Digital-Staatsministerin Bär will Nutzung sensibler Daten von Kindern zu Werbezwecken verbieten.

Digitalpolitik: Staatsministerin Bär will die Nutzung sensibler Daten von Kindern und Jugendlichen zu Werbezwecken oder für die Erstellung von Nutzerprofilen verbieten lassen, schreibt das "Handelsblatt". Kinder und Jugendliche nutzten das Internet oftmals "als Testgebiet für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit" und seien "besonders schutzbedürftig".
handelsblatt.com

Elon Musk wird nach Pädophilie-Tweet freigesprochen.

width=Vertwittert: Elon Musk wird vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen, urteilt ein US-Gericht. Musk hatte den britischen Rettungstaucher Vernon Unsworth in einem Tweet als "pädophilen Kerl" bezeichnet, wofür er sich später entschuldigte. Bei der Rettungsaktion für die in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballmannschaft wollte Musk 2018 ein Mini-U-Boot einsetzen, was der Rettungstaucher öffentlich als PR-Gag kritisierte.

Musk relativierte seine Wortwahl später vor Gericht als "allgemeine Beleidigung". Für seinen Anwalt bestehe die Twitter-Debatte aus "frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern". Musk habe den Rettungstaucher nicht als pädophil bezeichnen wollen.
handelsblatt.com, cnbc.com

Klick-Tipp: MDR verschickt personalisierte Abendgrüße vom “Sandmann”.

Klick-Tipp: Die Kinderredaktion des MDR hat eine Web-Anwendung entwickelt, mit der ein personalisierter Abendgruß mit dem "Sandmann" gestaltet werden kann. Unter deinabendgruss.de können eigene Grußworte eingetippt und in verschiedenen Hintergründen eingebettet werden. Nutzer können den Gruß als Video per Link über die Sozialen Netzwerke verschicken.
deinabendgruss.de (Anwendung), presseportal.de (Pressemitteilung)

Gericht verbietet Facebook-Apps, weil sie gegen Blackberry-Patente verstoßen.


Patent-Streit: Das Landgericht München verbietet in Deutschland die Apps von WhatsApp, Instagram, Facebook und Facebook Messenger, weil sie in ihrer derzeitigen Form gegen Patente von Blackberry verstoßen. Damit ist das "Anbieten und Inverkehrbringen" der Apps in Deutschland zur Benutzung in Deutschland de facto verboten. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, Facebook überlegt, in Berufung zu gehen.

Dennoch wäre das Urteil bereits "vorläufig vollstreckbar", sollte Blackberry einen Geldbetrag bei der Justizkasse hinterlegen oder Facebook als Sicherheit eine Bürgschaft übertragen. Ein Facebook-Sprecher teilt mit, die Gerichtsverfahren beträfen nur "einige wenige spezifische Funktionen unserer Apps". Für diese halte Facebook bereits Software-Updates bereit, um Unterlassungsforderungen zu entsprechen, sollte BlackBerry sich entscheidet, das Urteil zu vollstrecken. Blackberry hält, obwohl mehrfach umstrukturiert, viele grundlegende Smartphone-Patente, die andere Hersteller nutzen. Blackberry bestreitet aber, ein "Patent-Troll" zu sein.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Influencer-Markt wird sich 2020 weiter konsolidieren.

Lese-Tipp: Björn Wenzel von der Influencer-Marketingagentur Lucky Shareman zeigt die Trends des Jahres im Influencer-Marketing. Bei Influencern und Marken sei 2019 die Unsicherheit groß, ob Beiträge als Werbung gekennzeichnet werden müssen. TikTok gelang dank kreativem Content der Durchbruch in Deutschland. 2020 werde sich der Influencer-Markt weiter konsolidieren.
luckyshareman.com

Video-Tipp: DFL zeigt Aufnahmen der ersten Fußball-Übertragung in 9:16.

Video-Tipp: Die DFL zeigt Testaufnahmen der weltweit ersten Fußball-Übertragung im 9:16-Format und gewährt einen Backstage-Einblick in die Produktion der Hochformat-Bilder, die speziell für Smartphones ausgerichtet sind. Damit reagiere die DFL auf das "veränderte Mediennutzungsverhalten". Die Aufnahmen sollen zunächst für Social Media und für eine interne Auswertung genutzt werden.
dfl.de (3-Min-Video), twitter.com, turi2.de (Background)

Instagram führt bei neuen Nutzern eine Altersabfrage ein.

Ausweiskontrolle: Instagram verlangt künftig von neuen Nutzern verpflichtend ein Geburtsdatum. Wie bei Facebook liegt das Mindestalter bei 13 Jahren, was bisher aber nicht geahndet wurde. Künftig können Nutzer einstellen, von wem sie Nachrichten erhalten oder zu Gruppen hinzugefügt werden möchten – von allen Nutzern auf Instagram oder nur von den Profilen, denen sie selbst folgen.

Wenn mit dem Instagram-Account ein Facebook-Account verbunden ist, wird das Geburtsdatum automatisch hinzufügt. Instagram spricht bei der Umstellung der Nutzungsbedingungen von "altersgerechten Erlebnissen". Die Plattform wolle jüngere Nutzer künftig gezielt auf Privatsphäre-Einstellungen hinweisen, die Sicherheit der Community habe "oberste Priorität".
techcrunch.com, instagram-press.com, augsburger-allgemeine.de

Video-Tipp: Sahra Al-Dujaili, Social-Chefin von Otto, im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Sahra Al-Dujaili setzt Versand-Händler Otto in den Sozialen Netzwerken in Szene. Wenn sie an die Fernsehwelt von früher denkt, fällt ihr als erstes Thomas Gottschalk ein, den sie als "frühen Hipster" wahrgenommen hat. Im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 verrät sie außerdem, dass sie heute am liebsten bei Netflix einschaltet, oder – ganz analog – am Strand liegt. Wenn mal ein Film über ihr Leben gedreht würde, sähe sie am liebsten Superstar Jennifer Lopez in der Hauptrolle.
turi2.tv (1-Min-Video)

Mehr von Sahra Al-Dujaili bei turi2.tv: Wie Otto vertikale Videos macht.

Meinung: China missbraucht TikTok für Überwachungszwecke.

TikTok: Die EU muss gegen Chinas Datenmissbrauch vorgehen, fordert "Welt"-Gastkolumnistin Glacier Kwong. Die Aktivistin aus Hongkong kämpft in ihrer Heimat gegen den Einfluss Chinas, Kwongs Smartphone wurde gehackt. China nutze Apps wie TikTok für Überwachungszwecke, um Gesichter in Fotos oder Standortdaten auszuspionieren.
welt.de

Zitat: André Mörker glaubt Facebooks Geheuchel um versteckte Likes nicht.

"Dann sind diese ach so böse Likes, die Menschen angeblich depressiv machen, nur noch gegen Bargeld oder Abos zu sehen."

André Mörker, Gründer der Influencer-Agentur Media-Part, geht davon aus, dass Facebook die Einsicht versteckter Instagram-Likes monetisieren will, sagt er im "manager magazin"-Podcast.
manager-magazin.de (22-Min-Audio)

Hör-Tipp: Lena spricht im “Alles gesagt”-Podcast über politische Äußerungen als Popstar.

Hör-Tipp: Sängerin Lena Meyer-Landrut erzählt im fast sechsstündigen Zeit-Online-Podcast Alles gesagt, wie sie den Wirbel um ihre Person überlebt hat und dass sie viel zu lange am Handy hantiert. Sie spricht über die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie und was es für sie bedeutet, sich politisch zu äußern.
zeit.de (Audio, 5 Std 56 Min)

“Milla” gibt CDU-Mitgliedern digitaleuphorische Internet-Nachhilfe.

CDU gibt ausgewählten Mitgliedern Internet-Nachhilfe: Auf dem bisher parteiinternen E-Learning-Portal Milla versuche die CDU den Spagat, "Probleme gerade ausreichend zu benennen, um nicht als weltfremd dazustehen", aber gleichzeitig "nicht so deutlich, dass die grundsätzlich digitaleuphorische Stimmung verloren geht", schreibt Hannah Beitzer. Grundlegende Kritik am "digitalen Kapitalismus und seinen Auswüchsen" sei nicht erkennbar.
sueddeutsche.de

Twitter will inaktive Accounts nun zunächst doch nicht löschen.

Twitter will nun doch nicht wie angekündigt länger inaktive Accounts löschen. Der Dienst reagiert damit auf Kritik und kündigt an, zunächst einen Weg zu suchen, um Profile verstorbener Nutzer in einen Gedenkzustand zu versetzen und so von der Maßnahme auszunehmen. Außerdem wolle Twitter zunächst nur inaktive Profile in der EU löschen. Twitter begründet dies damit, dass die Nutzer der Datenschutzgrundverordnung zustimmen müssten.
t-online.de, turi2.de (Background)

Bundeswehr postet Wehrmachtsuniform mit Hakenkreuz in Instagram-Story.

Bundeswehr hat in einer Instagram-Story das Bild einer Wehrmachtsuniform mit Hakenkreuzen gepostet, dazu blinkend den Schriftzug "Retro". Die Bundeswehr löscht die Story kommentarlos, nachdem "Bild" das Foto entdeckt und nachgefragt hat. Ein Sprecher räumt einen Fehler und kündigt Konsequenzen an. Vergangene Woche hatte die Bundeswehr ihren Soldaten Social-Media-Richtlinien an die Hand gegeben.
bild.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Twitter fordert inaktive Nutzer zu Lebenszeichen auf, sonst droht die Löschung.


Nestbereinigung: Twitter will konzertiert gegen Karteileichen vorgehen. Alle Nutzer, die ihren Account seit länger als sechs Monaten nicht genutzt haben, bekommen derzeit eine Aufforderung, sich bis zum 11. Dezember einzuloggen. Ansonsten könnte das Konto dauerhaft gelöscht werden. Das steht zwar auch in den Nutzungsregeln, nur durchgegriffen hat Twitter bei längerer Abstinenz bisher kaum.

Noch unklar ist, ob und wann Twitter freiwerdende Nutzernamen neu vergibt. Ein Sprecher macht jedoch wenig Hoffnung, dass auf einen Schlag Tausende bisher besetzter Namen frei werden. Das Großreinemachen erstrecke sich "über mehrere Monate" und erfolge nicht an einem Tag.
techcrunch.com, theverge.com

Basta: TikTok-Nutzerin umgeht Zensur mit Makeup-Video.

Hübsch gelinkt: TikTok-Nutzerin Feroza Aziz überlistet die Zensur der chinesischen Plattform mit einen Makeup-Tutorial. Die Wimpernzange noch in der Hand wechselt sie das Thema und spricht über die Situation der Uiguren in China. Als das Video viral geht, sperrt TikTok ihren Account. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" recherchieren wahrscheinlich schon, welche politischen Botschaften eigentlich Bibi in ihren Videos versteckt.
t3n.de, bbc.com, twitter.com (40-Sek-Video)

Facebook bezahlt Nutzer für Teilnahme an Marktforschung.

Facebook startet die Marktforschungs-App Viewpoints, die Nutzer für die Teilnahme an Umfragen bezahlt. US-Nutzer können bis zu 600 Dollar im Jahr machen, weitere Länder sollen 2020 folgen. Facebook hat offenbar aus dem Skandal um Cambridge Analityca gelernt und setzt auf Transparenz: Bei jeder Befragung erfahren die Nutzer, welche Daten Facebook sammelt und wofür es diese nutzt.
mashable.com, businessinsider.com

Meinung: Live-Streams der Proteste in Hongkong mobilisieren die Nutzer.

Social Media: Dutzende Live-Streams übertragen die politischen Proteste in Hongkong, beobachtet Katharin Tai in "Zeit Campus". Berichte in Social Media seien nicht neu, doch die Macht der Live-Bilder emotionalisierten auch Menschen aus der Ferne und trieben immer mehr auf die Straßen. Zugleich bestehe die Gefahr, dass die Menschen durch die Live-Streams abstumpften.
zeit.de

Facebook testet neue “Enge Freunde”-Funktion.

Facebook testet eine Kopie der Instagram-Funktion "Enge Freunde" mit dem Namen "Favoriten". Nutzer können einzelne Kontakte ihren Favoriten hinzufügen und Stories aus der Haupt-App oder dem Messenger mit dieser Gruppe teilen. Für Status-Updates ist das Feature bislang nicht vorgesehen. In der Vergangenheit hat Facebook mehrfach vergeblich versucht, Nutzer zu animieren, ihre Freunde in Listen einzuteilen, um selektiv Updates posten zu können.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Vice schaut hinter die Kulissen gekaufter Likes und Follower in sozialen Netzwerken.

Soziale Netzwerke: Kommentare und Likes sind "millionenfach verteilter digitaler Applaus", Betrug damit entstehe in einer Art "Applausfabrik", analysieren Sebastian Meineck und Theresa Locker. Mit der manipulierten Reichweite würden Influencer teilweise versuchen, sich "Werbedeals zu ergaunern". Hinter dem Handel mit Reichweite stecke "die automatisierte und massenhafte Beeinflussung der größten Plattformen der Welt".
vice.com

“Bild” kritisiert Präsenz der “Tagesschau” bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Bild bellt laut gegen den neuen TikTok-Kanal der "Tagesschau". Paul Ronzheimer findet es "unverantwortlich", dass die ARD mit "unseren Gebührengeldern" - ein Totschlagargument - "gemeinsame Sache" mit der chinesischen Plattform macht, die Beiträge zensiere. ARD-aktuell-Chefredakteur Marcus Bornheim sagt, die Redaktion werde reagieren, "sollten wir hier Beeinträchtigungen feststellen". Seit vergangener Woche betreibt die Axel Springer Akademie unter dem Namen Hawaiitoast ein eigenes Angebot bei TikTok.
bild.de, bild.de (Ronzheimer), turi2.de (Background)

Die “Tagesschau” startet einen Account bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Tagesschau gibt es nun auch bei TikTok. Der NDR startet ab heute einen Account beim chinesischen Kurzvideo-Dienst. Mit humorvollen Beiträgen will die Redaktion jungen Nutzern Einblicke verschaffen und sie so in Kontakt mit der Marke bringen. Der NDR will zudem "das Potential ausloten, das diese Plattform für die Vermittlung von Nachrichten bietet", so Marcus Bornheim, Chefredakteur von ARD-aktuell.
presseportal.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

Bundeswehr regelt, wie Rekruten in sozialen Netzwerken auftreten sollen.

Bundeswehr gibt ihren Soldaten Social-Media-Guidelines an die Hand. Die Richtlinien warnen u.a. davor, durch Fotos oder Standortdaten ungewollt geheime Informationen preiszugeben. Durch ihre Präsenz in sozialen Netzwerken könnten die Rekruten ins Interesse von Terroristen oder ausländischen Geheimdiensten geraten. Explizit aufgerufen sind sie, die Truppe online in ein gutes Licht zu rücken, sie sollten aber nicht als "Pressesprecher" agieren.
spiegel.de, bundeswehr.de

Hater sind keine Trolle und deshalb anders zu behandeln, meint Mario Sixtus.

Internet: Opfer und Zeugen von Hasskommentaren sollten mit den Verfassern nicht umgehen wie mit Trollen, schreibt Journalist und Blogger Mario Sixtus. Ignorieren sei falsch, Hater bräuchten Gegenwind – "widersprechen, zurückbrüllen, Tweets melden, öffentlich Blocklisten teilen, laut werden". Sixtus wünscht sich Beistand für Opfer statt kluger Ratschläge.
twitter.com

BPB und Endemol Shine produzieren Videos zur Extremismus-Prävention.

Endemol Shine produziert für die Bundeszentrale für politische Bildung Videos mit den YouTubern Nihan, Cheng Loew, Diana zur Löwen, MrWissen2go und Visa Vie, es geht um Extremismus und Prävention. In drei 25-minütigen Videos sprechen die Influencer mit Aussteigern, in drei weiteren besprechen sie mit Experten die Kommentare zu ihren Videos.
presseportal.de

turi2 edition #9: TikTok, die große Playback-Show.


Hohe Töne im Hochformat: Bei TikTok können Nutzer mit kurzen Musikvideos Geld verdienen – und die App scheffelt kräftig mit. Für die turi2 edition #9 analysiert Maria Gramsch das bei jungen Nutzern so beliebte TikTok, das Instagram im weltweiten Ranking der Social-Media-Apps überholt hat. Die App steht immer wieder wegen Verstößen gegen den Jugendschutz und Cybermobbing in der Kritik, unter den Playback-Barden und Followern sind Hunderttausende Minderjährige. Lesen Sie jetzt den ganzen Artikel kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Snapchat überprüft auch politische Anzeigen auf Fakten.

Snapchat überprüft alle politischen Anzeigen auf Fakten, sagt Snap-Chef Evan Spiegel bei CNBC an. Snapchat wolle einen Raum schaffen, in dem seine überwiegend jungen Nutzer mit politischen Botschaften in Kontakt kommen, ohne die Gefahr von Falschinformationen. Snap fährt damit einen Mittelweg zwischen Facebook, das Lügen in politischen Anzeigen toleriert, und Twitter, das Politik-Werbung fast ganz von seiner Plattform verbannt.
cnbc.com via businessinsider.de

Zahl des Tages: Kylie Jenner verkauft Mehrheit ihrer Kosmetik-Firma an US-Konzern Coty.

Zahl des Tages: Für 600 Mio Dollar verkauft Influencerin und Reality-TV-Star Kylie Jenner, 22, 51 % ihrer Firma Kylie Cosmetics an den US-Kosmetikkonzern Coty. Jenner und ihr Team bleiben als kreative Leitung an Bord. Coty, mehrheitlich im Besitz der deutschen Milliardärs­familie Reimann, erkauft sich mit dem Deal vor allem den Zugang zur jungen Zielgruppe.
faz.net, handelsblatt.com

TikTok erwägt Rebranding in den USA, um chinesische Wurzeln zu vertuschen.

Trojanisches Pferd: ByteDance, Mutter von TikTok, will in den USA seine chinesischen Wurzeln vertuschen und erwägt dafür einen Namenswechsel und ein Rebranding sowie den Umzug nach Singapur, schreibt das "Wall Street Journal". TikTok steht u.a. für seinen Umgang mit Daten, mögliche Zensur und mangelnden Jugendschutz in der Kritik. Die USA fürchtet, die App könne die "nationale Sicherheit" gefährden. ByteDance widerspricht, derlei Pläne zu haben.
wsj.com, businessinsider.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

Zitat: Irokesen-Frisur hilft Sascha Lobo beim Distanz wahren.

"Ich kann immer denken: Die greifen nicht mich an, sondern das Symbol, das ich im Internet bin."

Digital-Leitwolf Sascha Lobo, 44, sagt dem "Zeit Magazin", seine Irokesen-Frisur sei auch Teil seiner Distanzierungs-Strategie, um mit Hass und Empörung aus dem Netz besser klarzukommen.
"Zeit Magazin" 47/2019 (Paid), zeit.de (Vorab)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sascha Lobo liest Verlagen die Leviten (10/2017).

Springer startet Jugendmagazin auf TikTok.

TikTok: Journalisten der Springer Akademie produzieren ein Jugendmagazin für die Plattform. Das Reporter-Team will mit Hawaii Toast zeigen, dass journalistische Formate und ernste Themen in der App funktionieren können. Sie treffen z.B. den Vorbeter der Synagoge von Halle oder sprechen mit jungen Muslimen. Die Videos sind höchstens eine Minute lang.
axelspringer.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

Facebook drosselt die Seite von jetzt.de wegen vermeintlichem Clickbait.

Facebook-LogoFacebook schränkt die Reichweite der Facebook-Seite von jetzt.de ein, weil es dem Portal der "Süddeutschen Zeitung" Clickbait vorwirft, schreiben Simon Hurtz und Charlotte Haunhorst. Die Autoren kritisieren, dass die Entscheidung nicht nachvollziehbar sei und Facebook auch auf Nachfrage keine konkreten Antworten zum Fall gebe. Aus Hintergrundgesprächen hätten sie zudem erfahren, dass auch andere Medien bereits solche Erfahrungen mit Facebook gemacht hätten.
jetzt.de

Facebook startet mit Instagram in Brasilien die Attacke auf TikTok.


Copycatcontent: Facebook startet seine lange erwartete Reaktion auf den Erfolg der chinesischen App TikTok. In Brasilien erweitert der Konzern Instagram mit einer Reihe von Funktionen, die klar an TikTok angelehnt sind. Die Sektion heißt Reels – oder Cenas im Portugiesischen – und ist Teil der Stories-Funktion von Instagram. Bei Reels können Nutzer aus einer großen Auswahl von Musik wählen, um Playback-Videos zu erstellen, aber auch die Audios anderer Clips nutzen. Nutzer können die Beiträge privat teilen oder in ihren öffentlichen Stories posten. Zudem gibt es aggregierte Übersichten zu Top-Reels und beliebten Beiträgen zu einzelnen Audios.

Brasilien stellt für Facebook einen idealen Testmarkt dar, weil es in dem Land eine große Instagram-Nutzerzahl gibt und TikTok noch nicht sehr verbreitet ist. Anders als TikTok kann Instagram auch direkt mit den Beiträgen Geld verdienen, da es bereits Anzeigen in der Stories-Sektion verkauft. Bei Erfolg dürfte Facebook die Funktionen auch in anderen Märkten ausrollen. Ähnlich ist Facebook bereits vorgegangen, als es von Snapchat bekannte Funktionen in Instagram integriert hat.
techcrunch.com, turi2.de (Background), turi2.de (Beitrag aus der turi2 edition9 über TikTok)

Zahl des Tages: 100.000 Klicks für Fynn Kliemann bei turi2.tv.

Zahl des Tages: Über 100.000 Zuschauer hat Fynn Kliemann, der Jean Pütz des Digitalzeitalters, der Peter Lustig für YouTuber, mit seinem turi2.tv-Porträt bei YouTube angezogen. Ein neuer Rekord und 99.000 mehr als ein Durchschnittsvideo bei turi2.tv - denn die bisher 979 Videos auf turi2.tv wurden 967.000 mal aufgerufen. Zu den knapp 1.000 Views pro Video auf YouTube kommen steigende Views bei Twitter und - vor allem - bei LinkedIn.
turi2.tv (11-Min-Video auf YouTube)

Meinung: Facebook setzt bei politischer Werbung auf eine Vogel-Strauß-Taktik.

Facebook setzt bei politischer Werbung auf "eine wohlkalkulierte Vogel-Strauß-Taktik", kommentiert die "FAS". Betriebswirtschaftlich habe die Plattform kein Interesse, sich auf eine politische Seite zu schlagen. Die Lüge werde damit zum Instrument zur Wählerwerbung. Facebook argumentiert, nur die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
"FAS", S. 27 (Paid)

“Focus”: Facebook hat seit März 785 Mio Euro mit politischer Werbung eingenommen.

Facebook-LogoFacebook hat seit März 785 Mio Euro durch politische Werbung eingenommen, schreibt der "Focus". Allein in Deutschland seien es 7,3 Mio Euro gewesen. Auf die Parteien entfalle dabei nur ein Bruchteil. Die CDU habe mit rund 288.000 Euro von den im Bundestag vertretenden Parteien am meisten ausgegeben. Facebook steht in der Kritik, da es auch Lügen in politischer Werbung erlaubt. Twitter hat vor kurzem angekündigt, künftig keine politische Werbung mehr zu erlauben.
focus.de, turi2.de (Background)