Nach Holtzbrinck-Recherche: Der “Tagesspiegel” will seine Transparenz-Richtlinien überprüfen.


Transparenz-Debatte: Der "Tagesspiegel" will als Reaktion auf die Holtzbrinck-Recherche der "Berliner Zeitung" über vermeintliche Interessenkonflikte im Verlagshaus seine internen Abläufe und Transparenz-Richtlinien überprüfen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Allerdings sei "kein Fall" von mittelbarer oder unmittelbarer Einflussnahme durch Gesellschafter, den Verlag oder der Geschäftsführung auf die Berichterstattung bekannt. Dies gelte für die Art und den Tenor der Berichte sowie für die Themenauswahl. Fehlende Transparenz-Hinweise wolle man "selbstverständlich ergänzen und zukünftig noch intensiver recherchieren und kenntlich machen".

Verleger Holger Friedrich bestreitet derweil, dass der Holtzbrinck-Text eine Retourkutsche für den kritischen "Zeit"-Artikel über die angeblich schlechte Stimmung bei der "Berliner Zeitung" vom November gewesen sei – "auch wenn der Gedanke naheliegend ist". Friedrich hatte vor wenigen Wochen eine Gegendarstellung in der "Zeit" bewirkt. U.a. seien Angaben zur Finanzierung der "Berliner Zeitung" falsch gewesen. Die "Zeit" wiederum geht nun gegen diese Entscheidung vor und erwartet im März ein endgültiges Urteil.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Ulrich Matthes legt Amt als Präsident der Deutschen Filmakademie nieder.

"Auch die Kampagne #allesdichtmachen hat offen gestanden meinen Entschluss noch befördert, das Amt nicht weiterzumachen."

In der Konferenz "Unlock Film by Zeitmagazin" spricht Schauspieler Ulrich Matthes über seinen Entschluss, das Amt als Präsident der Deutschen Filmakademie niederzulegen. Die Aktion #allesdichtmachen, in der sich deutsche Schauspielerinnen gegen die Corona-Politik ausgesprochen haben, bezeichnet er als "komplett missglückt".
zeit.de (Livestream), presseportal.de

“Die Zeit ist anders”-Kampagne wird auf Audio ausgeweitet.

Hören und Lesen: Die "Zeit" setzt ihre Werbekampagne "Die Zeit ist anders" nun auch in den Podcasts "Zeit Verbrechen", "Alles gesagt?", "Augen zu" und im NDR ein. Für zunächst acht Wochen gehen die Hosts Christoph Amend, Giovanni di Lorenzo, Sabine Rückert und Jochen Wegner in kurzen Einspielern der Frage nach, "warum man die 'Zeit' nicht nur als Hörer, sondern auch als Leser entdecken sollte".
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Die Malerin Frida Kahlo und ihre Beliebtheit bei jungen Frauen.

Hör-Tipp: Die Chefredakteurin der "Weltkunst", Lisa Zeitz, ist als Teenagerin selbst von Frida Kahlos Kunstwerken fasziniert gewesen. Im "Zeit"-Podcast "Augen zu" spricht sie mit Florian Illies und Giovanni di Lorenzo darüber, dass die Künstlerin gerade für junge Frauen oft ein Vorbild an "weiblichem self empowerment" ist. Momente, in denen "Gefühle hochwallen", seien eine "tolle Zeit, sich mit Kahlo zu beschäftigen, findet Zeitz.
podcast.apple.com (46-Min-Audio)

turi2 edition #16: Was muss die Spezies Mensch 2022 ändern, wenn sie eine Zukunft haben will, Fritz Habekuß?


Das große Ganze: Jeder spricht über den Klimawandel. “Das ist wichtig und überfällig”, sagt “Zeit Wissen”-Redakteur Fritz Habekuß. Es bringe allerdings nichts, nur Treibhausgase einzusparen. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 kritisiert der Co-Autor des Bestsellers “Über Leben” falsche Ansätze und betont die Bedeutung von Ökosystemen. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

“Zeit” und “Spiegel” steigern ihre Auflagen erneut, “Bild” sinkt leicht.

Liegen gut in der Kurve: Die IVW-Zahlen vom vierten Quartal 2021 zeigen ein deutliches Wachstum der Auflagen bei "Zeit" und "Spiegel". Die Wochenzeitung erzielt erstmals eine verkaufte Gesamtauflage von über 600.000 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um fast 10 %. Beim "Spiegel" klettert die Auflage durch viele neue Digital-Abos um 7,8 % auf knapp 700.000. Der Verlag verzeichnet damit seit 2003 erstmals wieder ein Wachstum in der verkauften Auflage.

Bergab geht es hingegen beim "stern", durch ein Minus von 5,2 % liegt die verkaufte Auflage nur noch bei 350.000. Die "Bild" verliert im Vergleichszeitraum 1,7 % und fällt auf knapp unter 1,1 Mio Exemplare. Der Titel mit der höchsten verkauften Auflage, die Programm-Zeitschrift "TV 14", fällt um 5,6 % auf 1,66 Mio.

Ein weiterer Aufsteiger ist "Katapult", das mit gut 90.000 ein Drittel mehr Abos hat als im Jahr zuvor.
zeit-verlagsgruppe.de, dwdl.de

Kress: Holger Friedrich erwirkt Gegendarstellung in der “Zeit”.


Zeit für eine Korrektur: Nach einem kritischen Artikel über die "Berliner Zeitung" erwirkt Verleger Holger Friedrich vor dem Landgericht Hamburg eine Gegendarstellung von der "Zeit", schreibt Markus Wiegand bei Kress.de. Autorin Hannah Knut hatte im November berichtet, der Unternehmer finanziere die Zeitung mit seinem Privatvermögen. "In Bezug auf den Verlag erfolgt durch mich keine laufende Finanzierung als natürliche Person aus meinem Privatvermögen", lässt Friedrich nun per Beschluss festhalten. Auch wurde das Budget für die Wochenend-Ausgabe, anders als berichtet, nicht gekürzt.

Ursprünglich hatte Friedrich mit seinem Anwalt Christian Schertz eine Gegendarstellung in vier Punkten verlangt, sagt eine Sprecherin der "Zeit", nun gehe es nur noch um zwei. Die erste einstweilige Verfügung habe das Gericht auf Kosten Friedrichs zurückgewiesen, im zweiten Verfahren müsse er "zwei Drittel der Kosten tragen". Es sei bedauerlich, dass "wegen der Falschberichterstattung Gerichtsverfahren notwendig wurden", sagt Anwalt Scherz. Laut Kress will der Verleger in einem weiteren Verfahren die Unterlassung der Aussagen in der Gegendarstellung sowie weitere Passagen im ursprünglichen Artikel durchsetzen.

In dem Text vom 17. November mit dem Titel Ihr Erlöser. Oder ihr Untergang zeichnet die Autorin ein verstörendes Bild über die Stimmung in der Redaktion der "Berliner Zeitung". Eine Redakteurin sieht, wie das Blatt "richtig gegen die Wand klatscht", eine andere Mitarbeiterin wirft Friedrich vor, keine Geduld zu haben und sich nicht beraten zu lassen. Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur der "Berliner Zeitung am Wochenende", äußerte sich damals gegenüber turi2 "empört und enttäuscht" über den Beitrag der "Zeit". Der Text sei "tendenziös", "einseitig" und "unfair". (Foto: Jörg Carstensen / dpa / Picture Alliance; Montage: turi2)
kress.de, turi2.de (Background), zeit.de (Paid)

Debatte: Für Selbstzensur muss kein Machthaber mehr sorgen, schreibt Josef Joffe.

Zensiert: Die "Schere im Kopf" erzwingt kein westlicher Machthaber mehr, denn "das besorgen wir selber", schreibt "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe über Selbst­zensur im Journalismus. Der Wunsch nach einer "achtsamen" Sprache sei nicht neu. Allerdings sei "das Gutdenk von heute" das "Dummdenk von morgen". Dagegen helfe nur ein "offener, besonnener Diskurs diesseits von Falschaussage und Verleumdung".
zeit.de (Paid)

turi2 edition #16: Yasmine M’Barek über Alter und Atomstrom.


Weiblich, jung, migrantisch: Yasmine M’Barek ist mit 22 Jahren eine der einflussreichsten jungen Journalistinnen des Landes. Als typische Vertreterin ihrer Generation will die “Zeit”-Redakteurin sich nicht bewundern oder labeln lassen. Stattdessen plädiert sie im Interview mit Nancy Riegel in der turi2 edition #16 für mehr Atomstrom und einen besseren Kleidungsstil der Regierung. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!

Die “Zeit” startet ersten Podcast nur für Abonnentinnen.

Zeit startet ihren ersten Podcast nur für Abonnentinnen. In "Die Patrioten" porträtiert die ehemalige US-Korrespondentin Kerstin Kohlenberg sieben Menschen, darunter ein Black-Lives-Matter-Aktivist und ein Mann, der beim Angriff auf das US-Kapitol teilgenommen hat. Drei Folgen sind bereits verfügbar, die restlichen vier erscheinen am 13. und 20. Januar.
kress.de, zeit.de (Paid)

Debatte: Gendern bringt Gleich­berechtigung nicht voran, glaubt Navid Kermani.

Generisches Maskulinum wird bald aus der Sprache verschwinden, jedoch "die Gleichberechtigung keinen Schritt voranbringen", bedauert Schrift­steller Navid Kermani in einem Essay in der "Zeit", die ihn frisch als Autor verpflichtet hat. Sprache funktioniere "auch und gerade durch das, was nicht gesagt, aber von den Hörern mitgedacht wird". Gerade in der Literatur liege in der "Unein­deutigkeit von Geschlechter­zuschreibungen ein enormer Vorteil". Für den Alltag ist Gendern "schlicht zu umständlich, kompliziert und unmelodisch", findet Kermani, und werde sich allen­falls "als Distinktions­merkmal der höher gebildeten, sozial besser­gestellten Schichten behaupten".
zeit.de (Paid)

Zeit-Verlag startet Lernplattform für Business English.

In English, please: Die Zeit-Verlags­gruppe startet mit "Business Spotlight" ein Online-Sprach­magazin für Business English. Lernende können u.a. mit Kursen, Audio-Playlists und Artikeln ihre Fähigkeiten in Aussprache, Grammatik und inter­kultureller Kommunikation verbessern. Das Angebot beginnt am 1. Januar und kostet zunächst drei Euro für drei Monate.
zeit-verlagsgruppe.de, business-spotlight.de

Lese-Tipp: 31 Wissenschaftlerinnen wehren sich gegen mediale Hetzjagd.

Lese-Tipp: 31 Forscherinnen und Wissen­schaftlerinnen beklagen bei Zeit Online, dass ihre Aussagen von Öffentlichkeit und Medien "aus dem Kontext gerissen, verkürzt, manchmal auch verfälscht" werden. Zu ihnen gehören u.a. der Arzt Eckart von Hirschhausen, Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim und Wissenschafts-Journalist Ranga Yogeshwar (Foto), der einige Medien als "Brandstifter" beschuldigt, die "dazu beitragen, dass Wissen­schaftler bedroht werden". Viele der Forschenden beziehen sich explizit auf den "Bild"-Bericht "Die Lockdown-Macher", der aktuell vom Presserat geprüft wird.
zeit.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Nils von der Kall wird 46.


Wir graturilieren: Nils von der Kall, Verlagsleiter Marketing und Vertrieb der "Zeit", feiert heute seinen 46. Geburtstag – im kleinen Kreis zu Hause und mit bestelltem Essen, "um uns voll auf den Geburtstag zu konzentrieren". Beeindruckt hat den Manager im vergangenen Jahr der "Siegeszug der Podcasts", der in der Pandemie nochmals an Schub gewonnen habe: "Ich frage mich: Wie finden Menschen in ihrem vollgepackten Alltag noch Zeit dafür?" Er selbst sei in der Corona-Krise süchtig geworden nach Podcasts, ganz hoch im Kurs steht bei ihm der Ideacast von Harvard Business Review – neben den "Zeit"-eigenen Podcasts versteht sich.

Im abgelaufenen Jahr seien die meisten Probleme im Job kontrollierbar gewesen, privat habe er dagegen mehr gezittert: Bei der Prüfung zu seinem Sportbootführerschein habe er Prüfungsangst gespürt: "Das war eine mentale Achterbahnfahrt, aber es hat funktioniert und jetzt darf ich auch motorisiert zur See fahren." Der Vorsatz, endlich wieder ausreichend zu schlafen, ist dagegen schiefgegangen: So wenig wie dieses Jahr, habe er noch nie geschlafen – was allerdings auch an seinem zeitintensiven "Zeit"-Job und der Podcast-Sucht liege.

Highlight war, dass die "Zeit" wie bereits in den letzten beiden Jahren Rekord-Leserzahlen verbucht habe. Privat hofft er, endlich wieder mehr und unbeschwerter reisen zu können – "besonders in meine Zweitheimat-Länder Türkei und Norwegen". Gratulationen sind via E-Mail oder Linked-in gerne gesehen.

Zitat: Steffen Klusmann zeigt sich verwundert über das Reichelt-Interview in der “Zeit”.

"In dem 'Zeit'-Interview hat Julian Reichelt ein paar Behauptungen rausgehauen, bei denen ich mich nur wundern kann, wie man das so stehen lassen konnte."

"Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann stellt im dpa-Interview klar, nicht aus ideologischen Gründen über Julian Reichelt berichtet zu haben: "Er hat Dinge getan, die in seiner Position völlig unangemessen sind." Mit Reichelt habe er immer ein professionelles Verhältnis gehabt – "auch wenn wir immer mal wieder Rangeleien hatten".
moz.de via horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Zeit”: Julian Reichelt will auch künftig “Journalismus für die Massen” machen.


Zeit für Widerspruch: Der geschasste "Bild-Chef Julian Reichelt bricht sein Schweigen und gibt im großen "Zeit"-Interview mit Cathrin Gilbert erstmals nach dem Rauswurf bei Springer einen Einblick in seine Zukunftspläne. "Ich werde auf jeden Fall weitermachen", sagt er. Sollte es keinen passenden Job für ihn geben, "hat man in einem freien Land ja die Möglichkeit, sich diesen Job selber zu schaffen". Nur PR wie sein journalistischer Ziehvater Kai Diekmann wolle er nicht machen, "sondern Journalismus für die Massen". Reichelt "liebe es, Millionen Menschen eine starke Stimme zu geben".

Von Springer-Chef Mathias Döpfner ist Reichelt "enttäuscht". Er habe Döpfner "nicht angelogen", seine Beziehung sei bekannt gewesen. "Deswegen hat es mich sehr überrascht, wie überrascht er gewesen sein will", sagt Reichelt. Sein Verhältnis zu Döpfner beschreibt Reichelt "wie eine Familie, die in guten und in schwierigen Zeiten zusammenhält". Dass beide sich "mit irgendwelchen Schmutzgeschichten" gegenseitig Schaden zufügen würden, sei eine "Sehnsuchtsgeschichte unserer politischen Gegner".

Reichelt öffne sich nun, weil er "nichts zu verbergen" habe. Schon das Wort "MeToo" sei im Zusammenhang mit ihm eine "Verleumdung". Im gesamten Compliance-Verfahren haben es keinen Menschen gegeben, "der sich selbst als "Opfer" bezeichnet hat, auch wenn das in den Medien so dargestellt wurde". Auch sei ihm nie eine Aussage präsentiert worden, "in der mir jemand 'Machtmissbrauch' vorwirft", sagt Reichelt. Insbesondere gegen den "Spiegel" teilt Reichelt aus und wirft dem Nachrichtenmagazin vor, "komplette Sachverhalte erfunden" zu haben.

Schon vergangene Woche hatte sich Reichelt nach langer Pause erstmals wieder bei Twitter zu Wort gemeldet und an der Legende gestrickt, er sei Opfer seiner politischen Linie.
zeit.de (Paid), horizont.net (Zusammenfassung), turi2.de (Background)

Leistungsschutzrecht: Google schließt Verträge mit “Zeit”, “Spiegel” und Co.

Leistungsschutz-Lizenz: Google schließt mit dem "Spiegel", der "Zeit", dem "Handelsblatt", dem "Tagesspiegel" sowie mit den Online-Portalen T-Online, Golem und Netzwelt Lizenz-Verträge ab, die auf dem im Juni eingeführten Leistungsschutzrecht basieren. Für "erweiterte Vorschauen von Nachrichten" bekommen die Medienhäuser künftig Vergütungen. Für Snippets gibt es kein Geld, die kurzen Text-Auszüge fallen auch nicht unter das neue Leistungsschutzrecht. Über die Höhe der Zahlungen schweigen sich die Unternehmen aus. Weitere Gespräche mit "großen und kleineren Verlagen" seien laut Google in einem "fortgeschrittenen Stadium". Man sei zuversichtlich, eine "gesetzeskonforme und für alle funktionierende Lösung" zu finden.

Auch mit den Verwertungsgesellschaften sei Google weiterhin im Gespräch. Corint Media hatte von Google zuletzt eine Lizenzgebühr für Nutzung von Überschriften, Artikelausschnitten und Vorschau-Bildern gefordert. Für das Jahr 2022 seien dafür rund 420 Mio Euro fällig. Der Suchmaschinen-Riese wies die Forderungen als "haltlos" zurück.
blog.google, meedia.de, turi2.de (Background)

Die “Zeit” widerspricht Vorwürfen der “Berliner Zeitung”, unsauber gearbeitet zu haben.

Berliner Zeitung: Die "Zeit" widerspricht dem Vorwurf, in ihrer Berichterstattung über die Situation bei der Hauptstadt-Zeitung journalistisch unsauber gearbeitet zu haben. Autorin Hannah Knuth habe Fragen an die Geschäftsführung der "Berliner Zeitung" geschickt und um Beantwortung binnen 24 Stunden gebeten. Antworten habe sie nicht erhalten, dafür – mehrere Stunden nach Ablauf der Frist – ein Interview-Angebot mit Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur der "Berliner Zeitung am Wochenende". Knuth habe zugestimmt und um Termin-Vorschläge gebeten.

Kurianowicz schickt eine "Präzisierung" seines Statements von Mittwochabend: "Es stimmt. Frau Knuth hat mein Interview-Angebot angenommen, aber mir den Hinweis gegeben, dass ein Gespräch für die aktuelle Produktion des Textes zu spät komme." Seiner Erfahrung als früherer "Zeit"-Mitarbeiter nach sei ein Eingriff in den Text noch möglich gewesen. Auf einen entsprechenden Hinweis habe die "Zeit" nicht geantwortet, daher bleibe er bei seinem Vorwurf.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

“Zeit” startet neuen Newsletter für Schülerinnen.

Zeit startet den neuen wöchentlichen Newsletter "Zeit für dich" für Schülerinnen rund um die Themen Klima, Gerechtigkeit, Politik und Zukunfts-Jobs. Parallel gibt es kostenlose Schul-Abos der "Zeit" zur Unterrichtsgestaltung, die bis zu 9 Wochen genutzt werden können. Klassen-Abonnentinnen erhalten auch Zugriff auf "Zeit Campus".
zeit.de/zeitfuerdich (Newsletter), zeit.de/klassensatz (Schul-Abo)

“Zeit” berichtet über schwierige Lage und Unzufriedenheit bei der “Berliner Zeitung”.

Stimmungstief? Die "Zeit" nimmt sich die Situation des Berliner Verlags von Holger Friedrich vor und zeichnet ein verstörendes Bild über die Stimmung in der Redaktion der "Berliner Zeitung". Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur der Wochenend-Ausgabe der Hauptstadt-Zeitung, wirft der "Zeit" gegenüber turi2 fehlende journalistische Sorgfalt vor. Der Text von Hannah Knuth ist voller anonymer Stimmen von früheren und aktuellen Beschäftigten. Eine Redakteurin sieht, wie das Blatt "richtig gegen die Wand klatscht", eine andere Mitarbeiterin wirft Friedrich vor, keine Geduld zu haben und sich nicht beraten zu lassen. Der Verleger setze stark auf die neue Wochenend-Ausgabe, behandle die Tageszeitung "stiefmütterlich" und forciere die Trennung von Tageszeitungs- und Wochenend-Redaktion. Zudem habe Friedrich nach "Zeit"-Informationen als anonymer Autor zwei Beiträge in der Zeitung platziert.

Der Betriebsrat habe in einer E-Mail vor einem "Klima der Angst" gewarnt, schreibt Knuth, weil die Geschäftsleitung vermehrt Personal-Gespräche führe. Mehrere Beschäftigte seinen zuletzt aufgefordert worden, das Haus zu verlassen – u.a. wegen der finanziellen Lage der Zeitung. Geschäftszahlen nennt der "Zeit"-Artikel nicht, zitiert aber ehemalige Beschäftigte, die glauben, dass die Zeitung in die Insolvenz geht, wenn Friedrich aufhöre, sie aus seinem Privatvermögen zu finanzieren. Am Mittwoch war Friedrich selbst in die Offensive gegangen und hatte verkündet, dass der Verlag erstmals seit dem Besitzer-Wechsel vor zwei Jahren ein "ausge­glichenes Betriebs­ergebnis" erwartet.

Tomasz Kurianowicz, Chefredakteur der "Berliner Zeitung am Wochenende", äußert sich am späten Abend gegenüber turi2 "empört und enttäuscht" über den Beitrag der "Zeit". Er habe der Autorin Hannah Knuth ein Interview-Angebot gemacht, "damit sie eine andere Perspektive auf die Entwicklungen im Berliner Verlag gewinnen" könne. Knuth habe mit "Verweis auf den voranschreitenden Redaktionsschluss" abgelehnt. Kurianowicz nennt die Berichterstattung "tendenziös", "einseitig" und "unfair".

Update 18.11., 11 Uhr
Die "Zeit" widerspricht der Darstellung von Kurianowicz. Knuth habe das Interview-Angebot angenommen und um Termin-Vorschläge gebeten. Zuvor habe die "Zeit" einen Katalog mit vier Fragen an die Geschäftsführung der "Berliner Zeitung" geschickt und um Beantwortung binnen 24 Stunden gebeten. Die Rückmeldung des Berliner Verlags sei Stunden nach der Frist eingegangen und ohne sich zu den Fragen zu äußern.
zeit.de (Paid), turi2.de (Verlags-Prognose), turi2 – eigene Infos

Zu dieser Meldung gibt es eine Weiterentwicklung: turi2.de

Mitarbeit: Tim Gieselmann

Zeit Verlagsgruppe gründet Kommunikationsdienstleister Studio ZX.

Zeit Verlagsgruppe gründet zum 1. Januar 2022 den Kommunikationsdienstleister Studio ZX. Die Geschäftsführung übernehmen Mark Schiffhauer, Chief Creative Officer der ZEIT Verlagsgruppe, und Uta Schwaner, die von der internationalen PR-Agentur Golin kommt. Die bisherige Content-Tochter des Zeit Verlags, Tempus Corporate, sowie Convent Kongresse und der Bereich Client Solutions werden Teil von Studio ZX.
zeit-verlagsgruppe.de

Termin des Tages: “Zeit” blickt hinter Podcast-Kulisse von “Zeit Verbrechen”.

termine2-logoTermin des Tages: Wie eine Folge des Podcast "Zeit Verbrechen" entsteht, erklären "Zeit"-Vize Sabine Rückert und Andreas Sentker, Leiter des Ressorts Wissen, im Online-Gespräch. Diskutiert wird auch, wie Ermittlungsbehörden und Rechtsmediziner arbeiten. Zuschauen und Fragen stellen ist ab 19.00 Uhr kostenfrei auf verlag.zeit.de/freunde möglich.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

ARD, “Zeit”, Flip: Nike zerstört systematisch Retouren.

Just did it: Sportartikelhersteller Nike zerstört systematisch Retouren und verstößt dabei womöglich gegen das Gesetz, berichten ARD, "Zeit" und das Recherche-Startup "Flip". Neuware werde "unter dem Deckmantel eines Recyclingprogramms" vernichtet. Nike erwidert, man entsorge nur Waren, "die Anzeichen von einer möglichen Beschädigung oder Gebrauchsspuren aufweisen".
presseportal.de, sneakerjagd.de (Webseite des Recherche-Projekts)

Lese-Tipp: Die “Zeit” beleuchtet die NS-Vergangenheit von Hans Abich.

Lese-Tipp: Die "Zeit" beleuchtet die NS-Vergangenheit des verstorbenen Filmproduzenten und Ex-ARD-Programmdirektors Hans Abich. Abich, der später bestritt, "Parteinazi" gewesen zu sein, arbeitete vor Kriegsende u.a. für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Später zog "kaum ein Fernsehfunktionär so viel Respekt und Sympathie auf sich", bis heute trägt ein TV-Preis seinen Namen.
zeit.de (Paid)

Klick-Tipp: Projekt Sneakerjagd verfolgt alte Promi-Schuhe um die Welt.

Klick-Tipp: Was passiert eigentlich mit entsorgten Schuhen? Dieser Frage geht das Projekt Sneakerjagd von NDR, "Zeit" und dem Recherche-Startup Flip nach. Elf Promis, u.a. Linda Zervakis, Kevin Kühnert und Fynn Kliemann, haben ihre ausgetretenen Schuhe zur Verfügung gestellt. Versteckte GPS-Sender tracken den Weg der Sneaker rund um die Welt und bringen damit Hersteller und Mode­ketten in Erklärungs­not
sneakerjagd.letsflip.de, ndr.de, zeit.de

“Zeit”-Auslandskorrespondent Georg Blume zieht es in die Politik.

Wechselt die Seiten: Der langjährige "Zeit"-Auslandskorrespondent Georg Blume ist ab Ende Oktober Berater der neuen Grünen-Bundestagsabgeordneten Sandra Detzer. Blume berichtete seit 1992 für die "Zeit", zuletzt u.a. aus Brüssel und Frankreich, zudem schrieb er für den "Spiegel" und die "taz". "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dankt ihm für "seinen großen Einsatz", der dem Blatt "gut getan" habe.
meedia.de

Termin-Tipp des Tages: “Zeit Campus” feiert “neue Heldinnen und Helden”.

termine2-logoTermin-Tipp des Tages: Zum 15. Geburtstag lädt "Zeit Campus" ab 16 Uhr zum kostenfreien Digital-Event Die neuen Heldinnen und Helden. Mit dabei ist u.a. Klimaaktivistin Sophie Backsen, die erklärt, warum sie die Bundesregierung verklagt hat. Coach Tom Gärtner gibt Tipps für erfolgreiche Ideen-Pitches.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

Zitat: Beim Thema Klimaschutz herrscht eine “Apokalypse-Erschöpfung”, sagt Laura Cwiertnia.

"Ich bin überzeugt, dass Klima- und Nachhaltigkeits­themen in jedes Ressort gehören, von der Wirtschafts­redaktion bis zum Feuilleton."

Die Vize-Ressortleiterin von "Zeit Green" Laura Cwiertnia sagt, über Klimaschutz darf nicht "zu abstrakt" berichtet werden. Man muss stattdessen die konkreten Auswirkungen auf "jeden Lebensbereich" zeigen und Lösungen bieten.
nextmedia-hamburg.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” ergründet Peter Thiels düstere Gesellschafts-Visionen.

Lese-Tipp: Ist der berühmt-berüchtigte Silicon-Valley-Investor Peter Thiel (Foto) mehr als nur ein Geldgeber, gar ein "apokalyptischer" Vordenker? Diese Frage analysiert Dirk Peitz in einem "Zeit"-Artikel mit der Überschrift "Der Düstere". "Thiels Zukunftsszenarien" fußen auf der Vorstellung "bereits laufender Kulturkämpfe", so der Autor. An die Rettung der Welt durch einen "Friedensschluss mit der Natur" glaube der Milliardär nicht.
zeit.de

“Welt” zeigt statt früherer KZ-Sekretärin ein Bild einer Holocaust-Überlebenden.

Opfer-Täter-Umkehr: In einem Video über die getürmte KZ-Sekretärin am Landgericht Itzehoe zeigte die "Welt" fälschlicher­weise das Bild der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch statt der Angeklagten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Eine Welt-Sprecherin beteuert einen "schwerwiegenden Fehler" bei der Foto-Recherche. Auch mehrere englisch­sprachige Online­medien nutzten falsche Bilder.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Zeit Verbrechen” gibt’s ab 2022 sechs- statt viermal pro Jahr.

Ermittlungserfolg: Das True-Crime-Magazin "Zeit Verbrechen" erscheint ab 2022 sechs- statt wie bisher viermal pro Jahr. Zum ersten Mal an den Kiosk ging das Heft im April 2018. Aktuell liegt die verkaufte Auflage laut Zeit Verlagsgruppe bei 55.000 pro Ausgabe. Größere Zahlen pro Folge, 1,28 Mio Hörerinnen, erreicht das Wochenmagazin mit dem gleichnamigen Podcast, in dem Sabine Rückert und Andreas Sentker wahre Kriminalfälle besprechen.
dwdl.de

Aus dem Archiv: Tatjana Kerschbaumer in der "Zeit Verbrechen"-Blattkritik (05/2018):

Die “Zeit” wirft Storymachine mehr Schein als Sein vor.


Blick in den Story-Maschinen­raum: Die Autorinnen Hannah Knuth und Ann-Kathrin Nezik nehmen sich in der "Zeit" die Arbeit der Kommunikations­agentur Storymachine von Kai Diekmann (Foto), Michael Mronz und Philipp Jessen vor. Unter der Überschrift "Die Scheinfluencer" legen sie nahe, dass die Agentur weniger erfolgreich ist, als die Geheimnis­krämerei der Gründer vermuten lässt. Sie sprechen mit Operativ-Chef Philipp Jessen sowie Kunden und ehemaligen Beschäftigten. Über ihre Auftraggeber schweigt die Agentur normalerweise, die "Zeit" nennt aber zwei Beispiele jüngster Kampagnen: Die öffentlich angeknackste Wohnungsgesellschaft Vonovia und den Tabakkonzern British American Tobacco, den Storymachine als "modernes Unternehmen in einer gesundheitsbewussten Welt" darstellen will.

Die Berliner Agentur verdiene ihr Geld mit der "Ratlosigkeit" von Parteien und Unternehmen in Sachen Social Media und der Angst vor der "hypernervösen Öffentlichkeit", schreiben die Autorinnen. Hinter das selbst auferlegte Image als Meinungsmacher machen sie aber zumindest ein Fragezeichen. Die "Zeit" spricht mit aktuellen und ehemaligen Kunden, die sich alle anonym äußern, viele von ihnen positiv. Mehrere beurteilen die Arbeit als "hilfreich", "aber auch keine Zauberei". Andere lassen wissen, dass sie "zufrieden" sind. "Storymachine hat uns geholfen, eine Tonalität für den CEO zu finden", zitiert das Blatt einen anderen Kommunikator. Ein nicht näher benannter Konzernsprecher sagt: "Der Eindruck, dass die Agentur unsere Strategie bestimmt hat, ist falsch. Die sind sehr gut darin, sich zu verkaufen." Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Volkswagen hätten die Zusammenarbeit mittlerweile beendet "oder stark heruntergefahren". Für Parteien arbeite die Agentur nur noch selten.

Zudem schreibt die "Zeit" von problematischen Arbeitsbedingungen im Berliner Büro: Ehemalige Angestellte berichten von einem "enormem Druck". "Die Fluktuation sei groß, es herrsche mitunter ein vergiftetes Klima." Selbst Philipp Jessen, früher "stern"-Journalist und heute Leiter des Tagesgeschäfts, gebe sich "keine Mühe, den Druck zu verbergen, unter dem er steht". Beim Gespräch mit der "Zeit" habe er sich erst einmal eine Aspirin eingeworfen. Gegen kritische Bewertungen auf dem Online-Job-Portal Kununu gehe Storymachine aktuell anwaltlich vor.
zeit.de (Paid), turi2.de (Background), turi2.de (Interview Kai Diekmann)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Digital zu Gast bei Kai Diekmanns Storymachine. (02/2021)

Debatte: Den Erfolg hat Olaf Scholz auch seiner Werbekampagne zu verdanken.

Werbung wirkt: Der Marketing-Experte Raphael Brinkert hat Olaf Scholz im Wahlkampf das kanzlertaugliche Image verliehen, schreibt Kristina Läsker in der "Zeit". Brinkert inszeniert Scholz "als Erben von Kanzlerin Angela Merkel" und betreibt "klassisches Konzern-Marketing, nur diesmal eben für eine Partei". Der Wahlerfolg sei nicht allein Verdienst des Agentur-Chefs, aber die Kampagne sei ein "Gamechanger" gewesen.
zeit.de (Paid)

Wir graturilieren: Dieter von Holtzbrinck wird 80.


Wir graturilieren: Verleger Dieter von Holtzbrinck feiert heute seinen 80. Geburtstag. Der Mann hinter "Zeit", "Handelsblatt" und "Tagesspiegel" ist in der Öffentlichkeit eine Art Phantom, Auftritte und Interviews sind rar. "Er repräsentiert einen Verleger- und Unternehmertyp, der im Stillen agiert. Das Schrille, das Laute ist nicht sein Ding", schreibt die dpa in ihrem Porträt zum rundem Geburtstag. "Zeit"-Geschäfts­führer Rainer Esser attestiert von Holtzbrinck "einen ungeheuren Mut für unternehmerische Entscheidungen". Sebastian Turner, einer seiner Ziehsöhne, betont in der turi2 edition #12 von Holtzbrincks "konsequentes Bekenntnis zur Qualität".

Volkmar Mair, Verleger beim Reiseführer-Verlag MairDumont, schreibt im "Handelsblatt": "Dieter von Holtzbrinck ist absolut seefest, was selten ist." Er schätzt die Gelassenheit seines Segelfreundes, dessen Hilfsbereitschaft und seinen "auch versteckten Humor, manchmal freundlichen Spott".

In einem seiner seltenen Interviews sagt Dieter von Holtzbrinck 2016 in der "Zeit": "Meine Geschwister und ich sind Verleger geworden, weil wir große Freude an der intellektuellen Herausforderung haben, die das Publizieren von Qualitäts­zeitungen und anspruchsvollen Buch­programmen mit sich bringt." Er habe "natürlich eine Meinung", selbst zur Feder greife er aber nicht: "Das kann schnell fehl­interpretiert werden als Eingriff des Verlegers. Da würde es heißen: 'Aha, der spielt jetzt Ober-Chefredakteur'."
horizont.net (dpa-Porträt), turi2.de (Beitrag Turner), "Handelsblatt" S. 44/45 (Paid), zeit.de (Interview von 2016, Paid)

Amna Franzke geht in die Chefredaktion von “Zeit Campus”.

Zeit holt Amna Franzke (Foto), 27, in die Chefredaktion des Uni-Ablegers "Zeit Campus". Die Journalistin bleibt zusätzlich verantwortliche Redakteurin bei Zeit Campus Online. "Zeit Campus" verpasst sich zum 15. Geburtstag zudem ein neues Logo und kündigt an, ab sofort überall mit Doppelpunkt zu gendern. Print und alle Online-Kanäle sollen enger zusammenrücken.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

“Zeit” startet Podcast über politische Gegensätze.

Unterschiedlich geladene Pole: Die "Zeit" lässt im neuen Podcast "Warum denken Sie das?" Menschen mit komplett unterschiedlichen Meinungen aufeinander­treffen. In der ersten Folge interviewen die Moderatorinnen Jana Simon und Philip Faigle eine Gegnerin der Corona-Impfung und eine Ärztin, die sich für das Impfen einsetzt. Anschließend treffen sich die beiden Frauen zu einer Diskussion.
zeit.de

Ressortleiterin Tanja Stelzer wechselt in die Chefredaktion der “Zeit”.

Zeit holt Tanja Stelzer (Foto), 50, zum 1. Januar in die Chefredaktion der Wochenzeitung. Bisher leitet sie das Ressort "Dossier". In der neuen Rolle wird sie abwechselnd mit Sabine Rückert die Titel­geschichten betreuen, teilt der Verlag mit. Im "Dossier" rückt Vize-Ressortleiter Malte Henk, 44, auf Stelzers Position. Er teilt sich die Leitung mit Wolfgang Uchatius. Stelzer ist seit 2006 bei der "Zeit", Henk seit 2013.
zeit-verlagsgruppe.de

Debatte: Warum das ZDF Gender-Sprache nutzt.

ZDF mit *: "Zeit Streit"-Ressortleiterin Charlotte Parnack begibt sich beim ZDF auf die Spur der Gender-Sprache, die hier sogar in den Nachrichten genutzt wird. "Der Stern wird von außen wichtig gemacht", sagt etwa Chefredakteur Peter Frey, "innerhalb des Senders ist das kein großes Thema". Bemerkenswert: Gerade jüngere Mitarbeiterinnen wie die Funk-Redakteurin Kris­tin Blum warnen: "Wir müs­sen sehr auf­pas­sen, uns nicht von je­nen zu ent­frem­den, für die wir ar­bei­ten."
"Zeit" 38/2021, S. 21 (Paid)

“Zeit Geschichte”-Podcast diskutiert Bedeutung historischer Ereignisse für die Gegenwart.

Zeit-historisch: Die "Zeit" und Zeit Online starten den Podcast Wie war das nochmal?, in dem Markus Flohr und Judith Scholter einmal im Monat darüber diskutieren, was geschichtliche Ereignisse für unsere Gegenwart bedeuten. Die erste Episode befasst sich mit den Terror­anschlägen vom 11. September 2001. Die Themen orientieren an der aktuellen Ausgabe von Zeit Geschichte.
zeit-verlagsgruppe.de, zeit.de (42-Min-Audio)

Luisa Neubauer und Joe Kaeser beraten “Zeit Green”.

Zeit lässt sich bei ihrem neuen Umwelt-Ressort Green u.a. von Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser beraten. Sie sind Teil des neu gegründeten, international besetzten Beirats Green Council, der die Redaktion mit "Ideen, Kritik und ggf. eigenen Beiträgen unterstützen" soll. Die Gründungs­sitzung soll im Frühherbst als virtuelles Meeting stattfinden.
welt.de, zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

“Zeit Green” startet mit klimafreundlichem Fleischkonsum.

Zeit erscheint heute erstmals mit dem sechsseitigen Umwelt-Ressort Green. Die Titelgeschichte widmet sich klimafreundlichem Fleischkonsum, CSU-Chef Markus Söder sagt im Interview, was ihn beim Umweltschutz aufhält. "Green" erscheint künftig einmal im Monat gedruckt und tagesaktuell online, will Lösungen und Aktivistinnen präsentieren, dabei aber "immer kritisch" bleiben.
blog.zeit.de, turi2.de (Background)

Meinung: SPD-Wahlkampf spricht “Keine-Experimente-Wählerinnen” an.

Phlegmatisch ins Kanzleramt: Der SPD ist es im Wahlkampf gelungen, "eine Nichtwechselstimmung" zu kapern und die "Knorzigkeit des Olaf Scholz" als Stabilitätsgarantie zu verkaufen, analysiert Johannes Schneider für die "Zeit". Die stoische Mäßigkeit des SPD-Kanzlerkandidaten treffe auf einen tiefen Apolitismus, in den sich die deutsche Demokratie nach populistischen und gesellschaftlichen Erschütterungen der vergangenen Jahre wohlig zurückziehe.
zeit.de