Sinja Schütte ist die neue “Landlust”-Chefin, Frank Gloystein neuer Publisher.


Deutsche Medien-Manufaktur gräbt um: Beim Grund- und Garten-Magazin "Landlust" übernimmt Sinja Schütte zum 1. Juni die Heckenschere das Zepter von Vorgängerin Ute Frieling-Huchzermeyer und wird neue Chefredakteurin. Deutsche Medien-Manufaktur, Joint-Venture des Landwirtschaftsverlags Münster und Gruner + Jahr, übergibt Schütte den kompletten Bereich "Land und Leben". Schütte ist bereits Chefredakteurin des Heim-Blattes "Living at Home" sowie der Kuschel-Titel "Flow" und "Hygge", die der Unternehmensbereich beherbergt. Zusätzlich in ihre Verantwortung gehen mit dem neuen Job neben "Landlust" dann "Landlust Zuhaus" und "Holly". Mehr Aufgaben gibt es zeitgleich für Frank Gloystein, bisher Key Account Manager für "Landlust" und seit 2006 in der Vermarktung der Landwirtschaftstitel unterwegs. Gloystein tritt als Publisher an Schüttes Seite.

Die neue Doppelspitze wird laut Verlagsgruppe in Münster und Hamburg arbeiten. Anfang Mai gab DMM bekannt, dass Ute Frieling-Huchzermeyer "Landlust" nach 15 Jahren als Chefredakteurin verlässt. Sie bleibe aber Herausgeberin und "publizistische Beraterin", so das Unternehmen. DMM verlegt u.a. auch das Food-Magazin "Essen & Trinken" und "Land & Berge".
presseportal.de, turi2.de (Ute Frieling-Huchzermeyer)

Bauer verkauft Rumänien-Geschäft an Ringier.

Bauer verabschiedete sich aus Rumänien und verkauft seine Programmzeitschriften "TV Mania" und "TV Satelit" an Ringier, berichtet new-business.de. Ringier ist in Rumänien mit einer Reihe von Zeitungen und Zeitschriften aktiv. Mit dem Verkauf verfolgt Bauer seine Strategie, sich aus Märkten zurückzuziehen, in denen keine Marktführerschaft möglich ist.
new-business.de, dnv-online.net

Heinz Scheiner verlässt BurdaLife und übergibt an Co-Geschäftsführer.

BurdaLife: Geschäftsführer Heinz Scheiner (Foto), verantwortlich u.a. für die "Super Illu", verlässt das Unternehmen zum 1. Juli, kurz nach seinem 65. Geburtstag. Seine Aufgaben gibt er an Co-Geschäftsführer Kay Labinsky ab. Scheiner werde Burda "weiter beratend zur Seite stehen", schreibt der Verlag in einer Mitteilung. Bei Burda ist er seit 1979 tätig.
burda.com

Aus dem Archiv: Heinz Scheiner im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 (2019):

Jalag-CEO Jörg Hausendorf gibt Chefposten ab und berät Ganske-Eigentümer.

Jalag: Jörg Hausendorf, 56, gibt seinen temporären Posten als CEO Ende Juli an Heiko Gregor, 48, ab. Gregor kommt von Ganskes Content-Marketing-Tochter Hoffmann und Campe X. Hausendorf, der 2019 von Bauer zu Jalag zurückkam, soll die Ganske-Eigentümer weiterhin beraten und sich auf neue Projekte im Unternehmen konzentrieren. Schon bei seiner Verpflichtung hieß es, Hausendorf habe den CEO-Posten nur für den "Zeitraum der strategischen Weiterentwicklung" inne.
buchreport.de, meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jörg Hausendorf im Unterwegs-Fragebogen zur turi2 edition #7 (10/2018)

Wie geht’s Österreich, Christian Rainer?


O du mein Österreich: Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Christian Rainer über die Lage von Politik, Gesellschaft und Medien in Zeiten der Lockdown-Lockerungen bei unseren südlichen Nachbarn. Der Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichten-Magazins Profil beklagt etwa den Umgang der Politik mit den Medien. Bei der Verteilung von Corona-Hilfen seien die "niveauvollen Qualitätsmedien" anfangs vergessen worden. Erst nach Protesten sei auch bei "Profil" etwas von der Hilfe angekommen. "Ich glaube, die wirklich privilegierten Journalistinnen und Journalisten sind diejenigen, die in öffentlich-rechtlichen Medien arbeiten", sagt Rainer. Er sieht eine gewisse "Hybris" bei den Kolleg*innen, die jetzt ganz anders "dastehen als wir Privatmedien".

Rainers größte Sorgen gelten der Freiheit und dem Klima: "Wenn Sebastian Kurz über eine Corona-App spricht, dann ist es nicht das Gleiche, als würde zum Beispiel Angela Merkel darüber sprechen." Seine Befürchtung ist, dass im Rahmen von Corona die Demokratie langfristig und gut begründet eingeschränkt wird. Schließlich komme der österreichische Bundeskanzler gerade aus einer Koalition mit der rechten FPÖ. Von "Profil" auf die Demokratie-Einschränkungen im Nachbarland Ungarn angesprochen antwortete der Kanzler etwa, er habe jetzt keine Zeit sich damit zu beschäftigen.

Das wichtigste Thema, "das wir eigentlich zu bearbeiten hätten", sei die Klimakatastrophe, sagt Rainer. Er befürchtet, dass am Ende nicht mehr genug Geld da ist, um umzudenken und umzurüsten - und dass auch die "mentale Energie" dafür fehlt. "Ich bin mir sicher, Corona wird im Vergleich zu dem, was uns als Klimakatastrophe schnell entgegenkommt, nicht mal ein Nebensatz sein", sagt Rainer.
turi2.tv (18-Min-Interview auf YouTube)

Funkes “Neue Welt” bringt Werbung für Vor-Ort-Apotheken auf Seite über Pharma-Versender.

Gesunde Trennung: Der Pharma-Großhändler Phoenix wirbt mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne für seine Marke Deine Apotheke, die Apotheken vor Ort unterstützen soll. In Funkes Yellow-Blatt "Neue Welt" erscheint der werbliche "Extra-Tipp" ausgerechnet auf einer Doppelseite über Versand-Apotheken im Netz. Die Trennung von Werbung und Redaktion hat hier wohl zu gut funktioniert.
apotheke-adhoc.de

Die “Fußballwoche” erfindet sich in der Corona-Krise neu.

Neuausrichtung: Das Berliner Magazin Fußballwoche setzt mangels aktueller Spiele auf historisches und Hintergründe und erfindet sich damit neu, schreibt Thomas Hürner. Corona helfe dem Magazin aus dem Hamsterrad der News, wo Online-Medien stets schneller seien. Derzeit habe das Heft nur 5 % der Leser*innen verloren, deutlich weniger als erwartet. Dennoch glauben die Macher, bald wieder Neuigkeiten zu brauchen, um die Leser*innen zu halten. Der neue, hintergründige Charakter soll aber erhalten bleiben.
sueddeutsche.de

Burda will unter den Slogan #AufbruchZukunft Zukunftsprojekte bündeln.

Burda startet die Initiative #AufbruchZukunft. Unter dem Titel will der Verlag über Monate über alle seine Marken hinweg verschiedene Aktionen bündeln, die sich mit der Welt nach Corona auseinandersetzen. Den Start machen ein neuer "Focus" Innovationspreis, der Fokus #FutureForFashion zum deutschen Mode-Mittelstand sowie das Projekt #WirFürDich, in dem Burda interaktive Angebote für seine Leser anbieten will.
burda.com

Wie geht’s der Esskultur, Gabriele Höger?


Zuhause schmeckt's am besten: "Definitiv wird mehr gekocht." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Gabriele Höger, dass viele Menschen "das Kochen neu für sich" entdecken. Das sagen zum einen Umfragen, zum anderen merkt sie das auch am Feedback, dass sie jetzt von ihren Leser*innen bekommt. Auch Höger kennt den Spagat zwischen "Home Office, Homeschooling und Haushalt" und ist ein bisschen stolz, als sie berichtet, dass sie seit Corona noch kein Mal den Lieferdienst bemühen musste. "Einfach, weil ich es wissen wollte", dann könne man auch viel besser darüber schreiben, sagt Höger.

Auch ihre Arbeit an den Food-Titeln von Burda hat sich durch die Krise geändert: Höger arbeitet halbtags aus dem Home Office, im Verlag trifft sich nur ein Kernteam und in der Versuchsküche wird jetzt mit viel Abstand und kleinen Teams Food fotografiert. Burdas Küchenchef, berichtet sie, macht aus der Not eine Tugend und dreht auch am heimischen Herd Kochvideos für Burdas Social-Media-Kanäle.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

“Landlust”-Chefredakteurin Ute Frieling-Huchzermeyer hört auf.

Landlust: Chefredakteurin Ute Frieling-Huchzermeyer, 61, gibt ihren Posten Ende Mai nach 15 Jahren ab. Sie bleibt aber Herausgeberin des Landmagazins. Zusätzlich wird sie wird außerdem publizistische Beraterin der Deutschen Medien-Manufaktur, dem Joint-Venture vom
Landwirtschaftsverlag Münster und Gruner + Jahr. Wer ihr folgt, will der Verlag demnächst bekanntgeben.
presseportal.de

Anna van Koetsveld wechselt von Gruner+Jahr zu Bauer.

Bauer verpflichtet Anna van Koetsveld, 32, als stellvertretende Verlagsgeschäftsführerin für das Frauen-Segment Titel wie "Tina", "Bella" und "Alles für die Frau" sowie "Closer", "InTouch" und "Joy". Sie kommt von Gruner + Jahr, wo sie zuletzt die Brigitte Academy aufgebaut und geleitet hat. Der Vize-Posten wurde neu geschaffen, weil Ingo Klinge zum Publishing-CEO aufsteigt, er bleibt aber Verlagsgeschäftsführer.
wuv.de

Vorbestellplattform Ihreapotheken.de wirbt groß in Burda-Blättern.

Zukunftspakt Apotheke, Joint-Venture von Burda und dem Pharmagroßhändler Noweda, startet eine große Print-Kampagne für die Vorbestellplattform Ihreapotheken.de. Die Kampagne läuft in 29 Burda-Blättern, u.a. in "Focus", "Bunte", "Freundin" und "Superillu", und soll die Vorteile der Vor-Ort-Apotheken gegenüber Pillen-Versendern herausstellen. Burda und Noweda bringen gemeinsam auch den "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "Mylife" heraus.
presseportal.de

Men’s-Health-Titel “Dad” zeigt erstmals schwules Paar auf dem Cover.

Motor Presse Hearst zeigt auf dem Cover seines "Men's Health"-Ablegers "Dad" erstmals ein schwules Elternpaar. Auf dem Titel zu sehen sind die Betreiber des Instagram-Kanals "Papapi" mit ihren zwei Pflegekindern. Im Heft berichten sie von ihren Erfahrungen als Papa-Duo. Die Ausgabe erscheint am Dienstag. Der Verlag brachte das Vätermagazin 2015 an die Kioske.
per Mail, turi2.de (Background)

turi2 edition #11: Oliver Wurm über die Faszination Fußball.


Ein bisschen Pathos: Sport-Journalist und Verleger Oliver Wurm hat schon als Knirps auf dem Asche-Platz in seinem Heimatdorf emotionale Fußball-Momente erlebt. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #11 sagt er: “Fußball ist nach Musik die zweite Weltsprache.” Bei allem Ärger über aufgeblähte Wettbewerbe oder den Video-Beweis, überwiegt bei Wurm die Liebe zum Spiel – auch in Zeiten von Corona. Vielleicht, so hofft er, bleibt nach dem Virus ein bisschen Demut. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

Basta: Die Zeitschriften-Auslage bleibt in den Friseur-Salons erlaubt.

Du hast nicht nur die Haare schön: Bundesweit eröffnen am Montag wieder die Friseur-Salons. Neben Waschen, Schneiden, Föhnen sorgen die Friseur*innen für eine gesteigerte Reichweite der ausgelegten Zeitschriften. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege kassiert das zunächst ausgesprochene Verbot der Zeitschriften-Auslage wieder ein, was den Verleger*innen graue Haare ersparen dürfte.
dnv-online.net

“Max”-Gründer beleben Lifestyle-Magazin wieder – auf Englisch.

Max kehrt auf Englisch an die Kioske zurück. Initiatoren sind die Max-Erfinder Paolo Pietroni und Max Iannucci; sie wollen Leser ab 25 Jahren ansprechen, die nach "Sinn stiftenden und inspirierenden Inhalten in Wort und Bild" suchen. Geplant sind vier 168 Seiten starke Hefte pro Jahr. Die gedruckte "Max" war 2008 eingestellt worden, danach folgten printtechnisch nur einzelne One Shots.
wuv.de, revival.maxmagazineonline.com, turi2.de (Background One Shots)

Keine Zeitschriften beim Friseur: Corona-Maßnahmen bedrohen Leszirkel.

Lesezirkel leiden unter Corona-Einschränkungen, weil die meisten Auslagestellen geschlossen haben. Friseur-Salons öffnen zwar ab Montag wieder, dürfen ihren Kund*innen aber vorerst keine Zeitschriften zur Verfügung stellen. Lesezirkel-Verbandschef Axel Walkenhorst hält das für "völlig unverhältnismäßig", sagt er "Horizont". Auch viele niedergelassene Ärzte haben die Miet-Magazine aus ihren Wartezimmern verbannt.
horizont.net (Paid)

Spiegel-Verlag druckt “Dein Spiegel” zur Corona-Krise nach.

Spiegel-Verlag druckt 10.000 Exemplare seiner Kinderzeitschrift "Dein Spiegel" nach, die sich aktuell mit der Corona-Pandemie beschäftigt. Die bisherige Druckauflage von ca. 80.000 Exemplaren sei an vielen Verkaufsstellen mittlerweile vergriffen; das Magazin soll aufgrund der großen Nachfrage außerdem vier Wochen länger im Regal bleiben.
per Mail

Nadine Leopold klagt gegen Bauers “Madame”.

Bauer streitet mit dem österreichischen Model Nadine Leopold. Leopold schreibt auf Instagram, sie verklage "Madame", weil sie dort gegen ihren Willen mit nackter Brust zu sehen war. "Madame"-Chefredakteurin Petra Winter schreibt in einem Statement von einem "Missverständnis" und dass man während des Shootings "zu keiner Zeit Zweifel daran" gehabt habe, dass sie mit dem Shooting einverstanden sei. Die Bilder sind in der Juli-Ausgabe 2019 erschienen.
sueddeutsche.de

Zitat: Philipp Welte über die Relevanz von Journalismus während Corona.

"Die letzten Wochen haben gezeigt, wie sehr die Menschen in Deutschland dem Journalismus der Verlage vertrauen."

Burda-Vorstand Philipp Welte interpretiert den Reichweitensprung bei Publikumszeitschriften zu seinen Gunsten - die Menschen hätten "die Bedeutung des Verlagsjournalismus in diesen Wochen der Unsicherheit eindrucksvoll unterstrichen".
"Focus" 18/2020, S. 34 (Paid)

Zitat: Jürgen Drensek über Reisejournalismus in Corona-Zeiten.

"Was für eine Art Reisen wird das denn dann sein? Und welche Bilder soll ich da machen oder beschreiben? Urlauber mit Mundschutz?"

Jürgen Drensek, Ehrenpräsident der Vereinigung deutscher Reisejournalisten, sieht seine Branche in einer Art "Schockstarre" - und kann sich derzeit keine Produktion von neuen, großen Reisereportagen vorstellen.
br.de (25-Min-Podcast; ab 11:45 Min)

Urteil: Presse hat ein Recht auf unveränderte Online-Archive.

Medien dürfen alte Artikel online unverändert archivieren, entscheidet das Bundesverfassungsgericht. Geklagt hatte ein Anwalt gegen den "Spiegel". Das Magazin hat einen 42 Jahre alten Text im Archiv, der offenlegt, dass der Kläger das Kind eines bayerischen Politikers ist. Das Gericht räumt dem Kläger kein "Recht auf Vergessen" ein. Es bewertet das Recht der Presse, "ihre Archive möglichst vollständig und unverändert der Öffentlichkeit verfügbar zu halten", höher.
sueddeutsche.de

Wie geht’s den Philosoph*innen, Thomas Vašek?


Große Ratlosigkeit: "Viele Philosophen und andere Intellektuelle versuchen jetzt, aus dieser Krise in irgendeiner Form intellektuelles Kapital zu schlagen." Im Video-Interview von turi2.tv kritisiert Thomas Vašek voreilige Deutungen der Corona-Krise. Der Chefredakteur des Philosophie-Magazins "Hohe Luft" sieht's eher wie der Philosoph Jürgen Habermas, der jüngst in der "Frankfurter Rundschau" sagte: "So viel Wissen über unser Nichtwissen ... gab es noch nie." Auch die These von Richard David Precht, wonach diese Krise uns das Rüstzeug für die womöglich bedrohlichere Klimakrise gibt, auch weil wir uns an staatliche Eingriffe gewöhnen, teilt Vašek nicht. Philosophen, wenn sie tatsächlich "Freunde der Weisheit" sein wollen, sollten "so weise sein, dass sie sich mit ihren Deutungen zurückhalten", sagt der Journalist und Buchautor.

Gleichwohl hegt Vašek "eine Grund-Sympathie" für Prechts Ansatz: "Natürlich sollten wir darauf hoffen, dass wir aus der Krise die richtigen Lehren ziehen, um die große Menschheits-Herausforderung Klimawandel zu bewältigen." Sein Optimismus, dass das klappt, hält sich aber in Grenzen: "Es wäre ja schön, wenn der Mensch aus allen Krisen der Vergangenheit gelernt hätte. Aber die historische Erfahrung zeigt, dass das keineswegs immer der Fall war."
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Renner: “Spiegel” verhandelt über Kurzarbeit für die Redaktion.

Spiegel will wohl auch Teile der Redaktion Corona-bedingt in Kurzarbeit schicken, schreibt Kai-Hinrich Renner. Betroffen wären 60 bis 70 Mitarbeiter*innen. In der kommenden Woche wolle der Verlag mit dem Betriebsrat über die Kurzarbeit verhandeln – bisher gilt die Maßnahme lediglich im Verlag. Im Vorfeld habe es Unruhe in der Redaktion über sogenannte "Todeslisten" gegeben, über Mitarbeiter*innen, von denen sich der "Spiegel" trennen will. Dafür, dass es solche Listen tatsächlich gibt, sieht Renner "keine ernsthaften Indizien".
berliner-zeitung.de

Wort & Bild Verlag vermarktet “Zeit Doctor” und will größter Pharmavermarkter werden.


Schlucken die Pille der Diversifizierung: Wort & Bild Verlag mit Gesundheitsmagazinen wie der "Apotheken Umschau bietet künftig auch externe Vermarktungsdienstleistungen an – zum Auftakt kümmert sich das Unternehmen um das Supplement "Zeit Doctor" aus dem Zeit Verlag. Wort & Bild will "der Pharma-Vermarkter schlechthin in Deutschland werden", sagt Vermarktungschef Marco Bergmann zu "Horizont". Das Mandantengeschäft sei ein wichtiges Element der Wachstumsstrategie, der Verlag will "kurzfristig buchbare Inventare" anbieten, hauptsächlich im Print-Bereich, um die ohnehin prosperierenden Werbeumsätze zu steigern. Anzeigen-Rabatte in der "Apothekenumschau" will Bergmann verringern. Für die Zukunft schweben ihm werbevermarktbare, digitale Info-Screens in Apotheken und Podcasts vor.
"Horizont" 18/2020, S. 28 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2020): Wort & Bild stellt "Digital Ratgeber" zu E-Health vor.

VDZ meldet stark einbrechende Werbeeinnahmen aufgrund der Corona-Krise.

VDZ meldet in seiner Jahrespressekonferenz, dass die Corona-Krise je nach Sektor die Werbeeinnahmen um 20 bis 80 % hat einbrechen lassen. Insbesondere Special-Interest-Titel würden zudem leiden, da Verkaufsstellen an Flughäfen und Bahnhöfen weniger frequentiert würden. Der Verband will daher Unterstützung durch den Staat. Dazu erneuert der Verband seine Forderungen, die E-Privacy-Verordnung abzuschwächen, Abolaufzeiten nicht zu begrenzen und das Telefonmarketing nicht zu beschränken.
wuv.de, horizont.net

IVW: “Welt” verliert im 1. Quartal 23,7 % bei Abos und Einzelverkäufen.

Welt verliert laut der aktuellen IVW-Auswertung im 1. Quartal satte 23,7 % bei Abos und Einzelverkäufen. Zahlen-Zauberer Jens Schröder vermutet die Einstellung der "Welt kompakt" zum Jahresende als einen Grund für den Sinkflug. Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen steigert sich die "Zeit" zum Vorjahr weiter um 1,2 %, "BamS" (-10,7 %) und "FAS" (- 5,4 %) verlieren.
meedia.de

Deutschland-Verlagschef Sven Dams verlässt Bauer.

Bauer und Deutschland-Verlagschef Sven Dams (Foto) gehen getrennte Wege. Dams, der den Job als Leiter der Business Unit Publishing Deutschland erst Anfang 2019 angetreten hat, geht "auf eigenen Wunsch". Der bisherige Vize Ingo Klinge übernimmt. Dams' Posten als Co-Chef für die weltweiten Publishing-Aktivitäten wird nicht nachbesetzt, Rob Munro-Hall ist künftig als "Präsident" allein verantwortlich. Außerdem "pausiert" Bauer die "Business Development-Aktivitäten im Bereich Publishing" als Folge der Corona-Krise. Leiterin Stefanie Hauer verlässt Bauer aber nicht nur vorübergehend.
horizont.net

Burda kauft die Lizenz für das Nähmagazin “Fashion Style”.

Burda übernimmt die Lizenz für das Näh-Heft "Fashion Style" von der insolventen Medweth Gruppe. Die erste Ausgabe unter Burdas Federführung erscheint am 22. April mit 84 Seiten für 6,90 Euro. Der monatliche Titel ist die deutsche Version des niederländischen Magazins "KNIPmode" vom New Skool Media Verlag.
dnv-online.net, burda.com, turi2.de (Background)

“Spiegel” führt Kurzarbeit für Verlag und TV ein.

Spiegel-Verlag meldet Kurzarbeit für "ausgewählte Abteilungen" an, berichtet Gregory Lipinsky - bisher hatte Verlagschef Thomas Hass nur angekündigt, die Option zu prüfen. Betroffen sind die meisten Abteilungen auf Verlagsebene, u.a. Kantine und Poststelle, Rechtsabteilung und Veranstaltungs­management. In der TV-Produktion arbeiten Kamera, Schnitt und Studio weniger. Die Redaktionen bleiben vorerst ausgenommen. Die Kurzarbeit soll für mindestens zwei Monate gelten und ist mit einem Kündigungsschutz verbunden, der Verlag stockt das Kurzarbeitergeld auf 100 % des Nettogehalts auf. Der Spiegel-Verlag will insgesamt 10 Mio Euro sparen.
meedia.de, turi2.de (Background)

WDV startet digitales Gesundheitsmagazin.

WDV startet mit bleibgesund.de ein digitales Gesundheitsmagazin, das sich trotz der Corona-Pandemie um mehr als "Social Distancing und Hygieneregeln" drehen soll. Die ersten Online-Themen sind u.a. die doch recht viruslastigen Artikel "Das hilft gegen die Einsamkeit" und "Stillen - keine Angst vor Corona-Ansteckung". Das Magazin wolle die Leser in Zukunft aber auch unterhalten, versichert die Mediengruppe.
per Mail, bleibgesund.de

“Meedia” meldet Kurzarbeit bei Gruner + Jahr.


Beschnittenes Business am Baumwall: Gruner + Jahr führt Corona-bedingt Kurzarbeit ein – in der Kommunikation, beim Marketing, der Vermarktung und in einzelnen Redaktionen, darunter in der "Geo"-Gruppe. Das berichtet "Meedia" in seiner gedruckten Erstausgabe. Der "stern" sei bisher nicht betroffen. G+J-Chefin Julia Jäkel spricht gleichzeitig eine Job-Garantie aus: Kündigungen soll es in dieser Krise nicht geben.

Der Verlag habe seit April Kurzarbeit angemeldet und stocke die Gehälter betroffener Mitarbeiter*innen in den ersten zwei Monaten auf 100 % auf, anschließend solle es noch 90 % geben. Vor allem Rückgänge beim Vermarktungsgeschäft seien für die Maßnahme verantwortlich. G+J bietet seit Ende März die E-Paper von 40 Magazinen sowie die Plus-Inhalte auf den Webseiten vier Wochen lang kostenlos an.
"Meedia" 17/2020, S. 16, turi2.de (Background)

Mein Homescreen: Peter Höpfner.


Peter Höpfner, Global Creative Director beim Comic-Verlag Egmont Ehapa, versucht gerade, sich an die neue Corona-Realität zu gewöhnen und umgekehrt die Face ID seines neuen iPhones an sich. Das klappt je nach Tageszeit mal besser und mal schlechter. Ist das Telefon einmal entsperrt, frönt er seiner Turnschuh-Leidenschaft und lässt den Wert seiner Sammlung tagesaktuell digital taxieren. Weiterlesen …

“Horizont”: “Zeit”, T-Online und dfv schicken Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit.


Krise wird konkret: Immer mehr Medienhäuser schicken Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit, berichtet Horizont.net. Bei der "Zeit" soll es für drei Monate Kurzarbeit geben, auch in der Redaktion. Verlagschef Rainer Esser und Chefredakteur Giovanni di Lorenzo verzichten auf 25 % ihres Gehalts. Auch Ströers Nachrichtenportal T-Online und der Digital-Arm von ProSiebenSat.1, Nucom, schicken demnach die Belegschaft in Kurzarbeit. dfv medien, wo das Marketing-Fachblatt erscheint, plant ab Mai Kurzarbeit.

T-Online-Chefredakteur Florian Harms will die Kurzarbeitspläne nicht kommentieren, schreibt Roland Pimpl. Der Unternehmenssprecher sei nicht erreichbar. Auch ProSiebenSat.1 hält sich offiziell bedeckt: In einer internen Mail gehe der Sender von einem Werbeeinbruch von 30 bis 50 % aus.
horizont.net

Food-Chefin Gabriele Mühlen verlässt Bauer.

Bauer und Gabriele Mühlen, bisher Chefin des House of Food, gehen getrennte Wege. Laut Pressemitteilung geht Mühlen "auf eigenen Wunsch". Ihre Aufgaben übernehmen Brigitte Kesenheimer, bisher Vize-Chefin von "Lecker" und "kochen & genießen", Ilka Wirdemann, Redaktionsleiterin "Food Experts", Stefanie Reifenrath, Redaktionsleiter "kochen & genießen" und Produktionschefin Bianca Schwarz. Das House of Food bündelt bei Bauer die Essens-Titel und Auftragsproduktionen zum Thema.
kress.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Warum die Chefredakteurin Marketing macht: Gabriele Mühlen und Bianca Schwarz zum House of Food (06/2018)

Burda Home legt “Ideen Magazin – Wir bleiben daheim” an den Kiosk.

Burda Home gibt im Corona-bedingten Hausarrest Tipps für ein schöneres Zuhause. Das "Ideen Magazin – Wir bleiben daheim" aus der Redaktion von "Lisa Wohnen & Dekorieren" will zeigen, wie sich Leser*innen "handwerklich und dekorativ in den eigenen vier Wänden" austoben können. Das 100-Seiten-Heft liegt mit 75.000 Auflage zum Preis von 2,99 Euro am Kiosk.
burda.com

Deutsche Medien-Manufaktur startet Paid-Angebot für “Essen & Trinken” im Netz.

Deutsche Medien-Manufaktur, Joint Venture von Gruner + Jahr und Landwirtschaftsverlag Münster, gibt künftig auf Zuruf und gegen Bezahlung akustische Kochtipps. Mehr als 17.000 Rezepte der "Essen & Trinken"-Familie gibt es für 99 Cent pro Monat mit Vorlese-Funktion für Sprach-Assistenten. Einige Rezepte wurden von echten Sprechern vertont. Das Angebot funktioniert auch als Browser-basiertes Online-Rezeptbuch unter audiocooking.de.
presseportal.de

Lufthansa stellt die Produktion und Auslieferung seiner Magazine ein.

Lufthansa stoppt in der Corona-Krise bis auf weiteres die Produktion und Auslieferung seiner drei Kundenmagazine, schreibt Gregory Lipinski. Territory verantwortet "Lufthansa Bordmagazin", "Lufthansa Exclusive" und "Womans World". Für die Content-Tochter von Gruner + Jahr ist die Lufthansa einer der größten Auftraggeber.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Adrian Pickshaus, Chefredakteur Lufthansa Medien, macht Lifestyle-Journalismus mit Kranich-Label. (11/2015)