Ex-Geschäftsführer von SevenOneMedia führt künftig Media-Einkaufs­verbund MGMP.

Shopping King: Der frühere Geschäfts­führer des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOneMedia, Lennart Harendza, wird Chef des Media-Einkaufs­verbundes MGMP von IPG Mediabrands und Mediaplus. Als CEO leitet er den gemeinsamen Buying Desk. Harendza hatte P7S1 im Februar nach 14 Jahren verlassen. Bei MGMP folgt er auf Henning Hintze, der seit 2013 im Amt war.
horizont.net (€), meedia.de

Netflix baut eigene AdTech-Plattform.

Netflix LogoAdflix: Streaming-Pionier Netflix investiert mehr in seine werbe­finanzierten Ange­bote und baut an einer eigenen AdTech-Platt­form, teilt der Konzern auf einem Event für Werbe­treibende mit. Bisher liegen Werbe­geschäft und -technologie in der Hand von Micro­soft. Künftig will der Streamer weitere Partner in den Handel mit Werbe­slots ein­binden, darunter Trade Desk und Google.
adzine.de

IVW Online erscheint erstmals ohne RTL- und Funke-Seiten.

Relevanz-Ver­lust: Die Online-Reich­weiten der IVW erscheinen heute erst­mals ohne die Ange­bote von RTL, Funke und Springers Upday. Dadurch erreichen nun auch Web­seiten die Top 50, die sonst nie oder selten in dem Ranking auf­tauchen, analysiert Jens Schröder bei "Meedia". Das Ranking der Einzel­ange­bote führen "Kleinanzeigen", Web.de und "GMX" an, bei Zusammenschlüssen liegen "T-Online", Bild.de und "Ippen" vorne.
meedia.de

Tobias Lange wird Geschäftsführer bei Omnicom-Agentur PHD.

Über­hol­spur: Omnicom-Agentur PHD befördert Tobias Lange zum Geschäfts­führer. In der neuen Rolle soll er die Trans­formation der Media-Agentur vor­an­treiben, heißt es. Lange ist seit 2017 an Bord und war als Managing Partner u.a. für den Groß­kunden Volks­wagen und weitere Klienten tätig. Der Auto­bauer führt gerade einen Pitch durch – PHD muss seinen Etat ver­teidigen.
meedia.de

Ströer wächst im 1. Quartal um 11 %.

Plakatives Plus: Der Außen­werber Ströer meldet für das 1. Quartal ein Wachs­tum von 11 % auf 453 Mio Euro. Das Geschäft mit digitaler Außen­werbung legt dem­nach sogar um 30 % zu und trägt 108 Mio Euro zum Konzern-Umsatz bei. Als operatives Ergebnis bleiben 36 Mio Euro, ein Plus von stolzen 33 %. Im 2. Quartal solle die "Geschäfts­dynamik" noch weiter zunehmen.
t-online.de

Christine Tolksdorf leitet die Regionalvermarktung der “Süddeutschen” in Bayern.

Dahoam: Der Süd­deutsche Verlag befördert Christine Tolksdorf zur Leiterin der SZ Media Bayern. Damit verantwortet sie die Regional­ver­marktung der Zeitung und folgt auf Benjamin Haben, der "auf eigenen Wunsch" geht. Tolks­dorf arbeitet seit über elf Jahren in der Ver­marktung der "Süd­deutschen". Zuletzt war sie Chefin der Einheit Sales Regional.
kress.de

Außenwerber JCDecaux meldet Umsatzwachstum von über 11 % im 1. Quartal.

Plakativ: Außen­werber JCDecaux startet mit Jubel-Zahlen ins Jahr und meldet für das 1. Quartal ein Wachs­tum von 11,1 %. Der Umsatz liegt bei 801,6 Mio Euro. Damit über­triff die Mutter der deutschen Wall AG die Erwartungen und rechnet fürs 2. Quartal mit 12 % Wachs­tum. Alle Segmente des Konzerns melden Zuwächse. Digitale Außen­werbung wächst um 28 % und macht inzwischen fast 36 % des Konzern-Umsatzes aus.
presseportal.de

Seven.One Audio führt programmatische Podcast-Werbung ein.

Publikums-Prog­nose: Ver­markter Seven.One Audio macht das Inventar seines "Premium Audio Networks" programmatisch buchbar. Kunden können über ent­sprechende An­wendungen auf das komplette Portfolio zugreifen und Kampagnen in Echt­zeit aus­steuern. Als Targeting-Option kommt "Predictive Audiences" dazu, das die Interessen des Publikums prognosti­zieren soll. Eine KI soll Kontext-Werbung möglich machen.
presseportal.de

Stefan Uhl wird Geschäftsführer bei Mediaplus Hamburg – neben Andrea Koch.

Doppelt klickt besser: Service­plan-Tochter Media­plus ver­pflichtet Stefan Uhl als zusätz­lichen Managing Director neben der amtierenden Andrea Koch. Sie führen die Media-Agentur künftig als Doppel­spitze. Uhl kommt vom Auditing-Unter­nehmen Ebiquity Germany, wo er seit 2021 tätig war. Zuvor war er in Führungs­positionen u.a. bei Starcom und Mind­share und Carat. Er soll, gemeinsam mit Koch "wert­volle Impulse für die Weiter­ent­wicklung von Mediaplus Hamburg setzen", sagt Group-CEO Matthias Brüll.
house-of-communication.com

“Junge Leute in den Agenturen lieben auch Fernsehen” – Screenforce-Chef Malte Hildebrandt über TV im Media-Mix.



Telekolleg Werbung: "Die gesamte Denke unserer Branche findet konvergent statt. Das heißt, man denkt immer im First und Second Screen", sagt Malte Hildebrandt, Geschäftsführer der TV-Gattungs­initiative Screenforce im Video-Interview von turi2.tv und "Horizont". Die TV- und Video-Branche ist im Wandel, auch Werbe-Formen ändern sich. Deshalb will Screenforce mit Weiter­bildungs­angeboten vor allem die Nachwuchs­kräfte in Media-Agenturen auf dem Laufenden halten. Auf die dreit­ägige Screenforce Academy, die Anfang April bereits zum siebten Mal stattfand, folgt ab Mai die sechs­monatige Screenforce Masterclass, die einen tieferen Einblick in die Welt der TV- und Video­werbung verspricht. "Das ist keine plumpe Werbung, sondern wir versuchen, über Inhalte klar zu machen, dass Werbung im TV weiterhin wichtig ist", sagt Hildebrandt im Interview mit turi2-Redakteur Björn Czieslik.

Angst, dass Fernseh­werbung bei jungen Agentur­menschen aus dem Blickfeld geraten könnte, hat Hildebrandt nicht: "Bei Media­agenturen arbeiten durch die Bank Profis. Zu dieser Professionalität gehört natürlich, dass man nicht sagt: 'Ich schaue nicht mehr so viel fern, also buche ich es nicht." Im Interview erzählt Hildebrandt auch von der Neuausrichtung der Screenforce Days, die im Juni nach fünf Jahren Pause erstmals wieder als physisches Live-Event stattfinden – wenn auch etwas kompakter als bisher. Und er erklärt, warum die Gattung TV bei der Digital-Messe Demexco nicht die "alte Tante" ist.
turi2.tv (9-Min-Video bei YouTube)

Funke startet KI-Tool für Radio-Spots.

KI-Funk: Auch West­funk, Lokal­sender-Ver­markter der Funke Medien­gruppe, startet ein Tool, das KI-generierte Werbe­spots inner­halb weniger Minuten erstellen kann. Der ad.creator richtet sich vor allem an Neu­kunden, deren Fokus bisher nicht auf Radio-Werbung liegt. Audio­tainment Südwest und der Vermarkter RMS bieten ähnliche Tools.
funkemedien.de

Jung von Matt wirbt für den Pizza-Dienst Domino’s.

Domino-Effekt: Der Pizza-Dienst Domino's ent­scheidet sich im Pitch für Jung von Matt als Kreativ-Lead-Agentur. Die Ham­burger wollen das Profil der Marke schärfen. Bisher ent­stand die Werbung der Kette inhouse mit wechselnden Agenturen. Die erste Kampagne startet bereits morgen und führt den Claim "Iss nicht normal" ein. Sie wird in Außen­werbung, Social Media und TV zu sehen sein.
meedia.de

Kay Labinsky schafft neues Führungs-Board bei Motor Presse Stuttgart – und holt Michael Samak.


On the road: Geschäftsführer Kay Labinsky fährt bei der Motor Presse Stuttgart einen heißen Reifen und baut bereits in seinem ersten Monat die Leitung des Verlags zu einem Führungsboard um. Dafür holt er seinen früheren Burda-Kollegen Michael Samak (nicht im Bild) nach Stuttgart, der als Leiter Märkte und Erlöse wirken soll. Samak verlässt dafür Raudio.biz, wo er seit 2022 als Chief Sales Officer tätig ist. Er bleibt allerdings Gesellschafter des Audio-Vermarkters. Stefan Karcher (links), bisher Geschäftsleiter Mobilität, wirkt künftig als Verantwortlicher für Publishing (Mobilität) und das Digitalgeschäft. Zudem verantwortet Jonas Petrich (rechts) Personal und Recht, Finanzen, IT und Herstellung. Birgit Priemer, Co-Chefredakteurin des Flaggschiffs "auto motor und sport", wirkt als "journalistische Impulsgeberin".

Labinsky wolle mit dem Board "das Medienhaus mit großer Tradition zukunftssicher aufstellen". Er hebt Samak als "einen der besten Medienmanager Deutschlands" und hebt dessen "kreative und verkäuferische Stärken" hervor. Er unterstreicht zudem, dass mit Priemer "nunmehr auch der Journalismus eine Stimme in der Führung unseres Verlages" hat.
motorpresse.de

Foto: MPS

Matthias Dang verlässt RTL nach 30 Jahren – Carsten Schwecke wird Nachfolger.


Dangt ab: TV-Riese RTL Deutschland und Vermarkter Matthias Dang (links) gehen in knapp einem Jahr getrennte Wege. Damit bestätigt der Sender einen früheren Bericht von "Horizont". Dang kündigt zudem an, künftig außerhalb der Medienbranche tätig sein zu wollen. Wie bereits vermutet, übernimmt der ProSiebenSat.1-Kurzzeit-Spieler und frühere Chef von Springers Media Impact, Carsten Schwecke (rechts), den Posten. Zum Abschied lösen die Beteiligten für Dang einen wahren Candy-Storm aus. Dankende Worte kommen von RTL-Chef Stephan Schmitter: "Matthias, vielen Dank für einen fantastischen Job und mehr als 30 Jahre pure Leidenschaft, Herzblut und Innovationsfreude. Viel Freude an allem, was ab 2025 auf deiner 'Bucket-List' steht!" Bertelsmann-Boss Thomas Rabe schreibt: "Im Namen des gesamten Vorstands der RTL Group bedanke ich mich bei Matthias Dang für seine herausragende Leistung – und persönlich für unsere langjährige vertrauensvolle, loyale Zusammenarbeit." Dang selbst zeigt sich ebenfalls dankbar "für diese wunderbare Zeit – gemeinsam haben wir nicht nur den Wandel der Medienlandschaft miterlebt und mitgestaltet, sondern auch jede Herausforderung in eine Chance umgewandelt und die Vermarktung gattungsübergreifend und zukunftsweisend aufgestellt." Nicht jede langjährige Führungskraft wurde von RTL zuletzt mit so viel Flausch bedacht.

Für Nachfolger Schwecke gibt es indes jede Menge Vorschusslorbeeren: Schwecke bringe das "richtige Mindset" um der Sendergruppe gemeinsam mit Schmitter die nötige Kontinuität zu geben, lässt Dang wissen. Für Schmitter ist Schwecke "die ideale Verstärkung für die neuen Themenfelder, die wir bei RTL Deutschland in den kommenden Jahren in den Fokus nehmen werden". In der vergangenen Woche hatte Schweckes plötzlicher Abgang bei ProSiebenSat.1 Wirbel bis in die Vorstandsetage des Münchner RTL-Konkurrenten verursacht. Unklar ist, wie es mit dem AdTech-Bündnis, dass die Sender Ende Februar geschmiedet hatten, mit Schwecke an der Spitze von RTL weitergeht.

Schwecke soll im April 2025 die Aufgaben von Dang übernehmen und in der RTL-Geschäftsführung als Chief Commercial, Technology & Data Officer wirken. Mit AdAlliance-Geschäftsführer Frank Vogel soll Schwecke die Vermarktungsangebote weiterentwickeln.
meedia.de, media.rtl.com, horizont.net (€), turi2.de (Schwecke, P7S1), turi2.de (AdTech-Bündnis)

Foto: Seven.One/Bene Müller

Deutsche Telekom startet EM-Kampagne mit Fahri Yardım und Christian Ulmen.

Mit der Tür ins Haus: Die Deutsche Telekom thematisiert in seiner EM-Kampagne den Weg­fall des Neben­kosten­privilegs. Im Spot stehen Fahri Yardım und Christian Ulmen vor der Tür einer vermeint­lich ahnungs­losen Frau, die viert Tage lang auf Yardım aufpassen soll. Der Spot läuft ab heute im TV und Online, zudem ist die Kampagne in Print, OOH, Telekom-Shops und Social Media zu sehen. Die Kreation kommt von Adam & Eve und DDB, Regie führte Ulmen.
telekom.com, youtube.com (35-Sek-Spot)

US-Ausgabe des “Guardian” buhlt erstmals um politische Anzeigen.

Late to the Party: Die US-Ausgabe des britischen "Guardian" bemüht sich im Rahmen des US-Wahl­kampfs erst­mals aktiv um politische Anzeigen, meldet "Digiday". Dem­nach hat die Zeitung bisher nur hin und wieder politische Anzeigen mitge­nommen. Ein Berater soll dabei helfen, Richt­linien für Politik-Werbung zu erstellen. Der "Guardian" ist spät dran: Konkurrent "Independent" ver­kauft schon seit Jahres­ende Anzeigen im US-Wahl­kampf.
digiday.com

Nielsen: Brutto-Werbemarkt liegt im 1. Quartal 11,4 % im Plus.

Werbe-Welle: Der Brutto-Werbemarkt kann im 1. Quartal um satte 11,4 % zulegen und setzt stolze 7,92 Mrd Euro um, meldet Nielsen. Alle Gattungen mit Ausnahme der Publikumszeitschriften machen Plus. TV erzielt ein Plus von 12,2 %, Zeitungen wachsen um 12 %, das Radio um 15 % Außenwerbung um 22,1 %. Auch Online- (10,3 %) und Kino-Werbung (6,7 %) liegen im Plus. Zeitschriften büßen 5,8 % der Brutto-Werbeumsätze ein.
meedia.de

Früherer Stepstone- und Ströer-Manager Bernd Prade wird Geschäftsführer bei Personalmarketer DS Media Team.

Nächster Step: Der frühere Stepstone-Manager und Ströer-Geschäftsführer Bernd Prade ist neuer Geschäfts­führer der Personal­marketing- und Recruiting-Agentur DS Media Team. Er folgt auf Gründerin Edeltraud Dietz-Stang, die zwar geschäfts­führende Gesell­schafterin bleibt, aber das operative Geschäft abgibt. Prade soll mit seiner Erfahrung aus der Recruting- und Media­welt dazu beitragen, die Agentur weiter voran­zubringen.
per Mail

BCN vermarktet künftig auch den “Kicker”.

Dabeisein ist alles: Der Verlags­vermarkter BCN von Burda, Funke und Klambt, verkauft künftig auch Anzeigen für das Fußball-Magazin "Kicker" und das Berg-Blatt "Alpin" des Nürnberger Olympia-Verlags. BCN agiert parallel zum eigenen Sales-Team, das der Verlag ausbauen will. Der Olympia-Verlag fährt zwei­gleisig, um "die Potentiale im Print­markt best­möglich zu nutzen und zu monetarisieren", sagt Vermarktungs­chef Martin Schumacher.
burda.com, horizont.net (€)

Tonies macht Anomaly zur Lead-Agentur.

Lässt aufhorchen: Der deutsche Audioboxen-Anbieter Tonies verpflichtet Anomaly als neue weltweite Lead-Agentur. Die Berliner sollen der Marke bei der inter­nationalen Expansion helfen und alle kommunikativen Aufgaben verantworten. Dazu gehören u.a. strategische Marken­positionierung, Verpackungs- und Markendesign sowie globale Marken­kommunikation.
horizont.net (€)

Kreativ-Bündnis will NGOs kostenlos bei Kampagnen gegen Hass und Extremismus unterstützen.

Kreative Haltung: Ein Bündnis aus Agenturen und Kreativen will mit der Initiative C_SR ein Zeichen gegen Hass, Hetze und Extremismus in Deutschland setzen. C_SR, Abkürzung für "Creative Social Responsibility", will als Meta-Agentur und Community für kreatives Ehren­amt fungieren und gemein­nützigen Organisationen kosten­los dabei helfen, Kampagnen zum Schutz von Demokratie und Freiheit umzu­setzen. Hinter der Initiative stehen Antoni-Co-CEO Sven Dörrenbacher sowie Friedrich-Paul Spielhagen und Daniel Koller von der SevenOne AdFactory. Weitere Mit­streiterinnen will das Bündnis zum Start Ende Februar bekanntgeben.
horizont.net (€), c-sr.org

Zitat: El-Cartel-Chef sieht RTL-Zwei-Vermarkter als Fachgeschäft.

"Sehen Sie, ich trinke zum Beispiel gerne Espresso. Wenn ich mir jetzt eine neue Maschine kaufen müsste, würde ich persönlich immer in einen Laden gehen, wo ich das Gefühl habe, da ist jemand, der kennt sich richtig gut aus. Er bietet mir vielleicht nicht die Massenware, aber Produkte mit höchster Qualität. Ich würde mich immer für den kleinen Laden entscheiden."

Stephan Karrer, Geschäftsführer des RTL-Zwei-Vermarkters El Cartel Media, sagt im "Horizont"-Interview diplomatisch, was er vom geplanten Wechsel des Senders zur Ad Alliance hält. Wegen Bedenken des Bundes­kartellamts erfolgt der Wechsel statt 2024 nun frühestens 2025.
horizont.net (€), dwdl.de (weiteres Interview mit Karrer)

Thorsten Ebbing folgt bei Wavemaker als CEO auf Lucas Brinkmann.

Macht Wellen: Die Media-Agentur Wavemaker ernennt Thorsten Ebbing zum CEO für die DACH-Region – zusätzlich zu seiner Funktion als Chief Investment Officer der Mutter GroupM Deutschland. Er folgt bei Wavemaker auf Lucas Brinkmann, der seit 2019 CEO war und ein "neues berufliches Kapitel" aufschlagen möchte.
absatzwirtschaft.de, groupm.de

Auch “Washington Post” wirbt nicht mehr auf X.

X-ter Werbe-Ausfall: Die "Washington Post" gesellt sich zu den Firmen, die ihre Werbe­buchungen bei X pausieren. Grund ist ein Post von Elon Musk, in dem der X-Besitzer die Pizza­gate-Verschwörungs­er­zählung unter­stützt hatte. Pizza­gate wirft den Clintons und den US-Demokraten vor einen satanischen Kinder­porno­ring aus einer Pizzeria heraus zu betreiben. Viele Trump-Fans glauben diese Lüge bis heute.
mediapost.com

Marianne Bullwinkel und Cord Hollender verlassen den Radio-Vermarkter RMS.


Off Air: Geschäftsführerin Marianne Bullwinkel und Verkaufschef Cord Hollender gehen beim Radiovermarkter RMS in Hamburg von Bord. Bullwinkel war 2019 von Snap gekommen, wo sie das Deutschland-Geschäft geleitet hatte, Hollender ist bereits seit mehr als 20 Jahren für RMS tätig. Die Bilanz der scheidenden Chefs ist durchwachsen: Zwischenzeitlich hatte RMS unter ihrer Leitung Gesellschafter Regiocast an den Konkurrenten ARD Media verloren – nun kehrt das Radio-Dickschiff zurück. Der Weggang von Bullwinkel und Hollender sei laut "Horizont" aber vom "Wunsch nach einer beruflichen Veränderung" getrieben. Wohin es die beiden zieht, ist nicht bekannt.

Nachfolger für die RMS-Führung stehen auch bereits fest: Stefan Mölling und Sven Thölen übernehmen die Rollen zweier gleichberechtigter CEOs – ein Novum für RMS. Mölling, der im Frühjahr bei Springers Vermarkter Media Impact ausgeschieden war, soll künftig Sales, Marketing, Kommunikation sowie Werbewirkungsforschung leiten. Thölen, der von Radio NRW kommt, soll sich um Pricing und Inventory Management, Data und Tech, Marktforschung, Beteiligungen sowie Legal und Finance kümmern.
horizont.net (€), rms.de

Fotos: RMS, Montage: turi2

AdScanner wird zu All Eyes on Screen und erweitert Portfolio.

AdScanner, TV-Daten-Dienstleister aus Österreich, benennt sich in All Eyes on Screen, kurz AEOS, um und bietet künftig auch die Aktivierung, Analyse und Planung von Werbe­kampagnen an. Kampagnen sollen mithilfe eines hausintern entwickelten AI-Tools in Echt­zeit analysiert werden können. Als Basis der Analyse dienen die Daten von knapp 1 Mio Haushalten aus dem Vodafone-Netz sowie TV-Analyse­daten der vergangenen Jahre.
quotenmeter.de

“Horizont”: Media-Agenturen machen nicht mehr bei jedem Pitch mit.

Dabeisein ist nicht mehr alles: Im Kampf um Media-Etats verzichten selbst große Agenturen zunehmend auf die Teilnahme an Pitches, schreibt Juliane Paperlein in "Horizont". Gründe seien der Fachkräfte­mangel und hohe Kosten für die Erstellung von Vorschlägen, die oft "eher homöo­pathisch" bezahlt würden. Die Ablehnung aus Kapazitäts­gründen sei "nicht mehr die Ausnahme", sagt Mediaplus-Geschäfts­führer Oliver Hey. Statt Etats formal neu auszu­schreiben, würden immer häufiger Verträge verlängert und neu verhandelt, beobachtet Mindshare-Chefin Katja Brandt.
"Horizont" 34-35/2023, S. 1 (€)

Zitat: Thomas Koch fordert die Werbebranche auf, endlich grün zu werden.

"Die Media­ent­scheider tragen eine weit­aus größere Ver­ant­wortung für die Ein­haltung der Klima­ziele als die Kreativen."

Media-Ur­ge­stein Thomas Koch wirbt für grüne Online-Werbung. Er fordert u.a. eine Kürzung von Spot-Längen und eine Reduzierung von Programmatic Advertising.
horizont.net (€)

Studio Gong stellt ersten Case für Programmatic Audio vor.

Radio­werbung: Ver­markter Studio Gong spielt im Juli erstmals auto­matisch gebuchte Radio-Spots bei Gong München aus. An der Kampagne für KFC, Galeria Kar­stadt Kauf­hof und GroupM waren Raudio.biz und Aprile Consulting beteiligt, die die Buchungs­platt­form Amy ent­wickelt haben. Mit der Lösung werde der Handel von Audio-Werbung schneller und effektiver, sagt Studio Gong.
horizont.net (€), studio-gong.de

Umfrage: Mehrheit der Deutschen spricht sich für Werbebeschränkungen aus.

Weniger Werbung: Eine Mehr­heit der Deutschen stellt sich hinter die Forderung vom Cem Özdemir nach Werbe­beschränkungen für un­gesunde Lebens­mittel für Kinder, sagt eine Um­frage von Food­watch. Demnach befür­worten 66 % der Be­fragten Verbote. Geht es nach dem Ernährungs­minister, würde die Werbung für Süßes, Salziges und Fettiges in für Kinder relevanten Medien am Abend und am Wochenende ein­ge­schränkt.
welt.de

CO2-Ausgleich reicht nicht – Media-Legende Thomas Koch gibt fünf Tipps, die jeden Mediaplan nachhaltiger machen.


Nur noch kurz die (Media-)­Welt retten: Das Thema Nach­haltig­keit ist in deutschen Unter­nehmen und deren Marketing-Abteilungen “mit einem Ruck” ange­kommen, konstatiert Thomas Koch. Der Media-Experte weiß aber auch: Nach­haltig­keits­richt­linien für Media-Agenturen, die für den Werbe-Mix und die Aus­lieferung der Kampagnen zu­ständig sind, fehlen. Jeden­falls dann, wenn es über die reine Kompensation an­fallender Emissionen hin­aus­gehen soll. In seinem Gast­beitrag für turi2 gibt er 5 Tipps, die jeden Media­plan nach­haltiger machen. Eine Prise gesunden Menschen­verstand ein­zu­setzen, ist einer davon. Weiterlesen >>>

“Horizont”-Umfrage: Media-Agenturen erwarten durch Wegfall von G+J-Magazinen keine großen Auswirkungen auf Werbe-Buchungen.

Gruner + Jahr: Die Werbe-Umsätze der wegfallenden Zeitschriften werden auf andere Verlage "umverteilt und die übrig bleibenden Titel im Segment stärken", prognostiziert Alami Idrissi, Chefin der Media-Agentur PHD, in einer "Horizont"-Umfrage. Wolfgang Bauersachs von Mediaplus erwartet einen "weiteren Relevanz­verlust für die Gattung Print", wenn Werbe­kunden auf der Suche nach spitzen Ziel­gruppen auf andere Kanäle ausweichen. Silke Wertnig von Pilot sagt, die Einstellungen beträfen "eher nischige Magazine, die in ihrer Auflagenhöhe in den meisten Fällen nicht Kampagnen-essenziell" seien.
"Horizont" 10/2023, S. 6 (€)

Podcast-Analyse-Tool Podius gewinnt SevenOne Audio, Podstars und Ad Alliance als Partner.

Wachstums-Pod-tenzial: Die Podcast-Analyse-Plattform Podius der Münchner Audio-Firma Wake Word holt weitere Partner an Bord. Bei den Vermarktern kommen u.a. SevenOne Audio, Podstars by OMR, Ad Alliance, ARD Media und der Wort & Bild Verlag dazu, agentur­seitig ergänzt die Omnicom Media Group das Netzwerk. Eine neue Partnerschaft mit der Agma liefert unabhängig validierte Download-Daten. Podius will Reichweiten- und Vermarktungs­daten verschiedenster Podcasts unter einem Dach bündeln.
turi2 - eigene Infos, turi2.de (Background)

Deutsche Bahn gönnt sich ein neues Soundlogo.

Eisenbahn-Akustik: Die Deutsche Bahn erneuert ihr Soundlogo, erfährt "Horizont". Die bisher von einem kraftvollen Rhythmus angetrieben Töne D und B bleiben bestehen, erklingen nun aber weicher und werden vom Klavier gespielt. Der Rhythmus verwandele sich in "einen Herzschlag", um die "Nähe der DB zu ihren Kund:innen zu betonen". Die Komposition stammt von der Berliner Agentur Why Do Birds, die seit 2012 das Audio-Branding der Bahn verantwortet und auch das bisherige Sound-Logo kreiert hat. Zugleich schreibt die DB ihren Etat für Audio-Branding europaweit neu aus.
"Horizont" 6+7/2023, S. 7 (€)

Zitat: Marcel Loko ist nach wie vor vom Fernsehen fasziniert.

"Was viele unterschätzt haben, ist die Reformfähigkeit der TV-Anbieter. Wenn es um Events geht, ist TV nach wie vor einzigartig."

Hirschen-CEO Marcel Loko prophezeit dem Fernsehen im turi2-Interview noch eine lange Zukunft. Der Streit um die Definition der werberelevanten Zielgruppe zwischen RTL und ProSiebenSat.1 ist ihm im Alltag dennoch "ziemlich egal".
turi2.de

OWM-Chef Uwe Storch leitet Aufsichtsrat der AGF.

Bringen den Storch: Der OWM-Vorsitzende und Head of Media beim Süßwaren-Hersteller Ferrero Uwe Storch ist neuer Aufsichts­rats­vorsitzender der AGF Video­forschung. Mit Storch macht den Job erstmals ein Kunden­vertreter, teilt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf mit. Storch ist bereits seit einigen Jahren in dem Gremium. Der Werbe-Fachmann kommt für Ex-WeltN24-Chef Torsten Rossmann, der den Rat Ende 2022 verließ. Für Springer sitzt jetzt Rossmann-Nachfolger Frank Hoffmann im AGF-Aufsichtsrat.
agf.de

“Es wäre dumm, die 50- bis 59-Jährigen zu vernachlässigen” – Hirschen-CEO Marcel Loko über die Zukunft des Fernsehens und der Werbe-Branche.


Generationenfrage: RTL möchte die Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen etablieren, ProSiebenSat.1 hält dagegen. Marcel Loko, CEO der Hirschen Group, findet, dass eine Eingrenzung auf 14 bis 49 Jahre nicht mehr zeitgemäß ist. Im Interview mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow erklärt er, warum ihm das öffentliche Tauziehen der Sendergruppen um die Zielgruppen-Definition im Alltag trotzdem “ziemlich egal” ist. Außerdem spricht er darüber, warum die Arbeit in der Werbung heute komplexer ist als früher, und er sagt, was die Werbebranche jungen Menschen heute bieten kann – und was nicht. Weiterlesen >>>

Die SZ Media Regional heißt jetzt SZ Media Bayern.

Bayerisch Botox: Der regionale Werbe-Vermarkter der "Süddeutschen Zeitung" verpasst sich ein Mini-Facelift. Statt SZ Media Regional heißt die Einheit seit 1. Januar SZ Media Bayern. Davon erhoffen sich die Vermarkter­innen eine klarere und ansprechendere Positionierung. Der Leitgedanke der Neuausrichtung laute: "Wir machen Marken in Bayern".
swmh.de

Zahl des Tages: Bundesregierung gibt 32 Mio Euro für Energiespar-Werbung aus.

Zahl des Tages: Genau 32.878.000 Euro hat die Bundes­regierung bis Ende November für Aufrufe zum Energie­sparen aus­gegeben. Werbung für die Entlastungs­pakete schlägt mit noch mal 709.000 Euro zu Buche. Die CSU kritisiert, dass ein lang­fristiges Konzept fehle, um das Energie­angebot zu erhöhen.
spiegel.de

Werbemarkt wächst 2022 über das Vorkrisen-Jahr 2019.

Deutscher Werbemarkt erreicht 2022 ein Volumen von 48,66 Mrd Euro und wächst damit über das Vorkrisen-Niveau von 2019, meldet der ZAW. Grund für das Wachstum ist ein überproportionales Plus der Digital-Werbung, von dem deutsche Player allerdings nur wenig profitieren. Die ZAW-Mitglieder rechnen angesichts von Budget-Kürzungen mit einem schwierigen 1. Halbjahr 2023.
meedia.de, horizont.net (€)

PIA-CEO Christian Tiedemann geht.

Personalie in Agentur: Der Chef von PIA, Christian Tiedemann, verlässt die Digital-Media-Agenturgruppe zum 31. März 2023 "auf eigenen Wunsch", berichtet "Horizont". Bis eine Nachfolgerin gefunden ist, springen laut Bericht CFO Sascha Steffens, Thomas Dold und Mathias Reinhard ein. Das Unternehmen stehe vor dem Verkauf, suche aber noch einen neuen Eigentümer. Tiedemann ist seit 2017 CEO der PIA Group.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

Bundesforschungs­ministerium gibt 2022 bisher am meisten Geld für Agenturen aus.

Teure Bürger­kommunikation: Die Bundes­regierung hat 2022 bis zum 11. Oktober bereits 32,66 Mio Euro für Werbe- und Kommunikations­agenturen ausgegeben. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage von Links­fraktions­chef Dietmar Bartsch hervor. Am meisten gab demnach mit 7,6 Mio Euro das Bundesforschungs­ministerium aus. Das Arbeits­ministerium kommt auf 4,9 Mio Euro, das Gesundheits­ministerium auf knapp 4,6 Mio Euro. 2021 lagen die Ausgaben für "Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern" bei 67,2 Mio Euro. Zum Vergleich: 2019 waren es 44,9 Mio und 2020 insgesamt 66,5 Mio Euro.
horizont.net, apotheke-adhoc.de

Frank Bachér wechselt zum Audio-Vermarkter Raudio.Biz.

Raudio.Biz holt Frank Bachér als Experte für den Bereich Digital Product & Development. Bei dem Audio-Vermarkter arbeitet er künftig an der "Schnittstelle zwischen Technologie und Werbemarkt" und soll u.a. neue Vermarktungsprodukte entwickeln. Bachér kommt von der Podcast-Plattform Julep, wo er zuletzt als CBO Vertrieb, Partnermanagement sowie die Produktions-Weiterentwicklung verantwortet hat.
per Mail

“Die Inflation hat alle Haushalte erreicht” – Marktforscher Sören Schiller guckt den Kunden in den Einkaufswagen.


Einkaufen mit Handbremse: Verzichten, weniger wegschmeißen und Schnäppchen jagen – mit diesen Maßnahmen reagieren die Deutschen auf die Inflation, weiß Marktforscher Sören Schiller. Mit der Mitteldeutschen Markenstudie, die sein Institut IMK für MDR Media erstellt, guckt er den Deutschen seit 13 Jahren in den Einkaufswagen. Im Interview mit "Horizont" und turi2 am Rande des Mitteldeutschen Markentages in Leipzig erklärt er, dass der Preis für die Kunden im Osten jetzt noch wichtiger ist als im restlichen Bundesgebiet – da werde das Mindesthaltbarkeitsdatum jetzt schon mal aus- oder überreizt.

Gleichzeitig setzen viele Kunden jetzt auf regionale Marken, weiß Schiller. Sie stehen für günstigere Preise, Verlässlichkeit und Sicherheit. Im Gespräch gibt Schiller zudem Marketing-Tipps für Markenartikler und sagt, dass allein ein Drehen an der Preisschraube nicht hilft: "Wenn der Preis einmal nach unten geht, geht er nie wieder hoch." Marken müssten jetzt vor allem Argumente finden, um sich gegen günstigere Handelsmarken abzugrenzen, etwa indem sie die Verankerung in einer Region betonen.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

“Der gesamte Werbemarkt wird sich ändern” – MDR-Media-Chef Reinhard Hild über Werbung im Wandel.


Überraschungstüte: "Die Zeit für Markenkommunikation ist günstig", sagt Reinhard Hild mit Blick auf Kaufzurückhaltung, Krise und Krieg. Der Geschäftsführer von MDR Media ist am Rande des MDR-Markentages in Leipzig überzeugt, dass, wer jetzt in Werbung investiert, auch nach der Krise wachsen wird. Er beobachtet, dass gerade große Marken an der Kommunikation sparen. "Das ist die Chance für kleinere, mittelständische Unternehmen, jetzt ihre Marke auszubauen."

Hild selbst ist krisenerprobt: Seit 20 Jahren bekleidet er bei MDR Media Führungspositionen, seit Anfang des Jahres wirkt er als Geschäftsführer. In dieser Zeit hat er manche Krise erlebt – von der Lehman-Pleite bis zur Pandemie. "Der Job ist herausfordernder geworden", sagt der Werbe-Manager mit Blick auf die vergangenen Monate. Er rät aber zu Gelassenheit statt Hektik. Gerade in herausfordernden Zeiten ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, zu justieren und Neues zu unternehmen.

Radio- und TV-Werbung, die Hild bei MDR Media vor allem vermarktet, sind für ihn noch lange nicht tot. Mit Werbung im Linearen lasse sich nach wie vor Reichweite aufbauen – "das passiert in anderen Medien nicht so schnell". Mit Blick auf die sich ändernden Seh- und Hörgewohnheiten des jungen Publikums, müsse aber medienpolitisch die Frage geklärt werden, ob auch öffentlich-rechtliche Vermarkter bei Spotify-, Podcasts- und In-Game-Werbung dabei sein dürften. "Da sind wir im Austausch", sagt Hild.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Auf einen Klick – Podius bündelt Podcast-Marktdaten für Publisher, Vermarkter und Media-Agenturen.


Klick- und Schaltzentrale: Der Münchner Audio-Spezialist Wake Word bringt mit der Analyse- und Media­planungs-Plattform Podius ein Podcast-Tool auf den Markt, das unter einem Dach automatisiert Markt­daten für Publisher, Vermarkter und Media-Agenturen liefern will. “Wir waren genervt, uns immer mühe­voll die Daten zusammen­zusuchen”, sagt Wake-Word-CEO und Mitgründer Sven Rühlicke im Interview. Publishern gibt das Tool u.a. eine Übersicht über besetzte Themen, Genre-Konkurrenz oder die Auffind­barkeit eigener Podcasts. Ein integriertes Media­planungs­tool für Podcast-Werbung soll Planungs- und Buchungs­abläufe vereinfachen, die bisher “viel zu händisch und aufwändig” seien. Zum Start sind als Partner GroupM, Julep, Zebra-Audio und Axel Springer Audio dabei. Künftig soll Podius als unabhängige Plattform allen Teilnehmenden im Podcast-Markt offenstehen. Interview lesen >>>

Ohne Medienbrüche: Ad-Alliance-COO Isabella Thissen über Cookies und Content.


Werben in der Krise: "Wir glauben, es ist eine gute Zeit zum Investieren", sagt Isabella Thissen in Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv über die Chancen von werbetreibenden Unternehmen, sich Marktanteile zu sichern – jetzt und für die Zeit nach der Krise. Am Rande des Kunden-Events Innovation Now blickt Thissen auf weitere Herausforderungen der Werbebranche, etwa die Post-Cookie-Ära. Die Ad Alliance sei da inzwischen gut aufgestellt, sagt Thissen und beschreibt die Datenwelt nach dem Ende des Cookie-Targetings als Stufen-Modell: So würde Umfeldwerbung im TV weiter gut funktionieren. Als zweite Stufe sieht sie In-House-Daten, die etwa RTL auf seinen Plattformen selbst erhebt, und eine sehr hohe Qualität haben. Das Land wo für Werber "Milch und Honig fließen" seien aber ID-basierte Lösungen, etwa mit Initiativen wie NetID.

Damit, so erklärt sie, könnten auch Cookie-Banner, die viele Nutzende heute nerven, zumindest eingeschränkt werden. Gemeinsam mit Media Impact arbeite man bei NetID daran, eine Lösung in den Markt zu bringen, bei der der Nutzende einmal eine bewusste Entscheidung trifft – und anschließend auch über Plattformen hinweg nicht mehr dauernd seine Zustimmung geben muss.

Außerdem geht es in dem Gespräch um die neue Konkurrenz durch Amazon und Netflix, die nun auch auf dem Video-Werbemarkt mitmischen. "Das kann ein Risiko sein, wir sehen das aber vor allem als Chance", sagt Thissen. RTL+ setze von Anfang an auf eine Mischung aus Werbung und Abo. "Wir sehen, dass es Nutzer und Use Cases für beides gibt." Der Schritt bestätige RTL in seiner Strategie.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Transparenzangaben von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken sind schwer zu durchschauen.

Kein Durchblick: Die Transparenzangaben von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken sind oft versteckt und schwer zu verstehen, sagt eine Onlinebefragung der Medienanstalten. 16 % der Befragten finden die Angaben bei Google ohne Probleme, bei YouTube sind es 11 %. Instagram schneidet am schlechtesten ab: 4 % gelangen, ohne sich zu verklicken auf die richtige Seite. Die Plattform schneidet dafür am besten bei der Verständlichkeit ab, Google am schlechtesten.
die-medienanstalten.de

Kinder, die wie Sprachassistenten heißen, können ihren Namen ändern.


Alexa, ändere ...: Leiden Kinder mit dem Namen Siri oder Alexa unter seelischer Belastung, können sie ihren Namen ändern, urteilt das Verwaltungsgericht in Göttingen. Die Eltern einer Grundschülerin aus Niedersachsen haben geklagt, um die Namensänderung ihrer Tochter durchzusetzen, nachdem die zuständige Stadtverwaltung den Antrag abgewiesen hatte. Das Mädchen leide unter Mobbing, da sie wie einer der Sprachassistenten heißt. Vor Gericht argumentierten die Eltern, andere Menschen würden mit ihrer Tochter wie mit den technischen Assistenten sprechen. Dem habe die Behörde entgegengesetzt, dass die Belastung des Mädchens nicht durch Gutachten belegt sei. Das Gericht stuft jedoch den Wunsch der Betroffenen höher ein als das öffentliche Interesse des gleichbleibenden Namens, vor allem da das Mädchen in ihrem Alter sich nicht gegen das Mobbing wehren kann.
spiegel.de

Hör-Tipp: Mehr Diversität bringt den Journalismus voran, sagt Rainer Nübel.

Hör-Tipp: Journalist Rainer Nübel (Foto) diskutiert im "Süddeutsche"-Podcast "quoted" mit Nadia Zaboura und Nils Minkmar die Ergebnisse der aktuellen Journalismus-Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Als einer der Autoren sagt Nübel, es braucht mehr Diversität in journalistischen Perspektiven und Medien­schaffenden, um den Journalismus und die Medienhäuser voranzubringen. Unsicherheiten an der Verlags­spitze würden sich auf Arbeitsqualität und Betriebs­klima auswirken. Deshalb plädiert er dafür, dass Journalistinnen und Management aufeinander zugehen und gemeinsam partizipative Formate entwickeln.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)