Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

Regionalzeitungen dürfen sterben, findet Leonhard Dobusch.

Regionalzeitungen, die sich nicht mehr tragen können, sollen untergehen, meint Leonhard Dobusch. "Zombie-Zeitungen" behinderten unabhängigen Lokaljournalismus im Netz, weil die Leser für die Print-Abos Geld ausgeben, das ihnen dann für lokaljournalistische Blogs fehlt. Von staatlicher Förderung hält Dobusch nichts, er schlägt staatsferne Förderinstrumente vor, etwa, den Rundfunkbeitrag um 10 Cent im Monat anzuheben und das Geld "wettbewerblich für lokaljournalistische Anschubfinanzierung zu vergeben".
netzpolitik.org

“Münchner Merkur” trennt sich nach erfundenem Papst-Treffen von einem Reporter.


Du sollst nicht lügen: Der "Münchner Merkur" trennt sich von einem freien Mitarbeiter, der sich zuvor mit einem Papst-Treffen schmückte, obwohl er selbst nicht vor Ort war, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Reporter hatte seinen Text auf Basis von BR-Recherchen verfasst, der gemeinsam mit der Zeitung im Vatikan angefragt hatte. Zum Zeitpunkt des Treffens war der Reporter vom "Münchner Merkur" nicht in Rom, sodass nur der BR den emeritierten Papst Benedikt XVI. besuchte, was der Reporter nicht kenntlich machte.

Anfang Januar titelte der "Münchner Merkur" irreführend "Unsere Zeitung zu Besuch bei Benedikt XVI". Dass der Reporter nicht persönlich vor Ort war, bestätigt der Autor auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" und bittet für den falschen Eindruck um Entschuldigung. Er wollte sich "umständliche Erklärungen" im Artikel sparen. Für den Text habe der Reporter autorisierte Zitate verwendet.
sueddeutsche.de

Wir graturilieren: Joachim Dreykluft wird 52.


Wir graturilieren: Joachim Dreykluft, Leiter des HHLab von NOZ und mh:n und zugleich Online-Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, feiert heute seinen 52. Geburtstag. Im vergangenen Lebensjahr hat er "teils schmerzhaft gelernt, dass meine Vermutungen, was Leserinnen und Leser wünschen, und das, was Leserinnen und Leser wirklich wünschen, oft nicht deckungsgleich sind". Die Erkenntnisse aus Nutzerforschung und Datenerhebung sind für ihn sehr wertvoll. Künftig will er diese in erfolgreiche Produkte und Geschäftsmodelle einfließen lassen.

Seinen Ehrentag feiert Dreykluft heute mit Frau und Tochter bei einem "wunderbaren Italiener" in Hamburg-Blankenese. Über Glückwünsche freut er sich per E-Mail oder Twitter.

Bauer kauft DuMont die “Mitteldeutsche Zeitung” ab.

DuMont verkauft die "Mitteldeutsche Zeitung" mit Sitz in Halle und rund 162.000 Auflage für einen mittleren zweistelligen Mio-Betrag an Bauer, schreibt Ulrike Simon. Bauer gehört bereits die "Volksstimme" mit rund 150.000 Auflage und Sitz in Magdeburg, die die Mitte und den Norden Sachsen-Anhalts abdeckt. Simon schreibt, dass Bauer besonders die Synergie-Möglichkeiten auf Redaktions- und Verlagsebene gelockt haben dürften. Es gab Spekulationen, Bauer werde auch die "Hamburger Morgenpost" übernehmen. DuMont will "voraussichtlich in diesem Monat entscheiden", wie mit der Zeitung weitergeht.
horizont.net, dumont.de turi2.de (Background)

“Rheinische Post” startet mit Paid Content.

Rheinische Post macht einige Online-Artikel kostenpflichtig. Das Digitalabo kostet monatlich 4,99 Euro, die ersten drei Monate gibt es für 0,99 Euro. Zahlende Kunden sollen zudem weniger Werbung angezeigt bekommen. Bereits seit einem halben Jahr markiert die Zeitung ausgewählte Artikel als Plus-Beiträge, für die bisher jedoch lediglich eine Registrierung notwendig war. Laut eigenen Angaben haben 200.000 Nutzer einen Account angelegt.
meedia.de

Madsack holt für 2021 Eva Quadbeck und Kristina Dunz von der “Rheinischen Post”.

Madsack verstärkt sich ab 2021 mit Eva Quadbeck (Foto) und Kristina Dunz. Quadbeck wird stellvertretende Chefredakteurin hinter Chefredakteur Marco Fenske und zudem Leiterin der Hauptstadtredaktion. Damit folgt sie auf Gordon Repinski, der zu Media-Pioneer, dem Medien-Startup von Gabor Steingart, wechselt. Dunz wird Quadbecks Stellvertreterin. Beide kommen von der "Rheinischen Post", wo Quadbeck derzeit Vize-Chefredakteurin und Leiterin der Parlamentsredaktion ist. Dunz ist auch hier ihre Stellvertreterin.
madsack.de, turi2.de (Background)

Springer macht seinen Hamburg-Standort von Sales Impact weitestgehend dicht.


In Hamburg sagt man Tschüss: Springer setzt bei seiner Vertriebstochter Sales Impact den Rotstift an und verlegt bis auf die im benachbarten Ahrensburg angesiedelte Logistik alle Funktionen des Hamburger Standorts nach Berlin, schreibt Gregory Lipinski. Etwa 20 Mitarbeiter verlieren in dem Schritt ihren Job. Mit ihnen führt der Verlag laut eigenen Angaben Gespräche für "sozialverträgliche Lösungen oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten". Die weiteren Außenstandorte München und Essen sollen von der Maßnahme nicht betroffen sein.

Im Mai 2015 hatte Springer bereits den Zeitungsbereich von Sales Impact von Hamburg nach Berlin verlegt, damit er näher an "Bild" und "Welt" ist. Sales Impact vermarktet neben den Springer-Titeln auch Zeitungstitel von DuMont, Funke und Holtzbrinck.
meedia.de

“Welt”: Funke interessiert sich für eine Übernahme der “Mopo” als reinen Digitaltitel.

Hamburger Morgenpost: Christian Meier bringt ein weiteres Szenario für die Zukunft der Hamburger Boulevardzeitung ins Spiel. Demnach interessiere sich Funke für die Zeitung, die DuMont verkaufen möchten - allerdings nur als reinen Digitaltitel. Als Übernahmekandidaten galten zuletzt Geschäftsführerin Susan Molzow, die jedoch eine Zuzahlung verlangt, sowie Bauer. Bauer könnte die Zeitung gemeinsam mit der "Mitteldeutschen Zeitung" im Paket übernehmen.
welt.de, turi2.de (Background)

“Neue Zürcher Zeitung” überlässt der Zentralbibliothek Zürich das Archiv.

NZZ Neue Zürcher Zeitung 150Schweiz: Die "Neue Zürcher Zeitung" verschenkt zum 240. Geburtstag den Großteil des Printarchivs an die Zentralbibliothek Zürich. Die Zeitung spare künftig Lagerkosten, sämtliche Ausgaben bis zum 1780 sind digitalisiert worden. Das Archiv umfasst neben den historischen Zeitungen auch Mikrofilme, Fotonegative und Spezialausgaben.
persoenlich.com

DuMont will Bauer offenbar “Mitteldeutsche” und die “Mopo” zusammen verkaufen.

DuMont plant, Bauer zusammen mit der "Mitteldeutschen Zeitung" auch die "Hamburger Morgenpost" zu verkaufen, schreibt Gregory Lipinski. DuMont könnte sich so von dem Boulevardblatt trennen ohne wie von Geschäftsführerin und Übernahme-Interessentin Susan Molzow gefordert noch eine Zuzahlung zu leisten. Eine Entscheidung soll bald fallen. Am kommenden Mittwoch lädt DuMont die Mitarbeiter der "Mitteldeutschen Zeitung" zu einer Infoveranstaltung.
meedia.de (Mopo-Verkauf), dwdl.de (Infoveranstaltung), turi2.de (Background)

Die KKR-Manager Huth, Freise und Kayser kommen in den Springer-Aufsichtsrat.


Drei Engel für Axel: Springer sortiert seinen Aufsichtsrat um und gewährt KKR wie zuvor bereits spekuliert wurde drei Posten: Neu in das weiterhin neunköpfige Gremium stoßen Johannes Huth, 59, Philipp Freise, 46, und Franziska Kayser, 32. Sie ersetzen Alexander Karp, 52, Iris Knobloch, 56, und Nicola Leibinger-Kammüller, 60. Ralph Büchi, 62 bleibt Vorsitzender. Auch Friede Springer, 77, als Vize sowie Oliver Heine, 57, Ulrich Plett, 62, Wolfgang Reitzle, 70, und Martin Varsavsky, 59, behalten ihre Posten.

Johannes Huth ist Leiter von KKR in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Philipp Freise ist Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts bei KKR. Beide sind zudem KKR-Partner. Franziska Kayser verantwortet bei KKR als Director Private Equity die Schwerpunkte Technologie, Medien und Telekommunikation.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet das Geschäft mit Leser-Kreuzfahrten.

Video-Tipp: Kreuzfahrten sind für Verlage lukrative Nebengeschäfte, doch oft verwischen die Grenzen zwischen Verlags­geschäft und Journalismus, berichtet Sebastian Asmus bei "Zapp". Das "Hamburger Abendblatt" oder die "Zeit" schicken zur Unterhaltung der Passagiere hochrangige Redakteure an Bord und verdienten an dem, was die Redaktionen regelmäßig anprangern.
ndr.de (6-Min-Video)

Ulrich Windolph wird Chefredakteur beim “Westfalen-Blatt”.

Westfalen-Blatt macht Ulrich Windolph, 50, zum Chefredakteur und Alleinverantwortlichen für die Tageszeitungen und Anzeigenblätter. Andre Best, 49, bisher mit Windolph gleichberechtigter Redaktionsleiter, wird Leiter der Bielefelder Lokalredaktion. Das "Westfalen-Blatt" hat zuletzt Mantel-Stellen gestrichen und die Lokalredaktion in Gütersloh dichtgemacht.
presseportal.de, turi2.de (Gütersloh), turi2.de (Mantel)

Zitat: “Charlie Hebdo”-Herausgeber Riss will weiter provozieren.

"Viele Menschen haben 'Charlie' erst durch das Attentat kennengelernt. Sie haben uns spontan unterstützt, und manche haben vielleicht erst später bemerkt, dass wir eine Satirezeitschrift sind. Missverständnisse waren deshalb unvermeidlich."

Karikaturist Laurent Sourisseau alias "Riss", Überlebender des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo vor fünf Jahren, sagt im "Welt"-Interview, dass die Satire-Zeitung schwarzem Humor und Provokation treu blieben will. Trotz 30.000 Abos und Spenden nach dem Anschlag ist "Charlie Hebdo" heute verschuldet, u.a. wegen der hohen Sicherheitskosten.
"Welt", S. 8 (Paid)

Seltene Updates: E-Paper von Murdochs “Times” ist steuerrechtlich zeitungsähnlich.

News UK, britischer Murdoch-Verlag, könnte künftig Mio Pfund an Mehrwertsteuer sparen bzw. zurückbekommen. Auf Digital-Publikationen fallen 20 % Mehrwertsteuer an, während Print-Zeitungen davon befreit sind. Das oberste Steuer­gericht hat nun festgestellt, dass die Online-Ausgaben von "Times" und "Sunday Times" ihrem Charakter nach gedruckten Zeitungen ähnlich sind. Die Begründung: Sie werden nur viermal am Tag aktualisiert.
theguardian.com

“Krone”-Herausgeber Christoph Dichand kritisiert Funkes Vorstoß.

Kronen-Zeitung: Herausgeber Christoph Dichand (Foto) kritisiert in einer internen Rundmail den "rücksichtslosen Versuch der Machtergreifung" durch Funke. Der Verlag und Immobilien-Investor René Benko haben bei der österreichischen Wettbewerbsbehörde den Wechsel von gemeinsamer zu alleiniger Kontrolle über die Zeitung angemeldet. Dichand schreibt weiter, dabei werde juristisches Neuland beschritten, eine "solche kaltblütige Enteignung" sei wohl nicht durchzusetzen. Er und seine Familie würden "sämtliche Abwehrmaßnahmen ergreifen". Nach Funkes Rechtssicht kommen die Dichand-Erben nur auf 48 % der Stimmen.
derstandard.de, turi2.de (Background)

NOZ Medien: Jens Wegmann folgt als Geschäftsführer auf Joachim Liebler.

NOZ Medien holt Jens Wegmann (Foto) als Geschäftsführer neben Axel Gleie. Wegmann folgt auf Joachim Liebler, der zur VRM nach Mainz gewechselt ist. Wegmann war bislang u.a. Geschäftsführer des "Delmenhorster Kreisblatts". Mit Wegmann rückt der Verlag von dem Plan ab, Thomas Keßler zurückzuholen – die geplante Personalie hatte intern für Unruhen gesorgt.
meedia.de, turi2.de (Abgang Liebler), turi2.de (Keßler)

Funke druckt das “Hamburger Abendblatt” weiter bei Springer in Ahrensburg.

Funke zieht das "Hamburger Abendblatt" doch nicht aus Springers Druckerei in Ahrensburg ab, schreibt Ulrike Simon. Beide Parteien hätten sich auf einen Vertrag mit "mehrjähriger Laufzeit" geeinigt, der jedoch "weniger lukrativ" für Springer sei. Funke hatte Ende November überlegt, das "Hamburger Abendblatt" künftig in Braunschweig in kleinerem Format drucken zu lassen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Funke und Benko melden alleinige Kontrolle über die “Krone” an.

Kronen Zeitung: Funke und Immobilien-Investor René Benko haben bei der österreichischen Wettbewerbsbehörde den "Wechsel von gemeinsamer zu alleiniger Kontrolle" über die "Krone" angemeldet. Das Boulevard-Blatt gehört zu je 50 % den Erben von Verleger Hans Dichand und der WAZ Ausland Holding, an der Funke 51 % und Benko 49 % hält. Laut "Standard" geht es um Stimmrechte, die nach ganzen Prozentpunkten bemessen werden. Verleger-Witwe Helga Dichand und die drei Kinder halten je 12,5 % und kommen nach Rechnung von Funke auf nur 48 % der Stimmen.
derstandard.at

Spanische Zeitung “El Pais” stellt die gedruckte Lateinamerika-Ausgabe ein.

Print-Krise: Die Erinnerung "an eine Zeitungslektüre mit raschelnden Seiten" wird "irgendwann verblasst sein", kommentiert "FAZ"-Autor Paul Ingendaay. "El Pais" stellt die gedruckte Lateinamerika-Ausgabe zum Jahreswechsel ein, was aktuell insbesondere ältere Leser kritisieren. Spaniens meistgelesene Zeitung gilt auch in Lateinamerika als Leitmedium.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Jürgen Baldewein leitet die neue Logistik-Einheit der SWMH.

Südwestdeutsche Medienholding gründet den Konzernbereich Logistik, Jürgen Baldewein (Foto) leitet ihn. Laut Verlag soll der Schritt die Digitalisierung vorantreiben und neue Geschäftsfelder erschließen. Ingo Blank, bisher Chef der Medienlogistik Stuttgart und der BWPost, verlässt den Konzern "auf eigenen Wunsch", Uwe Müller und Torsten Steck übernehmen seine Aufgaben.
swmh.de

Andreas Simmet wird Geschäftsführer der Neuen Pressegesellschaft.

Neue Pressegesellschaft, Herausgeberin u.a. der "Südwest Presse", der "Märkischen Oder-Zeitung" und der "Lausitzer Rundschau", ernennt Andreas Simmet (Foto), 53, zum Geschäftsführer. Er leitet das Unternehmen gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Matthias Bikowski. Der bisherige Chef Thomas Brackvogel, 65, scheidet aus der Geschäftsführung aus.
kress.de

Kirsten Ludowig leitet Ressort Unternehmen & Märkte beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt holt Kirsten Ludowig, 38, zurück, sie leitet das größte Ressort, Unternehmen & Märkte. Vorgängerin Andrea Rexer verlässt die Zeitung nach nur einem Jahr wieder. Ludowig war zuletzt Pressechefin für externe Kommunikation bei der Metro. Beim "Handelsblatt", wo sie bereits von 2008 bis 2018 arbeitete, soll sie künftig gemeinsam mit der Chefredaktion die Redaktionsreform voranbringen – die sieht eine verstärkte Ausrichtung auf digitale Produktion vor.
kress.de, turi2.de (Rexer)

Döpfner warnt vor “Tod der Pressefreiheit” durch direkte staatliche Subventionen.

BDZV: Direkte staatliche Subventionen für Zeitungen führen zum "Ende von unabhängigem Journalismus" und zum "Tod der Pressefreiheit", warnt Mathias Döpfner, Springer-Chef und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, in einem Rundschreiben an die Mitgliedsverlage. Der Bundestag will die Zustellung von Zeitungen und Anzeigenblättern 2020 mit 40 Mio Euro fördern. Döpfner fordert eine "vollständig getrennte Zustellungs-Infrastrukturförderung".
welt.de

“Welt”: Bauer hat Interesse an DuMonts “Mitteldeutscher Zeitung”.

Kein Bauernopfer: Bauer will die profitable "Mitteldeutsche Zeitung" von DuMont übernehmen, schreibt die "Welt". Die "Magdeburger Volksstimme" gehört bereits zum Hamburger Verlag, Bauer erhoffe sich künftig Synergien. Beim Kaufpreis seien sich die Parteien noch uneinig, sodass sich der vor Weihnachten angedachte Deal verzögere. Doch die gebotene "Mindestkaufsumme von 50 Mio Euro" solle Bauer den Zuschlag im Januar sichern.

Madsack, Verleger der "Leipziger Volkszeitung", die wiederum von DuMont in Halle gedruckt wird, hat an dem Blatt kein Interesse, schreibt die "Welt". Der Verlag der "Mitteldeutschen Zeitung" habe im vergangenen Jahr einen "mittleren bis hohen einstelligen Millionengewinn" erzielt und verkaufe täglich über 160.000 Exemplare. Das Bundeskartellamt müsste der Übernahme noch zustimmen.
welt.de

“taz”: DuMont akzeptiert bei der “Hamburger Morgenpost” keinen negativen Kaufpreis.

DuMont akzeptiert keinen "negativen Kaufpreis" für die "Hamburger Morgenpost", schreibt die "taz". Die Geschäftsführerin Susan Molzow verlange von den Gesellschaftern Geld für die Übernahme des Boulevardblatts. Die Morgenpost Verlag GmbH habe 2018 durch sinkende Print-Erlöse knapp 2 Mio Euro Verlust geschrieben. Die Druckausgabe gelte intern als "Abfallprodukt".
taz.de

dpa-Umfrage: Redaktionen prüfen Texte seit Relotius-Skandal häufiger.

Redaktionen haben nach dem Relotius-Skandal ihre internen Abläufe und Standards überarbeitet und führen mehr Faktenchecks durch, sagt eine Umfrage der dpa. Bei der "taz" entstand zudem ein "Relotius-Stammtisch" aus Reportern, der WDR arbeitet am Papier "10 Grundsätze zur Glaubwürdigkeit", die "Zeit" prüft monatlich Artikel, die ein Zufallsgenerator auswählt.
rnd.de

NZZ: Köppel-Wochenblatt profitiert finanziell von “unkritischen Haltung gegenüber Peking”.

Weltwoche: Das ansonsten straff konservative Magazin von Ex-"Welt"-Chefredakteur Rogel Köppel berichtet "auffallend unkritisch" über die Volksrepublik China und macht womöglich deshalb gute Geschäfte mit chinesischen Anzeigenkunden, schreiben Simon Hehli und Daniel Gerny in der "NZZ". Sie zitieren aus Kopien von E-Mails, die nahelegen sollen, dass die chinesische Botschaft chinesischen Firmen eine "Übernahme der Kosten für Werbung" in der "Weltwoche" in Aussicht gestellt habe.
nzz.ch

“Österreich” muss 2.500 Euro Entschädigung an den Wiens Ex-Kripo-Chef Ernst Geiger zahlen.

Ibiza-Affäre: Die Tageszeitung "Österreich" muss dem ehemaligen Chef der Wiener Kriminalpolizei, Ernst Geiger, eine Entschädigung von 2.500 Euro zahlen, urteilt das Wiener Landgericht. "Österreich" hatte Geiger in einem Artikel im September Kontakte zu den Produzenten des Ibiza-Videos mit HC Strache unterstellt. Die Zeitung will das Urteil anfechten.
derstandard.at

Ressortleiterin Andrea Rexer verlässt das “Handelsblatt” nach nur einem Jahr wieder.

Handelsblatt und Andrea Rexer, 38, Leiterin des Ressorts "Unternehmen & Märkte", gehen nach nur einem Jahr wieder getrennte Wege, berichtet Kress.de. Grund seien Unstimmigkeiten und unterschiedliche journalistische Auffassungen. Offiziell erfolgt die Trennung "in gegenseitigem Einvernehmen". Rexer kam Ende 2018 von der "Süddeutschen Zeitung" zum "Handelsblatt".
kress.de, turi2.de (Background)

“NOZ”-Manager wollen Thomas Keßler als Holding-Geschäftsführer verhindern.

NOZ Medien: Die Führungskräfte des Medien­hauses wehren sich gegen den Plan der Gesellschafter-Familie Fromm, Thomas Keßler (Foto) zum Holding-Geschäftsführer zu ernennen, berichtet Gregory Lipinski. Der Posten ist vakant, seitdem Geschäftsführer Joachim Liebler zur VRM nach Mainz gewechselt ist. Keßler, ehemaliger Chef der Medienholding Nord, die NOZ Medien 2016 schluckte, musste im April 2017 im Streit gehen. Die "NOZ"-Manager fürchten, Keßler könnte "wichtige Leistungsträger" verprellen.
meedia.de, turi2.de (Background Liebler), turi2.de (Background Keßler)

DuMont will Mehrheit beim “Bitterfelder Spatz” übernehmen.

DuMont will seinen Anteil am Anzeigenblatt Bitterfelder Spatz ausbauen, berichtet new-business.de. Über die "Mitteldeutsche Zeitung" hält DuMont bereits einen Minderheitsanteil an dem Verlag. Der Mehrheitsgesellschafter habe der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung vor längerer Zeit die Übertragung seiner Anteile angeboten. Der "Bitterfelder Spatz" hat eine Auflage von rund 47.000.
new-business.de

“taz” tauft Wochenendausgabe zum Abschied von Karl-Heinz Ruch um.

taz verabschiedet ihren Geschäftsführer und Mitbegründer Karl-Heinz Ruch (Foto) mit einer 32-seitigen Sonderausgabe und benennt die "taz am Wochenende" einmalig in "kalle" um. Die taz habe Ruch in 41 Jahren nichts geschenkt, kommentiert taz-Chefredakteur Georg Löwisch, daher bekomme Ruch, was der Redaktion "am kostbarsten" sei, "unsere Zeitung".
"taz" S. 1 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet. (9/2017)