“Horizont”: Sport1 und Media Impact bündeln ihre Sport-Umfelder.

Media Impact, Vermarkter von Springer, und Sport1 machen bei ihren Fußball-Umfeldern gemeinsame Sache. Die Unternehmen starten das sogenannte "Sport Powerhouse" und bündeln darin Werbeplätze in Print, TV, Online und Außenwerbung. Kunden können in einem Anlauf u.a. bei Sport1 – digital und im TV – bei Bild.de und in der "Bild am Sonntag" buchen. Pro Sportwochenende verspricht die Kombi mehr als 22 Mio Kontakte.
"Horizont" 33-34/2021, S. 6

“Horizont”: Managing Director Boris Schramm verlässt die Group M nach 23 Jahren.

Group M und Managing Director Boris Schramm, 56, gehen nach 23 Jahren überraschend getrennte Wege, berichtet "Horizont". Schramm kam 1998 zur Group-M-Tochter MEC, heute Wavemaker, zehn Jahre später wechselte er zur Group M. Schramm ist eine der profiliertesten Stimmen im Media-Geschäft. Er gilt als Print-Kritiker, aber auch Verfechter der Mediengattung, schreibt Jürgen Scharrer. Der "Horizont"-Chefredakteur kann sich gut vorstellen, dass Schramm "bald ein eigenes Ding startet".
horizont.net (Paid)

Hör-Tipp: Martina Vollbehr beobachtet “Resilienz” bei Ausgabe­bereit­schaft in der Pandemie.

Hör-Tipp: Mit dem Rückgang der Pandemie-Sorgen steigt die Ausgabe­bereit­schaft der Konsumentinnen, berichtet Martina Vollbehr, Chefin der Media-Agentur Pilot, im FAW-Podcast. Im Gespräch mit Kai-Marcus Thäsler gibt Vollbehr Einblick in die Ergebnisse der Studienreihe Pilot Radar und sagt, in der Bevölkerung habe sich eine "Resilienz herausgebildet". Im Wellen-Verlauf der Pandemie sei die Ausgabe­bereit­schaft nicht im gleichen Maße eingebrochen, wie die Sorgenlast angestiegen ist.
podigee.io (31-Min-Audio), pilot.de (Background)

D-Force spielt erstmals adressierbare TV-Spots aus.

D-Force, Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland, legt seinen ersten Case zu adressierbarer TV-Werbung vor. Ab sofort können Werbekunden in Echtzeit 20-Sekunden-Spots buchen, die beide TV-Häuser "kontaktklassenoptimiert" an passende Zuschauerinnen ausspielen. Zunächst ersetzen die Spots Eigenwerbung der Sender, später sollen weitere Sendeplätze und Aussteuerungsmöglichkeiten dazukommen. Die ersten adressierten Spots liefen bereits im April in einer Rewe-Kampagne.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo bringt Multimedia-Magazin zu Commerce Media heraus.

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo veröffentlicht ein Multimedia-Magazin zum Thema Commerce Media. Im eingebetteten Podcast erklärt etwa Philipp Westermeyer, welche Digital-Trends wichtig werden, Matthias Weth, CEO von SYZYGY Performance Marketing diskutiert per Video-Takes über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Agenturen und Tech-Unternehmen. Mit dem Magazin will sich Criteo auch im Markt repositionieren und auf sein neues Produktportfolio aufmerksam machen.
criteo.webmag.io via meedia.de

McDonald’s USA investiert mehr Werbe-Geld in divers geführte Unternehmen.

Werben mit Verantwortung: McDonald's will in den USA mehr Werbegeld in Medien, Produktionsfirmen und Content-Partner investieren, die von People of Color, Frauen und queeren Menschen geführt werden. Das betrifft auch Kooperationen mit Influencerinnen. Der Anteil soll sich bis 2024 von jetzt 4 auf dann 10 % der US-Werbeausgaben mehr als verdoppeln. Ein Beirat aus externen Marketing-Expertinnen soll Barrieren für wirtschaftliches Wachstum bei divers geführten Partner-Unternehmen identifizieren und dabei helfen, diese zu beseitigen.
prnewswire.com, adage.com (Paid)

Hör-Tipp: Media-Agenturen haben keine Zukunft, erklärt Thomas Koch

Hör-Tipp: Im Podcast "What's Next, Agencies?" sprechen Moderatorin Kim Alexandra Notz und Media-Urgestein Thomas Koch (Foto) über die immer größer werdende Kluft zwischen Media und Kreation. "Ich wäre im Moment ungern Chef einer großen Media-Agentur", fasst Koch die Lage auf dem Markt zusammen. Den größten Fehler von Media-Agenturen sieht er darin, dass der Vertrieb inzwischen wichtiger als die Beratung sei – das führe zu vielen unzufriedenen Mitarbeiterinnen und Kunden.
kite.link (59-Min-Podcast)

Können Familien-Firmen Nachhaltigkeit besser als Konzerne? So lief der Media-Talk bei Clubhouse.

Senf dazu: “Der durchschnittliche CEO hat eine Halbwertszeit von drei Jahren.” Michael Durach, Chef des Senf- und Ketchup-Herstellers Develey, ist überzeugt, dass Familienunternehmen grundsätzlich langfristiger denken als Konzerne, da u.a. keine Quartalsziele erreicht werden müssen. Im Mittwoch-Media-Talk bei Clubhouse sind sich er und Wolfgang Bscheid einig, dass Familien-Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn haben. Am Mittwochmittag haben sie gemeinsam mit Christian Faltin von Cocodibu und turi2-Clubchef Peter Turi eine gute Stunde lang diskutiert. Wolfgang Bscheid von Mediascale gibt zu, dass das Thema Nachhaltigkeit in seiner Mediaagentur anfangs "schwer zu greifen" war. Gerade für jüngere Kolleginnen sei Nachhaltigkeit im Job ein Anspruch und nicht nur ein "Zusatzprojekt".

Mit der Green GRP-Initiative sollen Unternehmen bei der Serviceplan-Tochter Werbung künftig klimaneutralisiert buchen können. Bscheid plädiert für einen offenen Umgang mit Konsumentinnen, wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert. Michael Durach ergänzt: "Der Verbraucher sieht selbst, dass nicht alles von heute auf morgen möglich ist." Er findet, dass seine Firma ihre Nachhaltigkeits-Aktivitäten bisher womöglich nicht gut genug kommuniziert hat. So sei der Senf des 1845 gegründeten Familienunternehmens inzwischen klimaneutral, am nachhaltigen Ketchup arbeite die Firma gerade.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Wen erreicht Außenwerbung, wenn alle zu Hause sitzen, Kai-Marcus Thäsler?


Krisenfest? Kai-Marcus Thäsler, Chef des Fachverbands Außenwerbung, hält sein Kerngeschäft trotz Lockdown und verminderter Mobilität der Menschen für effektiv. Laut Studien leiden nur die Wiederholungskontakte, nicht die Nettoreichweite, schreibt Thäsler in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Er hat Hoffnungen, dass die Außenwerbung im Lockdown sogar nachhaltiger wirkt, weil das Umfeld der Werbeflächen reizreduziert ist. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“FAZ” kooperiert bei Anzeigen künftig nicht mehr mit der “Rheinischen Post”.

FAZ lässt ihren Kooperationsvertrag zur Anzeigenabwicklung mit der "Rheinischen Post" Ende September auslaufen. Die "RP" steuert seit 2016 die Anzeigenabwicklung und das Auftragsmanagement für die Frankfurter. Beobachter*innen erwarten, dass das Mandat künftig zur "Süddeutschen Zeitung" wechselt. Beide Medien haben jüngst den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic gegründet.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Ist die Generation Ü50 für die Werbeindustrie schon tot, Christian Scholz?


Nicht abgeschrieben: Christian Scholz, Chef der ARD-Radiowerbung, hält die vielzitierte “werberelevante Zielgruppe” für überholt. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt er darüber, welche wertvollen Werbe-Schätze es bei höheren Semestern zu heben gibt. Sie können seinen Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

turi2 edition #13: Michael Loeb über Zuversicht.


Alles wird gut: Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR mediagroup, glaubt daran, dass vieles bald wieder “wie früher” wird – erstes Anzeichen ist für ihn die Reaktion der deutschen Fußballfans auf die 0:6-Pleite gegen Spanien: “Binnen weniger Minuten wurden aus gefühlt 80 Millionen Virologen in Deutschland wieder Bundestrainer”. Im Videofragebogen von turi2 bekennt Loeb passenderweise seine Leidenschaft für den 1. FC Köln. Seinen Gastbeitrag für die turi2 edition #13 können Sie hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“FAZ” und “Süddeutsche Zeitung” gründen den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic.

Anzeigen-Allianz: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung" gründen den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic. Das Joint Venture soll die überregionale Werbung von "FAZ" und "SZ" vermarkten. Die regionalen, lokalen und die digitalen Anzeigen werden ausgespart und bleiben bei ihren bisherigen Vermarktern. "FAZ" und "SZ" halten je 50 % an dem neuen Unternehmen, das am 1. April 2021 startet. Chefs werden Jürgen Maukner und Ingo Müller, die sich bei den Zeitungen bereits vorher ums Anzeigengeschäft gekümmert haben.

Republic bekommt Standorte in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Beim Personal wird allerdings gekleckert statt geklotzt: Bisher kümmerten sich über 100 Angestellte um die Anzeigenvermarktung bei "FAZ" und "SZ" - Republic plant mit 80 Mitarbeiter*innen.
wuv.de, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Wie steuern Regionalzeitungen durch eine krisengebeutelte Welt, Carsten Dorn?


Der Lokalist: Carsten Dorn, Chef des Zeitungsvermarkters Score Media, beobachtet schon vor der Pandemie eine Regionalisierung des Alltags – vom Urlaub zuhause bis zum Heimat-Gin. Auch der Journalismus kann vor Ort seine Stärken zeigen und es den Internet-Giganten schwer machen, meint Dorn in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Machen Google und Facebook die klassische Mediaagentur obsolet, Katja Brandt?


Wandelbar: Katja Brandt, Chefin von Mindshare, findet, dass sich Mediaagenturen stärker verändert haben als alle anderen Geschäftsbereiche der Kommunikationsbranche. In der turi2 edition #13 beschreibt sie, wie sich bei Mindshare Aufgabenbereiche und Investitionen verschoben haben und weshalb ihre Arbeit nach wie vor relevant ist. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Außenwerbung: Warum Goldbach-Managerin Claudia Zayer positiv auf den Jahresendspurt guckt.


Sehen und gesehen werden: "Niemand kann behaupten, dass er 2020 wiederholen will", sagt Claudia Zayer im Video-Interview von Horizont und turi2.tv. Für die Außenwerbe-Chefin von Goldbach für den deutschen Markt hat der Jahresausklang dennoch einen versöhnlichen Ton. "Wir haben einen guten Endspurt, der zwar nicht alles wieder gut macht, aber einiges aufholt", erklärt die Managerin. Selbst im harten Lockdown hielten sich Stornierungen bei Goldbach in Grenzen, erklärt sie – viele Kunden haben ihre Buchungen schlicht verschoben.

Die ruhige Zeit hat die Außenwerbe-Einheit des Schweizer Vermarkters genutzt, um sich in IT und Planung für die nächste Evolutionsstufe der Außenwerbung fit zu machen: auktionsbasierter, programmatischer Werbeverkauf, wie er aus der Online-Werbung bekannt ist. Anders als im Netz ist der auktionsbasierte Verkauf in der Außenwerbung keine Restplatzvermarktung, Angst vor Dumpingpreisen hat Claudia Zayer daher nicht. Schließlich handle es sich bei den digitalen Werbe-Screens um lineares Inventar: "Wenn der Tag um ist, habe ich auch keine neuen Spot-Plätze mehr."
youtube.com (10-Min-Video)

Kai Ehrenschneider-Brinkmann wird Verlagsleiter beim “Tagesspiegel”.

Tagesspiegel holt Kai Ehrenschneider-Brinkmann, 54, als Verlagsleiter National. Er kommt von Springer und folgt auf Michael Zehentmeier, 47, der sich wieder auf seinen Job als Vertriebsleiter der "Zeit" konzentriert. Marion Clausen, 54, bisher Vize-Verlagsleitung Vermarktung beim "Tagesspiegel", verantwortet künftig die neu geschaffene Position Leitung Verwaltung und Einkauf.
tagesspiegel.de

Wir graturilieren: Paul Mudter wird 54.


Wir graturilieren: Paul Mudter, COO der Ad Alliance, feiert heute seinen 54. Geburtstag – zu Hause mit der Familie, bei einem Menü, das aus dem Restaurant geliefert wird. Das Beste am abgelaufenen Jahr war, das Mudter mehr Zeit als sonst mit seiner Familie verbringen konnte und der tolle Zusammenhalt mit den Kolleg*innen im Beruf. Er hofft, dass das kommende Jahr genauso "langweilig und normal" wird wie die Jahre vor 2020, mit Abenden im Restaurant, Treffen mit Freunden und Wochenenden im Stadion. Glückwünsche sind auf allen Wegen willkommen, zum Beispiel per E-Mail. Für Umarmungen wünscht Mudter sich einen Gutschein.

YouTube bietet ab sofort auch Audioanzeigen an.

YouTube steigt ins Geschäft mit Audiowerbung ein, schreibt "Horizont". Werbekunden können zunächst beim klassischen Youtube-Angebot Sound-Anzeigen buchen, sowohl vor gewöhnlichen Videos als auch vor auf der Plattform befindlichen Podcasts oder Hörbüchern mit Standbild. Hier gab es bislang keine Anzeigen. Werbungtreibende sollen zu den Anzeigen ein Bild oder eine Animation mitliefern. 2021 will die Google-Tochter Audioanzeigen auch auf den Streamingdienst Youtube Music ausdehnen.
horizont.net (Paid)

RTL und die Telekom kooperieren bei Content, Technologie und Streaming.

Neue Partner: Die Mediengruppe RTL Deutschland und die Telekom arbeiten zusammen bei der Entwicklung von Addressable TV. 2021 sollen erste gemeinsame Tests stattfinden. Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom sagt: "Gemeinsam wollen wir die TV-Branche maßgeblich mitgestalten und im deutschen Werbemarkt neue Akzente setzen." In einem ersten Schritt der Zusammenarbeit integriert die Telekom das RTL-Streamingangebot TV Now Premium in Streaming-Angebote von MagentaTV.
presseportal.de

Anzeigen-Allianz von “FAZ” und “SZ” bekommt grünes Licht.

Anzeigen-Allianz von "Süddeutscher Zeitung" und "FAZ" hat die Genehmigung vom Bundeskartellamt, schreibt Gregory Lipinski. Starten dürfte die Kooperation dennoch erst im April, die die Parhner noch über viele Eckpunkte uneins sind. Unklar sei etwa, ob das Bündnis eine Doppelspitze bekommen soll und wo der Sitz der Gesellschaft sein soll.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Lockdown light trifft die Werbebranche nicht wie im Frühjahr

Lockdown light knippst dem Werbemarkt nicht wie im Frühjahr die Lichter aus, glauben Mediaexperten. Georg Berzbach (Foto), Deutschlandchef von Dentsu, sagt "Horizont", dass er "kein aufgeregtes Stornoverhalten" wahrnehme. Karin Ross, Chefin der Group M in Deutschland, sagt, dass Werbende und Agenturen nun besser vorbereitet sind. Einig sind sich die Experten, dass es Verschiebungen zwischen den Mediengattungen geben wird. Die geschlossenen Kinos können nicht auf Werbeeinnahmen hoffen, auch Out-of-Home wird wohl Marktanteile verlieren, da weniger Menschen unterwegs sind, um Plakate oder Ähnliches wahrzunehmen.
horizont.net (Paid)

Florian Haller sieht Serviceplan nicht als Familienfirma.

Generationengespräch: Serviceplan ist keine "Familienfirma", seine Töchter will er nicht "in Stellung bringen", sagt Agentur-Chef Florian Haller (Foto) im "Horizont"-Doppelinterview mit seinem Vater und Agentur-Gründer Peter Haller zum 50. Jubiläum. Die Philosophie sei immer gewesen, "primär organisch zu wachsen", bei der Internationalisierung kommt er "aber manchmal nicht ohne Zukäufe aus". Haller Senior beobachtet, dass "alles viel lockerer geworden" ist, auch das Verhältnis zur Konkurrenz: "Man tauscht sich aus, zum Teil mag man sich sogar gegenseitig." Der große Trumpf von Serviceplan sei die Unabhängigkeit, der Verkauf an ein internationales Werbe-Netzwerk steht für beide nicht zur Diskussion.
"Horizont" 44/2020, S. 8/9 (Paid)

Ad Alliance vermarktet künftig auch die Print-Titel von Media Impact.

Vermarktungsriese: Die Ad Alliance von Bertelsmann vermarktet ab 2021 auch die Print-Titel von Springers Media Impact, also u.a. "Bild" und "Welt". Bisher hat sie bereits deren Digitalangebote im Portfolio. Die Ad Alliance agiert für Media Impact als Dienstleister und verhandelt mit Agenturen auf Rechnung von Media Impact Rahmenverträge. Media Impact verkauft sein Inventar weiterhin daneben auch selbstständig. Media-Impact-Chef Carsten Schwecke kündigt im Interview mit "Horizont" an, dass dies auch so bleiben soll: "Das Werbegeschäft von Axel Springer ist viel zu groß und bedeutend, als dass wir die eigene Vermarktung jemals abgeben würden." Mitarbeiter*innen würden zudem nicht den Betrieb wechseln: "Bei aller Partnerschaft bleiben die Mediengruppe RTL, Gruner + Jahr und wir im Werbemarkt ja auch harte Wettbewerber."

Die Ad Alliance führt neben den Springer-Medien und den Bertelsmann-eigenen Titeln von IP Deutschland und G+J ems auch die Titel von Spiegel Media und ab 2021 von rtv. Springers Digitaltitel sind seit September 2019 Teil der Vermarktungsgemeinschaft. Die nunmehr stärkere Orientierung zur Ad Alliance ist auch eine Reaktion auf das weitestgehende Ende der Vermarktungskooperation zwischen Springer und Funke. (Foto: Bildagentur-online / Picture Alliance)
presseportal.de, horizont.net (Paid)

Eon macht Publicis zum Media- und Performance-Partner in europäischen Kernmärkten.

Eon vergibt nach einem Pitch seinen auf 45 Mio Euro geschätzten europäischen Media- und Performance-Etat an die Publicis Groupe. Ihre Agentur Starcom wird die Media-Aktivitäten von acht europäischen Märkten zentral aus Deutschland betreuen. Starcom ist schon Eon-Partner in Rumänien und Italien, bisher waren in Großbritannien Vizeum und in Deutschland Dentsu Aegis zuständig. Für Deutschland und Schweden übernimmt die Agentur zudem das Performance-Marketing.
per Mail (Pressemitteilung), campaignlive.co.uk

“Lebensmittel Zeitung”: Schwarz-Gruppe zentralisiert den Media-Einkauf.

Schwarz-Gruppe, Mutter von Lidl und Kaufland, will künftig weniger für Werbung ausgeben, ohne den Werbedruck zu verringern. Dafür bündelt der Konzern den Media-Einkauf von Lidl und Kaufland, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Demnach sind gemeinsame Pitches geplant, mit denen der Konzern günstigere Preise durchsetzen will.
lebensmittelzeitung.net (Paid) via horizont.net, wuv.de

Procter & Gamble will direkt mit TV-Sendern über Werbung verhandeln.

Procter & Gamble will künftig direkt mit TV-Sendern über Buchungen von Werbezeiten verhandeln. Das Unternehmen mit einem Mediavolumen in Milliarden-Höhe gilt nicht nur als eines der größten werbetreibenden überhaupt, sondern auch als Großkunde bei Mediaagenturen. P & G ist mit seinem Plan nicht allein: Auch Unilever und Mastercard ziehen ähnliche Schritte in Betracht.
meedia.de (Paid) via variety.com

Ferrero ist im August auf den Werbemarkt zurückgekehrt.

Gibt dem Werbemarkt ein Küsschen: Ferrero investierte in Deutschland im August laut Nielsen brutto rund 37 Mio Euro für Werbung. Damit ist der Konzern hinter Procter & Gamble der zweitgrößte Werbespender im August. Zuvor hatte Ferrero seine Werbeausgaben in der Corona-Krise massiv zusammengestrichen, im Juli laut Nielsen nur 354.000 Euro investiert. Der Markt scheint sich insgesamt wieder zu erholen: Im August lagen die Brutto-Spendings aller Werbetreibenden zusammen nur noch 1,6 % unter dem Niveau von 2019.
horizont.net (Paid)

Serviceplan-Agentur Mediaplus will im internationalen Pitch-Game mitspielen.


Werbe-Brüller: Mediaplus, die Media-Agentur von Serviceplan, will auch im internationalen Markt eine bedeutende Rolle spielen. "Wir sind dabei, ein deutsches Gegenmodell zu den großen angloamerikanischen und französischen Networks zu etablieren", sagt Geschäftsführer Matthias Brüll in seinem ersten großen Interview in "Horizont". Im Mai 2019 kam er von Group M zu Mediaplus und verantwortet das internationale Geschäft. Mit Kunden wie De'Longhi, der Drogerie-Kette Müller, der Alibaba-Gruppe und Siemens Healthineers hat Mediaplus international nach eigenen Angaben bereits ein Buying-Volumen von zusammen 100 Mio Euro gewonnen. "Was uns von den WPPs, Omnicoms und Publicis dieser Welt unterscheidet, ist, in jedem Markt echte Unternehmer zu haben, die nicht nach zwei Jahren wieder weg sind", sagt Brüll. Es mache einen Unterschied, als inhabergeführtes Unternehmen "nicht ständig auf den nächsten Quartalsbericht schauen" zu müssen.

Zwar hätten die internationalen Agentur-Netzwerke "einen hohen Standard" etabliert, zugleich gebe es aber Probleme bei der "Transparenz dieser Systeme" und der Gewinnung guten Personals, sagt Brüll. "Der finanzielle Druck bei den Networks ist inzwischen so brutal, dass es mit den nötigen Investments ins Personal immer schwieriger wird." Das führe dazu, dass die Teams "oft zu juniorig" sind. Die eingesetzten Tools "hören sich zwar klasse an, sind dann aber meist doch nicht so gut, wie es zunächst den Anschein hat". Lernen kann Mediaplus von den Networks dagegen, eigene Lösungen zu skalieren, räumt Brüll ein: "Wenn es darum geht, tolle Lösungen in modifizierter Form auch bei anderen Kunden einzusetzen, können wir durchaus noch besser und effizienter werden."
"Horizont" 37/2020, S. 8/9 (Paid)