Jahreszeiten Verlag holt Mario Fritschi und Linda Borsay-Fengler.

Frühlingsgefühle: Der Jahreszeiten Verlag holt Mario Fritschi und Linda Borsay-Fengler an Bord. Fritschi soll sich als Digital Sales Manager um die Vermarktung von Marken-Websites kümmern, Borsay-Fengler wird Brand Ownerin Food & Lifestyle und soll das entsprechende "Marken-Ökosystem" ausbauen. Der Verlag verspricht sich eine Erweiterung seines digitalen Portfolios.
new-business.de

Die “Washington Post” schafft die Stelle “Abo-Chef”.

Washington Post schafft die neue Stelle des "Abo-Chefs" für Michael Ribero. Ribero soll sich als "Chief Subscriptions Officer" vor allem um die Digital-Abonnements und das internationale Wachstum der "Post" kümmern. Er kommt vom Streamingdienst Paramount+, wo er aktuell Vize-Chef des weltweiten Marketings ist.
washingtonpost.com, adweek.com (frei nach Anmeldung)

Verlag Nürnberger Presse will 80 Stellen abbauen.

Fränkisches Fasten: Die Nürnberger Presse, zu der u.a. die "Nürnberger Nachrichten", die "Nürnberger Zeitung" sowie das Online-Portal nordbayern.de gehören, will bis Ende März 2022 die Belegschaft um "mindestens 80 Vollzeitstellen" verkleinern. Die Mitarbeiterinnen sollen am besten freiwillig mit einer Abfindung gehen. Nicht betroffen von den Jobstreichungen ist der ausgegliederte eigenständige IT-Dienstleister ITSMedia.
mmm.verdi.de

Schwäbischer Verlag wird Alleineigentümer der Nordkurier Mediengruppe.

Gar nicht geizig: Der Schwäbische Verlag wird rückwirkend zum 1. Januar 2021 Alleineigentümer der Nordkurier Mediengruppe in Neubrandenburg. Bisher hielt Schwäbisch Media ein Drittel des Verlags, weitere gleichberechtigte Gesellschafter waren die Mediengruppe Presse-Druck in Augsburg sowie die Kieler Nachrichten. Über den Kaufpreis sei "Stillschweigen vereinbart" worden, das Kartellamt muss noch zustimmen.
per Mail

Hör-Tipp: York Walterscheid gibt Einblick in Audience-Development- und Paywall-Strategien.

Hör-Tipp: Beim Thema Audience Development sind die deutschen Verlage "sehr heterogen" aufgestellt, urteilt York Walterscheid vom Paywall-Marktführer CeleraOne. Seit Corona werde Digitalarchitektur in Verlagshäusern viel stärker gepusht und hinterfragt. Im Podcast "We Like Mags" gibt er Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche seines Unternehmens, das seit 2019 zu Axel Springer gehört, aber auch für Marken wie den "Tagesspiegel", "Süddeutsche Zeitung" und "NZZ" arbeitet.
purplepublish.com (45-Min-Audio)

Tobias Korenke ist wieder Pressesprecher bei Funke.

Funke holt Tobias Korenke als Pressesprecher zurück ins Essener Büro, berichtet "Clap". Er ersetzt mit sofortiger Wirkung Jasmin Fischer, die erst im Juni 2020 Korenkes Nachfolge angetreten hatte. Korenke war bereits von 2013 bis 2019 als Unternehmenssprecher tätig. Seitdem widmete er sich von Berlin aus der Politik-Kommunikation des Verlags.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Debatte: Stephan Holthoff-Pförtner könnte bei Funke fehlen.

Kontaktabbruch: Stephan Holthoff-Pförtner, Europaminister von NRW und bis vor kurzem Funke-Minderheitseigner, könnte dem Verlag unter Führung der Grotkamps in Zukunft fehlen, schreibt Roland Pimpl. Holthoff-Pförtner, "Intimus von Armin Laschet", habe wichtige Kontakte vermittelt – die noch wichtiger werden könnten, sollte Laschet die Wahl zum Kanzler gewinnen. Die Minderheitseigner hätten die Grotkamps außerdem laut Insidern durch Vetos "vor so manchen Flops bewahrt".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Score Media zu Tageszeitungen: Regional schlägt national.

Regionalliebe: Leserinnen halten regionale Tageszeitungen für die kompetentesten und glaubwürdigsten Medien, ermittelt Score Media in seiner Studie Zeitungsfacetten. 45 % der Befragten lesen ihre regionale Tageszeitung mittlerweile digital, 43 % greifen lieber zur Printausgabe. Auch Werbung wird in regionalen Blättern besonders positiv beurteilt: Immerhin 20 % der Leserinnen sehen sich Anzeigen bewusst an, 59% halten Inserate für nützlich im Hinblick auf Angebote. Beilagen und Prospekte ziehen sogar 68 % zur Einkaufsplanung heran.
score-media.de (Studie zum Download), horizont.net (Paid)

Einigung: Journalistinnen bei Tageszeitungen bekommen freie Tage, aber nicht mehr Geld.


Krisenmodus bleibt: Der Corona-Tarifvertrag für Tageszeitungen geht in die Verlängerung. Die Gewerkschaften DJV und Verdi einigen sich mit dem Verleger­verband BDZV darauf, dass es bis Ende 2021 keine Kündigungen in den Redaktionen gibt. Im Gegenzug verzichten die Journalistinnen auf eine Gehaltserhöhung. Vollzeit-Beschäftigte erhalten aber drei zusätzliche freie Tage, Teilzeit-Angestellte werden anteilig berücksichtigt.

BDZV-Verhandlungs­führer Georg Wallraf freut sich über "Planungs­sicherheit" in einer "wirtschaftlich schwierigen Situation". DJV-Sprecher Hendrik Zörner lobt die "sach­orientierte" Verhandlung "ohne Rituale". Im Herbst sollen weitere Gespräche über einen neuen Tarifvertrag ab 2022 starten.
kress.de, dwdl.de, bdzv.de, djv.de, sueddeutsche.de

Jens Schwanewedel verlässt Holtzbrinck Publishing, Björn Waldow wird neuer CFO.

Holtzbrinck Publishing Group und Finanzchef Jens Schwanewedel gehen nach 17 Jahren getrennte Wege. Neuer CFO wird Björn Waldow (Foto), der in gleicher Position zuletzt für Sixt Leasing arbeitete. Am 1. September startet zudem Filmon Zerai als neuer COO. Zerai kommt von der Boston Consulting Group, wo er zuletzt Managing Director und Partner war.
meedia.de, wuv.de

Debatte: Familie Grotkamp schafft bei Funke “klare Verhältnisse”.

Funke: Die Familie Grotkamp schafft mit ihrer Übernahme "klare Verhältnisse" im Verlag, schreibt Gregory Lipinski. Der Familienstamm "beende den Zoff unter den Gesellschaftern", Unternehmens- und Führungsstruktur können sich über eine Verjüngung freuen – ein "längst überfälliger Schritt". Die einzelnen Unternehmenszweige dürften nach der Neuausrichtung nur nicht den Fehler machen, "zu sehr auf ihre eigene Erfolgsgeschichte zu schielen".
meedia.de, turi2.de (Background)

Österreichisches Kartellamt erlaubt Komplett-Übernahme von Funke.

Machtübernahme: Verlegerin Julia Becker bekommt vom Kartellamt in Österreich grünes Licht für eine Komplett-Übernahme der Funke Mediengruppe. Die jeweils auf ein Sechstel bezifferten Anteile ihrer Tante Renate Schubries sowie deren Cousin Stephan Holthoff-Pförtner sollen Anfang 2024 auf Becker und ihre Geschwister übergehen. Die Führung des Unternehmens liegt ab sofort komplett in ihren Händen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Kurt Otto wird 74.

Wir graturilieren: Kurt Otto feiert heute seinen 74. Geburtstag – an der Nordsee und an der frischen Luft. Der langjährige Pressesprecher von Gruner + Jahr beobachtet auch heute noch die Entwicklungen bei seinem früheren Arbeitgeber. "Ob G+J und seine profilierten Zeitschriftenmarken es verdienen, künftig ihre publizistische Identität weitgehend zu verlieren und dann vorrangig für ein Streaming- und Fernsehpublikum in der RTL Group weiterentwickelt zu werden, das sehe ich skeptisch", schreibt Otto angesichts der sich abzeichnenden Fusion mit RTL. Er verweist auf die Erfolge das Verlags und die "pressegeschichtliche Bedeutung vieler seiner Titel". Den "medienöffentlichen Diskurs" über die Zukunft von G+J findet er "noch sehr verhalten".

Für sein kommendes Lebensjahr wünscht Otto sich Gesundheit und weiterhin einen klaren Blick auf die Welt – "ohne klagende Larmoyanz und die falsche Attitüde, das früher alles besser war". Dabei helfe ihm die Lektüre schlauer Bücher und Aufsätze, jüngst etwa das aktuelle Buch Zeitreise von Stefan Aust. Gratulationen erreichen Kurt Otto heute per E-Mail.

Hör-Tipp: DuMont-CEO Christoph Bauer erklärt die Transformation des Kölner Konzerns.

Hör-Tipp: DuMont-CEO Christoph Bauer erklärt im "Hy"-Podcast mit Christoph Keese die Transformation des Kölner Konzerns, der in der Vergangenheit durch Fehlkäufe ins Schlingern geraten war. Bauer ist der erste Chef der 401 Jahre alten Mediengruppe, der nicht aus der Familie stammt und hat das Digitalgeschäft etwa mit Ausgründungen und passenden Zukäufen wieder auf Kurs gebracht.
podcasts.apple.com (33-Min-Podcast)

Lese-Tipp: Die “Bunte” verliert mit Tanja May eine “selten talentierte Promiranschmeißerin”.

Lese-Tipp: Die "Bunte" verliert durch den Abgang von Vize-Chefredakteurin Tanja May eine selten "talentierte Promiranschmeißerin", schreibt Laura Hertreiter. May sei "mit einem Ehrgeiz, der selbst für Boulevardverhältnisse ohne Grenzen ist" gesegnet und "für prominente Deutsche mit Marketingbedürfnissen seit Jahren die Frau für den kalkulierten Seelenstriptease". Ihr noch nicht offiziell bestätigter Wechsel zur "Bild" könnte auch an "Bunte"-Chef Robert Pölzer liegen, der auf "weniger Sex, mehr Krebs" setze.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Gregory Lipinski prognostiziert intensiveren Kampf zwischen “Welt am Sonntag” und “FAS”.

Berlin vs. Frankfurt: Die "Welt am Sonntag" intensiviert mit ihrem neuen Konzept den Kampf mit der "FAS", urteilt Gregory Lipinski bei Meedia. Die Frankfurter liefern ihr Sonntagsblatt aus Kostengründen nur noch am Samstag, die Berliner trumpften mit Aktualität auf, da der eigene Vertriebs-Apparat Samstag und Sonntag liefert. Auch in der Vermarktung, besonders von Luxus-Gütern, könne die "WamS"-Konkurrenz der "FAS" Probleme bereiten.
meedia.de

Wir graturilieren: Mirco Striewski wird 45.

Wir graturilieren: Mirco Striewski, Operativ-Chef bei Dumont, wird heute 45 Jahre alt – und feiert seinen Geburtstag "im engsten Kreis" mit dem ersten Restaurantbesuch seit gut zwei Jahren. Beim Blick auf das vergangene Lebensjahr hat ihn die Disziplin seiner Tochter im Homeschooling "total beeindruckt". Die Sechstklässlerin sei zu einem "echten Selbstlernprofi geworden", schreibt Striewski. Im Job hat er beim Ausbruch der Pandemie sein Team aus "hochengagierten Menschen" zu schätzen gelernt, genervt hat ihn hin und wieder "das pauschale Gemeckere über die Medien".

Im neuen Lebensjahr will sich Striewski einen Traum erfüllen und den Segelschein machen. "Die richtigen Segel" will er auch im Beruf setzen und sich bei Dumont u.a. weiter der Digitalisierung annehmen, was "die größte Herausforderung" bleibt. Gratulationen nimmt er auf allen Wegen entgegen, z.B. per E-Mail oder Linked-in. Er freut sich auch über "eine Postkarte oder einen handgeschriebenen Brief".

Wir graturilieren: Konstanze Hacke wird 52.


Wir graturilieren: Konstanze Hacke, Inhaberin der Agentur konstanzemedia und früher bei Burda fürs Business Development verantwortlich, feiert heute ihren 52. Geburtstag – mit Bier und Burgern im Garten in Hamburg. Unser Foto zeigt sie allerdings in ihrem Lieblingsurlaubsland Frankreich auf einer Fahrradtour. Heute verbringt sie den Tag mit "Familie und Freunden".

Im Corona-Jahr fand sie "die Entfaltung von Karl Lauterbach" besonders bemerkenswert "seine Tweets sind (m)eine tägliche Bereicherung", schreibt Hacke. Im neuen Lebensjahr freut sie sich auf “mutige & kreative Ideen, die nicht gleich zerpflückt werden”. Gratulationen nimmt sie per E-Mail oder Linked-in entgegen.

Lese-Tipp: Soheil Dastyari plaudert im “Horizont”-Interview über die Entstehung seines Buches.

Lese-Tipp: Soheil Dastyari, bis 2020 Chef von Gruner + Jahrs Content-Tochter Territory, spricht im "Horizont"-Interview über sein neues Buch "Fellowship". Er habe die Bedeutung, die das Verfassen eines Buches habe, unterschätzt. Dastyari thematisiert in "Fellowship" die "neuen Spielregeln" der Unternehmens- und Markenführung – und erzählt, dass er erst nach seinem Abschied bei Territory die "kritische Distanz" bekam, um "grundsätzliche Gedanken" über andere Firmenabläufe zu Ende zu denken.
"Horizont" 27/2021 S. 47 (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Ex-Schriftsteller Habeck sollte sich in Causa Baerbock positionieren.

Unwissend? Für ihren Verteidigungssatz "Niemand schreibt ein Buch alleine" könnte Annalena Baerbock "Urheberrechtsschutz reklamieren", spöttelt Rainer Dresen, Chef der Rechtsabteilung bei Penguin Random House. Er fordert eine Positionierung von Robert Habeck, der den "Brotberuf des Schriftstellers" ausgeübt habe und "Fragen der Autorenschaft" sicher gut erklären könne. Offenbar wüssten die Grünen nicht um die "kulturelle und auch ökonomische Bedeutung" des Urheberrechts.
buchmarkt.de

Score Media tritt dem Bundesverband Digitale Wirtschaft bei.

Regional goes digital: Die Tageszeitungs-Vermarktungs­allianz Score Media tritt dem Bundes­verband Digitale Wirtschaft (BVDW) bei. Der Schritt soll die Bedeutung der crossmedialen Vermarktung hervorheben und "der Gattung eine aktive Stimme im Branchenverband" geben. Score-Chef Carsten Dorn bezeichnet das Engagement als "logischen Schritt".
score-media.de, meedia.de

Lese-Tipp: Rainer Dresen sieht sich die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock genauer an.

Lese-Tipp: Rechtsanwalt und Autor Rainer Dresen wertet in seiner Urheberrechts-Kolumne die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock aus. Er stellt klar, dass "niemand ein Copyright auf Fakten hat", merkt aber an, dass es darauf ankommen könne, welche Formulierung beim Erläutern der Fakten verwendet werde. Dass der Plagiatsjägers Weber dem Ullstein-Verlag jetzt u.a. "Schlamperei" vorwerfe, dürfte "der Komplexität der Situation" nicht gerecht werden, schreibt Dresen.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

VZB macht Horst Ohligschläger zum ersten Vorsitzenden.

Nachfolge geregelt: Der Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern wählt Horst Ohligschläger einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden. Ohligschläger, CEO von Roularta Media Deutschland, folgt auf Waltraut von Mengden, die ihr Amt bereits im September 2020 vorzeitig niedergelegt hatte. Ohligschläger, bisher Vize-Vorsitzender, hatte Mengden seitdem gemeinsam mit Sebastian Doedens vertreten. Teil des erweiterten Vorstandes ist auch Karikaturist Peter "Bulo" Böhling, der 2017 Chef des bundesweit agierenden VDZ werden wollte.
presseportal.de, turi2.de (Background)

“Meedia”: “Süddeutsche Zeitung” bezahlt Digitalredakteurinnen bald nach Tarif.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Angleich: Die "Süddeutsche Zeitung" bezahlt ihre Digitalredakteurinnen künftig nicht mehr "tarifanalog", sondern nach Tarif, berichtet Meedia. Dazu werden die Mitarbeitenden aus der Tochter Süddeutsche Zeitung Digitale Medien zum Jahreswechsel in den Süddeutschen Verlag eingegliedert, der bereits tarifgemäß zahlt. Bis dahin sind allerdings noch letzte Details zu klären.
meedia.de

Bundesregierung hält staatliche Anreize für kooperative Medienplattform für nötig.

Digitaler Kiosk: Eine kooperative, verlags­über­greifende Medien­plattform braucht staatliche Anreize, liest Marvin Schade aus dem Medien- und Kommunikations­bericht der Bundesregierung. Für Medien­anbieter gebe es wirtschaftlich keinen Grund für eine Kooperation, weshalb eine entsprechende Plattform nicht ohne "ein passend gestaffeltes Preis­subventionierungs­system auskäme". Extra Geld soll es dafür aber nicht geben: Stattdessen schlägt der Bericht eine Umverteilung bisheriger Mittel vor – und denkt dabei an den Rundfunk­beitrag.
medieninsider.com (Zusammenfassung, Paid), bundesregierung.de (Bericht, 40-Seiten-PDF)

Bremer Tageszeitungen und “NWZ” gründen gemeinsame Firma für verstärkte Zusammenarbeit im Digitalen.

Digitalisieren sich: Die Bremer Tageszeitungen und die "Nordwest-Zeitung Oldenburg" planen, ihr digitales Produktmanagement in einem gemeinsamen Unternehmen zusammenzubringen. Beide Firmen wollen zusätzlich ihren Kundenservice in einem Unternehmen bündeln und intensivieren. Die Geschäftsführung im neuen Unternehmen übernehmen David Koopmann, Vorstand der Bremer Tageszeitungen, und Stephanie von Unruh, Zeitungs-Geschäftsführerin der Nordwest-Mediengruppe. Die Firma soll Anfang 2022 ihre Arbeit aufnehmen.
meedia.de

Nadine van Maanen ist neue Geschäftsleiterin bei Bauerserviceplan.

Soll was aufbauen: Nadine van Maanen ist neue Geschäftsleiterin bei Bauerserviceplan. Schon seit 1. Juni verantwortet sie die operative Führung des Teams sowie die Geschäftsentwicklung und berichtet an die Geschäftsführer Stephan Hiller und Frank Meinke. Van Maanen kommt von der Deutschen Pflegetag Servicegesellschaft, wo sie schon mit ihrem jetzigen Kunden AOK zusammengearbeitet hat.
turi2.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Bertelsmann-Podcast lässt Erinnerungen an Reinhard Mohn aufleben.

Hör-Tipp: "Er ist eben der große Macher", sagt Joachim Scholtyseck, Biograf vom verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn, im Podcast des Verlags. Autorin Amelie Fried spricht mit Bertelsmann-CEO Thomas Rabe und Scholtyseck über Mohn, der Dienstag 100 Jahre alt geworden wäre. Rabe sagt, dass er den "Jahrhundertunternehmer" nicht nur wegen seiner Verbundenheit zum Unternehmen, sondern auch durch sein Interesse an Mitmenschen in Erinnerung behält. Rabe bezeichnet das erste Gespräch von 2004 mit Mohn als besonders prägend und sagt: Würde er heute auf Bertelsmann blicken, wäre er u.a. im Hinblick auf die breite Aufstellung und die Kreativität stolz.
soundcloud.com (59-Min-Audio), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Anna Sophia Lasos wird 40.

Wir graturilieren: Anna Sophia Lasos, Kommunikationschefin beim DuMont Regional­medien­verlag, feiert heute ihren 40. Geburtstag – mit der Familie und Vierbeinern, griechischem Essen und Schokoladenkuchen. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für sie der berufliche Start bei DuMont sowie die "Aussicht und Hoffnung auf ein Corona- und Lockdown-freies nächstes Jahr". Für das kommende Jahr wünscht Lasos sich wieder mehr persönliche Treffen und "Restaurantbesuche statt Lieferservice". Auch auf einen "Urlaub mit Kind und Kegel außerhalb der heimischen Gefilde" freut sie sich. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, z.B. via Linked-in.

Crossmedia-Vermarktung der Neuen Pressegesellschaft geht an Score Media.

Score scores more: Die Zeitungsmarken der Neuen Pressegesellschaft geben ab 2022 ihre crossmediale Vermarktung in die Hände von Score Media. Die nationale Vermarktungsallianz nimmt damit u.a. Blätter wie die "Südwest Presse", die "Märkische Oderzeitung" und die "Lausitzer Rundschau" auf. Score Media vermarktet über 420 Tageszeitungsmarken.
meedia.de

DDV Mediengruppe mischt künftig beim Dresdner Fernsehturm mit.

DDV Mediengruppe will hoch hinaus: Der Verlag der "Sächsischen Zeitung" reanimiert zusammen mit der Dresden Information und der Kommunikationsagentur Avantgarde den Dresdner Fernsehturm. Die neue Betreiber­gesellschaft plant u.a. eine "Zeitreise-Erlebnis-Plattform", die einen historischen Ausblick auf die Stadt geben soll. Die Betreiber wollen 4 Mio Euro investieren, weitere 25,6 Mio Euro kommen von Stadt, Freistaat und Bund.
tag24.de, mdr.de, bild.de

Wir graturilieren: Volker Schütz wird 62.


Wir graturilieren: Volker Schütz, Leiter Content Development bei der dfv Mediengruppe, wird heute 62 Jahre alt. Der langjährige Chefredakteur von "Horizont" feiert seinen Geburtstag mit einem Frühstück bei den Eltern im "heimatlichen Oberursel", abends mit "fußballverrückter Frau" und seinen Kindern. Das Beste für ihn im abgelaufenen Jahr war, dass "Politik und Verwaltung erkannt haben, wie wichtig digitale Transformation für Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Wohlstand" hierzulande ist, wobei er sich trotzdem gelegentlich über eine "Lahmarschigkeit von Politik und Verwaltung" ärgert. Für das neue Lebensjahr wünscht er sich, mit den "Kolleginnen und Kollegen interessante digitale Formate zu entwickeln". Über Glückwünsche freut sich Volker Schütz zum Beispiel bei LinkedIn oder per E-Mail.

Corint Media fordert bis zu 900 Mio Euro von Google.

Lizenz zum Leisten: Corint Media fordert im Rahmen des Leistungschutzrechts für Presseverlage bis zu 900 Mio Euro pro Jahr allein von Google, sagt Corint-Chef Christoph Schwennicke im Interview mit "Clap". Das entspreche 10 bis 11 % der Einnahmen, die Google in Deutschland erwirtschafte. Voraussetzung für diese Summe sei allerdings, dass Corint die Rechte aller Verlage vertritt. Zuletzt hatte sich Corint beim Kartellamt über Google News Showcase beschwert. Die Verwertungsgesellschaft befürchtet, dass Google die Nachrichten seiner Partner-Verlagen bevorzugt, Google widerspricht. Schwennicke sagt: "Die Gesprächsbereitschaft hat sich unmittelbar nach der Meldung des Bundeskartellamtes bei Google geändert."

Für Schwennicke spiele es keine Rolle, ob Google oder Facebook in Gesprächen das nettere Unternehmen sei. Wichtig ist für Corint Media aber, dass Google News Showcase und Facebook News "strukturell praktisch dasselbe" seien. Facebook führt an, sich von Google zu unterscheiden, da das Unternehmen "keine Suchmaschine" sei, was Corint "komplett anders" sieht und betont, "gute Argumente" dafür zu haben.
"Clap" 7/2021, S. 12 (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Studie: 60 % der Deutschen würden für Online-Inhalte von Medien bezahlen.

Zahltag: 60 % der Deutschen würden für Online-Inhalte von Medien bezahlen, sagt eine Stripe-Studie. Besonders hoch ist die Zahlungsbereitschaft bei Film und Fernsehen (42 %) sowie Musik (32 %), für Nachrichten aus dem Netz würden nur 14 % in die Tasche greifen. Vor allem junge Nutzerinnen wünschen sich eine einheitliche Aboplattform für alle Medien.
faz.net

Grotkamps halten künftig 100 % der Anteile, bestätigt Funke.


Familiensache: Die Familie Grotkamp hat bald die alleinige Macht im Medienkonzern Funke. Die bisherigen Mitbesitzer, die Familien Schubries und Holthoff-Pförtner, verkaufen ihre Anteile an die Grotkamps um Funke-Verlegerin Julia Becker (Foto links). Im Januar 2024 soll die Übernahme komplett sein. Damit endet auch ein jahrzehntelanges Tauziehen um die Macht im Medienkonzern zwischen den Familienstämmen. "Wir sind glücklich, dankbar und auch stolz, nun ein neues Kapitel in der Geschichte der Funke Mediengruppe aufschlagen zu können", schreiben Petra Grotkamp und ihre Kinder Julia Becker, Niklas Jakob Wilcke (Foto Mitte) und Nora Marx (Foto rechts) heute Mittag in einer Mail an die Funke-Belegschaft, die turi2 vorliegt. Die Transaktion werde in zwei Schritten vollzogen und die unternehmerische Führung an die Grotkamps übergehen, "wenn die österreichischen Kartellbehörden ihre Genehmigung erteilt haben". Damit rechnet die Familie "in wenigen Wochen".

Die neuen Allein-Eigentümer erhoffen sich "größtmögliche unternehmerische Handlungsfreiheit", die in Zeiten, in denen sich die Lage auf dem Medienmarkt zuspitze, immer wichtiger werde. Die Funke-Erben betonen, dass der Kauf "auch mit Belastungen für uns verbunden ist", die die Familie in Kauf nehme, "weil wir an Funke und Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, glauben". Es lohne sich für "guten Journalismus in diesem Land" zu kämpfen.

Über den Kaufpreis für die jeweils etwa 16,6 % von Schubries und Holthoff-Pförtner sagen die offiziellen Quellen nichts. Das "Manager Magazin" hatte zuletzt von ca. 250 Mio Euro, die "Welt" von 280 Mio Euro berichtet.
turi2 – eigene Infos, presseportal.de, kress.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck schildert den Mensch und Unternehmer Reinhard Mohn.

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck, Autor der Biografie Reinhard Mohn. Ein Jahrhundertunternehmer schildert den verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen im "stern"-Interview als "jemand, der sehr klar gesehen hat, in welche Richtung sich die Mediennutzung entwickelt". Mohn (Foto) sei allerdings auch "etwas kleinlich" gewesen: Einmal beschwerte er sich postalisch darüber, dass "seine hoch bezahlten Manager" bei schönem Wetter ihre Mittagspause überziehen würden.
"stern" 25/2021, S. 54 (Paid)

Meinung: Die Öffentlich-Rechtlichen machen Verlagen das Leben schwer.

Bremer Befindlichkeiten: Die Öffentlich-Rechtlichen machen mit ihren digitalen Angeboten Verlagen das Leben schwer, schreibt David Koopmann, Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG in der "FAZ". Er stört sich an einem jüngst erschienenen Gastbeitrag der Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner, die einen Vorstoß der Sender in regionale und lokale Themen begrüßen würde. In Gerners eigenem Sendegebiet existiert laut Koopmann "ein umfangreiches Angebot einer freien Presse", dem Radio Bremen den Lesermarkt abgrabe.
"FAZ", S. 14 (Paid), turi2.de (Background Gerner)