Casting-Agenturen suchen auf neuen Wegen nach diverseren Darstellerinnen.

Diversity: Casting-Agenturen suchen auf neuen Wegen nach Darstellerinnen of Color, mit Migrationshintergrund oder aus der LGBTQIA+-Community. An Schulen oder in Jugendzentren versuchen sie, geeignete Schauspielerinnen für Film- und TV-Produktionen zu finden. Grund: Viele Filmschaffende wollen eine diverse Gesellschaft abbilden, geeignete (Laien-)Darstellerinnen sind aber kaum durch Agenturen vertreten.
sueddeutsche.de (Paid)

Dokumentarfilmer Marc Wiese geht juristisch gegen die “Zeit” vor.

Doku-Streit: Dokumentarfilmer Marc Wiese (Foto) geht juristisch gegen die "Zeit" vor, schreibt Michael Hanfeld. Wieses Anwalt habe am Montag eine einstweilige Verfügung gegen die Wochenzeitung beantragt. Hintergrund: Die "Zeit" wirft Wiese Ungereimt­heiten in dessen Doku "Die Unbeugsamen" vor, die laut Wiese auf einem Verständnisfehler beruhen. Die "Zeit" rückt nicht von ihrem Bericht ab.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Zitat: Maren Kroymann fordert mehr Mut bei der Darstellung von Homosexualität.

"Ich glaube sogar, dass im deutschen Fernsehen Schwule oft mit heterosexuellen Schauspielern besetzt werden, um den Ekel zu neutralisieren. Nach dem beruhigenden Motto: Wenigstens ist der Darsteller nicht homosexuell!"

Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann sagt im Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", dass bei der Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe in Kino und Fernsehen derzeit "eher ein Pseudo-Realismus" regiert, den man als "geschönte Realität" darstellt.
waz.de (Paid) via bild.de

Netflix schließt mit Sony einen Exklusiv-Deal ab.

Netflix LogoNetflix sichert sich Zugriff auf die Filme von Sony Pictures. Ab 2022 darf Netflix für vier Jahre alle Sony-Kinofilme als erster Streaming-Anbieter 18 Monate exklusiv zeigen. Für Filme, die Sony direkt als Streams anbieten will, erhält Netflix ein Vorkaufsrecht. Beobachterinnen gehen davon aus, dass Netflix insgesamt rund 1 Mrd Dollar zahlt. Für den Netflix ist der Deal wichtig, da immer mehr Studios auf eigene Streaming-Angebote setzen und Netflix so Konkurrenz machen und gleichzeitig von Material abschneiden.
heise.de

Chinas Regierung will Kultur und Medien weltweit steuern.

Volle Kontrolle: "Die weltweite Steuerung von Medien und Kultur hat für China heute höchste politische Priorität", analysiert Lena Deuber in der "Süddeutschen Zeitung". Besonders stark sei die Filmbranche betroffen, weil Chinas Marktmacht dort die Einflussnahme leicht mache. Die Regierung investiere zudem Milliardenbeträge in die Kooperation mit Medien. Das führe nicht nur zu positiver Berichterstattung, sondern setze auch Themen, die der Führung wichtig sind, auf die Agenda.
sueddeutsche.de (Paid)

Basta: Herr der Ringe auf russisch.

Mein Schatz: Eine 30 Jahre lang verschollene Herr-der-Ringe-Verfilmung aus Russland erwacht auf YouTube zu neuem Leben. Der Sender 5TV lädt das Werk in zwei Teilen ohne Angabe von Gründen hoch. Fantasy-Fans müssen dafür zwar kein Elbisch lernen, Russisch könnte aber nicht schaden: YouTubes Übersetzungsfunktion stottert nicht nur bei grunzenden Orks.
t3n.de, youtube.com (Teil 1), youtube.com (Teil 2)

Basta: Oscar-Filme sind kaum bekannt.

Keiner weiß, wie ich heiß: Die Oscar-Filme haben in diesem Jahr ein besonders großes Bekanntheits­problem, besagt eine Studie. Z.B. haben nur mickrige 18 % der "aktiven Entertainment-Konsumenten" vom meistnominierten Film Mank gehört. Statt dem Hashtag #OscarSoWhite, der vor fünf Jahren wegen fehlender Diversität die Verleihung gezeichnet hat, droht in diesem Jahr wohl eher ein #OscarSoWhat.
sueddeutsche.de

Zitat: Schauspieler Bruno Alexander will den Boris Becker hinter den Schlagzeilen zeigen.

"Ich will mit meiner Darstellung diejenigen begeistern, die mit Boris Becker groß geworden sind, und diejenigen, die ihn hauptsächlich aus den Schlagzeilen kennen, einladen, den Menschen dahinter zu entdecken."

Schauspieler Bruno Alexander, 22, verkörpert im RTL-Film "Der Spieler" den jungen Boris Becker. Als das Angebot kam, musste er erstmal genauer recherchieren – und Tennis-Training nehmen.
stern.de, kommunikation.mediengruppe-rtl.de

BGH verweist Prozess um “Das Boot”-Kameramann Jost Vacano zurück ans OLG.

Na denn man tau: Der Prozess um die Nach­vergütung von "Das Boot"-Kameramann Jost Vacano, 87, geht in die nächste Runde. Der BGH hat das Urteil des OLG München aufgehoben – der Prozess gegen Bavaria, WDR und einen Video­verwerter muss neu verhandelt werden. Es habe systematische Fehler bei der Berechnung der Nach­vergütung gegeben. Ähnlich entschied der BGH Anfang 2020 im Verfahren, das Vacano gegen die restlichen ARD-Anstalten führt.
dwdl.de, spiegel.de, bundesgerichtshof.de (Urteil), turi2.de (Background)

Ufa-Chef Nico Hofmann setzt künftig stärker auf Dokus.

DokUfa: Nico Hofmann, Ufa-Chef, sagt dem "Handelsblatt", dass er den Dokumentarbereich stärker ausbauen will. Es handele sich um "einen großen Markt, der in den nächsten Jahren noch weiterwachsen wird". Die Ufa komme gut durch die Krise, produziere mittlerweile wieder über 90 % ihrer Projekte und profitiere von der gestiegenen Fernsehnutzung. Sie habe sich schon früh mit der DFL über Hygiene-Konzepte beraten: "Was bei Christian Seifert die Trainerbank ist, sind bei uns die Filmteams."
handelsblatt.com

Das Berliner Startup “Cheex” will Pornos frauenfreundlicher machen.

Feministische Filmchen: Das Berliner Startup Cheex will Pornos aus der Schmuddel-Ecke holen und vor allem Frauen als Userinnen gewinnen. Denise Kratzenberg und Maximilian Horwitz haben das Startup 2020 gegründet und möchten auf der Filme-Plattform "einvernehmlichen und ästhetischen Sex" zeigen. Cheex garantiert, dass Darstellerinnen fair behandelt und bezahlt werden.
sueddeutsche.de (Paid)

Dokus können nicht immer die objektive Wirklichkeit zeigen, schreibt Susan Vahabzadeh.

Nichts als die Wahrheit: Nicht erst seit der gefälschten NDR-Doku Lovemobil (Foto) ist strittig, ob Dokumentarfilme objektiv die Wirklichkeit zeigen können, schreibt Susan Vahabzadeh in der "Süddeutschen Zeitung". Dokus sollen "schön anzusehen" und "einigermaßen schnell auf den Punkt kommen", das könne nicht gelingen, wenn "man tatsächlich nur mit einer Kamera in der Ecke steht und darauf wartet, dass etwas passiert". Daher sei es durchaus üblich, Szenen nachzudrehen. Hätte Elke Lehrenkrauss im Vorfeld klargestellt, die Ergebnisse ihrer Recherchen nicht mit echten Personen drehen zu können, wäre das noch legitim gewesen.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Film- und Musik-Verbände sehen durch neues Urheberrecht ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.


Wer hat am Urheberrecht gedreht? Die Anpassung des deutschen Urheberrechts an die EU-Richtlinie sorgt weiter für Streit. Mehrere Verbände melden sich zu Wort, weil sie ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet sehen und deuten Verfassungsklagen an, sollte das Gesetz beschlossen werden. Vaunet, Produzentenallianz, BVMI und VUT haben Verfassungsrechtler Christoph Möllers mit einem Gutachten beauftragt. Möllers äußert darin "harte verfassungsrechtliche Einwände" gegen den Gesetzesentwurf. Die Regierung gehe deutlich über die Vorgaben der EU-Richtlinie hinaus und greife so womöglich einseitig ins Urheberrecht und damit die Berufsfreiheit ein. So wären zum Beispiel Torszenen aus Fußballspielen künftig kaum noch zu vermarkten. Grund: Bis zu 15-sekündige Video-Uploads sollen künftig ohne Zustimmung der Urheber erlaubt sein. "Wenn jeder sie ohne Nachfrage hochladen kann, verschieben sich die Gewichte automatisch zu den internationalen Plattformen und die vermarktbare Reichweite der Sender sinkt", sagt dazu der stellvertretende Vaunet-Vorsitzende Claus Grewenig, der in den Clips ein "wachsendes Geschäftsfeld" sieht.

Martin Moszkowicz, Chef von Constantin Film und Vorstandsmitglied der Produzentenallianz, sagt: "Aus Produzentensicht ist der Entwurf extrem unausgewogen". Er sieht exklusive Verwertungsrechte und damit die "Position gegenüber internationalen Plattformen im Ergebnis erheblich geschwächt". Florian Drücke, Vorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie kommentiert: "Man versucht jetzt den Kompromiss des Kompromisses des Kompromisses und ist bereit, unsere digitale Lizenzarchitektur nachhaltig zu zerstören." Das Kabinett hat den aktuellen Entwurf Anfang Februar beschlossen, kommende Woche berät der Bundestag erstmals darüber.
welt.de, dwdl.de

McKinsey: Hollywood gehen durch die Benachteiligung Schwarzer Mrd Dollar durch die Lappen.

Hollywood könnte jährlich rund 10 Mrd Dollar mehr umsetzen, wenn die Filmstudios Schwarze nicht benachteiligen würden, errechnet die Beratungsfirma McKinsey. Die Studios würden zu wenige Filme mit schwarzen Hauptdarstellerinnen erzählen und wenn, dann würden sie die Werke nicht ausreichend finanzieren. Dadurch gingen den Studios viele mögliche Einnahmen verloren.
mashable.com

Basta: Avatar ist jetzt wieder der erfolgreichste Film.

Die Büchse aus Pandora: "Avatar", der ehemals an den Kinokassen erfolgreichste Film aller Zeiten, ist, nachdem er nur noch der zweierfolgreichste Film aller Zeiten war, nun wieder der erfolgreichste Film aller Zeiten, könnte aber bald wieder nur noch der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten sein. Oder einfacher ausgedrückt: Disney macht sich weiter einen Spaß daraus "Avatar" und "Avengers: Endgame" abwechselnd wieder in die Kinos zu bringen.
theverge.com

Lese-Tipp: Blockbuster-Klone blühen im Internet auf.

Lese-Tipp: Sogenannte Mockbuster sind im Internet "Motoren eines ganzen Medienzweigs geworden", schreibt Nicolas Freund in der "Süddeutschen Zeitung". Trashfilme à la Piraten der Karibik imitieren bekannte Filme für wenig Geld und mit "möglichst ähnlichen Namen". Unvorsichtige Kund*innen halten die Werke beim Kauf für das Original. Die Streifen funktionieren über von Hollywood ignorierte Emotionen: "Empörung, Wut, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Schadenfreude." Das passe bestens zu den sozialen Netzwerken.
sueddeutsche.de

Basta: Alec Baldwin zeigt Twitter mal wieder den Vogel.

Rückzug, der Fünfte: US-Schauspieler Alec Baldwin hat genug von Twitter und spaßbefreiten Followern. Ironie funktioniere dort nicht mehr, weil die USA "gerade so ein verklemmter Ort" seien. Instagram eignet sich dafür wohl besser: Dort verkündet Baldwin nämlich seinen Twitter-Abgang – den inzwischen mindestens fünften. Auf Twitter laufen schon erste Wetten, wann der erneute Abschied vom Abschied kommt.
vanityfair.com, spiegel.de, instagram.com (10-Min-Video)

Meinung: Fangruppen werden einflussreicher und radikaler.

Mehr Macht, mehr Verantwortung: Fans sind häufig nicht mehr "Enthusiasten", sondern "Fanatiker", beobachtet Michael Moorstedt in der "Süddeutschen Zeitung". Früher hätten Fans vor allem Hysterie empfunden, heute erleben sie Selbstermächtigung. Werde der Gegenstand ihrer Anhängerschaft kritisiert, gelte dies als "Angriff gegen das Selbst und den eigenen Lebensentwurf". Die Reaktion der im Internet organisierten Fans sei dann häufig extrem, wie unlängst im Fall des BR-Moderators Matthias Matuschik.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Berlin als Filmkulisse für Moskau, Bagdad und Co.

Lese-Tipp: Berlin ist eine gefragte Serien-Kulisse, beobachtet Verena Mayer. Egal ob "ein mit arabischen Graffiti übersätes Straßenlabyrinth im Nahen Osten" (Homeland), eine "durch Kriege und Naturkatastrophen zerstörte Welt" (Die Tribute von Panem) oder das schachbegeisterte Moskau (Das Damengambit) – sie alle und noch viel mehr werden in Berlin gedreht. London sei für die Stadt "fast schon eine Routinerolle" – denn mit Berlin bekomme man viele Städte zum Preis von einer. Außerdem gibt es Drehgenehmigungen relativ unbürokratisch und bekannte Schauspieler*innen gehören zum Stadtalltag.
sueddeutsche.de

Ausfallfonds für Produzent*innen: Baden-Württemberg nun auch an Bord.

Unterstützung aus dem Südwesten: Mit bis zu insgesamt 5 Mio Euro greift nun auch Baden-Württemberg dort ansässigen Produktionsfirmen unter die Arme. Bis zu 1 Mio Euro gehen an den Ausfallfonds I für "bundes- und ländergeförderte Kinofilme und High End-Serien". Weitere 4 Mio werden dem Ausfallfonds II zugeführt, der TV- und Streaming-Produktionen umfasst. Bisher hatte sich das Bundesland nicht an den beiden Fonds beteiligt.
dwdl.de

Zitat: Schauspielerin Jella Haase wünscht sich eine “Art Öko-Guerilla”.

"Ich stelle mir gern vor, dass in 50 Jahren eine Art Öko-Guerilla an der Macht ist, die den ökologischen Fußabdruck jedes Menschen und aller Unternehmen rekonstruieren kann. Und die größten Klimaverbrecher wandern dann ins Gefängnis."

Schauspielerin Jella Haase, u.a. Fack ju Göhte, sagt im Interview mit "Zeit Verbrechen", strengere Gesetze würden "uns allen helfen", konsequenter beim Umweltschutz zu sein.
zeit.de (Paid)

Hör-Tipp: Oliver Berben von Constantin Film im OMR-Podcast.

Hör-Tipp: Constantin-Vizechef Oliver Berben sieht die Produktionsfirma als "kreatives Produzentenhaus", nicht als "ausführendes Erfüllungshaus", sagt er Philipp Westermeyer im OMR-Podcast. Constantin will selbst Geld in Projekte stecken, um "an dem Erfolg und gerne dann auch an dem Misserfolg teilzuhaben". Er glaubt an eine "immense Nachfrage" und "eine Form der Eventisierung", wenn Kino-Besuche wieder möglich sind. Die geringe Akzeptanz für massentaugliche Flimstars im deutschen Raum sei für die hiesige Filmbranche ein großes Problem. Auf dem nationalen Streaming-Markt ist TV Now für ihn die erfolgversprechendste Marke.
podigee.io (80-Min-Audio)

Digital Domain steigt in den deutschen Bildungsmarkt ein.

Digital Domain, Visual-Effects-Unternehmen, das Oscar-Preisträger James Cameron mitgründete, steigt in den deutschen Bildungsmarkt ein und übernimmt 19 % am Karlsruher Unternehmen Asknet, das Software für Unis, Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickelt. Digital Domain bietet Spezialeffekte für Filme, Werbespots, Musikvideos und Computerspiele und will die Technik künftig nutzen, unterhaltende E-Learning-Angebote zu schaffen.
stern.de

Zitat: Martin Scorsese findet, dass Kino zu wenig Wertschätzung erfährt.

"Die Kinokunst wird systematisch entwertet, an den Rand gedrängt, erniedrigt und auf die kleinste Schnittmenge reduziert, 'Content'"

Regie-Ikone Martin Scorsese moniert in einem Essay über Federico Fellini für das "Harper's Magazine", dass die Filmkunst durch den Siegeszug des Streamings leide. Algorithmen behandeln das Publikum seiner Meinung nach als reine Konsument*innen, er befürwortet kuratierende Plattformen wie Mubi oder Criterion Channel.
harpers.org via spiegel.de

Zitat: Sein Burn-out war auch eine Chance, sagt Nico Hofmann.

"Das Schlimmste am Burn-out war die Erfahrung von Ohnmacht, wenn Körper und Seele vor lauter Erschöpfung nicht mehr das tun, was ich mir wünsche. Ich habe ein halbes Jahr komplett ausgesetzt, um Abstand zu gewinnen von diesem Zustand nahe der Depression."

Ufa-Chef Nico Hofmann sagt im Interview mit dem "Harvard Business Manager", die Krankheit sei "auch eine Chance, ein Weckruf ist sie ohnehin".
manager-magazin.de (Paid)

Elyas M’Barek und Jonas Nay spielen die Hauptrollen in Relotius-Verfilmung.

Relotius-Rollenvergabe: Elyas M'Barek (Foto) und Jonas Nay spielen die Hauptfiguren in der Ufa-Verfilmung des Buchs Tausend Zeilen Lüge von "Spiegel"-Reporter Juan Moreno. M'Barek verkörpert den freien Journalisten Romero, angelehnt an Moreno, Nay spielt Star-Reporter Lars Bogenius, inspiriert von Claas Relotius. Michael Bully Herbig führt bei der Mediensatire die Regie.
ufa.de, turi2.de

Basta: Donald Trump macht die Gewerkschafts-Fliege.

Danke für nix: Donald Trump, bekannt u.a. aus Kevin – Allein in New York, tritt per Holzhammer-Schreiben aus der Schauspiel-Gewerkschaft SAG-AFTRA aus. Die hatte nach dem Sturm auf das Kapitol einen Ausschluss Trumps geprüft. Dem kommt der TV-Mann jetzt zuvor: Auf den Satz "I no longer wish to be associated with your union" mussten viele US-Bürger*innen vier Jahre vergeblich warten.
bild.de (Paid), cnn.com, sagaftra.org (Schreiben Trump)

Amazon verfilmt Romane von Sebastian Fitzek und Wolfgang Hohlbein.


Film-Prime-iere: Amazon investiert in deutsche Originals für sein Streaming-Angebot Prime Video. Amazon investiert in deutsche Originals für sein Streaming-Angebot Prime Video. Der Konzern plant eine Fantasy-Serie auf Basis des Romans "Der Greif" von Wolfgang Hohlbein mit gleichem Titel. Zudem kündigt Amazon die Drama-Serie "Luden" an. Die Serie soll auch internationales Publikum ansprechen und zeigt das Leben des Zuhälters Klaus Barkowsky im Hamburg der 1970er und 1980er Jahre. Verantwortlich ist Produzent Rafael Parente, der das Projekt seit 2017 verfolgt und in Amazon nun einen Abnehmer gefunden hat.

Amazon bestätigt zudem den Lizenz-Erwerb an einer Dokumentation über den FC Bayern München und einer über Rapper Bushido. Die Show "LOL: Last One Laughing" sowie die Comedy-Serien "Der Beischläfer" und "Binge Reloaded" bekommen eine zweite Staffel. Außerdem plant Amazon eine True-Crime-Serie mit dem Arbeitstitel "Gefesselt" und eine noch nicht näher beschriebene Serie auf Basis der Romane von Sebastian Fitzek.
presseportal.de, dwdl.de

Basta: Ausgemergelt zu Babylon Berlin.

Dürr im Geschäft: Die Berliner Agentur Filmgesichter sucht 2.000 Laiendarsteller*innen für die vierte Staffel der ARD-Serie Babylon Berlin. Um dem optischen Bild der 20er und 30er Jahre zu entsprechen, stehen schlechte Esser hoch im Kurs: Gesucht werden u.a. "ausgemergelt" aussehende Frauen und Männer, "gerne mit gelebten Gesichtern und/oder dürren Körpern". Bewerber*innen mit neumodischen Errungenschaften wie Tattoos, Solariumbräune und vermutlich zu viel Hüftgold erteilt die Agentur schon vorab eine Absage.
agenturfilmgesichter.de via rnd.de

HBO Max soll an “Harry Potter”-Serie arbeiten.

HBO Max arbeitet laut "Hollywood Reporter" an einer "Harry Potter"-Serie. Offiziell dementiert Warner das Projekt. Der US-Branchendienste schreiben hingegen, das Projekt sei in einem frühen Entwicklungsstadium. Verantwortliche des Streamingdienstes hätten sich mit möglichen Autor*innen besprochen. Details wie der zeitliche Bezug zur Buchreihe sind unklar. Warner hat 2016 einen Rechtevertrag mit NBC Universal geschlossen, der unter anderem Ausstrahlungs- und Streaming-Rechte für "Harry Potter" beinhaltet. HBO Max kann die Filme deshalb nicht selbst zeigen.
hollywoodreporter.com via dwdl.de