Outfittery verkauft zu Corona-Zeiten mehr Jogginghosen und Basecaps.

Home-Office-Style: Beim Männermode-Ausstatter Outfittery hat in der Corona-Krise die "Nachfrage nach Jogginghosen und Basecaps deutlich zuge­nommen", sagt Gründerin Julia Bösch im "Handelsblatt". Ihre Kunden zu kennen, ist ihr Geschäfts­modell. Neben 150 menschlichen Stylist*innen wählen Algorithmen das Outfit aus. Aktuelles Ziel ist die Expansion ins europäische Ausland.
"Handelsblatt", S. 45 (Paid)

Kartellwächter untersuchen Kooperation von Amazon und Markenherstellern.


Revier-Markierung: Das Bundeskartellamt hat ein weiteres Verfahren gegen Amazon eingeleitet, berichtet die "FAZ". Dabei will die Behörde herausfinden, "ob und inwieweit Amazon mit Markenherstellern zu Lasten von Dritthändlern kooperiert", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der Zeitung. Amazon bietet Marken, die den Online-Händler direkt beliefern, die Möglichkeit, Dritthändler vom Verkauf dieser Produkte auf dem deutschen Amazon-Marktplatz auszuschließen. Prominentestes Beispiel ist Apple: Seit Anfang 2019 ist der Verkauf von Apple-Produkten nur autorisierten Händlern und Amazon selbst erlaubt. Zwar seien solche "Brandgating"-Vereinbarungen zum Schutz vor Produkt­piraterie "grund­sätzlich als berechtigt" anzuerkennen, sagt Mundt. Um kartell­rechts­konform zu sein, müssten sie aber "das Gebot der Verhältnis­mäßigkeit wahren und dürfen nicht zu einer Aus­schaltung des Wettbewerbs führen".

Amazon will im Verfahren "vollumfänglich mit den zuständigen deutschen Behörden" kooperieren, sagt ein Sprecher. Ziel sei es, den Kund*innen die "breiteste Produktauswahl" anzubieten, dabei aber ein "vertrauensvolles Einkaufserlebnis" zu bewahren" und die Plattform "vor unrechtmäßigen Waren" zu schützen. In einem anderen Verfahren prüfen die Kartell­wächter derzeit, ob Amazon Dritthändler wieder dazu bewegen will, ihre Waren nirgendwo sonst günstiger anzubieten als auf Amazons Marketplace. Klauseln für eine solche Preisparität hatte Amazon auf Druck des Kartellamtes zuvor abgeschafft. (Foto: Christoph Schmidt/ dpa / Picture Alliance)
"FAZ" S. 17 (Paid), handelsblatt.com (Paid)

Delivery Hero steigert seinen Umsatz im 3. Quartal um 99 %.

Delivery Hero profitiert weiterhin vom Bestell-Boom und kann seinen Umsatz im 3. Quartal erneut nahezu verdoppeln. Der Umsatz legt um 99 % auf 776 Mio Euro zu. Der Lieferdienst hebt die Jahresprognose auf 2,7 bis 2,8 Mrd Euro Umsatz an, zuvor waren es 2,6 bis 2,8 Mrd Euro. Delivery Hero hatte erst im August – nach dem Abstieg von Wirecard – den Sprung in den Dax geschafft.
handelsblatt.com, turi2.de (2. Quartal), turi2.de (DH im Dax)

Video-Tipp: Hans-Christian Schwingen widerspricht dem Konzept “Lovebrands”.

Video-Tipp: Eine "Lovebrand" zu werden, kann kein ernsthaftes Markenziel sein, sagt Hans-Christian Schwingen im Interview mit unserem Video-Kooperationspartner "Horizont". Der frühere Marketing-Chef der Telekom sagt, wenn jemand für eine Leistung bezahlt, kann es keine zwischenmenschliche Komponente geben, es sei denn, es handelt sich um Prostitution. Das Gehirn nehme Marken als Objekte wahr. Ob eine Marke relevant werde, entscheide sich daran, ob sie höhere Ziele erfüllt.
youtube.com (36-Min-Video), horizont.net

Zahl des Tages: Auslastung der Bahn ist nach Sommer-Konjunktur wieder rückläufig.

Zahl des Tages: Bei nur noch 30 bis 35 % liegt die Auslastung derzeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn, sagt Bahn-Vorstand Berthold Huber im "FAZ"-Interview. Vor Corona waren im Schnitt 56 % der Sitzplätze belegt. Der Sommerurlaub vieler Menschen in Deutschland habe der Bahn "eine kleine Sonderkonjunktur" beschert.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Lufthansa-Management versetzt Airlines in den “Wintermodus”.


Kranich macht Winterschlaf: Die Lufthansa muss in der Corona-Krise noch stärker sparen als bisher geplant, berichten "Handelsblatt" und "manager magazin". Airline-Chef Carsten Spohr informiert die Belegschaft am Sonntag in einem Schreiben über harte Einschnitte und kündigt einen "Wintermodus" ab Mitte Dezember an. Den Flugbetrieb will die Lufthansa größtenteils auf Frankfurt konzentrieren und verlagert vier weitere A350-Flugzeuge von München in die Mainmetropole. Insgesamt 125 Jets, die eigentlich für den reduzierten Winterflugplan vorgesehen waren, legt die Airline-Gruppe erneut still. Das Lufthansa-Hauptquartier LAC am Frankfurter Flughafen wird weitgehend geschlossen, nur unbedingt notwendige Bereiche der Verwaltung bleiben geöffnet.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings gibt ihre Büros in Düsseldorf komplett auf. Einen Großteil ihrer Verwaltungs­mitarbeiter*innen setzt die Lufthansa bis Ende Februar auf maximale Kurzarbeit. 2020 werden die Flug­gesellschaften der Lufthansa "maximal ein Viertel ihrer Vorjahres­kapazität anbieten können, einige liegen sogar deutlich darunter", schreibt Spohr. Die Zahl der Gäste werde voraussichtlich bei weniger als einem Fünftel des Vorjahres­werts liegen. Vor allem das lukrative Lang­strecken-Geschäft liegt fast komplett brach. "Im historischen Vergleich sind wir in etwa auf dem Niveau Mitte der 1970er-Jahre", beschreibt Spohr den Ernst der Lage.
handelsblatt.com (Paid), manager-magazin.de

“Automobilwoche”: Volkswagen dockt Bentley bei Audi an.

Volkswagen parkt seine britische Luxus-Marke Bentley 2021 unter dem Dach von Audi, berichtet die "Auto­mobil­woche". Demnach könnte Audis Techologie-Projekt Artemis den Bausatz für eine gelände­gängige Edel­limousine liefern. Bisher ist Bentley mit Porsche und Bugatti Teil der Marken­gruppe "Super Premium".
automobilwoche.de (Paid) via handelsblatt.com, manager-magazin.de

“manager magazin”: Adidas verkauft Reebok.

Adidas: Konzernchef Kasper Rorsted will die Marke Reebok bis März 2021 verkaufen und gibt seine Sanierungsversuche damit auf, schreibt das "manager magazin". Es bezeichnet Reebok als "teuersten Fehlgriff der Konzerngeschichte". Rorsteds Vorgänger Herbert Hainer kaufte Reebok 2006 für 3,1 Mrd Euro, früher brachte die Marke ein Viertel der Konzernumsätze – inzwischen nur noch 7,4 %.
manager-magazin.de

Kommunikationschefin Kristina Bulle von P&G hält Haltung für wichtig.

Marken müssen Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themen beziehen, sagt Kristina Bulle, Kommunikationschefin von Procter & Gamble in Deutschland im Interview mit "Horizont". Wichtig seien vor allem die Themen Gleichstellung und Inklusion. Von der Coronakrise habe ihr Unternehmen zum Teil profitieren können, weil zum Beispiel Hygieneartikel und Haartrimmer gefragter wurden.
"Horizont" 43/2020, S. 8 (Paid)

Basta: Ein Unternehmer hat die Rechte an der Kreuz-Inschrift INRI.

Jesu-Kreuz 150 (Foto: dpa)Auf’s Kreuz gelegt: Ein bayerischer Unternehmer hat sich die Markenrechte an der auf vielen Kreuzen zu findenden Inschrift "INRI"“ (Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jesus von Nazareth, König der Juden) sichern lassen. Nun verkauft er T-Shirts mit dem Abbild eines an Jesus erinnernden Mannes und der Inschrift. Als Nächstes sollen Getränke folgen. Ob es Wasser oder Wein wird, bleibt vermutlich Glaubenssache.
spiegel.de

Lidl mausert sich im Verborgenen zum Lebensmittel-Großhersteller.

Lidl produziert immer mehr Waren selbst, die Schwartz-Produktion in der Nähe von Aachen ist inzwischen einer der größten deutschen Lebens­mittel-Hersteller – und zugleich einer der verschwiegensten, berichtet die "Wirtschaftswoche". Vor allem bei Best­sellern und "strategischen Waren­gruppen" wie Schokolade, Eiscreme, Backwaren und Kaffee will sich der Discounter nicht auf externe Lieferanten verlassen.
wiwo.de (Paid), wiwo.de (Interview, Paid)

Zalando übernimmt Schweizer 3D-Bodyscan-Firma.

Zalando übernimmt die Schweizer 3D-Bodyscan-Firma Fision, deren App Meepl Kund*innen hilft, passgenaue Kleidung zu finden. Die Software-Firma soll komplett in die Zalando-Gruppe integriert werden und den Grundstein für ein Tech-Hub mit 150 Beschäftigten am Standort Zürich bilden. Zalando verspricht sich von der Technologie, u.a. weniger kostenintensive Retouren.
corporate.zalando.com

BMW belebt sein gedrucktes Kundenmagazin wieder.


Print-PS: BMW belebt sein gedrucktes Kundenmagazin wieder und vergibt den Auftrag dafür an die Agentur CP Department, berichtet CP Monitor. Die Zeitschrift soll künftig dreimal jährlich mit einer Auflage von insgesamt 200.000 Stück erscheinen, die neue Erstausgabe unter Regie von Joachim Fischer ist für März 2021 geplant. Zudem will BMW das Magazin international stärken - eine englische Version ist ohnehin geplant, weitere Länderausgaben sind noch offen.

BMW hatte sich im Frühjahr 2018 für den Abschied von Print und eine reine Digital-Strategie entschieden. Der Grund für das gedruckte Revival ist die Feststellung, dass vor allem Käufer*innen von großvolumigen Fahrzeugen "weniger online-affin" sind.
cpmonitor.de

Disney macht seine Konzernstruktur streaming-fit.

If you can dream it, you can do it: US-Unterhaltungsriese Walt Disney schraubt an seiner Konzern-Struktur und richtet sich künftig vor allem auf Streaming-Angebote aus. TV- und Filmgeschäft sowie die Online-Videodienste werden in der neuen Sparte Media and Entertainment Distribution gebündelt. Der Umbau soll das Medien- und Werbegeschäft effektiver mit den Online-Services verknüpfen und Disney-Inhalte zugänglicher für Streaming-Plattformen machen. In Zukunft liege der "vorrangige Fokus" auf den Streaming-Services des Unternehmens, teilte Disney mit.

Vor allem der im November 2019 gestartete Netflix-Konkurrent Disney+ wird in der Konzernhierarchie nach vorne gerückt, mehr Aufmerksamkeit erfahren auch die weiteren On-Demand-Dienste wie ESPN+ und Hulu. Neuer Chef der Sparte wird Kareem Daniel, der bereits seit 14 Jahren für Disney arbeitet und sich zuletzt in der wegen Corona kriselnden Themenpark-Sparte um Fanartikel kümmerte. Die Disney-Aktie reagierte mit einem Kurssprung von fast 6 % nach Börsenschluss.
onvista.de, techcrunch.com, cnet.com

Zitat: Ex-Tele5-Chef Kai Blasberg vermarktet jetzt regionales Rindfleisch.

"Das Produkt ist fantastisch, aber der Preis ist beschissen. Das muss man ändern. Dafür braucht man Marketing und Vertrieb. Das kann ich."

Ex-Tele5-Chef Kai Blasberg erzählt im Meedia-Interview, wie er in seiner neuen Heimat Nordfriesland die Berufung zum Rinder-Vermarkter gefunden hat. Mit Social Media, Podcast und Storytelling will er Fleisch aus Süderhöft zur Marke machen.
"Meedia" 42/2020, S. 14 - 20 (Paid)

Die Mitgliederzahl des ADAC sinkt in der Pandemie stärker als erwartet.

Gelber Engel im Fall: Der ADAC, Deutschlands größter Automobilclub, verzeichnet in der Pandemie erstmals seit Jahren weniger Mitglieder, schreibt die "Welt". 2019 habe der ADAC 21,21 Mio Unterstützer*innen gezählt - Ende September 2020 liege die Zahl um knapp 20.000 niedriger als noch zu Jahresbeginn. Im Frühjahr habe der Automobilclub für das Gesamtjahr während der Corona-Krise lediglich ein Mitgliederschwund von 13.000 befürchtet. Für die Pannenhilfe hat der ADAC die Beiträge erhöht, der automatische Post-Versand der auflagenstarken "ADAC Motorwelt" wurde zuvor dagegen eingespart.

Die neutrale Positionierung des ADAC bei der Frage eines Tempolimits sorge "eher für Kündigungen" als zu Neueintritten, hört die "Welt" "in Clubkreisen". Bisher war der Club als Lobby der Autofahrer*innen gegen die umstrittene Verschärfung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Corona-Auflagen führten zudem zu weniger Reisen, was auch der Automobilclub spüre. Positiver Ausreißer sei der ADAC Südbayern, bundesweit der drittgrößte Regionalclub. Dieser habe die Vorjahreszahlen übertroffen. (Foto: picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB)
welt.de (Paid)

Zitat: Paypal-Finanzchef John Rainey sieht das Bargeld in der Pandemie angezählt.

"Ehrlich gesagt war es historisch gesehen einfach keine große Belastung, Bargeld mit sich herumzutragen, um im Laden zu bezahlen. Jetzt hat sich das mit Covid-19 geändert."

Paypal-Finanzchef John Rainey sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass die Welt "am Anfang einer wahrscheinlich mehrjährigen Reise weg vom Bargeld" stehe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid)

Zahl des Tages: Deutsche Bahn bietet ab Dezember täglich 213.000 Sitzplätze.

Zahl des Tages: Täglich 213.000 Sitzplätze - 13.000 mehr als bisher - bietet die Deutsche Bahn ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember im Fernverkehr an. Künftig sollen tagsüber zwischen Hamburg und Berlin Fernzüge im Halbstundentakt fahren. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch für die Strecke Berlin-Köln eine Verbindung im Halbstundentakt geplant.
rnd.de

“Gutes tun, dann reden” – Lucienne Damm will Tui Cruises nachhaltiger machen.


Schiff ahoi: "Der Weg ist das Ziel." Im Video-Interview von turi2.tv erklärt Lucienne Damm, wie sie die "Mein Schiff"-Flotte von Tui Cruises nachhaltiger machen will – trotz Krise. Am Rande des Best 4 Campus Events sagt sie zwar, dass bestimmte Projekte coronabedingt "auf Eis gelegt" sind, auch weil kaum Schiffe fahren und viele Partner des Kreuzfahrt-Konzerns ebenfalls von der Krise betroffen sind, aber "strategisch lassen wir auf keinen Fall nach". Der These, dass Nachhaltigkeit und Kreuzfahrten nicht zusammenpassen, widerspricht die Umweltmanagerin und sagt, dass Tui Cruises "Maßstäbe im Bereich Abgasreinigung gesetzt" hat. Außerdem sei bei Abfallvermeidung, Lebensmittelverschwendung und nachhaltigen Landausflügen viel passiert. Damm weiß aber auch: "Die To-do-Liste ist lang."

In der Kommunikation ihrer Nachhaltigkeits-Bemühungen ist Lucienne Damm "sehr hanseatisch", sagt sie: "Erst Gutes tun und dann können wir drüber reden." Nachhaltigkeit sei für sie kein Marketing-Zweck oder Marketing-Tool. Dass ihre Kolleg*innen aus der Marketing-Abteilung dennoch mit Plänen und erreichten Zielen werben wollen, "ist bei uns tatsächlich ein ständiger Dialogprozess". Tui Cruises sei "nicht sehr laut", aber "sehr, sehr transparent", sagt sie mit Blick auf Erklär-Videos und Umweltberichte der Reederei.

2011 ist Damm von der Naturschutzorganisation Nabu zu Tui Cruises gewechselt. Den Kontakt zu früheren Kolleg*innen und anderen NGOs pflegt sie weiter: "Ich nehme da durchaus das eine oder andere mit als Anschub für das, was ich tue." Manchmal geben ihr die Einschätzungen der NGOler auch "Rückenwind". Sich von "jeder Schlagzeile oder jeder Aktion" der Umweltschützer*innen verunsichern lassen will sie aber nicht.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Lese-Tipp: Christian Klein will bei SAP die Kundenzufriedenheit stärken.

Lese-Tipp: Christian Klein agiert als SAP-Chef mit einer Liebe zum Detail, schreibt das "Handelsblatt" rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt. Wer in einem Meeting nicht gut vorbereitet sei, "für den kann das unangenehm werden". Die Zufriedenheit der Kund*innen solle sich stärker auf Bonusleistungen auswirken. Die Entwickler*innen arbeiten künftig unter Produktvorstand Thomas Saueressig.
handelsblatt.com

Deutsche Bahn sieht Nachwuchsprobleme bei einer Frauen-Quote.

Weichenstellung: Die Deutsche Bahn erwartet "erhebliche negative Auswirkungen", sollte die Bundesregierung eine Frauen-Quote von 50 % in Führungspositionen vorschreiben, meldet der "Spiegel". Eine Quote verschärfe den "ohnehin gravierenden Fachkräftemangel in technisch-operativen Berufen". Das Schreiben ging an Finanzminister Olaf Scholz, Familienministerin Franziska Giffey und Verkehrsminister Andreas Scheuer.
"Spiegel" 42/2020, S. 70 (Paid)

“Lebensmittel Zeitung”: Schwarz-Gruppe zentralisiert den Media-Einkauf.

Schwarz-Gruppe, Mutter von Lidl und Kaufland, will künftig weniger für Werbung ausgeben, ohne den Werbedruck zu verringern. Dafür bündelt der Konzern den Media-Einkauf von Lidl und Kaufland, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Demnach sind gemeinsame Pitches geplant, mit denen der Konzern günstigere Preise durchsetzen will.
lebensmittelzeitung.net (Paid) via horizont.net, wuv.de

Coca-Cola streicht 485 Jobs in Deutschland und nimmt Apollinaris aus dem Regal.

Coca-Cola streicht in Deutschland 485 von insgesamt rund 7.500 Jobs. Das Abfüllwerk in Liederbach bei Frankfurt mit 250 Beschäftigten schließt 2021 komplett. An anderen Stellen im Konzern sollen 120 neue Stellen entstehen. Die Mineralwasser-Marke Apollinaris nimmt Coca-Cola ab März 2021 aus dem Verkaufsregal, sie soll nur in der Gastronomie weiterleben.
handelsblatt.com, wuv.de

Bild des Tages: Dresdner Stollenmädchen ist frisch im Amt instolliert.

Frisch instolliert: Unter den wachsamen Augen von Dresdner Stollenbäckern setzt Johanna Meitzner im Schloss Pillnitz das Messer an einen frischen Dresdner Christstollen. Die Bäckerei-Auszubildende im dritten Lehrjahr ist das 26. Dresdner Stollenmädchen, in dieser Rolle wirbt sie ein Jahr lang für Geschmack und Tradition des weihnachtlichen Backwerks. (Foto: Sylvio Dittrich / Imago Images)

Deutsche Bank entwickelt mit Eintracht Frankfurt ein Bezahl-System.

Deutsche Bank will mit Eintracht Frankfurt neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln, die Namens­partner­schaft für den Deutsche Bank Park geht daher über reines Sponsoring hinaus und hat "die Zukunft des Bankings" im Blick, sagt Vorstandschef Christian Sewing im Sponsors-Podcast. Erstes Projekt ist die gemeinsame Entwicklung eines offenen Bezahl­systems, das später auch Dritte nutzen sollen.
sponsors.de (Paid), soundcloud.com (52-Min-Audio)

Thomas Strerath und Till Eckel bauen deutsche BMW-Agentur MediaMonks auf.

BMW: Die beiden ehemaligen Jung-von-Matt-Werber Thomas Strerath (Foto) und Till Eckel bauen die deutsche Tochter der niederländischen Agentur MediaMonks auf. MediaMonks ist das "Herzstück" des neuen Agentur-Konstrukts von BMW, zu dem auch Serviceplan und der Berater Berylls gehören. Mit 130 Mitbeiter*innen in Berlin und München soll MediaMonks kanal­über­greifend alle Kampagnen für sämtliche Baureihen der beiden Marken BMW und Mini betreuen.
meedia.de, horizont.net (Paid)

Lese-Tipp: Tui wäre ohne Staatshilfe pleite, sagt Konzernchef Friedrich Joussen.

Lese-Tipp: Ohne staatliche Corona-Hilfen wäre Tui heute insolvent, sagt Friedrich Joussen, Chef des Reisekonzerns, im "Zeit"-Interview. Januar und Februar waren "die besten Monate der Firmengeschichte", dann wurde "staatlich reguliert der Umsatz auf null gesetzt". Joussen fordert statt pauschale Reisebeschränkungen, "die Lage in der konkreten Region" zu bewerten.
"Zeit" 42/2020, S. 22 (Paid)

Martin Winterkorns Gesundheitszustand könnte den VW-Prozess verzögern.

Volkswagen: Der Zeitplan des ab Ende Februar terminierten Betrugsprozesses gegen den Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn steht auf der Kippe, berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR. Winterkorn, inzwischen 73 Jahre, solle "schon seit Längerem nicht mehr bei bester Gesundheit sein". Sein Anwalt habe beim Gericht Atteste eingereicht.
"Süddeutsche Zeitung", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)

Streaming-Tipp: Alina Merkau besucht die Ausstellung “Dialog im Dunkeln”.

Streaming-Tipp: TV-Moderatorin Alina Merkau besucht am Donnerstag ab 18.30 Uhr Dialog im Dunkeln und trifft Rasim Camoglu, blinder Gastgeber der völlig abgedunkelten Ausstellung. FischerAppelt will mit Apollo-Optik zum Welttag des Sehens u.a. auf die Benachteiligung von Blinden aufmerksam machen. Die Aktion wird live via Facebook gestreamt.
facebook.com, fischerappelt.de (Pressemitteilung)

München sichert sich in Teilen Markenschutz für das Oktoberfest.

München sichert sich in Teilen Markenschutz für das Oktoberfest. Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum, das für die Registrierung von Wortmarken zuständig ist, genehmigt der Stadt den Markenschutz u.a. für lizenzfähige Souvenirs wie Gläser, Spielzeug und Kleidungsstücke. Vor dem Widerspruch hatte die Behörde den Markenschutz abgelehnt, da der Begriff zu allgemein sei.
sueddeutsche.de

Tesla löst die Pressestelle für die weltweite Kommunikation auf.

Presseanfragen fahren Einbahnstraße: Tesla hat die zentrale PR-Abteilung in den USA aufgelöst, schreibt Electrek, ein US-Portal für E-Mobilität. Der US-Konzern ist damit der erste Autobauer ohne eigene Pressestelle. "Wir haben kein PR-Team mehr", zitiert Electrek einen nicht namentlich genannten Insider. Keely Sulprizio hatte die Unternehmenskommunikation zuletzt in den USA verantwortet. Sie verließ Tesla im Dezember. Nach ihrem Abgang sollen die übrigen Mitarbeiter*innen des PR-Teams in andere Abteilungen gewechselt sein oder hätten Tesla verlassen. In Deutschland trat Stefan Keuchel im August 2019 - nur wenigen Monate nach seinem Amtsantritt - als PR-Chef für den deutschsprachigen Raum zurück.

In Europa und Asien soll es noch PR-Manager geben, auf das PR-Team für die weltweite Kommunikation will Tesla künftig aber verzichten, berichtet das US-Fachmagazin Electrek. Rich Otto, zuletzt PR-Mann für YouTuber, solle künftig als Produktmanager für Tesla tätig sein. Danielle Meister, zuletzt für die internationale Kommunikation verantwortlich, ist im April zu WhatsApp gewechselt. (Foto: picture alliance/Pressebildagentur Ulmer)
electrek.co via t3n.de