Basta: Sänger Alexander Klaws macht Umschulung zum Versicherungsvertreter.

Alle Achtung im Recall? Die Kommunikationsagentur Achtung wirbt mit Sänger Alexander Klaws (Foto), erster "DSDS"-Sieger, für die Siemens-Betriebskrankenkasse. "Ihre Kritik ist Musik in unseren Ohren", zitiert Klaws singend Online-Bewertungen. Seine Ballade "Take Me Tonight" entpuppt sich als Motivationssong für Versicherungspolicen.
wuv.de, youtube.com (4-Min-Video)

Motor Presse gibt ab 2020 das “ADAC Reisemagazin” heraus.

Motor Presse Stuttgart gewinnt in einem Pitch den Zuschlag für das "ADAC Reisemagazin". Der Verlag will das Konzept des Hefts "optimieren". Das Heft kommt sechsmal im Jahr mit 148 Seiten für 8,95 Euro und wird am Kiosk, im Buchhandel, im Shop der Motor Presse Stuttgart und in den ADAC-Geschäftsstellen verkauft. Markus Gries ist für das Magazin verantwortlich.
new-business.de

Blue Ocean vereinbart Lizenzpaket mit Studio 100 Media.

Blue Ocean Entertainment und Studio 100 Media vereinbaren ein mehrjähriges Lizenzabkommen. Es gilt für Magazine im deutschsprachigen Raum und weiteren europäischen Ländern. Die erste Kooperation läuft seit Sommer, es ist das Magazin zu "Wickie und die starken Männer". Ab 2020 startet Blue Ocean ein monatliches Magazin sowie Spinoffs und Sonderhefte zu "Mia and me". Studio 100 Media hält u.a. auch die Markenrechte an "Heidi" und "Biene Maja".
per Mail, turi2.de (Background)

Mitsui steigt bei Sammeltaxi-Tochter der Bahn ein.

Mitsui beteiligt sich mit 12 % an Clever Shuttle, der Taxi-Tochter der Deutschen Bahn. Die Investition des japanischen Mischkonzerns soll die Expansion vorantreiben. Bisher fahren rund 300 E-Sammeltaxis, 2020 sollen es 1.000 sein. Zuletzt hat sich Clever Shuttle aus Hamburg, Stuttgart und Frankfurt zurückgezogen, vor allem die VW-Tochter Moia macht dem Unternehmen dort Konkurrenz.
handelsblatt.com

Verdi kritisiert SWMH-Sparmaßnahmen.

SWMH schließt wohl zuerst die Regional-Redaktionen in Esslingen, Böblingen, Waiblingen und Göppingen, schreibt Josef-Otto Freudenreich. "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" müssen laut Freudenreich außerdem jeweils drei ihrer zwölf Exklusiv-Autoren einsparen. Verdi nennt den SWMH-Plan einen "Personalabbau nach Gutsherrenart", weil der Betriebsrat vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei.
kontextwochenzeitung.de, turi2.de (Background)

Bento-Redaktion produziert Print-Beileger “Bento Start” für “Spiegel”.


Adieu, Adoleszenz: Bento soll erwachsener werden und wendet sich von Quizartikeln und Listen ab. Ab 2020 legt die Redaktion dem "Spiegel" viermal jährlich "Bento Start" bei. Das Heft kommt mit 200.000 Auflage, richtet sich an Studierende und ersetzt den "UniSpiegel". Die Redaktion verwertet dafür Beiträge von der Website und recherchiert zusätzliche. Bento-Teamleiterin Katharina Hölter verantwortet das Heft redaktionell. Im Netz will Bento künftig längere, tiefer recherchierte Artikel aus "konsequent junger Perspektive" bieten. Inhaltlich und optisch soll der Jugendableger näher an den "Spiegel" rücken, aber eigenständig bleiben.
horizont.net, bento.de

Meinung: Werbetreibende erreichen Jugendliche nur schwer.

Mediennutzung junger Zielgruppen verändert sich so schnell, dass Werbetreibende eigentlich alle sechs Monate einen neuen Mediaplan brauchen, beobachtet Elke Löw. Jugendliche sind schwer zu erreichen, weil viele Plattformen, die sie nutzen, z.B. Netflix, keine Werbung zeigen. Reichweite bei Kindern generiere man am besten über TV, bei Jugendlichen via Instagram. Auch TikTok wäre gut, kann von deutschen Unternehmen aber nicht gebucht werden und habe Probleme, sexuelle Belästigung der Nutzer zu verhindern. Auf Snapchat wollen die Nutzer nicht gestört werden, Marken können aber mit eigenen Lenses punkten.
"Werben & Verkaufen" 10.2/2019, S. 46-53 (Paid)

Lese-Tipp: Antonio Brissa lässt Roboter Werbe-Briefe schreiben.

Lese-Tipp: Antonio Brissa, ehemals Senior Vice President bei SAP, führt mit Pensaki ein Unternehmen für Dialogmarketing und verkauft Werbebriefe. Roboter schreiben sie mit Montblanc-Füllern so täuschend "handschriftlich", dass selbst Grafologen keinen Unterschied erkennen. Laut Brissa erzeugen die Briefe mehr Wertschätzung und höheren Rücklauf als herkömmliche Werbemailings.
"Werben & Verkaufen" 10.2/2019, S. 10-11 (Paid)

Eine Untersuchung legt nahe, dass die “Sun” für mehr EU-Skepsis in Großbritannien sorgt.

The SunBoulevardmedien: Die "Sun" sorgt für eine EU-kritischere Einstellung ihrer Leser, wollen britische Forscher herausgefunden haben. Demnach sei die Abneigung gegenüber der EU in der Region um Liverpool geringer als in vergleichbaren Regionen des Landes. Dies sei interessant weil die Bewohner dort unabhängig von ihrer politischen Einstellung das Boulevardblatt meiden. Um Liverpool hat die "Sun" seit 1989 schwache Verkaufszahlen, seit sich der Titel mit falschen Behauptungen über eine Massenpanik bei einem Fußballspiel des FC Liverpool unbeliebt gemacht hat.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid)

Lese-Tipp: Juliane von Reppert-Bismarck erzählt, wie Schüler Medien wahrnehmen.

Lese-Tipp: Juliane von Reppert-Bismarck spricht im Interview mit Silke Fokken über ihre Erfahrungen mit ihrem Projekt Lie Detectors. Dabei gehen Journalisten in Schulklassen und vermitteln, wie sie Fake News identifizieren können. Ein Aha-Erlebnis sei für von Reppert-Bismarck gewesen, als ihr 13-jähriges Patentkind erzählt habe, dass viele Klassenkameradinnen für Donald Trump seien und dies an Botschaften auf Instagram liege.
spiegel.de

Zahl des Tages: Hacker erbeuten rund 26 Mio gestohlene Kreditkarten von einer Hacker-Seite.

Zahl des Tages: Hacker haben die Daten von rund 26 Mio Kreditkarten erbeutet, berichtet der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. Anders als bei anderen Hacks könnte das dieses Mal aber etwas Gutes sein: Die Daten wurden von einem der größten Online-Shops für gestohlene Kreditkarten entwendet und liegen mittlerweile vielen Finanzinstituten vor, so dass sie die Karten sperren können.
krebsonsecurity.com via mashable.com

Twitter schließt regelwidrige Politiker-Tweets von Likes und Retweets aus.

Twitter: Nutzer können künftig Tweets, in denen Regierungspolitiker gegen die Nutzungsregeln verstoßen, nicht mehr liken oder retweeten. Twitter kündigt an, die Inhalte aber nicht zu löschen, da sie von öffentlichem Interesse seien. Dafür erscheine ein Hinweis, dass der Tweet gegen Regeln verstoße und sei erst hinter dieser Anmerkung sichtbar. Das Zitieren von auf diese Art markierten Tweets mit einem eigenen Kommentar bleibe erlaubt.
techcrunch.com

Ceconomy erwägt eine Trennung von Vorstandschef Jörn Werner.

Ceconomy, Holding hinter Media Markt und Saturn, erwägt einen erneuten Führungswechsel. Der Aufsichtsrat entscheidet am Donnerstag, ob sich die Firma von ihrem Chef Jörn Werner trennt. Das hat Ceconomy in einer Ad-hoc-Mitteilung mitgeteilt. Werner ist erst Anfang des Jahres von ATU als Chef zu Ceconomy gewechselt. Er ersetzte den Oktober 2018 entlassenen Pieter Haas, der bereits wegen einbrechender Gewinne gehen musste.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Instagram bekommt eine Übersicht der Apps mit Zugriff auf den Account.

Facebook verpasst Instagram eine Übersicht der Dritt-Apps, die Zugriff auf den jeweiligen Account haben. Nutzer sollen so einen Überblick behalten können, welchen Anwendungen sie Zugriff auf welche Daten gewähren. Eine vergleichbare Funktion gibt es bereits beim Mutter-Netzwerk Facebook. In der Vergangenheit sind mehrfach Anwendungen von Drittanbietern in die Kritik geraten, weil Hacker mit ihnen unbemerkt Daten abzweigten.
mashable.com

Basta: Facebook findet doch noch Gründe, Anzeigen von Politikern zu löschen.

Facebook-LogoUngelogen: Buzzfeed stellt einige Anzeigen von Donald Trump und seinen Demokratischen Gegenkandidaten vor, die Facebook wegen Regelverstöße gelöscht hat. Auch eine Trump-Anzeige mit falschen Behauptungen zu Joe Biden löscht Facebook. Während die Lügen darin für Facebook okay sind, führt ausgerechnet die Ausdrucksweise von Biden zu weit: Der sagt in einem Videoausschnitt nämlich "son of a bitch".
buzzfeednews.com

Experten kritisieren das Online-Wahlverfahren der SPD.

SPD: Der Chaos Computer Club und Christopher Lauer, prominenter Ex-Piratenpolitiker und später SPD-Mitglied, kritisieren das Online-Wahlverfahren für die neue Parteispitze als unsicher, schreibt Sonja Peteranderl. Personen, die Zugriff auf Geburtsdatum und Mitgliedsnummer haben, könnten für andere die Stimme abgeben. Die SPD könne Betrug nicht ausschließen und die vom System angegebenen Wahlergebnisse nicht überprüfen. Die Partei will am System festhalten.
spiegel.de

Buchhandel geht es besser als vermutet, sagt Thalia-Chef Michael Busch.

Buchhandel hat die Wende geschafft, sagt Thalia-Chef Michael Busch im "FAZ"-Interview. Bei Thalia steige der Umsatz off- und online, die Filialabholung online bestellter Bücher sei "die ökologischste Form des Online-Handels". Thalia testet aktuell eine Kooperation mit dem Hamburger Thalia-Theater und will junge Leser mit Non-Book-Artikeln in die Läden locken. Außerdem baut das Unternehmen eine Plattform, die es dem gesamten Markt zur Verfügung stellen will.
faz.net (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Buchhändler Michael Busch erklärt seine Anti-Amazon-Strategie.

Vorbild Pippi Langstrumpf: “Prisma”-Chefin Christina Esser im TV-Fragebogen.


Programm-Päpstin: Christina Esser ist die Chefin über die Fernbedienung – in einem gewissen Sinne. Die Geschäftsführerin erreicht mit ihrer “Prisma” Millionen TV-Zuschauer auf der Suche nach gutem Programm. Im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 erzählt Esser, dass sie am liebsten die jungen, frischen Heute-Plus-Nachrichten schaut und früher auf die unkonventionelle Pippi Langstrumpf abfuhr. Weiterlesen …

Meinung: Frauenquote der “taz” in Artikeln ist nachahmenswert.

Journalismus: Rund zwei Drittel der erwähnten Personen in deutschen Tageszeitungen sind männlich, errechnet der Gendertracker. Die "taz" bildet mit fast 40 % Frauen eine Ausnahme, denn sie hat sich eine Quote auferlegt, schreibt Annika Schneider. Frauen hätten oft Zweifel an ihrer eigenen Expertise, Redakteure suchten Gesprächspartner v.a. in Adressdatenbanken, Archiven und sozialen Medien – wo mehr Männer vorkommen. Es gehe nicht um Frauenförderung, sondern andere Netzwerke, Themen und Perspektiven für den Journalismus, sagt Tabea Grzeszyk.
deutschlandfunk.de

Libra ist zu nah an Facebook, um Erfolg zu haben, schreibt Niklas Wirminghaus.

Libra: Die Kryptowährung schafft es nicht, sich von Facebook zu emanzipieren und leidet unter regulatorischem Druck, analysiert Niklas Wirminghaus. Er glaubt, dass Paypal, Visa und Stripe sich zurückgezogen haben, weil ein Bündnis mit Zuckerberg "gerade einfach kein Glück" bringe. Facebook stehe unter zu scharfer Beobachtung und habe zu viele Skandale hinter sich. Libra sei nur auf dem Papier unabhängig, in der öffentlichen Wahrnehmung und personell aber nicht.
financefwd.com