Video-Tipp: Constantin van Lijnden analysiert den Vertrauensverlust in den Journalismus.

Video-Tipp: "Welt"-Redakteur Constantin van Lijnden analysiert in der ersten Folge seines neuen Formats "Constantins Konter" den Vertrauensverlust vieler Menschen in den Journalismus. "Als Journalist verbringe ich ständig den halben Tag damit, mich über andere Journalisten zu ärgern", sagt van Lijnden – er glaube "tatsächlich, dass einiges schief läuft". Es gebe durchaus eine "Verarmung der Berichterstattung", u.a. aus Mangel an Zeit und Geld.
welt.de (35-Min-Video)

Meinung: “FAZ”-Chef Thomas Lindner wundert nicht über “Welt am Sonntag” am Samstag.

Samstag vs. Sonntag: "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner stichelt im "Horizont"-Interview gegen Springers späte Entscheidung, die "Welt am Sonntag" auf den Samstag vorzuziehen – wie auch die "FAS". Die gedruckte Wochentags-"Welt" spiele "publizistisch kaum noch eine Rolle", sagt er. Es sei daher "keine Überraschung", dass Springer ihnen auf den Samstag folge. "Im Gegenteil, es wundert uns eher, dass diese Entscheidung so lange gebraucht hat", sagt Lindner.
horizont.net (Paid)

Debatte: Eine Minderheit will die Sprache “von oben” verändern.

Kritik mit Sternchen: Gendern sei ein "Gesinnungszwang einer woken Minderheit", die aggressiv versuche "die Sprache von oben zu verändern", schreiben die CDU-Mitglieder Kristina Schröder und Andreas Rödder in einem "Welt"-Gastbeitrag. Die sprachwissenschaftliche Tatsache, dass das grammatikalische nicht das biologische Geschlecht abbilde, werde bewusst missachtet. Wer "mit Fakten zum Klima umginge wie Genderstern-Aktivisten mit der Sprache, würde sofort als Wissenschaftsleugner diffamiert."
welt.de (Paid)

Zitat: Ulf Poschardt sieht ein Abklingen der “Verbotsgeilheit” im deutschen Journalismus.

"Die Verbotsgeilheit vieler Kollegen ist an ihre Grenzen gestoßen, als sie gemerkt haben, dass man mit der schweigenden Mehrheit in der Mitte der Gesellschaft so nicht endlos umgehen kann."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt erzählt im gemeinsamen "Horizont"-Interview mit Verlagsleiterin Merrit Kraus, dass die "sachlich fundierte Kritik" an Corona-Maßnahmen in deutschen Medien stärker werde.
horizont.net (Paid)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

Gregory Lipinski prognostiziert intensiveren Kampf zwischen “Welt am Sonntag” und “FAS”.

Berlin vs. Frankfurt: Die "Welt am Sonntag" intensiviert mit ihrem neuen Konzept den Kampf mit der "FAS", urteilt Gregory Lipinski bei Meedia. Die Frankfurter liefern ihr Sonntagsblatt aus Kostengründen nur noch am Samstag, die Berliner trumpften mit Aktualität auf, da der eigene Vertriebs-Apparat Samstag und Sonntag liefert. Auch in der Vermarktung, besonders von Luxus-Gütern, könne die "WamS"-Konkurrenz der "FAS" Probleme bereiten.
meedia.de

Nele Würzbach wechselt von Bild Live zum TV-Sender Welt.

Springt rüber: Nele Würzbach, bisher Moderatorin von Bild Live, wechselt konzernintern zum Nachrichten­sender Welt. Schon heute bestreitet sie für ihren Alt-Arbeitgeber den letzten Tag, wann sie bei Welt erstmals moderiert ist noch offen. Vergangene Woche hatte sie überraschend erklärt, "vor einiger Zeit" bei Bild Live gekündigt zu haben.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Springer macht die “Welt” werktags dünner und streicht die Samstags-Ausgabe.


Schlanke Woche, dickes Ende: Springer dünnt bis Herbst die Wochentags-Ausgabe der "Welt" auf 16 Seiten aus und streicht die Ausgabe am Samstag. Als Ersatz erscheint eine "Früh­ausgabe" der "Welt am Sonntag", die Springer als "Zeitung von Morgen" anpreist. Als "Sparmaßnahmen" will der Konzern die Reform nicht verstanden wissen, die geschehe, "ohne an journalistischer Substanz zu verlieren". Der Abo-Preis für die Wochentags-Ausgabe sinkt auf 34,99 Euro, im Einzelverkauf kostet die "Welt" künftig 2 Euro statt aktuell 2,80 Euro. Damit macht sich die Print-"Welt" wohl auf den Weg von der Tages- zur Wochen­ausgabe.

Die reguläre "Welt am Sonntag" erscheint auch künftig erst sonntags. "WamS"-Chef­redakteur Johannes Boie sagt, "das Haupt­produkt der Zeitung" wird "am Samstag ein zweites Mal er- oder mindestens überarbeitet". Damit solle die Sonntagsausgabe noch aktueller werden. "Welt"-Chef­redakteur Ulf Poschardt sieht in der als Mission "5+2" titulierten Reform eine Anpassung an "veränderte Print-Lesegewohnheiten".
axelspringer.com, kress.de, meedia.de

TV-Sender Welt engagiert Hendrik Streeck als wissenschaftlichen Experten.

Sende-Streecke: TV-Sender Welt engagiert Hendrik Streeck als regelmäßigen Gast im Nachrichtenstudio. Ab heute soll er wöchentlich "zum Stand der wissen­schaftlichen Forschung bei Themen wie Corona, HIV und anderen Bereichen seines Arbeitsgebiets" Auskunft geben. Der medienwirksame Virologe von der Uniklinik Bonn ist häufig in TV-Talkshows zu Gast.
presseportal.de

Debatte: Kellogg-Deutschland-Chef Oliver Bruns ist mit dem Begriff “Zuckerbombe” nicht einverstanden.

Zucker-Flakes? Oliver Bruns, Kellogg-Deutschland-Chef, sagt im "Welt"-Interview, dass sich sein Unternehmen zwar über den Zuckergehalt der Frühstücksprodukte im Klaren sei, jedoch nicht damit einverstanden ist, dass Foodwatch diese als "Zuckerbomben" betitelt. Kellogg habe "allein in den letzten zehn Jahren" in Europa 34.000 Tonnen Zucker aus unseren Produkten gestrichen und stattdessen schrittweise den Anteil an Ballaststoffen erhöht. Laut Bruns geht die Reduzierung so lange weiter, bis "der Genuss auf der Strecke bleiben" würde. Das Unternehmen wolle den Zuckeranteil so reduzieren, dass Kundinnen die Veränderungen nur "schwerlich" bemerken würden.
welt.de

Übermedien: “Welt” hat den Nachrichtenagenturen das Gendern angedichtet.

Zu früh geärgert: Wegen eines "bedauerlichen Produktionsfehlers" habe es in einem "Welt"-Artikel zuerst falsch geheißen, "die Nachrichtenagenturen planten zu gendern". Freiheit-Chefreporterin Anna Schneider hatte zunächst von einem "Gendergestotter der selbstgerecht-egalitären Blase" geschrieben, inzwischen lautet die Überschrift nur noch "Weit weg von der Lebensrealität", beobachtet Stefan Niggemeier bei Übermedien. Viele nachträgliche Änderungen würden nun dazu führen, dass der Artikel "immer wieder etwas sinnlos über Dinge schimpft", die von den Agenturen gar nicht beschlossen worden sind. So ließe sich das "Erregungspotential angenehm hochhalten".
uebermedien.de, welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Rezo und Tilo Jung sollten nicht noch mehr Reichweite durch Parteien bekommen.

Reichweiten-Rummel: "Für jüngere Generationen wird es schwerer, professionell recherchierte Informationen von unterhaltsamem Quatsch zu unterscheiden", schreibt "Welt am Sonntag"-Chefredakteur Johannes Boie zum geplatzten Streaming-Kanzlerinnenduell. Rezo und Tilo Jung würden dies "geschickt ausnutzen" und seien "Journalistendarsteller", die von den Parteien nicht noch mehr Reichweite erhalten sollen. Boies Fazit: Junge Wählerinnen finden Nachrichtenseiten auch alleine.
welt.de, turi2.de (Background)

Dagmar Rosenfeld und Markus Feldenkirchen starten Polit-Talk bei Phoenix.

Phoenix findet eine Nachfolge für Augstein und Blome: Im wöchentlichen Talk #rosenfeld/feldenkirchen treffen "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen zum verbalen Schlagabtausch aufeinander. Die 15-minütige Sendung läuft seit dieser Woche jeweils am Donnerstag um 21.30 Uhr.
dwdl.de, phoenix.de (erste Ausgabe, 15-Min-Video)

Bild.de, Welt.de und Techbook bauen NetID auf ihren Websites ein.

Springer integriert NetID Professional auf den Websites von Bild, Welt und Techbook. Nutzerinnen können eine Website mit ihrer NetID zu verknüpfen und so ihre Privatsphäre-Einstellungen zentral verwalten. Werbung­treibende und Publisher können geräte­übergreifend und datenschutz­konform personalisierte Werbung und Inhalte ausspielen. Noch nicht integriert ist die Möglichkeit, sich mit einen Account bei verschiedenen Webseiten anzumelden.
horizont.net (Paid)

Stefan Niggemeier wirft Welt-Reporterin Anna Schneider vor, Falschinformationen zu verbreiten.

Fehlersuche: Stefan Niggemeier wirft "Welt"-Reporterin Anna Schneider vor, Grenzen der journalistischen Freiheit zu testen. In Schneiders Artikel über die FDP-Aktivistengruppe Operation Heuss will Niggemeier zahlreiche diffamierende Falsch­behauptungen aufgespürt haben. Schneider habe Aussagen aus dem Kontext gerissen oder verdreht, um die Gruppe als linksradikale "Meinungspolizei" darzustellen. Korrekturen an dem Text habe die "Welt" "nicht wirklich transparent" und "klammheimlich vorgenommen", schreibt Niggemeier.
uebermedien.de, welt.de

Hessens Innenminister löst SEK Frankfurt auf.

Zu braun: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) löst das SEK Frankfurt wegen möglicher rechtsextremer Gesinnungen in der Truppe auf. Ermittelt wird gegen 19 aktive und einen ehemaligen Polizisten. 17 Beamte sollen in einem Chat rechtsextreme Inhalte geteilt haben. Gegen drei Vorgesetzte ermittelt die Polizei, weil sie nicht eingeschritten sein sollen. Man werde das SEK grundlegenden umbauen und eine neue Führungskultur etablieren, sagt Beuth.
sueddeutsche.de, welt.de

Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander starten Wahl-Podcast “Machtwechsel”.

Polit-Plausch: Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander aus der "Welt"-Chefredaktion diskutieren im Podcast "Machtwechsel" ab sofort jeden Mittwoch die großen politischen Fragen des Super-Wahljahrs. In der ersten Folge geht es um die Frage, wie die CDU nach 16 Jahren Angela Merkel in den Wahlkampf startet, wie ein Team Laschet aussehen könnte und welche Rolle Markus Söder im Wahlkampf spielen wird.
welt.de

Zitat: “Welt”-Herausgeber Stefan Aust kritisiert “Mitläufer-Effekt”.

"Es kann doch nicht sein, dass wir der AfD die Freiheit geben, sich irgendein Thema auszusuchen, und dann darf niemand anderes mehr diese Position vertreten."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust ärgert sich im "Zeit"-Interview über die "deutsche Belehrungskultur" und den "Mitläufer-Effekt". Er lasse sich keine geistige Nähe zur AfD unterstellen.
zeit.de

Springer ernennt Claudius Senst zum CEO von “Bild” und “Welt”.


Neue Welt-Ordnung: Springer schafft für die "Welt"- und "Bild"-Gruppe die neue Position eines CEO und besetzt sie mit Claudius Senst. In der neuen Rolle soll Senst den gesamten Publishing-Bereich der beiden Markengruppen verantworten. Er berichtet direkt an Vorstand Jan Bayer. Laut Springer soll er den Fokus dabei auf weiteres Wachstum legen. Bei der "Bild" werden mit der Berufung von Senst künftig auch wieder die kaufmännische und die redaktionelle Verantwortung getrennt, schreibt Ulrike Simon: Alexandra Würzbach und Julian Reichelt geben die Geschäftsführung spätestens zum 1. Juli wieder ab.

Senst kehrt damit zu Springer zurück, wo er 2013 als Vorstandsreferent begonnen hat und ab 2016 in den USA die Beteiligungen mit verantwortet hat. Seit 2017 ist er bei der Springer-Tochter Insider, zunächst als Abo-Chef, seit 2020 als Operativ-Chef. Auch künftig wird er als Mitglied des Board of Directors weiter für Insider tätig sein.
axelspringer.com, horizont.de (Paid)

Zahl des Tages: Michael Friedman talkt rekordverdächtige vier Stunden über Wut.

Zahl des Tages: Ganze 232 Minuten spricht TV-Journalist Michel Friedman Samstagnacht beim Nachrichtensender Welt über das Thema Wut. Die ersten Gäste seiner neuen Sendung "Open End" sind Schriftstellerin Thea Dorn, Journalist Michel Abdollahi und Soziologe Heinz Bude. Springer spricht von einem "Talkrekord" im deutschen Fernsehen.
presseportal.de

Lese-Tipp: “Welt” zeigt zum Jubiläum ihre erste Ausgabe und porträtiert den ersten Chefredakteur.

Lese-Tipps: Die "Welt stellt ihrem 75-jährigen Jubiläum die erste Ausgabe vom 2. April 1946 als PDF zur Verfügung. Chefredakteur des damals 20 Pfennig teuren Blattes war der KZ-Überlebende Rudolf Küstermeier. Seine Handschrift präge das Blatt von der ersten Ausgabe an, schreibt Ex-"Welt"-Herausgeber Thomas Schmid in einem lesenswerten Text zu Küstermeiers Wirken.
welt.de (PDF), welt.de (Küstermeier-Beitrag)

TV-Sender Welt holt Tatjana Ohm und Jan Philipp Burgard in die Chefredaktion.

Die Welt hat nicht genug: Der TV-Sender Welt vergrößert seine bislang vierköpfige Chefredaktion um Tatjana Ohm und Jan Philipp Burgard. Ohm bleibt zudem weiter Chefmoderatorin. Burgard kommt von der ARD, für die er zuletzt aus Washington berichtet hat, und übernimmt die Leitung der Planungsredaktion für TV & Bewegtbild. Er folgt auf Ronald Warin, der Teil der Chefredaktion bleibt. Der gehören auch weiter Oliver Rasche sowie Chefredakteur Arne Teetz und sein Stellvertreter Johannes Böhning an.
presseportal.de

Meinung: Audi lässt mit dem Stopp des Verbrennungs-Motors eine “romantisch-heroische Welt” untergehen.

Manche mögen's heiß: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt sieht Audis Entscheidung kritisch, keine Verbrennungsmotoren mehr zu produzieren. Damit aufzuhören, sei zwar "ökologisch korrekt", aber in etwa so, "als hätte Beethoven nach der 7. Symphonie gestoppt." Stattdessen setze Audi nun auf "öde Elektromotoren und kotzschwere Batterietransporter" – für Poschardt der Untergang einer "romantisch-heroischen Welt."
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Moritz Seyffarth wird Referent von Springer-Chef Döpfner.

Springer befördert den "Welt"-Journalisten Moritz Seyffarth ab dem 15. März zum Chief of Staff von Mathias Döpfner, meldet Marvin Schade bei Medieninsider. Er folgt damit auf Benedict Neff, der 2022 das Feuilleton-Ressort der "NZZ" übernimmt. Seyffarth ist seit August 2020 Managing Editor bei der "Welt" und betreut u.a. den Finanz-Podcast Alles auf Aktien.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

TV-Sender Welt gibt Michael Friedman eine Talkshow ohne festes Ende.

Ausdauer-Talk: Michel Friedman bekommt bei Springers News-Sender Welt die Live-Talkshow "Open End". Ab dem 16. April darf er am Samstagabend ab 23 Uhr mit seinen Gästen solange reden, bis alle Themen ausdiskutiert und alle Gäste gegangen sind oder Friedman selbst um ein Ende des Gesprächs bittet. Parallelen zum Zeit-Online-Podcast Alles gesagt dürften Zufall sein.
dwdl.de, quotenmeter.de

“Welt” holt Ex-“NYT”-Redakteurin Bari Weiss als Kolumnistin.

Springer angelt sich Ex-"New York Times"-Redakteurin Bari Weiss und holt sie als Kolumnistin zur "Welt". Weiss, vormals konservative Stimme im Meinungsressort der "NYT", soll sich als Contributing Editor vor allem um amerikanische Politik und Politikkultur kümmern. Weiss wurde 2020 mit einem offenen Brief bekannt, in dem sie ihre Kündigung bei der "NYT" aufgrund illiberaler Strömungen in der Redaktion rechtfertigte.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Welt am Sonntag” moniert “Lobgesänge auf die Mächtigen” im deutschen Journalismus.

Fehlende Distanz zur Regierung wirft Wolfgang Büscher (Foto) den "deutschen Medien" in der "Welt am Sonntag" vor. Dafür sammelt er 30 Kommentare aus der Corona-Zeit, die das belegen sollen. Mehr als die Hälfte der "schönsten und schaurigsten Lobeshymnen" geht demnach auf das Konto von ARD und ZDF. Der Bayerische Rundfunk fordert im Oktober etwa "mehr Merkel bitte", der Deutschlandfunk bezeichnet sie im Januar als "ehrliche Haut". Immerhin gibt Büscher zu, "vor solchen Versuchungen" auch selbst "nicht immer gefeit" gewesen zu sein und kramt sein eigenes Kanzlerinnen-Lob vom März 2020 aus dem Archiv.
welt.de (Paid)

Wird 2021 ein grandioses, nachgeholtes Supersportjahr – oder ein coronageschädigtes Mistjahr, Lars Wallrodt?


Es wird kompliziert: Lars Wallrodt, Sportchef von “Bild am Sonntag” und “Welt am Sonntag”, glaubt nicht, dass wir im Sportjahr 2021 nahtlos an goldene Zeiten vor der Pandemie anknüpfen können. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 befürchtet er, ähnlich wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, eine “Entwöhnung” des Publikums, ist aber auch überzeugt, dass das zweite Pandemie-Jahr besser wird als das erste. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Welt” setzt in Sachen Podcast “Alles auf Aktien”.

Welt startet den täglichen Börsen-Podcast Alles auf Aktien. Von Montag bis Freitag informieren Moritz Seyffarth und Holger Zschäpitz morgens um 7 Uhr in zehn Minuten über die wichtigsten Wirtschafts­themen des Tages. Weitere Podcast sind geplant, im Super-Wahl-Jahr 2021 mit Schwerpunkt auf Wirtschaft und Politik, dazu Audio-Reportagen und ein Geschichts-Podcast.
axelspringer.com

Springer legt “Bild”, “Welt und “B.Z.” zurück in den Digitalkiosk Readly.

Springer macht seine Tageszeitungen "Bild", "Welt und "B.Z." wieder im Digitalkiosk Readly verfügbar. Der Verlag hatte die Titel im August 2019 nach einem Test wieder aus der Lese-Flatrate entfernt. Auf Readly wurden 2020 nach Firmenangaben 99 Mio digitale Ausgaben gelesen, 40 % mehr als 2019.
news.cision.com, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Stefan Niggemeier checkt Cancel-Culture-Verständnis der “Welt”.

Springer-Diagnostiker Stefan Niggemeier will nach dem Lesen einer "Welt"-Übersicht, die Beispiele für Cancel Culture auszumachen versucht, "einen Preis ins Leben rufen: für den journalistischen Artikel, dem es am überzeugendsten gelingt, das Gegenteil von dem zu beweisen, was er behauptet". Die Beispiele zeigten, wie wenig Cancel in den Debatten um Sängerin Lana Del Rey ("verwehter" Shitstorm) oder Rammstein-Frontmann Till Lindemann ("vergebliche" Verbotsforderungen) steckt.
uebermedien.de, welt.de ("Cancel-Culture"-Übersicht, Paid)

Welt schafft Rekord-Reichweite im TV und online.


Quoten-Rekord: TV-Sender Welt und sein Timeshift-Sender N24 Doku erreichen 2020 einen Marktanteil von 1,7 % bei den 14- bis 49-Jährigen. Der Anstieg um 0,4 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich bedeutet die höchsten Quoten der Sendergeschichte. Gleiches gilt für den Gesamtmarktanteil, der um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 % steigt. Seit März sendet Welt nicht mehr nur von 6 bis 13 Uhr, sondern bis 20 Uhr Live-Nachrichten.

Meistgesehener TV-Inhalt mit 1,23 Mio Zuschauer*innen war die Fernsehansprache von Angela Merkel am 22. März, in der sie den ersten Corona-Lockdown ankündigte. Den stärksten Marktanteil mit 3,8 % erreichte Welt am 4. November mit seiner Berichterstattung zur US-Wahl. Auf YouTube erreicht der Sender mit über 485 Mio Klicks mehr als dreimal so viele Abrufe wie 2019. Besonders stark waren auch hier die Monate März und November mit 55 und 53 Mio Abrufen.
presseportal.de

“Spiegel”, “Welt” und n-tv gewinnen bei Agof-Ranking im November.

Agof-Zahlen: "Spiegel" (+16,7 %), "Welt" (+16 %), n-tv (+11,3 %) und "Chip" (+9,9 %) haben in den Top 10 hinsichtlich Unique Usern im November am stärksten zugelegt. Auf Platz 1 der Top 100 steht die "Bild" mit täglich 5,75 Mio Unique Usern. Weiter hinten gewinnen "Handelsblatt" (+42,3 %) und "Computer Bild" bzw. Idealo (+48,6 %). Neu im Ranking ist der "Rolling Stone", größter Verlierer ist "TV Movie" mit einem Minus von 44,2 %.
meedia.de (Paid)

Journalist*innen fehlt der Mut zu Meinungen abseits vom Mainstream, kritisiert Ulf Poschardt.


Keine Angst vorm Shitstorm: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bedauert im "Journalist"-Interview, dass seine Zeitung eine der letzten Bastionen des "freiheitlich-liberalen Denkens" sei, während die meisten anderen Medien "in ihrer moralischen Blase gefangen" seien. Journalist*innen haben Poschardts Meinung nach zu viel Angst vor Shitstorms und trauen sich deshalb zu selten, Sichtweisen abseits des Mainstreams zu vertreten. Er sieht ein "Klima von Angst und Unsicherheit in einigen Redaktionen". Die "Welt" will laut Poschardt schnell und mit Substanz "in Debatten eingreifen". Die "durchschaubaren Wirkungsmechanismen" von Twitter mache er sich regelmäßig zunutze. Kalkulierte Provokation sieht er darin nicht.

Für differenzierte Debatten wünscht er sich "den humanistisch kleinsten Nenner" mit Argumenten und ohne Denunziationen. Dass Kolumnist Don Alphonso, dessen Texte besonders Identitären und Rechten gut gefallen, nur an Scharfmacherei interessiert ist, will Poschardt so nicht stehen lassen. Bei der "Welt" gebe es daneben etwa eine Menge Kommentare mit "klarer Haltung" zur AfD.
"Journalist" 12/2020, S. 20-28 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2020): Wie geht’s der Freiheit, Ulf Poschardt?

Ulf Poschardt kritisiert Klima-Themenwoche der ARD als “Ökolobby”-Arbeit.

"Welt"-Chef Ulf Poschardt teilt wieder aus – diesmal gegen die ARD. Er wirft ihr vor, in ihrer Klima-Themenwoche "abgeschmackte Ökolobby-Laubsägearbeit" und unkritischen Journalismus zu betreiben. Die Parteilichkeit zerstöre "nahezu jede Glaubwürdigkeit". Poschardt befürwortet, dass die CDU (wohlgemerkt auch die AfD) in Sachsen-Anhalt eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ablehnt. Dieses "leise Signal des Widerstands" müsse "dringend stärker werden".
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

TV-/Streaming-Tipp: Diese Medien berichten live mit Sondersendungen zur US-Wahl.

TV-/Streaming-Tipp: Bild TV sendet zur US-Wahl ab 18:30 aus dem Oval Office - einer nachgebauten Kopie im Berliner Springer-Haus. Zeit Online berichtet ab 20.00 Uhr mit Gästen aus dem Berliner Studio. Im TV startet Welt um 18:30 Uhr mit einer Sondersendung, das ZDF sowie RTL und n-tv beginnen um 20.15 Uhr mit Spezial-Sendungen und Dokus, das Erste startet um 22.50 Uhr.
dwdl.de, fr.de (Übersichten), bild.de, zeit.de, presseportal.de (Welt TV), zdf.de, daserste.de, rtl.de

Zitat: Tatjana Ohm glaubt an einen Wahlsieg Trumps.

"Wenn ich es also ganz nüchtern nur mit dem Verstand anschaue, auf das höre, was meine amerikanische Familie berichtet, dann glaube ich, wird es wieder Donald Trump. Und zwar deutlicher, als viele glauben und wahrhaben wollen."

Welt-Chefmoderatorin Tatjana Ohm glaubt an einen Wahlsieg Donald Trumps, sagt sie im "Meedia"-Interview. Vielleicht würde sich der US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit anders verhalten als in der ersten, möglicherweise sogar umgänglicher werden, denkt Ohm.
meedia.de (Paid), turi2.de/koepfe (Profil Ohm)

Aus dem Archiv: Tatjana Ohm im TV-Fragebogen (September 2019).

“Welt” versteckt Kommentarfunktion hinter der Paywall.


Geschlossene Gesellschaft: Die "Welt" zieht einen Zaun um die Kommentar­funktion auf Welt.de und in ihrer App. Kommentieren dürfen ab heute nur noch zahlende Abonnent*innen von Welt plus. Die Redaktion begründet die Beschränkung mit der Zunahme an Kommentaren, die Hass, Rassismus oder Gewalt­verherrlichung verbreiten. Bei durchschnittlich 650.000 Kommentaren im Monat seien es "in den weit überwiegenden Fällen Nicht-Abonnenten" gewesen, die die "Grenzen unserer Nutzungsregeln getestet und übertreten haben".

Das Blatt habe sich die Entscheidung "nicht leicht gemacht", erhofft sich nun aber "ein Mehr an intelligenter, anregender Debatte". Zugleich will die Redaktion ihre Präsenz im Kommentarbereich erhöhen. Bisher sei rund ein Viertel der Kommentare von den 130.000 Digital-Abonnent*innen gekommen, die oft "die interessantesten Fragen und Argumente" brächten. Die "Welt"-Redaktion beschreibt ihre Plus-Community als ein "gutes Stimmungsbarometer für die politische Großwetterlage".
welt.de

Chefredakteur Ulf Poschardt will die Marke “Welt” noch “stringenter machen”.

Welt will künftig die Marke "stringenter machen", sagt Chefredakteur Ulf Poschardt im dpa-Interview. "Wenn es etwas gibt, wo wir noch Luft haben: die Kommunikation unserer Marke und die Markenführung", so Poschardt. Auch bei Podcasts will die "Welt" noch wachsen: "Da sehen wir uns eher am Anfang als dort, wo Welt vom Selbstverständnis her sein muss."
horizont.net