SWR wählt Kai Gniffke zum Intendanten.


SWR: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke ist neuer Intendant des ARD-Senders im Südwesten, meldet DWDL. Die SWR-Gremien haben ihn im zweiten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit gewählt. Im ersten Durchlauf hatte Gniffke noch keine Mehrheit. Er setzt sich damit gegen Mit-Bewerberin Stefanie Schneider, Landessenderdirektorin im baden-württembergischen Teil des Zweiländer-Senders, durch. Er folgt auf Peter Boudgoust, der in den Ruhestand geht.

Im SWR Mehrheiten zu organisieren, ist schwierig. Der Intendant braucht nicht nur die Mehrheit der Gesamt-Gremien, sondern auch die Mehrheit der Gremien der Länderanstalten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Gniffke hatte zunächst in Rheinland-Pfalz die Mehrheit, Schneider in Baden-Württemberg. Im zweiten Wahlgang setzte sich Gniffke in allen Instanzen durch.
dwdl.de

Mitarbeit: Markus Trantow

Stream-Tipp: Der SWR streamt seine Intendantenwahl.

Stream-Tipp: Rundfunk- und Verwaltungsrat des SWR wählen heute einen neuen Intendanten. Die Anstalt zeigt die öffentliche Sitzung ab 10 Uhr in einem Livestream auf SWRaktuell.de. Zur Wahl stehen Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell, und die SWR Landessenderdirektorin von Baden-Württemberg, Stefanie Schneider. Die Vorauswahl der beiden Kandidaten hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.
presseportal.de, swraktuell.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Alexander Büttner im Erfolgs-Fragebogen.


Hart aufgeschlagen: Alexander Büttner ist durch die Kirch-Pleite Anfang der 2000er Jahre arbeitslos geworden und hatte Schwierigkeiten, einen Anschluss-Job zu finden – heute freut er sich über diesen Misserfolg, denn ohne ihn wäre er nie Unternehmer und Chef des Mediendienstes Teleschau geworden. Im Erfolgs-Fragebogen am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8 wünscht sich Büttner, "einmal mit mir selbst komplett im Reinen" zu sein und rät, nicht auf die Erfolge anderer zu schauen, sondern Erfolg für sich selbst zu definieren.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Zahl des Tages: Vaunet erwartet Werbeumsätze von 6,1 Mrd Euro.

TV-Werbung im Fernseher 150Zahl des Tages: Die Werbeumsätze mit audio- und audiovisuellen Medien erreichen dieses Jahr 6,13 Mrd Euro, prognostiziert der Verband Privater Medien Vaunet. Damit wachsen sie um 2,6 % und überschreiten erstmals die 6-Mrd-Marke. Der Werbemarktanteil läge bei 40 % und damit über dem Anteil von 37,8 % in 2018. TV-Werbung stagniert, nachdem sie 2018 erstmals leicht zurückging.
wuv.de, horizont.net

Niki Lauda, 70, ist tot.


Niki Lauda, österreichischer Rennfahrer, Moderator und Airline-Gründer, ist am Montag in Wien gestorben. Er führte Ferrari in den Siebzigern wieder zu Formel-1-Erfolgen. 1976, beim letzten Formel-1-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings, verunfallte Lauda schwer und zog sich äußerliche und innere Verbrennungen zu.

Er wurde insgesamt dreimal Weltmeister, zweimal nach dem Unfall. Von 1996 bis 2017 arbeitete er als Co-Moderator für Formel-1-Übertragungen für RTL. 1979 gründete er seine Fluggesellschaft Lauda Air, zuletzt war er mit der Gesellschaft Laudamotion im Fluggeschäft aktiv.
spiegel.de, rtl.de

"Bild": Amazon zahlt Borussia Dortmund 5 Mio Euro für BVB-Doku.


Borussiamazon: Amazon blickt mit einer Dokuserie hinter die Kulissen von Vizemeister Borussia Dortmund, berichtet "Bild". Die vier- bis sechsteilige Serie soll "zeitnah" ausgestrahlt werden, der BVB kassiert dafür 5 Mio Euro. Umgesetzt wurde die Reihe von Grimme-Preisträger Aljoscha Pause, der bereits die Doku "Being Mario Götze" für Dazn geliefert hat.

Die Serie zeigt u.a. Bilder aus dem borussischen Trainingszentrum, dem Mannschaftsbus, der Kabine, aus Kraft- und Frühstücksraum. Pause hat die Dortmunder Kicker seit dem Trainingslager im Winter in Marbella begleitet. Die Zweitverwertungs-Rechte für den asiatischen Markt liegen beim BVB.

Amazon hat bereits eine Doku über Manchester City ausgestrahlt, für den der englische Spitzen-Club rund 10 Mio Euro eingestrichen haben soll – für Coach Pep Guardiola gab es noch 1 Mio Euro extra. Die Borussen wollen den Deal am Dienstag offiziell bestätigen.
bild.de (Paid)

Video-Tipp: Christoph Körfer im Erfolgs-Fragebogen.


Video-Tipp: Christoph Körfer hat 1998 das Comeback des "deutschen Musikgrauens" – von Modern Talking – verkündet und ist damit weltweit über die Ticker gegangen. Einer seiner größten beruflichen Erfolge, wie er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8 sagt. Sein größter Misserfolg? "Meine Frisur", sagt der Sendersprecher und Vize-Chef von ProSieben und freut sich, dass er dennoch den Job machen kann, den er liebt.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Banijay bricht die Gespräche für eine EndemolShine-Übernahme ab.

Banijay bricht die Gespräche für eine Übernahme der Produktionsfirma EndemolShine endgültig ab. Man habe sich mit den Eigentümern Apollo und 21st Century Fox nicht auf einen Kaufpreis einigen können. Die Eigner haben ihre Forderung von bislang 3,2 Mrd Dollar inzwischen auf 2,6 Mrd Dollar gesenkt – allerdings plus rund 1,9 Mrd Dollar Schulden. Sie seien immer noch an einem Verkauf interessiert.
tbivision.com via dwdl.de, turi2.de (Background)

"Spiegel" und "SZ" wissen seit Monaten vom #Strachevideo.

#Strachevideo: Der "Spiegel" weiß seit mehreren Monaten von dem auf Ibiza entstandenen Video, die "Süddeutsche" arbeitet schon länger an der Enthüllung, sagt Martin Knobbe (Foto) vom "Spiegel" bei "Anne Will". Vor einer Woche haben die Medien das Video erhalten und nach einem Verifikations-Prozess veröffentlicht. Bei der Frage nach dem Überbringer des Videos beruft Knobbe sich auf den Quellenschutz.
ndr.de (60-min-Video)

Jan Böhmermann wusste schon im April vom #Strachevideo.

#Strachevideo: Satiriker Jan Böhmermann wusste schon im April von dem Video, das Österreichs Vize-Kanzler Strache an diesem Wochenende zu Fall gebracht hat. Das bestätigt Böhmermann-Manager Peter Burtz der dpa. Die Macher hätten das Video dem ZDF-Moderator nicht angeboten. Woher Böhmermann von der Enthüllung wisse, sagt Burtz nicht. Böhmermann hatte im April im österreichischen Fernsehen Anspielungen in der Sache gemacht. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Böhmermann von dem Strache-Video wusste.
bild.de

"stern Crime" und Ufa wollen True-Crime-Sendung produzieren.

stern Crime plant mit der Ufa eine TV-Sendung über reale Verbrechen. Auf welchem Sender sie läuft, ist noch nicht bekannt, eine Ausstrahlung im Rahmen von Bertelsmanns Content Alliance aber wahrscheinlich. Der "stern"-Ableger hat 2015 schon einmal ein Kriminal-Reportage-Magazin bei RTL getestet, die Pilotfolge war aber nicht erfolgreich.
new-business.de

DFL ordnet Fernseh-Rechte für die Fußball-Bundesliga neu.


Das kommt gerade recht: Die Fußball-Bundesliga könnte ab 2021 wieder komplett bei einem Sender laufen, folgert das Fachmagazin "Sponsors" aus einem Konzept der DFL. Die Liga-Organisatoren planen nur noch vier Rechte-Pakete für den Zeitraum 2021 bis 2025. Sofern das Kartellamt Ja sagt, könnte ein Käufer alle vier Pay-Pakete kaufen – die No-Single-Buyer-Rule wäre Geschichte. Neu ist, dass der Alles-Käufer nur zwei Pakete exklusiv hätte und zwei weitere im Online-Stream bei der Konkurrenz laufen müssten.

Die geplanten Änderungen spielen laut "Sponsors" Sky in die Karten, das derzeit nicht mehr alle Spiele zeigen kann. Auch Eurosport überträgt. "Bild" leitet aus den vorliegenden Plänen ab: Sky könnte alle vier Rechte-Pakete kaufen und die Samstags-Konferenz und die Samstags-Top-Spiele um 18.30 Uhr exklusiv behalten. Nicht mehr exklusiv wären dann die Freitags- und Sonntagsspiele, die etwa Dazn zeigen könnte. Und bei Amazon könnten die einzelnen Samstagsspiele um 15.30 Uhr laufen. Der endgültige Bieter-Wettstreit soll im 2. Quartal 2020 stattfinden.
sponsors.de (Übersicht), sponsors.de (Ausschreibung im Detail), sponsors.de (Folgen für Medien), bild.de

"Kress": Rabe und Döpfner sind die bestbezahlten Medien-Manager.

Manager-Gehälter: "Kress"-Chefredakteur Markus Wiegand wühlt sich durch die Bilanzen der Medienkonzerne und kürt Thomas Rabe und Mathias Döpfner mit geschätzten Bezügen im unteren zweistelligen Mio-Bereich zu den bestbezahlten Medien-Managern. ProSiebenSat.1-Chef Max Conze bekommt laut Bilanz 5,5 Mio Euro, Ströer-CEO Udo Müller 3,57 Mio und Constantin-Chef Olaf Schröder 633.000 Euro.
kress.de

RTL meldet Umsatzplus von 7,2 % im 1. Quartal.

RTL Group steigert ihren Umsatz im 1. Quartal um 7,2 % auf 1,5 Mrd Euro. Der Digital-Anteil wächst sogar um knapp 16 % auf 220 Mio. Das Geschäft mit TV-Werbung schrumpft um 2 %, Wachstumstreiber sind das Produktionsgeschäft und VoD. Für das laufende Jahr erwartet RTL ein Umsatzwachstum von 2,5 bis 5 %, das Ebita soll bis zu 5 % sinken – Grund sind Investitionen.
horizont.net

Zitat: Friedrich Nowottny hat angesichts der Print-Krise Angst um die Meinungsfreiheit.

"Wenn ich mir die Printmedien anschaue, dann laufen mir Schauer über den Rücken. Das, was sich da zusammenschrumpft, ist erschreckend und mit Sicherheit keine Zukunftssicherung der Meinungsfreiheit."

Friedrich Nowottny, Urgestein des "Bericht aus Bonn", analysiert zu seinem 90. Geburtstag im Gespräch mit Gabor Steingart die Medienlandschaft: Er findet die junge Generation in "ihrer Ausdrucksweise unglaublich besser" als seine Generation.
gaborsteingart.com, gaborsteingart.com (Audio-Interview ab 3.47 Min)

Basta: Kai-Claudia und die Wirren der Intendanten-Wahl.

Sturm über Stuttgart: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke muss als Kandidat fürs Intendanten-Amt beim SWR kräftig einstecken. Widersacher graben immer neuen Dreck aus – und jetzt sogar Sexismus-Vorwürfe: Gniffke habe bei einer Weihnachtsfeier 2014 vorm Damenklo gepupst Wetterfee Claudia Kleinert in blonder Perücke imitiert. (Fotomontage: turi2)
kontextwochenzeitung.de

ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: P7S1-Chef Conrad Albert fordert einen staatlichen Medienfonds.

Lese-Tipp: Conrad Albert, Vize-Chef von ProSiebenSat.1, fordert einen staatlichen Medienfonds, um "Programme mit gesellschaftlich-relevanten Inhalten" zu produzieren. Der Fonds könnte laut Albert unabhängig von der Rundfunkgebühr laufen und ähnlich wie die Filmförderung funktionieren und jährlich einen mit 50 bis 100 Mio Euro gefüllten Topf zur Verfügung haben.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Studie: Durch Netflix und Co fühlen sich Schüler sicherer im Umgang mit Englisch.

Keep calm and Netflix: Durch Streaming-Anbieter werden für viele deutsche Schüler immer mehr Filme und Serien im Originalton verfügbar. 84 % der befragten Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sind überzeugt, dass englischsprachiges Programm beim Erlernen der Sprache hilft, sagt eine Studie von Mindline Media. 26 % geben an, Unterhaltungen auf Englisch führen zu können. Bei Kinder aus Haushalten ohne Netflix und Co liegt die Zahl bei nur 17 %.
sueddeutsche.de