ZDF und Produzentenallianz einigen sich auf auf neue Rahmenbedingungen für Auftragsproduktionen.

Handreichungen: Das ZDF erzielt mit der Produzentenallianz eine Einigung auf neue Rahmenbdingungen für Auftragsproduktionen. Unter anderem hebt der Sender den Onlinezuschlag für Produzentinnen von 1,0 auf 1,3 Prozent an und berücksichtigt zusätzliche Kosten, zum Beispiel für Green Consulting und Social Media. Außerdem sieht die Vereinbarung eine bessere Absicherung und eine Anpassung der Zahlungsbedingungen vor. Die Produzentenallianz spricht von "Verbesserungen", sieht aber weiter Handlungsbedarf.
dwdl.de

Video-Tipp: Richard David Precht und Ivan Krastev durchleuchten die Welt nach dem Kriegsschock.

Video-Tipp: Philosoph und Autor Richard David Precht spricht im TV-Talk mit Osteuropa-Experte Ivan Krastev wie der Ukraine-Krieg wichtige Themen wie Klimarettung oder soziale Gleichheit aus der öffentlichen Debatte verdrängt und welche Folgen das z.B. für die Bekämpfung des Klimawandels hat. Precht befürchtet nachdem Kriegsschock eine globale Zeitenwende und den Rückfall in die Logik des 20. Jahrhunderts, während Krastev die Rückkehr zur Normalität erwartet.
zdf.de (43-min-Video)

KEF-Chef Detzel: Rundfunkbeitrag könnte “nominal steigen”.


Mehr Geld für ARD und ZDF? Der Chef der Gebührenkommission KEF, Martin Detzel, geht offenbar davon aus, dass der Rundfunkbeitrag erneut steigen wird. Im Interview mit der "FAZ" sagt er: "Wenn man angesichts der gegenwärtigen Inflationsrate die Kostenentwicklung hochrechnet, ist es keine Überraschung, dass die Beiträge nominal steigen könnten." Dass sich der Beitrag parallel zur Teuerungsrate entwickelt, schließt Detzel allerdings aus. Die KEF habe bisher "immer einen Anstieg des Beitrages unterhalb des Inflationsniveaus" empfohlen.

Politische Forderungen an die Sender, die eigenen Strukturen zu ändern oder den Auftrag selbst zu reduzieren, wie zuletzt von CSU-Chef Markus Söder geäußert, nennt Detzel "unrealistisch". Man müsse von den Sendern zwar Vorschläge für Sparmaßnahmen und mehr Wirtschaftlichkeit fordern. Die Erwartung, dass "Intendanten von sich aus Redaktionen schließen und Mitarbeiter entlassen", sei aber eine "Illusion". Das würde "ihrem Auftrag als Arbeitgeber und dem Selbstbehauptungsinteresse ihrer Institution" widersprechen.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Fynn Kliemann reagiert auf Böhmermanns Masken-Recherche.

Masken-Murkserei: YouTuber und Unternehmer Fynn Kliemann reagiert auf die Masken-Recherche von Jan Böhmermann, der ihm im "Neo Magazin Royale" Betrug vorgeworfen hat. Kliemann entschuldigt sich via Instagram-Video bei allen Personen und Organisationen, die enttäuscht seien – bestreitet aber, betrogen zu haben. Der dpa sagt er aber auch, er habe "den Prozess nicht mehr überblicken können", dem "Spiegel", er habe "mehr aufpassen müssen". Erste Unternehmen haben bereits Konsequenzen gezogen: About You hat Kliemanns Masken aus dem Shop genommen.
instagram.com (7-Min-Video), sueddeutsche.de, spiegel.de, wiwo.de (About You), turi2.de (Background)

Jan Böhmermann wirft Fynn Kliemann Maskenbetrug vor.

Unsaubere Hygiene: In der ZDF-Sendung "Neo Magazin Royale" wirft Jan Böhmermann dem YouTuber und Unternehmer Fynn Kliemann vor, bei seinem Maskengeschäft betrogen zu haben. Kliemann und sein Geschäftspartner Tom Illbruck hatten damit geworben, Masken fair in Europa zu produzieren und zum Selbstkostenpreis zu verkaufen. Böhmermanns Recherchen zufolge sollen sie allerdings 2,3 Mio Masken in Asien produziert und selbst die in Europa produzierten Masken mit hohem Gewinnaufschlag verkauft haben. Zudem wirft Böhmermann ihnen vor, unbrauchbare Masken aus Bangladesch öffentlichkeitswirksam an Geflüchtetenunterkünfte in Griechenland und Bosnien verteilt zu haben. Die Belege dazu stellt Böhmermann auf einer eigenen Website online.
youtube.com (28-Min-Video), nord24.de

Debatte: Dass Fynn Kliemann Böhmermanns Fragebogen öffentlich beantwortet, ist feige.

Foulspiel: Das "Neo Magazin Royale" hat sich den Unternehmer Fynn Kliemann vorgenommen und ihm einen detaillierten Fragebogen geschickt – den Kliemann öffentlich in einem Instagram-Video beantwortet. "Feige" findet das Frederik von Castell. Kliemann hätte sich der Berichterstattung stellen müssen, stattdessen schade er dem "von ihm angeblich so geschätzten investigativem Journalismus". Von Castell rechnet aber damit, dass das Team von Jan Böhmermann einen Umgang damit finden wird.
uebermedien.de, instagram.com

Olaf Scholz fährt wegen Ausladung Steinmeiers nicht in die Ukraine.

Affront: Bundeskanzler Olaf Scholz nennt die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Grund dafür, dass er nicht nach Kiew reist. "Das steht der Sache im Weg", sagt er in der ZDF-Sendung "Was nun, Herr Scholz?". Der Druck auf Scholz, in die Ukraine zu reisen, war zuletzt gestiegen. Mehrere Politikerinnen der Ampel-Koalition sind bereits vor Ort gewesen und nun hat auch der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz entsprechende Pläne verkündet.
zdf.de (68-Min-Video), spiegel.de

Bundesverwaltungsgericht: Rundfunkbeitrag darf in Ausnahmefällen auch bar bezahlt werden.

Schwarze Kasse: Der Hessische Rundfunk muss die Bezahlung des Rundfunkbeitrags in Ausnahmefällen auch in bar akzeptieren, urteilt das Bundesverwaltungsgericht. Zahlungspflichtigen, die kein Girokonto eröffnen können, müsse Barzahlung ohne Mehrkosten eingeräumt werden. Die Klage zweier Wohnungsinhaber, die trotz Konto ihre Beiträge bar zahlen wollten, hat das Bundesverwaltungsgericht aber abgewiesen.
tagesspiegel.de

Zitat: Gabor Steingart ärgert sich über die Fäkalsprache von Jan Böhmermann.

"Falls es in der ZDF-Personalabteilung noch einen Anstands-Wauwau gibt, könnte er heute Morgen wenigstens kurz anschlagen."

Gabor Steingart ärgert sich über die fäkalsprachlichen Entgleisungen von Jan Böhmermann. Der ZDF-Satiriker hatte Putin u.a. "dummes, kurzsichtiges Arschlochtum" vorgeworfen, Elon Musk nennt er einen "reichen Wichser".
thepioneer.de (Paid)

Debatte: Junge Gäste tun dem “Literarischen Quartett” gut, sagen Miryam Schellbach und Wolfgang Tischer.

Endlich mal was Neues: Die Spezial­ausgabe des "Literarischen Quartetts" mit Thea Dorn und drei Gästen unter 21 Jahren im ZDF war die "geistig beweglichste Ausgabe seit langer Zeit", schreibt Miryam Schellbach (Foto) in der "Süddeutschen". Auch Wolfgang Tischer, Gründer von literaturcafe.de, hielt es trotz des "bescheuerten Folgen­titels" für eine "bemerkenswert gute Sendung". Die jungen Expertinnen haben bewiesen, dass es über Bücher mehr zu sagen gibt, "als dass sie 'großartig' sind".
zdf.de (43-Min-Video), sueddeutsche.de, literaturcafe.de

Lese-Tipp: Heike Hempel erklärt den Erfolg der ZDF-Fiktion.

Lese-Tipp: "Am Abend möchte man auch mal die Probleme vergessen", sagt Heike Hempel, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II. Im Interview mit der "Teleschau" erklärt sie, dass in Zeiten von Krisen besonders "leichte Formate" wie der "Bergdoktor" oder die "Rosenheim Cops" nachgefragt werden – auch in der Mediathek. Ihr Fazit: "Die Menschen brauchen in schwierigen Zeiten ein gewisses Maß an Ablenkung".
showcase.teleschau.de

Zitat: Steffen Schwarzkopf verteidigt die Abwesenheit von ARD und ZDF in Kiew.

"Wenn sich ARD, ZDF und andere Sender entscheiden, es ist zu gefährlich, aus Kiew zu berichten – dann ist das so zu akzeptieren und kein Grund für Spott oder Häme."

"Welt"-Chefreporter Steffen Schwarzkopf verteidigt im DWDL-Interview die Abwesenheit von ARD und ZDF in der ukrainischen Hauptstadt. Wichtig sei nur, bei der Berichterstattung "bei der Wahrheit" zu bleiben.
dwdl.de

The Pioneer: Andreas Wunn könnte neuer Chef des ZDF-Haupt­stadt­studios werden.

Nach­justierung: Beim ZDF ist der Leiter der Tages­magazine Andreas Wunn als Chef des Haupt­stadt­studios im Gespräch, berichtet The Pioneer. Der bisherige Berliner Boss Theo Koll könnte demnach nach London wechseln. Grund sei die konservative Ausrichtung der neuen Chef­redakteurin Bettina Schausten. Koll gelte ebenfalls als CDU-nah, Wunn hingegen sei eher SPD-nah.
thepioneer.de (Paid)

ZDF weitet Kooperation mit der Digitalagentur FFW aus..

Digital-Etat: Nach einer europaweiten Ausschreibung schließt das ZDF einen Rahmenvertrag für maximal fünf Jahre mit der Berliner Agentur FFW. Sie hat damit das Mandat, eine neue Digital Unit für das ZDF aufzubauen. Nachdem die Agentur bereits vor 10 Jahren begonnen hat, die ZDFheute-Apps und ZDFmediathek-Apps zu überarbeiten, umfasst der neue Auftrag zusätzlich den Betrieb und die Weiterentwicklung aller ZDF-Websites und -Mediatheken.
new-business.de

Markus Schäfer leitet ZDF Studios nach Fred Burcksen.

ZDF Studios macht Markus Schäfer zum Geschäftsführer. Die privatwirtschaftliche Tochter des ZDF, die bis vor kurzem noch ZDF Enterprises hieß, leitet bisher Fred Burcksen. Laut Mitteilung des ZDF gibt er die Position auf eigenen Wunsch ab. Sein Nachfolger Schäfer hat bis August 2021 das Produktionshaus All3Media Deutschland geführt und ist stellvertretender Vorsitzender der Produzentenallianz.
dwdl.de

Nadine Bilke wird ZDF-Programmdirektorin, Bettina Schausten Chefredakteurin

Frische Führungsriege: Das ZDF macht Nadine Bilke zur neuen Programmdirektorin. Damit steht die Nachfolge von Norbert Himmler fest, der am 15. März das Amt des Intendanten angetreten hat. Bilke hat nach einem Volontariat im Print die ZDF-Mediathek mit aufgebaut und leitet seit 2018 den Sender ZDFneo. Ihr Stellvertreter wird Frank Zervos, der bisher als Hauptredaktionsleiter für einen großen Teil der fiktionalen Programme des ZDF zuständig ist.

Zudem rückt Bettina Schausten, bisher stellvertretende Chefredakteurin, im Oktober an die Spitze auf, da Peter Frey in den Ruhestand geht. Sie ist bekannt als Reporterin und Moderatorin aus Wahlsendungen, ZDF-Spezials und dem "heute journal". Auch das "ZDF-Morgenmagazin" hat sie bereits geleitet, ebenso wie das Politikressort, das Hauptstadtstudio und die ZDF-Aktualität. Neue Stellvertreterin wird Anne Gellinek, die auch die Leitung der Hauptredaktion Aktuelles übernimmt. Sie leitet zurzeit das Studio in Brüssel.

Mit der Beförderung von Schausten und Bilke stehen ab Oktober drei Frauen und drei Männer an der Spitze des ZDF. Der Aufstieg der beiden entspreche dem "üblichen Modus operandi der auf dem Mainzer Lerchenberg angesiedelten und als gemächlich geltenden Anstalt", kommentiert der "Spiegel". Es werde dort von einer Position in die nächsthöhere nachgerückt. "Mehr als eine natürliche Nachfolge" nennt die "Süddeutsche" dagegen die Entscheidung für Schausten und lobt die Moderatorin als "extrem unbeeindruckbaren Polit-Profi". Die Entscheidung für Bilke lege nahe, dass Himmler die Modernisierung des ZDF auch als Intendant weitertreiben wolle. Er kommt selbst von ZDFneo und hatte von dort Impulse in das Hauptprogramm eingebracht – wie zum Beispiel Jan Böhmermann. (Foto: Tim Thiel / ZDF)
presseportal.de, spiegel.de, sueddeutsche.de

Zitat: Joachim Huber verteidigt die Unterhaltung im öffentlich-rechtlichen TV.

"Auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gilt der schlichte Grundsatz: Mit Speck fängt man Mäuse."

Joachim Huber, Ressortleiter Medien beim "Tagesspiegel", verteidigt den Unterhaltungsauftrag von ARD und ZDF – der jüngst von Markus Söder in Zweifel gezogen wurde. Söder sei "nur einer von 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit 16 Geschmäckern".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Debatte: Söder fordert weniger Unterhaltung bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Schluss mit lustig: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wünscht sich von ARD und ZDF weniger Unterhaltung im Programm. Die gehöre "in gewissem Umfang" zwar dazu, der Comedian etwa sei bei einem Privatsender aber "genauso gut aufgehoben". Außerdem kritisiert Söder fehlenden Meinungspluralismus bei den Öffentlich-Rechtlichen. Er sehe nicht, "dass sich das bürgerliche Spektrum ausreichend angesprochen fühlt".
"Zeit" (Vorabmeldung), dwdl.de

DWDL: Dirk Steffens wechselt vom ZDF zu RTL.

Senderwechsel: Der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens kehrt dem ZDF im "Laufe diesen Jahres" den Rücken und heuert bei RTL Deutschland an, meldet DWDL. Dort soll er sich "über alle Ausspielwege hinweg" um den Ausbau der Wissenschaftsmarke "Geo" kümmern, die seit dem Zusammenschluss mit Gruner + Jahr zu RTL gehört. Steffens moderiert seit 2007 verschiedene "Terra-X"-Formate im ZDF, seit 2008 etwa "Faszination Erde".
dwdl.de

ZDF-Fernsehrat entschuldigt sich für seltsame Tweets.


Don’t drink and tweet: Der ZDF-Fernsehrat entschuldigt sich für einige fragwürdige Tweets, die in der Nacht von Samstag zu Sonntag auf dem offiziellen Twitter-Account des Gremiums zu lesen waren. "Also eins ist ja mal klar: Der #Fernsehrat ist so breit und bunt wie unsere Gesellschaft (Na ok, im Moment ist er vor allem breit)", heißt es etwa in einem Posting von gegen halb zwei Uhr nachts. Ebenfalls verstörend wirkt die Antwort auf ein kleines Bilderrätsel von Igor Levit. Der Pianist hatte auf einem Bild ein Klavier und eine Bierflasche gezeigt und danach gefragt, woran er gerade arbeite: "Sieht ein bisschen aus wie anal intruding bei der Arbeit. Könnte aber auch Beethovens 1. Klavierkonzert sein!?", antwortete der Fernsehrat.

In einem Statement entschuldigt sich der ZDF-Fernsehrat am Sonntagnachmittag für die nächtlichen Twitter-Eskapaden: Es sei in einer Weise kommuniziert worden, "die den Aufgaben, dem Selbstverständnis und den Gepflogenheiten des Gremiums in keiner Weise gerecht wird". Die Vorsitzende, Marlehn Thieme, habe sichergestellt, dass "so etwas nicht wieder vorkommt". Eine "nüchtern-sachliche Kommunikation" sei Voraussetzung für den "Diskurs, für den der Fernsehrat stets eintritt". Der ZDF-Fernsehrat überwacht die Einhaltung der Programmrichtlinien und setzt sich aus aktuell 60 Mitgliedern zusammen, die u.a. aus der Politik, von Unternehmen und Kirchen kommen. Rund 2.000 Menschen folgen dem Twitter-Account.
twitter.com via dwdl.de

Fußball-WM 2022: ZDF macht den Auftakt, ARD zeigt das Finale.

Aufgabenverteilung: Die ARD und das ZDF haben sich auf die Verteilung der Gruppen­spiele der Fußball-WM 2022 geeinigt. Das ZDF sendet am 21. November das Eröffnungs­spiel und am 27. November Deutschland gegen Spanien. Das Erste zeigt zwei Vorrunden­spiele der National­mannschaft. Sollte das deutsche Team weiterkommen, sendet das ZDF das Achtel- und Halbfinale, das Erste ein Viertel­finale und das Finale.
zdf.de

Video-Tipp: Browser Ballett zeigt die Suchtspirale von Doomscrolling.

Video-Tipp: Das Browser Ballett thematisiert Doomscrolling und beschreibt die Spirale der Sucht nach schlechten Nachrichten. In dem Zweiminüter beginnt die Sucht vergleichsweise harmlos mit dem Konsum der täglichen Corona-Fallzahlen und steigert sich dann zu täglichen Kriegsnachrichten, bis nur noch Fake News zum richtigen Kick führen.
youtube.com (2-min Video)

Marc Biskup wechselt von Storymachine zu Digitalagentur von MDR und ZDF.

Neue Story: Social-Media-Experte Marc Biskup verlässt die Agentur von Kai Diekmann Storymachine und steigt bei der Innovations- und Digitalagentur von MDR und ZDF (ida) ein. Der ehemalige "Bild"-Mann verantwortet künftig als Team Lead Innovation die Entwicklung innovativer Produkte und Formate im Medienkontext. Zuletzt war Biskup als Managing Editor bei Storymachine für die CEO- und Krisenkommunikation von DAX-Unternehmen zuständig, davor u.a. bei "Bild" und MDR.
medieninsider.com

ZDF führt ukrainische Untertitel bei Nachrichtensendungen ein.

Zweites Ukrainisches Fernsehen: Das ZDF bietet ab kommender Woche die Nachrichtensendungen "heute" und "heute journal" mit ukrainischen Untertiteln in der ZDF-Mediathek und auf dem Youtube-Kanal ZDFheute an. Auch das "auslandsjournal", "frontal" und die Doku-Reihe "ZDFzoom" stellen künftig ausgewählte Beiträge mit Untertiteln für Geflüchtete aus der Ukraine bereit. Die Kindernachrichtensendung "logo!" plant zudem ein Angebot in ukrainischer Sprache.
presseportal.de

Zitat: Marietta Slomka fallen Interviews mit Ukrainerinnen schwer.

"Man verabschiedet sich und sagt: Auf Wiedersehen - und ich habe einen Kloß im Hals, weil ich nicht weiß, ob ich diesen Menschen je wieder sehen werde."

ZDF-"heute journal"-Moderatorin Marietta Slomka spricht im Interview mit der dpa über ihre Hilflosigkeit bei Interviews mit Menschen in der Ukraine. Das sei das "psychologisch Schwierigste", was sie als Interviewerin erlebt habe, dagegen seien harte Schlagabtausche mit Politikerinnen "ein Spaziergang".
t-online.de

Arbeitgeber starten Jobportal für ukrainische Flüchlinge in der Medienbranche.

Neustart: Das Job-Portal new-start.media bietet Flüchtlingen auf ukrainisch, deutsch, englisch oder russisch Zugang zu offenen Stellen in der Medienbranche. Zu den Initiatoren gehören ARD und ZDF, der BDVZ, der DJV und weitere Verbände. Zusätzlich zum Stellenportal soll es Funktionen wie Community-Seiten und Angebote für Basis-Sprachkurse geben.
presseportal.de

ARD und ZDF wollen Nachrichten mit ukrainischen Untertiteln anbieten.

Ukraine-Krieg: ARD und ZDF arbeiten an Nachrichtenangeboten mit ukrainischen Untertiteln. Das ZDF will "relevante Beiträge" von "heute" und dem "heute-journal" untertiteln, diese sollen auf YouTube und in der Mediathek abrufbar sein. Die ARD will voraussichtlich ab Anfang April die 20-Uhr-"Tagesschau" mit ukrainischen und russischen Untertiteln zur Verfügung stellen.
digitalfernsehen.de

ARD und ZDF wollen Phoenix zur multimedialen Politik-Plattform ausbauen.

Phoenix: ARD und ZDF wollen ihren Ereignis- und Dokumentationskanal zu einer "digitalen Politik-Plattform" weiterentwickeln. Diese soll Politik "auf allen Ausspielwegen live erlebbar" machen, erklären die Programmgeschäftsführerinnen Eva Lindenau und Michaela Kolster. Zudem soll Phoenix bis 2024 in den früheren Schürmann-Bau in Bonn, dem heutigen Sitz der Deutschen Welle, umziehen. Künftig will der Sender die aktuelle Berichterstattung von einem zentralen Desk für alle Ausspielwege planen und steuern.
presseportal.de

Langjähriger ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz, 68, ist tot.

Dieter Gruschwitz, 68, ist tot. Der langjährige Leiter der ZDF-Sportredaktion ist gestern in der Nähe von Bad Tölz gestorben. Er begann seine Karriere beim Sender Freies Berlin, zunächst als Redakteur der "Berliner Abendschau", dann beim "Sport Fernsehen". Gruschwitz blieb dem Sportjournalismus über 40 Jahre treu, auch nach seinem Wechsel zum ZDF 1996. Für seine Berichterstattung erhielt er mehrfach den Deutschen Fernsehpreis.
presseportal.de

Wir graturilieren: Peter Kunz wird 60.

Wir graturilieren: Peter Kunz, Leiter des ZDF-Landesstudios in Niedersachsen, wird 60. Richtig beeindruckt ist er davon, wie die Menschen in der Ukraine mit dem Krieg umgehen. Sein berufliches und privates Highlight wäre die Meldung über das Kriegsende. Aus diesen Umständen rührt auch sein Ziel für das neue Lebensjahr: "Sich in diesen Multikrisenzeiten nicht von Atemlosigkeit heimsuchen lassen."

Was ihn im Moment dennoch positiv stimmt, ist die Wiedervereinigung eines ehemaligen ZDF-Übersetzers mit seiner Familie. Kunz hat mit ihm vor 15 Jahren in Afghanistan zusammengearbeitet und half ihm, seine Frau und sein Kind, die "auf der Flucht vor den Taliban in Pakistan gestrandet waren", wieder in die Arme schließen zu können.
Seinen Ehrentag feiert Kunz mit denen, "die zufällig vorbei kommen". Eine Geburtstagsfeier wird im Sommer nachgeholt. Über Geburtstagswünsche freut er sich – egal auf welchem Weg, z.B. per Twitter oder Linked-in.

turi2 edition #17: Markus Heidemanns über Authentizität und unerwünschte Gäste.


Früher war mehr Schampus: TV-Produzent Markus Heidemanns ist der Mann hinter dem Erfolg von Markus Lanz – und einer der bestverdienenden Strippenzieher im deutschen Fernsehen. Seit den 90ern hat sich am Zuschauergeschmack nicht viel verändert, beobachtet er. Ein guter TV-Talk sei immer noch wie “ein Boxkampf von Muhammad Ali”, sagt er im Interview mit seiner früheren Redakteurin Heike Turi in der turi2 edition #17. Weiterlesen >>>

Tesla hat das ZDF von Fabrik-Eröffnung ausgeschlossen.

Nachtragend: Bei seiner Fabrik-Eröffnung am Dienstag hat Tesla dem ZDF eine Akkreditierung verweigert. Das ZDF-Landesstudio habe den Autobauer wiederholt kontaktiert, doch erst am Abend vor der Eröffnung eine Absage der Presse­stelle erhalten. In weiteren Textnachrichten sei dem Sender bedeutet worden, "aufgrund früherer Berichterstattung durch das Investigativmagazin Frontal 21" kein Vertauen mehr zu genießen, so das ZDF gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
sueddeutsche.de, zdf.de (3-Min-Video, ab Min 1:09), turi2.de (Background)

Marietta Slomka erntet viel Lob als Illner-Vertretung.

Unentdecktes Talent: Marietta Slomka (Foto) ist ein "Labsal für Zuschauer, bei denen während Talkshows regelmäßig der Blutdruck steigt", lobt Nina Jerzy bei t-online.de die Corona-Vertretung für Maybrit Illner. Slomka dränge sich nicht in den Vordergrund, "war aber stets eindeutig der Mittelpunkt der Sendung". Josef Seitz fällt bei Focus Online auf, dass Slomka Gästen mehr Raum gebe als Illner: "Das ist anders. Schlecht ist es nicht." Auch Twitter ist voller Begeisterung.
t-online.de, focus.de, teleschau.de (Netzreaktionen), zdf.de (58-Min-Video)

Zitat: Marietta Slomka begründet ihre Social-Media-Abstinenz.

"Damit einher geht der Druck, ständig aktiv zu kommunizieren und dabei in meiner beruflichen Rolle bloß keine Fehler zu machen."

"heute journal"-Moderatorin Marietta Slomka begründet im Interview mit "DB Mobil" ihre Social-Media-Abstinenz: Durch persönliche Accounts würde Slomka vor allem anderen "eine sehr große Bühne bieten, auch für persönliche Beschimpfungen und Propaganda".
pressportal.de

turi2 edition #17: Mai Thi Nguyen-Kim über Pseudo-Experten und abgelehnte Posten.


In ihrem Element: Mai Thi Nguyen-Kim ist YouTuberin, Bestsellerautorin und TV-Moderatorin. Sie hat einen gut bezahlten Job im Chemiekonzern ausgeschlagen, um Wissenschaft vor die Kamera zu bringen. Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle: “Ich würde auch weitermachen, wenn ich im Lotto gewinnen würde.” Im Interview in der turi2 edition #17 gibt sie Tipps für YouTube-Anfängerinnen und verrät, wen sie mit ihrer Arbeit stolz machen will. Weiterlesen >>>

Markus Anfang nach Impfpass-Betrug zu Gast im ZDF-“Sportstudio”.

Das aktuelle Straf­täter­studio: Nach seinem Rücktritt als Trainer von Werder Bremen hat sich Markus Anfang (Foto) am Samstag erstmals öffentlich im ZDF-"Sport­studio" zu seinem gefälschten Impfausweis geäußert. Im Gespräch mit Moderator Sven Voss begründet er sein Vorgehen mit Angst vor der Corona-Impfung aufgrund einer früheren Herzmuskel­entzündung. Er sei bis heute nicht geimpft. Den falschen Impfausweis habe er sich 2021 besorgt, um nicht ständig in Quarantäne zu müssen. Voss macht deutlich, dass er "als Herzpatient" die Beweggründe des mittlerweile verurteilten Straftäters nicht nachvollziehen kann. Das Interview empfinde er trotzdem als wichtig: "Wir wollen lieber mit jemandem sprechen, als über jemanden."
zdf.de (13-Min-Video)

Stärken und Schwächen: René Martens über die Bericht­erstattung von ARD und ZDF zum Ukraine-Krieg.


Dominierendes Thema: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar ist die aktuelle Bericht­erstattung bei ARD und ZDF fast mono­thematisch, kritisiert Medien­journalist René Martens bei epd Medien. Bilder und Berichte von Korrespondentinnen vor Ort “entwickeln weitaus mehr Kraft als all die durchaus eindrücklichen Videochats mit in der Ukraine lebenden Menschen, die die Berichterstattung seit der Invasion prägen”. Die Erzähl­weise der Einzel­schicksale sei aber oft gleich. Martens fürchtet, “dass sich hier ein Abnutzungs­effekt einstellen könnte”, schreibt er in seinem Beitrag, den turi2 in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2 publiziert. >>> Weiterlesen

Media Pioneer: Michael Kretschmer wird in den ZDF-Verwaltungsrat gehen.

Folgt auf Vorgänger: Michael Kretschmer soll zum Verwaltungs­rat des ZDF stoßen, berichtet Media Pioneer unter Berufung auf "Länderkreise". Der sächsische Minister­präsident würde dort seinen Vorgänger Stanislaw Tillich ersetzen. Die fünf­jährige Amts­zeit des von der rheinland-pfäzischen Landes­chefin Malu Dreyer geführten Gremiums endet zur Jahres­mitte.
thepioneer.de

Maybrit Illner hat Corona und wird von Theo Koll vertreten.

Illner is ill: ZDF-Moderatorin Maybrit Illner ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden und fällt vorerst für den gleichnamigen ZDF-Polittalk aus. Die Sendung am Donnerstagabend mit Gästen wie Wirtschaftsminister Robert Habeck und dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk übernimmt kurzfristig Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios.
zdf.de, twitter.com

Wir graturilieren: Nicole Diekmann wird 44.


Wir graturilieren: Die Journalistin Nicole Diekmann feiert heute ihren 44. – bevorzugt mit Hustensaft denn mit Schnaps, denn sie liegt zu Hause mit Corona im Bett. Damit fällt ihr Geburtstag "viel zeitgemäßer aus, als ich es mir gewünscht habe", sagt sie. Gegen einen schweren Covid-19-Verlauf hilft ihre Impfung, ein Gegenmittel für Faktenresistenz sucht sie hingegen noch vergeblich. Es sei eine Herausforderung gewesen, in den vergangenen Monaten so über die Pandemie zu berichten, "dass der Ernst der Lage klar wird, ohne Angst zu machen".

Ihr Job als ZDF-Korrespondentin biete ihr "grandioserweise so viele Überraschungen", dass sie sich auf kein bestimmtes Highlight in der kommenden Zeit festlegen will. Privat freue sie sich aber schon auf den "Urlaub mit tollen Freunden". Und sie hat sich im neuen Lebensjahr ein konkretes Ziel gesetzt: jeden Tag zu bloggen auf nicolediekmann.com. "Hab gerade erst damit begonnen und liebe es jetzt schon!"

Debatte: Die ARD interpretiert den Phoenix-Auftrag ohne das ZDF neu.

Phoenix: Die ARD hat den Auftrag des gemeinsamen Ereignis- und Doku-Kanals neu interpretiert, ohne das ZDF zuvor einzubeziehen, kritisiert der scheidende ZDF-Intendant Thomas Bellut (Foto) mit Blick auf ARD-Äußerungen zum geplanten Ausbau des Nachrichtensenders Tagesschau24. Auch der neue ZDF-Intendant Norbert Himmler wünscht sich keine einseitige Einschränkung des Phoenix-Auftrags. Nach dem Willen der ARD soll sich Phoenix nur noch um "planbare Aktualität" kümmern.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)