Spendenaffäre: Weitere AfD-Politiker hatten Kontakt zur Goal AG, meldet der “Spiegel”.

AfD: Offenbar sind auch die heutigen Europaabgeordneten Nicolaus Fest und Maximilian Krah (Foto) bei der Schweizer PR-Firma Goal zu Gast gewesen, um über Wahlkampfunterstützung zu sprechen. Entsprechende Vorwürfe macht Ex-Parteichefin Frauke Petry in ihrem neuen Buch, meldet der "Spiegel". Krah beteuert, es sei nur um ein "von der Partei unabhängiges Zeitungsprojekt" gegangen. Die Agentur hatte bereits fünstellige Beträge für die Wahlkämpfe von Jörg Meuthen und Guido Riel gezahlt.
"Spiegel" 25/2021, S. 11 (Paid), spiegel.de (Background Meuthen, Riel), tagesschau.de (Background Swiss Connection)

Michael Scharfschwerdt soll Annalena Baerbocks Wahlkampf professionalisieren.

Grün rüstet auf: Michael Scharfschwerdt soll den Wahlkampf von Kanzlerinnenkandidatin Annalena Baerbock in Szene setzen, berichtet das "Manager Magazin". Scharfschwerdt, Marketing- und Kommunikationschef bei der Unternehmensberatung Kearney Deutschland, nimmt sich für seine Rolle als Polit-Berater frei und kehrt nach der Bundestagswahl in seinen Hauptjob zurück. Er arbeitete bereits mehrere Jahre in unterschiedlichen Positionen für die Grünen und ist mit Baerbock befreundet.
manager-magazin.de (Paid)

Chef der Pressedatenbank von Gruner + Jahr wechselt zu news aktuell.

news aktuell holt Conrad Leilich als Leiter für Software-Entwicklung und Produkt-Management. Der Wirtschaftsinformatiker verantwortete bisher die Pressedatenbank beim "stern", die Gruner + Jahr zum Ende des Jahres einstellt, um Geld zu sparen. Bei der dpa-Tochter soll Leilich Software-Entwicklung und Produkt-Management enger miteinander verzahnen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Mitarbeitermagazin des Auswärtigen Amts fordert mehr Diversität in der Behörde.

Auswärtiges Amt: Das Mitarbeiter­magazin "InternAA" ruft die Beschäftigten dazu auf, "woke" zu werden, berichtet "Bild". In der Behörde arbeiteten zu viele "weiße Männer", um das Amt diverser zu machen, sollten "Menschen mit Migrations­hintergrund, Ost­deutsche und Frauen" bei der Personal­auswahl bevorzugt werden. Das Auswärtige Amt sagt, es nehme auf die Inhalte der Zeitschrift redaktionell keinen Einfluss.
bild.de

Zitat: Florian Harms sieht manche Redaktionen “vom Dunst des Geldes vernebelt”.

"Selbst der schärfste Verstand scheint nicht dagegen gefeit zu sein, vom Dunst des Geldes vernebelt zu werden."

T-Online-Chef­redakteur Florian Harms wettert in seinem Morgen-Newsletter gegen "Süddeutsche", "FAZ" und "Zeit", die die Anzeige der Lobby-Organisation INSM gegen Annalena Baerbock veröffentlicht haben. Manchen Chef­redaktionen scheine "der Kompass abhanden­gekommen zu sein". T-Online und der "Spiegel" haben die Anzeige laut Harms abgelehnt.
t-online.de, turi2.de (Background)

turi2 edition #14: Carline Mohr übers Onlinesein und Olaf Scholz.


Bloß kein Arschloch sein: Die gelernte Journalistin Carline Mohr soll als Newsroom-Chefin der SPD mithelfen, dass aus Olaf Scholz der nächste Bundeskanzler wird. Beim Wahlkampf via Social Media bringt sie Bubbles zum Platzen und freut sich über unbequeme Bürgerinnen. Für Politikerinnen im Netz formuliert sie im Interview mit Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #14 eine klare Grundregel und verrät: “Es soll schon Parteivorsitzende gegeben haben, denen man den Zugriff auf Twitter oder Facebook entzogen hat.” Hier das E-Paper mit allen Interviews kostenlos lesen. Weiterlesen….

Zitat: Mirjam Berle hofft, dass beim DFB Ruhe einkehrt.

"Der Konflikt an der Spitze hat es schier unmöglich gemacht, mit wichtigen Anliegen des DFB durchzudringen, wie zum Beispiel Jugend- und Amateurfußball, Nachhaltigkeit, Vielfalt, Integration oder Nachwuchsförderung."

Die abgetretene DFB-Kommunikations­chefin Mirjam Berle rät dem Verband im Interview mit dem "PR Magazin", nach den internen Reibereien in der Führungsriege, "auch in der Außenwirkung entstandene Gräben zu schließen".
"PR Magazin" 6/2021, S. 28 - 30 (Paid), turi2.de (Background)


Porträt: Sebastian Rudolph setzt bei Porsche auf Zusammenarbeit der Disziplinen.

PS für die PR: Porsche-Kommunikations­chef Sebastian Rudolph (Foto), seit September 2019 im Amt, krempelt die Kommunikation des Autobauers um und forciert die Zusammenarbeit der Disziplinen, schreibt David Selbach im "PR Magazin". Rudolph hat Unternehmens- und Produkt­kommunikation zusammengelegt, bei einem monatlichen "Boxenstopp" trifft er sich mit Abteilungs­leiterinnen, ohne Agenda, einfach um im Gespräch zu bleiben. Der frühere TV-Journalist setzt eigene Narrative, etwa dass synthetische Kraftstoffe, so genannte E-Fuels, nur eine "Ergänzung" zur E-Mobilität seien. Manche Journalistinnen schätzten Rudolph als verlässlichen, gut erreichbaren Gesprächs­partner, der sich in kritischen Situationen nicht wegduckt, andere fänden seine Art zu "marketing­lastig".
"PR Magazin" 6/2021, S. 10 - 18 (Paid), prmagazin.de (Teaser), turi2.de (Beitrag in der turi2 edition #13)

Die Grünen liefern die beste Pressearbeit vor der Bundestagswahl, schreibt das “PR Magazin”.

Die Grünen liefern durch Pressereferentin Maria Henk vor der Bundestagswahl mit Abstand die beste Pressearbeit, ergibt der Pressestellentest vom "PR Magazin". Dahinter kommt die SPD mit Benjamin Köster noch vor der FDP Johannes Mellein, der laut Test "nicht ganz so gut" erreichbar gewesen sei. Als "klaren Verlierer" nennt das "PR Magazin" die CSU, hier seien sämtliche Testfragen an die Pressestelle, u.a. zu Hacker-Angriffen oder Fake News, "komplett ignoriert" worden.
per Mail, prmagazin.de (Bewertungskriterien Pressestellentest)

Geht Spendensammeln via Facebook einfacher als in der Fußgängerzone, Lena Binder?

Lese-Tipp: Eine langfristige Beziehung zwischen Spenderin und NGO beginnt nach wie vor am ehesten an Ständen in der Innenstadt, schreibt Welt­hunger­hilfe-Kommunikatorin Lena Binder in der turi2 edition #14. Auf Facebook seien vor allem Impuls-Spenderinnen unterwegs. Für den Erfolg beim Spenden­sammeln schlägt Binder einen Mix aus Online- und Offline-Kampagnen vor.
issuu.com (E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

Kommunikationschefin Mirjam Berle verlässt den DFB.

DFB und Kommunikationschefin Mirjam Berle, 46, gehen getrennte Wege. Berle verlässt den Verband nach gut acht Monaten wenige Tage vor Start der Fußball-EM, teilt sie auf LinkedIn mit. Es verwundere sie kaum, dass ihr Weggang per "Durchstecherei publik wurde". Mirjam Berle nennt als Grund "unterschiedliche Auffassungen zur weiteren strategischen Entwicklung und Neuausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit des DFB" und will sich "neuen beruflichen Möglichkeiten zuwenden".
pressesprecher.com, linkedin.com (Statement Berle)

Bertelsmann-Kommunikationschef Andreas Grafemeyer geht zu PR-Startup.

Verkleinert sich: Andreas Grafemeyer, bisher Leiter der Pressestelle von Bertelsmann in Gütersloh, startet am 1. Juni beim Bielefelder PR-Startup The Trailblazers. "Ich wollte meine Komfortzone verlassen", sagt Grafemeyer dem "Westfalen Blatt". Bertelsmann hatte Grafemeyers Weggang nach mehr als 15 Jahren "auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen" Ende März verkündet.
westfalen-blatt.de (Paid), nw.de (Paid) turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version stand, dass Andreas Grafemeyer bisher Chef der Bertelsmann-Kommunikation war. Das ist falsch. Wir haben den Fehler behoben und entschuldigen uns.

Natja Rieber wird Markenchefin bei der PR-Agentur BCW.

BCW macht Natja Rieber, 34, zur Markenchefin. Sie wird in der PR-Agentur künftig an das Führungsduo Susan Hölling und Björn Hasse berichten. Rieber kommt von Bauer, wo sie bisher als Kommunikations-Chefin für das globale Publishing-Geschäft tätig ist. In ihrer neuen Position möchte sie "mit einer No-Nonsense-Attitüde neue Antworten auf alte und neue Fragen" finden.
pressesprecher.com, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Anna-Lena Müller.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Anna-Lena Müller war als Kommunikationsexpertin schon für Microsoft und Volkswagen unterwegs. Heute arbeitet sie an der Schnittstelle von Sport und Technologie für Siemens – und glaubt weiter fest daran, dass das "Internett" ein guter Ort ist. Müller ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Müller)

New-Work-Begründer Frithjof Bergmann, 91, ist tot.

Frithjof Bergmann, 91, ist tot. Der österreichisch-amerikanische Philosoph und "geistige Vater von New Work" ist am Montag gestorben. Frithjof Bergmann hat das Konzept der "Neuen Arbeit" in den 1980er Jahren geprägt. Es sieht für die Beschäftigten eine Mischung aus notwendiger Lohnarbeit und bezahlter Arbeitszeit vor, in der sie ihre eigenen Projekte entwickeln können.
heise.de, spotify.com (3-Std-Podcast)

Maximilian von Harsdorf wird Leiter für digitale Medien beim VDA.

VDA macht Maximilian von Harsdorf, 35, zum Leiter für digitale Medien. Er berichtet künftig an Lutz Meyer, Leiter Kommunikation und Medien des VDA. Harsdorf war zuvor als Kommunikationschef bei Storymachine tätig, wo er für den Aufbau und die Entwicklung von Social-Media-Kommunikation für diverse Dax-30-Vorstände verantwortet hat.
pressesprecher.com

GroupM arbeitet an klimaneutraler Werbung.

Kompensierte Kommunikation: GroupM bietet ihren Kunden CO2-Kompensation für Media-Pläne. Für "Admosfy" kooperiert die Media-Agentur mit Myclimate, einer Stiftung für CO2-Ausgleichsprojekte. GroupM berechne auf Basis der Myclimate-Richtlinien die CO2-Emissionen eines Media-Plans und übersetze sie in einen Äquivalenzwert. Die Firmen können für die Kompensation der Treibhausgase ein Klimaschutzprojekt wählen. Ob Unternehmen ihre CO2-ausgeglichenen Kampagnen "klimaneutral" nennen dürfen, ist noch unklar.
admosfy.de, meedia.de

Bloombergs Deutschlandchef Daniel Schäfer wechselt zu Finsbury Glover Hering.

Bloomberg verliert Deutschlandchef Daniel Schäfer an Finsbury Glover Hering. Der 45-jährige Finanzexperte stößt als Partner zum europäischen Führungsteam der Kommunikationsagentur, die Anfang des Jahres aus der Fusion von Hering Schuppener, Finsbury und GPG entstanden ist. Vor seiner Zeit bei Bloomberg hat Schäfer beim "Handelsblatt" das Finanzressort geleitet.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Clubhouse-Tipp: Gesprächsrunde über Nachhaltigkeit in Firmen nach Corona.

Clubhouse-Tipp: Sascha Pallenberg diskutiert am Freitag um 12 Uhr bei Clubhouse mit Allianz-Kommunikatorin Sabia Schwarzer, Bayer-Sprecher Christian Maertin und Berater Christian Lawrence über Nachhaltigkeit in Firmen nach Corona. Sie fragen sich, wie Chancen und Aufgaben für Unternehmen künftig aussehen und sprechen u.a. über die Erwartungen der Stakeholder.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Fischer Appelt bleibt im PR-Ranking die größte Agentur.

Fischer-Appelt verteidigt beim Ranking der größten PR-Agenturen im "PR-Journal" seinen ersten Platz vom vergangenen Jahr, verzeichnet mit einem PR-Honorarumsatz von 59,4 Mio Euro aber 15,3 % weniger Umsatz als noch 2019. Darauf folgt Serviceplan (+ 51,1 %) vor Achtung Agenturgruppe (+9,7 %). Am meisten Umsatz verliert die MC Group (-65,3 %). Im Schnitt haben haben die 84 abgebildeten Agenturen 2020 8,2 % ihres Honorarvolumens eingebüßt.
horizont.net (Paid), pr-journal.de (Ranking)

“Zeit”: Ermittlungen gegen Ex-WMP-Chef Michael Inacker eingestellt.


Ausermittelt: Die Berliner Agentur WMP Eurocom scheitert mit einer Anzeige gegen ihren Ex-Chef Michael Inacker. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen eingestellt, schreibt die "Zeit". Die Agentur hatte dem Manager in Bezug auf umstrittene Kooperationen mit Katar und Saudi-Arabien schwere Untreue vorgeworfen und auf Schadenersatz verklagt. Inacker selbst hat die Vorwürfe stets bestritten. Konkret ging es u.a. um das Geheimdossier eines Privatermittlers, das die mutmaßliche Finanzierung der libanesischen Hisbollah durch reiche Gönner belegen soll. WMP soll unter Inacker bei dem Versuch geholfen haben, das Dossier zu verkaufen, lautete der Vorwurf.

Die "Zeit" zitiert nun aus der Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen Inacker und dem Privatermittler, in dem es u.a. um Geld und die Art und Weise der Auszahlung geht. Zudem berichtet die Zeitung, dass nun das US-Heimatschutz-Ministerium in der Sache und wegen des Verdachts der Terrorunterstützung ermittelt. US-Beamte wollen den Privatermittler in den kommenden Wochen befragen.

Inacker war von 2015 bis zum Sommer 2020 Chef von WMP. Sechs Wochen nach einem ersten Bericht von Zeit Online über das Geschäft, verließ er die Firma. Inzwischen leitet er eine eigene PR-Agentur.
"Zeit" 20/2021, S. 25, turi2.de (Background)

Schröders Podcast & Baerbocks Chancen – so lief das Clubfrühstück mit Béla Anda und Ina Tenz.


Hören und wählen: "Der Wahlkampf wird vor allem digital", sagt Béla Anda, früher Regierungssprecher von Gerhard Schröder und heute Politik- und Kommunikations-Berater, im turi2 Clubraum. Beim Clubfrühstück am Sonntag haben Anda, die frühere Antenne-Bayern-Chefin Ina Tenz sowie turi2-Clubhouse-Redakteurin Tess Kadiri und Peter Turi über die Rolle von Audio-Formaten im kommenden Bundestagswahlkampf und die Chancen des Bewerbertrios gesprochen. Weiteres Thema des Talks ist der Podcast "Die Agenda" von Gerhard Schröder, den Tenz und Anda gemeinsam erfunden haben und der ein wachsendes Publikum findet. Tenz, in Andas Agentur ABC Communikation Audio-Chefin, freut sich über mehr als 250.000 Abonnentinnen und fast genauso viele regelmäßige Hörerinnen – "die Konvertierungsrate ist unglaublich".

Aber warum macht ein Altkanzler überhaupt einen Podcast? Für Anda ist das Format ein guter Weg zu zeigen, dass Gerhard Schröder für mehr steht als die Themen Putin, Nord Stream und Russland. Der These, dass Schröder mit seinen publizistischen Aktivitäten seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern verändern will, widerspricht Anda dagegen. Anders als Helmut Kohl habe Schröder daran kein Interesse. Dass die Schröder-Podcasts als Zeitzeugnisse irgendwann mal für die Wissenschaft interessant werden könnten, kann Anda sich dagegen schon vorstellen. Tenz, die von Haus aus eher konservativ geprägt ist, interessiert sich für Schröders Blick auf die aktuelle Politik und gesteht: "Langsam werde ich zum Schröder-Fan."

"Ich glaube, dass sich die Audiowelt im Moment sehr stark verändert", sagt Ina Tenz. Sie beobachtet, dass neben dem Massenmedium Radio die Nischen blühen und wichtiger werden, sei es durch Podcasts, Nischensender oder Streamingdienste. Beide Expertinnen sehen viel Potential für Audio-Formate, auch im aktuellen Wahlkampf, aber nicht für jeden Politiker. So kann sich Anda einen Podcast mit Robert Habeck sehr gut vorstellen, Armin Laschet und Olaf Scholz findet er sperriger. Am Ende der Diskussion sind sich beide einig, dass aktuell Annalena Baerbock die größten Chancen aufs Kanzleramt hat, weil die Popularität der Grünen und die der Kandidatin zusammenkommen. Olaf Scholz würde den Direktvergleich mit Laschet und Baerbock zwar jeweils gewinnen, die Schwäche der SPD bremse den Kandidaten aber aus.
turi2.tv (62-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)



Text: Markus Trantow

Kann Social Media Leben retten, Jörg A. Hoppe?


Digitaler Rettungsring: TV-Produzent Jörg A. Hoppe hat durch seine Krebs-Erkrankung selbst erlebt, dass soziales Miteinander ihm geholfen hat, schwere Krisen zu bewältigen. “Das Wissen um das ‘Wir’ hat mein Leben gerettet, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. Er berichtet, wie er aus dieser Erfahrung heraus yeswecan!cer mitgegründet hat, ein Netzwerk von Krebskranken und Angehörigen, das hilft Leben zu retten. Lesen Sie den ganzen Beitrag hier im kostenlosen E-Paper oder als Online-Text.

turi2 edition #14: Kai Diekmann über Meer und Mehrwert.


Der alte Mann und das Mehr: Kai Diekmann hat als “Bild”-Chefredakteur einen Bundespräsidenten gestürzt – und sich nun als Social-Media-Experte neu erfunden. Im großen Interview für die turi2 edition #14 mit Peter Turi erklärt Diekmann, warum er sich in Social Media mit seinen Ziegen inszeniert und dass er den Begriff “Neuland” fürs Internet auch heute noch für berechtigt hält. “Historisch gesehen ist Social Media gerade mal fünf Minuten alt. Wir müssen alle noch lernen, wie wir damit leben und umgehen”, sagt Diekmann und verrät etwa, dass seine Teenager-Kinder keine privaten Fotos von sich hochladen dürfen. Lesen Sie das ganze Interview hier im kostenlosen E-Paper oder als Online-Text.

Ulrike Abratis wird Kommunikationschefin bei Bauer.

Bauer macht Ulrike Abratis zur Kommunikationschefin. Sie kommt von der Optiker-Kette Fielmann, wo sie die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit leitet. Bei Bauer folgt Abratis auf Interims-Kommunikationschefin Andrea Mohnsame, die sich künftig wieder auf ihren Hauptjob als Personalchefin konzentriert. Sie hatte die Kommunikation Ende 2020 von Arndt Wagner übernommen, der das Unternehmen verlassen hat.
meedia.de, turi2.de (Background)

Prinz William und Herzogin Kate starten einen offiziellen YouTube-Account.


Blaublütiges Bewegtbild: Prinz William und Herzogin Kate schalten medial einen Gang zu und starten einen eigenen YouTube-Kanal. Das royale Paar nutzt bereits Twitter und Instagram und ruft über diese Kanäle dazu auf, auch ihre neue Social-Media-Spielwiese zu abonnieren. Künftig sollen auf YouTube exklusive Clips des künftigen englischen Königs und seiner Frau zu sehen sein. Das erste Video ist zwar nur schlanke 25 Sekunden lang, punktet bei Adels-Fans aber mit Humor: Etwa, weil William Kate spaßeshalber warnt "Sei vorsichtig was du sagst, diese Leute filmen alles!"

William und Kate schlagen mit ihrem neuen Video-Account einen anderen Weg ein als Harry und Meghan. Sie hatten nach ihrem Rückzug aus dem Königshaus ihre Profile in den Sozialen Medien aufgegeben – dafür aber u.a. Deals mit Netflix und Spotify abgeschlossen sowie US-Talkerin Oprah Winfrey ein viel beachtetes Interview gegeben.
youtube.com (25-Sek-Video), digitalfernsehen.de, t-online.de, turi2.de (Background Harry & Meghan)

Klick-Tipp: WMP EuroCom startet Wirtschafts-Blog “The Business Beast”.

Klick-Tipp: The Business Beast heißt das neue Blog der Kommunikations­beratung WMP EuroCom, auf dem die vielen Journalistinnen der Agentur ihre "Gedanken und Sicht der Dinge transportieren" wollen. Kunden sollen explizit keine Rolle spielen. WMP-CEO Ulrich Porwollik gibt die Devise aus: "Wir zeigen Haltung – liberal-ökonomisch. Nicht Dampframme – wohl eher feines Florett." Zum Auftakt schreibt Sigmar Gabriel als Gastautor über die Zukunft der Arbeit.
thebusinessbeast.com, thebusinessbeast.com (Beitrag Gabriel)

Willkommen im Club: Claudia Oeking.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Claudia Oeking startet ihre Karriere als Volontärin bei einem Radiosender, heute steht sie als Deutschland-Geschäftsführerin hinter dem Tabakkonzern Philip Morris. Oeking ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Armin Laschet, Lutz Kuckuck und Marion Horn.
turi2.de/koepfe (Profil Oeking)

Gericht verurteilt Christoph Metzelder zu Haft auf Bewährung.

Urteil: Das Amtsgericht Düsseldorf verurteilt Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder im Prozess um den Besitz von kinderpornografischem Material zu zehn Monaten Haft auf Bewährung. Zuvor hatte er ein Teilgeständnis abgelegt und "die Verschaffung und Weiterleitung von 18 kinder- und jugend­pornografischen Dateien" eingeräumt, den Besitz weiterer Dateien, der ihm vorgeworfen wird, dagegen nicht. Er habe "schwere moralische Schuld" auf sich geladen geladen und bitte die Opfer sexueller Gewalt um Vergebung. Bereits vor dem Urteil hatte Metzelder angekündigt, unabhängig vom Ausgang seines Verfahrens alle öffentlichen Auszeichnungen zurückgeben, u.a. das Verdienstkreuz am Bande.
bild.de, sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Daimler-Kommunikator Jörg Howe fährt künftig Truck.

Alter Trucker: Jörg Howe, 63, seit 2008 globaler Kommunikations­chef von Daimler, wird ab Juli PR-Chef von Daimler Truck, berichtet der "PR Report". Im Herbst will der Autobauer die LKW- und Bus-Sparte abspalten und an die Börse bringen. PR und Marketing der verbliebenen Mercedes-Benz AG fusionieren unter der Leitung der Bettina Fetzer, 41, die bisher das Marketing von Mercedes verantwortet.
prreport.de

Wie viel Mitschuld tragen Werbungtreibende am Clickbaiting? So lief das turi2 Clubsandwich.


Media und Verantwortung: "Wirtschaft sollte sich nicht zum Richter über guten oder schlechten Journalismus aufspielen", sagt Thomas Voigt im "turi2 Clubsandwich", dem gemeinsamen Media-Talk am Mittag von turi2 und Mediascale. Der Kommunikationschef der Otto Group hat am Mittwochmittag gemeinsam mit Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe, Mediascale-Chef Wolfgang Bscheid und – gegen Ende des Talks – auch mit Moderatorin Dunja Hayali über die Frage diskutiert, ob Werbekunden eine Mitverantwortung für Clickbaitung und übergeigte Überschriften haben. "Ich tue mich wahnsinnig schwer damit, zu sagen, wer gut und wer böse ist", sagt auch Howe und fragt sich, wo die Grenze zu ziehen ist. Bscheid hat eine aktuelle Umfrage im Gepäck, in der sich 80 % von mehr als 200 befragten Marketing-Entscheiderinnen einen verantwortungsbewussteren Einsatz von Werbegeldern wünscht. Auch das Thema soziale Nachhaltigkeit, also u.a. der Kampf gegen Hate Speech, werde für die Verantwortlichen wichtiger.

Auch Moderatorin Dunja Hayali, die sich gegen Ende des Talks in die Diskussion einschaltet, sieht einen Zusammenhang zwischen Media-Geld und Verantwortung. Es gebe Medien, die einen Auftrag haben und politisch klar verortet sind. Unternehmen, die dort Werbung buchen, müssten sich die Frage stellen lassen, ob die Haltung dieser Medien mit ihren gesellschaftlichen Werten vereinbar ist. Thomas Voigt etwa kann sich eine unabhängige Stiftung vorstellen, die Empfehlungen für bzw. gegen Media-Investitionen gibt – analog zu Presserat und Pressekodex und auf Basis objektiver Kriterien.

Zu Beginn des Talks geht es zunächst um die Frage, wie es um die Qualität im Journalismus bestellt ist. Daimler-Kommunikator Howe etwa beklagt sich über Journalistinnen, die ihre Geschichten schon fertig haben, wenn sie sich an die Pressestelle wenden und ihn nur noch als Stichwortgeber brauchen. Andere kämen mit komplexen Fragenkatalogen "im Kasernenhofstil" und absurden Fristen für deren Beantwortung. Otto-Mann Voigt erlebt die Situation weniger negativ: Er erlebt zwar auch ausgedünnte Redaktionen und Hektik, trotzdem gebe es noch einen vertrauensvollen Umgang zwischen Kommunikatorinnen und Journalisten.
turi2.tv, (69-Min-Video/-Podcast) turi2.de/Podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)



Zitat: IT-Experte Markus Feilner vergleicht die Luca-Macherinnen mit Donald Trump.

"Die PR-Strategie ähnelt der von Donald Trump: Schneller fragwürdige Aussagen veröffentlichen als der Gegner diese entkräften kann. In der Zwischenzeit macht man viel Geld."

Der IT-Experte Markus Feilner kritisiert im Interview mit Regensburg Digital die PR-Strategie der Verantwortlichen hinter der Luca App. Sie würden "immer wieder" behaupten, "Fehler seien gefixt, während Experten beweisen, dass das nicht stimmt".
regensburg-digital.de, turi2.de (Background)

Meike Ostwald betreut die Kommunikation von Klarna in Deutschland.

Klarna holt Meike Ostwald in sein Kommunikations­team. Sie übernimmt die neu geschaffene Position als Communications Specialist DACH beim Zahlungsdienst­leister und betreut als solche die Kommunikation für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ostwald kommt von Microsoft Deutschland, wo sie zuletzt als Kommunikationsmanagerin die Themenbereiche künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Datenschutz und Corporate Social Responsibility verantwortet hat.
pressesprecher.com

Wir graturilieren: Christian Körner wird 50.

Wir graturilieren: Christian Körner, Kommunikationschef der Mediengruppe RTL Deutschland, feiert heute runden Geburtstag. "Die Zeiten sind ohnehin merkwürdig, da kann man auch mal eben 50 werden", sagt er zu seinem Ehrentag in Corona-Zeiten. Generell versucht Körner, sich in Demut zu üben und die "vermeintlich einfachen Dinge" zu genießen.

Für sein neues Lebensjahr freut sich Körner leise auf die nächsten Kommunikationen aus dem "bewegten Hause" RTL, man sei "gut im Flow". Glückwünsche erreichen ihn am besten "in Gedanken", da er "irgendwo draußen am Rhein oder in der Pampa rund um Köln" unterwegs ist – vermutlich offline. Alle, die ihm dennoch Nachrichten hinterlassen wollen, finden Körner u.a. bei Linked-in.

Siemens: Haller-Abgang hat sich abgezeichnet.

Vorprogrammierter Abschied: Dass es zwischen Siemens-Konzernchef Roland Busch und Kommunikationschefin Clarissa Haller kriselt, sei für Konzerninsider schon im Herbst 2020 deutlich geworden, schreibt Angela Maier im "Manager Magazin". Busch habe Haller zuletzt immer weiter entmachtet – und auch ihre Geschäftsgebaren durch eine interne Revision unter die Lupe genommen. Ein Befund dabei sei gewesen, dass manche Digital-Projekte von Haller einen "überschaubaren Mehrwert", aber "hohe Kosten" verursachen. Haller galt als Vertraute des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Früherer “Spiegel”-Chef Wolfgang Büchner heuert bei der Kommunikations­agentur MSL an.

Seitenwechsel: Die PR- und Kommunikationsagentur MSL verpflichtet Wolfgang Büchner als Senior Advisor. Der ehemalige Chefredakteur von "Spiegel", dpa und RND soll Kunden mit Fokus auf Corporate Communications und Krisen­kommunikation beraten. Sein Beratungs­mandat für die FDP führt Büchner unabhängig von seiner Arbeit bei MSL fort.
pressesprecher.com

Coca-Cola baut um und befördert Patrick Kammerer und Michael Willeke.

Coca-Cola fusioniert sein bisher in zwei Einheiten geteiltes Europa-Geschäft und gibt in dem Zuge Patrick Kammerer (Foto) und Michael Willeke mehr Verantwortung: Kammerer betreut als Director Strategic Communications künftig die interne und externe Kommunikation in 40 europäischen Ländern – bisher war er für Mittel- und Osteuropa zuständig. Willeke soll als Integrated Marketing Experience Director das Markenerlebnis in der neuen gesamteuropäischen Einheit weiterentwickeln.
lifepr.de