Eventfinder listet Livestream-Termine, #KunstNothilfe sammelt Geld.

Kultur trotz Corona: Der Online-Veranstaltungs­kalender Eventfinder listet jetzt Livestream-Termine auf. Veranstalter können gratis Online-Sportkurse, Vorträge und Lesungen, Konzerte oder Gottesdienste eintragen, die per Livestream ins Wohnzimmer kommen. Derweil sammelt Crowdfunding-Plattform Elinor mit der Aktion #KunstNothilfe Geld für Kunstschaffende, fast 50.000 Euro sind bereits beisammen.
presseportal.de (Livestreams), elinor.network (Kunstnothilfe), #thinkpositive #actpositive

Video-Tipp: Radio PSR bleibt “Daheim Daheim”.

Video-Tipp: Radio PSR dichtet den Text des Songs Allein Allein der Dresdner Band Polarkreis 18 in "Daheim daheim" um. Der Text ruft die Hörer*innen dazu auf, in Zeit von Corona zu Hause zu bleiben. Das Lied und das dazugehörige Video haben die Moderator*innen daheim aufgenommen. Wer es lieber besinnlich hat, für den gibt es eine Corona-Version von "Hallelujah", gesungen von Bernice Ehrlich.
youtube.com ("Daheim daheim", 2-Min-Video), radiopsr.de, youtube.com ("Hallelujah", 4-Min-Video), #thinkpositive #actpositive



Basta: Berliner Clubs feiern während der Corona-Pause im Stream weiter.

Der mit dem Stream tanzt: Berliner Clubs wollen in der Corona-Zwangspause jeden Abend DJ-Sets, Konzerte und Vorträge per Stream ins Wohnzimmer ihrer Gäste übertragen und damit Spenden für soziale Härtefälle sammeln. Zum authentischen Home-Clubbing fehlt nur noch Berliner Club-Luft ins Dosen ‐ Schweiß-, Alkohol- und Rauschmittel-geschwängert.
faz.net, unitedwestream.berlin

Corona: Star-Pianist Igor Levit spielt Beethoven auf Twitter.

Beethoven für alle: Igor Levit hat mit seinen täglichen Live-Konzerten auf Twitter eine Revolution angezettelt, beobachtet Georg Diez im Ping!-Newsletter der Looping Group. Levit zeige damit, wie alte Mechanismen durch die Krise "radikal neu" gedacht werden können. Diese Art der Kommunikation biete "eine viel umfassendere Möglichkeit" der Information, die an "Tiefe, Kontinuität und Genauigkeit" in keinem Vergleich zu traditionellen Medien stehe.
igor-levit.de via looping.group/ping

Dieter Bohlen äußert sich zu Naidoo-Rauswurf bei “DSDS”, ohne wirklich was zu sagen.

DSDS: Jury-Chef Dieter Bohlen (Foto) windet sich in der Show am Samstagabend mehr als zwei Stunden um eine Aussage zum Rauswurf von Xavier Naidoo. Er stehe hinter der Entscheidung von RTL, es gehe um "Unterhaltung und nicht um Hass oder Hetze", ist das Konkreteste, was Bohlen faselt. Nächste Woche solle ein neues Jury-Mitglied kommen.
dwdl.de, rtl.de (2-Min-Video), turi2.de (Background)

Basta: Gloria Gaynor singt das Corona-Virus weg.

Immer schön sauber bleiben: Gloria Gaynor singt gegen das Corona-Virus an - und trällert in einem Twitter-Video vor dem Waschbecken ihren Song "I Will Survive" als neue Hymne des Händewaschens. Bleibt zu hoffen, dass Covid-19 schneller verschwindet als ihr Welt-Hit aus dem Jahr 1978.
twitter.com


RTL nimmt Sänger Xavier Naidoo aus der “DSDS”-Jury.

RTL trennt sich von Xavier Naidoo, der künftig nicht mehr Teil der aktuellen "DSDS"-Jury ist. In einem Video beim Messenger-Dienst Telegram hatte sich der Sänger zuvor fremdenfeindlich geäußert: "Ich habe fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt?", sagt Naidoo über vermeintliche Missstände in Deutschland. Naidoo weist die Rassismusvorwürfe bei Facebook zurück, bleibt laut RTL-Statement aber "viele Antworten schuldig".
rtl.de, bild.de (Paid)

Zitat: Verbandschef Jens Michow sieht Konzertveranstalter durch das Corona-Virus bedroht.

"Fielen mehrere Veranstaltungen hintereinander aus, könnte einigen Veranstaltern schnell finanziell die Luft ausgehen."

Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, warnt im "Handelsblatt"-Interview vor dem Folgen für Konzertveranstalter bei Veranstaltungs-Absagen wegen des Corona-Virus.
handelsblatt.com

Musikbranche geht gegen die Manipulationen von Abspielzahlen beim Streaming vor.

Bundesverband Musikindustrie und der internationale Dachverband IFPI setzen beim Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die Webseite Followerschmiede.de durch. Der Anbieter bietet sogenannte Fake Streams an, die Abspielzahlen von Musiktiteln auf Streamingdiensten wie Spotify manipulieren sollen. Dies sei unlauterer Wettbewerb.
heise.de

Hör-Tipp: Benjamin Dolic vertritt Deutschland beim ESC mit “Violent Thing”.

Hör-Tipp: Der NDR stellt den - dieses Jahr ohne Vorentscheid bestimmten - deutschen Vertreter beim Eurovision Song Contest und dessen Song vor. In Rotterdamm wird Benjamin Dolic, 22, den Titel "Violent Thing" singen. Dolic wurde 2018 bei "The Voice of Germany" Zweiter. 2016 trat er als Mitglied der Gruppe D Base beim ESC-Vorentscheid in Slowenien an, wo er auch geboren wurde. Für Fans bleibt also zumindest die Hoffnung auf slowenische Solidaritäts-Punkte.
youtube.com, eurovision.de

Basta: Atemlos zum “Eurovision Song Contest”.

Atemlos durch die ESC-Nacht? Der NDR will laut dpa an diesem Montag Details zum deutschen Beitrag für den "Eurovision Song Contest" kommunizieren. Helene Fischer gilt in der Gerüchteküche als Favoritin. "Nur mit dir", Helene, wollen Schlagerfans "im Kartenhaus der Träume" immer wieder dieses ESC-Fieber spüren, in der "Achterbahn" auf der Suche nach 12 Points.
digitalfernsehen.de

Spotify meldet mehr Nutzer, mehr Umsatz – und mehr Verlust.


Hört, hört: Spotify wächst 2019 stärker als erwartet und meldet 271 Mio monatlich aktive Nutzer – knapp 1 Mio mehr als Spotify als Ziel ausgegeben hat und 31 % mehr als im Vorjahr. Die meisten Nutzer zahlen jedoch nicht für den Audio-Streamer: Die Zahl der Premiumnutzer liegt bei 124 Mio – 29 % mehr als 2018. Wachstumstreiber sind zunehmend auch Podcasts: Die Podcast-Nutzung hat sich laut Spotify verdreifacht. 16 % der Nutzer würden die nun über 700.000 Podcasts auf der Plattform anhören.

Seinen Jahresumsatz steigert Spotify um knapp 29 % auf 6,76 Mrd Dollar. Der operative Verlust wächst von 43 Mio Dollar auf 73 Mio Dollar. Dafür sind laut Spotify vor allem steigende Kosten für Marketing und Entwicklung verantwortlich. Auch für 2020 erwartet Spotify Verluste, die bis zu 250 Mio Euro betragen könnten. Das Jahr sei ein "Investitionsjahr". Ziel sei es, 328 bis 348 Mio Nutzer, darunter bis zu 153 Premium-Hörer, zu erzielen.
handelsblatt.com, theverge.com

Disney bringt abgefilmtes “Hamilton”-Musical ins Kino.

Disney bringt das Erfolgsmusical Hamilton auf die Leinwand. Für 75 Mio Dollar hat der Micky-Maus-Konzern die weltweiten Rechte gekauft, inklusive Ausspielung bei Disney+, und zeigt in den USA ab dem 15. Oktober 2021 eine Aufzeichnung der Broadway-Show von 2016. Das Hip-Hop-Musical erzählt die Geschichte des amerikanischen Gründervaters Alexander Hamilton.
hollywoodreporter.com, theverge.com

Verwechslungsgefahr: Gericht verbietet Musicalplakat mit Tina Turner.

Verwechslungsgefahr: Das Landgericht Köln verbietet ein Werbeplakat für eine Tribute-Show über Tina Turner des Veranstalters Cofo Entertainment. Der Name Tina Turner darf demnach nicht ohne erklärende Zusätze mit einem Foto einer Doppelgängerin genutzt werden. Das Plakat erwecke den falschen Eindruck, dass Turner selbst an der Show mitwirken würde.
zeit.de

Nielsen: Musik-Streaming knackt 2019 in den USA erstmals die Billion-Grenze.


Auf die Ohren: Musik-Streaming ist 2019 in den USA um 30 % gewachsen und knackt damit erstmals die Marke von einer Billion Streams, errechnet Nielsen. Streaming-Dienste decken 82 % des gesamten Musikkonsums in den USA ab, 2018 lag die Zahl noch bei 77 %. Physische Albumverkäufe sinken um 19 % auf nur noch 9 % des Gesamtvolumens. Treiber des Booms seien u.a. Veröffentlichungen der Künstler Taylor Swift, Billie Eilish und Post Malone gewesen.

Derweil machen Streamingdienste große Verluste durch Passwortpiraterie und unter Freunden geteilten Accounts. Im Jahr 2019 gingen Streamingdiensten dadurch rund 9,1 Mrd Dollar flöten. Bis 2024 soll die Zahl auf 12,5 Mrd Dollar steigen, prognostiziert das Forschungsunternehmens Parks Associates.
9to5mac.com, hollywoodreporter.com

WDR-Satire: Chorleiter weist Vorwurf der Instrumentalisierung zurück.


Fromme Chorknaben? Zeljo Davutovic, Gesamtleiter des WDR-Kinderchors, entschuldigt sich in einem Statement nach dem umstrittenen Satire-Song. Den Kindern sei erklärt worden, dass "mit Überspitzung und Humor" der Generationenkonflikt "aufs Korn" genommen werden sollte. Kinder und Eltern hätten freiwillig an dem Projekt teilgenommen. In dem Satire-Song gehe es nicht um die Oma, "sondern um uns alle. Hier schließe ich mich persönlich ein", erklärt Davutovic. Einige Familien haben sich entschieden, nicht mitzuwirken, sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Das Thema sei während dieser Abfrage "überhaupt nicht hochgekocht".

Die Idee der jahresrückblickenden WDR-Satire sei auf Kinderstimmen konzipiert, "Fridays for Future" sei ebenfalls von Kindern und Jugendlichen organisiert, weshalb Chorleiter Davutovic auch das Projekt der WDR2-Redaktion zugesagt habe. Als Musiker wolle er sich "bei allen entschuldigen, die sich trotz der Einordnung als Satire von uns persönlich angegriffen fühlen." Der Chor habe "in den vergangenen Jahren immer allergrößten Respekt vor Seniorinnen und Senioren gezeigt", beispielsweise bei Auftritten in Seniorenheimen.
(Foto: Screenshot WDR Fernsehen)
welt.de, sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Künstliche Intelligenz soll Beethovens 10. Sinfonie vollenden.

Ist das Kunst oder kann das weg? Künstliche Intelligenz soll Beethovens 10. Sinfonie fertig komponieren. Vor seinem Tod hinterließ er zu fehlenden Teilen nur handschriftliche Notizen. Ein internationales Team will das Werk mit einem Algorithmus vollenden, der "unberechenbar" sei. Genie und Wahnsinn liegt eben nicht nur bei Künstlern nahe beieinander.
faz.net (Paid)

“FAZ” analysiert den kommerziellen Erfolg von “Last Christmas”.

Last Christmas ist "ein absoluter Goldesel", beobachtet die "FAZ". Allein Antenne Bayern und der SWR3 zahlten 2018 rund 35.000 Euro Tantiemen. Der Weihnachtsklassiker wurde in Deutschland an Heiligabend 2,5 Mio Mal bei Spotify gestreamt, wovon nicht nur die Plattenfirma Sony verdient. George Michael habe den Song im Alleingang geschrieben, gesungen, eingespielt und produziert. Die Rechte gingen nach seinem Tod an seine Erben.
faz.net

Niederländischer Staat fördert den ESC 2020 mit 12 Mio Euro.

ESC: Der niederländische Staat unterstützt die Ausrichtung des Eurovision Song Contests im Mai 2020 in Rotterdam mit 12,4 Mio Euro. Damit seien die vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen NPO veranschlagten Kosten von insgesamt 26,5 Mio Euro für die größte Musikshow der Welt gedeckt. 9,6 Mio Euro davon sollen von der EBU und aus Ticketverkäufen kommen.
derstandard.at

Meinung: Die Jahrescharts von Spotify sind nicht repräsentativ.

Spotify: Rapper Capital Bra ist 2019 der meistgestreamte Künstler in Deutschland, aber damit nicht zwangsläufig der meistgehörte Künstler des Landes, kritisiert Jan Kedves in der "Süddeutschen Zeitung". Die Jahrescharts des weltweit größten Streamingdienstes sind nicht repräsentativ. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer verschweigt Spotify "hartnäckig".
"Süddeutsche Zeitung", S. 10 (Paid)

BR-Stardirigent Mariss Jansons, 76, ist tot.

Mariss Jansons, 76, ist tot: Der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Leiter des BR-Chors starb in der Nacht zum Sonntag im russischen St. Petersburg. Jansons hatte beide Klangkörper 2003 übernommen. In den vergangenen Jahren musste er mehrfach Konzerttermine krankheitsbedingt absagen.
br.de, spiegel.de, twitter.com/BRSO (2-Min-Video)

Basta: “Geld oder Liebe” ist für Schlagerstar Stefan Mross kein Gegensatz.

Nur die Liebe zählt: Die ARD reaktiviert beim "Adventsfest der 100.000 Lichter" die "Traumhochzeit". Schlagerstar Stefan Mross trompetet seiner Anna-Carina Woitschack (Foto) live im Fernsehen einen Heiratsantrag. Statt Linda de Mol steht standesgemäß Florian Silbereisen als Trauzeuge bereit. In der heilen Schlagerwelt scheint "Geld oder Liebe" kein Gegensatz.
bild.de

Hör-Tipp: Lena spricht im “Alles gesagt”-Podcast über politische Äußerungen als Popstar.

Hör-Tipp: Sängerin Lena Meyer-Landrut erzählt im fast sechsstündigen Zeit-Online-Podcast Alles gesagt, wie sie den Wirbel um ihre Person überlebt hat und dass sie viel zu lange am Handy hantiert. Sie spricht über die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie und was es für sie bedeutet, sich politisch zu äußern.
zeit.de (Audio, 5 Std 56 Min)