“Ich hatte das Gefühl, ich kann gehen.” Julia Jäkel spricht in der “Zeit” über ihr Ausscheiden bei Gruner + Jahr.


Don't look back in anger: Vor gut drei Monaten hat Vorstands-Chefin Julia Jäkel überraschend ihren Abgang bei Gruner + Jahr verkündet – in einem Porträt in der "Zeit" spricht sie erstmals über ihr Ausscheiden beim Großverlag und will damit wohl auch Deutungshoheit zurückgewinnen. In dem Text von Cathrin Gilbert findet Jäkel es "irre", dass sich andere, meist männliche Top-Manager an Posten klammern, bis sie mit Abfindungen gefeuert werden. Ihr Verhalten breche "einfach aus dem Muster aus", sagt Jäkel. Ob sie ihrer Absetzung nur zuvorgekommen ist? Gilbert schreibt von "Briefen kilogrammweise und Mails" zu Jäkels Abschied und zitiert Aufsichtsratschef Christoph Mohn: "Deine Entscheidung ist zu respektieren, wenn auch mit Bedauern." Viele Frauen hätten sich bedankt für das weibliche Vorbild und Jäkels Offenheit für Neues. Eine Fusion des Verlags mit RTL zu begleiten, wäre für sie aber "more of the same" gewesen. "Ich wollte wie gerade eineinhalb Wochen in den Bergen kraxeln, ohne auf mein Handy zu schauen."

Kritik, die Qualität der G+J-Zeitschriften hätten unter ihrer Führung gelitten, auch weil es nur noch Multi-Chefredakteurinnen gibt, weist Jäkel zurück. Sie findet viele Zeitschriften besser als andere, manche besser denn je und lobt den "Kooperationsgeist": "Wir haben gelernt, mutig Neues zu machen und gleichzeitig mit Effizienz und Kosten umzugehen."

Bereit, sich nun ganz dem Bergwandern zu widmen, sei Jäkel indes noch nicht. Ihre neue Nebentätigkeit als Aufsichtsrätin des Kleinanzeigen-Portalbetreibers Adevinta findet sie "noch spannender, als ich dachte, wieder ein neuer Blick in die Welt". (Foto: Johannes Arlt für turi2)
"Zeit" 29/2021, S. 27 (Paid)

Zeit Online bündelt Audio-Angebote in einer App.

Zeit Online erneuert seine App und bündelt darin alle Audio-Angebote des Verlags. Die App bietet Zugang zu 15 Podcast sowie ausgewählten, von professionellen Sprecherinnen, vorgelesenen Beiträgen aus der "Zeit" und automatisiert vorgelesenen Online-Artikeln. Laut Verlags­angaben ist die neue App erstmals für Smart­phones und Tablets gleicher­maßen optimiert.
blog.zeit.de

Video-Tipp: El Hotzo ist meistens auf seine Tweets mit den wenigstens Likes stolz.

Video-Tipp: Twitter-Influencer Sebastian Hotz alias El Hotzo löscht natürlich auch mal Tweets, die "nur in seinem Kopf lustig waren", erzählt er Moderator Daniel Erk in der Video-Aufzeichnung vom "Zeit"-Podcastfestival. Hotz schreibe am Tag rund 20 Tweets, von denen es ungefähr zehn auf seinen Twitter-Account schaffen. Manchmal schäme er sich jedoch dafür, nur den "einfachen" Tweet ohne "kreative Schöpfungshöhe" mitzunehmen, der bis zu 5.000 Likes erhält. Stolz sei er hingegen auf Postings, die "nur 80 Likes" hätten.
zeit.de (55-Min-Video)

Hamburg-Ressort der “Zeit” erhält Dreier-Spitze.

Neuaufstellung: "Zeit" verstärkt sein Hamburg-Ressort mit einem dreiköpfigen Führungsteam. Maria Rossbauer, 40, Florian Zinnecker, 36, und Marc Widmann, 41, leiten künftig gleichberechtigt. Rossbauer war zuletzt als Redakteurin im Ressort Junge Leser an der Weiterentwicklung des Kinder-Universums der "Zeit" beteiligt. Zinnecker wirkt seit 2018 beim Hamburg-Ressort mit, 2020 stieg er als stellvertretender Ressortleiter auf. Widmann ist seit 2017 als Co-Ressortleiter tätig. Er teilte sich die Hamburg-Spitze zuletzt mit Kilian Trotier, 37, der ins "Zeit"-Ressort Christ & Welt wechselt.
zeit-verlagsgruppe.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” porträtiert ihre ehemalige DDR-Korrespondentin Marlies Menge.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert ihre ehemalige DDR-Korrespondentin Marlies Menge (87), die sich nach der Wende den Vorwurf gefallen lassen musste, sie habe "alles zu positiv dargestellt". Menge, die Westdeutsche ist, findet den Sozialismus bis heute "humaner als den Kapitalismus" und hält die Wiedervereinigung für "missglückt". Sie profitierte in der DDR allerdings von "einer Art Diplomatenstatus", der es ihr u.a. ermöglichte, frei ein- und auszureisen.
zeit.de (Paid)

AfD setzt Untersuchungsausschuss in der Causa Tom Rohrböck ein.

Gut beraten: Die AfD setzt in der Causa Tom Rohrböck einen internen Untersuchungsausschuss ein, erfahren NDR, WDR und "Zeit" aus Kreisen des Bundesvorstands. Die Kommission soll klären, ob Politikerinnen, die mit Rohrböck in Kontakt standen, parteiinterne Konsequenzen drohen. Berater Rohrböck nahm offenbar massiv Einfluss auf die Ausrichtung der Partei – ohne einen offiziellen Beratervertrag mit der AfD zu haben.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zeit Online veröffentlicht einen Gastbeitrag von Wladimir Putin.

Autorkrat: Zeit Online veröffentlicht anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls auf die Sowjetunion einen Gastbeitrag von Russlands Präsident Wladimir Putin, in dem er "seine Sicht auf Europas Geschichte und seine Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft" darlegt. Putin hält sich nicht nur mit der Vergangenheit auf, sondern kritisiert die EU u.a. scharf für ihr Verhalten im Ukraine-Konflikt – für ihn ein "verfassungswidriger Staatsstreich". Europas Sicherheitssystem ist seiner Meinung nach "in einem desolaten Zustand". Die Reaktionen der Leserinnen sind eher negativ: Unter einem Tweet von Zeit Online wird etwa "Propaganda" kritisiert.
zeit.de, twitter.com (Tweet Zeit Online)

Termin-Tipp: “Zeit” lädt zum Podcastfestival.

Termin-Tipp: "Zeit" startet ein eintägiges Podcastfestival. Heute ab 10 Uhr führt das von Team "Was jetzt", zu dem u.a. Rita Lauter und Pia Rauschenberger gehören, durch die Online-Veranstaltung. "Zeit" will ihre verschiedenen Audioangebote live vor dem Internet-Publikum aufnehmen. Im Programm sind etwa "Das Politikteil", "Zeit" Verbrechen oder "Alles gesagt". Am Nachmittag sollen erstmalig alle Podcast-Gastgeberinnen aufeinandertreffen, abends gesellt sich "Zeit" Vize-Chefredakteurin Sabine Rückert dazu.
zeit.de

Hör-Tipp: “Zeit”-Bildchefin Amélie Schneider über Ästhetik und Polit-Porträts.

Zeit_logo 150x150Hör-Tipp: Bei Porträts geht es darum, den Top-Manager "genauso menschlich oder nahbar" darzustellen wie den "Kioskbesitzer von nebenan", sagt "Zeit"-Bildchefin Amélie Schneider im Freunde-der-Zeit-Podcast Hinter der Geschichte. Darin erzählt sie, vor welchen Entscheidungen die Bildredaktion bei der wöchentlichen Auswahl steht: Dinge sollten "nicht ästhetisiert" werden, sondern die Wahrheit zeigen. Schneider berichtet von Spontan-Shootings mit Jan Josef Liefers und historischen Baerbock-Bildunterschriften.
verlag.zeit.de (34-Min-Audio)

“Zeit” startet Meinungs-Projekt “Die 49”.

Zeit startet "Die 49", ein Projekt, das Meinungen in Deutschland abbilden soll, allerdings "nicht streng repräsentativ". Der Verlag hat dafür aus 30.000 Bewerberinnen 49 Menschen ausgewählt, die "möglichst unterschiedliche Haltungen" zu Themen wie Flucht, Umweltschutz und Gerechtigkeit haben. Eine von ihnen ist Ana Maria Weber (Foto), die am Samstag erstmals im Stream auf die anderen Projekt-Teilnehmerinnen trifft. "Zeit" will die 49 künftig bei Zoom-Diskussionen über aktuelle Themen begleiten, besuchen und portraitieren.
zeit.de, blog.zeit.de

Zitat: Florian Harms sieht manche Redaktionen “vom Dunst des Geldes vernebelt”.

"Selbst der schärfste Verstand scheint nicht dagegen gefeit zu sein, vom Dunst des Geldes vernebelt zu werden."

T-Online-Chef­redakteur Florian Harms wettert in seinem Morgen-Newsletter gegen "Süddeutsche", "FAZ" und "Zeit", die die Anzeige der Lobby-Organisation INSM gegen Annalena Baerbock veröffentlicht haben. Manchen Chef­redaktionen scheine "der Kompass abhanden­gekommen zu sein". T-Online und der "Spiegel" haben die Anzeige laut Harms abgelehnt.
t-online.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Die “Zeit” blickt auf ihre eigene Geschichte zurück.

Hör-Tipp: Der Podcast "Hinter der Geschichte" von Freunde der Zeit geht der Frage nach, wie schwer die "Zeit" in ihren Anfängen vor 75 Jahren von Alt-Nazis oder NSDAP-Mitglieder belastet gewesen ist. Prinzipiell habe sich die "Zeit" schon immer "eng angeschmiegt an die Entwicklung der Bundesrepublik", sagt Geschichts-Ressortleiter Christian Staas. In den frühen Jahren unter Richard Tüngel habe sie sich allerdings "etwas rechts vom gesellschaftlichen Mainstream" bewegt.
verlag.zeit.de (28-Min-Audio), zeit.de (Text)

Özlem Topçu verlässt “Zeit”, wechselt als Vize-Ressortleiterin zum “Spiegel”.

Ihre Zeit ist rum: Journalistin Özlem Topçu (Foto), 44, geht von der "Zeit" zum "Spiegel". Sie und Katrin Kuntz, 38, werden neue Vize-Chefinnen des Auslandsressorts. Bei der "Zeit" war Topçu seit 2009 im Politik-Ressort. "Spiegel"-Reporterin Kuntz vertritt Britta Kollenbroich, die bis Herbst 2022 in Elternzeit ist. Topçu und Kuntz gesellen sich zu Maximilian Popp und Christoph Scheuermann, ebenfalls Vize-Ressortchefs.
kress.de

Zitat: Olaf Scholz hält nichts von einer Gender-Pflicht.

"Ich glaube nicht, dass wir solche Pflichten auferlegen sollten und umgekehrt auch keine Verbote aussprechen."

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hält nichts von einer Verpflichtung zu gendergerechter Sprache im staatlichen Einflussbereich, sagt er im "Zeit"-Interview. Die Gender-Verbotsforderung von Friedrich Merz findet er "peinlich".
zeit.de (76-Min-Video), turi2.de (Background)

Undercover-Reporterin der “Zeit” berichtet von der Arbeit beim Lieferdienst Gorillas.

Affenstress: Reporterin Melanie Raidl heuert für die "Zeit" undercover beim Lieferdienst Gorillas an und berichtet von enormem Druck, Lebensmittel pünktlich zu Kundinnen zu bringen. Teil der "Gorilla-Family" können nur Besitzerinnen eines Smartphones werden, der Dienst zahlt mit 10,50 Euro pro Stunde gerade einmal einen Euro mehr als den vorgeschriebenen Mindestlohn. Fahrerinnen beklagen u.a. auch mangelnde Schutzausrüstung, vor allem im Winter.
zeit.de (Paid)

Hör-Tipp: Annalena Baerbock hält nicht alle Parteien für demokratisch.

Hör-Tipp: "Aus meiner Sicht steht eine Partei, und das ist die AfD, nicht auf dem Boden des Grundgesetzes", sagt Grünen-Chefin Annalena Baerbock im "Alles gesagt"-Interviewpodcast der "Zeit". Baerbock spricht über das Mitglieder-Hoch der Grünen und erzählt den Moderatoren Jochen Wegner und Christoph Amend, dass sie vor ihrer politischen Karriere Journalistin werden wollte und "fasziniert" von den verschiedenen Lebensentwürfen ihrer Gesprächspartnerinnen war.
zeit.de (2,5-Std-Podcast)

Der “Tagesspiegel” will auch außerhalb der Hauptstadt relevant sein.

Tagesspiegel misst sich mit der "Süddeutschen Zeitung", der "Zeit" und habe auch die "FAZ" im Blick, sagt Chefredakteur Christian Tretbar im "Kress"-Interview. 80 % der "Tagesspiegel"-Reichweite sei inzwischen überregional und nicht nur auf Berlin und Brandenburg begrenzt. Tretbar sieht die Zeitung auch aufgrund des Standortvorteils "näher an der Politik".
kress.de (Paid)

Lese-Tipp: Immer mehr Querdenkerinnen wollen Journalistinnen gezielt schaden.

Lese-Tipp: Immer mehr Teilnehmende der Corona-Proteste begeben sich gezielt auf die Suche nach den Journalistinnen und verbreiten deren persönliche Informationen, schreibt Dominik Lenze in der "Zeit". Bislang habe es "Journalisten und Extremisten" gegeben, durch Corona habe sich die Lage verändert. Rechtsradikale und Verschwörungstheoretikerinnen geben sich zunehmend selbst als Reporterinnen aus, um die Arbeit der wirklichen Medienmachenden zu stören.
blog.zeit.de

Zitat: Rainer Esser gratuliert den mächtigen Plattformen.

"Es gibt da diesen Spin: Weil diese Firmen so viel Geld verdienen und einen großen Marktanteil haben, müssen sie böse sein. Ja, es sind große, mächtige Plattformen mit sehr gut funktionierenden Geschäftsmodellen. Da kann ich erstmal nur sagen: herzlichen Glückwunsch!"

Rainer Esser, Geschäftsführer des "Zeit"-Verlags, teilt "das Jammern über Google und Facebook" nicht, sagt er im Meedia-Interview. Esser hält die Diskussion um die großen Plattformen als mögliche Konkurrenz für "nicht zielführend."
meedia.de (Paid)

“Zeit” wehrt sich gegen einstweilige Verfügung beim Artikel um Marc Wiese.

Zeit legt gegen die Einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin Widerspruch ein. Die "Zeit" hatte Dokumentarfilmer Marc Wiese Ungereimtheiten bei seinem Film "Die Unbeugsamen" vorgeworfen und darf einzelne Passagen des mittlerweile gelöschten Beitrags nicht mehr verbreiten. Die Wochenzeitung legt Widerspruch gegen "einzelne Punkt" ein, andere würden akzeptiert, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Gericht erlässt Einstweilige Verfügung gegen “Zeit”-Beitrag über Filmemacher Marc Wiese.

Zeit kassiert vom Landgericht Berlin eine Einstweilige Verfügung gegen einen Beitrag über Dokumentarfilmer Marc Wiese und darf einzelne Passagen daraus nicht mehr verbreiten. Der Verlag kann gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen. Die "Zeit" hatte Wiese Ungereimtheiten bei seinem Film "Die Unbeugsamen" vorgeworfen und ihn in die Nähe der gefakten Doku "Lovemobil" gerückt. Die Autorin hatte u.a. ein Zitat aus einem Vice-Interview übernommen, das durch einen Schnittfehler aus dem Zusammenhang gerissen und von Vice inzwischen gelöscht wurde.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Die “Zeit” analysiert An­na­le­na Ba­er­bocks auftreten in den Medien.

Social-Spitzenreiterin: Ge­gen­über den Me­di­en tritt Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock der­zeit als Ein­zi­ge aus der Spit­zen­po­li­tik wirk­lich sou­ve­rän auf, schreibt Thomas E. Schmidt in der "Zeit". Sie lasse sich "durch nichts und nie­man­den" un­ter­krie­gen und werde von einem Publikum verfolgt, das es gelernt habe, derartige Manöver zu lesen. Mit "un­ter­kom­ple­xen Pro­vo­ka­tio­nen" bräuchten es die Medien bei ihr nicht versuchen.
Zeit, S. 51 (Paid)

Zitat: Grünen-Chef Robert Habeck nennt seine Niederlage “schmerzhaft”.

"Ich bin nicht in der Position, auf die ich hingearbeitet habe. Insofern war das der schmerzhafteste Tag in meiner politischen Laufbahn."

Grünen-Chef Robert Habeck sagt im "Zeit"-Interview, im "politischen Zirkus" könne man jeden Tag gewinnen oder verlieren. Jetzt gehe es darum, "das Persönliche abzuhaken" und die "politische Erfolgsgeschichte weiterzustricken in einer Konstellation, die sich erst finden muss."
zeit.de (Paid)

“Zeit-Magazin”: Sascha Chaimowicz will Avantgarde liefern – aber nicht um jeden Preis.

Offen für alle: Der neue "Zeit-Magazin"-Co-Chefredakteur Sascha Chaimowicz will Avantgarde liefern, ohne Menschen auszuschließen, schreibt Thomas Borgböhmer bei Meedia. Chaimowicz habe recht genaue Vorstellungen davon, wie das Heft von Leserinnen wahrgenommen werden soll. Zugänglichkeit sei ihm dabei ein großes Anliegen: Menschen, die bestimmte Begriffe wie z.B. BIPoC nicht kennen, sollen die Geschichten ebenfalls verstehen können und lesen wollen.
meedia.de (Paid)

“Zeit” besetzt Ressorts “Wirtschaft”, “Streit” und “Zeit im Osten” neu.

Zeit macht Charlotte Parnack (Foto), 38, und Roman Pletter, 40, ab Juli zur Doppel­spitze des Wirtschafts­ressorts. Sie folgen auf Uwe Jean Heuser, 57, der die Wirtschaftsredaktion seit 2000 leitet und bald ein neues Ressort übernimmt. Pletter ist aktuell Wirtschafts-Vize, Parnack leitet mit Jochen Bittner das Ressort "Streit". Ihren Posten übernimmt Martin Machowecz, 33, der die "Zeit im Osten" leitet. Ihm folgt seine Stellvertreterin Anne Hähnig, 32.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit-Tochter Tempus Corporate relauncht “Marken des Jahrhunderts”.

Zeit Verlag: Content-Tochter Tempus Corporate relauncht das Projekt "Deutsche Standards: Marken des Jahrhunderts", das sich seit 2018 unter dem Dach der Hamburger befindet. Zur Überarbeitung der Auszeichnung gehören ein transparentes Auswahlverfahren und ein neues Design. Ein neuer Podcast soll in je 15 bis 30 Minuten die Geschichten der Marken erzählen.
zeit-verlagsgruppe.de, deutsche-standards.de (Übersicht Relaunch)

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Lese-Tipp: Wie das Corona-Dashboard der “Zeit” sich mit der Pandemie entwickelt hat.

Lese-Tipp: Vor einem Jahr hat Zeit Online die erste Deutschlandkarte mit Corona-Fällen veröffentlicht. Damals waren es 23 Fälle und es gab noch keine zentrale Datensammlung. Im Verlauf der Pandemie hat die Redaktion ihr Dashboard stetig erweitert und zusätzliche Funktionen hinzugefügt. Visualisierungschef Julius Tröger und seine Kollegin Elena Erdmann berichten über ein Jahr Corona und ein Jahr Corona-Dashboard.
blog.zeit.de

“Ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung” – so feiert die “Zeit” ihren 75. Geburtstag.


Und im Herbst ein Fest: "Wir wollen uns nicht auf den Heldentaten der Vergangenheit ausruhen." Im Video- und Podcast-Interview mit turi2.tv erklären Wencke Tzanakakis und Nils von der Kall, dass sie zum 75. Geburtstag der "Zeit" lieber nach vorne statt nach hinten gucken. Im Laufe des Jahres sammelt das Blatt "75 Ideen für eine bessere Zukunft" – nicht nur bei Expert*innen, sondern bei seinen Leser*innen. Den Auftakt gibt es in der Jubiläums-Ausgabe, die am Donnerstag erscheint. Bis zum Jahresende soll so "ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung" entstehen, sagt Tzanakakis, die das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit" leitet. Für Sie hängt der Erfolg der "Zeit" – das Blatt erreicht aktuell so viele Leser*innen wie noch nie – maßgeblich damit zusammen, dass es inzwischen auf alle "Code words eines bürgerlichen Wissenstandes" verzichtet und "voraussetzungsarm" schreibt – ein Verdienst von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, sagt Tzanakakis.

Als Verlagsleiter für Marketing und Vertrieb setzt Nils von der Kall vor allem auf die "Zeit"-Community als Wachstumsmotor. Er glaubt, dass es das Blatt in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich "ein bisschen den Naturgesetzen des Zeitungsmarktes" zu entziehen. Das Wachstum der "Zeit", gerade was die Abonnent*innen angeht, sieht er noch längst nicht am Ende. "Vor zehn Jahren hatten wir noch 100.000 Abonnenten weniger", heute sei das Blatt eine Wachstumsmarke. Im Interview gibt er sich überzeugt, noch mehr Leser*innen zu gewinnen und neue Geschäftsfelder – auch neben der Zeitung – zu erschließen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (21-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wie können Verlage beim digitalen Lernen mitspielen, Birthe Kretschmer?


Was Neues wagen: Birthe Kretschmer, Chefin der Zeit Akademie, sieht aktuell enorme Potentiale für Verlage, die beim E-Learning auftrumpfen wollen. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt sie über technische und inhaltliche Anforderungen und gibt Empfehlungen für Verlage ab, die neu ins Geschäft einsteigen. Sie können den Beitrag im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Spiegel” erzielt 2020 als einziges Magazin mehr als 100 Mio Euro Vertriebsumsatz.

Zeitschriftenmarkt: Der "Spiegel" hat 2020 mit Einzelverkauf und Abonnement 123 Mio Euro Print-Vertriebsumsatz erzielt, errechnet "DNV - Der Neue Vertrieb". Damit steigt der Umsatz um rund 3 %. Die "Zeit" mit 99 Mio Euro landet auf Platz 2 und verbessert sich um 5 %. Bei der "Zeit" geht das Plus auf Mehrverkäufe zurück, beim "Spiegel" auf die Preiserhöhung." Auf Rang 3 folgt die "Hörzu" mit 92 Mio Euro Vertriebssumsatz.
presseportal.de

Schüler*innen können Digitalausgabe der “Zeit” kostenlos abonnieren.

Zeit_logo 150x150Zeit bietet Schüler*innen ein kostenloses Digitalabo bis zum Ende des Schuljahres an. Zu Beginn der Sommerferien läuft es automatisch aus. Es umfasst die wöchentliche digitale Ausgabe, alle Artikel auf Zeit Online sowie das E-Paper von "Zeit Campus". Die Vergabe läuft über die Schulen, Lehrer*innen können Gutscheine bestellen.
zeit-verlagsgruppe.de, premium.zeit.de (Gutscheinbestellung)

turi2 edition #13: Wencke Tzanakakis über das Treue-Management der “Zeit”.


Lass uns Freunde bleiben: Im ersten Lockdown müssen Wencke Tzanakakis und ihr Team vom Leser*innen-Club Freunde der Zeit umdenken. Was erhält die Freundschaft, wenn persönliche Treffen ausfallen? Tzanakakis hat ihre Erfahrungen in einem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 zusammengefasst. Sie können das Buch kostenlos als E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

turi2 edition #13: Giovanni di Lorenzo über Hoffnung und Hierarchien.


Ein Jahr wie ein Knacks: Für Giovanni di Lorenzo war 2020 ein Jahr voller Zumutungen und – durch Corona – auch privater Tiefschläge. Im Interview mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 erklärt er, warum für ihn über dem Jahr 2021 das Wort “Hoffnung” steht. Den fast märchenhaften Erfolg seiner Zeitung führt der “Zeit”-Chefredakteur u.a. auf die “Pluralität der Meinungen” im Blatt zurück: “Immer steht irgendetwas in der ‘Zeit’, was einem selber nicht passt, und das ist gut so!” Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen (Fotos: Johannes Arlt für turi2). Weiterlesen …

Stirbt die Kultur, Christoph Amend?


Kultur-Kampf: Christoph Amend, Editorial Director des “Zeit-Magazin”, fühlt mit seinem Künstler-Newsletter den Puls der Kultur-Branche, die unter der Krise besonders leidet. Er fordert in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 neue Bühnen für die Kunst in den Medien – das sei “das Mindeste, was wir Medienmacher*innen tun können”. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Hör-Tipp: Die Pfarrerstöchter analysieren die Weihnachtsgeschichten der Bibel.

Hör-Tipp: Unter dem Titel "Die Rettung des Kindes" erzählen und analysieren die Pfarrerstöchter Sabine Rückert und Johanna Haberer in ihrem Podcast die Weihnachtsgeschichten der Bibel und ordnen sie historisch und kulturell ein. Und sie erzählen moderne Weihnachtsgeschichten – von einer Nonne, die Kindersoldaten rettet, und Maria und Josef, die vergeblich nach einer Herberge in einem Villen-Ort im Taunus suchen.
zeit.de (60-Min-Audio)

“Zeit” siegt vor Gericht gegen einen der mutmaßlichen Ibiza-Video-Drahtzieher.

Ibiza-Video: Im Rechtsstreit gegen einen der vermeintlichen Drahtzieher hat die "Zeit" einen Sieg errungen. Nach dem Urteil des Kammergerichtes kann die Zeitung wieder über eine relevante Vorverurteilung des Mannes sowie ein überraschend eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen ihn berichten. 2019 hatte das Landgericht Berlin Teile der Berichterstattung untersagt, weil kein öffentliches Interesse bestünde.
faz.net, derstandard.at

Der “Zeit” liegt erstmals das Kunstmagazin “Kunstplaner” bei.

Kunstplaner heißt ein 64-seitiges Magazin, das morgen einer großen Teilauflage der "Zeit" beiliegt. Das Heft bietet einen Ausblick auf die wichtigsten Kunstereignisse 2021. Es liegt auch der Dezember-Ausgabe der Weltkunst bei und ist in Berlin im Einzelverkauf erhältlich. Insgesamt kommt das Heft mit 200.000 Auflage. Die nächste Ausgabe ist Ende 2021 geplant.
zeit-verlagsgruppe.de