Dunja Hayali moderiert ab 20. Februar beim “heute-journal”.

Kann auch abends: Dunja Hayali moderiert ab 20. Februar das "heute-journal" im ZDF, teilt der Sender mit. Sie werde künftig rund 40 Mal im Jahr für das Magazin vor der Kamera stehen. Haupt-Moderatorinnen bleiben Marietta Slomka und Christian Sievers. Hayali war von 2007 bis 2010 schon einmal beim "heute-journal". Sie moderiert zudem das "Morgenmagazin" und das "Aktuelle Sportstudio".
presseportal.de, dwdl.de

epd: ARD und ZDF legen TV-Programmanalyse auf Eis.

Altlast? ARD und ZDF pausieren ihre Programm­analyse 2023, erfährt epd. Demnach wollen beide beraten, ob sie die seit 1985 erhobene Beobachtung, die Inhalte und journalistische Angebote öffentlich-rechtlicher und privater TV-Sender vergleicht, 2024 fortführen. Das ZDF begründet den Schritt damit, im Non-Linearen stärker forschen zu wollen. Mit der ARD sei u.a. ein Forschungs­projekt zu den Angebots­strukturen von Media­theken und Streaming-Diensten in Auftrag gegeben worden.
"epd medien aktuell" vom 27.01.2023 (€)

Redakteursausschüsse fordern Mitspracherecht bei ÖRR-Reform.

Stimmen von innen: Die in der Arbeits­gemein­schaft der öffentlich-rechtlichen Redakteurs­aus­schüsse (Agra) vertretenen Journalistinnen von ARD, ZDF, Deutschland­radio und Deutscher Welle fordern ein Mit­sprache­recht bei der Reform der Öffentlich-Rechtlichen. In einem Brief an die Rund­funk­kommission der Länder schreiben sie, dass der vorgeschlagene "Zukunftsrat" nicht über ihre Köpfe hinweg diskutieren sollte.
epd.de (€)

Zitat: Özden Terli ärgert sich über die Klima-Ignoranz “bestimmter Medien”.

"Bestimmte Medien werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Sie verzerren, skandalisieren und glauben auch noch, im Recht zu sein. Nein, das seid ihr nicht, und es ist der Versuch, für Klickzahlen und Schlagzeilen die Leser für dumm zu verkaufen."

Meteorologe und ZDF-Moderator Özden Terli fordert andere Journalist­innen in der turi2 edition #20 dazu auf, die menschen­gemachte Klima­krise "endlich" zu "durch­dringen" und ent­sprechend zu berichten. Verharmlosung sei nicht angebracht und "unsäglich naiv und infantil".
turi2.de, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

ZDF strahlt vorerst keine Filme mit Florian Teichtmeister mehr aus.

ZDF zeigt vorerst keine Filme mehr mit Schau­spieler Florian Teichtmeister, gegen den ein Verfahren wegen des Besitzes pornografischer Darstellungen von Minder­jährigen läuft. In der neusten Folge der Krimi­reihe "Die Toten von Salzburg" habe man die Schluss­szene mit ihm herausgeschnitten. Auch Wiederholungen von Filmen seien dieses Jahr nicht geplant, so eine Sprecherin.
digitalfernsehen.de

turi2 edition #20: Dürfen wir uns 2023 auf schönes Wetter freuen, Özden Terli?


Sonne oder Wolken? Özden Terli moderiert beim ZDF das Wetter. Das Rampenlicht nutzt der Meteorologe regelmäßig, um auf die menschengemachte Klimakrise hinzuweisen. Im Gastbeitrag für die turi2 edition #20 kritisiert Terli die “zerstörerische” Agenda einiger Medien gegen die Wissenschaft. Die Realität lasse sich nicht verharmlosen. Andere Journalistinnen fordert er zum Handeln auf.
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Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

Rundfunkkommission der Länder: ARD und ZDF sollen enger zusammenarbeiten.

Mehr Miteinander: In der Debatte um eine Reform der Öffentlich-Rechtlichen fordert die Rund­­funk­­kommission der Länder ARD und ZDF dazu auf, eine gemein­same Online-Plattform auf­zubauen und dabei 3sat und Arte zu berück­sichtigen. "Wir wollen weg von Media­thek und Audio­thek", sagt RLP-Medien­staats­sekretärin Heike Raab. Der publizistische Wett­bewerb der Anstalten soll davon unberührt bleiben. Mit der künftigen Ausrichtung der Öffentlich-Rechtlichen soll sich bald ein "Zukunfts­rat" beschäftigen. ARD und ZDF sollten Spartensender einstellen, um Kosten zu sparen. Die Medien­politik wolle auch "Anreize" für sparsames Verhalten geben. Oliver Schenk, Chef der sächsischen Staatskanzlei, will "weniger Haltung" in den Öffentlich-Rechtlichen.
new-business.de, "epd medien aktuell" vom 20.01.2023 (€), sueddeutsche.de, rlp.de (Beschluss), turi2.de (Background)

turi2 edition #20: 7 Antworten von Maybrit Illner.


Energie­effizient: Im Agenda-Fragebogen der turi2 edition #20 erinnert sich Maybrit Illner an einen Strom­ausfall im Studio kurz vor ihrer allerersten Sendung. Die Journalistin und Moderatorin möchte 2023 weniger Untergangs­prophe­zeiungen hören und dafür mehr Anlässe zum Lachen haben – “notfalls auch mehr anlassloses Lachen”. Auf Spartipps verzichtet sie lieber, denn davon verteilt die Politik schon ausreichend.
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Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

Zitat: ZDF-Intendant Norbert Himmler sieht sich mit der ARD im Wettbewerb “um die beste Qualität”.

"Mein Bild der Zukunft ist ein Netzwerk mit öffentlich-rechtlichen Inhalten, in dem ZDF und ARD erkennbar bleiben, auch als Wettbewerber um die beste Qualität."

ZDF-Intendant Norbert Himmler sagt im Interview der "Süddeutschen Zeitung", dass es "unserer Demokratie guttut, wenn wir Nachrichten und Wahl­berichterstattung nicht nur von einem öffentlich-rechtlichen Anbieter haben". Die Debatte, ob es im Umfang wie bisher zwei Systeme geben muss, findet er "aber auch nachvoll­ziehbar".
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Aline Abboud könnte sich auch mehr als zwei öffentlich-rechtliche Anstalten vorstellen.

"Für mich können es auch drei oder vier öffentlich-rechtliche Sender sein. Ein bisschen Konkurrenz schadet ja nicht."

"Tages­themen"-Moderatorin Aline Abboud stören die Rufe nach Privatisierung von ARD und ZDF. Die Sender seien ein "Privileg", für das uns andere Länder beneiden, sagt sie im großen Interview in der turi2 edition #20.
turi2.de, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

Zitat: Katrin Eigendorf schöpft Hoffnung durch den Blick aufs große Ganze.

"Man darf im Blick auf die Welt nicht im Jetzt stecken bleiben. Das Jetzt ist immer nur ein Ausschnitt, das wird klar, wenn man die großen welt­geschichtlichen Entwicklungen sieht."

ZDF-Kriegs­reporterin Katrin Eigendorf schöpft trotz der Dauer­krisen ihre Hoffnung daraus, "dass die Menschen entscheiden können", wie sie die Zukunft gestalten, sagt sie im Interview in der turi2 edition #20.
turi2.de, issuu.com (turi2 edition #20 als E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (künftige E-Paper abonnieren)

Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

Franziska Giffey spricht sich gegen Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus.

Berliner Bescheidenheit: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey spricht sich gegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus, berichtet der "Tagesspiegel". Die Rundfunkbeiträge müssten "stabilisiert" und über 2025 hinaus möglichst "auf dem jetzigen Niveau gehalten" werden. Außer Giffey hatten sich bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke für ein Einfrieren des Rundfunkbeitrags stark gemacht.
tagesspiegel.de

Markus Söder ist nicht mehr im ZDF-Verwaltungsrat.

Ausgesödert: CSU-Chef und Bayern-Minister­präsident Markus Söder hat im Dezember nach fast vier Jahren den Verwaltungs­rat des ZDF verlassen, erfährt die dpa. Die bayerische Staats­kanzlei spricht von "umfang­reichen Verpflichtungen in Bayern", die eine Mitglied­schaft nicht mehr zuließen. Eine Nach­folgerin für das zwölf­köpfige Gremium, das u.a. die Tätigkeit des ZDF-Intendanten kontrolliert, ist bisher nicht bekannt.
faz.net

Medienberichte: Ein islamistischer Gefährder wollte als Sicherheitsmann bei der ZDF-Silvestershow arbeiten.

Security-Check: Ein als Gefährder eingestufter Islamist wollte als Security-Mitarbeiter bei der ZDF-Silvester­party Willkommen 2023 am Brandenburger Tor arbeiten, melden die "Welt" und der "Tagesspiegel". Die Polizei hatte den beauftragten Sicherheits­dienst im Vorfeld überprüft. Das Verbot gegen den Mann hätten die Beamten am Veranstaltungsort durchgesetzt. Hinweise auf eine mögliche Gewalttat habe es jedoch nicht gegeben. Auch drei weitere Männer durften nicht als Security-Leute arbeiten, weil sie durch vorherige Straftaten aufgefallen waren.
welt.de, tagesspiegel.de

Dietmar Woidke stemmt sich gegen höheren Rundfunkbeitrag.

Skandal-Puffer: Branden­burgs Minister­präsident Dietmar Woidke lehnt eine mögliche Erhöhung des Rund­funk­beitrags wegen der RBB-Affäre klar ab. "Wir haben erlebt, wie der RBB das Geld der Beitrags­zahler in Dinge gesteckt hat, die nicht notwendig waren", sagt er der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Er spricht sich außerdem dafür aus, die Gehälter der Intendantinnen zu beschränken. Diese seien "toxisch".
maz-online.de (€), rnd.de, horizont.net

Zitat: Frauen haben die Kriegsberichterstattung verändert, sagt Katrin Eigendorf.

"Diese Mischung der Geschlechter hat die Kriegs­bericht­erstattung verändert: weg vom Schlacht­feld, mehr rein in die Zivil­gesellschaft, weniger technisch, deutlich menschlicher."

Katrin Eigendorf sagt im Interview in der turi2 edition #20, dass sich in den Chef­etagen der Medien "langsam die Erkenntnis durchsetzt", dass Frauen ebenso gut wie Männer als Kriegs­reporterinnen arbeiten können.
turi2.de

turi2 edition #20: Katrin Eigendorf über Hoffnung und harte Kerle.


Ein anderer Blick: Für das ZDF steht Katrin Eigendorf in den Kriegs- und Krisengebieten der Erde. Frauen berichten weniger technisch und deutlich menschlicher als Männer, sagt sie im Interview in der turi2 edition #20. Bei ihrer Arbeit ist sie immer auch auf der Suche nach Hoffnung – damit das Publikum nicht wegsieht. Die turi2 edition #20 erscheint am 11. Januar gedruckt und als kostenloses E-Paper.
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Stefan Aust erwirkt einstweilige Verfügung gegen Böhmermann-Plakat.

Was darf Satire? "Welt"-Herausgeber Stefan Aust erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen ein fiktives Fahndungsplakat von Jan Böhmermann, bestätigt das OLG Hamburg dem "Spiegel". Böhmermann hatte das Plakat im "ZDF Magazin Royale" im Zuge eines FDP-RAF-Vergleichs präsentiert. Neben Aust sind darauf u.a. auch Christian Lindner und Mathias Döpfner abgebildet.

Das Foto, das mit "Stefan Aust" untertitelt ist, zeigt allerdings Volker Bruch, der Aust im Film "Baader Meinhof Komplex" von 2008 verkörperte. Hierin sieht das Landgericht eine Persönlichkeitsverletzung. Die Collage darf deshalb in ihrer bisherigen Form ab heute nicht mehr verbreitet werden. In der ZDF-Mediathek und auf YouTube ist die Sendung inzwischen nicht mehr auffindbar.
twitter.com via spiegel.de, turi2.de (Background)

Staatsanwaltschaft erhebt nach zweieinhalb Jahren Anklage wegen Angriff auf “heute-show”-Team.

ZDF: Die Staats­anwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen drei Männer und eine Frau, die am 1. Mai 2020 am Rande einer Demo ein Team der "heute-show" um Komiker Abdel Karim attackiert haben, berichtet der WDR. Die Anklage hatte sich immer wieder verzögert, u.a. weil die Tat­verdächtigen eine DNA-Entnahme zunächst verweigert haben sollen. Die Ermittlungs­behörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Angriff um eine Verwechslung gehandelt habe.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: 20-Uhr-“Tagesschau” bleibt auch 2022 mit Abstand erfolgreichste Nachrichten­sendung.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Im Schnitt 10,131 Mio Menschen haben 2022 die "Tagesschau" um 20 Uhr eingeschaltet. Das ARD-Nachrichten­flaggschiff kommt auf einen durch­schnittlichen Marktanteil von 39,1 % – wobei die Aus­strahlung in den Dritten und weiteren Programmen mit­gezählt ist. Dahinter folgt mit 3,931 Mio Zuschauern und 19,0 % Markt­anteil die 19-Uhr-"heute"-Ausgabe im ZDF. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen liegt die "Tagesschau" vorne, gefolgt von "RTL Aktuell".
presseportal.de

Hör-Tipp: Jan Böhmermann macht auch Pointen über Menschen, die er mag.

Hör-Tipp: In der Silvester-Ausgabe der WDR5-Sendung "Satire Deluxe" rekapituliert Jan Böhmermann mit den Moderatoren Henning Bornemann und Axel Naumer mithilfe von kunstvoll kuratierten "2022er-Geräusche" die Themen des Jahres. Außerdem erzählt Böhmermann, dass er Pointen über Menschen, die er mag, fast lieber macht als nahe­liegende Pointen über unsympathische Personen. Im Team von "ZDF Magazin Royale" kommen die Themen­vorschläge von Beschäftigte aus allen Gewerken, dafür müssen die Investigativ-Journalistinnen aber auch mal in lustigen Kostümen auf der Bühne stehen.
ardaudiothek.de (75-Min-Audio)

Wie die Rundfunkräte professionalisiert werden können.


Rat für den Rat: Der RBB-Skandal hat eine Debatte um mangelnde Expertise in den Rundfunkräten angestoßen. Medienrechtler Karl-Eberhard Hain schlägt bei epd Medien vor, Fachleute in die Gremien zu integrieren. Diese sollten sich um die Posten bewerben und von den Ratsmitgliedern gewählt werden. Bei Fachleuten, die nicht Teil des Gremiums sind, sieht Hain dagegen die Gefahr, dass sie die Rundfunkräte zu sehr dominieren könnten. Weiterlesen >>>

Basta: Ex-BSI-Chef Arne Schönbohm kümmert sich jetzt um Fortbildungen für Beamtinnen.

Harmloser wird's nicht: Ex-BSI-Chef Arne Schönbohm, der nach einer Recherche vom "ZDF Magazin Royale" über seine Russland-Kontakte gehen musste, hat einen neuen Job als Präsident der Bundes­akademie für öffentliche Verwaltung. Er ist damit nicht nur Chef über Fort­bildungen für Beamtinnen wie "Barriere­freie PDF-Dokumente erstellen", sondern auch relativ sicher vor Böhmis Team. Das würde bei der Recherche nämlich einfach einschlafen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Norbert Himmler spricht sich gegen Fusion von ARD und ZDF aus.


Willkommener Wett­bewerb: Der Intendant des ZDF, Norbert Himmler, spricht sich gegen eine Fusion seines Hauses mit der ARD aus. "Ich finde es falsch, den publizistischen Wett­bewerb von ARD und ZDF infrage zu stellen. Ich halte ihn für essenziell", sagt er der dpa. Eine "Macht­konzentration", wenn es beispielsweise nur noch eine öffentlich-rechtliche Nachrichten­sendung gebe, sei "gerade in Zeiten, in denen gefordert wird, dass Macht möglichst verteilt sein sollte", falsch. In der "WamS" hatte ARD-Chef Tom Buhrow zuletzt die Zusammen­legung der Öffentlich-Rechtlichen neu aufgerollt. Und auch im "Spiegel"-Interview hatte er zusammen mit dem künftigen ARD-Vorsitzenden Kai Gniffke neben drastischen Spar­maßnahmen eine gemeinsame Dialog­plattform mit der Konkurrenz vom Zweiten angeregt. (Foto: ZDF / Tim Thiel)
spiegel.de, turi2.de (Background WamS), turi2.de (Background Spiegel)

Zitat: Darstellung von Klimafakten ist neutrale Berichterstattung, sagt Özden Terli.

"Wenn es neutral sein soll, kann man das Wetter nicht als 'schön' bezeichnen."

Özden Terli, Diplom-Meteorologe und ZDF-Wetter­moderator, sagt im turi2 Wissen-Podcast, dass das Darstellen von Klimafakten "etwas neutrales" ist.
turi2.tv (34-Min-Podcast auf YouTube), turi2.tv (direkt zu schönem Wetter), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

ÖRR-Reform geht nicht vorüber, glaubt saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.

"Einfach nur die Augen zuzumachen und zu hoffen, dass dieser Sturm vorübergeht, das wird, glaube ich, nicht funktionieren."

Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, hält eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zwar für notwendig, nur den Saarländischen Rundfunk oder Radio Bremen infrage zu stellen, ist aber "nicht die Lösung", sagt sie der dpa.
zeit.de

Tom Buhrow will bei ARD und ZDF nicht am Status quo festhalten.

Westdeutsche Weihnachtspredigt: Der scheidende ARD-Vorsitzende Tom Buhrow ruft 2023 als "das Jahr der Reform" aus. In der "Welt am Sonntag" sagt er: "Wer am Status quo festhält, gefährdet die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks." Zur Diskussion stehe, ob "jeder Produkttest, jeder Verbrauchertipp, jeder Klimabericht wirklich regionale Vielfalt" bringe. Auch "Tabufragen" wie die Zusammenlegung von ARD und ZDF müsse man "zumindest diskutieren".
"Welt am Sonntag", S. 2/3 (€), welt.de (Zusammenfassung)

ZDF und Gewerkschaften einigen sich auf Lohnsteigerung und Einmalzahlung.

Zeit für Zaster: Das ZDF verständigt sich mit Gewerk­schaften auf eine lineare Steigerung des Lohns von Arbeit­nehmer­innen und Freien von durchschnittlich 3,135 % ab Januar 2023. Eine steuer- und abgaben­freie Einmal­zahlung über 1.200 Euro kommt für Beschäftigte in Eltern­zeit sowie Volos und Azubis dazu. Für Volos und Azubis gibt es ab Januar 2023 zudem monatlich 100 Euro mehr. Der Einigung auf das Eck­punkte­papier war vergangene Woche ein Warn­streik im ZDF voraus­gegangen.
dwdl.de, verbaende.com, turi2.de (Background)

Nora Tschirner verletzt sich leicht bei “Dalli Dalli”-Aufzeichnung.

ZDF: Schauspielerin Nora Tschirner hat sich bei der Aufzeichnung eines "Dalli Dalli"-Specials mit Johannes B. Kerner leicht am Knie verletzt. "Bild" spricht zunächst von einem "Horror-Unfall", passt die Berichterstattung aber offenbar später an. Tschirner relativiert zuvor via Insta-Story: Es habe sich um "den lustigsten Unfall der Welt" gehandelt.
faz.net, bild.de, instagram.com

Zitat: Jan Böhmermann wünscht sich Neudefinition des Kulturbegriffs.

"Live-Musik im Rundfunk, öffentlich finanziert, ist total super, aber ich hätte da gerne greifbarere, zugänglichere Musik, für Zuschauer, die damit wirklich Spaß haben, und nicht nur so tun, als hätten sie Spaß."

Entertainer Jan Böhmermann regt im Interview in der "Süddeutschen" eine Neu­definition des Kultur­begriffs an. Vielleicht liege eine Lösung nicht in der Abschaffung von öffentlich-rechtlichen Klang­körpern, sondern in einem diverseren Repertoire.
sueddeutsche.de (€)

Phoenix-Moderator Michael Krons hört nach mehr als 20 Jahren auf.

Ende vom Tag: Nach 20 Jahren muss Michael Krons, 65, die Moderation der Sendung Der Tag bei Phoenix aus Alters­gründen abgeben. Bereits am vergangenen Freitag hat er zum letzten Mal moderiert. Auch beim Talk-Format Phoenix persönlich hört er nach zwölf Jahren auf. Krons ist auf ZDF-Ticket bei Phoenix und scheidet zum 31.12. beim Sender aus – das ZDF mache da "keine Ausnahmen". Künftig will Krons sich stärker um seine Lehr­tätigkeit an der Uni Bonn kümmern und in politischer Kommunikation beraten.
turi2 - eigene Infos

ZDF zieht nach WM-Finale “durchwachsene Bilanz”.

Gemischte Gefühle: Das ZDF zieht bereits vor dem Finale eine "durchwachsene Bilanz" der Fußball-WM in Katar, sagt Intendant Norbert Himmler der dpa. Der Sender habe eine etwa 30 bis 40 % geringere Sehbeteiligung zu vergleichbaren Turnieren der letzten Jahre festgestellt. Als Gründe nennt Himmler die Jahreszeit, den Austragungsort und die sportliche Performance der deutschen Mannschaft. Für die nächsten Turniere ist er zuversichtlich.
rp-online.de

Basta: Klunker aus dem Grünen Gewölbe tauchen in Berlin wieder auf.

Rares des Jahres: Gut drei Jahre nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden hat die Polizei einen Großteil der Beute wiedergefunden. Sichergestellt wurden die 31 Schmuck­stücke in Berlin. Der entscheidende Hinweis kam jetzt von einem Angeklagten – und nicht, wie vom ZDF erhofft, von Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel, die die Klunker zufällig 2035 bei "Bares für Rares" wiederentdeckt.
mdr.de

Kein Wintermärchen – Tilmann Gangloff über die Fußball-WM im TV.


Im Abseits: Um Sport ging es bei der Berichterstattung zur Fußball-WM in Katar nur am Rande, schreibt Tilmann Gangloff in seiner TV-Analyse bei epd Medien. ARD und ZDF hätten alles unternommen, um die Vorfreude auf das Turnier gen null zu reduzieren. Auch sportlich seien die Spiele bis auf wenige Ausnahmen eher enttäuschend gewesen. Dennoch hätten die Fifa und Katar “viele spektakuläre Bilder” geliefert. Weiterlesen >>>

Norbert Röttgen war 2022 häufigster Gast in Polit-Talks.

König Norbert XXI.: CDU-Politiker Norbert Röttgen war 2022 mit 21 Auftritten der häufigste Gast in den Polit-Talkshows von ARD und ZDF, errechnet Meedia. Sechsmal war er bei Markus Lanz, jeweils viermal bei "Anne Will", "Hart aber fair" und "Maybrit Illner" sowie dreimal bei "Maischberger". Hinter Röttgen folgt "Welt"-Journalist Robin Alexander mit 19 Auftritten, allein 11 davon bei Lanz, wo er der häufigste Gast des Jahres war. Karl Lauterbach, der 2021 Talk­show-König war, schafft mit seinen Aufgaben als Gesundheits­minister insgesamt nur 15 Auftritte und Platz 6.
meedia.de

Zitat: Zu Klima-Berichterstattung gehört auch Politik-Kritik, sagt Özden Terli.

"Wir müssen als Journalisten auch die Politik scharf kritisieren. Es geht um die Existenz­grundlage aller Menschen."

Özden Terli, Diplom-Meteorologe und ZDF-Wetter­moderator, spricht im turi2 Wissen-Podcast über die Aufgabe der Klima-Bericht­erstattung.
turi2.tv (34-Min-Podcast auf YouTube), turi2.tv (direkt zur Politik-Kritik), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Zitat: Béla Réthy verabschiedet sich vom Sportjournalismus.

"Ich bin gealtert mit euch, durch den Stress aber auch durch den Spaß."

Sportreporter-Legende Béla Réthy, 66, verabschiedet sich im Anschluss an das WM-Halbfinale Frankreich gegen Marokko nach 40 Jahren vom Sportjournalismus. Er begann als studentische Hilfskraft im ZDF-Archiv, seit 1991 kommentiert er Live-Fußballspiele.
turi2 – eigene Beobachtung

Medienanwalt Ralf Höcker schießt gegen Investigativ-Journalisten.

Journalisten-Schelte: "Selbst als seriös angesehene investigative Journalisten" würden "manchmal mit schmutzigen Methoden" arbeiten, behauptet der umstrittene Medienanwalt Ralf Höcker im Interview mit kom.de: "Im persönlichen Gespräch bestätigen sie mir auch, dass manches, was da läuft, wirklich schmutzig ist." Es gehe um "Klickraten, um Einschaltquoten und um Auflage". Magazine wie "Frontal 21" vom ZDF würden "zu großen Teilen keinen seriösen Journalismus" betreiben. Konkrete Belege nennt Höcker nicht.
kom.de

ZDF beendet jahrelangen Rechtsstreit mit Kabelbetreibern.

Kabel­streit: Das ZDF sichert nach zwölf Jahren Rechts­streit der Deutschen Netz­marketing GmbH (DNMG) die langfristige Zahlung von Einspei­se­ent­gelten zu. Die DNMG vertritt rund 220 Kabel­­netz­­betreiber, deren Reich­weite rund 25 Sender wie beispielsweise Sky, Tele 5 oder Zattoo nutzen. Betreiber, die die Verbrei­tung des ZDF in ihren Netzen belegen können, können rück­wir­kend bis maximal 2010 Entgelte vom Sender verlangen.
presseportal.de, teltarif.de, turi2.de (Background)

Morgen-Programm im ZDF fällt wegen Streiks aus.


MoMa bleibt liegen: Das "Morgen­magazin", die Nachrichten "Heute Xpress" und das Service-Magazin "Volle Kanne" sind heute Morgen im ZDF wegen eines Warnstreiks der Belegschaft ausgefallen. "Wir sehen uns morgen wieder", schrieb MoMa-Moderatorin Dunja Hayali bei Twitter. Im ZDF lief zunächst eine Doku über den Balkan, im Ersten ältere "MoMa"-Zusammen­schnitte. Später zeigte das ZDF die "Tagesschau"-Nachrichten und eine alte Folge von "Volle Kanne" aus März 2022. Moderatorin Andrea Ballschuh sei "überrascht von dem Streik" gewesen und habe erst im Studio davon erfahren. Der Streik dauerte von 3 Uhr bis 10.30 Uhr. Anlass seien laut Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernseh­schaffenden die Tarif­verhandlungen beim ZDF, bei denen sich "nicht wirklich etwas bewegt". Der Sender bietet eine Erhöhung von 2,8 % und einmalig 3.000 Euro für Voll­zeit­kräfte, die Gewerkschaften fordern zwischen 4,2 und 6,7 %. Der Deutsche Journalisten­verband und Verdi hatten die Arbeits­niederlegung organisiert. (Foto: Verdi)
t-online.de, twitter.com, vrff.de, verdi.de

Zitat: Klimawandel im Wetterbericht nicht zu thematisieren, wäre “unterlassene Berichterstattung”, sagt Özden Terli.

"Das wäre unterlassene Bericht­erstattung, wenn man das Wetter und den Klimawandel nicht in Verbindung bringen würde."

Özden Terli, Diplom-Meteorologe und ZDF-Wetter­moderator, sagt im turi2 Wissen-Podcast, dass "wir mitten in der Klimakrise sind" und diese "Realität" thematisiert werden muss – auch im Wetter­bericht.
turi2.tv (34-Min-Podcast auf YouTube), turi2.tv (direkt zur unterlassenen Bericht­erstattung), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Das ZDF plant für 2023 Ausbau der Online-News und mehr Investigatives.

Gute Vorsätze: Das ZDF will sein News-Angebot online ausbauen und sein Netz an Auslands­korrespon­dent­innen sowie den investigativen Journalismus stärken, sagt Intendant Norbert Himmler bei der Genehmigung des Haushaltsplans 2023 durch den Fernsehrat. Der Finanzplan schließt mit einem Gesamtergebnis von rund 10 Millionen Euro ab, teilt der Sender mit. Dieser Überschuss gehe in die Rücklage. 2022 habe das ZDF "50 Mio Euro Mehrkosten durch die Covid-Pandemie aus eigener Kraft gestemmt“. Nun stehe das ZDF "finanziell und programmlich sehr solide da".
quotenmeter.de, dwdl.de, presseportal.zdf.de

“Der Aktivismus-Vorwurf ist ein ganz übler” – Özden Terli über Klima-Bericht­erstattung und Kritik.


Trotzt Wind und Wetter: "In erster Linie sind wir Journalisten und stellen dar, ordnen ein und zeigen, was die Realität ist", sagt Özden Terli im turi2 Wissen-Podcast. Dem Diplom-Meteorologen fällt es schwer, bei Temperaturen von 40 Grad und monate­langer Trockenheit von "schönem Wetter" zu reden. Kritik und Shitstorms erntet er regelmäßig, weil er nicht nur das Wetter ansagt, sondern einordnet und gezielt den Klimawandel und seine Folgen anspricht. Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl sagt er, dass der Vorwurf, Klima­aktivismus zu betreiben, "ein ganz übler" ist. Bei dem Thema gehe es um die "Lebens­grundlage aller Menschen". Die Kritik an seiner Bericht­erstattung komme häufig "aus einer gewissen Ecke, die noch nicht verstanden hat, was der Klimawandel bedeutet". Davon lasse sich Terli jedoch nicht beeinflussen – schließlich könne er sich immer wieder auf die physikalischen Gesetze berufen: "Da kann mir jeder vorwerfen, was er will, aber die Physik gilt für alle." Solange sich Journalisten darauf berufen und diese Fakten in den Vordergrund stellen, könne nichts passieren. Deshalb rät Terli allen, die über Klimafakten berichten möchten: "Macht das einfach. Steht da mit beiden Beinen fest auf dem Boden und wehrt euch."

Terli weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer einfach ist. Beim ersten Shitstorm gegen ihn, habe er "nicht mehr gewusst, was los ist". Mittlerweile weiß er, damit umzugehen: "Wer den Shitstorm auslöst, in die Öffentlichkeit zerren und zeigen, dass er falsch liegt." Allerdings kenne er auch "bestimmte Journalisten", die "bewusst Unsinn streuen" – auch das könne man nicht stehen lassen. "Das ist gefährlich und in dem Moment wird auch das Medium als Desinformations-Schleuder genutzt", sagt Terli. Er ist deshalb der festen Überzeugung: "Wir sind Journalisten, wir müssen das einordnen und kommentieren."

Im Podcast gibt Terli weitere Tipps für die Klima­berichterstattung und erklärt, warum es für ihn auch dazu gehört, die Politik "scharf" zu kritisieren.
 

 
Dieser Podcast ist Teil der Agenda-Wochen von turi2: Bis zum 18.12. blicken wir jeden Tag auf die Themen, die die Kommunikations­branche zum Jahres­wechsel bewegen. Am 11. Januar erscheint die turi2 edition #20 – Agenda 2023 als Jahrbuch der Kommunikation mit den Schwer­punkten Vielfalt, Nachhaltigkeit und Resilienz.
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