Klick-Tipp: Infektionsrisiko-Rechner von Zeit Online.

Klick-Tipp: Zeit Online visualisiert mit einem interaktiven Rechner, wann sich Menschen in geschlossenen Räumen mit Sars-CoV-2 infizieren können – zur Auswahl stehen ein Wohnzimmer, ein Klassenzimmer, ein Restaurant, eine Chorprobe und das Büro. Mögliche Stellschrauben sind die Raumgröße, die Personenanzahl, die Zeit, aber auch die Rededauer und Lüftung. Der Rechner soll helfen, das Risiko abzuschätzen. Als Easteregg misst die Redaktion außerdem die Lese-Dauer des dazugehörigen Artikels und berechnet, wie viele infektiöse Aerosolpartikel man ausgeatmet hätte, wäre man infiziert.
zeit.de

Zeit Online und der RBB produzieren eine gemeinsame Doku über rechte Gewalt.

Baseballschlägerjahre heißt eine multimediale Dokumentation von Zeit Online und RBB. In sechs jeweils 15-Min-Filmen berichtet die Doku-Reihe über die Erfahrungen mit rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung. Die Beiträge sind ab dem 2. Dezember auf der Website und im Instagram-Kanal von Zeit Online zu sehen sowie in der ARD-Mediathek und den Social-Media-Accounts des RBB. Der Titel "Baseballschlägerjahre" stammt von einem Twitter-Hashtag, unter dem Ende 2019 zahlreiche Nutzer*innen nach einem Aufruf des Zeit-Online-Redakteurs Christian Bangel ihre Erfahrungen geschildert haben.
zeit-verlagsgruppe.de

TV-/Streaming-Tipp: Diese Medien berichten live mit Sondersendungen zur US-Wahl.

TV-/Streaming-Tipp: Bild TV sendet zur US-Wahl ab 18:30 aus dem Oval Office - einer nachgebauten Kopie im Berliner Springer-Haus. Zeit Online berichtet ab 20.00 Uhr mit Gästen aus dem Berliner Studio. Im TV startet Welt um 18:30 Uhr mit einer Sondersendung, das ZDF sowie RTL und n-tv beginnen um 20.15 Uhr mit Spezial-Sendungen und Dokus, das Erste startet um 22.50 Uhr.
dwdl.de, fr.de (Übersichten), bild.de, zeit.de, presseportal.de (Welt TV), zdf.de, daserste.de, rtl.de

Hör-Tipp: Alice Schwarzer hat ungebrochen Lust am Streit.

Hör-Tipp: "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer gilt als "Männerschreck" und "Mutti des deutschen Feminismus". Im Endlos-Podcast Alles gesagt von Zeit Online spricht sie mit Jochen Wegner und Christoph Amend u.a. über ihre enge Freundschaft mit der Schriftstellerin Simone de Beauvoir und ihre ungebrochene Lust am Streit mit Frauen wie mit Männern.
zeit.de (314-Min-Audio)

Termin-Tipp: Klaus Brinkbäumer spricht bei der “Zeit” über die US-Wahl.

Termin-Tipp: Die "Zeit"-Politikchefin Ileana Grabitz begrüßt am Mittwoch um 18.30 Uhr in Berlin den "Zeit"-Autor Klaus Brinkbäumer (Foto) und den TV-Journalisten Stephan Lamby. Sie sprechen über deren Buch Im Wahn – die amerikanische Katastrophe. Anthony Scaramucci, elf Tage PR-Chef des Weißen Hauses, ist zugeschaltet. Das Gespräch wird über die Facebook-Seite der "Zeit" gestreamt.
verlag.zeit.de

Zitat: Christian Drosten muss bei Corona-Teststrategie nicht mitarbeiten.

"Ich werde vielleicht hier und da mal gefragt, was meine Meinung ist. Und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Ich bin absolut ersetzbar."

Virologe Christian Drosten sagt im Zeit-Online-Interview, dass er nicht darauf besteht, bei der Überarbeitung der nationalen Corona-Teststrategie mitzureden. Er halte daran fest, gezielt Menschen mit Symptomen zu testen. Zudem fordert er von der Politik zusätzliche Aufklärung über Covid-19.
zeit.de

ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann verlässt die “Zeit”.

Zeit abgelaufen: Marieke Reimann verlässt die "Zeit"-Verlagsgruppe wie das Unternehmen mitteilt "auf eigenen Wunsch". Derzeit prüft Reimann nach turi2-Infos verschiedene Angebote für eine adäquate neue Stelle in einer Redaktion. Sie war seit 2018 Chefredakteurin des Jugend-Angebots ze.tt. Nachfolgerin wird die bisherige Politik-Redakteurin Tessa Högele. Zum Jahresende stellt die "Zeit" ze.tt als eigenständiges Angebot ein und führt es nur noch als Ressort bei Zeit Online fort.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background) turi2.de/koepfe (Profil Reimann)

Die “Zeit” setzt online künftig auch auf Rezepte und Food-Themen.

Die Zeit kocht - aber nicht vor Wut. Online startet sie den Ableger "Zeit Magazin Wochenmarkt". In dem neuen Ressort empfiehlt die Redaktion Rezepte und greift in Reportagen, Kolumnen und Interviews aktuelle Food-Themen auf. Zum Angebot gehört auch ein neues, kostenloser Newsletter. Sowie eine Rezept-Datenbank mit über 1.000 Einträgen.
zeit-verlagsgruppe.de

Rezo ist sich seines privilegierten Lebens bewusst – und will ein Vorbild sein.

Rezo hat als weißer Mann in Deutschland im "Privilegienlotto total gewonnen", sagt der YouTuber beim Z2X-Festival von Zeit Online bei einer Video-Fragestunde. Rezo wolle seine Reichweite "im Positiven nutzen" - beispielsweise beim Thema vegane Ernährung: "Wenn ich Leuten mit meinem Veganismus auf den Sack gehe, dann kapseln die sich ab." Wichtiger sei "das Subtile", das Vorleben dieser Ernährung.
zeit.de (37-Min-Video)

Zitat: New Work muss für alle gelten, sagt Maria Exner, Vize von Zeit Online.

"Mein Gefühl zu New Work vor Corona war, dass damit nicht alle gemeint waren."

Maria Exner, noch Vize-Chefredakteurin von Zeit Online, bald Vize des "Zeit Magazins", sagt im Role Models Podcast, die Debatte um modernes Arbeiten muss, um glaubwürdig zu bleiben, künftig auch alle einschließen, die keine Schreibtischtäter mit festen Arbeitszeiten sind.
soundcloud.com, turi2.de (Background)

Zeitverlag macht sein Jugendangebot ze.tt zum Zeit-Online-Ressort.


Zusammengeschnürtes Ze.tt: Der Zeitverlag macht nicht auf "Spiegel" und deshalb sein Jugendangebot dicht, degradiert sein bisher eigenständiges, junges Portal ze.tt aber ab Herbst 2020 zum Ressort bei Zeit Online. Der Schritt soll ze.tt "langfristig auf eine wirtschaftlich zukunftsfähige Basis zu stellen". Durch die Corona-Krise haben sich laut Angaben des Verlags die wirtschaftlichen Ausfälle verschärft, nur durch die Integration in Zeit Online sei ze.tt als "Aushängeschild der 'Zeit' für diverse Berichterstattung zu erhalten".

Die Marke ze.tt soll bei Zeit Online "weiterentwickelt" werden, ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann begleitet die Übergangsphase. Ob sie danach bleibt, ist unsicher: Zu ihren weiteren Aufgaben innerhalb der Verlagsgruppe befinde man sich "im Gespräch".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background Bento)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann zur Situation der Millennials während Corona. (04/2020)

Klick-Tipp: Zeit Online zeigt Corona-Alltag in Grafiken.

Klick-Tipp: Wie verändert Corona den Alltag? Mit dieser Frage hat Zeit Online Statistiken und Daten ausgewertet. Ergebnis: Die Aufwachzeit verschiebt sich im Schnitt um 20 Minuten nach hinten, geduscht wird oft erst am Vormittag. Der Stromverbrauch liegt 10 % unter der Prognose, der Verkehr nimmt rapide ab, die Nachfrage nach Online-Rezepten dagegen zu. Auch die Zahl der Festnetz-Telefonate steigt.
zeit.de

Wie geht’s den Millennials, Marieke Reimann?


Engagiert durch die Krise: "Viele sind relativ genervt davon, dass so eine Art Selbstoptimierungszwang besteht." Im turi2.tv-Interview sagt ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann, dass sich viele junge Leute der ze.tt-Community unter Druck gesetzt fühlen und nicht verstehen, weshalb sie die Zeit in der Krise nutzen sollen, um "noch optimierter" zu werden. Gerade zu Beginn der Isolation seien viele solcher Inhalte gepostet worden: "Ich lerne jetzt Gitarre, ich lerne eine neue Sprache, ich nutze das, um die Sommer-Figur 2020 zu kriegen."

Bei den 16- bis 35-Jährigen beobachtet Reimann außerdem einen großes Interesse an Pflegeberufen: "Dieses politische Engagement, was es bei den Demonstrationen für Fridays for Future ja schon gegeben hat, wird jetzt genutzt, um sich genauer darüber zu informieren, wie es um die Pflegeberufe bestellt ist und was es da für Einschränkungen gibt." Es gebe dabei nicht nur ein "ganz großes Interesse", sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, sondern auch, sich u.a. für eine besser Bezahlung von jungen Ärzt*innen und Pflegekräften einzusetzen.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Wie geht’s dem Sex, Melanie Büttner?


Sex im Stresstest: "So unterschiedlich, wie es den Menschen gerade geht in dieser Krisensituation, so unterschiedlich geht es ihnen mit ihrem Sex." Im turi2.tv-Interview erklärt Sexualtherapeutin Dr. med. Melanie Büttner, dass die aktuellen Ausgangsbeschränkungen für Beziehungen wie eine Art Stresstest sind. Dieser könne aufzeigen, "wie es um die Beziehung tatsächlich steht". Büttner, die u.a. auch durch ihren Sex-Podcast Ist das normal? von Zeit Online bekannt ist, kann sich einen Babyboom im kommenden Jahr gut vorstellen. Aber auch eine erhöhte Scheidungsrate sei nach der Krise denkbar. Denn die Nähe, in der aktuell viele leben, sei nicht nur ungewohnt, "sondern für viele Menschen in dieser Intensität auch ungewollt".

Für Singles biete sich jetzt besonders Online-Dating an, denn "Dating draußen verbietet sich ja geradezu". Für ein Online-Date sei aber auch Kreativität gefragt, z.B. könnten sich Singles via Webcam "ein schönes Date zurecht basteln, gemeinsam kochen oder einen Drink nehmen, sich gemütlich hinsetzen". Die Sexualität kommt dabei zwar zu kurz, der erhöhte Porno-Konsum weise aber laut Büttner darauf hin, dass viele Menschen nun vermehrt auf Selbstbefriedigung ausweichen.
turi2.tv (6-Min-Video)

“Zeit”: Maria Exner geht zum Magazin, Leonie Seifert in die Online-Chefetage.

Zeit: Maria Exner (Foto), bisher Vize-Chefredakteurin bei Zeit Online, wechselt im Juli in dieselbe Position beim "Zeit Magazin". Exner folgt auf Matthias Kalle, der das Haus laut "Zeit" "auf eigenen Wunsch" verlässt. Leonie Seifert, bisher u.a. im Ressort Arbeit unterwegs, startet in der Chefredaktion von Zeit Online – ab sofort, teilt der Verlag mit.
zeit-verlagsgruppe.de

Nachrichtenseiten profitieren von Corona-News, Sport-Seiten verlieren.

Corona-News bescheren Nachrichtenseiten im März Rekordzugriffe: Sueddeutsche.de und FAZ.net verbuchen laut Agof knapp 80 % mehr Unique User als im Februar. Spiegel.de, Welt.de und Zeit Online legen um mehr als 50 % zu. Prozentualer Gewinner mit 275 % Plus ist die "Berliner Morgenpost", wohl vor allem wegen ihres Coronavirus-Monitors. In der Top 25 rutschen nur Kicker.de und Sport1.de ins Minus.
meedia.de

Buch-Tipp: Sex-Podcast der “Zeit” erscheint als gleichnamiges Buch.

Buch-Tipp: Die Macher des Sex-Podcasts Ist das normal? von der "Zeit" haben ein gleichnamiges Buch veröffentlicht. Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner (Foto) will gemeinsam mit Wissenschaftsjournalistin Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm, Vize-Ressortchef Wissen und Digital bei Zeit Online, den Weg für die "individuelle Sexualität" ebnen.
zeit.de

Zeit Online und Academics veröffentlichen medizinische Stellenanzeigen kostenfrei.

Zeit Online und das Karriereportal Academics veröffentlichen ab sofort Stellenanzeigen für medizinisches Fachpersonal kostenfrei. Dazu zählen sowohl Ärzt*innen sowie Personal der Gesundheits- und Krankenpflege. Stellenangebote für Absolvent*innen oder Berufseinsteiger*innen laufen zudem bei Boa.
zeit-verlagsgruppe.de, #thinkpositive #actpositive

“Zeit” und Zeit Online starten den Podcast “Das Politikteil”.

Zeit und Zeit Online starten den wöchentlichen Podcast Das Politikteil, der vor dem Wochenende das bestimmende Thema der Woche beleuchten soll. Moderiert wird in zwei Duos von Ileana Grabitz, Politikchefin von Zeit Online, mit Co-Politikchef Marc Brost sowie "Zeit"-Chefkorrespondentin Tina Hildebrandt mit Co-Politikchef Heinrich Wefing. Dazu empfangen die Gastgeber jeweils eine*n Fachredakteur*in oder Korrespondent*in.
zeit.de

Video-Feature: Zeit-Verlag schließt 2019 mit ordentlichem Plus ab.


"Ohne viel Geschiss": Der Zeit-Verlag trotzt auch 2019 der Medienkrise und legt ein Umsatzwachstum von 3,1 % hin. Insgesamt nimmt der Verlag 227 Mio Euro ein – für Verlagschef Rainer Esser, der die "Zeit" seit 20 Jahren führt, das zwanzigste Wachstumsjahr in Folge. Vor allem die Vertriebs- und Abo-Erlöse wachsen auf ein Rekordniveau von 88 Mio Euro, verglichen mit 2018 ein Plus von 6 %. Die Umsätze mit Print-Anzeigen bleiben immerhin stabil, während Zeit Online, die Jobbörse Academics und ze.tt um 10 % zulegen und knapp 20 Mio Euro beitragen.

Im Video-Feature von "Horizont" und turi2.tv erklärt Rainer Esser: "Wir haben viele tolle Leute hier im Haus, die Ideen haben und die werden schnell auf die Straße gebracht, ohne Hierarchien und ohne großes Geschiss." Wie das geht, erzählt er am Beispiel von Zeit Verbrechen, das die Redaktion 2018 innerhalb von nur drei Monaten gelauncht hat. Anfangs verkauft das Magazin 20.000 Exemplare, heute – auch durch den Erfolg des "Zeit Verbrechen"-Podcasts angekurbelt – liegt "Zeit Verbrechen" bei rund 60.000 Auflage.

Esser widerspricht Medienberichten, wonach es den DvH Medien nur noch gut gehe, weil die Cashcow "Zeit" die Verluste der Konzern-Schwestern "Handelsblatt" und "Tagesspiegel" ausgleicht: Die "Zeit" profitiere von den Ideen, die in Düsseldorf und Berlin entstehen. Die Kollegen seien auf "einem guten Weg", auch wirtschaftlich "den Anschluss zu erreichen".

Im Video spricht außerdem Vize-Chefredakteurin und Crime-Podcasterin Sabine Rückert über Journalismus in Podcast-Form als Erfolgsrezept und "Streit"-Ressortleiterin Charlotte Parnack verrät, dass die "Zeit" das erst sechs Monate alte "Streit"-Ressort im April auf die Bühne bringen will.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger spricht bei “Alles gesagt” über sein Coming-out.

Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger tritt zum unendlichen Podcast "Alles gesagt" an. In gut viereinhalb Stunden spricht er u.a. über sein Bekenntnis zur Homosexualität. Er berichtet, dass er sein Coming-out schon früher haben wollte, sein Umfeld und ein Medienanwalt ihm aber während der Karriere abgeraten haben. Heute findet er es bemerkenswert, dass seine Sexualität in seiner Rolle als VfB-Stuttgart-Vorstandschef keine Rolle spielt.
zeit.de (4,5-Std-Podcast)

Lese-Tipp: Zeit Online gibt Einblick in Datenrecherche.

Lese-Tipp: Zeit Online dokumentiert, wie die Redaktion mit wissenschaftlichen Daten arbeitet und wie die Ergebnisse der Datenrecherchen wiederum der Wissenschaft helfen. Die Redaktion veranschaulicht etwa die Umzüge vom Osten in den Westen Deutschlands, dokumentiert, wie sich Themen und Sprache im Bundestag verändert haben und wie sich die Wahlentscheidungen der EU-Bürger entwickeln. Noch nie waren die journalistischen Recherchen von Zeit Online in der Wissenschaft so gefragt wie 2019, schreiben die Autor*innen Elena Erdmann, Philip Faigle und Julius Tröger.
blog.zeit.de

Agenda-Talk 2020: Wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert.


Talk im Museum: Zum Start der turi2 edition #10 hat turi2 am Dienstagabend zum Agendasetting-Treffen ins Museum für Kommunikation in Berlin eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future, Marieke Reimann von Ze.tt, Monika Schaller von der Deutschen Post DHL Group, Florian Haller von Serviceplan und Philipp Welte von Burda über die Frage, wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert. Im turi2.tv-Video sehen Sie die komplette Diskussionsrunde unter der Leitung von Peter Turi.

Darin befürwortet Post-Kommunikatorin Monika Schaller die Klima-Proteste, solange sie gewaltfrei ablaufen, und ist überzeugt, dass Fridays for Future mitgeholfen hat, die Klimadebatte auf die Agenda zu heben. Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann glaubt nicht, dass es eine "Generation Greta" überhaupt gibt, auch weil die Klimakrise aus ihrer Sicht kein Generationenproblem ist, denn sie betreffe alle Generationen.

Burda-Vorstand Philipp Welte sieht vor allem in der Meinungsmacht großer Internet-Konzerne wie Facebook und Google eine Gefahr für die Demokratie, weil sich Lügen und Fake News hier viel leichter verbreiten. Er fordert, dass sich die US-Konzerne auf einen ähnlichen Kodex verpflichten wie die Journalist*innen in Deutschland mit dem Pressekodex. Florian Haller, Inhaber der Agenturgruppe Serviceplan, widerspricht zum Teil: Die Demokratie war in analogen Zeiten nicht nur in Gefahr, sondern teilweise abgeschafft. Er erinnert an den Nationalsozialismus und auf der anderen Seite an den Arabischen Frühling, der ohne Social Media kaum möglich gewesen wäre.

Auch Gwendolyn Rautenberg weiß, dass Soziale Medien bei der Mobilisierung von Anhängern und der Organisation von Protesten helfen. Die Organisatoren von Fridays for Future setzen vor allem auf die Facebook-Tochter WhatsApp, arbeiten aber auch an eigenen Alternativen. E-Mails würden in ihrer Generation dagegen kaum mehr gelesen.
turi2.tv (68-Min-Video bei YouTube), turi2.podigee.io (69-Min-Audio im turi2 podcast)

Video-Kapitel:

00:03 Peter Turi begrüßt das Talk-Publikum im Museum für Kommunikation, Berlin

01:46 Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future: "Niemand ist eine Umweltsau."

09:11 Marieke Reimann, Chefredakteurin von Ze.tt: "Die Klimakrise ist kein Generationen-Problem."

17:47 Monika Schaller, Leiterin Konzernkommunikation Deutsche Post DHL Group, findet die FFF-Proteste gut, solange sie gewaltfrei bleiben.

25:12 Florian Haller, Inhaber Serviceplan, sagt, dass Greenwashing heute nicht mehr funktioniert.

32:19 Philipp Welte, Burda-Vorstand: "Facebook ist der Atomschlag gegen die Informationsfreiheit."

41:11 Florian Haller widerspricht Philipp Welte: Angriffe auf die Informationsfreiheit hat es auch schon lange vor den Sozialen Medien gegeben.

42:12 Marieke Reimann sieht Journalist*innen vor Drohungen und Angriffen im Netz schlecht geschützt.

46:14 Gwendolyn Rautenberg betrachtet alle internationalen Großkonzerne als Gefahr für die Demokratie.

48:55 Wie die Generation Greta die Medien nutzt.

53:08 Philipp Welte über die fehlende digitale Infrastruktur in Europa.

58:23 Gwendolyn Rautenberg und Monika Schaller über ihre unterschiedlichen Auffassungen über journalistische Einordnung.

62:56 Marieke Reimann über die Rolle der Journalist*innen in einem Medium für die junge Zielgruppe.

64:20 Schlussrunde: Was steht auf Eurer Agenda 2020?

Mehr von der Launchparty und dem Agendasetting-Talk:


Unser Mood-Video: Der Launch-Abend in 60 Sekunden

Die Lauchparty als Foto-Strecke >>>

Zeit Online und Funk starten das Politik-Videoformat “Represent”.


Jugend repräsentiert: Zeit Online und Funk, Jugend-Angebot von ARD und ZDF, starten das gemeinsame Politik-Videoformat "Represent". Ab heute erscheint jeden Mittwoch eine Folge des Formats bei YouTube. "Represent" richtet sich an unter 30-Jährige und will beleuchten, welchen Einfluss Bundestagsdebatten bzw. Entscheidungen im Bundestag auf deren Lebensrealität haben.

Mit "Represent" wollen die Macher Debatten runterbrechen sowie Polit-Sprech entschlüsseln und Fakten checken. Die erste Folge dauert keine acht Minuten und dreht sich um die Mobilfunkstrategie der Bundesregierung. Die Pilot-Kooperation ist erstmal für drei Monate angesetzt.
zeit-verlagsgruppe.de

Das Jugend-Portal der “Zeit” startet ein Community-Modell mit Paid Content.


Zahl dich grün: Die "Zeit" startet für ihr Millennial-Angebot ze.tt ein Paid-Content-Angebot. Mit ze.tt gr.een will der Verlag keine klassische Paywall einführen, sondern zahlende Leser mit Nachhaltigkeit und einem Clubgedanken locken. Mitglieder zahlen monatlich zwischen 3 und 13 Euro und bekommen dafür neben zusätzlichen Inhalten die Möglichkeit, untereinander und mit der Redaktion zu kommunizieren. Außerdem erhalten sie Rabatte bei Kooperationspartnern. Für Nutzer, die mindestens 6 Euro im Monat zahlen, verspricht die "Zeit" in Zusammenarbeit mit der NGO Oroverde einen Baum zu pflanzen.

Marieke Reimann (Foto), Chefredakteurin von ze.tt, sagt, dass die Klimakrise und umweltfreundliches Leben die Top-Themen der Leser sind und man daher hier anknüpft. Das Motto laute: "Partizipieren statt Konsumieren". Das Portal wolle den Usern das Gefühl geben "ein Teil von ze.tt zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun." Entsprechend fällt auch die Wahl der Kooperationspartner aus, zu denen zum Start unter anderem Veganz, Avocadostore, Einhorn, Original Unverpackt, Clevershuttle, Tomorrow Bank, Coffee Circle und Sirplus zählen. Die technische Abwicklung übernimmt der Bezahldienstleister Steady. (Foto: Marcel Schwickerath für die "turi2 edition")
zeit-verlagsgruppe.de

“Bild” zeigt falsches Unfall-Opfer.

bildlogoBild erwischt beim Zusammenklauen von Opfer-Fotos des Auto-Unfalls in Südtirol eine Frau, die mit dem Unfall nichts zu tun hat und bei bester Gesundheit ist, berichtet Bildblog. Einige Fotos der tatsächlichen Opfer sind verpixelt, aber offenbar erst nach Intervention der Angehörigen. Im Fall des Polizei-Einsatzes in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz zeigt "Bild" einen Screenshot aus einem Video, dessen Nutzung Zeit Online zuvor explizit untersagt hatte.
bildblog.de (Südtirol), twitter.com/ChristianFuchs_ (Leipzig)

Hör-Tipp: Lena spricht im “Alles gesagt”-Podcast über politische Äußerungen als Popstar.

Hör-Tipp: Sängerin Lena Meyer-Landrut erzählt im fast sechsstündigen Zeit-Online-Podcast Alles gesagt, wie sie den Wirbel um ihre Person überlebt hat und dass sie viel zu lange am Handy hantiert. Sie spricht über die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie und was es für sie bedeutet, sich politisch zu äußern.
zeit.de (Audio, 5 Std 56 Min)

“Zeit”-Chef Rainer Esser will kein Geld von Google.


Keine Zeit für Klagelieder: Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, will im Klagechor der Verlage über die bösen Googles und Facebooks nicht mitsingen. "Alle schauen, dass sie möglichst gut von Google gefunden werden. Im Gegenzug von Google Geld dafür zu verlangen, halte ich für eine komische Idee", sagt Esser im Interview mit der österreichischen Zeitung "Standard". Das Leistungsschutzrecht sei wichtig für längere Texte, nicht aber für Snippets.

Auch den Groll, dass Google und Facebook den Online-Werbemarkt dominieren, will Esser nicht teilen: "Wir sind in einem freien Wettbewerb. Wenn Google und Facebook gute Geschäfte machen, dann: Hut ab! Kooperation und Innovation statt Neid ist unser Weg." Einen Missbrauch der Marktmacht sieht Esser nicht: "Marktmissbrauch wäre, wenn sie uns nicht auf ihre Plattform lassen würden, weil wir Konkurrenten wären." (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition1)
derstandard.at

Klick-Tipp: Zeit-Online-Angebot lässt Nutzer Bundestags-Debatten analysieren.

Klick-Tipp: Zeit Online packt die Wort-Protokolle aller 4.216 Bundestags-Sitzungen in eine Datenbank und macht sie grafisch analysierbar. Nutzer können nach sämtlichen 200 Mio Wörtern suchen, die im Plenum gesprochen wurden. So lässt sich etwa vergleichen, zu welchen Zeitpunkten und wie häufig die Begriffe Umweltschutz und Klimawandel vorkamen.
zeit.de

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Verlage und Digitalunternehmen gründen Austauschforum OP next.

Online-Publisher im deutschsprachigen Raum haben den Verein OP next gegründet, in dem sie sich über digitale Produktentwicklungen austauschen wollen. Die Plattform richtet sich an Publisher, die überregional journalistische Digitalprodukte herausgeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. "Spiegel", "Standard", Golem.de, Gruner + Jahr, die "Neue Zürcher Zeitung", Tamedia und Zeit Online.
opnext.info

Bloggerin erfindet Holocaust-Opfer, täuscht Zeit Online und Deutschlandfunk.


Schauriger Schein: Bloggerin Marie Sophie Hingst hat über Jahre Leser und Medien mit erfundenen Holocaust-Opfern getäuscht, berichtet Martin Doerry im "Spiegel". Hingst veröffentlichte eine weitere Fake-Story über ihre angebliche Flüchtlings-Hilfe unter anderem Namen bei Zeit Online und berichtete bei Deutschlandfunk Nova. Die Goldenen Blogger ehrten sie als Bloggerin des Jahres 2017 für die Fantasie-Geschichten ihres Blogs Read on My Dear, Read on.

Demnach erfand Hingst mehrere Familienmitglieder, die in Auschwitz getötet worden seien oder das KZ überlebten. Tatsächlich stammt Hingst aus einer evangelischen Familie. Ihr Drang zum Geschichten-Erfinden sei so weit gegangen, dass sie Dokumente zu erfundenen Familienmitgliedern bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einreichte, berichtet der "Spiegel". Mit den Täuschungen konfrontiert, entschuldigt sich Hingst, ihre Texte nähmen ein "erhebliches Maß an künstlerischer Freiheit für sich in Anspruch". Auch Zeit Online recherchiert ihr hinterher. Hingst habe daraufhin die Identität einer verstorbenen Person benutzt, um in deren Namen E-Mails an die Redaktion zu schreiben. (Foto: obs / Die Goldenen Blogger / Henrik Andree, Montage: turi2)
"Spiegel" 23/2019, S. 112-115 (Paid), spiegel.de, zeit.de

Zeit Online gründet neues Ressort Magazine.

Zeit Online fasst die Digital-Auftritte von Zeit Magazin und Zeit Campus sowie die Online-Magazine Arbeit, Entdecken und Die Antwort im neuen Ressort Magazine zusammen. Leonie Seifert, 32, die bisher "Arbeit" verantwortet, übernimmt die Leitung. Carmen Böker, 52, bisher Redakteurin bei Zeit Magazin Online, wird ihre Stellvertreterin. Mit der neuen Struktur will Zeit Online den Magazinjournalismus weiter ausbauen sowie neue Kanäle und Darstellungsformen erproben, u.a. einen WhatsApp-Newsletter für Studierende.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online gründet das Schwerpunkt-Ressort X.

Zeit Online baut die Hintergrund-Berichterstattung aus: Vier Redakteure widmen sich im neuen Ressort X regelmäßigen Schwerpunkt-Serien zu Themen wie Wohnen oder Mobilität. Los geht’s mit einer Serie über das Verhältnis von Ost- und Westdeutschland. Die Features, Reportagen und Co einer Serie erscheinen alle auf einmal. Philip Faigle, 39, leitet das neue Ressort zusätzlich zu seinem Posten als Redakteur für besondere Aufgaben.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online startet zehnten Podcast – diesmal zu Digitalthemen.

Zeit Online startet den zehnten Podcast: In Wird das was? diskutieren Digitalredakteure alle zwei Wochen mit führenden Wissenschaftlern und Unternehmerinnen die großen Themen des digitalen Wandels. Zum Auftakt spricht der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin über die Zukunft der Mobilität. Erst gestern hatte der Verlag den Live-Interview-Podcast Zeit Bühne vorgestellt.
zeit-verlagsgruppe.de

Der Zeit-Verlag gibt Christian Röpke und Mark Schiffhauer zusätzliche Aufgaben.

Zeit: Christian Röpke (Foto) und Mark Schiffhauer bekommen zusätzliche Aufgaben. Röpke, aktuell vor allem Geschäftsführer von Zeit Online, bekommt den Titel Chief Digital Officer und soll in der neu geschaffenen Position übergreifende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Der bisherige Verlagsleiter Business Solutions, Mark Schiffhauer, wird zusätzlich Chief Creative Officer und soll als solcher die Branded-Content-Angebote der "Zeit" ausbauen. Zudem hat Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser eine fünfköpfige Geschäftsleitung berufen, der neben Röpke und Schiffhauer, noch Nils von der Kall, Sandra Kreft und Monica Sawhney angehören. Im Mai stößt noch Aki Hardarson hinzu.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online macht Vize-Chefin Maria Exner zusätzlich zum Managing Editor.

Zeit Online verleiht Maria Exner zusätzlich zu ihrer Position als Vize-Chefredakteurin den neu geschaffenen Titel eines Managing Editor. In der Funktion soll sie digitale Projekte bei Zeit Online und "Zeit" organisieren. Auch das Festival Z2X und das Format "Deutschland spricht" gehören zu ihren Aufgaben.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Deutschland spricht), turi2.de (Z2X)

“Zeit”-Anzeigenerlöse bleiben stabil bei 48 Mio Euro.

Zeit erlöst 2018 rund 48 Mio Euro aus Print-Anzeigen und ist damit gegen den Markttrend konstant, berichtet Roland Pimpl. Mit 18 Mio Euro ist allerdings auch Zeit Online konstant – ein Misserfolg im wachsenden digitalen Geschäft. Den Print-Erfolg führt Verlagschef Rainer Esser auf ein Ende des Hypes um TV und um digitales Targeting zurück – Umfeld zähle mehr.
"Horizont" 10/2019, S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

“Zeit” trennt sich von freiem Mitarbeiter, der auch beim “SZ-Magazin” fälschte.


Kein Einzelfall: Die "Zeit" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, in dessen Texten mehrere Fehler aufgefallen sind. Es ist derselbe Mitarbeiter, den auch das "SZ-Magazin" gefeuert hat, weil er eine Protagonistin erfunden hatte. Meedia schreibt, auch der "Spiegel" habe sich von ihm getrennt. Von rund 40 Texten, die der Autor zwischen 2015 und 2018 für die "Zeit" und Zeit Online geschrieben hat, gebe es in elf Texten "Schludrigkeiten und Unsauberkeiten", aber auch Fehler, die offenbar "die Dramaturgie der Beiträge unterstützen sollten".

Der Autor habe den Zeit-Verlag selbst kontaktiert und bei der Überprüfung aktiv unterstützt. Er beteuere, dass alle Fehler in seinen Beiträgen ohne Täuschungsabsicht entstanden seien. Meedia entdeckt eine weitere Unregelmäßigkeit: Der Autor habe die gleiche Geschichte im "Spiegel" und im "Tagesspiegel" in unterschiedlichen Versionen erzählt.
blog.zeit.de, meedia.de, turi2.de (Backround)

“Zeit Online”-Aktion “Europa spricht” soll Europäer ins Gespräch bringen.


Meinungsaustausch ohne Grenzen: Zeit Online und 16 andere europäische Medien wollen vor der Europa-Wahl Europäer mit unterschiedlichen Ansichten zusammenbringen. Bei der Aktion Europa spricht stellen die Medien sieben kontroverse Fragen, ein Algorithmus matcht Teilnehmer aus verschiedenen Ländern mit möglichst unterschiedlichen Antworten und vermittelt den Kontakt. Am 11. Mai sollen sich alle Gesprächspartner persönlich oder per Video-Konferenz kennenlernen.

Medienpartner sind u.a. Arte, der österreichische "Standard", die "Financial Times" in Großbritannien, "La Repubblica" in Italien und "Politiken" in Dänemark. Vorbild für "Europa spricht" ist die Initiative Deutschland spricht, bei der sich seit 2017 insgesamt 40.000 Menschen registriert haben.
zeit.de