Zitat: Medienhäuser müssen größere Plattformen bauen, sagt Jürgen Blomenkamp.

"Der Markt braucht eine weitere Konsolidierung und Kooperationen, die viel weiter gehen als das, was wir bisher gesehen haben."

Jürgen Blomenkamp, noch, aber nicht mehr lange Group-M-Chef, sagt im Interview mit "Horizont", Zusammenschlüsse wie die Ad Alliance seien noch zu klein.
"Horizont" 09/2020, S. 8 (Paid), turi2.de (Background)

Apple mahnt Murmann Verlag und Ex-Manager wegen Appstore-Buch ab.

Apple mahnt seinen Ex-Manager Tom Sadowski, 46, und den Murmann Verlag, in dem dessen Buch App Store Confidential erscheint, ab. Der Konzern sieht durch die Veröffentlichung Geschäftsgeheimnisse verraten. Der Murmann Verlag hat das Manuskript vorab an Apple geschickt. Sadowski hat das deutsche App-Store-Geschäft geleitet und gibt in dem Buch Tipps und Einblicke.
handelsblatt.com, heise.de

Lese-Tipp: Jens Koenen analysiert Missmanagement bei Heideldruck.

Lese-Tipp: Ulrich Hermann nimmt bei Heideldruck den Hut, weil Missmanagement seinen Plan, Druckleistung zu vertreiben statt Maschinen zu verkaufen, unmöglich macht, analysiert Jens Koenen. Hermann habe "von ganz oben eine Eisenkugel ans Bein gebunden bekommen", hört Koenen. Sein Abgang sei deshalb nicht nur eine Personalie, sondern ein Beleg dafür, dass sich Heideldruck durch interne Machtkämpfe und Uneinigkeit über die Strategie geschadet habe und sich "selbst zerbröselt".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

EU muss bei Digitalisierung klarer und spendabler sein, findet Christof Kerkmann.

EU will die Digitalisierung vorantreiben, drückt sich aber vor entsprechenden "unbequemen Entscheidungen" und geizt, kritisiert Christof Kerkmann. Sie wolle KI fördern, plane aber strenge Regulierung von Algorithmen. Sie befürworte offiziell Datenökonomie, lasse aber DSGVO-Unsicherheiten im Raum stehen – während China und die USA munter investierten.
handelsblatt.com

“Bild”: BVB kooperiert mit 1&1 als zweitem Trikot-Sponsor.

1&1 steigt laut "Bild" beim BVB als Sponsor ein und teilt sich die Aufmerksamkeit mit Sponsor Evonik – der Verein erfindet dafür "Trikot-Sharing". Evonik wolle nur noch in der Champions League und dem DFB-Pokal auf dem Trikot werben, weil das Unternehmen alle nationalen Sponsorziele erreicht habe und nun mit Auslands-Aufmerksamkeit liebäugele. 1&1 zahlt laut "Bild" 12 bis 15 Mio Euro im Jahr für das Sponsoring.
bild.de (Paid)

Tiktok führt “begleiteten Modus” für Eltern ein.

Oberbefehlshaber online: Tiktok gibt Eltern mit dem "begleiteten Modus" mehr Kontrolle über das Treiben des Nachwuchs. Sie können u.a. die Dauer der Nutzung und Kontakte beschränken sowie einstellen, dass die Plattform nur altersgerechte Videos anzeigt. Welche Videos die Kinder anschauen, sehen sie nicht, Nachrichten können sie auch nicht mitlesen.
faz.net, presseportal.de

Telekom-Chef Tim Höttges soll Mitglied des Daimler-Aufsichtsrats werden.

Daimler: Telekom-Chef Tim Höttges, 57, soll im Aufsichtsrat des Autobauers den Platz von Paul Achleitner, 63, übernehmen, der auch Aufsichtsratschef der Deutschen Bank ist. Höttges stellt sich bei der Hauptversammlung zur Wahl.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Madsack kündigt Ströer und vermarktet seine Regionaltitel digital künftig selbst.


Do-it-yourself-Portale: Madsack kündigt zum Ende des ersten Quartals seinen Vermarktungsvertrag mit Ströer, berichtet "Horizont". Ströer vermarktet derzeit den Großteil des Digital-Portfolios von Madsack, darunter das Portal Sportbuzzer und zahlreiche Regionalzeitungen. Künftig will der Verlag die Aufgaben selbst übernehmen. Vorausgegangen sind Tests mit den Online-Angeboten von "Göttinger Tageblatt" und "Ostsee-Zeitung". Dabei habe der Verlag geprüft, "ob wir das selbst hinkriegen", so Madsack-Chef Thomas Düffert (Foto).

In der Vermarktung will Madsack gleichermaßen auf Einnahmen durch Werbung wie durch Digitalabos setzen. Sein nationales Nachrichtenportal RND.de vermarktet Madsack bereits seit dessen Start im September 2019 selbst. Die Erfahrungen hieraus haben bei Madsack den Entschluss zur Selbstvermarktung gefestigt.
"Horizont" 08/2020, S. 5 (Paid)

Video-Tipp: Viktoria Lauterbach im Agenda-Fragebogen.


Video-Tipp: Unternehmerin und Schauspielerin Viktoria Lauterbach hat 2020 große Pläne – privat wie beruflich. "Ich will jeden Monat ein Buch lesen", nimmt sie sich im Agenda-Fragebogen zur turi2 edition #10 vor. Auch beruflich dreht sich alles um Bildung: Für ihr Startup Meet Your Master, mit dem sie Video-Kurse zur Weiterbildung anbietet, will sie 10 bis 12 neue Kurse produzieren. Sie selbst will in diesem Jahr lernen, besser und geschmackvoller vegetarisch zu kochen.
turi2.tv (95-Sek-Video)

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DJV: Bundesregierung senkt Hürde für Auskunftssperren.

djv-LogoDeutscher Journalisten-Verband setzt bei der Bundesregierung niedrigere Hürden für Auskunftssperren im Melderegister durch. Journalist*innen sollen ihre Daten sperren lassen können, um sich vor Bedrohungen und unbefugten Nachstellungen zu schützen, teilte der Verband in einer Pressemitteilung mit. Die Maßnahme ist Teil eines Gesetzentwurfs zur Bekämpfung von Hasskriminalität, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat.
djv.de

Geschäftsführer Christian Herp verlässt IQ Digital.

IQ Digital und Geschäftsführer Christian Herp gehen getrennte Wege. Herb verlässt den Digitalvermarkter von "Handelsblatt", "FAZ", "SZ" und "Zeit" im Spätsommer 2020 und wechselt als Produktchef in die Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group. Dort soll er für mehr Digitalabonnenten sorgen. IQ Digital sucht einen Nachfolger für Herp, der oder die den Vermarkter gemeinsam mit Steffen Bax, der im Mai 2019 zum Co-Geschäftsführer ernannt wurde, leiten soll.
meedia.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Podcast-Hörer sehen 4 Euro monatlich als fairen Preis für ihre Lieblingsreihe.

Zahl des Tages: Monatlich 4 Euro würden Podcast-Hörer für ihre Lieblingsreihe bezahlen, analysiert der Berater Simon-Kucher & Partners. 35 % der Befragten können sich definitiv vorstellen, für ihren Lieblingspodcast zu zahlen, 23 % vielleicht. Für eine Plattform mit Lieblingspodcast und weiteren exklusiven Inhalten würden 32 % definitiv und 31 % vielleicht zahlen.
presseportal.de

Meinung: Michael Bloomberg bricht mit Memes die ungeschriebenen Gesetze der Internetkultur.

US-Wahlkampf: Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg eignet sich mit Memes die Internetkultur an, der er "eindeutig nicht angehört", beobachtet Caspar von Au. Er bezahle Influencer dafür, Memes über ihn zu posten – damit drehe er Sinn und Zweck der "eher anarchistischen Ausdrucksform" um. Mit seiner Kampagne habe er auch Facebook dazu gebracht, politische Botschaften auf Instagram zu erlauben – Voraussetzung: die Influencer werden bezahlt und es fließt kein Geld von oder an Facebook.
sueddeutsche.de

Video-Tipp: Michael Lohscheller im Agenda-Fragebogen.


Video-Tipp: Michael Lohscheller, Geschäftsführer von Opel Deutschland, freut sich in diesem Jahr privat auf einige "gute Marathonläufe". Beruflich ist er davon überzeugt, dass die E-Mobilität in diesem Jahrzehnt ihren Durchbruch erleben wird. Das sagt er im Agenda-Fragebogen zur turi2 edition #10 und ergänzt, dass er einen Teil dazu beitragen will, etwa mit neuen Modellen. Am Ende würde der Opel-Chef gerne die Schlagzeile lesen, dass sein Unternehmen der führende E-Autobauer ist.
turi2.tv (95-Sek-Video)

Heise kauft Anteile an Schlüterscher Verlagsgesellschaft.


Wissen, wo's steht: Heise beteiligt sich über eine Tochter mit 31,92 % an der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Die Investition soll bei der Expansion von Heises Verzeichnismedien helfen. Der Spezialist für Fachzeitschriften, der ebenfalls Verzeichnismedien herausgibt, soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben. Zum Kaufpreis macht Heise keine Angaben, das Kartellamt muss noch zustimmen. Bei Heise & Dumrath Medien erscheinen 17 Ausgaben von "Das Telefonbuch", 137 Ausgaben von "Das Örtliche" und 35 Ausgaben von "Gelbe Seiten" und "Gelbe Seiten regional", zudem Firmenhandbücher und Behördenführer.
dnv-online.de

“kress pro”: “Zeit” fängt bei Holtzbrinck die Verluste des “Tagesspiegel” auf.

Holtzbrinck: Die Gewinne der "Zeit" fangen die Verluste des "Tagesspiegel" auf, schreiben Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Der Verlag habe 2019 mehr als 500 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet. Schwierig einzuschätzen sei die wirtschaftliche Situation des "Handelsblatt" – Kritiker von Gabor Steingart behaupteten, seit seinem Abgang sei sie deutlich besser, Befürworter, dass der Abgang der Zeitung geschadet habe. Klar sei, dass sich das Ergebnis zu 2018 deutlich verbessert habe.
kress.de

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert Augsteins Gespräch mit den Friedrichs.

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert das Gespräch des Verleger-Ehepaars Friedrich mit Jakob Augstein – beide antworteten "wahlweise gar nicht, trotzig oder ausweichend" auf die Fragen des "Freitag"-Verlegers. Sie erweckten den Eindruck, Journalisten seien respektlos, empathiefrei und unfair. Davon abgesehen sei es schwer gewesen, den Thesen der Friedrichs zu folgen, so Simon – der rote Faden des Gesprächs sei "die Opferrolle, die sich das Paar zuschreibt, um dieselbe umgehend zu dementieren" gewesen.
horizont.net, radioseins.de (Teil-Aufzeichnung des Gesprächs)