Schauspieler Herbert Köfer, 100, ist tot.

Herbert Köfer, 100, ist tot. Der Schauspieler starb am Samstag, sagt seine Witwe der dpa. In seiner 80 Jahre umspannenden Karriere stand Herbert Köfer bis zuletzt auf der Bühne. Besonders bekannt war er für seine Rolle als Opa Paul Schmidt in der DDR-Serie "Rentner haben niemals Zeit". Er begleitete das DDR-Fernsehen von seinen Anfängen, damals als Nachrichtensprecher, bis zur letzten Sendung an Silvester 1991.
faz.net, bild.de

Zitat: Franka Potente über Sexismus unter Führungskräften in der Filmindustrie.

"Zugespitzt formuliert: Die Entscheidungsträger sind oft Männer einer gewissen Generation, die glauben, Frauen würden ständig frieren, weinen und ihre Tage haben. Und dass man ihnen deshalb kein Filmbudget anvertrauen kann."

Schauspielerin und Regiedebütantin Franka Potente sagt die Diskussion über die Benachteiligung von Frauen in der Filmbranche sei "fast schon schmerzhaft", aber müsse geführt werden "bis es auch der letzte Heini verstanden hat".
zeitung.sueddeutsche.de (Paid)

Debatte: Darstellerin Gesine Cukrowski kritisiert die vielen Film-Wiederholungen in der ARD.

Wiederholungs-Wahn: Schauspielerin Gesine Cukrowski kritisiert in der "Süddeutschen Zeitung" die "permanenten" Wiederholungen ihrer Filme in der ARD. In 13 Jahren seien in den Dritten 770 Wiederholungen von 14 Filmen mit ihr gesendet worden – "im Schnitt jede Woche ein Film". Durch die starke Präsenz würde fälschlicherweise der Eindruck entstehen, "man hätte ständig zu tun". Dadurch komme es zu einer "Übersättigung bei den Zuschauern, die dann natürlich von Nachteil ist."
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Quentin Tarantino fühlt keinen Hass, sondern Trauer beim Gedanken an Harvey Weinstein.

"Wenn ich in den vergangenen Jahren ein Foto von Harvey gesehen habe oder es eine neue Entwicklung gab, habe ich nicht gedacht: Das fette Schwein – ich bin froh, dass er weg ist. Ich war nur traurig. Er war ein Drache mit zwei Köpfen."

Quentin Tarantino erzählt dem "Spiegel", dass er die Gefühle zu seiner "abgefuckten Vaterfigur" Harvey Weinstein "tatsächlich nicht in Worte fassen kann".
"Spiegel" 29/2021, S. 106 (Paid)

Klick-Tipp: EU-Kommission will Frauen mit Kampagne für Medien und Film begeistern

Klick-Tipp: Die EU-Kommission startet mit CharactHer eine neue Kampagne für Vielfalt in Film und Medien. Mit weiblichen Vorbildern wie der rumänischen Regisseurin Anca Damian (Foto) will sie Frauen zu Karrieren in der Branche ermutigen. In den kommenden zwölf Wochen erscheinen dafür zwölf Interviews mit Branchen-Frauen über ihr berufliches Leben, flankiert von zusätzlichem Content, etwa auf Social Media.
characther.eu

Zitat: Daniel Brühl regt sich über Besserwisserei im Umgang mit Schauspielerinnen auf.

"Von meinem Beruf weiß jeder, wie's geht, weil so viele eigentlich studierte Filmkritiker sind, das regt mich manchmal auf. Das ist so, als würde man einem Zahnarzt sagen, wie er seine Arbeit machen soll."

Schauspieler und Regisseur Daniel Brühl echauffiert sich im "Playboy"-Interview über anmaßende Kommentare fachfremder Menschen. Es sei teils schwer, mit "permanenter Bewertung und Beurteilung umgehen zu müssen".
playboy.de

Zitat: Jürgen Vogel braucht Instagram nicht zur Selbstdarstellung.

"Je älter du wirst, desto weniger spielen der Coolness-Faktor und Perfektion eine Rolle. Man lacht eigentlich mehr über das Scheitern und findet es gut, Leuten zu zeigen, dass man Schwächen hat."

Schauspieler und Werbegesicht Jürgen Vogel sagt im Interview mit "Business Punk", dass er keinen Instagram-Account hat. Diese "Art der Selbstdarstellung" sei für ihn "nicht mehr interessant".
business-punk.com

Basta: Laschet, der Serien-Fan.

Laschflix Prime: Kanzlerkandidat Armin Laschet gesteht beim Brigitte-Live-Talk, ein Binge-Watcher zu sein. Er schaue oft bis nachts Serien – sehr zum Unmut seiner Frau, die ihn lieber mehr schlafen sehen würde. Zuletzt gepackt habe ihn die französischen Netflix-Serie Marseille über Macht, Intrigen und Korruption in der Politik. Hoffentlich missversteht Laschet sie nicht als Lehrfilm für ehrenhaftes Regierungshandeln.
sueddeutsche.de, rtl.de (mit 60-Min-Video, ab 25:05 Min)

“Lethal Weapon”-Regisseur Richard Donner ist tot.

Richard Donner, 91, ist tot. Der Filmemacher ist am Montag in Los Angeles gestorben. Erste Karrieresprünge machte Richard Donner ab den 60er-Jahren. Zu seinen bekanntesten Regie-Werken gehörten u.a. Superman im Jahr 1978 und Die Goonies 1985, zwei Jahre später folgte der erste Teil der Lethal Weapon-Reihe. Zu seinen letzten Produktionen gehörte 16 Blocks auf dem Jahr 2006.
bild.de

Herbert G. Kloiber gründet Produktionsfirma mit Constantin Film.

Nächste Episode: Unternehmer Herbert G. Kloiber gründet gemeinsam mit Constantin Film eine Produktionsfirma für europäische Serien. Unter dem Namen High End Productions wollen Kloiber und Constantin Film hochwertige Serien für den internationalen Markt fertigen. Kloiber stand 42 Jahre an der Spitze der Tele München Gruppe, die er im Februar 2019 an den US-Investor KKR verkaufte. Die Geschäftsführung von High End Productions übernimmt Jonas Bauer, der bis 2020 für Studiocanal tätig war.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Mediawan & Leonine Studios übernehmen Mehrheit an britischer Produktionsfirma Drama Republic.

Europäische Integration: Mediawan & Leonine Studios expandieren nach Großbritannien. Die Holding der französischen Produktionsfirma Mediawan und der deutschen Leonine Studios übernimmt 51 % der Anteile an der britischen Produktionsfirma Drama Republic, die hinter Serien wie Doctor Foster, The Honourable Woman oder Die Bande aus der Baker Street steckt. Die Firmen versprechen sich Synergien bei Koproduktion, Vertrieb und Lizenzhandel.
dwdl.de, presseportal.de

TV-Tipp: Arte-Doku zeigt Vielfalt und Bodenständigkeit von Meryl Streep.

TV-Tipp: Schauspielerin Meryl Streep, 72, hat schon in jungen Jahren Hollywood-Größen locker an die Wand gespielt und und durch ihre Vielzahl an Filmen quasi Fans in jeder Generation. Die französische Doku Meryl Streep: Unverstellte Göttin (Arte, 21.55 Uhr) zeigt Streeps Faible für Frauen im Vordergrund sowie ihre Bodenständigkeit trotz mehrerer Oscars.
abendblatt.de, arte.tv (53-Minuten-Video)

Zitat: Die Gesellschaft ist nicht mehr so prüde wie früher, sagt Rosa von Praunheim.

"Ich habe das Gefühl, dass auf 3sat oder Arte dauernd Filme über den Penis oder die Vagina laufen. Das sind sehr offene und sehr gute Filme, die ich gern sehe. Über die Vagina weiß ich ja nicht so gut Bescheid."

Regisseur Rosa von Praunheim findet, dass die Gesellschaft seit 1971 schon "deutlich weniger prüde" geworden ist – auch wenn einige Schauspieler sich immer noch nicht trauen, zu ihrer Homosexualität zu stehen. Vor 50 Jahren feierte sein einstiger Skandal-Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt Premiere.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “FAZ” blickt auf das Cannes-Festival.

Lese-Tipp: Das Cannes-Filmfestival verliert seinen Sinn, schreibt Verena Lueken in der "FAZ". Die Welt des Kinos liege längst längst jenseits der Côte d’Azur, dazu hat u.a. die in den vergangenen Jahren zugenommene Streaming-Konkurrenz beigetragen. Das Festival kopple sich von Anbietern wie Netflix ab, "als ließe sich noch etwas daran ändern, dass sie es sind, die inzwischen in die Bilderproduktion mehr Geld stecken als die herkömmlichen Studios".
faz.net (Paid)

William Shatner fliegt auf RT America.

Faszinierend: Schauspieler William Shatner, besser bekannt als Captain Kirk von Raumschiff Enterprise, heuert als Moderator bei RT America an. Der 90-Jährige soll für den russischen Staatssender die Show "I don't understand" hosten, die sich mit Weltraumthemen befasst. Shatner widerspricht Kritik, er lasse sich instrumentalisieren, RT America bewirbt die Sendung als Format "für Intellektuelle".
digitalfernsehen.de, nypost.com

Zahl des Tages: DW soll im kommenden Jahr 404 Mio Euro Budget bekommen.

Zahl des Tages: Stolze 404 Mio Euro Budget soll die Deutsche Welle 2022 aus dem Kulturetat des Bundes erhalten – ein Plus von 13,5 Mio im Vergleich zum laufenden Jahr. Auch für Film- und Serienförderung will der Bund kommendes Jahr 25 Mio Euro mehr locker machen. Größter Profiteur könnte der German Motion Picture Fund sein, der vor allem High-End-Serien produziert.
dwdl.de

Amazon verfilmt Fitzek-Thriller.

Amazon setzt "Die Therapie", den Debütroman von Sebastian Fitzek, als sechsteilige Serie um. Anfang des Jahres hatten der Schriftsteller, Amazon Studios Deutschland und Ziegler Film eine Kooperation angekündigt. Die Thriller-Serie ist das erste Projekt dieser Zusammenarbeit. "Die Therapie" soll 2022 in über 240 Ländern und Territorien bei Amazon Prime Video erscheinen. Alexander Rümelin führt den Writer's Room an, Regina Ziegler und Barbara Thielen sind die verantwortlichen Produzentinnen. Im Mittelpunkt der Serienhandlung steht ein Psychiater, der sich Jahre später erneut mit dem Verlust seiner seit Jahren vermissten Tochter konfrontiert sieht.
presseportal.de, dwdl.de

Drehbuchautorinnen kritisieren ARD in offenem Brief an Programmdirektorin Christine Strobl.

Sind sauer: Der Verband Deutscher Drehbuch­autoren und die Organisation Kontrakt 18 attackieren die ARD in einem offenen Brief an Programmdirektorin Christine Strobl. ARD und Degeto unterliefen die Leitlinien zur Zusammenarbeit mit den Kreativen. Deswegen fordern die Autorinnen "rechtsverbindliche Geltung" der Regeln ein. Strobl solle sich dazu bis 15. Juli positionieren. Kontrakt 18 hatte schon vor drei Jahren ein größeres Mitspracherecht eingefordert, was laut Brief in "blumigen Absichtserklärungen" gemündet sei. Anders als große Streaminganbieter sichere die ARD Autorinnen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe vertraglich nicht zu.
drehbuchautoren.de via dwdl.de, turi2.de (Background)

Stasi hat James-Bond-Dreharbeiten beobachtet.

Agent ausspioniert: Die Stasi hat 1986 Dreharbeiten zum James-Bond-Film "Octopussy" beobachtet, wie von der "Bild am Sonntag" veröffentlichte Unterlagen zeigen. Im Film reist 007 mit Geheimidentität in die DDR ein. Während des Drehs an der innerdeutschen Grenze hat das Bond-Auto den Unterlagen zufolge "viermal die Staatsgrenze um ca. 4 bis 5 Meter" verletzt. Folgen hatte das nicht.
bild.de (Paid)

Zitat: Oliver Wnuk empfindet Knutschen vor der Kamera ein bisschen wie Lügen.

"Ich bin dankbar, dass ich vor der Kamera auch knutschen und kuscheln darf, weil wir ja getestet sind. Und doch fühlt es sich immer ein bisschen an wie ­lügen."

Schauspieler und Autor Oliver Wnuk spricht im Doppel-Interview mit ARD-Programmchefin Christine Strobl über Stadt-Land-Klischees im Film und seine Dreh-Erfahrungen während der Pandemie.
chrismon.evangelisch.de

Film-Tipp: “Die letzten Reporter” zeigt Arbeit von Lokal-Journalistinnen.

Film-Tipp: Die Doku Die letzten Reporter begleitet Lokal-Journalistinnen der "Schweriner Volks­zeitung", der "Landes­zeitung Lüneburg" und der "Osnabrücker Nachrichten" bei ihrer Arbeit und zeigt die Nähe zu ihrer Stadt und der eigenen Leserschaft. Das 95-minütige Werk von Regisseur Jean Boué kommt ohne Kommentar aus und wirkt zuweilen "wie eine Natur-Dokumentation, die die letzten bedrohten Exemplare einer aussterbenden Art" zeigt, schreibt Thomas Klatt. Der Film läuft ab Donnerstag in ausgewählten Kinos.
mmm.verdi.de, muensterschezeitung.de, youtube.com (2-Min-Trailer), ndr.de (6-Min-Video über den Film)

Sylvia Rothblum wird neue DACH-Chefin von WarnerMedia.

WarnerMedia macht Sylvia Rothblum zur neuen Country Managerin für den deutschsprachigen Raum. Ihre derzeitige Position als Head of TV Distribution behält Rothblum. Sie folgt damit teilweise auf Iris Knobloch, die zuletzt als President von WarnerMedia für die Märkte in Frankreich, Benelux, Deutschland, Österreich und Schweiz zuständig gewesen ist.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Neues Serien-Label von ITV Studios heißt Windlight Pictures.

Namen gefunden: Die neue Serien-Produktionsfirma von Moritz Polter unter dem Dach von ITV Studios heißt Windlight Pictures. Polter holt Simone Ruff und Cosima Degler als Produzentinnen und Development Executives an Bord. Mit Ruff arbeitete Polter zuletzt auch bei Bavaria Fiction zusammen, dort hat sie zuletzt die Netflix-ORF-Produktion Freud verantwortet. Georg Höss wird Prokurist und Head of Legal & Business Affairs.
dwdl.de

Regisseur Dietrich Brüggemann kritisiert in einem Gastbeitrag den “Tagesspiegel”.

Wie im schlechten Film: Regisseur Dietrich Brüggemann kritisiert in einem Gastbeitrag den "Tagesspiegel", der über ein "antidemokratisches Netzwerk" hinter der Aktion "Alles dicht machen" berichtet hatte. Brüggemann habe zwar eine Mail mit Fragen erhalten, der Artikel sei aber noch vor seinen Antworten online gegangen – ein "Schlachtfeld der Gehässigkeit, und noch nicht mal elegant formuliert." Der "Tagesspiegel" räumt in einem Vorspann ein, Brüggemann sei "keine ausreichende Gelegenheit zu einer Stellungnahme" gegeben worden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Film über Céline Dion muss den Namen der Sängerin ändern.

C'est ça, Céline: Ein französisch-kanadisches Biopic über Céline Dion muss den Namen seiner Protagonistin ändern. Obwohl der Film die Songs des Weltstars nutzt, singt diese nun eine gewisse Aline Dieu. Der Streifen, kurz und knapp Aline genannt, feiert im Juli Premiere in Cannes, vermutlich neben Titeln wie Ceyonce oder Nadonna.
epaper.bild.de (Paid), thenationalnews.com

Lese-Tipp: Wie die deutsche Kulturlandschaft aus der Pandemie erwacht.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" fängt das zaghaft anlaufende Kulturleben Deutschlands ein. Während etwa Clubs von den neuen Öffnungsschritten noch kaum profitieren, "hauen die Theaterhäuser jetzt Premieren in rascher Folge raus". Die Kinos erwarten die aufgeschobenen Filmstarts ab Juli, Museen sind hingegen schon seit Wochen wieder geöffnet. Allgemein gilt: Open-Air-Veranstaltungen kommen besser weg als Events in geschlossenen Räumen, ruhig sitzendes Publikum hat es einfacher als Menschen in Bewegung.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Maria Furtwängler beklagt gestörten Umgang der Film-Branche mit der Pandemie.

"Im fiktionalen Bereich haben wir einen gestörten oder verunsicherten Umgang mit der Pandemie. Dieses Herumeiern um die Corona-Krise hat mich genervt."

Schauspielerin Maria Furtwängler sagt im RND-Interview, dass viele Serien und Filme so tun, als gäbe es keine Pandemie. Die Comedyserie Ausgebremst, bei der Furtwängler auch Produzentin ist, thematisiert Corona daher explizit.
rnd.de, ardmediathek.de ("Ausbremst"-Serie)

Netflix verlost unveröffentlichte Szene aus Zombie-Film “Army of the Dead”.

Netflix LogoMarketing-Aktion: Netflix startet ein Gewinnspiel, bei dem man eine bisher nicht veröffentlichte Originalszene aus dem Zombie-Film Army of the Dead von Regisseur Zack Snyder gewinnen kann – verifiziert durch sogenannte NFTs. Damit werde die 36-sekündige Sequenz zur Crypto-Art. Hinter der Kampagne steht die Berliner Agentur XY.
dwdl.de, ntfofthedead.com (Gewinnspielseite)

Amazon übernimmt das Filmstudio MGM für 8,45 Mrd Dollar.


Ein Bond fürs Leben: Amazon macht die Übernahme des Hollywood-Studios MGM offiziell. Für 8,45 Mrd Dollar wird MGM-Aushängeschild James Bond Prime-Mitglied. Gerüchte gab es schon seit Wochen. MGM war bisher eines der wenigen noch konzernunabhängigen Hollywood-Studios. Mit der Übernahme erwirbt Amazon die Rechte an mehr als 4.000 Filmen und 17.000 TV-Serien, darunter "Rocky", "Pink Panther", "Fargo" und der komplette bisherige "James Bond"-Katalog. Unklar ist indes, ob der längst fertige, aber pandemiebedingt mehr verschobene, neue James-Bond-Streifen Keine Zeit zu sterben Teil des Deals ist. Warner, Sony, Universal, Netflix, Apple und auch Amazon hatten Interesse an einer Online-Auswertung des Film bekundet, der nun am 8. Oktober in die Kinos kommen soll.

Die Übernahme ist Amazons größter Zukauf nach der Supermarktkette Whole Foods, für die Amazon 2017 satte 13,7 Mrd Dollar auf den Tisch gelegt hat. Amazon-Studios-Chef Mike Hopkins schwärmt: "Der wahre finanzielle Wert hinter diesem Deal ist der Schatz an geistigem Eigentum" im umfangreichen MGM-Katalog, den Amazon gemeinsam mit dem Team von MGM "neu definieren und weiterentwickeln" will. Der Deal steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.
handelsblatt.com, variety.com, techcrunch.com, businesswire.com, sueddeutsche.de (Background)

Öffentlich-rechtliche sollten nicht an deutschem Film sparen, sagen die Sommerhaus-Chefs.

Sparfüchse: Filmemacher Jochen Laube (Foto) beklagt im Interview mit DWDL, dass die "herkömmlichen Kofinanzierungen" mit den Öffentlich-Rechtlichen für Filme "schwieriger geworden" sind, weil "die Mittel immer weiter gekürzt" würden. Die mit Co-Chef Fabian Maubach geführte Produktionsfirma Sommerhaus arbeitet derzeit an einer Sisi-Serien-Verfilmung – für Netflix.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Kevin Spacey zeigt sich wieder vor der Kamera.

Aus der Versenkung: Der Schauspieler Kevin Spacey nimmt erstmals seit den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn wieder eine Filmrolle an – als Polizeiermittler in einer italienischen Produktion. Spacey hatte sich 2017 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, als Missbrauchsvorwürfe im Zuge der #MeToo-Debatte gegen ihn laut wurden. Netflix kündigte damals die Zusammenarbeit und drehte die Serie "House of Cards" ohne ihn ab.
spiegel.de, abcnews.com

Video-Tipp: Wie Indiana Jones vor 40 Jahren die Leinwand erobert hat.

Video-Tipp: Über Indiana Jones reden Produzent George Lucas und Regisseur Steven Spielberg erstmals beim Sandburgenbauen auf Hawaii. Mit reichlich Archivmaterial illustriert Arte zum 40. Jubiläum des Peitschen-Professors, wie dieser den Abenteuerfilm im Alleingang wieder salonfähig gemacht hat und bis heute die Popkultur prägt.
youtube.com (52-Min-Video) via bildblog.de

Basta: Sisi-Casting prüft Komparsinnen auf Herz und Nieren.

Schicksalsfragen einer Kaiserin: 3.000 Komparsinnen sollen das Netflix-Original "The Empress" rund um Regentin Sisi aufhübschen – am besten ohne vorherigen Friseurbesuch. Die Casting-Agentur nimmt's bei der pompösen Produktion ganz genau und will weitere Details wissen: Jagdscheine, eigene Pferde und die "Bereitschaft, etwa als Leiche nackt zu sein" steigern die Chancen auf eine royale Rolle.
sisi-casting.de

Video-Tipp: Trailer der “Süddeutschen”-Doku “Hinter den Schlagzeilen”.

Video-Tipp: Der Dokumentarfilmer Daniel Andreas Sager hat das Investigativ-Ressort der "Süddeutschen Zeitung" begleitet. In der Kino-Doku "Hinter den Schlagzeilen" begleitet er Bastian Obermayer und Frederik Obermaier bei der Arbeit und dokumentiert Recherchen u.a. zum Ibiza-Video und dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia. Der Trailer der "SZ" gibt einen kleinen Vorgeschmack.
vimeo.com (3-Min-Video)

Zitat: Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe über die Macht der Streamingdienste.

"Disney und auch Warner haben große Streamingdienste im Hintergrund, die mehr oder weniger die Macht übernommen haben. Und die diktieren jetzt die Bedingungen, nach denen die Kinowelt zu funktionieren hat."

Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe sagt im "Die Stunde Null"-Podcast, der Einfluss von Netflix, Amazon und Co. mache ihm "großes Kopfzerbrechen".
podcasts.apple.com (44-Min-Podcast)

Disney-Umsatz bricht um 13 % ein.

Disney Logo 150Disney leidet unter Corona-Öffnungen und -Schließungen gleichermaßen: Der Konzern schrumpft seinen Umsatz von Januar bis März um 13 % auf 15,6 Mrd Dollar, als Gewinn bleiben 901 Mio. Das Wachstum des Streaming-Dienstes Disney+ verlangsamt sich, weil die Menschen wieder mehr rausgehen. Gleichzeitig sind Freizeitparks und die meisten Kinos weiter geschlossen, Kreuzfahrten nicht möglich.
t-online.de

NBC will die Golden Globes 2022 nicht übertragen.


Nicht alles Gold, was glänzt: NBC will die Golden Globes 2022 nicht übertragen, gibt der US-Sender in einem Statement bekannt. Grund ist massive Kritik an der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), die den Preis seit 1944 vergibt. Der Organisation, der nur 86 Personen angehören, werden u.a. fragwürdige Finanzpraktiken und mangelnde Diversität vorgeworfen: Sie hat bis heute kein einziges schwarzes Mitglied. NBC verkündet in seinem Statement, die HFPA brauche Zeit für eine Reform – sollte diese erfolgen, werde der Sender "hoffentlich" die Verleihung der Golden Globes im Jahr 2023 senden.

Im Vorfeld hatten sich bereits Hollywood-Riesen wie Warner Bros von der HFPA distanziert und alle Verbindungen auf Eis gelegt. Auch Netflix und Amazon hatten angekündigt, die Verleihung der Golden Globes zu boykottieren. Tom Cruise soll seine drei Trophäen indes aus Protest zurückgegeben haben. NBC hatte die Veranstaltung seit 1996 übertragen.
variety.com, latimes.com, hollywoodreporter.com, deutschlandfunk.de, spiegel.de (Tom Cruise)

Indische Tugendwächter machen Streaming-Diensten das Leben schwer.

Netflix LogoStreaming-Stress: "Indische Tugendwächter" machen Netflix, Amazon & Co das Leben schwer, beobachtet David Pfeifer. Angehörige der Regierungspartei sowie Organisationen beschweren sich regelmäßig über "verletzte religiöse Gefühle" oder "unpassende Darstellungen". Obwohl Streaming-Dienste bei Themen wie Sex und Drogen ohnehin "weiträumig wegschwenken", soll künftig eine Prüfstelle digitale Inhalte kontrollieren.
sueddeutsche.de (Paid)