Zitat: Julian Nagelsmann kritisiert Wortwahl in den Medien.

"Ich lese wenig, auch weil ich die Wortwahl in manchen Medien grenz­überschreitend finde. Begriffe wie 'Versager', 'Schwächling' oder andere den Charakter beschreibende Beurteilungen."

Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht im "Spiegel"-Interview über das "teilweise grausame Bewerten" in der Bericht­erstattung. Er ist überzeugt, die Gesellschaft wäre besser, "wenn wir nicht ununterbrochen über alles meckern würden".
spiegel.de (€)

Zitat: Funke-Verlegerin Julia Becker betont die Wichtigkeit von digitalem Lokal-Journalismus.

"Letztlich geht es um eines: dass guter, der Wahrheit verpflichteter Journalismus die Deutungshoheit im Netz zurückgewinnt, dass zuverlässige und abgewogene Analysen den gesellschaftlichen Diskurs im Internet bestimmen."

Funke-Verlegerin Julia Becker betont bei einem Auftritt in Weimar, dass digitaler Lokal-Journalismus vor dem Hintergrund von Desinformationen und Fake News in Zukunft eine zentrale Rolle spielen muss.
morgenpost.com

Zitat: Jutta Allmendinger sieht Nachteile für Frauen, die weniger Elternzeit nehmen.

"Bei einem Bewerbungs­gespräch erhält eine Mutter, die zwölf Monate Eltern­zeit genommen hat, den Vorzug gegenüber einer Mitbewerberin, die nur zwei Monate genommen hat. Letztere gilt als über­ambitioniert und zudem als Raben­mutter."

Jutta Allmendinger, Soziologin und Teil des "Zeit"-Heraus­geber­­rats, sagt im "Welt"-Interview, dass die Arbeits­welt immer noch "sehr stark in Stereo­typen" denke. Sie plädiert für "hybride Phasen", in denen Menschen mal mehr und mal weniger arbeiten, um Arbeit, Care-Arbeit und Weiter­bildung unter einen Hut zu bekommen.
welt.de (€)

Zitat: Auf Fake News folgt Fake Reality, fürchtet Sascha Lobo.

"Wir haben bisher kaum das Problem der Fake News in den Griff bekommen und müssen uns schon mit einer ungleich wirkmächtigeren Fake Reality auseinandersetzen."

Tech-Erklärer Sascha Lobo sorgt sich in seiner "Spiegel"-Kolumne um die Auswirkungen von KI-generierten Videos, wie sie das neue OpenAI-Tool Sora erstellt, in Kombination mit der Viralität von TikTok, wo schon heute populistische Videos bevorzugt Verbreitung finden. Damit "sind wir auf dem Weg zur perfekten, voll automatisierten Propagandamaschinerie des 21. Jahrhunderts", so Lobo.
spiegel.de

Zitat: Die “Politico”-Berichterstattung wird “jeden einmal erwischen”, meint Chefredakteur Gordon Repinski.

"Wir schreiben pointiert in alle Richtungen, daher wird es jeden einmal erwischen."

Deutschland-Chef­redakteur Gordon Repinski spricht mit Roland Pimpl bei "Horizont" über die politische Linie von "Politico". Die Springer-Marke drücke sich nicht um "Bewertungen", habe aber einen "Non-Partisan­ship-Stand­punkt", gehöre also keinem politischen Lager an.
horizont.net (€)

Zitat: Ex-Scheuer-Sprecher Wolfgang Ainetter hat erlebt, dass Politik ein Machtspiel und manchmal unfreiwillig Realsatire ist.

"Wer das politische Machtspiel nicht beherrscht, wird auf keinen Fall Bundes­minister oder Ministerial­direktor. In der Politik geht es oft darum, die Ellen­bogen auszufahren. Es gibt Intrigen, Verletzungen. Die muss man irgendwie aushalten können."

Wolfgang Ainetter, früherer Kommunikations­chef im Verkehrs­ministerium von Andreas Scheuer, hat eine "fiktive, bitterböse Satire" über Lügen und Intrigen im Berliner Regierungs­viertel geschrieben. Im Focus-Online-Interview sagt er, Politik sei "mitunter unfrei­willige Real­satire".
focus.de

Zitat: Medienethiker Alexander Filipović ordnet den medialen Umgang mit Alexandra Föderl-Schmid ein.

"Eigent­lich müssten wir uns alle schämen und die Klappe halten, weil wir natürlich Teil dieser fatalen Kommunikations­dynamik sind, die ent­steht und die einen Menschen in die Ver­zweiflung drängen kann."

Medien­ethiker Alexander Filipović findet es im Inter­view mit der KNA "un­würdig", dass ausge­rechnet "Nius" von Julian Reichelt die Plagiats­jagd auf "Süddeutsche"-Vize Alexandra Föderl-Schmid finanziert hat, weil es dem Portal "wohl nicht um wissen­schaft­liche Qualität gehen dürfte". Nach dem Bekannt­werden von journalistischen Fehlern Föderl-Schmids ihre Doktor-Arbeit zu prüfen, findet er "moralisch frag­würdig".
kress.de

Zitat: Nico Hofmann will ein Gespür dafür bekommen, wie die junge Generation tickt.

"Wichtig für uns ist, ein Gespür dafür zu haben, wie die jetzige junge Generation tickt, was und warum sie es anschaut."

Produzent Nico Hofmann, 65, verlässt die Ufa und will zusammen mit Beta-Film-Chef Jan Mojto noch einmal durch­starten. Im "FAZ"-Interview von Michael Hanfeld erklären beide, dass sie Projekte mit gesell­schaftlicher "Relevanz" angehen wollen.
faz.net, turi2.de (Background)

Zitat: Anette Dowideit will investigativen Journalismus von wirtschaftlichen Abwägungen trennen.

"Viele privat­wirtschaft­liche Medien­häuser neigen dazu, den Inves­tigativ­journa­lismus an Verkaufs­zahlen und Abos zu koppeln. Daraus folgt, dass Verlage ihre eigenen Leser und Lese­rinnen mit deren Echo­kammern bedienen wollen."

"Correctiv"-Vize Anette Dowideit sagt im KNA-Interview, dass wirtschaft­liche Abwägungen dafür sorgen können, dass manche Investigativ­themen ungerecht­fertigt zu hoch gewichtet werden. Zudem wünscht sie sich, "dass Medien mit Blick auf die AfD nicht über jedes Stöckchen springen" und "die Partei auch mal prominent igno­rieren".
newsroom.de

Zitat: Philipp Westermeyer über die Podcast-Interviews und sein Zeit-Management.

"Podcast­gespräche funktionieren nicht wie zum Beispiel eine Konfrontation mit Politiker­innen und Politikern im 'Heute Journal'. Die Lockerheit ist aus meiner Sicht ein Element eines guten, längeren Gesprächs."

OMR-Mann Philipp Westermeyer gewährt dem "Spiegel" einen Einblick in seinen Kalender. Er sei "bekannt dafür, manchmal zu spät zu kommen", lasse aber "alles andere stehen und liegen", wenn jemand aus seinem Team Sorgen habe. Den umstrittenen Influencer Jeremy Fragrance würde er heute "sicherlich anders interviewen, als ich das damals getan habe".
spiegel.de (€)

Zitat: Inklusion muss noch stärker in den Fokus der Unternehmen rücken, sagt Tijen Onaran.

"Die Unternehmen in Deutsch­land fokussieren sich meistens auf das Thema Frauen in Führungs­positionen."

"Höhle der Löwen"-Investorin Tijen Onaran sagt im neuen Podcast von Nicole Diekmann, "Hopeful News", dass deutsche Firmen sich zwar oft mit Diversität befassen, aber dem Thema Inklusion "noch nicht genügend Raum" geben. Onaran plädiert für mehr Kommuni­kation mit Betroffenen, um ein entsprech­endes Arbeits­umfeld zu schaffen.
spotify.com (43-Min-Audio), taz.de (Infos zum Podcast)

Zitat: Eine “Wild-West-KI” würden niemandem einen Vorteil bringen, sagt Miriam Meckel.

"Wer glaubt, aus einer Wild-West-KI Vorteile zu ziehen, muss wissen: Er kann schnell selbst zum Opfer einer solchen desaströsen Variante dieser Technologie werden. So weit bin ich Optimistin: Wir Menschen sind schlau genug, die richtigen Entscheidungen zu treffen."

Digital-Vordenkerin Miriam Meckel ist optimistisch, dass KI Regeln auferlegt werden können, sagt sie im "Spiegel"-Interview. KI-Welt­untergangs­szenarien hält sie für "Bullshit" und einen "genialen Marketing­trick" von Elon Musk und Co.
spiegel.de (€)

Zitat: Rainer Esser ermahnt im Fall Föderl-Schmid zu “Mitgefühl und Vergebung”.

"Könnte dies nicht ein dringender Weck­ruf sein, uns an die Bedeutung von Mit­gefühl und Vergebung auch bei kleinsten Fehl­tritten zu erinnern? Eine ein­dringliche Mahnung, uns von Hass und Schaden­freude abzuwenden, um stattdessen einen Pfad der Mensch­lichkeit und des Verständ­nisses zu beschreiten?"

Rainer Esser, Geschäfts­führer des Zeit Verlags, zeigt sich auf Linked-in "zutiefst erschüttert über das mut­maßliche Schick­sal" der "wunder­baren Kollegin" Alexandra Föderl-Schmid. Die Vize-Chef­redakteurin der "Süd­deutschen Zeitung" gilt seit gestern als vermisst, die Polizei befürchtet einen Suizid.
linkedin.com via meedia.de

Haben Sie düstere Gedanken oder fühlen sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation? Hier finden Sie Hilfe.

Zitat: Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue will Berichterstattung über die AfD “enthysterisieren”.

"Ich rate sehr dazu, die Berichterstattung über die AfD zu enthysterisieren, sie professionell zu beobachten und zu beurteilen. Wenn jede politische Entscheidung vor dem Hintergrund gesehen wird, wie könnten die AfD und ihre Klientel darauf reagieren, ist das ein Irrweg."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue warnt im Interview mit dem KNA-Medien­dienst davor, die AfD als "Inbegriff aller Opposition" zu sehen, was ihre Bedeutung in der politischen Landschaft überbetone. Medien seien keine Akteure, "sondern ein Resonanz­boden für das, was in der Gesellschaft verhandelt und diskutiert wird".
mediendienst.kna.de (€)

Zitat: Sawsan Chebli erntet im Netz Hass, auch wenn sie gar nichts sagt.

"Inzwischen spielt es überhaupt keine Rolle mehr, was ich schreibe. Ob ich übers Wetter spreche, über gutes Essen oder über Rassismus – die Hasswelle rollt so oder so über meine Kanäle. Auf X trende ich alle paar Wochen, manchmal sogar, ohne dass ich vorher etwas gesagt habe."

SPD-Politikerin Sawsan Chebli erzählt im Interview mit "Cosmopolitan" von dem Hass, dem sie tagtäglich im Netz ausgesetzt ist. Verbale Gewalt wirke ähnlich wie physische Gewalt. "Für mich ist Hatespeech nichts anderes als Säure in Form von Buchstaben", sagt sie.
cosmopolitan.de

Zitat: Uwe Vorkötter knöpft sich die Argumentation der “Süddeutschen Zeitung” vor.

"Ich vermute, die SZ würde sogar eine verstrub­belte Ton­band­kassette aus den 80er Jahren auswerten, wenn darauf der 16-jährige Hubert Aiwanger irgend­was mit Hitler nuschelt."

Uwe Vorkötter kritisiert in seiner "Horizont"-Kolumne die Argumen­tation der "Süddeutschen Zeitung" in der Causa Föderl-Schmid. Die kritische Bericht­erstattung von Marvin Schade sei keine "Verleumdung" oder "Kampagne", sondern die Art investi­gativer Journalismus, mit der sich die "Süddeutsche" selbst schmücken möchte.
horizont.net (€), turi2.de (Background)

Zitat: Florian Harms bemängelt ein Überangebot an TV-Sendern.

"Man zappt sich durch austauschbare Channels, bis die Augen viereckig sind und das Hirn die Konsistenz von Kartoffel­brei annimmt."

T-Online-Chef­­redakteur Florian Harms beklagt ein Über­angebot an TV-Sendern und plädiert für einen fernseh­freien Donnerstag nach isländischem Vorbild. Ginge es nach Einschalt­quoten, "könnte man bis auf die neun beliebtesten alle anderen Sender ausknipsen".
t-online.de

Zitat: Michael Kretschmer kritisiert Messenger-Dienste wie Telegram.

"Es gibt wirklich bösartige Leute, die unsere Demo­kratie und unseren Rechts­staat abschaffen wollen."

Sachsens Minister­präsident Michael Kretschmer sagt dem "Handel­sblatt", warum er mit weiteren Landes­chef­innen der Union strengere Regeln für Messenger-Dienste fordert. "Wir müssen stärker dagegen vorgehen können, wenn in solchen Telegram-Kanälen Tag für Tag Hetze und Propa­ganda verbreitet werden", so Kretschmer.
handelsblatt.com

Zitat: Filmcrews müssen bei Außenaufnahmen umdenken, sagt Green Consultant Tina Siglreithmayr.

"Natürlich hat es einen gewissen Reiz, wenn ich als Schau­spieler:in oder Film­crew nach Süd­afrika oder auf die Malediven fliegen kann, um da tolle Strand­aufnahmen zu machen. Nur in dieser Welt leben wir halt nicht mehr. Wir alle müssen umdenken und es ist wichtig, dass jeder auch für sich darüber nachdenkt."

Tina Siglreithmayr, Green Consultant beim Produktions­dienst­leister Plazamedia, berät Produktions­firmen dabei, wie sie Film-, TV- und Werbeaufnahmen im Studio vor einer LED-Wand nachhaltiger produzieren können als vor Ort. Im turi2-Interview zur Themenwoche Nachhaltigkeit erzählt sie, dass "noch einiges an Aufklärungs­arbeit nötig" sei.
turi2.de (Interview), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Yaël Meier hält die Gen Z nicht für faul, sondern fordernd.

"Eine Vier-Tage-Woche, flexible Arbeits­zeiten oder Work-Life-Balance wünschen sich alle Menschen. Trotzdem werden nur der Generation Z diese hohen Ansprüche vorgeworfen. Daher würde ich nicht sagen, die Generation Z ist fordernd – sie ist laut."

Agentur-Chefin Yaël Meier, 23, bricht in der "Süddeutschen Zeitung" eine Lanze für ihre Generation.
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Thomas Merten kritisiert Lobbynarrative in der Klima- und Umweltberichterstattung.

"Es braucht eine größere publizistische Gegen­macht. Noch beherrschen überwiegend Lobby­narrative den Diskurs und führen zu einem Zurück­drehen von Umwelt­politik und zu verkürzten Diskussionen."

Thomas Merten spricht im Interview für die Themenwoche Nachhaltigkeit über das neue Umwelt-Magazin "Atmo", das er und vier Mitstreiter auf den Weg bringen. Er beobachtet, dass bei nachhaltigen Themen das, was in der Debatte landet, "nicht das ist, worüber man eigentlich sprechen müsste".
turi2.de, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Bundes­tags­präsidentin nennt Anti­semitismus “Schande für unser Land”.

"Dieser Aus­bruch des Anti­semitismus ist eine Schande für unser Land."

Bundes­tags­präsidentin Bärbel Bas fordert während der Gedenk­stunde für die Opfer des National­sozialismus im Bundes­tag, "Hass und Menschen­feind­lich­keit" ent­gegen­zu­treten. "Nie wieder" ist und bleibe eine "Auf­gabe für unsere gesamte Gesell­schaft", so die SPD-Politikerin.
spiegel.de

Zitat: Sebastian Essers erster Job war ein “Stinkefinger an die Medienindustrie”.

"Wenn ich heute 'V.i.S.d.P.'-Ausgaben durch­blättere, merke ich: Die Wut, die Ernüch­terung, die enttäuschte Liebe trieft aus allen Seiten. Das Heft war ein Stinke­finger an die Medien­industrie."

Sebastian Esser, Co-Gründer von Steady und Krautreporter, erinnert sich im "Journalist" an seinen ersten richtigen Job, der ihm "Waden­krämpfe von dem ganzen Stress" bescherte. "Es war wild."
journalist.de

Zitat: Die Stiftung Warentest vergibt schlechte Noten “nie leichtfertig”, sagt CEO Julia Bönisch.

"Wenn wir eine schlechte Note vergeben, hat das Konsequenzen für die Hersteller, bis hin zu handfesten finanziellen Folgen. So etwas tun wir nie leichtfertig."

Julia Bönisch, CEO der Stiftung Warentest, spricht im Interview für die Themenwoche Nachhaltigkeit darüber, dass einige Hersteller nach schlechten Test­ergebnissen auch juristisch gegen die Stiftung vorgehen. Dieses Risiko sei "Alltag", so Bönisch.
turi2.de, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Durch KI bleiben in der Medienbranche nur “High-Performer” übrig, sagt Burkhard Schmidt.

"Was durch Digita­lisierung und KI an personellen Ressourcen ersetzt werden kann, wird ersetzt werden. Übrig bleiben werden wenige hoch­bezahlte und unersetz­bare High-Performer, die dann arbeiten bis zum Umfallen."

Burkhard Schmidt, Professor für Wirtschaft und Medien in Heidelberg, glaubt nicht, dass KI Stress und Arbeitsbelastung in der Medien­branche senkt, sagt er auf dem dju-Journalismus­tag.
mmm.verdi.de

Zitat: Für Özden Terli ist die Klimakrise größer als sich festklebende Aktivistinnen.

"Die Klimakrise ist doch viel größer als ein paar Aktivisten, die sich irgendwo festkleben. Wer sich dadurch von seinem Engagement fürs Klima abbringen lässt, hat die Zusammenhänge nicht verstanden."

ZDF-Meteorologe Özden Terli sieht in den Aktionen der Letzten Generation eine Provokation, auf die Medien und Politik zum Teil überreagiert hätten. "Aber auch das sagt einiges über deren Umgang mit dem Klimaschutz aus", sagt er im Interview im Rahmen der Themenwoche Nachhaltigkeit bei turi2.
turi2.de (Interview), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: DFL-Aufsichtsratschef kritisiert Fan-Proteste.

"Der demokratische Diskurs ist gewünscht. Doch wenn du pausenlos hörst 'Scheiß DFL' oder wechselweise 'Scheiß DFB', dann ist mir das ein bisschen niederschwellig."

DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke findet die Fan-Proteste gegen die Investorenpläne "legitim. Aber am Umgang müssen wir noch ein bisschen arbeiten". Wer Investor wird, werde "noch in dieser Saison" verkündet.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: CEO Julia Bönisch sagt, was die Stiftung Warentest besser machen kann.

"Ich glaube, wir müssen noch besser erklären als heute, dass wir unser Geld nicht mit Affiliate-Links oder normalen Anzeigen verdienen."

Julia Bönisch, seit diesem Jahr CEO der Stiftung Warentest, sagt im Interview für die Themenwoche Nachhaltigkeit, was die Organisation aus ihrer Sicht in Zukunft besser machen kann. Den Leuten solle "wirklich klar" werden, "warum es sich lohnt, zum Original zu gehen".
turi2.de, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Jessy Wellmer will mit der AfD sprechen, um eine gespaltene Medienlandschaft zu verhindern.

"Die Gefahr einer gespal­tenen Medien­landschaft wie in den USA ist einfach zu groß. Da spricht der eine nur bei Fox News und der andere nur bei CNN. Das müssen wir unbedingt verhindern. Die AfD ist nicht verboten, also sprechen wir mit ihren Repräsen­tanten."

"Tages­themen"-Modera­torin Jessy Wellmer sagt im "Spiegel"-Interview, dass sie "selbst­verständlich mit Björn Höcke" spricht, falls ein Interview relevant erscheine.
spiegel.de (€)

Zitat: Studio-Produktionen vor LED-Wand sind effizienter und nachhaltiger als Außendrehs vor Ort, sagt Elfi Kerscher.

"Ohne Cast und Crew irgendwo hinzu­transportieren, können wir eine Szene auf einer Dach­terrasse machen, danach eine am Strand, abends am Lager­feuer und in der nächsten Szene sind wir auf dem Mond."

Elfi Kerscher, Senior Product Manager Virtual Production beim Produktions­dienst­leister Plazamedia, erzählt im turi2-Interview zur Themenwoche Nachhaltigkeit, wie Studio­produktionen mit Setwechsel auf Knopfdruck Außendrehs ersetzen können. Die Aufnahmen vor einer LED-Wand im Studio sind effizienter und nach­haltiger als Produktionen "on Location".
turi2.de (Interview), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Mareice Kaiser poltert gegen Geld-Ressort von “Zeit Online”.

"Diese Art von Journalismus ist ein Schlag ins Gesicht von Menschen, die kein Geld haben, die niemals auswärts frühstücken und die für ihre Kinder keine ETFs anlegen können."

Mareice Kaiser ärgert sich über das Geld-Ressort ("Rich-Kids-Ressort") bei "Zeit Online". Von den Themen dort fühlten sich viele Menschen nicht angesprochen oder gar aus­geschlossen: "Was gefährlich ist, wenn wir Journalismus als einen Teil von Demokratie verstehen, der für alle von allen sein sollte."
uebermedien.de via bildblog.de

Zitat: Bekannte Serien “aus der linearen TV-Welt” sind Streaming-Hits, sagt Henrik Pabst.

"Etablierte Serien, also bekannte Marken, die man oft noch aus der linearen TV-Welt kennt, stehen im Streaming hoch im Kurs."

Henrik Pabst, Chief Content Officer der Seven.One Entertainment Group, sagt im DWDL-Interview, dass etablierte Serien "etwas mitbringen, was neue Streaming-Serien nur selten schaffen: Die hohe Folgen­anzahl, bei der Binge­watching erst so richtig Spaß macht".
dwdl.de

Zitat: Für Özden Terli hören Diskussionen auf, wenn physikalische Fakten geleugnet werden.

"Wenn physikalische Fakten geleugnet werden, ist die Diskussion für mich zu Ende. Da könnten wir uns auch über rosa Einhörner unterhalten. Aber das hat dann mit dem Wetter nichts mehr zu tun."

Für ZDF-Meteorologe Özden Terli hören Diskussionen auf, wenn sie in persönlicher Diskreditierung enden, wie er es oft auf Twitter beobachtet. Im großen Interview im Rahmen der Themenwoche Nachhaltigkeit spricht er über Wetter, Klima und Aktivismus.
turi2.de (Interview), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Vorstände müssen öffentlich klare Kante gegen die AfD zeigen, fordert Marcel Fratzscher.

"Die Vorstände in den Unter­nehmen müssen jetzt Farbe bekennen gegen rechts und ihren Beschäf­tigten vor Augen halten: Eure Jobs sind in Gefahr, wenn die AfD sich durch­setzt. In einigen Unter­nehmen herrscht leider die Attitüde, die Politik müsste das alleine richten."

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschafts­forschung, fordert deutsche Firmen im Gespräch mit der dpa auf, sich öffentlich gegen die AfD zu stellen: "Wirtschaft und Unter­nehmen wären die großen Verlierer einer AfD-Politik."
horizont.net

Zitat: Julia Jäkel über die Reformen in der ARD.

"Die ARD ist reformwillig, aber nicht wirklich reformfähig."

Julia Jäkel, Zukunftsrat-Vorsitzende, betont im "FAZ"-Interview, dass die ARD eine klare Leitung und Aufgaben­teilung brauche: "Was zentral ist, soll zentral geregelt werden und Regionales regional. Aber bitte nicht: Jeder macht alles." Als "organ­isierte Regional­ität" bezeichnet sie den geplanten Fokus der Dritten aufs Regionale.
zeitung.faz.net (€), turi2.de (Background)

Zitat: Judith Rakers sieht Gefahren in zu großen Nachrichten­pausen.

"Man hat das Gefühl, eine Katas­trophe jagt die nächste. Ich treffe immer mehr auf Menschen, die sich das nicht mehr anhören wollen und sich zurück­ziehen, eine Pause wollen. Aber diese Pause darf eben nicht zu groß sein, denn durch unser Wahl­verhalten und unser Engagement gestalten wir Gesell­schaft ja mit, und dafür ist Infor­mation wichtig."

Die schei­dende "Tages­schau"-Sprecherin Judith Rakers warnt in der "Augsburger Allge­meinen" vor zu viel Nachrichten­vermeidung.
augsburger-allgemeine.de

Zitat: Olaf Scholz verurteilt “abstoßende Umsiedlungspläne” der Rechtsextremen.

"Wenn etwas in Deutschland nie wieder Platz haben darf, dann ist es die völkische Rassen­ideologie der National­sozialisten. Nichts anderes kommt in den abstoßenden Umsiedlungs­plänen der Extremisten zum Ausdruck."

Kanzler Olaf Scholz reagiert in seiner Video-Reihe "Kanzler kompakt" auf die Correctiv-Recherchen zu einem "Geheimtreffen" von Rechts­radikalen. Scholz habe selbst an einer Demo gegen Rechts­extremismus in Potsdam teilgenommen und sagt: "Das, was wir gerade hier in unserem Land erleben, geht uns wirklich alle an – jede und jeden von uns."
youtube.com (6-Min-Video) via t-online.de, turi2.de (Background)

Zitat: “SZ”-Korrespondentin Meike Schreiber hat oft mit “eingeschnappten” CEOs zu tun.

"CEOs sind erstaunlich oft einge­schnappt. In den Vorstand­setagen ist man sehr dünnhäutig, das hat sich über die Jahre kaum verbessert, da gibt es wenige Ausnahmen."

Meike Schreiber, Banken-Korrespondentin bei der "Süddeutschen Zeitung", hat oft mit empfindlichen Vorständen zu tun. Auch Sprecher und PR-Chefs großer Unter­nehmen seien nicht immer besser. Vor allem wenn ein PR-Sprecher früher ein "Alpha-Tier im Journalismus" war, fehle ihm oftmals das "Dienst­leister­denken".
prreport.de

Zitat: Lukas Rietzschel erkennt keine ostdeutsche Unterwanderung durch das neue “Mima”.

"Geht es hier also gar nicht um piefige Provinz­perspektiven während der Mittags­zeit, sondern um die sukzessive Unter­wanderung west­deutscher Medien­logiken durch den ost­deutschen Piraten­sender MDR? Wer so was behauptet, glaubt tatsächlich noch an die Macht des Fern­sehens."

Autor Lukas Rietzschel prüft in der "Zeit", ob das neue ARD-"Mittags­magazin" tatsächlich zu sehr "Ossi" ist, wie viele behaupten. Die damalige MDR-Intendantin Karola Wille hätte sich einen Gefallen getan, "nicht ganz so tief in die Phrasen­kiste zu greifen", als sie die Sendung mit dem Ziel von mehr Sichtbar­keit ostdeutscher Lebens­wirklichkeiten ankündigte.
zeit.de (€)

Zitat: MediaMarktSaturn-Chef Karsten Wildberger will auch sonntags einkaufen.

"Ich würde mir in dieser Hinsicht mehr Frei­heiten wünschen. Aber wir sollten das einfach mal aus­probieren und den Vor­schlag nicht direkt wieder zer­reden."

MediaMarkt­Saturn-Boss Karsten Wildberger spricht sich in den Zeitungen der Funke Medien­gruppe für offene Geschäfte am Sonntag aus. Zudem könne er sich gut eine staat­liche Abwrack­prämie für alte Elektro­geräte vorstellen.
manager-magazin.de

Zitat: Célia Šašić will bei der Fußball-EM “keine politische Agenda” sehen

"Sport ist poli­tisch. Punkt. Doch wir müssen den Zweck solcher Turniere sehen. Wir sollten keine poli­tische Agenda durch­setzen."

Célia Šašić, DFB-Vize­präsi­dentin für Gleich­stellung & Diversität und Botschaf­terin der Heim-EM 2024, sagt angesichts vor dem Hintergrund der WM in Katar im "FAZ"-Interview, dass der Sport nicht "wie zuletzt zweck­entfremdet" werden soll.
faz.net (€)

Zitat: Frank-Walter Steinmeier rät Bundesregierung, Entscheidungen besser zu kommunizieren.

"Wenn die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rät der Bundesregierung in der "Süddeutschen Zeitung" zu "persönlichen Gesprächen" mit Betroffenen ihrer Politik. Die "Sprachlosigkeit zwischen der Bundesregierung und den Bauern" schade allen Beteiligten.
sueddeutsche.de (€)

Zitat: Florian Harms sieht “amerikanische Zustände” in einigen deutschen Redaktionen.

"Wenn man sieht, wie sich manche Journa­listen auf der Jagd nach Klicks und Likes verrannt haben, fühlt man sich an amerika­nische Zustände erinnert. In einigen Redak­tionen sitzen Leute ohne histori­schen Horizont, dafür mit einem Rückgrat aus Gummi."

T-Online-Chef­redakteur Florian Harms prangert "konser­vative Politiker und Journalisten" an, die "mit blindem Eifer auf die Ampel­regierung eindreschen", statt die von der AfD ausge­hende Gefahr zu würdigen.
t-online.de

Zitat: Schauspielerin Michaela May kritisiert das Frauenbild im Fernsehen als “unterirdisch”.

"Das Frauenbild im Fernsehen ist unterirdisch, das können doch nicht die einzigen Rollen für eine Frau sein – erst Mutter, dann Oma oder dement."

Schauspielerin Michaela May kritisiert im "SZ Magazin", Sender, Redakteure und Produzenten konzentrierten sich zu Unrecht auf Geschichten junger Menschen. Die einzigen Älteren, die prominent im Fernsehen vorkommen dürften, seien Männer.
sz-magazin.sueddeutsche.de (€)

Zitat: Thomas Haldenwang sieht Gefahr für die Demokratie nicht genug gewürdigt.

"Man hat sich sehr in seinem komfor­tablen Privat­leben einge­richtet und man nimmt nicht hin­reichend wahr, wie ernst­haft die Bedro­hungen für unsere Demo­kratie inzwi­schen geworden sind."

Verfassungs­schutz-Präsident Thomas Haldenwang wünscht sich im Interview für eine heute erschei­nende "Kontraste"-Doku, dass "die schwei­gende Mehr­heit in diesem Land wach wird und auch endlich klar Position bezieht gegen Extre­mismus in Deutschland".
presseportal.de, ardmediathek.de (29-Min-Video)

Zitat: DLD-Chefin Steffi Czerny findet Inspiration auch außerhalb des Silicon Valleys.

"Es ist borniert, immer nur auf das Silicon Valley oder nach New York zu schauen. Manche Inspiration gibt es für uns heute eher in Cluj, Sofia oder Lagos."

Steffi Czerny, Mutter von Burdas Digital-Konferenz DLD, die von heute bis Samstag in München läuft, erzählt im "Handelsblatt" stolz, dass ihr bei der Zusammen­stellung des Programms kein Algorithmus hilft, sondern ihre Intuition. Trotz KI werde es "auch in Zukunft am Ende immer auf den eigenen Hirnkasten ankommen".
handelsblatt.com (€)

Zitat: Tabaklobbyist Torsten Albig ist offen für Dialog – auch mit Kritikern.

"Wir möchten gerne mit jeder Person oder jedem Institut reden; auch mit denen, die uns aufgrund unseres Geschäfts­modells nicht wohl­gesonnen sind. Ich denke, es ist immer sinnvoll, miteinander zu reden, zu streiten, zu argumentieren und nach noch besseren Lösungen zu suchen."

Torsten Albig, früherer Minister­präsident von Schleswig-Holstein und heute Director External Affairs beim Tabak-Konzern Philip Morris, sagt im turi2-Interview für die Agenda-Wochen 2024, dass der Konzern offen für Dialog ist und er den Job nicht machen würde, würde es Philip Morris mit der Transformation seines Geschäfts­modells nicht ernst meinen.
turi2.de (Interview), turi2.de (alle Beiträge der Agenda-Wochen)