DWDL: Daniel Hartwich hört bei “Das Supertalent” auf.

Noch einer ist raus: Daniel Hartwich ist nicht länger Moderator der RTL-Show Das Supertalent, berichtet DWDL. Der Sender wolle seine Castingshow nach dem Rauswurf von Dieter Bohlen "komplett neu erfinden". Hartwich moderierte das Format seit 2008, zuletzt neben Victoria Swarovski. Eine Nachfolge für die kommende Herbst-Staffel ist noch nicht bekannt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Basta: RTL plant “Promi-Sommerspiele”.

Das Sommer-Olympia der Stars: RTL will den Olympischen Spielen in Tokio laut "Bild am Sonntag" mit einer eigenen Promi-Variante zuvorkommen. In zwei Live-Shows sollen Mitte Juli u.a. die Athletinnen Evelyn Burdecki, Marcus Schenkenberg und Jasmin Wagner antreten – und sich vermutlich in Disziplinen wie "Dummstellen", "Dschungel-Tiere vernaschen" und "Über sich selbst reden" beweisen.
bild.de (Paid)

Robert Kempe erhält nun doch Akkreditierung für die EM in Russland.

ARD-Journalist Robert Kempe hat nun doch eine komplette Akkreditierung für die derzeit laufende Fußball-Europameisterschaft bekommen. Die Uefa hatte ihn zwar zunächst zugelassen, nach einem "Hintergrund-Screening" ist er aber von russischen Behörden abgelehnt worden. Nun habe Kempe laut WDR Zugang zu den russischen Spielorten.
presseportal.de, turi2.de (Background)

TV-Bilder von Eriksen-Kollaps: ZDF-Sportchef und Regisseur weisen Kritik zurück.

Fußball-EM: ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann hat Kritik zurückgewiesen, nicht angemessen über den Zusammenbruch von Christian Eriksen (Foto) berichtet zu haben. Béla Réthy habe einfühlsam aus dem Stadion reportiert, die Kollegen im Studio hätten die richtigen Worte gefunden. Jean-Jacques Amsellem, Regisseur des internationalen TV-Signals, sagt, dass es von der Uefa "klare Anweisungen" gegeben habe, "keine Nahaufnahme von ihm und auch keine Herzmassage" zu zeigen: "Aber dass es kein Problem sei, Emotionen zu zeigen."
n-tv.de, rnd.de, turi2.de (Background)

DWDL: RTL bekommt ein neues Logo in variablen Farben.

Mediengruppe RTL Deutschland verpasst sich ein neues Corporate-Logo, das in seiner Farbgebung variabel ist, berichtet DWDL. In einigen Wochen soll auch der TV-Sender RTL das neue Logo übernehmen. Es ähnelt dem bisherigen Senderlogo mit drei farbigen Rechtecken, in denen die Buchstaben R,T und L stehen – die Farben sind aber nicht festgelegt. Die beliebige Farb-Kombination soll zeigen, dass RTL bunt ist. Sendungen können das Logo an ihre Farbwelt anpassen. Am Sendersitz in Köln-Deutz wurden Flaggen sowie Aufkleber auf Rolltreppen und Böden bereits ausgetauscht. (Foto: DWDL)
dwdl.de

EM-Spiel unterbrochen: Däne Christian Eriksen bricht auf dem Spielfeld zusammen.


Schock bei der Fußball-EM: Der dänische Nationalspieler Christian Eriksen ist während des EM-Spiels gegen Finnland kollabiert. Inzwischen befindet sich Eriksen im Krankenhaus, laut dem dänischen Verband DBU ist er bei Bewusstsein und werde nun weiter untersucht. Das ZDF hat seine TV-Übertragung vorübergehend unterbrochen, stattdessen waren "heute"-Nachrichten und eine Wiederholung von Der Bergdoktor zu sehen. Magenta TV hat auf Archiv-Material aus früheren Europameisterschaften sowie den bereits absolvierten Partien dieser EM zurückgegriffen. Auf Wunsch beider Mannschaften ist das Spiel später fortgesetzt worden, zuvor hatte das dänische Team offenbar aus der Kabine heraus mit Eriksen telefoniert.

Kritik gibt es nun an der Berichterstattung über den Vorfall. So fordert der Deutsche Journalisten-Verband Aufklärung vom ZDF darüber, dass die Reanimation des 29-Jährigen live im Fernsehen zu sehen war: Das sei "unverantwortlich und widerspricht der journalistischen Ethik", kritisiert Vorsitzender Frank Überall. Der Sender sei nun in der Pflicht, "diese eklatante Fehlentscheidung aufzuarbeiten". Die dänische Mannschaft hatte absichtlich einen Kreis um Eriksen gebildet, um ihn vor TV-Kameras zu schützen. Medienjournalist Alexander Krei hingegen fände es ungerecht, den übertragenden Sendern das Zeigen der Schock-Szenen vorzuwerfen: Die Uefa hätte stattdessen "das nötige Fingerspitzengefühl" beweisen und Live-Bilder zur Verfügung stellen müssen, "die der Situation angemessen sind". Die "fehlende Empathie" des europäischen Fußballverbands sei ein "handfester Skandal". Bildblog bemängelt, dass Bild.de und eine Bild-Live-Sendung den reanimierten Eriksen unverpixelt auf der Trage zeigen. Die Aufnahmen würden ebenfalls von t-online.de und n-tv.de verwendet.
sueddeutsche.de, spiegel.de, sportschau.de, rnd.de, dwdl.de, bildblog.de

Meinung: Dokus mit überwiegend nachgestellten Szenen sollten anders heißen.

Neues Etikett gesucht: Dokus, die zur Hälfte mit nachgestellten Szenen arbeiten, benötigen eine andere Genre-Bezeichnung, schreibt Christian Bartels beim Portal Medienkorrespondenz. Bei der ARD-Doku Der Milliardenraub über den Cum-Ex-Skandal habe schon die Inszenierung von Protagonistin und Antagonist gezeigt, "wie händeringend die Autoren überlegt haben müssen, wie sie den komplexen Stoff bloß bebildern können". Bartels schwebt daher eine "Selbstverpflichtung" öffentlich-rechtlicher Sender vor, "den Anteil an Nachstellungen in dokumentarischen Sendungen auf ein vertretbares Maß zu begrenzen".
medienkorrespondenz.de via twitter.com

Meinung: TV-Sender sollen den Politjournalismus nicht zum Übertrumpf-Aktionismus verkommen lassen.

Zu viel des Guten: ARD, ZDF, RTL und ProSieben sollen den neu entstandenen, "begrüßenswerten Wettbewerb im Politikjournalismus nicht zum Übertrumpf-Aktionismus verbiegen", findet Joachim Huber. Im Fokus auf potentielle Merkel-Nachfolgerinnen liege außerdem eine Unwucht, Vertreterinnen anderer Parteien kämen derzeit zu kurz. Es sei momentan ein Nachteil, zwar Politikerin, aber keine Kanzlerkandidatin zu sein.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: GB News hat das Zeug zur britischen Meinungsschleuder à la Fox News.

Lese-Tipp: Der Sender GB News um den konservativen Journalisten Andrew Neil (Foto) hat das Zeug zur "britisch variierten Meinungsschleuder nach Fox-News-Vorbild", schreibt Christian Buß im "Spiegel". Neil, der früher bei der BBC arbeitete, schmäht seinen Ex-Arbeitgeber mittlerweile und setzt auf Formate wie "Wokewatch" als Abgrenzung gegen vermeintliche "mediale Gleichschaltung". GB News startet am Sonntag, einer der größten Investoren ist Discovery.
spiegel.de (Paid)

Bundeskartellamt: RTL und Super RTL dürfen sich zusammentun.

RTL mal zwei: Das Bundeskartellamt genehmigt die vollständige Übernahme des Kindersenders Super RTL von Disney durch RTL, teilt die Behörde mit. Der Deal war im März öffentlich geworden. RTL hielt zuvor 50 %. Das Bundeskartellamt sieht den Zusammenschluss unproblematisch und geht durch das Ausscheiden von Disney gar von einer "gewissen Förderung des Wettbewerbs aus". Damit steht der von RTL-Chef Bernd Reichart angekündigten Sender-Umbenennung in Toggo nichts mehr im Weg.
digitalfernsehen.de, turi2.de (Background Deal), turi2.de (Background Name)

ARD startet Dreharbeiten der internationalen Fußball-Serie “Das Netz”.

ARD startet drei Jahre nach Ankündigung die Dreharbeiten für den ersten Teil ihrer fiktionalen Serie "Das Netz" über Doping im Fußball. Regisseur Andreas Prochaska ("Das Boot") und sein Sohn Daniel Prochaska inszenieren den österreichischen Ableger der Serie, der ab Herbst 2022 bei ServusTV und der ARD läuft. Die Dreharbeiten für den deutschen Teil sollen im Juli beginnen. Weitere Ableger in Spanien und Italien sind geplant.
presseportal.de, ots.at

Hör-Tipp: Thomas Koch und Kai Blasberg analysieren ARD-Verluste und RTL-Supermacht.

Hör-Tipp: "ProSieben und RTL rüsten auf", beurteilt Thomas Koch im Podcast "Zwei Herren mit Hund" die Personalwanderungen von der ARD zum Privat­fernsehen. Koch und Co-Host Kai Blasberg nennen Moderatorinnen wie Linda Zervakis von der ARD aufgebaute "Medienmarken", die "jetzt in freier Wildbahn sind".
podigee.io (49-Min-Audio), turi2.de (Hintergrund Zervakis)

Meinung: Hans-Günter Henneke widerspricht der “Lagerbildung” im ZDF-Fernsehrat.

Kein Zoff beim Zweiten: ZDF-Fernsehratsmitglied Hans-Günter Henneke widerspricht in einem "FAZ"-Gastbeitrag den Berichten, im Vorfeld der Intendantenwahl käme es zu "Lagerbildung" oder "Gemauschel unter Parteifreunden" durch die Freundeskreise. Henneke plädiert für eine "kontinuierliche Weiterentwicklung" des Senders, "mit Persönlichkeiten, deren langjährig erbrachte Leistung man als Gremienmitglied intensiv miterleben konnte". Kandidatenvorschläge von außen wertet er eher als Möglichkeit, die Kompetenzen "im Hause" genauer unter die Lupe zu nehmen.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Zitat: Anja Reschke kritisiert Thomas Gottschalk.

"Ich weiß nicht, warum Thomas Gottschalk seit Neuestem über Strukturen der Öffentlich-Rechtlichen spricht. Er hat jahrzehntelang sehr unbeschwert senden und verdienen können, ohne sich jemals damit beschäftigen zu müssen, wie der Laden, der ihm das alles möglich macht, läuft."

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke findet, Thomas Gottschalk gehe mit seiner Forderung nach Zusammenlegung von ARD und ZDF zu weit.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background Gottschalk)

RTL startet neue Klima-Sendung im Juli.

Es wird grüner: RTL schickt ab 8. Juli zwei Mal pro Woche ein "Klima Update" auf Sendung. Das Format mit den Wetterexperten Christian Häckl und Bernd Fuchs läuft immer donnerstags und samstags jeweils nach "RTL Aktuell" um kurz nach 19 Uhr und entsteht in Partnerschaft mit "Geo" und der Initiative Klima vor acht. Eine ähnliche Kooperation lehnt die ARD bisher ab.
rtl.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Plötzlich arm, plötzlich reich”: Medienanstalt bittet Sender per Brief um Aufklärung.

Fragen offen: Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein wendet sich im Fall "Plötzlich arm, plötzlich reich" per Brief an den Beirat von ProSiebenSat.1 bzw. dessen Vorsitzenden Edmund Stoiber. Ziel ist es u.a., den Stand der Aufarbeitung der Fehler abzuklopfen sowie in Erfahrung zu bringen, wie Sat.1 seine Sorgfalts- und Fürsorgepflichten in anderen Scripted-Reality-Sendungen sowie das Kindeswohl sicherstellen wolle. Das Format ist inzwischen abgesetzt.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Arte holt Emelie de Jong und Marysabelle Cote in den Vorstand.

Arte: Der deutsch-französische Kultursender beruft Emelie de Jong als Programmdirektorin. Die Französin folgt turnusgemäß auf Bernd Mütter, der den Posten von deutscher Seite innehatte. Parallel wird Marysabelle Cote neue Verwaltungsdirektorin des Senders. Die Wahl von zwei Frauen entspreche der "gesellschaftlichen Verantwortung" des Senders, sagt Arte-Chef Bruno Patino. 400 Arte-Beschäftigte hatten zuvor in einem offenen Brief eine geschlechtergerechte Besetzung des Vorstands gefordert.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Marcus Ammon wird Content-Chef von Bavaria Fiction.

Bavaria Fiction holt Marcus Ammon als Geschäftsführer Content. Er kommt von Sky Deutschland, wo er als Senior Vice President für die Eigenproduktionen des Pay-TV-Senders wie "Babylon Berlin" und "Das Boot" zuständig war. Bei Bavaria soll er sich inbesondere um Entwicklung, Akquise und Verwertung von TV-, Streaming- und Film-Inhalten kümmern und den nicht-linearen Bereich ausbauen. Der langjährige Geschäftsführer Jan S. Kaiser kümmert sich künftig um Finanzen und Produktion. Geschäftsführer Manfred Haus-Pflüger verlässt nach fünf Jahren Bavaria Fiction.
presseportal.de, dwdl.de

Zeljko Karajica baut neuen Sportsender More Than Sports TV auf.

Sportliche Senderrettung: Zeljko Karajica, bis 2020 Sportchef bei ProSiebenSat.1, übernimmt die Mehrheit des insolventen eoTV der Motorvision Group. Aus dem frei empfangbaren Serien-Sender wird More Than Sports TV, das am 19. Juni startet. Der Sportsender setzt auf Live-Programm, etwa die European League of Football, an der Karajica über die SEH Sports & Entertainment Holding beteiligt ist.
dwdl.de

“Geschichten, die die Kunden lieben” – Eun-Ky Park über Disney zwischen Streaming und TV.


Medialer Dreiklang: "Wenn wir lokal Kunden überzeugen, lebt das amerikanische Programm noch mal mit auf." Eun-Ky Park, General Managerin Media bei Disney Deutschland, erklärt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, wie sich der Micky-Maus-Konzern zwischen Free-, Pay-TV und Streaming aufstellt. Sie hebt etwa die lokalen Eigenproduktionen als besonders wichtig hervor – im Kinderfernsehen genauso wie bei den Erwachsenen. Außerdem spricht Park darüber, wie sich der vor knapp einem Jahr gestartete Streaming Dienst Disney+ zwischen Free- und Pay-TV-Angebot einordnet: "Wir hatten schon immer vermutet, dass das komplementär ist. Jetzt können wir mit Fug und Recht sagen, das funktioniert wunderbar."

Im Rahmen der Screenforce Days stellen die Disney-Sender in der kommenden Woche ihr Programm für die nächste TV-Saison vor. Die Disney-Channel-Zuschauerinnen können sich u.a. auf eine neue Staffel der "Beni Challenge" mit Benedikt Weber freuen und auf neue Folgen der Clip-Comedy "Gag Attack". Selbst outet sich Park als großer Fan der Animationsserie "Miraculous", mit der der Sender zuletzt große Erfolge beim jungen Publikum gefeiert hat. Bei National Geographic kündigt Disney eine Dokumentation über die Alpen, die durch den Klimawandel bedroht sind an – mit dem ehemaligen deutschen Ski-Rennläufer Felix Neureuther als Host. Im Video zeigen wir erste Fotos aus der Produktion.

Auch für Disney+ entstehen erste deutsche Eigenproduktionen, darunter die Mini-Serie "Sam - Ein Sachse" über den ersten afrodeutschen Polizisten in der DDR.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)


Video-Tipp: Philipp Walulis nimmt den Image-Wandel von Sat.1 unter die Lupe.

Video-Tipp: Sat.1 will raus aus der Schmuddelecke – lässt sich aber bei den neuen Plänen "nicht wirklich in die Karten gucken", analysiert Philipp Walulis (Foto). Der frischgebackene Sender-Chef Daniel Rosemann setze bei der neuen Charme-Offensive trotzdem auf bewährte Trash-Formate wie "Promi Big Brother": Immerhin müsse Sat.1 Profit machen.
youtube.com (8:50-Min-Video)

Meinung: Die Wechsel von Pinar Atalay und Linda Zervakis sind zu begrüßen.

ARD-Abgänge: Die Wechsel von Pinar Atalay (Foto) und Linda Zervakis zu RTL und ProSieben "sind zu begrüßen", findet Christian Meier. Die "Tagesschau" verliere zwar zwei profilierte Journalistinnen, die Privatsender unterstreichen mit ihrer Akquise aber den Anspruch, "mehr Profil bei relevanten Themen zu gewinnen." Zudem seien manche Kollegen auch den umgekehrten Weg gegangen – etwa Constantin Schreiber und Markus Lanz, die von n-tv und RTL zur ARD und zum ZDF wechselten.
welt.de, turi2.de (Background Atalay)

Sat.1 schickt Promis statt unter Palmen ins Büßerlager.

Buß-Battle: Sat.1 arbeitet nach dem Aus von "Promis unter Palmen" bereits an einer neuen Reality-Show namens "Das große Promi-Büßen". Das Format ist laut "Bild" ein Mix aus Promi Big Brother und Dschungelcamp, die Teilnehmerinnen sollen für ihre vergangenen Aktionen Buße tun. Mit dabei sind u.a. Sänger Daniele Negroni, TV-Sternchen Helena Fürst und Ex-Tennisprofi Daniel Köllerer.
bild.de via dwdl.de

Landesmedienanstalt meldet zwölf Beschwerden zu Sat.1-Sendung “Plötzlich arm, plötzlich reich”.

Ist reich an Beschwerden: Der Landesmedienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein liegen zwölf Beschwerden zur mittlerweile abgesetzten Sat.1-Sendung "Plötzlich arm, plötzlich reich" vor, meldet RND. Die Sendung könne "nicht durch die Programmaufsicht bewertet werden", da sie nicht ausgestrahlt wurde, sagt die Medienanstalt dem RND. Dennoch nehme man den Vorfall "sehr ernst". Auch die Grünen-Politikerinnen Margit Stumpp und Tabea Rößner hatten eine lückenlose Aufklärung der Medienanstalt zum umstrittenen Format gefordert.
rnd.de, turi2.de (Background)

Kanzlerkandidat Armin Laschet macht Tanit Koch zu seiner Wahlkampfberaterin.


Kocht Wahlkampf-Süppchen: Ex-"Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch, 43, wird Wahlkampfberaterin bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Koch soll die Kommunikation im Wahlkampf leiten, die dazugehörige Pressearbeit koordinieren und Laschets Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Teile der CDU vermissen dort u.a. "eine Strategie für die Präsentation des Kanzlerkandidaten" und "klare Botschaften", schreibt die dpa. Laschet solle so auf "schwache persönliche Umfragewerte" reagieren.

Der CDU-Chef freue sich bei Tanit Koch über eine "erfahrene Journalistin und Kommunikationsexpertin" in seinem Team. Koch war bis Ende 2020 Geschäftsführerin von n-tv sowie Chefredakteurin des zentralen RTL-Newsrooms, Ende 2020 kündigte die Mediengruppe RTL ihren Weggang nach weniger als zwei Jahren an. Davor war sie bis 2018 "Bild"-Chefredakteurin, verließ das Blatt aber wegen eines Zerwürfnisses mit Julian Reichelt.
horizont.net, t-online.de, turi2.de (Background)

“Wir wollen in der Gesellschaft Akzente setzen” – Henrik Pabst über die Programmpläne von Seven.One.


Ernst und Entertainment: "Die richtige Mischung zu finden, ist unsere Aufgabe", sagt Henrik Pabst Managing Director und Inhalte-Chef der Seven.One Entertainment Group, wie ProSiebenSat.1 Deutschland seit vergangenem Jahr heißt. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv bilanziert Pabst den Konzernumbau, der mitten ins Corona-Jahr fiel, und blickt auf die Screenforce Days, auf denen die Sendergruppe in der kommenden Woche das Programm für die kommende TV-Saison vorstellt. Pabst persönlich freut sich auf die Bundesliga-Berichterstattung, für die die Sendergruppe Matthias Opdenhövel zurück geholt hat, auf das "ProSieben Journal" mit Opdenhövel und Linda Zervakis sowie auf die eine oder andere US-Serie.

Strategisch geht es Pabst darum, für jeden Inhalt, egal ob Information oder Entertainment, den richtigen Ausspielweg und die beste Monetarisierung zu finden. Als reine Unterhaltungsmaschine will er – auch mit Blick auf die Schlaglichter der vergangenen Monate im Info-Bereich – das neue Dach Seven.One Entertainment aber nicht verstanden wissen. "Wir müssen und wollen in der Gesellschaft Akzente setzen", sagt Pabst im Video-Interview und unterstreicht, dass den Sendern das in der vergangenen Saison an vielen Stellen gelungen sei. Die siebenstündige Pflege-Doku nennt er "ein einzigartiges Stück Fernsehgeschichte" und lobt etwa die Arbeiten von Thilo Mischke und die "15 Minuten" von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.
turi2.tv (9-Min-Video)

“Frontal 21” heißt nach Relaunch bald “Frontal”.

Ausgezählt: Das ZDF-Politikmagazin "Frontal 21" erhält nach dem Ende seiner Sommerpause am 20. Juli einen Relaunch und geht zahlenlos als "Frontal" an den Start. Das Format ist seit 20 Jahren unter dem aktuellen Namen auf dem Sendeplatz am Dienstag um 21 Uhr unterwegs. Von 1993 bis 2000 lief "Frontal" bereits ohne Zahlenanhang im ZDF. Zusätzliche Details des Relaunches kommuniziert das ZDF derzeit noch nicht.
dwdl.de

Meinung: ARD-Personalabgänge stellen Paradigmenwechsel dar.

Das Erste zweite Wahl? "Spiegel"-Redakteur Christian Buß sieht in der "Deckelung bei den Gehältern" der ARD und den "rasanten beruflichen Entwicklungsmöglich­keiten" bei den Privaten Gründe für den Wechsel von Spitzenkräften wie Pinar Atalay (Foto). Es sei allerdings nicht sicher, dass das Publikum die neue Seriösität der Privaten annehme. Carolin Gasteiger und Claudia Tieschky beobachten in der "Süddeutschen Zeitung", dass sich der Transfer-Trend im TV umdreht. Früher angelten sich ARD und ZDF unterhaltsame Kräfte wie Matthias Opdenhövel bei den Privaten, doch auch der ist nun bei ProSieben aktiv.
spiegel.de (Paid), sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Moderations-Duos für die ZDF-Wahlduelle stehen fest.

Moderations-Wahl getroffen: ZDF benennt Dunja Hayali und Andreas Wunn sowie Shakuntala Banerjee mit Daniel Pontzen als Moderations-Duos von "Für & Wider - Die ZDF-Wahlduelle". Ab dem 22. Juli führen Hayali und Wunn im Wechsel mit Banerjee und Pontzen jede Woche am späten Donnerstagabend bis zum 19. August durch die Sendung. Zu Gast sind jeweils zwei wechselnde Politikerinnen. Das Publikum besteht aus zwei Lagern, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und ihre Meinung beisteuern.
dwdl.de

Pinar Atalay verlässt die ARD und wechselt zu RTL.


Sendersuchlauf erfolgreich: "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay, 43, verlässt die ARD und wechselt im August zu RTL. Sie moderiert seit 2014 die "Tagesthemen". Wann Atalay zum letzten Mal für die ARD vor der Kamera stehen wird, steht dem Sender zufolge noch nicht fest. Sie soll den Ausbau der "Informations- und Nachrichtenangebote in zentraler Rolle" mitgestalten, teilt RTL mit. Als erste Amtshandlung moderiert Atalay das Wahl-Triell am 29. August gemeinsam mit Peter Kloeppel. Sie reiht sich damit bei mehreren ARD-Abgängen ein: Im Dezember verließ Jan Hofer die "Tagesschau", RTL gab ihn daraufhin im März überraschend als neuen Anchorman bekannt. Im April verkündete Linda Zervakis, die Öffentlich-Rechtlichen in Richtung von ProSieben zu verlassen.

Bei RTL ist "kein Platz mehr für Dieter Bohlen", urteilt Imre Grimm. "Kinder anschreien und das wehrlose Prekariat ausbeuten" sei gestern gewesen. Atalay, Zervakis und Hofer ziehe es für "Glanz und Glamour" zu den Privaten, findet Grimm. Eine Profilschärfung sei bei der ARD schließlich "kaum möglich". Journalist Marc Bator wechselte vor acht Jahren von der "Tagesschau" zu Sat.1, im Hinblick auf Atalays Abgang rät er der ARD zu prüfen, ob die Dienstverträge mit ihrer Bezahlung und Flexibilität "noch zeitgemäß" seien.
rtl.de, dwdl.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Sat.1 bringt die belgische Spiele-Show “99 to beat” nach Deutschland.

Lassen Spiele beginnen: Sat.1 adaptiert ab dem 9. Juli die belgische Game-Show "99 to beat" unter "99 - Eine:r schlägt sie alle" fürs deutsche Fernsehen. In der dreiteiligen Sendung spielen Teilnehmerinnen in 99 Runden u.a. in Geschicklichkeitsspielen um 99.000 Euro. In 98 geht es darum, nicht Letzte zu sein und auszuscheiden. Die Moderation übernimmt Johanna Klum, es kommentiert Florian Schmidt-Sommerfeld. Die zweite und dritte Sendung laufen am 16. und 30. Juli.
dwdl.de

Zitat: Für “Panorama” ist Social Media wichtiger als lineare TV-Quote, sagt Anja Reschke.

"Grundsätzlich ist die lineare Quote schon länger nicht mehr soo entscheidend. Viel interessanter für uns ist, wie sich ein Thema in den sozialen Medien verbreitet und was dort für Kommentare kommen."

"Panorama"-Moderatorin Anja Reschke sieht es im DWDL-Interview als Herausforderung für Polit-Magazine, sich an die On-Demand-Nutzung anzupassen, wo eher längere Formate gefragt sind. Die Jubiläums­sendung am Donnerstag bestreitet "Panorama" im "Stil einer Polit-Late-Night", bei der auch Kritikerinnen zu Wort kommen.
dwdl.de

Willkommen im Club: Kai Pflaume.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Kai Pflaume baut Entertainment-Brücken zwischen den Generationen: In ARD-Quizshows gibt er den routinierten Moderator im Anzug, auf YouTube und Instagram findet er als @Ehrenpflaume Anschluss zu den Größen des Influencer-Games. Pflaume ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Pflaume)

Manfred Krupp will demokratische Algorithmen bei ARD und ZDF.

Allumfassend: HR-Intendant Manfred Krupp wünscht sich Algorithmen für die Online-Angebote von ARD und ZDF, die auf "möglichst große Teilhabe und Abbildung von Vielfalt" getrimmt sind. Statt in "einer wie auch immer zu definierenden Primetime" müsse das öffentlich-rechtliche Profil im Gesamtangebot sichtbar werden, schreibt er im "FAZ"-Gastbeitrag.
zeitung.faz.net (Paid)

Tele-5-Senderchef Alberto Horta will nur bedingt an Altem festhalten.

Zukunftsmusik: Tele-5-Senderchef und Discovery-Manager Alberto Horta spricht bei "DWDL" über die Zukunft von Tele 5 und die Kritik seines Vorgängers Kai Blasberg. Dessen Kommentare blende er aus: "Ich bin ein großer Freund von Neuem und Aufbruch, das bewegt mich viel mehr als Nostalgie." Der Kult-Reihe Schlefaz gibt der neue Chef eine Bestandsgarantie mindestens für die nächsten zwei Staffeln.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Kai Blasberg lästert über TV-Sender und nennt Tele 5 ein “praktisch totes Unternehmen”.

Hör-Tipp: Fernsehsender sind zu "algorithmischen Playoutcentern" mit "lieb- und wahllosen" Inhalten verkommen, sagt Ex-Tele-5-Chef Kai Blasberg im Podcast "We Like Mags" mit Christian Kallenberg. Seinen Ex-Arbeitgeber nennt er ein "praktisch totes Unternehmen". "Ich habe mit dem TV ab­geschlossen", sagt Blasberg, der 2020 nach rund 30 Jahren das TV-Geschäft verlassen hat.
welikemags.com (40-Min-Audio)

Guido Cantz hört Ende 2021 bei “Verstehen Sie Spaß?” auf.

Kein Witz: Guido Cantz verabschiedet sich nach 12 Jahren zum Jahresende als Moderator der ARD-Show "Verstehen Sie Spaß?". "Gerade weil's gut läuft", sei es jetzt an der Zeit aufzuhören, sagt Cantz. Der Produktionssender SWR will die Sendung 2022 trotzdem fortsetzen und "einmal mehr erneuern und weiterentwickeln", sagt Programmdirektor Clemens Bratzler. Auf YouTube hat "Verstehen Sie Spaß?" mehr Followerinnen als jedes andere ARD-Format. Hier will der SWR anknüpfen, um Social Media und die Fernseh-Show enger miteinander zu verknüpfen.
presseportal.de, zeit.de

“Bild am Sonntag”: ProSieben hebt neue Datingshow in die Primetime.

Carpen-date: ProSieben startet eine neue Datingshow mit dem Arbeitstitel "Lovestories", präsentiert von "Taff"-Moderatorin Annemarie Carpendale. Die "Bild am Sonntag" berichtet, dass die Episoden bereits komplett abgedreht sind und vermutet eine Ausstrahlung am Dienstagabend zur besten Sendezeit. ProSieben bestätigt die Existenz des Formates, nennt aber keine Details.
"Bild am Sonntag" S. 51 (Paid) via dwdl.de

Eltern von Protassewitsch: Staats-TV-Interview ist “unter Druck entstanden”.

Belarus: Die Eltern vom inhaftierten Regimekritiker Roman Protasewitsch sind überzeugt, dass das Interview mit dem belarussischen Staatsfernsehen unter Zwang entstanden ist. Darin hat er u.a. gesagt, er bewundere Machthaber Alexander Lukaschenko. Alles, was "er da vor der Kamera sagt" sei daher "nicht ernst zu nehmen", sagt Vater Dmitri Protassewitsch (Foto) im Gespräch mit der "Tagesschau". Zudem befürchten Protassewitschs Eltern, dass ihr Sohn misshandelt worden ist, auf den Händen seien "überall Hämatome zu sehen von den Handschellen".
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Sat.1 setzt “Promis unter Palmen” ab.

Sat.1 stellt seine Krawall-Reality Promis unter Palmen ein. Auf Twitter erklärt Sat.1, die Sendung passe nicht mehr Sender. Im Frühjahr ist eine Folge wegen homophoben Äußerungen von Marcus Prinz von Anhalt in die Kritik geraten und anschließend aus der Mediathek verbannt worden. Nach dem überraschenden Tod von Willi Herren hat Sat.1 die Staffel vorzeitig abgebrochen.
dwdl.de, turi2.de (Background), turi2.de (Background Herren)

RTL widmet verschollenem Ex-Tengelmann-Chef Haub einen Themenabend.

RTL befasst sich in einem Themenabend mit dem für tot erklärten Ex-Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub. Der Sender hinterfragt Haubs Verschwinden in einem "RTL Spezial" am kommenden Donnerstag und rekonstruiert die letzten 24 Stunden vor seinem Tod. Anschließend will Detektiv Tamer Bakiner in einem Selbstexperiment testen, wie schnell Menschen ohne weitere Spur abtauchen können.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Schönenborns Reaktion beim “Presseclub” ist ein “Geschenk” für die AfD, sagt Boris Rosenkranz.

Vorzensur-Vorwürfe: "Es sieht so aus, als hätte es Schönenborn kalt erwischt – und Herr Fischer recht", schreibt Boris Rosenkranz über "Presseclub nachgefragt". In der Sendung hatte ein Anrufer namens Fischer WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn (Foto) sowie dem "Presseclub" u.a. vorgeworfen, Anrufende mit einem positiven AfD-Beitrag nach einem Vorgespräch nicht in die Sendung zu schalten. Schönenborn gab die Vorwürfe wieder, nahm jedoch keine Stellung dazu. Das mache nicht nur einen "kläglichen Eindruck", sondern sei auch ein "Geschenk" für die AfD, findet Rosenkranz. Er plädiert für eine mögliche Verlängerung der Sendezeit, um angemessen mit AfD-Anhängerinnen zu diskutieren.
uebermedien.de, youtube.com (Presseclub)

Bayern erlaubt bei der Fußball-EM in München 14.000 Fans im Stadion.


Von Söders Gnaden: Bayern erlaubt kurz vor dem Auftakt der Fußball-EM am 15. Juni 14.000 Fans pro Spiel in der Allianz-Arena in München. Die erlaubte Fan-Anzahl entspricht einer Stadionauslastung von 20 %, üblicherweise finden 70.000 Fans in der Arena Platz. Voraussetzung für den Einlass ins Stadion ist ein negativer Corona-Test, zudem müssen alle Zuschauerinnen eine Maske tragen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet die Europameisterschaft auf einer Pressekonferenz als "Sondersituation". Er sieht die EM-Spiele in München als "Pilot- und ein Probelauf" für den Profi-Sport in Deutschland.

In Deutschland sind die drei Gruppenspiele der Nationalelf gegen Frankreich, Portugal und Ungarn sowie ein Viertelfinale geplant. Die Uefa hatte an deutschen Spielorten zuletzt mindestens 14.500 Fans gefordert. Andere Länder erlauben teilweise mehr Zuschauerinnen: Die Stadien in Amsterdam und Madrid dürfen jeweils ein Drittel der Plätze besetzen.
spiegel.de, br.de, turi2.de (Background)

Kabel Eins startet Kampagne, um die Gastronomie zu unterstützen.

Mahlzeit: Kabel Eins will die Gastronomie mit der Kampagne "Endlich wieder essen gehen" ankurbeln. Der Sender ruft u.a. im Fernsehen und auf Social Media mit den Fernseh-Köchen Frank Rosin und Mike Süsser dazu auf, die nach der Pandemie wiedereröffneten Restaurants und Biergärten zu besuchen, schreibt DWDL. Damit könne der Sender "Freude über die Gastro-Öffnungen mit beiden Seiten teilen", sagt Kabel Eins-Chef Marc Rasmus.
dwdl.de