Zitat: Für Peter Lewandowski wäre der Verkauf von G+J-Titeln eine “verlegerische Sünde”.

"Diese starken Marken anderen zu überlassen, sehe ich als verlegerische Sünde."

Peter Lewandowski, ehemals Chefredakteur und Mitherausgeber bei Gruner + Jahr, wünscht sich im "Clap"-Interview, dass Bertelsmann die G+J-Printtitel statt abzustoßen "konstruktiv wieder mit Leben füllt". Nicht alles müsse "mit dem Fernsehen synchronisiert werden".
clap-club.de

Zeitschriften der Verlage Klambt und Condé Nast erscheinen seltener.

Machen sich dünne: Einige Zeitschriften der Verlage Klambt und Condé Nast erscheinen künftig seltener, berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Im Dezember war bekannt geworden, dass der Klambt-Titel "Grazia" satt wöchentlich nur noch alle zwei Wochen erscheint. Nun kommt auch das Gesundheits­magazin "Vital" nur noch zweimonatlich. Das geht aus der Print-MA 2023 hervor. Klambt äußert sich dazu bisher nicht. Die "Glamour" von Condé Nast wird 2023 nur noch quartals­weise statt zwei­monatlich veröffentlicht.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

CEO Susan Molzow: Jalag interessiert sich für RTL-Magazine.

Beef-Freunde: Der Hamburger Jahreszeiten Verlag hat an der Übernahme einzelner Gruner + Jahr-Magazine "Interesse bekundet", sagt CEO Susan Molzow bei "Meedia" zu Gregory Lipinski. Auf die Frage, ob das Fleisch-Magazin "Beef" nicht gut in das Portfolio des Hauses passe, sagt Molzow: "Ja, das könnte sein." Es gebe "die ein oder andere Zeitschrift von G+J", auf die dies zutreffe. Entscheidend für das Medienhaus sei, ob sich ein Titel in das "Premium- und Luxussegment" einfüge, auf den sich der Verlag konzentriere. Auch "Häuser" und "Salon" habe Jalag im Blick, hört Lipinski "aus Branchenkreisen". Jalag verlegt u.a. den "Feinschmecker", "Merian" und "Architektur & Wohnen". Chefin Molzow war vor ihrer Zeit bei Jalag und der "Hamburger Morgenpost" als Verlagsleiterin bei G+J. Nach der RTL-Übernahme stehen laut Medienberichten zig G+J-Titel vor dem Verkauf, RTL selbst dementiert das jedoch konsequent.
meedia.de (Molzow, €), meedia.de (Überblick, €), turi2.de (Background)

IVW: Springer dominiert bei Digital-Abos, “FAZ” wächst deutlich.

Plus fürs Plus: "Bild" und "Welt" führen 2022 weiterhin die meisten Digital-Abos unter den Tageszeitungen, besagen die aktuellen IVW-Zahlen. Bei "Bild" verringert sich das Wachstum allerdings im Vergleich zum Vorjahr und liegt nun bei 650.669 Abos. "Welt" verzeichnet 211.541 Stück, dahinter folgt die "Süddeutsche" mit 151.910. Die "FAZ" wächst deutlich um 45 % auf 114.240. Das größte Wachstum verzeichnet das Online-Angebot der "Nordwest-Zeitung" mit einem Plus von fast 50 %.
dwdl.de

Uli Sommer wird im Februar Geschäftsführer von Zeit Sprachen.

Umstellung auf Sommer­zeit: Ab Februar wird Uli Sommer Geschäfts­führer von Zeit Sprachen, das bis vor Kurzem noch als Spotlight Verlag unter dem Dach des Zeit Verlags firmierte. Er war zuletzt für unterschiedliche Digital­projekte u. a. bei Thoughtworks Deutschland, ProSiebenSat.1 und Société Générale Securities Services tätig. Sommer ersetzt Gosia Schweizer, die das Unternehmen seit 2020 leitet und es nun verlässt.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2.de (Background)

Zitat: Paul Remitz sieht im Verlagssterben auch Chancen.

"Ich mag den Begriff 'Sterben' nicht. Ich bevorzuge 'Trans­formation'."

Omnicom-CEO Paul Remitz sieht im langsamen Verschwinden von Medien­marken wie Gruner + Jahr auch eine Chance, sagt er im großen Interview in der turi2 edition #20. Man müsse nur erkennen, "wo die Potenziale im Neuen liegen".
turi2.de, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

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“Eklatanter Verfassungsverstoß”: Auch die Zeitungsverleger stören sich an Libra-Rechtsbriefing.


Justiz-Fall: Der BDZV sieht in dem juristischen Fachmedium Libra – Das Rechtsbriefing einen "eklatanten Verfassungsverstoß", meldet die "FAZ". Die Zeitungsverleger fordern den Bundesjustizminister Marco Buschmann dazu auf, unverzüglich dagegen vorzugehen. Libra verbreite "unter Verletzung des für staatliche Medien geltenden Neutralitätsgebots" Fremdnachrichten und substituiere "die von der Verlagswirtschaft vorgehaltenen vergleichbaren Angebote für den Bereich 'Recht'". Die "FAZ" hatte erst in der vergangenen Woche behauptet, dass die Newsletter das "Verkündungsorgan von Marco Buschmann" seien und der Vermarktung von FDP-Politik dienen würden. Hinter dem Libra-Rechtsbriefing steht die mehrheitlich in Staatshand befindliche Juris GmbH. Nicht ganz uneigennützig dürfte die "FAZ" daher also das Thema so energisch verfolgen, mit FAZ Einspruch bietet man schließlich selbst einen Fachdienst für Juristen an.
faz.net, turi2.de (Background)

Deutsche Medien-Manufaktur stellt das Magazin “Hygge” ein.

Ende der Gemütlichkeit: Nach fünf Jahren ist im November die letzte Ausgabe des Magazins "Hygge" erschienen. Die RTL-Tochter Deutsche Medien-Manufaktur stellt den Lebens­gefühl-Titel wegen "immens gestiegener Produktions- und Herstellungs­kosten" ein. Auch die Philosophie-Zeitschrift "Hohe Luft" von Inspiring Network und die Frauen-Titel "Shape" und "Joy" von Ocean Global/Bauer wurden kürzlich eingestellt.
horizont.net (€), turi2.de (Background "Hohe Luft"), turi2.de (Background "Shape" und "Joy")

“Horizont”: Bauer schießt beim Kartellamt gegen Vermarktungs-Joint-Venture von Burda und Funke.


Was der Bauer nicht mag...: Das geplante Vermarktungs-Joint-Venture von Burda und Funke bekommt Gegenwind von Bauer, berichtet Roland Pimpl in "Horizont". Das Bundes­kartellamt befragt zur Fusion seit November Markt­teilnehmer wie Werbe­kunden und Agenturen, aber auch andere Verlage. In einem knapp 20-seitgen Frage­bogen gehe es u.a. um Werbe­märkte für Gesundheits­präparate und für den Versand­handel sowie um Billig-Frauentitel, TV-Magazine und Apotheken­zeitschriften. Pimpl macht mindestens fünf Verlage aus, die ein Vermaktungs­zusammen­schluss von Burda und Funke demnach tangieren würde: Springer, rtv und Prisma sowie Wort & Bild und Bauer. Konkret äußern will sich gegenüber "Horizont" nur Bauer-Vermarktungs­chef Frank Fröhling, der die Gefahr sieht, dass das Joint-Venture "seine Größe zulasten der übrigen Verlage, die nicht Teil des Zusammen­schlusses sind, ausspielen wird". Insbesondere kleinere Verlage würden es dann "noch schwerer haben, mit ihren Angeboten bei den Werbungtreibenden Gehör zu finden", so das Argument des Großverlags. Fröhling plädiert statt­dessen für eine Art "Plattform, die diskriminierungs­frei allen Publishern offen­steht" und "den Wettbewerb zwischen den Verlagen nicht ausschließt". Eine Entscheidung soll des Bundeskartellamt bis März fällen.
"Horizont" 1/2023, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

Katja Zieroth leitet Event-Bereich beim Jahreszeiten-Verlag.

Jahreszeiten Verlag macht Katja Zieroth zur Leiterin des Bereichs Events & Community. Mit Marion Klein und Kenny Machaczchek soll Zieroth bestehende Formate wie "Designer des Jahres" und die "Feinschmecker Wine Awards" professionell begleiten und ausbauen sowie weitere Veranstaltungs­formate entwickeln. Zieroth arbeitete zuvor u.a. als Projekt­leiterin Konferenzen beim Spiegel Verlag.
new-business.de

RP Digital übernimmt programmatische Vermarktung der “Aachener Zeitung”.

RP Digital kümmert sich künftig um die programmatische Vermarktung des Web-Auftritts der Aachener Zeitung. Die Website aachener-zeitung.de erreicht monatlich rund 5,7 Mio Impressions und 1,1 Mio Unique User. RP Digital vermarktet bereits die Online-Auftritte aller zur Rheinischen Post Mediengruppe gehörenden Nachrichtenportale.
rheinischepostmediengruppe.de

Analyse: Paid-Content-Erlöse von Publikumsmedien überschreiten Umsatzmarke von 1 Mrd Euro.

Paid-Content-Erlöse: Deutsche Publikums­medien erzielen mit Bezahl­inhalten aktuell 1,079 Mrd Euro pro Jahr, errechnet der Fachdienst PV Digest auf Grundlage der regulären Endkunden­preise. Das sind 23 % mehr als im Januar 2022. Über 90 % des Wachstums stammten aus der gestiegenen Anzahl an Digital-Abos, weniger als 10 % aus erhöhten Preisen. Knapp zwei Drittel der Paid-Content-Umsätze entfallen auf Tages­zeitungen, den größten Einzel-Umsatz macht die "Zeit".
pv-digest.de (€), horizont.net (€)

WDR: Bertelsmann bestreitet Verkaufspläne von “Geo” und Co.

Gruner + Nein: Bertelsmann dementiert Berichte über den bevor­stehenden Verkauf prominenter Zeitschriften aus dem G+J-Regal wie "Geo" oder "Brigitte", meldet der WDR. Demnach gebe es zwar eine "Analyse des Titel­port­folios", aber keine konkreten Verkaufs­gespräche. Die Zeit­schriften stehen seit der Verlags-Übernahme unter RTL-Dach. Über entsprechende Pläne hatte die "Süd­deutsche Zeitung" vergangene Woche berichtet.
wdr.de, turi2.de (Background)

Karl-May-Verlag wertet Winnetou-Debatte als “positive Marketingaktion”.

Finanzielle Aneignung: Die Rassismus-Debatte um Winnetou-Inhalte hat sich "zu einer positiven Marketing­aktion entwickelt und den Verkauf der 'Winnetou'-Bücher stark angekurbelt", teilt der Karl-May-Verlag auf dpa-Anfrage mit. Ravensburger hatte im August nach Rassismus-Vorwürfen ein Winnetou-Kinder­buch zurückgezogen. Daraufhin entbrannte auch in den Medien ein Streit um die Frage, ob die Darstellung der Figuren in den Karl-May-Romanen noch zeitgemäß sei.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Galerist Johann König will die “Zeit” auf Schadensersatz verklagen.

König vs. Zeit: Der Berliner Galerist Johann König will die "Zeit" aufgrund ihrer Berichterstattung auf Schadensersatz verklagen, berichtet die "Berliner Zeitung". Am Dienstag hatte das OLG Hamburg den "Zeit"-Beitrag über den Verdacht sexueller Belästigung durch König für grundsätzlich rechtens erklärt, eine Aussage allerdings kassiert. Gegen die Darstellung der "Zeit", es sei lediglich ein "Halbsatz" beanstandet worden, will Königs Anwalt separat vorgehen – in Wirklichkeit habe die Wochenzeitung fast einen ganzen Absatz sowie einen weiteren Satz löschen müssen.
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Bertelsmann verhandelt über den Verkauf der Gruner+Jahr-Zeitschriften.


Magazine für Moneten: Bertelsmann verhandelt laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über den Verkauf von Magazinen, die ehemals zu Gruner + Jahr gehörten und seit kurzem Bestand des RTL-Portfolios sind. Bis auf den "stern" seien nahezu alle Aushängeschilder anderen Verlagen angeboten worden – auch die bisher sicher geglaubte Zeitschrift "Geo". Zum Verkauf stehen sollen darüber hinaus die Frauenmagazine "Brigitte" und "Gala", die Einrichtungs-Bibel "Schöner Wohnen" sowie "Beef", "Barbara" und "Guidos Deko Queen". Die Gebote für die einzelnen Titel liegen zwischen 50 und 100 Mio Euro, als wertvollste und teuerste Marke gilt die "Brigitte" samt ihrer zugehörigen Ableger (z.B. "Brigitte Woman").

Die Verhandlungen über mögliche Verkäufe führt laut "Süddeutsche"-Informationen Bertelsmann-Boss Thomas Rabe, offiziell hüllt sich der Konzern in Schweigen und spricht nur von einer noch laufenden "Analyse des Titelportfolios". Einen "Vertreter eines mitbietenden Zeitschriftenverlags" zitiert die "Süddeutsche" jedoch mit der Aussage, der Ausverkauf könne schon im ersten Quartal 2023 "über die Bühne gehen".
sueddeutsche.de (€), derstandard.at

Ex-G+J-Manager Bernd Klosterfelde, 79, ist tot.

Bernd Klosterfelde, 79, ist tot. Der frühere Verlags­geschäfts­führer von Gruner + Jahr Exclusive ist am 3. Dezember gestorben, teilt seine damalige Nachfolgerin Julia Jäkel bei Linked-in mit. Klosterfelde hatte u.a. das Magazin "Gala" mit aufgebaut und "National Geographic" gelenkt. "Sein IQ überstieg den der meisten deutlich", erinnert sich Jäkel. Er habe stets mit "Wärme, Herz und Witz" gewirkt, auch wenn er in seiner Karriere "viele harte Entscheidungen" treffen musste.
linkedin.com

Eva Quadbeck wird RND-Chefredakteurin neben Marco Fenske.

RND macht Eva Quadbeck ab 1. Januar zur weiteren Chef­redakteurin neben Marco Fenske. In ihrer neuen Funktion soll sie "weitere Verantwortung für die überregionalen Inhalte des RND" übernehmen. Quadbeck ist seit zwei Jahren stell­vertretende Chef­redakteurin und Leiterin des RND-Haupt­stadt­büros. Die Leitung des Büros bleibt auch künftig in ihrer Hand.
madsack.de

Ole Jendis wird Verlags­leiter Fach­information beim “Tagesspiegel”.

Vom Fach: Der "Tages­spiegel" macht Ole Jendis zum Verlags­leiter Fach­informationen. Ab März soll der 45-Jährige gemeinsam mit Miriam Schröder die digitalen B2B-Fach­dienste des Verlags weiterentwickeln. Jendis hat zuvor u.a. als Geschäfts­bereichs­leiter Finanzen beim FAZ-Fach­verlag gearbeitet und war zuletzt Chief Digital Officer bei der WM Gruppe.
tagesspiegel.de

turi2 edition #20: 7 Antworten von Thomas Rathnow.


Blick nach vorn: Thomas Rathnow möchte sich dieses Jahr weniger von Nebensächlichkeiten ablenken lassen, denn die machen einen nur “müder, humorloser und gedankenärmer”, sagt er im Agenda-Fragebogen der turi2 edition #20. Der CEO der Penguin Random House Verlagsgruppe schöpft Mut aus der “menschlichen Einbildungskraft” und hält es beim Sparen mit Karl Marx. Weiterlesen >>>, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

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Burda holt Sven Dams als Entertainment-Chef zurück.

Comeback: Burda macht seinen früheren Verlags­leiter Sven Dams zum neuen Geschäfts­leiter Women & Entertainment und damit zuständig für Titel wie "Freizeit Revue" und "Lisa". Dams war bereits von 2001 bis 2012 beim Verlag, darunter sechs Jahre lang Verlags­leiter der Wochen-Frauen-Zeitschriften. Später war er u.a. bei Bauer und zuletzt selbstständig beschäftigt. In seiner neuen Position berichtet er an die frisch gebackene Geschäfts­führerin Elisabeth Varn.
burda.com, turi2.de (Background)

turi2 edition #20: Wie viel Vielfalt kann sich die Buchbranche leisten, Mariam En Nazer?


Gutenberg 2.0: Wir müssen das Bücher­machen radikal neu denken, schreibt Mariam En Nazer in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #20. Die Production and Sustainability Managerin bei Penguin Random House weiß, dass Papier und Druck große Mengen an Energie und Ressourcen fressen. Komplett auf E-Book umstellen ist für sie aber auch keine Lösung.
Weiterlesen >>>, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

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Manuela Kampp-Wirtz, Oliver Eckert und Elisabeth Varn führen den Burda Verlag.


Dreier­gespann: Manuela Kampp-Wirtz, Oliver Eckert und Elisabeth Varn bilden künftig die Geschäfts­führung vom Burda Verlag. Kampp-Wirtz ist für die Publishing-Bereiche News und Premium sowie Vermarktung, Kommunikation und Bewegtbild/Audio zuständig. Varn ist Chief Financial Officer und Chief Operating Officer und verantwortet Women & Entertainment und Kids. Eckert leitet zusätzlich zu seiner Rolle als CEO von Burda Forward die Bereiche Food, Garden und Living sowie Health. Der Burda Verlag und Burda Forward bleiben trotz Eckerts Doppel-Engagement eigenständige Unternehmen, führt Burda aus. Schon länger bekannt ist: Der bisherige Geschäfts­führer Kay Labinsky und Marketing-Chef Burkhard Graßmann verlassen den Verlag zum Jahres­ende.
burda.com, turi2.de (Background)

Mathias Müller von Blumencron steigt in Tamedia-Geschäftsleitung ein.

Umgetopft: Journalist Mathias Müller von Blumencron, zuletzt Co-Chefredakteur beim "Tagesspiegel", übernimmt in der Geschäftsleitung des Schweizer Medienhauses Tamedia den Bereich Publizistik & Produkt. Marco Boselli, bisher Co-Chef, nimmt eine Auszeit "aus persönlichen Gründen". Andreas Schaffner bleibt Geschäftsführer, will sich aber spätestens Anfang 2024 operativ zurückziehen. Müller von Blumencron gehört bereits dem Tamedia-Verwaltungsrat an. Zu Tamedia gehört u.a. der "Tages-Anzeiger".
meedia.de, tamedia.ch

Christian Ludewig leitet die Kommunikation der Mediengruppe Klambt.

Klambt befördert Christian Ludewig zum Leiter der Unternehmskommunikation. Er folgt auf Jan Magatzki, der sich nach Angaben der Mediengruppe zukünftig auf seine Tätigkeit als Geschäftsleiter Media Sales fokussieren wird. Ludewig leitet bisher die Öffentlichkeitsarbeit des Special-Interest-Verlags Delius Klasing, den Klambt 2021 übernommen hat. Zudem ist er Publisher der "Modell Fahrzeug" und bleibt dies auch weiterhin.
pr-journal.de

Lese-Tipp: Springer räumt mit Mythen rund um sein Berliner Verlagshaus auf.

Lese-Tipp: Springer-Archivar Lars-Broder Keil entkräftet in einem Beitrag drei Mythen, die rund um das Berliner Verlags­haus ranken. So stimme es nicht, dass Verleger Axel Springer das Haus bewusst an die Mauer gesetzt habe. Als der Grundstein 1959 gelegt wurde, "konnte sich niemand vorstellen, dass nur zwölf Meter entfernt eine lebens­gefährliche Barriere" gebaut werden würde.
axelspringer.com

DJV fordert Funke zu Rückkehr zu Tarif­verträgen auf.

Pfeift zurück: Der DJV fordert Funke auf, in die Tarif­verträge für Journalisten zurück­zukehren. "Ungleiche Arbeits­bedingungen und Vergütungs­strukturen für die gleiche Arbeit sind ungerecht", sagt DJV-Vorsitzender Frank Überall. Funke hatte im März angekündigt, aus dem Verleger-Verband BDZV auszutreten. Nach dem Rückzug von Präsident Mathias Döpfner ließ die Medien­gruppe jedoch offen, ob der Austritt stattfindet.
djv.de, turi2.de (Background)

turi2 edition #19: Der “Kicker” spielt bei seinen Podcasts auf Zeit.


Audiopass: Thema Audio spielt der Olympia-Verlag nicht hartnäckig offensiv, sondern gibt Formaten Zeit, sich zu etablieren. Zum Glück bietet Fußball unzählige Perspektiven, die immer wieder in neuen Podcast-Formaten münden. Mit Facetten­reichtum und klugen Kooperationen will die Traditions-Marke “Kicker” um Chef­redakteur Alexander Wagner neue Ziel­gruppen erschließen. Weiterlesen >>>

Meistgeklickter Kopf gestern nach Verena Bahlsen war Yasmine M’Barek.

Meistgeklickter Kopf gestern hinter der zurück­getretenen Keks­hersteller-Erbin Verena Bahlsen war Yasmine M'Barek, die mit Markus Feldenkirchen bei "Apokalypse & Filterkaffee" u.a. über die Letzte Generation spricht. Hinter ihr folgt der abwandernde Publishing-Chef des Burda-Verlags Kay Labinsky.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 8.11.2022)

turi2 edition #19: Wort & Bild verabreicht mit seinen Podcasts eine gesunde Dosis Wissen.


Audio auf Rezept: Wort & Bild bastelt seit drei Jahren an seinem Audio-Programm und setzt dabei auf die Themen Medizin und Gesundheit. Mit Podcast-Werbung legt der Verlag erst jetzt so richtig los. Die bisher wichtigste Rendite für Wort & Bild “ist der Imagegewinn”, sagt Managing Editor Audio Peter Glück. Weiterlesen >>>

Funke übernimmt Online-Plattform Edition F.


Edition Funke: Die feministische Online-Plattform Edition F wird drei Monate nach der Insolvenz-Anmeldung Teil des Lifestyle-Segments von Funke, zu dem auch Titel wie "Myself" und "Gofeminin" gehören. "Die Marke ist eine echte Bereicherung für unser Portfolio", sagt Lifestyle-Geschäfts­führerin Barbara Brehm (von links). Als Redaktions­leiterin bleibt Anne-Kathrin Heier an Bord, die Vermarktung übernimmt Funke National Sales. Edition F musste im August vorläufig Insolvenz anmelden und den für September geplanten Female Future Force Day absagen. Nach der Meldung sei das Magazin von Privat­personen und Unternehmen "mit Wert­schätzung, Hilfs­angeboten und mit Liebe überschüttet" worden, sagt Geschäftsführerin Lana Wittig. Edition F wolle nun "neue Pläne und Projekte" ausarbeiten und auch der Kongress soll 2023 wieder stattfinden. Funke erstattet auch den Ticketpreis für die ausgefallene Veranstaltung in diesem Jahr.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Meistgeklickter Kopf gestern nach Verena Bahlsen war Kay Labinsky.

Meistgeklickter Kopf gestern nach der zurückgetretenen Keks-Managerin Verena Bahlsen war Kay Labinsky. Am Montag war bekannt geworden, dass der Publishing-Chef und Geschäftsführer des Burda-Verlags seinen Hut nimmt und künftig "in anderen Branchen Innovationsprozesse mitgestalten" will.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 7.11.2022)

Manager Kay Labinsky verlässt Burda zum Ende des Jahres.


His new Life: Hubert Burda Media und Kay Labinsky, Publishing-Chef und gleichzeitig Geschäfts­führer des Burda-Verlags, gehen Ende des Jahres getrennte Wege – "auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen". Labinsky wolle künftig "in anderen Branchen Innovations­prozesse mitgestalten". Auf Wunsch von Vorstand Philipp Welte betreut er aber drei zentrale Projekte im Gesundheits- und Living-Markt erst einmal bis Herbst 2023 weiter. Labinsky kam erstmals 1999 zu Burda und ist mit einer längeren Unterbrechung seit 15 Jahren beim Konzern tätig. Seit 2021 ist er für den Produkt­bereich "Popular" und damit für Titel wie "Freizeit Revue" und "My Life" zuständig. Die Geschäfts­leitung von Burda schrumpft mit seinem Weggang von fünf auf drei Mitglieder. Neben Welte sind noch Manuela Kampp-Wirtz, zuständig für Marken wie "Bunte" und "Focus", und die kaufmännische Leiterin Elisabeth Varn an Bord. Marketing-Chef Burkhard Graßmann verlässt Burda ebenso zum Jahres­wechsel wie Labinsky.
burda.com, turi2.de (Background)

Meistgeklickter Kopf gestern nach Verena Bahlsen war Silvie Rundel.

Meistgeklickter Kopf gestern nach Verena Bahlsen war Silvie Rundel. Die Leiterin der Unternehmens­­kommunikation und des Veranstaltungs­­bereichs der Zeit-Verlags­gruppe erzählt im turi2-Videofragebogen, warum die beste Freundin ihrer Mutter sie auch mit über 80 noch beeindruckt. Auf Platz 3 landet der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 3.11.2022)

Verlage von Apotheken Umschau, kress.de und Ruhrnachrichten treten Corint Media bei.

Rücken zusammen: Wort & Bild Verlag, Medien­fachverlag Oberauer und Lensing Media beauftragen Corint Media mit der Rechte­wahrnehmung ihrer Domains im Bereich Presse­leistungs­schutz­recht. Mit der Mitgliedschaft "befürworten wir, dass die Verlags­branche dieses Recht gemeinsam wahrnimmt", sagt der Geschäfts­führer des Wort & Bild Verlags, Andreas Arntzen. Das biete eine "stärkere Verhandlungs­position, als wenn jeder Verlag für sich verhandelt".
corint-media.com

Rudolf Thiemann tritt als Präsident der Zeitschriftenverleger zurück.


Wechsel mit Welte: Der Präsident des Zeit­schriften-Verbands MVFP, Rudolf Thiemann (links im Bild), stellt nach fünf Jahren an der Spitze überraschend sein Amt zur Verfügung. Der 67-jährige Chef der Liborius-Verlags­gruppe wolle sich "anderen Aktivitäten" widmen. Nachfolger soll Burda-Vorstand Philipp Welte werden, der am 8. Dezember zum neuen Vorstands­vorsitzenden gewählt werden soll. Der Verband schafft damit zugleich die Bezeichnung "Präsident" ab. Der MVFP ist der Nachfolger des VDZ Verbands Deutscher Zeitschriften­verleger. Mit der Umbenennung ging dieses Jahr eine grundlegende Struktur­reform einher. Funke-Verlegerin Julia Becker lobt die Umstrukturierungen, die möglich seien, "wenn Egos in den Hintergrund und Sachfragen in den Vordergrund treten". Dass die "etwas aus der Zeit gefallen wirkenden Präsidenten­ämter der Vergangenheit angehören", sei ebenfalls ein gutes Zeichen.
mvfp.de, per Mail, turi2.de (Background)

Newszone-App: Verlage werfen dem SWR eine “technische Umgehung des Verbotstenors” vor.

Zonen-Zoff: 16 Verlagshäuser aus dem Südwesten kritisieren den SWR dafür, die Inhalte der vorläufig untersagten Newszone-App weiter auf TikTok und dasding.de/newszone zu verbreiten. Dadurch würden die Nachrichteninhalte von Newszone als "eigenständiges Angebot" fortgeführt und es liege "eine technische Umgehung des Verbotstenors vor", sagt Wolfgang Poppen, Verleger der "Badischen Zeitung", der dpa. Die Verlage würden derzeit rechtlich prüfen, "ob mit diesem Vorgehen ein Verstoß gegen die Verbotsverfügung" gegeben sei. Der SWR hatte nach dem Urteil des Landgerichts Stuttgart bereits verkündet, Berufung einzulegen. Die App, die Nachrichten von Dasding.de anbietet, sei teilweise zu presseähnlich, so das Gericht.
wuv.de, turi2.de (Background)

OLG Köln bestätigt “Berliner Runde”-Urteil gegen “Bild”.

Immer noch verboten: Das OLG Köln bestätigt das "Berliner Runde"-Urteil des Landgerichts Köln gegen "Bild", demzufolge Bild TV eine längere Passage von ARD und ZDF nicht im eigenen Programm zeigen durfte. Die Weitersendung sei urheberrechtswidrig gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig; Springer hofft darauf, der Bundesgerichtshof möge sich der Causa annehmen.
kress.de, turi2.de (Background)