Springer und Funke beenden ihr Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact im August.


Der Funke springert nicht mehr über: Springer und Funke beenden ihr Vermarktungs-Joint-Venture Media Impact zum 31. August. Auf Mandatsebene werde die Zusammenarbeit jedoch fortgesetzt. Springer teilt mit, der Schritt erfolge "einvernehmlich". "Beide Medienhäuser wollen sich nach mehr als fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit künftig stärker auf ihre jeweils eigenen vermarktungsstrategischen Schwerpunkte konzentrieren", heißt es in der Pressemitteilung. Springer will an Media Impact festhalten und das Unternehmen künftig auf die crossmediale Vermarktung des Zeitungs- und Digitalportfolios von Springer und einzelner Mandanten ausrichten. Dazu zählt auch Funke. Media Impact wird Funkes Regionalzeitungen und im Rahmen der Kooperation mit der Ad Alliance auch die Digitalportfolios von Funke vermarkten.

Zeitschriften wird Media Impact künftig nicht mehr vermarkten, weder die Funke-Titel noch die Magazine von Springer, die ab dem 1. Mai durch B&M Marketing betreut werden. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, das Joint Venture von Springer und Funke stehe vor dem Aus. Seinen Anfang nahm es rund um den Verkauf von Springers Regionalzeitschriften wie dem "Hamburger Abendblatt" an Funke. Springer hält am Gemeinschaftsunternehmen derzeit 74,9 %, Funke die übrigen 25,1 %.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales warnt vor Verlust von Lokalmedien.

Medienkrise bedroht die Demokratie, warnt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Ohne journalistische Kontrolle sinke das Vertrauen in demokratische Institutionen. Auch der Wikipedia würden mittlerweile Lokalmedien als verlässliche Quellen fehlen. Wales sieht die zunehmende Zahlungsbereitschaft der Nutzer als Hoffnungsschimmer, warnt aber auch, eine höhere Abhängigkeit von digitalen Aboerlösen könnte dazu führen, dass Redaktionen schreiben, was ihren Lesern gefällt und in ihr Weltbild passt.
sueddeutsche.de

Hör-Tipp: Kim Alexandra Notz präsentiert den Podcast “What’s next, agencies?”.

Hör-Tipp: Mit dem Podcast "What's next, agencies?" will Kim Alexandra Notz, Managing Partner von KNSKB+, auf die Zukunft der Agenturen blicken. Alle zwei Wochen, jeweils am Dienstag, erscheint eine neue Folge. In der ersten Episode spricht Notz rund 50 Minuten lang mit Michael Trautmann, Gründer & Chairman von thjnk und Upsolut Sports.
podigee.io (50-Min-Audio)

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Was steht auf Ihrer Agenda 2020?
Diskutieren Sie mit, wenn Peter Turi auf ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann, Burda-Vorstand Philipp Welte, Friday for Future-Aktivistin Gwendolyn Rautenberg, Serviceplan-CEO Florian Haller und Deutsche Post/DHL-Sprecherin Monika Schaller trifft. Dazu und zur Launchparty der turi2 edition #10 laden turi2 und die Deutsche Post DHL Group morgen Abend (21. Januar) ins Museum für Kommunikation Berlin.
turi2.de (weitere Infos)

BBC-Chef Tony Hall tritt zurück.

BBC: Generaldirektor Tony Hall, 68, kündigt an, im Sommer nach sieben Jahren an der Spitze abzutreten. Einen Nachfolger gibt es noch nicht, BBC-Vorstandschef David Clementi soll die Suche in den kommenden Wochen beginnen. Hinter Halls Abtritt stecken vermutlich strategische Erwägungen. 2022 überprüfen die Briten ihren Rundfunkstaatsvertrag, 2027 handeln sie einen neuen aus. Hall wünscht, dass die BBC zu beiden Terminen dieselbe Leitung hat, um eine bessere Verhandlungsposition zu besitzen.
spiegel.de

Die “FAZ” startet einen neuen, täglichen Podcast.

FAZ startet "Podcast für Deutschland". Das Format erscheint montags bis freitags jeweils um 17 Uhr und behandelt in zwanzig Minuten ein aktuelles Hauptthema und zwei bis drei Nebenthemen. Verantwortlich für den Podcast sind Audio-Chef Andreas Krobok und die Redakteurinnen Tami Holderried und Sandra Klüber. Die "FAZ" bietet den Podcast kostenfrei an und will ihn mit Werbung finanzieren.
presseportal.de

RTL erzählt die Ostergeschichte mit Thomas Gottschalk.

RTL bringt mit Thomas Gottschalk die Ostergeschichte als Liveshow ins TV. Gottschalk tritt als Erzähler auf, Schauspieler und Sänger präsentieren in einzelnen Auftritten mithilfe deutscher Popsongs die Geschichte, transportiert in die Neuzeit. Schauplatz ist das Stadtzentrum von Essen. Die Vorlage für "Die Passion" stammt aus den Niederlanden, wo die Sendung großes Zuschauerinteresse erzielt.
wuv.de

Das Jugend-Portal der “Zeit” startet ein Community-Modell mit Paid Content.


Zahl dich grün: Die "Zeit" startet für ihr Millennial-Angebot ze.tt ein Paid-Content-Angebot. Mit ze.tt gr.een will der Verlag keine klassische Paywall einführen, sondern zahlende Leser mit Nachhaltigkeit und einem Clubgedanken locken. Mitglieder zahlen monatlich zwischen 3 und 13 Euro und bekommen dafür neben zusätzlichen Inhalten die Möglichkeit, untereinander und mit der Redaktion zu kommunizieren. Außerdem erhalten sie Rabatte bei Kooperationspartnern. Für Nutzer, die mindestens 6 Euro im Monat zahlen, verspricht die "Zeit" in Zusammenarbeit mit der NGO Oroverde einen Baum zu pflanzen.

Marieke Reimann (Foto), Chefredakteurin von ze.tt, sagt, dass die Klimakrise und umweltfreundliches Leben die Top-Themen der Leser sind und man daher hier anknüpft. Das Motto laute: "Partizipieren statt Konsumieren". Das Portal wolle den Usern das Gefühl geben "ein Teil von ze.tt zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun." Entsprechend fällt auch die Wahl der Kooperationspartner aus, zu denen zum Start unter anderem Veganz, Avocadostore, Einhorn, Original Unverpackt, Clevershuttle, Tomorrow Bank, Coffee Circle und Sirplus zählen. Die technische Abwicklung übernimmt der Bezahldienstleister Steady. (Foto: Marcel Schwickerath für die "turi2 edition")
zeit-verlagsgruppe.de

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Guckloch-Strategie: 2017 musste der "Daily Telegraph", nun zweitauflagenstärkste Zeitung im Vereinigten Königreich, die Krone an die "Times of London" abgeben. Doch man gibt sich optimistisch. Nicht zuletzt dank eines anhaltenden Digitalwachstums, das man mit einem vielleicht nicht ganz neuem, aber wirksamen Erfolgsrezept erklärt: editorial.media

“Handelsblatt”: Bundesdatenschützer kritisiert die Pläne des Justizministeriums zur Hasskriminalität.


"Erhebliche Zweifel": Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hält die Pläne des Justizministeriums zu Hass im Netz für sehr bedenklich, zitiert das "Handelsblatt" aus seiner Stellungnahme. Das Ministerium will Online-Dienste zur Herausgabe von Passwörtern an Behörden verpflichten. Der Gesetzesentwurf enthalte "gravierende Eingriffe in Grundrechte". Besonders Zugriff auf Plattform-Passwörter sei damit nicht vereinbar, denn eigentlich müssen Facebook und Co Passwörter kryptographisch verschlüsselt speichern und können sie deshalb gar nicht weitergeben.

Kelber hegt außerdem "erhebliche Zweifel", ob das Ministerium mit den geplanten Maßnahmen Hass im Netz bekämpfen kann. Der Datenschützer schlägt vor, empirisch zu untersuchen, wie die zuständigen Einrichtungen und Behörden aufgestellt sind, "denn neue gesetzliche Vorschriften helfen nicht bei bestehenden Vollzugsdefiziten."
handelsblatt.com

VW-Markenchef Thomas Ulbrich: Energie- und Autobranche müssen kooperieren.

Ladesäulen für E-Autos sind für die Energie-Branche aktuell ein Verlustgeschäft, sagt BDEW-Chefin Kerstin Andreae im "Handelsblatt". Von wirtschaftlich interessanter Auslastung sei man in Deutschland "noch deutlich entfernt". VW-Markenvorstand Thomas Ulbrich sagt, Auto- und Energiewirtschaft müssten stärker zusammenarbeiten. Eine längerfristige Subventionierung für E-Autos hält er für unnötig, es gehe darum, "die Startphase des Wechsels zur E-Mobilität zu fördern".
handelsblatt.com

Lese-Tipp: “NYT” über Clearview, eine dystopische Gesichtserkennungs-App.

Lese-Tipp: Die Gesichtserkennungs-App Clearview könnte die Privatsphäre, wie wir sie kennen, auf dystopische Art beenden, schreibt Kashmir Hill. Nutzer fotografieren eine Person, die App spuckt öffentliche Fotos von ihr aus, zusammen mit Links zu den Plattformen, wo sie veröffentlicht wurden. Die KI dahinter zapft dafür u.a. Facebook, YouTube, Venmo und Mio andere Websites an und gehe weit über alles hinaus, was jemals von einer Regierung oder im Silicon Valley entwickelt wurde. Laut Clearview haben 2019 mehr als 600 Strafverfolgungsbehörden die App verwendet, das Unternehmen hat sie auch an Sicherheitsfirmen lizenziert – ob das legal ist, dürfe stark angezweifelt werden.
nytimes.com

Huawei versucht, deutsche Entwickler auf seine App-Plattform zu locken.

Huawei investiert in Deutschland 20 Mio Euro, um Entwickler auf seine Plattform zu lotsen und ein von Google unabhängiges Ökosystem aufzubauen, schreibt Andreas Floemer. Entwickler sollen ihre Apps einfacher monetarisieren können, im ersten Jahr verlangt Huawei nur bei Gaming-Apps Anteile. Wegen der US-Sanktionen kann Huawei Dienste wie Facebook und Instagram nicht auf seine Plattform holen, auf die kaum ein Nutzer verzichten will. Eine Lösung könnte ein europäisches Ökosystems sein, bei dem Huawei nicht Betreiber, sondern Kunde ist, so Floemer.
t3n.de

Buchversand wird bei ungeordnetem Brexit sehr zeitaufwendig, schreibt Dan Conway.

Deutsche Verleger haben vom Brexit während der elfmonatigen "Übergangszeit" bis Dezember 2020 wenig zu fürchten, analysiert Dan Conway von der Publishers Association. Wenn die EU und Großbritannien kein Freihandelsabkommen zustande bekommen, würde der Versand von Büchern über den Kanal allerdings "sehr zeitaufwendig", UK-Distributor wären dann Importeure und die Bereitstellung persönlicher Daten würde "deutlich komplizierter".
boersenblatt.net

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Was ist Ihre größte Herausforderung, Monika Schaller?
Was wirklich wichtig wird, welche Werte zählen und wie die "Generation Greta" Medien und Kommunikation verändert, darüber diskutiert Deutsche Post/DHL-Sprecherin Monika Schaller mit Peter Turi und weiteren Gästen beim Agendasetting 2020. Dazu und zur Launchparty der turi2 edition #10 laden turi2 und die Deutsche Post DHL Group am 21. Januar ins Museum für Kommunikation Berlin.
turi2.de (weitere Infos)

Lese-Tipp: Die Weisheit der Vielen setzt sich bei Wikipedia nicht immer durch.

Lese-Tipp: Wikipedia-Inhalte sind nicht immer neutral, beobachtet die "Welt am Sonntag". Viele Einträge seien manipuliert, beispielsweise von Aktivisten oder auch Staaten, um Meinungen zu beeinflussen. Die Weisheit der Vielen als Kontrollsystem funktioniere nicht immer, einige Administratoren missbrauchten bei umstrittenen Artikeländerungen ihr Veto-Recht.
"Welt am Sonntag", S. 15-18 (Paid)

Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Tomtom hatte die Gerätefertigung 2019 an das japanische Unternehmen Bridgestone verkauft, um sich künftig auf Software-Dienstleistungen zu spezialisieren. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

“Die Simpsons”: Hank Azaria tritt als Sprecher der Figur Apu zurück.

Die Simpsons: Synchron-Sprecher Hank Azaria wird der indischen Comic-Figur Apu Nahasapeemapetilon nicht mehr seine Stimme geben, meldet das US-Branchenmagazin SlashFilm. Grund sind Rassismus-Vorwürfe, wegen des übertrieben indischen Dialekts der Figur. Ob Azaria die Zeichentrickserie komplett verlässt, ist unklar. Der Schauspieler gibt auch anderen Figuren in der Serie seine Stimme.
slashfilm.com


In einer früheren Meldung hatte turi2.de geschrieben, Azaria verlasse die Serie komplett. Das gitb die Medlung von SlashFilm nicht her.

Leistungsschutzrecht: Google könnte die Suche künftig drastisch einschränken.

Leistungsschutzrecht: Google wird künftig womöglich bei Suchanfragen nur noch die Überschrift und ein briefmarkengroßes Foto anzeigen, schreibt die "Zeit". Damit vermeidet die Suchmaschine anfallende Lizenzgebühren für Verleger. Laut Entwurf des Leistungsschutzrecht für Presseverleger dürfen Onlinedienste nur Bilder in einer Größe von 128x128 Pixel darstellen, Videos dürfen nicht länger als drei Sekunden sein.
zeit.de

Basta: Gehörloser Mann verklagt eine US-Pornoseite aufgrund fehlender Untertitel.

Schweigsamer Höhepunkt: Ein gehörloser Amerikaner verklagt eine Pornoseite, weil die meisten Clips keine Untertitel haben. Er könne den Handlungen von Titeln wie "Sexy Cop bringt Zeugen zum Reden" nicht richtig folgen und fühlt sich diskriminiert, was gesetzlich verboten ist. Ob es angesichts der komplexen Drehbücher zum Happy End kommt, bleibt ungehört.
stern.de

Ex-Ganske-Vorstand Ingo Kohlschein betreibt künftig ein Immobilien-Büro.

Ganske: Ex-Vorstand Ingo Kohlschein, bis Ende Oktober 2019 Zeitschriftenvorstand der Ganske Verlagsgruppe und Geschäftsführer der Ganske-Tochter Jahreszeiten Verlag, gründete in Hamburg ein Immobilien-Büro, schreibt "New Business". Dies wird jedoch nicht "seine künftige Hauptbeschäftigung" sein, kündigt Kohlschein an, ohne neue berufliche Ziele zu nennen.
new-business.de