“Bild” zeigt die Bayern-Spiele bei der Klub-WM kostenfrei.

bildlogoBild will als Fußball-Sender punkten. Das Springer-Medium zeigt auf seiner Website kostenlos die Spiele des FC Bayern München bei der umstrittenen Klub-WM in Katar. Die Bayern treten erstmals am 8. Februar im Halbfinale an. Auch das Finale oder Spiel um Platz 3 zeigt "Bild" später. Als Kommentator reaktiviert "Bild" Marcel Reif, der für "Bild" bereits als Experte wirkt. Er kommentiert gemeinsam mit Matthias Brügelmann. Als Experte analysiert Mehmet Scholl die Spiele.
axelspringer.de

“Handelsblatt”: Der 1. FC Köln bittet um Staatshilfen.


Viva Coronia: Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat Staatshilfe beim Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes beantragt, schreibt das "Handelsblatt" und beruft sich auf Informationen von "mehreren mit der Sache betrauten Personen". So soll der derzeitige Tabellen-Sechszehnte beim WSF angefragt haben, welche Hilfen für ihn infrage kämen und unter anderem über eine Bürgschaft in Höhe von 10 Mio Euro gesprochen haben.

Laut "Handelsblatt" hat das Bundeswirtschaftsministerium den FC an das Land Nordrhein-Westfalen verwiesen. Der Verein wiederum erklärt, er habe sich mit dem WSF beschäftigt, beabsichtige aber nicht, ihn in Anspruch zu nehmen. Das Land NRW hat bislang keine Stellungnahme abgegeben. Im November hatte der 1. FC Köln für die laufende Saison einen Umsatzverlust von mindestens 40 Mio Euro vorhergesagt. (Foto: Defodi / Imago Images)
handelsblatt.com (Paid)

“Manager Magazin”: Adidas-Chef Kasper Rorsted vergrault Top-Manager.

Da drückt der Schuh: Adidas-CEO Kasper Rorsted laufen viele Top-Leute weg – offenbar wegen Rorsteds rauem Führungsstil, schreibt das "Manager Magazin". Intern habe Rorsted einen "Kulturkampf" losgetreten, der auf Kosten von Innovation und Kreativität gehen könnte. Zwar habe er den Sportkonzern finanziell gut durch die Corona-Krise gebracht, sein "Renditeregime" könnte Adidas längerfristig aber mehr schaden als nützen.
manager-magazin.de (Paid)

Lese-Tipp: Sabine Töpperwien hat Frauen im Fußball die Tür aufgestoßen, schreibt Katrin Müller-Hohenstein.

Lese-Tipp: Fußball-Reporterin Sabine Töpperwien (Foto), 60, hat "eher ungewollt etwas Emanzipatorisches bewegt" und das "Frausein im Fußballmetier" ein Stück weit etabliert, ohne darüber zu reden, schreibt ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein bei Zeit Online. Töpperwien habe vielen anderen Frauen nach ihr "die Tür ein Stück aufgestoßen". Am Donnerstag hat sie ihren vorzeitigen Ruhestand angekündigt.
zeit.de, turi2.de (Background)

Fußball-Kommentatorin Sabine Töpperwien geht vorzeitig in den Ruhestand.

Schlusspfiff: WDR-Fußball-Reporterin Sabine Töpperwien, 60, verabschiedet sich nach mehr als 700 Spielen vorzeitig und überraschend in den Ruhestand. Seit knapp einem Jahr habe sie chronische Schmerzen in den Armen, sagt Töpperwien im WDR-Interview: "Mit halbem Dampf arbeiten – das will ich nicht." Ein Spiel will sie noch kommentieren, wenn es nach Corona wieder geht - bevorzugt Köln gegen Bayern. Töpperwien hat 1987 erstmals ein Zweitliga-Spiel kommentiert und war die erste Frau, die regelmäßig in der ARD-Bundesligakonferenz berichtet hat.
wdr.de, bild.de

RTL: Uefa erwägt, Fußball-EM doch nicht in zwölf Ländern auszutragen.


Weniger ist mehr: Die Fußball-EM findet im Sommer nicht wie ursprünglich geplant in zwölf verschiedenen Ländern statt, meldet RTL. Die Uefa prüfe wegen der Corona-Krise vier alternative Szenarien, um Reisebewegungen zu reduzieren: Die größte Lösung sieht dabei noch immerhin zehn verschiedene Austragungsländer vor. Aber auch eine völlig abgespeckte Version, bei der die EM nur in einer Stadt oder Region mit mehreren Stadien ausgetragen würde, sei im Gespräch. Hier wären nach dem Beispiel der Finalrunden von Champions League und Europa League 2020 London, Wien, Lissabon und NRW im Gespräch.

Die Uefa bestätigt die Pläne laut dem Bericht nicht und verweist darauf, dass sie derzeit mit den bisher geplanten zwölf Austragungsorten an Szenarien mit verschieden hoher Stadion-Auslastung arbeitet, darunter auch der Option von Geisterspielen. Im März wolle der Verband entscheiden, welches Szenario in welcher Stadt zum Einsatz kommt. Zuletzt hatte bereits Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview mit dem "Münchner Merkur" gesagt, dass die Uefa darüber nachdenke, die EM nur in einem Land auszutragen. Die EM soll vom 11. Juni bis 11. Juli stattfinden. Ursprünglich war sie bereits für 2020 geplant. Einige Spiele sollen in München stattfinden. (Foto: John Walton / PA Images / Imago Images)
rtl.de, ran.de (Rummenigge)

Zitat: Fußball-EM wird komplett abgesagt, prophezeit Karl Lauterbach.

"Ich glaube, dass die Fußball-EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute."

SPD-Politiker Karl Lauterbach sagt bei T-Online.de, im Frühjahr könnte es eine Situation geben, "in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine EM auszutragen."
t-online.de

DFL-Boss Seifert fordert, Corona-Regeln “an der Realität” auszurichten.

DFL: Chef Christian Seifert fordert im "FAS"-Interview, alle Maßnahmen "an der Realität" auszurichten. Sich an einem pauschalen Inzidenzwert von 50 zu orientieren, könne "ein Weg ins Nirgendwo sein". Er wünscht sich "eine differenzierte Betrachtung der Infektionen nach Bevölkerungsgruppen". Die Europameisterschaft im Sommer nachzuholen, hält Seifert für machbar. Über seine Zeit nach der DFL sagt Seifert, er habe sich "bislang noch nicht allzu viele Gedanken gemacht".
"FAS", S. 30 (Paid)

“Spiegel”: DFB zahlt 20.000 Euro für Wikipedia-Eintrag von Generalsekretär Friedrich Curtius.

DFB hat sich den Wikipedia-Eintrag von Generalsekretär Friedrich Curtius satte 20.000 Euro kosten lassen, zitiert der "Spiegel" aus dem Vertrag mit der Agentur Esecon. Demnach hat der Aufbau 15.000 Euro, die weitere Betreuung 1.200 Euro pro Monat gekostet. Die DFB-Anwälte sehen "alle Compliance-Regeln beachtet", "es gebe keinerlei Unregelmäßigkeiten". Laut "Spiegel" eskaliert der Streit zwischen Verbands-Boss Fritz Keller und General Curtius.
spiegel.de (Paid)

Handball-WM findet nun doch ohne Zuschauer statt.


Bitte draußen bleiben: Die Organisatoren der Handball-WM planen das Turnier nun doch ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Die Weltmeisterschaft läuft vom 13. bis 31. Januar in Ägypten. Bis zuletzt planten die Organisatoren zumindest eine Hallen-Auslastung von einem Fünftel. Dagegen hatten zahlreiche Teams und Spieler Protest eingelegt. Unter anderem schrieben die Kapitäne der europäischen Nationalteams dem Weltverband IHF ihre Bedenken.

Das Turnier steht ohnehin bereits in der Kritik. Viele Beobachter halten die WM mit Teams aus aller Welt angesichts der aktuellen Corona-Lage weltweit für nicht vertretbar. Zahlreiche Spieler weigern sich, für das Turnier nach Ägypten zu reisen. (Foto: Andreas Gora / Imago Images)
sportschau.de, sport1.de, zdf.de (mit 2:30-Min-Video)

Basta: Leipzig-Star guckt Niederlage gegen den BVB im Dortmund-Look.

Modischer Fehlgriff: Leipzigs verletzter Fußballer Ibrahima Konaté hatte das zweifelhafte Vergnügen, die Niederlage seines Teams gegen Borussia Dortmund am Wochenende von der Tribüne aus zu betrachten. Im zuschauerfreien Stadion sorgte er dabei mit seiner modischen Erscheinung nicht unbedingt für den benötigten Rückhalt: Konatés insgesamt rund 750 Euro teure Mütze und Schal stachen in Dortmunds Farben Schwarz und Gelb hervor.
bild.de (Paid)

“Weser-Kurier” und Syker “Kreiszeitung” bündeln ihre Werder-Berichterstattung.

Weser-Kurier lagert seine Berichterstattung über Werder Bremen in ein Joint-Venture mit der Syker Kreiszeitung aus. Beide Verlage halten 50 % an der gemeinsamen Firma Deichstube. Unter diesem Namen betreibt die "Kreiszeitung" bisher allein ein Werder-Portal. Mitte 2021 soll die Redaktion von Syke nach Bremen umziehen.
weser-kurier.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Ex-Profisportler*innen kassieren bei der gesetzlichen Unfallversicherung ab.

Geld-Unfall: Ex-Profisportler*innen wie der ehemalige Fußball-Nationalspieler und aktuelle HSV-Präsident Marcell Jansen (Foto) kassieren in etlichen Fällen bei der gesetzlichen Unfallversicherung eine Verletztenrente, berichtet der "Spiegel". Für Verletzungen erhalten sie bis zu mehrere Tausend Euro im Monat steuerfrei, auch wenn sie weiter als Manager, Trainer oder TV-Experten aktiv sind. Mit Johannes Bitter bekomme sogar ein noch aktiver Handballer Zahlungen. Spezialisierte Beratungsagenturen helfen den Sportler*innen, Lücken in der Gesetzgebung zu nutzen und verdienen mit.
spiegel.de (Paid)

Rainer Holzschuh tritt als “Kicker”-Herausgeber ab.

Kicker verliert zum Jahresende Rainer Holzschuh als Herausgeber. Der 76-Jährige geht in den Ruhestand, die Herausgeber-Position wird nicht neu besetzt. Holzschuh ist seit 2010 Herausgeber, zuvor war er seit 1988 Chefredakteur des Fußball-Magazins. Von 1983 bis 1988 war er DFB-Pressesprecher, davor bereits Reporter beim "Kicker".
focus.de, kicker.de

Aus der turi2 edition #11: Der "Kicker" wird 100.

Meinung: Der Bundesliga droht durch Geisterspiele Bedeutungsverlust.

FussballFußball und damit auch die Bundesliga mutieren durch Geisterspieler zur reinen TV-Unterhaltung, schreibt Gerhard Pfeil im "Spiegel". Ohne die Nähe der Fans gehe die Strahlkraft verloren. Viele "einstmals treue Kunden" würden in der Pandemie bemerken, dass sie gut auch ohne den wöchentlichen Fußball können. Hinzu komme eine Spaltung: Die Profis dürfen spielen, der Nachwuchs und die Amateure dürfen nicht spielen.
"Spiegel" 53/2020, S. 120 (Paid)

Nike macht Kasse dank massiven Zugewinnen im Online-Geschäft.

Läuft: Der Sportartikelhersteller Nike verbucht im abgelaufenen Geschäftsquartal (bis November) 1,3 Mrd Dollar Nettogewinn. Das sind 12 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das 84-prozentige Wachstum im Online-Geschäft lässt die Gesamterlöse beim Branchenkrösus auf 11,2 Mrd Dollar steigen. Besonders international legt Nike zu, in China etwa um 20 %. In Amerika steigen die Erlöse nur um 1 %.
handelsblatt.com

NFL nutzt Influencer Marketing für Werbung in Deutschland.

Sport-fluence: NFL, US-amerikanische Football-Profiliga, schnappt sich für mehr Sichtbarkeit in Deutschland Influencer*innen, beobachtet Stefan Schasche. Für ihre Marketing-Strategie rekrutiert hat die NFL hierzulande etwa Matthias Schweighöfer sowie TikTok-, Instagram- und YouTube-Größen. Insgesamt sind rund 30 Social-Namen beteiligt, darunter die TikTokkerin Dalia Mya.
wuv.de

Meinung: Homophobie im Fußball gehört ins ARD-Hauptprogramm.

Fehl am Platz? Die ARD verschenkt eine inhaltsstarke "Sportschau"-Diskussionsrunde über Homophobie im Fußball, indem sie sie mitten in der Nacht ausstrahlt, meint Holger Gertz: "In einer besseren Welt käme so was im Hauptprogramm, nirgendwo sonst gehört es hin." Der Autor beschreibt die Runde mit Moderatorin Jessy Wellmer, Thomas Hitzlsperger, Tabea Kemme und Kevin Kühnert als "informativ, nachhaltig, null Gebrüll."
sueddeutsche.de, daserste.de (60-Min-Video)

Wird 2021 ein grandioses, nachgeholtes Supersportjahr – oder ein coronageschädigtes Mistjahr, Lars Wallrodt?


Es wird kompliziert: “Bild am Sonntag”-Sportchef Lars Wallrodt glaubt nicht, dass das Sportjahr 2021 nahtlos an goldene Zeiten anknüpfen kann. Für die turi2 edition #13 hat er aufgeschrieben, was Sportfans im Pandemie-Jahr 2 wohl erwarten können. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Sportdeutschland.TV überträgt Handball-WM 2021.

Sportdeutschland.TV von ProSiebenSat.1 zeigt die Handball-WM 2021 der Männer im Januar in Ägypten gegen Bezahlung. Das Turnier-Ticket für 10 Euro bietet Zugang zu allen 108 Partien, live und auf Abruf. Einzel-Spiele kosten 3,50 Euro, Aufzeichnungen 1,99 Euro, nach 48 Stunden sind sie frei abrufbar. Die Spiele der deutschen Handball-Nationalmannschaft zeigen auch ARD und ZDF.
dwdl.de

“Spiegel” und “Süddeutsche Zeitung” finden neue Indizien für gekaufte WM 2006.


Wenig märchenhaft: Bei der Fußball-WM 2006 könnte es einen Deal zwischen dem Schweizer Sportvermarkter CWL und dem DFB gegeben haben, recherchieren "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" in bislang unbekannten, internen CWL-Dokumente. Die Zeitungen schreiben, CWL habe offenbar Spiele der deutschen Nationalmannschaft und andere Sportevents genutzt, um Bestechungsgelder als legale Ausgaben zu tarnen und an Fifa-Funktionäre zu zahlen – die mitentschieden, ob die WM 2006 nach Deutschland oder Südafrika geht. So habe etwa Joseph Mifsud aus Malta eine Mio Schweizer Franken von der CWL bekommen – auf dem Papier für Beratung und Unterstützung für die "Südeuropa-Rechte an der Eishockey-WM 1998", gezahlt nach der Fußball-WM-Abstimmung der Fifa-Funktionäre.

Der DFB habe dem Kirch-Konzern, zum dem CWL gehörte, fürs "Holen" der WM womöglich bei Benefiz-Fußballevents Werberechte mit deutlichem Nachlass gewährt. Leo Kirch hatte TV-Rechte für 2006 gekauft, der "Spiegel" schätzt, die WM in Deutschland habe ihm rund 250 Mio Schweizer Franken mehr eingebracht, als eine WM in Südafrika es getan hätte. Der DFB hat CWL und der Nachfolgerfirma Infront laut Recherche zum Dank außerdem jahrelang Aufträge "deutlich unter Marktwert" zugeschachert. Sowohl CWL als auch DFB haben sich laut "Spiegel" auf Nachfragen nicht geäußert.
sueddeutsche.de, spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Thomas Helmer hört beim Sport1-“Doppelpass” auf, Florian König übernimmt.

Sport1: Thomas Helmer gibt die Moderation des wöchentlichen Fußball-Talks Doppelpass nach der EM 2021 ab. Über eine andere Moderationsjobs für ihn bei Sport1 laufen derzeit Gespräche. Neuer "Doppelpass"-Moderator wird Florian König, der bei RTL u.a. als Formel-1-Moderator im Einsatz ist. RTL gibt die Formel-1-Rechte ab, König bleibt aber weiterhin für die Kölner tätig.
dwdl.de, sport1.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Für Thomas Helmer ist TV-Moderator nicht immer ein Traumjob. (01/2018)

FC Bayern gönnt sich eine “FC Bayern World” in Münchens bester Lage.

FC Bayern München eröffnet mitten in der Pandemie eine FC Bayern World in der Münchner Innenstadt. Auf sieben Stockwerken mit 3.500 m² Gesamtfläche finden sich ein 1.000 m² großer Fan-Shop, zwei Restaurants und ein Hotel mit 30 Zimmern sowie Event-Räume. Die Eröffnung soll signalisieren, "dass wir in Zeiten einer Pandemie nach vorne blicken", sagt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
wuv.de, sport.de

Hör-Tipp: Boris Becker spricht mit Johannes B. Kerner.

Hör-Tipp: Johannes B. Kerner und Boris Becker sprechen in fünf Podcast-Episoden über Höhen und Tiefen im Leben des früheren Tennis-Stars. Die Reihe ist als Lebenshalbzeits-Bilanz des 50-Jährigen angelegt und erscheint im Wochen-Rhythmus exklusiv bei Amazon Music. In der ersten Episode geht es um Kindheit und Jugend Beckers und seine Erfahrungen im Lockdown. Hinter der Produktion stehen ABC Communication von Ina Tenz und Béla Anda und THNX von Robert Kindermann.
music.amazon.de (63-Min-Audio, Paid)

Eurosport muss ausstehende TV-Gelder an die DFL zahlen.

DFL hat einen Rechtsstreit mit Eurosport um ausstehende TV-Gelder "umfassend gewonnen", sagt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach der Mitgliederversammlung. "Das Geld fließt." Eurosport-Mutter Discovery hatte den TV-Vertrag Ende April vorzeitig gekündigt, weil wegen der Corona-Pandemie keine Spiele stattfanden. Ein Schiedsgericht hat die Kündigung für unwirksam erklärt. Seit 2019 sublizenziert Eurosport seine Bundesliga-Rechte an den Sport-Streamingdienst Dazn, sollte aber weiterhin die Hälfte der Kosten tragen.
sport.de, digitalfernsehen.de

DFL verteilt TV-Gelder wegen Pandemie-Auswirkungen um, rechnet mit bis zu 2 Mrd Euro Einbußen.


Fair teilen, was zu verteilen bleibt: DFL ändert den Verteilungsschlüssel für die TV-Gelder in den Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25, um die Krisen-Auswirkungen abzufedern. DFL-Chef Christian Seifert, über dessen Zeit bei der DFL die Weichenstellung hinausgeht, stellt das Vier-Säulen-Modell vor: 53 % der Gelder sollen zu gleichen Teilen an alle Klubs gehen – 24,7 Mio Euro an die Klubs der Bundesliga, 6,9 Mio Euro an die Klubs der zweiten Liga. Daneben spielen Leistung mit 42 % und die Nachwuchsarbeit mit 3 % eine Rolle bei der Gelder-Verteilung. Erstmals wird außerdem das Interesse am jeweiligen Klub auf Basis von Marktforschung der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse mit 2 % bis 3% der Gelder berücksichtigt.

Seifert sagt, bei der Verteilung internationaler Erlöse zählen "die Prämissen Stabilität und Solidarität". 35 % dieser Erlöse werden künftig als Sockelbetrag gleichmäßig an alle 18 Clubs der Bundesliga ausgeschüttet. Weitere 50 % werden anhand einer Fünf-Jahres-Wertung mit Blick auf das internationale Abschneiden verteilt. Auch die 2. Bundesliga wird in den kommenden vier Jahren mit einem festen Satz an den internationalen Erlösen beteiligt: 2021/22 und 2022/23 mit jeweils 4 %, 2023/24 und 2024/25 mit jeweils 3 %.

Seifert rechnet mit massiven Verlusten in Zukunft: Einschließlich der vergangenen Saison werden die Vereine bis zur Spielzeit 2021/22 rund zwei Mrd Euro Umsatz einbüßen, prognostiziert er. Durch die aktuellen Geisterspiele müsse man "in dieser Saisonnahezu mit einem Gesamtausfall der Zuschauereinnahmen rechnen". Das wäre ein Verlust von 650 Mio Euro. Corona werfe die Klubs "um fünf bis sechs Jahre zurück".
ksta.de, sportbuzzer.de

“FAZ”: DFL will Finanz-Investoren anlocken.

DFL lotet den Einstieg internationaler Finanzinvestoren aus, berichtet die "FAZ". Anfang 2021 wolle der Liga­verband einen entsprechenden Prozess einleiten und Angebote von Private-Equity-Firmen prüfen. Geplant sei die Gründung einer neuen Firma für das Auslands­geschäft, an der Investoren einen Minderheits­anteil halten könnten. Die Tochter Bundesliga International soll weiterbestehen.
"FAZ", S. 23 (Paid)

Viva con Agua, Jung von Matt Sports und Maniac Studios starten Podcast “Football for Future”.

Football for Future heißt der Podcast, den Viva con Agua, Jung von Matt Sports und Maniac Studios starten. Er dreht sich um die ökonomische und soziale Verantwortung des Fußballs. DFB-Chef Fritz Keller und Jürgen Griesbeck kommen zur Premiere als Gäste, Viva con Agua-Gründer und Ex-Fußballer Benjamin Adrion moderiert.
wuv.de, spotify.com

Hör-Tipp: DFB will sich selbst vermarkten und macht ePokal.

Hör-Tipp: Der DFB will nach der unschönen Infront-Trennung künftig auf Eigenvermarktung setzen, sagt Holger Blask, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, im Sponsors-Podcast. Klassische Bandenwerbung werde nicht mehr Treiber sein. E-Sports soll eine größere Rolle spielen: Im neuen DFB-ePokal können sich Teams aus der Virtual Bundesliga sowie Amateure und Freizeitspieler anmelden. Blask beschreibt den Modus als "David gegen Goliath auf dem virtuellen Rasen".
soundcloud.com (56-Min-Audio), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: SevenOne Sports-Geschäftsführer Stefan Zant im Sponsors-Podcast.

Hör-Tipp: Stefan Zant, Geschäftsführer und Co-Gründer von SevenOne Sports, erklärt im Sponsors-Podcast seine Geschäftsstrategie. Weil hochkarätige Sportrechte oft kaum refinanzierbar sind, setzt die Sport-Unit von ProSiebenSat.1 auf weniger populäre TV-Rechte wie die NFL und die Formel E und beteiligt sich an Startups.
sponsors.com (69-Min-Audio)

Analyse sieht Bundesliga-Tabelle als “Abbild der finanziellen Möglichkeiten”.

Bundesliga-Vereine liegen in einem "erbitterten Streit" um die Verteilung der TV-Gelder ab 2021, schreibt Hans-Jürgen Jakobs. Für Sprengstoff sorge eine Analyse, die urteilt, die Tabelle sei nicht mehr "das Abbild der sportlichen Leistung, sondern vor allem der finanziellen Möglichkeiten". Die führenden Clubs hätten an einer Änderung der Verteilung aber gar kein Interesse, eine Revolution sei nicht in Sicht, so Jakobs. Bei der DFL-Mitgliederversammlung Anfang Dezember dürften am Ende "tiefe Gräben zurückbleiben".
"Handelsblatt", S. 22/23 (Paid)

Hör-Tipp: Christian Pfennig sieht die Bundesliga in Konkurrenz zu Unterhaltungsangeboten.

Hör-Tipp: Im Kampf um internationale Märkte reicht es nicht, deutsche Inhalte zu übersetzen, sagt DFL-Marketing-Direktor Christian Pfennig im Podcast Monsters of Content Marketing. Die Märkte seien sehr unterschiedlich. Pfennig sagt, dass mal Themen, aber oft die jeweiligen Spieler aus der Region im Vordergrund stehen. Vor allem in den USA schaue man auf US-Kicker. Pfennig sieht die Bundesliga vor allem im Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsprogrammen.
spotify.com (32-Min-Audio)

DFL-Tochter Sportec Solutions will ihr Geschäft international ausbauen.

DFL will ihre Tochter Sportec Solutions, ein Joint-Venture mit der Deltatre-Gruppe, zu einem globalen Player ausbauen. Die Firma liefert bisher der 1. und 2. Bundesliga Spieldaten. Mithilfe der internationalen Vertriebs­strukturen von Deltatre will Sportec Solutions in weitere Märkte mit "hohem Innovations­anspruch" vordringen. Im Zuge der Internationalisierung verschieben sich die Anteile: Die DFL hält statt 75 % künftig 49 %, Deltatre stockt von 25 % auf 51 % auf, bringt dafür aber sein deutsches Geschäft in das Joint-Venture ein.
sponsors.de (Paid), deltatre.com

Dazn startet im Vodafone-Netz zwei lineare TV-Sender.

Dazn setzt künftig auch auf lineares Fernsehen und startet die Sender Dazn 1 und Dazn 2. Zu empfangen sind die Pay-Tv-Kanäle zunächst über das Kabelnetz von Vodafone. Wer sie bucht, erhält jedoch auch Zugriff auf die Streaming-App von Dazn. Die linearen Sender orientieren sich an den Bar-Kanälen von Dazn und zeigen insbesondere Livespiele aus Bundesliga und europäischen Fußball.
dwdl.de, dwdl.de (Interview), turi2.de (Background)

Zitat: Pit Gottschalk fordert Konsequenzen aus dem 0:6-Debakel gegen Spanien.

"Niemand stellt infrage, dass Löw 14 Jahre lang als Bundestrainer Großes geleistet hat. Darum hat man ihn nicht wirklich zur Rechenschaft gezogen, als die Weltmeisterschaft vor zwei Jahren schieflief."

Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk fordert Konsequenzen aus der 0:6 Niederlage der deutschen Nationalelf gegen Spanien. Er legt nahe, "dass Löws Methoden längst überholt sind".
newsletter.pitgottschalk.de

Radio Bremen: “Weser-Kurier” löst Werder-Redaktion auf.

Weser-Kurier löst zum Jahresende seine Werder-Bremen-Redaktion auf, berichtet Radio Bremen. Den nach einer Schrumpfkur verbliebenen vier Reportern sei bereits gekündigt worden. Die Bremer Tageszeitungen AG verhandele mit der Syker Kreiszeitung über eine Kooperation. Die "Kreiszeitung" betreibt erfolgreich das Werder-Portal Deichstube, das "Weser-Kurier"-Pendant "Mein Werder" ist dagegen krachend gescheitert.
butenunbinnen.de, youtube.com (5-Min-Video) turi2.de (Background)

Zitat: Durch Corona hat sie ihre berufliche Zukunft überdacht, sagt Bibiana Steinhaus.

"Ich glaube, die Corona-Krise hat uns ja alle mehr oder weniger zum Nachdenken gebracht: Wo stehen wir, wohin soll die Reise weitergehen? Das war auch bei mir so."

Ex-Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus spricht im "Aktuellen Sportstudio" über die Gründe ihres Rücktritts. Statt auf dem Platz steht sie künftig im "Kölner Keller" und hilft dort mit, den Videobeweis zu verbessern.
kicker.de

NRW-Regierung und Westdeutscher Fußballverband streiten um Corona-Tests.

Testfall: Die Landesregierung von NRW kritisiert den Westdeutschen Fußballverband für dessen Umgang mit der Corona-Pandemie, berichtet der "Spiegel". Hintergrund ist die Regionalliga West, welche die Staatskanzlei als Spielklasse mit professionellen Strukturen eingestuft und ihr damit eine Spielerlaubnis trotz Lockdown erteilt hat. Entgegen der Annahme der Staatskanzlei hat es bislang in der Liga aber keine Corona-Tests gegeben. Die sollen ab kommender Woche folgen. Eine verbindliche Absprache habe es nicht gegeben, lediglich Ankündigungen des Verbands.
"Spiegel" 47/2020, S. 29 (Paid)

Formel-1-Kommentator Christian Danner wechselt von RTL zu Sat.1.

Neuer Rennstall: Christian Danner, 62, Ex-Rennfahrer und seit 1998 Formel-1-Kommentator bei RTL, wechselt zu Sat.1, berichtet der Kölner "Express". Er soll ab 2021 die Elektro-Rennserie Formel E kommentieren, für die Sat.1. Rechte erworben hat. Danner selbst gibt sich bedeckt, dementiert aber auch nicht. RTL verabschiedet sich zum Saison-Ende aus der Formel 1.
express.de, dwdl.de