Zitat: Ufa-Chef Nico Hofmann wünscht sich weniger “Sprödigkeit” bei historischen Stoffen.

"Wir haben nach wie vor eine falsch verstandene political correctness im Programm."

Ufa-Chef Nico Hofmann appelliert im "FAZ"-Interview, "unsere Sprödigkeit auch bei historischen Stoffen" zu überwinden. Viele Programme litten daran, dass sie nicht überhöhen oder die Dinge auf die Spitze treiben, wie Amerikaner, Briten, Franzosen und Skandinavier es tun.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Zitat: Ex-Basketball-Star Dirk Nowitzki kann auch mal Insta.

"Vor 20 Jahren gab es noch keine sozialen Netzwerke. Mittlerweile kommt man in die Umkleide und alle 15 Spieler schauen erstmal die eigenen Highlights auf Instagram. Das ist schon bitter, wo wir da hingekommen sind."

Basketball-Rentner Dirk Nowitzki, 41, sagt bei einem DFB-Event, dass er kein Freund der inflationären Smartphone-Nutzung ist. Zu seiner aktiven Zeit habe er in der Kabine immer gesagt: "Tu mal dein Handy weg und lass uns mal über das Spiel sprechen."
faz.net

Zitat: Journalismus ist besser genau statt schön, sagt Stefan Niggemeier.

"Wir müssen zulassen, dass die Dinge komplizierter sind als wir uns das am Schreibtisch vielleicht ausdenken."

Stefan Niggemeier sagt auf der Tagung von Netzwerk Recherche und der Akademie für Politische Bildung, bei der Journalisten über die Folgen des Relotius-Skandals diskutierten, dass es mehr Genauigkeit statt Schönheit und mehr Transparenz statt Perfektion brauche.
kontextwochenzeitung.de

Zitat: Tiffany darf zum Hochzeitstag gratulieren, sagt Julian Kramer.

"Wenn Tiffany‘s weiß, wann ich Hochzeitstag habe, und mir drei Tage vorher einen Reminder und Glückwünsche schickt, dann finde ich das gut und hilfreich. Wenn mir der Waschmittelfuchs in einem Display-Banner ebenfalls dazu gratuliert, finde ich das übergriffig."

Julian Kramer, Chief Experience Ambassador EMEA bei Adobe, sagt im "W&V"-Interview, dass Marken in der Bedürfnis-Pyramide der Kunden verschieden angesiedelt sind und deshalb Personalisierung gut abstimmen müssen.
wuv.de

Zitat: SAP-Vorstand Christian Klein lässt der Dame gern den Vortritt.

"Ich glaube, inzwischen gibt es mehr gemeinsame Fotos mit Jennifer als mit meiner Frau." (lacht)

SAP-Vorstand Christian Klein überlasst Co-Vorstandschefin Jennifer Morgan, der ersten Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns, gern die Aufmerksamkeit, sagt er im "FAZ"-Interview.
faz.net (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv:
"Wir brauchen digitale Bildung", sagt SAP-Vorstand Christian Klein über den Wandel im Software-Konzern (03/2019).

Zitat: Deutsche Fernsehmacher verschleißen Gesichter, sagt Sibel Kekilli.

"Wir sehen über bestimmte Phasen immer dieselben Schauspieler, die man an einer Hand abzählen kann. Und mit einem Mal verschwinden die dann komplett, weil es plötzlich heißt, an denen haben wir uns jetzt aber wirklich sattgesehen."

Schauspielerin Sibel Kekilli, 39, sagt im "FAZ"-Interview, die Gesichter-Frequenz im deutschen Fernsehen gehöre besser verteilt.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Zitat: Tanit Koch steht zu den “Bild”-Berichten über die Willkommenskultur.

"Wir haben damals als Massenmedium 'Bild' die vorhandene Hilfsbereitschaft verstärkt. Ich würde das heute wieder machen."

Tanit Koch, Chefin von n-tv und Ex-"Bild"-Chefin, spricht beim Europäischen Mediengipfel in Lech über die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise.
twitter.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tanit Koch beantwortet den TV-Fragebogen live auf der Launchparty-Bühne (Archiv 10/2019).

Zitat: Tim Berners-Lee will Politikwerbung aus dem Internet verbannen.

"Meiner Meinung nach sollten Regierungen gezielte Politikwerbung sofort verbieten, um das Vertrauen in öffentliche Debatten wiederherzustellen."

Internet-Miterfinder Tim Berners-Lee spricht sich in seinem Appell gegen den Missbrauch des Internets für strikte Regeln gegen politische Einflussnahme aus.
"Focus" 49/2019, S. 34 (Paid), nytimes.com (englisches Original)

Zitat: André Mörker glaubt Facebooks Geheuchel um versteckte Likes nicht.

"Dann sind diese ach so böse Likes, die Menschen angeblich depressiv machen, nur noch gegen Bargeld oder Abos zu sehen."

André Mörker, Gründer der Influencer-Agentur Media-Part, geht davon aus, dass Facebook die Einsicht versteckter Instagram-Likes monetisieren will, sagt er im "manager magazin"-Podcast.
manager-magazin.de (22-Min-Audio)

Zitat: Kampagnen-Planung braucht mehr Dampf, sagt Bettina Fetzer.

"Wir hinterfragen, ob es noch zeitgemäß ist, dass eine Kampagne bis zu 18 Monate Vorbereitung umfassen kann."

Bettina Fetzer, 39, Marketingchefin von Mercedes-Benz, sagt im "Horizont"-Interview, Kampagnen müssten heute schneller geplant werden, damit zum Schluss noch etwas von den ursprünglichen Ideen übrig bleibt.
"Horizont" 48/2019, S. 12 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Bettina Fetzer im Erfolgsfragebogen der turi2 edition #8.

Zitat: Günther Jauch lässt Menschen schwer aus Schubladen entkommen.

"Wenn ich Menschen in eine Schublade gepackt habe, merke ich, dass es mir sehr schwer fällt, denen wieder eine Chance zu geben, dass sie da auch wieder rauskommen."

Moderator Günther Jauch sagt im Telekom-Talk Bestbesetzung von Johannes B. Kerner (ab morgen verfügbar), dass er nachtragend sein kann, sich ein klassisches Rentner-Leben nicht vorstellen mag und im Alter gern die Welt entdecken würde.
"Bild", S. 4 (Paid)

Zitat: Zeitungen bleiben als Mittel gegen Blasenbildung wichtig, sagt Bernhard Pörksen.

"Idealerweise ist die Tageszeitung der Zukunft ein Medium des zweiten Gedankens. Sie macht Hintergründe auf entschleunigte Weise sichtbar."

Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen sagt im Interview mit dem "Reutlinger General-Anzeiger", Zeitungen seien ein von "Journalisten geschnürtes Materialbündel", mit Inhalten, die Lesern andere Perspektiven in ihre Blase liefern.
gea.de

Zitat: Berlinale-Chefkurator stellt Filmkunst über Glamour.

"Die Berlinale ist in meinen Augen keine Glamourmaschine, wir sind nicht die Fashion Week, das gehört nicht zur Identität der Berlinale, und im Grunde auch nicht zur Identität Berlins!"

Carlo Chatrian, neuer künstlerische Leiter der Berlinale, sagt der "Süddeutschen" im Interview, dass Stars und roter Teppich für ihn nur Mittel zum Zweck sind, die Filme aber im Mittelpunkt stehen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 9 (Paid)

Zitat: Karola Wille fordert eine klare Unterscheidung von Fakten und Meinungen.

"Eine wichtige Voraussetzung für einen gelingenden Diskurs ist die Fähigkeit und die Bereitschaft, Tatsachen von Meinungen zu unterscheiden."

MDR-Intendantin Karola Wille plädiert in ihrem Gastbeitrag im "Tagesspiegel" für eine klare Unterscheidung zwischen Fakten, die wahr oder falsch sein können, und Meinungen, die einem lediglich unsympathisch sein können.
tagesspiegel.de

Zitat: Wikimedia-Chefin Katherine Maher sieht Wahrheit als Frage des Kontexts.

"Wikipedia repräsentiert nicht die Wahrheit. Vielmehr gibt unser Angebot einen Konsens wieder, wie die Menschen zum jetzigen Zeitpunkt über ein spezielles Thema denken."

Wikimedia-Chefin Katherine Maher sagt im "ada"-Doppelinterview mit Verleger Andreas Rötzer, dass Wikipedia nicht zensiert, solange sich die Autoren zivilisiert und respektvoll verhalten.
"ada" 4/2019, S. 46 - 51 (Paid)

Zitat: Die Gesellschaft muss verstehen, dass Qualitätsjournalismus nicht vom Himmel fällt, fordert Klaus Meier.

"Qualitätsjournalismus fällt nicht vom Himmel, ist nicht automatisch da, sondern muss von der Gesellschaft und von möglichst vielen Menschen gewollt und gelebt werden."

Journalistik-Professor Klaus Meier fordert die Gesellschaft im Medienpolitik-Interview auf, sich bewusst zu machen, dass "guter Journalismus Geld kostet und Unabhängigkeit benötigt".
medienpolitik.net

Zitat: Tilo Jung will Altem nicht hinterhertrauern.

"Es hilft auch nichts, jetzt darüber zu klagen, dass die einen nicht mehr drucken, die anderen nicht mehr finanzieren, die dritten das Gedruckte nicht mehr lesen, die vierten alles gratis haben wollen. Das ist so sinnlos, wie wenn ich Leute beschimpfe, die AfD gewählt haben."

Tilo Jung, "freier Chefredakteur" seines Politik-Kanal für Desinteressierte, will im Interview mit der Wochenzeitung "Kontext", Altem nicht hinterhertrauern.
kontextwochenzeitung.de

Zitat: Klaus Hurrelmann rät zu Werbung an junge Frauen.

"Wenn Unternehmen glauben, dass sie durch primitive Werbung die Menschen besser erreichen, mag das stimmen, aber dann sprechen sie die Jungs eben mehr an als die Mädchen."

Klaus Hurrelmann, Mitautor der Shell-Studie über die Jugend, rät Werbenden, sich stärker auf junge Frauen zu konzentrieren. Mädchen würden Aussagen jedoch stärker hinterfragen als Jungs.
"Werben & Verkaufen" 11/2019, S. 58 (Paid)

Zitat: Das gute Produkt muss da sein, nicht nur der gute Wille.

"Einer der Hauptgründe für die Beliebtheit der US-Techkonzerne in Europa ist, dass ihre Produkte gut sind."

EU-Kartellkommissarin Margrethe Vestager erinnert im Interview mit der "New York Times" europäische Kontrahenten daran, dass sie mit Qualität überzeugen müssen - die Politik könne nur eingreifen, wenn der Wettbewerb unfair verläuft.
nytimes.com

Zitat: Das digitale Kundenerlebnis ist schlimm, aber nicht hoffnungslos.

"Wenn man sich als normaler Nutzer den Großteil der digitalen Lösungen von deutschen Behörden und Mittelständlern anschaut, hat man das Gefühl, dass wir sehr weit hinterherhinken."

Hester Hilbrecht, Spezialistin für Nutzeroberflächen im Digitalhandel, sieht Deutschland durch Skandinavien, Japan oder Südkorea klar deklassiert, aber im globalen Vergleich "wahrscheinlich trotzdem im oberen Mittelfeld".
wuv.de

Zitat: Marietta Slomka will in Politiker-Interview Knackpunkte zeigen.

"Ein gut geführtes Interview kann einen Politiker vielleicht nicht 'knacken' - aber es kann zeigen, wo die Knackpunkte liegen. Durch die Frage erhält der Zuschauer wichtige Infos, selbst wenn der Politiker nicht darauf eingeht."

"heute-Journal"-Moderatorin Marietta Slomka sagt im Interview mit der "Süddeutschen", dass viele nicht verstehen, dass sie mit einer Gegenfrage nicht ihre eigene Meinung kundtue, sondern als Journalistin den Gegenpart einnehme.
sueddeutsche.de

Zitat: “Tatort” ist eine Gute-Nacht-Geschichte, sagt TV-Kommissarin Friederike Kempter.

"Das sind Gutenachtgeschichten, die niemandem wehtun sollen, weit entfernt von dem Schmerz, den ein Gewaltverbrechen im realen Leben auslösen würde."

"Tatort"-Kommissarin Friederike Kempter, 40, sagt im Interview mit "Zeit Verbrechen", der "Boom der TV-Krimis" sei ein "merkwürdiges Phänomen" und sie selbst kein großer Krimi-Fan.
zeit-verlagsgruppe.de

Zitat: Der Verdacht als Feind des Neuanfangs der “Berliner Zeitung”.

"Jetzt steht der Verdacht im Raum, ein ehemaliger Stasi-Genosse habe sich der 'Berliner Zeitung' bemächtigt, aus übersteigertem Geltungsbedürfnis und mit der Absicht, seine sonstigen Geschäfte zu befördern."

Uwe Vorkötter, Chefredakteur bei "Horizont" und früher auch bei der "Berliner Zeitung", hält den Zauber des Anfangs zwischen der Redaktion und den Verlegern für verflogen.
horizont.net