Lese-Tipp: Ein Knetkünstler mit 3 Mio YouTube-Abos.

Lese-Tipp: Knetkünstler ClayClaim, mit bürgerlichem Namen Simon Haase, hat über 3 Mio Abonnentinnen auf YouTube – denen er zeigt, wie er populäre Figuren wie Asterix, Micky Maus oder Spiderman bastelt. Die 10- bis 20-minütigen Clips basieren auf viel Arbeit: Haase knetet bis zu vier Tagen an einem Exemplar. Mittlerweile beschäftigt der fleißige Kneter neun Angestellte.
omr.de

Gericht: Medienkritiker muss Video über ARD-Reportage löschen.

Kritik an der Kritik: Medien­kritiker Holger Kreymeier muss ein Video löschen, in dem er die Y-Kollektiv-Reportage "Infokrieg" auseinander­nimmt, schreibt RND. Indem Kreymeier in seinem YouTube-Video große Teile des Films zeigt, verstößt er gegen des Urheber­recht, urteilt das Landgericht Berlin. Y-Kollektiv ist ein Funk-Format und gehört damit zur ARD.
rnd.de, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: “Der Freitag” veröffentlicht ein Fremdscham-Lexikon.

Klick-Tipp: "Der Freitag" nimmt in einem Lexikon-Beitrag Fremdscham-Momente unter die Lupe. Tobias Prüwer etwa zieht beispielhaft Rainer Winkler (Foto) alias "Drachenlord" heran, der mit seinen unbeholfenen Clips nicht nur Fremdscham-Fans, sondern auch Hater angezogen habe. Magda Geisler schreibt über einen "Gipfel der Taktlosigkeit" von Armin Laschet, Elke Allenstein lässt sich über verantwortungsloses Trash-TV aus.
freitag.de

Lese-Tipp: Wie Patreon die Kreativ-Welt aufmischt.

Lese-Tipp: Immer mehr Kreative machen ihr eigenes Ding bei Patreon, berichtet Christian Meier in der "Welt am Sonntag". Dort sei der sogenannte Creator "die edle Version des als eher geldgeil abgestempelten Influencers". Anders als etwa bei YouTube fließt das Geld direkt an die Künstlerinnen. Patreon-Gründer Jack Conte glaubt, dass dies zu einer neuen "kreativen Mittelklasse" führt.
edition.welt.de (Paid)

Comedian Mike Krüger geht in Rente.

Mein Gott, Mike: Comedian Mike Krüger, 69, geht in Rente und will nicht mehr im Fernsehen oder auf Bühnen auftreten. Ganz ohne Show kann der Entertainer aber doch nicht: In "Bild" kündigt er einen YouTube-Kanal an, auf dem er u.a. das Format "7 Tage, ein Kopf" präsentieren will. 2015 hatte Krüger der "FAS" noch gesagt, er sei froh, nicht mit YouTuberinnen konkurrieren zu müssen.
bild.de (Paid), t-online.de, turi2.de (Background)

Debatte: Berichterstattung um den Drachenlord sollte die Hater in den Fokus nehmen.

Internet-Hass: Die Geschichte vom YouTuber Drachenlord aka Rainer Winkler (Foto) ist "vor allem eine Geschichte von jemandem, der so dreist war, sich zu wehren", schreibt Matthias Kreienbrink in der "taz". Derzeit würde in den Medien zu viel darüber diskutiert, ob Winkler selbst Schuld an dem Hass ist – der Blick sollte sich aber eher auf die Hater richten. Es sei wichtig, "das gesellschaftliche Feingespür für die Lust am Hass zu schärfen".
taz.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Rezo zu Gast bei Philipp Westermeyer.

Hör-Tipp: YouTuber Rezo spricht im Podcast mit Philipp Westermeyer über die Entstehung seines CDU-Zerstörungs-Videos. Einige Kolleginnen hätten ihm davon abgeraten – und 1.000 Klicks vorhergesagt. Bis heute sind es mehr als 19 Mio. Auf Werbe­einnahmen für das Video habe er verzichtet. Begründung: "Wenn du eine Frage beantwortest mit 'für Geld', ist das, finde ich, immer ganz unangenehm." Politik sei bereits in seiner Familie, einem Pastoren-Haushalt, Thema gewesen: "Am Küchentisch war schon immer groß die Diskussion am Start".
omr.de (80-Min-Audio)

Zahl des Tages: Unverpixelte Polizeibilder kosten 2.800 Euro Strafe.

Zahl des Tages: Satte 2.800 Euro Strafe muss ein 32-Jähriger bezahlen, weil er Videos von Polizeieinsätzen veröffentlicht hat, ohne die Gesichter der Beamtinnen unkenntlich zu machen. Der YouTuber aus Bonn verstieß laut Urteil des OLG Köln gegen das Kunst- und Urheberrecht. Polizistinnen haben laut Gericht ein Recht am eigenen Bild, das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit müsse zurückstehen.
spiegel.de

Ein #AllesAufDenTisch-Video ist bei YouTube wieder online.

Unzensiert: Das Video "Angst" der Aktion #AllesaufDenTisch ist wieder bei YouTube verfügbar – nachdem das Netzwerk in einer zweiten Prüfung festgestellt hat, dass der Clip "doch den Richtlinien entspreche", so ein Sprecher. Der Beitrag "Inzidenz" bleibt weiter gelöscht, obwohl das Landgericht Köln die Sperre auch in diesem Fall als "nicht ausreichend begründet" sieht.
evangelisch.de, turi2.de (Background)

Gericht: YouTube darf Videos von #AllesAufdenTisch nicht löschen.

Zeige-Pflicht: YouTube darf zwei Videos der umstrittenen Künstler-Aktion #AllesAufdenTisch doch nicht löschen, entscheidet das Landgericht Köln. Die Initiatoren, darunter der Schauspieler Volker Bruch, sehen die Sperre aufgrund von "Falschinformationen" durch die Video-Plattform nicht ausreichend begründet. Das Gericht gibt ihnen recht.
evangelisch.de, faz.net, turi2.de (Background)

“Bild”: YouTube löscht Videos der Aktion #AllesAufDenTisch.

Querblockade: YouTube löscht mehrere Videos der umstrittenen Künstler-Aktion #AllesAufdenTisch wegen Covid-Falschinformationen, berichtet die "Bild". Dabei handle es sich u.a. um Interviews mit dem Mathematik-Professor Stephan Luckhaus und dem Neurobiologen Gerald Hüther. Die Initiatoren der Initiative #AllesDichtMachen, Volker Bruch (Foto) und Jeana Paraschiva, wollen laut "Bild" juristisch gegen YouTube vorgehen.
bild.de, turi2.de (Background)

Meinung: Die Sperrung von RT Deutsch bei YouTube war ein Fehler, sagt Roland Bathon.

Fake News vs. Pressefreiheit: Osteuropa-Journalist Roland Bathon kritisiert YouTube dafür, den Kanal von RT Deutsch wegen Fake News gesperrt zu haben. Er halte es für einen "restriktiven politischen Akt" eines Unternehmens, "das gerne Vielfalt und Toleranz preist". Die Gesellschaft müsse auch Inhalte wie die des "Putin-Senders" im Sinne der Meinungsvielfalt aushalten. "Sonst müsste man auch eine Zeitung wie 'Bild' sanktionieren", schreibt er im "Freitag".
freitag.de, turi2.de (Background)

“La Stampa”: Medien sollten wie YouTube keine Fake-News über Impfungen mehr verbreiten.

Fake-News-Bekämpfung: Die italienische Tageszeitung "La Stampa" fordert alle Medien auf, es YouTube gleichzutun und Fake-News über Impfungen zu verbannen. Laut dem Blatt aus Turin sollten Medien keine unwissenschaft­lichen Nachrichten mehr verbreiten. Dies wäre "ein großer Schritt nach vorne für die Menschheit", zitiert das RND aus der norditalienischen Gazette.
rnd.de, lastampa.it (italienisch, Paid)

Analyse: Die RT-Sperrung bei YouTube ist mit Blick auf die US-Politik zu verstehen.

RT Deutsch: Die Sperrung des russischen Propaganda-Senders bei YouTube ist mit Blick auf die US-Politik zu verstehen, analysiert Götz Hamann. Präsident Joe Biden fordert die Tech-Riesen auf, mehr gegen Fake News und Corona-Leugner zu tun. Warum Google den deutschen Kanal sperrt, während der englischsprachige weitersenden kann, sei allerdings nicht bekannt.
zeit.de, turi2.de (Background)

YouTube löscht Videos und Kanäle von Impfgegnerinnen.

Empfindlicher Stich: YouTube geht ab sofort härter gegen Impf­gegnerinnen vor und löscht Videos über die angebliche Gefahr zugelassener Impfstoffe. Bislang setzte die Video-Plattform das laut Blog-Eintrag nur bei Falsch­informationen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung um. Außerdem sperrt YouTube reichweiten­starke Kanäle prominenter Impf­schwurbler.
spiegel.de, blog.youtube, t3n.de

MDR Jump startet eine Erziehungs-Webserie.

Eltern-Erziehung: MDR Jump startet die wöchentliche Webserie "Elternabend" über Erziehungsfragen mit angeschlossenem Podcast. Bernadette Hirschfelder und Elmar Emig, beide Eltern, diskutieren über Taschengeld, Mithilfe im Haushalt und Mobbing. Die Folgen sind jeweils ab Dienstagabend bei YouTube abrufbar, ein Best-of läuft am 14. Oktober im MDR Fernsehen. Auf Zuschauer-Feedback geht das Team der MDR-Popwelle im gleichnamigen Podcast ein.
presseportal.de, ardaudiothek.de (Podcast)

YouTube sperrt Kanäle von RT Deutsch wegen Fake News.

Do Svidaniya: YouTube löscht den Kanal des russischen Propaganda­senders RT Deutsch dauerhaft. Gleiches gilt für den zweiten Kanal "Der Fehlende Part". Grund sind Verstöße gegen die YouTube-Richtlinien, genauer gesagt, Falsch­informationen im Zusammenhang mit Covid-19. RT, früher Russia Today, bestätigt den Schritt auf seiner Webseite und verliert damit laut eigenen Angaben 600.000 Abonnentinnen.

Der Kreml-nahe Nachrichtenkanal konnte bei YouTube laut DWDL schon seit Längerem keine Videos mehr hochladen, nachdem der Sender Verschwörungstheorien zur Corona-Pandemie verbreitet hatte. Da RT über den Ausweichkanal weiter postete, sperrt die Video-Plattform Dienstagnachmittag nun beide Kanäle.

Erst im August hatte RT eine Lizenz für einen deutschsprachigen TV-Sender in Luxemburg beantragt. Der Antrag scheitert laut "Süddeutscher Zeitung" am Sendersitz in Deutschland.
dwdl.de, sueddeutsche.de, de.rt.com, turi2.de (Background)

CDU-YouTube-Show zeugt von Unfähigkeit zum Wahlkampf, urteilt Nils Minkmar.

Seziert: Bei Übermedien zerpflückt Nils Minkmar die CDU-Show #HomeSweetGermany – eine YouTube-WG mit nur einem Mitbewohner, Moderator Fabian, sowie "einem einzigen Raum, ohne Küche und Klo". Inhaltlich werde in den bisher vier Folgen vor allem vor anderen Parteien gewarnt und kein einziger politischer Vorschlag der CDU präsentiert. Die "kaum geschaute" und "lehrreiche Sendung" zeige, dass "die gesamte Partei Wahlkampf verlernt" habe – "nicht nur das Wie, sondern schlimmer noch, das Wozu".
übermedien.de (Paid)

Funk-Format “Tru Doku” punktet mit Geschichten über “Leben und Tod”.

Jung und nicht naiv: Der Funk-Kanal Tru Doku erreicht mit harten Themen junge Zuschauerinnen, oft mehrere 100.000 Aufrufe. "Wenn es um Leben und Tod geht, sind unsere Userinnen und User dabei", sagt Catherin Harwardt, Content-Chefin der Produktionsfirma Drive Beta im DWDL-Gespräch. Die rund 15-minütigen Kurz-Dokus beschäftigen sich mit Ängsten, Unfällen, Problemen oder Druck-Situationen. Die Filme sind meist zeitlos, erzählt ausschließlich mit O-Tönen, ohne Offtext.
dwdl.de

Zwei Ärztinnen sind Nachfolgerinnen von Nguyen-Kim bei “Quarks”.

Quantenhupf: Der WDR holt Florence Randrianarisoa (Foto) und Nemi El-Hassan ins Moderationsteam der Wissenssendung "Quarks". Die Ärztinnen und Journalistinnen sind als Nachfolge von Mai Thi Nguyen-Kim ab Ende Oktober im Wechsel mit Ralph Caspers zu sehen. Randrianarisoa erklärt bisher auf dem YouTube-Kanal Dr. Flojo medizinische Themen, El-Hassan ist Mitbegründerin des Kanals Datteltäter, der mit Vorurteilen gegenüber Musliminnen aufräumt.
presse.wdr.de, dwdl.de, turi.2 (Background)

Debatte: Bei journalistischen YouTube-Videos verschwimmen schnell Fakt und Meinung.

Journalistische YouTube-Formate sind Chance und Gefahr zugleich, schreibt David Lindenfeld mit Blick auf Frag ein Klischee. Sie böten die Bühne für "subjektive Erzählungen, die eine Debatte selten in ihrer ganzen Komplexität abbilden können". Was Fakt ist und was Meinung, sei dabei oft schwer voneinander zu trennen. Produktionsfirmen komme eine große Verantwortung zu, wem sie eine Plattform bieten und und wem nicht.
faz.net (Paid)

Rezo veröffentlicht neues Zerstörungsvideo zur Klimapolitik.

Klimazerstörung: YouTuber Rezo hat am Samstag ein neues Video mit dem Titel "Zerstörung Teil 2: Klimakatastrophe" veröffentlicht, in dem er die deutsche Klimapolitik scharf angreift. In dem 33-minütigen Video haut er Politikerinnen wie der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzende Nicola Beer oder dem ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen ihre Aussagen zur Klimakrise um die Ohren.

Für Klimakrisen-Leugnerinnen hat der YouTuber eine Botschaft: "Wenn man diese sicheren Erkenntnisse dann leugnet, dann ist man kein Skeptiker oder Hinterfrager. Dann ist man einfach auf dem selben Level wie andere Aluhutträger, die meinen, dass Bill Gates kleine Kinder isst." Am Ende des Videos kündigt Rezo ein weiteres Video an, was das vorerst letzte der "Zerstörungsserie" sein soll.

In seinem letzten Video hatte sich Rezo besonders intensiv an CDU-Chef Armin Laschet sowie Ernährungs- und Landwirtschafts­ministerin Julia Klöckner abgearbeitet und darin zahlreiche widersprüchliche Aussagen und PR-Fails aufgezählt.
rnd.de, youtube.com (33-min-Video), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: YouTube löscht 1 Mio Corona-Videos mit Fehlinformationen.

Zahl des Tages: Mehr als 1 Mio Videos mit "gefährlichen Falschinformationen" zum Coronavirus hat YouTube seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 gelöscht. In den entfernten Clips hätten Userinnen z.B. die Pandemie geleugnet und falsche Covid-Heilmittel angepriesen. Pro Quartal löscht YouTube insgesamt 10 Mio Videos, die gegen die AGB verstoßen. Derartige Videos machen weniger als 0,2 % der Gesamtabrufe aus.
heise.de, spiegel.de

Gelöschte Fußball-Bilder: Ostsport TV verschickt Abmahnungen an die ARD.

Gelbe Karte: Ostsport TV, Regionalliga-Rechteinhaber, kündigt in der "Bild" juristische Schritte gegen die ARD an. Der Sender hatte am Wochenende TV-Aufnahmen von zwei Begegnungen bei YouTube sperren lassen, ein Algorithmus habe Ähnlichkeiten mit eigenen Bildern festgestellt. Entsprechende Abmahnungen mit Unterlassungserklärungen seien nun auf dem Weg zur ARD und dem verantwortlichen SWR. Schon vor zwei Wochen kam es zu einem ähnlichen Vorfall.
bild.de, bild.de (Background)

Studie: Werbung mit Katzen steigert Aufrufe um 2.700 %.

Feline Marktmacht: Katzen in Werbevideos steigern die Aufrufe um 2.700 %, sagt eine Studie von Sortlist. Hunde kommen dagegen nur auf schlappe 547,6 % mehr Aufrufe. Für die Studie vergleicht Sortlist Werbe-Videos auf YouTube von Unternehmen wie Mercedes-Benz, Pizza Hut, Skittles, Netflix und LG - jeweils mit und ohne Haustiere in der Besetzung. Katzen tauchen demnach am häufigsten bei britischen Unternehmen auf, Hunde sind bei US-amerikanischen am beliebtesten.
sortlist.de

Video-Tipp: Datenspenden sollen YouTube-Algorithmus entschlüsseln.

Video-Tipp: Ein Team um AlgorithmWatch-Mitgründer Lorenz Matzat will erforschen, welche Videos YouTube zur Bundestagswahl empfiehlt. Da YouTube selbst seinen Algorithmus unter Verschluss hält, bittet das Team Nutzerinnen um Daten­spenden, eine Art "Notwehr", sagt Matzat. Medien und Wissenschaft analysieren die Daten und wollen Ergebnisse noch vor der Wahl veröffentlichen.
spiegel.de (3-Min-Video), algorithmwatch.org (Projekt)

Debatte: Social-Media-Plattformen konkurrieren mit Unsummen um die besten Influencerinnen.

Pay Day: Social-Media-Plattformen konkurrieren um Influencerinnen wie Fußballvereine um die besten Spieler, schreibt Gustav Theile. YouTube, TikTok und Instagram zahlten Millionen Dollar an Influencerinnen, um sie auf ihre Plattform zu locken. Die Konzerne seien auf sie angewiesen, da klassische Werbung bei Kurzvideos nicht funktioniere.
faz.net (Paid)

Video-Tipp: Tech-Konzerne sind oft verschwiegen und nur bedingt gesprächsbereit.

Facebook und GoogleVideo-Tipp: Tech-Konzerne wie Google und Facebook hüllen sich oft in Schweigen, lassen Medienanfragen unbeantwortet und öffnen sich nur auf öffentlichen Druck, berichtet Daniel Bouhs bei "Zapp". Zwar böten die Konzerne zu neuen Produkten und Initiativen inzwischen von sich aus Gespräche an, blieben bei kritischen Themen aber vage, ebenso zu Einzelfällen. Facebook-Sprecher Klaus Gorny und Google-PR-Mann Kay Overbeck versuchen sich in Erklärungen. Bouhs beobachtet derweil, dass auch neuere Plattform wie TikTok oder Telegram nur schwer ansprechbar sind.
youtube.com (16-Min-Video)

Zahl des Tages: YouTube Shorts zahlt Kreativen bis 10.000 Dollar.

Zahl des Tages: Bis zu 10.000 Dollar pro Monat zahlt YouTube Kreativen, die erfolgreiche Kurzvideos für den TikTok-Konkurrenten YouTube Shorts produzieren. Die Höhe hängt von Views und dem Engagement ab und fängt bei 100 Dollar an. Innerhalb des nächsten Jahres will YouTube insgesamt 100 Mio Dollar auszahlen. Zum Start ist das Programm in zehn Märkten verfügbar, in den USA und Großbritannien, Brazil, Mexiko, Indien und Indonesien sowie Japan, Nigeria, Russland und Südafrika.
techcrunch.com, theverge.com

Google-Mutter Alphabet macht im 2. Quartal 18,5 Mrd Dollar Gewinn.

Alphabet, Mutter des Tech-Riesen Google, macht im 2. Quartal einen Umsatz von 61,8 Mrd Dollar und fährt einen Gewinn von 18,5 Mrd Dollar ein. Größter Umsatzbringer mit 57 Mrd Dollar ist Google selbst, YouTube spült 7 Mrd Dollar in die Kasse. Die Google Cloud macht fast eine halbe Mrd Dollar Verlust, andere Alphabet-Unternehmen verbrennen noch einmal knapp 1,4 Mrd Dollar.
googlewatchblog.de, manager-magazin.de, theverge.com

YouTube führt Bezahloption für On-Demand-Videos ein.

YouTube ermöglicht Nutzerinnen, Kreative für On-Demand-Videos zu bezahlen. Mit "Super Thanks" können Zuschauerinnen einen Betrag zwischen 2 und 50 Dollar spenden, der zudem in einem hervor­gehobenen Kommentar verewigt wird. Bisher waren derlei direkte Geldzahlungen nur bei Livestreams oder Video-Premieren möglich. Das Angebot startet am Dienstag zunächst in 68 Ländern und soll bis Ende des Jahres alle Kreativen erreichen, die an Youtubes Partner-Programm teilnehmen.
cnet.com

TikTok-Konkurrent YouTube Shorts kommt nach Deutschland.

YouTube bringt das Kurzvideo-Angebot YouTube Shorts nach Deutschland, das es mit TikTok und Instagram Reels aufnehmen soll. Zu den bisher 26 Betatest-Ländern kommen bis Mittwoch 100 weitere dazu. Die Länge der Videos ist auf 60 Sekunden begrenzt, Nutzerinnen können ihre Clips mit Texten, Filtern und Musik anreichern. Dafür stehen "Millionen von Songs" von mehr als 250 Labeln zur Verfügung.
heise.de, meedia.de, blog.youtube

YouTube muss für gesperrtes Video 100.000 Euro Ordnungsgeld zahlen.

YouTube: Das Oberlandesgericht Dresden verhängt gegen Googles Video-Plattform ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro, berichtet die "Welt am Sonntag". YouTube hatte ein Video über Corona-Proteste in der Schweiz gelöscht und mit "medizinischen Fehlinformationen" begründet. Das Gericht entschied am 20. April, dass YouTube das Video unmittelbar wieder online stellen muss, was aber erst am 14. Mai geschah.
welt.de

Zitat: Rezo bezeichnet seine Reaktion auf Armin Laschets Interview-Absage als “nüchtern transparent”.

"Wenn Sie mir Jammerei unterstellen, müssen Sie schon mehr anführen, als dass ich darüber geredet habe. Das ist low. Das ist nix."

YouTuber Rezo wehrt im "Spiegel"-Doppel-Interview mit Julien Bam den Vorwurf ab, bei Armin Laschets Interview-Absage weinerlich reagiert zu haben. Er habe nur "nüchtern transparent gemacht, was generell im Hintergrund stattgefunden hat".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mozilla: YouTubes Algorithmus empfiehlt Videos, die gegen eigene Richtlinien verstoßen.

Nicht empfehlenswert: Die Mozilla Foundation wirft YouTubes Algorithmus vor, Videos zu empfehlen, "die als verstörend und hasserfüllt gelten und oft gegen die eigenen Inhaltsrichtlinien der Plattform verstoßen". Besonders groß sei das Problem in nicht-englisch­sprachigen Ländern. Basis der Anschuldigung ist eine Untersuchung, für die 37.000 Nutzerinnen ihre Daten an Mozilla gespendet haben.
golem.de, onlinemarketing.de

Debatte: Junges Radio hat ein Nachwuchsproblem, schreibt Jochen Rausch.

Junge Talente gesucht: Das junge Radio hat ein Nachwuchsproblem, schreibt 1Live-Chef Jochen Rausch in seiner DWDL-Kolumne. Zwar würde es nicht an Bewerbungen mangeln, junge Menschen mit "Personality, Schlagfertigkeit, Wachheit und Selbstbewusstsein" treibe es aber eher als YouTuberinnen oder Podcasterinnen ins Netz, wo sie ihr "eigenes Ding" machen können. Zudem würden Radiopersönlichkeiten nicht jeden Tag zum Casting kommen – "und selbst wenn, werden sie nicht immer erkannt".
dwdl.de

Lese-Tipp: Inga Pöting porträtiert ihren Ex-Mitschüler und YouTube-Star PietSmiet.

Lese-Tipp: Zeit-Online-Autorin Inga Pöting schreibt ein sehr persönliches Porträt über ihren Ex-Mitschüler Peter Smits aka PietSmiet. Der hat es vom Bastler und Schülerzeitungs­redakteur zu einem YouTube-Star mit 2,44 Mio Abos gebracht. Mit seinen Freunden von damals, "einer ziemlich normalen Oberstufenclique", mache Smits "heute immer noch ziemlich normale Sachen – nur schauen ihnen Hunderttausende dabei zu".
zeit.de

EuGH-Urteil: YouTube haftet nicht bei Urheberrechtsverstößen.


Aus dem Schneider: YouTube haftet nicht automatisch für Urheberrechtsverstöße auf seiner Plattform, urteilt der Europäische Gerichtshof. Solange die Betreiber von Internetportalen keine Kenntnis von den hochgeladenen Inhalten haben und sie nicht kontrollieren, sind sie von der Haftung befreit – mittels sogenanntem Providerprivileg. Das Urteil erstreckt sich dementsprechend nicht nur auf die Google-Tochter, sondern ist für die gesamte Kreativbranche relevant.

Zwei noch aktuelle Klagen bei deutschen Gerichten sind damit aber nicht vom Tisch: Produzent Frank Peterson klagt gegen YouTube, weil dort im Jahr 2008 Musik hochgeladen wurde, an der er Verwertungsrechte hält. Der Fachverlag Elsevier klagt gegen die Plattform Uploaded, bei der verschiedene Medizinbücher veröffentlicht wurden. Der EuGH gibt mit seinem Urteil nur vor, nach welchen Kriterien Gerichte YouTube und Co. künftig beurteilen müssen.
wiwo.de, spiegel.de

Meinung: Rezo und Tilo Jung sollten nicht noch mehr Reichweite durch Parteien bekommen.

Reichweiten-Rummel: "Für jüngere Generationen wird es schwerer, professionell recherchierte Informationen von unterhaltsamem Quatsch zu unterscheiden", schreibt "Welt am Sonntag"-Chefredakteur Johannes Boie zum geplatzten Streaming-Kanzlerinnenduell. Rezo und Tilo Jung würden dies "geschickt ausnutzen" und seien "Journalistendarsteller", die von den Parteien nicht noch mehr Reichweite erhalten sollen. Boies Fazit: Junge Wählerinnen finden Nachrichtenseiten auch alleine.
welt.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Oğuz Yılmaz über seine YouTube-Rente mit 24.

Hör-Tipp: "2010 hat noch keiner verstanden, dass man damit überhaupt Geld verdienen konnte", sagt der ehemalige Y-Titty-YouTuber Oğuz Yılmaz im Linkedin-Podcast "Nett Work" über seine Entscheidung, mit 19 YouTube zu machen und nicht an die Uni zu gehen. Yılmaz, der jetzt selbst Influencerinnen vertritt, bereut aus seiner YouTube-Zeit "gar nichts", rät Jüngeren zu diesem Berufsweg aber nur, wenn sie zusätzlich ein anderes Standbein haben.
spotify.com (45-Min-Audio)

Rezo wirft der “Welt” vor, Statements zu erfinden.

Nächste Runde: Die "Welt" hat bei ihrer Berichterstattung über das geplatzte Streaming-Kanzlerinnenduell Statements erfunden und Zitate verfälscht, schreibt Rezo auf Twitter. Durch derlei Desinformation sei es "generell schwerer", der "Welt" zu vertrauen. Das Blatt hatte u.a. geschrieben, dass Rezo Laschet vorwerfe, sich "zu wenig um junge Wähler zu kümmern", da Laschet nicht an der geplanten Talk mit ihm und Tilo Jung teilnehmen wollte.
twitter.com, welt.de, turi2.de (Background)

Rezo kassiert Laschet-Abfuhr für ein geplantes Kanzlerinnenduell im Stream.

Kann-Nicht-Frage: Youtuber Rezo wollte ein Kanzlerinnenduell im Stream veranstalten, erzählt er auf Twitch. Tilo Jung habe ihn für ein Gespräch auf YouTube mit Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz angefragt. Auch die "Zeit" hätte zugesagt, das Gespräch auf ihrer Seite zu streamen und ihre Redaktionsräume für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. SPD und Grüne hätten "klar signalisiert", dass sie dabei seien, wenn Laschet zusagt. Nach einem Pitch habe er Laschets Absage drei Wochen später erhalten, sagt Rezo. Damit sei "die Sache tot".
youtube.com (14-Min-Video) via twitter.com

YouTube verbannt Werbung für Alkohol, Medikamente, Glücksspiel und Politik von seinem prominentesten Anzeigenplatz.


Wirb woanders: YouTube verbannt Werbung für Alkohol, Glücksspiel und verschreibungspflichtige Medikamente von seinem prominentesten Anzeigenplatz, dem sogenannten Masthead Ad Slot. Auch politische Kampagnen und Wahlwerbung sind dort künftig nicht mehr erlaubt. Die Masthead Ads sind mit das erste, was Userinnen sehen, wenn sie die Website besuchen. Sie sind dementsprechend teuer und hart umkämpft: Donald Trump hatte den Anzeigenplatz etwa im Wahlkampf 2020 für drei Tage gebucht.

YouTubes Mutterkonzern Google begründet den Schritt u.a. damit, Nutzerinnen eine bessere User-Experience verschaffen zu wollen. Insbesondere die Verbannung von Wahlwerbe-Spots könnte der Plattform aber auch unliebsame politische Debatten ersparen.
axios.com, theverge.com