turi2 edition #13: Giovanni di Lorenzo über Hoffnung und Hierarchien.


Ein Jahr wie ein Knacks: Für Giovanni di Lorenzo war 2020 ein Jahr voller Zumutungen und – durch Corona – auch privater Tiefschläge. Im Interview mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 erklärt er, warum für ihn über dem Jahr 2021 das Wort “Hoffnung” steht. Den fast märchenhaften Erfolg seiner Zeitung führt der “Zeit”-Chefredakteur u.a. auf die “Pluralität der Meinungen” im Blatt zurück: “Immer steht irgendetwas in der ‘Zeit’, was einem selber nicht passt, und das ist gut so!” Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen (Fotos: Johannes Arlt für turi2). Weiterlesen …

Stirbt die Kultur, Christoph Amend?


Kultur-Kampf: Christoph Amend, Editorial Director des “Zeit-Magazin”, fühlt mit seinem Künstler-Newsletter den Puls der Kultur-Branche, die unter der Krise besonders leidet. Er fordert in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 neue Bühnen für die Kunst in den Medien – das sei “das Mindeste, was wir Medienmacher*innen tun können”. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Hör-Tipp: Die Pfarrerstöchter analysieren die Weihnachtsgeschichten der Bibel.

Hör-Tipp: Unter dem Titel "Die Rettung des Kindes" erzählen und analysieren die Pfarrerstöchter Sabine Rückert und Johanna Haberer in ihrem Podcast die Weihnachtsgeschichten der Bibel und ordnen sie historisch und kulturell ein. Und sie erzählen moderne Weihnachtsgeschichten – von einer Nonne, die Kindersoldaten rettet, und Maria und Josef, die vergeblich nach einer Herberge in einem Villen-Ort im Taunus suchen.
zeit.de (60-Min-Audio)

“Zeit” siegt vor Gericht gegen einen der mutmaßlichen Ibiza-Video-Drahtzieher.

Ibiza-Video: Im Rechtsstreit gegen einen der vermeintlichen Drahtzieher hat die "Zeit" einen Sieg errungen. Nach dem Urteil des Kammergerichtes kann die Zeitung wieder über eine relevante Vorverurteilung des Mannes sowie ein überraschend eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen ihn berichten. 2019 hatte das Landgericht Berlin Teile der Berichterstattung untersagt, weil kein öffentliches Interesse bestünde.
faz.net, derstandard.at

Wie können Verlage beim digitalen Lernen mitspielen, Birthe Kretschmer?


Was Neues wagen: Birthe Kretschmer, Chefin der Zeit Akademie, sieht aktuell enorme Potentiale für Verlage, die beim E-Learning auftrumpfen wollen. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt sie über technische und inhaltliche Anforderungen und gibt Empfehlungen für Verlage ab, die neu ins Geschäft einsteigen. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Der “Zeit” liegt erstmals das Kunstmagazin “Kunstplaner” bei.

Kunstplaner heißt ein 64-seitiges Magazin, das morgen einer großen Teilauflage der "Zeit" beiliegt. Das Heft bietet einen Ausblick auf die wichtigsten Kunstereignisse 2021. Es liegt auch der Dezember-Ausgabe der Weltkunst bei und ist in Berlin im Einzelverkauf erhältlich. Insgesamt kommt das Heft mit 200.000 Auflage. Die nächste Ausgabe ist Ende 2021 geplant.
zeit-verlagsgruppe.de

Internationale Medien führen Recherchen ermordeter, mexikanischer Journalistin fort.

Cartel Project: NDR, WDR, die "Süddeutsche Zeitung und die "Zeit" erzählen gemeinsam mit der Organisation Forbidden Stories die Geschichte der ermordeten, mexikanischen Journalistin Regina Martínez und führen ihre Recherchen fort. Martínez hatte im Umfeld mexikanischer Drogenkartelle recherchiert und wurde 2012 umgebracht. An den Recherchen sind 25 Medien aus 18 Ländern beteiligt.
tagesschau.de, zeit.de, sueddeutsche.de (Paid), forbiddenstories.org

“Ein Jahr wie ein Knacks” – Giovanni di Lorenzo über 2020, Solidarität und Streitkultur.


Fehlstart und Hoffnung: "Jeder Mensch verträgt nur eine überschaubare Dosis an bedrohlichen Nachrichten." Im turi2 Podcast zieht Giovanni di Lorenzo Bilanz des Krisenjahres 2020. Der "Zeit"-Chefredakteur sieht in der Corona-Pandemie einen "Knacks für die ganze Menschheit". Auch in seiner Familie hat die Krankheit tiefe Spuren hinterlassen – zwei Familienmitglieder, davon ein naher Verwandter, sind an dem Virus gestorben. Trotzdem glaubt di Lorenzo, dass im kollektiven Gedächtnis der Menschen auch das Gute gespeichert bleibt, etwa Solidarität und eine neue Arbeitskultur. Im Zeit-Verlag wird in der Krise beides gelebt: 35 Mitarbeiter*innen haben zwei Monate lang freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichtet – aus Solidarität mit den Kolleg*innen in Kurzarbeit. Genauso freiwillig ist die Option, aus dem Home Office zu arbeiten.

Giovanni di Lorenzo selbst war bisher jeden Tag im Büro. Journalist*innen sind für ihn genauso systemrelevant wie eine Kassiererin im Supermarkt: "Um Journalismus richtig zu betreiben, muss man sehen, was man beschreiben oder analysieren möchte." Die Leserschaft der "Zeit" goutiert die Anstrengungen offenbar – im Krisenjahr steigt die Auflage der Wochenzeitung auf ein neues Allzeithoch und kann damit einen Teil der Verluste coronabedingt weggebrochener Geschäfte auffangen. "Wir stehen selber manchmal noch ungläubig vor diesen Zahlen", sagt der Chefredakteur. Er glaubt, dass die Leser*innen es schätzen, "dass bei uns eine gewisse Pluralität der Meinungen sichtbar wird" und dass das Lese-Erlebnis erkenntnisreich, aufbauend, gelegentlich sogar tröstend ist – allerdings ohne das Negative auszublenden.

Im Podcast sagt Giovanni di Lorenzo außerdem, was er vom "Quotenfrauen"-Titel des "stern" hält, und spricht über die Angst vor Shitstorms und Skandalisierungen. Er erklärt, dass sich die "Zeit" nicht von oben herab führen lässt und dass er im Blatt immer auch Meinungen findet, die ihm nicht passen – "und das ist auch gut so". Das Gespräch erscheint am 14. Januar in erweiterter Form in der turi2 edition #13.
(Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition)
turi2.tv (36-Min-Podcast auf YouTube), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de


Zitat: Giovanni di Lorenzo ist kein Home-Office-Fan.

"Wenn wir empathische Reportagen über die Kassiererin bei Lidl oder die Krankenschwester schreiben wollen, die sich ja permanent der Gefahr einer Ansteckung aussetzen, können wir uns nicht einfach im Home-Office verbarrikadieren."

"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo findet Zeitungen, die nur Zuhause entstehen "steril". Im Doppel-Interview mit Art-Direktorin Malin Schulz spricht er bei "Horizont" über Auflagen-Erfolg und Optik der Wochenzeitung.
"Horizont" 47/2020, S. 14-15 (Paid)

Weitere Zitate:

Malin Schulz über die Titel-Gestaltung in der Corona-Zeit:

"Wir wollen das Blatt nicht mit Alarmismus gestalten – weder optisch noch blattmacherisch."

Giovanni di Lorenzo über Erfolg am Kiosk:

"Immer, wenn die Titelgestaltung in der großen Konferenz am Donnerstag als besonders gelungen gelobt wird, zucken wir innerlich zusammen, weil wir wissen, dass die Ausgabe am Kiosk ein Flop wird."

... über die wirtschaftliche Lage der "Zeit":

"Nach den ersten großen Einbrüchen konnten wir uns wieder berappeln, sodass wir nun auf ein ordentliches Ergebnis hoffen."

... über die Aussichten von Print:

"Ich glaube, es wird eine gedruckte 'Zeit' noch ziemlich lange geben. Dieses Sich-Zurückziehen mit der Zeitung, die einen ein paar Mal in der Woche richtig aussteigen lässt, dieses Gefühl stellt sich bei vielen nur mit der Papierausgabe ein."

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2020 ist ein außergewöhnliches Jahr für Schulen und Hochschulen. Im Rahmen der digitalen Themenwoche »ZEIT für Bildung« vom 30.11. bis 4.12. wollen wir u.a. mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diskutieren, welche Bedeutung Bildung für die gesellschaftliche Teilhabe hat.
www.zeitfuerbildung.net

Basta: Josef Joffe schreibt live bei Bild TV einen Leitartikel für die “Zeit”.

Des einen Leit: "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe soll in der Live-Sendung von Bild TV den Amerika-Experten geben, wirkt in der Schalte jedoch abwesend. Gegenüber Claus Strunz und Patricia Platiel macht Joffe dann auch keinen Hehl daraus, warum das Gespräch später stattfinden muss: "Ich arbeite hier an meinem Leitartikel".
twitter.com (Tweet von Boris Rosenkranz)

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2020 ist ein außergewöhnliches Jahr für Schulen und Hochschulen, das zahlreiche Veränderungen mit sich bringt. Im Rahmen der digitalen Themenwoche »ZEIT für Bildung« vom 30.11. bis 4.12. wollen wir mit verschiedensten Akteuren diskutieren, wie tiefgreifend sich die deutsche Bildungslandschaft verändert.
www.zeitfuerbildung.net

Holtzbrinck Veranstaltungsforum gehört ab 2021 zur Zeit Verlagsgruppe.

Zeit Verlagsgruppe adoptiert das Veranstaltungs­forum der Holtzbrinck Publishing Group. Friederike Busch, 41, übernimmt die Geschäftsführung von Andreas Wilkes, der sich nach 25 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Busch ist seit 2011 beim Veranstaltungsforum tätig und hat zuletzt Projekte und Veranstaltungen zur Literatur- und Wissenschaftskommunikation geleitet.
zeit-verlagsgruppe.de

Zeit-Stiftung startet drei Podcasts.

Zeit-Stiftung, 1971 von Gerd Bucerius gegründet, startet drei Podcasts, die "neue Impulse und ungewöhnliche Sichtweisen" vermitteln wollen. "Urban Change" widmet sich Fragen zur Zukunft des Stadt- und Landlebens, "Zeit"-Autorin Katharina Heckendorf moderiert. Bei "Menschenwürde, Menschenleben" sprechen Sascha Suhrke und Patrik Schwarz im Wechsel mit Gästen über Menschenwürde in Zeiten der Krise. Bei "Zeitgeister" entschlüsselt Journalist Ralf Schlüter geheime Botschaften und politische Statements in Songs. Die Zeit-Stiftung hat sich der Förderung von Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur sowie Bildung und Erziehung verschrieben.
zeit-stiftung.de

Termin-Tipp: Klaus Brinkbäumer spricht bei der “Zeit” über die US-Wahl.

Termin-Tipp: Die "Zeit"-Politikchefin Ileana Grabitz begrüßt am Mittwoch um 18.30 Uhr in Berlin den "Zeit"-Autor Klaus Brinkbäumer (Foto) und den TV-Journalisten Stephan Lamby. Sie sprechen über deren Buch Im Wahn – die amerikanische Katastrophe. Anthony Scaramucci, elf Tage PR-Chef des Weißen Hauses, ist zugeschaltet. Das Gespräch wird über die Facebook-Seite der "Zeit" gestreamt.
verlag.zeit.de

Zitat: Christian Drosten muss bei Corona-Teststrategie nicht mitarbeiten.

"Ich werde vielleicht hier und da mal gefragt, was meine Meinung ist. Und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Ich bin absolut ersetzbar."

Virologe Christian Drosten sagt im Zeit-Online-Interview, dass er nicht darauf besteht, bei der Überarbeitung der nationalen Corona-Teststrategie mitzureden. Er halte daran fest, gezielt Menschen mit Symptomen zu testen. Zudem fordert er von der Politik zusätzliche Aufklärung über Covid-19.
zeit.de

ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann verlässt die “Zeit”.

Zeit abgelaufen: Marieke Reimann verlässt die "Zeit"-Verlagsgruppe wie das Unternehmen mitteilt "auf eigenen Wunsch". Derzeit prüft Reimann nach turi2-Infos verschiedene Angebote für eine adäquate neue Stelle in einer Redaktion. Sie war seit 2018 Chefredakteurin des Jugend-Angebots ze.tt. Nachfolgerin wird die bisherige Politik-Redakteurin Tessa Högele. Zum Jahresende stellt die "Zeit" ze.tt als eigenständiges Angebot ein und führt es nur noch als Ressort bei Zeit Online fort.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background) turi2.de/koepfe (Profil Reimann)

Die “Zeit” erreicht in Österreich mittlerweile 114.000 Leser*innen pro Woche.

Zeit: Die Wochenzeitung erreicht in Österreich laut der aktuellen Cawi-Studie von GfK Austria und TMC-The Media Consultants mittlerweile pro Woche 114.000 Leser*innen, wie die "Zeit" selbst mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahr gewinnt sie damit rund 8.000 Leser*innen pro Ausgabe hinzu. 60 % der Menschen in Österreich kennen die "Zeit".
zeit-verlagsgruppe.de

Die “Zeit” setzt online künftig auch auf Rezepte und Food-Themen.

Die Zeit kocht - aber nicht vor Wut. Online startet sie den Ableger "Zeit Magazin Wochenmarkt". In dem neuen Ressort empfiehlt die Redaktion Rezepte und greift in Reportagen, Kolumnen und Interviews aktuelle Food-Themen auf. Zum Angebot gehört auch ein neues, kostenloser Newsletter. Sowie eine Rezept-Datenbank mit über 1.000 Einträgen.
zeit-verlagsgruppe.de

“Zeit” startet ein Immobilien-Portal.

Zeit-Verlag steigt ins Immobiliengeschäft ein und startet ein Online-Immobilien-Portal. Der Verlag kooperiert dabei mit seinen Holtzbrinck-Schwestern "Tagesspiegel" und dem Immobilien-Magazin Bellevue der Handelsblatt Media Group. Mit gebündelter Reichweite versprechen die drei Anbieter B2B-Kunden eine "überdurchschnittlich hochwertige Leserschaft".
zeit-verlagsgruppe.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” und Mario Adorf arbeiten den Fall Bruno Lüdke auf.

Lese-Tipp: Die "Zeit" und Mario Adorf arbeiten gemeinsam den Fall Bruno Lüdke auf - die Geschichte eines zu Unrecht verurteilten, angeblichen Serienmörders. Adorf verkörperte ihn 1957 im Film Nachts, wenn der Teufel kam. Für Adorf war der Film Beginn seiner Weltkarriere, heute sagt er: "Ich habe als Schauspieler diesem Bruno Lüdke Unrecht getan. Ich leide darunter."
zeit.de (Paid)

Zitat: Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt über die Kunst des Redigierens.

"Natürlich, jeder, der ein bisschen Wert auf seine Texte legt, ist eigen. Aber eine Zumutung wird es, wenn Redigieren in Zensieren umschlägt."

Journalist und Schriftsteller Birk Meinhardt spricht im "Zeit"-Interview über seine Arbeit bei der "Süddeutschen Zeitung", die aus seiner Sicht nicht immer glücklich verlief - nicht nur aufgrund des Redigiert-Werdens.
zeit.de (Paid)

“Zeit”: Bauer hat Gebäude für Zwangsarbeiter an Nazis vermietet.

Bauer soll in der NS-Zeit mit der Unterbringung von Zwangsarbeitern Geld verdient haben, berichtet die "Zeit Hamburg". Die Rechercheur*innen Kersten Artus, langjährige Bauer-Betriebsrätin, und ihr Ehemann Holger Artus werfen Verleger Heinrich Bauer und seinem Sohn Alfred Bauer vor, ein Kontorgebäude des Verlags an die Nationalsozialisten vermietet zu haben, wo Hunderte italienische Zwangsarbeiter interniert waren. Bauer will "noch in diesem Jahr" beginnen, die Geschichte des Verlags mit Historiker*innen aufzuarbeiten und erst dann "das Verhalten von Heinrich und Alfred Bauer in der NS-Zeit" bewerten.
"Zeit Hamburg" 36/2020 (Vorabmeldung per Mail), meedia.de

Lese-Tipp: Ze.tt hätte mehr Zeit gebraucht, sagt Marieke Reimann.

Lese-Tipp: Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann hätte sich gewünscht, dass die "Zeit" ihrem jungen Ableger mehr Zeit gegeben hätte, um profitabel zu werden. Würde man das Feuilleton auslagern und es profitabel machen wollen, wäre das für eine Zeitung "auch eine große Herausforderung", glaubt sie. Gleich mehrere Verlage haben ihre "Millennial-Medien" in den letzten Monaten eingestampft oder eingedampft.
sueddeutsche.de, turi2.de (Ze.tt wird Zeit-Online-Ressort), turi2.de ("Spiegel" macht Bento dicht)

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim erzählt die Geschichte hinter ihrem “Tagesthemen”-Auftritt.

Hör-Tipp: Mai Thi Nguyen-Kim tritt im "Alles gesagt"-Podcast der "Zeit" an und erzählt in knapp vier Stunden u.a. die Geschichte hinter ihrem "Tagesthemen"-Kommentar im April. Sie habe schon vorher ihren "Hut in den Ring" geworfen und eine Liste mit Herzensthemen eingereicht. Außerdem spricht sie über Alltagsrassismus, YouTube-Inszenierungen und ihren durch Corona veränderten Blick auf die Wissenschafts-Kommunikation. Mit Corona habe sie gelernt, dass es auch Wissenschaftler*innen gibt, die sich gerne selbst in Talkshows sehen und das Spiel mit der Zuspitzung mitspielen.
zeit.de (mit 4-Std-Audio)

Aus dem turi2-Archiv: Berufe mit Zukunft von A-Z: W wie Welterklärerin – Mai Thi Nguyen-Kim (Juli 2019).

Zitat: Jan Fleischhauer lästert über Bento und Ze.tt.

"Bento und Ze.tt lebten von der Behauptung, eine Generation zu vertreten, die queer, grün und gendergerecht denkt. Wie sich zeigt, ist diese Generation nicht viel größer als der Studiengang, dem seine Protagonisten entstammen."

Jan Fleischhauer lästert in seiner "Focus"-Kolumne über die Jugendangebote von "Spiegel" und "Zeit" - und befindet, ein Magazin der Grünen Jugend würde vermutlich genauso aussehen.
"Focus" 20/2020, S.8 (Paid)

Lese-Tipp: Angeber nerven, aber bringen die Gesellschaft voran.

Lese-Tipp: Die "Zeit" widmet sich in ihrer Titelstory der "Macht der Angeber", ohne die es kein Wirtschafts­wachstum, keinen Fortschritt und keine Hochkultur gäbe. "Angeber nerven kolossal", jedoch motivieren sie die Gesellschaft zu Höchstleistungen. Soziale Medien hätten zu einer "regelrechten Explosion des Angebens geführt." Die Provokation des Angebers bestehe darin, "dass er demonstrativ hehre Ideale infrage stellt. Er pfeift auf die Gleichheit und will stattdessen besser sein." Der "finstere Zwilling" des aufrichtigen Angebers ist dagegen der Blender und Schaumschläger, der anderen nicht nützt, sondern ihnen Schaden zufügt.
"Zeit" 28/2020, S. 27 - 29 (Paid), zeit.de (Abgeber-Typen, Paid)

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Zitat: New Work muss für alle gelten, sagt Maria Exner, Vize von Zeit Online.

"Mein Gefühl zu New Work vor Corona war, dass damit nicht alle gemeint waren."

Maria Exner, noch Vize-Chefredakteurin von Zeit Online, bald Vize des "Zeit Magazins", sagt im Role Models Podcast, die Debatte um modernes Arbeiten muss, um glaubwürdig zu bleiben, künftig auch alle einschließen, die keine Schreibtischtäter mit festen Arbeitszeiten sind.
soundcloud.com, turi2.de (Background)

Zeitverlag macht sein Jugendangebot ze.tt zum Zeit-Online-Ressort.


Zusammengeschnürtes Ze.tt: Der Zeitverlag macht nicht auf "Spiegel" und deshalb sein Jugendangebot dicht, degradiert sein bisher eigenständiges, junges Portal ze.tt aber ab Herbst 2020 zum Ressort bei Zeit Online. Der Schritt soll ze.tt "langfristig auf eine wirtschaftlich zukunftsfähige Basis zu stellen". Durch die Corona-Krise haben sich laut Angaben des Verlags die wirtschaftlichen Ausfälle verschärft, nur durch die Integration in Zeit Online sei ze.tt als "Aushängeschild der 'Zeit' für diverse Berichterstattung zu erhalten".

Die Marke ze.tt soll bei Zeit Online "weiterentwickelt" werden, ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann begleitet die Übergangsphase. Ob sie danach bleibt, ist unsicher: Zu ihren weiteren Aufgaben innerhalb der Verlagsgruppe befinde man sich "im Gespräch".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background Bento)

Aus dem turi2.tv-Archiv: ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann zur Situation der Millennials während Corona. (04/2020)

Augustus Intelligence: Auch Ex-BND-Chef August Hanning hält Aktienoptionen.

Augustus Intelligence: Auch Ex-BND-Chef August Hanning hält laut "Zeit" Aktienoptionen an dem Unternehmen; zudem gibt es zwischen ihm und der Firma eine schriftliche Vereinbarung zu Beratungszwecken. Hanning bezeichnet seine Aktienoptionen als "überschaubar" und "im Augenblick nichts wert", er sei in Sachen Augustus Intelligence "nicht sonderlich aktiv". CDU-Politiker Philipp Amthor, der jüngst über seine Klüngelei mit Augustus Intelligence stolperte, habe Hanning nur "einmal am Rande einer Jagd getroffen": Es sei kurz über Augustus Intelligence gesprochen worden, "aber nicht vertiefend".
zeit.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Theo Sommer blickt auf über 60 Jahre bei der “Zeit” zurück.

Lese-Tipp: Theo Sommer, lange Chefredakteur der "Zeit", blickt anlässlich seines 90. Geburtstags im Interview mit Willi Winkler auf über 60 Jahre bei der "Zeit" zurück. Er habe erlebt, wie die Zeitung in der Nachkriegszeit schrittweise nach links rückte, wenngleich Sommer z.B. die Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität nicht als links ansieht. Die "Zeit" habe "Geschichte gemacht". Auch heute könne er Studierenden noch empfehlen, zu einer Zeitung zu gehen.
sueddeutsche.de

Neue “Zeit”-Seiten porträtieren Promis und besondere Gruppen.

Zeit startet zwei neue Porträt-Seiten, die im wöchentlichen Wechsel am Ende des Wirtschaftsteils erscheinen. "Unterhaltung" gibt aus unerwarteter Perspektive einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit eines Promis, den Auftakt macht morgen Minister­präsidentin Manuela Schwesig. "Die Menschen von ..." porträtiert besondere Gruppen in Firmen, Organisationen oder Kommunen, wobei das Team im Fokus steht.
zeit-verlagsgruppe.de

Nicola Leibinger-Kammüller folgt René Obermann im Herausgeberrat der “Zeit”.

Zeit beruft Nicola Leibinger-Kammüller in ihren Herausgeberrat. Sie folgt auf René Obermann, der seinen Posten auf eigenen Wunsch verlässt, weil der Aufsichtsratvorsitzender bei Airbus wird. Leibinger-Kammüller ist Erbin und Chefin des Maschinenbau-Konzerns Trumpf. Sie ist zudem in verschiedenen Gremien u.a. für das Max-Planck-Institut, die Fraunhofer-Gesellschaft und Siemens tätig. Dem "Zeit"-Herausgeberrat gehören zudem Jutta Allmendinger, Zanny Minton Beddoes, Florian Illies und Josef Joffe an.
zeit-verlagsgruppe.de

Wir graturilieren: Silvie Rundel wird 46.


Wir graturilieren: Silvie Rundel, Leiterin Unter­nehmens­kommuni­kation und Event-Chefin bei der "Zeit", wird heute 46. Ihren Geburtstag feiert sie mit ihrem Sohn bei einer Fahrradtour durch das südlich von Hamburg gelegene "Alte Land". Dabei erinnert sie sich vielleicht auch noch einmal an das Positive aus dem zurückliegenden Jahr. Da nennt Rundel zum Beispiel den Mut des Verlags, bei Veranstaltungen und in der Kommunikation viel Neues ausprobiert zu haben: "Davon profitieren wir jetzt sehr." Auch der Zelturlaub in St. Girons an der französischen Atlantik-Küste sei "großartig" gewesen.

Für das kommende Jahr wünscht sich Rundel, dass die "Zeit" wieder große Live-Events machen kann, sowie "Umarmungen ohne schlechtes Gewissen" und einen VW-Bus. Gratulationen sind "über alle Kanäle schön". Anrufe kann sie wegen der Radtour jedoch nicht annehmen. Es empfiehlt sich also eher eine E-Mail.