H&M will teure Mitarbeiter offenbar vermehrt kündigen.

H&M soll langjährige und damit vermeintlich teure Mitarbeiter vermehrt durch flexiblere Arbeitskräfte für geringere Löhne ersetzt haben, zeigen Undercover-Recherchen des RTL-Mittagsjournals "Punkt 12" (Montag, 12 Uhr bei RTL). Bei einer Münchener Filialschließung seien Mitarbeiter entlassen, bei der Neueröffnung in unmittelbarerer Nähe jedoch nicht wieder eingestellt worden. Die Modekette bestreitet die Vorwürfe.
tvnow.de

Tesla investiert rund 4 Mrd Euro in das deutsche Werk.

Tesla will in die geplante Fabrik in der Gemeinde Grünheide rund 4 Mrd Euro investieren, zitiert die "Bild am Sonntag" aus einer Absichtserklärung zwischen Elon Musk und dem Wirtschaftsministerium von Brandenburg. Der erste Elektro-SUV solle 2021 vom Band rollen, bis zu 7.000 Mitarbeiter sollen jährlich bis zu 150.000 E-Autos produzieren. Tesla könne mit staatlichen Zuschüssen von rund 300 Mio rechnen, sofern auch die EU zustimmt.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Klassische Werbung schaut sich heute keiner mehr an.

Marketing: Klassische Werbung ist tot, sagt PR-Unternehmer Richard Edelman im "FAS"-Interview. Die Hälfte aller Klicks auf Werbenachrichten sei künstlich erzeugt. In der Vermarktung sollten Unternehmen heute einen "purpose" vorweisen, einen gesellschaftlichen Zweck, dem sie sich verschreiben. Werber müssten mit der Technologie mitgehen. "Wer das nicht tut, ist raus. Das geht ganz schnell", warnt Edelman.
"FAS", S. 19 (Paid)

US-Regierung verlängert die eingeschränkte Handelserlaubnis mit China.

USA: Die Regierung will Unternehmen weiterhin eingeschränkte Geschäfte mit China erlauben, wovon u.a. Huawei profitieren könnte. Eine langfristige Lösung hänge von einer Einigung im US-Handelsstreit mit China ab. Zuletzt hatte der US-Handelsminister Ross im August die Frist für eine "temporäre Generallizenz" um 90 Tage verlängert. Diese Regelung läuft am Montag aus.
faz.net

Hör-Tipp: Otto-Chef Alexander Birken warnt vor digitalen Veränderungen.

Hör-Tipp: Alexander Birken, Chef der Otto-Gruppe, will mit Werten statt immer höheren Gehältern dem Silicon Valley beim Fachkräftemangel Paroli bieten, sagt er im t3n-Podcast. Die Veränderungen durch die Digitalisierung werde bei vielen Unternehmen unterschätzt, Mitarbeiter mit verwaltenden Tätigkeiten müssten umgeschult werden.
soundcloud.com (78-Min-Audio)

Bahn-Finanzvorstand Alexander Doll muss gehen,

Deutsche Bahn: Finanzvorstand Alexander Doll verlässt den Konzern nach nur anderthalb Jahren. Er habe einen Auflösungsvertrag unterschrieben und erhalte eine Abfindung im siebenstelligen Bereich, erfährt die dpa aus Konzernkreisen. Doll habe das Vertrauen des Aufsichtsratschefs sowie einer großen Mehrheit seiner Vorstandskollegen verloren. In seine Zuständigkeit fielen auch der nicht geglückte Verkauf der britischen Bahn-Tochter Arriva und der defizitäre Güterverkehr, den ab Jabuar die bisherige BVG-Chefin Sigrid Nikutta verantwortet.
spiegel.de, n-tv.de

Lufthansa-Chef Spohr kritisiert die Klimapolitik der Bundesregierung.

Lufthansa: Vorstandschef Carsten Spohr kritisiert im "Handelsblatt", dass die Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer "entgegen anderslautender Ankündigungen" nicht für die Entwicklung von alternativen Kraftstoffen verwendet werden. Die Klima-Debatte sei generell "in Teilen von Irrationalität geprägt", auch die Politik müsse stärker "ihren Beitrag leisten".
handelsblatt.com

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ADAC hebt Preise an und testet Premium-Mitgliedschaft.

ADAC hebt erstmals seit sechs Jahren die Mitgliedsbeiträge an, von 49 auf 54 Euro bzw. von 84 auf 94 Euro für die Plus-Mitgliedschaft. In Niedersachsen und Sachsen Anhalt testet der ADAC ein neues Premium-Angebot für 139 Euro im Jahr, das weltweite Pannenhilfe, die Rückholung bei Krisen und Naturkatastrophen sowie das Abschleppen in eine Wunschwerkstatt in Deutschland beinhaltet. Bundesweit soll das neue Angebot im ersten Halbjahr 2020 starten. Ein gedrucktes Club-Magazin per Post bekommen jedoch auch Premium-Mitglieder nicht mehr.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Tesla produziert ab 2021 im brandenburgischen Grünheide.

Tesla plant die neue Fabrik im brandenburgischen Grünheide im Landkreis Oder-Spree, schreibt der "Tagesspiegel". Zuvor hatte BMW zeitweise ein Interesse an der Industriefläche bekundet. In Berlin wolle Tesla zudem ein Design- und Entwicklungszentrum errichten. Der Baubeginn für das Werk sei im 1. Quartal 2020 geplant, Produktionsstart sei 2021.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Sixt steigert Umsatz im dritten Quartal um 13 %, v.a. mit US-Geschäft.

Sixt steigert den Umsatz im dritten Quartal 2019 um knapp 13 % im Vergleich zum Vorjahr, auf 891,2 Mio Euro. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 115,2 Mio Euro, knapp 4 % weniger als im Vorjahr. Sixt hat viel in den Ausbau seiner Fahrzeugflotte und die Digitalisierung aller Vertriebskanäle investiert. Das Wachstum kommt v.a. aus dem US-Geschäft, dort ist der Umsatz des Autovermieters um mehr 30 % gewachsen.
sueddeutsche.de, dgap.de

OWM-Umfrage: Werbeausgaben stagnieren 2020, klassische Medien unter Druck.

OWM Markenverband 150Werbetreibende sehen laut OWM-Umfrage die wirtschaftliche Zukunft verhalten un investieren deshalb 2020 entweder genauso viel oder weniger als bisher in Werbung. Leistungs- und Wirkungsnachweise und Transparenz werden wichtiger. Werbetreibende wollen mehr in Sponsoring und Out of Home investieren, TV, Print und Radio müssen laut Befragung mit spürbaren Verlusten rechnen. Verantwortung und Haltung werden zentrale Kommunikationsthemen.
owm.de

Flixbus geht rechtlich gegen Mehrwertsteuer-Senkung der Bahn vor.

Flixbus klagt vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Mehrwertsteuer-Senkung bei der Deutschen Bahn. Das Fernbusunternehmen will sich auch bei der EU-Kommission beschweren. Laut einem von Flixbus in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten verstößt die Senkung gegen den von der EU festgelegten Grundsatz der steuerlichen Neutralität. Flixbus erwägt wegen der Senkung ab 2021 eine Ausdünnung des Streckennetzes.
augsburger-allgemeine.de, turi2.de (Background)

Meinung: Die Fusion von Peugeot und Fiat würde das Marketing vor eine Herkulesaufgabe stellen.

Marketing für den Fusionskonzern aus PSA und FCA würde einer der "markentechnisch aufregendsten und herausforderndsten Vorhaben", die es in der Branche bisher gab, kommentiert Jürgen Gietl. Unter dem neuen Dach würden 14 verschiedene Marken agieren. Für alle gelte es, die erhofften Synergie-Effekte zu nutzen, gleichzeitig aber die Stärken der einzelnen Marken gegeneinander abzuwägen und zu entscheiden, welche Marke für welche Zielgruppe und welche Werte am passendsten sei.
absatzwirtschaft.de

Adidas verlegt die 3D-Produktion von Sportschuhen von Ansbach nach Asien.

Adidas verlegt die sogenannte Speedfactory von Ansbach nach Asien, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Sportartikelhersteller produziert dort automatisiert mit 3D-Technik Laufschuhe. Auch das Werk in Atlanta werde spätestens im April 2020 geschlossen. Adidas wolle die Produktion enger mit den Zulieferern vernetzen, um flexibler und günstiger zu produzieren.
"Süddeutsche Zeitung", S. 21 (Paid)

Scheuers Ministerium empfahl eine Gehaltserhöhung für den Bahn-Vorstand.

Deutsche Bahn: Die zunächst geplante Gehaltserhöhung für den Bahn-Vorstand war eine Empfehlung des Vorbereitungsgremiums, in dem auch Scheuers Staatssekretär Guido Beermann sitzt, schreibt "Bild am Sonntag". Scheuer (Foto) hatte die angedachte Gehaltserhöhung um bis zu 33 % später öffentlich kritisiert.
"Bild am Sonntag", S. 12 (Paid), turi2.de (Scheuer-Kritik), turi2.de (Bahn-Vorstand)

Aus dem turi2-Archiv (02/2019): Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.

Lese-Tipp: Ostdeutsche achten beim Einkauf häufig mehr auf Regionalität.

Lese-Tipp: 30 Jahre nach dem Mauerfall kaufen die Ostdeutschen häufig immer noch anders ein als die Westdeutschen, analysiert Jan Schleicher, Rewe-Einkaufschef für Ostdeutschland, in der "Wirtschaftswoche". Viele Ostdeutsche konsumierten lieber regionale Marken, der Preis sei zweitrangig. Die Supermarktkette verkaufe im Osten mehr Bier, Spirituosen und Pralinen.
wiwo.de (Paid)

Verkehrsminister Scheuer scheitert vorerst mit Rauswurf von Bahn-Finanzchef Doll.

Vollbremse für das Abstellgleis: Verkehrsminister Andreas Scheuer und Aufsichtsratschef Michael Odenwald scheitern bei der Deutschen Bahn vorerst mit der Abberufung von Finanzchef Alexander Doll (Foto links). Doll habe als Reformer auf der Arbeitnehmerseite Fürsprecher, sodass es im Gremium keine Mehrheit gegen ihn gab. In voraussichtlich zwei Wochen solle es zur Personalie eine Sondersitzung des Gremiums geben.

Doll wird vorgeworfen, Aufsichtsrat und Regierung beim zunächst geplanten Verkauf der Nahverkehrstochter Arriva zu spät oder nur unzureichend informiert zu haben, was er bestreitet. Gewerkschafter vermuten eine gezielte Strategie von Bahn-Chef Lutz (Foto rechts) und Bahn-Vize Pofalla gegen den Ex-Banker Doll.
tagesspiegel.de, spiegel.de, manager-magazin.de, turi2.de (Arriva), turi2.de (Doll)

Lese-Tipp: Marken müssen sich wie Menschen weiterentwickeln.

Lese-Tipp: Bei Marken ist es wie bei Menschen, sie müssen sich im Zeitverlauf weiterentwickeln, um attraktiv zu bleiben, schreibt das "Handelsblatt" über die Notwendigkeit von neuen Markenlogos, wie bei Volkswagen. Viele Manager überschätzten die Wirkung eines neuen Logos. Das Produkt bleibe bei Kunden der größere Hebel, um sich für eine Marke zu entscheiden.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: T-Mobile USA wirbt mit kostenlosem Internet für die Sprint-Fusion.

Zahl des Tages: Bedürftige 10 Mio Haushalte sollen im Falle eines Zusammenschlusses von T-Mobile USA und dem Konkurrenten Sprint mit kostenlosem Internet versorgt werden, verspricht T-Mobile. Die Initiative "5G for Good" solle eine Gruppe von Generalstaatsanwälten überzeugen, eine Klage gegen die "wettbewerbswidrige" Fusion zu unterlassen.
theverge.com, investor.t-mobile.com, turi2.de (Deal), turi2.de (Klage)

Real kooperiert mit europäischen Online-Shops, um Amazon Konkurrenz zu machen.

Real will künftig international vorne mitspielen. Die Metro-Tochter startet gemeinsam mit Cdiscount aus Frankreich, eMAG aus Rumänien und ePrice aus Italien das International Marketplace Network. Gemeinsam wollen die Händler auf ihren Online-Marktplätzen bis zu 230 Mio Kunden in Europa erreichen und so Amazon und eBay Konkurrenz machen. Achillesferse könnte die Logistik sein. Da die Partner hier keine zentralen Strukturen besitzen, dürfte der Versand von Waren ins Ausland länger dauern als bei der Konkurrenz.
heise.de

Zahl des Tages: Softbank macht 5,8 Mrd Euro Quartals-Verlust.

Zahl des Tages: Nach 14 Jahren macht erstmals Softbank Quartalsverlust. Das Minus von 5,8 Mrd Euro kommt v.a. von der Investition in US-Bürovermietet Wework, den der japanische Technologie-Konzern vor der Pleite gerettet hat. Softbank-Vorstand Masayoshi Son sagt, sein Urteilsvermögen sei schlecht gewesen. Auch mit den Uber-, und Slack-Anteilen läuft es nicht gut.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Marke “Made in Germany” siecht, glaubt Wirtschaftsberater Winfried Neun.

Made in Germany als Marke braucht dringend einen Neustart, schreibt Wirtschaftspsychologe Winfried Neun. Im B2B-Bereich gebe es zwar digitale Hidden Champions, B2C habe sich der deutsche Mittelstand aber zu lang auf seinem Erfolg ausgeruht, wie u.a. die Insolvenzen von Kettler und Loewe zeigen. Neun fordert Unternehmer mit Haltung und Politiker, die sich mit "niedrigeren Unternehmensteuern" für Innovationen einsetzen.
"Welt" (Paid)