ICQ kommt als App zurück.

Uh-Oh: Der russische Internet-Konzern Mail.ru bringt eine generalüberholte Version von ICQ, Messenger-Primus der 2000er mit einst rund 100 Mio Nutzern, als App für Android, iOS, Windows und Web auf den Markt. ICQ New ähnelt WhatsApp und kann eingehende Sprachnachrichten automatisch in Text umwandeln.
t3n.de

Meinung: Länder müssen regionale Medien in der Krise unterstützen.

Presse: Corona-bedingte Anzeigenrückgänge gefährden besonders die regionale Medienvielfalt, die Länder müssten die Presse deshalb fördern, meint Helmut Hartung von Medienpolitik.net. In anderen EU-Ländern sei die wirtschaftliche Förderung der Medien normal, das Institut für Europäisches Medienrecht habe mit einer Studie unlängst verfassungsrechtliche Bedenken ausgeräumt.
"FAZ", S. 7 (Paid)

Bundesregierung plant Gutscheinlösung für Musik- und Sportkurse.

Bundesregierung plant, Gutscheinlösungen auch bei wegen Corona ausfallenden Musik-, Sprach- und Sportkursen gesetzlich vorzuschreiben. Für abgesagte Reisen, Kultur- und Sportevents hat das Corona-Kabinett das schon festgelegt. Verbraucherschützer sind gegen die Maßnahme, weil Nutzer auf Gutscheinen sitzenbleiben könnten, wenn Anbieter pleitegehen.
faz.net, turi2.de (Background)

Buzzfeed will deutschen Ableger verkaufen.


1 Tweet, der alles verändert: Philipp Jahner, Head of Entertainment von Buzzfeed Deutschland, twittert, der Ableger mit neun Beschäftigten stehe zum Verkauf. Europa-Chef Mark Rogers sagt, man wolle "Partner identifizieren, die es uns ermöglichen, unser Geschäft in Deutschland weiter aufrechtzuerhalten." Der weltweite wirtschaftliche Abschwung durch Corona zwinge das Unternehmen zur Investoren-Suche, es habe keine Ressourcen, "um weitere Geschäftsfelder zu unterstützen, die sich noch nicht in einer starken Position befinden". Buzzfeed hat Anfang des Jahres begonnen, in Deutschland eine eigene Werbevermarktung mit Fokus auf Native Advertising aufzubauen.
handelsblatt.com, twitter.com (Jahner), sueddeutsche.de, turi2.de (Bachground)

Lese-Tipp: Marc Brost und Bernhard Pörksen kritisieren Corona-Journalismus.

Lese-Tipp: Marc Brost, Politikchef der "Zeit" und Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen (Foto) bescheinigen Journalist*innen in der Corona-Krise "einen Zwang zum Bescheidwissen, der am Ende nur eigene Vorurteile reproduziert". Die Krise sei schwer zu begreifen und sehr emotional, auch Recherche sei unter den Gegebenheiten schwierig. Es brauche nun "das Kunststück der Paradoxiebewältigung": erklären und einordnen, was sich noch schwer erklären und einordnen lässt.
zeit.de

Facebook bringt Turnier-Funktion für Gamer heraus.

Facebook-LogoDuelliert euch: Facebook-Gaming-Nutzer können ab sofort selbst virtuelle Turniere mit verschiedenen Austragungs-Modi, etwa Doppel-Ausscheidungen, erstellen. Die Funktion hat das Netzwerk ursprünglich für Live-Gaming-Events konzipiert, deshalb eignet sie sich neben Corona-Zockerei mit Kumpels auch für professionelle Game-Events und enthält eine Streaming-Funktion.
theverge.com

Russland erweitert sein Fake-News-Gesetz um Corona-Begriffe.

Russland verschärft in der Corona-Krise sein umstrittenes Fake-News-Gesetz. Informationen, die die russische Generalstaatsanwaltschaft für falsch hält und "als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung" einordnet, sind strafbar. Ab sofort werden auch Worte wie "Pandemie" und "Corona" erfasst. Mehrere private Nutzer, die Corona-Posts verfasst haben, müssen Geldstrafen zahlen.




deutschlandfunk.de

Lufthansa groundet Billig-Tochter Germanwings für immer.

Lufthansa stellt den Betrieb ihrer Billig-Tochter Germanwings dauerhaft ein. Der Konzern erwartet nach der Corona-Krise einen "deutlichen und nachhaltigen" Nachfrage­rückgang. Schon seit 2015 fliegt Germanwings nicht mehr als eigene Marke, sondern unter dem Dach der Low-Cost-Sparte Eurowings. Auch rund 30 Flugzeuge der Lufthansa-Kernmarke sowie Flieger anderer Töchter werden stillgelegt.
airliners.de, tagesschau.de

HR verteilt Mitarbeiter ohne Arbeit auf andere Redaktionen.

Hessischer Rundfunk will über eine interne Personal-Plattform Mitarbeiter*innen verteilen, die Corona-bedingt arbeitslos sind, sagt Intendant Manfred Krupp in einem Interview auf der HR-Website. Es könnten sich Feste wie Freie melden, die bereit seien, "auch mal was anderes zu tun", als sie bisher machen. Gerade im Aktuellen gebe es derzeit einen "gewaltigen Bedarf". Krupp will auch darüber nachdenken, "möglicherweise Vorschusszahlungen zu leisten". In der Diskussion um die Erhöhung des Rundfunksbeitrags setzt er darauf, dass Politik und Bevölkerung in der aktuellen Situation erkennen, "wie wichtig wir für sie sind".
hr.de (8-Min-Video)

TV-Analyse: RTL2 sendet “Extremismus des Elends”.

Deutsche TV-Sender berichten diffamierend und klischeehaft über Armut, analysiert Medienwissenschaftler Bernd Gäbler (Foto) in einer Studie für die Otto Brenner Stiftung. Mit Sendungen wie "Hartz und herzlich" pflege insbesondere RTL2 "einen Extremismus des Elends" und locke "besonders krasse Charaktere vor die Kamera". Auch öffentlich-rechtliche Berichte kritisiert Gäbler und ruft zu vorurteilsfreien Recherchen auf. Dem stimmt der DJV zu, warnt aber vor einer "Generalkritik" von Privatsendern.
presseportal.de, djv.de

Deutscher Filmpreis bekommt Live-Show statt Gala-Event.

DeutscherFilmpreis_LolaLola im Wohnzimmer: Der Deutsche Filmpreis läuft dieses Jahr am 24. April live im TV, Corona-bedingt aber nicht als Abendgala. "Die herausragenden Filme des Jahres sollten auch in dieser außerge­wöhnlichen Zeit ihre angemessene Würdigung erfahren", sagt RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Gäste aus Film- und Musikbranche sollen per Schalte dabei sein.
dwdl.de, deutscher-filmpreis.de

“Spiegel” will mit Extra-Rückstellungen aus 2019 durch die Corona-Krise kommen.

Spiegel: Verlagschef Thomas Hass will für das Geschäftsjahr 2019 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 7 Mio Euro bilden, um für das wegbrechende Anzeigengeschäft gerüstet zu sein, schreibt Gregory Lipinski. Für die Belegschaft, die über die Mitarbeiter-KG am Verlag beteiligt ist, würden die Rückstellungen deutlich geringere, aber immer noch "zufriedenstellende", Gewinnausschüttungen bedeuten. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit nicht geplant, sagt eine Sprecherin.
meedia.de, turi2.de (Background)

“Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer kommentiert bei Servus TV das politische Geschehen.

Servus TV gibt Ex-"Spiegel" und jetzt "Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer (Foto) eine eigene Sendung. In "9 Minuten netto" soll Fleischhauer beim Red-Bull-Kanal wöchentlich einen satirischen Blick auf das aktuelle Geschehen in Deutschland werfen. Im deutschen Programm von Servus TV läuft die erste Sendung heute Abend um 19.09 Uhr, in Österreich am Donnerstag.
dwdl.de, presse.servustv.com

Nachrichtenseiten profitieren von Corona-News, Sport-Seiten verlieren.

Corona-News bescheren Nachrichtenseiten im März Rekordzugriffe: Sueddeutsche.de und FAZ.net verbuchen laut Agof knapp 80 % mehr Unique User als im Februar. Spiegel.de, Welt.de und Zeit Online legen um mehr als 50 % zu. Prozentualer Gewinner mit 275 % Plus ist die "Berliner Morgenpost", wohl vor allem wegen ihres Coronavirus-Monitors. In der Top 25 rutschen nur Kicker.de und Sport1.de ins Minus.
meedia.de

Medienaufsicht NRW will Porno-Anbieter zur Altersbeschränkung zwingen.

Porno-Polizei: Tobias Schmid (Foto), Chef der Landesmedienanstalt NRW, will große Porno-Portale dazu zwingen, für ihre deutschsprachigen Angeboten eine "wirksame Altersbeschränkung" einzuführen. Ein Bescheid an den vermutlichen Marktführer mit Sitz in Zypern sei bereits verschickt. Versuche mancher Anbieter, eine .de-Domain mit Altersabfrage zu betreiben, während der meiste Traffic über die weiterhin freie .com-Seite läuft, nennt Schmid einen "Taschenspielertrick".
rnd.de

Maximilian Mittereder wird Kommunikations- und PR-Chef bei Roland Berger.

Roland Berger befördert Maximilian Mittereder, 36, zum Kommunikations- und PR-Chef der Unternehmensberatung. Er folgt auf Claudia Russo, die Leiterin der Stabsstelle Kommunikation der Uni München wird. Mittereder ist gelernter Politikwissenschaftler und hat u.a. die Agenturen Lewis und WE Communications gearbeitet. Seit 2016 ist er bei Roland Berger Referent für Corporate Communications und internationale PR.
pr-journal.de

Basta: ZDF-Fernsehgarten startet ohne Publikum in die Saison.

Geistergarten: Der "ZDF-Fernsehgarten" will am 10. Mai wie geplant in die neue Saison starten - allerdings ohne Publikum. Kegelclubs und Seniorengruppen müssen der gepflegten Sonntagsbespaßung also fernblieben. Moderatorin Andrea Kiewel (Foto) kündigt an, sie wolle in der Sendung u.a. Videokonferenzen machen. Das hätte den Vorteil, dass sich Gäste leichter abschalten lassen, wenn sie zum Bananen-Telefon greifen.
dwdl.de

Robert-Koch-Institut stellt Corona-Datenspende-App vor.


Dat-kräftige Unterstützung: Das Robert-Koch-Institut ruft die Bevölkerung zur freiwilligen Datenspende per App auf, um mehr Informationen über die Corona-Verbreitung zu sammeln. Die App Corona-Datenspende ist ab sofort für iOS und Android verfügbar. Verbunden mit einer Smartwatch oder einem Fitness-Armband zeichnet die App Vitaldaten wie Bewegungs-, Schlaf- und Pulsmuster auf. Damit will das RKI die Verbreitung von Symptomen erkennen, es handelt sich aber nicht um einen Nachweis von Infektionen.

Die Daten werden pseudonymisiert erfasst, ohne persönliche Informationen wie Name oder Anschrift der Nutzer, jedoch mit Postleitzahl. Eine Online-Karten soll die regionale Verbreitung potenziell Infizierter bis auf Ebene der Postleitzahl darstellen. Die nun vorgestellte App ist nicht identisch mit der ebenfalls diskutierten Corona-Tracking-App, die Kontakte zu Infizierten aufzeichnen soll.
rki.de, n-tv.de, apps.apple.com (iOS-App), play.google.com (Android-App)

WhatsApp schränkt Weiterleitung von Fake News ein.

WhatsApp beschränkt die Weiterleitung von Textnachrichten, um die Verbreitung von Fake News einzudämmen. Nutzer*innen können häufig weitergeleitete Nachrichten, die bereits mit einem Doppelpfeil-Symbol gekennzeichnet sind, ab sofort nur noch an einzelne Chats weiterleiten, nicht mehr an Gruppen oder mehrere Kontakte gleichzeitig.
about.fb.com, techcrunch.com

Wir graturilieren: Robert Skuppin wird 56.


Wir graturilieren: Robert Skuppin, Programmchef von Radioeins, wird 56 – und zwar in Berlin, denn nach Mecklenburg-Vorpommern ins Wochenendhaus ist dieser Tage kein Durchkommen. Also feiert Skuppin digital mit Freunden. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren
Reisefreiheit und Kontaktmöglichkeiten, die Skuppin unter anderem bei einem langen Italienurlaub und vielen Restaurant-Besuchen genossen hat. Fürs kommende Jahr wünscht er sich ein Comeback von Face-to-Face-Gesprächen und Normalität. Gratulationen sind per E-Mail und SMS willkommen, abends auch gerne per Telefon. (Foto: rbb/Jenny Sieboldt)

EU plant 540 Mrd Euro Corona-Hilfen für Mitgliedsstaaten.

EU: Die europäischen Finanzminister planen einen 540 Mrd Euro schweren Corona-Rettungsschirm. Er enthält 240 Mrd Euro für das Krisenmanagement schwacher Mitgliedstaaten, Bürgschaften der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 200 Mrd Euro und 100 Mrd Euro Darlehen der EU-Kommission für die Kosten des Kurzarbeitergeldes. Das Programm wird nicht mit Staatsanleihen finanziert. Eine Entscheidung zu den Corona-Bonds steht weiter aus.
handelsblatt.com, dw.com

Zahl des Tages: Deutsche Bahn befördert bis zu 90 % weniger Fahrgäste.

Zahl des Tages: Bis zu 90 % weniger Fahrgäste befördert die Deutsche Bahn zur Zeit, und das in etwa drei Viertel der Züge, die normalerweise unterwegs sind. Laut Konzern liegt die Nachfrage damit deutlich unter dem Angebot, es soll aber nicht weiter eingeschränkt werden. Die Auswirkungen der Corona-Krise seien vermutlich "schlimmer als nach der Finanzkrise 2008", sagt Bahnchef Richard Lutz.
tagesschau.de

Verband E-Commerce: Onlinehandel profitiert nicht von Corona.

Onlineshopping boomt durch Corona nicht, der Umsatz im E-Commerce sei im März gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 18 % gesunken, sagt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel. Am härtesten treffe es digitale Händler von Kleidung, Schuhen und Unterhaltungselektronik. Zuwächse gebe es nur bei Lebensmitteln, Drogeriewaren, Medikamenten und dem Baumarktsortiment.
t3n.de, spiegel.de

Wie geht’s den Senior*innen, Claudia Röttger?


Fantasievoll ablenken: "Viele Ältere haben jetzt Angst und sorgen sich, dass sie erkranken und ihnen nicht geholfen werden kann", sagt Claudia Röttger, Chefredakteurin des Senioren Ratgebers, im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv. Besonders in der älteren Generation leiden manche "auch sehr unter der sozialen Isolation". Deshalb sei nun alles ganz wichtig, was den Kontakt aufrecht erhält – "da ist natürlich Fantasie gefragt".

Dabei seien aber nicht nur analoge Ideen wie Kekse backen, Blumen schicken oder vorm Fenster winken gefragt. Denn die ältere Zielgruppe sei "durchaus digital unterwegs". Aus diesem Grund hat der "Senioren Ratgeber" nun auch die Schlagzahl des Newsletters auf täglich erhöht. Das Online-Angebot zielt jetzt auch besonders auf Ablenkung durch Rätsel, Interviews mit Prominenten, Lesegeschichten, "die auch mal das Gemüt erfreuen".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Meinung: Outlets könnten durch Rabattschlacht nach Corona-Krise stark wachsen.

Modebranche fürchtet durch Corona eine Insolvenzwelle, Outlets könnten hingegen profitieren, sagt Unternehmensberater Joachim Will. Alle deutschen Outlets verzeichneten 2019 steigende Umsätze. Nach der Krise werde enormer Warendruck herrschen und Modehändler sich "eine wahre Rabattschlacht liefern", glaubt Will. Mittelfristig könne sich der Marktanteil der Outlets mehr als verdoppeln.
wiwo.de

Zitat: Lieber Fehler machen als wegducken, sagt Berater Alexander Geiser.

"Führungskräfte, die aktuell zaghaft agieren oder in Deckung gehen, werden mittelfristig einen höheren Schaden anrichten als diejenigen, die auch mal mutig einen Schritt wagen."

Alexander Geiser, Vorstandsberater von Hering Schuppener, sagt im Interview mit dem "manager magazin", Adidas-Chef Kasper Rorsted habe zwar einen Shitstorm kassiert, aber der Kommunikations-Spagat zwischen betriebswirtschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich akzeptabel sei auch ein schwieriger.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Blue Ocean startet Magazine zur Kinderserie “Mia and me”.

Blue Ocean flankiert die TV-Marke "Mia and me" mit mehreren Magazinen. Das Monatsmagazin "Mia and me" kommt mit 100.000 Auflage für 3,99 Euro an den Kiosk. Zweimonatlich erscheint "Mia and me Extra" mit 80.000 Auflage für 4,20 Euro, das Heft fokussiert sich aufs Basteln und Malen. Dazu sollen saisonale Sonderhefte kommen. Die Magazine sind nach "Wickie" die zweite Kooperation zwischen Rechteinhaber Studio 100 Media und den Kinderzeitschriften-Multiverlegern.
per Mail

Corona-App soll binnen Wochen kommen.

Corona-App: Für die Bundesregierung ist die Nutzung einer App zur Identifizierung von Personen, die mit anderen Kontakt hatten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, ein "ganz zentraler Baustein" zur Senkung der Ansteckungsquote. Eine entsprechende App, die Bluetooth nutzt und keine Standortdaten speichern soll, soll bereits in den nächsten Wochen oder gar Tagen verfügbar sein. Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine Werbekampagne für den Einsatz.
spiegel.de