Zitat: Dorothee Bär hofft, dass Corona hilft, Handys an Schulen zu erlauben.

"Die Coronakrise wäre jetzt eine gute Brücke für alle Kultusministerien und Schulleiter, sich für eine Lockerung rigider Handyregeln starkzumachen."

Digitalministerin Dorothee Bär sagt im Interview mit dem "Handelsblatt", dass die Corona-Warn-App auch an Schulen funktionieren soll und ein Handyverbot an weiterführenden Schulen ohnehin "völlig aus der Zeit gefallen" ist.
handelsblatt.com

Im Archiv von turi2.tv: Doro Bär beantwortet den Unterwegs-Fragebogen zur turi2 edition #7.

Zitat: Facebooks Chef-Lobbyist sieht keinen Anreiz, Hass-Posts nicht zu löschen.

"Facebook profitiert nicht von Hassrede. Es gibt für uns keinen Anreiz, etwas anderes zu tun, als solche Inhalte zu entfernen."

Facebooks Chef-Lobbyist Nick Clegg versucht in einem Gastbeitrag in der "FAZ", das Image seines Arbeitgebers zu retten. Immer mehr Konzerne streichen Facebook aus Protest gegen Hass-Posts die Anzeigen.
"FAZ", S. 26 (Paid)

Zitat: Sir Angus Deaton über Homeoffice als Mittelschicht-Luxus.

"Arme können nicht einfach ins Home-Office und sich wie Sie, ich und so viele andere Arbeitnehmer aus der gehobenen weißen Mittelschicht vor den heimischen Bildschirm hocken."

Sir Angus Deaton, Wirtschaftsnobelpreisträger, erklärt im "SZ"-Interview, was die Corona-Pandemie für den Kapitalismus bedeutet und warum sie Rassismus greifbar macht.
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Ulla Hahn über die Macht der Sprache.

"Jeder Streit um Worte ist nie ein Streit um Worte allein, sondern immer auch ein Streit um Absicht und Ziel."

Schriftstellerin Ulla Hahn plädiert in einem "FAZ"-Gastbeitrag dafür, Worte immer auf die Goldwaage zu legen - und fühlt sich von der umstrittenen "taz"-Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah an gewalttätige Ausdrücke erinnert, aus denen die RAF blutige Taten machte.
"FAZ", S. 12 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Twitter verändert die Diskussionskultur, findet Sandra Maischberger.

"Die Wellen der Entrüstung, bei denen es zu Twitter schnell kommen kann, führen dazu, dass manch ein Gast vorsichtiger geworden ist, wenn er sich öffentlich äußert."

ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger beklagt bei Quotenmeter, dass Talkgäste immer häufiger schon vor der Sendung pauschal kritisiert werden.
quotenmeter.de, turi2.de (Background)

Zitat: Deutschland darf in der Krise nicht nur an sich selbst denken, findet Merkel.

"In einer solchen Krise wird erwartet, dass jede und jeder das Notwendige tut. Das Notwendige ist in diesem Fall etwas Außergewöhnliches."

Bundeskanzlerin Angela Merkel begründet in der "Süddeutschen" die Abkehr von ihrem bisherigen Sparkurs in der Corona-Krise. Deutschland dürfe in der aktuellen Situation nicht nur an sich selbst denken. Stattdessen müsse es sich solidarisch mit anderen EU-Mitgliedsstaaten zeigen.
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Gute Gründer haben leuchtende Augen, sagt Ratepay-Chefin Miriam Wohlfarth.

"Ich glaube nicht an Startups, die Berater oder Absolventen von einer Eliteuni am grünen Tisch als Business-Modell entworfen haben."

Miriam Wohlfarth, Gründerin und Chefin des Zahlungsdienstleisters Ratepay, investiert auch selbst und sagt im "Welt"-Interview, bei erfolgreichen Gründer*innen "leuchten die Augen, wenn sie von ihrer Idee sprechen".
"Welt" (Paid)

Zitat: Sie hat nicht mit einer Anzeige von Seehofer gerechnet, sagt “taz”-Chefredakteurin Barbara Junge.

"Die 'taz' führt ja gerade eine ganz schön leidenschaftliche Diskussion über Rassismus und Polizei und den journalistischen Umgang damit. Und dass sich der Bundesinnenminister daran beteiligen möchte, begrüße ich."

"taz"-Chefredakteurin Barbara Junge sagt dem Deutschlandfunk, sie habe mit Horst Seehofers Rückzug in Sachen Anzeige gerechnet. Ihre öffentliche Entschuldigung möchte sie nicht als fehlende Unterstützung für Hengameh Yaghoobifarah verstanden wissen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Zitat: New Work muss für alle gelten, sagt Maria Exner, Vize von Zeit Online.

"Mein Gefühl zu New Work vor Corona war, dass damit nicht alle gemeint waren."

Maria Exner, noch Vize-Chefredakteurin von Zeit Online, bald Vize des "Zeit Magazins", sagt im Role Models Podcast, die Debatte um modernes Arbeiten muss, um glaubwürdig zu bleiben, künftig auch alle einschließen, die keine Schreibtischtäter mit festen Arbeitszeiten sind.
soundcloud.com, turi2.de (Background)

Zitat: Florian Herrmann zu unerwünschten Touristen aus Gütersloh.

"Wehret den Anfängen."

Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, erklärt Bayerns Beschluss, aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen vorerst keine Touristen aus dem Landkreis Gütersloh mehr beherbergen zu wollen. Auch Verantwortliche der Ostsee-Insel Usedom hatten Reisende aus Gütersloh aufgefordert, Mecklenburg-Vorpommern wieder zu verlassen.
tagesspiegel.de

Zitat: Natascha Ochsenknecht warnt davor, Kinderfotos ins Netz zu stellen.

"Einer Influencer-Mutter habe ich geschrieben, was nützt es, wenn du deiner Tochter Herzen auf die Augen setzt? Die Augen kann man austauschen. Dass da auch Triebtäter mitschauen, ist denen egal."

Autorin Natascha Ochsenknecht spricht mit der "Süddeutschen" über ihre Petition, die härtere Strafen bei Kindesmissbrauch fordert. Sie kritisiert "Influencer-Familien", die "ihre Kinder im Bikini oder morgens beim Aufwachen im Bett filmen, um damit Geld zu verdienen".
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Model Nadine Leopold über in der “Madame” veröffentlichte Brustfotos.

"Ich weiß nicht, was ich noch mehr hätte tun können, als 100-mal Nein zu sagen."

Model Nadine Leopold bekräftigt ihre Kritik an Bauers "Madame", die Fotos von Leopolds nackten Brüsten anscheinend gegen ihren Willen veröffentlicht hat. Leopold klagt, "Madame"-Chefredakteurin Petra Winter sagt, das Model habe beim Shooting nicht klar widersprochen.
taz.de, turi2.de (Background)

Zitat: Siemens-Chef Joe Kaeser sieht weiter Alarmstufe Rot für die Weltwirtschaft.

"Es wäre fatal, zu glauben, dass wir das Schlimmste bereits hinter uns haben. Alarmstufe Rot gilt weiter."

Siemens-Chef Joe Kaeser sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass eine stabile Erholung der Weltwirtschaft erst mit einem Impfstoff gegen das Corona-Virus zu erwarten ist.
"Handelsblatt", S. 4 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Siemens-Chef Kaeser spricht über seine AfD-Kritik. (06/2019)

Zitat: Journalismus-Professor Holger Wormer rät, nicht zu jedem Thema beide Seiten zu hören.

"Es ist die Idee des politischen Journalismus, dass man immer auch die Gegenseite hört, aber in der Berichterstattung über Wissenschaft kann das zu Verzerrung führen."

Der Dortmunder Journalismus-Professor Holger Wormer sagt in der "Süddeutschen Zeitung", dass es nicht die Aufgabe von Journalist*innen sei, grundsätzlich alle Gegenmeinungen abzubilden, z.B. in der Corona-Krise.
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Kultusministerin Susanne Eisenmann will Bildung digitalisieren, wo es Mehrwert schafft.

"Ich bin überzeugt, dass Schüler auch in 20 Jahren noch Goethes 'Faust' in der Reclam-Ausgabe lesen werden - und auch sollten. Das kann Inhalte viel näherbringen als jede noch so gut gemachte Software."

Susanne Eisenmann, Kultusministerin von Baden-Württemberg, will Bildung da digitalisieren, wo neue Lernformen einen Mehrwert bringen, sagt sie im "Handelsblatt"-Interview. An das Konzept Schule mit Klassenzimmern, Pausenhof und persönlicher Begegnung glaubt sie auch in Zukunft.
handelsblatt.com

Zitat: Stephan Schäfer will der Werbeindustrie das Fernsehen schmackhaft machen.

"Unsere Aufgabe besteht darin, der Werbeindustrie zu zeigen, welche Stärken klassische Medien und große journalistische Marken wie die Fernsehsender in diesem Land haben."

RTL-Inhalte-Chef Stephan Schäfer sagt im "FAZ"-Doppelinterview mit Ex-Ufa-Chef Wolf Bauer, dass aus gestiegen TV-Reichweiten nun Geld werden soll.
"FAZ", S. 15 (Paid)


"Ich bin der festen Überzeugung, dass hier in den nächsten Tagen eine Entscheidung getroffen werden muss, damit die Branche wieder in Lohn und Brot kommt. Sonst wird es Arbeitslosigkeit, Firmensterben und einen Engpass im Programm geben."

Wolf Bauer, bis 2017 Chef der Ufa, beklagt im "FAZ"-Interview, dass die Versicherungswirtschaft die Film-Branche ausbremst, weil sie das Corona-Risiko nicht versichern will.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Zitat: Für Timotheus Höttges ist die Corona-App ein Tempo-Rockstar.

"Das ist der Rockstar in der Geschwindigkeit und der Art und Weise, wie wir zusammen gearbeitet haben."

Telekom-Chef Timotheus Höttges nennt die Zusammenarbeit mit SAP und den Bundesbehörden bei der Pressekonferenz zur Corona-Warn-App als die beste dieser Art, die er je erlebt habe. Indes fordert der VZBV die Politik dazu auf, die Freiwilligkeit der App konsequent zu wahren.
turi2 – eigene Beobachtung, handelsblatt.com (VZBV)

Zitat: Fernando Carro wünscht sich ein DFB-Pokalfinale mit Fans im Stadion.

"Wir erwarten vom DFB, dass er ein Konzept für das Pokal-Finale erarbeitet."

Fernando Carro, Ex-Bertelsmann-Vorstand und heute Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, wünscht sich im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger", dass "wenigstens ein Teil unserer Fans", 5.000 pro Club, beim DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern dabei sein kann. Dies wäre auch ein guter Test für die kommende Saison.
ksta.de (Paid) via sportbuzzer.de

Zitat: Linda Zervakis hat beim Podcasten gelernt, dass Heimat kein Ort sein muss.

"Ich wurde jahrelang gefragt, was Heimat ist. Dann habe ich meistens Hamburg gesagt. Mir wurde der Blick geöffnet, dass das kein Ort sein muss, sondern eher ein Gefühl."

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis erzählt im Interview mit t-online, was sie bei der Produktion ihres neuen Podcasts "Gute Deutsche" gelernt hat. In den ersten zwei Folgen spricht Zervakis mit Moderatorin Salwa Houmsi und Giovanni di Lorenzo.
t-online.de (Interview), open.spotify.com (Podcast)

Zitat: Oliver Welke lässt sich nicht von Hassmails einschüchtern.

"Ich bekomme zwar gelegentlich die üblichen Hassgrüße und Drohungen via Internet, aber so etwas kann Ihnen jeder erzählen, der seinen Kopf aus dem Fernseher rausstreckt."

Oliver Welke, Moderator der "heute-show", zeigt sich im "Spiegel" auch nach dem Angriff auf ein Team seiner Sendung abgestumpft gegenüber Drohungen. Social-Media-Accounts will er sich aber nicht anlegen.
"Spiegel" 25/2020, S. 72 (Paid), n-tv.de

Zitat: Die Idee der Wok-WM neidet er Raab, sagt Frank Elstner.

"Wenn Sie sich heute Sendungen anschauen, finden Sie immer Ableitungen von mir. Der Einzige, dem ich konzediere, dass er ein großer Erfinder ist, das ist Stefan Raab."

Frank Elstner bekennt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass er zu gern die Wok-WM erfunden hätte. Auch das Dschungelcamp hätte er gern gemacht, "aber natürlich nicht mit C-Promis".
sueddeutsche.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (09/2019): Frank Elstner im TV-Fragebogen.

Zitat: Torsten Beeck beklagt Häme gegenüber Bento und Co.

"Die Häme der Medienbranche, wenn mutige Projekte eingestellt werden, ist wirklich unerträglich. Bento, Vice.de oder BuzzFeed Germany haben gute Leute angezogen. Wenn man so mit ihnen umgeht, muss man sich nicht wundern, wenn kluge Menschen keine Lust auf Journalismus haben."

Torsten Beeck, bei Facebook für Partnerschaften mit Medienhäusern zuständig und früher Social-Media-Chef beim "Spiegel", beklagt auf Twitter den unfairen Umgang mit den Machern junger Medienangebote.
twitter.com, turi2.de (Background)

Zitat: Rezo tun “dumme Kommentare” nicht weh.

"Wirkt halt bei manchen so, als würden sie vor dem Rechner sitzen, F5 drücken und auf einen beliebigen neuen Text warten, um dann ein bisschen Dampf abzulassen."

YouTuber und Nannen-Preisträger Rezo spricht im "Horizont"-Interview über seine Erfahrungen mit "dummen Kommentaren", auch unter seiner "Zeit"-Kolumne. Obwohl er ihm persönlich wenig ausmache, wolle er Hass im Netz "gar nicht verharmlosen".
horizont.net (Paid)

Zitat: Moritz von Laffert bedauert Marken-Beerdigungen ohne Verkaufsversuch.

"Leider gibt es immer noch Verleger und Manager, die lieber etwas beerdigen, als es einem anderen Haus zu verkaufen. Es könnte ja passieren, dass der neue Eigentümer mehr Erfolg damit hat!"

Moritz von Laffert, ehemaliger Deutschlandchef von Condé Nast und nun Berater für Zukäufe und Zusammen­schlüsse bei Proventis, sagt im "Horizont"-Interview, ihm tue es "in der Seele weh", wenn Marken verschwinden, die in anderer Konstellation eine Chance gehabt hätten.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: “heute show”-Reporter Abdelkarim warnt vor vermeintlichen Antworten.

"Einigen selbst ernannten Führern würde ich empfehlen, nicht die Wahrheit zu suchen, sondern einen besseren Dealer."

Comedian und "heute show"-Reporter Abdelkarim sagt im RND-Interview, dass Verschwörungstheoretiker*innnen für alles eine vermeintliche Antwort haben - im Zweifel "sagen sie Sachen wie "'Leute, ich sag’s euch, hier passiert was!'".
rnd.de

Zitat: Stefan Niggemeier kritisiert Julian Reichelts Aussagen im Springer-Podcast.

"Er verklärt die eigene schmutzige Arbeit zu etwas so Edlem, dass der Kontrast zur Realität aberwitzig wird."

Stefan Niggemeier setzt sich auf 20.000 Zeichen mit dem Döpfner-Reichelt-Podcast auseinander und konstatiert, für Mathias Döpfner und Julian Reichelt sei jeder Mensch ein Elfenbeinturm-Bewohner, der nicht zu ihnen in die Jauchegrube steigt.
uebermedien.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Die Krise verändert Strategie der Musiker*innen, sagt Fred Casimir.

"Künstler werden sich nicht mehr drei Wochen im Studio einschließen, sondern den Wert einer guten digitalen Präsenz schätzen lernen."

Fred Casimir, der für Bertelsmann Musiklabel BMG das Management des Repertoires und das Marketing verantwortet, sagt der "FAZ", der Fokus liege aktuell darauf, Künstler*innen präsent zu halten und ihre Reichweite zu stärken.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Zitat: Er wurde als Kind auf dem Fußballplatz beschimpft, sagt Jerome Boateng.

"Als Junge bin ich auf dem Fußballplatz getreten und von den Eltern anderer Kinder beschimpft worden. Ich weiß nicht, was wäre, wenn ich nicht Fußballer geworden wäre."

Fußballprofi Jerome Boateng, 31, beantwortet der "Süddeutschen Zeitung" als einer von 18 prominenten Schwarzen die Frage, was es für sie bedeutet, als Schwarze in Deutschland zu leben.
projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Wirtschaftskrise ist noch nicht spürbar, sagt Margrethe Vestager.

"Stellen Sie sich vor, Sie wurden übel zusammengeschlagen, aber Ihnen tut nichts weh, weil Sie vollgepumpt sind mit Schmerzmitteln. Wir spüren die Wirtschaftskrise noch gar nicht."

EU-Wettbewerbswächterin Margrethe Vestager, 52, sagt im Interview mit der "Welt am Sonntag", wenn die Krisenhilfen auslaufen, wird die "gewaltige Dimension" der Pandemie sichtbar.
"Welt am Sonntag" (Paid)

weiteres Zitat:
"Wir müssen vermeiden, dass Konzerne neue Digitalmärkte monopolisieren. Die digitale Revolution fängt gerade erst an."