Taylor Swift will ihre eigenen Titel covern, um die vollen Rechte zu erlangen.

Musikrechte: Taylor Swift erwägt, ihre alten Alben neu aufzunehmen. Hintergrund ist ein Streit um die Rechte an den Master-Aufnahmen, die seit dem Kauf ihres alten Labels im Juli bei dem Manager Scooter Braun liegen. Als Besitzer der Master-Aufnahmen verdient er Lizenzgebühren. Da Swift Songwriterin ihrer Titel ist, kann sie sich selbst erlauben, ihre Titel zu Covern – um dadurch neue Master-Aufnahmen zu erzeugen, die sie selbst besitzt.
nytimes.com

Studie: Jeder Vierte nutzt Wlan-Lautsprecher.

Auf die Ohren: Jeder vierte Deutsche besitzt einen internetfähigen Lautsprecher, sagt eine Bitkom-Studie. Fast zwei Drittel der Befragten nutzen ihn hauptsächlich fürs Musik-Streaming. Wichtigste Kaufkriterien sind die Klangqualität, der Datenschutz und dass der Lautsprecher mit anderen Geräten kompatibel ist. 50 % der Befragten können sich nicht vorstellen, einen Wlan-Lautsprecher zu nutzen.
bitkom.org

Basta: Spotify verwechselt 15-jährigen Deutschen mit US-Rapper.

Weltstar über Nacht: Der 15-jährige Hobby-YouTuber Emre hat rund 400 Abonnenten. Mit seinen jüngsten Rap-Song erreichte er übers Wochenende ein deutlich größeres Publikum. Nachdem er den Titel unter seinem Künstlernamen Future bei Spotify einstellte, legte der Streaming-Plattform kein neues Profil für Emre an, sondern veröffentlichte den Song als Neuerscheinung des US-Rappers Future. Der hat 21 Mio Follower.
spiegel.de

Musikfirmen finanzieren neue Musik-Magazine.

Musikjournalismus: Festival-Veranstalter Goodlive und Kartenverkäufer Ticketmaster füllen die Lücke, die eingestellte Blätter wie "Intro" und "Spex" hinterlassen, berichtet Musikjournalist Christoph Möller bei DLF Nova. Das Ticketmaster-Magazin Applause sei der Versuch, das Image loszuwerden, nur teure Karten zu verkaufen. Chefredakteur Daniel Koch sagt, er habe aber große Freiheiten, auch bei politischen Themen. Nicetry-Chefin Jördis Hagemeier sieht in ihrem Magazin mehr als nur ein Werbefenster für die Goodlive-Events.
deutschlandfunknova.de (6-Min-Audio)

Radiovermarkter AS&S gibt DAB+ Radiokombi Deutschland einen Korb.

AS&S Radio, Hörfunkvermarkter der ARD, will die DAB+ Radiokombi Deutschland nicht in seine Deutschlandkombi aufnehmen. Der Verbund der fünf Digitalsender Absolut Hot, Absolut Relax, Schlagerparadies, Schwarzwaldradio und lulu.fm sei in Bezug auf Sendegebiete und inhaltliche Ausrichtung "vollkommen inhomogen" und werde nicht nachgefragt. Der Privatradiovermarkter RMS hat schon 2018 abgelehnt.
horizont.net

Basta: Beim MDR legt sich der Wettergott mit dem Schlagergott an.

Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Bei der Open-Air-Show "Die Schlager des Sommers" zeigt sich das Wetter nicht von der sommerlichen Seite: Ein Unwetter fegt Florian Silbereisen das Dauerlächeln von den Lippen. Die Zuschauer müssen die Tribünen verlassen. Doch die heile Schlagerwelt färbt auf den Wettergott ab: Nach einer Pause läuft die MDR-Aufzeichnung weiter.
bild.de, t-online.de

Streaming ist noch nicht profitabel, sagt Deezer-Chef Hans-Holger Albrecht.

Streaming ist noch kein profitables Geschäft, sagt Hans-Holger Albrecht, Chef des französischen Anbieters Deezer. Während sich die Dienste anfangs glichen, richte sich Spotify inzwischen an junge Kunden, Deezer an ältere. Der Dienst will v.a. auf lokalen Märkten Fuß fassen, statt wie die Konkurrenz überall das Gleiche anzubieten. An der Masse der Inhalte werde sich der Wettkampf nicht entscheiden: "Am wichtigsten ist die erste Million, die macht am meisten aus." Wichtig sei, Trends sofort zu sehen, z.B. Fitness-Armbänder oder smarte Lautsprecher.
sueddeutsche.de

Die deutsche Musikindustrie meldet ein Einnahmenplus von 7,9 %.

Musik: Die deutsche Musikindustrie konnte im ersten Halbjahr 783,2 Mio Euro durch den Verkauf von Tonträgern, Downloads und durch Streaming einnehmen, meldet der Bundesverband. Dies sei ein Plus von 7,9 %, was insbesondere auf die weiter steigenden Einnahmen aus dem Streaming zurückgehe, das um 27,7 % zulegte. Auch Vinyl erreicht ein Plus von 7,4 %, während CDs (-11,7%) und Downloads (16,3 %) rückläufig sind.
musikindustrie.de

Hintergrundmusik im Einzelhandel lässt die Kassen klingeln.

Instore-Radio für Hintergrundmusik im Einzelhandel wirkt sich positiv auf das Geschäft aus, schreibt die "Wirtschaftswoche". Studien belegten, dass das Tempo der Musik in den Läden das Einkaufstempo beeinflusse. Bei langsamer Musik verweilten Kunden länger, französische Musik wirke sich positiv auf den Weinabsatz aus. Insgesamt dürfe die Musik nicht polarisieren.
wiwo.de

Berufe mit Zukunft: O wie Ohrwurm – Daniel Nikolaou.


Große Töne: Daniel Nikolaou verantwortet bei Spotify die deutschsprachigen Podcasts. Anne-Nikolin Hagemann porträtiert ihn für die turi2 edition #8 als O wie Ohrwurm in unserem Berufe-Alphabet. Er verrät das Geheimnis erfolgreicher Podcasts: Wer seine Hörer bindet, hat schon gewonnen. Lesen Sie das ganze Porträt über Daniel Nikolaou hier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs.

Video-Tipp: Frank Elstner interviewt Herbert Grönemeyer.

Video-Tipp: In der Reihe "Wetten, das war's" von Frank Elstner spricht Herbert Grönemeyer (Foto) über vernuschelte Liedtexte und seinen schwierigen Start im Radio, weil die Radioleute ihn nicht verstanden. Er berichtet über sein Engagement für eine offene, vielfältige Gesellschaft und begrüßt die "Fridays for Future"-Bewegung. Grönemeyer sagt, dass er sich lange nicht habe vorstellen können, jemals als Sänger Erfolg zu haben.
youtube.com (66-Min-Video)

Zahl des Tages: YouTube und Universal remastern Musikvideo-Klassiker.

Zahl des Tages: Rund 1.000 Musikvideo-Klassiker wollen YouTube und Universal bis Ende 2020 technisch aufpeppen. Die Video stammen teils aus Röhrenfernseher-Zeiten und sind bei YouTube bisher nur in minderer Qualität zu sehen. Zum Start sind u.a. Tom Pettys Free Fallin' oder Hollaback Girl von Gwen Stefani dabei. Die HD-Videos ersetzen unter gleicher Adresse die SD-Videos, Views und Likes bleiben bestehen.
techcrunch.com, cnet.com

Basta: Mariah oder Marie – Hauptsache Italien.

Careful what you wish for: Ein Geburtstagskind in Großbritannien hat sich einen Kuchen mit dem Konterfei von Mariah Carey gewünscht. Beim Backen hat sich der Bäcker wohl in der Kuchen-Kartei vertan: Statt Mariah verirrte sich Marie auf das Backwerk.
mashable.com, twitter.com

Lese-Tipp: “FAZ” blickt hinter die Kulissen der lukrativen Rap-Musikindustrie.

Lese-Tipp: "FAZ"-Redakteurin Elena Witzeck besucht das Produzenten-Trio Kitschkrieg, einer der erfolgreichsten Rap-Macher Deutschlands. Produzenten müssten sich trauen, die Wahrheit zu sagen, um das Beste aus den Künstlern herauszuholen. Deren Selbstdarstellung ende nicht auf der Bühne, sondern müsse bei Social Media perfektioniert werden.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: “SZ” trifft Deutschland-Chef von Amazon Music.

Lese-Tipp: "SZ"-Redakteur Michael Bremmer besucht den Deutschland-Chef von Amazon Music in der Münchener Konzernzentrale. Michael Höweler verkaufte früher Mode und ist mit Amazons Streamingplattform heute schärfster Verfolger von Spotify. Um sich stärker abzugrenzen, will Höweler mit Schlager oder Hip-Hop neue Zielgruppen gewinnen.
"Süddeutsche Zeitung", R6 (Paid)

Meinung: “Vincent”-Zensur ist prüde und albern.

Radio-Empfindlichkeiten: Sarah Connors Lied "Vincent" über die Sorgen eines schwulen Jugendlichen läuft bei Privatwellen wie Antenne Bayern, Antenne 1 in Stuttgart und Radio Teddy in Berlin nur entschärft. Die Sender begründen mit Rücksicht auf Familien mit Kindern. Das sei nicht nur limitiert und prüde, sondern vor allem albern, argumentiert Elisa-Madeleine Glöckner in der "Augsburger Allgemeinen". ARD-Sender wie Bayern 3 und RBB 88.8 nutzen die Zögerlichkeit der Konkurrenz und spielen den Song in Gänze.
augsburger-allgemeine.de, spiegel.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ina Tenz, Programmdirektorin bei Antenne-Bayern, erzählt bei der turi2 FuckUp Night von scheinschwangeren Kaninchen und anderen missglückten Coups.

Apple mottet iTunes ein.


RIP, iTunes: Apple entfernt die Software von den Macs. Nutzer können die Dateien künftig über die Apps Music, Podcasts und TV abrufen. Die dazugehörige Synchronisierung wandert ins Betriebssystem. Nutzer bekommen ihre Käufe und Downloads aufgeschlüsselt auf die drei Apps. Apple-Gründer Steve Jobs hatte iTunes 2001 vorgestellt, als Plattform zur Musikspeicherung und später auch Shop. Inzwischen hat das Streaming Einzelverkäufe abgelöst.

Apple kündigt zudem ein datensparsames Single-Sign-On an. "Sign In with Apple" ist ein Konkurrent für die Plattform-Login-Funktionen von Google und Facebook. Siri soll künftig auch Radio streamen.
sueddeutsche.de, theverge.com, niemanlab.org, theverge.com (Login-Dienst), billboard.com (Radio-Streams)

Fast alle jungen Deutschen sind online – und streamen Musik und Videos.

Studie: 97 % der deutschen Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren sind online, ergibt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Unter den 10- bis 18-jährigen Smartphone-Nutzern streamen 88 % Musik, 87 % schauen Videos. Beliebteste Social-App ist WhatsApp, bei den 10- bis 11-Jährigen folgt TikTok auf Platz 2, bei den etwas älteren Instagram.
bitkom.org (Text), bitkom.org (Grafiken)