Zitat: Frauen dürfen sich im TV immer noch weniger versprechen als Männer, sagt Esther Sedlaczek.

"Auch heute noch erregt ein Versprecher eines Mannes weniger Aufsehen erregt als der einer Frau. Und das beschreibt den Aufhol­bedarf, den wir in der Hinsicht haben, sehr gut."

"Sport­schau"-Moderatorin Esther Sedlaczek erinnert in der "Bild" an den Sturm der Entrüstung um ihre Vorgängerin Carmen Thomas, als diese vor 50 Jahren "Schalke 05" statt "Schalke 04" im TV sagte. Die Aufregung ging damals übrigens von "Bild" aus.
bild.de (€)

Basta: Torwart Manuel Neuer investiert in Putzmittelfirma.

Herausgeputzt: National­torwart Manuel Neuer beteiligt sich mit 120.000 Euro an der Putz­mittel­firma Deutsche Reinigungs­werke. Zugleich fungiert er als Vize-Chef des Auf­sichts­rats, entdeckt die "Welt am Sonntag" im Handels­register. Neuer und Putz­mittel passen gut zusammen: Schließlich ist er auch in seinem Haupt­job dafür verantwortlich, das Tor sauber zu halten.
welt.de via businessinsider.de

Zitat: Es braucht keine “lange Vorlauf­zeiten” mehr, um neuen Sender zu starten, sagt Alice Mascia.

"Die Technologie von heute ermöglicht es uns, innerhalb weniger Wochen neue Sender zu starten. Früher wäre das undenkbar gewesen."

Dazn-Chefin Alice Mascia sagt im DWDL-Interview, dass es heute nicht mehr "lange Vorlauf­zeiten von ein oder zwei Jahren" braucht, um einen neuen Channel zu starten. Der Sport-Streaming­dienst will sich künftig besonders dem Frauen­sport widmen.
dwdl.de

Verzerrter Wettbewerb? Volker Nünning über die Audio-Streams der Sportschau.


Zuviel Ballbesitz? Seit Sommer 2021 darf die ARD alle Begegnungen der Bundesliga und der 2. Bundesliga live im Internet als Audio­stream übertragen – insgesamt 617 Spielen pro Saison. Diese Rechte lagen zuvor bei Amazon. Seitdem hat die ARD ihr Audio­streaming-Angebot auf sportschau.de massiv ausgebaut und zielt auf ein junges Publikum, schreibt Volker Nünning bei epd Medien. Der Privatsender-Verband Vaunet kritisiert, hier sei “quasi ein öffentlich-rechtliches Audio-Onlinemonopol entstanden”. Weiterlesen >>>

Basta: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kriegt die Tür nicht auf.

Tag der geschlossenen Tür: FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kann die Pressekonferenz nicht verlassen, die Tür aus dem Medienhaus will einfach nicht aufgehen. Einer Person auf der anderen Seite ruft er zu: "Da ist links eine Taste, ne, rechts". Alternativ hätte sich die Tür bestimmt auch mit dem magischen Satz "Ich bin ein Star-Trainer, holt mich hier raus" öffnen lassen.
rtl.de (mit 40-Sek-Clip)

Basta: Die Periode ist wie Fahrradfahren.

I want to ride my Binde: Die US-Ski­renn­läuferin Mikaela Shiffrin spricht vor laufender Kamera von ihrem monatlichen Zyklus. Der ORF-Übersetzer interpretiert das Ganze aber als Fahrrad-Sport­programm. Zu seiner Verteidigung: Die Periode ist auch ein wenig wie Fahrrad­fahren. Selbst wenn man den Dreh raus hat, bleibt es anstrengend – und Unfälle können jederzeit passieren.
twitter.com

Uli Hoeneß wirft Öffentlich-Rechtlichen Doppelmoral vor.

Kein Fan: FC-Bayern-Ehren­präsident Uli Hoeneß kritisiert die Öffentlich-Rechtlichen bei der Sport1-Sendung "Doppelpass" scharf. In der Bericht­erstattung rund um die Fußball-WM in Katar wirft er den Sendern Doppel­moral vor: Das Geld der "größten Werbe­träger der WM" Saudi-Arabien und Emirates nehme man an, "aber sonst will man mit denen nichts zu tun haben".
sport1.de, t-online.de

“Clap”: Sport.1 und Leif Arne Anders trennen sich.

Cool-down: Der kaufmännische Leiter Leif Arne Anders geht bei Sport.1 von Bord, meldet "Clap". Er verlasse das Unternehmen "in einigen Wochen". Anders ist seit 2006 bei dem Sportsender, war u.a. für Finanzen zuständig. Zwischendurch war der Manager kurzzeitig beim Kölner E-Sports-Unternehmen ESL Gaming. Sport.1 wolle die vakante Position "zügig" neu besetzen, schreibt "Clap".
clap-club.de

Hinweis: In einer früheren Version des Textes haben wir Anders als "Finanzvorstand" bezeichnet. Er ist kaufmännischer Leiter der Sport.1 GmbH.

Finanzamt entzieht DFB Gemeinnützigkeit für 2014 und 2015.

Gemein ohne Nutz? Das Finanzamt Frankfurt am Main entzieht dem DFB wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2014 und 2015. Dem Fußballverband droht dadurch eine saftige Steuernachzahlung in Höhe von rund 26 Mio Euro. Die Finanzbehörden werfen dem DFB vor, Einnahmen aus Bandenwerbung nicht korrekt versteuert zu haben. Der kündigt Einspruch gegen den Bescheid an und ist sich keiner Unregelmäßigkeit bewusst.

Der Verband hatte schon mit Nachforderungen und der Aberkennung der Gemeinnützigkeit gerechnet und vorsorglich Rückstellungen gebildet. Insolvenzgefahr bestehe in Folge der Nachzahlungen nicht. Der DFB befindet sich bereits im Rechtsstreit mit den Finanzbehörden. Vor dem Finanzgericht Kassel klagt der Verband gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für 2006. Damals ging es um 6,7 Mio Euro für die Durchführung einer WM-Eröffnungsgala, die der DFB nach Auffassung des Finanzamts zu Unrecht als Betriebsausgabe deklariert hat.
sportbuzzer.de, zdf.de

Zahl des Tages: 1,5 Mrd Menschen weltweit schauen WM-Final in Katar.

Zahl des Tages: Fast 1,5 Mrd Menschen weltweit haben das Final-Spiel der Fußball-WM in Katar vor einem Monat verfolgt, teilt die Fifa mit. Das entspräche rund 19 % der Welt­bevölkerung. Beim WM-Finale 2018 in Russland warn es 1,12 Mrd Menschen. In sozialen Medien gab es nach Angaben des Marktforschers Nielsen 93,6 Mio WM-Posts auf allen Plattformen.
fifa.com, sport1.de, n-tv.de

Ex-Tele-5-Chef Alberto Horta arbeitet jetzt für IMG Media.

Tele-Gym: Der frühere Tele-5-Chef und stell­vertretende Geschäfts­führer von Discovery Communications Deutschland, Alberto Horta, hat einen neuen Job beim Sport­rechte- und Medien-Unternehmen IMG Media. Als Senior Vice President und Managing Director ist er für die kommerzielle Strategie und den Vertrieb von Medien­rechten in der DACH-Region verantwortlich. Horta hatte Discovery nach 15 Jahren im Sommer 2022 verlassen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

kicker eSport und der Spezial-Vermarkter Pushfire machen gemeinsame Sache.

Kicker-Kooperation: Pushfire, Spezial-Vermarkter für die Millennial-Zielgruppe, übernimmt gemeinsam mit der Schwester-Agentur Player One die Vermarktung der Online-Marke kicker eSport. Dazu gehören die Auszeichnung "eFootballer des Jahres" sowie Formate bei Twitch. Ziel sei es, noch präziser jüngere Zielgruppen anzusprechen. Nicole Lange, Produktmanagerin E-Sport im Olympia Verlag, spricht von einer "strategischen Erweiterung, die nur logisch ist".
per E-Mail

Basta: Schwedens Handballer fahren für 300 Meter mit dem Bus.

Fußfaul? Die schwedischen Handballer fahren bei der WM mit dem Bus zu ihren Spielen, obwohl sie nur 300 Meter von der Halle entfernt wohnen. Schließlich müsse es TV-Bilder geben, auf denen die Spieler aus dem Bus steigen. Neu ist das für die Sportler nicht: 2022 mussten sie bei der EM in der Slowakei mit dem Bus fahren, obwohl sie im selben Gebäude spielten, in dem sie wohnten.
faz.net

Hör-Tipp: Kristina Vogel erzählt, wie sie Krisen und Herausforderungen überwindet.

Hör-Tipp: "Krisen oder Herausforderungen scheinen am Anfang immer unbewältigbar und der Berg zu groß", sagt Kristina Vogel im Spobis-Podcast "Sports, Careers & Pioneers". "Wenn man den Weg rübergegangen ist, stellt man dann aber fest: So hoch war er dann doch nicht." Die ehemalige Bahnrad-Sportlerin ist seit einem Trainings­unfall 2018 querschnitts­gelähmt und erzählt, dass es ihr hilft, "viele kleine Ziele" zu setzen, um Krisen zu überwinden.
sites.sponsors.de (46-Min-Podcast)

Nach saftiger Preiserhöhung: Verbraucherschutz bereitet eine Sammelklage gegen Dazn vor.

Sportliche Sammelklage: Der Verbraucher­zentrale Bundesverband will mit einer Musterfest­stellungsklage gegen die drastische Preiserhöhung des Sport-Streamers Dazn vorgehen. Seit August 2022 müssen Bestandskunden 29,99 Euro im Monat statt 14,99 Euro berappen. Der Verbraucherschutz hält die entsprechende AGB-Klausel für intransparent. Auf einer Website können betroffene Nutzer ihre Daten hinterlegen. Zu viel gezahlte Abo-Beiträge will der VBZV von Dazn für die Betroffenen zurückholen.
t3n.de, musterfeststellungsklagen.de, turi2.de (Background)

ProSieben setzt künftig auf mehr europäischen Football.

European Touchdown: ProSieben und die European League of Football verlängern ihre Zusammenarbeit bis einschließlich der Saison 2026. ProSieben Maxx zeigt ab dem 3. Juni zwei Spiele pro Spieltag am Sonntag, eins mehr als bisher. Das Finale am 23. September aus Duisburg sendet erstmals ProSieben, auch ran.de und Joyn Plus+ übertragen zum ersten Mal Live-Spiele. ProSieben rüstet sich damit für den Verlust der NFL-Rechte ab der Saison 2023/24 an RTL.
presseportal.de

Sporttotal angelt sich T-Mobile als Partner für US-Expansion.

Bewegungsmelder: Der Anbieter des Sportstreaming-Portals sporttotal.tv angelt sich T-Mobile als Partner für die Expansion in die USA. Das Medienhaus aus Köln gründet dazu ein Joint Venture namens Staidium, dass in den USA mit der Übertragung von Eishockey startet. Später sind Live-Streams weiterer Sportarten wie Basketball, Volleyball, Fußball, Baseball und Football geplant. Sporttotal installiert automatisierte Kameras in Sportstätten und streamt mittels künstlicher Intelligenz. In Deutschland arbeitet Sporttotal mit dem T-Mobile-Mutterkonzern Deutsche Telekom zusammen.
digitalfernsehen.de

Skirenn­läuferin Rosi Mittermaier, 72, ist tot.

Rosi Mittermaier, 72, ist tot. Die frühere Skirenn­läuferin ist am Mittwoch nach schwerer Krankheit "friedlich eingeschlafen", teilt ihre Familie mit. Ihren größten Erfolg feierte sie 1976 mit Doppel-Gold bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck. Nach ihrer aktiven Karriere präsentierte sie u.a. die Ski­gymnastik-Reihe Tele-Ski im Bayerischen Rundfunk, war als TV-Expertin im Einsatz, hat Bücher geschrieben und sich sozial engagiert.
br.de, sueddeutsche.de

Basta: Der Fifa-Boss, der Sarg und das Selfie.

Infantino Terrible: Fifa-Flegel Gianni Infantino knipst bei der Toten­wache für Fuß­ball-Legende Pelé ein Selfie von sich und einigen früheren brasilianischen Fuß­ballern. Unweit des Motivs liegt Pelés aufgebahrte Leiche. Jetzt kann Infantino sein umstrittenes State­ment zur Fußball-WM der Männer Ende 2022 noch um einen Punkt ergänzen: "Heute fühle ich mich pietätlos."
faz.net, bild.de, turi2.de (Background)

Fußball-Legende Pelé ist tot.

Pelé, 82, ist tot. Die brasilianische Fußball-Legende ist am Donnerstag in einem Krankenhaus in Sao Pãulo im Kreise seiner Familie gestorben. Die Fußball-Welt nimmt emotional Abschied: "Er machte Fußball zur Kunst", schrieb der brasilianische Fußball-Star Neymar. Franz Beckenbauer erinnert sich in einem Instagram-Post an seinen einstigen Mitspieler als jemanden, "der mit den Sternen spielte und immer auf dem Boden geblieben ist". Die Sportschau widmet Edson Arantes do Nascimento, wie Pelé mit bürgerlichem Namen hieß, einen Video-Nachruf.
sportschau.de (2-min-Video), spiegel.de (Neymar), sport1.de (Beckenbauer)

Zitat: Rewe-Chef Lionel Souque verteidigt Sponsoring-Ausstieg beim DFB.

"Mein Problem ist nicht der DFB, mein Problem ist die Entscheidung der Fifa und ihres Präsidenten Gianni Infantino. Nur habe ich mit der Fifa keinen Vertrag, ich kann nur beim DFB-Sponsoring ein Zeichen setzen."

Rewe-Boss Lionel Souque spricht im "Spiegel" über die Entscheidung, das DFB-Sponsoring nach dem Verbot der "One Love"-Binde zu beenden. Die Aktion habe Rewe "mehrere Millionen Euro gekostet". Dass es ihm nur um gute PR gegangen sei – der Vertrag wäre sowieso im Dezember ausgelaufen –, bestreitet Souque.
spiegel.de (€), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Thorsten Schröder geht mit Tom Junkersdorf auf die Langstrecke.

Hör-Tipp: "Für mich wäre es ein total merkwürdiges Gefühl in der 20-Uhr-'Tagesschau' ohne Krawatte aufzutreten", sagt Thorsten Schröder im Podcast von Tom Junkersdorf. In der Nacht lockert das ARD-Nachrichtenflaggschiff seinen Dresscode aber inzwischen. Schröder, der zwei Mal den Iron Man auf Hawaii absolviert hat, gibt außerdem Motivations-Tipps. Ihm helfe es, einen Schritt nach dem anderen zu machen und nicht an die gesamte Strecke zu denken, die er zurücklegen muss.
tomorrow.podigee.io (78-Min-Audio)

Fußball-Fan muss nach sexuellem Übergriff auf Reporterin für 18 Monate in Haft.

Urteil: Ein italienischer Fußball­fan, der TV-Moderatorin Greta Beccaglia während einer Live-Schalte auf den Hintern geschlagen hat, muss wegen sexueller Nötigung für 18 Monate ins Gefängnis. Der 47-Jährige muss zudem 10.000 Euro Wieder­gutmachung an die Reporterin zahlen sowie 5.000 Euro an die Gewerkschaft der italienischen Journalisten. Beccaglia will das Geld an eine Organisation für Frauenrechte spenden.
faz.net, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Argentinische Fans feiern ARD-Korrespondenten Matthias Ebert.

Video-Tipp: Vor lauter Freude über den WM-Sieg ihrer Mannschaft lassen argentinische Fans ARD-Korrespondent Matthias Ebert während einer Live-Schalte vor laufender Kamera hochleben. Das Video geht in Argentinien viral, sodass inzwischen auch argentinische Medien darüber berichten.
twitter.com (42-Sek-Video) via horizont.net, lanacion.com

“Kicker” zeigt sich mit WM-Reichweite zufrieden.

Gute Statistik: Das Fußballmagazin "Kicker" zieht nach der WM in Katar eine positive Bilanz: Die Reichweiten in den Sozialen Netzwerken, auf der News-Seite und in der App seien groß gewesen. Einen "absoluten Spitzenwert" von über 45 Mio Seitenaufrufen habe das Spiel zwischen Japan und Spanien in der Gruppenphase erreicht. Besonders auf Facebook seien die Klickzahlen überraschend angestiegen. Einen internen Rekord stellt ein Beitrag zu aufräumenden japanischen Fans auf, der bisher mehr als 7,2 Mio Nutzer erreicht hat. Das ZDF hatte zuletzt eine "durchwachsene" Bilanz gezogen.
meedia.de

Boris-Becker-Interview stößt auf verhaltenes Interesse.

Ex-Quoten-Star: Das "Sat.1 Spezial. Boris Becker" kommt mit rund 1,55 Mio Zuschauenden nur auf einen Marktanteil von 5,8 % und bleibt damit deutlich unter den Erwartungen. Die Nettoreichweite lag mit 5,2 Mio erheblich höher, doch die Sendung mit dem Ex-Tennis-Star konnte das Publikum nicht lange halten. Bei 14- bis 49-Jährigen sortiert sich Sat.1 damit hinter einer Wiederholung von "Joko & Klaas gegen ProSieben", "In aller Freundschaft" und "Bares für Rares" auf dem vierten Platz ein.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Boris Becker gibt im Sat.1-Interview den geläuterten Steuersünder.

Aufschlag in ein neues Leben? Ex-Tennisstar Boris Becker zeigt sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Haftentlassung als geläuterter Steuersünder und emotionaler Familienmensch. In einem tränenreichen Interview bei Sat.1 mit Moderator Steven Gätjen sammelt der ehemalige Tennisprofi mit einem Schuldeingeständnis in den Twitter-Kommentarspalten Sympathiepunkte. Becker liefert detaillierte Einblicke in seine Haftzeit im britischen Knast und spricht von Hunger und Morddrohungen hinter Gittern, aber auch von täglich dutzenden Unterstützer-Briefen, darunter auch von seinem einstigen Erzrivalen Michael Stich. Skurril: Becker sagt, er habe sich mit Richterfilmen auf den Prozess vorbereitet.

Der einstige Tennis-Star war im April zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er Vermögenswerte in seinem Insolvenzverfahren verschleiert hatte. Das mit 515.000 Euro üppig dotierte und von Sat.1 in Sachen Vermarktung international ausgeschlachtete Interview liefert Unterhaltungswert, abgesprochene Fragen und der erwartbare Druck auf die Tränendrüse   rufen aber auch Kritik hervor. "Großes Kino", attestiert etwa Focus Online und die "Süddeutsche Zeitung" überschreibt einen Artikel mit der treffenden Headline "Lernen mit dem Come-Becker". "Bild" und "Bunte" begleiten das Interview mit einem Live-Ticker und Stern.de sammelt "die wichtigsten Aussagen". Sport1-Newschef Julian Meissner resümiert bei Twitter: "Boris Becker gewinnt mit diesem Auftritt wieder deutlich an Respekt".
rnd.de, focus.de, sueddeutsche.de, stern.de, bild.de, bunte.de

Formel 1 geht gegen politische Botschaften ihrer Fahrer vor.

Statement-Boxen­stopp: Die Formel 1 wertet politische Botschaften ihrer Fahrer ohne vorherige Genehmigung künftig als Regel­verstoß. Aktionen wie von Sebastian Vettel, der 2021 beim Grand Prix in Ungarn ein T-Shirt in Regen­bogen­farben und der Aufschrift "Same Love" getragen hat, sind damit laut dem Weltverband Fia untersagt. Die Regelung gilt für "politische, religiöse und persönliche Äußerungen oder Kommentare".
faz.net

Zitat: Boris Becker war im Gefängnis nur “eine Nummer”.

"Im Gefängnis bist Du niemand. Du bist nur eine Nummer. Meine war A2923EV. Ich wurde nicht Boris genannt. Ich war eine Nummer. Und es interessiert sie einen Scheißdreck, wer Du bist."

Sat.1 sendet heute um 20.15 Uhr das erste Interview mit Boris Becker nach dessen Haftentlassung. Mit Steven Gätjen spricht die Tennislegende über die sieben Monate im Huntercombe-Gefängnis bei London.
presseportal.de

US-Investor kauft Fußballverein Olympique Lyon.

Zurück zum Olymp? Der US-Investor Eagle Football Holding übernimmt den französischen Fußball-Traditions­verein Olympique Lyon. Der Kaufpreis soll bei mehr als 800 Mio Euro liegen. Lyon hat von 2002 bis 2008 sieben­mal in Folge den französischen Meister­titel gewonnen, zuletzt aber den Anschluss an aktuellen Meister Paris St. Germain verloren. Die Frauen von Olympique Lyon haben dagegen in 15 der vergangenen 16 Spiel­zeiten die Meister­schaft geholt.
faz.net

Palais F*luxx sammelt über 27.000 Euro Spenden mit #KatarKontern ein.

Gut gekontert: Mit der Aktion #KatarKontern sammelt Palais F*luxx über 27.000 Euro an Spenden für die NGO Discover Football ein. Die Platt­form von Silke Burmester hat zusammen mit vielen Unterstützern pro WM-Tor 1 Euro gespendet. Nun sucht Burmester jemanden, der die Summe verdoppelt, damit "wenigstens die Frauen von der WM profitieren".
twitter.com, palais-fluxx.de, turi2.de (Background)

Quote beim WM-Finale liegt weit unter Vorturnieren.

Quoten-Abseits: Das WM-Finale zwischen Argentinien und Frankreich hat am Sonntag im Schnitt 13,86 Mio Zuschauerinnen vor den Bild­schirm gelockt, ein Markt­anteil von 53,6 % für das Erste. Damit liegt die Quote deutlich unter der des WM-Finales 2018 in Russland, das 21,45 Mio Menschen gesehen hatten. Auch an das EM-Finale der Frauen im Sommer mit rund 17,9 Mio Menschen kommt das Spiel in Katar nicht heran.
dwdl.de

Basta: Skisprung-Übertragung im Ersten beginnt mit einem Patzer.

Gestörte Verbindung: Die ARD-Übertragung des Skispringens aus dem schweizerischen Engelberg startet mit einer Live-Panne. Kommentator Tom Bartels, der sich wegen der Fußball-WM vom warmen Katar aus meldet, und der Studio-Experte Sven Hannawald können sich die ersten drei Minuten gegenseitig nicht hören. Kein Wunder: Hitze und Schnee vertragen sich schließlich nicht allzu gut.
bild.de, ardmediathek.de

CNN: Die Fifa gestattet keine Friedensbotschaft von Selenskyj vor dem WM-Finale.

Make Football, no Peace: Der Welt-Fußballverband Fifa verbietet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, vor dem WM-Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich eine Friedensbotschaft zu übermitteln, meldet CNN. Selenskyj will sich am Sonntag vor dem Anpfiff per Videolink dazuschalten. Derzeit würden noch Gespräche dazu laufen. Die Fifa ist bekannt dafür, Politisches und Sportliches strikt zu trennen – auch das Tragen der One-Love-Kapitänsbinde war nicht gestattet.
edition.cnn.com via rnd.de

TeamViewer und Manchester United einigen sich auf Ende des Sponsoring-Deals.

Team ohne Team: Der schwäbische Software-Anbieter Teamviewer steht vor dem Ende seines Haupt­trikot­sponsoring-Deals mit Manchester United. Beide Parteien vereinbaren, dass der englische Fußball-Club die Rechte zurück­kaufen und ander­weitig vergeben kann. Der kolportierte 50 Mio Euro pro Jahr schwere Deal hatte viel Kritik auf sich gezogen und die Bilanz sowie den Aktien­kurs des Unternehmens belastet.
faz.net

Basta: Silvio Berlusconi verspricht Fußball-Team “einen Kleinbus mit Prostituierten”.

Baller-Balla: Beim aktuellen Gerede um furchtbare Fußball-Funktionäre ging der Name Silvio Berlusconi etwas unter. Vielleicht verspricht er deshalb auf der Weihnachts-Feier seines Clubs AC Monza den Spielern – im Spaß, wie er im Nachhinein betont – einen "Kleinbus mit Prostituierten" für Siege gegen Juventus Turin oder AC Mailand. Schwer vorstellbar, warum sich manch deutscher Medien­konzern gegen Berlusconis Einfluss wehrt.
spiegel.de

Zitat: Béla Réthy verabschiedet sich vom Sportjournalismus.

"Ich bin gealtert mit euch, durch den Stress aber auch durch den Spaß."

Sportreporter-Legende Béla Réthy, 66, verabschiedet sich im Anschluss an das WM-Halbfinale Frankreich gegen Marokko nach 40 Jahren vom Sportjournalismus. Er begann als studentische Hilfskraft im ZDF-Archiv, seit 1991 kommentiert er Live-Fußballspiele.
turi2 – eigene Beobachtung

Dyn Media sichert sich Übertragungsrechte der Basketball Champions League.

Dribbelt nach Europa: Der 2023 startende Sport-Streamer Dyn Media erwirbt bis 2026 die Übertragungs-Rechte für die Basketball Champions League in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen von Ex-DFL-Chef Christian Seifert besitzt bereits die Rechte an der Basketball Bundesliga. Der Wettbewerb zwischen 32 europäischen Teams umfasst mehr als 170 Spiele.
meedia.de

“Süddeutsche”: Fifa zeigt TV-Bilder selektiv.

Heile Welt: Die Fifa zeigt von der WM ein einseitiges TV-Bild, beobachtet die "Süddeutsche". Während "gern und ausführlich" Wiederholungen von feiernden Fans oder jubelnden Spielern gezeigt würden, gebe es teilweise keine Wiederholung bei strittigen, "sportlich höchst bedeutsamen Momenten". Das TV-Weltbild verstärke so "die Verschleierung fragwürdiger Vorgänge". Die Fifa soll für die redaktionelle Auswahl der Bilder zuständig sein, bestätigt dies jedoch auf Anfrage nicht. Die Erstellung der Bilder übernimmt die Schweizer Produktionsfirma HBS. Abnehmer wie ARD oder ZDF sind in der Regel nur bei deutschen Spielen mit eigenen Kameras vor Ort.
sueddeutsche.de

DFB-Präsident Neuendorf räumt Kommunikations­fehler bei One-Love-Debatte ein.

One love, one Einsicht: DFB-Präsident Bernd Neuen­dorf räumt Kommunikations­fehler bei der Diskussion um die "One Love"-Kapitäns­binde ein, die die deutsche Mannschaft eigentlich bei der WM in Katar tragen wollte. Er hätte "eine verbindliche Aussage" der Fifa zu den Trage­regeln einfordern sollen und frage sich im Nachhinein, ob "es die richtige Entscheidung gewesen" sei, auf die Binde zu verzichten, um Sanktionen zu vermeiden.
br.de, turi2.de (Background)

Die Uefa verschiebt die Vergabe der Frauen-EM 2025.

Gut Ding braucht Weile: Der europäische Fußballverband Uefa will sich zwei Monate mehr Zeit für die Auswahl des Austragungsortes der Frauen-Fußball-EM 2025 nehmen. Anfang April 2023 soll nun die Entscheidung fallen. Die Uefa verlange den vier Bewerbern detailliertere Budgetvorschläge, um sich ein abschließendes Bild aller Kandidaturen machen zu können. Die Schweiz, Frankreich, Polen und ein Bündnis aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden sind im Rennen. Die diesjährige Europameisterschaft fand in England statt und hatte hierzulande ein hohes Interesse hervorgerufen.
t-online.de

Hör-Tipp: Oliver Kahn spricht über seine Depressionen im Podcast “Alles nur im Kopf”.

Hör-Tipp: "Mir schauten zwei Milliarden Menschen beim Versagen zu", spricht Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn im Podcast "Alles nur im Kopf" über seine jahrelange Depressionserkrankung und den damit einhergehenden Selbstzweifeln. Er habe "immer ein Symptom gespürt, dieses Ausgebranntsein". Insbesondere Buhrufe und Bananenwürfe der Fans in gegnerischen Stadien habe er als "erniedrigend" empfunden.
allesnurimkopf.podigee.io (69-Min-Audio), zeit.de