Studie: Talkshows haben überproportional viele Politiker*innen zu Gast.

Talkshows laden fast nur Personen aus Politik und Medien ein, so ein Untersuchungsergebnis von Paulina Fröhlich und Johannes Hillje vom Think Tank Progressives Zentrum. Wissenschaft oder Zivilgesellschaft seien nur selten vertreten. Das führe auch dazu, dass Zuschauer*innen eher ein aussichtsloses als ein hoffnungsvolles Bild erhalten. Auch bei den Kräften aus der Politik sind die Verhältnisse ungleichmäßig: Während Bundespolitiker*innen häufig zu Gast sind, sind Akteure aus Europa- oder Kommunalpolitik selten dabei.
taz.de, progressives-zentrum.org (Studie)

Zahl des Tages: Bundesliga-Auftakt holt Quoten-Tagessieg, ist aber schwächer als 2019.

Zahl des Tages: Durchschnittlich 6,68 Mio Fans haben am Freitagabend den Bundesliga-Auftakt im ZDF verfolgt, bei dem der FC Bayern Schalke 04 mit 8:0 versenkt hat. Das ZDF fährt einen Marktanteil von 24 % ein. 2019 kam das erste Spiel der Saison zwischen den Bayern und Hertha noch auf 7,73 Mio Zuschauer*innen und fast 30 % Marktanteil.
dwdl.de

Lese-Tipp: Kritiker kämpft gegen gegenderte Sprache.

Lese-Tipp: Walter Krämer protestiert in zahlreichen Briefen an Rundfunk- und Fernseh-Räte gegen gegenderte Sprache bei ARD und ZDF, berichtet Anne Fromm. Krämer sieht durch sie Männer benachteiligt. Einerseits, weil bei negativen Bezeichnungen wie "Diebe" seltener gegendert werde, andererseits, weil die Sprechpause häufig nicht zu hören sein und so nur die weibliche Form wahrnehmbar. Die jeweiligen Räte antworten unterschiedlich. Während das ZDF antwortet, seine Praxis nicht ändern zu wollen, gibt der WDR Krämer zum Teil recht und will Gendern in Nachrichtensendungen untersagen.
uebermedien.de

“heute Journal” lässt Mann im Schutzanzug auftreten.

heute journal irritiert seine Zuschauer*innen mit dem Auftritt eines Mannes im blauen Schutzanzug, der hinter Moderator Claus Kleber durch die Kulisse spukt. Es handelt es sich um eine Aktion des Künstlers Christian Jankowski, der „sogenannten systemrelevanten Arbeiterinnen und Arbeitern über ausgewählte TV-Formate temporär eine Plattform“ geben will. Jankowski geisterte u.a. bereits durchs "Morgenmagazin".
rnd.de, tagesspiegel.de, bild.de

Jan Böhmermann greift “FAZ”-Herausgeber Jürgen Kaube wegen geplatztem Interview an.


From Janni with love: Jan Böhmermann, gerade auf großer PR-Tour für sein Buch mit gesammelten Twitter-Werken, ärgert sich über ein "FAS"-Interview, das auf den letzten Metern vor der Veröffentlichung geplatzt ist – durch den Widerstand von "FAZ"-Feuilleton-Herausgeber Jürgen Kaube. Böhmermann reagiert mit einem offenen Brief bei Twitter – auf eine nicht öffentliche Kontaktaufnahme habe Kaube nicht geantwortet. In dem Schreiben fragt Böhmermann, warum Kaube "in die redaktionelle Gestaltungshoheit der 'FAS'" eingegriffen habe. Mögliche Antworten liefert er in weiteren Tweets mit Auszügen aus dem Interview. "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt bietet derweil an, das Interview in seinem Medium zu veröffentlichen.

Böhmermann wirft in dem Gespräch etwa dem WDR "lausige Krisenkommunikation" in der Causa Umweltsau vor. Tom Buhrow habe kein argumentatives Problem gehabt, "sondern bloß Angst". Er kritisiert außerdem das "schlecht geschauspielerte Gejammer über das Phantom Cancel Culture". In anderen Tweets ärgert er sich über die Zeit, die er für das Interview und den Foto-Termin investiert hat.
twitter.com (Offener Brief), twitter.com (weitere Tweets), twitter.com (Interview-Auszug)

Mitarbeit: Markus Trantow

Jan Böhmermann bekommt den “Aspekte”-Sendeplatz im ZDF-Programm.

ZDF vermacht Jan Böhmermann für sein "ZDF Magazin Royale" den Sendeplatz von Aspekte. Ein Kurzvideo bei Twitter nennt Freitag, den 6. November um 23.00 Uhr als ersten Sendetermin im linearen TV-Programm. Böhmermann hatte in der Vergangenheit immer wieder den Sendeplatz des Kulturmagazins nach der "heute-show" als Wunschtermin genannt. "Aspekte", das zum Reportage-Format wird, soll danach laufen.
twitter.com/neomagazin, dwdl.de, turi2.de (Background)

Das ZDF macht aus “Aspekte” ein Reportageformat.


Kulturwandel: Das ZDF reagiert auf Corona und holt seine Kultursendung "Aspekte" mit Katty Salié (Foto) und Jo Schück dauerhaft aus dem Studio. "Aspekte" soll künftig Kulturschaffende und ihre Themen an unterschiedlichen Orten vorstellen, auf ein Studio verzichtet die Sendung. Mit der Anpassung ab dem 23. Oktober erscheint "Aspekte" zudem künftig bereits um 21 Uhr und damit zwei Stunden vor dem Ausstrahlungstermin in der Mediathek. Bereits in den vergangenen Wochen hat das ZDF "Aspekte" unter dem Titel "on tour" in Richtung der neuen Form angepasst. Die letzte Sendung aus dem Studio, eine "Literaturgala" zur Frankfurter Buchmesse, soll am 16. Oktober aufgezeichnet werden.

Medienjournalist Daniel Bouhs sieht mit dieser Entscheidung des ZDF einen Trend bestätigt: Die Umwandlung von zeitkritischen in zeitlosen Content. "Dokus laufen in Mediatheken besser als Magazine und können zudem gut auf diversen Sendern laufen", kommentiert Bouhs. Sie alterten langsamer als ein auf Aktualität ausgelegtes Magazinformat, dafür gehe aber "die große Vielfalt an Themen" verloren. Ein Grund für den inhaltlichen Umbau der Sendung dürfte außerdem der bisherige Sendeplatz direkt im Anschluss an die "heute Show" am späten Freitagabend sein. "Der Vorlauf bietet eigentlich einiges an Potenzial, das Zusammenspiel der beiden Sendungen funktioniert aber nur selten gut", beobachtet Timo Niemeier bei DWDL. Zudem, so Niemeier, könne Jan Böhmermann "Aspekte" mit "ZDF Magazin Royale", das im November starten soll, den Noch-Sendeplatz streitig machen. (Foto: ZDF / Svea Pietschmann)
presseportal.de, twitter.com (Bouhs-Kommentar), dwdl.de, turi2.de (ZDF Magazin Royale)

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Wer Twitters Macht ignoriert, kapituliert vor der Realität, sagt Jan Böhmermann.

Twitter Royale: Der Kurznachrichtendienst hat eine Macht, "sich dem zu verschließen, ist Kapitulation vor der Realität", sagt Jan Böhmermann im "SZ"-Interview. Wenn er mit seinen rund 2,2 Mio Followern etwas twittert, reden die Menschen darüber. "Das ist mir aber auch unheimlich", gesteht Böhmermann.
Bei dem "Überschriftenmedium" prallten "zusammengefasste Positionen aus Schützengräben" aufeinander.
"Süddeutsche Zeitung", S. 52 (Paid)

Video-Tipp: Frank Elstner wirbt um Unterstützung für Parkinson-Forschung.

Video-Tipp: TV-Legende Frank Elstner wirbt bei "Markus Lanz" um Unterstützung für die Parkinson-Forschung. Vor anderthalb Jahren hatte Elstner seine Erkrankung öffentlich gemacht, seitdem gehe er "als Bettler durch die Lande", um Geld einzuwerben. Er sei ein "unverbesserlicher Optimist" und will es sich "nicht gefallen lassen, dass ich unheilbar krank bin", sagt Elstner.
zdf.de (18-Min-Video, ab 56:34) via abendblatt.de, turi2.de (Elstner in der turi2 edition #9)

Nach Senderwechsel: Jan Böhmermanns neue Show heißt “ZDF Magazin Royale”.

Senderwechsel: "ZDF Magazin Royale" heißt die Show von Jan Böhmermann nach dem Wechsel in das Hauptprogramm, verrät ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler im DWDL-Interview. Gruppe 5, Tochter von ZDF Enterprises, produziert künftig gemeinsam mit Böhmermanns neuer Firma Ufe. Der Name steht für "Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld", dem Kölner Standort des Studios. Btf, bisheriger Produzent, bleibe "ein wichtiger Partner".
dwdl.de

Hanfeld: Corona-Untersuchung von Gräf und Hennig “hat jede Menge Löcher”.

ARD und ZDF bekommen in der Diskussion um die Corona-Sondersendungen während des Lockdowns ungewohnte Unterstützung: "FAZ"-Mann Michael Hanfeld bescheinigt der Untersuchung von Dennis Gräf und Martin Hennig "jede Menge Löcher". "Stark" findet Hanfeld die "Einzelbeobachtung" der Studie, ihre "Generalthesen stehen dagegen auf schwachen Füßen". Die Forscher hatten ARD und ZDF vorgeworfen, Corona-Angst zu schüren.
faz.net, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Dunja Hayali und Mitri Sirin präsentieren das neue “Moma”-Studio.


Probesitzen: Dunja Hayali und Mitri Sirin haben es sich schon einmal im neuen Studio des ZDF-"Morgenmagazins" bequem gemacht. Ab dem 7. September soll die neue "Moderatoreninsel" zentraler Bestandteil der Sendungen werden. Auch das "Moma"-Logo und die Farbgebung im Studio wurden generalüberholt. Das "o" im "Moma"-Schriftzug soll an eine aufgehende Sonne erinnern. (Foto: obs / ZDF / Benno Kraehahn)

TV-Tipp: ZDF-Doku beleuchtet den Absturz der einst größten Bitcoin-Börse.

TV-Tipp: 2011 hat der Franzose Mark Karpelès die Tauschbörse Mt. Gox übernommen und sie zur weltgrößten Bitcoin-Handelsplattform gemacht. 2014 platzt die Blase, 850.000 Bitcoins im Wert von damals einer halben Milliarde Dollar verschwinden spurlos. In der Doku Bitcoin Big Bang (ZDFinfo, 20.15 Uhr) spricht Karpelès erstmals offen über den Aufstieg und Fall seiner Krypto­währungs­börse.
presseportal.de, zdf.de (101-Min-Video bereits online)

Champions League bringt dem ZDF die höchste Reichweite seit Jahresbeginn.

Quoten-Champion: Das Finale der Champions League beschert dem ZDF die bisher höchste Reichweite aller Sender in diesem Jahr. 12,79 Mio Menschen haben am Sonntagabend die Partie FC Bayern - Paris Saint-Germain im ZDF gesehen, ein Marktanteil von 39,9 %. Weitere 1,04 Mio Zuschauer*innen haben bei Sky eingeschaltet, das 3,3 % Marktanteil einfährt. Nicht bekannt ist, wie viele Fans das Spiel beim Streaming-Dienst Dazn verfolgt haben.
dwdl.de

Meinung: Populistische Kritik an ARD und ZDF wird Teil des politischen Geschäfts.

Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Social Media lautstark und oft auch populistisch anzuzweifeln, ist "Teil des politischen Geschäfts geworden", beobachtet Claudia Tieschky. Politiker*innen bewegten sich damit "nah am Markenkern der Konkurrenz von rechts" und spekulierten auf Chancen bei AfD-Wähler*innen. ARD und ZDF seien gezwungen, sich dem Publikum zu erklären und ihren Nutzen nachzuweisen, was dem Rundfunk gut tue.
sueddeutsche.de

Zitat: Autor der Studie zu Corona-Sondersendungen wünscht sich weitere Diskurse.

"Momentan beschränkt sich der Diskurs darauf, dass jemand vermeintlich Kritik übt, und die wird als Ganzes umgehend zurückgewiesen. Es wäre aber schön, wenn unsere Erkenntnisse in weitere Diskurse eingehen."

Martin Hennig, einer der Autoren der kritischen Studie über die Corona-Sondersendungen von ARD und ZDF, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass er sich eine differenziertere Auseinandersetzung mit seiner Arbeit wünscht.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Meinung: ARD und ZDF schürten mit Sondersendungen Corona-Angst.

ard_zdf_150x150Corona-Kritik: Zwei Medienforscher der Uni Passau bemängeln in einer Studie, ARD und ZDF hätten mit ihrer Corona-Berichterstattung "Ängste geschürt, ein permanentes Krisen- und Bedrohungsszenario vermittelt" sowie Virologe Christian Drosten "glorifiziert". Ein ZDF-Sprecher entgegnet, Corona sei vor allem im Frühling das "dominante Thema in allen Lebensbereichen" gewesen. Auch für Helge Fuhst, Vize-Chefredakteur von ARD Aktuell, ist die Studie "nicht nachvollziehbar". Die Forscher überprüften insgesamt 90 Corona-Sondersendungen von "ARD Extra" und "ZDF Spezial" - in denen es logischerweise überwiegend um die Pandemie ging.
rnd.de, researchgate.net (Pre-Print Studie)

Champions League Finale läuft im Free-TV.

Champions League: Der FC Bayern München sorgt mit seinem Einzug ins Finale dafür, dass das Endspiel im Free-TV übertragen wird. Das ZDF zeigt die Partie am kommenden Sonntag, den 23. August live ab 21 Uhr. Der Sender hatte sich im Vorfeld mit der UEFA und den Rechtehaltern Sky und DAZN darauf geeinigt, das Finale frei zu übertragen, falls ein deutsches Team um den Titel spielt.
kicker.de

Zitat: RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus sieht den linearen Erfolg als Problem.

"Gerade weil ARD und ZDF noch immer immense Reichweiten im Linearen haben, birgt jede Ressource, die wir umwidmen, die Gefahr, die bisherigen Zuschauer ein Stück weit zu vertreiben."

RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus wünscht sich im DWDL-Interview mehr Angebote der Öffentlich-Rechtlichen für 30- bis 50-Jährige, sieht dabei den aktuellen linearen Erfolg aber als Problem.
dwdl.de

Zitat: Peter Frey sieht journalistische Qualität wegen US-Einreiseverbot in Gefahr.

"Wir müssen tief ins Land, um zu kapieren, wie die Leute ticken."

ZDF-Chefredakteur Peter Frey sieht eine „qualitative Einschränkung“ bei der Vorwahl-Berichterstattung in den USA, insbesondere außerhalb der Metropolregionen. Journalist*innen aus Europa dürfen wegen der Einreisebeschränkungen nur unter bestimmten Voraussetzungen einreisen.
uebermedien.de (Paid)

Das ZDF zeigt das Finale der Champions League bei deutscher Beteiligung.

Champions League: Das ZDF überträgt das Finale des Fußball-Wettbewerbs im Free-TV, falls sich Bayern München oder RB Leipzig für das Endspiel qualifizieren. Darauf haben sich das ZDF, die Uefa und die Rechteinhaber Sky und Dazn geeinigt, wie das ZDF mitteilt. Spielt keine deutsche Mannschaft im Finale, ist die Partie nur im Pay-TV zu sehen. Aktuell stehen Leipzig und München im Viertelfinale.
presseportal.de

Das ZDF verzeichnet für seine Mediathek 104,6 Mio Sichtungen im Juli.

ZDF-Mediathek erzielt im Juli 104,6 Mio Sichtungen - 45 % mehr als im Juli 2019. Im Schnitt verzeichnet das Angebot im ersten Halbjahr sogar 120 Mio Sichtungen und 140 Mio Visits pro Monat. Großen Erfolg bringen Eigenproduktionen. Die Dramaserie Sløborn wurde in den ersten beiden Wochen über 3 Mio mal aufgerufen, die ZDFinfo-Dokumentationen erzielten im Juli 5,8 Mio Zugriffe.
digitalfernsehen.de

ZDF: Nachfolge-Sendung von “heute+” steht fest.


Dienstwechsel in der Nachtschicht: Das heute journal des ZDF bekommt mit heute journal update einen neuen nächtlichen Ableger. Ab dem 7. September soll die 15-minütige Sendung von Montag bis Freitag jeweils gegen Mitternacht laufen. Moderiert wird sie abwechselnd von den Journalistinnen Nazan Gökdemir (Foto, links) und Hanna Zimmermann (Foto, rechts). Zimmermann hatte bereits das Vorgänger-Magazin heute+ auf demselben Sendeplatz moderiert, Gökdemir stand bisher u.a. für das Arte Journal vor der Kamera. Ein paar Wochen im Jahr soll "heute journal"-Redaktionsleiter Wulf Schmiese übernehmen.

"Die Sendung um 21.45 Uhr bleibt das große Flaggschiff des Abends", sagt ZDF-Vize-Chefredakteurin Bettina Schausten. Das Update werde "eigene Akzente haben – durch Themensetzung und Interviews". Auch Redaktionsleiter Schmiese gibt an, dass die Sendung eine "eigene Kontur" haben werde. Sie soll wohl auch jüngere Zuschauer*innen erreichen. Darauf deutet die Ankündigung hin, dass das ZDF in der Sendung "Elemente von Social Media zurück ins lineare Fernsehen" holen will. Auf ein jüngeres Publikum war zuvor schon das Nachrichtenmagazin "heute+" angesetzt, allerdings ohne langfristigen Erfolg: Nach fünf Jahren lief es Mitte Juni zum letzten Mal. Mit "heute journal update" verpasst sich das ZDF nun eine "+"-Nachfolgerin.
presseportal.zdf.de, turi2.de (Letzte Folge "heute plus")

ZDF will bei Übersetzungen auch die fremdsprachige Original-Sequenz zeigen.

ZDF will bei Übersetzungen von fremdsprachigen O-Tönen künftig auch den zur Voice-Over passenden Original-Wortlaut zeigen. Zuvor hatte Correctiv kritisiert, dass das ZDF bei Übersetzungen Aussagen häufig verdichtet hatte. Zum Teil wurden bei Übersetzungen O-Töne gezeigt, die im Interview an anderer Stelle vorkamen.
journalist.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Renner: Rundfunkanstalten haben doch keine Auflösung des IRT beschossen.

Funkstille: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben ihr Institut für Rundfunktechnik überraschend doch nicht eingestampft, räumt Kai-Hinrich Renner ein. Der Rückzug des ZDF aus dem Gesellschafterkreis ist schon länger bekannt, ARD, Deutschlandradio, Deutsche Welle, ORF und SRG sollen folgen. Wie es danach für das IRT weitergeht, ist noch offen. Hintergrund ist ein Betrugsskandal: Ein für das Institut tätiger Patentanwalt soll sich 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.
berliner-zeitung.de, rnd.de, sueddeutsche.de (Background)

ZDF startet zwei neue True-Crime-Formate.

ZDF startet zwei neue True-Crime-Formate namens "Das Böse im Menschen" und "Tod in..." mit Sven Voss und Lydia Benecke. Die erste Staffel von "Das Böse im Menschen" umfasst vier Episoden und läuft ab 27. Juli im ZDF-Nachtprogramm, bereits einen Tag vorher stehen die Folgen in der ZDF-Mediathek. Für "Tod in...", ebenfalls vorerst mit vier Folgen angesetzt, gibt es noch keinen offiziellen Sendetermin.
digitalfernsehen.de

Video-Tipp: ZDF Sportreportage blickt auf ein wackeliges Olympia 2021.

Video-Tipp: Olympia 2021 in Tokio ist keineswegs sicher – zu diesem Schluss kommt die "ZDF Sportreportage". Die Reporter*innen befragen Expert*innen aus Sport und Wissenschaft. Sie halten Sportwettbewerbe für möglich. Schwierig wird's beim Publikum – das IOC will keine Spiele nur fürs Fernsehen. Auch Olympia-Sieger Robert Harting kann sich Wettbewerbe ohne Atmosphäre nicht vorstellen.
zdf.de (23-Min-Reportage, ab Min 10)

Auch Maybrit Illner und die “taz” bekommen Drohmails von “NSU 2.0”.

Drohmails mit dem Absender "NSU 2.0" sind auch bei der Redaktion von Maybrit Illner und bei der "taz" eingegangen. Sie enthalten explizite Mord- und Vergewaltigungsdrohungen sowie sexistische Beleidigungen. In ihrer Art gleichen sie den Droh­schreiben, die zuvor bereits mehrere Politikerinnen der Linken sowie die Kabarettistin Idil Baydar erhalten haben.
welt.de, fr.de, zeit.de

Medizin-YouTuberin “Dr. Flojo” erscheint jetzt unter Funk-Flagge.

Statt Dr. Google: Funk klemmt sich hinter den YouTube-Kanal "Dr. Flojo" von Florence Randrianarisoa. Zweimal pro Woche erscheinen neue Videos zu Gesundheitsthemen, in denen die promovierte Medizinerin zum Beispiel die Antibabypille oder Sodbrennen erklärt. Zu Funk gehört auch der Kanal "maiLab" der Biochemikerin Mai Thi Nguyen-Kim mit fast 1 Mio. Abonnent*innen.
presse.funk.net, youtube.com (Dr. Flojo)

Video-Tipp: ZDF-“Anstalt” schickt weiße Kandidaten ins Rassisten-Camp.

Video-Tipp: Die ZDF-Kabarett-Sendung "Die Anstalt" thematisiert in ihrer letzten Ausgabe vor der Sommer­pause strukturellen Rassismus und Kolonialismus. In Anlehnung an das Dschungelcamp von RTL erleben bei "Ich bin Rassist - Holt mich hier raus" vier weiße Camp-Bewohner in Prüfungen, wie sich Alltags­rassismus und Diskriminierung anfühlen.
zdf.de (47-Min-Video)

Meinung: Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist dringend nötig.

Zu langer Atem: Die Ministerpräsidenten haben die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fahrlässig auf 2022 vertagt, kritisiert Helmut Hartung. Es sei höchste Zeit, "Zweck und Struktur neu zu definieren und die Anstalten zu einer engeren Zusammenarbeit zu zwingen". Das medienpolitische Schneckentempo schade der Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Modells genauso wie der Ausgewogenheit des dualen Systems.
"FAZ", S. 13 (Paid)

ARD und ZDF verschieben SD-Abschaltung.

ard_zdf_150x150ARD und ZDF verschieben ihre geplante SD-Abschaltung um mehrere Jahre nach hinten. Ab dem 12. Januar 2021 sollten die öffentlich-rechtlichen Programme via Satellit nur noch in HD-Qualität empfangbar sein, zögernde Intendanten und die Corona-Pandemie hätten diese Pläne aber gekippt, schreibt digitalfernsehen.de. Zudem hätten die Sender ein "attraktives Angebot" eines Satellitenbetreibers erhalten, wenn sie auf SD weitersenden; einige Anstalten sollen die Verlängerung bis 2024 bereits unterzeichnet haben.
digitalfernsehen.de

Video-Tipp: Das ZDF blickt auf die veränderte Arbeitsweise in der Pandemie.

Video-Tipp: Das ZDF beleuchtet in einer Dokumentation, wie das Coronavirus die Arbeit im Sendezentrum sowie bei Drehs im In- und Ausland verändert. Anfang des Jahres berichtete der China-Korrespondent erstmals über die Ereignisse in Wuhan - dass wenig später eine weltweite Pandemie ausbricht, überraschte auch die Redaktion.
zdf.de (44-Min-Video)