Wie machen Chef*innen auf Distanz einen guten Job, Antonia Götsch?


Chefin aus der Ferne: Antonia Götsch, Chefredakteurin des “Harvard Business Manager”, schreibt in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 über die Besonderheiten beim Führen aus dem Home-Office. Ihre Devise lautet: “Mach deinen Job, wo du willst: Hauptsache, du machst ihn gut.“ Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Was geht verloren, wenn Kinder nicht mehr lesen, Sandra Peter?


Pro Print: Sandra Peter, Chefredakteurin des Kinder-Medien-Verlags Blue Ocean, weiß, dass Kids Themen, die sie interessieren, über alle Gattungsgrenzen hinweg verfolgen. Gerade bei den bis 12-Jährigen steht Print hoch im Kurs, schreibt sie in der turi2 edition #13. Gedrucktes garantiert eine displayfreie Zeit und die Batterie ist nie leer. Sie können den Gastbeitrag hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Willkomman im Club: Birthe Kretschmer.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Als Geschäftsführerin der Zeit Akademie beherrscht Birthe Kretschmer E-Learning schon seit Jahren – und hat den Kultusministerien damit einiges voraus. Kretschmer ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Hermann-Josef Knipper, Michael Trautmann und Emilie Bourgoin.
turi2.de/koepfe (Profil Kretschmer)

Geschäftsführer Oliver Voigt verlässt die Handelsblatt Media Group.

Handelsblatt Media Group und Geschäftsführer Oliver Voigt, 54, trennen sich "im besten gegenseitigen Einvernehmen" bereits zum Monatsende. Er werde sich außerhalb der DvH-Mediengruppe "neuen Aufgaben widmen". Voigt hatte im Juli 2019 zusammen mit Gerrit Schumann von Frank Dopheide übernommen. Schumann ist bereits ausgeschieden, die im August angetretene Andrea Wasmuth leitet den Verlag nun allein.
kress.de, turi2.de (Background)

“Vogue” druckt Sonderausgabe mit neuem Titelfoto von Kamala Harris.

Vogue lenkt nach der Kontroverse um das Cover von Kamala Harris ein und veröffentlicht eine Sonderausgabe mit einem neuen Bild. Die ursprüngliche Wahl war als zu leger kritisiert worden. Das neue Bild zeigt die künftige US-Vizepräsidentin in einem blauen Hosenanzug.
faz.net, instagram.com, turi2.de (Background)


Wie werden Traditionsunternehmen dynamisch und innovativ, Andreas Arntzen?


Flexibel bleiben: Andreas Arntzen führt den Wort & Bild Verlag als Geschäftsführer und will Veränderung als etwas Positives und Notwendiges verstanden wissen. In der turi2 edition #13 schreibt er, dass sich Traditionsunternehmen mit Neugier und Experimentierfreude auf die Zukunft ausrichten sollten, um ihre Werte und Erfolge zu festigen. Sie können den Gastbeitrag hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

turi2 edition #13: Andreas Arntzen über Traditionsunternehmen.


Flexibel bleiben: Andreas Arntzen führt den Wort & Bild Verlag als Geschäftsführer und will Veränderung als etwas Positives und Notwendiges verstanden wissen. In der turi2 edition #13 schreibt er, dass sich Traditionsunternehmen mit Neugier und Experimentierfreude auf die Zukunft ausrichten sollten, um ihre Werte und Erfolge zu festigen. Sie können den Gastbeitrag hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen ...

Springer legt “Bild”, “Welt und “B.Z.” zurück in den Digitalkiosk Readly.

Springer macht seine Tageszeitungen "Bild", "Welt und "B.Z." wieder im Digitalkiosk Readly verfügbar. Der Verlag hatte die Titel im August 2019 nach einem Test wieder aus der Lese-Flatrate entfernt. Auf Readly wurden 2020 nach Firmenangaben 99 Mio digitale Ausgaben gelesen, 40 % mehr als 2019.
news.cision.com, horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

turi2 edition #13: Matthias Horx über Zukunft und Zumutungen.


Rolle vorwärts: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen – Trend-Experte Matthias Horx wagt dennoch den Blick auf die Welt nach Corona. Im Interview mit Heike Turi in der turi2 edition #13 nennt er Covid-19 “ein Meisterstück der Evolution”. Und Horx blickt auf die Medien: Er beklagt den “Trend zum Trash” und dass die Inhalte vieler Medienmarken wie “getarnte Anzeigen” aussehen. Horx prognostiziert: “Online-Werbung ist die nächste Blase, die demnächst platzen wird.” Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Zitat: Die Pandemie macht die Arbeitswelt menschlicher, sagt Julia Jäkel.

"Ich glaube, dass die Veränderungen, die wir gerade notgedrungen erleben, unsere Arbeitswelt menschlicher machen können. Und wenn das Arbeiten menschlicher wird, werden wir alle auch produktiver und zufriedener werden."

G+J-Chefin Julia Jäkel sagt im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt", Redaktionen brauchen "das gemeinsame Wirbeln". Mobiles Arbeiten funktioniere aber auch bei der Zeitschriftenproduktion.
abendblatt.de

Drei evangelische Verlage kooperieren bei Mantel und Druck, um Geld zu sparen.

Zeitungsstapel neutral 150Heilige Dreimantligkeit: Im selben Mantel-Look erscheinen ab Sonntag erstmals "Unsere Kirche", die "Evangelische Sonntagszeitung", drei Ausgaben der "Evangelischen Zeitung" und die "Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung". Die Titelseiten bleiben verschieden. Künftig wird auch gemeinsam gedruckt. Gründe für die Seiten-Allianz der drei Verlage sind u.a. sinkende Umsätze aus Abo und Anzeigen.
sueddeutsche.de

Rossmann beteiligt sich an Verlagsgruppe Bastei Lübbe.

Seiten-Ambitionen: Die Drogeriekette Rossmann ist über ihre Beteiligungs-Gesellschaft bei der Verlagsgruppe Bastei Lübbe eingestiegen. Sie hält nun 3,05 % der Aktien. Drogerie-Baron Dirk Roßmann, 74, hatte bei dem Verlag Ende 2020 seinen ersten Roman veröffentlicht, den Klimakrisen-Thriller Der neunte Arm des Oktopus, der auch in seinen Drogerien im Regal steht.
buchreport.de

Christoph Schwennicke verlässt den “Cicero” und verkauft seine Anteile an Dirk Notheis.

Res Publica, Verlag hinter "Cicero" und "Monopol", bekommt eine neue Führung. Christoph Schwennicke (Foto) verkauft seine 50 % an den Frankfurter Unternehmer Dirk Notheis. Schwennicke legt zudem sein Amt als "Cicero"-Chefredakteur nieder. Co-Chefredakteur Alexander Marguier führt das Magazin künftig allein und bleibt mit 50 % am Verlag beteiligt. Zusammen mit Schwennicke hatte er Ringier 2015 "Monopol" und "Cicero" abgekauft und den neuen Verlag gegründet.
per Mail, turi2.de/koepfe (Profil Schwennicke)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christoph Schwennicke im Gespräch mit Peter Turi zur turi2 edition #3 im Oktober 2016:

Juliane Leopold findet die Debatte um Textinhalte von ARD und ZDF überholt.


Alter Hut? Für "Tagesschau"-Digital-Chefredakteurin Juliane Leopold ist die Debatte um Textinhalte von ARD und ZDF "aus der Zeit gefallen". Im "Medienmagazin" des RBB konfrontieren Daniel Bouhs und Jörg Wagner sie mit skeptischen Reaktionen des Verlegerverbandes BDZV, der eine starke Textlastigkeit der Beta-Version der neuen "Tagesschau"-Website ausgemacht haben will. Leopold kontert: "Gerade die Information ist der Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Und wo kommen wir hin, wenn wir an diesem Auftrag rütteln, weil wir kleinkrämerisch Buchstaben zählen auf einer Website?"

In einem Statement sagt der BDZV, dass seine Mitglieder die Beobachtungen prüfen "und dann sicher auch das Gespräch mit der ARD suchen". Leopold argumentiert zudem, dass die Web-Texte 90 % Sendebezug hätten: "Wir haben nicht nur ein Beiwerk, sondern der Kern unserer Marke ist natürlich die Fernseh-'Tagesschau'". Hintergrund der Aussagen ist ein lange währender Streit zwischen privaten Verlagen und ARD und ZDF über die Grenzen des Auftrages der gebührenfinanzierten Medienanstalten.
daniel-bouhs.de (16-Min-Audio + Transkript), turi2.de (Background)

Chefredakteur Damian Imöhl verlässt die “Schwäbische Post” und “Gmünder Tagespost”.

Ade: Damian Imöhl nimmt den Hut als Chefredakteur der "Schwäbischen Post" und "Gmünder Tagespost". Er kündigt eine kurze Auszeit an, um ein "Herzensprojekt" zu verwirklichen. Danach wolle er sich neuen Aufgaben widmen. Der Ex-"Kölner Express"-Vize mit "Bild"-Vergangenheit stieß 2016 zu den Blättern des SDZ Verlags.
schwaebische-post.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Funke lässt 6.000 Laptops auf Schad-Software prüfen.

Zahl des Tages: Unsichere 6.000 Personal-Laptops lässt Funke in den nächsten Wochen in Essen, Erfurt und Braunschweig auf Schad-Software prüfen und bei Bedarf davon befreien, teilt Sprecherin Jasmin Fischer mit. Pro Gerät dauere das circa eine Stunde. Nach dem Hacker-Angriff letzte Woche erscheinen die Zeitungen der Mediengruppe noch immer in reduziertem Umfang.
per Mail, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Jochen Beckmann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Jochen Beckmann ist bei Funke in Hamburg Geschäfts­führer Zeitschriften und für Titel wie "Hörzu" und "Bild der Frau" verantwortlich. Beckmann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Florian Boitin, Gabriele Hässig und Michael Trautmann.
turi2.de/koepfe (Profil Beckmann)

Jahr Media trennt sich von Wassersport-Titeln, Ebner Media übernimmt.

Trockengelegt: Jahr Media verkauft die Anteile an seinen Wassersport-Titeln an die Ebner Media Group. 2017 übernahmen die Verlage in einem Joint Venture gemeinsam den SVG Verlag und dessen Zeitschriften. Stimmt das Kartellamt zu, gibt Jahr Media seine 50 % zum Jahreswechsel ab. Ebner-Geschäftsführer Marco Parillo führt damit auch den SVG Verlag.
new-business.de, turi2.de (Background)

Regina Quast beendet nach 65 Jahren ihre Tätigkeit bei Springer.

Springer sagt seiner dienstältesten Mitarbeiterin Regina Quast, 82, Adieu, sie verlässt das Unternehmen nach 65 Jahren und gibt die Leitung Stabsabteilung Personal leitende Angestellte ab. Florian Klages, 39, Head of Global People & Culture, übernimmt sie. Springer-Boss Mathias Döpfner nennt Quast "eine Institution" und die "personifizierte Kontinuität".
axelspringer.de, turi2.de (Background)

Deutsche Verlage zahlen ihren Mitarbeitenden zum Teil einen Corona-Bonus.

Corona-Sonderzahlungen: Einige deutsche Verlage belohnen ihre Mitarbeitenden zum Jahresende mit Bonuszahlungen, schreibt Aurelie von Blazekovic. Bei Condé Nast in Deutschland gibt es bis zu 1.000 Euro als "Dankeschön für die außergewöhnliche Arbeit". Die "Spiegel"-Gruppe hat im November in den meisten Fällen 300 Euro überwiesen. Die "FAZ" will ebenfalls 300 Euro zahlen, bei der "Zeit" gibt es 250 Euro, bei der "Süddeutschen Zeitung" immerhin 100 Euro. Gruner + Jahr, Funke und Springer entscheiden sich gegen Sonderzahlungen.
sueddeutsche.de

Oliver Wurm ehrt Diego Maradona nach dessen Tod mit zweitem Magazin.

Nachruf in Heftform: Verleger Oliver Wurm legt nach dem Tod Diego Maradonas ein zweites Heft zu Ehren des Fußballers an den Kiosk. Am 30. Oktober war ein Heft mit dem Zusatz "Felicidades" ("Glückwunsch") zu Maradonas 60. Geburtstag erschienen. Nach dessen Tod am 25. November trägt das zweite Heft den Zusatz "Descansa en paz" ("Ruhe in Frieden"). Es enthält u.a. Nachrufe auf den Star-Fußballer. Beide Titel werden ab Freitag parallel verkauft.
fussballgold.de, youtube.com (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Springer sortiert Zuständigkeiten im Vorstand um.


Sprunghaft: Springer strukturiert seinen Vorstand in den Bereichen News Media und Classifieds Media neu. Stephanie Caspar, 47, bisher u.a. für News Media National verantwortlich, leitet ab Januar 2021 das Classifieds-Media-Geschäft, zu dem etwa die Jobportale der StepStone Gruppe gehören. Diese übernimmt Caspar von Jan Bayer, 50, der künftig zusätzlich zu News Media International mit Marken wie Insider oder Upday auch das nationale Mediengeschäft mit "Bild" und "Welt", das bis 2019 schon in seinen Händen lag, sowie das Vergleichsportal Idealo verantwortet.

Die Nachricht, dass Caspar nicht mehr für sie zuständig ist, "dürfte in den Redaktionen von Bild und Welt ein positives Echo auslösen", schreibt Ulrike Simon bei "Horizont". Die Managerin habe aus Sicht der Journalist*innen "nicht immer" den richtigen Ton getroffen.
axelspringer.com, horizont.net, youtube.com (Botschaft Mathias Döpfner, 1-Min-Video), turi2.de/koepfe (Profil Caspar)

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Wir graturilieren: Verena Schörner wird 40.


Wir graturilieren: Verena Schörner, Verlegerin des Komplett Media Verlags, feiert heute 40. Geburtstag – corona-konform mit Kern- und Wahlfamilie und mit Essen von ihrem Lieblingsfranzosen. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Schörner neben familiärem Zusammenhalt der Kauf der restlichen Anteile an der Komplett-Media GmbH und die Gründung der Agentur Bookberry, die PR-Leistungen für Buchverlage, Autoren und Selfpublisher bietet. Für das kommende wünscht sie sich ein Stück Normalität zurück, besonders wieder mehr persönlichen Austausch, und Erfolg für ihr Buch Der Mamaplaner, das sie während des ersten Lockdowns geschrieben hat. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, zum Beispiel via Linked-in.

Daniel Bouhs: ARD droht wegen neuer “Tagesschau”-Seite wieder Streit mit Verlagen.


Missfallen im Beta-Stadium: Die "Tagesschau" zeigt die Beta-Version ihres neuen Digitalauftritts, der BDZV bewertet daraufhin offenbar die Seite neu, schreibt Daniel Bouhs. In der Beta-Version hat sich im Vergleich zu vorher der Anteil an Audio und Video nicht verändert. Der BDZV schreibt Bouhs aber auf seine Anfrage hin, die Texte seien "auf den ersten Blick" zu dominant und es gebe zahlreiche Beiträge, bei denen Audio oder Video "bloß Beiwerk sind". Die Verlage würden die Seite prüfen. Der Streit zwischen Verlagen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk läuft seit Jahren, ruhte aber zuletzt. Die Verlage kritisieren die Digitalpräsenz der "Tagesschau" für zu viel Text, die "Tagesschau" beruft sich dabei auf den Sendungsbezug, der vorhanden sein muss.
ard-zdf-zukunft.daniel-bouhs.de, turi2.de (Background)

Springer stellt Jugendportal “Noizz” ein.

Das war's: Springer dreht seinem Jugendportal Noizz zum 30. Dezember den Saft ab. Der Verlag begründet den Schritt u.a. mit der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive des Portals. Die junge Zielgruppe solle in Zukunft noch stärker an die Kernmarke Bild gebunden werden und über die Angebote der Books-Seiten erreicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen schließt der Verlag aus.
noizz.de, medieninsider.com (Paid)

Richard Gutjahr kritisiert “mafiamäßige” Methoden der Verlage bei Cookies.

Verlage verkaufen ihre Leser*innen "mit dreisten Cookie-Fallen für dumm", und klammern sich "mit Mafia-mäßigen Methoden an längst überholten Werbe-Geschäftsmodellen fest", schimpft Journalist Richard Gutjahr. Was nach Transparenz und Datenschutz aussehe, sei das Gegenteil: "Bild", "Focus", "Süddeutsche Zeitung", "FAZ" und Co nutzen allesamt den IAB-TCF-Standard für ihre Cookie-Popup-Fenster - den die internationale Lobby-Vereinigung der Online-Werbeindustrie entwickelt hat und der u.a. die Formulierung "Berechtigtes Interesse" fragwürdig und nicht im Sinne des Datenschutz der Nutzer*innen auslegt.
gutjahr.biz

Gruner + Jahr spendet 50.000 Euro, die sonst in die Weihnachtsfeier geflossen wären.

Gruner + Jahr muss in diesem Jahr coronabedingt auf die Weihnachtsfeier verzichten und spendet stattdessen 50.000 Euro an Menschen in Not, schreibt G+J-Chefin Julia Jäkel bei Linked-in. Das Geld werde über die Stiftung stern u.a. an die Vereine Straßenblues e.V. und Straßenkinder e.V. sowie die Elinor-Kunstnothilfe verteilt. Laut einer Sprecherin handelt es sich um "einen erheblichen Teil der Kosten der Weihnachtsfeier".
linkedin.com

Zwei Dutzend Firmen wollten unters Dach der Weimer Media Group.

Weimer Media Group hat auf ihren Aufruf im Juni, durch Übernahmen weiter wachsen zu wollen, "gut zwei Dutzend" Bewerbungen erhalten, "vom kleinen Startup bis zum großen Verlagshaus", sagt Verleger Wolfram Weimer im Meedia-Interview. Mit "drei, vier" davon habe der Verlag "Optionen ernsthaft geprüft". Wesentlich höher war die Resonanz auf die Graturilation zu Weimers 56. Geburtstag: "Um die 300" Nachrichten habe er bekommen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Heise Medien übernehmen den Rheinwerk Verlag.

Rheinwerk Verlag wird Teil der Heise Medien. Der Fachbuchverlag für digitale Themen soll jedoch als eigenständiges Unternehmen unter Führung der bisherigen Geschäftsführer Judith Stevens-Lemoine und Stephan Effertz fortbestehen. Tomas Wehren, bisher geschäftsführender Gesellschafter, scheidet aus. Der Rheinwerk Verlag hat seinen Sitz in Bonn und beschäftigt rund 70 Mitarbeitende.
presseportal.de

Hör-Tipp: G+J-Chefin Julia Jäkel im New-Work-Podcast über Veränderungsdruck.

HörTipp: G+J-Chefin Julia Jäkel erinnert sich im New-Work-Podcast an die Anfänge der Digitalisierung bei Gruner + Jahr: Es gab "gewaltigen Druck von innen", die Führungskräfte hätten auf "grundlegende strategische Disruption" gedrängt: nicht etwas anders zu machen, "sondern etwas ganz Anderes". Es hätte gedauert, bis alle Teams verstanden haben, dass der Verlag ein Verlag bleibe. G+J wolle "nicht der digitalste Verlag von allen sein", sondern immer die passende Form finden. Den Begriff "Kulturwandel" habe sie stets gemieden und mehr darauf geachtet, "ins Arbeiten zu kommen" sowie kooperativen Stil und mehr Mut zu "hemdsärmeligen Entscheidungen" vorzuleben.
newwork.podigee.io (58-Min-Audio)

Meedia: Condé Nast Germany baut rund die Hälfte der Büro-Arbeitsfläche ab.

Conde Nast Germany: Chefin Jessica Peppel-Schulz sagt im Meedia-Interview, "erstmal" sei sie noch im Verlag, um "das Team in der Übergangsphase zu begleiten und eine erfolgreiche Integration des deutschen Geschäfts in eine neue europäische Struktur zu gewährleisten." Der Aussage, es gebe für sie nur die Optionen, selbst Europachefin zu werden oder das Unternehmen zu verlassen, widerspricht sie nicht. Im Interview erzählt sie auch, dass Condé Nast Germany gut die Hälfte der Arbeitsfläche im Münchner Verlagssitz abbauen will – laut Peppel-Schulz nicht als Sparmaßnahme, sondern um mehr mobiles Arbeiten zu ermöglichen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Buchverlage überstehen 2020 weitestgehend unbeschadet.

Buchverlage verzeichnen 2020 stabile oder gar steigende Umsätze, schreiben Kai Spanke, Tilman Spreckelsen und Jan Wiele. Der Einbruch im ersten Lockdown sei über den Sommer fast bei allen aufgeholt worden. In vielen Verlagen sei dafür aber jeweils ein besonders erfolgreicher Titel verantwortlich. Innerhalb der Gattungen setzen besonders Kinder- und Jugendbücher den Aufschwung der vergangenen Jahre fort. Schlecht sieht es dagegen aus nahe liegenden Gründen im Reisebuchmarkt aus.
faz.net (Paid)

Mathias Döpfner kritisiert im “FAZ”-Interview die deutschen Pläne zum Urheberrecht.

Mathias Döpfner
Will Google ein Snippet schlagen: Springer-Vorstand Mathias Döpfner kritisiert im "FAZ"-Interview mit Michael Hanfeld die Regierungspläne zur nationalen Umsetzung des EU-Leistungsschutzrechtes scharf und sieht sie sogar als europarechtswidrig an. Döpfner sagt: "Der Vorschlag des Justizministeriums ist absurd. Bis zu tausend Zeichen, kurze Bild- und Tonsequenzen sollen erlaubnisfrei genutzt werden dürfen." Damit werde die Intention der EU-Richtlinie ins Gegenteil verkehrt: "Daraus wird ein Plattform-Schutzgesetz und nicht eines, das faire Wettbewerbsbedingungen etabliert und die Vielfalt der Verlagswelt erhält." Die Presse sieht er aktuell an einer "Weggabelung". Döpfner sagt: "Glanz und Elend liegen dicht beieinander." Die Verlage seien durch die Dominanz der Plattformen aus den USA und neuerdings auch China in der Existenz gefährdet: "Ihr analoges Geschäft bricht in beschleunigtem Tempo weg, das digitale wird ihnen von vornherein weggenommen."

Googles Vorstoß, gegen Lizenzen Verlagsinhalte uneingeschränkt zu nutzen, bezeichnet Döpfner als aus Sicht der Plattformen "extrem clever": "Sie erhöhen die Abhängigkeit der Verlage. Und sie entwerten mit ihrem vergleichsweise geringen finanziellen Angebot das Leistungsschutzrecht der Presseverlage und zerstören damit den Markt für privatwirtschaftlich finanzierten unabhängigen Journalismus, bevor das neue EU-Urheberrecht in Kraft tritt."
"FAZ", S. 16 (Paid), turi2.de (Background)

Springer twittert von 22 Mio Euro Investition in Bild Live.


Reichelt reichts: Springer investiert laut einem Tweet 22 Mio Euro in Bild Live, "insbesondere in die Einstellung 70 weiterer Mitarbeiter für Bild Live sowie den Ausbau des Programms. Damit beginne "eine Investitionsoffensive in Bewegtbild bei 'Bild'". Zuvor schrieb Kai-Hinrich Renner in seiner aktuellen Kolumne in der "Berliner Zeitung", Springer verweigere "Bild TV" zusätzliche Gelder wegen geringer Reichweite.

Julian Reichelt bezeichnet den Artikel in einen internen Nachricht an das Team als "komplett frei erfunden" und "Desinformation", schreibt Medieninsider. Was in den vergangenen Monaten erreicht wurde, "erzeugt Neid und Missgunst". Zahlen, die den von ihm beschriebenen Erfolg von Bild Live untermauern, liefere Reichelt nicht. Springer geht nun anwaltlich gegen Renner und die "geschäftsschädigenden Behauptungen" in der "Berliner Zeitung" vor. Renner hält mit einem weiteren Artikel gegen: Springers Tweet wirke nur auf den ersten Blick wie ein Dementi. Die Frage sei, woher die 22 Mio Euro kommen. Laut Renner handelt es sich dabei "ganz offenbar um jene längst bewilligte Summe, die 'Bild'-Chefredakteur Reichelt im Herbst 2019 für das Projekt versprochen hatte", oder um das Ergebnis von Umschichtungen.

Zuletzt hat "Bild" zwei fixe Sendeplätze ihres Bewegtbildprogramms gestrichen: die Sendungen um 9 und 12 Uhr. Springer begründete den Schritt mit mehr Flexibilität und dem Fokus auf die Sendung um 18 Uhr. Bei Breaking News soll "Bild TV" trotzdem senden.
twitter.com, berliner-zeitung.de (Renners Replik), dwdl.de, medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

Sven Prange wird Chefredakteur von “Markt und Mittelstand”.

Weimer Media Group holt Sven Prange, 38, als Chefredakteur des Magazins Markt und Mittelstand. Das Heft hat der Verlag kürzlich vom "FAZ"-Fachverlag FAZ Business Media übernommen. Prange arbeitete zuletzt als selbständiger Blattmacher und war vorher u.a. Chefreporter der "Handelsblatt"-Redaktion. Das Mittelstandsmagazin soll ab 2021 mit 100.000 Auflage bundesweit an den Kiosken liegen.
kress.de, turi2.de (Background)

Condé Nast: Spanien-Chefin Natalia Gamero del Castillo wird Geschäftsführerin Europa.


Alle Fäden in einer Hand: Condé Nast befördert Spanien-Chefin Natalia Gamero del Castillo (rechts) zur Geschäftsführerin für sein Europa-Geschäft. Die Position ist neu. Gamero del Castillo soll von London aus alle europäischen Aktivitäten leiten – also die Geschäfte in Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien. Sie berichtet nach New York an Roger Lynch, CEO von Condé Nast. Sie arbeitet seit fast zwanzig Jahren für den Verlag, unter anderem als digitale Geschäftsführerin von Condé Nast Spanien. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob und wie sich das gebündelte Europa-Geschäft auf die bisherigen Länder-Chefs, etwa Deutschland-CEO Jessica Peppel-Schulz (links), auswirkt. Ende Oktober hatte Lynch eine "Uniting Europe"-Strategie angekündigt. Die Posten der Länderchefs könnten dadurch mittelfristig obsolet werden.
wwd.com, news.yahoo.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: (10/2019) "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus", erläutert Condé-Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz.

Hör-Tipp: Burda-Vorstand Philipp Welte schaut mit Sorge auf die Digitalriesen.

PR auf die Ohren: Burda-Vorstand Philipp Welte erzählt im Burda-Podcast Fast Forward, wie sich der Verlag seit den 90er Jahren modernisiert hat. In Facebook sieht er nicht nur eine Gefahr für Meinungs- und Medienvielfalt, sondern auch für die Demokratie. Die gewaltige Macht großer Technologiekonzerne sieht er kritisch und fordert Regulierung: "Real gibt es keinen Markt für digitale Medien in Europa, weil dieser Markt, der eben keiner ist, fest in der Hand von drei, vier Unternehmen ist."
burda.com (27-Min-Audio)

Udo Schnell wird Redaktionsleiter bei VDI Fachmedien und Chefredakteur von “Konstruktion”.

VDI Fachmedien macht Udo Schnell ab sofort zum Redaktionsleiter. Als solcher verantwortet er die Ausrichtung und Weiterentwicklung aller im Verlag erscheinenden Print- und Digital-Fachmedien. Ab 1. Februar übernimmt Schnell zudem die Aufgabe als Chefredakteur der Fachzeitschrift "Konstruktion", wo er den scheidenden verantwortlichen Redakteur Hans Hövelmann ersetzt.
Zuletzt war Schnell Co-Chefredakteur der Fachzeitschrift "Maschinenmarkt".
per Mail

Facebook führt in Großbritannien den News-Tab ein.

Facebook-LogoFacebook rollt seinen Newstab ab 2021 auch in Großbritannien aus und bezahlt britische Verleger für Inhalte. Die meisten britischen Zeitungen, darunter der "Guardian", der "Daily Mirror" und "Independent" haben sich für den Tab angemeldet. Facebook äußert sich nicht zur Summe, die für die Lizenzen nötig wird, der "Guardian" hört in der Branche, es sei jährlich ein zweistelliger Mio-Betrag.
guardian.com

Digital-Verleger fordern einen Teil der Presseförderung für sich ein.


Wollen auch ein Stück vom Kuchen: Mehrere Online-Medien haben sich zum Arbeitskreis Digitale Publisher zusammengeschlossen und fordern in einem Appell, bei der von der Bundesregierung geplanten Presseförderung berücksichtigt zu werden. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die Satireseite Der Postillon, die Krautreporter, Perlentaucher, die Prenzlauer Berg Nachrichten, der Podcast Lage der Nation, das Social Media Watchblog und das Lokal-Journalismus-Projekt Rums aus Münster von Wikipedia-Finanzchef Christian Humborg.

Im Appell äußern sie die Sorge, dass die geplante Presseförderung "zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung auf Kosten von digitalen Publishern führt". Sie fordern daher, mit den traditionellen Medien gleichbehandelt zu werden und schreiben: "Eine Förderung darf nicht auf Kosten etablierter digitaler Publisher gehen, die meist nicht auf eine langjährige Geschichte und hohe Rücklagen zurückblicken können."

Erst gestern war die geplante Förderung Thema im Haushaltsausschuss des Bundestags, berichtet Daniel Bouhs. Dabei machten Union und SPD den Weg frei für eine Förderung nach den Gießkannenprinzip - allerdings nur für Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter. Doch innerhalb der Regierungskoalition gibt es auch Stimmen, die auch verlagsunabhängige Angebote berücksichtigt wissen wollen. Dazu sind noch weitere Gespräche geplant.
medium.com, zeit.de (Paid), turi2.de (Background)

Stream-Tipp: Jochen Wegner, Felicitas von Lovenberg und Rebekka Reinhard diskutieren über Kultur in der Krise.

Stream-Tipp: Die Körber-Stiftung lädt um 18 Uhr zur Live-Diskussion über die Rolle von Kultur, Literatur und kritischen Medien in der Krise. Verlegerin Felicitas von Lovenberg (Foto), Philosophin Rebekka Reinhard und Zeit Online-Chef Jochen Wegner sprechen mit Moderatorin Kirsten Steffen u.a. darüber, wie sich das Selbstverständnis der Mediengattungen und wirtschaftliche Zwänge miteinander vereinen lassen.
koerber-stiftung.de

“Auto Motor und Sport” baut Chefredaktionen zeitweise um.

Motor Presse Stuttgart: Krankheitsbedingt übergibt Ralph Alex (Foto), Chefredakteur von "Auto Motor und Sport", seinen Posten an "Motorrad"-Chefredakteur Michael Pfeiffer, teilt der Verlag mit. Kommissarisch wird Pfeiffer die Redaktion zusammen mit Co-Chefin Birgit Priemer leiten. Motorrad-Vize Uwe Seitz übernimmt in dieser Zeit bei dem Zweirad-Magazin als Chefredakteur.
presseportal.de