Meinung: E-Paper zu verschenken ruiniert die Preisakzeptanz der Nutzer.

Corona-Aktionen der Verlage – G+J verschenkt seine digitalen Magazine, "Spiegel" und "Frankfurter Rundschau" sind als E-Paper gratis – sind "zu sehr aus dem Bauch heraus entschieden", glaubt Florian Bauer, Pricing-Berater bei Vocatus. So werde der Schnäppcheninstinkt der Nutzer geschärft, statt die Preisakzeptanz zu entwickeln. Ralph Ohnemus von K&A Brand Research prognostiziert, dass die Verlage damit keine Marken-Sympathie aufbauen und so nach der Krise nichts von ihren Aktionen haben werden.
"Horizont" 16/2020, S. 15 (Paid)

Wie geht’s den Senior*innen, Claudia Röttger?


Fantasievoll ablenken: "Viele Ältere haben jetzt Angst und sorgen sich, dass sie erkranken und ihnen nicht geholfen werden kann", sagt Claudia Röttger, Chefredakteurin des Senioren Ratgebers, im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv. Besonders in der älteren Generation leiden manche "auch sehr unter der sozialen Isolation". Deshalb sei nun alles ganz wichtig, was den Kontakt aufrecht erhält – "da ist natürlich Fantasie gefragt".

Dabei seien aber nicht nur analoge Ideen wie Kekse backen, Blumen schicken oder vorm Fenster winken gefragt. Denn die ältere Zielgruppe sei "durchaus digital unterwegs". Aus diesem Grund hat der "Senioren Ratgeber" nun auch die Schlagzahl des Newsletters auf täglich erhöht. Das Online-Angebot zielt jetzt auch besonders auf Ablenkung durch Rätsel, Interviews mit Prominenten, Lesegeschichten, "die auch mal das Gemüt erfreuen".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Blue Ocean startet Magazine zur Kinderserie “Mia and me”.

Blue Ocean flankiert die TV-Marke "Mia and me" mit mehreren Magazinen. Das Monatsmagazin "Mia and me" kommt mit 100.000 Auflage für 3,99 Euro an den Kiosk. Zweimonatlich erscheint "Mia and me Extra" mit 80.000 Auflage für 4,20 Euro, das Heft fokussiert sich aufs Basteln und Malen. Dazu sollen saisonale Sonderhefte kommen. Die Magazine sind nach "Wickie" die zweite Kooperation zwischen Rechteinhaber Studio 100 Media und den Kinderzeitschriften-Multiverlegern.
per Mail

Egmont belebt Magazin für Fans von Hot Wheels wieder.

Auf ein Neues: Egmont Ehapa lässt sein Magazin über die kleinen Spielzeugflitzer Hot Wheels des Herstellers Mattel wiederauferstehen. Von 2004 an gab es die Zeitschrift in Deutschland immer mal wieder, immer wieder stellte der Verlag sie ein. Ab Dienstag soll die Neuauflage dann vierteljährlich und mit Spielauto-Beilage am Kiosk erscheinen, mit einer anfänglichen Auflage von 50.000 Stück für je 3,99 Euro.
egmont.de, comicguide.de, turi2 (Background)

Keine Kurzarbeit: Klambt will am Heftumfang sparen.

Klambt plant "zurzeit" keine Kurzarbeit, aber dünnere Hefte, sagt Verleger Lars Joachim Rose bei "Horizont". Betroffen seien u.a. die Titel "Grazia", "Für Sie", "Petra" und "Jolie". Die Programmies, darunter "Funkuhr", sowie Frauenzeitschriften, darunter "Welt der Frau", seien von den Sparmaßnahmen weniger betroffen, da die Buchungen der Pharma-Industrie "zurzeit relativ stabil" seien.
horizont.net

Wie geht’s den Künstler*innen, Christoph Amend?


Künstlerisch wertvoll: "Kultur ist systemrelevant und wir müssen alle gemeinsam etwas tun, damit das so bleibt", fordert Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazins", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Hier sei aber nicht nur der Staat gefragt. Amend ruft auch dazu auf, die kleinen, unabhängigen Buchhandlungen zu unterstützen, auch wenn gerade durch Home Office und Kinderbetreuung vielleicht nicht so viel Zeit zum Lesen bleibt: "Bestellen Sie Bücher bei Ihrem Buchhandel um die Ecke und lesen Sie vielleicht später."

Christoph Amend und das "Zeit Magazin" haben zur Unterstützung der derzeit gebeutelten Kunst- und Kulturszene einen Newsletter ins Leben gerufen. Als Erweiterung des werktäglichen Abend-Newsletters Was für ein Tag erscheint nun täglich auch die morgendliche Sonderausgabe "Was für ein Morgen". Der Newsletter steht jeden Tag einer Künstlerin oder einem Künstler zur Verfügung – "damit wir eine Bühne bieten in Zeiten, in denen alle Bühnen leider geschlossen bleiben müssen".
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Die “Zeit” plant Kurzarbeit.

Zeit für Kurzarbeit: Die Hamburger Wochenzeitung "Zeit" plant aufgrund der Corona-Krise in bestimmten Unternehmensbereichen die Einführung von Kurzarbeit, berichtet der Podcast Unter Zwei. Welche Bereiche von der Maßnahme betroffen seien, werde gerade geprüft. Auch der Zeitraum und die Höhe der Löhne während der Kurzarbeit seien noch unklar. "Das Ausmaß werden wir erst einschätzen können, wenn wir absehen können, wie lange diese Krise anhält", sagt "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser. Ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Staatliche Subventionen seien für Esser kein Thema. "Es wäre aber ausgesprochen hilfreich und sehr sinnvoll, wenn die Bundesregierung und alle öffentlichen Stellen die Zeitungen intensiv für ihre Kommunikation in Zeiten von Corona nutzen", sagt der "Zeit"-Geschäftsführer im Podcast "Unter Zwei". Esser erwägt den Ausbau der Podcasts und das Angebot von digitalen Weiterbildungs- und Eventformaten, um die Umsätze des schwächelnden Anzeigenmarkts zu kompensieren.
medium.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Video-Feature zur "Zeit"-Bilanz (3/2020).

“FAZ” strebt Ausbau ihrer Fachmediensparte an.

Übernahmeabsichten: Die "FAZ" will offenbar in ihre Fachmedien investieren. Ihre Tochter "Business Media" plant, "we­sent­li­che Ver­mö­gens­wer­te" der Wol­ters Klu­wer Deutschland mit Sitz in Köln zu erwerben. Das geht aus einem Eintrag beim Bundeskartellamt hervor, den New Business entdeckt hat. Wolters Kluwer, das seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat, vertreibt Fachliteratur, etwa zu Steuern oder Buchhaltung.
new-business.de, bundeskartellamt.de

“Spiegel”-Chef Thomas Hass will Geld bei Marketing, Umzügen und Beratern sparen.


Financial Distancing: "Spiegel"-Verlagschef Thomas Hass beschreibt in einer E-Mail an die Mitarbeiter Details zu den Corona-bedingten Sparplänen im Verlag, berichtet Gregory Lipinski. In seiner E-Mail kündigt er an, dass der "Spiegel" seine Marketing- und Beraterbudgets reduziert und Umzüge und Umbauten stoppt. Gleichzeitig sollen Projekte vorgezogen werden, von denen sich der Spiegel Einnahmen verspricht, etwa das Feld Concept Solutions bei Spiegel Media und der Ausbau des Paid-Content-Angebots Spiegel+. Wie bereits Chefredakteur Steffen Klusmann gestern der Belegschaft mitgeteilt hat, will der Verlag 10 Mio Euro einsparen.

"Wesentliche organisatorische Veränderungen oder betriebsbedingte Kündigungen" stehen wie der Verlag in einem Statement mitteilt "kurzfristig nicht auf dem Plan". Sehr wohl prüfe das Haus aber die Einführung von Kurzarbeit. "Eine Entscheidung, ob und wenn ja in welchen Bereichen wir Kurzarbeit anmelden, ist aber noch nicht getroffen", heißt es dazu.
meedia.de, Statement per Mail, turi2.de (Background)

“Spiegel” plant wegen der Corona-Krise einen harten Sparkurs und Kurzarbeit.



Fiskal infiziert: Der "Spiegel" plant einen harten Sparkurs, weil der Verlag in der Corona-Krise einen deutlichen Anzeigeneinbruch erwartet, schreibt Gregory Lipinski. Zudem erwäge der "Spiegel" auch Kurzarbeit für seine Mitarbeiter*innen. In einer Videokonferenz habe Chefredakteur Steffen Klusmann die Belegschaft über die Pläne informiert. Im Etat von 2020 will Klusmann 10 Mio Euro einsparen. Für dieses Jahr geplante "Erlös-Projekte" sollen "priorisiert und vorangetrieben" werden.

Für kurzfristige Spar-Erfolge will der "Spiegel" vorerst auf Berater verzichten. Auch bei den Honoraren von Freien werde der Verlag "selbstverständlich Sparpotenziale" prüfen. Auch der Abbau von Arbeitsplätzen etwa durch Vorruhestand sei in der Diskussion. Hausintern kursierten bereits Zahlen von 80 bis 100 Arbeitsplätzen.
meedia.de

SWMH schickt ihre Mitarbeiter ab heute in Kurzarbeit.


Südwestdeutscher Sparplan: Die Südwestdeutsche Medienholding schickt ihre Mitarbeiter ab heute in Kurzarbeit, zitiert Josef-Otto Freudenreich aus einem Brief von SWMH-Chef Christian Wegner an die Mitarbeiter*innen. Die Anzeigenerlöse seien im März um rund 30 % gesunken und auch der Print-Einzelverkauf sei "deutlich zurückgegangen". Der Verlag werde das Kurzarbeitergeld maximal auf 80 % aufstocken.

Das Medienhaus wolle einen "Härtefallfonds" einrichten. Das Geld dafür soll von oben kommen: Chefredakteure und andere Führungskräfte wollen bis Juni auf bis zu 20 % ihres Gehalts verzichten, um besonders Betroffenen auszuhelfen. Auch weitere Medienhäuser in Baden-Württemberg werden wohl dem Beispiel der SWMH folgen: "Südwestpresse", "Mannheimer Morgen", "Schwäbische Zeitung" und "Ludwigsburger Kreiszeitung" wollen laut Freudenreich auf Kurzarbeit umstellen.
kontextwochenzeitung.de

“stern” startet den Podcast “Die Stunde Null” mit “Capital”-Chef Horst von Buttlar.

stern startet den Podcast "Die Stunde Null" mit "Capital"-Chefredakteur Horst von Buttlar. In dem Podcast, der drei bis viermal wöchentlich erscheinen soll, spricht von Buttlar u.a. mit Unternehmern und Ökonomen über Wirtschaft und die Krise, in der sie sich Corona-bedingt gerade befindet.
audionow.de

Bauer verschenkt keine E-Paper als Corona-Maßnahme.

Bauer fährt in der Corona-Krise einen anderen Kurs als z.B. Gruner + Jahr und will keine E-Paper verschenken oder den Abo-Absatz ankurbeln. Vertriebsleiter Heribert Bertram begründet, Journalismus habe seinen Preis und der Verlag wolle den stationären Handel unterstützen und dafür sorgen, dass dieser "weiterhin gute Umsätze" mit Zeitschriften mache.
dnv-online.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (05/2018): Heribert Bertram im turi2-Fragebogen.

“Tagesspiegel” startet Gutschein-Portal für geschlossene Läden in Berlin.

Tagesspiegel gibt unter dem Motto "Zu Hause mit dem 'Tagesspiegel'" digital und in Print Tipps und Empfehlungen für den neuen Alltag. Das Projekt Tagesspiegel Kiezhelfer, ein Gutscheinportal, soll außerdem Berliner Geschäften, Cafés, Restaurants und Co helfen, die durch die Corona-Krise in Not geraten.
tagesspiegel.de, #thinkpositive #actpositive

#DeutschlandBleibtZuhause: Gruner + Jahr verschenkt E-Paper.

Gruner + Jahr stellt die E-Paper von 40 Magazinen bis zum 30. April kostenlos zur Verfügung. Auch die Plus-Inhalte auf den Webseiten sind nach einer Anmeldung temporär ohne Bezahlschranke erreichbar. Gruner + Jahr will mit dem Lesestoff an die Menschen appellieren, zur Eindämmung des Corona-Virus zu Hause zu bleiben.
aktion.grunerundjahr.de, #thinkpositive #actpositive

Claudia Baumhöver verlässt den dtv.

Deutscher Taschenbuch Verlag und Claudia Baumhöver, die seit 2015 den Verlag führt, gehen getrennte Wege, schreibt buchmarkt.de. Demnach habe es "Differenzen in der Geschäftsleitung" sowie "unterschiedliche Gesellschafterinteressen" gegeben. Stephan Joß, langjähriger Geschäftsführer des zum dtv-Gesellschafterkreis gehörenden Carl Hanser Verlags, übernimmt als Interims-Geschäftsführer.
buchmarkt.de

Corona-Krise: Der “Weser-Kurier” erwägt Kurzarbeit.

Weser-Kurier erwägt im April "möglichst viele Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit zu schicken", zitiert butenunbinnen.de aus einem internen Verlagsschreiben. Aufgrund der Corona-Krise rechnet Verlagschef David Koopmann mit "bis zu 80 %" weniger Umsatz im Anzeigengeschäft, mögliche Pläne über Kurzarbeit kommentiert er dem Magazin nicht. Der "Weser Kurier" soll auch künftig "in gewohntem Umfang" erscheinen.
butenunbinnen.de

Mathias Döpfner fordert baldiges Ende der Corona-Maßnahmen.

Die Welt dreht sich weiter: Springer-Chef Mathias Döpfner gibt in einem Gastbeitrag in der "Welt" einen Einblick in seine eigene Zerrissenheit im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen. Die Welt wisse "erschütternd wenig über das Virus", was auch Döpfner, als Asthmatiker selbst Corona-Risikopatient, verunsichert: "Der eine sagt dies, der andere das", bemängelt er die teils widersprüchlichen Aussagen der Virologen und deren Allmacht, weil die Politik ihren Empfehlungen folge. Der Springer-Chef sorgt sich "um unsere freiheitliche, rechtsstaatliche, offene Gesellschaft, die im Namen der guten Absicht beschädigt werden könnte". Die Maßnahmen müssten sich um die kümmern, die besonders gefährdet sind. "Die Fantasie, dass wir die Pausetaste drücken, bis das Virus verschwunden ist, ist naiv und gefährlich."

Döpfner betont im Gastbeitrag die Rolle des unabhängigen Journalismus: Journalist*innen sind "unser Fenster zur Welt" und "Filter der Wahrheit". Sie haben eine "enorme Verantwortung", welche die Presse "in beeindruckender Weise" gerecht werde. "Vielleicht rückt jetzt auch der Wert von unabhängigem Journalismus wieder stärker ins Bewusstsein." China dürfe als Diktatur kein Vorbild sein, um die Corona-Krise totalitär zu meistern. "Ich fürchte, wir begehen demokratischen Selbstmord aus Angst vor dem Sterben", mahnt Döpfner.
welt.de (Paid)

#WirBleibenZuhause appellieren die Zeitungen am Samstag bundesweit.

#WirBleibenZuhause appellieren am Samstag zahlreiche Tageszeitungen und drucken ein Aktionsplakat, das Leser*innen sich "gut sichtbar in ein Fenster" hängen sollen, so dass man es "von der Straße aus sehen kann". Damit wollen die Blätter von "Bild" über "FAZ" bis zum "Mindener Tageblatt" zur Eindämmung des Corona-Virus beitragen.
presseportal.de, mt.de (Plakat als PDF), mt.de (Paid)

Wort & Bild Verlag startet vier Corona-Newsletter.

Wort & Bild Verlag startet vier kostenlose Corona-Newsletter, abgestimmt auf die Zielgruppen seiner Magazin-Marken: Die Newsletter der Apotheken Umschau, des Senioren Ratgeber und der Baby und Familie erscheinen montags bis freitags, der Newsletter des Diabetes Ratgeber mindestens dreimal pro Woche.
presseportal.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2020): Wort & Bild stellt "Digital Ratgeber" zu E-Health vor.

“Tagesspiegel” verschickt seinen Checkpoint ab sofort auch auf Englisch.

Tagesspiegel verschickt seinen Newsletter Checkpoint von Montag bis Samstag nun auch auf Englisch. Der Verlag will so in der Corona-Krise auch die englischsprachigen Bewohner Berlins erreichen. Seit dieser Woche bietet der "Tagesspiegel" Corona-News außerdem auf Englisch, Türkisch und Arabisch an.
per Mail, #thinkpositive #actpositive

Bertelsmann Content Alliance startet die Initiative “Gemeinsam gegen Corona”.

Bertelsmann: Die Content Alliance startet die Initiative "Gemeinsam gegen Corona". Bei der Mediengruppe RTL läuft dafür u.a. seit Freitag ein Spot mit Gesundheitstipps, dazu zahlreiche Sondersendungen. Bei RTL Radio Deutschland läuft ebenfalls ein "Gemeinsam gegen Corona"-Werbespot, in dem Promis zum Schutz gegen das Virus aufrufen. Zur Initiative gehören außerdem die bereits gestern von Gruner + Jahr angekündigten Neurungen beim "stern".
guj.de, turi2.de ("stern"), #thinkpositive #actpositive

Meinung: Sind Corona-News hinter der Paywall legitim?

Corona-Paywall: Medien sollten in der Krise "keine Dealer" sein, kritisiert Tobias Singer, dass Online-Medien essentielle Informationen teils nur gegen Bezahlung anbieten. Es laufe etwas schief, wenn Medien mit der Krise Geld verdienten. Thomas Borgböhmer argumentiert, auch andere Branchen geben ihre Waren in Krisenzeiten nicht plötzlich kostenlos her. Grundlegende Info seien frei zugänglich, auch dank der Öffentlich-rechtlichen, typische Bezahl-Artikel gingen meist über das Newsgeschehen hinaus.
meedia.de

Gastro-Fachmagazin “AHGZ” schaltet Artikel im Plus-Bereich frei.

Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Gastro-Fachmagazin der dfv Mediengruppe, stellt wegen der Corona-Pandemie seinen Plus-Bereich kostenfrei zur Verfügung. Die Inhalte sollen bis zum 19. April nach einmaliger Registrierung frei zugänglich sein. Objektive und sachliche Informationen seien jetzt wichtiger denn je und müssten für alle zugänglich sein, sagt Chefredakteur Rolf Westermann.
ahgz.de

Bauer kauft die australische Event-Marke The High Tea Party.

Bauer investiert in Australien ins Eventgeschäft und übernimmt die Event-Marke The High Tea Party. Es sind kostenpflichtige Events für Frauen, mit Mode- und Beauty-Präsentationen, Vorträgen, Produktproben, Marktständen von Sponsoren und Food-Angeboten. Alison Dean berät Bauer zwölf Monate dazu, sie ist Chefin der Peppermint Group und Erfinderin der Event-Reihe.
new-business.de

Madsack lässt nach Corona-Verdachtsfall Mitarbeiter in Hannover mobil arbeiten.

madsack_150Madsack hat einen noch nicht bestätigten Corona-Verdachtsfall im Pressehaus in Hannover und lässt am Freitag alle Mitarbeiter von Zuhause arbeiten, deren Tätigkeit das erlaubt. Die Heimarbeit ist verpflichtend, bis das Ergebnis des Tests bekannt ist.
uebermedien.de

Korrektur 16 Uhr: In einer früheren Meldung hatten wir berichtet, dass Madsack "alle Mitarbeiter ins Home Office" schickt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

“NZZ” macht Eric Gujers Polit-Newsletter frei zugänglich.

NZZ will mehr deutsche Leser*innen gewinnen und macht den Polit-Newsletter Der andere Blick kostenlos verfügbar. Bislang war das freitägliche Briefing von Chefredakteur Eric Gujer nur für Digital-Abonnent*innen erhältlich. Seit dem 4. März gibt es zudem das Morgen- und Abendbriefing in einer Version für deutsche Leser*innen. Auch neue Deutschland-Korrespondent*innen will die "NZZ" verpflichten.
meedia.de

Renner: Springer zahlt den Topmanagern insgesamt rund 74 Mio Euro als Bonus.

Springer: Vorstandschef Mathias Döpfner sowie die Vorstände Julian Deutz, Jan Bayer und Andreas Wiele erhalten "mit hoher Wahrscheinlichkeit" insgesamt rund 74 Mio Euro an Bonuszahlungen, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Vorstände, die bereits 2016 im Amt waren, profitierten von einem aktienkursbasierten Vergütungsprogramm namens LTIP.
berliner-zeitung.de

Trotz Kritik: Rowohlt-Verlag hält an Woody Allens Autobiographie fest.

Rowohlt hält an der Veröffentlichung der Autobiographie von Woody Allen (Foto) fest - trotz Kritik von Rowohlt-Autoren. Sie werfen dem Verlag "unethisches" Verhalten vor, dieser sei nicht an "den Belangen der Opfer sexueller Übergriffe" interessiert. Die Debatte zeige "grundsätzliche Fragen des Verlegens" im "Spannungsfeld von Ethik und Meinungsfreiheit", kontert Verleger Florian Illies.
buchreport.de, 54books.de (offener Brief)

Corona: Springer schickt seine Mitarbeiter*innen ins Home Office.

Springer schickt seine Mitarbeiter*innen ins Home Office. Im Haus sei der erste bestätigte Fall aufgetreten, informiert der Vorstand die Mitarbeiter*innen in einer Rundmail. Ab sofort empfiehlt der Konzern das Home Office, ab Montag ist es verpflichtend – "sofern Ihre Tätigkeit dies erlaubt". Auch der "Tagesspiegel" hat seinen ersten bestätigten Corona-Fall. Der Mitarbeiter und alle Kolleg*innen, die mit ihm in Kontakt standen, befinden sich in Quarantäne.
uebermedien.de, rbb.de

Corona-Virus: Vermarkter registrieren Verschiebungen von Kampagnen.

Funke registriert angesichts der Verunsicherung durch das neuartige Corona-Virus "erste Stornierungen" - vor allem aus der Touristik und von Veranstaltern, schreibt "Horizont". Die Buchungsstopps in Print und Online bewegten sich "in einem vertretbaren Rahmen", meist würden Kampagnen verschoben. Ähnlich ist der Tenor bei "fast allen zwölf Vermarktern", die "Horizont" anfragte. Vereinzelt seien Kampagnen zur Fußball-EM "auf Eis gelegt, weil man sich nicht sicher ist, ob sie stattfindet".
"Horizont" 11/2020, S. 4 (Paid)

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf.

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf. Die Kooperation mit Springers Media Impact läuft im September aus, "in einzelnen Bereichen" will Funke auch künftig mit dem Vermarkter zusammenarbeiten. Laut "Horizont" hat das Kartellamt die Vermarktung der Zeitschriften von Funke durch Burdas Werbesparte BCN abgewiesen.
funkemedien.de (Pressemitteilung), horizont.net (Paid)

Meinung: Gerüchte über eine Aufspaltung bei Springer bleiben.

Springer: Die Gerüchte über die offiziell dementierte Aufspaltung der Bereiche Journalismus und Rubrikengeschäfte bleiben, schreibt Catrin Bialek im "Handelsblatt". Die Wahrung des publizistischen Erbes - für das Axel Springers Witwe Friede steht - und das Wachstum im Digitalbereich - laut dem "Handelsblatt" das "mutmaßlich eigentliche Ziel" des US-Investors KKR - führe bei Springer zu Spannungen.
handelsblatt.com (Paid)

Hör-Tipp: Katarzyna Mol-Wolf im Gespräch mit Lars Haider.

Hör-Tipp: "Emotion"-Chefin Katarzyna Mol-Wolf spricht im "Entscheider treffen Haider"-Podcast von "Abendblatt"-Chefredakteur Lars Haider über ihre Motive, Gruner + Jahr "Emotion" abzukaufen. Sie erzählt, warum sie unbedingt Unternehmerin sein wollte und warum auch andere ihren Traum verwirklichen sollten.
abendblatt.de (58-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Katarzyna Mol-Wolf: "Die Frauen-Quote in Verlagen muss sich ändern" (06/2018)

Corona: Bertelsmann sagt Bilanz-PK ab, Bayern alle Großveranstaltungen.

Absagen wegen Corona: Bertelsmann sagt seine Bilanz-Pressekonferenz in Berlin ab und ersetzt sie durch eine Telefonkonferenz. Der RBB schränkt den Publikumsverkehr in seinen Häusern ein und sagt eigene Veranstaltungen mit Publikum ab. Bayern verbietet bis Mitte April alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern, was beim Fußball die Absage von Spielen der Champions League, Bundesliga und Länderspiele bedeutet. Auch im Basketball müssen der Liga-Betrieb sowie die Euroleague-Spiele ohne Zuschauer stattfinden oder verlegt werden. Die DFL will die Bundesliga nicht abbrechen und setzt deshalb auf Spiele ohne Zuschauer, das erste "Geisterspiel" findet zwischen Gladbach und Köln statt.
per Mail, presseportal.de, kicker.de (Bayern), kicker.de (Bundesliga)