Debatte: Start der neuen Mobilfunk-Technologie 5G ist missglückt, meint Helmut Martin-Jung.

Mauer Auftakt: Die Mobilfunk-Branche hat bei dem neuen Standard 5G viel versprochen, aber zu wenig geliefert, schreibt Helmut Martin-Jung in der "Süddeutschen Zeitung". Konsumentinnen würden "nicht recht wissen, was sie damit anfangen sollen". Für "gewöhnliche" Anwenderinnen gebe es "noch keinen Mehrwert", vieles ginge genauso gut mit dem Vorgänger 4G. In der Industrie könne 5G allerdings "sehr sinnvoll eingesetzt werden".
sueddeutsche.de

Corint Media fordert 190 Mio Euro von Facebook.

Leistungsschutzrecht: Corint Media fordert für 2022 rund 190 Mio Euro von Facebook für die Nutzung von Presseinhalten. Die Verwertungsgesellschaft habe dazu die "relevanten Umsätze" der Meta-Tochter zugrunde gelegt. Ein Statement von Facebook steht noch aus. Im Oktober hatte Corint Media von Google 420 Mio Euro fürs kommende Jahr verlangt, der Konzern wies die Forderung jedoch als "haltlos" zurück.
pressebox.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Mercedes-Benz investiert bis 2026 mehr als 60 Mrd Euro.

Mercedes-Benz will bis 2026 über 60 Mrd Euro investieren. Die Daimler-Pkw-Tochter will das Geld vor allem in Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren stecken. Mercedes-Benz wolle führender Hersteller von elektrischen Antrieben und Fahrzeugsoftware werden. Ziel sei die "Technologieführerschaft im automobilen Luxussegment sowie bei Premium Vans", sagt Daimler-CEO Ola Källenius.
manager-magazin.de

Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt inszeniert sich bei Twitter als Opfer seiner politischen Linie.

Opfer-Rolle: Der geschasste "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt strickt an der Legende, Opfer seiner politischen Linie geworden zu sein – und nicht seiner Hormone. Die wohl bald kommende Impfpflicht sei der "größte politische Wortbruch in der Geschichte der Bundesrepublik". Viele Politiker hätten es "herbeigesehnt und befeuert", dass man ihm "die Möglichkeit nimmt, 'Bild' als klarste und unüberhörbare Stimme des freiheitlichen Denkens zu verteidigen". Podcaster und Gag-Autor Micky Beisenherz kann "diese Dreistigkeit" nicht fassen und hält dagegen: "Hätte die 'Bild' unter der Leitung Ihres tonymontanaartigen Wandertestikels nicht permanent so einen irreführenden Torpedo- Scheiß geschrieben, wäre ebendiese vermutlich gar nicht nötig geworden. Glückwunsch. In diesem Sinne: Viel Spaß bei Servus TV."

Zuletzt hatte Correctiv-Gründer David Schraven das Gerücht in die Welt gesetzt, Julian Reichelt würde zum österreichischen Sender Servus TV wechseln. Bisher will das aber weder der Sender noch Reichelt selbst bestätigen. In Reichelts Twitter-Bio ist allerdings neuerdings "I'll be back" zu lesen. Springer hatte Reichelt im Oktober nach neuen Machtmissbrauchs-Vorwürfen gegen ihn gefeuert.
twitter.com (Reichelt), twitter.com (Beisenherz), turi2.de (Background)

Mode-Zeitschrift “Elle” beschließt ein Pelz-Verbot in redaktionellen Inhalten und Anzeigen.

Auf den Pelz gerückt: Die Mode-Zeitschrift Elle will in Beiträgen und in Anzeigen künftig keine Fotos mehr von Pelzen zeigen. Für 13 der 41 weltweiten Ausgaben gilt das Pelz-Verbot bereits, bei 20 weiteren soll die Verbannung ab 1. Januar 2022 erfolgen, die restlichen ziehen 2023 nach. Man wolle damit ein Zeichen setzen, das sich gegen die "Grausamkeit gegen Tiere" richte.
horizont.net, spiegel.de

Bild des Tages: Burger King veralbert McDonald’s.

Närrisches Mahl: Vor der Deutschland-Zentrale von McDonald's in München steht ein Transporter mit einer Plakatwerbung von Burger King. Mit einer frechen Werbung gratuliert der Fast-Food-Riese seinem Kontrahenten McDonald's zum 50. Geburtstag. "So wie früher jeder König einen Hofnarren hatte, wäre auch der King ohne den Clown nicht derselbe", sagt Burger Kings Marketing-Direktor Klaus Schmäing. (Foto: Burger King)

Verbraucherschützer dürfen auch ohne Auftrag klagen.

Klagen ohne Auftrag: Verbraucher­schützer können Internet­konzerne wie Facebook wegen Daten­schutz­verstößen verklagen, entscheidet der Europäische Gerichtshof. Das gilt auch, wenn keine offiziellen Aufträge von Betroffenen vorliegen. Zwar besteht diese Regelung in Deutschland schon, fraglich war jedoch, ob die europäische DSGVO dem im Wege steht.
t-online.de

Tinder-Gründer erhalten nach Vergleich 441 Mio Dollar Schadenersatz von Mutterkonzern.

Weggewischt: Die Tinder-Gründer und ihr Mutter­konzern Match haben sich nach jahrelangem Rechtsstreit auf einen Vergleich geeinigt. Match zahlt den Klägern 441 Mio Dollar Schadenersatz – ursprünglich hatten sie 2 Mrd Dollar gefordert. Die Gründer hatten dem Mutter­konzern u.a. vorgeworfen, die Finanzen von Tinder gefälscht und Kosten aufgebläht zu haben.
heise.de, turi2.de (Background)

Debatte: Kreditvergleiche agieren schlimmer als organsierte Bettlerbanden, findet Franz Nestler.

Vergleichsportale wie Check24 agieren bei Kredit­vergleichen wie eine "Drücker­kolonne, vor denen selbst organisierte Bettlerbanden wie seriöse Vertreter ihres Metiers wirken", schreibt "FAZ"-Wirtschafts­redakteur Franz Nestler. Nach Eingabe der Daten zur unverbindlichen Information folgten schnell E-Mails, SMS und Anrufe. Als Kunde bleibe er "eher verwirrt zurück".
faz.net

“Handelsblatt”: Ströer denkt über Verkauf von Asambeauty nach.

Schönheitsinvestment: Der Werbevermarkter Ströer erwägt den Verkauf seiner Beteiligung am Online-Kosmetik­händler Asambeauty, berichtet das "Handelsblatt". Ströer habe die Investmentbank JPMorgan beauftragt, Optionen für die Firma zu prüfen, deren Wert auf 350 bis 400 Mio Euro taxiert werde. Ströer hält 51 % an der Dachgesellschaft BHI. Als mögliche Käufer gelten Online­händler wie Zalando und Sephora.
"Handelsblatt", S. 44 (Paid), boerse-online.de (Kurzfassung)

Hör-Tipp: Studio Bummens sieht noch großes Wachstum im Podcast-Markt.

Hör-Tipp: Mit Cui bono?, Baywatch Berlin oder Apokalypse & Filterkaffee produziert Studio Bummens einige der erfolg­reichsten deutschen Podcast und entwickelt sich vom Auftrags­produzenten zum Talent-Studio. Im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer und Podstars-Chef Vincent Kittmann diskutieren die beiden Geschäftsführer Tobias Bauckhage und Konstantin Seidenstücker über Stand und Zukunft der Podcast-Branche. In dem kommenden drei bis fünf Jahren erwartet Bauckhage noch ein "unglaubliches Wachstum", weil immer mehr Menschen Podcasts für sich entdeckten, insbesondere die Zielgruppe 50+ und auch durch Formate wie Lanz & Precht. Im Vergleich zu den USA sind die Genres Sport- und News-Podcast in Deutschland noch unterentwickelt, findet Seidenstücker.
omr.podigee.io (74-Min-Audio)


BDI-Marketingchefin Daniela Werner kommuniziert ab Februar für Versicherungen.

Versicherte Kommunikation: Der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft macht Daniela Werner zur Leiterin Kommunikation. Sie folgt im Februar auf Christoph Hardt, der seit Juli Medien­direktor des Erzbistums Köln ist. Werner kommt vom Industrie-Verband BDI, wo sie zuletzt Marketing, Online­kommunikation und Events verantwortet hat.
pr-journal.de

Tui Deutschland löst Großteil der Geschäftsreise-Sparte auf.

Bye-bye, Businessclass: Der Reisekonzern Tui streicht spezielle Angebote für Geschäftsreisende. Das Unternehmen will den Bereich First Business Travel "auf ein Mindestmaß" verringern und als eigenständige Sparte schließen. Das Luftverkehrs- und Touristikunternehmen hat stark unter der Corona-Pandemie gelitten. 300 Beschäftigte sind betroffen, sie sollen Alternativangebote oder Abfindungen erhalten.
handelsblatt.com (Paid)

Petra von Strombeck fordert eine “Revolution der Unternehmenskultur”.

Viva la corporation: Es braucht eine "Revolution der Unternehmens­kultur am Arbeits­markt", schreibt New-Work-Chefin Petra von Strombeck bei "Meedia". Sie warnt vor einer Kündigungs­welle, wie sie die USA gerade erlebe. Innovation dürfe nicht verordnet werden, sondern müsse eigen­verantwortlich entsehen. Der Arbeits­markt sei "mehr denn je ein Arbeit­nehmer­markt geworden".
meedia.de

3sat zeigt Doku über Hacker-Angriffe auf Medien und Marken.

3sat zeigt am 14. Dezember um 22.45 Uhr die Cyber­crime-Doku "Geld her oder Daten weg!", in der auch die Cyber-Attacke auf die Funke-Medien­gruppe eine wichtige Rolle spielt. Neben dem Chef­redakteur der WAZ Andreas Tyrock kommen auch Ermittler zu Wort, ebenso das Mode­unter­nehmen Marc O’ Polo, das auch Opfer eines Hacking-Angriffs wurde.
turi2 – eigene Infos, 3sat.de

Basta: Kampf der Sinnlos-Gadgets.

Drauf gepfiffen: Tesla reagiert mit einem eigenen sinnfreien Gadget auf das überteuerte Poliertuch von Apple: die Cyberwhistle, eine Pfeife im Design des Tesla-Cybertrucks, für 50 Dollar. Dank eines Tweets von Elon Musk ist das Flötinstrument genauso schnell ausverkauft wie der Apple-Lappen – der seinen Zweck erfüllt und die Konten beider Unternehmen ordentlich aufpoliert.
giga.de, turi2.de (Background)

Zitat: Führungskräfte müssen kommunizieren, um Ängste und Bedenken zu entdecken, sagt Miriam Meckel.

"Führungskräfte sollten ein Vorbild sein, wenn es darum geht, die Balance zu finden zwischen dem Eingeständnis von Unsicherheit und dem Angebot von Lösungen und Möglichkeiten, mit ihren Teams in Kontakt zu treten."

Miriam Meckel sagt in einer Ada-Diskussion mit Psychologin Esther Perel und Achtsamkeits­experte Angel Acosta, dass es in Zeiten tiefgreifender Veränderungen viel Kommunikation bedarf, damit Menschen ihre Ängste und Bedenken transparent machen können.
"Handelsblatt", S. 28/29 (Paid)

NDR und “Süddeutsche”: Auskunfteien nutzen Mobilfunk­verträge zur Kredit-Einstufung.

Unfreiwillige Auskunft: Wirtschafts­auskunfteien wie die Schufa sammeln und speichern seit Jahren Infos über Mobilfunk­verträge von mutmaßlich Mio Menschen, ohne deren Einwilligung einzuholen, berichten NDR und "Süddeutsche Zeitung". Demnach nutzen die Daten­sammler die Informationen auch zur Einstufung der Kredit­würdigkeit. Daten­schützer fordern die Löschung bestehender Daten und schärfere Regeln.
tagesschau.de

“Handelsblatt”: Investor KKR prüft den Ausstieg bei der GfK.

Springer-Investor KKR denkt offenbar über einen Ausstieg beim Marktforscher GfK nach, hört das "Handelsblatt" aus Finanzkreisen. Die Investment­bank Goldman Sachs solle Optionen für einen möglichen Verkauf der Beteiligung prüfen. Seit dem Einstieg vor gut vier Jahren hat KKR die GfK radikal umgebaut und auf Profit getrimmt. Von ehemals 13.000 Beschäftigten sind nur noch 8.000 an Bord.
handelsblatt.com (Paid)

Hör-Tipp: Ijoma Mangold und Lars Weisbrod appellieren, zur Inflation eine Meinung zu haben.

Hör-Tipp: "Inflation geht uns alle an", finden Ijoma Mangold und Lars Weisbrod in ihrem Podcast Die sogenannte Gegenwart. Mangold hält es für "demokratie­theoretisch schwierig", dass jeder eine Meinung zum Klima­wandel haben kann, aber keine Position zur Ausweitung der Bilanzsumme der EZB haben sollte. Für Weisbrod war Inflation früher "das Aller­langweiligste überhaupt", inzwischen stellt er fest, dass Finanz-Themen "sexy geworden" sind und Diskussions­stoff bieten.
zeit.de (78-Min-Audio)

Robert Habeck besetzt sein Superministerium mit meinungs­starken Schwer­gewichten.

Habecks Attacke: Der designierte Vizekanzler Robert Habeck holt drei meinungs­starke Schwer­gewichte in sein Super­ministerium für Wirtschaft und Klima, berichtet zuerst das "Manager Magazin". Staats­sekretäre werden der Grünen-EU-Abgeordnete Sven Giegold, einst Mitgründer des globalisierungs­kritischen Netzwerks Attac, Udo Philipp, bisher Staats­sekretär im Kieler Finanz­ministerium, sowie Patrick Graichen, bisher Exekutiv­direktor des Thinktanks Agora Energiewende.
manager-magazin.de, handelsblatt.com, zeit.de (Philipp), agora-energiewende.de (Graichen)

Facebooks Krypto-Chef David Marcus verlässt den Konzern.

Freundschaft beendet: Facebooks oberster Krypto­währungs-Experte David Marcus verlässt den Konzern zum Jahres­ende, um eine eigene Firma zu starten. Der Leiter der Krypto-Einheit Novi kam 2014 von Paypal zu Facebook. Unter seiner Federführung hat der Konzern die Digital-Währung Libra entwickelt, die inzwischen Diem heißt. Sein Abgang ist nicht der erste in letzter Zeit: Zuletzt hatte im September CTO Mike Scroepfer dem Konzern nach 13 Jahren den Rücken gekehrt.
wiwo.de, techcrunch.com, theverge.com

Lokal-Journalist klagt gegen Seilbahn-Betreiber, der ihn mit Goebbels vergleicht.

Von der Seilbahn abgekommen: Der Vorstand der Karwendelbahn im bayerischen Mittenwald rückt Lokal-Reporter Christof Schnürer vom "Garmisch-Partenkirchner Tagblatt" in die Nähe von Nazi-Propagandist Joseph Goebbels. Der Journalist klagt dagegen. Das Landgericht spricht von "zulässiger Meinungsäußerung", das OLG München sieht "Aussicht auf Erfolg". Statt Einigung wiederholt der Seilbahn-Vorstand seinen Vorwurf "Propaganda­minister" jedoch und wirft dem Richter Befangenheit vor. Ein Urteil soll im Januar fallen.
sueddeutsche.de

Meta darf Giphy nicht übernehmen.

Meta darf die Gif-Plattform Giphy nicht übernehmen, urteilt die britische Kartellbehörde. Die Wettbewerbs­hüter befürchten, dass Konkurrenten wie Twitter andernfalls beim Nutzen von Giphy mehr Daten teilen müssen oder Meta den Zugang zu dem Dienst sogar grundsätzlich erschwert. Zudem würden britische Nutzerinnen bereits 73 % ihrer Zeit in sozialen Medien bei den Meta-Diensten Facebook, Instagram und WhatsApp verbringen. Meta nennt das Urteil "unfair" und erwägt Widerspruch einzulegen.
spiegel.de , turi2.de (Background)

Gianfranco Brunetti wechselt als Marketing-Chef von Lidl zu Aldi Nord.


Sonder-Angebot: Aldi Nord wirbt seinen neuen Marketing-Chef Gianfranco Brunetti beim Konkurrenten Lidl ab. Der 35-Jährige beginnt seinen neuen Job am 1. April in Essen und führt ein Team mit rund 50 Mitarbeitenden. Er soll die Digitalisierung und Datenanalyse vorantreiben und damit "die integrierte 360-Grad-Kommunikation über alle Kanäle hinweg noch besser und effektiver" gestalten, sagt Alexander Lauer, Verwaltungsratsbevollmächtigter bei Aldi Nord. Die Stelle ist aktuell unbesetzt, nachdem Sabine Zantis im Sommer zu Deichmann gewechselt ist.

Der gelernte Jurist Brunetti ist bei Lidl in verschiedenen Führungs-Positionen in Italien und Deutschland tätig gewesen, aktuell ist er als Head of International Marketing Strategy u.a. für Social Media, Marken-PR sowie das Marketing der Lidl-Plus App verantwortlich. Erst kürzlich hat Lidl mit einem Halloween-Video den Discounter Aldi als "zu teuer" veralbert.
aldi-nord.de, horizont.net (Paid)

Pantaflix macht künftig auch Podcasts – Audio-Chef kommt von Fyeo.


Lauschender Panta: Die Münchner Film- und TV-Produktionsfirma Pantaflix steigt ins Podcast-Geschäft ein, berichtet "New Business". Die Firma, an der u.a. Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer beteiligt ist, baut ihre Tochter Panta Sounds zum Podcast-Produzenten aus. Erste, eigene Formate sollen bereits Anfang 2022 erscheinen. Bisher fungiert Panta Sounds als Musik-Label, u.a. für Schweighöfers musikalisches Schaffen. Die Geschäftsführung der neu aufgestellten Audio-Sparte übernimmt Tristan Lehmann (Foto), der von ProSiebenSat.1 kommt. Beim TV-Konzern in Unterföhring hat Lehmann zuletzt die Eigen­produktionen der Audio-Plattform Fyeo verantwortet, der ProSiebenSat.1 nach einem Jahr wieder den Stecker gezogen hat.

Lehmann kündigt an, mit Panta Sounds "die gesamte Klaviatur des modernen Audio-Entertainments bedienen" zu wollen, "vom kurzweiligen Talk mit starken Voices bis zu aufwändigen Storytelling-Formaten". Das hochgesteckte Ziel der Firma: "Eines der führenden deutschen Produktions­häuser für auditives Entertainment zu werden." Pantaflix-CEO Nicolas Paalzow, der als Ex-Sat.1-Geschäftsführer ebenfalls eine Vergangenheit in Unterföhring hat, will mit dem Einstieg in den Podcast-Markt die "Wert­schöpfungs­kette um einen viel­versprechenden Baustein" erweitern. Dem Podcast-Markt stehe "eine goldene Zukunft bevor, die wir aktiv mitgestalten wollen", lässt er sich zitieren.
new-business.de

Audiobox-Anbieter Tonies startet mit Mrd-Bewertung an der Börse.

Einhorn aus dem Stand: Tonies, Hersteller von Hörspielboxen für Kinder, startet an der Frankfurter Börse mit einer Bewertung von mehr als 1 Mrd Euro. Die Düsseldorfer Firma hat den Börsengang über einen Spac vollzogen, ein leerer Börsen­mantel, der Geld einsammelt, um eine Firma zu übernehmen. Mit frischen Börsen-Kapital von rund 190 Mio Euro will Tonies u.a. in die USA expandieren.
manager-magazin.de, faz.net

Modekette Orsay startet wegen drohender Pleite Schutzschirm-Insolvenz.

OdOrsay: Die Modekette Orsay geht in die Schutz­schirm-Insolvenz, berichtet die "Textil­wirtschaft". Dadurch hat das Unternehmen drei Monate Zeit zur Restrukturierung. Grund ist drohende Zahlungs­unfähigkeit im 1. Quartal 2022. Erst im August hatte der Textil­händler von der Bundes­regierung einen Hilfs­kredit über 33 Mio Euro bekommen.
textilwirtschaft.de (Paid), wiwo.de

Uwe Albershardt wird Geschäfts­führer für Vertrieb und Marketing bei Warsteiner.

Warsteiner holt Uwe Albershardt als Geschäfts­führer für Vertrieb und Marketing an Bord. Er folgt Anfang Februar auf Christian Gieselmann, der die Brauerei-Gruppe "auf eigenen Wunsch" verlassen hat. Albershardt kommt von Team Beverage, einer Vermarktungs- und Dienst­leistungs­plattform für die Getränke­branche. Davor war er in verschiedenen Positionen beim Brau-Riesen AB InBev tätig.
new-business.de

Jack Dorsey tritt als Twitter-Chef zurück.

Zwitschert ab: Jack Dorsey gibt seinen Posten als Twitter-CEO ab, teilt das Unter­nehmen mit. Sein Nachfolger wird Chief Technology Officer Parag Agrawal. Dorsey sagt, das Unternehmen ist bereit, "von seinen Gründern weiter­zuziehen". Dorsey hatte 2006 den Social-Media-Riesen mitbegründet, war bis 2008 CEO, bevor er von seinem Posten verdrängt wurde. Er kehrte 2015 als Chef zu Twitter zurück.
cnbc.com, focus.de

“Zeit” beleuchtet in neuem Podcast Trends aus der Wirtschaft.

Zeit startet heute den Wirtschafts-Podcast "Ist das eine Blase?", in dem Lisa Hegemann, Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann mit ihren Gästen über aktuelle Trends und deren Dauer­haftigkeit sprechen. In den ersten beiden Folgen geht es um die plötzliche Liebe der Deutschen zur Aktie und das Geschäft mit legalisiertem Cannabis.
zeit.de, zeit-verlagsgruppe.de

Basta: Der Wendler und seine Frau sind jetzt auf OnlyFans.

Schwurbeln ist nicht genug: Schlager-Sänger und Verschwörungs-Fan Michael Wendler betatscht jetzt für alle, die es sehen wollen, seine 21-jährige Frau Laura Müller auf der Erotik-Plattform OnlyFans. Die "privaten Momente" gibt es für rund 30 Euro im Monat, im Jahresabo wird's günstiger. Ein Must Have für alle, die schon immer wissen wollten, wofür das Wort "cringe" eigentlich genau steht.
bild.de

Lese-Tipp: KI spielt Werbung passend zur Emotion in Soaps aus.

Lese-Tipp: RTL spielt künftig Werbung in Soaps aus, die zur Gefühls­regung des Schauspielenden passt. OMD hat das KI-basierte "Emotional Video Tagging" entwickelt, mit dem der Sender sein Programm "durch­messen" und entsprechende Werbe­plätze vermarkten kann. Erster Testkunde ist Rewe, die Banner sind bei "GZSZ" und "Alles was zählt" zu sehen.
meedia.de

Telekom und Co fordern Geld von Internet-Konzernen für Netzausbau.

Datenbau-Beitrag: 13 Tele­kommunikations-Unternehmen wie Telekom, Vodafone und Telefonica fordern große US-Tech-Konzerne auf, sich an den Kosten für den Netz­ausbau in Europa zu beteiligen. Google, Facebook, Netflix und Co generieren und monetarisieren "einen großen und wachsenden Teil des Netzwerk­verkehrs", weshalb sie einen "fairen Beitrag" leisten sollen, heißt es in der Begründung.
spiegel.de

Hör-Tipp: Sacher macht Angestellte zu Marken-Botschaftern.

Hör-Tipp: Sacher ist für seine Schoko-Torte berühmt, doch das öster­reichische Unternehmen investiert weiter in die Bekanntheit seiner Marke. Angestellte erhalten 100 Euro im Monat, die sie im Sinne der Markenführung ausgeben dürfen, erzählt Geschäfts­führer Matthias Winkler im "Horizont"-Podcast. Eine Mitarbeiterin hat z.B. einem Gast die Hotel-Bettwäsche geschenkt, weil dessen Frau darin so gut geschlafen hat.
horizont.net (35-Min-Audio)

Börsenmedien AG übernimmt Finanzen Verlag.


Hoch im Kurs: Die Börsenmedien AG, Herausgeberin der Magazine "Der Aktionär" und "Einfach Börse", übernimmt den Münchener Finanzen Verlag mit seinen Titeln "Börse Online", "Euro" und "Euro am Sonntag". Die gebündelten Angebote erreichen rund 5 Mio Leserinnen pro Monat. Der Verlag um Verleger Bernd Förtsch (Foto rechts) bringt damit künftig drei Wochen- und zwei Monatstitel sowie mehrere Digital-Plattformen heraus und beschäftigt mehr als 250 Mitarbeiterinnen an den Standorten Kulmbach, München, Frankfurt und Berlin. Die Transaktion soll noch im Dezember abgeschlossen werden, der Verkaufspreis wird nicht genannt.

Frank-Bernhard Werner (Foto links) und Dieter Fischer vom Finanzen Verlag werden "Tichys Einblick", "Courage" und "Trends in Asset Management" nach der Übernahme weiterführen. Diese Titel kauft die Börsenmedien AG nicht mit auf. Laut dpa werden fünf bis zehn Beschäftigte das Unternehmen mit der Übernahme verlassen.
presseportal.de, horizont.net (Paid), stern.de

Ferdinand Dudenhöffer glaubt, dass E-Autos Atomstrom brauchen.

Strahlende Zukunft: Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer macht sich für eine Rückkehr zum Atomstrom stark. Er rechnet mit einem weiteren Anstieg des PKW-Verkehrs – auch weil die Menschheit sich noch lange mit Corona engagieren müsse. Der dadurch steigende Strombedarf könne nicht mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. "Forschung und Innovationen lassen Kernkraftwerke in neuem Licht erscheinen", glaubt Dudenhöffer.
augsburger-allgemeine.de

SAP-Chef Christian Klein bietet der Ampel-Koalition Digital-Nachhilfe an.


Mehr Digitales wagen: SAP-Chef Christian Klein äußert sich im Gespräch mit dem "Handelsblatt" enttäuscht darüber, dass die neue Bundesregierung kein Digital-Ministerium einrichtet. "Vielen ist immer noch nicht klar, wie groß der Wandel sein wird, der uns bevorsteht", sagt er im Gespräch mit Chefredakteur Sebastian Matthes und Tech-Experte Christof Kerkmann. Das gelte für Geschäftsmodelle genauso wie für die Verwaltung. Er kritisiert, dass in der Pandemie jedes Bundesland eine eigene Lernplattform eingerichtet habe, was "in den meisten Fällen" schief gelaufen sei. "In Ländern wie den USA digitalisieren wir für die Ministerien bereits die unterschiedlichsten Services. Das würden wir gerne auch hier angehen", bietet Klein an.

Dennoch erkennt der Manager an, dass sich die Digitalisierung "wie ein roter Faden" durch den Koalitionsvertrag zieht. Er lobt den Digital-Check für Gesetze und die Pläne zur Einführung eines zusätzlichen Digitalbudgets und die Bündelung der Kompetenzen in einem Ministerium.

Klein nimmt auch Stellung zu Berichten von "Spiegel" und ARD, die in der Konzern-Geschichte Datenklau und Urheberrechts-Verletzungen sehen. Im Fall eines Datenbank-Herstellers seien die Klagen "zu einem Großteil abgewiesen" worden. Aus Compliance-Verstößen habe der Konzern Konsequenten gezogen, etwa bei Bonusplänen. Klein wolle in dem Bereich "Vorreiter" sein.
handelsblatt.com (Paid)

Netzagentur erwägt Verzicht auf nächste Mobilfunk-Auktion.

Mobilfunk-Frequenzen könnten bei der nächsten Vergaberunde nicht erneut versteigert, sondern einfach verlängert werden, deutet Jochen Homann, Chef der Netzagentur, gegenüber der "FAZ" an. Vor einer Entscheidung seien aber noch Verfahrensfragen zu klären, über die der politische Beirat der Netzagentur am Montag diskutiert. Es geht um die Vergabe von 800-MHZ-Frequenzen, die für die Mobilfunk-Versorgung des ländlichen Raumes wichtig sind. Die Lizenzen dafür laufen 2025 aus – eine erneute Versteigerung würde viel Geld kosten, dass dann ggf. beim Netzausbau fehlt.
faz.net (Paid)

Umfrage: Einzelhandel klagt über Corona-Beschränkungen.

Schlechter Start: Der Einzelhandel klagt über einen schleppenden Auftakt des Weihnachtsgeschäfts, sagt eine Umfrage des Verbandes HDE. Nur 20 % der befragten Unternehmen sind zufrieden mit dem Geschäft, 60 % berichten von einem Rückgang der Kunden-Frequenz, verglichen mit dem Vorjahr. Grund seien u.a. 2G- und 3G-Beschränkungen in Innenstädten, sagt HDE-Chef Stefan Genth. Besonders schlecht laufe es für den Bekleidungshandel.
tagesschau.de, einzelhandel.de (Pressemitteilung)