (Tweet Wieseler)

WDR-Newsroom-Leiter Stefan Brandenburg übt lasche Selbstkritik ohne Schuldeingeständnis.

WDR delegiert die Verantwortung für die unzureichende Berichterstattung in der Nacht zu Donnerstag nach unten: An die Führungsriege um Intendant Tom Buhrow und die Programmdirektorinnen Jörg Schönenborn und Valerie Weber gerichtete Fragen von DWDL beantwortet Newsroom-Leiter Stefan Brandenburg schriftlich. Er versucht, die Wogen zu glätten indem er u.a. sagt: "Natürlich hätte man in Anbetracht des Ausmaßes in der Nacht entscheiden sollen, dass WDR 2 aus der ARD-Nachtversorgung aussteigt und eine eigene Sondersendung macht. Im Nachhinein ist das für alle leichter zu bewerten." Ein echtes Schuldeingeständnis bleibt er schuldig.
dwdl.de

WDR begründet mangelnde Berichterstattung mit Hochwasser.

WDR reagiert auf den Vorwurf mangelnder TV-Berichterstattung über das Hochwasser in NRW am Mittwochabend und teilt mit, er hätte "noch umfangreicher" berichten müssen. Allerdings sei das Studio in Wuppertal selbst vom Hochwasser betroffen gewesen. Die Studios in Düsseldorf und Köln hätten die Berichterstattung übernommen. Das Studio in Wuppertal werde derzeit "wieder livefähig gemacht".
meedia.de, rnd.de

TV-Sender bringen Sondersendungen zur Hochwasser-Katastrophe.

Hochwasser-Sendungen: Zahlreiche TV-Sender zeigen am Donnerstag Sondersendungen zur Hochwasser-Katastrophe in NRW. ARD, WDR, RTL und Sat.1 wollen jeweils um 20.15 Uhr auf Sendung gehen. Das ZDF plant ein "ZDFspezial" um 19.20 Uhr. Auch am Vor- und Nachmittag stellten die Sender ihr Programm um. "Bild" ist seit 8 Uhr morgens on Air. Der WDR reagiert auf den Vorwurf mangelnder Berichterstattung am Mittwochabend und teilt mit, er hätte "noch umfangreicher" berichten müssen, allerdings sei das Studio in Wuppertal selbst vom Hochwasser betroffen gewesen.
dwdl.de, meedia.de, rnd.de

Thomas Lückerath wirft WDR “unterlassene Hilfeleistung” zu Unwetter in NRW vor.

Wasserschaden: Der WDR war in der Unwetter-Nacht zum Donnerstag für NRW "beinahe ein Totalausfall" in TV und Radio, kritisiert DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath. Während im Land Talsperren überlaufen und Orte evakuiert werden, berichtet der WDR lediglich online mit einem "einsamen Text-Ticker". Lückerath spricht von "unterlassener Hilfeleistung". Private Radiosender und "selbst 'Bild'" hätten bessere Arbeit gemacht. Erst ab 1.30 Uhr habe es ein paar magere "Sondersendungen" im Radio gegeben.
dwdl.de

“Spiegel”: NRW-CDU schlägt umstrittenen Verband für WDR-Rundfunkrat vor.


Verwählt? Im WDR-Rundfunkrat sitzt mit dem Verband kinderreicher Familien Deutschland künftig eine Organisation , deren Mitglieder teils "erzkonservative, fragwürdige Positionen" vertreten, berichtet der "Spiegel". Die Initiative dazu kam wohl von der CDU-Fraktion im NRW-Landtag. Ende Juni habe das Parlament in abendlicher Sitzung den gemeinsamen Wahlvorschlag von CDU, FDP, SPD und Grünen abgesegnet und mit Zwei-Drittel-Mehrheit fünf neue Rundfunkrats-Mitglieder bestellt. Offenbar ohne genau zu wissen, wen sie wählen.

Der Verband gibt sich offiziell "konfessionell ungebunden und über­parteilich". Einer der Berater des Verbands ist jedoch Manfred Spieker, Mitglied der erzkonservativen Organisation Opus Dei. Spieker war einst CDU-Mitglied, ist aber nach dem Beschluss der Ehe für alle aus der Partei ausgetreten. Homosexualität bezeichnete er damals als "lebensfeindlich". Bei der Auswahl der Organisationen, die der Landtag in den Rundfunkrat entsendet, soll es beim Verband kinderreicher Familien laut "Spiegel" Streit gegeben haben. Am Ende hätten jedoch alle der gemeinsamen Liste zugestimmt.
spiegel.de (Paid)

Mitarbeit: Björn Czieslik

Das Aus der WDR-“Buchtipps” zeigt die “Kulturfeindschaft” des TVs, schreibt Dirk Knipphals.

Lauter Lese-Muffel? Die Absetzung der "Buchtipps" von Christine Westermann im WDR offenbart die "Kulturfeindschaft des Fernsehens", schreibt Dirk Knipphals in der "taz". Die Begründung für das Aus sei "einigermaßen erschütternd": Im Kern laufe sie auf die Behauptung hinaus, dass sich die Mehrheit nicht für Bücher interessiere. Selbst wenn das so wäre, sollte es "Ansporn" der Öffentlich-Rechtlichen sein, "das zu ändern".
taz.de, turi2.de (Background)

Judith Rakers stößt zum Reisemagazin “Wunderschön”.

Braucht mal Frischluft: WDR und NDR befreien Judith Rakers aus dem "Tagesschau"-Studio und schicken sie für ihr Reiseformat "Wunderschön" in Urlaubs­regionen. Zunächst sind fünf Folgen des sonntäglichen Primetime-Formats geplant, beginnend mit der "Donau-Reise" am 22. August. Die Sendung existiert seit 2004, weitere Moderatorinnen sind Tamina Kallert, Anne Willmes und Daniel Aßmann.
presseportal.de, dwdl.de

“Carolin Kebekus Show” und “Monitor” recherchieren gemeinsam zum Thema Ernährung.

ARD: Die Carolin Kebekus Show kooperiert mit der Polit-Sendung Monitor. Donnerstag ab 21.45 Uhr beschäftigen sich beide Sendungen nacheinander mit dem Thema Ernährung. Den Anfang macht "Monitor" u.a. mit Landwirtschaftspolitik, 22.50 geht Carolin Kebekus mit ihrer Show auf Sendung und beschäftigt sich mit den Inhaltsstoffen von Lebensmitteln.
dwdl.de, twitter.com

Sabine Heinrich bekommt auch im WDR eine Primetime-Show – zusätzlich zum ZDF.

Eine Frau zwischen zwei Sendern: Der WDR gibt seiner langjährigen Moderatorin Sabine Heinrich ab dem 20. August die Primetime-Spielshow "Das ist meine Zeit – Die Generationen-Show". Der WDR muss sich Heinrich künftig mit dem ZDF teilen: Im Zweiten startet diesen Samstag ihre Show Das große Deutschland-Quiz – zunächst am Vorabend, ab 7. August dann in der Primetime.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Debatte: Ohne TV-Publikum gibt es bei “Markus Lanz” nur Vorteile, sagt Produzent Heidemanns.

Modern Talking: Ohne Studiopublikum gibt es nur Vorteile, sagt "Markus Lanz"-Produzent Markus Heidemanns dem "Tagesspiegel". Dadurch gebe es "viel mehr Rede-Sendezeit" und ein "höheres Tempo", was dem Moderator entgegen komme. "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg hingegen freut sich auf Publikum in seiner Talkshow, wenn die Sommerpause vorüber ist. Eine gute Talkshow sei für ihn wie eine "Arena", bei der Meinungsstreit am besten "vor Publikum" ausgetragen werde.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Wie der “Presseclub” auf Social Media gezielt nach diverseren Gästen sucht.

Lese-Tipp: Die "neuen, diverseren Talente" des Presseclubs kommen zunehmend aus der Social-Media-Welt mit "zigtausenden Followern", schreibt Tatjana Kerschbaumer bei Übermedien. Redaktionsleiterin Vera Dreckmann erzählt, dass man sich z.B. bei Twitter umschauen würde, wer sich zu welchem Thema äußert. Experte für einen Fachbereich zu sein, sei laut Sabine Scholt, Leiterin der Programmgruppe Zeitgeschehen, Europa und Ausland beim WDR, nicht mehr unbedingt "das Kriterium Nummer eins". Stattdessen strebt der "Presseclub" eine Mischung aus "bekannt und sehr erfahren, überraschend, neu und frisch" an.
uebermedien.de (Paid)

WDR und “Bild” streiten über Kampagnen-Vorwurf in der Causa Baerbock.

Welche Kampagne? "Bild" wehrt sich gegen den Vorwurf, im Rahmen der Debatte um Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock eine Kampagne gegen die Grünen-Spitzenkandidatin zu fahren. Der Kampagnen-Vorwurf kommt u.a. vom WDR-Journalisten Philipp Menn, der ein Muster zu erkennen glaubt: Auf den Vorwurf des österreichischen Medienwissenschaftlers und Bloggers Stefan Weber seien "CDU-Influencer" aufgesprungen, anschließend seien die Blätter des Springer-Konzerns gefolgt. "Bild" führt an, dass auch andere Medien von "Spiegel" bis "Tagesschau" über die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock berichten. Dem WDR-Korrespondenten Menn wirft das Blatt seinerseits vor, für die Grünen Partei zu ergreifen und für deren Wahl zu werben.
bild.de, wdr.de