Zitat: RBB-Rundfunkrätin Kathrin Röggla kritisiert Kunst-Verständnis der ARD.

"Was mich beunruhigt, sind die Argumentations­muster, die sich seit Jahren wiederholen: Quoten­fixierung und Instrumentalisierung der Jugend für die Abschaffung vermeintlich zu komplexer Formate."

Schrift­stellerin und RBB-Rundfunkrätin Kathrin Röggla kritisiert in der "Süddeutschen Zeitung", dass Kunst in der ARD "nichts mehr mit Können und mit Wissen zu tun haben" dürfe, sondern "jeden gleichermaßen jederzeit 'abholen'" müsse.
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Markus Lanz glaubt bei Biden-Berichterstattung an ein “nicht abgesprochenes, nicht offizielles Abkommen”.

"Die Medien­branche neigt dazu, sich gegenseitig zu bestätigen – und dann bist du ganz schnell bei diesen berühmten Filterblasen."

ZDF-Talker Markus Lanz spricht im Podcast von Paul Ronzheimer über den Umgang der Medien mit dem desolaten Gesundheitszustand von US-Präsident Joe Biden. Er glaubt, es habe ein "nicht abgesprochenes, nicht offizielles Abkommen" gegeben: "Wir machen das Alter nicht zum Thema, weil wir nicht diskriminierend sein wollen – und das ist in dem Fall natürlich fatal."
bild.de, open.spotify.com (73-Min-Audio)

Zitat: Für Dirk von Gehlen ist Kreativität das Kleingeld der Innovation.

"Ich glaube, dass Kreativität das Kleingeld der Innovation ist. Statt in großen Scheinen zu denken (Innovation), empfehle ich in Münzen (Kreativität) zu denken. So entstehen viele kleine Impulse und Ideen."

Dirk von Gehlen, Director Think Tank am SZ-Institut, rät Medienunternehmen im BDZV-Interview, bei der Transformation "kleiner" zu denken. Wer viele kleine kreative Teams habe, sei "automatisch ein innovatives Unternehmen".
bdzv.de

Zitat: “Der deutsche Film braucht keine zusätzliche Kulturförderung”, schreibt Günter Rohrbach.

"Woran es uns Deutschen offenbar mangelt, ist die Fähigkeit zu guter Unter­haltung, für die man sich nicht schämen muss. Diesen Teil des Filmge­schehens überlassen wir weiterhin den Amerikanern, ohne die es die großen Kinohäuser in unseren Städten nicht mehr gäbe."

Filmproduzent Günter Rohrbach, 95, findet, dass der deutsche Film "keine zusätzliche Kulturförderung" braucht: "Er ist jetzt schon mehr Kultur, als der Markt überhaupt aufnehmen kann", schreibt er in seinem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung".
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Friedrich Küppersbusch kommentiert den Umgang mit der Satire-Freiheit bei der ARD.

"Mal schmückt man sich mit der Traute 'Bei uns darf Satire alles.' Wenn es aber was kosten könnte, demonstriert man eine moralisch rigide Haltung."

Friedrich Küppersbusch kommentiert in seinem "Wochenrückblick" den Rausschmiss von Sebastian Hotz beim RBB und erinnert daran, dass der Titel Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt von Danger Dan beim RBB 2021 noch "Bester Song des Jahres" war.
youtube.com (90-Sek-Ausschnitt)

Zitat: Louis Klamroth hat sich viel über “learning by doing” angeeignet.

"Ich empfinde es als Vorteil, mir viel über 'learning by doing' angeeignet zu haben."

"Hart aber fair"-Moderator Louis Klamroth erzählt im "Journalist"-Interview, dass manche Gesprächs­partner ihn "zunächst fürs Lichtdouble gehalten haben, das sie dann mit Hartnäckigkeit überrascht hat".
journalist.de (Interview), presseportal.de (Kurzfassung)

Zitat: “Spiegel”-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit schreibt mit “kaltem Herz”.

"Wir sind und bleiben eine liberale, eine im Zweifelsfall linke Redaktion."

"Spiegel"-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit sagt bei einem Talk des Hamburger Presseclubs, dass die Positions­bestimmung von Gründer Rudolf Augstein nach wie vor gelte. Sein eigenes Herz schlage jedoch nicht links, so Kurbjuweit: "Wenn ich schreibe, dann habe ich ein kaltes Herz."
horizont.net (€)

Zitat: Anton Rainer fragt sich, warum das “Compact”-Verbot erst jetzt kommt.

"Wer in einem demo­kratischen Land einen Umsturz anstrebt, kann sich nicht hinter der Presse­frei­heit ver­stecken. Er muss selbst gestürzt werden."

"Spiegel"-Journalist Anton Rainer hat keine Bauch­schmerzen mit einem Verbot des Magazins "Compact". Er meint, "Antisemiten haben kein Recht auf Presse­frei­heit" und fragt sich, warum das Ver­bot erst jetzt kommt.
spiegel.de (€)

Zitat: “Welt”-Autor Deniz Yücel findet “Compact” “abstoßend”, hält das Verbot aber für falsch.

"Etwas unappetitlich zu finden, kann noch lange kein Grund sein, ein so elementares Recht wie die Pressefreiheit beiseite zu schieben."

Deniz Yücel kritisiert bei Welt TV das Verbot des rechtsradikalen Magazins "Compact". Auch, weil es gegen das Blatt bisher keine Urteile wegen Volksverhetzung gebe.
welt.de (mit 6-Min-Video)

Zitat: SAP-CEO Christian Klein über die Wichtigkeit von Leistungsfeedback.

"Wenn alle sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, bringt das niemanden weiter. Ich könnte natürlich sagen, wir machen 100 Prozent Home-Office, wir machen kein Performance-Feedback, jeder bekommt das gleiche Gehalt. Aber davon hätte ich nichts, und auch die SAP nicht."

SAP-Chef Christian Klein erklärt im "Süddeutsche"-Interview den Kulturwandel beim Software-Konzern – er habe von Leistungsfeedback in seiner Karriere "immer extrem" profitiert: "Wenn mir nicht jemand immer wieder offen gesagt hätte, was ich weniger gut mache, dann würde ich nicht hier sitzen."
sueddeutsche.de (€)

Zitat: “Meedia”-Chefredakteur Gregory Lipinski sieht bei einer Springer-Spaltung nur Gewinner.

"Eine Aufspaltung des Konzerns bringt für beide Seiten Vorteile. Sie erlangen dadurch nicht nur die alleinige Kontrolle über die jeweiligen Unter­nehmens­teile. Sie können das Rubriken- und Medien­geschäft getrennt leichter an die Börse bringen."

"Meedia"-Chefredakteur Gregory Lipinski sieht einen scheinbar "idealen" Zeitpunkt für einen getrennten Börsen­gang der Springer-Sparten und verweist u.a. auf den Börsen-Hype um KI-Geschäfte.
meedia.de (€)

Zitat: “Checker Tobi” bekommt von Kritik an ÖRR wenig ab.

"Ich bekomme nicht viel von dieser üblichen Kritik ab, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk bekommt. Kann aber auch daran liegen, dass einige Leute glauben, ich sei YouTuber. Viele gucken unsere Sendung ja nur dort."

Tobias Krell, aus dem Kinder­fernsehen bekannt als Checker Tobi, erzählt im "Zeit"-Interview, dass er für seine Sendungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften "immer sehr viel Wert­schätzung" bekommt. Die viel zitierte Spaltung der Gesellschaft nehme er in der Kinderwelt nicht wahr.
zeit.de (€)

Zitat: Sabine Zantis fordert Fingerspitzengefühl bei KI-Einsatz.

"Es gibt bestimmte Marken, von denen erwartet man ein­fach eine bestimmte Mensch­lich­keit und Nah­bar­keit. Und das bedeutet dann, dass diese Marken auch in ihrer Werbung authentisch auf­treten und echte Menschen zeigen müssen."

Sabine Zantis, Marketing­chefin des Schuh-Riesen Deich­mann, glaubt nicht, dass der Einsatz von KI im Marketing eine Marke grund­sätzlich belastet. Sie fordert im Interview mit "Horizont" aber einen transparenten Umgang mit der Rolle von KI in der Kommunikation.
horizont.net (€)

Zitat: Christoph Kramer sieht sich als Teil des “Unterhaltungsfernsehens”.

"Da geht es dann für mich nicht so krass um Fußball­expertise, sondern darum, ein paar Kern­themen rund um den Fußball unters Volk zu bringen. Und der Rest ist, wenn man ehrlich ist, eher Unter­haltungs­fernsehen als reines Expertentum."

Fußballer und ZDF-Experte Christoph Kramer sagt im "Spiegel"-Interview, wie er mit dem "besonderen" Publikum bei großen Turnieren umgeht, das "sonst nie so intensiv Fußball guckt".
spiegel.de (€)

Zitat: Robert Morawa sieht Radio als Koch eines Mehr-Gänge-Menüs.

"Es gibt natürlich Gründe, warum ich mir selbst eine Play­list zusammen­stelle. Aber es spricht auch viel dafür, mich bedienen zu lassen. Radio kann genau das. Wenn ich mir vor­stelle, jeden Tag mehrmals ein Mehr-Gänge-Menü zu kochen, frage ich mich, wie viel Zeit da neben Arbeit, Freund:innen treffen und Co. noch dafür übrig bleibt."

Bayern-3-Musik­chef Robert Morawa bricht im "Übermedien"-Interview eine Lanze für seine Gattung.
uebermedien.de (€)

Zitat: Ralf-Dieter Brunowsky sieht Carsten Coesfeld als Rabe-Nachfolger bei Bertelsmann.

"Streit ist bei Bertelsmann tabu, deshalb wird es auch keinen Streit zwischen den Enkeln geben."

Der frühere "Capital"-Chef­redakteur Ralf-Dieter Brunowsky sieht eher Carsten Coesfeld als seinen Bruder Thomas Coesfeld als Nachfolger von Bertelsmann-Chef Thomas Rabe. Eine Doppel­spitze hält Brunowsky im "Meedia"-Interview für unwahr­scheinlich. Die Berufung beider Mohn-Enkel in den Vorstand diene dazu, die "Macht­verhältnisse" abzustecken.
meedia.de (€), turi2.de

Zitat: Gabor Steingart kritisiert die AfD-Dominanz am Sonntagabend.

"Die AfD bekam von den öffent­lich-recht­lichen Programmen den Sonntag­abend zur Selbst­darstellung geschenkt."

Gabor Steingart kritisiert, dass ARD und ZDF ihre Sommer-Interviews mit den Chefs der AfD am selben Wochen­ende ve­röffent­licht haben als "Fehl­planung".
thepioneer.de (€)

Zitat: Adidas-Chef Björn Gulden fände es “dumm”, sich nur auf wenige “Weltsportarten” zu beschränken.

"Eine Sportmarke ist glaubwürdig, wenn sie da ist, wo die Sportler sind. Es bringt nichts, sich nur auf drei, vier angebliche Weltsportarten zu beschränken, das ist, ehrlich gesagt, einfach dumm."

Adidas-Chef Björn Gulden erklärt im "Focus"-Interview, warum die Marke sich auch bei Sport­arten engagiert, die kein riesiges Geschäft versprechen. Generell sei es für Adidas inzwischen lukrativer, Vereine auszustatten als National­teams.
"Focus" 28/2024, S. 58-61 (€)

Zitat: Caren Miosga sieht es als Pflicht, sich mit allen demokratisch gewählten Parteien kritisch auseinanderzusetzen.

"Als öffent­lich-recht­licher Rund­funk haben wir nun mal die Pflicht, uns mit allen demokratisch gewählten Parteien kritisch aus­einander­zu­setzen. Über die Form lässt sich streiten."

Caren Miosga zieht im Inter­view mit turi2 Halb­zeit­bilanz ihres ARD-Polit-Talks. Am Gespräch mit AfD-Chef Chrupalla habe sie interessiert, ihn "beim Anstand zu packen": "Wie anständig ist es, mit rassistischen und rechts­extremen Leuten in einer Partei zu sitzen?"
turi2.de (Interview-Auszug), meedia.de (€, vollständiges Interview)

Zitat: Boris Rosenkranz lässt das Argument der Reichweite bei Presserats-Rügen nicht durchgehen.

"Es ist eine beliebte Nebelkerze, es auf die Reichweite und jene Leser zu schieben, die so gemein sind, den Presserat über mutmaßliche Regel­verletzungen zu informieren."

Boris Rosenkranz kritisiert im "Übermedien"-Newsletter die Aussagen von "Bild"-Chefin Marion Horn, die im turi2-Interview die hohe Anzahl an Presse­rats-Rügen ihres Blattes begründet hatte.
steadyhq.com/de/uebermedien, turi2.de (Background)

Zitat: Andreas Mundt warnt vor noch größerer Marktmacht der Tech-Firmen durch KI.

"Künstliche Intelligenz ist unter Wettbe­werbs­gesichts­punkten ein Brand­beschl­euniger der ersten Güte."

Andreas Mundt, Chef des Bundes­kartell­amts, befürchtet eine noch größere Marktmacht der großen Tech-Firmen wie Amazon und Apple durch KI und malt ein Worst-Case-Szenario: "Stellen Sie sich mal vor, diese Unternehmen würden irgendwann demokratiefeindlich, sie würden menschen­rechts­feindlich – und Sie können ihnen nicht ausweichen."
horizont.net

Zitat: SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler will nicht nur am Programm sparen.

"Die Anforderung, immer mehr Zielgruppen auf immer mehr Plattformen zu bedienen, bedeutet, dass wir der älteren linearen Zielgruppe auch etwas wegnehmen und ihr beispielsweise mehr Wiederholungen zumuten müssen."

SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sagt, dass sein Sender kein zusätzliches Geld für die Angebote für ein jüngeres Publikum bekomme. Im Interview mit "DWDL" betont er aber auch, dass der SWR nicht nur am Programm spare.
dwdl.de

Zitat: Martin Schumacher sieht keine Krise bei der Vermarktung kleinerer Sportarten.

"Das Halb­finale der Hand­ball-EM gegen Dänemark haben fast 10 Millionen Menschen im ZDF gesehen. Wenn ich mir die Reich­weiten kleinerer Sport­arten auf kicker.de anschaue, sehe ich kein Anzeichen von Krise. Im Gegen­teil."

Martin Schumacher, Vermarktungs­chef des "Kicker" und Chef der Agentur Kicker Business Solutions, glaubt an eine Viel­falt der Sport­arten auch in der medialen Zukunft, sagt er im Interview bei der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Ulrike Demmer kann einen “Haken” hinter die RBB-Affäre nicht diktieren, will ihn aber leben.

"Ich halte es für schwierig, einen Haken dran zu diktieren. Das lässt sich weder nach innen noch nach außen vor­schreiben. Das müssen wir leben."

Ulrike Demmer kommentiert im "Medien­magazin" von Radio­eins die Vor­stellung des Unter­suchungs­aus­schuss­berichts des Branden­burgischen Land­tags zur RBB-Affäre. Die RBB-Intendantin und Nach-Nach­folgerin der umstrittenen Patricia Schlesinger glaubt, dass sich das Publikum längst anderen Themen zugewendet hat und sich über das "gute Programm" des RBB "freut".
open.spotify.com (7-Std-Audio, ab Min 32:56)

Zitate: Helmut Markwort wünscht sich wieder eine kühnere Sprache.

"Wir müssen in der Wortwahl wieder kühner sein."

"Focus"-Gründer und Medienunternehmer Helmut Markwort, 87, hat am Mittwochabend in Wien den Kress Award für sein Lebenswerk erhalten. Im Gespräch mit "Medium Magazin"-Herausgeberin Annette Milz plädiert er für eine offenere Kommunikationskultur und spricht über seine beruflichen Pläne ab dem 90. Lebensjahr.
turi2 vor Ort

weitere Zitate:

"Ich war immer nur ein Gelegenheitsschauspieler. Der Journalismus ist viel abwechslungsreicher."

"Ich habe meiner Familie versprochen, mit 90 nur mehr halbtags zu arbeiten."

Zitate: APA-Chef Clemens Pig wünscht sich ein Qualitätssiegel für Journalismus.

"Unsere Nachrichten sind faktenbasiert, verifiziert, vertrauenswürdig. Das ist unser Asset. Ich stelle mir dafür einen Stempel vor wie für Biofleisch."

Clemens Pig, Geschäftsführer der Austria Presse Agentur, spricht in seiner Keynote auf dem European Publishing Congress in Wien darüber wie er sich die Zukunft der Informationsgesellschaft vorstellt.
turi2 vor Ort

Weitere Zitate aus der Keynote:

"AI ist eine Jahrhundertchance für die Medien."

"AI ist weder gut noch böse. Es kommt drauf an, was wir draus machen."

Zitat: Marco Klewenhagen hält Kritik an der Kommerzialisierung im Sport für “verlogen”.

"Die großen US-Sport-Ligen, die Premier League oder die UEFA sind für Gegner die bösen Kapitalisten und Totengräber des reinen Sports. Tatsache ist, dass deren Ligen und Events die meisten Zuschauer an sich binden und zu den beliebtesten der Welt gehören."

Sport-Business-Experte Marco Klewenhagen hält viele Kritiker der Kommerzialisierung für "verlogen", sagt er im Interview bei der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Jörg Thomas rät Medienmanagern zu langen Kündigungsfristen.

"Ich kenne Chef­redakteurs­verträge, die eine Kündigungs­frist von zwölf Monaten vorsehen."

Anwalt Jörg Thomas rät Medien-Führungs­kräften in der jüngsten Ausgabe "Kress Pro", sich mit Kündigungs­fristen "vernünftig" abzusichern: "Machen wir uns nichts vor: So viele attraktive Führungs­positionen in der Medienwelt gibt es auch nicht."
shop.oberauer.com (€)

Foto: Christoph Soeder

Zitat: Inflation ist im Streaming-Markt angekommen, sagt Lisa Jäger.

"Die Inflation ist mittlerweile auch im Streaming-Markt angekommen und hat User an höhere Preise gewöhnt. Analog der Abo-Preiserhöhungen ist auch die Zahlungs­bereitschaft pro Abo auf 16 Euro gestiegen - Deutsche sind bereit, für guten Content zu bezahlen."

Lisa Jäger, Partnerin beim Beratungs­unternehmen Simon-Kucher, beobachtet, dass die Nutzungs­dauer von Streaming-Abos zwar zunimmt, die Kündigungs­bereit­schaft aber steigt. Rund ein Drittel der Nutzer erwäge, mindestens ein Abo zu kündigen, um Geld zu sparen.
medienpolitik.net

Korrektur, 19.6.2024, 12:55 Uhr: In der ursprünglichen Meldung war fälsch­licher­weise die Rede davon, dass die Zahl der verschie­denen Abos sinkt. Richtig ist, dass die Zahl der Bezahl-Abos in Deutschland im Schnitt von 2,1 auf 2,7 Abos pro User gestiegen ist. Wir bitten um Entschul­digung.

Zitat: Alexander Krawczyk glaubt, dass Fußball-Podcasts TV-Sport-Talks den Rang ablaufen können.

"Ein Podcast kann einer Live-Übertragung sicher nicht den Rang ablaufen - aber vielleicht mal einem 'Doppelpass'."

Alexander Krawczyk, Senior Vice President Seven.One Audio, glaubt, dass Fußball-Podcasts durchaus eine Konkurrenz für Sport-Talk-Formate im TV sein können. Grundlage dieser Einschätzung ist eine neue Studie von Seven.One Audio und Axel Springer Audio.
horizont.net (€)

Zitat: Florian Reis beschreibt die Risiken einer Karriere als Sport­reporter in der Provinz.

"Ich bin – wie andere, die über Vereine jenseits der oberen Ränge der Bundesliga berichten – extrem abhängig von Auf- oder Abstiegen 'meines' Vereins. Verliert der FC Kaisers­lautern an Bedeutung, verliert auch mein Wissen, mein Netzwerk und damit meine Arbeit an Attraktivität."

Florian Reis, Freier Sport­journalist in Kaisers­lautern, schreibt in seinem Text im Rahmen der Themenwoche Sport über die Höhen und Tiefen und Risiken im Leben eines Sport­reporters in der Provinz.
turi2.de

Zitat: Arnd Zeigler erinnert sich an Fußball-Unterhaltung “sehr unterschiedlicher” Natur.

"Ich will keine Kollegen­schelte betreiben. Aber es gab in Sachen deutsche Fußball-Unter­haltung schon sehr unter­schiedliche Versuche. Manche sind geglückt, manche nicht so. Wenn das Ganze so ein Herren­witz-Niveau bekommt, ist das schon problematisch."

Sport­journalist Arnd Zeigler äußert sich im "Teleschau"-Interview über Qualitäts­schwankungen in Fußball-Unter­haltungs­shows.
teleschau.de

Zitat: Der Marketing-Chef von Cupra setzt auf den Trendsport Padel.

"Unsere Ziel­gruppe ist jung und konsumiert sehr stark digital und social. Beim Padel-Sport entstehen jede Menge Inhalte, durch und mit den Athleten, durch Wettbewerbe und Aktionen."

Giuseppe Fiordispina, Marketing-Chef von Cupra, denkt digital und investiert in die wachsende Trend­sport­art Padel, sagt er im Doppel-Interview mit PadelCity-Gründer Jonathan Sierck bei der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Warum ZDF-Journalistin Andrea Maurer auf ungewöhnliche, pointierte Fragen setzt.

"Die Frage ist die einzige Chance, die man hat. Die meisten Politiker wollen sich hinter der Phrase zurückzuziehen."

"Berlin-direkt"-Moderatorin Andrea Maurer betont im Gespräch mit der "Süddeutschen" die Vorteile einer ungewöhnlichen oder pointierten Frage an Politiker: Derartige Fragen böten die Chance, den Zuschauenden zu zeigen: "Das tu’ ich jetzt auch für dich."
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Sportreporter Florian Reis ist der Profi-Fußball fremd geworden.

"Je mehr Einblick ich in das Universum Profi-Fußball bekomme, desto fremder wird es mir."

Florian Reis, Freier Sport­journalist in Kaisers­lautern, schreibt über das wahre Leben hinter dem Glamour eines Sport­reporters in der Provinz. Sein ganzer Text erschien im Rahmen der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Jonathan Sierck will die Trendsportart Padel nach Deutschland bringen.

"Aktuell gibt es rund 600 Padel-Plätze in Deutschland. Damit sind erst circa fünf Prozent des Markt­potenzials abgedeckt. In fünf Jahren sollten wir bei Faktor 10 liegen."

Unternehmer Jonathan Sierck, Co-Gründer von PadelCity, will mit seinem tennis­artigen Trend­sport schnell wachsen, erzählt er im Doppel-Interview mit seinem Marketing-Partner Giuseppe Fiordispina bei der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Die Zukunft liegt auch im Frauen-Fußball, sagt Magenta-TV-Chef Arnim Butzen.

"Bei den Wachstums­raten sehen wir weiter den Frauen-Fußball auf dem Vor­marsch."

Arnim Butzen, Chef von Magenta-TV, ist ein Fan von Männer-Fußball, sieht die Zukunft aber auch im Frauen­fußball, sagt er im Interview im Rahmen der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Was Martin Schumacher an seinem Ehren­amt als Jugend­trainer schätzt.

"Mein Ehren­amt als Jugend­trainer macht echt Freude, Du spürst, dass Du einen kleinen Beitrag zur Integration leisten kannst. Denn auf dem Spiel­feld ist es egal, aus welchen Verhältnissen oder aus welchem Land Du kommst. Die Freude am Spiel vereint alle."

Martin Schumacher, Vermarktungs­chef des "Kicker" und Chef der Agentur Kicker Business Solutions, ist in seiner Freizeit mit Überzeugung Jugend­trainer, erzählt er im Interview bei der Themenwoche Sport.
turi2.de

Zitat: Medien “überinterpretieren” Fußball rückblickend, sagt Jochen Breyer.

"Ja - ich glaube, dass wir Journalisten und Experten Match­pläne und Taktik im Nach­hinein teilweise über­interpretieren."

ZDF-Sport­moderator Jochen Breyer erinnert im "Tele­schau"-Interview daran, dass Deutschland beim WM-Titel 2014 schon im Achtel­finale gegen Algerien vor dem Ausscheiden stand. Er glaubt, dass sich die Erinnerung an Turniere "zugunsten größerer Narrative" verändert.
teleschau.de

Zitat: Der Spobis-Geschäftsführer bedauert die starke Fokussierung auf Fußball im Sport-Business.

"Allein der FC Bayern München macht circa 850 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Umsatz aller anderen Profi-Clubs in allen Mannschafts­sport­arten außer Fußball zusammen."

Marco Klewenhagen, Geschäfts­führer und Inhaber von Spobis, bedauert im Interview für die Themenwoche Sport die einseitige Ausrichtung des Sport-Business in Deutschland auf Fußball.
turi2.de

Zitat: Diana zur Löwen will mehr sein als die Likes und Klicks ihrer Social-Media-Accounts

"Es macht nichts Gutes mit einem, wenn man seine Social-Media-Statistiken auswertet. Ich bin mehr als die Likes und Klicks auf meinen Social-Media-Accounts. Dem zu entfliehen ist schwer. Eigentlich habe ich immer das Gefühl: Es reicht nicht. Ich muss mehr machen."

Diana zur Löwen, Influencerin der ersten Generation, wünscht sich, dass Social Media in ein paar Jahren nicht mehr ihr Hauptberuf ist, sagt sie dem "Spiegel". Sie werde Social Media zwar "noch eine Zeit erhalten bleiben", verspüre aber schon heute nicht mehr den Drang, ihr gesamtes Leben zu teilen.
spiegel.de (€)

Zitat: Julia Jäkel kritisiert die Debatte um den Rundfunkbeitrag.

"Ein Verfahren, das ursprünglich ent­politisierte, nährt heute eine hoch­politische Debatte, die jedoch nicht offen geführt werden darf. Das ist ungesund für die Demokratie."

Julia Jäkel kritisiert im "Süddeutsche"-Doppel­interview mit ihrem Zukunftsrat-Kollegen Roger de Weck die Beitrags­debatte und trommelt erneut für ihre Reform­vorschläge für ARD und ZDF. De Weck sieht aktuell statt der "offenen Türen", die ihnen versprochen werden, noch "knirschende Türen und zähne­knirschende Halb­reformer".
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Gigi D’Agostino hält nichts vom Verbot seines Hits “L’amour toujours”.

"Man zensiert aus Angst vor Rassisten ein Liebeslied. Und man verbannt mich, einen Ausländer, auf diese Weise aus dem Land."

Der italienische DJ Gigi D'Agostino hält nichts davon, dass sein Lied "L'amour toujours" von Volksfesten und anderen Events verbannt wird, nachdem zur Melodie wiederholt rassistische Parolen gegrölt wurden, sagt er dem "Spiegel". Das "Sylt-Video" habe er sich bisher bewusst nicht angesehen, da er "viel von mentaler Hygiene" halte.
spiegel.de (€), turi2.de (Background)

Zitat: “Emotionale Relevanz” bringt internationalen Erfolg, glaubt Ufa-Chef Sascha Schwingel.

"Wenn wir Geschichten mit einer emotionalen Relevanz erzählen und die Sehnsüchte und Bedürfnisse des Publikums triggern, können wir auch international ein großes Publikum erreichen."

Ufa-CEO Sascha Schwingel erklärt im DWDL-Interview den internationalen Erfolg der Teenie-Romanze Maxton Hall bei Amazon Prime Video. Dass eine deutsche Produktion um die Welt geht und in den sozialen Netzwerken schon vor Release "so einen Hype auslöst, hat alle Erwartungen übertroffen".
dwdl.de

Zitat: Christian Schertz will “missionarischen Journalismus” verhindern.

"Dieser missionarische Journalismus führt auch zu Rechtsverletzungen, die es früher so nicht gegeben hat."

Medien­anwalt Christian Schertz kritisiert im Gespräch mit Gabor Steingart, die Ver­urteilung von Menschen "durch das mediale Stand­gericht". Er meldet u.a. Zweifel daran an, dass die un­ver­pixelte Abbildung der Beteiligten des ausländer­feindlichen "Sylt-Videos" zum jetzigen Zeit­punkt rechtens ist.
thepioneer.de (€), spotify.com (32-Min-Podcast, ab Min 8)

Zitat: Günther Jauch erinnert sich daran, wie Helmut Thoma alles Geld ins Programm steckte.

"Helmut Thoma war ein Wahnsinniger in Sachen Fernsehen. Der hat das ganze Geld, was über Werbung reinkam, komplett wieder für das Programm rausgehauen. Ich glaube nicht, dass Bertelsmann darüber sonderlich erfreut war."

Moderator Günther Jauch erinnert sich im Podcast-Gespräch mit Thomas Lückerath daran, welche Freude der frühere RTL-Chef Helmut Thoma daran hatte, Neues auszuprobieren.
dwdl.de

Zitat: Für Richard Gutjahr fördern Soziale Medien eine “Kultur der Selbstgerechtigkeit”.

"Soziale Medien fördern eine Kultur der Selbst­gerechtigkeit. Jeder kann heute auf Knopf­druck Aktivist sein, ohne Anstrengung, ohne Über­zeugung und oft auch ohne Ahnung. Die gleichen Menschen, die gestern noch Experten für Virus­erkrankungen waren, sind über Nacht zu Ukraine- und jetzt Nahost-Kennern geworden."

Digital-Experte Richard Gutjahr sieht das Belohnungs­system der Sozialen Netzwerke als Mitschuldigen für zunehmende Radikalisierung. Der Anti-Israel-Protest im Netz habe sich verselbständigt und sei "vom Hype, zum Trend, zum Meme verkommen". Im digitalen Raum gehe es um Performance, nicht um Dialog: "Am wenigsten geht es um die Sache."
gutjahr.biz