Nico Hofmann und Henning Tewes fordern einen 50-Mio-Ausfallfonds.

Vollkasko-TV: Ufa-Chef Nico Hofmann (Foto) und RTLs TV-Now-Chef Henning Tewes fordern in einem Gastbeitrag in der "FAZ" einen Ausfallfonds für TV- und Filmproduktionen nach dem Vorbild einer Kaskoversicherung. Sender und Produzent sollen jeweils 10 % der gemeldeten Schadenssumme selbst zahlen. Eine unabhängige Stelle soll die Schadenssumme ermitteln. Die Deckungssumme von 50 Mio Euro soll von den Ländern kommen.
faz.net via dwdl.de

Basta: Sky macht beim Fußball himmlische Töne.

Himmelschöre: Die Uefa beauftragt Sky Deutschland, für die als Geisterspiele ausgetragenen Finalturniere im europäischen Clubfußball fiktive Stadionsounds zu erstellen, die sich den Mannschaften und dem Spielgeschehen anpassen. Sollte die Pandemie andauern und das Interesse an Geisterspielen abnehmen, klopft der Verband künftig vielleicht auch noch bei HBO an und bittet um einen feuerspeienden Drachen.
presseportal.de

Video-Tipp: “Zapp” untersucht die RTL2-Sendung “Hartz und herzlich”.

Video-Tipp: Die RTL2-Sendung "Hartz und herzlich" zeichnet ein Zerrbild des Rostocker Stadtteils Groß Klein, berichtet "Zapp". Einwohner*innen berichten, sich mittlerweile zu schämen zu sagen, dass sie aus dem Stadtteil kommen. Doch es gibt auch positives Echo, etwa von einem Pastor und einem der Protagonisten selbst: Einige Menschen bekämen durch die Sendung erstmals eine Stimme.
ndr.de (9-Min-Video)

Basta: ARD entfernt einen Teil von “Immer wieder sonntags” aus der Mediathek.

Immer wieder Ärger: Die ARD hat einen Ausschnitt der Sendung "Immer wieder sonntags" aus der Mediathek entfernt, schreibt "Bild". In der Sequenz textet Moderator Stefan Mross (Foto) den Song "Über den Wolken" von Reinhard Mey um, der juristisch gegen "missbräuchliche Nutzung" vorgeht - die künstlerische Freiheit scheint nur über den Wolken grenzenlos.
bild.de (Paid)

Die Bundesliga will ohne Stehplätze, Alkohol und Gästefans in die Saison starten.


Der Zahlende muss ins Eckige: Die DFL hat heute über die Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien beraten und schlägt ein stufenweises Vorgehen vor. Die Clubs stimmten dabei weitestgehend den Vorschlägen des Präsidiums zu. Vom Start am 18. September bis mindestens Ende Oktober soll es keine Stehplätze und keinen Alkoholverkauf geben. Bis mindestens Jahresende, also die komplette Hinrunde, sollen keine Auswärtsfans zugelassen werden. Zudem sollen die Kontaktdaten aller Ticketkäufer erfasst werden. Auf eine konkrete Zahl an Fans im Stadion legen sich die 36 Profivereine nicht fest. Die Vereine sollen individuelle, auf ihr Stadion angepasste, Konzepte erarbeiten. Auf der DFL-Pressekonferenz stellt Ligaboss Christian Seifert heraus, dass die Entscheidung letztlich die Politik treffen muss: "Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten eines Saisonstarts vor", so Seifert. Dazu zähle sowohl ein Ligastart ohne Fans, als auch einer mit wenigen oder mehr. In 14 Tagen soll es ein finales, mit der Politik abgestimmtes Hygienekonzept für die kommende Saison geben.

Laut Seifert geht die Liga davon aus, dass sich die Rückkehr der Fans in Schritten vollziehen wird. "Wenn wir ausschließen, mit wenigen Fans zu spielen, werden wir auch nicht so schnell mit etwas mehr spielen." Seifert kritisiert bei der Pressekonferenz auch indirekt die Corona-Großdemonstration am Wochenende und ruft die Politik auf, diese „bei allem Respekt vor der Versammlungsfreiheit“ genauso kritisch zu prüfen wie andere Großveranstaltungen. Wenn großen Menschenmassen erlaubt werde, Hygienestandards nicht einzuhalten, untergrabe das Regeln des Zusammenlebens. Die Liga habe das Ziel, als positives Beispiel zu dienen.
zdf.de, kicker.de, dfl.de, turi2.de (Background)

Aus der "turi2 edition #6": Peter Turi stellt Christian Seifert vor.

Dazn zeigt künftig 121 von 138 Champions-League-Spielen exklusiv.

Dazn überträgt ab der Saison 2021/22 von insgesamt 138 Begegnungen der Fußball Champions League 121 exklusiv. Das umfasst alle Mittwochsspiele und bis auf die 16 Topspiele am Dienstag - die Amazon überträgt – auch alle Begegnungen am Dienstag. Das Endspiel ist zudem im Free-TV beim ZDF zu sehen. Die Rechteinhaber sind bereits seit Dezember bekannt, die genaue Anzahl der Spiele gab Dazn jetzt an. Aktuell teilen sich Sky und Dazn die Rechte.
kicker.de, turi2.de (Background)

ZDF: Nachfolge-Sendung von “heute+” steht fest.


Dienstwechsel in der Nachtschicht: Das heute journal des ZDF bekommt mit heute journal update einen neuen nächtlichen Ableger. Ab dem 7. September soll die 15-minütige Sendung von Montag bis Freitag jeweils gegen Mitternacht laufen. Moderiert wird sie abwechselnd von den Journalistinnen Nazan Gökdemir (Foto, links) und Hanna Zimmermann (Foto, rechts). Zimmermann hatte bereits das Vorgänger-Magazin heute+ auf demselben Sendeplatz moderiert, Gökdemir stand bisher u.a. für das Arte Journal vor der Kamera. Ein paar Wochen im Jahr soll "heute journal"-Redaktionsleiter Wulf Schmiese übernehmen.

"Die Sendung um 21.45 Uhr bleibt das große Flaggschiff des Abends", sagt ZDF-Vize-Chefredakteurin Bettina Schausten. Das Update werde "eigene Akzente haben – durch Themensetzung und Interviews". Auch Redaktionsleiter Schmiese gibt an, dass die Sendung eine "eigene Kontur" haben werde. Sie soll wohl auch jüngere Zuschauer*innen erreichen. Darauf deutet die Ankündigung hin, dass das ZDF in der Sendung "Elemente von Social Media zurück ins lineare Fernsehen" holen will. Auf ein jüngeres Publikum war zuvor schon das Nachrichtenmagazin "heute+" angesetzt, allerdings ohne langfristigen Erfolg: Nach fünf Jahren lief es Mitte Juni zum letzten Mal. Mit "heute journal update" verpasst sich das ZDF nun eine "+"-Nachfolgerin.
presseportal.zdf.de, turi2.de (Letzte Folge "heute plus")

Kinder-Serie “Pan Tau” kommt als Neuverfilmung zurück auf den Bildschirm.

ARD verfilmt die deutsche-tschechische Kinderserie Pan Tau aus den 1970ern neu. Die diesmal deutsch-britische Produktion erzählt in 14 Folgen, wie das Schulmaskottchen mit Anzug, Schirm und Melone seine außerirdischen Zauberkräfte dafür einsetzt, zeitgemäße Kinder-Probleme zu lösen, etwa wenn fiese Influencer den Ruf eines Vaters ruinieren wollen. Die Hauptrolle spielt der englische Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards.
rnd.de, presseportal.de

ARD pocht auf Ausfallfonds für Filmwirtschaft.

ARD unterstützt die Forderung nach einem staatlichen Ausfallfonds für Produktionsfirmen, teilt MDR-Intendantin und ARD-Filmintendantin Karola Wille mit. Es müsse "gelingen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten". Die ARD kündigt an, statt bis Ende Juli bis Ende August 50 % der durch Corona entstehenden Mehrkosten bei ihren Produzent*innen zu übernehmen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: ARD-Filme bleiben weitgehend Corona-frei, verspricht Volker Herres.

"Sie werden auch in näherer Zukunft selten Masken und Desinfektionsmittel in Filmen sehen."

Volker Herres, Programmdirektor vom Ersten, sieht Corona in Serien und Filmen auch künftig höchstens in einer Nebenrolle. Die Pandemie passe nicht "in den Kosmos" einiger Formate, außerdem könne sich die Lage in den Monaten zwischen Produktion und Ausstrahlung erheblich verändern.
medienpolitik.net

Ehemalige ProSiebenSat.1-Mitarbeiterinnen gründen Agentur für Branded Content.

Branded Content und Product Placement hat sich die neu gegründete Agentur Particibrand auf die Fahnen geschrieben. Hinter der Firma stehen die früheren ProSiebenSat.1-Mitarbeiterinnen Kerstin Bensch (links) und Jeannine-Denise Stuiber. Mit ihrer Expertise wollen sie Marken dabei helfen, "mediale Erlebnisse zu schaffen, die berühren". Bensch war zuletzt bei der SevenOne AdFactory für Product Placement und Brand Integration verantwortlich, Stuiber war als Operating Officer Sales die Schnittstelle zwischen der Vermarktung und den Sendern bzw. Plattformen.
dwdl.de, horizont.net, wuv.de

Gesellschafter beschließen endgültig das Aus für das IRT.


IRT-um ausgeschlossen: Das Münchner Institut für Rundfunktechnik, kurz: IRT, macht zum Jahresende dicht. Nach einer mehr als fünfstündigen Sitzung einigten sich die 14 Gesellschafter am Ende auf die Auflösung. Das IRT teilt mit, es sei "kein tragfähiges Modell für eine Fortführung" gefunden worden. Rund 100 Angestellte verlieren damit im Dezember ihren Job. Die Gesellschafter hatten bereits vor einigen Wochen alle ihre Kündigungen eingereicht. Zuletzt hat sich der Bayerische Rundfunk noch um eine Fortführung des IRT bemüht.

Der BR brauchte dafür aber einen der anderen großen Gesellschafter als Partner. Den Anfang vom Ende des Instituts besiegelte ein Betrugsskandal, bei dem sich ein Patentanwalt rund 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll.
sueddeutsche.de, irt.de, turi2.de (Background)

Medienkorrespondenz: ARD will Polit-Talk-Verträge bis 2023 verlängern.

ARD will die Verträge mit den Polit-Talkshows von Anne Will, Frank Plasberg und Sandra Maischberger um weitere drei Jahre bis Ende 2023 verlängern, schreibt Medienkorrespondenz.de. Der WDR würde gern mehr Ausgaben beauftragen, die anderen ARD-Anstalten unterstützten das aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Dass Will, Plasberg und Maischberger die Sendungen mit ihren eigenen Firmen produzieren, sei ein Vorteil, weil so bei den Sendern selbst kein Redaktionspersonal dauerhaft angestellt werden müsse.
medienkorrespondenz.de

Formel 1 überträgt das Rennen vom Nürburgring live auf YouTube.

Formel 1 streamt zum ersten Mal ein Rennen sowie Vorberichte, eine Analyse und Highlights live auf YouTube: Der Grand Prix der Eifel läuft in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Schweden und Dänemark nicht nur bei Sky und RTL, sondern auch bei YouTube. Nutzer*innen aus anderen Ländern werden geogeblockt. Die Formel 1 will so die junge Zielgruppe besser erreichen.
motorsport-total.com, wuv.de, turi2.de (Background)

ProSiebenSat.1 macht im 2. Quartal einen Nettoverlust von 52 Mio Euro.

ProSiebenSat.1 rutscht aufgrund wegbrechender Werbeerlöse im 2. Quartal in die roten Zahlen. Der Umsatz des Konzerns bricht um 25 % auf 709 Mio Euro ein. Der bereinigte Nettoverlust beträgt 52 Mio Euro. Im Juli haben sich die Werbeerlöse laut Konzern-Angaben erholt und lagen nur noch 20 % unter Vorjahresniveau, für August erwartet P7S1 ein Minus von 10 %.
handelsblatt.com, presseportal.de

Hör-Tipp: Palina Rojinski mag das Rampenlicht nicht so gerne.

Hör-Tipp: Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski steht gar nicht so gerne im Rampenlicht. "Ich bin eigentlich eher schüchtern", erzählt sie im Podcast Hotel Matze. Das stehe jedoch im Konflikt zu ihrer Vorliebe, mit anderen Menschen Spaß zu haben. Zudem spricht sie über Anspruch, Fleiß und bewusste Pausen. Ihren russischen Wurzeln verdankt Palina ihre Gastgeber-Mentalität und wünscht sich mehr Freundlichkeit im Miteinander.
mitvergnuegen.com (85-Min-Audio)

BR will Institut für Rundfunktechnik retten.


Münchner Mäzen: Der Bayerische Rundfunk will das angeschlagene Institut für Rundfunktechnik retten, berichtet Kai-Hinrich Renner. Der Sender hält eine Fortführung der Forschungseinrichtung "in kleinerer Form mit einem fokussierten Aufgabenspektrum" für den "günstigsten und effizientesten Weg", sagt ein Sprecher. Dafür sei der BR bereit, "überproportionale Lasten in Kauf zu nehmen". Allein stemmen könnten die Bayern eine Rettung aber nicht, sie bräuchten einen der drei großen Gesellschafter, das ZDF, den WDR oder den NDR. Doch keine der drei Anstalten wolle ihre Kündigung zurück­nehmen. Sie werfen dem BR, der "federführende Anstalt" beim IRT ist, vor, nur höchst unzureichend seiner Aufsichtspflicht nachgekommen zu sein. Der BR sagt, er habe bei der GmbH keine "besonderen Kontroll- oder Aufsichtsfunktionen".

Alle Gesellschafter, neben den neun ARD-Anstalten das ZDF, die Deutschen Welle und Deutschlandradio sowie ORF und SRG, haben ihren Gesellschaftervertrag zum 31.12.2020 gekündigt. Gerade die kleineren Anstalten fürchten jedoch die immensen Kosten einer Liquidation. Die Rede ist von einem dreistelligen Mio-Betrag. Diese Summe ist "nicht zutreffend", sagt der BR, die genauen Kosten ließen sich nicht exakt benennen. Wie es mit dem IRT nun weitergeht, könnte sich am heutigen Freitag entscheiden, nachdem eine Entscheidung in der vergangenen Woche vertagt worden war. (Foto: Felix Hörhager / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Basta: Mehr Dating braucht das Land.

Vermittlung Verzweifelter: Der Spartensender RTL Passion macht einen Strategieschwenk, weg von fiktionaler Liebe, hin zu "jungen, frechen und provokanten" Dating-Shows. Dafür zeigt der künftige Kuppelsender zunächst nackte Reality-Tatsachen aus den USA und Großbritannien – und eröffnet dort Verschmähten so vielleicht die Zweitvermittlung auf dem deutschen Flirtmarkt.
dwdl.de

Bertelsmann Content Alliance bereitet den Wirecard-Skandal auf.

Bertelsmann nutzt den Wirecard-Skandal als frischen Stoff für die Content Alliance: TV Now zeigt die Ufa-Verfilmung, die Nico Hofmann kürzlich in der "FAS" ankündigte. Das Konzept des Doku-Dramas stammt u.a. von Georg Meck, Ressortleiter Wirtschaft der "FAS" und der freien Journalistin Bettina Weiguny. Die Ufa entwickelt außerdem ein Format mit sechs 45-minütigen Folgen, das an die Geschehnisse nach der Doku anknüpft. Dazu kommt ein Podcast, den die Audio Alliance für Audio Now produziert.
presseportal.de, derstandard.at, turi2.de (Background)

Warner Media untersucht die Show von Ellen DeGeneres.

Be (un)kind: Warner Media untersucht die Arbeitsbedingungen der Ellen DeGeneres-Show, einer der erfolgreichsten Sendungen im US-Fernsehen. Laut Ex-Mitarbeiter*innen habe am Set ein "toxisches Klima" geherrscht, auch rassistische Äußerungen seien gefallen. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen drei Produzenten, aber auch DeGeneres selbst soll ihrer "Feel-Good-Marke nicht gerecht werden". Warner will aktuelle und ehemalige Angestellte dazu interviewen.
faz.net, variety.com

Zitat: Jörg Wontorra über das Aus seines Fußball-Talks bei Sky.

„Ich höre auf und werde in Ruhe schauen, ob ich überhaupt noch einmal etwas machen möchte oder die TV-Karriere auslaufen lasse.“

Sport-Moderator Jörg Wontorra, 71, will sich nach dem Ende seines Fußball-Talks bei Sky noch nicht festlegen, ob er dem Fernsehen für immer den Rücken kehrt. Sendungen aus dem Home-Office "könnte man sich noch einmal überlegen."
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Studie: Kinder nutzen gern klassische Medien.

Stay classy: Kinder zwischen 4 und 13 Jahren nutzen gern klassische Medien, ergibt der Kinder Medien Monitor 2020. Sie hören und sehen mehrmals pro Woche Radio- und TV-Programme. Zudem lesen 77 % mehrmals die Woche Bücher, Magazine oder Comics - am liebsten auf Papier. 14 % der Kinder gelten aber auch als "Streamer" - sie sind in ihrem Medienkonsum- und Kommunikationsverhalten überwiegend digital geprägt.
kinder-medien-monitor.de

Hearst stellt das Magazin von Oprah Winfrey ein.


"Oh" dear: Hearst stellt zum Jahresende nach zwanzig Jahren überraschend "O, The Oprah Magazine" von und mit US-Medienikone Oprah Winfrey ein. Ab 2021 soll die Marke "digitalzentriert" werden, wie der Verlag mitteilt. Printausgaben seien weiter denkbar, in welcher konkreten Form stehe jedoch noch nicht fest. Denkbar seien vierteljährliche Spezialausgaben. Gründe für die Einstellung nennt Hearst nicht. Die "New York Post" schreibt, das Heft habe zwar noch 2,3 Mio Auflage, der besonders profitable Einzelverkauf sei zuletzt aber auf knapp 250.000 Hefte im Monat gefallen.

Oprah Winfrey hatte das Heft gemeinsam mit Hearst im Jahr 2000 gestartet und zur Bestzeit eine Auflage von über 3 Mio erreicht. In den USA ist "O, The Oprah Magazine" eines der bekanntesten Magazine und bildet einen wesentlichen Baustein der Medienmarke, die Oprah Winfrey rund um ihre Person aufgebaut hat. Das Heft gilt als Prototyp für das Segment der Personality-Magazine.
sueddeutsche.de, rnd.de, nypost.com

Ex-P7S1-Chef Jürgen Hörner, 55, ist tot.

Jürgen Hörner, 55, ist tot. Der einstige Geschäftsführer und langjährige Manager von ProSiebenSat.1 starb am Freitag an Herzversagen, meldet DWDL. Hörner verließ P7S1 2013, zwei Jahre darauf startete er mit eoTV einen eigenen Sender, der allerdings in die Insolvenz geriet und Anfang 2020 verkauft wurde. Die Gründung habe er laut DWDL aber "nicht bereut".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Das Verlassen der Komfortzone hat Reinhold Beckmann oft weitergebracht.

Hör-Tipp: "Das Verlassen der Komfortzone ist wichtig", sagt TV-Moderator Reinhold Beckmann im Podcast On the Way to New Work. In seinem ersten Podcast-Interview erzählt Beckmann davon, wie er bei seinem Zivildienst in einer Jugend-Bildungsstätte Blut geleckt hat, "was mit Medien" zu machen. Als Azubi zum Radio- und Fernsehtechniker ist er über die Dächer Kölns geklettert, um Antennen auszurichten, und hat einen Piratensender betrieben, als die Stollwerck-Schokoladenfabrik abgerissen werden sollte. Über den Schnitt landete Beckmann beim TV, wo er als Fußball-Kommentator ins kalte Wasser geworfen wurde. Mit "Bauchschmerzen" wurde er Sportchef beim damals neuen Pay-TV-Sender Premiere, erlebte dort einen großen "Aufbruchsgeist" und hat mit Superzeitlupen und Daten-Analyse den technischen Wandel im Fußball mitgeprägt.
newwork.podigee.io (70-Min-Audio)

US-Moderator Regis Philbin, 88, ist tot.

Regis Philbin, 88, ist tot. Der US-Moderator starb bereits am Freitag, wie seine Familie dem "People"-Magazin bestätigt. Philbin war u.a. Gastgeber der US-Version von "Wer wird Millionär?" und steht mit mehr als 16.700 Stunden Sendezeit im "Guinnessbuch der Rekorde" - der höchsten US-Fernsehpräsenz aller Zeiten. Er ist mit einem Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood verewigt.
t-online.de, people.com

Hör-Tipp: Produktionen von Streamingdiensten zeigen mehr Diversität.

Hör-Tipp: Streamingdienste sind Vorreiter bei der Darstellung von Diversität, beobachtet der "Breitband"-Podcast mit den Gesprächsgästen Thomas Lückerath, DWDL-Chefredakteur, und dem Sozialpsychologen Mathias Kauff. Das breitere Gesellschaftsbild in den Produktionen ist auch eine Strategie, sagt Lückerath (Foto): "Wenn ich der Erste bin, der das Thema besetzt, habe ich natürlich die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe." Diversität in Filmen kann Vorurteile reduzieren, sagt Kauff.
ondemand-mp3.dradio.de (16-Min-Audio), deutschlandfunkkultur.de

Lese-Tipp: QVC macht die Moderationscrew zur Vertrauensperson.

Lese-Tipp: Homeshopping-Sender QVC passt sich für den Erfolg "vorbehaltlos" der Kundschaft an, schreibt das "Manager Magazin". Kaum ein Einzelhandelsunternehmen sei so geschickt darin, einen Bedarf nach einem Produkt zu wecken. Digitale Angebote könnten dem TV-Sender künftig immer mehr Konkurrenz machen. Doch Influencer*innen agierten "sehr viel schamloser" als die QVC-Moderator*innen, die für das TV-Publikum als "Vertrauensperson" fungierten.
"Manager Magazin" 8/2020, S. 63-66 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tele-Seller Sascha Heyna beantwortet für die turi2 edition #9, in der er über die Geisterstunde im TV spricht, den turi2.tv-Fragebogen (November 2019).

ZDF will bei Übersetzungen auch die fremdsprachige Original-Sequenz zeigen.

ZDF will bei Übersetzungen von fremdsprachigen O-Tönen künftig auch den zur Voice-Over passenden Original-Wortlaut zeigen. Zuvor hatte Correctiv kritisiert, dass das ZDF bei Übersetzungen Aussagen häufig verdichtet hatte. Zum Teil wurden bei Übersetzungen O-Töne gezeigt, die im Interview an anderer Stelle vorkamen.
journalist.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Kitzbüheler Tourismus sponsert ARD-Schlagershow mit über 370.000 Euro.


Schunkel-Sponsoring: Die ARD-Musikshow Schlager, Stars & Sterne mit Florian Silbereisen geht morgen mit finanzieller Unterstützung der Tourismus-Wirtschaft in Kitzbühel auf Sendung, berichtet der "Spiegel". Zur Live-Show von einem Berg­see steuern Kitzbühel Tourismus, der Tou­ris­mus­ver­band Kitz­bü­he­ler Al­pen, die Stadt und die Bergbahn AG schlappe 371.597 Euro an Produktionshilfe bei. Kitzbühel Tourismus übernimmt allein rund 60.000 Euro Hotelkosten. Der verantwortliche MDR sieht den Zuschuss "im Ein­klang mit den ARD-Wer­be­richt­li­ni­en". Zu Beginn und am Ende werde ein Hinweis eingeblendet. ARD-Kritiker*innen werden die werbetauglichen Kameraeinstellungen wohl sehr genau zählen.

Die ARD-Werberichtlinien sehen Produktionshilfen als Produktplatzierung an, wenn sie mehr als 1 % der Produktionskosten ausmachen. Sie sind in Unterhaltungssendungen zwar grundsätzlich zulässig, allerdings muss die redaktionelle Unabhängigkeit gewahrt bleiben. Als Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht der Fall ist, führt die ARD unter anderem die grundlose Produktnennung auf oder wenn das Konzept der Sendung darauf zugeschnitten ist, dass ein Dienstleister sein Produkt präsentieren kann. (Foto: ARD / JürgensTV / Dominik Beckmann)
"Spiegel" 31/2020, Seite 67 (Paid), spiegel.de, ard.de (Werberichtlinien)

Disney integriert die Fox Networks Group Germany in seine Deutschland-Tochter.

Disney schluckt wie erwartet auch die deutsche Tochter von Fox, schreibt "Clap". Die bisherige Fox Networks Group Germany ist Ende Juni vollständig in die deutsche Disney-Tochter aufgegangen. Die Mitarbeiter*innen sollen in Kürze vom ehemaligen Fox-Büro innerhalb Münchens unter das Dach von Disney umziehen. In Deutschland betreibt Fox unter anderem den Serien-Sender Fox Channel sowie den Doku-Kanal National Geographic und dessen Ableger.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Meinung: Ausfallfonds bleibt vorerst hinter Erwartungen der Filmwirtschaft zurück.

Cliffhanger: Das Ausfallfonds-Konzept für die Filmwirtschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters erfüllt die Erwartungen der Branche nicht, schreibt Helmut Hartung. Das Papier sieht Hilfen nur für vom Bund oder der FFA geförderte Produktionen vor. Bis 30. Juni 2021 soll der Fonds "nicht versicherbare, typische Pandemierisiken" abfedern. Noch stehe nicht fest, ob sich Länder und Sender beteiligen werden.
"FAZ" S. 13 (Paid)

AGF erhebt erstmals Nutzung von Netflix, Amazon und YouTube auf Smart-TVs.

AGF veröffentlicht erstmals gemessene Zahlen für die Nutzung von Streaming-Angeboten auf Smart-TV-Geräten. Von durchschnittlich 216 Minuten TV-Inhalten pro Tag entfallen 7 Minuten auf Netflix, 4 Minuten auf Amazon Prime Video und 3 Minuten auf YouTube. Die 14- bis 29-Jährigen schauen bei nur 64 Minuten TV-Nutzung pro Tag 12 Minuten Netflix und 6 Minuten YouTube auf dem großen Bildschirm. Die AGF erhebt die Werte mit Mess-Routern in 590 Haushalten, bis Ende 2020 sollen es rund 1.000 sein. AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf sieht das Projekt bei "Horizont" als Chance, "sukzessive weitere Messlücken" zu schließen.
dwdl.de, horizont.net (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich bin schon eher ein ganz klassischer TV-Nutzer", sagt AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf. (9/2019)

Video-Tipp: Friedrich Küppersbusch mag lange Netz-Talks, auch wenn sich Gäste erst “leer reden” müssen.

Video-Tipp: TV-Produzent Friedrich Küppersbusch lobt im Radioeins-Medienmagazin lange Gesprächsformate im Netz als Gegenstück zum "hochnervösen Berliner Tages-Journalismus" - auch wenn sich die Protagonisten manchmal erst "20 Minuten leer reden" müssen. Mit Jörg Wagner spricht Küppersbusch auch über Interviewführung mit Populisten und berichtet von seiner YouTube-Show LockerRoom, mit der er die Corona-Pause überbrückt.
youtube.com (24-Min-Video)

ZDF startet zwei neue True-Crime-Formate.

ZDF startet zwei neue True-Crime-Formate namens "Das Böse im Menschen" und "Tod in..." mit Sven Voss und Lydia Benecke. Die erste Staffel von "Das Böse im Menschen" umfasst vier Episoden und läuft ab 27. Juli im ZDF-Nachtprogramm, bereits einen Tag vorher stehen die Folgen in der ZDF-Mediathek. Für "Tod in...", ebenfalls vorerst mit vier Folgen angesetzt, gibt es noch keinen offiziellen Sendetermin.
digitalfernsehen.de

Meinung: Sat.1-Doku “Mütter machen Porno” funktioniert nicht.

Sat.1 tut sich mit der Doku Mütter machen Porno keinen Gefallen, findet Berit Dießelkämper. Das Format, in dem fünf Mütter einen Porno für ihre Kinder konzipieren und das am Mittwochabend zur Prime-Time ausgestrahlt wird, funktioniere nicht - den jungen Menschen höre "mal wieder niemand zu". Zudem würden sexuelle Vorlieben wie ein Dreier als "nicht normal" abgewertet und wenig einfallsreich "das Internet" als Problem identifiziert. Das Konzept, "mit einem selbstgedrehten Porno jungen Menschen zu einem nach Mutter-Maßstäben korrekten Verständnis von Sex zu verhelfen", scheitere.
jetzt.de

Frauen beschuldigen Fox-News-Moderatoren der sexuellen Belästigung.

Fox News steht vor dem nächsten Sex-Skandal: Zwei Frauen werfen Moderatoren sexuelle Belästigung vor, darunter Tucker Carlson und Sean Hannity. Der dritte Beschuldigte, Korrespondent Ed Henry, ist Anfang des Monats wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung entlassen worden. Fox News sieht die Vorwürfe gegen Carlson und Hannity durch eine eigene Untersuchung widerlegt. Die Frauen klagen seit Montag in New York gegen die Moderatoren.
spiegel.de, guardian.com

ARD-Serie “Um Himmels Willen” dreht wegen Corona ohne Horst Sachtleben, 89.

ARD-Serie "Um Himmels Willen" dreht ihre 20. Staffel ohne Horst Sachtleben, 89. Grund: Der Dreh sei für den Schauspieler aufgrund von Corona und seines Alters zu gefährlich. Zudem kann Sachtleben am Set keine Maske tragen, weil es für ihn "zu anstrengend" sei. Sachtleben ist seit dem Start der Show vor 18 Jahren als "Bischof Rossbauer" dabei; alle geplanten Szenen mit dem Serien-Seelsorger ließ Produzent Maik Homberger umschreiben.
"Bild", S. 4 (Paid)

Netflix startet Gesangs-Show mit Palina Rojinski.

Netflix lässt Palina Rojinski ab 7. August in der Show "Sing On! Germany" als "Party-Host" auftreten. In der Sendung kämpfen sechs Amateursänger*innen pro Folge um einen Jackpot; bewertet werden sie von einem "Voice Analyser", der anzeigt, ob sie die Töne treffen. Rojinski selbst will einstudierte Choreografien und Tänze vorführen - Erfahrung dafür bringt sie von der ProSieben-Show Got to Dance mit.
stern.de

RTL startet eine eigene Masken-Musiksendung.

The Masked Cover: RTL kontert den ProSieben-Erfolg "The Masked Singer" mit einem ähnlichen Format. Im August produziert der Sender "Big Performance - Wer ist der Star im Star?" bei der Prominente hinter Masken Songs darbieten. Anders als bei ProSieben schlüpfen sie dabei nicht in die Rollen von Phantasie-Figuren, sondern tarnen sich als die Original-Interpreten der Titel. Daniel Hartwich moderiert die Show.
dwdl.de