Ex-ADAC-Verlagschef Carsten Hübner kommt mit eigener Firma zurück.

Abgefahren: Der ehemalige ADAC-Verlagschef Carsten Hübner hat sich nach längerer Auszeit selbstständig gemacht, berichtet "Clap". Als Berater und Personal Coach will er künftig mit seiner Firma Hübner Negotiations Unternehmen innerhalb und außerhalb der Kommunikationsbranche zum Erfolg führen. Hübner hatte den ADAC im April 2019 verlassen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Wort & Bild-Verlag spendiert der DJS 500 Corona-Selbsttests.

Journalistische Abstriche: Der gesundheitsbewusste Wort & Bild-Verlag spendiert der Deutschen Journalistenschule in München 500 Corona-Selbsttests, damit die drei Abschlussklassen sicher den Präsenzunterricht besuchen können. Arzt Dennis Ballwieser, Chef der "Apotheken Umschau" und selbst Ex-DJSler, liefert außer den Tests auch eine Videoschulung, wie die Nasenabstriche durchzuführen sind. Die Schule begründet den Einsatz der Tests mit den Ausbildungsmodulen Radio und Fernsehen, die nicht im Homeoffice stattfinden können. Als Verein hat die DJS für die Tests kein Budget, sagt Schulleiterin Henriette Löwisch.
turi2 – eigene Infos

Andreas Niesmann wird Ressortleiter Wirtschaft im RND.

Madsack macht Andreas Niesmann, 38, zum Leiter des Wirtschaftsressorts seines Redaktionsnetzwerks Deutschland im Hauptstadtbüro. Er soll Berichterstattung in Politik und Wirtschaft stärker miteinander verknüpfen. Niesmann ist seit neun Jahren als Parlamentskorrespondent in Berlin. Stefan Winter, 57, bleibt leitender Redakteur Wirtschaft und verantwortet künftig die Unternehmensberichterstattung.
madsack.de

Ringier-Finanzchefin Annabella Bassler spricht über Diversity-Initiative.

Diversity-KI: Im ersten Corona-Lockdown ist der Frauenanteil in der Berichterstattung von Ringier-Medien kurzfristig aus dem Fokus geraten, berichtet Finanzchefin Annabella Bassler dem Blog der Medientage München. Seit dem Frühsommer 2020 geht es wieder bergauf in Sachen Diversity. Ringier misst seit Ende 2019 im Rahmen seiner Equal Voice-Initiative mit künstlicher Intelligenz, wie oft seine Publikationen über Frauen schreiben.
medientage.de

Michael Grabner und Oliver Finsterwalder werden Gesellschafter der DvH Medien GmbH.

DvH Medien erweitert mit Michael Grabner und Oliver Finster­walder (Foto) ihren Gesellschafter­kreis. Die bisherige Allein­gesellschafterin mit dem sperrigen Namen Dieter von Holtzbrinck Familien­gesellschaft bR tritt jeweils 5 % der Anteile an die beiden Führungs­kräfte ab. Grabner ist seit 2016 Aufsichtsrats­vorsitzender der DvH Medien, Finster­walder ihr Geschäfts­führer.
wiwo.de

Wort & Bild Verlag übernimmt die Vermarktung der “VdK-Zeitung”.

In Pharma: Der Wort & Bild Verlag übernimmt die Vermarktung der VdK-Zeitung vom Heider Mediaservice. Wort & Bild-Vermarktungschef Marco Bergmann will die Sozialverbands-Mitgliedszeitung u.a. zurück in die  Media-Analyse bringen, Heider hatte sie dort vor Jahren abgemeldet. Die "VdK-Zeitung" erscheint zehnmal im Jahr mit einer Auflage von 1,7 Mio Ausgaben.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Bertelsmann: Umsatz sinkt 2020 um 4,1 % auf 17,3 Mrd Euro.

Dickes B: Bertelsmann kommt vergleichsweise glimpflich durch das Pandemiejahr 2020. Der Umsatz sinkt "moderat" um 4,1 % auf 17,3 Mrd Euro. Der Gewinn beläuft sich auf 1,5 Mrd Euro, ein Plus von 34 %. Damit überschreiten die Gütersloher mit ihrem Konzernergebnis zum sechsten Mal in Folge die Schwelle von 1 Mrd Euro. Gruner + Jahr muss 2020 um 16 % niedriger Erlöse verzeichnen und setzt 1,14 Mrd Euro um.
bertelsmann.de

Mediengruppe Bayard zieht sich teilweise aus Deutschland zurück.

Mediengruppe Bayard zieht sich teilweise aus Deutschland zurück. Die Anteile der Verlagsgruppe an Bayard Media in Deutschland gehen an die belgische Roularta Media Group, Bayard bleibt nur mit dem Sailer Verlag in Nürnberg aktiv, der auf Kinderzeitschriften spezialisiert ist. Bayard verkauft außerdem seine Beteiligungen in den Niederlanden und Belgien, ebenfalls an Roularta.
new-business.de

“For Our Planet”: Burda startet Nachhaltigkeits-Initiative.

Im Grünen Bereich: Burda will mit der Initiative For Our Planet den Blick für den globalen Klimawandel schärfen. Der Verlag plant in seinen Medien Klima-Schwerpunkte und veröffentlicht einmalig ein "Klimagazine". Eine begleitende Anzeigen-Kampagne zeigt Bilder bedrohter Landschaften und Tiere. Für die Umsetzung holt Burda Sweelin Heuss von Greenpeace, sie war bisher für die Medien der Umweltorganisation zuständig.
burda.com

Google erhebt Einspruch gegen das Verbot des Bundes-Gesundheitsportals.


Grumpy Google: Google erhebt Einspruch gegen das vorläufige Verbot seiner Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung – konkret geht es um das Gesundheitsportal gesund.bund.de. Der Konzern hat gegen ein entsprechendes Urteil Berufung eingelegt. Gerichtsentscheidungen bestätigten im Februar, dass die Kooperation des Internet-Giganten mit der Regierung einem Kartellverstoß entspreche und gab somit u.a. einer Klage von Burda statt. Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärt dazu: "Wir befinden uns noch in der Prüfung, ob und welche rechtlichen Maßnahmen im Zuge des Verfügungsverfahrens ergreifen wollen. Aus diesem Grund haben wir vorsorglich Schritte eingeleitet, die uns einen größeren zeitlichen Spielraum für eine solche Entscheidung geben."

Seit Mitte Dezember beschäftigt sich auch die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein mit der Causa. Sie prüft, ob durch die "prominente Darstellung andere journalistisch-redaktionelle Angebote aus dem Themenbereich Gesundheit diskriminiert" werden. Der Bund ist nicht Verfahrensgegner.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Update 17. März, 12 Uhr: In einer früheren Version dieser Meldung hatten wir berichtet, dass Google gegen das vorläufige Verbot "klagt". Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Fachverlag Holzmann Medien übernimmt Mehrheit am Handwerker Radio.

Hammer auf die Ohren: Der Fachverlag Holzmann Medien, der u.a. die "Deutsche Handwerks Zeitung" herausgibt, übernimmt die Mehrheitsbeteiligung am Handwerker Radio aus Schwäbisch Hall. Marco Candido, Vertriebsberater und Ex-Manager bei Würth, hat das Webradio 2018 gegründet. "Wir sehen die Mehrheitsbeteiligung als konsequenten Ausbau der Audio-Aktivitäten in unserem Kernsegment Handwerk", sagt Verleger Alexander Holzmann (Foto), der früher selbst bei einem Allgäuer Radiosender moderiert hat. Candido bleibt Gesellschafter. Die operative Leitung des Handwerker Radios übernimmt Jan Peter Kruse, Verlagsleiter Vertrieb, Marketing und Digital.
radiowoche.de

Aus dem turi2.tv-Achriv (05/2019): Handwerks-Verleger Alexander Holzmann überlässt das Handwerken lieber seinen Lesern.

Funke gibt Carsten Groß mehr Verantwortung, Vertriebschef Marcel Pfeifer geht.

Funke betraut Carsten Groß, 42 (Foto), zusätzlich zu seiner Position Head of Audiences and Subscription auch mit der Zusammenführung von Produktentwicklung und Sales des Bereichs. Marcel Pfeifer, bisheriger Vertriebschef, verlässt Funke – laut Pressemitteilung "auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen".
funkemedien.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de

Paul-Bernhard Kallen spricht über Jens Spahn, Facebook und Burdas Umsatz.

Angriffslustig: Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen zeigt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" Kante gegenüber Google und dem Gesundheitsministerium. Jens Spahn habe gegen die Staatsferne der Presse verstoßen und "klaren Verfassungsbruch" begangen. Spahns Zusammenschluss mit "dem größten Monopolisten Google" für das Gesundheitsportal der Bundesregierung sei "starker Tobak". Den US-Internetkonzernen schreibt er ein Selbstbewusstsein zu, das größer als das von Staaten sei. Kallen würde sich auch in Deutschland wünschen, dass analog zu Australien die Regierung Facebook die Stirn biete. Allerdings beurteilt er die Übereinkunft zum australischen Leistungsschutzrecht kritisch: Der Staat sei Facebook sehr entgegengekommen.

Zudem zieht Kallen auch Bilanz für das Jahr 2020: Burda habe seinen Umsatz "weitgehend konstant" bei 2,8 Mrd Euro gehalten. Profitiert habe das Haus vom eigenen Digitalgeschäft und Beteiligungen in digitalen Aktivitäten als Minderheitsgesellschafter. Der Umsatz mit Zeitschriften sei in Deutschland "praktisch gleich geblieben", international liegt das Minus hier bei 20 %. Neben dem Event-Geschäft gehört Holidaycheck mit einem Minus von 95 % zu den großen Verlierern. 2021 will Burda wieder um 3 bis 4 % wachsen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Verlegerfamilie Arnold verkauft alle Anteile an der “Rheinischen Post”.


Besiegelt: Die Verlegerfamilie Arnold verkauft ihre 27,89 % Anteile an der "Rheinischen Post" an deren Muttergesellschaft. Damit scheiden alle Nachkommen des Mitgründers Karl Arnold aus dem Gesellschafterkreis aus. Über den Kaufpreis schweigen die Beteiligten. Den Anteilserwerb finanziert die Verlagsgesellschaft vollständig aus "vorhandenen liquiden Mitteln", sagt Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe.

In einer Pressemeldung heißt es von Karl Hans Arnold, Sprecher der Familiengruppe, der Grund für das Ausscheiden seien "unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens". Die Rheinische Post Mediengruppe sei ein "kerngesundes Unternehmen und verfügt über die Substanz und das Potential, die Zukunft des Unternehmens erfolgreich zu gestalten". Zuletzt berichtete  Marvin Schade bei Medieninsider hingegen, bei der "Rheinischen Post" eskaliere ein jahrelanger Machtkampf, die Stimmung sei "höchst emotional".
rp-online.de, turi2.de (Background)

“Horizont”: Uwe Bokelmann und Benedikt Göttert verantworten Content bei Bauerserviceplan.


Bauer plant Service: Uwe Bokelmann (links), Multi-Chefredakteur bei Bauer, und Benedikt Göttert (rechts), Berlin-Chef von Serviceplan, stehen als Content-Verantwortliche hinter dem Joint Venture Bauerserviceplan, berichtet "Horizont". Im Marketing-Fachblatt erklären sie, wie der Hamburger Publikumsverlag und die Agenturgruppe mit Hauptsitz in München künftig auf den Feldern Content Marketing und Corporate Publishing mitspielen und Dickschiffen wie Territory und C3 etwas entgegensetzen wollen. Bauer bringt redaktionelle Expertise, Inhalte, Archiv-Material und Reichweite mit, Serviceplan steht für Beratung und Markenführung, sagt Serviceplan-Mitgeschäftsführer Ronald Focken. "Horizont"-Autor Roland Pimpl sieht in dem Konstrukt eine Gefahr für die redaktionelle Unabhängigkeit von Bauer-Titeln wie "TV 14", "Happinez" und "Welt der Wunder", die Bokelmann im Hauptjob verantwortet. Der Chefredakteur kontert: "Mein Job bei Bauer ist es, Journalismus zu produzieren, für dessen Qualität die Leser immer wieder Geld bezahlen – auch das hilft bei der Selbstbesinnung."

Das Joint Venture startet mit vorerst nur fünf Mitarbeiterinnen – erst wenn neben dem jüngst gewonnen AOK-Etat weitere Budgets dazukommen, soll die Firma wachsen. Für die AOK arbeite in Hamburg ein organisatorisch getrenntes Team innerhalb von Bauers Gesundheitsredaktion, der Bokelmann vorsteht. Klassisch arbeitende Journalistinnen will der Chefredakteur nur in Ausnahmefällen in das Agentur-Team abkommandieren: "Manchmal passt das – meistens aber nicht." In der Regel will er auf "freie Mitarbeiter aus unserem Netzwerk oder neue Leute" zurückgreifen. "Wir können agil, weil wir durch unsere Größe in beiden Häusern Zugriff auf die besten Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen haben", sagt Serviceplan-Mann Benedikt Göttert.

Wirtschaftlich sind Stephan Hiller von Bauer und Frank Meinke von Serviceplan Berlin verantwortlich für das Gemeinschaftsunternehmen. Ein vierköpfiger Beirat soll eine schnelle Vernetzung des Joint Ventures in die Mutterhäuser garantieren. Darin vertreten sind Bauers Publishing-Chef Ingo Klinge und Vermarkter Frank Fröhling. Von Serviceplan kommen Ronald Focken und Holding-Chef Vincent Schmidlin dazu. (Foto: Picture Alliance / Eventpress, Serviceplan; Montage: turi2)
"Horizont" 10-11/2021, S. 10

Reichelt-Verfahren: Ulrike Simon nennt Details, Mathias Döpfner warnt vor Vorverurteilung.


Laufende Untersuchung: Ulrike Simon nennt bei Horizont Online weitere Details zum Compliance-Verfahren gegen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt. Dem Vernehmen nach gehe es um den Vorwurf des Drogenmissbrauchs, den Reichelt bestreitet, und "um eine Reihe intimer, aber einvernehmlicher Beziehungen" zu Mitarbeiterinnen. Die Frauen werfen Reichelt offenbar vor, sie nach Beendigung der Beziehungen unfair behandelt oder gar gemobbt zu haben. Simon hört, dass die Vorwürfe zum Teil von ehemaligen "Bild"-Leuten kommen – Männern wie Frauen – es sei nicht auszuschließen, dass Eifersucht eine Rolle spiele. Zudem dokumentieren Horizont.net und DWDL.de eine Stellungnahme von Springer-Chef Mathias Döpfner und News-Media-Vorstand Jan Bayer aus dem Intranet im Wortlaut.

Reichelt widerspricht den Vorwürfen, u.a. in der Redaktionskonferenz am Dienstagmorgen, aus der der "Spiegel" zitiert. Der Tag sei nicht der erste in seinem Leben, an dem er nicht wisse, wie er ausgehe. Daher glaube er, er besitze "die nötige Gelassenheit, da mit erhobenem Kopf durchzugehen. Alles, was ich in meinem Leben getan habe, habe ich immer für diesen Laden getan und für die Leute hier".

In der Erklärung schreiben Döpfner und Bayer, dass die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist: "Es liegt bislang kein Ergebnis vor, weder in die eine noch in die andere Richtung." Zwar solle "jeder ohne Angst" auf Missstände und Fehlverhalten hinweisen können, "wir werden aber keine Form der Vorverurteilung zulassen". Ulrike Simon rechnet damit, dass Ergebnisse der Untersuchung "bereits im Laufe dieser Woche" vorliegen könnten.
horizont.net (Paid), dwdl.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Aus Fakten Emotionen machen: Julian Reichelt im Bühnen-Talk mit Ulrike Simon. (02/2020)


Mitarbeit: Markus Trantow

Zeit Online macht Dirk Peitz zum Kultur-Chef, Judith Liere kommt als Stellvertreterin.

Zeit Online sortiert die Kultur neu und macht den bisherigen Vize-Ressortleiter Dirk Peitz, 49, zum Chef. Er folgt ab 1. April auf Rabea Weihser, 39, die Zeit Online "auf eigenen Wunsch" verlässt. Judith Liere, 41 (Foto), sorgt ab Mai als neue Stellvertreterin von Peitz für Verstärkung. Sie kommt vom "stern", wo sie aktuell das Kulturressort leitet.
zeit-verlagsgruppe.de

Oliver Janik verlässt Condé Nast.

Zügiger Abgang: Oliver Janik (Foto), Chief Business Officer von CNX, verlässt die Kreativ- und Vermarktungsunit von Condé Nast nach nur sechs Monaten wieder. Janik, vormals Operativ-Chef der deutschen DDB-Gruppe, könnte laut Mehrdad Amirkhizi über den Condé Nast'schen Umbau-Wirbel gestolpert sein. Der 48-Jährige bestätigt sein Ausscheiden, will sich aber nicht weiter dazu äußern.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Südkurier” bündelt seine Vermarktung zur SK ONE GmbH.

Südkurier bündelt seine Vermarktung in der neuen SK ONE GmbH. 100 Mitarbeiterinnen arbeiten seit Anfang März für "die größte Media- und Marketingorganisation im Südwesten", die laut eigenen Angaben mehr als 10.000 Bestandskundinnen hat. In der neuen Firma hat das Medienhaus seine Vermarktungsexpertinnen aus allen Unternehmensteilen zusammengefasst, die nun die Bereiche Media, Marketing, Beratung und Digitalisierung betreuen.
suedkurier.de

Analyse: Westdeutsche Zeitungen kommen in Ostdeutschland nicht an.

Wessi go home: Westdeutsche Zeitungen kommen in Ostdeutschland kaum an, schreibt Anne Fromm anhand eines Diskussionspapiers der Otto-Brenner-Stiftung. Die "Süddeutsche Zeitung" verkauft nur 2,5 % ihrer Gesamtauflage in den Neuen Bundesländern, sogar die "taz" kommt gerade mal auf 6 % – Berlin jeweils nicht mitgerechnet. Selbst in ostdeutschen Regionalmedien mangele es an ostdeutschen Themen und Sichtweisen: Die meisten stehen unter westdeutscher Führung.
taz.de, turi2.de (Background OBS-Studie)

“Spiegel”: Springer prüft Compliance-Vorwürfe gegen “Bild”-Chef Julian Reichelt.


Unangenehme Untersuchung: "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt sieht sich im eigenen Haus mit einer Compliance-Untersuchung konfrontiert, berichtet der "Spiegel". Springer kümmert sich mit einem Team unter Leitung von Florian von Götz um die Aufklärung der Sachverhalte. Rund ein halbes Dutzend Mitarbeiterinnen soll Vorfälle aus den vergangenen Jahren gemeldet haben, bei denen Reichelt u.a. Machtmissbrauch, das Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen und vereinzelt sogar Mobbing vorgeworfen wird.

Springer selbst lässt über einen Konzernsprecher mitteilen, man äußere sich "zu internen Vorwürfen grundsätzlich nicht." Der Konzern lässt die Sachverhalte aber auch von der Kanzlei Freshfields prüfen.
spiegel.de

Funke Medien Thüringen bringt die “Thüringer Grillzeit” heraus.

Funke Medien Thüringen bringt am 1. Juni 2021 die "Thüringer Grillzeit" heraus. Das Magazin hofft auf die kulinarische Unterstützung von Leser*innen, die vom 6. bis 31. März ihre besten Barbecue-Rezepte einsenden können. Das Konzept orientiert sich an der Thüringer Backzeit, die bereits drei Mal erschienen ist und für je 4,90 Euro verkauft wird.
funkemedien.de, tlz.de

“Glamour” und Pinterest starten gemeinsame Frauen-Kolumne.

Glamour und Pinterest starten anlässlich des Weltfrauentags eine gemeinsame Kolumne, die "Leser*innen dazu inspirieren soll, ihren eigenen Weg zu gehen". "Frauen unterstützen Frauen" soll ein wöchentliches Interview-Format sein, das sowohl im Magazin als auch via Story Pins erscheint. Teilnehmerinnen sind etwa Emma Brown und Merna Hermez.
horizont.net

“Rheinische Post”: Verleger-Familie Arnold steht vor dem Ausstieg.

Exit-Drama: Bei der "Rheinischen Post" eskaliert hinter den Kulissen ein jahrelanger Machtkampf, schreibt Marvin Schade bei Medieninsider. Offenbar stehen die zwölf Erben von Mitgründer Karl Arnold kurz vor einem Ausstieg aus der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft, dem Unternehmen hinter der Rheinischen Post Mediengruppe. Ein finaler Notartermin sei am Freitagmorgen jedoch kurzfristig nicht zustande gekommen. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, dass die Arnold-Erben ihre Anteile von knapp 28 % direkt an die Verlagsgesellschaft abgeben, die Stimmrechte hätten anteilig an die übrigen Gesellschafter verteilt werden sollen. Ein Unternehmenssprecher möchte den Medieninsider-Bericht zunächst nicht bestätigen.

In einigen Punkten müsse nun nachverhandelt werden, die Stimmung sei "höchst emotional", heißt es aus Insiderkreisen. Der vermutlich millionenschwere Ausstieg der Arnolds soll aus liquiden Mitteln bezahlt werden. Unter anderem durch den Verkauf der Immowelt-Anteile im Oktober 2019 würden die Kassen der Mediengruppe derzeit als "gut gefüllt" gelten. Der baldige Ausstieg der Arnolds sei das Ende eines langanhaltenden Machtkampfs in Gesellschafterkreisen: 2018 hatte es Berichte darüber gegeben, dass Geschäftsführer Karl Hans Arnold, Enkel des gleichnamigen Co-Gründers, "weggeputscht" worden sei.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

Oetinger-Chefin Julia Bielenberg plädiert für mehr Wettbewerbsgleichheit.

Amazon kills the Book-Star: Der Staat sollte für mehr Wettbewerbsgleichheit sorgen und eine Monopol­stellung im Onlinehandel verhindern, sagt Julia Bielenberg, Chefin der Oetinger-Verlagsgruppe, im Interview mit der Welt. "Amazon ist es egal, ob der Konzern Bücher oder Toilettenpapier verkauft", sagt Bielenberg, betont aber auch, dass der Online-Händler als Vertriebskanal sehr wichtig ist. Auch Konzentrationen wie um die Handelskette Thalia machten es den Verlagen schwer in Konditionsverhandlungen.
welt.de

Gruner + Jahr beteiligt sich an Autokauf-Plattform Instamotion.

Gruner + Fahr: Der Hamburger Verlag investiert mit einer Minderheitsbeteiligung in die Münchner Autokauf-Plattform Instamotion. Der Deal läuft über den Fonds G+J Digital Ventures erstmals in Zusammenarbeit mit der Ad Alliance – dem gemeinsamen Vermarkter von G+J sowie der Mediengruppe RTL. Instamotion erhofft sich mediale Reichweite, G+J Digital Ventures sieht einen Trend zum Online-Autokauf kommen.
meedia.de

Bundeswirtschaftsministerium legt Förderpläne für Verlage vor.

Print-Penunzen: Das Bundeswirtschaftsministerium um Minister Peter Altmaier skizziert erstmals konkrete Pläne für die geplante Verlagsförderung in Höhe von 220 Mio Euro, berichtet Ulrike Simon bei "Horizont". Die ursprünglich angedachte Zustellförderung ist längst vom Tisch, stattdessen zielen die Hilfsgelder nun auf "die Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens". Das Ministerium will die Verbände BDZV, VDZ, VdL und BVDA im April auf einer Info-Veranstaltung über Möglichkeiten zur Förderung informieren – bevor deren Mitglieder Anträge stellen können. Eine zwingende Voraussetzung für die Förderung ist die physische Zustellung der betreffenden Medien.

Förderwürdig sind laut Konzept drei Bereiche: die digitale Markterschließung, entsprechende Technologien zur Verbreitung der Inhalte sowie der Verkauf digitaler Anzeigen. Darunter fallen etwa Punkte wie Schulungskosten für Mitarbeiter*innen, die sich in Digital-Themen einarbeiten, Hard- und Softwareausgaben für KI und sogar Kosten für externe Layout-Überarbeitungen, um Print-Produkte an die Digitalisierung anzupassen. Die Richtlinien sind noch im Entwurfs-Stadium und liegen derzeit beim Finanzministerium. Zudem muss das Förderprogramm noch auf EU-Ebene notifiziert werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Fotos: Kay Nietfeld/dpa, Michael Weber/Imagebroker; Montage: turi2

Zahl des Tages: Corint Media schätzt Facebook-News-Vergütung auf 3 bis 10 % des “angemessenen” Betrags.

Facebook-LogoZahl des Tages: Nur 3 bis 10 % dessen, "was als angemessene Vergütung nach den üblichen Usancen des Urheberrechts für die Verwertung von Rechten dieser Art zu zahlen wäre", bekommen Medien, die bei Facebook News mitmachen, schätzt und kritisiert die Verwertungsgesellschaft Corint Media in einem internen Schreiben. Wer mit Facebook paktiere, schade "damit auch dem Gesellschaftszweck der VG Media".
medieninsider.de, turi2.de (Background)

“Nichts ist für die Ewigkeit.” Wie Thomas Rabe RTL und Gruner + Jahr fusionieren will.


Überzeugungsarbeit: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe verteidigt im "Spiegel"-Interview von Steffen Klusmann, Anton Rainer und Alexander Kühn sein Ziel, die Töchter Gruner + Jahr und RTL näher zusammenzurücken – ob am Ende eine Fusion stehe, sei aber "noch nicht entschieden, wir stehen am Beginn des Prozesses". Es sei auch denkbar, "nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen". Er plädiere allerdings dafür, die Ressourcen zu bündeln, so könnten beide Einheiten den "Veränderungen besser begegnen". Im 3. Quartal solle die Entscheidung fallen, im 4. werde sie umgesetzt. Rabe macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, "gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen".

Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings "nicht unmittelbar". Durch die geplante Konsolidierung "könnten wir sogar noch mal ein Stück kleiner werden", sagt Rabe. Er peilt bis 2025 aber ein Umsatzziel von 20 Mrd Euro an und will Bertelsmann "stärker auf Wachstum ausrichten". Über sein neues Hobby, einen Jagdgrund, sagt er: "Ich kümmere mich dort um den Holzteil. Aufforsten, Waldumbau, CO2-Ausgleich, das interessiert mich. Das Jagen überlasse ich anderen."
spiegel.de (Paid)

Co-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron verlässt den “Tagesspiegel”.


Bye-Bye, Blumencron: Nach drei Jahren beim "Tagesspiegel" setzt Co-Chefredakteur und Regatta-Fan Mathias Müller von Blumencron, 60, die Segel neu und verlässt Berlin (das somit wieder alleiniges Nautik-Gebiet eines anderen Schiffers ist), schreibt Ulrike Simon. Lorenz Maroldt, 58, bleibt Chefredakteur und bildet künftig eine Doppelspitze mit Christian Tretbar, 42, der bisher Vize-Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung ist. Mit Tretbars Berufung wird laut Verlag "die strategische Fokussierung der Tagesspiegelgruppe auf eine konsequente Subscription-Strategie" vorangetrieben.

Blumencron wechselte 2018 von der "FAZ" zum "Tagesspiegel", er war Digitalchef der Zeitung. Herausgeber Sebastian Turner soll ihn persönlich berufen haben. Er verließ die Zeitung allerdings 2020, und widmet sich nun ganz seinem Medien-Startup Trafo. Verleger Dieter von Holtzbrinck wünscht "dem immer neue Ufer Suchenden" von Blumencron in der Pressemeldung "weiterhin das Glück des Tüchtigen."
horizont.net, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” will Digitalabos bis 2025 verdoppeln, Spiegel Start bekommt Print-Beiboot.

Unverhofft hoffnungsvoll: Für den "Spiegel" lief das Geschäft im Pandemiejahr dank steigender Digitalerlöse "deutlich besser als im vergangenen Sommer befürchtet", sagt Geschäftsführer Thomas Hass dem Hamburger "Abendblatt". Trotz Einschlägen im Anzeigengeschäft liege der Rückgang insgesamt nur bei etwa 3 %. Co-Chef Stefan Ottlitz will die Zahl der vollzahlenden Digitalabonnent*innen von aktuell 100.000 bis 2025 verdoppeln. Mehr als 30 % der Umsätze kommen inzwischen aus dem Digitalgeschäft. Das Karriereportal Spiegel Start soll 2021 ein eigenes Heft bekommen.
abendblatt.de (Paid)

Pandemie wirft Springers Event-Sparte nicht zurück, sagt Knut Döring.

Springer hat seine Event-Sparte mit Businesstreffen im Netz und der Verwertung von Live-Inhalten für Sonderbeilagen, News und Co über die Lockdown-Monate gerettet, sagt Vermarkter Knut Döring. Sein Fazit: Besonders Events, die sich um bestimmte Themen drehen und daraus Netzwerke bilden können, funktionierten virtuell gut. Clubhouse sieht er nicht als Konkurrenz, Springers B2B-Events seien erfolgreich, weil sie als "geschlossene Gesellschaften" Werbekund*innen mit Entscheider*innen aus Politik und Wirtschaft zusammenbringen.
horizont.net (Paid)

Looping Group und Wort & Bild gründen Content-Marketing-Agentur.

Große Allianz: Looping Group und Wort & Bild Verlag gründen über ihre Töchter Isartal Health Media und Olando aus die gemeinsame Content-Marketing-Agentur Vita Health Media. Beide Firmen sind bisher schon sehr kooperationsfreudig – die Wort & Bild-Gruppe hat sich etwa beim "PTA-Magazin" mit Bauer verbändelt und ist Teil der Initiative Pro Apotheke vor Ort. Dominik Wichmann von der Looping Group arbeitet mit BMW im Agentur-Konstrukt The Game Group.
new-business.de, healthcaremarketing.eu, turi2.de (The Game Group)