Zitat: HR-Intendant Manfred Krupp will Ausrichtung auf nonlineares Publikum.

"Wenn wir alle Menschen ansprechen wollen, dann müssen wir vermehrt Angebote für diejenigen machen, die kaum noch linear schauen, aber mit hohem Interesse Information, Bildung und Kultur zeit- und ortsunabhängig souverän nutzen wollen."

HR-Intendant Manfred Krupp stellt sich im DWDL-Interview hinter die Pläne von ARD-Programm­direktorin Christine Strobl, politische Inhalte aus dem Magazin-Korsett zu befreien und in Lang-Formate zu gießen, die auch in der Mediathek funktionieren.
dwdl.de

Zitat: n-tv-Chefredakteurin sorgt sich um die Vielfalt der Meinungen.

"Wenn Menschen nur noch Nachrichten lesen, die, geprägt von einem bestimmten Algorithmus, ihr Mindset bestätigen, hat das nichts mehr mit Pluralität zu tun und ist im Zweifel äußerst gefährlich, wie die zahlreichen Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten zeigen."

Sonja Schwetje, Chefredakteurin von n-tv, sagt im DWDL.de-Interview, dass sie "keine Freundin des Polarisierens" ist. Die Aufgabe des Nachrichten­senders sieht sie darin, die Vielfalt der Meinungen abzubilden.
dwdl.de

Zitat: WhatsApp-Boss Will Cathcart hält Enthüllungen des Pegasus-Projektes für enorm wichtig.

"If this is affecting journalists all around the world, this is affecting human rights defenders all around the world, that affects us all."

WhatApp-Chef Will Cathcart betont die Tragweite der Enthüllungen des Pegasus-Projektes. Schon 2019 seien 1.400 WhatsApp-Nutzerinnen binnen zwei Wochen attackiert worden, daher halte er die kolportierten 50.000 Opfer nicht für übertrieben.
theguardian.com

Zitat: Der geschasste Reporter Jörg Dahlmann wirft Sky “allerfeinstes Mobbing” vor.

"Wer sich von Twitter regieren lässt, hat eine journalistische Bankrott-Erklärung abgegeben."

Der geschasste Reporter Jörg Dahlmann wirft Ex-Arbeitgeber Sky in der "Bild am Sonntag" "aller­feinstes Mobbing" vor. Er sei "hundert­prozentiger Anti-Rassist", seine Bezeichnung von Japan als "Land der Sushis" sei lediglich ein Synonym gewesen.
"Bild am Sonntag" S. 70 (Paid)

Zitat: Franka Potente über Sexismus unter Führungskräften in der Filmindustrie.

"Zugespitzt formuliert: Die Entscheidungsträger sind oft Männer einer gewissen Generation, die glauben, Frauen würden ständig frieren, weinen und ihre Tage haben. Und dass man ihnen deshalb kein Filmbudget anvertrauen kann."

Schauspielerin und Regiedebütantin Franka Potente sagt die Diskussion über die Benachteiligung von Frauen in der Filmbranche sei "fast schon schmerzhaft", aber müsse geführt werden "bis es auch der letzte Heini verstanden hat".
zeitung.sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: ARD-Metereologe Sven Plöger kritisiert sich selbst.

"Ich hätte im Fernsehen stehen müssen und eine Warnung sondergleichen härter kräftiger formulieren müssen."

ARD-Metereologe Sven Plöger übt im Podcast "Die Wochentester" deutliche Selbstkritik. Nun müsse überlegt werden, wie Warnungen trotz der Möglichkeit, dass eine Katastrophe ausbleibe, noch deutlicher werden können.
diewochentester.podigee.io (109-Min-Audio) via rnd.de

DJV-Sprecher Hendrik Zörner gibt RTL Tipps für die nächste Krisen-Berichterstattung.

Inszenierter Journalismus: DJV-Sprecher Hendrik Zörner kritisiert die Hochwasser- Berichterstattung der beurlaubten RTL-Moderatorin Susanna Ohlen. Statt sich mit Schlamm einzuschmieren, hätten Ohlen die Bilder reichen sollen, die "Natur und Zerstörung" an sich liefern. Nicht ganz erst gemeint empfiehlt er RTL, bei der nächsten Schneekatastrophe einen bärtigen Journalisten vor die Kamera zu stellen, dem Eiszapfen aus dem Bart hängen.
djv.de. turi2.de (Background)

Zitat: ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky nimmt Stellung zu Hasskommentaren.


"Viele Äußerungen sind einfach unerträglich. Alle, die solche Beschimpfungen posten, sollten sich mal überlegen, wie es ihnen gehen würde, wenn sie derartigen Beleidigungen ausgesetzt wären."

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bemängelt im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" fehlenden Respekt im Umgang mit Moderatorinnen. Er werde sich "immer schützend" vor "seine Leute" stellen.
stuttgarter-zeitung.de (Paid) via rnd.de

Zitat: Klaas Heufer-Umlauf plädiert für mehr Empathie beim Journalismus.

"Es müsste noch mehr ein wichtiger Teil von Journalismus sein, den Lesern oder Zuschauern ein ureigenes Gefühl möglich zu machen: Empathie."

Bei der TV-Aktion #Nichtselbstverständlich sei es vor allem darum gegangen, den "harten Alltag" auf einer Pflegestation "erfahrbar" zu machen, sagt Klaas Heufer-Umlauf im "Kress"-Interview. Dem ProSieben-Moderator ist nach wie vor unklar, warum das Thema Pflege hierzulande "fast komplett ausgeblendet" wird.
calameo.com (S. 12), turi2.de (Background)

Zitat: Dunja Hayali vermisst in sozialen Medien die Grautöne.

"In den sozialen Medien herrscht ein doch sehr ausgiebiges Schwarz-Weiß-Denken. Dafür oder dagegen und nichts dazwischen. Keine Grautöne, keine Kompromisse, kein Sowohl-als-Auch."

Moderatorin Dunja Hayali plädiert im RND-Interview dafür, andere Meinungen anzuhören, auch wenn man das Gehörte nicht für sich übernehmen muss. Einen Beitrag dazu soll die Polit-Talkshow Für & Wider liefern, die heute erstmals im ZDF läuft.
rnd.de

Zitat: Luisa Neubauer fordert von der Politik, beim Klimaschutz “in die Pötte” zu kommen.

"Wir haben wirklich keine Zeit, auf Parteien zu warten die sich seit 30 Jahren nicht so richtig entscheiden können, ob sie in der Klimakatastrophe richtig loslegen können oder nicht."

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer sagt bei Markus Lanz, die Politik muss beim Klimaschutz "in die Pötte" kommen und Warnungen der Wissenschaft ernst nehmen.
rp-online.de, zdf.de (76-Min-Video)

Zitat: Ulf Poschardt sieht ein Abklingen der “Verbotsgeilheit” im deutschen Journalismus.

"Die Verbotsgeilheit vieler Kollegen ist an ihre Grenzen gestoßen, als sie gemerkt haben, dass man mit der schweigenden Mehrheit in der Mitte der Gesellschaft so nicht endlos umgehen kann."

"Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt erzählt im gemeinsamen "Horizont"-Interview mit Verlagsleiterin Merrit Kraus, dass die "sachlich fundierte Kritik" an Corona-Maßnahmen in deutschen Medien stärker werde.
horizont.net (Paid)

Zitat: Jan Böhmermann musste um seine Kochshow kämpfen.

"Ich glaube, ich bin der erste Fernsehmoderator in der Geschichte des ZDF, der den Sender aufwendig überreden musste, bitte, bitte eine Kochshow machen zu dürfen."

Satiriker Jan Böhmermann berichtet, er habe vor den Verhandlungen zu seinem neuen Format "Böhmi brutzelt" irrigerweise gedacht, Kochsendungen würden einem "im Fernsehen hinterhergeschmissen".
derstandard.at, turi2.de (Background)

Zitat: Wort & Bild-Verlagschef Andreas Arntzen über Werte im Sport.

"Leistungssport wird oft mit 'Siegen' und sportlichem Erfolg gleichgesetzt. Aber Sport lehrt uns andere Werte, wie Respekt, Anerkennung, Verbundenheit, Mitgefühl und Teamgeist."

Andreas Arntzen, Wort & Bild-Verlagschef sowie ehemaliger Hockey-Torwart, spricht im Interview mit der Deutschen Sporthilfe über körperliche Ertüchtigung zur Charakterbildung – was ihm heute auch im Management zugute kommt.
sporthilfe.de
(Foto Wort & Bild/Margaretha Olschewski)

Zitat: Julia Bönisch vermisst vernünftige Kommunikation von Veränderungen in Redaktionen.

"Wir Journalisten sind doch eigentlich in Kommunikations­dingen ausgebildet und sollten dafür prädestiniert sein, anderen zu erklären, warum bestimmte Dinge nun wie laufen müssen."

Julia Bönisch, Bereichsleiterin digitale Transformation und Publikationen bei der Stiftung Warentest, erzählt im "Journalist"-Interview, dass es Redaktionen oft an gesunder Fehlerkultur und Kommunikation von Veränderungen mangele.
journalist.de, turi2.de (Background)

Zitat: Micky Beisenherz hinterfragt das Urteilsvermögen von Philipp Amthor.

"Hochwasser geht zurück, nur der CDU steht die braune Brühe bis zum Hals."


Micky Beisenherz stellt auf Twitter das Urteilsvermögen von CDU-Politiker Philipp Amthor in Frage, nachdem dieser – nach eigener Aussage unwissend – mit zwei mutmaßlichen Neonazis für ein Foto posiert hat. Auch bei "der Vorstellung, dass dieser Jurist irgendwann mal Innenminister oder Verfassungsschutzpräsident würde".
twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Annalena Baerbock erklärt fehlende Quellen mit vielen Gesprächs­notizen.

"Ich notiere mir viel aus Gesprächen und lese auch viel, um dann gute politische Entscheidungen zu treffen. Aber selbstkritisch muss ich sagen, dass so nicht unbedingt ein handwerklich gutes Buch entsteht, weil bei den dafür genutzten Notizen dann die Quellen fehlten."

Grünen-Kanzler­kandidatin Annalena Baerbock sagt im "Spiegel"-Interview, dass sie ihr Buch aus heutiger Sicht hätte "anders schreiben müssen". Durch die Diskussionen ums Buch seien "die wichtigen politischen Fragen" zu kurz gekommen.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Micky Beisenherz hat einen guten Rat für den CDU-Wahlkampf.

"Es bleibt dabei: Laschet erscheint immer dann am souveränsten, wenn er nicht auftaucht."

Micky Beisenherz äußert sich auf Twitter zum Hochwasser-Auftritt von Kanzlerkandidat Armin Laschet. In einem vorigen Tweet ergänzt er, dass die "gepflegte Langeweile" bei der SPD im Vergleich dazu "fast schon beneidenswert" sei.
twitter.com, twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Florian Haller will nicht nur auf Digitalisierung setzen.

"Der Mensch ist kein Algorithmus. Wir müssen zusehen, dass wir auch das Menschliche, die Fantasie nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen aufpassen, dass die Digitalisierung nicht überhandnimmt."

Serviceplan-Chef Florian Haller sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass Werbung zwar durch die Corona-Krise digitaler geworden sei, man dadurch aber nicht die menschliche Kreativität vergessen solle.
handelsblatt.com (Paid)

Zitat: Die “Financial Times” ist nicht blind für Kapitalismus-Probleme, sagt Chefredakteurin Roula Khalaf.

"Nur weil wir über Wirtschaft und Finanzen berichten, heißt das nicht, dass wir blind sind für die Probleme, die Globalisierung und Kapitalismus mit sich bringen."

Die "Financial Times" habe ihre Aufgabe "immer darin gesehen, die Wirtschaft zur Verantwortung zu ziehen", sagt Chefredakteurin Roula Khalaf im "Spiegel"-Interview. Man glaube zwar an die "Kraft des freien Marktes", habe aber auch "ein Problem mit seinen Exzessen".
"Spiegel" 29/2021, S. 64 (Paid)

Zitat: Oliver Schenk hält nichts von einer Zusammenlegung von ARD und ZDF.

"Ein 'Zusammenwachsen' von ARD und ZDF bedeutet für mich nicht das Aufgehen einer Anstalt in eine andere oder gar eine Übernahme."

Sachsens Staatskanzlei-Chef Oliver Schenk spricht sich in der "FAZ" gegen eine Zusammenlegung von ARD und ZDF aus und plädiert stattdessen für mehr Kooperationen zwischen den Anstalten, z.B. in Form von gemeinsamen Produktionen und Korrespondentinnen-Büros.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Zitat: Quentin Tarantino fühlt keinen Hass, sondern Trauer beim Gedanken an Harvey Weinstein.

"Wenn ich in den vergangenen Jahren ein Foto von Harvey gesehen habe oder es eine neue Entwicklung gab, habe ich nicht gedacht: Das fette Schwein – ich bin froh, dass er weg ist. Ich war nur traurig. Er war ein Drache mit zwei Köpfen."

Quentin Tarantino erzählt dem "Spiegel", dass er die Gefühle zu seiner "abgefuckten Vaterfigur" Harvey Weinstein "tatsächlich nicht in Worte fassen kann".
"Spiegel" 29/2021, S. 106 (Paid)

Zitat: Micky Beisenherz freut sich über “anstrengende” Gegenwart.

"Das Jahr 2021 ist anstrengender als das Jahr 2010, zumindest für Menschen wie mich als Vertreter der weißen Mehrheitsgesellschaft. "

Micky Beisenherz spricht im Podcast "Freiheit Deluxe" von Jagoda Marinić wohlwollend über die Vielfalt an Debatten um Sichtbarkeit und Wahrnehmung. Er wähnt die Gesellschaft "in der größten Umbruchsphase wahrscheinlich seit Ende der 70er".
ardaudiothek.de (73-Min-Audio, ab 7-Min)

Zitat: Eckart von Hirschhausen geht die Priorisierung der Wirtschaft “auf den Sack”.

"Wer glaubt, dass Wirtschaft wichtiger ist als Gesundheit, kann ja mal versuchen, sein Geld zu zählen, während er die Luft anhält."

Arzt- und Moderator Eckart von Hirschhausen poltert bei Maybrit Illner gegen die deutsche Klimapolitik und die "Priorisierung von Wirtschaft", die ihm "derartig auf den Sack" geht. Die Gesellschaft hänge einer "Wachstumsideologie nach, die krank ist". Eine kaputte Umwelt sei schließlich irreversibel – und kein Millionär könne sich seine eigene Außentemperatur kaufen.
welt.de, twitter.com (2-Min-Video)

Zitat: SAP-Chef Christian Klein glaubt nicht an eine europäische Suchmaschine.

"Ich weiß nicht, ob ich an eine europäische Suchmaschine glaube. Sind wir mal offen und ehrlich: Datenschutz ist wichtig, aber wir nutzen auch alle die Google-Suche und machen uns da nicht viel Gedanken, was mit den Daten passiert."

SAP-Vorstandschef Christian Klein sagt im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer, dass er Chancen für europäische IT-Unternehmen eher im B2B-Geschäft sieht, z.B. in der Autoindustrie.
omr.com (Zusammenfassung), omr.podigee.io (76-Min-Audio)

Zitat: Daniel Brühl regt sich über Besserwisserei im Umgang mit Schauspielerinnen auf.

"Von meinem Beruf weiß jeder, wie's geht, weil so viele eigentlich studierte Filmkritiker sind, das regt mich manchmal auf. Das ist so, als würde man einem Zahnarzt sagen, wie er seine Arbeit machen soll."

Schauspieler und Regisseur Daniel Brühl echauffiert sich im "Playboy"-Interview über anmaßende Kommentare fachfremder Menschen. Es sei teils schwer, mit "permanenter Bewertung und Beurteilung umgehen zu müssen".
playboy.de

Zitat: Thomas Gottschalk gratuliert Günther Jauch zum 65. Geburtstag.

"Ich habe mich immer etwas überschätzt, indem ich mich für lustiger hielt, als ich war. Günther war immer unterhaltsamer, als er dachte. Er wollte das gar nicht."

Thomas Gottschalk gratuliert seinem Freund Günther Jauch in "Bild" zum 65. Geburtstag. Er nennt es "eine der größeren Leistungen meines Lebens", Jauch eine allzu ernsthafte Karriere in der ARD ausgeredet zu haben.
bild.de

Zitat: Luisa Neubauer sieht großes Aggressions­potenzial beim Klima-Aufschlag für Sprit.

"Man kann argumentieren, dass ein CO2-Preis auf Benzin Menschen kaum vom Auto­fahren abhält, aber überproportional viel Aggressions­potenzial mit sich bringt."

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer könnte sich vorstellen, den Spritpreis von der CO2-Bepreisung auszunehmen, sagt sie im "Tagesspiegel"-Interview. Es fehle schlicht die Zeit, für "wilde Sucherei nach Ausflüchten, um den Klima­schutz bloß zu unterlassen".
plus.tagesspiegel.de (Paid) via welt.de

Zitat: Jürgen Vogel braucht Instagram nicht zur Selbstdarstellung.

"Je älter du wirst, desto weniger spielen der Coolness-Faktor und Perfektion eine Rolle. Man lacht eigentlich mehr über das Scheitern und findet es gut, Leuten zu zeigen, dass man Schwächen hat."

Schauspieler und Werbegesicht Jürgen Vogel sagt im Interview mit "Business Punk", dass er keinen Instagram-Account hat. Diese "Art der Selbstdarstellung" sei für ihn "nicht mehr interessant".
business-punk.com

Zitat: Auf Social Media stehen Vergleiche mit anderen auf der Tagesordnung.

"Wenn ich als junger Mensch allein vor dem Bildschirm sitze, im permanenten Digitalisierungskonsum, nackt und defizitär mit meinen Fehlern und Makeln, merke ich, dass ich da eigentlich nicht mithalten kann, dass ich scheinbar nicht genüge."

Politikerin und Autorin Diana Kinnert erklärt im "taz"-Interview, dass die digitale Welt samt ihrer "Dauererreichbarkeit und Inszenierung" viele Menschen überfordert.
taz.de

Zitat: Sabine Heinrich wünscht sich zeitgemäßere Rollenverteilung vor der Kamera.

"Ich komme aus einer Zeit, als Frauen in der Primetime besten­falls den Verkehrs­funk verlesen haben. Als sie dann ans Mikro durften, haben weiter Männer die lustigen Sprüche gemacht, wir waren brav."

Journalistin und ZDF-Moderatorin Sabine Heinrich findet, dass sich an der alten TV-Rollenaufteilung "gern noch mehr ändern" darf. Bei blöden Sprüchen habe sie mit 44 "genügend Lebens­erfahrung, um sachliche von unsachlicher Kritik zu trennen". Sie könne in ihrer Rolle nicht erwarten, "dass alle mich mögen".
rnd.de

Zitat: Rezo bezeichnet seine Reaktion auf Armin Laschets Interview-Absage als “nüchtern transparent”.

"Wenn Sie mir Jammerei unterstellen, müssen Sie schon mehr anführen, als dass ich darüber geredet habe. Das ist low. Das ist nix."

YouTuber Rezo wehrt im "Spiegel"-Doppel-Interview mit Julien Bam den Vorwurf ab, bei Armin Laschets Interview-Absage weinerlich reagiert zu haben. Er habe nur "nüchtern transparent gemacht, was generell im Hintergrund stattgefunden hat".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Constantin Schreiber fordert von sozialen Netzwerken mehr Verantwortung.

"Es wäre vollkommen verkürzt zu denken, dass Facebook nur eine Plattform sei. Facebook wird längst ganz anders wahrgenommen."

"Tagesschau"-Sprecher und Autor Constantin Schreiber fordert im "NOZ"-Interview, dass soziale Netzwerke Verantwortung für ihre Inhalte über­nehmen. Dafür bräuchte es etwa einen Chefredakteur.
noz.de (Paid) via rnd.de

Zitat: Julia Metzner wünscht sich weniger Frau-Mann-Denken im Sportjournalismus.

"Es wäre mir lieber, wenn weniger Aufmerksamkeit aufs Geschlecht gelenkt würde."

EM-Final-Reporterin Julia Metzner hofft, dass die Frage nach männlichen oder weiblichen Journa­list­innen "beim nächsten großen Turnier" keine Rolle mehr spielt. Sie wird am Sonntag das EM-Finale für die ARD im Radio kommentieren – als erste Frau bei einem solchen Endspiel. Metzner unterstützt Quoten im Sport­journalismus.
digitalfernsehen.de

Zitat: Watson-Chefredakteurin Kinga Rustler reflektiert Probleme des News-Geschäfts.

"Wenn abends etwas passiert, müssen wir uns absprechen, ob jemand länger mit mir da bleiben kann, auch wenn man eigentlich verabredet ist. Dass das für viele kein adäquates Lebensmodell ist, kann ich verstehen."

Watson-Chefredakteurin Kinga Rustler sagt im Doppel-Interview mit Ströer-Chef Marc Schmitz, dass man im News-Geschäft ab und zu auch mal "die Zähne zusammenbeißen" muss.
meedia.de (Paid)

Zitat: Streaming ersetzt zwar Fernsehen, aber keinen Kinobesuch.

"Ich halte es für eine komplette Scheindiskussion, dass Streaming Kino ersetzen könnte. Streaming ersetzt Fernsehen, nicht Kino. Deshalb müssen sich am ehesten die TV-Vermarkter Sorgen machen, nicht wir."

Stefan Kuhlow, CEO beim Kinovermarkter Weischer Media, sagt im "Horizont"-Interview, dass Kino Einnahmen generiert, die "im Streaming komplett undenkbar sind".
"Horizont" 27/2021, S. 4 (Paid)