Basta: 4.000-Seelendorf veröffentlicht vermeintliche Wahlergebnisse vorab.

Passwort-Wahl: Ein Bürgerrechtler findet auf einer Webseite des rheinland-pfälzischen Landeswahlleiters schon vor der Wahl die vermeintlichen Wahlergebnisse von Rheinbrohl. Doch das 4.000-Seelendorf kann weder hellsehen, noch die Wahl beeinflussen: Das Wahlbüro testete die Auszählung mit Ergebnissen der vorigen Europawahl und versäumte die Wahl eines Passwortes.
sueddeutsche.de

Basta: Die CDU veröffentlicht Videomitschnitte ohne vorherige Absprache.

Zweitstimmen-Verwertung: Als wäre das Rezo-Video noch nicht genug, hat die CDU weiteren Ärger auf YouTube. Kurz vor der Europawahl löscht sie einen Großteil der Videos in ihrem Kanal. Das waren nämlich ohne Erlaubnis verwendete Ausschnitte aus Sendungen von ARD oder ZDF, was den Verantwortlichen erst nach einem Hinweis auffiel. Stellt sich die Frage: Wie stand die CDU doch gleich zum Urheberrecht im Internet?
uebermedien.de

Basta: Tübinger CDU packt Schindlers Liste aufs Wahlplakat.

Wer die Wahl hat: Die CDU in Tübingen spart Kommunikationsbudget und klöppelt sich ihre Wahlkampf-Motive selbst zusammen. Eines wirbt mit alter Schreibmaschine für Digitalisierung – das adleräugige Volk entdeckt allerdings keine Nullen und Einsen, sondern Schindlers Liste. Dass Bild-Datenbanken Eastereggs bereithalten können, ist wohl noch eine Spur zu digital-vertrackt.
tagblatt.de

Basta: Jeff Bezos hat ein Häufchen gemacht.

Spatenstich 4.0: Amazon investiert am Cincinnati Airport 1,5 Mrd Dollar für einen neuen Prime Air Hub. Da darf natürlich auch Amazon-Chef Jeff Bezos nicht fehlen. Und da er alles im Superlativ machen muss, gibt es zum Spatenstich keinen Spaten ... sondern direkt einen Radlader.
mashable.com

Basta: Kai-Claudia und die Wirren der Intendanten-Wahl.

Sturm über Stuttgart: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke muss als Kandidat fürs Intendanten-Amt beim SWR kräftig einstecken. Widersacher graben immer neuen Dreck aus – und jetzt sogar Sexismus-Vorwürfe: Gniffke habe bei einer Weihnachtsfeier 2014 vorm Damenklo gepupst Wetterfee Claudia Kleinert in blonder Perücke imitiert. (Fotomontage: turi2)
kontextwochenzeitung.de

Basta: Abgefahren.

Tete-a-tete im Tesla: Eine Amateur-Pornodarstellerin filmt einen Clip im Tesla. Das Intermezzo findet während der Fahrt auf einer texanischen Autobahn statt, der Tesla ist im Autopilot-Modus. Elon Musk freut sich über die Werbung, Kritiker mahnen, dass die Hände beim Fahren an andere Schaltknüppel gehören.
gq-magazin.de

Basta: Der Buckingham Palace hat an der Uhr gedreht.

Baby Cambridge Sussex: Das britische Königshaus entschuldigt sich für eine PR-Panne nach der Geburt des Sohnes von Herzogin Meghan und Prinz Harry. Durch technische Schwierigkeiten hätten die Medien zeitverzögert oder teils gar nicht von der Geburt erfahren. Dass Archie auf der royalen Website zuerst als Sohn von William und Kate bezeichnet wurde, war sicher auch nur Schuld der Autokorrektur.
focus.de, kurier.at

Basta: Fake-Reiseveranstalter zockt 20 Influencer ab.

Schlimmer als Influenza: Rund 20 Influencer reisen auf Einladung der Reisegesellschaft ConstantinoTour in die Türkei. Statt einem kostenlosen Urlaub erwartet die Netzsternchen in der Türkei jedoch nur eine Busfahrt ins Nirgendwo, der Diebstahl ihrer Pässe und eine Lektion darin, was man mit Photoshop außer Falten entfernen noch machen kann: Rückflugtickets fälschen.
bild.de

Basta: Tech-Konzerne, filetiert aus den Familien-Reihen.

Der Apfel und der Stamm: Sophie Schmidt plant ein Magazin, das kritisch über die Macht der Tech-Konzerne berichtet. Mit Redakteuren der "New York Times", "Vanity Fair" und "Wired" berät sie aktuell die inhaltliche Ausrichtung. Vielleicht geht's auch um journalistische Grundregeln wie Unabhängigkeit – ist sie doch nicht irgendeine Schmidt, sondern Tochter des Ex-Google-Chefs.
handelsblatt.com

Basta: Bob der Baumeister wechselt in die Steuerfahndung.

Zuhause in der Steuerfalle: Die Finanzbeamten nehmen den RTL2-Claim "Zeig mir mehr" wörtlich und schauen bei Renovierungen besonders genau hin. Wenn das Haus einer bedürftigen Familie bei TV-Formaten wie Zuhause im Glück renoviert wird, kassiert das Finanzamt den geldwerten Vorteil. Die TV-Produktion überlasse den Protagonisten das Haus als Gegenleistung für Interviews, argumentiert das Finanzgericht Köln. Headhunter sollen Bob den Baumeister bereits als Steuerfahnder abgeworben haben.
dwdl.de, fg-koeln.nrw.de (Urteil)