Befragung: Deutsche TV-Zuschauerinnen fordern mehr Kultur bei ARD und ZDF.

Mediennutzung: Deutsche Fernseh-Zuschauerinnen wollen bei den Öffentlich-Rechtlichen weniger "leichte Unterhaltung und mehr Kultur im Unterhaltungsbereich" sehen, ergibt ein Zwischenergebnis des Befragungsprojekts #meinfernsehen21 vom Grimme-Institut. Außerdem wünschen sich die Befragten "mehr hochwertige Dokumentationen zu attraktiveren Sendezeiten". Zudem sei bei der Befragung herausgekommen, dass die Teilnehmenden "nur unzureichend" über das Finanzierungsmodell und die Funktion der Aufsichtsgremien von ARD und ZDF informiert sind.
sueddeutsche.de

Vertikalisierung der Hollywood-Studios zwingt Sender zum Umdenken, schreibt Torsten Zarges.

Selbst sind die Sender: Die langjährigen Welt-TV-Versorger konzentrieren sich verstärkt auf direkte Kundenbeziehungen mit eigenen Streaming-Diensten, analysiert Torsten Zarges bei DWDL. Free- und Pay-TV-Sender müssten daher künftig auf "Selbstversorgung statt Einkauf" setzen. Europäische TV-Anstalten hätten ihr Produktionsvolumen für Streaming-Formate zuletzt zwar hochgefahren, können mit US-Streamern aber nicht mithalten. Laut Ampere Analysis sind z.B. bei RTL 15 Projekte in Produktion oder Entwicklung, bei der ARD sieben. Netflix, Amazon, Disney+ und Co. haben unterm Strich 821 Eigenproduktionen in der Pipeline.
dwdl.de

Medienberichte: Microsoft will KI-Spezialisten Nuance kaufen.

Microsoft 150KI-Kauf: Microsoft steht offenbar kurz vor der Übernahme von Nuance Communications, einem Anbieter von intelligenter Spracherkennungs-Technologie. Laut Bloomberg und Reuters befinde sich Microsoft in fortgeschrittenen Verhandlungen, der Kaufpreis soll bei rund 16 Mrd Dollar liegen. Sollte die Übernahme gelingen, wäre es die zweitgrößte in der Geschichte von Microsoft, für Linked-in hatte der Software-Konzern 2016 rund 26 Mrd Dollar auf den Tisch gelegt.
bloomberg.com, reuters.com via golem.de, handelsblatt.com

RTL zeigt Trauerfeier für Prinz Philip.

RTL überträgt am kommenden Samstag die Beisetzung von Prinz Philip. Ab 15 Uhr ordnen Frauke Ludowig und Adelsexperte Michael Begasse die Geschehnisse ein und schalten live zu Korrespondentinnen in London und Windsor. Bereits am Freitag hatte der TV-Sender sein Mittagsmagazin Punkt 12 kurzfristig um knapp zwei Stunden verlängert, um über den Tod des Duke of Edinburgh zu berichten.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de, turi2.de (Background)

Flyeralarm kündigt Sponsoring-Verträge mit dem DFB.


Rote Karte: Die Online-Druckerei Flyeralarm, Hauptgeldgeber der Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga, beendet wegen mehreren vermeintlichen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen ihren Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund nach 2023. "Nach elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form – mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen – sämtliche Verträge mit dem DFB", sagte Firmenchef Thorsten Fischer laut einer Mitteilung. Dies betreffe das "komplette Sponsoring für die Nationalmannschaft und den DFB".

"Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren", so Fischer weiter. Laut der dpa geht es um Gelder von rund vier Mio Euro, vor allem für Bandenwerbung bei Länderspielen. Das seit 2019 laufende Namenssponsoring bei der Frauen-Bundesliga will Flyeralarm jedoch separat betrachten und prüfen, weil "die Frauen in dieser männerlastigen Domäne DFB überhaupt nichts dafür können".
sportschau.de, bild.de

Donald Trump bietet sich als Wahlhelfer an.

Neue Hilfskraft: Ex-Präsident Donald Trump will die Republikaner dabei unterstützen, Abgeordneten- und Senatorenposten bei der Kongresswahl im November 2022 "zurückzuerobern". Das verkündete er bei einem Spenden-Dinner für die Partei in seinem Luxusanwesen Mar-a-Lago. Über seine eigenen politischen Pläne will Trump erst nach der Abstimmung reden. Theoretisch könnte er 2024 ein weiteres Mal bei der Präsidentschaftswahl antreten.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Markus Söder und Armin Laschet zu Kanzlerkandidatur bereit.

K-Frage: CSU-Chef Markus Söder hat sich erstmals öffentlich dazu bereit erklärt, als Kanzlerkandidat der Union zur Verfügung zu stehen – wenn die Schwesterpartei CDU ihn dabei unterstützt. "Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit", sagte Söder in der Klausurtagung der Fraktionsspitze am Sonntag. Auch CDU-Vorsitzender Armin Laschet hat seine Bereitschaft erklärt. Die finale Entscheidung über die Kandidatenfrage steht noch aus.
tagesschau.de, spiegel.de

Hacker-Forum veröffentlicht Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen.

Tag der offenen Tür: Die Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen sind als kostenloser Datensatz in einem Hacker-Forum aufgetaucht, berichtet CyberNews. Es handelt sich um öffentliche Informationen, u.a. Name und Nutzername, verlinkte Twitter- und Instagram-Accounts sowie die Zahl der Follower. Einen ähnlichen Daten-Diebstahl haben zuletzt auch Facebook und Linked-in erlitten.
cybernews.com, businessinsider.com, turi2.de (Background)

RTL ersetzt Günther Jauch durch acht Promi-Frauen.

8 für Jauch: RTL ersetzt den an Corona erkrankten Günther Jauch in der Spielshow Denn sie wissen nicht, was passiert durch acht prominenten Frauen, darunter Frauke Ludowig und Laura Wontorra. Während der Sendung schaltet sich Jauch live ins Programm und sagt, er habe an Kopf- und Gliederschmerzen gelitten, aktuell gehe es ihm "gut". (Foto: TV Now)
bild.de, rtl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Sham Jaff spricht über die Generation Z.

Hör-Tipp: Die Newsletter-Publizistin Sham Jaff spricht mit Daniel Fiene und Sebastian Pähler im Was-mit-Medien-Podcast u.a. über die Nachrichtenbedürfnisse der Generation Z. Wichtig sei demnach z.B., eine "aktionsgerichtete und lösungsorientierte Berichterstattung" in den Vordergrund zu stellen sowie "mehr Kontext" zu liefern. Bei der Kuration von What Happened Last Week? kommt es Jaff vor allem darauf an, Haltung zu zeigen und eine einfache Sprache zu verwenden, um Barrieren bei komplexen Themen runterzuschrauben.
wasmitmedien.de (Kapitel 5, 32-Min-Audio)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sham Jaff im Videofragebogen.

Mai Thi Nguyen-Kim hat eine ambivalente Beziehung zu Talkshows.

Gemischte Gefühle: ZDF-Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim empfindet eine Hassliebe zu TV-Talkshows, weil konstruktives Streiten dort kaum möglich ist, schreibt Senta Krasser bei DWDL. Dennoch geht Nguyen-Kim gelegentlich zu Talkshows, weil sie sich denkt: "Im Zweifelsfall sitze lieber ich dort als jemand anderes, der die große Reichweite für irgendeinen Unsinn ausnutzt."
dwdl.de

Basta: App soll Nachwuchs-Kriminellen auf die Sprünge helfen.

Voll einleuchtend: Das Justizministerium veröffentlicht mit der App Voll erwischt einen "kleinen Helfer" für 14- bis 20-jährige Jugendliche im Strafverfahren. Die Zielgruppe will man "möglichst niedrigschwellig" erreichen. Heraus gekommen sind u.a. bahnbrechende Tipps Selbstverständlichkeiten wie: "Handy ausschalten im Prozess, Mütze abnehmen, keine kurze Hose."
bild.de

“BamS”: Sonja Zietlow heuert erstmals beim ZDF an.

ZDF verpflichtet Sonja Zietlow für eine deutsche Adaption der britischen Tier-Doku Dog House, meldet die "Bild am Sonntag". Die Aufzeichnungen dazu finden ab Mai im Tierheim Berlin statt. In der Sendung sollen abgegebene Hunde ein neues Zuhause finden. Zietlow ist vor allem für ihre Dschungelcamp-Moderationen bei RTL bekannt, hat beim Kölner Sender aber keinen Exklusivvertrag.
"Bild am Sonntag", S. 38 (Paid)

Bahn verhängt Zugverbote gegen Maskenverweigerinnen.

Du kommst hier nicht rein: Die Deutsche Bahn verhängt erstmals bundesweite Zugverbote gegen "eine niedrige zweistellige Zahl" von Maskenverweigerinnen, meldet die "Welt am Sonntag". Sie dürfen für sechs Monate lang weder einen Bahnhof betreten, noch im Regional- und Fernverkehr mit der Bahn reisen. Bei Verstößen gegen die Beförderungsausschlüsse kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten. Zudem müssen die Betroffenen mit Geldstrafen und einem Strafverfahren rechnen.

Verhängt worden seien die Zugverbote "in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht". Einige der Betroffenen sollen zu einer Gruppe von Corona-Leugnerinnen gehören, die sich Ende Dezember bei Dresden in einem Regionalexpress dabei gefilmt hatten, wie sie ohne Maske andere Passagiere belästigen. Das belastende Beweis-Video hatten sie danach selbst ins Internet gestellt.
edition.welt.de (Paid)

Vorbild Aldi? Lidl teilt sein Geschäft in Nord und Süd auf.

Lidl teilt sein Vertriebsgebiet wie Konkurrent Aldi in Nord und Süd auf, um lokal konkurrenzfähiger zu werden, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Von den Umstrukturierungen betroffen sind die Betreuung der Filialen sowie die Expansion und Logistik. Anders als Aldi bleibt Lidl aber ein einheitliches Unternehmen, auch der Einkauf soll zentral organisiert bleiben.
lebensmittelzeitung.net via businessinsider.de, watson.de

Nach Hackerangriff: CDU-Abgeordneter Joachim Pfeiffer tritt zurück.

CDU: Der Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer legt sein Amt als energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion nieder und kandidiert kein weiteres Mal bei der Bundestagswahl, meldet die "Welt am Sonntag". Grund sei ein "gezielter Hackerangriff", bei dem vertrauliche Steuerdaten von Pfeiffer veröffentlicht worden seien, die im Zusammenhang mit dessen Unternehmensbeteiligungen stehen. Erst kürzlich ist der Politiker wegen möglicher Interessenkonflikte in die Kritik geraten. Mit der Masken-Affäre soll der Rückzug nichts zu tun haben.
welt.de, swr.de (Background)

Meinung: Linda Zervakis kann mehr als Nachrichten sprechen, schreibt Lars Haider.

Schlummernde Talente: Die Kündigung von Linda Zervakis bei der "Tagesschau" war "keine Entscheidung gegen die Nachrichtensendung, sondern für all das, was noch in ihr steckt und was raus muss", schreibt Lars Haider im "Hamburger Abendblatt". Zervakis brauche etwas "jenseits trockener Nachrichten, in dem sie sich ausleben und ausprobieren kann". Offenbar steht die Moderatorin deswegen vor einem Wechsel zu ProSieben.
abendblatt.de (Paid), turi2.de (Background)

Fall Nawalny: Deutsche Abgeordnete prangern “gezielte Folter” an.

Solidaritäts-Schreiben: Außenpolitikerinnen von Union, SPD, FDP und Grünen werten die Haftbedingungen vom russischen Oppositionellen Alexej Nawalny als "gezielte Folter" und fordern eine Untersuchung durch den Europarat. In einem gemeinsamen Brief sprechen die Abgeordneten dem Kreml-Kritiker ihre "volle Solidarität" aus. Unterzeichnerinnen sind u.a. Bärbel Kofler, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, sowie Jürgen Trittin und Manuel Sarrazin. Nawalny ist seit Ende März im Hungerstreik.
spiegel.de, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zitat: Maren Kroymann fordert mehr Mut bei der Darstellung von Homosexualität.

"Ich glaube sogar, dass im deutschen Fernsehen Schwule oft mit heterosexuellen Schauspielern besetzt werden, um den Ekel zu neutralisieren. Nach dem beruhigenden Motto: Wenigstens ist der Darsteller nicht homosexuell!"

Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann sagt im Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", dass bei der Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe in Kino und Fernsehen derzeit "eher ein Pseudo-Realismus" regiert, den man als "geschönte Realität" darstellt.
waz.de (Paid) via bild.de

Zahl des Tages: US-Dienste mit weltweit mehr als 1,2 Mrd Streaming-Abos.

Zahl des Tages: Insgesamt 1,2 Mrd Streaming-Accounts verzeichnen große US-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ auf der ganzen Welt, errechnet der New Yorker Marktforscher LightShed Research. Regionale Plattformen, wie z.B. aus Deutschland, sind darin nicht eingerechnet. Schon Mitte März hatte der US-Produzentenverband Motion Picture Association verkündet, dass 2020 erstmals die globale Mrd-Marke geknackt worden sei, ein Plus von 26 % zu 2019.
zeit.de

Willkommen im Club: Gregory Lipinski.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Gregory Lipinski schreibt als waschechtes Nordlicht aus seiner Geburtsstadt Hamburg für "Meedia", sein Schwerpunkt ist die Verlagsbranche. Lipinski ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Volker Krug, Tina Beuchler und Christian Simon.
turi2.de/koepfe (Profil Lipinski)

Alibaba muss 2,3 Mrd Euro Kartellstrafe in China zahlen.

Alibaba Group 150Zur Kasse, bitte: China brummt dem Online-Händler Alibaba eine Rekordstrafe von 2,3 Mrd Euro auf. Grund sind Kartell-Verstöße. Alibaba habe Händlerinnen dafür bestraft, dass sie ihre Waren auch bei der Konkurrenz angeboten haben. Seit Konzern-Gründer Jack Ma im vergangenen Oktober Chinas Finanzaufsicht öffentlich kritisiert hat, steht Alibaba zunehmend unter Druck.
n-tv.de, nytimes.com

Lese-Tipp: Manifeste und offene Briefe nehmen überhand.

Lese-Tipp: Offene Briefe und Unterschriftenlisten nehmen überhand, kritisiert Joachim Käppner in der "Süddeutschen Zeitung". Durch "Buchhändler und Brauer", die ständig "um Aufmerksamkeit buhlen", werde es schwierig, "das Richtige und Wichtige vom Wichtigtuerischen zu unterscheiden". "Ein Blick über den Tellerrand", etwa in demokratieferne Länder, könne "vielen Manifest-Schreibern mehr Bescheidenheit vermitteln".
sueddeutsche.de (Paid)

Hör-Tipp: Miriam Meckel und Léa Steinacker entdecken den QR-Code neu.

Hör-Tipp: Miriam Meckel (rechts) und Léa Steinacker (links) entdecken im "Ada"-Podcast den QR-Code neu, der in der Corona-Pandemie eine Renaissance erlebt. Der Vorläufer des QR-Codes wurde schon 1952 patentiert, 1994 schlug die offizielle Geburtsstunde des Könner-Quadrats. Ursprünglich sollten per QR-Code Autoteile auf dem Fließband getrackt werden.
podcasts.apple.com (30-Min-Podcast)

Streamingdienste kuschen immer öfter vor der Politik.

Netflix LogoKonfliktfreies Kino: Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime kuschen immer öfter vor der Politik, beobachtet der "Spiegel". Weil die Anbieter weiter expandieren wollen, müssen sie sich mit Ländern wie Saudi-Arabien oder Indien arrangieren, in denen Inhalte streng zensiert werden. Die Folge: Es werden "Dia­log­zei­len eli­mi­niert, Kör­per­tei­le ver­pi­xelt und Fil­me um­ge­schnit­ten". Regime-freundlich produzierter Content könnte so auch auf deutschen Bildschirmen landen.
"Spiegel" 15/2021, S. 106 (Paid)

Vaunet-Vorständin Annette Kümmel fordert strengere Regeln für die Öffentlich-Rechtlichen.


Dualer Donnerschlag: Annette Kümmel, Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Medien Vaunet, fordert in einem "FAZ"-Gastbeitrag strengere Regeln für die Öffentlich-Rechtlichen, die im Zuge der Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio umgesetzt werden müssten. Kümmel warnt die Anstalten etwa davor, Bildungs-, Kultur- und Informationsinhalte ins Internet auszulagern: "Der Verweis der Rund­funk­an­stal­ten auf verän­der­te Nutzungs­ge­wohn­hei­ten sollte nicht als Blan­ko­scheck dienen, nach Belie­ben Program­me und Ange­bots­tei­le hin und her zu schie­ben." Die Öffentlich-Rechtlichen müssten diese "Kernelemente" über alle Verbreitungswege verfügbar machen. Mit Besorgnis nimmt Kümmel das Verschwinden bzw. Auslagern einzelner Kulturinhalte wahr: "Das Eintre­ten für Kultur­ver­ständ­nis wird online only nicht erfolg­reich sein."

Zudem fordert Kümmel, der "unge­brems­ten Expan­si­on der Anstal­ten vor allem im Online-Bereich" Grenzen zu setzen. Im Zuge der Modernisierung sollte dabei auch "ein Mehr an Ange­bo­ten und Kosten ausge­schlos­sen" werden. Kümmel übt auch Kritik an Filmen und Serien, die öffentlich-rechtliche Anstalten für amerikanische Streamingdienste produzieren: Vaunet halte "eine Entkom­mer­zia­li­sie­rung und Über­prü­fung der wach­sen­den Präsenz des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks auf solchen Platt­for­men für gebo­ten." Beide Seiten des dualen Systems – also öffentlich-rechtlicher sowie privater Rundfunk – sollten Kümmels Vorstellung zufolge am besten eine "Task­force" gründen, um gemeinsam über die Zukunft deutscher TV- und Radioanstalten zu beraten.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Zahl des Tages: Die deutsche Games-Branche boomt dank Corona.

Zahl des Tages: Stolze 8,5 Mrd Euro setzt die deutsche Games-Branche 2020 mit dem Verkauf von Spielen und der dafür nötigen Hardware um, meldet der Branchenverband game. Im Vergleich zu 2019 bedeutet das ein Wachstum von 32 %. Grund: In der Corona-Pandemie haben viele Haushalte technisch "aufgerüstet", um die neusten Spiele zocken zu können.
"Focus" 15/2021, S. 16 (Paid)

Bild des Tages: Olympischer Fackellauf mit Abstandsgebot.


Abstand halten ist alles: Ein Ordner mit Maske und Funkgerät am Ohr hält ein Schild in der Hand, dass Zuschauer dazu auffordert, den Mindestabstand von zwei Metern zueinander einzuhalten, während im Hintergrund ein Läufer die Olympische Flamme trägt. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen läuft in Japan derzeit der traditionelle Fackellauf im Vorfeld der Olympischen Spiele. (Foto: Naoya Azuma / AP / Picture Alliance)

Meinung: Apple News wird doch zum Erfolg.

Apple News mutiert allen Abgesängen zum Start zum Trotz zum Milliardengeschäft, schreibt Nils Jacobsen. Die US-Investmentbank Cowen prognostiziere dem Bezahlangebot Apple News+ in den nächsten zwei Jahren rund 19 Mio zahlende Abonnentinnen. Ihr Tech-Analyst Krish Sankar erwartet 2023 Umsätze von rund 2,2 Mrd Dollar. Auch in der kostenlosen News-App von Apple sieht Cowen erhebliches Potenzial. Das neue Ad-Targeting im aktuellen iOS 14.5 könne dazu beitragen, dass die Werbeerlöse bei Apple News in den nächsten drei Jahren um 36 % Wachsen.
meedia.de

Die meistgeklickten Newsletter-Links im März 2021.


Fast monothematisch: Sechs der zehn meistgeklickten Links in den turi2-Newslettern im März befassen sich direkt oder indirekt mit dem inzwischen beendeten Compliance-Verfahren gegen “Bild”-Chef Julian Reichelt, das “keine Anhaltspunkte für sexuelle Belästigung oder Nötigung” seitens Reichelt finden konnte. Mit mehr als 1.000 Klicks rangiert an der Spitze ein Video von Jan Böhmermann, der in seinem “ZDF Magazin Royale” eine Bild-Live-Sendung zur “Sex-Krise” bei Springer parodiert. Weitere oft geklickte Themen im März: Der Gesellschafter-Machtkampf bei der “Rheinischen Post”, Lidls apokalytischer Oster-Spot und die merkwürdige Route des Frachtschiffs Ever Given, bevor es im Suezkanal steckenblieb. Weiterlesen >>>

Uefa hält an Fußball-EM in zwölf Ländern fest.

Uefa: Die diesjährige Fußball-EM soll weiterhin in zwölf Ländern stattfinden, berichtet die Sportschau. Eine Veränderung des Formats käme für die Uefa zunächst nicht in Frage. Alle Standorte planen mit verschiedenen Richtlinien bei der Zulassung von Fans in den Stadien, mit Auslastungen von bis zu 50 %. Auch München habe eine "grundsätzliche Bereitschaft" für die Zulassung von Fans erklärt.
sportschau.de, turi2.de (Background)

Basta: Deutsche schätzen ihren Fleisch-Konsum falsch ein.

Wenn es um die Wurst geht: Die Deutschen essen im Schnitt 160 Gramm Fleisch am Tag. Die Selbstein­schätzung weicht deutlich davon ab, wie einer Befragung der Unternehmensberatung Kearney zeigt. Danach glauben die Deutschen, pro Tag gerade einmal 92 Gramm Fleisch zu essen. Immerhin: Unter diesen Vorzeichen dürften sie eine Tierwohlabgabe pro Gramm Fleisch im Vorfeld für weniger kostspielig erachten.
"Spiegel" 15/2021, S. 61 (Paid)

Zitat: Burkhard Schwenker lobt den Führungsstil der Wirtschaft in der Corona-Krise.

"Führung bedeutet, gerade in diesen Zeiten Orientierung zu geben und ich glaube, diese Orientierung haben viele Führungen gegeben, indem sie ihren Mannschaften gezeigt haben: Wir sind jetzt nicht kopflos."

Burkhard Schwenker, von 2003 bis 2010 Chef bei Roland Berger, sagt im Podcast "Die Stunde Null" mit Tanit Koch und Horst von Buttlar, dass die Politik sich in der Corona-Krise etwas von der Wirtschaft abschauen kann.
audionow.de (39-Min-Audio)

Ex-ADAC-Verlagschef Carsten Hübner kommt mit eigener Firma zurück.

Abgefahren: Der ehemalige ADAC-Verlagschef Carsten Hübner hat sich nach längerer Auszeit selbstständig gemacht, berichtet "Clap". Als Berater und Personal Coach will er künftig mit seiner Firma Hübner Negotiations Unternehmen innerhalb und außerhalb der Kommunikationsbranche zum Erfolg führen. Hübner hatte den ADAC im April 2019 verlassen.
clap-club.de, turi2.de (Background)