
Update 3.0 Die ARD reagiert mit überarbeiteten Regeln für Auftragsproduktionen auf steigende Kosten und sinkende Budgets in der Produktionsbranche. Die "Eckpunkte 3.0" sehen u.a. neue Zahlungspläne sowie die Anpassung der Verteilung von Nutzungsrechten an Marktbedingungen vor. Damit sage die ARD "eine realistische Kalkulation und Rechteverteilung zu", sagt Filmintendant Ralf Ludwig. Zusätzlich regelt ein neuer Leitfaden für fiktionale Stoffe die Zusammenarbeit, etwa durch Auftaktgespräche zur Klärung finanzieller Rahmenbedingungen.
presseportal.de

Video-Tipp: Streamer Prime Video zeigt ab heute die sechsteilige Serie "Miss Sophie", die die Vorgeschichte des Silvester-Klassikers "Dinner for One" erzählt. Die progressive Adelstochter Sophie, gespielt von Alicia von Rittberg, lädt reiche, heiratswillige Männer zum Dating-Maraton auf ihr Gut ein, das vor dem Zwangsverkauf steht. Eigentlich ist sie jedoch in den Sohn des Hausbutlers, James (Kostja Ullmann), verliebt. In weiteren Rollen sind u.a. Wotan Wilke Möhring, Moritz Bleibtreu und Frederick Lau zu sehen. Die Drehbücher stammen von Tommy Wosch und Dominik Moser.
amazon.de (€), derstandard.de, digitalfernsehen.de (Kritik), youtube.com (1-Min-Trailer), youtube.com (17-Min-Preview)
(Bild: Prime Video / Ufa)

Freiwilligkeit oder Pflicht? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erwartet im Streit um eine Investitionsverpflichtung oder eine Selbstverpflichtung für Sender und Streamer eine Lösung in wenigen Wochen, sagt er dem "stern". Er befinde sich in guten Gesprächen mit der SPD. Nach dem aktuellen Kompromissvorschlag würde die Regierung mit der Selbstverpflichtung starten und deren Ergebnisse in einem Jahr evaluieren. Sollten die Investitionen ausbleiben, komme das Gesetz wieder auf die Tagesordnung. Die Union setzt auf Freiwilligkeit, die SPD fordert ein Gesetz.
stern.de, dwdl.de
(Foto: BKM / Kay Henschelmann)

And the Oscar goes to YouTube: Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences überträgt die "Oscar-Verleihung" ab 2029 exklusiv auf der Video-Plattform von Google. Die Akademie und YouTube vereinbaren eine Partnerschaft über fünf Jahre. Das Streaming-Angebot umfasst neben der Hauptgala auch die "Governors Awards" und die "Studenten-Oscars". Die Organisatoren erhoffen sich durch den Deal ein größeres internationales Publikum. Bisher läuft die Preisverleihung beim US-Sender ABC.
sueddeutsche.de
(Foto: IMAGO / NurPhoto)

Film-Fusion: Die Branchenmedien "The Spot media & film" und "Blickpunkt Film" bündeln ihre Inhalte ab dem kommenden Jahr auf einer gemeinsamen Plattform, berichtet "DWDL". "The Spot" hatte den insolventen Wettbewerber "Blickpunkt Film" vor wenigen Monaten übernommen. Ziel sei ein zentrales Angebot für die gesamte Film- und Entertainmentindustrie – unter welchem Namen, ist noch unklar. Ab Februar greift zudem ein neues Abo-Modell, das jährlich 480 Euro kostet. Gedruckt erscheinen künftig monatlich ein Heft sowie mindestens zwölf thematische Sonderausgaben zu Festivals und Kongressen.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Andere Action: Robert Franke gibt seinen Posten als Drama-Chef bei ZDF Studios auf und konzentriert sich ab 2026 auf die Geschäftsführung von Intaglio Films. Er leitet das Joint Venture von ZDF Studios und Beta Film bereits seit 2018 gemeinsam mit Jan Wünschmann. Tim Gerhartz übernimmt den Bereich Drama vorerst zusätzlich zu seiner Aufgabe als Chief Commercial Officer.
zdf-studios.com, dwdl.de

Sand im Getriebe: Der Berufsverband Dokumentarfilm AG DOK sieht die Zusammenarbeit zwischen freien Autoren und öffentlich-rechtlichen Redaktionen durch zunehmende Bürokratie gefährdet. Eine Umfrage unter 103 Filmschaffenden habe ergeben, dass kreative Prozesse zunehmend unter langen Entscheidungswegen und der Fokussierung auf Abrufzahlen litten. Viele Befragte berichten von verzögerten Vertragsabschlüssen und unbezahlter Mehrarbeit in der Stoffentwicklung. Die Zentralisierung bei den Sendern führe in der Praxis zu immer mehr Abstimmungsschleifen, es fehle an persönlicher Kommunikation. Der Verband fordert von den Sendern flachere Hierarchien, verbindliche Fristen und mehr Mut zu gesellschaftlich relevanten Themen jenseits der Quote.
medienpolitik.net, agdok.de

Hör-Tipp: "Publikaturist" Peter "Bulo" Böhling will mit seiner turi2-Kolumne Bulo's Beobachtungen Debatten anstoßen und nimmt dafür auch Shitstorms in Kauf. "Wichtig ist nicht, dass man gemocht wird für das, was man tut, sondern dass man gehört wird", sagt er im Podcast "We Like Mags". Von "Haltungsjournalismus" hält er dagegen wenig. Außerdem erzählt "Bulo", wie er mit seiner Firma "Gary Glotz" Finanzierungslücken bei Filmproduktionen schließt und warum etablierte Verlage junge Menschen mit ihren Ideen einfach "machen lassen" sollten.
open.spotify.com (37-Min-Audio)
(Bild: Bulo)

Leere Versprechen? Nach der Produktionsallianz übt auch der Verband der Agenturen scharfe Kritik an der von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer angekündigten Selbstverpflichtung von Sendern und Streamingdiensten. VdA-Chef Ulrich Meinhard bezeichnet die in Aussicht gestellten Summen als "Milliarden ohne Garantie", da jegliche rechtliche Verbindlichkeit fehle. Die bloßen Absichtserklärungen der Konzerne gefährdeten aus Sicht des Verbandes den Produktionsstandort Deutschland und die Existenzgrundlage kreativer Berufe. Der Privatmedien-Verband Vaunet dagegen weist Kritik als "Artikulation von Partikularinteressen zurück, die nicht dem Film- und Medienstandort in seiner Gesamtheit dienten". Vaunet appelliert an die Bundesregierung, Weimers Plan einer Selbstverpflichtung mitzutragen.
VdA per Mail, presseportal.de (Vaunet), turi2.de (Kritik der Produktionsallianz)
Streaming-Gigant Netflix übernimmt Warner Bros. Discovery. Netflix zahlt 27,75 Dollar pro Aktie, wodurch der Deal einen Gesamtwert von rund 82,7 Mrd Dollar hat. Die Vereinbarung umfasst die Film- und TV-Studios von WBD sowie den Streamingdienst HBO Max. Nicht Teil des Pakets sind die linearen TV-Sender wie CNN, TBS und TNT, die WBD zuvor ausgliedert. Den Abschluss der Transaktion erwarten die Unternehmen für das 3. Quartal 2026. Die Einigung beendet einen seit Oktober laufenden Übernahmekampf, der in der letzten Phase Tempo aufgenommen hat. Erst in der Nacht gab es Meldungen, dass Netflix die Mitbewerber Paramount und Comcast ausgestochen hat und exklusiv mit WBD verhandelt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Mediengigant mit weltweit rund 450 Mio Abonnenten. US-Politiker und Kartellwächter äußern Sorge vor einer Monopolstellung. Netflix dagegen verweist auf YouTube als starken Konkurrenten.
handelsblatt.com, dwdl.de, variety.com, cnbc.com

Keine Teenie-Romanzen: Der Streamingdienst HBO Max richtet sich zum Start in Deutschland an "ein erwachsenes Publikum, das Qualität zu schätzen weiß", kündigt Anke Greifeneder von Warner Bros. Discovery im "DWDL"-Interview an und ergänzt: "Bei uns wird man jetzt nicht in erster Linie Coming-of-Age finden." Zu den geplanten Eigenproduktionen gehören das Prequel "4 Blocks Zero" und eine Thriller-Serie, die Motive des "Struwwelpeter" in die Gegenwart holt. Für Herbst 2026 ist eine Dokumentation über den Raub der Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum geplant.
dwdl.de
(Foto: WarnerMedia)

Alles auf Rot: Im Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery hat Netflix nach US-Medienberichten die zweite Runde für sich entschieden und verdrängt damit die Konkurrenten Paramount und Comcast. Der Streaming-Marktführer verhandele nun exklusiv über den Kauf der Studio- und Streaming-Sparte, während das lineare TV-Geschäft beim Verkäufer bleibt. Kolportiert wird ein Angebot von rund 28 Dollar je Aktie, das Netflix überwiegend in bar begleichen will. Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen wäre Netflix bereit, 5 Mrd Dollar an WBD zu zahlen. Paramount-CEO David Ellison kritisiert den Prozess in einem Brandbrief als "unfair und voreingenommen", da er massive kartellrechtliche Hürden für Netflix sieht. Warner weist die Vorwürfe zurück.
meedia.de, dwdl.de, persoenlich.com, edition.cnn.com

Beim MI6 nur Deko? Der Name von James-Bond-Assistentin "Miss Moneypenny" kann nicht als Marke geschützt werden, entscheidet der Bundesgerichtshof. Geklagt hatte eine US-Firma, die Nutzungsrechte an den Bond-Filmen hat, weil eine deutsche Firma unter dem Namen "My Moneypenny" persönliche Assistentinnen vermittelt. "Miss Moneypenny" sei kein "bezeichnungsfähiges" Werk, da eine "gewisse Selbständigkeit und eigenständige Bekanntheit" sowie eine "bestimmte optische Ausgestaltung" und "besondere Charaktereigenschaften" der fiktiven Figur fehlten. Wir halten fest: Größter Gegner von James Bond ist weder "Goldfinger" noch "Dr. No" – sondern das deutsche Markenrecht.
bild.de, bundesgerichtshof.de
(Archivbild: IMAGO / United Archives)

"Nicht nur Stromberg selbst, wenn ich jetzt mal die anderen männlichen Figuren durchgehe, sind das doch alles Vollidioten, oder? Der Film ist ein großes Plädoyer für mehr weibliche Chefs"
"Stromberg"-Autor Ralf Husmann spricht im Doppelinterview mit Hauptdarsteller Christoph Maria Herbst im "Playboy" über den neuen "Stromberg"-Film. Herbst sagt, "'Stromberg' ist, glaube ich, das feministischste Format, das es überhaupt gibt".
playboy.de (€)
(Foto: IMAGO / Future Image)

Make Germany häppi again: Die Leonine Studios geben einen ersten Einblick in den Film "Horst Schlämmer sucht das Glück", der Ende März 2026 ins Kino kommt. Der stellvertretende Chefredakteur des "Grevenbroicher Tagblatts" attestiert dem Land: "Deutschland hat Rücken! Und zwar im Gesicht." Seine Mission ist, die Menschen wieder glücklich zu machen. Dafür begibt er sich per Anhalter, Krabbenkutter oder Schienenersatzverkehr auf Deutschlandreise. Fraglich bleibt, ob Glück wirklich die erste Reaktion ist, wenn morgens im Schienenersatzverkehr ein Typ mit Überbiss und Trenchcoat mit "Schätzelein" ankommt.
youtube.com (75-Sek-Video), presseportal.de
(Foto: Leonine Studios)

Pilzköpfe auf dem Kiez: Die Produktionsfirmen W&B Television und Turbine Studios produzieren für das ZDF, die BBC und AGC Television eine sechsteilige Dramaserie über die Hamburger Jahre der Beatles (Archivfoto). "Hamburg Days" beleuchtet die frühen Jahre der Band in Hamburg und ihre Freundschaft zur Künstlergruppe um Klaus Voormann. Als Vorlage für die Serie dient Voormanns Autobiografie, der Musiker und Grafiker begleitet das Projekt zudem als Berater. Showrunner ist Christian Schwochow, der u.a. Regie bei "The Crown" geführt hat, die Drehbücher schreibt Jamie Carragher, der Autor für "Succession" war. Die Regie übernimmt Mat Whitecross, der bereits die Oasis-Doku "Supersonic" inszenierte. Die norddeutsche Moin Filmförderung unterstützt das Projekt. Vor rund einem Jahr hat bereits der NDR die Hamburger Beatles-Jahre in einem Podcast aufgearbeitet.
dwdl.de, presseportal.de, moin-filmfoerderung.de, tur2.de (NDR-Podcast)
(Archivbild: APA-Images / Ullstein Bild / Photo Ambor)

Und Action: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verspricht der deutschen Filmindustrie massive Investitionen. Er verkündet im neuen ARD-Format "ttt Talk" verbindliche Zusagen großer Streaming-Konzerne. Die Unternehmen stecken laut Weimer in den kommenden fünf Jahren Summen in Milliardenhöhe in den Standort Deutschland. Der Bund schieße zusätzlich 250 Mio Euro an Steuergeldern zu. Weimer stellt sich im Gespräch mit Moderatorin Siham El-Maimouni auch Kritik zu seiner Doppelfunktion als Verleger und Politiker. Das Erste strahlt das Interview am 7. Dezember um 23.35 Uhr gekürzt aus. Das komplette Gespräch steht ab 6. Dezember in der ARD-Mediathek.
presseportal.de
(Foto: MDR/Hagen Wolf)

Drama ohne Happy End? Die Produktionsallianz registriert in ihrer aktuellen Herbstumfrage eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. 85 % der befragten Firmen bewerten die Situation als "schlecht" oder "sehr schlecht", 2024 waren es noch 77 %. Als Hauptursachen nennen die Produzenten sinkende Budgets, steigende Herstellungskosten und langsame Entscheidungen der Auftraggeber. Der Personalmangel hat dagegen an Relevanz verloren und wird nur noch von 23 % als akut eingestuft. Michelle Müntefering, Chefin der Produktionsallianz, fordert von der Politik rasche Entscheidungen, etwa bei der Investitionsverpflichtung für Streamer.
dwdl.de
(Foto: Produktionsallianz / Jorinde Gersina)

Streaming-Freunde: US-Streamer HBO Max und Constantin Film einigen sich auf eine Kooperation für den deutschsprachigen Raum. Der Streamingdienst von Warner Bros. Discovery zeigt ab 2026 Kinofilme des Münchner Unternehmens. Neue Produktionen stehen zehn Monate nach dem Kinostart im Angebot von HBO Max. Der Streamer erhält zudem Zugriff auf den bestehenden Filmkatalog von Constantin Film. "Mit diesem wunderbaren Partner haben unsere Filme in den nächsten Jahren das perfekte Zuhause", sagt Constantin-Geschäftsführerin Karola Bayr.
presseportal.de

Streaming-Nachschub: Warner Bros. Discovery vereinbart eine mehrjährige Partnerschaft mit den Leonine Studios für den Deutschland-Start von HBO Max. Der neue US-Streamer zeigt ab 2026 alle Spielfilm-Neuheiten der Münchner. Zum Paket gehören Kinofilme wie "The Housemaid", "Horst Schlämmer sucht das Glück" oder der neue Teil der "Tribute von Panem". HBO Max übernimmt zudem ältere Titel. Leonine-Chef Fred Kogel sieht in dem Deal "nicht nur die herausragende Qualität unseres Programmangebots" bestätigt, "sondern auch das Vertrauen von HBO Max in unsere Auswahl an relevanten Inhalten".
horizont.net (€)

Ge-Schlossene Gesellschaft: Das Schloss Marienburg bei Hannover hat am vergangenen Wochenende einen unerwartet großen Ansturm erlebt. Rund 6.000 Interessierte strömten zum Drehort der Amazon-Teenie-Serie "Maxton Hall" (Foto). Wegen Sanierung ist das Schloss, das in der Serie Kulisse für ein Elite-Internat ist, für die Öffentlichkeit eigentlich nicht zugänglich. Für die Dreharbeiten gab es eine Ausnahme. Die weiteren geplanten Öffnungen an den kommenden beiden Wochenenden wurden "aus Sorge um die Sicherheit von Personen und Sachgütern" nun abgesagt. Einziger Trost für Fans: "Maxton Hall" hat anscheinend die gleichen Probleme wie die eigenen baufälligen Schulen.
haz.de (€) via digitalfernsehen.de, ndr.de
(Foto: Prime Video/ Stephan Rabold)

Geteilter Erfolg: Der BR einigt sich mit dem Berufsverband Kinematografie auf Gemeinsame Vergütungsregeln für 90-minütige TV-Filme. Mit der Einigung erhalten bildgestaltende Kameraleute erstmals eine Folgevergütung für fiktionale Auftragsproduktionen, die besonders oft im linearen TV wiederholt oder in der ARD-Mediathek abgerufen werden. Der Erfolgsmaßstab richtet sich nach den bestehenden Regeln für Drehbuch, Regie und Schauspiel. Die anderen ARD-Anstalten und die ARD Degeto sowie die Produktionsallianz und Berufsverbände anderer Gewerke haben ein Beitrittsrecht zur Einigung. Für andere Längen und Formate wollen beide Seiten zeitnah in Verhandlungen treten.
br.de

Fast Rewind: Streamer Prime Video von Amazon testet KI-Video-Zusammenfassungen von Serien-Staffeln. Für die neue Funktion "Video Recaps" identifiziert KI die wichtigsten Handlungspunkte einer Staffel und kombiniert die Ausschnitte mit Dialogen und Musik zu einem vollständigen Rückblick. Das Feature soll Zuschauer auf den aktuellen Stand bringen, bevor sie eine neue Staffel beginnen. Zunächst ist die Funktion nur in den USA und nur für ausgewählte, englischsprachige Eigenproduktionen verfügbar. Bereits seit 2024 experimentiert Amazon mit KI-generierten Text-Zusammenfassungen.
dwdl.de, aboutamazon.com
(Bild: Amazon Prime Video)

Zahl des Tages: Mit 5.002.722 Besuchern seit dem Kinostart am 14. August ist "Das Kanu des Manitu" der erfolgreichste Film des Jahres in Deutschland. Im gesamten deutschsprachigen Raum wurden bereits über 6 Mio Kinotickets verkauft, teilt Constantin Film mit. Auch knapp 15 Wochen nach dem Start laufe die Western-Komödie von Michael "Bully" Herbig bundesweit noch in 403 Kinos.
presseportal.de
(Bild: Constantin Film / Luis Zeno Kuhn)

"Leni Riefenstahl verdrehte die Wahrheit in einem Sinne und wiederholte dieses Narrativ stets, wie es heute wieder sehr populär ist. Man findet bereits das komplette Instrumentarium der Fake News in ihrer Art der Kommunikation."
Sandra Maischberger sieht in Leni Riefenstahl "so etwas wie den ersten Instagram-Star". Im "Teleschau"-Interview berichtet Maischberger über die Arbeit an ihrer Doku über die Nazi-Filmemacherin und ein Interview, bei dem sie ihr "einfach ins Gesicht gelogen" habe. Für ihre Doku hatte Maischberger deshalb so viel Material von Riefenstahl, "weil sie sich immer selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung stellte".
teleschau.de, ardmediathek.de (99-Min-Doku)
(Foto: WDR/Peter Rigaud)

Wer bietet mehr? Die US-Medienkonzerne Paramount und Comcast sowie der Streaming-Riese Netflix legen erste Gebote für eine Übernahme von Warner Bros. Discovery vor. Paramount will den gesamten Konzern übernehmen. Comcast, die Mutter von NBCUniversal, interessiert sich für die Film- und Fernsehstudios sowie den Bezahlsender HBO. Netflix will sich das Studio- und Streaming-Geschäft sichern, um Zugang zu Filmreihen wie "Harry Potter" zu erhalten. WBD hatte zuvor ein Angebot in Höhe von 60 Mrd Dollar als zu niedrig abgelehnt.
derstandard.at

Generationsübergreifende Brieffreundschaft: Schauspieler Daniel Radcliffe, auf Lebenszeit verbunden mit seiner Rolle als "Harry Potter", hat einen Brief an den "Harry Potter"-Darsteller der geplanten Serie über den Zauberschüler geschickt. "Ich wollte ihm einfach schreiben und sagen: 'Ich hoffe, du hast eine wunderbare Zeit, und eine sogar noch schönere, als ich sie hatte", sagt Radcliffe bei "Good Morning America". Er wolle "kein Gespenst im Leben dieser Kinder sein", betont er. Dominic McLaughlin, der in der Neuverfilmung "Harry Potter" spielt, habe ihm eine liebe Nachricht zurückgeschickt. Zugestellt wurden die Briefe vermutlich von der Eulenpost.
derstandard.at, youtube.com (6-Min-Video "GMA")
(Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire / Ron Adar)

Mit dem Zweiten kassiert man besser: Das ZDF, der Bundesverband Schauspiel BFFS und die Produktionsallianz vereinbaren erstmals Gemeinsame Vergütungsregeln für Schauspielende in fiktionalen Auftragsproduktionen. Die neuen Regeln berücksichtigen "veränderte Nutzungsrealitäten" wie etwa On-Demand-Abrufe und schaffen "eine ausgewogene Grundlage" für die Nachvergütung. Neu ist u.a. ein Punktemodell, das Schauspielenden in Serien eine Folgevergütung basierend auf konkreten Nutzungsvorgängen ermöglicht. Zusätzlich zahlt das ZDF künftig eine Beteiligung an kommerziellen Vertriebserlösen. Der BFFS nennt die Einigung einen "willkommenen und ermutigenden Lichtblick in einer ansonsten für uns Schauspieler*innen schwierigen Zeit".
dwdl.de

Zahlen, bitte: Produktionsfirma Beta Film gewinnt Stephan Katzmann als neuen Finanzchef. Er kommt im April von Leonine, wo er als CFO Licensing & Distribution tätig war. Zuvor arbeitete er u.a. bei Sport1 und der Constantin Film Gruppe. Katzmann folgt auf Maria Kaltenegger, die nach sechs Jahren bei Beta Film zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zurückkehrt.
the-spot-mediafilm.com
(Foto: Beta Film/Andreas Hoffmann, Montage: turi2)

KI-Kumpel: Produktionsfirma Beta Film und die Filmakademie Baden-Württemberg vereinbaren eine Partnerschaft in den Bereichen KI und Virtuelle Produktion. Beide Partner wollen neue Produktionsprozesse erproben und den Umgang mit KI in der Branche mitgestalten. Die Zusammenarbeit stützt sich auf drei Säulen: Ausbau der Virtual-Production-Infrastruktur auf dem Campus, Gründung eines gemeinsamen Incubation & Innovation Hubs, neue Aus- und Weiterbildungsangebote mit KI-Fokus.
dwdl.de

Hark Bohm, 86, ist tot. Der Regisseur, Autor, Produzent und Schauspieler ist am Freitag in Hamburg im Kreise seiner Familie gestorben. Bohm hat die deutsche Kinogeschichte mit sozialkritischen Filmen wie Nordsee ist Mordsee und Moritz, lieber Moritz geprägt. Er stand in mehr als 50 Filme selbst als Darsteller vor der Kamera und war Mentor von Fatih Akin, der heute selbst ein Erfolgsregisseur ist. Gemeinsam schrieben sie die Drehbücher für das NSU-Drama Aus dem Nichts, den Coming-of-Age-Film Tschick und den kürzlich erschienenen Film Amrum, der von Bohms Kindheitserinnerungen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs erzählt.
sueddeutsche.de, moin-filmfoerderung.de, ndr.de (9-Min-Audio-Interview mit Akin zum Bohms Tod)
(Foto: IMAGO / Andre Lenthe)

Freiwilligkeit vor Zwang: Der Privatmedienverband Vaunet spricht sich gegen eine gesetzliche Investitionsverpflichtung für Streaming-Anbieter aus. Der Verband stellt sich damit hinter Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der stattdessen auf freiwillige Selbstverpflichtungen setzt. Dies seien "die geeigneteren Instrumente", um zeitnah Investitionen in den Filmstandort Deutschland zu realisieren. Die "Maximalforderung" nach einer gesetzlichen Regelung "beharrt dagegen auf einem langwierigen Prozess mit ungewissem Ausgang", so der Verband. "Statt diesen Irrweg zu beschreiten, sollte das positive Momentum der letzten Monate genutzt werden." Vaunet positioniert sich damit gegen den Standpunkt der Film- und Produktionsbranche, die eine gesetzliche Regelung für nötig hält.
vau.net, turi2.de (Background)

KI-Kapitel: Die Produktionsfirma Beta Film gründet zusammen mit einem Team um Produzent Hannes Jakobsen (links) das Berliner Startup Chapter41. Mit einem KI-Hub will die Firma Produktionsprozesse optimieren, Kreative und Sender beraten sowie KI-generiertes Bewegtbild produzieren. Dabei sollen KI-Werkzeuge "nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern immer gezielt in Zusammenhang mit konkreten Produktionen", sagt Beta-Film-Geschäftsführer Moritz von Kruedener (rechts). Jakobsen sieht Chapter41 als Teil des gerade entstehenden "kreativen KI-Ökosystems".
dwdl.de
(Fotos: beta Film, Montage: turi2)

Video-Tipp: Im Disney-Weihnachtskurzfilm "Bestes Weihnachten Ever" erzählt Starregisseur Taika Waititi die Geschichte einer Kinderkritzelei, die zum Leben erwacht und zum besten Freund der kleinen Molly wird. Leider hat "Doodle", so der Name des Wesens, keinen Mund und kann weder singen noch mit seiner Freundin Süßigkeiten sammeln. Molly bemerkt die Traurigkeit und wünscht sich daraufhin einen "Mr. Potato Head", mit dessen abnehmbarem Mund sie ihrem Freund schließlich eine Stimme gibt.
youtube.com (3-Min-Video) via horizont.net (€), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Bild: Disney)

Hör-Tipp: Schauspielerin Annette Frier ist selbst davon überrascht, wie schnell ihre neue Serie Frier und Fünfzig umgesetzt wurde. "Vom Pitch über den Piloten bis zur Zusage – das ging in zwölf Monaten. So eine schnelle Umsetzung habe ich noch nie erlebt", erzählt sie im Podcast "Wolter Talks" von Banijay-Germany-Chef Marcus Wolter. In der Serie, die bei Sat.1 und Joyn läuft, spielt Frier sich selbst als Frau in den Wechseljahren. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. "Für mich sind die Wechseljahre eine zweite Pubertät. Ich habe alles in Frage gestellt – Beziehung, Familie, Beruf", sagt sie und gibt zu Protokoll: "Mein Bock was zu machen, ist größer als die Angst vorm Scheitern."
open.spotify.com (57-Min-Audio)
(Foto: Timo Voß / Banijay Germany)

Die Produktionsallianz erinnert Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit einer Kampagne im Stil des Plakats einer Streaming-Serie an die im Koalitionsvertrag vereinbarte Investitionsverpflichtung für internationale Streaminganbieter. Weimer will eine verbindliche Regelung aufgeben und setzt stattdessen auf freiwillige Absprachen mit den Anbietern. Unter dem Titel "Broken Promises? – Gebrochene Versprechen?" kritisiert die Produktionsallianz, "dass diese intransparenten Absprachen auf wackeligen Füßen stehen und nicht belastbar sind". Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands, sagt: "Das politisch vereinbarte Ziel würde erheblich abgeschwächt – und so einen enormen Rückschritt für den Produktionsstandort Deutschland und alle Kreativen bedeuten." Zudem ließen individuelle Absprachen die für deutsche Produktionsunternehmen "entscheidende Regelung des Rechterückbehaltes" außen vor. "Das Ziel dieser Kampagne ist kein Skandal, sondern ein Happy End", schreibt Müntefering und hofft, dass eine zweite Staffel nicht nötig ist.
dwdl.de, produktionsallianz.de
(Bilder: Produktionsallianz, Montage: turi2)

Lass das mal den Papa bewerben: Der neue "Stromberg"-Film wird zum Werbefeuerwerk. Schon vor dem Kinostart am 4. Dezember tritt Hauptfigur "Bernd Stromberg" als "Chief Erdnusslocken Officer" des Snack-Herstellers Lorenz auf. Für McDonald's ist er Testimonial der diesjährigen Monopoly-Kampagne, zu der es auch eine sechsteilige Mockumentary gibt. Weitere Werbepartner, die Banijay Media Germany an Land gezogen und im Film integriert hat, sind Air Up, Citroën, ATU und Knabe Malz. Hoffentlich bleibt im Film neben all den Produktplatzierungen noch Platz für eine Geschichte.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), horizont.net (€), dwdl.de
(Bilder: McDonald's / Lorrenz Snack World, Montage: turi2)

Lese-Tipp: Autorin Senta Krasser porträtiert für "DWDL" Trish Osmond. Die 81-jährige Britin, die in Mönchengladbach lebt, hat erst mit Renteneintritt die professionelle Schauspielerei für sich entdeckt. Seitdem hat sie eine beeindruckende Filmografie gesammelt. Darunter sind Auftritte mit Annette Frier, Benedict Cumberbatch, Willem Dafoe oder, als Stimme der Queen, in der "heute-show". Nur für Mittel gegen Blähungen würde sie nie werben.
dwdl.de

Großes Kino: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kündigt umfangreiche Investitionen in die deutsche Filmbranche an. Er habe in den vergangenen Monaten mit Konzernen wie Netflix und Disney gesprochen – im November wolle er die sehr guten Ergebnisse vorstellen: "Wir werden sehr wahrscheinlich in den kommenden Jahren am deutschen Filmstandort einen Investitionsboom erleben, wie wir ihn noch nie erlebt haben", sagt Weimer bei einem medienpolitischen Empfang in Ludwigsburg.
In dem Zusammenhang stellt Weimer auch Forderungen an die Filmbranche. Sie müsse sich künftig mehr "an Publikumswünschen, am Markt, an Dingen, die wirklich funktionieren" orientieren. Deutschland sei Meister in der Förderung von Arthouse-Kino, was auch "gut so" sei. Im Publikumskino sei Deutschland dagegen schlecht und müsse besser werden. Weimer hebt den Erfolg des Films "Kanu des Manitu" von Michael "Bully" Herbig hervor, der zeige, dass die Branche auch erfolgreiche Blockbuster produzieren könne.
stuttgarter-nachrichten.de, wdr.de
(Foto: BKM / Kay Henschelmann)

Mehr Geld aus Mainz: Das ZDF verbessert seinen Vergütungsrahmen für Kamera, Szenen- und Kostümbild sowie Editoren – im Rahmen einer einseitigen Selbstverpflichtungserklärung. Zuvor waren Verhandlungen und eine Schlichtung mit der Urheberallianz gescheitert. Künftig sollen die Kreativen durch Folgevergütungen an weiteren Nutzungen wirtschaftlich beteiligt werden. Bei Eigenproduktionen sollen der Tarifvertrag gelten. Bei vollfinanzierten fiktionalen Auftragsproduktionen sollen die Vergütungsregelungen die gesetzlichen Vorgaben deutlich übersteigen.
dwdl.de

Günstig geschossen? Die Übernahme des James-Bond-Franchises durch Amazon könnte billiger gewesen sein, als bisher angenommen. Aus einer britischen Einkommenserklärung der EON Productions von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson soll hervorgehen, dass Amazon für die Rechte nur 20 Mio Dollar gezahlt hat. Ursprünglich wurde über bis zu 1 Mrd Dollar gemunkelt. Sollte das stimmen, war es wohl ein "Warehouse Deal".
digitalfernsehen.de
Fortschreiber: Die ARD Degeto Film befördert Christoph Pellander, 46, zum neuen Geschäftsführer. Er übernimmt die Position zum 1. Mai 2026 von Thomas Schreiber, 66, der die ARD-Tochter seit 2021 führt. Pellander ist seit mehr als 25 Jahren in der Film- und Fernsehbranche tätig. Seit 2019 leitet er die Redaktion und das Programm-Management der ARD Degeto Film. In dieser Funktion verantwortet er jährlich rund 100 fiktionale Produktionen für TV und Mediathek sowie nationale und internationale Kino- und Ko-Produktionen.
kress.de, presseportal.de
(Foto: ARD Degeto Film / Taimas Ahangari)

Hör-Tipp: 2024 gab es von Mitarbeitenden Vorwürfe des Machtmissbrauchs gegen die Leiterin des Film Festival Cologne. Diese weist die Vorwürfe zurück. Für den Deutschlandfunk nehmen Jule Hoffmann und Max Kuball dies zum Anlass für eine Recherche über strukturelle Probleme im Kulturbetrieb. Typisch sei die hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit, verbunden mit der Bereitschaft, weit über ihre Grenzen zu gehen. Bezahlt würden viele Beschäftigte von Monat zu Monat auf Rechnungsbasis, Anlaufstellen für Konflikte mit der Leitungsebene fehlten oft.
hoerspielundfeature.de (44-Min-Audio),
deutschlandfunkkultur.de (Zusammenfassung der Recherche)
(Foto: IMAGO / Horst Galuschka)

Herstellerin: Produzentin Laura Machutta wird Geschäftsführerin von Constantin Film Produktion. In dieser Rolle verantwortet sie die gesamte Herstellungsleitung von Constantin Film. Machutta folgt auf Tim Greve, der das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlässt. Sie ist seit 2020 Geschäftsführerin der Constantin-Tochter Moovie, die sie gemeinsam mit Friedrich Radmann auch weiterhin leiten wird.
dwdl.de, presseportal.de
(Foto: Constantin Film / Die Hoffotografen)

Video-Tipp: Der niederländische Latenight-Host Arjen Lubach zeigt in einem satirischen Video, wie Disney nach der Absetzung von Jimmy Kimmel auch seine Film-Klassiker anpassen könnte, damit sie Donald Trump gefallen. "Aladdin" wird von der Einwanderungsbehörde aufgegriffen, Bambis Mutter endet nach einer Bemerkung über Trans-Frauen am Bratspieß und die Existenz von Schneemann "Olaf" in "Frozen" ist für "Prinzessin Anna" ein Beleg dafür, dass es den Klimawandel nicht gibt.
youtube.com (2-Min-Video) via digitalfernsehen.de
(Bild: Screenshot Lubach bei YouTube)

Kinu des Manitu: Der Spielfilm "Das Kanu des Manitu" von Michael "Bully" Herbig hat am Dienstagabend die Marke von 2 Mio Kinobesuchern geknackt, teilt Constantin Film mit. Mit gut 760.000 verkauften Tickets am zweiten Wochenende habe der Film fast das Niveau des Startwochenendes erreicht. Am vergangenen Samstag hätten rund 240.000 Kinobesucher den Film angeschaut, so viele Menschen wie an keinem anderen Tag seit dem Filmstart. Solche "Spitzenwerte" seien "in der Kinobranche äußerst selten".
presseportal.de
(Foto: Luis Zeno Kuhn / herbX film / Constantin Film)

Verflixt: Am Wochenende hat die Meldung die Runde gemacht, Netflix könnte als Investor bei den Bavaria Filmstudios einsteigen und erwäge, seine Europa-Zentrale in München anzusiedeln. Der "Münchner Merkur" hatte sich auf Informationen aus dem Haus von Kultur- und Medienstaatsminister Wolfram Weimer berufen. Auf Nachfrage von "BR24" sagt Bavaria Film, es habe diesbezüglich "keinerlei Gespräche mit Netflix" gegeben. Auch eine Netflix-Sprecherin dementiert die Meldungen und zeigt sich davon "überrascht". Ein Happy End gibt es meist halt doch nur im Film.
br24.de, merkur.de

Vollendeter Tanz: Das US-Medienunternehmen Skydance schließt mehr als ein Jahr nach der Ankündigung die Übernahme von Paramount Global für 8 Mrd Dollar ab. Unter dem neuen Eigner soll Paramount in die drei Geschäftsbereiche Studios, Direktvertrieb und TV-Medien umstrukturiert werden. Skydance-Eigner David Ellison, der künftig auch Paramount-CEO ist, will durch die Fusion Kosten von 2 Mrd Dollar einsparen. Vor der Genehmigung durch die US-Behörde FCC hatte Paramount sich bereiterklärt, Präsident Donald Trump 16 Mio Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit um ein Video beim Paramount-Sender CBS beizulegen.
digitalfernsehen.de, variety.com, hollywoodreporter.com

Angedokt: Die fünf Dokumentarfilm-Festivals dokKa Karlsruhe, Kasseler Dokfest, Lichter Filmfest Frankfurt, Doxumentale Berlin und DOK.fest München starten gemeinsam eine Streamingplattform für internationale Dokumentarfilme. dok@home bietet kuratierte Highlights aus den Festivalprogrammen, jeder Film kostet fünf Euro. Die Filme werden in ihrer Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln angeboten.
blickpunktfilm.de, dok-at-home.de

Royaler Rückzug: Streamer Netflix beendet die Zusammenarbeit mit Prinz Harry und Herzogin Meghan, berichten "Sun" und "People". 2020 hatte Netflix einen Vertrag über angeblich 100 Mio Dollar mit den beiden geschlossen, der nun nicht verlängert werde. Grund dürfte sein, dass ihre Produktionen, abgesehen vom Erstling Harry & Meghan, beim Publikum weit hinter den Erwartungen blieben: Die Lifestyle-Serie With Love, Meghan kam im 1. Halbjahr auf nur 5,3 Mio Views, was Rang 383 aller Produktionen bedeutet. Dennoch soll die bereits abgedrehte zweite Staffel im Herbst wie geplant starten. Ein noch größerer Flop war Harrys Polo-Doku, die es nur auf Platz 3.436 schafft. Einzel-Projekte könne sich Netflix mit den beiden dennoch weiter vorstellen.
n-tv.de, thesun.co.uk, people.com
(Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire)