“Die Simpsons”: US-Sprecher Hank Azaria verlässt die Serie nach Rassimus-Vorwürfen.

Die Simpsons müssen künftig ohne Schauspieler Hank Azaria auskommen, der im US-Original die Figur von Apu Nahasapeemapetilon vertonte, meldet das US-Branchenmagazin SlashFilm. Er verlasse die Zeichentrickserie freiwillig. Kritiker warfen den Simpsons-Machern Rassismus vor, da die indische Figur mit einem starken Akzent synchronisiert wurde. Die Zukunft der Rolle ist ungewiss.
spiegel.de

Wir graturilieren: Isabelle Sonnenfeld wird 35.


Wir graturilieren: Isabelle Sonnenfeld, Leiterin der Google News Lab im deutschsprachigem Raum, wird heute 35. Ihren Geburtstag feiert sie mit ihrer Familie in Berlin bei einem ausgiebigen Frühstück. Abends lädt sie Freunde zum Dinner ein. Da wird es dann "gemütlich und entspannt", verrät sie. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren für sie unter anderem "spannende Gespräche mit kreativen Medienschaffenden". Neben den großen Augen, mit denen ihre zweijährige Tochter ihr nun die Welt erklärt freut, sie sich zudem darüber, dass viele Menschen verstanden haben "dass es nur einen Planeten gibt auf dem wir leben und den es zu retten gilt" und richtet einen Dank an "Fridays for future".

Für das kommende Jahr wünscht sie sich "mehr Respekt im Diskurs", "Handeln und Laut-Sein Aller gegen die Klimakrise" und dass sie ihren Anfänger-Status beim Kite-Surfen ablegt. Gratulationen sind via Linked-In, Twitter und E-Mail willkommen.

Meinung: Softbank-Chef Masayoshi Son ist ein ungeduldiger Mann.

Tech-Investor Masayoshi Son will mit Softbank um jeden Preis die digitale Revolution beschleunigen, schreibt Corinna Baier in ihrem Portrait. Für die amerikanische Tech-Industrie sei er mit seinem Geld inzwischen fast wichtiger als Tim Cook oder Mark Zuckerberg. Dabei bringe das viele Geld, das er zum Teil gemeinsam mit der saudischen Königsfamilie einsammle, den Konzernen nicht immer nur Vorteile. Son sei ein ungeduldiger Mann, der zuletzt viel verloren hat, da er Wertverluste bei Uber, Slack und insbesondere WeWork einstecken musste.
"Focus" 04/2020, S. 54 (Paid)

Meinung: Fußballclubs profitieren vor allem von ihrer Marke.

Fußballclubs müssen sich als Marke begreifen, wollen sie zu den umsatzstärksten Teams zählen, schreibt Felix Eick. Die Liste der wertvollsten Club-Marken und der umsatzstärksten Clubs sei beinah identisch und hänge nur indirekt mit sportlichem Erfolg zusammen, da dieser eine Zeit lang nachhalle. Immer bedeutender würden auch einzelne Spieler, die selbst Marken sind und ganze Fangruppen zu einem Verein mitbringen können.
"Welt" (Paid)

“Bild”: Der Staat will Sportwetten und die TV-Werbung für sie einschränken.


Wegquote: Der Staat plant, Sportwetten stärker zu kontrollieren, schreibt "Bild". Die Zeitung bezieht sich auf den Entwurf für einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag, über den die Bundesländer beraten und dessen endgültige Fassung Mitte 2021 in Kraft treten soll. Der Entwurf enthält ein weitreichendes Werbeverbot für Sportwetten im Internet und im TV zwischen 6 Uhr und 23 Uhr. Im Umfeld von TV-Livespielen soll es gar keine Werbung für Wettspiele mehr geben. Aktuell sind Wettanbieter der größte Werbekunde im Umfeld von Fußball-Spielen und zudem auch Sponsor der Liga und mehrerer Profiteams.

Der Entwurf sieht zudem vor, Sportwetten selbst stärker zu regulieren. So soll der Staat eine Kontrollbehörde einrichten, der Anbieter die persönlichen Daten der Wettspieler und die Daten ihrer Wetten übermitteln müssen. Die staatliche Instanz soll ermöglichen, dass Spieler künftig monatlich anbieterübergreifend nur noch maximal 1.000 Euro einsetzen dürfen. Ferner sollen Live-Wetten stark eingeschränkt werden.
"Bild", S. 9 (Paid)

Apple will den Standort München deutlich ausbauen.

Apple will in München expandieren, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Konzern habe das Bürogebäude Karl, dass 2021 auf dem ehemaligen Mahag-Gelände fertiggestellt werden soll, komplett angemietet. Das Gebäude wird Raum für rund 1.500 Beschäftigte bieten. Derzeit arbeiten in München 300 Ingenieure für Apple. Schon jetzt sucht Apple nach weiteren Mitarbeitern, offiziell bestätigt das Unternehmen die Expansionspläne jedoch noch nicht.
sueddeutsche.de

Disney streicht den Namensbestandteil “Fox” aus 20th Century Fox.

Disney kappt die namentliche Verbindung zu Murdochs Fox Corporation und streicht den Namensbestandteil "Fox" aus den Filmstudios 20th Century Fox und Fox Searchlight. Beide firmieren künftig als 20th Century Studios und Searchlight Pictures. Ende 2017 hatte Disney beide Studios und andere Bestandteile aus Murdochs Medien-Imperium abgekauft.
nytimes.com
turi2.de (Background)

“Spiegel”: X+Bricks will weniger Real-Filialen schließen als bisher gedacht.

Supermarktkette Real soll nach dem Verkauf von Metro an den Investor X+Bricks weniger Filialen schließen als bisher angenommen, berichtet der "Spiegel". Demnach will X+Bricks die Marke und 50 Standorte behalten. Demnach würden nur rund 30 und nicht wie bisher spekuliert 50 Standorte wegfallen. Den Großteil der Real-Märkte will X+Bricks nach dem Kauf an Mitbewerber wie Edeka und Kaufland weiterverkaufen.
"Spiegel" 04/2020, S. 55 (Paid), wiwo.de, turi2.de (Background)

Zitat: Dorothee Bär glaubt, Digitalisierung sei noch nicht in den Köpfen angekommen.

"Seitdem ich apokalyptische Zuschriften bekomme, die mich dazu auffordern, den 5G-Aufbau aufgrund angeblicher Verstrahlung zu stoppen, bin ich mit Schuldzuweisungen vorsichtig."

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär sagt im "Focus"-Interview, dass die Hürden für Digitalisierung insbesondere in den Köpfen der Menschen lägen.
"Focus" 04/2020, S. 61 (Paid)

Basta: Die Aussicht auf eine Kreuzfahrt führt zu einem erneuten ersten Date.

Paarreise: Es war wohl eher die Aussicht auf eine Kreuzfahrt, als auf die große Liebe, die eine Frau und einen Mann zur Teilnahme an der spanischen TV-Sendung "First Dates" bewog. Die Zuschauer wählten beide zwar zum "perfekten Paar", alles andere wäre aber auch erschreckend. Die beiden, die sich als Single angemeldet haben, sind schon seit Jahren verheiratet.
derstandard.at

Die EU erwägt ein zeitweiliges Verbot automatischer Gesichtserkennung.

Gesichtswahrend: Die EU-Kommission erwägt, für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren Gesichtserkennungssysteme im öffentlichen Raum zu verbieten, um in dieser Zeit eine fundierte Entscheidung für die Zukunft treffen zu können. Das geht aus einem internen Dokument hervor. Ausnahmen könnten für Forschung und Sicherheit gelten. Bundesinnenminister Horst Seehofer plant derzeit, flächendeckend Gesichtserkennung an Bahnhöfen und Flughäfen einzusetzen.
t3n.de

Die Burgerkette “Hans im Glück” wechselt den Besitzer.

Neue Burgermeister: Die Burgerkette Hans im Glück wechselt den Besitzer. Gründer Thomas Hirschberger hat seinen Anteil von 90 % an der Kette für einen nicht genannten Preis verkauft. Zu den neuen Eignern gehören der bisherige Minderheitsgesellschafter GAB und die Backwerk-Gründer Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer. Die genauen Eigentumsverhältnisse haben die Beteiligten noch nicht bekannt gegeben. Derzeit gibt es mehr als 80 Filialen des Franchise.
faz.net

TikTok-Chef Alex Zhu räumt im “Spiegel” Fehler und mangelnde Transparenz ein.


Politisch planlos: Alex Zhu, Chef der chinesischen Video-App, sagt dem "Spiegel", TikTok habe versäumt, sich "an Kulturen anzupassen" und sei "in der Vergangenheit auch nicht transparent genug" gewesen. Gegen Zensurvorwürfe wehrt er sich, TikTok habe "kein einziges Mal" Löschanfragen von chinesischen Behörden bekommen. Eine "wirklich gute Antwort" auf die Frage, wie TikTok mit politischen Inhalten umgehen kann, habe er nicht. Die Plattform sei für ihn ein Ort der Unterhaltung, nicht der Politik.

TikTok will einen neuen Standort in Dublin eröffnen, Ex-Facebook-Mitarbeiter Cormac Keenan soll von dort aus Inhalte und Moderation für den europäischen Markt verantworten. Das europäische TikTok-Team will Zhu bis Jahresende von 300 auf über 1.000 Mitarbeiter ausbauen. Für die Überprüfung von in Deutschland hochgeladenen Videos sind bisher "weniger als 20 Personen" in Peking zuständig.
"Spiegel" 4/2020, S. 62 (Paid)

Video-Tipp: Hermann-Josef Knipper im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Hermann-Josef Knipper, Kommunikationschef der R+V Versicherung, hatte als Kind erst spät einen Fernseher – die Mondlandung 1969 hat die achtköpfige Familie geschlossen bei den Nachbarn geguckt. Trotzdem kommt eines seiner wichtigen Vorbilder aus dem TV: der Journalist Fritz Pleitgen. Knipper war durch ihn inspiriert, selbst Journalist und Korrespondent zu werden, sagt er im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9. Und auch heute hängt das Herz des früheren "Handelsblatt"-Journalisten an den Nachrichten: Die "Tagesschau" ist die Grundversorgung für den News-Junkie.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Katharina Pfannkuch wird “Maxi”-Chefredakteurin.

Ocean Global holt Katharina Pfannkuch (Foto), 37, als "Maxi"-Chefredakteurin, schreibt Clap. Sie arbeitet bisher als freie Journalistin. Objektleiterin wird Kirsa Stoltenburg. 36. "Maxi" bekommt beim Lizenznehmer die redaktionellen Säulen Zeitgeist, Stil, Schönheit, Dossier und Leben. Das Heft kommt, anders als bei Bauer, nicht mehr monatlich, sondern zehn Mal im Jahr für 2,90 Euro. Der Verlag plant auch ein Pocket-Format.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: WDR-Studioleiterin Georgine Kellermann über ihr Coming-Out.

Video-Tipp: WDR-Studioleiterin Georgine Kellermann hat sich mit 62 Jahren als transgender geoutet und spricht im WDR-Format "Docupy" ausführlich über ihr Coming-Out. Sie habe einen Candystorm bekommen – erzählt aber auch, dass die Zeit zu Beginn ihrer Karriere noch nicht reif gewesen sei "für jemanden, der sich outet, auch vor der Kamera zu stehen".
youtube.com (7-Min-Video)

Microsoft startet weltweite Klima-Initiative.

Microsoft will bis spätestens 2030 der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als der Konzern produziert, kündigt Chef Satya Nadella an. Bis 2050 will Microsoft alle CO2-Emissionen aus der Umwelt entfernen, die es seit Gründung 1975 direkt oder durch den Stromverbrauch verursacht hat. Weil es dazu noch kein Verfahren gibt, startet Microsoft einen Fonds mit 900 Mio Euro, der die nötige Technologie fördern soll. Auch Partner und Zulieferer sollen sich an der Klima-Initiative beteiligen.
horizont.net

Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

Julia Bönisch leitet die digitale Transformation bei Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest holt Julia Bönisch, 39, auf die neu geschaffene Stelle Bereichsleiterin Digitale Transformation und Publikationen. Sie wird Mitglied der Geschäftsleitung. Bönisch hat im Oktober 2019 nach länger andauernden Unstimmigkeiten die "Süddeutsche Zeitung" verlassen, wo sie zuletzt Chefredakteurin von Sueddeutsche.de war. Bei Stiftung Warentest soll sie u.a. das Profil von test.de stärken und neue digitale Angebote entwickeln.
new-business.de, turi2.de (Background)

NDR muss 60 Mio Euro pro Jahr sparen.

NDR muss von 2021 bis 2024 knapp eine Viertel-Mrd Euro sparen, das sind 60 Mio pro Jahr, sagt Intendant Joachim Knuth. Das gelte auch, wenn der Rundfunkbeitrag wie von der KEF empfohlen erhöht wird. Welche Personal-Auswirkungen das Sparen hat, könne Knuth noch nicht sagen. Am Informations- und Investigativ-Journalismus will er keinen Rotstift ansetzen, aber Inhalte so planen, dass sie auf möglichst vielen Ausspielwegen funktionieren.
rnd.de

Regionalzeitungen dürfen sterben, findet Leonhard Dobusch.

Regionalzeitungen, die sich nicht mehr tragen können, sollen untergehen, meint Leonhard Dobusch. "Zombie-Zeitungen" behinderten unabhängigen Lokaljournalismus im Netz, weil die Leser für die Print-Abos Geld ausgeben, das ihnen dann für lokaljournalistische Blogs fehlt. Von staatlicher Förderung hält Dobusch nichts, er schlägt staatsferne Förderinstrumente vor, etwa, den Rundfunkbeitrag um 10 Cent im Monat anzuheben und das Geld "wettbewerblich für lokaljournalistische Anschubfinanzierung zu vergeben".
netzpolitik.org

Mozilla entlässt weltweit 70 Mitarbeiter.

Mozilla streicht weltweit 70 Stellen, auch im Berliner Büro. Interimschefin Mitchell Baker schreibt in einer internen Rundmail, Mozilla habe sich verkalkuliert, die Einnahmen aus neuen Aboprodukten seien ausgeblieben. Der Browser-Anbieter versucht seit längerem, Einnahmequellen abseits der Suchanbieter zu generieren, etwa über einen kostenpflichtigen VPN-Dienst, der aber noch nicht auf dem Markt ist.
t3n.de

Video-Tipp: Lisa Altmeier im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Viel fernsehen durfte Lisa Altmeier als Kind nicht, daher rekrutierte die freie Social-Media-Journalistin und Autorin ihre Vorbilder damals aus der Hörspielwelt, darunter die Reporterin Karla Kolumna. Heute ist Altmeier vor allem in sozialen Medien unterwegs, einen Fernseher hat sie nur, weil der auch Netflix kann. Erinnerungen ans Fernsehen hat sie trotzdem, wie sie im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 verrät – etwa den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

ORF: Zentralbetriebsrat klagt vor dem Arbeits- und Sozialgericht gegen Führung.

ORF 150ORF: Der Betriebsrat hat Feststellungsklage gegen den ORF beim Arbeits- und Sozialgericht eingereicht. Laut Betriebsrat hält der Sender sich nicht an die 2018 über zwei Jahre beschlossene Gehaltsrunde. 2020 entstehe der Belegschaft dadurch ein "reales Minus von einem halben Prozentpunkt". Der ORF hält gegen, der Modus für die Berechnung der Inflationsrate, um die es im Kern geht, sei schriftlich vereinbart und vom Stiftungsrat genehmigt.
derstandard.de, horizont.at

Hör-Tipp: Sophie Passmann spricht im 1Live-Podcast mit Philipp Amthor.

Hör-Tipp: Sophie Passmann spricht im 1Live-Podcast mit dem CDU-Abgeordneten Philipp Amthor. Er erklärt u.a., wie er Patrioten von Nationalisten abgrenzt (und selbst gern ersteres ist) und warum er den Mindestlohn inzwischen für sinnvoll hält. Seine Medienpräsenz ist für ihn ein "Spannungsfeld", obwohl die Spottwelle um ihn abflache. Alter hält er für eine "langweilige Kategorie", will die Aufmerksamkeit der Leute aber "für Inhalte nutzen".
wdr.de (55 Min)

“Spiegel” bekommt den Beileger “Spiegel Geld”.


It's all about money: Der "Spiegel" kommt am 9. Mai mit dem Beileger "Spiegel Geld". Weitere Ausgaben des neuen Hefts, das sich an "Leser aller Vermögensstrukturen" richtet, sollen im September und November erscheinen. Anders als die gescheiterten Magazin-Experimente "Spiegel Classic" und "Spiegel Fernsehen" muss sich der neue Ableger mit dieser Vertriebsstrategie nicht selbst am Kiosk behaupten. Redaktionsleiterin Anne Seith verantwortet "Spiegel Geld", ab 2021 sollen vier Ausgaben pro Jahr kommen. Es geht um Geldanlagen, Versicherungen, Vorsorge und Steuern. Roland Pimpl schreibt, es bleibe abzuwarten, wie gut die "Spiegel"-Redaktion ihre journalistische Unabhängigkeit bei der Heftproduktion wahren kann.
meedia.de, horizont.net (Pimpl)