“Zeit-Magazin”: Sascha Chaimowicz will Avantgarde liefern – aber nicht um jeden Preis.

Offen für alle: Der neue "Zeit-Magazin"-Co-Chefredakteur Sascha Chaimowicz will Avantgarde liefern, ohne Menschen auszuschließen, schreibt Thomas Borgböhmer bei Meedia. Chaimowicz habe recht genaue Vorstellungen davon, wie das Heft von Leserinnen wahrgenommen werden soll. Zugänglichkeit sei ihm dabei ein großes Anliegen: Menschen, die bestimmte Begriffe wie z.B. BIPoC nicht kennen, sollen die Geschichten ebenfalls verstehen können und lesen wollen.
meedia.de (Paid)

“Zeit” besetzt Ressorts “Wirtschaft”, “Streit” und “Zeit im Osten” neu.

Zeit macht Charlotte Parnack (Foto), 38, und Roman Pletter, 40, ab Juli zur Doppel­spitze des Wirtschafts­ressorts. Sie folgen auf Uwe Jean Heuser, 57, der die Wirtschaftsredaktion seit 2000 leitet und bald ein neues Ressort übernimmt. Pletter ist aktuell Wirtschafts-Vize, Parnack leitet mit Jochen Bittner das Ressort "Streit". Ihren Posten übernimmt Martin Machowecz, 33, der die "Zeit im Osten" leitet. Ihm folgt seine Stellvertreterin Anne Hähnig, 32.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit-Tochter Tempus Corporate relauncht “Marken des Jahrhunderts”.

Zeit Verlag: Content-Tochter Tempus Corporate relauncht das Projekt "Deutsche Standards: Marken des Jahrhunderts", das sich seit 2018 unter dem Dach der Hamburger befindet. Zur Überarbeitung der Auszeichnung gehören ein transparentes Auswahlverfahren und ein neues Design. Ein neuer Podcast soll in je 15 bis 30 Minuten die Geschichten der Marken erzählen.
zeit-verlagsgruppe.de, deutsche-standards.de (Übersicht Relaunch)

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Lese-Tipp: Wie das Corona-Dashboard der “Zeit” sich mit der Pandemie entwickelt hat.

Lese-Tipp: Vor einem Jahr hat Zeit Online die erste Deutschlandkarte mit Corona-Fällen veröffentlicht. Damals waren es 23 Fälle und es gab noch keine zentrale Datensammlung. Im Verlauf der Pandemie hat die Redaktion ihr Dashboard stetig erweitert und zusätzliche Funktionen hinzugefügt. Visualisierungschef Julius Tröger und seine Kollegin Elena Erdmann berichten über ein Jahr Corona und ein Jahr Corona-Dashboard.
blog.zeit.de

“Ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung” – so feiert die “Zeit” ihren 75. Geburtstag.


Und im Herbst ein Fest: "Wir wollen uns nicht auf den Heldentaten der Vergangenheit ausruhen." Im Video- und Podcast-Interview mit turi2.tv erklären Wencke Tzanakakis und Nils von der Kall, dass sie zum 75. Geburtstag der "Zeit" lieber nach vorne statt nach hinten gucken. Im Laufe des Jahres sammelt das Blatt "75 Ideen für eine bessere Zukunft" – nicht nur bei Expert*innen, sondern bei seinen Leser*innen. Den Auftakt gibt es in der Jubiläums-Ausgabe, die am Donnerstag erscheint. Bis zum Jahresende soll so "ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung" entstehen, sagt Tzanakakis, die das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit" leitet. Für Sie hängt der Erfolg der "Zeit" – das Blatt erreicht aktuell so viele Leser*innen wie noch nie – maßgeblich damit zusammen, dass es inzwischen auf alle "Code words eines bürgerlichen Wissenstandes" verzichtet und "voraussetzungsarm" schreibt – ein Verdienst von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, sagt Tzanakakis.

Als Verlagsleiter für Marketing und Vertrieb setzt Nils von der Kall vor allem auf die "Zeit"-Community als Wachstumsmotor. Er glaubt, dass es das Blatt in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich "ein bisschen den Naturgesetzen des Zeitungsmarktes" zu entziehen. Das Wachstum der "Zeit", gerade was die Abonnent*innen angeht, sieht er noch längst nicht am Ende. "Vor zehn Jahren hatten wir noch 100.000 Abonnenten weniger", heute sei das Blatt eine Wachstumsmarke. Im Interview gibt er sich überzeugt, noch mehr Leser*innen zu gewinnen und neue Geschäftsfelder – auch neben der Zeitung – zu erschließen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (21-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wie können Verlage beim digitalen Lernen mitspielen, Birthe Kretschmer?


Was Neues wagen: Birthe Kretschmer, Chefin der Zeit Akademie, sieht aktuell enorme Potentiale für Verlage, die beim E-Learning auftrumpfen wollen. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt sie über technische und inhaltliche Anforderungen und gibt Empfehlungen für Verlage ab, die neu ins Geschäft einsteigen. Sie können den Beitrag im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Spiegel” erzielt 2020 als einziges Magazin mehr als 100 Mio Euro Vertriebsumsatz.

Zeitschriftenmarkt: Der "Spiegel" hat 2020 mit Einzelverkauf und Abonnement 123 Mio Euro Print-Vertriebsumsatz erzielt, errechnet "DNV - Der Neue Vertrieb". Damit steigt der Umsatz um rund 3 %. Die "Zeit" mit 99 Mio Euro landet auf Platz 2 und verbessert sich um 5 %. Bei der "Zeit" geht das Plus auf Mehrverkäufe zurück, beim "Spiegel" auf die Preiserhöhung." Auf Rang 3 folgt die "Hörzu" mit 92 Mio Euro Vertriebssumsatz.
presseportal.de

Schüler*innen können Digitalausgabe der “Zeit” kostenlos abonnieren.

Zeit_logo 150x150Zeit bietet Schüler*innen ein kostenloses Digitalabo bis zum Ende des Schuljahres an. Zu Beginn der Sommerferien läuft es automatisch aus. Es umfasst die wöchentliche digitale Ausgabe, alle Artikel auf Zeit Online sowie das E-Paper von "Zeit Campus". Die Vergabe läuft über die Schulen, Lehrer*innen können Gutscheine bestellen.
zeit-verlagsgruppe.de, premium.zeit.de (Gutscheinbestellung)

turi2 edition #13: Wencke Tzanakakis über das Treue-Management der “Zeit”.


Lass uns Freunde bleiben: Im ersten Lockdown müssen Wencke Tzanakakis und ihr Team vom Leser*innen-Club Freunde der Zeit umdenken. Was erhält die Freundschaft, wenn persönliche Treffen ausfallen? Tzanakakis hat ihre Erfahrungen in einem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 zusammengefasst. Sie können das Buch kostenlos als E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

turi2 edition #13: Giovanni di Lorenzo über Hoffnung und Hierarchien.


Ein Jahr wie ein Knacks: Für Giovanni di Lorenzo war 2020 ein Jahr voller Zumutungen und – durch Corona – auch privater Tiefschläge. Im Interview mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 erklärt er, warum für ihn über dem Jahr 2021 das Wort “Hoffnung” steht. Den fast märchenhaften Erfolg seiner Zeitung führt der “Zeit”-Chefredakteur u.a. auf die “Pluralität der Meinungen” im Blatt zurück: “Immer steht irgendetwas in der ‘Zeit’, was einem selber nicht passt, und das ist gut so!” Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen (Fotos: Johannes Arlt für turi2). Weiterlesen …

Stirbt die Kultur, Christoph Amend?


Kultur-Kampf: Christoph Amend, Editorial Director des “Zeit-Magazin”, fühlt mit seinem Künstler-Newsletter den Puls der Kultur-Branche, die unter der Krise besonders leidet. Er fordert in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 neue Bühnen für die Kunst in den Medien – das sei “das Mindeste, was wir Medienmacher*innen tun können”. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Hör-Tipp: Die Pfarrerstöchter analysieren die Weihnachtsgeschichten der Bibel.

Hör-Tipp: Unter dem Titel "Die Rettung des Kindes" erzählen und analysieren die Pfarrerstöchter Sabine Rückert und Johanna Haberer in ihrem Podcast die Weihnachtsgeschichten der Bibel und ordnen sie historisch und kulturell ein. Und sie erzählen moderne Weihnachtsgeschichten – von einer Nonne, die Kindersoldaten rettet, und Maria und Josef, die vergeblich nach einer Herberge in einem Villen-Ort im Taunus suchen.
zeit.de (60-Min-Audio)

“Zeit” siegt vor Gericht gegen einen der mutmaßlichen Ibiza-Video-Drahtzieher.

Ibiza-Video: Im Rechtsstreit gegen einen der vermeintlichen Drahtzieher hat die "Zeit" einen Sieg errungen. Nach dem Urteil des Kammergerichtes kann die Zeitung wieder über eine relevante Vorverurteilung des Mannes sowie ein überraschend eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen ihn berichten. 2019 hatte das Landgericht Berlin Teile der Berichterstattung untersagt, weil kein öffentliches Interesse bestünde.
faz.net, derstandard.at

Der “Zeit” liegt erstmals das Kunstmagazin “Kunstplaner” bei.

Kunstplaner heißt ein 64-seitiges Magazin, das morgen einer großen Teilauflage der "Zeit" beiliegt. Das Heft bietet einen Ausblick auf die wichtigsten Kunstereignisse 2021. Es liegt auch der Dezember-Ausgabe der Weltkunst bei und ist in Berlin im Einzelverkauf erhältlich. Insgesamt kommt das Heft mit 200.000 Auflage. Die nächste Ausgabe ist Ende 2021 geplant.
zeit-verlagsgruppe.de

Internationale Medien führen Recherchen ermordeter, mexikanischer Journalistin fort.

Cartel Project: NDR, WDR, die "Süddeutsche Zeitung und die "Zeit" erzählen gemeinsam mit der Organisation Forbidden Stories die Geschichte der ermordeten, mexikanischen Journalistin Regina Martínez und führen ihre Recherchen fort. Martínez hatte im Umfeld mexikanischer Drogenkartelle recherchiert und wurde 2012 umgebracht. An den Recherchen sind 25 Medien aus 18 Ländern beteiligt.
tagesschau.de, zeit.de, sueddeutsche.de (Paid), forbiddenstories.org

“Ein Jahr wie ein Knacks” – Giovanni di Lorenzo über 2020, Solidarität und Streitkultur.


Fehlstart und Hoffnung: "Jeder Mensch verträgt nur eine überschaubare Dosis an bedrohlichen Nachrichten." Im turi2 Podcast zieht Giovanni di Lorenzo Bilanz des Krisenjahres 2020. Der "Zeit"-Chefredakteur sieht in der Corona-Pandemie einen "Knacks für die ganze Menschheit". Auch in seiner Familie hat die Krankheit tiefe Spuren hinterlassen – zwei Familienmitglieder, davon ein naher Verwandter, sind an dem Virus gestorben. Trotzdem glaubt di Lorenzo, dass im kollektiven Gedächtnis der Menschen auch das Gute gespeichert bleibt, etwa Solidarität und eine neue Arbeitskultur. Im Zeit-Verlag wird in der Krise beides gelebt: 35 Mitarbeiter*innen haben zwei Monate lang freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichtet – aus Solidarität mit den Kolleg*innen in Kurzarbeit. Genauso freiwillig ist die Option, aus dem Home Office zu arbeiten.

Giovanni di Lorenzo selbst war bisher jeden Tag im Büro. Journalist*innen sind für ihn genauso systemrelevant wie eine Kassiererin im Supermarkt: "Um Journalismus richtig zu betreiben, muss man sehen, was man beschreiben oder analysieren möchte." Die Leserschaft der "Zeit" goutiert die Anstrengungen offenbar – im Krisenjahr steigt die Auflage der Wochenzeitung auf ein neues Allzeithoch und kann damit einen Teil der Verluste coronabedingt weggebrochener Geschäfte auffangen. "Wir stehen selber manchmal noch ungläubig vor diesen Zahlen", sagt der Chefredakteur. Er glaubt, dass die Leser*innen es schätzen, "dass bei uns eine gewisse Pluralität der Meinungen sichtbar wird" und dass das Lese-Erlebnis erkenntnisreich, aufbauend, gelegentlich sogar tröstend ist – allerdings ohne das Negative auszublenden.

Im Podcast sagt Giovanni di Lorenzo außerdem, was er vom "Quotenfrauen"-Titel des "stern" hält, und spricht über die Angst vor Shitstorms und Skandalisierungen. Er erklärt, dass sich die "Zeit" nicht von oben herab führen lässt und dass er im Blatt immer auch Meinungen findet, die ihm nicht passen – "und das ist auch gut so". Das Gespräch erscheint am 14. Januar in erweiterter Form in der turi2 edition #13.
(Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition)
turi2.tv (36-Min-Podcast auf YouTube), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de


Zitat: Giovanni di Lorenzo ist kein Home-Office-Fan.

"Wenn wir empathische Reportagen über die Kassiererin bei Lidl oder die Krankenschwester schreiben wollen, die sich ja permanent der Gefahr einer Ansteckung aussetzen, können wir uns nicht einfach im Home-Office verbarrikadieren."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo findet Zeitungen, die nur Zuhause entstehen "steril". Im Doppel-Interview mit Art-Direktorin Malin Schulz spricht er bei "Horizont" über Auflagen-Erfolg und Optik der Wochenzeitung.
"Horizont" 47/2020, S. 14-15 (Paid)

Weitere Zitate:

Malin Schulz über die Titel-Gestaltung in der Corona-Zeit:

"Wir wollen das Blatt nicht mit Alarmismus gestalten – weder optisch noch blattmacherisch."

Giovanni di Lorenzo über Erfolg am Kiosk:

"Immer, wenn die Titelgestaltung in der großen Konferenz am Donnerstag als besonders gelungen gelobt wird, zucken wir innerlich zusammen, weil wir wissen, dass die Ausgabe am Kiosk ein Flop wird."

... über die wirtschaftliche Lage der "Zeit":

"Nach den ersten großen Einbrüchen konnten wir uns wieder berappeln, sodass wir nun auf ein ordentliches Ergebnis hoffen."

... über die Aussichten von Print:

"Ich glaube, es wird eine gedruckte 'Zeit' noch ziemlich lange geben. Dieses Sich-Zurückziehen mit der Zeitung, die einen ein paar Mal in der Woche richtig aussteigen lässt, dieses Gefühl stellt sich bei vielen nur mit der Papierausgabe ein."

Basta: Josef Joffe schreibt live bei Bild TV einen Leitartikel für die “Zeit”.

Des einen Leit: "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe soll in der Live-Sendung von Bild TV den Amerika-Experten geben, wirkt in der Schalte jedoch abwesend. Gegenüber Claus Strunz und Patricia Platiel macht Joffe dann auch keinen Hehl daraus, warum das Gespräch später stattfinden muss: "Ich arbeite hier an meinem Leitartikel".
twitter.com (Tweet von Boris Rosenkranz)

Holtzbrinck Veranstaltungsforum gehört ab 2021 zur Zeit Verlagsgruppe.

Zeit Verlagsgruppe adoptiert das Veranstaltungs­forum der Holtzbrinck Publishing Group. Friederike Busch, 41, übernimmt die Geschäftsführung von Andreas Wilkes, der sich nach 25 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Busch ist seit 2011 beim Veranstaltungsforum tätig und hat zuletzt Projekte und Veranstaltungen zur Literatur- und Wissenschaftskommunikation geleitet.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit-Stiftung startet drei Podcasts.

Zeit-Stiftung, 1971 von Gerd Bucerius gegründet, startet drei Podcasts, die "neue Impulse und ungewöhnliche Sichtweisen" vermitteln wollen. "Urban Change" widmet sich Fragen zur Zukunft des Stadt- und Landlebens, "Zeit"-Autorin Katharina Heckendorf moderiert. Bei "Menschenwürde, Menschenleben" sprechen Sascha Suhrke und Patrik Schwarz im Wechsel mit Gästen über Menschenwürde in Zeiten der Krise. Bei "Zeitgeister" entschlüsselt Journalist Ralf Schlüter geheime Botschaften und politische Statements in Songs. Die Zeit-Stiftung hat sich der Förderung von Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur sowie Bildung und Erziehung verschrieben.
zeit-stiftung.de

Termin-Tipp: Klaus Brinkbäumer spricht bei der “Zeit” über die US-Wahl.

Termin-Tipp: Die "Zeit"-Politikchefin Ileana Grabitz begrüßt am Mittwoch um 18.30 Uhr in Berlin den "Zeit"-Autor Klaus Brinkbäumer (Foto) und den TV-Journalisten Stephan Lamby. Sie sprechen über deren Buch Im Wahn – die amerikanische Katastrophe. Anthony Scaramucci, elf Tage PR-Chef des Weißen Hauses, ist zugeschaltet. Das Gespräch wird über die Facebook-Seite der "Zeit" gestreamt.
verlag.zeit.de

Zitat: Christian Drosten muss bei Corona-Teststrategie nicht mitarbeiten.

"Ich werde vielleicht hier und da mal gefragt, was meine Meinung ist. Und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Ich bin absolut ersetzbar."

Virologe Christian Drosten sagt im Zeit-Online-Interview, dass er nicht darauf besteht, bei der Überarbeitung der nationalen Corona-Teststrategie mitzureden. Er halte daran fest, gezielt Menschen mit Symptomen zu testen. Zudem fordert er von der Politik zusätzliche Aufklärung über Covid-19.
zeit.de

ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann verlässt die “Zeit”.

Zeit abgelaufen: Marieke Reimann verlässt die "Zeit"-Verlagsgruppe wie das Unternehmen mitteilt "auf eigenen Wunsch". Derzeit prüft Reimann nach turi2-Infos verschiedene Angebote für eine adäquate neue Stelle in einer Redaktion. Sie war seit 2018 Chefredakteurin des Jugend-Angebots ze.tt. Nachfolgerin wird die bisherige Politik-Redakteurin Tessa Högele. Zum Jahresende stellt die "Zeit" ze.tt als eigenständiges Angebot ein und führt es nur noch als Ressort bei Zeit Online fort.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background) turi2.de/koepfe (Profil Reimann)

Die “Zeit” setzt online künftig auch auf Rezepte und Food-Themen.

Die Zeit kocht - aber nicht vor Wut. Online startet sie den Ableger "Zeit Magazin Wochenmarkt". In dem neuen Ressort empfiehlt die Redaktion Rezepte und greift in Reportagen, Kolumnen und Interviews aktuelle Food-Themen auf. Zum Angebot gehört auch ein neues, kostenloser Newsletter. Sowie eine Rezept-Datenbank mit über 1.000 Einträgen.
zeit-verlagsgruppe.de

“Zeit” startet ein Immobilien-Portal.

Zeit-Verlag steigt ins Immobiliengeschäft ein und startet ein Online-Immobilien-Portal. Der Verlag kooperiert dabei mit seinen Holtzbrinck-Schwestern "Tagesspiegel" und dem Immobilien-Magazin Bellevue der Handelsblatt Media Group. Mit gebündelter Reichweite versprechen die drei Anbieter B2B-Kunden eine "überdurchschnittlich hochwertige Leserschaft".
zeit-verlagsgruppe.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” und Mario Adorf arbeiten den Fall Bruno Lüdke auf.

Lese-Tipp: Die "Zeit" und Mario Adorf arbeiten gemeinsam den Fall Bruno Lüdke auf - die Geschichte eines zu Unrecht verurteilten, angeblichen Serienmörders. Adorf verkörperte ihn 1957 im Film Nachts, wenn der Teufel kam. Für Adorf war der Film Beginn seiner Weltkarriere, heute sagt er: "Ich habe als Schauspieler diesem Bruno Lüdke Unrecht getan. Ich leide darunter."
zeit.de (Paid)

Zitat: Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt über die Kunst des Redigierens.

"Natürlich, jeder, der ein bisschen Wert auf seine Texte legt, ist eigen. Aber eine Zumutung wird es, wenn Redigieren in Zensieren umschlägt."

Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt spricht im "Zeit"-Interview über seine Arbeit bei der "Süddeutschen Zeitung", die aus seiner Sicht nicht immer glücklich verlief - nicht nur aufgrund des Redigiert-Werdens.
zeit.de (Paid)

“Zeit”: Bauer hat Gebäude für Zwangsarbeiter an Nazis vermietet.

Bauer soll in der NS-Zeit mit der Unterbringung von Zwangsarbeitern Geld verdient haben, berichtet die "Zeit Hamburg". Die Rechercheur*innen Kersten Artus, langjährige Bauer-Betriebsrätin, und ihr Ehemann Holger Artus werfen Verleger Heinrich Bauer und seinem Sohn Alfred Bauer vor, ein Kontorgebäude des Verlags an die Nationalsozialisten vermietet zu haben, wo Hunderte italienische Zwangsarbeiter interniert waren. Bauer will "noch in diesem Jahr" beginnen, die Geschichte des Verlags mit Historiker*innen aufzuarbeiten und erst dann "das Verhalten von Heinrich und Alfred Bauer in der NS-Zeit" bewerten.
"Zeit Hamburg" 36/2020 (Vorabmeldung per Mail), meedia.de

Lese-Tipp: Ze.tt hätte mehr Zeit gebraucht, sagt Marieke Reimann.

Lese-Tipp: Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann hätte sich gewünscht, dass die "Zeit" ihrem jungen Ableger mehr Zeit gegeben hätte, um profitabel zu werden. Würde man das Feuilleton auslagern und es profitabel machen wollen, wäre das für eine Zeitung "auch eine große Herausforderung", glaubt sie. Gleich mehrere Verlage haben ihre "Millennial-Medien" in den letzten Monaten eingestampft oder eingedampft.
sueddeutsche.de, turi2.de (Ze.tt wird Zeit-Online-Ressort), turi2.de ("Spiegel" macht Bento dicht)

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim erzählt die Geschichte hinter ihrem “Tagesthemen”-Auftritt.

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim tritt im "Alles gesagt"-Podcast der "Zeit" an und erzählt in knapp vier Stunden u.a. die Geschichte hinter ihrem "Tagesthemen"-Kommentar im April. Sie habe schon vorher ihren "Hut in den Ring" geworfen und eine Liste mit Herzensthemen eingereicht. Außerdem spricht sie über Alltagsrassismus, YouTube-Inszenierungen und ihren durch Corona veränderten Blick auf die Wissenschafts-Kommunikation. Mit Corona habe sie gelernt, dass es auch Wissenschaftler*innen gibt, die sich gerne selbst in Talkshows sehen und das Spiel mit der Zuspitzung mitspielen.
zeit.de (mit 4-Std-Audio)

Aus dem turi2-Archiv: Berufe mit Zukunft von A-Z: W wie Welterklärerin – Mai Thi Nguyen-Kim (Juli 2019).

Zitat: Jan Fleischhauer lästert über Bento und Ze.tt.

"Bento und Ze.tt lebten von der Behauptung, eine Generation zu vertreten, die queer, grün und gendergerecht denkt. Wie sich zeigt, ist diese Generation nicht viel größer als der Studiengang, dem seine Protagonisten entstammen."

Jan Fleischhauer lästert in seiner "Focus"-Kolumne über die Jugendangebote von "Spiegel" und "Zeit" - und befindet, ein Magazin der Grünen Jugend würde vermutlich genauso aussehen.
"Focus" 20/2020, S.8 (Paid)

Lese-Tipp: Angeber nerven, aber bringen die Gesellschaft voran.

Lese-Tipp: Die "Zeit" widmet sich in ihrer Titelstory der "Macht der Angeber", ohne die es kein Wirtschafts­wachstum, keinen Fortschritt und keine Hochkultur gäbe. "Angeber nerven kolossal", jedoch motivieren sie die Gesellschaft zu Höchstleistungen. Soziale Medien hätten zu einer "regelrechten Explosion des Angebens geführt." Die Provokation des Angebers bestehe darin, "dass er demonstrativ hehre Ideale infrage stellt. Er pfeift auf die Gleichheit und will stattdessen besser sein." Der "finstere Zwilling" des aufrichtigen Angebers ist dagegen der Blender und Schaumschläger, der anderen nicht nützt, sondern ihnen Schaden zufügt.
"Zeit" 28/2020, S. 27 - 29 (Paid), zeit.de (Abgeber-Typen, Paid)

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Zitat: New Work muss für alle gelten, sagt Maria Exner, Vize von Zeit Online.

"Mein Gefühl zu New Work vor Corona war, dass damit nicht alle gemeint waren."

Maria Exner, noch Vize-Chefredakteurin von Zeit Online, bald Vize des "Zeit Magazins", sagt im Role Models Podcast, die Debatte um modernes Arbeiten muss, um glaubwürdig zu bleiben, künftig auch alle einschließen, die keine Schreibtischtäter mit festen Arbeitszeiten sind.
soundcloud.com, turi2.de (Background)

Zeitverlag macht sein Jugendangebot ze.tt zum Zeit-Online-Ressort.


Zusammengeschnürtes Ze.tt: Der Zeitverlag macht nicht auf "Spiegel" und deshalb sein Jugendangebot dicht, degradiert sein bisher eigenständiges, junges Portal ze.tt aber ab Herbst 2020 zum Ressort bei Zeit Online. Der Schritt soll ze.tt "langfristig auf eine wirtschaftlich zukunftsfähige Basis zu stellen". Durch die Corona-Krise haben sich laut Angaben des Verlags die wirtschaftlichen Ausfälle verschärft, nur durch die Integration in Zeit Online sei ze.tt als "Aushängeschild der 'Zeit' für diverse Berichterstattung zu erhalten".

Die Marke ze.tt soll bei Zeit Online "weiterentwickelt" werden, ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann begleitet die Übergangsphase. Ob sie danach bleibt, ist unsicher: Zu ihren weiteren Aufgaben innerhalb der Verlagsgruppe befinde man sich "im Gespräch".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background Bento)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann zur Situation der Millennials während Corona. (04/2020)