Basta: Armin Wolf betritt Neuland.

Wolf of Social Media: Das ORF-Nachrichten-Magazin ZIB 2 ist ab sofort auch bei der Kurzvideo-Plattform TikTok zu finden. "Falls Sie nicht wissen, was das ist, sind Sie wahrscheinlich über 25 Jahre alt", lässt Anchor Armin Wolf die TV-Boomer in seiner Abmoderation wissen – und geht dann über zu einem Tik-Tok-typischen Tanz. Bei der "Tagesschau" nennt man sowas wohl cringe.
twitter.com


“WSJ”: Facebook macht beim automatischen Hass-Löschen keinen guten Job .

Nicht so schlau: Die Erfolgsbilanz der Künstlichen Intelligenz von Facebook zur Entfernung von Hass-Postings fällt offenbar mager aus, berichtet das "Wall Street Journal". Die KI habe etwa Probleme, Autounfälle zu erkennen und stufe mitunter unkritische Inhalte als problematisch ein. Laut internen Dokumenten löscht die Technologie maximal 5 % der Hass-Inhalte – noch weniger sind es bspw. bei Gewalt-Aufrufen. Facebook sagt, nicht die Zahl der gelöschten Inhalte, sondern die verhinderte Verbreitung sei relevant. Hier sei die KI erfolgreicher.
wsj.com (Paid) via spiegel.de, bbc.com

“FAZ”: Facebook schafft 10.000 neue Stellen in der EU.

Facebook will in den kommenden fünf Jahren bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze in der EU schaffen, berichtet die "FAZ". Damit verdreifache sich die Zahl der Facebook-Angestellten in Europa. Mit den neuen Mitarbeitenden will der Konzern die virtuelle Welt Metaverse aufbauen, die Chef Mark Zuckerberg als "Nachfolger des mobilen Internets" sieht und als "verkörpertes Internet" beschreibt.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Debatte: Die Öffentlichkeit sollte bei Jugendsünden im Netz nachsichtig sein.

Aus Fehlern lernen: Tugendwächterinnen sollten die Entschuldigung von Grüne-Jugend-Sprecherin Sarah-Lee Heinrich (Foto) "schon aus Eigennutz" gelten lassen, schreibt Friederike Haupt in der "FAZ". Schließlich sollten "auch künftig noch Menschen Politiker werden wollen". Nachsicht sei "der einzige Weg, sie aus ihren Fehlern lernen zu lassen". Heinrich hatte sich für beleidigende Tweets entschuldigt, die sie mit 14 Jahren geschrieben hat.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

“NYT”: Instagram gibt Großteil seines Werbe-Budgets für Teenager-Werbung aus.

Instagram gibt sein fast gesamtes jährliches Werbe-Budget seit 2018 für auf Teenager zugeschnittene Anzeigen aus, meldet die "New York Times". In diesem Jahr belaufe sich das Budget auf 390 Mio Dollar, insbesondere 13- bis 15-Jährige habe Instagram im Blick. Der Verlust von jungen Userinnen an andere Social-Media-Plattformen stelle laut internen Dokumenten eine "existenzielle Bedrohung" dar. Facebooks eigene Untersuchungen hatten zuletzt gezeigt, dass die Bilder-Tochter Instagram eine schädliche Wirkung auf junge Nutzerinnen hat.
nytimes.com via businessinsider.com, turi2.de (Background)

Debatte: China kappt zunehmend die Verbindungen zum Ausland.

China schottet sich immer mehr vom Rest der Welt ab, beobachtet "taz"-Korrespondent Fabian Kretschmer. Jüngstes Beispiel dafür sei der auf Druck der Zensur-Behörden erfolgte Rückzug von Linked-in als "letzte große Online-Plattform aus dem Westen". Das Karriere-Netzwerk sei "nur die unweigerliche Blaupause für künftig wohl jedes größere internationale Unternehmen mit Präsenz in China". Das "streng abgekoppelte Internet" lasse sich "fast nur mehr als Intranet bezeichnen".
taz.de, turi2.de (Background)

US-Generalstaatsanwälte befragen Facebook zu Haugen-Vorwürfen.

Facebook gerät nach den Vorwürfen der früheren Mitarbeiterin Frances Haugen ins Visier von 14 US-Staatsanwaltschaften. In einem Schreiben sind sie "äußerst besorgt" über eine angebliche Liste von Mitgliedern, die mehr Freiheiten haben als andere. Sie wollen wissen, ob es Überschneidungen mit den größten Verbreitern von Impf-Desinformationen gibt.
spiegel.de

Microsoft stellt Linked-in wegen Zensur in China ein.

Letzte Bastion fällt: Microsoft stellt Linked-in in China ein. In einem Blog-Post spricht das Karriere-Netzwerk von gestiegenen "Compliance-Anforderungen" und macht damit indirekt die strengen Zensurvorgaben verantwortlich. Damit verabschiedet sich das letzte bedeutende US-Netzwerk aus dem Land. Facebook, Twitter und Google sind in China blockiert.
blog.linkedin.com, handelsblatt.com, nytimes.com

Basta: Kurz auf Reisen.

Nur mal Kurz den Tweet retten: Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz gibt am Donnerstag auf Twitter ein überraschendes Lebenszeichen. Er berichtet von seiner "ersten Reise als Bundeskanzler", die ihn heute nach Brüssel führe. Die Macht der Gewohnheit scheint das Social-Media-Team im Wiener Kanzleramt kalt erwischt zu haben: Der wortgleiche Tweet ist inzwischen auf dem Account von Kurz-Nachfolger Alexander Schallenberg zu sehen.
twitter.com, bild.de

Facebook kündigt besseren Schutz von Medienschaffenden an.

Promis wider Willen: Facebook will mit einer neuen Richtlinie Personen des öffentlichen Lebens besser vor Mobbing und Belästigung auf seinen Plattformen schützen. Dazu zählen laut Konzern nun auch Journalistinnen und Aktivistinnen, "die unfreiwillig oder aufgrund ihrer Arbeit berühmt geworden sind", schreibt die für Nutzer-Sicherheit zuständige Managerin Antigone Davis. Mit der Richtlinie dürfen User in Kommentaren jetzt u.a. nicht mehr den Tod von Medienschaffenden fordern. Aktuell entferne man bei Facebook und Instagram außerdem "erniedrigende oder sexualisierte" Beiträge, beispielsweise beleidigende Kommentare zum Aussehen.

Facebook veröffentlicht keine vollständige Liste der als "Personen des öffentlichen Lebens" eingestuften Profile. Man verlasse sich bei der Content-Moderation auf den "zusätzlichen Kontext von der Person, die den Missbrauch erlebt, um Maßnahmen zu ergreifen". Mit dem Update sollen vor allem Frauen, People of Color oder Mitglieder der LGBTQ-Community geschützt werden. Die Ankündigung kommt kurz nachdem die Whistleblowerin Frances Haugen vor dem US-Senat ausgesagt hat.
about.facebook.com, spiegel.de, theverge.com

Meinung: Facebooks Hass-Algorithmus kann durch Gesetze beeinflusst werden.

Hass muss teuer werden: Die Politik muss Facebook dazu zwingen, mehr Geld für die Content-Moderation auszugeben, schreibt der Netzpolitik-Experte Stefan Herwig in der "FAZ". Wenn dadurch "die Profite des Social-Media-Giganten" einknicken, muss Facebook seinen Algorithmus verändern – damit weniger Hass-Rede und Fake News moderiert werden müssen.
"FAZ" Nr. 238 , S. 13 (Paid)

RTL-Kommentator Steffen Freund kassiert Shitstorm für Aussage über Frauen.

Schaut blöd aus: Der frühere Nationalspieler und Co-Kommentator von RTL Steffen Freund hat für eine Aussage über Frauen einen Shitstorm kassiert. Während des Länderspiels von Deutschland und Nordmazedonien kommentiert er die Wiederholung eines Videos, das die Verletzung eines Spielers zeigt, mit den Worten, dass Frauen "bitte wegschauen" sollten. Nutzerinnen auf Twitter werfen ihm Sexismus und eine antiquierte Weltsicht vor. Später sagt Freund der dpa, er habe bei der Szene an seine Frau denken müssen, "die solche Zeitlupen, wie ich auch, nur sehr schlecht ertragen kann".
sueddeutsche.de, twitter.de (Kommentare)

Facebook bringt Clubhouse-Feature nach Deutschland.

Facebook rollt seine Live Audio Rooms nach den USA nun weltweit und damit auch in Deutschland aus. Die Clubhouse-ähnlichen Audio-Räume starten können bisher nur "Personen des öffentlichen Lebens" und Content Creators. Zuhören können dagegen alle. Zudem ist das Tool in Gruppen verfügbar. Facebook teilt mit, die Nutzung via Android und den Desktop zu testen.
about.fb.com, techcrunch.com

Sarah-Lee Heinrich pausiert “für ein paar Tage”.

Mini-Rückzug: Grüne-Jugend-Sprecherin Sarah-Lee Heinrich legt nach Morddrohungen gegen sie eine mehrtägige Pause vom öffentlichen Tagesgeschäft ein, teilt das Büro der Grünen Jugend mit. Dies geschehe "zu ihrer eigenen Sicherheit". Heinrich hatte nach ihrer Wahl am Wochenende eine massive Welle an Hass­kommentaren erreicht. Zudem hatten politischen Gegnerinnen alte Tweets aus ihren frühen Teenager-Tagen ohne zeitlichen Kontext wieder veröffentlicht. Für deren Inhalt hat sich Heinrich teils entschuldigt.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Sebastian Romanus geht von P7S1 zu Podimo.

Podcast-Personalie: Sebastian Romanus, bisher Chef des Influencerinnen-Netzwerks Studio71 aus dem Hause ProSiebenSat.1, wechselt zum 1. Januar 2022 als Deutschland-CEO zur Podcast-Plattform Podimo. Sein Vorgänger Nicolaus Berlin macht sich selbstständig, teilt Podimo mit. Der Audio-Anbieter hatte sich erst vor Kurzem die Eigen-Produktionen der P7S1-Marke Fyeo einverleibt.
per Mail, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Petra von Strombeck über Home-Office und Firmenkultur als “Klebstoff”.

Hör-Tipp: Xing-Boss Petra von Strombeck spricht im Podcast "On the Way to New Work" über ihre Home-Office-Abneigung. Sie schwärmt von "kleinen Begegnungen, Werten, gemeinsamen Feiern". Kultur sei für sie "der Klebstoff zwischen den Menschen – das, was eine Firma ausmacht". Ihre Liebe zum Büro hält sie jedoch nicht davon ab, Samstag und Sonntag frei zu machen. An Wochenenden versuche sie grundsätzlich – außer in Notfällen –, nicht zu arbeiten.
newwork.podigee.io (51-Min-Audio)

Bundessprecherin der Grünen Jugend entschuldigt sich für Tweet aus ihrer Jugend.


Twitter-Sorry: Die neugewählte Grüne-Jugend-Sprecherin Sarah-Lee Heinrich entschuldigt sich für mehrere Tweets aus ihrer Jugend, "die zum Teil vulgär oder beleidigend sind". Unter anderem wurde von ihrem Account aus 2015 das Wort "Heil" kommentiert. Die 20-Jährige könne sich zwar nicht daran erinnern, aber das mache "es nicht besser". In anderen Posts nutzte sie zum Beispiel das Wort "Tunte" oder sprach davon, "alle weißen Menschen aus Afrika raus" zu kehren. Laut eigener Aussage war sie "13/14 Jahre alt", als sie diese Tweets verfasste. Auf Twitter wird Heinrich jetzt unter anderem als "Rassistin" bezeichnet.

Heinrich ist ihre frühere Wortwahl "peinlich und unangenehm", sie sagt aber auch: "Ich werde mich jetzt nicht zu allem erklären, was ich mal so mit 14 gedacht und gesagt habe". Ihre Story sei ein abschreckender Aufruf an andere Jugendliche, verantwortungsvoll im Internet unterwegs zu sein. Rückenwind bekommt sie unter anderem von SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schrieb an Heinrich gerichtet: "Wir machen alle Fehler".
twitter.com, spiegel.de, welt.de, berliner-zeitung.de, tagesspiegel.de

Experiment: TikTok zeigt bereits Neunjährigen Videos mit Fake News an.

Viral mit Virus: Laut einem Bericht des US-Startups NewsGuard zeigt TikTok Kindern schon wenige Minuten nach der Anmeldung Fake News an. Für ein Experiment haben sich neun Kinder aus unterschiedlichen Ländern im Alter von neun bis 17 Jahren bei der App registriert. Fast alle sahen demnach innerhalb der ersten 35 Minuten Videos mit falschen Informationen zu Covid-19, ohne danach zu suchen.
newsguardtech.com via businessinsider.com

Lese-Tipp: Die “FAZ” besucht eine TikTok-Villa auf Ibiza.

Lese-Tipp: Acht Influencerinnen leben in einer Villa auf Ibiza den "Traum einer ganzen Generation", schreibt die "FAZ" nach einem Besuch. Doch die Momente "routiniert gespielter guter Laune" mit Tänzen, Akrobatik und Modenschau für die App TikTok sind nur die virtuelle Wirklichkeit. Es herrscht "ein strenges Regiment" bis bis zu 14 Stunden Arbeit am Tag.
faz.net (Paid)

Meinung: “The Guardian” vergleicht Facebook mit Waffen-, Alkohol- und Tabakindustrie.

Uneinsichtiger Riese: Facebook ist ähnlich gefährlich und unnachgiebig wie die Tabak-, Waffen- und Alkoholindustrie, schreibt Jonathan Freedland im "Guardian". Die Politik solle Einblick in die Algorithmen von Facebook fordern, um "zu enthüllen, was das Unternehmen bereits über sich selbst weiß": dass es davon lebt, "Wut zu schüren und zu nähren".
theguardian.com

Klick-Tipp: Das frühere Büro von Twitter und Instagram ist zu vermieten.

Klick-Tipp: Das frühere Büro aus den Startup-Zeiten von Twitter und Instagram ist zu vermieten. Die knapp 600 m² große Fläche in San Francisco soll 27.500 Dollar pro Monat kosten. Twitter mietete das Büro 2006, Instagram 2010. Beide Konzerne hatten damals nur eine Handvoll Mitarbeiterinnen. Der Vermieter bewirbt die Immobilie als "Glücksbringer".
businessinsider.com

Hör-Tipp: Francoise Brougher spricht über Sexismus im Silicon Valley.

Hör-Tipp: Die frühere Pinterest-COO Francoise Brougher berichtet im Podcast von Sebastian Matthes von ihren Sexismus-Erfahrungen im Silicon Valley. Pinterest nennt sie einen "Boys Club" – als sie sich dagegen wehrte, bei wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen zu werden, wurde sie gefeuert. Nachdem sie ihre Erfahrungen öffentlich machte, zahlte Pinterest ihr 20 Mio Dollar Entschädigung.
open.spotify.com (35-Min-Podcast)

Basta: Facebook-Seite eines US-Kriegsschiffes gekapert.

Falsches Spiel: Der Facebook-Account des US-Kriegsschiffs USS Kidd wird derzeit nicht von der Navy gelenkt. Unbekannte Netz-Piraten haben die Seite gekapert und die eigentliche Besatzung von Bord gekickt. Statt dem realen Zerstörer widmet sich die Seite nun dem fiktiven Aufbau von Zivilisationen – mit Live-Streams des Kult-Games Age of Empires.
spiegel.de, facebook.com

Zitat: Facebook-Europachefin Angelika Gifford setzt nach Vorwürfen auf Kommunikation.

"Kann ich Ihnen heute versprechen, es wird eine Google-Plattform, eine Facebook-Plattform, eine TikTok-Plattform ohne Hate Speech, ohne Diskriminierung geben? Das wird ihnen keiner versprechen können."

Facebook-Europachefin Angelika Gifford nimmt beim Shift Summit der "Wirtschaftswoche" hinsichtlich der Vorwürfe von Whistleblowerin Frances Haugen auch die Konkurrenz mit ins Boot. Facebook müsse Pläne und Standpunkte besser vermitteln und werde "jetzt viel in die Kommunikation stecken".
wiwo.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Facebook und Twitter sind bei US-Teens nicht angesagt.

Zahl des Tages: Mickrige 2 % der US-Teens bezeichnen jeweils Twitter oder Facebook als ihr liebstes soziales Netzwerk, findet eine Umfrage von Piper Sandler heraus. Beliebtheits-König ist Snapchat mit 35 %, gefolgt von TikTok mit 30 %. Instagram folgt mit 22 % zwar auf Platz Drei, ist aber mit 81 % das am breitesten genutzte Angebot.
businessinsider.com

Zitat: Justizministerin Christine Lambrecht will Facebook stärker regulieren.

"In einem geeinten Europa betrifft es uns alle, wenn soziale Netzwerke mit ihren Algorithmen Hass und Hetze verstärken sowie politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen fördern."

Appelle an Verantwortungsbewusstsein und Selbstregulierung fruchten bei Tech-Konzernen nicht, sagt Justizministerin Christine Lambrecht. Es sei "deshalb wichtig, Facebook & Co. Zügel anzulegen und diese stramm anzuziehen".
rnd.de

DFB verbietet WhatsApp auf Diensthandys und setzt auf Konkurrent Signal.

DFB ohne FB: Der Deutsche Fußball-Bund verbietet seinen Angestellten die Nutzung von WhatsApp auf Dienst­handys und setzt stattdessen auf den Dienst Signal, berichtet Sportbuzzer. Der Verband "wird aus datenschutzrechtlichen Gründen sukzessive zu alternativen Messenger-Diensten wechseln", erklärt Sprecher Jens Grittner. Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff begrüßt den Schritt wegen "rechtlicher und auch datenschutztechnischer Bedenken".
sportbuzzer.de via bild.de

Nach Böhmermann-Recherche: Arbeitsminister kündigt Werbedienstleister.

Böhmi deckt auf: Das Bundes­arbeits­ministerium trennt sich von einem Werbe­dienstleister, weil dieser Facebook-Anzeigen speziell an SPD-Mitglieder gerichtet hatte. Aufgedeckt hat die Praxis das Recherche-Team unter Jan Böhmermann beim "ZDF Magazin Royale". Das Ministerium untersagt eigentlich das Anvisieren von Menschen bestimmter Parteien­zugehörigkeit.
sueddeutsche.de, horizont.net, wuv.de

Mark Zuckerberg findet Vorwürfe von Frances Haugen “unlogisch”.

Facebook-Skandal: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg widerspricht den Vorwürfen der Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen, das Netzwerk würde von Hass und Hetze profitieren. Ihre Argumentation nennt er in einem Post "zutiefst unlogisch". "Wir verdienen Geld mit Anzeigen und die Werbekunden sagen uns immer wieder, dass sie ihre Anzeigen nicht neben schädlichen Inhalten sehen wollen."
facebook.com, faz.net

Hör-Tipp: SPD-Newsroom-Chefin Carline Mohr über den Telegram-Kanal der SPD.

Hör-Tipp: SPD-Newsroom-Chefin Carline Mohr spricht mit Pia Frey im OMR-Media-Podcast über den Telegram-Kanal der SPD. Dort sei die Conversion Rate höher als bei jedem anderen SPD-Angebot. Die Konkurrenz von den Grünen habe beim Krisen­management im Wahl­kampf verschiedene kommunikative Strategien ausprobiert, die "alle nicht richtig" waren.
omrmedia.podigee.io (36-Min-Audio)

Riesen-Störung bei Facebook: Die Nachwehen des Serverausfalls.


Social Nirvana: Der weltweite Totalausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram am Montagabend macht deutlich, wie abhängig die Welt mittlerweile von den sozialen Medien ist. Ursache war wohl ein technisches Problem. 25 Mrd WhatsApp-Nachrichten wurden während des sechststündigen Ausfalls nicht gesendet, berechnet die Kreativagentur ABCD Agency. Demnach wurden zudem 125 Mio Instagram-Stories nicht gepostet. Der Netzbetreiber Telefónica (O2) zählte am Montagabend die dreifache Menge verschickter SMS im Vergleich zu den Vorabenden.

Der Digitalverband Bitkom macht darauf aufmerksam, dass der Ausfall Unternehmen teils an ihrer Arbeit gehindert – und sowohl die interne als auch die externe Kommunikation beschränkt hat. Reinhard Kowalewsky schreibt in der "Rheinischen Post", dass wir uns von der "Datenkrake" Facebook "unabhängiger machen" müssen. Man müsse auch darüber nachdenken, den "Konzern zu zerschlagen". Eine solche Störung hat mitunter auch lebensbedrohliche Auswirkungen, schreibt die "New York Times". In Brasilien konnten Apotheken keine Rezeptbestellungen mehr annehmen und in Kolumbien eine Organisation nicht arbeiten, die Opfer häuslicher Gewalt per WhatsApp mit lebensrettenden Diensten verbindet.

Hierzulande hat die sechsstündige Zwangspause eher zu einer Flut an Memes und witzigen Tweets geführt, die Horizont gesammelt hat. Und auch Caroline Rosales kann dem Blackout in der "Zeit" etwas Gutes abgewinnen: "Es schien, als wäre die ganze Welt wie einst bei der Mondlandung oder an Heiligabend in der Kindheit für ein paar Stunden kontaktlos vereint."
nytimes.com, horizont.net, zeit.de, rp-online.de (Paid), zeit.de, turi2.de (Background)

Facebook-Dienste fallen wegen Störung stundenlang aus.


Alles aus: Facebook hat am Montag eine ungewöhnlich umfassende Störung erlitten, die auch die Dienste Instagram und WhatsApp lahmgelegt hat. Technologie-Chef Mike Schroepfer spricht beim Konkurrenten Twitter von "Netzwerk-Problemen". Facebook zwitschert zunächst, es sei "bekannt, dass einige Nutzer Probleme beim Zugriff auf unsere Apps und Produkte haben". Nach etwa sechs Stunden gibt der Konzern Entwarnung und teilt sich entschuldigend mit, dass Apps und Services nun wieder online gehen.

Später teilt Facebook in einem Blogpost mit, eine Konfigurations­änderung am Router habe die Störung verursacht. "Als hätte jemand auf einer Autobahn die Ausfahrtsschilder zu den 'Orten' Instagram, WhatsApp und Facebook entfernt", erklärt IT-Fachmann Rüdiger Trost den Technik-Ausfall gegenüber der dpa.

Auch Facebooks interne Tools und Kommunikations­dienste waren nicht nutzbar, schreibt Ryan Mac von der "New York Times" auf Twitter. Seine Kollegin Sheera Frankel berichtet, dass laut einer Facebook-Mitarbeitenden etliche Angestellte nicht einmal das Gebäude betreten und sich um die Störung kümmern konnten, weil auch die den Zugang steuernden Badges nicht funktionieren. Messenger-Dienst Telegram räumt indes ebenfalls ein, dass bei ihm "die Dinge etwas langsam laufen", angesichts etlicher Menschen, die sich neu anmelden.
zdf.de, spiegel.de, handelsblatt.com, faz.net, rnd.de (Telegram)

Basta: Gera und Geschlechtsverkehr.

Fack ju Gera: Studis der Uni Köln wehren sich gegen einen Hasskommentar auf Facebook. "Da sag ich doch glatt mal Fickt euch", schreibt der Verfasser auf einen Post des AStA gegen rechtsradikale Symbolik auf dem Campus. Die Staatsanwaltschaft Gera antwortet mit einer dreiseitigen Wortanalyse in feinstem Amtsdeutsch. Fazit: Wer 'ficken' sagt, muss freundlich sein.
twitter.com/extra3 (3-Min-Video)

TV-Tipp: RTL zeigt Spezial mit Cathy Hummels über Hass im Netz.

TV-Tipp: RTL sendet am Montagabend um 20:15 Uhr ein zweistündiges Live-Spezial mit Steffen Hallaschka über "Häme, Hetze, Hass – Der tägliche Angriff aus dem Internet". Reporterin Pia Osterhaus trifft in der Sendung u.a. Verfasser von Hasskommentaren. Als von Hate Speech Betroffene ist Cathy Hummels dabei. Zuschauerinnen können während der Sendung ein Callcenter mit Expertinnen erreichen.
kommunikation.mediengruppe-rtl.de

Debatte: Richard Gutjahr sieht Facebook und Google als neue Krisen-Macher.

Abgründe: Richard Gutjahr vergleicht die Übermacht von Facebook und Google nach den neuesten Enthüllungen einer Ex-FB-Managerin mit den Zuständen in der Bankenkrise. Alles sei wie damals, "nur krasser". Die Konzerne strichen "über Jahre hinweg astronomische Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit" ein. "Die Langzeitschäden, die ihre Plattformen erzeugen, muss die Gesellschaft ausbaden." Gutjahr fordert mehr staatliche Regulierung.
rp-online.de, turi2.de (Background)

Ex-Facebook-Managerin Frances Haugen gibt sich als Whistleblowerin zu erkennen.

Enthüllt: Die ehemalige Facebook-Managerin Frances Haugen gibt sich in einem Interview mit dem Sender CBS als Whistleblowerin zu erkennen. Sie sei frustriert gewesen, weil der Konzern Gefahren der Plattform zu wenig kommuniziere. Außerdem präferiere Facebook Wachstum statt Sicherheit, begründet sie ihre Enthüllungen. Interne Untersuchungen hatten ergeben, dass Instagram einen schädlichen Einfluss speziell auf junge Nutzerinnen hat.
handelsblatt.com, bbc.com, turi2.de (Background)

Clubhouse verbessert Such-Funktion, bietet Audio-Vorschau und -Aufnahmen.

Achtung Aufnahme: Clubhouse findet endlich den Aufnahme-Button. Die Audio-App bietet unter dem Namen "Replays" künftig die Möglichkeit, Räume aufzuzeichnen und nachzuhören. Außerdem können Nutzerinnen Audio-Previews erstellen und auf anderen Plattformen teilen. Mit der "Universal Search" lassen sich Personen, Clubs und Räume gezielt suchen.
stadt-bremerhaven.de, twitter.com (1-Min-Video)

Wolfgang Ainetter gibt Behörden Social-Media-Nachhilfe.

TikTok-Tutorial: Ex-Scheuer-Sprecher Wolfgang Ainetter und Agentur-Gründerin Christiane Germann legen heute ein gemeinsames Buch vor, das "Social Media für Behörden" aufdröselt. Die Plattformen stellten viele Ämter weiterhin vor Herausforderungen, schreibt das Team. Dabei seien "Twitter, Facebook, Instagram, TikTok und Co das neue Amtsdeutsch". Der Nachhilfe-Band erschein im Rheinwerk-Verlag.
per Mail, rheinwerk-verlag.de

Zitat: Parteien haben Social Media nicht verstanden, schreibt Philipp Jessen.

"Dieser Wahlkampf muss der zweite Rezo-Moment für die CDU werden. Die ganze Kommunikation muss hinterfragt, die Kampagnenfähigkeit wiederhergestellt werden."

Storymachine-Chef Philipp Jessen schreibt im "Tagesspiegel", die CDU habe es "schlichtweg versäumt", aus den komplexen Wirecard- und Cum-ex-Skandalen von Olaf Scholz eine Geschichte zu destillieren und daraus Stimmung für den eigenen und gegen den anderen Kandidaten zu machen.
tagesspiegel.de

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun kehrt Politik den Rücken.

Outfluencet: SPD-Social-Media-Kopf Lilly Blaudszun, 20, zieht sich aus dem Politik-Betrieb zurück. Sie wolle "einen ganz neuen Weg gehen", schreibt sie auf ihrem mittlerweile eingestampften Twitter-Account, und sich künftig auf ihr Jura-Studium konzentrieren. Sie war besonders in Mecklenburg-Vorpommern für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig aktiv.
svz.de (Paid) via spiegel.de

CNN schaltet Facebook-Seiten in Australien ab.

CNN Logo 150CNN macht seine Facebook-Seiten in Australien dicht. Grund ist ein Gerichtsurteil, wonach der Nachrichten-Sender als Seiten-Betreiber die Verantwortung für Nutzer-Kommentare trägt. CNN ist der erste große Sender, der auf die neue Rechtsprechung reagiert. Zuvor hatte sich das Unternehmen noch bemüht, Kommentare abschalten zu lassen, was Facebook aber ablehnt.
wsj.com, reuters.com