Hör-Tipp: Dunja Hayali rät Frauen, zu netzwerken wie Männer, ohne all das Negative.

Hör-Tipp: "Wenn sich Türen öffnen, dann bitte durchgehen", sagt ZDF-Moderatorin Dunja Hayali im Podcast Die Boss. Im Gespräch mit Simone Menne wünscht sich Hayali, dass Frauen "ähnlich netzwerken wie Männer" und dabei "all das Negative nicht übernehmen". Die Moderation von Events lehne sie inzwischen ab, wenn auf dem Podium nicht mindestens eine Frau sitzt. Wichtig sei, "jemanden zu haben, der einen fordert und fördert", sagt Hayali und erinnert sich an ihren früheren Chef bei der Deutschen Welle, der mit ihr Bewerbungen geschrieben hat. Beim ZDF bekam sie Unterstützung von Bettina Schausten, Thomas Fuhrmann und Claus Kleber.
audionow.de (35-Min-Audio)

Jana Pareigis ist ihrer neuen Aufgabe “samt und sonders gewachsen”.

Auf ein Wiedersehen: Jana Pareigis ist ihrer neuen Aufgabe als "heute"-Moderatorin in der ZDF-Primetime "samt und sonders gewachsen", schreibt Joachim Huber. Pareigis sei bei ihrer Premiere am Dienstagabend "fast hinter die Nachrichten zurückgetreten", habe aber souverän und seriös durch die Sendung geführt. Sie habe das Potential, Zuschauerinnen "mit eigenem Formulierungs- und Sprechduktus mitzunehmen".
tagesspiegel.de

Zitat: Jana Pareigis plädiert fürs Gendersternchen.

"Wir müssen uns bewusst sein, gerade als Medienschaffende, dass wir in einer Position sind, in der wir unsere Worte abwägen müssen. Ich möchte Nachrichten für alle Menschen machen, deswegen werde ich das Gendersternchen benutzen."

Die neue "heute"-Moderatorin Jana Pareigis sagt im RND-Interview, dass für gerade für Medienschaffende wichtig sei, Worte abzuwägen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” porträtiert Jana Pareigis.

Lese-Tipp: Jana Pareigis, neue Primetime-"heute"-Moderatorin beim ZDF und Nachfolgerin von Petra Gerster, weiß noch nicht, wie sie ihre Zuschauerinnen am ersten Sendetag begrüßen soll, schreibt Marlene Knobloch in der "Süddeutschen". Pareigis halte sich zudem bewusst aus "den sozialen Medien raus" und gehe das Thema Rassismus eher wissenschaftlich an. Meistens bekomme sie aber "sehr nette Post".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

ARD und ZDF entlasten Flut-Opfer beim Rundfunkbeitrag.

Flut-Katastrophe: ARD und ZDF entlasten Opfer beim Rundfunkbeitrag. Betroffene können ihre Wohnstätten, Geschäfte oder Autos temporär abmelden, sofern sie derzeit nicht nutzbar sind. Sind sie zerstört, können sie das Beitragskonto auch löschen. Zudem seien Zahlungserleichterungen möglich, genauere Infos dazu würden zeitnah veröffentlicht.
rnd.de, bild.de

ZDF cancelt die “Mallorca”-Ausgabe vom “Fernsehgarten”.

ZDF schmeißt seine für Sonntag geplante Mallorca-Ausgabe des "ZDF-Fernsehgartens" wegen der Flutkatastrophe um. Ein Mitarbeiter der Produktion sage seit Dienstag den für Sendung geplanten Party-Musikern ab, u.a. sollten Jürgen Milski oder Tim Toupet auftreten. Nur Künstler, die auch "gemäßigtere" Songs auf Lager haben, bleiben im Programm.
bild.de (Paid), t-online.de

ARD und ZDF sichern sich ab 2022/23 je Spielzeit 15 Partien des DFB-Pokals.

ard_zdf_150x150Offensive: ARD und ZDF sichern sich ab der Saison 2022/23 insgesamt 15 Partien des DFB-Pokals je Spielzeit. In der DFB-Pokal-Saison 2021/22 gilt letztmals die alte Regelung, dass 13 Partien im Free-TV gezeigt werden. Die neuen Rechtepakete sollen ab 2022 für vier Spielzeiten gelten, die Vereinbarung muss noch vom DFB-Präsidium abgesegnet werden.
tagesspiegel.de

Zitat: Jan Böhmermann musste um seine Kochshow kämpfen.

"Ich glaube, ich bin der erste Fernsehmoderator in der Geschichte des ZDF, der den Sender aufwendig überreden musste, bitte, bitte eine Kochshow machen zu dürfen."

Satiriker Jan Böhmermann berichtet, er habe vor den Verhandlungen zu seinem neuen Format "Böhmi brutzelt" irrigerweise gedacht, Kochsendungen würden einem "im Fernsehen hinterhergeschmissen".
derstandard.at, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Claus Kleber findet Katastrophenschutz drängender als Debatten über den Klimawandel.

Hör-Tipp: Medien müssen aufklären, welche Versäumnisse es seitens der Politik bei der Flutkatastrophe gab, sagt Claus Kleber im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die Frage nach dem Katastrophenschutz sei jetzt drängender als "philosophische Debatten über den Klimawandel". Es sei nicht Aufgabe des Journalismus, die Menschen zu klimabewusstem Handeln zu erziehen.
deutschlandfunk.de, ondemand-mp3.dradio.de (10-Min-Audio)

Meinung: Kleine Änderungen im ZDF-Studio bewirken viel.

Tapetenwechsel: Das ZDF gehört mit seinem neuen Studio jetzt zum "raumbewusst niedlichen Tiny-House-Movement" , schreibt Gerhard Matzig in der "Süddeutschen Zeitung". Durch das Update wirke die "Nachrichtenfamilie" jetzt "ernsthaft smart" und komme dabei "ohne allzu viel Design-Gedöns" daher. Mit der "fast unmerklichen Verbesserung" beweise das ZDF "bemerkenswerte Größe und Souveränität".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: 3D-Story zeigt das neue Gewand des ZDF-Nachrichtenstudios.

Klick-Tipp: ZDF zeigt in einer 3D-Story die neue Optik seines Nachrichtenstudios. In verschiedenen Ansichten können Nutzerinnen die nach 12 Jahren erneuerten virtuellen Hintergründe der Formate "heute", "heute journal" und "logo" ansehen. Dabei gilt das Motto: Je später die Sendung, umso dunkler der Blauton. Der virtuelle Rundgang ist auch in der "heute"-App für Apple und Android verfügbar.
3d.zdf.de, presseportal.zdf.de, turi2.de (Background)

TV-Tipp: ZDF sendet Themenabend zur Flutkatastrophe.

TV-Tipp: Das ZDF sendet heute Abend ab 20:15 Uhr einen kurzfristig angesetzten Themenabend zur Flutkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands. Den Start macht die "ZDFzeit"-Doku "Trauer, Zerstörung, Hilfe – Die Tage nach der Flut", ab 22:45 Uhr hat Markus Lanz (Foto) in einem 90-minütigen Spezial u.a. den Wissenschaftsjournalisten Dirk Steffens und Klimaforscher Mojib Latif zu Gast.
presseportal.de, dwdl.de

“Bild” kritisiert ZDF für “versteckte” Veröffentlichung von Ergebnissen aus Gender-Umfrage.

Sterne gucken: "Bild" wirft dem ZDF vor, die Ergebnisse einer Umfrage des Politbarometers zum Umgang mit gendergerechter Sprache in den Medien unter den Teppich zu kehren. Demnach halten mehr als 70 % der Befragten Gendersternchen und Co für "überhaupt nicht" oder "nicht so wichtig", "nur" ein Viertel für mindestens "wichtig". "Bild" kritisiert u.a., dass die Ergebnisse "kommentarlos und fast schon versteckt in einer langen Liste von Grafiken" veröffentlicht worden seien.
bild.de

Zitat: Oliver Schenk hält nichts von einer Zusammenlegung von ARD und ZDF.

"Ein 'Zusammenwachsen' von ARD und ZDF bedeutet für mich nicht das Aufgehen einer Anstalt in eine andere oder gar eine Übernahme."

Sachsens Staatskanzlei-Chef Oliver Schenk spricht sich in der "FAZ" gegen eine Zusammenlegung von ARD und ZDF aus und plädiert stattdessen für mehr Kooperationen zwischen den Anstalten, z.B. in Form von gemeinsamen Produktionen und Korrespondentinnen-Büros.
"FAZ", S. 14 (Paid)

TV-Sender bringen Sondersendungen zur Hochwasser-Katastrophe.

Hochwasser-Sendungen: Zahlreiche TV-Sender zeigen am Donnerstag Sondersendungen zur Hochwasser-Katastrophe in NRW. ARD, WDR, RTL und Sat.1 wollen jeweils um 20.15 Uhr auf Sendung gehen. Das ZDF plant ein "ZDFspezial" um 19.20 Uhr. Auch am Vor- und Nachmittag stellten die Sender ihr Programm um. "Bild" ist seit 8 Uhr morgens on Air. Der WDR reagiert auf den Vorwurf mangelnder Berichterstattung am Mittwochabend und teilt mit, er hätte "noch umfangreicher" berichten müssen, allerdings sei das Studio in Wuppertal selbst vom Hochwasser betroffen gewesen.
dwdl.de, meedia.de, rnd.de

EM-Finale Italien – England beschert ZDF fast 21 Mio Zuschauerinnen.

EM-Finale lockt in Deutschland 20,9 Mio Menschen vor den Fernseher, über 2 Mio mehr als beim EM-Finale 2016. Das ZDF erzielt mit der Final-Partie Italien gegen England einen Marktanteil von 64,4 % beim Gesamtpublikum, bei den 14- bis 49-Jährigen sind es mit rund 7,7 Mio Zuschauerinnen sogar gut 72 %. Nicht mitgezählt sind alle Fans, die das Spiel im Stream, bei Magenta TV oder bei Public Viewings verfolgt haben.
dwdl.de, quotenmeter.de

Zitat: Sabine Heinrich wünscht sich zeitgemäßere Rollenverteilung vor der Kamera.

"Ich komme aus einer Zeit, als Frauen in der Primetime besten­falls den Verkehrs­funk verlesen haben. Als sie dann ans Mikro durften, haben weiter Männer die lustigen Sprüche gemacht, wir waren brav."

Journalistin und ZDF-Moderatorin Sabine Heinrich findet, dass sich an der alten TV-Rollenaufteilung "gern noch mehr ändern" darf. Bei blöden Sprüchen habe sie mit 44 "genügend Lebens­erfahrung, um sachliche von unsachlicher Kritik zu trennen". Sie könne in ihrer Rolle nicht erwarten, "dass alle mich mögen".
rnd.de

ZDF zeigt Bürger-Talks kurz vor der Bundestagswahl.

Bundestagswahl: Das ZDF setzt kurz vor der Wahl wie Das Erste auf Bürger-Talks. In "Klartext" stellen sich Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz den Fragen der Bürgerinnen. Die erste Ausgabe läuft am 9. September um 20.15 Uhr. Für den 13. September kündigt der Sender überdies einen "Schlagabtausch" mit Vetreterinnen von Parteien an, die keine Kanzler-Kandidatin aufgestellt haben.
dwdl.de

ZDF-Nachrichtensendung “heute” kündigt Relaunch an.


Mit dem Zweiten sieht man blauer: Das ZDF kündigt einen Relaunch für all seine "heute"-Nachrichtensendungen an. Angefangen mit der 19-Uhr-Ausgabe am 19. Juli erscheinen alle Sendungen "in neuem Design aus und aus einem technisch runderneuerten Studio". Die Farbe blau bleibt die dominante Farbe des Designs und verdunkelt sich mit fortschreitender Tageszeit zunehmend. Künftig läutet zudem eine Digitaluhr den Sendungsbeginn ein, auch das Intro und die Musik werden modernisiert. Neben weiteren frischen Design-Elementen soll auch ein neuer Kameraroboter für mehr Abwechslung sorgen.

Schon im März letzten Jahres hat das ZDF seinem Online-Auftritt einen Facelift verpasst. Damals war zu hören, dass die optischen Veränderungen sich 2021 auch im TV wiederfinden sollen. Vize-Chefredakteurin Bettina Schausten spricht entsprechend vom Abschluss eines Modernisierungsprojektes. Seit 2009 sendet das ZDF aus dem aktuellen virtuellen Studio. Die neuen Räumlichkeiten sind mit 300 Quadratmetern zunächst nur halb so groß wie das alte Studio. Auch der Nachrichtentisch, jetzt L-förmig und aus Holz gefertigt, ist deutlich geschrumpft. Allerdings wird die aktuelle Sendefläche nach dem Umzug renoviert und perspektivisch wieder als Hauptstudio eingesetzt.
presseportal.de, rnd.de, meedia.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

DWDL: “RTL direkt” soll parallel zu den ARD-“Tagesthemen” laufen.

Sorry, Ingo und Caren: RTL greift mit seiner neuen Nachrichtensendung "RTL Direkt" unmittelbar die "Tagesthemen" an, schreibt DWDL. "RTL Direkt" soll ab 16. August jeweils Montag bis Donnerstag um 22.15 Uhr laufen – zeitgleich zur ARD-Konkurrenz. Pinar Atalay übernimmt die Moderation gemeinsam mit Jan Hofer. Beide waren jahrelang Gesichter der ARD-Nachrichten, bevor RTL Hofer aus dem Ruhestand erst zum Tanzen und dann für News verpflichtet hat. Atalay haben die Kölner erst kürzlich aus Hamburg abgeworben. "RTL Direkt" soll 20 Minuten dauern, wodurch sich "RTL Extra" am Montag und "stern TV" am Mittwoch nach hinten verschieben.

"RTL Direkt" sendet aus dem RTL-Hauptstadtstudio in Berlin – anders als die übrigen RTL-Nachrichtensendungen, die aus Köln kommen. Durch die räumliche Nähe zur großen Politik hofft RTL wohl auf einen Standortvorteil zu den "Tagesthemen" und dem "heute-journal", die in Hamburg bzw. Mainz sitzen, weit weg vom Berliner Polit-Zirkus.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Jan Böhmermann darf einmalig auch im ZDF-Hauptprogramm brutzeln.

Appetitanreger: Das ZDF holt die Kochshow Böhmi brutzelt mit Jan Böhmermann für eine Folge ins Hauptprogramm. Am 6. August ist die Ausgabe mit Tänzerin Motsi Mabuse auf dem Sendeplatz von Böhmermanns "ZDF Magazin Royale" am Freitagabend zu sehen. In der ZDF-Mediathek startet die sechsteilige Reihe bereits am 23. Juli, bei ZDFneo einen Tag später.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Sabine Heinrich bekommt auch im WDR eine Primetime-Show – zusätzlich zum ZDF.

Eine Frau zwischen zwei Sendern: Der WDR gibt seiner langjährigen Moderatorin Sabine Heinrich ab dem 20. August die Primetime-Spielshow "Das ist meine Zeit – Die Generationen-Show". Der WDR muss sich Heinrich künftig mit dem ZDF teilen: Im Zweiten startet diesen Samstag ihre Show Das große Deutschland-Quiz – zunächst am Vorabend, ab 7. August dann in der Primetime.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Magdeburger Staatskanzlei-Chef Rainer Robra fordert Kosten­transparenz von ARD und ZDF.

Was kostet was? Sachsen-Anhalts Staatskanzlei-Chef Rainer Robra fordert in einem "FAZ"-Gastbeitrag, dass ARD und ZDF "ihren finanz­politischen Elfen­bein­turm verlassen". Niemand wisse, was das ARD-Haupt­programm koste. Der "provinzielle publizistische Wettbewerb um Quoten" habe "zu einer immer stärkeren Angleichung" der Sender geführt.
faz.net (Paid)

Wir graturilieren: Matthias Montag​ wird 47.


Wir graturilieren: Matthias Montag, Geschäftsführer der Innovations- und Digitalagentur ida von MDR und ZDF, wird heute 47 Jahre alt. Er verbringt seinen Geburtstag in "Stille und Ruhe auf unserem Hof vor den Toren Leipzigs", bevor er abends mit der Familie essen geht. Montag blickt auf ein "wirklich außergewöhnliches Jahr" zurück, in dem ihn besonders die ida-Gründung geprägt hat. Besonders zu schätzen weiß er zwischen Remote-Recruiting und Team-Building "die wirklich großartigen Menschen, die das kleine Unternehmen gewinnen konnte".

Montag hat sich im abgelaufenen Jahr eher wenig geärgert, sondern mit Sorge "die schwindende Dialog- und Diskursfähigkeit" vieler Menschen betrachtet. Im kommenden Jahr freut er sich auf "hoffentlich mehr persönliche Begegnungen" und darauf, einige der schon "ewig währenden" Pläne auf seinem Hof umsetzen zu können. Auch in der Digitalagentur sollen viele "kluge Ideen" kommen. Über Geburtstagsgrüße und ein "Hallo" freut sich Montag über Linked-in oder Twitter – noch mehr freuen würde ihn aber "eine kleine Spende an eine Organisation der Flüchtlingshilfe".

Debatte: Ohne TV-Publikum gibt es bei “Markus Lanz” nur Vorteile, sagt Produzent Heidemanns.

Modern Talking: Ohne Studiopublikum gibt es nur Vorteile, sagt "Markus Lanz"-Produzent Markus Heidemanns dem "Tagesspiegel". Dadurch gebe es "viel mehr Rede-Sendezeit" und ein "höheres Tempo", was dem Moderator entgegen komme. "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg hingegen freut sich auf Publikum in seiner Talkshow, wenn die Sommerpause vorüber ist. Eine gute Talkshow sei für ihn wie eine "Arena", bei der Meinungsstreit am besten "vor Publikum" ausgetragen werde.
tagesspiegel.de

Debatte: Religiöse Minderheiten sollten mehr Sendezeit im Fernsehen bekommen.

Bibel TV: Die Kirchen würden bei ARD und ZDF "wie es ihnen passt" über Liebe, Gott und Jesus predigen – immer mit einem "Hauch von Missionierung im Subton", kritisiert Mohamed Amjahid in der "taz". Daher stelle sich die Frage, ob nicht-christliche Glaubensgemeinschaften nicht auch ein Anrecht auf "seichte Inhalte mit Liebe und Gott und bisschen Ratgeber" haben.
taz.de

Basta: Gewitter verscheucht Publikum aus dem “ZDF-Fernsehgarten”.

Donnerwetter von ganz oben: Immer mehr Zuschauerinnen dürfen wieder den ZDF-Fernsehgarten auf dem Lerchenberg besuchen, diesen Sonntag hat Moderatorin Andrea Kiewel 400 davon begrüßt. Nach knapp 15 Minuten musste das Publikum aber für rund eineinhalb Stunden abzischen: Gewitter-Alarm. Der Wetter-Gott zieht eben weiterhin seine ganz eigenen Corona-Maßnahmen durch – und ist offenkundig kein Fan von "Fernsehgarten"-typischer Guter-Laune-Schlagermusik.
rnd.de

Debatte: Norbert Himmler ist nicht der einzige Gewinner der ZDF-Intendantenwahl.

ZDF: Neu-Intendant Norbert Himmler geht "nicht geschwächt" aus der Wahl hervor, ist aber auch nicht ihr einziger Gewinner, schreibt Uwe Mantel. Tina Hassel sei eine "starke Gegnerin" gewesen, aber auch ZDF und ZDF-Fernsehrat profitieren von der transparenten Art, die Entscheidung per Livestream öffentlich zu machen. "Wahlprogramme und Bewerbungsreden" gehören für Mantel auch in Zukunft "an die Öffentlichkeit".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Norbert Himmler ist neuer ZDF-Intendant.


Bleibt in der Senderfamilie: Norbert Himmler, 50, bisher Programmdirektor des ZDF, ist neuer Intendant des Senders. Er gewinnt die Wahl mit 57 der 60 Stimmen im dritten Wahlgang – nötig waren mindestens 36 Voten. Ein Fernsehratsmitglied stimmte gegen ihn, zwei enthielten sich. Zuvor hatte sich Mitbewerberin Tina Hassel von der Wahl zurückgezogen. Sie hatte in den ersten beiden Wahlgängen zunächst 24, anschließend 28 Wahlberechtigte von sich überzeugt. Ihren Rückzug begründet Hassel damit, dass Himmler und sie das Gleiche wollen: "einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk." Hassel bedankt sich für die Stimmen der Fernsehratsmitglieder und wünscht sich in einer kurzen Abschiedsrede eine große Mehrheit für Himmler.

Norbert Himmler ist schon sein ganzes Berufsleben lang bei ZDF – vom Werksstudenten bis zum Programmdirektor. Ab 1997 arbeitete er als freier Mitarbeiter, absolvierte Stationen als Referent des Chefredakteurs und Leiter der Planungsredaktion. Er leitete den Sender ZDFneo und stieg 2012 zum Programmdirektor des Hauptprogramms auf. 2022 tritt er sein neues Amt als Intendant des ZDF und Nachfolger von Thomas Bellut an. (Foto: ZDF)
spiegel.de, welt.de, zdf.de (Livestream), dwdl.de (Live-Ticker)

ZDF-Intendanten-Wahl: Zwei Wahlgänge ohne Ergebnis.

Wählerisch: Die ersten beiden Wahlgänge für einen neuen Intendanten oder Intendantin des ZDF sind am Mittag ohne die nötige Mehrheit ausgegangen. Auf Norbert Himmler entfallen in der zweiten Runde 32 Stimmen, auf Tina Hassel 28. In der ersten Runde konnte Hassel 24 Stimmen auf sich vereinen, 2 der 60 Mitglieder des Fernsehrats hatten sich enthalten. Wer Intendant des ZDF werden will, braucht 36 Stimmen. Weder der SPD-nahe rote noch der unionsnahe scharze Freundeskreis haben allein genug Stimmen, um eine Kandidaten durchzusetzen.
zdf.de (Livestream zur Wahl), dwdl.de, turi2.de (Background)

Die ZDF-Intendantenwahl könnte überraschend ausgehen, analysiert Timo Niemeier.

ZDF: Bei der Wahl zum ZDF-Intendanten gilt Norbert Himmler zwar als Favorit, Tina Hassel jedoch als namenhafte Konkurrentin, schreibt Timo Niemeier (Foto) bei DWDL. Er hebt hervor, dass bei der Entscheidung am Freitag keine einfache Mehrheit reicht, sondern für den Sieg Drei Fünftel der Stimmen, also 60 % der Mitglieder des Fernsehrates für Himmler oder Hassel stimmen müssen. Niemeier schreibt von Berichten, die sich mit einem "vermeintlichen Machtkampf zwischen 'rotem' und 'schwarzem' Freundeskreis beschäftigen. Sein Einschätzung: Keiner dieser Freundeskreise wäre groß genug, um alleine eine Mehrheit zu erreichen.
dwdl.de, zdf.de (Livestream zur Wahl im Gremium) turi2.de (Background)

Florian Silbereisen steuert das “Traumschiff” bis 2024 weiter.

Bleibt an Bord: Florian Silbereisen hat seinen Vertrag bei der ZDF-Sendung "Traumschiff" bis 2024 verlängert. Neben den Folgen an Weihnachten und Neujahr seien auch Oster-Specials vereinbart worden. Silbereisen, künftig auch "DSDS"-Juror, sei dem ZDF-Team dankbar dafür, "die traditionelle Serie ganz neu anzugehen", sagt er der "Bild".
bild.de, turi2.de (Background)

Übermedien: ARD könnte Polit-Magazine reduzieren.


Kontrastarmer Monitor: Die ARD überlegt, die Sendetermine der Polit-Magazine ab 2022 von 90 auf 66 zu reduzieren, schreibt Stefan Niggemeier bei Übermedien. Derzeit werde von den Intendantinnen diskutiert, Sendungen wie "Kontraste", "Monitor" oder "Panorama" künftig jeweils nur noch elf anstelle von 15 Mal im Jahr auszustrahlen. Betroffenen Redaktionen sollen Dokumentationen statt Magazine zuliefern, die Rede ist von jeweils zwei pro Format und Jahr. Die neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, Neu-ARD-Chefredakteur Oliver Köhr sowie ARD-Mediathek-Chef Florian Hager argumentieren laut Niggemeier, dass die "klassische Magazinform" in Mediatheken nicht funktioniere. Niggemeier hält gegen und schreibt, dass entsprechende Formate auch keine prominente Platzierung auf der Mediatheken-Startseite hätten und fragt, ob die Sender damit nicht auch "lästige Redaktionen zurechtstutzen" wollen. Aus einer Redaktion heiße es, dass Polit-Magazine samt "unbequemer" Berichterstattung bei Intendantinnen nicht nur eher unbeliebt, sondern auch "nicht mehr gewollt" seien. Polit-Magazine laufen derzeit dienstags und donnerstags um 21.45 Uhr im Ersten, bereits vor fünfzehn Jahren wurde ihre Länge von 45 auf 30 Minuten reduziert.

Ein Sprecher der ARD-Programmdirektion wollte Übermedien die Informationen noch nicht bestätigen, teilt aber mit, dass die Sender die Primetime stärken und Dokumentationen ausbauen wollen. Die Reduzierung der Sendungen hätte auch "einen deutlich kleineren Etat für die Magazine" zur Folge, beobachtet Niggemeier. Er fürchtet in diesem Schritt auch eine "Entmachtung" der Redaktionen. Die Steuerung der Dokus, die dann anstelle der Magazine laufen, könnte aus München erfolgen. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. (Foto: RBB, WDR, NDR)
uebermedien.de (Paid)

Alexander Bickel kümmert sich führend um ARD-Serien im Hauptabendprogramm.

ARD macht Alexander Bickel zum Leiter der "Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm". Er löst die langjährige Vorsitzende Jana Brandt ab, die als Programmdirektorin zum MDR geht. Bickel leitet seit 2019 den WDR-Programmbereich Fiktion und war zuvor stellvertretender Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm-Serie II beim ZDF.
presseportal.de, turi2.de (Background Brandt)

Joachim Huber sieht Tina Hassel als Intendantin – wenn nicht beim ZDF, dann beim WDR.

Hüben, sonst drüben: Joachim Huber vermutet im "Tagesspiegel", dass Tina Hassel die Nachfolge von WDR-Intendant Tom Buhrow antreten könnte, sollte sie nicht ZDF-Intendantin werden. Hassel habe sich durch die Ernennung als "intendantabel" erwiesen. Der Wahltag sei zudem "ein Triumph für die SPD", bei der "jede Stimme für Tina Hassel das sozialdemokratische Selbstbewusstsein stärken wird".
tagesspiegel.de

“Bild”: RTL buhlt vergeblich um Markus Lanz und Johannes B. Kerner.

Keine Wechselwirkung: RTL hat Pläne mit Markus Lanz (Foto) und Johannes B. Kerner geschmiedet, schreibt "Bild". Der Sender hatte offenbar geplant, die ZDF-Moderatoren für sein Programm zu verpflichten. Lanz war bis 2008 für RTL tätig, bevor er zu den Öffentlich-Rechtlichen wechselt, mit ihm soll RTL schon im März gesprochen haben: Er hat laut "Bild"-Informationen abgelehnt, genau wie Johannes B. Kerner.
bild.de (Paid)

AGF-Plattform-Studie: TV-Sender überholen Netflix.

Streaming-Angebote der TV-Sender überholen Anfang 2021 in Summe die Netflix-Nutzung (32,3 %), sagt die Plattform-Studie der AGF. Sie erreichen knapp 36 % der Befragten. Treiber sind die Online-Videos von ARD und ZDF, die von 23,1 auf 30,2 % zulegen. Auch die Video-Angebote von Nachrichten-Seiten wie Bild.de und Spiegel.de werden stärker genutzt: 21,5 % der Befragten sagen, dass sie entsprechende Videos anklicken, ein Plus von 5 Punkten. Auch Amazon Prime Video kann deutlich zulegen.
agf.de

Zukunftsdebatte: Ex-Intendanten vermissen bei ARD und ZDF gemeinsame Strategie.


ARD-Ältere ächten Änderungswillen:: ARD und ZDF haben "keine erkennbare" und "schon gar nicht" eine gemeinsame Strategie "für die anstehenden Auseinandersetzungen", schreiben die Ex-Intendanten Jobst Plog (NDR) und Heinz Glässgen (Radio Bremen) sowie die ehemalige HR-Chefredakteurin Lukrezia Jochimsen in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Sie werfen den Sendern vor, die Zukunftsdebatte "nicht wirklich akzeptiert" zu haben. Stattdessen würden sie den Istzustand verteidigen und in vielen Fällen betonen, lediglich politische Entscheidungen umgesetzt zu haben – teilweise zu Recht: "Radio Bremen gibt es nicht, weil ein Intendant ein Haus besetzt hat und dort heimlich Rundfunk veranstaltet." Zudem hätten ARD und ZDF "zu spät" eine Strategie für das digitale Zeitalter entwickelt, auch programmliche Fehlentwicklungen seien mit Blick auf die Quote "nicht schnell genug" korrigiert worden.

Die Autoren nehmen sich auch die Presse und generell die private Konkurrenz vor. Sie würden als "Lobbyist ihrer eigenen kommerziellen Interessen" bei der Reformdebatte ausfallen und konsequent versuchen, von der "Formschwäche und der angeschlagenen Position" der Sender zu profitieren – etwa, wenn es um den Rückzug der Öffentlich-Rechtlichen aus dem Unterhaltungsbereich oder den Verzicht auf Werbung geht. Nur eine "gänzlich unabhängige, hochrangig besetzte Kommission" könne eine Art "Blaupause" für die bevorstehende Reformdebatte erarbeiten. Ziel sei letzten Endes kein "unrealistischer Kahlschlag des Bestehenden", sondern die transparente Verabredung eines Modells, "auf das hin das derzeitige Schritt für Schritt in eine Zukunft überführt werden könnte".
"FAZ", S. 17 (Paid)

ZDF wehrt sich gegen Sexismus-Kommentare.

Genug ist genug: Das ZDF macht Hasskommentare gegen Fußball-Kommentatorin Claudia Neumann öffentlich. Bei Twitter veröffentlicht der Sender eine Grafik mit entsprechenden Kommentaren. Die gezeigten Beispiele "verstoßen gegen jede Regel der Kommunikation", schreibt der Sender dazu. Zuletzt hat das ZDF sein Social-Media-Team vergrößert. Wenn Neumann am Mikrofon sitzt, seien bis zu sechs Menschen mit dem Community Management beschäftigt. Normalerweise sind im Social-Media-Team vom ZDF täglich ein bis zwei Personen im Einsatz.
express.de, twitter.com

ARD und ZDF starten gemeinsames Streaming Netzwerk für die Mediatheken.


Gemeinsame Sache: ARD und ZDF schaffen ein gemeinsames Streaming-Netzwerk für die Mediatheken – von einer Fusion der Angebote wollen die Intendanten Kai Gniffke, SWR, Thomas Bellut, ZDF, und Tom Buhrow, WDR, (Foto vlnr) bei einem Presse-Termin am Montag allerdings nicht sprechen. Ab sofort sind über die Suchfunktionen der Mediatheken von ARD und ZDF auch die Angebote des jeweiligen anderen öffentlich-rechtlichen Senders auffindbar. Die Zusammenarbeit soll sich später auch auf die persönlichen Empfehlungen für angemeldete Nutzerinnen auswirken. Krimi-Fans bekommen in der ZDF Mediathek dann auch den "Tatort" empfohlen. Wer bei der ARD gerne Dokus schaut, kann direkt zu "Terra X" vom ZDF weiterklicken. Zum Anschauen der Produktionen müssen die Nutzerinnen nicht mehr zwischen den Mediatheken wechseln. Die Verantwortung und die Klicks bleiben allerdings beim jeweils produzierenden Sender.

WDR-Chef Tom Buhrow will die Integration nicht als ersten Schritt zu einer Fusion von ARD und ZDF verstanden wissen: "Das Ganze ist erstmal ein großes Plus für den Nutzer", sagt Buhrow. Auch für ZDF-Intendant Thomas Bellut spricht "alles gegen eine Fusion". Er betont die Medienvielfalt, sagt aber auch, dass ARD und ZDF ihre Empfehlungssysteme nicht mehr getrennt, sondern gebündelt entwickeln. SWR-Intendant Kai Gniffke lobt die Konkurrenz zwischen den Sendern und berichtet aus seiner Zeit als ARD-Aktuell-Chef: Manchmal habe man sich zähneknirschend eingestehen müssen, "dass das 'heute journal' besser war als wir". Bei dieser Konkurrenz solle es trotz der Zusammenarbeit bei den Mediatheken bleiben.

Die Mediatheken nutzen bereits einen gemeinsamen Login, für bestimmte, prominente Themen gibt es auch schon externe Verweise. Das neue Netzwerk ist offen auch für andere öffentlich-rechtliche Sender, über eine Integration kommerzieller Anbieter habe man noch nicht nachgedacht, sagt ZDF-Mann Bellut. (Foto: ZDF/Ralph Orlowski)
faz.net, meedia.de, presseportal.de

Debatte: ARD und ZDF vernachlässigen bei der Fußball-EM ihre Fachredaktionen.

Promi-Bonus: ARD und ZDF vernachlässigen bei der laufenden Fußball-EM ihre Fachredaktionen zugunsten ehemaliger Sportlerinnen, kritisiert Joachim Huber (Foto). Die Anstalten hätten "ihre Besser- und Bescheidwisser-Bänke kompetent gefüllt", der Sportjournalismus werde aber "erkennbar von der Promi-Expertise an den Rand gedrängt". Sollte diese Praxis auch in anderen Themenbereichen Einzug halten, müsse bald Altkanzler Gerhard Schröder Noch-Kanzlerin Angela Merkel interviewen.
tagesspiegel.de

Nur wenige Fußballfans tragen im Stadion eine Maske.

Missachten Spielregeln: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek kritisiert, dass Fußball-Fans bei der EM nur vereinzelt Masken in der Allianz-Arena tragen. Er fordert vom DFB, bis zum nächsten Deutschland-Spiel am Mittwoch eine Lösung zu finden. Die Polizei habe schon beim ersten Spiel gegen Frankreich festgestellt, dass mit zwei Dritteln der Zuschauerinnen die "überwiegende Mehrheit" keinen Mund-Nasenschutz getragen hatte, schreibt die dpa.
faz.net, turi2.de (Background)