Lese-Tipp: Peter Lohmeyer spricht nach der Tönnies-Affäre über seinen Schalke-Austritt.

Lese-Tipp: Schauspieler und Schalke-Fan Peter Lohmeyer spricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über den Wunsch nach mehr Haltung im Fußball und die Rassimus-Affäre um Schalke-Aufsichtsratschef Tönnies. Lohmeyer stieg aus dem Verein aus - ohne Reaktion des Clubs. "Wenn man sich scheiden lässt, meldet sich die Ex-Frau auch nicht gleich", sagt Lohmeyer.
"Süddeutsche Zeitung", S. 43 (Paid)

Adidas zweifelt am Ausbau der digitalen Mediastrategie.

Adidas hat beim Ausbau der digitalen Mediastrategie zu sehr auf Effizienz statt auf Effektivität geachtet, schreibt "Horizont". Digitale Werbemaßnahmen sind nicht immer effektiv, sagt Simon Peel, globaler Mediadirektor von Adidas. In Lateinamerika fielen zeitweise die Google Adwords aus, dennoch seien Traffic und Umsatz über die Google-Suche stabil geblieben.
"Horizont" 43/2019, S. 1 (Paid)

Gericht untersagt dem SC Freiburg die Nutzung seines neuen Stadions zu vielen Anstoßzeiten.

Fußball: Der SC Freiburg darf sein im Bau befindliches neues Stadion aus Lärmschutz-Gründen nach 20 Uhr sowie sonntags zwischen 13 und 15 Uhr nicht nutzen, urteilt das Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg nach Klage mehrere Anwohner. Damit kämen im Stadion viele Spiele der derzeit gültigen Bundesliga-Anstoßzeiten nicht in Frage, darunter die Flutlichtbegegnungen freitags oder samstags. Das Gericht bezeichnet den Beschluss als „unanfechtbar“, allerdings könne das Gericht im hauptsachverfahren noch zu einer anderen Einschätzung kommen.
kicker.de

Meinung: Dokumentarserien über Sportvereine sollen vor allem die Marke stärken.

Doku-Serien über Sportvereine wie Juventus Turin, Manchester City oder Borussia Dortmund, wie sie derzeit bei Netflix und Amazon zu sehen sind, dienen vor allem dem Marketing, schreibt Jan-Hendrik Luft. Derzeit gebe es verschiedene Modelle: In einigen seien TV-Sender oder Streaming-Anbieter die Auftraggeber, in anderen die Clubs selbst. Nur in wenigen Fällen, wie bei Borussia Dortmund, reiche die Strahlkraft, um die Investitionen direkt wieder reinzuholen. Den Clubs sei aber vielmehr die positive Wirkung auf die Marke wichtig, weshalb auch kleinere Clubs wie Victoria Köln Dokumentationen mitmachen.
sponsors.de (Paid)

Digitale Gladiatoren – das Phänomen E-Sports.


Wie Fußball ohne dritte Halbzeit: Zehn Jungs zocken an ihren Rechnern Counter-Strike, 150.000 Fans jubeln ihnen zu. turi2 besucht die ESL One in Köln und ergründet einen Bildschirm-Sport, der immer mehr junge Fans fasziniert. Florian Merz, E-Sports-Experte von Sport1, erklärt im Video-Feature für die turi2 edition #9, dass die Begeisterung der Fans die gleiche ist wie beim Fußball, nur ohne Ultras und dritte Halbzeit – verfeindete Blöcke gibt es nicht. Während die Bildschirm-Helden ballern, feiern die Fans ausgelassen. Berieseln, wie vor dem klassischen Fernsehen, lässt sich hier niemand. Lesen Sie jetzt die ganze Reportage kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

ARD-Radio: Aufsichtsbehörde kontrolliert Wettanbieter und Bundesliga-Klubs wegen Glücksspielwerbung.

Glücksspiel: Sieben Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga und der Sportwetten-Anbieter Betway stehen nach Infos der ARD-Radio-Recherche Sport unter Verdacht, unerlaubte Glücksspielwerbung betrieben zu haben. Gegen Borussia Dortmund, den 1. FC Köln und den SV Werder Bremen u.a. liefen ordnungsbehördliche Verfahren. Es geht um Online-Casinos wie Roulette, die Anbieter wie Betway digital anbieten und die laut Aufsichtsbehörde illegal sind, genau wie Werbung dafür. Den Vereinen werde kein absichtlich rechtswidriges Handeln vorgeworfen. In Deutschland machen Sportwettenanbieter fast 9 Mrd Euro Umsatz.
br.de

Basta: Schweinsteigers Karierre-Ende wird zum Kampf der Social Networks.

Mauswechsel-Spieler: Bastian Schweinsteiger verkündet sein Karriereende parallel auf allen seinen Social Networks. Beobachter der Medienszene wissen nun, wo sich Deutschlands Redaktionen rumtreiben. Während Schweini sein Ende laut Spiegel Online bei Twitter verkündet, nennt Bild.de Instagram als Quelle. Bisher nicht überliefert ist, ob auf den Schulhöfen der Republik morgen Schweinis getanzter Abschied auf TikTok Thema ist –so es ihn denn gibt.
bild.de, spiegel.de

Nike kämpft mit Imageproblemen, beobachtet Katharina Kort.

Nike hat unternehmensintern eine "Bro-Culture", schreibt Katharina Kort. Ein wichtiger Coach soll gedopt haben, mehrere Mitarbeiterinnen beschwerten sich über sexuelle Belästigung, Athletinnen machten Klauseln in ihren Sponsorverträgen öffentlich, die sie dafür bestraften, schwanger zu werden. Nike sei innovativ und mutig, müsse aber besser auf seine Unternehmenswerte achten, die sonst die Marke gefährden.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)

Bild des Tages: Zehnkämpfer Niklas Kaul holt erste deutsche Goldmedaille in Doha.


Wüsten-Wettkämpfer: Die deutsche Flagge auf dem Rücken und den Mund weit aufgerissen feiert Zehnkämpfer Niklas Kaul seinen Sieg bei der Leichtathletik-WM in Doha. Im abschließenden 1.500-Meter-Rennen schlägt er klar alle Konkurrenten und holt die erste deutsche Goldmedaille. Mit 21 Jahren ist er der jüngste Zehnkampf-Weltmeister der Geschichte. (Foto: Michael Kappeler / dpa / Picture Alliance)

Meinung: Doping-Aufdecker Hajo Seppelt ist “Staatsanwalt, Großinquisitor, Beichtvater”.

Doping-Journalist Hajo Seppelt verdirbt mit seinen Recherchen vielen Leuten ein gutes Geschäft, schreibt Cathrin Gilbert in ihrem Portrait in der "Zeit". Durch seine Recherchen in der Sportszene und seinen Kampf darum, dass Sportler über Betrug auspacken, sei Seppelt nicht nur Journalist, sondern "eine Mischung aus Staatsanwalt, Großinquisitor, Beichtvater." Mittlerweile habe sich der ARD-Mann so viele Feinde, insbesondere in Sportverbänden, gemacht, dass er gemieden werde. Neue Rechercheure müssten daher in seine Nachfolge treten.
"Zeit", S. 24 (Paid)

ESPN+ sichert sich für sechs Jahre die US-Rechte an der Fußball-Bundesliga.

Bundesliga schließt wie bereits gemutmaßt wurde einen Rechte-Deal mit dem US-Sportstreamer ESPN+ über sechs Jahre ab. Ab der kommenden Saison zeigt der Sender rund die gut 300 Bundesligaspiele live mit englischem und spanischem Kommentar live und auf Abruf. Das Paket umfasst zudem den Supercup, die Relegation und die 2. Liga. Die linearen TV-Sender von ESPN zeigen ausgewählte Spiele der Saison sowie Highlights. Über die Lizenzgebühr machen beide Seiten keine Angabe. Bisher hält in den USA Fox Sports die Bundesliga-Rechte.
per Mail

Basta: Leichtathletik-WM macht Upskirting olympisch.

MeToo war gestern: Die Leichtathletik-WM verspricht "besondere Bilder" und filmt besonders indiskret mit Kameras auf den Startblöcken durch die Beine - natürlich um in die Augen zu schauen. "War bei der Entwicklung dieser Blöcke eine Frau beteiligt?", zweifelt Läuferin Lückenkemper. Dabei sein ist alles - auch beim Upskirting als neue olympische Disziplin.
sueddeutsche.de, sportschau.de (Foto)

Lese-Tipp: Per Mertesacker vermisste in England den Austausch mit Journalisten.

Lese-Tipp: Per Mertesacker, Ex-Arsenal-Fußballprofi und künftiger Dazn-Kommentator, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass sich der Sportjournalismus in Deutschland und England unterscheidet. In England schirmten Vereine die Spieler stärker von den Medien ab. Ein Austausch mit Journalisten sei seltener, was zu mehr Spekulationen in der Yellow Press führe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 11 (Paid)

Basta: Berliner Basketball-Club tanzt sich mit Cheerleader-Abschaffung ins Aus.

Ausgetanzt: Das Basketball-Team von Alba Berlin verzichtet künftig auf Cheerleader - die Auftritte passten "nicht mehr in unsere Zeit". Zeit zur Nachfrage bei den betroffenen Damen schien nicht: Wer die Entscheidung als zeitgemäß werte, habe "die letzten 100 Jahre Emanzipation verpasst", tanzt sich der Verein bei den enttäuschten Tanz-Europameisterinnen ins Aus.
bild.de

Kameraleute werden bei Leichtathletik-WM in der Berichterstattung behindert.

Pressefreiheit: Kameraleute sind bei der Leichtathletik-WM in Katar bedrängt worden, schreibt "Spiegel" über Beobachtungen von Deutschlandfunk und ARD. Die Berichterstatter wollten die in der Hitze kollabierenden Athletinnen filmen. Beim Wettbewerb in Doha herrschte über 32 Grad, nur 40 der 68 Starterinnen kamen ins Ziel.
spiegel.de, twitter.com

Al Jazeera will den Sitz des Piratensenders BeoutQ in Saudi-Arabien ausgemacht haben.

BeoutQ, Piraten-Sender, der im großen Stil Fußball-Übertragungen ohne die nötige Lizenz streamt, hat seinen Sitz in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, berichtet Al Jazeera. Auch mehrere Fußball-Verbände haben dies vor kurzem behauptet und fordern die saudische Regierung auf, gegen BeoutQ vorzugehen. Al Jazeera gehört zur gleichen Gesellschaft wie der arabische Rechte-Inhaber beIN Sports, dessen Signal offenbar geklaut wird. Infolge der Anspannungen auf der arabischen Halbinsel haben derzeit viele Staaten die katarischen Sender gesperrt.
digitalfernsehen.de, turi2.de (Background)

5G-Premiere: Wie Vodafone die VW-Arena mit superschnellem Internet versorgt.


Kicken und Gucken: Die Versorgung Deutschlands mit schnellem Internet ist Dauerthema – Vodafone zeigt nun erstmals in einem Fußballstadion, wie sich das Live-Erlebnis mithilfe des neuen 5G-Standards verändern könnte. Am Rande des Montagsspiels Wolfsburg gegen Hoffenheim haben DFL, VfL Wolfsburg und Vodafone eine Augmented-Reality-App fürs schnelle 5G-Netz vorgestellt. Mit dem Programm erkennt die Handykamera, wo sich welcher Spieler auf dem Feld befindet, und zeigt in Echtzeit, wie schnell er läuft. Obendrauf gibt es Infos, wie Tor-Statistik und Treffer-Wahrscheinlichkeit. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv sprechen Vodafone-Innovationschef Michael Reinartz, DFL-Innovationschef Andreas Heyden und VfL-Geschäftsführer Michael Meeske darüber, welche Erwartungen sie an die neue Technik haben.

Michael Reinartz etwa sagt, dass er sich auch Anwendungen in der Formel 1 und beim Wintersport vorstellen kann. Oder bei Kultur-Veranstaltungen, wo eine App Operntexte für jeden Zuschauer individuell in dessen Muttersprache übersetzen könnte. Andreas Heyden glaubt, dass die Technik in zwei bis drei Jahren marktreif sein könnte und VfL-Boss Michael Meesker ist sich sicher, dass die Fans trotz der neuen Möglichkeiten noch das Spiel genießen werden. Mit erweiterter Realität oder ohne – jeder wie er mag.
turi2.tv (5-Min-Video)

Meinung: EM 2024 ohne ARD und ZDF bietet Chance für Public Value.

EM 2024: Der Verlust der TV-Rechte ist eine Chance für ARD und ZDF, kommentiert Daniel Bouhs im Deutschlandfunk. Der Public Value definiere sich nicht in Preisschlachten um Sportrechte. ARD und ZDF könnten einen Mehrwert durch Sport-Investigation schaffen. Die Telekom könnte EM-Partien weiterverkaufen - wie Discovery bei den Olympischen Spielen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Telekom kauft TV-Rechte für Fußball-EM 2024.


Heimspiel in Magenta: Die Deutsche Telekom kauft die TV-Rechte für alle 51 Spiele der Männer-Fußball-EM 2024 in Deutschland, berichten "FAZ" und "Bild". Laut "FAZ sind sich Telekom und Uefa bereits handelseinig, "Bild" spricht von einer Entscheidung "in den nächsten Tagen", laut SID fehlt nur noch die Unterschrift. ARD und ZDF gehen leer aus. Die Telekom könnte die Spiele gegen Bezahlung auf ihrem Streamingdienst Magenta TV zeigen. Nur die Spiele mit deutscher Beteiligung, das Eröffnungsspiel, die Halbfinal-Partien und das Finale müssen laut Rundfunkstaatsvertrag frei empfangbar sein.

Diese Spiele könnte die Telekom an TV-Sender sublizensieren, das müssen aber nicht automatisch die Öffentlich-Rechtlichen sein. So überträgt derzeit etwa RTL die Qualifikationsspiele für die Euro 2020. Die Telekom selbst zeigt bei Maganta TV bereits Livespiele der 3. Fußball-Liga sowie Basketball und Eishockey. Offiziell haben sich bisher weder Telekom noch Uefa zu dem Deal geäußert. Somit bleibt unklar, welches Ziel die Uefa mit der Rechte-Vergabe an die Telekom verfolgt - von Maximierung der Einnahmen abgesehen. (Foto: picture alliance / Actionplus, Montage: turi2)
faz.net, bild.de (Paid), sport1.de

DFB erhält vom Sportvermarkter Infront eine Nachzahlung in Höhe von 1,7 Mio Euro.

Bandenwerbung: Der DFB kassiert vom Sportvermarkter Infront eine Nachzahlung in Höhe von 1,7 Mio Euro, berichtet der "Spiegel". Infront habe Geld nicht an den Verband weitergeleitet, dass durch zusätzlich gebuchte Werbeflächen eingenommen wurde. Es gehe insbesondere um Werbeflächen, die seit 2012 durch Mercedes-Benz hinzu gebucht wurden.
"Spiegel" 38/2019, S. 68 (Vorabmeldung)

DFL überweist Bremen die Kosten für Polizeieinsätze, prüft Verfassungsbeschwerde.

Spielschulden sind Ehrenschulden: Die Deutsche Fußballliga gibt zumindest finanziell klein bei und überweist insgesamt 1,17 Mio Euro für vier Gebührenbescheide an die Freie Hansestadt Bremen wegen zusätzlichem Polizeiaufwand bei Risikospielen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte in der Sache zugunsten Bremens geurteilt. Mit der Überweisung sei keine "Anerkennung der Rechtmäßigkeit" verbunden – die DFL behält sich vor, das Bundesverfassungsgericht anzurufen.
dfl.de

ARD bricht Handball-Übertragung in der Schlussphase für Werbung ab.

Spot(t) statt Sportschau: Beim Handball-Spiel zwischen dem SC Magdeburg und dem THW Kiel (Endstand 32:31) schaltet die ARD am Samstagabend 40 Sekunden vor dem Spielende abrupt in die Werbung. Bei Twitter machen die Zuschauer ihren Ärger Luft, da die "Sportschau" den entscheidenden Strafwurf nicht mehr live zeigt. Die ARD entschuldigt sich bei Twitter und wolle den Fehler "analysieren".

Die ARD macht die letzten zwei Spielminuten im Stream verfügbar. "Ich ahne schon wie die Kollegen in Hamburg bei der "Tagesschau" nervös werden," sagt ARD-Kommentator Florian Naß kurz vor dem Ende der "Sportschau"-Übertragung ahnungslos und fügt zuvor optimistisch hinzu: "Die werden hier rechtzeitig fertig in Magdeburg, in diesem packenden Spiel." Doch wenig später schaltet die ARD vor der anschließenden "Tagesschau" in die Werbung.
twitter.com, bild.de, sport1.de