Meinung: Frauenquote der “taz” in Artikeln ist nachahmenswert.

Journalismus: Rund zwei Drittel der erwähnten Personen in deutschen Tageszeitungen sind männlich, errechnet der Gendertracker. Die "taz" bildet mit fast 40 % Frauen eine Ausnahme, denn sie hat sich eine Quote auferlegt, schreibt Annika Schneider. Frauen hätten oft Zweifel an ihrer eigenen Expertise, Redakteure suchten Gesprächspartner v.a. in Adressdatenbanken, Archiven und sozialen Medien – wo mehr Männer vorkommen. Es gehe nicht um Frauenförderung, sondern andere Netzwerke, Themen und Perspektiven für den Journalismus, sagt Tabea Grzeszyk.
deutschlandfunk.de

Libra ist zu nah an Facebook, um Erfolg zu haben, schreibt Niklas Wirminghaus.

Libra: Die Kryptowährung schafft es nicht, sich von Facebook zu emanzipieren und leidet unter regulatorischem Druck, analysiert Niklas Wirminghaus. Er glaubt, dass Paypal, Visa und Stripe sich zurückgezogen haben, weil ein Bündnis mit Zuckerberg "gerade einfach kein Glück" bringe. Facebook stehe unter zu scharfer Beobachtung und habe zu viele Skandale hinter sich. Libra sei nur auf dem Papier unabhängig, in der öffentlichen Wahrnehmung und personell aber nicht.
financefwd.com

Medienholding Süd baut Stellen ab, gründet “Gemeinschafts-Redaktionen”.

Medienholding Süd, u.a. “Stuttgarter Zeitung”, “Stuttgarter Nachrichten", baut wegen sinkender Werbeerlöse und Printauflagen um und plant "neue Gemeinschaftsredaktionen". Dabei rechne der Verlag "mit einem Arbeitsplatzabbau in zweistelliger Höhe bis Ende 2021". Gleichzeitig will der Verlag in seiner Digital-Sparte MHS Digital neue Stellen schaffen. Die Mantelredaktion in Stuttgart soll ab 2021 größtenteils die Mantelinhalte aller Regionalzeitungen produzieren. Die Unabhängigkeit der Redaktionen solle laut Pressemitteilung dennoch erhalten bleiben. Das Mutter-Unternehmen Südwestdeutsche Medienholding hat kürzlich ein Investitions- und Umbauprogramm für ihre Verlage angekündigt, mit Stellenabbau und 100 Mio Euro Investitionen.
per Mail, turi2.de (Background)

Meinung: Journalisten müssen Sprach-Framing erkennen.

Nachrichtensprache: Journalisten berichten über den "Wirtschaftsnobelpreis", obwohl es ihn nicht gibt – das zeigt ein grundsätzliches Problem mit inhaltlich falscher Verkürzung, meint Tanja Köhler. Journalisten sollten besser auf objektive Sprache achten. Köhler rät, weder positiv umgedeutete Begriffe wie "Gute-Kita-Gesetz", noch negative wie " Kopftuchmädchen" zu nutzen. T-Online scannt seine Artikel dafür z.B. mit einer Software, die Floskeln findet, der "Guardian" hat einen Style-Guide.
deutschlandfunk.de

Sahra Al-Dujaili von Otto: So machen wir vertikal Werbung auf Instagram und TikTok.


Social Media First: Das ist die Werbe-Strategie bei Otto – und Sahra Al-Dujaili füllt die Kanäle mit Bewegtbild-Inhalten. Im handyfreundlichen Hochkant-Video von turi2.tv erklärt Al-Dujaili, wie ihr Team die Kampagnen gestaltet. Die Instagram Story sei das Herzstück aller Überlegungen. Mit kleinen optischen Tricks versucht Otto, die Nutzer auf die eigene Seite zu locken.

Al-Dujaili verbucht eine Staubsauger-Story als Erfolg: Otto zeigte den Tag eines Staubsaugers aus dessen Perspektive und erreichte damit nach eigenen Angaben Millionen Nutzer. Stärker in den Fokus rückt nun TikTok. Über die bunte und junge Kurzvideo-App rief der Handelskonzern zur "Mach dich zum Otto"-Challenge auf und zeigte so Präsenz beim Hurricane Festival. Noch mehr Geschichten zu den Bewegtbild-Strategien bei Otto stehen in der turi2 edition #9, die am 25. Oktober erscheint.
turi2.tv (5-Min-Hochkant-Video, am Handy auf Vollbild gucken)

Facebook will YouTube mit Influencer-Formaten von u.a. Burdas “Bunte” angreifen.

Watch, Facebooks Video-Plattform, kooperiert in Deutschland u.a. auch mit Burdas Online-Auftritt von "Bunte" sowie mit der Kölner Produktionsfirma Brainpool, schreibt DWDL. Die Publisher sollen mit Influencern Formate entwickeln, um YouTube Konkurrenz zu machen. Facebook erhalte 45 % der Werbeeinnahmen, die Publisher behielten die redaktionelle Hoheit.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Digitalstaatsministerin Bär will Beweispflicht bei Hass-Kommentaren umkehren.

Game Over für Hass-Kommentare: Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (Foto) fordert im "Welt"-Interview eine Umkehr der Beweispflicht, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Die Plattformbetreiber wie Facebook sollten künftig "proaktiv" gegen Beleidigungen vorgehen. Das Urteil gegen Renate Künast sei "ein Beitrag zur Verrohung der Sprache und des Umgangs". Das Landgericht Berlin hatte Künasts Klage abgewiesen und die Hass-Kommentare als "Stilmittel der Polemik" gewertet.

Anders als Horst Seehofer sieht Bär keinen Zusammenhang zwischen Attentätern und der Gamerszene, sagt sie im "Welt"-Interview. Die Attentäter hätten "auch alle einen Führerschein" oder hätten "am Vortrag Brot gegessen". Nach dem Anschlag in Halle forderte der Innenminister, "die Gamer-Szene stärker in den Blick" zu nehmen.
"Welt", S. 5 (Paid), turi2.de (Künast-Klage)

“Handelsblatt”: Volkswagen zweifelt nach dem Syrien-Einmarsch am türkischen Werk.

Volkswagen zögert aufgrund des Einmarsches türkischer Truppen im Norden Syriens mit der Unterschrift für das geplante türkische Werk nahe Izmir, schreibt das "Handelsblatt". "In diesem Umfeld könne es kein Votum für das Land geben", werden Konzernkreise zitiert. Die Standortentscheidung für ein neues Werk befinde sich laut Volkswagen "in der finalen Phase".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Donata Hopfen spricht im OMR-Podcast über ihre Leidenschaft für Startups.

Hör-Tipp: Donata Hopfen (Foto), Ex-"Bild"-Verlagschefin und heute Digitalberaterin bei BCG Digital Ventures, spricht im OMR-Podcast über ihre Leidenschaft für Startups. "Wie würde man es machen, wenn man es heute neu machen würde?", sei für Gründer eine Schlüsselfrage. Dem Berliner Neu-Verleger Holger Friedrich, Hopfens Ex-Kollege bei Verimi, wünscht sie "ganz viel Glück bei diesem schwierigen Unterfangen".
omr.com (43-Min-Audio), turi2.de (Background)

Jörg Kachelmann wirft dem RBB unseriöse Wetterberichte vor.

RBB streitet sich mit Jörg Kachelmann (Foto) über angeblich erfundene Temperaturwerte in Wetterberichten des RBB-Inforadio, schreibt Übermedien. Einige Temperaturwerte aus dem Sendegebiet seien berechnet statt gemessen, was Kachelmann bereits vergangene Woche bei Twitter als "Fake" kritisierte. Der RBB spricht von "fachüblichen Berechnungsmodellen".
uebermedien.de

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Kontrolle und Steigerung der Körperfunktionen durch Fitnesstracker, drillartiges Training oder auch Selbstmedikation sind ein Megatrend. Was bringt's? Der Auftakt neuer "Rabiat"-Folgen begleitet einen Selbstversuch.
"Rabiat: Die Selbstoptimierer", Das Erste, 22.45 Uhr
Unser Tipp: direkt und immer aktuell die neuesten Empfehlungen für Ihr persönliches TV-Programm abholen: tvspielfilm.de

Meedia: Beat Balzli baut die “WiWo” um.


Digital first: Die "WiWo" bekommt ab 2020 eine neue Struktur mit Fachressorts, die Themenpakete für Digital und Print recherchieren, schreibt Gregory Lipinski. Chefredakteur Beat Balzli baue die Redaktion in kleinen Schritten um und wolle möglichst viele Digitalabos generieren. Die "WiWo" soll "auch ein Wirtschafts-Online-Magazin werden", so Balzli. Das Freemium-Modell bleibt, die "Premium-Stücke" der Fachressorts verschwinden aber hinter die Paywall. Die Kiosk-Auflage senkt der Verlag um 1.000 Hefte und verringert den Auslandsvertrieb. Auch bei der Schwester "Handelsblatt" steht seit einiger Zeit die Digital- vor der Printproduktion.
meedia.de, turi2.de ("Handelsblatt")

Streaming-Nutzer scheuen lange Serien, meint Martin Moszkowicz.

Streaming: Früher hatten Produktionsfirmen Probleme mit dem Budget, heute damit, kreative Talente zu finden, sagt Constantin-Film-Chef Martin Moszkowicz im DWDL-Interview. Mit Bora Dagtekin spreche er aktuell über Serienideen. Generell beobachte er, dass das Publikum sich nicht mehr leicht auf lange Serien einlässt. Deshalb bestellen Netflix und Co zunehmend Filme.
dwdl.de

turi2 Termin-Tipp: SZV, Subscription Leaders Summit, Buchmesse.

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turi2 Termin-Tipp: Die Verleger im Südwesten laden zu ihrem Publisher’s Day ein, die Abo-Wirtschaft trifft sich zum Subscription Leaders Summit in Frankfurt, wo in dieser Woche auch die Buchmesse startet. Das sind unsere drei Termin-Tipps für diese Woche. In der kommenden Woche stellt turi2 die neue turi2 edition #9 zum Thema TV – Totale Vielfalt vor mit Events bei RTL in Köln und bei ProSieben in München. Diese und 34 weitere Veranstaltungen zum Weiterbilden, Vernetzen und Feiern finden Sie in unserer Vorschau für die kommenden vier Wochen. Weiterlesen …

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WirtschaftsWoche SPEZIAL: Deutschlands Weltmarktführer
Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe:
• Digitale Schätze heben: Wie Fischer Dübel, Schott Glas und Anlagenbauer SMS Daten nutzen.
• Die Welt verbessern: ZF Friedrichshafen revolutioniert den Hybridautomotor.
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WirtschaftsWoche testen unter: wiwo.de/testen

Peter Kloeppel und Lisa Altmeier beantworten fünf Generationen-Fragen.


Zwei Generationen, fünf Fragen: RTL-Urgestein Peter Kloeppel und Social-Journalistin Lisa Altmeier trennen 30 Jahre – doch sie verbindet die Leidenschaft zum Medienmachen. Für die turi2 edition #9 haben wir mit beiden lange Gespräche geführt und sie dann gefragt, was sie an der anderen Generation bewundern und was sie nervt. Kloeppel wünscht sich mehr Zeit ohne Handy, Altmeier mehr Anstand im Internet.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Kloeppel: Video und Podcast), turi2.de (Altmeier: Video und Podcast)

Die Podcasts gibt es auf diversen Plattformen:


Peter Turi interviewt Peter Kloeppel:


Jens Twiehaus interviewt Lisa Altmeier:

Meinung: Das EuGH-Urteil zu Cookies erhöht den Druck, sich in LogIn-Allianzen zu organisieren.

Cookies: Dominik Frings erklärt im Serviceplan-Blog die Folgen der EuGH-Entscheidung zur Verwendung von Cookies, wonach Internetnutzer Cookies aktiv zustimmen müssen. Für die Werbebranche nehme der Druck zu, sich in LogIn-Allianzen zu organisieren, da Cookies von Drittparteien seltener werden dürften. Profitieren würden Unternehmen wie Facebook, die im Rahmen ihrer AGBs das Einverständnis zur Cookie-Nutzung einholen könnten.
serviceplan.blog, turi2.de (Background)

Netto beschreibt seine aktuelle Werbekampagne auf einer gesamten “Bild”-Seite.

Netto unterstützt seine aktuelle Anti-Plastik-Werbekampagne, in der nackte Frauen und Männer ihre Geschlechtsteile mit Obst und Gemüse verdecken, mit einer großen Content-Marketing-Aktion in der heutigen "Bild". Auf Seite fünf heißt es im "Bild"-Style: "Darum ziehen wir für die Umwelt blank!". Dazu gibt es "7 Wege, die Umwelt zu schützen" und Zahlen zu Plastikmüll. Die Seite ist am Rand als Anzeige markiert und darunter als "Brand-Story" von Netto. Unter der Seite steht zudem ein Hinweis, dass die Redaktion nicht an der Produktion beteiligt gewesen sei.
"Bild", S. 5 (Paid)

Apple gründet ein eigenes Filmstudio.

Apple will sich für sein geplantes Streaming-Angebot Apple+ Lizenzgebühren sparen und gründet ein eigenes Filmstudio. Die erste Produktion im neuen Studio ist die Serie "Masters of the Air", die Tom Hanks und Steven Spielberg produzieren. Die Serie erzählt vom Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg. Hinter ihr steht das gleiche Team, das zuvor für HBO die Serien "Band of Brothers" und "The Pacific" gedreht hat.
hollywoodreporter.com via heise.de

Österreichische Post betreibt Kampagne gegen “Keine Werbung”-Aufkleber.

Österreich: Die Post führt derzeit eine Kampagne durch, die Einwohner dazu animieren soll, ihre Werbeverweigerungs-Aufkleber zu entfernen. Wer einen solchen Aufkleber am Briefkasten hat bekommt von der Post eine Notiz, die auf die vermeintlichen Vorzüge der Werbesendungen hinweisen soll. Außerdem bietet die Post kostenlos Werkzeuge zum Entfernen der Sticker an. Wie auch in Deutschland verdient die Post mit Werbesendungen. Die Deutsche Post plant jedoch aktuell keine ähnliche Kampagne.
welt.de