Lese-Tipp: Euronews macht “PR für die Scheichs”.

Lese-Tipp: Seit dem Besitzerwechsel vor einigen Wochen laufen bei Euronews PR-Sendungen für Saudi-Arabien und Qatar – aus Geld-Gründen, schreibt Jürg Altwegg in der "FAZ". Darin werde "Werbung für Business und Urlaub in Diktaturen" gemacht; die "letzten Reserven des wichtigen Kapitals, der journalistischen Glaubwürdigkeit", würden so verbraucht, Redakteurinnen protestieren. Die EU müsse die 16 Mio Euro Subventionen streichen, wenn die Werbesendungen im Programm bleiben.
faz.net

Rainer Robra sieht im Medienstaatsvertrag die “Weichen” richtig gestellt.

Politische Lese-Hilfe: Der neue Medienstaatsvertrag entlastet die Beitragszahlenden zwar nicht, stellt die Weichen aber in die richtige Richtung, urteilt Rainer Robra. Der Staatskanzlei-Chef von Sachsen-Anhalt und Kritiker von ARD und ZDF hebt in einem Gast-Text in der "FAZ" u.a. hervor, das Kultur-Programm nun höher bewertet werde als früher.
faz.net (Paid)

Krisen-Werbung und Retro-Trend: Frank Vogel über die Vermarktung von RTL.


Viele-Tausende-Euro-Job: In der Vermarktung eines TV-Senders kann nur arbeiten, "wer Inhalte liebt", sagt Frank Vogel im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv. Der Geschäftsführer der Ad Alliance und bekennende "Medien-Junkie" spricht bei den Screenforce Days in Frankfurt am Main mit Moderatorin Aline von Drateln über die Innovationskraft des Fernsehens und Werbung in krisengebeutelten Zeiten. Vogel glaubt, RTL wäre "blöd", wenn es jetzt die "starken Marken" von Gruner + Jahr nicht auf den Bildschirm bringen würde und nennt als Beispiel das kürzlich gestartete "Gala TV" mit Moderatorin Annika Lau. Gleichzeitig herrsche unter den Zuschauenden eine "Sehnsucht nach Dingen, die wir gut kennen", weshalb RTL u.a. die "100.000 Mark Show" wieder zurück auf den Schirm bringt – wie man den Namen auf den Euro anpasst, stehe noch nicht so ganz fest.

Retro-Sendungen bringen auch Ablenkung von Dauer-Krisen wie dem Ukraine-Krieg. Für den Vermarkter sei es in solch einer Nachrichtenlage nicht einfach, ein angemessenes Werbeumfeld zu bieten. Habe RTL in der "akuten Phase" des Kriegs teils komplett auf Werbe-Spots verzichtet, biete die Ad Alliance nun "safe spaces" im Programm. Beispielsweise leiten seichtere Themen wie das Wetter die Werbung ein.

Das Duo spricht bei den Screenforce Days außerdem über die Konkurrenz aus dem Streaming-Bereich und Vogels Wechsel vom Print-Geschäft ins Fernsehen. Und beide sind sich einig: Menschen, die behaupten, sie schauen kein TV mehr, "lügen sowieso".
turi2.tv (20-Min-Video)

RTL tauft seinen internationalen Werbevermarkter RTL AdAlliance.

Das Kind hat einen Namen: RTL tauft seinen neuen internationalen Werbevermarkter auf den Namen RTL AdAlliance. Außer den bereits vorab bestätigten Chefs Stéphane Coruble (CEO, Foto), Oliver Vesper (Deputy CEO) und Daniel Bischoff (CTO) kommen Carine Jean-Jean und Karine Lippi-Blondin ins Führungsteam: Jean-Jean als Kommunikations-, Lippi-Blondin als Personalleiterin.
new-business.de, wuv.de, turi2.de (Background)

Eskapismus und Information – Thomas Wagner über die neue Saison bei ProSiebenSat.1.


We love to infotain you: "Wenn Unternehmen unsicher sind, spüren wir das in der Medien­industrie sehr früh", sagt Thomas Wagner im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv. Der Geschäfts­führer des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media spricht bei den Screenforce Days in Frankfurt am Main mit Moderatorin Aline von Drateln über die Werbebranche als "Seismograph der Wirtschaft" und zeigt Programm-Ausschnitte für die kommende Saison. Dass immer mehr Streamingdienste in den Werbemarkt einsteigen, "muss man ernst nehmen", sagt Wagner. Dennoch denke er, dass die Entwicklung "eher zulasten von Digital-Budgets geht, wo es um reine Klicks geht". Eine Netto-Reichweite schaffe ein reiner Streaming-Dienst nicht, "insofern sehe ich es eher als Ergänzung zum TV".

Für Sat.1 formuliert Wagner das Ziel, "die Quote zu verbessern". Der Sender gibt bekannt, in Zukunft keinerlei Scripted-Reality-Serien mehr zu senden. ProSieben strukturiert den Sonntag­abend neu und will statt Entertainment mehr "Infotainment" zeigen. Auf der einen Seite suchen die Menschen in einer "so angespannten Situation nach Eskapismus", sagt Wagner, "den bieten wir auch". Dennoch sei es für ProSiebenSat.1 als großer Medien­konzern auch Pflicht, Informationen zu bieten: "Ich glaube, die Mischung macht es aus." Grundsätzlich erhofft er sich mit Blick auf Fußball-WM und Weihnachts­kampagnen ein positives kommendes Halbjahr.
turi2.tv (9-Min-Video)

Basta: Harald Schmidt ist es “wurscht”, wo er Urlaub macht.

Wurschtelt sich durch: Late-Night-Legende Harald Schmidt plaudert mit dem "stern" übers Reisen und verrät u.a., dass es ihm "wurscht" ist, wo seine Familie mit ihm Urlaub machen will: "Es geht nur um sicheres Wetter und Baden." Ähnlich wurscht war Schmidt wohl seinerzeit auch die letzte Reise seiner Harald Schmidt Show bei Sky – weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle vieler TV-Zuschauenden.
stern.de (Paid), stern.de (Zusammenfassung)

Umfrage: Zwei Drittel der Nutzerinnen lehnen Werbung bei Streaming-Plattformen ab.

Ungeliebte Anzeigen: Zwei Drittel der Nutzerinnen lehnen Werbespots bei Streaming-Plattformen ab, ergibt eine Umfrage der Dmexco in Zusammenarbeit mit Civey. Sogar wenn das Abo dadurch günstiger würde, zögen nur 23 % der Befragten ein Streaming-Angebot mit Werbepausen in Betracht. Zudem würden nur zehn Prozent mehr als fünf Euro zusätzlich für werbefreies Binge-Watching zahlen.
wuv.de

Lese-Tipp: Marie-Agnes Strack-Zimmermann pflegt einen “Autoscooter-Politikstil”.

Lese-Tipp: FDP-Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermann pflegt einen "Autoscooter-Politikstil", bei dem es "regelmäßig kracht und scheppert", schreibt Tim Kummert. Klare Worte in diversen Talkshows haben sie zügig bekannt gemacht. Wichtig seien Strack-Zimmermann ihre langjährigen Freunde abseits der Politik: Sie findet es "gefährlich, wenn man kein Privatleben mehr hat".
t-online.de

turi2 edition #18: Ist das Streben nach Geld und Erfolg gesund, Eckart von Hirschhausen?


Genug ist genug: Wir könnten es so schön auf der Erde haben, würden wir nur auf unsere echten Bedürfnisse hören, ist Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen überzeugt. Denn noch nicht mal Privatversicherte können sich eine eigene Außentemperatur kaufen, schreibt er im Gastbeitrag für die turi2 edition #18. Er sieht die Verantwortung auch bei den Medien. Weiterlesen >>>

Basta: Sat.1 entrümpelt den Nachmittag von Scripted Reality.

Tschüss, Trash: Sat.1 entrümpelt seinen späten Nachmittag und will Scripted Reality ab 16 Uhr konsequent vom Sendeplan verbannen. Vor der "Klinik am Südring" gehen also bald keine Polizistinnen mehr "Auf Streife" – stattdessen soll eine mehrstündige Live-Show die Quote richten. Zudem droht ein Comeback des "90er-Jahre-Talks": Pech, dass Sonja Zietlow mittlerweile im RTL-Dschungel Gift verspritzt.
abendblatt.de

Timo Latsch, Sport-Vize bei RTL News, boykottiert die WM in Katar.

Sportliche Absage: Der Vizeressortleiter Sport bei RTL News, Timo Latsch (Foto), will die anstehende Fußball-WM in Katar boykottieren und wird "zum ersten Mal seit 2006 nicht als Sportreporter vor Ort sein, um über Fußball zu berichten". Grund ist u.a. die rigide Haltung des Wüstenstaats in puncto Homosexualität. Auch RTL-Reporter Jonas Gerdes bezeichnet die Situation in dem Land als "dramatisch". RTL zeigt Mittwoch Nacht eine Reportage über die Situation der LGBTIQ+-Community in Katar.
tagesspiegel.de

“Eine Kannibalisierung kann ich mir nicht vorstellen” – Franjo Martinovic über das Miteinander von TV und Streaming.


Hand in Hand: "Als wir mit Pluto TV eingestiegen sind, war es ein zartes Pflänzchen", sagt Franjo Martinovic, Geschäfts­führer von Visoon. Mittlerweile habe der werbefinanzierte Streaming-Dienst des TV- und Big Screen Vermarkters von Springer und Paramount weltweit 54 Mio User. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv kündigt Martinovic auch bei Paramount+ "hochwertigen und internationalen Content" an. Grundsätzlich sei das Streaming mittlerweile im deutschen Markt angekommen, auch "Interesse und die technischen Voraussetzungen" seien da. Tech und Data seien wichtige Themen der Zukunft, "aber alles ergänzend zu linearem TV", sagt Martinovic. "Eine komplette Kannibalisierung kann ich mir nicht vorstellen."

Martinovic freut sich auf die Screenforce Days, auf denen Visoon die Pläne für die nächste TV-Saison vorstellt. In Feierlaune ist er eigentlich nicht: "Es sind surreale Zeiten, angefangen bei Corona, jetzt dieser unsägliche Krieg." Die Vermarktung sei zurzeit nicht einfach, aber: "The show must go on – wir müssen das Beste daraus machen." Das große Thema soll der Content sein. Bei Bild TV etwa werde "als junges TV-Kind immer mehr Boulevard reinkommen" und auch Sport ist "ein wichtiges Thema", sagt Martinovic. Grundsätzlich sieht er sowohl in seiner Branche als auch generell in der Gesellschaft eine "sinnvolle Zukunft" in einer "Mischform zwischen virtueller und digitaler Welt".
turi2.tv (7-Min-Video auf YouTube)

“Die Zuschauer wollen in andere Welten flüchten” – Ralf Hape über Sky für große und kleine Screens.


Große Palette: "Rein aus der Vermarktungs-Perspektive haben wir mit dem Sport etwas krisen­resistentes", sagt Ralf Hape im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Der Managing Director bei Sky Media erklärt den Wandel von einem reinen Sport-Sender zu einem "mannig­faltigen" Anbieter von Spielfilmen, Live-Sport und Serien. Der Sport habe in den letzten zwei Jahren bewiesen: "Er ist ein Ankerpunkt, der in jeder Krise ein Stück weit Sicherheit gibt", sagt Hape. Dennoch sehne sich das Publikum nach Abwechslung und wollen "in andere Welten flüchten". Zudem beobachtet Hape, dass "die Deutschen mittlerweile verstanden haben, nicht nur für den Sport zu bezahlen".

Im Rahmen der Screenforce Days stellt Sky Media in der kommenden Woche das Programm für die nächste TV-Saison vor. Neuigkeiten gibt es nicht nur im fiktionalen Bereich, etwa bei der Serie "House of the Dragon", auch Dokumentationen "werden wir auf alle Fälle ausbauen". Über die Zukunft des linearen Fernsehens macht sich Hape keine Sorgen: "Das wird es noch eine ganze Weile geben, wenn es auch derzeit eine Verschiebung gibt." Es brauche nicht zwangsläufig "immer große Screens zuhause", um TV zu schauen. Das sei auch mit Handy, Laptop und Tablet unterwegs möglich.
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

Debatte: Ernste Comedyshows sind ein Fluch und Segen zugleich, findet Peer Schader.

Witz lass nach: "Der Lacheskapismus von früher ist passé", schreibt DWDL-Kolumnist Peer Schader und beobachtet einen "Wandel der deutschsprachigen TV-Comedy zum gesellschaftlichen Impulsgeber". Die Sendungen von Carolin Kebekus und Jan Böhmermann seien dafür positive Paradebeispiele. Ein Nachteil aber sei es, "Woche für Woche einen mühevoll dokumentierten Missstand kathartisch weglachen zu sollen – anstatt einfach ein halbes Stündchen sehr gut unterhalten zu werden".
dwdl.de

Basta: Evelyn Burdecki sucht Partner mit eigenem TV-Format.

Topf sucht Burdecki: Reality-TV-Star Evelyn Burdecki sucht bei Sat.1 jetzt in einem eigenen TV-Format ihre große Liebe – nachdem es zuvor bei "Take Me Out", "Bachelor" und "Bachelor in Paradise" nicht geklappt hat. Sollte das auch nicht funktionieren, reift vielleicht die Erkenntnis, dass Dating-Shows nicht für jeden das Richtige sind und sie es besser über Tinder und Co. versuchen sollte – oder, ganz old-school, über analoge Kontakte.
rnd.de

“Clap”: Sport1 erweitert “Doppelpass” um einen einstündigen Vorläufer.

Sendung zur Sendung: Der Sender Sport1 ergänzt sein sonntägliches Talk-Format "Doppelpass" um einen einstündigen Vorläufer, berichtet "Clap". Im "Countdown Doppelpass" gibt "Doppelpass"-Co-Moderatorin Jana Wosnitza Einblicke hinter die Kulissen, führt Vorgespräche mit den späteren Studio-Gästen und bespricht Social-Media-Reaktionen. Erstmals läuft das Format am 7. August um 10 Uhr.
clap-club.de

Hör-Tipp: Jan Hofer ist nicht bereit, sich Shitstorms hinzugeben.

Hör-Tipp: TV-Moderator Jan Hofer ist nicht bereit, sich Shitstorms hinzugeben, sagt er im OMR-Media-Podcast mit Pia Frey. Er habe sich angewöhnt, Menschen auf sozialen Medien zu antworten. Allerdings habe er auch festgestellt, viele Menschen wollen online gar keine Antwort, sondern nur ihre Meinung sagen. Hofer akzeptiert das und setzt "nicht nochmal einen hinten drauf".
omrmedia.podigee.io (37-Min-Audio)

Digital News Report: Deutsche Internetnutzer haben weniger Interesse an Nachrichten.


Nachrichten-müde: Deutsche Internet­nutzer verlieren langfristig betrachtet das Interesse an aktuellen Nachrichten, sagt der Digital News Report des Reuters Institute. 57 % der Befragten geben an, sie sind "sehr oder überaus an Nachrichten interessiert", das sind 10 % weniger als 2021. Der Anteil der Befragten, die mindestens einmal in der Woche Nachrichten konsumieren, liegt unverändert bei 92 %. Die Befragung verzeichnet außerdem einen Anstieg von Menschen, die ihren Nachrichten­konsum einschränken. Gründe dafür sind u.a., dass die Nachrichten schlechte Laune machen und erschöpfen sowie der Überdruss an Corona bezogenen Themen. Junge Menschen würden zudem den Nutzen und die persönliche Relevanz der Nachrichten anzweifeln und fürchten Streitigkeiten als Folge des Nachrichten­konsums.

Der Report sagt außerdem, Menschen informieren sich eher über digitale Kanäle als über das Fernsehen. Vor allem junge Menschen konsumieren Nachrichten über soziale Netzwerke, vorrangig über die Kanäle der klassische Nachrichten­angebote. Auch sagen mehr Menschen, sie sind bereit, für Nachrichten­dienste zu zahlen. 14 % der Befragten konsumieren bereits gebühren­pflichtige Nachrichten, das sind 5 % mehr als im Vorjahr.
leibniz-hbi.de, meedia.de

Basta: Netflix plant “Squid Game”-Spielshow.

Squid Reality: Netflix kündigt an, aus der Serie "Squid Game" eine Spielshow zu machen. Wie in der Serie sollen 456 Menschen in verschiedenen Spielrunden antreten. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von ca. 4,6 Mio Dollar. Grünes Licht gab es für die Produktion wahrscheinlich nur mit dem Versprechen von Netflix, dass die Teilnehmer im schlimmsten Fall mit "leeren Händen" nach Hause gehen.
dwdl.de, squidgamecasting.com (Casting-Webseite)

Oliver Krämer wird Doku-Chef bei i&u TV.

i&u TV macht Oliver Krämer zum Doku-Chef. Er folgt auf Axel Pfeiffer, der die Produktions­firma, die bis 2019 Günther Jauch gehörte, nach 30 Jahren "auf eigenen Wunsch" verlässt. Für Krämer ist es eine Rückkehr zu i&u TV, wo er von 1999 bis 2020 bereits Realisator, CvD, Executive Producer und Headautor war. Aktuell ist er Geschäfts­führer der von ihm mit­gegründeten Produktions­firma Moving Media Production.
dwdl.de

“Aktenzeichen XY” bekommt weitere Ableger und einen Podcast.

ZDF erweitert seine Kriminalsendung Aktenzeichen XY ungelöst: Am 29. Juni geht es in der Sonder­ausgabe "Aktenzeichen XY... vermisst" um verschwundenen Menschen. Das neue Format "XY gelöst" rekonstruiert ab 5. August die Aufklärung von Verbrechen. Rudi Cerne bekommt vier weitere Jahre Moderation auf Bewährung und präsentiert ab Herbst den Truecrime-Podcast "Aktenzeichen XY ... Unvergessene Verbrechen".
presseportal.de

Zitat: ZDF-Moderatorin Lissy Ishag bleibt “Hallo Deutschland” treu

"'Hallo Deutschland' ist völlig zu Recht die Quoten­königin unter den Boulevard­sendungen. Solche Formate braucht es immer. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern."

Lissy Ishag, seit 2013 Moderatorin von "Hallo Deutschand", sagt im Teleschau-Interview, vermutlich müsse man sie "irgendwann aus dem Studio tragen". Das ZDF-Boulevardmagazin feiert in dieser Woche sein 25-jähriges Jubiläum – Ishag hofft auf weitere 25 Jahre.
showcase.teleschau.de

RTL macht die nächste Woche zur “Woche der Vielfalt”.

Mein RTLGBTIQ+: RTL stellt ab Montag mit einer Woche der Vielfalt LGBTIQ+-Themen in den Mittelpunkt, eine crossmediale Marketing-Kampagne begleitet die Aktion. In Trailern treten u.a. Princess Charming Irina Schlauch (Foto), "Let's dance"-Juror Jorge González und "Exklusiv"-Moderatorin Bella Lesnik auf. Die aktuellen Magazine berichten mit Beiträgen, auch die Daily-Soaps "GZSZ" und "Alles was zählt" thematisieren LGBTIQ+. Vox zeigt u.a. ein Gay-Special von "Shopping Queen".
media.rtl.com

Debatte: Hans-Joachim Strauch vom ZDF-Werbefernsehen orientiert sich an den über 50-Jährigen.

Keine Verjüngungskur: Der Geschäftsführer des ZDF-Werbefernsehens, Hans-Joachim Strauch, sieht keine Notwendigkeit, das Werbeprogramm zu verjüngen. Es sei genauso wichtig, sich an den 60 % der über 50-Jährigen in der Gesamtbevölkerung zu orientieren. Man solle eher darüber nachdenken, "für bestimmte Inhalte, die die Jüngeren ansprechen, einen neuen Marktplatz zu eröffnen". Er müsse an die Absatzwirklichkeit im Hier und Jetzt denken.
horizont.net (Paid)

Lese-Tipp: Warum Michael Degen älter war als gedacht.

Lese-Tipp: Um als untergetauchte Juden in Nazi-Deutschland überleben zu können, hat die Mutter vom inzwischen verstorbenen Schauspieler Michael Degen (Foto) dessen Geburtsdatum verändert, recherchiert "FAZ"-Redakteur Michael Scholten. Es wäre für die Autoren "leicht gewesen, den wahren Grund zu ermitteln und zu veröffentlichen", verteilt Scholten einen Seitenhieb auf die "Bild", die zunächst von "unklaren Gründen" für den "Alters-Schummel" schrieb. Degen war im April mit 94 Jahren verstorben und nicht wie anfangs berichtet mit 90 Jahren.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

“Maus” startet Schwerpunktreihe zum Klimaschutz.


Frag die Maus: "Die Sendung mit der Maus" beschäftigt sich ab dem 24. Juli sechs Wochen lang mit dem Klimaschutz. Die Moderatorinnen Clarissa Corrêa da Silva, Ralph Caspers, Laura Kampf und Johannes Büchs berichten jeden Sonntag über "gute Ideen, die zum Klimaschutz beitragen können". Die erste Folge handelt von der Forschungsstation "Schneefernerhaus" auf der Zugspitze.

Im Rahmen eines "multimedialen Schwerpunkts" plant der WDR außerdem ergänzende Formate in der Radiosendung MausLive, im Podcast Die Maus zum Hören sowie im Netz und auf den Social-Media-Kanälen.

Die "Maus" hatte bereits mit einem Beitrag über eine Transfrau Diskussionen im Netz ausgelöst. In einem Gastbeitrag der "Welt" hatte eine Gruppe Wissenschaftlerinnen zuletzt kritisiert, ARD und ZDF wollten Kinder "umerziehen". Der Gastbeitrag ist jedoch seinerseits auf Kritik gestoßen, auch von Springer-Chef Mathias Döpfner. Man wolle "immer auch zu fortführenden Gesprächen in Familien anregen", hatte der WDR den Beitrag verteidigt. Beim Thema Klimaschutz sieht der Sender es offenbar ähnlich. (Foto: WDR/Trickstudio Lutterbeck)
dwdl.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Markus Lanz und seine Sendung haben sich durch den Krieg verändert.

Lese-Tipp: Seit dem Beginn dieses Krieges habe er das Gefühl, seine Sendung anders führen zu müssen, erzählt Markus Lanz im Interview mit dem "taz"-Magazin "Futurzwei": "Der Ernst dieser Situation lässt keinen Platz für Spielchen oder Polemik." Widersprüchlichkeiten versuche er immer klar zu benennen, aber gerade sei die Zeit für "noch mehr Erklärung und Differenzierung". Es sei nicht leicht, sich von "einer schönen Illusion, einer Lebenslüge" zu verabschieden, sagt Lanz auch mit Blick auf seine eigenen pazifistischen Überzeugungen.
taz.de

Start des RTL-Nachrichtenstudios verzögert sich.

No news: Die Inbetriebnahme des neuen RTL-Nachrichtenstudios verzögert sich weiterhin. Der Sender will laut Sprecherin Bettina Klauser die "durch Corona und die zahlreichen Ukraine-Sondersendungen extrem belasteten Teams nun erstmal etwas zur Ruhe kommen lassen". Deshalb werde der Start ins dritte Quartal geschoben. Ursprünglich wollte RTL bereist im Frühjahr aus den neuen Räumlichkeiten senden.
dwdl.de

Zitat: DFB-Nationalspielerin Laura Freigang wünscht sich eine Bühne für den Frauenfußball.

"Wir sind nicht unbedingt in der Situation, dass wir unsere Kosten selbst decken können oder Geld generieren. Aber wenn man uns die Chance gibt, und das sieht man ja am Beispiel von England, macht sich das bezahlt."

Die Nationalspielerin Laura Freigang wünscht sich im "Playboy"-Interview für den Frauenfußball in Deutschland eine ähnliche Vermarktung wie in England, wo dieses Jahr die Europameisterschaft der Frauen stattfindet. Sie wolle "keine Millionen verdienen", wünsche sich aber, dass professionelle Strukturen entstehen können.
"Playboy", 07/2022, per Mail

Fox News berichtet nicht live über Anhörung im Kapitol-Ausschuss.

Fox News Channel Logo 150Außenseiter: Als einziger wichtiger US-Fernsehkanal will Fox News nicht live über die erste öffentliche Anhörung des Untersuchungsausschuss zum Angriff auf das US-Kapitol berichten. Der konservative Sender zeigt am Donnerstagabend stattdessen den Talkmaster Tucker Carlson. Zuvor hatte Fox News mitgeteilt, über die Anhörung zu berichten, wenn die Nachrichtenlage dies rechtfertige.
digitalfernsehen.de

Harald Lesch und Thomas Schwartz suchen im ZDF Wege aus dem Informations­über­angebot.

Schwartzer Kanal: Das ZDF ruft die Feiertags­reihe "Lesch sieht Schwartz" ins Leben, in der sich Natur­wissen­schaftler Harald Lesch und Theologe Thomas Schwartz mit theologischen und existenziellen Fragen beschäftigten. Zum Auftakt an Fronleichnam suchen sie nach Wegen aus der medialen Über­forderung. Drei weitere Folgen sind zu Mariä Himmelfahrt (15.8.), Allerheiligen (1.11.) und am Dreikönigstag (6.1.) geplant.
presseportal.de

Basta: Sat.1 kocht per Knopf im Ohr.

Viele Köche retten den Brei: Sat. 1 startet am 4. Juli die Vorabend-Kochshow "Doppelt kocht besser". Darin treten Paare an, von denen ein Teil "sehr wenig bis gar keine Erfahrung beim Kochen hat" und vom Spiel­partner Hilfe­stellung per Knopf im Ohr bekommt. Es mag Zufall sein, dass die Show bei einem Sender läuft, der zuletzt sehr wenig bis gar keine Erfahrung mit erfolgreichen Formaten hatte.
dwdl.de, presseportal.de

Zitat: Tom Buhrow sieht Zukunft des Radios als “emotionale Heimat”.

"Die Radiowelt muss eine emotionale Heimat sein. Die ganze Ansprache muss für die Region sein. Hier hat das Radio seine Chance."

WDR-Intendant Tom Buhrow sagt im dpa-Interview, dass sein Sender manche Zielgruppen linear im Radio und TV gar nicht mehr erreicht. Bei Digital-Angeboten sei nicht allen immer klar, dass sie vom WDR stammten.
meedia.de

Susanne Aigner und Sylvia Rothblum verlassen Warner Bros Discovery.

Warner Bros Discovery: Deutschland-Chefin Susanne Aigner (Foto) verlässt das Unternehmen. Sie will sich "beruflich neuen Aufgaben stellen", sagt sie in einer Pressemitteilung. Neben dem deutschen Markt hat Aigner auch das Geschäft in den Benelux-Staaten verantwortet sowie die Sender Dmax, TLC und Tele 5. Auch Sylvia Rothblum, Country Managerin für Deutschland, Österreich und die Schweiz, trennt sich nach 21 Jahren von Warner Bros Discovery. Neu hinzu kommt Hannes Heyelmann, der als Generals Manager für alle Geschäftsbereiche in der DACH-Region zuständig ist.
presse.discovery.de, dwdl.de (Rothblum), presse.discovery.com (Heyelmann)

Zitat: Die Nachfrage nach Kriegs-Sondersendungen geht zurück, sagt ZDF-Politikchef Matthias Fornoff.

"Zieht sich so ein Krieg nun über Jahre, können wir nicht immer eine Sondersendung machen. Das ist nicht zu stemmen – und die Leute wollen das auch nicht mehr sehen. Wir sind für die Vertiefung und Einordnung da, das geht nicht jeden Tag."

Matthias Fornoff, Leiter der ZDF-Politikredaktion, erklärt im Teleschau-Interview, dass ein "ZDF Spezial" einen "besonderen Anlass" haben muss. Zu Beginn des Ukraine-Kriegs habe es noch einen "Riesenbedarf nach diesen Sondersendungen" gegeben.
showcase.teleschau.de

ZDF sichert sich kurzfristig die Rechte für zwei weitere Nations-League-Spiele.

ZDF sichert sich kurzfristig die Rechte für zwei weitere Nations-League-Spiele, berichtet DWDL. Damit überträgt der Sender nun auch die Heimspiele der deutschen Mannschaft gegen England und Italien, die am 7. und 14. Juni ausgetragen werden. ARD und ZDF teilen sich die Übertragungsrechte für die Nations League und die EM- und WM-Qualifikationsspiele mit RTL.
dwdl.de