Bundeswirtschaftsministerium legt Förderpläne für Verlage vor.

Print-Penunzen: Das Bundeswirtschaftsministerium um Minister Peter Altmaier skizziert erstmals konkrete Pläne für die geplante Verlagsförderung in Höhe von 220 Mio Euro, berichtet Ulrike Simon bei "Horizont". Die ursprünglich angedachte Zustellförderung ist längst vom Tisch, stattdessen zielen die Hilfsgelder nun auf "die Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens". Das Ministerium will die Verbände BDZV, VDZ, VdL und BVDA im April auf einer Info-Veranstaltung über Möglichkeiten zur Förderung informieren – bevor deren Mitglieder Anträge stellen können. Eine zwingende Voraussetzung für die Förderung ist die physische Zustellung der betreffenden Medien.

Förderwürdig sind laut Konzept drei Bereiche: die digitale Markterschließung, entsprechende Technologien zur Verbreitung der Inhalte sowie der Verkauf digitaler Anzeigen. Darunter fallen etwa Punkte wie Schulungskosten für Mitarbeiter*innen, die sich in Digital-Themen einarbeiten, Hard- und Softwareausgaben für KI und sogar Kosten für externe Layout-Überarbeitungen, um Print-Produkte an die Digitalisierung anzupassen. Die Richtlinien sind noch im Entwurfs-Stadium und liegen derzeit beim Finanzministerium. Zudem muss das Förderprogramm noch auf EU-Ebene notifiziert werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Fotos: Kay Nietfeld/dpa, Michael Weber/Imagebroker; Montage: turi2

rtv und Sport1 veröffentlichen am 8. März die Erstausgabe von “Fußball & Familie”.

Anpfiff: rtv und Sport1 veröffentlichen am 8. März die Erstausgabe ihrer angekündigten Sport-Beilage "Fußball & Familie". Das Magazin startet mit einer Auflage von 400.000 Stück, die ausgewählten Tageszeitungen beiliegt – und würdigt u.a. Lothar Matthäus anlässlich seines 60. Geburtstags. Für 2021 sind acht Ausgaben geplant, inklusive eines EM-Specials.
sport1.de, turi2.de (Background)

Aktuelle Gesellschafter wollen “Neues Deutschland” mit Anschubfinanzierung unterstützen.

Neues Deutschland: Die Redaktion fühlt sich durch die Pläne, die Zeitung bis Jahresende in eine Genossen­schaft umwandeln zu müssen, unter Druck gesetzt, schreibt Viktoria Spinrad. Sie zitiert eine Mitarbeiterin mit den Worten: "Man hält uns die Pistole auf die Brust." Aus dem Umfeld der Linken, aktuell mit 50 % an der ehemaligen SED-Parteizeitung beteiligt, heißt es, eine Anschub­finanzierung von 1,2 Mio Euro stünde in Aussicht. Auch Gesellschafter und Geschäftsführer Matthias Schindler zeigt sich optimistisch und sagt: "Aus meinen Erfahrungen halte ich es für wirtschaftlich machbar."
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie ein 87-Jähriger noch die Zeitung ausfährt.

Lese-Tipp: Johann Böhm ist mit 87 Jahren einer der ältesten Zeitungszusteller, berichtet Claudia Schuri. Böhm steht täglich um halb fünf auf und verteilt auf 22 Kilometer in der Nähe von Ottenhofen den "Erdinger Anzeiger", die "Ebersberger Zeitung" und die "tz". Den Job hat er seit Renten-Eintritt, als er nach einer Beschäftigung suchte. Früh morgens hat er schon einiges erlebt: Mal hat ihn die Polizei für einen Betrunkenen gehalten, mal wählte er wegen Schnees den Traktor für die Tour.
merkur.de

Springer und Bauer steigen aus dem Grosso-Geschäft in Hamburg aus.


In Hamburg sagt man Tschüss: Springer und Bauer ziehen Ende 2021 beide bei ihren Grosso-Töchtern in Hamburg den Stecker, berichtet "New Business". Beide Verlage vergeben ihre Vertriebsrechte für Hamburg an die Verlagsgrosso Nord aus Langenweddingen in Sachsen-Anhalt. Beim Buch- und Presse-Großvertrieb Hamburg von Springer arbeiten aktuell 57 Menschen. Beim Pressevertrieb Nord von Bauer sind es 71. Springer strebt "sozialverträgliche Lösungen"für die betroffenen Mitarbeiter*innen an. Bauer will für einen Großteil der Betroffenen freie Arbeitsplätze innerhalb der Mediengruppe finden. Beide Verlage wollen mit ihrem Betriebsrat einen Sozialplan ausarbeiten.

Auch beim Medien Special Vertrieb plant Bauer im Rahmen der Umstrukturierung Veränderungen. Im Sommer soll das Geschäftsfeld rund um Kommissionierung wegfallen. Die 53 Mitarbeitenden sollen eine Weiterbeschäftigungsperspektive erhalten. Das Kerngeschäft rund um die Literaturbeschaffung für Unternehmen bleibt bestehen.
new-business.de

Der Zeitung “Neues Deutschland” droht das Aus.

Neues Deutschland: Das Unternehmen hinter der selbst ernannten "sozialistischen Tageszeitung" soll zum Jahresende aufgelöst werden. Das planen die Linke, die 50 % am Unternehmen hält, sowie Geschäftsführer Matthias Schindler als Gesellschafter, berichtet "Zapp" unter Bezug auf Verdi. Die Gesellschafter empfehlen den rund 100 Beschäftigten nach dem Vorbild der "taz" eine Genossenschaft zu gründen. Ob sich die Linke an der beteiligt, ist noch offen. Neues Deutschland entstand 1946 in der DDR und war bis 1989 Parteizeitung der SED. Aktuell verkauft sie nur noch rund 20.000 Ausgaben.
ndr.de

Österreich: OGH lehnt Funke-Beherrschung bei der “Kronen-Zeitung” ab.

Funke darf die "Kronen-Zeitung" nicht allein führen, entscheidet der Oberste Gerichtshof von Österreich. Die vier Dichand-Erben hatten ihre 50 % gleichmäßig aufgeteilt. Da nur ganze Prozentpunkte Stimmrechte haben, wollte Funke die Verlegerfamilie auf 48 % drücken. Das Gericht stuft den Vorgang mangels Klarheit über die Wirksamkeit als "hypothetisch" ein.
derstandard.at

Basta: “Rheinische Post” verkennt ihre eigene Schlagzeile.

Warum auf die Zwölf, wenns auch auf die Zehn geht: Die "Rheinische Post" bekommt im Interview mit Finanzminister Olaf Scholz eine Exklusivnews zu Steuererhöhungen für Besserverdiener*innen. Handelsblatt und Bild erkennen den "Paukenschlag" ("Bild") sofort und covern. Die "Rheinische Post" titelt lieber so profan wie möglich: "Wir können im Sommer wieder im Biergarten sitzen."
turi2 – eigene Beobachtung, rp-online.de (Interview, Paid)

Co-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron verlässt den “Tagesspiegel”.


Bye-Bye, Blumencron: Nach drei Jahren beim "Tagesspiegel" setzt Co-Chefredakteur und Regatta-Fan Mathias Müller von Blumencron, 60, die Segel neu und verlässt Berlin (das somit wieder alleiniges Nautik-Gebiet eines anderen Schiffers ist), schreibt Ulrike Simon. Lorenz Maroldt, 58, bleibt Chefredakteur und bildet künftig eine Doppelspitze mit Christian Tretbar, 42, der bisher Vize-Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung ist. Mit Tretbars Berufung wird laut Verlag "die strategische Fokussierung der Tagesspiegelgruppe auf eine konsequente Subscription-Strategie" vorangetrieben.

Blumencron wechselte 2018 von der "FAZ" zum "Tagesspiegel", er war Digitalchef der Zeitung. Herausgeber Sebastian Turner soll ihn persönlich berufen haben. Er verließ die Zeitung allerdings 2020, und widmet sich nun ganz seinem Medien-Startup Trafo. Verleger Dieter von Holtzbrinck wünscht "dem immer neue Ufer Suchenden" von Blumencron in der Pressemeldung "weiterhin das Glück des Tüchtigen."
horizont.net, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Madsacks RND gründet ein Investigativ-Team im Hauptstadtbüro.


Recherchieren, Nachfragen, Durchstechen: Madsack spendiert seinem RedaktionsNetzwerk Deutschland im Berliner Haupt­stadt­büro ein Investigativ-Team unter der Leitung von Vize-Redaktions­leiterin Kristina Dunz (Foto). Obwohl im Haupt­stadt­büro angesiedelt, sollen sich die Investigativ-Recherchen explizit nicht nur auf Politik beschränken, sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske. Auch gesellschaftliche und soziale Themen stehen auf dem Plan, bis hin zur Sportpolitik. Mitglied im Kern-Team sind auch Chefkorrespondentin Daniel Vates, Vize-Büroleiter Steven Geyer und Korrespondent Jan Sternberg. Felix Huesmann, der seit 2019 als Freier beim RND arbeitet, unterstützt das Investigativ-Team als Multimedia­redakteur bei der Aufbereitung der Recherchen in Audio- und Video-Form. Das Berliner Team soll auch Kolleg*innen bei Madsacks Regionalzeitungen bei Investigativ-Recherchen unterstützen. Die Recherche-Ergebnisse will RND dann konzertiert über alle Madsack-Titel und -Onlinemedien ausspielen.

Bereits am Donnerstag startet das RND-Hauptstadtbüro zudem den neuen Newsletter "Hauptstadt-Radar", der dreimal pro Woche und künftig auch vertont erscheint. Am Samstag geht der Podcast "Geyer und Niesmann – der politische Wochendurchblick" an den Start, in dem Steven Geyer und Korrespondent Andreas Niesmann mit Gästen "scharf und humorvoll" die politische Lage analysieren. Im Podcast Die Wochentester, einer Kooperation mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger", sollen Büroleiterin Eva Quadbeck, Kristina Dunz und die stellvertretende Chefredakteurin des "Kölner Stadt-Anzeigers", Sarah Brasack, in loser Folge als "Politiktesterinnen" zu Gast sein.
madsack.de, turi2 - eigene Infos

Freie Funke-Mitarbeiter*innen warten auf Honorar-Zahlungen.

Kein Funke Hoffnung? Zahlreiche freie Mitarbeiter*innen bei Funke warten auf ihre Honorare, beklagt der DJV-NRW. Die Zahlungen für Dezember und Januar seien bei vielen Kräften der Zeitungen, aber auch der Lokalfunksender "nicht, verspätet oder nur anteilig" eingegangen. DJV-Landesvorsitzender Frank Stach beklagt zudem die fehlende Kommunikation zum Thema: "Es gab von den Verantwortlichen wohl nicht ein Wort der Warnung oder Erklärung". Funke widerspricht dem in einer Stellungnahme und schreibt, man habe die Mitarbeitenden "mehrfach und auf diversen internen Kommunikations­kanälen" informiert. Der Zahlungsverzug sei eine Folge der Cyber-Attacke.
djv-nrw.de, turi2.de (Background)

“Handelsblatt” beruft Kirsten Ludowig in die Chefredaktion.


Frau in Führung: Das "Handelsblatt" beruft Wirtschaftsjournalistin Kirsten Ludowig, 39, in die Chefredaktion – und damit erstmals eine Frau. Sie soll als Stellvertreterin von Chefredakteur Sebastian Matthes die redaktionelle Weiterentwicklung und den "Kulturwandel" vorantreiben. Ludwig verantwortet das Tagesgeschäft sowie die Themenentwicklung und -umsetzung. Zum künftigen Chefredaktions-Trio gehört neben Matthes und Ludowig Vize-Chefredakteur Peter Brors.

Bisher leitet Ludowig beim "Handelsblatt" das Ressort Unternehmen. Sie kam 2008 zu der Zeitung und berichtete mehrere Jahre lang über die Handels- und Konsumbranche. Zwischen November 2018 und Februar 2020 machte sie einen Abstecher zur Metro, wo sie als Pressechefin arbeitete. Sie sagt über ihre neue Aufgabe: "Ich glaube an den Qualitätsjournalismus und bin davon überzeugt, dass die Menschen mehr denn je bereit sind, dafür zu zahlen."
presseportal.de, dwdl.de, horizont.net

Lars Reckermann übernimmt “Schwäbische Post” und “Gmünder Tagespost” wieder.

SDZ Druck und Medien holt Lars Reckermann als Chefredakteur für "Schwäbische Post" und "Gmünder Tagespost" zurück, die Position hatte er bereits von 2013 bis 2016 inne. Reckermann kommt von der Zeitungsgruppe Ostfriesland, wo er im September als Leiter Forschung und Entwicklung angetreten war. Er folgt auf Damian Imöhl, der seinen Posten als Chefredakteur verlassen hat.
meedia.de, turi2.de (Reckermann), turi2.de (Imöhl)

Madsack ernennt Christoph Oppermann und Frerk Schenker zu Zeitungs-Chefredakteuren.

Madsack macht Christoph Oppermann (Foto) zum Chefredakteur von "Wolfsburger Allgemeine Zeitung", "Peiner Allgemeine Zeitung" und "Aller-Zeitung". Er folgt auf Stefanie Gollasch, die mittlerweile die "Kieler Nachrichten" führt. Oppermann war zuletzt kommissarischer Chefredakteur beim "Göttinger Tageblatt". Den Madsack-Titel übernimmt künftig fest Frerk Schenker, der zur Zeit das RND Digital Hub leitet.
madsack.de, turi2.de (Background)

Schüler*innen können Digitalausgabe der “Zeit” kostenlos abonnieren.

Zeit_logo 150x150Zeit bietet Schüler*innen ein kostenloses Digitalabo bis zum Ende des Schuljahres an. Zu Beginn der Sommerferien läuft es automatisch aus. Es umfasst die wöchentliche digitale Ausgabe, alle Artikel auf Zeit Online sowie das E-Paper von "Zeit Campus". Die Vergabe läuft über die Schulen, Lehrer*innen können Gutscheine bestellen.
zeit-verlagsgruppe.de, premium.zeit.de (Gutscheinbestellung)

Christian Schertz spricht über die Causa Relotius und seine Fake Accounts in Social Media.


Kein Witz: Christian Schertz, Medienanwalt, dem die Promis vertrauen, nennt in der "Süddeutschen Zeitung" Details zu seiner bereits Ende 2019 angekündigten Klage in der Causa Relotius. "Unsere 50-seitige Klageschrift ist fertig", erklärt er im großen Interview und sagt, dass er das Verfahren wegen Corona zurückgestellt habe. "In so einer Zeit wollten wir keinen solchen Schauplatz eröffnen." Schertz geht im Auftrag des Fälschers Claas Relotius gegen das Enthüllungsbuch von Juan Moreno vor – Relotius fühle sich in dem Buch "in mehreren Passagen falsch dargestellt". Aus seiner Überzeugung, an der Seite von Relotius richtig zu sein, macht der Anwalt keinen Hehl: "Ich erwarte von jemandem, der ein Enthüllungsbuch schreibt, in dem er einen anderen der Lüge bezichtigt, dass er selbst in jedem Satz bei der Wahrheit bleibt."

Scharfe Kritik übt Schertz auch am Presserat: "Dessen Rügen interessieren weder 'Bild' noch 'Spiegel'." Er wirft "den Medien" als Ganzes "Boulevardisierung und Zuspitzung" vor und nimmt davon nur wenige aus, darunter die "Süddeutsche" und die "Zeit". Seine Mission sei es, "Menschen davor zu schützen, vorgeführt zu werden". Ein Job, der in Zeiten der Selbstenthüllung via Social Media nicht leichter wird. In Richtung von Gesundheitsminister Jens Spahn, der "neulich ein Bild von einem Spaziergang mit seinem Lebensgefährten auf Instagram gepostet" hat, sagt er, "wäre er mein Mandant, ich hätte ihn gefragt, ob er wahnsinnig ist". Schertz selbst versteckt sich auf Social Media: "Ich habe Accounts bei Instagram und Twitter unter anderem Namen, weil ich ja sehen muss, was Mandanten von sich posten."
sueddeutsche.de (Paid)

Miriam Scharlibbe ergänzt die Chefredaktion des s:hz-Verlags.

Sh:z engagiert Miriam Scharlibbe, 32, als Chefredakteurin Content Entwicklung und Stellvertreterin des Chefredakteurs. Sie folgt am 1. April auf Jürgen Muhl, 69, der nach 40 Jahren im Verlag in den Ruhestand geht. Scharlibbe kommt von stern.de, wo sie seit 2019 Newschefin ist. Muhl begleitet die Chefredaktion noch bis Ende September in der Übergangsphase. Seine Verantwortung als Sportchef geht an Jannik Schappert über.
shz.de

“FAS” erscheint bald bundesweit am Samstag.

Der frühere Vogel: Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" erscheint künftig bundesweit samstags, schreibt Meedia. "Nach erfolgreichen Markttests" sei dies nun beschlossen, so eine Sprecherin. Die Umstellung erfolge gebietsweise und werde bis zum 2. Quartal 2022 abgeschlossen. Der Schritt soll die Zustellung erleichtern, da am Sonntag nur zwei Drittel der Haushalte beliefert werden können. Zudem verspricht sich der Verlag durch die Möglichkeit, am gesamten Wochenende zu lesen, eine höhere Leserakzeptanz.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Was ist das Beste, was das Gefährliche an der Digitalisierung, Carsten Knop?


Im Gespräch bleiben: Für Carsten Knop, Herausgeber der “FAZ”, heißt “Digital heute auch Dialog” – gerade in Zeiten, in denen die Ansichten z.B. über die Pandemie-Maßnahmen auseinandergehen und der Ton schärfer wird. In der turi2 edition # 13 schreibt er: “Man muss versuchen, gegenzuhalten, so lange mitdiskutieren, bis zumindest bei den Mitlesern, die guten Willens sind, klar ist, was Schwarz ist und was Weiß”. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Lübecker Nachrichten” wollen ihre Druckerei mit 34 Mitarbeitenden schließen.

Druckabau: Die Lübecker Nachrichten wollen ihre Zeitung ab Juni bei den "Kieler Nachrichten" drucken lassen und ihre eigene Druckerei schließen, schreibt Gregory Lipinski. Von der Maßnahme sind 34 Mitarbeitende betroffen. Die zur Madsack gehörige Zeitung begründet den Schritt mit rückläufigen Print-Auflagen. Der Betriebsrat kritisiert, die Zeitung hätte Fremdaufträge für die Druckerei einholen müssen.
meedia.de (Paid)

Ist der Chefredakteur der Zukunft ein multimedialer Entertainer, Lars Haider?


Probieren geht über Studieren: Lars Haider, Chefredakteur des “Hamburger Abendblatt”, ermuntert seine Kolleg*innen, neue journalistische Formen auszuprobieren. Interviews seien z.B. durch Podcasts viel authentischer als in der klassischen Form, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Claus Liesegang und Oliver Haustein-Teßmer leiten Zeitungen beim Märkischen Medienhaus gemeinsam.

Märkisches Medienhaus macht die Chefredakteure Claus Liesegang (Foto) und Oliver Haustein-Teßmer zum redaktionellen Führungs-Duo für "Märkische Oderzeitung", "Märkische Zeitung" und "Lausitzer Rundschau". Sie sollen die "Neuausrichtung der Redaktionen" gemeinsam wuppen. Liesegang ist bisher Chefredakteur der "Märkische Oderzeitung" und "Märkische Zeitung", Haustein-Teßmer leitet die "Lausitzer Rundschau".
kress.de

Funke: Thüringer Lokalzeitungen erscheinen wieder vollständig.

Funke: Die Lokalzeitungen "Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung" und "Thüringische Landeszeitung" erscheinen heute erstmals wieder in vollem Umfang – inklusive Lokalausgaben. Nach dem Hackerangriff auf die Mediengruppe kurz vor Weihnachten sei die vollständige Produktion erst am Dienstag wieder möglich gewesen, schreibt "TA"-Chefredakteur Jan Hollitzer. Die Zeitungen ziehen online ab heute auch ihre Bezahlschranke wieder hoch – diese war nach dem Hack ausgesetzt worden.
mdr.de, turi2.de (Background)

BVDA will bei seinen Mitgliedern CO2 einsparen.

Anzeigenblätter ziehen sich das grüne Mäntelchen an: Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) startet für seine rund 200 Mitgliedsverlage eine Klimainitiative. In einem ersten Schritt lassen die Verlage eine Energieeffizienzanalyse durchführen. Anschließend ermitteln sie ihre verbleibenden CO2-Emissionen. Für die können die Verlage dann Zertifikate zur Kompensation erwerben.
bvda-klimainitiative.de

turi2 edition #13: Giovanni di Lorenzo über Hoffnung und Hierarchien.


Ein Jahr wie ein Knacks: Für Giovanni di Lorenzo war 2020 ein Jahr voller Zumutungen und – durch Corona – auch privater Tiefschläge. Im Interview mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 erklärt er, warum für ihn über dem Jahr 2021 das Wort “Hoffnung” steht. Den fast märchenhaften Erfolg seiner Zeitung führt der “Zeit”-Chefredakteur u.a. auf die “Pluralität der Meinungen” im Blatt zurück: “Immer steht irgendetwas in der ‘Zeit’, was einem selber nicht passt, und das ist gut so!” Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen (Fotos: Johannes Arlt für turi2). Weiterlesen …

Geschäftsführer Oliver Voigt verlässt die Handelsblatt Media Group.

Handelsblatt Media Group und Geschäftsführer Oliver Voigt, 54, trennen sich "im besten gegenseitigen Einvernehmen" bereits zum Monatsende. Er werde sich außerhalb der DvH-Mediengruppe "neuen Aufgaben widmen". Voigt hatte im Juli 2019 zusammen mit Gerrit Schumann von Frank Dopheide übernommen. Schumann ist bereits ausgeschieden, die im August angetretene Andrea Wasmuth leitet den Verlag nun allein.
kress.de, turi2.de (Background)

Zitat: Rezo und Carsten Knop streiten über das Urheberrecht.

"Die Rechteinhaber müssen sich selbst darum kümmern, ihre Rechte durchzusetzen. Das ist in der Praxis schlicht und einfach nicht zu leisten."

"FAZ"-Herausgeber Carsten Knop streitet in der "Zeit" mit YouTuber und Musiker Rezo über das neue Urheberrecht. Knop hält "nichts" von der deutschen Umsetzung der EU-Richtlinie.


"Wir sind ja alle Rechteinhaber, wenn wir schon mal einen Schnappschuss mit dem Handy gemacht haben."

Rezo widerspricht Carsten Knop. Er findet es "absurd" anzunehmen, dass Plattformen wie Instagram allen Nutzer*innen einen Deal anbieten müssen. "Zitate" dürfen nicht gesperrt werden", fordert er.
"Zeit" 4/2021, S. 11 (Paid)

Geschäftsführer Clemens Braun verlässt die “Lausitzer Rundschau”.

Neue Pressegesellschaft Ulm und Clemens Braun gehen getrennte Wege. Braun war über fünf Jahre Geschäftsführer der "Lausitzer Rundschau" in Cottbus. Seine Aufgaben übernimmt künftig Tilo Schelsky, der seit September einer von insgesamt drei Geschäftsführern der Neuen Pressegesellschaft Ulm ist. Damit verzahnt die Neue Pressegesellschaft Ulm auch ihre Medienhäuser in Frankfurt (Oder) und Cottbus enger.
kress.de, turi2.de (Background)

Springer legt “Bild”, “Welt und “B.Z.” zurück in den Digitalkiosk Readly.

Springer macht seine Tageszeitungen "Bild", "Welt und "B.Z." wieder im Digitalkiosk Readly verfügbar. Der Verlag hatte die Titel im August 2019 nach einem Test wieder aus der Lese-Flatrate entfernt. Auf Readly wurden 2020 nach Firmenangaben 99 Mio digitale Ausgaben gelesen, 40 % mehr als 2019.
news.cision.com, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Nach Hacker-Angriff: Funke-Zeitungen könnten Notfall-Modus noch diese Woche verlassen.


Zurück zur Tagesordnung: Funke-Tageszeitungen erscheinen bald wieder regulär. "Wir sind, Stand heute, sehr optimistisch, den Notfallmodus noch diese Woche zu verlassen", teilt die Mediengruppe in einem Statement mit. Grund sei der Wiederaufbau der IT-Struktur, der schneller als erwartet vorangeht. Rund 5.000 Computer seien bereits repariert worden und wieder in den Redaktionen und in der Verwaltung im Einsatz.

Laut Funke erscheint die "Berliner Morgenpost" wieder im Regelumfang. Die Umfänge der Anzeigenblätter steigen "von Ausgabe zu Ausgabe". Über finanzielle Konsequenzen des Cyberangriffs kann Funke derzeit "nichts Verlässliches" sagen. Für einen "Kassensturz" sei es zu früh. Im Dezember ist Funke Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Medienberichten zufolge hatte Erpresser-Software die Computersysteme lahmgelegt. Sämtliche Funke-Zeitungen sind deshalb nur im Notfall-Modus in abgespeckten Varianten erschienen.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

“Ideologische Kurskorrektur” der “NZZ” ist riskant, meint Anton Rainer.

NZZ, die im deutschen Markt weiter expandiert, wird es in ihrer rechten Nische unbequem, schreibt Anton Rainer. Denn unter Wutbürger*innen allein seien die angepeilten Abozahlen nicht zu holen. Rainer hält die "ideologische Kurskorrektur" für riskant, weil die Bedienung der rechten Nische der Markenkern der "NZZ" in Deutschland sei.
"Spiegel" 3/2021, S. 79 (Paid), turi2.de (Background)

Verstehen Sie Berlin, Lorenz Maroldt?


Dit is Berlin: “Tagesspiegel”-Chefredakteur Lorenz Maroldt lässt sich in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 über Berliner Eigenarten aus – von der BER-Posse bis zum Behörden-Wahnsinn. Er beschreibt die Hauptstadt als “unverständliches, verwirrendes Babylon”, in dem immerhin die “Friedensrichter der Clans und die Kiezgerichte der Autonomen” funktionien. Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Zitat: “FAZ”-Geschäftsführer Thomas Lindner glaubt an den Samstag für die “FAS”.

"Setzen wir Hydra um, werden wir uns in diesem Jahrzehnt keine Sorgen machen müssen um die FAS."

Thomas Lindner, Geschäftsführer bei der "FAZ", glaubt, die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ist über Jahre gerettet, wenn sie künftig am Samstag erscheint und dadurch Vertriebskosten einspart.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Berliner Verlag bietet seine Zeitungen im Westen nicht mehr im Einzelverkauf an.


Im Westen nichts Neues: Das Ehepaar Friedrich krempelt den Berliner Verlag weiter um und will sich künftig stärker auf den Heimatmarkt konzentrieren. "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" sind seit Jahresbeginn in den alten Bundesländern nicht mehr im Einzelverkauf erhältlich, berichtet Marvin Schade bei Medieninsider. Holger Friedrich begründet den Schritt mit Umstrukturierungen in der Distribution: "Wir haben die massiv überteuerte Distribution der DuMont-Gruppe in Kooperation mit dem Axel-Springer-Verlag im Sommer 2020 gekündigt, zum 31.12.2020 beendet und neu konzessioniert. Zeitgleich haben wir mit Berlin und den fünf neuen Ländern beginnend eine innovative und deutlich effizientere Distribution gestartet."

Abhängig von den Erfahrungen mit dem neu aufgestellten Vertrieb soll es die Zeitungen des Verlags im Laufe des Jahres wieder in den größten Städten Westdeutschlands geben. Der Fokus soll aber auf dem ostdeutschen Markt liegen: "Es macht keinen Sinn einen Rollout in Freiburg im Breisgau oder in Oldenburg zu starten, wenn man aus Berliner Perspektive weder Oranienburg noch Falkensee oder Potsdam operativ im Griff hat", so Friedrich.
medieninsider.com (Paid)

“FAS” macht positive Erfahrungen mit dem Samstag als Erscheinungstermin.

Frankfurter Allgemeine Samstagszeitung: Die seit rund einem Jahr laufenden Tests, die Sonntagszeitung bereits samstags auszustellen, verlaufen überwiegend positiv, schreibt Ulrike Simon. Die Kündigungsquote sei weniger als 5 % höher als im Schnitt - unerheblich, ob die Umstellung begründet werde oder nicht. Geschäftsführer Thomas Lindner sagt, wegen der deutlichen Kostenersparnis wäre sogar ein Rückgang um 20 % verkraftbar. Voraussichtlich im Februar will die "FAZ" entscheiden, ob die Sonntagszeitung bundesweit zur Samstagszeitung wird.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Medieninsider: Janina Reimann wechselt von der “Süddeutschen” zum “Handelsblatt”.

Nachfolge gefunden: Janina Reimann verlässt die "Süddeutsche" in Richtung "Handelsblatt", berichtet Medieninsider. Sie ersetzt dort den ehemaligen Head of Digital Products Martin Dowideit, den es zum "Kölner Stadt-Anzeiger" gezogen hat. Reimann ist bisher Head of Paid Content bei der "SZ". Der genaue Zeitpunkt ihres Wechsels ist laut Medieninsider noch unklar.
medieninsider.com, turi2.de (Backgroound)