Hör-Tipp: Thilo Mischke spricht über seine Ängste.

Hör-Tipp: ProSieben-Reporter Thilo Mischke spricht im Interview mit Matze Hielscher sehr offen über Ängste – im Zusammenhang mit der Doku Rechts. Deutsch. Radikal. etwa vor einem Shitstorm. Er erklärt aber auch seine Prägung durch seine Buchhändler-Eltern und sagt, dass er Bücher noch heute so liest, das man sie im Zweifel weiterverkaufen könnte.
soundcloud.com (130-Min-Audio)

ARD-Werbechefin Elke Schneiderbanger glaubt an mehr Marktanteile für Radiowerbung.

Radiowerbung hat das Potential für einen Marktanteil von 8 bis 10 %, sagt ARD-Werbechefin Elke Schneiderbanger im "Horizont"-Doppelinterview mit Christian Scholz, Geschäftsführer AS&S Radio. "Wir müssen Radio endlich Spirit einhauchen, damit es zu fliegen anfängt", sagt sie und behauptet, dass insbesondere in der Coronakrise Radiowerbung "der Impfstoff gegen Rezession" ist.
"Horizont" 43/2020, S. 12 (Paid)

Lese-Tipp: Business Insider stellt TV-Duell-Moderatorin Kristen Welker vor.

Lese-Tipp: Kristen Welker soll schaffen, woran Chris Wallace gescheitert ist: Donald Trump und Joe Biden zu einem guten TV-Duell bringen. Die NBC-Journalistin wird das abschließende Rededuell am Donnerstag moderieren. Business Insider stellt Welker als leidenschaftliche Journalistin vor, die sich schon früh für eine Medienkarriere begeisterte. Über den den Anfang ihrer Beziehung hat die "New York Times" berichtet.
businessinsider.de

Kommunikationschefin Kristina Bulle von P&G hält Haltung für wichtig.

Marken müssen Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themen beziehen, sagt Kristina Bulle, Kommunikationschefin von Procter & Gamble in Deutschland im Interview mit "Horizont". Wichtig seien vor allem die Themen Gleichstellung und Inklusion. Von der Coronakrise habe ihr Unternehmen zum Teil profitieren können, weil zum Beispiel Hygieneartikel und Haartrimmer gefragter wurden.
"Horizont" 43/2020, S. 8 (Paid)

Facebook startet seine Dating-Funktion in Deutschland.


Gefällst mir: Facebook schaltet seine Dating-Funktionen heute in Deutschland und fast allen anderen europäischen Ländern frei. Facebook Dating ist ein separater Bereich innerhalb der Facebook-App, bei der Nutzer*innen ein Dating-Profil erstellen können. Liebessuchende können hier Storys teilen, sich zu Videochats verabreden oder bei Veranstaltungen gleichgesinnte suchen. Eine "heimlicher Schwarm"-Option ermöglicht es, heimlich Interesse an Facebook-Kontakten zu bekunden. Beide Seiten werden nur bei beidseitigem Interesse informiert.

Die Funktionen waren bisher bereits in 20 Regionen, allen voran den USA, aktiv. Laut Facebook wurden weltweit bisher bereits über 1,5 Mrd Matches erzielt. Ursprünglich hatte Facebook der Start seiner Datingangebote in Deutschland bereits zum Valentinstag, also dem 14. Februar, geplant. Wegen Problemen hatte Facebook den Start dann aber kurzfristig auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben. (Foto: Rafael Henrique / Zuma Press / Imago Images)
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Twitter rollt weltweit seine “erst lesen, dann teilen”-Funktion aus.

Erst lesen, dann teilen: Twitter will stärker gegen die Verbreitung von Fake News vorgehen und rollt seine Funktion "Article Prompt" weltweit aus. Nutzer*innen bekommen künftig, wenn sie einen Artikel retweeten wollen, einen Hinweis angezeigt, der sie auffordert, den Beitrag zuvor zu lesen. Twitter teilt mit, Test hätten gezeigt, dass dadurch deutlich seltener Artikel ungelesen weiterverbreitet werden.
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Medieninsider: “Bild”-Chef Julian Reichelt nach Spahn-Besuch in Corona-Quarantäne.


Ihm spahnt nichts Gutes: "Bild"-Chef Julian Reichelt hat sich in Quarantäne begeben, berichtet Medieninsider. Reichelt hatte am Montagabend Jens Spahn, der Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet wurde, in der Redaktion der "Bild" empfangen. In einer E-Mail an die Belegschaft schreibt Reichelt, er habe "rund eine halbe Stunde mit ihm in einem Raum verbracht". Reichelt schreibt weiter: "Damit bin ich ein Erstkontakt und begebe mich nunmehr nach Hause. Zurück kommen werde ich erst kommende Woche, so ich denn negativ getestet worden bin. Auch alle weiteren möglichen Erstkontakte von Jens Spahn informieren wir umgehend."

Laut Medieninsider gibt Reichelt auf Nachfrage an, es gehe ihm gut. Von Symptomen ist bislang keine Rede. Am Mittwochnachmittag hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass Jens Spahn positiv auf Corona getestet worden sei und sich in häusliche Quarantäne begebe. Er habe bislang nur Erkältungssymptome.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

Rolf Karepin ist tot.

Rolf Karepin, 56, ist tot. Der Düsseldorfer Journalist, Autor und Blogger mit Mannheimer Wurzeln starb bereits Ende September an den Folgen einer Autoimmunkrankheit. Karepin hatte 1990 zusammen mit Thomas Wengenroth und Peter Turi das PBM Pressebüro Medien gegründet, schrieb u.a. für den Kress Report, Horizont und die "FAZ", sowie für sein eigenes Blog Die dunkle Seite. Karepin hinterlässt eine Frau und eine Tochter. Turi über seinen langjährigen Freund und Wegbegleiter: "Rolf starb, wie er gelebt hat: leise und ohne Aufheben. Rolf war einer der uneitelsten und klügsten Journalisten in diesem Lande."
turi2 - eigene Infos, mark793.blogger.de

Bild des Tages: Vandalismus auf der Museumsinsel.


Nicht mit Ruhm bekleckert: Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums, zeigt Medienvertreter*innen Spuren der Sachbeschädigungen im Neuen Museum. Auf der Berliner Museumsinsel sind Dutzende Kunstwerke augenscheinlich mutwillig beschädigt worden – und das schon Anfang Oktober. Betroffen sind rund 70 Objekte im Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten. Sie seien mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt worden. (Foto: Picture Alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Basta: Amazon sammelt Kassenbons der großen und kleinen Konkurrenz.

Mitwisser: Amazon sammelt Daten über die Konkurrenz und das Kaufverhalten seiner Kundschaft jetzt auch offline. Teilnehmer*innen des Amazon Shopper Panels in den USA können monatlich zehn Kassenbons, etwa aus dem Supermarkt, mit dem E-Commerce-Riesen teilen – und dafür 10 Dollar kassieren. Günstiger ist Industriespionage sonst nicht zu haben.
wuv.de, techrcunch.com

Jens Spahn positiv auf Corona getestet.

Gesundheitsminister Jens Spahn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, gibt sein Ministerium bekannt. Er habe sich in häusliche Isolation begeben und zeige bisher nur Erkältungssysmptome. Kontaktpersonen würden informiert. Weil Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten worden seien, muss das Bundeskabinett  nicht gesammelt in Quarantäne, sagt ein Regierungssprecher.
spiegel.de, sueddeutsche.de

DWDL: Sat.1 schmeißt “Spiegel TV” und “Focus TV” raus.


Ausgekugelt: Sat.1 trennt sich von den ungeliebten Drittanbieter-Sendungen, berichtet Uwe Mantel. Betroffen sind neben "Spiegel TV"- und "Focus TV"-Beiträgen auch die Formate Dinner Party und Grenzenlos – Die Welt entdecken. Der Abschied wird möglich, weil Sat.1 mit seiner Sendelizenz von der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt LMK zur MA HSH wechselt, der Privatsender-Aufsicht für Hamburg und Schleswig-Holstein. Die neue Lizenz beinhaltet keine Pflicht mehr, Drittanbietern Sendeplätze zur Verfügung zu stellen.

Sat.1 werde die bereits vorproduzierten Folgen zu den bisherigen Konditionen abnehmen, sagt eine Sprecherin. Ziel sei, dass den Produzent*innen durch das Aus "keine unmittelbaren finanziellen Nachteile entstehen". Die noch verbleibenden Folgen laufen im Endspurt allerdings auf anderen Sendeplätzen: Die sieben übrigen "Focus TV"-Folgen werden nun beispielsweise montag- statt wie bisher dienstagabends um 23.10 Uhr ausgestrahlt. "Bitter ist diese Nachricht vor allem für die Produktionsfirmen, die ihre eigentlich noch bis ins Jahr 2022 laufenden Lizenzen los sind – und damit sehr sichere Einnahmen", kommentiert DWDL-Chefredakteur Mantel.

Die Drittanbieter-Programme sind ein Relikt aus Zeiten, in denen Übertragungskapazitäten noch knapp waren und die unabhängigen Drittanbieter mehr Vielfalt ins Privatfernsehen bringen sollten. Inzwischen liegt die Sendergruppe ProSiebenSat.1 beim Gesamtpublikum aber deutlich unter den 20 % Marktanteil, bei denen Sendeplätze für Drittanabieter verpflichtend sind. (Foto: Imago Images / Ralph Peters)
dwdl.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

“Manager Magazin”: About You arbeitet auf den Börsengang hin.

Otto-Tochter und Modehändler About You drängt an die Börse, möglich sei ein Termin im März 2021, hört das "Manager Magazin" von Insidern. Geschäftsführer Tarek Müller und sein Team befänden sich bereits in Gesprächen mit Investmentbanken. Als Marktwert werden laut Bericht mindestens 3 Mrd Euro angepeilt.
manager-magazin.de, manager-magazin.de (Paid, ausführlich), turi2.de/koepfe (Profil Müller)

Aus dem Archiv: Tarek Müller als digitaler Hoffnungsträger des Otto-Konzerns (März 2017).

Video-Tipp: Neues vom Tabakkonzern Philip Morris, der keiner mehr sein will.

Video-Tipp: Thorsten Scheib, Marketingchef des Tabakkonzerns Philip Morris, spricht im Interview mit unserem TV-Kooperationspartner "Horizont" über den Wandel seines Arbeitgebers weg vom reinen Zigaretten- zum Tabakerhitzer-Hersteller. Scheib vergleicht den Prozess mit einer Achterbahnfahrt: "Am Anfang sind wir im Dunkeln gefahren, da haben wir den nächsten Looping nicht gesehen. Mittlerweile haben wir das Licht angeschaltet."
horizont.net (22-Min-Video)

Zitat: Ulf Poschardt kritisiert Levit-Entschuldigung der “Süddeutschen Zeitung”.

"Der Journalismus ist wichtig. Er ist eine wunderbare Sache. Wer ihn betreibt, sollte im Zweifel unerschrocken sein. Und nicht beim ersten lauten Knall eines Shitstorms einknicken."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt kritisiert die Entscheidung der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung", sich für einen Feuilleton-Artikel über den Pianisten Igor Levit öffentlich zu entschuldigen. Poschardt sieht die innere Pressefreiheit des Blattes in Gefahr.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

York von Heimburg gibt Vorstandsposten Publikumszeitschriften beim VDZ ab.

VDZ: York von Heimburg verlässt den Vorstand der Publikumszeitschriften nach knapp 15 Jahren. Der Manager hatte die Geschäftsleitung des Medienhauses IDG Deutschland, bei dem u.a. "Computerwoche" und "PC Welt" erscheinen, 2018 an Jonas Triebel übergeben. Über von Heimburgs Nachfolge soll bei der nächsten Sitzung des PZ-Vorstands entschieden werden.
vdz.de, turi2.de (Background)

Bertelsmann-Musik-Tochter BMG steigt beim Konzerveranstalter Undercover ein.

Bertelsmann steigt ins Event-Geschäft ein: Die Musik­sparte BMG übernimmt knapp mehr als die Hälfte am Braunschweiger Konzertveranstalter Undercover. Die Firma mit 30 Mitarbeiter*innen hat vor Corona nach eigenen Angaben mehr als 200 Events im Jahr veranstaltet. Die Gespräche über eine Partnerschaft hätten schon schon lange vor der Corona-Pandemie begonnen.
handelsblatt.com, undercover.de

Retro: ARD-Sender und Rundfunkarchiv stellen historische Beiträge online.

ARDARD und das Deutsche Rundfunkarchiv stellen ab dem 27. Oktober rund 40.000 historische TV- und Radio-Beiträge nach und nach online – vor allem aus der Zeit vor 1966, auch aus der DDR. Die Videos und Audios sollen künftig unter "ARD Retro" zeitlich unbegrenzt in der ARD-Mediathek zu finden sein. Auch das Deutschlandradio steuert Aufnahmen der Zeitgeschichte bei.
presseportal.de, radioszene.de, digitalfernsehen.de

Antje Sirleschtov verlässt “Tagesspiegel” und wird Trafo-Chefredakteurin.

Tagesspiegel: Antje Sirleschtov, geschäftsführende Redakteurin bei der Hauptstadt-Zeitung, geht 2021 als Chefredakteurin zum Medien-Startup Trafo von Sebastian Turner. In ihrem neuen Job soll sie laut Trafo "neue publizistische Angebote entwickeln und die Kooperation mit dem Tagesspiegel verantworten". Das Unternehmen beteiligt sich an Mediatech-Firmen, darunter bisher Civey und Opinary.
kress.de, turi2.de (Background)

Eon beerdigt Agentur Innogy C3.

Agentur-Aus: Die 2017 gegründete Agentur Innogy C3, Joint Venture des Energiekonzerns Innogy und des Content Marketers C3, stellt zum 31. Oktober ihre Arbeit ein, erfährt der "PR Report". Das Aus kommt nach der Übernahme der einstigen RWE-Tochter Innogy durch Eon. Man sei dabei, Lösungen für die 40 Mit­arbeiter*innen zu finden, sagt Eon-Markenchef Axel Löber dem Magazin.
prreport.de, turi2.de (Background)

Ex-Bento-Chefin Julia Rieke wechselt zum “stern”.

Neustart: Julia Rieke, Ex-Chefin des jungen Spiegel-Angebots Bento, ist zum "stern" gewechselt, teilt sie auf Twitter mit. Dort arbeite sie jetzt als "Head of Special Sections", von 2013 bis 2015 war sie dort Social-Media-Redakteurin. Der "Spiegel" hatte seine Junge-Leute-Marke Bento Ende September nach fünf Jahren vom Markt genommen. Nachfolger ist das Ressort "Start".
twitter.com, turi2.de (Background)

Boris Rosenkranz gibt Tipps zum Sprachmüll-Basteln nach Focus-Vorbild.

Er darf das sagen: Boris Rosenkranz zerpflückt für Übermedien die aktuelle Titelgeschichte des "Focus", die fragt, was man eigentlich noch sagen darf – und gibt nach diesem Vorbild eine Anleitung zum Basteln mit "altem Sprachmüll". Zu seinen Tipps gehört, den Genderstern "ausnahmslos schrecklich" zu finden, die "NZZ" als warnende Stimme zu zitieren und Protagonistinnen wie Lisa Eckhart oder J. K. Rowling auszuwählen. Eckhart wird Antisemitismus vorgeworfen, Rowling äußert sich immer wieder transphob.
uebermedien.de

Hör-Tipp: Julia Jäkel bekennt im Podcast “Die Boss”: “Ich liebe Männer”.

Hör-Tipp: Besuch von "die Boss" bekommt Simone Menne in ihrem stern/AudioNow-Podcast "Die Boss". Mit Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel (Foto) spricht Menne 46 Minuten, davon ungefähr 2 Minuten über Zeitschriften, den Rest über die Frauen-Frage. Jäkel bekennt: "Ich liebe Männer", sieht die Gesellschaft in Sachen Gleichberechtigung aber "noch nicht so weit, wie wir dachten".
podcasts.apple.com (47-Min-Audio), turi2.de/koepfe (Profil Jäkel)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Julia Jäkel beim Clubabend im Gespräch mit Peter Turi im Oktober 2018:

Hör-Tipp: Tobias Schlegl spricht über seinen Neustart als Sanitäter.

Hör-Tipp: Im Podcast Deutschland3000 mit Eva Schulz sagt Ex-Moderator Tobias Schlegl, dass er bei seinem Umstieg vom Moderator zum Rettungssanitäter bemerkt habe, dass es in Deutschland nicht vorgesehen sei, dass Menschen ihren Haupt-Job noch einmal ändern. "Man wird komplett alleine gelassen", sagt Schlegl. Der neue Job habe ihn früh so sehr belastet, dass er psychologische Hilfe gebraucht habe, zu der ihm ein Kollege geraten habe. Ein Ventil wurde es, über die Erlebnisse in fiktiver Form zu schreiben.
ardaudiothek.de (68-Min-Audio)

Der Journalismus bei Xing und Linked-in unterscheidet sich von dem klassischer Medien.

Jobplattformen wie Xing und Linked-in setzen zwar mittlerweile auf redaktionellen Content, um mehr Besucher*innen anzulocken, die Inhalte unterscheiden sich jedoch von dem klassischer Medien, beobachtet Burkhard Schäfers. Zwar gibt es auch nachrichtliche Stücke, vor allem setzen die Plattformen aber auf Expert*innen und Meinung. Klassische recherchierte Hintergründe sind eher selten.
deutschlandfunk.de

Deutsche Medien protestieren gegen US-Pläne, Journalisten-Visa zu begrenzen.

USA: Die Verbände VDZ, BDZV und Vaunet, die Gewerkschaften DJV und dju, sowie ARD und ZDF protestieren in einem gemeinsamen Appell gegen die Pläne der USA, ausländische Journalisten künftig nur noch Arbeitserlaubnisse für kurze Zeit zu genehmigen. Das Heimatschutz-Ministerium der USA plant derzeit, Auslandskorrespondent*innen in Zukunft nur noch für maximal 240 Tage ein Visum zu erteilen. Das Visum soll nur einmal verlängert werden können.
tagesspiegel.de

Das “Börsenblatt” startet eine Social-Media-Lounge für Buchhandlungen.

Internet-Futter: Das "Börsenblatt" startet in Zusammenarbeit mit der Agentur Medialike eine Social-Media-Lounge. In ihr können Buchhandlungen kostenfreies Bildmaterial zu aktuellen Titeln finden, das sie kostenfrei und rechtssicher in sozialen Medien nutzen können. Das "Börsenblatt" verspricht "kein Werbematerial, sondern authentisches Bildmaterial".
boersenblatt.net

Die “Süddeutsche Zeitung” entschuldigt sich bei Igor Levit und ihren Leser*innen.


Sorry seems to be the hardest word: Die Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" bittet auf ihrer Leserbrief-Seite Pianist Igor Levit und ihre Leser*innen um Entschuldigung für einen in der vergangenen Woche veröffentlichten Beitrag. "In eigener Sache" schreiben Wolfgang Krach und Judith Wittwer: "Manche empfinden den Text als antisemitisch, etliche sehen Levit als Künstler und Menschen herabgewürdigt. Auch er selbst sieht das so. Das tut uns leid, und deswegen bitten wir Igor Levit persönlich wie auch unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung."

Auch in der Redaktion sei der Text auf Kritik gestoßen: "Viele Redakteurinnen und Redakteure empfinden etliche Stellen des Textes ebenfalls als antisemitisch." Krach und Wittwer schließen ihren Beitrag mit den Worten: "In der Redaktion haben wir in den vergangenen Tagen ausführlich, leidenschaftlich und kontrovers über den Levit-Text diskutiert. Die Frage, was und wie wir aus dem Fall lernen können, wird uns weiterhin beschäftigen."

Die "Süddeutsche Zeitung" widmet in ihrer aktuellen Ausgabe fast die komplette Leserbrief-Seite dem Thema. Neben dem Beitrag "in eigener Sache" druckt die Zeitung zahlreiche Leserbriefe zum Thema und berichtet über Reaktionen aus dem Internet. Unter dem Titel "Igor Levit ist müde" hatte sich vergangenen Freitag Helmut Mauró polemisch mit dem politischen und gesellschaftlichen Wirken des jüdischen Künstlers auseinandergesetzt. Viele Leser*innen kritisieren vor allem die Vermischung von Kritik an sozialen Medien und Levit und verweisen auf den teils antisemitischen Unterton. (Foto: C. Hardt / Future Image / Imago Images)
sueddeutsche.de

Bild des Tages: Unter Beobachtung.


Auf rotem Grund: In Dresden verfolgen vermummte Aktivist*innen, einer von ihnen mit weißem Megaphon in der Hand, die Durchsuchung eines besetzten Hauses. Seit dem 17. Oktober haben sich etwa 200 von ihnen vor dem Haus auf der Schanzenstraße aufgehalten, um nach eigenen Angaben gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Profitinteressen von Immobilienfirmen zu protestieren. (Foto: Picture Alliance / dpa / Sebastian Kahnert)

Basta: Ein Keks als Kassenschlager.

Krümel-Konjunktur: Kekse mit Nutella-Füllung haben Menschen in Italien dazu verführt, innerhalb von elf Monaten satte 122 Mio Euro in das Schoko-Gebäck zu investieren. Vielerorts war es über Monate vergriffen. Was Olaf Scholz und Peter Altmaier aus diesem Erfolg lernen können: Um die Wirtschaft anzukurbeln, reicht manchmal schon ein cremig-süßer Wumms in Mürbeteig.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Die Vaude-Chefin über Fehlschläge beim New-Work-Wandel.

Hör-Tipp: Antje von Dewitz, Chefin des Outdoor-Ausrüsters Vaude, spricht im Podcast Team A über Rückschlage bei der Einführung flexibler Arbeitszeiten und New-Work-Methoden in ihrem Unternehmen. Einzelne Mitarbeiter*innen hätten Produkte illegal im Internet verkauft. Die Idee, Führungsebenen abzuschaffen, sei krachend gescheitert. Aber: "Meine Wahrnehmung ist, dass dieses vertrauensvolle Miteinander so viel Energie freisetzt, dass wir den ein oder anderen Tiefschlag auch wegstecken können", sagt von Dewitz.
manager-magazin.de (36-Min-Audio)