Messenger-App Threads wird eingestellt.

Sendeschluss: Instagram schaltet die Messenger-App Threads Ende 2021 ab. Fehler und schlechte Benutzerführung hatten eine erfolgreiche Etablierung verhindert. Eine Überarbeitung 2020 brachte keine Verbesserung. Ohnehin verändert Meta derzeit seine Nachrichtenfunktionen mit Fokus auf die plattformübergreifende Nutzung von Instagram, Facebook und WhatsApp.
techcrunch.com

“Spiegel”: EU-Kommission will Kurznachrichten nun wohl doch archivieren.

Späte Einsicht: Die EU-Kommission will gesendete und empfangene Chats mit Messenger-Diensten künftig anders als bisher wohl doch archivieren, meldet der "Spiegel". EU-Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourová wolle dafür "am liebsten" die aus dem Jahr 2001 stammende interne Verordnung anpassen und für alle EU-Institutionen verbindlich machen – ein ähnliches Vorhaben sei aber schon 2008 am Parlament und den EU-Staaten gescheitert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

WhatsApp wird auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzbar.

Whats-Upgrade: Der Messenger WhatsApp kann künftig mit einem Account auf bis zu vier Geräten gleichzeitig klingeln. Bisher funktioniert der Dienst vor allem auf dem Handy und als Desktop- oder Web-App auf einem weiteren Gerät. Damit gibt Mutter Meta WhatsApp eine Funktion, die bei der Schwester-Anwendung Facebook Messenger schon seit Jahren funktioniert. Das neue Feature funktioniert auch plattformübergreifend, also etwa gleichzeitig auf Android, iOS und Windows, befindet sich aber noch im Beta-Stadium.
spiegel.de

Erneuter Ausfall bei Instagram, Facebook und Whatsapp.

Déjà-vu: Die Facebook-Dienste melden vier Tage nach der Mega-Störung erneute Ausfälle. Nutzerinnen auf der ganzen Welt haben am Freitag Probleme, Instagram, Facebook und Whatsapp zu erreichen, schreibt der Konzern bei Twitter. Gegen 23 Uhr war die Störung behoben. Am Montag waren die Dienste über Stunden hinweg nicht zu erreichen.
handelsblatt.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Riesen-Störung bei Facebook: Die Nachwehen des Serverausfalls.


Social Nirvana: Der weltweite Totalausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram am Montagabend macht deutlich, wie abhängig die Welt mittlerweile von den sozialen Medien ist. Ursache war wohl ein technisches Problem. 25 Mrd WhatsApp-Nachrichten wurden während des sechststündigen Ausfalls nicht gesendet, berechnet die Kreativagentur ABCD Agency. Demnach wurden zudem 125 Mio Instagram-Stories nicht gepostet. Der Netzbetreiber Telefónica (O2) zählte am Montagabend die dreifache Menge verschickter SMS im Vergleich zu den Vorabenden.

Der Digitalverband Bitkom macht darauf aufmerksam, dass der Ausfall Unternehmen teils an ihrer Arbeit gehindert – und sowohl die interne als auch die externe Kommunikation beschränkt hat. Reinhard Kowalewsky schreibt in der "Rheinischen Post", dass wir uns von der "Datenkrake" Facebook "unabhängiger machen" müssen. Man müsse auch darüber nachdenken, den "Konzern zu zerschlagen". Eine solche Störung hat mitunter auch lebensbedrohliche Auswirkungen, schreibt die "New York Times". In Brasilien konnten Apotheken keine Rezeptbestellungen mehr annehmen und in Kolumbien eine Organisation nicht arbeiten, die Opfer häuslicher Gewalt per WhatsApp mit lebensrettenden Diensten verbindet.

Hierzulande hat die sechsstündige Zwangspause eher zu einer Flut an Memes und witzigen Tweets geführt, die Horizont gesammelt hat. Und auch Caroline Rosales kann dem Blackout in der "Zeit" etwas Gutes abgewinnen: "Es schien, als wäre die ganze Welt wie einst bei der Mondlandung oder an Heiligabend in der Kindheit für ein paar Stunden kontaktlos vereint."
nytimes.com, horizont.net, zeit.de, rp-online.de (Paid), zeit.de, turi2.de (Background)

Facebook-Dienste fallen wegen Störung stundenlang aus.


Alles aus: Facebook hat am Montag eine ungewöhnlich umfassende Störung erlitten, die auch die Dienste Instagram und WhatsApp lahmgelegt hat. Technologie-Chef Mike Schroepfer spricht beim Konkurrenten Twitter von "Netzwerk-Problemen". Facebook zwitschert zunächst, es sei "bekannt, dass einige Nutzer Probleme beim Zugriff auf unsere Apps und Produkte haben". Nach etwa sechs Stunden gibt der Konzern Entwarnung und teilt sich entschuldigend mit, dass Apps und Services nun wieder online gehen.

Später teilt Facebook in einem Blogpost mit, eine Konfigurations­änderung am Router habe die Störung verursacht. "Als hätte jemand auf einer Autobahn die Ausfahrtsschilder zu den 'Orten' Instagram, WhatsApp und Facebook entfernt", erklärt IT-Fachmann Rüdiger Trost den Technik-Ausfall gegenüber der dpa.

Auch Facebooks interne Tools und Kommunikations­dienste waren nicht nutzbar, schreibt Ryan Mac von der "New York Times" auf Twitter. Seine Kollegin Sheera Frankel berichtet, dass laut einer Facebook-Mitarbeitenden etliche Angestellte nicht einmal das Gebäude betreten und sich um die Störung kümmern konnten, weil auch die den Zugang steuernden Badges nicht funktionieren. Messenger-Dienst Telegram räumt indes ebenfalls ein, dass bei ihm "die Dinge etwas langsam laufen", angesichts etlicher Menschen, die sich neu anmelden.
zdf.de, spiegel.de, handelsblatt.com, faz.net, rnd.de (Telegram)

WhatsApp arbeitet an Transkriptions-Funktion und Verschlüsselung von Backups.

Anti-Audio-Trend: WhatsApp arbeitet an einer Funktion, die Sprach­nachrichten in Text umwandelt, hat WAbeta Info entdeckt. Die Transkription geschieht dabei nicht auf fremden Servern, sondern auf dem eigenen Smartphone. Zudem will WhatsApp in den kommenden Wochen eine Verschlüsselung seiner Chat-Backups ermöglichen. Bisher sind nur die Chats selbst Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
wabetainfo.com via wuv.de (Sprachnachrichten), golem.de (Backups)

WhatsApp gerät wegen Verschlüsselungs­versprechen in die Kritik.

Einschränkung: Dass dank Verschlüsselung niemand WhatsApp-Chats mitlesen kann, stimmt so nicht, kritisiert ProPublica. Neben einem KI-System moderieren etwa 1.000 externe Angestellte Chat-Inhalte, die als anstößig gemeldet werden. Damit werde die Privatsphäre der Nutzerinnen unterminiert, so ProPublica. Außerdem teile Facebook Metadaten mit Straf­behörden, die u.a. in einer Klage gegen einen Buzzfeed-Informanten genutzt werden. Facebook sagt der ARD, die Meldefunktion verhindere den schlimmsten Missbrauch.
propublica.org via tagesschau.de

WhatsApp muss 225 Mio Euro Strafe zahlen.

Verstoß gegen Datenschutz: Die Irische Datenschutzbehörde DPC verhängt die Rekordstrafe von 225 Mio Euro gegen WhatsApp wegen fehlender Transparenz bei der Weitergabe von persönlichen Daten. Die Facebook-Tochter bezeichnet die Strafe als "vollkommen unangemessen" und will in Berufung gehen. Der Datenschutzaktivist Max Schrems bemängelt, die Summe mache nur 0,08 % des Umsatzes der Facebook-Gruppe aus.
derstandard.de, golem.de

AFP und Facebook starten WhatsApp-Faktencheck.

Gegen Fake News: Die Nachrichten­agentur AFP und Facebook starten ein deutschsprachiges Faktencheck-Angebot auf WhatsApp. Nutzerinnen können ihre Anfragen an die Nummer 0172/2524054 richten, dort macht ein Chat-Bot Fake News ausfindig und antwortet mit AFP-Faktenchecks. Für den Service hat AFP einen neuen Redakteur angestellt. Das im September gegründete DACH-Team des AFP-Fakten­check­netzwerks ist als erstes in Europa auch auf WhatsApp aktiv. In Brasilien und Indien ist das Angebot schon etabliert.

"Gerade im Wahljahr ist es wichtig, dass Falschinformationen aus privaten Gruppen auf Whatsapp sichtbarer werden", sagt Global News Director Phil Chetwynd. Der deutsche Ressortleiter des Faktencheck-Teams Max Biederbeck erklärt, der KI-getriebene Chat-Bot lerne mit jeder Anfrage dazu. Nutzerinnen sei nun "ein ideales Instrument gegen Falschinformationen an die Hand" gegeben.
per Mail, rp-online.de

Taliban bringen westliche Techkonzerne in die Bredouille.

Harām Media: Die Taliban leben in Sachen Kommunikation nicht mehr hinterm Halbmond. Sie nutzen westliche Plattformen wie WhatsApp, Telegram oder Twitter und bringen Techkonzerne damit in die Bredouille. Während umstrittene Politiker wie Donald Trump auf Twitter gesperrt sind, haben Taliban-Sprecher hunderttausende Follower. Facebook sperrt die Taliban zwar aus, doch über WhatsApp können die Gotteskrieger ungehindert kommunizieren. Experten halten Sperrungen der Kommunikationswege aber für wenig zielführend.
faz.net

Kinderporno-Scans: WhatsApp kritisiert Apple-Pläne.

WhatsApp wird keine Kinderporno-Scan-Funktion einführen wie Apple, sagt Chef Will Cathcart. Apple führe damit ein eigenes "Überwachungssystem" ein, das z.B. von Regierungen oder Spyware-Firmen missbraucht werden und die Privatsphäre der Nutzenden verletzen könnte. WhatsApp setzt stattdessen weiterhin darauf, dass Nutzerinnen fragwürdige Inhalte möglichst leicht selbst dem Dienst melden können. Rund 400.000 Fälle habe WhatsApp 2020 einer NGO übermittelt – ohne die Verschlüsselung zu knacken.
mashable.com, twitter.com, ft.com (Paid), itopnews.de, turi2.de (Background)

Studie: WhatsApp ist das wichtigste Social-Media-Netzwerk zur Verbreitung von Desinformation.

Desinformation: Laut einer Untersuchung zum Thema "Desinformation in Deutschland" nennen 92 % der Befragten WhatsApp als Plattform, auf der Userinnen die meisten Falschmeldungen teilen. Befragt wurden u.a. Faktencheckerinnen, Forschende und Fachjournalistinnen. Auf Platz zwei landet Facebook (89 %) vor YouTube (88 %). 74 % der Befragten schätzen vor allem ältere Menschen als anfällig für Fehlinformationen ein.
spiegel.de

Zitat: WhatsApp-Boss Will Cathcart hält Enthüllungen des Pegasus-Projektes für enorm wichtig.

"If this is affecting journalists all around the world, this is affecting human rights defenders all around the world, that affects us all."

WhatApp-Chef Will Cathcart betont die Tragweite der Enthüllungen des Pegasus-Projektes. Schon 2019 seien 1.400 WhatsApp-Nutzerinnen binnen zwei Wochen attackiert worden, daher halte er die kolportierten 50.000 Opfer nicht für übertrieben.
theguardian.com

Co-Autor von Baerbocks Buch weist die Plagiatsvorwürfe zurück.


Zieht sich aus der Affäre: Die Plagiatsvorwürfe gegen das Buch von Annalena Baerbock sind "scheinheilig", schreibt Co-Autor Michael Ebmeyer bei Facebook. Das Buch sei kein Fachbuch, sondern "eine Darlegung der Agenda, mit der die Kandidatin antritt" und einen Überblick über ihre politischen Vorhaben schafft. Er widerspricht der Darstellung, dass es ein Zerwürfnis zwischen ihm und Baerbock gegeben habe, sagt aber auch: "An der Endfassung war ich nicht beteiligt." Ebmeyer definiert seine Rolle als die eines "Geburtshelfers".

Zuvor hatte bereits der Ullsteinverlag, bei dem das Baerbock-Buch erschienen ist, ein Statement zur Entstehung abgegeben. Demnach hat Ebmeyer im vergangenen Winter ausführliche Interviews mit Baerbock geführt, auf deren Textgrundlage Baerbock das Buch geschrieben hat.
facebook.com (Statement Ebmeyer), tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: DHL bietet Kundendienst per WhatsApp an.

Marie schläft nie: DHL startet einen Kundendienst per WhatsApp. Unter der Nummer 0228/76363719 gibt Chatbot Marie Auskunft, u.a. zum Liefer-Status von Paketen. Männliche Paket­empfänger könnte der Service in Verlegenheit bringen – wenn die eigene Partnerin hellhörig wird, wer eigentlich diese Marie ist, die ständig schreibt.
golem.de, twitter.com/DHLPaket

Basta: Userinnen bleiben WhatsApp trotz Datenschutz-Debatte treu.

Appokalypse bleibt aus: Nach der Debatte um neue Datenschutzregeln bei WhatsApp geben 79 % der Nutzerinnen an, die Anwendung auch weiterhin zu nutzen. Fast die Hälfte der befragten Personen habe beim Datenschutz allerdings "kein gutes Gefühl". Trotzdem immer noch besser, als Tante Helga und Onkel Bruno im Familienchat den Umzug zur Konkurrenz-App Telegram zu erklären – und sie darauf vorzubereiten, mit zwei Klicks versehentlich im Chatkanal vom Wendler oder Xavier Naidoo zu landen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

WhatsApp startet Werbe-Kampagne für Verschlüsselung.

Gibt Contra: WhatsApp startet am Montag eine Anzeigenkampagne in Deutschland und Großbritannien, um die Sicherheit seiner Chats zu betonen. In kurzen Werbevideos soll deutlich werden, dass durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur die beteiligten Nutzerinnen Chat-Inhalte lesen können. Nach der Änderung seiner Nutzungsbedingungen hatte WhatsApp zuletzt einen Image-Verlust erlitten. Chef Will Cathcart sagt, die Werbe-Kampagne sei zwar schon geplant gewesen, habe aber nun einen weiteren Anlass bekommen.
meedia.de, turi2.de (Background)

WhatsApp bekommt Multi-Device-Funktion.

WhatsApp lässt sich bald auch dann auf mehreren Geräten nutzen, wenn das ursprünglich verbundene Smartphone außer Reichweite ist oder keine Internetverbindung hat. Eine Beta-Version soll in ein bis zwei Monaten kommen. Ebenfalls geplant ist eine Funktion, mit der sich Chat-Nachrichten nur einmalig ansehen lassen können – sie werden dann automatisch gelöscht, sobald Empfängerinnen sie sich angesehen haben.
wabetainfo.com via t-online.de

WhatsApp: Ablehnung der Datenschutzregeln hat nun doch keine Folgen.

WhatsApp: Wenn Nutzerinnen den neuen Datenschutz-Bestimmungen nicht zustimmen, soll das für sie anders als zunächst angekündigt doch keine Auswirkungen auf die Nutzung der Messenger-App haben. Ursprünglich wollte der Dienst bei Nichtzustimmung nach einigen Wochen mit Warnhinweisen die Funktionalität der App einschränken, z.B. sollten Nutzerinnen mit der Zeit den Zugriff auf ihre Chatliste verlieren.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Antonio Komes beobachtet Doppelmoral deutscher Whatsapp-Nutzerinnen.

Wechselwillig: Anlässlich der Kritik an den neuen WhatsApp-AGB wundert sich Antonio Komes bei Focus Online, warum die Deutschen Datenschutz-"Wiederholungstäter" Facebook noch die Stange halten. Angesichts der Debatten um die Corona-Warn-App "müsste man meinen, unsere privaten Daten lägen uns doch am Herzen". Auf dem Markt gebe es etliche gute Alternativen.
focus.de

Zahl des Tages: Deutsche Nutzerinnen sind besorgt darüber, wie WhatsApp mit Daten umgeht.

Zahl des Tages: Rund 68 % der Befragten einer Appinio-Umfrage sind besorgt darüber, wie WhatsApp personenbezogene Daten verwendet, meldet das "Handelsblatt". Dennoch würden 61 % den AGB-Änderungen zustimmen, um den Messenger-Dienst weiter verwenden zu können. Nur 13 % würden auf die Nutzung verzichten, 26 % sind die Neuerungen egal. Die neuen Bedingungen von WhatsApp erlauben u.a. die Weitergabe von Daten an Facebook. Stimmen Nutzerinnen bis Samstag nicht zu, müssen sie mit Einschränkungen rechnen.
handelsblatt.com

WhatsApp aktualisiert den blauen Haken für Sprachnachrichten.

Haken dran: Bei WhatsApp erscheint der blaue Haken bei Sprachnachrichten nur noch, wenn beide Parteien im Chat die Lesebestätigung eingeschaltet haben. Der Hintergrund: Nutzerinnen konnten auch bei deaktivierter Lesebestätigungs-Funktion sehen, ob Empfängerinnen die Nachricht abgehört haben. WhatsApp plant weitere Neuerungen, u.a. die Funktion, einen Account auf mehreren Geräten zu nutzen.
giga.de

Zitat: Geplanter Zugriff von Behörden auf Chats ist schädlich für Nutzerinnen, sagt Will Cathcart.

"Nennen Sie es Hintertür, Vordertür oder betreutes Hacken – all das würde die Privatsphäre von Milliarden Menschen schwächen."

WhatsApp-Chef Will Cathcart erteilt im "Spiegel" Überlegungen der EU eine Absage, Nachrichten im Einzelfall entschlüsseln zu lassen, um etwa terroristische Inhalte auslesen zu können.
spiegel.de (Paid)

Neue WhatsApp-Richtlinien: Wer nicht zustimmt, kann noch passiv nutzen.

Offene Hintertür: WhatsApp sperrt Usern, die den neuen Nutzungsbedingungen bis 15. Mai nicht zustimmen, doch nicht alle Funktionen. Die neuen AGB verraten, dass Anrufe und Benachrichtigungen zunächst weiter funktionieren. Nachrichten können in der App aber weder gelesen noch geschrieben werden. TechCrunch berichtet, diese Übergangregelung gelte für "einige Wochen".
techcrunch.com via spiegel.de, turi2.de (Background)

Myanmar: Militärjunta sperrt Facebook.

Geputscht und zensiert: Die Militärjunta blockiert nach dem Putsch in Myanmar Facebook sowie dessen Dienste Messenger, Instagram und WhatsApp, schreiben die Netz-Watchdogs von Netblocks. Die Einschränkungen gehen demnach u.a. vom staatlichen Anbieter MPT aus. Facebook gilt in Myanmar als "zentrale Protestplattform" gegen den Putsch.
netblocks.com via cnet.com, twitter.com, deutschlandfunk.de (Background)

WhatsApp führt Datenaustausch mit Facebook ein – jedoch nicht für EU-Nutzer*innen.

WhatsApp führt per Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie den Datenaustausch mit Mutter-Konzern Facebook ein. Auch das Weiterreichen der Daten an dessen Werbekunden wird möglich. Die Europäische Union sei allerdings davon ausgenommen, ließ Facebook nachträglich wissen. Die Ankündigung hatte zuvor Diskussionen ausgelöst, auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar zeigte sich überrascht.
welt.de

USA klagen gegen Facebook und fordern Abspaltung von WhatsApp und Instagram.

Facebook-LogoZerschlagung: Die US-Handelskommission FTC und die Generalstaatsanwälte von 48 Bundesstaaten haben - wie erwartet - eine Klage gegen Facebook eingereicht. Sie werfen dem Konzern vor, mit einer Quasi-Monopol-Stellung den Wettbewerb zu verhindern. Die Klage zielt darauf ab, dass Facebook sich von seinen einst zugekauften Töchtern Instagram und WhatsApp trennt. Denkbar wäre auch, dass ein Gericht Facebook dazu verpflichtet, Übernahmepläne künftig vorab mit den Behörden abzuklären.
spiegel.de, suedeutsche.de, techcrunch.com, turi2.de (Background)

“Washington Post”: US-Kartellis wollen gegen Facebook klagen.


Tag der Wahrheit: US-Behörden gehen in einer großangelegten Klage gegen mögliche Wettbewerbs-Verstöße von Facebook vor, berichtet die "Washington Post". Die Zeitung zitiert Insider, wonach die Generalstaatsanwälte von mehr als 40 Bundesstaaten und die US-Regierung am Mittwoch Klage gegen den Social-Media-Konzern einreichen wollen. Dabei koordinieren sie sich mit den Wettbewerbshütern der FTC. Im Kern geht es um den alten Vorwurf, dass Facebook Wettbewerber aufkauft oder aus dem Markt drängt. Die Behörden haben etwa die Übernahme von Instagram und WhatsApp untersucht und stören sich u.a. am umstrittenen Datenabgleich zwischen den Diensten, den Facebook bei deren Übernahme noch ausgeschlossen hatte.

Facebook sieht das naturgemäß anders. Der Konzern lobbyiert massiv gegen das Vorhaben und argumentiert etwa, dass WhatsApp und Instagram von der Übernahme profitiert hätten und angesichts des Aufstiegs von TikTok der Wettbewerb in Social Media weiter funktioniert. Keiner der Beteiligten äußert sich auf Anfragen der "WaPo" zu dem Klage-Vorhaben.
washingtonpost.com

EU fordert im Kampf gegen Terrorismus Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation.


Terrorismus-Bekämpfung: Die EU-Staaten fordern Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation der Bürger*innen, schreibt der "Spiegel". Die EU-Minister*innen schreiben in einer Erklärung, das sei nötig, "damit digitale Beweismittel von den zuständigen Behörden rechtmäßig gesammelt und genutzt werden können". Die meisten Messengerdienste sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, die "Vertrauenswürdigkeit der Produkte" soll gewahrt bleiben. Was bisher fehlt, sind gemeinsame, europäische Definitionen, etwa über Gefährder. Terroristische Inhalte im Internet sollen künftig in "kürzester Zeit" gelöscht werden – Horst Seehofers Ziel lautet: möglichst eine Stunde nach ihrem Auftauchen.
spiegel.de

WhatsApp lässt Nachrichten nach sieben Tagen verschwinden.

WhatsApp kopiert nach den Stories nun auch in seinen Chats Snapchat und rollt eine Lösch-Funktion aus: Wer will, kann künftig einstellen, ob Nachrichten, Bilder und Videos, auch ungesehene, nach sieben Tagen automatisch aus der App verschwinden sollen. Vor dem Update verschickte Nachrichten sollen von dem neuen Feature aber nicht betroffen sein.
businessinsider.com, onlinemarketing.de, blog.whatsapp.com

Meinung: Soziale Netzwerke zersetzen US-Demokratie.

Twitter, Facebook und Co sind in den USA zur "rea­len Ge­fahr für die de­mo­kra­ti­schen Pro­zes­se und In­sti­tu­tio­nen" ge­wor­den, bilanzieren Patrick Beuth, Guido Mingels und Roland Nelles. Die drei zeichnen die Twitter-Karriere eines falschen Gerüchts über einen angeblich linken Polizistenmord in Oakland nach. Der Unterschied zwischen den Wahlen 2016 und 2020 sei, dass heute nicht mehr nur ausländische Kräfte, sondern vor allem US-Amerikaner*innen selbst auf den Plattformen mit Schmutz um sich schmissen.
"Spiegel" 43/2020, S. 68-72 (Paid)

Basta: WhatsApp schlägt Google zum Gegenchecken vor.

Let me google that for you: WhatsApp will mit einem einfachen Trick gegen die Verbreitung von Fake News vorgehen: In vielen Ländern können Nutzer*innen nun mit einem Klick weitergeleitete Beiträge googlen, um sich mehr Informationen zu verschaffen. Vielleicht wäre das auch etwas für twitternde Präsidenten, damit sie nicht versäumen, zusätzlich zu Infos vermeintlicher Ärzte zu Hydroxychloroquin auch die zu Alien-DNA zu teilen.
mashable.com

Meinung: Verschwörungs-Inhalte verbreiten sich über Messenger.

Messenger sind ein "gefährlicher Nährboden für Desinformation", denn sie sind von außen nicht einsehbar und es bildet sich schnell eine Gruppendynamik, sagt Netz-Expertin Ann Cathrin Riedel. Viele Rechte und Verschwörungsideolog*innen hätten in der Corona-Krise besonders via Telegram kommuniziert, weil die Betreiber selten dagegen vorgingen. Verbreiter*innen wollen laut Riedel "Zwietracht säen und Gesellschaften spalten". Sie setzen besonders auf Fotos, Videos und Memes, weil die sich schnell und ohne Übersetzung teilen lassen. Verbote seien zwecklos, es brauche sinnvolle Regulierung und wachsame Betreiber.
sueddeutsche.de

WhatsApp hat mittlerweile 50 Mio Geschäftskunden.

WhatsApp Business hat mittlerweile weltweit über 50 Mio aktive Nutzer, teilt die Facebook-Tochter mit. Bei WhatsApp Business handelt es sich um eine eigenständige App, mit der Unternehmen mit Kund*innen kommunizieren und Waren präsentieren können. Künftig sollen Unternehmen mit QR-Codes in ihren Shops oder auf Verpackungen auf die Kontaktmöglichkeit hinweisen können.
manager-magazin.de

Twitter, Facebook und Google geben vorerst keine Daten an die Justiz in Hongkong weiter.


Chinesisches Mauern: Facebook, Google und Twitter wollen bis auf weiteres nicht mehr auf Anfragen von Justizbehörden in Hongkong reagieren, wie beide Unternehmen mitteilen. Im Fall von Facebook betrifft das auch die zum Konzern gehörigen Angebote WhatsApp und Instagram. Hintergrund ist das Anfang Juli in Kraft getretene, sogenannte „Sicherheitsgesetz“, das massive Einschnitte in die Autonomie Hongkongs mit sich bringt und der chinesischen Regierung weitreichende Kompetenzen zugesteht, gegen Kritiker vorzugehen.

Ob Facebook und Twitter dauerhaft auf eine Zusammenarbeit mit den Behörden verzichten, ist nicht gesagt. Facebook kündigt an, es wolle zunächst die Auswirkungen des neuen Gesetzes prüfen und sich mit Menschenrechtsexperten beraten. Ähnlich äußert sich auch Twitter.
mashable.com, theverge.comspiegel.de

Brasilien: WhatsApp führt erstmals Zahlungen per Chat ein.

WhatsApp rollt erstmals offiziell die Bezahlfunktion innerhalb der App aus. Zunächst sollen Nutzer*innen in Brasilien auf das Feature zugreifen und damit Geld empfangen und versenden können. Der Dienst, der zunächst in Indien getestet worden war, basiert auf dem technischen Grundgerüst des Online-Bezahlsystems der WhatsApp-Mutter Facebook, Facebook Pay.
techcrunch.com, blog.whatsapp.com

Zwei Drittel der Deutschen nutzen mehr als einen Messenger-Dienst.

Messenger-Dienste sind in Deutschland stark verbreitet, erkennt die Bundesnetzagentur in einer Verbraucherbefragung. 83 % der Bevölkerung nutzen solche Dienste, davon knapp zwei Drittel mindestens zwei Anbieter. Am weitesten verbreitet ist WhatsApp, das 96 % der Nutzer*innen verwenden, gefolgt vom Facebook Messenger (42 %) und Instagram (30 %) - alles Facebook-Produkte. Skype folgt auf Rang vier mit 18 %, dahinter liegen Snapchat (12 %) und Telegram (10 %).
bundesnetzagentur.de

Facebook verbucht im ersten Quartal trotz Krise 4,9 Mrd Dollar Gewinn.

Facebook-LogoFacebook: Im ersten Quartal leidet das Werbegeschäft unter der Krise und bremst das Umsatzwachstum aus. Es liegt bei 18 %, der Quartalsumsatz bei 17,7 Mrd Dollar, der Nettogewinn dennoch bei 4,9 Mrd Dollar. Laut Mark Zuckerberg haben sich die Nutzerzahlen seiner Dienste stark erhöht: Alle zusammen, neben Facebook auch Instagram und Whatsapp, kommen demnach auf drei Mrd monatliche Nutzer. Zuckerberg will 10.000 neue Mitarbeiter einstellen und sieht Sparpotenzial bei Reisen und Marketing.
faz.net, investor.fb.com (Quartalszahlen)

DRK beantwortet Corona-Fragen mit Chatbot.

Deutsches Rotes Kreuz startet einen Whatsapp-Chatbot, der gängige Fragen beantwortet und über die aktuelle Lage informiert. Der Bot schlägt Fragen vor, die der Nutzer über Nummern auswählt. Der Dienst unter der Nummer +49 30 8540 4106 ist kostenlos und inspiriert vom Whatsapp-Service der WHO, der auf Arabisch, Englisch, Französisch und Spanisch informiert.
t3n.de, #thinkpositive #actpositive

Facebook meldet sinkende Werbeumsätze wegen der Corona-Pandemie.

Facebook: Sinkende Werbeumsätze machen in der Corona-Krise auch nicht vor dem sozialen Netzwerk halt. Facebook verzeichne besonders in Ländern, die aggressiv gegen die Virus-Ausbreitung vorgehen, sinkende Werbeumsätze. Genaue Zahlen wollte das Unternehmen nicht bekanntgeben. Gleichzeitig werden Messaging-Dienste verstärkt genutzt: Bei Gruppen-Telefonaten mit drei oder mehr Teilnehmern stieg allein in Italien die Zahl im letzten Monat um über 1.000 %.
reuters.com, derstandard.at

WHO informiert via WhatsApp über das Corona-Virus.

WHO startet im Zuge der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus einen Informationsservice bei WhatsApp. Die WHO will kostenlos über Themen wie Infektionsschutz und Reisebestimmungen sowie über Fake-News aufklären. Der Service reagiert automatisiert auf Nachrichten. Die Anmeldung erfolgt über eine WhatsApp-Nachricht mit dem Stichwort "Hi" an die Nummer +41 79 893 1892. Die Nummer muss zuvor als Kontakt gespeichert werden.
about.fb.com, #thinkpositive #actpositive