“Welt”-Belegschaft äußert in offenem Brief Unmut über Kommunikation von Mathias Döpfner.

Wissen von nichts: Die "Welt"-Belegschaft äußert ihren Unmut über die Kommunikation von Mathias Döpfner in einem internen offenen Brief, der der "FAZ" vorliegt. Demnach heißt es in dem an den Springer-Boss gerichteten Schreiben, dass die "meisten Angestellten seit Jahren Real­lohn­verluste hinnehmen" müssten. Döpfner hatte in einem dpa-Interview von einem "außergewöhnlich erfolgreichen Jahr" für Springer gesprochen. Zudem haben seien Andeutungen einer "Digital only"-Zukunft und die "mögliche Trennung von Mitarbeitern" für Verunsicherung gesorgt. Auch die Geschäfts­führung sei davon "augen­scheinlich überrascht" gewesen. In einer E-Mail antwortet Döpfner, es bestehe ein Unterschied zwischen dem Unternehmens­wachstum des Springer-Konzerns und den Erträgen der "Welt". Den Vorwurf, intern nicht ausreichend kommuniziert zu haben, wehrt er ab.
faz.net

Chefredakteur Ulf Poschardt ist nicht mehr Geschäftsführer der Welt-Gruppe.

Posch-Back: Ulf Poschardt ist nur noch Chef­redakteur und nicht mehr Geschäfts­führer der Welt-Gruppe, entdeckt Medieninsider im Handels­register. Durch das Aus­scheiden von News-Vorständin Ulrike Handel und die Auflösung des Ressorts News Media National sei Poschardts zusätzlicher Posten obsolet geworden. Er soll sich nun auf die publizistische Entwicklung fokussieren.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

Zitat: “Welt”-Chefredakteurin Jennifer Wilton ging mit Wagenknecht an ihre “Schmerzgrenze”.

"Selbst Sahra Wagenknecht kam bei uns zu Wort, obwohl der Text persönlich an meine Schmerzgrenze ging."

"Welt"-Chefredakteurin Jennifer Wilton verweist im "Journalist­in"-Inter­view auf ein "großes Spektrum an Meinungen" in ihrem Blatt. Dabei müsse in Gast­beiträgen "mehr möglich" sein als in Leit­artikeln. Die Journalistin versuche, sich "von Begriff­lich­keiten wie links und rechts zu lösen", weil sie vor allem für Jüngere "nicht mehr so entscheidend" seien.
journalist.de, presseportal.de

Weitere Zitate:

Über die konservative, liberale Ausrichtung der "Welt":
"Wir positionieren uns vor allem in der Mitte. Aber: Journalismus muss auch unberechenbar sein."

Über Meinungsvielfalt in der Redaktion:
"Ich selber kommentiere gern, wenn mir etwas am Herzen liegt, aber wenn ein Kollege die gut durchargumentierte Gegenposition dazu vertreten möchte – nur zu."


Über den umstrittenen Gastbeitrag zu trans Identitäten:
"Zur Rolle einer Chefredakteurin gehört, nicht nur zu senden, sondern auch zu empfangen und andere sprechen zu lassen."


Über "Themensetzung und Personalpolitik" der "Welt":
"Es ist nicht falsch, zu provozieren, um Antworten zu forcieren."

“Welt”-Korrespondentin Stefanie Bolzen wechselt von London nach Washington.

Über den Teich: Die Journalistin Stefanie Bolzen, seit 2013 London-Korrespondentin bei der "Welt", wechselt am 1. März nach Washington, teilt Springer mit. Vor ihrer UK-Zeit war Bolzen für die Zeitung in Brüssel. Bolzen hat an der Axel Springer Journalistenschule gelernt. Die Nachfolge in London steht laut Springer noch nicht fest, sie soll "in den nächsten Wochen entscheiden" werden.
axelspringer.com

IVW: Springer dominiert bei Digital-Abos, “FAZ” wächst deutlich.

Plus fürs Plus: "Bild" und "Welt" führen 2022 weiterhin die meisten Digital-Abos unter den Tageszeitungen, besagen die aktuellen IVW-Zahlen. Bei "Bild" verringert sich das Wachstum allerdings im Vergleich zum Vorjahr und liegt nun bei 650.669 Abos. "Welt" verzeichnet 211.541 Stück, dahinter folgt die "Süddeutsche" mit 151.910. Die "FAZ" wächst deutlich um 45 % auf 114.240. Das größte Wachstum verzeichnet das Online-Angebot der "Nordwest-Zeitung" mit einem Plus von fast 50 %.
dwdl.de

EGMR: Gegendarstellung beschneidet nicht die Meinungsfreiheit.


Langer Atem: Der Europäische Gerichtshof für Menschen­rechte entscheidet in einem seit zehn Jahren andauernden Rechts­streit zwischen Springer und der früheren Geschäfts­führerin der Links­fraktion, Ruth Kampa, dass die Verpflichtung zu einer Gegen­darstellung nicht die Meinungs­freiheit verletzt, berichtet epd Medien. Die "Welt" hatte 2013 unter dem Titel Die Stasi-Frau an Gysis Seite über Verbindungen von Kampa zur SED geschrieben und sie mit dem Verschwinden von SED-Partei­vermögen in Verbindung gebracht. Ihr Anwalt forderte eine Gegen­darstellung, die Springer zunächst verweigerte, auf Anordnung des Landgerichts Berlin aber 2014 doch veröffentlichte. 2018 zog der Verlag vor den EGMR, der nun urteilt, dass im konkreten Fall der Eingriff in die freie Meinungs­äußerung des Verlags dem Schutz des Ansehens der Klägerin diene.
"epd Medien", Nr. 12a von 17.01.2023 (€)

Wir graturilieren: Mathias Döpfner wird 60.


Wir graturilieren: Springer-Boss Mathias Döpfner wird heute 60 Jahre alt. Wie er den Tag verbringt, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass hinter dem Medienmanager kein einfaches Jahr liegt: Haus-Krawallo Bild TV ist so gut wie tot, Döpfner nach Monaten der Kritik seit Ende 2022 nicht mehr Vorsitzender des Bundesverbands Digital­publisher und Zeitungs­verleger BDZV. Immerhin: Ende November entschuldigte sich der Verlagschef für die Causa Reichelt bei der Springer-Belegschaft und beteuerte, seine "Lektionen gelernt" zu haben.

Womit Döpfner in seinem neuen Lebensjahr rechnen kann: Eine Kommission der Goethe-Uni Frankfurt dürfte ihre Prüfung der Plagiatsvorwürfe gegen Dr. Döpfners Dissertation abschließen. Und bei "Bild" und "Welt" stehen "tiefgreifende" Umstrukturierungen und Kostensenkungen ins Haus, wie der CEO selbst ankündigt.

Bei Springer ist Döpfner nun schon seit mehr als 20 Jahren Chef – für die Branche und den Job eine halbe Ewigkeit. Er bleibt eine der wenigen Konstanten in der Medienwelt. Vielleicht täte Tech-Hallodri Elon Musk auch deshalb gut daran, Döpfners Angebot, Twitter für ihn zu managen, doch noch anzunehmen.

Gratulationen zum Geburtstag erreichen Döpfi z.B. per E-Mail. Wem das zu unpersönlich ist: Er soll – ganz unironisch – auch per SMS recht gut zu erreichen sein. Geldgeschenke dürften insbesondere von Friede Springer willkommen sein.

Früherer Kultur­senator und Museums­direktor Christoph Stölzl, 78, ist tot.

Christoph Stölzl, 78, ist tot: Der früherer Berliner Wissen­schafts- und Kultur­senator sowie Gründungs­direktor des Deutschen Historischen Museums ist am Dienstag in Bayern gestorben, teilt die Hoch­schule für Musik in Weimar mit, deren Präsident er bis Juni 2022 war. Um die Jahr­tausend­wende wirkte Stölzl kurz­zeitig auch als Feuilleton­chef und Vize-Chef­redakteur der "Welt".
spiegel.de, rbb24.de, hfm-weimar.de, welt.de (€)

“Welt”-Stimmen kommentieren im neuen ServusTV-Vorabend-Magazin.


Meinung von Welt: Der Red-Bull-Sender ServusTV startet heute sein neues Abend­programm und holt eine ganze Riege von Kommentatoren von WeltN24 an Bord. Auch eine Kommentatorin ist dabei. Sicher kein Zufall: WeltN24 produziert die Sendestrecke von 18 bis 20.15 Uhr. Im Magazin "Guten Abend Deutschland" äußern sich u.a. Anna Schneider, Harald Martenstein, Stefan Aust, Hans-Ulrich Jörges, Gunnar Schupelius, Henryk M. Broder und Peter Huth zum Welt­geschehen. Daneben dreht sich die Sendung um aktuelle Themen und "stellt Menschen und ihre Heraus­forderungen in den Mittel­punkt". Um 18.10 und 19.20 laufen "Servus Nachrichten", die WeltN24 ebenfalls produziert. (Bild: ServusTV)
dwdl.de, presse.servustv.com

Stefan Aust erwirkt einstweilige Verfügung gegen Böhmermann-Plakat.

Was darf Satire? "Welt"-Herausgeber Stefan Aust erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen ein fiktives Fahndungsplakat von Jan Böhmermann, bestätigt das OLG Hamburg dem "Spiegel". Böhmermann hatte das Plakat im "ZDF Magazin Royale" im Zuge eines FDP-RAF-Vergleichs präsentiert. Neben Aust sind darauf u.a. auch Christian Lindner und Mathias Döpfner abgebildet.

Das Foto, das mit "Stefan Aust" untertitelt ist, zeigt allerdings Volker Bruch, der Aust im Film "Baader Meinhof Komplex" von 2008 verkörperte. Hierin sieht das Landgericht eine Persönlichkeitsverletzung. Die Collage darf deshalb in ihrer bisherigen Form ab heute nicht mehr verbreitet werden. In der ZDF-Mediathek und auf YouTube ist die Sendung inzwischen nicht mehr auffindbar.
twitter.com via spiegel.de, turi2.de (Background)

Nur die “taz” unterschreibt Vielfalts-Selbstverpflichtung von Pro Quote.

Keine Zeit für Vielfalt? Die Initiative Pro Quote Medien besucht die Chef­redaktionen deutscher Leit­medien und bringt eine Selbst­verpflichtung zur Förderung von Frauen und Diversität mit – lediglich die "taz" unter­schreibt den Vertrag. "Bild", "Welt" und "Focus" hatten keine Zeit für ein Treffen. "Stern", "Zeit", "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel" zeigen Bemühungen und Fort­schritte, wollten sich an die Forderung von Pro Quote, u.a. 50 % Frauen mit diversen Hinter­gründen in allen Führungs­ebenen, aber nicht binden. "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube sehe keinen besonderen Förder-Bedarf.
mailchi.mp/pro-quote, turi2.de (Background Kaube)

“Welt am Sonntag” druckt Jahresrückblick in Brettspielform.

Spiel am Sonntag: Die "Welt am Sonntag" legt ihrer Silvester-Ausgabe einen Jahres-Rückblick in Brett­spiel­form zum Ausschneiden bei. Die Spielenden würfeln sich durch die Ereignisse des Jahres, müssen Fragen beantworten und Personenkarten ziehen. Wer die Elon-Musk- oder Deutsche-Bahn-Karte erwischt, muss eine Runde aussetzen, wer Patricia Schlesinger zieht, hat das Spiel sofort verloren.
"Welt am Sonntag", S. 11-14 (€)

TV-Tipp: Welt-Reporterinnen blicken auf 2022 zurück.

TV-Tipp: Das TV-Magazin "Welt Reporter" blickt heute um 20.05 Uhr auf die großen Ereignisse des Jahres zurück. Reporter Steffen Schwarzkopf erzählt von seinem mehr­monatigen Einsatz als Kriegs­reporter in der Ukraine. Chef­moderatorin Tatjana Ohm berichtet auch über die Feier­tage aus Lwiw. Weitere Themen sind u.a. der Tod von Queen Elisabeth II. und die Fußball-WM in Katar.
presseportal.de, welt.de (45-min-Video, bereits abrufbar)

Mathias Döpfner kündigt “tiefgreifende Veränderungen” für “Bild” und “Welt” an.

Kein großer Sprung: Mathias Döpfner kündigt für "Bild" und "Welt" im kommenden Jahr "tiefgreifende" Umstrukturierungen und Kostensenkungen an. In einer internen Ansprache vor Beschäftigen des Konzern zieht der Springer-Chef Bilanz und äußert sich auch zum Aus von Bild TV: "Wir mussten feststellen, dass das Konzept nicht funktioniert und dass es einen sehr ernsten, fast schädlichen Effekt auf das gesamte deutsche Mediengeschäft hatte."
meedia.de

turi2.de/termine: Polit-Talk bei Welt TV mit Ricarda Lang, Friedrich Merz und Leon de Winter.

Termine: Welt TV lädt ab 18 Uhr zur Diskussion über die Ampel-Koalition, Einwanderungspolitik und die gesellschaftliche Spaltung. Gäste sind Welt-TV-Chefredakteur Jan Philipp Burgard, Grünen-Chefin Ricarda Lang, CDU-Vorsitzender Friedrich Merz und Schriftsteller Leon de Winter. Das Event ist online und kostenlos.
Die wichtigsten Termine der Branche – bequem sortierbar nach deinen Interessen: turi2.de/termine

Nancy Lanzendörfer geht von der “Welt” zu ntv.

Karriere-Kapital: Wirtschafts-Journalistin Nancy Lanzendörfer startet zum 1. Januar bei ntv als Reporterin an der Frankfurter Börse, teilt RTL mit. Sie kommt von Springers "Welt", wo sie bisher als Korrespondentin in den USA war und von der Wall Street berichtete. Zuvor war Lanzendörfer, eine gelernte Bankkauffrau, u.a. Redakteurin bei "Der Aktionär" und dem Börsensender DAF.
dwdl.de

Zitat: Welt-Digital-Chefredakteur Oliver Michalsky erinnert sich an Einführung der Paywall vor 10 Jahren.

"Uns war klar, dass Qualitäts­journalismus im Netz langfristig nicht allein mit Hilfe von Werbung finanzierbar sein wird, dass wir als zweite wesentliche Ertrags­säule Vertriebs­erlöse bräuchten."

Oliver Michalsky, Chef­redakteur von Welt Digital, erinnert sich, wie die "Welt" heute vor 10 Jahren eine Paywall eingeführt hat. "Das Risiko des Reichweiten­verlusts war uns bewusst", sagt er. Die Entscheidung sei von dem Gedanken getragen gewesen, "dass eine noch stärkere Fokussierung auf Leser­bedürfnisse bei unserer täglichen Arbeit dies kompensieren würde".
turi2 – eigene Informationen

“Welt am Sonntag” nennt Namen und Zahlen zu RBB-Ruhegeldern.

Zahlen, bitte: Die Ruhe­bezüge von früheren RBB-Führungs­kräften summieren sich aktuell auf etwa 2,5 Mio Euro pro Jahr, schreibt die "Welt am Sonntag". Die Zeitung nennt sowohl namentlich als auch anonymisiert zahlreiche Beispiele, darunter die Gründungs­intendantin Dagmar Reim und die frühere Programm­direktorin Claudia Nothelle. Laut RBB erhalten 17 Ex-Führungskräfte Ruhegeld, von den derzeitigen RBB-Beschäftigten haben fünf Anspruch darauf. Kritik an der Praxis kommt aus der Freien-Vertretung und aus dem Rund­funkrat.
welt.de (€)

Klima-Stiftung MV muss “Bild” und “Welt” Namen von Nord-Stream2-beteiligten nennen.

Transparenz-Stream: Die umstrittene Klimastiftung MV um Stiftungs­vorstand Erwin Sellering muss die Namen der Unternehmen nennen, die am Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 beteiligt waren, entscheidet das Bundes­verfassungsgericht. "Bild" und "Welt" hatten geklagt, weil die Stiftung bei der Nennung mauert. Das Land­gericht Schwerin und das Ober­landes­gericht in Rostock hatten bereits eine Auskunfts­pflicht der Stiftung fest­gestellt. Eine Beschwerde dagegen hat das Bundes­verfassungsgericht nun abgelehnt.
ndr.de, turi2.de (Background)

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel.

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel. Die bisherige News-Vorständin verlässt Axel Springer zum Jahresende wegen "unterschiedlicher Auffassungen über Ausrichtung und Struktur des Bereichs". Die Markengruppen "Bild" und "Welt" werden getrennt. Handel war erst 2022 zur Bereichsleiterin des Ressorts "News Media National" aufgestiegen.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 21.11.2022)

Springer trennt sich von Ulrike Handel und strukturiert “Bild” und “Welt” um.

Richtungswechsel: Axel Springer will "Bild" und "Welt" künftig wieder als eigene Gruppen führen, mit Carolin Hulshoff Pol (links) als CEO der Welt-Gruppe und Claudius Senst (Mitte) als CEO der Bild-Gruppe. Damit löst der Konzern das Ressort News Media National auf. Ulrike Handel (rechts), die das Ressort erst seit Mai 2022 leitet, verlässt das Unternehmen zum Jahresende. Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Büchi nennt als Grund "unterschiedliche Auffassungen über Ausrichtung und Struktur des Bereichs". Im September hatte Handel nach Medienberichten eine komplette Zusammenlegung der beiden Redaktionen nicht ausgeschlossen. Stattdessen will Springer-Chef Mathias Döpfner die beiden Marken "eigenständiger und so schlank wie möglich organisieren". Er übernimmt ab sofort die Verantwortung für die beiden Markengruppen im Springer-Vorstand, der künftig aus vier Mitgliedern besteht.

Senst war bisher innerhalb von News Media National für "Bild" und "Welt" zuständig und leitet künftig nur noch die "Bild"-Gruppe. Zweiter Geschäftsführer und Chief Revenue Officer wird ab Februar 2023 Christoph Eck-Schmidt zusätzlich zu seiner Aufgabe als CEO von Bonial. CFO für beide Gruppen wird Ralf Hermanns, zusätzlich zu seiner Aufgabe als Verantwortlicher des Einkaufs bei Springer. Christian Fuhrhop, bislang CFO & CHRO News Media National, verlässt das Unternehmen.
axelspringer.com ("Bild"/"Welt"), axelspringer.com (Handel), turi2.de (Background)

Bundesamt für Bevölkerungsschutz korrigiert Aussage in “Welt am Sonntag”.

Back to Black(out): Das Bundes­amt für Bevölkerungs­schutz nimmt eine Aussage seines Chefs Ralph Tiesler in der "Welt am Sonntag" zurück. Tiesler hatte im Interview gesagt, "wir müssen davon ausgehen, dass es im Winter Blackouts geben wird". Eine Sprecherin des Amts stellt nun klar, dass sich diese Aussage auf eine "regional und zeitlich begrenzte Unter­brechung der Strom­versorgung" beziehe. Ein großflächiger Stromausfall im Winter sei "äußerst unwahrscheinlich".
tagesschau.de, welt.de (€)

Klimastiftungs-Vorstand zahlt Ordnungsgeld wegen nicht beantworteter Presseanfragen.

Stellt sich stur: Der Vorstandsvorsitzende der umstrittenen Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, hat nach Informationen von "Bild" und "Welt" ein Ordnungs­geld von 3000 Euro zahlen müssen. Trotz eines entsprechenden Gerichtsurteils hatte er Anfragen der beiden Zeitungen nicht beantwortet und zwei Zwangs­vollstreckungs-Termine platzen lassen. "Bild" und "Welt" wollen unter anderem die Namen der rund 80 Firmen wissen, mit denen die Stiftung Verträge zum Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 im Auftragswert von insgesamt 165 Mio Euro abgeschlossen hatte.
bild.de

Zitat: Franca Lehfeldt erklärt das Zusammenspiel von Journalismus und Wissenschaft.

"Für mich besteht die Aufgabe von Journalismus darin, die Zuschauer über komplexe Sach­verhalte zu informieren und diese zu erklären. Das gilt für politische, genauso wie für wissenschaftliche Themen."

Welt-TV-Reporterin und Moderatorin Franca Lehfeldt spricht gemeinsam mit Virologe Hendrik Streeck im turi2-Interview über das Zusammen­spiel von Journalismus und Wissenschaft und ihre neue Sendung "Welt Gesundheit".
turi2.de

Lese-Tipp: Astronaut Ulrich Walter vermisst in Deutschland Neugier und Pioniergeist.

Lese-Tipp: Physiker und TV-Host Ulrich Walter ist einer von elf Deutschen, die jemals im All gewesen sind. Im Gespräch mit der Teleschau vermisst er die Neugier der Deutschen von früher. "Wir sind zu alt und zu satt - fast schon ein bisschen dekadent", sagt er. Er befürchtet, Deutschland könne deshalb seinen "Status als Wissenschafts- und Technik­vordenker" verlieren.
showcase.teleschau.de

“Fachchinesisch vermeiden wir” – Franca Lehfeldt und Hendrik Streeck über Journalismus und Wissenschaft.


Gesund und munter: Im neuen Gesundheits-Magazin “Welt Gesundheit” erklären Moderatorin Franca Lehfeldt und Virologe Hendrik Streeck medizinische Themen wie Geschlechts­krankheiten, das “Broken Heart Syndrom” und Impfungen. Im turi2-Interview von Pauline Stahl kündigen sie an, dass das Format von Fragen lebt, “die sich im Grunde jeder stellt”. Außerdem gehen sie darauf ein, wie sie das Zusammen­spiel von Journalismus und Wissenschaft wahrnehmen.
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“Welt”: Feministischer Verein soll “Spiegel”-Recherche zu Regisseur Ulrich Seidl angestoßen haben.


Feministische Filmkritik? Die feministische Initiative FC Gloria aus Österreich soll die "Spiegel"-Recherche zu Regisseur Ulrich Seidl und seinem umstrittenen Werk "Sparta" angestoßen haben, berichtet die "Welt". Der "Spiegel" hatte ihm vorgeworfen, bei den Dreharbeiten in Rumänien Kinder "ausgenutzt" zu haben, Seidl und seine Produktions­firma bestreiten die Vorwürfe. FC Gloria setzt sich für Geschlechter­gerechtigkeit in der Film­branche ein und lässt eine Anfrage unbeantwortet, ob Vorstands­mitglieder dem "Spiegel" Tipps gegeben haben. Seidl hüllt sich ebenfalls in Schweigen, habe aber nach den Vorwürfen Gespräche mit den Familien geführt, die im Mittelpunkt der "Spiegel"-Recherche standen und diese für alle Fälle aufgezeichnet. Der Regisseur teilt die Aufnahmen aber derzeit nicht mit der Öffentlichkeit, ohne Angabe von Gründen.
welt.de (€), turi2.de (Background)

Basta: Die “Welt” und das “Handelsblatt” kabbeln sich über Anzeigen.

Anzeigen sind raus: Die "Welt" nimmt den "Handelsblatt"-Claim "Bereit für neues Denken" auf die Schippe und schaltet Anfang Oktober neben einer "Handelsblatt"-Anzeige eine eigene mit der Antwort: "Ja, seit 1946." Das "Handelsblatt" wiederum kontert am Montag und schreibt in einem weiteren Motiv in der "Welt": "Wahnsinn, was man mit neuem Denken alles bewegen kann. Manchmal sogar die Welt." Fehlt nur noch, dass sich der "stern" einschaltet und behauptet, die gesamte "Welt" steht derzeit unter keinem guten Stern.
horizont.net (€)

Harald Martenstein wirft der “Tagesspiegel”-Chefredaktion vor, sie habe ihn “zum Vollidioten erklärt”.

Ungecancelt: Autor Harald Martenstein wirft der "Tagespiegel"-Chefredaktion im Interview mit "Tichys Einblick" vor, ihn zum "Vollidioten und zur Gefahr für die Allgemeinheit" erklärt zu haben. Er habe die Zeitung deshalb aus "Selbstachtung" verlassen. Hintergrund für den Bruch war der Umgang mit Martensteins umstrittener Kolumne zum "Tragen von Judensternen". Martenstein sagt, er fühle sich nicht als Opfer – sehe es aber als "Signal", wenn Journalistinnen "aus bescheidenstem Anlass heftigsten Anfeindungen ausgesetzt werden". Als Kolumnist bei "Zeit" und "Welt" sei er mittlerweile "in einem freundlicheren Biotop gelandet", glaube aber nicht, dass er "in diesem Gewerbe noch mal jemals jemandem vertrauen" könne.
"Tichys Einblick" 11/2022, S. 24 (€), tichyseinblick.de (Teaser), turi2.de (Background)

Presserat sieht bei “Welt”-Gastbeitrag keinen Verstoß gegen publizistische Grundsätze.

Bleibt ungerügt: Der Presserat sieht im "Welt"-Gastbeitrag Wie ARD und ZDF unsere Kinder indoktrinieren keinen Verstoß gegen publizistische Grundsätze. Der Text enthalte "keine pauschal abwertenden Aussagen über Transsexuelle" und sei von der Meinungsfreiheit gedeckt. Acht Leserinnen hatten beim Presserat Beschwerde gegen den Beitrag eingelegt, den Kritikerinnen als "transfeindlich" bezeichnen.
welt.de, turi2.de (Background)

Daniel Friedrich Sturm leitet ab April 2023 Hauptstadtbüro beim “Tagesspiegel”.

Welten­bummler: Das Haupt­stadt­büro des "Tages­spiegel" bekommt mit Daniel Friedrich Sturm ab April 2023 einen neuen Leiter. Sturm ist aktuell noch als Korrespondent für die "Welt" in den USA. Davor hat er für das Ressort Innenpolitik beim Springer-Blatt geschrieben und war zudem Parlaments­korrespondent in Berlin.
tagesspiegel.de

Gericht untersagt Antisemitismus-Beauftragtem mehrere kritische Aussagen über “Achse des Guten”.


Anzeigen-Tabula-rasa: Das Verwaltungs­gericht Stuttgart untersagt dem baden-württem­bergischen Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume einige kritische Äußerungen über den rechts­konservativen Blog "Achse des Guten" von Publizist Henryk M. Broder. Blume hatte im Juni bei Twitter dem Auto­bauer Audi dafür gedankt, keine Anzeigen mehr auf dem Blog schalten zu wollen. Der Satz "Die Finanzierung von Verschwörungs­mythen durch die Wirtschaft muss dringend ein Ende haben" im Tweet ziele laut Gericht darauf ab, Werbe­kundinnen zu verschrecken, womit Blume "unter spezifischer Inanspruch­nahme der Autorität seines Amts" dem Blog schade. Auch die Aussage "Viele Autoren vertreten rassistische & demokratie­feindliche Positionen" hält das Gericht für rechtswidrig. Gegen den Anzeigen-Medienpartner Taboola hat "Achse des Guten" ebenfalls rechtliche Schritte eingeleitet, da dieser offenbar auf Drängen Audis sämtliche Anzeigen auf der Seite storniert hatte. (Foto: Stefan Puchner / dpa / Picture Alliance)
welt.de, twitter.com

Meedia: Redaktionen von “Bild” und “Welt” könnten zusammengelegt werden.


Weltbild: Die Redaktionen der Springer-Titel "Bild" und "Welt" könnten zusammengelegt werden, hört Meedia "aus Redaktionskreisen". Vorstandsmitglied Ulrike Handel habe einen derartigen Schritt in einer Fragestunde zu ihrem geplanten Umbau "nicht ausgeschlossen". Doppelstrukturen sollen auf Wunsch Handels abgebaut werden, um die Titel für die Zukunft "sattelfest" zu machen: Vor allem die Organisationsstrukturen sind ihr derzeit "zu komplex".

Springer holt sich für die angedachte Optimierung Unterstützung von Boston Consulting ins Haus. Die Spekulationen über eine Zusammenlegung kommentiert der Verlag nicht und spricht von einem "ergebnisoffenen Strategieprojekt".
meedia.de (€), turi2.de (Background)

“Welt” wittert “Neffenwirtschaft” bei WDR-Programm­direktor Jörg Schönenborn.

Man kennt sich: Die "Welt" recherchiert bei WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn zu "Neffen­wirtschaft". Schönenborns angeheirateter Neffe ist Redaktions­leiter bei Ansager & Schnipselmann, der Firma, die u.a. "Hart aber Fair" produziert. Schönenborn hatte die Personalie am Vorabend selbst, offenbar angeregt durch die ausstehende "Welt"-Bericht­erstattung, per Mail an die Belegschaft veröffentlicht.
welt.de

TV-Tipp: Welt zeigt heute die Reportage “Das Kriegs­tagebuch von Tatjana Ohm”.

TV-Tipp: Der Nachrichten­sender Welt zeigt heute um 20 Uhr die Reportage "Das Kriegs­tagebuch von Tatjana Ohm". Die Chef­moderatorin des Senders berichtet seit März aus verschiedenen Regionen der Ukraine, sie war u.a. in Lwiw, Kiew und in großen Teilen des Donbas. Am Samstagabend läuft zudem die Doku "Mariupol - Auslöschung einer Stadt". Beide Film sind nach Ausstrahlung auch in der Welt-Mediathek abrufbar.
quotenmeter.de, turi2.de (Tatjana Ohm im turi2 Clubraum)

Debatte: Stefan Aust stellt Forderungen nach Reformation des ÖRR auf.

Abschaff-Liste: "Welt"-Herausgeber Stefan Aust hat einige Vorschläge für die Öffentlich-Rechtlichen parat, um die "unkontrollierte Behörde mit kapitalistischer Ausrichtung" zu reformieren. Er würde die Ausstrahlung von Werbung verbieten und Gebühren nur noch für eine der beiden großen Anstalten vorsehen. "Die andere kann privatisiert werden." Außerdem sollte den Anstalten Tochter­unternehmen "strikt verboten" werden, denen aktuell "Aufträge für Filme und Serien en masse zugeschoben werden".
welt.de

Debatte: Historikerin Annika Brockschmidt sieht bei der “Welt” Sympathien für radikale Ansichten.

Marktförmiger Extremismus: Historikerin Annika Brockschmidt wirft der "Welt" vor, rechte und extremistische Aussagen kommentar- und kontextlos abzu­drucken. Der argentinische Rechts­populist Javier Milei etwa werde als Anführer der "freiheitlichen Partei" La Libertad Avanza vorgestellt und nennt Staaten ohne Widerspruch "kriminelle Organisationen". Chefredakteur Ulf Poschardt und Anna Schneider, Chefreporterin "Freiheit", teilen die Aussagen begeistert. Brockschmidt findet es beunruhigend, dass solch radikale Ansichten in der "Welt"-Redaktion offenbar auf Zustimmung stoßen.
volksverpetzer.de

Springer verzichtet bei “Bild” und “Welt” vorerst auf Einstellungen und Gehalts­erhöhungen.


Sparflamme: Springer hat sich einer starken Kostendisziplin verschrieben und will bei seinen Marken "Bild" und "Welt" vorerst auf Neueinstellungen und Gehalts­erhöhungen verzichten, berichtet Meedia. Das gehe aus einem Schreiben der Geschäfts­führung des Bereichs News Media National um "Bild"-Chef­redakteur Johannes Boie und "Welt"-Chef Ulf Poschardt hervor. Die Einsparungen betreffen demnach "alle", von Fest­angestellten über Werk­studenten bis hin zu Praktikantinnen. Die Verlängerung befristeter Verträge sei weiterhin möglich, zunächst aber auch sechs Monate begrenzt. Eine Ausnahme vom Einstellungs-Stopp stellt der Sender Welt TV dar, der ab 2023 Inhalte für den Privat-Sender Servus TV Deutschland produziert.

Grund für die Einsparungen seien "konjunkturelle Schwierigkeiten, ausgelöst unter anderem durch Krieg und Inflation", die auch die "wirtschaftlichen Ergebnisse unter Druck" gebracht hätten. Hinzu kommen steigende Papierpreise, geringere Anzeigen-Umsätze sowie das "allgemein veränderte Konsumverhalten". Ein Stellen­abbau ist nicht geplant, sagt ein Springer-Sprecher gegenüber Meedia.

In einer Rede zum Geburtstag von Verlegerin Friede Springer Mitte August hatte Springer-Chef Mathias Döpfner noch von "fast einer dreiviertel Milliarde Gewinn im vergangenen Jahr" für den Verlag gesprochen. Für 2022 rechne er mit "rund einer Milliarde mehr Umsatz als in 2020" – das wären laut "Handelsblatt" etwa 4 Mrd Euro. Das ist einem Zwei-Jahres­zeitraum das "größte Wachstum in der Geschichte des Unternehmens", sagte Döpfner.
meedia.de, turi2.de

Zitat: Tatjana Ohm würde versuchen, Gerhard Schröder zu interviewen.

"Die Gelegenheit, Gerhard Schröder zu interviewen, würde ich mir nicht entgehen lassen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das Interview dann ziemlich schnell abbricht."

Welt TV-Chefmoderatorin Tatjana Ohm ärgert sich im turi2-Clubraum über die fehlende Empathie in den Aussagen von Altkanzler Gerhard Schröder über den Krieg in der Ukraine. Sie selbst ist gerade erst von ihrem Einsatz als Kriegsreporterin zurückgekehrt.
turi2.de, turi2.tv (45-Min-Audio)

“Die Tage haben eine gewisse Schwere” – Tatjana Ohm über Kriegs- und Krisenberichterstattung.


Die Welt da draußen: "Viele da draußen denken entweder, wir rennen da rein wie die Bekloppten und wissen nicht was wir tun, oder, wir trauen uns nicht so weit, wie es manch ein Zuschauer gerne hätte", sagt Welt TV-Chefmoderatorin Tatjana Ohm, die vor kurzem von ihrem Reporter-Einsatz in der Ukraine zurückgekehrt ist. Im turi2 Clubraum mit Markus Trantow und Pauline Stahl erzählt sie, wie Kriegs- und Krisenberichterstattung in der Realität aussieht. Die Korrespontenten wüssten um die Verantwortung, die sie für ihre Teams haben. Sie selbst halte es immer so: "Wenn einer aus dem Team sagt, ich gehe da nicht mehr hin, dann geht das ganze Team nicht."

Ohm hat bereits aus diversen Kriegs- und Krisengebieten der Welt berichtet. Weil sie kein Abitur hat, zieht sie jedoch Anfang der 1990er Jahre eine Karriere als Journalistin noch nicht in Betracht. Erst während ihres Einsatzes für bosnische Flüchtlinge 1992 gibt sie mehreren Fernsehteams Interviews – und ein freier Journalist im Auftrag von RTL sagt ihr, sie müsse zum Fernsehen. Sie habe das Angebot anfangs "für eine Anmache gehalten", sagt sie. Doch der Journalist bleibt hartnäckig. Einen knappen Monat später ist Ohm auf dem Weg, um aus dem Krieg in Bosnien zu berichten.

"Wenn die ersten Einsätze Kriegs- oder Krisenberichterstattungen sind – das bleibt, und das prägt", stellt Ohm fest. Als "blutjunge Anfängerin" trifft sie damals die Kriegsreporterin Antonia Rados, die zu einem ihrer Vorbilder wird. Dass die Reporterin vor kurzem in Ruhestand gegangen ist, ist für Ohm – trotz großem Verständnis – ein Verlust. "Antonia ist vielleicht gar nicht bewusst, welche Vorbildfunktion sie für eine ganze Generation von Frauen hat und auch noch haben wird", sagt sie. Inzwischen – mit "Ü50" – habe sie selbst keine Vorbilder mehr. Auch aus Krisengebieten hat sie lange nicht mehr berichtet, doch angesichts des Krieges in der Ukraine habe sie nicht anders gekonnt.

Einen festen Alltag gibt es bei ihrer Arbeit vor Ort nicht. Es gibt "eine Art Gerüst", sagt sie, aber man müsse als Reporter immer damit rechnen, dass, "was immer man geplant hat, auch Unwägbarkeiten unterliegt". Sie arbeite bis zu 14 Stunden am Tag. Die Gefahr sei dabei immer zu sehen und zu hören. Manchmal habe sie ein "mulmiges Gefühl", sei aber so beschäftigt, dass es sie nicht beeinflusse: "Wenn du arbeitest, arbeitest du."

"Die Tage haben eine gewisse Schwere", sagt Ohm auch jetzt, zwei Wochen nach ihrer Rückkehr nach Berlin, wo sie längst wieder bei Welt TV im Studio steht. Die Schwere hänge an ihren Kleidern und ließe sich nicht so einfach abschütteln. Ihr helfe, dass sie eine "robuste Persönlichkeit" habe, aber auch der Rückhalt durch Familie, Freundinnen und Kolleginnen – ihr "Netz". Dass sie erneut aus der Ukraine berichten wird, steht für sie schon fest.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist Christian Maertin zu Gast, der die Unternehmenskommunikation bei Bayer leitet.
turi2.tv (45-Min-Podcast auf YouTube), turi2clubraum.podigee.io, apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Heute im turi2 Clubraum: Tatjana Ohm über Nachrichten aus dem Krieg.


Feldpost: Tatjana Ohm hat zwei Monate für Springers Nachrichten-Fernsehen Welt aus der Ukraine berichtet. Seit wenigen Tagen ist sie zurück und wieder jeden Tag auf Sendung – diesmal in ihrem Hauptjob, als Chefmoderatorin von Welt. Im turi2 Clubraum berichtet sie von ihren Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg, den Unterschied zur Arbeit im sicheren Studio und erklärt, warum sie beide Aspekte ihres Jobs wichtig findet. Außerdem diskutiert die Journalistin mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl und Chefredakteur Markus Trantow die Themen der Woche, darunter den Abschied der langjährigen Kriegsreporterin Antonia Rados aus dem Journalismus, den Erfolg der deutschen Fußball-Frauen und die jüngsten Äußerungen von Gerhard Schröder.

Der turi2 Clubraum diskutiert immer freitags die Themen der Woche. In den vergangenen Wochen waren KNSK-Chefin Kim Alexandra Notz, MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer und AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf zu Gast. Alle Termine und Links zu Live-Events und Podcasts gibt's auf turi2.de/clubraum.
clubhouse.com (live ab 12 Uhr), turi2clubraum.podigee.io (Podcast ab 18 Uhr)

Debatte: Die “Welt” vermutet TikTok hinter der “Selbstdiagnose Transgender”.

TransTok? Die "Welt" vermutet Social-Media-Portale, allen voran TikTok, hinter der steigenden Zahl an Jugendlichen, die sich als Transgender "selbst diagnostizieren". Wissenschaftlerinnen sind geteilter Meinung: Manche glauben, der Anstieg liege tatsächlich an "sozialer Ansteckung", andere halten das für abwegig – Medien hätten nicht die Macht, Menschen eine Genderdysphorie entwickeln zu lassen.
welt.de (Paid)

WeltN24 produziert Inhalte für Servus TV.


Pfiat di: Die Springer-Tochter WeltN24 produziert ab 2023 Inhalte für den Privat-Sender Servus TV Deutschland. Zuvor hatte Medieninsider Marvin Schade über eine mögliche Zusammenarbeit berichtet, nun geben die Sender den Deal offiziell bekannt: Springers Newskanal beliefert den deutschen Ableger des österreichischen Red-Bull-Senders mit zwei täglichen Nachrichten­sendungen und einem Magazinformat. Dabei übernimmt WeltN24 auch die redaktionelle Realisierung und die Produktion, Servus TV verantwortet die Inhalte.

Bisher beliefert Welt die Sender von ProSiebenSat.1 mit Nachrichten, ab nächsten Jahr produziert die Sendergruppe mit eigener Redaktion.
dwdl.de, welt.de, turi2.de (Background)

Welt zeigt neues Reporter-Format ab sofort wöchentlich im Fernsehen.

Welt bringt sein im Zuge der Ukraine-Berichterstattung entwickeltes Format Welt Reporter von jetzt an wöchentlich im TV, samstags um 9.20 Uhr und montags um 19.10. Moderatorin Lena Mosel präsentiert darin aktuelle Beiträge der aus Krisen- und Kriegsgebieten berichtenden Welt-Reporter sowie Einblicke in die Arbeit hinter der Kamera. In der dieswöchigen Folge geraten Alfred Hackensberger und sein Kameramann in der Ukraine unter Beschuss.
presseportal.de