Zitat: Die “Welt” hatte nie eine “unbedingte Bestandsgarantie”.

"Eine unbedingte Bestandsgarantie für die "Welt" ist doch ein Mythos. Unter dem Börsenregime stand sie quasi jedes Quartal zur Disposition."

Springer-Boss Mathias Döpfner will das Blatt dennoch behalten, wie auch KKR-Deutschlandchef Johannes Huth und Friede Springer im Triumvirats-Interview mit der "Süddeutschen" betonen. Sie liebe die "Welt" mehr als die "Bild", sagt Friede Springer in dem Gespräch.
sueddeutsche.de (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

Türkisches Gericht lehnt Entschädigung für Deniz Yücel ab.

Türkei: "Welt"-Reporter Deniz Yücel erhält vorerst keine Entschädigung für seine einjährige Untersuchungshaft. Ein Gericht in Istanbul hat Yücels Klage zum zweiten Mal abgelehnt, nun will er vors Verfassungsgericht ziehen. Yücel verklagt die türkische Regierung auf 2,98 Mio Lira, umgerechnet rund 440.000 Euro. Unterdessen wurde Yücels Veysel Ok wegen öffentlicher Beleidigung der Justiz zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
taz.de

ProSiebenSat.1 denkt über deutschen Nachrichtensender nach.

ProSiebenSat.1 plant einen eigenen Nachrichtensender für Deutschland, sagt CEO Max Conze. Das gerade in Österreich gestartete Puls 24 sieht er als Test. Der Kanal sei "digital mit linearer Verlängerung" – wenn das Konzept erfolgreich sei, wolle er ähnliches in Deutschland lancieren. 2010 hatte ProSiebenSat.1 das damalige N24 verkauft, der Sender gehört heute als Welt TV zu Springer.
msn.com (12-Min-Video) via handelsblatt.com

Kai-Hinrich Renner: Springer diskutiert Pläne, die “Bild”-Redaktion um bis zu 20 % zu verkleinern.


Auf dem Sprung: Springer plant einen Personalabbau bei "Bild", "Welt" und dem Werbevermarkter Media Impact, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Personalabbau werde bereits seit einem halben Jahr diskutiert, "im Herbst, frühestens Ende September" wolle der Vorstand die Pläne absegnen. Die "Bild"-Redaktion könnte um bis zu 20 % schrumpfen. Dafür könnten alle Außenbüros außer die in Hamburg, Essen und München wegfallen. Springer dementiert: "Eine Schließung redaktioneller Außenbüros bei 'Bild' ist nicht Teil von Überlegungen", sagt ein Sprecher.

Die Rolle des neuen Finanz-Investors KKR bei einem möglichen Stellenabbau ist laut Renner nicht bekannt. Die Maßnahmen seien jedoch schon diskutiert worden, bevor bekannt wurde, dass der Investor bei Springer einsteigen will. Nun müsse sich der Verlag aber nicht mehr um seinen Aktienkurs sorgen, was die Lage für Springer vereinfachen dürfte. Laut einer Konzern-Sprecherin seien "Details und konkrete Maßnahmen" noch nicht bechlossen – man arbeite aber "intensiv an den Zukunftsstrategien" für die Blätter "Bild" und "Welt".
morgenpost.de (Paid, gekürzte Fassung), blendle.com (Paid, Langfassung)

Deniz Yücel kritisiert “Spiegel”-Bericht über Bloggerin Marie Sophie Hingst.

Spiegel-Kritik: "Welt"-Reporter Deniz Yücel kritisiert "Spiegel"-Autor Martin Doerry für dessen Geschichte über die inzwischen tote Bloggerin Marie Sophie Hingst. Hingst hatte Yücel während seiner Haft in der Türkei fast täglich Postkarten geschrieben. Yücel ärgert Doerrys Darstellung, sie habe damit "Nähe zu anderen Opfern" gesucht und sei auf "positive Schlagzeilen" aus gewesen. Yücels Vorwurf: Doerry habe die eigentlich nebensächliche Postkarten-Aktion nur deshalb aufgegriffen, weil sie gut in sein Bild von Hingst als "gewissenlose Hochstaplerin und schamlose Selbstdarstellerin" passte.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Chelsea Spieker moderiert englischen Steingart-Podcast.

Media Pioneer von Gabor Steingart startet einen englischsprachigen Podcast mit Moderatorin Chelsea Spieker. "The Americans" beginnt im September. Ab kommender Woche moderiert "Welt"-Vize Robin Alexander freitags das Morning Briefing – dem "Welt"-Verlag Springer gehören 36 % des Steingart-Unternehmens. Kabarettist Mathias Richling bekommt die wöchentliche Rubrik "Richlings Spottcast".
gaborsteingart.com

agma: Überregionale Zeitungen können gegen den Auflagentrend Leser hinzugewinnen.

Überregionale Tageszeitungen gewinnen zum Teil trotz sinkender Auflage an Reichweite, so ein Ergebnis der aktuellen Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media. Die "Bild" belibt trotz Verlusten von 8,4 % mit einer Reichweite von 8,63 Mio an der Spitze. Die "Süddeutsche Zeitung" (1,28 Mio, +2,4 %), die "FAZ" (0,83 Mio, +9,2 %) und die "Welt" (0,70 Mio, +6,1 %) gewinnen hinzu. Noch deutlicher gewinnen die Sonntagstitel "Welt am Sonntag" (0,99 Mio, +13,8 %) und "FAS" (0,83 Mio + 20,3 %), die "Zeit" verliert mit 1,77 Mio und -2,7 % leicht. Bei den regionalen Titel gibt es starke Schwankungen. Großer Gewinner laut agma ist hier die "Berliner Morgenpost" mit 0,31 Mio und einem Plus von 29,2 % und der "Donaukurier", der ein Plus von 25 % bei 0,2 Mio Reichweite erzielt. Insgesamt erreichen Tageszeitungen laut der Analyse eine Reichweite von 53,9 % der Bevölkerung-
meedia.de

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de

Springer-Bieter KKR will “Welt” nur unter Bedingungen fortführen.

Die Welt ist nicht genug? Der an Springer interessierte Finanzinvestor KKR knüpft die Fortführung der "Welt" und "Welt am Sonntag" in den Angebotsunterlagen an wirtschaftliche Bedingungen, schreibt "FAZ". Zwar hätte KKR mit den Großaktionären Friede Springer und Mathias Döpfner vereinbart, die "Welt"-Gruppe fortzuführen - dies stehe allerdings unter der Voraussetzung einer "angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation". Von der "Bild"-Gruppe, die als lukrativer gilt, sei keine Rede.

Das Angebotsdokument befasse sich in der entsprechenden Passage mit der "Welt"-Gruppe mit der Tageszeitung "Welt", der "Welt am Sonntag", den digitalen Angeboten sowie dem Fernsehsender. Im Gespräch mit turi2 kontert Springer-Sprecherin Bianca-Maria Dardon: "Die vertragliche Vereinbarung mit KKR beinhaltet ein klares Bekenntnis zur "Welt"-Gruppe. Damit bleibt die "Welt" ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer." Aufgrund kaufmännischer Erwägungen gelte "wie bisher auch" der Vorbehalt einer "angemessenen Ertragslage".
faz.net, turi2.de (Background), turi2 - eigene Infos

Deniz Yücel kehrt als Ostdeutschland-Reporter zur “Welt” zurück.


Comeback im Krisengebiet: Deniz Yücel schreibt ab Juli wieder für die "Welt". Er soll von Dresden aus über die Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten, schreibt Chefredakteur Ulf Poschardt mit Hashtag #BesteComebackWoGibt. Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen und Brandenburg könnte die AfD, laut Umfragen, stärkste Kraft werden.

Yücel saß ein Jahr in türkischer Haft und kam im Februar 2018 frei. Seine Inhaftierung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit und für Proteste gegen die türkische Führung gesorgt. Yücel zog sich nach seiner Freilassung zurück, erhob im Mai jedoch öffentlich Folter-Vorwürfe gegen die türkische Justiz. (Foto: Michael Kappeler / dpa)
twitter.com, turi2.de (Background)

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de

kress: Gabor Steingart könnte “Welt”-Herausgeber werden.

König der Welt? Gabor Steingart, im Hauptberuf Media Pioneer und Binnenschiffer, könnte Nachfolger von Stefan Aust, 72, als Herausgeber von Springers "Welt" werden. Darüber spekuliert Markus Wiegand im aktuellen kresspro. Womöglich habe Steingart eine "lukrative Springer-Option" schon Anfang 2018 bei der Trennung vom "Handelsblatt" "in der Hinterhand" gehabt. Steingart bestreitet das aber.
kresspro 5/2019, S. 89 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart über seine Pläne, Journalismus ohne Werbung zu treiben:


VW-Chef Herbert Diess wird Gast-Chefredakteur bei “Welt”.

Welt holt VW-Chef Herbert Diess (Foto) für einen Tag als Gast in die Chefredaktion. Die Zeitung widmet sich am Dienstag dem Thema Mobilität der Zukunft. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt, bekennender Porsche-Fan, verspricht "eine besondere Ausgabe" zum 100. Geburtstag des Autos.
axelspringer.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch (Archiv: 01/2019).

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der “Welt” ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Meinung: Die Regierung hat zu viele verschiedene Digitalbeauftragte.

Robin AlexanderDigitalisierung: Die Bundesregierung lässt sich digital zu Tode beraten, kommentiert "Welt"-Vize Robin Alexander lakonisch. In beinah jedem Ministerium gebe es Beauftragte für die Digitalisierung, allein im Kanzleramt einen Digitalkanzleramtsminister, eine Digitalstaatsministerin und eine Digitalabteilungsleiterin. Außerdem gebe es den Digitalrat und Digitalkabinett – nicht aber eine einheitliche Strategie.
welt.de

“Welt” bereinigt ihre Auflage und streicht u.a. Bordexemplare.

Abgeschminkt: Springer verabschiedet sich bei der "Welt" von der Auflagenkosmetik und streicht unwirtschaftliche Bordexemplare und andere Kooperationen. Eine "kurzfristig stärker sinkende Auflage" nehme man dabei "bewusst in Kauf", sagt Springers Digital-Vorständin Stephanie Caspar. Alle reinen Marketing-Aktivitäten will der Verlag auf die "Welt am Sonntag" konzentrieren, außerdem soll das digitale Bezahlangebot WeltPlus auf 100.000 Abonnenten wachsen.
dwdl.de, dnv-online.net, axelspringer.com

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Lese-Flatrate Readly holt “Bild” und “Welt” an Bord.


Bild Dir Deine Flatrate: Springer vertreibt seine Tageszeitungen "Bild", "Welt" und "B.Z." sowie die Sonntagsableger "BamS" und "WamS" ab sofort auch über die Magazin-Flatrate Readly – zunächst testweise für sechs Monate. Zahlende Nutzer können die E-Paper der Zeitungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft lesen, herunterladen und speichern. Springer will mit der Präsenz bei Readly neue digitale Vertriebswege ausprobieren und damit die "Überallerhältlichkeit" von "Bild" und "Welt" ausbauen, sagt Michael Fischer, Geschäftsführer von Springers Vertriebstochter Sales Impact. Konkurrenz zu eigenen Bezahl-Angeboten sei die Teilnahme an Readlys Flatrate-Angebot nicht, es handele sich um "ganz unterschiedliche Produkte", so ein Sprecher.

Readly hat rund 3.800 Zeitschriften im Portfolio - von Publikumstiteln bis hin zu Special-Interest-Magazinen, davon über 1.000 deutschsprachige. Nur im Heimatland Schweden sind bereits drei Tageszeitungen an Bord. Springer ist als erster deutschsprachiger Zeitungsverlag dabei. Die Nutzer zahlen 9,99 Euro im Monat. Readly schüttet 70 % der Nettoerlöse an die Verlage aus, abhängig u.a. von der Lesedauer, der Anzahl der gelesenen Seiten oder der Aktualität der gelesenen Ausgabe. Geo-Blocking gibt es nicht: Deutsche Nutzer können also auch finnische, italienische oder niederländische Magazine lesen.
turi2 - eigene Infos, spiegel.de, meedia.de

Springer wächst insgesamt, nationale Medienumsätze schrumpfen.

Springer setzt 2018 insgesamt 3,18 Mrd Euro um, ein Zuwachs um 4,1 %, davon 3,8 % organisch. Der Konzernüberschuss sinkt wegen Sondereffekten um 44,9 % auf 208,4 Mio Euro – u.a., weil der Verkauf von Geschäften und Immobilien 2017 rund 100 Mio Euro mehr einbrachte als 2018. Der bereinigte Überschuss wächst um 2,5 % auf 335,7 Mio Euro. Die Mitarbeiterzahl steigt um 514 auf 16.350.

In der Sparte News Media steigt der Werbeumsatz um 1,9 % auf 678,5 Mio Euro, der Vertrieb schrumpft um 6,5 % auf 592 Mio Euro. Das nationale Geschäft mit "Bild" und "Welt" schrumpft – beim Werbeumsatz um 3,5 % auf 432,4 Mio Euro, beim Vertrieb um 6 % auf 474,6 Mio Euro.
axelspringer.com (Pressemitteilung), axelspringer.com (Geschäftsbericht, PDF)

Apps von “Welt” und “Bild” unter den umsatzstärksten Deutschlands.

Medien-Apps 150Apps der "Bild" und der "Welt" zählen laut eines von App Annie für Mobilbranche.de erstellten Rankings zu den Top 12 der umsatzstärksten Apps aus Deutschland. Dort tummeln sich sonst v.a. Fitness-Apps. Das Berliner Sprachlern-Unternehmen Babbbel ist mit fünf verschiedenen Apps im Ranking vertreten und damit einer der umsatzstärksten App-Publisher Deutschlands.
mobilbranche.de

Springers Vertrieb Sales Impact vergrößert seine Geschäftsführung.

Sales Impact: Springers Pressevertrieb wird in der Spitze geselliger und vergrößert die Geschäftsführung von vier auf sieben Mitglieder. Die bisherige Nordost-Chefin Sandra Balcke, 43, kommt als Vertriebsleiterin für "Bild" und "Welt" dazu. Auch Logistik-Chef Friedrich Tentrop, 38, und David Löffler, 41, Chef des Springer-Grossos Buch und Presse in Hamburg, steigen in die Geschäftsführung auf.
dnv-online.de

“Welt” stellt vier Relotius-Artikel wieder online.


Ein echter Relotius: Die "Welt" stellt vier Artikel von Claas Relotius wieder online, weil sie korrekt sind oder zumindest keine Fälschungen nachzuweisen sind. Zwei weitere Artikel bleiben gesperrt. In einer mutmaßlich ausgedachten Reportage beschreibt Relotius einen mexikanischen Bestatter als Profiteur des Drogenkriegs – der Mann und seine Firma sind in der Stadt Ciudad Juárez aber nicht bekannt.

Relotius veröffentlichte die "Welt"-Texte von 2010 bis 2014. Die Redaktion erläutert, Relotius sei nicht im Auftrag losgezogen, sondern habe fertige Texte angeboten – deshalb sind keine Spesenquittungen erhalten. Auch viele Mails von damals sind nicht mehr auf den Springer-Servern. Die "Welt" veröffentlicht nun wieder eine plausible Reportage, eine unstrittige Filmkritik, und ein vom Protagonisten bestätigtes Interview. Ein Interview mit dem Anwalt Jacques Vergès ist wieder online, weil es keine konkreten Zweifel gibt. Vergès ist inzwischen tot. (Foto: Ursula Düren / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Welt", S. 2

Dazu auch bei turi2.tv: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt spricht mit Peter Turi über die Relotius-Affäre, Social Media und die Zukunft der "Welt".

Springer baut “Welt”-Chefredaktion um: Johannes Boie übernimmt “WamS”, Peter Huth bekommt neue Aufgaben.


Neue "Welt"-Herrscher: Springer schraubt an der Chefredaktion seiner Blauen Gruppe und löst Peter Huth (Foto: links), 49, als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" ab. Er soll sich künftig als Corporate Creative Director um Konzeption, kreative Inszenierung und Umsetzung von Springer-Events kümmern, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fällt u.a. der Axel Springer Award und ein geplanter Musik-Preis. Huth hatte die Aufgabe vor genau zwei Jahren übernommen, zuvor war er Chef der "B.Z.". Als Chefredakteur der "Welt am Sonntag" übernimmt Johannes Boie (Foto: Mitte), 35, er war vor zwei Jahren von der "Süddeutschen Zeitung" zu Springer gewechselt und wirkt seitdem als digitale rechte Hand von Konzernchef Mathias Döpfner.

Auch die tägliche "Welt" bekommt eine neue Spitze: Mit Dagmar Rosenfeld (Foto: rechts), 44, erstmals eine Frau. Seit 2017 ist Rosenfeld bereits Vize-Chefin. Ulf Poschardt, 51, bisher auch zuständig für die tägliche "Welt", bleibt als Chefredakteur der "Welt-Gruppe übergreifend für Print, Online und TV verantwortlich. (Foto: Springer, Montage: turi2)
axelspringer.com

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi.tv-Archiv: "Welt"-Chef Ulf Poschardt über Journalismus, Relotius und Social Media.

“Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter”: “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.


Freien auf die Finger schauen: Die "Welt" lernt aus dem Fall Claas Relotius. Chefredakteur Ulf Poschardt will "strengere Maßstäbe" an freie Mitarbeiter anlegen – und Fotos von Reisen und Gesprächen einfordern, um Geschichten zu checken. Poschardt sagt im Gespräch mit Peter Turi aber auch, der Fall Relotius sei "ein 'Spiegel'-Problem". Das komplette Gespräch zur "Welt"-Zukunft, zu Social Media und der Zukunft des Journalismus steht jetzt als Video online.
turi2.tv (46-Min-Video), turi2.de/podcast (nur Audio)

Die Themen zum direkten Reinspringen:

0:00 ... die Döpfner-Debatte: Stellen Springer-Journalisten das Twittern ein?

4:55 ... was er mit Social Media macht – und was Social Media mit ihm macht.

7:33 ... was Journalisten müssen: über Provokation, Hartnäckigkeit, Haltung.

11:26 ... seine Erfolge und Misserfolge.

15:00 ... über journalistische Qualität und den Fall Relotius.

18:02 ... was "Welt" aus dem Fall Relotius lernt.

21:23 ... vor welchen Herausforderungen "Welt" steht: Digitale Abos und Leser loyalisieren.

25:20 ... über "Welt"-Journalisten und den Nachwuchs.

31:00 ... wie Online, Print und TV zusammenspielen.

34:28 ... der Newsroom: was im neuen Haus anders wird.

42:16 ... über Experimentierlust und Fehlerkultur.

Das Gespräch gibt es auch zum Anhören als turi2 podcast:

turi2 podcast: Wie “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt Leser loyalisiert.


Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren.

Poschardt nutzt dafür auch seinen Twitter-Account – weshalb er seinem Vorstandschef Mathias Döpfner sanft widersprechen muss. Döpfner empfahl gerade öffentlich "allergrößte Zurückhaltung", denn es werde "viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist".
Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

“Welt” verliert Harriet von Waldenfels und Niddal Salah-Eldin.


Damenwahl: Die "Welt" muss gleich zwei Abgänge verkraften und sich von Niddal Salah-Eldin, 33, (Foto rechts) und Harriet von Waldenfels verabschieden. Salah-Eldin, bislang Director of Digital Innovation in der "Welt"-Chefredaktion verlässt Springer in Richtung dpa. Dort übernimmt sie als stellvertretende Chefredakteurin und Chefin für Innovation und Produkt ab Mai 2019 von Roland Freund, 50. Freund verlässt Berlin "aus familiären Gründen" und übernimmt in München die Leitung des dpa-Landesbüros.

Harriet von Waldenfels, die bislang als Moderatorin beim Nachrichtensender "Welt" gearbeitet hat, wechselt zum ZDF. Als weitere Hauptmoderatorin verstärkt sie ab 2019 das Team beim "Morgenmagazin" und moderiert im Wechsel mit Dunja Hayali wochenweise die Spätschiene von 7 bis 9 Uhr.
presseportal.de (Salah-Eldin), presseportal.de (von Waldenfels), dwdl.de (von Waldenfels)

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)

Stephanie Caspar übernimmt Springers deutsche Print-Zuständigkeiten von Jan Bayer.


Papier geerbt: Springer gibt Stephanie Caspar, Vorständin für das Ressort Technologie und Daten, zusätzlich Springers Print-Medienmarken in Deutschland. Sie verantwortet künftig damit auch Vermarktung, Vertrieb und Druckereien für "Bild", "Welt", die Musiktitel und die Verlagsgruppe Auto, Computer und Sport.

Sie hat sich bisher bereits um die digitalen Aktivitäten sowie die Digitalvermarktung gekümmert. Jan Bayer "konzentriert sich auf das internationale Mediengeschäft". Stephanie Caspar bekommt auch die Verantwortung für das Preisvergleichsportal Idealo und soll dessen Kooperationen mit den digitalen Medienangeboten ausbauen.
axelspringer.com

Lese-Tipp: Döpfners Auto-Quartett diskutiert über Mobilität.

Lese-Tipp: Springer-Chef Mathias Döpfner diskutiert mit VW-Chef Herbert Diess, Daimler-Boss Dieter Zetsche und Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Mobilität der Zukunft. Beiden Auto-Managern ist eigene IT und Software in den Fahrzeugen wichtig, um nicht von Google und Co abhängig zu sein. Döpfner erzählt, dass Springer-Mitarbeitern ein Kita-Platz im Haus inzwischen wichtiger sei als ein Dienstwagen. Diess glaubt, dass "die emotionale Seite von Autos" dennoch wichtig bleiben werde. Altmaier träumt schon von der Fahrt in einem autonomen Taxi nach Paris.
"Welt am Sonntag", S. 11-16 (Paid)

Zitat: Leute mit mehr Meinung als Ahnung haben es sich mit Niddal Salah-Eldin verscherzt.

"Ich kann mich wahnsinnig aufregen über inkompetente oder besserwisserische Menschen, die wenig Ahnung, vor allem aber eine Meinung haben."

Niddal Salah-Eldin, Digital-Innovations-Chefin der "Welt", spricht mit dem "Handelsblatt" über ihre Stärken und Schwächen. Auf ihrer "Verscherzt-Liste" lande niemand grundlos, dann aber "eher langfristig angelegt".
handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2-tv: Niddal Salah-Eldin hält die Facebook-Seite der "Welt" sauber. (10/2016)