Zitat: “Monitor”-Chef Georg Restle wünscht sich unter Kollegen mehr Zusammenhalt.

"Mit Grabenkämpfen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Journalisten ist jedenfalls niemandem
gedient. Der Demokratie am wenigsten."


"Monitor"-Chef Georg Restle appelliert im "Journalist"-Interview an die eigene Zunft, gemeinsam die Grundrechte der demokratischen Gesellschaft "offensiver zu verteidigen".
"Journalist" 9/2019, S. 30-37 (Paid), turi2.de (Background)

Klick-Tipp: Der WDR startet die Zeitzeugen-Plattform “Kindheit im Krieg”.

Klick-Tipp: Der WDR veröffentlicht das Interviewprojekt "Kindheit im Krieg", in dem Zeitzeugen, insbesondere des 2. Weltkriegs, in etwa 30-minütigen Videos über ihre Erlebnisse berichten. Die Interviews lassen sich nach verschiedenen Themen wie Bombenangriffe oder Arbeitsdienst durchsuchen. Das Projekt ist so konzipiert, dass es auch im Schulunterricht zum Einsatz kommen soll.
kindheitimkrieg.wdr.de, presseportal.de

Ranking: Deutsche PR-Profis fürchten die Investigativredaktion von “Frontal 21” am meisten.

Investigativ-Recherche: Das ZDF-Politmagazin "Frontal 21" (33 %), der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" (32 %) sowie der "Spiegel" (29 %) sind die meist gefürchteten Investigativredaktionen unter deutschen PR-Profis. Für das Ranking haben News aktuell und Faktenkontor 510 Fach- und Führungskräfte der PR befragt. Schlusslichter des PR-Trendmonitors sind die "FAZ" mit 5 % und "Report München" mit 4 %.
presseportal.com

Hör-Tipp: Die neue ARD-Rechercheeinheit verzögert sich im Studio-Jubiläumsjahr.

Das Erste_150Hör-Tipp: Das Medienmagazin von WDR5 blickt auf 20 Jahre ARD-Hauptstadtstudio zurück. Die ARD sendete nach dem Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin noch vor dem ZDF erstmals regelmäßig aus der Hauptstadt. Die Berliner Immobilie war günstiger als die eingebaute technische Ausstattung. Der Aufbau der künftigen ARD-Rechercheeinheit verzögere sich dagegen.
overcast.fm (12-Min-Audio)

Wir graturilieren: Sonia Mikich wird 68.

Wir graturilieren: Sonia Mikich wird heute 68 Jahre alt. Am Ehrentag geht sie Wandern, trotz angekündigtem Regenwetter: Schon "ewig" wolle ihr Mann ihr den Märchenwald bei Kassel zeigen. Am Abend stößt die langjährige WDR-Chefredakteurin mit Freunden auf das neue Lebensjahr an.

Ihr größter Erfolg im vergangenen Jahr sei die "Freiheit nach dem Ausstieg". Nach ihrem Ruhestand sei sie künftig nur für sich selbst verantwortlich. Auch "die wundervollen Gesprächsrunden" im Schauspielhaus Bochum blieben ihr positiv im Kopf. Im neuen Lebensjahr wolle Mikich ein Buch mit Erzählungen von "seltsamen Menschen und seltsamen Orten" weiterschreiben. Gratulationen erreichen sie bei Twitter.

WDR-Mitarbeiter streiken, “MoMa” und “Tagesschau” laufen vom Band.

WDR hat das ARD-"MoMa" sowie die "Tagesschau" heute zwischen 7 und 8 Uhr nicht live, sondern nur eine Aufzeichnung der Stunde zuvor gesendet. Grund war ein Streik, zu dem die Gewerkschaft Verdi u.a. Kameraleute für heute zwischen 6 und 24 Uhr aufgerufen hatte.
noz.de

Berufe mit Zukunft von A-Z: W wie Welterklärerin – Mai Thi Nguyen-Kim.


Die Chemie von YouTube: Mai Thi Nguyen-Kim hat das Labor gegen das Studio getauscht. Die promovierte Chemikerin funkt bei YouTube, im WDR und beim ZDF – gegen Fake News und für einen gemeinsamen gesellschaftlichen Wahrheits-Nenner. Anne-Nikolin Hagemann porträtiert die Wissenschafts-Journalistin im Berufe-Alphabet der turi2 edition #8 als W wie Welterklärerin. Das ganze Porträt lesen Sie hier als Online-Text und hier im kostenlosen E-Paper.

ARD realisiert “Siegfried und Roy”-Kinofilm mit Ufa und Michael “Bully” Herbig.

Magische Rettung: Die ARD Degeto realisiert die Verfilmung der Lebensgeschichte von "Siegfried und Roy" als Kinofilm, schreibt "Bild". Das Projekt war zunächst als Serie geplant, wurde aber im Juni vom WDR aus Kostengründen gestoppt. Michael "Bully" Herbig, der sich zuvor selbst um die Verfilmung bemüht hatte, steige neben der ARD Degeto und der Ufa mit ein.

In der ARD wird das Werk anschließend als Zweiteiler ausgestrahlt, schreibt "Bild". Die Dreharbeiten sollen Anfang 2020 beginnen, Kinostart sei 2021. Seit rund drei Jahren arbeiten der WDR, die ARD Degeto und Produzent Nico Hofmann an dem Stoff und setzten sich im Kampf um die Filmrechte gegen mehrere Konkurrenten durch.
"Bild", S. 4 (Paid), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: ARD-Rücklagen wachsen bis Ende 2020 auf 1,1 Mrd Euro.

Zahl des Tages: Auf stattliche 1,1 Mrd Euro wachsen die Rücklagen der ARD-Anstalten bis Ende 2020, schreibt Medienkorrespondenz. Dadurch sei der zuletzt bei der Kef gemeldete zusätzlichen Finanzbedarf nicht höher als 1,84 Mrd Euro ausgefallen. Der Großteil der Rücklagen entfällt mit 636 Mio Euro auf die beiden größten Anstalten, WDR und SWR.
medienkorrespondenz.de, turi2.de (Background)

Zwei WDR-Journalisten erhalten am Mittwoch Drohbriefe mit Backpulver.

WDR: Zwei Journalisten, die schwerpunktmäßig über Rechtsextremismus berichten, haben am Mittwoch Briefe mit weißem Pulver erhalten. Wie sich herausstellte, handelt es sich um Backpulver. Als vermeintlicher Absender steht auf den Briefen ein antifaschistisches Recherche-Netzwerk. Die Polizei vermutet, es handle sich um eine politisch motivierte Tat und der vermeintliche Absender diene als Ablenkungsmanöver.
wdr.de

Zitat: Charlotte Roche erlebte Sexismus nach ihren Belästigungs-Vorwürfen.

"Ich dachte wirklich: Das gibts nicht mehr. Dass man charakterlich auseinandergenommen wird als Ferndiagnose von Leuten."

Moderatorin Charlotte Roche ist erschüttert über den Anwalt des geschassten WDR-Filmchefs Gebhard Henke: Er habe wegen knapp bekleideter Instagram-Fotos ihre Glaubwürdigkeit infrage gestellt.
vice.com (5-Min-Video), turi2.de (Background)

WDR strukturiert seine Direktionen um.

WDR löst die Fernseh- und Hörfunkdirektion auf. TV-Mann Jörg Schönenborn wird crossmedial Chef für Information, Fiktion und Unterhaltung – ihm unterstehen auch Sport, Auslandsstudios und die Fiktion. Radio-Managerin Valerie Weber leitet NRW, Wissen und Kultur – was die Landesstudios, Wissenschaft, Wirtschaft und die Hörfunkwellen umfasst.

Zuständig für den "Programmbereich Internet" unter Stefan Moll wird Schönenborns neue Direktion. Den neuen Bereich Wissen, Wirtschaft und Verbraucher soll Elmar Pott führen, bislang Leiter der Hauptabteilung Zentrale Aufgaben in der Hörfunkdirektion. Gabi Ludwig, bislang zuständig für die TV-Landesprogramme übernimmt crossmedial Verantwortung für alles, was aus Landesstudios und Landespolitik kommt. TV-News-Chef Stefan Brandenburg wird im künftigen Newsroom medienübergreifend verantwortlich für alles Aktuelle.
presseportal.de, dwdl.de

WDR-Rundfunkrat stoppt ARD-Serienprojekt über “Siegfried und Roy”.

WDR verabschiedet sich aus finanziellen Gründen von der ARD-Verfilmung der Lebensgeschichte der Magier "Siegfried und Roy", schreibt Volker Nünning in der "Medienkorrespondenz". Die Ufa-Produktion war als sechsteilige Eventserie geplant. Als größte Landesrundfunkanstalt hätte der WDR den größten Anteil finanziert. Nach der WDR-Absage droht dem Millionenprojekt das Aus. Die Degeto will eine alternative Finanzierungsmöglichkeit prüfen, schreibt die "Bild am Sonntag".
medienkorrespondenz.de, "Bild am Sonntag", S. 41 (Paid)

Aus dem turi.tv-Archiv: Ufa-Chef Nico Hofmann über Netflix: "Wir merken erste Talent-Abwerbungen" (Archiv 08/2018).

ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

Hör-Tipp: Neue Streamingdienste könnten Dominanz von Netflix brechen.

Hör-Tipp: Apple und Disney könnten mit ihren Streamingangeboten Netflix schwächen, glaubt Marcus Schuler bei WDR5. Ähnlich wie bei Büchern, zahlen Zuschauer künftig für einzelnen Content, sagt DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath im Interview. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten künftig stärker auf Innovationen statt "auf Nummer sicher" setzen.
overcast.fm (11-Min-Audio)

ZDF gibt designierten WDR-Filmchef Alexander Bickel nicht her.

WDR fehlt seit Monaten ein Filmchef. Alexander Bickel (Foto) ist bereits im Dezember als Nachfolger des geschassten Gebhard Henke vorgestellt worden. Doch das ZDF lässt Bickel nicht gehen, berichtet Alexander Krei. Beim WDR könne niemand sagen, wann Bickel den verwaisten Chefposten übernehmen kann.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Update, 18.05 Uhr: Bickel darf nun doch schon im Mai antreten.
dwdl.de

“Bild”: ARD will Talk-Shows aus den Dritten ins Hauptprogramm heben.

ARD plant, ihre Talk-Formate aus den Dritten Programmen ins Hauptprogramm zu ziehen, berichtet "Bild". U.a. "3 nach 9", "Kölner Treff", "NDR Talk Show" und "Riverboat" sollen "im wöchentlichen Wechsel am späten Abend" in der ARD gezeigt werden. Eine Sender-Sprecherin bestätigt etwaige Überlegungen, es gebe aber noch keine konkreten Pläne.
"Bild", S. 1 (Paid)

“manager magazin”: WDR-Intendant Tom Buhrow ist “Gefangener im Kölner Chaos”.

WDR verschläft unter Intendant Tom Buhrow den digitalen Wandel, urteilt Gisela Maria Freisinger im "manager magazin". Grund seien u.a. interne Machtkämpfe, etwa zwischen Radio-Chefin Valerie Weber und Fernseh-Chef Jörg Schönenborn. Der bekannte TV-Moderator gelte vielen als heimlicher Herrscher im Sender – einst war er Buhrows Chef, nun ist es umgekehrt. Auch der #MeeToo-Skandal schwele weiter. Kritiker werfen Buhrow fehlende Entscheidungsfreude und mangelnde Management-Kompetenz vor.
"manager magazin" 4/2019, S. 100-104 (Paid)

WDR entfernt fehlerhafte Doku aus der Mediathek.

WDR entfernt eine Doku aus der Mediathek: In "Ausgerechnet – Billig-Kreuzfahrt" begibt Reporter Daniel Aßmann sich auf hohe See und suggeriert, in einer billigen Innenkabinen zu nächtigen. Zuschauer erkennen anhand der Kabinennummer, dass das nicht stimmt. Der WDR will nun weitere Folgen der Sendung prüfen. Anfang des Jahres hat der Sender bereits Fakten-Schiffbruch mit der Doku-Reihe "Menschen hautnah" erlitten.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Deutschlandfunk: DFB besteht auf “Abnahme” und “Vetorecht” bei Berichten aus Video-Keller.


Runde Sache? Medienjournalist Daniel Bouhs veröffentlicht im Deutschlandfunk einen weiteren Fall von fragwürdiger Pressearbeit des DFB – nach dem Interview-Abbruch durch Verbandsboss Reinhard Grindel (Foto) bei der Deutschen Welle. Im Rahmen der Berichterstattung über die Video-Schiedsrichter der Liga verlangte der DFB "bei der Abnahme des Hörfunkstücks als Ganzes dabei" zu sein und ein "Vetorecht". "Bild" und Der WDR-Hörfunk spielten mit, der Deutschlandfunk lehnte ab.

Die DFB-Pressestelle erklärt, die Kontrolle der redaktionellen Arbeit sei wichtig, um Irritationen bei der Spielleitung zu vermeiden. Die Schiedsrichter sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht über eine mögliche Berichterstattung nachdenken.

Bouhs kritisiert das Schweigen des DFB-Bosses auch grundsätzlich: Der Sportredaktion des Deutschlandfunks verweigere Grindel seit Jahren ein ausführliches Interview, auch das WDR-Magazin "Sport Inside" kassiere laufend Absagen und bekomme stattdessen nur schriftliche Antworten oder Verweise auf allgemeine Statements des Verbandes.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Ergänzung 18.32019, 18.05 Uhr: Ein "Bild"-Sprecher teilt mit, es habe bei der Berichterstattung "keine Einschränkungen" gegeben habe. "Bild" habe "ausschließlich Zitate des Schiedsrichters zu Spielern außerhalb des Videobeweises dem DFB zur Autorisierung vorgelegt".

WDR-Intendant Tom Buhrow ist gegen eine Framing-Sprachpolizei.

Framing-Manual: WDR-Intendant Tom Buhrow ist gegen eine interne Sprachpolizei. "Wenn nur noch bestimmte Worte benutzt werden sollen, mache ich nicht mehr mit," sagt er im "Handelsblatt"-Interview. Die Privatrundfunk-Einführung sei "ein Tritt in den Allerwertesten für die Öffentlich-Rechtlichen" gewesen, die Sender hätten sich gegenseitig aber besser gemacht.

Streaming-Angebote wie Netflix sollten nicht einseitig von US-Konzernen beherrscht werden. Doch das Streaming-Prinzip "Pay as you go" stelle alles, was solidarisch ist, infrage.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Gebhard Henke zieht Klage nach neuen Belästigungsvorwürfen zurück.

Gebhard Henke: Der geschasste WDR-Filmchef zieht seine Klage gegen den "Spiegel" und Charlotte Roche zurück. Sie hatten Henke sexuelle Belästigung vorgeworfen bzw. darüber berichtet – Henke tat dies als Lügen ab. Der Rückzieher Henkes kommt, nachdem sich sieben weitere Frauen gemeldet haben: Sie werfen Henke anzügliche Bemerkungen, Po-Grapscher und ungewollte Küsse vor.
spiegel.de

Hör-Tipp: Wie die ARD Nachrichten konstruktiv weiterdenken möchte.

Hör-Tipp: Marcus Bornheim (Foto), stellvertretender ARD-Aktuell-Chef, will konstruktive Berichterstattung ausbauen, sagt er im WDR-Hörfunkbeitrag von Daniel Bouhs. Beim Lösungsjournalismus werden Probleme nicht nur aufgezeigt, sondern auch Lösungsansätze vorgestellt. Andere Medien hätten mit dem Konzept positive Erfahrungen gemacht.
wdr.de (5-Min-Audio)

WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni sagt, der Sender prüfe Doku-Recherche nun besser.

WDR-Dokus: Chefredakteurin Ellen Ehni sagt im "Spiegel"-Interview, der Sender habe neben den Dokus der kritisierten Autorin stichprobenartig weitere geprüft, könne aber nicht alle prüfen. Das Vieraugenprinzip und die Gegenrecherche weitet der WDR aus und will die Protagonisten-Akquise schriftlich festhalten. Dokus zu "weichen" Themen müssten "ebenso wasserdicht recherchiert sein wie ein 'Monitor'-Beitrag".
spiegel.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Non-fiktionale 9 % der Dokus laufen in der Primetime.

Zahl des Tages: Non-fiktionale 9 % der Dokus laufen in der Primetime um 20.15 Uhr, zählt Medienjournalist Fritz Wolf im Auftrag des Berufsverbands der Dokumentarfilmbranche. Ein Drittel der Produktionen ergattert einen Sendeplatz zwischen 21.45 Uhr und 23 Uhr. Aufgrund der Dramaturgie seien Dokus "in der zweiten Primetime besser aufgehoben", argumentiert der WDR. Das ZDF erhöht die Doku-Honorare rückwirkend zum 1. Januar.
taz.de, turi2.de (Background)

WDR-Rundfunkrat erwägt die Vereinfachung der internen Kontrollinstanzen.

WDR-Rundfunkrat berät sich am Dienstag zu einer Gesetzesänderung, die interne Kontrollen künftig erschweren könnten, schreibt Hans Hoff. Der ohnehin nicht sehr mächtige Rundfunkrat würde bei Zustimmung entmachtet, da Intendanten ihre Kontrolleure selbst aussuchen könnten. Die Kontrollinstanz betreffe auch die kommerziellen WDR-Tochtergesellschaften.
sueddeutsche.de

Meinung: Bezahlte Komparsenvermittlung darf Journalismus nicht beherrschen.

WDR: Die in der Dokureihe "Menschen hautnah" bezahlten Protagonisten sind rechtlich erlaubt, medienethisch aber fragwürdig, findet Kathrin Hollmer. Wenn die Geschichte stehe, bevor der Mensch gefunden sei, verschwimme oft die Realität. Vermeintliche Quotenbringer dürften die Themen des Journalismus nicht beherrschen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Kritisierte WDR-Autorin spricht von Quoten- und Kostendruck.

WDR Logo 150WDR bezahle wenig für Dokus, erwarte aber gute Quoten, kritisiert die Autorin mehrerer Filme, die der WDR nachträglich bemängelt. Die nicht namentlich genannte Journalistin räumt Fehler durch Unachtsamkeit ein. Sie behauptet aber, viele Reportagen würden Protagonisten bei schwierigen Themen über komparse.de rekrutieren.
"Süddeutsche", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)