Britische Regierung will Huawei bei 5G ausschließen.

5G: Die britische Regierung will den Einbau von Bauteilen von Huawei beim Netzausbau verbieten, melden die "Sunday Times" und der "Telegraph". Die nationale Behörde für Cybersicherheit stuft das Sicherheitsrisiko als nicht mehr kontrollierbar ein. Deutschland hat sich bei Huawei noch nicht festgelegt, könnte Johnsons Linie aber folgen.
telegraph.co.uk (Paid), thetimes.co.uk (Paid) via handelsblatt.com (Paid)

Polens Präsident Duda unterstellt Springer Wahlkampf-Einmischung.

Polnischer Abgang der Pressefreiheit: Polens Präsident Andrzej Duda wirft der "Welt" sowie der zu Ringier Axel Springer Polska gehörenden Zeitung "Fakt" die Einmischung in die Präsidentenwahl vor. Der polnische Zeitungsverleger-Verband weist die Kritik als "absurd" zurück. "Welt"-Korrespondent Philipp Fritz wurde zuletzt wegen seiner journalistischen Arbeit von regierungsnahen Medien attackiert - so wie auch kritische polnische Journalist*innen. Journalismus muss "schreiben, was ist – auch wenn es den Mächtigen nicht gefällt", kommentiert "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt die Einschüchterungsversuche. "Mit Deniz Yücel haben wir erlebt, wie weit Gängelung und Diffamierung von Journalisten durch Regierende gehen kann", schreibt Poschardt.

Deutschland würde sich von der engen polnisch-amerikanischen Zusammenarbeit gestört fühlen, sagt Duda. Dies sei ein Hindernis für die deutsch-russische Zusammenarbeit beim Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. "Die aktuelle Warschauer Regierung hat nicht nur das polnische Justizsystem auf schwer hinnehmbare Art und Weise bedrängt, sondern versucht dies auch bei den Medien", beklagt Poschardt. Amtsinhaber Duda holte bei der ersten Wahlrunde die meisten Stimmen, doch für einen Sieg der Präsidentenwahl reichte es bisher nicht - Es folgt eine Stichwahl.
welt.de (Springer), welt.de (Poschardt)

“Handelsblatt” will mit mehr Porträts und Themen wie Mobilität punkten.

Handelsblatt soll mit dem Relaunch in neuer Optik auch inhaltlich mehr "Substanz, Exklusivität und Orientierung" bieten, verspricht Chefredakteur Sven Afhüppe im Editorial. Themen wie Mobilität, Energie, Technologie, Geldanlage, Steuern und Konjunktur sollen inhaltlich ausgebaut werden - dazu mehr Porträts von "einflussreichen Menschen".
"Handelsblatt", S. 3 (Paid)

TV-Tipp: Nur wenige Online-Händler senken laut ZDF die Preise zum 1. Juli.

TV-Tipp: Das ZDF-Magazin "Wiso" berichtet am Montag um 19.25 Uhr, dass nur wenige Online-Händler die Preise zum 1. Juli senken. Nur etwa ein Viertel der rund 3.000 beobachteten Angebote sank mehrwertsteuerbedingt, fast drei Viertel blieben gleich oder wurden sogar teurer. Im stationären Handel senken die Warenhäuser, Baumärkte und Elektrohändler die Preise häufiger.
presseportal.de

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer kritisiert das Recht auf Home Office.

Home Office ist nicht flächendeckend umsetzbar, warnt Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, beim RND vor den Plänen des Bundesarbeitsministeriums: "Die Idee, ein Recht auf Home Office zu schaffen, ist so angelegt, dass ich mich als Arbeitgeber entschuldigen muss, wenn ich das nicht einrichten kann", sagt Kramer. Als Konsequenz lagerten Unternehmen Tätigkeiten wie die Buchhaltung aus.
manager-magazin.de

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Auch die Thermen dürfen mittlerweile wieder öffnen – Zeit für einen Kurzurlaub nach dieser stressigen Zeit. Doch in welche Therme soll es gehen? Wir haben sieben ganz besondere Schmuckstücke für Sie ausgewählt. Dabei sind etwa der Vabali Spa in Düsseldorf und das Liquidrom in Berlin. www.rtv.de.

Virtuelle Influencer erreichen oft höhere Interaktionsraten als Menschen.

Social Media: Virtuelle 3D-Models (Foto), die kaum von realen Menschen unterscheidbar sind, erreichen oft durchschnittlich mehr Interaktionen als menschliche Influencer*innen, zitiert t3n aus einer Auswertung von Hypeauditor, einem Tool zur Influencer-Bewertung. Kentucky Fried Chicken hat mit der Technologie den verstorbenen Gründer zum virtuellen Leben erweckt.
t3n.de

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Pushmarketing mit turi2: Wir boosten Ihren Restart! Wer bis 31. Juli 2020 bei turi2 eine Digitalanzeigen bucht, bekommt eine weitere geschenkt - und kann die Anzeigen nutzen, wann er möchte (ohne Mengenbeschränkung, ohne Mengenrabatt). Sie buchen z.B. zehn Textanzeigen für 4.000 statt 8.000 Euro. turi2.de/digital

Ist die Krise ein Innovations-Killer, Lina Timm?


Zwischen Vollgas und Vollbremsung: Im Video-Interview von turi2.tv erklärt Lina Timm, dass die Krise, die wir gerade erleben, einige Innovationen bremst und andere beschleunigt. Gewinner ist etwa der Datenjournalismus, findet die Geschäftsführerin des Media Lab Bayern. In ihrem Innovations-Labor ist z.B. eine interaktive Corona-Deutschlandkarte entstanden, die das Infektions-Geschehen auf Landkreis-Ebene abbildet. Die Anwendung können Medien kostenlos auf ihren Websites einbinden. Trotzdem sieht sie, "dass viele Innovations-Projekte aus Kapazitätsgründen auf der Strecke bleiben". Wo Kurzarbeit herrscht und gekürzt wird, fällt es schwer, etwas Neues anzufangen.

Und genau an dieser Stelle wollen Lina Timm und ihr Team ansetzen: Sie haben u.a. eine Open Innovation Challenge ausgerufen, die Ideen für lokale Medien in der Krise sammelt. Dabei herausgekommen sind etwa die Corona-Karte oder ein Service, der Podcasts übers Festnetz-Telefon abrufbar macht, was im ländlichen Raum und beim älteren Publikum gut ankommt.

Grundsätzlich ist Timm überzeugt, dass es keine Riesen-Budgets für Innovations-Projekte braucht – mit denen sind auch die Startups im Media Lab Bayern nicht ausgestattet. Manchmal sei zu viel Geld sogar hinderlich, denn knappe Ressourcen setzten mehr Kreativität frei.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Video-Tipp: “Neue Zürcher Zeitung” blickt auf das Corona-Risiko beim Fliegen.

Video-Tipp: Passagiere sollten in der Pandemie einen Fensterplatz buchen, rät die "Neue Zürcher Zeitung", die sich mit dem Ansteckungsrisiko auf Flugreisen beschäftigt. Im Flugzeug sollten die Passagiere möglichst wenig rumlaufen, um die Kontakte zu anderen Menschen zu minimieren. Auch im Terminal sollte wie im Alltag auf den Sicherheitsabstand geachtet werden.
nzz.ch (10-Min-Video)

Giuseppe Di Grazia wird Nachfolger von Hans-Peter Junker bei “View”.

View: Hans-Peter Junker, Mit-Erfinder und Redaktions­leiter des "stern"-Fotomagazins, gibt die Leitung nach 15 Jahren an "stern"-Vize Giuseppe Di Grazia ab. Bereits seit Anfang 2018 ist Junker auch Vize-Chef der "Gala", seit Dezember Redaktionsleiter. Auf Junker warten bei Gruner + Jahr "wichtige Aufgaben", schreibt Di Grazia im Editorial und lobt Junkers Gabe, die Interessen der Leser*innen gekannt zu haben, bevor sie "es selbst wussten".
"View" 7/2020, S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Horst Seehofer hält die Wortwahl der “taz”-Kolumne für “nicht statthaft”.

"Solch eine Wortwahl halte ich für nicht statthaft. Sie trägt nicht nur zu einer Verrohung der Sprache, sondern auch unserer Gesellschaft bei."

Innenminister Horst Seehofer sagt im "Welt am Sonntag"-Interview über die umstrittene Polizei-Kolumne der "taz", dass es "in einer freiheitlichen Gesellschaft Schranken gibt".
"Welt am Sonntag", S. 4 (Paid)

Finanzminister Scholz will der Finanzaufsicht mehr Kontrollrechte geben.

Finanzaufsicht soll "mehr Durchgriffsrechte bei der Kontrolle von Bilanzen" erhalten, fordert Finanzminister Scholz in der "FAS". Nach dem Wirecard-Fall sei es die Aufgabe des Gesetzgebers, "die Schutzmechanismen zu überprüfen und zu verbessern". "Niemand sollte bloß die Luft anhalten und hoffen, dass nichts passiert", sagt Scholz. Große Zahlungsdienstleister sollen der Finanzaufsicht unterliegen.
"FAS", S. 1 (Paid)

RTL2 wiederbelebt die Erotik-Sendung “Peep”.

Bonnie Strange_ProSieben_150x150RTL2 bringt die Erotik-Sendung "Peep" 20 Jahre nach der letzten Folge zurück ins Fernsehen - zuletzt moderiert von Verona Pooth. Neue Gastgeberin wird die Influencerin Bonnie Strange (Foto). Die Neuauflage der Show soll einen "moderneren Blick auf das Thema Sexualität" vermitteln. Die Aufzeichnung der Produktionsfirma Vice Media läuft bereits, die Ausstrahlung ist noch 2020 geplant.
"Bild am Sonntag", S. 48-49 (Paid)

Wirtschaftsminister Altmaier rechnet ab Oktober mit einem Wirtschaftswachstum.

Krise: Die Wirtschaft wächst ab Oktober wieder, prophezeit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im "Bild am Sonntag"-Interview. Zwar sei die Pandemie erst mit einem Impfstoff beendet, die deutsche Wirtschaft werde aber 2021 um fünf Prozent wachsen. Dazu müsse die Binnennachfrage gestärkt werden, u.a. mit der Mehrwertsteuer-Senkung.
"Bild am Sonntag", S. 6-7 (Paid)

Aus dem Archiv: Peter Altmaier wirbt 2018 für eine Super-Mediathek.

Telekom-Chef Höttges muss im Untersuchungsausschuss zur Maut aussagen.

Falsch verbunden? Telekom-Chef Tim Höttges muss am 17. September im Untersuchungsausschuss zur PKW-Maut aussagen, berichtet die "FAS". Laut einer Aufstellung des Verkehrsministeriums sprachen Andreas Scheuer und Höttges 2018 und 2019 elfmal miteinander. Demnach telefonierten sie u.a. mitten im Vergabeprozess im August 2018 – drei Tage später stieg die Telekom aus dem Bieterkonsortium mit internationalen Konzernen aus und ging als einzelner Bieter ins Rennen. Der deutsche Staat ist größter Aktionär der Telekom. In allen Gesprächen sei es nur um Fragen von Mobilfunknetz und Breitband gegangen, sagt das Verkehrsministerium.

Die Telekom äußert sich in der "FAS" zunächst nicht - von der Vorladung zum Untersuchungsausschuss wisse sie noch nichts. Das Verkehrsministerium hatte dem letzten verbliebenen Bieter erlaubt, die vorhandenen Maut-Terminals für LKW mitzubenutzen, was Kosten erspart. Die Telekom hatte sich beschwert, dass ihr diese Möglichkeit zuvor nicht eingeräumt worden sei.
faz.net (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Menschenrechts-Organisationen fordern die Freilassung des Wikileaks-Gründers.

London: Menschenrechts-Organisationen aus fünf Kontinenten fordern in einem offenen Brief die sofortige Freilassung des Wikileaks-Gründers Julian Assange aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh Prison. Die Klage gegen Assange öffne die Tür zur Kriminalisierung von Aktivitäten, die für investigative Journalisten wichtig seien, beklagt Carles Torner, Chef des Autorenverbands Pen International.
heise.de

Hör-Tipp: Googles erstes Rechenzentrum war wie ein Schrank, sagt Urs Hölzle.

Hör-Tipp: "Google war nicht größer als ein Schrank", erinnert sich Chefingenieur Urs Hölzle im "FAZ"-Podcast an das erste Rechenzentrum der Suchmaschine, ein Nachbar von Ebay. Das war "Studentenqualität", sagt der dienstälteste Angestellte von Google. Dennoch glaubte er früh an das Konzept, da die Suchmaschine im Vergleich zu Mitbewerbern präzisere Ergebnisse lieferte.
faz.net (37-Min-Audio)

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Tropisches Feeling, Sandstrand und wilde Tiere – mitten in Deutschland. Das geht nur in einem Freizeitpark! Doch welche Parks gibt es und was kosten sie? Hier gibt es eine Übersicht über die 5 schönsten Vergnügungsparks Deutschlands: vom Tropical Islands über den Europa-Park bis zum Phantasialand. www.rtv.de.

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Aral will das Sortiment bei Rewe-to-go vereinheitlichen.

Aral will das Sortiment vom Tankstellen-Shop Rewe-to-go künftig vereinheitlichen, sagt Konzernchef Patrick Wendeler im "Welt"-Interview. Statt den Pächter*innen soll die Zentrale über die Produktauswahl entscheiden. Abseits des Benzinverkaufs will Aral die Tankstellen "zunehmend zum Nahversorger" ausbauen, u.a. mit mehr Paketabholstationen. Im April und Mai verzeichnet Aral im Vergleich zu den Vorjahresmonaten bis zu 30 % weniger Treibstoff-Absatz.
welt.de

Video-Tipp: Freiheitsrechte müssen die Krise überstehen, sagt Mathias Döpfner.

Video-Tipp: Die Pandemie darf nicht zum Ende der offenen Gesellschaft führen, in der Freiheitsrechte langfristig eingeschränkt werden, sagt Springer-Chef Mathias Döpfner in der englischsprachigen Interview-Reihe von Samsung mit Young Sohn. Die Krise ist auch eine Chance für die Digitalisierung oder das mobile Arbeiten, hofft Döpfner.
youtube.com (20-Min-Video), presseportal.de

Interne Mails: PR-Team von Andreas Scheuer torpediert kritische Medienanfragen.


Bescheuertes Spiel: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und sein PR-Team haben offenbar gezielt Anfragen kritischer Journalisten konterkariert, um die Berichterstattung zu ihren Gunsten zu drehen, berichten NDR und WDR. Den Sendern liegen Dokumente und Mails vor, die Scheuers Ministerium an den Untersuchungsausschuss zur Maut-Affäre übersandt hat. Auf einen Fragen-Katalog des "Spiegel"-Redakteurs Gerald Traufetter etwa schlägt der Leiter für Strategisches Medien­management in einer Mail an Scheuer vor, die Antworten "schon heute" an einen anderen Journalisten zu senden, "um die morgige Vorabmeldung des 'Spiegel' zu torpedieren." Scheuers Reaktion: "Vorgehen top", der "Plan" sei "super". Ein ranghoher Beamter im Ministerium rät: "Wir sollten medial dagegen arbeiten und morgen weitere Unterlagen veröffentlichen." Der PR-Coup geht auf: Noch vor der "Spiegel"-Veröffentlichung kündigt Scheuer an, dem Untersuchungsausschuss 30 weitere Aktenordner zur Verfügung zu stellen.

DJV-Sprecher Hendrik Zörner wirft Scheuer "Medienmanipulation" vor. Medienjournalist Daniel Bouhs kommentiert, der Vorgang zeige, "wie schäbig PR-Profis mitunter mit recherchierenden Medien umgehen". Der Sprecher des Verkehrsministeriums, Wolfgang Ainetter, spricht von einem "Fehler" und entschuldigte sich für die "Wortwahl". Bei bis zu 200 Medienanfragen pro Tag könne es in der internen Kommunikation "mitunter zu unglücklichen Formulierungen kommen". (Foto: imago images / Future Image)
tagesschau.de, ndr.de (Kommentar Bouhs)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Minister Andreas Scheuer erklärt seine Kommunikation: Neuigkeiten-Zimmer und Instagram Live (10/2018)

Zitat: Deutschland ist in der Krise zunächst uneuropäisch, findet Jean-Claude Juncker.

"Es kam für mich völlig überraschend, dass ausgerechnet Deutschland zu derartigen Reflexen wieder fähig war."

Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beklagt im "Spiegel"-Interview ein "100 Prozent uneuropäisches" Vorgehen von Deutschland zu Beginn der Corona-Krise - u.a. aufgrund der frühen EU-Grenzschließungen und dem erst späten Teilen von medizinischem Material.
"Spiegel" 28/2020, S. 92-93 (Paid)

Commerzbank-Chef Martin Zielke erwägt den Rücktritt.

Commerzbank: Vorstandschef Martin Zielke (Foto) und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann bieten ihren Rücktritt an. Zielke könnte die Commerzbank zum Jahresende verlassen, Schmittmann wolle sein Mandat im Kontrollgremium zum 3. August niederzulegen. Eine Entscheidung soll am 8. Juli fallen. US-Investor Cerberus gilt als Kritiker der Konzernführung. Der angekündigte Rückzug hinterlasse die Bank, ihre Beschäftigten und ihre Kunden "orientierungslos" und "ohne nachhaltiges Geschäftsmodell", kommentiert Gerald Braunberger in der "FAZ".
n-tv.de, faz.net (Kommentar)