Hör-Tipp: “Zeit”-Vize Sabine Rückert startet mit ihrer Schwester einen Bibelpodcast.

Hör-Tipp: In der Podcast-Serie Unter Pfarrerstöchtern redet Sabine Rückert (Foto), Vize-Chefredakteurin der "Zeit", mit ihrer Schwester und Theologieprofessorin Johanna Haberer über die Bibel. Die Idee kam Rückert im Gespräch mit Jan Böhmermann, bei dem ein Wortwitz mit biblischem Hintergrund nicht sofort zündete. In der ersten Folge sprechen die Pfarrerstöchter über die Schöpfungsgeschichte.
zeit.de (30-Min-Audio)

Meinung: “Streit”-Ressort der “Zeit” ist ein “wohltuendes Wiedersehen mit Twitter-Tiraden”.

Zeit Streit ist ein "wohltuendes Wiedersehen mit den Twitter-Tiraden der letzten Tage" samt Feststellung, dass alles doch "gar nicht so wild war", bilanzieren Erica Zingher und Peter Weissenburger nach drei Monaten. Im Streit-Ressort bringt die "Zeit" Menschen mit gegensätzlichen Ansichten zusammen. Die Diskutanten sind "sorgfältig ausgewählt und ziemlich divers", die Redaktion wünscht sich ein "argumentatives Tauziehen" ohne Unterstellungen oder persönliche Vorwürfe.
taz.de

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ZEIT für Reader Revenue: Wie generiert man in Zeiten sinkender Auflagen und Anzeigenerlöse ein Wachstum in allen Sparten? DIE ZEIT zeigt am 5.02.2020, wie man mit Paid Content, Audio, Kundenbindung, Abomarketing & E-Commerce Leser zu echten Freunden macht und damit neue Erlösquellen schafft. Hier anmelden.

Die “Zeit” baut ihre Vermarktung um.

Zeit stellt ihre Vermarktung ab 2020 neu auf. Der Verlag führt die neue B2B-Marke Zeit Media ein, die in sechs Kunden- bzw. Themengruppen agiert, z.B. Mobilität oder Lifestyle. Die Content-Marketing-Sparte Tempus Corporate, die Veranstaltungstochter Convent und die 360-Grad Vermarktung Client Solutions firmieren künftig unter dem Label Zeit Studio. Die Maßnahmen sind Teil des Umbaus bei Holtzbrinck, bei dem alle Titel, auch "Handelsblatt" und "Tagesspiegel", mehr in Eigenregie arbeiten sollen, der bisherige Vermarkter IQ Media schrumpft und konzentriert sich auf Mediaagenturen.
horizont.net (frei nach Anmeldung)

IVW 3/2019: “Welt” verliert 27,2 %, “Focus” 11,6 %, E-Paper-Verkäufe steigen.


Das Netz fängt auf: Im 3. Quartal verlieren die meisten Zeitungen und Zeitschriften laut IVW weiter Auflage. Minus-Spitzenreiter ist "Welt" mit 27,2 %. Beim "Focus" sorgt die stark zusammengestrichene Bordauflage für ein Auflagen-Minus von 11,6 %. "Bild" verliert 9,6 %. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" verlangsamen den Sinkflug durch steigende E-Paper-Verkäufe. "Zeit" und "Handelsblatt" drehen die Auflage dadurch sogar um 2,0 % und 6,8 % ins Plus. Die "Landlust" bleibt stabil.
horizont.net, dwdl.de (Zeitungen), dwdl.de (Zeitschriften)

“Zeit Magazin” startet Ausgaben für Stuttgart und Zürich.

Zeit Magazin bringt im kommenden Jahr zwei neue Regionalausgaben heraus, schreibt "New Business". Im Juni 2020 erscheint erstmals das "Zeit Magazin Zürich" mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren, im November 2020 folgt das "Zeit Magazin Stuttgart". Das Stuttgarter Heft liegt der "Zeit"-Aboauflage in Baden-Württemberg bei und kommt auf 72.000 Exemplare.
new-business.de

“Zeit”-Chef Rainer Esser will kein Geld von Google.


Keine Zeit für Klagelieder: Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, will im Klagechor der Verlage über die bösen Googles und Facebooks nicht mitsingen. "Alle schauen, dass sie möglichst gut von Google gefunden werden. Im Gegenzug von Google Geld dafür zu verlangen, halte ich für eine komische Idee", sagt Esser im Interview mit der österreichischen Zeitung "Standard". Das Leistungsschutzrecht sei wichtig für längere Texte, nicht aber für Snippets.

Auch den Groll, dass Google und Facebook den Online-Werbemarkt dominieren, will Esser nicht teilen: "Wir sind in einem freien Wettbewerb. Wenn Google und Facebook gute Geschäfte machen, dann: Hut ab! Kooperation und Innovation statt Neid ist unser Weg." Einen Missbrauch der Marktmacht sieht Esser nicht: "Marktmissbrauch wäre, wenn sie uns nicht auf ihre Plattform lassen würden, weil wir Konkurrenten wären." (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition1)
derstandard.at

Meinung: Die Berufsempörten erhalten zu viel Raum, beobachtet Giovanni di Lorenzo.

Klassische Medien messen "Berufsempörten von links und von rechts" zu viel Bedeutung bei, kritisiert Giovanni di Lorenzo. Dadurch werde ein ­Resonanzraum geschaffen, den sie allein nie hätten. Es habe zwar schon immer Empörung gegeben, aber das Massenphänomen habe sich erst durch die technischen Gegebenheiten der digitalen Medien in dem Maße entfaltet.
horizont.net (Paid)

Klaus Brinkbäumer spricht über sein Scheitern beim “Spiegel” und kritisiert die Mitarbeiter KG.


Den Spiegel vorgehalten: Klaus Brinkbäumer äußert ein Jahr nach seinem Abgang als "Spiegel"-Chefredakteur gut verpackte, aber deutliche Kritik an der Mitarbeiter KG, die als Gesellschafterin das Sagen beim Nachrichtenmagazin hat. Manche KG-Geschäftsführer und stillen Gesellschafter fühlten sich in allen Fragen kompetent, obwohl sie das "womöglich nicht bei jedem Thema sind", sagt Brinkbäumer im Interview mit "Kress Pro". Zu seiner eigenen Demission sagt er u.a., dass der "Spiegel" eine gewisse Begabung darin habe, "Leute, die er gestern noch für die Besten hielt, heute bei der Konkurrenz wieder zu sehen". Brinkbäumer schreibt heute für die "Zeit". "Ich stelle mir manchmal vor, wie der 'Spiegel' über den 'Spiegel' schreiben würde", kommentiert er, "schön wär's nicht".

Brinkbäumer spricht auch über die Causa Relotius und sagt, dass er zu nachsichtig gegenüber dem Ressort "Gesellschaft" und der Konstruktion mit dem dort eingebetteten Dokumentar war, macht aber auch deutlich, dass es diese Aufstellung schon vor seiner Zeit als Chefredakteur gab. Er bestätigt, dass er sich zwei Mal beim Lesen von Relotius-Texten gefragt habe "Kann das so gewesen sein?" und wünscht sich im Nachhinein, "ich hätte in jenen Sekunden eingegriffen".

Brinkbäumer sagt, dass er sich hätte vorstellen können, in die zweite Reihe beim "Spiegel" zurückzukehren und als Korrespondent zu arbeiten. "Ich werde eines Tages wieder einen festen Job übernehmen – momentan bin ich aber ausgefüllt und vergnügt mit den Dingen, die ich tue", beendet er das Interview. (Foto: dpa)
"Kress Pro" 7/2019, S. 58-62 (Paid)

Nannen-Werkstatt bildet überbetrieblich Journalisten-Nachwuchs aus.

Henri-Nannen-Schule bekommt einen Ableger: Die Trägerverlage Gruner + Jahr, "Spiegel" und "Zeit" gründen die Nannen-Werkstatt, die als Dienstleister eigene und fremde Volontäre und Jungredakteure ausbilden soll. Der erste Jahrgang startet Mitte 2020 mit Volos aus den Online-Redaktionen von "Spiegel", "stern" und "Zeit", sowie dem "Tagesspiegel", der "Sächsischen Zeitung" und mehreren G+J-Redaktionen.
presseportal.de

Video-Tipp: “Zeit”-Macher erklären ihren jüngsten Blatt-Umbau.

Video- Tipp: Die "Zeit" erscheint heute Abend erstmals mit dem neuen Ressort "Streit" und den umgebauten Ressorts "Politik" und "Wissen". Im sechsminütigen Imagefilm erklärt u.a. Giovanni Di Lorenzo den größten Umbau in der "Zeit"-Geschichte: Die Redakteure hätten sich die Frage gestellt, wie die "Zeit" aussehen müsste, würden sie das Blatt heute neu erfinden.
youtube.com (6-Min-Video), turi2.de (Streit), turi2.de (Politik, Wissen)

Gericht verbietet der “Zeit” Details über Detektiv im “Ibiza-Video”.

Zeit darf keine Einzelheiten mehr über einen Privatdetektiv verbreiten, der im so genannten Ibiza-Video zu sehen ist, urteilt das Landgericht Berlin. Die Wochenzeitung darf nur schreiben, dass die Wiener Staatsanwaltschaft gegen den Mann ermittelt, an etwaigen Vorstrafen oder angeblichen Tätigkeiten bestehe kein öffentliches Interesse. Das Video hatte die österreichische Regierung zum Sturz gebracht.
faz.net (Paid), bazonline.ch, de.euronews.com

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ma II/2019: DIE ZEIT steigert Reichweite um 7%
Laut ma II/2019 ist DIE ZEIT weiterhin reichweitenstärkste Qualitätszeitung in Deutschland. Im Vorjahresvergleich wächst sie um 7 Prozent auf eine Gesamtreichweite von 1,77 Mio. Lesern und liegt weiterhin vor WamS (0,98 Mio.), FAS (0,82 Mio.), SZ (1,28 Mio.), FAZ (0,83 Mio.) und Welt (0,7 Mio.) sowie der Welt Print Gesamt-Kombination (1,56 Mio.). Mehr erfahren.

Lese-Tipp: Philipp Lahm spricht mit der “Zeit” über seine Beziehung zu Journalisten.

Lese-Tipp: Ex-Fußballer Philipp Lahm spricht mit der "Zeit" über das Verhältnis zwischen Fußballern und Journalisten. Durch Social Media seien Fußballer heute ihr eigenes Medium. Einige Journalisten hätten zwar die Handynummer von Lahm, jedoch nicht für Deals: Kein Journalist würde ihn für Zitate direkt anrufen, betont Lahm, "vielleicht schicken sie mir eine SMS zum Geburtstag".
"Zeit" 31/2019, S. 16 (Paid)

Hör-Tipp: Anna von Münchhausen spricht über #MeToo und Working Mums im Journalismus.

Mutter und Tochter: Pia Frey trifft ihre Mutter Anna von Münchhausen (Foto), zuletzt Textchefin der "Zeit", nun im Ruhestand, zum Podcast-Gespräch. Pia drängt Anna zu mehr Engagement für #MeToo, Anna will ihre Erfahrungen für sich behalten – und geht immer noch ungern allein in Restaurants, weil sie abwertende Blicke fürchtet. Ihren Plan, Chefredakteurin zu werden, hat sie zugunsten der Familie aufgegeben und es nie bereut. Sie freut sich, dass Kind und Karriere heute kein Gegensatz mehr sind.
omrmedia.podigee.io (36-Min-Audio)

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AWA 2019: DIE ZEIT baut Spitzenposition aus
Laut AWA 2019 baut DIE ZEIT ihre Spitzenposition unter den Qualitätstiteln im deutschen Zeitungsmarkt aus: DIE ZEIT erreicht 2,34 Mio. Leser und steigert ihre Reichweite damit um 30.000 Leser im Vorjahresvergleich. Sie liegt vor Welt/WAMS-Kombination (1,67 Mio.), SZ (1,22 Mio.), FAS (0,89 Mio.), FAZ (0,88 Mio.) sowie Welt/Welt Kompakt (0,62 Mio.). Mehr erfahren.

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Zitat: “Zeit”-Chef Rainer Esser will in Meetings keine Machtdemonstrationen.

"Viele Meetings finden im Stehen statt, das diszipliniert ungemein."

"Zeit"-Chef Rainer Esser will die Diskussionskultur im Verlag künftig "zielgerichteter" gestalten, sagt er an der Seite von Giovanni di Lorenzo im "Horizont"-Doppelinterview.
"Horizont", S. 14 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt (12/2018).

Lese-Tipp: Die “Zeit” beschreibt Details zu den Hintermännern des Strache-Videos.

Lese-Tipp: In der "Zeit" schreibt Holger Stark über das Umfeld der mutmaßlichen Macher des "Ibiza-Gate"-Videos. Ins Zentrum des Interesses sei mittlerweile eine Gruppe geraten, die als anrüchige Privatdetektive jahrelang in juristischen Grauzonen agiert hätte. Während sie den FPÖ-Politikern die Falle stellten, wurde parallel gegen sie ermittelt. Ob sie alleine agierten oder es noch Strippenzieher gebe, sei weiterhin unklar.
"Zeit" 28/2019, S. 4 (Paid)

Analyse: Umbau bei IQ Media könnte “Süddeutscher” und “FAZ” die Tür öffnen.

IQ Media: Der Umbau beim Holtzbrinck-Vermarkter könnte eine Brücke sein, um auch die "Süddeutsche" und die "FAZ" an Bord zu holen, schreibt Roland Pimpl. IQ Media kümmert sich künftig nur noch um Mediaagenturen und Mandanten, "SZ" und "FAZ" müssten somit nicht mehr befürchten, dass Holtzbrinck in einer Allianz "über Gebühr von ihren Kunden profitiert".
horizont.net (frei nach Registrierung), turi2.de (Background)

Holtzbrinck streicht Vermarkter IQ Media zusammen – zugunsten der Einzel-Titel.


Neuer IQ-Test: Holtzbrinck baut seinen Vermarkter IQ Media radikal um, schreibt Roland Pimpl bei Horizont.net. Von bisher 70 Mitarbeitern sollen noch 20 bleiben, die übrigen 50 in den einzelnen Verlagen unterkommen. Auch an der Spitze des Vermarkters gibt es einen Wechsel: Geschäftsführer Stefan Knieß (Foto, links) geht im Herbst und Julia Schleunung (Foto, rechts), bisher Sales Director, übernimmt. Damit verabschiedet sich die Holding von der Gemeinschafts-Vermarktung seiner Titel. "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche", "Zeit" sowie "Tagesspiegel" sollen Kunden künftig direkt ansprechen. Die Rest-IQ-Media soll sich um Agenturen und das Mandantengeschäft kümmern, etwa die Vermarktung von "Mare" und den Mercedes-Magazinen.

Die gemeinschaftliche Vermarktung der Holtzbrinck-Titel hat sich offenbar nicht bewährt, glaubt Roland Pimpl als Grund für den Umbau. Damit geht Holtzbrinck einen radikal anderen Weg als andere großen Player im Markt: Bei Bertelsmann etwa wachsen Inhalte in der Content Alliance und Vermarktung in der Ad Alliance konzernweit und medienübergreifend immer weiter zusammen.
horizont.net (nach Registrierung frei)

Verlage und Digitalunternehmen gründen Austauschforum OP next.

Online-Publisher im deutschsprachigen Raum haben den Verein OP next gegründet, in dem sie sich über digitale Produktentwicklungen austauschen wollen. Die Plattform richtet sich an Publisher, die überregional journalistische Digitalprodukte herausgeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. "Spiegel", "Standard", Golem.de, Gruner + Jahr, die "Neue Zürcher Zeitung", Tamedia und Zeit Online.
opnext.info

Berufe mit Zukunft: C wie Clubmanagerin – Wencke Tzanakakis.


Die Gastgeberin: Wencke Tzanakakis ist Theologin und Journalistin – bei der “Zeit” verantwortet sie den Leser-Club Freunde der Zeit. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 zieht sie Bilanz nach einem Jahr im Job und findet, das “Club” eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für das Leser-Programm der Wochenzeitung ist. Lesen Sie das ganze Porträt über Clubmanagerin Wencke Tzanakakis hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs.

Die “Zeit” beschreibt den Weg des Strache-Videos in die Medien.

Ibiza-Gate: Die "Zeit" zeichnet nach, wie das Strache-Video in die Öffentlichkeit gelangt ist. Die Falle gestellt habe ein größeres "Geflecht an Personen mit unterschiedlichen Zielen". 2018 hätten Hintermänner versucht, das Video für eine siebenstellige Summe an Medien zu verkaufen. Als diese ablehnten, hätten sie das Video u.a. Jan Böhmermann angeboten. Auch der habe nicht zahlen wollen, mit seinen Andeutungen aber die Betroffenen gewarnt, so dass die Hintermänner das Video aus Angst, enttarnt zu werden, ohne Gegenleistung an den "Spiegel" und die "Süddeutsche" übergaben.
"Zeit" 22/2019, S. 3 (Paid)

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Zitat: “Zeit”-Leser würden Formatwechsel fehlinterpretieren, sagt Giovanni di Lorenzo.

"Man spart Papier und gibt trotzdem mehr Geld aus. Und die Leser laden es mit der falschen Bedeutung auf."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erzählt in der zweiten Folge von Frank Elstners YouTube-Show, dass die Zeitung beim bekannten Format bleibt – u.a., damit es keine Sparflammen-Vorwürfe gibt.
youtube.com (41-Min-Video)

weitere Zitate:
"Eher kriege ich Putin als Helene Fischer." (über Interview-Wunschgäste)

"Das ist auch ein Talent, das kann man sich nicht nur durchs Lernen aneignen." (übers journalistische Schreiben)

"Ich glaube nicht so sehr an Haltung, sondern an die Macht der Fakten und der Recherche." (Rat an den Nachwuchs)

“Fridays for Future”-Organisatorin kritisiert Journalisten.

Journalismus: "Fridays for Future"-Organisatorin Luisa Neubauer kritisiert in einem Gastbeitrag in der neuen "Zeit" die Berichterstattung vieler Politikjournalisten. Der politische Journalismus befasse sich statt mit der Klimapolitk der Bundesregierung lieber mit den Schulstreiks und der Bewegung, über die "in jeder Schattierung ausführlich" berichtet werde.
zeit.de (Vorabmeldung)

Die “Zeit” vereinigt ihr Politik-Ressort mit dem Hauptstadtbüro.

Zeit fusioniert im September ihr Hauptstadtbüro mit dem überwiegend in Hamburg beheimateten Politik-Ressort. Standortübergreifend werden der bisherige Co-Politikchef Heinrich Wefing, der bisherige Co-Leiter des Hauptstadtbüros, Marc Brost, und die aktuell stellvertretende Leiterin des Politikteils, Elisabeth Raether, das Ressort leiten. Bernd Ulrich, aktuell Politik-Ressortleiter, soll sich künftig auf seine Aufgabe als stellvertretender Chefredakteur konzentrieren. Auch die Ressorts Wissen und Chancen werden fusionieren. Zudem startet die "Zeit" ein neues Ressort mit dem Arbeitstitel Streit.
zeit-verlagsgruppe.de

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DIE ZEIT mit Auflagenplus in allen Sparten in der IVW I/2019
DIE ZEIT steigert ihre verkaufte Auflage laut IVW 1/2019 im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 498.929 Exemplare (+0,9 %). Im „harten Verkauf“ (EV plus Abo) gewann DIE ZEIT um 2.990 Exemplare (+0,7 %) hinzu.
iqm.de/zeit

“Zeit” testet eine transalpine Ausgabe.

Zeit erscheint diese Woche in der Schweiz mit einem achtseitigen Alpen-Zeitungsbuch. Unter Leitung von Schweiz-Bürochef Matthias Daum testet das Team eine transalpine Perspektive auf die Dinge. In Österreich, Bayern und Baden-Württemberg erscheint "Zeit Alpen" in der Digitalausgabe, nicht gedruckt. Die Idee entstand aus dem transalpinen Podcast Servus. Grüezi. Hallo. heraus.
zeit-verlagsgruppe.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt jetzt für die “Zeit”.

Zeit angelt sich Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Autor. Er soll vor allem für die Ressorts Politik, Feuilleton, Dossier und für das "Zeit Magazin" schreiben. Zunächst berichtet er aus den USA, wo er derzeit lebt. Im August 2018 musste Brinkbäumer beim "Spiegel" gehen, sein Vertrag lief zum zum 31. März 2019.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online startet zehnten Podcast – diesmal zu Digitalthemen.

Zeit Online startet den zehnten Podcast: In Wird das was? diskutieren Digitalredakteure alle zwei Wochen mit führenden Wissenschaftlern und Unternehmerinnen die großen Themen des digitalen Wandels. Zum Auftakt spricht der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin über die Zukunft der Mobilität. Erst gestern hatte der Verlag den Live-Interview-Podcast Zeit Bühne vorgestellt.
zeit-verlagsgruppe.de

Der Zeit-Verlag gibt Christian Röpke und Mark Schiffhauer zusätzliche Aufgaben.

Zeit: Christian Röpke (Foto) und Mark Schiffhauer bekommen zusätzliche Aufgaben. Röpke, aktuell vor allem Geschäftsführer von Zeit Online, bekommt den Titel Chief Digital Officer und soll in der neu geschaffenen Position übergreifende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Der bisherige Verlagsleiter Business Solutions, Mark Schiffhauer, wird zusätzlich Chief Creative Officer und soll als solcher die Branded-Content-Angebote der "Zeit" ausbauen. Zudem hat Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser eine fünfköpfige Geschäftsleitung berufen, der neben Röpke und Schiffhauer, noch Nils von der Kall, Sandra Kreft und Monica Sawhney angehören. Im Mai stößt noch Aki Hardarson hinzu.
zeit-verlagsgruppe.de

ARD-Werber attackieren die Print-Medien.


Reklame-Rowdys: Die Chefs der ARD-Werbung haben Oberwasser – und zielen per "Horizont"-Interview auf die schon angeschossene Print-Branche. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sieht Werbung in TV und Radio als Krisen-Gewinner: Wer früher großflächig Papier-Präsenz zeigte, wechsele jetzt ins Umfeld von "Tagesschau" und "Sportschau". ARD-Werbung sei "die personifizierte Brand Safety". Schneiderbanger vermutet große Not bei Zeitungen und Zeitschriften mit Blick auf den Relotius-Skandal: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?"

Ihr TV-Chef Uwe Esser sekundiert, ohne konkrete Beispiele zu nennen, die heutige Qualität im Printbereich sei "selbst bei den sogenannten Entscheidermedien zu diskutieren". Uwe Esser widerspricht "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser, der beobachtet haben will, dass sich Marken aus dem TV zurückziehen, um ihre Werbebudgets in Print zu stecken. "Rainer Esser spricht vielleicht für 'Die Zeit', aber nicht für die Gattung", meint Esser über Esser. (Fotos: AS&S, Montage: turi2)
"Horizont" 13/2019, S. 14 (Paid)

Aus dem Archiv der turi2 edition: Elke Schneiderbanger im Porträt.

Aus dem Archiv von turi2.tv (Dezember 2018): Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt – hier mit Themenliste des Gesprächs zum Anklicken.

Die “Zeit” veröffentlicht das englischsprachige Magazin “Zeit Germany – Work & Start Up”.

Zeit: Der Verlag veröffentlicht heute erstmals "Zeit Germany – Work & Start Up", ein englischsprachiges Heft, das sich an internationale Hochschulabsolventen und Fachkräfte richtet. Auf 68 Seiten stellt die "Zeit" darin Deutschland vor und präsentiert berufliche Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das jährliche Magazin mit rund 100.000 Auflage Magazin erscheint nicht im Handel. Stattdessen vertreiben es weltweit Partner wie das Auswärtige Amt, die Auslandshandelskammern und Universitäten kostenlos. Zuvor hat die "Zeit" zwei Ausgaben von "Zeit Germany Study und Research" veröffentlicht.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online macht Vize-Chefin Maria Exner zusätzlich zum Managing Editor.

Zeit Online verleiht Maria Exner zusätzlich zu ihrer Position als Vize-Chefredakteurin den neu geschaffenen Titel eines Managing Editor. In der Funktion soll sie digitale Projekte bei Zeit Online und "Zeit" organisieren. Auch das Festival Z2X und das Format "Deutschland spricht" gehören zu ihren Aufgaben.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Deutschland spricht), turi2.de (Z2X)

Basta: Er hat “Giovanni” gesagt.

In der Kürze liegt die Würze: Beim "Zeit"-Podcast Alles gesagt? dauert jedes Gespräch so lange, wie es eben dauert. Der Gast sucht sich ein Codewort aus, wenn er es sagt, endet der Podcast sofort. Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert wählt "Giovanni", wegen des "Zeit"-Chefredakteurs. Aus Versehen erwähnt er nach nur 12 Minuten einen gleichnamigen Filmautor – und schon ist Schluss.
horizont.net, zeit.de (12-Min-Audio)

“Zeit”-Anzeigenerlöse bleiben stabil bei 48 Mio Euro.

Zeit erlöst 2018 rund 48 Mio Euro aus Print-Anzeigen und ist damit gegen den Markttrend konstant, berichtet Roland Pimpl. Mit 18 Mio Euro ist allerdings auch Zeit Online konstant – ein Misserfolg im wachsenden digitalen Geschäft. Den Print-Erfolg führt Verlagschef Rainer Esser auf ein Ende des Hypes um TV und um digitales Targeting zurück – Umfeld zähle mehr.
"Horizont" 10/2019, S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

“Zeit” trennt sich von freiem Mitarbeiter, der auch beim “SZ-Magazin” fälschte.


Kein Einzelfall: Die "Zeit" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, in dessen Texten mehrere Fehler aufgefallen sind. Es ist derselbe Mitarbeiter, den auch das "SZ-Magazin" gefeuert hat, weil er eine Protagonistin erfunden hatte. Meedia schreibt, auch der "Spiegel" habe sich von ihm getrennt. Von rund 40 Texten, die der Autor zwischen 2015 und 2018 für die "Zeit" und Zeit Online geschrieben hat, gebe es in elf Texten "Schludrigkeiten und Unsauberkeiten", aber auch Fehler, die offenbar "die Dramaturgie der Beiträge unterstützen sollten".

Der Autor habe den Zeit-Verlag selbst kontaktiert und bei der Überprüfung aktiv unterstützt. Er beteuere, dass alle Fehler in seinen Beiträgen ohne Täuschungsabsicht entstanden seien. Meedia entdeckt eine weitere Unregelmäßigkeit: Der Autor habe die gleiche Geschichte im "Spiegel" und im "Tagesspiegel" in unterschiedlichen Versionen erzählt.
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