Agenda-Talk 2020: Wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert.


Talk im Museum: Zum Start der turi2 edition #10 hat turi2 am Dienstagabend zum Agendasetting-Treffen ins Museum für Kommunikation in Berlin eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future, Marieke Reimann von Ze.tt, Monika Schaller von der Deutschen Post DHL Group, Florian Haller von Serviceplan und Philipp Welte von Burda über die Frage, wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert. Im turi2.tv-Video sehen Sie die komplette Diskussionsrunde unter der Leitung von Peter Turi.

Darin befürwortet Post-Kommunikatorin Monika Schaller die Klima-Proteste, solange sie gewaltfrei ablaufen, und ist überzeugt, dass Fridays for Future mitgeholfen hat, die Klimadebatte auf die Agenda zu heben. Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann glaubt nicht, dass es eine "Generation Greta" überhaupt gibt, auch weil die Klimakrise aus ihrer Sicht kein Generationenproblem ist, denn sie betreffe alle Generationen.

Burda-Vorstand Philipp Welte sieht vor allem in der Meinungsmacht großer Internet-Konzerne wie Facebook und Google eine Gefahr für die Demokratie, weil sich Lügen und Fake News hier viel leichter verbreiten. Er fordert, dass sich die US-Konzerne auf einen ähnlichen Kodex verpflichten wie die Journalist*innen in Deutschland mit dem Pressekodex. Florian Haller, Inhaber der Agenturgruppe Serviceplan, widerspricht zum Teil: Die Demokratie war in analogen Zeiten nicht nur in Gefahr, sondern teilweise abgeschafft. Er erinnert an den Nationalsozialismus und auf der anderen Seite an den Arabischen Frühling, der ohne Social Media kaum möglich gewesen wäre.

Auch Gwendolyn Rautenberg weiß, dass Soziale Medien bei der Mobilisierung von Anhängern und der Organisation von Protesten helfen. Die Organisatoren von Fridays for Future setzen vor allem auf die Facebook-Tochter WhatsApp, arbeiten aber auch an eigenen Alternativen. E-Mails würden in ihrer Generation dagegen kaum mehr gelesen.

Video-Kapitel:

00:03 Peter Turi begrüßt das Talk-Publikum im Museum für Kommunikation, Berlin

01:46 Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future: "Niemand ist eine Umweltsau."

09:11 Marieke Reimann, Chefredakteurin von Ze.tt: "Die Klimakrise ist kein Generationen-Problem."

17:47 Monika Schaller, Leiterin Konzernkommunikation Deutsche Post DHL Group, findet die FFF-Proteste gut, solange sie gewaltfrei bleiben.

25:12 Florian Haller, Inhaber Serviceplan, sagt, dass Greenwashing heute nicht mehr funktioniert.

32:19 Philipp Welte, Burda-Vorstand: "Facebook ist der Atomschlag gegen die Informationsfreiheit."

41:11 Florian Haller widerspricht Philipp Welte: Angriffe auf die Informationsfreiheit hat es auch schon lange vor den Sozialen Medien gegeben.

42:12 Marieke Reimann sieht Journalist*innen vor Drohungen und Angriffen im Netz schlecht geschützt.

46:14 Gwendolyn Rautenberg betrachtet alle internationalen Großkonzerne als Gefahr für die Demokratie.

48:55 Wie die Generation Greta die Medien nutzt.

53:08 Philipp Welte über die fehlende digitale Infrastruktur in Europa.

58:23 Gwendolyn Rautenberg und Monika Schaller über ihre unterschiedlichen Auffassungen über journalistische Einordnung.

62:56 Marieke Reimann über die Rolle der Journalist*innen in einem Medium für die junge Zielgruppe.

64:20 Schlussrunde: Was steht auf Eurer Agenda 2020?

Mehr von der Launchparty und dem Agendasetting-Talk:


Unser Mood-Video: Der Launch-Abend in 60 Sekunden

Die Lauchparty als Foto-Strecke >>>

Immer mehr Prominente verdienen mit ihren eigenen Produkten im Handel.

Marketing: Rund jeder zehnte Fernsehspot setzt auf prominente Werbegesichter, beobachtet n-tv.de. Immer häufiger bringen Prominente sogar eigene Produkte in den Handel. Günther Jauch verkauft beispielsweise bei Aldi Wein, der rund einen Euro mehr als die übrigen Discounterweine kostet. Durch den prominenten Namen steige der gefühlte Wert des Produkts.
n-tv.de

Buzzfeed baut in Deutschland eine eigene Vermarktung auf.


Friede ist mit ihnen: Buzzfeed baut rund fünfeinhalb Jahre nach dem Start seines deutschen Ablegers eine eigene Werbevermarktung in Deutschland auf. Dafür holt der US-Konzern Alina Friede von Springer und ernennt sie zur Vermarktungschefin. Im Zentrum der Werbevermarktung soll wie beim US-Original vor allem Native Advertising stehen. Als einen der ersten Werbekunden konnte Buzzfeed die Dating-App Tinder gewinnen.

Friede hat sich bei Springer zuletzt vor allem um internationale Werbekunden gekümmert. 2016 kam sie vom Landwirtschaftsverlag zu Springer, wo sie zuvor bereits als Trainee ausgebildet wurde. Buzzfeed hat sein deutschsprachiges Portal im Oktober 2014 gestartet, bislang jedoch nicht aktiv vermarktet.
horizont.net

Verwechslungsgefahr: Gericht verbietet Musicalplakat mit Tina Turner.

Verwechslungsgefahr: Das Landgericht Köln verbietet ein Werbeplakat für eine Tribute-Show über Tina Turner des Veranstalters Cofo Entertainment. Der Name Tina Turner darf demnach nicht ohne erklärende Zusätze mit einem Foto einer Doppelgängerin genutzt werden. Das Plakat erwecke den falschen Eindruck, dass Turner selbst an der Show mitwirken würde.
zeit.de

P&G investiert 2019 am meisten Geld in Werbung, Amazon holt stark auf.

Procter & Gamble hat 2019 mit 1,06 Mrd Euro erneut so viel Geld für Werbung ausgegeben wie kein anderes Unternehmen in Deutschland. Der Konsumgüter-Hersteller investierte laut Horizont-Auswertung fast doppelt so viel Geld in Werbung, wie der Zweitplatziere Ferrero, der 515 Mio Euro ausgab. Amazon verdrängt L'Oreal von Platz 3 auf Platz 5, Lidl rangiert auf Platz 4. Am stärksten zurückgefahren haben ihre Werbe-Maßnahmen Kaufland und Media Saturn. Kino- und Außenwerbung haben am meisten zugelegt, Publikums- und Fachzeitschriften am stärksten verloren.
horizont.net (Paid)

Hör-Tipp: Kim Alexandra Notz präsentiert den Podcast “What’s next, agencies?”.

Hör-Tipp: Mit dem Podcast "What's next, agencies?" will Kim Alexandra Notz, Managing Partner von KNSKB+, auf die Zukunft der Agenturen blicken. Alle zwei Wochen, jeweils am Dienstag, erscheint eine neue Folge. In der ersten Episode spricht Notz rund 50 Minuten lang mit Michael Trautmann, Gründer & Chairman von thjnk und Upsolut Sports.
podigee.io (50-Min-Audio)

Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt in der Bandenwerbungsaffäre des DFB.

DFB: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft leitet ein Verfahren gegen unbekannt ein, schreibt der "Spiegel". Es geht um den Verdacht auf Betrug, Bestechung und Bestechligkeit. Die Firma Infront hatte für den DFB Bandenwerbung verkauft, habe die abgerechneten Werbeflächen aber nicht eingehalten. Auslöser war eine Anzeige der auf diese Weise geprellten Commerzbank.
"Spiegel" 3/2020, S. 63 (Paid)

“Focus”: Die Bundesregierung zahlte 2019 über 350.000 Euro für Facebook-Werbung.

Facebook: Die Bundesregierung hat 2019 mehr als 350.000 Euro für Werbeanzeigen auf Facebook ausgegeben, zitiert der "Focus" eine Auswertung der Werbebibliothek des sozialen Netzwerks. Unter den Ministerien investierte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 103.107 Euro die höchste Summe, gefolgt vom Justizministerium (46.442 Euro) und Familienministerium (13.500 Euro).
focus.de

Basta: Werbespruch von Sixt wandert in den Papierkorb statt ins Gelände.

Ausgebremst: Die Wettbewerbszentrale klagt erfolgreich vor dem Landgericht München gegen den Sixt-Werbespruch "Ab ins Gelände", weil die angepriesenen Mietwagen laut Geschäftsbedingungen gar nicht abseits der Verkehrswege gefahren werden dürfen. Statt ins Gelände wandern die Werbesprüche damit ab in den Papierkorb.
boerse.ard.de

Facebook will seinen Nutzern mehr Kontrolle über politische Anzeigen geben.

Facebook kündigt an, seinen Nutzern bei Facebook und Instagram ab dem Sommer mehr Einfluss auf die Menge der politischen Anzeigen zu geben. Nutzer sollen dann auswählen können, dass sie weniger Werbung zu politischen oder gesellschaftlichen Themen angezeigt bekommen. Ganz deaktivieren lassen sich die Anzeigen jedoch nicht. Fernern kündigt Facebook an, mehr Informationen zu den gebuchten Anzeigen zu zeigen, zum Beispiel welche Reichweite der Werbende anvisiert.
theverge.com

NBC Universal baut einheitliches Werbebuchungstool für TV, Streaming und Online.


Einmal alles mit Streuseln: NBC Universal will TV und digitalen Werbeeinkauf in einem All-in-one-System vereinen, um dem Wandel im Bewegtbildmarkt Rechnung zu tragen und Daten besser zu nutzen. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten an der Technologie. Die erste Version soll 2020 an den Start gehen und bietet Werbungtreibenden die Möglichkeit, einen Plan für TV und Digital zu erstellen und Kampagnen über verschiedene Programme und Plattformen hinweg zu optimieren. NBC Universal bietet Werbeplätze in seinen Rundfunk- und Kabelsendern, seinen Webseiten und Apps, seinem Streamingdienst Peacock und dem Nachrichten-Streamingdienst an, den das Unternehmen gemeinsam mit Sky entwickelt. Insgesamt wird es laut Schätzungen des Unternehmens mindestens drei Jahre dauern, das System komplett aufzubauen.
wsj.com

“Spiegel” startet parallel zum Online-Umbau eine Dachmarken-Kampagne.


Spiegel beendet die Selbstbespiegelung und hält nun "dieser Welt den Spiegel vor" – zumindest in der neuen Dachmarken-Kampagne, die parallel zum umbauten Online-Angebot startet. Sie zeigt sechs gespiegelte Doppelseiten zu harten News-Themen wie Donald Trump oder Fridays for Future mit Sätzen wie: "Hunderttausende Jugendliche kämpfen für den Klimaschutz. – Millionen Erwachsenen sind gegen ein Tempolimit." Zusätzlich gibt es einen 45-Sekunden-Spot. Die Kampagne aus dem Hause Serviceplan läuft gedruckt, digital, in Social Media, Kino und Out of Home.
turi2 vor Ort, spiegel.de, spiegelgruppe.de (Motive und Video), turi2.de (Background)

Korrektur 9.33 Uhr: In einer früheren Version dieser Meldung haben wir einen falschen Agenturnamen genannt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Donald Trump und Michael Bloomberg sichern sich Werbezeit beim Super Bowl.

Super Bowl: US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Michel Bloomberg haben beide je 60 Sekunden Werbezeit beim Finale der National Football League am 2. Februar gebucht. Für ihre Slots beim meistgesehenen Sport-Event der Welt zahlen sie je rund 10 Mio Dollar ‐ Trump aus seiner Wahlkampfkasse, Bloomberg aus seinem Privatvermögen. Es ist das erste Mal, dass beim Super Bowl Wahlwerbung für Präsidentschaftskandidaten über den Sender geht.
nytimes.com, adage.com

Anzeige: Die meistgeklickten Anzeigen bei turi2 im Jahr 2019.


And the Winner is … Editorial Media! Die meistgeklickte Anzeige bei turi2 im Jahr 2019 mit 897 Klicks kommt von der VDZ-Gattungsinitiative Editorial Media, die mit drei weiteren Anzeigen in der Jahres-Top-10 vertreten ist, neben Platz 1 auch auf 3, 5 und 10. Auf Platz 2 rangiert eine Anzeige zur Image-Boost-Studie von “Bild am Sonntag”, Platz 4 belegt der Podcast-Wettbewerb von Deezer und re:publica. Ein Blick auf die erfolgreichsten Anzeigen bei turi2 des Jahres zeigt: Anzeigen, die geschickt Text und Grafik kombinieren oder einen redaktionellen Mehrwert bieten, stoßen auf mehr Interesse als rein grafische Anzeigen.
Schauen Sie sich die 10 bestgeklickten Anzeigen hier an >>>

Anzeige: Die Top 10 der Anzeigen bei turi2 im Dezember 2019.


Klickkönige: Media Control dominiert mit gefloppten Promi-Büchern und den Bestsellern aus Sachbuch und Belletristik die Spitze der meistgeklickten Anzeigen bei turi2 im Dezember. Dahinter folgt das Digital Journalism Fellowship der Hamburg Media School, ein kosten­freies Weiter­bildungs­programm für Journalist/innen . Mit zwei Anzeigen in der Top 10 ist die “Bunte” vertreten, die ihre Chronik und Bunte Beauty Days bewirbt. Außerdem dabei: Die Mediengruppe Magdeburg, der Theodor-Wolff-Preis vom BDZV, der erste “Playboy” im neuen Verlag, das Daimler Magazin und Audio Now.
Schauen Sie sich die 10 bestgeklickten Anzeigen hier an >>>

Zahl des Tages: Datensatz schwangerer ist 15-mal so viel wert wie der nichtschwangerer Frauen.

Zahl des Tages: Rund 1,50 Dollar sind die Daten von Schwangeren laut Studien wert – und zählen damit zu den wertvollsten auf dem Markt. Die Daten einer "normalen" Nutzerin kosten im Schnitt 10 Cent. Der Kostensprung erklärt sich dadurch, dass Schwangere besonders empfänglich für neue Marken sind, z.B. Windeln.
sueddeutsche.de

Bundesregierung legt Daten für Tabak-Werbeverbot fest.

Tabakwerbung: Die Bundesregierung legt die Daten für das schrittweise Verbot fest. Ab 2022 ist Außenwerbung für Tabak verboten, ab 2023 für Tabakerhitzer, ab 2024 für E-Zigaretten. Ab 2021 ist Kinowerbung für Tabak bei Filmen, die frei für Jugendliche unter 18 sind, tabu, Gratis-Proben außerhalb von Fachgeschäften und Tabakprodukte als Gewinne bei Preisausschreiben.
rnd.de, turi2.de (Background)

Influencer-Verband stellt Ethik-Richtlinien auf.

Bundesverband Influencer Marketing hat zusammen mit der Uni Leipzig einen Ethik-Kodex für Influencer, Auftraggeber und Agenturen erarbeitet. Dieser sieht u.a. vor, dass Influencer eigenständig, transparent, aufrichtig und wahrheitsgetreu arbeiten, einen wertschätzenden Umgang miteinander pflegen und Fürsorge für schutzbedürftige Personengruppen tragen.
bvim.info

Plan.Net-Geschäftsführer Klaus Schwab verlässt Serviceplan-Tochter.

Plan.Net, Digital-Agentur von Serviceplan, und Geschäftsführer Klaus Schwab, 48, gehen getrennte Wege. Er verlasse die Agentur Mitte 2020 "auf eigenen Wunsch". Schwab kam 2016 aus der Selbständigkeit zu Plan.Net und verantwortet in der Geschäftsführung die Felder Strategie, Beratung, Business Development und Marketing.
horizont.net, kress.de

OWM: Andrea Tauber-Koch und Uwe Storch kritisieren SevenOne Media.

OWM Markenverband 150OWM-Vorsitzende Andrea Tauber-Koch und Uwe Storch gehen im "Horizont"-Interview mit SevenOne Media ins Gericht. Grund ist eine Preiserhöhung des P7S1-Vermarkters für Spots unter 30 Sekunden. Die erhöhten Preise seien "völlig unangebracht", so Tauber-Koch. Storch ärgert sich außerdem über die Art der Mittelung – diese sei "aktionistisch, unprofessionell und völlig überhastet". Letzteres sehen die Verantwortlichen bei SevenOne Media ein – die Kommunikation sei "kurzfristig" und "nicht optimal" verlaufen.
"Horizont" 50/2019, S. 11-12 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

Zitat: Sky-Vermarkungschef Ralf Hape ermutigt Agenturen zu mehr Düsternis.

"Es gibt wohl nichts, was düsterer wäre und mehr Sex und Gewalt beinhaltet als 'Game of Thrones' – und trotzdem war es weltweit einzigartig erfolgreich."

Sky-Vermarkungschef Ralf Hape sagt im "Horizont"-Interview, dass viele Agenturen und Marken sich gegen Werbung im Umfeld von Sex & Crime sperren, gerade dies aber die derzeit erfolgreichsten Felder beim Streaming seien.
horizont.net

Zahl des Tages: NBC verkauft Olympia-Werbung für mehr als 1 Mrd Dollar.

Zahl des Tages: Für mehr als 1 Mrd Dollar hat NBC Universal in den USA bereits Werbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio verkauft. Der Konzern hofft, den Rekordwert von 1,2 Mrd Dollar bei den Spielen 2016 in Rio noch zu toppen. Dank Zeitverschiebung laufen Tages-Wettbewerbe aus Tokio im US-TV zur Primetime.
sportbusiness.com, hollywoodreporter.com

Unionsfraktion will Tabak-Außenwerbung nun auch verbieten.

Tabakwerbung: Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat ein Positionspapier verabschiedet, das Außenwerbung für Tabakprodukte ab dem 1.1.2022 weitgehend verbietet. Damit ist der Weg frei für einen Gesetzentwurf. Die SPD plädiert schon länger für ein Werbeverbot. Ab 2023 soll das Verbot auch für Werbung für Tabakerhitzer gelten, ab 2024 auch für E-Zigaretten. Die Tabak-Industrie argumentiert, ohne Werbung könne sie Raucher nicht über weniger gesundheits­schädliche Rauch-Arten informieren.
horizont.net, handelsblatt.com, spiegel.de

Wir graturilieren: Daniel Adolph wird 49.


Wir graturilieren: Daniel Adolph, Chef bei JvM/Neckar in Stuttgart, feiert heute seinen 49. Geburtstag. Nach einem kurzen Frühstück mit der Familie geht es zimtbeladen - "ausgestattet mit 150 Hamburger Franzbrötchen" - an den Schreibtisch. Im abgelaufenen Jahr sei "glücklicherweise sehr viel Gutes" geschehen – das Beste liege aber "wie immer" noch vor uns.

Für das kommende Jahr wünscht sich Adolph einen kleinen Funken Einsicht bei seinen Kunden. Die sollen erkennen, dass man "aus einer Agentur durch partnerschaftliche Zusammenarbeit 30% mehr Leistung rausholen" kann, "anstatt sie mit Hilfe des Einkaufs um 3 % im Preis zu drücken". Gratulationen sind "immer und auf allen Wegen willkommen". Dafür wünscht sich Daniel Adolph eine App, die alle Messenger-Dienste verbindet, damit man nicht zwischen LinkedIn, Facebook, Instagram, Mail, SMS, Xing usw. hin- und herspringen muss.

Zenith: Werbeausgaben steigen 2020 bei sinkendem Angebot.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbeausgaben werden 2020 weltweit um bis zu 4,3 % steigen, prognostiziert Zenith. Allerdings werde der Zuschaueranteil der Medien um 1,6 % sinken, da Nutzer sich zunehmend werbefreien Angeboten zuwenden würden. Dadurch würden die Medienpreise um 6,1 % steigen. Während die Werbeeinnahmen bei Print sinken (Zeitungen - 4,5 %, Zeitschriften -8,1 %)und bei TV stagnieren, sagt Zenith bei Online-Videos (16,6 %), Sozialen Medien (13,8 %) und auch Kinowerbung (11,5 %) zweistellige Wachstumsraten voraus.
horizont.net

Zahl des Tages: Globaler Werbemarkt soll 2020 um 3,9 % wachsen.

Zahl des Tages: Um 3,9 % wächst der globale Werbemarkt 2020, prophezeit die Media-Agenturgruppe Group M. Damit verlangsamt sich das globale Werbewachstum weiter: 2018 lag das Wachstum bei 5,7 %, 2019 nur noch bei 4,8 %. Bis 2024 werden Steigerungen zwischen 3 und 4 % erwartet. Digital Media bleibe der größte Umsatzbringer des deutschen Werbemarktes.
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