Junge Zielgruppen: "FAZ" setzt auf Social, "Zeit" auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Bildungsverlag Pearson will nur noch Digitalausgaben regelmäßig aktualisieren.

Pearson, weltweit größter Bildungsverlag, bereitet mit einer Digital-First-Strategie den Ausstieg aus Print vor. Statt 500 werden nur 100 gedruckte Lehrbücher pro Jahr aktualisiert, die digitalen Versionen regelmäßiger. Studenten sollen Print-Exemplare künftig vornehmlich ausleihen. Pearson macht 50 % der Umsätze digital. Im Print-Geschäft schrumpfen die Verkäufe auch, weil Studenten die teuren Exemplare lieber privat gebraucht kaufen.
bbc.com, cbsnews.com

Frieder Burda, 83, ist tot.

Frieder Burda, 83, ist tot. Der bekannte Kunstsammler und Mäzen war der mittlere der drei Burda-Brüder, der ältere Franz Burda jr., starb 2017, Verleger Hubert Burda ist 79. Von seinen Verleger-Eltern Aenne und "Senator" Franz Burda erbte Frieder, wie sein älterer Bruder Franz, Beteiligungen. Seine Sammlung umfasst systematische Bestände von Gerhard Richter und Sigmar Polke sowie Stücke von u.a. Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Teile des Spätwerks von Picasso. Seine Stiftung eröffnete 2004 in Baden-Baden das Museum Frieder Burda, dass die Sammlung bewahrt und zeigt.
faz.net, zeit.de

Verlage in Ostwestfalen gründen Gemeinschaftsredaktion in Bielefeld.

Falen-Mantel: "Neue Westfälische", "Lippische Landes-Zeitung" und "Mindener Tageblatt" gründen die "Gemeinschaftsredaktion der ostwestfälisch-lippischen Verlage" mit Sitz in Bielefeld. Die Chefredaktion übernimmt "Neue Westfälische"-Chef Thomas Seim. Die gemeinsame Redakation soll überregionale und regionalen Inhalte für Print und Online liefern.
mt.de

Anke Helle und Mateja Mögel übernehmen die Chefredaktion der "Freundin".


Neue BFF: Burda holt Anke Helle (Foto rechts), 38, und Mateja Mögel, 41, als Chefredakteurinnen für das Frauenmagazin "Freundin". Die beiden Journalistinnen treten ihre Stelle zum 1. September an. Sie folgen auf Nikolaus Albrecht, der den Verlag nach fast sieben Jahren "auf eigenen Wunsch" verlässt.

Anke Helle kommt vom Redaktionsbüro Nansen & Piccard, wo sie zuletzt als Redaktionsleiterin für Sense of Home zuständig war. Sie hat die Burda Journalistenschule besucht und war von 2010 bis 2015 bei Gruner + Jahr u.a. stellvertretende Chefredakteurin von "Neon" und "Nido". Mateja Mögel arbeitet seit 2014 bei BurdaHome, zuletzt seit 2016 als stellvertretende Chefredakteurin der Titel "Lust auf Genuss", "Slowly Veggie" und "Foodboom".
burda.com, turi2.de (Background)

Blue Ocean startet das Kindermagazin "Wickie und die starken Männer".

Blue Ocean hisst die Segel und startet das Kindermagazin "Wickie und die starken Männer" auf 36 Seiten. Das Heft für Vier- bis Neunjährige segelt für 3,99 Euro mit einer Auflage von 50.000 alle zwei Monate an die Kioske. Chefredakteur ist Simon Peter.
openpr.de


Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2016): Sandra und Simon Peter produzieren Kinderträume am laufenden Band.

Berufe mit Zukunft: V wie Verlegerin – Katarzyna Mol-Wolf.


Die Aufsteigerin: Katarzyna Mol-Wolf steht eigentlich auf dem Gipfel des Erfolgs. Vor zehn Jahren hat sie Gruner + Jahr die Zeitschrift "Emotion" abgekauft und daraus einen mittelständischen Verlag mit bald 10 Mio Euro Umsatz gemacht. Anfang 2019 wird ihr Weg mit der Auszeichnung "Medienfrau des Jahres" belohnt. Dass sie nichts davon hält, sich auf dem Gipfel auszuruhen, erklärt Mol-Wolf im Porträt von Markus Trantow in der turi2 edition #8. Im Erfolgs-Videofragebogen spricht die Verlegerin über die Rolle ihres Bauchgefühls bei wichtigen Entscheidungen. Lesen Sie das ganze Porträt über Katarzyna Mol-Wolf hier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs.

turi2 edition #8: Der Vogel-Verlag im Wandel zum Kommunikationsdienstleister.


Fliegender Wandel: Die Vogel Group in Würzbürg ist der Wandel-Weltmeister der Fachmedien-Branche. Jens Twiehaus besucht für die turi2 edition #8 Matthias Bauer, den Sprecher der Geschäftsführung und beschreibt, wie sich der einstige Print-Verlag zum Kommunikationsdienstleister wandelt. Im turi2.tv-Video führt Bauer u.a. durch die ehemaligen Druckhallen, die heute ein modernes Kongresszentrum sind. Lesen Sie den ganzen Artikel über Vogel im Wandel hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs ab Seite 112.

"Horizont": Burda Forward und Ad Alliance prüfen Partnerschaft.

Burda Forward und Ad Alliance sondieren eine Zusammenarbeit, vermuten Ulrike Simon und Roland Pimpl. Eine Sprecherin des RTL-Vermarkters IP Deutschland dementiere Verhandlungen, Burda hingegen teilte auf "Horizont"-Nachfrage mit, man sondiere "kontinuierlich mögliche Partnerschaften und prüft unterschiedliche Optionen". Bei BCN, dem zweiten Konzernvermarkter, herrsche wegen der Gerüchte große Aufregung, schreiben Simon und Pimpl. Die Ad Alliance ist der Hauptwettbewerber des Vermarkters.
horizont.net (nach Anmeldung frei)

Madsack führt Digitalabo mit Time-Wall ein.


Time is the enemy: Madsack ändert seine Paid-Content-Strategie und schafft das Freemium-Modell zugunsten einer "Time-Wall" ab. Die Artikel der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Presse" sind in der ersten Stunde nach Veröffentlichung kostenlos. Danach verschwinden sie hinter der Paywall. Das neue Modell führt der Verlag in den kommenden Wochen auch bei allen weiteren Regionalzeitungen, u.a. "Märkische Allgemeine", "Leipziger Volkszeitung" und "Ostsee-Zeitung", ein.

Ein Digitalabo kostet künftig 2,49 Euro pro Woche, für Print-Leser 3 Euro pro Monat. Leser, die von den sozialen Kanälen kommen, können künftig nicht mehr 20 Artikel kostenlos lesen. Die neue Zeit-Schranke soll zum einen die Reichweite der Zeitungs-Websites erhöhen, als auch "Anreiz zum Abschluss eines Digital-Abos" sein.
madsack.de, dnv-online.de

Gruner + Jahr verkauft 45.000 Ausgaben Waldpapier von "Wohllebens Welt".

Gruner + Jahr hat von Wohllebens Welt bereits 45.000 Exemplare verkauft. Das Personality-Magazin um Peter Wohlleben ist im April gestartet, seit 14. Juni liegt die zweite Ausgabe am Kiosk. Bei einer Leserbefragung gaben 98 % der Befragten dem Magazin die Noten 1 oder 2.
presseportal.de



Aus dem Archiv von turi2.tv: Peter Wohlleben und Michael Schaper stellen "Wohllebens Welt" vor.

Zitat: Wolfram Simon-Schröter will Ausgleichsfonds für KNV-Insolvenz.

"Es ist uns ein Anliegen, den kleineren Verlagen zumindest einen Teil ihres Schadens zu begleichen."

Wolfram Simon-Schröter, Zeitfracht-Chef und neuer Eigentümer des Buchgroßhändlers KNV, will mit einem Ausgleichsfonds kleine Verlage, die durch die KNV-Insolvenz Geld verloren haben, unter die Arme greifen. Im Interview mit dem "Börsenblatt" wünscht er sich eine Führung durch den Börsenverein und Unerstützung aus Branche und Politik.
boersenblatt.net, turi2.de (Background)

Funke übernimmt die Anzeigenblätter "Glinder Zeitung" und "Sachsenwald".

Funke Mediengruppe verstärkt sein Geschäft mit Anzeigenblättern im Norden und übernimmt den Verlag Hans-Jürgen Böckel mit seinen Titeln "Glinder Zeitung" und "Sachsenwald". Funke war bei dem Verlag aus Schleswig-Holstein bisher Minderheitsgesellschafterin. In Hamburg und dem Norden verlegt Funke u.a. bereits die Anzeigenblätter "Hamburger Wochenblatt" sowie "Niendorfer Wochenblatt".
funkemedien.de

GeraNova Bruckmann legt die Wohnzeitschrift "Finca living" an den Kiosk.

GeraNova Bruckmann erweitert mit der Wohnzeitschrift "Finca living" sein Portfolio bei Home & Living. Das Heft rund um den mediterranen Landhaus-Stil erscheint quartalsweise mit einer Auflage von 45.000 Exemplaren. Die erste Ausgabe liegt ab 5. Juli für 4,95 Euro am Kiosk. Der Verlag hatte erst Ende 2018 die Zeitschrift "Zuhause Wohnen" übernommen.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

Bild Plus startet Werbekampagne mit Marktschreiern.

Bild Plus startet eine Werbekampagne mit dem Claim "Bild ohne Ende": In dem Spot preisen drei Marktschreier lautstark Inhalte des Nachrichtenportals an. Die Kreativagentur Kolle Rebbe realisierte die Kampagne, die zeigen solle, wie vielseitig das digitale Bezahlangebot sei. Die Werbung wird im Free-TV sowie online und als Out-of-Home-Werbung ausgespielt.
axelspringer.com, youtube.com (80-Sekunden-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Springer-Chef Mathias Döpfner über Musik, Strategie und die Zukunft (9/2018).

"FAZ" meldet wachsendes Digitalgeschäft und veränderten Aufsichtsrat.

Frankfurter Allgemeine Digitalzeitung: Die "FAZ" hat die rückläufigen Printerlöse dank wachsendem Digitalgeschäft in den ersten fünf Monaten "mehr als kompensiert". 2019 erwartet "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner ein positives Betriebsergebnis. Dafür sei "eine strenge Kostendisziplin" nötig. Die Bi­lanz­sum­me liegt 2018 bei 446,8 Mio Eu­ro.

Die Gesellschafterversammlung wählt Stefan Quandt und Joachim Rosengarten in den Aufsichtsrat. Andreas Barner und Karl Dietrich Seikel tauschen ihre Posten: Barner übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats, Seikel wird Vorsitzender des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung, Mehrheitseigner der "FAZ". Ludwig Georg Braun verlässt den Aufsichtsrat "nach Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze".
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

Wo sind Marken sicher? Oliver Hülse und Daniel Gerold über Werbe-Betrug und saubere Umfelder.


Orientierung im Wörter-Wald: Die digitale Werbeindustrie liebt Buzzwords – "Horizont" und turi2.tv wollen sie verstehen. Beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr erläutern deshalb die Reklame-Recken Oliver Hülse (links) und Daniel Gerold, wo Betrug lauert, wo Marken sicher fahren und weshalb Google und Facebook nicht zwangsläufig böse Buben sind. Oliver Hülse checkt bei Integral Ad Science die Werbeumfelder – und hat viel Lob für Verlage im Gepäck. Daniel Gerold von Gruner + Jahr EMS lobt auch – überraschenderweise die großen Tech-Konzerne.

Oliver Hülse ist von Berufs wegen vorsichtig-kritisch und sagt: "Auf allen digital ausspielbaren Werbeflächen kann betrogen werden." Bot-Netzwerke, Ad Stacking und Domain Spoofing lauten die Fallen, vor denen Hülse Werbekunden und Agenturen als Dienstleister bewahren will. Auch Daniel Gerold will beim G+J-Digitalvermarkter Kunden glücklich machen und sieht sie im Verlagsumfeld in besten Händen: "Hier sitzen Menschen, die Tag und Nacht hochwertige Inhalte produzieren." Das bestätigt Hülse, will aber im Gegenzug nicht andere Werbeumfelder schlecht machen: Er hält auch YouTube und Facebook für gute Umfelder und zeigt Verständnis, wenn in den Massen von Videos und Postings mal ein schlechter Inhalt "durchrutscht".
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Geschäftsführer Lars-Henning Patzke verlässt Jahr Top Special.

Jahr Top Special und Geschäftsführer Lars-Henning Patzke trennen sich. Der Verlag nennt "unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Weiterentwicklung" als Grund. Patzke war 2013 vom DPV Deutscher Pressevertrieb gewechselt. Verlegerin Alexandra Jahr will Jahr Top Special künftig alleine führen.
jahr-tsv.de

Aus dem Archiv: Alexandra Jahr in der turi2 edition #3.

Berufe mit Zukunft: P wie Produktmanager – Stefan Ottlitz.


Zwischen Stratege und Mädchen für alles: Stefan Ottlitz sitzt beim "Spiegel" genau zwischen Verlag und Redaktion. Für die turi2 edition #8 porträtiert Markus Trantow den früheren Kapuzenpulli-Träger als P wie Produktchef in unserem Berufe-Alphabet. Er spricht mit ihm über erfolgreiche Produktentwicklung und die disruptive Zukunft. Im Erfolgs-Videofragebogen berichtet Ottlitz von seinen Bemühungen, ein guter Chef zu sein. Lesen Sie das ganze Porträt hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs.

Analyse: Redaktionelle Angebote sind für Google nicht kriegsentscheidend.

Google verdient nur wenig an journalistischen Angeboten, analysiert der SEO-Software-Anbieter Sistrix. Nur bei 0,25 % der journalistisch geprägten Suchbegriffe wird Werbung eingeblendet. Von den Such-Treffern führen überschaubare 7,89 % auf journalistische Domains – und sind damit hinsichtlich des EU-Leistungsschutzrechtes relevant. Sistrix wertete 53 Mio Suchbegriffe und 1.278 redaktionelle Domains aus.
sistrix.de, horizont.net

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de

Falkemedia und SHZ wollen Zeitschriften-Geschäft fusionieren.

Zeitschriften: Falkemedia und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) wollen ihr Magazingeschäft zusammenlegen. Das Kartellamt prüft die Pläne, berichtet Meedia. Falkemedia verlegt rund 20 Titel, etwa das Thermomix-Magazin "Mein Zaubertopf", "Landgenuss" und das Technik-Magazin "MacLife". Zum SHZ gehören u.a. "Landgang", "Sylt-Magazin" und "Handballwoche". Der SHZ bestätigt Fusionspläne, Falkemedia kommentiert sie nicht.
meedia.de

Gerrit Schumann und Oliver Voigt führen künftig Handelsblatt Media Group.


Handelsblatt Media Group wird künftig von Gerrit Schumann (Foto, links) und Oliver Voigt geführt. Die Geschäftsführer übernehmen in Doppelspitze die bisherige Führungsrolle von Frank Dopheide (Mitte), der zum 1. Juli die Geschäftsführung und Ende 2019 das Unternehmen verlässt. Schumann war Anfang 2017 als Digital-Chef in die Handelsblatt-Geschäftsführung gekommen, Voigt folgte Anfang dieses Jahres.

Die Neuaufstellung nutzt die Mediengruppe für weitere Reformen. Die Vermarktung soll sich auf zwei Säulen aufteilen: Die IQ Media Marketing kümmert sich um Agenturvermarktung, die HMG Solutions soll direkt mit Kunden spezifische Konzepte entwicklen. IQ-Media-Geschäftsführer Stefan Knieß geht, ergänzt Roland Pimpl – der Umbau komme einer Dezimierung gleich. "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" sollen redaktionell verstärkt "zielgruppenspezifische Produkte" entwickeln, etwa Briefings per E-Mail, Podcasts und Themen-Portale. Außerdem sollen die digitalen Produkte mehr Funktionen zur Personalisierung bekommen. (Foto: HMG, Montage: turi2)
per Mail, horizont.net (Pimpl), turi2.de (Background)

Geschäftsführer Frank Dopheide verlässt die Handelsblatt Media Group.


Steingarts letzte Spuren: Frank Dopheide, Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, verlässt das Unternehmen Ende des Jahres "auf eigenen Wunsch", schreibt die "Rheinische Post". Hintergrund sind wohl Differenzen mit dem Aufsichtsrat über die Ausrichtung des Verlags. Die "Rheinische Post" zitiert aus einer E-Mail Dopheides an Kollegen, in der er schreibt, er wolle "wieder selbständiger werden".

Dopheide war vor einem Jahr – unmittelbar nach Gabor Steingarts Abgang – zum Sprecher der Geschäftsführung aufgestiegen. Er verantwortete Redaktion, Veranstaltungen und Kommunikation. Dopheide war das letzte Mitglied des ehemaligen Führungstrios, zu dem noch Gabor Steingart und Finanzchef Ingo Rieper gehörten. In der Redaktion haben noch viele Vertraute von Steingart das Sagen: Sven Afhüppe wurde von ihm zum "Handelsblatt"-Chefredakteur gemacht, Beat Balzli und Miriam Meckel kamen durch Steingart zur "Wirtschaftwoche".
rp-online.de

Korrektur: Sven Afhüppe wurde nicht - wie ursprünglich in diesem Text geschrieben - von Gabor Steingart zum "Handelsblatt" geholt, er war schon da, als Steingart vom "Spiegel" kam. Steingart hat Afhüppe zum "Handelsblatt"-Chefredakteur gemacht.

Aus dem turi2.tv-Archiv: Frank Dopheide über die Zukunft des "Handelsblatts".