“Welt”: Minderjährige konnten bei der Bundestagswahl ihre Stimmen abgeben.

Pannenherd Berlin: Bei der Bundestagswahl konnten Minderjährige in der Hauptstadt per Briefwahl mit abstimmen, schreibt die "Welt". Die Sicherheitslücke entstand durch die gleichzeitig stattfindenden Bezirkswahlen und die Volksabstimmung über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen, bei denen bereits 16-Jährige mitmachen durften. Einige Jugendliche hätten demnach zusätzlich die Stimmzettel für die Bundestagswahl per Post erhalten. Das erforderliche Aussortieren dieser Zettel in den Wahllokalen ist dann "offenbar nicht überall geschehen".

Laut Bericht hatte der Bundeswahlleiter die "Verantwortlichen" in Berlin im Vorfeld gewarnt. Die Landeswahlleiterin wird mit der Aussage zitiert, ihr seien keine offiziellen Berichte bekannt, bei denen 16- bis 18-Jährige unberechtigt abgestimmt hätten. Aber: "Allein unserer Redaktion sind mehrere Jugendliche bekannt, die Wahlzettel für die Bundestags- und Abgeordnetenhauswahlen sowie für die Volksabstimmung erhielten", so die Autoren.
welt.de (Paid)

“Welt” zeigt statt früherer KZ-Sekretärin ein Bild einer Holocaust-Überlebenden.

Opfer-Täter-Umkehr: In einem Video über die getürmte KZ-Sekretärin am Landgericht Itzehoe zeigte die "Welt" fälschlicher­weise das Bild der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch statt der Angeklagten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Eine Welt-Sprecherin beteuert einen "schwerwiegenden Fehler" bei der Foto-Recherche. Auch mehrere englisch­sprachige Online­medien nutzten falsche Bilder.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Debatte: Ist Twitter als Wahlkampf-Arena überschätzt?

Twitter-Blase: In der "Welt am Sonntag" debattieren Ulf Poschardt und Welt-Autorin Franziska Zimmerer über die Bedeutung von Twitter im Wahlkampf. Zimmerer hält Twitters Rolle als Wahlkampf-Arena für überschätzt. "Twitter ist kein Ort für Wahlkampf. Denn den Wahl­kämpfern dort hört keiner zu", ist sie überzeugt. Die Plattform sei ein Biotop für "Politiker, Aktivisten, Journalisten und andere Masochisten". Poschardt verteidigt Twitter hingegen als einen Ort, an dem Medien­schaffende u.a. "Instant-Feldforschung gesellschaftlicher Schwingungen" betreiben könnten. Der Kurznachrichtendienst biete zudem – insofern man sich nicht zu ernst nehme – die "Chance auf Humor".
edition.welt.de (Paid)

Lese-Tipp: Robin Alexanders Aufstieg zur “Fernsehnase”.

Lese-Tipp: DWDL verfolgt nach, wie Welt-Journalist Robin Alexander zur "Fernsehnase" wurde. Bei "Markus Lanz" schaue er inzwischen öfter vorbei "als an der Pommesbude". Kritikerinnen bemängeln, er sollte sich als stellvertretender Chefredakteur lieber um die sinkende Auflage der "Welt" kümmern. Er fühle sich manchmal müde, wie Gandalf in "Herr der Ringe", sagt Alexander, doch politisch seien es gerade "total interessante Zeiten".
dwdl.de

“WamS”: Causa El-Hassan bringt Öffentlich-Rechtliche in eine Zwickmühle.


Politisch heikel: Die Causa Nemi El-Hassan bringt die Öffentlich-Rechtlichen in eine Zwickmühle, beobachtet die "Welt am Sonntag". Die Journalistin, deren Moderationsstart beim WDR-Magazin "Quarks" aufgrund ihrer Teilnahme an einer israelfeindlichen Demo auf Eis liegt, sei "nicht die einzige aus ihrem Milieu, die bei den Öffentlich-Rechtlichen für eine Karriere vorgesehen ist". El Hassan gehöre zu einer Gruppe, "in der Karriere gemacht wird, weniger trotz einer wenig demokratiekompatiblen Einstellung, sondern mit oder sogar wegen dieser Einstellung", schreibt "WamS"-Chefredakteur Johannes Boie.

Außer El-Hassan hätten u.a. auch BR-Reporter Malcolm Ohanwe sowie Funk-Journalistin Alena Jabarine ihren Auftraggebern Kritik eingehandelt – vor allem wegen Kontroversen zu Israel. Die "aktuelle Situation" sei "nicht ausschließlich" El-Hassans Schuld, schreibt Boie weiter. Er kritisiert "alle, die bei ihrer bisherigen Karriere beide Augen zugedrückt haben".
welt.de (Text Boie), edition.welt.de (ausführlicher Text, Paid), turi2.de (Background)

Poschardt: Alexandria Ocasio-Cortez nutzt Bilder, weil ihr die Argumente fehlen.

Iconic Turn: "Je schwächer die Argumente, umso überzeugender die Looks", ätzt Ulf Poschardt gegen das "Tax the rich"-Kleid der linken US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez auf der Met-Gala. Ihr Auftreten ist für den "Welt"-Chefredakteur ein Beweis für "die Abkehr von einem schriftzentrierten hin zu einem bilderzentrierten Weltverständnis" der Linken im Westen. Ähnliches diagnostiziert er auch für das "Instagram-ansehnliche Duo Baerbock-Habeck".
welt.de (Paid)

“Kick-off Politik”: Upday startet neuen Politik-Podcast mit der “Welt”.

Springers Upday startet am Montag seinen inzwischen fünften eigenproduzierten Podcast. In "Kick-off Politik – Das bringt der Tag" sollen "Welt"-Expertinnen werktags ab 6 Uhr die "brennendsten Fragen rund um ein aktuell relevantes politisches Thema" beantworten – in je zehn Minuten. Antonia Beckermann, Judith Mischke, Wim Orth, Lena Zimmermann und Sonja Gillert moderieren im Wechsel.
welt.de, open.spotify.com (2-Min-Trailer)

Meinung: Merkel-Regierung vermeidet Transparenz ihres Handelns.

Merkels Leerzeit: Die Bundesregierung unter Angela Merkel hat "immer wieder erfolgreich vermieden", ihr Handeln nachvollziehbar zu machen, schreibt Manuel Bewarder rückblickend. Der Investigativ-Reporter der "Welt" beklagt fehlende Transparenz insbesondere in Krisenzeiten: Zu MPKs etwa gebe es nur Kurzprotokolle, die das Kanzleramt aber nicht rausrücke.
welt.de

Zitat: Mathias Döpfner will Leserinnen nicht nur in ihrer Meinung bestätigen.

"Wir dürfen nicht nur schreiben, was unsere Abonnenten lesen wollen. Der Leser muss auch mal genervt die Zeitung zuklappen oder eben den Bildschirm ausschalten. Aber wenn er sich zwischendurch vor Freude in die Hände klatscht, ist das auch ganz schön."

Springer-Chef Mathias Döpfner schreibt in einem Chat mit "Welt"-Leserinnen, guter Journalismus sollte "nicht die eigenen Vorurteile bestätigen, sondern eher infrage stellen und herausfordern".
welt.de

Video-Tipp: Deutscher Wahlkampf wirkt aus internationaler Perspektive langweilig.

Video-Tipp: "Brillenträger, kahlköpfig, wenig Charisma" - im US-Wahlkampf hätten Armin Laschet und Olaf Scholz keine Chance, sagt US-Journalist Erik Kirschbaum bei Welt-TV. "Die Deutschen wollen keine spritzigeren Kandidaten, langweilig kommt gut an", beobachtet er. Seine französischen Kollegin Cécile Calla sieht den deutschen Wahlkampf weitaus unaufgeregter und mit weniger Skandalen als in Frankreich, wo das "gesellschaftliche Klima viel rauer" sei.
welt.de (7-Min-Video), turi2.de (Background)

“Diese Zeitung ist kein bisschen Verzicht”: Dagmar Rosenfeld stellt die neue 16-Seiten-“Welt” vor.


Neue "Welt"-Ordnung: Am 6. September legt Springer das erste Mal seine neue, um acht Seiten geschrumpfte Wochentags-"Welt" an den Kiosk – Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld erklärt im Podcast und zeigt im Video von turi2, wie die 16-Seiten-"Welt" künftig aussehen wird. "Diese Zeitung ist kein bisschen Verzicht", sagt sie. Das Gegenteil sei der Fall, "es geht nichts an Stoff, nichts an Inhalten verloren", die Zeitung sei künftig pointierter. Und eine zweite Neuigkeit teilt Rosenfeld im Interview: Die 2020 eingestellten Hamburg-Seiten der "Welt" kommen zurück. Jeden Freitag erscheinen im norddeutschen Raum vier zusätzliche Seiten mit regionalen Inhalten.

"Wir sind eben nordisch by nature", sagt Rosenfeld scherzhaft und berichtet, dass Sie viel Feedback aus Norddeutschland erhalten habe, dass die regionale "Welt" im Norden vermisst werde. Die reanimierten Seiten für Hamburg und Umgebung seien die Antwort darauf.

Die Zeitung, erklärt Rosenfeld, starte künftig mit den beiden wichtigsten News des Tages und einem Kommentar. Die Seiten 2 und 3 beschreibt sie als "Zeitung in der Zeitung" mit einem schnellen Überblick über die Top-Themen aus allen Ressorts. Zudem setzt die Seite 2 das Thema des Tages mit einem Kommentar, einem Interview oder einer Reportage. Herausgeber Stefan Aust bekommt eine eigene Rubrik, in der er täglich Fragen beantwortet – zunächst zur Bundestagswahl.

Mit dem Umbau will Rosenfeld die Zeitung an geänderte Lese-Gewohnheiten anpassen. Am Wochenende 11./12. September kommt auch zum ersten Mal die neue "Welt am Sonntag", die künftig eine Vorab-Ausgabe am Samstag erhält und am Sonntag aktualisiert erscheint.
turi2.tv (9-Min-Video), turi2.de/podcast (15-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Meinung: “Welt” braucht eine “Geschichtsstunde”.

Mysteriöse Historie: Historiker Karsten Krampitz (Foto) erteilt "Welt"-Ressortleiter Felix Kellerhoff im "Freitag" "eine kleine Geschichtsstunde". Dieser verbreite Fake News über den toten SPD Manfred Stolpe, es sei denn erhabe "völlig neue Quellen" aufgetrieben. "Bei der Welt weiß man vielleicht nicht mal, wie Rosa Luxemburg ausgesehen hat", schreibt Krampitz. Ein ebenfalls von ihm kritisierter Artikel sei ihrer statt mit der SPD-Reichstagsabgeordneten Mathilde Wurm illustriert gewesen.
freitag.de

Jan Philipp Burgard wird neuer Chefredakteur des TV Senders Welt.

Mann von Welt: Springers macht Jan Philipp Burgard (Foto), 35, zum Chefredakteur TV & Bewegtbild bei der "Welt", er verantwortet damit u.a. den gleichnamigen Nachrichtensender. Er folgt auf Arne Teetz, der den Sender nach 20 Jahren "im besten Einvernehmen" verlässt. Burgard ist seit April Planungschef bei Welt, davor er vier Jahre ARD-Korrespondent in den USA.
axelspringer.com

Stefan Niggemeier nimmt Abo-Video von Ulf Poschardt auf die Schippe.

Lässt sich nicht bitten: Journalist Stefan Niggemeier macht sich über ein Video lustig, in dem "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt Leserinnen bittet, nicht ihr Abo zu kündigen. "Dann kommt dieser Niedrigenergie-Ulf und sagt: 'Bitte nich. Bitte nich.'", twittert Niggemeier. Poschardt reagiert auf den Post mit einem Link zur "Welt" und den Worten: "Hier lang geht es zum Abo."
twitter.de

“Bild” begleitet Bundesliga mit neuer Show.

Bleibt am Ball: Die "Bild" startet ab der Bundesligasaison 2021/2022 eine neue Show. Kommentator Corni Küpper und Moderatorin Valentina Maceri präsentieren darin jeweils freitags, samstags und sonntags 30 Minuten nach Abpfiff ausgewählte Szenen der Spiele. Die Sendung dauert 15 Minuten und ist für Bildplus-Abonnentinnen verfügbar. Zusätzlich gibt es abrufbare 5-Min-Zusammenfassungen der Spiele für Abonnentinnen von "Bild" und "Welt".
bild.de

Rundfunk-Debatte: Stefan Niggemeier wirft Springer “faktenverdrehte Wutbürgerei” vor.

Lückenpresse: Die Art, wie Axel-Springer-Medien das Rundfunkurteil vom Verfassungsgericht kritisieren, ist nicht legitim, schreibt Stefan Niggemeier bei Übermedien. Er wirft Springer eine "maßlose, faktenverdrehende Wutbürgerei" vor. Georg Altrogge erwecke in der "Bild" durch verkürzte Darstellungen den falschen Eindruck, "ARD und ZDF könnten verlangen, was sie wollen, und würden nicht kontrolliert". "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und sein "Bild"-Kollege Julian Reichelt würden "mehr oder weniger verbrämt eine Erzählung" verbreiten, "die man sonst von Querdenkern und AfD-Leuten hört".
uebermedien.de, welt.de (Paid), bild.de, bildblog.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Constantin van Lijnden analysiert den Vertrauensverlust in den Journalismus.

Video-Tipp: "Welt"-Redakteur Constantin van Lijnden analysiert in der ersten Folge seines neuen Formats "Constantins Konter" den Vertrauensverlust vieler Menschen in den Journalismus. "Als Journalist verbringe ich ständig den halben Tag damit, mich über andere Journalisten zu ärgern", sagt van Lijnden – er glaube "tatsächlich, dass einiges schief läuft". Es gebe durchaus eine "Verarmung der Berichterstattung", u.a. aus Mangel an Zeit und Geld.
welt.de (35-Min-Video)

Meinung: “FAZ”-Chef Thomas Lindner wundert nicht über “Welt am Sonntag” am Samstag.

Samstag vs. Sonntag: "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner stichelt im "Horizont"-Interview gegen Springers späte Entscheidung, die "Welt am Sonntag" auf den Samstag vorzuziehen – wie auch die "FAS". Die gedruckte Wochentags-"Welt" spiele "publizistisch kaum noch eine Rolle", sagt er. Es sei daher "keine Überraschung", dass Springer ihnen auf den Samstag folge. "Im Gegenteil, es wundert uns eher, dass diese Entscheidung so lange gebraucht hat", sagt Lindner.
horizont.net (Paid)

Debatte: Eine Minderheit will die Sprache “von oben” verändern.

Kritik mit Sternchen: Gendern sei ein "Gesinnungszwang einer woken Minderheit", die aggressiv versuche "die Sprache von oben zu verändern", schreiben die CDU-Mitglieder Kristina Schröder und Andreas Rödder in einem "Welt"-Gastbeitrag. Die sprachwissenschaftliche Tatsache, dass das grammatikalische nicht das biologische Geschlecht abbilde, werde bewusst missachtet. Wer "mit Fakten zum Klima umginge wie Genderstern-Aktivisten mit der Sprache, würde sofort als Wissenschaftsleugner diffamiert."
welt.de (Paid)

Zitat: Ulf Poschardt sieht ein Abklingen der “Verbotsgeilheit” im deutschen Journalismus.

"Die Verbotsgeilheit vieler Kollegen ist an ihre Grenzen gestoßen, als sie gemerkt haben, dass man mit der schweigenden Mehrheit in der Mitte der Gesellschaft so nicht endlos umgehen kann."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt erzählt im gemeinsamen "Horizont"-Interview mit Verlagsleiterin Merrit Kraus, dass die "sachlich fundierte Kritik" an Corona-Maßnahmen in deutschen Medien stärker werde.
horizont.net (Paid)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

Gregory Lipinski prognostiziert intensiveren Kampf zwischen “Welt am Sonntag” und “FAS”.

Berlin vs. Frankfurt: Die "Welt am Sonntag" intensiviert mit ihrem neuen Konzept den Kampf mit der "FAS", urteilt Gregory Lipinski bei Meedia. Die Frankfurter liefern ihr Sonntagsblatt aus Kostengründen nur noch am Samstag, die Berliner trumpften mit Aktualität auf, da der eigene Vertriebs-Apparat Samstag und Sonntag liefert. Auch in der Vermarktung, besonders von Luxus-Gütern, könne die "WamS"-Konkurrenz der "FAS" Probleme bereiten.
meedia.de

Nele Würzbach wechselt von Bild Live zum TV-Sender Welt.

Springt rüber: Nele Würzbach, bisher Moderatorin von Bild Live, wechselt konzernintern zum Nachrichten­sender Welt. Schon heute bestreitet sie für ihren Alt-Arbeitgeber den letzten Tag, wann sie bei Welt erstmals moderiert ist noch offen. Vergangene Woche hatte sie überraschend erklärt, "vor einiger Zeit" bei Bild Live gekündigt zu haben.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Springer macht die “Welt” werktags dünner und streicht die Samstags-Ausgabe.


Schlanke Woche, dickes Ende: Springer dünnt bis Herbst die Wochentags-Ausgabe der "Welt" auf 16 Seiten aus und streicht die Ausgabe am Samstag. Als Ersatz erscheint eine "Früh­ausgabe" der "Welt am Sonntag", die Springer als "Zeitung von Morgen" anpreist. Als "Sparmaßnahmen" will der Konzern die Reform nicht verstanden wissen, die geschehe, "ohne an journalistischer Substanz zu verlieren". Der Abo-Preis für die Wochentags-Ausgabe sinkt auf 34,99 Euro, im Einzelverkauf kostet die "Welt" künftig 2 Euro statt aktuell 2,80 Euro. Damit macht sich die Print-"Welt" wohl auf den Weg von der Tages- zur Wochen­ausgabe.

Die reguläre "Welt am Sonntag" erscheint auch künftig erst sonntags. "WamS"-Chef­redakteur Johannes Boie sagt, "das Haupt­produkt der Zeitung" wird "am Samstag ein zweites Mal er- oder mindestens überarbeitet". Damit solle die Sonntagsausgabe noch aktueller werden. "Welt"-Chef­redakteur Ulf Poschardt sieht in der als Mission "5+2" titulierten Reform eine Anpassung an "veränderte Print-Lesegewohnheiten".
axelspringer.com, kress.de, meedia.de

TV-Sender Welt engagiert Hendrik Streeck als wissenschaftlichen Experten.

Sende-Streecke: TV-Sender Welt engagiert Hendrik Streeck als regelmäßigen Gast im Nachrichtenstudio. Ab heute soll er wöchentlich "zum Stand der wissen­schaftlichen Forschung bei Themen wie Corona, HIV und anderen Bereichen seines Arbeitsgebiets" Auskunft geben. Der medienwirksame Virologe von der Uniklinik Bonn ist häufig in TV-Talkshows zu Gast.
presseportal.de

Debatte: Kellogg-Deutschland-Chef Oliver Bruns ist mit dem Begriff “Zuckerbombe” nicht einverstanden.

Zucker-Flakes? Oliver Bruns, Kellogg-Deutschland-Chef, sagt im "Welt"-Interview, dass sich sein Unternehmen zwar über den Zuckergehalt der Frühstücksprodukte im Klaren sei, jedoch nicht damit einverstanden ist, dass Foodwatch diese als "Zuckerbomben" betitelt. Kellogg habe "allein in den letzten zehn Jahren" in Europa 34.000 Tonnen Zucker aus unseren Produkten gestrichen und stattdessen schrittweise den Anteil an Ballaststoffen erhöht. Laut Bruns geht die Reduzierung so lange weiter, bis "der Genuss auf der Strecke bleiben" würde. Das Unternehmen wolle den Zuckeranteil so reduzieren, dass Kundinnen die Veränderungen nur "schwerlich" bemerken würden.
welt.de

Übermedien: “Welt” hat den Nachrichtenagenturen das Gendern angedichtet.

Zu früh geärgert: Wegen eines "bedauerlichen Produktionsfehlers" habe es in einem "Welt"-Artikel zuerst falsch geheißen, "die Nachrichtenagenturen planten zu gendern". Freiheit-Chefreporterin Anna Schneider hatte zunächst von einem "Gendergestotter der selbstgerecht-egalitären Blase" geschrieben, inzwischen lautet die Überschrift nur noch "Weit weg von der Lebensrealität", beobachtet Stefan Niggemeier bei Übermedien. Viele nachträgliche Änderungen würden nun dazu führen, dass der Artikel "immer wieder etwas sinnlos über Dinge schimpft", die von den Agenturen gar nicht beschlossen worden sind. So ließe sich das "Erregungspotential angenehm hochhalten".
uebermedien.de, welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Rezo und Tilo Jung sollten nicht noch mehr Reichweite durch Parteien bekommen.

Reichweiten-Rummel: "Für jüngere Generationen wird es schwerer, professionell recherchierte Informationen von unterhaltsamem Quatsch zu unterscheiden", schreibt "Welt am Sonntag"-Chefredakteur Johannes Boie zum geplatzten Streaming-Kanzlerinnenduell. Rezo und Tilo Jung würden dies "geschickt ausnutzen" und seien "Journalistendarsteller", die von den Parteien nicht noch mehr Reichweite erhalten sollen. Boies Fazit: Junge Wählerinnen finden Nachrichtenseiten auch alleine.
welt.de, turi2.de (Background)

Dagmar Rosenfeld und Markus Feldenkirchen starten Polit-Talk bei Phoenix.

Phoenix findet eine Nachfolge für Augstein und Blome: Im wöchentlichen Talk #rosenfeld/feldenkirchen treffen "Welt"-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld und "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen zum verbalen Schlagabtausch aufeinander. Die 15-minütige Sendung läuft seit dieser Woche jeweils am Donnerstag um 21.30 Uhr.
dwdl.de, phoenix.de (erste Ausgabe, 15-Min-Video)

Bild.de, Welt.de und Techbook bauen NetID auf ihren Websites ein.

Springer integriert NetID Professional auf den Websites von Bild, Welt und Techbook. Nutzerinnen können eine Website mit ihrer NetID zu verknüpfen und so ihre Privatsphäre-Einstellungen zentral verwalten. Werbung­treibende und Publisher können geräte­übergreifend und datenschutz­konform personalisierte Werbung und Inhalte ausspielen. Noch nicht integriert ist die Möglichkeit, sich mit einen Account bei verschiedenen Webseiten anzumelden.
horizont.net (Paid)

Stefan Niggemeier wirft Welt-Reporterin Anna Schneider vor, Falschinformationen zu verbreiten.

Fehlersuche: Stefan Niggemeier wirft "Welt"-Reporterin Anna Schneider vor, Grenzen der journalistischen Freiheit zu testen. In Schneiders Artikel über die FDP-Aktivistengruppe Operation Heuss will Niggemeier zahlreiche diffamierende Falsch­behauptungen aufgespürt haben. Schneider habe Aussagen aus dem Kontext gerissen oder verdreht, um die Gruppe als linksradikale "Meinungspolizei" darzustellen. Korrekturen an dem Text habe die "Welt" "nicht wirklich transparent" und "klammheimlich vorgenommen", schreibt Niggemeier.
uebermedien.de, welt.de

Hessens Innenminister löst SEK Frankfurt auf.

Zu braun: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) löst das SEK Frankfurt wegen möglicher rechtsextremer Gesinnungen in der Truppe auf. Ermittelt wird gegen 19 aktive und einen ehemaligen Polizisten. 17 Beamte sollen in einem Chat rechtsextreme Inhalte geteilt haben. Gegen drei Vorgesetzte ermittelt die Polizei, weil sie nicht eingeschritten sein sollen. Man werde das SEK grundlegenden umbauen und eine neue Führungskultur etablieren, sagt Beuth.
sueddeutsche.de, welt.de

Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander starten Wahl-Podcast “Machtwechsel”.

Polit-Plausch: Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander aus der "Welt"-Chefredaktion diskutieren im Podcast "Machtwechsel" ab sofort jeden Mittwoch die großen politischen Fragen des Super-Wahljahrs. In der ersten Folge geht es um die Frage, wie die CDU nach 16 Jahren Angela Merkel in den Wahlkampf startet, wie ein Team Laschet aussehen könnte und welche Rolle Markus Söder im Wahlkampf spielen wird.
welt.de

Zitat: “Welt”-Herausgeber Stefan Aust kritisiert “Mitläufer-Effekt”.

"Es kann doch nicht sein, dass wir der AfD die Freiheit geben, sich irgendein Thema auszusuchen, und dann darf niemand anderes mehr diese Position vertreten."

"Welt"-Herausgeber Stefan Aust ärgert sich im "Zeit"-Interview über die "deutsche Belehrungskultur" und den "Mitläufer-Effekt". Er lasse sich keine geistige Nähe zur AfD unterstellen.
zeit.de

Springer ernennt Claudius Senst zum CEO von “Bild” und “Welt”.


Neue Welt-Ordnung: Springer schafft für die "Welt"- und "Bild"-Gruppe die neue Position eines CEO und besetzt sie mit Claudius Senst. In der neuen Rolle soll Senst den gesamten Publishing-Bereich der beiden Markengruppen verantworten. Er berichtet direkt an Vorstand Jan Bayer. Laut Springer soll er den Fokus dabei auf weiteres Wachstum legen. Bei der "Bild" werden mit der Berufung von Senst künftig auch wieder die kaufmännische und die redaktionelle Verantwortung getrennt, schreibt Ulrike Simon: Alexandra Würzbach und Julian Reichelt geben die Geschäftsführung spätestens zum 1. Juli wieder ab.

Senst kehrt damit zu Springer zurück, wo er 2013 als Vorstandsreferent begonnen hat und ab 2016 in den USA die Beteiligungen mit verantwortet hat. Seit 2017 ist er bei der Springer-Tochter Insider, zunächst als Abo-Chef, seit 2020 als Operativ-Chef. Auch künftig wird er als Mitglied des Board of Directors weiter für Insider tätig sein.
axelspringer.com, horizont.de (Paid)

Zahl des Tages: Michael Friedman talkt rekordverdächtige vier Stunden über Wut.

Zahl des Tages: Ganze 232 Minuten spricht TV-Journalist Michel Friedman Samstagnacht beim Nachrichtensender Welt über das Thema Wut. Die ersten Gäste seiner neuen Sendung "Open End" sind Schriftstellerin Thea Dorn, Journalist Michel Abdollahi und Soziologe Heinz Bude. Springer spricht von einem "Talkrekord" im deutschen Fernsehen.
presseportal.de

Lese-Tipp: “Welt” zeigt zum Jubiläum ihre erste Ausgabe und porträtiert den ersten Chefredakteur.

Lese-Tipps: Die "Welt stellt ihrem 75-jährigen Jubiläum die erste Ausgabe vom 2. April 1946 als PDF zur Verfügung. Chefredakteur des damals 20 Pfennig teuren Blattes war der KZ-Überlebende Rudolf Küstermeier. Seine Handschrift präge das Blatt von der ersten Ausgabe an, schreibt Ex-"Welt"-Herausgeber Thomas Schmid in einem lesenswerten Text zu Küstermeiers Wirken.
welt.de (PDF), welt.de (Küstermeier-Beitrag)

TV-Sender Welt holt Tatjana Ohm und Jan Philipp Burgard in die Chefredaktion.

Die Welt hat nicht genug: Der TV-Sender Welt vergrößert seine bislang vierköpfige Chefredaktion um Tatjana Ohm und Jan Philipp Burgard. Ohm bleibt zudem weiter Chefmoderatorin. Burgard kommt von der ARD, für die er zuletzt aus Washington berichtet hat, und übernimmt die Leitung der Planungsredaktion für TV & Bewegtbild. Er folgt auf Ronald Warin, der Teil der Chefredaktion bleibt. Der gehören auch weiter Oliver Rasche sowie Chefredakteur Arne Teetz und sein Stellvertreter Johannes Böhning an.
presseportal.de

Meinung: Audi lässt mit dem Stopp des Verbrennungs-Motors eine “romantisch-heroische Welt” untergehen.

Manche mögen's heiß: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt sieht Audis Entscheidung kritisch, keine Verbrennungsmotoren mehr zu produzieren. Damit aufzuhören, sei zwar "ökologisch korrekt", aber in etwa so, "als hätte Beethoven nach der 7. Symphonie gestoppt." Stattdessen setze Audi nun auf "öde Elektromotoren und kotzschwere Batterietransporter" – für Poschardt der Untergang einer "romantisch-heroischen Welt."
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Moritz Seyffarth wird Referent von Springer-Chef Döpfner.

Springer befördert den "Welt"-Journalisten Moritz Seyffarth ab dem 15. März zum Chief of Staff von Mathias Döpfner, meldet Marvin Schade bei Medieninsider. Er folgt damit auf Benedict Neff, der 2022 das Feuilleton-Ressort der "NZZ" übernimmt. Seyffarth ist seit August 2020 Managing Editor bei der "Welt" und betreut u.a. den Finanz-Podcast Alles auf Aktien.
medieninsider.com, turi2.de (Background)