Zitat: Geplanter Zugriff von Behörden auf Chats ist schädlich für Nutzerinnen, sagt Will Cathcart.

"Nennen Sie es Hintertür, Vordertür oder betreutes Hacken – all das würde die Privatsphäre von Milliarden Menschen schwächen."

WhatsApp-Chef Will Cathcart erteilt im "Spiegel" Überlegungen der EU eine Absage, Nachrichten im Einzelfall entschlüsseln zu lassen, um etwa terroristische Inhalte auslesen zu können.
spiegel.de (Paid)

Neue WhatsApp-Richtlinien: Wer nicht zustimmt, kann noch passiv nutzen.

Offene Hintertür: WhatsApp sperrt Usern, die den neuen Nutzungsbedingungen bis 15. Mai nicht zustimmen, doch nicht alle Funktionen. Die neuen AGB verraten, dass Anrufe und Benachrichtigungen zunächst weiter funktionieren. Nachrichten können in der App aber weder gelesen noch geschrieben werden. TechCrunch berichtet, diese Übergangregelung gelte für "einige Wochen".
techcrunch.com via spiegel.de, turi2.de (Background)

Myanmar: Militärjunta sperrt Facebook.

Geputscht und zensiert: Die Militärjunta blockiert nach dem Putsch in Myanmar Facebook sowie dessen Dienste Messenger, Instagram und WhatsApp, schreiben die Netz-Watchdogs von Netblocks. Die Einschränkungen gehen demnach u.a. vom staatlichen Anbieter MPT aus. Facebook gilt in Myanmar als "zentrale Protestplattform" gegen den Putsch.
netblocks.com via cnet.com, twitter.com, deutschlandfunk.de (Background)

WhatsApp führt Datenaustausch mit Facebook ein – jedoch nicht für EU-Nutzer*innen.

WhatsApp führt per Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie den Datenaustausch mit Mutter-Konzern Facebook ein. Auch das Weiterreichen der Daten an dessen Werbekunden wird möglich. Die Europäische Union sei allerdings davon ausgenommen, ließ Facebook nachträglich wissen. Die Ankündigung hatte zuvor Diskussionen ausgelöst, auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar zeigte sich überrascht.
welt.de

USA klagen gegen Facebook und fordern Abspaltung von WhatsApp und Instagram.

Facebook-LogoZerschlagung: Die US-Handelskommission FTC und die Generalstaatsanwälte von 48 Bundesstaaten haben - wie erwartet - eine Klage gegen Facebook eingereicht. Sie werfen dem Konzern vor, mit einer Quasi-Monopol-Stellung den Wettbewerb zu verhindern. Die Klage zielt darauf ab, dass Facebook sich von seinen einst zugekauften Töchtern Instagram und WhatsApp trennt. Denkbar wäre auch, dass ein Gericht Facebook dazu verpflichtet, Übernahmepläne künftig vorab mit den Behörden abzuklären.
spiegel.de, suedeutsche.de, techcrunch.com, turi2.de (Background)

“Washington Post”: US-Kartellis wollen gegen Facebook klagen.


Tag der Wahrheit: US-Behörden gehen in einer großangelegten Klage gegen mögliche Wettbewerbs-Verstöße von Facebook vor, berichtet die "Washington Post". Die Zeitung zitiert Insider, wonach die Generalstaatsanwälte von mehr als 40 Bundesstaaten und die US-Regierung am Mittwoch Klage gegen den Social-Media-Konzern einreichen wollen. Dabei koordinieren sie sich mit den Wettbewerbshütern der FTC. Im Kern geht es um den alten Vorwurf, dass Facebook Wettbewerber aufkauft oder aus dem Markt drängt. Die Behörden haben etwa die Übernahme von Instagram und WhatsApp untersucht und stören sich u.a. am umstrittenen Datenabgleich zwischen den Diensten, den Facebook bei deren Übernahme noch ausgeschlossen hatte.

Facebook sieht das naturgemäß anders. Der Konzern lobbyiert massiv gegen das Vorhaben und argumentiert etwa, dass WhatsApp und Instagram von der Übernahme profitiert hätten und angesichts des Aufstiegs von TikTok der Wettbewerb in Social Media weiter funktioniert. Keiner der Beteiligten äußert sich auf Anfragen der "WaPo" zu dem Klage-Vorhaben.
washingtonpost.com

EU fordert im Kampf gegen Terrorismus Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation.


Terrorismus-Bekämpfung: Die EU-Staaten fordern Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation der Bürger*innen, schreibt der "Spiegel". Die EU-Minister*innen schreiben in einer Erklärung, das sei nötig, "damit digitale Beweismittel von den zuständigen Behörden rechtmäßig gesammelt und genutzt werden können". Die meisten Messengerdienste sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, die "Vertrauenswürdigkeit der Produkte" soll gewahrt bleiben. Was bisher fehlt, sind gemeinsame, europäische Definitionen, etwa über Gefährder. Terroristische Inhalte im Internet sollen künftig in "kürzester Zeit" gelöscht werden – Horst Seehofers Ziel lautet: möglichst eine Stunde nach ihrem Auftauchen.
spiegel.de

WhatsApp lässt Nachrichten nach sieben Tagen verschwinden.

WhatsApp kopiert nach den Stories nun auch in seinen Chats Snapchat und rollt eine Lösch-Funktion aus: Wer will, kann künftig einstellen, ob Nachrichten, Bilder und Videos, auch ungesehene, nach sieben Tagen automatisch aus der App verschwinden sollen. Vor dem Update verschickte Nachrichten sollen von dem neuen Feature aber nicht betroffen sein.
businessinsider.com, onlinemarketing.de, blog.whatsapp.com

Meinung: Soziale Netzwerke zersetzen US-Demokratie.

Twitter, Facebook und Co sind in den USA zur "rea­len Ge­fahr für die de­mo­kra­ti­schen Pro­zes­se und In­sti­tu­tio­nen" ge­wor­den, bilanzieren Patrick Beuth, Guido Mingels und Roland Nelles. Die drei zeichnen die Twitter-Karriere eines falschen Gerüchts über einen angeblich linken Polizistenmord in Oakland nach. Der Unterschied zwischen den Wahlen 2016 und 2020 sei, dass heute nicht mehr nur ausländische Kräfte, sondern vor allem US-Amerikaner*innen selbst auf den Plattformen mit Schmutz um sich schmissen.
"Spiegel" 43/2020, S. 68-72 (Paid)

Basta: WhatsApp schlägt Google zum Gegenchecken vor.

Let me google that for you: WhatsApp will mit einem einfachen Trick gegen die Verbreitung von Fake News vorgehen: In vielen Ländern können Nutzer*innen nun mit einem Klick weitergeleitete Beiträge googlen, um sich mehr Informationen zu verschaffen. Vielleicht wäre das auch etwas für twitternde Präsidenten, damit sie nicht versäumen, zusätzlich zu Infos vermeintlicher Ärzte zu Hydroxychloroquin auch die zu Alien-DNA zu teilen.
mashable.com

Meinung: Verschwörungs-Inhalte verbreiten sich über Messenger.

Messenger sind ein "gefährlicher Nährboden für Desinformation", denn sie sind von außen nicht einsehbar und es bildet sich schnell eine Gruppendynamik, sagt Netz-Expertin Ann Cathrin Riedel. Viele Rechte und Verschwörungsideolog*innen hätten in der Corona-Krise besonders via Telegram kommuniziert, weil die Betreiber selten dagegen vorgingen. Verbreiter*innen wollen laut Riedel "Zwietracht säen und Gesellschaften spalten". Sie setzen besonders auf Fotos, Videos und Memes, weil die sich schnell und ohne Übersetzung teilen lassen. Verbote seien zwecklos, es brauche sinnvolle Regulierung und wachsame Betreiber.
sueddeutsche.de

WhatsApp hat mittlerweile 50 Mio Geschäftskunden.

WhatsApp Business hat mittlerweile weltweit über 50 Mio aktive Nutzer, teilt die Facebook-Tochter mit. Bei WhatsApp Business handelt es sich um eine eigenständige App, mit der Unternehmen mit Kund*innen kommunizieren und Waren präsentieren können. Künftig sollen Unternehmen mit QR-Codes in ihren Shops oder auf Verpackungen auf die Kontaktmöglichkeit hinweisen können.
manager-magazin.de

Twitter, Facebook und Google geben vorerst keine Daten an die Justiz in Hongkong weiter.


Chinesisches Mauern: Facebook, Google und Twitter wollen bis auf weiteres nicht mehr auf Anfragen von Justizbehörden in Hongkong reagieren, wie beide Unternehmen mitteilen. Im Fall von Facebook betrifft das auch die zum Konzern gehörigen Angebote WhatsApp und Instagram. Hintergrund ist das Anfang Juli in Kraft getretene, sogenannte „Sicherheitsgesetz“, das massive Einschnitte in die Autonomie Hongkongs mit sich bringt und der chinesischen Regierung weitreichende Kompetenzen zugesteht, gegen Kritiker vorzugehen.

Ob Facebook und Twitter dauerhaft auf eine Zusammenarbeit mit den Behörden verzichten, ist nicht gesagt. Facebook kündigt an, es wolle zunächst die Auswirkungen des neuen Gesetzes prüfen und sich mit Menschenrechtsexperten beraten. Ähnlich äußert sich auch Twitter.
mashable.com, theverge.comspiegel.de

Brasilien: WhatsApp führt erstmals Zahlungen per Chat ein.

WhatsApp rollt erstmals offiziell die Bezahlfunktion innerhalb der App aus. Zunächst sollen Nutzer*innen in Brasilien auf das Feature zugreifen und damit Geld empfangen und versenden können. Der Dienst, der zunächst in Indien getestet worden war, basiert auf dem technischen Grundgerüst des Online-Bezahlsystems der WhatsApp-Mutter Facebook, Facebook Pay.
techcrunch.com, blog.whatsapp.com

Zwei Drittel der Deutschen nutzen mehr als einen Messenger-Dienst.

Messenger-Dienste sind in Deutschland stark verbreitet, erkennt die Bundesnetzagentur in einer Verbraucherbefragung. 83 % der Bevölkerung nutzen solche Dienste, davon knapp zwei Drittel mindestens zwei Anbieter. Am weitesten verbreitet ist WhatsApp, das 96 % der Nutzer*innen verwenden, gefolgt vom Facebook Messenger (42 %) und Instagram (30 %) - alles Facebook-Produkte. Skype folgt auf Rang vier mit 18 %, dahinter liegen Snapchat (12 %) und Telegram (10 %).
bundesnetzagentur.de

Facebook verbucht im ersten Quartal trotz Krise 4,9 Mrd Dollar Gewinn.

Facebook-LogoFacebook: Im ersten Quartal leidet das Werbegeschäft unter der Krise und bremst das Umsatzwachstum aus. Es liegt bei 18 %, der Quartalsumsatz bei 17,7 Mrd Dollar, der Nettogewinn dennoch bei 4,9 Mrd Dollar. Laut Mark Zuckerberg haben sich die Nutzerzahlen seiner Dienste stark erhöht: Alle zusammen, neben Facebook auch Instagram und Whatsapp, kommen demnach auf drei Mrd monatliche Nutzer. Zuckerberg will 10.000 neue Mitarbeiter einstellen und sieht Sparpotenzial bei Reisen und Marketing.
faz.net, investor.fb.com (Quartalszahlen)

DRK beantwortet Corona-Fragen mit Chatbot.

Deutsches Rotes Kreuz startet einen Whatsapp-Chatbot, der gängige Fragen beantwortet und über die aktuelle Lage informiert. Der Bot schlägt Fragen vor, die der Nutzer über Nummern auswählt. Der Dienst unter der Nummer +49 30 8540 4106 ist kostenlos und inspiriert vom Whatsapp-Service der WHO, der auf Arabisch, Englisch, Französisch und Spanisch informiert.
t3n.de, #thinkpositive #actpositive

Facebook meldet sinkende Werbeumsätze wegen der Corona-Pandemie.

Facebook: Sinkende Werbeumsätze machen in der Corona-Krise auch nicht vor dem sozialen Netzwerk halt. Facebook verzeichne besonders in Ländern, die aggressiv gegen die Virus-Ausbreitung vorgehen, sinkende Werbeumsätze. Genaue Zahlen wollte das Unternehmen nicht bekanntgeben. Gleichzeitig werden Messaging-Dienste verstärkt genutzt: Bei Gruppen-Telefonaten mit drei oder mehr Teilnehmern stieg allein in Italien die Zahl im letzten Monat um über 1.000 %.
reuters.com, derstandard.at

WHO informiert via WhatsApp über das Corona-Virus.

WHO startet im Zuge der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus einen Informationsservice bei WhatsApp. Die WHO will kostenlos über Themen wie Infektionsschutz und Reisebestimmungen sowie über Fake-News aufklären. Der Service reagiert automatisiert auf Nachrichten. Die Anmeldung erfolgt über eine WhatsApp-Nachricht mit dem Stichwort "Hi" an die Nummer +41 79 893 1892. Die Nummer muss zuvor als Kontakt gespeichert werden.
about.fb.com, #thinkpositive #actpositive

WhatsApp weist die Schuld am Hackerangriff auf Jeff Bezos zurück.

Hackerangriff: Nick Clegg ist "sehr, sehr zuversichtlich", dass Jeff Bezos nicht über WhatsApp gehackt wurde, verteidigt Facebooks Chefkommunikator die App-Tochter bei der BBC. Die Technologie der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei sicher. Die Sicherheitslücke liege im "Betriebssystem", gibt Clegg indirekt Apple die Schuld.
twitter.com, mashable.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: TikTok erreicht 2019 über 738 Mio Downloads.

Zahl des Tages: Über 738 Mio neue Nutzer haben 2019 die Kurzvideo-App TikTok weltweit installiert - so viele wie nie zuvor, beobachtet die Analyse-Plattform Sensor Tower. TikTok überholte bei den häufigsten Downloads 2019 Facebook und belegt im App-Ranking den 2. Rang hinter WhatsApp.
techcrunch.com (TikTok-Downloads), onlinemarketing.de (App-Ranking 2019)

“WSJ”: FTC will Facebook abhalten, seine Messenger-Apps zu vereinen.

Facebook kriegt Gegenwind von der FTC – der US-Verbraucherschutz will den Techkonzern davon abhalten, alle seine Messenger-Dienste zu vereinen, berichtet das "Wall Street Journal". Die FTC wolle die Integration von Messenger, WhatsApp und Instagram aufgrund von Wettbewerbsbedenken blockieren. Die Behörde habe Bedenken, der Zusammenschluss könne die Trennung in künftigen Kartellverfahren erschweren.
wsj.com (Paid)

Gericht verbietet Facebook-Apps, weil sie gegen Blackberry-Patente verstoßen.


Patent-Streit: Das Landgericht München verbietet in Deutschland die Apps von WhatsApp, Instagram, Facebook und Facebook Messenger, weil sie in ihrer derzeitigen Form gegen Patente von Blackberry verstoßen. Damit ist das "Anbieten und Inverkehrbringen" der Apps in Deutschland zur Benutzung in Deutschland de facto verboten. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, Facebook überlegt, in Berufung zu gehen.

Dennoch wäre das Urteil bereits "vorläufig vollstreckbar", sollte Blackberry einen Geldbetrag bei der Justizkasse hinterlegen oder Facebook als Sicherheit eine Bürgschaft übertragen. Ein Facebook-Sprecher teilt mit, die Gerichtsverfahren beträfen nur "einige wenige spezifische Funktionen unserer Apps". Für diese halte Facebook bereits Software-Updates bereit, um Unterlassungsforderungen zu entsprechen, sollte BlackBerry sich entscheidet, das Urteil zu vollstrecken. Blackberry hält, obwohl mehrfach umstrukturiert, viele grundlegende Smartphone-Patente, die andere Hersteller nutzen. Blackberry bestreitet aber, ein "Patent-Troll" zu sein.
sueddeutsche.de

Daniel Fiene: WhatsApp-Bann für Medien ist unverständlich.

WhatsApp: Mark Zuckerberg handelt widersprüchlich, kritisiert Daniel Fiene (Foto), Digitalstrategie-Chef der "Rheinischen Post". Einerseits erlaube Facebook Lügen von Politikern mit Verweis auf die Meinungsfreiheit, andererseits untersagte der Konzern aber künftig den Versand von Newslettern durch Nachrichtenmedien via WhatsApp. Fiene mutmaßt, Facebook sei das Phänomen von Nachrichten-Newslettern nicht bewusst, da sie vor allem im deutschsprachigen Raum beliebt seien.
rp-online.de

US-Umfrage: Mehrheit befürwortet Aufspaltung von Tech-Konzernen wie Facebook.

USA: Fast zwei Drittel der Amerikaner würden die Aufspaltung von zu mächtigen Tech-Konzernen unterstützen, zitiert das US-Portal Vox eine YouGov-Umfrage. Die Mehrheit der Amerikaner befürworte es, jüngste Fusionen wie die Übernahme von Instagram oder WhatsApp durch Facebook rückgängig zu machen, sofern dies den Wettbewerb fördere.
vox.com

“Focus”: WhatsApp und Google verstoßen womöglich gegen die DSGVO.

Datenkrake statt Datenschutz: Tech-Konzerne wie WhatsApp und Google haben Nutzerdaten möglicherweise rechtswidrig erhoben, schreibt "Focus". Weder die von der EU-Datenschutzgrundverordnung geforderte Freiwilligkeit noch die Informiertheit der Nutzer sei bei der Einwilligung der Geschäftsbedingungen gegeben. 67 % der 14- bis 29-Jährigen halten WhatsApp für unverzichtbar, bei Google stimmen dem 61 % zu, sagt eine von "Focus" beauftragte Allensbach-Umfrage.

77 % der befragten Nutzer hielten es für zwecklos, die Bedingungen zu lesen, die für die Nutzung der Dienste erforderlich sind. Boris Paal, Rechtsprofessor an der Universität Freiburg, hält die Datenverarbeitung für rechtswidrig - auch rückwirkend: "Wenn ein so starkes Machtungleichgewicht vorliegt, muss man an der Freiwilligkeit einer solchen Einwilligung zweifeln," schlussfolgert er im "Focus".
"Focus", S. 54-60 (Paid)

The Information: Facebook schmuggelt den eigenen Namen bei Instagram und WhatsApp ein.

Facebook-LogoFacebook hat Angst vor dem Bedeutungsverlust und stülpt seinen besser wachsenden Töchtern WhatsApp und Instagram den eigenen Namen über, berichtet The Information. Die Apps sollen künftig WhatsApp from Facebook und Instagram from Facebook heißen. Intern habe das Rebranding Überraschung und Verwirrung hervorgerufen.
theinformation.com, theverge.com

Faktenkontor: Facebook fällt in Deutschland hinter WhatsApp zurück.

Facebook fällt bei deutschen Internetnutzern hinter WhatsApp zurück. Zu dem Ergebnis kommt der Social-Media-Atlas von Faktenkontor und Toluna. 69 % der deutschen Internetnutzer seien bei Facebook aktiv, womit WhatsApp mit 71 % erstmals vor Facebook rangiert. Vor allem jüngere Nutzer würden Facebook meiden. An der Spitze des Rankings steht weiter YouTube mit 74 %.
horizont.net

Facebook hat massive Störungen und bietet ungewollt Einblicke in seine Foto-Vertaggung.


Vertaggt nochmal: Facebook hat am Mittwochabend starke technische Probleme. Nutzer können weltweit kaum Fotos oder andere Dateien bei Facebook, Instagram und WhatsApp hochladen oder ansehen. Bei WhatsApp fallen daher auch die Sprachnachrichten weitestgehend aus. Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für ungewollte Einblicke in die Art und Weise, mit der Facebook Bilder vertaggt. Statt der Dateien sehen die Nutzer offenbar computergenerierte Beschreibungen.

Zu lesen ist etwa, wie viele Personen der Algorithmus in dem Bild erkennt, ob diese lachen, ob sie im Freien oder in einem Gebäude sind. Auch Merkmale wie Brillen oder Bärte sind vermerkt. Beobachter mutmaßen, dass Facebook diese Daten nutzt, um Werbung gezielt auszuspielen.
faz.net (Störung), buzzfeednews.com (Bildbeschreibungen)

Meinung: Aus von Newslettern bei WhatsApp trifft Rabatt- und Urlaubsportale besonders.

WhatsApp: Das Newsletter-Verbot trifft Rabatt- und Urlaubsportale am stärksten, beobachtet Robert Tusch. Der Pepper.com-Gruppe, Mutter des Schnäppchen-Portals MyDealz, gehen so 1 Mio Abonnenten mit Aktivitätsraten über 30 % verloren. Die Reiseportale Urlaubsguru und Ab-in-den-urlaub.de wollen sich mit individuellem Kundenkontakt gegen den Reichweitenverlust wappnen.
meedia.de

Bundestag will Social Media stärker für Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Bundestag setzt künftig in der Öffentlichkeitsarbeit stärker auf Social Media, schreibt "Welt". Twitter und Instagram wolle der Bundestag "sobald wie möglich" nutzen, sofern keine datenschutzrechtlichen Bedenken dagegensprechen. Noch würden Ressourcen fehlen, um die Accounts inhaltlich zu bespielen. Im Oktober wolle eine Projektgruppe prüfen, ob auch Facebook und WhatsApp gemäß DSGVO genutzt werden könne.
"Welt", S. 11 (Paid), finanznachrichten.de, turi2.de (Background)