Reuters Institute: In Redaktionen herrscht zu wenig Vielfalt.

Redaktionen fehlen Mitglieder mit Migrationshintergrund, vom Land und aus sozial schwächeren Schichten. Das ist das Ergebnis einer qualitativen Studie des Reuters Institutes der Universität Oxford in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Personen abseits der klassischen Mittelstandsfamilie fehle es an Vorbildern. Zudem seien viele sprachlich oder kulturell mit höheren Einstiegshürden konfrontiert.
sueddeutsche.de

NZZ lässt sich von AfD und Shitstorms leiten, meint Daniel Binswanger.

NZZ positioniert sich zunehmend shitstorm­getrieben auf dem deutschen Markt, analysiert Daniel Binswanger. Sie unterstütze die Gemäßigten innerhalb der AfD, Chefredakteur Eric Gujer gehe mit seinen Kommentaren an die Grenzen dessen, was auf dem Boden einer liberal-demokratischen Grundhaltung steht. Binswanger vermisst klare publizistische Linien und sieht ein Unternehmen, das die Grenzen des politischen Anstands austestet.
republik.ch


New Orleans kritisiert Tropensturm-Berichterstattung der "Washington Post".

Washington Post erntet von der Stadtverwaltung in New Orleans Kritik für die Berichterstattung zum Tropensturm Barry. Die Zeitung titelte, die Bewohner verließen "in Angst" die Stadt. Die Überschrift entspreche nicht der Faktenlage. Die "New Orleans Advocate", die einzig verbliebene Lokalzeitung der Stadt, zügelt die Kollegen: "Ihr macht unsere Familien und Freunde verrückt". Das Gefährliche sei nicht die Windstärke, sondern das Wasser.
sueddeutsche.de

Ermittlungen gegen Correctiv-Chefredakteur werden eingestellt.

Pressefreiheit: Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen den Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm ein. Die Schweizer Privatbank Sarasin zeigte den Journalisten aufgrund des Verdachts der Wirtschaftsspionage an. Die Staatsanwaltschaft sieht "keinen hinreichenden Tatverdacht". Der damalige "stern"-Reporter berichtete über CumEx-Geschäfte.
correctiv.org , abendblatt.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Politikpsychologe Thomas Kliche kritisiert die Berichte über Merkels Gesundheit.

"Im Grunde schicken wir doch Politik-Paparazzi los. Und die machen ein Thema aus einer Sache, die uns von den wirklich wichtigen Fragen ablenkt."

Der Politikpsychologe Thomas Kliche sagt im Deutschlandfunk, dass die Berichterstattung zu Angela Merkels Gesundheit nichts über ihre Handlungsfähigkeit vermittelt habe und dadurch nichts als Tratsch sei.
deutschlandfunk.de

Video-Tipp: Stefan Winterbauer trifft Ulrich Wilhelm zum "Sommerinterview".

Meedia schickt Stefan Winterbauer zum Video-"Sommerinterview" mit ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto). In knapp 30 Minuten fragt er Wilhelms Positionen zu aktuellen Themen und Kritik ab. Wilhelm lehnt eine Verengung des Auftrags von ARD und ZDF auf Kultur, Bildung und Information ab, bekräftigt seine Forderung nach einem an die Teuerungsrate angepassten Rundfunkbeitrag und kontert Kritik, dass die ARD vor allem Ältere erreiche.

Den Vorwurf politisch unausgewogener Berichterstattung sieht Wilhelm gelassen, weil es ihn schon in vordigitaler Zeit gab, will die Kritiker aber ernst nehmen. "Wir sind nie divers genug", sagt Wilhelm zur Frauenquote in Führungspositionen und sozialer Durchmischung der Redaktionen. Öffentliche Debatten sollten ARD-Journalisten - auch bei Twitter - eher abbilden, als selbst zum Akteur zu werden, sagt Wilhelm über twitternde Mitarbeiter. Selbst will der BR-Intendant nicht auf Twitter aktiv werden.
youtube.com (30-Min-Video), meedia.de

Meinung: Nennung der Nationalität von Verdächtigen birgt Gefahren.

Pressekodex: Die Nennung der Nationalität von Verdächtigen deckt das Informationsinteresse der Öffentlichkeit, befeuert aber Vorurteile, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Polizei hatte nach der Vergewaltigung in Mülheim an der Ruhr von "bulgarischen" Verdächtigen gesprochen, was Boulevardmedien anders als die zunächst wartende "Süddeutsche Zeitung" aufgriffen.
sueddeutsche.de

Zitat: "Zeit"-Chef Rainer Esser will in Meetings keine Machtdemonstrationen.

"Viele Meetings finden im Stehen statt, das diszipliniert ungemein."

"Zeit"-Chef Rainer Esser will die Diskussionskultur im Verlag künftig "zielgerichteter" gestalten, sagt er an der Seite von Giovanni di Lorenzo im "Horizont"-Doppelinterview.
"Horizont", S. 14 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt (12/2018).

Heather Mills erstreitet Rekord-Entschädigung nach Abhörung durch Journalisten.

Abhör-Skandal: Heather Mills, Ex-Frau von Paul McCartney, erstreitet vor Gericht eine Rekord-Entschädigung gegen die Verlagsgruppe News Group Newspapers. Journalisten des Murdoch-Blatts "News of the World" hatten jahrelang Handygespräche u.a. von Prominenten abgehört. Mills habe die höchste Entschädigungssumme in einem Fall von Verleumdung durch Medien erreicht, einen Betrag nennt sie nicht.
spiegel.de

Verlage in Ostwestfalen gründen Gemeinschaftsredaktion in Bielefeld.

Falen-Mantel: "Neue Westfälische", "Lippische Landes-Zeitung" und "Mindener Tageblatt" gründen die "Gemeinschaftsredaktion der ostwestfälisch-lippischen Verlage" mit Sitz in Bielefeld. Die Chefredaktion übernimmt "Neue Westfälische"-Chef Thomas Seim. Die gemeinsame Redakation soll überregionale und regionalen Inhalte für Print und Online liefern.
mt.de

Türkische Denkfabrik attackiert internationale Medien wie die Deutsche Welle.

Pressefreiheit: Eine regierungsnahe türkische Denkfabrik wirft internationalen Medien in einer Studie "regierungsfeindliche" Berichterstattung vor, meldet die Deutsche Welle. Dabei seien Journalisten namentlich mit ihren Twitter-Accounts genannt, darunter auch Reporter der BBC sowie des US-Senders Voice of America. Die Türkei versuche objektive Berichterstatter einzuschüchtern, kritisiert die Deutsche Welle, der allein 30 Seiten der Studie gewidmet seien.
dw.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)

Basta: Frankreichs Ex-Präsident wächst auf Cover über sich hinaus.

Größe ist nicht alles? Das französische Magazin "Paris Match" zeigt den Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy mit seiner Ehefrau Carla Bruni auf dem Cover. Der Politiker überragt sie um einen halben Kopf, obwohl er eigentlich knapp zehn Zentimeter kleiner ist. Das Netz witzelt über die Fotoretusche. Statt auf die Größe komme es auf die Technik an, kontert das Magazin: Sarkozy habe sich schlicht auf eine höhere Stufe gestellt.
stern.de, instagram.com

China sperrt nun auch "FAZ" und "Süddeutsche".

Das Netz wird engmaschiger: China blockiert nun auch die Websites von "Süddeutsche" und "FAZ". Bisher blockierte das System vor allem große Tech-Plattformen und englischsprachige Medien, die über kritische Themen wie Tibet oder auch die Verfolgung der Uiguren in Xinjiang berichten. Auch die "Tagesschau" wird seit Ende Juni blockiert. Am Samstagfrüh ist u.a. Focus Online und Abendblatt.de geblockt, ein großes Ströer-Portal und ein Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf bisher aber ebensowenig wie turi2.de, ergeben Tests mit VPN-Tunneln nach China.

Die Sperr-Infrastruktur, von Spöttern Große Chinesische Firewall genannt, gilt als die effizienteste Internet-Zensurmaschine der Welt diesseits vom plumpen Kappen des kompletten Datenverkehrs. Die Kriterien sind naturgemäß nicht bekannt. Das Netz in China ist seit jeher unfrei, die Zensur von aus chinesischer Perspektive eher kleiner Medien stellt aber eine neue Qualität dar. Grund könnten Berichte über die ungewöhnlich großen Proteste in Hong Kong gegen ein neues Auslieferungsgesetz sein.
sueddeutsche.de, faz.net, tagesschau.de

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Reporter ohne Grenzen warnt vor Kriminalisierung von Tor-Servern.

Reporter ohne Grenzen Logo 150Reporter ohne Grenzen kritisiert die geplante Gesetzesänderung zur Kriminalisierung von Anonymisierungsdiensten. Ein eigens dafür geschaffener Straftatbestand könne den Betrieb von Plattformen im Internet sowie die Pressefreiheit gefährden. Illegale Inhalte könnten bereits mit bisherigen Gesetzen geahndet werden.
netzpolitik.org, golem.de

Meinung: Deutsche Medien müssen den ewigen Konsens abschaffen.

Deutschen Medien droht "Dauerdepression", diagnostiziert Journalist Rainer Stephan. Sie übersähen, dass es in der aktuellen Krise nicht um digital oder analog gehe, sondern um Vertrauensverlust bei jungen Menschen durch "kultivierte Gedämpftheit" und ewigen Konsens. Stephan rät Redakteuren, sich dem Anpassungsdruck der eigenen Redaktionen zu widersetzen und "von unten nach oben zu agieren".
kontextwochenzeitung.de

Relotius-Aufklärerin Brigitte Fehrle erwartet im "Spiegel" keine Schönschreiberei.

Literarisches Schönschreiben ist nicht die Kernaufgabe von Journalismus, sagt Relotius-Aufklärerin Brigitte Fehrle im "Journalist"-Interview. Sie empfiehlt "Spiegel" und Co, sich wieder mehr auf investigative und fachlich kenntnisreiche Berichterstattung zu konzentrieren. Die am Weitesten verbreitete Manipulation sei nicht das Hinzuerfinden, sondern das Weglassen von Informationen.
journalist-magazin.de (Auszug)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Mehr Rechte für die Dokumentation" - Relotius-Aufklärerin Brigitte Fehrle im Interview. (05/2019)

Meinung: Polizei ist bei RWE-Protesten keine zuverlässige Informationsquelle.

Polizeimeldungen sind für Journalisten eine unzuverlässige Quelle, beobachtet Übermedien-Autor Sebastian Weiermann am Beispiel der linken Proteste gegen RWE im Rheinland. Die Klimaaktivisten übten "zivilen Ungehorsam" aus, was "auch mit Straftaten" einhergehe. Medienanfragen dazu beantworte die Polizei häufig verspätet oder ungenau.
uebermedien.de

"FAZ" meldet wachsendes Digitalgeschäft und veränderten Aufsichtsrat.

Frankfurter Allgemeine Digitalzeitung: Die "FAZ" hat die rückläufigen Printerlöse dank wachsendem Digitalgeschäft in den ersten fünf Monaten "mehr als kompensiert". 2019 erwartet "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner ein positives Betriebsergebnis. Dafür sei "eine strenge Kostendisziplin" nötig. Die Bi­lanz­sum­me liegt 2018 bei 446,8 Mio Eu­ro.

Die Gesellschafterversammlung wählt Stefan Quandt und Joachim Rosengarten in den Aufsichtsrat. Andreas Barner und Karl Dietrich Seikel tauschen ihre Posten: Barner übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats, Seikel wird Vorsitzender des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung, Mehrheitseigner der "FAZ". Ludwig Georg Braun verlässt den Aufsichtsrat "nach Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze".
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Gisela Friedrichsen fühlt sich immer öfter unerwünscht.

"In 20 Jahren stehen Reporter wahrscheinlich nur noch vor dem Gerichtssaal. Wir schrei­ben jetzt schon immer mehr über Menschen, die keinen Namen und kein Gesicht haben, keine Biografie, keine Krankheiten oder Brüche in ihrem Lebenslauf, weil wir dies ausklammern müssen."

Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen berichtet seit Jahrzehnten über Prozesse und erlebt zunehmend Einschränkungen durch PR-Strategen, aber auch durch Richter.
taz.de

Vorsitzender Anton Hunger verlässt "zerknirscht" das Zeitenspiegel-Kuratorium.

Zeitenspiegel Reportageschule verliert ihren Kuratoriums-Vorsitzenden Anton Hunger. Der frühere Kommunikationschef von Porsche tritt "zerknirscht" zurück. Die Schule und die Agentur Zeitenspiegel trennen sich, nachdem die VHS Reutlingen die Zusammenarbeit überraschend gekündigt hat. Die Trennung habe bei ihm "etwas zerbrochen", schreibt Hunger laut Meedia in einer Erklärung. Ins Kuratorium zieht jetzt der frühere "Spiegel"-Reporter Cordt Schnibben ein.
meedia.de, turi2.de (Background)

Deniz Yücel kehrt als Ostdeutschland-Reporter zur "Welt" zurück.


Comeback im Krisengebiet: Deniz Yücel schreibt ab Juli wieder für die "Welt". Er soll von Dresden aus über die Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten, schreibt Chefredakteur Ulf Poschardt mit Hashtag #BesteComebackWoGibt. Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober. In Sachsen und Brandenburg könnte die AfD, laut Umfragen, stärkste Kraft werden.

Yücel saß ein Jahr in türkischer Haft und kam im Februar 2018 frei. Seine Inhaftierung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit und für Proteste gegen die türkische Führung gesorgt. Yücel zog sich nach seiner Freilassung zurück, erhob im Mai jedoch öffentlich Folter-Vorwürfe gegen die türkische Justiz. (Foto: Michael Kappeler / dpa)
twitter.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Michael-Jürgs-Laudatio enthält Sprengstoff für Springer und den BDZV.

Lese-Tipp: Michael Naumann laudatiert seinem schwer kranken Freund Michael Jürgs, der den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk erhält. Seine Passage zu Jürgs' Recherchen über den Lebemann Axel Springer hatte den Ausrichter BDZV vorab in Wallung versetzt. Ulrike Simon berichtet, dass ausgerechnet BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner dazu aufrief, alles zu sagen, was er sagen wolle.
horizont.net

Berufe mit Zukunft: P wie Produktmanager – Stefan Ottlitz.


Zwischen Stratege und Mädchen für alles: Stefan Ottlitz sitzt beim "Spiegel" genau zwischen Verlag und Redaktion. Für die turi2 edition #8 porträtiert Markus Trantow den früheren Kapuzenpulli-Träger als P wie Produktchef in unserem Berufe-Alphabet. Er spricht mit ihm über erfolgreiche Produktentwicklung und die disruptive Zukunft. Im Erfolgs-Videofragebogen berichtet Ottlitz von seinen Bemühungen, ein guter Chef zu sein. Lesen Sie das ganze Porträt hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs.

Florian Festl will bei Focus Online keinen Paid Content anbieten.

Focus Online soll frei zugänglich bleiben und keine Bezahlinhalte anbieten, sagt Chefredakteur Florian Festl im "Horizont"-Interview. Das Portal hebe sich gerade von anderen Anbieter ab, weil "neben schnellen News auch aufwendig recherchierte Inhalte ohne Bezahlschranke" stehen. Die Werbung im Umfeld würden die Nutzer im Gegenzug in Kauf nehmen.
"Horizont" 26/2019, S. 17 (Paid)

Zitat: Wir brauchen bessere Medien-Hygiene, sagt Maren Urner.

"Wir sind sehr gut darin, die Zähne zu putzen, eine gewisse Körper- oder Gesundheitshygiene zu betreiben und überlegen sehr gut, was wir konsumieren. Wenn es zu unserem Medienkonsum kommt, sind wir allerdings sehr unkritisch."

Maren Urner, Gründerin von "Perspective Daily" plädiert im "FAZ"-Interview für Medienhygiene und gegen "die Vermüllung unserer Gehirne". Dazu gerhöre, Medien bewusst einzeln zu konsumieren und nicht nur Überschriften durchzuklicken.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (02/2016): Maren Urner will mit konstruktivem Journalismus Probleme lösen.

Zeitenspiegel Reportageschule macht ohne Zeitenspiegel weiter.

Zeitenspiegel Reportageschule will Anfang 2020 ohne die Agentur Zeitenspiegel und mit neuem Konzept weiter machen: Die wirtschaftliche Verantwortung liegt – wie bisher – bei der Volkshochschule Reutlingen und Geschäftsführer Uli Bausch. Die journalistischen Leiter sind künftig Philipp Maußhardt, der zuletzt noch Co-Leiter der Schule war, und Ariel Hauptmeier, zuletzt Textchef beim Medien-Startup Republik.ch. Am Konzept der Reportageschule und als Dozenten arbeiten Heike Faller und Wolfgang Bauer von der "Zeit" sowie Michael Obert, Gründer der Reporter-Akademie in Berlin.

Die Reporter-Agentur Zeitenspiegel verantwortete in den vergangenen knapp 15 Jahren die inhaltliche Gestaltung des Studiengangs, davon 13 Jahre lang mit Maußhardt als Schulleiter. Der verabschiedet sich in einer Mail an die Absolventen "mit Dank und Respekt" von Zeitenspiegel und schreibt, die Reportage sei "auch nach Relotius nicht weniger wichtig geworden". Am Freitag gab Zeitenspiegel bekannt, dass die VHS Reutlingen den bisherigen Dienstleister-Vertrag gekündigt hat. Kurz zuvor hatte Maußhardt die Reportergemeinschaft verlassen.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Zeitenspiegel Reportageschule: Philipp Maußhardt geht, VHS kündigt Zusammenarbeit.

Zu dieser Meldung gibt es hier eine Weiterentwicklung/Konkretisierung.

Zeitenspiegel Reportageschule in Reutlingen kommt in schwere Fahrwasser: Die Volkshochschule Reutlingen, Kooperationspartnerin und Mitgründerin der Journalistenschule, kündigt "überraschend" den Vertrag mit der Reportergemeinschaft Zeitenspiegel, teilen die Zeitenspiegel-Geschäftsführer Uschi Entenmann und Tilman Wörtz mit. In einer Mail an das Netzwerk der Reportageschule heißt es, dass sich für den aktuellen Jahrgang der Journalistenschüler nichts ändere. Wie und ob es anschließend weitergeht, ist wohl ungewiss. Auch Philipp Maußhardt, langjähriger Leiter der Schule, verlässt Zeitenspiegel. Wörtz hatte von ihm vor zwei Jahren die Leitung der Reportageschule übernommen. Ob sein Abgang im Zusammenhang mit der VHS-Kündigung steht, ist unklar.
per Mail, reportageschule.de