Hör-Tipp: Mastercard veröffentlicht Musikalbum.

Hör-Tipp: Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard veröffentlicht u.a. mit Hip-Hop-Künstler Timbaland und Abba-Singer/Songwriter Björn Ulvaeus ein Musikalbum. Der am Rande des Cannes Lions Festival of Creativity veröffentliche Vorstoß in die Popmusik soll der Marke einen Klang geben und trägt den Namen des Kundenbonusprogramms Priceless.
spotify.com (42-Min-Audio) via adweek.com

H&M macht Flagship-Store in China dicht.

Ladenschluss: Die Modekette H&M macht ihre Vorzeige-Filiale in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai dicht. Die Modekette hat mit den Folgen der strikten Corona-Politik der chinesischen Regierung zu kämpfen.  Auch die Reaktionen auf die Weigerung, Baumwolle aus der von Menschenrechtsverletzungen geplagten Uiguren-Region Xinjiang zu nutzen, machen H&M in China zu schaffen.
spiegel.de 

Lese-Tipp: Die Vor- und Nachteile des Personal-Product-Branding.

Lese-Tipp: Marken wie die Jokolade von Joko Winterscheidt und das "Barbara"-Magazin von Barbara Schöneberger haben den Vorteil, dass die Personen hinter den Namen bekannt sind und Konsumentinnen sie "meistens mit bestimmten Eigenschaften" verbinden, schreibt t3n-Redakteurin Josefine Kramer. Der "Halo-Effekt" könne allerdings auch "ins Negative umschlagen", etwa durch "Shitstorms oder schlichtweg unbegründete Vorwürfe".
t3n.de

Elon Musk: Neue Tesla-Werke sind “gigantische Geldverbrennungsöfen”.

Teures Tesla: Die neuen E-Auto-Fabriken in Texas und in Grünheide bei Berlin verlieren derzeit "Milliarden an Dollar" und seien "gigantische Geldverbrennungsöfen", sagt Elon Musk in einem Video-Interview mit dem Fanclub "Tesla Owners of Silicon Valley". Die vergangenen beiden Jahre seien vor allem wegen der Lieferketten-Probleme der Autoindustrie ein "absoluter Albtraum" gewesen. Es gehe jetzt darum, den Betrieb am Laufen zu halten, damit die Beschäftigten weiter bezahlt würden und der Konzern nicht in die Insolvenz gerate. Zuletzt hatte Tesla den Stellenabbau von 3,5 % der Gesamtbelegschaft angekündigt.
sueddeutsche.de, youtube.com (74-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: Elon Musk ist für VW-Chef Herbert Diess kein Vorbild.

"Elon Musk kann nie ein Vorbild sein, weil er in ganz anderen Sphären unterwegs ist. Der will zum Mars fliegen. Dennoch muss man ihn sehr ernst nehmen. Er antizipiert die Zukunft."

VW-CEO Herbert Diess bestreitet im "Zeit"-Interview, Tesla-Chef Elon Musk zu heroisieren, wie ihm Angestellte nachsagen: "Aber wir müssen uns mit unseren neuen Wettbewerbern auseinandersetzen."
zeit.de (Paid)

Chinesischer Bezirk verbietet Tesla-Autos für zwei Monate.

Fahrverbot: E-Autos von Tesla dürfen ab Juli für mindestens zwei Monate nicht in den chinesischen Küstenbezirk Beidaihe fahren. Einen offiziellen Grund nennt die lokale Verkehrspolizei nicht. In dem Ort findet wie jedes Jahr ein Führungstreffen der Kommunistischen Partei statt. Aus Angst vor Spionage durch die Fahrzeug-Kameras durften Tesla-Fahrer schon 2021 keine Militäranlagen befahren.
manager-magazin.de

Debatte: Marken müssen die Kommentarspalten ihrer Anzeigen moderieren, findet Steven Raymond Urry.

Community-Management: Marken dürfen ihre Kommentarspalten in den Sozialen Netzwerken nicht ignorieren, schreibt Steven Raymond Urry. Er gibt Unternehmen, Marken und Medienhäusern eine "direkte Mitschuld" an der Verbreitung von Desinformationen. Klicks, Views und Verweildauer auf der eigenen Homepage würden als wichtiger betrachtet – eine "eine traurig und zugleich wütend machende Art".
wuv.de

Amazon und Cartier ziehen vor Gericht wegen Produktfälschungen.

Betrugs-Bänder: Amazon und der Juwelier Cartier gehen gemeinsam vor Gericht gegen Produktfälschungen vor. Die beiden Unternehmen werfen acht Firmen und einem Influencer vor, bei dem Verkauf von gefälschten Cartier-Armbändern kooperiert zu haben. Bei Instagram hätten sie die Produkte als "täuschend ähnlich aussehende Cartier-Fälschung" angepriesen und auf vermeintlich harmlose Angebote beim Amazon-Marketplace verlinkt.
wuv.de

Zalando kauft die Mehrheit vom Streetwear-Blog Highsnobiety.

Zalando übernimmt die Mehrheit an dem Berliner Streetwear-Blog Highsnobiety, zu dem mittlerweile auch eine Kreativagentur und ein Onlineshop gehört. Highsnobiety soll Zalando bei der Entwicklung "neuer inspirierender Bereiche und Formate" helfen. Als Marke soll Highsnobiety eigenständig bleiben, Gründer David Fischer behält einen Minderheitsanteil an seiner Firma.
corporate.zalando.com, businessinsider.de

Ehemalige McDonald’s Filialen machen in Russland wieder auf.

Pommes rot grün: Nach dem Rückzug von McDonald's aus Russland macht der Unternehmer Alexander Govor am Sonntag die ersten 15 vorübergehend geschlossenen Schnellrestaurants wieder auf. Ein neues Logo zeigt zwei Pommes und eine Burgerfrikadelle vor grünem Hintergrund. Ein neuer Name ist offiziell noch nicht bekannt, die Umbenennung der russischen McDonald's-App in "My Burger" ist aber ein Hinweis. Die Wiedereröffnung findet am sogenannten Tag Russlands ausgerechnet da statt, wo McDonald's 1990 an den Start gegangen war.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lufthansa und Eurowings müssen wegen Personalmangel Flüge streichen.

Lufthansa streicht für Juli 900 Flüge innerhalb Deutschlands und Europas, meldet die dpa. Grund ist ein Personalmangel im eigenen Unternehmen und bei Dienstleistern. Betroffen sind demnach Flüge, die freitags, samstags und sonntags stattgefunden hätten. Auch die Tochter-Airline Eurowings cancelt mehrere Hundert Flüge. In der Pandemie haben Dutzende Angestellte der Luftfahrtbranche den Job gewechselt.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Sixt: Hacker haben auch Kundendaten gestohlen.

Sixt informiert einen Teil seiner Kundinnen via Mail über Datenklau, berichtet der "Spiegel". Bei dem Ende April erfolgten Hacker-Angriff auf den Autovermieter seien anders als zunächst erwartet doch "bestimmte Kundenstammdaten" und eventuell sogar Führerscheinnummern in die Hände Dritter gelangt. Passwörter und Kreditkartennummern seien aber explizit nicht betroffen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Ungewollte Tesla-Notbremsungen rufen US-Aufsichtsbehörde auf den Plan.

Tesla: Inzwischen mehr als 750 Beschwerden über ungewollte Notbremsungen zählt die US-Aufsichtsbehörde NHTSA, die nach 350 Vorfällen im Februar dazu ermittelt. Während einer Fahrt hätten Fahrzeuge mit halbautomatischem Fahrsystem zeitweise sogar mehrmals von allein scharf gebremst. Bis zum 20. Juni soll der E-Autobauer von Elon Musk Stellung zu den Vorwürfen nehmen.
handelsblatt.com (Paid)

Brasilien ermittelt gegen VW wegen Sklaverei, berichten NDR, SWR und “Süddeutsche Zeitung”.


Volkswagensklaven: Brasilianische Ermittlungsbehörden werfen der VW-Tochter in Brasilien Sklavenarbeit, Menschenhandel und systematische Menschenrechtsverletzungen in Hunderten von Fällen vor, recherchieren NDR, SWR und "Süddeutsche Zeitung". Laut den 2.000 Seiten umfassenden Ermittlungsakten sollen die Verbrechen von 1974 bis 1986 auf einer Farm am Rande des Amazonasbeckens stattgefunden haben. Opfer seien Leiharbeiter gewesen, die für Rodungsarbeiten im Einsatz waren. Der VW-Vorstand in Wolfsburg soll davon Bescheid gewusst haben. Arbeitsvermittler und ihre bewaffneten Aufpasser hätten die Arbeiter u.a. angeschossen, verprügelt, gefesselt und selbst Schwerkranke "mit vorgehaltener Waffe zur Arbeit gezwungen und erniedrigt".

Zudem sprechen Zeuginnen von Vergewaltigungen und Gewaltausbrüchen, einige Arbeiter sollen zudem verschwunden sein. Der zuständige Staatsanwalt Rafael Garcia nennt das "eine Form moderner Sklaverei". VW will sich mit Blick auf den möglichen Prozess in Brasilien nicht zu dem Bericht des Rechercheverbunds äußern, versichert aber, die Vorwürfe ernst zu nehmen. Eine Anhörung findet am 14. Juni vor dem Arbeitsgericht in der Hauptstadt Brasilia statt, seit dem 19. Mai ist VW über das Verfahren in Kenntnis gesetzt.
presseportal.de, sueddeutsche.de (Paid), tagesschau.de

Siemens erhält größten Firmenauftrag seiner Geschichte.

Rekord-Deal: Siemens ergattert den größten Auftrag in seiner 175-jährigen Firmengeschichte. Mit zwei Partnern ist der Bau eines 2.000 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetzes in Ägypten geplant, das 60 Städte miteinander verbinden soll. Der Auftragswert von Siemens liegt bei 8,1 Mrd Euro, darin enthalten sind 2,7 Mrd Euro aus der Vereinbarung vom letzten Jahr für die erste Strecke.
rp-online.de, n-tv.de

VW einigt sich mit britischen Diesel-Klägerinnen auf einen Millionen-Vergleich.

Abgas-Skandal: Autobauer VW schließt im Dieselstreit mit britischen Klägerinnen einen Vergleich über 227 Mio Euro, umgerechnet 193 Mio Pfund. Rund 91.000 Diesel-Fahrer hatten den Konzern wegen manipulierter Emissionswerte verklagt – die bis dato größte Sammelklage in England. Zudem entschuldigt sich VW für den Einbau der Manipulations-Software, will das aber nicht als Eingeständnis für die Haftung verstehen wissen.
tagesschau.de

Die Looping Group will drei weitere Medienmarken bis Ende 2022 starten.

Auf Expansionskurs: Die Looping Group will ihr Portfolio bis Ende des Jahres auf sechs Medienmarken verdoppeln, kündigt Mitgründer Dominik Wichmann im Meedia-Interview an. Im vierten Quartal soll etwa eine politische Dokumentarfilmreihe bei einem Streaming-Dienst starten, zudem ist ein Ableger der Frauenzeitschrift "Madame" geplant. Ein weitere Marke für die GenZ sei bereits ordentlich auf TikTok gestartet, Details dazu soll es erst "ab einer bestimmten Größenordnung" geben.
meedia.de (Paid)

Debatte: Die Fehlerkultur hört oft da auf, wo wirklich Fehler gemacht werden, bemängelt Mike Kleiß.

Mehr Schein als Sein: Medien haben immer wieder über den positiven Aspekt einer Fehlerkultur geschrieben, wollen aber nichts mehr davon wissen, sobald wirklich ein Fehler passiert, beobachtet der Kommunikations­stratege Mike Kleiß. Wer Achtsamkeit predige, müsse aber die Entschuldigungen von Frank-Walter Steinmeier, Anne Spiegel, Xavier Naidoo und Fynn Kliemann aushalten. "Wer nachhaltig und divers leben will, kann unmöglich vorverurteilen", schreibt Kleiß.
wuv.de

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” über die “Probleme des Post-Postzeitalters”.

Lese-Tipp: "Süddeutsche"-Autor Peter Richter lässt sich über die "Probleme des Post-Postzeitalters" aus. Nach weitgehendem Wegfall "aller eher romantischen Komponenten" sei der Post vor allem das "Juristische, Behördliche und Amtliche" geblieben, sie bringe "nur noch Unerfreuliches" wie Mahnschreiben oder Steuernachforderungen: "Max Weber, dem großen Analysten der verwalteten Welt, müsste es eine grimmige Freude sein."
sueddeutsche.de (Paid)

“Wiwo”: Landgericht München verhängt Verkaufsverbot für Ford-Autos.

Tritt auf die Bremse: Das Landgericht München untersagt dem US-Autobauer Ford den Verkauf und die Produktion in Deutschland. Grund sind ausbleibende Lizenzzahlungen für in den Autos verbauten Mobilfunkchips. Acht Inhaber von Mobilfunk-Patenten hatten Ford verklagt, der japanische Patentverwerter IP Bridge hat sich nun durchgesetzt. Das anfechtbare Urteil sieht zudem den Rückruf aller Wagen von den Händlerinnen sowie deren Vernichtung vor.
wiwo.de

Basta: Queen-Barbie ist nach drei Sekunden ausverkauft.

3, 2, 1 … weg: Zum Platinjubiläum hat Queen Elizabeth II. von Mattel eine eigene Barbie-Puppe spendiert bekommen. Die ist beim britischen Warenhausbetreiber John Lewis allerdings schon nach drei Sekunden vergriffen. Nun wittern einige Ebay-Verkäufer Moneten mit der Monarchin – und bieten die limitierte Puppe für bis zu 1.000 Pfund an. Der Kunde ist bei diesem Deal sicher keine Königin.
stern.de

9-Euro-Ticketverkauf soll am 23. Mai starten, Bayern stellt sich quer.

Bayern streikt: Am 23. Mai soll der Verkauf des 9-Euro-Monatstickets als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung starten, teilt die Deutsche Bahn mit. Bayern droht allerdings mit einer Blockade bei der Abstimmung im Bundesrat. Das Billigticket sei ein "Strohfeuer", sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter der dpa. Er fordert eine "eine dauerhafte Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch mehr Bundesmittel für ein besseres Angebot".
faz.net

Vodafone liefert Babynahrung per autonomer Drohne.

Luftfracht: Der Mobilfunker Vodafone testet gemeinsam mit der Uniklinik Düsseldorf die Belieferung per Drohne. Im Rahmen eines Pilotprojekts versorgt eine Drohne Frühchen mit einer Nährstofflösung, die von der Zentralapotheke direkt zur Kinderstation geflogen kommt. Noch hebt die Drohne nur unter menschlicher Aufsicht ab, technisch sei mit Hilfe künstlicher Intelligenz bereits ein autonomer Betrieb möglich, so Vodafone-Innovationschef Michael Reinartz gegenüber der "Rheinischen Post".
rp-online.de

Lufthansa-Chef Carsten Spohr entschuldigt sich nach Ausschluss jüdischer Reisegruppe bei Zentralratspräsident.

Entschuldigung Chefsache: Der Chef der Lufthansa Carsten Spohr bittet den Präsidenten des Zentralrats der Juden Josef Schuster persönlich um Entschuldigung, weil die Airline einer jüdischen Reisegruppe nach vereinzelten Fehlverhalten an Board pauschal die Weiterreise verweigerte. Ein Teil der rund 130 orthodoxen Juden hatte auf einem Flug von New York nach Frankfurt u.a. gegen die Maskenpflicht und Sicherheitsauflagen verstoßen und war dann pauschal vom Weiterflug nach Budapest ausgeschlossen worden.
spiegel.de

WWF: Leitende Angestellte kritisieren den Umgang mit einem Compliance-Fall.

WWF Deutschland: 26 leitende Angestellte kritisieren in einem Protestbrief die Führungsetage des Umweltverbands, meldet die "taz". Darin werfen sie dem geschäftsführenden Vorstand einen Verstoß gegen Compliance-Regeln vor. Demnach soll Eberhard Brandes eine Affäre mit der inzwischen ausgeschiedenen Finanzchefin gehabt haben. Die Frau soll offenbar eine unerlaubte Abfindung aus Spendengeldern bekommen haben. Zudem sei die zugesagte Vertraulichkeit der Hinweisgeberin nicht gewahrt gewesen.
taz.de

Strg+F: Baumwolle aus Xinjiang offenbar weiter in Produkten deutscher Marken vorhanden.

Böse Baumwolle? Deutsche Marken verarbeiten wohl weiter Baum­wolle aus der für Zwangs­arbeit verrufenen chinesischen Provinz Xinjiang, recherchiert das Funk-Format Strg+F. Eine neuartige Analyse des Materials habe entsprechende Hinweise in Produkten von Puma, Adidas, Hugo Boss, Jack Wolfskin und Tom Tailor gefunden. Die Unternehmen bestreiten die Vorwürfe fast einhellig. Ein chinesischer Auditor sagt Strg+F, dass eine Kontrolle der Liefer­ketten in China kaum möglich sei.
youtube.com (38-Min-Video), tagesschau.de

Basta: Herbert Diess liebäugelt mit VW-Umbenennung.

Herberts Visionen: VW-Chef Herbert Diess liebäugelt laut "Manager Magazin" mit einer Umbenennung des Autokonzerns. Ihm schwebe eine "Meta"-Morphose à la Marc Zuckerberg vor, um das "Potential des Unternehmens voll zur Geltung zu bringen". "Voltswagen" ist schon mal raus aus dem Rennen, die US-Börsenaufsicht dürfte nach dem Motto "Stay tuned" reagieren.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Nivea macht Nadine Bartenschlager und Catherine Niebuhr zu neuen Marketing-Chefinnen.

Sharing is caring: Nivea macht Nadine Bartenschlager und Catherine Niebuhr zur neuen Marketing-Doppelspitze. Sie folgen auf Jörg Grünwald, der im Februar seinen Abschied von der Beiersdorf-Marke angekündigt hatte. Bartenschlager und Niebuhr sollen sich ein Mail-Postfach teilen und zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Die Bundeswehr plant den Kauf von ICE-Zügen.

Mobile Lazarette: Die Bundeswehr will mindestens drei ICE-Züge kaufen und sie ab 2025 als mobile Krankenstationen einsetzen, berichtet die "Bild am Sonntag". Bei Bedarf könnten die Sitzplätze in dem Schnellzug gegen 30 Intensivbetten getauscht werden. Der sogenannte "ICE 3 Neo" kostet jeweils zwischen 25 und 30 Mio Euro. Mit einem Sondervermögen von rund 100 Mrd Euro will Olaf Scholz die Bundeswehr bekanntlich aufrüsten.
bild.de

Amazon meldet Milliardenverlust fürs erste Quartal 2022.

Durchwachsener Start: Online-Händler Amazon meldet im ersten Quartal 2022 den ersten Quartalsverlust seit 2015. Zwar steigert der Ecommerce-Riese seinen Umsatz um 7 Prozent auf 116,4 Mrd Dollar, doch unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 3,8 Mrd Dollar. Der lässt sich zwar durch Wertminderungen der Beteiligung am E-Autohersteller Rivian erklären. Doch auch Betriebsergebnis ist eingebrochen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3,7 Mrd Dollar halbiert.
handelsblatt.com (Paid), faz.net

HelloFresh legt im 1. Quartal mehr zu als erwartet.

HelloFresh, Versender von Kochboxen, steigert seinen Umsatz im 1. Quartal um 26 % auf 1,92 Mrd Euro und liegt damit über den Erwartungen der Analystinnen, die nur mit 1,84 Mrd Euro gerechnet hatten. Das operative Ergebnis liegt bei 99,3 Mio Euro, im Vorjahreszeitraum waren es coronabedingt noch 159,2 Mio Euro – Expertinnen hatten allerdings nur 67,9 Mio Euro prognostiziert.
wiwo.de

VW baut die Unternehmenskommunikation um.

VW dreht in der Unternehmenskommunikation am Personalkarussell: PKW-Chefsprecher Robin Aschhoff (Foto) wechselt im Sommer für den Konzern nach China, wo er sich um die internationale Medienarbeit kümmern soll. Sein Nachfolger wird Jens Katemann, bisher Chefkommunikator von Skoda. Katemanns Posten geht wiederum an Ariane Kilian, die aktuell die Kommunikation des VW-Geschäfts mit Komponenten leitet.
businessinsider.de (Paid)

Unilever will keine Werbung mehr an Kinder unter 16 Jahren richten.

Unumworben: Unilever will keine Werbung mehr an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren richten, teilt der Konzern mit. Zudem sollen keine Influencerinnen mehr eingesetzt werden, die vor allem diese Zielgruppe bedienen oder selbst unter 16 Jahre alt sind. 2020 hatte Unilever bereits seine Werbung für Kinder unter 13 Jahren eingestellt.
markenartikel-magazin.de, meedia.de

Gericht prüft Wiederaufnahme im Dieselskandal-Prozess gegen früheren VW-Chef Martin Winterkorn.

Zweitprüfung: Ex-VW-Chef Martin Winterkorn muss im Dieselskandal womöglich doch vor Gericht. Das Landgericht Braunschweig muss erneut über die Wiederaufnahme des Strafverfahrens wegen Marktmanipulation entscheiden, hat das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig mitgeteilt und damit der Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Einstellung des Verfahrens stattgegeben. Das Landgericht hatte Anfang 2021 das Verfahren eingestellt, weil den früheren Vorstandschef von Volkswagen in einem anderen Dieselskandal-Verfahren eine erheblich höhere Strafe gedroht habe. Der Gesundheitszustand von Martin Winterkorn machte die Erwartungen allerdings zunichte.
handelsblatt.com, ndr.de

Henkel zieht sich nun doch aus Russland zurück.

Rückzug: Der Konsumgüter-Konzern Henkel reagiert offenbar auf den steigenden öffentlichen Druck und stellt sein Russland-Geschäft ein. Zunächst hatte der Konzern nur Werbeaktivitäten und Investitionen in Russland gestoppt. Noch vor zwei Wochen hatte der Vorstandschef bei der Hauptversammlung des Konzerns erklärt, man wolle am Russland-Geschäft festhalten. Nun erfolgt die Kehrtwende.
tagesschau.de

Basta: Obi verschenkt seine Filialen in Russland.

Vergiftetes Geschenk: Obi zieht sich komplett aus Russland zurück und verschenkt seine letzten 27 Baumärkte an einen unbekannten Investor – offenbar um einer Enteignung zu entgehen. Im Gegenzug muss der neue Besitzer versprechen, die Filialen nicht mehr Obi zu nennen. Putin kann also nicht darauf bauen, dass das russische Leben demnächst voller Obi-Momente sein wird.
spiegel.de

Lese-Tipp: Bahn-Chef Richard Lutz diskutiert mit Schülerinnen über die “Mobilität der Zukunft”.

Lese-Tipp: Vor Zwölftklässlerinnen und TikTok-Influencerinnen versucht der "eigentlich so Social-Media-ferne" Bahn-Chef Richard Lutz, die Deutsche Bahn als Autoalternative zu positionieren, berichtet die "FAZ" über eine kuriose PR-Aktion des Konzerns. Dabei habe sich Lutz "überraschend gut" in einer Mischung aus "Bodenständigkeit und Zukunftsoptimismus" präsentiert. Lutz verrät u.a. sein Lieblingsmotto: "Warum soll ein schlaues Pferd höher springen als es muss."
faz.net

Mercedes-Benz konkretisiert seine Nachhaltigkeitsziele.


Klimabewusstes Autobauen: Mercedes-Benz setzt sich neue Zwischenziele in Sachen Nachhaltigkeit. Bis 2030 will der Autobauer den CO2-Fußabdruck seiner Autos um mindestens 50 % im Vergleich zu 2020 reduzieren, kündigt Konzernchef Ola Källenius bei einer digitalen Nachhaltigkeits-Konferenz für Investorinnen und Analystinnen an. Gelingen soll das vor allem durch die Elektrifizierung aller Fahrzeuge, grünen Strom und verbesserte Batterietechnologie. Außerdem will Mercedes mehr auf Recyclingmaterial zurückgreifen, 70 % des Energiebedarfs in der Produktion durch erneuerbare Energien decken und die Erzeugung von Solar- und Wind-Energie an den eigenen Standorten ausbauen.

Damit es beim Klimaschutz schneller vorangeht, brauche es "maximales Engagement und mehr Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft", erklärt Källenius. Schon vor drei Jahren hatte der Autobauer sich das Ziel gesetzt, bis 2039 klimaneutral zu sein. Im Juli 2021 hatte Mercedes dann angekündigt, ab 2030 nur noch E-Autos bauen zu wollen.
sueddeutsche.de, swr.de