Gericht verbietet der “Zeit” Details über Detektiv im “Ibiza-Video”.

Zeit darf keine Einzelheiten mehr über einen Privatdetektiv verbreiten, der im so genannten Ibiza-Video zu sehen ist, urteilt das Landgericht Berlin. Die Wochenzeitung darf nur schreiben, dass die Wiener Staatsanwaltschaft gegen den Mann ermittelt, an etwaigen Vorstrafen oder angeblichen Tätigkeiten bestehe kein öffentliches Interesse. Das Video hatte die österreichische Regierung zum Sturz gebracht.
faz.net (Paid), bazonline.ch, de.euronews.com

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ma II/2019: DIE ZEIT steigert Reichweite um 7%
Laut ma II/2019 ist DIE ZEIT weiterhin reichweitenstärkste Qualitätszeitung in Deutschland. Im Vorjahresvergleich wächst sie um 7 Prozent auf eine Gesamtreichweite von 1,77 Mio. Lesern und liegt weiterhin vor WamS (0,98 Mio.), FAS (0,82 Mio.), SZ (1,28 Mio.), FAZ (0,83 Mio.) und Welt (0,7 Mio.) sowie der Welt Print Gesamt-Kombination (1,56 Mio.). Mehr erfahren.

Lese-Tipp: Philipp Lahm spricht mit der “Zeit” über seine Beziehung zu Journalisten.

Lese-Tipp: Ex-Fußballer Philipp Lahm spricht mit der "Zeit" über das Verhältnis zwischen Fußballern und Journalisten. Durch Social Media seien Fußballer heute ihr eigenes Medium. Einige Journalisten hätten zwar die Handynummer von Lahm, jedoch nicht für Deals: Kein Journalist würde ihn für Zitate direkt anrufen, betont Lahm, "vielleicht schicken sie mir eine SMS zum Geburtstag".
"Zeit" 31/2019, S. 16 (Paid)

Hör-Tipp: Anna von Münchhausen spricht über #MeToo und Working Mums im Journalismus.

Mutter und Tochter: Pia Frey trifft ihre Mutter Anna von Münchhausen (Foto), zuletzt Textchefin der "Zeit", nun im Ruhestand, zum Podcast-Gespräch. Pia drängt Anna zu mehr Engagement für #MeToo, Anna will ihre Erfahrungen für sich behalten – und geht immer noch ungern allein in Restaurants, weil sie abwertende Blicke fürchtet. Ihren Plan, Chefredakteurin zu werden, hat sie zugunsten der Familie aufgegeben und es nie bereut. Sie freut sich, dass Kind und Karriere heute kein Gegensatz mehr sind.
omrmedia.podigee.io (36-Min-Audio)

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AWA 2019: DIE ZEIT baut Spitzenposition aus
Laut AWA 2019 baut DIE ZEIT ihre Spitzenposition unter den Qualitätstiteln im deutschen Zeitungsmarkt aus: DIE ZEIT erreicht 2,34 Mio. Leser und steigert ihre Reichweite damit um 30.000 Leser im Vorjahresvergleich. Sie liegt vor Welt/WAMS-Kombination (1,67 Mio.), SZ (1,22 Mio.), FAS (0,89 Mio.), FAZ (0,88 Mio.) sowie Welt/Welt Kompakt (0,62 Mio.). Mehr erfahren.

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Zitat: “Zeit”-Chef Rainer Esser will in Meetings keine Machtdemonstrationen.

"Viele Meetings finden im Stehen statt, das diszipliniert ungemein."

"Zeit"-Chef Rainer Esser will die Diskussionskultur im Verlag künftig "zielgerichteter" gestalten, sagt er an der Seite von Giovanni di Lorenzo im "Horizont"-Doppelinterview.
"Horizont", S. 14 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt (12/2018).

Lese-Tipp: Die “Zeit” beschreibt Details zu den Hintermännern des Strache-Videos.

Lese-Tipp: In der "Zeit" schreibt Holger Stark über das Umfeld der mutmaßlichen Macher des "Ibiza-Gate"-Videos. Ins Zentrum des Interesses sei mittlerweile eine Gruppe geraten, die als anrüchige Privatdetektive jahrelang in juristischen Grauzonen agiert hätte. Während sie den FPÖ-Politikern die Falle stellten, wurde parallel gegen sie ermittelt. Ob sie alleine agierten oder es noch Strippenzieher gebe, sei weiterhin unklar.
"Zeit" 28/2019, S. 4 (Paid)

Analyse: Umbau bei IQ Media könnte “Süddeutscher” und “FAZ” die Tür öffnen.

IQ Media: Der Umbau beim Holtzbrinck-Vermarkter könnte eine Brücke sein, um auch die "Süddeutsche" und die "FAZ" an Bord zu holen, schreibt Roland Pimpl. IQ Media kümmert sich künftig nur noch um Mediaagenturen und Mandanten, "SZ" und "FAZ" müssten somit nicht mehr befürchten, dass Holtzbrinck in einer Allianz "über Gebühr von ihren Kunden profitiert".
horizont.net (frei nach Registrierung), turi2.de (Background)

Holtzbrinck streicht Vermarkter IQ Media zusammen – zugunsten der Einzel-Titel.


Neuer IQ-Test: Holtzbrinck baut seinen Vermarkter IQ Media radikal um, schreibt Roland Pimpl bei Horizont.net. Von bisher 70 Mitarbeitern sollen noch 20 bleiben, die übrigen 50 in den einzelnen Verlagen unterkommen. Auch an der Spitze des Vermarkters gibt es einen Wechsel: Geschäftsführer Stefan Knieß (Foto, links) geht im Herbst und Julia Schleunung (Foto, rechts), bisher Sales Director, übernimmt. Damit verabschiedet sich die Holding von der Gemeinschafts-Vermarktung seiner Titel. "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche", "Zeit" sowie "Tagesspiegel" sollen Kunden künftig direkt ansprechen. Die Rest-IQ-Media soll sich um Agenturen und das Mandantengeschäft kümmern, etwa die Vermarktung von "Mare" und den Mercedes-Magazinen.

Die gemeinschaftliche Vermarktung der Holtzbrinck-Titel hat sich offenbar nicht bewährt, glaubt Roland Pimpl als Grund für den Umbau. Damit geht Holtzbrinck einen radikal anderen Weg als andere großen Player im Markt: Bei Bertelsmann etwa wachsen Inhalte in der Content Alliance und Vermarktung in der Ad Alliance konzernweit und medienübergreifend immer weiter zusammen.
horizont.net (nach Registrierung frei)

Verlage und Digitalunternehmen gründen Austauschforum OP next.

Online-Publisher im deutschsprachigen Raum haben den Verein OP next gegründet, in dem sie sich über digitale Produktentwicklungen austauschen wollen. Die Plattform richtet sich an Publisher, die überregional journalistische Digitalprodukte herausgeben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. "Spiegel", "Standard", Golem.de, Gruner + Jahr, die "Neue Zürcher Zeitung", Tamedia und Zeit Online.
opnext.info

Berufe mit Zukunft: C wie Clubmanagerin – Wencke Tzanakakis.


Die Gastgeberin: Wencke Tzanakakis ist Theologin und Journalistin – bei der “Zeit” verantwortet sie den Leser-Club Freunde der Zeit. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 zieht sie Bilanz nach einem Jahr im Job und findet, das “Club” eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für das Leser-Programm der Wochenzeitung ist. Lesen Sie das ganze Porträt über Clubmanagerin Wencke Tzanakakis hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs.

Die “Zeit” beschreibt den Weg des Strache-Videos in die Medien.

Ibiza-Gate: Die "Zeit" zeichnet nach, wie das Strache-Video in die Öffentlichkeit gelangt ist. Die Falle gestellt habe ein größeres "Geflecht an Personen mit unterschiedlichen Zielen". 2018 hätten Hintermänner versucht, das Video für eine siebenstellige Summe an Medien zu verkaufen. Als diese ablehnten, hätten sie das Video u.a. Jan Böhmermann angeboten. Auch der habe nicht zahlen wollen, mit seinen Andeutungen aber die Betroffenen gewarnt, so dass die Hintermänner das Video aus Angst, enttarnt zu werden, ohne Gegenleistung an den "Spiegel" und die "Süddeutsche" übergaben.
"Zeit" 22/2019, S. 3 (Paid)

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Zitat: “Zeit”-Leser würden Formatwechsel fehlinterpretieren, sagt Giovanni di Lorenzo.

"Man spart Papier und gibt trotzdem mehr Geld aus. Und die Leser laden es mit der falschen Bedeutung auf."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erzählt in der zweiten Folge von Frank Elstners YouTube-Show, dass die Zeitung beim bekannten Format bleibt – u.a., damit es keine Sparflammen-Vorwürfe gibt.
youtube.com (41-Min-Video)

weitere Zitate:
"Eher kriege ich Putin als Helene Fischer." (über Interview-Wunschgäste)

"Das ist auch ein Talent, das kann man sich nicht nur durchs Lernen aneignen." (übers journalistische Schreiben)

"Ich glaube nicht so sehr an Haltung, sondern an die Macht der Fakten und der Recherche." (Rat an den Nachwuchs)

“Fridays for Future”-Organisatorin kritisiert Journalisten.

Journalismus: "Fridays for Future"-Organisatorin Luisa Neubauer kritisiert in einem Gastbeitrag in der neuen "Zeit" die Berichterstattung vieler Politikjournalisten. Der politische Journalismus befasse sich statt mit der Klimapolitk der Bundesregierung lieber mit den Schulstreiks und der Bewegung, über die "in jeder Schattierung ausführlich" berichtet werde.
zeit.de (Vorabmeldung)

Die “Zeit” vereinigt ihr Politik-Ressort mit dem Hauptstadtbüro.

Zeit fusioniert im September ihr Hauptstadtbüro mit dem überwiegend in Hamburg beheimateten Politik-Ressort. Standortübergreifend werden der bisherige Co-Politikchef Heinrich Wefing, der bisherige Co-Leiter des Hauptstadtbüros, Marc Brost, und die aktuell stellvertretende Leiterin des Politikteils, Elisabeth Raether, das Ressort leiten. Bernd Ulrich, aktuell Politik-Ressortleiter, soll sich künftig auf seine Aufgabe als stellvertretender Chefredakteur konzentrieren. Auch die Ressorts Wissen und Chancen werden fusionieren. Zudem startet die "Zeit" ein neues Ressort mit dem Arbeitstitel Streit.
zeit-verlagsgruppe.de

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DIE ZEIT mit Auflagenplus in allen Sparten in der IVW I/2019
DIE ZEIT steigert ihre verkaufte Auflage laut IVW 1/2019 im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 498.929 Exemplare (+0,9 %). Im „harten Verkauf“ (EV plus Abo) gewann DIE ZEIT um 2.990 Exemplare (+0,7 %) hinzu.
iqm.de/zeit

“Zeit” testet eine transalpine Ausgabe.

Zeit erscheint diese Woche in der Schweiz mit einem achtseitigen Alpen-Zeitungsbuch. Unter Leitung von Schweiz-Bürochef Matthias Daum testet das Team eine transalpine Perspektive auf die Dinge. In Österreich, Bayern und Baden-Württemberg erscheint "Zeit Alpen" in der Digitalausgabe, nicht gedruckt. Die Idee entstand aus dem transalpinen Podcast Servus. Grüezi. Hallo. heraus.
zeit-verlagsgruppe.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt jetzt für die “Zeit”.

Zeit angelt sich Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer als Autor. Er soll vor allem für die Ressorts Politik, Feuilleton, Dossier und für das "Zeit Magazin" schreiben. Zunächst berichtet er aus den USA, wo er derzeit lebt. Im August 2018 musste Brinkbäumer beim "Spiegel" gehen, sein Vertrag lief zum zum 31. März 2019.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online startet zehnten Podcast – diesmal zu Digitalthemen.

Zeit Online startet den zehnten Podcast: In Wird das was? diskutieren Digitalredakteure alle zwei Wochen mit führenden Wissenschaftlern und Unternehmerinnen die großen Themen des digitalen Wandels. Zum Auftakt spricht der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin über die Zukunft der Mobilität. Erst gestern hatte der Verlag den Live-Interview-Podcast Zeit Bühne vorgestellt.
zeit-verlagsgruppe.de

Der Zeit-Verlag gibt Christian Röpke und Mark Schiffhauer zusätzliche Aufgaben.

Zeit: Christian Röpke (Foto) und Mark Schiffhauer bekommen zusätzliche Aufgaben. Röpke, aktuell vor allem Geschäftsführer von Zeit Online, bekommt den Titel Chief Digital Officer und soll in der neu geschaffenen Position übergreifende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Der bisherige Verlagsleiter Business Solutions, Mark Schiffhauer, wird zusätzlich Chief Creative Officer und soll als solcher die Branded-Content-Angebote der "Zeit" ausbauen. Zudem hat Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser eine fünfköpfige Geschäftsleitung berufen, der neben Röpke und Schiffhauer, noch Nils von der Kall, Sandra Kreft und Monica Sawhney angehören. Im Mai stößt noch Aki Hardarson hinzu.
zeit-verlagsgruppe.de

ARD-Werber attackieren die Print-Medien.


Reklame-Rowdys: Die Chefs der ARD-Werbung haben Oberwasser – und zielen per "Horizont"-Interview auf die schon angeschossene Print-Branche. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sieht Werbung in TV und Radio als Krisen-Gewinner: Wer früher großflächig Papier-Präsenz zeigte, wechsele jetzt ins Umfeld von "Tagesschau" und "Sportschau". ARD-Werbung sei "die personifizierte Brand Safety". Schneiderbanger vermutet große Not bei Zeitungen und Zeitschriften mit Blick auf den Relotius-Skandal: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?"

Ihr TV-Chef Uwe Esser sekundiert, ohne konkrete Beispiele zu nennen, die heutige Qualität im Printbereich sei "selbst bei den sogenannten Entscheidermedien zu diskutieren". Uwe Esser widerspricht "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser, der beobachtet haben will, dass sich Marken aus dem TV zurückziehen, um ihre Werbebudgets in Print zu stecken. "Rainer Esser spricht vielleicht für 'Die Zeit', aber nicht für die Gattung", meint Esser über Esser. (Fotos: AS&S, Montage: turi2)
"Horizont" 13/2019, S. 14 (Paid)

Aus dem Archiv der turi2 edition: Elke Schneiderbanger im Porträt.

Aus dem Archiv von turi2.tv (Dezember 2018): Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt – hier mit Themenliste des Gesprächs zum Anklicken.

Die “Zeit” veröffentlicht das englischsprachige Magazin “Zeit Germany – Work & Start Up”.

Zeit: Der Verlag veröffentlicht heute erstmals "Zeit Germany – Work & Start Up", ein englischsprachiges Heft, das sich an internationale Hochschulabsolventen und Fachkräfte richtet. Auf 68 Seiten stellt die "Zeit" darin Deutschland vor und präsentiert berufliche Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das jährliche Magazin mit rund 100.000 Auflage Magazin erscheint nicht im Handel. Stattdessen vertreiben es weltweit Partner wie das Auswärtige Amt, die Auslandshandelskammern und Universitäten kostenlos. Zuvor hat die "Zeit" zwei Ausgaben von "Zeit Germany Study und Research" veröffentlicht.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit Online macht Vize-Chefin Maria Exner zusätzlich zum Managing Editor.

Zeit Online verleiht Maria Exner zusätzlich zu ihrer Position als Vize-Chefredakteurin den neu geschaffenen Titel eines Managing Editor. In der Funktion soll sie digitale Projekte bei Zeit Online und "Zeit" organisieren. Auch das Festival Z2X und das Format "Deutschland spricht" gehören zu ihren Aufgaben.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Deutschland spricht), turi2.de (Z2X)

Basta: Er hat “Giovanni” gesagt.

In der Kürze liegt die Würze: Beim "Zeit"-Podcast Alles gesagt? dauert jedes Gespräch so lange, wie es eben dauert. Der Gast sucht sich ein Codewort aus, wenn er es sagt, endet der Podcast sofort. Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert wählt "Giovanni", wegen des "Zeit"-Chefredakteurs. Aus Versehen erwähnt er nach nur 12 Minuten einen gleichnamigen Filmautor – und schon ist Schluss.
horizont.net, zeit.de (12-Min-Audio)

“Zeit”-Anzeigenerlöse bleiben stabil bei 48 Mio Euro.

Zeit erlöst 2018 rund 48 Mio Euro aus Print-Anzeigen und ist damit gegen den Markttrend konstant, berichtet Roland Pimpl. Mit 18 Mio Euro ist allerdings auch Zeit Online konstant – ein Misserfolg im wachsenden digitalen Geschäft. Den Print-Erfolg führt Verlagschef Rainer Esser auf ein Ende des Hypes um TV und um digitales Targeting zurück – Umfeld zähle mehr.
"Horizont" 10/2019, S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

“Zeit” trennt sich von freiem Mitarbeiter, der auch beim “SZ-Magazin” fälschte.


Kein Einzelfall: Die "Zeit" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, in dessen Texten mehrere Fehler aufgefallen sind. Es ist derselbe Mitarbeiter, den auch das "SZ-Magazin" gefeuert hat, weil er eine Protagonistin erfunden hatte. Meedia schreibt, auch der "Spiegel" habe sich von ihm getrennt. Von rund 40 Texten, die der Autor zwischen 2015 und 2018 für die "Zeit" und Zeit Online geschrieben hat, gebe es in elf Texten "Schludrigkeiten und Unsauberkeiten", aber auch Fehler, die offenbar "die Dramaturgie der Beiträge unterstützen sollten".

Der Autor habe den Zeit-Verlag selbst kontaktiert und bei der Überprüfung aktiv unterstützt. Er beteuere, dass alle Fehler in seinen Beiträgen ohne Täuschungsabsicht entstanden seien. Meedia entdeckt eine weitere Unregelmäßigkeit: Der Autor habe die gleiche Geschichte im "Spiegel" und im "Tagesspiegel" in unterschiedlichen Versionen erzählt.
blog.zeit.de, meedia.de, turi2.de (Backround)

“Zeit” findet Fehler in Texten des umstrittenen Autoren.

Zeit findet Fehler in etwa einem Drittel von rund 50 Texten, die jener Journalist geliefert hat, der mit einer Fälschung beim "SZ Magazin" aufflog. Die Fehler seien keine erfundenen Personen oder Orte, sagt Chefreporter Stefan Willeke. Derzeit bewerte die "Zeit", ob die gefundenen Fehler System haben oder entschuldbar sind. Dem "SZ Magazin" war in einem Text des Reporters eine erfundene Protagonistin aufgefallen, noch bevor er erschienen ist.
"Süddeutsche Zeitung", S. 23, turi2.de (Background)

“SZ Magazin” trennt sich wegen erfundener Protagonistin von Autor.

Relotius reloaded? Das "SZ Magazin" trennt sich von einem freien Autor und Kolumnisten, der eine Protagonistin erfunden habe, schreibt Meedia.de. Den Namen des Journalisten nennt der Mediendienst nicht. Der entsprechende Artikel wurde nicht veröffentlicht, weil Redaktion und Dokumentation Zweifel hegten. Der Journalist hat viele weitere Artikel über diverse Themen aus Sport und Gesellschaft für das "SZ Magazin" und die "Süddeutsche Zeitung" geschrieben. Laut Verlag verstoßen sie aber nicht gegen journalistische Standards. "Spiegel" und "Zeit" prüfen die Artikel, die der Autor für sie verfasst hat. Der Journalist hat den Henri-Nannen-Preis und den Reporterpreis gewonnen.
meedia.de

“Zeit” überarbeitet Hamburg-Teil und startet Event-Reihe in der Hansestadt.

Zeit überarbeitet ihre Hamburg-Ausgabe: Einmal monatlich kommt sie mit 20 bis 24 Seiten und ist damit das umfangreichste Ressort. Auf Leserwunsch gibt es eigene Seiten zur Hamburger Geschichte und zur Stadtentwicklung, dazu kommt ein dreiseitiges Schwerpunktthema. Die Ressortleiter Kilian Trotier und Marc Widmann verantworten neben dem Hamburg-Printteil der Zeitung auch den Onlineteil und den Newsletter Elbvertiefung. Das "Zeitmagazin Hamburg" erscheint künftig drei- statt zweimal jährlich. Gemeinsam mit der Körber Stiftung startet das Regionalteam eine Veranstaltungsreihe namens Hamburg besser machen, bei der sie Bürger befragen.
zeit.de (Regionalausgabe), zeit.de (Veranstaltungsreihe)

“Zeit” verschickt kostenloses Wirtschaftsmagazin an Entscheider.


Mitteilungen für den Mittelstand: Die "Zeit" legt im März erstmals ein Wirtschaftsmagazin für Unternehmen auf, das künftig viermal im Jahr erscheinen soll. Der Verlag druckt "Zeit für Unternehmen" mit 80.000 Auflage und verschickt das Heft kostenlos an Entscheider aus dem Mittelstand. Die passenden Geschäftskontakte kommen aus dem Verteiler der "Zeit"-Tochter Convent, einem auf Mittelstands-Events spezialisierten Veranstalter.

Inhaltlich steht die Wirtschafts-Redaktion der Wochenzeitung hinter dem Mittelstands-Magazin, Wirtschaftschef Uwe Jean Heuser verantwortet das Heft als Herausgeber. Er soll in "Zeit für Unternehmer" "unternehmerische Leistungen" und "unerwartete Lösungen" beschreiben, schreibt der Verlag in seiner Pressemitteilung.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2 – eigene Infos

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.

Christiane Paßers leitet den Vertrieb der Zeit-Verlagsgruppe.

Zeit Verlagsgruppe holt Christiane Paßers, 38, als Leiterin des Vertriebs. Sie kommt von Falke. Frank Schröder, bislang Leiter Einzelverkauf, wechselt in die neu geschaffene Position Leiter Vertriebssteuerung und Vize-Leiter Vertrieb. Jürgen Jacobs, langjähriger Vertriebsleiter und zuletzt Berater Vertrieb und Marketing, ist in den Ruhestand gegangen.
zeit-verlagsgruppe.de

“Zeit”: Elisabeth Raether wird Vize-Leiterin Politik, Lea Frehse Korrespondentin.

Zeit macht Elisabeth Raether (Foto) zur stellvertretenden Ressortleiterin der Politikredaktion. Sie ist seit 2010 bei der Zeitung, seit 2016 im Politik-Ressort. Lea Frehse ist neue Korrespondentin in Beirut. Sie berichtet über den Nahen und Mittleren Osten. Frehse folgt auf Andrea Böhm, die ins Hamburger Politikressort zurückkehrt. (Foto: Kathrin Spirk)
zeit-verlagsgruppe.de

Meinung: Medien sind bei Relotius “sich selbst korrigierende Systeme”, schreibt Giovanni di Lorenzo.

Fall Relotius schreckt auf, aber manche Tonlage ist verlogen, schreibt Giovanni di Lorenzo. Die betrügerische Energie von Relotius sei so enorm, dass auch andere Medien hätten reinfallen können. Auch bei einem "Zeit"-Interview habe Relotius Passagen hinzugedichtet. Hoffnung mache, dass Medien "sich selbst korrigierende Systeme" seien.
"Zeit" 2/2019, S. 1 (Paid)

Drei Minuten Kulturwandel – turi2.tv-Gespräche zur Zukunft der Medienarbeit.


Culture eats everything: Medien wandeln sich und mit ihnen das Miteinander in den Häusern. turi2.tv zeigt zum Jahreswechsel die spannendsten Gedanken aus den Interviews: So erzählt Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vom Ende der Burnout-Kultur, Handelsblatt-Chef Frank Dopheide von der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung und Funke-Verlegerin Julia Becker schmunzelt über Männer in Führungspositionen.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit ...
... Frank Dopheide, Handelsblatt

... Mathias Döpfner, Springer

... Julia Becker, Funke

... Rainer Esser, "Zeit"

... Julia Jäkel, Gruner + Jahr

... Katarzyna Mol-Wolf, Inspiring Network

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)