Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 36/20.


Wiedervorlage: Was in Kalenderwoche 36 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Schweigen ist Gold: Sandra Ciesek, neue Stimme im NDR-Podcast "Coronavirus-Update", sieht die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft bei einigen Talkshow-Auftritten von Virolog*innen in Gefahr, sagt sie im "Zeit"-Interview. Viele reize die Einladung in eine Talkshow, "da geben sie dann Statements ab, die nicht immer ganz richtig sind".
"Zeit" 37/20, S. 34 (Paid)

Bye bye, Kai: Kai Blasberg besingt seinen Abgang von Tele 5 im DWDL-Podcast romantisch: "Die Liebe meines Lebens ist vorbei. Wir können's noch nicht glauben – wir sind frei." Er will nun nach Nordfriesland ziehen und "nie mehr" als angestellter TV-Manager arbeiten. Vielleicht kommt eine Kariere als Rockstar infrage - in einem Musikvideo sang er mal "YouTube, du Hure, Nutte von Google".
dwdl.de, youtube.com (5-Min-Musikvideo), turi2.de (Background)

Twitter ist keine Klokabine, findet Jan Böhmermann und widerspricht in der "Süddeutschen" einer Einschätzung von Comedian Ricky Gervais. Zwar werde der Dienst nur von wenigen genutzt, die aber "das Sagen haben oder es gerne hätten". Böhmermann glaubt, dass Tweets etwas verändern können. Er veröffentlicht aktuell ausgewählte Tweets als Buch.
"Süddeutsche Zeitung", S. 52 (Paid)

Meinungsklima: Die Zustimmung zu populistischen Aussagen in Deutschland nimmt ab - trotz der Corona-Proteste, sagt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Ende 2018 sei noch ein Drittel der Wahlberechtigten "populistisch eingestellt" gewesen, heute nur noch ein Fünftel. Mitautor Wolfgang Merkel beobachtet ein zurückgewonnenes Vertrauen der Menschen in die Politik.
faz.net, bertelsmann-stiftung.de (Ergebnisse), presseportal.de (Merkel)

Porno-Instagram: OnlyFans entwickelt sich zu einer Influencer-Plattform für nackte Tatsachen. Weltweit stellen 500.000 "Intimfluencer" ihre Fotos und Videos ein, für die User mindestens 3 Dollar pro gefolgtem Account bezahlen. Nach eigenen Angaben gibt es 25 Mio Nutzer*innen, davon 4.000 in Deutschland.
mopo.de, welt.de, youtube.com ("Puls Reportage", 17-Min-Video)

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 35/20.


Wiedervorlage: Was in Kalenderwoche 35 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Neues vom Nerd: Jan Ippen hat gerade BuzzFeed Deutschland gerettet, bei turi2.tv erklärt er, wie das Portal zwischen die News-Seiten von "Münchner Merkur" und "Frankfurter Rundschau" im Ippen-Portfolio passt. Außerdem erklärt er, wie er sich die Zeitungs-Zukunft mit "Papier als Liebhaber-Objekte" vorstellt.
turi2.tv (17-Min-Video auf YouTube)

Digital-Debatte: Philosoph Richard David Precht und Investor Frank Thelen (Foto) diskutieren im "Spiegel" über die Digitalisierung. Precht fürchtet, KI könnte die Freiheit von Menschen einschränken. Thelen hält dagegen und wünscht sich mehr Begeisterung für Technologie und weniger "Reichsbedenkenträger".
"Spiegel" 36/2020, S. 60 - 64 (Paid)

Abschieds-Vorstellung: Bei Phoenix durften Augstein und Blome zum Abschied von Nikolaus Blome doch noch mal streiten – zum letzten verbalen Schlagabtausch im öffentlich-rechtlichen Fahrwasser. In der Mediathek gibt's die Show zum nachschauen.
phoenix.de, youtube.com (14-Min-Video), turi2.de (Background)

TV-Tipp: Die Doku Mensch gegen Virus (3sat, 23.40 Uhr) beleuchtet Pandemien von der Spanischen Grippe bis zu Covid-19. Expert*innen ziehen historische, soziale und virologische Parallelen. Das Neue an Corona sei, dass auch symptomfreie Patienten das Virus übertragen.
faz.net, 3sat.de (43-Min-Video bereits abrufbar)

Hör-Tipp: Alexander Sixt definiert die Bereitschaft, sich zu verändern als Schlüssel zum Erfolg. Im Podcast Team A von "Havard Business Manager" und Xing sagt er, "Entscheidungen sind dafür da, dass sie revidiert werden". Der Autovermieter Sixt habe die Krise schnell akzeptiert und u.a. mit neuen Produkten reagiert.
podcasts.apple.com (37-Min-Audio), manager-magazin.de

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 34/20.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 34 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben.

ard_zdf_150x150Medienkritik: ARD und ZDF sollen mit ihrer Corona-Berichterstattung "Ängste geschürt" und "ein permanentes Krisen- und Bedrohungsszenario vermittelt" haben, sagt eine Studie der Uni Passau. Ein ZDF-Sprecher entgegnet, Corona sei zu der Zeit das "dominante Thema in allen Lebensbereichen" gewesen. Für Helge Fuhst, Vize-Chefredakteur von ARD Aktuell, ist die Studie "nicht nachvollziehbar".
rnd.de, researchgate.net (Pre-Print Studie)


Spiegel TV: Stefan Niggemeier wirft der Redaktion vor, sich mit einer fremden Morddrohung als unerschrockenes Medium zu inszenieren. Die Drohung in Form einer Pistolen-Kugel sei eigentlich an einen Libanesen geschickt worden, der dem Team bei Dreharbeiten über Clan-Machenschaften geholfen hatte.
uebermedien.de


Wirecard-Skandal wird noch absurder: Ex-Vorstand Jan Marsalek hat die Wirtschaftsprüfer*innen von KPMG und EY offenbar mit Schauspieler*innen und Bank-Kulissen getäuscht, schreibt das "manager magazin". EY habe die angeblichen Angestellten bei Recherchen nicht auffinden können.
manager-magazin.de (Paid)


Video-Tipp: Kevin Kühnert ist Markus Fel­den­kir­chens erster Gast im neuen "Spiegel"-Talk "Spitzen­ge­spräch". In lockerer Atmosphäre, teils mit Arminia-Bielefeld-Schal, stellt sich Kühnert u.a. hinter Olaf Scholz. Seiner Grundschullehrerin nehme er nicht übel, dass sie mangels "Medienkompetenz" bei einem Anruf der "Bild" nicht einfach auflegt.
youtube.com (53-Min-Video), turi2.de (Background)


Mein Homescreen: Paul Ostwald, Gründer und Editor-at-Large des Medien-Startups Forum.eu, lässt sich von seinem iPhone XS nicht nur bei der Arbeit unterstützen, sondern auch in der virtuellen Rückenschule von Ratiopharm – die er nach einem Bandscheibenvorfall regelmäßig besuchen muss.
turi2.de

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 32/20:


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 32 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Mein Homescreen: Himmel, Wasser und Strandidyll hat Maria Hedengren, seit 2019 Chefin der Magazin-Flatrate-App Readly aus Stockholm, auf ihrem iPhone immer im Blick. Beruflich ist die Schwedin damit vor allem auf Slack und Linked-in unterwegs, privat trackt sie per App u.a. die Schulnoten ihrer beiden Söhne.
weiterlesen auf turi2.de


Klick-Tipp: Jan Böhmermann holt eine Jugend­sünde aus dem Giftschrank – in einem Zeitungs­artikel von 1999 rezensiert er einen Auftritt von Kabarettist Dieter Nuhr. Dabei zeigt er einen leichten Hang zu Lokaljournalismus-Floskeln: "Sunnyboy" Nuhr habe das Publikum "fest im Griff" und schaffe eine "geradezu familiäre Atmosphäre".
twitter.com via rnd.de


Lese-Tipp: Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann hätte sich gewünscht, dass die "Zeit" ihrem jungen Ableger mehr Zeit gibt, um profitabel zu werden. Würde man das Feuilleton auslagern und es profitabel machen wollen, wäre das für eine Zeitung "auch eine große Herausforderung".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)


Naturbursche: Bärtig und nebst gehörntem Getier plaudert Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann mit Anne Hähnig über seine Freundschaft zu Helmut Kohl. Bei seiner PR-Agentur Storymachine arbeitet er fast nur im Hintergrund, sein "Bedarf an Bühnen­präsenz" sei "für die nächsten Jahrzehnte gedeckt".
zeit.de (Paid)


Pressefreiheit: BR-Hauptstadt-Korrespondentin Barbara Kostolnik hat keine Antwort darauf, wie Journalist*innen mit Anfeindungen auf Corona-Demos umgehen sollen. Es sei frustrierend, partout nicht ins Gespräch zu kommen, weil die Demonstrant*innen kein demokratisches Grundvertrauen hätten.
br.de


Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 31/20:


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 31 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Der 100-Jährige und die Pandemie: "Mit der Einstellung der Live-Spiele sind die Reichweiten eingebrochen", sagt "Kicker"-Vermarktungschef Martin Schumacher im Video-Interview mit turi2.tv. Die Reichweiten seien inzwischen zurück – die Geisterspiele hätten für rekordhafte 2,1 Mrd Page Impressions gesorgt.
weiterlesen auf turi2.de, turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)


Deutsche Wirtschaft bricht im 2. Quartal um mehr als 10 % ein, berechnet das Statistische Bundesamt. Auch das BIP schrumpft im Vergleich zum Vorquartal um knapp 10 %. Im Mai waren 6,7 Mio Menschen in Kurzarbeit, die höchste jemals ermittelte Zahl in Deutschland. Im Juli waren es laut Arbeitsagentur noch rund 190.000 Menschen.
manager-magazin.de, faz.net


Märchenhaft teuer: Mindestens 41.800 Dollar müssen Medienhäuser für einen Quarantäne-Platz in Disney World zum NBA-Restart berappen. Die Kosten beinhalten Flug, Hotel (550 Dollar/Nacht), Transport, Verpflegung und tägliche Corona-Tests während der bis zu 76-tägigen Team-Quarantäne.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27, turi2.de (Background)


Hör-Tipp: Ex-Siemens-Personalchefin Janina Kugel spricht im "Die Boss"-Podcast über ihre Erfahrungen mit Rassismus. Sie berichtet, dass sie als Kind selbst mit dem N-Wort bezeichnet wurde und heute "sehr häufig" vom Zoll am Flughafen angehalten werde.
audionow.de (45-Min-Podcast), stern.de, turi2.de (Background Podcast)


Google führt das Label "Black-owned Businesses" in der Suche und bei Maps ein, um die Black Community zu unterstützen. Es zeigt ein schwarzes Herz vor orangefarbenem Hintergrund. Für das Label müssen sich Firmen "per Mail, Telefon oder Post verifizieren".
theverge.com



Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 30/20:


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 29 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Ein bisschen Frieden: "Wir müssen mal diese ganzen Wettbewerbs-Gedanken ein Stück weit beiseiteschieben", sagt Andreas Arntzen im Video-Interview von turi2.tv mit Blick auf die Konkurrenz. Außerdem spricht der Chef des Wort & Bild Verlags über die Redaktionsarbeit in Corona-Zeiten und digitale Erfolge.
weiterlesen auf turi2.de, turi2.tv (10-Min-Video bei YouTube)


Gucken und Kaufen: Das "manager magazin" schaut bei QVC unter die Haube. Der Verkaufs-Sender passt sich "vorbehaltlos" der Kundschaft an, schreibt Philipp Alvares. Kaum ein Einzelhändler sei so geschickt darin, einen Bedarf zu wecken. Damit erwirtschafte der Sender "Traumrenditen" – trotz Amazon und Instagram.
"manager magazin" 8/2020, S. 63-66 (Paid), turi2.de (QVC-Mann Sascha Heyna in der "turi2 edition #9")


Paid Content: Blogs, Newsletter und Podcasts können auch jenseits der Werbe-Vermarktung Geld verdienen – wenn sie treue Fans haben, analysiert das "Handelsblatt". Gabriel Yoran, Erfinder des Bezahl-Dienstes Steady, sagt, dass Fans nicht in erster Linie für Inhalte zahlen, sondern für die Personen dahinter.
handelsblatt.com (Paid)


Kultur-Comedy: Der BR verlängert die Comedy-Serie Das Institut - Die Oase des Scheiterns um einem Podcast. Die reale Reporterin Ariane Alter besucht das fiktive Sprach- und Kultur­institut im fiktiven Kisbekistan. Das Team versucht, deutsches Kulturgut zu vermitteln und lässt dabei kein Fettnäpfchen aus.
ardaudiothek.de (8 Folgen à ca. 20 Minuten), br.de, ardmediathek.de (TV-Staffeln)


Olympia 2021 in Tokio ist keineswegs sicher – zu diesem Schluss kommt die "ZDF Sportreportage". Die Redaktion befragt Expert*innen aus Sport und Wissenschaft. Sie halten Sport­wettbewerbe für möglich. Schwierig wird's beim Publikum.
zdf.de (23-Min-Reportage, ab Min 10)

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 29/20: Mirko Kaminski, Tegernseer Hell, Spiele-Industrie.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 29 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

"Wir fahren weiter auf Sicht." Im Video-Interview von turi2.tv blickt Mirko Kaminski mit gemischten Gefühlen auf die Agentur-Branche. Auf der Insel Fehmarn verbindet er im Sommer Urlaub und Arbeit und trifft Persönlichkeiten aus der Agentur-Welt.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)


Tegernseer Hell hat ohne Marketing einen Status als Kult-Bier erreicht, schreibt Tatjana Kerschbaumer. Der Siegeszug in die Republik führt über Berliner Spätis. Schnörkelloses Design, Experimentier­freude und der Tegernsee als Marktvorteil sind Teil des Erfolgs.
seeseiten-tegernsee.de


Spiele-Industrie erlebt ihren MeToo-Moment, dokumentiert "Breitband". Jennifer Scheurle, Chefin des Verbandes Women in Games, sagt, dass "jede Frau" in der Branche jemanden outen könnte. Zuletzt war die Spiele-Schmiede Ubisoft in den Schlagzeilen.
deutschlandfunkkultur.de (mit 20-Min-Audio), turi2.de (Background)


"Bild" im Porträt: Thomas Meaney erklärt in einem Langzeit-Porträt im "Guardian", wie das System "Bild" funktioniert und welche Rolle Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) spielt. Er sei weniger ein News-Impressario, sondern mehr "Gefühlsunternehmer".
weiterlesen auf turi2.de, theguardian.com


Print-Prognose: Burda-Vorstand Philipp Welte sieht den "Tiefststand" beim krisenbedingten Werbeeinbruch überwunden. Für 2020 prognostiziert er ein durchschnittliches Werbe-Minus "aller Verlage von Publikumszeitschriften" von 20 %.
horizont.net (Paid)

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 28/20: Dmexco, Frauke Bank, Markus Lanz.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 28 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Dmexco muss ihr Konzept für eine Hybrid-Messe aus Vor-Ort- und Online-Event wieder einsammeln und stellt auf Online-only um. Bei turi2.tv erklärt Dmexco-Chef Dominik Matyka das neue Konzept und sagt: "Wir haben uns den Wünschen der Community gebeugt."
turi2.tv (12-Min-Video auf YouTube)


Mein Homescreen: Frauke Bank, Leiterin der Unternehmens­kommunikation des Außenwerbers Wall, zeigt bei turi2 ihren Homescreen mit ihrem Sehnsuchtsort in Dänemark und findet - Wall-App sei Dank – immer den schnellsten Weg zu stillen Örtchen in Berlin.
turi2.de


ZDF-Talker Markus Lanz ist inzwischen "führender politischer Interviewer dieses Landes", wird aber mit seiner Talkshow unterschätzt, urteilt Peter Unfried in der "taz". In Lanz' Talk-Show entstehe ein wirkliches Gespräch, das auch biografische Hintergründe einbeziehe.
taz.de


Bento, Ze.tt & Co: Verlage nutzen die Werbe-Krise durch Corona als "Anlass zum Aufräumen", analysiert Daniel Bouhs in der "taz". Er sieht u.a. bei "Spiegel", "Zeit" und "FAZ" eine Konzentration aufs Kerngeschäft. Ob das alles ohne Corona passiert wäre, sei schwer abzuschätzen.
taz.de, turi2.de ("Zeit"), turi2.de ("Spiegel")


Video-Tipp: "ZDF Zoom" dokumentiert die Risse, die sich durch Corona-Verschwörungserzählungen durch die Gesellschaft ziehen. Die Reportage zeigt auch Aufnahmen, bei denen das Team von Rechts­extremist*innen bedrängt wurde.
zdf.de (29-Min-Video), turi2.de (Background)

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 26/20: Business Insider, “FAZ Woche”, Peter Klotzki.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 26 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

In der Klickfalle: Corona offenbart die "Lebenslügen" von Reichweiten-Portalen wie Business Insider, analysiert das "manager magazin". Autor Philipp Alvares legt nahe, dass Springer-Boss Mathias Döpfner sich mit der Übernahme 2015 verspekuliert hat.
weiterlesen auf turi2.de, "manager magazin" 7/2020, S. 76-79 (Paid)


Kein Happy-End: Die "Frankfurter Allgemeine Woche" ist am Freitag zum letzten Mal erschienen und zitiert ihr Erstlings-Cover von 2016. Wieder zeigt es Angela Merkel als Wonderwoman neben dem amtierenden US-Präsidenten. Doch statt Superman Obama ist nun Donald Trump mit Dr.-Evil-Geste zu sehen.
clap-club.de, turi2.de (Background)


"Wir sind Problemlöser", sagt Peter Klotzki im Video-Interview von turi2.tv. Der frühere Presse-Chef des VDZ erklärt in seiner neuen Rolle als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freie Berufe, wie die Freiberufler*innen durch die Krise kommen.
weiterlesen auf turi2.de, turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)


Hör-Tipp: Markus Söder gibt sich im neuen Podcast von Ulrich Wickert selbstkritisch. Die zeitweise Annäherung der CSU an die AfD nennt er einen "schweren Fehler". Wickert sagt im Nach­gespräch bei n-tv, dass sich sein Bild des CSU-Mannes durch das Gespräch verändert hat.
audionow.de (77-Min-Podcast), rtl.de (mit 3-Min-Video von n-tv)


Mein Homescreen: Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen und Immobilien bei "Welt", demonstriert seine Zahlenliebe. Er sieht was die Leser*innen der "Welt" gerade interessiert und wie viele Abos sie abschließen.
weiterlesen auf turi2.de

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 25/20: Morten Wenzek, Klaus Dahm, Social Media.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 25 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Gelber Geist: Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Morten Wenzek, Verantwortlicher Redakteur für Social Media, was "Bild" auf dem vielfach totgesagten Videodienst Snapchat hält: Werbeeinnahmen und eine für die Medienmarke ansonsten nahezu ungekannte Zielgruppe. Außerdem gibt's Tipps für die neuen Audio-Tweets von Twitter.


Kiosk Apotheke: Seit einem Jahr macht Burda mit der Zeitschrift "Mylife" der "Apotheken Umschau" Konkurrenz. Im Video-Interview von turi2.tv zieht Co-Chefredakteur Klaus Dahm Bilanz und erklärt, warum er für sein Blatt trotz Corona "mildernde Umstände" auf dem Werbemarkt sieht.


Soziale Netzwerke sind für 30 % der 18- bis 24-Jährigen die wichtigste Nachrichtenquelle, erforscht das Reuters Institute. 2019 waren es noch 22 %. Auch die Zahlungsbereitschaft steigt: 16 % der Befragten haben innerhalb der vergangenen zwölf Monate für Online-Journalismus gezahlt (+5 %).


Augustus-Gründer Wolfgang Haupt ist ein guter Selbstvermarkter, schreibt Katharina Kort in ihrem Porträt. Sein Erfolgsrezept sei es, "sich an berühmte Namen zu hängen". Kort bezweifelt, dass Haupt wirklich viel zu bieten hat: Augustus habe kaum Produkte, selbst die Website brauche ein Update.


Mein Homescreen: Jasper von Hardenberg, Chef des ​Markenberaters CRTN, zeigt seinen Homescreen mit der frisch installierten Corona-Warn-App. Er sammelt auch sonst smarte Lösungen für den Alltag, etwa eine App, mit der er sein Gartenschlauchventil fernsteuern kann.

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 24/20: FAZ, Springer, Matthias Horx.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 23 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

FAZ vs. Rezo: Redakteur Constantin van Lijnden reagiert mit einem Video auf die "Zerstörung der Presse" von Rezo. Er kritisiert, dass der YouTuber keines der zitierten Medien um eine Stellungnahme gebeten habe – und dass er die Qualität der Berichterstattung an Artikeln über sich selbst bemisst.


Springer-Neubau in Berlin bekommt heute seine ersten Bewohner*innen. Andreas Ludwigs, Immobilien-Chef des Konzerns, führt vorab per YouTube-Video durch die leeren Räume, u.a. das Atrium, die TV-Studios und über die Dachterrasse.


Welt nach Corona: Zukunftsforscher Matthias Horx sagt im Interview mit HR-Info, dass wir mit der Corona-Krise den Preis für die Beschleunigung unseres Alltags zahlen. "Alles, was wir unentwegt beschleunigen, erzeugt letzten Endes eine Verlangsamung."


Bild vs. Drosten: Christian Drosten ist ein "Bauernopfer" in der Kampagne der "Bild" gegen Bundeskanzlerin Merkel, urteilt Medienforscherin Johanna Haberer. Das Problem des Springer-Blatts sei, dass die Politik in der Corona-Krise vieles richtig mache.


Mein Homescreen: Nico Lumma, SPD-Netzpolitiker und Mit-Geschäftsführer beim Next Media Accelerator, zeigt seinen Homescreen: Er freut sich seit einigen Wochen über weniger Altlasten im Mail-Postfach. Jetzt hat er mehr Zeit, sich als Hunde-Fotograf zu versuchen.

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 23/20 – Julian Reichelt, Storymachine, Rezo.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 23 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:


Im Verhör: Springer-Chef Mathias Döpfner nimmt "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) in Springers Inside.Pod-Podcast ins Gebet. Die Ein-Stunden-Frist für Virologe Christian Drosten nennt Döpfner einen "dummen Fehler". Reichelt räumt ein, "Bild" habe sich dadurch "angreifbar" gemacht, glaubt aber, Drosten hätte "in der Zeit, in der er getwittert hat" die Fragen auch beantworten können.
turi2.de


Nur fürs Protokoll: Kai Diekmanns Storymachine kassiert eine Rüge vom PR-Rat für ihre Arbeit am "Heinsberg-Protokoll". Die Agentur habe "Rufschädigung des Berufsstands durch unprofessionelles Verhalten" erzeugt und den Anschein erweckt, die PR sei "eine Maßnahme mit dem Ziel, ein vorformuliertes Narrativ in der Öffentlichkeit zu platzieren". Über ihren Anwalt Christian Schertz droht Storymachine mit rechtlichen Schritten gegen den PR-Rat.
turi2.de


Faktencheck: Kai-Hinrich Renner findet Fehler in Rezos Video zur Zerstörung der Presse. Renner hat Rezos Faktencheck zu Artikeln über ihn selbst im Hinblick auf die "Berliner Zeitung" überprüft. Die Erkenntnis: Rezo hat nur einen Bruchteil der Artikel untersucht. Mehrere der monierten Fehler seien bei genauer Betrachtung gar keine.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)


Vogue hebt auf dem britischen Cover die Bedeutung von Menschen hervor, die in der Pandemie im öffentlichen Sektor arbeiten. Die Titelseiten zeigen eine Lokführerin (Foto), eine Hebamme und eine Supermarktmitarbeiterin. Menschen, "die ihr Leben für uns alle aufs Spiel setzten", müssen gefeiert werden, sagt Chefredakteur Edward Enninful.
rnd.de, vogue.co.uk


Mein Homescreen: Colette Ballou, Gründerin und Vorständin der auf Technologie-PR spezialisierten Agentur Ballou, ist kurz vor dem weltweiten Corona-Lockdown nach Wales ausgewandert und versucht nun mithilfe ihres iPhones, auch die zweite Sprache auf den Straßenschildern ihrer neuen Wahlheimat zu erlernen.
turi2.de

Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende – Jennifer Morgan, Alexander Kekulé, Franziska Giffey.


Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Jen ohne Fortune: Jennifer Morgan, ehemalige SAP-Co-Chefin, ist an falschen Schwerpunkten und einem "Young Boys Club" aus der Gegend von Walldorf gescheitert. Zu diesem Ergebnis kommt Tech-Redakteurin Eva Müller, nachdem sie fürs "manager magazin" bei SAP recherchiert und mit CEO Christian Klein gesprochen hat.
turi2.de, manager-magazin.de (Paid)


Medialer Antikörper: "Die Kampagne der 'Bild'-Zeitung ist sehr, sehr tendenziös", sagt Forscher Alexander Kekulé im "FAZ"-Podcast. Diesen Umgang mit Christian Drosten wolle er in keinem Fall unterstützen. Kekulé hält außerdem fest, der "Tagesspiegel" habe ihn mit der Forderung, Drosten solle seine Studie zurückziehen, falsch zitiert
weiterlesen auf turi2.de, faz.net (Paid)


Frauenförderung: Familienministerin Franziska Giffey will Corona-Staatshilfen an "Maßnahmen zur Geschlechtergerechtigkeit" knüpfen, sagt sie der "Bild am Sonntag". Unternehmen sollten sich für finanzielle Hilfen "im Gegenzug" z.B. dafür einsetzen, Löhne anzugleichen oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken.
bild.de (Paid)


Krisen-Logistik: "Wenn die zweite Welle kommt, sind wir heute deutlich besser vorbereitet." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Monika Schaller, dass Deutsche Post und DHL aus der Corona-Krise viel gelernt haben. Vor allem die Bedeutung der Logistik habe sich gezeigt, sagt die Leiterin der Unternehmenskommunikation.
turi2.de, turi2.tv (7-Min-Video auf YouTube)


Mein Homescreen: Enita Ramaj, Chefin der Bauer-Portale Cosmopolitan.de, Madame.de und Männersache.de, findet sich im Home Office ganz gut zurecht, da sie vor ihrer Zeit bei Bauer selbstständig war. Jedoch fehlt dabei der Arbeitsweg mit dem Rad, auf dem sie sich normalerweise über Spotify beschallen und inspirieren lässt.
turi2.de

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 22/20 – Christian Drosten, Bild, Twitter.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 22 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Wer zieht schneller? "Bild" verdirbt es sich mit der Wissenschafts-Community: Die Zeitung nimmt mehrere Anläufe, den Virologen Christian Drosten als Schlamper vorzuführen. Doch keiner der von Springers Boulevard-Haubitze zitierten Forscher will mit dem Blatt etwas zu tun haben. Nun soll sich sogar Verlegerin Friede Springer über "Kampagnenjournalismus" beschwert haben. "Bild"-Chef Julian Reichelt fordert Drosten zum (Rede-)Duell und beschwert sich via "Spiegel" u.a. über den "Spiegel" und "Heiligenverehrung in den Medien".


Twitter-Gewitter: Donald Trump ist überhaupt nicht erfreut, dass Twitter offensichtliche Lügen des US-Präsidenten als solche nun auch kennzeichnet. Per Dekret will er soziale Medien im Allgemeinen und seinen Lieblingsdienst im Speziellen an die kurze Leine nehmen.


Wochen-Ende: Die "FAZ" macht ihre "FAZ Woche" dicht. So richtig rund lief es für das Wochen-Magazin der Frankfurter zuletzt ohnehin nicht – Corona gibt ihr nun den Rest. "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner sagt, das Konzept sei "schlicht ein paar Jahre zu spät in den Markt" gekommen.


Dating auf Distanz ist in Zeiten der Kontakt-Beschränkungen richtig en vogue, sagt Parship-Chef Tim Schiffers im Video-Interview mit turi2.tv. Kurzarbeit ist für die ProSiebenSat.1-Tochter daher kein Thema, Home Office dagegen schon – aber bitte nicht als Dauerzustand, findet Schiffers.


Echte Pionier-Leistungen haben ihren Preis: Bei Media Pioneer von Gabor Steingart einen deutlich höheren als bisher bekannt. Bis zu 100.000 Euro dürfen echten Fans investieren und das Medien-Schiff dafür u.a. einmalig zum Party-Boot umfunktionieren. Wir wünschen Mast- und Schotbruch.


Außerdem: Funke entlässt den Großteil seiner Programm-Redaktion in Hamburg. +++ Springer steigt im Bieter-Kampf um Ebay-Kleinanzeigen aus. +++ Focus geht unter die True-Crime-Macher. +++ Amazon zeigt noch mehr Bundesliga-Spiele. +++ Altkanzler Schröder macht als Podcaster und bei Insta von sich reden.

Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende – Laura Karasek, Gabor Steingart, Yoram Roth.


Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Gute Seiten, schlechte Seiten: Moderatorin Laura Karasek spricht bei turi2.tv über Emanzipation in Zeiten von Corona. "Wir fallen zurück in so ein 50er-Jahre-Ding", befürchtet sie, wenn Männer weiter ihre Termine wahrnehmen und ihren Frauen die Kinder überlassen. Außerdem geht's um Unterhaltung in schwerer Zeit und Solidarität auf Instagram.
turi2.tv (17-Min-Video auf YouTube)


Juristischer Ärger für Gabor Steingart: Der kostenpflichtige Newsletter "Hauptstadt-Briefing" verletzt womöglich die Markenrechte von Detlef Prinz, der seit zwei Jahrzehnten sonntags den gedruckten Hauptstadtbrief als Beilage der "Berliner Morgenpost" herausgibt. Gegen eine einstweilige Verfügung will Steingart Widerspruch einlegen.
turi2.de, horizont.net (Paid)


Wieder unterwegs: Flixbus fährt den Fernbus-Betrieb ab Donnerstag wieder hoch – zunächst mit rund 50 Haltepunkten, darunter Berlin, Frankfurt am Main und Weimar. Auch die Lufthansa will ab Mitte Juni wieder häufiger abheben. Laut "Bild am Sonntag" stehen 20 Urlaubsziele auf dem Flugplan.
manager-magazin.de (Flixbus), bild.de (Lufthansa)


Corona-Schleudern: Auf einen baptistischen Gottesdienst in Frankfurt am Main gehen 40 Infektionen in umliegenden Landkreisen zurück. In einem Restaurant im Landkreis Leer haben sich sieben Menschen mit dem Virus infiziert.
fr.de (Frankfurt), ndr.de (Leer)


Mein Homescreen: Yoram Roth, Fotokünstler und Mit-Eigentümer der Stadtmagazine "Zitty" und "Tip Berlin", zeigt bei turi2 seinen Homescreen. Tagsüber testet er eine neue Foto-App für "Tip", nachts produziert er Techno-Tracks.
turi2.de

Wiedervorlage: Das Wichtigste aus KW 21/20 – Lufthansa, Bundesliga, Bahamas-Leaks.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 21 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben oder vertiefen wollen:

Lufthansa ist gerettet. Nein! Doch! Ohhh! Erst hieß es, Politik und Airline hätten sich geeinigt: Der Bund steigt mit bis zu 25 % + eine Aktie bei der Airline ein – nun wird noch weiter verhandelt. Die Idee der Politik, die Kranich-Airline solle alle bestellten Airbus-Flugzeuge trotz Krise tatsächlich abnehmen, kommt bei der Lufthansa nicht so gut an.
turi2.de


Der Ball rollt wieder in der Fußball-Bundesliga und neuerdings auch bei Amazon Prime. Der Streaming-Dienst sichert sich einen Teil der Online-Rechte und zeigt nun schon in der zweiten Woche dieselben Spiele wie Dazn. Grund ist die Kündigung des Sublizenz-Gebers Discovery.
turi2.de


Einen Doppelpass in die Steuer-Oase hat in den 1980ern Uwe Seeler gespielt. Der Kult-Kicker hat auf den Bahamas jahrelang eine Briefkastenfirma betrieben, sagen Unterlagen, die dem "Spiegel" zugespielt wurden. Er ist nicht der einzige mutmaßliche Steuer-Sünder.
turi2.de


Besser essen, gerade in Corona-Zeiten haben sich die Lebensmittel-Liebhaber von Edeka und der Verlag Burda auf die Fahnen geschrieben. Im Video-Interview von turi2.tv erklärt Burda-Managerin Nina Winter, dass das Online-Angebot eatbetter.de mehr sein will als eine Rezeptseite.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)


Außerdem: Bei Volkswagen verunglückt eine Insta-Werbung. +++ Das "Grundgesetz-Magazin" von Oliver Wurm komm zurück an den Kiosk. +++ Christian Drosten ist der in den Medien am häufigsten zitierte Virologe. +++ Die "Lindenstraße" ist museumsreif.