“Mopo”: Verleger Arist von Harpe fand seine Zeitung “immer schon cool”.

Hör-Tipp: Neu-Verleger Arist von Harpe, 42, spricht im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer über seine "Mopo"-Übernahme. Er habe Marke und Zeitung "immer schon cool" gefunden. Mit seinen Ersparnisse, ein paar Hundert Tausend Euro, sowie einem Darlehen habe er die Zeitung gekauft. Zweiter Gast im Podcast ist Marketing-Chefin von Linkedin in Deutschland, Selena Gabat.
omr.com (83-Min-Audio)

Hör-Tipp: Wo ist die Blattlinie der “Berliner Zeitung”?

Hör-Tipp: Der "Berliner Zeitung" fehlt eine Blattlinie, "ein publizistisches Konzept", beobachtet Claudia van Laak. Seit das Neuverleger-Paar Friedrich übernommen hat, sei der Umfang gesunken, vielfach würden dpa-Meldungen übernommen. Die Zeitung lasse innere Pressefreiheit und eine unabhängige Chefredaktion vermissen, sagt Verdi.
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio und Text)

Art Director Peter Breul hört endgültig bei der “FAZ” auf.

FAZ Magazin: Art Director Peter Breul verabschiedet sich endgültig von seiner Tätigkeit für den Verlag – offiziell ist er bereits seit vergangenem Herbst im Ruhestand. Breul arbeitete seit 1986 für den Verlag, war u.a. Art Director des wöchentlichen "FAZ Magazins", das bis 1999 erschien. Das aktuelle Heft ist sein letztes Werk für die "FAZ".
"FAZ Magazin" Nr. 102, S. 7

Der Presserat rügt die “Bild” für ihren Bericht über Christian Drosten.


Sie hatten Besseres zu tun: Der Presserat rügt "Bild" für ihren Bericht über Christian Drosten, in dem das Boulevard-Blatt schrieb, eine Studie des Virologen zur Infektiosität von Kindern sei "grob falsch". Der Presserat teilt mit, er habe im Artikel mehrere schwere Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht gefunden. So sei unter anderem die Formulierung, die Studie sei "grob falsch", von den zitierten Expertenmeinungen nicht gedeckt. Außerdem erwähne der Beitrag nicht, dass es sich bei der Studie um eine Vorveröffentlichung handle. Der Presserat bemängelt zudem, "Bild" habe unsauber zitiert. Auch zur Frist von nur einer Stunde, die "Bild" Drosten für eine Stellungnahme eingeräumt hatte, bezieht der Presserat Stellung und sagt, diese Zeitspanne sei zu kurz gewesen.

Springer reagiert gelassen auf die Rüge und sieht sieht keinen Grund, die Berichterstattung zu revidieren. Der Verlag teilt in einem Statement mit: "Die wie immer zu erwartende Kommentierung des Presserates nehmen wir zur Kenntnis. Der Kern der Berichterstattung von 'Bild' zu der Studie, die große gesellschaftliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen in unserem Land hatte, bleibt davon unberührt."

Im Mai hatte das Springer-Blatt mit einer Reihe an kritischen Berichten zum bekannten Virologen und dessen Studien für Aufsehen gesorgt. Dabei nutze "Bild" mehrere Wissenschaftler als vermeintliche Kronzeugen, die sich im Anschluss von der Art der Berichterstattung distanzierten. Drosten selbst hatte die "Bild" vehement für ihren Umgang mit ihm kritisiert.
spiegel.de, presserat.de, turi2.de (Background)

“Standard”: Presserat zählt 160 Beschwerden gegen Solingen-Berichterstattung.

Presserat meldet bis Dienstagmittag 160 Beschwerden gegen die Berichterstattung über die fünf toten Kinder in Solingen, schreibt der "Standard" aus Wien. Demnach steht vor allem Springers "Bild" in der Kritik. Ihr wird u.a. der Verstoß gegen Ziffer 4.2 des Kodex vorgeworfen, Fehlende Zurückhaltung bei "schutzbedürftigen Personen". Zunächst hatte RTL, später auch "Bild" aus einem WhatsApp-Chat mit einem Freund des überlebenden sechsten Kindes zitiert, RTL hatte den Freund auch interviewt und seinen vollen Namen genannt. Beide Medien nennen die Berichterstattung einen Fehler, wobei "Bild"-Chef Julian Reichelt sich zusätzlich wortreich rechtfertigt.
standard.at