"FAZ": Sponsoring zwischen BMW und FC Bayern München platzt.

BMW und FC Bayern München beenden ihre Sponsoring-Verhandlungen, der geplante Deal über rund 800 Mio Euro kommt nicht zustande, berichtet die "FAZ". BMW sollte Audi als Sponsor ablösen, Audi hatte daraufhin das Angebot erhöht – auf eine Summe, die laut BMW "wirtschaftlich nicht vertretbar" sei. Laut "Bild am Sonntag" haben der Fußballclub und Audi ihren vertrag nun um sechs Jahre bis 2031 verlängert, Audi zahlt dafür jährlich 50 Mio Euro.
faz.de, "Bild am Sonntag", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

"Kress": Rabe und Döpfner sind die bestbezahlten Medien-Manager.

Manager-Gehälter: "Kress"-Chefredakteur Markus Wiegand wühlt sich durch die Bilanzen der Medienkonzerne und kürt Thomas Rabe und Mathias Döpfner mit geschätzten Bezügen im unteren zweistelligen Mio-Bereich zu den bestbezahlten Medien-Managern. ProSiebenSat.1-Chef Max Conze bekommt laut Bilanz 5,5 Mio Euro, Ströer-CEO Udo Müller 3,57 Mio und Constantin-Chef Olaf Schröder 633.000 Euro.
kress.de

Zitat: Uwe Storch will als OWM-Vorsitzender weiterhin Klartext reden.

"Storch wird nie die Sau rauslassen, Storch wird immer wieder den Storch rauslassen."

Der neue OWM-Vorsitzende Uwe Storch will die "entscheidenden Menschen an einen Tisch bekommen und Dinge bewegen". Mit Polarisieren schaffe man das nicht, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit Geschäftsführer Joachim Schütz.
"Horizont" 20/2019, S. 10-11 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

Google veröffentlicht neue Werbeformate u.a. für YouTube.

Google erweitert sein Angebot an Werbeformaten und stellt u.a. das neue Tool Bumper Machine vor. Damit können lange Werbevideos in kurze Sechs-Sekünder umgewandelt werden. YouTube kann mit den sogenannten Discovery-Anzeigen auch von Kunden ohne eigenes Werbevideo genutzt werden. Die Anzeigen bestehen aus Titel, Bildern und Logos und sollen im YouTube-Startseitenfeed, bei G-Mail oder Discover ausgespielt werden.
horizont.net

Meinung: Product Placements sind in digitalen Medien nur der Anfang.

Streamingdienste setzen stark auf Product Placement, um Werbebotschaften zu den Zuschauern zu bekommen – Nicolas Freund fragt sich, ob auch politische Einflussnahme denkbar wäre. Aus Massenkompatibilität verzichteten Netflix und Co zwar auf "allzu klare politische Positionierung", die Produktplatzierungen zeigen aber laut Freund die Manipulationskraft digitaler Medien.
sueddeutsche.de

Zitat: Für Gabor Steingart stellen Anzeigen eine Art Sollbruchstelle dar.

"Wichtige Anzeigenkunden stellen Forderungen und der Übergang zur Prostitution ist schleichend."

Für Media Pioneer Gabor Steingart sind Anzeigen eine Sollbruchstelle. Durch sie entstünde bei kleinen Fachmedien oder Lokalzeitungen eine Art Angreifbarkeit, sagt er im Interview mit Christian Meier.
soundcloud.com/medien-woche (19-Min-Interview, ab Min 25)

Wiederkehrende Sound-Logos stärken Vertrauen in Marken.

Audio-Branding wird für Marken mit der Verbreitung von Sprachassistenten und anderen rein audio-basierten Systemen zunehmend wichtiger, sagt Philipp Schweidler, Gründer der Schweizer Agentur Department of Noise. Ein Audio-Logo sei das "klangliche Destillat einer Marke, runtergedampft auf etwa drei Sekunden". Sound erzeuge unterbewusst Emotionen und trage bei Wiedererkennung zur Vertrauensbildung bei.
persoenlich.com

Ad Alliance Brand Studios wollen Video Native Advertising stärken.

Ad Alliance von G+J EMS und IP Deutschland will Native Video Advertising ausbauen, berichtet "Horizont". Unter dem Dach des "Ad Alliance Brand Studios" bündelt der Verbund die Entwicklung und Produktion von Kunden-Kampagnen für alle Kanäle. Bisher produzieren schon das RTL Brand Studio und das N-TV Brand Studio kanalübergreifenden Content.
horizont.net

Flyeralarm Frauen-Bundesliga: Thorsten Fischer will den Frauenfußball populärer machen.


Marketing-Doppelpass: Flyeralarm ist ab kommender Spielzeit fünf Jahre lang Namenssponsor der Frauen-Fußballbundesliga. Thorsten Fischer, Gründer und Chef des Online-Druckhauses, wünscht sich im turi2.tv-Interview am Rande der Pressekonferenz von DFL und Flyeralarm, dass Frauen-Fußball und Druckerei voneinander profitieren: "Wir haben als Flyeralarm bewiesen, dass wir wissen, wie man eine Marke aufbaut."

Fischer tritt in große Fußstapfen: Bisher ist der Versicherungs-Konzern Allianz Namenssponsor. Flyeralarm bringt aber Fußball-Erfahrung mit – bei den Spielen der Männer-Fußball-Nationalmannschaft läuft Flyeralarm-Werbung auf der Bande. Im heimischen Würzburg trägt das Stadion der drittklassigen Kickers den Namen der Online-Druckerei.

Weitergehende Pläne, wie etwa ein vom Unternehmen gesponserter Mannschafts-Aufbau – wie Red Bull es in Leipzig macht und Dietmar Hopp in Hoffenheim – hat Fischer allerdings nicht: "Ein Sieg in der dritten Liga schmeckt im Zweifel genauso gut wie ein Sieg in der ersten Liga."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Mitarbeit: Markus Trantow

ZDF lehnt als Wahlwerbung deklarierten Spot der Partei ab.

ZDF weigert sich, Wahlwerbung von Die Partei auszustrahlen, die sich mit der Seenotrettung beschäftigt. Der Sender argumentiert, es handele sich inhaltlich nicht um Wahlwerbung, sondern um Unterstützung für Sea-Watch. Die Partei hat es der Rettungsorganisation überlassen, wie sie den Spot gestaltet. Öffentlich-rechtliche und private Sender müssen den Parteien eine "angemessene Sendezeit" für Wahlwerbung einräumen.
tagesspiegel.de

Meinung: Unternehmen stehen nicht immer hinter ihren Werbebotschaften.

Werbung: Wenn Firmen Haltung zeigen, geht das wie am Beispiel Deutsche Bahn nicht immer gut, beobachtet Catrin Bialek im Gespräch mit Reputationsexperten. Unternehmen müssten sich vergegenwärtigen, in welchem Markt welche Botschaften problematisch werden könnten. Der Wunsch nach Aufmerksamkeit sei häufig größer als die verkündete gesellschaftliche Überzeugung.
handelsblatt.com

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).

"Richtig in die Fresse gekriegt" – Michael Trautmann über die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens.



Werber mit Wirkung: Michael Trautmann ist On the Way to New Work – in seinem gleichnamigen Podcast und in seinem Leben. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi spricht der erfolgreiche Werber über seinen persönlichen wie beruflichen Wandel - aber auch über seine Misserfolge und was er daraus gelernt hat (turi2.de/misserfolg). Trautmann sagt, dass persönlich vorgetragene Werbung im Podcast besser funktioniert als ein Spot und dass er kein Problem damit hat, sich zum Testimonial für ein Produkt zu machen, hinter dem er steht. Weiteres Thema ist seine Agenturgründung mit André Kemper 2004 – und die "schmerzhafte Trennung". Inzwischen heißt die Agentur Thjnk und Trautmann, das T im Agenturnamen, plant selbst den geordneten Rückzug.

Ab Mitte des Jahres firmiert er noch als Senior Advisor der Agentur, kümmert sich aber vor allem um neue, eigene Projekte: Der Gesprächs-Podcast "On the Way to New Work", den er gemeinsam mit Christoph Magnussen produziert und der zwei Mal pro Woche erscheint, und die Agentur Upsolut Sports. Trautmann und Kollegen wollen die Fitness-Sportart Hyrox populär machen.

Über seinen persönlichen Wandel sagt Trautmann, dass er heute weniger schnell beleidigt ist als früher und Kritik besser annehmen kann. Dem Nachwuchs rät er, früh damit anzufangen, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

Das ganze 47-Minuten-Gespräch von Michael Trautmann und Peter Turi ist als turi2.tv-Video bei YouTube abrufbar und steht als Audio unter turi2.de/podcast sowie bei iTunes, Spotify, Deezer und AudioNow bereit.



Kapitelmarken bei YouTube:

Michael Trautmann ...

1:19 ... über seinen größten Misserfolg, sein Scheitern bei der Internationalisierung von Springer & Jacoby – und was er daraus gelernt hat.

3:21 … sagt, was er aus seinem Misserfolg gelernt hat und was er heute anders machen würde.

5:56 … über seine Werbekarriere und das Zusammenspiel mit André Kemper.

7:37 … über sein Verhältnis zu André Kemper heute.

9:05 … über die Anfänge von Kemper-Trautmann, heute Thjink.

9:32 … über coole und uncoole Werbung.

10:55 … über Diversität in der Werbebranche.

11:53 … über seinen Weg in den Hintergrund bei Thjnk und alternde Werber.

13:32 … über seinen Rückzug von Thjnk – und wie er der Agentur verbunden bleiben will.

14:45 … überlegt noch, was künftig auf seiner Visitenkarte steht und seine Firma Upsolut Sports.

16:59 … über sein Werbevermächtnis.

20:10 … über seinen größten Werbe-Fehler.

21:09 … über seinen Versuch, Klavier spielen zu lernen.

23:46 … über die Perspektiven für die Werbung.

26:42 … über den Podcast-Gastgeber als überschwänglichen Werbe-Presenter.

33:51 … über die Perspektive für Podcasts.

35:40 … über die Gäste-Akquise für den New-Work-Podcast.

37:33 … über journalistische Podcasts vs. Influencer-Podcasts.

39:31 … über den Podcast als Einnahmequelle.

40:30 … über die Messbarkeit des Podcast-Erfolgs.

41:55 … über Hörerbindung und neue Podcast-Ideen.

43:16 … über die Vorbilder Martin Winterkorn und Rupert Stadler.

46:49 … rät dem Nachwuchs, sich früh regelmäßig zu reflektieren.

Otto und Ströer wollen ein Vermarktungs-Joint-Venture gründen.


Big-Data-Dating: Ströer und Otto planen ein gemeinsames Unternehmen für Werbevermarktung und Targeting namens OS Data Solutions, an dem jede der Firmen 50 % hält. Sie kooperieren bereits seit zwei Jahren bei der Vermarktung. Das Joint Venture soll die gemeinsame Speicherung, Auswertung und Nutzung der Daten vereinfachen. Außerdem entsteht dabei einer der größten deutschen Datenpools mit mehr als 50 Mio Datensätzen.

Ziel sei ein lokales Gegenstück zum Werbeinventar der US-Internetkonzerne, sagt Torsten Ahlers, Chef der Otto Media Group. Die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus – danach wollen die Unternehmen mehr zu Produkten und Personalien sagen.
wuv.de

Anzeige: Die Top 10 der Anzeigen bei turi2 im April 2019.

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Im April 2019 schmückt die Bild am Sonntag den ersten Platz unter den Anzeigen auf turi2.de. Mit auf dem Träppchen befindet sich auf Platz 2 Burda mit der Insytle Jubiläums Kampagne und auf Platz 3 die Rheinische Post Journalistenschule. Zur Top 10 der meistgeklickten Anzeigen zählen auch New York Aktuell, der Bayrischer Rundfunk, BDZV, Media Control und der Playboy. Hier geht’s zur kompletten Top 10>>>

VW investiert zweistelligen Mio-Betrag in Kommunikation zur E-Mobilität.

Volkswagen startet ein Jahr, bevor der elektrische VW ID losrollt, eine der größten Kommunikationskampagnen seiner Unternehmensgeschichte: Sie besteht u.a. aus Influencer-Filmen, Produkt-Teasern und einem Spot, der zum DFB-Pokalfinale zum ersten Mal läuft. VW hat dafür außerdem mehr als 50 % der Werbeflächen Berlins gebucht. Der Aufwand sei nötig, weil E-Mobilität ein "tiefgreifender Wandel" ist, für den eine konventionelle Markteinführungsstrategie nicht funktioniere, so VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl. Die Kampagne setzt sich aus fünf Teilkampagnen zusammen.
wuv.de

Spotify testet sprachaktivierte Anzeigen auf Mobilgeräten.

Spotify will in den USA sprachgesteuerte Anzeigen testen. Sie leiten die Hörer z.B. zu einer gesponserten Playlist oder einem Podcast. Eine der ersten teilnehmenden Marken ist Axe. Die Anzeigen bekommen nur die Hörer ausgespielt, die die Sprachsteuerung des Streamingdienstes aktiviert haben. Auch der Musik-Streamingdienst Pandora will sprachgesteuerte Anzeigen testen.
techcrunch.com

Meinung: Ketchum Pleon hat die beste Zeit hinter sich.

Ketchum Pleon, einst Agentur-Glanzlicht, ist "nur noch ein Schatten früherer Tage", schreibt Mehrdad Amirkhizi. Er sieht dafür zwei Hauptgründe: Erstens kämen Ketchum und Pleon aus unterschiedlichen Welten des PR-Geschäfts, die Fusion habe "zusammengeführt, was nicht wirklich zusammenpasst". Zweitens schwächele intern die Zusammenarbeit und wirkten sich unglückliche Personalentscheidungen aus.
"Horizont" 18/2019, S. 16 (Paid)

Debatte: Frank Dopheide will seinen Ex-Chef Steingart "mit Argusaugen beobachten".


Frank Dopheide, Sprecher der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group, zollt seinem früheren Weggefährten Respekt: Der habe "wahre Fans" und "kreativen Geist". Und tue gut daran, nicht auf Werbung setzen.

"Wenn Gabor Steingart 'Ideenreichtum' zur Grundlage für neuen Journalismus und ein neues Geschäftsmodell macht, klingt das stimmig für einen kreativen Geist und ist allemal eine gute Geschichte, die schon vom Start weg für Interesse und Diskussionsstoff sorgt, mehr als es ein ambitionierter Businessplan je könnte. Das hat sich schon mal ausgezahlt.

Die großen Unternehmenslenker lieben es, ihre Botschaften über die Leitmedien zu verbreiten und shiften gleichzeitig ihr Werbebudget in die Billigkanäle. Jeder Mediengründer ist gut beraten, seine Zukunft nicht darauf zu bauen. Das hilft auch bei der Fokussierung.

Die tägliche Relevanz und die Nähe zum Leser/Hörer/Teilnehmer sind die Punkte, an denen sich Businessplan und Zukunft entscheiden. Gabor Steingart hat nicht nur Leser, sondern wahre Fans. Es könnte klappen. Wir werden es mit Argusaugen beobachten."

Debatte: Patrick Kammerer will Papier und Werbung noch nicht einmotten.


Patrick Kammerer, Coca Colas Kommunikator im deutschen Markt, reagiert auf die Worte des vom Werbeglauben abgefallenen Gabor Steingart.

"Etwas zu verliebt in die eigene Formulierkunst, der Herr Steingart. Dabei lieben wir ihn doch schon genug.

Nicht zuletzt klingen seine Thesen - legitimerweise – angetrieben von den eigenen Geschäftsinteressen.

Denn selbstverständlich erlaubt Papier den Dialog. Schon mal (Leser-) Briefe geschrieben? Es ist auch nicht 'prähistorisch', sondern allenfalls historisch. Wie etwa das Grundgesetz oder der Pressekodex, die beide alt und nach wie vor aktuell sind.

Wenn Werbung 'ein Übers-Ohr-Hauen von Leserinnen und Lesern' wäre, gälte das ebenso für jedes meinungsstarke Stück, das als journalistischer Bericht daherkommt. Gute Medien, gedruckt oder online, bestehen jeden Test zur Trennung von Redaktion und Anzeigen. Wie auch von Meinung und Bericht."

Zitat: Gute Medien trennen Redaktion und Anzeigen, aber auch Bericht und Meinung.

"Wenn Werbung 'ein Übers-Ohr-Hauen von Leserinnen und Lesern' wäre, gälte das ebenso für jedes meinungsstarke Stück, das als journalistischer Bericht daherkommt."

Patrick Kammerer, Coca Colas Kommunikator im deutschen Markt, reagiert auf die Worte des vom Werbeglauben abgefallenen Gabor Steingart, der "etwas zu verliebt in die eigene Formulierkunst" wirke.
turi2.de (Gastbeitrag), turi2.de (Steingart-Interview)

Google verdient gut, wächst aber langsamer.


Entdeckung der Langsamkeit: Google-Mutter Alphabet setzt im 1. Quartal 36,3 Mrd Dollar um, ein Plus von 17 %. Im Vorjahr lag die Wachstumsrate noch bei 26 %. Der Gewinn liegt bei 6,6 Mrd Dollar, knapp 3 Mrd unter den Vorjahreszahlen - das liegt vor allem an einer Strafzahlung von 1,5 Mrd Euro an die EU-Kommission. Das Anzeigengeschäft wächst langsamer als erwartet.

Die Zahl der bezahlten Klicks auf Google-Objekten steigt nur um 39 % - die Wachstumsraten lagen bisher über 60 % und haben bisher sinkende Anzeigenpreise ausgeglichen. Googles Finanzchefin Ruth Prorat führt das verlangsamte Wachstum vor allem auf Änderungen bei YouTube zurück.
spiegel.de, cnbc.com, abc.xyz (Kennzahlen)