Zitat: Innovationen dürfen nicht der Elite vorbehalten bleiben, meint Bill Gates.

"Innovative Produkte oder Verfahren können ihr echtes Potenzial nicht entfalten, wenn lediglich wohlhabende Menschen oder reiche Länder Zugang dazu haben."

Microsoft-Gründer Bill Gates warnt im "Handelsblatt" davor, arme Länder von neuen Ideen und Erfindungen auszuschließen. Als wichtigste Innovationen der Geschichte nennt Gates Impfstoffe, Mikroprozessoren und die Grüne Revolution. Heute bestehe "dringender Handlungsbedarf in Bezug auf den Klimawandel".
handelsblatt.com

Twitter testet Bezahlfunktion “Tip Jar”.

Twitter testet die Bezahlfunktion "Tip Jar" ab sofort mit einer "kleinen Gruppe" von Userinnen. Das neue Tool, das das Senden und Empfangen von Geld ermöglicht, begünstigt klassische Nutzerinnen ebenso wie Hosts von Twitters neuer Audio-Funktion Spaces. Der Konzern wirbt für "Tip Jar" mit dem Slogan "Show your love, leave a tip."
twitter.com (Tweet Tip Jar), twitter.com (Tweet Spaces), theverge.com

DOSB-Beschäftigte werfen Präsident Alfons Hörmann eine “Kultur der Angst” vor.


Formtief: Beschäftigte des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) werfen Präsident Alfons Hörmann in einem anonym abgesendeten Schreiben eine "Kultur der Angst" vor, bei der "abweichende Meinungen bestenfalls abgebügelt und schlimmstenfalls bloßgestellt" würden. Laut Brief haben sich mehr als ein Drittel der DOSB-Mitarbeiterinnen zusammengefunden, um über Vorgänge und Verhaltensweisen zu sprechen, die Personen "mental und psychisch über die Grenze des Belastbaren" gebracht hätten. Das Schreiben benennt Vorfälle, bei denen etwa "Stifte oder sonstige Gegenstände" geworfen worden seien, etliche Angestellte hätten aufgrund solcher Verhaltensweisen gekündigt oder befänden sich in psychotherapeutischer Behandlung. Zudem kritisiert der Brief das Corona-Management des DOSB. Konkret heißt es: "Uns Mitarbeiter*innen ist kein Meeting im 'Haus des Sports' bekannt, in dem Alfons Hörmann eine Maske getragen hätte".

Der offene Brief ist an Präsidium und Vorstand des DOSB sowie den Betriebsrat gerichtet und ging zeitgleich einigen Journalistinnen zu. Der DOSB behauptet, das Schreiben sei von einem "Fake-Mail-Account" verschickt worden, was der "Spiegel" als Zeichen interpretiert, der Verband wolle die Absenderinnen diskreditieren. Vielmehr sei der Anbieter Mailfence verwendet worden, den Absenderinnen häufig wählen, wenn sie Wert auf Anonymität legen. Inhaltlich hat sich der DOSB noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.
spiegel.de, spiegel.de (Paid), "FAZ", S. 28 (Paid), sueddeutsche.de

Rewe verliert Rechtsstreit gegen die Hofpfisterei.

Sonnen-Untergang: Rewe verliert einen Rechtsstreit gegen die Bäckereikette Hofpfisterei, die gegen Rewes Semmel-Bezeichnung "Party-Sonne" und ein Supermarkt-Brot namens "Sonnenkorn" geklagt hat. Die Hofpfisterei hat sich den Namen "Sonne" markenrechtlich schützen lassen und wacht seitdem mit Argusaugen über eventuell solare Konkurrenz. Bei einem Rechtsstreit gegen Lidl hatte die Münchner Großbäckerei Anfang Februar allerdings den Kürzeren gezogen.
sueddeutsche.de

Zitat: DDVG-Chef Matthias Linnekugel wünscht sich einen Zuschuss bei Abo-Zustellungen.

"Ich bin sehr enttäuscht über die Entwicklung, da das Bundeswirtschaftsministerium noch kürzlich seinen Entwurf der Förderrichtlinie versandt hatte."

DDVG-Chef Matthias Linnekugel verwundert die auf den letzten Metern gescheiterte Presseförderung, sagt er im Meedia-Interview. Linnekugel sieht das Hauptproblem bei der Zustellung von regionalen Zeitungen und fände es am einfachsten, wenn "der Staat einen Zuschuss pro ausgelieferter Zeitung gibt."
meedia.de

Gruner + Jahr stoppt Neubau und sucht neuen Standort in Hamburg.


Gruner am Gleis: Peter Turi und die damalige G+J-Chefin Julia Jäkel begehen im Herbst 2018 den Baugrund zwischen Bahnstrecke und "Spiegel"-Haus. (Foto: Johannes Arlt für turi2)

Planänderung: Gruner + Jahr beerdigt sein ehrgeiziges Neubauprojekt in Hamburg. "Das Bauprojekt am Lohsepark lag bereits mehr als drei Jahre hinter dem Zeitplan, wir können und möchten hier nun nicht länger warten", lässt sich Geschäftsführer Oliver Radtke in der Pressemitteilung zitieren. Der Verlag suche nun – gemeinsam mit der Stadt Hamburg – einen neuen Standort in der Hansestadt. Nach dem ursprünglichen Zeitplan wollte der Verlag bereits in diesem Sommer das neue Gebäude beziehen. Auf dem Weg ist es aber zu Verzögerungen gekommen, zuletzt war eine seltene Falterart auf der Brachfläche entdeckt worden. Nun setzt Gruner + Jahr auf eine neue, womöglich bereits vorhandene Immobilie.

Für die Suche gebe es keine Zeitplan, sagt eine Verlagssprecherin zu turi2. Der Verlag will auch nach Corona die Gleichwertigkeit von Home Office und Büro aufrecht erhalten, dadurch ergeben sich neue Anforderungen an die Immobilie. In seiner Mitteilung spricht sich der Verlag deutlich für den Standort Hamburg aus: "Die Hansestadt mit ihren attraktiven Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen bleibt auch in Zukunft die Heimat für den Verlag und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Oliver Radtke äußert sich "sehr zuversichtlich, dass wir eine andere passende Immobilie in Hamburg finden".
turi2 – eigene Infos, horizont.net, meedia.de, turi2.tv (3-Min-Video, Gruner + Jahr stellt Neubauprojekt vor)

Aus dem Archiv von turi2.tv (9/2018): Gruner + Jahr stellt ehrgeizige Neubaupläne am Standort Hamburg vor.



Mitarbeit: Markus Trantow

Video-Tipp: Christian Rätsch wirft einen Blick in die Zukunft des Handels.

Video-Tipp: Beim Einkaufsverhalten soll sich "jeder freuen, dass er vor dem Laden eine Schlange hat", meint Saatchi&Saatchi-Chef Christian Rätsch (Foto). Er erläutert im "Drum & Talk" mit Christian Thunig, wie Shopping-Wartezeit für Kundinnen u.a. durch Echtzeit-Warteschlange-Apps angenehmer wird und wie der Schuhladen Snipes mit seinem Hiphop-Image Kundinnen in die Innenstädte lockt.
youtube.com (23-Min-Video)

Bertelsmann-Umsatz übertrifft Vor-Corona-Niveau.

Bertelsmann kann seinen Umsatz im 1. Quartal um 10 % auf 4,2 Mrd Euro steigern. Damit übertrifft der Medienkonzern das Vor-Corona-Ergebnis aus dem 1. Quartal 2019 um 7 %. Konzernchef Thomas Rabe spricht von einem teils starken organischen Wachstum in fast allen Unternehmensbereichen. Die Pressemitteilung betont das wachsende Streaming- und Produktionsgeschäft der RTL Group sowie das Buchgeschäft von Penguin Random House.
bertelsmann.de

Analyse: Netflix mangelt es an frischen Inhalten.

Netflix LogoAusgeguckt: Netflix leidet unter einem massiven Corona-Kater, analysiert Imre Grimm. Das Staunen über alte Serien wie "House of Cards" sei lange vorbei, jetzt bleibe der Nachschub aus. Nicht nur Drehs, sondern auch frische Ideen fehlen. Dazu käme das stärker werdende Angebot der Konkurrenz, bei denen vor allem Disney Kundinnen mit Sonderangeboten lockt. Am Ende drohe Netflix die "kulturelle Verödung."
rnd.de via bildblog.de

Zalando steigert Umsatz um 47 % und meldet fast 42 Mio Kundinnen.

Schrei für Geld: Zalando schöpft aus der anhaltenden Nachfrage nach Online-Bestellungen und steigert seinen Q1-Umsatz um knapp 47 % auf 2,2 Mrd Euro gegenüber 2020. Finanzchef David Schröder spricht vom "stärksten Wachstum seit dem Börsengang 2014". Zalando hat nun nach eigenen Angaben 41,8 Mio aktive Kundinnen. Bis 2023 sollen 15 statt bisher 10 Logistikzentren deren Bestellungen bedienen.
handelsblatt.com, corporate.zalando.com (PM), turi2.de (Background)

Ausschnitt-Check: Twitter spielt Fotos jetzt in voller Größe im Feed aus.

Bauchfrei war gestern: Twitter will sich beim Foto-Teilen weniger einmischen und erlaubt es Android- und iOS-Nutzerinnen, Bilder in voller Größe auszuspielen. Welcher Ausschnitt in der Timeline zu sehen ist, entscheidet somit nicht mehr der Algorithmus. Der Kurznachrichtendienst reagiert damit auf Kritik, die laut geworden war, weil der Algorithmus auf Fotos im Feed häufiger weiße als schwarze Personen angezeigt hatte.
techcrunch.com

Willkommen im Club: Hannes Ametsreiter.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Mit fast zwei Jahrzehnten Telko-Berufserfahrung wird Marketing-Mann Hannes Ametsreiter 2015 Vodafone-Deutschlandchef. Zuvor war der gebürtige Salzburger für die Telekom in Österreich unterwegs. Ametsreiter ist einer der einflussreichsten Wirtschaftsbosse – und neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Ametsreiter)

Google will 20 % seiner Belegschaft dauerhaft im Home-Office belassen.

Google will 20 % seiner Belegschaft dauerhaft im Home-Office belassen, kündigt Chef Sundar Pichai in einem Memo an. Weiteren 20 % seiner Angestellten will der Konzern anbieten, für vier Wochen in einem anderen Google-Büro als normalerweise zu arbeiten, falls sie Lust darauf haben. Google hatte bereits im Dezember 2020 ein Hybrid-Modell favorisiert, nach dem die meisten Mitarbeiterinnen nur an drei Tagen der Woche ins Büro kommen sollen.
cnet.com

Zahl des Tages: Der Landkreis Starnberg ist die “reichste Seniorenregion Deutschlands”.

Zahl des Tages: Mit 785.000 Euro Netto-Haushaltsvermögen inklusive Immobilien wohnen im oberbayerischen Landkreis Starnberg die reichsten Ü-60-Jährigen Deutschlands. Das ermittelt eine Studie des Immobilien-Instituts Empirica und des Unternehmens Deutsche Teilkauf. Platz zwei geht an den Landkreis Miesbach mit 645.000 Euro Nettovermögen, Platz drei an den Landkreis München mit 616.000 Euro.
zeitung.faz.net (Paid)

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun bestreitet Journalistinnen-Bespitzelung.

Wirecard: Ex-Chef Markus Braun schickt seinen Sprecher Dirk Metz zum "Zeit"-Interview und lässt ausrichten, er habe nie "Aufträge erteilt, Journalistinnen überwachen zu lassen". Auch von Briefkastenfirmen und Offshore-Konten will Braun laut Metz nichts gewusst haben. Von dubiosen Umtrieben seines flüchtigen Kollegen Jan Marsalek habe Braun ebenfalls erst "aus den Akten" erfahren.
zeit.de (Paid)

Die “New York Times” meldet 7,5 Mio Abos.

New York Times wächst langsamer: Die US-Zeitung meldet 7,5 Mio zahlende Abonnentinnen, allerdings ist der Zuwachs verglichen mit 2020 deutlich gebremst. In den ersten 90 Tagen 2021 konnte die Zeitung 301.000 neue zahlende Online-Leserinnen gewinnen, im Vorjahr waren es noch 587.000. Bei den neu abgeschlossenen Abos entscheiden sich dabei nur 167.000 Personen für das "Times"-Newsangebot, die restlichen 134.000 Kundinnen bevorzugen das günstigere Koch-, Spiele- und Audioangebot.
nytimes.com (Abo-Zahlen)

Jens Lehmann verliert Aufsichtsrats-Posten bei Hertha nach rassistischen Äußerungen.

Runter vom Rasen: Fußball-Bundesligist Hertha BSC kündigt den Beratervertrag mit Ex-Torwart Jens Lehmann, er verlässt auch den Aufsichtsrat. Lehmann hat sich in einer WhatsApp diskriminierend über den Schwarzen Ex-Nationalspieler Dennis Aogo geäußert und schickte die Nachricht offenbar versehentlich an ihn. Aogo veröffentlichte sie auf Instagram. Charly Classen, Sportchef von Sky, teilt mit, dass Lehmann nicht mehr als Gast in Sendungen eingeladen wird.
rbb24.de, sport.sky.de

PayPal profitiert vom dauerhaften Strukturwandel durch Corona.

Zahltag: Bargeldloses Bezahlen hat im Laden vor Ort gerade in der Corona-Krise sehr an Bedeutung gewonnen, sagt Jörg Kablitz, Deutschland-Chef von PayPal, im "Wirtschaftswoche"-Interview. Davon profitiere auch PayPal: Mit 29 Mio Kundinnen verzeichnet das Unternehmen dort einen Zuwachs von 14 %. Die Pandemie habe "die Digitalisierung innerhalb eines Jahres in fast allen Branchen um drei bis fünf Jahre beschleunigt", sagt Kablitz.
wiwo.de

OWM-Umfrage: Werbungtreibende sind pessimistisch.

OWM Markenverband 150Krisenstimmung: Werbetreibende schätzen laut OWM-Umfrage ihre Lage pessimistischer ein als im Vorjahr. Von den befragten Unternehmen rechnen 40 % weniger als im März 2020 mit besserer Umsatzentwicklung. Jedes dritte Unternehmen ist "sehr stark" von der Pandemie betroffen. Deutlich mehr Unternehmen rechnen mit sinkenden Werbeinvestitionen in klassische Kanäle und Sponsoring.
horizont.net (Paid)

Volkswagen erteilt Katrin Suder die Absage als IT-Vorständin.

Volkswagen entscheidet sich gegen Katrin Suder als IT-Vorständin. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch habe Suder die Entscheidung mitgeteilt, schreibt das "Handelsblatt". Die Ex-Staatssekretärin im Verteidigungsministerium galt als Favoritin für die Stelle, die Entscheidung sei für viele im Unternehmen "überraschend". Gründe für die Absage nennt Volkswagen nicht, der Konzern will den Auswahlprozess mit anderen Kandidatinnen fortführen.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Deutsche Post verzeichnet ihr bestes Auftaktquartal aller Zeiten.

Liefert Zahlen: Die Deutsche Post erreicht mit 1,9 Mrd Euro Gewinn von Januar bis März 2021 das "beste Auftaktquartal aller Zeiten", sagt Konzernchef Frank Appel der "Wirtschaftswoche". Durch den Aufschwung korrigiert die Deutsche Post die Prognose für 2021 nach oben und strebt einen Gewinn von 6,7 Mrd Euro an, 2020 lag dieser bei 4,8 Mrd Euro. Die Pandemie hat die Entwicklung im E-Commerce beschleunigt.
wiwo.de , turi2.de (Background)

WhatsApp aktualisiert den blauen Haken für Sprachnachrichten.

Haken dran: Bei WhatsApp erscheint der blaue Haken bei Sprachnachrichten nur noch, wenn beide Parteien im Chat die Lesebestätigung eingeschaltet haben. Der Hintergrund: Nutzerinnen konnten auch bei deaktivierter Lesebestätigungs-Funktion sehen, ob Empfängerinnen die Nachricht abgehört haben. WhatsApp plant weitere Neuerungen, u.a. die Funktion, einen Account auf mehreren Geräten zu nutzen.
giga.de

Basta: Queen Elizabeth II. geht unter die Bierbrauerinnen.

Adliges Ale: Queen Elizabeth II. legt nach dem Launch ihres eigenen Gins nach und bringt gleich zwei eigene Biere heraus. Auf den Flaschen der edlen Tropfen, gebraut mit Gerste aus dem eigenen Garten, prangen je nach Sorte Fasan oder Hase. Ihren Liebling aus der Tierwelt hebt sie sich wohl für den nächsten Produktlaunch auf: Wir warten auf das Corgi Craft Beer.
bild.de, turi2.de (Background)

Signal wirft Facebook vor, seine kritischen Werbeanzeigen unterbunden zu haben.

Werbe-Clinch: Messenger-Dienst Signal beschuldigt Facebook, seinen Werbe-Account wegen kritischer Anzeigen stillgelegt zu haben. In Instagram-Werbe-Posts habe Signal Nutzerinnen offenlegen wollen, wie Facebooks Targeting funktioniert. Dafür hätten die Anzeigen den Anwenderinnen persönliche Erkenntnisse über sich selbst angezeigt.
signal.org via businessinsider.com

Zitat: Miriam Meckel sieht großes Potential für NFTs.

"Wenn ein Tweet von Twitter-Gründer und CEO Jack Dorsey knapp drei Millionen Dollar einspielt, kann man entsetzt den Kopf schütteln – oder die Energie lieber zum Nachdenken nutzen."

Miriam Meckel schreibt im "Handelsblatt", dass die Einsatzmöglichkeiten für NFTs "weit über die Kunst hinausreichen". NFTs erlauben den Kauf von digitalen Unikaten, etwa in Computerspielen, mithilfe von Blockchain-Technologie.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

“FAZ”: Berlusconi-Konzern Mediaset schielt nach Europa und auf ProSiebenSat.1.

Mailand meets Unterföhring? Der italienische TV-Anbieter Mediaset hat nach Beilegung eines jahrelangen Streits mit dem französischen Konkurrenten Vivendi "jetzt ProSiebenSat.1 fest im Blick", mutmaßt die "FAZ". Die Berlusconi-Familie will ihr Unternehmen in den Niederlanden ansiedeln und könne dort womöglich leichter sein europäisches Geschäft bündeln. Mediaset ist mit 20,1 % größter Anteilseigner von ProSiebenSat.1. Tobias Piller kommentiert, dass die "Synergien, die Mediaset sucht, auch ProSiebenSat.1 nur guttun können".
zeitung.faz.net (Paid), zeitung.faz.net (Kommentar)

Zahl des Tages: Musik-Verwerter Gema meldet deutlich weniger Einnahmen.

Zahl des Tages: Mickrige 100 Konzerte meldet die Verwertungsgesellschaft Gema für 2020, im Vorjahr waren es noch 21.100. Die Einnahmen für das öffentliche Abspielen und Aufführen von Musik sind um 43 % auf 230,1 Mio Euro gesunken. Insgesamt verteilt die Gema mit 806,5 Mio Euro circa 100 Mio Euro weniger an ihre Mitglieder als für 2019.
spiegel.de, gema.de (Geschäftsbericht als PDF)

Nissan trennt sich von all seinen Daimler-Aktien.

Alles muss raus: Nissan trennt sich über Nacht von seinen gesamten Daimler-Aktien. Der japanische Autobauer platziert 16,4 Mio Papiere im Wert von knapp 1,2 Mrd Euro bei institutionellen Investoren. Nissan folgt dem Modell des französischen Wettbewerbers Renault, der schon im März seine Daimler-Anteile zu Geld gemacht hatte. Beide sind im Rahmen einer Partnerschaft über ein Jahrzehnt mit je 1,55 % am deutschen Autobauer beteiligt gewesen.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Twitter kauft Adblocking-Dienstleister Scroll.

Twitter übernimmt den Abo-Dienst Scroll, der seinen Nutzerinnen werbefreien Zugang zu teilnehmenden Websites anbietet. Die Medien erhalten im Gegenzug Geld vom Werbe-Blocker, der sich über monatliche Beiträge finanziert. Scrolls Technologie soll im laufenden Jahr in Twitter integriert werden und sein geplantes Abo-Modell unterstützen. Twitter will Verlage, die kostenfreie Artikel zur Verfügung stellen, ähnlich wie Scroll aus Beiträgen seines Abo-Dienstes bezahlen.
blog.twitter.com via t3n.de

Meedia: Fusion von Gruner + Jahr und RTL wird wahrscheinlicher.

Gesprächsbereit: Die Fusion zwischen Gruner + Jahr und RTL wird wahrscheinlicher, schreibt Gregory Lipinski und zitiert eine interne Ankündigung von Verlags-Chef Stephan Schäfer, der die Mitarbeiterinnen "über zentrale Fragen des Vorhabens mit RTL" informieren will. Schäfer wird am Mittwoch "für einen Zusammenschluss trommeln", vermutet Lipinski. Seit einigen Wochen laufen unter dem Namen "Discovery" intern Analysen von Führungskräften beider Seiten, die über die Zukunft von G+J entscheiden könnten. Das Beratungsunternehmen McKinsey wägt mit den Vorgesetzten die Optionen ab.

Wie die Fusion im Detail aussehen könnte, ist noch unklar. Intern seien Gerüchte im Umlauf, "wonach eine oder mehrere Gesellschaften gegründet werden könnten". G+J räumt auf Meedia-Anfrage ein, in einer engeren Zusammenarbeit mit RTL "große Chancen" zu sehen. "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber und "stern"-Chefredakteur Florian Gless hatten im Namen aller G+J-Chefredakteurinnen einen Leserbrief an die "Süddeutsche Zeitung" geschrieben. Darin widersprachen sie einem Artikel von Casper Busse , der schrieb, dass es eine "große Überraschung" sei, wenn es "nicht zum Zusammengehen kommen würde". Huber und Gless bezeichneten Busses Aussagen als "unwiderlegbare Endzeitstimmen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Henkel muss schneller und experimenteller werden, sagt Chef Carsten Knobel.

Innovations-Gaspedal: Henkel hat "nicht immer ausreichend in Innovationen investiert", sagt Carsten Knobel, Chef des Konsumgüterimperiums, dem "Handelsblatt". Er will, dass der Konzern experimentierfreudiger wird und sich nicht in "Mikromanagement" verliert. So sollen Innovationszyklen kürzer werden – Knobel setzt dafür auf dezentrale Entscheidungen in kleinen Teams.
handelsblatt.com (Paid)

Delivery Hero verlängert Vorstandsverträge bis April 2026.

Delivery Hero verlängert vorzeitig die Verträge seiner Vorstände. Chef und Mitbegründer Niklas Östberg (Foto) und Finanz-Chef Emmanuel Thomassin stimmen einer Vertragsverlängerung bis April 2026 zu. Im selben Zug ernennt Delivery Hero Pieter-Jan Vandepitte zum dritten Vorstandsmitglied. Vandepitte verantwortet seit 2015 das operative Geschäft, auch sein Vertrag läuft bis April 2026.
handelsblatt.com

Opel setzt auf Elektro und Wasserstoff, ohne Verbrenner vorschnell zu beerdigen.

Opel fährt mit Elektromobilität und Brennstoffzellen wieder auf der "Gewinner-Straße" sagt Opel-Chef Michael Lohscheller im Interview mit "Business Insider". Der Elektro-Kleinwagen Mokka sei eine "Image-Lokomotive", bei leichten Nutzfahrzeugen habe Wasserstoff "eine gute Chance", auch wenn der Preis dafür "natürlich schon deutlich höher" sein werde als beim Diesel. Der Trend gehe "ganz klar" zur Elektrifizierung, Lohscheller will jedoch kein Datum setzen, "wann wir Verbrenner nicht mehr machen".
businessinsider.de

Kann Social Media Steuer-Software sexy machen, Claus Fesel?


Sharing in staubtrocken? Claus Fesel beschreibt die Genossenschaft Datev als Community, Mitarbeiterinnen als Corporate Influencerinnen. Der Marketing- und Event-Chef des Nürnberger Softwarehauses setzt früh auf Social Media: Auf Twitter ist Datev seit 2008, auf YouTube und Facebook seit 2009 unterwegs. Für Fesel sind die Netzwerke “eine Einladung zum Dialog”, der gar nicht langweilig sein muss, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. Das Buch mit allen Beiträgen und Interviews erscheint am 6. Mai. Hier das kostenlose E-Paper vorbestellen.
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Zitat: Ina Remmers plädiert dafür, Erfolg am gesellschaftlichen Mehrwert zu messen.

Wenn wir die Start-up Landschaft noch erfolgreicher machen wollen, sollten wir Erfolg nicht nur monetär bewerten, sondern die gesellschaftliche Wirkung mit einbeziehen.

Ina Remmers, Gründerin des Nachbarschaftsnetzwerks Nebenan.de, schreibt im "Handelsblatt", dass sozialer Mehrwert und Diversity entscheidende Erfolgsfaktoren aufstrebender Unternehmen sind.
handelsblatt.com (Paid)

Debatte: Simone Menne fordert Diversität in Aufsichtsräten ein.

Update fürs Kontrollgremium: Simone Menne, u.a. Aufsichtsrätin bei BMW, Deutsche Post DHL und Henkel, fordert in Aufsichtsräten "mindestens 50 Prozent der Posten mit diversen Menschen zu besetzen." In ihrem "Handelsblatt"-Gastbeitrag schreibt sie, die Gremien müssen "Mehrdeutigkeit zulassen", wozu sie aktuell kaum in der Lage seien. Zudem verlangt sie mehr Offenheit für neue Trends, z.B. durch den "regelmäßigen Abgleich mit Entwicklungen bei Start-ups".
handelsblatt.com

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden.

Nach 27 Jahren: Microsoft-Gründer Bill Gates (Foto), 65, und seine Frau Melinda, 56, lassen sich scheiden. Sie glauben nicht, "als Paar weiter wachsen zu können in der nächsten Phase" ihres Lebens, schreiben sie in einem gemeinsamen Statement auf Twitter. Trotz der privaten Trennung werden sie sich weiter zusammen um die Belange ihrer Stiftung kümmern.
twitter.com, bild.de, faz.net