Deutsche Bahn gönnt sich ein neues Soundlogo.

Eisenbahn-Akustik: Die Deutsche Bahn erneuert ihr Soundlogo, erfährt "Horizont". Die bisher von einem kraftvollen Rhythmus angetrieben Töne D und B bleiben bestehen, erklingen nun aber weicher und werden vom Klavier gespielt. Der Rhythmus verwandele sich in "einen Herzschlag", um die "Nähe der DB zu ihren Kund:innen zu betonen". Die Komposition stammt von der Berliner Agentur Why Do Birds, die seit 2012 das Audio-Branding der Bahn verantwortet und auch das bisherige Sound-Logo kreiert hat. Zugleich schreibt die DB ihren Etat für Audio-Branding europaweit neu aus.
"Horizont" 6+7/2023, S. 7 (€)

OWM-Chef Uwe Storch leitet Aufsichtsrat der AGF.

Bringen den Storch: Der OWM-Vorsitzende und Head of Media beim Süßwaren-Hersteller Ferrero Uwe Storch ist neuer Aufsichts­rats­vorsitzender der AGF Video­forschung. Mit Storch macht den Job erstmals ein Kunden­vertreter, teilt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf mit. Storch ist bereits seit einigen Jahren in dem Gremium. Der Werbe-Fachmann kommt für Ex-WeltN24-Chef Torsten Rossmann, der den Rat Ende 2022 verließ. Für Springer sitzt jetzt Rossmann-Nachfolger Frank Hoffmann im AGF-Aufsichtsrat.
agf.de

“Es wäre dumm, die 50- bis 59-Jährigen zu vernachlässigen” – Hirschen-CEO Marcel Loko über die Zukunft des Fernsehens und der Werbe-Branche.


Generationenfrage: RTL möchte die Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen etablieren, ProSiebenSat.1 hält dagegen. Marcel Loko, CEO der Hirschen Group, findet, dass eine Eingrenzung auf 14 bis 49 Jahre nicht mehr zeitgemäß ist. Im Interview mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow erklärt er, warum ihm das öffentliche Tauziehen der Sendergruppen um die Zielgruppen-Definition im Alltag trotzdem “ziemlich egal” ist. Außerdem spricht er darüber, warum die Arbeit in der Werbung heute komplexer ist als früher, und er sagt, was die Werbebranche jungen Menschen heute bieten kann – und was nicht. Weiterlesen >>>

Werbemarkt wächst 2022 über das Vorkrisen-Jahr 2019.

Deutscher Werbemarkt erreicht 2022 ein Volumen von 48,66 Mrd Euro und wächst damit über das Vorkrisen-Niveau von 2019, meldet der ZAW. Grund für das Wachstum ist ein überproportionales Plus der Digital-Werbung, von dem deutsche Player allerdings nur wenig profitieren. Die ZAW-Mitglieder rechnen angesichts von Budget-Kürzungen mit einem schwierigen 1. Halbjahr 2023.
meedia.de, horizont.net (€)

PIA-CEO Christian Tiedemann geht.

Personalie in Agentur: Der Chef von PIA, Christian Tiedemann, verlässt die Digital-Media-Agenturgruppe zum 31. März 2023 "auf eigenen Wunsch", berichtet "Horizont". Bis eine Nachfolgerin gefunden ist, springen laut Bericht CFO Sascha Steffens, Thomas Dold und Mathias Reinhard ein. Das Unternehmen stehe vor dem Verkauf, suche aber noch einen neuen Eigentümer. Tiedemann ist seit 2017 CEO der PIA Group.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

Bundesforschungs­ministerium gibt 2022 bisher am meisten Geld für Agenturen aus.

Teure Bürger­kommunikation: Die Bundes­regierung hat 2022 bis zum 11. Oktober bereits 32,66 Mio Euro für Werbe- und Kommunikations­agenturen ausgegeben. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage von Links­fraktions­chef Dietmar Bartsch hervor. Am meisten gab demnach mit 7,6 Mio Euro das Bundesforschungs­ministerium aus. Das Arbeits­ministerium kommt auf 4,9 Mio Euro, das Gesundheits­ministerium auf knapp 4,6 Mio Euro. 2021 lagen die Ausgaben für "Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern" bei 67,2 Mio Euro. Zum Vergleich: 2019 waren es 44,9 Mio und 2020 insgesamt 66,5 Mio Euro.
horizont.net, apotheke-adhoc.de

Frank Bachér wechselt zum Audio-Vermarkter Raudio.Biz.

Raudio.Biz holt Frank Bachér als Experte für den Bereich Digital Product & Development. Bei dem Audio-Vermarkter arbeitet er künftig an der "Schnittstelle zwischen Technologie und Werbemarkt" und soll u.a. neue Vermarktungsprodukte entwickeln. Bachér kommt von der Podcast-Plattform Julep, wo er zuletzt als CBO Vertrieb, Partnermanagement sowie die Produktions-Weiterentwicklung verantwortet hat.
per Mail

“Die Inflation hat alle Haushalte erreicht” – Marktforscher Sören Schiller guckt den Kunden in den Einkaufswagen.


Einkaufen mit Handbremse: Verzichten, weniger wegschmeißen und Schnäppchen jagen – mit diesen Maßnahmen reagieren die Deutschen auf die Inflation, weiß Marktforscher Sören Schiller. Mit der Mitteldeutschen Markenstudie, die sein Institut IMK für MDR Media erstellt, guckt er den Deutschen seit 13 Jahren in den Einkaufswagen. Im Interview mit "Horizont" und turi2 am Rande des Mitteldeutschen Markentages in Leipzig erklärt er, dass der Preis für die Kunden im Osten jetzt noch wichtiger ist als im restlichen Bundesgebiet – da werde das Mindesthaltbarkeitsdatum jetzt schon mal aus- oder überreizt.

Gleichzeitig setzen viele Kunden jetzt auf regionale Marken, weiß Schiller. Sie stehen für günstigere Preise, Verlässlichkeit und Sicherheit. Im Gespräch gibt Schiller zudem Marketing-Tipps für Markenartikler und sagt, dass allein ein Drehen an der Preisschraube nicht hilft: "Wenn der Preis einmal nach unten geht, geht er nie wieder hoch." Marken müssten jetzt vor allem Argumente finden, um sich gegen günstigere Handelsmarken abzugrenzen, etwa indem sie die Verankerung in einer Region betonen.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

“Der gesamte Werbemarkt wird sich ändern” – MDR-Media-Chef Reinhard Hild über Werbung im Wandel.


Überraschungstüte: "Die Zeit für Markenkommunikation ist günstig", sagt Reinhard Hild mit Blick auf Kaufzurückhaltung, Krise und Krieg. Der Geschäftsführer von MDR Media ist am Rande des MDR-Markentages in Leipzig überzeugt, dass, wer jetzt in Werbung investiert, auch nach der Krise wachsen wird. Er beobachtet, dass gerade große Marken an der Kommunikation sparen. "Das ist die Chance für kleinere, mittelständische Unternehmen, jetzt ihre Marke auszubauen."

Hild selbst ist krisenerprobt: Seit 20 Jahren bekleidet er bei MDR Media Führungspositionen, seit Anfang des Jahres wirkt er als Geschäftsführer. In dieser Zeit hat er manche Krise erlebt – von der Lehman-Pleite bis zur Pandemie. "Der Job ist herausfordernder geworden", sagt der Werbe-Manager mit Blick auf die vergangenen Monate. Er rät aber zu Gelassenheit statt Hektik. Gerade in herausfordernden Zeiten ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, zu justieren und Neues zu unternehmen.

Radio- und TV-Werbung, die Hild bei MDR Media vor allem vermarktet, sind für ihn noch lange nicht tot. Mit Werbung im Linearen lasse sich nach wie vor Reichweite aufbauen – "das passiert in anderen Medien nicht so schnell". Mit Blick auf die sich ändernden Seh- und Hörgewohnheiten des jungen Publikums, müsse aber medienpolitisch die Frage geklärt werden, ob auch öffentlich-rechtliche Vermarkter bei Spotify-, Podcasts- und In-Game-Werbung dabei sein dürften. "Da sind wir im Austausch", sagt Hild.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Auf einen Klick – Podius bündelt Podcast-Marktdaten für Publisher, Vermarkter und Media-Agenturen.


Klick- und Schaltzentrale: Der Münchner Audio-Spezialist Wake Word bringt mit der Analyse- und Media­planungs-Plattform Podius ein Podcast-Tool auf den Markt, das unter einem Dach automatisiert Markt­daten für Publisher, Vermarkter und Media-Agenturen liefern will. “Wir waren genervt, uns immer mühe­voll die Daten zusammen­zusuchen”, sagt Wake-Word-CEO und Mitgründer Sven Rühlicke im Interview. Publishern gibt das Tool u.a. eine Übersicht über besetzte Themen, Genre-Konkurrenz oder die Auffind­barkeit eigener Podcasts. Ein integriertes Media­planungs­tool für Podcast-Werbung soll Planungs- und Buchungs­abläufe vereinfachen, die bisher “viel zu händisch und aufwändig” seien. Zum Start sind als Partner GroupM, Julep, Zebra-Audio und Axel Springer Audio dabei. Künftig soll Podius als unabhängige Plattform allen Teilnehmenden im Podcast-Markt offenstehen. Interview lesen >>>

Ohne Medienbrüche: Ad-Alliance-COO Isabella Thissen über Cookies und Content.


Werben in der Krise: "Wir glauben, es ist eine gute Zeit zum Investieren", sagt Isabella Thissen in Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv über die Chancen von werbetreibenden Unternehmen, sich Marktanteile zu sichern – jetzt und für die Zeit nach der Krise. Am Rande des Kunden-Events Innovation Now blickt Thissen auf weitere Herausforderungen der Werbebranche, etwa die Post-Cookie-Ära. Die Ad Alliance sei da inzwischen gut aufgestellt, sagt Thissen und beschreibt die Datenwelt nach dem Ende des Cookie-Targetings als Stufen-Modell: So würde Umfeldwerbung im TV weiter gut funktionieren. Als zweite Stufe sieht sie In-House-Daten, die etwa RTL auf seinen Plattformen selbst erhebt, und eine sehr hohe Qualität haben. Das Land wo für Werber "Milch und Honig fließen" seien aber ID-basierte Lösungen, etwa mit Initiativen wie NetID.

Damit, so erklärt sie, könnten auch Cookie-Banner, die viele Nutzende heute nerven, zumindest eingeschränkt werden. Gemeinsam mit Media Impact arbeite man bei NetID daran, eine Lösung in den Markt zu bringen, bei der der Nutzende einmal eine bewusste Entscheidung trifft – und anschließend auch über Plattformen hinweg nicht mehr dauernd seine Zustimmung geben muss.

Außerdem geht es in dem Gespräch um die neue Konkurrenz durch Amazon und Netflix, die nun auch auf dem Video-Werbemarkt mitmischen. "Das kann ein Risiko sein, wir sehen das aber vor allem als Chance", sagt Thissen. RTL+ setze von Anfang an auf eine Mischung aus Werbung und Abo. "Wir sehen, dass es Nutzer und Use Cases für beides gibt." Der Schritt bestätige RTL in seiner Strategie.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Transparenzangaben von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken sind schwer zu durchschauen.

Kein Durchblick: Die Transparenzangaben von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken sind oft versteckt und schwer zu verstehen, sagt eine Onlinebefragung der Medienanstalten. 16 % der Befragten finden die Angaben bei Google ohne Probleme, bei YouTube sind es 11 %. Instagram schneidet am schlechtesten ab: 4 % gelangen, ohne sich zu verklicken auf die richtige Seite. Die Plattform schneidet dafür am besten bei der Verständlichkeit ab, Google am schlechtesten.
die-medienanstalten.de

Kinder, die wie Sprachassistenten heißen, können ihren Namen ändern.


Alexa, ändere ...: Leiden Kinder mit dem Namen Siri oder Alexa unter seelischer Belastung, können sie ihren Namen ändern, urteilt das Verwaltungsgericht in Göttingen. Die Eltern einer Grundschülerin aus Niedersachsen haben geklagt, um die Namensänderung ihrer Tochter durchzusetzen, nachdem die zuständige Stadtverwaltung den Antrag abgewiesen hatte. Das Mädchen leide unter Mobbing, da sie wie einer der Sprachassistenten heißt. Vor Gericht argumentierten die Eltern, andere Menschen würden mit ihrer Tochter wie mit den technischen Assistenten sprechen. Dem habe die Behörde entgegengesetzt, dass die Belastung des Mädchens nicht durch Gutachten belegt sei. Das Gericht stuft jedoch den Wunsch der Betroffenen höher ein als das öffentliche Interesse des gleichbleibenden Namens, vor allem da das Mädchen in ihrem Alter sich nicht gegen das Mobbing wehren kann.
spiegel.de

Hör-Tipp: Mehr Diversität bringt den Journalismus voran, sagt Rainer Nübel.

Hör-Tipp: Journalist Rainer Nübel (Foto) diskutiert im "Süddeutsche"-Podcast "quoted" mit Nadia Zaboura und Nils Minkmar die Ergebnisse der aktuellen Journalismus-Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Als einer der Autoren sagt Nübel, es braucht mehr Diversität in journalistischen Perspektiven und Medien­schaffenden, um den Journalismus und die Medienhäuser voranzubringen. Unsicherheiten an der Verlags­spitze würden sich auf Arbeitsqualität und Betriebs­klima auswirken. Deshalb plädiert er dafür, dass Journalistinnen und Management aufeinander zugehen und gemeinsam partizipative Formate entwickeln.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

München-Geschäftsführer Oliver Roth verlässt Pilot.

Pilot: Die Media- und Kommunikations-Agentur und Oliver Roth gehen nach über 20 Jahren getrennte Wege. Roth wirkt an den Standorten München und Stuttgart als Geschäftsführer und Minderheiten-Gesellschafter und hat die Standorte 2001 und 2009 aufgebaut. Die Trennung erfolge "auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen". Seine Aufgaben übernehmen Katharina Baumann und Thomas Mautner in München und Marcus Koch in Stuttgart.
pilot.de

Andreas Kösling übernimmt Münchner Agentur Basismedia.

Agenturen-Aufkauf: Der COO von Media Plan, Andreas Kösling, kauft die Münchner Agentur Basismedia. Beide Agenturen sollen unabhängig bleiben, aber künftig enger zusammenarbeiten, sagt er im "Horizont"-Interview. Bis 2023 wollen die beiden Unternehmen eine gemeinsame Einkaufs-Gesellschaft gründen. Seinen Posten bei Media Plan behält Kösling bei.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

turi2 edition #16: Warum sollten Zuschauerinnen noch ins Kino, wenn der Film im Stream ganz ohne Werbung läuft, Oliver Adrian?


Großes Kino: Ob Actionfilm, Romanze oder Horror — auf Netflix & Co ist die Auswahl groß. Trotzdem zieht es viele Menschen ins Kino, schreibt Oliver Adrian in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Der Chief Sales Officer beim Kinovermarkter Weischer Cinema schwärmt von großen Leinwänden und echten Gefühlen. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Media-Chef Andreas Neef verlässt L’Oreal.

Verduftet: Der bisherige Media-Chef von L'Oreal, Andreas Neef, hat den Kosmetik-Konzern auf "eigenen Wunsch verlassen", berichtet "Horizont". Die Suche nach einem Nachfolger laufe bereits, wohin es Neef zieht, sei unklar. Er ist einer der bekanntesten Mediamanager der Republik und "sicher einer der ehrgeizigsten, wenn es darum geht, in der Mediaplanung neue Wege zu gehen", schreibt Jürgen Scharrer.
horizont.net (Paid)

Früherer Score-Media-Chef Heiko Genzlinger muss vor Gericht.

Score Media: Der frühere Chef des Zeitungsvermarkters, Heiko Genzlinger, muss in München vor Gericht, berichtet "Horizont". Die Anklageschrift sei verschickt, zitiert das Blatt einen Gerichtssprecher. Genzlinger werden gewerbsmäßige Untreue in 345 Fällen und in fünf Fällen auch Urkundenfälschung vorgeworfen. Er musste 2018 bei Score Media wegen "Unregelmäßigkeiten in den Büchern" gehen.
"Horizont" 47-48/2021, S. 8, turi2.de (Background)

Termin des Tages: best4 Speed Data “Finanzen”.

termine2-logoTermin des Tages: Wie wirken sich steigende Inflation und Diskussionen um die Rente auf die Anlage-Entscheidungen der Konsumentinnen aus? Diesen Fragen geht Clarissa Moughrabi, Head of Research bei Springer, heute im Vortrag best4 Speed Data "Finanzen" nach. Das kostenlose Digital-Event der GIK beginnt heute um 11.30 Uhr.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

Facebook erlaubt keine Werbe-Aussteuerung nach Ethnie, Politik und Religion mehr.

Facebook schränkt sein Werbe-Targeting ein und verbietet künftig eine Aussteuerung nach ethnischer Zugehörigkeit, politischer Einstellung, sexueller Orientierung und religiöser Überzeugung. Die Änderung betrifft auch die Schwester-Plattformen Instagram und Facebook Messenger. Das Targeting nach anderen Parametern wie Alter, Geschlecht und Standort bleibt möglich.
mashable.com

“Horizont”: Sport1 und Media Impact bündeln ihre Sport-Umfelder.

Media Impact, Vermarkter von Springer, und Sport1 machen bei ihren Fußball-Umfeldern gemeinsame Sache. Die Unternehmen starten das sogenannte "Sport Powerhouse" und bündeln darin Werbeplätze in Print, TV, Online und Außenwerbung. Kunden können in einem Anlauf u.a. bei Sport1 – digital und im TV – bei Bild.de und in der "Bild am Sonntag" buchen. Pro Sportwochenende verspricht die Kombi mehr als 22 Mio Kontakte.
"Horizont" 33-34/2021, S. 6

“Horizont”: Managing Director Boris Schramm verlässt die Group M nach 23 Jahren.

Group M und Managing Director Boris Schramm, 56, gehen nach 23 Jahren überraschend getrennte Wege, berichtet "Horizont". Schramm kam 1998 zur Group-M-Tochter MEC, heute Wavemaker, zehn Jahre später wechselte er zur Group M. Schramm ist eine der profiliertesten Stimmen im Media-Geschäft. Er gilt als Print-Kritiker, aber auch Verfechter der Mediengattung, schreibt Jürgen Scharrer. Der "Horizont"-Chefredakteur kann sich gut vorstellen, dass Schramm "bald ein eigenes Ding startet".
horizont.net (Paid)

Hör-Tipp: Martina Vollbehr beobachtet “Resilienz” bei Ausgabe­bereit­schaft in der Pandemie.

Hör-Tipp: Mit dem Rückgang der Pandemie-Sorgen steigt die Ausgabe­bereit­schaft der Konsumentinnen, berichtet Martina Vollbehr, Chefin der Media-Agentur Pilot, im FAW-Podcast. Im Gespräch mit Kai-Marcus Thäsler gibt Vollbehr Einblick in die Ergebnisse der Studienreihe Pilot Radar und sagt, in der Bevölkerung habe sich eine "Resilienz herausgebildet". Im Wellen-Verlauf der Pandemie sei die Ausgabe­bereit­schaft nicht im gleichen Maße eingebrochen, wie die Sorgenlast angestiegen ist.
podigee.io (31-Min-Audio), pilot.de (Background)

D-Force spielt erstmals adressierbare TV-Spots aus.

D-Force, Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland, legt seinen ersten Case zu adressierbarer TV-Werbung vor. Ab sofort können Werbekunden in Echtzeit 20-Sekunden-Spots buchen, die beide TV-Häuser "kontaktklassenoptimiert" an passende Zuschauerinnen ausspielen. Zunächst ersetzen die Spots Eigenwerbung der Sender, später sollen weitere Sendeplätze und Aussteuerungsmöglichkeiten dazukommen. Die ersten adressierten Spots liefen bereits im April in einer Rewe-Kampagne.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo bringt Multimedia-Magazin zu Commerce Media heraus.

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo veröffentlicht ein Multimedia-Magazin zum Thema Commerce Media. Im eingebetteten Podcast erklärt etwa Philipp Westermeyer, welche Digital-Trends wichtig werden, Matthias Weth, CEO von SYZYGY Performance Marketing diskutiert per Video-Takes über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Agenturen und Tech-Unternehmen. Mit dem Magazin will sich Criteo auch im Markt repositionieren und auf sein neues Produktportfolio aufmerksam machen.
criteo.webmag.io via meedia.de

McDonald’s USA investiert mehr Werbe-Geld in divers geführte Unternehmen.

Werben mit Verantwortung: McDonald's will in den USA mehr Werbegeld in Medien, Produktionsfirmen und Content-Partner investieren, die von People of Color, Frauen und queeren Menschen geführt werden. Das betrifft auch Kooperationen mit Influencerinnen. Der Anteil soll sich bis 2024 von jetzt 4 auf dann 10 % der US-Werbeausgaben mehr als verdoppeln. Ein Beirat aus externen Marketing-Expertinnen soll Barrieren für wirtschaftliches Wachstum bei divers geführten Partner-Unternehmen identifizieren und dabei helfen, diese zu beseitigen.
prnewswire.com, adage.com (Paid)

Hör-Tipp: Media-Agenturen haben keine Zukunft, erklärt Thomas Koch

Hör-Tipp: Im Podcast "What's Next, Agencies?" sprechen Moderatorin Kim Alexandra Notz und Media-Urgestein Thomas Koch (Foto) über die immer größer werdende Kluft zwischen Media und Kreation. "Ich wäre im Moment ungern Chef einer großen Media-Agentur", fasst Koch die Lage auf dem Markt zusammen. Den größten Fehler von Media-Agenturen sieht er darin, dass der Vertrieb inzwischen wichtiger als die Beratung sei – das führe zu vielen unzufriedenen Mitarbeiterinnen und Kunden.
kite.link (59-Min-Podcast)

Können Familien-Firmen Nachhaltigkeit besser als Konzerne? So lief der Media-Talk bei Clubhouse.

Senf dazu: “Der durchschnittliche CEO hat eine Halbwertszeit von drei Jahren.” Michael Durach, Chef des Senf- und Ketchup-Herstellers Develey, ist überzeugt, dass Familienunternehmen grundsätzlich langfristiger denken als Konzerne, da u.a. keine Quartalsziele erreicht werden müssen. Im Mittwoch-Media-Talk bei Clubhouse sind sich er und Wolfgang Bscheid einig, dass Familien-Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn haben. Am Mittwochmittag haben sie gemeinsam mit Christian Faltin von Cocodibu und turi2-Clubchef Peter Turi eine gute Stunde lang diskutiert. Wolfgang Bscheid von Mediascale gibt zu, dass das Thema Nachhaltigkeit in seiner Mediaagentur anfangs "schwer zu greifen" war. Gerade für jüngere Kolleginnen sei Nachhaltigkeit im Job ein Anspruch und nicht nur ein "Zusatzprojekt".

Mit der Green GRP-Initiative sollen Unternehmen bei der Serviceplan-Tochter Werbung künftig klimaneutralisiert buchen können. Bscheid plädiert für einen offenen Umgang mit Konsumentinnen, wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert. Michael Durach ergänzt: "Der Verbraucher sieht selbst, dass nicht alles von heute auf morgen möglich ist." Er findet, dass seine Firma ihre Nachhaltigkeits-Aktivitäten bisher womöglich nicht gut genug kommuniziert hat. So sei der Senf des 1845 gegründeten Familienunternehmens inzwischen klimaneutral, am nachhaltigen Ketchup arbeite die Firma gerade.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Wen erreicht Außenwerbung, wenn alle zu Hause sitzen, Kai-Marcus Thäsler?


Krisenfest? Kai-Marcus Thäsler, Chef des Fachverbands Außenwerbung, hält sein Kerngeschäft trotz Lockdown und verminderter Mobilität der Menschen für effektiv. Laut Studien leiden nur die Wiederholungskontakte, nicht die Nettoreichweite, schreibt Thäsler in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Er hat Hoffnungen, dass die Außenwerbung im Lockdown sogar nachhaltiger wirkt, weil das Umfeld der Werbeflächen reizreduziert ist. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“FAZ” kooperiert bei Anzeigen künftig nicht mehr mit der “Rheinischen Post”.

FAZ lässt ihren Kooperationsvertrag zur Anzeigenabwicklung mit der "Rheinischen Post" Ende September auslaufen. Die "RP" steuert seit 2016 die Anzeigenabwicklung und das Auftragsmanagement für die Frankfurter. Beobachter*innen erwarten, dass das Mandat künftig zur "Süddeutschen Zeitung" wechselt. Beide Medien haben jüngst den gemeinsamen Print-Werbevermarkter Republic gegründet.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Ist die Generation Ü50 für die Werbeindustrie schon tot, Christian Scholz?


Nicht abgeschrieben: Christian Scholz, Chef der ARD-Radiowerbung, hält die vielzitierte “werberelevante Zielgruppe” für überholt. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt er darüber, welche wertvollen Werbe-Schätze es bei höheren Semestern zu heben gibt. Sie können seinen Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

turi2 edition #13: Michael Loeb über Zuversicht.


Alles wird gut: Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR mediagroup, glaubt daran, dass vieles bald wieder “wie früher” wird – erstes Anzeichen ist für ihn die Reaktion der deutschen Fußballfans auf die 0:6-Pleite gegen Spanien: “Binnen weniger Minuten wurden aus gefühlt 80 Millionen Virologen in Deutschland wieder Bundestrainer”. Im Videofragebogen von turi2 bekennt Loeb passenderweise seine Leidenschaft für den 1. FC Köln. Seinen Gastbeitrag für die turi2 edition #13 können Sie hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …