Zitat: Große Medienhäuser müssen sich neu erfinden, sagt Jürgen Blomenkamp.

"Der Markt braucht eine weitere Konsolidierung und Kooperationen, die viel weitergehen als das, was wir bisher gesehen haben."


Jürgen Blomenkamp, scheidender Chef der GroupM, wirft den deutschen Medien im Interview mit “Horizont” mangelnde Innovationsfähigkeit vor. Er fordert, die heutigen Strukturen zu überwinden, damit Neues entstehen könne.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Tagesspiegel” kürzt Redaktionsetat um 5 % und schließt Fotoredaktion.


Rotstift angesetzt: Der "Tagesspiegel" löst seine Fotoredaktion auf, schreibt Jürn Kruse bei Übermedien. Chefredakteur Lorenz Maroldt habe bei der Redaktionskonferenz gesagt, eine Fotoredaktion sei "anachronistisch". Von fünf Foto-Mitarbeitern sollen zwei intern an anderer Stelle weiter beschäftigt werden. Der Etat der gesamten Redaktion soll um 5 % sinken. Der "Tagesspiegel" kommentiert diese Zahl nicht, bestätigt aber, "dass wir einzelne Ressorts in der Redaktion neu organisieren und den digitalen Umbau weiter forcieren". Der Newsroom soll aber ausgebaut werden.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Spiegel-Verlag legt ab Dienstag sein Reportage-Magazin “Lesezeichen” an den Kiosk.

Spiegel-Verlag startet am Dienstag das Reportage-Magazin "Lesezeichen", schreibt Gregory Lipinski. Es erscheint zweimal im Jahr mit 148 Seiten und 50.000 Auflage zum Copypreis von 9,90 Euro. Das Heft wurde bereits im August angekündigt und soll als Recycling-Plattform für bereits abgedruckte Reportagen, Analysen, Gespräche und Porträts dienen.
meedia.de

Zitat: Medienhäuser müssen größere Plattformen bauen, sagt Jürgen Blomenkamp.

"Der Markt braucht eine weitere Konsolidierung und Kooperationen, die viel weiter gehen als das, was wir bisher gesehen haben."

Jürgen Blomenkamp, noch, aber nicht mehr lange Group-M-Chef, sagt im Interview mit "Horizont", Zusammenschlüsse wie die Ad Alliance seien noch zu klein.
"Horizont" 09/2020, S. 8 (Paid), turi2.de (Background)

Heise kauft Anteile an Schlüterscher Verlagsgesellschaft.


Wissen, wo's steht: Heise beteiligt sich über eine Tochter mit 31,92 % an der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Die Investition soll bei der Expansion von Heises Verzeichnismedien helfen. Der Spezialist für Fachzeitschriften, der ebenfalls Verzeichnismedien herausgibt, soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben. Zum Kaufpreis macht Heise keine Angaben, das Kartellamt muss noch zustimmen. Bei Heise & Dumrath Medien erscheinen 17 Ausgaben von "Das Telefonbuch", 137 Ausgaben von "Das Örtliche" und 35 Ausgaben von "Gelbe Seiten" und "Gelbe Seiten regional", zudem Firmenhandbücher und Behördenführer.
dnv-online.de

“kress pro”: “Zeit” fängt bei Holtzbrinck die Verluste des “Tagesspiegel” auf.

Holtzbrinck: Die Gewinne der "Zeit" fangen die Verluste des "Tagesspiegel" auf, schreiben Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Der Verlag habe 2019 mehr als 500 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet. Schwierig einzuschätzen sei die wirtschaftliche Situation des "Handelsblatt" – Kritiker von Gabor Steingart behaupteten, seit seinem Abgang sei sie deutlich besser, Befürworter, dass der Abgang der Zeitung geschadet habe. Klar sei, dass sich das Ergebnis zu 2018 deutlich verbessert habe.
kress.de

SWR: “Rhein-Zeitung” schließt Lokalredaktionen und Serviceshops.


Rückzug aus der Fläche: Die "Rhein-Zeitung" aus Koblenz will "sämtliche Lokalredaktionen" schließen, berichtet der SWR – es sind aktuell mehr als zehn. Künftig soll es neben der Zentrale in Koblenz nur noch je einen Standort im Osten und Süden des Verbreitungsgebiets geben, als "Regionaldesk", von denen aus die Redaktion auch die Lokalausgaben füllt. Redaktionelle Mitarbeiter sollen "nicht entlassen werden". Auch die Geschäftsstellen, wo Leser u.a. Todesanzeigen aufgeben und Tickets kaufen können, sollen größtenteils wegfallen. Der DJV kritisiert, der publizistische Auftrag der "Rhein-Zeitung" falle Einsparungen im Verlag zum Opfer.
swr.de

Renner: Springer erwägt eine Aufspaltung in Publizistik und Rubrikenmärkte.

Sprung zu zwei Ufern? Springer erwägt nach dem KKR-Einstieg den Konzern in zwei Teile aufzuspalten, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Künftig solle es nur noch den Unternehmensbereich Publizistik mit den Zeitungen "Bild" und "Welt" sowie die profitablen digitalen Rubrikenmärkte geben. Renner schreibt von zwei nicht namentlich genannten Quellen, ein Sprecher von Springer teilt Renner dagegen mit: "Solche Pläne gibt es nicht".

Eine Stiftung soll laut Renner künftig die publizistischen Objekte übernehmen, die losgelöst von KKR agiere. Als Stiftungsvorstand für die Zeitungen sei Springer-Vorstand Mathias Döpfner "gesetzt". Die Rubrikenmärkte gehen in eine vom US-Investor geführte Aktiengesellschaft mit der neugegründeten Stiftung als Juniorpartner über, schreibt Renner. Die Anwälte seien bereits dabei, die Verträge aufzusetzen.
"Berliner Zeitung", S. 3 (Paid), turi2.de (Springers Sparprogramm)

Zitat: Die Monetarisierung ist mit Zeitschriften heute schwerer, sagt Thomas Rabe.

"Wahr ist: Die Monetarisierung ist mit Zeitschriften im digitalen Zeitalter schwieriger als im Buch-, Musik- und TV-Geschäft, aber nicht unmöglich."

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagt im "FAS"-Interview, dass die digitale Transformation des Zeitschriftengeschäfts von Gruner + Jahr "ein harter Ritt" war.
faz.net (Paid)

Kartellamt erlaubt den Verkauf der “Mitteldeutschen Zeitung” an Bauer.

Bauer darf von DuMont die MZ-Mediengruppe in Halle, inklusive der "Mitteldeutschen Zeitung", übernehmen, entscheidet das Kartellamt. Die Verbreitungsgebiete von Bauers "Volksstimme" und der "Mitteldeutschen Zeitung" überschneiden sich nicht. Die beiden Zeitungen stünden damit "praktisch in keinem Wettbewerbsverhältnis um dieselben Leser".
wuv.de, turi2.de (Background)

Wirtschaftsmagazin “Impulse” kostet künftig knapp 29,90 Euro.

Impulse kostet künftig 29,90 Euro. Die letzte Preisanpassung nahm Chefredakteur Nikolaus Förster 2019 vor, der Heftpreis stieg von 19,90 auf 24,90 Euro. Wer "Substanzielles" erwarte, solle auch bereit sein, dafür zu zahlen. 2019 hat er "Impulse" aus der Reichweitenvermarktung genommen, die Auflage verringerte sich von 70.000 auf 10.000.
meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (2/2019): Das Ende der Reichweiten- vermarktung: Nikolaus Förster macht "Impulse" zum Abo-Only-Magazin.

Wort & Bild Verlag startet die Zeitschrift “Digital Ratgeber”.

Erklärtes Internet: Der Wort & Bild Verlag vertreibt ab März seine angekündigte Zeitschrift "Digital Ratgeber" in Apotheken. Sie thematisiert den E-Health-Markt. Die Erstausgabe kommt mit 150 Seiten, 650.000 Auflage und einem 30:70-Verhältnis von Anzeigen und Redaktion, das nächste Heft soll im Herbst erscheinen. Marco Bergmann verantwortet die Vermarktung.
healthcaremarketing.eu, turi2.de (Background)

Blue Ocean startet weiteres Playmobil-Magazin.

Blue Ocean startet mit "Playmobil Novelmore" das dritte Magazin rund um die Figuren. Es erscheint alle zwei Monate mit 80.000 Auflage für 4,50 Euro und richtet sich an Sechs- bis Zehnjährige. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt es in acht europäischen Ländern am Kiosk. Chefredakteur ist Simon Peter. Playmobil startet auch eine Hörspiel-Reihe beim Sony-Label Europa und im Herbst 2020 eine TV-Serie auf Super RTL.
per Mail

“Spiegel” könnte mit Pur-Abo bei der E-Privacy-Verordnung Probleme bekommen, schreibt Roland Pimpl.

Spiegel: Das Pur-Abo des Verlags ist mit der DSGVO-konform, die angekündigte E-Privacy-Verordnung könnte das Kopplungsverbot aber strenger auslegen und so Probleme schaffen, schreibt Roland Pimpl. Als der "Standard" das gleiche Modell in Österreich einführte, beschwerte sich ein Nutzer bei der Datenschutzbehörde. Er sah seine Rechte auf Geheimhaltung und Widerspruch verletzt. Die Behörde deklarierte das Modell aber als DSGVO-konform.
horizont.net, turi2.de (Background)

Der Huber Verlag in Mannheim, Spezialist für Biker und Tattoos, ist insolvent.

Huber Verlag, spezialisiert auf Titel und Veranstaltungen für die Motorrad- und Tattoo-Szene, stellt einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Mannheim. Der Rechtsanwalt Tobias Wahl ist vorläufiger Insolvenzverwalter. Der Verlag beschäftigt rund 50 festangestellte und über 100 freie Mitarbeiter und verlegt unter anderem Zeitschriften wie "Bikers News", "Tätowiermagazin" und "Tattoo Erotica" und betreibt den Onlinehandel szeneshop.com.
boersenblatt.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Boris Glatthaar, Chefredakteur des "Tätowiermagazins" im Agenda-Fragebogen.

Wegen Orkantief Sabine: “FAZ” und der SHZ stellen ihre E-Paper kostenlos ins Netz.

FAZ stellt das E-Paper sowie die multimediale Version der Montagsausgabe online kostenlos zur Verfügung. Der Verlag erwartet in einzelnen Gebieten aufgrund des Orkantiefs Sabine Probleme bei der Zustellung der Printausgabe. Auch der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hebt die Bezahlschranke für Online-Inhalte sowie für das E-Paper zeitweise auf.
faz.net ("FAZ"), shz.de (SHZ)

“Horizont”: Printausgabe ist Herzstück der “Mopo”, sagt Arist von Harpe.

Mopo: Xing-Manager und Neu-Verleger Arist von Harpe, 41, sagt im "Horizont"-Interview, die Printausgabe sei das "Herzstück". Als Verleger qualifiziere ihn, dass er "ganz gut wisse, wie man aus roten Zahlen wieder rauskommt". Die Zeitung solle "kein Hobby sein, sondern ein Geschäftsmodell" – welches Konzept er für sie hat, verrät er nicht. Er wolle aber noch stärker darauf setzen, dass es eine "Hamburger Zeitung mit Hamburger Inhalten ist".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Journalisten müssen auch verlegerisch denken, sagt Hubert Burda.

"Die größten Fehler in Verlagen passieren, wenn Verleger keine Ahnung von Technik und Journalisten keine Ahnung vom Verlag haben."

Hubert Burda, "in der Birne noch bestens beieinander", sagt im "Handelsblatt"-Interview, ein guter Verleger vernetze neue, digitale Wege "mit dem, was man hat".
handelsblatt.com

weitere Zitate:
"Ich bin heute völlig ratlos, warum die Linke nicht aufsteht und brüllt. Warum sie nicht sieht, dass fünf Firmen die Öffentlichkeit privatisiert haben."

"Entweder wir kriegen richtige Firmen in der Digitalwirtschaft hin, oder Europa bleibt in der Hutschachtel. SAP reicht da nicht. Die EU muss sich die Kartellgesetze anschauen, denn alles ist eine Frage der Allianzen."

"Meine Botschaft an die junge Generation ist: Ich bin so viel auf die Schnauze gefallen, macht einfach weiter!"

Claire Beermann wird Style Directorin beim “Zeit Magazin”.

Zeit Magazin befördert Claire Beermann, 25, zur Style Directorin. Sie folgt auf Tillmann Prüfer, 46, der als Mitglied der "Zeit Magazin"-Chefredaktion weiterhin Stil- und Designthemen verantwortet. Beermann ist seit 2016 Redakteurin des "Zeit Magazins" und verantwortet jetzt inhaltlich Mode, Design und Reisen sowie die wöchentliche Kolumne "Heiter bis glücklich".
zeit-verlagsgruppe.de

Arist von Harpe übernimmt die “Hamburger Morgenpost” von DuMont.


Morgenstund hat Gold im Mund: Xing-Manager Arist von Harpe übernimmt das Boulevardblatt von DuMont, berichtet Ulrike Simon. Von Harpe wolle den Titel "neu aufstellen und ihm eine langfristige Perspektive geben", schreibt der Verlag. Neu-Verleger von Harpe erwirbt nicht nur Printtitel und Mopo.de, sondern auch den Medienvermarkter Hamburg First , die Corporate Publishing Agentur DuMont Media sowie die Beteiligung an Radio Hamburg. Über den Kaufpreis haben beiden Parteien Stillschweigen vereinbar. Die "taz" berichtet jedoch von einem negativen Kaufpreis, wonach von Harpe eine "Mitgift in einstelliger Mio-Höhe" erhalte. Die Belegschaft soll größtenteils übernommen werden, in Chefredaktion und Geschäftsführung könnte es aber zu einem Stühlerücken kommen, schreibt die "taz" weiter.

Arist von Harpe ist Geschäftsführer von Xing Marketing Solutions, zuvor war er in gleicher Position bei der Adtech-Firma Facelift, die inzwischen zu 75 % DuMont gehört. DuMont habe mit dem Verkauf der "Hamburger Morgenpost" den Prüfprozess seiner Regionalmedien abgeschlossen. Zuvor mussten bereits Berliner Verlag und "Mitteldeutschen Zeitung" das Portfolio verlassen. DuMont wolle sich nun auf seine Marken "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" konzentrieren.
horizont.net, dumont.de, taz.de, turi2.de (Background)

Klick-Tipp: ProQuote zeigt die Frauenquoten der Verlage im Kamele- und Straußenrennen.

Klick-Tipp: ProQuote lässt die Redaktionen um die Wette galoppieren und veranschaulicht den Frauenanteil redaktioneller Führungspositionen in deutschen Leitmedien im Kamel- und Straußenrennen. Die Nase vorn haben sowohl der gedruckte "stern" als auch stern.de mit jeweils 53,1 % tatsächlichem Machtanteil von Frauen – das einzige Medienhaus, das das von ProQuote geforderte Maß von mindestens 50 % erreicht.
pro-quote.de

Verleger rechnen ab 2025 mit Wachstum durch das Digitale.

Digitalerlöse werden ab 2025 die Rückgänge in Print kompensieren können, glaubt eine Mehrheit von 54 % der Befragten in der Trendumfrage der Zeitungsbranche, die die Unternehmensberatung Schickler im Auftrag des BDZV durchgeführt hat. Die Befragten planen zudem, den Anteil kostenpflichtiger Beiträge von 31 % auf 51 % zu erhöhen und stärker auf Newsletter zu setzen.
wuv.de

“Mare”-Verleger Gelpke rechnet mit sechsstelligem Gewinn aus Verlags-Kreuzfahrten.

Der Ozean ruft: "Mare"-Verleger Nikolaus Gelpke spricht im Interview mit Boersenblatt.net über die Kreuzfahrten, die er auf dem verlagseigenen Expeditionsschiff MS Cape Race anbietet. Sie sollen für die Meere sensibilisieren und dem Verlag Geld ins Netz spülen, das ins Buchprogramm fließt. Gelpke rechnet mit einem "sechsstelligen Betrag netto pro Jahr".
boersenblatt.net, turi2.de (Gelpke in der turi2 edition #10)

Marco Barei wird Co-Chef der “Tagesspiegel”-Tochter Urban Media.

Tagesspiegel befördert Marco Barei zusätzlich zu seiner Position als Verlagsleiter Digitalvermarktung zum Chef der Digitaltochter Urban Media neben Sven Heller. Er verantwortet die strategische Entwicklung und die Bündelung der digitalen Vermarktungsaktivitäten. Die Tochter soll durch Synergien "noch stärker an der Marke 'Tagesspiegel' partizipieren".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Holger Friedrich geht juristisch gegen Hubertus Knabe vor.

Berliner Zeitung: Verleger Holger Friedrich geht juristisch gegen Hubertus Knabe vor, den Ex-Leiter der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und u.a. Autor für "Focus", "NZZ" und "Tichys Einblick". Knabe habe, schreibt Friedrichs Anwalt Christian Schertz, in einer Analyse "falsche Mutmaßungen" angestellt, und "sogar unwahre Behauptungen" verbreitet, obwohl ihm ein Großteil der relevanten Stasi-Akten "nachweisbar nicht bekannt" sei.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Versicherung Immobiliar steigt bei Ringier ein.

Ringier bekommt einen neuen Aktionär: Mobiliar, die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz, kauft sich zu 25 % ein, zu einem nicht genannten Preis. Die "NZZ" vermutet einen "hohen dreistelligen Mio-Betrag". Das Investment sei "langfristig angelegt" und beinhaltet zwei Sitze im Verwaltungsrat. Die Versicherung sieht in dem Investment auch eine "Chance" für den "Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen" in "attraktiven, internationalen Märkten, insbesondere im EU-Raum".
nzz.ch, horizont.net, dnv-online.de

Thomas Garms wird Head of Editorial Teams bei Jalag.

Jahreszeiten Verlag holt Thomas Garms, 61, als Chef der Chefredakteure: Er soll als Head of Editorial Teams die "übergreifende Führung der Redaktionen" übernehmen. Garms war schon Chefredakteur von "Prinz", "Fit for Fun", "Men‘s Health", "Welt am Sonntag" und "Hörzu", aktuell arbeitet er als Verleger von "Materialist" aus dem Ocean Global Verlag. Jalag will seine Titel "Feinschmecker", "Merian" und Co zur "Basis für den Aufbau neuer Geschäftsfelder" nutzen, so Chef Jörg Hausendorf. Roland Pimpl vermutet, Hausendorf werde auf Pool-Redaktionen setzen, wie er sie aus seiner Bauer-Zeit kennt. Stellen sollen nicht wegfallen.
horizont.net

“Welt am Sonntag”: Holger Friedrich soll in der DDR eine Kollegin denunziert haben.

Berliner Zeitung: Verleger Holger Friedrich soll 1985 eine Arbeitskollegin bezichtigt haben, die DDR illegal verlassen zu wollen, schreibt die "Welt am Sonntag". Demnach habe er einen Brief ohne ihr Wissen verfasst, der an den künftigen Arbeitgeber seiner damaligen Kollegin ging. Auf Anfrage von "Welt am Sonntag" äußerte sich Friedrich bisher nicht zu den Vorwürfen.
welt.de

New Business: Bauers Kauf-Interessent für den Australien-Ableger springt ab.

Bauer Media Group: Der Verkauf des australischen und neuseeländischen Verlagsgeschäfts droht zu platzen, schreibt New Business. Der bisherige Kauf-Interessent Mercury Capital wollte als Paket neben dem Bauer-Ableger auch den australischen Verlag Pacific Magazines übernehmen, wogegen die australische Wettbewerbsbehörde Bedenken äußert.
new-business.de

Jalag-CEO Jörg Hausendorf informiert Mitarbeiter am Montag über neue Geschäftsfelder.

Jalag steht vor der Neuausrichtung: CEO Jörg Hausendorf (Foto) hat die Belegschaft für Montag zu einer Mitarbeiterversammlung geladen, um über neue Geschäftsfelder zu informieren, schreibt Gregory Lipinski. Erwartet werde, dass Hausendorf auch neue Führungskräfte vorstellt. Zuletzt hatte Jalag sein Portfolio bereinigt und konzentriert mit Marken wie "Merian", "Der Feinschmecker" und "Robb's Report" auf das Luxus- und Premium-Segment.
meedia.de

Ringier-Miteigentümerin Annette Ringier, 76, ist tot.

Annette Ringier, 76, ist tot. Die Miteigentümerin des Schweizer Ringier-Verlags und Schwester von Verleger Michael Ringier, ist "nach kurzer Krankheit" gestorben. In den 1970er- und 1980er-Jahren betreute sie u.a. die Zeitschrift "100 Ideen" und war Chefredakteurin von "Annette". Mit der Annette-Ringier-Stiftung unterstützte sie soziale, ökologische und kulturelle Projekte.
blick.ch, persoenlich.com

Giovanni di Lorenzo kritisiert die Sparmaßnahmen bei der “Hamburger Morgenpost”.

Hamburger Morgenpost: Die von DuMont kommunizierten "Restrukturierungsmaßnahmen" sind nichts anderes als Sparmaßnahmen, kommentiert "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Krise des Hamburger Boulevardblatts. Die Leser durchschauten "das Spiel" und wendeten sich weiter ab. "Das befeuert nur die Abwärtsspirale".
dumontschauberg.wordpress.com

Zitat: Jan Fleischhauer vermisst bei Verlagsmanagern die journalistische Denke.

"Meine Erfahrung ist, dass auf der Verlagsseite oft Leute sitzen, die von unserem Geschäft nichts verstehen und auch noch stolz darauf sind. Vielleicht geht es uns auch deshalb so schlecht."

Jan Fleischhauer ist froh, dass Burda-Vorstand Philipp Welte "nicht aus dem Controlling" kommt, sagt er im "Journalist"-Interview.
"Journalist" 1/2020, S. 60-66 (Paid)

SPD muss Wert der Beteiligungen berichtigen – auch der DDVG.

DDVG: Die SPD-Medienholding muss Wert­berichtigungen "in Millionenhöhe" verkraften, berichtet der "Spiegel". Insgesamt seien die SPD-Beteiligungen an Unternehmen laut Rechenschaftsbericht für 2018 nur noch 344 Mio Euro wert – statt zuvor 405 Mio Euro. Neben der Zeitungskrise leidet die DDVG vor allem unter einer gescheiterten Expansion der Marke "Öko-Test" nach China.
"Spiegel" 5/2020, S. 20

Bastei Lübbe macht Sandra Dittert zum Vorstand für Marketing und Vertrieb.

Bastei Lübbe holt Sandra Dittert und Simon Decot neu in den Vorstand. Decot ist ab April für das Programm zuständig, Dittert ab August für Marketing und Vertrieb. Beide folgen auf Klaus Kluge, der bislang beide Bereiche verantwortet hat, seinen im September auslaufenden Vertrag jedoch nicht verlängert. Dittert kommt von Haufe, wo sie Geschäftsführerin ist. Decot ist bereits bei Lübbe - zuletzt als als Leiter der Programmstrategie
buchmarkt.de

KKR kündigt Delisting-Angebot für Springer-Aktien an.

Springer und KKR reichen bei der Frankfurter Börse Antrag auf Rückzug ein und machen den Aktionären ein Delisting-Angebot. KKR bietet 63 Euro je Aktie – den Preis, den der Investor bei der Übernahme 2019 angeboten hat. Friede Springer und Mathias Döpfner, die gemeinsam rund 45,4 % des Springer-Grundkapitals halten, werden laut Unternehmen beim Delisting keine Aktien verkaufen.
axelspringer.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)