Adidas-Chef fordert von der Politik mehr Engagement bei der Digitalisierung.

Adidas: Die deutsche Politik verschläft die Digitalisierung, kritisiert Adidas-Chef Kasper Rorsted im "Welt"-Interview, das er im Trainingsanzug gibt. "Vielleicht haben sie es nicht für nötig gehalten", sagt Rorsted mit Blick auf die Politiker, die "wenig" im Netz aktiv seien. Beim Fußball wünscht sich der Adidas-Chef mehr Qualität statt Qualität. Irgendwann seien die Fans von der Anzahl der Spiele übersättigt.
welt.de (Paid)

Ex-"Mopo"-Sportchef Matthias Linnenbrügger wechselt zur PR-Agentur More than Sports.

Seitenwechsel: Matthias Linnenbrügger heuert bei der PR-Agentur More than Sports an, die unter anderem den Basketball-Bundesligist Hamburg Towers und Austria Klagenfurt aus Österreichs zweiter Fußball-Liga betreut. Er kommt von der "Hamburger Morgenpost", wo er zuletzt Sportchef war. Sein Abgang dort wurde bereits Anfang der Woche bekannt.
kress.de, turi2.de (Background)

Mats Hummels startet mit seinem Bruder einen Podcast.

Podcast: Mats Hummels und sein Bruder Jonas starten "Alleine ist schwer". Alle zwei Wochen sprechen der Ex-Fußball-Nationalspieler, der kommende Saison wieder für Borussia Dortmund spielt, und sein Bruder, der nach seinem Karriereende als Experte für Dazn tätig ist, über verschiedene Sportthemen. Die erste, rund einstündige Folge ist seit heute online.
welt.de, open.spotify.com (Podcast bei Spotify), podcasts.apple.com (Podcast bei iTunes)

Einigung: Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel geht nicht zurück zum ZDF.

ZDF und Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel einigen sich außergerichtlich – Grindel verzichtet auf sein vermeintliches Rückkehrrecht. Grindel war von 1992 bis 2002 Journalist beim ZDF, bevor er für die CDU in den Bundestag ging. Nach seinem DFB-Rücktritt wollte er vom Abgeordnetengesetz Gebrauch machen und zum ZDF zurückkehren.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Der DFB will seine Spielerinnen nicht zu aufmüpfig.

DFB: Der Fußballbund versucht Interviews seiner Nationalspielerinnen glattzubügeln, um selbst nicht zu sehr in die Kritik zu geraten, schreibt Thilo Komma-Pöllath. Er berichtet aus eigener Erfahrung, bei der die Kritik von Spielführerin Alexandra Popp von der Forderung nach Gleichbehandlung mit den Männern auf den Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit heruntergekocht worden sei. Eine ähnliche Erfahrung habe auch die "FAZ" bei einem Gespräch mit Torhüterin Almuth Schult gemacht, sich aber letztlich gegen den DFB durchgesetzt. Die Sponsoren werben derweil im Umfeld der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft forsch mit der Forderung nach Gleichberechtigung.
journalist-magazin.de

"tz": Hintertür-Forderung von BMW ließ Deal mit Bayern München scheitern.


Abseits: BMW hat sich beim Sponsoring-Deal mit dem FC Bayern München selbst ins Aus geschossen, berichtet die "tz". Der Autobauer habe einen Tag vor Vertragsunterzeichnung ein Hintertürchen in den Vertrag einbauen wollen und den Deal somit selbst torpediert. Der FCB hat die Gespräche über ein Sponsoring ab 2025 bekanntermaßen wegen "fehlender Vertrauensbasis" abgesagt.

Nun fordert der Verein nun laut "FAS" 20 Mio Euro von BMW, da ein Vorvertrag bereits unterzeichnet gewesen sei. Der im Anschluss mit Audi abgeschlossene Vertrag bringe weniger ein als die mit BMW vereinbarten 800 Mio Euro, wofür btw nun zur Kasse gebeten werden soll.
tz.de via horizont.net, turi2.de (Background)

Bei Sky dreht sich das Personalkarussell weiter, beobachtet Kai-Hinrich Renner.

Sky: Die Trennung von Kommunikationschef Ralph Fürther und Sportchef Roman Steuer ist nur die Spitze des Eisberges, schreibt Kai-Hinrich Renner. Auch Mitarbeiter des gehobenen und mittleren Managements würden gehen, die Zahl liege "im unteren zweistelligen Bereich". Renner vermutet, Hintergrund sei - trotz Dementi seitens des Senders – wohl das Sparprogramm der Konzernzentrale.
morgenpost.de (Paid), turi2.de (Background)

Lars Windhorst investiert massiv in Fußballclub Hertha BSC.


Es wird immer Hertha: Der schillernde Investor Lars Windhorst steckt 125 Mio Euro in den Berliner Bundesliga-Club Hertha BSC. Seiner Beteiligungsgesellschaft Tennor gehören damit 37,5 % des Vereins, berichten Isabell Hülsen und Henning Jauernig im "Spiegel". Windhorst will nichts Geringeres als Hertha BSC "zu einem echten Big City Club" machen – nach Vorbild von Real Madrid oder Arsenal London. Kommende Saison will Windhorst für weitere Millionen auf 49,9 % aufstocken. Es ist laut "Spiegel" der größte Finanzdeal der Bundesliga-Geschichte.

Windhorsts Firma Tennor sammelt Geld bei Superreichen ein und investiert international in Dessous, Werften und südafrikanische Minen – und nun eben in Sport-Entertainment. Windhorsts Karriere startete mit Startup-Gründungen im Alter von 16 Jahren, mit Ende des Neuen Marktes brachen seine Geschäfte zeitweilig zusammen. Jetzt nutzt er die Gunst der Stunde: Hertha BSC hatte Ende 2018 Anteile vom Investor KKR zurückgekauft und war seitdem alleiniger Herr im Hertha-Haus. (Fotos: Nordphoto, Klaus-Dietmar Gabbert / Picture Alliance; Montage: turi2)
spiegel.de

Bundesliga verzeichnet zweithöchsten Ticket-Absatz ihrer Geschichte.

Fußball-Bundesliga verbucht in der Saison 2018/19 mit 18.885.620 Eintrittskarten, inklusive Ehren- und Freikarten, den zweithöchsten Ticket-Absatz ihrer Geschichte. Nur 2016/17 waren es mit 19.049.362 Tickets noch mehr. In der 1. Liga ging der Ticket-Absatz um 2,6 % zurück, in der 2. Liga stieg er um 8,6 %. Wie viele der abgesetzten Tickets bezahlt waren, sagt die DFL nicht.
dlf.de

135 Mio Euro für drei Spielzeiten: Die ARD zahlt künftig mehr für den DFB-Pokal.


Hohe Rückennummer: Die ARD lässt sich die Übertragungsrechte für den DFB-Pokal künftig mehr kosten. Der "Spiegel" zitiert aus einem vertraulichen Papier, wonach der Preis um 8 Mio auf 135 Mio Euro für die drei kommenden Spielzeiten bis 2022 steigt. Zu den Gebühren hinzu kämen pro Saison weitere 1,4 Mio Euro als Zuschüsse für die Produktionskosten. Laut ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky haben alle zuständigen Gremien zugestimmt. Zu den Details wolle sich Balkausky aus rechtlichen Gründen nicht äußern.

Laut dem Papier darf die ARD neun Live-Spiele im Free-TV zeigen, darunter die Halbfinale und das Finale. Auch die Rechte an den Spielen der Frauen seien Teil des Deals. Neben der ARD halten auch Sky und Sport1 Rechte für TV-Übertragungen. Sky hat die exklusiven Pay-TV-Rechte, Sport1 halte nachrangige Live-Spiel-Lizenzen.

In der "Spiegel"-Vorabmeldung und wohl auch in der gedruckten Ausgabe ist von jeweils zwei Spielzeiten, den "Saisons 2019/20 und 2021/22" und den "beiden Spielzeiten davor" die Rede. Der "Spiegel" hat den Fehler gegenüber turi2 telefonisch korrigiert.
"Spiegel 26/2019", S. 59 (Paid)

"Bild"-Gruppe startet Beteiligungsprogramm B4Sports und investiert in isralisches Startup.

Bild-Gruppe beteiligt sich am israelischen Startup Tokabot. Die Firma entwickelt Technologie zur Interaktion mit Fans und zur Monetarisierung von Sport und Unterhaltung. Das Investment ist Teil des Beteiligungsprogramm B4Sports, mit dem "Bild" und "Sport Bild" neue Geschäftsmodelle finden wollen. Die Investments erfolgen in Geld- oder Media-Leistungen.
axelspringer.com

Zitat: Rainer Schaller wollte mit McFit von Anfang an Marktführer in Europa werden.

"Ich wollte der Aldi der Fitness-Branche werden und die Nummer 1 in Europa. Ich hatte keine Ahnung, wie ich da hinkomme."

McFit-Gründer Rainer Schaller sagt im Orange-Interview, dass er sein Fitness-Imperium von der ersten Filiale an zur Kette ausbauen wollte. Einen PLan hatte er dafür nicht, sein Erfolgsrezept: "Ich habe einfach angefangen."
handelsblatt.com

Meinung: E-Sports-Publikum ist jung und nicht kommerzkritisch.

Hör-Tipp: E-Sport braucht das klassische Fernsehen nicht, um seine Zielgruppe zu erreichen, sagt Jung-von-Matt-Manager Carl Kuhn im "Horizont"-Podcast mit Giuseppe Rondinella. TV könne für die Tastatur-Athleten aber neue Zielgruppen erschließen. Sponsoren sind bei Spielern und Fans nicht nur willkommen, gelegentlich würden sie auch frenetisch bejubelt. In Sachen Doping- und Cheat-Kontrolle seinen die Veranstalter inzwischen ähnlich streng wie bei klassischen Sportarten.
soundcloud.com (48 Min)

DFB: Textroboter verfassen Amateur-Berichte für Fussball.de.

DFB lässt Textroboter ab der Saison 2019/2020 automatisch Vor- und Nachberichte zu Spielen der Amateurligen generieren. Die Berichte sollen im Männer-, Frauen- und älteren Jugendbereich auf Fussball.de laufen. Verlage können die Roboter-Spielberichte für ihre Medien kaufen. Für die Online-Auftritte der Vereine sollen sie in einem nächsten Schritt kostenlos verfügbar werden.
dfb.de

Zitat: Für Martin Noé ist Jürgen Klopp ein Manager-Vorbild.

"Ich glaube nicht, dass man ein perfekter Finanzchef wird, wenn man unsere Jürgen-Klopp-Story gelesen hat."

Martin Noé, Co-Chefredakteur beim "manager magazin", sieht Jürgen Klopp als Vorbild für Manager. Man könne sich von ihm abschauen, wie man motiviert oder ein Team führt. Deshalb habe es Kloppo auch auf den "mm"-Titel geschafft, erklärt Noé im "Wirtschaftsjournalist"-Doppelinterview mit Sven Oliver Clausen.
"Wirtschaftsjournalist" 3/2019 (ET 04.06.2019) via kress.de

turi2 edition #8: Katja Kraus über Höhen und Tiefen im Sportmanagement.


Führungsfrau mit Spaß am Ausprobieren: Katja Kraus kickte für die Nationalmannschaft und saß beim Hamburger SV im Vorstand – als erste Frau bei einem Bundesligisten. Heute leitet sie Jung von Matt/Sports, sitzt im Adidas-Aufsichtsrat und schreibt Bücher. Tatjana Kerschbaumer spricht für die turi2 edition #8 mit ihr darüber, warum Scheitern kein Selbstzweck ist und der Fußball eine Frauenquote braucht. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen PDF des Buchs ab Seite 78.