Lese-Tipp: Ze.tt hätte mehr Zeit gebraucht, sagt Marieke Reimann.

Lese-Tipp: Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann hätte sich gewünscht, dass die "Zeit" ihrem jungen Ableger mehr Zeit gegeben hätte, um profitabel zu werden. Würde man das Feuilleton auslagern und es profitabel machen wollen, wäre das für eine Zeitung "auch eine große Herausforderung", glaubt sie. Gleich mehrere Verlage haben ihre "Millennial-Medien" in den letzten Monaten eingestampft oder eingedampft.
sueddeutsche.de, turi2.de (Ze.tt wird Zeit-Online-Ressort), turi2.de ("Spiegel" macht Bento dicht)

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim erzählt die Geschichte hinter ihrem “Tagesthemen”-Auftritt.

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim tritt im "Alles gesagt"-Podcast der "Zeit" an und erzählt in knapp vier Stunden u.a. die Geschichte hinter ihrem "Tagesthemen"-Kommentar im April. Sie habe schon vorher ihren "Hut in den Ring" geworfen und eine Liste mit Herzensthemen eingereicht. Außerdem spricht sie über Alltagsrassismus, YouTube-Inszenierungen und ihren durch Corona veränderten Blick auf die Wissenschafts-Kommunikation. Mit Corona habe sie gelernt, dass es auch Wissenschaftler*innen gibt, die sich gerne selbst in Talkshows sehen und das Spiel mit der Zuspitzung mitspielen.
zeit.de (mit 4-Std-Audio)

Aus dem turi2-Archiv: Berufe mit Zukunft von A-Z: W wie Welterklärerin – Mai Thi Nguyen-Kim (Juli 2019).

Zitat: Jan Fleischhauer lästert über Bento und Ze.tt.

"Bento und Ze.tt lebten von der Behauptung, eine Generation zu vertreten, die queer, grün und gendergerecht denkt. Wie sich zeigt, ist diese Generation nicht viel größer als der Studiengang, dem seine Protagonisten entstammen."

Jan Fleischhauer lästert in seiner "Focus"-Kolumne über die Jugendangebote von "Spiegel" und "Zeit" - und befindet, ein Magazin der Grünen Jugend würde vermutlich genauso aussehen.
"Focus" 20/2020, S.8 (Paid)

Lese-Tipp: Angeber nerven, aber bringen die Gesellschaft voran.

Lese-Tipp: Die "Zeit" widmet sich in ihrer Titelstory der "Macht der Angeber", ohne die es kein Wirtschafts­wachstum, keinen Fortschritt und keine Hochkultur gäbe. "Angeber nerven kolossal", jedoch motivieren sie die Gesellschaft zu Höchstleistungen. Soziale Medien hätten zu einer "regelrechten Explosion des Angebens geführt." Die Provokation des Angebers bestehe darin, "dass er demonstrativ hehre Ideale infrage stellt. Er pfeift auf die Gleichheit und will stattdessen besser sein." Der "finstere Zwilling" des aufrichtigen Angebers ist dagegen der Blender und Schaumschläger, der anderen nicht nützt, sondern ihnen Schaden zufügt.
"Zeit" 28/2020, S. 27 - 29 (Paid), zeit.de (Abgeber-Typen, Paid)

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Zitat: New Work muss für alle gelten, sagt Maria Exner, Vize von Zeit Online.

"Mein Gefühl zu New Work vor Corona war, dass damit nicht alle gemeint waren."

Maria Exner, noch Vize-Chefredakteurin von Zeit Online, bald Vize des "Zeit Magazins", sagt im Role Models Podcast, die Debatte um modernes Arbeiten muss, um glaubwürdig zu bleiben, künftig auch alle einschließen, die keine Schreibtischtäter mit festen Arbeitszeiten sind.
soundcloud.com, turi2.de (Background)

Zeitverlag macht sein Jugendangebot ze.tt zum Zeit-Online-Ressort.


Zusammengeschnürtes Ze.tt: Der Zeitverlag macht nicht auf "Spiegel" und deshalb sein Jugendangebot dicht, degradiert sein bisher eigenständiges, junges Portal ze.tt aber ab Herbst 2020 zum Ressort bei Zeit Online. Der Schritt soll ze.tt "langfristig auf eine wirtschaftlich zukunftsfähige Basis zu stellen". Durch die Corona-Krise haben sich laut Angaben des Verlags die wirtschaftlichen Ausfälle verschärft, nur durch die Integration in Zeit Online sei ze.tt als "Aushängeschild der 'Zeit' für diverse Berichterstattung zu erhalten".

Die Marke ze.tt soll bei Zeit Online "weiterentwickelt" werden, ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann begleitet die Übergangsphase. Ob sie danach bleibt, ist unsicher: Zu ihren weiteren Aufgaben innerhalb der Verlagsgruppe befinde man sich "im Gespräch".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background Bento)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann zur Situation der Millennials während Corona. (04/2020)

Augustus Intelligence: Auch Ex-BND-Chef August Hanning hält Aktienoptionen.

Augustus Intelligence: Auch Ex-BND-Chef August Hanning hält laut "Zeit" Aktienoptionen an dem Unternehmen; zudem gibt es zwischen ihm und der Firma eine schriftliche Vereinbarung zu Beratungszwecken. Hanning bezeichnet seine Aktienoptionen als "überschaubar" und "im Augenblick nichts wert", er sei in Sachen Augustus Intelligence "nicht sonderlich aktiv". CDU-Politiker Philipp Amthor, der jüngst über seine Klüngelei mit Augustus Intelligence stolperte, habe Hanning nur "einmal am Rande einer Jagd getroffen": Es sei kurz über Augustus Intelligence gesprochen worden, "aber nicht vertiefend".
zeit.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Theo Sommer blickt auf über 60 Jahre bei der “Zeit” zurück.

Lese-Tipp: Theo Sommer, lange Chefredakteur der "Zeit", blickt anlässlich seines 90. Geburtstags im Interview mit Willi Winkler auf über 60 Jahre bei der "Zeit" zurück. Er habe erlebt, wie die Zeitung in der Nachkriegszeit schrittweise nach links rückte, wenngleich Sommer z.B. die Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität nicht als links ansieht. Die "Zeit" habe "Geschichte gemacht". Auch heute könne er Studierenden noch empfehlen, zu einer Zeitung zu gehen.
sueddeutsche.de

Neue “Zeit”-Seiten porträtieren Promis und besondere Gruppen.

Zeit startet zwei neue Porträt-Seiten, die im wöchentlichen Wechsel am Ende des Wirtschaftsteils erscheinen. "Unterhaltung" gibt aus unerwarteter Perspektive einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit eines Promis, den Auftakt macht morgen Minister­präsidentin Manuela Schwesig. "Die Menschen von ..." porträtiert besondere Gruppen in Firmen, Organisationen oder Kommunen, wobei das Team im Fokus steht.
zeit-verlagsgruppe.de

Nicola Leibinger-Kammüller folgt René Obermann im Herausgeberrat der “Zeit”.

Zeit beruft Nicola Leibinger-Kammüller in ihren Herausgeberrat. Sie folgt auf René Obermann, der seinen Posten auf eigenen Wunsch verlässt, weil der Aufsichtsratvorsitzender bei Airbus wird. Leibinger-Kammüller ist Erbin und Chefin des Maschinenbau-Konzerns Trumpf. Sie ist zudem in verschiedenen Gremien u.a. für das Max-Planck-Institut, die Fraunhofer-Gesellschaft und Siemens tätig. Dem "Zeit"-Herausgeberrat gehören zudem Jutta Allmendinger, Zanny Minton Beddoes, Florian Illies und Josef Joffe an.
zeit-verlagsgruppe.de

Wir graturilieren: Silvie Rundel wird 46.


Wir graturilieren: Silvie Rundel, Leiterin Unter­nehmens­kommuni­kation und Event-Chefin bei der "Zeit", wird heute 46. Ihren Geburtstag feiert sie mit ihrem Sohn bei einer Fahrradtour durch das südlich von Hamburg gelegene "Alte Land". Dabei erinnert sie sich vielleicht auch noch einmal an das Positive aus dem zurückliegenden Jahr. Da nennt Rundel zum Beispiel den Mut des Verlags, bei Veranstaltungen und in der Kommunikation viel Neues ausprobiert zu haben: "Davon profitieren wir jetzt sehr." Auch der Zelturlaub in St. Girons an der französischen Atlantik-Küste sei "großartig" gewesen.

Für das kommende Jahr wünscht sich Rundel, dass die "Zeit" wieder große Live-Events machen kann, sowie "Umarmungen ohne schlechtes Gewissen" und einen VW-Bus. Gratulationen sind "über alle Kanäle schön". Anrufe kann sie wegen der Radtour jedoch nicht annehmen. Es empfiehlt sich also eher eine E-Mail.

“Zeit” verpasst sich neuen Claim und will “anders” sein.

Zeit wirbt ab Mitte Mai mit dem übersichtlichen Claim "Die Zeit ist anders" für sich. "Früher sagte man uns nach, wir seien ein etwas oberlehrerhaftes Blatt für Studienräte und Zahnarztgattinnen", sagt Chefredakteur Giovanni di Lorenzo im "W&V"-Interview. Jetzt wolle der Verlag zeigen, dass sich die Zeitung in den letzten 20 Jahren "erheblich verändert" habe. Der alte Werbespruch lautete: "Genießen Sie die Zeit."
zeit-verlagsgruppe.de, wuv.de (Paid)

Termin-Tipp: Jens Spahn heute Abend im Digital-Gespräch bei “Eine Stunde ‘Zeit'”.

Termin-Tipp: Charlotte Parnack, Leiterin des Ressorts Streit bei der "Zeit", spricht heute Abend ab 18.30 Uhr mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Bei der digitalen Veranstaltung Eine Stunde Zeit wird es um seine Entscheidungen im Rahmen der Corona-Krise zu erklären und seine Pläne für die schrittweise Lockerung gehen. Das Gespräch streamt die "Zeit" live auf ihrer Webseite und bei Facebook.
verlag.diezeit.de

Zitat: Giovanni di Lorenzo will als Journalist AfD-Wähler nicht bekehren.

"Es ist aber ein totaler Irrglaube, man könne die AfD oder den Populismus kleinkriegen, indem man bestimmte Leute nicht mehr ins Fernsehen einlädt. Genauso falsch finde ich übrigens die Vorstellung, es sei unsere Aufgabe als Medien, AfD-Wähler zu bekehren. Wir sind Journalisten."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo diskutiert im "Streit"-Gespräch mit den drei Redakteurinnen Alice Bota, Özlem Topçu und Khuê Phạm über Migration, Identität und Populisten. Er sieht es als eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, "wenigstens einen Teil" der Menschen zurückzugewinnen, die sich von der Gesellschaft abwenden.
"Zeit" 17/2020, S. 8/9 (Paid)

Weitere Zitate:

"Es ist nicht so, dass der Erfolg der Populisten weltweit nur das Ergebnis einer sich selbst reproduzierenden Bosheit und Blödheit ist. Irgendetwas haben auch die etablierten Parteien, die Medien, die gesellschaftliche Mitte dazu beigetragen, dass Populisten so stark geworden sind. Und deswegen predige ich immer wieder, dass wir uns diese Fehler genau anschauen, weil wir sonst keinen Hebel haben, den gesellschaftlichen Frieden mittelfristig zurückzugewinnen."

"Wir können über alles schreiben, auch über Rassisten, über Extremisten, über Holocaustleugner, über Leugner des Klimawandels. Aber wir sollten ihnen keine Bühne zur Selbstdarstellung bieten."

"Die Medien sind ja im Moment in der Corona-Krise sehr erfolgreich, das ist einer der wenigen Lichtblicke. [...] Ich habe mich gefragt, woran das liegt. Sicherlich daran, dass die Bedrohung so groß ist. Aber vielleicht hat es auch damit zu tun, dass sich Journalisten im Moment stark auf das Darstellende konzentrieren, auf das Analysierende und Erklärende, und das Kommentierende eher zurückstellen. Ich finde, nicht zu unserem Schaden."

“Zeit”: Maria Exner geht zum Magazin, Leonie Seifert in die Online-Chefetage.

Zeit: Maria Exner (Foto), bisher Vize-Chefredakteurin bei Zeit Online, wechselt im Juli in dieselbe Position beim "Zeit Magazin". Exner folgt auf Matthias Kalle, der das Haus laut "Zeit" "auf eigenen Wunsch" verlässt. Leonie Seifert, bisher u.a. im Ressort Arbeit unterwegs, startet in der Chefredaktion von Zeit Online – ab sofort, teilt der Verlag mit.
zeit-verlagsgruppe.de

Wie geht’s den Künstler*innen, Christoph Amend?


Künstlerisch wertvoll: "Kultur ist systemrelevant und wir müssen alle gemeinsam etwas tun, damit das so bleibt", fordert Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazins", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Hier sei aber nicht nur der Staat gefragt. Amend ruft auch dazu auf, die kleinen, unabhängigen Buchhandlungen zu unterstützen, auch wenn gerade durch Home Office und Kinderbetreuung vielleicht nicht so viel Zeit zum Lesen bleibt: "Bestellen Sie Bücher bei Ihrem Buchhandel um die Ecke und lesen Sie vielleicht später."

Christoph Amend und das "Zeit Magazin" haben zur Unterstützung der derzeit gebeutelten Kunst- und Kulturszene einen Newsletter ins Leben gerufen. Als Erweiterung des werktäglichen Abend-Newsletters Was für ein Tag erscheint nun täglich auch die morgendliche Sonderausgabe "Was für ein Morgen". Der Newsletter steht jeden Tag einer Künstlerin oder einem Künstler zur Verfügung – "damit wir eine Bühne bieten in Zeiten, in denen alle Bühnen leider geschlossen bleiben müssen".
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Die “Zeit” plant Kurzarbeit.

Zeit für Kurzarbeit: Die Hamburger Wochenzeitung "Zeit" plant aufgrund der Corona-Krise in bestimmten Unternehmensbereichen die Einführung von Kurzarbeit, berichtet der Podcast Unter Zwei. Welche Bereiche von der Maßnahme betroffen seien, werde gerade geprüft. Auch der Zeitraum und die Höhe der Löhne während der Kurzarbeit seien noch unklar. "Das Ausmaß werden wir erst einschätzen können, wenn wir absehen können, wie lange diese Krise anhält", sagt "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser. Ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Staatliche Subventionen seien für Esser kein Thema. "Es wäre aber ausgesprochen hilfreich und sehr sinnvoll, wenn die Bundesregierung und alle öffentlichen Stellen die Zeitungen intensiv für ihre Kommunikation in Zeiten von Corona nutzen", sagt der "Zeit"-Geschäftsführer im Podcast "Unter Zwei". Esser erwägt den Ausbau der Podcasts und das Angebot von digitalen Weiterbildungs- und Eventformaten, um die Umsätze des schwächelnden Anzeigenmarkts zu kompensieren.
medium.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Video-Feature zur "Zeit"-Bilanz (3/2020).

Zitat: Giovanni di Lorenzo sieht nackte Haut in der Redaktionskonferenz.

"Wir haben schon einen Kollegen gesehen, der recht elegant aussah, würdevoll dasaß und dann vergessen hat, dass man ihn sieht. Er ist aufgestanden und man sah ihn in Boxershorts."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gibt im "Hinter der Geschichte"-Podcast der "Freunde der Zeit" Einblicke in den Redaktionsalltag. Darin spricht er auch über seine Erfahrungen mit Videokonferenzen in Zeiten von Corona.
verlag.zeit.de (25-Min-Audio), turi2.de (Background)

Buch-Tipp: Sex-Podcast der “Zeit” erscheint als gleichnamiges Buch.

Buch-Tipp: Die Macher des Sex-Podcasts Ist das normal? von der "Zeit" haben ein gleichnamiges Buch veröffentlicht. Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner (Foto) will gemeinsam mit Wissenschaftsjournalistin Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm, Vize-Ressortchef Wissen und Digital bei Zeit Online, den Weg für die "individuelle Sexualität" ebnen.
zeit.de

“Horizont”: Holtzbrinck beendet den Exklusiv-Vertrag mit Sigmar Gabriel.

Holtzbrinck löst seinen Exklusiv-Vertrag mit Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel auf, schreibt Ulrike Simon bei Horizont.net. Grund ist wohl, dass Gabriel zu viel in anderen Medien auftrat, deutet Simon an. Offiziell teilt Holtzbrinck-Finanzchef Oliver Finsterwalder mit, dass der Verlag und der Ex-Politiker ihre Zusammenarbeit "vor dem Hintergrund seiner zusätzlichen neuen Aufgaben" reduzieren. Für ein Honorar zwischen 15.001 und 30.000 Euro pro Monat hatte Gabriel in den vergangenen zwei Jahren für "Handelsblatt", "Zeit" und "Tagesspiegel" geschrieben.
horizont.net (Paid), gaborsteingart.com (Gabriel im Steingart-Podcast)

“Zeit” und Zeit Online starten den Podcast “Das Politikteil”.

Zeit und Zeit Online starten den wöchentlichen Podcast Das Politikteil, der vor dem Wochenende das bestimmende Thema der Woche beleuchten soll. Moderiert wird in zwei Duos von Ileana Grabitz, Politikchefin von Zeit Online, mit Co-Politikchef Marc Brost sowie "Zeit"-Chefkorrespondentin Tina Hildebrandt mit Co-Politikchef Heinrich Wefing. Dazu empfangen die Gastgeber jeweils eine*n Fachredakteur*in oder Korrespondent*in.
zeit.de

“Zapp”: Hamburger Landgericht weist Schadensersatzklage gegen “Zeit” ab.

Zeit muss Schauspielerin Jany Tempel keine 30.000 Euro Schadenersatz zahlen, entscheidet das Landgericht Hamburg. Im Zuge der MeToo-Berichterstattung über Dieter Wedel warf sie ihm sexuelle Belästigung vor. Weil die Tat nicht verjährt war – was die "Zeit" fälschlicherweise angenommen hatte – musste Tempel als Zeugin vor Gericht gegen Wedel aussagen. Die Kosten für den juristischen Beistand wollte ihr Anwalt der Zeitung in Rechnung stellen, weil sie Tempel einen Opferanwalt zugesagt habe. Die "Zeit" bestreitet das, sie habe nur zugesichert, Kosten aus möglichen zivilrechtlichen oder medienrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu übernehmen. Das Gericht folgt dieser Darstellung.
ndr.de

Video-Feature: Zeit-Verlag schließt 2019 mit ordentlichem Plus ab.


"Ohne viel Geschiss": Der Zeit-Verlag trotzt auch 2019 der Medienkrise und legt ein Umsatzwachstum von 3,1 % hin. Insgesamt nimmt der Verlag 227 Mio Euro ein – für Verlagschef Rainer Esser, der die "Zeit" seit 20 Jahren führt, das zwanzigste Wachstumsjahr in Folge. Vor allem die Vertriebs- und Abo-Erlöse wachsen auf ein Rekordniveau von 88 Mio Euro, verglichen mit 2018 ein Plus von 6 %. Die Umsätze mit Print-Anzeigen bleiben immerhin stabil, während Zeit Online, die Jobbörse Academics und ze.tt um 10 % zulegen und knapp 20 Mio Euro beitragen.

Im Video-Feature von "Horizont" und turi2.tv erklärt Rainer Esser: "Wir haben viele tolle Leute hier im Haus, die Ideen haben und die werden schnell auf die Straße gebracht, ohne Hierarchien und ohne großes Geschiss." Wie das geht, erzählt er am Beispiel von Zeit Verbrechen, das die Redaktion 2018 innerhalb von nur drei Monaten gelauncht hat. Anfangs verkauft das Magazin 20.000 Exemplare, heute – auch durch den Erfolg des "Zeit Verbrechen"-Podcasts angekurbelt – liegt "Zeit Verbrechen" bei rund 60.000 Auflage.

Esser widerspricht Medienberichten, wonach es den DvH Medien nur noch gut gehe, weil die Cashcow "Zeit" die Verluste der Konzern-Schwestern "Handelsblatt" und "Tagesspiegel" ausgleicht: Die "Zeit" profitiere von den Ideen, die in Düsseldorf und Berlin entstehen. Die Kollegen seien auf "einem guten Weg", auch wirtschaftlich "den Anschluss zu erreichen".

Im Video spricht außerdem Vize-Chefredakteurin und Crime-Podcasterin Sabine Rückert über Journalismus in Podcast-Form als Erfolgsrezept und "Streit"-Ressortleiterin Charlotte Parnack verrät, dass die "Zeit" das erst sechs Monate alte "Streit"-Ressort im April auf die Bühne bringen will.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

“Ich höre keine Podcasts“ – “Zeit Verbrechen”-Macherin Sabine Rückert über ihren Podcast-Erfolg.


Print und Podcast: Sabine Rückert ist im Hauptberuf Vize-Chefredakteurin der "Zeit" und nebenbei Deutschlands erfolgreichste Podcasterin. Mit Zeit Verbrechen erreicht sie alle zwei Wochen Hunderttausende Fans mit Mord und Totschlag. Im Video-Interview von turi2.tv verrät sie, dass sie selbst keine Zeit zum Podcast hören hat und dass die Sendung anfangs als PR-Instrument für das gleichnamige Magazin gedacht war, sich inzwischen aber verselbstständigt hat. "Magazin und Podcasts sind Geschwister", die nur in geringer Menge deckungsgleich sind, sagt Rückert im kurzen Video. Im ausführlicheren turi2 Podcast erklärt sie, warum sie Abstand zu den ermittelnden Behörden hält und spricht über ihren zweiten Podcast Unter Pfarrerstöchtern, in dem es um die Bibel aus kulturhistorischer Sicht geht. Inspiriert wurde sie zu dem Podcast von Jan Böhmermann.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (24-Min-Audio)

Den turi2 Podcast gibt es auch bei iTunes, Spotify und Audio Now.


Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger spricht bei “Alles gesagt” über sein Coming-out.

Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger tritt zum unendlichen Podcast "Alles gesagt" an. In gut viereinhalb Stunden spricht er u.a. über sein Bekenntnis zur Homosexualität. Er berichtet, dass er sein Coming-out schon früher haben wollte, sein Umfeld und ein Medienanwalt ihm aber während der Karriere abgeraten haben. Heute findet er es bemerkenswert, dass seine Sexualität in seiner Rolle als VfB-Stuttgart-Vorstandschef keine Rolle spielt.
zeit.de (4,5-Std-Podcast)

“kress pro”: “Zeit” fängt bei Holtzbrinck die Verluste des “Tagesspiegel” auf.

Holtzbrinck: Die Gewinne der "Zeit" fangen die Verluste des "Tagesspiegel" auf, schreiben Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Der Verlag habe 2019 mehr als 500 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet. Schwierig einzuschätzen sei die wirtschaftliche Situation des "Handelsblatt" – Kritiker von Gabor Steingart behaupteten, seit seinem Abgang sei sie deutlich besser, Befürworter, dass der Abgang der Zeitung geschadet habe. Klar sei, dass sich das Ergebnis zu 2018 deutlich verbessert habe.
kress.de

Lese-Tipp: Zeit Online gibt Einblick in Datenrecherche.

Lese-Tipp: Zeit Online dokumentiert, wie die Redaktion mit wissenschaftlichen Daten arbeitet und wie die Ergebnisse der Datenrecherchen wiederum der Wissenschaft helfen. Die Redaktion veranschaulicht etwa die Umzüge vom Osten in den Westen Deutschlands, dokumentiert, wie sich Themen und Sprache im Bundestag verändert haben und wie sich die Wahlentscheidungen der EU-Bürger entwickeln. Noch nie waren die journalistischen Recherchen von Zeit Online in der Wissenschaft so gefragt wie 2019, schreiben die Autor*innen Elena Erdmann, Philip Faigle und Julius Tröger.
blog.zeit.de

Claire Beermann wird Style Directorin beim “Zeit Magazin”.

Zeit Magazin befördert Claire Beermann, 25, zur Style Directorin. Sie folgt auf Tillmann Prüfer, 46, der als Mitglied der "Zeit Magazin"-Chefredaktion weiterhin Stil- und Designthemen verantwortet. Beermann ist seit 2016 Redakteurin des "Zeit Magazins" und verantwortet jetzt inhaltlich Mode, Design und Reisen sowie die wöchentliche Kolumne "Heiter bis glücklich".
zeit-verlagsgruppe.de

Chefredakteur Georg Löwisch verlässt die “taz” und wechselt zur “Zeit”.

taz-Chefredakteur Georg Löwisch verlässt die linksalternative Zeitung Ende April. Ab dem Sommer leitet er die Redaktion "Christ & Welt" der "Zeit". Über die Nachfolge will die "taz" "mit der gebotenen Sorgfalt" beraten und sieht sich nicht unter Zeitdruck, da mit Katrin Gottschalk und Barbara Junge zwei Stellvertreterinnen vorhanden seien. Löwisch ist seit September 2015 "taz"-Chefredakteur, kam damals vom Debattenmagazin "Cicero".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

Das Jugend-Portal der “Zeit” startet ein Community-Modell mit Paid Content.


Zahl dich grün: Die "Zeit" startet für ihr Millennial-Angebot ze.tt ein Paid-Content-Angebot. Mit ze.tt gr.een will der Verlag keine klassische Paywall einführen, sondern zahlende Leser mit Nachhaltigkeit und einem Clubgedanken locken. Mitglieder zahlen monatlich zwischen 3 und 13 Euro und bekommen dafür neben zusätzlichen Inhalten die Möglichkeit, untereinander und mit der Redaktion zu kommunizieren. Außerdem erhalten sie Rabatte bei Kooperationspartnern. Für Nutzer, die mindestens 6 Euro im Monat zahlen, verspricht die "Zeit" in Zusammenarbeit mit der NGO Oroverde einen Baum zu pflanzen.

Marieke Reimann (Foto), Chefredakteurin von ze.tt, sagt, dass die Klimakrise und umweltfreundliches Leben die Top-Themen der Leser sind und man daher hier anknüpft. Das Motto laute: "Partizipieren statt Konsumieren". Das Portal wolle den Usern das Gefühl geben "ein Teil von ze.tt zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun." Entsprechend fällt auch die Wahl der Kooperationspartner aus, zu denen zum Start unter anderem Veganz, Avocadostore, Einhorn, Original Unverpackt, Clevershuttle, Tomorrow Bank, Coffee Circle und Sirplus zählen. Die technische Abwicklung übernimmt der Bezahldienstleister Steady. (Foto: Marcel Schwickerath für die "turi2 edition")
zeit-verlagsgruppe.de

Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

turi2 edition #10: Marieke Reimann über alte weiße Männer und Print-Könige.


Gedanken über jedes Wort und jedes Bild: Marieke Reimann kämpft als Chefredakteurin von ze.tt, der jungen Online-Plattform der “Zeit”, gegen Stereotypen, männliche Sprache und Print-Könige. Für die turi2 edition #10 spricht sie mit Anne-Nikolin Hagemann über ihren Anspruch, dafür zu sorgen, dass “meine Redaktion so vielfältig ist wie unsere Gesellschaft.” Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Marcel Schwickerath)