News-Ticker vom 12. Juli 2024.


WDR-Beschäftigte verlängern laufenden Warnstreik bis Montag. djv-nrw.de

RBB-Radio Fritz und dpa starten Talk-Podcast mit Lilly Blaudszun und Jakob Springfeld. presseportal.de

ARD-Mediathek verkündet Streaming-Rekord zur Fußball-EM. horizont.net

Heimatkanal-Mutter Mainstream Media zieht aus Unterföhring nach Grünwald. clap-club.de

Deutsche KI-Schmiede Aleph Alpha kämpft wohl mit Management-Abgängen. manager-magazin.de

Julian Reichelt verliert erneut vor Gericht.

Reicht's jetzt? "Nius"-Posterboy Julian Reichelt kassiert in seinem laufenden Rechts­streit mit einer trans Frau erneut eine Nieder­lage. Das OLG Frankfurt am Main entscheidet, dass der Begriff "Transe" "ausschließlich eine abwertende Bedeutung" habe. Ein entsprechender Unter­lassungs­anspruch des Land­gerichts Frankfurt ist damit bestätigt. Die Entscheidung ist nicht anfechtbar. Reichelt hatte, nachdem die Frau in einem anderen Fall auf Unterlassungs­ansprüche verzichtete, einen Artikel mit der Überschrift gepostet: "Versuchte Abmahnung gegen Ansage: Totalitär tickende Transe zieht den Schwanz ein."
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Eckart Gaddum führt künftig ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt.

Neue Ecke: Beim ZDF wird Eckart Gaddum ab November Chef der Haupt­redaktion Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt. Er führt seit 2008 die Haupt­redaktion Digitale Medien, die zum Jahres­wechsel mit der Haupt­abteilung Programm­planung fusioniert. Diese soll "Planung und Distribution sämtlicher Programminhalte" verantworten. Gaddum folgt auf Susanne Biedenkopf-Kürten, die an die Spitze des ZDF-Landes­studios Hessen wechselt. Ihr Vorgänger dort, Peter Wagner, kommt dafür in die ZDF-Zentrale.
presseportal.zdf.de

Wir graturilieren den Geburtstagskindern am Wochenende.

Wir graturilieren den Geburtstags­kindern des Wochen­endes: Am Samstag feiert "Meedia"-Chef­redakteur Gregory Lipinski seinen 62. Geburtstag. Ulf Heyden, Director New Business bei Burda­Forward, wird 53. Am Sonntag macht Virginie Briand, Partner im Creative Consulting bei Deloitte Digital, die 50 voll. Der Geschäfts­­führer von Raike­schwertner Tourismus, Wolfgang Raike, wird 69.

Reiner Haseloff macht ARD und ZDF für Zeitungssterben mitverantwortlich.


Auf Verleger­linie: Sachsen-Anhalts Minister­präsident Reiner Haseloff wirft ARD und ZDF vor, dass "gerade im ländlichen Raum, die Zeitungen abschmieren, weil Sender massenhaft komplette Essays als Text ins Netz stellen". Es gehe ihm um die "Binnen­pluralität", er kämpfe "da eigentlich auch für Sie als Privat­unternehmen", sagt er im Gespräch mit Cornelius Pollmer und Claudia Tieschky von der "Süddeutschen Zeitung". Die Sender "versuchen teilweise, psychologische Mechanismen in irgendeiner Weise für einen guten Zweck einzusetzen" und begännen damit, "geistige Freiheit einzugrenzen und zu steuern". Für Haseloff werde die Kontroll­funktion zwar ausreichend ausgeübt, doch Medien würden sich "den Themen, die vielen Menschen auf den Nägeln brennen, zu wenig widmen". Klimapolitik spiele etwa bei der Wahlentscheidung laut Demoskopie "kaum eine Rolle". Das solle man "zumindest zur Kenntnis nehmen".
sueddeutsche.de (€)

(Foto: Reuhl / Fotostand / Picture Alliance)

Christian Hümmeler zieht sich vom Chefposten beim “Kölner Stadt-Anzeiger” zurück.

Chef auf Zeit: Der Interims-Chefredakteur des "Kölner Stadt-Anzeiger", Christian Hümmeler, verlässt seinen Posten "aus persönlichen Gründen zum nächst­möglichen Zeit­punkt". Bis seine Nach­folge geregelt ist führt er den Titel allerdings weiter und bleibt der Chef­redaktion "auch zukünftig erhalten", so Heraus­geberin Isabella Neven DuMont. Hümmeler hatte Carsten Fiedler ersetzt, der im November 2023 aus dem Amt geschieden war.
kstamedien.de

Gema-Chef fordert KI-Abgabe für Musikbranche.

KI-Kasse: Der Vorstands­chef der Gema, Tobias Holzmüller, will Geld von Firmen erheben, die KIs mit Musik trainieren. Viele Systeme würden vermutlich über YouTube trainiert, ohne dass Kunst­schaffende um Erlaubnis gefragt oder entlohnt würden. Holzmüller denkt an eine Vergütung für Betroffene, kann sich aber auch eine generelle Abgabe vorstellen, "die der ganzen Branche zugute­kommen würde", sagt er dem "Münchener Merkur".
digitalfernsehen.de

EU-Kommission macht X in Untersuchung folgenschwere Vorwürfe.

X-beliebig: Die EU-Kommission wirft dem sozialen Netz­werk X Verstöße gegen EU-Recht vor. Die Verifizierungs­praxis von X könne User in die Irre führen, besagen vorläufige Unter­suchungs­ergebnisse, die die Kommission heute veröffentlicht. X missachte auch Vorgaben zur Werbe- und Daten­transparenz des Gesetzes über digitale Dienste. Die EU kann im vorliegenden Fall Strafen von bis zu sechs Prozent des Jahres­umsatzes verhängen. Der Dienst hat nun Zeit, Stellung zu den publizierten Ergebnissen zu nehmen. X hatte unter Neu-Eigner Elon Musk seine einst zur Verifizierung gedachten Haken zu einem Accessoire für Bezahl-User umgewandelt.
rnd.de

Zitat: “Meedia”-Chefredakteur Gregory Lipinski sieht bei einer Springer-Spaltung nur Gewinner.

"Eine Aufspaltung des Konzerns bringt für beide Seiten Vorteile. Sie erlangen dadurch nicht nur die alleinige Kontrolle über die jeweiligen Unter­nehmens­teile. Sie können das Rubriken- und Medien­geschäft getrennt leichter an die Börse bringen."

"Meedia"-Chefredakteur Gregory Lipinski sieht einen scheinbar "idealen" Zeitpunkt für einen getrennten Börsen­gang der Springer-Sparten und verweist u.a. auf den Börsen-Hype um KI-Geschäfte.
meedia.de (€)

Sky zieht Live-Rechte für Junioren-Fußball an Land.

Kika-Kicker: Medien­marke Sky verkündet eine exklusive Partnerschaft mit den U17- und U19-Nach­wuchs­ligen des DFB sowie dem Junioren-DFB-Pokal. Sky gewinnt die Rechte der Wett­bewerbe für die kommenden drei Jahre und will rund 70 Partien live und frei empfangbar über TV und Streaming verbreiten. Der Streaming­dienst Wow wird zudem Sponsor der Nach­wuchs­liga und der DFB-Junioren.
presseportal.de

Basta: Die LBS duzt ihre Kundschaft jetzt.

Persönliche Patte: Die Bau­spar­kasse LBS aktualisiert ihren seit 45 Jahren geltenden Marken­claim "Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause". Mit "Wir geben deiner Zukunft ein Zuhause" will man dem veränderten Kommunikations­verhalten Rechnung tragen und zielt offenbar auf Jüngere ab. Wer auf das "Sie" besteht, guckt wohl in die Röhre – zumindest bis zum Gegen­trend à la "Diba, dibasie".
presse.lbs.de

Aldi Nord macht Lukas Klunke zum Marketingchef.

DisKlunker: Bei Aldi Nord steigt Lukas Klunke ab 2025 zum Managing Director Marketing & Communications auf. Derzeit ist Klunke beim Discounter noch Director Sales für die Region Herten und startet zunächst in eine Einarbeitungs­phase. Er folgt auf den einst von Lidl gekommenen Gianfranco Brunetti, dessen plötzlicher Abgang wohl wegen "strategischer Differenzen" erfolgt ist.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die professionellen Strukturen hinter Fußball-Profis auf Social Media.

Lese-Tipp: Fußballer Toni Kroos erreicht per Instagram-Post "mehr Menschen als die ARD mit der Live­über­tragung", schreibt Tim Spark und blickt auf das "Milliarden­business" der Stars im Netz. Ex-Journalist Kai Psotta von der Spieler­beratungs­agentur Sports360 sagt, man entwickle gemeinsam eine "ganz­heitliche Kommunikations­strategie", am Ende müsse der Spieler aber Ideen­geber sein. Bei National­trainer Julian Nagelsmann sei vor dem Turnier wichtig gewesen, seine Medien­arbeit richtig zu dosieren.
manager-magazin.de

Untersuchung: Russische Trollarmeen haben zur EU-Wahl für Rechte geworben.

Trommel-Trolle: Zur EU-Wahl haben offenbar aus Russland gesteuerte Troll­armeen im Netz massen­haft für rechte Parteien getrommelt, besagt eine Unter­suchung des Forschungs­instituts Troll­rensics für die nieder­ländischen Sozial­demokraten. In Deutschland habe besonders die AfD profitiert. Tausende von wenigen Personen gesteuerte Accounts hätten nebst der Wahl­unter­stützung auch russische Propaganda verbreitet. Allein auf X seien 5.000 Accounts einge­spannt gewesen.
spiegel.de

Meistgeklickter Mann gestern war Gregory Lipinski.

Meistgeklickter Mann gestern war "Meedia"-Chefredakteur Gregory Lipinski, der über die Hintergründe der Verzögerung des Bezahl­angebots stern+ berichtet. Ihm folgen im Ranking "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und "Zeit Online"-Chef Jochen Wegner, die im "Horizont"-Doppel­interview über die Annäherung von Print- und Online-Redaktion sprechen.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Männer am 11.07.2024)

Fotograf Thomas Höpker, 88, ist tot.

Thomas Höpker, 88, ist tot. Der international renommierte deutsche Fotograf ist am Mittwoch in Santiago de Chile gestorben, teilt seine Agentur Magnum Photos mit. Er foto­grafierte ab 1964 für den "stern", 1976 zog es ihn nach New York. Eines seiner bekanntesten Bilder zeigt eine scheinbar unbekümmerte Gruppe junger Menschen am East River, während im Hintergrund nach dem Terror-Anschlag von 11. September 2001 das World-Trade-Center raucht.
stern.de, sueddeutsche.de (€), stern.de (9/11-Foto)

Italien hat größtes Interesse an Olympia, in Deutschland nur jeder Dritte.

Dabeisein.. muss auch nicht sein: Das deutsche Interesse an den Olympischen Sommerspielen in Paris ist im internationalen Vergleich eher gering, sagt eine YouGov-Umfrage in elf Ländern. Von den deutschen Befragten zeigen 35 % Interesse, am höchsten ist der Wert mit 53 % in Italien, gefolgt von Australien und Mexiko mit jeweils 52 %. Im internationalen Schnitt finden 44 % Olympia interessant. Von den Olympia-Sponsoren ist 72 % der Befragten Coca-Cola aufgefallen, in Deutschland 63 %.
yougov.de, horizont.net (€)

Sächsische SPD-Spitzenkandidatin wirbt mit CDU-Konkurrenten.

Wahlhelfer wider Willen: Werber Raphael Brinkert spannt für eine Kampagne der sächsischen SPD-Spitzen­kandidatin Petra Köpping unfreiwillig den CDU-Minister­präsidenten Michael Kretschmer ein. Auf dem Plakat sind Kretschmer und Köpping zu sehen, dazu der Text: "Hinter dem Erfolg von diesem Mann ... steckt eine starke Frau, die es kann." Köpping ist seit 2019 Sozial­ministerin in Kretschmers Kabinett, davor war sie sächsische Ministerin für Gleich­stellung und Integration.
bild.de, lvz.de

(Foto: Robert Michael/ dpa / Picture Alliance)

“Financial Times”: Springer und KKR sollen über Aufspaltung von Axel Springer verhandeln.


Springt auseinander: Der Medienkonzern Axel Springer soll laut eines Berichts der "Financial Times" mit Investor KKR über eine Aufspaltung in zwei Teile verhandeln. Demnach könnte KKR zusammen mit dem kanadischen Pension­fonds CPPIB die Kontrolle über das Kleinanzeigen-Geschäft bekommen, zu dem die Job-Plattform Stepstone und die Immobilien-Sparte Aviv gehören. Springer-Chef Mathias Döpfner würde zusammen mit Verleger­witwe Friede Springer das Sagen im Medien­geschäft haben. Dazu gehören die Zeitungen "Bild" und "Welt" sowie die US-Medien "Politico" und "Business Insider". Springer wolle den Bericht auf Nachfrage von Reuters nicht kommentieren. Eine Aufspaltung könnte den Weg für KKRs Ausstieg nach fünf Jahren ebnen. Derzeit hält KKR noch 35,6 % an Springer, CPPIB hat 12,9 %.
spiegel.de, handelsblatt.com, reuters.com, ft.com (€)

(Foto: Picture Alliance / Schoening)

Handwerker Radio von Holzmann Medien stellt sich neu auf.

Handfestes Programm: Das Handwerker Radio, der Websender von Holzmann Medien, hat sein Programm komplett erneuert. "Es ist kein Stein auf dem anderen geblieben", sagt Verleger Alexander Holzmann. Das Programm mit einem "Sound für Macher" richtet sich insbesondere an Inhaber, Meister oder leitende Angestellte in Hand­werks­betrieben. Branchen­relevante Inhalte kommen u.a. aus der Redaktion der "Deutschen Handwerks Zeitung". Unter­stützung beim Relaunch gab es von der Leipziger Audio-Beratung Audigen.
radioszene.de, handwerker-radio.de

Redaktion vom “Westfalen-Blatt” soll nach Brand im Verlagshaus “zusammenrücken.”

Westfalen-Blatt: Nach dem Brand im Bielefelder Verlagshaus soll die Redaktion am zweiten Standort, dem Sitz der Lokal­redaktion, "zusammen­rücken", sagt Geschäfts­führer Marc Zahlmann dem epd. Zudem erwäge der Verlag weitere Büroräume anzumieten, mehr Beschäftigte sollen im Home-Office arbeiten. Ob das abgebrannte Gebäude wieder aufgebaut werde, sei bisher nicht klar.
medien.epd.de (€), turi2.de (Background)

“Zeit”-Podcast befasst sich mit Tätern und Opfern des Holocaust.

Geisterstimmen: Die "Zeit" veröffentlicht den acht­teiligen Doku-Podcast "Deutsche Geister" über die NS-Vergangenheit. Britta Stuff, Leiterin des Ressorts "Entdecken", und Reporter Stephan Lebert zeichnen darin das Leben des jüdischen Zwangs­arbeiters Robert Schmusch und des SS-Offiziers Willy Schmidt nach, die vor über 80 Jahren im Warschauer Ghetto auf­einander­trafen. Die ersten beiden Folgen sind gratis, die übrigen gibt es nur für Z+-Abonnenten.
zeit-verlagsgruppe.de, zeit.de

Zahl des Tages: Sat.1 ordert 120 neue Folgen der “Landarztpraxis”.

Zahl des Tages: Gleich 120 Folgen bestellt Sat.1 für die dritte Staffel der täglichen Vorabend­serie Die Land­arzt­praxis, verrät Sender­chef Marc Rasmus (Foto) im "DWDL"-Interview. Die erste Staffel hatte nur 60 Folgen, die zweite 80. Nach Abschluss der zweiten Staffel über­nimmt ab Ende August die neue Serie "Die Spreewald­klinik" vorüber­gehend den Sende­platz.
dwdl.de

Basta: Roland Kaiser bekommt eigene Briefmarken.

Des Kaisers neue Marken: Die Deutsche Post schenkt Schlagerstar Roland Kaiser zu seinem 50-jährigen Bühnen-Jubiläum ein Set eigener Briefmarken. Auf den vier Postwertzeichen zu je 100 Cent sind Songtitel von Kaiser zu lesen, etwa "Santa Maria" oder "Dich zu lieben". Da ein Teil der verkauften Marken von Fans wohl nie zum Frankieren von Briefen genutzt werden wird, kann die Post zur nächsten Bilanz-PK schon mal Sieben Fässer Wein bestellen.
spiegel.de, group.dhl.com

Video-Tipp: Wie “L’amour toujours” zum rechten Meme wurde.

Video-Tipp: Das NDR-Medienmagazin "Zapp" begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung der Umtextung des Eurodance-Hits "L'amour toujours" mit rechten Parolen. Die "Ausländer raus"-Version gebe es nicht erst seit dem "Sylt-Video", ein angehender Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern sagt, es sei unwahr­scheinlich, dass jemand, der im ländlichen Raum in Ost­deutschland aufgewachsen ist, "das noch nie gehört hat". Seit Herbst 2023 häuften sich die Fälle, auch die AfD nutze das Lied seit Monaten in TikTok-Videos. Zeitweise sei der Song auch bei Spotify nach Eingabe des Suchbegriffs "Ausländer" erschienen. Medien­wissen­schaftler Simon Strick sieht den Erfolg des Memes als Ausdruck "rassistischer Alltagskultur".
youtube.com (25-Min-Video)

Linda Zervakis präsentiert Primetime-Doku bei ProSieben.

Künstliche Intellindanz: Moderatorin Linda Zervakis findet nach dem Aus von "Zervakis & Opdenhövel Live" eine neue Beschäftigung bei ProSieben, berichtet "DWDL". Am 20. August präsentiert sie eine Primetime-Doku zum Thema "Kann KI die Demokratie retten?". Kurz vor den Land­tags­wahlen in Sachsen und Thüringen werde sie "mit ihrem persönlichen Avatar 'KI-Linda' durch die Republik" reisen. Jeweils zwei weitere Primetime-Dokus kommen von Thilo Mischke und Jenke von Wilmsdorff.
dwdl.de, turi2.de (Background "ZOL")

News-Ticker vom 11. Juli 2024.


Presserat spricht drei öffentliche Rügen gegen Bild.de aus, u.a. wegen Verstößen gegen den Persönlich­keits­schutz. newsroom.de

Neuer Rekord ohne deutsche Beteiligung: 15,40 Mio Menschen sehen im zweiten Halbfinale der Fußball-EM Englands Final-Einzug. meedia.de

RTL-Zeitschrift "Geolino" veröffentlicht gemeinsam mit Tonies "Checker Tobi"-Hörspielreihe. media.rtl.com

NDR Hamburg eröffnet Pop-up-Studio in Harburger Fußgängerzone. presseportal.de

MDR präsentiert Wahlkonzepte zur Berichterstattung für die Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen. presseportal.de

Waipu TV startet neue Kanäle für Retro-Fans, Science Fiction und Spirituelles. meedia.de

App-Agentur Next München holt Digital-Experte Stephan Enders als Geschäftsführer. new-business.de

Basta: Taxfix lässt Steuer-Buzzwords entschlüsseln.

Im Glas­haus: Die Agentur Accenture Song ent­schlüsselt für eine Kampagne von Taxfix erneut Steuer-Fach­begriffe. So wird aus "Haus­ge­machter Ver­pflegungs­mehr­auf­wand" schlicht "Wurst". Vor­bild­lich finden wir. Leider suchen wir noch ver­geblich eine Agentur, die es schafft, ihre nervigen Werbe-Buzz­words zu ent­schlüsseln – oder einfach nicht mehr zu ver­wenden.
horizont.net (€)

Journalist Nicholas Potter schreibt für “tazzwei” über Medienthemen.

Medien-Beobachter: Der britisch-deutsche Journalist Nicholas Potter verstärkt als Redakteur die "tazzwei", den Kultur- und Gesellschafs­teil der "taz". Sein besonderer Fokus liegt dabei auf Medien­themen, schreibt er bei X. Wie bereits als Autor werde er sich aber auch weiterhin mit Anti­semitismus, Rechts­extremismus und Rassismus befassen. Potter war zuletzt vier Jahre für die Amadeu-Antonio-Stiftung tätig.
x.com/n1ckism

Meistgeklickter Kopf gestern war Georgine Kellermann.

Meistgeklickter Kopf gestern war Georgine Kellermann, die nach einer Fahrt mit englischen Fußball-Fans im Regionalexpress den Holländern den Sieg im EM-Halbfinale gewünscht hätte. Ihr folgen im Ranking "Hart aber fair"-Moderator Louis Klamroth, dem die ARD für 2025 eine Bestands­garantie gibt, sowie Moderatorin Salwa Houmsi, die am Mittwoch Geburtstag hatte.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 10.07.2024)

Social-Media-Nutzung in Deutschland geht zurück.

Social-Media-Nutzung in Deutschland ist erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder rückläufig, sagt der "Social-Media-Atlas 2024". Demnach sind 80 % der deutschen Internet­nutzer ab 16 Jahren in sozialen Netzwerken, Messaging-Diensten, Blogs oder Foren unterwegs – vier Prozent­punkte weniger als 2023. Die private Nutzungs­dauer liegt mit durch­schnittlich 18,7 Stunden pro Woche 2,1 Stunden unter dem Vor­jahres­wert. Als Grund für den Rückgang sieht die Studie u.a. die Zunahme von Hass­rede und Anti­semitismus in sozialen Medien sowie die "schiere Flut an irrelevantem Content".
presseportal.de

Zitat: “Checker Tobi” bekommt von Kritik an ÖRR wenig ab.

"Ich bekomme nicht viel von dieser üblichen Kritik ab, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk bekommt. Kann aber auch daran liegen, dass einige Leute glauben, ich sei YouTuber. Viele gucken unsere Sendung ja nur dort."

Tobias Krell, aus dem Kinder­fernsehen bekannt als Checker Tobi, erzählt im "Zeit"-Interview, dass er für seine Sendungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften "immer sehr viel Wert­schätzung" bekommt. Die viel zitierte Spaltung der Gesellschaft nehme er in der Kinderwelt nicht wahr.
zeit.de (€)

Lese-Tipp: Welche Informationen Landing Pages von Newsletter liefern sollten.

Lese-Tipp: Was bringt Online-Nutzer dazu, einen Newsletter zu abonnieren? Lennart Schneider hat dafür Hunderte Landing Pages führender Newsletter analysiert. Sein Fazit: Die Seiten müssen auf Anhieb klar machen, an wen der Newsletter sich richtet und was ihn einzigartig macht. Nutzerzahlen oder Leser­meinungen bauen Vertrauen auf, Angaben zu Erscheinungs­frequenz und Lesedauer helfen, den Newsletter in den Alltag einzuplanen.
subscribe-now.beehiiv.com (frei nach kostenloser Newsletter-Anmeldung)

Facebook-Nutzer muss nach Beleidigung Schmerzensgeld an Cem Özdemir zahlen.

Teurer Kommentar: Ein Mann, der Land­wirtschafts­minister Cem Özdemir bei Facebook 2022 als "Dreck­sack" bezeichnet hat, muss 600 Euro Schmerzens­geld und 800 Euro Abmahn­kosten zahlen, entscheidet das Landgericht Koblenz. Der Mann beruft sich auf die Meinungsfreiheit, im konkreten Fall überwiege jedoch Özdemirs Persönlichkeits­recht. Der Äußerung fehle ein sachlicher Bezug zum Inhalt von Özdemirs Post und habe nur das Ziel gehabt, den Politiker zu diffamieren, so das Gericht.
lto.de

EU-Kommission erteilt strengere Auflagen für Porno-Website XNXX.

Nur die Größe zählt: Die EU-Kommission stuft die Porno-Website XNXX als sehr große Online-Plattform im Sinne des europäischen "Digital Services Act" ein. Dadurch unter­liegt die Seite strengeren Auf­lagen und muss bis Mitte November u.a. den Zugang für Minder­jährige verhindern. Zur Liste der "Very Large Online Platforms" gehören nun 25 Seiten und Dienste, darunter auch Google, Amazon oder Zalando.
heise.de, ec.europa.eu

RBB sieht sich durch U-Ausschuss-Bericht bestätigt.

Wie erwartet: Der RBB sieht sich vom Bericht des branden­burgischen Unter­suchungs­aus­schusses zur RBB-Affäre auf seinem Reform­weg bestärkt. Der Bericht bestätige "bislang vor allem uns bekannte Positionen und Entwicklungen", sagt RBB-Sprecher Justus Demmer zu "epd Medien". Der Sender habe interne Kontroll­mechanismen gestärkt, die komplette Geschäfts­leitung neu besetzt und die Gremien­geschäfts­stelle reorganisiert. Zu personellen Konsequenzen könne man sich nicht äußern.
medien.epd.de (€), turi2.de (Background)

Russland verbietet unabhängige Online-Zeitung “Moscow Times”.

Times out: Die russische General­staats­anwalt­schaft stuft die unabhängige Online-Zeitung "Moscow Times" als "unerwünschte Organisation" ein und verbietet den Betrieb im Land. Die Arbeit des Verlags ziele darauf, die "Entscheidungen der russischen Führung zu diskreditieren", heißt es zur Begründung. Schon im November hatte Russland die Zeitung in die Liste der "Auslands­agenten" aufgenommen.
spiegel.de, themoscowtimes.com

Basta: Alexander Bommes macht den Schweini.

Bommsteigi: ARD-Moderator Alexander Bommes ist vor dem EM-Halb­finale Nieder­lande - England schon wieder auf Sendung, als TV-Experte Bastian Schweinsteiger sich noch mit einem nieder­ländischen Spieler unterhält. Bommes stellt seine Frage trotzdem und beantwortet sie als "Schweini" gleich selbst. Vielleicht ja eine Idee, um die Kosten für Sport-Über­tragungen zu senken.
sportschau.de (38-Sek-Video)

Hör-Tipp: Offene Kanäle haben auch nach 40 Jahren noch ihre Relevanz.

Hör-Tipp: 1984 ist der Offene Kanal Ludwigshafen als erster Bürger­funk in Deutschland auf Sendung gegangen. Lange vor YouTube und Social Media waren die Sender eine dritte Säule der deutschen Medien­landschaft. Bei SWR Kultur erzählt der lang­jährige Leiter Wolfgang Ressmann, dass Reich­weite, technische Aus­stattung und medien­pädagogische Betreuung auch heute noch die­jenigen anziehen, die Ihre Videos auf eigenen Kanälen veröffentlichen.
swr.de (5-Min-Audio)

Zahl des Tages: Optimaler Podcast ist 24 Minuten lang.

Zahl des Tages: Bei rund 24 Minuten liegt laut einer Bitkom-Umfrage die optimale Länge von Podcast-Episoden. Nur 36 % der befragten Podcast-Nutzer hören Podcasts komplett, 39 % mehr als die Hälfte. Lediglich 2 % lauschen Podcasts auch in erhöhter Geschwindigkeit. 45 % der Befragten nutzen zumindest hin und wieder Podcasts, 27 % bis zu einer Stunde, 23 % mehr als drei Stunden pro Woche.
bitkom.org

“Zeit” lebt weiterhin “Print first”, Zeitungs- und Online-Redaktion rücken aber zusammen.


Print-Primat: Die Redaktionen von "Zeit" und "Zeit Online" sollen in den kommenden zwölf Monaten unter ein gemeinsames Markendach rücken und unter einem Namen auftreten, berichtet "Horizont". Dennoch soll die gedruckte Zeitung auch in Zukunft Vorrang haben: "Wir leben 'Print First'. Die Wochen­ausgabe hat grund­sätzlich das Erst­zugriffs­recht auch für alle digitalen Inhalte", sagt "Zeit Online"-Chefredakteur Jochen Wegner (rechts) im "Horizont"-Doppel­interview mit "Zeit"-Chef­redakteur Giovanni di Lorenzo (links). Besondere Geschichten und exklusive Stücke halte die Online-Redaktion für Print zurück, damit "auch die Print-Ausgabe weiter glänzen kann", so di Lorenzo. Die Leserinnen hätten "feine Antennen" und würden wahrnehmen, wenn beim Erscheinen des Blattes alles Wichtige schon online zu lesen war. "Man muss den Leuten wirklich nicht mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen", formuliert es di Lorenzo drastisch und ist überzeugt: "Wenn bei einer klassischen Medienmarke die gedruckte Ausgabe – fast unabhängig von ihrer Auflage – inhaltlich nicht mehr funktioniert, dann zerfasert auch der Rest." Das Blattmachen der Print-Ausgabe zwinge "zu permanenter Selbstreflexion". Die gedruckte "Zeit" sollte "mehr denn je eine eigene Handschrift haben" und müsse mehr sein als "ein 'Best of Online'".

Zugleich gewinne die "Zeit" "zwei Drittel bis drei Viertel" aller neuen Digital-Abos "aus Online-Stücken, die nie gedruckt werden", sagt Wegner. Auch die bisher kostenlosen "Zeit"-Podcast sollen künftig aufs Bezahl-Abo einzahlen: "Wir wollen im Herbst behutsam beginnen, neue, eigens produzierte Podcasts, kleine Teile unseres riesigen Archivs oder die jeweils neuste Folge einzelner Formate im Z+-Bezahlmodell anzubieten." Die reine Werbefinanzierung stoße bei manchen "Zeit"-Podcasts wegen ihrer großen Reichweiten an Grenzen. "Wir sind Marktführer hierzulande, spüren das aber noch nicht in unseren Erlösen", so Wegner. Über ein zusätzliches, günstigeres Podcast-only-Abo denke man zwar nach, das erklärte Ziel sei aber: "Wir wollen vor allem unser Voll-Abo Z+ noch attraktiver und haltbarer machen."
horizont.net (€)

(Fotos: Di Lorenzo: Thomas Bartilla/Geisler-Fotopres/ Picture Alliance; Wegner: Andreas Chudowski)