Der “Spiegel” spendiert seinem U30-Angebot einen vierteljährlichen Print-Titel.


Druck für die Jugend: Der "Spiegel" veröffentlicht am 2. Oktober erstmals eine Print-Ausgabe zu seinem U30-Angebot Spiegel Start. Das Magazin kommt mit 160.000 Auflage und soll ab 2022 viermal im Jahr erscheinen, jeweils zum Semesterstart im April und Oktober und zusätzlich im Juni und Dezember. Die Hefte will der "Spiegel" an Hochschulen über die Studierendenwerke verteilen. Als Zielgruppe lobt der Verlag Leserinnen aus, "die sich am Ende ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung befinden, oder bereits ins Berufsleben gestartet sind".

Im Magazin will der "Spiegel" u.a. die Themen Ausbildung, Jobsuche, Bewerbung und Gehaltsverhandlung behandeln. Ferner sind Beiträge zu Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und politischer Teilhabe geplant. "Die Haltung der Redaktion ist in den Beiträgen konstruktiv und lösungsorientiert", kündigt der Verlag an. Optisch soll sich "Spiegel Start" am Muttertitel orientieren. Online hat der "Spiegel" das Jugendangebot Start im Herbst als Nachfolger seiner Marke Bento präsentiert.
per Mail, turi2.de (Background)

Business Insider: Elon Musk wollte Herbert Diess zum Tesla-Chef machen.

Tesla: Elon Musk hatte 2014/15 den Plan, Herbert Diess (Foto) zum Tesla-Chef zu machen, berichtet Business Insider. Demnach hat damals bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vorgelegen. Diess stand zu der Zeit vor dem Wechsel von BMW zu VW, er habe früh an den Erfolg der E-Mobilität geglaubt und halte neben VW-Aktien auch Anteile des E-Autobauers aus Kalifornien.
businessinsider.de

BBC erhält mehr als 100.000 Beschwerden wegen der Berichterstattung über Prinz Philip.

Monarchen-Moserei: Die Berichterstattung über den Tod von Prinz Philip beschert der BBC mehr als 100.000 Beschwerden von britischen Bürgerinnen – so viele wie nie zuvor in der Geschichte. Die meisten Zuschauerinnen kritisieren, die royalen Nachrichten und Nachrufe seien ausgeufert – und hätten so ihre Lieblingssendungen zeitweise von der Mattscheibe gemobbt.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Dokumentarfilmer Marc Wiese geht juristisch gegen die “Zeit” vor.

Doku-Streit: Dokumentarfilmer Marc Wiese (Foto) geht juristisch gegen die "Zeit" vor, schreibt Michael Hanfeld. Wieses Anwalt habe am Montag eine einstweilige Verfügung gegen die Wochenzeitung beantragt. Hintergrund: Die "Zeit" wirft Wiese Ungereimt­heiten in dessen Doku "Die Unbeugsamen" vor, die laut Wiese auf einem Verständnisfehler beruhen. Die "Zeit" rückt nicht von ihrem Bericht ab.
"FAZ", S. 13 (Paid)

G+J-Betriebsrat lehnt Fusion mit RTL ab.


Nein, danke: Der Betriebsrat von Gruner + Jahr lehnt eine mögliche Fusion mit RTL ab, berichtet Gregory Lipinski. Man sei zwar "total offen für Zusammenarbeit mit dem Kollegium von RTL", eine Verschmelzung von Verlag und TV-Unternehmen hält der Betriebsrat aber für keine gute Idee. Ein derartiges Vorgehen koste "erfahrungsgemäß" Motivation und Geld und generiere kein Wachstum, argumentiert Frank Donovitz, Vorsitzender des Gremiums.

Mitarbeiterinnen von Gruner + Jahr befürchten vor allem, dass durch eine Fusion viele Stellen wegfallen könnten, insbesondere beim "stern". Bertelsmann, zu dem beide Unternehmen gehören, lässt über einen Sprecher ausrichten, der Prozess sei noch "völlig offen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Unbekannte narrt das White House Press Corp.

You're Fake News: Wegen Corona dürfen bei den Pressekonferenzen im Weißen Haus derzeit nur wenige Journalistinnen teilnehmen. Aus Kollegialität stellen sie auch Fragen der nicht präsenten Reporterinnen. Zuletzt konnte auch Kacey Montagu indirekt so vier Fragen unterbringen. Nun kommt heraus: Kacey Montagu ist gar keine Hauptstadt-Journalistin, sondern eine geschickte Täuscherin.
spiegel.de

ProSieben zeigt das erste TV-Interview mit Annalena Baerbock oder Robert Habeck nach Klärung der K-Frage.

Kanzler-TV: ProSieben mischt im Bundestagswahl­kampf mit. Am Montag, 19. April, zeigt der Sender zur Prime-Time exklusive das erste längere TV-Interview mit Annalena Baerbock oder Robert Habeck, nachdem die Grünen bekannt gegeben haben, mit wem von beiden sie als Kanzlerkandidatin in den Bundestags­wahlkampf ziehen. Die Entscheidung will die Partei am selben Tag öffentlich machen. Das Interview führen Katrin Bauerfeind und Thilo Mischke.
presseportal.de

Zitate-Ranking: “Bild” springt im 1. Quartal wieder vor die “New York Times”.

Bild verdrängt die "New York Times": Im Zitate-Ranking von Media Tenor steht "Bild" im 1. Quartal 2021 mit 232 Zitaten auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", der 328 Mal zitiert wurde. Die "NYT", im Gesamtjahr 2020 auf Platz 2 hinter dem "Spiegel", aber vor "Bild", fällt zwischen Januar und März mit 189 Zitaten auf Platz 3.
kress.de

Video-Tipp: Rezo ordnet die Reaktionen auf sein Pandemie-Video ein.

Video-Tipp: Rezo zeigt sich in einem neuen Video überrascht über die Reaktionen auf sein jüngstes Wut-Video zur Corona-Politik. Der Youtuber mahnt dazu, weniger über die Form zu sprechen, als über die Inhalte und zeigt einige in seinen Augen gute und schlechte Beispiele an Reaktionen. Er kritisiert insbesondere die Berichterstattung der "Welt". Rezos Fazit kommt direkt zu Beginn: "Leute ich bin so unwichtig. Was ich in einem Live-Stream sage, scheißt da doch einfach mal drauf".
youtube.com (20-Min-Video), turi2.de (Background)

Julian Reichelt geht gegen den “Spiegel” vor.

Spiegel-Bild: Julian Reichelt wehrt sich presserechtlich gegen die "Spiegel"-Berichterstattung über sich, schreibt Gregory Lipinski. Beim "Spiegel" sei eine Abmahnung eingegangen. Über Details äußern sich die Beteiligten nicht. Reichelt moniert wohl vor allem, vor der Veröffentlichung des Beitrags "Vögeln, fördern, feuern" nicht zu den Vorwürfen befragt worden zu sein. Der "Spiegel" hält die Vorwürfe für unbegründet und hat die Abmahnung abgewiesen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Springer bringt Bild Live ins Free-TV.


Bild dir deinen TV-Sender: Springer geht mit seinem Bewegtbild-Angebot von "Bild" den nächsten Schritt und bringt die Marke als neuen TV-Sender auch ins klassische Fernsehen. Geplant sind zunächst jeweils etwas sechs Stunden Live-Programm am Vormittag. Die übrige Sendezeit will Springer mit "Dokumentationen, Reportagen und weiteren Formaten" füllen, hier bei Bedarf aber jederzeit in eine Liveberichterstattung wechseln. "Bild" wird über Kabel, Satellit und Internet-TV als Free-TV-Kanal empfangbar sein. Der Sendestart steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Erteilung einer Sendelizenz durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Ziel ist, den Sender noch vor der Bundestagswahl an den Start zu bringen. Programmchef des Senders wird Claus Strunz.

Strunz sagt: "Unser Anspruch ist: Wann immer etwas passiert, das unsere Zuschauerinnen und Zuschauer bewegt, ist 'Bild' live dabei". "Bild"-Chef Julian Reichelt sagt: "Wir wollen Fernsehen machen, das Menschen nicht belehrt, sondern zeigt, was ist. Das Menschen eine Stimme gibt und ihnen aus der Seele spricht". Der neue Sender ergänzt das bisherige TV-Angebot von Springer, bestehend aus den Sendern Welt und N24 Doku. Alle drei Kanäle bündelt Springer in einer neuen Unit der WeltN24 GmbH unter der Leitung von Frank Hoffmann. Die Live-Schiene des neuen Senders Bild will Springer künftig parallel auch bei N24 Doku zeigen.
axelspringer.com, dwdl.de

Studie: Mehr als die Hälfte der Deutschen vertraut Medien bei “wichtigen” Themen.

Zeitungsstapel neutral 150Medienvertrauen: 56 % der Deutschen halten Medien bei "wirklich wichtigen" Themen wie Umwelt­problemen, Gesund­heits­gefahren und politischen Skandalen für vertrauens­würdig, sagt eine Langzeitstudie der Unis Mainz und Düsseldorf. 2019 waren es nur 43 %. Rund 16 % der Befragten gaben bei der Umfrage im November und Dezember 2020 an, sie würden den Medien "eher nicht" oder "überhaupt nicht" vertrauen. 11 % fühlen sich "systematisch belogen", dem Vorwurf der "Lügenpresse" widersprechen dagegen 66 %.
faz.net, ard-werbung.de (Studie im Detail)

RTL ersetzt Günther Jauch durch acht Promi-Frauen.

8 für Jauch: RTL ersetzt den an Corona erkrankten Günther Jauch in der Spielshow Denn sie wissen nicht, was passiert durch acht prominenten Frauen, darunter Frauke Ludowig und Laura Wontorra. Während der Sendung schaltet sich Jauch live ins Programm und sagt, er habe an Kopf- und Gliederschmerzen gelitten, aktuell gehe es ihm "gut". (Foto: TV Now)
bild.de, rtl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Sham Jaff spricht über die Generation Z.

Hör-Tipp: Die Newsletter-Publizistin Sham Jaff spricht mit Daniel Fiene und Sebastian Pähler im Was-mit-Medien-Podcast u.a. über die Nachrichtenbedürfnisse der Generation Z. Wichtig sei demnach z.B., eine "aktionsgerichtete und lösungsorientierte Berichterstattung" in den Vordergrund zu stellen sowie "mehr Kontext" zu liefern. Bei der Kuration von What Happened Last Week? kommt es Jaff vor allem darauf an, Haltung zu zeigen und eine einfache Sprache zu verwenden, um Barrieren bei komplexen Themen runterzuschrauben.
wasmitmedien.de (Kapitel 5, 32-Min-Audio)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sham Jaff im Videofragebogen.

Mai Thi Nguyen-Kim hat eine ambivalente Beziehung zu Talkshows.

Gemischte Gefühle: ZDF-Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim empfindet eine Hassliebe zu TV-Talkshows, weil konstruktives Streiten dort kaum möglich ist, schreibt Senta Krasser bei DWDL. Dennoch geht Nguyen-Kim gelegentlich zu Talkshows, weil sie sich denkt: "Im Zweifelsfall sitze lieber ich dort als jemand anderes, der die große Reichweite für irgendeinen Unsinn ausnutzt."
dwdl.de

Willkommen im Club: Gregory Lipinski.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Gregory Lipinski schreibt als waschechtes Nordlicht aus seiner Geburtsstadt Hamburg für "Meedia", sein Schwerpunkt ist die Verlagsbranche. Lipinski ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Volker Krug, Tina Beuchler und Christian Simon.
turi2.de/koepfe (Profil Lipinski)

Vaunet-Vorständin Annette Kümmel fordert strengere Regeln für die Öffentlich-Rechtlichen.


Dualer Donnerschlag: Annette Kümmel, Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Medien Vaunet, fordert in einem "FAZ"-Gastbeitrag strengere Regeln für die Öffentlich-Rechtlichen, die im Zuge der Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio umgesetzt werden müssten. Kümmel warnt die Anstalten etwa davor, Bildungs-, Kultur- und Informationsinhalte ins Internet auszulagern: "Der Verweis der Rund­funk­an­stal­ten auf verän­der­te Nutzungs­ge­wohn­hei­ten sollte nicht als Blan­ko­scheck dienen, nach Belie­ben Program­me und Ange­bots­tei­le hin und her zu schie­ben." Die Öffentlich-Rechtlichen müssten diese "Kernelemente" über alle Verbreitungswege verfügbar machen. Mit Besorgnis nimmt Kümmel das Verschwinden bzw. Auslagern einzelner Kulturinhalte wahr: "Das Eintre­ten für Kultur­ver­ständ­nis wird online only nicht erfolg­reich sein."

Zudem fordert Kümmel, der "unge­brems­ten Expan­si­on der Anstal­ten vor allem im Online-Bereich" Grenzen zu setzen. Im Zuge der Modernisierung sollte dabei auch "ein Mehr an Ange­bo­ten und Kosten ausge­schlos­sen" werden. Kümmel übt auch Kritik an Filmen und Serien, die öffentlich-rechtliche Anstalten für amerikanische Streamingdienste produzieren: Vaunet halte "eine Entkom­mer­zia­li­sie­rung und Über­prü­fung der wach­sen­den Präsenz des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks auf solchen Platt­for­men für gebo­ten." Beide Seiten des dualen Systems – also öffentlich-rechtlicher sowie privater Rundfunk – sollten Kümmels Vorstellung zufolge am besten eine "Task­force" gründen, um gemeinsam über die Zukunft deutscher TV- und Radioanstalten zu beraten.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Ex-ADAC-Verlagschef Carsten Hübner kommt mit eigener Firma zurück.

Abgefahren: Der ehemalige ADAC-Verlagschef Carsten Hübner hat sich nach längerer Auszeit selbstständig gemacht, berichtet "Clap". Als Berater und Personal Coach will er künftig mit seiner Firma Hübner Negotiations Unternehmen innerhalb und außerhalb der Kommunikationsbranche zum Erfolg führen. Hübner hatte den ADAC im April 2019 verlassen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Günther Jauch ist coronainfiziert und fällt bei RTL-Show mit Gottschalk und Schöneberger aus.

Denn sie wissen nicht, wer infiziert: Moderator Günther Jauch hat sich mit dem Corona-Virus infiziert, teilt RTL mit. Daher fällt Jauch am Samstag bei der Show Denn sie wissen nicht, was passiert aus – sein erster krankheits­bedingter Ausfall seit 31 Jahren. Wer stattdessen in der Show mit Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger auftritt, will RTL erst in der Live-Show am Samstag bekanntgeben. Jauch werde sich zuschalten lassen, heißt es vom Sender.
dwdl.de, bild.de, rtl.de

Wort & Bild-Verlag spendiert der DJS 500 Corona-Selbsttests.

Journalistische Abstriche: Der gesundheitsbewusste Wort & Bild-Verlag spendiert der Deutschen Journalistenschule in München 500 Corona-Selbsttests, damit die drei Abschlussklassen sicher den Präsenzunterricht besuchen können. Arzt Dennis Ballwieser, Chef der "Apotheken Umschau" und selbst Ex-DJSler, liefert außer den Tests auch eine Videoschulung, wie die Nasenabstriche durchzuführen sind. Die Schule begründet den Einsatz der Tests mit den Ausbildungsmodulen Radio und Fernsehen, die nicht im Homeoffice stattfinden können. Als Verein hat die DJS für die Tests kein Budget, sagt Schulleiterin Henriette Löwisch.
turi2 – eigene Infos

Clubhouse-Tipp: Writer’s Pub der Reporterfabrik geht in die zweite Runde.

Clubhouse-Tipp: Der Writer's Pub der Reporterfabrik geht in die zweite Runde. Am Freitag um 17 Uhr gibt Autorin Doris Dörrie Feedback zu den Texten, die Nutzerinnen seit dem ersten Workshop geschrieben und per Website eingereicht haben. Mit dabei sind außer Dörrie auch Reporterfabrik-Gründer Cordt Schnibben und Leiter Jörg Sadrozinski.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Business Insider: Google knickt im Streit um das Bundes-Gesundheitsportal ein.


Rückzug: Google zieht im Rechtsstreit um das Gesundheitsportal gesund.bund.de seinen Einspruch zurück, berichtet "Business Insider". Gerichtsurteile hatten im Februar bestätigt, dass die Kooperation des Internet-Giganten mit der Bundesregierung einem Kartellverstoß entspreche und gaben somit einer Klage des Burda-Verlags statt. Google wollte das ursprünglich nicht auf sich sitzen lassen.

Jetzt knickt Google laut Business Insider doch ein und macht einen "überraschenden" juristischen Rückzieher. Der Tech-Konzern wird auch die Kosten des Verfahrens tragen. Bei der Kooperation ging es darum, dass Google Gesundheitsinformationen des staatlichen Portals bei Suchanfragen bevorzugt anzeigt. Sowohl Burdas Portal Netdoktor.de als auch der Wort & Bild Verlag sehen sich dadurch benachteiligt.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

ARD gerät mit Slowenien aneinander.

Saure Slowenen: Die ARD zieht sich mit einem Bericht über die slowenische Pressefreiheit den Unmut von Ministerpräsident Janez Janša (Foto) zu. Korrespondent Nikolaus Neumaier hatte für einen Tagesthemen-Beitrag mit slowenischen Kollegen gesprochen, die sich von Janša via Twitter attackiert fühlen. Dessen Reaktion: Der Bericht sei eine "Schande für die ARD", Neumaier betreibe "Lügen für den Broterwerb".
tagesschau.de, tagesschau.de (2-Min-Beitrag Neumaier)

Andreas Niesmann wird Ressortleiter Wirtschaft im RND.

Madsack macht Andreas Niesmann, 38, zum Leiter des Wirtschaftsressorts seines Redaktionsnetzwerks Deutschland im Hauptstadtbüro. Er soll Berichterstattung in Politik und Wirtschaft stärker miteinander verknüpfen. Niesmann ist seit neun Jahren als Parlamentskorrespondent in Berlin. Stefan Winter, 57, bleibt leitender Redakteur Wirtschaft und verantwortet künftig die Unternehmensberichterstattung.
madsack.de

Zitat: Pilot-Geschäftsführer Thomas Nowack glaubt nicht an eine Sonntagszeitung am Samstag.

"Dieser Schritt widerspricht in meinen Augen dem, was jahrelang als Vorteil propagiert wurde. Dass der Sonntag der Tag ist, an dem ich mich zurückziehe und mich gerne inspirieren lasse."

Thomas Nowack, Geschäftsführer der Media-Agentur Pilot in Berlin, glaubt nicht, dass die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Samstag mehr Leserinnen oder Werbekunden erreicht.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Öffentlich-Rechtliche Journalistinnen fordern Sicherheit auf Veranstaltungen und im Netz.

Offener Brief: Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse (Agra) fordert, Journalistinnen auf Veranstaltungen und im Netz besser zu schützen. In einem offenen Brief an die Politik plädieren sie für ein entsprechendes Konzept, damit Medienschaffende ihrer Arbeit ungehindert nachgehen können. Beleidigungen und konkrete Drohungen sollen durch "Gesetze und konsequente Strafverfolgung" unterbunden werden.
agra-rundfunk.de

Video-Tipp: “Zapp” berichtet über Todesfälle durch gefährliche Selfie-Versuche.

Video-Tipp: Beim Versuch, waghalsige Fotos für Social-Media-Kanäle aufzunehmen, sterben regelmäßig Menschen, berichtet "Zapp". Das Phänomen wird mittlerweile "Killfies" genannt. Spektakuläre Fotos locken dabei immer weitere Gäste an, was auch zu Übertourismus und Naturschäden führt. Der Nationalpark Berchtesgaden erwägt daher mittlerweile sogar, Gebiete für Besucher zu sperren.
ardmediathek.de (16-Min-Video)

Ex-Lewandowski-Berater wegen Geheimnisweitergabe erneut angeklagt.

Zusatz-Anklage: Die polnische Staatsanwaltschaft beschuldigt Cezary Kucharski, Ex-Berater von Robert Lewandowski (Foto), "einem Vertreter ausländischer Medien" geheime Steuer- und Vertragsunterlagen übermittelt zu haben. Deren Empfänger war "Spiegel"-Reporter Raphael Buschmann. Er hat im vergangenen Jahr über mögliche Steuerhinterziehungen Lewandowskis berichtet. Kucharski sei dabei nur einer von vielen Informanten in dem Fall gewesen, betont der "Spiegel". Für den neuen Vorwurf drohen Kucharski in Polen bis zu zwei Jahre Haft. Er wird bereits der Erpressung des Fußballers beschuldigt.
bild.de, turi2.de (Background)

“Teen Vogue” beruft nach Skandal neue Chefin.

Aufgerückt: Die "Teen Vogue" setzt ihre Unterhaltungs- und Kulturchefin Danielle Kwateng als Executive Editor ein. Ihre Vorgängerin Alexi McCammond hat wegen der Reaktionen auf alte rassistische Tweets vor kurzem ihren Posten geräumt. In ihrem Antrittsschreiben auf der Website der "Teen Vogue" thematisiert Kwateng u.a. den "Schmerz und die Frustration", den die Tweets von McCammond bei der Leserschaft hervorgerufen haben. Nun wolle das Blatt sich mit den Leserinnen weiterentwickeln.
teenvogue.com via theguardian.com, turi2.de (Background)

Die Krautreporter gehen rechtlich gegen die geplante Presseförderung vor.


Wehrhaft gegen Wettbewerbs-Verzerrung: Die Krautreporter gehen rechtlich gegen die 220 Mio Euro schwere Presseförderung der Bundesregierung vor. Sie ist laut Ansicht des Online-Magazins verfassungswidrig, weil nur Druckverlage berücksichtigt werden. Zudem verletze sie die Pressefreiheit. Über den Anwalt und Verfassungsrechtler Wolfgang Spoerr haben die Krautreporter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier per Brief aufgefordert, keine Fördergelder zu bewilligen und auszuzahlen. Sollte Altmaier nicht bis zum 20. April bestätigen, dass er die Presseförderung in der geplanten Form unterlässt, will Krautreporter vor Gericht gehen.

Zur Begründung heißt es in einem "In eigener Sache"-Artikel: "Wenn der Staat einige Medien fördert und andere nicht, dann greift er in den freien, geistigen und wirtschaftlichen Wettbewerb von Presseunternehmen ein." Man werde nicht zusehen, "wie die ohnehin privilegierten Druckverlage zusätzlich mit hunderten Millionen von Steuergeldern bedacht werden."
twitter.com (Thread Krautreporter), krautreporter.de, drive.google.com (Brief an Altmaier), turi2.de (Background)

Schauspielerin Senta Berger spricht in der “Zeit” über sexuellen Missbrauch am Set.

Metoo: Schauspielerin Senta Berger sagt in der "Zeit", der Fall Harvey Weinstein habe sie nicht erstaunt. Berger berichtet, dass sie nach einem Vergewaltigungs­versuch durch O. W. Fischer weitergedreht habe. Sie meint, sie hätte eigentlich sagen müssen: "Ich kann morgen nicht mit Ihnen drehen und diesen Film nicht mit Ihnen machen." Fischer habe aber gewusst, dass sie das nicht sagen würde. Metoo habe die Machtverhätlnisse verschoben. Berger meint aber auch: "Meiner Ansicht nach wird zu viel über die Sprache und Gendersternchen diskutiert und zu wenig über die realen Verhältnisse". Auch spreche die Gesellschaft zu oft über Schauspielerinnen" und zu wenig über Putzfrauen oder Busfahrerinnen.
"Zeit" 15/2021, S. 47 (Paid), spiegel.de

Audio Now und Hendrik Streeck pausieren ihren Corona-Podcast.

Streeckt die Waffen: Bertelsmann-Tochter Audio Now und Virologe Hendrik Streeck lassen ihren Corona-Podcast Hotspot nach nur zwei Folgen auf unbestimmte Zeit pausieren, berichtet wuv.de. Grund sind laut einer Sprecherin Terminprobleme von Streeck und Moderatorin Katja Burkard. Ursprünglich war jeden Samstag eine neue Folge geplant.
wuv.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Auto Bild” startet den Podcast “Erst fahren, dann reden”.

PS-cast: "Auto Bild" fährt mit dem neuen Podcast Erst fahren, dann reden vor. Darin nehmen Peter Fischer und Jan Götze künftig jeden zweiten Mittwoch ein Auto unter die Lupe, das sie zuvor getestet haben. Die Folgen sind jeweils 30 bis 45 Minuten lang. In ihnen soll auch der Motor und andere Geräusche des jeweiligen Autos zu hören sein. Die Auftakt-Folge behandelt den Sportwagen Polestar 1.
per Mail, podcasts.apple.com

Wolff Fuss moderiert die Bundesliga bei Sat.1.

Doppelpacker: Sat.1 engagiert Sportkommentator Wolff Fuss für die Übertragung seiner Bundesliga-Spiele, berichtet Sportbuzzer. Der Privatsender hat die Rechte an neun Live-Partien erworben. Fuss bleibt seinem bisherigen Arbeitgeber Sky weiterhin als Kommentator erhalten. Ab 2009 hat er schon einmal drei Jahre lang in Diensten von Sat.1 gestanden. Die offizielle Vorstellung ist für Mittwoch geplant.
sportbuzzer.de via dwdl.de

“stern” kommt gut durch das Corona-Jahr.

Zuwachs durch Konstanz: Der "stern" kann für das Corona-Jahr eine positive Bilanz ziehen. Eine Verlagssprecherin erklärt gegenüber "Meedia", dass das Ergebnis "bei stabilem Umsatz" um 7,5 % zugelegt hat. Digital könne die Marke "erneut ein Rekordjahr in Umsatz und Ergebnis" vorweisen. Zudem berichtet Gregory Lipinski, dass Ex-G+J-Chefin Julia Jäkel ihr Mandat im dpa-Aufsichtsrat weiter wahrnimmt und dem Medienkosmos somit teils erhalten bleibt.
meedia.de (Paid)

Ringier-Finanzchefin Annabella Bassler spricht über Diversity-Initiative.

Diversity-KI: Im ersten Corona-Lockdown ist der Frauenanteil in der Berichterstattung von Ringier-Medien kurzfristig aus dem Fokus geraten, berichtet Finanzchefin Annabella Bassler dem Blog der Medientage München. Seit dem Frühsommer 2020 geht es wieder bergauf in Sachen Diversity. Ringier misst seit Ende 2019 im Rahmen seiner Equal Voice-Initiative mit künstlicher Intelligenz, wie oft seine Publikationen über Frauen schreiben.
medientage.de

Die dpa startet kommende Woche ihren neuen Audio Hub.


Wer suchet, der findet: Die dpa bringt am 13. April mit dem dpa-Audio Hub ein neues Feature an den Start. Der "Audio-Baukasten" bietet verifizierte Inhalte der Nachrichtenagentur sowie ihrer Partner zum Download an, darunter etwa O-Töne, Interviews und Atmo-Aufnahmen. Die dpa verspricht u.a. ein größeres Audio-Angebot als bisher und hohe Nutzerinnenfreundlichkeit. Zudem hebt sie hervor, dass die Rechtelage bei sämtlichen verfügbaren Audio-Parts geklärt ist.

Aktuell bietet die dpa ihren Audio-Content bevorzugt über die Tochter Rufa an, deren Kundschaft vor allem das Privatradio ist. Der Audio Hub will nun auch neue Abnehmer ansprechen und schielt ganz offenkundig auf den boomenden Podcast-Markt. Für die Entwicklung des Tools hat die dpa zunächst in einem digitalen User-Lab die Bedürfnisse ihrer Kunden isoliert und diese auch in den Entwicklungsprozess integriert.
dpa.com via twitter.com