Video- und Fotoreportage: Ein Tag im Newsroom – die drei Welten der “Welt”.


Unterwegs in drei Welten: Unter dem Dach von “Welt” entstehen Digitalangebote, ein TV-Sender und auch noch ein bisschen Zeitung. Für die turi2 edition #9 besucht Jens Twiehaus Deutschlands komplexeste Redaktion und zeigt ihren Alltag. Er spricht unter anderem mit Ulf Poschardt, Johannes Boie und Tatjana Ohm über Kulturpessimismus, “verplusbare” Inhalte und die Zukunft des klassischen Fernsehens. Lesen Sie jetzt die komplette Reportage kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

“Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer bekommt Gast-Auftritt bei “Welt am Sonntag”.

Focus: "Welt am Sonntag" sichert sich einen Gast-Auftritt von "Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer (Foto). Fleischhauer bleibt Chef-Kolumnist beim "Focus", wo er angestellt ist. Eine langfristige Zusammenarbeit mit der "Welt am Sonntag" schließt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Gespräch mit turi2 aus.
turi2 - eigene Infos, "Welt", S. 13 (Paid), twitter.com

Laut DJV will Springer rund 150 redaktionelle Stellen streichen.


Streichmännchen: Laut dem DJV will Springer insgesamt rund 150 redaktionelle Stellen abbauen. 65 Stellen sollen in den "Bild"-Außenredaktionen wegfallen, 30 Stellen in der Redaktion der "Welt", 39 redaktionelle Stellen bei der "Autobild" und 13 bei der "Computerbild". Das Chemnitzer Büro der "Bild" werde aufgegeben, in Bremen werde eine von zwei offenen Stellen dauerhaft nicht wiederbesetzt. Offen sei noch, welche personellen Konsequenzen die teilweise Zusammenlegung von "BZ", "Bild" und "Bild am Sonntag" in Berlin haben werde. Auch die Zukunft der "Bild"-Fotografen in den Regionen sei noch unklar.

Der DJV kritisiert die Pläne. Sein Vorsitzender Frank Überall nennt sie einen "publizistischen Kahlschlag, mit dem keine Qualitätsoffensive möglich ist". Springer will keine konkreten Angaben zum geplanten Stellenabbau machen und entgegnet, die Details würden derzeit noch erarbeitet. Ende September hatte Springer erste Details seines erwarteten Sparprogramms vorgestellt, mit dem Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen will. Gleichzeitig will der Verlag rund 100 Mio Euro, insbesondere in Live-Videos, investieren.
djv.de, meedia.de, turi2.de (Background)

AfD geht nach einem “Welt”-Interview juristisch gegen den SPD-Politiker Michael Roth vor.

Politik: Michael Roth (Foto), Bewerber um den SPD-Parteivorsitz, erhält eine Abmahnung der Kanzlei Höcker, schreibt der Politiker bei Twitter. In einem "Welt"-Interview hatte Roth die AfD als "politischen Arm des Rechtsterrorismus" bezeichnet. Die AfD-Bundestagsfraktion fordert eine Unterlassungserklärung von Roth, die er "ganz sicher nicht" abgeben werde.
twitter.com (Abmahnung), twitter.com, welt.de (Roth-Interview)

IVW 3/2019: “Welt” verliert 27,2 %, “Focus” 11,6 %, E-Paper-Verkäufe steigen.


Das Netz fängt auf: Im 3. Quartal verlieren die meisten Zeitungen und Zeitschriften laut IVW weiter Auflage. Minus-Spitzenreiter ist "Welt" mit 27,2 %. Beim "Focus" sorgt die stark zusammengestrichene Bordauflage für ein Auflagen-Minus von 11,6 %. "Bild" verliert 9,6 %. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" verlangsamen den Sinkflug durch steigende E-Paper-Verkäufe. "Zeit" und "Handelsblatt" drehen die Auflage dadurch sogar um 2,0 % und 6,8 % ins Plus. Die "Landlust" bleibt stabil.
horizont.net, dwdl.de (Zeitungen), dwdl.de (Zeitschriften)

Springer internationalisiert den “Welt”-Kunstbeileger “Blau”.

Springer startet einen internationalen Ableger von "Blau", dem Kunstmagazin, das sechsmal jährlich der "Welt" beiliegt . "Blau international" hat mehr Seiten, ist englischsprachig und internationaler ausgerichtet. Springer verkauft sie im Zeitschriften- und Museumsbuchhandel sowie in Konzept-Stores in 14 europäischen Ländern sowie in den USA und in Asien für 15 Euro. Das Heft soll zweimal im Jahr erscheinen, die erste Ausgabe Ende Oktober.
axelspringer.com

“Auch Männer dürfen Robin heißen” – Robin Alexander im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9.


Fernbedienung des Friedens: Robin Alexander hat seine Ehe erfolgreich stabilisiert – dank gemeinsamer TV-Serien-Interessen mit seiner Frau. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei, verrät der "Welt"-Politikjournalist augenzwinkernd im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Alexander ist ein Anhänger des Lesens und nutzt die ruhigen Abendstunden lieber dazu. Lebensverändernd war das Fernsehen für ihn dennoch: Nachdem der ARD-Reporter Robin Lautenbach über die Maueröffnung berichtet hatte, war den Kameraden im heimischen Ruhrgebiet endlich klar: "Auch Männer dürfen Robin heißen".
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Mehr Geschichten aus der Bewegtbildwelt: Die "turi2 edition #9" erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

Springer stellt “Welt Kompakt” und “Bilanz” ein und spart bei “B.Z.” und weiteren Titeln.


Springer spart: Springer stellt sein erwartetes Sparprogramm vor. Der Verlag stellt die Werktags-Ausgabe der "Welt kompakt" ein, ebenso den Hamburger Regionalteil der "Welt". Auch das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" verschwindet. Bei "Auto Bild" und "Computer Bild" soll es nur noch die Haupttitel sowie Spezialmagazine geben. In Berlin verteil Springer die Aufgaben seiner Boulevard-Titel: Die "B.Z." ist für die regionalen Inhalte zuständig, die sie auch der "Bild" liefert, andersherum steuert die "Bild"-Redaktion die überregionalen Geschichten für die "B.Z." bei. Wie bereits bekannt sollen zudem "Bild" und "Bild am Sonntag" zusammenwachsen. Insgesamt will Springer bei seinen deutschen Nachrichtenmedien 50 Mio Euro sparen.

Die Einsparungen gehen wie erwartet einher mit einem nicht genau bezifferten Personalabbau in Verlag, Redaktion sowie der Vermarktung. Neben Vorruhestandsregelungen will Springer freiwillige Abspringer durch Abfindungs-Angebote finden. Neben den Sparmaßnahmen gibt es auch Investitionen: In den kommenden drei Jahren will Springer insgesamt 100 Mio Euro investieren, insbesondere in Live-Videos.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Tatjana Ohm beantwortet sieben Fernseh-Fragen.


Hauptsache hart: Chefmoderatorin Tatjana Ohm ist das Gesicht des Nachrichtensenders Welt – und privat ein großer Fan von harten Serien. "Da darf's auch mal knallen", sagt Ohm im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Ein Star ihrer Jugend: Prügelknabe Colt Seavers. Auch sonst mag es Ohm gerne friesisch herb: Ihr liebster Werbespot stammt von Jever Pils, obwohl sie selbst nie Alkohol trinkt. Ohms täglicher Nervenkitzel ist die Live-Sendung. Noch schöner als Fernsehen gucken sei das Fernsehen machen, sagt sie.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Die turi2 edition #9 erscheint am 25. Oktober 2019 in der Reihe turi2 edition, Magazin für Medien, Wirtschaft und Politik. Sie können die Buchreihe hier abonnieren.

Themen:
Reportagen: Phänomen E-Sports, im WELT-Newsroom, ein Besuch im Kliemanns-Land
Essay: Die neuen Lagerfeuer
5 Marken, die Erfolg mit Bewegtbild haben
Große Interviews mit Frank Elstner, Nico Hofmann, Peter Kloeppel, Lisa Altmeier und Laura Karasek
20 Köpfe und 10 Trends: so bunt ist die neue Bewegtbild-Welt
Das Buchmagazin ist vernetzt mit Videos, Digital, Social Media und Launchparties in Köln und München. Außerdem gibt es das Buch auch als 45-Minuten-Film! Kontakt: edition@turi2.de

Zitat: Die “Welt” hatte nie eine “unbedingte Bestandsgarantie”.

"Eine unbedingte Bestandsgarantie für die "Welt" ist doch ein Mythos. Unter dem Börsenregime stand sie quasi jedes Quartal zur Disposition."

Springer-Boss Mathias Döpfner will das Blatt dennoch behalten, wie auch KKR-Deutschlandchef Johannes Huth und Friede Springer im Triumvirats-Interview mit der "Süddeutschen" betonen. Sie liebe die "Welt" mehr als die "Bild", sagt Friede Springer in dem Gespräch.
sueddeutsche.de (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

Türkisches Gericht lehnt Entschädigung für Deniz Yücel ab.

Türkei: "Welt"-Reporter Deniz Yücel erhält vorerst keine Entschädigung für seine einjährige Untersuchungshaft. Ein Gericht in Istanbul hat Yücels Klage zum zweiten Mal abgelehnt, nun will er vors Verfassungsgericht ziehen. Yücel verklagt die türkische Regierung auf 2,98 Mio Lira, umgerechnet rund 440.000 Euro. Unterdessen wurde Yücels Veysel Ok wegen öffentlicher Beleidigung der Justiz zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
taz.de

ProSiebenSat.1 denkt über deutschen Nachrichtensender nach.

ProSiebenSat.1 plant einen eigenen Nachrichtensender für Deutschland, sagt CEO Max Conze. Das gerade in Österreich gestartete Puls 24 sieht er als Test. Der Kanal sei "digital mit linearer Verlängerung" – wenn das Konzept erfolgreich sei, wolle er ähnliches in Deutschland lancieren. 2010 hatte ProSiebenSat.1 das damalige N24 verkauft, der Sender gehört heute als Welt TV zu Springer.
msn.com (12-Min-Video) via handelsblatt.com

Kai-Hinrich Renner: Springer diskutiert Pläne, die “Bild”-Redaktion um bis zu 20 % zu verkleinern.


Auf dem Sprung: Springer plant einen Personalabbau bei "Bild", "Welt" und dem Werbevermarkter Media Impact, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Personalabbau werde bereits seit einem halben Jahr diskutiert, "im Herbst, frühestens Ende September" wolle der Vorstand die Pläne absegnen. Die "Bild"-Redaktion könnte um bis zu 20 % schrumpfen. Dafür könnten alle Außenbüros außer die in Hamburg, Essen und München wegfallen. Springer dementiert: "Eine Schließung redaktioneller Außenbüros bei 'Bild' ist nicht Teil von Überlegungen", sagt ein Sprecher.

Die Rolle des neuen Finanz-Investors KKR bei einem möglichen Stellenabbau ist laut Renner nicht bekannt. Die Maßnahmen seien jedoch schon diskutiert worden, bevor bekannt wurde, dass der Investor bei Springer einsteigen will. Nun müsse sich der Verlag aber nicht mehr um seinen Aktienkurs sorgen, was die Lage für Springer vereinfachen dürfte. Laut einer Konzern-Sprecherin seien "Details und konkrete Maßnahmen" noch nicht bechlossen – man arbeite aber "intensiv an den Zukunftsstrategien" für die Blätter "Bild" und "Welt".
morgenpost.de (Paid, gekürzte Fassung), blendle.com (Paid, Langfassung)

Deniz Yücel kritisiert “Spiegel”-Bericht über Bloggerin Marie Sophie Hingst.

Spiegel-Kritik: "Welt"-Reporter Deniz Yücel kritisiert "Spiegel"-Autor Martin Doerry für dessen Geschichte über die inzwischen tote Bloggerin Marie Sophie Hingst. Hingst hatte Yücel während seiner Haft in der Türkei fast täglich Postkarten geschrieben. Yücel ärgert Doerrys Darstellung, sie habe damit "Nähe zu anderen Opfern" gesucht und sei auf "positive Schlagzeilen" aus gewesen. Yücels Vorwurf: Doerry habe die eigentlich nebensächliche Postkarten-Aktion nur deshalb aufgegriffen, weil sie gut in sein Bild von Hingst als "gewissenlose Hochstaplerin und schamlose Selbstdarstellerin" passte.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Chelsea Spieker moderiert englischen Steingart-Podcast.

Media Pioneer von Gabor Steingart startet einen englischsprachigen Podcast mit Moderatorin Chelsea Spieker. "The Americans" beginnt im September. Ab kommender Woche moderiert "Welt"-Vize Robin Alexander freitags das Morning Briefing – dem "Welt"-Verlag Springer gehören 36 % des Steingart-Unternehmens. Kabarettist Mathias Richling bekommt die wöchentliche Rubrik "Richlings Spottcast".
gaborsteingart.com

agma: Überregionale Zeitungen können gegen den Auflagentrend Leser hinzugewinnen.

Überregionale Tageszeitungen gewinnen zum Teil trotz sinkender Auflage an Reichweite, so ein Ergebnis der aktuellen Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media. Die "Bild" belibt trotz Verlusten von 8,4 % mit einer Reichweite von 8,63 Mio an der Spitze. Die "Süddeutsche Zeitung" (1,28 Mio, +2,4 %), die "FAZ" (0,83 Mio, +9,2 %) und die "Welt" (0,70 Mio, +6,1 %) gewinnen hinzu. Noch deutlicher gewinnen die Sonntagstitel "Welt am Sonntag" (0,99 Mio, +13,8 %) und "FAS" (0,83 Mio + 20,3 %), die "Zeit" verliert mit 1,77 Mio und -2,7 % leicht. Bei den regionalen Titel gibt es starke Schwankungen. Großer Gewinner laut agma ist hier die "Berliner Morgenpost" mit 0,31 Mio und einem Plus von 29,2 % und der "Donaukurier", der ein Plus von 25 % bei 0,2 Mio Reichweite erzielt. Insgesamt erreichen Tageszeitungen laut der Analyse eine Reichweite von 53,9 % der Bevölkerung-
meedia.de

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de

Springer-Bieter KKR will “Welt” nur unter Bedingungen fortführen.

Die Welt ist nicht genug? Der an Springer interessierte Finanzinvestor KKR knüpft die Fortführung der "Welt" und "Welt am Sonntag" in den Angebotsunterlagen an wirtschaftliche Bedingungen, schreibt "FAZ". Zwar hätte KKR mit den Großaktionären Friede Springer und Mathias Döpfner vereinbart, die "Welt"-Gruppe fortzuführen - dies stehe allerdings unter der Voraussetzung einer "angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation". Von der "Bild"-Gruppe, die als lukrativer gilt, sei keine Rede.

Das Angebotsdokument befasse sich in der entsprechenden Passage mit der "Welt"-Gruppe mit der Tageszeitung "Welt", der "Welt am Sonntag", den digitalen Angeboten sowie dem Fernsehsender. Im Gespräch mit turi2 kontert Springer-Sprecherin Bianca-Maria Dardon: "Die vertragliche Vereinbarung mit KKR beinhaltet ein klares Bekenntnis zur "Welt"-Gruppe. Damit bleibt die "Welt" ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer." Aufgrund kaufmännischer Erwägungen gelte "wie bisher auch" der Vorbehalt einer "angemessenen Ertragslage".
faz.net, turi2.de (Background), turi2 - eigene Infos

Deniz Yücel kehrt als Ostdeutschland-Reporter zur “Welt” zurück.


Comeback im Krisengebiet: Deniz Yücel schreibt ab Juli wieder für die "Welt". Er soll von Dresden aus über die Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten, schreibt Chefredakteur Ulf Poschardt mit Hashtag #BesteComebackWoGibt. Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen und Brandenburg könnte die AfD, laut Umfragen, stärkste Kraft werden.

Yücel saß ein Jahr in türkischer Haft und kam im Februar 2018 frei. Seine Inhaftierung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit und für Proteste gegen die türkische Führung gesorgt. Yücel zog sich nach seiner Freilassung zurück, erhob im Mai jedoch öffentlich Folter-Vorwürfe gegen die türkische Justiz. (Foto: Michael Kappeler / dpa)
twitter.com, turi2.de (Background)

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de

kress: Gabor Steingart könnte “Welt”-Herausgeber werden.

König der Welt? Gabor Steingart, im Hauptberuf Media Pioneer und Binnenschiffer, könnte Nachfolger von Stefan Aust, 72, als Herausgeber von Springers "Welt" werden. Darüber spekuliert Markus Wiegand im aktuellen kresspro. Womöglich habe Steingart eine "lukrative Springer-Option" schon Anfang 2018 bei der Trennung vom "Handelsblatt" "in der Hinterhand" gehabt. Steingart bestreitet das aber.
kresspro 5/2019, S. 89 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart über seine Pläne, Journalismus ohne Werbung zu treiben:


VW-Chef Herbert Diess wird Gast-Chefredakteur bei “Welt”.

Welt holt VW-Chef Herbert Diess (Foto) für einen Tag als Gast in die Chefredaktion. Die Zeitung widmet sich am Dienstag dem Thema Mobilität der Zukunft. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt, bekennender Porsche-Fan, verspricht "eine besondere Ausgabe" zum 100. Geburtstag des Autos.
axelspringer.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch (Archiv: 01/2019).

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User schließt bei der “Welt” ein Digital-Abo ab.

Zahl des Tages: Jeder 15. Heavy User entscheidet sich bei der "Welt" für ein Digital-Abo, plaudert Chefredakteur Ulf Poschardt im "Horizont"-Interview aus dem Nähkästchen der Tracking-Daten. Zwischen 30 und 60 % der Nutzer landeten "bewusst und direkt" auf den Online-Angeboten der "Welt".
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Meinung: Die Regierung hat zu viele verschiedene Digitalbeauftragte.

Robin AlexanderDigitalisierung: Die Bundesregierung lässt sich digital zu Tode beraten, kommentiert "Welt"-Vize Robin Alexander lakonisch. In beinah jedem Ministerium gebe es Beauftragte für die Digitalisierung, allein im Kanzleramt einen Digitalkanzleramtsminister, eine Digitalstaatsministerin und eine Digitalabteilungsleiterin. Außerdem gebe es den Digitalrat und Digitalkabinett – nicht aber eine einheitliche Strategie.
welt.de

“Welt” bereinigt ihre Auflage und streicht u.a. Bordexemplare.

Abgeschminkt: Springer verabschiedet sich bei der "Welt" von der Auflagenkosmetik und streicht unwirtschaftliche Bordexemplare und andere Kooperationen. Eine "kurzfristig stärker sinkende Auflage" nehme man dabei "bewusst in Kauf", sagt Springers Digital-Vorständin Stephanie Caspar. Alle reinen Marketing-Aktivitäten will der Verlag auf die "Welt am Sonntag" konzentrieren, außerdem soll das digitale Bezahlangebot WeltPlus auf 100.000 Abonnenten wachsen.
dwdl.de, dnv-online.net, axelspringer.com

Wir graturilieren: Ulf Poschardt wird 52.

Ulf Poschardt
Wir graturilieren: Ulf Poschardt, Chefredakteur der "Welt" im Hause Springer, feiert heute zurückhaltend seinen 52. Geburtstag. Den Tag verbringt er "wie immer im Newsroom, beim besten Team der 'Welt'". Das Beste im abgelaufenen Jahr war für Poschardt zu sehen, dass guter Journalismus digital viele Abonnenten finden kann.

Für das kommende Jahr wünscht er sich für den Journalismus mehr Mut und Originalität – und dazu "weniger Opportunismus und Sentimentalität". Glückwünsche erreichen ihn heute oldschool per Fax und Telex oder klassich per Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter": "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.

Lese-Flatrate Readly holt “Bild” und “Welt” an Bord.


Bild Dir Deine Flatrate: Springer vertreibt seine Tageszeitungen "Bild", "Welt" und "B.Z." sowie die Sonntagsableger "BamS" und "WamS" ab sofort auch über die Magazin-Flatrate Readly – zunächst testweise für sechs Monate. Zahlende Nutzer können die E-Paper der Zeitungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft lesen, herunterladen und speichern. Springer will mit der Präsenz bei Readly neue digitale Vertriebswege ausprobieren und damit die "Überallerhältlichkeit" von "Bild" und "Welt" ausbauen, sagt Michael Fischer, Geschäftsführer von Springers Vertriebstochter Sales Impact. Konkurrenz zu eigenen Bezahl-Angeboten sei die Teilnahme an Readlys Flatrate-Angebot nicht, es handele sich um "ganz unterschiedliche Produkte", so ein Sprecher.

Readly hat rund 3.800 Zeitschriften im Portfolio - von Publikumstiteln bis hin zu Special-Interest-Magazinen, davon über 1.000 deutschsprachige. Nur im Heimatland Schweden sind bereits drei Tageszeitungen an Bord. Springer ist als erster deutschsprachiger Zeitungsverlag dabei. Die Nutzer zahlen 9,99 Euro im Monat. Readly schüttet 70 % der Nettoerlöse an die Verlage aus, abhängig u.a. von der Lesedauer, der Anzahl der gelesenen Seiten oder der Aktualität der gelesenen Ausgabe. Geo-Blocking gibt es nicht: Deutsche Nutzer können also auch finnische, italienische oder niederländische Magazine lesen.
turi2 - eigene Infos, spiegel.de, meedia.de

Springer wächst insgesamt, nationale Medienumsätze schrumpfen.

Springer setzt 2018 insgesamt 3,18 Mrd Euro um, ein Zuwachs um 4,1 %, davon 3,8 % organisch. Der Konzernüberschuss sinkt wegen Sondereffekten um 44,9 % auf 208,4 Mio Euro – u.a., weil der Verkauf von Geschäften und Immobilien 2017 rund 100 Mio Euro mehr einbrachte als 2018. Der bereinigte Überschuss wächst um 2,5 % auf 335,7 Mio Euro. Die Mitarbeiterzahl steigt um 514 auf 16.350.

In der Sparte News Media steigt der Werbeumsatz um 1,9 % auf 678,5 Mio Euro, der Vertrieb schrumpft um 6,5 % auf 592 Mio Euro. Das nationale Geschäft mit "Bild" und "Welt" schrumpft – beim Werbeumsatz um 3,5 % auf 432,4 Mio Euro, beim Vertrieb um 6 % auf 474,6 Mio Euro.
axelspringer.com (Pressemitteilung), axelspringer.com (Geschäftsbericht, PDF)