Initiative Profisport Deutschland bietet Städten und Gemeinden Zusammenarbeit bei Impfangeboten an.

Piks und Tor: Eine gemeinsame Initiative von Profiligen im Basketball, Eishockey, Fußball und Handball bietet Städten und Gemeinden Hilfe bei der Durchführung von Impfangeboten im Rahmen von Sportveranstaltungen an. Beteiligt sind u.a. die Deutsche Fußball Liga und Easycredit Basketball Bundesliga. Die Proficlubs sollen etwa Spiele oder Trainingseinheiten mit Impfungen verbinden, die Impfbereitschaft erhöhen und Anreize dafür schaffen.
dfl.de

Anna Kraft wird Sport-Moderatorin bei RTL.

Tatkräftige Verstärkung: RTL holt Anna Kraft, 35, als Sport-Moderatorin. Sie kommt von Eurosport, wo sie derzeit noch bei den Olympischen Spielen in Tokio zum Moderationsteam der "Medal Zone" gehört. Davor war sie auch für Sat.1, Sky und Sport1 im Einsatz. Bei RTL soll Kraft ab September die Uefa Europe League und die Uefa Europa Conference League bei TV Now moderieren.
rtl.de, turi2.tv (2-Min-Videofragenbogen Anna Kraft)

Debatte: Frauen sind in der Berichterstattung über Spitzensport unterrepräsentiert.

Viele Probleme: Der Frauenanteil im Sportjournalismus liegt bei nur 10 %, beklagt Alina Schwermer in der "taz". Durch den jahrzehntelangen Ausschluss von Frauen aus diversen Disziplinen sei eine "Machokultur" entstanden. Die führe dazu, dass "sich Texte über Frauensport kaum klicken, was wiederum Medien nicht dazu motiviert, sie zu schreiben". Männer würden stärker in "stereotyp aggressiven Sportarten" gezeigt, Frauen hingegen in kontaktlosen Disziplinen, die "bestimmte weibliche Körperbilder vermitteln".
taz.de

Bild des Tages: Vorbereitungen auf Skateboarding als Olympia-Disziplin.


Tokio Is a Halfpipe: Skateboarderin Lilly Stoephasius trainiert in Tokio für die heute eröffneten Olympischen Spiele. Die 14-jährige Berlinerin ist die jüngste deutsche Teilnehmerin bei den diesjährigen Spielen. In zwei Kategorien kann sie ihr Können beweisen: Park und Street. Ab dem 4. August findet der erste Wettkampf statt. (Foto: Christophe Gateau / Picture Alliance / dpa)
rbb24.de

Zitat: ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky nimmt Stellung zu Hasskommentaren.


"Viele Äußerungen sind einfach unerträglich. Alle, die solche Beschimpfungen posten, sollten sich mal überlegen, wie es ihnen gehen würde, wenn sie derartigen Beleidigungen ausgesetzt wären."

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bemängelt im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" fehlenden Respekt im Umgang mit Moderatorinnen. Er werde sich "immer schützend" vor "seine Leute" stellen.
stuttgarter-zeitung.de (Paid) via rnd.de

Die DFL befreit den Fußball-Spieler aus dem Logo – ein bisschen jedenfalls.


Player mit Kunststoff-Textur: Die Deutsche Fußball-Liga gewährt einen Vorab-Blick auf die On-Screen-Präsentation der kommenden, 59. Bundesligasaison. In Form eines 120-Sekunden-Clips mit den wichtigsten Änderungen – ein Leckerbissen für Fußball- und Screen-Design-Fans. Kreativdirector Thomas Markert erläutert die wichtigsten Änderungen: Der "Player", also der weiß/rote Spieler mit dem hohen Bein, emanzipiert sich ein wenig aus dem einengenden Logo und darf schonmal solo und einbeinig für die DFL stehen – ohne rotes Kästchen und Schriftzug DFL. Vor allem in Deutschland traut Markert dem Männchen dafür genügend Bekanntheit zu.

Mit dem aktuellen Neuauftritt verkünden Markert und die DFL den Abschied vom Flat-Design, das beim Rebrush 2017 noch angesagt war. Jetzt heißt das Motto: Abschied vom Abschied – 3D ist wieder da, aber "subtil und sanft", so Markert. Und mit optischer Textur, die zur Bundesliga passt: Gummi, Schaumstoff, Kunstharz oder Leder. Nur nicht Rasen. Bei den permanent eingeblendeten Spielständen heißt das neue Prinzip 3-Letter-Look. Statt SG Eintracht Frankfurt heißt es im laufenden Spielbetrieb nur noch SGE. Dafür sind die Vereinsfarben präsenter.

Die 59. Bundesliga-Saison startet morgen, Freitag, mit dem Zweit-Liga-Spiel Schalke-HSV (20.30 Uhr, im Free-TV bei Sat.1). Die 1. Liga startet am 13. August ebenfalls im Free-TV bei Sat.1 mit dem Klassiker Gladbach-Bayern.
turi2 – eigene Infos, youtube.com (120-Sekunden-Clip), turi2.de (Background Flat-Design)

Olympia-Organisatoren werfen Kreativdirektor wegen Holocaust-Witzen raus.

Disqualifiziert: Das japanische Olympia-Organisations­komitee entbindet Kentaro Kobayashi (Foto), Kreativ­direktor der Eröffnungs­feier, von seinen Aufgaben. Grund ist ein Video von 1998, in dem sich der Comedian über den Holocaust lustig gemacht haben soll. Das Programm der Eröffnungs­feier soll nun genau überprüft werden. Bereits im März war der vorherige Kreativ­direktor Hiroshi Sasaki zurückgetreten, weil er ein Plus-Size-Model als olympisches Schwein ins Stadion einschweben lassen wollte.
tokio.sportschau.de, faz.net

Hör-Tipp: Carli Underberg und Niko Glasmacher feiern “Bild”-Bundesliga-Rechte.

Hör-Tipp: Bei "Bild" "bringt es Bock", dass nicht nur für eine Plattform gearbeitet wird, sondern alle davon profitieren, sagt Niko Glasmacher (Foto), Managing Director Sports der "Bild". Die Bundesliga-Rechte seien eine "Traumkonstallation" und machten "Bild" zur ersten wirklichen 360-Grad-Marke, betont er gemeinsam mit "Bild"-Vize-Chefredakteur Sport Carli Underberg im "Sports Maniac Podcast".
sportsmaniac.de

ARD und ZDF sichern sich ab 2022/23 je Spielzeit 15 Partien des DFB-Pokals.

ard_zdf_150x150Offensive: ARD und ZDF sichern sich ab der Saison 2022/23 insgesamt 15 Partien des DFB-Pokals je Spielzeit. In der DFB-Pokal-Saison 2021/22 gilt letztmals die alte Regelung, dass 13 Partien im Free-TV gezeigt werden. Die neuen Rechtepakete sollen ab 2022 für vier Spielzeiten gelten, die Vereinbarung muss noch vom DFB-Präsidium abgesegnet werden.
tagesspiegel.de

Zitat: Wort & Bild-Verlagschef Andreas Arntzen über Werte im Sport.

"Leistungssport wird oft mit 'Siegen' und sportlichem Erfolg gleichgesetzt. Aber Sport lehrt uns andere Werte, wie Respekt, Anerkennung, Verbundenheit, Mitgefühl und Teamgeist."

Andreas Arntzen, Wort & Bild-Verlagschef sowie ehemaliger Hockey-Torwart, spricht im Interview mit der Deutschen Sporthilfe über körperliche Ertüchtigung zur Charakterbildung – was ihm heute auch im Management zugute kommt.
sporthilfe.de
(Foto Wort & Bild/Margaretha Olschewski)

Basta: Beach-Handballerinnen müssen Strafe zahlen, weil ihre Shorts zu lang sind.

Unter der Gürtellinie: Norwegens Beach-Handballerinnen müssen 1.500 Euro Strafe zahlen, weil sie bei der EM in Bulgarien anstelle von Bikini-Höschen etwas längere Sporthosen getragen haben. Die zuständige Kommission hatte das als "Fall unangemessener Bekleidung" bezeichnet, weil ihre Höschen nicht mehr als zehn Zentimeter Seitenbereite haben dürfen. Für Männer gilt die Bikini-Höschen-Pflicht übrigens nicht: Laut Regelwerk müssen sie Shorts tragen, die "nicht länger als 10 cm über dem Knie" enden.
stern.de, faz.net

Deutsche Olympia-Fußballer brechen Testspiel wegen rassistischer Beleidigung ab.

Rassismus im Fußball: Das Olympia-Team des DFB bricht sein Testspiel gegen Honduras fünf Minuten vor dem Ende ab. Das Team habe das Feld verlassen, weil der Verteidiger Jordan Torunarigha (Foto) von einem gegnerischen Spieler rassistisch beleidigt worden sei, teilen die DFB-Junioren bei Twitter mit. "Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, ist es für uns keine Option, weiterzuspielen", schreibt Trainer Stefan Kuntz.
twitter.com (Tweet DFB-Junioren), t-online.de

Lese-Tipp: Japan wird nicht richtig warm mit Tennisspielerin Naomi Osaka.

Lese-Tipp: Japan fremdelt mit seinem Tennis-Superstar Naomi Osaka, schreibt Felix Lill im "Spiegel". Grund sei vor allem das selbstbewusste Auftreten der 23-jährigen. In Japan würden Athletinnen als Entertainerinnen angesehen, die für die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und das Sponsoren-Geld dankbar sein müssten. Es herrsche die Erwartung "Halt die Klappe und spiel". Anfang Juni kündigte Osaka an, bei den French Open keine Pressekonferenzen mehr zu geben, weil Journalistinnen zu wenig Rücksicht auf die psychische Gesundheit der Sportlerinnen nehmen würden.
"Spiegel" 29/2021, S. 92 (Paid), turi2.de (Background)

Qatar Airways bestreitet Verhandlungen mit dem DFB.

Alles nur heiße Luft? Katar dementiert Verhandlungen der staatlichen Airline Qatar Airways mit dem DFB, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Es habe keine Gespräche über "Sponsoring oder sonstige Förderungen gegeben", teilt der katarische Botschafter mit. "Derzeit" ziehe man auch "nicht in Betracht, entsprechende Verhandlungen aufzunehmen". Die Fluggesellschaft sei jedoch vom deutschen Verband "mit einem derartigen Begehren kontaktiert" worden, das sie unbeantwortet gelassen habe.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte in der vergangenen Woche über eine anbahnende Kooperation berichtet – ein konkretes Dementi des DFB blieb aus: Der Verband gebe keinen Kommentar zu Gesprächen mit Partnern ab. Verbandsinterne Quellen belegen dagegen laut "Süddeutscher", dass schon "vor Monaten auf Geschäftsführer-Ebene der DFB-Dienste" zu diesem Thema berichtet wurde. Eine Werbepartnerschaft wäre brisant: Das WM-Gastgeberland 2022 steht für seine menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und wegen der Missachtung von Menschenrechten in der Kritik.
sueddeutsche.de, wuv.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: DFB-Interimspräsident Rainer Koch weist Lügen von DFL-Medienberaterin nach.

Fußball-Fight: DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat die langjährige DFL-Beraterin Susanne Jahrreiss der Lüge überführt, berichtet der "Spiegel". Kochs Vorwürfen nach hatte Jahrreiss das Beratungs­unternehmen Esecon, das die Sommer­märchen-Affäre untersucht, u.a. als "organisierte Kriminalität" bezeichnet. Die Beraterin hatte das bestritten, nun beweisen jedoch Chat-Verläufe mit Koch das Gegenteil.
"Spiegel" 29/2021, S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Die Olympischen Spiele entwickeln sich zum Test für Journalistinnen.

Ungebetene Gäste: Echter Journalismus wirkt bei den Olympischen Spielen in Tokio wie ein Nebenprodukt, schreibt Thomas Hahn in der "Süddeutschen". Nicht alle Verantwortlichen würden verstehen, dass die Berichterstattung mehr sei als "bunte Bilder mit Jubel und künstlicher Aufregung zu unterlegen". Hahn findet es fraglich, ob der Infektionsschutz als Vorwand genutzt werde, um "oberflächliche Olympia-PR" zu betreiben. Kritiker würden u.a. bemängeln, dass Journalistinnen sich nach 14 Tagen nicht aus ausgewiesenen Olympia-Zonen herausbewegen und frei recherchieren dürfen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Das IOC kann bei den Olympischen Spielen mehr gewinnen als Japan.

Glück im Unglück: Das IOC profitiert stärker vom Stattfinden der Olympischen Spiele als Japan, berichtet Reuters. Das Komitee habe noch mehr von seiner Versicherungssumme übrig, da es anders als die Veranstalter nicht gegen ein Verschieben der Spiele versichert ist. 90 % seiner Olympia-Einnahmen fließen an Unterorganisationen in den Ländern, die den globalen Sport stützen. Die ausbleibenden Ticket-Einnahmen treffen das Gastland, das IOC streicht dafür Sponsoring- und TV-Gelder ein.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Japan fürchtet Cyber-Angriff auf Olympische Spiele.

Hack der Ringe: Ein Cyber-Angriff auf die Olympischen Spiele in Tokio ist nach Einschätzung des IT-Sicherheits­beraters des Japanischen Olympischen Komitees unvermeidlich, berichtet ARD-Korrespondent Thorsten Iffland. Japan sei, was Cyber-Sicherheit angeht, "auf dem Stand eines Entwicklungs­landes". Die größte Blamage wäre ein erfolgreicher Cyber-Angriff auf die Eröffnungs­feier.
tagesschau.de

“Playboy” wird Sponsor des DTM-Teams HRT.

Playboy kehrt nach drei Jahren Abstinenz in den Motorsport zurück: Das Männer-Magazin sponsert in der DTM das Haupt Racing Team des Münchner Unternehmers und Rennfahrers Hubert Haupt. Beim Rennen am Nürburgring sitzt Haupt erstmals seit knapp 20 Jahren wieder selbst am Steuer und fährt einen Mercedes-AMG GT3 im schwarz-weißen "Playboy"-Design. In der Vergangenheit war der "Playboy" bereits Partner der DTM-Teams von Audi Sport und Opel.
playboy.de

Basta: Südkorea erlaubt nur noch langsame Musik im Fitnessstudio.

Neue Fitness-Formel: Südkorea sagt dem Coronavirus im Fitnessstudio den Kampf an – mit langsamer Musik. Künftig laufen beim Gruppensport nur Songs mit weniger als 120 Beats pro Minute. Behörden wollen so verhindern, dass Sportlerinnen zu schwer atmen oder andere Besucherinnen elegant mit Schweißperlen benetzen. Damit sich auch wirklich niemand überanstrengt, funktionieren auch Laufbänder nur noch mit einer Geschwindigkeit von bis zu sechs Stundenkilometern.
reuters.com

MDR und RBB sichern sich Senderechte an der Fußball-Regionalliga Nordost.

Sport frei: MDR und RBB zeigen die Regionalliga Nordost auch in den kommenden vier Spielzeiten im Fernsehen. SportA, die Sport-Rechteagentur von ARD und ZDF, konnte sich mit Ostsport TV, dem künftigen Produzenten aller Spiele, auf einen langfristigen Vertrag bis zur Saison 2024/25 einigen. Der MDR kann so auch weiter u.a. Livespiele über seine Marke "Sport im Osten" senden.
presseportal.de

Olympia-Organisatoren in Tokio drohen finanzielle Ausfälle durch fehlende Zuschauerinnen.

Geldsorgen: Die Organisatoren der Olympischen Spiele könnten wegen den fehlenden Zuschauerinnen auf den Einnahmeausfällen sitzen bleiben. Das Organisationskomitee in Tokio habe die Versicherungssummen größtenteils schon für die Kosten der Verschiebung in das Jahr 2021 aufgebraucht, schreibt Reuters. In der vergangenen Woche hatten die Veranstalterinnen aufgrund steigender Corona-Zahlen beschlossen, keine Fans zuzulassen.
reuters.com via welt.de, turi2.de (Background)

Sport1 macht “Doppelpass” zum Wanderzirkus.

Sport1 geht mit seinem Fußball-Talk Doppelpass auf Deutschland-Tour. An 16 Terminen lädt Moderator Thomas Helmer zusammen mit prominenten Gästen zur "unterhaltsamen Zeitreise" samt "Geschichten fürs Fußballherz". Auftakt ist am am 11. August in Mainz, Abschluss Ende November in Frankfurt. Die günstigsten Tickets kosten rund 30 Euro, das VIP-Ticket schlägt mit über 90 Euro zu Buche.
sport1.de

EM-Finale Italien – England beschert ZDF fast 21 Mio Zuschauerinnen.

EM-Finale lockt in Deutschland 20,9 Mio Menschen vor den Fernseher, über 2 Mio mehr als beim EM-Finale 2016. Das ZDF erzielt mit der Final-Partie Italien gegen England einen Marktanteil von 64,4 % beim Gesamtpublikum, bei den 14- bis 49-Jährigen sind es mit rund 7,7 Mio Zuschauerinnen sogar gut 72 %. Nicht mitgezählt sind alle Fans, die das Spiel im Stream, bei Magenta TV oder bei Public Viewings verfolgt haben.
dwdl.de, quotenmeter.de

Basta: “Welt” erklärt England vorschnell zum EM-Sieger.

Torschusspanik: Bei der "Welt" hat der zuständige Sport-Nachtdienst offenbar Angst, die Eilmeldung vom Europameister nach allen anderen zu verkünden. Blöderweise verschickt er die falsche Vorlage. Während nach einem spannenden Elfmeterschießen Europa Italien als EM-Sieger feiert, ist in der Welt der "Welt" plötzlich keine Rede von "It's coming Rome", sondern England Europameister.
twitter.com


Fußballfans versuchen vor dem EM-Finale, ins Wembley-Stadion zu stürmen.

Eigentor: Vor dem EM-Finalspiel zwischen England und Italien haben Fans am Sonntag versucht, an den Einlasskräften im Wembley-Stadion vorbeizukommen. Es soll sich um rund 100 Menschen gehandelt haben. Die Uefa bestätigt, dass Fans über die äußeren Sicherheitszäune gelangt seien, sich aber keinen Zugang zum Innenbereich verschaffen konnten.
sportbuzzer.com, spiegel.de

Debatte: Männer und Frauen bekommen als EM-Kommentierende ähnlich viel Hass ab.

Unentschieden? Männer und Frauen haben bei ihrem Job als EM-Expertinnen ähnlich stark Kritik einstecken müssen, schreibt Andreas Hartmann im "Freitag". Die sozialen Medien seien allerdings mit Hasskommentaren "explodiert", als z.B. Kommentatorin Claudia Neumann (Foto) und Fußball-Weltmeisterin und Expertin Ariane Hingst beim ZDF in Erscheinung traten. Hartmann hebt für seine Wertung noch "Sportclub"-Moderatorin Esther Sedlaczek hervor, die Co-Moderator Micky Beisenherz in der ARD "locker wegmoderiert" habe. Hartmanns Fazit: Bei der Berichterstattung siegen die Frauen im Fernsehen knapp.
freitag.de, turi2.de (Background)

Basta: Klassische Fußball-Mannschaftsfotos haben ausgedient.

Bild dir deine Mannschaft: Bundesligisten wie Union Berlin und Bayer Leverkusen schaffen das traditionelle Mannschaftsfoto ab, beobachtet "Bild". Künftig müssen digitale Collagen herhalten, weil die klassischen Fotos zu schnell veralten. Erfahrene Fußball-Fans helfen beim Bilder-Basteln sicher gerne aus: Der nächste Photoshop Philipp ist bekanntlich nie weit weg.
bild.de (Paid)

“Süddeutsche Zeitung”: DFB in Verhandlungen mit Qatar Airways.

Fragwürdige Kooperation: Der DFB verhandelt laut "Süddeutscher Zeitung" über eine Partnerschaft mit Qatar Airways, der staatlichen Airline des kommenden WM-Gastgebers Katar. DFB-Marketingchef Holger Blask will die Gespräche nicht kommentieren. Die Lufthansa war seit 2005 Sponsor des DFB und hatte die Spieler zu Länderspielen und Turniere geflogen – bis zur Corona-Krise kostenfrei. Seit kurzem ist jedoch die litauische Chartergesellschaft Klasjet mit dem Spieler-Transport beauftragt, deren Flüge sollen deutlich günstiger sein. Die internationale Transportgewerkschaft wirft Klasjet Dumping-Löhne bei ihrem Kabinenpersonal vor.

Katar steht wegen der miserablen Arbeitsbedingungen für seine Gastarbeiterinnen in der Kritik. Im März hatte die deutsche Nationalmannschaft mit einer Aktion darauf aufmerksam gemacht, vor einem WM-Qualifikationsspiel trugen die Spieler T-Shirts mit der Aufschrift "Human Rights", Menschenrechte. Der jüngst aus der Nationalelf zurückgetretene Toni Kroos etwa hatte zuletzt u.a. die Lage von Homosexuellen im Emirat angeprangert.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de (Background), tagesschau.de (Background Katar), Foto: ActionPictures/Imago

Zahl des Tages: Ticketbörse vertickt EM-Finalkarten für 63.000 Euro.

Zahl des Tages: Happige 54.000 Pfund, umgerechnet 63.000 Euro, kosten EM-Finaltickets bei der Ticketbörse "Ticombo". Das ist rund 180-mal so viel wie die Final-Karte ursprünglich gekostet hat: 345 Euro. Seit vergangener Woche sind die offiziell von der Uefa angebotenen Tickets vergriffen. Am Sonntag steigt im Wembley-Stadion das historische EM-Finale zwischen England und Italien.
dailymail.co.uk via bild.de

NFL macht Audio-Talks nun bei Twitter Spaces statt bei Clubhouse.

Fremdhören: Die US-Football-Liga NFL wird ihrem bisherigen Audio-Partner Clubhouse untreu und verpflichtet sich, in der Saison 2021 insgesamt 20 Audio-Räume bei Twitter Spaces zu veranstalten. Geplant sind etwa Diskussionen mit aktiven Spielern oder Nachwuchs­talenten. Ein Clubhouse-Sprecher sagt auf Nachfrage von The Verge, es gebe eine "fortbestehende Beziehung" mit der NFL.
theverge.com

Olympische Spiele in Tokio finden ohne Publikum statt.


Bunte Ringe, leere Ränge: Die Olympischen Spiele in Tokio finden ohne Zuschauerinnen statt. Das haben die Veranstalterinnen nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee am Donnerstag beschlossen. Zuvor hatte die japanische Regierung zum vierten Mal den Corona-Notstand aufgrund kontinuierlich steigender Fallzahlen ausgerufen. Eigentlich sollten bis zu 10.000 heimische Fans zu den Wettkämpfen erscheinen dürfen. Fans aus dem Ausland sind schon seit März nicht mehr vorgesehen. Die Inzidenz in Tokio liegt aktuell bei 30.

IOC-Präsident Thomas Bach hat bereits vor Beginn der Beratungen von einer schweren Entscheidung gesprochen. Die Regierung hat die Maßnahmen zunächst bis zum 22. August erlassen, die Spiele finden zwischen 23. Juli und 8. August statt. Die Paralympics starten hingegen am 24. August, sodass sie möglicherweise vor Publikum stattfinden können. Der traditionelle Fackellauf fällt in Folge der Einschränkungen größtenteils flach.
faz.net, br.de

Zitat: Julia Metzner wünscht sich weniger Frau-Mann-Denken im Sportjournalismus.

"Es wäre mir lieber, wenn weniger Aufmerksamkeit aufs Geschlecht gelenkt würde."

EM-Final-Reporterin Julia Metzner hofft, dass die Frage nach männlichen oder weiblichen Journa­list­innen "beim nächsten großen Turnier" keine Rolle mehr spielt. Sie wird am Sonntag das EM-Finale für die ARD im Radio kommentieren – als erste Frau bei einem solchen Endspiel. Metzner unterstützt Quoten im Sport­journalismus.
digitalfernsehen.de

Zahl des Tages: 2 Tore befördern England zum ersten Mal ins EM-Finale.

Zahl des Tages: Geschichtsträchtige 2 Tore befördern England zum ersten Mal überhaupt ins EM-Finale. Die "Three Lions" setzten sich im Halbfinale in der Verlängerung mit 2:1 gegen Dänemark durch. Die "Zeit" nennt das Spiel "mittelprächtig, was aber zu erwarten war": England habe bei der EM bislang von seiner Kraft gezehrt, Dänemark von der Euphorie.
t-online.de, zeit.de

Der EM-Berichterstattung fehlt die Distanz, schreibt Imre Grimm.

Keine Punktlandung: Der Zustand der deutschen Nationalmannschaft weist Parallelen mit dem Sportjournalismus bei ARD und ZDF auf, schreibt Imre Grimm (Foto) beim RND. Verband und Sender würden u.a. mit "altbackenen Konzepten" den Eindruck erwecken, nicht mehr "mit letzter Leidenschaft bei der Sache zu sein". Er bemängelt auch die fehlende Distanz der Expertinnen: Ex-Fußballprofi Bastian Schweinsteiger habe teilweise wie der "Pressesprecher des DFB-Teams" gewirkt. Grimm wünscht sich von den Öffentlich-Rechtlichen "mehr '11 Freunde', weniger 'Sport Bild'".
rnd.de

ARD verwarnt Bastian Schweinsteiger wegen Schleichwerbung.

Gelbe Karte: Die ARD klärt den Schleichwerbe-Vorwurf gegen den Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger mit einer Verwarnung. Der Sender habe dem TV-Experten und seinem Management "sehr deutlich gemacht, dass die ARD gemäß ihrer Richtlinien keine Form von Schleichwerbung und nicht kenntlich gemachter Produktplatzierung ihrer Protagonisten duldet", sagt eine WDR-Sprecherin. Am Abend tritt Schweinsteiger wie geplant wieder als TV-Experte an der Seite von Jessy Wellmer auf. Bei seinem letzten TV-Auftritt hatte der frühere Bayern-Star eine auffällige Uhr getragen und in der Halbzeit-Pause mit einem Tweet dafür geworben.
t-online.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Uefa-Präsident Aleksander Čeferin herrscht prunklos, aber nicht unbeeinflusst.

Lese-Tipp: Uefa-Präsident Aleksander Čeferin ist trotz seiner zurückhaltenden Art "kein besonders beliebter Sportfunktionär", schreibt Günter Klein im "Freitag". Der Karate-Schwarzgurt und Sahara-Abenteurer habe anfangs "cool" gewirkt. Nach fünf Jahren im Amt sei er noch immer ein "Unbekannter", doch stehe sichtlich "unter dem Einfluss der UEFA-Sponsoren".
freitag.de

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hertha-Investor Lars Windhorst.

Bafin hat Strafanzeige gegen den Hertha-Investor Lars Windhorst gestellt. Es soll um Unregelmäßigkeiten bei einer seiner Firmen gehen, berichtet "Spiegel" und beruft sich auf die "Financial Times". Die Anzeige betreffe das in Luxemburg ansässige Unternehmen Evergreen Funding. Weshalb genau die Bafin Strafanzeige gestellt hat, ist noch nicht bekannt. Windhorst bestätigt in einem Tweet, dass die Ermittlungen bereits seit Mai laufen.
spiegel.de, ft.com (Paid), twitter.com (Tweet Windhorst), turi2.de (Background)

Regenbogenfahnen-Streit: Dänemark widerspricht Darstellung von Uefa.

Farben-Fehde: Der dänische Verband weist die Darstellung der Uefa im Streit um eine Regenbogenfahne beim EM-Viertelfinale in Baku zurück. Auf Fotos war zu sehen, dass zwei Ordner mit dänischen Fans diskutierten – deren mitgebrachte Regenbogenfahne war daraufhin verschwunden. Laut Uefa sei der dänische Anhänger "stark betrunken" gewesen und habe Ärger mit lokalen Fans gehabt. Die DBU kündigt an, zur Untersuchung zu dem Zwischenfall beizutragen. Man habe Mitarbeitende in der Nähe des Vorfalls gehabt und teile die Ansicht der Uefa "überhaupt nicht".
faz.net, turi2.de (Background)