Lese-Tipp: Deniz Yücel erwartet Bedingungen für deutsche Gespräche mit Erdogan.

Lese-Tipp: Deniz Yücel hat für seine Verdienste um kritischen Journalismus den M100 Media Award erhalten. Die "Welt" dokumentiert seine Dankesrede, die er für Erdogan-Kritik nutzt. Yücel warnt davor, diejenigen Menschen in der Türkei zu verraten, die sich nach einer demokratischen Gesellschaft sehnten. Auch unter Erdogan brauche es Gespräche mit Deutschland, jedoch nicht ohne Bedingungen. Erdogans wunder Punkt sei die Wirtschaftslage. "Mit Gangstern muss man die Sprache sprechen, die sie verstehen", sagt Yücel.
"Welt", S, 78 (Paid), n-tv.de (Zusammenfassung)

Meinung: Peter Huth produziert mit der WamS “Quality Time” für seine Leser.

Welt am Sonntag dient für ihre Leser als "Quality Time" mit sich selbst, erklärt "WamS"-Chefredakteur Peter Huth im Springer-Podcast "inside.pod" zum 70. Jubiläum der Sonntagszeitung. Die Leser empfänden das Blatt als "intellektuellen und unterhaltsamen Gewinn". Sein journalistisches Credo orientiere sich an der Philosophie des Blatts: "Die Mischung macht's!" Ernste und politische Themen müssten mit leichter Unterhaltung zusammengeführt werden.
axelspringer.com, soundcloud.com (32-Min-Audio)

Zitat: “Welt am Sonntag”-Chef Peter Huth hat den Boulevard mehrfach durchgespielt.

"Ich habe meine Vorstellung von Boulevard bei der 'B.Z.' sehr klar umsetzen können. Wäre das Genre ein Videospiel, würde ich sagen: Ich habe es durchgespielt. Mehrfach."

Peter Huth, Chefredakteur der "Welt am Sonntag", sagt im großen "Horizont"-Interview mit Ulrike Simon, dass er keine Ambitionen hat, Ersatzkandidat für "Bild"-Chef Julian Reichelt zu werden.
"Horizont" 37/2018, S. 14 (Paid), horizont.net (Auszüge), turi2.de (Blattkritik Peter Huth, 2015)

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Wären wir in einer Familienaufstellung, wäre die 'Welt am Sonntag' der große Bruder des Lesers, sicher nicht der sehr schlaue Onkel. Aber ich mag die 'FAS' auch sehr gerne und lese sie mit Gewinn.

"Ich vermisse häufig den Tagesrhythmus. Ein Thema über mehrere Tage zu spielen, das geht bei einer Sonntagszeitung nun einmal nicht. Experimentierst du oder liegst du mit einer Zeile falsch, kannst du das an den anderen Tagen der Woche nicht mehr gutmachen."

"Ich habe 30 Jahre Boulevard gemacht und kein abgeschlossenes Studium. Damit bin ich in der Redaktion klar die Ausnahme. Aber damit komme ich gut zurecht – und die Kollegen auch."

"Interessant fand ich, dass ich mir einbildete, hier im natürlichen Habitat der von mir geschätzten langen Überschriften angekommen zu sein. Aber von wegen. Jedes Mal bekomme ich zu hören: Das geht nicht, die Zeile muss kürzer sein. Andererseits muss ich angebliche Boulevard-Großtaten wie inflationäre Alliterationen abschaffen. Zeilen wie 'Armselige Anleihen' in der Wirtschaft oder 'Türkische Taktik' in der Politik."

"Immer nur ganzseitige mit doppelseitigen Geschichten abzuwechseln, von denen der Leser am Ende nur drei schafft zu lesen, das reicht für eine Zeitung nicht aus. Wir müssen Leseanreize schaffen, damit man das Gefühl bekommt: Das Geld, das ich für diese Zeitung ausgegeben habe, hat sich gelohnt."

"Ich will möglichst weit weg von den Stockfotos, diesem ganzen fremdproduzierten Zeug. Wenn ich dann sage, geht raus, fotografiert echte Leute, und die Kollegen sagen, das sei schwierig, antworte ich: Ja, und? Für 4,40 Euro darf der Leser erwarten, dass man sich plagt."

“Welt News Check” bringt Nachrichten zum Hören.

Welt produziert jetzt auch einen Nachrichten-Podcast. Der Welt News Check liefert von Montag bis Freitag morgens und abends Meldungen und Kommentare aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die dreieinhalbminütige Erstausgabe erinnert an vorgelesene Radionachrichten. Die Nutzer können den Podcast auf der Website sowie über Apples Homepod und Amazons Alexa anhören.
welt.de

Zitat: “Welt”-Chef Ulf Poschardt will nicht für Bezahlung von Inhalten betteln müssen.

"Ungern würden wir als Bettler auftreten, wenn wir einfach nur das bürgerliche Eigentumsrecht ernst genommen sehen wollen."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt macht in einem Leitartikel Stimmung für einen besseren Schutz geistigen Eigentums. Heute debattiert und morgen entscheidet das EU-Parlament über eine Reform des Urheberrechts.
welt.de

Weitere Zitate aus dem Kommentar:

"Auf kaum einem anderen Feld grassiert ein derart weltfremder Idealismus wie in der Netzpolitik."

"Die Büros des Duopols Google/Facebook sehen wie bunte Kinderspielplätze aus. Die Hoodie- und Turnschuh-Phänomenologie der Helden hat viel für die Immunisierung gegen jede Kritik geleistet."

"Es geht um Fair Trade von Ideen und Inhalten. Es geht nicht darum, das Internet zu zerstören oder gar dessen Freiheit zu beschränken."

“Motorwelt” ist Deutschlands reichweitenstärkste Zeitschrift.

Print-MA: Die Gesamtreichweite von Zeitungen und Zeitschriften sinkt gegenüber dem vorvergangenen Halbjahr leicht. Die höchste Reichweite haben regionale Abozeitungen mit 31,7 Mio Lesern täglich. Reichweitenstärkster Titel bleibt "Motorwelt" – auch die ADAC-Zeitschrift verliert aber mehr als 1 Mio Leser. Die "Welt" ist die überregionale Tageszeitung mit größtem Minus von 7 %, das "Handelsblatt" gewinnt 6,7 %, die "taz" 4,8 %.
dwdl.de, new-business.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: turi2 edition3: "Motorwelt"-Mann Martin Kunz liest auf der Überholspur gern Gedrucktes.

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"Mr ICON": Das Stilmagazin ICON bekommt einen Bruder zur Seite gestellt.
Im Oktober 2018 dürfen endlich auch einmal Männer von der Stilkompetenz unserer Chefredakteurin Inga Griese profitieren. Mr ICON brilliert mit Fotostrecken, Geschichten und Reportagen und ist ein Must-Read für den stilbewussten Mann von heute. Mehr Informationen finden Sie hier.

“Welt”-Redakteur schildert Missbrauch seiner Fotos durch Betrüger.

Internet-Betrüger haben seine Bilder für Fake-Profile auf Tinder verwendet, schreibt "Welt"-Redakteur Frank Stocker. Eine Betroffene erkannte den Betrug und informierte Stocker, der schließlich mit einer Nachricht an die URL-Vergabestelle Icann erreichte, dass die Internetseite einer Fake-Firma abgeschaltet wurde.
"Welt am Sonntag", S. 16 (Paid)

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SPRING ist der Digitalverlag von Axel Springer, das Axel Springer Brand Studio ist die neue Kreativ-Unit des Unternehmens. Wir bieten unseren Kunden smartes und anspruchsvolles digitales Storytelling und suchen Verstärkung mit journalistischem Hintergrund und digitalen Ideen für WELT. Ein spannender Job mittendrin in der Medienzukunft: Jetzt bewerben.

Basta: BuzzFeed-Redakteur bittet um Praktikum bei Robin Alexander.

Robin Alexander Nah dran: BuzzFeed-Rechercheur Karsten Schmehl geht der Frage nach, wie "Welt"-Redakteur Robin Alexander (Foto) an Infos aus dem Innersten der deutschen Politik kommt. Aber auch der Beitritt in die geschlossene Facebook-Gruppe "Gespräche über die Union - CDU/CSU!" bringt keine Erkenntnisse. Da hilft wohl nur eins: Schmehl bittet um ein Praktikum bei Alexander.
buzzfeed.com

Wir graturilieren: Kristina Faßler wird 56.


Wir graturilieren: Kristina Faßler, Sales- und Marketing-Leiterin sowie Sprecherin von Springers Newssender Welt, feiert heute ihren 56. Geburtstag. Am Samstagabend hat sie in Bonn reingefeiert, heute geht die Party in Berlin weiter - sonst wären die vielen Familengeburtstage in diesen Tagen nicht zu schaffen. Faßler ist stolz, dass sie mit ihrem "unschlagbaren Team" die Namensänderung des Senders von N24 in Welt "anständig hinbekommen" hat. Erfreut beobachtet sie die "sehr herrliche Tatsache", dass Männer inzwischen "immer häufiger irgendwie ein Störgefühl haben, wenn sie wieder so ganz unter sich sind, beim 'Entscheiden'". Fürs kommende Lebensjahr wünscht sich Faßler, dass "wir nicht vergessen, was für ein unschätzbarer Wert Europa ist". Im Umgang mit Populisten hofft sie, "einen klugen Ton und die richtigen Worte" zu finden. Glückwünsche erreichen Kristina Faßler per Twitter oder E-Mail.

“Welt kompakt” kennzeichnet Anzeige auf Titelseite nicht.

Welt kompakt erscheint heute mit einer nicht als Werbung gekennzeichneten Anzeige der Deutschen Bank auf dem Titel, schreibt Alexander Becker. In der großen "Welt" ist die Reklame gekennzeichnet, ebenso beim "Handelsblatt", das die Anzeige ebenfalls auf dem Titel hat. Springer erklärt zunächst, die Veröffentlichung sei auch so als Anzeige zu erkennen, Chefredakteur Ulf Poschardt erklärt später auf Twitter: "Wir haben einen Fehler gemacht und wir entschuldigen uns dafür."
meedia.de, meedia.de (Poschardt)

Basta: Lindner liebt wieder eine Journalistin.

Liebesrätsel: "Bild am Sonntag" kündet von neuer Liebe bei Christian Lindner, verschweigt aber den Namen der Herzensdame. Nur so viel: Der FDP-Chef pflegt auch nach seinem Ehe-Aus mit "Welt"-Vize Dagmar Rosenfeld seine Medien-Beziehungen. Seine Neue ist Journalistin und macht eine Ausbildung bei einem TV-Sender.
"BamS", S. 72 (Paid), turi2.de (Background)

Vodafone wirbt für geplante Unitymedia-Übernahme.

Vodafone Deutschland kontert die Kritik am Plan, Unitymedia zu übernehmen, mit einer Werbe- und Interview-Offensive in der deutschen Tagespresse. In ganzseitigen Anzeigen etwa in "FAZ", "Süddeutscher" und "Welt" trommelt Deutschlandchef Hannes Ametsreiter für die Übernahme und verspricht ein "vereintes Gigabit-Netz für Deutschland" und Investitionen von 12 Mrd Euro in den Ausbau. In Interviews mit "Welt" und "Handelsblatt" versucht er, die Angst vor einem neuen Monopol kleinzureden und nennt Vodafone einen "starken Wettbewerber", der neben der Telekom entstehe. Er stellt neue Jobs durch den geplanten Netzausbau in Aussicht.
"Welt" S. 11 u. 12, "Süddeutsche Zeitung" S. 19, "Handelsblatt" S. 24, "FAZ" S. 5 (Paid), turi2.de (Background)

Welt startet einen Wirtschafts-, “Bild” einen Fußball-Podcast.

Welt und Bild reiten weiter auf der Podcast-Welle: Im wöchentlichen Wirtschaftspodcast Deffner & Zschäpitz diskutieren Börsenmoderator Dietmar Deffner und Wirtschaftsjournalist Holger Zschäpitz je zwei große Themen, in der ersten Folge Elon Musk und saisonale Börsen-Muster. Im Fußball-Podcast Phrasenmäher von "Bild" kommen monatlich Akteure der Bundesliga zu Wort, Kai Traemann moderiert.
welt.de, bild.de

Springers Bilanz.de bezahlt nur die fünf meistgeklickten Kolumnen des Tages.

Bilanz, Wirtschaftsmagazin von Springer, bezahlt seine Online-Kolumnisten nach einem "kuriosen Bezahlmodell", schreibt Lars Radau im Journalist. Jeden Tag werden die fünf Kolumnen mit den meisten Visits ermittelt – für jede Platzierung gibt es 30 Euro. Die leistungsabhängige Bezahlung belebe das "Meinung- und Debattenportal", rechtfertigt Chefredakteur Klaus Boldt das beim "Forbes" abgeschaute Modell.
"Journalist" 05/2018, S. 12 (Paid)

Zitat: Ulf Poschardt bietet sich als Träger der letzten Laterne an.

"Ich liebe Zeitungen und bin überzeugt: Unser Haus hat die Kraft, hier am Ende so etwas wie 'the last man standing' zu sein."

Chefredakteur Ulf Poschardt ist zwar Print-Fan, aber auch Realist: Er begeistert sich für Papier, aber vor allem fürs Zusammenspiel der vielen "Welt"-Ausspielwege von App bis TV.
"Horizont" 16/2018, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulf Poschardt glaubt an Zeitungen, aber längst nicht an alle.

Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin wird 33.


Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin, Digital-Innovations-Chefin bei der "Welt", wird heute 33. Ihren Geburtstag hat sie bereits um Mitternacht mit einer "Riesenladung Konfetti auf dem Dancefloor" zusammen mit ihrem Mann, ihrem Bruder, guten Freunden und Bekannten eingeleitet. Am Morgen folgt dann ein gemütliches Frühstück mit Freunden. Besonders wichtig war im zurückliegenden Jahr ihre Wechsel auf eine neue Position bei der "Welt". Und auch privat gab es ein Highlight: Mit ihrem Mann unternahm Niddal Salah-Eldin eine große Reise nach Australien, Neuseeland und in die USA: "Das war großartig."

Für das kommende Lebensjahr wünscht sie sich "ganz unironisch" den Weltfrieden, im Kleinen dürfen es zudem noch Gesundheit und "ein langes glückliches Leben" für alle ihre Bekannten sein. Gratulationen sind per E-Mail oder auf Facebook, Twitter oder Instagram willkommen. Wer analoge Grüße vorzieht, dürfe jedoch auch "gerne ein paar singende Mariachis losschicken".

Aus dem Archiv von turi2.tv: Niddal Salah-Eldin hat als Social-Chefin der "Welt" den Umgang mit Trollen verändert.

Lese-Tipp: Journalisten diskutieren Umgang mit sozialen Medien.

Lese-Tipp: "Welt"-Digitalberaterin Niddal Salah-Eldin, Ex-ZDF-Chef Nikolaus Brender, "Westdeutsche-Zeitung"-Chef Ulli Tückmantel und Kommunikations-Professor Carsten Reinemann diskutieren, wie Journalisten angemessen in sozialen Medien auftreten können. Brender meint, ein Journalist werbe nicht - dies gelte auch für Eigenwerbung. Salah-Eldin sagt, ihre "Welt"-Redaktion wolle die Meinungsvielfalt der Mitarbeiter auch in den sozialen Medien abbilden.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25, blendle.com (Paid)

Niggemeier kritisiert “Welt”-Bericht über angeblich verhinderten Anschlag.

Stefan Niggemeier kritisiert die Berichterstattung der "Welt" über den Verdacht auf einen geplanten Terroranschlag auf den Berliner Halbmarathon. Die Zeitung habe den möglichen Anschlag als tatsächlich geplant beschrieben und mit "ihrer übertriebenen Darstellung" auch die Berichterstattung anderer Journalisten geprägt, schreibt Niggemeier. Das Blatt habe auch nach Einschränkungen durch die Polizei an seinem Bericht festgehalten.
uebermedien.de

Don Alphonso führt seine Blogs bei Welt.de weiter.

Don Alphonso bloggt bei der "Welt" weiter. Der erste Text erscheint heute. Im Interview mit Stefan Winterbauer sagt Rainer Meyer, ihm sei wichtig, dass die Leitungsebene seines neuen Blog-Zuhauses auch mit rauen Tonarten im Netz umgehen könne. Den Shitstorm gegen die "FAZ" habe er als überzogen empfunden.
meedia.de (Interview), welt.de (Blogbeitrag), turi2.de (Background)

Deniz Yücel bedankt sich bei seinen Unterstützern.

Deniz Yücel ist am Samstagabend von mehr als 800 Gästen bei seinem ersten offiziellen Auftritt nach der Haftentlassung gefeiert worden. Bei der Lesung aus seinem Buch Wir sind ja nicht zum Spaß hier in Berlin, dankte er seinen Unterstützern und bat u.a. ZDF-Moderator Jan Böhmermann und "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt auf die Bühne. Er berichtete, wie er bei einem Arztbesuch einen Stift klaute und Notizen für "Welt"-Artikel in seiner Schmutzwäsche aus dem Knast schmuggelte. Yücel verabschiedete sich nach fast zwei Stunden mit den Worten: "Es ist schön nicht alleine zu sein."
tagesspiegel.de, facebook.com (2-Std-Mitschnitt)

Studie: Fake News gründen oft auf schlechter PR.

Fake News, die zum Bundeswahlkampf verbreitet wurden, basieren oft auf schlechten Pressemitteilungen und missverständlichen Formulierungen von Journalisten, sagt eine Studie der Berliner Stiftung Neue Verantwortung. Welt.de und Bild.de hätten Fake News auffällig oft weiter verbreitet. Eine große Falschnachrichten-Schwemme oder ein besonders gravierender Fall ist den Studien-Autoren nicht untergekommen.
"Spiegel 13/2018", S. 27 (Paid)

Deniz Yücel absolviert ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Freilassung.

Deniz Yücel tritt heute Abend zum ersten Mal seit seiner Freilassung aus türkischer Haft öffentlich auf. Im Festsaal Kreuzberg in Berlin wird der "Welt"-Journalist aus seinem zum Teil in der Haft entstandenen Buch Wir sind ja nicht zum Spaß hier lesen. Yücel hat ein Jahr ohne Anklage in türkischer Haft gesessen. Vor fünf Wochen ist er freigelassen worden.
stern.de

Ex-Herausgeber und -Chefredakteur der “Welt” Thomas Löffelholz, 85, ist tot.

Thomas Löffelholz, 85, ist tot. Der ehemalige Herausgeber und Chefredakteur der "Welt" ist bereits am 15. März in Königswinter bei Bonn gestorben. Löffelholz begann seine journalistische Laufbahn 1959 bei der "Stuttgarter Zeitung" als Wirtschaftsredakteur, 1983 übernahm er die Chefredaktion. 1995 wechselte er als Herausgeber und Chefredakteur zur "Welt".
bdzv.de

lexikon2: Beat Balzli.


Beat Balzli ist als Chefredakteur der “Wirtschaftswoche” einer der wichtigsten Wirtschaftsjournalisten im Land. Beruflich pendelt er seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und der Schweiz. In seiner Vita finden sich Stationen beim “Spiegel”, der Schweizer “Handelszeitung” und Springers “Welt am Sonntag”. Weiterlesen …

Bild des Tages: Deniz Yücel ist zurück in der “Welt”-Redaktion.


Schönster Montag, wo gibt: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist seit seiner Freilassung am 16. Februar zum ersten Mal wieder in der Redaktion der "Welt". Chefredakteur Ulf Poschardt (links) und die Redaktion begrüßen ihn in der 10-Uhr-Konferenz im Newsroom mit Schaumwein und einem langen Applaus. Anschließend hält Yücel eine emotionale Ansprache und sagt, er sei "stolz, für diese Zeitung zu arbeiten". (Foto: Martin Lengemann/"Welt")
twitter.com (1-Min-Video Applaus), twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Deniz Yücel bedankt sich in einer emotionalen Rede bei seiner Redaktion.

"Und ich war stolz, für diese Zeitung zu arbeiten."

"Welt"-Korrespondent Deniz Yücel bedankt sich in einer emotionalen Ansprache im Newsroom bei seiner Redaktion.
twitter.com (1-Min-Video)

Weiteres Zitat aus der Rede:
"Alles, was ihr gemacht habt, war goldrichtig. Weil es mir die Kraft gegeben hat, diese nicht immer ganz leichte Zeit zu überstehen."

Lese-Tipp: Deniz und Dilek Yücel sprechen über die Haft und die Folgen.

Lese-Tipp: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel spricht zusammen mit seiner Frau Dilek erstmals ausführlich über seine Freilassung. Die Unterstützung von Kollegen und Bürgern während der Haft habe ihm sehr geholfen. Die Bundesregierung hat ihm versichert, dass es keinen Deal mit der Türkei gab. "Ich glaube, mehr als der Bundesregierung diese Erklärung abzuverlangen, konnte ich im Knast nicht tun", sagt Yücel.

Yücel sagt, bis zu seiner Verhaftung sei die deutsche Regierung diejenige in der EU gewesen, die am freundlichsten gegenüber der Türkei war. Die Regierung von Angela Merkel habe die progressiven und demokratischen Kräfte in der Türkei zwei Mal verraten - zuletzt, als Merkel Präsident Erdogan 2015 kurz vor einer wichtigen Wahl besuchte. Dilek berichtet, wie sie etwas bessere Haftbedingungen für ihren Mann durchsetzte und sagt, sie träume noch heute jede Nacht davon, wie Deniz im Gefängnis ist und freigelassen wird.
welt.de

Wir graturilieren: Frank Meißner wird 55.


Wir graturilieren: Frank Meißner, Geschäftsführer Produktion und Technik beim ehemals als N24 firmierenden TV-Sender Welt, wird 55. Seinen runden Geburtstag feiert er am Abend mit seiner Familie beim Lieblingsitaliener. Dafür wird Frank Meißner auch mal das Büro früher verlassen, wie er verrät. Höhepunkt im zurückliegenden Lebensjahr war für ihn "die Berichterstattung über und rund um den G20-Gipfel", die sein Team geleistet habe.

Für das kommende Jahr wünscht sich Frank Meißner "vor allem ein besseres Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit", aber auch eine "weniger negative Nachrichtenlage". Über Glückwünsche freut sich Frank Meißner "auf allen Kanälen", zum Beispiel via E-Mail.

Basta: Ulrich Kelber steigt noch schnell zu “Bild” in den Aufzug nach unten.

Das Imperium schlägt zurück: SPD-Staatssekretär Ulrich Kelber ledert in "Bild"-Manier gegen Springer-Medien – aber das lässt "Bild" nicht auf sich sitzen. Kelbers Chef Heiko Maas muss sich für seinen Schützling wie für einen Schulbuben entschuldigen. Sogar Kelber kriecht zu Kreuze und formuliert eine Entschuldigung.
bild.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Gretchen Dutschke spricht mit den Springers.

Lese-Tipp: Gretchen Dutschke, Ehefrau des verstorbenen 68er-Führers Rudi Dutschke, ist zum ersten Mal Gast im Haus des einst verhassten Springer-Verlags. Im Duz-Interview von Stefan Aust und Claus Christian Malzahn erinnert sich Dutschke an verletzende Cartoons und blickt positiv aufs heutige Deutschland. "Welt am Sonntag" druckt auf zwei Seiten Auszüge aus ihrem neuen Buch.
"Welt am Sonntag", S. 11-14 (Paid)

Zitat: SPD-Politiker Ulrich Kelber reißt Ulf Poschardt aus der Samstagsruhe.

"Die Springer-Publikationen 'Bild' und 'Welt' sind Sprachrohre für die AfD-Ideologie geworden."

Ulrich Kelber, Justiz-Staatssekretär und SPD-Politiker, wirft den Springer-Medien vor, der liberalen demokratischen Grundordnung "schweren Schaden" zuzufügen.
ulrich-kelber.de

"Wie im Eimer ist die SPD, wenn sie aus der 'Welt' ein Sprachrohr der AfD machen will? Ich finde das ekelhaft und eigentlich klassischer AfD-Stil."

Ulf Poschardt, liberaler FDP-Fan und "Welt"-Chefredakteur, mag das nicht auf sich sitzen lassen.
twitter.com

“Spiegel” rekonstruiert die Verhandlungen zur Freilassung von Deniz Yücel.

Deniz Yücel: Der Spiegel" rekonstruiert, wie bereits die "SZ", die Verhandlungen zur Freilassung von Deniz Yücel. Was konkret den Ausschlag zur Freilassung gab, kann das Magazin aber nicht aufklären. Außenminister Sigmar Gabriel habe die Kanzlerin erst zwei Tage vor Yücels Freilassung über den Durchbruch informiert. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt habe im Januar ein Interview Yücels mit dpa verhindern wollen und dafür sogar dpa-Chefredakteur Sven Gösmann angerufen. Doch weder dpa noch der "Welt"-Korrespondent ließen sich beirren. Yücel hatte gesagt, er wolle auf keinen Fall mithilfe "schmutziger Deals" freikommen.
"Spiegel" 09/2018, S. 24-29 (Paid), turi2.de (Background)

Springers “Bilanz” startet eine Kiosk-Offensive und senkt die Auflage deutlich.

Springer wirft sein Wirtschaftsmagazin "Bilanz" aus den Einzelverkaufs-Ausgaben der "Welt" und startet eine Kiosk-Offensive für den eigenständigen Verkauf des Magazins. Trotz einer etwa 40 % geringeren Auflage sollen die Anzeigenpreise gleich bleiben, schreibt "Horizont". Das Magazin verpasst sich eine neue Titel-Optik und ein neues Heft-Layout und trennt sich dafür von Werbeprofi Jean-Remy von Matt als Titelseiten-Gestalter.
"Horizont" 08/2018, S. 6 (Paid), turi2.de (Background)

“Welt” stellt am ersten Tag der Rubrik “Free them all” Ahmet Altan vor.

Welt stellt am ersten Tag ihrer neuen Rubrik "Free them all" Ahmet Altan vor. Der türkische Journalist ist seit 2016 wegen seiner Arbeit in der Türkei im Gefängnis und am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die neue Rubrik erscheint auf der Titelseite an der Stelle, an der die "Welt" bislang an Deniz Yücel erinnert hat.
"Welt", S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

Außenministerium hat “Welt” zugesichert, dass es keinen Deal zur Yücel-Freilassung gibt.


Ohne Gegenleistung: Das Auswärtige Amt hat der "Welt" eine "Zusicherung" gegeben, dass es keinen Deal zur Freilassung von Deniz Yücel gibt, sagt "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bei "Anne Will". Poschardt glaube dem Versprechen. Auf die Frage, was Yücel von einer Gegenleistung für seine Freilassung halten würde, antwortet Poschardt: "Er würde nicht kommen wollen, wenn es einen Deal gäbe."

Poschardt lobt u.a. den Einsatz von Sigmar Gabriel, Gerhard Schröder und Peter Altmaier für die Freilassung Yücels. Er habe in den vergangenen Monaten einen großen Respekt vor den Schwierigkeiten der Realpolitik bekommen.

Die Linke-Politikerin Sevim Dağdelen bezweifelt in der Sendung, dass Erdogan den "Welt"-Korrespondenten ohne Gegenleistung freigelassen habe. Auf die Nachfrage von Poschardt, ob sie meine, dass Außenminister Gabriel lüge, will Dağdelen diesen Vorwurf aber nicht erheben.
mediathek.daserste.de (63-Min-Video), spiegel.de, turi2.de (Background)

TV-Tipp: Anne Will talkt über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel.

TV-Tipp: Um 21.45 Uhr spricht Anne Will im Ersten mit ihren Gästen über die Folgen der Freilassung von Deniz Yücel für die deutsch-türkischen Beziehungen. Gäste sind Yücels Chefredakteur Ulf Poschardt, CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Europa-Staatsminister Michael Roth, der Menschenrechtler Peter Steudtner und Linke-Politikerin Sevim Dağdelen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Springer, Döpfner, Aust, Hanks und Spielberg sprechen in der “WamS” über Pressefreiheit.

Aufeinandertreffen: Friede Springer, Mathias Döpfner, Stefan Aust, Tom Hanks und Steven Spielberg sprechen in der "Welt am Sonntag" auf vier Seiten über die Pressefreiheit. Anlass ist Spielbergs neuer Film "Die Verlegerin", der von "Washington Post"-Verlegerin Katherine Graham und der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere handelt. Laut den Gesprächspartnern muss die Presse heute mehr für ihre Freiheit kämpfen als damals, insbesondere weil der wirtschaftliche Druck stärker sei.
"Welt am Sonntag", S. 11-14, welt.de (Paid)

“Welt” stellt ab Montag auf der Titelseite inhaftierte Journalisten vor.

Welt stellt ab Montag jeden Tag einen Journalisten vor, der wegen seiner Arbeit im Gefängnis ist, kündigt Chefredakteur Ulf Poschardt an. Die Rubrik erscheint auf der Titelseite an der Stelle, an der die "Welt" bislang an Deniz Yücel erinnert hat. "Wir werden damit weitermachen, bis alle Kollegen frei sind", so Poschardt, der einräumt, dies sei eine "kindliche Utopie".
"Welt am Sonntag", S. 2 (Paid)

Bild des Tages: Deniz Yücel atmet die Luft der Freiheit.


Endlich in Freiheit: Deniz Yücel und seine Frau Dilek liegen sich in den Armen. Nach mehr als einem Jahr darf der "Welt"-Korrespondent die türkische Untersuchungshaft verlassen. Die Gefängnismauern und Stacheldrahtzäune kann Yücel endlich hinter sich lassen. In der Hand hält er einen Strauß Petersilie, den ihm seine Frau mitgebracht hat. Die Pflanze erinnerte ihn im Gefängnis an seine Dilek, nachdem sie in einem gemeinsamen Urlaub Petersilie zur "Blume unserer Liebe" erklärt hatten. (Foto: Veysel Ok bei Twitter)

Update: “Welt”-Korrespondent Deniz Yücel ist frei.


Deniz is free: "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel ist aus türkischer Untersuchungshaft frei. Er sei bereits auf dem Weg zum Flughafen in Istanbul, sagte Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz am Nachmittag. Yücels Ziel sei ihm unbekannt. Es habe keine "Deals" mit der Türkei gegeben, betont Gabriel, abgesehen von der Verfahrensbeschleunigung auch keine politische Einflussnahme. Am Vormittag hat ein Gericht in Istanbul die Freilassung Yücels für die weitere Dauer des Verfahrens angeordnet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Anklage vorgelegt, die 18 Jahre Haft fordert.

Springer-Chef Mathias Döpfner zeigt sich "unendlich erleichtert" und dankt allen, die sich für Yücels Freilassung eingesetzt haben, insbesondere Sigmar Gabriel. "Es ist ach ein guter Tag für den Journalismus und für die Freiheit", sagt Döpfner. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt berichtet von Freudentränen im Newsroom: "Das ist der schönste Tag in meinem Berufleben als Journalist." Gabriel appelliert im Blick auf fünf weitere Deutsche, die in der Türkei inhaftiert sind: "Ich glaube, dass wir jetzt das Momentum nützen müssen, auch da über Verfahrensbeschleunigung zu sprechen."

Vorgestern jährte sich der Tag, an dem Deniz Yücel ohne Anklage ein Jahr im Gefängnis saß. Die Inhaftierung hatte die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei enorm belastet. Die türkischen Behörden werfen Yücel Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor.
welt.de, spiegel.de, axelspringer.de, esslinger-zeitung.de (Anklageschrift)