NPG bündelt Lesermarkt unter Svenja Grampp und verabschiedet Thomas Gläser.


Neuer Zuschnitt: Die Neue Pressegesellschaft ordnet im Zuge der Übernahme der Medienholding Süd ihren Lesermarkt neu. Künftig gibt es eine zentrale Lesermarkt-Business-Unit, deren Leitung Svenja Grampp (links) übernimmt. Sie hat bisher den Lesermarkt der "Südwest Presse" in Ulm verantwortet. Parallel verlässt Thomas Gläser (rechts), bisher Geschäftsführer vom Südwest Media Network, das Unternehmen zum Jahreswechsel "auf eigenen Wunsch" und "einvernehmlich". Gläser hatte seit 2021 die Gesamtverantwortung für die Lesermärkte der Stuttgarter Zeitungsgruppe und des "Schwarzwälder Boten" inne.
neue-pressegesellschaft.de

(Foto: NPG)

Funke holt Carsten Groß als Geschäftsführer Digital Publishing zurück.


Vom Süden in den Westen: Die Funke Mediengruppe schafft bei ihren Regionalmedien die neue Position des Geschäftsführers Digital Publishing und besetzt sie mit Carsten Groß, der für den Job ab Februar nach Essen zurückkehrt. Er kommt von der Medienholding Süd, für die er als Geschäftsführer tätig war. Zuvor arbeitete Groß bereits bis Mitte 2023 als Chief Product Officer für Funke. In seiner neuen Funktion berichtet Groß an Regionalmedien-Geschäftsführer Christoph Rüth und verantwortet Produkt, Technologie, New Business und Data. Ziel ist die Beschleunigung der Transformation, um Journalismus künftig allein durch digitale Umsätze zu finanzieren.
funkemedien.de

(Foto: Funke)

Zitat: Warum BDZV-Vorstand Matthias Ditzen-Blanke eine Anpassung der Regulierung fordert.


"Das ist unfair – wir kämpfen mit ungleichen Waffen."

BDZV-Vorstand Matthias Ditzen-Blanke kritisiert im turi2-Interview das geltende Kartellrecht, das Allianzen von Verlagen erschwere, während Plattformen wie Google eine enorme Marktmacht ausüben würden.
turi2.de

(Foto: BDZV/Semmerling)

Madsack stellt sein RND unter die Führung von Lina Timm und Denni Klein.


Neue Doppelspitze: Die Madsack Mediengruppe stellt die Geschäftsführung ihres RedaktionsNetzwerk Deutschland neu auf. Lina Timm und Denni Klein tragen künftig gemeinsam die unternehmerische Verantwortung für die Zentralredaktion. Sie sollen u.a. digitale Erlösmodelle ausbauen und die Zusammenarbeit mit Partnerverlagen vertiefen. Timm ist seit April bei Madsack und leitete zuletzt das Newsletter-Geschäft von RND Fortis. Klein verantwortete ebenfalls RND Fortis, seit Juni wirkt er zudem bereits als RND-Geschäftsführer.

"Mit Lina Timm und Denni Klein übernehmen zwei starke Persönlichkeiten die unternehmerische Führung des RND", sagt Konzernchef Thomas Düffert. "Beide haben einen journalistischen Background und für Madsack bereits sehr erfolgreich innovative Produktangebote und digitale Geschäftsmodelle entwickelt." Auch Bernhard Bahners ist weiter Geschäftsführer des RND, teilt der Verlag auf Nachfrage von turi2 mit. Er unterstütze das Partnermanagement. Zudem wirkt er als Geschäftsführer von radio.de.

Die Chefredaktion der Zentralredaktion führen auch künftig Eva Quadbeck und Sven Oliver Clausen.
madsack.de, horizont.net (€), meedia.de

(Fotos: Madsack, Montage: turi2)

Zitat: BDZV-Vorstand Matthias Ditzen-Blanke fragt sich, ob die Politik das Gemeinwohl noch ernst nimmt.


"Politik muss sich fragen, ob sie das Gemeinwohl noch ernst nimmt."

BDZV-Vorstand Matthias Ditzen-Blanke fordert im turi2-Interview von der Politik mehr Konsequenz bei der Regulierung von US-Plattformen, auch wenn dies zu transatlantischen Spannungen führen könnte.
turi2.de

Springer kündigt Vertrag mit Verwertungsgesellschaft Corint Media.


Springt ab: Medienkonzern Axel Springer zieht sich aus der Presse-Verwertungs­gesellschaft Corint Media zurück, berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Ein Springer-Sprecher bestätigt die Kündigung der Verträge zum 30. Juni 2026. Nur Welt-TV bleibe bei Corint Media dabei. Springer sei zwar weiterhin ein "klarer Befürworter einer kollektiven Wahrnehmung" der Leistungsschutz-Rechte durch eine Verwertungsgesellschaft, auch als "Gegengewicht zur Verhandlungsmacht marktbeherrschender Plattformen", dennoch habe man entschieden, "alternative Modelle für die Vergütung unserer Inhalte auszuloten". Pimpl vermutet, dass die Vergütung für das Leistungsschutzrecht gegenüber der Verwertung von KI-Inhalten in den Hintergrund rücke.

Laut "Horizont" ist Springer bei Corint Media neben der Seven.One Entertainment Group der "mindestens zweitgrößte Gesellschafter". Der Rückzug kommt kurz vor einem wichtigen Schiedsspruch des Deutschen Patent- und Markenamtes im Streit um eine angemessene Vergütung mit Google. Corint Media fordert von Google 420 Mio Euro für das Jahr 2022, während Google 3,2 Mio Euro anbietet. Der Schiedsspruch gilt als schicksalhaft für die gesamte kollektive Vertretung.
horizont.net (€)

Presse-Grossisten drohen mit Klage gegen Vertriebs-Reform.


Acht Aufbegehrer: Acht Pressegrosso-Unternehmen drohen mit einer Klage gegen die geplante Reform des Pressevertriebs, sollte das Bundeskartellamt dem Vorhaben zustimmen, berichtet "epd Medien". Die Verlagsallianz "Fit For Future", zu der u.a. Burda, Bauer, Springer und Funke gehören, plant eine "Presse-Grosso-Allianz", um den Vertrieb neu zu ordnen. Die Pläne sehen nur noch vier große Systempartner vor. Die acht im "Siegburger Kreis" zusammengeschlossenen Grossisten wären dann nur noch Logistiker. "Sollte die Behörde das Verlagsvorhaben dulden, sehen sich die betroffenen Grosso-Unternehmen im Interesse ihrer Gesellschafter, Mitarbeiter und Partner verpflichtet, Rechtsmittel einzulegen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Gemeinsames Ziel aller Marktteilnehmer sollte sein, "rechtliche Auseinandersetzungen und Friktionen im Markt, speziell in der Zusammenarbeit mit den Einzelhandelspartnern, zu vermeiden", so der "Siegburger Kreis". Man sei daher zu weitreichenden strukturellen Veränderungen bereit, allerdings sei "die Rolle eines bloßen Logistikdienstleisters auf Zeit für die Grosso-Unternehmen keine Option". Vereinzelt geführte Gespräche seien "bislang von tragfähigen Ergebnissen weit entfernt". Die Verlagsallianz rechnet zeitnah mit einer Entscheidung des Bundeskartellamtes.
medien.epd.de (€), turi2.de (Background)

(Symbolbild: IMAGO / Arnulf Hettrich)

Das B bleibt: Jan Wachtel wechselt als CEO von Bauer zu Burda.


Medien-Manager Jan Wachtel, 45, wird zum 1. Januar 2026 CEO von Burda Media und Vorstand der Burda-Gruppe. Er folgt auf Verlags­vorstand Philipp Welte, der seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen ist und zum Jahres­wechsel in den Verwaltungs­rat wechselt. Wachtel kommt von der Bauer Media Group, wo er seit 2023 das gesamte Publishing­geschäft verantwortet und zudem Mitglied im Executive Board ist. Davor war er in verschiedenen Führungs­rollen für Axel Springer und RTL Deutschland tätig. Er empfinde es "als großes Privileg, gemeinsam mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen die Zukunft von Burda zu bauen", sagt Wachtel. Das über Jahrzehnte gewachsene Marken­portfolio bilde "ein starkes Fundament, das wir nun auf die Herausforderungen einer sich rasant verändernde Medienwelt ausrichten werden".

Burda-Gesell­schafterin und Verwaltungs­rätin Elisabeth Burda Furtwängler sagt zu der Neu-Besetzung: "In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche wollen wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten, indem wir unsere Produkte weiterentwickeln und auf die Kundinnen und Kunden und die Geschäftsmodelle von morgen ausrichten. Für diese strategische Aufgabe ist Jan Wachtel mit seinem starken Track-Record in führenden Medienhäusern und seinem zeitgemäßen, partizipativen Führungsstil unsere ideale Besetzung." Verwaltungs­rats­chef Olaf Koch nennt Wachtel einen "exzellenten und erfahrenen Media Executive, der gemeinsam mit dem starken Team den Aufbruch zu neuem Wachstum anführen wird".

Verleger Hubert Burda dankt Philipp Welte dafür, dass er das "Verlags­geschäft erfolgreich ausgebaut und in allen disruptiven Entwicklungen hoch­profitabel gehalten" habe. "Mit seiner Leidenschaft für publizistische Produkte und seinem unermüdlichen Einsatz für den unternehmerisch finanzierten Journalismus" habe Welte Burda "und die gesamte Verlags­branche in Deutschland" gestärkt.
burda.com

(Foto: Alexander Klebe für Bauer Media Group)

Bulo’s Beobachtungen: Das Phasensterben der Publisher.


Publikaturist und Gary-Glotz-Kreativchef Peter "Bulo“ Böhling nimmt sich in seiner Kolumne in dieser Woche das Geschäftsmodell der klassischen Verlage vor, das stärker unter Druck steht denn je. Mit Blick auf ein drohendes Verlagssterben fühlt er sich beim Umgang damit an sein Lieblingsnebenfach in der Uni erinnert: Psychologie. Er hofft auf nicht weniger als eine "publizistische Reinkarnation".

von Bulo

Nach der Diagnose einer schweren Krankheit gibt es laut heutigem Stand der Psychologie fünf Phasen, wie Betroffene damit umgehen: Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depression und schließlich die Akzeptanz. Ähnlich verhält es sich derzeit im Kreis der Publisher. Nur, dass die Verleger durch Dr. Google und seinen zusammenfassenden Helfer Gemini keinen Schnupfen vor den Latz geballert bekommen, sondern ihr Todesurteil. Zumindest die meisten von ihnen.

„Blödsinn!“ werden jetzt einige abwinken. Aha, merken Sie was? Richtig: Phase eins, Verleugnung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf … Unser Haus gibt es schon seit fast 100 Jahren … Wir werden geeignete Maßnahmen finden … et cetera, Gezetera. Wer sich in diesen Tagen auf den Feelgood-Feten der publizierenden Branche unter die Gäste mischt, gewinnt die erschreckende Erkenntnis, dass sich erstaunlich viele noch an diesem Punkt befinden, obwohl sie bereits kurz vorm Abnippeln sind.

Wer's schon begriffen (und die Wut hinter sich gelassen) hat, der befindet sich bereits in Phase drei und damit in Verhandlungen - mit sich selbst und anderen. Was wird da fleißig sondiert, suggeriert und summiert?! Doch unterm Strich steht fast immer diese eine unschöne Zahl: Werbegeschäft minus 100 Prozent = Zero. Nichts. Nullkommanix. Das lässt sich leider nicht schönrechnen.

Und da kommt sie auch schon traurig um die Ecke geschlichen, die in Hoffnungslosigkeit stoßende Phase vier: Depression. Wie ein dickes schwarzes Tuch aus Samt legt sie sich auf die Motivation der Machenden, auf deren Aufnahmebereitschaft, Visionsfähigkeit, Transferdenken, Weitsichtstärke und Über-Lebens-Lust. Klingt düster? Isses auch. Aber: Haltet durch, liebe Medienhausmeister! Denn bald beginnt sie, die letzte und entscheidende Phase eurer Wiedergeburt.

Denn wenn ihr endlich akzeptiert, dass ihr euch dereinst digital selbst eure Printprodukte (und damit Markenträger) abgeschossen habt, um euch jetzt schweren Herzens auch vom Online-Geschäft verabschieden zu müssen, dann lebt es sich friedvoller. Denn dann seht ihr, dass ihr noch näher ran müsst an eure Zielgruppe, und zwar nicht nur mit Inhalten, sondern auch Erlebnissen, Events, Empfehlungen. Dass Neugeschäft nicht nur bedeutet, andere Titel zu übernehmen, sondern in die Leser- oder besser Kundenbindung zu investieren – und: in die Customer-Communities.

Natürlich wäre es utopisch, jedem von euch zuzurufen „Eröffnet Cafés, lasst Boote vom Stapel, gründet Yoga-Studios, Ernährungsberatungen, Testlabore oder Modelabels!“. Noch weltfremder wäre allerdings die Ermutigung, weiterzumachen wie bisher. Und wenn ihr euch neu erfindet, dann bitte nicht als Kaffeesatzleser eurer Vergangenheit, sondern als Gastgeber einer neuen Öffentlichkeit. Einer, die weniger Reichweite braucht und mehr Nähe. Mehr Austausch, weniger Auflage. Mehr Substanz, weniger Schein.

Das wäre wahrhaftig eine versöhnliche Phase sechs: Wiederaufbau mit Herz und Verstand. Ich wünsche darum eine alles Dagewesene vergessende Restwoche mit der zukunftstauglichen Traute zur publizistischen Reinkarnation!

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Falkemedia baut Geschäftsführung von Nordmedien um.


Neues im Norden: Publisher Falkemedia macht Kathrin Wesselmann (links) und Gesa Schimmer (rechts) als Doppel­spitze zur Geschäfts­führung seiner Nordmedien in Schleswig-Holstein. Beide sind seit vielen Jahren im Verlag und folgen auf Geschäftsführer Benjamin Haben, der nach etwas mehr als einem Jahr im Amt neue Aufgaben bekommt: Zusammen mit Herausgeber Kassian Alexander Goukassian soll er sich dem neuen Projekt AI-Mindset Campus widmen, den er strategisch aufbauen und für Entscheider weiterentwicklen soll. Parallel betreut er Schlüsselkunden der Nordmedien langfristig weiter. Bei Falkes Hamburger Medien übernehmen Luka Plepp und Kai Wehl die Leitung.
falkemedia.de, turi2.de (Background Haben)

(Bild: Falkemedia)

“Manager Magazin”: Burda sucht nach Visionen für die Zukunft.


Nach dem Einstieg von Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler ins Unternehmen soll bei Hubert Burda Media "Unruhe auf allen Ebenen" herrschen, schreibt Henning Hinze im "Manager Magazin". Im Juni hatte Burda die Aufspaltung in Mediengeschäft und Beteiligungen vollzogen, wobei nicht allen im Unternehmen klar sei, "was die operative Trennung der beiden Geschäfte dem Haus jetzt bringen soll", hört Hinze. Nach einem Treffen von Unter­nehmens­leitung und Führungs­kräften Anfang Juli am Tegern­see wolle Verwaltungs­rats­chef Olaf Koch in den kommenden Monaten in einer Reihe von "Burda Colleges" von wechselnder Größe und Besetzung eine "Vision" für den Konzern und seine Sparten entwickeln. Kochs Botschaft laut Hinze: "Das Tages­geschäft wird uns nicht retten. Burda muss neu gebaut werden, Abriss­arbeiten inklusive." Die Berufung des früheren Metro-Chefs im vergangenen Winter kam überraschend, da Koch bisher keine Erfahrung im Medien­geschäft hatte. Jedoch habe er als "Pragmatiker" "schnell einen Draht zu den Jung­gesell­schaftern" gefunden, so Hinze. Da beide Burda-Sprösslinge bisher keine Erfahrung in operativer Führung hätten, solle Koch sie nun "so gut es geht coachen".

Dringlichkeit herrsche auch deshalb, weil Burda das vierte Jahr in Folge schrumpfe, "nicht dramatisch, aber kontinuierlich": Lag der Konzern­umsatz 2021 noch bei 2,94 Mrd Euro, waren es 2024 nur noch 2,74 Mrd Euro. "In zentralen Bereichen hat Burda den Anschluss verloren", urteilt Hinze. Das Zeitschriften-Geschäft stehe "ohne nennens­werte Größe an Digital­abonnements da", einige Digital­beteiligungen, wie etwa die Xing-Mutter New Work, seien "im freien Fall". Burda-Equity-CEO Marc Al-Hames und Jacob Burda würden derzeit das Portfolio nach möglichen Verkaufs­kandidaten durchleuchten. "Noch 2025" sollen Entscheidungen fallen, hört das "Manager Magazin" von einer in die Pläne eingeweihten Person. Das Umfeld lege derzeit jedoch keine Eile nahe: "Wenn Zinsen sinken würden, hätte Burda eine Riesenchance für gute Exits."

Auf Verlagsseite hätten Elisabeth Burda Furtwängler und Ex-Springer-Vorständin Ulrike Handel, die seit Februar im Burda-Verwaltungs­rat sitzt, Ende Juni einen Kreativ­prozess angestoßen, bei dem sie Chef­redakteure und Verlags­mitarbeiter um "frische Ideen" gebeten haben. Dabei soll in den ersten Wochen eine "solide drei­stellige Zahl von Eingaben" eingegangen sein. Für die Verlags­sparte suche eine Head­hunterin derzeit nach einer obersten Führungs­kraft. Der bisher verantwortliche Philipp Welte soll dann in den Verwaltungs­rat auf­steigen.
manager-magazin.de (€)

(Foto: Sabine Brauer for Hubert Burda Media)

Hör-Tipp: Wie Verlage mit Online-Spielen Leser binden und Reichweite machen.


Hör-Tipp: Im "Subscribe Now"-Podcast erzählt Jan Reichert wie Verlage mit kleinen Online-Spielen Leser­bindung und Abo-Umsatz steigern. Seine Firma kr3m liefert Spiele u.a. für "Spiegel", "Focus Online" und "Bild". Reichert macht keinen Hehl daraus, letztlich nur erfolgreiche Spiele wie "Sudoku", "Solitär" oder "Snake" zu kopieren und zu optimieren, weil Menschen danach bei Google suchen. Durch ihre gute Reputation landen die Spiele von Verlagen in den Such­ergebnissen weit oben.
open.spotify.com (68-Min-Audio), subscribe-now.beehiiv.com (frei nach Registrierung)

Einvernehmlich eingedampft: SRG vereinbart mit Schweizer Verlegern Einschränkung von Online-Aktivitäten.


Der Schweizer Rundfunk SRG einigt sich mit dem Verleger­verband Schweizer Medien darauf, sein Online-Angebot einzuschränken. Im Gegenzug bekennen sich die Verleger zur Gebühren­finanzierung der SRG und lehnen die sogenannte "Halbierungs­initiative" ab, die die Gebühren von derzeit 335 auf maximal 200 Franken im Jahr reduzieren will. Als Teil der Vereinbarung dürfen SRG-Text­beiträge künftig maximal 2.400 Zeichen lang sein. Interaktive Online-Formate sollen die Ausnahme bleiben, ebenso Angebote bei "ausländischen Plattformen" wie YouTube oder Instagram. Im Sport soll die SRG sich auf Inhalte konzentrieren, die nicht von kommerziellen Anbietern abgedeckt werden und beim Rechtekauf "verstärkt Rücksicht auf private Anbieter" nehmen. Zudem verzichte der Sender auf text­basierte Liveticker bei exklusiv über­tragenen Sport­ereignissen und will mehr auf Beiträge privater Medien verlinken. Zudem soll es Zusammenarbeit bei Streaming­lösungen und einer Login-Allianz sowie eine gemeinsame Haltung zur Nutzung von Inhalten durch KI-Systeme geben.
derstandard.at, srgssr.ch

Hubert Burda übergibt Medienunternehmen an seine Kinder.


Generation B: Verleger Hubert Burda, 84, übergibt die unter­nehmerische und verlegerische Verantwortung für Hubert Burda Media im Februar an seine Kinder Elisabeth Burda Furtwängler, 32, und Jacob Burda, 34. Beide sind seit 2010 Gesell­schafter und seit 2017 Mit­glieder des Ver­waltungs­rats. Im Zuge des Generations­wechsels zieht sich Hubert Burda Ende Januar, kurz vor seinem 85. Geburtstag, aus dem Verwaltungs­rat zurück. Er bleibt dem Unter­nehmen jedoch als persönlich haftender Gesell­schafter und Ehren­vorsitzender der Holding verbunden. Gleich­zeitig wird auch Paul-Bernhard Kallen, 67, als Vorsitzender des Verwaltungs­rats aus­scheiden. Nachfolger wird Olaf Koch, 54, bis 2020 Vorstands­chef der Metro AG sowie Co-Gründer des Venture-Capital-Fonds Zintinus, der sich auf nach­haltige und gesunde Ernährung fokussiert.
burda.com, kress.de

(Fotos: Felix Hörhager / dpa / picturedesk.com; Michael Tinnefeld / Hubert Burda Media; Montage: turi2)

BDZV und MVFP kritisieren Ratings durch Media-Agenturen.


Daumen runter: Die Verbände BDZV und MVFP positionieren sich in der Debatte um Ratings von Medien durch Media-Agenturen. Der MVFP ist der Ansicht, dass den Agenturen ein Urteil über "guten" und "schlechten" Journalismus nicht zusteht. Der BDZV sieht eine externe Bewertung von Medien als "mit der Presse­frei­heit nicht ver­ein­bar", berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Damit argumentieren die Ver­bände ähnlich wie zuletzt schon die Spiegel-Gruppe und Springer.
horizont.net (€), mvfp.de, turi2.de (Background)

Deutsche Fachmedien verzeichnen 2023 geringere Werbeumsätze.

Fachwerk: Mit 35,15 Mio Euro fährt das "Deutsche Ärzte­blatt" 2023 den höchsten Brutto-Werbe­umsatz deutscher Fach­medien ein, liest "Horizont" aus den Nielsen-Zahlen. Die "Lebens­mittel­zeitung" folgt dicht danach mit 35 Mio Euro. Die "Textil­wirtschaft" erzielt 12,7 Mio Euro und "Horizont" 10,2 Mio Euro. Im Vergleich zu 2022 verzeichnen die Top-20-Titel ein Minus von 5,6 %.
horizont.net (€)

Zitat: “Zeit”-Journalist Heinrich Wefing über sein Einstellungsgespräch bei Helmut Schmidt.

"Das Entscheidende bei der 'Zeit' war nicht das Studium oder der Auslandsaufenthalt, sondern das Einstellungsgespräch mit Helmut Schmidt. Er stellte Fragen und wenn man das bestanden hatte, dann war man dabei."

Heinrich Wefing, Politik-Chef der "Zeit", blickt im WDR-Podcast mit Jörg Thadeusz auf seinen geschichtsträchtigen Start bei der Hamburger Wochenzeitung zurück.
twitter.com

“Bild der Frau” startet Garten-Podcast “Mit Herz und Harke”.

Grüner Daumen: "Bild der Frau" von Funke startet den Garten-Podcast "Mit Herz und Harke". Darin sprechen Gärtner und Pflanzen-Doc René Wadas und Redakteurin Hella Hoofdmann über alles, was wächst und gedeiht. Immer Mitte des Monats erscheint eine neue Folge, die über alle bekannten Plattformen und bildderfrau.de/gartenjahr abrufbar ist.
funkemedien.de

Adidas: Wiederwahl von Aufsichtsrats-Chef Thomas Rabe wackelt.

Lässt Federn: Die Wiederwahl von Adidas-Chefkontrolleur Thomas Rabe wackelt, berichtet das "Handelsblatt". Rabe, im Hauptjob Bertelsmann-CEO und RTL-Chef, habe zu wenig Zeit für sein Amt beim Sportartikelhersteller: Stimmrechtsberater und Fonds stellen sich daher gegen seine erneute Berufung als Aufsichtsratsboss. Der Manager, der bereits seinen Abschied aus der Konzernwelt angekündigt hat, will bei Adidas nur für ein weiteres Jahr antreten; er nehme die Bedenken hinsichtlich eines möglichen "Overboardings" aber ernst.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Verleger gehen erneut juristisch gegen SWR-App Newszone vor.


Nächste Runde: Die Presseverlage aus dem Südwesten gehen erneut juristisch gegen die kürzlich vom SWR reaktivierte App Newszone vor, berichtet das "Handelsblatt". Beim Landgericht Stuttgart ist ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung eingegangen. Die Verleger wollen erreichen, dass die von ihnen als "zu textlastig" empfundene App per Eilentscheidung gestoppt wird. Der SWR teilt mit, den Antrag "derzeit in sachlicher und rechtlicher Hinsicht" zu prüfen, um "innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist darauf zu reagieren."

Erst Ende März hatte der Sender die App für junges Publikum wieder aus der digitalen Versenkung geholt, nachdem sie seit Herbst 2022 auf Eis lag. Die Verlage, die seit zwei Jahren gegen die App vorgehen, sehen in ihr eine presseähnliche Konkurrenz zu ihren eigenen Produkten.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Andreas Arntzen hat kein Problem mit dem Image der “Rentner-Bravo”.

Hör-Tipp: "Ich sage unseren Mitarbeitern immer: Das Tolle an unserem Job ist, dass wir Menschenleben retten können", erzählt Wort & Bild-CEO Andreas Arntzen im "brand eins"-Podcast mit Christian Bollert. Auch mit dem Image der "Apotheken Umschau" als "Rentner-Bravo" hadere er nicht, sondern sehe es eher als Ansporn. Der Verlag rüste aber sowohl mit Digitalangeboten als auch mit strategischen Investments ständig nach.
detektor.fm (36-Min-Podcast)

Lese-Tipp: DuMont rät Angestellten zu Nebenjobs.

Lese-Tipp: DuMont rät Angestellten des Medienhauses mittlerweile zu Nebenjobs, berichtet Wilfried Urbe in der "taz". Der Vorschlag werde teils direkt beim Einstellungsgespräch unterbreitet, manchmal mit dem Hinweis, dass das "bei einer 35-Stunden-Woche schon gehe". Die Sparmaßnahmen des Verlags könnten u.a. mit DuMonts Investments in Start-ups zusammenhängen, die künftig Gewinn abwerfen sollen.
taz.de

“Süddeutsche Zeitung” zieht mit ihrem Servicepoint ins Kaufhaus Ludwig Beck am Marienplatz.

Am Rathauseck: Die "Süddeutsche Zeitung" zieht mit ihrem Servicepoint ins Kaufhaus Ludwig Beck am Münchner Marienplatz um. Bisher lag die Leser-Anlaufstelle bereits in der Nähe, aber etwas versteckter in der Fürstenfelder Straße 7. Die Mitarbeiter kümmern sich dort u.a. um Fragen zu Abos, nehmen Anzeigen entgegen und verkaufen Produkte aus dem SZ-Shop.
sueddeutsche.de

Burda bringt neuen Ableger “Instyle Sport” an den Kiosk.

Mode-Muskeln: Der Burda-Verlag bringt den Ableger "Instyle Sport" auf den Markt. Das erste Heft erscheint am 6. April und kostet 4,90 Euro. Auf dem Cover ist die Fitness-Influencerin Pamela Reif zu sehen. "Instyle Sport" erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 80.000. Die Chef­redaktion übernimmt Bianka Morgen, stellvertretende Chef­redakteurin bei "Instyle". "Instyle Sport" ist die fünfte Line Extension von Burdas Modemagazin "Instyle".
burda.com

Zitat: Astrid Böhmisch, Chefin der Leipziger Buchmesse, will auch kleinen Verlagen eine Bühne geben.

"Nicht nur die Größten sollen die lauteste Stimme haben!"

Astrid Böhmisch, Chefin der Leipziger Buchmesse, verspricht im "Börsenblatt"-Interview, auch kleineren unabhängigen Verlagen eine Bühne zu geben. Auf klassischen Medien möchte sie aktiv zugehen, um mit neuen Kooperationsmodellen dem Strukturwandel Rechnung zu tragen.
boersenblatt.net

Medienhäuser starten Aufruf gegen rechts.

Druck auf rechts: "Zeit", "Handelsblatt", "Süddeutsche Zeitung", "Tagesspiegel", "Wirtschafts­woche" und Ströer starten eine gemeinsame Kampagne gegen Rechts­extremismus. An der Aktion mit dem Slogan "Zusammen­land – Vielfalt macht uns stark" nehmen auch rund 500 Unternehmen, Stiftungen und Verbände teil. Die Zeitungen schalten morgen in ihren gedruckten Ausgaben jeweils eine Doppel­seite zu der Kampagne. Parallel gibt es Anzeigen im öffentlichen Raum und in den sozialen Medien. Die Einnahmen werden für gemein­nützige Projekte oder unternehmens­interne Aktionen gespendet.
dwdl.de

Verleger befürchten Abo-Rückgang durch Post-Reform.

Verspätete Reform? Die Verleger­verbände MVFP und BDZV kritisieren die geplante Reform, die der Deutschen Post mehr Zeit für die Zustellung geben soll. Sie befürchten mehr Verspätungen und damit einhergehend einen Verlust an Abos. Schon jetzt "verlieren die Verlage bei verspäteter Zustellung Abonnements", sagt MVFP-Verbands­­geschäfts­­führer Stephan Scherzer der dpa – ohne Zahlen zu nennen. Die Post weist die Kritik als "nicht nachvollziehbar" zurück. Der Bundes­rat will heute über die Reform abstimmen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Penguin Random House will 10 % der Stellen abbauen.

Penguin Random House will bis 2027 rund 100 Stellen in Deutschland abbauen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das entspricht 10 % der Belegschaft. 60 Mitarbeitende sollen dieses Jahr auf "freiwilliger Basis" gehen. Der Rest der Stellen werde über Fluktuation abgebaut. Als Grund für die Einsparung nennt die Bertelsmann-Verlags­gruppe u.a. gestiegene Kosten.
sueddeutsche.de (€)

Zeitungsverleger beschweren sich bei der EU über ARD & ZDF.

Erhöhter Druck: Der BDZV rügt die Onlineangebote von ARD und ZDF bei der EU-Kommission als massive Wettbewerbsverzerrung. Der Verlegerverband argumentiert in einem Schreiben an die EU-Kommission, die öffentlich-rechtlichen Sender finanzierten auch ihre presseähnlichen Onlineaktivitäten aus Rundfunkbeiträgen - aus Sicht der Verleger ein Beihilfemissbrauch. Dies werde durch die mangelnde Aufsicht und Kon­trolle seitens der Rundfunkräte begünstigt. Die Verleger drohen ARD und ZDF mit der Eröffnung eines förmlichen Prüfverfahrens sowie einer formellen Beihilfebeschwerde.
faz.net (€)

turi2 edition #22: Müssen sich Medienmarken vom Screen emanzipieren, Jochen Wegner?


Eine Frage der Zeit: “Wir werden nie aufhören, auf Desktop- und Smart­phone-Bild­schirmen zu erscheinen”, schreibt Jochen Wegner, Chef­redakteur von Zeit Online im Gast­beitrag in der turi2 edition #22. Er glaubt nicht, dass ein Medium von einem anderen ersetzt wird. Das Problem liegt an anderer Stelle: “Wir müssen heraus­finden, wie wir diesen stetig wachsenden Klein­tier­zoo digitaler Angebote in Zukunft füttern sollen.”
Weiterlesen >>>, , turi2.de (kostenloses E-Paper der turi2 edition #22 bestellen)

Video-Tipp: Marie Todeskino erzählt, wie Ippen Künstliche Intelligenz einsetzt.

Video-Tipp: Künstliche Intelligenz findet bei Ippen Media nur statt, wenn sie auf die Ziele und Werte des Unternehmens einzahlt, erzählt Marie Todeskino, Leiterin digitale Strategie im Interview mit Stefan Wirner. Am Ende habe immer ein Redakteur die Prüfpflicht und Verantwortung für maschinell erstellte Inhalte. "Nicht die Maschine entscheidet", sagt Todeskino.
drehscheibe.org (4-min-Video)

Bertelsmann erzielt Rekordumsatz im 1. Halbjahr.

Bertelsmann_150Bertelsmann erzielt im 1. Halbjahr einen Rekord­umsatz von 9,7 Mrd Euro – 4,5 % mehr als im Vor­jahres­zeitraum. Das liege vor allem an BMG, Arvato Group und der Bertelsmann Education Group. Der Umsatz der RTL Group sinkt um rund 5 % von 3,3 Mrd Euro auf 3,1 Mrd Euro. Grund seien schwache TV-Werbe­märkte und höhere Streaming-Investitionen.
bertelsmann.de

Nach Relaunch: Reisemagazin “Merian” erscheint wieder am 20. Oktober.

Jahres­zeiten Verlag bringt am 20. Oktober das Reise­magazin "Merian" generalüberholt wieder auf den Markt. Die Neugestaltung kommt von Uwe C. Beyer, ebenfalls Creative Director von turi2. "Merian" ist nun multi­thematisch und erscheint nur noch sechsmal im Jahr statt monatlich. Die Auflage liegt bei 50.000. Verleger Sebastian Ganske übernimmt die Chef­redaktion, bis ein Nachfolger gefunden ist. Vorgänger Hansjörg Falz ist seit März Heraus­geber des Magazins.
horizont.net (€), turi2.de (Background Falz), turi2.de (Background Relaunch)

RTL stellt G+J-Magazin “Beef” ein.

Fleischunlust: RTL stellt das Fleisch-Magazin "Beef" ein. Der Verkauf des G+J-Titels sei "leider nicht geglückt", teilt eine Sprecherin mit. Am 5. Oktober soll die letzte Ausgabe erscheinen. Der Verlag verkaufte bisher eigenen Angaben zufolge alle zwei Monate 45.000 "Beef"-Hefte. Der Preis liegt bei 12,50 Euro.
horizont.net (€)

Hör-Tipp: Verleger Frank Werner würde auch die “taz” herausgeben.

Hör-Tipp: "Wie besetzen als Kleinst­verlag aus München die Lücken, sagt Verleger Frank Werner im Podcast "We like mags". Sein Unternehmen Holder­stock­­media gibt u.a. "Tichys Einblick" und das KI-Magazin "Human" heraus. Er würde aber auch die "taz" verlegen – "wenn man damit Geld verdienen kann", sagt Werner. Gerne wieder­beleben möchte er das Kunst-Magazin "Artcollector".
spotify.com (27-Min-Audio)

Dirk Trompetter wird Leiter für Digitale Projekte beim Nomos Verlag.

Nomos macht Dirk Trompetter zum Leiter für Digitale Projekte. Er folgt auf Niklas Kohlgraf, der dem Verlag nach zwei Jahren den Rücken kehrt. Trompetter arbeitete zuletzt als Chief Product Officer beim Kölner Beratungs- und IT-Unternehmen Crossbuilders. Zuvor verantwortete er u.a. die digitale Ausrichtung beim "Handelsblatt".
buchreport.de

Bauer verabschiedet sich aus dem Corporate Publishing und streicht Stellen im Medical-Health-Team.

Der Hamburger Patient: Die Bauer Media Group will Corporate Publishing nicht als eigen­ständiges Geschäfts­feld fort­führen und streicht in diesem Zuge 22 Stellen im Bereich "Medical Health", berichtet Meedia.de. Die Kooperation mit der Kranken­kasse AOK, der Bauer zusammen mit Serviceplan Content zuliefert, endet daher 2024. Der Verlag wolle sich auf eigene Magazine und Online-Portale konzentrieren. Zuletzt waren im Health-Team 90 Menschen beschäftigt, die Gesundheits-Inhalte für mehr als 30 Bauer-Marken erstellen.
meedia.de (€)

Weimer Media Group kauft “Business Punk” von Gruner + Jahr.

Weimer Media Group kauft das Wirtschafts­magazin "Business Punk" von Gruner + Jahr. Alle Mitarbeitenden würden übernommen, der Redaktions­sitz des Magazins bleibe in Berlin, teilt der Münchner Verlag von Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer mit. Über den Kaufpreis sei Still­schweigen vereinbart worden. Offiziell erfolgt die Übernahme zum 1. August. Die Vermarktung von "Business Punk" soll in der Hand von Ad Alliance bleiben. Die Weimer Media Group führt u.a. die Magazine "Markt und Mittelstand", den Wirtschaftskurier" und "Börse am Sonntag". Außerdem verantwortet der Verlag das Debattenportal "The European". Bertelsmann hatte im Februar angekündigt, die G+J-Magazine "11 Freunde", "Business Punk", "Art", "P.M.", "Salon" und "Beef" verkaufen zu wollen.
lifepr.de, turi2.de (Background)

Zitat: Christoph Mayer prophezeit das Ableben der Print-Abonnenten.


"In den kommenden Jahren werden etwa ein Drittel der Print-Abonnenten sterben."

Christoph Mayer, auf Verlage spezialisierter Partner bei der Unternehmensberatung Schickler, prophezeit Medienunternehmen zumindest im Print-Geschäft eine düstere Zukunft: Fans der gedruckten Zeitung segnen demnächst immer öfter das Zeitliche.
welt.de

Lidl bucht alle Werbeanzeigen in “Bild” und “Welt”.

Lidl lohnt sich – für Springer: Discounter Lidl belegt zu seinem 50. Geburtstag die gesamten Ausgaben von "Bild" und "Welt" mit Werbe­anzeigen. In der Samstags­ausgabe der "Bild" erscheinen insgesamt 15 Anzeigen. Am Freitag buchte der Discounter die komplette Ausgabe der "Welt". Laut Springer-Vermarkter Media Impact ist es das erste Mal, dass ein einziger Anzeigen­kunde eine Kampagne in "Bild" und "Welt" in Kombination exklusiv durchgängig schaltet.
per Mail

Zitat: Hubert Burda glaubt an bleibende Relevanz von Zeitschriften auch in Zukunft.

"Jeder kann sich heute auf Social Media selbst inszenieren, dennoch zeigt sich die Kraft eines Zeitschriften-Covers immer wieder – und zwar gerade in den sozialen Medien."

Verleger Hubert Burda hat keine Sorge um die Zukunft des Gedruckten. Im Gastbeitrag zum 75-jährigen Jubiläum der "Bunte" schreibt er, Zeitschriften würden "in dieser globalisierten Welt immer wichtiger, weil sie Geschehnisse einordnen, Menschen Relevanz verleihen, die Spielregeln der Gesellschaft erklären".
bunte.de

Basta: Fortuna Düsseldorf will Fans kostenlos ins Stadion lassen.

Fortunas Finanzen: Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf plant in der Saison 2023/24 die Ticket-Revolution. Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen Fans bei zunächst drei Heimspielen kostenlos ins Stadion kommen, berichten WDR und "Rheinische Post". Sponsoren-Gelder sollen die Minder­einnahmen kompensieren. Das Produkt verschenken und auf Werbung setzen – manche Verlage wünschen sich heute, sie hätten dieses "Pilotprojekt" nie ins Leben gerufen.
sportschau.de, rp-online.de

Hacker-Gruppe veröffentlicht Lösegeldforderung an NZZ und CH Media im Darknet.

Neue Zürcher Zahlungsaufforderung: Die Hacker-Gruppe "Play", die den Schweizer Verlagen NZZ und CH Media im März massenhaft Daten gestohlen hat, veröffentlicht im Darknet eine Lösegeld­forderung, nennt aber keine Summe, berichtet Inside IT. Die Medien­häuser haben ein Ultimatum bis zum 24. April, danach würden Dateien und Dokumente wie Projekte, Gehalts­listen oder Mitarbeiter­informationen veröffentlicht. In Folge des Cyber-Angriff mussten die Zeitungen ihren Umfang zeitweise deutlich reduzieren.
inside-it.ch via faz.net, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Carolin Hulshoff Pol.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Carolin Hulshoff Pol ist CEO der "Welt"-Gruppe und Eigen­gewächs von Springer. Die gelernte Verlags­kauf­frau soll nach dem Willen von Springer-Chef Mathias Döpfner die Marke "eigen­ständiger und so schlank wie möglich organisieren". Hulshoff Pol ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Hulshoff Pol)

Lese-Tipp: Studie sieht in Journalismus-Plattformen Vorteile für Medienhäuser und die Gesellschaft.

Lese-Tipp: Journalismus-Plattformen im Stil von Spotify könnten Medien­häusern eine Steigerung der digitalen Abo-Umsätze um bis zu 40 % bringen, sagt die Studie "Coopetition is King" der Landesanstalt für Medien NRW. Mit einem geringen Pauschal-Preis von rund zehn Euro im Monat könnten Medien auch Bevölkerungs­gruppen erreichen, die sich vom Journalismus abzuwenden drohen sowie inhaltlichen "Verengungs­tendenzen" entgegen­wirken.
medienanstalt-nrw.de

“Horizont”: Kartellamt gibt grundsätzlich grünes Licht für Vermarktungs-Joint-Venture von Burda und Funke.

Go for it: Das Kartellamt gibt grundsätzlich grünes Licht für das geplante Vermarktungs-Joint-Venture von Burda und Funke, berichtet "Horizont". Die Behörde habe den Verlagen einen Entscheidungsentwurf übermittelt, einzelne Vertragsvereinbarungen müssten aber noch per Stellungnahmen geklärt werden. Weder Burda noch Funke äußern sich derzeit zur Sache.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

turi2 edition #20: Wie viel Vielfalt kann sich die Buchbranche leisten, Mariam En Nazer?


Gutenberg 2.0: Wir müssen das Bücher­machen radikal neu denken, schreibt Mariam En Nazer in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #20. Die Production and Sustainability Managerin bei Penguin Random House weiß, dass Papier und Druck große Mengen an Energie und Ressourcen fressen. Komplett auf E-Book umstellen ist für sie aber auch keine Lösung.
Weiterlesen >>>, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)

Alle Geschichten der turi2 edition #20 – direkt hier im Browser als E-Paper:

Tausende Personen werfen der “New York Times” Transfeindlichkeit vor.

USA: Tausende Personen werfen der "New York Times" in einem offenen Brief Transfeindlichkeit vor, weil die Zeitung in mehreren Artikeln der Frage nachgegangen ist, ob die medizinische Versorgung von Transgender-Kindern angemessen sei. Rund 1.000 Menschen, die etwa als Freie für die "NYT" gearbeitet haben, haben den kritischen Brief verfasst, unterzeichnet wurde er von weiteren 20.000 Leserinnen und Lesern. Die "NYT" nennt ihre Berichterstattung "nuanciert und fair".
welt.de

Nach Fall Roshani: Tamedia macht Raphaela Birrer zur “Tages-Anzeiger”-Chefin, Arthur Rutishauser verantwortet Sonntags-Ausgabe.

Schweizer Schönheits-OP: Nach den Sexismus-Vorwürfen der Journalistin Anuschka Roshani baut Tamedia um und macht Raphaela Birrer zur Chefredakteurin des "Tages-Anzeiger". Arthur Rutishauser, bisher Leiter der Tamedia-Mantelredaktion, verantwortet künftig nur noch die "SonntagsZeitung". Rutishauser war in seiner vorigen Position Vorgesetzter von Finn Canonica, gegen den sich Roshanis Vorwürfe richteten.
spiegel.de, turi2.de (Background Roshani)