Zitat: Facebooks Chef-Lobbyist sieht keinen Anreiz, Hass-Posts nicht zu löschen.

"Facebook profitiert nicht von Hassrede. Es gibt für uns keinen Anreiz, etwas anderes zu tun, als solche Inhalte zu entfernen."

Facebooks Chef-Lobbyist Nick Clegg versucht in einem Gastbeitrag in der "FAZ", das Image seines Arbeitgebers zu retten. Immer mehr Konzerne streichen Facebook aus Protest gegen Hass-Posts die Anzeigen.
"FAZ", S. 26 (Paid)

Anzeige: Die Top 10 der Anzeigen bei turi2 im Juni 2020.

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Sex sells, Bücher aber auch: Der Playboy schafft im Juni mit Schauspielerin Ina Paule Klink auf dem Titel 471 Klicks und ist damit die meistgeklickte Anzeigen auf turi2.de im Juni. Media Control beeindruckt gleich zweimal mit Promibüchern und dem Nr.1-Buch-Besteller bei Biografien. 265 Leser*innen interessieren sich für ein stabiles Medienvertrauen. Auf die neue Ausgabe des Wirtschaftsjournalisten klickten 232 turi2-Leser*innen. Unter die meistgeklickten Anzeigen schafft es auch die neue Bild-Kampagne, der Podcast mit Gerhard Schröder und Informationen zu den neusten Tools für Transformationen. Auch Online-Events kommen gut an: Sowohl die Future Week 2020, als auch das Audiocamp wecken großes Interesse.

“Handelsblatt”: Digitalverbände sind uneins in Bewertung des Facebook-Werbeboykotts.

Facebook-Werbeboykott: Der IT-Verband Bitkom, der Internetverband Eco und der BVDW sind uneins, wie sie sich positionieren sollen, zeigt eine Nachfrage des "Handelsblatts" – offenbar ist Zuckerberg nicht umsonst in allen drei Verbänden Mitglied. Eco äußert Verständnis für Unternehmen, die vorerst nicht mehr auf Facebook werben, Bitkom sieht den Staat in der Verantwortung, der BVDW windet sich um ein klares Statement herum.
handelsblatt.com (Vorabmeldung), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Livestream der Verleihung des Deutschen Mediapreises.

Video-Tipp: "W&V" verleiht den Deutschen Mediapreis erstmals digital. Media-Persönlichkeit des Jahres wird Matthias Dang, Chef von IP Deutschland und Ad Alliance. Der Preis für die beste Media-Strategie National geht sowohl an Mediacom für die Kampagne Work-Life-Sleep-Balance für Ikea, als auch an Crossmedia für die Kampagne KSK – Kämpfe nie für dich allein des Verteidigungsministeriums.
youtube.com (77 Min)

Auch Volkswagen schließt sich Facebook-Boykott an.

Volkswagen will zumindest im Juli seine Werbeaktivitäten auf Facebook aussetzen. Damit schließt sich der Autokonzern einer ganzen Reihe an Firmen an, die mit ihrem Boykott gegen Missstände bei Facebook im Hinblick auf Hasspostings protestieren. Aus Deutschland beteiligen sich u.a. bereits Henkel, Puma und SAP an der Aktion.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

“Kicker” startet Out-of-Home-Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum.

Kicker gönnt sich zum 100. Geburtstag eine Out-of-Home-Kampagne in 18 deutschen Städten. Video-Screens zeigen legendäre Fußballer-Zitate, die thematisch auf den jeweiligen Ort zugeschnitten sind. Für den 8. Dezember ist zudem ein "100 Jahre Kicker"-Sonderheft angekündigt, das gesamte "Kicker"-Jubiläum geht aufgrund von Corona in die Verlängerung - groß gefeiert wird im Sommer 2021. Zudem sendet der "Kicker"-Channel historische Momente und Fußball-Anekdoten.
per Mail

Aus der turi2 edition #11 - Fußball: 100 Jahre Kicker.

Unilever stoppt seine Werbung auf Facebook und Twitter.

Unilever schließt sich dem Werbe-Boykott gegen Facebook an und schaltet in den USA mindestens bis Ende 2020 keine Werbung mehr auf der Plattform. Dieselbe Abfuhr erteilt der Konzern Twitter. Als Begründung gibt Unilever an, dass beide Unternehmen nicht ausreichend gegen Hate Speech vorgehen. An dem Werbe-Protest nehmen u.a. auch Verizon und The North Face teil.
businessinsider.com, cnbc.com, turi2.de (Background)

Gericht weist Berufung gegen Schleichwerbe-Urteil im Fall Cathy Hummels ab.

Schleichwerbung: Cathy Hummels gewinnt im Streit um vermeintliche Schleichwerbung erneut vor Gericht. Das Oberlandesgericht München weist eine Berufung des Verbandes Sozialer Wettbewerb ab, lässt aber eine Revision zum Bundesgerichtshof zu, der eine Grundsatzentscheidung treffen könnte. In vorheriger Instanz hatte das Landgericht Hummels vergangenes Jahr vom Vorwurf der Schleichwerbung freigesprochen, weil sie für ihre Produktempfehlungen keine Gegenleistung erhalten hat.
spiegel.de, turi2.de (Background)

TikTok startet seine Werbeplattform für Unternehmen.

TikTok macht einen Schritt in Richtung Monetarisierung und aktiviert seine Plattform TikTok für Unternehmen. Hier können Marken direkt Kampagnen für die chinesische Plattform erstellen und u.a. auf Musik und zahlreiche Effekte zugreifen. In einigen Regionen startet TikTok zudem einen Creator Marketplace auf dem Werbende direkt Influencer für Kampagnen anfragen können.
horizont.net

Gabor Steingarts The Pioneer rührt die Werbetrommel in eigener Sache.

Alte Kameraden: Gabor Steingart und Frank Dopheide schreiten weiter Seit' an Seit'. Steingarts The Pioneer startet mithilfe der Dopheide-Agentur Human Unlimited seine erste Markenkampagne mit Slogans wie "Let’s celebrate the opinion of others", "Bringen wir die Filterblasen zum Platzen" und dem Hannah-Arendt-Satz "Wahrheit gibt es nur zu zweien". Die Motive erscheinen ab Freitag in überregionalen Zeitungen und online im Portfolio von Media Impact. In großen Städten fahren die Anzeigen auf Lithomobilen durch die Straßen.
kress.de, join.thepioneer.de (Landing-Page der Kampagne), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Wegen Korruptionsvorwürfen: DFB kündigt Verträge mit Vermarkter Infront.


Getrennte Bande: Der DFB beendet die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Schweizer Vermarkter Infront nach Korruptionsvorwürfen. Unter anderem soll Ex-Infront-Funktionär Günter Netzer (Foto, rechts) den damaligen DFB-Chef Wolfgang Niersbach (Foto, links) auf eine Luxusjacht eingeladen haben. Dafür, dass der DFB Infront mit der Vermarktung beauftragte, gab es von den Marketing-Leuten offenbar teure Geschenke. Jetzt sei eine Untersuchung der Berliner Beratungsfirma Esecon zu dem Schluss gekommen, dass es "unrechtmäßige Einflussnahmen auf DFB-Vertreter" und "klare Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Zustandekommen und der Erbringung von Vertragsleistungen" gegeben habe, so der Verband. Der "Spiegel" hatte bereits vergangene Woche über die "Netzer-Connection" berichtet. Insgesamt sei dem DFB durch die fragwürdigen Deals ein Schaden in Höhe von rund 40 Mio Euro entstanden.

Infront zweifelt allerdings an der "Wirksamkeit der Kündigung" der bestehenden Verträge und stellt unter anderem die Untersuchungsmethoden der Beratungsfirma infrage. Infront halte "an der vollständigen Erfüllung" der Vereinbarungen fest. Die Vorwürfe und Verdächtigungen seien "unbelegt und teils abstrus".
kicker.de, spiegel.de (Infront), spiegel.de (Netzer-Connection, Paid), dfb.de (Mitteilung DFB), infront.com (Stellungnahme Infront)

Meinung: Im kriselnden Sport-Sponsoring sind jetzt Werte gefragt.

Sportsponsoring-Verband VSA zählt in der abgelaufenen Saison für die Ligen im Handball, Basketball und Eishockey ein Umsatz-Minus von 70 Mio Euro durch Corona, geben Geschäftsführerin Inka Müller-Schmäh (Foto) und Vize-Präsident Frank Bohmann in "Horizont" an. Jeder Club befinde ich in einer "absoluten Krisensituation". Im Sponsoring erwarteten Zuschauer*innen jetzt "zunehmend Haltung und Werte", so Müller-Schmäh.
"Horizont" 26/2020, S. 12 (Paid)

Easyjet greift mit Reisewerbung über Süditalien daneben.

Easyjet zieht mit seiner Kalabrien-Werbung la Furia dell' Italia auf sich: Die Billigairline bezeichnet die Region als erdbebengeplagten Ursprungsort der Mafia mit wenig Touristen und ohne instagramtaugliche Metropolen. Die italienische Regierung fordert eine Entschuldigung, Easyjet beruft sich auf die Absicht, "hervorzuheben, wie unterschätzt Kalabrien vom touristischen Standpunkt ist".
derstandard.at

Handelsblatt Media Group vereint Corporate Content und Vermarktung.

Handelsblatt Media Group vereint ihre Corporate-Content-Tochter Planet C und die im September gegründete Vermarktungseinheit Solutions unter dem Dach der neuen Gesellschaft Solutions by Handelsblatt Media Group. Die Verlagsgruppe verspricht sich durch den Zusammenschluss von Storytelling- und Vermarktungskompetenzen "einen klaren Konkurrenzvorteil". An den fünf deutschen Standorten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München will die neue Firma "maßgeschneiderte Lösungen" für die interne und externe Unternehmens­kommunikation erstellen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

S&F-Kreativchef kündigt Bewerbungen ohne Copytests an echten Kunden an.

Scholz & Friends verzichtet künftig darauf, Bewerber*innen in Copytests auf echte Kunden loszulassen, teilt ein verantwortlicher Kreativchef der Kampagne "One Girl, One Cup", Sebastian Stelzer, auf Linked-in mit. Eine Kreative hatte der Agentur vorgeworfen, ihre Idee geklaut zu haben. S&F erklärte, eine weitere Bewerberin sei fast zeitgleich auf dieselbe Idee gekommen und eingestellt worden. Diese Version bestätigte die Mitarbeiterin jetzt auf Linked-in.
meedia.de, linkedin.com (Kreativchef), turi2.de (Background)

Ehemalige Bewerberin wirft Scholz & Friends Ideenklau bei der Pornhub-Kampagne vor.

Scholz & Friends soll die Idee für die Kampagne "One Girl, One Cup" des Tampon-Startups The Female Company von ihr geklaut haben, empört sich eine ehemalige Bewerberin per Instagram. Den Vorschlag, mit Videos des Startups auf Pornhub zu werben, habe sie der Agentur in einem Bewerbungsverfahren gemacht. S&F dementiert und spricht von einem "Zufall", eine andere Bewerberin habe die gleiche Idee gehabt, sie habe den Job bekommen. Als Entschädigung will S&F die leer ausgegangene Kandidatin in die Credits der Kampagne aufnehmen.
wuv.de, horizont.net, instagram.com




 










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SAP räumt Hoffenheim-Trikot für Corona-App-Werbung.

TSG Hoffenheim wirbt beim Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin auf der Brust für die Corona-Warn-App. Hoffenheim-Sponsor und App-Mitentwickler SAP räumt dafür seinen Werbeplatz auf dem Trikot für den Hashtag #IchAppMit. Auch auf allen SAP-Werbeflächen im Stadion wird die App beworben. Zusätzlich tragen alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga das App-Logo an den verbleibenden beiden Spieltagen der Saison auf dem Trikot-Ärmel.
achtzehn99.de (Hoffenheim), dfl.de (Bundesliga)

Stream-Tipp: WDR Mediagroup diskutiert Kundenaktivierung durch Radiowerbung.

Stream-Tipp: Die WDR Mediagroup diskutiert in ihrem Live-Talk-Format "Radio goes on" ab 12.00 Uhr, wie der Handel Radiowerbung nutzen kann, um Kund*innen zu aktivieren. Tobias Lammert, Geschäfts­bereichs­leiter Marketing & Vertrieb des WDR-Vermarkters, spricht darüber mit Handels-Expertin Eva Stüber vom IFH Köln.
youtube.com (Live-Diskussion ab 12.00 Uhr)

Facebook startet die Option, politische Werbung auszublenden.

Facebook bietet Nutzer*innen künftig die Möglichkeit, politische Anzeigen bei Facebook und Instagram abzuschalten. Die Funktion startet im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen zunächst in den USA und soll später auch in andere Länder kommen. Damit kommt Facebook Kritikern entgegen, die Facebooks Praxis bemängeln, politische Werbung auch dann anzuzeigen, wenn sie Falschaussagen enthält.
faz.net, techcrunch.com

Sky will Werbeindustrie Programm abseits des Fußballs schmackhaft machen.

Sky will im Werbemarkt nicht mehr nur als Sportsender wahrgenommen werden, sagt Ralf Hape, Sales-Chef von Sky Media, im "Horizont"-Interview. In der sport­freien Zeit habe das Entertainment-Angebot von Sky enorm an Reichweite gewonnen, vor allem On Demand. Einige Kunden hätten den "Reichweiten-Boost" bereits genutzt. Hape glaubt jedoch, dass der Werbemarkt das Potenzial "noch nicht komplett verstanden" hat.
"Horizont" 25/2020, S. 7 (Paid)

Facebook: US-Nutzer*innen können demnächst politische Anzeigen verbergen.

Facebook ermöglicht es in den USA, politische Anzeigen in der Timeline zu verbergen. Das Feature ist bereits für einige Nutzer*innen verfügbar und soll in den kommenden Wochen flächendeckend in den USA ausgerollt werden. Facebook steht seit einiger Zeit in der Kritik für seinen Umgang mit politischer Werbung, über die zum Teil Fake News verbreitet werden.
cnbc.com

Dax-Vorstände werben für Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App bekommt Unterstützung von Dax-Vorständen. Die Vorstandschefs von 29 der 30 Dax-Konzerne rufen mit ihrem Namen und ihrer Unterschrift in ganzseitigen Anzeigen u.a. in der "Süddeutschen", der "FAZ", in "Bild" und "Welt" sowie dem "Handelsblatt" zur Nutzung der App auf. Lediglich der Automobilzulieferer Continental fehlt in der Liste der Unterstützer.
turi2 - eigene Beobachtung, turi2.de (Screenshot der Anzeige)

T-Mobile US stoppt Werbung im Umfeld der Fox-News-Sendung von Tucker Carlson.

T-Mobile will nach einem die die Black-Lives-Matter-Bewegung diffamierenden Kommentar von Tucker Carlson keine Werbung im Umfeld von dessen Show auf Fox News mehr schalten. Der neue Chef von T-Mobile US, Mike Sievert, kommentiert die Aktion auf Twitter mit den Worten "Bye-bye, Tucker Carlson!". Auch andere Unternehmen, darunter Disney, ziehen ihre Werbung nach dem Kommentar zurück.
theverge.com

Trotz Werbe-Eklat: VW lädt zu Pressegespräch mit CMO Jochen Sengpiehl.

Volkswagen: Marketingchef Jochen Sengpiehl sitzt bei VW anscheinend fester im Sattel als zuletzt vermutet. Der Auto-Konzern lädt für Donnerstag zu einem Pressegespräch, bei dem der Werbe-Eklat um einen rassistischen Social-Media-Spot für den Golf 8 aufgeklärt werden soll. Auf dem Podium wird dann auch CMO Sengpiehl sitzen – neben Integritäts-Vorständin Hiltrud Werner und Markenvorstand Jürgen Stackmann. "Auto Motor und Sport" hatte zuletzt berichtet, dass Sengpiehl wegen des Videos vor der Entlassung stehe.
horizont.net, turi2.de (Background)

“Süddeutsche Zeitung” vergibt Kommunikationsetat an David + Martin.

Süddeutsche Zeitung SZ 150Süddeutsche Zeitung vergibt ihren Kommunikationsetat an die Münchner Agentur David + Martin. Die Kreativen sollen bis zum Sommer eine Kampagne entwickeln, die Außen- und Printwerbung sowie digitale Maßnahmen umfasst. David + Martin arbeitet bisher bereits für Marken wie MAN, Red Bull und Jägermeister.
horizont.net

Studie: Politische Werbung im Netz wird kaum reguliert.

Online-Werbung: Politische Parteien agieren im digitalen Wahlkampf oft in einem rechtsfreien Raum, zitiert die "FAZ" aus einer Studie des Digitalpolitik-Instituts Stiftung Neue Verantwortung. Die Regularien seien für Radio-, Print- und Fernsehwerbung geschaffen. Dies führe zu "weitgehender Intransparenz" und könne missbraucht werden, "um die Gesellschaft zu polarisieren".
faz.net, stiftung-nv.de (Studie)

Wie fährt die Bahn durch die Krise, Oliver Schumacher?


Blutende Eisenbahner-Herzen, dicke Hornhaut: "Wir haben öfter Krisen und sehen trotzdem munter und heiter aus." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher über leere Züge und Werbekampagnen, die dabei helfen sollen, die Waggons wieder vollzukriegen. Statt hübsche Bilder zu zeigen, setze die Bahn in ihrer Kommunikation aktuell – innerhalb eines selbst auferlegten Marketing-Sparprogrammsverstärkt auf Fakten. Für Lifestyle und Klima-Versprechen ist da kein Platz. Die Frage, wie gut sein Arbeitgeber Krise und sein Team Krisenkommunikation kann, hat Schumacher schon für sich beantwortet: Es sei ja kein Geheimnis, dass der Konzern in dieser Hinsicht "gestählt" sei und eine "ziemlich dicke Hornhaut" habe. In seinen 15 Jahren bei der Bahn habe er von außen "verdammt viel Prügel gekriegt".

Auf die Twitter-Schelten von genervten Kund*innen wegen verspäteter Züge oder überteuerter Ticketpreise will die Bahn zumindest vorübergehend mit Startup-mäßigem "du" reagieren – und seine Follower*innen auf der Plattform auch sonst duzen. Schumacher, 59, verrät im Video, dass er kein besonders großer Fan der neuen Regel ist: "Aber unsere Social-Media-Freaks, die alle ja 30 sind und wissen, was sie tun, die haben das mal probeweise so entschieden." Er gehöre zu der Sorte Chef, die nicht den "alten weißen Männern" das Ruder überlassen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Sparprogramm beim Bahn-Marketing)

VW-Vorstand soll Konsequenzen aus rassistischem Werbespot ziehen.

Volkswagen will, dass der gesamte Vorstand den rassistischen Instagram-Spot für den Golf 8 aufarbeitet und Konsequenzen zieht. Wie er entstanden ist, hat der Konzern zwei Wochen lang geprüft. In einem offenen Brief schreiben Werks-Leiter*innen dem Vorstand, der Clip zerstöre das "über Jahrzehnte gewachsene Kundenvertrauen" und gefährde Arbeitsplätze.
spiegel.de, ndr.de, turi2.de (Background)

Der ZAW erwartet 2020 einen Rückgang der Werbeumsätze von 10 bis 20 %.


Flatten the curve statt Flatscreen: Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft erwartet 2020 einen massiven Einbruch im Werbemarkt. Im Gesamtjahr werden die Werbeinvestitionen seiner Prognose zufolge "im günstigsten Verlauf" um 10 % einbrechen. Im weniger optimistischen Szenario beträgt der Rückgang 20 % - und dieses Szenario geht davon aus, dass es keinen erneuten Lockdown wegen einer zweiten Corona-Welle geben wird. "Das Minus von 10 bis 20 Prozent ist eine Prognose, kein Worst-Case-Szenario", betont ZAW-Präsident Andreas Schubert. Das von der Bundesregierung gestern vorgestellte Konjunkturprogramm findet im Detail jedoch noch keine Berücksichtigung.

Die Bilanz für 2019 fällt bei ZAW derweil positiv aus: Die Gesamtinvestitionen lagen bei 48,3 Mrd Euro, ein Plus von 2,9 %. Die Netto-Werbeeinnahmen umfassen dabei 25 Mrd Euro, ein leichtes Plus von 0,2 %. Das Wachstum entfällt dabei überwiegend auf Internet-Werbung, die um 8,9 % zulegt. Innerhalb des Segments legt vor allem die In-Stream-Werbung im Video- und Audio-Markt zu, wenngleich beide Werbeformen noch deutlich weniger Umsätze generieren als Display-Werbung und Such-Anzeigen. Print-Werbung verliert um 5,4 % und liegt mit insgesamt 8,38 Mrd Euro erstmals hinter Internet-Werbung mit Netto-Werbeeinnahmen von 8,99 Mrd Euro. (Foto: Imago /(b) turi2)
horizont.net, presseportal.de

Anzeige: Die Top 10 der Anzeigen bei turi2 im Mai 2020.

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Klickkönig*innen: Im Wonne- und Coronamonat Mai liegt der Streamingdienst Deezer klar auf Platz 1 im Ranking der bei turi2.de meistgeklickten Anzeigen. 501 turi2-Leser*innen interessieren sich für die Podcast-Aktion Originals gesucht. Auf die neue Focus-Ausgabe klicken 243 Leser*innen. “Bunte” beeindruckt gleich zwei mal: Die neue Monaco-Baby-Kollektion erreicht 225 Klicks und der Beauty-Podcast zog 159 Leser*innen an. Unter die meistgeklickten Anzeigen schaffen es auch der “Playboy”, Media Control und der Medienfachverlag Oberauer. Zu den Klickköning*innen des Mais im Detail geht’s hier entlang. >>>

Scholz & Friends plant eine Kampagne für ein Atom-Endlager.

Scholz & Friends erwägt mit Politikerpaaren aus unterschiedlichen Parteien für die Suche nach einem Atom-Endlager zu werben, zitiert die "Bild am Sonntag" aus einem Konzeptpapier vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Die Behörde plane für zunächst 270.000 Euro im Juni eine Online-Kampagne. Insgesamt sei 1 Mio Euro eingeplant, doch die angefragten Politiker*innen sollen abgesagt haben.
bild.de (Paid)

Basta: Die AOK stoppt nach der Drosten-Berichterstattung die Werbung in der “Bild”.

Ausgebuht statt ausgebucht: AOK-Produktchef Steve Plesker will nicht mehr in der "Bild" werben. Die Drosten-Berichterstattung sei "eine Schande und hat mit Journalismus nichts zu tun". Die Anzeigenbuchung wird gelöscht - wie auch sein Posting. Doch der AOK-Bundesverband teilt öffentlichkeitsstark mit, dass das Boulevardblatt "derzeit kein geeignetes Umfeld" für die Krankenkasse sei. Statt kostspielige Anzeigen rollt der PR-Zug - und geht auch ohne Virologe viral.
t-online.de

Tim Holtkötter wird Chief Operating Officer von Heimat Berlin.

Heimat Berlin befördert Tim Holtkötter zum Chief Operating Officer. Er arbeitet seit 2013 für die Werbeagentur der TBWA-Gruppe, u.a. für den Kunden Hornbach. Mit Holtkötter ist der Generationswechsel in der Heimat-Führung vollzogen, die drei Agentur-Gründer Matthias von Bechtolsheim, Guido Heffels und Andreas Mengele ziehen sich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurück.
wuv.de, new-business.de

Zitat: Marianne Heiß sieht weibliche Führungsstärke in der Familie und im Büro.

"Frauen sind diejenigen, die im Familienalltag oft die Führung übernehmen, warum sollen sie das nicht auch im Beruf machen?"

BBDO-Deutschland-Chefin Marianne Heiß sagt im "Süddeutschen Zeitung"-Interview, dass ihre Agentur keine "männliche Präsenzkultur im Büro", aber auch keine Frauen-Quote braucht.
"Süddeutsche Zeitung", S. 17 (Paid)

Meinung: Marketing muss in der Zeit der Lockerungen vielschichtig denken.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbung muss in der Phase der Lockerungen nach der ersten Corona-Welle die unterschiedlichen Situationen der Adressanten bedenken, schreibt Santiago Campillo-Lundbeck. Nachhaltigkeit sei nicht für alle nun zwingend ein neuer Fokus. Die Kundenlandschaft spalte sich sowohl in diejenigen, die weiter gesundheitliche Sorgen haben und diejenigen, die keine haben auf, als auch in Personen mit wirtschaftlichen Einbußen und welchen, die Konsum nachholen wollen.
horizont.net (Paid)