Zitat: Klimawandel im Wetterbericht nicht zu thematisieren, wäre “unterlassene Berichterstattung”, sagt Özden Terli.

"Das wäre unterlassene Bericht­erstattung, wenn man das Wetter und den Klimawandel nicht in Verbindung bringen würde."

Özden Terli, Diplom-Meteorologe und ZDF-Wetter­moderator, sagt im turi2 Wissen-Podcast, dass "wir mitten in der Klimakrise sind" und diese "Realität" thematisiert werden muss – auch im Wetter­bericht.
turi2.tv (34-Min-Podcast auf YouTube), turi2.tv (direkt zur unterlassenen Bericht­erstattung), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Zitat: Katja Diehl treibt der “Ungerechtigkeitsgedanke” an.

"Hätten wir die Klima­katastrophe nicht, wäre wahrscheinlich schon Führer­schein­pflicht in Deutschland."

Mobilitäts-Expertin und -Aktivistin Katja Diehl sagt bei "Handels­blatt Disrupt" mit Sebastian Matthes, dass der "Ungerechtigkeits­gedanke" ihre Arbeit antreibe. Die "massive Lüge", das Auto als Wunsch aller Menschen und Lösung für Probleme dar­zu­stellen, bringe sie "relativ schnell unter die Decke".
handelsblatt.com (71-Min-Audio)

Philipp Welte übernimmt zusätzlich die Führung von Burda-Vermarkter BCN.

Welt-Witz: Burda-Vorstand Philipp Welte übernimmt zusätzlich den Geschäfts­führer-Posten von Burdas Vermarktungs­einheit BCN, meldet "Clap". Damit ersetzt er den Ex-CMO Burkhard Grassmann, der Burda unlängst verlassen hat. In seiner neuen Rolle werde er eng mit Manuela Kampp-Wirtz arbeiten, die im neuen Führungs-Trio des Burda Verlags auch die Vermarktung verantwortet.
clap-club.de

Das ZDF plant für 2023 Ausbau der Online-News und mehr Investigatives.

Gute Vorsätze: Das ZDF will sein News-Angebot online ausbauen und sein Netz an Auslands­korrespon­dent­innen sowie den investigativen Journalismus stärken, sagt Intendant Norbert Himmler bei der Genehmigung des Haushaltsplans 2023 durch den Fernsehrat. Der Finanzplan schließt mit einem Gesamtergebnis von rund 10 Millionen Euro ab, teilt der Sender mit. Dieser Überschuss gehe in die Rücklage. 2022 habe das ZDF "50 Mio Euro Mehrkosten durch die Covid-Pandemie aus eigener Kraft gestemmt“. Nun stehe das ZDF "finanziell und programmlich sehr solide da".
quotenmeter.de, dwdl.de, presseportal.zdf.de

Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink kritisiert Alena Buyx scharf.

Buyxlash: Baden-Württembergs Daten­schutz­beauftragter Stefan Brink kritisiert die Positionen von Ethik­rat-Chefin Alena Buyx als "uninformiert und schwer erträglich". Buyx hatte kritisiert, dass zu schlechte Daten­nutzung dem Gesundheits­wesen schade und Leben koste. Brink sieht in ihren Aussagen "unsinnige Verschärfungen" einer relevanten Debatte und sagt, dass die DSGVO die Forschung stark privilegiere.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Basta: “Zeitenwende” ist das Wort des Jahres.

Wort-Wumms: Die von Olaf Scholz ausgerufene "Zeiten­wende" ist das Wort des Jahres, verkündet die Gesellschaft für deutsche Sprache. Der Kanzler hatte den Begriff in seiner Bundes­tags­ede nach dem russischen Überfall auf die Ukraine benutzt. Scholz habe das Wort in einem "zweiten Sinne" gebraucht und in der Bevölkerung habe "eine emotionale Wende" statt­gefunden, heißt es u.a. in der Begründung. Blöd nur für Scholz, dass sich ihm die Emotionen laut Umfragen nicht gerade zuwenden.
sueddeutsche.de

Susanne Marell wird Kommunikationschefin der Schwarz Gruppe.

Zweiter Anlauf: Die Schwarz Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehört, holt Susanne Marell als Kommunikations­chefin. Sie kommt von Hill+Knowlton Strategies, wo sie 2020 als CEO angeheuert hat. Schon damals habe sie zu Schwarz wechseln sollen, doch der damalige Boss Klaus Gehrig habe ihr kurz­fristig abgesagt, schreibt das "Manager Magazin". Nun berichtet Marell an Gehrigs Nachfolger Gerd Chrzanowski. Sie verantwortet auch die Nachhaltigkeits­bestrebungen des Konzerns.
manager-magazin.de

Video-Tipp: Andreas Kösling warnt vor Billig-Werbung.

Video-Tipp: Basis­media-Chef Andreas Kösling warnt in der "Werbe­sprech­stunde" mit Tobias Lammert vor dem Bidding-Verfahren, also der Vergabe von Werbung an den günstigsten Anbieter, denn "je billiger es wird, desto mehr Müll bekommt man unter dem Strich". Auch zu viel Targeting berge eine Gefahr, weil Menschen außerhalb der eigentlichen Ziel­gruppe, die ein Produkt dennoch kaufen würden, nicht erreicht werden. Im Umgang mit Neu­kunden müsse er viel Transparenz bieten.
youtube.com (22-Min-Video)

Wunderman Thompson holt Alkisti Stolp und Florian Straßer ins Management.

Stolpert nicht: Die Agentur Wunderman Thompson engagiert Alkisti Stolp (Foto) als Chief Client Officer und Florian Straßer als Finanzchef. Stolps Stelle wurde neu geschaffen, sie kommt von der Berliner Niederlassung der WPP-Tochter Mediamonks. Straßer stößt von Ogilvy Deutschland hinzu, wo er Executive Finance Director war. Er ersetzt Tanja Albert, die ab März einen neuen Job innerhalb der Gruppe annehmen soll.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

“Der Aktivismus-Vorwurf ist ein ganz übler” – Özden Terli über Klima-Bericht­erstattung und Kritik.


Trotzt Wind und Wetter: "In erster Linie sind wir Journalisten und stellen dar, ordnen ein und zeigen, was die Realität ist", sagt Özden Terli im turi2 Wissen-Podcast. Dem Diplom-Meteorologen fällt es schwer, bei Temperaturen von 40 Grad und monate­langer Trockenheit von "schönem Wetter" zu reden. Kritik und Shitstorms erntet er regelmäßig, weil er nicht nur das Wetter ansagt, sondern einordnet und gezielt den Klimawandel und seine Folgen anspricht. Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl sagt er, dass der Vorwurf, Klima­aktivismus zu betreiben, "ein ganz übler" ist. Bei dem Thema gehe es um die "Lebens­grundlage aller Menschen". Die Kritik an seiner Bericht­erstattung komme häufig "aus einer gewissen Ecke, die noch nicht verstanden hat, was der Klimawandel bedeutet". Davon lasse sich Terli jedoch nicht beeinflussen – schließlich könne er sich immer wieder auf die physikalischen Gesetze berufen: "Da kann mir jeder vorwerfen, was er will, aber die Physik gilt für alle." Solange sich Journalisten darauf berufen und diese Fakten in den Vordergrund stellen, könne nichts passieren. Deshalb rät Terli allen, die über Klimafakten berichten möchten: "Macht das einfach. Steht da mit beiden Beinen fest auf dem Boden und wehrt euch."

Terli weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer einfach ist. Beim ersten Shitstorm gegen ihn, habe er "nicht mehr gewusst, was los ist". Mittlerweile weiß er, damit umzugehen: "Wer den Shitstorm auslöst, in die Öffentlichkeit zerren und zeigen, dass er falsch liegt." Allerdings kenne er auch "bestimmte Journalisten", die "bewusst Unsinn streuen" – auch das könne man nicht stehen lassen. "Das ist gefährlich und in dem Moment wird auch das Medium als Desinformations-Schleuder genutzt", sagt Terli. Er ist deshalb der festen Überzeugung: "Wir sind Journalisten, wir müssen das einordnen und kommentieren."

Im Podcast gibt Terli weitere Tipps für die Klima­berichterstattung und erklärt, warum es für ihn auch dazu gehört, die Politik "scharf" zu kritisieren.
 

 
Dieser Podcast ist Teil der Agenda-Wochen von turi2: Bis zum 18.12. blicken wir jeden Tag auf die Themen, die die Kommunikations­branche zum Jahres­wechsel bewegen. Am 11. Januar erscheint die turi2 edition #20 – Agenda 2023 als Jahrbuch der Kommunikation mit den Schwer­punkten Vielfalt, Nachhaltigkeit und Resilienz.
turi2.tv (34-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Bundeskanzler Olaf Scholz prüft Rückzug von Twitter.

Vogelbeobachtung: Bundeskanzler Olaf Scholz überlegt, seinen Twitter-Account zu löschen. Der Kanzler und das Bundes­presseamt wägten ab zwischen der Entwicklung der Plattform und "möglichen Alternativen, die man stattdessen nutzen kann", sagt Regierungs­sprecher Steffen Hebestreit im Podcast Geyer & Niesmann. Der nieder­sächsische Minister­präsident Stephan Weil hatte sich am Dienstag von Twitter verabschiedet.
rnd.de, turi2.de (Background)

Alena Buyx plädiert für bessere Datennutzung im Gesundheitsbereich.


Daten-Drama: Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, plädiert für eine bessere und umfangreichere Nutzung von Daten im Gesundheitsbereich. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt sie, die adäquate Nutzung von Patientendaten sei ebenso ethisch geboten wie der Datenschutz. Datenschutz diene zwar dem Schutz von Patienten, dürfe Menschen aber auch nicht schaden – er müsse daher gegen andere Grundrechte wie Gesundheit abgewogen werden. Die bislang bestehenden Regeln müssten u.a. auf Widersprüche durchforstet werden. Es würden etwa zu wenige Daten für die medizinische Forschung genutzt, da die Rechtfertigung einer solchen Nutzung "zu schwer und kompliziert" sei: "Da ist das Maß verloren gegangen".
sueddeutsche.de (€)

Zahl des Tages: Rund 263.000 Menschen in Deutschland sind wohnungslos.

Zahl des Tages: Rund 263.000 Menschen in Deutschland sind wohnungslos, ermittelt erstmals ein Regierungsbericht. 178.000 Obdachlose sind in öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen untergebracht, circa 49.000 gelten durch ihre Unterkunft bei Verwandten oder Freunden als "verdeckt wohnungslos". Etwa 37.000 Personen leben auf der Straße.
evangelisch.de

Oliver Schenk findet Konkurrenz von ARD und ZDF nicht mehr zeitgemäß.

Kooperation statt Konkurrenz: Der Chef der Dresdner Staatskanzlei, Oliver Schenk, wünscht sich im Interview mit der "FAZ" eine engere Zusammenarbeit von ARD und ZDF: Der gegenseitige Wettbewerb um die höchste Quote sei nicht "Teil ihres verfassungsmäßigen Auftrags". Die Sender müssten sich inhaltlich ergänzen; "Krimi gegen Krimi, Show gegen Show" sei "nicht mehr zeitgemäß".
faz.net (€)

Basta: Frankreich startet die Verhütungs-Revolution.

L'amour ne coûte pas cher: Frankreich gibt ab 1. Januar Gratis-Kondome an junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren aus, damit Tête-à-Têtes folgenlos bleiben. Präsident Emmanuel Macron erinnert sich anlässlich dieses Schritts an die stürmische Geschichte der Grande Nation und spricht von einer "Verhütungs-Revolution". Jedenfalls gibt es bald überall im Land freie Pariser.
faz.net

Zitat: Karl Lauterbach wirft Springer vor, seine Tweets “verhetzt” zu haben.

"Es ist bei bestimmten Kollegen von der Springer-Presse mittlerweile ein Sport geworden, einen Tweet des Ministers zu verhetzen."

Im Interview mit dem "Süddeutsche Zeitung Magazin" wirft Gesundheitsminister Karl Lauterbach Springer vor, die Blattlinie verlange, "dass Corona vorbei sei und wie eine Grippe betrachtet werden müsse".
sz-magazin.sueddeutsche.de (€)

Klick-Tipp: Katrin Eigendorf über ihren Job als Kriegsreporterin.

Klick-Tipp: Journalistin Katrin Eigendorf gibt dem "Süddeutsche Zeitung Magazin" im Interview ohne Worte Einblick in ihre Arbeit als Kriegsreporterin. Besonders leicht fällt ihr im Job offenbar das Kontakte knüpfen. Die 90er Jahre erlebte sie als Frau in der Medienbranche – je nach Interpretation – unterdrückend oder "zum Haare raufen".
sz-magazin.sueddeutsche.de

“Spiegel”: Springer verlangt von Robert Schneider einen Drogentest.

Springer bittet den designierten "Bild"-Co-Chef­redakteur Robert Schneider zum Drogen­test, berichtet der "Spiegel". Der bisherige "Focus"-Chef sei nach Unter­zeichnung seines Vertrags um einen entsprechenden Nachweis gebeten worden – offenbar unerwartet. Aus Schneiders Umfeld hört der "Spiegel", dass er davon vorher nichts gewusst habe. Ein Springer-Sprecher verteidigt das Prozedere: Wie "in vielen international tätigen Unternehmen üblich" gehöre zur Einstellung inzwischen auch ein Drogen­screening.
spiegel.de (€)

RBB beruft Juristische Direktorin Susann Lange ab.

RBB trennt sich von seiner Juristischen Direktorin Susann Lange. Der Rundfunkrat stimmt der Abberufung auf Vorschlag von Interims­intendantin Katrin Vernau zu. Über Details und Gründe der Trennung macht der Sender "aus Gründen des Persönlichkeits- und Daten­schutzes" keine Angaben. Business Insider hatte Ende August berichtet, im Justiziariat seien Daten gelöscht worden. Lange gibt an, keine Daten vernichtet oder Anweisungen dazu gegeben zu haben.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Warntag: Probe-Alarm erreicht nicht alle, Behörden dennoch zufrieden.


Verwarnung: Der bundes­weite Warntag heute offenbart die Schwächen der Katastrophen- und Gefahren-Warnung – war also in dieser Hinsicht ein Erfolg. Um 10.59 Uhr – und damit eine Minute früher als geplant – schrillen Smartphones im ganzen Land, nachdem das Bundesamt für Bevölkerungs­schutz und Katastrophen­hilfe eine Test­warnung abgesetzt hat. Die Meldung über das in Deutschland neu eingeführte System Cell Broadcast erreicht aber nur Geräte, die eingeschaltet und auf Empfang sind sowie das neueste Update haben. In sozialen Medien, etwa bei Twitter, finden sich zahlreiche Meldungen von Nutzern, die keine Benachrichtigung erhalten haben. Auch über Warn-Apps, Radio und TV sowie öffentliche Displays wurde gewarnt. Heise.de beobachtet, "dass Android-Geräte warn­technisch besser aufgestellt sind als iOS-Geräte". Die BKK-Server sind zeitweise überlastet. Eine eigentlich für 11.45 Uhr geplante Entwarnung haben viele gar nicht bekommen. Christian Erxleben kommentiert bei Basic Thinking: "Bitte lass es in Deutschland keine Katastrophe geben!" Die Behörden werten den Warntag dennoch als Erfolg: "Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme hat funktioniert", sagt BBK-Präsident Ralph Tiesler, räumt aber ein, dass es "an der einen oder anderen Stelle Verbesserungsbedarf" gebe. Mittels Online-Umfrage sammelt das BKK Rückmeldungen der Bevölkerung, eine Auswertung soll Anfang 2023 vorliegen. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa / Picture Alliance)
heise.de, taz.de, faz.net, tagesschau.de

Kindersender Junior stellt nach Aus bei Sky den Betrieb ein.

Junger Tod: Der Kinder-Bezahlsender Junior stellt zum 31.12. seinen Betrieb. Grund ist, dass Sky das Programm der Firma Studio 100 Media aus dem Portfolio nimmt. Zwar ist Junior auch in Österreich und der Schweiz über Pay-TV-Plattformen verfügbar, ohne Sky als mit Abstand größtem und wichtigstem Partner ließe sich der Sender jedoch wirtschaftlich nicht weiter betreiben .
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Thomas Schultz-Homberg will Menschen dazu bringen, regelmäßig Nachrichten zu konsumieren.

"Unsere Aufgabe ist es nicht, bessere Unterhaltung zu bieten als Disney+."

Thomas Schultz-Homberg, CEO der Kölner Stadt-Anzeiger Medien, sieht Streaming- und Gaming-Dienste als größte Konkurrenz für Nachrichten­medien, sagt er im Interview bei Meedia.de. Seine Lokal­medien bieten zur Zerstreuung auch Freizeit- oder Gastro-Tipps, Haupt­aufgabe sei jedoch, Menschen dazu zu bringen, "regelmäßig Nachrichten zu konsumieren".
meedia.de (€)

EuGH: Google muss Links zu Seiten mit Falschinfos löschen.

Google muss Links zu Seiten löschen, die nachweislich Falsch­informationen enthalten, entscheidet der Europäischen Gerichts­hof. Für die Löschung bedürfe es keiner richterlichen Entscheidung, die Betroffenen müssten lediglich diejenigen Beweise vorlegen, deren Zusammen­stellung für sie zumutbar sei. Geklagt hatte ein deutsches Ehepaar, das mit Geldanlagen anbietet. Eine US-Website hatte Falsch­infos über dessen Anlage­modelle verbreitet.
tagesschau.de

Zitat: Die Menschen kaufen in der Krise nicht nur Schnäppchen, sagt Carsten Dorn.

"Die Menschen wollen zwar sparen, aber sie sind keine Konsumverweigerer und das reine Schnäppchen ist nicht alles. Der Konsum wird bewusster."

Carsten Dorn, Geschäfts­führer der Score Media Group, sagt im turi2-Interview, dass Werbung in Tages­zeitungen in der Krise "beim Sparen und beim Planen" hilft – und das wirkt auf viele Menschen "beruhigend".
turi2.de, turi2.de/agenda2023 (weitere Beiträge)

VRM verpasst seinen Nachrichtenportalen eine neue Optik.

VRMs Eleven: Das Mainzer Medien­­unternehmen VRM hat seine elf Nachrichtenportale, darunter allgemeine-zeitung.de und wiesbadener-kurier.de, optisch überarbeitet. Die Nutzer­führung sei jetzt einfacher und intuitiver, außerdem lassen sich Inhalte personalisieren. Neu gestaltet wurden auch die Übersichts­seiten Politik, Sport und Panorama sowie die lokalen Schau­fenster.
per Mail

Nachhaltige Startups pitchen in Podcast-Show mit Katrin Bauerfeind um 100.000 Euro.

Podcast-Pitch: In der neuen Podcast-Show "Frau Bauer­feind rettet die Welt" stellen sich 18 nachhaltige Start-ups der Einschätzung von Moderatorin Katrin Bauerfeind sowie ihren Side-Hosts Johannes Strate und Ralph Caspers. Den Unternehmen aus den Bereichen Umwelt, Mobilität, Fashion oder Food winkt ein Preisgeld von 100.000 Euro. Der Podcast von Seven.One Audio und Pool Artists läuft ab 13. Dezember immer dienstags auf allen Plattformen.
podigee.io (2-Min-Audio, Trailer)

Axel Hellmann und Oliver Leki werden Intermins-Geschäftsführer der DFL.

Ein Doppel für Donata: Die Deutsche Fußball Liga macht Axel Hellmann und Oliver Leki zu Geschäfts­führern und damit Nachfolgern von Donata Hopfen. Sie sollen die Geschäfte bis Ende Juni 2023 übergangs­weise leiten. Hellmann ist Vorstands­sprecher bei Eintracht Frankfurt, Leki Vorstands­mitglied des Sport-Club Freiburg. Beide gehören dem DFL-Präsidium an.
dfl.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Christian Jakubetz stellt sieben Thesen für das Medienjahr 2023 auf.

Lese-Tipp: Auf seinem Blog stellt Christian Jakubetz sieben Thesen für das Medien­jahr 2023 auf, die aus seiner Sicht "Potential zum grundlegenden Game­changer" haben. Er glaubt u.a., dass sich Medien aus Social Media zurückziehen werden, KI "zunehmend die Rolle des Gate­keepers einnimmt" und Verlage, die 2023 noch keine brauchbare Digital­strategie haben, sich "Gedanken über ihre Beerdigung" machen müssen.
blog-cj.de via bildblog.de

Zitat: Donata Hopfen hat am Ende nur noch wenig Rückhalt gespürt.

"Oft agiert man auf neuem Terrain, positive Ergebnisse zeigen sich meist erst sehr viel später. Für all das braucht man einen langen Atem, den Rückhalt und das gemeinsame Agieren aller Stake­holder. Dieses habe ich am Ende nicht mehr gespürt."

Die scheidende Geschäfts­führerin Donata Hopfen beklagt bei Linked-in mangelnde Rücken­deckung bei der DFL.
linkedin.com

Basta: DHL macht wieder Mode.

Packender Look: DHL bringt am Freitag seine zweite Merchandise-Kollektion zusammen mit der malaysischen Designerin Christy Ng an den Start. Jacken kosten 59 Dollar aufwärts, eine mittelgroße Tasche 36 Dollar. Das perfekte Geschenk für alle, die als Kind Postbote werden wollten – und die als Erwachsene den echten Paket­boten mit Dauer­bestellungen das Leben schwer machen.
dpdhl.com, int.christyng.com (Kollektion), youtube.com (37-Sek-Video, Kampagnen-Film)

Sascha Wolfinger übernimmt Leitung der Kommunikation von Stellantis in Deutschland.

Fährt vor: Ab 1. Januar leitet Sascha Wolfinger die Kommunikation des Autobauers Stellantis in Deutschland. Er kommt für Michael Göntgens, der zunächst eine Eltern­zeit­pause einlegt und danach eine neue Management-Stelle im Konzern erhält. Wolfinger ist aktuell noch Leiter Produkt­kommunikation innerhalb der deutschen PR-Organisation von Stellantis.
kom.de

Hör-Tipp: WM-Berichterstattung ist oft “folkloristisch”, sagt Nils Minkmar.

Hör-Tipp: Die Bericht­erstattung über Katar ist während der WM oft "touristisch und folkloristisch", als wäre das Land ein Märchen aus 1001 Nacht, sagt Nils Minkmar im "Quoted"-Medien­podcast. Politische Entwicklungen würden kaum abgedeckt. "SZ"-Politik­redakteurin Dunja Ramadan beobachtet, dass Medien die Zustände in Iran und Katar einfach gleichsetzen, obwohl das nicht der Realität entspricht.
sueddeutsche.de (33-Min-Audio)

Streaming-Tipp: “Feinschmecker” richtet Riesling Cup virtuell aus.

Streaming-Tipp: Das Magazin "Feinschmecker" präsentiert seinen Wein-Wettbewerb Riesling Cup heute als Virtual-Reality-Show. Im 3D-Metaverse-Studio des Startups Room stellen Wein-Experte Hendrik Thoma und Chef­redakteurin Deborah Middelhoff ab 18 Uhr die Sieger­weine vor und holen virtuell Winzer zum Talk dazu. Die Teilnehmenden erscheinen nicht als Avatare, sondern als frei­gestelltes, persönliches Live-Videobild. Middelhoff will mit der Show das Thema Wein auch für eine jüngere Ziel­gruppe attraktiv machen.
youtube.com (Live-Stream ab 18 Uhr), feinschmecker.de

“Planbarkeit wirkt beruhigend” – Carsten Dorn über Zeitung und Werbung in der Krise.


Sichere Bank: Tageszeitungen und ihre Werbung können Leserinnen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, sagt Carsten Dorn, Geschäftsführer der Score Media Group im Interview mit Nancy Riegel. In der Studie “Deutschland, dein Zuhause” hat der Zeitungs-Vermarkter untersucht, welche Anzeigen in schwierigen Zeiten am besten funktionieren. Nicht nur Sonderangebote, sondern auch Imagewerbung sind jetzt gefragt. Und: Mehrere Branchen sollten jetzt in der Krise erst recht werben, nicht nur als “vertrauensbildende Maßnahme”. Weiterlesen >>>

Meistgeklickter Kopf gestern war Donata Hopfen.

Meistgeklickter Kopf gestern war Donata Hopfen, die ihren Job als DFL-Geschäfts­führerin nach nur einem Jahr aufgibt. Hinter ihr folgt die medien­übergreifende MDR-Chef­redakteurin Julia Krittian, die Bundes­präsident Frank-Walter Steinmeier an seinem temporären Amts­sitz im sächsischen Freiberg interviewt. Drittmeist­geklickt war Mirijam Trunk, die im turi2-Interview erzählt, wie sie bei RTL Vielfalt und Gleich­berechtigung umsetzt.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 7.12.2022)