Studie: Durch Netflix und Co fühlen sich Schüler sicherer im Umgang mit Englisch.

Keep calm and Netflix: Durch Streaming-Anbieter werden für viele deutsche Schüler immer mehr Filme und Serien im Originalton verfügbar. 84 % der befragten Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sind überzeugt, dass englischsprachiges Programm beim Erlernen der Sprache hilft, sagt eine Studie von Mindline Media. 26 % geben an, Unterhaltungen auf Englisch führen zu können. Bei Kinder aus Haushalten ohne Netflix und Co liegt die Zahl bei nur 17 %.
sueddeutsche.de

Frank Elstner startet eine eigene Talkshow auf YouTube.


Wetten, das war's ...? Frank Elstner öffnet sich im großen "Zeit"-Interview und spricht über seine Parkinson-Erkrankung. Vor drei Jahren hat er die Diagnose erhalten, nun geht er damit an die Öffentlichkeit. Die Diagnose habe ihn jedoch nie daran denken lassen, mit dem Arbeiten aufzuhören – und so wechselt der Show-Dino noch einmal das Medium.

Bei YouTube startet er eine Talkshow mit dem Titel "Wetten, das war's ...?". Erster Gast ist Jan Böhmermann, wie dem Show-Trailer zu entnehmen ist, wird sich "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als Gast anschließen. Elstner wolle mit der Talk-Reihe "die seriöse Unterhaltung ins Netz bringen" und nur noch Menschen interviewen, die ihn "wirklich interessieren". Produziert wird die Sendung von Elstners Sohn Thomas.
zeit.de (Paid), youtube.com (30-Sek-Trailer), youtube.com (50-Min-Sendung mit Jan Böhmermann)

Studie: TV-Konsum wirkt sich bei über 50-Jährigen negativ auf das Sprachgedächtnis aus.

Fernsehen wirkt sich ab 3,5 Stunden täglich bei über 50-Jährigen negativ auf das sprachliche Arbeitsgedächtnis aus, erklärt der Neurologe Peter Berlit das Ergebnis einer britischen Studie. Ältere schneiden nach sechs Jahren in kognitiven Tests schlechter ab, als Probanden, die weniger ferngesehen haben. Der TV-Konsum hat sich vor allem negativ darauf ausgewirkt, wie Menschen Wörter und Sätze verarbeiten können.
"Welt", S. 20 (Paid)

"Bild" startet einen TV-Sender bei waipu.tv.


Bewegt-BILD nonstop: "Bild" bespielt erstmals einen TV-Kanal mit eigenen Inhalten. Auf der Streaming-Plattform waipu.tv laufen diverse Formate rund um die Uhr, die Rotation wird individuell für jeden Nutzer zusammengestellt. Im Angebot sind News- und Promi-Videos, Reportagen und Lifestyle-Themen, Technik-Tests von "Computer Bild" sowie Geschichts- und "Auto Bild"-Videos.

Die Politik-Talkshow "Die Richtigen Fragen" sowie News-Sondersendungen werden live eingespielt. Einzelne Videos können in der Waipu-Mediathek abgerufen werden. Nutzer können Waipu fürs Streaming auf TV-Geräten, Smartphones und Tablets abonnieren, künftig gibt es eine Kooperation mit O2. Auch der ADAC hat einen TV-Kanal bei Waipu.
axelspringer.com, waipu.tv/bild

Tool-Tipp: Spaactor durchsucht Videos und Podcasts.

Tool-Tipp: Die Suchmaschine Spaactor findet Suchbegriffe in Videos und Podcasts. Mittels Spracherkennung wandelt der Dienst gesprochenes Wort in Text um und macht die Inhalte so durchsuchbar. In den gefundenen Audio- und Video-Dateien springt Spaactor direkt an die Stelle des Suchbegriffs. Sein Geld verdient das Bremer Startup mit Medienbeobachtung für Firmen und Institutionen.
basicthinking.de

Großbritannien will Plattform-Manager für Gewaltvideos in Haftung nehmen.

Großbritannien: Ein neues Gesetz droht Hostern, Suchmaschinen und Messengern mit "beträchtlichen" Strafen bis hin zum Verbot, wenn sie Inhalte wie Terrorverherrlichung, Abbildungen von Kindesmissbrauch und Aufrufe zur Selbstverletzung nicht schnell genug entfernen. Der genaue Strafrahmen ist noch nicht abgesteckt, Direktoren der Firmen sollen aber persönlich haftbar werden, kündigt das Innenministerium an.
bloomberg.com

Urteil: Berliner OVG lässt Bild.de weiterhin live streamen.

bildlogoBild darf weiterhin Livestreams senden, bestätigt das Berliner Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Im Netz sei die rechtliche Abgrenzung zwischen zulassungspflichtigem Rundfunk und zulassungsfreien Medien ungeklärt und höchst umstritten – weshalb sich die Richter zugunsten von Bild.de entschieden hätten. Die MABB hatte die Live-Formate auf Bild.de beanstandet.
horizont.net, turi2.de (Background)

Australien verabschiedet Gesetz gegen Gewaltvideos.

Australien: Das Parlament handelt schnell und verabschiedet ein Gesetz gegen Gewaltvideos im Internet. Die Idee wurde vor einer Woche vorgestellt – als Reaktion auf den Facebook-Livestream des Massenmords im neuseeländischen Christchurch durch den Täter. Das Gesetz kriminalisiert Anbieter, die bei ihnen gespeicherte Videos mit "abscheulich gewalttätigem Verhalten" nicht umgehend entfernen. Es sieht bis zu drei Jahre Haft vor.
theguardian.com

Bloomberg: YouTube hat Warnungen von Mitarbeitern vor Fake Videos jahrelang ignoriert.


Auf die Tube: YouTube hat jahrelang die Bitten seiner Mitarbeiter ignoriert, Videos mit extremistischen Inhalten oder Verschwörungstheorien von der Plattform zu entfernen, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen habe ein größeres Interesse daran gehabt, die Klickzahlen der Videos zu steigern, als die Verbreitung von Videos mit verstörenden Inhalten einzudämmen, berichten 20 ehemalige und derzeitige YouTube-Mitarbeiter. Das interne Ziel sei es gewesen, täglich 1 Mrd Stunden Sehdauer zu erreichen.

YouTube-Chefin Susan Wojcicki habe sich nicht für die Fehlinformationen und gefährlichen Inhalte interessiert. Ihre Aufgabe war ihrer Ansicht nach nur, "das Unternehmen zu leiten". Mitarbeiter, die nicht den Moderationsteams angehört haben, wurden geraten, YouTube nicht nach Videos mit verstörenden Inhalten zu durchsuchen. Rechtsanwälte hätten erklärt, das Unternehmen müsse in höherem Umfang haften, wenn bekannt wird, dass die Mitarbeiter diese Videos kennen.
bloomberg.com, theverge.com

Bayerische Medienwächter stufen Drachenlord als Rundfunk ein.

Livestreaming: Die Medienanstalt von Bayern (BLM) verbietet Übertragungen der Internet-Figur Drachenlord alias Rainer Winkler. Sein Kanal Drache_Offiziell auf der Plattform YouNow bräuchte eine Rundfunklizenz, weil sie zur öffentlichen Meinungsbildung beitrage. Drachenlord erreicht mit seinen Videos zehntausende Fans und Hasskommentatoren, die teilweise sein Zuhause in einem mittelfränkischen Dorf belagern.
blm.de, zeit.de (Background Drachenlord)

Bosch teilt Firmen-Wissen per Video, beobachtet Kevin Knitterscheidt.

Und bitte: Bosch und Bilfinger setzen für die interne Weiterbildung auf Mitarbeiter-Videos, beobachtet Kevin Knitterscheidt. Bosch erhoffe sich von den bereits 10.000 Videos Know-how-Transfer zwischen den 260 Standorten. Bilfinger öffnet seine Video-Plattform ab April auch für andere Unternehmen, die gegen Gebühr Filme erstellen und Firmen-Wissen teilen wollen.
handelsblatt.com

YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Streaminganbieter geben 166 Mio Dollar für Werbung im nationalen US-TV aus.

Streaminganbieter haben in den USA in den vergangenen drei Monaten 166,2 Mio Dollar für Werbung im nationalen TV ausgegeben, zählt iSpot.tv. Im Vorjahr lag der Betrag noch bei 197,9 Mio Dollar, die Zahl der Sichtkontakte steigt jedoch von 11,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Amazons Prime Video ist mit 43 Mio Dollar Spitzenreiter bei den Ausgaben, gefolgt von Netflix mit 27,5 Mio Dollar.
mediapost.com

"Welt": Netflix zahlt ab September in die deutsche Filmförderung ein.

Netflix rudert rum und zahlt nun doch ab September in die deutsche Filmförderung ein, berichtet die "Welt". Die Entscheidung sei das Resultat eines Besuchs von Chef Reed Hastings bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters während der Berlinale. Es sei noch nicht geklärt, anhand welcher Zahlen die Filmabgabe für den Streaminganbieter berechnet werden soll.
welt.de

Facebook rollt seine YouTuber-Vermarktungstools in Deutschland aus.

Facebook fb-logo-neuFacebook ergänzt den Video-Bereich und YouTube-Konkurrenten Facebook Watch nun auch in Deutschland um Fan-Abos und die Influencer-Fernsteuerung Brand Collabs Manager. Damit können Video-Produzenten nun Geldbeträge von Fans einsammeln und ihnen im Gegenzug exklusive Inhalte bereitstellen. Werbetreibende können mit dem Brand Collabs Manager "Markenkooperationen" mit influencenden Video-Produzenten anschieben und verwalten.
newsroom.fb.com

Studie: 65 % der 18- bis 29-Jährigen glauben, dass lineares TV in zehn Jahren tot ist.

Lineares TV: 65 % der 18- bis 29-jährigen Deutschen glauben an ein Ende des linearen Fernsehens in den kommenden zehn Jahren, analysiert eine Statista-Studie im Auftrag von Next Media Hamburg. 80 % der Deutschen schalteten zwar noch regelmäßig lineares TV ein, bei den 18- bis 29-Jährigen seien es jedoch nur noch 67 %. Die junge Zielgruppe setze eher auf Inhalte von YouTube (81 %) oder VoD-Anbieter (73 %).
wuv.de

Deutsche nutzen laut Vaunet 2018 häufiger audiovisuelle Medien.

Mediennutzung: 2018 haben Deutsche ab 14 Jahren erstmals mehr als neun Stunden pro Tag audiovisuelle Medien genutzt, sagt eine Analyse des Privatmedien-Verbandes Vaunet. Demnach schauten die Deutschen im Schnitt 5 Stunden und 12 Minuten Videos und hörten 3 Stunden und 52 Minuten Audio. Die Video-Nutzung sei im Vergleich zu 2017 (5 Stunden 6 Minuten) leicht gestiegen. Der Großteil falle weiter auf TV und Radio, Internetangebote würden im Schnitt 1 Stunde und 37 Minuten und damit 8 Minuten häufiger als 2017 genutzt.
presseportal.de