Zitat: Ai Weiwei beklagt die Zugeknöpftheit deutsche Gesprächspartner.

"Im sozialen und kulturellen Umfeld, auch im Umgang mit Journalisten, bemerke ich, dass viele Gesprächspartner sehr zugeknöpft sind und bestimmte Themen einfach nicht mit einem Ausländer besprechen wollen."

Der chinesische Künstler Ai Weiwei beklagt im Interview mit Gabor Steingart in der "Welt", dass die deutsche Öffentlichkeit sich nicht kritisch mit China auseinandersetzen will.
"Welt", S. 6 (Paid)

Zitat: Einstieg ins E-Sports-Engagement lief holprig, sagt Bettina Fetzer.

"Die Fans fragten uns, was wir mit der langweiligen Werbung wollen."

Mercedes-Marketingchefin Bettina Fetzer erzählt, dass der Einstieg in E-Sports für Daimler kein Selbstläufer war. Beim zweiten Event lief es mit Fahrzeugen im Design verschiedener Gaming-Figuren schon besser.
wuv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Bettina Fetzer im Erfolgsfragebogen der turi2 edition8.

Zitat: Die Kandidaten bei “Wer wird Millionär?” wandeln sich, sagt Günther Jauch.

"Heute wird die Sendung oft als alternative Geldbeschaffung gesehen, um beispielsweise den Wintergarten zu finanzieren. Der Kostenvoranschlag ist bereits eingeholt und der Kandidat weiß, dass man da mit 16.000 Euro hinkommt. Also werden Joker bis dahin gleichmäßig verballert, um nur ja kein Risiko einzugehen."

Günther Jauch sagt im DWDL-Interview, die Faszination der Mio-Summe bei "Wer wird Millionär?" habe im Verlauf der vergangenen 20 Jahre nachgelassen.
dwdl.de

Zitat: Man kann auch wirtschaftlich gescheitert gut leben, sagt Thomas Middelhoff.

"Ich kann es be­ur­tei­len, weil ich die Mil­lio­nen hat­te, die Häu­ser, die Yacht, und ich ha­be all das verlo­ren. Ent­we­der zer­bricht man dar­an, oder man er­kennt, dass man ein gu­tes Le­ben oh­ne all das ha­ben kann. Das will ich auch an­de­ren sa­gen, die wirt­schaft­lich schei­tern."

Ex-Bertelsmann-Boss Thomas Middelhoff spricht im großen "FAS"-Interview über sein Scheitern, was er daraus gelernt hat und warum er inzwischen gern auf Fuckup-Nights spricht.
"FAS", S. 33 – 34 (Paid)

weitere Zitate:
"Ich bin be­stimmt ei­ne nar­ziss­ti­sche Per­son, wie wohl die meis­ten Top­ma­na­ger nar­ziss­ti­sche Zü­ge ha­ben. Aber ich hat­te ei­ne Maß­lo­sig­keit ent­wi­ckelt, die wie ein Bu­me­rang zu­rück­kam. Ich fand das klas­se, wenn ich auf den Ti­tel­sei­ten von Wirt­schafts­ma­ga­zi­nen war. Zwi­schen 2008 und mei­ner Ver­haf­tung sind al­lein im 'Spie­gel' und auf Spie­gel On­line 98 Ar­ti­kel über mich er­schie­nen, 98 Ar­ti­kel! Und kei­ne freundlichen, son­dern kri­ti­sche. Kein Wun­der, dass die Mei­nung über mich so fest­ge­fah­ren ist."

"Bei den Jun­gen bin ich nicht stig­ma­ti­siert, die spü­ren, dass ich es ehr­lich mei­ne. Da­ge­gen wür­den viele Kol­le­gen von frü­her lie­ber se­hen, dass ich als psy­cho­pa­thisch ge­stör­te Per­son ir­gend­wo verschwinde."

Zitat: Juli Zeh mahnt Politiker und Medien, nicht unbewusst Hass zu bestätigen.

"Es sind nicht die Hassprediger im Internet allein. Viel gefährlicher ist, wenn potenzielle Täter das Gefühl haben, dass bestimmte Politiker oder Medien der gleichen Meinung sind wie sie."

Autorin und Verfassungsrichterin Juli Zeh mahnt im "Focus"-Interview mit Bezug auf den Mord an Walter Lübcke auch die bürgerliche Mitte zu achtsamen Äußerungen.
"Focus" 34/2019, S. 90 (Paid)

Zitat: Journalisten sind keine Gatekeeper mehr, sagt Kai Diekmann.

"Als Chefredakteur der 'Bild'-Zeitung habe ich früher darüber entschieden, wer mit welchen Botschaften ein Massenpublikum erreicht. Ich war der Gatekeeper, der Agenda Setter. Das ist vorbei. Jetzt kann sich jeder selber in der Öffentlichkeit inszenieren und sein Publikum ansprechen."

Kai Diekmann beschreibt im Porsche-Podcast den Verlust des "Veröffentlichungs-Monopols" der Medien – Aufgabe der Journalisten sei nun, Inhalte "unabhängig zu überprüfen".
porsche-consulting.de (21-Min-Audio)

Zitat: Flixbus-Gründer André Schwämmlein geht die Verkehrswende nicht weit genug.

"Europa ist das Reich der Seligen, wenn es um Mobilität geht. Selbst wenn die jetzt alle autonom fahren, ändert das auch nichts. Dann stehen alle autonom im Stau."

Flixbus-Gründer André Schwämmlein fordert im Interview mit der "Welt" nicht nur eine CO2-freie, sondern auch eine "kollektive Mobilität" mit mehr Nahverkehr und Investitionen in Bus und Bahn.
"Welt", S. 5 (Paid)

Zitat: Konzerne würden ein Rezo-Video besser verkraften als die CDU, sagt Sascha Pallenberg.

"Viele große Konzerne sind inzwischen sensibilisiert. Und die, die es nicht sind, haben in erster Linie ein Kultur- und erst in zweiter Linie ein Kommunikationsproblem."

Sascha Pallenberg, Head of Digital Transformation bei Daimler, sagt dem "PR-Report", die meisten Unternehmen seien unzufriedene Kunden in Social Media gewohnt. Auf Videos wie das von Rezo wären sie deshalb besser vorbereitet als die CDU. Er hält aber Mittelständler für gefährdet.
prreport.de

Zitat: Patrick Weinhold macht bei der “Tagesschau” den Helmut-Schmidt-Test für Humor.

"Wir haben eine ganz gute Regel gefunden, um auch mal Humoriges über die verschiedenen Kanäle zu senden. Sie lautet: Könnte Altkanzler Helmut Schmidt als Hanseat darüber lachen?"

Patrick Weinhold, Chef des Social-Media-Teams der "Tagesschau", sagt im Interview mit dem Medientage-Blog, wie sein Team entscheidet, ob ein humorvoller Beitrag zur Marke passt.
blog.medientage.de

Zitat: Andreas Arntzen hat beim Wort & Bild Verlag sein Faible für Medizin entdeckt.

"Würde ich nochmal auf die Welt kommen, würde ich mir überlegen, in Richtung Medizin zu gehen."

Andreas Arntzen, Chef des Wort & Bild Verlags, hat beim Verlag hinter der "Apotheken Umschau" seine Begeisterung für die Medizin entdeckt – ist aber auch nicht traurig über seinen beruflichen Werdegang, sagt er im "Treibstoff"-Podcast.
newsaktuell.de (45-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mein Misserfolg – Andreas Arntzen wollte einmal Mobile.de kaufen und scheiterte an einem Verleger.

Zitat: Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl hat alle Medien-Angebote abgelehnt.

"Nur weil ich bestimmte Dinge durch den Leistungssport kann, kann ich mich doch nicht mit Menschen messen, die diese Dinge gelernt haben."

Heide Ecker-Rosendahl, 72, Leichtathletik-Olympiasiegerin von 1972, hat nach dem Ende ihrer Sportkarriere alle Angebote aus der Musik- und Filmbranche ausgeschlagen. Im "Senioren Ratgeber" sagt sie, es sei ja auch nicht jeder Sänger ein potenzieller Weitspringer.
"Senioren Ratgeber" 8/2019, S. 78 (Vorabmeldung)

Zitat: YouTube-Chefin Susan Wojcicki glaubt, den Hass besiegen zu können.

"Wo zieht man die Grenzen der Meinungsfreiheit, und zensiert man, wenn man sie zu eng zieht, nicht Stimmen der Gesellschaft, die gehört werden sollten? Wir versuchen, ein Gleichgewicht zu finden."

YouTube-Chefin Susan Wojcicki, 51, sagt, die Plattform verschärfe die Richtlinien ständig. Dennoch werde es immer grenzwertige Inhalte geben. Sie glaubt, den Kampf gegen Hass dennoch gewinnen zu können.
theguardian.com

Zitat: Bernhard Pörksen plädiert für weniger Netz-Pessimismus.

"Ich kann diesen Quatsch freihändig formulierender Apokalyptiker zunehmend weniger ertragen und würde sagen: Solche Theorien sind tatsächlich ein Symptom, und zwar für die Arroganz, den Antiliberalismus und den Aufklärungspessimismus ihrer Vertreter, die das potenziell mündige Subjekt und das eigenständige Individuum in ihren Großthesen vorschnell verabschieden."

Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen bezweifelt, dass Menschen sich durch soziale Netzwerke in Filterblasen verschanzen. Jeder Impfgegner werde immer wieder kritischen Kommentaren ausgesetzt.
tagesspiegel.de

Zitat: Georg Restle beklagt, dass Journalisten es den Populisten leicht machen.

"Wann endlich lernen auch wir Journalisten, abzuwarten, bis die Fakten auf dem Tisch liegen; nicht alles zu glauben, was einem die Polizei erzählt und mal darüber nachzudenken, welche Auswirkungen eine solche Berichterstattung auf eine Gesellschaft hat, deren Debatten zum Thema Flüchtlinge sowieso schon völlig überhitzt sind?"

Georg Restle von "Monitor" kommentiert die mediale Erregung um die Rheinbad-Räumung. Polizei und Journalisten verbreiten Falsches, das die AfD aufbauscht und ausschlachtet.
ardmediathek.de (9-Min-Video)

Zitat: Peter Boudgoust wünscht sich selbstbestimmte Staatsbürger, keine reinen Konsumenten.

"Wir dürfen Menschen nicht primär als Konsumenten betrachten, auch nicht als schlaue Konsumenten, sondern als Staatsbürger, die selbstbestimmt darüber entscheiden können, wie sie leben wollen."

Menschen dürfen durch Journalismus nicht bevormundet, aber auch nicht "mit irgendwelchen Unwägbarkeiten allein gelassen werden", sagt der scheidende SWR-Intendant Peter Boudgoust im Interview mit der "Kontext Wochenzeitung". Journalismus müsse den Menschen helfen, sich ein eigenes "fundiertes Urteil zu bilden".
kontextwochenzeitung.de

Zitat: Für Sat.1-Chef Kaspar Pflüger ist Verlässlichkeit ein Problem der Privaten.

"Vielleicht hat diese Routine von uns Fernsehmachern irgendwann auch dazu geführt, dass die Suche nach Verlässlichkeit über das sich so rasant ändernde Zuschauerverhalten gestellt wurde."

Sat.1-Chef Kaspar Pflüger sieht Privatfernsehen in einem Spannungsfeld: Werbekunden wollen Planbarkeit – Zuschauer stellen aber immer seltener ihre Uhr nach dem Programmschema.
dwdl.de

Zitat: Heribert Bertram nimmt großen Einzelhandelsketten ins Visier.

"Zusammen bespielen wir in Zukunft ein Klavier mit viel mehr Tasten und können daher mit dem Category Management der großen Einzelhandelsketten ganz anders umgehen."

Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram will mit DMV, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit Gruner + Jahr, das richtige Heft in der richtigen Menge an den richtigen Ort bringen – dabei steht vor allem der Lebensmitteleinzelhandel im Visier, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit G+J-Operativchef Oliver Radtke.
"Horizont" 32/2018, S. 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Jens Thiemer will das Agentur-Modell bei BMW auf den Kopf stellen.

"In Europa haben wir den größten Veränderungsbedarf, weil ich hier ein gewachsenes Set-up an Agenturen vorfinde, das keiner Logik folgt."

Jens Thiemer, neuer BMW-Markenchef, will die kleinteilige Welt der Werbe-Dienstleister umkrempeln. Bei Mercedes sorgte er für die Gründung der maßgeschneiderten Agentur Antoni.
"W&V" 08/2019, S. 78-83 (Paid)

Weitere Zitate:

"Jeder, der involviert ist, will ja auch berechtigterweise Spuren hinterlassen und die Marke beeinflussen. Das Kaleidoskop ist aktuell ein bisschen zu bunt. (...) Wir verlängern aktuell keine Laufzeiten mit europäischen Agenturen."

"Autowerbung hat in den vergangenen Jahren einen bestimmten Stil ausgebildet, eine Art Industriestandard. Das gefällt mir nicht. Marken brauchen mehr denn je einen unverwechselbaren Stil, eine eigene Handschrift."

Zitat: Thomas Knüwer rät Interviewten zum Paywall-Boykott.

"Jedes journalistische Stück hinter einer Bezahlschranke bedeutet, dass es dem wichtigsten Ort der gesellschaftlichen Information und Debatte entzogen wird: dem Internet. Im Gegenzug wird dieser Ort den Extremisten, Trollen und Lügnern überlassen."

Thomas Knüwer beobachtet die aus dem Ruder gelaufene Debatte um das Grundschulverbot für Migranten – und rät Interviewpartnern zur Absage, wenn sie hinter einer Paywall versteckt werden.
indiskretionehrensache.de

Zitat: Felix Dachsel will radikaler experimentieren statt dem Kater zu erliegen.

"Immer mehr Leute wurden für immer mehr Geschäftsbereiche eingestellt. Aber wer das Thema Rausch publizistisch so eingehend begleitet wie wir, weiß doch auch, dass er grundsätzlich eine Kehrseite hat."

Vice-Chefredakteur Felix Dachsel diagnostiziert nach Entlassungen keine Katerstimmung, sondern "experimentierfreudigen Realismus".
"Journalist" 8/2019, S. 34-40 (Paid)

Weitere Zitate:

"Die Bereitschaft, in schwierigen Situationen einfach mal völlig neu zu denken, ist in einem Medium, deren Macher und Nutzer überwiegend unter 30 sind, größer. Umso wütender, fast aggressiv macht es mich da manchmal, wenn ältere Kollegen klassischer Medien im Angesicht großer Probleme trotzdem einfach alles so lassen wollen, wie es ist. Bis das, was ist, irgendwann einfach nicht mehr existiert."

"Wir dürfen nicht den Fehler machen und mit unseren Anhängern altern, um dann irgendwann zu verschwinden wie die großen Volksparteien."

"Wir hätten uns als Jugendliche ja nicht fürs Klima auf die Straße gestellt. Wir haben uns einen Kasten gekauft und ausgetrunken. Und dann haben wir dummes Zeug geredet. (...) Das ist ein echter Rollentausch, denn bislang war die unaufgeregte Vernunft die Aufgabe der Älteren, während die Jugend das Privileg hatte, laut schreiend mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen."

Zitat: Facebook ist nur unmoralisch profitabel, sagt Tech-Journalist David Kirkpatrick.

"Facebook ist die profitabelste Firma, die jemals existiert hat. Das ist keine Übertreibung. Ein besseres, moralischeres Facebook käme nicht auf solche Ergebnisse."

Tech-Journalist David Kirkpatrick sagt im "Focus"-Interview, dass Mark Zuckerberg lügt, wenn er behaupte, ihm geht es bei Facebook nicht ums Geld verdienen.
"Focus" 32/2019, S. 56-58 (Paid)

Zitat: Nicht jedes Startup gehört nach Berlin, sagt Hauke Voß von Beiersdorf.

"Es ist uns nicht geholfen, wenn wir agile Methoden in einem Lab in Berlin nutzen."

Hauke Voß, Chef der neuen Startup-Einheit Oscar & Paul von Beiersdorf, sagt im "Horizont"-Interview, er wolle in Hamburg in der Konzernzentrale an Innovationen schrauben. So könne sein Team Synergien z.B. zu Forschung und Entwicklung nutzen und neue Marken spornen die etablierten an.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: Ola Källenius spricht sich gegen rechte Hetze bei Daimler aus.

"Daimler ist nicht nur ein Innovations- und Jobmotor, sondern auch ein Motor für Integration. Deshalb haben Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz bei uns keinen Platz."

Daimler-Chef Ola Källenius findet deutliche Worte gegen den Vorwurf der rechten Gewerkschaft Zentrum Automobil, die Entlassung zweier Angestellter sei "völlig absurd". Daimler begründet die Kündigungen mit "massiven rassistischen und fremdenfeindlichen Beleidigungen".
handelsblatt.com (Paid)

Zitat: Digitalisierung darf analoges Spielerlebnis nicht stören, sagt Schalkes Marketingchef.

"Auch für Schalke 04 gilt: mobile first. Aber wir achten akribisch darauf, dass wir das Spieltagserlebnis nicht überfrachten. Wir legen Wert auf das analoge Stadionerlebnis."

Alexander Jobst, Marketingchef des FC Schalke 04, sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass sich Fußballmarken künftig stärker Richtung Entertainment orientieren müssen.
handelsblatt.com

Zitat: Jan Fleischhauer sagt, er wurde beim “Spiegel” nicht “rausgemobbt”.

"Bei der 'Süddeutschen' wäre das mit mir zwei Wochen gut gegangen. Dann wäre ich von der politischen Abteilung standrechtlich erschossen worden."

Ex-Kolumnist Jan Fleischhauer nennt den "Spiegel" im Interview mit "Kress Pro" ein "liberales Haus" und sagt zu seinem Abgang nach 30 Jahren, er sei nicht rausgemobbt worden.
"Kress Pro" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

weitere Zitate:

- über den Grund für seinen Wechsel:

"Wenn man wie ich 57 Jahre alt ist, ahnt man, dass es so viele Angebote mutmaßlich auch nicht mehr geben wird."

- wie sich seine Kolumne beim "Focus" ändern wird:

"Die direkte Reibung zum 'Spiegel' fällt weg, klar. Aber die Reibung zum medialen Gesamtumfeld wird bleiben. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort von lauter konservativen und rechten Journalisten umgeben bin."

Zitat: Redaktionen wünschen sich Vielfalt, sagt Wissenschaftlerin Julia Lück.

"Wenn man unterschiedlichste Leute in der Redaktion hat, aber alles andere so macht wie immer, dann geht Vielfalt unter, in den etablierten Strukturen, in den Blattlinien, den Deadlines."

Wissenschaftlerin Julia Lück forscht zu Diversity in Redaktionen und sagt im "taz"-Interview, den meisten deutschen Verlagen fehlten Zahlen zu ihren Redaktionen, und eine Vision für Vielfalt im Arbeitsalltag.
taz.de

Zitat: Marktforschung überlebt, wenn sie mehr Wissen bietet als Tools, sagt Otto Hellwig.

"Vieles, was wir Marktforschung nennen, war in der Vergangenheit Erhebung und Tabellierung aus dem immer gleichen Baukasten. Dieser Markt wird durch Maschinen übernommen."

Otto Hellwig, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung, sagt im "Horizont"-Interview, Marktforschung als Disziplin werde nur dann gegen technische Tools bestehen, wenn Menschen die Zahlen aufschlussreich interpretieren.
horizont.net