Vice: Neonazis verbreiten rechtsradikale Musik auf Telegram.

Telegram entwickelt sich zu einem Marktplatz für rechtsextreme Musik, berichtet Vice. In 57 Gruppen und Channels des Messengers würden verbotene Musik geteilt, über Konzerte informiert sowie CDs und T-Shirts verkauft. Neonazis träfen sich bei dem von einem Russen gegründeten Dienst mit Sitz in Dubai, weil dieser im Gegensatz zu Facebook nicht gegen die Rechtsextremisten vorgeht.
vice.com

TikTok führt “begleiteten Modus” für Eltern ein.


Oberbefehlshaber online: TikTok gibt Eltern in Europa mit dem "begleiteten Modus" mehr Kontrolle über das Treiben des Nachwuchses. Sie können u.a. die Dauer der Nutzung und Kontakte beschränken sowie einstellen, dass die Plattform nur altersgerechte Videos anzeigt. Welche Videos die Kinder anschauen, sehen sie nicht, Nachrichten können sie auch nicht mitlesen. Um den Modus zu aktivieren, müssen Eltern die App selbst auf ihrem Handy haben. TikTok will den Einzug der Obrigkeiten "mit einer Hashtag Challenge unter dem Motto #DigitalWellbeing begleiten".
faz.net, presseportal.de

Vice analysiert, welche Worte YouTuber für Kommentare sperren.

Vice analysiert, welche Worte YouTuber für die Kommentare unter ihren Videos sperren lassen, um Kritik fernzuhalten: Die meisten Wörter blockt demnach Unge, danach folgen Bibi und Dagi Bee – u.a. jeweils den Namen der anderen. Laut Vice stehen die meisten Wörter "für Kritik, die die Aufrichtigkeit der YouTuber in Frage stellt", zum Beispiel "Clickbait", "Schleichwerbung", "geklaut" und "niveaulos".
vice.com

Zitat: Facebook ist rechnerisch der weltgrößte Staat, sagt MSC-Chef Wolfgang Ischinger.

"Wäre Facebook ein Staat, wäre es mit seinen global 2,7 Mrd Nutzern das größte Land der Welt."

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, begrüßt auf der Sicherheitstagung den eingeladenen Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit Superlativen. In seiner Rede erklärt sich der Facebook-Chef bereit, künftig mehr Steuern in unterschiedlichen Ländern zu zahlen.
handelsblatt.com

Meinung: Die Jury der Miss Germany agiert kaufmännisch statt rein feministisch.

Miss Germany: Florian Boitin, Chefredakteur des "Playboy", hält den neu aufgestellten Schönheitswettbewerb für "kluge PR", am Ende aber für eine "Mogelpackung". Trotz komplett weiblicher Jury und der Streichung des Bikini-Laufs entsprächen alle Bewerberinnen demselben Schönheitsideal, sagt Boitin im Interview mit Deutschlandfunk Kultur.
deutschlandfunkkultur.de (mit 6-Min-Audio)

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Playboy"-Chefredakteur Florian Boitin beantwortet den Erfolgs-Fragebogen der turi2 edition #8 (Mai 2019).

Plattformen wie Facebook müssen künftig womöglich die Identität ihrer Nutzer prüfen.

Digitalpolitik: Soziale Netzwerke wie Facebook sollen von ihren Nutzern künftig womöglich Name, Anschrift und Geburtsdatum abfragen, schlagen die Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat vor. Die Angaben könnten mit Ausweisdaten überprüft und von Behörden für die Strafverfolgung abgefragt werden - z.B. bei Hasskommentaren.
spiegel.de

Zitat: Joe Kaeser sieht auch in der Hölle die Digitalisierung.

"Als ich eine Morddrohung von Adolf.Hitler@nsdap.com bekommen habe, habe ich geantwortet, dass es in der Hölle wohl schon Digitalisierung gibt, weil der Teufel jetzt schon E-Mail hat. Das fand unsere Sicherheitsabteilung nicht so lustig."

Siemens-Chef Joe Kaeser beklagt im "Handelsblatt"-Interview, dass es in Social Media oft "nur Schwarz-Weiß-Kritik" gibt.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Bis zu 50.000 rechtsextreme Deutsche vernetzen sich bei 4Chan und Co.

Zahl des Tages: Knapp 380 rechtsextreme und rechtspopulistische Kanäle und Communitys haben Forscher des Institute for Strategic Dialogue auf Plattformen wie 4Chan, Telegram und VK gefunden. Sie schätzen die Zahl der deutschsprachigen Nutzer auf 15.000 bis 50.000. 27 % der Teilnehmer positionieren sich gegen Muslime, Einwanderung und Flüchtlinge, 24 % sprechen sich offen für den Nationalsozialismus aus. Von Facebook, Twitter und YouTube sind sie wegen der Löschvorschriften des NetzDG fast verschwunden.
welt.de, bosch-stiftung.de (Studie)

Gericht verurteilt AfD-Büroleiter wegen irreführendem Tweet gegen Renate Künast.

Landgericht Frankfurt urteilt, dass ein Tweet vom Büroleiter eines AfD-Parlamentariers gegen Renate Künast "bewusst unvollständig" zitiert und somit rechtswidrig ist. Er muss 3.000 Euro Schadenersatz zahlen. Beleidigungen wie "Stück Scheiße" und "Drecksau", die Künast im Zuge des Posts von anderen Nutzern bekam, stufte das Landgericht Berlin 2019 als "Sachkritik" und "Stilmittel der Polemik" ein.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“FAZ”: Familienministerium plant eine neue Jugendschutzbehörde.

Spieleindustrie: Künftig sollen "Film- und Spielplattformen" mit über 1 Mio Nutzern verpflichtet sein, ihre Angebote mit einer Alterskennzeichnung zu versehen, zitiert die "FAZ" aus einem Arbeitspapier von Bundesfamilienministerin Giffey. Ähnlich wie bei Plattformen wie Facebook sollen die Anbieter Jugendschutzverstöße sammeln. Der Jugendmedienschutz ist bisher Ländersache.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Social Media: Medienanstalten finden die Selbstregulierung der Plattformen uneffektiv.

Social Media: Facebook, Twitter und Google halten ihre eigenen Selbstverpflichtungen, u.a. im Kampf gegen Fake-Accounts, nicht ein, zitieren der NDR und WDR aus einem von der EU beauftragten Gutachten. Die Selbstregulierung der Plattformen sei "weder effektiv noch verhältnismäßig". Das Gutachten stammt von den Medienanstalten Bayern, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
tagesschau.de

Meinung: In Social Media schwingt beim Coronavirus oft auch Rassismus mit.

Social Media: In Beiträgen über den Coronavirus schlummert oft ein verdeckter Rassismus, der "aus kolonialen Zeiten stammt", beklagt die Autorin und Filmemacherin Sun-Jo Choi im "Standard". Die "gelbe Gefahr aus dem Osten" werde durch mediales Framing befeuert. Demnach werde eine ganze Bevölkerungsgruppe mit "einer Krankheit gleichgesetzt".
derstandard.at

Facebooks Twitter-Account wurde zeitweise gehackt.

Social Media: Hacker haben am Freitag zeitweise die Kontrolle über Facebooks Twitter-Account erlangt, schreibt Business Insider. Es kam zu einigen geposteten und wieder gelöschten Tweets. Hinter dem Angriff soll eine Gruppe stecken, die zuvor auch Accounts von NFL-Teams gehackt hatte. Laut Twitter erfolgte der Angriff über eine Plattform eines Drittanbieters.
businessinsider.de, twitter.com

Instagram entwickelt Partner-Programm für sein IGTV.

Instagram will Nutzern seines Langinhalte-Portals IGTV die Möglichkeit geben, Geld mit Inhalten zu verdienen. Dazu entwickelt die Facebook-Tochter ein Partnerprogramm, vergleichbar zu denen bei YouTube oder Facebook Watch. Accounts können die Monetarisierung aktivieren und einen Teil der Werbeeinnahmen erhalten. Wann das Programm starten soll und wie es genau ausgestaltet sein wird, ist noch ungewiss.
techcrunch.com, horizont.net

“Diskussionen als Chance begreifen” – Facebook-Manager Jin Choi über Brand Safety und Transparenz.


Versuch und Irrtum: Facebook hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, sagt Facebook-Manager Jin Choi im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Deutschen Medienkongresses. So habe Facebook massiv in Sicherheit und Technologie investiert – nicht nur, um die Daten der Nutzer besser zu schützen, sondern auch um die Brand Safety für Werbekunden zu erhöhen. Die größten Prioritäten von Facebook seien in diesem Jahr Sicherheit, Transparenz und das Wohlempfinden der Nutzer. Dafür habe der Konzern 3,7 Mrd Dollar in Sicherheit und Technologie investiert.

Dem Eindruck, dass Facebook nicht zu den Konzernen gehört, die eine über Plattformen hinweg vergleichbare Video-Währung vorantreiben, widerspricht Jin Choi: "Wir stehen im konstanten Dialog mit der AGF und der OWM und versuchen gemeinsame Standards zu evaluieren." Das Anliegen von Facebook sei dabei, dass keine crossmediale Diskriminierung zwischen den Werbeformen entsteht – vom Bild über Videos bis hin zu VR.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Netzpolitik.org: Twitter sperrt unkritische Tweets und Nutzer, wenn sie häufig gemeldet werden.

Twitter sperrt Tweets und Nutzer, wenn diese häufig gemeldet werden – auch, wenn die Inhalte zuvor mehrfach als unbedenklich eingestuft wurden. Besonders rechte Trolle würden dieses Instrument nutzen, um "politische Gegner:innen von den Plattformen zu drängen", schreibt Marie Bröckling. Twitter hatte einen Tweet der Journalistin Nhi Le gesperrt – mehr als 100 Accounts twitterten daraufhin den gleichen Text. Jedoch wurden danach nur rund 15 Accounts ebenfalls gesperrt.
netzpolitik.org

Zahl des Tages: Instagram macht 2019 satte 20 Mrd Dollar Werbe-Umsatz.

Zahl des Tages: Fotogene 20 Mrd Dollar Werbe-Umsatz erzielt Instagram im Jahr 2019, berichtet Bloomberg. Damit erwirtschaftet das Bilder-Netzwerk mehr als ein Viertel des Umsatzes vom Mutterkonzern Facebook, der seine Umsätze bisher nicht getrennt ausweist, und übertrumpft auch YouTube deutlich.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background YouTube)

Facebook gibt Eltern mehr Kontrolle über den Kinder-Messenger.


Erweiterte Kommandozentrale: Facebook gibt Eltern neue Funktionen, um das Treiben des Nachwuchs beim Messenger Kids zu durchleuchten. Sie bekommen Einblick in die Chat-Historie, können gesendete und empfangene Bilder sehen und nachschauen, wen ihr Kind blockiert hat. Der Zugriff erfolgt über das Parent Dashboard. Eltern können ihre Kinder auch von anderen Geräten ausloggen. Facebook hat den Nachwuchs-Messenger 2017 eingeführt und seitdem viel Kritik bekommen, etwa für den Datenschutz und weil Kinder, anders als vom Konzern beworben, mit Nutzern chatten konnten, die ihre Eltern nicht als Kontakte zugelassen hatten. Das ist noch immer so, laut Facebook warnt die App nun aber, wenn gesperrte Kontakte an einem Gruppenchat beteiligt sind.
theverge.com, techcrunch.com, about.fb.com

SWR spart am Videotext und erwägt neue TV-Nachrichtensendung.

SWR will seine nonlineare Reichweite von 6% auf 12% verdoppeln und die Radio-Nachrichten im "Audiokompetenzzentrum" Baden-Baden zentrieren. Betroffene Mitarbeiter aus Mainz und Stuttgart können laut Intendant Kai Gniffke nach Baden-Baden wechseln oder an ihren Standorten neue Aufgaben übernehmen. In der SWR-App sollen weniger nationale und internationale Themen laufen. Ob der SWR Social Media auch zentral bündelt, ist noch nicht klar. Gniffke erwägt laut DWDL auch eine fünfminütige Nachrichten-Ausgabe im TV, werktags um 14 Uhr. Beim Videotext will er Inhalte einsparen.
dwdl.de

Facebook will strikt gegen Falschinformationen zum Corona-Virus vorgehen.

Facebook will Nutzer nicht mit Falschinformationen zum Wuhan-Corona-Virus infizieren und kündigt an, Fake News und Verschwörungstheorien zum Virus, die Menschen schaden könnten, von Facebook und Instagram zu verbannen. Dazu zählen unter anderen falsche Behandlungstipps oder unwirksame Präventionsmaßnahmen. Auch Hashtags, über die Falschinformationen verbreitet werden, will das Netzwerk blockieren.
theverge.com

Meinung: Die Definition von Werbekontakten sollte neu diskutiert werden.

Vermarktung: Facebook und YouTube funktionieren in der Werbewirkung anders als lineares Fernsehen, sagen Guido Modenbach (Foto) und Gerald Neumüller vom ProSiebenSat.1-Vermarkter Seven One Media im "Horizont"-Interview. Bewegtbildwerbung brauche neben dem Fernsehen auch "komplementäre" digitale Plattformen, wofür es künftig eine "sinnvolle Definition von Werbekontakten" geben sollte.
"Horizont" 5/2020, S. 18-19 (Paid)

Medienaufseherin podcastet unreguliert unkritisch.

Anhimmelnde Aufseherin: Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt, podcastet jetzt auch. Der Titel Unreguliert - Frau Holsten fragt nach führt aber in die Irre, kritisch nachfragen tut sie nämlich nicht, schreibt Boris Rosenkranz. Ihren ersten Gast, den Influencer Maximilian Arnold, lobt sie begeistert in den höchsten Tönen, dass er viele seiner Follower mittels Follow-Unfollow-Methode bekommen hat, spricht Holsten gar nicht erst an.
uebermedien.de

Meinung: Social Media bedient den Wunsch nach Anerkennung und Sichtbarkeit.

Social Media: Vinton Cerf, US-Informatiker und Miterfinder des Internets, vergleicht im "Zeit"-Interview die Aktivitäten in Social Media mit einer Form des "Vandalismus", ähnlich wie bei Graffiti. "Menschen äußern, tun oder zeigen mitunter extreme Dinge, nur um Aufmerksamkeit zu erregen." Diese Form des Internets sei "bestimmt nicht die Welt, die ich wollte".
zeit.de

Georg Kofler widerspricht dem “manager magazin” heftig.

"Was für eine grandiose Bullshit Story!" Medienunternehmer Georg Kofler, 62, widerspricht einem Bericht des manager magazins über eine Schieflage "seiner wichtigsten Beteiligung" (so das "mm") 21sportsgroup heftig: Koflers Social Chain AG sei "NIEMALS an der 21Sportsgroup beteiligt" gewesen. Deren schlechter Zustand habe also "Null Relevanz für Zukunft, Börsengang etc".
twitter.com (Statement von Kofler), manager magazin, 2/2020, S. 20, 21 (Paid), turi2.de (Meldung)

Ergänzung, Samstag, 25.1.2020, 12.38: "mm"-Redakteur Jonas Rest betont, dass die "mm"-Recherchen stimmen: Georg Kofler dementiere, was "mm" nie behauptet habe. Kofler habe die Beteiligung 2018 persönlich erworben und die Absicht kundgetan, sie in die Social Chain Group einzubringen.

Facebook löscht hunderte Fake-Profile, die Politiker und Journalisten ausspähen sollten.

Facebook-LogoFacebook löscht nach einer Recherche des "Spiegel" und des Digital Forensic Research Lab ein seit mindestens 2011 in über 30 Ländern aktives Netzwerk von mehreren Hundert Fake-Profilen. Die Profile täuschten vor, Personen aus der Tourismus-, Luftfahrt- oder Modeindustrie zu sein und knüpften Kontakte zu zehntausenden echten Akteuren aus Politik, Militär, Polizei und den Medien. Ziele des Netzwerkes, dessen Spuren nach Chile führen, waren offenbar die Verbreitung von Fake-News und das Ausspionieren der geknüpften Kontakte.
"Spiegel“ 05/2020", S. 26 (Paid)

“manager magazin”: Georg Koflers Börsenstory zerbröckelt.

Bärenmarkt: Georg Kofler, 62, schreibt mit seiner Unternehmensgruppe The Social Chain eine Börsenstory, die "zerbröckelt", berichtet das "manager magazin": Das Herzstück 21sportsgroup um die Sportmarke Planet Sports verlor laut "mm" 2019 ein Fünftel vom Umsatz und schrieb "in zwei Jahren knapp 40 Mio Euro Verlust". Die "Zeichen stehen auf Zerschlagung", schreibt "mm".
manager magazin, 2/2020, S. 20, 21 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Influencer Justin Fuchs inszeniert seine eigene Modemarke.

Lese-Tipp: Influencer Justin Fuchs gründete für seine über 1,3 Mio Follower eine erfolgreiche Modemarke, beobachtet OMR. Jede Kollektion kommt an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit auf den Markt und ist meist innerhalb weniger Minuten vergriffen. Diese Knappheit erzeugt wiederum einen Hype in den sozialen Netzwerken. Dazu interagiert der YouTuber stark mit seinen Followern.
omr.com

Facebooks Chefkommunikator Nick Clegg fordert mehr Regularien beim Datenschutz.

Social Media: Nutzer sollten künftig ihre Daten zu einem "konkurrierenden Dienst" mitzunehmen können, fordert Facebooks Chefkommunikator Nick Clegg in der "Süddeutschen Zeitung". Probleme wie Hasspostings oder die Einmischung in Wahlen würden nicht gelöst, wenn Facebook zerschlagen werde. Clegg will "neue Verkehrsregeln beim Datenschutz, bei Wahlen, bei Inhalten und echten Wettbewerb".
sueddeutsche.de

Zitat: Matthias Horx erwartet Rebellion gegen die digitale Verdummung.

"Die 20er-Jahre läuten eine Ära des Protests ein, dazu wird auch Rebellion gegen die digitale Verdummung gehören. Und es wird neue Medien geben, die diese Entwicklung in einem humanistischen Sinn begleiten und versuchen, es besser zu machen."

Zukunftsforscher Matthias Horx prognostiziert im "Horizont"-Interview, dass viele Formate scheitern werden, von denen sich Verleger das große Geschäft im Digitalen erwartet haben.
horizont.net

Weitere Zitate:

"Das Digitale hat auf der Ebene der Kommunikation erhebliche Schäden verursacht, weil die ständige Echtzeit-Welt alle negativen Eigenschaften von Menschen verstärkt. Hass, Boshaftigkeit und Oberflächlichkeit haben die öffentliche Diskussion nahezu zerstört."

"Die globale Überhitzung ist das große, übergreifende Narrativ der 20er-Jahre. Es umfasst aber nicht nur den Klimawandel, sondern auch geistige, emotionale und mediale Überhitzung. Es gibt einfach von allem zu viel: Zu viel schlechte Nahrungsmittel, zu viel Wegwerf-Kleidung, zu viel verdorbene Information. Wir sind auch medial überhitzt, fast jeder von uns."

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Hypervernetzung macht Gesellschaften verrückt": Zukunftsforscher Matthias Horx über die Zukunft des Fernsehens. (10/2019)

Roger McNamee fordert Algorithmen-Verbot für Facebook.

Facebook-LogoFacebook-Regulierung: Roger McNamee, früher Investor von Zuckerbergs Netzwerk, sagt auf dem DLD, die einzige Lösung sei, bestimmte Algorithmen zu verbieten, die Wahl-Manipulation und Hass gegen Minderheiten möglich machen. Damit werde auch das Geschäftsmodell von Facebook getroffen. McNamee appelliert an Zuckerberg, drei Monate vor den US-Wahlen auf Microtargeting und die Amplifizierung von Nachrichten zu verzichten.
heise.de

Video-Tipp: Lisa Altmeier im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Viel fernsehen durfte Lisa Altmeier als Kind nicht, daher rekrutierte die freie Social-Media-Journalistin und Autorin ihre Vorbilder damals aus der Hörspielwelt, darunter die Reporterin Karla Kolumna. Heute ist Altmeier vor allem in sozialen Medien unterwegs, einen Fernseher hat sie nur, weil der auch Netflix kann. Erinnerungen ans Fernsehen hat sie trotzdem, wie sie im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 verrät – etwa den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Horizont Online: Rezo verlässt die Agentur Tube One, die Bertelsmann übernehmen will.

Rezo hat die Influencer-Agentur Tube One verlassen und ist zum Kölner Management All In gewechselt, berichtet Horizont Online. Er gesellt sich damit zu Influencern wie Mrs. Bella und den Youtubern von Gewitter im Kopf. Anfang Januar war bekannt geworden, dass Divimove, Video-Influencer-Netzwerk der RTL Group, Tube One übernehmen will.
horizont.net, turi2.de (Background)

Sebastian Moritz wechselt von Netflix zur Mediengruppe RTL:

Mediengruppe RTL wirbt Sebastian Moritz, 37, als Social-Media-Chef bei Netflix ab, berichtet Horizont. Er verantwortet für die Kölner Sender-Gruppe u.a. die Weiterentwicklung der Social-Media-Strategie. Bei Netflix war er die letzten zwei Jahre von Amsterdam aus für Marketing und Social Media im deutschsprachigen Raum zuständig, davor arbeitete Moritz u.a. für den Modehändler Snipes und den Spiele-Hersteller Electronic Arts.
horizont.net

Zitat: Mathias Müller von Blumencron will Behörden Social Media nicht verbieten.

"Es wäre genau das falsche Zeichen, wenn sich drei Jahrzehnte nach Erfindung des World Wide Webs, Behörden aus einer Welt zurückziehen müssten, die in ihrer digitalen Parallelität längst zu einem untrennbaren Teil unserer Wirklichkeit geworden ist."

Mathias Müller von Blumencron, "Tagesspiegel"-Co-Chefredakteur, hält den Vorschlag von Datenschützern, Behörden Social Media zu verbieten, für einen Irrweg. Es fehlten jedoch gesetzliche Regelungen.
tagesspiegel.de (Kommentar), tagesspiegel.de (Background)

Instagram testet Direct Messages über den Browser.

Instagram bringt seine Direktnachrichten in den Webbrowser. Bisher konnten Nutzer nur über die App Nachrichten verschicken und empfangen. Zunächst bekommt eine "kleine Prozentzahl" der weltweiten Nutzer Zugriff auf die neue Funktion, die sich u.a. an Firmen und Influencer richtet, die sehr viele Direktnachrichten erhalten.
theverge.com, techcrunch.com, cnet.com