Zitat: Christian Sievers über seinen neuen Posten beim “heute-journal”.

"Ich bin nicht der neue Claus Kleber. Claus kann man nicht klonen, aber man kann sehr viel von ihm lernen."

Christian Sievers will in seinem neuen Job beim "heute-journal" "weiter begeistert" sein für die Themen dieser Welt, sagt er der "Süddeutschen Zeitung". In seiner letzten Sendung bei "heute" werde es "garantiert keine Showeinlage" geben.
sueddeutsche.de

Zitat: Eckart von Hirschhausen warnt vor den düsteren Klima-Bedingungen der Zukunft.

"Wir werden durch Hitze nachweislich aggressiver, wir machen mehr Fehler, es gibt mehr Unfälle und mehr Suizide. Wir müssen nicht das Klima retten, wir müssen uns retten."

Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen ärgert sich im morgendlichen "Stern"-Podcast über die langsamen Fortschritte beim Klimaschutz. Er spricht von einer "absolut beschissenen" Situation.
stern.de (24-Min-Audio)

Zitat: Ex-DFB-Präsident Fritz Keller ärgert sich über Stammtisch-Entscheidungen des Verbands.

"Es geht heute nicht mehr, dass irgendein Branchenfremder, der gewählt wird, Sachen entscheidet wie am Stammtisch. Beim DFB, beim größten Fußballverband der Welt, ist das immer noch so."

Nach seinem Abgang habe der DFB eine Kombination gefunden, "wo wieder nicht die Profis entscheiden, sondern diejenigen, die durch Hierarchien reingerutscht sind", sagt Ex-Präsident Fritz Keller bei Sky Sport News.
sport.sky.de (2-Min-Clip) via sport1.de, turi2.de (Background)

Zitat: Friederike Sittler über Gender-Ungetüme in journalistischen Texten.

"Was mich an der Debatte ärgert, ist, dass wir ständig mit völlig abstrusen Wortkonstruktionen konfrontiert werden, die wir nicht wählen würden."

Die Vorsitzende des Journalistinnenbundes Friederike Sittler ist fürs Gendern, aber nicht, wenn es über das Ziel hinausschießt – etwa bei "Taliban*innen". Sie plädiert im Meedia-Interview stattdessen für genderneutrale Begriffe.
meedia.de (Paid)

Zitat: Xing-Chefredakteurin Astrid Maier über die Innovationskraft von Verboten.

"Vielleicht ist es unser Pech, dass wir als Land mal eine sehr solide analoge Infrastruktur und darum herum funktionierende Wirtschaftssysteme aufgebaut haben. Für Autos mit Verbrennermotor, Lastschrifteinzug auf der Bank."

Xing-Chefredakteurin Astrid Maier schreibt bei ada, dass Innovationen oft aus der Not heraus geboren werden. Verbote seien deshalb nichts grundsätzlich Schlechtes, sie könnten die Entwicklung von Neuem gar fördern. Es sei an der Zeit, "Verbote von ihrem schlechten Image zu befreien".
ada-magazin.com

Zitat: VW-Chef Herbert Diess ruft nach Regulierung.

"Wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen, dann müssen wir regulieren."

VW-Chef Herbert Diess fordert im Interview mit Gabor Steingart eine CO2-Steuer von 100 Euro, einen früheren Kohleausstieg als 2038 und hält ein Plädoyer für den E-SUV. Steingart bilanziert: "Seit langer Zeit wird bei VW nicht finassiert und taktiert, sondern geführt."
thepioneer.de (nach Anmeldung frei)

Zitat: Paul Eschenhagen fordert, Gesundheitsschutz und Berichterstattung in Einklang zu bringen.

"Der Gesundheits­schutz in der Pandemie ist unverzichtbar. Eine funktionierende Bericht­erstattung unter menschen­würdigen Bedingungen aber auch. Die Justiz muss dafür sorgen, dass beides miteinander vereinbar ist."

DJV-Sprecher Paul Eschenhagen kommentiert den Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über einen problematischen Umgang der Münchner Justiz mit Journalistinnen.
djv.de, turi2.de (Background)

Zitat: Florian Schroeder über hysterische Debatten und Meinungsfreiheit.

"Es ist auch falsch, Menschen grundsätzlich als Gesprächspartner abzulehnen, weil sie einem nicht ins Konzept passen. Es geht um Auseinandersetzung und nicht um moralische Selbstvergewisserung."

Kabarettist Florian Schroeder regt sich im "Spiegel"-Interview über die "woke" Blase und die rechts-reaktionäre Fraktion auf, die sich gegenseitig den Mund verbieten wollen.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Moritz Möller ruft Marken dazu auf, mit ihrem Werbegeld Statements zu setzen.

"Es ist nicht zeitgemäß, einfach nur Produkte verkaufen zu wollen. Auch Unternehmen sind Treiber einer Gesellschaft und wer Konsumenten hat, der hat auch Verantwortung."

Der Marketing-Leiter der Lebens­mittel­marke Veganz, Moritz Möller, sagt bei Horizont, dass Marken ihr Werbe­budget sinnvoll einsetzen müssen. Veganz wirbt über mehrere Wochen hinweg nicht bei Facebook, um auf Hate Speech aufmerksam zu machen.
horizont.net (Paid)

Zitat: Tijen Onaran und Laura Karasek über die ungerechte Behandlung von Frauen im Wahlkampf.

"Wie sieht sie aus, kriegt sie rote Flecken im Gesicht, ist ihre Stimme laut? Wir reden nie über den schlecht sitzenden Anzug von Friedrich Merz."

Unternehmerin Tijen Onaran sagt im "Süddeutsche"-Doppel-Interview, dass man im Wahlkampf vor allem an den Diskussionen über Annalena Baerbock sieht, dass Frauen grundsätzlich "anders behandelt werden".

"Wie man's macht, macht man's falsch als Frau. Bist du zu hart, wirkst du zwar kompetent, aber verbittert und unsympathisch. Bist du zu aufgebrezelt, bist du eine Tussi."

Autorin und Investorin Laura Karasek bemängelt, dass der "Slot, in dem eine Frau mal genau richtig ist", so schmal sei, "dass man ihn fast nicht treffen kann".
sueddeutsche.de (Paid)

Zitat: Fritz Jergisch beschreibt die Boulevardisierung der Qualitätsmedien.

"Wenn die 'New York Times' auf Facebook 20 Meldungen raushaut, sehe ich wahrscheinlich nur die drei unterhaltsamsten davon. Die anderen 17, die vielleicht hochrelevant, aber ein bisschen trockener sind, sehe ich gar nicht."

Der österreichische Satire-Website-Gründer Fritz Jergisch beschreibt im "Standard", warum auch Qualitätsmedien einer schleichenden Boulevardisierung unterliegen – beeinflusst durch Algorithmen.
derstandard.at

Zitat: Thomas Voigt spricht von Kompromissen bei der Corporate-Zeitschrift “Now”.

"Beide Seiten mussten Kompromisse eingehen."

Thomas Voigt, Kommunikationschef der Otto Group, erklärt im Interview mit dem "Journalist" die Produktion der Corporate-Zeitschrift "Now": Gemeinsam mit der "Geo"-Redaktion sei ein "nahbares und spannendes" Heft entstanden, alle Beteiligten würden aber auch "die Grenzen dieser Zusammenarbeit" kennen.
journalist.de, turi2.de (Background "Now")

Zitat: Peter Kloeppel erklärt, warum die TV-Duelle noch immer von so vielen Menschen gesehen werden.

"Das ist ein bisschen so wie in die Kirche gehen: Auch dort harrt man aus, bleibt bis zum Schluss und hört sich den Segen an, statt nach der Hälfte zu gehen."

RTL-Anchorman Peter Kloeppel sagt im "Spiegel"-Interview, "Millionen von Menschen" bleiben bei den TV-Duellen seit 2002 am Ball, weil sie das als ihre "staatsbürgerliche Pflicht" sehen. Zuschauerinnen fänden die "direkte Konfrontation" der Kanzlerkandidatinnen "spannend".
spiegel.de (Paid)

Zitat: Herbert Grönemeyer fordert zur Wahl auf – und äußert deutliche Kritik an der Koalition.

"Wir können uns sicher nicht in vier Jahren mit dem bewährten Slogan herausreden: 'Habe ich erstmal abgewartet, leider falsch eingeschätzt.'"

Musiker Herbert Grönemeyer ruft über seine Social-Media-Kanäle zum Wählen auf, die Politik der Koalition sei zuletzt u.a. "träge" und "mutlos" gewesen. Beim Klimaschutz brauche es einen "Rhythmuswechsel und eine neue Dringlichkeit".
youtube.com via spiegel.de (5-Min-Clip)

Zitat: Insta-Chef Adam Mosseri vergleicht Tote im Straßenverkehr mit Social Media.

"Wir wissen, dass durch Autounfälle mehr Menschen sterben als ohne. Aber im Großen und Ganzen schaffen Autos mehr Wert als sie vernichten. Ich denke, bei Social Media ist das ähnlich."

Instagram-Chef Adam Mosseri reagiert im Podcast von Recode auf eine Facebook-Untersuchung zu den Schäden, die Instagram bei jungen Menschen anrichtet – und erklärt, wie er das Netzwerk zu einem freundlicheren Ort machen will. Den Auto-Vergleich findet er im Nachhinein bei Twitter "less than perfect".
vox.com (mit 67-Min-Audio), onlinemarketing.de, turi2.de (Background)

Zitat: Sibel Kekilli ist genervt vom Fernsehprogramm.

"Es gibt doch fast nur noch Krimis, schlichte Komödien, Arztserien und Quizshows. Als Zuschauerin bin ich da schon etwas beleidigt, dass man mich so unterfordert."

Schauspielerin Sibel Kekilli ärgert sich im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" über fehlenden Mut in der deutschen Film- und TV-Branche. Kekilli fordert mehr Raum für "Abenteuer und Experimente", weniger Fokus aufs alte Publikum – und bessere Sendeplätze für innovative Inhalte. Als Vorbild nennt sie Dänemark.
noz.de (Paid)

Zitat: Markus Lanz stichelt gegen RTL.

"Einer unserer langjährigen Mitarbeiter sitzt angeblich mit Jan Hofer in einem Büro. Falls das so ist, dann schick uns gerne mal ein Beweisfoto – als Abschreckung für die anderen, was ihnen so blüht, wenn sie wechseln."

ZDF-Talker Markus Lanz sagt in seiner Dankesrede beim Deutschen Fernsehpreis, sein Team sei so gut, dass viele von der Konkurrenz abgeworben würden. Dabei schießt er gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber RTL, fügt aber sicherheitshalber an: "Spaß beiseite".
dwdl.de

Zitat: Alan Rusbridger über seriösen Journalismus für junge Leute.

"Berichten Sie über den Klima­wandel! Und wenn Sie nicht über den Klima­wandel berichten, dann wundern Sie sich bitte nicht, dass Sie keine jungen Leser haben."

Alan Rusbridger, ehemaliger Chef­redakteur der Tages­zeitung "The Guardian", gibt beim Scoopcamp in Hamburg Tipps, wie Medien junge Menschen erreichen. Sie müssen transparent, authentisch und möglichst positiv berichten.
abendblatt.de

Zitat: Netflix-Chef Reed Hastings will nicht RTL imitieren.

"Wir werden sicher nicht deutscher werden als RTL."

Netflix-Chef Reed Hastings erwartet im "Handelsblatt"-Interview, dass RTL mit seinem lokalen Streaming-Dienst "sehr erfolgreich sein" wird. Netflix konzentriere sich auf "Geschichten, die die Welt erobern". Hastings könnte sich jedoch eine Serie mit oder über Angela Merkel vorstellen.
handelsblatt.com (Paid), wiwo.de (RTL), wiwo.de (Merkel)

Zitat: Wolfgang Schäuble vergleicht die Mechanismen der Medien mit einem Auto im Sand.

"Das ist, wie wenn du mit dem Au­to im Sand steckst. Mit je­dem Ver­such raus­zu­kom­men, frisst du dich tie­fer rein."

CDU-Politiker Wolfgang Schäuble spricht in der "Zeit" über die Mechanismen der Mediengesellschaft. Im Wahlkampf sei zu beobachten, wie schwer es ist, eine Richtung zu korrigieren, "wenn die Deu­tung ein­mal in ei­ne be­stimm­te Rich­tung geht".
"Zeit" 38/2021, S. 44 (Paid)

Zitat: Ostbeauftragter sieht in Hassplakaten gegen Grüne “geistige Brandstiftung”.

"Die einen sind Täter, die anderen sind geistige Brandstifter. In diese zweite Kategorie ordne ich das Plakat ein."

Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter des Bundes, kritisiert gegenüber dem RND einen Gerichts­beschluss, nach dem Hassplakate der Partei "Der III. Weg" in Zwickau angebracht bleiben dürfen. Wanderwitz erinnert an die Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke durch einen Rechtsextremisten, die noch nicht lange zurückliege.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Zitat: Yassin Musharbash beklagt gesellschaftliche Spaltung durch russische Fake News.

"Die große Idee hinter Desinformations- und Fake-News-Kampagnen, die ihren Ursprung in Russland haben, ist, in all die Themen, über die wir uns hier in Deutschland ohnehin schon streiten, noch ein Spaltpilz hinein zu treiben."

"Zeit"-Investigativ-Journalist Yassin Musharbash erklärt im Podcast "Der 8. Tag", wie leicht es heute ist, "Journalisten hinter die Fichte zu führen". Staatliche und inoffizielle Akteure aus Russland hätten es darauf abgesehen, die Glaubwürdigkeit von Medien und Journalistinnen zu erschüttern.
thepioneer.de (24-Min-Audio, Paid)

Zitat: Raoul Roßmann will sich in öffentliche Debatten einmischen.

"Wenn mir etwas am Herzen liegt, mische ich mich ein, ja. Insbesondere wenn es um Bereiche geht, in denen ich mich gut auskenne. Nach meinem Verständnis gehört das zu einem verantwortungsvollen Unternehmertum."

Der neue Rossmann-Chef Raoul Roßmann erklärt im "Horizont"-Interview, sich weiter an politischen Debatten beteiligen zu wollen. An seinen Forderungen nach einer Paketsteuer für Online-Händler hält er fest.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Toni Kroos beklagt eine “große Sensationsgeilheit” der Medien.

"Häufig wird ja gefordert, dass die Spieler nicht nur 'Wischi-Waschi' erzählen sollen. Aber wenn einer dann mal klar spricht, es aber nicht jedem passt, wird er auch schnell wie die Sau durch das Dorf getrieben."

Ex-Nationalspieler Toni Kroos sagt im T-Online-Interview, dass die "mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs immer extremer" werde: Kleine Dinge würden viel zu häufig zu groß gemacht.
t-online.de

Zitat: Ernst Ulrich von Weizsäcker sieht Problem der “Jetzt-Besoffenheit” beim Klimaschutz.


"Was auf Twitter zwei Minuten alt ist, das ist Mittelalter, das gibt es schon fast nicht mehr. Es muss immer jetzt sein, das ist die Kultur. Und da ist natürlich eine Sache wie Klima mit Zeiträumen von 30, 50 und mehr Jahren völlig uninteressant."

Umweltforscher und SPD-Mann Ernst Ulrich von Weizsäcker kritisiert das "Volks-Phänomen" der "Jetzt-Besoffenheit" im Interview mit dem Magazin "Futurzwei" der "taz". Dass nach der Flutkatastrophe im Juli die Forderungen nach Katastrophenschutz lauter waren als nach Klimapolitik, nehme er nicht der Politik übel, sondern der Bevölkerung.
taz.de (Paid, Vorab-Meldung)

Zitat: Linda Zervakis über Schichtdienste in der “Tagesschau”.

"Immer wenn im Fernsehen etwas über Schlaflabore lief, und welchen Einfluss Schichtdienste auf den Körper haben, habe ich weggeschaltet – ich wollte lieber nicht hören, was ich meinem Körper antue."

Linda Zervakis war "schon länger" klar, dass sie nicht ihr "Leben lang im Schichtdienst arbeiten möchte", erzählt sie im RND-Interview. Ihr neuer Job sei nun "definitiv" familienfreundlicher.
rnd.de

Zitat: Menschen schätzen ARD und ZDF mehr, als es einige Diskussionen vermuten lassen, sagt Tom Buhrow.

"Wenn wir zum Beispiel im Sommer den 'Tatort' wiederholen, gibt es lauthals Proteste. Ich nehme das aber als Anerkennung für unsere Produkte."

ARD-Vorsitzender Tom Buhrow sagt im "Tagesspiegel"-Interview, die Menschen würden die Öffentlich-Rechtlichen "viel mehr schätzen, als einige öffentliche Diskussionen glauben machen wollen".
tagesspiegel.de

Zitat: Fahri Yardım hat Mitgefühl mit unglücklichen Mackern.

"Don Alphonso, Ulf Poschardt und Friedrich Merz werden in diesem Leben nicht mehr glücklich werden. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Mitgefühl mit diesen Mackern."

Schauspieler Fahri Yardım ist für die Sky-Serie SaFahri auf Sinnsuche gegangen. Im "taz"-Interview sagt er, dass Menschen, die sich sehr mit dem Klimawandel beschäftigen, seinem Empfinden nach glücklicher seien.
taz.de

Zitat: Uefa-Präsident verteidigt umstrittene Sponsoren.

"Wir nehmen doch kein Geld von Drogenkartellen. Das sind seriöse Unternehmen, die investieren wollen, um den Fußball zu fördern."

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin rechtfertigt sich im "Spiegel"-Interview für Sponsorengelder aus Ländern, in denen Menschenrechte missachtet werden. Unternehmen wie Alipay, Qatar Airways und Gazprom respektiere er "sehr".
spiegel.de (Paid)

Zitat: Louis Klamroth versteht Armin Laschets Absage, ärgert sich aber trotzdem.

"Er und sein Team wollten nicht und das ärgert mich, aber ich kann ihn auch nicht dazu zwingen, will es auch gar nicht und das ist auch völlig okay."

ProSieben-Moderator Louis Klamroth sagt im "Morning Briefing" von The Pioneer, dass ihn die Absage von Armin Laschet an seine Show zwar schmerze, es aber "völlig legitim" sei, dass ein Kandidat ein Format ablehne. Allerdings lässt er wissen: "Zeitlich hätten wir alles möglich gemacht."
thepioneer.de (Ab 17:30 min), turi2.de (Background)

Zitat: Lena Meyer-Landrut über ihr teils problematisches Verhältnis zur Presse.

"Das Unrecht, das mir teilweise widerfahren ist, war immer ein Zusammenspiel aus gesellschaftlicher Sensationsgeilheit, der Presse und deren Leser:innen."

Lena Meyer-Landrut nimmt im "stern"-Interview Journalistinnen und Verlage für problematische Bericht­erstattung in die Verantwortung, obwohl sie wisse, "dass die Konsument:innen dieser Zeitungen diese unschöne Form des Journalismus verlangen".
stern.de

Zitat: Mathias Döpfner will Leserinnen nicht nur in ihrer Meinung bestätigen.

"Wir dürfen nicht nur schreiben, was unsere Abonnenten lesen wollen. Der Leser muss auch mal genervt die Zeitung zuklappen oder eben den Bildschirm ausschalten. Aber wenn er sich zwischendurch vor Freude in die Hände klatscht, ist das auch ganz schön."

Springer-Chef Mathias Döpfner schreibt in einem Chat mit "Welt"-Leserinnen, guter Journalismus sollte "nicht die eigenen Vorurteile bestätigen, sondern eher infrage stellen und herausfordern".
welt.de

Zitat: Newsletter sind kompliziert, aber floppen selten.


"Ein dummer Fehler, den man eine Sekunde nach dem Versenden bemerkt, aber die 10.000 Mails sind raus – in dieser Hinsicht sind Newsletter im schlechten Sinne wie Print."

Peter Hogenkamp, CEO des Kuratier-Dienstes Scope, darf bei Meedia für Newsletter schwärmen. Deren korrekte Formatierung sei zwar "geradezu eine Wissenschaft" und die Öffnungsraten auf den ersten Blick manchmal "grauenhaft". Aber ein gut gemachter Newsletter floppe so gut wie nie, anders als etwa Social-Media-Kampagnen.
meedia.de (Paid)

Aus dem Archiv: Peter Hogenkamp spricht mit Peter Turi übers Scheitern und Paid Content (2015)


Zitat: Helge Schneider hat vom “Querdenken”-Applaus nichts mitbekommen.

"Das Internet ist ja voll von irgend so einem Mist, da guck ich doch nicht da rein."

Helge Schneider erzählt, dass er nach seinem Konzert-Abbruch den Zuspruch aus der "Querdenken"-Szene zunächst nicht bemerkt hat. Er habe nicht gegen die Corona-Maßnahmen protestiert und schließe sich "keiner Organisation dieser Art an".
youtube.com (16-Min-Video) via abendblatt.de, turi2.de (Background)

Zitat: Wolfgang Blau erwartet Themen der Klimakrise in allen Ressorts.

"Wenn etwa der Sportjournalismus finanzielle Aspekte eines Spielertransfers, eines Vereins oder Turniers erwähnt, wundert sich kaum jemand über 'Finanzjournalismus im Sportressort'.

Wolfgang Blau, Gastprofessor am Reuters Institut für Journalismus-Studien der Uni Oxford, schreibt im "Journalist", es sei "höchste Zeit", dass Aspekte der Klimakrise "mit der gleichen Selbst­verständlichkeit und in allen Ressorts auftauchen", nicht nur in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
journalist.de

Zitat: Managerinnen müssen politisch sein, sagt Joe Kaeser.

"Wenn eine Führungskraft, ein CEO oder eine Vorstandsvorsitzende den Anspruch hat, vieles besser als der Großteil der Menschen zu wissen, dann sollte man aus diesem Anspruch heraus auch ableiten, dass man sich an gesellschaftspolitischen Diskussionen beteiligt."

Managerinnen sollten ihren Führungsanspruch nicht aufs Unternehmen beschränken, sagt Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser im "Team A"-Podcast.
manager-magazin.de (62-Min-Audio)

Zitat: KEF-Chef fordert eine noch engere Zusammenarbeit der Öffentlich-Rechtlichen.

"Ein einzelner ARD-Intendant kann heute relativ wenig ausrichten."

Heinz Fischer-Heidlberger, Vorsitzender der KEF, betont im "FAZ"-Interview, dass die Öffentlich-Rechtlichen noch stärker zusammenarbeiten sollten, um Geld zu sparen. Bei "modernen Technologien, der Informationsverarbeitung oder digitalen Verbreitungswegen" sieht er noch Luft nach oben, was Kooperationen angeht.
"FAZ", S. 13  (Paid)

Zitat: Yasmina Banaszczuk entdeckt in Memes eine kreative Leistung.

"Um ein Meme zu erstellen, muss man auch etwas von sich hineingeben – seine Meinung, Stimme oder die ganz eigene Sicht auf die Dinge."

Die deutsche TikTok-Programmchefin Yasmina Banaszczuk erklärt der "FAZ" im Doppel-Interview mit Kognitionswissenschaftlerin Sam Ayele, dass Memes eine kreative Komponente haben. Ein gutes Meme lasse "Spielraum für Interpretationen".
faz.net

Zitat: Jan Hofer hat Verständnis für Leute, die mit seiner RTL-Rolle fremdeln.

"Dass die Menschen nach 35 Jahren ein Problem haben, sich daran zu gewöhnen, ein Gesicht zu sehen, dass plötzlich etwas ganz anderes macht, das kann ich gut verstehen."

RTL-Newbie Jan Hofer zeigt im Talk mit Antenne-Bayern-Comebackerin Katrin Müller-Hohenstein zwar Verständnis für Kritik an seiner neuen Sendung "RTL Direkt", verweist aber auf über 21 Jahre Erfahrung als Moderator von Talkshows bei NDR und MDR.
antenne.de (Gespräch als Podcast)

Video-Tipp: Lanz und Böhmermann streiten im Journalismus-Triell über falsche Ausgewogenheit.

Video-Tipp: Jan Böhmermann, Markus Lanz und Giovanni di Lorenzo streiten im Journalismus-Triell der "Zeit" zum Teil heftig über die Verantwortung von Journalisten bei der redaktionellen Auswahl von Gästen und Themen. Böhmermann wirft Lanz im Streitgespräch (ab 0:55) am Beispiel des Virologen und Lanz-Dauergastes Hendrik Streeck falsche Ausgewogenheit vor, die der Talkmaster deutlich zurückweist.
zeit.de, youtube.com (87-min-Video)

Zitat: Nach Merkel geht es zwei Schritte vor und einen zurück, sagt Alice Schwarzer.

"Auf Instagram wird wieder die Frau belohnt, die hübsch dumm aus der knappen Wäsche guckt. Das ist alarmierend. So manche Enkelin der feministischen Pionierinnen fällt wieder in das ganz doofe Weibchenschema von vorgestern zurück."

Feministin Alice Schwarzer prognostiziert im "Spiegel"-Interview, dass Deutschland nach der Ära Angela Merkel "zwei Schritte vor" und "einen zurück" geht.
spiegel.de (Paid)