Viele Kinos stehen vor dem Aus.

Kinos droht eine Insolvenzwelle, schreibt Steffen Fründt. Derzeit würden alle Betreiber rote Zahlen schreiben, da die Kinos meist nur zu einem Viertel gefüllt werden dürfen. Der Branchenverband fordert daher eine Abstandsregel von nur einem Meter bzw. einem freien Sitz, um 50 % Auslastung zu ermöglichen. Da die staatlichen Hilfen nach Unternehmen und nicht nach Sälen gezahlt werden, sind größere Kinos stärker bedroht. Neben den Corona-Regeln macht den Kinos zu schaffen, dass viele Studios zögern, ihre Filme in die Kinos zu bringen. Die Hoffnung der Branche liege derzeit auf den neuen Bond-Film.
"Welt am Sonntag" (Paid)

Analyse: Christine Strobls CDU-Nähe.

Politikum: Daniel Bouhs beschäftigt sich mit der Frage, ob Christine Strobls CDU-Nähe Auswirkungen auf Ruf und Programm der ARD haben könnte. Strobl, künftige ARD-Programmdirektorin, ist familiär mit der Partei verbandelt - ihr Vater ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, ihr Ehemann Thomas Strobl Innenminister von Baden-Württemberg. Sie gilt auch in der Politik als "bestens vernetzt". Allerdings zeigte Strobl bisher kein großes Interesse an journalistischen Formaten, sondern eher an Fiktion - was auch künftig eine ihrer Hauptaufgaben sein wird. Für journalistische Entscheidungen ist der ARD-Chefredakteur zuständig - der gestern ebenfalls neu berufene Oliver Köhr.
ndr.de, turi2.de (Background)

Russische Raumfahrtbehörde plant Film-Dreh im All.

Die Welt ist nicht genug: Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will nächstes Jahr im Weltall drehen. Der geplante Spielfilm soll den Beruf des Kosmonauten "heroisieren" und so für die Raumfahrt werben. Der staatliche Fernsehsender Perwy Kanal produziert den Film, für den die Schauspieler*innen mit einer Sojus-Kapsel zur ISS fliegen. Auch die USA planen einen All-Streifen, Tom Cruise soll genauso an Bord sein wie Elon Musk.
spiegel.de

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"Und täglich grüßt das Murmeltier" in der Hochzeits-Edition. Ab heute läuft die Dramödie "Hello Again – Ein Tag für immer" in den Kinos. Darin muss eine Frau jeden Tag aufs Neue die Hochzeit ihres besten Freundes ertragen. Zeitschleifen-Comedy mit ernstem Unterton. Weitere Kino-Tipps finden Sie hier.

AG Dok demonstriert für mehr Doku-Sendeplätze vor dem HR.

AG Dok veranstaltet in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Flashmob vor dem Sendergebäude des HR. Sie kritisieren, dass der Sender zu wenige unabhängige Dokumentarfilme zeige. Auf einer Leinwand liefen Ausschnitte, Kurzfilme und Trailer von hessischen Dokumentarfilmen, die beim HR keine Chance bekommen hätten. Der Sender ist laut AG Dok das Schlusslicht der Sender, was Doku-Sendeplätze angeht.
faz.net

Das Erste zeigt im November “Gott” von Ferdinand von Schirach.

Das Erste_150Gott im TV: Das Erste zeigt im November eine Verfilmung des neuen Theaterstücks "Gott" von Ferdinand von Schirach, produziert von der Constantin-Tochter Moovie. "Gott" greift die ethische Frage auf, ob ein 78-jähriger, gesunder Mann sich mithilfe eines Medikamentes und einer Ärztin selbst das Leben nehmen darf. Im Anschluss wird die Frage auch bei "Hart aber fair" behandelt. Im ORF und SRF soll der Film parallel zu sehen sein.
dwdl.de

Jany Tempel bittet per Crowdfunding um Geld für Prozess gegen Dieter Wedel.

Spendenaufruf: Schauspielerin Jany Tempel bittet per Crowdfunding um Spenden für einen möglichen Prozess gegen Dieter Wedel. Tempel wirft dem Regisseur vor, sie in den 90er Jahren vergewaltigt zu haben. Tempel und zwei weitere Schauspielerinnen hatten die mutmaßlichen Übergriffe Anfang 2018 im "Zeit Magazin" öffentlich gemacht. Wedel bestreitet die Taten.
bild.de (Paid), turi2.de (Background), gofundme.com (Spenden-Seite)

Neue Produktionsfirma von Herbert L. Kloiber sieht sich unter den großen Playern.

Große Ambitionen: Night Train Media, die neue Produktions­firma von Herbert L. Kloiber, Sohn von Ex-Film­händler Herbert G. Kloiber, will "einer der größten deutschen Markt­teilnehmer in der internationalen Film- und Serien­produktion" werden, sagt Kloiber Junior im "Handelsblatt". Als aktiven Gesell­schafter hat er sich Philipp Haindl an Bord geholt, der mit seiner Holding Serafin bisher vor allem in Mittel­ständler investiert. Die Firma setzt auf den Inhalte-Hunger der Streaming-Dienste und ist auch für Zukäufe offen.
"Handelslatt", S. 44 (Paid)

Oscars führen neue Regeln ein, um vielfältiger zu werden.

Oscars wollen diverser werden. Für eine Nominierung als bester Film müssen Produktionen ab 2024 ihre Vielfalt in mindestens zwei von vier Bereichen nachweisen - bei der Besetzung, der Filmcrew, dem Marketing-Team oder der Talentförderung. In der Vergangenheit wurden die Oscars für ihren Mangel an Diversität stark kritisiert. Auch die Berlinale hatte vor zwei Wochen Reformen angekündigt und vergibt 2021 erstmals genderneutrale Preise.
sueddeutsche.de, oscars.org, turi2.de (Background)

Zitat: Schauspielerin Martina Gedeck traut auch Älteren mehr als Feelgood-Filme zu.

"Ich finde, die über 70-jährigen Zuschauer werden unterschätzt, wenn man meint, sie im Fernsehen ständig nur mit 'Feelgood'-Filmen unterhalten zu müssen."

Schauspielerin Martina Gedeck sagt im "Welt"-Interview, die ARD-Serie Oktoberfest 1900, in der sie die Hauptrolle spielt, ist entgegen des Titels gerade keine "Kitsch-Schmonzette". International läuft das Drama unter dem Titel "Oktoberfest – Blood and Beer".
welt.de (Paid)

Netflix plant eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.


Keeping up with the Royals: Meghan und Harry werden bei "einem gewissen Prozentsatz der von ihnen produzierten Sendezeit" bei Netflix auch vor der Kamera stehen, schreibt die "Bild am Sonntag" über Details aus ihrem 135-Mio-Deal mit dem Streamingdienst. Welche und wie viele Sendungen das royale Paar liefern muss, sei noch ungeklärt - "bei einem Vertrag dieser Größenordnung eher ungewöhnlich", schreibt die Sonntagszeitung. Netflix wollte im Bieter-Rennen mit Rivale Disney+ "schnell und unbedingt den Zuschlag". Geplant sei u.a. eine Reality-Show über das Leben von Meghan und Harry in Kalifornien.

Die Zusammenarbeit solle ähnlich wie beim Netflix-Deal mit den Obamas sein. Meghan arbeite u.a. an einem Drehbuch für eine Kinderserie, geplant sei zudem eine Sendung über die Invictus Games, eine Olympiade kriegsversehrter Soldat*innen - ein "Herzensprojekt" von Harry.
"Bild am Sonntag", S. 44 (Paid), turi2.de (Background)

“Gegen die Wand”: Schauspieler Birol Ünel, 59, ist tot.

Birol Ünel, 59, ist tot. Der Schauspieler starb am Donnerstag nach schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Berlin. Bekannt wurde er durch den Film "Gegen die Wand" von Fatih Akin im Jahr 2004. 2008 gab Birol Ünel bekannt, Alkoholiker zu sein. Weil er mit dem Gesetz in Konflikt geriet, musste er mehrfach ins Gefängnis. Eine seiner letzten Rollen spielte er 2019 in dem Film Deutschland ist... Heim an der Seite von Sibel Kekilli.
rbb24.de, bz-berlin.de

“NYT”: Prinz Harry und Herzogin Meghan unterzeichnen einen Mega-Deal mit Netflix.


Megflix nach Megxit: Netflix hat einen Mega-Deal mit Prinz Harry und Herzogin Meghan geschlossen, berichtet die "New York Times". Das Paar habe zuvor eine eigene Produktionsfirma gegründet und wolle u.a. Dokumentationen und Kinder­sendungen exklusiv für den Streamingdienst produzieren. Ihr Fokus soll nach eigenen Angaben dabei besonders auf "Inhalten, die informieren, aber auch Hoffnung geben" liegen.

Ein Comeback als Schauspielerin schließt Meghan, die vor ihrer Beziehung mit Prinz Harry u.a. durch die Serie "Suits" bekannt wurde, aus. Vor der Kamera werde sie jedoch in Dokumentationen zu sehen sein. Über den Wert des Mega-Deals, der über mehrere Jahre angelegt sein soll, schweigen beide Seiten.
nyt.com, rnd.de

Video-Tipp: Walulis erklärt die bayerische TV-Klischee-Karriere.

Bayern Raute150Video-Tipp: Warum fahren viele so auf Bayern ab? Walulis erklärt das mit dem guten Fernseh-Image des Freistaates in der Tradition des Heimatfilms. Mehr als 40 Mio Euro gibt das Bundesland pro Jahr für die Film- und Fernsehförderung aus. Und die Tourismus-Lobby expandiert. Bürgermeister*innen und Hoteliers werden für Filmproduktionen geschult – damit vor der Kamera nicht nur die Bergkulisse sitzt.
youtube.com (10-Min-Video)

Zahl des Tages: Blockbuster “Tenet” hat in Deutschland bisher 3,2 Mio Euro eingespielt.

Zahl des Tages: Ermutigende 3,2 Mio Euro hat der Endzeit-Blockbuster Tenet von Regisseur Christopher Nolan am Wochenende in Deutschland eingespielt. Seit Mittwoch wurden 380.000 Kinotickets verkauft. Weltweit kommt der Film laut Variety auf ein Ergebnis von 53 Mio Dollar. Dem Film gelingt damit der bisher erfolgreichste Kinostart in der Corona-Krise.
spiegel.de

Bewegtbildstudie: 54 % der Deutschen streamen mindestens einmal im Monat.

Streaming-Dienste können weiter zulegen: Die Nutzer*innen schalten täglich im Schnitt 55 Minuten ein, 20 Minuten mehr als noch vor drei Jahren, sagt die Bewegtbildstudie 2020 von "TV Spielfilm" und der GfK. 54 % der Deutschen nutzen mindestens einmal im Monat ein Streaming-Abo, bei den unter 30-Jährigen liegt die Zahle bei 82 %. 47 % der Befragten sind davon überzeugt, dass Streaming klassisches TV auf lange Sicht ablösen wird.
burda.com

Lese-Tipp: Die “Zeit” und Mario Adorf arbeiten den Fall Bruno Lüdke auf.

Lese-Tipp: Die "Zeit" und Mario Adorf arbeiten gemeinsam den Fall Bruno Lüdke auf - die Geschichte eines zu Unrecht verurteilten, angeblichen Serienmörders. Adorf verkörperte ihn 1957 im Film Nachts, wenn der Teufel kam. Für Adorf war der Film Beginn seiner Weltkarriere, heute sagt er: "Ich habe als Schauspieler diesem Bruno Lüdke Unrecht getan. Ich leide darunter."
zeit.de (Paid)

Zitat: Leslie Malton kritisiert genderneutrale Preise der Berlinale.

"Die Berlinale versucht mit ihrer Entscheidung politisch korrekter zu sein als korrekt und erweist den wichtigen Zielen zur Erreichung von Gender- und Diversitätsgerechtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes einen Bärendienst."

Leslie Malton, Schauspielerin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Schauspiel, ist nicht glücklich über die Pläne der Berlinale, genderneutrale Preise einzuführen. Auch Pro Quote übt Kritik: Sinnvoller sei ein Preis für "gendersensible Darstellung".
dwdl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Matthias Schweighöfer kann nur Unterhaltung, Schule ist nicht sein Ding.

"Corona war gruselig für unsere Unterhaltungs­branche. Ich bin nicht gut in handwerklichen Tätigkeiten oder so etwas, ich kann nur Unterhaltung und die Branche war über Wochen tot."

Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer sagt im "Emotion"-Interview, dass er seinen Kindern auch beim Homeschooling keine große Hilfe ist und Elternabenden lieber fern bleibt.
"Emotion" 9-10/2020 (Vorabmeldung)

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sebastian Pufpaff schreibt über Dean Martin.


Der heißt wirklich so: Sebastian Pufpaff ist Kabarettist, Moderator und Entertainer, bekannt aus der ZDF-“heute-show” oder seiner 3sat-Sendung “Pufpaffs Happy Hour”. Für die turi2 edition #12 schreibt er über Unterhaltungs-Legende Dean Martin. Der “King of Cool” ist für Pufpaff Antiheld und Vorbild zugleich. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

Nico Hofmann kritisiert unzureichende Hilfen für Film- und TV-Branche.

Film- und Fernsehbranche ist "eine Milliardenindustrie mit Tausenden Beschäftigten, die auf der Straße stehen, wenn nichts passiert", sagt Produzent Nico Hofmann im Interview der "Bild am Sonntag" und kritisiert, alle anderen europäischen Länder hätten in der Krise für die Filmbranche "bessere Lösungen hinbekommen". Er habe gedacht, Deutschland komme nach dem Lockdown schneller wieder "in die Normalität".
"Bild am Sonntag", S. 46 (Paid)

Netflix testet eine Zufalls-Funktion.

Netflix will die von Musik-Playern bekannte Zufalls-Funktion ins Video-Streaming überführen. Die Online-Videothek testet eine entsprechende Option in verschiedenen Ländern in unterschiedlicher Ausgestaltung. Nutzer*innen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, was sie als Nächstes ansehen, bekommen einen zufälligen Film oder eine Serien-Folge gezeigt.
horizont.net, theverge.com

Die “Süddeutsche Zeitung” produziert mit Constantin künftig TV- und Kino-Filme.


Filmreif: Die "Süddeutsche Zeitung" kooperiert künftig mit Constantin Film. Autoren der Zeitung beraten die Produzenten und Drehbuchautoren des Filmproduzenten exklusiv bei Filmprojekten. Als erstes gemeinsames Projekt kündigen die neuen Partner eine dreiteilige Dokumentation über die Loveparade an. Als Co-Autor arbeitet daran "Süddeutsche"-Redakteur Bernd Dörries mit, der 2010 bei der Katastrophe in Duisburg vor Ort berichtet hat. Als weiteres Projekt geplant ist eine TV-Film-Reihe mit dem Titel "German Crime", die Kriminalfälle der vergangenen 30 Jahre erzählt und Hintergründe aus "SZ"-Recherchen" einfließen lässt.

"SZ"-Geschäftsführer Stefan Hilscher sagt: "Die 'Süddeutsche Zeitung' hat spannende Stoffe, deren Übersetzung in TV und vielleicht sogar Kinofilme lohnt." Oliver Berben von Constantin meint: "Das wahre Leben schreibt vielfach die besten Geschichten. Daraus fakten-basierte, zeitgemäß und hochwertig produzierte Formate zu erschaffen, die die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch informieren, darauf freuen wir uns sehr."
new-business.de

Zitat: Matthew McConaughey ist wütend über die Politisierung von Corona.

"Wie viele andere auch, bin ich desillusioniert, eigentlich ziemlich wütend darüber, wie Covid politisiert wurde."

Oscar-Preisträger Matthew McConaughey kritisiert in einem Video-Gespräch mit dem Virologen Anthony Fauci, dass die Pandemie politisch instrumentalisiert wird.
spiegel.de, instagram.com (42-Min-Video)

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@niaid @nihgov

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Schauspielerin und Aufklärerin Ruth Gassmann, 85, ist tot.

Ruth Gassmann, 85, ist tot. Mitte bis Ende der 60er Jahre spielte Gassmann die Hauptrolle in den Helga-Aufklärungsfilmen, in denen sie den Deutschen erklärte, wo Babys herkommen. In der Bundesrepublik und weltweit schauten der Schauspielerin Millionen Menschen dabei zu. Ruth Gassmann arbeitete später u.a. als Regieassistentin an der Oper des Saarbrücker Staatstheaters.
spiegel.de

Nico Hofmann und Henning Tewes fordern einen 50-Mio-Ausfallfonds.

Vollkasko-TV: Ufa-Chef Nico Hofmann (Foto) und RTLs TV-Now-Chef Henning Tewes fordern in einem Gastbeitrag in der "FAZ" einen Ausfallfonds für TV- und Filmproduktionen nach dem Vorbild einer Kaskoversicherung. Sender und Produzent sollen jeweils 10 % der gemeldeten Schadenssumme selbst zahlen. Eine unabhängige Stelle soll die Schadenssumme ermitteln. Die Deckungssumme von 50 Mio Euro soll von den Ländern kommen.
faz.net via dwdl.de

Disney meldet Nettoverlust und wirbt mit “Mulan” für den Streamingdienst.


Der Zauber ist verflogen: Disney fährt im abgelaufenen Quartal einen Nettoverlust von 4,7 Mrd Dollar. Der Umsatz sinkt um 42 % auf 11,8 Mrd Dollar. Besonders drastisch betroffen ist das normalerweise lukrative Geschäft mit Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe und Ladengeschäften, die in der Pandemie geschlossen hatten oder im Hafen lagen. In diesem Segment fiel der Umsatz um 85 % von 6,6 Mrd auf nur noch 983 Mio Dollar.

Auch geschlossene Kinos weltweit verhageln Disney die Bilanz, der Umsatz der Filmsparte fällt um mehr als 50 %. Viele Produktionen wurden verschoben oder abgesagt. Als Notnagel bringt Disney seine Neuverfilmung des Trickfilms "Mulan" ohne Umweg übers Kino ins Heimkino. Ab dem 4. September soll die 200 Mio Dollar teure Produktion in den USA sowie in einigen europäischen Märkten auf über den eigenen Streaming-Dienst Disney+ abrufbar sein. Jedoch nicht im Rahmen des Abos, sondern für rund 30 Dollar Aufpreis.
faz.net, spiegel.de, hollywoodreporter.com (Mulan)

ARD pocht auf Ausfallfonds für Filmwirtschaft.

ARD unterstützt die Forderung nach einem staatlichen Ausfallfonds für Produktionsfirmen, teilt MDR-Intendantin und ARD-Filmintendantin Karola Wille mit. Es müsse "gelingen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten". Die ARD kündigt an, statt bis Ende Juli bis Ende August 50 % der durch Corona entstehenden Mehrkosten bei ihren Produzent*innen zu übernehmen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Zitat: ARD-Filme bleiben weitgehend Corona-frei, verspricht Volker Herres.

"Sie werden auch in näherer Zukunft selten Masken und Desinfektionsmittel in Filmen sehen."

Volker Herres, Programmdirektor vom Ersten, sieht Corona in Serien und Filmen auch künftig höchstens in einer Nebenrolle. Die Pandemie passe nicht "in den Kosmos" einiger Formate, außerdem könne sich die Lage in den Monaten zwischen Produktion und Ausstrahlung erheblich verändern.
medienpolitik.net

Hör-Tipp: Palina Rojinski mag das Rampenlicht nicht so gerne.

Hör-Tipp: Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski steht gar nicht so gerne im Rampenlicht. "Ich bin eigentlich eher schüchtern", erzählt sie im Podcast Hotel Matze. Das stehe jedoch im Konflikt zu ihrer Vorliebe, mit anderen Menschen Spaß zu haben. Zudem spricht sie über Anspruch, Fleiß und bewusste Pausen. Ihren russischen Wurzeln verdankt Palina ihre Gastgeber-Mentalität und wünscht sich mehr Freundlichkeit im Miteinander.
mitvergnuegen.com (85-Min-Audio)

Bertelsmann Content Alliance bereitet den Wirecard-Skandal auf.

Bertelsmann nutzt den Wirecard-Skandal als frischen Stoff für die Content Alliance: TV Now zeigt die Ufa-Verfilmung, die Nico Hofmann kürzlich in der "FAS" ankündigte. Das Konzept des Doku-Dramas stammt u.a. von Georg Meck, Ressortleiter Wirtschaft der "FAS" und der freien Journalistin Bettina Weiguny. Die Ufa entwickelt außerdem ein Format mit sechs 45-minütigen Folgen, das an die Geschehnisse nach der Doku anknüpft. Dazu kommt ein Podcast, den die Audio Alliance für Audio Now produziert.
presseportal.de, derstandard.at, turi2.de (Background)

Constantin Film verkauft “Black Beauty” an Disney+.

Constantin Film reitet mit der Neuverfilmung des Pferde-Romans Black Beauty am Kino vorbei direkt zu Disney+. Der Streamingdienst kauft die internationalen Rechte an der Co-Produktion von Constantin und JB Pictures von Jeremy Bolt. Der bereits fertige Film soll Ende des Jahres laufen. Die Stimme des schwarzen Pferdes spricht in der englischen Fassung Schauspielerin Kate Winslet.
presseportal.de, hollywoodreporter.com, cnet.com (Winslet)