Meinung: Burda wirbt mit Journalismus-Kampagne nur für sich selbst.

Burda wirbt mit seiner Kampagne für Printjournalismus nur "scheinbar für die gute Sache", urteilt Stefan Niggemeier. Der Verlag versuche, Print als Synonym für Qualitätsjournalismus zu etablieren. In die "billig produzierten Contenthalden der konzerneigenen Internetangebote" dürften sich die Nutzer zwar gern verirren, sie sollen aber dennoch Geld in die Hand nehmen für die Produkte, die "der Verlag noch auf Papier druckt".
uebermedien.de

Video-Tipp: Online-Spots müssen schneller zum Punkt kommen, sagt Nicolas Poppitz.

Video-Tipp: Online-Spots müssen anders gedreht und geschnitten werden als fürs Fernsehen, sagt Nicolas Poppitz, Managing Director Germany des Outstream-Vermarkters Teads, im Interview mit "Horizont" und turi2.tv beim Kongress Total Video. 90 % aller Online-Spots bestünden aus zweitverwertetem TV-Material, bei dem die Markenbotschaft oft erst am Ende kommt.
youtube.com (7-Min-Video), horizont.net

Meinung: Facebook setzt bei politischer Werbung auf eine Vogel-Strauß-Taktik.

Facebook setzt bei politischer Werbung auf "eine wohlkalkulierte Vogel-Strauß-Taktik", kommentiert die "FAS". Betriebswirtschaftlich habe die Plattform kein Interesse, sich auf eine politische Seite zu schlagen. Die Lüge werde damit zum Instrument zur Wählerwerbung. Facebook argumentiert, nur die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
"FAS", S. 27 (Paid)

Die Bundesregierung will Tabak-Werbung ab 2021 schrittweise verbieten.

Ausgequalmt: Die Bundesregierung plant ein schrittweises Tabak-Werbeverbot ab 2021, schreibt die "Bild am Sonntag" und zitiert aus einem bisher geheimen Eckpunkte-Papier. Ab 2021 sollen Tabak-Hersteller demnach nicht mehr in Kinos werben dürfen, wenn die Filme eine Altersfreigabe unter 18 Jahren haben. Ab 2022 solle Außenwerbung für Tabak-Produkte verboten werden. Werbung für E-Zigaretten solle künftig nur noch an Litfaßsäulen oder an Plakatwänden möglich sein.

Bereits 2016 wollte die Bundesregierung ein Werbeverbot für Tabak-Werbung durchsetzen, scheiterte aber am Widerstand im Bundestag. Teile der CDU sind weiterhin gegen eine zu starke Regulierung, um nicht als "Verbotspartei" zu gelten. Jährlich sterben rund 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, schreibt die "Bild am Sonntag".
"Bild am Sonntag", S. 12 (Paid)

Video-Tipp: Benjamin Adrion von Viva con Agua spricht über Konkurrenz beim “Gutes tun”.

Video-Tipp: Mirko Kaminski interviewt Benjamin Adrion, den Gründer von Viva con Agua. Adrion sagt, es störe ihn nicht, dass immer mehr Unternehmen mit wohltätigen Zwecken für sich werben. Konkurrenz in dem Bereich sei "Achtziger". Letztlich sei es egal, mit welcher Motivation jemand Gutes tue. Hauptsache sei, man tue Gutes.
horizont.net, youtube.com (6-Min-Video)

“Focus”: Facebook hat seit März 785 Mio Euro mit politischer Werbung eingenommen.

Facebook-LogoFacebook hat seit März 785 Mio Euro durch politische Werbung eingenommen, schreibt der "Focus". Allein in Deutschland seien es 7,3 Mio Euro gewesen. Auf die Parteien entfalle dabei nur ein Bruchteil. Die CDU habe mit rund 288.000 Euro von den im Bundestag vertretenden Parteien am meisten ausgegeben. Facebook steht in der Kritik, da es auch Lügen in politischer Werbung erlaubt. Twitter hat vor kurzem angekündigt, künftig keine politische Werbung mehr zu erlauben.
focus.de, turi2.de (Background)

Uber will ins Werbegeschäft einsteigen.

Uber will bei seinem Essens-Bringdienst Uber Eats künftig Anzeigen verkaufen und sucht eine Führungskraft, um Anzeigenkunden zu gewinnen. Die konkreten Pläne sind nicht bekannt. Bisher gibt es für Restaurants lediglich die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, wenn sie Nutzern Rabatte einräumen. Uber ist mit seinem Essens-Lieferdienst insbesondere in Nordamerika aktiv. In Deutschland gibt es das Angebot derzeit nicht.
techcrunch.com via horizont.net

Facebook experimentiert mit Werbung in Gruppen-Chats.

Facebook-LogoFacebook testet aktuell in kleinem Rahmen Anzeigen in Gruppen-Chats, sagt Deutschland-Chef Tino Krause im "Horizont"-Interview. In Deutschland hält er für Unternehmen v.a. vertikale Videowerbung für vielversprechend. Ende des Jahres sollen Kreative der Miami Ad School beim Projekt Vertical Studio Lab vertikale Video-Kampagnen für Unternehmen erstellen.
"Horizont" 46/2019, S. 12 (Paid)

Union Investment zieht sich als Sponsor des ZDF-Wetterberichts zurück.

Union Investment wirbt ab 2020 nicht mehr im Umfeld des Wetterberichts nach den 19-Uhr-Nachrichten im ZDF. Die Investmentgesellschaft tritt seit 19 Jahren als Sponsor nach der "heute"-Sendung auf. Union Investment will weiterhin im ZDF werben. Der Sender sucht nun einen neuen Werbekunden für das Wetter-Sponsoring. Es besteht aktuell aus zwei sieben Sekunden langen Trailern vor und nach der Sendung.
dwdl.de

Thomas Koch fordert Rückbesinnung auf Marken und Konsumenten im Marketing.

Marketing: Die Branche hat sich durch falschen Glauben an die Kraft von Big Data und ein Übermaß an Onlinewerbung einen immensen Schaden zugefügt, schreib Media-Papst Thomas Koch in seiner "WiWo"-Kolumne. Er fasst die aktuelle Debatte um Performance- vs. Marken-Werbung zusammen und kommt zu dem Schluss: Will die Branche nicht noch ein weiteres Jahrzehnt an Google und Facebook verlieren, muss sie sich in den 20er-Jahren auf Marken und den Konsumenten zurück besinnen.
wiwo.de

Facebook duldet im Brexit-Wahlkampf Falschaussagen in politischen Anzeigen.

Facebook will politische Anzeigen von Parteien und Politikern im britischen Wahlkampf nicht auf Fakten überprüfen, meldet CNN. Werbung von Gruppierungen, wie Brexit-Initiativen, werden dagegen kontrolliert. Facebook wolle im Wahlkampf nicht zum "selbsternannten Schiedsrichter" für Aussagen der Politiker werden.
edition.cnn.com

Basta: Mainz, wie es singt und BMW fährt.

Alarm für Cobra Zwei: Das ZDF weist eine Programmbeschwerde von Boris Rosenkranz zurück. Dieser hatte sich in einem Krimi über eine werbliche Darstellung von BMW geärgert. Das ZDF habe in einer "kleinen Recherche" festgestellt, dass die Kripo BMW fahre und wolle eine "realistische Darstellung der Polizeiarbeit". Chronistenpflicht stinkt eben nicht.
uebermedien.de

AS&S empfiehlt Audio-Werbern, charakteristische Audio-Elemente zu verwenden.

Radiowerbung ist dann erfolgreich, wenn sie charakteristische Audio-Elemente einsetzt, die Hörer eindeutig mit der Marke verbinden. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung des Audiovermarkters AS&S Radio. Als solche Elemente könnten ein Soundlogo, ein Jingle, bestimmte Geräusche, Musik oder auch eine Stimme dienen. Am besten sei es, das charakteristische Element früh im Spot mit dem Markennamen zu verbinden.
horizont.net

Zitat: Hirschen-Chef Martin Blach hält TV-Werbung für Marktführer für unabdingbar.

"In Deutschland ist das Fernsehen nach wie vor ein sehr wichtiger Kanal zum schnellen Aufbau von Reichweite. Eine Kampagne mit Marktführeranspruch ohne TV zu konzipieren wäre daher weniger wirksam."

Hirschen-Chef Martin Blach sagt im "Horizont"-Interview, dass die neue Kampagne für Media Markt und Saturn nicht ohne Fernsehen funktionieren würde.
"Horizont" 44/2019, S. 12 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Martin Blach, Hirschen Group, übers Marketing der Verleger. (12/2015)

“New Business” GESS: Agenturen setzen stärker auf das Projektgeschäft.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbeagenturen müssen flexibler auf ihre Kunden eingehen als früher, so ein Ergebnis einer Befragung von "New Business" und GESS. Als Folge daraus würden die Umsätze aus dem Projektgeschäft steigen, während langfristige Rahmenverträge seltener würden. Am häufigsten böten Agenturen Bezahlung nach erbrachter Leistung an. Gleichzeitig sagt nur jede zehnte Agentur, dass ihre Kunden den Wert der erbrachten Agenturleistung gut einschätzen können.
presseportal.de

Facebook-Mitarbeiter fordern Vorgehen gegen Lügen in Politiker-Anzeigen.

Facebook-LogoFacebook: 250 Mitarbeiter fordern in einem Brief an Firmenchef Mark Zuckerberg, Lügen in politischen Anzeigen nicht länger zu dulden. Unter dem Deckmantel der freien Meinungs­äußerung toleriert Facebook in bezahlten Posts Falschaussagen von Politikern. Die Mitarbeiter fordern u.a., politische Anzeigen nicht ohne Faktencheck zuzulassen und die Werbe-Ausgaben pro Politiker zu begrenzen.
nytimes.com (Paid), techcrunch.com, businessinsider.de

Marken setzen Influencer bei Kennzeichnungspflicht unter Druck.

Social Media: Zwei von drei Influencern haben schon mindestens einmal von Unternehmen Druck bekommen, gegen die Richtlinien der Kennzeichnung zu verstoßen, sagt eine Befragung im Whitepaper von Takumi. Der Vermarkter hat Influencer in Deutschland, Großbritannien und den USA befragt. Das Misstrauen in der Branche steige. Auch eine aktuelle Wavemaker-Studie sieht Abnutzungserscheinungen bei Influencer-Werbung.
horizont.net, turi2.de (Wavemaker-Studie)

Media-Markt und Saturn werben in gemeinsamer Imagekampagne.

Mediamarkt Logo 150Media-Markt und Saturn werben mit einer gemeinsamen Markenkampagne, die Zum goldenen Hirschen München agenturseitig verantwortet. Unter dem Claim "Deutschland will's wissen" gibt es zum ersten Mal einen direkten Vergleich der Händlermarken. Herzstück sind acht Promi-Spots: Boris Becker, Pietro Lombardi und Bianca Claßen treten für Saturn an, Barbara Schöneberger, Peter Zwegat und Julien Bam für Media-Markt.
horizont.net, wuv.de

Hör-Tipp: Thomas Koch und Kai Blasberg zweifeln an den Nutzerzahlen von Facebook.

Hör-Tipp: Im Podcast "Zwei Herren mit Hund" sprechen Tele5-Chef Kai Blasberg und Media-Urgestein Thomas Koch (Foto) über die Transparenz von Werbemedien. Bei Facebook gibt es zu viele Fake-Konten, warnt Koch. "Das ist alles Quatsch, was die da machen", zweifelt Blasberg an Social-Media-Abteilungen, die der vermeintlich aktiven Nutzerzahl vertrauten.
soundcloud.com (34-Min-Audio)

Spotify testet bezahlte Musikempfehlungen.

Spotify will Google, Facebook und Co. einen Teil der Werbeausgaben von Musik-Labels abknöpfen, berichtet Tim Ingham. Labels können künftig Anzeigen beim Streaming-Dienst buchen, die gezielt Nutzer auf neue Musik hinweisen. Premium-Nutzer können diese bezahlten Empfehlungen ausschalten. Die Anzeigen erscheinen auch innerhalb der empfohlenen Neuerscheinungen, die Spotify bisher rein basierend auf dem Hörverhalten erstellt. Das Anzeigeformat will Spotify zunächst in den USA testen.
musicbusinessworldwide.com

Springer kauft Immowelt-Mitgesellschafter raus.

Allein zuhaus: Springer kauft zu einem nicht genannten Preis die Mitgesellschafter der Immowelt-Gruppe raus - neben den beiden Gründern Carsten Schlabritz und Jürgen Roth sind das Ippen und die Mediengruppe Rheinische Post. Classifieds-Vorstand Andreas Wiele will nach der vollständigen Übernahme "das Wachstum weiter beschleunigen". Springers Immonet sowie Immowelt fusionierten 2015, Springer hielt danach 55 %. Die Firma mit Sitz in Nürnberg hat 600 Mitarbeiter.
axelspringer.com

Versicherer Direct Line lenkt Werbebudget von Digital auf TV um.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbebudgets: Der britische Versicherer Direct Line hat sein Marketingbudget von Digital auf TV umgeschichtet, beobachtet Seb Joseph. Marketingchef Sam Taylor begründet, dass Digitalwerbung - mit Ausnahme von Werbung zu Suchbegriffen - kaum Effekte im Hinblick auf Reichweite und Markenbildung bringe. Hier sei TV-Werbung erfolgreicher. Mit Addressable TV könne das Unternehmen zudem Zielgruppen persönlich ansprechen.
digiday.com

Adidas zweifelt am Ausbau der digitalen Mediastrategie.

Adidas hat beim Ausbau der digitalen Mediastrategie zu sehr auf Effizienz statt auf Effektivität geachtet, schreibt "Horizont". Digitale Werbemaßnahmen sind nicht immer effektiv, sagt Simon Peel, globaler Mediadirektor von Adidas. In Lateinamerika fielen zeitweise die Google Adwords aus, dennoch seien Traffic und Umsatz über die Google-Suche stabil geblieben.
"Horizont" 43/2019, S. 1 (Paid)

Zahl des Tages: 72 % der PwC-Befragten finden Werbung in Social Media positiv.

Zahl des Tages: Interaktive 72 % der Befragten schätzen den Einfluss sozialer Medien auf den Wert einer Marke als "überwiegend positiv" ein, sagt eine PwC-Studie. Als Folge verlagere sich künftig das Marketingbudget, prognostiziert die Unternehmensberatung. Der digitale Anteil liege derzeit bei 47 %, in fünf Jahren werde es zwei Drittel sein.
horizont.net, pwc.de (Studie)

“Auch den Bauch ansprechen”: Anja Stolz über die R+V-Bewegtbild-Werbung.


Mit Gefühl versichert: Marketingchefin Anja Stolz wirbt für die R+V Versicherung – und das zunehmend audiovisuell. Bilder und Töne werden im Mediamix immer wichtiger, sagt Stolz. Eine Versicherung wolle heute “nicht nur den Kopf ansprechen, sondern auch den Bauch”. Wie sie das konkret macht, zeigt Stolz im Gespräch für die turi2 edition #9 anhand einer Video-Kampagne für die E-Sports-Szene. Weiterlesen …

Anzeigenblätter: Jörg Eggers beklagt rückläufige Werbeumsätze.

Werbemarkt: Jörg Eggers, Chef des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter, beobachtet "keinen positiven Trend" bei den Nettowerbeumsätzen, beklagt er im Interview mit "New Business". Werbebudgets hätten sich zu anderen Werbeträgern verlagert, der Staat müsse die gestiegenen Zustellkosten durch eine "Vertriebsförderung" subventionieren.
new-business.de