turi2 edition #18: Verena Pausder über Business und Bildung.


Genug ist nicht genug: Um Herzens­projekte anzutreiben, “kannst du gar nicht genug Geld haben”, erzählt Verena Pausder. Die Gründerin, Investorin und Aktivistin für Frauenrechte spricht im großen Interview in der turi2 edition #18 ungewöhnlich offen über Arbeit und Politik sowie konkrete Erfolge und Fehlschläge beim Investieren. Pausder fordert “viel mehr Digitalmedien-Kompetenz”, um die Demokratie zu bewahren. Ihren Kindern rät sie, schon in jungen Jahren ihr Geld anzulegen. Weiterlesen >>>

Mein Podcast-Tipp: Rieke Havertz über “Pod Save America”.


Absurdes aus Amerika: Rieke Havertz, internationale Korrespondentin und Redaktionsleiterin bei Zeit Online, empfiehlt den Podcast Pod Save America, der ihr immer wieder Neues und Absurdes über die Strukturen US-amerikanischer Politik ins Ohr bringt. Zusammen mit Klaus Brinkbäumer hostet Havertz selbst den Podcast OK, America?. Ihre Hör-Empfehlung erscheint in der Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

turi2 edition #18: Kapitale Fragen an Christian Sewing.


Hoch oben runterfahren: Christian Sewings beste Geld-Investition war “das Haus in den Bergen”, weil er “nirgendwo so schnell zur Ruhe” kommt. Im Geld-Fragebogen der turi2 edition #18 erzählt der Vorstand­schef der Deutschen Bank vom Ferien­job in der Druckerei seines Vaters, wo er “acht Stunden täglich am Band und Schachteln falten musste”. Dort habe er zwar weniger verdient als anderswo möglich gewesen wäre, doch dafür viel mehr gelernt. Weiterlesen >>>

turi2 edition #18: Ist das Streben nach Geld und Erfolg gesund, Eckart von Hirschhausen?


Genug ist genug: Wir könnten es so schön auf der Erde haben, würden wir nur auf unsere echten Bedürfnisse hören, ist Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen überzeugt. Denn noch nicht mal Privatversicherte können sich eine eigene Außentemperatur kaufen, schreibt er im Gastbeitrag für die turi2 edition #18. Er sieht die Verantwortung auch bei den Medien. Weiterlesen >>>

“Den Traum, reich zu werden, zerstöre ich nicht ganz” – Simon Schöbel über Investitionen und Instagram.


Fin-Experte: "Wenn man schnell reich werden will, ist das der schnellste Weg, genau das Gegenteil zu erreichen", sagt Simon Schöbel im turi2 Jobs-Podcast. Der Finfluencer klärt auf YouTube, TikTok und Instagram über Finanzthemen auf und beobachtet: "Gerade junge Leute wollen schnell reich werden." Die Gefahr dabei sei, dass sie "auf die falschen Leute hören" oder zum Beispiel in "spekulative Dinge" investieren. Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl sagt Schöbel, dass es der jüngeren Generation nicht mehr zwingend "um die Karriere der Karriere wegen" gehe, sondern "um Selbst­verwirklichung" – und dabei helfe Geld. Wer den "Faktor Geld nach oben setzt", könne auch den "Faktor Zeit" erhöhen, sagt Schöbel. Der "klassische Karriereweg bis zur Selbst­ausbeutung ist in unserer Generation nicht mehr so stark gegeben". Den Traum, reich zu werden, zerstöre Schöbel seinen Followern auf Social Media nicht ganz, sage aber, dass es "länger dauert".

Grundsätzlich wolle er seinem Publikum vermitteln, "weniger kurzfristig zu denken" und "eher langfristige Verhaltens­muster anzupassen". Dazu gehöre auch, sich von aktuellen News "nicht völlig aus der Fassung bringen zu lassen". So schrecklich der Krieg in der Ukraine sei – "solche Krisen wird es immer wieder geben". Für langfristige Anlagen über zehn bis 15 Jahre seien sie "ganz normal". In seinen 30- bis 40-sekündigen Videos greift Schöbel solche Themen eher nicht auf, weil er sie nur oberflächlich behandeln könnte. Lieber versucht er, seiner jungen Zielgruppe einen "konkreten Mehrwert" mitzugeben, etwa, warum sie ihr Geld nach einer Gehalts­erhöhung nicht direkt für Designer-Klamotten ausgeben sollten oder wie sie beim Bewerbungs­gespräch richtig über das Gehalt verhandeln. "Je konkreter der Tipp, desto interessanter", sagt Schöbel.

Seine 230.000 Follower auf TikTok und 43.000 auf Instagram zeigen: Das Interesse an Finanzthemen ist da und größer als je zuvor: "Das war in der Vergangenheit eher ein Thema für Finanz­berater." Mittlerweile werde in den Medien nicht nur viel mehr Info publiziert, auch die Zugänge dazu seien einfacher. Selbst die Einstiegs­barrieren beim Investieren sind gesunken, sagt Schöbel: "Man kann per Mausklick oder am Smartphone quasi für null Euro ETFs kaufen." Reich wird Schöbel mit seinen Videos nicht, "das ist mir aber auch nicht wichtig und nicht planbar". Von der Tätigkeit als Finfluencer kann er seit zirka einem halben Jahr leben. Bis er überhaupt die ersten Euro damit verdient habe, seien allerdings "anderthalb Jahre ins Land gestrichen".

Simon Schöbel gibt eines von zehn Finanz-Fachinterviews in der aktuellen turi2 Edition #18. Das Buch zum Thema Kapital erscheint am 29. Juni.
turi2.tv (41-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

“Eine Kannibalisierung kann ich mir nicht vorstellen” – Franjo Martinovic über das Miteinander von TV und Streaming.


Hand in Hand: "Als wir mit Pluto TV eingestiegen sind, war es ein zartes Pflänzchen", sagt Franjo Martinovic, Geschäfts­führer von Visoon. Mittlerweile habe der werbefinanzierte Streaming-Dienst des TV- und Big Screen Vermarkters von Springer und Paramount weltweit 54 Mio User. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv kündigt Martinovic auch bei Paramount+ "hochwertigen und internationalen Content" an. Grundsätzlich sei das Streaming mittlerweile im deutschen Markt angekommen, auch "Interesse und die technischen Voraussetzungen" seien da. Tech und Data seien wichtige Themen der Zukunft, "aber alles ergänzend zu linearem TV", sagt Martinovic. "Eine komplette Kannibalisierung kann ich mir nicht vorstellen."

Martinovic freut sich auf die Screenforce Days, auf denen Visoon die Pläne für die nächste TV-Saison vorstellt. In Feierlaune ist er eigentlich nicht: "Es sind surreale Zeiten, angefangen bei Corona, jetzt dieser unsägliche Krieg." Die Vermarktung sei zurzeit nicht einfach, aber: "The show must go on – wir müssen das Beste daraus machen." Das große Thema soll der Content sein. Bei Bild TV etwa werde "als junges TV-Kind immer mehr Boulevard reinkommen" und auch Sport ist "ein wichtiges Thema", sagt Martinovic. Grundsätzlich sieht er sowohl in seiner Branche als auch generell in der Gesellschaft eine "sinnvolle Zukunft" in einer "Mischform zwischen virtueller und digitaler Welt".
turi2.tv (7-Min-Video auf YouTube)

turi2 edition #18: Kapitale Fragen an Karin Rådström.


Dreht am Rad: Daimler Truck-Vostands­mitglied Karin Rådström könnte ihr Geld im Zweifel auch als Fahrerin der hauseigenen Produkte verdienen. Die entsprechenden Fahrlizenzen besitzt sie, erzählt sie im Fragebogen der turi2 edition #18. Ihr erstes Geld hat sie im weitesten Sinne ebenfalls mit der Mobilität verdient – als Skilehrerin für Kinder. Rådströms erstes Automobil trug indes noch keinen Stern, sondern war ein 10 Jahre alter Nissan Almera. Weiterlesen >>>

“Die Zuschauer wollen in andere Welten flüchten” – Ralf Hape über Sky für große und kleine Screens.


Große Palette: "Rein aus der Vermarktungs-Perspektive haben wir mit dem Sport etwas krisen­resistentes", sagt Ralf Hape im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Der Managing Director bei Sky Media erklärt den Wandel von einem reinen Sport-Sender zu einem "mannig­faltigen" Anbieter von Spielfilmen, Live-Sport und Serien. Der Sport habe in den letzten zwei Jahren bewiesen: "Er ist ein Ankerpunkt, der in jeder Krise ein Stück weit Sicherheit gibt", sagt Hape. Dennoch sehne sich das Publikum nach Abwechslung und wollen "in andere Welten flüchten". Zudem beobachtet Hape, dass "die Deutschen mittlerweile verstanden haben, nicht nur für den Sport zu bezahlen".

Im Rahmen der Screenforce Days stellt Sky Media in der kommenden Woche das Programm für die nächste TV-Saison vor. Neuigkeiten gibt es nicht nur im fiktionalen Bereich, etwa bei der Serie "House of the Dragon", auch Dokumentationen "werden wir auf alle Fälle ausbauen". Über die Zukunft des linearen Fernsehens macht sich Hape keine Sorgen: "Das wird es noch eine ganze Weile geben, wenn es auch derzeit eine Verschiebung gibt." Es brauche nicht zwangsläufig "immer große Screens zuhause", um TV zu schauen. Das sei auch mit Handy, Laptop und Tablet unterwegs möglich.
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

turi2 edition #18: Warum sind die Deutschen so besessen vom Geld, Nils Minkmar?


Nach uns die Geldflut: Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam in Deutschland die Sehnsucht nach Stabilität – und damit nach dem Geld, beobachtet Autor und Historiker Nils Minkmar. Heute sind Geldscheine “symbolisch völlig überfrachtet”, schreibt er im Gastbeitrag für die turi2 edition #18. Doch er kennt ein Gegenmittel. Weiterlesen >>>

turi2 edition #18: Anna Graf über NFTs und falsche Kunst.


Virtuelle Werte: “Kunsthandel ist eine Frage des Vertrauens”, sagt Anna Graf, Director NFT der Kunst-Plattform misa.art. Sie glaubt, dass NFT-Kunst den Markt erweitert und damit Kunst­schaffenden zu Gute kommt, weil sie neben klassischen Sammlerinnen auch “Krypto-Natives” anspricht. Graf rät Käuferinnen im Interview in der turi2 edition #18, auch auf den eigenen Geschmack zu hören bei der Auswahl eines Kunstwerks – “denn selbst wenn dessen Wert auf null geht, kann ich mich persönlich immer noch daran erfreuen”. Weiterlesen >>>

turi2 edition #18: Horst von Buttlar über Kapital und “Capital”.


Adel ohne Pflicht: Seine Vorfahren waren Raubritter, Geld hatte er früher wenig und von 
Finanzen hatte er auch lange keine Ahnung: 
Horst von Buttlar, Chefredakteur von 
”Capital”, hat der “Zufall” in den Wirtschafts­journalismus getrieben und eine “Faszination” ausgelöst. Im großen Interview der turi2 edition #18 erzählt er, was ihn an Greta Thunberg 
stört und am Kapitalismus fasziniert – auch wenn man ihn “immer wieder regulieren, zügeln und eindämmen muss, damit er sich nicht selbst verschlingt”. Weiterlesen >>>

turi2 edition #18: Braucht ein Baby ein Portfolio, Noah Leidinger?


Schnuller-Spekulation: Noah Leidinger ist die Stimme des OMR-Podcasts “Ohne Aktien wird schwer”. Der Name ist in seinen Augen ab Tag 1 Programm, denn durch Inflation und sinkende Renten sieht er für kommende Generationen schwarz. Er rät Eltern in seinem Gastbeitrag in der turi2 edition #18, sich den Faktor Zeit zunutze zu machen – und ihren Kindern nebenbei noch etwas beizubringen. Weiterlesen >>>

“Geld treibt mich nicht so sehr an” – Andrea Rexer über Perspektivwechsel und die Neugier auf Neues.


Seitenwechslerin: "Es macht Spaß, ein echter Teil von Veränderung zu sein", sagt Andrea Rexer, Kommunikations-Chefin der Hypo-Vereinsbank, im turi2 Jobs-Podcast. Nach Führungspositionen u.a. bei der "Süddeutschen Zeitung" und dem "Handelsblatt", hängt sie ihre Karriere als Wirtschaftsjournalistin 2020 an den Nagel. Im Journalismus musste Rexer immer darauf hoffen, dass "irgendeiner von den Unternehmen die Artikel liest und dann etwas ändert", erzählt sie im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi. Jetzt könne Rexer selbst Dinge anstoßen und verändern.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Rexer zwischenzeitlich die Sorge, sich womöglich zu langweiligen: "Als Journalistin dachte ich immer, es gibt keinen tolleren Job, weil kein Tag wie der andere ist." Jetzt erfreut sie sich an ihren "unglaublich breit" gefächerten Aufgaben, bei denen ihr vor allem das strategische Denken Freude macht: "Früher habe ich nur geschrieben, heute kann ich Videos und Podcasts machen, Events organisieren und moderieren." An die "berühmten Abstimmungsschleifen" im Unternehmen habe sie sich aber erst einmal gewöhnen müssen. Statt wie als Journalistin das "schreiben zu können, was man denkt", muss sie nun mehrere Stakeholder in der Firma auf dem Zettel haben, die ein Wörtchen mitzureden haben.

Eine berufliche Karriere ist für Rexer zwar wichtig, aber nicht alles: "Es muss auch Raum für ein Leben neben dem Job geben", sagt sie – und versucht, genau das ihrem Team vorzuleben. Außerdem verrät sie, dass sie weniger das Geld, sondern vielmehr die Neugier auf Neues antreibt, "sonst wäre ich im ersten Schritt vermutlich keine Journalistin geworden". Als Kommunikatorin bei der Hypo-Vereinsbank sei frischer Wind ausdrücklich erwünscht: Rexer hat dabei das Glück, einen Chef zu haben, der einen "kritischen Blick nicht nur erlaubt, sondern einfordert". Mit dem Begriff "Powerfrau" kann Rexer indes nichts anfangen. Sie findet es "komisch, dass man betonen muss, dass eine Frau Energie hat".

Andrea Rexer ist eine von 11 Jobs-Vorbildern in der neuen turi2 edition #18. Das Buch zum Thema Kapital erscheint am 29. Juni 2022.
turi2.tv (33-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de



Text: Daniel Sallhoff

Mein Podcast-Tipp: Felicia Mutterer über “Welt. Macht. China”.


Ohr in den fernen Osten: Felicia Mutterer ist Mitgründerin und Managing Director der Audio- und Podcast-Agentur Achtung! Broadcast. Ihre neueste Podcast-Entdeckung ist der ARD-Podcast Welt. Macht. China. Darin erklären Korrespondentinnen, wie China tickt, was das Land zur Weltmacht und was die Welt mit dem Land macht. Ihre Hör-Empfehlung erscheint in der Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

“Es ist von Vorteil, eine Rampensau zu sein” – Sina Mainitz über Investitionen und Lampenfieber.


Keine Zockerin: "Ich glaube, dass sich in Punkto Geld verdienen und wofür man sein Geld einsetzt, ein Mentalitätswechsel vollzieht", sagt Sina Mainitz im turi2 Jobs-Podcast. Die ZDF-Börsenreporterin beobachtet, dass Geld heutzutage nicht mehr die Rolle spielt wie noch vor 50 Jahren. Mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl spricht Mainitz außerdem über eine "gewisse Verschiebung" bei der Geldanlage. Vor ein paar Jahren hätten vor allem Investitionen in alternative Energien eine große Rolle gespielt, "und plötzlich kommen durch den Krieg in der Ukraine wieder Rüstungskonzerne empor". Trotz aller Unsicherheiten und Schwankungen im Finanzmarkt rät die Journalistin, sich mit der Geldanlage zu beschäftigen: "Es lohnt sich immer, anzufangen." Gerade an der Börse sei es jedoch gut, "wenn man einen langen Atem hat und nicht beim ersten Sturm die Flucht ergreift". Für Kryptowährungen hingegen "muss man geboren sein und eine gewisse Risiko-Bereitschaft mitbringen", sagt Mainitz. Obwohl Bitcoin & Co für sie keine Optionen sind, weiß sie, dass die digitalen Währungen am Finanzmarkt mittlerweile "eine große Rolle spielen".

Es war nicht der kein Kindheitstraum von Sina Mainitz, dass sie sich mal hauptberuflich mit Finanz-Themen beschäftigt und live im TV darüber berichtet. Nach dem Abi wollte die heute 45-Jährige "etwas mit Medizin" machen und hat Pharmazie studiert. "Ich war aber zu schlecht in Chemie", sagt sie. Weil sie Stärken im "sprachlichen Bereich" entdeckt, studiert sie schließlich dual Medien- und Kommunikationswissenschaften mit der Vertiefung Journalismus und PR – eine Entscheidung, "die ich immer wieder so machen würde". So landet sie beim ZDF, testet für das "Mittagsmagazin" Autos – "eine ganz tolle Zeit" – und kommt 2008 schließlich an die Börse. Seitdem berichtet Mainitz für alle aktuellen ZDF-Sendungen live vom Frankfurter Börsenparkett. Nach 14 Jahren habe sie zwar kein Lampenfieber mehr, "eine gesunde Anspannung und ein gewisser Pegel an Adrenalin gehören aber dazu", sagt die Reporterin. Da sei es von Vorteil, "wenn man eine Rampensau ist".

Um beim Job abzuliefern, braucht Mainitz einen Ausgleich. Vor einem Gespräch beim ZDF jogge sie häufig durch den Wald und versuche, sich mit "ganz anderen Dingen zu befassen". Auch Yoga kann die zweifache Mutter empfehlen. Grundsätzlich "darf man nie vergessen, was einem selbst gut tut".

Sina Mainitz ist eine von 11 Jobs-Vorbildern in der neuen turi2 edition #18. Das Buch zum Thema Kapital erscheint am 29. Juni 2022.
turi2.tv (49-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Hajo Schumacher.


Pizza ohne Dessert: Vor Kurzem hat sich bei Hajo Schumacher eine “tückische kleine Psychose” eingestellt. Der Journalist, Autor und Podcaster ertappte sich dabei, wie er jede Stunde seines Lebens auf selbstmarketingtaugliche Filmchen, Fotos, Sentenzen hin überprüfte – er war ständig auf der Suche nach spannendem Stoff für seinen Newsletter. Wirtschaftlich gelohnt hat sich der ständige Druck für ihn nicht: Er hatte nur eine Handvoll zahlende Abonnenten, monatlich sprang eine Runde Pizza für die Familie Schumacher heraus – “aber ohne Dessert”. Für turi2 hat Schumacher aufgeschrieben, warum es manchmal besser ist, einen Newsletter wieder einzustellen. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Mein Podcast-Tipp: Astrid Maier über “WorkLife with Adam Grant”.


Besser arbeiten: Astrid Maier, Chefredakteurin bei Xing News, empfiehlt den Podcast WorkLife with Adam Grant. Sie ist begeistert von der unglaublich “hosty” Stimme des Organisations­psychologen und Gastgebers. Bei der “Mutter aller Podcasts rund um das Thema Arbeit und Leben” lernt sie u.a., warum man bei einem Pitch darüber reden sollte, dass das Projekt auch scheitern kann. Maiers Hör-Empfehlung erscheint in der Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

“Die Queen ist einfach nur beeindruckend” – Christoph Amend über Elisabeth II. und Editorials.


Queen-Fanboy: Als das "Zeit-Magazin" zuerst über einen eigenen Newsletter nachgedacht hat, "waren wir der Meinung, dass wir keinen brauchen", sagt Christoph Amend im turi2 Clubraum. Mittlerweile schreibt der Editorial Director des "Zeit"-Supplements seit fünf Jahren den täglichen Newsletter Was für ein Tag. Im Gespräch mit Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Chefredakteur Markus Trantow erklärt er, dass er das nur mit einem gut entwickelten System und Co-Autorinnen schafft. Denn neben seinem täglichen Editorial schreibt Amend Bücher und ist Host der Podcasts Und was machst du am Wochenende und Alles gesagt?. Trotz anfänglicher Skepsis kann Amend den Erfolg von Newslettern mittlerweile erklären: "Wenn ich mich für bestimmte Themenbereich interessiere, abonniere ich einen Newsletter, der mir das am besten liefert." Hinzu komme, dass die Leserinnen "auf angenehme Art und Weise Nachrichten bekommen", ohne danach suchen zu müssen.

Wichtig ist laut Amend, das Format immer weiterzuentwickeln. Er selbst habe die Erfahrung gemacht, den ein oder anderen Newsletter abzubestellen, "weil man irgendwann merkt, dass man sie ewig nicht geöffnet hat". Seine Aufgabe als Autor sei daher, "immer mal etwas neues zu entwickeln, damit es nicht langweilig wird". Im Zuge des Kriegs in der Ukraine etwa, vermerkt sein Newsletter ganz am Anfang, der wievielte Tag seit der russischen Invasion vergangen ist. Das diene als "tägliche Erinnerung" an die Geschehnisse, "selbst wenn an bestimmten Tagen keine fundamentalen Nachrichten aus Russland oder der Ukraine kommen". Zwar spielt die tägliche Nachrichtenlage in seinem Newsletter eine Rolle, auf aktuelle Debatten wie der "Welt"-Artikel über die angebliche Sexualisierung und Umerziehung von Kinder bei ZDF und ARD springt das "Zeit-Magazin" jedoch nicht auf. Amends Redaktion würde beim Thema Transsexualität "eher in die Tiefe gehen und eine Langzeitrecherche machen, um dem Thema auf den Grund zu gehen".

Als es bei den Themen der Woche um das 70-jähriges Thronjubiläum von Queen Elisabeth II. geht, enttarnt sich Amend als Fanboy: "Wenn man sich ihr ganzes Leben anschaut, wie sie mit politischen Veränderungen umgegangen ist und Kontenance bewahrt hat, ist sie einfach beeindruckend." Sie habe gezeigt, Fehler korrigieren zu können, "wenn es darauf ankommt", etwa beim Umgang mit dem Tod von Lady Diana. Eine solche Person würde auch Deutschland gut tun, findet von Drateln und schlägt Hape Kerkeling vor. "Die Engländer haben die Queen, wir haben Steinmeier", meint Amend.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist Frederike Probert zu Gast. Sie ist CEO von Mission Female und Board Member der Deutschen Digitalen Beiräte.
turi2.tv (49-Min-Podcast bei YouTube), turi2clubraum.podigee.io (Audio-Podcast), apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Nils Minkmar.


Immer wieder sonntags: Seit März 2021 verschickt der Journalist Nils Minkmar immer sonntags den Newsletter Der siebte Tag, mit dem er seine Leserinnen auf “freie und etwas anarchische Gedanken” bringen will. Ein solches leicht verständliches Konzept hält er für eine wichtige Voraussetzung für einen fesselnden Newsletter. Kleinere Fehler darin stören die Leserinnen nach seiner Erfahrung nicht – weil sie dokumentierten, dass ein Newsletter ein “Handwerksprodukt” ist. Minkmars Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Expertinnen-Tipp von Bozhidara Koleva.


Featuritis: Bei Newsletter-Versendern neigen viele Unternehmen zu einer Lösung mit möglichst vielen Funktionen, selbst wenn sie viele davon nicht brauchen, meint Bozhidara Koleva, Senior Online Marketing Managerin bei OMR. Sie rät dazu, vor der Evaluation verschiedener Tools einen genauen Anforderungskatalog zu formulieren. Gute Lösungen mit wichtigen Funktionen zu überschaubaren Kosten seien MailChimp und CleverReach. Kolevas Expertinnen-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Dirk von Gehlen.


Newsletter on Demand: Newsletter basieren auf einer alten, bewährten Technik, doch in ihnen steckt noch eine Menge Potenzial. Dirk von Gehlen, Director Think-Tank am SZ-Institut, hat da eine Idee: Newsletter, die exakt dann im Postfach eines Menschen auftauchen, wenn der sie gerade braucht – zum Beispiel, weil er gerade den Wohnort gewechselt hat und sich vom Umzugstag an neu orientieren muss. von Gehlens Experten-Tipp mit weiteren Ideen für die Weiterentwicklung des Newsletters erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Claudia ten Hoevel: “Wir betrachten die News-Lage aus weiblicher Sicht.”


Heiße News: Claudia ten Hoevel, früher Chefredakteurin der Lifestylezeitschrift “Grazia”, serviert seit einem guten Jahr zweimal täglich mittags Hot Bowl, einen Nachrichten-Newsletter für Frauen. “Texte, die knapp und auf den Punkt sind inklusive vertiefender Links”, “interessante neue Blickwinkel anderer Frauen zum Tagesgeschehen” und eine “eher lockere Tonalität” kämen bei den 56.000 Abonnentinnen am besten an, erzählt die Macherin im Interview. Was einmal nicht so gut ankam: das Wort “Goldgrube” in der Betreffzeile. Es katapultierte Teile einer Hot-Bowl-Ausgabe in die Spam-Ordner der Emfängerinnen. Das Interview mit Claudia ten Hoevel erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Peter Wingen.


Technik-Dinos: Technisch gesehen hat sich der Newsletter in den vergangenen 20 Jahren kaum weiterentwickelt, was Innovationen erschwert. Gängige Web-Effekte funktionieren dort daher gar nicht, eingeschränkt oder nur mit Hilfe von Tricks. Der Web-Experte und turi2-Entwickler Peter Wingen  weiß, was man beim Einsatz von animierten GIFs, Hover-Effekten oder Video-Playern beachten muss und wie man verhindert, dass ein Newsletter im Spamfilter hängenbleibt. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

“Das Maximum an Freiheit und Verantwortung” – Hans-Jürgen Jakobs über Morning-Briefing und Mitmach-Journalismus.


Bleibt am Boden: "Journalistisch habe ich noch nie mit so vielen Menschen konstant in Verbindung gestanden", sagt Hans-Jürgen Jakobs im turi2 Jobs-Podcast. Der ehemalige "Handelsblatt"-Chef­redakteur schreibt mittlerweile als Senior Editor fünf Mal wöchentlich das Handels­blatt Morning Briefing und erreicht damit via E-Mail knapp 100.000 Menschen täglich. Im Gespräch mit turi2-Verleger Peter Turi sagt Jakobs, dass die Zeitung damit nicht viel Gewinn macht – aber das sei auch gar nicht nötig: Das Ziel des Newsletters müsse ein Kanal für "Mitmach-Journalismus" sein, sagt Jakobs. Dazu gehören seiner Meinung nach – vor allem um jüngere Menschen zu erreichen – auch Podcasts: "So wie man früher die Zeitung zusammen im Bett gelesen und einzelne Teile ausgetauscht hat, so ist das jetzt mit Podcasts."

Damit das Morning Briefing pünktlich vor 6 Uhr morgens im Postfach der Leserinnen landet, arbeitet Jakobs bis spät in die Nacht. Sowohl die Deadline um 1.30 Uhr als auch die maximale Anzahl von 5.500 Zeichen pro Newsletter überschreitet der Journalist häufig. Denn manchmal, wenn er gerade denkt, er sei fertig, "werfe ich einen letzten Blick auf internationale Websites und dann ist da doch noch was". Dass er gleichzeitig sowohl Autor als auch Schluss­redakteur ist, gibt Jakobs ein "maximum an Freiheit, aber auch ein maximum an Verantwortung".
Ein Kindheits­traum ist sein Werdegang nicht: "Journalismus war nicht meine erste Wahl." Der gelernte Diplom-Volkswirt will promovieren, dafür werden dann jedoch die Gelder gestrichen. Weil er parallel als Handball-Reporter für das "Wiesbadener Tagblatt" arbeitet, bekommt er schließlich ein Volontariat angeboten – das er annimmt. Über diese Entscheidung ist er heute vor allem dann froh, wenn er mit seinem Team lange recherchiert und "dann eine Geschichte hat, die neu und wichtig ist, weil sie etwas bewirkt".

Ein gutes Team braucht laut Jakobs "gute Leader und Schreib-Stars, aber auch Prima Donnas". Es gehöre dazu, dass verschiedene Rollen existieren. Wichtig sei, "dass man die Unterschiedlichkeiten gut zusammenbringt". Journalismus-Einsteigerinnen rät er, "sich jeden Tag eine Stunde für gezieltes Lesen zu reservieren". Ein weiterer Tipp des Redakteurs: "Nicht abheben." Er wisse wie es ist, das erste Mal den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen: "Man hat das Gefühl, man kann fliegen." Dennoch sollten Medien­schaffende seiner Meinung nach demütig sein und immer überlegen: "Was hat dein Artikel bei anderen bewirkt?"

Der Podcast erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag der Gattung Morgen-Newsletter.
turi2.tv (48-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Nico Lumma.


Politik-Pressing: Es gibt nicht nur journalistische Newsletter über Politik, sondern auch Newsletter von politischen Parteien, parteinahen Initiativen und NGOs. Nico Lumma, Managing Partner des Startup-Programms NMA, schreibt, wer für die politische Kommunikation welche Form des Newsletters braucht und worauf es dabei ankommt. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Silke Burmester: “Lust auf Karamba.”


Galanter Begleiter: Die Journalistin Silke Burmester hat Palais Fluxx gegründet, ein Portal für Frauen ab 47. “Bei uns treffen sich Frauen, die – auch in einer schwierigen Lebensphase – Lust auf Karamba haben”, sagt sie im Interview. Beim Auf- und Ausbau des Portals hilft ihr der sonntägliche Fluxxletter als “Animator und Conferencier”: “Er leitet galant auf die Inhalte der Hompage und kann darüber hinaus Dinge berichten, die keinen Eingang auf der Website findet.” Das Interview mit Burmester erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Mein Podcast-Tipp: Tom Junkersdorf über “Einfach mal Luppen”.


Sendungsbewusst: Tom Junkersdorf, Ex-“GQ”-Chefredakteur und Gründer der Kommunikations­agentur Offscript, hört begeistert Einfach mal Luppen, den Podcast von Weltmeister Toni Kroos. Der zeige, wie “High Profile Personalities” selbst zum Sender werden. Medien­managerinnen könnten sich daran ein Beispiel nehmen, dass “allein die Story entscheidet – nicht mehr der Absender”, meint Junkersdorf. Seine Hör-Empfehlung erscheint in der neuen Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

“Nicht mit der Kladde durchs Funkhaus laufen”: Daniel Bouhs über neue Projekte und alte Unbefangenheit.



Familiäre Vorbelastung: "Meine erste Fest­anstellung gekündigt zu haben, war rückblickend das Beste, was ich im Job gemacht habe", sagt Daniel Bouhs im turi2 Clubraum. Der langjährige Medienjournalist und frischgebackene Redakteur mit besonderen Aufgaben des SWR, erzählt im Gespräch mit Aline von Drateln und Björn Czieslik, dass sein Weg in den Medien­journalismus schnell ein "Selbstläufer" geworden ist. Da sein Vater ZDF-Journalist war, habe er nie Berührungs­ängste mit den Medien gehabt. Seine Zeit als freischaffender Journalist, u.a. im ARD-Radio, dem Deutschlandfunk und bei "Zapp", haben ihm "Entwicklungen ermöglicht, die ich in diesem Tempo in dieser Vielfältigkeit nicht gehabt hätte". Im Live-Podcast diskutiert das Trio auch über Diversität in den Medien, den Ansturm aufs 9-Euro-Ticket und die Kommunikation von Robert Habeck.

Den SWR-Job in der Landes­­sender­­direktion Rheinland-Pfalz bei Direktorin Ulla Fiebig hat Bouhs angenommen, weil er "sehr bereit war, mal etwas Neues zu machen". Im Sender habe es "schon Fragezeichen, auch was den Stellenzuschnitt angeht", gegeben, weil er auch für journalistische Qualitäts­sicherung zuständig ist. Bouhs habe jedoch vermittelt: "Es gibt kein Qualitätsproblem", sondern nur die Herausforderung, die Qualität zu halten. Zudem befasst sich Bouhs mit digitalen Entwicklungen und will den "unbefangenen Blick" des Ex-Medien­kritikers in den eigenen Reihen einbringen. Ein weiteres Ziel sei, die "heimliche Medien­haupt­stadt Mainz" stärker zu profilieren.

Künftig kann sich Bouhs gut vorstellen, Aufgaben im Rahmen des nahenden ARD-Vorsitzes des SWR zu übernehmen. Das könnte "eine interessante Perspektive" sein, auch wenn er die ARD-Chefs nicht beneidet: "ARD-Vorsitz ist glaub ich ein irres Brett. Das geht an die Substanz." In vergangenen Gesprächen mit ARD-Chefs habe er gelernt, dass "sich einige gefreut haben, wenn die zwei Jahre auch wieder vorbei waren". Die ARD-Vorsitzende könne nicht wie im Konzern "durchregieren", sondern müsse "neun Anstalten auf einen Nenner bringen, die ja aus guten Gründen autarke Medienhäuser sind".

Dass bezüglich seines Wechsels, auch im Verbund mit der Personalie Kai-Hinrich Renner, von einem "Niedergang des Medien­journalismus" geschrieben wurde, hält er für übertrieben. Einerseits sei Medienjournalismus zwar "immer gefährdet", andererseits gebe es auch in Häusern wieder Bedarf, die ihre Aktivitäten auf dem Feld zwischenzeitlich stark heruntergefahren haben. Schuld daran sei auch die Herausforderung, "den Widerstand gegenüber Desinformation" zu leisten und Qualitäts­journalismus abzuliefern.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist der Editorial Director des "Zeit Magazins" Christoph Amend zu Gast.
turi2.tv (48-Min-Podcast auf YouTube), turi2clubraum.podigee.io, apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Markus Hofmann.


Fabrik statt Handwerksbetrieb: Auch automatisiert produzierte Newsletter können wirksame Instrumente sein, um aus Gelegenheits­nutzerinnen eines Mediums zahlende Abonnentinnen zu machen. So versendet die “Badische Zeitung” immer abends von einem Algorithmus zusammengestellte Newsletter mit vorwiegend lokalen Inhalten in 200 Varianten, zugeschnitten jeweils auf den Wohnort der Empfängerinnen. 10 % der neuen Digital-Abonnentinnen der Zeitung gingen auf das Konto dieses Newsletters, berichtet Markus Hofmann, der stellvertretende Chefredakteur und Leiter digitale Inhalte der Zeitung. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Expertinnen-Tipp von Hannah Suppa.


Moderner Marktplatz: Ein Newsletter kann wie ein digitaler Marktplatz sein – ein Ort, wo das Wichtigste besprochen wird, ein Platz für Klatsch, Tratsch und Neuigkeiten aus den Kiezen oder Dörfern. So sieht es Hannah Suppa, Chefredakteurin der “Leipziger Volkszeitung”. Newsletter seien ein gutes Instrument, um Nähe zum Publikum herzustellen. Das lohnt sich selbst dann, wenn sie nur auf eine kleine, dafür aber besonders interessierte Zielgruppe zugeschnitten sind. So hat die “LVZ” einen Newsletter für und um den Reporter Josa Mania-Schlegel herum entwickelt. Suppas Expertinnen-Tipp zur Rolle des Newsletters im Lokaljournalismus erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

“Es geht immer darum, Zeit zu sparen” – Peter Hogenkamp über die Zukunft der Newsletter.


News-Kurator: Verlässlichkeit ist beim Newsletter-Versand "das Allerwichtigste", sagt Peter Hogenkamp im turi2 Jobs-Podcast. Diese eine Mail müsse sich in der Inbox der Empfängerinnen "gegen 100 oder 1.000 andere Mails durchsetzen". Der Journalist und Digitalexperte leitet seit 2014 die Scope Content AG in Zürich. Mit seinem Unternehmen bietet er eine Software für die Nachrichten-Kuratierung – die populärste Anwendungsform sind laut Hogenkamp Newsletter. Mit turi2-Verleger Peter Turi spricht er u.a. darüber, was einen guten Newsletter ausmacht. Er müsse etwa in einer "relativ verlässlichen Frequenz" erscheinen. Das könne täglich, wöchentlich oder zweiwöchentlich sein – alles darüber hinaus sei kein "klassisches Newsletter-Format" mehr. Hogenkamp selbst mag eine "persönliche Stimme" zu Beginn des Newsletters. Dieses Format à la Gabor Steingart oder Florian Harms sei "bei fast jedem Thema ein guter Ansatz" und helfe vor allem dabei, etwas neues aufzubauen.

Grundsätzlich geht es bei einem Newsletter immer darum, Zeit zu sparen, meint Hogenkamp. Indem eine andere Person, die "sachkundig ist" und Themen einordnen kann, eine Zusammenfassung liefert, müsse sich die Leserin nicht selbst dem "Nachrichtenstrom" aussetzen. "Deswegen sind kuratierte Newsletter aller Art so erfolgreich", sagt Hogenkamp. Er sieht das Format als ein "Transport-Medium", mit dem "alles mögliche" über verschiedene Wege verschickt werden kann. Trotz "aller moderner Tools" sieht Hogenkamp nicht, "dass E-Mail in absehbarer Zeit ausstirbt". Der "Brief in elektronischer Form" sei ein Standard, den "jeder liest, jeder braucht". Auch die jüngere Generation komme nicht daran vorbei, "ob sie will oder nicht".

Seiner Einschätzung nach, wird sich am Erfolg des Newsletter auch deshalb so schnell nichts ändern – auch nicht in Zeiten von Kurzvideos auf TikTok. "So lange das Smartphone noch da ist, glaube ich nicht, dass wir eine riesige Verschiebung im Medienkonsum sehen werden", meint Hogenkamp. Text – und damit auch der Newsletter – "wird uns noch eine Weile erhalten bleiben".

Der Podcast erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag der Gattung Morgen-Newsletter.
turi2.tv (50-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Expertinnen-Tipp von Kerstin Hoffmann.


Echte Menschen: Für größere Unternehmen ist es unerlässlich, konkrete Personen in Newslettern für sich sprechen zu lassen, wollen sie sich mit ihren Inhalten in der Content-Flut durchsetzen, sagt Kommunikations- und Strategieberaterin Kerstin Hoffmann. Newsletter-Autorinnen empfiehlt sie, über das Fachliche hinaus auch Persönliches preiszugeben. Außerdem gilt: “Wer wenig werblich schreibt, verkauft oft besser”. Hoffmanns Expertinnen-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Nico Wilfer.


Köder auslegen: Newsletter sind ein gutes Instrument, um Digital-Abonnentinnen zu gewinnen, meint Nico Wilfer, Chief Product Officer der “FAZ”. Sie helfen Medien, Leserinnen immer wieder in Kontakt mit ihrer Marke zu bringen. Der FAZ Frühdenker etwa ist Bestandteil der Digital-Abos der Zeitung und hat “eine sehr hohe Öffnungsrate”. Außerdem sind Newsletter-Leserinnen eine wertvolle Zielgruppe für Marketing-Kampagnen. Wilfers Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Mein Podcast-Tipp: Ursula Ott über “Zweidrittel FM”.


Licht am Horizont: Chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott hört gerne Zweidrittel FM – den Podcast aus dem Berliner Jugendknast. Aufgenommen aus einem kleinen Raum in der Knastschule, erfährt Ott etwa, wie es in einer Zelle aussieht und was Freundschaft im Gefängnis bedeutet. Zwischendrin gibt es Musik, “meist extrem coolen Rap”. Ott podcastet selbst mit der Reihe Sprachstunde, in der sie mit Gästen über Wörter und deren Wirkung spricht. Ihre Hör-Empfehlung erscheint in der neuen Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Martin Fehrensen.


Geschäftsmänner: Martin Fehrensen und Simon Hurtz verdienen mit ihrem Newsletter, dem Social Media Watchblog, gutes Geld: Sie haben nach eigenen Angaben 4.500 zahlende Leserinnen. Ein Drittel sind Einzel-Abonnentinnen, zwei Drittel arbeiten bei Großkunden der beiden. Nachahmerinnen in spe empfiehlt Fehrensen u.a., sich auf eine Themennische zu konzentrieren und die Zugehörigkeit zu einer Community zum Teil des Produkts zu machen. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Keine Angst vor dem Shitstorm: Ronald Focken über Werbung in Filterblasen.


Chief Emotional Officer: "Als Unternehmen musst du Haltung beziehen, Ecken & Kanten haben", sagt Ronald Focken im turi2 Clubraum. Der Geschäftsführer der Agentur-Gruppe Serviceplan erklärt im Gespräch mit Aline von Drateln und Pauline Stahl, dass Kommunikation dann hängen bleibt, wenn sie "gegen den Strom" formuliert wird. Angst vor Shitstorms will Focken seinen Kunden nehmen. Er erklärt etwa, wie seine Agentur einer Fast-Food-Kette geholfen hat, unberechtigte Rassismus-Vorwürfe abzuwenden. Außerdem sagt er, dass er die Arbeit von Kai Diekmann und seiner Social-Media-Agentur Storymachine "langweilig" findet und blickt in die wilden Werbezeiten früherer Jahrzehnte.

Im schnellen Kreuzverhör verrät Focken u.a., dass er sich gerne an die Ravensburger-Werbung aus seiner Kindheit erinnert, weil sie ihm dabei geholfen hat, seinen Wunschzettel für Weihnachten zu füllen. Außerdem lobt er die Werbe-Kampagnen von O2 und Mercedes und sagt, dass er für seine Mitarbeitenden als Geschäftsführer der Chief Emotional Officer sein, Vertrauen geben, motivieren und im Team vorangehen will. Und Focken verrät, dass Serviceplan sich vor Jahren dagegen entschieden hat, Werbung für die Rüstungsindustrie zu machen. Heute, angesichts des Ukraine-Krieges, würde er sich womöglich anders entscheiden – vorausgesetzt, sein Team würde die Aufgabe übernehmen wollen.

"Der Job ist viel ernsthafter, viel effizienzgetriebener geworden", sagt Ronald Focken über den Wandel der Agentur-Branche, der seiner Meinung nach schon in den 1990er Jahren angefangen hat. In seiner Anfangszeit, habe er wilde Partys noch ein bisschen mitbekommen. Damals sei es vor allem um TV-Kampagnen gegangen, aus denen sich alle anderen Werbe-Maßnahmen abgeleitet haben. Später, mit Beginn der Digitalisierung, haben sich die Aufgaben fragmentiert, sagt Focken. Heute beschäftige Serviceplan 120 unterschiedliche Berufsbilder – ganz klassische Kreativ-Köfpe aber auch Daten-Analystinnen.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche ist der Journalist Daniel Bouhs zu Gast. Der langjährige Medienjournalist arbeitet seit diesem Jahr als Redakteur mit besonderen Aufgaben in der Landes­­sender­­direktion Rheinland-Pfalz des SWR.
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Wissen Newsletter: Expertinnen-Tipp von Franziska Bluhm.


It’s the routine, stupid: Wer mit einem Newsletter erfolgreich sein will, muss seinen Leserinnen helfen, Routinen zu entwickeln. Zur regelmäßigen Lektüre werde er nur, wenn er regelmäßig und verlässlich im E-Mail-Postfach liegt, mahnt die Trainerin und Dozentin Franziska Bluhm. Newsletter-Macherinnen sollten aber auch eine Routine dafür entwickeln, für ihr Projekt immer wieder zu werben. Bluhms Expertinnen-Tipp mit weiteren Dos und Don’ts erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Nico Zorn.


Ran an die Adressen: Allein mit einem Anmeldeformular irgendwo auf der Website ist es nicht getan. Medienhäuser, die möglichst viele Abonnentinnen für ihre Newsletter gewinnen wollen, müssen sich vielmehr genau überlegen, wo es überall platziert werden kann und wie es aussehen muss. Nico Zorn, Chef der E-Mail-Marketing-Agentur Saphiron, rät, statt einer zentralen Anmeldeseite viele Opt-in-Elemente auf einer Website zu verteilen. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Mehr Mut in der Markenführung: Keine Angst vor Filterblasen.


Mehr Buzz: Die Anzahl der Werbebotschaften steigt, während die “Lust auf Markenwechsel” nie größer war, schreibt Ronald Focken in einem Gastbeitrag für turi2. Der Geschäftsführer der Kommunikations- und Werbeagentur Serviceplan hält es deshalb für Menschen in der Kommunikation für immer wichtiger, in die “Filterblasen” der Menschen vorzudringen, sie zu “erreichen und zu bewegen”. Dafür brauche es vor allem Mut.
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Florian Harms: “Empathie ist mir wichtiger als Lautstärke.”


Politik-Flaggschiff: Chefredakteur Florian Harms bringt mit seinem Tagesanbruch seit 2017 T-Online auf Politikkurs. Er zählt heute zu den wichtigsten Morgen-Newslettern aus der Hauptstadt. Sein Prinzip sind die “dialektische, ausgewogene Argumentation und die persönliche Note, außerdem bemühe ich mich um sprachliche Eleganz”. Damit das Ergebnis überzeugt, rät der T-Online-Chef Newsletter-Macherinnen, schon nachmittags über eine schlüssige These nachzudenken. Das Interview mit ihm erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

“Nicht zwischen analog und digital entscheiden” – Thorsten Schabelon über Krankenhaus und Kommunikation.


Bleibt flexibel: "Wir sind eine Art Übersetzer, ein bisschen wie die Sendung mit der Maus", sagt Thorsten Schabelon im turi2 Jobs-Podcast. Der Kommunikations-Leiter des Uniklinikums Essen sagt, dass die Medizin komplex ist und die Sprache daher "sehr präzise" sein muss. Im Gespräch mit Björn Czieslik und Pauline Stahl von turi2 erklärt er, dass es u.a. die Aufgabe seines Teams ist, diese komplexen Themen für die Medien zu "übersetzen und aufzubereiten". Das habe sich seit der Pandemie extrem verstärkt: "Corona war kommunikativ und medial ein unglaublicher Beschleuniger." Hatte das Uniklinikum 2015 noch 2.000 Medienartikel, waren es 2021 schon 17.000. Auch überregional habe es etwa von "Focus", "Bild" oder T-Online plötzlich viel mehr Medienanfragen gegeben. Verstärkt kommen seitdem auch TV-Teams in das Krankenhaus. Kürzlich hat etwa Eckart von Hirschhausen für die ARD eine Doku über Long- und Postcovid in der Neurologie gedreht, erzählt Schabelon.

Sein journalistischer Hintergrund hilft Schabelon dabei, mit all diesen Medienanfragen umzugehen. Das Erkennen eines Themas zum Beispiel "lernt man nirgendwo so gut wie im Journalismus". Außerdem kenne der langjährige "WAZ"-Redakteur die redaktionellen und zeitlichen Abläufe und wisse, welche Themen für welches Medium geeignet sind. Ein Muss ist eine journalistische Ausbildung für seinen Job allerdings genauso wenig wie ein medizinischer Hintergrund. Zu Schabelons Team gehört eine ausgebildete Pflegekraft, zwei Kolleginnen kommen aus der Kommunikation und eine habe ein klassisches Zeitungsvolontariat gemacht. Wichtiger sei es es, gut kommunizieren zu können: "Man sollte keine Angst haben, ans Telefon zu gehen und mit Menschen zu sprechen", sagt Schabelon. Schließlich "kommen da die Geschichten her". Auch Neugier und ein gutes Netzwerk hält er für wichtig.

Grundsätzlich ist in Schabelons Team niemand nur für einen bestimmten Bereich zuständig. Sie kümmern sich um die interne und externe Kommunikation, bereiten Veranstaltungen vor, gestalten neue Beschilderungen und bespielen Social Media – "das ist schon relativ bunt". Für ihn zähle daher, "dass Leute flexibel einsetzbar sind". Dazu gehört auch die Vielfalt der Kanäle, die Schabelon zur Kommunikation nutzt. Immer mehr laufe über Social Media und einen wöchentlichen Newsletter oder E-Mails. Gleichzeitig arbeite sein Team aber auch noch ganz Analog mit Plakaten. "Man muss halt flexibel und beweglich bleiben", meint Schabelon. "Wir sollten nicht zwischen digital und analog entscheiden, sondern überlegen, wie wir möglichst viele Leute erreichen."
turi2.tv (40-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Dominik Wichmann.


Selbst ist die Marke: Mit einem klug konzipierten Newsletter können Unternehmen selbst zur Medienmarke werden, meint Dominik Wichmann, Mitgründer und Chef der Looping Group. Drei Voraussetzungen müssen Newsletter dafür erfüllen: Exklusivität, präzise Zuschnitte für die Zielgruppe und persönliche Ansprache. Wichmanns Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Sebastian Turner: “Wir suchen die Themen mit der größten Informationsasymmetrie.”

Newsletter-Visionär: Als “Tagesspiegel”-Herausgeber und -Gesellschafter hat Sebastian Turner voll auf Newsletter gesetzt und war damit erfolgreich. Dieser Strategie ist er auch als Solo-Unternehmer treu geblieben: Mit seiner Firma Table.Media macht Turner Fach-Newsletter über China, Bildung und Europa. Er sucht “weiße Flächen im publizistischen Angebot” von Medien. Dafür stellt er noch Journalistinnen ein. Das Interview mit Turner erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Mein Podcast-Tipp: Marcus Schuler über “The Daily”.


Nachrichten-Vorbild: Marcus Schuler, ARD-Korrespondent im Silicon Valley, hört am liebsten The Daily von der “New York Times” – für ihn “einer der besten Nachrichten-Podcasts der Welt”. Die aufwendig produzierte Sendung hilft ihm, die US-Amerikaner besser zu verstehen und zeigt, dass guter Journalismus Geld kostet. Schuler berichtet seit 2017 für die ARD aus dem Silicon Valley und produziert gemeinsam mit Björn Staschen den wöchentlichen TechTalk für Tagesschau24. Seine Hör-Empfehlung erscheint in der neuen Reihe Mein Podcast-Tipp, in der Meinungs­macherinnen der turi2-Community ihre Lieblings-Podcasts vorstellen. Weiterlesen >>>

Wissen Newsletter: Experten-Tipp von Matthias Urbach.


Geldwerte Tipps: Die meisten Leserinnen haben kein Problem mit sehr langen Newslettern, sofern sie klar aufgebaut und mit Fotos oder grafischen Elementen strukturiert sind, sagt Matthias Urbach. Der Vize-Chefredakteur von “Finanztip” ist der Kopf hinter einem Newsletter, der jeden Freitag über 900.000 Abonnentinnen mit Geld-Tipps versorgt. turi2-Leserinnen gibt Urbach 15 Tipps, wie man einen Newsletter konzipiert und dauerhaft erfolgreich macht. Sein Experten-Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>

Wencke Tzanakakis: “Hör auf jede Regung deiner Community.”


Community-Baumeisterin: Newsletter sind ein hervorragendes Instrument für den Community-Aufbau, meint Wencke Tzanakakis. Sie leitet das Programm Freunde der Zeit, mit dem die Wochenzeitung erfolgreich Abonnentinnen hält und neue gewinnt. Dafür sei es wichtig, den Menschen ein “verlässliches, ehrliches und geselliges Gegenüber” zu sein: wie in einer guten Beziehung, “in der es auch wichtiger ist, Tag für Tag aufmerksam zu sein, und nicht bloß am Muttertag mit einem Strauß um die Ecke zu biegen”. Das Interview erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters. Weiterlesen >>>