Zitat: Jim Sengl will Medien bei KI-Anwendungen unterstützen, ohne was verkaufen zu müssen.


"Wir haben kein Produkt, das wir verkaufen wollen, wir haben keine versteckte Agenda."

Jim Sengl leitet das neue KI-Kompetenz­zentrum Medien von BLM und Medien Bayern. Die Initiative unterstützt und berät Medienhäuser kostenlos und unabhängig dabei, ihre Ideen für KI-Anwendungen unter Real­bedingungen zu testen.
turi2.de

(Foto: Björn Czieslik / turi2)

Zitat: Annemarie Moser-Pröll anlässlich der Preisverleihung an Michael Kuhn.

"Manchmal ist eine Schlagzeile die beste, wenn sie gar nicht erschienen ist."

Skirennsport-Legende Annemarie Moser-Pröll in ihrer Laudatio auf den Sportjournalisten und langjährigen "Krone"-Chefredakteur Michael Kuhn, der diese Woche in Wien für sein Lebenswerk geehrt wurde.
turi2 vor Ort, journalistin.at (alle Preisträger), on.orf.at (Video-Bericht zur Preisverleihung)

Transparenzhinweis: Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Medienfachverlags Johann Oberauer, zu dem auch turi2 gehört.

(Foto: Oberauer)

Zitat: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann über Karriere und Kollegen.


"Ich konnte so viel lernen und ich habe auch viele tolle Menschen kennengelernt. Einige sind von beruflichen Kollegen zu privaten Freunden geworden. Manche haben sich anders entwickelt, manche habe ich nach Jahren wiedergefunden und manche habe ich auf dem Weg verloren. Auch das gehört dazu."

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann wurde diese Woche in Wien als österreichischer "Medienmanager des Jahres" ausgezeichnet. In seiner Dankesrede ging es u.a. um Karriere und Kollegen.
turi2 vor Ort

Transparenzhinweis: Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Medienfachverlags Oberauer, zu dem auch turi2 gehört.

(Foto: APA-Fotoservice/Jacqueline Godan)

Zitat: Jan Mojto über ORF-Generaldirektor Roland Weißmann.


"Ich hoffe, ich verrate kein Geheimnis: Roland Weißmann geht jeden Samstag zum Boxen. Nicht in ein Fitnesscenter zum Schattenboxen, sondern in ein professionelles Box-Center, wo er mit Profi-Boxern trainiert und seine Aggressionen abbaut, um am Montag wieder freundlich seinen Mitarbeitern entgegenzutreten und sich den neuen Aufgaben zu stellen."

Filmproduzent Jan Mojto in seiner Laudatio auf ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, der diese Woche in Wien als österreichischer "Medienmanager des Jahres" geehrt wurde.
turi2 vor Ort

(APA-Fotoservice/Jacqueline Godan)

Zitat: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann rät, Entscheidungen auch durchzuziehen.


"Man kann sich auf vieles vorbereiten, man kann hart an sich und an der Karriere arbeiten, man kann networken, lobbyieren, intrigieren, aber man muss auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und man braucht ein Quäntchen Glück, ohne das geht es auch nicht. Dann muss man für sich eine Entscheidung treffen, wenn das Tor offen ist. Gehe ich durch oder nicht."

ORF-General­direktor Roland Weißmann (links), im Bild mit Film­produzent und Laudator Jan Mojto, ist Medien­manager des Jahres in Österreich. In seiner Dankesrede bei der Preis­verleihung in Wien sagt er, dass man Entscheidungen nicht nur treffen, sondern auch durchziehen muss.

turi2 vor Ort, journalistin.at (alle Preisträger), on.orf.at (Video-Bericht zur Preisverleihung)

Transparenzhinweis: Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Medienfachverlags Johann Oberauer, zu dem auch turi2 gehört.

(Foto: Oberauer)

Zitat: Warum Netflix in Deutschland auf die Messung durch die AGF setzt.


"Wir glauben an die Relevanz lokal anerkannter Standards und wollen als verlässlicher Partner wahrgenommen werden."

Susanne Aigner, Head of Advertising bei Netflix Deutschland, gibt im Interview mit "Horizont" einen Zwischenstand der Integration des Streamers in das Mess-System der AGF. Man verstehe sich als "lokaler Player" und wolle unter denselben Rahmenbedingungen wie andere Anbieter arbeiten.
horizont.net (€)

(Foto: Netflix / Sonja Herpich)

Zitat: Larissa Pohl plädiert für einen anderen Umgang mit Werbespendings.


"Ich glaube, niemand im Raum würde der Aussage widersprechen, dass wir es mit einem Medien-Biotop (und einem Medien-Nutzungsverhalten) zu tun haben, dass Demokratie nicht eben begünstigt. Die Frage ist: Wollen oder dürfen wir uns das so weiter leisten?"

GWA-Präsidentin Larissa Pohl appelliert auf dem Digitalkongress #beBETA, Werbegelder nicht länger vor allem nach vermeintlich hoher Reich­weite zu verteilen – angesichts von Fake News und zweifelhaftem Ver­trauen in Social Media.
linkedin.com

(Foto: GWA / Cecil Arp)

Zitat: Christian Sievers über seine Reportage “Leben statt Leere”.


"Da sitzt man auf einer spanischen Plaza, um einen herum tobt das Leben. … Wer wünscht sich so was nicht für zu Hause?"

"heute"-Anchor Christian Sievers hat für das ZDF eine Doku über verödende Innenstädte in Deutschland gedreht. Im Interview mit "Teleschau" erklärt er das Projekt.
teleschau.de, zdf.de (Doku-Trailer)


(Foto: ZDF / Jana Kay)

Zitat: Gerd-Joachim von Fallois kann nicht nachvollziehen, warum Phoenix zur Debatte steht.


"Ich verstehe nicht, warum Phoenix in Frage gestellt wird."

Phoenix-Korrespondent Gerd-Joachim von Fallois sagt im Gespräch mit "DWDL"-Autorin Senta Krasser, Phoenix sei "der einzige Sender, der wirklich Synergieeffekte zwischen den beiden großen Anstalten schafft, so wie es die Politik von den Intendanten verlangt". Die Debatte um ÖRR-Einspa­rungen nennt er "völlig einseitig".
dwdl.de

(Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Zitat: KI ist nie fertig, sagt “T-Online”-Chef Florian Harms.


"Man sollte nicht dem Irrglauben verfallen, dass man irgendwann mit KI fertig ist."

"T-Online"-Chefredakteur Florian Harms rät Redaktionen im "kress pro"-Interview dazu, Strukturen zu schaffen, um flexibel auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Klar ist für ihn: "KI ist das wichtigste Instrument für den Journalismus seit der Erfindung des Computers."
"kress pro" 4/2025, S. 16/17 (Heft oder E-Paper bestellen)

(Foto: T-Online / Ströer)

Zitat: Carolin Matzko schreibt über sexistisches Feedback.

"Als ich eine Nachricht erhielt, in der ich für meine 'dummen Aussagen zur Atomkraft' beschimpft wurde, war ich schon beinahe erleichtert, weil es mal nicht um mich als Person ging."

Moderatorin und Journalistin Carolin Matzko, neun Jahre Sidekick in der BR-Sendung "Ringlstetter", schreibt in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" über die diversen Wege, in denen Sexismus Eingang in die Resonanz auf ihre Arbeit findet.
sueddeutsche.de (€)
(Foto: Florian Peljak / SZ-Photo / picturedesk.com)

Zitat: Madsack-CEO Thomas Düffert kann Print-Ende auch Gutes abgewinnen.


"Die Zwänge der Printproduktion werden wir vielleicht schon 2033 nicht mehr haben."

Madsack-CEO Thomas Düffert sieht im Ende von gedruckten Zeitungen "auch eine gute Nachricht". Beim Kongress The Future of German Media sagt er, dass Verlage "den Kern des Journalismus auf die Straße kriegen" müssten. Ohne Vertrauen und Relevanz gebe es "kein tragfähiges Geschäftsmodell".
madsack.de, turi2.de (Zusammenfassung der Podiumsdiskussion)

(Foto: Madsack / Wolfgang Köhler)

Zitat: Warum Sabine Clausecker vor Nörgelei und Besserwisserei warnt.


"Kommunikation ist die Psychotherapie auf dem Weg in eine neue Welt."

DPRG-Präsidentin Sabine Clausecker warnt die PR-Branche beim PR-Tag in Stuttgart davor, zu "Nörglern und Besserwissern" zu werden. "Veränderung und Transformation wird gelingen, wenn jeder von uns Verantwortung für sich selbst und die aktuellen Herausforderungen übernimmt", so Clausecker.
turi2 vor Ort

(Foto: Privat)

Zitat: “The Atlantic”-Chef will Leser mit gutem Journalismus zum Bezahlen bringen.


"Der einzige Weg, wie wir den Journalismus, insbesondere die kostenintensive Berichterstattung, gestalten können, ist, die Menschen dazu zu bringen, dafür zu bezahlen."

Jeffrey Goldberg, Chefredakteur von "The Atlantic", sagt der "Süddeutschen Zeitung", die mit dem US-Magazin jetzt kooperiert, dass er mit den "bestmöglichen journalistischen Geschichten" Menschen dazu bringen will, so selbstverständlich für Journalismus zu bezahlen wie fürs Essen im Restaurant oder einen Wagen beim Autohändler.
sueddeutsche.de (€), turi2.de (Kooperation)

(Foto: PATRICK T. FALLON / AFP / picturedesk.com)

Zitat: Meike Gebhard sieht Chancen in stärkeren Anti-Greenwashing-Regeln.

"Unternehmen müssen wesentlich präziser werden in ihren Angaben. Wir gehen davon aus, dass bis zu 80 Prozent von den in der Vergangenheit üblichen Umwelt-Aussagen nicht mehr zulässig sein werden."

Meike Gebhard, CEO von Utopia.de und der Nachhaltigkeitsberatung Saim, spricht im Interview über die 2026 wirksam werdenden Anti-Greenwashing-Bestrebungen der EU. Sie glaubt: "Unternehmen, die sich wirklich substanziell für mehr Nachhaltigkeit einsetzen", sollten dies weiter kommunizieren und sich damit abheben.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Foto: SAIM)

Zitat: Herkunft ist im Journalismus kein Makel, findet Roya Hedayati.

"Für manche ist Herkunft immer noch ein Makel. Dabei ist es kein Verbrechen, Volontärin zu sein oder nicht aus Deutschland zu stammen – es ist eine Chance, sich einzubringen und unabhängig zu leben."

Roya Hedayati, Volontärin der "Thüringer Allgemeinen", beschreibt, "wie verletzend es sein kann", als junge Frau mit Migrationsgeschichte im Journalismus zu arbeiten. "Rassismus ist keine Randnotiz. Er steckt mitten im Alltag", viele verdrängten das oder wollten es nicht wahrhaben.
thueringer-allgemeine.de

(Foto: Thüringer Allgemeine)

Zitat: Steven Gätjen spricht über die Schattenseiten des Ruhms.


"Ich glaube, das Berühmtsein, was Jugendliche vor Augen haben, ist Augenwäscherei. Klar hast du Privilegien. Aber das ist ja auch nur ein Prozentsatz."

Moderator Steven Gätjen spricht im Podcast "Deutschland 3000" mit Eva Schulz über die Schattenseiten des Berühmtseins: "Ich habe auch ganz viel in die Schnauze gekriegt. Ich bin von Menschen runtergemacht worden in bösartigster, demütigster, persönlichster Art und Weise."
ardaudiothek.de (73-Min-Podcast), presseportal.de

(Foto: Imago/APress)

Zitat: Klaus Meier lobt “Correctiv”-Recherche als “‘Aufklärung’ durch Journalismus”.


"Mit diesem Text ist die völkische Ideologie wie durch ein Brennglas sichtbar und einsichtig geworden. Plötzlich riss der Schleier, der über der Erkenntnis lag – eine im wörtlichen Sinne 'Aufklärung' durch Journalismus."

Das "Medium Magazin" zeichnet "Correctiv" für die Recherche Geheimplan gegen Deutschland als "Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2024" aus. Klaus Meier, Jury-Mitglied und Professor für Journalistik an der KU Eichstätt-Ingolstadt, führt in seiner Laudatio bei der Preis­verleihung in Berlin aus, was die Recherche so besonders macht.
mediummagazin.de

(Foto: Wolfgang Borrs / Medium Magazin / Oberauer)

Zitat: Verlegerin Myriam Karsch verteidigt den “nackten” “Playboy”.


"Wenn ich mich nackt zeige, ist das meine Entscheidung. Wenn jemand daraus ableitet: 'Die hat’s nötig' oder 'Das ist doch reine Selbstausbeutung', dann liegt das Problem nicht im Bild, sondern in der Interpretation."


"Playboy"-Chefin Myriam Karsch verteidigt im "Welt"-Interview Nackt-Fotos in ihrem Magazin. "Wenn es alle okay fänden, was wir machen, wäre der 'Playboy' wahrscheinlich irrelevant", findet sie.
welt.de


(Foto: Lea Schmitt für Kouneli Media)

Zitat: Warum Verleger Valdo Lehari von der Politik enttäuscht ist – und Wolfram Weimer ihn dennoch hoffen lässt.


"Wenn jemand Verleger ist, gehe ich mal davon aus, dass er ernst nimmt und weiß, was uns massivst beschäftigt und umtreibt."

Valdo Lehari, Verleger und Geschäftsführer des "Reutlinger General-Anzeigers", äußert sich im dpa-Interview enttäuscht über die Medienpläne der neuen Bundesregierung. Dass der neue Medienstaatsminister Wolfram Weimer selbst Verleger war, ist für ihn allerdings Grund für Hoffnung.
kress.de

(Foto: Uli Deck / dpa / picturedesk.com)

Zitat: Juliane Löffler plädiert bei #MeToo-Berichten für den Blick auf das große Ganze.

"Eine wichtige Aufgabe der Medien ist es, sich nicht nur an Fällen abzuarbeiten, bei denen es um einzelne Beschuldigte geht, sondern auch die Systeme dahinter in den Blick zu nehmen. Beim Fall Sean Combs sieht man ja: Es gibt ein großes Netzwerk, das diese mutmaßlichen Taten unterstützt, gedeckt oder verschwiegen hat."

"Spiegel"-Journalistin Juliane Löffler spricht mit dem "Standard" über den Status Quo der Berichterstattung über #MeToo-Fälle.
derstandard.at
(Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Zitat: RTL hat für “Supertalent” keine Antwort auf YouTube und TikTok gefunden.


"'Das Supertalent' leidet darunter, dass man kurze Auftritte spektakulärer Talente aus aller Welt jederzeit überall auf TikTok und YouTube abrufen kann. Und zugegebenermaßen ist es uns nicht gelungen, darauf eine zukunftsfähige Antwort zu finden."

RTL-Content-Chefin Inga Leschek erklärt im "DWDL"-Interview, warum der Sender die "Supertalent"-Show vorerst nicht fortführt.
dwdl.de

(Foto: RTL / Marina Rosa Weigl)

Zitat: Micky Beisenherz will sein Publikum “ab und zu liebevoll überfordern”.


"Unsere Hörer müssen auch mal ertragen, dass Gäste nicht komplett ihr Weltbild vertreten. Wenn es in den Kommentaren heißt: 'Bei dem Gast habe ich nach fünf Minuten ausgeschaltet', motiviert mich das eher, den noch mal einzuladen. Das Publikum sollte man ab und zu liebevoll überfordern."

Seit rund fünf Jahren macht Micky Beisenherz den Morgen-Podcast Apokalypse & Filter­kaffee. Im "FAZ"-Interview sagt er, dass er am liebsten Gäste empfängt, "die erzähl­freudig sind und echtes Interesse an Dialog haben". Besonders beliebt bei den Hörern sei Politologe Albrecht von Lucke, quasi der "Harry Styles der Politologie".
faz.net (€)

(Foto: Johannes Arlt für turi2)

Zitat: Max Schlereth über sein Motiv, Lokalsender zu betreiben.


"Ich mache das nicht aus purem Idealismus. Gewinn ist zwar nicht das einzige Ziel, aber eine Bedingung, die erfüllt werden muss, sonst geht gar nichts."

Der Münchner Immobilien­unternehmer Max Schlereth erklärt im Gespräch mit "DWDL" seine Beweggründe für den Kauf von drei Lokalsendern, zuletzt L-TV. Vor allem die Diskrepanz, dass Lokal-TV in allen Industrienationen das vertrauens­würdigste Medium sei, aber wenig geguckt werde, habe ihn fasziniert.
dwdl.de, turi2.de (Background)

(Foto: Living Hotels)

Zitat: Roman Pletter will ein “Lebensbegleiter” sein.

"Früher war ich kritischer bei sehr lebensnahen Geschichten. Heute würde ich sagen: Man muss im Alltag der Leserinnen und Leser eine Rolle spielen als Medium und ihnen ein Lebensbegleiter sein."

"Zeit"-Wirtschaftschef Roman Pletter spricht im "Wirtschaftsjournalist:in"-Interview darüber, was er aus der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Online-Ressorts gelernt hat.
shop.oberauer.com (€), wirtschaftsjournalistin.com (Auszug)
(Foto: IMAGO / teutopress)

Zitat: Stephan Karkowsky sieht Journalisten weiterhin als Vierte Gewalt.


"Möglicherweise haben wir die Gatekeeper-Funktion durch die Einführung sozialer Medien verloren. Unsere Funktion als die Vierte Gewalt im demokratischen System aber dürfen wir nicht aufgeben, egal, wie sehr interessierte Kreise uns dafür als Zensurorgane delegitimieren wollen."

Radiojournalist Stephan Karkowsky, u.a. Deutschlandfunk Kultur und Radioeins, sieht es im "Journalist" als Aufgabe von Journalismus, vor Meinungs­manipulationen deutlich zu warnen. Als Journalist könne man nicht neutral sein, wenn Rechtsstaat und Demokratie angegriffen werden.
journalist.de

(Foto: radioeins/Saupe)

Zitat: Juliane Schäuble spricht über die Probleme ihrer Arbeit im Weißen Haus unter Trump.

"Ich muss mich immer fragen, bleibe ich einen ganzen Tag im Weißen Haus, um dann vielleicht für eine halbe Stunde mit ins Oval Office zu dürfen, oder gehe ich raus und mache ganz andere Geschichten."

"Tagesspiegel"-Korrespondentin Juliane Schäuble spricht bei einem Roundtable des International Press Institutes in Berlin über die Schwierigkeiten, die die Unsicherheit ihres Zugangs zum Weißen Haus in Trumps zweiter Amtszeit auch für ihre weitere Arbeit mit sich bringt.
mediendienst.kna.de (€)
(Foto: Zeit / Dermot Tatlow)

Zitat: Das ZDF orientiert sich “gesellschaftlichen Wirklichkeiten, nicht an Traumwelten”, sagt Norbert Himmler.


"Wir sind weit weg vom Bildungs­fernsehen der Siebzigerjahre, wo jemand an der Tafel stand und die Welt erklärte. Aber bestimmte Lebenswelten gezielt und organisch in die Fiktion einzubinden, ist eine Möglichkeit, Themen zu setzen, die die Gesellschaft ohnehin diskutiert."

ZDF-Intendant Norbert Himmler wehrt sich im "Journalist"-Interview gegen den Vorwurf, dem Publikum u.a. Klimathemen in Spielfilmen unter­zujubeln: Man orientiere sich "an gesell­schaft­lichen Wirklich­keiten, nicht an Traumwelten". Dabei lege man Wert auf "Diversität und Diskurs".
journalist.de

(Foto: ZDF/Markus Hintzen)

Zitat: Was das Radio leisten muss, um auch ohne UKW zukunftsfähig zu sein.


"Das Massenmedium Radio kann sich im intensiven Plattformwettbewerb keine vermeidbaren Reichweitenverluste leisten, wenn es seine über hundertjährige Erfolgsgeschichte in die Zukunft verlängern will."

Transformations-Berater Bertold Heil sammelt bei "Meedia" die Learnings aus den UKW-Ausstiegen der Schweizer SRG und des Rundfunks in Norwegen. Er ist überzeugt, dass Sender in Deutschland massiv in die Beziehungen zu ihren Hörerinnen und Hörern investieren müssen.
meedia.de, turi2.de (Zusammenfassung)

(Foto: Bertold Heil)

Zitat: Niko Backspin über das Suchen und Finden des richtigen Sounds.

"Richtige Don'ts gibt es nicht. Das ist das Schöne an Kreativität. Es gibt keine Grenzen – oder besser: Es darf keine Grenzen geben."

Hip-Hop-Journalist und Chief Cultural Officer von Serviceplan Culture Niko Backspin hat die Suche nach dem "Beat Bayerns" begleitet. Im Interview mit "Meedia"-Redakteurin Svenja Kordmann erklärt er, wie er die Aufgabe angegangen ist.
turi2.de (Kurzfassung), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche Audio)

(Foto: ServieplanCulture)

Zitat: Warum Rainer Esser den ÖRR in der “Bringschuld” sieht.


"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der durch Gebühren gut finanziert ist, hat eine Bringschuld denjenigen gegenüber, die auch im Boot der Qualitätsmedien sitzen. Der ÖRR muss dafür sorgen, dass das Medienumfeld stark ist."

Zeitverlagschef Rainer Esser hält nichts von den Klagen des ÖRR, um eine Beitrags-Erhöhung durchzusetzen. Im großen Interview mit turi2 fordert er von den Sendern, deutlich aktiver als bisher auf kleinere Zeitungshäuser zuzugehen und Kooperationen anzubieten.
turi2.tv (44-Min-Interview auf YouTube), turi2.de (Text-Zusammenfassung und klickbares Video-Inhaltsverzeichnis)

(Foto: turi2)

Zitat: “taz”-Chefredakteurin Barbara Junge will dem “Phantom der Objektivität” nicht mehr hinterherlaufen.


"Wir rennen seit Jahren dem Phantom der Objektivität hinterher, das würde ich gern sein lassen."

Barbara Junge, Chefredakteurin der "taz, ist der Meinung, dass niemand den Medien mehr Objektivität abnehme. Sie glaubt, "dass man Menschen heutzutage stärker erreicht, wenn man auch emotionalisiert". Beim Medien Camp des Medienfachverlags Oberauer hat sie mit Bayer-Kommunikator Christian Maertin und Table-Herausgeberin Antje Sirleschtov über persönliche Agenda im Journalismus diskutiert. turi2 veröffentlicht die Diskussion als Podcast.
turi2.tv (49-Min-Podcast auf YouTube), podigee.io, open.spotify.com, podcasts.apple.com, deezer.com, plus.rtl.de

(Foto: Pedro Becerra / Oberauer)

Zitat: Wie die Ad Alliance Podcast-Hörer im “persönlichen Micro-Moment” erreicht.


"Es geht darum, den User im ganz persönlichen Micro-Moment zu erreichen und die Werbung inhaltlich so nah an den Inhalt des Podcasts zu bringen, wie es nur möglich ist."

Frank Nolte, Director Product & Inventory Management Audio bei der Ad Alliance, erklärt im Beitrag zur Themenwoche Audio, wie der RTL-Vermarkter mit eigens erstellten KI-Briefings, Inhalt und Werbung in Podcasts miteinander synchronisiert. Spezifische Media-Zielgruppen stünden "nicht mehr so sehr im Vordergrund, sondern der Kontext".
turi2.de, turi2.de (alle Beiträge zur Themenwoche)

(Foto: Ad Alliance)

Zitat: Mediahuis-CEO Thomas Leysen sorgt sich um Europa.


"Als Vorsitzender von Mediahuis bin ich nicht immer mit Allem einverstanden, was in 'De Standaard', 'NRC' oder 'De Telegraaf' oder in anderen unser Titel erscheint, aber es ist wichtig, dass dieser Journalismus existiert und unabhängig arbeiten kann."

Mediahuis-Vorstands­vorsitzender Thomas Leysen, Eigentümer von u.a. der "Aachener Zeitung", sieht Europa durch die jüngsten Entwicklungen, vor allem in den USA, bedroht. "Ich finde es wichtig, Verantwortung zu übernehmen", sagt er im Interview mit "De Standaard".
wort.lu

(Foto: IMAGO / Photo News)

Zitat: Instagram gibt Carolin Kebekus das Gefühl, als Mutter zu versagen.


"Instagram gaukelt uns die allgemeingültige vollkommene Familien­idylle vor, mit der wir uns ständig messen wollen. Das ist ein Spiel, bei dem es nur Verliererinnen gibt."

Entertainerin Carolin Kebekus beklagt im dpa-Interview, dass Instagram einem als Mutter ständig das Gefühl gebe, "zu versagen". Wer mit den Insta-Mamis nicht Schritt halten könne, müsse sich schuldig fühlen, dass sein Kind "leider sehr dumm" und "nicht hochbegabt" werde.
spiegel.de

(Foto: WDR / Ben Knabe)

Zitat: Unabhängiger Journalismus ist im Fußball-Business unerwünscht, beobachtet Philipp Köster.


"Weite Teile des Fußball­establishments haben für unabhängigen Journalismus nicht einmal mehr Verachtung übrig."

"11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster ärgert sich darüber, dass journalistische Medien aus der Perspektive vieler Fußball-Funktionäre, Berater und Manager "nur noch schnöde Abwurfplätze für platte PR-Botschaften" seien. Kritische Nachfragen und unabhängige Bericht­erstattung seien unerwünscht.
11freunde.de (€)

(Foto: IMAGO / teutopress)

Zitat: Streamer Papaplatte die Stimmung auf Social Media “kippen”.

"Als ich 2013 mit dem Streamen angefangen habe, waren Leute mit komplett verzogenen Meinungen vorsichtiger. Das hat sich verändert: Viele junge Männer finden es wieder normal, sich homophob und rassistisch zu äußern. Die Stimmung kippt."

Twitch-Streamer Kevin Teller alias Papaplatte sagt im "Spiegel"-Interview, dass er sich Sorgen um die Entwicklung von Social Media macht: "Vor allem TikTok ist ein ganz, ganz großer Booster für Populismus und Fake News."
spiegel.de (€)
(Foto: IMAGO / BREUEL-BILD)

Zitat: Coca-Cola will Markenerlebnisse schaffen.


"Wir ballern nicht einfach nur unsere Marken­botschaft über sämtlichen Kanäle in die Welt mit dem Risiko Pop-Kultur mit Werbung zu unterbrechen, sondern wollen mit unseren Marken kulturelle Trends aufgreifen - mit dem Ziel, relevante Marken­erlebnisse rund um 'Consumer Passion Points' zu gestalten und anzubieten."

Philip Hartmann ist als Senior Director Sports & Entertainment Marketing bei Coca-Cola für das europäische Cultural Marketing verantwortlich. Im Interview mit "Campaign Germany" erzählt er, wie der Getränke-Konzern beim Marketing eine 180-Grad-Wendung gemacht hat.
campaigngermany.de (€)

(Foto: Coca-Cola Company / Lina Grün)

Zitat: Marc Neller über Investigativ-Recherchen und Quote.


"Wir sind durch unseren Partner RTL gezwungen, an die Quote zu denken."

Marc Neller, "stern"-Ressortleiter Recherche, Report & Crime, erklärt beim Medien Camp 2025 in Berlin, wie "stern" und RTL versuchen, großen Recherchen auf besondere Weise crossmedial aufzuziehen, um ein breites Publikum zu erreichen.
turi2 vor Ort

(Foto: Gisela Gürtler)

Zitat: “Wir müssen Journalismus jetzt erst recht neu denken”, sagt Peter Schink.


"Journalismus ist (k)eine Plattform."

Peter Schink, Chefredakteur der "Berliner Morgenpost", ruft beim Medien Camp 2025 in Berlin dazu auf, den Journalismus "jetzt erst recht" neu zu denken und sich u.a. die Frage zu stellen, womit klassische Medien in Zeiten des "Info-Überflusses und News Avoidance" Aufmerksamkeit erzeugen können.
turi2 vor Ort

(Foto: Funke)

Zitat: Bayer-Pressesprecher Christian Maertin über sein Bild vom Journalismus.

"Meine Erwartung an Journalismus ist, dass er objektiv ist. Objektiv heißt, das gleiche aufrichtige und unvoreingenommene Interesse an den Positionen aller zu haben, die Gegenstand einer Recherche sind."

Christian Maertin, Pressesprecher von Bayer, teilt beim Medien Camp 2025 in Berlin seine Sicht auf die Medienbranche.
turi2 vor Ort

Zitat: “Stromberg”-Autor Ralf Husmann mag keine Marktforschung.


"Ich möchte nicht rausfinden müssen, was die Leute sehen wollen und das dann bedienen. Das würde mich langweilen. Mir geht es darum, etwas Neues zu erschaffen, was mich interessiert und dann zu hoffen, dass es genügend Menschen gibt, die das ähnlich sehen."

"Stromberg"-Autor Ralf Husmann sagt im "DWDL"-Interview, dass er "nicht für Zielgruppen" schreibe und Marktforschung "immer schon bescheuert" fand. Er glaubt, dass der neue "Stromberg"-Film, der im Dezember erst ins Kino kommt und dann bei Prime Video und ProSieben läuft, "auch diesmal 20-Jährige erreicht".
dwdl.de

(Foto: IMAGO / Future Image)

Zitat: Für Alev Doğan war Journalismus noch nie ein Massenprodukt.

"Journalismus war noch nie ein Massenprodukt für alle."

Alev Doğan, stellvertretende Chefredakteurin bei "The Pioneer", äußert sich zum Auftakt des Medien Camps 2025 zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Medien.
turi2 vor Ort

Weitere Zitate:
Über Themen, die weniger Freude machen: "Politik ist nicht meine Leidenschaft. Dazu frustriert sie mich zu sehr."

Über Besonderheiten im Journalismus: "Dass man Geld dafür bekommt, dass man Fragen stellt, ist doch der Hammer."

Über fehlende Neugierde. "Satt sein ist im Journalismus ein großer Killer."

Über den journalistischen Zugang zur AfD: "Was nie, nie, nie funktionieren kann, Alice Weidel vorzuwerfen, dass sie Alice Weidel ist."

Über die Work-Life-Balance im Journalismus: "Wir sind alle keine Schneeflöckchen."

Zitat: “New York Times”-Verleger Arthur G. Sulzberger ist optimistisch trotz Trump.

"Unsere Branche sollte vorbereitet sein, dass die Regierung die Hebel der Macht nutzen wird, um Druck auf uns auszuüben. Wir fühlen uns dafür gut gerüstet."

"New York Times"-Verleger Arthur G. Sulzberger erzählt dem "stern" im Interview, dass der Druck von Präsident Donald Trump "deutlich schlimmer" sei als der seiner Vorgänger. Ex-Amtsinhaber Joe Biden kritisiert er dafür, die Presse gemieden zu haben.
stern.de (€) via spiegel.de
(Foto: Todd Heisler / AFP / picturedesk.com )

Zitat: Thomas Koch über das “zaghafte Erwachen” der Werbebranche.


"Schön, dass erste Marktteilnehmer erkennen, dass die Werbebranche gerade dabei ist, mit Vollgas vor die Wand zu fahren. Hier läuft etwas aus dem Ruder, das nur durch einen Full Stop aufgehalten werden kann."

"Mr. Media" Thomas Koch warnt in seiner "Campaign"-Kolumne vor der "toxischen Abhängigkeit von großen Tech-Plattformen" – und bemerkt ein "zaghaftes Erwachen" der Werbe­branche. Die digitale Plattformwelt sei "völlig intransparent und voller Defizite und Betrüger" – bei redaktionellen Websites gebe es hingegen "nachweisbare Reichweite".
campaigngermany.de (€)

(Foto: Daniel Häuser)

Zitat: Auch intern sollten sich Unternehmen klar gegen AfD-Positionen stellen, fordert Wigan Salazar.


"Wichtiger als öffentliche Posi­tionierung ist, dass Führungs­kräfte auch intern klar formulieren, welche Gefahr die AfD für unseren Wohlstand darstellt. Hierfür müssen sie allerdings auch befähigt werden, denn eine Analyse politischer Gefahren und die differenzierte Darlegung politischer Argumente gehörten bislang nicht zur Management-Ausbildung."

Wigan Salazar, Deutschland-CEO der Kommuni­kations­beratung MSL, erneuert in seinem "Handelsblatt"-Gastbeitrag seine Forderung, dass Firmen sich stärker gegen die AfD stellen sollten – auch in ihrem eigenen Interesse.
handelsblatt.com (€), turi2.de (Background)

(Foto: MSL Group Germany)

Zitat: Gabor Steingart über die Verbindung von Interviews und Anzeigen – und vieles mehr.

"Wenn jemand wie der Chef der Deutschen Bank bei uns war, wollten wir ein cooles Interview, aber auch Anzeigen. Und wir haben sie auch bekommen. Oft gleich für ein ganzes Jahr."

Gabor Steingart spricht am Rande der "Kress Awards" am Mittwoch­abend auf dem Medien­schiff "Pioneer Two" über seine Zeit bei "Handelsblatt" und "Spiegel".
turi2 vor Ort

Weitere Zitate:
Über seine Firma: "Ein Milliardenunternehmen wird daraus nicht werden."

Über journalistische Neugier: "Ich lese Breitbart, aber ich verlinke nicht darauf."

Als Appell an die Phantasie von Medienschaffenden: "Manches was gestern eine Verschwörungstheorie war, ist heute ein Masterplan."

"Ich will nicht das Geld der Leute, ich will ihre Leidenschaft."

"Die Demokratisierung der Demokratie hat erst begonnen und wir wissen noch nicht, wohin das führen wird."

"In den großen Newsrooms wird viel journalistisches Talent versenkt."

"Es gibt keinen Leser, keinen Hörer, der Werbung in Medien richtig findet."

"Scholz war ebenso auf unserem Schiff wie Weidel. Ohne dass wir uns gemein mit ihnen gemacht haben."

"Wir haben Leser, die zahlen 100.000 Euro, andere 100."

(Foto: Pedro Becerra)

Zitat: Vaunet-Chef Claus Grewenig nimmt Werbekundschaft in die Pflicht.

"Ich halte es für essenziell, die Diskussion über die Allokation von Werbung in verantwortungsvollen Medienumfeldern weiter voranzutreiben. Alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette sollten ihren Beitrag leisten."

Vaunet-Vorstandschef Claus Grewenig appelliert im "Horizont"-Interview an Werbetreibende, ihr Geld bei seriösen Medienmarken zu lassen, auch weil Desinformation ein großes wirtschaftliches Risiko berge.
horizont.net (€, E-Paper 14-15/2025, S.8)

(Foto: Vaunet / Markus Altmann)

Zitat: Andreas Lebert schreibt über Nervigkeit und Glaubwürdigkeit von “Brigitte”.


"Immerhin hast du bis dahin wieder einen echten Verlag als Zuhause. Die Mitarbeiter dort sprechen bereits von der neuen 'Love Brand'. Und dein Besitzer ist nicht mehr eine Excel­tabelle, sondern ein echter Mensch, eine Frau, von der es aus ihrer Umgebung heißt, sie freue sich sehr auf dich."

Journalist Andreas Lebert, früher Ressort­leiter und später Chef­redakteur der "Brigitte", schreibt in der "Zeit" einen Brief an die gerade von RTL an Funke verkaufte Zeitschrift – über die Glaub­würdigkeit und den Nerv-Faktor des Frauen­magazins.
zeit.de (€)