Facebook will mit Nutzerdaten die Ausbreitung von Infektionskrankheiten bekämpfen.

Facebook-LogoFacebook wertet die Daten seiner 2,38 Mrd Nutzer aus, um den Ausbruch von Krankheiten und Epidemien zu verhindern. Auf Karten werden Bevölkerungsströme und -dichte gezeigt, mit deren Hilfe Forscher und Gesundheitsorganisationen Epidemien und Krankheitsausbrüche bekämpfen wollen. Die Daten stammen aus Facebooks Nutzern und kommerziell erhältlichen Datensätzen.
businessinsider.de

"Es ist immer noch ein Ritterschlag, irgendwo abgedruckt zu sein" – Influencerin Farina Opoku verehrt Print.


Prinstagram: "Ins Internet stellen kann jeder irgendwas" – in einem Magazin abgedruckt zu sein "ist wirklich immer noch ein Ritterschlag" findet Influencerin Farina Opoku alias @novalanalove. Dass Print dabei nicht so viele Views erzielt, wie Farina selbst auf ihren Kanälen, sei dabei zweitrangig, sagt die 28-Jährige im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Bei Kooperationen mit Marken beanspruche sie gern auch mal Mitsspracherecht. Das mache dann ein bisschen mehr Arbeit – "vor allem im Backoffice", so Opoku. Bis jetzt habe es mit "ein bisschen intervenieren, ein bisschen mitsprechen" dennoch immer geklappt.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

"Bild" spielt jetzt Basketball auf Snapchat.

bildlogoBild startet die wöchentliche Basketball-Videoshow Crunchtime auf Snapchat. Regelmäßige Sendungen im Hochkant-Format gibt es auch zu Fußball und Autos sowie tägliche Storys auf dem Hauptkanal bild. Snapchat ist laut Plattformen-Redakteur Morten Wenzek längst nicht tot, "Bild" erreiche allein mit Storys im Schnitt 650.000 täglich aktive User, darunter sehr viele im Schüler-Alter.
snapchat.com (Basketball-Show) via twitter.com, twitter.com (Zahlen)

Twitter verbittet sich Scherze zur Europawahl.

Twitter erklärt sich nach diversen Account-Sperren wegen teils harmloser Tweets u.a. von Sawsan Chebli und der "Jüdischen Allgemeinen" im Digitalausschuss des Bundestages. Twitter entschuldigte sich, Mitarbeiter sollen nun nachgeschult werden. Satire werde jedoch im Zuge der Europawahl weiterhin gesperrt. Im Vorfeld der Wahlen gebe es in Deutschland zehnmal so viele Meldungen von angeblich irreführenden Tweets wie in anderen EU-Staaten.
spiegel.de, turi2.de (Sawsan Chebli), turi2.de ("Jüdische Allgemeine")

Zahl des Tages: 40 % der Amerikaner befürworten ein Kartellverfahren gegen Facebook.

Facebook-LogoZahl des Tages: Zerschlagungswütige 40 % der Amerikaner befürworten ein Kartellverfahren gegen Facebook, ermittelt eine von "Business Insider" beauftrage SurveyMonkey-Umfrage. 15 % der Befragten sprechen sich dagegen aus. Die Befragung wurde im Zuge der Forderung von Facebook-Mitgründer Chris Hughes nach der Zerschlagung des sozialen Netzwerks durchgeführt.
businessinsider.de

Twitter sperrt "Jüdische Allgemeine" wegen eines harmlosen Tweets.

Twitter sperrt den Account der "Jüdischen Allgemeinen" und entschuldigt sich nach Protesten von Nutzern. Zur Sperrung wegen angeblicher Wahlbeeinflussung hat ein Link auf ein dpa-Interview mit Israels Botschafter geführt. Vor wenigen Tagen war auch SPD-Politikerin Sawsan Chebli gesperrt worden. Grund hierfür könnten falsch kalibrierte Algorithmen sein, möglicherweise aber auch Aktivisten, die massenhaft harmlose Tweets melden.
sueddeutsche.de, turi2.de (Chebli)

"Es ist wie in einer Beziehung" – DM-Kommunikationschef Mario Bertsch über Kooperationen mit Influencern.


Beziehungspflege: Das Anbahnen von Influencer-Kooperationen läuft wie in einer Beziehung, findet Mario Bertsch, beim Drogerie-Händler DM zuständig für Kommunikation und Influencer Marketing. Wie in einer Beziehung müsse man sich erst einmal kennenlernen, ein bisschen miteinander ausgehen und den anderen mal zum Essen einladen. "Das ist meistens ein langwieriger Prozess", sagt Bertsch im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Im Markenmix der Filialen konkurriere "jede Marke mit der anderen" aufgrund des begrenzten Platzangebots. Das Ziel sei, den Kunden immer "das relevanteste Sortiment anzubieten". Dazu gehörten eben auch "kleine Highlights" – in Form von eigenen Marken, oder aber einer "Innovation von einem Industriepartner".
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Meinung: Facebook-Chefkommunikator kontert Forderungen nach Zerschlagung.

Facebook: Nicht die Größe zählt, sondern die Einhaltung der Verbraucherrechte, kontert der Facebook-Chefkommunikator Nick Clegg die Forderung nach einer Zerschlagung von Facebook in einem Gastbeitrag der "New York Times". Die grundsätzlichen Probleme der sozialen Medien würden ohne Facebook nicht verschwinden. Die Marktmacht sei bei genauer Betrachtung nicht so groß, da Nutzer auf Dienste wie YouTube, Twitter oder dem "aufstrebenden Wettbewerber" TikTok ausweichen könnten.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Instagram führt eine Berufungs-Funktion ein.

Instagram ermöglicht es den Nutzern, Berufung einzulegen, wenn das Netzwerk einen Post von ihnen blockiert. Ein zweiter Prüfer schaut den Beitrag dann an und bewertet ihn ebenfalls. Ob Instagram ein komplettes Konto sperrt, hängt künftig nicht mehr vom Prozentsatz des Inhalts ab, der gegen Richtlinien verstößt, sondern von der Zahl der Verstöße in einem bestimmten Zeitraum.
techcrunch.com

Facebook führt Geburtstagskarten in seiner Story-Funktion ein.

Facebook-LogoFacebook will die bei Instagram und WhatsApp beliebte Stories auch bei seinem Mutternetzwerk beliebter machen und startet eine Geburtstagskarten-Funktion. Beim Geburtstag enger Freunde zeigt Facebook Nutzern künftig eine Geburtstagsstory an, an die sie spezielle Grußkarten schicken können. Die Grüße der Gratulanten erscheinen automatisch in der Story. Facebook sagt, es trage damit auch dem Trend Rechnung, dass seine Nutzer die normale Timeline mittlerweile seltener für Geburtstagsgrüße nutzen.
theverge.com

Video-Tipp: Facebook will Fake News bei Europawahl eindämmen.

Facebook-LogoVideo-Tipp: Um Fake News bei der Europawahl einzudämmen, eröffnet Facebook ein "Election Operation Center", eine Art Lagezentrum, das die ARD als einziges deutsches TV-Team besucht. Fragwürdige Facebook-Inhalte sollen künftig frühzeitig erkannt werden, um Manipulationen im EU-Wahlkampf zu verhindern.
tagesschau.de (3-Min-Video)

Facebook sperrt rechtsextreme Influencer dauerhaft, weil sie "gefährlich" sind.


Abgemeldet: Facebook verbannt eine Reihe prominenter US-Rechtsextremer von seinen Plattformen, wie das Unternehmen mitteilt. Zu den gesperrten Personen zählen Alex Jones mitsamt seiner Marke Inforwars, der "Nation of Islam"-Führer Louis Farrakhan, der Blogger und Ex-Breitbart-Redakteur Milo Yiannopoulos sowie die Verschwörungstheoretikerin und Aktivistin Laura Loomer. Facebook begründet die Sperren damit, dass die Betroffenen "gefährlich" seien. Für die Bewertung hat das Unternehmen auch die Aktivitäten der nun Gesperrten außerhalb Facebooks in seine Entscheidung einfließen lassen.

Der Schritt bedeutet einen Kurswechsel für Facebook, das bislang dauerhafte Sperren weitestgehend ausschloss und mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit die Grenzen von Hassrede eher eng fasste. Facebook und andere Social-Media-Plattformen hatten Jones bereits zuvor gesperrt – jedoch nicht dauerhaft.
washingtonpost.com, theverge.com

Meinung: Höttges, Kaeser und Zetsche sind Vorzeige-Socialmedia-Nutzer.

Chefsache Social Media: Telekom-Chef Tim Höttges (Foto), Siemens-Chef Joe Kaeser und Daimler-Chef Dieter Zetsche sind das Vorzeige-Dreigestirn der Dax-Chefs in den sozialen Medien, schreibt Daniela Strasser. Höttges und Kaeser kommentierten gesellschaftliche oder politische Anlässe, Zetsche setze auf Humor. Antje Neubauer, Marketing-Chefin der Deutschen Bahn, will via Social Media "sprachfähig und ansprechbar sein". Thjnk-Mitgründer Michael Trautmann helfen Facebook und Instagram beim Aufbau von Communities.
"W&V" 05/2019, S. 37 – 42 (Paid)

Analyse: Medien posten zu 77 % Links und URLs auf Facebook.

Medienunternehmen posten bei Facebook zu 77 % Links und URLs, zeigt eine Untersuchung des Social-Media-Analysten Quintly. 12 % der Posts enthalten Bilder, 11 % Videos. Videos zahlen sich laut der Analyse aus: Sie rufen 38 % mehr Interaktionen hervor als Bilder. 34 Mio Posts aus dem Jahr 2018 von 4.600 Profilen, darunter u.a. Netflix, "The Guardian", ARD und ZDF, wurden für die Analyse untersucht.
"Horizont" 18/2019, S. 18 (Paid)

Facebook richtet sich nach privater Nutzung aus, sagt Mark Zuckerberg.

Facebook-LogoF8: Mark Zuckerberg sagt auf Facebooks alljährlicher Entwicklerkonferenz, er plane einen "Neuanfang der Privatsphäre" – alle Dienste sollen deshalb z.B. Ende-zu-Ende verschlüsselt werden. Für Messenger gibt es eine Desktop-App und eine Funktion, um gemeinsam Videos zu schauen. Whatsapp bekommt "Business Catalogs", in denen Unternehmen ihre Produkte vorstellen können. Für Instagram gibt es künftig u.a. Spenden-Sticker.
venturebeat.com, newsroom.fb.com

MTV holt die Chartshow "Top 100" mit Hochkant-Moderationen zurück.

MTV reanimiert ab Samstag die Chartshow "MTV Top 100" mit Moderationen im Hochkant-Format, verrät Deutschland-Chef Giovanni Zamai bei DWDL. Angelehnt an das Stories-Format von Snapchat, Instagram und Co sollen die Mods zwischen den Musikvideos durch Beiträge von Zuschauern oder Grüße ergänzt werden. Der Sender will so außerdem einzelne Ausschnitte leichter in Social Media integrieren.
dwdl.de

Basta: Sollen sie doch Kuchen essen.

Gehaltvolle Social-Media-Arbeit: Die US-Bank Chase erklärt bei Twitter, wie Kunden Konten aufhübschen können - indem sie Kaffee von zu Hause trinken und laufen, statt ein Taxi zu nehmen. Der Tweet ist verschwunden, nachdem Nutzer an die 25 Mrd Dollar Bankenrettung to go in 2008 erinnert haben.
nbcnews.com


Meinung: Ohne "Spiegel"-Aufschrei hätte Enissa Amani keine Schlagzeilen gemacht.

Satire darf alles, aber nicht alle dürfen Satire, beobachtet Leo Fischer, Ex-Chefredaktur von "Titanic". Hätte sich "Spiegel"-Autorin Anja Rützel nicht als Opfer inszeniert, hätte es Enissa Amanis (Foto) Kritik nie in die Schlagzeilen geschafft. Satire von Menschen mit ausländisch-klingenden Namen werde in Deutschland immer noch zu wenig ernst genommen.
neues-deutschland.de, turi2.de (Background)

Elon Musk muss künftig Tweets zu Tesla freigeben lassen.


Maulkorb für Musk: Tesla-Gründer Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC einigen sich auf künftige Twitter-Regeln, schreibt die dpa. Musk darf keine Informationen mehr eigenmächtig in schriftlicher Form verbreiten, die Teslas Aktienkurs beeinflussen könnten. Dazu zählten u.a. Aussagen über Finanzen, Produktionsziele oder Fusionen. Sämtliche Kommunikation müsse Musk vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt genehmigen lassen.

Das Gericht muss dem Deal noch zustimmen. Die US-Börsenaufsicht hatte Musks Twitter-Kommunikation bereits im Vorjahr unter Auflagen gestellt, die Musk aber nicht einhielt. Dieser hatte durch irreführende Tweets zu Teslas Produktionszielen und einem möglichen Börsenrückzug bei Anlegern für Ärger gesorgt.
zeit.de, turi2.de (Background)

"Spiegel": Die AfD erzeugt von allen Parteien mit Abstand am meisten Wirkung auf Facebook.


AFD -Auf Facebook dominant: Die AfD beherrscht in Deutschland den politischen Diskurs auf Facebook, berichtet der "Spiegel" und bezieht sich auf eine Untersuchung des US-Medienwissenschaftlers Trevor Davis von der George-Washington-Universität. Rund 85 % aller weiterverbreiteten Beiträge deutscher Parteien seien von der AfD. Union, SPD, Grüne, FDP und Linke würden sich die restlichen 15 % teilen, wovon jeweils nur 2 bis 3 % auf Union und SPD entfielen. Die AfD setzte dabei auf Masse: Über rund 1.500 Seiten poste die Partei zuletzt rund 4.000 Fotos pro Woche. Andere Oppositionsparteien kämen nur auf mehrere Hundert.

"Das hat das Niveau einer US-Präsidentschaftskampagne im Endspurt", sagt Davis. Die Extremismusforscherin Julia Ebner vom Londoner Institute for Strategic Dialogue sagt, dass es der AfD durch die vielen Posts und die Kombination mit Wut und Schmutzkampagnen gelinge "beinahe ein Monopol auf Online-Stimmungsmache aufzubauen", was viele unentschlossene Wähler beeinflusse.
spiegel.de, spiegel.de (Paid), "Spiegel" 18/2019, S. 18 (Paid)

Meinung: Ein Verzicht auf Like-Zahlen könnte Influencer Marketing verbessern.

Influencer Marketing könnte sich professionalisieren, wenn Instagram auf öffentlich einsehbare Like-Counter verzichtet, schreibt Christian Erxleben. Sollte das Netzwerk seine Gedankenspiele umsetzen, würden langfristig eigentlich wichtige Kennzahlen wie Verkäufe oder Markenbekanntheit in den Fokus rücken. Für private Nutzer könnte der Schritt zudem ein Segen sein, da der aufgeblasene Markt geschwächt würde und es statt um Likes wieder mehr um Fotos und Videos ginge.
basicthinking.de

Zahl des Tages: Facebook hat 21 Partner für das Fact-Checking bei der Europawahl.

Zahl des Tages: Prüfwütige 21 Partner für das Fact-Checking vor der Europawahl hat Facebook inzwischen gesammelt. Mit fünf neuen Partnern, u.a. aus Griechenland, Kroatien und Portugal, deckt das soziale Netzwerk 14 Sprachen ab. Alle neuen Partner sind durch das internationale Faktenchecker-Netzwerk IFCN akkreditiert.
adweek.com

YouTuber werben für die Europawahl.


EU-Tuber mit Mission: Das Europäische Parlament engagiert die drei YouTuber AlexiBexi (Mitte), Lisa Sophie Laurent (links) und Kupferfuchs (rechts), um Erstwähler für die Europawahl zu motivieren. Erdacht hat die Kampagne Divimove, das Online-Video-Netzwerk der RTL Group. Auf ihren Kanälen erreichen die drei YouTuber zusammen mehr als 2 Mio Menschen und beschäftigen sich ansonsten eher mit politikferneren Themen wie Comedyvideos und Technik-Gadgets, Selbstversuchen oder veganem Backen.

In den kommenden Wochen wollen sie locker aufbereitete Informationen zur Europawahl vermitteln und Tipps zur persönlichen politischen Meinungsbildung geben. Lisa Sophie Laurent widmet sich verstärkt dem Thema Frauenrechte, AlexiBexi kümmert sich um Netzpolitik und Kupferfuchs diskutiert Umweltschutz-Themen. Auf der Seite diesmalwähleich.eu sind die Fans der Influencer aufgerufen, auch ihre Freunde für Europa zu begeistern.
divimove.com, wuv.de