Basta: Medienwissen von Hans-Georg Maaßen in schlechter Verfassung.

Recherche-König: Hans-Georg Maaßen, Ex-Verfassungsschutz-Präsident, stört sich an 96 Mio Dollar, die ZDF-Satiriker Jan Böhmermann verdienen soll – und poltert in einem inzwischen wieder gelöschten Tweet: "Wir brauchen diesen ÖRR [Anm.: Öffentlich-rechtlichen Rundfunk] nicht!“ Maaßen informiert sich nämlich lieber auf der Satire-Seite Mediamass über die wirklich wichtigen Nachrichten.
twitter.com, de.mediamass.net (Böhmermann-Artikel)


Basta: BVG will keine kritische Infra­struktur sein.

Bloß nicht wichtig: Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen auf keinen Fall zur kritischen Infra­struktur gehören. Dann nämlich müssten sie bei ihrer IT Mindest­standards nach Vorgaben des BSI einhalten, bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Womöglich schwant der BVG, dass in irgendeinem ihrer gelben Busse die Haltestellen-Ansage noch unter Windows 95 laufen könnte.
heise.de, tagesspiegel.de (Background)

Basta: Simpsons sagen Outfit von Kamala Harris voraus.

Simpsons Already Did It? Das lilafarbene Outfit von US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei der Amtseinführung Joe Bidens ähnelt stark dem von Lisa Simpson in einer 20 Jahren alten Folge der Simpsons. Unklar ist noch, ob die Trickserie damals tatsächlich in die Zukunft – oder ob Harris einfach in die Vergangenheit geblickt hat. Springfields renommiertester Wissenschaftler, Professor Frink, übernimmt den Fall.
rnd.de, twitter.com


Basta: VW diskutiert die Abschaffung der eigenen Dienstwagen.

Abgefahren: Volkswagen diskutiert intern darüber, Führungskräften künftig nicht mehr ein bis zwei Dienstwagen zur Verfügung zu stellen, schreibt die "Zeit". Auch wenn sich mit den Dienstwagen die Verkaufszahlen für E-Autos steigern lassen, seien die Benefits insbesondere in Großstädten womöglich nicht mehr "zeitgemäß". Ob Manager*innen künftig beheizbare Bürostühle für das Home-Office bekommen oder einfach nur Currywürste, ist indes noch offen.
"Zeit" 04/2020, S. 25

Basta: Brot distanziert sich vom Wendler.

Brotal: Michael Wendler macht ungefragt Werbung für Dosenbrot als "Langzeitlebensmittel zur Krisenvorsorge". Dem Hersteller ist das nicht egal. Er distanziert sich und stellt klar: Es gibt keine Geschäftsbeziehung mit dem Sänger. Wenn sogar das uncoolste Lebensmittel von allen Imageverlust durch den Wendler befürchtet, ist der offenbar endgültig ganz am Ende der Nahrungskette angekommen.
rp-online.de

Basta: Von Fledermäusen und Schildmaiden.

Nomen est omen? Das Magazin "Qiez" analysiert Berlins ausgefallenste Baby-Namen, die Eltern 2020 ihren Sprösslingen verpasst haben. Laut Liste ist in Pankow sowohl eine "Löwe" als auch eine "Pipistrella" aka Fledermaus los - in Tempelhof setzt man bei Jungs mit "Kaos" und "Bam-Bam" auf klare Kante. In Treptow-Köpenick haben sich augenscheinlich zwei Vikings-Fans fortgepflanzt: Sie benannten ihre Tochter nach der legendären nordischen Schildmaid Lagertha.
qiez.de

Basta: Der Bundestag schafft die Faxgeräte ab.

Hat die Faxen dicke: Ab der kommenden Legislaturperiode sollen im Bundestag keine Faxgeräte mehr zum Einsatz kommen, beschließt der Ältestenrat. FDP-Mann Marco Buschmann sieht den Bundestag damit im 21. Jahrhundert angekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass für das Parlament inmitten der Corona-Pandemie dadurch nicht der einzige Kontakt zu den deutschen Gesundheitsämtern abreißt.
rnd.de

Basta: Russische Sprachpflege.

Die Zensur, die aus der Kälte kam: Beim russischen Sportsender Match TV stehen ab sofort Anglizismen auf dem Index. Gazprom-Chef und Sender-Eigentümer Alexej Miller stößt sich etwa an Wörtern wie "Playoff", "Coach" oder "Loser". Die Kommentator*innen sollen die Begriffe ins Russische übersetzen. Den ziemlich unrussischen Eigennamen Match TV will Miller aber anscheinend nicht antasten.
sueddeutsche.de

Basta: Attila Hildmann ruft zu Demonstration am Tegernsee auf.

Veganize it: Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann ruft auf dem Instagram-Account eines Tegernseer Bistros zu Demonstrationen auf. Lokal-Betreiber Hans Becker will am Montag eigentlich seinen Laden aufsperren, um gegen die Geschäftsschließungen zu protestieren - hat dann aber Angst, die rechte Szene vor der Eingangstür zu haben. Armer Attila: Nicht nur das Bistro bleibt zu, auch der Instagram-Account ist gelöscht.
merkur.de

Basta: Das Internet ist auf Kriegsfuß mit Donald Trump.

Entfernt: Im Netz hat Donald Trump gerade einen schweren Stand: Dass ihn jemand aus dem Film "Kevin allein in New York" gelöscht hat, stieß ebenso auf Jubelrufe wie der Streich eines Mitarbeiters des Außenministeriums, der Trumps und Pences Amtszeit auf der Website vorzeitig für beendet erklärte. Trumps Gegner haben von ihm gelernt: Sie ignorieren die Realität und schaffen eine eigene.
buzzfeednews.com, bild.de

Basta: Leipzig-Star guckt Niederlage gegen den BVB im Dortmund-Look.

Modischer Fehlgriff: Leipzigs verletzter Fußballer Ibrahima Konaté hatte das zweifelhafte Vergnügen, die Niederlage seines Teams gegen Borussia Dortmund am Wochenende von der Tribüne aus zu betrachten. Im zuschauerfreien Stadion sorgte er dabei mit seiner modischen Erscheinung nicht unbedingt für den benötigten Rückhalt: Konatés insgesamt rund 750 Euro teure Mütze und Schal stachen in Dortmunds Farben Schwarz und Gelb hervor.
bild.de (Paid)

Basta: Jugendliche hüllen ganzes Zimmer in Zeitungen.

Von wegen nur Fisch einwickeln: Zwei Jugendliche in München tapezieren aus Langeweile ein komplettes Zimmer mit der "Süddeutschen Zeitung". Insgesamt sind sie 61 Stunden beschäftigt, verwendet 25 Ausgaben. Als Hommage an die "SZ" wollen sie das Kunstwerk nicht verstanden wissen. Die Wahl fiel auf das Blatt, weil es "nicht so viel bunte Werbung" enthält.
sueddeutsche.de, instagram.com

Basta: Wirecard war nicht nur ein bisschen Porno.

Sex and Crime: Wirecards Ruf ist so ruiniert, dass die neusten Enthüllungen des "Spiegel" schon fast für Imagegewinn sorgen. Entgegen anderer Angaben hat Wirecard einen Großteil seiner Einnahmen und Umsätze über Drittpartner demnach mit Zahlungen für Pornos und Online-Casinos gemacht. Vor zwei Jahren hätten Beobachtende sich hier noch über die Pornos verwundert, mittlerweile stolpert man eher über das Wort "Einnahmen".
spiegel.de

Basta: Donald Trump ist beim Sturm aufs Kapitol live dabei – am Fernseher.

Aus sicherer Entfernung: Donald Trump hat sich den Sturm auf das US-Kapitol lieber im TV angeschaut als live vor Ort, berichtet ABC News. In der Rede an seine Anhänger hatte Trump noch angekündigt: "Dann laufen wir nach unten zum Kapitol. Und ich werde dabei sein." Auf den letzten Metern seiner Präsident­schaft macht Trump also das, was er in den vergangenen vier Jahren als politisches Programm perfektioniert hat: TV gucken und dabei twittern.
bild.de

Basta: CDU bittet um Applaus-Spenden für Parteitag.

Digital-Klatsche: Die CDU bittet vor ihrem digitalen Parteitag nächste Woche um Nationalhymnen-Selfies und 60-sekündige Applaus-Spenden ihrer Mitglieder, meldet die "Bild". Die Hymnen-Videos sollen im Chor erklingen, die Konserven-Klatscher für Live-Stimmung sorgen. Notfalls könnte die Partei auch bei Fachkräften aus Medizin und Pflege nachfragen, die für ihren Corona-Einsatz bestimmt noch viel Balkon-Applaus auf dem Konto haben.
bild.de

Basta: In Österreich werden weiter Ortsschilder geklaut.

Tafel-Silber: Vor kurzem benannte sich das österreichische Örtchen Fucking in Fugging um, auch weil dort regelmäßig Ortstafeln gestohlen wurden. Nun geht der Spuk weiter: In der 400-Seelen-Gemeinde St. Corona sind zwei Ortsschilder, zuletzt schon beliebte Selfie-Motive, verschwunden. Schade, dass dem Namensvetter nicht auch mit handelsüblichem Werkzeug beizukommen ist.
noen.at, turi2.de (Background)

Basta: Justin Bieber werden Pastoren-Ambitionen nachgesagt.

Mein Herr und Ge-Bieb-ter: Popsänger Justin Bieber ist auf dem Weg zum Pastoren-Dasein, sagt eine Quelle dem "Ok-Magazin". Nachdem der Anführer seiner Hillsong-Kirche wegen Ehebruchs geschasst wurde, wolle Holy Bieber Ordnung schaffen. Wenn seine Prediger-Karriere wie die von Kollege Kanye West läuft, heißt es zur nächsten großen Wahl in Kanada: #Bieber2023.
bild.de

Korrektur: Da Bieber in Kanada und nicht in den USA geboren wurde, kann er kein US-Präsident werden. Wir haben die Stelle in der Meldung geändert.

Basta: Boris Johnsons Vater beantragt französische Staatsbürgerschaft.

Eingenordet? Boris Johnson ist Brexit-Hardliner. Am Mittwoch stimmt er im Parlament zum EU-Abschied jedoch sanfte Töne an und bezeichnet Großbritannien als "auf viele Arten zentrale europäische Zivilisation". Vielleicht gab es zu Weihnachten ja eine Ansage seines Vaters Stanley: Der bewirbt sich gerade um die französische Staatsbürgerschaft.
spiegel.de, reuters.com

Basta: Mathematische Irrungen um den Corona-Impfstoff.

Zwei mal drei macht vier: Die Fläschchen mit dem Biontech-Impfstoff sind sicherheitshalber so gut gefüllt, dass unter Umständen sechs statt fünf Impfungen darin enthalten sind, bestätigt das Bundesgesundheitsministerium. In Stralsund erhielten Pflegekräfte derweil versehentlich die fünffache - oder sechsfache? - Dosis. Einen Tag nach Beginn der Impfkampagne weist die Impfstoff-Menge damit bereits eine ähnliche Dunkelziffer auf wie die Zahl der Infizierten.
tagesschau.de

Basta: Hasch-Kekse der Tochter bringen Eltern ins Krankenhaus.

Kräuter-Christmas: Eine Familie in Wismar hat an Heiligabend zweimal den Rettungsdienst gerufen – erst weil der Vater, später, weil die Mutter über Schwindel und Herzrasen klagte. Schließlich offenbart die 24-jährige Tochter, dass sie ihren Eltern Hasch-Kekse untergejubelt hat. Die Polizei spricht von "Highligabend" und ermittelt nun u.a. wegen Körperverletzung.
presseportal.de, faz.net

Basta: Corona sorgt für Karpfen-Boom.

Fischtig beliebt: Weil über Weihnachten die Restaurants geschlossen sind, decken sich Deutschlands Haushalte zum Fest mit traditionellen Speisen ein. Insbesondere Karpfenteichwirte berichten von einer hohen Nachfrage. Bleibt zu hoffen, dass sich vorher alle auch mit der Zubereitung vertraut gemacht haben. Sonst gilt nach Corona doch noch Tiefkühlpizza als traditionelles Festtagsgericht.
spiegel.de

Basta: Donald Trump lehnt Corona-Hilfen ab.

Spielt die Hits: Zum Ende seiner Präsidentschaft stellt sich Donald Trump mal wieder gegen seine Partei und verweigert eine Unterschrift für das Corona-Hilfspaket. Statt 600 Dollar solle jede*r Amerikaner*in 2000 Dollar bekommen. Die Demokraten, die für mehr Hilfen gefochten hatten, springen ihm freudig bei. So pflanzt der bald nicht mehr die Privilegien des Präsidentenamtes genießende Trump den Samen einer guten Zusammenarbeit Begnadigung.
tagesschau.de

Basta: Sisi-Saufen reloaded.

Kaiserkult und Kurze: Netflix gönnt dem Kitsch-Adel-Epos "Sisi" eine Neuauflage als sechsteilige Serie mit dem Arbeitstitel "The Empress". Schauspielerin Devrim Lingnau tritt das pathosumwehte Erbe Romy Schneiders an und bringt damit Abwechslung in die künftigen Weihnachtsfeiertage derer, die beim Sisi-Saufen nach Jahrzehnten mit der altbekannten Majestät mal ein neues Gesicht vertragen können.
spiegel.de