Rezo stellt Bedingungen für Gespräch mit der CDU.

Rezo-Video: YouTuber Rezo will sich nur mit CDU-Vertretern treffen, wenn die Partei zu einem "deutlichen Kurswechsel" in der Klimapolitik bereit ist, schreibt er bei Twitter. Einem Gespräch mit der SPD stimmt Rezo zu, dort sieht er "eine gute Basis". Live und öffentlich diskutieren will Rezo nicht, er twittert: "Jeder, der mich mal in einer Live-Diskussion erlebt hat, weiß, dass ich ein Problem mit Stottern habe."
zeit.de, web.de, twitter.com

Zitat: Medienwissenschaftler Frühbrodt sieht beim Rezo-Video nicht nur ideelle Absichten.

"Dahinter könnten auch merkantile Interessen stehen: Das Image als Kommerz-Bubis und –Püppchen abstreifen und so neue Zielgruppen erschließen."

Medienwissenschaftler Lutz Frühbrodt glaubt im "Cicero"-Interview, dass es einigen YouTubern mit ihren Wahl-Aufrufen neben ihrer Überzeugung auch um Image-Pflege geht.
cicero.de

Meinung: Mathias Döpfner sieht wirkungsmächtigen Politikjournalismus im Rezo-Video.

Politik: Das Rezo-Video ist für Springer-Chef Mathias Döpfner "moderner, innovativer und sehr wirkungsmächtiger Politikjournalismus". Die Diskussionen über die Meinungsäußerungen von YouTubern driften seiner Meinung nach in eine "völlig falsche Richtung" ab. Leitartikel in Zeitungen seien meist ebenso "zugespitzt oder einseitig".
zeit.de

AKK regt Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen an.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer regt die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen an, notiert Daniela Vates. Sie stufe die Rezo-Videos als "klare Meinungsmache vor Wahl" ein – als würden 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufrufen, nicht CDU oder SPD zu wählen. Man müsse darüber reden, was "Regeln aus dem analogen Bereich" sind "und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich". Wahlempfehlungen sind in Deutschland zwar unüblich, aber legal.
haz.de

Meinung: YouTuber Rezo zerstört die Idylle der Parteien und Medien.

Politik: Mit mehr als 10 Mio Aufrufen zerstöre das umstrittene Rezo-Video die Idylle klassischer Medien und Parteien, findet Medienkritiker Hans Hoff. Zwar sei fraglich, wie viele der jungen Nutzer das Video mit teils nicht komplett untermauerten Fakten bis zum Ende konsumierten, doch Rezo (Foto) beende die bisher unangefochtene Deutungshoheit etablierter Medien.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Meinung: YouTuber wie CDU-Kritiker Rezo sind keine Nachbarsjungen, sondern Profis.

Influencer wie der YouTuber und CDU-Kritiker Rezo (Foto) erreichen immer häufiger Reichweiten, von denen mancher Fernsehsender nur träumen könne, schreiben Justus Bender und Constantin van Lijnden. Problematisch werde dies, wenn YouTuber finanzielle Interessen verfolgten, sich in der Öffentlichkeit aber wie unbedarfte "Nachbarsjungen" darstellten. Auch die meisten Videos von Rezo seien kommerzielle Projekte.
faz.net (Paid)

YouTuber verteidigen Rezos CDU-Kritik in gemeinsamer Videobotschaft.

Politik: Mehr als 70 YouTuber stellen sich in einem "offenen Brief" per Videobotschaft hinter den YouTuber Rezo (Foto). Dieser hatte zuvor die CDU öffentlichkeitswirksam attackiert. Die Influencer rufen zum Wählen auf, aufgrund deren Umweltpolitik müssten CDU/CSU, SPD und AfD boykottiert werden. Die Bundesregierung sei für die "Zerstörung der Welt" verantwortlich.
sueddeutsche.de, bild.de, youtube.com (Videobotschaft), turi2.de (Background)

Meinung: Rezos CDU-Video ist ernsthaft und erreicht junge Menschen.

Politik: YouTuber Rezo offenbart mit seinem Video zur CDU "ratzfatz die Hasenfüßigkeit und Hybris und Hinterzimmerkungelei" der Medien und Parteien, meint Hajo Schumacher. Es sei ein ernsthaftes, langes Video, das junge Menschen erreiche und zum Nachdenken bringe und läute die Zeit ein, in der Parteien, die neuen Kanäle endlich ernst nehmen sollten.
morgenpost.de

Basta: Die CDU veröffentlicht Videomitschnitte ohne vorherige Absprache.

Zweitstimmen-Verwertung: Als wäre das Rezo-Video noch nicht genug, hat die CDU weiteren Ärger auf YouTube. Kurz vor der Europawahl löscht sie einen Großteil der Videos in ihrem Kanal. Das waren nämlich ohne Erlaubnis verwendete Ausschnitte aus Sendungen von ARD oder ZDF, was den Verantwortlichen erst nach einem Hinweis auffiel. Stellt sich die Frage: Wie stand die CDU doch gleich zum Urheberrecht im Internet?
uebermedien.de

YouTube zeigt künftig nur noch gerundete Abonnenten-Zahlen.

YouTube rundet ab August die öffentlich einsehbare Zahl an Abonnenten in den Profilen seiner Nutzer. Statt der genauen Zahl zeigt das Video-Netzwerk künftig bei Nutzern ab Tausend Abonnenten auf Hundert gerundete Werte, bei Accounts mit mehr als 1 Mio Followern sogar nur auf Millionen gerundete Angaben. Im Backend sollen die Nutzer weiterhin ihre genauen Abonnenten-Zahlen einsehen können.
googlewatchblog.de

Google veröffentlicht neue Werbeformate u.a. für YouTube.

Google erweitert sein Angebot an Werbeformaten und stellt u.a. das neue Tool Bumper Machine vor. Damit können lange Werbevideos in kurze Sechs-Sekünder umgewandelt werden. YouTube kann mit den sogenannten Discovery-Anzeigen auch von Kunden ohne eigenes Werbevideo genutzt werden. Die Anzeigen bestehen aus Titel, Bildern und Logos und sollen im YouTube-Startseitenfeed, bei G-Mail oder Discover ausgespielt werden.
horizont.net

Meinung: Facebook-Chefkommunikator kontert Forderungen nach Zerschlagung.

Facebook: Nicht die Größe zählt, sondern die Einhaltung der Verbraucherrechte, kontert der Facebook-Chefkommunikator Nick Clegg die Forderung nach einer Zerschlagung von Facebook in einem Gastbeitrag der "New York Times". Die grundsätzlichen Probleme der sozialen Medien würden ohne Facebook nicht verschwinden. Die Marktmacht sei bei genauer Betrachtung nicht so groß, da Nutzer auf Dienste wie YouTube, Twitter oder dem "aufstrebenden Wettbewerber" TikTok ausweichen könnten.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Google zählt 15 Mio zahlende Musik-Nutzer.

Zahl des Tages: Auf zusammen 15 Mio zahlende Nutzer kommt Google mit seinen Musikdiensten YouTube Music und Google Play Music, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die 15 Mio enthalten auch Nutzer in der Testphase. Zum Vergleich: Spotify hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Mio zahlende Nutzer, Apple zählt 50 Mio.
bloomberg.com via theverge.com

Zitat: Er ist dran gewöhnt, nicht willkommen zu sein, sagt Peter Limbourg.

"Dass unser Angebot bei der jeweiligen Regierung nicht immer willkommen ist, gehört zum täglichen Geschäft. Journalismus ohne Risiko gibt es nicht."

Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, sagt der "Süddeutschen Zeitung", der Sender werde bei seinem YouTube-Kanal für die Türkei viel Community-Management aufwenden, damit Nutzer bei unliebsamen Beiträgen nicht die Kommentarspalten fluten.
sueddeutsche.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)

YouTuber werben für die Europawahl.


EU-Tuber mit Mission: Das Europäische Parlament engagiert die drei YouTuber AlexiBexi (Mitte), Lisa Sophie Laurent (links) und Kupferfuchs (rechts), um Erstwähler für die Europawahl zu motivieren. Erdacht hat die Kampagne Divimove, das Online-Video-Netzwerk der RTL Group. Auf ihren Kanälen erreichen die drei YouTuber zusammen mehr als 2 Mio Menschen und beschäftigen sich ansonsten eher mit politikferneren Themen wie Comedyvideos und Technik-Gadgets, Selbstversuchen oder veganem Backen.

In den kommenden Wochen wollen sie locker aufbereitete Informationen zur Europawahl vermitteln und Tipps zur persönlichen politischen Meinungsbildung geben. Lisa Sophie Laurent widmet sich verstärkt dem Thema Frauenrechte, AlexiBexi kümmert sich um Netzpolitik und Kupferfuchs diskutiert Umweltschutz-Themen. Auf der Seite diesmalwähleich.eu sind die Fans der Influencer aufgerufen, auch ihre Freunde für Europa zu begeistern.
divimove.com, wuv.de

Frank Elstner startet eine eigene Talkshow auf YouTube.


Wetten, das war's ...? Frank Elstner öffnet sich im großen "Zeit"-Interview und spricht über seine Parkinson-Erkrankung. Vor drei Jahren hat er die Diagnose erhalten, nun geht er damit an die Öffentlichkeit. Die Diagnose habe ihn jedoch nie daran denken lassen, mit dem Arbeiten aufzuhören – und so wechselt der Show-Dino noch einmal das Medium.

Bei YouTube startet er eine Talkshow mit dem Titel "Wetten, das war's ...?". Erster Gast ist Jan Böhmermann, wie dem Show-Trailer zu entnehmen ist, wird sich "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als Gast anschließen. Elstner wolle mit der Talk-Reihe "die seriöse Unterhaltung ins Netz bringen" und nur noch Menschen interviewen, die ihn "wirklich interessieren". Produziert wird die Sendung von Elstners Sohn Thomas.
zeit.de (Paid), youtube.com (30-Sek-Trailer), youtube.com (50-Min-Sendung mit Jan Böhmermann)

Sri Lankas Regierung blockiert Facebook und YouTube nach Bombenanschlag.

Fake News: Nach dem Bombenanschlag am Ostersonntag in Sri Lanka blockiert die Regierung den Zugriff auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder YouTube. Die Maßnahme solle das Verbreiten von Gerüchten und gezielten Falschmeldungen eindämmen. Twitter und SMS sollen weiterhin funktionieren, schreibt die "Washington Post".
washingtonpost.com, heise.de

YouTube Music kommt kostenlos auf Googles Assistant-Geräte.

Google macht YouTube Music auf allen smarten Lautsprechern mit Google Assistant kostenlos zugänglich. Das Angebot ist werbefinanziert und soll u.a. in Teilen Europas, den USA und Kanada verfügbar sein. Die kostenlose Version ermöglicht es lediglich Musik für eine Stimmung zu starten, Streaming on Demand ist nur mit einem Upgrade auf Premium möglich.
techcrunch.com

Bloomberg: YouTube hat Warnungen von Mitarbeitern vor Fake Videos jahrelang ignoriert.


Auf die Tube: YouTube hat jahrelang die Bitten seiner Mitarbeiter ignoriert, Videos mit extremistischen Inhalten oder Verschwörungstheorien von der Plattform zu entfernen, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen habe ein größeres Interesse daran gehabt, die Klickzahlen der Videos zu steigern, als die Verbreitung von Videos mit verstörenden Inhalten einzudämmen, berichten 20 ehemalige und derzeitige YouTube-Mitarbeiter. Das interne Ziel sei es gewesen, täglich 1 Mrd Stunden Sehdauer zu erreichen.

YouTube-Chefin Susan Wojcicki habe sich nicht für die Fehlinformationen und gefährlichen Inhalte interessiert. Ihre Aufgabe war ihrer Ansicht nach nur, "das Unternehmen zu leiten". Mitarbeiter, die nicht den Moderationsteams angehört haben, wurden geraten, YouTube nicht nach Videos mit verstörenden Inhalten zu durchsuchen. Rechtsanwälte hätten erklärt, das Unternehmen müsse in höherem Umfang haften, wenn bekannt wird, dass die Mitarbeiter diese Videos kennen.
bloomberg.com, theverge.com

Zahl des Tages: Influencer und Unterhaltung prägen YouTube.

Zahl des Tages: Einflussreiche 56 der 100 meistgesehenen Kanäle bei YouTube stammen von Influencern, wertet eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung aus. Unter den Top 20 sind sogar 15 digitale Meinungsführer gelistet. Die Mehrheit der Videos beschäftigt sich mit Unterhaltung, schreiben die Autoren Annette Floren und Lutz Frühbrodt. Unter den Top 100 finden sich nur vier Kanäle mit Videoinhalten aus Politik oder Wissenschaft.
otto-brenner-stiftung.de (Studie bestellen)

Media Partisans setzt mittlerweile stärker auf YouTube als auf Facebook.

heftig.co und seine Ableger sollen unabhängiger von Facebook werden, sagt Joana Cidade, Chefin von Media Partisans, im Interview mit Meedia. Als Facebook seinen Algorithmus verändert hat, habe die Redaktion umgeschwenkt und verstärkt Videos produziert. Hier setze die Funke-Tochter Media Partisans mittlerweile stärker auf YouTube als auf Facebook, da man bei der Google-Tochter mehr Potential sehe.
meedia.de, turi2.de (Background)

YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Meinung: YouTube-Schlägerei ist nicht so ungewöhnlich, wie sie auf den ersten Blick wirkt.

YouTube: Die Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz wegen zwei verfeindeter Influencer wirkt auf den ersten Blick "bekloppt, weil wir sie nicht verstehen", beobachtet Sebastian Leber. Je näher man die Schlägerei betrachte, desto verständlicher werde sie aber. Vielen sei eine Prügelei wegen Influencern schon suspekt, weil sie mit dem Berufsbild nichts anfangen könnten. Es sei jedoch normal, "dass sich junge, von anderen angehimmelte Menschen gegenseitig beleidigen und handgreiflich werden" – das habe es vor 15 Jahren bei Gangsta-Rappern auch gegeben.
tagesspiegel.de

EU-Urheberrechtsreform: Zehntausende protestieren; Kreative fordern ein Ja zur Richtlinie.

Urheberrecht: Zehntausende treibt die Urheberrechtsreform, über die das EU-Parlament am Dienstag abstimmt, am Samstag zu Protesten, u.a. in München, Berlin und Hamburg. Mit den Demonstrationen versucht die Initiative "Save the Internet" die Richtline, insbesondere aber den umstrittenen Artikel 13 zu stoppen. Kreativ- und Medienschaffende appellieren hingegen gemeinsam an das Europäische Parlament, für die Neuerungen zu stimmen und so "den Weg frei für einen fairen Umgang zwischen Plattformen, Kreativen, Rechtsinhabern und Nutzer*innen" zu machen. Hinter dem Appell stehen u.a. DJV, VDZ und dpa.
sueddeutsche.de, spiegel.de, zeit.de

Meinung: YouTube nutzt Urheberrechts-Rummel geschickt für Imagewerbung.

YouTube mobilisiert im Streit um das neue Urheberrecht Tausende Jugendliche, beobachten Peter Steinkirchner und Silke Wettach, bessere und günstigere Werbung gebe es kaum. Viele YouTuber inszenierten die Gesetzesnorm als "Generationendrama zwischen digital planlosen Politikern und idealistischer Netzgemeinde". YouTube selbst gehe es eher um das Werbekunden-Geschäft.
wiwo.de (Paid)

Tool-Tipp: Chrome-Erweiterung filtert Hasskommentare mittels KI.

Tool-Tipp: Die Chrome-Erweiterung der Google-Schwester Jigsaw filtert englische Hasskommentare mittels KI, schreibt Alfred Ng. Tune setzt auf maschinelles Lernen, um beleidigende Kommentare auf Youtube, Facebook, Twitter oder Reddit auszublenden. Ein virtueller Drehregler steuert das Eingreifen des Tools - von "alle anzeigen" bis "alle verstecken".
cnet.com, t3n.de, chrome.google.com (Tune-Download)

AGF und YouTube veröffentlichen ihre erste Kombi-Reichweite.

AGF und YouTube veröffentlichen ihre erste gemeinsame Reichweitenerhebung: Die Daten bilden den Zeitraum vom 4. bis 31. Oktober 2018 ab, weiter ist die Auswertung noch nicht. Die Unterscheidung in vermarktbares und nicht-vermarktbares Inventar und in Genres fehlt auch noch. Im erhobenen Zeitraum entfallen von den 267 Minuten täglicher Sehdauer der Personen ab 18 allein 33 Minuten auf Youtube, Mobilenutzung ist höher als die am Desktop.
horizont.net, presseportal.de

YouTube stellt vorsichtshalber Kommentare unter Kinder-Videos ab.

YouTube schließt die Kommentar-Funktion unter den meisten Videos mit jüngeren Minderjährigen. Nur ausgewählte Kanäle dürfen Kommentare behalten, müssen sie aber moderieren. Mit der Maßnahme will YouTube Nutzer und Werbekunden besänftigen, nachdem ein Videoblogger die Aktivitäten von Pädophilen auf YouTube dokumentiert hatte. YouTube verspricht, die automatische Erkennung von gefährlichen Inhalten zu verbessern.
youtube-creators.googleblog.com, adweek.com, theverge.com, turi2.de (Background)

YouTube empfiehlt offenbar weniger ultrarechte Videos.

YouTube empfiehlt seinen US-Nutzern seit Mitte Februar seltener Videos aus dem ultrarechten Spektrum, sagt Nicolas Suzor, Professor an der Queensland University of Technology. Suzor sagt, er habe 3,6 Mio zufällige Videos ausgewertet und 81 verschiedene Kanäle als Startpunkt gewählt. Anfang Februar seien noch 7,8 % der empfohlenen Videos dem Alt-Right-Spektrum zuzuordnen gewesen, seit dem 15 Februar nur noch 0,4 %.
cnet.com

Zahl des Tages: Streaming-Steuer bringt Frankreichs Fiskus rund 10 Mio Euro.

Zahl des Tages: Rund 10 Mio Euro bringt die Streaming-Steuer dem französischen Fiskus ein, meldet die französische Zeitung "Le Figaro". Die Abgabe von 2 % des Umsatzes gilt seit Januar 2018 für Internetplattformen wie YouTube oder Netflix. Aktuell zahlten französische Kinos mehr Steuern als die internationalen Digitalkonzerne.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Meinung: EU-Urheberrechtreform bringt Usern Rechtssicherheit, sagt Musikproduzent Micki Meuser.

Upload-Filter sind bereits vor der EU-Urheberrechtreform aktiv, schreibt Micki Meuser, Musikproduzent und Vorsitzender der Deutschen Filmkomponistenunion, in einem Gastbeitrag beim Bundesverband Schauspiel. Gegenteilige Behauptungen seien "Heuchlerei". Upload-Filter erkennen zwar keinen Unterschied zwischen Original und Parodie, doch für Kreative werde es künftig einfacher, die Uploader darauf hinzuweisen. YouTube übernehme zudem die Haftung, falls User auf entgangene Lizenzgelder verklagt werden.
bffs.de, turi2.de (Background)

YouTube dreht pädophilen Video-Uploadern den Geldhahn zu.

YouTube reagiert auf ein Problem mit pädophilen Nutzern und schaltet Werbung im Umfeld von Millionen Videos ab. Große Marken wie Disney und Nestlé stoppten zuvor Werbung, weil sie fürchteten, damit sexualisierte Kinder-Videos zu fördern. Ein Video-Blogger hatte aufgezeigt, wie Pädophile YouTube nutzen, um sich Kinder in aufreizenden Posen anzusehen.
theverge.com, turi2.de (Background)

Kunden stoppen YouTube-Werbung wegen Pädophilie-Problem.

YouTube verliert – zumindest vorläufig – Werbung von Disney, Nestlé, Dr. Oetker und dem Videospiel-Macher Epic Games. Die Kunden pausieren ihre Spots, weil ein Video-Blogger pädophile Aktivitäten auf YouTube dokumentieren konnte. Der YouTube-Algorithmus empfiehlt demnach Videos, die junge Mädchen in sexuellen Posen zeigen. Pädophile tauschten sich in Kommentaren auf YouTube aus.
bloomberg.com, nytimes.com

Google fasst seine Maßnahmen gegen Fake News in White-Paper zusammen.

Google fasst auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem White Paper die Maßnahmen zusammen, dies es im Kampf gegen Fake News bei Google, YouTube und Anzeigen anwendet. Der Suchriese setzt auf drei Säulen, nämlich: Qualität hervorheben, den Kontext von Informationen, z.B. Seitenbetreiber, offenlegen und weiterführende Links anbieten.
9to5google.de, golem.de, blog.google.de (Whitepaper)