Basta: Elizabeth Warren kämpft mit Lügen gegen Lügen auf Facebook.

Lügen haben kurze Anzeigen: Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren kämpft gegen die Entscheidung Facebooks, Politikern in ihren Posts und Anzeigen Fake News durchgehen zu lassen und versucht, Facebook-Chef Zuckerberg zu provozieren. Ihre neuste Facebook-Anzeige beginnt Warren mit der Behauptung, Zuckerberg befürworte Trumps Wiederwahl.
edition.cnn.com, turi2.de (Background)

ZDF montiert Halle-Attentäter auf bekannten Gaming-Stream.

ZDF handelt sich Ärger wegen einer Bildmontage ein. In einem "heuteplus"-Beitrag auf Twitter berichtete der Sender, dass der Attentäter von Halle seine Tat bei Twitch streamte. Dazu zeigte das ZDF ein Bild, auf dem es den Täter auf den Kanal eines bekannten, mit der Tat aber nicht in Verbindung stehenden Streamers montierte. Inzwischen hat das ZDF den Beitrag gelöscht und sich entschuldigt.
derstandard.at

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“Mein Herzensmedium ist das Internet”: Ein Wohnzimmer-Gespräch mit Social-Reporterin Lisa Altmeier.


Heimat Internet: Lisa Altmeier lebt im Netz und liebt es – sogar die Nutzerkommentare. Jens Twiehaus spricht mit der Social- und Video-Reporterin für die turi2 edition #9 über ihre Arbeit “im Team mit dem Publikum”, ihre Sicht auf die alte TV-Welt – und warum sich Altmeier sogar mal als Schlampe beschimpfen lässt. Das Gespräch gibt es als Video oder als Podcast zum Anhören. Weiterlesen …

Meinung: Medien sollten Terroristen nicht namentlich nennen oder ihre Bilder zeigen.

Terror-Berichterstattung sollte Tätern nicht zu viel Raum bieten, da der vermeintliche Ruhm sonst Nachahmer anstachelt, schreiben Jens Lubbadeh und Birgit Herden und berichten über Untersuchungen zum Thema. Forscher empfehlen, Namen und Fotos der Täter nicht zu veröffentlichen und die Überschriften nicht auf die Täter zu münzen. Auch sollten Journalisten Schlagwörter, die Täter nutzen, vermeiden, da das mit ihnen verbundene Gedankengut sonst Verbreitung finde, wenn Leser nach den Begriffen suchen.
welt.de

Zitat: Anne Goscinny verrät, was der Wahre Zaubertrank von Asterix ist.

"Das Lachen ist der wahre Zaubertrank. Ich meine damit die Fähigkeit, die schlimmsten Bedrohungen ins Lächerliche zu ziehen und diese so zu überstehen."

Schriftstellerin Anne Goscinny spricht in der "Welt am Sonntag" über die Flucht ihres Vaters, des Asterix-Schöpfers René Goscinny, vor den Nazis. Andere zum Lachen zu bringen habe ihm geholfen, nicht zu zerbrechen.
"Welt am Sonntag", S. 61 (Paid)

Meinung: Facebook holt bei Gaming-Videos auf.

Facebook-LogoGaming-Videos: Facebook wird für Computerspieler zunehmend interessant, schreibt Kat Tenbarge. Zwar habe der Gaming-Video-Bereich auf Facebook deutlich weniger Nutzer als die Konkurrenz von Twitch (Amazon), Mixer (Microsoft) und YouTube (Google), biete aber andere Vorteile. Gamer könnten hier schneller ihre Reichweite vergrößern. Die wenigen, die mit ihren Videos Geld verdienen, sagen zudem, dass sie bei Facebook höhere Einnahmen erzielen – auch wegen der zahlungskräftigeren Nutzerschaft.
businessinsider.de

Meinung: TikTok ist für Werbetreibende nicht ohne Risiko.

TikTok ist aufgrund seiner vielen jungen Nutzer zwangsläufig eine auch für westliche Werbekunden eine interessante Plattform, schreiben Peter Steinkirchner, Jörn Petring und Michael Kroker. Für Marken sei Werbung in der chinesischen App aber nicht ungefährlich. TikTok hafte das Image an, Meinung zu steuern und Jugendlichen Geld aus der Tasche zu ziehen. Dies könne auf die Werbekunden abfärben.
wiwo.de (Paid)

Basta: Es gibt nun Nike-Schuhe mit Weihwasser.

Ach du Heilige: Eine New Yorker Firma verkauft Jesus Shoes. Dabei handelt es sich nicht um bescheidene Pilgerlatschen, sondern um spezielle Nike-Schuhe mit Kruzifix und eingeschlossenem Weihwasser aus dem Jordan. Der Preis von satten 3.000 Dollar lässt darauf schließen, dass der Weg in den Himmel mit den Schuhen nicht zwangsläufig leichter wird als die Sache mit dem Kamel und dem Nadelöhr.
bild.de

Frühere BR-Franken-Chefin wirft Gremiumsmitglied sexuelle Belästigung vor.

BR: Kathrin Degmair, geschasste Leiterin des Studios Franken, wirft einem "hochrangigen BR-Gremiumsmitglied" vor, sie wiederholt verbal sexuell belästigt zu haben, berichtet die "Süddeutsche". Der Beschuldigte widerspricht. Degmair habe Intendant Ulrich Wilhelm bei ihrem Trennungsgespräch im Februar über den Vorfall informiert, zunächst ohne Details oder Namen zu nennen. Laut "SZ" ist Degmair freigestellt und bezieht ihr Gehalt bis Ende 2020.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Landwirtschaft wäre mir zu viel Arbeit”: Peter Kloeppel über seinen Weg von der Ferkelzucht ins Fernsehen.


Gipfel der Grauköpfe: Peter Kloeppel ist seit 1985 bei RTL – und zieht im Interview von Peter Turi Zwischenbilanz. Für die turi2 edition #9 sprechen sie übers Fernsehen, aber auch über Ferkelzucht – Kloeppel ist diplomierter Agraringenieur. Der leidenschaftliche Journalist glaubt an eine gute Zukunft für das Fernsehen, sieht seinen Beruf immer weiblicher werden und würde lieber einen Podcast starten als ein “Peter”-Printmagazin. Deshalb gibt es dieses Gespräch nicht nur als Video, sondern auch als Podcast auf diversen Plattformen. Weiterlesen …

“Spiegel”: Schüler verdienen mit Fake-Bewertungen auf Amazon Geld.

Fake-Bewertungen auf Amazon sind ein Geschäftsmodell, schreibt Alexander Kühn im "Spiegel". Er berichtet von einem Abiturienten, der gemeinsam mit einem Freund bereits mehrere Tausend Euro verdient habe, indem er im Auftrag von chinesischen Firmen Artikel auf Amazon kauft und positiv bewertet. Den Kaufpreis bekommt er von den Firmen erstattet, das Produkt kann er behalten oder zurückschicken und ein zweites Mal erstattet bekommen. Die Firmen erhoffen sich von den positiven Kritiken bessere Rankings bei Amazon.
"Spiegel" 42/2019, S. 83 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Verlegerin Barbara Laugwitz hält Bücher für widerstandsfähig.

"Ich bin jetzt über 20 Jah­re in der Ver­lags­welt und habe ei­gent­lich noch nie ge­hört, dass es der Bran­che gut geht, im­mer gab es ir­gend­ei­ne Kri­se."

Verlegerin Barbara Laugwitz sagt im Interview mit ihrer Abrechnung mit Rowohlt im "Spiegel", dass es der Buchbranche gar nicht so schlecht gehe, wie häufig behauptet.
"Spiegel" 42/2019, S. 124 (Paid), turi2.de (Background)

eBay, Mastercard und Stripe steigen bei Facebooks Währung Libra aus.


Ausgeloggt: Facebook muss einen herben Rückschlag bei seinen Plänen zur Einführung einer eigenen Kryptowährung einstecken. Am Freitagabend erklären eBay, Mastercard und der Online-Bezahldienst Stripe ihren Rückzug aus der Libra Association, wie Bloomberg berichtet. eBay begründet, das Unternehmen wolle sich auf die Weiterentwicklung seiner Bezahlsysteme konzentrieren, Stripe schließt einen späteren Wiedereinstieg in seinem Statement nicht aus.

Vergangene Woche hatte bereits Paypal seinen Rückzug aus der Libra Association erklärt. Der Zusammenschluss hat damit nur noch 25 Mitglieder. Auch Visa erwägt Gerüchten zufolge den Ausstieg. Am Montag wollen sich die Mitgliedsunternehmen treffen.
bloomberg.com, faz.net, zeit.de,
ft.com, turi2.de (Background)

Uber übernimmt den Essenslieferdienst Cornershop.

Uber übernimmt für einen nicht genannten Preis die Mehrheit am Lebensmittel-Lieferdienst Cornershop. Cornershop ist derzeit in Mexiko, Kanada, Chile und Peru aktiv und liefert Nutzern Lebensmittel aus lokalen Geschäften. 2018 wollte Walmart das Startup für 225 Mio Dollar übernehmen, scheiterte aber am Veto der Kartellämter. Uber versucht sich seit einiger Zeit vielseitiger aufzustellen und nicht mehr nur Taxikonkurrent zu sein, sondern auch als Lieferdienst Kunden zu gewinnen, insbesondere mit Lebensmitteln.
nytimes.com

Meinung: Die Autorisierung von Interviews hat Vorteile.

Autorisierung von Zitaten und Interviews ist nicht grundsätzlich schlecht, schreibt Harald Hordych, Vize-Chef der "SZ am Wochenende". Gerade die gefälschten von Tom Kummer und Claas Relotius wären mit Autorisierung eher aufgeflogen. Zudem gäbe dem Interviewten das Wissen, später noch einmal einschreiten zu können, die Ruhe, um offener und vertraulicher zu sprechen.
sueddeutsche.de

Der Zahlungsdienst Klarna hat sich von einer Studenten-Idee zum Milliarden-Konzern entwickelt.

Klarna: Der Zahlungsanbieter hat sich von einer fixen Idee während der Aushilfsarbeit bei einem Fastfood-Restaurant zu einem 5,5 Mrd Dollar schweren Konzern entwickelt, schreibt Amelie Marie Weber im "Focus". Mittlerweile sei Rapper Snoop Dogg Investor und Werbegesicht, aber es gebe auch Kritik, weil Klarna viele Daten seiner Nutzer sammle. Firmenchef Sebastian Siemiatkowski will weiter wachsen und sieht Klarna perspektivisch auf einer Stufe mit Google und Amazon.
"Focus" 42/2019, S. 70 (Paid)

Studie: Staat schafft es nicht, Fake News einzudämmen.

Fake News: Der Staat geht bei der Bekämpfung in sozialen Netzwerken bisher "unkoordiniert und bruchstückhaft" vor und hat kaum Erfolg, sagt eine Analyse der Stiftung Neue Verantwortung. Fake News bewegen sich oft im gesetzlichen Graubereich, der Staat kann sie mit dem Facebook-Gesetz nicht stoppen. Sinnvoll wäre eine spezialisierte Aufsichtsbehörde.
"Spiegel" 42/2019, S. 26 (Vorabmeldung)

Ex-Rowohlt-Verlegerin Barbara Laugwitz spricht im “Spiegel” über “würdelose Kündigung”.


Ro(h)wohlt? Barbara Laugwitz rechnet im "Spiegel" mit dem Rowohlt-Verlag ab. Sie musste 2018 überraschend gehen, was für Unmut unter den Autoren gesorgt hatte. Sie habe wegen der Mio-Gewinne, die sie dem Verlag jedes Jahr beschert habe, selbst nicht damit gerechnet. Laugwitz glaubt, Rowohlt habe sie loswerden wollen, um ihren Nachfolger Florian Illies schnell an die Verlagsspitze setzen zu können.

Ihr sei im Nachhinein bewusst geworden, dass man ihr über Monate Steine in den Weg gelegt und versucht habe, ihre Erfolge zu verhindern. Die Kündigung sei "sehr, sehr deprimierend und würdelos" gewesen. Laugwitz wechselte 2018 als Verlagsdirektorin zu Ullstein und ist seit Mai 2019 Verlegerin.
"Spiegel" 42/2019, S. 124 (Paid), turi2.de (Background)

Gesundheits-App Ada soll Daten von Patienten an Dritte weitergeleitet haben.

Datenschutz: Ada, App mit der Nutzer Krankheitssymptome einordnen können, um zu erfahren, ob ein Arztbesuch ratsam ist, soll Daten an Facebook und andere Unternehmen weitergeleitet haben, kritisieren Heise und der IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz. Darunter seien Informationen wie die Krankenversicherung und ob ein Nutzer rauche. Einige der Informationen würden übermittelt, obwohl sie offiziell nicht weitergereicht würden oder schon bevor der Nutzer den AGB zustimme. Die Ada-Entwickler widersprechen den Vorwürfen.
heise.de, spiegel.de

Basta: Bergsteiger planen Wettstreit über eine Nachbildung von Trumps Grenzmauer.

Trump, die Wette gilt: Donald Trump zeigt sich weiterhin sehr verliebt in seine Grenzmauer zu Mexiko. Neulich hat der US-Präsident behauptet, die Konstruktion sei nicht zu besteigen, nicht einmal von Profi-Bergsteigern. Die fühlen sich nun herausgefordert und bestreiten am Wochenende einen Wettkampf über eine Nachbildung des sechs Meter hohen Bauwerks.
sueddeutsche.de

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TV-Tipp von TV Spielfilm: "Türkisch für Anfänger"-Baba Adnan Maral hat als überintegrierter Wahlbayer so seine Probleme mit dem deutschtürkischen Auserwählten (Aram Arami) der Tochter. Die Culture-Clash-Gaudi lebt vom sympathischen Gekabbel der Hauptdarsteller.
"Servus, Schwiegersohn", Das Erste, 20.15 Uhr
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Engine wird die globale Leadagentur von Jägermeister.

Jägermeister entscheidet sich im Pitch um seinen globalen Kreativetat für Engine. Die Agentur löst Opperman Weiss ab. Engine betreut den Schnapshersteller auch in Großbritannien und den USA, einschließlich des Media-Etats. Jägermeister will vor allem das Markenerlebnis für die Generation Z überarbeiten.
wuv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2017): Felix Jahnen lässt Jägermeister digital röhren.