Screenforce-Geschäftsführer Martin Krapf geht von Bord, Malte Hildebrandt übernimmt.

Screenforce und Geschäftsführer Martin Krapf gehen getrennte Wege, berichtet "Clap". Er verlässt die TV-Gattungsinitiative nach neun Jahren an der Spitze zum Jahresende. Wo es ihn hinzieht, ist unklar. Seine Position übernimmt Malte Hildebrandt, der bisher Marketingdirektor ist. Er kam im August 2016 von ProSiebenSat.1 zu Screenforce.
clap-club.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Es geht nicht nur um Reichweite": Für Screenforce-Chef Martin Krapf steht auch die Wirkung im Vordergrund. (10/2019)


Digital-Werbung wächst trotz Corona-Krise weiter.

Digital-Werbung legt 2020 weltweit um 3 % auf insgesamt 345,9 Mrd Dollar an Investitionen zu. Das prognostiziert die britische Börsen-Plattform Buy Shares. 2021 sollen die Ausgaben dann noch einmal um 14 % auf 395 Mrd Dollar ansteigen, ein Trend, der bis 2023 weiter anhalten soll. Am größten fällt der Zuwachs laut Buy Shares im Segment der Suchmaschinenwerbung aus, gefolgt von Investitionen in sozialen Medien.
horizont.net (Paid)

Video-Tipp: Joyn und Kolle Rebbe legen Passanten rein.

Video-Tipp: Joyn und Kolle Rebbe spielen Passanten an einer Bushaltestelle einen Mafia-Streich. Mithilfe von für Menschen unhörbarem Ultraschall steuern sie den Sprachassistenten auf den Passanten-Handys fern und stellen einen Video-Call zu einem angeblichen Gangster her. Der brüllt Forderungen und gibt schroffe Anweisungen. Anlass ist die zweite Staffel der Joyn-Serie "Mocro Maffia".
youtube.com (2-Min-Video), youtube.com (1-Min-Video, Technik) via wuv.de



PwC-Studie prognostiziert langsames Wachstum der Werbeerlöse.

Werbeerlöse erholen sich nur langsam bis 2024, prognostiziert die Beratungsgesellschaft PwC. Demzufolge steigen die Kino-Werbeumsätze zwar schrittweise, mit einem Volumen von 74 Mio Euro würden die Erlöse jedoch immer noch unter Vorkrisen-Niveau liegen. Das jährliche Plus bei Außenwerbung beträgt im Schnitt 2,9 %. Online-Werbung soll sich um 4,5 % pro Jahr auf 10,6 Mrd Euro steigern.
horizont.net (Paid)

Vodafone trennt Marken-Kommunikation und Media.

Vodafone splittet Brand Communications und Media in zwei Abteilungen auf: Björn Simon (Foto) kümmert sich künftig um Werbung, Social Media und Content. Christian Maier ist für das Mediageschäft verantwortlich. Beide hatten zuvor schon für Unitymedia gearbeitet - Vodafone hat den Kabelnetzbetreiber 2019 übernommen. Simon und Maier folgen auf Anne Stilling, die seit vergangenem Jahr als weltweite Brand- und Mediachefin arbeitet.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Raphael Brinkert will die SPD als “Anwalt der Menschen” positionieren.

Hör-Tipp: Die Werbe-Agentur von Raphael Brinkert verantwortet die SPD-Kampagne zur Bundestagswahl. Im Podcast Zwei Herren mit Hund nennt Brinkert den Auftrag "die kommunikativ spannendste Aufgabe" im Wahljahr 2021. Die Herausforderung sei, die SPD in der Öffentlichkeit als "Anwalt der Menschen" zu positionieren. Im Gegensatz zu anderen Marken stehe eine Partei "permanent in der Öffentlichkeit", als Werber müsse man den unterschiedlichen Meinungen und Strömungen in der Partei gerecht werden.
podigee.io (45-Min-Audio), turi2.de (Background)

Klambt lässt sich künftig weitgehend von Burda vermarkten.

Klambt lässt die Anzeigen seiner Zeitschriften und digitalen Plattformen künftig vom Burda-Vermarkter BCN vermarkten. Dazu zählen Titel wie z.B. "Für Sie", "Jolie", "OK" und OK.de. Nur "Grazia" und Graziamagazin.de sind nicht Teil der Kooperation. Die BCN-Geschäftsführer Burkhard Graßmann und Michael Samak gestalten die Kooperation gemeinsam mit der bisherigen Klambt-Sales-Leitung Jan Magatzki und Carmen Kleinfeldt.

Bei BCN wird im Bereich "Publisher Management" ein eigenes Team für Klambt in Hamburg entstehen. Die Klambt-Verleger Kai und Lars Rose führen Burdas "klares Bekenntnis zu Printmedien-Marken und deren Bedeutung für den Leser- und Werbemarkt" als verbindendes Element beider Unternehmen an. Im September war bekannt geworden, dass beide Verlage eine Trading-Vereinbarung auf Probe geschlossen haben, bei der BCN Media von Klambt an seine Kunden weiterverkauft.
burda.com, turi2.de (Background)

VDZ startet Kampagne für journalistische Umfelder.

VDZ startet eine Gattungskampagne für Werbung in Publikums­zeitschriften und deren Digital-Ablegern. Springer, Burda, Condé Nast und Delius Klasing sowie Funke, Jalag, Klambt und die Motor Presse Stuttgart sind mit zwölf Medien-Marken dabei. Die Kampagne unter dem Motto Darum Markenmedien will das Vertrauen der Leser*innen in journalistische Inhalte betonen.
vdz.de, wuv.de, horizont.net (Paid)

Die Bundesregierung hat ihre Werbeausgaben im laufenden Jahr mehr als verdoppelt.


Werbend durch die Krise: Die Bundesregierung hat ihre Werbeausgaben im laufenden Jahr deutlich erhöht, schreibt die "FAZ" und beruft sich auf Daten von Nielsen und Ad-Vision Digital. Die Bruttowerbeausgaben der Ministerien und der Regierung stiegen von 60 Mio Euro im Vorjahr auf etwa 150 Mio Euro. Das ergibt etwa Rang 20 der größten Werbetreibenden Deutschlands. Im Gesundheitsministerium sind die Werbeausgaben am meisten gestiegen: Von etwa drei Mio Euro im Vorjahr auf 60 bis 70 Mio Euro im Corona-Jahr. Die Pandemie ist auch der größte Kostenpunkt, die Kampagne Zusammen gegen Corona kostet 35 Mio Euro, die Werbung für die Corona-App bisher 13 Mio Euro zu Buche.
"FAZ", S. 18 (Paid)

Gesetzentwurf: Produktnennung ohne Gegenleistung ist keine Werbung.

Influencer-Marketing: Das Verbraucher­schutz­ministerium hat einen Gesetzentwurf erarbeitet, der regeln soll, wie Influencer*innen Beiträge kennzeichnen müssen, in denen sie Produkte taggen oder besprechen. Demnach müssen Posts nicht als Werbung markiert werden, wenn "kein unmittelbarer Zusammen­hang zur Absatz­förderung besteht", die Ersteller*innen also kein Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung bekommen.
wuv.de, horizont.net (Paid), bmjv.de (Gesetzentwurf)

Wir graturilieren: Frank Bachér wird 54.


Wir graturilieren: Frank Bachér, Leiter der Digitalen Medien beim RMS Radio Marketing Service, feiert heute seinen 54. Geburtstag. Da die traditionelle Geburtstagsfeier mit lieben Freunden im Restaurant Da Mario in Hamburg coronabedingt ausfallen muss, stattdessen mit einem gemütlichen Pasta-Abend mit Familie zu Hause. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Bachér die erstaunliche und erfolgreiche Umstellung des Vermarktungsgeschäfts auf mobiles Arbeiten in Corona-Zeiten. Für das kommende wünscht er sich die Überwindung der noch verbleibenden, digitalen Trägheit, etwa in der Bildung. Gratulationen sind willkommen auf jedem Weg willkommen, zum Beispiel per E-Mail, Facebook, Linked-in oder Xing.

RTL und die Telekom kooperieren bei Content, Technologie und Streaming.

Neue Partner: Die Mediengruppe RTL Deutschland und die Telekom arbeiten zusammen bei der Entwicklung von Addressable TV. 2021 sollen erste gemeinsame Tests stattfinden. Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom sagt: "Gemeinsam wollen wir die TV-Branche maßgeblich mitgestalten und im deutschen Werbemarkt neue Akzente setzen." In einem ersten Schritt der Zusammenarbeit integriert die Telekom das RTL-Streamingangebot TV Now Premium in Streaming-Angebote von MagentaTV.
presseportal.de

Nivea ist die beste deutsche Marke im Ranking von YouGov.

Nivea ist weltweit die am besten bewertete deutsche Marke im Ranking von YouGov. Ebenfalls aus Deutschland erreichen Rossmann, Mercedes und Adidas die Top 25 der Bestenliste. Auf den ersten drei Plätzen sind die Online-Dienste Google, WhatsApp und YouTube. Bewertungskriterien der Umfrage sind u.a. Qualität, Image und Kundenzufriedenheit.
yougov.de, horizont.net (Paid)

Florida Entertainment ist Schöpfer der #besonderehelden-Videos der Bundesregierung.


Klaas wars: Die viralen Videos der #besonderehelden-Kampagne der Bundesregierung stammen von Florida Entertainment, der Produktionsfirma von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Regierungssprecher Steffen Seibert streute am Samstag das erste, am Sonntag das zweite, heute soll ein drittes folgen, schreibt DWDL.de. Die Videos, die sich satirisch an junge Menschen richten und auffordern, als besondere Helden "mit dem Arsch auf der Couch" zu bleiben, sind "Teil der Informationsmaßnahmen und der Öffentlichkeitsarbeit in der Corona-Pandemie", so das Bundespresseamt, und sollen möglichst viele überzeugen, Kontakte zu reduzieren. Florida Entertainment hat sie im Auftrag der Hirschen Group erdacht und produziert.

International bekommen die Videos positive Reaktionen, bundesweit gemischte: Die "Bild" lässt empörte Historiker onkelig über in ihren Augen unpassende Kriegsrhetorik die Clips schimpfen. Im Netz sind die Reaktionen ebenfalls gespalten. Jan Böhmermann etwa beklatscht die "offizielle Ankunft von Humor in staatlicher Kommunikation", Kritiker*innen bemängeln die Idee, Nichtstun zu feiern und die angeblich fehlende Lebensrealität der beiden Videos. Teresa Bücker etwa schreibt "vielleicht taugt der Heldenbegriff auch einfach für nichts als Kitsch, der mit der Realität nichts zu tun hat".
dwdl.de, bild.de, twitter.com (Böhmermann), twitter.com (Bücker), turi2.de (Background)





Corona-Clips der Bundesregierung werden für Humor beklatscht, für Lebensferne kritisiert.

Corona-Clips der Bundesregierung, die sich satirisch an junge Menschen richten und auffordern, als besondere Helden "mit dem Arsch auf der Couch" zu bleiben, bekommen gemischtes Echo: Jan Böhmermann etwa beklatscht die "offizielle Ankunft von Humor in staatlicher Kommunikation", Kritiker*innen bemängeln die Idee, Nichtstun zu feiern und die angeblich fehlende Lebensrealität der beiden Videos. Teresa Bücker etwa schreibt "vielleicht taugt der Heldenbegriff auch einfach für nichts als Kitsch, der mit der Realität nichts zu tun hat".
tagesspiegel.de, twitter.com (Böhmermann), twitter.com (Bücker), turi2.de (Background)

Linked-in hat 418.000 Werbepartnern falsche Abrechnungen gestellt.


Ge-linked: Das Business-Netzwerk Linked-in gibt bekannt, dass es wegen eines Messfehlers bei Anzeigen in den vergangenen zwei Jahren bei über 418.000 Werbenden falsche und überhöhte Abrechnungen vollzogen hat. Dem Netzwerk zufolge liegt der finanzielle Schaden bei über 90 % der Betroffenen bei unter 25 Dollar. Linked-in verspricht, alle Schäden zu erstatten. Mithilfe von Drittanbietern will das Netzwerk das Vertrauen in künftige Abrechnungen wieder herstellen.

Ein entscheidender Fehler entstand offenbar auf iOS-Geräten, bei denen Linked-in Videoansichten doppelt gezählt hat, wenn Nutzer*innen ihr Gerät während der Ansicht gedreht haben. Den Fehler hat das Software-Team von Linked-in bereits im August entdeckt und laut eigenen Angaben behoben, an die Öffentlichkeit tritt Linked-in mit dem Problem jedoch erst jetzt. (Foto: Valentin Wolf / Imago Images)
linkedin.com, onlinemarketing.de, meedia.de

Hör-Tipp: Paul Ripke hat die “Bild” auf seinen Geräten blockiert.

Hör-Tipp: Starfotograf Paul Ripke meidet die "Bild" und nutzt dafür sogar die Jugendschutz-Funktion auf seinem Smartphone und Tablet, um die Angebote zu blockieren, sagt er im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer. Die deutsche Medienlandschaft sei jedoch deutlich besser als die in den USA, wo er "Propaganda und PR" wahrnimmt. Beeindruckt habe Ripke die "Vote"-Kampagne in den USA. Noch nie habe er erlebt, wie etwas so sehr beworben worden sei wie die Stimmabgabe - egal von welcher politischen Seite.
podigee.io (140-Min-Audio)

Burda Forward startet Selbst­buchungs­tool für Native Ads.

Burda Forward vereinfacht mit einem Selbst­buchungs­tool die Schaltung von Native Ads und Native Articles. Mit dem Burda Forward Ad Manager können kleine Firmen oder Einzelpersonen z.B. bei Focus Online oder Chip.de eigenständig Kampagnen buchen und erstellen. Das Tool funktioniert dezentral, die Abrechnung erfolgt nach Klicks. Zum Targeting setzt Burda Forward auf die eigene Sugarless-Technologie, die mittels KI redaktionelle Beiträge und Werbebotschaften verknüpft, ohne persönliche Daten zu nutzen.
burda-forward.de

Hör-Tipp: Werber-Podcast “Kreatiefschläge” teilt unverblümt aus.

Hör-Tipp: Im neuen wöchentlichen Werber-Podcast Kreatiefschläge zerlegen "zwei nahkampferprobten Werbe-Profis" aktuelle Kampagnen - zugespitzt, pointiert und so direkt, dass sie lieber anonym bleiben. In der ersten Folge gibt es Prügel für McDonald's, Lob für True Fruits und Anerkennung für Bosch.
kreatiefschlaege.podigee.io (17-Min-Audio) via wuv.de

Deutscher Werbemarkt schrumpft 2020 um 3,5 %, prognostiziert die OMG.

Werbemarkt in Deutschland schrumpft 2020 um 3,5 % auf 22,5 Mrd Euro netto, prognostiziert der Media-Agenturen-Verband OMG. Besonders hart trifft es Out of Home (-15 %) und die Kinos (-65 %). Aber auch TV (-6,5 %) und die Publikums­zeitschriften (-3,5 %) müssen einstecken. Die derzeitige Prognose sei davon abhängig, dass es im derzeitigen Lockdown nicht zu "restriktiveren Maßnahmen" kommt, sagt OMG-Chef Klaus-Peter Schulz.
horizont.net

Sat.1 startet Kampagne gegen häusliche Gewalt.

Sat.1 macht sich gegen häusliche Gewalt stark: Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Weisser Ring startet der Sender die Kampagne #machdichlaut. Die Sat.1-Gesichter Claudia von Brauchitsch, Ingo Lenßen, Alina Merkau und Jochen Schropp werben im TV, Online und auf Plakaten dafür, "laut zu werden", um Übergriffe zu verhindern und Opfern zu helfen.
presseportal.de, sat1.de/machdichlaut

Video-Tipp: Telekom wirbt mit Stromberg im Home-Office.

Video-Tipp: Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst verzweifelt im antiquierten Wohnzimmer-Büro an der Technik. Ehe der sich's versieht, ist ein Telekom-Trupp zu Stelle und richtet ihm einen modernen Heim-Arbeitsplatz. Einen kurzen Cameo-Auftritt hat in dem Spot von Saatchi & Saatchi auch Ex-Boxer Wladimir Klitschko.
youtube.com (42-Sek-Video), wuv.de

Basta: Sixt-Werbung mit Trump stammt gar nicht von Sixt.

Make Americar great again: Der Autovermieter Sixt ist bekannt für seine satirischen Kampagnen mit aktuellem Bezug. Das Netz feiert Sixt derzeit für ein Motiv, das dem abgewählten US-Präsidenten einen günstigen Umzugs-LKW offeriert. Nur: Das Motiv stammt gar nicht von Sixt, sondern von der Satire-Seite Der Gazetteur. Den eindeutigsten Hinweis auf einen Fake haben alle übersehen: Donald Trump.
horizont.net (Paid)

“Spiegel” nimmt mit Pur-Abo ca. 500.000 Euro pro Jahr ein.

Zahlen, bitte: Der "Spiegel" zieht Bilanz über sein Pur-Abo, mit dem er Nutzer*innen auffordert, sich bewusst für Werbung oder für die Zahlung von 4,99 Euro pro Monat zu entscheiden. Derzeit lesen 17.200 der 20 Mio Unique User die Website oder App werbefrei. Die Einnahmen summieren sich, aufs Jahr gerechnet, auf gut eine halbe Mio Euro. Trotz der vergleichsweise geringen Zahl sieht der "Spiegel" das Abo als solide zusätzliche Einnahme-Quelle.
devspiegel.medium.com

Porsche und Puma feuern die nächste gemeinsame Werbe-Salve ab.

Porsche und Puma gehen erneut gemeinsam in die Werbe-Offensive: Am 17. November kommen acht neue Sneaker-Modelle im Porsche-Design auf den Markt. Bereits am Tag zuvor gibt es die Schuhe online im Vorab-Verkauf für 2,7 Sekunden – so lange braucht das Porsche Cayenne Coupe von 0 auf 60 Meilen pro Stunde. Heute stellt Porsche eine von kreischenden Reifen inspirierte Schriftart zum Download.
wuv.de, mediapost.com, turi2.de (Background)

Mehrere Firmen stornieren Werbeausgaben bei Oe24.at und Krone.at.

Österreich: Nach den Anschlägen in Wien am Montag haben mehrere Firmen ihre Werbeausgaben bei Oe24.at und Krone.at gestoppt. Die Seiten hatten Augenzeugenvideos der Tat veröffentlicht. Dem Boykott angeschlossen haben sich u.a. die Einzelhändler Billa, Spar und Hofer, die Erste Bank, Ikea und die ÖBB. Die Medienaufsicht KommAustria prüft rechtliche Schritte.
faz.net, derstandard.de (Kommentar), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Florian Ruckert über seinen Wechsel ins Trampolin-Geschäft.

Video-Tipp: Wie ein Ex-RMS-Chef dazu kommt, beim Trampolin-Hallen-Betreiber Jump House anzufangen, erklärt Florian Ruckert im Video-Interview mit unserem TV-Koop-Partner "Horizont". Das für Trampolin-Springer schwierige Corona-Jahr sieht der Manager auch positiv: "Irgendwo erlebe ich in mir eine kleine perverse Ader, dass mir solche Herausforderungen durchaus auch ein bisschen Spaß machen."
horizont.net (24-Min-Video)

Österreich: Anzeigenboykott bei Boulevardmedien, die Videos des Attentats verbreiten.

Österreich: Unternehmen wie Rewe, Ikea, Sparkasse und Spar stornieren ihre Anzeigen bei Medien wie Oe24tv und Krone.at, die Videos vom Terroranschlag in Wien verbreitet haben. Die Polizei hatte gebeten, sie aus ethischen und Ermittlungsgründen nicht zu veröffentlichen. Der Presserat erhielt Hunderte Beschwerden. In Deutschland zeigte Bild.de ebenfalls ein Video des Anschlags.
"FAZ", S. 22 (Paid)

Die Deutsche Bahn schreibt sämtliche Kreativ-Etats neu aus.


Antreten, bitte: Die Deutsche Bahn will ihre Zusammenarbeit mit Kreativagenturen neu ordnen, schreibt "Horizont". Dafür startet sie fünf Pitchs und schreibt aus: die zentrale Marketingkommunikation Corporate, Fernverkehr und Regio, die dezentrale Marketingkommunikation Regio, das HR Marketing, das Content- und Social-Media-Marketing sowie B2B-Konzeption. Der Konzern will ab Mitte 2021 die Arbeit mit den neuen Dienstleistern beginnen. Die Verträge sind auf drei Jahre angelegt, je mit Verlängerungs-Option. Bisher betreut Ogilvy in Frankfurt die Fernverkehrssparte und Teile des Regionalgeschäfts sowie das Customer Relationship Management. BBDO Berlin hält den Corporate-Etat.
horizont.net (Paid), deutschebahn.com

ProSiebenSat.1 steigert Umsatz und Werbeerlöse wieder, Dating-Geschäft wächst.


Die rote Sieben wird wieder schwarz: ProSiebenSat.1 erholt sich im 3. Quartal vom Corona-Einbruch des 2. Quartals. Der Umsatz erreicht mit 921 Mio Euro knapp das Vorjahresniveau. Der Konzern­gewinn ist nach harten Einsparungen im Frühjahr mit 69 Mio Euro mehr als doppelt so hoch wie im 3. Quartal 2019. Wachstumstreiber sind Dating, Parfüm und wieder steigende TV-Werbeumsätze. Das TV-Geschäft, das seit Kurzem als Seven.One Entertainment Group firmiert, erwirtschaftet 499 Mio Euro, das sind nur noch 5 % weniger Umsatz als im 3. Quartals 2019. Bei den TV-Werbeerlösen sind es nur 6 % weniger. Im 2. Quartal 2020 lagen Umsatz und Werbeerlöse noch 34 bzw. 37 unter dem Vorjahreswert. Insbesondere die Pharma- und Autom­industrie hätten ihre Werbe-Ausgaben wieder gesteigert. Die Reise- und Getränke-Branche dagegen sei weiterhin zurückhaltend.

Wachstums­treiber ist auch das Dating-Geschäft: Die mit der zugekauften Meet Group neu formierte Parship Meet Group erlöst 84 Mio Euro. Das ist ein Plus von 62 %, das organische Wachstum liegt bei 11 %. In der NuCom Group, wo der Konzern seine E-Commerce-Aktivitäten bündelt, sticht vor allem der Online-Beauty-Anbieter Flaconi hervor, der seine "dynamische Entwicklung" fortsetzt und pandemiebedingte Rückgänge anderer Beteiligungen wie etwa billiger-mietwagen.de kompensieren kann. Unterm Strich bleibt der Umsatz mit 175 Mio Euro auf Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet ProSiebenSat.1 einen Konzern­umsatz zwischen 3,85 und 3,95 Mrd Euro, 2019 waren es 4,13 Mrd Euro, sowie ein bereinigtes Ergebnis zwischen 600 und 650 Mio Euro nach 872 Mio Euro im Vorjahr. Voraussetzung sei, dass es "zu keinen weiteren substanziellen Einschränkungen" kommt, insbesondere im Hinblick auf das für Werbe­kunden wichtige Weihnachts­geschäft.
presseportal.de, dwdl.de, horizont.net, prosiebensat1.com

Basta: Burger King wirbt für McDonald’s.

Burgerinitiative: Die Fast-Food-Kette Burger King wirbt in Großbritannien für Bestellungen beim Konkurrenten McDonald's. Oder bei KFC, Subway oder Pizza Hut. Die gesamte Branche brauche Unterstützung. Ganz ohne Seitenhieb kommt die Soli-Aktion dennoch nicht aus: Einen Whopper zu bestellen, sei immer das Beste, schreibt Burger King - aber "ein Big Mac ist auch nicht so schlecht".
rtl.de, instagram.com

Video-Tipp: Benjamin Minack über das “blaue Auge light” der Agenturwirtschaft.

Video-Tipp: "Vielleicht folgt auf Lockdown light jetzt blaues Auge light", sagt Ressourcenmangel-Chef und GWA-Präsident Benjamin Minack im Interview mit unserem TV-Koop-Partner "Horizont" über die Lage der Agenturbranche. Wer die letzten Monaten verpennt habe und nun vom zweiten Lockdown überrascht worden sei, dem sei nicht mehr zu helfen. Alle anderen könnten "gut mit der Situation umgehen" und seien "gut vorbereitet".
horizont.net (19-Min-Video), turi2.de/koepfe (Profil Minack)

Zitat: Dörte Spengler-Ahrens will Frauen in der Werbe-Wirtschaft fördern.

"Es ist schon erschreckend, dass es ausgerechnet in dieser vermeintlich so modernen und zukunftsorientierten Branche dann doch noch sehr männerbezogen zugeht. Schon die deutsche Autoindustrie ist da weiter."

Die neue ADC-Präsidentin Dörte Spengler-Ahrens
sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass mehr weibliche Talente gefördert und Job und Familie besser vereinbart werden müssen.
"Handelsblatt", S. 22 (Paid)

Studie: Weihnachtswerbung soll sich an die Corona-Situation anpassen.

Weihnachtswerbung soll die Verbraucher*innen mit auf die Pandemie-Situation zugeschnittenen Botschaften erreichen, sagt eine Studie der Werbeplattform Unruly. Die Solidarität der letzten Monate, gesellschaftliche Herausforderungen und das Vermitteln von Hoffnung sind als Werbethemen gefragt. 84 % der deutschen Befragten müssen ihre Weihnachtseinkäufe noch erledigen, 51 % will größtenteils oder ganz online shoppen.
unr.ly (Download Studie) via horizont.net (Paid)

“Business Insider”: Agentur Raphael Brinkert gestaltet die SPD-Kampagne zur Bundestagswahl 2021.

SPD beauftragt die Agentur Raphael Brinkert mit ihrer Kampagne für den Bundestagswahlkampf 2021, schreibt Business Insider. Es werde "eine mutige, schnelle, digitale Kampagne", sagt Generalsekretär Lars Klingbeil. Raphael Brinkert arbeitet bisher vor allem im Sport-Marketing, zu den Kunden zählen der DFB und das Deutsche Olympische Komitee, im gesellschaftlichen Bereich der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Deutsche Rote Kreuz. Wahlkampagnen hat die Agentur bisher nicht gestaltet. Gründer Raphael Brinkert war allerdings bei Wahlkämpfen beteiligt, etwa für die CDU und Angela Merkel.
businessinsider.de

“Spiegel” beendet Podcast-Werbung, die Redakteur*innen selbst einsprechen.


Werbe-Pause: Der "Spiegel" beendet die Praxis, dass Redakteur*innen in Podcast selbst Werbebotschaften vortragen, berichtet Kai-Hinrich Renner. Chefredakteur Steffen Klusmann (Foto) habe die Geschäftsführung "darum gebeten, diese Vermarktungsform künftig sein zu lassen", sagt eine Sprecherin - aber offenbar erst nachdem Klusmann von Renners Anfrage erfahren habe. Gezwungen wurde zu Werbe-Aufsagern wohl niemand, vieles spreche aber dafür, so Renner, "dass den Journalisten zumindest nahegelegt wurde, dies zu tun". "Spiegel"-Reporter Juan Moreno etwa habe sich aber standhaft geweigert, in seinem reichenweiten­starken Auslands-Podcast Acht Milliarden, Reklame-Botschaften vorzulesen. In der Podcast-Vermarktung ist Werbung, die im Plauderton von den Moderator*innen vorgetragen wird, nicht unüblich. Der OMR-Podcast-Vermarkter Podstars von Philipp Westermeyer etwa wirbt ganz offensiv damit, dass die vom Host eingesprochen Werbung "authentisch, glaubwürdig und ein nativer Teil der Show" ist.

Unmut in der Redaktion hat auch eine geplante Kooperation mit dem Berater Boston Consulting Group hervorgerufen, schreibt Renner. BCG sollte für das "Spiegel"-Sonderheft Klimakrise – Aufbruch nach Utopia ein Ranking zur Klimafreundlichkeit von Branchen und Unternehmen erstellen. Redakteur*innen hätten aber Zweifel an der Objektivität von BCG geäußert. Letztlich sei der Klima-Index "gecancelt worden", sagt eine Sprecherin, weil sich herausgestellt habe, dass die verfügbaren Zahlen "keine wissenschaftlich solide Basis für eine Erhebung bilden".
berliner-zeitung.de (Paid)

Studie: Unternehmen investieren wieder mehr in Social-Media-Werbung.

Facebook-LogoOnline-Marketing: Die Ausgaben für Werbung in sozialen Netzwerken sind im 3. Quartal um mehr als 56 % gestiegen und somit wieder auf Vor-Corona-Niveau. Laut der internationalen Studie von Socialbakers liegt das vor allem an mehr Werbeschaltungen im E-Commerce-Bereich. Besonders gut funktioniert haben demnach u.a. Facebook Live sowie Karussell-Posts bei Instagram.
horizont.net (Paid), meedia.de

Score Media bringt digitale Beilagen verlagsübergreifend in E-Paper.

Score Media, nationaler Vermarkter von Regional­zeitungen, will das Beilagen-Geschäft digitalisieren. Eine neue, verlags­übergreifende Plattform ermöglicht Werbekunden die alleinige Buchung von digitalen Beilagen und Magazinen in E-Papern, ohne Print-Belegung. Score Media nutzt dafür die Technologie der Münchner Firma Yack.Rocks, Betreiber der Prospekt-Plattform Weekli.
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