Funk-Format “Tru Doku” punktet mit Geschichten über “Leben und Tod”.

Jung und nicht naiv: Der Funk-Kanal Tru Doku erreicht mit harten Themen junge Zuschauerinnen, oft mehrere 100.000 Aufrufe. "Wenn es um Leben und Tod geht, sind unsere Userinnen und User dabei", sagt Catherin Harwardt, Content-Chefin der Produktionsfirma Drive Beta im DWDL-Gespräch. Die rund 15-minütigen Kurz-Dokus beschäftigen sich mit Ängsten, Unfällen, Problemen oder Druck-Situationen. Die Filme sind meist zeitlos, erzählt ausschließlich mit O-Tönen, ohne Offtext.
dwdl.de

Zwei Ärztinnen sind Nachfolgerinnen von Nguyen-Kim bei “Quarks”.

Quantenhupf: Der WDR holt Florence Randrianarisoa (Foto) und Nemi El-Hassan ins Moderationsteam der Wissenssendung "Quarks". Die Ärztinnen und Journalistinnen sind als Nachfolge von Mai Thi Nguyen-Kim ab Ende Oktober im Wechsel mit Ralph Caspers zu sehen. Randrianarisoa erklärt bisher auf dem YouTube-Kanal Dr. Flojo medizinische Themen, El-Hassan ist Mitbegründerin des Kanals Datteltäter, der mit Vorurteilen gegenüber Musliminnen aufräumt.
presse.wdr.de, dwdl.de, turi.2 (Background)

Debatte: Bei journalistischen YouTube-Videos verschwimmen schnell Fakt und Meinung.

Journalistische YouTube-Formate sind Chance und Gefahr zugleich, schreibt David Lindenfeld mit Blick auf Frag ein Klischee. Sie böten die Bühne für "subjektive Erzählungen, die eine Debatte selten in ihrer ganzen Komplexität abbilden können". Was Fakt ist und was Meinung, sei dabei oft schwer voneinander zu trennen. Produktionsfirmen komme eine große Verantwortung zu, wem sie eine Plattform bieten und und wem nicht.
faz.net (Paid)

Rezo veröffentlicht neues Zerstörungsvideo zur Klimapolitik.

Klimazerstörung: YouTuber Rezo hat am Samstag ein neues Video mit dem Titel "Zerstörung Teil 2: Klimakatastrophe" veröffentlicht, in dem er die deutsche Klimapolitik scharf angreift. In dem 33-minütigen Video haut er Politikerinnen wie der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzende Nicola Beer oder dem ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen ihre Aussagen zur Klimakrise um die Ohren.

Für Klimakrisen-Leugnerinnen hat der YouTuber eine Botschaft: "Wenn man diese sicheren Erkenntnisse dann leugnet, dann ist man kein Skeptiker oder Hinterfrager. Dann ist man einfach auf dem selben Level wie andere Aluhutträger, die meinen, dass Bill Gates kleine Kinder isst." Am Ende des Videos kündigt Rezo ein weiteres Video an, was das vorerst letzte der "Zerstörungsserie" sein soll.

In seinem letzten Video hatte sich Rezo besonders intensiv an CDU-Chef Armin Laschet sowie Ernährungs- und Landwirtschafts­ministerin Julia Klöckner abgearbeitet und darin zahlreiche widersprüchliche Aussagen und PR-Fails aufgezählt.
rnd.de, youtube.com (33-min-Video), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: YouTube löscht 1 Mio Corona-Videos mit Fehlinformationen.

Zahl des Tages: Mehr als 1 Mio Videos mit "gefährlichen Falschinformationen" zum Coronavirus hat YouTube seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 gelöscht. In den entfernten Clips hätten Userinnen z.B. die Pandemie geleugnet und falsche Covid-Heilmittel angepriesen. Pro Quartal löscht YouTube insgesamt 10 Mio Videos, die gegen die AGB verstoßen. Derartige Videos machen weniger als 0,2 % der Gesamtabrufe aus.
heise.de, spiegel.de

Gelöschte Fußball-Bilder: Ostsport TV verschickt Abmahnungen an die ARD.

Gelbe Karte: Ostsport TV, Regionalliga-Rechteinhaber, kündigt in der "Bild" juristische Schritte gegen die ARD an. Der Sender hatte am Wochenende TV-Aufnahmen von zwei Begegnungen bei YouTube sperren lassen, ein Algorithmus habe Ähnlichkeiten mit eigenen Bildern festgestellt. Entsprechende Abmahnungen mit Unterlassungserklärungen seien nun auf dem Weg zur ARD und dem verantwortlichen SWR. Schon vor zwei Wochen kam es zu einem ähnlichen Vorfall.
bild.de, bild.de (Background)

Studie: Werbung mit Katzen steigert Aufrufe um 2.700 %.

Feline Marktmacht: Katzen in Werbevideos steigern die Aufrufe um 2.700 %, sagt eine Studie von Sortlist. Hunde kommen dagegen nur auf schlappe 547,6 % mehr Aufrufe. Für die Studie vergleicht Sortlist Werbe-Videos auf YouTube von Unternehmen wie Mercedes-Benz, Pizza Hut, Skittles, Netflix und LG - jeweils mit und ohne Haustiere in der Besetzung. Katzen tauchen demnach am häufigsten bei britischen Unternehmen auf, Hunde sind bei US-amerikanischen am beliebtesten.
sortlist.de

Video-Tipp: Datenspenden sollen YouTube-Algorithmus entschlüsseln.

Video-Tipp: Ein Team um AlgorithmWatch-Mitgründer Lorenz Matzat will erforschen, welche Videos YouTube zur Bundestagswahl empfiehlt. Da YouTube selbst seinen Algorithmus unter Verschluss hält, bittet das Team Nutzerinnen um Daten­spenden, eine Art "Notwehr", sagt Matzat. Medien und Wissenschaft analysieren die Daten und wollen Ergebnisse noch vor der Wahl veröffentlichen.
spiegel.de (3-Min-Video), algorithmwatch.org (Projekt)

Debatte: Social-Media-Plattformen konkurrieren mit Unsummen um die besten Influencerinnen.

Pay Day: Social-Media-Plattformen konkurrieren um Influencerinnen wie Fußballvereine um die besten Spieler, schreibt Gustav Theile. YouTube, TikTok und Instagram zahlten Millionen Dollar an Influencerinnen, um sie auf ihre Plattform zu locken. Die Konzerne seien auf sie angewiesen, da klassische Werbung bei Kurzvideos nicht funktioniere.
faz.net (Paid)

Video-Tipp: Tech-Konzerne sind oft verschwiegen und nur bedingt gesprächsbereit.

Facebook und GoogleVideo-Tipp: Tech-Konzerne wie Google und Facebook hüllen sich oft in Schweigen, lassen Medienanfragen unbeantwortet und öffnen sich nur auf öffentlichen Druck, berichtet Daniel Bouhs bei "Zapp". Zwar böten die Konzerne zu neuen Produkten und Initiativen inzwischen von sich aus Gespräche an, blieben bei kritischen Themen aber vage, ebenso zu Einzelfällen. Facebook-Sprecher Klaus Gorny und Google-PR-Mann Kay Overbeck versuchen sich in Erklärungen. Bouhs beobachtet derweil, dass auch neuere Plattform wie TikTok oder Telegram nur schwer ansprechbar sind.
youtube.com (16-Min-Video)

Zahl des Tages: YouTube Shorts zahlt Kreativen bis 10.000 Dollar.

Zahl des Tages: Bis zu 10.000 Dollar pro Monat zahlt YouTube Kreativen, die erfolgreiche Kurzvideos für den TikTok-Konkurrenten YouTube Shorts produzieren. Die Höhe hängt von Views und dem Engagement ab und fängt bei 100 Dollar an. Innerhalb des nächsten Jahres will YouTube insgesamt 100 Mio Dollar auszahlen. Zum Start ist das Programm in zehn Märkten verfügbar, in den USA und Großbritannien, Brazil, Mexiko, Indien und Indonesien sowie Japan, Nigeria, Russland und Südafrika.
techcrunch.com, theverge.com

Google-Mutter Alphabet macht im 2. Quartal 18,5 Mrd Dollar Gewinn.

Alphabet, Mutter des Tech-Riesen Google, macht im 2. Quartal einen Umsatz von 61,8 Mrd Dollar und fährt einen Gewinn von 18,5 Mrd Dollar ein. Größter Umsatzbringer mit 57 Mrd Dollar ist Google selbst, YouTube spült 7 Mrd Dollar in die Kasse. Die Google Cloud macht fast eine halbe Mrd Dollar Verlust, andere Alphabet-Unternehmen verbrennen noch einmal knapp 1,4 Mrd Dollar.
googlewatchblog.de, manager-magazin.de, theverge.com

YouTube führt Bezahloption für On-Demand-Videos ein.

YouTube ermöglicht Nutzerinnen, Kreative für On-Demand-Videos zu bezahlen. Mit "Super Thanks" können Zuschauerinnen einen Betrag zwischen 2 und 50 Dollar spenden, der zudem in einem hervor­gehobenen Kommentar verewigt wird. Bisher waren derlei direkte Geldzahlungen nur bei Livestreams oder Video-Premieren möglich. Das Angebot startet am Dienstag zunächst in 68 Ländern und soll bis Ende des Jahres alle Kreativen erreichen, die an Youtubes Partner-Programm teilnehmen.
cnet.com

TikTok-Konkurrent YouTube Shorts kommt nach Deutschland.

YouTube bringt das Kurzvideo-Angebot YouTube Shorts nach Deutschland, das es mit TikTok und Instagram Reels aufnehmen soll. Zu den bisher 26 Betatest-Ländern kommen bis Mittwoch 100 weitere dazu. Die Länge der Videos ist auf 60 Sekunden begrenzt, Nutzerinnen können ihre Clips mit Texten, Filtern und Musik anreichern. Dafür stehen "Millionen von Songs" von mehr als 250 Labeln zur Verfügung.
heise.de, meedia.de, blog.youtube

YouTube muss für gesperrtes Video 100.000 Euro Ordnungsgeld zahlen.

YouTube: Das Oberlandesgericht Dresden verhängt gegen Googles Video-Plattform ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro, berichtet die "Welt am Sonntag". YouTube hatte ein Video über Corona-Proteste in der Schweiz gelöscht und mit "medizinischen Fehlinformationen" begründet. Das Gericht entschied am 20. April, dass YouTube das Video unmittelbar wieder online stellen muss, was aber erst am 14. Mai geschah.
welt.de

Zitat: Rezo bezeichnet seine Reaktion auf Armin Laschets Interview-Absage als “nüchtern transparent”.

"Wenn Sie mir Jammerei unterstellen, müssen Sie schon mehr anführen, als dass ich darüber geredet habe. Das ist low. Das ist nix."

YouTuber Rezo wehrt im "Spiegel"-Doppel-Interview mit Julien Bam den Vorwurf ab, bei Armin Laschets Interview-Absage weinerlich reagiert zu haben. Er habe nur "nüchtern transparent gemacht, was generell im Hintergrund stattgefunden hat".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mozilla: YouTubes Algorithmus empfiehlt Videos, die gegen eigene Richtlinien verstoßen.

Nicht empfehlenswert: Die Mozilla Foundation wirft YouTubes Algorithmus vor, Videos zu empfehlen, "die als verstörend und hasserfüllt gelten und oft gegen die eigenen Inhaltsrichtlinien der Plattform verstoßen". Besonders groß sei das Problem in nicht-englisch­sprachigen Ländern. Basis der Anschuldigung ist eine Untersuchung, für die 37.000 Nutzerinnen ihre Daten an Mozilla gespendet haben.
golem.de, onlinemarketing.de

Debatte: Junges Radio hat ein Nachwuchsproblem, schreibt Jochen Rausch.

Junge Talente gesucht: Das junge Radio hat ein Nachwuchsproblem, schreibt 1Live-Chef Jochen Rausch in seiner DWDL-Kolumne. Zwar würde es nicht an Bewerbungen mangeln, junge Menschen mit "Personality, Schlagfertigkeit, Wachheit und Selbstbewusstsein" treibe es aber eher als YouTuberinnen oder Podcasterinnen ins Netz, wo sie ihr "eigenes Ding" machen können. Zudem würden Radiopersönlichkeiten nicht jeden Tag zum Casting kommen – "und selbst wenn, werden sie nicht immer erkannt".
dwdl.de

Lese-Tipp: Inga Pöting porträtiert ihren Ex-Mitschüler und YouTube-Star PietSmiet.

Lese-Tipp: Zeit-Online-Autorin Inga Pöting schreibt ein sehr persönliches Porträt über ihren Ex-Mitschüler Peter Smits aka PietSmiet. Der hat es vom Bastler und Schülerzeitungs­redakteur zu einem YouTube-Star mit 2,44 Mio Abos gebracht. Mit seinen Freunden von damals, "einer ziemlich normalen Oberstufenclique", mache Smits "heute immer noch ziemlich normale Sachen – nur schauen ihnen Hunderttausende dabei zu".
zeit.de

EuGH-Urteil: YouTube haftet nicht bei Urheberrechtsverstößen.


Aus dem Schneider: YouTube haftet nicht automatisch für Urheberrechtsverstöße auf seiner Plattform, urteilt der Europäische Gerichtshof. Solange die Betreiber von Internetportalen keine Kenntnis von den hochgeladenen Inhalten haben und sie nicht kontrollieren, sind sie von der Haftung befreit – mittels sogenanntem Providerprivileg. Das Urteil erstreckt sich dementsprechend nicht nur auf die Google-Tochter, sondern ist für die gesamte Kreativbranche relevant.

Zwei noch aktuelle Klagen bei deutschen Gerichten sind damit aber nicht vom Tisch: Produzent Frank Peterson klagt gegen YouTube, weil dort im Jahr 2008 Musik hochgeladen wurde, an der er Verwertungsrechte hält. Der Fachverlag Elsevier klagt gegen die Plattform Uploaded, bei der verschiedene Medizinbücher veröffentlicht wurden. Der EuGH gibt mit seinem Urteil nur vor, nach welchen Kriterien Gerichte YouTube und Co. künftig beurteilen müssen.
wiwo.de, spiegel.de

Meinung: Rezo und Tilo Jung sollten nicht noch mehr Reichweite durch Parteien bekommen.

Reichweiten-Rummel: "Für jüngere Generationen wird es schwerer, professionell recherchierte Informationen von unterhaltsamem Quatsch zu unterscheiden", schreibt "Welt am Sonntag"-Chefredakteur Johannes Boie zum geplatzten Streaming-Kanzlerinnenduell. Rezo und Tilo Jung würden dies "geschickt ausnutzen" und seien "Journalistendarsteller", die von den Parteien nicht noch mehr Reichweite erhalten sollen. Boies Fazit: Junge Wählerinnen finden Nachrichtenseiten auch alleine.
welt.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Oğuz Yılmaz über seine YouTube-Rente mit 24.

Hör-Tipp: "2010 hat noch keiner verstanden, dass man damit überhaupt Geld verdienen konnte", sagt der ehemalige Y-Titty-YouTuber Oğuz Yılmaz im Linkedin-Podcast "Nett Work" über seine Entscheidung, mit 19 YouTube zu machen und nicht an die Uni zu gehen. Yılmaz, der jetzt selbst Influencerinnen vertritt, bereut aus seiner YouTube-Zeit "gar nichts", rät Jüngeren zu diesem Berufsweg aber nur, wenn sie zusätzlich ein anderes Standbein haben.
spotify.com (45-Min-Audio)

Rezo wirft der “Welt” vor, Statements zu erfinden.

Nächste Runde: Die "Welt" hat bei ihrer Berichterstattung über das geplatzte Streaming-Kanzlerinnenduell Statements erfunden und Zitate verfälscht, schreibt Rezo auf Twitter. Durch derlei Desinformation sei es "generell schwerer", der "Welt" zu vertrauen. Das Blatt hatte u.a. geschrieben, dass Rezo Laschet vorwerfe, sich "zu wenig um junge Wähler zu kümmern", da Laschet nicht an der geplanten Talk mit ihm und Tilo Jung teilnehmen wollte.
twitter.com, welt.de, turi2.de (Background)

Rezo kassiert Laschet-Abfuhr für ein geplantes Kanzlerinnenduell im Stream.

Kann-Nicht-Frage: Youtuber Rezo wollte ein Kanzlerinnenduell im Stream veranstalten, erzählt er auf Twitch. Tilo Jung habe ihn für ein Gespräch auf YouTube mit Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz angefragt. Auch die "Zeit" hätte zugesagt, das Gespräch auf ihrer Seite zu streamen und ihre Redaktionsräume für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. SPD und Grüne hätten "klar signalisiert", dass sie dabei seien, wenn Laschet zusagt. Nach einem Pitch habe er Laschets Absage drei Wochen später erhalten, sagt Rezo. Damit sei "die Sache tot".
youtube.com (14-Min-Video) via twitter.com

YouTube verbannt Werbung für Alkohol, Medikamente, Glücksspiel und Politik von seinem prominentesten Anzeigenplatz.


Wirb woanders: YouTube verbannt Werbung für Alkohol, Glücksspiel und verschreibungspflichtige Medikamente von seinem prominentesten Anzeigenplatz, dem sogenannten Masthead Ad Slot. Auch politische Kampagnen und Wahlwerbung sind dort künftig nicht mehr erlaubt. Die Masthead Ads sind mit das erste, was Userinnen sehen, wenn sie die Website besuchen. Sie sind dementsprechend teuer und hart umkämpft: Donald Trump hatte den Anzeigenplatz etwa im Wahlkampf 2020 für drei Tage gebucht.

YouTubes Mutterkonzern Google begründet den Schritt u.a. damit, Nutzerinnen eine bessere User-Experience verschaffen zu wollen. Insbesondere die Verbannung von Wahlwerbe-Spots könnte der Plattform aber auch unliebsame politische Debatten ersparen.
axios.com, theverge.com

Willkommen im Club: Kai Pflaume.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Kai Pflaume baut Entertainment-Brücken zwischen den Generationen: In ARD-Quizshows gibt er den routinierten Moderator im Anzug, auf YouTube und Instagram findet er als @Ehrenpflaume Anschluss zu den Größen des Influencer-Games. Pflaume ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Pflaume)

turi2 edition #14: Leeroy Matata über Schubladen und Spaghetti.


Ballwechsel: Leeroy Matata hört als Leistungssportler auf, um Menschen Fragen zu stellen, die ihn selbst interessieren. In seinen YouTube-Videos spricht er mal mit Teenie-Müttern, mal mit Ex-Nazis. Immer wieder geht es um schwere Schicksale, um Krankheiten und den Tod. Die Clips werden millionenfach geklickt. Was will er damit bezwecken? “Vorurteile aus der Welt räumen”, sagt Matata im Interview mit Elisabeth Neuhaus für die turi2 edition #14. Hier das E-Paper mit allen Interviews kostenlos lesen. Weiterlesen…

Video-Tipp: “MrWissen2Go” erklärt für das ZDF Wahl-Umfragen.

Video-Tipp: Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go erklärt in seiner neuen ZDF-Sendung "Politbarometer2go", warum Wahlergebnisse "trotz aller Umfragen manchmal überraschen, aber dennoch mehr Licht ins Dunkel bringen". Zehn Folgen sind geplant, die in der ZDF-Mediathek und bei YouTube zu sehen sein werden. Zum Auftakt geht es um die Frage, warum Umfragen bei der AfD oft daneben liegen.
youtube.com (11-Min-Video), presseportal.de

Agentur fragt Influencerinnen an, Biontech-Impfstoff zu verunglimpfen.

Biontech-Bashing: Influencerinnen aus Deutschland und Frankreich haben Anfragen erhalten, im Rahmen einer "Informationskampagne" gegen Geld den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schlechtzumachen. Sie sollen einen Link zu angeblichen Todesfällen im Zusammenhang mit dem Impfstoff teilen. Unter den Angefragten ist deutsche YouTuber Mirko Drotschman alias MrWissen2go, der bei Twitter die Mail einer Agentur aus London veröffentlicht hat. Ein französischer Influencer berichtet von rund 2.000 Euro, die ihm für eine 30-sekündige Instagram-Story geboten wurden. Die Spuren führen offenbar nach Russland. Der französische Gesund­heits­minister Olivier Véran nennt den Versuch im Sender BFM-TV "armselig, gefährlich und verantwortungs­los".
spiegel.de, rnd.de, bfmtv.com (französisch)

Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate beleben die Kulturreportage wieder.

Netzkultur: Öffentlich-rechtliche YouTube-Formate bescheren der Kulturreportage eine Renaissance, findet René Martens. Das Genre, das im linearen TV "keine nennenswerte Rolle mehr spielt", gewinne im Internet an Tiefe – auch, weil die Clips mit 15 bis 20 Min länger sind als klassische Fernsehbeiträge. Außer dem NDR will künftig auch der Hessische Rundfunk mehr Kultur zu YouTube bringen.
taz.de

Influencerinnen-Prank kostet Marvin Wildhage rund 10.000 Euro.

Teurer Spaß: YouTuber Marvin Wildhage hat insgesamt über 10.000 Euro in sein Video-Projekt Influencer werben für mein Fake-Produkt gesteckt, sagt er im Interview mit "Meedia". Ob sich das Video gerechnet hat, kann er erst in "ein paar Monaten" sagen. Wildhage sieht 60 % der Schuld beim Management, dass die Influencerinnen-Kooperationen zustande gekommen sind. Denn die hätten seine Fake-Creme "auf jeden Fall geprüft" und sich entsprechende Briefings durchgelesen: "Sie können auch nicht die Karte spielen, dass sie kein Deutsch können und das vielleicht überlesen haben. Das ist deren Job."
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Das “c’t Magazin” knöpft sich die Shopping-Plattform Wish vor.

Video-Tipp: Das Computer-Magazin "c't" knöpft sich auf seinem neuen YouTube-Channel c't 3003 die Shopping-Plattform Wish vor, die u.a. gefakte Huawei-Smartphones an gutgläubige Käuferinnen bringen will. Konkret nimmt "c't" das "Huavvei Mate 40 Pro+" auseinander, das zwar nur 112 Euro kostet, anstatt dem versprochenen Betriebssystem Android 10 aber nur Android 8 liefert – von einer grottenschlechten Kameraleistung ganz zu schweigen.
youtube.com (6:30-Min-Video)

Mai Thi Nguyen-Kim will Hasskommentare schneller löschen.

Hatespeech unerwünscht: Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim will Hasskommentare auf ihrem YouTube-Kanal schneller löschen und etwaige Absenderinnen konsequent blocken. In einem Video sagt sie, bisher habe man Posts "praktisch gar nicht" gelöscht und auch niemanden aus den Kommentaren verbannt. Helfen soll ein Community-Management, das justiziable Inhalte auch zur Anzeige bringen kann.
youtube.com (21-Min-Video) via rnd.de

“Bild” wirft dem Jugendformat “STRG_F” Stimmungsmache gegen Israel vor.

Impf-Irritation: Die "Bild" wirft dem Funk-Format STRG_F Stimmungsmache gegen Israel vor. STRG_F hatte vor zwei Tagen eine Reportage veröffentlicht, in der es heißt: "Israel geimpft, Palästina leidet!" Dadurch entstehe der Eindruck, Israel würde Palästinenserinnen den Zugang zu Impfstoffen verweigern oder erschweren. Der Impfstoffmangel in Palästina liege allerdings an der zuständigen Autonomiebehörde, die aufgrund von Geldmangel nicht genügend Dosen kaufen konnte.
bild.de, youtube.com (33-Min-Reportage)

Prinz William und Herzogin Kate starten einen offiziellen YouTube-Account.


Blaublütiges Bewegtbild: Prinz William und Herzogin Kate schalten medial einen Gang zu und starten einen eigenen YouTube-Kanal. Das royale Paar nutzt bereits Twitter und Instagram und ruft über diese Kanäle dazu auf, auch ihre neue Social-Media-Spielwiese zu abonnieren. Künftig sollen auf YouTube exklusive Clips des künftigen englischen Königs und seiner Frau zu sehen sein. Das erste Video ist zwar nur schlanke 25 Sekunden lang, punktet bei Adels-Fans aber mit Humor: Etwa, weil William Kate spaßeshalber warnt "Sei vorsichtig was du sagst, diese Leute filmen alles!"

William und Kate schlagen mit ihrem neuen Video-Account einen anderen Weg ein als Harry und Meghan. Sie hatten nach ihrem Rückzug aus dem Königshaus ihre Profile in den Sozialen Medien aufgegeben – dafür aber u.a. Deals mit Netflix und Spotify abgeschlossen sowie US-Talkerin Oprah Winfrey ein viel beachtetes Interview gegeben.
youtube.com (25-Sek-Video), digitalfernsehen.de, t-online.de, turi2.de (Background Harry & Meghan)

Video-Tipp: Rezo ordnet die Reaktionen auf sein Pandemie-Video ein.

Video-Tipp: Rezo zeigt sich in einem neuen Video überrascht über die Reaktionen auf sein jüngstes Wut-Video zur Corona-Politik. Der Youtuber mahnt dazu, weniger über die Form zu sprechen, als über die Inhalte und zeigt einige in seinen Augen gute und schlechte Beispiele an Reaktionen. Er kritisiert insbesondere die Berichterstattung der "Welt". Rezos Fazit kommt direkt zu Beginn: "Leute ich bin so unwichtig. Was ich in einem Live-Stream sage, scheißt da doch einfach mal drauf".
youtube.com (20-Min-Video), turi2.de (Background)

Basta: Herr der Ringe auf russisch.

Mein Schatz: Eine 30 Jahre lang verschollene Herr-der-Ringe-Verfilmung aus Russland erwacht auf YouTube zu neuem Leben. Der Sender 5TV lädt das Werk in zwei Teilen ohne Angabe von Gründen hoch. Fantasy-Fans müssen dafür zwar kein Elbisch lernen, Russisch könnte aber nicht schaden: YouTubes Übersetzungsfunktion stottert nicht nur bei grunzenden Orks.
t3n.de, youtube.com (Teil 1), youtube.com (Teil 2)

Zahl des Tages: YouTube berichtet, welche Rolle Regelverstöße für seine Klicks spielen.

Zahl des Tages: Kleinteilige 0,16 % bis 0,18 % aller Views sind im vierten Quartal 2020 auf YouTube-Videos entfallen, die gegen die Guidelines verstoßen haben. Noch 2017 habe der entsprechende Anteil zwischen 0,63 % und 0.72 % gelegen. Die Video-Plattform veröffentlicht solche Zahlen dieser Tage zum ersten Mal, verschweigt aber die Gesamtzahl der Klicks auf regelverletzende Inhalte.
nytimes.com (Paid)

Video-Tipp: Rezo zerstört die deutsche Corona-Politik.

Video-Tipp: Rezo zerstört die deutsche Corona-Politik und damit quasi ein zweites Mal die CDU. Der 28-Jährige prangert u.a. das Versagen deutscher Politikerinnen in der Maskenpolitik an – er selbst habe sich gemeinsam mit anderen Stars und Sternchen schon "vier bis fünf Wochen vor der Maskenpflicht" für eben diese eingesetzt. Sein mit Schimpfwörtern gespicktes Fazit: Wer seine Arbeit nicht verweigere und nicht korrupt sei, sei bereits "ein überdurchschnittlich guter Unions-Politiker".
youtube.com (13-Min-Video)



YouTuberin Lisa Licentia berichtet von den Konsequenzen ihres politischen Seitenwechsels.

Erst rechts, dann links: YouTuberin Lisa Licentia berichtet in der "Welt" von ihrem politischen Seitenwechsel, der ihr u.a. Morddrohungen und ein eingeschlagenes Autofenster bescherte. Sie hatte in der TV-Doku Rechts. Deutsch. Radikal Ex-AfD-Sprecher Christian Lüth zur Aussage gebracht, man könne Migrantinnen "erschießen oder vergasen". Licentia, die früher selbst stramm rechte Positionen propagierte, "hat ihr Denken gegen linken Aktivismus eingetauscht" – gilt bei vielen Linken aber als unglaubwürdig.
welt.de (Paid), turi2.de (Background Lüth)

Vorgetäuschter Bankraub: YouTuber bekommen Bewährungsstrafe.

Missglückter Scherz: Die US-YouTuber Alan und Alex Stokes sind von einem Gericht in Kalifornien zu einer einjährigen Bewährungsstrafe und 160 Stunden Sozialdienst verurteilt worden. Die Zwillingsbrüder hatten sich zuvor schuldig bekannt, einen Banküberfall für ein Prank-Video inszeniert zu haben. Der Vorfall hatte im Oktober 2019 zu einem Polizeieinsatz geführt, bei dem ein unbeteiligter Uber-Fahrer zwischenzeitlich festgenommen worden war. Rund 6,7 Mio Abonnentinnen verfolgen die Stokes-Brüder bei YouTube.
spiegel.de, faz.net

ARD und ZDF sind auf YouTube noch nicht eingespielt.

YouTube-Strategie: "Im Allgemeinen herrscht noch viel Trial & Error, vor allem bei der ARD", analysiert Timo Niemeier bei DWDL. ARD-Digital-Plattform-Chefin Tanja Hüther erwartet eine Beruhigung des Geschehens in ein bis zwei Jahren. Das ZDF stellt anders als der Konkurrent keine Shows in voller Länge auf die Plattform. Mit Clips wolle der Sender die Zielgruppe in die eigene Mediathek lotsen. Das gelte allerdings nicht für News, sagt Eckart Gaddum, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien: "Bei Nachrichten geht es primär um Reichweiten."
dwdl.de

YouTube experimentiert mit ausgeblendeten Dislikes.

Unsichtbare Abneigung: YouTube testet in den kommenden Wochen eine neue Variation seines Dislike-Buttons, bei der die Zahl der runtergegebenen Daumen nicht mehr öffentlich zu sehen ist. Nur noch die Kanal-Betreiberinnen sollen dann intern bei YouTube Studio die exakte Zahl einsehen können.

Damit will YouTube vor allem seinen YouTuberinnen entgegenkommen: Man habe gehört, dass sich eine öffentliche Dislike-Zählung negativ auf deren Wohlbefinden auswirkt. Zudem würde man so gezielte Dislike-Kampagnen umgehen. YouTube ist selbst schon einmal Opfer einer regelrechten Dislike-Flut geworden: Der Jahresrückblick YouTube Rewind 2018 hält mit über 19 Mio Daumen runter den bisherigen Negativ-Rekord.
twitter.com, techchrunch.com, variety.com

YouTube bringt TikTok-Gegner Shorts in die USA.

Google versucht nun auch auf seinem Heimatmarkt gegen TikTok zu bestehen und startet in den USA sein Konkurrenzprodukt Youtube Shorts. Mit dem Feature können Nutzerinnen bis zu 60 Sekunden lange Videos mit Musik hinterlegen und dafür auf Lizenzstücke der großen Labels zurückgreifen. Google hat YouTube Shorts zunächst in Indien getestet und kommt dort mittlerweile auf rund 6,5 Mrd Aufrufe pro Tag.
businessinsider.de, turi2.de (Background)