Google erneuert seine Suchmaschinen-Auswahl bei Android.

Wer sucht, findet: Google sorgt künftig dafür, dass sich Konkurrenzunternehmen ihre Auflistung in der Suchmaschinen-Vorauswahl auf neuen Android-Smartphones nicht mehr ersteigern müssen. Alternative Anbieter wie Ecosia oder DuckDuckGo sollen einen prominenten Platz erhalten. Grund für die Anpassung ist ein Streit mit der EU Kommission: Google hatte die Auswahlmöglichkeit bei der Neuanmeldung 2019 eingeführt, nachdem die Kommission kritisiert hatte, dass Googles Such-App auf den Geräten vorinstalliert ist.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Porträt: Sebastian Rudolph setzt bei Porsche auf Zusammenarbeit der Disziplinen.

PS für die PR: Porsche-Kommunikations­chef Sebastian Rudolph (Foto), seit September 2019 im Amt, krempelt die Kommunikation des Autobauers um und forciert die Zusammenarbeit der Disziplinen, schreibt David Selbach im "PR Magazin". Rudolph hat Unternehmens- und Produkt­kommunikation zusammengelegt, bei einem monatlichen "Boxenstopp" trifft er sich mit Abteilungs­leiterinnen, ohne Agenda, einfach um im Gespräch zu bleiben. Der frühere TV-Journalist setzt eigene Narrative, etwa dass synthetische Kraftstoffe, so genannte E-Fuels, nur eine "Ergänzung" zur E-Mobilität seien. Manche Journalistinnen schätzten Rudolph als verlässlichen, gut erreichbaren Gesprächs­partner, der sich in kritischen Situationen nicht wegduckt, andere fänden seine Art zu "marketing­lastig".
"PR Magazin" 6/2021, S. 10 - 18 (Paid), prmagazin.de (Teaser), turi2.de (Beitrag in der turi2 edition #13)

Katjes-Gründer Klaus Fassin, 89, ist tot.

Klaus Fassin, 89, ist tot. Der Katjes-Gründer ist bereits am Wochenende gestorben. Mit 20 Jahren hatte er die Firma Katjes Fassin gegründet und die Fruchtgummis seit dem Markteintritt 1971 zu einer der bekanntesten Marken auf dem deutschen Süßwarenmarkt gemacht. Klaus Fassin hatte das Geschäft schon 2004 an seinen Sohn Bastian Fassin und Ex-Suchard-Deutschland-Chef Tobias Bachmüller übergeben.
rp-online.de

Umstrittener Seifen-Hersteller Lush gibt bei naturnaher Kosmetik den Ton vor.

Nackiger Trend: Mit seiner oft unverpackten, naturnahen Kosmetik hat der Hersteller Lush die gesamte Kosmetikbranche beeinflusst, schreiben Catrin Bialek und Carsten Volkery. Dass die britische Firma immer wieder wegen vager Nachhaltigkeitsziele und mangelnden Arbeitsschutzes in der Produktion kritisiert wird, ändere nichts an ihrer Wirkung. Lush sei vor allem für die Einführung von plastik- und verpackungsfreier Ware bei vielen großen Branchen-Playern verantwortlich.
handelsblatt.com

Business Insider: VW hat mehr als 100 Mio Euro bei Entwicklung des neuen Bullis versenkt.

Verbrenner: Bei der Herstellung des neuen T7-Multivans und letzten Diesel-Bullis soll VW 100 Mio Euro vergeudet haben. Aus einem internen Revisionsbericht geht hervor, dass vor allem die Entwicklungskosten außer Kontrolle geraten sind und fast 200 Mio über dem geplanten Budget liegen, berichtet Business Insider. Im "Zentrum des Finanzdesasters" stehe Ex-VW-Nutzfahrzeuge-Vorstand Alexander Hitzinger.
businessinsider.de

Bertelsmanns Multi-Channel-Netzwerk Divimove heißt künftig We are era.

Divimove, Multi-Channel-Netzwerk von Bertelsmann und RTL, tritt künftig unter der Dachmarke We are era auf. Grund ist eine Neu­positionierung nach der Integration von Ufa X, Tube One Networks und RTL MCN sowie der Fusion mit dem skandinavischen Video-Netzwerk United Screens. Mit geballter Kraft will das Netzwerk Werbekunden eine länder­übergreifende Marken­kommunikation anbieten und auch TV-Stars zu plattform­über­greifenden Persönlichkeits­marken aufbauen.
meedia.de

Pinterest erweitert seine Shopping-Funktion in Deutschland.

Gekauft wie gesehen: Pinterest baut seine Shopping-Funktion aus. Die Neuerungen ermöglichen u.a. das Erfassen von Gegenständen, nachdem Nutzerinnen die Kamera darauf richten. Danach zeigt die App Kaufmöglichkeiten an. Pinterest will seinen Fokus dennoch "nicht zu sehr von Inspiration zu Handel" verlagern und im Zweifelsfall gegensteuern, sagt Dan Lurie, Shopping-Chef bei Pinterest.
t-online.de

Google muss 220 Mio Euro Strafe an die französischen Kartellbehörden zahlen.

Google zahlt in Frankreich 220 Mio Euro Strafe wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Position im Online-Anzeigenmarkt. Der Konzern konnte einen Vergleich bei den französischen Kartellbehörden erzielen, weswegen die Strafe deutlich geringer als erwartet ausfällt. Google will Wettbewerbern künftig die Nutzung von Google-Werbetools erleichtern, heißt es in der abgeschlossener Verpflichtung.
tagesschau.de

Hör-Tipp: Fritz-Kola-Mitgründer Mirco Wolf Wiegert über Werbung mit Haltung.

Hör-Tipp: "Haltung bedeutet auch mal, Kunden zu verlieren", erzählt Mirco Wolf Wiegert (Foto), Mitgründer von Fritz-Kola, im Podcast Die Stunde Null mit Tanit Koch und Horst von Buttlar. Politische Themen würden demnach "dünnes Eis" bleiben. Eine Plakatwerbung, auf der Donald Trump mit der neuen Null-Zucker-Colaflasche und dem Spruch "Zwei Nullen. Eine schmeckt" zu sehen war, habe viel Gegenwind bekommen. Manchmal habe sich Wiegert daher gefragt, ob man hier nicht "über das Ziel hinausgeschossen" sei.
art19.com via stern.de (44-Min-Audio)

“Clap”: André Pollmann verlässt Condé Nast.

Condé Nast: André Pollmann, seit Anfang 2020 "GQ"-Markenchef, verlässt das Unternehmen, schreibt "Clap". Der Weggang könnte eine Folge der von Condé Nast angekündigten Stellen-Kürzungen sein. Pollmann war sechs Jahre Anzeigenleiter bei Springer und acht Jahre Gesamtanzeigenleiter bei Gruner + Jahr, seit 2013 ist er bei Condé Nast. Auch Joko Winterscheid hatte das "GQ"-Führungsteam im Februar nach rund einem Jahr wieder verlassen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Dolce & Gabbana zoffen sich mit Tochter von Robert Geiss um Namen für Mode-Label.

Dolce & Geiss: Das Mode-Label Dolce & Gabbana geht rechtlich gegen Davina Geiss, Tochter von Unternehmer Robert Geiss, vor. Davina Geiss hatte im Februar ihre Marke DG by Indigo Limited beim Patentamt registrieren lassen, Dolce & Gabbana legte Widerspruch ein. Der Grund: Verwechslungsgefahr, die von den Initialen ausgehen könnten. Geiss bietet die Kleidung trotzdem zum Kauf an. Die Klage könnte bis zum Europäischen Gerichtshof gehen, schreibt "Bild".
bild.de (Paid)

Zalando gibt seinen Mitarbeiterinnen eine Woche bezahlten Extra-Urlaub.

Arbeits-Auszeit: Astrid Arndt, Zalando-Personalchefin und erste Frau im Vorstand des Unternehmens, verordnet Angestellten eine Auszeit. In einem Blogpost kündigt Arndt den Mitarbeiterinnen eine bezahlte Urlaubswoche von 2. bis 6. August an, um "Leistungen und Herausforderungen" in der Pandemie anzuerkennen, schreibt das "Manager Magazin". Bereits im vergangenen Jahr hatte Zalando seinen Angestellten einen Bonus in Höhe von 500 Euro gezahlt.
manager-magazin.de

Video-Tipp: Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen analysieren Alibabas Erfolgsgeheimnis.

Video-Tipp: Der Vergleich der Plattform-Giganten Alibaba und Amazon hinkt, sagen Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen auf ihrem YouTube-Kanal "Wohlstand für alle". Bei Alibaba liege der Fokus auf Unternehmen, bei Amazon auf Verbraucherinnen. Nymoen nennt als Beispiel von Alibabas Erfolgsgeheimnis u.a. den jährlichen Singles Day, den Alibaba 2009 zu einem "verrückten Shopping-Event" auserkoren habe. Ein Hype, der mit dem Black Friday "kaum zu vergleichen" sei, ergänzt Schmitt.
youtube.com (35-Min-Video)

“Bild”: Heidi und Günther Klum streiten auch um den Markennamen “Heidi Klum”.

Nächster Namens-Streit: Der Markenrechtsstreit bei den Klums zieht weitere Kreise, laut "Bild" streiten sich Heidi Klum und ihr Manager-Vater Günther Klum schon seit zwei Jahren um den Markennamen "Heidi Klum". Ein entsprechender Vertretervertrag sei inzwischen von Heidi gekündigt worden. Heidi habe festgestellt, "dass die Menschen lieber mit ihr Geschäfte machen wollen als mit ihrem Vater", zitiert das Blatt einen Insider. Günther Klum sei "eben nicht mehr der Türöffner wie früher". Der benutze allerdings trotz der Vertragskündigung z.B. weiterhin Briefpapier mit dem alten Heidi-Klum-Logo. Über ihre Anwälte soll Heidi deshalb kürzlich einen Vorschlag für eine Unterlassungserklärung vorgelegt haben. Offenbar will Heidi einen Vergleich erzielen, damit Günther Klum seine Rechte an sie überträgt, so der Vertraute zur "Bild"-Zeitung.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Heidi Klum mit einer Anwaltsfirma gegen ihren Vater vorgeht, weil dieser sich wohl ohne vorherige Absprache die Markenrechte am Namen seiner Enkelin Leni Klum gesichert hat.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Natja Rieber wird Markenchefin bei der PR-Agentur BCW.

BCW macht Natja Rieber, 34, zur Markenchefin. Sie wird in der PR-Agentur künftig an das Führungsduo Susan Hölling und Björn Hasse berichten. Rieber kommt von Bauer, wo sie bisher als Kommunikations-Chefin für das globale Publishing-Geschäft tätig ist. In ihrer neuen Position möchte sie "mit einer No-Nonsense-Attitüde neue Antworten auf alte und neue Fragen" finden.
pressesprecher.com, turi2.de (Background)

Tui verkauft Hotel-Beteiligungen an Familie Riu.

Tui verkauft seine Anteile an 21 Riu-Hotels für bis zu 670 Mio Euro an die Familie Riu, Tui hatte 49 % am bisherigen Gemeinschaftsunternehmen Riu Hotels SA gehalten. Mindestens 540 Mio soll der Reisekonzern sofort bekommen, damit will man vor allem den in der Corona-Pandemie zuletzt größer gewordenen Schuldenberg abbauen. Die Pläne für den Verkauf habe es aber schon vor Corona gegeben.
n-tv.de, handelsblatt.com

Klarna: “Menschlicher Fehler” führt zu Datenleck.

Tag der offenen Daten: Rund 90.000 der insgesamt 90 Mio Kundinnen des Bezahldienstleisters Klarna sind am Donnerstagvormittag für gut eine halbe Stunde fremde Account-Daten angezeigt worden. Schuld daran sei ein "menschlicher Fehler" bei einem kurz zuvor eingespielten Update gewesen, zwischenzeitlich war die App deswegen offline. Einsehbar gewesen seien laut dem Unternehmen u.a. Namen, Adressen und Telefonnummern, Bank- und Kreditkartendaten entgegen einiger Userinnen-Berichte auf Twitter jedoch nicht.
t-online.de, heise.de

Heidi und Günther Klum streiten um die Markenrechte von Leni Klum.


Bleibt in der Familie: Model-Mama Heidi Klum geht offenbar mithilfe einer Anwaltskanzlei gegen ihren Vater und langjährigen Manager Günther Klum vor, weil er sich die Markenrechte am Namen seiner Enkelin Leni Klum gesichert hat. Seit März 2021 liegen alle Markenrechte für Bereiche wie Kosmetik, Musik, Schmuck und Mode bei ihm. Heidi Klum hatte über ihre Firma Heidi Klum Company LLC selbst eine Markenregistrierung beantragt und stellt nun Antrag auf Nichtigkeit gegen die Markenrechte des Vaters. Ein Foto des Antrags, der bei Papa Klum eintrudelte, postet er höchstpersönlich sowie höchst verwundert bei Instagram.

Die 17-jährige Leni Klum hat 2020 ihre Model-Karriere mit einem Mutter-Tochter-Cover der deutschen "Vogue" gestartet. Günther Klums Modelagentur One Eins Fab nahm bis 2021 stets die Gewinnerin der Castingshow "Germany’s Next Topmodel" und mitunter auch weitere Kandidatinnen der Show unter Vertrag – in der Branche sind die Verträge umstritten. Bisher hatte Heidi Klum damit offenbar wenig Probleme, bei ihrem eigenen "Meedchen" dagegen missfällt ihr des Vaters Geschäftsgebaren.
t-online.de, faz.net, rtl.de

Vox stoppt wegen strittiger Aussagen vorläufig Zusammenarbeit mit Auswanderer-Paar.

Goodbye TV: Vox unterbricht die Zusammenarbeit mit dem Kult-Auswandererpaar Caro und Andreas Robens. Grund sind umstrittene Aussagen von Andreas Robens zu einer Messerattacke, an der er beteiligt gewesen sein soll. Er berichtet in der Vox-Doku, damals als Türsteher angegriffen worden zu sei. Laut Gericht habe er aber zuerst seine Ex-Freundin teilweise schwer verletzt, woraufhin sie ihm ein Messer in die Brust gerammt hatte. Es soll sich um zahlreichen Verfahren gegen Robens handeln, die mittlerweile eingestellt sind. Vox erklärt, von den Vorfällen nichts zu wissen und prüft die Fortsetzung der Zusammenarbeit.
dwdl.de, t-online.de

Hör-Tipp: DM-Chef Christoph Werner erlebte Kundinnen in der Pandemie als “extrem verunsichert”.

Hör-Tipp: "Die Kunden sind nicht unser Problem, die Kunden sind unsere Chance", sagt DM-Chef Christoph Werner. Im "Die Stunde Null"-Podcast mit Tanit Koch und Horst von Buttlar erzählt er, dass er Kundinnen in der Corona-Zeit im Bezug auf Hamsterkäufe nicht als "Wölfe", sondern als "extrem verunsicherte" Menschen wahrgenommen habe. Um für "geordnete Verhältnisse" zu sorgen, sei das Toilettenpapier u.a. nicht mehr in den Markt geschoben, sondern an der Tür ausgegeben worden.
art19.com (50-Min-Audio)

Maximilian von Harsdorf wird Leiter für digitale Medien beim VDA.

VDA macht Maximilian von Harsdorf, 35, zum Leiter für digitale Medien. Er berichtet künftig an Lutz Meyer, Leiter Kommunikation und Medien des VDA. Harsdorf war zuvor als Kommunikationschef bei Storymachine tätig, wo er für den Aufbau und die Entwicklung von Social-Media-Kommunikation für diverse Dax-30-Vorstände verantwortet hat.
pressesprecher.com

Soheil Dastyari meldet sich mit dem Buch “Fellowship” zurück.

Lesezeichen: Soheil Dastyari, von 2016 bis 2020 Chef von Gruner + Jahrs Content-Tochter Territory, markiert sein Territorium nun auf dem Buchmarkt, schreibt Clap. Der Campus-Verlag kündigt Dastyari als Autor des Buches "Fellowship" an. Laut Verlagsankündigung soll es die neuen digitalen "Spielregeln der Unternehmens- und Markenführung" anhand des Fellowship-Prinzips thematisieren und am 18. August erscheinen.
clap-club.de, campus.de

Zitat: Beziehungen am Arbeitsplatz sorgen für eine interessante Spannung , sagt Datev-Chef Robert Mayr.

"Es gibt ja Firmen, da steht im Kleingedruckten, dass Beziehungen zwischen Mitarbeitern unerwünscht sind. Solange hier kein Abhängigkeitsverhältnis besteht, wird das bei uns nicht nur akzeptiert, das macht auch manchmal das Salz in der Suppe aus."

Datev-Chef Robert Mayr erklärt in der "FAZ" die Unternehmenskultur der Steuersoftware-Firma. Er freut sich über "eine extrem geringe Fluktuation", jahrzehntelange Freundschaften, "Datev-Ehen" und Mitarbeiter-Kinder, die inzwischen im Unternehmen arbeiten.
faz.net (Paid)

Lieferando überwacht seine Fahrerinnen.

Lieferando trackt seine Fahrerinnen und speichert die Daten zum Teil jahrelang. Insgesamt erfasst die Fahrerinnen-App 39 personalisierte Datenpunkte pro Lieferung. Expertinnen und Betriebsrat sprechen von einer "dauerhaften Überwachung der Arbeitsleistung, die klar rechtswidrig" sei. Bei Lieferando heißt es, dass die App für den Betriebsablauf erforderlich sei. Dem Konzern droht eine Strafzahlung in Millionenhöhe.
br.de

Edeka weist Greenpeace-Vorwürfe zurück.

Edeka weist die Greenpeace-Vorwürfe gegen das Fleisch der Eigenmarke "Gut und günstig" zurück. Greenpeace hatte von Edeka gefordert, kein Fleisch mehr aus den Haltungsformen 1 und 2 zu verkaufen und wirft Edeka per YouTube-Video die Missachtung von Klima- und Tierschutz vor. Edeka verweist auf einen von Greenpeace durchgeführten Lebensmittelhandel-Marktcheck, bei dem die Supermarktkette auf Platz 3 von 8 gelandet ist.
horizont.net (Paid), youtube.com (Greenpeace-Kritik)

Jägermeister startet TV-Kampagne über die Heldinnen des Nachtlebens.

Nachtsehnsucht: Jägermeister startet eine Markenkampagne im TV und will die Heldinnen des Nachtlebens feiern. Während die meisten Marken ihre Kommunikation auf das absehbare Ende der Pandemie ausrichten, thematisieren die Likör-Brauer Durchhalte-Parolen. Im Sommer soll eine Grill-Promotion folgen, um Kräuter-Einsatzzwecke jenseits des Nachtlebens zu zeigen.
horizont.net

Martijn ten Brink wird Mazda-Chef für Europa.

Startet durch: Martijn ten Brink, 48, wird Europachef für Mazda. Er folgt auf Yasuhiro Aoyama, der nach zwei Jahren beim Firmensitz in Leverkusen zur Konzernzentrale nach Japan zurückkehrt und dort die Verantwortung für das globale Marketing übernimmt. Martin ten Brink ist seit mehr als 20 Jahren für Mazda tätig, zuletzt als Vize-Chef im Verkauf und Kundenservice.
new-business.de

Google muss in Italien wegen Marktmissbrauchs mehr als 100 Mio Euro Bußgeld zahlen.

Google wird von Italiens Kartellbehörde zur Kasse gebeten und muss rund 102 Mio Euro Bußgeld zahlen. Google hatte sich geweigert, die Konkurrenz-App von Stromkonzern Enel zum Aufladen von Elektrofahrzeugen in seine Plattform Android Auto aufzunehmen. Damit habe Google laut Kartellbehörde seine eigene Karten-App bevorteilt. Der Konzern zeigt sich mit der Entscheidung nicht einverstanden und will weitere Schritte prüfen.
faz.net, finanzen.net, turi2.de (Background)

“Lebensmittel Zeitung” führt das Ranking der größten deutschen Fachmedien an.

Lebensmittel Zeitung steht im Ranking der größten deutschen Fachmedien erstmals an der Spitze, schreibt "Horizont". Mit Bruttowerbeumsätzen von 34 Mio Euro überholt die Zeitung das "Deutsche Ärzteblatt" (32,7 Mio Euro). Die 150 Fachmedien haben 2020 Anzeigenerlöse von rund 507 Mio Euro verzeichnet, 2019 waren es noch auf 586 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 13,5 %.
horizont.net (Paid)

Funke kooperiert mit GLK und verkauft jetzt auch Lotterielose.

Geht über's Los: Funke wird Vertriebspartner für alle Angebote der "GKL – Die gemeinsame Klassenlotterie der Länder". Kundinnen können ab sofort Verlagsgeschäftsstellen und Shops sämtliche GKL-Lose kaufen. Das Angebot ist vorerst auf Niedersachsen begrenzt, weitere Standorte sollen folgen. Funke soll dabei dabei als Vermittler und nicht als Anbieter der Lotterie auftreten, der Medienkonzern erhält für die verkauften Lose eine Provision der GKL.
wuv.de

“Wirtschaftswoche”: Adidas fordert den DFB auf, seinen Machtkampf in den Griff zu kriegen.


Causa Keller: Adidas fordert den DFB im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius auf, die Krise an der Verbandsspitze schnell zu lösen, schreibt die "Wirtschaftswoche". Das sei der DFB den "Spielern und Spielerinnen und Partnern schuldig", teilt Adidas der "Wirtschaftswoche" in einem Statement mit. Die "internen Führungsquerelen" würden demnach "kein gutes Licht" auf den DFB werfen. Der Ausrüster-Vertrag zwischen dem Sportartikel-Hersteller Adidas und dem DFB läuft noch bis 2026. Die Partnerschaft besteht seit mehr als 60 Jahren, Adidas zahlt als Ausrüster jährlich 50 Mio Euro.

Auch Sponsor Volkswagen hatte beim DFB bereits am Wochenende ein persönliches Gespräch sowie eine schnelle Klärung gefordert. Vergangene Woche hatten die Landesverbände eine außerordentliche Vorstandssitzung im Fall Fritz Keller beantragt, nachdem er seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer internen Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte. Keller hatte daraufhin Koch vergeblich Entschuldigung gebeten und seinen Rücktritt abgelehnt.
wiwo.de (Paid), deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Opel will viele Mitarbeiterinnen dauerhaft ins Home-Office schicken.

Opel will die seit März 2020 geltenden Home-Office-Regeln in eine dauerhafte Lösung umwandeln, berichtet das "Handelsblatt". Die Mehrheit der rund 15.000 Beschäftigten in Deutschland soll bis höchstens durchschnittlich 70 % ihrer Zeit von zu Hause aus arbeiten. Feste Büroarbeitsplätze würden entfallen. Den Firmensitz will Opel entsprechend umbauen und vor allem Meeting-Räume bereitstellen. Die Gewerkschaften kritisieren, dass die Freiwilligkeit mangels Büroplätzen zu einer Pflicht mutieren könnte und keine ausreichenden Zahlungen für die zusätzlichen Betriebskosten der Angestellten angedacht sind.
handelsblatt.com

Zitat: Adidas-Chef Kasper Rorsted prognostiziert schwere Zeiten für analoge Händler.

"Das ist wie in der Medienbranche: Der Konsument ist da, wo die Digitalisierung ist. Der analoge Händler wird es schwer haben."

Adidas-Boss Kasper Rorsted sagt im "Handelsblatt"-Interview, dass es mehr Händler braucht, "die bereit sind, die Digitalisierungsreise" mitzumachen. Der Schuh-Gigant will seine Produkte künftig vor allem über den eigenen Online-Shop verkaufen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Rewe verliert Rechtsstreit gegen die Hofpfisterei.

Sonnen-Untergang: Rewe verliert einen Rechtsstreit gegen die Bäckereikette Hofpfisterei, die gegen Rewes Semmel-Bezeichnung "Party-Sonne" und ein Supermarkt-Brot namens "Sonnenkorn" geklagt hat. Die Hofpfisterei hat sich den Namen "Sonne" markenrechtlich schützen lassen und wacht seitdem mit Argusaugen über eventuell solare Konkurrenz. Bei einem Rechtsstreit gegen Lidl hatte die Münchner Großbäckerei Anfang Februar allerdings den Kürzeren gezogen.
sueddeutsche.de

OWM-Umfrage: Werbungtreibende sind pessimistisch.

OWM Markenverband 150Krisenstimmung: Werbetreibende schätzen laut OWM-Umfrage ihre Lage pessimistischer ein als im Vorjahr. Von den befragten Unternehmen rechnen 40 % weniger als im März 2020 mit besserer Umsatzentwicklung. Jedes dritte Unternehmen ist "sehr stark" von der Pandemie betroffen. Deutlich mehr Unternehmen rechnen mit sinkenden Werbeinvestitionen in klassische Kanäle und Sponsoring.
horizont.net (Paid)

Delivery Hero verlängert Vorstandsverträge bis April 2026.

Delivery Hero verlängert vorzeitig die Verträge seiner Vorstände. Chef und Mitbegründer Niklas Östberg (Foto) und Finanz-Chef Emmanuel Thomassin stimmen einer Vertragsverlängerung bis April 2026 zu. Im selben Zug ernennt Delivery Hero Pieter-Jan Vandepitte zum dritten Vorstandsmitglied. Vandepitte verantwortet seit 2015 das operative Geschäft, auch sein Vertrag läuft bis April 2026.
handelsblatt.com

Lammsbräu gewinnt Rechtsstreit um “Bio”-Siegel von Danone.

Nicht wasserfest: Die Brauerei Neumarkter Lammsbräu siegt im Rechtsstreit gegen Danones "Bio"-Label für Mineralwasser vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Demnach darf Fresenius dem Danone-Produkt Volvic kein "Bio"-Siegel mehr verleihen, da das Wasser nachbehandelt werde. Danone nennt das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, "nicht nachvollziehbar" und erwägt den Gang vor den BGH.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Ritter Sport erklärt Bio-Schokolade für gescheitert.

"Ich habe es jahrelang versucht, das Marketing immer wieder gequält. Am Ende haben wir aufgegeben. Die Leute haben einfach gesagt: Bio ist teuer, schmeckt nicht, ist was für Menschen mit kratzigen Pullis und Birkenstock-Sandalen."

Alfred Theodor Ritter, Firmenpatriarch des Schokoladen-Herstellers Ritter Sport, erklärt im "Spiegel"-Interview, warum ihm die Lust auf Bio-Schokolade vergangen ist.
spiegel.de (Interview, Paid), welt.de (Zusammenfassung)

Zitat: Adidas-Vertreibschef Roland Auschel will weiter auch auf Sportfachhändler setzen.

"Wir glauben an den kompetenten Sportfachhändler und werden weiterhin die Hälfte unseres Umsatzes mit dem Fachhandel machen."

Adidas-Vertriebschef Roland Auschel sagt der "Wirtschaftswoche", dass Adidas zwar mehr Kunden als Mitglieder an sich binden will, Händler bei entsprechenden Mindestumsätzen und "adäquater Darstellung" der Produkte aber weiter an Bord halten will.
wiwo.de