Basta: Eurowings fliegt geschlossenen Flughafen auf Sardien an.

Mach 'nen Abflug: Der erste Ferien-Flug der Lufthansa-Tochter Eurowings nach dem Corona-Lockdown endet ohne Landung auf Sardinien wieder am Startflughafen in Düsseldorf. Grund: Der Zielflughafen Olbia an der Costa Smeralda ist für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt. Immerhin: Eurowings bucht alle Passagiere um. Alle zwei.
t-online.de, spiegel.de, flightradar24.com (Flugroute)

Die Bundesregierung will die Kontakbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern.

Corona: Die Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht sollen nach dem Willen der Bundesregierung noch bis mindestens 5. Juli gelten - und zwar verbindlich und nicht wie vom Thüringer Ministerpräsidenten Ramelow vorgeschlagen nur als Empfehlung. Allerdings seien weitere Lockerungen denkbar: So sollen sich künftig bis zu zehn Personen in der Öffentlichkeit oder in privaten Räumen treffen dürfen.
bild.de (Paid), spiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Marketing muss in der Zeit der Lockerungen vielschichtig denken.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbung muss in der Phase der Lockerungen nach der ersten Corona-Welle die unterschiedlichen Situationen der Adressanten bedenken, schreibt Santiago Campillo-Lundbeck. Nachhaltigkeit sei nicht für alle nun zwingend ein neuer Fokus. Die Kundenlandschaft spalte sich sowohl in diejenigen, die weiter gesundheitliche Sorgen haben und diejenigen, die keine haben auf, als auch in Personen mit wirtschaftlichen Einbußen und welchen, die Konsum nachholen wollen.
horizont.net (Paid)

Nicola Leibinger-Kammüller folgt René Obermann im Herausgeberrat der “Zeit”.

Zeit beruft Nicola Leibinger-Kammüller in ihren Herausgeberrat. Sie folgt auf René Obermann, der seinen Posten auf eigenen Wunsch verlässt, weil der Aufsichtsratvorsitzender bei Airbus wird. Leibinger-Kammüller ist Erbin und Chefin des Maschinenbau-Konzerns Trumpf. Sie ist zudem in verschiedenen Gremien u.a. für das Max-Planck-Institut, die Fraunhofer-Gesellschaft und Siemens tätig. Dem "Zeit"-Herausgeberrat gehören zudem Jutta Allmendinger, Zanny Minton Beddoes, Florian Illies und Josef Joffe an.
zeit-verlagsgruppe.de

Gerhard Schröder startet einen eigenen Podcast.

Hol mir mal ne Flasche Bier n Mikro: Altkanzler Gerhard Schröder geht unter die Podcaster. Ab Dienstag startet seine wöchentliche Podcast-Reihe "Gerhard Schröder - Die Agenda", in der er sich von seinem ehemaligen Regierungssprecher Béla Anda befragen lässt, auf allen gängigen Plattformen. In der Auftaktfolge des zunächst auf acht Episoden angelegten Podcasts lobt Schröder u.a. Angela Merkel und Markus Söder in der Corona-Krise und sagt in Bezug auf sogenannte Corona-Rebellen: "Idioten gab es auf dieser Welt schon immer". In Folge zwei soll es um Wirtschaft und Bildung gehen.
lr-online.de

Bundesgerichtshof: VW-Kunden haben Anspruch auf Schadensersatz.

Dieselskandal: Käufer manipulierter Autos haben grundsätzlich einen Anspruch auf Schadensersatz, urteilt der Bundesgerichtshof. Kunden könnten ihr Fahrzeug zurückgeben und den Kaufpreis teilweise zurückverlangen. Sie müssten die Nutzung des Wagens allerdings anrechnen. Damit bestätigt der BGH in einem konkreten Fall ein Urteil aus der Vorinstanz, gibt damit aber eine wichtige Richtschnur für die rund 60.000 Klagen, deren Urteile noch ausstehen. VW hatte bislang bestritten, dass den Fahrern überhaupt ein Schaden entstanden sei.
spiegel.de

Der Insolvenzverwalter von Thomas Middelhoff hat bisher 14 Mio Euro sichergestellt.

Schuldenberg: Der Rechtsanwalt Thorsten Fuest hat mittlerweile 14 Mio Euro für die Tilgung der Schulden des ehemaligen Bertelsmann- und Arcandor-Chefs Thomas Middelhoff (Foto) eingesammelt, schreibt Bernhard Hertlein. Die anerkannten Forderungen umfassen 80 Mio Euro. Die werden aber wohl kaum zusammenkommen: Anfang Juli tritt für Middelhoff die Restschuldbefreiung in Kraft.
westfalen-blatt.de

Funke lehnt Verkauf der “Krone” ab und geht gegen Schiedsgerichtsentscheidung vor.

Kronen Zeitung: Der Machtkampf um die Zeitung geht in die nächste Runde. Funke kündigt an, gegen die Schiedsgerichtsentscheidung aus der vergangenen Woche wegen "schwerwiegender Unregelmäßigkeiten" vorzugehen. Das Gericht hatte die Kündigung der Verträge zwischen Funke und der Gründerfamilie Dichand für nichtig erklärt und damit die Patt-Situation zwischen den zerstrittenen Parteien verlängert. Gleichzeitig beton Funke, dass der Verlag einen Verkauf seiner Anteile an die Familie Dichand kategorisch ausschließe und auch nicht zu Gesprächen bereit sei.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Deutsche Autohersteller wollen zu Software-Konzernen werden.

Autohersteller in Deutschland fürchten die Konkurrenz von Tesla und Google im Software-Markt, schreiben Franz Hubik, Martin Murphy und Markus Fasse. Die Software von Fahrzeugen werde in Zukunft das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, Tesla habe hier Vorsprung, Google dränge als Frenemy auf den Markt. Daimler, BMW und VW fahren dabei trotz gleichem Ziel unterschiedliche Routen. Während Daimler künftig mit Zusatz-Apps Geld verdienen will, versucht VW seine Software auch anderen Unternehmen anzubieten.
handelsblatt.com

BVDW-Ranking: Deutsche Digital-Agenturen wachsen weiter.

Digital-Agenturen in Deutschland wachsen 2019 beim Hononorumsatz durchschnittlich um 12,7 %, sagt das jährliche Ranking des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft. Die mehr als 170 Agenturen setzen zusammen 1,94 Mrd Euro um. Den mit Abstand meisten Umsatz macht mit 27 % Wachstum und 138 Mio Euro die Agenturgruppe Reply. Die PIA Group erobert mit fast 50 % Wachstum Platz 2, die Plan.Net-Gruppe von Serviceplan rutscht auf Platz 3 ab.
wuv.de, bvdw.org

Basta: Gabor Steingarts Redaktionsschiff wird zum Touristen-Dampfer.

Butterfahrt mit Steingart: The Pioneer One, Redaktionsschiff von Gabor Steingart, bietet ab Mittwoch Politisches Sightseeing auf dem Berliner Spreebogen an. Für 20 Euro schippern bis zu 15 Gäste eine Stunde zusammen mit Käpt'n Gabor, Chefredakteur Michael Bröcker oder Vize-Chef Gordon Repinski durch die Merkelsche Meerenge, vorbei an den Untiefen der Demokratie bis hin zum Reichstagsriff. Am Spreeufer lauern listige Lobbyisten.
thepioneer.de

“Spiegel”: Bahn-App warnt künftig vor vollen Zügen.

Deutsche Bahn will mittels App und Buchungs­system die Auslastung der Züge steuern, schreibt der "Spiegel". Fahrgäste bekommen bald einen Warnhinweis angezeigt, wenn ein Zug zu 50 % oder mehr belegt ist. Steigen die Reservierungen dennoch, verhindert das System weitere Buchungen. Einsteigen können Passagiere mit Fahrkarte dennoch. Die Bahn hat sich bewusst gegen eine Reservierungspflicht entschieden.
spiegel.de

Lese-Tipp: Öffnung des Europaparks dient als Vorbild für Freizeitparks in aller Welt.

Lese-Tipp: Der Europapark, Deutschlands größter Freizeitpark, will Ende Mai wieder öffnen - Parks in aller Welt blicken gespannt nach Rust, schreibt das "Handelsblatt". Mittels App können sich die Gäste virtuell anstellen, um Warteschlangen zu vermeiden. Gründer Roland Mack bangt um sein Lebenswerk, Zuversicht gebe ihm, dass bereits 2,5 Mio Tickets vorbestellt wurden. Mack sei ein "kampferprobtes Stehaufmännchen", dessen skurrilstes Fahrgeschäft derzeit die "Achterbahn der Gefühle" ist.
handelsblatt.com

Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende – Laura Karasek, Gabor Steingart, Yoram Roth.


Wiedervorlage: Das wichtigste vom Wochenende für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Gute Seiten, schlechte Seiten: Moderatorin Laura Karasek spricht bei turi2.tv über Emanzipation in Zeiten von Corona. "Wir fallen zurück in so ein 50er-Jahre-Ding", befürchtet sie, wenn Männer weiter ihre Termine wahrnehmen und ihren Frauen die Kinder überlassen. Außerdem geht's um Unterhaltung in schwerer Zeit und Solidarität auf Instagram.
turi2.tv (17-Min-Video auf YouTube)


Juristischer Ärger für Gabor Steingart: Der kostenpflichtige Newsletter "Hauptstadt-Briefing" verletzt womöglich die Markenrechte von Detlef Prinz, der seit zwei Jahrzehnten sonntags den gedruckten Hauptstadtbrief als Beilage der "Berliner Morgenpost" herausgibt. Gegen eine einstweilige Verfügung will Steingart Widerspruch einlegen.
turi2.de, horizont.net (Paid)


Wieder unterwegs: Flixbus fährt den Fernbus-Betrieb ab Donnerstag wieder hoch – zunächst mit rund 50 Haltepunkten, darunter Berlin, Frankfurt am Main und Weimar. Auch die Lufthansa will ab Mitte Juni wieder häufiger abheben. Laut "Bild am Sonntag" stehen 20 Urlaubsziele auf dem Flugplan.
manager-magazin.de (Flixbus), bild.de (Lufthansa)


Corona-Schleudern: Auf einen baptistischen Gottesdienst in Frankfurt am Main gehen 40 Infektionen in umliegenden Landkreisen zurück. In einem Restaurant im Landkreis Leer haben sich sieben Menschen mit dem Virus infiziert.
fr.de (Frankfurt), ndr.de (Leer)


Mein Homescreen: Yoram Roth, Fotokünstler und Mit-Eigentümer der Stadtmagazine "Zitty" und "Tip Berlin", zeigt bei turi2 seinen Homescreen. Tagsüber testet er eine neue Foto-App für "Tip", nachts produziert er Techno-Tracks.
turi2.de

Zitat: Die Tabak-Industrie kämpft gegen das Werbeverbot für Zigaretten.

"Glauben Sie mir, es ist brutale Lobbyarbeit geleistet worden."

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, berichtet in der "Welt" von heftigem Widerstand der Tabak-Industrie gegen das geplante Werbeverbot für Zigaretten. Bis 2024 sollen Tabak, Verdampfer und E-Zigaretten schrittweise von Reklame-Plakaten verschwinden.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Datenschützer Ulrich Kelber will große Datenschutz-Fälle europäisch verfolgen.


Eine DSGVO-Polizei für Europa: Der Bundes­daten­schutz­beauftragte und SPD-Politiker Ulrich Kelber will große Daten­schutz-Fälle von einer unabhängigen "Service-Einheit" verfolgen lassen, die an den Europäischen Daten­schutz­ausschuss angegliedert ist. Im Interview mit dem "Handelsblatt" sagt er, dass "wichtige, grenz­über­schreitende und ressourcen­fressende Fälle" von einer solchen Behörde schneller verfolgt werden könnten. So laufen bei den irischen Datenschützer*innen seit Mai 2018 allein elf Verfahren gegen Facebook, von denen noch keines abgeschlossen ist.

Außerdem warnt Kelber vor falschen Anreizen für die Nutzung der geplanten Corona-App. Eine App-Nutzung etwa von der Teilnahme am öffentlichen Leben abhängig, also beispielsweise zu einer Voraussetzung für Restaurant-Besuche zu machen, hält der Datenschützer für kontraproduktiv: "Das wäre schlecht für eine breite Akzeptanz und würde damit letztlich der Wirtschaft schaden."

Eine ausdrückliche Warnung spricht Kelber noch vor der derzeit beliebten Video­konferenz-App Zoom aus. Zwar habe seine Behörde den Anbieter nicht getestet, da die Zoom-Konferenzen aber nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt seien, "ist von dieser Kommunikations­form abzuraten, wenn personenbezogene Daten im Spiel sind". Zoom bietet eine Verschlüsselung an, allerdings nicht für alle Verbindungen.
handelsblatt.com (Paid)

Die Suche nach einem Google-Killer aus Europa geht weiter.

Offene Suche: Die Open Search Foundation will Google eine europäische, nicht kommerzielle Alternative entgegensetzen. Rechenzentren von Unis und Forschungseinrichtungen sollen sich dafür zusammenschließen. Die Initiative hofft auf finanzielle Unterstützung der Politik in Millionenhöhe. Mit einem ähnlichen Manöver sind andere Projekte, darunter Burdas Cliqz, schon gescheitert: Sie konnten sich keine nennenswerten Marktanteile sichern.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Der ehemalige SAP-Chef hat null Bock auf Rente.

"Ich werde nie in Rente gehen. Wie man beim Militär sagt: Ich sterbe in meinen Stiefeln."

Bill McDermott, ehemaliger SAP-Boss, jetzt CEO beim US-Cloud-Anbieter Service Now, erklärt der "Süddeutschen" seine Arbeitsmentalität. Nach dem Unfall, bei dem er 2015 sein linkes Auge verlor, sei ihm klar geworden, dass er eine "höhere Aufgabe in dieser Welt" habe.
"Süddeutsche", S. 15 (Paid)

Zahl des Tages: Nur 24 % weibliche Gäste in Maischbergers Corona-Talks.

Zahl des Tages: Nur 24 % Frauen zählt der "Spiegel" seit Jahresbeginn in den Talk-Runden zu Corona von Sandra Maischberger (Foto), die damit hinter ihren Kolleg*innen Lanz, Illner, Will und Plasberg liegt. Auffällig: In allen untersuchten Shows traten nur wenige Eltern von Kindern im Kita-Alter auf und kaum Frauen ab 60, dafür umso mehr Männer in diesem Alter. "Viele Stimmen fehlen in den Talkshows", resümieren die "Spiegel"-Autor*innen.
spiegel.de

Video-Tipp: Wie Deutschland die Digitalisierung verpennte.

Video-Tipp: Die Bewohner*innen der Lofoten haben schnelleres Internet als die Deutschen, das ist die bittere Erkenntnis einer NDR-Doku für die Reihe "Geschichte im Ersten". Rückblickend zeichnet sich schon in der Nach­kriegs­zeit ab, dass die Bundesrepublik die Digi­ta­li­sie­rung eines Tages verpennen könnte. Heute fehlt es hierzulande selbst in großen Städten an Glasfasernetzen. Andreas Orth erklärt, was politisch schief lief – und wieso "Deutschland den Anschluss verlor".
ardmediathek.de (44-Min-Video), tagesspiegel.de

Australische Corona-App ist weitgehend wirkungslos.

Corona-App in Australien bleibt hinter den Erwartungen: Nur einen Corona-Kontakt, der den Behörden nicht bekannt war, hat die App seit dem Start Ende April gemeldet. In Australien haben 6 Mio Menschen die App installiert. Das entspricht einem Drittel der Smartphone-Nutzer*innen im Land – die Wissenschaft geht davon aus, dass die App erst effektiv arbeitet, wenn mindestens 60 % sie nutzen.
spiegel.de

DFB-Generalsekretär will Nationalelf im September reaktivieren.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius spricht im "Handelsblatt" von seinen Plänen, die Nationalelf im September für Geisterspiele wieder auf den Rasen zu holen. Die Vermarktung der Mannschaft bringt dem DFB das meiste Geld. Es sei Fakt, dass der Verband weder mit der 3. Bundesliga, die am 30. Mai wieder starten soll, noch mit der Frauen-Bundesliga Geld verdiene.
handelsblatt.com (Paid)

Nach rassistischem Werbespot: VW-Betriebsrat vermutet Fehler nicht nur bei Agentur.

VW-Betriebsrat sagt, dass bei der Veröffentlichung des rassistischen Instagram-Werbevideos "ganz offensichtlich auch VW-intern Fehler passiert sind". Deshalb sei es "mehr als irritierend, dass einzelne Unternehmensvertreter bereits jetzt öffentlich der beteiligten Agentur eine Schuld zuweisen." Mit einer geforderten Aufklärung des Vorfalls habe die Konzernrevision inzwischen begonnen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Meinung: “Journalist*in” ist eine inflationär genutzte Berufsbezeichnung.

Journalist*innen sollten sich stärker von den "Herstellern von Regenbogenpostillen, so genannten Reichweitenportalen und boulevardesken Jauchegruben" abgrenzen, meint Hans Hoff. Munter teilt er gegen die "Bild" und Funkes "Der Westen" aus. Er schlägt vor, einen neuen Namen einzuführen, ähnlich ehrenwert wie "Bäcker*in". Der Begriff "Journalist*in" sei "nicht mehr zu gebrauchen".
dwdl.de

Startups könnten die Krise besser überstehen als befürchtet.

Startups kommen dank teils gut gefüllter Kassen und anlaufender staatlicher Hilfsüberweisungen bisher besser durch die Krise als gedacht, schreibt Christoph Kapalschinski. Der Markt für Startup-Investments sei vor der Krise "überhitzt" gewesen. "Jetzt bereitet er sich auf eine neue Normalität vor, zitiert Kapalschinski einen Partner der Beratungsgsfirma EY.
handelsblatt.com

Sky erzielt mit Bundesliga-Konferenz erneut Traumquoten.

Bundesliga beschert Sky auch am zweiten Spieltag nach dem Wiederanpfiff Traumquoten deutlich über dem Senderschnitt: Die Konferenz im Pay- und Free-TV verfolgen 3,08 Mio Zuschauer*innen, ein Marktanteil von 20,5 % - so viel wie kein anderer Sender am Samstag­nachmittag. Bei den 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 28,6 %. Ab dem kommenden Spieltag zeigt Sky die Bundesliga nur noch im Pay-TV.
dwdl.de

“New York Times” würdigt Corona-Tote auf der Titelseite.

New York Times veröffentlicht in ihrer Sonntags­ausgabe die Namen von 1.000 Corona-Toten - stellvertretend für die fast 100.000 Menschen, die in den USA bisher an Covid-19 gestorben sind. Auf der Titelseite stehen eng bedruckt in sechs Spalten hunderte Namen und jeweils ein persönlicher Satz zu den Opfern.
t-online.de, bild.de, nytimes.com

Jan Hofer hat noch nicht mit der “Tagesschau” abgeschlossen.

Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer, 70, könnte die Sendung trotz auslaufendem Vertrag 2021 weiter moderieren, deutet er in einem Interview mit der "Bild" an. Schließlich wache er über Dienstpläne und Social-Media-Kanäle. Für ihn gelte aber: "Ganz oder gar nicht. So ein bisschen weitermachen käme für mich nicht infrage." Fun Fact: Von seiner gesetzlichen Rente könne er "gerade mal die Miete bezahlen."
bild.de (Paid)

Zitat: Wolfgang Schäuble warnt vor einem Ende des “europäischen Zeitalters”.

"Gucken Sie sich das Elend um die Entwicklung einer Corona-App an. Oder die Debatte über die Beteiligung von Huawei in unseren Netzen. Wir brauchen mehr Europa!"

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble spricht sich im Interview mit der "Welt am Sonntag" für mehr europäische Lösungen aus, insbesondere in der Corona-Pandemie. Wenn die Staaten in der aktuellen Krise versagten, sei "das europäische Zeitalter zu Ende", warnt er.
welt.de (Kurzfassung), "Welt", S. 4 (Paid)

Laura Karasek: “Wir fallen zurück in so ein 50er-Jahre-Ding.”


Gute Seiten, schlechte Seiten: Im Video-Interview mit turi2.tv erzählt Medien-Multitalent Laura Karasek, wie schwer es ist, fast ohne physische Kontakte zur Außenwelt ein neues Buch zu schreiben. Das sei schon ohne Virus-Pandemie eine eher einsame Angelegenheit: "Schreiben ist letztendlich ein asozialer Beruf", sagt Karasek. Durch Corona kam erschwerend hinzu, dass sie alte Gefühle und Empfindungen für ihre Texte aus der Erinnerungskiste kramen und recyceln musste. Die studierte Juristin und Rechtsanwältin hat die letzten Wochen außerdem genutzt, um sämtliche Streaming-Dienste nach Perlen zu durchforsten – sie empfiehlt Unorthodox, Hollywood und Mrs. America – und sich von Filmen, Serien und anderen Autor*innen inspirieren zu lassen. Sie habe es genossen, nicht unterwegs sein zu müssen, sagt die 38-Jährige: "Ich war mir selbst auf eine Art und Weise genug. Ich, meine Bücher, mein Netflix und mein Schreiben."

Was Karasek gerade beschäftigt: Sie findet, dass die Krise alte Rollenbilder in der Gesellschaft festigt und beobachtet, "dass wir zurückfallen in so ein 50er-Jahre-Ding". Mit dieser Einschätzung ist Karasek bei Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel, die Frauen im Job jetzt noch stärker benachteiligt sieht als ohnehin schon. Solidarität und Zuspruch für andere Frauen will Karasek deshalb nicht nur, aber auch per Instagram zeigen: "Das ist für mich auch Feminismus, dass man andere Frauen unterstützt, die vielleicht weniger Follower haben oder weniger Aufmerksamkeit." Themen wie diese will sie dann gegen Ende des Jahres wieder in ihrer ZDFneo-Talkshow besprechen. Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von Zart am Limit sollen im Herbst weitergehen.
turi2.tv (17-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Julia Jäkel)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich würde es auch umsonst machen", sagt Laura Karasek im Interview in der turi2 edition #9 (10/2019).



Zahl des Tages: Nur 27 Frauen sitzen in Dax-Vorständen.

Zahl des Tages: Gerade einmal 27 Frauen besetzen die insgesamt 190 Vorstands-Posten der Dax-Unternehmen. Das sind – wie schon im Jahr 2018 – rund 14 %, rechnen die Personalberater*innen von Russell Reynolds Associates vor. Frauen sind im Schnitt etwas jünger als ihre Vorstandskollegen, sind im Vergleich aber durchschnittlich kürzer im Amt. Seit dem Abgang von Jennifer Morgan bei SAP gibt es im Dax keine Vorstandschefin mehr.
faz.net, turi2.de (Background)

Basta: In Neuseeland nehmen Roboter jetzt Schäferhunden die Jobs weg.

Ganz kalte Schnauze: Die US-Robotik-Firma Boston Dynamics schickt seinen vierbeinigen Roboter auf die Weide. In Neuseeland darf er jetzt – in Kooperation mit der Software-Bude Rocos – Schafe hüten. Die Vorteile gegenüber einem echten Hund: Er hört immer aufs Wort und fängt im Regen nicht an zu müffeln. An Knuddeligkeit fehlt es der Maschine aber noch. Der Schoßhund bleibt bis auf Weiteres aus Fleisch und Fell.
businessinsider.com

Klick-Tipp: Wie sich ein Inselstaat gegen die Klima-Sünder wehrt.

Klick-Tipp: Vanuatu, kleiner Südsee-Inselstaat mit paradiesischer Natur, arbeitet seit Monaten auf eine Klimaklage gegen die Industrienationen vor dem internationalen Gerichtshof hin. Die Klimakrise trifft das kleine Land besonders hart, es hat mit stärkeren Zyklonen und dem steigenden Meeresspiegel zu kämpfen. In Texten, Fotos und Videos erzählen Ann Esswein und Felie Zernack von den Ängsten und Hoffnungen der Insel-Bewohner.
projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Mehr als 40 Corona-Infektionen nach Gottesdienst in Frankfurt.

Frankfurt: Im Zusammenhang mit dem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde am 10. Mai bestätigt das Gesundheitsamt mehr als 40 Corona-Infektionen in verschiedenen Landkreisen des Rhein-Main-Gebiets, schreibt Jutta Rippegather. Eine Person befände sich im Krankenhaus. Allein in Hanau seien mehr als ein Dutzend Personen aus dem Gottesdienst-Cluster positiv getestet worden.
fr.de, faz.net, deutschlandfunk.de

Meinung: The Buzzard kann Feindschaft nicht in Verständnis verwandeln.

The Buzzard überschätzt sich bei dem Wunsch, Debatten aus sämtlichen Perspektiven darzustellen und damit gegenseitiges Verständnis zu erzeugen, meint Arno Frank. "Vom bulligen Aufschlag, die gefährdete Demokratie reparieren zu wollen", bleibe nicht viel übrig, schreibt er. Der Dienst eigne sich vor allem für Menschen, die "neu im Dschungel der Meinungen" seien, schaffe es aber nicht, allen übrigen die jeweils andere Seite näher zu bringen.
spiegel.de

Ökonom und Nobelpreisträger Oliver Williamson, 87, ist tot.

Oliver Williamson, Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger, ist tot. Der 87-jährige Professor starb am Donnerstag im kalifornischen Berkeley. Seine Arbeiten zur Frage, warum Unternehmen entstehen, machten ihn bekannt. Auf dem Gebiet der Institutionen-Ökonomik erforschte er das Zusammenspiel von Märkten und Organisationen. 2009 erhielt Williamson gemeinsam mit Elinor Ostrom den Wirtschaftsnobelpreis.
faz.net, newsroom.haas.berkeley.edu

Lese-Tipp: Jung-Journalistin Yasmine M’Barek im Porträt.

Lese-Tipp: Die 21-jährige Journalistin Yasmine M'Barek (Foto) erklärt den Zuhörer*innen ihres Polittee-Podcasts leicht verständlich, was in der Politik passiert, findet Jaqueline Lang. M'Barek sehe sich nicht als Aktivistin, sondern als Beobachterin, auch wenn Medien immer wieder versuchten, ihr die erste Rolle anzuhängen. Die Muslima könne sich vorstellen, später mal in die Politik zu gehen. Sie sei "vielleicht konservativer und auch deutscher als es manchem lieb ist".
sueddeutsche.de, podcasts.apple.com (M'Bareks Podcast)

Bodo Ramelow will allgemeine Corona-Beschränkungen in Thüringen aufheben.

Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow will die im ganzen Bundesland geltenden Corona-Regeln, etwa zum Tragen einer Maske, am 6. Juni aufheben, sagte er der "Thüringer Allgemeinen". Statt eines allgemeinen Lockdowns solle ein Maßnahmenpaket "lokale Ermächtigungen" in den "Vordergrund" stellen. Der Vorschlag soll am Dienstag Thema im Kabinett sein.
mdr.de, thueringer-allgemeinde.de (Paid)

Corona läutet das Drohnen-Zeitalter ein.

Drohnen unterstützen in der Corona-Krise das Ordnungsamt, messen Fieber und liefern Medzingüter aus, beobachtet Alex Williams. Weltweit könnte die Pandemie den fliegenden Robotern zu einem anhaltenden Boom verhelfen – nicht nur als "Eye in the Sky" der Regierung. In Hollywood und in Redaktionen könnten Drohnen für Filmproduktionen und Foto-Aufnahmen schon bald zur Standardausrüstung gehören.
nytimes.com