Hör-Tipp: Sven Afhüppe und Hans-Jürgen Jakobs blicken auf 2018.

Hör-Tipp: “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe und Morning-Briefing-Autor Hans-Jürgen Jakobs blicken in einem dreiteiligen Podcast auf das Jahr 2018 zurück. Im ersten Teil deklinieren sie das politische Jahr durch – von AKK über Brexit bis Trump. In der nächsten Folge geht’s um Wirtschaft und Gesellschaft.
handelsblatt.com (16-Min-Audio)

“Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe hat den digitalen Durchbruch vor Augen.

Handelsblatt plant bis Jahresende, mehr Digital- als Print-Abonnenten zu bedienen. Chefredakteur Sven Afhüppe sieht die App als Treiber für die digitale Auflage. Im 4. Quartal 2017 kam das “Handelsblatt” auf 44,6 % E-Paper-Anteil bei den Abos. Afhüppe verspricht, Print-Fans auch künftig nicht als Kunden zweiter Klasse zu behandeln.
medienpolitik.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Handelsblatt”-Chef Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

fragebogen2: Sven Afhüppe.


fragebogen2: Sven Afhüppe wäre als Kind gerne Bäcker geworden, weil es gut riecht, gut schmeckt und man den Menschen damit auch noch eine Freude macht. Als Chefredakteur des “Handelsblatts” serviert er heute zwar nicht die Brötchen, aber immerhin die Zeitung zum Frühstück. Im Video-Fragebogen outet sich der gebürtige Westfale als Fan des Kölner Karnevals.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Das “Handelsblatt” 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Sven Afhüppe beschwört Kontinuität nach Steingart-Demission.


Rückwärts nimmer: Sven Afhüppe setzt nach dem Abgang von Gabor Steingart das erste offizielle Lebenszeichen aus der “Handelsblatt”-Redaktion ab. Auf Seite 3 der gedruckten Ausgabe macht er klar, dass die Journalisten von “Handelsblatt” und “Wirtschaftswoche” mit der Demission ihres Anführers nicht einverstanden sind, die Entscheidung des Verlegers Dieter von Holtzbrinck aber “respektieren”.

Steingart habe an der “fulminanten Entwicklung” des “Handelsblatts” großen Anteil. Umso mehr bewege es die Mitarbeiter, “dass Gabor Steingart unser Verlagshaus verlassen soll”. Afhüppe setzt hinzu: “Ich und die Handelsblatt-Redaktion wären diesen erfolgreichen Weg der Erneuerung gern mit ihm weitergegangen.”

Nun muss es ohne Steingart weitergehen. Und – geht es nach Afhüppe – bleibt alles, wie es ist: Die englischsprachige Global Edition werde “kraftvoll” weiterentwickelt, der Live-Journalismus bleibe Markenzeichen. Den Unkenrufen über eine wirtschaftliche Schieflage hält er die steigende Auflage und die Zahl der Digital-Abos entgegen.

Auch um die publizistische Unabhängigkeit müssten sich die Leser nicht sorgen: “Sie können sich darauf verlassen, dass das ‘Handelsblatt’ bei allen personellen Veränderungen weiter für unabhängigen und kritischen Journalismus steht”, schließt Afhüppe. Klingt so, als sei Steingart nicht der einzige, der in der Toulouser Allee demnächst sein Büro ausräumt.
“Handelsblatt”, S. 3, turi2.de (Steingart-Abgang), turi2.de (Kommentar von Peter Turi)

Aus dem Archiv von turi2.de: Das “Handelsblatt” 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Sven Afhüppe serviert das Morning Briefing zum Mittag.

Morning Briefing vom “Handelsblatt” erscheint doch noch – mit gut siebenstündiger Verspätung. Vertretungs-Autor und Chefredakteur Sven Afhüppe beginnt den Text mit einer Verspätungs-Entschuldigung: “Manchmal passieren auch in einem Verlagshaus Dinge, die unvorhersehbar sind und die gewohnten Abläufe stören.” Konkreter wird er nicht. Das übrige Briefing geht zahm um mit dem vor zwei Tagen gescholtenen Martin Schulz und der Kanzlerin.
morningbriefing.handelsblatt.com, turi2.de (Morning Briefing), turi2.de (Steingart-Ablösung)

Aus dem Archiv von turi2.de: Das “Handelsblatt” 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Zitat: “Handelsblatt”-Chef Sven Afhüppe hält den Wandel für eine Wachstumschance.

“Wir reden nicht über Reichweiten von 120.000, wie bei unserer jetzigen Print-Auflage, sondern über ein Vielfaches.”

“Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe sieht im digitalen Wandel vor allem eine Chance, neue Kunden zu erreichen. Vielversprechend sind für ihn Video und englischsprachige Angebote.
turi2.tv (4-Min-Interview)

Globaler, internationaler, digitaler: “Handelsblatt”-Chef Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.


Volle Kraft auf Expansion: Das “Handelsblatt” will seine neuen Redaktionsräume mit digitalem Journalismus füllen. Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt im turi2.tv-Interview seine Schwerpunkte: Der digitale Leser wird zum wichtigsten Kunden. Mit Handelsblatt TV erschließt sich die Redaktion neue Kanäle. Und große Hoffnungen verbindet Afhüppe mit dem internationalen Markt – weil die britische “Financial Times” nach dem Brexit außerhalb der EU erscheint. Im Einzelnen:

Kunden: Afhüppe schätzt, dass schon in diesem Jahr jeder zweite Abonnent ein digitaler Kunde sein wird. Auf handelsblatt.com werden die kostenpflichtigen Premium-Artikel seit einiger Zeit immer präsenter. Der Verlag zieht die Abo-Schranke noch höher. “Wir entwickeln den digitalen Kunden zu unserem wahrscheinlich wichtigsten Kunden”, sagt Afhüppe.

Video: Bewegtbild ist eines der Felder, über das Afhüppe Reichweite aufbauen will, um an neue Kunden heranzukommen. Er will “keine klinisch perfekten Fernsehsendungen”, sondern das Fachwissen seiner Redakteure neu aufbereiten, in Videos und Livestreams. Sie sollen nicht nur schreiben, sondern zunehmend vor der Kamera sprechen. “Wir nennen das Handelsblatt TV, ohne jetzt ARD und ZDF Angst machen zu wollen.” Allein mit Bewegtbild rechnet Afhüppe, “weit mehr als 10 Mio Menschen” erreichen zu können.

Intelligence Unit: Neu eingestellte Mitarbeiter beginnen gerade in Berlin, das digitale “Handelsblatt”-Angebot zu analysieren und speziell in den Bereichen Video und Social Media zu verstärken. Das Team solle eine “Aktivierungs-Unit” sein, die über Daten herausfindet, welche Themen Nutzer interessieren und wo die “Handelsblatt”-Kanäle vielleicht zu wenig Inhalte bieten. “Über Datenanalyse wissen wir, was gewünscht ist.”

International: Afhüppe will die englischsprachigen Angebote des Verlags, Handelsblatt Global, enger an das zentrale Angebot anbinden. Die normale “Handelsblatt”-App (Android: hier klicken) wird künftig auch Englisch können. Afhüppe sieht durch den Austritt des “Financial Times”-Heimatlandes Großbritannien eine Lücke, die sich auftut: “Wer ist dann die englischsprachige Stimme aus Europa? Da sehen wir eine große Chance.”
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Auch aktuell bei turi2.tv: Gabor Steingart zeigt das neue Handelsblatt-Haus.

Geschäftsführer Frank Dopheide verlässt die Handelsblatt Media Group.


Steingarts letzte Spuren: Frank Dopheide, Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, verlässt das Unternehmen Ende des Jahres “auf eigenen Wunsch”, schreibt die “Rheinische Post”. Hintergrund sind wohl Differenzen mit dem Aufsichtsrat über die Ausrichtung des Verlags. Die “Rheinische Post” zitiert aus einer E-Mail Dopheides an Kollegen, in der er schreibt, er wolle “wieder selbständiger werden”.

Dopheide war vor einem Jahr – unmittelbar nach Gabor Steingarts Abgang – zum Sprecher der Geschäftsführung aufgestiegen. Er verantwortete Redaktion, Veranstaltungen und Kommunikation. Dopheide war das letzte Mitglied des ehemaligen Führungstrios, zu dem noch Gabor Steingart und Finanzchef Ingo Rieper gehörten. In der Redaktion haben noch viele Vertraute von Steingart das Sagen: Sven Afhüppe wurde von ihm zum “Handelsblatt”-Chefredakteur gemacht, Beat Balzli und Miriam Meckel kamen durch Steingart zur “Wirtschaftwoche”.
rp-online.de

Korrektur: Sven Afhüppe wurde nicht – wie ursprünglich in diesem Text geschrieben – von Gabor Steingart zum “Handelsblatt” geholt, er war schon da, als Steingart vom “Spiegel” kam. Steingart hat Afhüppe zum “Handelsblatt”-Chefredakteur gemacht.

Aus dem turi2.tv-Archiv: Frank Dopheide über die Zukunft des “Handelsblatts”.

“Handelsblatt”-Redakteure sollen künftig vorranig für das Digitalprodukt schreiben.

Handelsblatt: Chefredakteur Sven Afhüppe will, dass die Redaktion künftig zunächst die digitalen Ausspielkanäle im Blick hat, schreibt Gregory Lipinski. Afhüppe habe seine Pläne mit dem Titel “Apollo 27” heute der Redaktion vorgestellt. Künftig sollen stärker auch Grafiken und multimediale Anwendungen zum Einsatz kommen, erst in einem zweiten Schritt sollen die Beiträge für die gedruckte Zeitung aufbereitet werden. Von der neuen Herangehensweise verspricht sich die Zeitung einen höheren Absatz an Digital-Abos und weniger Abhängikeit vom Printprodukt.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Sven Afhüppe beantwortet den turi2.tv-Fragebogen (02/2018)

“Wirtschaftsjournalist”: “Wiwo” streicht 10 von 100 Stellen, “Edison” steht vor Management-Buyout.


Wirtschaftliche Woche: Die Handelsblatt Media Group streicht der “Wirtschaftswoche” bis zu 10 der 100 Stellen, berichtet das Fachblatt Wirtschaftsjournalist unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das Magazin soll zusätzlich 1 Mio Euro einsparen. Das E-Lifestylemagazin Edison steht zudem offenbar kurz vor einem Management-Buyout. Chefredakteur Franz Rother wolle das Heft übernehmen und mit seinem fünfköpfigen Team weiter produzieren.

Das englischsprachige Angebot Handelsblatt Today wird im Zuge der Sparmaßnahmen eingestellt. Es gebe dafür bislang kein “nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell”, sagt “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe. Ein neues Konzept für ein englischsprachiges Produkt sei aber in Arbeit. Ein für Januar geplanter Relaunch des “Handelsblatts” sei laut dem “Wirtschaftsjournalist” abgesagt worden. Die Konzernführung um Verleger Dieter von Holtzbrinck forciere einen gemeinsamen Relaunch von Print und Online. Dieser sei nun für Ende Juni bzw. Anfang Juli geplant, so Afhüppe gegenüber Kress.de
“Wirtschaftsjournalist” 1/2019 (ET 08.02.2019) via kress.de, presseportal.de (Handelsblatt Today)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beat Balzli zeigt die “Wirtschaftswoche”-Redaktion.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes.

Video-Fragebogen: Sebastian Matthes wollte Geiger werden – und spielt heute die erste digitale Geige im “Handelsblatt”-Orchester. Der Stellvertreter von Sven Afhüppe gibt im turi2.tv-Fragebogen zu, ein ungeduldiger Mensch zu sein. Ganz kribbelig wird er beim Blick auf viele Medienhäuser, die sich viel zu zaghaft digitalisieren. “Viele Medienunternehmen sind jetzt noch in der Lage, aus einer Position der Stärke zu agieren. In ein paar Jahren ist es möglicherweise nicht mehr so”, sagt Matthes, der von Amazon-Gründer Jeff Bezos fasziniert ist und beim Kochen indischer Gerichte wieder ein bisschen von seiner Ungeduld runterkommen kann.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Oktober 2018): “Handelsblatt”-Digitalchef Sebastian Matthes im Strategie-Gespräch.

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur “Volldigitalisierung” und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit …
Sven Afhüppe, “Handelsblatt”

Frank Thelen, Startup-Investor

Sebastian Matthes, “Handelsblatt”

Ove Saffe, Funke

Thomas Rabe, Bertelsmann

Nico Hofmann, UFA

Hans Demmel, Vaunet

Rainer Esser, “Zeit”

Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

“Edison”-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: “Edison”-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als “weiße, alte, hässliche Frau” bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

“Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der “Edison”-Chef kein “Handelsblatt”-Mitarbeiter sei. “Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel.” Das “Handelsblatt” stehe für eine liberale Weltordnung, “wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus.” Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: “Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief.”
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

Gabor Steingart bekommt vom “Handelsblatt” erneut Werbung für sein Morning Briefing.

Handelsblatt wirbt im Morning Briefing erneut für das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart. Chefredakteur Sven Afhüppe versichert, Steingart stünde “höchstpersönlich im Serverraum”, um alle Anmeldungen anzunehmen – beim ersten Werbemailing gingen Steingarts Server in die Knie. Steingart kündigt unterdessen sein neues Buch “Deutschland. Eine Gewinnwarnung.” an, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, gaborsteingart.com (Buch)

Basta: “Handelsblatt” lässt Steingarts Server rauchen.

Umarme Deine Konkurrenten: “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe verschickt zwei Stunden nach seinem regulären Morning Briefing ein zweites. Dessen einziger Inhalt ist ein Hinweis auf das Morning Briefing von Ex-Herausgeber Gabor Steingart – ausgehandelt wohl von Juristen im Zuge der Trennung. Blöd: Die freundliche Geste zwingt Steingarts Server in die Knie.
morningbriefing-handelsblatt.maileon.com, clap-club.de

Handelsblatt-Gruppe: Ingo Rieper geht, Miriam Meckel konzentriert sich auf Ada.

Handelsblatt Media Group: Miriam Meckel gibt zum Jahreswechsel den Posten als Herausgeberin der “Wirtschaftswoche” ab, um sich voll und ganz auf Ada zu konzentrieren, ihre neue Marke für digitale Weiterbildung. Finanzchef Ingo Rieper verlässt das Unternehmen “auf eigenen Wunsch”, sein Nachfolger Oliver Voigt kommt von der Mediengruppe Österreich der Fellners. Rieper kam 2014 von Ströer. Miriam Meckel, Sven Afhüppe und Beat Balzli rücken als “assoziierte Mitglieder” in die Geschäftsführung der Gruppe auf – “ohne Organfunktionen”, damit ihre publizistische Unabhängigkeit gewahrt bleibt.
dwdl.de, wuv.de

“Handelsblatt” zieht eine Paywall hoch.

Handelsblatt lässt die Bezahlschranken runter und macht ab sofort “weniger als eine Handvoll Texte im Volltext” kostenlos verfügbar, schreibt Chefredakteur Sven Afhüppe. Die Kennzeichnung “Premium” auf Handelsblatt.com entfalle, da künftig alle Artikel, Infografiken und Recherchetools nur für Premium-Kunden sichtbar sein sollen.
handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Handelsblatt”-Chef Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Gabor Steingart startet eine Podcast-Morningshow.


Ton? Läuft! Gabor Steingart erfindet sein Morning Briefing neu und verlängert den geschriebenen Newsletter um eine Podcast-Morningshow. Im Juni soll es losgehen, sagt der frühere “Handelsblatt”-Geschäftsführer im Interview mit turi2.tv am Rande des European Newspaper Congress in Wien. Dafür will Steingart künftig täglich in Berlin ins Studio gehen und eine Morningshow aufzeichnen, die mehr sein soll als der vorgelesene Newsletter.

Auf seine Zeit beim “Handelsblatt” blickt Steingart im Gespräch ohne Groll zurück: In seinen acht Jahren an der Spitze der Wirtschaftszeitung “haben wir ein gutes Stück der Transformation zurückgelegt.” Nun müssten Sven Afhüppe und andere, jüngere Kollegen das Begonnene weiterführen.

Der Publizist gibt sich, auf seinen Abgang beim “Handelsblatt” angesprochen, selbstkritisch: “Ich glaube, dass es schwierig ist, Steingart auszuhalten.” Für Verleger, die früher sehr erfolgreich waren, sei es zudem manchmal schwierig, die Zumutungen der heutigen Zeit auszuhalten.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Hans-Jürgen Jakobs ist nun offiziell Morning-Briefing-Schreiber beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt macht Senior Editor Hans-Jürgen Jakobs nun auch offiziell zum Morning-Briefing-Schreiber. Er hat den pointierten Früh-Newsletter zuletzt ohnehin schon regelmäßig verfasst. Nur am Freitag darf er planmäßig ausschlafen: Da greift Chefredakteur Sven Afhüppe selbst zur Feder und kündigt heute ein “neues optisches Gewand” ab Montag an. Das eigene Morning Briefing von Erfinder Gabor Steingart lässt derweil auf sich warten.
morningbriefing.handelsblatt.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Hans-Jürgen Jakobs beantwortet den fragebogen2 (von 2008).

“Handelsblatt” holt keinen Steingart-Nachfolger, sondern verteilt seine Aufgaben.

Verteile und herrsche: Das “Handelsblatt” ernennt Vermarktungschef Frank Dopheide (Foto) zum Sprecher der ansonsten gleichberechtigten Geschäftsführung, berichtet Roland Pimpl. Die bisherigen Aufgaben von Gabor Steingart werden zwischen ihm und seinen Geschäftsführer-Kollegen Ingo Rieper und Gerrit Schumann aufgeteilt. Eine neue Kraft von außen soll nicht kommen. Frank Dopheide verantwortet die Redaktionen, Kommunikation und die Veranstaltungstochter Euroforum. Finanzchef Ingo Rieper wird künftig den Content Marketing-Dienstleister Planet C führen sowie die Fachmedien und das Research Institute leiten. Gerrit Schumann übernimmt zusätzlich zu seinen Digital-Aufgaben den Vertrieb und das Marketing.

Um die Meinung der Redaktionen in Verlagsentscheidungen einzubinden, sollen “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe und sein “Wirtschaftswoche”-Kollege Beat Balzli gemeinsam mit “Wirtschaftswoche”-Herausgeberin Miriam Meckel ein “Insight Board” bilden, das regelmäßig gemeinsam mit der Geschäftsführung tagt.
horizont.net, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Das “Handelsblatt” 2018: Chefredakteur Sven Afhüppe im Strategie-Gespräch.

Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.


Alle für Gabor: Die Handelsblatt-Führungskräfte stellen sich in einem Brief an Verleger Dieter von Holtzbrinck hinter Gabor Steingart. Sven Afhüppe, “Handelsblatt”, Beat Balzli und Miriam Meckel, beide “Wirtschaftswoche”, sehen in der Demission ihres bisherigen Chefs offenbar einen Eingriff in die interne Pressefreiheit. Sie bezeichnen es in dem Schreiben, aus dem Spiegel Online zitiert, als “verheerendes Signal an die Redaktionen”, wenn auf eine unbequeme Meinung die “sofortige Entlassung” folge.

Zudem machen sie sich Sorgen um die Zukunft des Medienhauses: “Nach unserem bisherigen Kenntnisstand gibt es bislang keine Nachfolge- und Übergangsregelungen, was die Geschäfts- und Redaktionsführung vor erhebliche Probleme stellt.” Afhüppe, Balzli und Meckel befürchten, dass die Mediengruppe “in unsicheres Fahrwasser” gerate und die Reputation aller Beteiligten Schaden nehme.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Der Schweizer macht gerne viele Überstunden”: Beat Balzli zeigt die “Wirtschaftswoche”-Redaktion.

Auch interessant aus der turi2 edition3: “Wiwo”-Chefin Miriam Meckel über die Ambivalenz der Globalisierung.
turi2.de

SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement – Morning Briefing verspätet.

SOS Handelsblatt: Steingart ohne Statement – das mit Spannung erwartete Morning Briefing des “Handelsblatt”, das normalerweise gegen 6 Uhr beim Leser ist, fehlt bis heute morgen um 7.00 Uhr. Unklar bleibt vorerst, ob “Handelsblatt”-Herausgeber Gabor Steingart, tatsächlich – wie von Spiegel Online am Donnerstagabend berichtet – abgelöst wird. Stattdessen fällt auf der Website auf, dass das Morning Briefing seit gestern auch vorgelesen wird – allerdings von Sven Afhüppe, dem Chefredakteur, nicht von Steingart, dem Herausgeber. Die Nachricht von Spiegel Online, Steingart werde wegen eines scharfen Kommentars gegen SPD-Chef Schulz abgesetzt, hatte gestern für ungläubiges Staunen in der Branche gesorgt, gilt Verleger Dieter von Holtzbrinck doch als langmütiger und liberaler Verleger.
handelsblatt.com (Morning Briefing Audio vom 8.2.2018), turi2.de (Background)

Bild des Tages: Steingarts nächster Streich.


Gabor, der Geschäftige: Tatendurstig eröffnet Geschäftsführer Gabor Steingart (links) seine erste “Handelsblatt”-Redaktionskonferenz in der neuen Zentrale. Mit Chefredakteur Sven Afhüppe setzt der Verlag, der nun Handelsblatt Media Group heißt, auf Expansion: mehr Videos, Veranstaltungen und neue Marken. Die frischen Räume für große Pläne messen 14.600 Quadratmeter und liegen in Düsseldorf-Pempelfort. Unter Regie von Projektmanagerin Anke Otterbeck (im Hintergrund) versammeln sich in diesen Tagen alle Abteilungen auf sechs Etagen. (Foto: Jens Twiehaus für turi2)

Sebastian Matthes wechselt in die Chefredaktion des “Handelsblatts”.


Von der Isar zurück an den Rhein: Das “Handelsblatt” beruft Sebastian Matthes, 40, seit Ende 2013 Chefredakteur der deutschen HuffPost, in die Chefredaktion. Matthes wechselt spätestens im ersten Quartal 2018 nach Düsseldorf, wo er Stellvertreter von “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe wird. Als Head of Digital zeichnet Matthes für die journalistische Weiterentwicklung der Digital-Produkte verantwortlich.

Sebastian Matthes sei “der richtige Mann für diese wichtige Position”, lobt Afhüppe. Mit ihm an der Spitze wolle das “Handelsblatt” seine Bezahl-Modelle weiter ausbauen. Der neue Job ist für Matthes auch eine Rückkehr zur Verlagsgruppe Handelsblatt. Vor seinem Ausflug zu Burda, dem Betreiber der deutschen “HuffPost”, war er Redakteur und Ressortleiter bei der “Wirtschaftswoche”. Sein Handwerk hat er in der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten gelernt.
presseportal.de, meedia.de

“Handelsblatt”: Marketingchefin Tina Müller verlässt Opel, wird Vorstandschefin.

Opel verliert Marketingchefin Tina Müller, 49. Die “Umparken im Kopf”-Macherin bittet den Aufsichtsrat, ihren Vertrag aufzuheben, berichten Sven Afhüppe und Tanja Kewes. Müller soll den Vorstandsvorsitz eines “großen deutschen Konzerns” übernehmen. Bei welchem, schreiben die “Handelsblatt”-Journalisten nicht.
handelsblatt.com (Paid)

“Handelsblatt” schlägt ein Wahl-Camp in Washington auf.

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Weißes Haus voraus: Das “Handelsblatt” zieht vor der US-Wahl teilweise nach Washington. Knapp 40 Journalisten berichten von vor Ort – ähnlich wie vor der Brexit-Abstimmung aus London. In der heißen Phase laden Herausgeber Gabor Steingart und Chefredakteur Sven Afhüppe fast täglich zu Veranstaltungen. Jeweils um 6 Uhr erscheint ein spezielles E-Paper. Live-Blog und WhatsApp-Dienst liefern Infos aufs Smartphone.

Nicole Bastian und Thomas Tuma sind “Camp-Chefs”. Sie laden auch Mitglieder des Wirtschaftsclubs ein und empfangen Experten. Am Wahlabend gibt es eine Party, außerdem verspricht eine Anzeige in der Zeitung “Live-Schaltungen zu den wichtigsten Korrespondentenplätzen”. Im Camp sitzen Journalisten für die deutschen Angebote und Kollegen der Handelsblatt Global Edition. Gabor Steingart leitet die Wahl-Wochen heute mit einem achtseitigen Zeitungstitel ein.
“Handelsblatt”, S. 14-20 und S. 58-65 (Paid), handelsblatt.com

Party-Video-Tipp: 70 Jahre “Handelsblatt” und 90 Jahre “Wirtschaftswoche”.

Gabor Steingart 70 Jahre HBLVideo-Tipp: Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat gestern Abend den 90. Geburtstag der “Wirtschaftswoche” und den 70. des “Handelsblatts” gefeiert. Das Video der offensichtlich rauschenden Party in einem Beach-Club in Düsseldorf zeigt u.a. Gabor Steingart, Sven Afhüppe und Miriam Meckel beim Feiern.
handelsblatt.com (90-Sek-Video)

“Handelsblatt” erscheint ab heute im neuen Layout.

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Das steht auf einem anderem Handelsblatt: Chefredakteur Sven Afhüppe krempelt das “Handelsblatt” optisch und inhaltlich um. Ab sofort soll das “Handelsblatt” stärker auf thematische Schwerpunkte setzen, schreibt Afhüppe in der Montagsausgabe. Die Ressort-Aufmacher werden zu Schwerpunktseiten. In der Mitte der Zeitung befindet sich künftig immer eine heraustrennbare Infografik-Doppelseite. Auch eine eigene Doppelseite mit Nachrichten aus Familienunternehmen wird künftig fester Bestandteil des “Handelsblatt”.

Zu den optischen Neuerungen gehören ein überarbeitetes Logo und eine veränderte Kopfzeile. Grafikelemente und Infokästen sollen künftig eine bessere Leserführung ermöglichen. Auch Elemente aus der digitalen Welt wurden übernommen, zitiert Afhüppe die Kreativ-Direktorin Melanie Petersen, die gemeinsam mit Anja Horn von der Agentur Einhorn Solutions die optische Neugestaltung verantwortet.
“Handelsblatt”, S. 3, blendle.com (Paid)

“Handelsblatt” und McKinsey küren digitale Unternehmer.

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Berater-Blatt-Bindung: Das “Handelsblatt” holt sich McKinsey ins Haus, um gemeinsam den Digital-Preis The Spark auszurufen. Die Blattmacher und die Berater suchen mittelständische Unternehmen, die mit digitalen Ideen ihren jeweiligen Markt umkrempeln. Prägende Köpfe des Unterfangens sind “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe und McKinsey-Deutschland-Boss Cornelius Baur. Gefeiert wird am 6. Oktober in Berlin.

In der Jury mit Frauenquote 20 % sitzen neben Afhüppe und Baur auch Managerin Anastassia Lauterbach von 1AU-Ventures, Kapitalgeber Jörn Nikolay von General Atlantic sowie Anton S. Huber von Siemens. Ziel des Digitalpreises ist, kleinere Unternehmen in Austausch mit Konzernen zu bringen. Die aufstrebenden Industrie 4.0-Vorreiter können sich ab sofort online bewerben und müssen in schönstem Digitalisierungs-Denglisch die Scalability, den Impact und die Disruptiveness ihres Produkts oder ihrer Idee erläutern.
award.handelsblatt.com, “Handelsblatt”, S. 3 (Paid)

Gabor Steingart rasiert Hans-Jürgen Jakobs.

Hans-Jürgen Jakobs-600Wie erwartet: “Handelsblatt”-Herausgeber Gabor Steingart trennt sich von Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs und macht Co-Chef Sven Afhüppe zum alleinigen Chefredakteur der Wirtschaftszeitung. Angeblich aus “familiären Gründen” zieht sich Jakobs nach München zurück. Laut “Horizont” bleibt er dem Blatt aber als Autor erhalten.

In Wahrheit geriet Jakobs, der vor zweieinhalb Jahren von Steingart geholt wurde, schnell über Kreuz mit dem allmächtigen und selbstgewissen Herausgeber. Jakobs kam 2013 von der “Süddeutschen Zeitung”, wo er als Ressortleiter Wirtschaft wirkte, um Steingart, der damals zum Junior-Verleger und Vorsitzenden der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt aufstieg, den Rücken freizuhalten.

Doch Steingart kann und will nicht wirklich loslassen – darüber zerbrach die Freundschaft mit Jakobs. Die beiden kennen sich seit 1988, als Volontär Steingart beim Branchenblatt “Copy” unter Chefredakteur Jakobs arbeitete. “Copy” wurde 1989 eingestellt, Jakobs ging zur “Abendzeitung”, später zum “Spiegel”, wo sich die beiden wieder trafen. Steingart machte beim “Spiegel” Karriere, schaffte es aber nicht wie erhofft, Nachfolger von Stefan Aust zu werden.
horizont.net

Mitarbeit: Peter Turi

“Wirtschaftsjournalist”: “Handelsblatt”-Chef Hans-Jürgen Jakobs könnte zur Holtzbrinck-Stiftung wechseln.

Hans-Jürgen Jakobs-150Hans-Jürgen Jakobs, 58, noch Co-Chefredakteur des “Handelsblatt”, könnte nach Informationen des Fachblattes Wirtschaftsjournalist “gegen Jahresende galant zur Dieter-von-Holtzbrinck-Stiftung wechseln und sich dann um Projekte rund um die ökonomische Bildung verdient machen”. Das sei “aus guter Quelle zu vernehmen”, schreibt das Oberauer-Blatt. Der “gefühlte Chef” im “Handelsblatt” sei ohnehin der “kleine Gabor” Sven Afhüppe, der im Herbst 2014 Co-Chef wurde. Afhüppe pflege ein “geschmeidiges Verhältnis zum Verleger himself”, also Gabor Steingart.

Den Junior-Verleger und “Handelsblatt”-Herausgeber Steingart scheint “Wirtschaftsjournalist”-Chefredakteur Markus Wiegand ohnehin nicht zu mögen. Auf zwei Seiten rechnet Wiegand Steingart vor, dass Miriam Meckel, die Chefredakteurin der “Wirtschaftswoche” und Nachfolgerin des kantigen Roland Tichy, das Wochenblatt keineswegs in neue Auflagenhöhen, sondern auf ein Jahresminus von 13 bis 15 % gebracht habe. Vor allem Meckels weiche Titelthemen wie “Frauen” und “Cannabis” hätten am Kiosk nicht funktioniert.
“Wirtschaftsjournalist”, 3/2015, S.10, 22/23 (Paid)

Jakobs könnte vom Chefbüro in die Schreibstube umziehen.

Hans-Jügen Jakobs 150Hans-Jürgen Jakobs, 58, steht laut “Kontakter” vor der Ablösung: Der Chefredakteur des “Handelsblattes” soll demnach sein Amt “im Lauf des Jahres” abgeben und nur noch als Edelfeder für die Wirtschaftszeitung schreiben. Der Verlag dementiert halbherzig: “Im Moment steht keine Entscheidung an.” Jakobs leitet die Redaktion seit 2013, seit November 2014 im Tandem mit Sven Afhüppe, 43. Jakobs galt als Intimus von Herausgeber Gabor Steingart, doch neuerdings ist von Spannungen zwischen den beiden zu hören. Laut “Kontakter” soll Jakobs künftig auch fürs defizitäre, verlagseigene Dschungelcamp-Portal Meedia schreiben – ein tiefer Fall.
“Kontakter”, 4/2015, S. 24, wuv-abo.de

Steingart ruft beim “Handelsblatt” “Agenda Freiheit” aus.

In flache Strukturen degradiert: Beim “Handelsblatt” steht eine radikale Neuordnung an. In einer Mitarbeiter-versammlung hat Herausgeber Gabor Steingart heute die bereits gestern bekannt gewordenen Fusionspläne von Print und Online konkretisiert. Die Redaktionsgemeinschaft, die gleichermaßen Zeitung, Website und Apps befüllen soll, wird von einer Doppelspitze geführt: Sven Afhüppe, bislang… Weiterlesen …