Köpfe der Kommunikation

Annalena Baerbock

Status: Annalena Baerbock ist Parteivorsitzende und 2021 Kanzlerkandidatin der Grünen.

Geboren am 15. Dezember 1980 in Hannover

Bio: Annalena Baerbock hüpft in in ihrer Jugend professionell als Trampolinspringerin und verbringt ein Austausch-Schuljahr in Florida. Nach dem Abitur studiert sie bis 2004 Politikwissenschaften und Öffentliches Recht in Hamburg. Währenddessen schreibt sie als freie Mitarbeiterin für die “Hannoversche Allgemeine Zeitung”. An der London School of Economics studiert Baerbock bis 2005 Völkerrecht im Master. Im selben Jahr tritt sie den Grünen bei. Ihre Promotion an der FU Berlin schließt sie nie ab. Von 2008 bis 2009 arbeitet sie als Referentin für Sicherheitspolitik der Grünen Bundestagsfranktion. Dann hat sie bis 2013 den Parteivorsitz der Grünen in Brandenburg inne. Im selben Jahr wird Baerbock Mitglied des Bundestags. Seit Anfang 2018 ist sie, zusammen mit Kollege Robert Habeck, Parteivorsitzende auf Bundesebene. Im Frühjahr 2021 schlägt der Bundesvorstand der Grünen mit Annalena Baerbock, zum ersten Mal überhaupt, eine Kanzlerkandidatin zur Bundestagswahl vor.

E-Mail: annalena.baerbock@bundestag.de

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Annalena Baerbock bei turi2:

  • Hör-Tipp: Annalena Baerbock hält nicht alle Parteien für demokratisch.

    Hör-Tipp: “Aus meiner Sicht steht eine Partei, und das ist die AfD, nicht auf dem Boden des Grundgesetzes”, sagt Grünen-Chefin Annalena Baerbock im “Alles gesagt”-Interviewpodcast der “Zeit”. Baerbock spricht über das Mitglieder-Hoch der Grünen und erzählt den Moderatoren Jochen Wegner und Christoph Amend, dass sie vor ihrer politischen Karriere Journalistin werden wollte und “fasziniert” von den verschiedenen Lebensentwürfen ihrer Gesprächspartnerinnen war.
    zeit.de (2,5-Std-Podcast)

  • ARD und ZDF planen ebenfalls ein Triell zur Wahl.

    Qual der TV-Sender-Wahl: ARD und ZDF wollen zur Bundestagswahl ebenfalls einen Drei-Kampf mit allen drei Kanzlerkandidatinnen im Vorfeld der Bundestagswahl ausstrahlen. Damit gehen die Öffentlichen-Rechtlichen in Konkurrenz zu RTL, die ebenfalls ein Triell planen. Der Sendetermin für RTL steht noch nicht fest, ARD und dem ZDF wollen die Sendung am 12. September um 20.15 Uhr ausstrahlen.

    Bei den Öffentlich-Rechtlichen sollen Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz 90 Minuten lang diskutieren und “ihre Positionen zu den wesentlichen Themen des Bundestagswahlkampfs darstellen”, schreibt DWDL. Maybrit Illner und ARD-Chefredakteur Oliver Köhr moderieren die Sendung. Über den genauen Ablauf wollen ARD und ZDF noch informieren. Mit der Ankündigung schwinde laut DWDL die Chance der Öffentlich-Rechtlichen Sender auf ein gemeinsames Format mit den Privaten. Zuvor waren die TV-Duelle gleichzeitig bei ARD, ZDF, RTL und einem Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe gelaufen.
    dwdl.de, turi2.de (Background)

  • Michael Otto lehnt eine Anhebung der Einkommenssteuer für höhere Einkommen ab.

    Steuer-Skepsis: Unternehmer Michael Otto lehnt eine Anhebung der Einkommenssteuer für höhere Einkommen ab, sagt er im Interview mit der “Zeit”. Otto begründet seine Haltung damit, dass eine höhere Besteuerung nicht nur “ganz Reiche”, sondern vor allem den Mittelstand treffen würde. Dem Parteiprogramm der Grünen unter Annalena Baerbock attestiert er “einen gewaltigen Linksrutsch”.
    zeit.de (Paid)

  • Steingart: Hype um Annalena Baerbock ähnelt dem um Martin Schulz.

    Dasselbe in Grün: Der Hype um Annalena Baerbock ähnelt “in zweierlei Hinsicht” dem Hype um SPD-Mann Martin Schulz 2017, kommentiert Gabor Steingart in seinem Morning Briefing. Es seien zunächst die Medien und nicht die Bevölkerung, die sich auf die Person konzentrieren, was sich insbesondere in “Spiegel”-Titelbildern zeige. Außerdem spiele erneut die “Sehnsucht nach Veränderung” einer Politikerin aus der Opposition als Projektionsfläche in die Karten. Dennoch hält Steingart Baerbock als Kandidatin für stärker.
    gaborsteingart.com

  • Grüne wollen Boris Palmer aus der Partei ausschließen.

    Genug ist genug: Die Grünen in Baden-Württemberg haben ein Parteiausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in Gang gesetzt. Beim Landesparteitag haben 161 Delegierte für ein solches Verfahren gestimmt, 44 dagegen, acht haben sich enthalten. Auf Facebook hatte Palmer am Freitag den Ex-Fußball-Profi Dennis Aogo als “schlimmen Rassisten” bezeichnet – mit Verweis auf einen nicht-verifizierten Facebook-Kommentar, in dem behauptet worden war, Aogo habe für sich selbst das N-Wort benutzt. Der Post sei ironisch gemeint gewesen, hatte Palmer kurz nach der Veröffentlichung zu Protokoll gegeben. Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock nennt Palmers Äußerungen “rassistisch und abstoßend”: Sich nachträglich auf Ironie zu berufen, mache es “nicht ungeschehen”. Zuvor hatte Aogo eine offenbar versehentlich an ihn geschickte WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann publik gemacht, in der dieselbe rassistische Beleidigung zu lesen war. Kurz darauf stand wiederum ein Spruch von Aogo in der Kritik, Manchester City trainiere “bis zum Vergasen”. Aogo lässt seine Tätigkeit als Fußball-Experte bei Sky daher vorerst ruhen.

    In der “Welt am Sonntag” verteidigt Palmer sein Posting, er habe Aogo in Schutz nehmen wollen. Die kursierenden Vorwürfe gegen Aogo habe er bewusst “absurd übersteigert”. Mit dem Stilmittel der Satire habe er aufzeigen wollen, “wie heutzutage vollkommen haltlose Rassismusvorwürfe wirklich jedem zum Verhängnis werden können”. Denunzianten hätten seine Aussagen in die Twitter-Welt gezerrt und den Kontext beseitigt. Er halte es für seine Bürgerpflicht, dem “um sich greifenden Jakobinertum der ‘Generation beleidigt’ (Caroline Fourest) und dem ‘selbstgerechten Lifestylelinken’ (Sahra Wagenknecht)” entgegenzustellen.
    spiegel.de, tagesschau.de, welt.de (Paid), turi2.de (Background Lehmann), turi2.de (Background Aogo)

  • Willkommen im Club: Annalena Baerbock.

    Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock ist die erste Kanzlerkandidatin, die die Partei in ihrer Geschichte ins Rennen schickt. Baerbock sitzt seit 2013 im Bundestag – den Parteivorsitz teilt sie sich seit 2018 mit Robert Habeck. Die Politikerin ist neu in unserem Köpfe-Index, dem turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
    turi2.de/koepfe (Profil Baerbock)

  • “Bild” wirft ARD und ZDF Stimmungsmache für die Grünen vor.

    Klagelied: Die “Bild” beschwert sich über “Entgleisungen in Serie” und Stimmungsmache für die Grünen bei ARD und ZDF auf Social Media am Wochenende. Anlass ist u.a. ein mittlerweile entfernter Tweet der ARD, der Kritik an Annalena Baerbock abwehrt sowie ein laut ARD versehentlicher Like für die Forderung, “Bild”-Journalistinnen nicht mehr in Talkshows einzuladen. Auch ein Tweet des ZDF, der eine Sendung zum Wohnungsmarkt beworben hatte, wurde gelöscht, weil er angesichts der Ausschreitungen zum 1. Mai “missverständlich” war, wie ein ZDF-Sprecher sagt.
    bild.de

  • DJV erwartet von Kanzlerkandidatinnen, Grundrechte zum zentralen Thema zu machen.

    Brief-Diplomatie: DJV-Chef Frank Überall (Foto) fordert in einem Brief an Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock, “die Situation der Grundrechte zum zentralen Thema Ihrer Kanzlerschaft” zu machen. “Zentral” bedeute, stichelt Überall, “deutlich mehr, als bei Staats­besuchen von Repräsentanten auto­kratischer Regime die notwendige Achtung der Presse­freiheit als protokollarische Fußnote abzuhandeln”. Innenpolitisch sollte von den Bewerberinnen das Signal ausgehen, dass die deutsche Demokratie nicht zögere, “ihre Feinde mit allen rechts­staatlichen Mitteln zu verfolgen”.
    djv.de

  • Die “Zeit” analysiert An­na­le­na Ba­er­bocks auftreten in den Medien.

    Social-Spitzenreiterin: Ge­gen­über den Me­di­en tritt Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock der­zeit als Ein­zi­ge aus der Spit­zen­po­li­tik wirk­lich sou­ve­rän auf, schreibt Thomas E. Schmidt in der “Zeit”. Sie lasse sich “durch nichts und nie­man­den” un­ter­krie­gen und werde von einem Publikum verfolgt, das es gelernt habe, derartige Manöver zu lesen. Mit “un­ter­kom­ple­xen Pro­vo­ka­tio­nen” bräuchten es die Medien bei ihr nicht versuchen.
    Zeit, S. 51 (Paid)