TV-Preise: Eine Henne im Höhenflug.


Komischer Vogel: Die Goldene Henne ist der vielleicht ehrlichste Fernseh-Preis im Land. Mehr als die Hälfte aller Auszeichnungen kommt durch direkte Publikumswahl zustande, die Leser der “SuperIllu” und Zuschauer von MDR, RBB und NDR stimmen ab. Am Freitagabend ist der Preis in Leipzig zum 25. Mal vergeben worden. In unserem Schwerpunkt TV – Totale Vielfalt stellen wir das Event und seine Macher vom Burda-Verlag vor. Weiterlesen …

Arktis-Expedition wird Multichannel-Medienereignis für Bertelsmann und ARD.

Bertelsmann und die ARD machen die heute startende Arktis-Expedition zum Medien-Ereignis. Das Bertelsmann-Unternehmen UFA dreht eine ARD-Doku über die deutsche "MOSAiC"-Expedition. Gruner + Jahr schickt Reporterin Marlene Göring und Fotografin Esther Horvath aufs Schiff – sie berichten für "stern", "Geo" und "P.M.". Die Audio Alliance produziert Podcasts und C. Bertelsmann verlegt das Buch von Expeditionsleiter Markus Rex. Das Alfred-Wegener-Institut als Veranstalter der großen Reise stellt Video-Material und Fotos zur Verfügung.
presseportal.de (Bertelsmann), presseportal.de (ARD)

Motor Presse interessiert sich für “ADAC Campingführer” und “ADAC Reisemagazin”.

Motor Presse will Teile der ADAC-Medien übernehmen, erfährt Gregory Lipinski aus einer Anmeldung beim Kartellamt. Der Verlag ist am "ADAC Campingführer" mit 100.000 Auflage und dem "ADAC Reisemagazin" mit 80.000 Auflage interessiert. Der ADAC bestätigt, es würden Optionen geprüft. Motor Presse verlegt bereits mehrere Camping-Magazine. Der ADAC hat die Produktion der "Motorwelt" bereits in die Hände von Burda gelegt.
meedia.de

Wort & Bild Verlag gründet eine Beteiligungsgesellschaft.

Wort & Bild Verlag, Mutter der "Apotheken Umschau", gründet die Beteiligungsgesellschaft Isartal Ventures. Florian Bongers leitet das Unternehmen. Zu den bisherigen Beteiligungen gehören die Apotheken-Bestellplattform Curacado, das Infoportal PTA Channel und die Initiative Pro AvO.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Andreas Arntzen trimmt die "Apotheken Umschau" auf digital.

Nielsen: Publikumszeitschriften erholen sich leicht beim Anzeigengeschäft.

Publikumszeitschriften erholen sich im Anzeigengeschäft ein bisschen – in den ersten acht Monaten 2019 sinken die Anzeigenumsätze laut Nielsen um 3 %, zum Halbjahr waren es noch 3,5 %. Für "Bild am Sonntag" und "Focus" geht es mit -20 % bzw. -17,9 % weiter bergab. Der "stern" bleibt zwar weiterhin im Plus, jedoch sinkt dieses von 21,3 % (Halbjahr) auf 18,7 %.
meedia.de

Grosso-Chef Frank Nolte spricht jetzt für alle Pressegroßhändler.



Zum Neuanfang nur einmal Baden: Der Gesamtverband Pressegroßhandel hat seine operative Arbeit aufgenommen. Der neu gegründete Verband vertritt erstmals alle deutschen Pressegroßhändler, auch die Grossisten, an denen Verlage beteiligt sind. Als Zeichen des Neuanfangs hat der Verband seine Jahrestagung nach über 60 Jahren in Baden-Baden ins hessische Landeshauptstädtchen Wiesbaden verlegt. "Die Branche verändert sich wahnsinnig, es bleibt kein Stein auf dem anderen. Warum da alles beim Alten lassen und immer in Baden-Baden bleiben?", sagt Frank Nolte, Vorsitzender beim Bundesverband Presse-Grosso und Präsident des neuen Gesamtverbands, im Interview mit turi2.tv und horizont.net. "Wir können jetzt als Vertretung für die ganze Branche noch besser auftreten", gibt sich Nolte selbstbewusst.

Die Gespräche mit Verlagen im Rahmen der Gründung des Verbands hätten dazu geführt, "dass man sich noch besser versteht und gemeinsam an den Herausforderungen arbeitet". Nolte sieht nach zwei Jahren der Konsolidierung langsam ein Ende der Fusionen im Presse-Großhandel. In ein, zwei Jahren müssten die Grossisten Bilanz ziehen und schauen, ob weitere Fusionen noch zusätzliche Synergien brächten.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube), presseportal.de

Geschäftsführer Andrea Rometsch und Tim Ramms verlassen die Motor Presse Stuttgart.

Motor Presse Stuttgart löst die Geschäftsführer Andrea Rometsch, seit 2015 Finanzchefin, und Tim Ramms, seit 2018 Digitalchef, ab. Für das bisherige Führungsduo holen die Gesellschafter Andreas Geiger und Jörg Mannsperger zurück. Geiger war bereits bis 2004 für MPS tätig und leitet seit 2015 die Paul Pietsch Verlage. Mannsperger kommt von der Dekra und hatte bis 2006 für den Verlag gearbeitet. Im Juni hatte Gruner + Jahr den Ausstieg bei der Motor Presse bekannt gegeben und seine Anteile an die Nachfolger der Gründerfamilie Pietsch verkauft.
motorpresse.de, turi2.de (Background)

Nielsen: TV-Werbeausgaben in Deutschland auf 2018er Niveau.

Bruttowerbeausgaben: Das Fernsehen stagniert nach acht von zwölf Monaten des Jahres nun auf Vorjahreskurs mit 8,84 Mrd Euro Werbevolumen in Deutschland bzw. 46,2 % Marktanteil, fasst Jens Schröder bei Meedia zusammen. Im Gegensatz dazu wachsen die Onlinewerbung, 9,8 % auf 2,3 Mrd Euro, sowie die Außenwerbung, 8,5 % auf 1,47 Mrd Euro. Zeitungen verlieren 1,1 % auf 3 Mrd, Publikumszeitschriften 3 % auf 1,96 Mrd und Fachzeitschriften 4 % auf 238 Mio Euro.
meedia.de

Joko Winterscheidt erklärt “JWD”-Aus mit der Furcht vor Misserfolg.

Joko Winterscheidt beendet sein Magazin "JWD" wegen des allgemeinen "Sturzflugs" von Print, behauptet er gegenüber Giuseppe Rondinella im "Horizont"-Podcast. Dass selbst Marken wie "Spiegel" und "stern" strauchelten, sei alarmierend. Joko Winterscheidt sagt, er wollte sein Magazin zu einem Zeitpunkt einstellen, an dem es noch kein Misserfolg ist. Im Vertrieb soll "JWD" massiv geschwächelt haben – auf die Frage nach einem möglichen "JWD"-Comeback folgt eine auffällig lange Pause des redegewandten Winterscheidt.
horizont.net (52-Min-Audio), turi2.de (Background)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

“Clap”: Dominik Schütte verantwortet als Redaktionsleiter die ADAC “Motorwelt”.

Storyboard hat Dominik Schütte als Redaktionsleiter für die neu ausgerichtete ADAC "Motorwelt" an Bord geholt, berichtet "Clap". Der frühere Vize-Chef von "GQ" hatte sich Anfang 2019 von seinem Posten als Content-Marketing-Chef bei Serviceplan verabschiedet. In der neuen "Motorwelt" hat er für die Titelgeschichte mit Kind und Kegel und einem E-Golf versucht, in den Urlaub zu fahren.
clap-club.de

“stern” bringt Helden-Sonderheft heraus.

stern bringt morgen das Sonderheft "Zeit für Helden" an den Kiosk. Auf 134 Seiten rühmt das Blatt Menschen, "die begeistern, provozieren und Mut machen", darunter Basketball-Rentner Dirk Nowitzki, Altrocker Udo Lindenberg und Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete. Das Heft für 4,70 Euro sucht auch Vorbilder in der Natur und erzählt Heldengeschichten von Kunstfiguren wie Popeye und Chuck Norris.
per Post

ADAC stellt runderneuerte “Motorwelt” vor.

Mobilitätswelt: Der ADAC hat auf der Dmexco IAA die neu ausgerichtete "Motorwelt" den versammelten Werbern vorgestellt. Der Schwerpunkt solle mehr auf Mobilität denn auf dem bloßen Autofahren liegen. Auch u.a. Konsumenten-Elektronik, Mode und Finanzdienstleistungen sollen künftig vorkommen – klingt nach "DB Mobil" für Autobesitzer. Die "Test-Kompetenz" des ADAC solle aber "weiterhin" stattfinden. Die traditionell reichweitenstarke und werbefinanzierte Mitgliederzeitschrift kommt künftig von Burda und dem Redaktionsdienstleister Storyboard.
horizont.net

G+J-Digitalchef Arne Wolter regt gemeinsamen Digital-Kiosk der Verlage an.


Kiosk-Kooperative: Arne Wolter, Digitalchef von Gruner + Jahr, denkt laut über eine gemeinsame Online-Verlagsplattform nach, eine Art Spotify für Presse-Inhalte, schreibt "Horizont". "Vielleicht kommt noch die Zeit für eine Allianz im digitalen Vertrieb", sagt Wolter und schließt auch abgestufte Flatrate-Modelle so ähnlich wie bei Sky-Paketen nicht aus. "Ich denke, das Potenzial für jedes einzelne Angebot alleine ist begrenzt", sagt Wolter.

Roland Pimpl vermutet, das Projekt sei "wohl schon weiter, als es Wolters offizielle Worte ausdrücken", denkt aber mehr an einen Vorstoß als an einen fertigen Plan. Als Vorbild sieht Pimpl die verlagsübergreifende Kooperation bei Podcasts: So verbreiten etwa auch die "FAZ" oder Burda ihre Podcasts über die Bertelsmann-Plattform Audionow. Auf Pimpls Nachfrage betonen die Verlage aber, dass sie sich bei ihren Bezahl-Angeboten auf ihre eigenen Kanäle konzentrieren wollen, ein verlagsübergreifender Onlinekiosk habe keine Priorität.
"Horizont" 37/2019, S. 19 (Paid)

Kartellamt kritisiert Handelsspannen-Regelung zwischen Grosso und Großverlagen.

Grosso: Das Kartellamt fordert Nachbesserungen bei den Handelsspannen, die Presse-Grosso und sieben Großverlage verhandelt haben, berichtet "DNV". Die Partner sollen bis Monatsende eine diskriminierungsfreie Regelung finden. Kleine Verlage kritisieren, dass die derzeitige Regelung sie benachteiligt: Sie müssen einen gewissen Umsatz pro Titel erzielen, um zu guten Konditionen an den Großhandel verkaufen zu können.
dnv-online.net, turi2.de (Background)

G+J stellt Joko-Magazin “JWD” ein.


Jetzt wirklich definitiv: Gruner + Jahr wird zu Jokos Yoko und beendet das Männer-Maskottchen-Magazin "JWD" mit Joko Winterscheidt, berichtet Gregory Lipinski bei Meedia. Das Heft, 2018 als eine Art männliche "Barbara" gestartet, habe zuletzt rund 50.000 Exemplare verkauft.

Gruner-Sprecher Frank Thomsen verkauft das Aus im Interview als "Staffelfinale". Gruner + Jahr lasse sich die Option offen, das Heft später zu exhumieren, schreibt Lipinski.
meedia.de

Klaus Brinkbäumer spricht über sein Scheitern beim “Spiegel” und kritisiert die Mitarbeiter KG.


Den Spiegel vorgehalten: Klaus Brinkbäumer äußert ein Jahr nach seinem Abgang als "Spiegel"-Chefredakteur gut verpackte, aber deutliche Kritik an der Mitarbeiter KG, die als Gesellschafterin das Sagen beim Nachrichtenmagazin hat. Manche KG-Geschäftsführer und stillen Gesellschafter fühlten sich in allen Fragen kompetent, obwohl sie das "womöglich nicht bei jedem Thema sind", sagt Brinkbäumer im Interview mit "Kress Pro". Zu seiner eigenen Demission sagt er u.a., dass der "Spiegel" eine gewisse Begabung darin habe, "Leute, die er gestern noch für die Besten hielt, heute bei der Konkurrenz wieder zu sehen". Brinkbäumer schreibt heute für die "Zeit". "Ich stelle mir manchmal vor, wie der 'Spiegel' über den 'Spiegel' schreiben würde", kommentiert er, "schön wär's nicht".

Brinkbäumer spricht auch über die Causa Relotius und sagt, dass er zu nachsichtig gegenüber dem Ressort "Gesellschaft" und der Konstruktion mit dem dort eingebetteten Dokumentar war, macht aber auch deutlich, dass es diese Aufstellung schon vor seiner Zeit als Chefredakteur gab. Er bestätigt, dass er sich zwei Mal beim Lesen von Relotius-Texten gefragt habe "Kann das so gewesen sein?" und wünscht sich im Nachhinein, "ich hätte in jenen Sekunden eingegriffen".

Brinkbäumer sagt, dass er sich hätte vorstellen können, in die zweite Reihe beim "Spiegel" zurückzukehren und als Korrespondent zu arbeiten. "Ich werde eines Tages wieder einen festen Job übernehmen – momentan bin ich aber ausgefüllt und vergnügt mit den Dingen, die ich tue", beendet er das Interview. (Foto: dpa)
"Kress Pro" 7/2019, S. 58-62 (Paid)

Bauers Großhändler PVN startet Zeitschriften-Verkauf auf Amazon.


Klick statt Kiosk: Der Großhändler PVN verkauft ab sofort einzelne Zeitschriften auf Amazon – die Bauer-Tochter spricht von der "weltweit ersten Vertriebskooperation" dieser Art. Kunden können bei Amazon nun "Spiegel", "Focus", "stern", "Cosmopolitan" und 500 weitere Magazine bestellen. Bis Jahresende entfällt die Versandgebühr, danach soll sie 99 Cent kosten.

Der Vertrieb über Amazon sei nach dem Ausbau von Meine-Zeitschrift.de "der nächste logische Schritt", sagt PVN-Geschäftsleiter Joachim Sander. Er eröffnet damit aber nicht nur einen Vertriebsweg, sondern womöglich auch einen Streit: Amazon verschickt die Zeitschriften bundesweit – also auch über das Gebiet des PVN hinaus in die Gebiete anderer Presse-Grossisten. (Foto: Manfred Bail / Imagebroker / Picture Alliance, Montage: turi2)
presseportal.de, amazon.de/zeitschriften

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulla Strauß von United Kiosk findet, Verlage sollten Amazon und Apple umarmen (05/2018).

“Apotheken Umschau” startet eine Ratgeber-Buchreihe.

Apotheken Umschau erscheint ab Dezember auch als Ratgeber-Buch: Gemeinsam mit der Edel Verlagsgruppe erscheint zunächst "Gesunde Ernährung", im Januar "Gesund abnehmen". Beide Bücher haben 224 Seiten und kosten 20 Euro. Vier weitere Bücher sollen folgen. Die Reihe wird über den Buchhandel und ausgewählte Apotheken vertrieben.
presseportal.de

Aktuell bei turi2.tv: Chefredakteur Hans Haltmeier über die runderneuerte "Apotheken Umschau":

Petra Winter und Verena Mölling führen Bauer Premium.

Exit Sandmann: Bauer befördert Petra Winter und Verena Mölling an die Spitze der Luxus-Printsparte Bauer Premium, der bisherige Verlagsgeschäftsführer Robert Sandmann geht "auf eigenen Wunsch". Petra Winter verantwortet künftig, neben ihrem Job als Chefredakteurin der "Madame", als Editorial Director die redaktionelle Seite des Geschäfts. Verena Mölling, bisher New-Business-Verantwortliche der Sparte und Verlagsleiterin bei "Joy" und "Shape", steuert als Publishing Director die Verlagsthemen. Auch Lisa Tippelt, Vermarkterin der Sparte, geht. Ihre Aufgaben übernimmt Ilona Kelemen-Rehm, Marketingchefin bei Bauer Advertising, zusätzlich.
wuv.de, bauermedia.com (Pressemitteilung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lisa Tippelt vermarktet Beautyprodukte auf möglichst vielen Kanälen.

“Wir drehen an allen Stellschrauben” – Hans Haltmeier legt eine runderneuerte “Apotheken Umschau” vor.


Rentner-Bravo reloaded: Der Wort & Bild Verlag gibt seiner "Apotheken Umschau" einen neuen Look und baut auch inhaltlich um. Ab 1. Oktober will die Gesundheitszeitschrift mit knapp 9 Mio Auflage dem Thema Prävention mehr Raum geben, sagt Chefredakteur Dr. Hans Haltmeier im Video-Interview von turi2.tv und zeigt die ersten Seiten des aufgefrischten Hefts. Haltmeier will seinen Lesern helfen, "ein gesundes Leben zu führen, ohne dass ich mich damit zu sehr quälen muss". Auch neue Zielgruppen will der Chefredakteur erschließen und nimmt pro Ausgabe einen Schwerpunkt unter der Überschrift "Männersachen" ins Heft.

Online will die "Apotheken Umschau" die Heftinhalte künftig kanalgerecht aufbereitet auch bei Instagram, Facebook und auf der Website Apotheken-Umschau.de zeigen. "Ich möchte, dass die 'Apotheken Umschau' als Marke unabhängig davon, wo ich auf sie treffe, das gleiche Marken-Erlebnis auslöst", erklärt Haltmeier die Strategie. Aktuell läuft bei Instagram in Vorbereitung auf den Relaunch eine Retro-Kampagne mit Titelbildern aus den Gründungsjahren der inzwischen 63 Jahre alten Zeitschrift.

Mit der neuen Konkurrenz durch das Apotheken-Magazin "My Life" aus dem Hause Burda habe der Relaunch dagegen nur wenig zu tun, sagt der Chefredakteur: Die Vorbereitungen für den Umbau laufen schon seit zwei Jahren, begleitet von einer umfangreichen Marktforschung. "Wir haben immer schon Konkurrenz gehabt und Konkurrenz belebt das Geschäft", so Haltmeier.
turi2.tv (4-Min-Video)

Mein Homescreen: Katarzyna Mol-Wolf.


Katarzyna Mol-Wolf, Gründerin und Verlegerin der Zeitschrift “Emotion” und Chefin des Verlags Inspiring Network, tankt mit dem Blick auf das Omeshorn, das ihren Homescreen-Hintergrund ziert, Energie für den Alltag und holt sich mit den Apps darauf kommunikative Unterstützung. Nachts schaut sie mit dem iPhone in die Sterne und ab und zu wird es zum mobilen Filmstudio für Tochter Clara. Weiterlesen …

Gruner + Jahr: Verlagssprecher Frank Thomsen erklärt die Umsatz-Strategie.


Kleiner, aber gesünder: Gruner + Jahr will den Umsatzrückgang im 1. Halbjahr 2019 nicht als Schwäche verstanden wissen, wie von turi2 zuletzt interpretiert. Zwar verliert das Verlagsdickschiff aus Hamburg seit Jahren Umsatz und kann zum jüngsten Umsatzrekord der Mutter Bertelsmann nur ein Minus beitragen, den Kerngeschäften gehe es aber gut, sagt Verlagssprecher Frank Thomsen und verweist auf das deutliche Plus beim operativen Gewinn von 21 % oder 62 Mio Euro. Die Magazin-Neugründungen der vergangenen Jahre von "Barbara" bis "Wohllebens Welt" arbeiteten profitabel, das Digitalgeschäft ziehe deutlich an und mache 34 % des Gesamtumsatzes aus.

"In den Kernmärkten Deutschland und Frankreich haben wir die Größe, den Markt zu gestalten. Überall, wo das nicht der Fall ist, haben wir uns zurückgezogen", sagt Thomsen. Die Geschäfte in den Niederlanden, Spanien und Österreich überlässt G+J inzwischen anderen. In der aktuellen Halbjahresbilanz schlägt sich der Verkauf des Online-Vermarkters Ligatus nieder. Wann Gruner + Jahr wieder ein Wachstum melden will, sagt Thomsen nicht. Auch 2020 werde der Umsatz weiter sinken, weil sich dann der Verkauf der Motor Presse Stuttgart auswirken wird. "Unser Ziel ist die Transformation des Verlags. Mit dem, was wir heute betreiben, fühlen wir uns da schon sehr wohl," so Thomsen.

Gruner + Jahr ist in den vergangenen zwölf Jahren deutlich geschrumpft: 2006 meldete der Verlag einen Umsatz von knapp 2,9 Mrd Euro, 2018 stehen noch Einnahmen in Höhe von 1,4 Mrd Euro in den Büchern.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Basta: Hansi Hinterseer veröffentlicht seine CD als Print-Heft.

Heft-Zwecke: Früher sollten beigelegte CDs den Verkauf von Zeitschriften ankurbeln, nun drehen die Vorzeichen. ProSiebenSat.1 ist auf die Idee gekommen, das neue Album von Hansi Hinterseer auch als Magazin zu veröffentlichen. Das Heft kostet gerade mal 3 Euro mehr als die CD allein, ihm stehen aber mehr Vertriebswege offen. Text und Ton zusammen und das vielerorts verfügbar - in anderen Ländern hat man dafür das Internet.
clap-club.de

Neues “Spiegel”-Beiboot “Lesezeichen” hält beliebte Texte länger am Kiosk.


Zur Zweitverwertung gebookmarked: Der Spiegel-Verlag probiert sich an einem neuen Magazin namens "Lesezeichen". Es soll zweimal jährlich "die besten Lesestücke" aus den Publikationen des Verlags bündeln. Die 148 Seiten in 50.000 Auflage kosten 9,90 Euro. Das Heft erscheint erstmals am 25. Februar 2020. Über die Zusammensetzung sollen Redaktion und Leser gemeinsam entscheiden.

Bis zum 20. September können sich Interessierte Leser beim "Spiegel" bewerben und Beiträge bewerten. Unter allen Teilnehmern wählt der Verlag sechs Leserkuratoren aus, die im Oktober gemeinsam mit der Redaktion die Beiträge für die erste Ausgabe auswählen.
spiegelgruppe.de

“Spiegel”-Journalisten sollen auch technisch zusammenrücken.

Spiegel und Spiegel Online sollen künftig in einem gemeinsamen Redaktionssystem arbeiten – damit Inhalte schneller online gehen können. Nach und nach ziehen Print- und Online-Ressorts in gemeinsame Büros. Bereits am 11. September gibt der Verlag Einblick ins neue Spiegel Online, das 2020 den Zusatz Online aus dem Namen streicht.
meedia.de, medium.com (Reformen-Überblick)

Burda macht “Apotheken Umschau” mit “My Life”-Ablegern Dampf.


Gesunde Konkurrenz: Burda drückt mit Tempo mehr Alternativen zur "Apotheken Umschau" auf den Markt – und terminiert drei Ableger seiner neuen Zeitschrift "My Life". Das "Senioren Magazin" startet im Januar 2020. Bereits diesen Oktober kommen "Gut leben mit Diabetes" und das Kindermagazin "Platsch" – alle Ableger erscheinen monatlich und positionieren sich direkt gegen Titel des "Apotheken Umschau"-Verlags Wort & Bild.

"My Life" war am 1. April mit einer Millionen-Auflage gestartet. Der in hübsche Worte gekleidete "Zukunftspakt Apotheke" ist in Wahrheit ein direkter Angriff auf den Platzhirschen "Apotheken Umschau", der dank purer Größe auch eine Macht gegenüber den Apothekern darstellt. Burda hat sich mit der Apothekergenossenschaft Noweda verbündet, die "My Life" auf ihre Verkaufstheken legt. Der Wort & Bild-Verlag kontert mit neuen digitalen Geschäften und bald mit einer runderneuerten "Apotheken Umschau".
burda.com

“manager magazin”: Red Bulls Medienimperium ist mehr Schein als Sein.


Medienkonzern hat bisher keine Flügel verliehen bekommen: Red Bull hat über die vergangenen Jahren ein Medienimperium aufgebaut, das wirtschaftlich jedoch arg angeschlagen ist, schreibt Martin Mehringer im "manager magazin". Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz will den Medienkonzern in den weltweiten Top 10 sehen, tatsächlich sei der Umsatz 2017 aber zuletzt um 11 % auf 483 Mio Euro gesunken. Einnahmen erziele die Firma fast ausschließlich durch Werbung und Aufträge ihrer Konzernmutter. Den Einstieg in den E-Sport habe Red Bull verschlafen.

Auch seien viele Mitarbeiter vom Management genervt, so Martin Mehringer. Von der engen Machtelite aus Mateschitz-Vertrauten seien nur wenige von Fach. Mateschitz selbst kontrolliere die meisten Entscheidungen, lasse dabei jedoch ein klares Konzept vermissen und agiere oft sprunghaft. Angesichts seines Alters von 75 Jahren stelle sich zudem die Frage, ob die thailändischen Mehrheitseigner am Medien-Abenteuer festhalten, sollte Mateschitz sich zurückziehen.
"manager magazin" 9/2019, S. 74 (Paid)

Der “stern” startet einen Ableger zum Thema Liebe.

Gruner + Jahr spendiert dem "stern" im Oktober eine neue Line-Extension, schreibt "new business". "stern Liebe" – derzeit noch nur der Projektname – kommt mit 125.000 Auflage und 140 Seiten und richtet sich an Frauen zwischen 25 und 55 Jahren, die sich für Beziehungsfragen interessieren. Als Redaktionsleiter fungiert wie bei "JWD" Michalis Pantelouris. Das Magazin ist zunächst als One-Shot angelegt.
new-business.de

Funke bringt Gesundheitsmagazin “Professor Dietrich Grönemeyer” heraus.

Funke macht Mediziner Dietrich Grönemeyer (Foto), Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer, zum Maskottchen und Namensgeber eines Gesundheitsmagazins. "Professor Dietrich Grönemeyer" erscheint mit 100.000 Auflage für 6,90 Euro erstmals am 11. Oktober, für 2020 sind vier Ausgaben geplant. Chefredakteur des Magazins ist Georg Francken, Leiter von Funkes Kompetenzzentrum Gesundheit.
funkemedien.de

Wir graturilieren: Boris Pieritz wird 45.


Wir graturilieren: Boris Pieritz, Chefredakteur der digitalen "Auto Bild", wird heute 45. Er feiert schon ab 6.45 Uhr, beim Frühstück mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern, abends dann mit seiner Frau in einem schönen Restaurant in Hamburg. Am Wochenende serviert er bei einem kleinen Umtrunk seinen Freunden diverse selbstgemachte, nordische Fisch-Spezialitäten.

Am abgelaufenen Jahr freute ihn beruflich besonders, dass die Mobilstrategie der "Auto Bild" mit 149 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr voll aufging. Fürs kommende Jahr wünscht er sich neben Gesundheit vor allem "ein Bewusstsein aller dafür, wie schön unsere Welt (noch) ist und dass wir sie nicht weiter kaputt machen dürfen". Über Gratulationen freut er sich z.B. per E-Mail, am liebsten aber persönlich, per Grußkarte oder Telefon.