Buch-Tipp: Sex-Podcast der “Zeit” erscheint als gleichnamiges Buch.

Buch-Tipp: Die Macher des Sex-Podcasts Ist das normal? von der "Zeit" haben ein gleichnamiges Buch veröffentlicht. Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner (Foto) will gemeinsam mit Wissenschaftsjournalistin Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm, Vize-Ressortchef Wissen und Digital bei Zeit Online, den Weg für die "individuelle Sexualität" ebnen.
zeit.de

“Horizont”: Holtzbrinck beendet den Exklusiv-Vertrag mit Sigmar Gabriel.

Holtzbrinck löst seinen Exklusiv-Vertrag mit Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel auf, schreibt Ulrike Simon bei Horizont.net. Grund ist wohl, dass Gabriel zu viel in anderen Medien auftrat, deutet Simon an. Offiziell teilt Holtzbrinck-Finanzchef Oliver Finsterwalder mit, dass der Verlag und der Ex-Politiker ihre Zusammenarbeit "vor dem Hintergrund seiner zusätzlichen neuen Aufgaben" reduzieren. Für ein Honorar zwischen 15.001 und 30.000 Euro pro Monat hatte Gabriel in den vergangenen zwei Jahren für "Handelsblatt", "Zeit" und "Tagesspiegel" geschrieben.
horizont.net (Paid), gaborsteingart.com (Gabriel im Steingart-Podcast)

“Zeit” und Zeit Online starten den Podcast “Das Politikteil”.

Zeit und Zeit Online starten den wöchentlichen Podcast Das Politikteil, der vor dem Wochenende das bestimmende Thema der Woche beleuchten soll. Moderiert wird in zwei Duos von Ileana Grabitz, Politikchefin von Zeit Online, mit Co-Politikchef Marc Brost sowie "Zeit"-Chefkorrespondentin Tina Hildebrandt mit Co-Politikchef Heinrich Wefing. Dazu empfangen die Gastgeber jeweils eine*n Fachredakteur*in oder Korrespondent*in.
zeit.de

“Zapp”: Hamburger Landgericht weist Schadensersatzklage gegen “Zeit” ab.

Zeit muss Schauspielerin Jany Tempel keine 30.000 Euro Schadenersatz zahlen, entscheidet das Landgericht Hamburg. Im Zuge der MeToo-Berichterstattung über Dieter Wedel warf sie ihm sexuelle Belästigung vor. Weil die Tat nicht verjährt war – was die "Zeit" fälschlicherweise angenommen hatte – musste Tempel als Zeugin vor Gericht gegen Wedel aussagen. Die Kosten für den juristischen Beistand wollte ihr Anwalt der Zeitung in Rechnung stellen, weil sie Tempel einen Opferanwalt zugesagt habe. Die "Zeit" bestreitet das, sie habe nur zugesichert, Kosten aus möglichen zivilrechtlichen oder medienrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu übernehmen. Das Gericht folgt dieser Darstellung.
ndr.de

Video-Feature: Zeit-Verlag schließt 2019 mit ordentlichem Plus ab.


"Ohne viel Geschiss": Der Zeit-Verlag trotzt auch 2019 der Medienkrise und legt ein Umsatzwachstum von 3,1 % hin. Insgesamt nimmt der Verlag 227 Mio Euro ein – für Verlagschef Rainer Esser, der die "Zeit" seit 20 Jahren führt, das zwanzigste Wachstumsjahr in Folge. Vor allem die Vertriebs- und Abo-Erlöse wachsen auf ein Rekordniveau von 88 Mio Euro, verglichen mit 2018 ein Plus von 6 %. Die Umsätze mit Print-Anzeigen bleiben immerhin stabil, während Zeit Online, die Jobbörse Academics und ze.tt um 10 % zulegen und knapp 20 Mio Euro beitragen.

Im Video-Feature von "Horizont" und turi2.tv erklärt Rainer Esser: "Wir haben viele tolle Leute hier im Haus, die Ideen haben und die werden schnell auf die Straße gebracht, ohne Hierarchien und ohne großes Geschiss." Wie das geht, erzählt er am Beispiel von Zeit Verbrechen, das die Redaktion 2018 innerhalb von nur drei Monaten gelauncht hat. Anfangs verkauft das Magazin 20.000 Exemplare, heute – auch durch den Erfolg des "Zeit Verbrechen"-Podcasts angekurbelt – liegt "Zeit Verbrechen" bei rund 60.000 Auflage.

Esser widerspricht Medienberichten, wonach es den DvH Medien nur noch gut gehe, weil die Cashcow "Zeit" die Verluste der Konzern-Schwestern "Handelsblatt" und "Tagesspiegel" ausgleicht: Die "Zeit" profitiere von den Ideen, die in Düsseldorf und Berlin entstehen. Die Kollegen seien auf "einem guten Weg", auch wirtschaftlich "den Anschluss zu erreichen".

Im Video spricht außerdem Vize-Chefredakteurin und Crime-Podcasterin Sabine Rückert über Journalismus in Podcast-Form als Erfolgsrezept und "Streit"-Ressortleiterin Charlotte Parnack verrät, dass die "Zeit" das erst sechs Monate alte "Streit"-Ressort im April auf die Bühne bringen will.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

“Ich höre keine Podcasts“ – “Zeit Verbrechen”-Macherin Sabine Rückert über ihren Podcast-Erfolg.


Print und Podcast: Sabine Rückert ist im Hauptberuf Vize-Chefredakteurin der "Zeit" und nebenbei Deutschlands erfolgreichste Podcasterin. Mit Zeit Verbrechen erreicht sie alle zwei Wochen Hunderttausende Fans mit Mord und Totschlag. Im Video-Interview von turi2.tv verrät sie, dass sie selbst keine Zeit zum Podcast hören hat und dass die Sendung anfangs als PR-Instrument für das gleichnamige Magazin gedacht war, sich inzwischen aber verselbstständigt hat. "Magazin und Podcasts sind Geschwister", die nur in geringer Menge deckungsgleich sind, sagt Rückert im kurzen Video. Im ausführlicheren turi2 Podcast erklärt sie, warum sie Abstand zu den ermittelnden Behörden hält und spricht über ihren zweiten Podcast Unter Pfarrerstöchtern, in dem es um die Bibel aus kulturhistorischer Sicht geht. Inspiriert wurde sie zu dem Podcast von Jan Böhmermann.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (24-Min-Audio)

Den turi2 Podcast gibt es auch bei iTunes, Spotify und Audio Now.


Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger spricht bei “Alles gesagt” über sein Coming-out.

Hör-Tipp: Thomas Hitzlsperger tritt zum unendlichen Podcast "Alles gesagt" an. In gut viereinhalb Stunden spricht er u.a. über sein Bekenntnis zur Homosexualität. Er berichtet, dass er sein Coming-out schon früher haben wollte, sein Umfeld und ein Medienanwalt ihm aber während der Karriere abgeraten haben. Heute findet er es bemerkenswert, dass seine Sexualität in seiner Rolle als VfB-Stuttgart-Vorstandschef keine Rolle spielt.
zeit.de (4,5-Std-Podcast)

“kress pro”: “Zeit” fängt bei Holtzbrinck die Verluste des “Tagesspiegel” auf.

Holtzbrinck: Die Gewinne der "Zeit" fangen die Verluste des "Tagesspiegel" auf, schreiben Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Der Verlag habe 2019 mehr als 500 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet. Schwierig einzuschätzen sei die wirtschaftliche Situation des "Handelsblatt" – Kritiker von Gabor Steingart behaupteten, seit seinem Abgang sei sie deutlich besser, Befürworter, dass der Abgang der Zeitung geschadet habe. Klar sei, dass sich das Ergebnis zu 2018 deutlich verbessert habe.
kress.de

Lese-Tipp: Zeit Online gibt Einblick in Datenrecherche.

Lese-Tipp: Zeit Online dokumentiert, wie die Redaktion mit wissenschaftlichen Daten arbeitet und wie die Ergebnisse der Datenrecherchen wiederum der Wissenschaft helfen. Die Redaktion veranschaulicht etwa die Umzüge vom Osten in den Westen Deutschlands, dokumentiert, wie sich Themen und Sprache im Bundestag verändert haben und wie sich die Wahlentscheidungen der EU-Bürger entwickeln. Noch nie waren die journalistischen Recherchen von Zeit Online in der Wissenschaft so gefragt wie 2019, schreiben die Autor*innen Elena Erdmann, Philip Faigle und Julius Tröger.
blog.zeit.de

Claire Beermann wird Style Directorin beim “Zeit Magazin”.

Zeit Magazin befördert Claire Beermann, 25, zur Style Directorin. Sie folgt auf Tillmann Prüfer, 46, der als Mitglied der "Zeit Magazin"-Chefredaktion weiterhin Stil- und Designthemen verantwortet. Beermann ist seit 2016 Redakteurin des "Zeit Magazins" und verantwortet jetzt inhaltlich Mode, Design und Reisen sowie die wöchentliche Kolumne "Heiter bis glücklich".
zeit-verlagsgruppe.de

Chefredakteur Georg Löwisch verlässt die “taz” und wechselt zur “Zeit”.

taz-Chefredakteur Georg Löwisch verlässt die linksalternative Zeitung Ende April. Ab dem Sommer leitet er die Redaktion "Christ & Welt" der "Zeit". Über die Nachfolge will die "taz" "mit der gebotenen Sorgfalt" beraten und sieht sich nicht unter Zeitdruck, da mit Katrin Gottschalk und Barbara Junge zwei Stellvertreterinnen vorhanden seien. Löwisch ist seit September 2015 "taz"-Chefredakteur, kam damals vom Debattenmagazin "Cicero".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteur Georg Löwisch zeigt die neue "taz".

Das Jugend-Portal der “Zeit” startet ein Community-Modell mit Paid Content.


Zahl dich grün: Die "Zeit" startet für ihr Millennial-Angebot ze.tt ein Paid-Content-Angebot. Mit ze.tt gr.een will der Verlag keine klassische Paywall einführen, sondern zahlende Leser mit Nachhaltigkeit und einem Clubgedanken locken. Mitglieder zahlen monatlich zwischen 3 und 13 Euro und bekommen dafür neben zusätzlichen Inhalten die Möglichkeit, untereinander und mit der Redaktion zu kommunizieren. Außerdem erhalten sie Rabatte bei Kooperationspartnern. Für Nutzer, die mindestens 6 Euro im Monat zahlen, verspricht die "Zeit" in Zusammenarbeit mit der NGO Oroverde einen Baum zu pflanzen.

Marieke Reimann (Foto), Chefredakteurin von ze.tt, sagt, dass die Klimakrise und umweltfreundliches Leben die Top-Themen der Leser sind und man daher hier anknüpft. Das Motto laute: "Partizipieren statt Konsumieren". Das Portal wolle den Usern das Gefühl geben "ein Teil von ze.tt zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun." Entsprechend fällt auch die Wahl der Kooperationspartner aus, zu denen zum Start unter anderem Veganz, Avocadostore, Einhorn, Original Unverpackt, Clevershuttle, Tomorrow Bank, Coffee Circle und Sirplus zählen. Die technische Abwicklung übernimmt der Bezahldienstleister Steady. (Foto: Marcel Schwickerath für die "turi2 edition")
zeit-verlagsgruppe.de

Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

turi2 edition #10: Marieke Reimann über alte weiße Männer und Print-Könige.


Gedanken über jedes Wort und jedes Bild: Marieke Reimann kämpft als Chefredakteurin von ze.tt, der jungen Online-Plattform der “Zeit”, gegen Stereotypen, männliche Sprache und Print-Könige. Für die turi2 edition #10 spricht sie mit Anne-Nikolin Hagemann über ihren Anspruch, dafür zu sorgen, dass “meine Redaktion so vielfältig ist wie unsere Gesellschaft.” Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”. (Fotos: Marcel Schwickerath)

Hör-Tipp: Christoph Amend spricht über die Nägel kauende Angela Merkel.

Hör-Tipp: Im Podcast "Hotel Matze" spricht "Zeit Magazin"-Chef Christoph Amend u.a. über seine Jugend auf dem Dorf und einen betrunken gebauten Autounfall. Er berichtet von seinem Weg in den Journalismus – ohne Studium – und ein Interview mit Angela Merkel, noch vor ihrer Zeit als Bundeskanzlerin, bei dem ihm ihre abgekauten Fingernägel auffielen.
open.spotify.com (97-Min-Audio)

dpa-Umfrage: Redaktionen prüfen Texte seit Relotius-Skandal häufiger.

Redaktionen haben nach dem Relotius-Skandal ihre internen Abläufe und Standards überarbeitet und führen mehr Faktenchecks durch, sagt eine Umfrage der dpa. Bei der "taz" entstand zudem ein "Relotius-Stammtisch" aus Reportern, der WDR arbeitet am Papier "10 Grundsätze zur Glaubwürdigkeit", die "Zeit" prüft monatlich Artikel, die ein Zufallsgenerator auswählt.
rnd.de

Hör-Tipp: “Zeit”-Vize Sabine Rückert startet mit ihrer Schwester einen Bibelpodcast.

Hör-Tipp: In der Podcast-Serie Unter Pfarrerstöchtern redet Sabine Rückert (Foto), Vize-Chefredakteurin der "Zeit", mit ihrer Schwester und Theologieprofessorin Johanna Haberer über die Bibel. Die Idee kam Rückert im Gespräch mit Jan Böhmermann, bei dem ein Wortwitz mit biblischem Hintergrund nicht sofort zündete. In der ersten Folge sprechen die Pfarrerstöchter über die Schöpfungsgeschichte.
zeit.de (30-Min-Audio)

Meinung: “Streit”-Ressort der “Zeit” ist ein “wohltuendes Wiedersehen mit Twitter-Tiraden”.

Zeit Streit ist ein "wohltuendes Wiedersehen mit den Twitter-Tiraden der letzten Tage" samt Feststellung, dass alles doch "gar nicht so wild war", bilanzieren Erica Zingher und Peter Weissenburger nach drei Monaten. Im Streit-Ressort bringt die "Zeit" Menschen mit gegensätzlichen Ansichten zusammen. Die Diskutanten sind "sorgfältig ausgewählt und ziemlich divers", die Redaktion wünscht sich ein "argumentatives Tauziehen" ohne Unterstellungen oder persönliche Vorwürfe.
taz.de

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ZEIT für Reader Revenue: Wie generiert man in Zeiten sinkender Auflagen und Anzeigenerlöse ein Wachstum in allen Sparten? DIE ZEIT zeigt am 5.02.2020, wie man mit Paid Content, Audio, Kundenbindung, Abomarketing & E-Commerce Leser zu echten Freunden macht und damit neue Erlösquellen schafft. Hier anmelden.

Die “Zeit” baut ihre Vermarktung um.

Zeit stellt ihre Vermarktung ab 2020 neu auf. Der Verlag führt die neue B2B-Marke Zeit Media ein, die in sechs Kunden- bzw. Themengruppen agiert, z.B. Mobilität oder Lifestyle. Die Content-Marketing-Sparte Tempus Corporate, die Veranstaltungstochter Convent und die 360-Grad Vermarktung Client Solutions firmieren künftig unter dem Label Zeit Studio. Die Maßnahmen sind Teil des Umbaus bei Holtzbrinck, bei dem alle Titel, auch "Handelsblatt" und "Tagesspiegel", mehr in Eigenregie arbeiten sollen, der bisherige Vermarkter IQ Media schrumpft und konzentriert sich auf Mediaagenturen.
horizont.net (frei nach Anmeldung)

IVW 3/2019: “Welt” verliert 27,2 %, “Focus” 11,6 %, E-Paper-Verkäufe steigen.


Das Netz fängt auf: Im 3. Quartal verlieren die meisten Zeitungen und Zeitschriften laut IVW weiter Auflage. Minus-Spitzenreiter ist "Welt" mit 27,2 %. Beim "Focus" sorgt die stark zusammengestrichene Bordauflage für ein Auflagen-Minus von 11,6 %. "Bild" verliert 9,6 %. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" verlangsamen den Sinkflug durch steigende E-Paper-Verkäufe. "Zeit" und "Handelsblatt" drehen die Auflage dadurch sogar um 2,0 % und 6,8 % ins Plus. Die "Landlust" bleibt stabil.
horizont.net, dwdl.de (Zeitungen), dwdl.de (Zeitschriften)

“Zeit Magazin” startet Ausgaben für Stuttgart und Zürich.

Zeit Magazin bringt im kommenden Jahr zwei neue Regionalausgaben heraus, schreibt "New Business". Im Juni 2020 erscheint erstmals das "Zeit Magazin Zürich" mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren, im November 2020 folgt das "Zeit Magazin Stuttgart". Das Stuttgarter Heft liegt der "Zeit"-Aboauflage in Baden-Württemberg bei und kommt auf 72.000 Exemplare.
new-business.de

“Zeit”-Chef Rainer Esser will kein Geld von Google.


Keine Zeit für Klagelieder: Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, will im Klagechor der Verlage über die bösen Googles und Facebooks nicht mitsingen. "Alle schauen, dass sie möglichst gut von Google gefunden werden. Im Gegenzug von Google Geld dafür zu verlangen, halte ich für eine komische Idee", sagt Esser im Interview mit der österreichischen Zeitung "Standard". Das Leistungsschutzrecht sei wichtig für längere Texte, nicht aber für Snippets.

Auch den Groll, dass Google und Facebook den Online-Werbemarkt dominieren, will Esser nicht teilen: "Wir sind in einem freien Wettbewerb. Wenn Google und Facebook gute Geschäfte machen, dann: Hut ab! Kooperation und Innovation statt Neid ist unser Weg." Einen Missbrauch der Marktmacht sieht Esser nicht: "Marktmissbrauch wäre, wenn sie uns nicht auf ihre Plattform lassen würden, weil wir Konkurrenten wären." (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition1)
derstandard.at

Meinung: Die Berufsempörten erhalten zu viel Raum, beobachtet Giovanni di Lorenzo.

Klassische Medien messen "Berufsempörten von links und von rechts" zu viel Bedeutung bei, kritisiert Giovanni di Lorenzo. Dadurch werde ein ­Resonanzraum geschaffen, den sie allein nie hätten. Es habe zwar schon immer Empörung gegeben, aber das Massenphänomen habe sich erst durch die technischen Gegebenheiten der digitalen Medien in dem Maße entfaltet.
horizont.net (Paid)

Klaus Brinkbäumer spricht über sein Scheitern beim “Spiegel” und kritisiert die Mitarbeiter KG.


Den Spiegel vorgehalten: Klaus Brinkbäumer äußert ein Jahr nach seinem Abgang als "Spiegel"-Chefredakteur gut verpackte, aber deutliche Kritik an der Mitarbeiter KG, die als Gesellschafterin das Sagen beim Nachrichtenmagazin hat. Manche KG-Geschäftsführer und stillen Gesellschafter fühlten sich in allen Fragen kompetent, obwohl sie das "womöglich nicht bei jedem Thema sind", sagt Brinkbäumer im Interview mit "Kress Pro". Zu seiner eigenen Demission sagt er u.a., dass der "Spiegel" eine gewisse Begabung darin habe, "Leute, die er gestern noch für die Besten hielt, heute bei der Konkurrenz wieder zu sehen". Brinkbäumer schreibt heute für die "Zeit". "Ich stelle mir manchmal vor, wie der 'Spiegel' über den 'Spiegel' schreiben würde", kommentiert er, "schön wär's nicht".

Brinkbäumer spricht auch über die Causa Relotius und sagt, dass er zu nachsichtig gegenüber dem Ressort "Gesellschaft" und der Konstruktion mit dem dort eingebetteten Dokumentar war, macht aber auch deutlich, dass es diese Aufstellung schon vor seiner Zeit als Chefredakteur gab. Er bestätigt, dass er sich zwei Mal beim Lesen von Relotius-Texten gefragt habe "Kann das so gewesen sein?" und wünscht sich im Nachhinein, "ich hätte in jenen Sekunden eingegriffen".

Brinkbäumer sagt, dass er sich hätte vorstellen können, in die zweite Reihe beim "Spiegel" zurückzukehren und als Korrespondent zu arbeiten. "Ich werde eines Tages wieder einen festen Job übernehmen – momentan bin ich aber ausgefüllt und vergnügt mit den Dingen, die ich tue", beendet er das Interview. (Foto: dpa)
"Kress Pro" 7/2019, S. 58-62 (Paid)

Nannen-Werkstatt bildet überbetrieblich Journalisten-Nachwuchs aus.

Henri-Nannen-Schule bekommt einen Ableger: Die Trägerverlage Gruner + Jahr, "Spiegel" und "Zeit" gründen die Nannen-Werkstatt, die als Dienstleister eigene und fremde Volontäre und Jungredakteure ausbilden soll. Der erste Jahrgang startet Mitte 2020 mit Volos aus den Online-Redaktionen von "Spiegel", "stern" und "Zeit", sowie dem "Tagesspiegel", der "Sächsischen Zeitung" und mehreren G+J-Redaktionen.
presseportal.de

Video-Tipp: “Zeit”-Macher erklären ihren jüngsten Blatt-Umbau.

Video- Tipp: Die "Zeit" erscheint heute Abend erstmals mit dem neuen Ressort "Streit" und den umgebauten Ressorts "Politik" und "Wissen". Im sechsminütigen Imagefilm erklärt u.a. Giovanni Di Lorenzo den größten Umbau in der "Zeit"-Geschichte: Die Redakteure hätten sich die Frage gestellt, wie die "Zeit" aussehen müsste, würden sie das Blatt heute neu erfinden.
youtube.com (6-Min-Video), turi2.de (Streit), turi2.de (Politik, Wissen)

Gericht verbietet der “Zeit” Details über Detektiv im “Ibiza-Video”.

Zeit darf keine Einzelheiten mehr über einen Privatdetektiv verbreiten, der im so genannten Ibiza-Video zu sehen ist, urteilt das Landgericht Berlin. Die Wochenzeitung darf nur schreiben, dass die Wiener Staatsanwaltschaft gegen den Mann ermittelt, an etwaigen Vorstrafen oder angeblichen Tätigkeiten bestehe kein öffentliches Interesse. Das Video hatte die österreichische Regierung zum Sturz gebracht.
faz.net (Paid), bazonline.ch, de.euronews.com

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ma II/2019: DIE ZEIT steigert Reichweite um 7%
Laut ma II/2019 ist DIE ZEIT weiterhin reichweitenstärkste Qualitätszeitung in Deutschland. Im Vorjahresvergleich wächst sie um 7 Prozent auf eine Gesamtreichweite von 1,77 Mio. Lesern und liegt weiterhin vor WamS (0,98 Mio.), FAS (0,82 Mio.), SZ (1,28 Mio.), FAZ (0,83 Mio.) und Welt (0,7 Mio.) sowie der Welt Print Gesamt-Kombination (1,56 Mio.). Mehr erfahren.

Lese-Tipp: Philipp Lahm spricht mit der “Zeit” über seine Beziehung zu Journalisten.

Lese-Tipp: Ex-Fußballer Philipp Lahm spricht mit der "Zeit" über das Verhältnis zwischen Fußballern und Journalisten. Durch Social Media seien Fußballer heute ihr eigenes Medium. Einige Journalisten hätten zwar die Handynummer von Lahm, jedoch nicht für Deals: Kein Journalist würde ihn für Zitate direkt anrufen, betont Lahm, "vielleicht schicken sie mir eine SMS zum Geburtstag".
"Zeit" 31/2019, S. 16 (Paid)

Hör-Tipp: Anna von Münchhausen spricht über #MeToo und Working Mums im Journalismus.

Mutter und Tochter: Pia Frey trifft ihre Mutter Anna von Münchhausen (Foto), zuletzt Textchefin der "Zeit", nun im Ruhestand, zum Podcast-Gespräch. Pia drängt Anna zu mehr Engagement für #MeToo, Anna will ihre Erfahrungen für sich behalten – und geht immer noch ungern allein in Restaurants, weil sie abwertende Blicke fürchtet. Ihren Plan, Chefredakteurin zu werden, hat sie zugunsten der Familie aufgegeben und es nie bereut. Sie freut sich, dass Kind und Karriere heute kein Gegensatz mehr sind.
omrmedia.podigee.io (36-Min-Audio)

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AWA 2019: DIE ZEIT baut Spitzenposition aus
Laut AWA 2019 baut DIE ZEIT ihre Spitzenposition unter den Qualitätstiteln im deutschen Zeitungsmarkt aus: DIE ZEIT erreicht 2,34 Mio. Leser und steigert ihre Reichweite damit um 30.000 Leser im Vorjahresvergleich. Sie liegt vor Welt/WAMS-Kombination (1,67 Mio.), SZ (1,22 Mio.), FAS (0,89 Mio.), FAZ (0,88 Mio.) sowie Welt/Welt Kompakt (0,62 Mio.). Mehr erfahren.

IVW-Zahlen: Auflagen der Springer-Zeitungen schrumpfen massiv.

Zeitungen verlieren weiter an Auflage – und Springer ist der große Verlierer im 2. IVW-Quartal. "Bild" gehen 144.000 Käufer von der Fahne, im Vergleich zum Vorjahr -9,9 %. "Bild am Sonntag" verliert 9,8 %, "Welt" sogar 14,2 % bei Abo und Einzelverkauf. "Süddeutsche", "taz" und "Zeit" halten sich stabil, was zumeist am Digitalabo-Wachstum liegt.
meedia.de