Zitat: Sportmarke Under Armour will bei den Großen mitspielen.

"Under Armour ist wie ein 18-Jähriger, der aufs College wollte, aber die Noten waren zu schlecht, deshalb musste er noch mal in ein Sommercamp. Jetzt aber sind wir bereit für das College und bereit für den Wettbewerb."

Patrik Frisk, CEO des Sportartikel-Herstellers Under Armour, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass man fortan "jung und furchtlos" mit den Großen spielen will: "Vor vier Jahren waren wir noch ein Niemand im Laufgeschäft, jetzt sind wir gut dabei."
sueddeutsche.de (Paid)

Meinung: Joshua Kimmich sendet mit seiner Impf-Entscheidung eine fatale Botschaft.

Impf-Debatte: Die Aussage von Joshua Kimmich (Foto), sich vorerst aus Sorge vor Langezeitfolgen nicht impfen zu lassen, ist als Botschaft fatal, schreibt Martin Schneider in der "Süddeutschen Zeitung". Der Bayern-Spieler profitiere nun vor allem von einer "kollektiven Anstrengung, ohne sich daran zu beteiligen": Würden alle so denken und handeln wie Kimmich, "käme man als Gesellschaft nie aus der Pandemie heraus".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Bayern-Spieler und “We-kick-Corona”-Gründer Joshua Kimmich Gründer ist noch nicht geimpft.

Doppelmoral? FC-Bayern-Spieler und Gründer der Initiative We kick Corona Joshua Kimmich steht in der Kritik, weil er sich noch nicht hat impfen lassen. Vorab hatte die "Bild" darüber berichtet. Er habe "persönliche Bedenken", was fehlende Langzeitstudien über mögliche Impf-Folgen angeht, sagt er Sky. Kimmich betont, kein Impf-Gegner und Corona-Leugner zu sein und sich an die Maßnahmen zu halten.
sportschau.de, sport1.de, bild.de

Uefa schreibt Vermarktungsrechte ab 2024/25 aus.

Uefa sucht ab der Saison 2024/25 erstmals seit drei Jahrzehnten einen neuen Vermarktungspartner, berichtet die "FAZ". Die Frist für die Abgabe von Angeboten ist mit nur vier Wochen relativ kurz, manche vermuten daher ein abgekartetes Spiel. Bisher liegen die Vermarktungs­rechte bei der Schweizer Agentur Team, Teil des Medienkonzern Highlight Communications, zu dem auch Sport1 und Constantin Film gehören.
faz.net (Paid)

England muss wegen Wembley-Randalen 100.000 Euro Strafe zahlen.

Rote Karte: Die Uefa sanktioniert den englischen Fußball-Verband FA wegen den Tumulten vor dem EM-Finale im Wembley-Stadion mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro. Zudem müssen zwei Spiele als Geisterspiele stattfinden, das zweite ist auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Fans hatten vor dem Endspiel am 11. Juli Absperrungen überwunden, es kam zu Prügeleien in den Gängen des Stadions.
kicker.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

DWDL: Vier Abgänge bei Sport1, darunter COO Daniel von Busse.

Ausgewechselt: Sport1-COO Daniel von Busse (Foto) verlässt den Sender Ende Oktober nach über acht Jahren, erfährt DWDL. Demnach sollen statt einer Nachfolgerin mehrere Mitarbeiterinnen seine bisherigen Aufgaben übernehmen. Chefreporter Florian Plettenberg geht etwas später, Ende 2021, und wechselt zu Sky. Zudem machen Social-Chef Daniel Grässle und Video-Leiter Sebastian Mittag die Biege.
dwdl.de

Philipp Klotz wechselt von Sponsors in die Selbstständigkeit.

Sucht neue Wettkämpfe: Geschäftsführer Philipp Klotz, 44, verlässt Sponsors zum 31. März 2022 und macht sich selbstständig. Marco Klewenhagen wird das Geschäft künftig alleine führen. Klotz stieg als Volontär bei der Plattform für Sportbusiness ein. Sponsors zu verlassen, sei "eine ganz persönliche Lebensentscheidung".
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie geht’s dem Profifußball, Philipp Klotz? (4/2020)

Zitat: FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer sieht den Verein als Vorbild für die Gesellschaft.

"Der FC Bayern ist ein Influencer, um es mal modern zu formulieren."

Der Präsident des FC Bayern Herbert Hainer sagt in der "Süddeutschen", der Verein hat eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Trotzdem will er Bayern-Spieler zur WM nach Katar schicken, weil durch "Diskussionen und Transparenz mehr erreicht wird als durch Blockade", sagt er.
sueddeutsche.de (Paid)

DTM und Formel E wechseln von Sat.1 zu ProSieben.

Spurwechsel: ProSiebenSat.1 verschiebt die Übertragungen von DTM und Formel E von Sat.1 zu ProSieben. Senderchef Daniel Rosemann lobt die "sehr gute Entwicklung" der Rennserien und erhofft sich von dem Sender-Wechsel "einen weiteren Impuls". ProSieben erreicht im Durchschnitt mehr junges Publikum, liegt beim Gesamt-Publikum aber deutlich hinter Sat.1.
presseportal.de, dwdl.de

Adidas und Uefa erweitern Kooperation.

Ladiedas: Adidas und Uefa bauen ihre Kooperation aus. Neben dem Sponsoring der Männer-EM 2024 gibt es nun auch eine bis 2025 angelegte Partnerschaft mit dem Uefa-Frauenfußball in sämtlichen Wettbewerben. Der Deal ist Teil der Bemühungen des Sport­artikel-Herstellers, stärker auf die weibliche Ziel­gruppe zuzugehen. In der Übertragung der UEFA Women's Champions League auf Dazn und YouTube tritt Adidas etwa als exklusiver globaler Sponsor auf.
horizont.net (Paid), presseportal.de

Zitat: Susanne Aigner braucht auf der Couch einen Sport-Spickzettel.

"Du brauchst schon einen eigenen Spickzettel, wenn du wissen willst, wo kommt am Freitag ein Bundesligaspiel, wo kommt es am Samstag, wo kommt es am Sonntag, wo kommt die Euro League, wo die Champions League."

Discovery-Deutschland-Chefin Susanne Aigner moniert im Podcast mit Christian Sprenger die unübersichtliche Fußball-Landschaft im TV. An großen Fußballrechten habe ihr Unternehmen kein Interesse mehr. Zu Discovery gehört u.a. der Sender Eurosport.
christiansprenger.tv (55-Min-Podcast) via digitalfernsehen.de

“Bild”: Frauen-Bundesliga könnte aus DFB ausscheiden.

Exit-Strategie: Die Frauen-Bundesliga könnte den Deutschen Fußball-Bund verlassen und nach DFL-Vorbild eine eigene Liga-Organisation gründen, berichtet "Bild". Ein entsprechender Antrag für den DFB-Bundestag im März liege vor. Befürwor­terinnen der Idee erhoffen sich durch den Schritt bessere Ver­marktungschancen und eine weitere Professio­nalisierung. Alternativ werde aber auch über eine Reform innerhalb der bestehenden Strukturen gesprochen.
bild.de (Paid)

Zitat: Jürgen Klopp betrachtet Corona-Impfung nicht als Freiheitsbeschränkung.

"Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot, betrunken zu fahren, auch eine Freiheits­beschrän­kung.“

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp vergleicht in einer britischen Medienrunde die Verweigerung der Corona-Impfung mit Alkohol am Steuer. Das Verbot sei "nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute, weil ich betrunken bin".
swr.de, theguardian.com

Zitat: Thomas Hitzlsperger erwartet keine negativen Reaktionen nach Coming-outs mehr.

“Das Gequatsche, man könne das als Spieler nicht riskieren, weil die Fans oder Sponsoren negativ reagieren könnten: Das ist nicht mehr zeitgemäß. Die Fans sind viel weiter.”

Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zeigt sich im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" überzeugt davon, dass ein Coming-out eines aktiven Fußballprofis heute nicht mehr auf allzu viel Gegenwind stoßen würde.
augsburger-allgemeine.de, faz.net (Zusammenfassung)

Fußball-Europameister und Südamerika-Sieger treten gegeneinander an.

Fußball-Freundschaft: Die Uefa und der süd­amerikanische Fußball-Verband Conmebol rufen einen neuen Wettbewerb ins Leben. Im Juni 2022 treten erst­mals der amtierende Europa­meister Italien und der Südamerika-Gewinner Argentinien gegeneinander an. Die Partie ist Teil einer erweiterten Partner­schaft beider Verbände, zu der u.a. auch Frauen­fußball und Jugend­arbeit gehören.
sportbuzzer.de, faz.net

Meinung: Der Deal mit dem BVB ist ein schwieriger Balanceakt für Sky.

Fehlende Distanz: Der Deal zwischen Sky und Borussia Dortmund ist ein schwieriger Balanceakt, schreibt Thomas Balbierer in der "Süddeutschen Zeitung" und fragt, ob die journalistische Unabhängigkeit des Senders darunter leiden wird. Der Deal werfe zudem ein Schlaglicht auf das Bestreben vieler Klubs, sich kritischer Berichterstattung durch eigene Kanäle zu entziehen.
sueddeutsche.de

Zitat: Ex-DFB-Präsident Fritz Keller ärgert sich über Stammtisch-Entscheidungen des Verbands.

"Es geht heute nicht mehr, dass irgendein Branchenfremder, der gewählt wird, Sachen entscheidet wie am Stammtisch. Beim DFB, beim größten Fußballverband der Welt, ist das immer noch so."

Nach seinem Abgang habe der DFB eine Kombination gefunden, "wo wieder nicht die Profis entscheiden, sondern diejenigen, die durch Hierarchien reingerutscht sind", sagt Ex-Präsident Fritz Keller bei Sky Sport News.
sport.sky.de (2-Min-Clip) via sport1.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet das System Sportwetten.

Video-Tipp: "Zapp" beleuchtet das System Sportwetten und lässt Betroffene zu Wort kommen, die den großen Fußball-Vereinen eine Mitschuld an ihrem Suchtverhalten geben: Da Anbieter z.B. oft direkt in Stadien von Clubs werben und deren Sponsoren sind, vertrauen Fans auf die Seriosität und Ungefährlichkeit der Wetten. DFL und DFB lassen eine kritische Anfrage von "Zapp" zum Thema unbeantwortet.
youtube.com (16-Min-Video)

Zitat: Toni Kroos beklagt eine “große Sensationsgeilheit” der Medien.

"Häufig wird ja gefordert, dass die Spieler nicht nur 'Wischi-Waschi' erzählen sollen. Aber wenn einer dann mal klar spricht, es aber nicht jedem passt, wird er auch schnell wie die Sau durch das Dorf getrieben."

Ex-Nationalspieler Toni Kroos sagt im T-Online-Interview, dass die "mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs immer extremer" werde: Kleine Dinge würden viel zu häufig zu groß gemacht.
t-online.de

“Bild am Sonntag”: DFB will WM im Zwei-Jahres-Rhythmus klar widersprechen.


Rote Karte für die Fifa: Der DFB wird sich bei seiner Präsidiums­sitzung am kommenden Freitag wohl klar gegen eine Fußball-Weltmeisterschaft im Zwei-Jahres-Rhythmus aussprechen, berichtet "Bild am Sonntag". Damit würde sich der deutsche Verband auf die Seite von Uefa-Chef Aleksander Ceferin schlagen, der entschieden gegen den Plan von Fifa-Boss Gianni Infantino (im Bild beim WM-Finale 2018 in Russland) ist. Offiziell hält sich der DFB im Streit der beiden Verbände bisher bedeckt. Der DFB befürchtet laut "BamS" die sportliche Abwertung der Europa­meisterschaft zu einem "besseren WM-Qualifikations­turnier", was auch negative, finanzielle Folgen hätte: Brachte der WM-Titel 2014 dem DFB einen Überschuss von 5 Mio Euro, bleibe dieser Betrag bei einer EM schon ab dem Viertelfinale hängen.

Ein Überangebot an Männer-Fußball könnte zudem das Interesse von TV-Sendern, Fans und Sponsoren an internationalen Frauen-Turnieren schmälern. Die Uefa Nations League stünde womöglich auf der Kippe. Uefa-Chef Ceferin hat der Fifa bereits mit europäischen Boykott gedroht, sollte die WM alle zwei Jahre stattfinden. Auch der südamerikanische Fußball-Verband Conmebol hat dem Fifa-Plan eine Absage erteilt, um seinen Copa América zu schützen. Bei DFB vermute man, so "BamS", Infantino wolle vor allem seine Verhandlungs­position gegenüber der Uefa verbessern, was die Klub-WM für Vereine betrifft. (Archivbild: Picture Alliance / SvenSimon / Frank Hoermann)
bild.de

Ralf Rangnick wird TV-Experte bei Dazn.

Dazn verpflichtet Ex-Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick als TV-Experten für die Champions League, seinen ersten Einsatz hat er am 29. September beim Spiel Bayern München gegen Dynamo Kiew. Zudem bekommt er eine eigene Show namens "Decoded", die Vereine u.a. auf Transfer­politik oder Nachwuchs­arbeit durchleuchten soll. Ragnick ist seit Sommer Geschäftsführer bei Lokomotive Moskau, davor war er Trainer u.a. bei Schalke 04, Hoffenheim und RB Leipzig.
t-online.de, bild.de

Bild des Tages: Sport unter speziellen Bedingungen – und trübem Himmel.

Limitiertes Vergnügen: Alljährlich und bei Ebbe treffen sich die Vertreterinnen zweier Segel- und Yachtclubs zu einem ganz besonderen Cricket-Match. Die Mitglieder, alle barfuß, frönen dem britischen Nationalsport auf einer Sandbank vor der englischen Südküste – auch bei graublauem Himmel statt Sonnenschein. Das Aufeinandertreffen endet, wenn die Flut kommt. (Foto: Andrew Matthews / AP / Picture Alliance)

Hör-Tipp: Nationaltorhüterin und TV-Expertin Almuth Schult über beruflichen Gegenwind.

Hör-Tipp: "Eine Frau hat nicht über Männerfußball zu reden", haben Funktionäre sie im Vorfeld ihres Engagements als ARD-Expertin wissen lassen, erzählt die deutsche Fußball-National­torhüterin Almuth Schult im Sport1-Podcast "Flutlicht" mit Mara Pfeiffer. Schult spricht auch über ihr Engagement für mehr Gleichberechtigung in der Initiative "Fußball kann mehr" und das Problem mit Worten wie "Frauenfußball".
sport1.de (64-Min-Audio)

Jürgen Klopp wird Werbegesicht von Nivea Men.

Überraschung: Ex-Dortmund-Coach Jürgen Klopp wird doch noch Nachfolger von Ex-DFB-Coach Jogi Löw – zumindest als Werbegesicht von Nivea Men. Das umtriebige Testimonial, nebenbei Trainer des FC Liverpool, hat für zwei Jahre unterschrieben. 2022 ist eine crossmediale Werbe­kampagne vorgesehen, zudem wollen sich die Partner gemeinsam sozial engagieren. Löw "wird der Marke erhalten bleiben", heißt es von Nivea.
beiersdorf.de

Meinung: Florian König ist “der Jan Hofer der RTL-Sportberichterstattung”.

Seriöser Fußball: RTL boulevardisiert und überemotionalisiert nicht bei seinen Fußball-Übertragungen, schreibt Peter Ahrens im "Spiegel". Der Stil von Moderator Florian König (Foto) und Live-Kommentator Marco Hagemann passe "in die neue Senderstrategie, sich ernsthafter, politischer, gediegener zu präsentieren als früher". König sei "demgemäß der Jan Hofer der RTL-Sportberichterstattung".
spiegel.de (Paid)

Online-Fußballmagazin FiDo will der “weibliche Kicker” werden.

Kickerin: Frauenfußball-Experte Michael Rappe, u.a. freier Sportjournalist der "Rhein-Neckar-Zeitung", bringt ein neues Online-Magazin für Frauenfußball heraus. "FiDo – Frauenfußball in Deutschland online" erscheint nach erfolgreichem Crowdfunding einmal wöchentlich jeden Dienstag und will der "weibliche Kicker" werden. Das Online-Magazin finanziert sich aktuell durch Abos.
per Mail, fido.media.de

Uefa-Chef Ceferin sieht WM-Plan der Fifa kritisch.

Zweifelhafter Zwei-Jahres-Modus: Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (Foto) äußert "große Bedenken", was die Idee der Fifa angeht, die Fußball-WM alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Aus einem entsprechenden Schreiben an Ronan Evain, den Direktor des Fan-Netzwerks "Football Supporters Europe" zitiert u.a. die "Sportschau". Die Sorgen der Fanorganisation seien im Hinblick auf mögliche Schaden für die nationalen und internationalen Fußball-Wettbewerbe "extrem berechtigt und wichtig".
sportschau.de, turi2.de (Background)

DFB-Kampagne wirbt fürs Impfen.

DFB startet eine Impf-Kampagne unter dem Motto "Schiri, ich hab' schon Gelb". Auf Plakaten, online und auf der Bande werben u.a. Manuel Neuer, Bundes­trainer Hansi Flick (Foto) und Bundes­trainerin Martina Voss-Tecklenburg, die statt einer gelben Karte ihren gelben Impfpass zeigen. Bei Länder­spielen stehen Impf-Busse am Stadion. Die Kampagne stammt von der Agentur BrinkertLück, die auch für die SPD wirbt.
wuv.de, dfb.de

RTL-Sportmoderatorin Anna Kraft macht ihre Erkrankung an Multipler Sklerose öffentlich.

Kostet Kraft: RTL-Neuzugang Anna Kraft macht sechs Jahre nach der Diagnose öffentlich, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist. Publik macht sie die Erkrankung jetzt, weil sie ebenfalls Erkrankten Mut machen und die Krankheit "nahbarer" darstellen wolle, sagt sie im RTL-Interview. Die Diagnose hatte sie erhalten, weil sie einen eingeklemmten Nerv im Rücken vermutet hatte und damit zum Arzt gegangen war.
bild.de, rtl.de

Bild des Tages: Kugelstoßer Niko Kappel holt bei den Paralympics Bronze.

Hat den Dreh raus: Der deutsche Kugelstoßer Niko Kappel zeigt volle Körperspannung, er scheint fast zu schweben, als er für einen Moment vom Boden abhebt. Live vor Ort sehen diese sportliche Höchstleistung nur wenige, denn coronabedingt dürfen auch bei den Paralympics keine Zuschauerinnen in das weite Rund des Olympiastadions von Tokio. Am Ende erringt der Gold-Medaillengewinner von Rio in der Klasse der kleinwüchsigen Athleten die Bronzemedaille. (Foto: Axel Kohring / Beautiful Sports / Imago Images)

Hör-Tipp: Trainerinnen fühlen sich nicht genug wertgeschätzt.

In der Dauerschleife: Viele Trainerinnen im deutschen Spitzensport müssen sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln und am Jahresende turnusgemäß arbeitslos melden, beklagt Holger Hasse im Deutschlandfunk. Der Präsident des Trainer-Bundesverbands sagt, die befristeten Verträge, eine zu geringe Entlohnung und fehlende gesellschaftliche Anerkennung machten den Job unattraktiv. Hasse appelliert an die Politik und den DOSB, sich des Problems anzunehmen.
deutschlandfunk.de (8-Min-Audio)

Debatte: Fußball-Clubs müssen ihr Geschäftsmodell erweitern.

Aufstiegschancen: Fußball-Clubs können sich längst nicht mehr ausschließlich auf den Sport konzentrieren, sagt eine Studie der HTW Berlin. Die Studie untersucht die Aktivität der Clubs in der Bundesliga-Saison 2019/20 u.a. hinsichtlich der Themen Entertainment, Gesundheit und Erholung. Fazit: Die Fußball-Clubs sind in 8,16 von 10 möglichen Lebensbereichen präsent, am besten schneidet Borussia Dortmund ab. Lediglich, wenn Clubs sich weiter externen Partnern öffnen, ließen sich "neue Ideen mit einer Ökosystemperspektive durchdenken", sagt Julian Kawohl von der HTW.
horizont.net (Paid)

Früherer IOC-Präsident Jacques Rogge, 79, ist tot.

Jacques Rogge, ehemaliger IOC-Präsident, ist im Alter von 79 Jahren gestorben, teilt das Internationale Olympische Komitee mit. Von 2001 bis 2013 leitete der Belgier den Dachverband, auf ihn folgte der Deutsche Thomas Bach. Rogge sei ein "vollendeter Präsident" gewesen und habe dazu beigetragen, das IOC zu modernisieren und umzugestalten, sagt Bach.
olympics.com via sueddeutsche.de

turi2 edition #15: Sat.1 versucht die Attacke mit Akku.


Strom im Blut: Die Rennserie Formel E ist nah am Zeitgeist – jung, urban, umweltschonend und trotzdem Spartensport. Die Extreme E setzt mit ihren abgelegenen Strecken noch einen drauf: Austragungsorte sind Senegal, Grönland oder Patagonien. Wie die Rennserie mit dem neuen TV-Partner Sat.1 auch medial die Pole Position erobern will, beschreibt Roland Karle in der turi2 edition #15. Weiterlesen…

Verbliebene Super-League-Clubs planen Lobby-Offensive gegen Uefa.

Diesmal subtiler: Die übrig gebliebenen Super-League-Gründer Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin wollen durch die Lobbyagentur Flint ihre Pläne wieder­aufleben lassen, berichtet der "Spiegel". Dafür solle die Uefa diskreditiert, ihr "missbräuchliches Monopol" angeprangert und Entscheiderinnen aus Politik und Medien gezielt beeinflusst werden, schreibt das Magazin unter Berufung auf das Konzept der Agentur. Flint verspricht jetzt ein Konzept, das "kugelsicher" gegenüber Super-League-Kritikerinnen sein soll. "Diskrete Veranstaltungen" sollen Entscheiderinnen u.a. in Politik und Journalismus von der Super League überzeugen und das Image ins Positive lenken.

Im April hatte Real-Präsident Florentino Pérez (Foto) verkündet, mit elf weiteren große europäische Clubs einen Konkurrenz-Wettbewerb zur Champions League zu gründen. Wegen starken Protests haben sich neun von ihnen in Rekord­tempo von den Plänen distanziert.
"Spiegel" 35/2021, S. 96 (Paid), turi2.de (Background)

RTL verkündet detaillierte Pläne für die Europapokalsaison 2021/22.

Gut Kick: Die Mediengruppe RTL gibt Details zur anstehenden Fußballsaison bekannt. Pro Spieltag der Europa League und der neuen Europa Conference League zeigen RTL, TV Now und Nitro acht Matches aus beiden Wettbewerben live, teilen RTL-News-Geschäftsführer Stephan Schmitter und Frank Robens, Leiter Sportlizenzen und Sportproduktion mit. Zu allen Anstoßzeiten soll es auch eine Konferenz geben. Zum Beginn der Gruppenphase am 16. September überträgt Nitro, anschließend will RTL entscheiden, ob auch eine Ausstrahlung bei RTL lohnt.
dwdl.de

Bild des Tages: Die feierliche Eröffnung der Paralympics in Tokio.

Feuer und Flamme für ihren Sport: Sportlerinnen eröffnen die Paralympics in Tokio mit dem traditionellen paralympischen Feuer. Wie schon bei den Olympischen Spielen sind Zuschauerinnen wegen steigender Coronazahlen ausgeschlossen. In den kommenden 14 Tagen finden 539 Wettbewerbe in 22 Sportarten statt. (Foto: Xinhua News Agency / Picture Alliance / dpa)

Analyse: Der Aufwand bei Fußball-Produktionen steigt.

Wollen Innovations-Tor schießen: Die DFL probiert sich bei Fußball-Übertragungen nicht immer an sinnvollen Ausspiel-Innovationen, schreibt Alexander Krei bei DWDL. Krei wirft einen Blick auf vergangene Experimente wie Fußballspiele in 9:16-Formaten, bei dem das Ergebnis "ungewohnt" gewesen sei, auf dem Smartphone "aber erstaunlich gut" funktioniert habe. Abgehakt habe die DFL 3D-Formate, bei denen die anfängliche Euphorie "schnell verflogen" sei.
dwdl.de

Zitat: Bibiana Steinhaus-Webb meint, dass der Fußball die Gesellschaft nicht mehr abbildet.

"Fußball kann so viel mehr. Er nutzt vor allem seine gesellschaftliche Rolle nicht ausreichend, weil er die Gesellschaft nicht mehr abbildet."

Die nach England abwandernde Ex-DFB-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb erzählt im SID-Interview, dass ihr im Verband "eine Vision davon, was wir in Zukunft gemeinsam anstreben" gefehlt hat.
faz.net

Zitat: Puma-Boss Björn Gulden ist kein Mann für schnelle Erfolge.

"Eine Marke, die am Boden liegt, wieder flott zu machen, ist leichter und fällt mehr auf, als wenn sie top dasteht, wenn man übernimmt."

Puma-Chef Björn Gulden lobt sich im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" selbst für seine langfristige Erfolgsstrategie, dem damaligen Mehrheitseigner Kering habe er gesagt: "Wenn ihr schnelle Erfolge wollt, sucht euch einen anderen."
sueddeutsche.de (Paid)

“Spiegel”: Der Bundesliga droht internationale Zweitklassigkeit.


Fehlschuss: Der "Spiegel" findet wenig Gutes an der Vermarktungs-Situation von Deutschlands Fußball-Oberhaus. Die Autoren Tim Bartz und Martin Hesse sehen die Liga in die internationale Bedeutungslosigkeit abdriften. Schon jetzt laufe ihr selbst die krisengeschüttelte, italienische Serie A den Rang ab. International an der Spitze sehen sie die englische Premier League. Als Grund für den Abstieg nennen sie u.a. die pandemiebedingt rückläufigen Einnahmen – leere Stadien seien weniger attraktiv, auch für Publikum im Ausland. Als Ausweg bringen die Autoren das Ende der 50+1-Regel ins Spiel, die bisher verhindert, das Investoren mehr als 49 % der Anteile eines Vereins übernehmen. Eine Begrenzung, die es im Ausland nicht gibt.

Bartz und Hesse schätzen, dass die Regel die laufende Prüfung durch das Kartellamt in ihrer aktuellen Form nicht überlebt. Das hätte zur Folge, dass entweder für Werks- und Investoren-Clubs wie Wolfsburg, Bayer Leverkusen und RB Leipzig die Regeln geschliffen werden müssten – oder alle Vereine bekämen mehr Freiheit, Investorengeld einzusammeln. Die Geld-Geber würden in Null-Zins-Zeiten Schlange stehen, glauben die "Spiegel"-Autoren.
"Spiegel" 34/2021, S. 94-97 (Paid)