Joe Biden beruft komplett weibliches Kommunikations-Team.

Frauenquote 100 %: In der US-Regierung liegt die Kommunikation künftig ausschließlich in der Hand von Frauen. Joe Biden besetzt die Rolle der Regierungssprecherin mit Jen Psaki (Foto), die bereits unter Barack Obama fürs Weiße Haus und das Außenministerium kommuniziert hat, Vize wird Karine Jean-Pierre. Der Job der Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses geht an Kate Bedingfield aus Bidens Wahlkampfteam. Auch unter Kamala Harris kommunizieren Frauen: Symone Sanders wird Sprecherin der Vize-Präsidentin, Ashley Etienne Kommunikations-Direktorin.
sueddeutsche.de, zeit.de, usatoday.com

Zitat: Jan-Eric Peters beklagt das Ungleichgewicht zwischen Journalismus und PR.

"Heute kommt auf einen Wirtschaftsreporter eine ganze Armada PR-Leute, die früher gute Journalisten waren – und jetzt mehr verdienen."

Ex-"Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters blickt mit Sorge auf die Diskrepanz zwischen steigenden Anforderungen und stagnierendem Gehalt im Journalismus. Im Interview mit dem Vermögensverwalter Liqid spricht er über die Bedeutung von Geld in Gesellschaft, Beruf und Privatleben.
liqid.de

Hör-Tipp: Daimler-Chefkommunikator Jörg Howe gibt Einblick in seine Vergangenheit.

Hör-Tipp: "Teilweise echt ätzend": Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe spricht im "Medien. Macht. Meinung."-Podcast sehr offen über seine bewegte berufliche Vergangenheit, u.a. bei der "Tagesschau". Seine Zeit als Krisenkommunikator bei KarstadtQuelle hat er genossen, doch die Unehrlichkeit von Thomas Middelhoff in den letzten Wochen seines Engagements blieb nicht folgenlos: "Es ist schwieriger wenn man so etwas erlebt hat, Vertrauen aufzubauen." Eine Rückkehr in den Journalismus käme für Howe wegen der aktuellen Arbeitsumstände dort nicht mehr in Frage.
medienmachtmeinung.podigee.io (38-Min-Audio)

Ex-“Spiegel”-Autor Georg Diez will als Chefredakteur eines Instituts Veränderung verwirklichen.

The New Institute will mit journalistischen Mitteln gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, sagt Ex-"Spiegel"-Kolumnist Georg Diez im Interview mit "Meedia". Er wirkt als Chefredakteur, auch wenn das "für eine akademische Institution ungewöhnlich" ist. Diez helfe, "die mediale Komponente" immer mitzudenken und so viele Menschen zu erreichen. Das gehe über klassische PR hinaus: "Ich nehme nicht Inhalte und verpacke sie ansprechend. Ich arbeite daran mit, Projekte zu definieren, die wirkliche Veränderung ermöglichen", sagt Diez. Das Geld dafür stammt von Reederei-Unternehmer Erck Rickmers.
"Meedia" 48-49/2020, S. 32 (Paid)

EU-Hinweis auf Zigaretten-Schachteln mahnt zur richtigen Entsorgung von Kippen.

Zigaretten-Schachteln sollen ab Juli 2021 nach EU-Plänen einen weiteren Warnhinweis bekommen, schreibt die "Welt am Sonntag". Dabei geht es um die Filter, die unter die Einwegplastik-Richtlinie der EU fallen. Ein mindestens 3,92 cm² großes Symbol soll Raucher*innen darauf hinweisen, ihre Kippen nicht auf der Straße oder in Gewässern zu entsorgen. Die Tabak-Industrie bezweifelt die Wirksam­keit der Hinweise.
welt.de

Hör-Tipp: Raphael Brinkert will die SPD als “Anwalt der Menschen” positionieren.

Hör-Tipp: Die Werbe-Agentur von Raphael Brinkert verantwortet die SPD-Kampagne zur Bundestagswahl. Im Podcast Zwei Herren mit Hund nennt Brinkert den Auftrag "die kommunikativ spannendste Aufgabe" im Wahljahr 2021. Die Herausforderung sei, die SPD in der Öffentlichkeit als "Anwalt der Menschen" zu positionieren. Im Gegensatz zu anderen Marken stehe eine Partei "permanent in der Öffentlichkeit", als Werber müsse man den unterschiedlichen Meinungen und Strömungen in der Partei gerecht werden.
podigee.io (45-Min-Audio), turi2.de (Background)

Ikea-Marketingchef Heiko Klauer will wegen Corona nicht langfristig planen.

Entdecke die Möglichkeiten: Heiko Klauer, Marketingchef bei Ikea in Deutschland, sagt im "Horizont"-Interview, dass er wegen Corona nur die ersten vier Monate des Geschäftsjahres konkret geplant habe: "Es ist im Moment sinnlos, für ein Jahr schon den kompletten, konkreten Mediaplan zu schreiben." Sollte die Möbelhäuser erneut schließen müssen, sei TV-Werbung ein "wichtiger Treiber", um Kund*innen auf den Online-Store zu lenken. Social Media dient in seinen Augen eher der Interaktion denn als Werbeträger.
"Horizont" 47/2020, S. 34 (Paid)

PR-Sprechstunde: Wolfram Winter berät den Virologen Hendrik Streeck.

Die bessere Storymachine? Der Bonner Virologe Hendrik Streeck lässt sich seit Juli vom früheren Sky-Kommunikator Wolfram Winter (Foto) und dessen Agentur Thr3Winters in Kommunikationsfragen beraten, schreibt Lisa Priller-Gebhardt bei wuv.de. Streeck und Winter kamen über eine Kundenempfehlung zusammen, sagt Winter, "vielleicht hat es auch geholfen, dass ich mich im akademischen Betrieb ein wenig auskenne". Streeck hatte die verunglückte Zusammenarbeit mit der Agentur Storymachine von Kai Diekmann, Philipp Jessen und Michael Mronz Anfang November in der "Süddeutschen Zeitung" als "Fehler" bezeichnet und gesagt, dass er zu "naiv" an das Thema Kommunikation herangegangen sei.
wuv.de (Paid)

Grabarz & Partner wird deutsche Lead-Agentur von Porsche.

Porsche vergibt für den deutschen Markt erstmals ein gebündeltes Mandat an eine Leadagentur und erteilt Grabarz & Partner den Zuschlag. Die Agentur gehört bereits zum internationalen Agenturpool des Sportwagen-Herstellers und betreut da die Baureihen Cayenne und Taycan. Für den neuen Auftrag, der neben Beratung, Planung und Umsetzung von Kampagnen auch die Messung alles Maßnahmen umfasst, gründet Grabarz & Partner ein eigenes Team.
horizont.net

Bayer-Kommunikator wirft Polit-Magazinen NGO-Nähe vor.

Vergiftete Stimmung: Christian Maertin, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Bayer, wirft öffent­lichen-rechtlichen Politmagazinen in einem Beitrag bei Linked-in vor, auf der Seite von NGOs zu stehen und unkritisch deren Sichtweise und Recherchen zu über­nehmen. Die nahe­liegendsten Fragen würden die Redaktionen nicht stellen, aus seiten­langen Antworten nur Halb­sätze zitieren. "Monitor"-Chef Georg Restle widerspricht bei Übermedien: Jede Recherche sei ergebnisoffen, gerade Themen von NGOs würden in den Konferenzen häufig "besonders kritische Reflexe" auslösen.
uebermedien.de (Paid), linkedin.com (Beitrag Martin)

Analyse: Weißer Hosenanzug von Kamala Harris ist “symbolisch sehr aufgeladen”.

Politik mit Farben: Die künftige US-Vize­präsidentin Kamala Harris hat mit ihrem weißen Hosen­anzug beim Auftritt am Samstag­abend ein Statement gesetzt, sagt Farb­forscher Axel Buether: "Das war symbolisch sehr aufgeladen". Weiß stehe für Reinheit und Perfektion - aber auch für Leichtigkeit. Der maximale Gegensatz zu Harris war das ewig blaue Kostüm der "Eisernen Lady" Margaret Thatcher. Nach allgemeiner Farben­lehre steht Blau für Vertrauen und Seriosität - auch Angela Merkel trägt in ernsten Situationen oft Blaues.
sueddeutsche.de

Zitat: Carsten Könneker wirbt für gute Wissenschafts­kommunikation.

"Wir müssen den Wissenschaftsjournalismus als kritischen Beobachter der Wissenschaft stärken, denn eine Welt nur mit emsig kommunizierenden Wissenschaftlern wäre defizitär."

Carsten Könneker, Ex-Chef von "Spektrum der Wissenschaft" und Geschäftsführer der Klaus Tschira Stiftung, wirbt im "RNZ"-Interview um Wertschätzung für gute Wissenschafts­kommunikation. Dennoch sei es gut, dass sich wissenschaftliche Reputation nicht an Follower-Zahlen orientiert.
rnz.de

Luisa Neubauer podcastet klimaneutral bei Spotify.


Erderwärmende Geschichten: Klima-Aktivistin Luisa Neubauer startet einen monatlichen Podcast bei Spotify, die erste Episode ist heute erschienen. In 1,5 Grad will sie Menschen eine Bühne bieten, "die keine Wissenschaftler oder Aktivisten sind", sagt sie im "FAZ"-Interview und glaubt, in eine Lücke zu stoßen: "Es gibt radikal zu wenig Formate, in denen die Klimakrise als Gesellschaftskrise aufgegriffen wird."

Bedenken, sich an einen internationalen Großkonzern wie Spotify zu binden, hat Neubauer nicht: Mit dem Anspruch, das Thema möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, "landet man schnell bei Plattformen wie Spotify", sagt sie und argumenteiert, dass sie auch ihr Buch über einen Verlag veröffentlicht und nicht mit eigener Infrastruktur. Ihre Bedingungen: Der Podcast soll werbefrei und klimaneutral sein. Und sie will kein Geld dafür: "Hätte ich ein Honorar gekriegt, hätte mich das in Konflikte bringen können."

In der Premierenfolge spricht Neubauer mit dem Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf darüber, welche verheerenden Folgen die Klimakrise schon heute zeigt. Schauspielerin und Aktivistin Jane Fonda berichtet über die Lage in den USA und warum es für sie das Richtige war, sich für den Kampf gegen die Klimakrise mehrfach verhaften zu lassen. Für künftige Folgen kündigt Neubauer einen Besuch mit YouTuber Rezo bei einer Brankohlegrube im Rheinland an.
faz.net, deutschlandfunkkultur.de, radiowoche.de, open.spotify.com

Sat.1 startet Kampagne gegen häusliche Gewalt.

Sat.1 macht sich gegen häusliche Gewalt stark: Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Weisser Ring startet der Sender die Kampagne #machdichlaut. Die Sat.1-Gesichter Claudia von Brauchitsch, Ingo Lenßen, Alina Merkau und Jochen Schropp werben im TV, Online und auf Plakaten dafür, "laut zu werden", um Übergriffe zu verhindern und Opfern zu helfen.
presseportal.de, sat1.de/machdichlaut

Edith Stier-Thompson im Vorbilder-Fragebogen.


Starke Frauen: Michelle Obama setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein, engagiert sich gegen Rassismus und ist eine Mutmacherin – Edith Stier-Thompson, Geschäftsführerin der dpa-Tochter News Aktuell, nennt im Vorbilder-Fragebogen zur turi2 edition #12 die frühere First Lady der USA als ihr großes Vorbild. Stier-Thompson selbst will Vorbild für Frauen in Führungspositionen sein. Sie ist Mitgründerin von GWPR, einem Netzwerk für Frauen in der PR, bei Fidar setzt sie sich für mehr Frauen in Aufsichtsräten ein. Kein Vorbild, sagt Stier-Thompson, ist sie in der Küche: "Das Feld habe ich komplett meinem Mann überlassen."
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube), turi2.de/koepfe (Profil Stier-Thompson)

Ex-Eichel-Sprecher Jörg Müller wird Partner der Strategie­beratung von Joschka Fischer.

Joschka Fischer & Company, Strategie­beratung von Ex-Außen­minister Joschka Fischer, holt Jörg Müller (Foto) als Partner an Bord. Müller war zuletzt Managing Director der Kommunikationsberatung WMP EuroCom, davor Kommunikationschef der Finanzagentur des Bundes. Fischer und Müller kennen sich aus der rot-grünen Schröder-Regierung: Von 2003 bis 2005 war Müller Sprecher von Finanz­minister Hans Eichel.
per Mail

Zitat: Bosch-Kommunikationschef Christof Ehrhart wünscht sich mehr Fokus auf Inhalte.

"Wenn man sich von den jungen Kolleginnen und Kollegen etwas wünschen sollte, dann etwas weniger Fokus auf die digitale Verpackung und etwas mehr Leidenschaft für hochwertigen Inhalt."

Christof Ehrhart, Chefkommunikator bei Bosch, sagt im Interview mit dem "PR Report" das junge PR-Kräfte mangelnden Erfahrung mit Flexibilität und Leistungsbereitschaft ausgleichen müssen.
prreport.de

Jan Böhmermann rührt mit Wendler-Parodie die PR-Trommel fürs “ZDF Magazin Royale”.

Böhmerwendler: TV-Moderator Jan Böhmermann bettelt um Aufmerksamkeit für seine neue Show ZDF Magazin Royale, die am Freitag startet. In einem rund 3-minütigen Video beim Messenger-Dienst Telegram zeigt sich Böhmernann mit nacktem Oberkörper und parodiert den Abschied von Schlager­sänger Michael Wendler in die Welt der Verschwörungs­theoretiker. "Sie wollen mich zum Schweigen bringen", sagt Böhmermann ironisch. Seine erste Sendung könne seine letzte sein.
youtube.com (3-Min-Video), horizont.net

Andreas Fischer-Appelt im Vorbilder-Fragebogen.


Selbst ist der Agenturchef: Im Vorbilder-Fragebogen zur turi2 edition #12 spricht Agenturchef Andreas Fischer-Appelt über seine Kindheitsvorbilder. Vom Naturfilmer- und -schützer Bernhard Grzimek war Fischer-Appelt derart begeistert, dass er sich selbst im Naturschutz engagiert und sich schon vor 40 Jahren mit dem Thema CO2 beschäftigt hat. Seine Mutter hat ihm Begeisterung für Kultur mitgegeben. "Über Geld sprach man nicht", sagt er über seine Kindheit. Vielleicht hat er deshalb schon mit 13 Jahren angefangen, sein eigenes Geld zu verdienen und bald sein erstes eigenes Unternehmen gegründet. Heute will der Agenturchef vor allem in Sachen Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ein Vorbild sein.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2.de/koepfe (Profil Fischer-Appelt)

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Constantin Birnstiel schreibt über Marie Curie.


Grenzenlose Neugier treibt Marie Curie dazu an, Großes zu vollbringen – und kostet sie schließlich das Leben. Ex-Merck-Sprecher Constantin Birnstiel schreibt in der turi2 edition #12 über eine Frau, deren selbstbestimmter Weg ihm noch mehr imponiert als ihre beiden Nobelpreise. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Zitat: Ford-Marketingchef Olaf Hansen setzt auf deutsche Claims.

"Wir wissen aus der Marktforschung, dass Kommunikationsbotschaften im deutschen Markt nach Möglichkeit in Deutsch sein sollten. Sie erzielen dann eine größere Wirkung."

Olaf Hansen, Marketingchef von Ford Deutschland, sagt im "Horizont"-Interview, warum er in Deutschland auf den Spruch "Bereit für Morgen" setzt, in der Schweiz Ford aber mit "Bring on tomorrow" wirbt.
horizont.net (Paid)

Meinung: Wendler-Gate könnte dem Influencer-Marketing nützen.

Wendler-Wunder? Die Verschwörungstheorien von Schlagersänger Michael Wendler könnten dem Influencer-Marketing nützen, hoffen Profis wie Medienwissenschaftler Klemens Skibicki. Der Skandal führe möglicherweise zu einer "dringend benötigten Professionalisierung der Branche", Unternehmen sollten bei der Auswahl von Influencern vorsichtiger werden. Dennoch könne auch "der sorgfältigste Auswahlprozess eine Testimonial-Implosion wie bei Wendler nicht verhindern".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Transparenz sticht Unabhängigkeit, sagt Karsten Krogmann.

"Ich glaube, dass in der sich rasant verändernden Medienwelt ein Kriterium zunehmend wichtiger wird als Unabhängigkeit, nämlich Transparenz."

Karsten Krogmann, Ex-Chefreporter der "Nordwest-Zeitung", nun Kommunikationschef des Weißen Rings, sagt im "kress"-Interview, viele Journalist*innen würden ihren Anspruch selbst nicht einlösen und nach Verkaufbarkeit und Reichweite entscheiden.
kress.de

Zitat: PR-Experte Lutz Frühbrodt sieht einen Schwenk zur Push-Kommunikation.

"Der Begriff Öffentlichkeitsarbeit ist ein typisch deutscher. Er suggeriert, dass Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit eine Arbeit zu leisten hätten, zu deren Bedingungen."

Lutz Frühbrodt, Professor für Unternehmenskommunikation an der Hochschule Würzburg, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass Unternehmen zunehmend Medienanfragen ignorieren und lieber nur eigene Themen setzen.
sueddeutsche.de

Zitat: Thomas Voigt würde seinen Chef gern in Talkshows schicken.

"Wenn die deutsche Wirtschaft weiter den Herren Frank Thelen und Wolfgang Grupp die Fernsehshows überlässt, ist das zu wenig."

Otto-Kommunikationschef Thomas Voigt wünscht sich, dass mehr "CEOs aus Fleisch und Blut" in die Talkshows gehen. Otto-Chef Alexander Birken scheut dies allerdings - "was ich sehr bedauere".
PR-Report 5/20, S. 38-46 (Paid), turi2.de/koepfe (Profil Voigt), turi2.de/koepfe (Profil Birken)

BMW belebt sein gedrucktes Kundenmagazin wieder.


Print-PS: BMW belebt sein gedrucktes Kundenmagazin wieder und vergibt den Auftrag dafür an die Agentur CP Department, berichtet CP Monitor. Die Zeitschrift soll künftig dreimal jährlich mit einer Auflage von insgesamt 200.000 Stück erscheinen, die neue Erstausgabe unter Regie von Joachim Fischer ist für März 2021 geplant. Zudem will BMW das Magazin international stärken - eine englische Version ist ohnehin geplant, weitere Länderausgaben sind noch offen.

BMW hatte sich im Frühjahr 2018 für den Abschied von Print und eine reine Digital-Strategie entschieden. Der Grund für das gedruckte Revival ist die Feststellung, dass vor allem Käufer*innen von großvolumigen Fahrzeugen "weniger online-affin" sind.
cpmonitor.de

“Andere sind gut. Wir sind güter”: DB Cargo startet interne Kampagne.

DB Cargo, seit Januar von Managerin Sigrid Nikutta gesteuert, hebt intern eine neue Kampagne der Agentur GUD aufs Gleis. Der Claim "Andere sind gut. Wir sind güter" soll Mitarbeiter*innen motivieren und das "Wir-Gefühl" der Belegschaft stärken, so die Hoffnung des Logistikers. Für die Deutsche Bahn ist die Gütersparte seit Jahren ein Verlustgeschäft – Corona hat die Lage weiter verschärft.
horizont.net

Aus dem Archiv: DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta im Talk mit Peter Turi (September 2020).

Storymachine-Mitgründer Michael Mronz trommelt für Olympia in Rhein-Ruhr.

Ringkampf: Storymachine-Mitgründer Michael Mronz (Foto) spricht im Video-Interview mit Philipp Klotz über seine Olympia-Initiative Rhein Ruhr City 2032. Sie will die Spiele nach Rhein-Ruhr holen. 90 % der Sportstätten seien in der Metropolregion schon vorhanden, wirbt Mronz. Er moniert: "Deutschland ist nicht arm an Ideen und Visionen, sondern arm an Zieldaten."
sponsors.com (42-Min-Video, Paid)

Thomas Knüwer zerlegt Steingarts Spiegel-Gegenmitteilung.

Steingart vs. Spiegel: Thomas Knüwer zerlegt auf seinem Blog die Pioneer-Gegenmitteilung zum jüngst erschienen "Spiegel"-Artikel. Anstatt sich in Nichtbeachtung des Textes zu üben, sei Steingarts PR-Meldung ein Paradebeispiel "für einen Versender, der glaubt, die Öffentlichkeit mit simpelsten Methoden manipulieren zu können." Manche Rechtfertigungen Steingarts muten laut Knüwer "fast verzweifelt" an, andere beurteilt er als "schwer vorstellbar": Etwa die Behauptung, Steingart habe vor Boot-Charter-Gästen der Privatbank Merck Finck keine kurze Rede gehalten, sondern nur "den Grüß-August an der Eingangsplanke gegeben".
indiskretionehrensache.de, turi2.de (Spiegel-Story), turi2.de (Gegenmitteilung)

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Clarissa Haller schreibt über Alexander von Humboldt


Hipper Kopfarbeiter: Alexander von Humboldt war seiner Zeit weit voraus – ein Naturforscher als Social Listener, Thought Leader und Content Marketer. Heute wäre er ein idealer Talkshow-Gast, meint Siemens-PR-Chefin Clarissa Haller in der turi2 edition #12. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Streaming-Tipp: Alina Merkau besucht die Ausstellung “Dialog im Dunkeln”.

Streaming-Tipp: TV-Moderatorin Alina Merkau besucht am Donnerstag ab 18.30 Uhr Dialog im Dunkeln und trifft Rasim Camoglu, blinder Gastgeber der völlig abgedunkelten Ausstellung. FischerAppelt will mit Apollo-Optik zum Welttag des Sehens u.a. auf die Benachteiligung von Blinden aufmerksam machen. Die Aktion wird live via Facebook gestreamt.
facebook.com, fischerappelt.de (Pressemitteilung)

Tesla löst die Pressestelle für die weltweite Kommunikation auf.

Presseanfragen fahren Einbahnstraße: Tesla hat die zentrale PR-Abteilung in den USA aufgelöst, schreibt Electrek, ein US-Portal für E-Mobilität. Der US-Konzern ist damit der erste Autobauer ohne eigene Pressestelle. "Wir haben kein PR-Team mehr", zitiert Electrek einen nicht namentlich genannten Insider. Keely Sulprizio hatte die Unternehmenskommunikation zuletzt in den USA verantwortet. Sie verließ Tesla im Dezember. Nach ihrem Abgang sollen die übrigen Mitarbeiter*innen des PR-Teams in andere Abteilungen gewechselt sein oder hätten Tesla verlassen. In Deutschland trat Stefan Keuchel im August 2019 - nur wenigen Monate nach seinem Amtsantritt - als PR-Chef für den deutschsprachigen Raum zurück.

In Europa und Asien soll es noch PR-Manager geben, auf das PR-Team für die weltweite Kommunikation will Tesla künftig aber verzichten, berichtet das US-Fachmagazin Electrek. Rich Otto, zuletzt PR-Mann für YouTuber, solle künftig als Produktmanager für Tesla tätig sein. Danielle Meister, zuletzt für die internationale Kommunikation verantwortlich, ist im April zu WhatsApp gewechselt. (Foto: picture alliance/Pressebildagentur Ulmer)
electrek.co via t3n.de

Trump verlässt Krankenhaus, Sprecherin McEnany positiv getestet.

Wundersame Heilung: Der an Corona erkrankte US-Präsident Donald Trump hat das Militär-Krankenhaus Walter Reed im Bundesstaat Maryland nach drei Tagen wieder verlassen. Die Behandlung des prominenten Patienten, dessen genauer Krankheitsverlauf weiter im Verborgenen bleibt, soll im Weißen Haus weitergehen. Dort angekommen nahm Trump seine Maske wieder ab. Per Twitter lässt er wissen, dass er sich "wirklich gut" fühle. Die Gefahr des Virus spielt er klar herunter: "Habt keine Angst vor Covid. Lasst es nicht euer Leben bestimmen." Unter seiner Führung seien "einige wirklich großartige Medikamente" entwickelt worden. Er fühle sich "besser als vor 20 Jahren". Allein in den USA sind seit Ausbruch der Pandemie mehr als 200.000 Menschen an der Krankheit gestorben.

Kurz vor Trumps Entlassung hatte seine Sprecherin Kayleigh McEnany, ebenfalls per Twitter, bekanntgegeben, dass sie positiv auf Corona getestet wurde. Sie zeige keine Symptome und werde aus der Quarantäne weiterarbeiten. Die Medizin-Abteilung des Weißen Hauses stufe Presse-Vertreter*innen nicht als "enge Kontakte" ein. Auf eine Maske hatte McEnany bei Pressekonferenzen bis zuletzt verzichtet. Auch das übrige Personal der Presse-Personal hielt sich selten an gängige Hygienevorschriften.

Laut "New York Times" sind bisher mindestens drei Reporter*innen, die an offiziellen Terminen im Weißen Haus teilgenommen hatten oder an Bord der Air Force One unterwegs waren, positiv getestet worden. Mehrere Journalist*innen äußerten Bedenken bezüglich ihrer Sicherheit, etwa bei Pressekonferenzen. Alle genannten Fälle reihen sich in eine ganze Serie an Erkrankungen aus dem Trump-Umfeld in den letzten Tagen ein, darunter die Beraterinnen Hope Hicks und Kellyanne Conway sowie Trumps Ehefrau Melania Trump.
usatoday.com, spiegel.com (Entlassung), nytimes.com (Corona und Presse im Weißen Haus), cbsnews.com (McEnany)

Foto: Evan Vucci / AP / Picture Alliance

Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany positiv auf Corona getestet.

USA: Kayleigh McEnany, Sprecherin des Weißen Hauses, ist positiv auf Corona getestet worden, teilt sie auf Twitter mit. Sie zeige keine Symptome und werde aus der Quarantäne weiterarbeiten. Die Medizin-Abteilung des Weißen Hauses stufe Presse-Vertreter*innen nicht als "enge Kontakte" ein. Auf eine Maske hatte McEnany bei Pressekonferenzen bis zuletzt verzichtet.
cbs.com, twitter.com (Tweet McEnany), zeit.de

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sabia Schwarzer schreibt über Rehan Siddiqi.


Furchtlos: Rehan Siddiqi missachtet Konventionen, die das Leben einer Frau in Indien und Pakistan einschränken. Das macht sie zur Außenseiterin – und zur Inspiration für ihre Nachfahren. Allianz-Kommunikationschefin Sabia Schwarzer schreibt in der turi2 edition #12 über ihre mutige Großmutter. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper.

Ex-Pressesprecher der AfD sprach über das “Erschießen und Vergasen” von Migrant*innen.

Nazi-Jargon: Christian Lüth, Ex-Pressesprecher der AfD, sprach bei einem Treffen mit der YouTuberin Lisa Licentia darüber, man könne Migrant*innen "erschießen oder vergasen". Zudem äußerte er, es müsse Deutschland "noch schlechter" gehen, da dies der AfD nutzen würde. Das Gespräch wurde zwei Monate vor seiner Freistellung durch die Partei aufgezeichnet, als Lüth Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion war. Die Aufnahmen, die ein ProSieben-Reporterteam verdeckt gemacht hat, werden heute Abend in der Doku "Rechts. Deutsch. Radikal." ausgestrahlt.

Der Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion entließ Lüth daraufhin heute fristlos. Bisher war Lüth nur freigestellt - u.a., weil er sich selbst wiederholt als "Faschist" bezeichnet und von seiner "arischen Abstammung" berichtet hatte.
zeit.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Christian Bönig wird 43.


Wir graturilieren: Christian Bönig, Pressesprecher des 1. FC Nürnberg, feiert heute ganz entspannt beim Arbeiten und zu Hause seinen 43. Geburtstag. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren seine Freundin, der Hund und die Rettung des Clubs in der der Relegation in letzter Sekunde . Für das kommende Lebensjahr wünscht Bönig sich eine Rückkehr zur Normalität nach Corona und eine "deutlich entspanntere Saison" mit dem 1. FC Nürnberg als im letzten halben Jahr. Über Gratulationen freut er sich am meisten persönlich oder per E-Mail, aber nicht über die sozialen Netzwerke.