Basta: Meeresforscher entdeckt echten Spongebob im Atlantik,

Schwamm drüber: Ein Tiefseeroboter entdeckt im Atlantik das reale Pendant zur Zeichentrick-Figur Spongebob und seinem Freund Patrick dem Seestern. 300 Kilometer östlich von New York liegen in 1.800 Meter Tiefe ein quietschgelber Schwamm und ein roter Seestern nebeneinander. Anders als im TV ist der Schwamm für den Seestern jedoch kein Freund – sondern Futter.
businessinsider.de via rnd.de, npr.org (5-Min-Video)

Zitat: Jacob Appelbaum wünscht sich mehr Transparenz bei Pegasus-Enthüllungen.

"Die meisten der Pegasus-Opfer werden vermutlich nie herausfinden, dass sie überwacht wurden."

Kryptografie-Experte und WikiLeaks-Veteran Jacob Appelbaum kritisiert im "Welt"-Interview, dass sich die Veröffentlichungen zur Spionage-Software Pegasus auf prominente Einzelfälle beschränken, statt alle Daten offenzulegen.
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Background)

EU-Kommission prüft Facebooks Übernahme des CRM-Startups Kustomer.

Veto aus Brüssel: Die EU-Kommission meldet Bedenken gegen die geplante Übernahme des Startups Kustomer durch Facebook an. Die Firma bietet Software fürs Kunden­beziehungs­management an, u.a Chatbots über den Facebook Messenger und Instagram. Die EU-Wettbewerbs­hüter fürchten, dass eine Übernahme den Wettbewerb auf dem Markt für CRM-Software einschränken könnte. Zudem bestehe das Risiko, das Facebook seine Position auf dem Markt für Online-Anzeigen weiter stärken könnte, weil dem Konzern durch die Übernahme noch mehr Daten zur Personalisierung zur Verfügung stünden.

Digital- und Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager sagt, die Untersuchung solle sicherstellen, "dass die Daten, zu denen Facebook Zugang erhält, keine Wettbewerbs­verzerrungen verursachen." Die Prüfung soll bis zum 22. Dezember abgeschlossen sein. Facebook hatte die Übernahme von Kustomer bereits im November angekündigt, ohne einen Kaufpreis zu nennen. Laut "Wall Street Journal" kam die Firma damals auf eine Bewertung von rund 1 Mrd Dollar.
rnd.de, handelsblatt.com

RTL-“Dschungelcamp” könnte erneut der Pandemie zum Opfer fallen.

ibes Dschungelcamp Logo 150Dschungelcamp bei RTL steht 2022 womöglich erneut auf der Kippe, berichtet DWDL. Grund: Der britische Sender ITV, mit dem RTL sich bisher die Kulisse in Australien geteilt hat, hat seine Dschungel-Show abgesagt. Stattdessen produzieren die Briten wie schon 2020 in einer Burgruine in Wales. Ein RTL-Sprecher sagt, man wolle "nach wie vor alles versuchen", um eine Show aus Australien zu ermöglichen.
dwdl.de, mirror.co.uk (Absage ITV), turi2.de (Background)

Lufthansa-Prämienprogramm Miles&More ermöglicht Bezahlung mit Meilen.

Flug-Punkte für Boden-Bedürfnisse: Lufthansa erweitert ihr Prämien­programm Miles&More um die Bezahl­funktion Miles Pay. Nutzerinnen mit Miles&More-Mastercard können in Geschäften oder beim Online-Shopping mit ihren gesammelten Meilen zahlen, müssen sie aber vorher via App freischalten. 3.200 Meilen entsprechen derzeit einem Wert von zehn Euro.
handelsblatt.com, miles-and-more.com

Zahl des Tages: “Ostsee-Zeitung” berichtet auffällig oft unkritisch über Aida.

Zahl des Tages: Satte 26 Mal hat Madsacks "Ostsee-Zeitung" im Juni über die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida berichtet, zählt "Katapult MV". Alle Beiträge sind positiv und unkritisch, als Werbung gekennzeichnet ist keiner. "Katapult"-Gründer Benjamin Fredrich wirft der Zeitung vor, "zur Aida-Werbe­maschine geworden" zu sein.
katapult-mv.de

Zitat: Kommerz dominiert den Sport schon lange.

"Die kommerziellen Interessen und Einflüsse dominieren den Mediensport doch schon seit Jahrzehnten. Ansonsten wären Ronaldo und Co. auch keine Millionäre, sondern wie viele andere olympische Athleten Berufssportler zum Mindestlohn."

Robert Zitzmann, Geschäftsführer von Jung von Matt/Sports, spricht im "Horizont"-Interview über die veränderte Wahrnehmung von Kommerz. Dieser werde mittlerweile "oft viel kritischer" eingeordnet, wenn es in das eigene Weltbild passe.
horizont.net (Paid)

Meedia: Abbuchungen bei “Spiegel”-Abonnentinnen unter falschem Namen.


Abo-Aufregung: Beim "Spiegel" hat es technische Probleme beim Einzug der Abo-Gebühren gegeben, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia. Demnach sei bei einigen Abonnentinnen nicht wie üblich eine Abbuchung vom "Spiegel-Verlag", sondern von der Berliner Lernplattform "Sofatutor GmbH" vorgenommen worden.

Der "Spiegel" begründet den Fehler mit technischen Problemen seines Dienstleisters Stripe. Die Abbuchungen selbst seien korrekt gewesen. Der "Spiegel" habe seine Abonnentinnen sofort über den Vorfall informiert.
meedia.de (Paid)

Tui bündelt Management seiner Airlines und streicht Stellen.

Konsolidiert: Tui legt das Management seiner fünf europäischen Flug­gesellschaften zusammen. Chief Airline Officer Marco Ciomperlik (Foto) führt das neue Unternehmen Tui Airlines, der bisherige Chef von Tuifly Deutschland Oliver Lackmann wird Chief Flight Operation Officer aller Flugbetriebe. 40 % des administrativen Personals der Gesellschaften muss gehen. In Deutschland ist der Umbau bereits abgeschlossen. Als Marken bleiben die fünf lokalen Airlines bestehen.
handelsblatt.com

Basta: Sprint-Favoritin freut sich bei Olympia zu früh.

Rang abgelaufen: Die olympische Sprinterin Shericka Jackson hat sich vor dem Überqueren der Ziellinie zu früh gefreut: Kurz vorm Ziel des 200-Meter-Laufs ließ sie sich zu früh zurückfallen, wurde gleich von zwei ihrer Konkurrentinnen überholt – und dadurch komplett vom Siegertreppchen verdrängt. Resümee zum verpassten Einstieg ins Halbfinale: Zum Davonlaufen.
stern.de, instagram.com

Lese-Tipp: Marlis Prinzing über den Wert der Community für Medien.

Lese-Tipp: Medienvertrauen "lässt sich durch eine systematische Zuwendung zur Community stärken", schreibt Journalistik-Professorin Marlis Prinzing. Werden Themen des Publikums aufgegriffen und das Zustandekommen der Berichte thematisiert, wendete es sich den Medien stärker zu. Derzeit profitierten etablierte Angebote schon von gestiegenem Vertrauen im Zuge der Corona-Krise.
tagesspiegel.de

Ex-Amazon-Managerin Sabine Jünger wird Chefin von Otto Retail Media.

Otto holt Sabine Jünger (Foto), 52, als neue Chefin für Retail Media. Sie folgt auf Torsten Ahlers, der das Unternehmen Ende 2020 verlassen hat. Seither lenkt Co-Geschäfts­führerin Sibylle Muchow den Bereich interimistisch. Jünger kommt von Pinterest, wo knapp 1,5 Jahre als Werbechefin tätig war. Zuvor hat sie knapp fünf Jahre lang als Head of Agency bei Amazon gewirkt.
absatzwirtschaft.de, horizont.net (Paid), turi2.de (Background Ahlers)

Meinung: Moderieren wird riskanter.

Albtraumjob Moderatorin? Kluge Moderatorinnen geben in Zeiten des Shitstorms lieber "ein handzahmes Kinderview als ein riskantes Interview", schreibt Oskar Beck in der "Welt". Eigentlich sei Moderation mal ein Traumjob gewesen, zuletzt geraten Moderatorinnen wie zum Beispiel Jessy Wellmer (Foto) immer mehr in den Fokus der Kritikerinnen und müssen Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Auch Kolleginnen wie Katrin Müller-Hohenstein beiße "sich im Zweifelsfall zusehends auf die Zunge". Becks Beobachtung: Jedes Wort könne eines zu viel sein.
welt.de (Paid)

ProSieben bringt “Zervakis & Opdenhövel Live” ab September.

Kamera läuft: ProSieben startet das neue Format "Zervakis & Opdenhövel Live" ab dem 13. September. Die Moderatorinnen Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel gehen dann jeden Montag ab 20.15 Uhr für zwei Stunden auf Sendung. Dort sprechen die beiden mit prominenten Gästen "im neuen Studio über drängende gesellschaftliche Themen unserer Zeit", teilt ProSieben mit.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Die Kooperation von ARD auf TikTok auf dem Prüfstand im Deutschlandfunk Kultur.

Hör-Tipp: TikTok holt sich durch eine Kooperation mit der ARD seriöse Inhalte zur Bundestagswahl auf die Plattform. Im Interview mit Deutschlandfunk Kultur erklärt Stefan Köhler von "Das Ding", dass funk und "Tagesschau" so viele junge Menschen erreichen, die nun zum ersten Mal wählen dürfen. Dirk von Gehlen, Social-Media-Leiter bei der "Süddeutschen", glaubt, dass TikTok mit der Zusammenarbeit sein Image aufpolieren will und wünscht sich, dass die ARD die Daten nach der Wahl öffentlich macht, um herauszufinden, ob sich das Engagement auszahlt.
deutschlandfunkkultur.de (21-Min-Audio)

Linked-in erlaubt fast allen Beschäftigten dauerhaft Home-Office.

Linked-in hebt für fast alle seine 16.000 Beschäftigten die Pflicht zur Rückkehr ins Büro auf. Mitarbeiterinnen können künftig dauerhaft aus dem Home-Office arbeiten – wer sich entscheidet, aus der teuren San Francisco Bay Area wegzuziehen, muss allerdings mit Gehaltskürzungen rechnen. Zuvor hatte das Karriere-Netzwerk bei Wegfall der Corona-Beschränkungen noch erwartet, dass die Belegschaft 50 % ihrer Arbeitszeit im Büro verbringt.
golem.de

Wir graturilieren: Tanit Koch wird 44.


Wir graturilieren: Tanit Koch, früher Chefredakteurin bei "Bild" und RTL, heute Beraterin von Armin Laschet, feiert ihren 44. Geburtstag in Berlin mit Freunden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Mit Blick auf das zurückliegende Lebensjahr schreibt sie, dass sie ihr aktueller Chef und CDU-Kanzlerkandidat echt beeindruckt hat – "völlig objektiv, ganz und gar unbefangen und mit aller kritischen Distanz". Als "kniffligstes Problem" beschreibt sie, wie sie ihren Mietwagen in den USA zum Podcast-Studio für die Produktion der "Stunde Null" mit Horst von Buttlar umfunktionieren musste. Geburtstags-Glükwünsche erreichen Tanit Koch heute auf allen möglichen Wegen "nur nicht per Fax" – u.a. via Twitter.

Video-Tipp: Hochspringer teilen sich Gold-Medaille.

Video-Tipp: Das Hochsprung-Finale in Tokio sorgt für einen echten Olympischen Moment: Die exakt gleichauf liegenden Freunde Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim (Foto) haben die 2,39 Meter in je drei Versuchen nicht gepackt. Statt weiterzuspringen, fragt Barshim den Kampfrichter, ob sie sich die Goldmedaille teilen können. Als der bejaht, bricht die Ekstase sich ihre Bahn.
youtube.com (78-Sek-Video)

DJU-Landesgeschäftsführer Jörg Reichel brutal von Querdenkern attackiert.


Brutal angegriffen: Der Berliner DJU-Landes­geschäftsführer Jörg Reichel ist Opfer einer gewaltsamen Attacke von Protestierenden einer illegalen Querdenker-Demo in Berlin geworden, berichtet der "Tagesspiegel". Der Journalist ist von mehreren Personen vom Fahrrad gerissen und daraufhin geschlagen und getreten worden. Passanten sind ihm zu Hilfe gekommen, nun liegt er mit Schulter- und Beinverletzungen im Krankenhaus.

Der DJU zeigt sich "zutiefst bestürzt". Reichel tritt "unter großem persönlichen Einsatz" seit letztem Jahr bei den Demos "für die Medienschaffenden und die Pressefreiheit" ein, sagt Bundesgeschäftsführerin Monique Hofmann. Der Gewerkschafter sei schon seit Monaten aus der Szene bedroht und beleidigt worden. Sein Name und Bild seien in entsprechenden Telegram-Gruppen zirkuliert. Unser Bild zeigt ihn im Einsatz bei einer Demo Ende April. (Foto: Geisler Fotopress / Picture Alliance)
tagesspiegel.de, dju.verdi.de

Belarussische Olympia-Sprinterin soll nach Verbandskritik zur Abreise gezwungen werden.

Olympia: Nach Kritik an belarussischen Sport­funktionären sollte die Sprinterin Krystsina Tsimanouskaya vorzeitig in ihre Heimat ausgeflogen werden. Am Flughafen hat sie sich jedoch in die Obhut der japanischen Polizei begeben. Reuters berichtet, dass die 24-Jährige nun Asyl in Österreich oder Deutschland anstrebe. Die Sportlerin bittet in einem auf Telegram veröffentlichten Video auch das IOC um Hilfe. Nach ihrer Kritik am Freitag fahren belarussische Medien wohl eine Kampagne gegen sie. Tsimanouskaya hatte u.a. öffentlich beklagt, ohne ihr Wissen in die 4x400-Meter-Staffel aufgenommen worden zu sein.
reuters.com, spiegel.de

“Bild”: Georg Kofler klagt selbst nach Einstellung der Ermittlungen gegen ihn.

Beißt zurück: Die Betrugs-Ermittlungen gegen Georg Kofler sind eingestellt, berichtet die "Bild". Stattdessen ermittele die Staats­anwaltschaft München gegen einen Rechts­anwalt, der von Kofler Geld erpresst haben soll. Da der "Höhle der Löwen"-Juror nicht zahlte, habe der Jurist ihn verklagt. Kofler möchte nun einen sechs­stelligen Schaden­ersatz erwirken, so "Bild".
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Gesundheitsministerkonferenz plant Impfungen für 12- bis 17-Jährige in Impfzentren.

Kindersache: In Impfzentren sollen künftig auch 12- bis 17-Jährige geimpft werden können. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Gesundheits­minister­konferenz am Montag hervor. Sie will zudem Drittimpfungen zur Auffrischung für besondere Risikogruppen ab September ermöglichen. Impfwillige müssen vor mindestens fünf Monaten vollständig geimpft worden sein.
faz.net

Meinung: Der Wahlkampf verblödet das Land.

Das Wesentliche fehlt: "Das politische Pendant zum Trash-TV sind heute Videoschnipsel, an denen sich sogenannte Debatten aufhängen", schreibt Reinhard Bingener in der "FAS". Der aktuelle Wahlkampf mache "das Land "dümmer", Politik wie Journalismus folgten der Logik der der sozialen Medien. Im Fahrwasser "identitätspolitischer Fragen" gingen inhaltliche Fragen unter.
zeitung.faz.net (Paid)

Meinung: MTV wird 40 Jahre alt – und ist inzwischen bedeutungslos.

MTV, einst Kultsender und Karriere-Sprungbrett für Weltstars wie Michael Jackson und Madonna, ist 40 Jahren nach seiner Gründung der Bedeutungslosigkeit nahe, urteilt RND-Redakteur Matthias Schwarzer. Nervige Klingelton-Werbung, mehr Reality-Formate und weniger Musik haben die Fans vergrault, hinzu kam der Aufstieg von YouTube zur Quelle für Musikvideos. Auch den Sprung ins Netz habe MTV Deutschland nie richtig geschafft.
rnd.de

Annalena Baerbock will Gesetzestexte in geschlechter­gerechter Sprache formulieren.

Gesetzesgenderung: Grünen-Kanzler­kandidatin Annalena Baerbock will sich im Falle eines Wahl­erfolgs für geschlechter­gerechte Sprache in Gesetzes­texten einsetzen. Im "Tagesspiegel" sagt sie: "Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mitzumeinen."
plus.tagesspiegel.de (Paid) via bild.de, welt.de

Basta: Britischer Politiker bekommt von BBC-Expertin Alex Scott verbal auf die Mütze.

Hört nicht recht: Ex-Fußball-National­spielerin und BBC-Expertin Alex Scott verteidigt ihren Akzent gegen Anfeindungen und wird mit Wohlwollen überhäuft. Auslöser ist der britische Politiker Digby Jones, der fehlende G-Laute am Ende ihrer Worte "nicht mehr ausstehen kann". Zum Glück lässt sich Jones Geisteshaltung auch ohne G umschreiben: elitär versnobt.
twitter.com via derstandard.at