Zahl des Tages: YouTube schüttet 6 Mrd Dollar an die Musik-Branche aus.

Zahl des Tages: Insgesamt 6 Mrd Dollar schüttet YouTube von Juli 2021 bis Ende Juni 2022 an die Musikindustrie aus, 2 Mrd mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Spotify hat im vergangenen Jahr 7 Mrd Dollar an die verschiedenen Song-Rechteinhaber gezahlt, ebenfalls ein Plus von 2 Mrd im Vergleich zu 2020. Bis 2025 will YouTube Spotify als größte Einnahmequelle für Musiker übertrumpfen.
faz.net

Julian Reichelt sieht seine Zukunft nicht im Print und kündigt neue Dachmarke an.


Macht keinen Druck: "Ich glaube, dass Zeitung nicht mehr unser Geschäft sein wird", sagt Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt in einer Fragestunde, bei der Nutzerinnen u.a. Auskunft zu den Plänen seines neuen Medienunternehmens haben wollen. Das Modell des YouTube-Kanals "Achtung, Reichelt!" und "allem weiteren, was wir planen" werde ziemlich sicher nicht gedruckt stattfinden. Als Gründe dafür nennt er u.a. die hohen Papier-, Verteilungs- und Energiepreise, die es derzeit "nahezu unmöglich machen, eine neue, erfolgreiche Zeitung zu gründen". Reichelt hält Zeitung zwar nach wie vor für ein "wunderschönes Modell", aber nicht mehr für ein nachhaltiges – vor allem nicht, um große Reichweiten zu erzielen. Weil er aber genau diese Reichweite wolle, liege die Zukunft "nicht auf bedrucktem Papier".

Als neue Projekte plant Reichelt mehrere Shows abseits seines bisherigen "Achtung!"-Formats, auch mit weiteren Moderatorinnen. Die Sendungen sollen perspektivisch auf einer eigenen Website mit neuer Dachmarke beheimatet sein. In "einigen Wochen" wolle er diese Marke bekannt geben.
youtube.com (30-Min-Video)

Video-Tipp: Wie der Ukrainekrieg zu einem “TikTok-Krieg” wird.

Video-Tipp: "Ich würde meinem Kind TikTok nicht erlauben", sagt ein Insider der Plattform in der Vollbild-Reportage "TikTok-Krieg". Das SWR-Format zeigt, wie schnell App-Nutzerinnen Bilder von Raketen­angriffen oder Leichen angezeigt bekommen und mit Propaganda und Desinformationen zum Ukrainekrieg konfrontiert werden. Sogenannte "Warfluencer" laden Content hoch, der u.a. Kampf­handlungen und Kriegs­gefangene zeige.
youtube.com (24-Min-Video)

Lese-Tipp: Warum Julian Reichelts YouTube-Kanal so erfolgreich ist.

Lese-Tipp: Der YouTube-Kanal von Julian Reichelt hebt sich u.a. dadurch ab, dass er und sein Team eine journalistische Ausbildung haben, erklärt Politik­wissenschaftler Jan Ratje auf tagesschau.de. In den 15- bis 20-minütigen Videos fänden sich vor allem "rechts­populistische Inhalte mit einer Tendenz ins Rechts­libertäre". Reichelt präsentiere sich als "Untergangs­prophet und reproduziert rechte Feind­bilder".
tagesschau.de via bildblog.de

Video-Tipp: Wie Hacker 45.000 Euro von Simplicissimus ergaunern.

Video-Tipp: Das ehemalige Funk-Format Simplicissimus schildert, wie es Opfer eines sogenannten Invoice-Frauds geworden ist. Kriminelle hatten sich in die Mails eines Produktionspartners ihrer Klamotten-Marke CultureCulture gehackt und einen vertrauten Geschäftspartner nachgeahmt. Wochenlang bleibt das unbemerkt – am Ende landen 45.000 Euro auf den Konten von Mittelsmännern.
youtube.com (10-Min-Video)

Philipp Walulis macht mit “Walulis Story” Schluss.

Waluli-Aus: Philipp Walulis beendet die wöchentliche Funk-Reihe Walulis Story nach fast fünfeinhalb Jahren und verschiedenen Formatnamen. Walulis Daily und "Walulis Story" seien sich "doch ein wenig ähnlich", sagt Walulis über das Aus. Die jetzt frei gewordene Zeit für "zeitlose Recherchen" wolle man für das vor einigen Wochen getestete Format Wie schwer kann’s schon sein? nutzen. In einem letzten Clip nehmen alte Weggefährte, wie beispielsweise "der Assi" und "Forest Drunk", Abschied. Zum Schluss folgt eine "80er-Jahre-Endmontage".
youtube.com (13-Min-Video)

Video-Tipp: Wie das Verschenk-Konzept vom YouTuber Mr Beast funktioniert.

Video-Tipp: Philipp Walulis analysiert den populären YouTuber Mr Beast (Foto), der das Verschenken als Geschäftsmodell für sich entdeckt hat. Zuschauende können bei ihm u.a. Inseln, Lamborghinis und Häuser gewinnen. Seine Einnahmen investiert er überwiegend in noch aufwendigere Videos mit noch teureren Geschenken – das beschert ihm steigende Reichweiten, was wiederum neue Sponsoren anlockt.
youtube.com (10-Min-Video)

YouTube entfernt Anti-Impf-Film mit Til Schweiger und wird abgemahnt.

Keinimpfhase: YouTube löscht kurzzeitig den umstrittenen Dokumentarfilm "Eine andere Freiheit", in dem sich u.a. Til Schweiger kritisch zur Corona-Impfung von Kindern äußert, meldet T-Online. Grund seien offenbar medizinische Fehlinformationen. Nach einer Abmahnung von Medienanwalt Joachim Steinhöfel im Auftrag der Filmemacherin Patricia Marchart ist das Video wieder online.
t-online.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Zwei junge Afghaninnen dokumentieren Sorgen ihrer Landsleute.

Lese-Tipp: Einen Tag vor dem Fall Kabuls haben Hadya Helya und Sofia Formuli begonnen, mit YouTube-Videos die Sorgen der Menschen in Afghanistan zu dokumentieren. Seitdem sind fast die Hälfte der afghanischen Medien geschlossen worden. "Taz"-Autorin Francesca Borri (Foto) begleitet die 17-jährigen Afghaninnen dabei, wie sie durch die Hauptstadt ziehen und etwa eine junge Ingenieurin und einen Süßigkeiten-Verkäufer interviewen.
taz.de

Lese-Tipp: Über das Problem von falschen Urheberrechts-Beschwerden bei YouTube.

Lese-Tipp: YouTube hat ein Problem mit falschen Meldungen von Urheberrechtsverletzungen, schreibt Netzpolitik.org-Redakteurin Esther Menhard mit Blick auf den temporär gesperrten Kanal vom Lofi Girl. Die Video-Plattform tut sich schwer damit, unbegründete Beschwerden auf Anhieb zu erkennen – was manche YouTuber nicht selten ausnutzen, um der Konkurrenz gezielt zu schaden.
netzpolitik.org

SWR macht ein neues Wissenschafts-Format mit YouTuber Jacob Beautemps.

SWR startet eine neue Wissenschafts-Reihe mit dem YouTuber Jacob Beautemps. Drei Folgen von "Science for Future" sind ab dem 4. August in der ARD-Mediathek und auf YouTube abrufbar, eine TV-Ausstrahlung erfolgt zwei Tage später im Nachmittagsprogramm des Ersten. In dem Format sollen "begeisterte" Wissenschaftlerinnen zu Wort kommen, "die schon heute an den Lösungen für Morgen arbeiten".
dwdl.de

Bundeswehr präsentiert sich in YouTube-Serie “halbwegs realitätsnah”.

Militär-Marketing: Die Bundeswehr sucht über die YouTube-Serie Semper Talis neue Rekruten. Die Kurz­filme sind "ehrlicher als frühere Werbekampagnen, die gern versuchten, die Bundeswehr als eine Art bewaffnete Entwicklungshilfe zu inszenieren", schreibt Joachim Käppner. In Zeiten eines Kriegs in Europa könnte es Schlimmeres geben als eine Eigen­werbung, "die zumindest halb­wegs realitäts­nah ist".
sueddeutsche.de

AGF-Studie: YouTube verliert, ARD und ZDF gewinnen.

Plattform-Beliebtheit: Die Nutzung von YouTube ist in Deutschland wieder auf das Vor-Corona-Niveau gesunken, sagt die AGF-Plattformstudie. Knapp die Hälfte der Befragten ab 14 Jahren geben an, den Videodienst in den vergangenen vier Wochen genutzt zu haben. Die öffentlich-rechtlichen Sender legen dagegen auf 28,1 % zu. Netflix wächst auf 33,3 %, Amazon Prime Video auf 23,9 %. Disney+ verliert erneut und liegt nun bei 7,6 %.
presseportal.de

Lese-Tipp: Wie YouTuberinnen und Reality-Shows sich gegenseitig befeuern.

Lese-Tipp: Zu jeder Folge von "Temptation Island" erstellt YouTuberin Mirella Precek, bekannt als mirrelativegal, ein 45- bis 60-minütiges Reaction-Video, in dem sie die Geschehnisse der Reality-Sendung kommentiert. Währen sie damit eine "Einordnung der Szenen" liefern will, freut sich auch RTL über die zusätzlich generierte Aufmerksamkeit.
dwdl.de

“Den Traum, reich zu werden, zerstöre ich nicht ganz” – Simon Schöbel über Investitionen und Instagram.


Fin-Experte: "Wenn man schnell reich werden will, ist das der schnellste Weg, genau das Gegenteil zu erreichen", sagt Simon Schöbel im turi2 Jobs-Podcast. Der Finfluencer klärt auf YouTube, TikTok und Instagram über Finanzthemen auf und beobachtet: "Gerade junge Leute wollen schnell reich werden." Die Gefahr dabei sei, dass sie "auf die falschen Leute hören" oder zum Beispiel in "spekulative Dinge" investieren. Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl sagt Schöbel, dass es der jüngeren Generation nicht mehr zwingend "um die Karriere der Karriere wegen" gehe, sondern "um Selbst­verwirklichung" – und dabei helfe Geld. Wer den "Faktor Geld nach oben setzt", könne auch den "Faktor Zeit" erhöhen, sagt Schöbel. Der "klassische Karriereweg bis zur Selbst­ausbeutung ist in unserer Generation nicht mehr so stark gegeben". Den Traum, reich zu werden, zerstöre Schöbel seinen Followern auf Social Media nicht ganz, sage aber, dass es "länger dauert".

Grundsätzlich wolle er seinem Publikum vermitteln, "weniger kurzfristig zu denken" und "eher langfristige Verhaltens­muster anzupassen". Dazu gehöre auch, sich von aktuellen News "nicht völlig aus der Fassung bringen zu lassen". So schrecklich der Krieg in der Ukraine sei – "solche Krisen wird es immer wieder geben". Für langfristige Anlagen über zehn bis 15 Jahre seien sie "ganz normal". In seinen 30- bis 40-sekündigen Videos greift Schöbel solche Themen eher nicht auf, weil er sie nur oberflächlich behandeln könnte. Lieber versucht er, seiner jungen Zielgruppe einen "konkreten Mehrwert" mitzugeben, etwa, warum sie ihr Geld nach einer Gehalts­erhöhung nicht direkt für Designer-Klamotten ausgeben sollten oder wie sie beim Bewerbungs­gespräch richtig über das Gehalt verhandeln. "Je konkreter der Tipp, desto interessanter", sagt Schöbel.

Seine 230.000 Follower auf TikTok und 43.000 auf Instagram zeigen: Das Interesse an Finanzthemen ist da und größer als je zuvor: "Das war in der Vergangenheit eher ein Thema für Finanz­berater." Mittlerweile werde in den Medien nicht nur viel mehr Info publiziert, auch die Zugänge dazu seien einfacher. Selbst die Einstiegs­barrieren beim Investieren sind gesunken, sagt Schöbel: "Man kann per Mausklick oder am Smartphone quasi für null Euro ETFs kaufen." Reich wird Schöbel mit seinen Videos nicht, "das ist mir aber auch nicht wichtig und nicht planbar". Von der Tätigkeit als Finfluencer kann er seit zirka einem halben Jahr leben. Bis er überhaupt die ersten Euro damit verdient habe, seien allerdings "anderthalb Jahre ins Land gestrichen".

Simon Schöbel gibt eines von zehn Finanz-Fachinterviews in der aktuellen turi2 Edition #18. Das Buch zum Thema Kapital erscheint am 29. Juni.
turi2.tv (41-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Bertelsmanns “We are Era” übernimmt YouTube-Vermarktung des “Spiegel”.

Neue Ära: Das Content Studio We are Era von Bertelsmann übernimmt ab sofort die YouTube-Vermarktung des "Spiegel". Werbekunden können über die Agentur künftig ihre Anzeigen buchen, zusätzlich kümmert sich We are Era um die Rechteverwaltung und unterstützt den "Spiegel" bei "strategischer Social-Media-Planung".
meedia.de

Lese-Tipp: Wie “YouTube Shorts” zu TikTok aufschließt.

Lese-Tipp: Mit seinen Kurzvideos "Shorts" ist YouTube innerhalb eines Jahres zum ärgsten TikTok-Konkurrenten geworden, schreibt Angela Göpfert auf tagesschau.de. Das liege u.a. daran, dass die Video-Plattform aus den Fehlern seiner gescheiterten Vorgänger lerne und die Funktion etwa "kommerziell attraktiver" gestalte. Doch auch TikTok lasse sich nun von YouTube inspirieren und die Plattformen "gleichen sich immer mehr an".
tagesschau.de

Zahl des Tages: Kinder und Jugendliche verbringen durchschnittlich fast 111 Minuten täglich im Netz.

Zahl des Tages: Fast 111 Minuten verbringen Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren in Deutschland durch­schnittlich jeden Tag im Netz, sagt eine Bitkom-Studie. Demnach nutzen 98 % der Kinder zwischen sechs und 18 Jahren ein Smartphone oder Tablet. YouTube ist dabei über alle Alters­gruppen hinweg die meist genutzte Online-Plattform.
bitkom.org

Google muss australischem Politiker rund eine halbe Mio Euro Schadenersatz zahlen.

Google muss einen australischen Politiker mit umgerechnet 466.000 Euro entschädigen, urteilt ein australisches Bundesgericht. YouTube-Videos eines Komikers hätten John Barilaro, Ex-Vize-Regierungschef von New South Wales, so stark traumatisiert, dass dieser sich vorzeitig aus der Politik zurückgezog. Der US-Konzern hatte die Clips zunächst nicht offline genommen.
stern.de, faz.net

YouTube kann wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt werden.

YouTube und andere Internetplattformen können wegen Urheberrechtsverletzungen auf Schadensersatz verklagt werden, urteilt der Bundesgerichtshof. Voraussetzung dafür ist, das die Plattformen nicht gegen die Verstöße vorgehen oder nicht gleich handeln, wenn sie davon erfahren. Grundsätzlich sind Online-Dienste von der Haftung befreit. Wenn sie auf Rechteverletzungen aufmerksam gemacht werden, müssen sie das Material entfernen.
handelsblatt.com, netzpolitik.org

turi2 edition #18: 10 Influencerinnen die uns durch die Geld-Welt begleiten.


Finfluenced: In Kurzvideos auf TikTok, kompakten Instagram-Posts, ausführlichen Blog-Beiträgen und YouTube-Videos erklären diese zehn Influencer die Finanzwelt. Die einen spezialisieren sich auf die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen, die anderen greifen komplizierte Themen mit Humor auf oder bieten Tipps und monatliche Challenges zum Thema.
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turi2 edition #18: Simon Schöbel über Follower und Finanz-Entertainment.


Insta-Investment: Finfluencer Simon Schöbel vermittelt Finanzwissen via Social Media. Er glaubt: “Junge Menschen wollen vor allem schnell reich werden”. Anlegerinnern der Generationen Y und Z haben den Älteren deshalb eine „gesunde Naivität“ voraus, sagt er im Interview in der turi2 edition #18. Sie können damit aber auch schneller auf die Nase fallen. Weiterlesen >>>

Analyse: YouTube kommt mit dem Löschen von Propaganda nicht hinterher.

Propaganda-Probleme: YouTube kommt mit dem Löschen russischer Kriegspropaganda nicht hinterher, sagt eine Analyse des Disinformation Situation Centers. 50 von 78 Kanälen seien Mitte Mai noch abrufbar gewesen, mit 6,3 Mrd Aufrufen erreichen die noch verfügbaren Channels "fast eine gleich ho­he Reichweite wie die 28 gesperrten Kanäle", der Output sei mit 93.000 Videos beinahe doppelt so hoch. YouTube kündigt eine Überprüfung der betroffenen Kanäle an.
zeitung.faz.net (Paid)

Debatte: Thomas Knüwer und Imre Grimm geraten aneinander.

Grimmig: Digitalberater Thomas Knüwer (Foto) wirft RND-Redakteur Imre Grimm vor, "abschätzig" und "eklig" über das inzwischen getrennte YouTube-Paar Bianca und Julian Claßen zu schreiben – und pflückt Grimms satirisch gemeinten Text auseinander. Knüwer stört sich u.a. an Grimms Aussage, dass beide "gewiss nicht die hellsten Kerzen auf der Torte" seien und man für ihre Kinder beten solle. Knüwer stellt die These auf, Journalisten wie Grimm seien vor allem auf den finanziellen Erfolg der Influencerinnen neidisch. Grimm wiederum vermutet in Knüwers Zorn dessen "langjähriges Frustverhältnis zu Regionalzeitungsverlagen".
indiskretionehrensache.de, twitter.com, rnd.de, turi2.de (Background)


Zahl des Tages: YouTuber muss 60.000 Euro Strafe zahlen.

Zahl des Tages: Zu 60.000 Euro Strafe hat das Kölner Amtsgericht den YouTuber Fritz Meinecke verurteilt. Er soll sich ein illegales Autorennen mit einem anderen YouTuber geliefert haben. Meinecke streitet die Vorwürfe ab. Er habe sich falsch eingeordnet und das andere Auto überholt, um die Spur zügig zu wechseln. Das Gericht sieht das anders und entzieht ihm zusätzlich zur Geldstrafe noch den Führerschein.
t-online.de

Debatte: “Auch das Internet ist ein Boulevard”, meint Samira El Ouassil.

Boulevard-Bibi: Die Trennung vom YouTube-Paar Bianca und Julian Claßen zeigt, "dass die Geschichten und Nachrichten über Internet-Stars längst die klassischen Boulevard-Medien erreicht haben", sagt Samira El Ouassil (Foto) im Deutschlandfunk. Früher habe es noch eine "strikte Trennung" gegeben "zwischen dem, was in der Welt der Influencer stattfindet und dem, worüber etablierte Medien berichten". Nun sei es ein "borniertes publizistisches Distinktionsmerkmal", so zu tun, als habe das Beziehungsende "keinen Nachrichtenwert über die Grenzen des Internet hinaus".
deutschlandfunk.de (mit 5-Min-Audio), turi2.de (Background)

Neuer ZDFkultur-Kanal “unbubble” thematisiert die Spaltung der Gesellschaft.

Raus aus der Blase: ZDFkultur startet den neuen YouTube-Kanal "unbubble", der sich damit beschäftigt, "Menschen in einer auseinanderdriftenden Gesellschaft" wieder miteinander ins Gespräch zu bringen. Zum Start gibt es die beiden Formate "13 Fragen" und "Sag's mir", die mittwochs im Wechsel laufen. Bei letzterer Sendung treffen in der ersten Folge eine Cannabidiol-Unternehmerin und ein ehemals drogenabhängiger Suchtberater aufeinander.
presseportal.de, youtube.com

YouTube-Paar Bianca und Julian Claßen geben ihre Trennung bekannt.

Gar nicht Claße(n): Die YouTube-Stars Bianca und Julian Claßen bestätigen ihre Trennung. Die beiden kennen sich seit Schulzeiten, sind seit 2018 verheiratet und haben zwei Kinder. Ihre Fans haben sie an ihrem Privatleben intensiv teilhaben lassen, über ihre erfolgreichen Kanäle "Bibis Beauty Palace" und "Julienco" und auch durch einen gemeinsamen Podcast. Die Trennung sorgt daher im Netz für Aufsehen.
stern.de, spiegel.de

Funk startet das neue Auslandsformat “Atlas”.

Die Welt erklären: Mit "Atlas" startet Funk ein Auslands­format, das wöchentlich auf YouTube aktuelle Themen aus verschiedenen Teilen der Welt erklärt. Die Moderation übernehmen Tess Kadiri und Don Pablo Mulemba. In der ersten Folge geht es um die Wirkung von Putins Kriegs­propaganda an russischen Schulen und Hochschulen. Dafür sprechen die Hosts u.a. mit einem russischen Lehrer, der in die USA geflohen ist.
presse.funk.net

Zitat: YouTube-Manager Robert Kyncl empfiehlt Podcasterinnen eine Video-Version.

"Ich rate ich Podcastern immer: Wenn ihr schon podcastet, stellt auch noch eine Kamera auf! Das Video muss nicht einmal groß bearbeitet werden."

Robert Kyncl, Chief Business Officer bei YouTube, betont im "FAS"-Interview die Schwierigkeit der Audio-Monetarisierung. Der Umsatz sei "doppelt so hoch", wenn Podcasterinnen ein Video von ihrer Podcast-Aufnahme bei YouTube hochladen würden. Zudem mache es "Spaß, auch die Körpersprache zu sehen".
zeitung.faz.net (Paid)

Debatte: Franziska Lauter empfindet fast schon Mitleid mit Fynn Kliemann.

Walk of shame: Fynn Kliemann könne einem fast "leidtun", sagt Franziska Lauter. "Er hat ja kein Heroin an kleine Kinder verkauft, sondern faktisch auch viel Gutes getan", so die Psychologin, die Influencerinnen hilft, im Social-Media-Geschäft klarzukommen. Sie sieht für Kliemann jetzt "Aufklärung, Reue, Transparenz" als einzigen Weg in Richtung Begnadigung.
sueddeutsche.de (Paid)

Gegen Fynn Kliemann gehen mehrere Anzeigen ein.

Fynnished: Gegen Fynn Kliemann gehen mehrere Anzeigen ein, bestätigt die Polizeiinspektionen seines Heimatlandkreises Rotenburg/Wümme. Auch immer mehr Internet-Userinnen wenden sich ab: Auf Instagram hat der YouTuber und Unternehmer in den vergangenen Tagen rund 23.000 Follower verloren. Auf dem OMR-Festival am 17. Mai wird Kliemann ebenfalls nicht wie geplant als Speaker auftreten.
welt.de, turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

YouTuber Drachenlord bekommt eine Bewährungsstrafe.

Muss sich bewähren: Das Landgericht Nürnberg verurteilt den polarisierenden YouTuber Drachenlord, Rainer Winkler, zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 2.500 Euro. Er habe sich u.a. der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung schuldig gemacht. Zuvor hatte die Staatsanwältin zwei Jahre und drei Monate Haft gefordert. Ein psychiatrisches Gutachten stuft den YouTuber als vermindert schuldfähig ein.
bild.de, br.de

turi2 edition #17: Mai Thi Nguyen-Kim über Pseudo-Experten und abgelehnte Posten.


In ihrem Element: Mai Thi Nguyen-Kim ist YouTuberin, Bestsellerautorin und TV-Moderatorin. Sie hat einen gut bezahlten Job im Chemiekonzern ausgeschlagen, um Wissenschaft vor die Kamera zu bringen. Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle: “Ich würde auch weitermachen, wenn ich im Lotto gewinnen würde.” Im Interview in der turi2 edition #17 gibt sie Tipps für YouTube-Anfängerinnen und verrät, wen sie mit ihrer Arbeit stolz machen will. Weiterlesen >>>

Russland will Google und YouTube sperren.

YouTube-Aus: Die russische Medienaufsicht leitet ein Verfahren zur Sperrung des US-Unternehmens Google und dessen Video-Plattform YouTube ein. Sie wirft dem Konzern "terroristische Aktivitäten" vor. Auf YouTube werde Werbung geteilt, die u.a. zur "Unterbrechung des Bahnverkehrs zwischen Russland und Belarus" aufrufe. Die Medienaufsicht fordert Google auf, die Videos zu löschen und hat die "antirussische Haltung" des Unternehmens verurteilt.

Der Zugriff auf soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook und Twitter wurde in Russland bereits in den letzten Wochen gesperrt. Meta hatte auf seinen Plattformen den Umgang mit Hasskommentaren gelockert. So wurden Hass-Beiträge gegen die russische Regierung und das Militär nicht gelöscht. Die russische Justiz hat daraufhin ein Strafverfahren gegen Meta eingeleitet.
t-online.de, stern.de, turi2.de (Background)

YouTube löscht Kanäle und Videos von Leugnerinnen der russischen Invasion.


Lügen-Videos: YouTube sagt Videos und Kanal-Betreiberinnen, welche die russische Invasion der Ukraine leugnen, den Kampf an. Entsprechende Kanäle und Clips würden ab sofort von der Plattform entfernt, da sie gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen. Demnach sind Inhalte, "die gut dokumentierte gewalttätige Ereignisse leugnen, verharmlosen oder trivialisieren", tabu. Auch Kanälen, die mit russischen staatlich finanzierten Medien in Verbindung stehen, soll es weltweit an den Kragen gehen, kündigt YouTube an. Videos dürften nur dann Hassreden enthalten, wenn der Inhalt einen "erzieherischen Charakter" habe oder einen "dokumentarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zweck" erfülle.

Die russische Regierung in Moskau sieht in dem Schritt eine Zensur. YouTube hatte zuvor bereits die Kanäle der russischen Propaganda-Sender RT und Sputnik gesperrt. In russischen Medien ist im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg von einer "Spezialoperation" die Rede, das Wort "Krieg" darf nicht verwendet werden. Bei Verbreitung von angeblichen Falschinformationen droht neuerdings eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
rnd.de

Podcast-Gründungswelle ebbt ab, YouTube lockt mit Zuschlägen.

Auf und Ab: Nachdem während der Corona-Zeit viele neue Podcasts entstanden sind, ebbt die Welle nun ab: Listen Notes zählt im Februar 2022 89 % weniger Neugründungen als im Februar 2021. Derweil will auch YouTube endlich vom Podcast-Boom profitieren: Mit Prämien von bis zu 50.000 Dollar für einzelne Shows und 300.000 Dollar für Netzwerke will das Unternehmen Podcasterinnen dazu animieren, ihren Content mit Bewegtbildern anzureichern und auf der Video-Plattform hochzuladen.
rainnews.com (Zahlen), t3n.de, theverge.com (YouTube)