Video-Tipp: Philipp Westermeyer blickt auf Planungsschwierigkeiten in der Coronakrise zurück.

Video-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer wird am ehesten "so mittendrin" kreativ, erzählt er Mirko Kaminski im "Horizont"-Videointerview. Das könne beim Radfahren, aber auch bei der Arbeit im Team passieren. Westermeyer hat zuletzt trotzdem erstmalig daran gedacht, dass er "jetzt graue Haare bekommt": Zu groß war die coronabedingte Unsicherheit und die darauffolgenden Absagen seines OMR-Festivals.
horizont.net (13-Min-Video)

Lese-Tipp: Der “Spiegel” blickt auf den Start der Videokassette zurück.

Lese-Tipp: Der "erste deutsche Videofilm" Die Lady aus dem Weltraum dauert 1971 nur 23 Minuten und kostet 98 Mark, berichtet Rainer Lübbert im "Spiegel". Er blickt zurück auf die durchaus konfusen Anfänge der Technologie vor einem halben Jahrhundert. Noch 1979 sind in Westdeutschland gerade mal 160.000 Geräte verkauft, knapp 60 % aller veräußerten Filme sind Pornos.
spiegel.de (Paid)

Video-Tipp: Harald Schmidt sieht sich als “Super-Beispiel” für den “alten weißen Mann”.

Video-Tipp: Entertainer Harald Schmidt war erst irritiert, als die Bezeichnung "alter weißer Mann" aufkam, findet mittlerweile aber Gefallen daran, erzählt er im SWR-Talkshow "Nachtcafé" mit Schauspielerin Nina Proll, den Journalistinnen Judith Sevinç Basad und Hasnain Kazim, Podcasterin Layla Bürk (Foto) und Kompetenznetzwerkkoordinatorin Lucie Veith. In der Sendung, die den Umgang mit Sprache und problematischen Begriffen wie "Mohrenstraße" thematisiert, ergänzt Bürk, dass Sprache auch "Macht und eine Handlung" sei. Am Ende des Tages ginge es darum, "niemanden auszugrenzen".
ardmediathek.de (90-Min-Video)

Video-Tipp: Der Postillon nimmt Influencerinnen aufs Korn.

Video-Tipp: Die Satire-Seite "Postillon" erzählt die wirklich wahre Geschichte des Influencer-Booms. Vor der Kamera berichtet ein "Influencer Designer", wie er Bibi, Sami Slimani und Mario Götze erfunden und programmiert hat. Später sei er faul geworden und habe selbstlernende Influencer-Bots eingesetzt, doch die hätten sich von der Zielgruppe entfernt und "outfluenzt".
der-postillon.com (7-Min-Video)

Video-Tipp: SWR startet Doku-Reihe “Radikale Ideale”.

Video-Tipp: SWR will in seiner neuen Doku-Reihe "Radikale Ideale" über Menschen berichten, die über gesellschaftlich akzeptierte Grenzen hinausgehen. Moderatorin Gülseren Ölcüm (Foto) besucht dafür z.B. Schulverweigerinnen und Aktivistinnen, die sich für mehr Rechte bei Abtreibungen einsetzen. Die Doku-Reihe erscheint in der ARD-Mediathek und auf YouTube.
swr.de , ardmediathek.de (Doku-Reihe)

Video-Tipp: Dokumentarfilm “Oeconomia” beleuchtet, wie Geldentstehung und Kreditvergabe funktioniert.

Video-Tipp: Regisseurin Carmen Losman (Foto) beschäftigt sich in ihrem Dokumentarfilm "Oeconomia" mit den grundlegenden Zusammenhängen des deutschen Wirtschaftssystems. Losmann beleuchtet u.a., wie Geldentstehung funktioniert und erfährt auch, dass Banken Geld "nicht im Keller drucken", wie ihr ein anonymer Gesprächspartner im Telefongespräch sagt. Losmann lässt sich im 2020 erschienenen Film außerdem ein Kreditgespräch für eine Wohnung zwischen Bank und einer potentiellen Kundin nachstellen und den Auszahlungsprozess zeigen.
bpb.de (89-Min-Video), cicero.de

Video-Tipp: “follow me.reports” beleuchtet den Alltag einer 14-jährigen Influencerin.

Video-Tipp: Das Funk-Format "follow me.reports" beleuchtet den Influencerinnen-Alltag der 14-jährigen Emilia. Sie begann schon mit zehn Jahren, ihre ersten Videos auf YouTube hochzuladen – inzwischen hat sie 97.000 Followerinnen auf Instagram. Emilia erzählt Moderatorin Aminata Belli nicht nur von Gratis-Artikeln und Kooperationen, sondern auch vom damit verbundenen Druck, Neidern und unerwünschten Kommentaren von älteren Männern, die Emilias Eltern sichten und löschen.
youtube.com (17-Min-Video)

Drei Viertel der deutschen Haushalte nutzen einen kostenpflichtigen Streamingdienst.

Netflix LogoAuf die Augen: Drei Viertel aller deutschen Haushalte nutzen mittlerweile mindestens einen kostenpflichtigen Streamingdienst, ergibt eine Deloitte-Umfrage. Im Schnitt kommt jeder Haushalt auf 1,5 Abos, jeder zehnte Haushalt bezahlt für vier oder mehr VoD-Angebote. Rund 52 % der Befragten geben außerdem an, Netflix & Co. während der Corona-Pandemie verstärkt genutzt zu haben.
handelsblatt.com (Paid)

“Wir sind die Guten” – Elke Schneiderbanger über Werbung und Wirkung im Ersten.

Werben vor 8: "Kein Mensch zappt am Vorabend durch Netflix & Co", sagt Elke Schneiderbanger im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande der Screenforce Days. Angst vor der Streaming-Konkurrenz hat die Geschäftsführerin des ARD-Vermarkters AS&S deshalb nicht. Denn wenn die Streaming-Dienste ihre Prime-Time haben, läuft im Ersten schon keine Werbung mehr – mit dem Gong der 20-Uhr-"Tagesschau" endet der Werbetag. Aber Schneiderbanger betont den positiven "Abstrahleffekt" auf die Produkte, je näher die Hauptnachrichten rücken: "Werbung ist davon abhängig, in welchem Umfeld sie stattfindet." Ohnehin würden die Spots am Vorabend zwischen Quiz-Shows und Serien eher als gut gemeinter Tipp wahrgenommen.

Mit Blick auf die Fußball-EM hofft Schneiderbanger, dass die deutsche Elf mindestens das Achtelfinale erreicht – auch weil es in der ARD und in der werberelevanten Zeit zu sehen sein wird. "Da haben wir netto 68 Mio Zuschauer, das sind 90 % von allen Menschen, die hier leben." Auch finanziell seien die Werbeeinbuchungen "ein richtiges Pfund".
turi2.tv (6-Min-Video)

“Wir stehen für gesellschaftliche Haltung” – Thomas Wagner über Spaß und Ernst bei ProSiebenSat.1.

Love To Infotain You: "Natürlich stehen wir für Big Entertainment", sagt Thomas Wagner im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande der Screenforce Days. An der richtigen Stelle will die Sendergruppe aber auch Haltung zeigen, sagt der Chef des Vermarkters SevenOne Media und nennt etwa die 15 Minuten von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, die der Sender zu einer vielbeachteten siebenstündigen Pflege-Doku ausgebaut hat. Die eigentlich werbefreie Sendung sei auch Dank der Unterstützung von Cosmosdirekt und Telekom möglich geworden, die als Sponsoren auftraten, aber auf Werbung verzichteten, um das Projekt zu unterstützen.

In der kommenden TV-Saison, die ProSiebenSat.1 heute auf den Screenforce Days vorstellt, freut Wagner sich selbst auf die Rückkehr der Bundesliga ins Privatfernsehen – Sat.1 zeigt pro Saison neun wichtige Spiele, darunter den Auftakt der Bundesliga – im Free TV. Trotz Bewegtbild-Konkurrenz aus dem Netz gibt sich Wagner überzeugt: "TV wird uns noch viele viele Jahre begleiten und ist zwingend notwendig, wenn es um Marken-Ausbau geht." Auch das Fernsehen werde immer digitaler – von der Buchung der Werbung bis zum Reporting. Neue digitale Initiativen wie die Cross-Device-Bridge machen es etwa möglich, Kampagnen, die eine Nutzerin digital gesehen hat, auf dem Handy oder dem Tablet weiterzuerzählen.
turi2.tv (7-Min-Video), turi2.de (Background)

“Wir wollen Tacheles reden” – Matthias Dang über RTL zwischen Journalismus-Offensive und Dschungelcamp.


Bohlen raus, Kerkeling rein: "RTL wird kein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender." Matthias Dang, Geschäftsführer von Bertelsmanns Ad Aliance, erklärt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, dass RTL trotz Neuzugängen wie Jan Hofer und Hape Kerkeling "immer Mainstreamer" bleibt und auch ohne Dieter Bohlen "anecken will", wenn aber "anders in den letzten Jahren". Journalismus sei für RTL schon immer ein “wesentliches Thema” gewesen, nun wolle die Sendergruppe noch mehr in diesen Bereich investieren. Bei den Screenforce Days stellt RTL Deutschland heute sein Programm für die kommende Saison vor. Das größte Highlight ist für Dang persönlich die neue Staffel des "Dschungelcamps" im Januar: "Ich freue mich darauf, dieses Experiment live miterleben zu können." Dafür hält sich Dang sogar die Abende in den beiden Wochen frei.

Als Antwort auf die Konkurrenz von Google, Facebook und Co betont Dang die Zusammenarbeit mit ProSiebenSat.1 im Joint-Venture D-Force, dass es Werbekunden erlaubt, Smart-TV-Nutzerinnen auch über Sendergrenzen hinweg anzusprechen. Weiteres Thema ist der Austausch in der Corona-Zeit. Die Branche habe "eine neue Art der Kommunikation miteinander gefunden", sagt er und betont den Dreiklang aus "Telefon, Video, und persönlichem" Kontakt.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Bertelsmanns Multi-Channel-Netzwerk Divimove heißt künftig We are era.

Divimove, Multi-Channel-Netzwerk von Bertelsmann und RTL, tritt künftig unter der Dachmarke We are era auf. Grund ist eine Neu­positionierung nach der Integration von Ufa X, Tube One Networks und RTL MCN sowie der Fusion mit dem skandinavischen Video-Netzwerk United Screens. Mit geballter Kraft will das Netzwerk Werbekunden eine länder­übergreifende Marken­kommunikation anbieten und auch TV-Stars zu plattform­über­greifenden Persönlichkeits­marken aufbauen.
meedia.de

Video-Tipp: Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen analysieren Alibabas Erfolgsgeheimnis.

Video-Tipp: Der Vergleich der Plattform-Giganten Alibaba und Amazon hinkt, sagen Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen auf ihrem YouTube-Kanal "Wohlstand für alle". Bei Alibaba liege der Fokus auf Unternehmen, bei Amazon auf Verbraucherinnen. Nymoen nennt als Beispiel von Alibabas Erfolgsgeheimnis u.a. den jährlichen Singles Day, den Alibaba 2009 zu einem "verrückten Shopping-Event" auserkoren habe. Ein Hype, der mit dem Black Friday "kaum zu vergleichen" sei, ergänzt Schmitt.
youtube.com (35-Min-Video)

Meinung: Deepfake-Werbung fehlen einheitliche Standards.

Fake-Falle: Deepfake-Werbung mangelt es an einheitlichen Standards, findet Luca Schallenberger. Da die Sprengkraft der gezeigten Inhalte mitunter hoch ist, sollten entsprechende Anzeigen und Videos mit einem "dauerhaften Wasserzeichen" versehen werden, das Nutzerinnen auf die gestellten Szenen hinweist. Deepfakes könnten zudem die Privatsphäre der gezeigten Personen – jüngst etwa Angela Merkel – verletzen.
meedia.de, turi2.de (Background Deepfake Merkel)

“Bild” wirft dem Jugendformat “STRG_F” Stimmungsmache gegen Israel vor.

Impf-Irritation: Die "Bild" wirft dem Funk-Format STRG_F Stimmungsmache gegen Israel vor. STRG_F hatte vor zwei Tagen eine Reportage veröffentlicht, in der es heißt: "Israel geimpft, Palästina leidet!" Dadurch entstehe der Eindruck, Israel würde Palästinenserinnen den Zugang zu Impfstoffen verweigern oder erschweren. Der Impfstoffmangel in Palästina liege allerdings an der zuständigen Autonomiebehörde, die aufgrund von Geldmangel nicht genügend Dosen kaufen konnte.
bild.de, youtube.com (33-Min-Reportage)

Michael Möller wird Director Digital beim Video-Vermarkter Visoon.

Visoon, Video-Vermarkter von Springer und Viacom CBS, macht Michael Möller zum Director Digital. Auf dem neu geschaffenen Posten soll er die "ganzheitliche Vermarktung" aller Digital-Plattformen im Portfolio vorantreiben. Möller kommt von der Video-Agentur ShowHeroes, wo er zuletzt als Sales Director den Vertrieb in Deutschland verantwortet hat.
new-business.de

Seven One Media und Sky Media holen Werbe-Siegel Cflight nach Deutschland.

Äpfel mit Äpfeln: Seven One Media und Sky Media wollen das Qualitätssiegel CFlight nach Deutschland bringen, dass die Werbewährungen von TV- und Video-Werbeclips vergleichbar macht. NBC Universal hat es 2018 entwickelt, es ist laut Unternehmen das erste Werbe-Siegel, das "alle Live-, On Demand- und zeitversetzte Werbekontakte über alle Plattformen hinweg berücksichtigt". Die P7S1-Tochter und Sky betonen, für TV-, Video- und plattformübergreifende Reichweitenmessung "selbstverständlich" weiter den AGF-Standard zu nutzen.
dwdl.de

Amazon Prime Video führt den deutschen Streaming-Markt mit 14,6 Mio Abos an.

Streaming-König: Amazon liegt mit seinem Streaming-Dienst Prime Video im deutschen Markt auf der Spitzenposition, errechnet die Londoner Markt­forschungsfirma Ampere Analysis. Amazon kommt auf 14,6 Mio aktive Abos, Netflix folgt mit 10,9 Mio vor Disney mit 2,7 Mio. RTL Now und Joyn+ haben jeweils 1,1 Mio zahlende Kund*innen. Deutschland ist neben Österreich der einzige europäische Markt, auf dem nicht Netflix der Marktführer ist.
handelsblatt.com

Brusthaare und Hausmeister-Job: So lief der turi2 Clubabend mit Kai Diekmann.



Mann oder Maschine: "Am Ende ist uns nichts Besseres eingefallen." Im schwarzen Steve-Jobs-Rolli erzählt Ex-"Bild"-Boss, PR-Unternehmer und Eis-Bademeister Kai Diekmann beim turi2 Clubabend, wie der Name Storymachine einst nachts um halb zwei nach zwei Flaschen Weißwein bei einem Italiener in Köln geboren wurde. Kollege und Mitgründer Philipp Jessen finde den Namen "so schlecht, dass er schon wieder gut ist". Während diese Startup-Story aus ihm heraussprudelt, führt Diekmann das Publikum durch die Büroräume seiner Agentur und ist sichtlich stolz auf das, was er da zeigt: Das Berliner Schrabbel-Interieur in einem alten Varietétheater mit eingebauter Wellblechhütte und 50-Euro-Kirchenbank von eBay habe er teils persönlich vom Flohmarkt besorgt, teils von seinem Haus auf Usedom recycelt. Von zu wenig Geld für frische Büromöbel zeuge das keinesfalls, so der PR-Mann. Alles sei "aufwändigst konserviert".

Seine Rolle als Gesellschafter "ohne exekutive Funktion" bei Storymachine beschreibt Diekmann so: "Ich bin hier der Hausmeister." Über seine Rolle im Wirecard-Skandal sagt er: "Kein anderes Investment hat mich so viel Geld gekostet wie mein Investment in Wirecard." Er habe den "Fehler" gemacht, dem Unternehmen selbst, der Bafin, der Bundesbank, und "den vielen deutschen Journalisten" zu glauben: "Das ärgert mich die Hölle."

Von aus den Hemden quellendem Brusthaar und zu viel Testosteron bei Storymachine wollen Diekmann und seine Kolleg*innen übrigens nix wissen. Eine Mehrheit der rund 90 Angestellten seien – entgegen der Außenwirkung durch die Aushängeschilder Diekmann und Jessen – Frauen, sagen die Kolleginnen Claudia Behrendt und Stefanie Weber. Dass von der Macho-Kultur vor Ort weniger zu spüren ist als aus der Ferne, bestätigt Ex-"Bild"-Kollegin und Ex-ntv-Chefin Tanit Koch bei der After-Show-Party auf Clubhouse.

Was ihre Kundschaft angeht, halten sich die Story-Maschinist*innen gewohnt bedeckt. Bis auf zwei Ausnahmen: Einen Kontakt zu Armin Laschet zwecks kommunikativer Begleitung einer möglichen Kanzlerkandidatur gebe es nicht, sagt Jessen. Und auf die Frage von Peter Turi, wie viel Vorwissen Storymachine-Kundin Ursula von der Leyen in die Agentur mitgebracht habe, antwortet Projektmanagerin Behrendt: "Genug."
turi2.tv (64-Min-Video), turi2.de/podcast (58-Min-Podcast)



ARD meldet neue Höchstwerte bei Mediathek- und Audiothek-Abrufen.

ARDFor the record: Für ihre Mediathek meldet die ARD im Januar 2021 mit 170 Mio Abrufen einen neuen Höchstwert – ein Plus von ca. 19 Mio gegenüber Dezember. Die Zahl habe sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Als ein Treiber nennt die ARD Homeschooling-Angebote. Die Zahl der Wiedergaben im Akustik-Pendant Audiothek ist 2020 laut ARD gegenüber 2019 um 130 % gestiegen, mit rund 54 Mio pro Jahr liegt sie aber weiter deutlich unter den Abrufen in der Mediathek.
ard.de (Mediathek), ard.de (Audiothek)

Video-Tipp: Deutsche Bahn wirbt mit 82-jähriger YouTube-Uschi um Azubis.

Video-Tipp: Die Deutsche Bahn wirbt mit der 82-jährigen Uschi, die von den YouTube-Kanälen Senioren Zocken und Oma Geht Steil bekannt ist, um ihre 50 Ausbildungsberufe und 25 dualen Studiengänge. Die Kampagne mit dem Titel "Was machen. Bei der Bahn" läuft u.a. bei Instagram, Facebook und Snapchat. Die Videos stammen aus der Feder der Berliner Digitalagentur Buddybrand.
youtube.com (16-Sek-Video)

ARD meldet erhöhtes Interesse an Social-Media-Videos.

ARDARD meldet hohe Zugriffszahlen auf die eigenen Videos bei Facebook und YouTube. 2020 haben die Clips der ARD-Accounts bei Facebook und YouTube demnach 9,7 Mrd Views erreicht - 46 % mehr als 2019. Auch die Zahl der Interaktionen sei von 306 Mio auf 563 Mio gestiegen. Das Engagement der Öffentlich-Rechtlichen in den sozialen Medien steht oft in der Kritik. ARD-Chef Tom Buhrow sieht in den Zahlen einen Beleg dafür, dass es wichtig ist, mit den Angeboten dort zu sein "wo die Menschen sich im Alltag bewegen".
presseportal.de

“Wo Neugierde ist, ist auch Geld”: So lief der turi2-Clubabend mit Schaller und Steingart.


Nicht nur Likes und Liebe: Während des digitalen Live-Interviews mit Verleger Peter Turi zum Launch der turi edition #13 schippert Gabor Steingart am Dienstagabend über die Spree in Berlin – und denkt dort laut darüber nach, den "Presseclub" der ARD neu zu erfinden. Wenn es nach ihm geht, soll sich eine Journalist*innen-Runde sonntags nicht mehr "in den Katakomben des WDR", sondern an Deck seines Schiffs treffen, "vielleicht mit einer Dixie-Band". Die Gewinnschwelle will der Medien-Gründer mit seinem Pioneer-Unternehmen 2023 überschreiten, bis dahin sollen jährlich Investments in Millionenhöhe in das Unternehmen fließen, allein 2021 circa 8 Mio Euro. Dass die Mittel dafür durch zahlungsbereite Hörer*innen oder Beteiligungen namhafter Persönlichkeiten wie geplant sprudeln, daran zweifelt Steingart nicht. Er meint: "Wo Neugierde ist, ist auch Geld".

Was andere über ihn denken, blendet er bei seiner Regatta um einen Platz auf dem Medien-Siegertreppchen lieber aus. In Richtung der Leute, denen er 2020 auf die Nerven gegangen ist, sagt er trocken: "Genervt sein ist kein Zustand, da beginnt die Debatte". Richtig "feindliche Gefühle" erlebe er persönlich nur beim Spiegel, gegen den er im Verlauf des Gesprächs gleich mehrfach stichelt. Von seinem eigenen Publikum werde er dagegen "in Wärme gebadet". Er glaubt: "Jeder Journalist sollte sich daran messen lassen, dass er Menschen gereizt hat mit dem, was er sagt. Wenn alle ihm nur auf die Schulter klopfen, ist das doch traurig." Anders als Entertainer wie Thomas Gottschalk (der in Media Pioneer investiert hat, wie seit heute bekannt ist), wolle und müsse er, Steingart, nicht auf Beliebtheit hinarbeiten. Aus seiner Sicht sollten Journalist*innen "wahrhaftig, glaubwürdig, kontrovers und geistreich" sein, "nicht zwingend populär".

Monika Schaller, Kommunikationschefin von Deutsche Post DHL, schlägt im Gespräch mit Heike Turi dagegen vergleichsweise ruhige Töne an. Sie berichtet aus ihrem Jahr 2020 und weist die Kritik von Globalisierungs-Skeptiker*innen wie Zukunftsforscher Matthias Horx zurück: "Mein persönliches Gefühl ist, dass Globalisierung wichtiger ist denn je." Sie erklärt sich als großer Podcast-Fan – und fragt Steingart, was den Kern vom Kern eines richtig guten Podcasts ausmacht. Der antwortet mit einer höher dosierten "Prise Zuversicht", die für ihn in anderen Medien zu kurz kommt.
turi2.tv (87-Minuten-Video), turi2.de/podcast (als Podcast hören – auch bei Spotify, Apple, Deezer und AudioNow)

turi2.de (Background)

“ZDF Magazin Royale” schließt an “Umweltsau”-Kontroverse an

ZDF goes WDR: Das "ZDF Magazin Royale" greift ein Jahr später die Umweltsau-Kontroverse des WDR auf und präsentiert seine eigene Kinderchor-Abwandlung von "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad". Statt Klimasünden verkörpert die fiktive Großmutter des Liedes diverse Verhaltensweisen von Coronaleugner*innen - vom Feiern in Ischgl, über das irrationale Misstrauen in die Medien bis zum Stürmen des Reichtags. Und die Moral von der Geschicht? "Meine Oma liegt seit vorgestern im Koma. [...] Pandemie vorbei und meine Oma auch."
youtube.com (2-Min-Video), express.de, turi2.de (Background)

turi2 edition #13: 21 Video-Kanäle, auf die wir 2021 ein Auge werfen.

Aurel Original punktet auf Instagram mit Videos und Memes über Alltagssituationen, aber auch Themen wie Gleichstellung und Polizeigewalt. Comedian Aurel Mertz hat Humor. Wir trauen ihm Großes zu. @aureloriginal Browser Ballett schafft 2020 den Sprung von YouTube und Instagram in die ARD. Zurecht. Satire ist Programm, das verraten… Weiterlesen …

Video-Tipp: Browser Ballett zeigt die Arbeitsweise der “Blid”-Zeitung.

Video-Tipp: Das Browser Ballet von Funk parodiert in seiner ersten TV-Ausgabe die Arbeitsweise von "Bild". Julian Reichert, Chef der fiktiven "Blid"-Zeitung, kocht einen Schulbus­unfall zum vermeintlichen Terror-Anschlag hoch, sortiert Opfer-Fotos der toten Kinder nach Schönheit. Leser-Reporter*innen sollen Bilder vom Unfall liefern, gleichzeitig malt er sich schon die Schlagzeile aus: "Der Notarzt kam nicht durch. So behinderten Gaffer die Rettungs­arbeiten". In seinem Büro hängen eingerahmte Presserügen, von denen er sagt: "Das sind meine Orden." Das Fazit seiner Arbeit: "Boulevard ist Krieg."
daserste.de (4-Min-Video ab 1:19 Min), youtube.com

Video-Tipp: Joyn und Kolle Rebbe legen Passanten rein.

Video-Tipp: Joyn und Kolle Rebbe spielen Passanten an einer Bushaltestelle einen Mafia-Streich. Mithilfe von für Menschen unhörbarem Ultraschall steuern sie den Sprachassistenten auf den Passanten-Handys fern und stellen einen Video-Call zu einem angeblichen Gangster her. Der brüllt Forderungen und gibt schroffe Anweisungen. Anlass ist die zweite Staffel der Joyn-Serie "Mocro Maffia".
youtube.com (2-Min-Video), youtube.com (1-Min-Video, Technik) via wuv.de



YouTube streicht Video-Jahresrückblick für 2020.

YouTube spart sich 2020 seinen Jahresrückblick "Rewind", in dem die Video-Plattform normalerweise Trends und Phänomene des Jahres Revue passieren lässt. "2020 war anders", schreibt YouTube zur Begründung. "Es fühlt nicht nicht richtig an, so weiterzumachen, als wäre nichts gewesen". Der Rückblick 2018 wurde für YouTube zu Desaster - und Video mit den meisten Dislikes aller Zeiten.
theverge.com, mashable.com

Amazon bringt Watch-Party-Funktion nach Deutschland.

Amazon Prime Video lädt nun auch in Deutschland zur Watch Party, in den USA gibt es die Funktion schon seit dem Sommer. Nutzer*innen können bis zu 100 weitere Zuschauer*innen zum gemeinsamen Anschauen von Serien und Filmen einladen, in einem Chat können sie sich austauschen. Verfügbar ist das Feature nur am Computer, nicht auf Mobilgeräten. Eine ähnliche Funktion bietet auch Facebook.
dwdl.de, onlinemarketing.de

Kress.de: Media Pioneer rüstet an der Video- und Podcast-Front personell auf.

Media Pioneer verstärkt sich personell in den Bereichen Podcast und Video: Das Medienstartup von Gabor Steingart holt CDU-Politikern Diana Kinnert, 29, (Foto) als Gastgeberin für den Podcast Der 8. Tag, berichtet Kress.de. Im Januar heuert Radiomoderator Marc Saha als Podcast-Koordinator im Pioneer-Team an, er soll u.a. neue bezahlpflichtige Formate entwickeln. Ab Februar kommt Noemi Mihalovici, 32, für Bewegbild-Formate an Bord, sie ist aktuell Vize-Chefin Video Aktuelles bei "Bild".
kress.de

Video-Tipp: Konsument*innen wünschen sich in Corona-Zeiten positive Videowerbung.

Video-Tipp: Sebastian Buss, Leiter der Abteilung Insight & Solutions bei Unruly, spricht im Interview mit unserem TV-Kooperationspartner "Horizont" über den richtigen Ton von Videowerbung, ausreichend Sicherheitsabstand in Werbevideos und die Stärken und Schwächen von Künstlicher Intelligenz. Er bemerkt, dass Konsument*innen sich in Corona-Zeiten vor allem Normalität und positive Inhalte wünschen.
horizont.net (8-Min-Video)

Retro: ARD-Sender und Rundfunkarchiv stellen historische Beiträge online.

ARDARD und das Deutsche Rundfunkarchiv stellen ab dem 27. Oktober rund 40.000 historische TV- und Radio-Beiträge nach und nach online – vor allem aus der Zeit vor 1966, auch aus der DDR. Die Videos und Audios sollen künftig unter "ARD Retro" zeitlich unbegrenzt in der ARD-Mediathek zu finden sein. Auch das Deutschlandradio steuert Aufnahmen der Zeitgeschichte bei.
presseportal.de, radioszene.de, digitalfernsehen.de

Quoten-Ermittler AGF tritt Digitalverband BVDW bei.

AGF Videoforschung, Ermittler der TV-Quoten, tritt dem Bundesverband Digitale Wirtschaft bei. Der Daten-Dienstleister will "an den Themen mitarbeiten, die die digitale Wirtschaft beschäftigen", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf (Foto). Der BVDW vertritt rund 700 Digital-Unternehmen, Startups wie Konzerne.
presseportal.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich bin schon eher ein ganz klassischer TV-Nutzer", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf. (10/2019)

YouTube will zur E-Commerce-Plattform werden.

YouTube möchte auf der eigenen Seite Produkte verkaufen. In Videos ausgestellte Waren können künftig mit einer Software verzahnt und auf YouTube im Shop angeboten werden. Erste Tests laufen bereits. Das Video-Portal könnte bei den Verkäufen via Provision mitverdienen. Außerdem will YouTube ein Werbeformat einführen, das die direkte Interaktion mit der Produktpalette der Werbenden ermöglicht.
wuv.de

ARD/ZDF-Onlinestudie: Tägliche Internet-Nutzung steigt auf fast 3,5 Stunden.

ard_zdf_150x150Internet-Nutzung in Deutschland steigt um täglich 11 Minuten auf 204 Minuten am Tag, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 388 Minuten täglich sogar 18 Minuten mehr als 2019, sagt die ARD/ZDF-Onlinestudie. 94 % der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen das Netz, insgesamt 66,4 Mio Menschen, ein Zuwachs um 3,5 Mio. Gut zwei Drittel nutzen mindestens einmal wöchentlich Video-Angebote, am häufigsten bei YouTube. Die Mediatheken nutzt ein Drittel, bei den Jungen sogar so knapp die Hälfte. Bei den sozialen Netzwerken überholt Instagram Facebook bei der täglichen Nutzung.
presseportal.de, meedia.de, ard-zdf-onlinestudie.de

Video-Tipp: Rechte Parteien bedrohen die freie Meinungsäußerung.

Video-Tipp: Das ARD-Kulturmagazin "ttt" spricht mit Umwelt-Aktivistin Luisa Neubauer (Foto) und den Politikerinnen Sawsan Chebli und Janine Wissler über Hasskommentare im Netz. Die digitalen Beschimpfungen seien ein gesellschaftliches Problem, das vor allem politisch aktive Frauen treffe. Wenn rechte Parteien stärker werden, schwäche dies die Gleichberechtigung und die freie Meinungsäußerung.
daserste.de (7-Min-Video)

Netflix testet eine Zufalls-Funktion.

Netflix will die von Musik-Playern bekannte Zufalls-Funktion ins Video-Streaming überführen. Die Online-Videothek testet eine entsprechende Option in verschiedenen Ländern in unterschiedlicher Ausgestaltung. Nutzer*innen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, was sie als Nächstes ansehen, bekommen einen zufälligen Film oder eine Serien-Folge gezeigt.
horizont.net, theverge.com

Philipp Westermeyer startet Business-Podcast für Gründer*innen.

Business-Bauer: Podcast-Profi Philipp Westermeyer startet zusammen mit dem Domain-Hoster GoDaddy den 14-täglichen Podcast Bau dein Business. Westermeyer und seine Gäste wollen Gründer*innen mit persönlichen Erfahrungen und Tipps motivieren, Ideen und Projekte erfolgreich anzugehen. In der ersten von acht Episoden spricht Kaugummi-Unternehmer Thomas Krämer über sein Startup Forest Gum.
de.godaddy.com, youtube.com (53-Min-Video), omr.com (Audio-Podcast)