Wie geht’s der “taz”, Katrin Gottschalk und Andreas Marggraf?


Innovationen und Diskussionen: Die "taz" lädt an diesem Samstag zur digitalen Genossenschaftsversammlung ein – im turi2.tv-Interview ziehen Geschäftsführer Andreas Marggraf und Vize-Chefredakteurin Katrin Gottschalk schon mal Bilanz. "Wir haben großes Glück", sagt Marggraf, zur wirtschaftlichen Situation der linksalternativen Zeitung, die durch ihr Genossenschafts-Modell nur bedingt vom wackeligen Werbemarkt abhängig ist. Gottschalk stellt die neue App der Zeitung vor, spricht aber auch über die umstrittene Polizei-Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah. Durch die Entscheidung des Presserats, der den Text von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht, "haben wir uns schon ein bisschen bestätigt gefühlt".

Konsequenzen hatte der Text dennoch: "Es gab schon eine ganze Menge Genoss*innen, die deswegen ihren Anteil gekündigt haben", sagt Marggraf, das gehöre aber "zu einer lebendigen Genossenschaft dazu". Gottschalk ergänzt, dass auch die anschließende in der "taz" ausgetragene Debatte um die Kolumne dafür gesorgt hat, dass Leser*innen ihre Beiträge bei "taz zahl ich" zurückgezogen haben. Intern diskutiere die "taz" nun über die Lehren aus der Debatte und darüber, ob sich etwa Strukturen verändern müssten.

Gleichzeitig arbeitet die Zeitung an ihrer Post-Print-Zukunft – u.a. mit einer neuen App, die Marggraf und Gottschalk im Video zeigen. Anders als bisher verabschiedet sich das Digital-Angebot von der Zeitungs-Optik, will aber dennoch ein lineares Leser-Erlebnis bieten und einmal am Tag "die Welt anhalten". Auch optisch setzt die "taz" auf Opulenz: Die Bilder und Illustrationen lassen sich nun auch heranzoomen, zudem glänzt die App mit Animationen.
turi2.tv (14-Min-Video auf YouTube)

Hör-Tipp: Thomas Koch vermisst bei der “Bild” die “Stimme des Volkes”.

Hör-Tipp: Die "Bild" hatte als langjährige "Stimme des Volkes" und "Arbeiterblatt" eine "journalistische Rechtfertigung", inzwischen sei es Kampagnen-Journalismus, klagt Thomas Koch (Foto) im DWDL-Podcast Zwei Herren mit Hund mit Kai Blasberg. Nach dem Tele-5-Abgang meldet sich Blasberg erstmals aus seiner neuen Heimat Nordfriesland. Beim "Klickjournalismus" gehe es Springer nur noch ums Geldverdienen, sagt Koch.
dwdl.de (53-Min-Audio)

Die NRW-Landesregierung sagt den traditionellen Straßenkarneval ab.

Aschermittwoch im September: Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und Vertreter*innen der Karnevalshochburgen Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf sagen den traditionellen Straßenkarneval in dieser Session ab. In Gaststätten oder bei den Straßenumzügen könne die Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten werden. Kleinere Kulturveranstaltungen mit Bühnenprogramm dürfen unter Einhaltung der Auflagen stattfinden.

Die Landesregierung empfiehlt den Kommunen, ein Alkoholverbot sowie an "neuralgischen" Orten ein Verweilverbot auszusprechen. Karnevals-Vereine, die aufgrund der Pandemie in wirtschaftliche Not geraten, sollen von der Landesregierung finanziell unterstützt werden. Rund 6.500 Arbeitsplätze, insbesondere im Gastgewerbe, hängen allein in Köln vom Wirtschaftsfaktor Karneval ab, sagt eine Schätzung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group.
wdr.de, rnd.de

BDA-Präsident Ingo Kramer gibt sein Amt vorzeitig ab.

Lobbyverband: Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, gibt sein Amt ein Jahr früher als geplant ab, schreibt die "FAZ". Nachfolger werde der Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger (Foto). Die planmäßige Wahl stehe 2021 fast zeitgleich zur Bundestagswahl statt. Kramer wolle der Nachfolge Zeit geben, um "aktiv an der Debatte über Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode" mitzuwirken.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Lese-Tipp: Luisa Neubauer will nicht als Öko-Messias gesehen werden.

Lese-Tipp: Fridays For Future ist keine "Feelgood-Bewegung", sagt Klima-Aktivistin Luisa Neubauer im "SZ"-Interview. Neubauer klagt, dass von ihr "so eine Art Messiasleben" erwartet werde: "Könnte man mir irgendwas anlasten, irgendeine Kleinigkeit?", frage sie sich häufig in der Öffentlichkeit. Fridays For Future wolle die Art der Corona-Krisenbewältigung später für die Klima-Krise "einfordern".
sueddeutsche.de (Paid)

Das BSI befürchtet weitere Cyber-Attacken auf Krankenhäuser.

Cyber-Attacke: Das BSI warnt in einem Schreiben an 130 Kliniken vor weiteren Hacker-Angriffen, schreibt der "Spiegel". Die Krankenhäuser sollten ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen. Die Behörde sieht eine Sicherheitslücke mit "hohem Risikopotential". Eine Patientin musste aufgrund des IT-Ausfalls in der Düsseldorfer Uni-Klinik in ein anderes Krankenhaus eingeliefert werden und starb.
spiegel.de

Chinesisches Staatsunternehmen bestückt Bücher-Regale von Thalia.

Thalia bewirbt chinesische Bücher, die Staatspropaganda verbreiten, berichtet das ZDF. Neben Sprachführern chinesischer Autor*innen listet die Buchhandelskette auch Werke chinesischer Staatsverlage. Diese publizieren u.a., "dass der Marxismus funktioniert". Thalia spricht von einem "Service für die wachsende chinesische Community in Deutschland".
zdf.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Thalia-Chef Michael Busch erklärt im November 2018 seine Anti-Amazon-Strategie.

100-Tage-Bilanz: Die Corona-App ist nur noch ein Werkzeug von vielen.

Corona-App: Rund 100 Tage nach dem Start bleibt vom Hoffnungsträger die Ernüchterung, schreibt der "Spiegel". Eine Zwischenbilanz sei mangels soliden Zahlen schwierig. Die Bundesregierung sehe die App in der Pandemie-Bekämpfung mittlerweile nur noch als ein Werkzeug von vielen. Doch jede Infektionskette, die dank digitaler Hilfe unterbrochen werden kann, helfe.
"Spiegel" 39/2020, S. 30-32 (Paid)

Bild des Tages: Wem gehört die Stadt?


Picknick auf Park: Anwohner*innen und Ladenbesitzer*innen haben anlässlich des internationalen Aktionstags Park(ing) Day Tisch, Teppich und Stühle in eine Parklücke der Endersstraße in Leipzig gebracht. Am dritten Freitag im September werden jedes Jahr Parkplätze für ein paar Stunden zu Parks und anderen Freizeitorten umfunktioniert. Das soll auf den Flächenverbrauch durch Autos in der Stadt aufmerksam machen. (Foto: Jan Woitas / dpa / Picture Alliance)

Meinung: Elon Musk hebt sich von deutschen Unternehmer*innen ab.

Tesla-Chef Elon Musk liefert zwei Dinge, die Unter­nehmen in Deutschland vermissen lassen: "nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten" und "atem­be­rau­ben­des Tem­po", kommentieren Markus Dettmer, Simon Hage und Michael Kröger. Anders als für hiesige Firmen üblich versuche Musk zudem, seinen Fabrikbau in Grünheide auf allen möglichen planungsrechtlichen Wegen zu beschleunigen – auf eigenes Risiko.
"Spiegel" 39/20, S. 70-72 (Paid)

Hör-Tipp: Pia Frey erklärt, welche Themen bei Opinary funktionieren.

Hör-Tipp: Fragen zum politischen Tagesgeschehen, aber auch zu Pietro und Sarah Lombardi oder Meghan und Harry liefern bei Opinary erfahrungsgemäß viele Klicks, verrät Pia Frey im Hamburg Media School-Podcast. Die Zeit von Clickbait und möglichst schrillen Werbe-Bannern sei vorbei, das Bewusstsein für die "Qualität der Nutzeransprache" gewachsen, glaubt die Gründerin.
medienmachtmeinung.de (28-Min-Audio)

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Endlich! Die Bundesliga startet wieder. Wer wird Vizemeister hinter den Bayern? Oder sind die Münchner diese Saison doch schlagbar? Das ZDF zeigt heute den Auftakt der Bayern gegen Schalke. Hier sehen Sie, wer am 1. Spieltag noch spielt, und wo im TV und online Sie die Spiele live sehen können. www.rtv.de.

US-Regierung verbietet TikTok- und WeChat-Downloads ab Sonntag.


Am siebten Tage Ruh: Ab Sonntag sind Downloads der chinesischen Apps TikTok und WeChat in den USA nicht mehr möglich, kündigt das Weiße Haus an. Wer die App bereits auf seinem Smartphone hat, soll sie aber weiter nutzen können – vorerst bis zum 12. November. Bis dahin hat TikTok-Mutter Bytedance laut US-Regierung noch Zeit, Sicherheitsbedenken auszuräumen und einen Deal mit US-Unternehmen auszuhandeln. Donald Trump fordert seit August die TikTok-Übernahme durch ein Unternehmen in mehrheitlich US-amerikanischer Hand, weil er fürchtet, die Anbieter spähten mit ihren Apps Amerikaner*innen aus und teilten die Daten mit der chinesischen Regierung. Ein solcher Deal ist bisher allerdings nicht zustande gekommen. Aussichtsreichste Übernahme-Interessenten sind derzeit Oracle und Walmart.
news.trust.org, spiegel.de, tagesschau.de, turi2.de (Background)

“Apotheken Umschau”: Chefredakteur Haltmeier geht, Ballwieser rückt nach.

Wort & Bild Verlag: "Apotheken Umschau"-Chefredakteur Hans Haltmeier (Foto) räumt den Posten nach 15 Jahren. Er verlasse das Unternehmen "im gegenseitigen Einvernehmen", teilt der Verlag mit. Auf Haltmeier folgt Dennis Ballwieser, der gleichzeitig Geschäftsführer der Redaktion des Verlags bleibt.
healthcaremarketing.eu, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Hans Haltmeier legt eine runderneuerte “Apotheken Umschau” vor (09/2019)

“Spiegel”: Robert Lewandowski soll Geld aus Werbefirma veruntreut haben.


Rechtlich im Abseits: Der ehemalige Berater von Robert Lewandowski, der Pole Cezary Kucharski, hat vor einem Warschauer Gericht Klage gegen den Profifußballer eingereicht, berichtet der "Spiegel". Kucharski wirft Lewandowski und dessen Frau Anna vor, über Jahre mehrere Millionen Euro aus der Vermarktungsfirma RL Management abgezweigt und sich dadurch an den Finanzämtern in Polen und Deutschland vorbei privat bereichert zu haben. Mit dem Geld bezahlte das Ehepaar demnach etwa teure Möbel oder Luxusreisen. Kucharski will umgerechnet rund 9 Mio Euro Schadenersatz von Lewandowski. Die Klageschrift des Ex-Beraters lese sich, "als wäre die Vermarktungsfirma Lewandowskis ein Selbstbedienungsladen für den Fußballstar und seine Frau gewesen", schreibt der "Spiegel".

RL Management soll auch einer unter dem Namen von Anna Lewandowski laufenden Firma namens "Blue Oyster" ein Darlehen über umgerechnet circa 2,5 Mio Euro ausgestellt, dieses Geld nach der Liquidation des Unternehmens aber nie wieder gesehen haben. Robert Lewandowski bestreitet alle Vorwürfe und fühlt sich schikaniert. Er habe in seinen Steuererklärungen sowohl in Polen als auch in Deutschland alle Zahlungen der RL Management "detailliert aufgeführt", sagt eine Sprecherin Lewandowskis dem "Spiegel".
"Spiegel" 39/20, S. 92-96 (Paid)

Trennung von Vermarkter Infront verursacht beim DFB Schaden in Mio-Höhe.

Eigentor: DFB wird die durch seinen Ex-Vermarkter Infront verursachten mutmaßlichen Korruptionsschäden in Höhe von 40 Mio Euro nicht weiter verfolgen, meldet der "Spiegel". Dieses Vorhaben sei Teil des Trennungs­deals. Im Gegenzug verzichte Infront u.a. auf noch ausstehende Provisionen in insgesamt "zweistelliger Millionenhöhe". Eine Schuld weist Infront nach wie vor von sich.
"Spiegel" 39/20, S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

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Das turi2 Launchevent - live und digital - 23.09.20, 19 Uhr
Dr. Sigrid Nikutta, Vorständin Deutsche Bahn, und Peter Turi diskutieren am 23.09.20 um 19 Uhr live vor Ort in Berlin und im digitalen Stream auf turi2.de und YouTube über die Bedeutung von Vorbildern, Werten und Haltung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Weitere Infos zum Launchevent der turi2 edition #12 "50 Vorbilder. Warum wir sie brauchen. Wie sie uns helfen.“

Ladina Heimgartner leitet für Ringier künftig internationales Mediengeschäft.

Schweiz: Ladina Heimgartner, 40, leitet ab Oktober das internationale Mediengeschäft von Ringier und wird Chefin der Blick-Gruppe. Ihr Vorgänger Thomas Spiegel verlässt das Unternehmen wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung", so Ringier. Als Leiterin des sogenannten Corporate Centers verantwortete Heimgartner bisher u.a. die Kommunikationseinheit.
ringier.ch, new-business.de, turi2.de (Background)

Zitat: Motoröl-Chef Ernst Prost würde in einem Konzern untergehen, glaubt er.

"In einem Konzern mit Managern, Dividenden und Boni würde man über mich wohl sagen: Hau den Typen weg! Aber wir sind Mittelständler. Wir sind, wie wir sind."

Schmiermittel-Hersteller Ernst Prost erklärt wuv.de, wie er Liqui Moly führt. In einer Krise sei der Gewinn die "einzig opferbare Größe" – Menschen, Investitionen und Budgets müssten unangetastet bleiben.
wuv.de (Paid), turi2.de (Background)

TikTok steht offenbar Einstieg von Oracle und Walmart bevor.

TikTok-Mutter Bytedance soll sich im Streit mit der US-Regierung auf eine Lösung geeinigt haben. Der Cloud-Anbieter Oracle, die Supermarkt-Kette Walmart und die US-Gesellschafter von Bytedance sollen laut Reuters mindestens 60 % an TikTok übernehmen. Trump hatte TikTok mit einem Verbot in den USA gedroht, sollte das US-Geschäft und die Daten amerikanischer Nutzer*innen nicht in die Obhut von US-Unternehmen kommen.
sueddeutsche.de, zeit.de (1-Min-Video), turi2.de (Background)

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Eurobarometer 2020: Das Vertrauen in die Presse hat einen Höchststand erreicht. Laut Studie liegt das Vertrauen in der deutschen Bevölkerung in Zeitschriften und Zeitungen aktuell bei rund 60 Prozent und ist damit nicht nur höher als in den Vorjahren, sondern auch höher als der EU-Durchschnitt. Was hinter dem Anstieg steckt: editorial.media.

Video-Tipp: Corona hat die Wertschätzung von Agenturen verbessert, glaubt Andreas Liehr.

Video-Tipp: Corona biete für das Agentur- und Werbegeschäft die Gelegenheit zu zeigen, was es wirklich kann, sagt Huth+Wenzel-Chef Andreas Liehr im Gespräch mit unserem TV-Kooperationspartner "Horizont". Man habe beweisen können, dass man digital denke und flexibel sei. Das habe die Wertschätzung von Agenturen verbessert, glaubt Liehr.
horizont.net (13-Min-Video)

Business Insider: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Aldi-Erben wegen des Verdachts auf Untreue.

All die Millionen: Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt gegen Mitglieder der Familie Albrecht wegen des Verdachts auf Untreue. Die Erben der Aldi-Gründer sollen unrechtmäßig Millionen aus der Familien-Stiftung Jakobus abgezogen haben. Aldi-Erbe Nicolay Albrecht hatte Anfang der Woche bereits Strafanzeige gegen seine Mutter, zwei Schwestern sowie ihren Anwalt gestellt.
businessinsider.de, turi2.de (Background)


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E wie Endlich! E wie Esquire!
Am 29. Oktober erscheint das Printmagazin der internationalen Magazin-Legende Esquire. Esquire ist für Menschen, die sich für die schönen Dinge des Lebens begeistern. Digital liefert Esquire.de jeden Tag Neues, Kreatives und Unterhaltsames - Stars, Style & Stories für gute Typen.

Zahl des Tages: Der Handelsverband befürchtet 3 Mrd Euro Kosten durch das neue Sanktionsrecht.

Zahl des Tages: Mindestens 3 Mrd Euro Kosten drohen dem mittelständischen Einzelhandel, wenn das von der Bundesregierung geplante neue Sanktionsrecht gegen Unternehmen umgesetzt wird, kritisiert die Lobby vom Handelsverband Deutschland gegenüber dem "Handelsblatt". Das Gesetz sieht vor, dass Staatsanwaltschaften gegen Firmen ermitteln sollen, wenn der Verdacht besteht, dass aus ihnen heraus Straftaten wie Betrug oder Umweltdelikte begangen wurden. Zudem sollen die Sanktionen deutlich steigen. Der Bundesrat stimmt heute über den Gesetzesentwurf ab.
per Mail

Zitat: Sandra Maischberger hält Podcasts für das bessere Radio.

"Das Radio ist in den vergangenen Jahren unglaublich fade geworden. Als dann die Podcasts kamen, habe ich gejubelt. Die brachten genau das zurück, was ich im Radio vermisst hatte."

Neu-Podcasterin Sandra Maischberger lobt im "Handelsblatt" den Podcast mit Christian Drosten und sagt, dass sie vor Podcasts dazu übergegangen sei, nur noch "Deutschlandfunk und Hörbücher" zu hören.
"Handelsblatt", S. 24

Hör-Tipp: Nora Gantenbrink spricht mit Christian Fuchs über Rechtsextremismus.

Hör-Tipp: In der ersten Folge ihres neuen Podcasts Sollzustand hat Nora Gantenbrink den Journalisten Christian Fuchs zu Gast. Er berichtet, dass er eigentlich über die positiven Dinge des Ostens berichten wollte, allerdings schon früh über den NSU berichten musste und so zum Experten für Rechtsextremismus wurde. Er rät, bei Berichten über rechte Kräfte nicht deren Erzählung weiterzugeben.
spotify.com, deezer.com, apple.com (jeweils 60-Min-Audio), rowohlt.de

Meinung: Christian Seifert positioniert sich für höhere Aufgaben.

Bundesliga-Chef Christian Seifert hat mit dem bisherigen Management der Corona-Krise sein Meisterstück abgeliefert, schreibt Joachim Hofer. Mit seiner besonnenen, eher leisen Art habe er das Vertrauen der Politik gewonnen, mit seinen Verhandlungsergebnissen den Respekt der Clubbosse. Dadurch empfehle sich Seifert für höhere Aufgaben - ihm werden laut Hofer Ambitionen nachgesagt, einen Konzern zu führen.
handelsblatt.com

Der Liga-Chef im Portrait:
Peter Turi stellt Christian Seifert in der turi2 edition #6 vor.

Sandra Maischberger startet einen Podcast auf Spotify.

Podcast bei Maischberger: Sandra Maischberger startet diesen Freitag einen wöchentlichen Podcast, der exklusiv auf Spotify zu hören ist. In den zunächst 17 Folgen spricht die Journalistin unter anderem mit Jens Spahn und Manuela Schwesig. In der Auftaktfolge ist Unternehmer Dirk Rossmann zu Gast. Die Folgen sollen jeweils etwa eine Stunde lang sein.
handelsblatt.com (Paid), dwdl.de

“NZZ” und “NZZ am Sonntag” legen die Ressorts Wirtschaft und International zusammen.

NZZ und ihre Sonntagszeitung fusionieren ihre bisher getrennten Wirtschaftsressorts und ihre Auslandsressorts. Der Schritt erfolgt zum 1. Januar. Chanchal Biswas, bisher für die Wirtschaft am Sonntag verantwortlich, trägt dann die Gesamtverantwortung. Der bisherige "NZZ"-Wirtschafts-Ressortleiter Peter Fischer wird Chefökonom der gesamten Mediengruppe. Das gemeinsame Auslandsressort wird vom bisherigen "NZZ"-Internationales-Chef Peter Rásonyi geführt.
nzzmediengruppe.ch

Carsten Schmidt wird Geschäftsführer von Hertha BSC.

Der Sky über Berlin: Carsten Schmidt ist ab 1. Dezember Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist Hertha BSC. Bei den Berlinern übernimmt der ehemalige Chef von Sky Deutschland die Gesamtverantwortung sowie Marketing, Vertrieb, Kommunikation und Internationalisierung. Seinen Posten bei Sky hatte Schmidt Ende 2019 geräumt, den noch laufenden Vertrag haben beide Seiten nun gekündigt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Die Bahn einigt sich mit der EVG auf einen Tarifvertrag.

Fahrschein gelöst: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich bei ihren Tarifverhandlungen geeinigt. Die Bahn schließt bis 2023 betriebsbedingte Kündigungen aus und sagt Beschäftigten mit Kindern zu, sich bis zu 50 Tage für die Betreuung freistellen lassen zu können, Alleinerziehende 100 Tage. Die Lohnsteigerung fällt dafür nur zwischen 0,5 und 1,5 % aus - genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Bei den letzten Verhandlungen einigten sich beide Seiten noch auf Steigerungen von 3,5 und 2,6 %.
sueddeutsche.de

Facebook verpasst Gruppen strengere Regeln.


Gruppenhaft: Facebook zieht die digitalen Daumenschrauben im Kampf gegen Hassbotschaften etwas enger. Künftig gelten für Gruppen und deren Mitglieder strengere Regeln. Löscht Facebook eine Gruppe, dürfen künftig nicht nur die Admins, sondern auch die Moderator*innen für 30 Tage keine neue Gruppe gründen. Versuchen sie im Anschluss eine andere Gruppe zu gründen, die gegen Regeln verstößt, verlängert sich diese Frist erneut um 30 Tage. Gruppenmitglieder, die in einer Gruppe gegen die Richtlinien verstoßen haben, müssen für 30 Tage alle ihre Posts von Moderator*innen freischalten lassen. Genehmigen diese verletzende Postings, wird die Gruppe ganz gelöscht.

Facebook will zudem Gruppen ohne aktive Administratoren ausfindig machen. Hier sucht das Netzwerk proaktiv nach Mitgliedern, die diese Rolle ausfüllen können. Bleibt die Suche ergebnislos, wandert die Gruppe ins Archiv. Gruppen zu Gesundheitsthemen schlägt Facebook seinen Nutzer*innen künftig nicht mehr vor, über die Suche sind sie aber weiter auffindbar.

Facebook versucht mit den neuen Maßnahmen Herr über Verschwörungstheorien, Fake News und Hassbotschaften zu werden, für die das Netzwerk wiederholt in die Kritik geraten ist. Ob die Maßnahmen dafür ausreichen, bleibt jedoch fraglich. Erst Mitte August hat Facebook rund 900 Gruppen und Seiten der QAnon-Bewegung verbannt.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Burda setzt auf Gesundheitsthemen.

Burda will im Oktober verstärkt auf das Thema Gesundheit setzen und titelübergreifend Tipps zu Bewegung und Ernährung geben. Teil an der Aktion "Wir machen Deutschland gesünder" nehmen unter anderem die "Bunte", der "Focus" und die "Freizeit Revue". Am 1. Oktober veranstaltet der Verlag zudem das Health Lab in der Allianz Arena in München, mit verschiedenen Speaker*innen und Diskussionsgästen.
burda.com

Basta: Messi ist eine Marke.

Die Messi ist gelesen: Fußballstar Lionel Messi siegt vor dem Europäischen Gerichtshof. Er darf seinen Namen als Marke für Sportartikel eintragen lassen, eine Verwechslungsgefahr mit der Marke Massi bestehe nicht. Die Bekanntheit des Namens Messi als Familienname eines weltweit bekannten Fußballspielers stelle "eine allgemein bekannte Tatsache" dar, so das Gericht. Ob die Richter für ihre Entscheidung den Videobeweis herangezogen haben, ist nicht überliefert.
manager-magazin.de