
"Wir ballern nicht einfach nur unsere Markenbotschaft über sämtlichen Kanäle in die Welt mit dem Risiko Pop-Kultur mit Werbung zu unterbrechen, sondern wollen mit unseren Marken kulturelle Trends aufgreifen - mit dem Ziel, relevante Markenerlebnisse rund um 'Consumer Passion Points' zu gestalten und anzubieten."
Philip Hartmann ist als Senior Director Sports & Entertainment Marketing bei Coca-Cola für das europäische Cultural Marketing verantwortlich. Im Interview mit "Campaign Germany" erzählt er, wie der Getränke-Konzern beim Marketing eine 180-Grad-Wendung gemacht hat.
campaigngermany.de (€)
(Foto: Coca-Cola Company / Lina Grün)

"Wir sind durch unseren Partner RTL gezwungen, an die Quote zu denken."
Marc Neller, "stern"-Ressortleiter Recherche, Report & Crime, erklärt beim Medien Camp 2025 in Berlin, wie "stern" und RTL versuchen, großen Recherchen auf besondere Weise crossmedial aufzuziehen, um ein breites Publikum zu erreichen.
turi2 vor Ort
(Foto: Gisela Gürtler)

"Journalismus ist (k)eine Plattform."
Peter Schink, Chefredakteur der "Berliner Morgenpost", ruft beim Medien Camp 2025 in Berlin dazu auf, den Journalismus "jetzt erst recht" neu zu denken und sich u.a. die Frage zu stellen, womit klassische Medien in Zeiten des "Info-Überflusses und News Avoidance" Aufmerksamkeit erzeugen können.
turi2 vor Ort
(Foto: Funke)
"Meine Erwartung an Journalismus ist, dass er objektiv ist. Objektiv heißt, das gleiche aufrichtige und unvoreingenommene Interesse an den Positionen aller zu haben, die Gegenstand einer Recherche sind."
Christian Maertin, Pressesprecher von Bayer, teilt beim Medien Camp 2025 in Berlin seine Sicht auf die Medienbranche.
turi2 vor Ort

"Ich möchte nicht rausfinden müssen, was die Leute sehen wollen und das dann bedienen. Das würde mich langweilen. Mir geht es darum, etwas Neues zu erschaffen, was mich interessiert und dann zu hoffen, dass es genügend Menschen gibt, die das ähnlich sehen."
"Stromberg"-Autor Ralf Husmann sagt im "DWDL"-Interview, dass er "nicht für Zielgruppen" schreibe und Marktforschung "immer schon bescheuert" fand. Er glaubt, dass der neue "Stromberg"-Film, der im Dezember erst ins Kino kommt und dann bei Prime Video und ProSieben läuft, "auch diesmal 20-Jährige erreicht".
dwdl.de
(Foto: IMAGO / Future Image)
"Journalismus war noch nie ein Massenprodukt für alle."
Alev Doğan, stellvertretende Chefredakteurin bei "The Pioneer", äußert sich zum Auftakt des Medien Camps 2025 zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Medien.
turi2 vor Ort
Weitere Zitate:
Über Themen, die weniger Freude machen: "Politik ist nicht meine Leidenschaft. Dazu frustriert sie mich zu sehr."
Über Besonderheiten im Journalismus: "Dass man Geld dafür bekommt, dass man Fragen stellt, ist doch der Hammer."
Über fehlende Neugierde. "Satt sein ist im Journalismus ein großer Killer."
Über den journalistischen Zugang zur AfD: "Was nie, nie, nie funktionieren kann, Alice Weidel vorzuwerfen, dass sie Alice Weidel ist."
Über die Work-Life-Balance im Journalismus: "Wir sind alle keine Schneeflöckchen."
"Unsere Branche sollte vorbereitet sein, dass die Regierung die Hebel der Macht nutzen wird, um Druck auf uns auszuüben. Wir fühlen uns dafür gut gerüstet."
"New York Times"-Verleger Arthur G. Sulzberger erzählt dem "stern" im Interview, dass der Druck von Präsident Donald Trump "deutlich schlimmer" sei als der seiner Vorgänger. Ex-Amtsinhaber Joe Biden kritisiert er dafür, die Presse gemieden zu haben.
stern.de (€) via spiegel.de
(Foto: Todd Heisler / AFP / picturedesk.com )

"Schön, dass erste Marktteilnehmer erkennen, dass die Werbebranche gerade dabei ist, mit Vollgas vor die Wand zu fahren. Hier läuft etwas aus dem Ruder, das nur durch einen Full Stop aufgehalten werden kann."
"Mr. Media" Thomas Koch warnt in seiner "Campaign"-Kolumne vor der "toxischen Abhängigkeit von großen Tech-Plattformen" – und bemerkt ein "zaghaftes Erwachen" der Werbebranche. Die digitale Plattformwelt sei "völlig intransparent und voller Defizite und Betrüger" – bei redaktionellen Websites gebe es hingegen "nachweisbare Reichweite".
campaigngermany.de (€)
(Foto: Daniel Häuser)

"Wichtiger als öffentliche Positionierung ist, dass Führungskräfte auch intern klar formulieren, welche Gefahr die AfD für unseren Wohlstand darstellt. Hierfür müssen sie allerdings auch befähigt werden, denn eine Analyse politischer Gefahren und die differenzierte Darlegung politischer Argumente gehörten bislang nicht zur Management-Ausbildung."
Wigan Salazar, Deutschland-CEO der Kommunikationsberatung MSL, erneuert in seinem "Handelsblatt"-Gastbeitrag seine Forderung, dass Firmen sich stärker gegen die AfD stellen sollten – auch in ihrem eigenen Interesse.
handelsblatt.com (€), turi2.de (Background)
(Foto: MSL Group Germany)
"Wenn jemand wie der Chef der Deutschen Bank bei uns war, wollten wir ein cooles Interview, aber auch Anzeigen. Und wir haben sie auch bekommen. Oft gleich für ein ganzes Jahr."
Gabor Steingart spricht am Rande der "Kress Awards" am Mittwochabend auf dem Medienschiff "Pioneer Two" über seine Zeit bei "Handelsblatt" und "Spiegel".
turi2 vor Ort
Weitere Zitate:
Über seine Firma: "Ein Milliardenunternehmen wird daraus nicht werden."
Über journalistische Neugier: "Ich lese Breitbart, aber ich verlinke nicht darauf."
Als Appell an die Phantasie von Medienschaffenden: "Manches was gestern eine Verschwörungstheorie war, ist heute ein Masterplan."
"Ich will nicht das Geld der Leute, ich will ihre Leidenschaft."
"Die Demokratisierung der Demokratie hat erst begonnen und wir wissen noch nicht, wohin das führen wird."
"In den großen Newsrooms wird viel journalistisches Talent versenkt."
"Es gibt keinen Leser, keinen Hörer, der Werbung in Medien richtig findet."
"Scholz war ebenso auf unserem Schiff wie Weidel. Ohne dass wir uns gemein mit ihnen gemacht haben."
"Wir haben Leser, die zahlen 100.000 Euro, andere 100."
(Foto: Pedro Becerra)
"Ich halte es für essenziell, die Diskussion über die Allokation von Werbung in verantwortungsvollen Medienumfeldern weiter voranzutreiben. Alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette sollten ihren Beitrag leisten."
Vaunet-Vorstandschef Claus Grewenig appelliert im "Horizont"-Interview an Werbetreibende, ihr Geld bei seriösen Medienmarken zu lassen, auch weil Desinformation ein großes wirtschaftliches Risiko berge.
horizont.net (€, E-Paper 14-15/2025, S.8)
(Foto: Vaunet / Markus Altmann)

"Immerhin hast du bis dahin wieder einen echten Verlag als Zuhause. Die Mitarbeiter dort sprechen bereits von der neuen 'Love Brand'. Und dein Besitzer ist nicht mehr eine Exceltabelle, sondern ein echter Mensch, eine Frau, von der es aus ihrer Umgebung heißt, sie freue sich sehr auf dich."
Journalist Andreas Lebert, früher Ressortleiter und später Chefredakteur der "Brigitte", schreibt in der "Zeit" einen Brief an die gerade von RTL an Funke verkaufte Zeitschrift – über die Glaubwürdigkeit und den Nerv-Faktor des Frauenmagazins.
zeit.de (€)
"Man sagt ja: 'Wir müssen die Leute da abholen, wo sie sind, und unsere Produkte dort anbieten, wo Menschen sie konsumieren wollen.' Stimmt alles. Aber wann hat uns jemals eine Plattform wirklich weitergeholfen? Es ist andersherum: Wir helfen immer nur den Plattformen weiter."
Benjamin Piel, Chefredakteur des "Weser-Kurier" aus Bremen, spricht im großen "Journalist"-Interview u.a. darüber, dass "Lokalzeitungen sich stärker aufs Regionale und Lokale fokussieren und davon wegkommen müssen, sich nebenbei als eine Art 'Zeit' oder 'Süddeutsche' zu sehen".
journalist.de
(Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / picturedesk.com )

"Was uns schon geärgert hat, war, dass es aber auch in seriösen Medien entsprechende Kritik gab, ohne dass wir damit konfrontiert wurden."
"Correctiv"-Chefredakteur Justus von Daniels sagt im Interview mit dem "KNA-Mediendienst", es habe die Redaktion überrascht, dass die "Geheimplan"-Recherche "so eine Wucht" gehabt hat. Es habe "wohl kaum einen journalistischen Text gegeben, der in den vergangenen Jahren so genau unter die Lupe genommen wurde".
kress.de
(Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

"Alles, was wir tun, muss einen Mehrwert bieten, weil wir ja alle wenig Zeit haben und gerade junge Menschen äußerst ungnädig sind, wenn sie etwas nicht inspiriert oder weiterbringt."
WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk beschreibt das junge Radio 1Live mehr als crossmediale Marke denn als Radiosender. Der Sender stehe zum 30. Geburtstag "gut da", sagt sie im Interview von Alexander Krei.
dwdl.de
(Foto: WDR/Annika Fußwinkel)

"Ich habe bestimmt zehn Jahre lang unter dem sogenannten Impostor-Syndrom gelitten. Das bedeutet, dass plötzlich aufgedeckt wird, dass man in Wahrheit gar nichts kann. Erst seit 2008, also mit der 'NDR Talk Show', hat sich diese Angst gelegt."
Barbara Schöneberger sagt im Gespräch mit "Bild", sie habe sich "lange eher wie ein Zufallstreffer gefühlt". Fürs Show-Business bringe sie die besten Voraussetzungen mit: Sie könne u.a. "hervorragend verdrängen" und sei "komplett uneitel", denn sie nehme "weder Kritik noch Lob besonders ernst".
bild.de
(Foto: Christopher Tamcke / Action Press / picturedesk.com)
"Wenn über mich geschrieben wird, heißt es, der jüdische Journalist. Aber wenn über Caren Miosga geschrieben wird, habe ich überhaupt keine Ahnung, welche Religion sie hat."
Publizist und "Aufbau"-Herausgeber Michel Friedman spricht im Interview mit dem "KNA Mediendienst" u.a. über Diskriminierungserfahrungen, die Medienschaffende mit jüdischem Hintergrund erfahren.
mediendienst.kna.de (€)
(Foto: Christophe Gateau / dpa / picturedesk.com)
"Als Moderator ist man immer auch eine Art Verkäufer."
"Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni philosophiert im "DWDL"-Interview über die Kunst des Moderierens. Man müssen den Menschen "erklären, warum sie die nächsten drei Minuten ihrer kostbaren Lebenszeit für einen Beitrag verwenden sollten, wenn sie zur gleichen Zeit ja auch lesen, Tee trinken oder schlafen gehen könnten".
dwdl.de
(Foto: ARD / Marc Rehbeck)

"Statt sich mit kritischer Berichterstattung auseinanderzusetzen, baut die Politik ihre eigene Deutungsmacht auf."
Verleger und BDZV-Chef Matthias Ditzen-Blanke kritisiert einen Linked-in-Post von Laura Bohlmann, Pressechefin der Stadt Bremerhaven. Sie freut sich darin u.a. über ihren Erfolg bei Social Media und ihr großes Team. Ditzen-Blanke warnt: "Öffentlich finanzierte PR ersetzt keine freie Presse."
kress.de
(Foto: IMAGO / Bernd Elmenthaler)
"Hätte es Social Media bereits in den 1960er-Jahren gegeben, hätten wir heute noch Pocken und Polio."
Arzt und TV-Moderator Eckart von Hirschhausen schreibt in der "Süddeutschen" über seinen Gerichtssieg gegen Meta. Dabei habe er gesehen, wie "Plattformen, auf denen die Anzeigen geschaltet werden, in denen ich unfreiwillig Werbung mache, davor drücken, ihrer Verantwortung gerecht zu werden".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)
(Foto: IMAGO / Stefan Schmidbauer)

"Was ist Pressefreiheit, wenn es immer weniger Presse gibt?"
Publizist und Medienmanager Roger de Weck hat am Montagabend in Zürich bei der Preisverleihung zu den Schweizer "Journalistinnen und Journalisten des Jahres" die Ehrung für sein Lebenswerk entgegengenommen. Im Gespräch mit Chefredakteur Marcus Hebein ging es auch um Finanzierungsmodelle für Medien. Dazu sagt de Weck: "Hohe Dividenden sind der Tod des Journalismus."
turi2 vor Ort, picdrop.com (Preisverleihung in 120 Bildern)
turi2 gehört zum Medienfachverlag Oberauer, der die Preisverleihung ausrichtete.
(Foto: Medienfachverlag Oberauer/ Walter Bieri)

"Stellen Sie sich vor, Markus würde links sitzen, Donald Trump in der Mitte und JD Vance rechts. Und Selenskyi wird zugeschaltet."
Markus Heidemanns, Produzent des ZDF-Talks von Markus Lanz, umschreibt seine Traum-Talkrunde. Die Sendung sei infolge der Corona-Pandemie kein Unterhaltungsformat mehr, erklärt Heidemanns im Interview mit Thomas Lückerath.
dwdl.de
(Foto: Johannes Arlt für turi2)
"Wenn sich das ZDF bewusst verwechselbar macht mit Streaming-Portalen, versteckt es damit oft ausgerechnet die Teile seines Angebotes, die unverwechselbar sind."
Stefan Niggemeier ärgert sich in seiner "Übermedien"-Kolumne über die "Nicht-Informationsstrategie" des ZDF, die auf der neu gelaunchten Seite "noch konsequenter umgesetzt" werde. Das sei "kein Versehen, sondern Konzept", stellt er fest und fragt: "Welcher Zacken bräche dem ZDF aus seiner Streaming-Krone, die multimedialen (!) Möglichkeiten des Internets für einen solchen Mehrwert zu nutzen?"
uebermedien.de (€)
(Foto: Markus Scholz / dpa / picturedesk.com )

"Sebastian Rudolph ist Optimist. Er ist ein ausdauernder Chancen-Erkenner. Einer, der nicht Angst vorm Verlieren hat, sondern Spaß am Gewinnen. Ihm geht es nicht darum, nichts falsch zu machen – er will es richtig machen."
Volkswagen- und Porsche-CEO Oliver Blume würdigt in einer launigen Laudatio Sebastian Rudolph, Kommunikationschef des Auto-Konzerns, der am Montag in Hamburg die Auszeichnung als Unternehmenssprecher des Jahres vom Medienfachverlag Oberauer entgegengenommen hat.
turi2 vor Ort
(Foto: Jonas Walzberg)
"Ich habe in dieser umwälzenden Zeit tatsächlich manchmal Schwierigkeiten meine Emotionen unter Kontrolle zu halten."
"Süddeutsche"-Journalistin Meike Schreiber äußert sich bei ihrer Ehrung zur Wirtschaftsjournalistin des Jahres an diesem Montag in Hamburg. Vor allem die Bedrohung der Pressefreiheit, wie man sie gerade in den USA beobachte, bereite ihr große Sorgen.
Preisverleihung am Montagabend bei Hapag Lloyd
(Foto: Jonas Walzberg)

"Meinungsvielfalt, vor allem zum Nahostkonflikt (aber nicht nur), wird nicht ausgehalten, sondern aktiv bekämpft – mit autoritären Methoden. Fakten dringen immer seltener durch."
"taz"-Journalist Nicholas Potter sieht die Meinungsfreiheit durch die antiisraelische Szene bedroht. In einem Kommentar schildert er, wie Medienvertreter immer häufiger angegriffen und bedroht werden – und wie er selbst als Feind mit Stickern in Berlin markiert wurde.
taz.de, turi2.de (Background Rufmord-Kampagne gegen Potter)
(Foto: taz)

"Wir haben feststellen müssen, dass die Zielgruppe doch sehr spitz war und wir bei künftigen fiktionalen Projekten eine breite Ansprache finden müssen."
Thomas Münzner, Programmchef von Joyn, richtet die Fiction-Strategie des Streamers von ProSiebenSat.1 neu aus. Im Interview mit "DWDL" erklärt er u.a., dass das lineare Programm auch "in Zukunft eine entscheidende Rolle" spielen werde.
dwdl.de
(Foto: Joyn)

"So ein Marathon ist für einen externen Interviewpartner wie mich oft unbefriedigend, weil man weder zum Nachdenken kommt noch dazu, sich selbst überhaupt immer auf dem neuesten Stand der ständig wechselnden Nachrichtenlage zu halten."
Luftfahrtjournalist Andreas Spaeth erinnert sich im "Kress"-Gastbeitrag zurück an den "medialen Hexenkessel", der nach dem Germanwings-Absturz vor zehn Jahren über ihn einbrach. Die vielen Live-Schalten seien ein "Ausnahmezustand und nichts für schwache Nerven" gewesen, "selbst Spitzenpolitiker haben meist nicht ein derartiges Pensum".
kress.de
(Foto von 2016: Lukas Schulze / dpa / picturedesk.com)
"Friedrich Merz als Kanzlerkandidat und seine Union waren kurzsichtig genug, einen Antiasylwahlkampf mit rechtspopulistischen Erwartungen zu betreiben. Genau daran werden sie von 'Nius' und dessen Konsument:innen nun gemessen werden."
"taz"-Chefredakteurin Ulrike Winkelmann beschreibt, "wie 'Nius' die neue Regierung bald vor sich hertreiben wird".
taz.de
(Jens Kalaene / dpa / picturedesk.com)
"Eine Ansprache, die als anbiedernd empfunden wird, hat verloren. Und ich glaube nicht, dass wir uns besonders aufhübschen müssen für ein junges Publikum und Attitüden übernehmen, von denen wir glauben, dass die jungen Leute jetzt so sprechen."
Ralf Müller-Schmid, Programmchef von Deutschlandfunk Kultur, sagt im "Süddeutsche"-Interview, es werde "Moderatorinnen und Moderatoren mit Akzent" beim Sender geben – "da kann unsere eigene Welt noch größer werden".
sueddeutsche.de (€)
(Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

"In einem eigenständigeren Europa braucht es auch eigenständigere Brands. Marken, die nicht nur aus der Notwendigkeit heraus europäisch sind, sondern aus Überzeugung. Marken, die sich ihrer eigenen Identität, ihrer Werte und ihres Markenkerns bewusst sind – und die den Mut haben, diese Selbstständigkeit auch global zu vertreten."
Gerald Hensel, Partner und Co-Gründer der Marketing- und Innovationsberatung Superspring, glaubt, dass sich mit der "Toxik der neuen amerikanischen Führung" auch die Art verändern wird, wie europäische Unternehmen sich als Marken präsentieren und positionieren. Im Gastbeitrag für "Campaign Germany" schreibt er, dass die Antwort auf "Make America Great Again" nur lauten könne: "Make Europe Even Greater".
campaigngermany.de (€)
(Foto: Superspring)

"Viele Unternehmen haben noch nicht begriffen, wie wichtig die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden ist."
Dataiku-Managerin Arthy Krishnamurthy kritisiert in ihrem "Meedia"-Gastbeitrag, dass viele Firmen die nötige KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten falsch einschätzen. "Einige glauben, dass es ausreicht, einfach ein paar Spezialisten einzustellen", schreibt sie und warnt: Im Worst-Case könne es zu "unproduktiven oder sogar schädlichen" Einsätzen von KI-Tools kommen.
meedia.de
(Foto: Dataiku)

"In der neuen Legislatur braucht es weniger Attentismus, dafür mehr Herzblut: für innovative Medien, lokale Initiativen, Journalismusorganisationen und neue soziale Plattformen."
Medienwissenschaftler und Publizist Stephan Weichert stellt in einem "journalist"-Essay Forderungen an die neue Bundesregierung. Er wünscht sich u.a. einen politischen Willen für eine Journalismus-Förderung, die "weder nach dem Gießkannen- noch nach dem Reichweitenprinzip" funktioniert. Ebenfalls auf seinem Wunschzettel stehen die "getrennte Förderung von Nonprofit und Forprofit" sowie "Resilienz-Netzwerke für selbstständige Gründer".
journalist.de
(Foto: Martin Kunze)

"Nur was zu Wort kommt, kann entmystifiziert und entlarvt werden. Deshalb müssen wir die Grenzen des Sagbaren erweitern, nicht einengen."
Mathias Döpfner reagiert im "Medium Magazin" auf Kritik an seinem "Welt"-Kommentar von Mitte Januar. Darin hatte er u.a. geschrieben, dass "immer wieder" "Richtiges für falsch erklärt" werde, "nur weil es auch die Falschen gesagt haben".
"Medium Magazin" 1/2025, S. 37-39 (€)

"Trump ist umgeben von Ja-Sagern, die nicht mit ihm diskutieren, und das scheint genau das zu sein, was er will."
Bei einem Online-Gespräch mit österreichischen Medienschaffenden spricht der frühere Chefredakteur der "Washington Post", Martin Baron, über die sinkende Reichweite klassischer Medien. Journalisten sollten die Kommunikations-Strategien von Podcastern und Influencern adaptieren, ohne dabei die eigenen Standards aufzugeben.
horizont.at
(Foto, Ausschnitt: IMAGO / El Mundo)

"Natürlich können wir unseren Leserinnen und Lesern keinen Termin beim Bürgeramt besorgen, aber wir tragen ihre Anliegen in die Politik – gemäß dem Motto 'Wir kümmern uns!'."
"Tagesspiegel"-Chefredakteur Christian Tretbar erklärt im Interview mit "kress pro" die Strategie der Regionalberichterstattung: Man wolle "die Probleme Berlins nicht nur beschreiben, sondern auch Lösungsideen anbieten". Bei Politik-Themen stehe zudem "nicht die Reportage von vor Ort" im Fokus, "sondern eine valide Einordnung zu einem Thema von jemandem, der sich tagtäglich damit beschäftigt".
shop.oberauer.com (€)
(Foto: Tagesspiegel / Mario Heller)

"Ich bin fest der Überzeugung, dass die DPRG politischer werden muss, dass wir als Kommunikationsmenschen politischer werden müssen."
Sabine Clausecker, seit Ende November Präsidentin der Deutschen Public Relations Gesellschaft, sagt im "PR-Journal"-Podcast, dass der Verband "politischer, vernetzter und auch innovativer werden" soll. Dazu gehöre auch, Mitglieder darauf vorzubereiten und zu schulen, dass KI "zukünftig als Kollege, als Kollegin mit uns im Projekt dauerhaft aktiv sein wird".
pr-journal.de (mit 30-Min-Audio)

"Die Politik muss endlich aufwachen und die Idee hybrider Geschäftsmodelle im Journalismus akzeptieren. Die Werbeindustrie ist doch nicht per se das Böse. Sie ist in Deutschland Wachstumstreiber und starker Arbeitgeber."
Utiq-Manager und Ex-Telekom-Mediachef Norman Wagner plädiert im "Meedia"-Interview für eine "wirtschaftsfreundliche Wahrnehmung von Werbung". Die neue Bundesregierung solle etwa beim Datenschutz einheitliche Regeln schaffen, derzeit könnten "US-Unternehmen machen, was sie wollen".
meedia.de
(Foto: Reimar von Wienskowski)
"Je länger ich am Sonntag über das spektakuläre Ergebnis der Partei Die Linke nachgedacht habe, desto mehr glaube ich, dass es sich hier um den ersten direkt und fast ausschließlich durch soziale Netzwerke ausgelösten Wahlerfolg bei Bundestagswahlen handelt."
"Meedia"-Chefredakteur Jens Schröder beschreibt im "Trending"-Newsletter das Linkspartei-Ergebnis als "letzten Weckruf für die anderen Parteien sein, Social Media endlich ernst zu nehmen".
meedia.de
(Foto: Oberauer)

"Wir haben für uns kein Ende von Print definiert."
Christoph Rüth, Konzerngeschäftsführer der Funke Mediengruppe, sagt beim Forum Medienhaus Next, dass das Zeitschriftengeschäft "verdammt stabil" sei und der Verlag weiter dazu kaufe. Fernsehzeitschriften wie "Hörzu" und "Gong" funktionierten "noch immer, man glaubt das kaum".
turi2 vor Ort
(Foto: Fraitag)
"Ich habe in meinem Team einen Altersschnitt von 25. Wir haben Meetings, da verstehe ich kein Wort."
Marco Kruse, Leiter der Business-Unit "Young Audience" bei Ippen Digital, erzählt beim Forum Medienhaus Next, wie Medienhäuser mit journalistischen Inhalten junge Menschen erreichen. Sein Rat: "Junge Leute suchen Lösungen. Probleme hören sie genug."
turi2 vor Ort
(Foto: Fraitag)

"Wo sind wir noch exzellent? KI wird auch Lokaljournalismus bei dieser Frage unter Zugzwang bringen. Nicht berichten, was ist, sondern was bedeutet es? Das wird künftig auch im Lokalen unsere wichtigste Aufgabe werden."
Anne Krum, Chefredakteurin Digital & Entwicklung NRW bei Funke, spricht auf dem Kongress Medienhaus Next in ihrer Keynote über die wichtigsten Baustellen im Lokaljournalismus.
turi2 vor Ort
(Foto: Johann Oberauer für turi2)

"Nur weil die AfD mehr Stimmen auf sich vereinen kann, heißt noch lange nicht, dass man sich mit ihr arrangieren muss. Im Gegenteil: mehr denn je sind Unternehmen in Deutschland gefragt, sich klar gegen diese Partei, die - das muss man in Erinnerung rufen - in Teilen vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft ist, zu positionieren."
Wigan Salazar, CEO der Polit-Kommunikationsagentur MSL Group Germany, erinnert bei Linked-in an die schon 2024 beschlossene Richtlinie, die es Beschäftigten der Agentur verbietet, AfD-Abgeordnete, -Mitarbeiter und -Funktionsträger im Auftrag von Kunden proaktiv anzusprechen.
linkedin.com vias prreport.de
"Klar ist es schwierig, Kultur zu vermitteln, wenn nicht alle an einem Ort sind. Aber dann muss man halt kreative Lösungen finden. Meiner Meinung nach kann es nicht funktionieren, die Mitarbeitenden vier oder fünf Tage ins Büro zu beordern, wenn die das nicht wollen."
Fränzi Kühne, Chief Digital Officer bei der Edding Gruppe, kann die Renaissance der Büropflicht bei großen Agenturen "überhaupt nicht nachvollziehen", sagt sie im "Campaign"-Interview.
campaigngermany.de (€)
(Foto: Edding)
"Alle Werbeeinnahmen kommen den deutschen Kino-Standorten zugute. Wir finanzieren dadurch mittelständische Unternehmen, die einen kulturellen Auftrag erfüllen. Ich finde, über die Frage, wo das ganze Werbegeld denn eigentlich hinfließt, müsste viel mehr gesprochen werden."
Weischer-Cinema-CEO Stefan Kuhlow schreibt der Kinowerbung im "Horizont"-Interview eine gesellschaftliche Verantwortung zu.
horizont.net (€)
(Foto: Weischer)

"'Let's Dance' ist ein Format, das so simpel und doch so genial ist, dass ich mich frage: 'Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?'"
TV-Legende Frank Elstner schreibt in der "Süddeutschen Zeitung" eine Liebeserklärung an die RTL-Tanzshow "Let's dance", die heute wieder startet. Die Sendung vereine "Spannung, Emotionen, Humor und eine Prise Drama" – und gebe dem Publikum die Möglichkeit, "ihre Stars von einer neuen Seite kennenzulernen".
sueddeutsche.de (€)
(Foto: IMAGO / Bonn.digital / Marc John)

"Chefs sind häufig Männer, die gerne und viel reden. Das ist eine Eigenschaft, die wir Frauen eher selten haben."
Christina Richter, Gründerin und Geschäftsführerin des Personal Branding Instituts, sieht im Interview mit "Campaign Germany" viele Frauen in Agenturen, aber wenige in den Chefetagen. Sie fordert Frauen auf, ihren "inneren Schweinehund" zu überwinden und sich anzuschauen, wie sich Männer im Agenturumfeld bewegen.
campaigngermany.de (€)

"Wenn Sie einen großen US-Konzern leiten und wissen, dass Sie nun vier Jahre mit Trump leben müssen, dann tun Sie gut daran, die bestmögliche Beziehung zu der neuen Regierung aufzubauen."
Im Exklusiv-Interview mit "Campaign Germany" beurteilt Werbelegende Sir Martin Sorrell die Stimmung in der US-Wirtschaft so gut wie zuletzt unter Reagan. Er erwartet positive Auswirkungen – vor allem auf digitale Werbe-Erlöse. Für klassische Medien in Europa sieht er schwarz.
campaigngermany.de (€)
(Foto: ERIC GAILLARD / REUTERS / picturedesk.com)

"Der einzige Fehler, den wir machen können, besteht darin, den Bestand zu verwalten, nur Kosten zu senken und nichts Neues anzufangen und neue Ideen zu verhindern."
"Zeit"-Verlagschef Rainer Esser blickt für "Meedia" auf 2025 und fordert in seinem Text das Ende von "lähmender Hierarchie" und einer "Ja-aber-Kultur". Stattdessen sollten Medienhäuser auf ihre kreativen Köpfe und deren Ideen setzen.
meedia.de
(Foto: Johannes Arlt für turi2)
