Elon Musk gerät erneut ins Visier der US-Börsenaufsicht.

Untersuchungen: Die US-Börsenaufsicht SEC knöpft sich erneut Tesla-Boss Elon Musk vor. Es werde geprüft, ob Musk "unangemessen vorausschauende Aussagen" zum Autopiloten gemacht haben könnte. Zuletzt hatte es in den USA immer wieder Ärger um das Fahrassistenz-System gegeben, Ermittlungen über eine mögliche Irreführung der Verbraucher laufen.
bloomberg.com, derstandard.at

BGH-Urteil: Amazon haftet nicht für Inhalte von Affiliate-Websites.

Klicks frei Haftung: Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe schließt Amazon von der Haftung für die Inhalte externer Webseiten aus, die mit Werbe-Links auf den Online-Marktplatz verlinken. Geklagt hatte der Matratzenhersteller Bett1, dessen Matratze in einem fragwürdigen Produkt-Ranking mit Affiliate-Links zu Amazon beworben wurde. Der BGH bestätigt damit Urteile verschiedener Oberlandesgerichte.
sueddeutsche.de, t3n.de

M&Ms schicken Maskottchen auf die Ersatzbank – Comedienne Maya Rudolph übernimmt.

Auswechsel-Spielerin: Süßwaren-Hersteller Mars Wrigley nimmt seine Schokolinsen-Maskottchen bei M&Ms aus dem Rennen und macht Comedienne und Schauspielerin Maya Rudolph zum neuen Markengesicht. Der Konzern reagiert damit auf einen Shitstorm. Der rechte TV-Moderator Tucker Carlson hatte eine weibliche Schokolinse als "weniger sexy" bezeichnet, weil sie keine hochhackigen Schuhe mehr trägt.
spiegel.de

Hör-Tipp: Wie Björn Gulden Adidas wiederbeleben will.

Hör-Tipp: Der neue Adidas-Boss Björn Gulden ist ein Manager, der Produkte versteht, urteilt Christoph Neßhöver im "Manager Magazin"-Podcast "Das Thema". Gulden wolle den strauchelnden Sportartikel-Riesen wieder auf Kurs bringen, indem er das Vor-Ort-Geschäft stärkt und wieder Nischen besetzt. Anders als Vorgänger Kasper Rorsted plädiert er für eine offene Fehlerkultur. Bei Rorsted habe sich am Ende niemand mehr getraut, offen Kritik zu üben, so Neßhöver.
open.spotify.com (24-Min-Audio)

“Handelsblatt”: Oliver Blume kündigt mehr Autonomie für Konzern-Marken an.

Lockert den Gurt: Volkswagen-Chef Oliver Blume plant eine dezentralere Führung des Konzerns, meldet das "Handelsblatt". Marken wir Audi oder Porsche sollen eigenmächtiger arbeiten können. Blume kündigt im Interview eine "Zieleklausur" für Ende Januar an, bei der alle Vorstände zusammenkommen und ihre Pläne für 2023 vorlegen sollen. "Unsere Kunden kaufen Marken, keinen Konzern", kommentiert Blume.
handelsblatt.com (€)

Zahl des Tages: Deutsche Telekom ist die wertvollste Marke Europas.

Zahl des Tages: Mit einem Markenwert von 62,9 Mrd Dollar ist die Deutsche Telekom die wertvollste Marke Europas, sagt die Studie Brand Finance Global 500. Im Marken-Ranking des britischen Beraters Brand Finance steht der Magenta-Konzern auf Platz 11. Die Spitzen­plätze nehmen Amazon, Apple, Google und Microsoft ein. Bei den global agierenden Tele­kommunikations­unternehmen rangiert die Telekom sogar auf Platz 2 hinter Verizon, aber vor AT&T und Orange.
per Mail, brandfinance.com

Künstler­kollektiv Yes Men gibt sich bei Fashion Week als Adidas aus.

Drei-Streifen-Fake: Das Künstler­kollektiv Yes Men kapert die Berliner Fashion Week für eine Aktion gegen Adidas. Per Pressemitteilung verkündet die Gruppierung, eine frühere kambodschanische Fabrik­arbeiterin werde Co-CEO neben Geschäftsführer Björn Gulden, was Adidas dementiert. Bei einer Präsentation der vermeintlich neuen Kollektion "Own the Reality" laufen sichtlich mit­genommene Models in upge­cycelten Adidas-Klamotten über den Laufsteg.
fashionunited.de, stylebook.de, cnbc.com

Langjähriger VW-Vorstandschef Carl Hahn, 96, ist tot.


Carl Hahn, 96, ist tot. Der frühere Volkswagen-Vorstands­vorsitzende sei am Samstag friedlich zu Hause in Wolfsburg eingeschlafen, berichtet die "Welt am Sonntag". Am 24. Januar soll dem Bericht zufolge die Trauerfeier in Wolfsburg stattfinden. Zwischen 1982 und 1993 stand Hahn an der Spitze des deutschen Autobauers. Unter seiner Leitung hatte VW 1986 Seat übernommen, 1990 dann 30 % der tschechischen Skoda-Werke. Auch die Expansion der Firma nach China hatte Hahn angestoßen. Schon 1954 heuerte Hahn bei VW an, 1955 wurde er Leiter der Exportförderung, anschließend Chef von Volkswagen of America und 1964 kam er mit 38 Jahren in den Vorstand. Ab 1973 hatte Hahn den Chefsessel beim Reifen-Hersteller Continental inne, 1982 kehrte er zu VW zurück. Die "WamS" würdigt Hahn als einen "Visionär", sein "Gespür für Chancen" sei legendär gewesen. Hahn habe VW zum Weltkonzern geformt. Mit seinem Tod verliere Deutschland einen "Wirtschaftskapitän" und Chemnitz einen "großartigen Ehrenbürger", twittert Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer.
welt.de, zdf.de, handelsblatt.com, twitter.com
(Foto: picture alliance / dpa, Sebastian Gollnow)

Edeka-Chef Markus Mosa will sich gegen weitere Preissteigerungen der Marken-Hersteller wehren.

Mosa mosert rum: Der Edeka-Vorstands­vorsitzende Markus Mosa will die geplanten neuen Preiserhöhungen der Marken-Hersteller nicht akzeptieren. Für 2023 würden von den großen Markenkonzernen "massive Preisforderungen" auf dem Tisch liegen, sagt er der "Bild"-Zeitung: "Und das zusätzlich zu den Preiserhöhungen, die bereits im vergangenen Jahr in Deutschland durchgesetzt wurden. Dagegen wehren wir uns." Auf 1,2 Mrd Euro belaufen sich die bisherigen zusätzlichen Preis-Forderungen der Edeka-Lieferanten allein im Januar, im gesamten letzten Jahr seien es bereits 1,5 Mrd Euro gewesen.
bild.de (€) via n-tv.de
(Foto: picture alliance / Christian Charisius/dpa)

Telefónica Deutschland kündigt Preiserhöhungen für das Frühjahr an.

Tarif-Teuerung: Um bis zu 10 % sollen die Mobilfunk-Grundpreise bei Telefónica-Marken wie O2 und Blau im Frühjahr steigen, kündigt Vorstandschef Markus Haas im "Handelsblatt" an. Mehr Leistung zum selben Preis sei "anders als früher nicht mehr möglich". Haas verweist u.a. auf die hohen Kosten für den Netzausbau. Zunächst sollen sich "in Kürze" die Preise für Prepaid-Angebote erhöhen. Vodafone und die Telekom könnten dem Bericht zufolge mit Preissteigerungen nachziehen.
"Handelsblatt", S. 20 (€)

EuGH: Amazon kann für Louboutin-Fakes haften.

Rote Karte: Wenn Dritte auf dem Marktplatz das Markenrecht verletzen, kann Amazon haften, urteilt der EuGH. Der Luxus-Schuh-Designer Louboutin hatte Amazon verklagt, weil auf der Seite des Versand­händlers Schuhe anderer Hersteller mit roter Sohle, dem EU-weit geschützten Markenzeichen von Louboutin, beworben wurden. Mit Details des Fake-Falls sollen sich laut EuGH nun Gerichte in Belgien und Luxemburg beschäftigen.
wuv.de, rnd.de, curia.europea.eu (Urteil)

Urteil: Andere Unternehmen dürfen die Marke Documenta nicht nutzen.

Schutzmaßnahme: Die Marke Documenta ist so bekannt, dass der Name nicht von anderen genutzt werden darf, entscheidet das Bundespatentgericht in München im Mai 2022, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Die Kasseler Kunstausstellung hatte sich 2019 gegen die Eintragung einer anderen Marke gewehrt, diese musste gelöscht werden. Der Verfahrensgegner habe die Wertschätzung der Documenta-Marke ausgenutzt, so das Gericht. Die "Documenta 15" stand in diesem Jahr wegen Antisemitismus-Vorfällen in der Kritik.
fr.de

Skoda denkt über einen Rückzug aus China nach.

Auf dem Prüfstand: Die Volkswagen-Tochter Skoda prüft derzeit einen Rückzug aus China, berichtet die "Automobilwoche". Grund sei der "sehr intensive" Wettbewerb: "Wir werden uns gemeinsam mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner anschauen, wie wir dort weitermachen wollen", sagt CEO Klaus Zellmer. Es sei auch eine Fokussierung auf den Vertrieb möglich. 2023 soll die Entscheidung über das China-Geschäft fallen. Künftig will sich Skoda zudem verstärkt auf den indischen Markt konzentrieren.
automobilwoche.de (€) via wiwo.de

Apple hebt das Rede-Verbot über die Arbeitsbedingungen auf.

Bricht das Schweigen: Apple verbietet seinen Beschäftigten nicht länger, offen über ihre Arbeitsbedingungen sowie Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz zu sprechen. Vorausgegangen war eine externe Überprüfung der Geheimhaltungs-Vereinbarungen. Im Oktober 2021 hatte der Konzern einer Initiatorin der Website #AppleToo gekündigt.
theverge.com, ft.com (€), turi2.de (Background)

Video-Tipp: Warum die “Coke II” der bisher größte Flop von Coca-Cola war.

Video-Tipp: "Simplicissimus" beschäftigt sich mit der in den 80er-Jahren gescheiterten New Coke von Coca-Cola. Das Verschwinden der Coke mit der Original-Rezeptur führte für einige Monate zu lautstarken Protesten der Kunden, Konkurrent Pepsi machte sich in Werbespots über den Flop lustig. 2019 feierte die gescheiterte "Coke II" als Marketing-Gag ein Mini-Comeback innerhalb der Netflix-Serie Stranger Things.
youtube.com (10-Min-Video)

Basta: Uhrenhersteller Rolex steigt in den Gebrauchtmarkt ein.

Second-Hand-Rolex: Der Schweizer Luxus-Uhren­hersteller Rolex mischt sich in den Markt für Gebraucht­uhren ein. Fach­händler können sich die Echtheit gebrauchter Uhren bestätigen lassen und sie dann mit zwei Jahren Garantie weiter­verkaufen. Fußball-Funktionäre werden demnächst wohl genau hinschauen, was ihnen bei der Abreise aus Katar heimlich ins Gepäck gelegt wurde.
faz.net, nzz.ch

Basta: Braukonzern AB Inbev will Corona-Bier auch in Deutschland herstellen.

Bierus-Infektion: Der Braukonzern AB Inbev denkt darüber nach, seine mexikanische Biermarke Corona Extra künftig auch in Deutschland herzustellen. Grund seien "Bemühungen um eine möglichst nach­haltige Logist­ikkette". In einem ersten Schritt könnte Hasseröder in Wernigerode bis zu 200.000 Hekto­liter brauen, die Beck's in Bremen abfüllt. Mittel­fristig seien bis zu 400.000 Hekto­liter denkbar. Aus leid­voller Erfahrung wissen wir: Wenn Corona einmal irgendwo aufschlägt, ist die Ausbreitung nur eine Frage der Zeit.
faz.net (€), inside.beer

Zitat: Alexander Bilgeri will Diskussion über BMW in Social Media nicht anderen überlassen.

"Wenn wir Teil des Diskurses sein wollen, dürfen wir die Räume, in denen über uns gesprochen wird, nicht unkommentiert anderen überlassen."

BMW-Kommunikator Alexander Bilgeri gefällt die Möglichkeit, über Social Media "unsere Positionen ungefiltert an die Menschen" zu bringen, sagt er im "Horizont"-Interview. Dafür nimmt in Kauf, dass die eigene Position auch mal "nicht wertgeschätzt wird und uns der Wind ins Gesicht bläst".
"Horizont" 48-49/2022, S. 26 (€), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Sport-Messe Ispo startet mit 40 % weniger Ausstellern.

Zahl des Tages: Rund 40 % weniger Aussteller sind bei der Sport­artikel-Messe Ispo in München dabei – verglichen mit der letzten Präsenz-Ispo im Januar 2020. Damals waren es mehr als 2.800 Aussteller, diesmal sind es 1.500. Vor allem die Winter­sport­branche leidet unter der Konsum­zurück­haltung. So bleibt etwa der Outdoor-Ausrüster The North Face der Messe fern. Die Sport­bekleidungs-Riesen Adidas, Nike und Puma waren auch schon vor Corona nicht mehr dabei.
sueddeutsche.de

Basta: McDonald’s-Angestellte werden kurzerhand zu Geburtshelfern.

Spontane Geburt: In Atlanta hat eine Frau ihr Kind in einer Filiale von McDonald’s zur Welt gebracht. Auf dem Weg ins Krankenhaus wollte Alandria Worthy in dem Schnellrestaurant eigentlich nur einen kurzen Toiletten-Stop machen. Die mithelfenden Angestellten geben dem Baby den Spitznamen "Little Nugget". Wäre das Kind bei einer anderen Fastfood-Kette geboren worden, wäre es wohl jetzt ein kleiner König.
ksta.de

Proukrainische Aktivisten protestieren gegen Russland-Geschäft von Red Bull.

Aufputschmittel: Aktivisten des Ukraine Solidarity Project demonstrieren mit einer Protestaktion gegen die Russland-Geschäfte von Red Bull. Protestanten entrollten vor der Zentrale des Energydrink-Herstellers ein 400 qm großes Banner mit der Aufschrift "Red Bull gives Putin wings" und einem Bullen reitenden Wladimir Putin mit entblößtem Oberkörper. Auf einer Protest-Website fordert die Gruppe Sportler auf, Red-Bull-Sponsorings abzulehnen. Das österreichische Unternehmen hält trotz Ukraine-Krieg an ihrem Russland-Geschäft fest.
spiegel.de

Adidas leitet Untersuchung gegen Kanye West wegen Porno-Vorwürfen ein.

Kurvendiagramm: Sportartikel-Hersteller Adidas leitet eine unabhängige Untersuchung gegen Kanye West ein, berichtet die "Financial Times". Der Rapper und Präsidentschaftskandidat der Republikaner soll bei Besprechungen mit Adidas Pornos zur Veranschaulichung seiner Business-Ideen und bei einem Vorstellungsgespräch Nacktbilder seiner Ex-Frau Kim Kardashian gezeigt haben. Adidas hat die langjährige Zusammenarbeit mit West nach Antisemitismus-Vorwürfen im Oktober beendet.
manager-magazin.de, ft.com (€), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Penny-Marketingchef Marcus Haus will mit Kampagnen zum Gedankenaustausch anregen.

Hör-Tipp: "Die große Kraft von Marken ist, dass sie Orientierung geben", sagt Penny-Marketingchef Marcus Haus im "Horizont"-Podcast "Lovebrands". Gerade "in Zeiten wie diesen" könne er "nicht viel rumprobieren". In den Kampagnen des Discounters gehe es vor allem darum, gesellschaftliche Themen aufzugreifen, "und die Menschen zum Gedankenaustausch" anzuregen.
horizont.net (39-Min-Audio)

Kaffee-Kartel: Dirk Roßmann soll 20 Mio Euro Strafe zahlen.

Teure Tasse Tee: In einem seit 2015 schwelenden Kartell-Streit um Preisabsprachen bei Filterkaffee soll die Drogerie-Kette Rossmann 20 Mio Euro Strafe zahlen, entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf. Das Kartellamt hatte ursprünglich einen Betrag von 5,25 Mio festgelegt, wogegen Rossmann geklagt hatte. Das Gericht erhöhte damals auf 30 Mio. Die Preisabsprachen sollen zwischen 2004 und 2008 stattgefunden haben. Gegen das Urteil ist noch Beschwerde möglich.
n-tv.de

Hör-Tipp: Servus TV war “Dietrich Mateschitz zum Angucken”, sagt Harald Fidler.

Hör-Tipp: Servus TV hat mit dem Tod von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz "seine wichtigste Zielgruppe" verloren, sagt der österreichische Journalist Harald Fidler im "Spiegel"-Podcast "Inside Austria". Der Sender sei eigentlich ein "Abfall-Produkt" gewesen, ein "Nebenprodukt einer Medienstrategie" des Getränke-Herstellers. Zuletzt hatte Servus TV verstärkt auf rechtspopulistische Inhalte gesetzt.
spiegel.de (39-Min-Audio)

“Handelsblatt”: Der Europa-Park will sich ab 2024 mit eigenem Strom versorgen.


Energie-Vorsorge: Der Europa-Park in Rust will seine Attraktionen ab 2024 mit größtenteils selbst erzeugtem Strom betreiben, kündigt Chef Roland Mack im "Handelsblatt" an. Für 15 Mio Euro soll eine Photovoltaik-Anlage entstehen: "Damit können wir uns im Sommer selbst mit Strom versorgen und sind weitgehend unabhängig." Im Falle eines Energie-Engpasses ist es unklar, ob der hierzulande größte Freizeitpark mit seinen 4.500 Beschäftigten als systemrelevant gilt und weiter versorgt wird. Der Europa-Park werde in diesem Jahr zusammen mit der Wasserwelt Rulantica voraussichtlich mehr als 6 Mio Besucher zählen, sagt Mack – "trotz Pandemie, Krieg und Inflation". Damit knüpfe man an das Vor-Corona-Jahr 2019 an, als mit 5,7 Mio eine Rekord-Besucherzahl aufgestellt worden war. In der Corona-Hochphase konnte der Freizeitpark kaum Geld verdienen.
handelsblatt.com (€)
(Foto: Picture Alliance/dpa, Philipp von Ditfurth)

Audi kehrt Twitter auch redaktionell den Rücken.

Vogelfrei: Die VW-Tochter Audi stellt auch ihre redaktionellen Aktivitäten bei Twitter ein, meldet die "Automobilwoche". Nur noch direkte Kundenanfragen beantworte der Autobauer über den Dienst, zuvor hatte man bereits wie alle VW-Marken die Werbung ausgesetzt. Porsche, Skoda und Volkswagen teilen anders als Audi weiter Inhalte auf Twitter. Derweil pausiert Twitter voraussichtlich bis Ende kommender Woche die Möglichkeit, sich über den Abo-Dienst Twitter Blue ein blaues Häkchen ohne Identitätsprüfung erkaufen zu können – wegen zu vieler Fake-Accounts.
automobilwoche.de (€), n-tv.de

Delivery Hero entlässt zahlreiche Mitarbeiter.

Essenslieferant auf Diät: Der Berliner Lieferdienst-Vermittler Delivery Hero entlässt laut "manager magazin" einen "kleinen Prozentsatz" seiner weltweit mehr als 49.000 Mitarbeitenden. Die Berliner Zentrale, insbesondere die Rechts-, Finanz- und Marketingabteilung, sei Insidern zufolge besonders von den Stellenkürzungen betroffen. Der Lieferando-Konkurrent möchte 2023 schwarze Zahlen schreiben und erwägt dazu auch den Rückzug aus weniger profitablen Märkten. Aus dem Heimatmarkt Deutschland hat sich Delivery Hero bereits vor einiger Zeit zurückgezogen.
manager-magazin.de, wiwo.de (Profitabilität)

Björn Gulden übernimmt Adidas-Spitze bereits zum 1. Januar 2023.

Guldene Zeiten: Der bisherige Puma-Chef Björn Gulden übernimmt bereits zum 1. Januar 2023 den Posten als Vorstands­chef beim Konkurrenten Adidas. Er hatte erst am Freitag seinen Abschied von Puma verkündet, bei Adidas folgt Gulden auf den Kasper Rorsted, der sein Amt zum 11. November abgibt. Neuer Puma-CEO wird sofortiger Wirkung Arne Freundt, der bisher Chief Commercial Officer war.
faz.net, handelsblatt.com, boerse.de

“Handelsblatt”: Auch die Allianz zieht ihre Werbung vorerst von Twitter ab.

Keine Allianz fürs Leben: Auch die Allianz will Twitter nach der Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk vorerst nicht mehr für Werbung nutzen, meldet das "Handelsblatt". Die Werbeaktivitäten seien dort bisher "in geringem Umfang" erfolgt, teilt der Versicherungs-Konzern mit. Werbungtreibende wie Volkswagen, General Motors und Pfizer haben ihre Werbung auf der Plattform ebenfalls bereits ausgesetzt.
handelsblatt.com (€), turi2.de (Background)

Hacker stehlen Continental 40 Terabyte Daten.

Große Beute: Eine Hacker-Gruppe namens "Lockbit 3.0" hat dem Autozulieferer Continental rund 40 Terabyte Daten gestohlen, bestätigt der Dax-Konzern dem "Handelsblatt". Die Ransomware-Attacke soll sich demnach schon im August ereignet haben. Laut im Darknet geleakten Chats sollen die Cyberkriminellen im September dann ein Lösegeld gefordert haben. Continental schweigt sich zu weiteren Details aus.
handelsblatt.com (€)

Klick-Tipp: Wie ehrliche Werbe-Slogans lauten würden.

Klick-Tipp: Der US-Grafikdesigner Clif Dickens macht sich auf seiner Seite Honest Slogans Gedanken darüber, wie die Werbesprüche von Firmen ehrlicherweise sein müssten. t3n sammelt die kreativsten Einfälle in einer Bildergalerie. Mit dabei: Burger King mit "Have It Your Way: Eat Somewhere Else" und Ikea mit "We Throw In Extra Parts, Just To Mess With You".
t3n.de

Puma-Chef Björn Gulden wechselt zu Adidas.

Viel Stühlerücken: Der aktuelle Puma-Chef Björn Gulden steht vor einem Wechsel zum Konkurrenten Adidas, wie das "Manager Magazin" berichtet. Er folgt damit auf Kasper Rorsted, der im August angekündigt hatte, den kriselnden Sportartikelhersteller zum Jahresende zu verlassen. Da Gulden aus Wettbewerbsgründen nicht direkt vom Puma-Chefposten auf den Adidas-Chefposten wechseln kann, dürfte zunächst CFO Harm Ohlmeyer als Interims-Chef übernehmen, schreibt das "Manager Magazin" weiter. Neuer Puma-Chef wird Arne Freundt, der erst im vergangenen Jahr als Vertriebschef in den Vorstand aufgestiegen war.
manager-magazin.de, handelsblatt.com (€), turi2.de (Background)

McFit bestätigt offiziell den Tod seines Gründers Rainer Schaller.

McFit bestätigt den Tod von Rainer Schaller. Der Gründer der Fitness­kette und sein Sohn seien als Verstorbene des Flugzeug­absturzes in Costa Rica identifiziert worden. Das Privat­flugzeug war aus bisher ungeklärten Gründen Ende Oktober abgestürzt. An Bord waren Schaller, seine Partnerin, beide Kinder, ein weiterer Deutscher und der Pilot.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

“Bild”: Buero.de-CEO Markus Schön möchte Galeria Karstadt Kaufhof retten.

Schöne Aussichten? Der CEO des Online-Händlers Buero.de, Markus Schön, will laut "Bild" 40 gefährdete Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen. Besonders interessiert sei er an Standorten in mittelgroßen Städten. Man glaube "an die Zukunft dieser Traditionsmarke in Kombination mit unserer Online-Erfahrung". Am Dienstag habe Schön das Gespräch mit dem Insolvenzverwalter aufgenommen.
bild.de, turi2.de (Background)

Galeria Karstadt Kaufhof beantragt erneut ein Schutzschirmverfahren.


Sucht Schutz: Galeria Karstadt Kaufhof stellt zum zweiten Mal binnen zweieinhalb Jahren einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren. Damit einher geht die Verkleinerung des Filialnetzes "um mindestens ein Drittel", sagt Galeria-Chef Miguel Müllenbach in der "FAZ". Betriebsbedingte Kündigungen seien unvermeidbar. Der zweite Corona-Lockdown vor einem Jahr sowie die "Kaufzurückhaltung nach Ukraine-Krieg und Inflationsschock" hätten den Sanierungsplan zunichtegemacht, erklärt Müllenbach die Entscheidung in einem Brief an die Beschäftigten, berichtet die "Welt". 17.000 Mitarbeiter beschäftigt der Warenhaus-Konzern, derzeit gibt es 131 Geschäfte in 97 deutschen Städten.
tagesschau.de, faz.net, welt.de, turi2.de (Background)

Brandbrief: Startup-Spitzen prangern zu wenig Fortschritt an.


Gründungs-Sorgen: 15 Startup-Führungskräfte warnen in einem Brandbrief an die Bundesregierung vor einem Innovationsnotstand, meldet das "Handelsblatt". "Ohne Innovationen und Wachstum haben wir keine Chance", schreiben sie u.a. an Robert Habeck und Christian Lindner. Zu den Unterzeichnern gehören z.B. die CEOs und Mitgründer Niklas Östberg von Delivery Hero, Julia Bösch von Outfittery und Co-CEO Robert Gentz von Zalando. Sie fordern u.a. mehr Wachstums-Kapital, eine bessere Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmens-Erfolg sowie einen einfacheren Zugang zum Kapitalmarkt. Zudem wünschen sich die Startup-Unternehmerinnen schnellere Visaverfahren für Fachkräfte aus dem Ausland sowie eine Reform der Altersvorsorge. Darüber hinaus beklagen die Briefschreiberinnen zu viel Bürokratie – und schlagen daher die Einrichtung eines Bürger-Portals bis 2025 vor, über das Services rund um die Firmengründung abgewickelt werden können. Hypr-Gründer Sachar Klein merkt bei Twitter kritisch an, dass von den 15 Unterzeichnenden nur drei weiblich sind – obwohl es im Brief auch darum geht, dass nur 20 % der Gründungen von Frauen stammen.
"Handelsblatt", S. 4 (€), twitter.com
(Foto: IMAGO / STPP, IMAGO / Tagesspiegel, Picture Aliance / SvenSimon, Annegret Hilse, Montage: turi2)


Red Bull erleidet Schlappe vor Gericht gegen britischen Gin-Hersteller.

Red Bull verliert den Rechtsstreit gegen einen britischen Gin-Hersteller. Bullards sei "keineswegs eine logische Markenerweiterung von Red Bull", argumentiert die zuständige Behörde für geistiges Eigentum. Der österreichische Brause-Konzern hatte wegen Namensähnlichkeit geklagt und gefordert, dass Bullards wegen Verwechslungsgefahr u.a. keine Energydrinks und alkoholfreie Getränke mehr anbieten darf.
t-online.de

Meistgeklickter Kopf gestern war erneut Verena Bahlsen.

Meistgeklickter Kopf gestern war erneut Verena Bahlsen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Firmenerbin den Kekshersteller Bahlsen verlässt. Der Autor Hendrik Wieduwilt liegt auf Platz 2. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, jüngst zu Gast in der NDR-Talkshow Käpt'ns Dinner von Michel Abdollahi gewesen, belegt den dritten Rang.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 29.10.2022)

General Motors will vorerst keine Werbung mehr bei Twitter schalten.

Fliegt weg: Der US-Autobauer General Motors zieht sich nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk vorläufig von der Plattform zurück. "Wie es der normale Geschäftsverlauf bei einem bedeutenden Wechsel einer Medienplattform ist, haben wir unsere bezahlte Werbung vorübergehend pausiert", teilt das Unternehmen mit. Die Twitter-Interaktionen mit Kunden würden jedoch fortgesetzt.
manager-magazin.de

Mercedes-Benz zieht sich vollständig aus Russland zurück.

Raus aus Russland: Mercedes verkauft seine Vertriebsgesellschaft und das Pkw-Montagewerk an den russischen Investor Avtodom – und beendet sein Russland-Geschäft damit komplett. Laut Finanzchef Harald Wilhelm habe der Schritt keine zusätzlichen finanziellen Folgen. Bereits im Frühjahr hatte der Autobauer wegen des Ukraine-Kriegs die Exporte nach Russland sowie die dortige Fertigung gestoppt.
spiegel.de