“Wissenschaftler werden zu Stars” – Julia Rotherbl spricht im turi2 Clubraum über die Medien in der Pandemie.


Pandemedien: "Wir Medien müssen uns kritisch mit unserer Rolle in der Pandemie auseinandersetzen", findet Julia Rotherbl. Gemeinsam mit Dennis Ballwieser ist sie seit 2021 Chefredakteurin der "Apotheken-Umschau". Im turi2 Clubraum spricht sie mit Moderatorin Tess Kadiri und Chefredakteur Markus Trantow über Einfluss und Botschaften der Medien in Sachen Covid. Zudem geht es um die "Apotheken-Umschau". Deutschlands auflagenstärkste Zeitschrift feiert dieser Tage 66. Geburtstag und macht sich die spöttische Zuschreibung Rentner Bravo zu eigen – als Heft im Heft. Rotherbl freut sich über viel positives Feedback, sagt aber auch, manchmal tue die Bezeichnung “immer noch weh”.

Die Chefredakteurin beobachtet, dass die Corona-Pandemie "Wissenschaft und Forschende zu Stars" gemacht hat. Dadurch sei wissenschaftliches Arbeiten in die Öffentlichkeit gelangt – eine "große Chance für die Forschung und ihr Standing". Diese Popularität führt allerdings dazu, dass in der Berichterstattung die Grenze zwischen Politik und Wissenschaft verschwimmt, sagt Kadiri mit Hinweis auf manche "Bild"-Schlagzeile. Sie möchte nicht, dass "Wissenschaftler in Klatsch und Tratsch auf Titelseiten enden".

Grundsätzlich findet Trantow, dass Medien und Politik mehr auf die Ängste der Menschen eingehen sollten. Eine stärkere Aufklärung "würde womöglich den Verschwörungs-Schwurblern zumindest einen Teil des Windes unter den Segeln nehmen". Mit Blick auf die Medien stimmt Rotherbl zu: "Ich fasse mich auch an die eigene Nase und frage, warum wir Medien es nicht schaffen, Ängste aufzulösen." Sie und Kadiri sind sich aber einig, dass die Infos da sind. Problematisch sei eher, dass einige Menschen "auf den falschen Medien unterwegs sind".

Die "Apotheken Umschau" ist mit über 7 Mio Auflagen im Monat zwar das erfolgreichste Magazin des Wort & Bild Verlags, trotzdem setzt das Team auch auf digitale Formate, wie die Website, Social Media und Podcasts. Rotherbl etwa moderiert Frau Doktor, übernehmen Sie!, mit dem sie Frauen in der Medizin sichtbarer machen und gegen das "stark männlich geprägte Bild von Medizin und Wissenschaft" vorgehen möchte.

Im turi2 Clubraum diskutiert Tess Kadiri jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast und einem Mitglied der turi2-Redaktion die Themen der Woche und spricht über Leben und Werk des Gastes. In der kommenden Woche wird die Fernseh- und Hörfunk-Moderatorin Hadnet Tesfai zu Gast sein.
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turi2 edition #16: Sind wir süchtig nach Konsum, Josephine Tröger?


Leben auf Pump: Ob das neueste Handy oder schicke Klamotten – den “Kaufen”-Button zu klicken, macht kurzfristig glücklich. Langfristig jedoch führt materieller Konsum sogar zum Gegenteil, schreibt Josephine Tröger. Die Umweltpsychologin am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe schreibt in der turi2 edition #16 über die Psychologie hinter dem Konsum. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: 22 Frauen, die wir 2022 im Auge behalten.


Frauensache: turi2 listet in der turi2 edition #16 22 Frauen auf, die wir 2022 im Auge behalten. Darunter sind weibliche Führungskräfte, junge Frauen, die schon viel erreicht haben, die besonders standhaft sind und sich für ihr Geschlecht einsetzen. Anna-Nicole Heinrich beispielsweise ist mit 25 Jahren die jüngste Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland jemals. In jungem Alter hat auch die Grüne Sarah-Lee Heinrich von sich Reden gemacht, als sie wegen problematischer Tweets aus Teenager-Zeiten einen Shitstorm von rechts außen erlebte und nach einer kurzen Pause nun wieder in die Öffentlichkeit zurückkehrt.

Auf Kritik via Twitter reagiert Shakuntala Banerjee ganz entspannt. Die Vize-Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios wird vermutlich auch 2022 einige kritische Fragen stellen, wie schon im Sommerinterview mit AfD-Chef Jörg Meuthen. Politisch bleibt es mit Annalena Baerbock, die zwar nicht das Kanzleramt gewinnen konnte, dafür aber das Außen­ministerium. Alle Blicke liegen 2022 auf der studierten Völker­rechtlerin, wenn sie Deutschland in der Welt vertritt. Alle 22 Frauen sind in der gedruckten turi2 edition #16 oder im kostenfreien E-Paper aufgelistet.
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turi2 edition #16: “Apotheken-Umschau”: Mit Fakten und Humor zur Millionen-Auflage.


Gesunde Geschäfte: Dass ihr Blatt als Oma-Lektüre gilt, nehmen die Macherinnen der “Apotheken-Umschau” mit Humor, schreibt turi2-Autor Roland Karle in der turi2 edition #16. Die “Rentner-Bravo” gehört zur kleinen Spezies der Auflagen-Millionäre. Jetzt kommt die Zeitschrift selbst ins Rentenalter – und war nie so vital wie heute. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Muss Klimajournalismus weh tun, Sara Schurmann?


Klima im Journalismus: “Als Journalist:innen haben wir eine Verantwortung, realistische Lösungen aufzuzeigen und politische Vorschläge konsequent auf Plausibilität abzuklopfen”, schreibt Sara Schurmann in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Die freie Journalistin und Mitgründerin des Netzwerks Klimajournalismus sagt aber auch, dass niemand absichtlich versuchen sollte, Angst zu erzeugen, “das lähmt, führt zu Abwehr, Verdrängung und Verleugnung”. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: 22 Männer, die wir 2022 im Auge behalten.


Männerrunde: turi2 zeigt in der turi2 edition #16 22 Männer, wie wir 2022 im Auge behalten sollten. Die einen, weil sie besonders schnell die Karriere-Leiter herauf klettern, die anderen, weil sie schon 2021 aufgefallen sind. Für Robert Habeck, den Kanzlerkandidaten vieler grüner Herzen, war schon 2021 ein aufregendes Jahr. Nun muss er sich im neuen Posten als Minister für Wirtschaft und Klimaschutz beweisen. Politisch vertreten sind außerdem Christian Lindner, der 2022 heiratet, und Karl Lauterbach, der Covid nun als Gesundheits­minister heraus den Kampf ansagt.

Was die Medien-Männer angeht, darf "Bild"-Chef Johannes Boie nicht fehlen, dem Vorgänger Julian Reichelt die große Aufgabe hinterlassen hat, die Zeitung zurück ins Feld der Vernunft führen. Sebastian Hotz, der als "El Hotzo" auf Twitter und Instagram seine Sprüche verbreitet, sieht seinen Höhepunkt als Internet-Star erreicht und will künftig Bücher schreiben. Alle 22 Männer gibt es aufgelistet in der gedruckten turi2 edition #16 oder im kostenfreien E-Paper.
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turi2 edition #16: 22 Podcasts, denen wir 2022 gerne lauschen.


Was auf die Ohren: Die turi2-Redaktion empfiehlt in der turi2 edition #16 22 Podcasts für das Jahr 2022. Vom Klimawandel über tägliche News und Sport bis hin zu Medizin-Geschichten deckt die abgedruckte Playlist (fast) jeden Geschmack ab. Im FAZ-Podcast etwa ordnet Andreas Krobok in 30 Minuten die Tagespolitik ein, während sich Luisa Neubauer in 1,5 Grad nur einem Thema widmet und dafür Gäste wie Greta Thunberg und Ärzte-Drummer Bela B. vor das Mikrofon holt. Sick of it ist Franziska Knost, die sich im gleichnamigen WDR-Format über ihre tödliche Krebserkrankung auskotzt. Auch Jule Lobo spricht in Nachruf auf mich über den Tod – ihrer Gäste.

Wer etwas leichteres bevorzugt, ist bei Good News gut aufgehoben. Hier thematisiert die "Enorm"-Redaktion Fortschritt und Lichtblicke, ganz nach dem Motto: Es passiert auch Gutes in der Welt. Kunstwerke zum Hören gibt es im Podcast Augen zu, in dem Florian Illies und Giovanni di Lorenzo Kunstgeschichten erzählen, die Werke von Picasso & Co im Kopf zum Leben erwachen lassen. Alle 22 Podcast-Empfehlungen gibt es in der gedruckten turi2 edition #16 oder im kostenfreien E-Paper.
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turi2 edition #16: Wenn man den Bayerischen Rundfunk 2022 neu bauen würde, wie müsste er aussehen, Katja Wildermuth?


Im Wandel: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Medienlandschaft stark verändert – auch der Bayerische Rundfunk. Kurz vor seinem 75. Jubiläum muss sich der Sender neuen Herausforderungen stellen und einer vielfältigeren Gesellschaft anpassen, schreibt BR-Intendantin Katja Wildermuth in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 zum Thema Nachhaltigkeit. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Hannes Ametsreiter über Polarisierung und Innovation.


Giga auf dem Gipfel: Hannes Ametsreiter liebt die Natur und seinen Job als CEO von Vodafone Deutschland. Er fordert Loyalität statt Wegwerfmentalität – auch im Marketing. “Wir müssen auch in der Kundenbeziehung auf Nachhaltigkeit setzen”, sagt er im Gespräch mit Peter Turi durchaus selbstkritisch. Für das Interview in der turi2 edition #16 wandern Ametsreiter und Turi auf dem Kitzbühler Horn. Sie sprechen u.a. über polarisierte Plattformen und Ametsreiters positive Prognosen für eine Zukunft, in der die Technik den Menschen dient – und nicht umgekehrt. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Verliererinnen des Jahres.

Gefloppt: turi2 listet auf, bei wem das Jahr 2021 nicht so rund lief. Ganz vorne mit dabei: Julian Reichelt, der über seine heruntergelassenen Hosen gestolpert ist. Sein Herzensprojekt Bild TV sendet seit August mit viel Krawall, aber bisher nur mauen Quoten. Und auch für Ex-Bild-Chefedakteurin Tanit Koch war es kein gutes Jahr: Sie hat sich als Wahlkampfchefin von Armin Laschet versucht – und gehört mit ihm und seiner CDU zu den großen Verliererinnen der Bundestagswahl.

Einigen Wirbel verursacht haben Buchkritikerin Elke Heidenreich, die die junge Generation für sprachlos hält, und Fußballer Joshua Kimmich, der vom Corona-Vorbild zum Gesicht der Impfskepsis wurde. Damit erging es ihm ähnlich wie Peloton: Der sauteure Heimtrainer aus den USA war in der Pandemie zunächst sehr beliebt, muss jetzt aber herbe Verluste einstecken. Alle 21 Verliererinnen gibt es in der gedruckten turi2 edition #16 oder im kostenfreien E-Paper.
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turi2 edition #16: Wolfgang Link hebt bei Klimawandel und Pandemie die Stimme.


Applaus, Buhrufe und lange Gesichter: Schon im Kindergarten-Alter lebt Wolfgang Link fürs Publikum, seit fast 20 Jahren ist er Fernsehmann, 13 davon bei ProSiebenSat.1. An seinem Job liebt der CEO vor allem “die Unbeständigkeit in der Beständigkeit” und bringt Menschen gern zum Lachen, Weinen und Denken, erzählt er im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann in der turi2 edition #16. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Gewinnerinnen des Jahres.

Oben auf: turi2 kürt in der turi2 edition #16 die Gewinnerinnen des Jahres 2021 – 21 Frauen und Männer, Medien, Marken und Orte, bei denen es im vergangenen Jahr einfach lief. Zu den Menschen, denen turi2 das Sieger-Krönchen aufsetzt, gehört etwa Werber Raphael Brinkert, der der SPD mit seiner Kanzler-Kampagne zum Erfolg verholfen hat. Aber auch Altkanzlerin Angela Merkel, die sich nun nach 16 Jahren Regierungszeit selbstbestimmt verabschiedet hat. Auch Micky Beisenherz, der zusätzlich zu seinen erfolgreichen Podcasts jetzt einen ntv-Talk bekommt, hat es auf die Liste geschafft. Ebenso gesellt sich Helene Fischer dazu - weil sie es geschafft hat, auch als Liebling der Boulevardmedien ihr eigenes Ding zu machen.

Ein weiterer Gewinner 2021 ist das Seifenstück, das als umweltfreundlicher Hype wieder Einzug in die deutschen Badezimmer gehalten hat, und der QR-Code. Ob zum Informieren, Einchecken, Aus- oder Nachweisen - er ist aus dem zweiten Corona-Jahr nicht wegzudenken. Alle 21 Gewinnerinnen gibt es in der gedruckten turi2 edition #16 oder im kostenfreien E-Paper.
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turi2 edition #16: Sven Plöger über Klima und Katastrophen.


Meteo­rologen-Blick: “Wenn wir die Menschen erreichen wollen, ist Katastrophe das falsche Wording”, sagt Sven Plöger teilt im Interview mit Heike Turi. Auch wenn es um das Weltklima nicht gut steht, sieht er eine Chance für den Menschen, “gegen die Dinge, die wir ja selber verursachen, auch etwas zu tun”. In der turi2 edition #16 erklärt der Wetterfrosch aus der ARD, warum er den Begriff “Klimaleugner” unzutreffend findet und dass die Menschheit deutlich bessere Überlebenschancen hat als einst die Dinosaurier. Weiterlesen >>>

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Was kommt? Was bleibt? Was wird wirklich wichtig? Die turi2 edition #16 ist da.


Das bleibt: Heute erscheint die turi2 edition #16. 10.000 Entscheiderinnen aus Medien, Wirtschaft und Politik haben das Buch heute gedruckt auf ihrem Schreibtisch, außerdem erscheint es als kostenfreies E-Paper für alle. turi2 begrüßt auf 200 Seiten das Jahr 2022 mit Fragen. Welche Ideen wollen wir säen, welche Entscheidungen fällen? Was wollen wir schützen, was lassen wir zurück? Antworten geben starke Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – von der Aktivistin bis zum Altkanzler. Einen ersten Eindruck liefert auch unser Film zum Buch. In 4 Minuten sagen die Protagonistinnen der turi2 edition #16, was sie von 2022 erwarten.

Tina Hassel, Chefin des ARD-Hauptstadtstudios etwa hofft auf ein Ende des gesellschaftlichen Gegeneinanders. Auch "Zeit"-Kolumnistin Yasmine M'Barek wünscht sich weniger polarisierte Diskurse. Die Aktivistin Annemarie Botzki glaubt, dass durch Natur-Katastrophen der Druck auf die Politik wachsen wird, in Sachen Klimaschutz zu handeln. Auch der Wetter-Moderator Sven Plöger hofft, dass in Sachen Klima weniger geredet und mehr gehandelt wird. Altkanzler Gerhard Schröder plädiert im Video für ein gutes Verhältnis zu China und Russland. Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland, freut sich auf den Wandel von einer Industrie- hin zu einer Daten- und Wissensgesellschaft.
turi2.de/edition16 (E-Paper, Inhalt), turi2.tv (4-Min-Video zum Buch)

turi2 edition #16: Beat Balzli über Inflation und Innovation.


Betagt aber beweglich: Die “Wirtschaftswoche” ist 95 Jahre alt, ihr deutsch-schweizer Chefredakteur Beat Balzli 55. Gemeinsam haben die beiden noch einiges vor. Im Interview mit Peter Turi in der turi2 edition #16 verrät Balzli, wie er mit guten Geschichten auf unterschiedlichen Kanälen die Zukunft der Zeitschrift sichert und wagt einen Ausblick auf die Wirtschaft in 2022. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie lange müssen wir noch auf all die Erfindungen warten, die einmal die Welt retten sollen, Franziska Brandmann?


Bleibt optimistisch: Weder das Internet noch Elektro-Autos hätten die Menschen vor 30 Jahren für möglich gehalten, meint Franziska Brandmann. Die FDP-Politikerin und Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen schreibt in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 über die “Kraft der Innovation” und warum sie der Menschheit zutraut, die Welt zu retten. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!

turi2 edition #16: Jörg-Andreas Krüger über Vögel und Verantwortung.


Naturbursche: Seit er zwölf Jahre alt ist, setzt sich Jörg-Andreas Krüger für den Umweltschutz ein. Mittlerweile ist er Präsident des Naturschutzbunds Nabu, Deutschlands größtem Umweltverband. Darauf, dass Technologie, etwa aus dem Silicon Valley, irgendwann die Welt rettet, will er nicht warten. Jemand wie Elon Musk hat als Kind sicher keine Vögel beobachtet, sagt er im Interview mit Nancy Riegel in der turi2 edition #16. Er setzt – auch privat – auf Nachhaltigkeit. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Was muss die Spezies Mensch 2022 ändern, wenn sie eine Zukunft haben will, Fritz Habekuß?


Das große Ganze: Jeder spricht über den Klimawandel. “Das ist wichtig und überfällig”, sagt “Zeit Wissen”-Redakteur Fritz Habekuß. Es bringe allerdings nichts, nur Treibhausgase einzusparen. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 kritisiert der Co-Autor des Bestsellers “Über Leben” falsche Ansätze und betont die Bedeutung von Ökosystemen. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Warum sollten Zuschauerinnen noch ins Kino, wenn der Film im Stream ganz ohne Werbung läuft, Oliver Adrian?


Großes Kino: Ob Actionfilm, Romanze oder Horror — auf Netflix & Co ist die Auswahl groß. Trotzdem zieht es viele Menschen ins Kino, schreibt Oliver Adrian in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Der Chief Sales Officer beim Kinovermarkter Weischer Cinema schwärmt von großen Leinwänden und echten Gefühlen. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Yasmine M’Barek über Alter und Atomstrom.


Weiblich, jung, migrantisch: Yasmine M’Barek ist mit 22 Jahren eine der einflussreichsten jungen Journalistinnen des Landes. Als typische Vertreterin ihrer Generation will die “Zeit”-Redakteurin sich nicht bewundern oder labeln lassen. Stattdessen plädiert sie im Interview mit Nancy Riegel in der turi2 edition #16 für mehr Atomstrom und einen besseren Kleidungsstil der Regierung. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie billig darf Bio sein, Jürgen Schwall?


Billig, aber bio? Nachhaltige Produkte haben häufig den Ruf, etwas Elitäres zu sein. Dabei sollte es nicht bleiben, findet Jürgen Schwall. Er leitet den internationalen Einkauf bei Aldi Nord und sieht den Discounter oft mit Vorbehalten konfrontiert. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 schreibt er, warum sich Bio und billig nicht ausschließen müssen. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Unternehmen machen auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit – alles nur Greenwashing, Marco Vollmar?


Die Zeit läuft ab: Der WWF hat ein Konzept entwickelt, das der Wirtschaft helfen soll, nachhaltiger zu handeln. Das ist dringend nötig, sagt Marco Vollmar. Für den Geschäftsführer Kommunikation & Kampagnen beim WWF Deutschland sind grüne Lösungen für Unternehmen eine Frage des Überlebens. Weiterlesen >>>

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turi edition #16: Wie schlägt sich ein E-Porsche am Alpenrand, Tatjana Kerschbaumer?


Rasende Reporterin: Tatjana Kerschbaumer wechselt – mit Skepsis – vom Schreibtischstuhl auf den Ledersitz. Die freie Journalistin und turi2-Redakteurin ist Ende 2021 sechs Tage lang E-Porsche-Testfahrerin. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 schreibt sie über ungewohnte Aufmerksamkeit, sagenhaften Komfort und Trennungsängste. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Können Influencer unser grünes Gewissen sein, Katharina Frömsdorf?


Beeinflussend: Outfit-Posts und das Bikini-Foto am Strand sind auf sozialen Medien nicht mehr relevant genug, sagt Katharina Frömsdorf. Die Geschäftsführerin des Multichannel-Netzwerks von ProSiebenSat.1, Studio71, schreibt in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 über nachhaltige Millennials und freut sich über “Sinnfluencer:innen”. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie sehr nervt grüne Werbung, Jan Fleischhauer?


Tarnfarbe: In einem kapitalistischen System will sich Jan Fleischhauer nicht auf angebliche Nachhaltigkeit verlassen. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 beschreibt der freie Autor und “Focus”-Kolumnist, wie geschickt viele Unternehmen mit einem “grünen Anstrich” von ihrem wenig nachhaltigen Verhalten ablenken und was Knorrs “Paprikasauce ungarischer Art” damit zu tun hat. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie verbessert Kunst das Klima, Tim Sommer?


Eine Kunst für sich: Eintracht und Konsens in der Gesellschaft sind die Todfeinde der Kunst, meint Tim Sommer. Wie passt da der Klimawandel rein, der so viel Einigkeit und Kompromisse fordert? Der Chefredakteur von “art”, Europas größtem Kunstmagazin, zeigt sich in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 optimistisch, dass sich Kunst und Klimakrise letztendlich sogar gegenseitig helfen. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Annemarie Botzki über Politik und Protest.


Radikal grün: Der Klimawandel bedroht die Zukunft der Menschheit und Annemarie Botzki von Extinction Rebellion setzt auf rigorose Mittel im Kampf um Aufmerksamkeit. Im Interview von Anne-Nikolin Hagemann fordert sie einen Klima-Lockdown für Unternehmen. “Für mich sind es Klima-Verbrechen, wenn man heute noch Regenwald zerstört oder Methan in die Atmosphäre bläst”, sagt sie in der turi2 edition #16 und erklärt, warum die Front der Klimabewegung größtenteils weiblich ist. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie das Rundfunkarchiv alte Schätze für neue Generationen interessant macht.


Hüter der Historie: Edison-Walzen, Orchesterstücke aus der NS-Zeit und Propaganda von Joseph Goebbels. Das Deutsche Rundfunkarchiv arbeitet daran, Geschichte in Ton und Bild für die Nachwelt zu erhalten. Vorstand Bernd Hawlat erzählt in der turi2 edition #16 von seinen liebsten “Dauerbrennern” und wie die Gemeinschafts-Einrichtung von ARD und Deutschlandradio auch kommende Generationen für die alten Dokumente begeistern möchte. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Wie viel Objektivität geht bei “aktivierendem Journalismus” verloren, Florian Gless?


Ergreift Partei: Kann das Ideal des objektiven Journalismus überhaupt funktionieren? Diese Diskussion verschleiert viel wichtigere Fragen, schreibt Florian Gless in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #16. Der Co-Chefredakteur des “sterns” erklärt, wie moderner Journalismus neue Wege gehen, weniger distanziert sein und trotzdem journalistische Standards einhalten kann, um Krisen wie den Klimawandel anzugehen. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Carolin Kebekus über Glaube und Gleichberechtigung.


Schluss mit lustig: Carolin Kebekus ist Feministin, Katholikin und eine der erfolgreichsten deutschen Komikerinnen. Im Interview mit turi2 Vize-Chefredakteurin Elisabeth Neuhaus für die turi2 edition #16 spricht sie über alte weiße Menschen, Gott und den Wert von Witzen in schweren Zeiten. Und sie sagt, wann bei ihr Schluss mit lustig ist: “Wenn Provokation keinen Sinn mehr erkennen lässt und nach unten tritt.” Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Was braucht es, damit ÖPNV cool wirkt, Christine Wolburg?


Bahn, aber sexy: Für kernige Sprüche, flockige Social-Media-Kommentare und Ohrwurm-Songs sind die Berliner Verkehrsbetriebe bundesweit bekannt. Christine Wolburg leitet bei der BVG den Bereich Marketing und Sales. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #16 beschreibt sie, wie sich ihr Öffi-Unternehmen am Lebensgefühl der Berlinerinnen bedient. Und warum es damit nicht nur in Werbekreisen erfolgreich ist. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Julia Becker über Verlag und Verantwortung.


Selbst ist die Frau: Julia Becker ist es wichtig, sich zu erinnern, wo sie herkommt. Als Chefin der Funke Mediengruppe sieht sie sich in den Fußstapfen ihres Großvaters und “WAZ”-Mitgründers Jakob Funke. Zum Interview für die turi2 edition #16 trifft sie Peter Turi denn auch im Gründerzimmer des Verlags, wo heute der Schreibtisch ihres Großvaters steht. Becker erklärt, wie der Verlag durch Investitionen, Kooperationen und Zukäufe wachsen soll – und bekennt sich klar zu Diversität: “Die Hälfte unserer Gesellschaft ist weiblich und die Hälfte der Führungspositionen muss mit Frauen besetzt sein.” Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Gerhard Schröder über Kunst und Kanzleramt.


Bilder statt Bild, BamS und Glotze: Gerhard Schröder ist seit 16 Jahren Bundeskanzler a.D. – und nach eigener Aussage “altersmilde” geworden. Im Sprengel-Museum in Hannover spricht er mit Peter Turi in der turi2 edition #16 über den eigenen Nachruhm, nicht mehr ganz so wichtige Medien und seinen späten Zugang zur Kunst. Dass Geschichtsbücher ihn eines Tages blöd dastehen lassen könnten, interessiere ihn nicht. Begründung: Dann ist man ja tot. Seinen Social-Media-Kritikerinnen sagt Schröder: “Leute, das ist mein Leben und nicht eures.” Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Tina Hassel über Macht und Medien.


Ganz nah dran: Tina Hassel ist als Chefredakteurin und Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios das bekannteste TV-Gesicht und die beste Kennerin der Regierung in Berlin. Im Interview in der turi2 edition #16 spricht die Journalistin über die neuen Machtverhältnisse in Medien und Politik. Sie glaubt, dass die Gesellschaft vor “gigantischen Herausforderungen” steht. Unter Altkanzlerin Angela Merkel habe sie echte Diskussionen vermisst – nun sagt sie deren Nachfolger Olaf Scholz eine noch schwierigere Zeit voraus: “Wir werden aus dem Krisenmodus gar nicht mehr rauskommen.” Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Womit gewinnt eine alte Nachrichtensendung junge Leute, Pinar Atalay?


Next Gen News: Ihr Wechsel von der ARD machte Schlagzeilen – seit 2021 moderiert Pinar Atalay die RTL-Nachrichten. In ihrem Gastbeitrag erklärt die Journalistin, wie sie versucht, die nächste Generation für News zu begeistern. Sie spricht sich dafür aus, jungen Menschen eine Stimme und jungen Themen mehr Platz in der Berichterstattung zu geben. Das sei ein “täglicher Kampf um Aufmerksamkeit”. Einer ihrer größten Gegenspieler dabei: Social Media. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Was können alle zum Schutz der Artenvielfalt tun, Katrin Böhning-Gaese?


Es summt seltener: Auf Deutschlands Äckern, Wiesen und Weiden geht die Artenvielfalt zurück, Insekten sterben. Katrin Böhning-Gaese, Biologin und Direktorin des Senckenberg-Zentrums für Biodiversität und Klima, gibt in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #16 konkrete Tipps für mehr Naturschutz. Einer davon: Bloß keine Steingärten anlegen! Und gerne weniger Fleisch futtern. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Was ändert sich im Politik-Journalismus nach Merkel, Nikolaus Blome?


Aus zwei mach drei: Nach den holprigen Groko-Jahren hat die Ampel gute Start-Bedingungen, meint Nikolaus Blome. Der RTL-Politikchef glaubt, dass Olaf Scholz es seiner Amtsvorgängerin gleich tun – und öffentlich eher einsilbig unterwegs sein wird. In dem neuen Dreier-Bündnis sieht Blome für den Journalismus eine “schöne Chance”, zugleich warnt er die Kolleginnen in seinem Gastbeitrag in der turi2 edition #16 davor, “atemlos-aktivistischer Teil der Politik zu werden”. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: “Hörzu” wird es auch 2042 noch geben, sagt Jochen Beckmann.


Quicklebendig? Deutschlands älteste Programmzeitschrift “Hörzu” hat gerade ihren 75. Geburtstag gefeiert. Verlagsmanager Jochen Beckmann, 63 und seit 1994 dabei, ist happy – auch wenn die Auflage innerhalb von zehn Jahren von 1,4 Mio auf 800.000 gesunken ist. Dass sein Blatt demnächst Geschichte und die “Hörzu”-Leserinnen bald ausgestorben sein könnten, davor hat Beckmann keine Angst. Fragen dazu findet er “völlig irre und ziemlich doof”, sagt er im Interview in der turi2 edition #16. Weiterlesen >>>

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turi2 edition #16: Tristan Horx über die Apokalypse und Arschlöcher.


Sagen, was wird: Wenn alle immer nur vom nahenden Weltuntergang reden, hat niemand mehr Bock, für den Erhalt des Planeten zu kämpfen, sagt Tristan Horx. Der Zukunftsforscher plädiert für mehr positive Visionen in der Kommunikation und eine “Digital-Nato”, um die “asozialen Medien” mit ihrer aufgeheizten Diskussionskultur in den Griff zu kriegen. Sich selbst sieht Horx als “Öko-Arschloch” mit Tesla. Im Interview in der turi2 edition #16 schickt er eine Bitte an die Menschheit: Vergurkt es nicht! Weiterlesen >>>

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Steffen Klusmann über Reichelt, Relotius und Diversität beim “Spiegel”.


Rück-"Spiegel": "Die Rolle des 'Spiegels' ist die Opposition gegenüber den Mächtigen", sagt "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann. Genau drei Jahre nach dem Fall Relotius und kurz vor dem 75. Jubiläum des Nachrichtenmagazins spricht er im Video- und Podcast-Interview mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow über das Selbstverständnis des "Spiegel" in gesellschaftlich bewegten Zeiten. Gefürchtet werden, möchte Klusmann nicht. Doch wenn ein Fragen-Katalog des "Spiegel" bei einem Unternehmen zurecht Alarmglocken auslöse, "finde ich das gut". Es sei wichtig, Missstände aufzuklären und Dinge kritisch zu hinterfragen. "Das ist Teil der Spiegel-DNA", auch wenn die immer wieder modern interpretiert werden müsse. Für 2022 kündigt Klusmann den Aufbau eines "kleinen, schlagkräftigen Newsteams" an. Auch die Diversität in der Redaktion macht der Chefredakteur als Baustelle aus. Zwar läge die Frauenquote in Führungspositionen im einstigen "Männerladen" bei 44 %, "das reicht aber noch nicht".

Grundsätzlich ist der Job härter geworden, sagt Klusmann über juristische Anfechtungen. "Wenn man mit kritischen Geschichten kommt, werden die sofort angegriffen." Unterlassungen für "alles und nichts" seien an der Tagesordnung. Bei investigativen Geschichten seien Dokumentare und Justiziare dabei, alles werde "zig mal" überprüft. Das gelte auch für die Berichterstattung in den Fällen Julian Reichelt und Luke Mockridge. Die juristischen Prozesse kämpfe der "Spiegel" nun bis zum Ende durch. Traditionellen Werten bleibe das Nachrichtenmagazin treu und unterscheide streng zwischen Aktivismus und Journalismus: "Aktivismus wäre ja, was wir gern hätten, nicht 'sagen, was ist'."

Wirtschaftlich blickt Klusmann positiv in die Zukunft: Zwar sinken auch beim "Spiegel" die Print-Auflagen, doch die Digital-Abonnements wachsen – aktuell sogar so stark, dass sie Print-Rückgänge überkompensieren. Auf den 75. Geburtstag des Magazins am 4. Januar werde die "Spiegel"-Belegschaft digital anstoßen, in der Hoffnung, die Feier im Frühjahr nachzuholen und "es krachen zu lassen".
turi2.tv (20-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de


Wir graturilieren: Patrick Fischer wird 46.


Wir graturilieren: Patrick Fischer, Chief Business Officer der Fußball-Plattform Onefootball, feiert heute seinen 46. Geburtstag "zwischen Kartons" und samt Familie in seinem neuen Eigenheim. Die vergangenen Monate haben ihm gezeigt, "dass eben nicht alles genau planbar ist". Besonders knifflig war für ihn die Integration neuer internationaler Kolleginnen in die Berliner Firma. Fürs kommende Jahre haben er und Onefootball konkrete Pläne, um "eine noch zentralere Rolle im Fußball-Ecosystem" zu spielen – welche das sind, wird Anfang 2022 verraten.

Abseits des Spielfelds hat er auch die politischen Vorgänge genau im Blick und ist beeindruckt, dass die Koalitionsverhandlungen fast komplett hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben. "Man hat vergessen, dass das überhaupt geht", sagt der Media-Stratege, der jahrelang für Sport1 und Burda gearbeitet hat – und auch für kurze Zeit im Vertrieb von bild.de. Über Glückwünsche freut sich Patrick Fischer am Telefon sowie bei Linked-in und Twitter.

Chefingespräch: Beat Balzli geht straff auf die 100 zu – und holt mit Podcasts Abos für die “Wiwo”.


Seniorentalk: Beat Balzli, Chefredakteur der 95 Jahre alten "Wirtschaftswoche", geht straff auf die 100 zu. So viele Gespräche mit spannenden Köpfen der Wirtschaft hat der geborene Hamburger für seine Podcast-Reihe Chefgespräch fast schon geführt. Und dabei neue Erkenntnisse gewonnen: "Die Deutschen sprechen sehr ungern übers Geld." Aber viele Bosse haben erkannt, dass sie sich "nahbar und menschlich" zeigen sollten. Balzli ist Gast in der Podcastreihe "Chefingespräch", die Peter Turi, 60, gerade zum Restart gebracht hat.

Für ein "kleineres Medium" wie die "Wirtschaftswoche", seien Podcasts eine "super Möglichkeit, die Sichtbarkeit zu erhöhen" – vor allem bei jüngeren Leuten. Es würden sogar Abos abgeschlossen mit der Begründung "Ich will die 'Wiwo' mal kennen lernen." Der Verlag werde Podcasts als Teaser in der Subscription-First-Strategie "sicher noch forcieren". Die Werbeplätze seien "durchgebucht", die Preise hätten noch Luft nach oben.

Individuellen Nutzwert will Balzli mit dem forcierten "WiWo-Coach" bieten, in dem Expertinnen individuell, aber anonym die Fragen der zahlenden "Wiwo"-Leser zu Steuern, Altersvorsorge und Immobilien Coaching beantworten. Der "WiWo-Club" wird hingegen heruntergefahren: Der wurde zu viel "von immer denselben Leuten genutzt – du überzeugst nur die Überzeugten". Das bringe "kaum
neue Leser, wenn der konkrete Mehrwert nicht ersichtlich ist".

Balzli spricht im Podcast mit Turi auch darüber, was in Schweizer Bankschließfächern alles so schlummert, warum die Lieferketten gefährdet sind und die Inflationsgefahr nicht gebannt ist. Auch was sein großer Traum ist, verrät Balzli im Podcast – ganz am Ende, wie in seinem eigenen "Chefgespräch": Er würde gern mal ausführlich durch Japan reisen, das Heimatland seiner Frau.
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“Es gibt keinen ‘Ich tanz auf dem Tisch’-Scholz” – Lars Haider erklärt im turi2 Clubraum den neuen Kanzler.


Die Ruhe in Person: "Aus meiner Sicht war das Wildeste und Verrückteste, das Olaf Scholz in den vergangenen Tagen gemacht hat, Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister zu ernennen", sagt Lars Haider im turi2 Clubraum. Das sei bei dem sonst nüchternen, sachlichen und ruhigen Politiker überraschend. Der Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" und Autor der Olaf-Scholz-Biografie "Der Weg zur Macht" schaut mit Moderatorin Tess Kadiri und turi2-Chefredakteur Markus Trantow hinter die Fassade des neuen Kanzlers.

Trantow meint, Lauterbach sei auch deshalb Gesundheitsminister geworden, weil "seine Twitter-Fans unglaublich laut dafür gekämpft haben". Deshalb sollte die Regierung klar machen, dass sie Ministerposten "nicht nach Shares und Likes in Social Media“ besetzt. Für Haider ist das einer der wenigen Fälle, in denen Scholz das macht, "was alle wollen", obwohl er sich damit "einen Paradiesvogel" in die Regierung hole.

Haider hat Scholz in den vergangenen zehn Jahren zwischen 150 bis 200 Mal getroffen. Manchmal nur ganz kurz, manchmal sprachen sie "bis spät in die Nacht". Dabei hat er gelernt, dass es keinen "Ich tanz auf dem Tisch-Scholz" gibt. Witzig sei er trotzdem, vor allem könne er "über sich selbst lachen". Ansonsten zeige der Kanzler Emotionen nur dann, wenn man ihn auf seine Frau und "Frauen generell" anspricht. Auch deshalb glaubt Haider, dass Scholz viel für Frauen tun wird. Moderatorin Kadiri freut sich, dass der Kanzler für ein paritätisches Kabinett gesorgt hat, befürchtet jedoch, dass die Diversität damit endet.

Im turi2 Clubraum diskutiert Tess Kadiri jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast und einem Mitglied der turi2-Redaktion die Themen der Woche und spricht über Leben und Werk des Gastes. Warum er vorherige Bücher unter Pseudonym veröffentlichte, was das Erfolgsrezept des neuen Bundeskanzlers ist und warum Politiker heutzutage viel zu schnell zurücktreten, erzählt Lars Haider im aktuellen Clubraum-Podcast. In der kommenden Woche wird Yasmin Polat zu Gast sein, die den Spotify-News-Podcast Fomo moderiert.
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Wir graturilieren: Georg Stefan Troller wird 100 Jahre alt.


Wir graturilieren: Fernseh-Journalist und Reporter-Legende Georg Stefan Troller feiert heute seinen 100. Geburtstag. In Deutschland wurde der gebürtige Wiener durch das "Pariser Journal" bekannt, er traf und interviewte nahezu alle Prominenten Künstlerinnen und Sportler der 60er und 70er Jahre. Im Oktober hat er das Buch "Meine ersten 100 Jahre: Neue Geschichten und Berichte" veröffentlicht. Im Geburtstags-Interview mit dem "Spiegel" gibt er zu, dass seine existenzielle Neugier langsam nachlässt: "Bis 98 hatte ich noch diese Begierde, etwas Neues zu erfahren." 3sat zeigt am Montagabend eine filmische Hommage an Troller, die Doku Auslegung der Wirklichkeit. Mit der Wien-Premiere des Films hat der Jubilar im November seinen Geburtstag bereits vorgefeiert.
ndr.de, 3sat.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Marcel Wontorra wird 31.

Wir graturilieren: Marcel Wontorra, Stabschef von Springer-Boss Mathias Döpfner und Bruder von Laura Wontorra, feiert heute seinen 31. Geburtstag – leider wieder coronabedingt im kleinen Kreis mit einem Glas Glühwein. Eigentlich hatte er gehofft, seinen runden Geburtstag aus dem vergangenen Jahr groß nachfeiern zu können. Sein Highlight des vergangenen Jahres war die Begegnung mit Özlem Türeci und Ugur Sahin von Biontech im Rahmen des Axel Springer Awards. "Tolle Wissenschaftler, faszinierende Unternehmer, und dabei unfassbar bodenständig und bescheiden", erinnert sich Wontorra. Für das kommende Jahr hofft er darauf, endlich wieder ein volles Weser-Stadion sowie ausverkaufte Hallen von Alba und den Eisbären Berlin besuchen zu können. Geburtstagsglückwünsche erreichen Wontorra per E-Mail, Instagram oder Linked-in.

Hat die Deutsche Welle ein Antisemitismus-Problem, Peter Limbourg?


Große Welle: Die Deutsche Welle erlebt eine bewegte Vorweihnachtszeit. Medien wie die “Süddeutsche Zeitung”, Vice Deutschland oder die “Welt” veröffentlichen Berichte über Antisemitismus in der Arabisch-Redaktion des deutschen Auslandssenders und TV-Kooperationen mit fragwürdigen Partnern in der Arabischen Welt. Im Interview mit Markus Trantow widerspricht Intendant Peter Limbourg: “Weder die Mitarbeitenden der DW als Ganzes noch unser Programm sind antisemitisch.” Israelhass habe kein Platz bei der DW. Im Gespräch erklärt er aber auch, dass Kritik an der israelischen Regierung, ihren Institutionen oder dem Siedlungsbau in der arabischen Welt ganz anders diskutiert wird als in Deutschland. Er nimmt Stellung zu den Vorwürfen gegen den Partner-Sender Al Jadeed und erklärt, wie der Sender die Vorwürfe jetzt aufarbeitet. weiterlesen >>>

“Abschüssiger Pfad” – turi2 Clubraum mit Samira El Ouassil diskutiert über Reichelts Twitter-Tirade.


Es reichelt: "Julian Reichelt befindet sich auf einem abschüssigen Pfad", findet Peter Turi im turi2 Clubraum. Er empfiehlt dem geschassten "Bild"-Chefredakteur, seine bezahlte Auszeit zu nutzen, "um in sich zu gehen und über sich und sein Leben nachzudenken". Gemeinsam mit Medienkritikerin Samira El Ouassil und Moderatorin Tess Kadiri diskutiert Turi die Legenden-Bildung, die Reichelt gerade auf Twitter versucht. Auch El Ouassil, die sonst bei Übermedien schreibt und über Philosophie und Gesellschaft podcastet, findet es "hoch problematisch", dass sich der "ewige Kriegsreporter" Reichelt "als Märtyrer und Jeanne d’Arc der politischen Führung inszeniert". Auf dem abschüssigen Pfad befinde er sich schon lange – gerade beschreite er "die letzten Meter".

Moderatorin Kadiri befürchtet, dass Reichelt zum neuen Idol in der Verschwörungs-Ecke des Internets heranwachsen könnte, Turi sieht Reichelt nahtlos anknüpfen an den umstrittenen DDR-Vergleich von Mathias Döpfner. El Ouassil zieht Parallelen zum Fall von Matthias Matussek – "eine Selbstradikalisierung, die aus der Ökonomie der Widerständigkeit erwächst". Wenn die eigene politische Meinung eine Einbahnstraße sei, stehe man irgendwann mit dem Rücken zur Wand und könne nur noch "fauchen, kratzen und beißen".

Im turi2 Clubraum diskutiert Tess Kadiri jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast und einem Mitglied der turi2-Redaktion die Themen der Woche und spricht über Leben und Werk des Gastes. Wie sie Muße und Inspiration zum Schreiben findet und warum Ambiguitätstoleranz ihr Lieblingswort ist, erklärt El Oaussil im Clubraum-Podcast – und freut sich über die Zuschreibung von turi2, sie sei die "Grace Kelly der Medienkritik". In der kommenden Woche wird Lars Haider zu Gast sein. Der Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" hat ein Buch über den Bald-Kanzler Olaf Scholz geschrieben.
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“Eine Marke sollte immer auch verantwortungsvoll sein” – Gabriele Haessig und Frank Vogel über Purpose Marketing.


Marken mit Botschaft: "Purpose Marketing wird oft missverständlich verwendet", sagt Frank Vogel, bei der Ad Alliance zuständig für Marketing und Sales, im Doppel-Interview mit Gabriele Hässig, die bei Procter & Gamble Nachhaltigkeit und Kommunikation verantwortet. Am Rande des Events Innovation Now erklärt er gemeinsam mit Hässig, wie gutes Purpose Marketing funktioniert. Eine Limonade habe als ersten Zweck, gut zu schmecken, zu erfrischen oder stehe für Spaß. Der sehe heute aber vielleicht anders aus, als in den 1990er Jahren: "Wir tun Dinge, die uns früher Spaß gemacht haben, heute nicht mehr, weil sie einfach nicht nachhaltig sind." Auch Hässig betont die Verantwortung großer Werbe-Kunden wie Procter & Gamble: Der Konzern arbeite seit seiner Gründung 1837 daran, "das Leben der Menschen jeden Tag ein Stückchen besser zu machen". Sie will im Marketing die Stimmen großer Marken nutzen, um Themen zu transportieren, die zu den jeweiligen Marken passen.

Als Beispiel nimmt Hässig die Windelmarke Pampers: Deren Zweck sei es, dass Babys gesund aufwachsen. Mit Studien wie Zukunft. Leben. Jetzt!, die Pampers mit der Zeitschriften-Marke "Eltern" aufgesetzt hat, will Procter & Gamble erfahren, wie junge Familien heute leben und was sie bewegt – und ihren Anliegen eine Stimme geben. Gleichzeitig betonen Hässig und Vogel, dass Daten auch in Zeiten von KI in der Werbung nicht alles sind. Daten würden zwar helfen, Werbung und deren Platzierung zu optimieren, es brauche aber immer einen "liebevollen", "empathischen" Blick auf die Menschen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Wir graturilieren: Anne-Marie Grote wird 57.


Wir graturilieren: Anne-Marie Grote, verantwortlich für Kommunikation und Presse beim Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft, feiert heute ihren 57. Geburtstag. Die Feier mit "Freund und Familie" steige ausnahmsweise nicht in Berlin, sondern in NRW. Mit Blick auf das vergangene Jahr war sie besonders von Kanzlerin Angela Merkel beeindruckt, die ihren Nachfolger entspannt mit zum G20-Gipfel genommen hat. Eher genervt ist sie davon, dass es Menschen gibt, die "der Werbung 'Knopfdruck-Macht' unterstellen".

Im kommenden Jahr will Anne-Marie Grote die Tour de France in ihrer "zweiten Heimat" Frankreich erleben. Beruflich steht eine neue Website für den ZAW und die Gestaltung des Jahrbuchs an. Über Geburtstags-Glückwünsche freut sie sich bei Twitter oder Linked-in.

Rebranding fürs “Morning Briefing”, 100 Mio Euro Investment – so lief der turi2 Clubraum mit Gabor Steingart.


Kleckert nicht: "Fünf Menschen und ein Laptop machen noch keinen nachhaltigen Journalismus", sagt Gabor Steingart im turi2 Clubraum. Im neuen Live-Podcast mit Tess Kadiri und Peter Turi spricht der Media Pioneer über Investitions-Pläne, sein Verhältnis zum Investor Springer und liefert eine kleine Pioneer-Leistungsschau. Steingart berichtet, dass sein Unternehmen in einem "Zeitraum X", den er noch überblicken kann, bis zu 100 Mio Euro investieren wird. Aktuell stehe auf der Ausgaben-Seite pro Jahr ein zweistelliger Mio-Betrag. Sein Ziel sei es, die Marke "The Pioneer" zu etablieren. Dafür verschwinde in "absehbarer Zeit" sogar der "Steingart" aus dem Titel seines Morning Briefings und werde durch die Kern-Marke ersetzt.

"Wir sind in vielerlei Hinsicht und für manche Menschen das Leitmedium am frühen Morgen", sagt Steingart gewohnt selbstbewusst und zählt pro Tag "mindestens 500.000 Leser" seines Morning Briefings. Den kostenlosen Morning-Briefing-Podcast rufen demnach bis zu 200.000 Menschen täglich ab. Die Mehrheit des lesenden und hörenden Publikums zahle zwar keine Abo-Gebühren, "wir zählen sie aber zu unserem Kosmos mit dazu". Die Zahl der bezahlten Abos soll bis Jahresende bei 15.000 liegen, prognostiziert der Gründer – "unsere Abos wachsen jeden Tag". 2022 will er diese Zahl verdoppeln, 2023 soll das Medienschiff "stand jetzt" über die Gewinnschwelle schippern.

Auf die Frage, ob es ein Fehler war – angesichts der Reichelt-Affäre und der Äußerungen von Mathias Döpfner –, ausgerechnet auf Springer als Investor zu setzen, antwortet Steingart ausweichend: "Wir hätten das alleine nicht stemmen können", sagt er und betont, dass er sich bewusst für ein Medienhaus als "Anker-Investor" entschieden habe. Er lobt die juristische Bewaffnung des Konzerns und die "gute Finanzstruktur", die dem Startup ein "kluges, strategisches Controlling" und zinsgünstige Kredite sichere. Klingt eher nach Zweck-Bündnis als nach Liebesheirat – auch wenn Steingart die "Binnen-Pluralität" bei Springer und Döpfner als deren Verkörperung lobt.

Im turi2 Clubraum diskutiert Moderatorin Tess Kadiri jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast und einem Mitglied der turi2 Redaktion über die Themen der Woche und über Leben und Werk des Gastes. In der kommenden Woche ist Medien-Kritikerin Samira El Ouassil zu Gast. Über Fragen freuen wir uns als Text- oder Sprachnachricht an clubraum@turi2.de.
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