“Tagesspiegel” und “Berliner Morgenpost” kooperieren bei der Vermarktung.

Tagesspiegel und "Berliner Morgenpost" machen ihre im Dezember bekannt gewordenen Kooperations-Pläne offiziell. Künftig vermarktet der "Tagesspiegel" nicht-exklusiv die "Berliner Morgenpost". Die macht in dem Zug ihre eigene Vermarktungstochter MCB Media Checkpoint Berlin dicht. Die Mitarbeiter verlieren ihren Job. Im Rahmen der Zusammenarbeit übernimmt "Morgenpost"-Mutter Funke die Telefonvermarktung für den "Tagesspiegel".
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Condé Nast holt Joko Winterscheidt und macht André Pollmann zum “GQ”-Chef.


GQ goes JWD: Condé Nast stellt das neue Führungsteam der "GQ" vor. Dazu zählt auch Joko Winterscheidt (3.v.l) als Chief Curiosity Officer - Condé Nasts Umschreibung für Magazin-Maskottchen. Winterscheidt soll laut Pressemitteilung "die Neugierde in die Themen und Aktivitäten von GQ einbringen". Markenchef der Zeitschrift wird André Pollmann (2.v.l.), der in Personalunion Inhalt und Geschäfte verantworten soll. Pollmann ist aktuell übergreifender Publisher für "Vogue", "Glamour" und "GQ". Sein Stellvertreter wird Michalis Pantelouris (4.v.l.), der bei Gruner + Jahr bereits mit Winterscheidt zusammengearbeitet hat und Redaktionschef von dessen Zeitschrift "JWD" war. Johannes Patzig (1.v.l.), derzeit Digitalchef bei "GQ", wird Redaktionsleiter.

"Jetzt bin ich also CCO – das ist sicherlich ein Titel, der beschreibt, dass meine Neugierde bei GQ ein Zuhause gefunden hat. Und vor allem ist es auch ein passender Titel für jemanden wie mich, der in kein Organigramm passt", sagt Joko Winterscheidt. Und Jessica Peppel-Schulz, Chef von Condé Nast Deutschland, sagt: "Wir bauen mit Condé Nast Germany eine neue strategische Organisation, die nicht vergleichbar ist mit den Organisationen der klassischen Verlage." Der bisherige "GQ"-Chefredakteur Tom Junkersdorf hatte das Magazin im Rahmen der geplanten Umstrukturierungen 2019 verlassen.
gq-magazin.de, turi2.de (turi2.tv-Gespräch mit Peppel-Schulz), turi2.de (Junckersdorf)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Michalis Pantelouris stellt Joko Winterscheidts Magazin "JWD" vor. (03/18)

Möbelhändler versuchen Retouren zu vermeiden.

Möbelhändler wie Otto, Home24 und Ikea bemühen sich, kostenintensive Retouren zu vermeiden, schreibt Henryk Hielscher. So böten die Händler zum Teil zuvor Stoffmuster an, setzten auf Showrooms und intensivieren ihre Beschreibungen. Zum Teil bekämen Kunden auch einen Preisnachlass, damit sie von einer Rücksendung absehen. Bei fast 11 Mrd Umsatz kann kein Händler auf den Online-Markt verzichten.
wiwo.de

Das Team von US-Außenminister Mike Pompeo entzieht NPR-Reporter die Akkreditierung.

US-Außenminister Mike Pompeo fliegt ohne eine Reporter von National Public Radio nach Europa. Das Außenministerium entzog Michele Kelemen die Akkreditierung. Kurz zuvor war Pompeo mit der NPR-Reporterin Mary Louise Kelly aneinandergeraten, als diese ihm zur Ukraine befragte. Die geplante Reise von Pompeo soll auch in die Ukraine führen.
theguardian.com

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Bewegende Podcastreihe von Deutsche Post DHL Group.
Living Logistics erzählt Geschichten, die überraschen. Über Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen und Transportnetzwerke nachhaltiger machen. In der Pilotfolge geht es um ehrenamtliches Engagement, z.B. in der Katastrophenhilfe oder bei der Berufsvorbereitung für junge Geflüchtete.
dpdhl.com (Pressemitteilung), dpdhl.de/podcast (auch bei Apple Podcast und Spotify)

turi2 edition #10: Viktoria und Heiner Lauterbach übers Gründen.


Er ist ein Macho, sie ist der Boss in der neuen Firma: Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria sprechen im großen Doppel-Interview für die turi2 edition #10 mit Peter Turi und Heike Reuther über den ewigen Kampf der Geschlechter, neue Rollenbilder und ihre Lust aufs Gründen. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

Zahl des Tages: Zahl der österreichischen Journalisten sinkt auf 5.346.

Zahl des Tages: Festangestellte 5.346 Journalisten sowie 600 bis 900 Freie arbeiten in Österreich, sagt der Österreichische Journalismusreport – es werden weniger, auf die der Druck steigt. Das Durchschnittsalter in den Redaktionen liegt laut Report bei 44,5 Jahren, nur jeder Zehnte ist unter 30. Außerdem arbeiten nur 40 % regelmäßig für digitale Kanäle.
derstandard.de

Lese-Tipp: Hans-Bredow-Instiut erforscht Facebooks Kommunikationsregeln.

Facebook-LogoLese-Tipp: Forscher des Hans-Bredow-Instiuts beleuchten, wie Facebook seine Community-Standards entwickelt. Anders als kritisiert sei der Prozess keine Black Box, die der Willkür unterliegt. Facebook versuche, "die staatliche Ordnung zu imitieren". Die Forscher empfehlen für das Prüfen von Fake News u.a. Fachleute mit nichtwestlichen Hintergründen.
"FAZ", S. 13 (Paid), lifepr.de

Microsoft soll VW helfen, nachhaltiger und digitaler zu werden.

Volkswagen holt sich für E-Mobilität und Digitalisierung Hilfe von Microsoft. Der Software-Konzern vernetzt bereits Autos in der VW Automotive Cloud. Künftig kooperieren die Unternehmen auch bei Nachhaltigkeit, digitaler Bildung und Mitarbeiter-Engagement. Microsoft bietet ein digitales Trainingsprogramm an, VW will 2020 rund 2.500 neue Mitarbeiter für die Digitalisierung anheuern.
t3n.de

Antiviren-Software Avast soll Nutzerdaten an Google, Conde Nast und Co verkauft haben.

Jumpstart, Tochterfirma der Antiviren-Software Avast, soll laut Vice-Recherchen in großem Stil sensible Nutzerdaten an u.a. Google, Yelp, Microsoft, McKinsey, Pepsi, Condé Nast verkauft haben. Zu den Daten gehören Google-Suchen, Ortssuchen, GPS-Koordinaten, besuchte Linkedin- und Porno-Seiten und die YouTube-Historie, die zwar anonym sind, aber einer Geräte-ID zugeordnet werden können.
vice.com via t3n.de

Meinung: Amazons Zustellpläne in Europa gefährden DHL.

Amazon will seine Transportflugzeuge auch in Europa einsetzen und hat das Ziel, wie in den USA 50 % der Bestellungen selbst zuzustellen – was DHL in die Klemme bringt, schreibt Birger Nicolai. Laut Studie der KfW Ipex-Bank kostet der Frachttransport per Amazon Air den Onlinehändler fast ein Drittel weniger als fremde Flugzeuge anzumieten. Amazon erwäge auch, eigene Containerschiffe für den Transport von Asien nach Nordamerika einzuführen.
welt.de

Rui Pinto soll Material der Luanda Leaks an Whistleblower-Plattform gegeben haben.

Oops, he did it again: Rui Pinto, 31, Whistleblower hinter den Football Leaks, soll auch für die Luanda Leaks verantwortlich sein. Er sitzt zur Zeit in Portugal in U-Haft. Die Luanda Leaks geben Hinweise auf Vetternwirtschaft. Die Whistleblower-Plattform PPLAAF, an die Pinto das Material gegeben hat, teilte es zur Prüfung mit dem International Consortium of Investigative Journalists.
sueddeutsche.de

Amazon-Mitarbeiter pochen weiter auf mehr Klimaschutz.


Betriebsklimaerwärmung: Amazon-Mitarbeiter kritisieren weiter Jeff Bezos und die Führung von Amazon. Die Angestellten fordern vom Versandriesen ein ehrgeizigeres Vorgehen im Klimaschutz. In einem Blogpost kritisieren 357 Angestellte die Vorgehensweise des Unternehmens. Kernforderung ist, dass Amazon bereits 2030 CO2-neutral wirtschaften soll und nicht wie von der Führung angepeilt 2040. Der öffentliche Protest ist besonders bemerkenswert, da Amazon bereits im Januar gedroht hat, Mitarbeitern zu kündigen, die öffentlich auf mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel drängen.

Die Debatte um einen stärkeren Einsatz für Klimaschutz verfolgt Amazon bereits länger. Im April 2019 unterzeichneten mehr als 3.500 Amazon-Angestellte einen offenen Brief, in dem mehr Anstrengungen für die CO2-Reduktion gefordert wurden. Auch einige Aktionäre haben entsprechende Initiativen gestartet, konnten aber keine Mehrheit für die Ziele finden.
spiegel.de, medium.com (Blogpost der Amazon-Mitarbeiter), turi2.de (Kündigungs-Drohung), turi2.de (Offener Brief), turi2.de (Aktionärsinitiative)

Video-Tipp: Teresa Bücker im Agenda-Fragebogen 2020.


Video-Tipp: Teresa Bücker war Chefredakteurin beim feministischen Online-Magazin Edition F – nun arbeitet sie am "Leser der Zukunft" und bringt noch in diesem Jahr ihr zweites Kind zur Welt, verrät sie im Agenda-Fragebogen am Rande der Launchparty zur turi2 edition #10. Als freie Journalistin schreibt sie u.a. eine Kolumne für das "SZ Magazin", freut sich aber auch schon wieder auf größere Projekte. Zeit dafür hat sie ab Sommer wieder, denn ihr Freund übernimmt die Elternzeit.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

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Die Nr. 1 im Lesermarkt!
Laut aktuellen ma-Zahlen erreicht keiner mehr Leser als BILD Deutschland Gesamt (Montag bis Samstag) und BILD am SONNTAG (Sonntag) im Segment der national verbreiteten Tages- bzw. Sonntagszeitungen.
* ma 2020 Pressemedien I; LpA BILD Deutschland Gesamt (inkl. B.Z.): 8,63 Mio. und LpA BILD am SONNTAG: 6,84 Mio.; Basis: deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre
www.mediaimpact.de

“GQ”-Vize Marco Rechenberg und Marcus Lucas verlassen Condé Nast.

Condé Nast und Marco Rechenberg (links) und Marcus Lucas gehen getrennte Wege. Beide waren noch von Tom Junkersdorf in die "GQ"-Führungsriege geholt worden, Lucas als sein Stellvertreter, Rechenberg als Vize-Chefredakteur. Lucas arbeitet künftig für Storymachine, schreibt Meedia. Rechenbergs neuer Job ist noch nicht bekannt. Condé Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz will die Zeitschriften neu aufstellen und sucht Markenverantwortliche für sie.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." – Jessica Peppel-Schulz stellt Condé Nast neu auf.

Sky will Disney+ bei Sky Q einbinden.

Sky und Disney verhandeln über eine enge Kooperation bei ihren Streaming-Angeboten. Laut dem "Telegraph" könnte Disney+ künftig als eigene App bei Sky Q eingebunden sein. Ähnlich wie Sky es bereits mit Netflix macht würden Abonnenten die Inhalte beider Anbieter dann gleichberechtigt nebeneinander sehen ohne dass sie die Anwendung wechseln müssten.
quotenmeter.de, telegraph.co.uk

Hör-Tipp: Gabor Steingart spricht mit Tom Buhrow.

Hör-Tipp: In seinem Morning-Podcast spricht Gabor Steingart mit Tom Buhrow über das schwindende Vertrauen in den Journalismus und Journalisten. Steingart kritisiert, viele Kollegen hätten „Neugier durch Haltung ersetzt“. Buhrow warnt davor, Themen aus dem journalistischen Diskurs rauszuhalten. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass sie anderswo in hässlicher Gestalt behandelt würden.
gaborsteingart.com

turi2 edition #10: Michael Schaper über die alten und neuen Zwanziger Jahre.


Der Tanz auf dem Vulkan: Voraussagen über die Zukunft sind selten seriös, findet der frühere “Geo”-Multi-Chefredakteur Michael Schaper. Peter Turi spricht mit ihm für die turi2 edition #10 über die alten und neuen Zwanziger Jahre und darüber, was wir aus der Vergangenheit über die Zukunft lernen können – und was nicht. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der “turi2 edition #10”.

Wir graturilieren: dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger wird 54.

Wir graturilieren: Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa, feiert heute seinen 54. Geburtstag - und zwar "ausgeschlafen, unaufgeregt, altersgerecht". Im vergangenen Jahr war "die 25., 33., 49., 61. und 85. Minute im Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München am 2. November sein absolutes Highlight, verrät der leidenschaftliche Eintracht-Fan. Nach dem 5:1-Heimsieg wünscht sich Homburger im neuen Lebensjahr den Europapokal als Geburtstagsgeschenk. Bevor der Fußballgott den Traum erfüllt, sind Gratulationen zum Geburtstag willkommen, beispielsweise über Twitter. "Gute Wünsche finden immer ihren Weg", gibt sich Homburger nicht nur zu seinem Ehrentag zuversichtlich.

Lese-Tipp: Amazon ist bei Empfehlungssiegeln nicht immer objektiv.

Lese-Tipp: Die Empfehlungssiegel bei Amazon für die vermeintlich besten Produkte werden von einem Algorithmus vergeben, erklärt Michael Gassmann in der "Welt". Die Auswahl sei nicht unbedingt günstiger oder besser, stattdessen sind es Produkte, die dem Nutzer mutmaßlich gefallen. Der Algorithmus berücksichtigt u.a. Verfügbarkeiten, aber auch Kundenrezensionen.
"Die Welt", S. 14 (Paid)

Siemensstadt-Industriecampus erhält Fördermittel für künftige Forschungsprojekte.

Berlin: Der geplante Industriecampus auf dem Gelände der künftigen Siemensstadt 2.0 in Spandau erhält vom Bund und Senat bis 2029 insgesamt 7,5 Mio Euro. Die Fördermittel sollen Universitäten, Startups und wirtschaftsnahe Einrichtungen u.a. bei der Forschung rund um die Digitalisierung unterstützen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)