Die “Mitteldeutsche Zeitung” holt Anna Petersen in die Chefredaktion.

Mitteldeutsche Zeitung holt Anna Petersen, 28, in die Chefredaktion. Petersen kommt von der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" und soll künftig neue Formate in der lokalen und regionalen Berichterstattung entwickeln. Der bisherige stellvertretende Chefredakteur Digitales bei der "Volksstimme", Gert Glowinski, 45, übernimmt künftig die Chefredaktion Digitale Transformation für "MZ" und "Volksstimme".
kress.de

Wie divers ist das Regionale, Io Görz?


Diverse Ansprüche: Redaktionen müssen offener werden für Lebensläufe, “die nicht geradlinig sind”, schreibt Io Görz, Chefredakteur*in von infranken.de, im Gastbeitrag für die turi2 Agenda-Wochen. Als trans Person in einer Führungsposition kann sich Io Görz “Sichtbarkeit leisten, wo andere es nicht können”. Der Weg zu mehr Vielfalt im Lokal-Journalismus sei noch weit und holprig, aber zumindest gehen viele Medien ihn. Weiterlesen >>>

BDZV verabschiedet neue Satzung, Mathias Döpfner legt sein Amt nieder.

BDZV: Springer-Chef Mathias Döpfner legt auf der Delegiertenversammlung wie erwartet sein Ehrenamt als BDZV-Präsident nieder. Er verabschiedet sich u.a. mit den Worten des Politikers und Philosophen John Dickinson: "United we stand, divided we fall." Die Zeitungs- und Digitallobby verabschiedet außerdem eine neue Satzung. Demnach wird der Verband künftig von einem Vorstand geführt, bestehend aus der Hauptgeschäftsführerin Sigrun Albert und zwei ehrenamtlichen Vorständen, die das Thema Medienpolitik verantworten.
presseportal.de

Gehälter beim “Tagesspiegel” nähern sich dem Tarifvertrag an.

Tagesspiegel schließt mit den Gewerkschaften DJV Berlin/JVBB und Verdi einen Haus­tarif­vertrag. Die Einigung sieht vor, dass die Gehälter der rund 600 Angestellten über die nächsten sieben Jahre in fest­gelegten Stufen auf das Niveau der Branchen­tarif­verträge für Tages­zeitungen ansteigen. Die durch­schnittliche Arbeits­zeit von 38,5 Wochen­stunden bleibt.
tagesspiegel.de

Zitat: Christian Drosten hat sich von Twitter verabschiedet.

"Das digitale Leben interessiert mich nicht mehr."

Virologe Christian Drosten, zu Pandemie-Hochzeiten ein Twitter-Intensiv-Nutzer, sagt im "Zeit"-Interview, dass er beim Kurz­nachrichten­dienst schon "seit Monaten gar nicht mehr rein­geguckt" hat. Er habe statt­dessen digital drei Zeitungen abonniert und genieße "diesen journalistischen Filter sehr".
zeit.de (€)

Aus RP Online wird Rheinische Post.

Wiedervereinigung: Die "Rheinische Post" gleicht ihren Online-Auftritt RP Online der gedruckten Zeitung an. Das Portal trägt nun ebenfalls den Titel Rheinische Post. Durch einen Relaunch bildet die neue Seite auch optisch eine Einheit mit Print und App. Die URL "rp-online.de" bleibt aber zusätzlich zu "rheinischepost.de" bestehen. Als Begründung für die Zusammenlegung schreibt die Mediengruppe, dass ihre rund 300 Journalistinnen schon länger aus einer Hand für alle Kanäle arbeiten.
rheinischepostmediengruppe.de

Auch die “Oberhessische Presse” nutzt Madsacks Digital-Plattform.

Madsack gewinnt die "Oberhessische Presse" als weiteren Partner für seine Verlags-Plattform RND OnePlatform. Das Kooperations­modell für Regional­verlage bündelt digitale Redaktions-, Vertriebs- und Marketing­prozesse an einem Ort. Bisher ist neben den eigenen Regionalportalen der Madsack-Gruppe noch die "Siegener Zeitung" dabei.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Basta: Französischer Zeitungsbote rettet Abonnentin aus einer Notlage.

Zeitungsretter: Ein französischer Zeitungs­bote bemerkt bei einer Abonnentin in einem Dorf in den Vogesen, dass die Zeitungen mehrerer Tage noch im Briefkasten stecken. Er schlägt Alarm. Polizei und Feuerwehr finden die betagte Dame am Boden liegend und unterkühlt, aber lebend in ihrem Haus. Nach der einstigen Lobby-Kampagne Print wirkt ist diese Geschichte wohl die Vorlage für den Nachfolger "Zeitungs-Abo rettet Leben".
faz.net

“Süddeutsche Zeitung” erscheint am Wochenende mit neuen Büchern.

Süddeutsche Zeitung am Wochenende erscheint ab diesem Samstag mit über­arbeitetem Konzept. Neu sind die Bücher "Unterwegs", "Wohnen & Genießen" sowie "Liebe & Leben", kündigt Chef­redakteurin Judith Wittwer im "Horizont"-Interview von Roland Karle an. Das bestehende Buch "Gesellschaft" soll neue Blick­winkel bieten und erscheint mit einer neuen Debatten-Seite. Der Umfang der Zeitung werde mit durch­schnittlich 64 Seiten etwas höher sein als bisher. Der Preis steigt von 4,10 Euro auf 4,90 Euro. Online ergänzt SZ.de die Wochenend­lektüre um Podcast, digitales Storytelling und Rätsel.
"Horizont" 46/2022, S. 20/21 (€), turi2.de (Background Preis­erhöhung)

Studie: Nur 15 % der Deutschen wollen bei Medien und Streaming sparen.

Krisen-Abo: Nur 15 % der Deutschen wollen aktuell bei Zeitungen, Zeit­schriften und Streaming sparen, sagt eine Befragung des Zeitungs-Vermarkters Score Media Group. Mehr als die Hälfte der Zeitungs-Leserinnen gibt an, die Zeitung sei in den letzten Krisen-Jahren für sie wichtiger geworden. Allerdings fühlen sich nur 68 % bei diesen Themen gut von ihrem Blatt informiert.
horizont.net (€)

“Tagesspiegel” will als Tabloid-Zeitung zur nationalen Medienmarke werden.

Tagesspiegel erscheint ab 29. November im kleineren Tabloid-Format mit über­arbeiteten Konzept und Layout, berichtet "Horizont". Die Berliner Tages­zeitung besteht künftig aus einem 40 Seiten starken über­regionalen Buch sowie weiteren 40 Regional-Seiten. Das "Handelsblatt" liefert täglich sechs Seiten Wirtschafts­bericht­erstattung zu. Die Medien­seite wird nach epd-Infos eingestellt, übrig bleibt eine Medien-Tipp-Seite. Mit dem Relaunch untermauert der "Tagesspiegel" seine Ambitionen, zur nationalen Medien­marke zu werden.
horizont.net (€), epd.de (€)

“Clap”: “Süddeutsche” erhöht Preise für Print-Ausgaben um bis zu 20 %.

Teure Texte: Die "Süddeutsche Zeitung" erhöht die Preise ihrer gedruckten Zeitungen deutlich, berichtet "Clap". So kostet die werktägliche Ausgabe mit 3,60 Euro künftig 10 Cent mehr, die Freitagsausgabe samt "SZ Magazin" verteuert sich um 20 Cent auf 3,90 Euro. Der Preis für die Wochenend­ausgabe steigt von 4,10 Euro auf 4,90 Euro – eine Erhöhung von 20 %. Grund seien die gestiegenen Papierkosten, die Inflation und der schwächelnde Werbemarkt. Auch "Spiegel" und "Zeit" haben ihre Copypreise erhöht, aber weniger deutlich.
clap-club.de

The Pioneer: Olaf Scholz hält Anteile an der “taz”.

Genosse Scholz: Bundes­kanzler Olaf Scholz hält seit 2018 "eine kleine Beteiligung" von rund 1.000 Euro an der "taz", berichtet The Pioneer. Diese Beteiligung habe er der Bundes­tags­verwaltung aufgrund der Neu­regelung der Neben­tätig­keiten mitgeteilt. 1992 hatte Scholz, damals Rechts­anwalt, der "taz" zusammen mit anderen zum Genossenschaftsmodell geraten.
thepioneer.de (€), blogs.taz.de (Interview von 2012)

“Ruhr Nachrichten” bekommen Hausverbot von Großkreutz-Klub.

Fußball-Fehde: Die "Ruhr Nachrichten" bekommen vom Dortmunder Vorortsverein TuS Bövinghausen Hausverbot erteilt. Der Verein stört sich an Berichten zu den Steuervorwürfen gegenüber dem Vorsitzenden Ajhan Dzaferoski. Die Lokalzeitung stellt als Reaktion die Berichterstattung um den Klub, in dem u.a. Kevin Großkreutz spielt, vorerst ein.
ruhrnachrichten.de via n-tv.de

Oliver Hollenstein wechselt vom “Manager Magazin” zur “WAZ”.

Waz neues: Journalist und Buch-Autor Oliver Hollenstein wird neuer Nachrichten- und Themen­chef und damit Teil der Chef­redaktion der "West­deutschen Allgemeinen Zeitung". Hollenstein kommt vom "Manager Magazin", wo er den Newsdesk geleitet hat. Davor war er u.a. bei der "Zeit" und der dpa. Er ist Mitautor des Best­sellers "Die Akte Scholz" über die Cum-ex-Affäre.
funkemedien.de

Das “Handelsblatt” legt sich ein neues Print-Layout zu.


Frischzellenkur: Das "Handelsblatt" führt ein neues Layout und eine neue Struktur für seine Print-Ausgabe ein. Damit einher geht u.a. ein Ausbau der Berichterstattung über "geoökonomische Entwicklungen", schreibt Chefredakteur Sebastian Matthes. Korrespondenten-Berichte bekommen dazu künftig prominentere Plätze auf den ersten Seiten. Übergeordnetes Ziel sei es, "die ökonomischen Themen, die Unternehmen und Politik bewegen, stärker in den Mittelpunkt zu rücken". Wolfgang Ischinger, ehemaliger Botschafter und Ex-Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, sowie die Sicherheitspolitikexpertin Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik sind neu an Bord als Gastautoren. "In einem nächsten Schritt" werde auch die Website überarbeitet.
"Handelsblatt", S. 1 (€), handelsblatt.com

“Berliner Zeitung” degradiert Kulturchef Hanno Hauenstein nach Kritik an Verleger Holger Friedrich.

Zu kritisch gezwitschert: Die "Berliner Zeitung" degradiert den bisherigen Kulturchef Hanno Hauenstein (Foto) nach Kritik an Verleger Holger Friedrich. Hauenstein hatte sich auf Twitter gegen ein Panel mit Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orbán geäußert, das Friedrich co-moderierte. Laut Chefredakteur Tomasz Kurianowicz soll Hauenstein künftig als Redakteur weiter für "seine Themen" zuständig sein.
zeit.de

Kersten Augustin leitet Politik-Teil der neuen “Wochentaz”.

Wochenend­austausch: Ab dem 12. November wird aus der Wochenend-Ausgabe der "taz" die Wochen­zeitung "Wochentaz". Den Posten des Vize-Ressort­leiters mit Zuständigkeit für den Politik­teil der Zeitung übernimmt Kersten Augustin, der bereits seit 2015 im Wochenend-Ressort der "taz" arbeitet. Er löst damit Katja Kullmann ab, die sich wieder verstärkt dem Schreiben widmen möchte.
blogs.taz.de (Augustin), taz.de (Wochentaz)

“Heilbronner Stimme” kann auch am Montag nicht gedruckt erscheinen.

Stimmungstief: Auch am Montag wird es wegen des Cyberangriffs auf die Stimme Mediengruppe keine gedruckte Ausgabe der "Heilbronner Stimme" geben. Stattdessen werde versucht, ein 24-seitiges E-Paper zu produzieren, kündigt Chefredakteur Uwe Ralf Heer der dpa an. Wenn das klappt, könne am Montag wieder eine gedruckte Ausgabe für Dienstag in die Produktion gehen.
swr.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Murdoch prüft die Zusammenlegung der Teilkonzerne News Corp und Fox Corp.

Murdoch macht den Bertelsmann: Der 91 Jahre alte Medienmogul Rupert Murdoch legt womöglich die Print- und TV-Teile seines Medienreichs wieder zusammen. News Corp (u.a. "Wall Street Journal", "Sun" , "Times") und Fox Corp haben am Freitag bekannt gegeben, die Möglichkeiten für Synergien und Einsparungen zu prüfen. Die beiden Teilkonzerne entstanden 2013, damals trennte Murdoch sein Reich in News Corp und 21st Century Fox, die er 2019 nach dem Verkauf der Entertainment-Sparte an Disney für 71 Milliarden Doller in Fox umbenannte und die sich seither auf News und Sport fokussiert.
bloomberg.com, news.yahoo.com

“Heilbronner Stimme” erscheint wegen eines Cyberangriffs mit einer Notausgabe.


Stimmstörung: Bei einer Cyberattacke sind die Computersysteme der Heilbronner Stimme verschlüsselt worden, sagt Chefredakteur Uwe Ralf Heer der dpa. Es gebe ein Bekennerschreiben, eine Lösegeldforderung liege aber bisher nicht vor. Die reguläre Zeitungsproduktion sei "bis auf Weiteres nicht möglich", am Samstag erscheint eine sechsseitige Notausgabe. Auch weitere Unternehmen der Stimme Mediengruppe seien von dem Cyberangriff betroffen. Das Landeskriminalamt habe bereits Ermittlungen eingeleitet. Ende 2020 wurde bereits die Funke Mediengruppe Opfer einer Cyberattacke, im April 2021 dann Madsack. In beiden Fällen war die Zeitungsproduktion ebenfalls beeinträchtigt.
swr.de, faz.net, stimme.de
(Foto: Picture Alliance, dpa, Christoph Schmidt)

“Spiegel” ist meistzitiertes Medium, “Tagesspiegel” rückt in die Top 10 auf.

Wer hat's geschrieben? Der "Spiegel" bleibt meistzitiertes Medium, der "Tagesspiegel" rückt in die Top 10 auf, ergibt das Media-Tenor-Ranking von Januar bis September 2022. Der Krieg in der Ukraine drängt Zitate zu Corona in den Hintergrund, Umwelt- und Klimathemen werden noch weniger beachtet. Sonntagszeitungen bekommen immer weniger Aufmerksamkeit, die "FAS" schafft es nicht mehr unter die zehn meistzitierten Wochen- und Monatsmedien.
kress.de

Papiermangel: “Süddeutsche” hat Lagerflächen angemietet, RTL nutzt andere Sorten.

Unter Druck: Aufgrund des Papiermangels hat die "Süddeutsche Zeitung" Lagerflächen in der Nähe von München angemietet, um zusätzliches Papier auf Halde zu haben – einen ähnlichen Schritt machte bereits die "FAZ" publik. RTL setzt für die ehemaligen Gruner + Jahr-Magazine teils auf andere Papiersorten und spart "in Einzelfällen" durch Formatanpassungen oder die Reduzierung von Heftumfängen.
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Jan Fleischhauer nimmt die “Junge Freiheit” in Schutz.

"Jedes Mal, wenn ich die Zeitung zur Hand genommen habe, fand ich nichts, was nicht vor zehn Jahren in der CDU noch selbstverständlich gewesen wäre. Das reicht heute, um sich unmöglich zu machen."

"Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer begründet seinen Entschluss, der "Jungen Freiheit" ein Interview zu geben – obwohl das Blatt als "so rechts gilt, dass man es besser meidet." Er würde auf Anfrage aber auch mit einer "Linkspostille" sprechen.
"Focus" 41/2022, S. 6 (€)

Rede zu “SZ”-Jubiläum: Angela Merkel war ungern “Kohls Mädchen”.

Niemandes Mädchen: Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat beim 77. Jubiläum der Süddeutschen Zeitung am Donnerstagabend in ihrer Festrede den hohen Wert der Pressefreiheit und Meinungsvielfalt beschworen und für ihren Schutz geworben. Die "Süddeutsche Zeitung" bezeichnete sie als ihren "ständigen Begleiter" und als "Stachel im eigenen Fleisch" der Schwesterpartei CSU.

Merkel wurde in ihrer Rede auch persönlich und sagte, die Bezeichnung vieler Medien als "Kohls Mädchen" zu Beginn ihrer politischen Karriere habe sie als "jemand, der sich freute, erstmals im Leben eigenständig seine Meinung zu äußern, ohne mit staatlichen Institutionen in Schwierigkeiten zu kommen", als "ziemlich deprimierend" empfunden.

Die Altbundeskanzlerin lobte die "Süddeutsche Zeitung" u.a. für die "klare Unterscheidbarkeit von Sachverhaltsmeldungen, Reportagen und Meinungsartikeln" und sagte weiter: "Wenig ist aus meiner Sicht bei der Zeitungslektüre erfreulicher, als einen Meinungsartikel zu lesen, dessen Quintessenz man nicht schon kennt, wenn man nur die Zeitung aufschlägt oder den Namen des Autors oder Autorin liest."

Merkel wurde auch politisch und bezeichnete den russischen Angriffskrieg in der Ukraine als Zäsur und lobte die Entschlossenheit und Geschlossenheit des Westen. Im Hinblick auf die Drohgebärden aus Moskau empfahl sie, die "Worte ernst zu nehmen und sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen und sie nicht von vornherein als Bluff einzustufen".
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Rede-Manuskript), sueddeutsche.de (Insights zu 77 Jahren "SZ")

Prinz Harry, Elton John und andere Promis verklagen Associated Newspapers..

Nicht die feine englische Art: Eine Reihe berühmter britischer Persönlichkeiten um Elton John und Prinz Harry verklagen den britische Zeitungsverlag Associated Newspapers. Die Prominenten werfen dem Herausgeber der Daily Mail grobe Verletzungen der Privatsphäre wie etwa illegale Abhöraktionen, die Beauftragung von Privatdetekteien zum Ausspähen ihres Privatlebens oder Bestechung der Polizei vor. Associated Newspapers weist die Vorwürfe zurück und sieht sich einer geplanten Schmutzkampagne ausgesetzt.
theguardian.com

Sebastian Holzapfel wird Digital Lead bei Funke in Thüringen.

Funke macht Sebastian Holzapfel zum Digital Lead der "Thüringer Allgemeinen", der "Thüringischen Landeszeitung" und der "Ostthüringer Zeitung". Zugleich wird er Mitglied der Chefredaktion der "Thüringer Allgemeinen". Holzapfel arbeitet seit 2014 bei Funke und war zuletzt Chef vom Dienst für die drei Markenportale thueringer-allgemeine.de, tlz.de und otz.de. Zuvor hatte er die Online-Redaktionen der "Frankfurter Rundschau" und der "Frankfurter Neuen Presse" geleitet.
lifepr.de

Debatte: Medien pflegen eine schreckliche Link-Kultur.

Gelinkt: Medien pflegen eine schreckliche Link-Kultur, kritisiert Markus Reuter. Anstatt Leserinnen nützliche Weiterführungen "nach außen" anzubieten, verlinken viele Publikationen nur innerhalb des eigenen Hauses – was allerdings kaum nützlich ist. Das eigene Medium gelte "als Insel in einem Meer von Feinden", dabei seien fehlende Links vor allem "ein journalistisches Armutszeugnis" und "ein Stinkefinger an die Leserschaft".
netzpolitik.org

Funke besetzt die Chefredaktionen der “Thüringischen Landeszeitung” und der “Ostthüringer Zeitung” neu.

Der Funke springt über: Die stellvertretende Chefredakteurin Gerlinde Sommer steigt bei Funke zur Chefredakteurin der "Thüringischen Landeszeitung" auf. Sie übernimmt den Posten von Nils Kawig, der zur "Ostthüringer Zeitung" wechselt. Dort tritt er die Nachfolge von Jörg Riebartsch an, der in den Ruhestand geht.
newsroom.de

Bad Lobensteins Bürgermeister zeigt “OTZ”-Reporter an.

Gegen­angriff: Bad Lobensteins Bürger­meister Thomas Weigelt bestreitet trotz Video weiterhin den Angriff auf einen Reporter der "Ost­thüringer Zeitung" und stellt jetzt sogar eine Gegenanzeige bei der Polizei. Angeblich habe der Reporter Weigelts Frau "bedrängt". Rücktritts-Forderungen aus der Politik halte der Bürgermeister "vorerst Stand".
antennethueringen.de, turi2.de (Background)

Publizist Theo Sommer, 92, ist tot.

Theo Sommer, 92, ist tot. Der Publizist und Journalist starb im Kreise seiner Familie in Hamburg, teilt der Zeitverlag mit. Sommer war von 1973 bis 1992 Chefredakteur und anschließend bis ins Jahr 2000 Herausgeber der "Zeit", gemeinsam mit Marion Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt. Bis 2004 wirkte er als Vorstand der Welthungerhilfe, in den 1990er Jahren saß er im Beirat der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung. Die "Zeit" kündigt für die kommende Ausgabe Nachrufe auf Sommer an, u.a. von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.
zeit.de

Debatte: “Aachener Nachrichten” verteidigt Fusionspläne.

Namen sind Schall und Rauch: Nach der Kritik des DJV-NRW an der geplanten Fusion von Deutschlands ältester Nach­kriegs­­zeitung "Aachener Nachrichten" mit der "Aachener Zeitung", versucht sich das Medienhaus Aachen nun an Schadens­begrenzung. Die "Profilierung" der beiden Titel sei durch Digitalisierung und Auflagen­schwund "obsolet" geworden. Es stehe noch nicht fest, wie das neue Blatt heißen soll. Das "historische Erbe" sei der Redaktion aber bewusst.
aachener-nachrichten.de via kress.de, turi2.de (Background)

Sorge vor Erdgas-Knappheit: Die “FAZ” hamstert Papier.

Für den Ernstfall: Die "FAZ" erhöht ihren Vorrat an Papier und will sich so gegen einen möglichen Produktionsengpass durch eine Erdgas-Knappheit wappnen. Zusätzlich bis zu 1.400 Tonnen Zeitungsrollen wolle man z.B. am wichtigsten Standort in Mörfelden-Walldorf, südlich des Frankfurter Flughafens, einlagern. Der Papierbedarf soll so für drei Monate sichergestellt sein. Auch die Vorräte an Druckplatten und Farbe würden erhöht.
faz.net (Paid)

Debatte: Google will die Zeitungsbranche spalten, sagt Valdo Lehari.

Dunkle Machen­schaften: Indem Google mit großen Verlagen Sonder­vereinbarungen für das Showcase-Format aushandelt, versucht der Internet-Riese, die Zeitungs­branche "auseinander zu dividieren", sagt Verleger Valdo Lehari, möglicher Nachfolger von Mathias Döpfner im BDZV. Google versuche, beim Leistungs­schutzrecht "im Dunkel der Brüsseler Nacht" Einfluss auf die Gesetz­gebung zu nehmen. Er selbst habe nie Geld für Online-Texte des "Reutlinger General­anzeigers" bekommen: "Ich stehe wahrscheinlich auf einer schwarzen Liste."
horizont.net (Paid)

Tobias Peter wird Hauptstadtbüro-Leiter der “Stuttgarter Zeitung” und “Stuttgarter Nachrichten”.

Schwabt über: "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" machen Tobias Peter, 43, ab 1. November zum neuen Leiter ihres Hauptstadtbüros. Er kommt vom Redaktionsnetzwerk Deutschland, wo er aktuell als politischer Korrespondent u.a. über die SPD und die FDP berichtet. Peter folgt auf Christopher Ziedler, der zum "Tagesspiegel" wechselt.
stuttgarter-zeitung.de, turi2.de (Background Ziedler)

Hör-Tipp: Illustrator Christoph Niemann bemerkt eine Schwächung der Bildsprache.

Hör-Tipp: Illustrator und Visual Storyteller Christoph Niemann beobachtet eine Schwächung der Bildsprache im deutschsprachigen Journalismus, sagt er im OMR-Media-Podcast. In Deutschland würden z.B. keine Preise für "Political Cartooning" vergeben, visuelle Elemente in Zeitungen und Magazinen seien meist ausschließlich Agenturfotografie.
omrmedia.podigee.io (62-Min-Podcast)

BDZV: Verlage setzen erstmals mehr als 1 Mrd Euro im Digitalbereich um.

Geht aufwärts: Deutsche Zeitungsverlage setzen erstmals über 1 Mrd Euro im Digitalbereich um, teilt der BDZV mit. 365 Mio Euro entfallen auf den Verkauf von E-Paper-Exemplaren; weitere 657 Mio Euro auf z.B. Internet-Anzeigen oder Paid-Content-Angebote. Die E-Paper-Auflage betrug 2021 rund 2,2 Mio – ein Plus von 10 %. Insgesamt 7,2 Mrd Euro Umsatz machen die Zeitungen; 0,6 % mehr als im Vorjahr.
horizont.net

RND produziert für Partner-Zeitungen ein Sonntags-E-Paper.


Sonntagslektüre: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland von Madsack liefert seinen Zeitungs­partnern ab dieser Woche ein digitales Sonntags­blatt. Das Magazin mit dem Titel "am Sonntag" erscheint mit zwölf Seiten im Branding der Regional­zeitungen und ist "optional regional und lokal verlängerbar". Gleich zum Auftakt macht das etwa die "Leipziger Volkszeitung". Mit dem Magazin will RND den "Leserinnen und Lesern auch am Sonntag ein besonderes Leseerlebnis bieten" und zugleich die "Attraktivität der regionalen E-Paper-Produkte steigern", sagt RND-Chefredakteur Marco Fenske.

Das Kalkül: Mit der rein digitalen Erscheinungs­weise können die Verlage, ihre Abonnentinnen auch am Sonntag an sich zu binden – jedoch ohne den teuren Sonntags­vertrieb. Die Premieren-Ausgabe an diesem Sonntag macht unter dem Titel "Ach, der Karl" mit einem Porträt über Gesundheits­minister Karl Lauterbach auf.
madsack.de

Media-Analyse: Die Hälfte der Bevölkerung liest täglich Zeitung.

Reichweiten-Analyse: Die Hälfte der deutschen Bevölkerung liest täglich eine Zeitung, sagt die Media-Analyse 2022. Das entspricht einer Gesamtreichweite von 35,4 Mio Menschen – etwa 200.000 weniger als im Vorjahr. Während sich der Abwärtstrend für Kaufzeitungen fortsetzt, steigern Abo-Zeitungen ihre Reichweite von 42,8 % auf 43 %. Regionale Abo-Zeitungen haben mit 29,1 Mio Menschen die größte Leserschaft.
tagesspiegel.de

Michael Hesse wird Feuilleton­chef der “Frankfurter Rundschau”.

Frankfurter Rundschau macht den Kölner Journalisten Michael Hesse ab Oktober zum Feuilleton­chef. Er war bis September 2020 mehr als 20 Jahre Redakteur beim "Kölner Stadt-Anzeiger" und will nun "die Diskurs­fähigkeit des Feuilletons" stärken. Erst seit September 2021 war Kunst­historikerin Sandra Danicke als Feuilleton­chefin der "FR" im Amt. Laut "FR" habe sie die Zeitung "auf eigenen Wunsch verlassen, um für ein Kunstmagazin zu arbeiten".
mediengruppe-frankfurt.de, turi2.de (Background Danicke)