Basta: Sänger Alexander Klaws macht Umschulung zum Versicherungsvertreter.

Alle Achtung im Recall? Die Kommunikationsagentur Achtung wirbt mit Sänger Alexander Klaws (Foto), erster "DSDS"-Sieger, für die Siemens-Betriebskrankenkasse. "Ihre Kritik ist Musik in unseren Ohren", zitiert Klaws singend Online-Bewertungen. Seine Ballade "Take Me Tonight" entpuppt sich als Motivationssong für Versicherungspolicen.
wuv.de, youtube.com (4-Min-Video)

Basta: Facebook findet doch noch Gründe, Anzeigen von Politikern zu löschen.

Facebook-LogoUngelogen: Buzzfeed stellt einige Anzeigen von Donald Trump und seinen Demokratischen Gegenkandidaten vor, die Facebook wegen Regelverstöße gelöscht hat. Auch eine Trump-Anzeige mit falschen Behauptungen zu Joe Biden löscht Facebook. Während die Lügen darin für Facebook okay sind, führt ausgerechnet die Ausdrucksweise von Biden zu weit: Der sagt in einem Videoausschnitt nämlich "son of a bitch".
buzzfeednews.com

Basta: Elizabeth Warren kämpft mit Lügen gegen Lügen auf Facebook.

Lügen haben kurze Anzeigen: Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren kämpft gegen die Entscheidung Facebooks, Politikern in ihren Posts und Anzeigen Fake News durchgehen zu lassen und versucht, Facebook-Chef Zuckerberg zu provozieren. Ihre neuste Facebook-Anzeige beginnt Warren mit der Behauptung, Zuckerberg befürworte Trumps Wiederwahl.
edition.cnn.com, turi2.de (Background)

Basta: Es gibt nun Nike-Schuhe mit Weihwasser.

Ach du Heilige: Eine New Yorker Firma verkauft Jesus Shoes. Dabei handelt es sich nicht um bescheidene Pilgerlatschen, sondern um spezielle Nike-Schuhe mit Kruzifix und eingeschlossenem Weihwasser aus dem Jordan. Der Preis von satten 3.000 Dollar lässt darauf schließen, dass der Weg in den Himmel mit den Schuhen nicht zwangsläufig leichter wird als die Sache mit dem Kamel und dem Nadelöhr.
bild.de

Basta: Bergsteiger planen Wettstreit über eine Nachbildung von Trumps Grenzmauer.

Trump, die Wette gilt: Donald Trump zeigt sich weiterhin sehr verliebt in seine Grenzmauer zu Mexiko. Neulich hat der US-Präsident behauptet, die Konstruktion sei nicht zu besteigen, nicht einmal von Profi-Bergsteigern. Die fühlen sich nun herausgefordert und bestreiten am Wochenende einen Wettkampf über eine Nachbildung des sechs Meter hohen Bauwerks.
sueddeutsche.de

Basta: Dyson zieht bei seinen E-Autos den Stecker.

Beutelerfolglos: Staubsaugerproduzent Dyson beerdigt seine Pläne für eine eigene Elektroauto-Sparte. Offenbar hat Firmengründer James Dyson erkannt, dass seinem E-Auto das gleiche Schicksal droht, wie dem von ihm leidenschaftlich beworbenen Brexit: aufgrund der aktuellen Situation gebe es keine Möglichkeit, das Produkt gewinnbringend zu vertreiben.
handelsblatt.com

Basta: Facebook, der Freundschaftsdienst der Informations-Verwirrung.

Facebook-LogoWahrheit oder Pflicht? Joe Bidens Wahlkampfteam bittet die Facebook-Führungsriege, eine Trump-Kampagne offline zu nehmen, in der falsche Behauptungen über Bidens Familie getroffen werden. Facebook, feinfühliger Verfechter der Wahrheit, kann leider nicht helfen. Die eigenen Richtlinien hindern Zuckerberg daran, zu beurteilen, ob die in Umlauf gebrachten Fake News fadenscheinig oder freie Meinungsäußerung sind.
techcrunch.com

Basta: Der Tesla… hupt.

Schöne Töne: Elon Musk, nie um einen Tweet verlegen, der Anlegern Puls und Marketingausgaben überflüssig macht, lässt verlauten, welche Geräusche er sich für schleichende Teslas vorstellt. E-Autos müssen sich auch in den USA beim langsamen Fahren bald durch künstliche Geräusche bemerkbar machen. Motoren sind Musk zu profan, ihm schwebt Ziegenmeckern und Furzen vor.
t3n.de

Basta: Schweinsteigers Karierre-Ende wird zum Kampf der Social Networks.

Mauswechsel-Spieler: Bastian Schweinsteiger verkündet sein Karriereende parallel auf allen seinen Social Networks. Beobachter der Medienszene wissen nun, wo sich Deutschlands Redaktionen rumtreiben. Während Schweini sein Ende laut Spiegel Online bei Twitter verkündet, nennt Bild.de Instagram als Quelle. Bisher nicht überliefert ist, ob auf den Schulhöfen der Republik morgen Schweinis getanzter Abschied auf TikTok Thema ist –so es ihn denn gibt.
bild.de, spiegel.de

Basta: YouTube-Star Bibi nimmt bei Kinder-Fotos den Paparazzis die Arbeit ab.

Ich habe heute ein Foto für Dich: YouTuberin Bibi veröffentlicht erstmals Gesichtsfotos ihres Kindes. Es sei ein "wahnsinniger Stress" aufzupassen, dass niemand ihren Sohn fotografiere. Künftig übernimmt das die Influencerin öffentlichkeitswirksam selbst. Es fühle sich "richtig an" - vermutlich auch auf dem Bankkonto dank lukrativer Werbedeals.
haz.de, instagram.com (Foto), youtube.com (Statement)

Basta: Das FBI sucht russische Informanten per Facebook-Anzeige.

Der Spion, der mich likete: Das FBI schaltet auf Facebook Anzeigen, in denen es um Hinweise aus der Bevölkerung bittet. Die Besonderheit: Die Anzeigen weisen auf Russisch unter anderem darauf hin, man solle an die Zukunft seiner Familie denken. Fraglich ist, ob auf diese Art wirklich russische Trolle gelockt werden sollen – oder doch eher russische Diplomaten getrollt.
mashable.com

Basta: Influencer wirbt mit Baby-Delfin-Menü für Nachhaltigkeit.

Fishing for complaints: Der Influencer Inscope 21 verspeist vor laufender Kamera einen Baby-Delfin und kassiert natürlich einen Shitstorm. Der war aber einkalkuliert, der Baby-Delfin nur eine Attrappe, die Aktion soll für nachhaltigen Fischfang werben. Unverzeihlich wäre gewesen, er hätte ein Einhorn verspeist - denn die stehen auch nachhaltig gezüchtet ganz oben auf der Social-Media-Artenschutzliste.
horizont.net, wuv.de, youtube.com (8-Min-Video)

Basta: Luftfahrtshow enttarnt Tarnjet.

Konkurrenzbetrachtung: Die Luftfahrtausstellung ILA sollte im April 2018 eigentlich zur Verkaufshow für Lockheed Martin werden. Der US-Hersteller präsentierte vor Ort seinen aktuellen Tarnkappenbomber F-35. Dumm nur: Wie nun bekannt wurde, gelang es dem deutsche Rüstungsunternehmen Hensoldt just bei dieser Messe mit einem Überwachungssystem die Tarntechnik der F-35 bei deren Abreise zu umgehen.
spiegel.de

Basta: Leichtathletik-WM macht Upskirting olympisch.

MeToo war gestern: Die Leichtathletik-WM verspricht "besondere Bilder" und filmt besonders indiskret mit Kameras auf den Startblöcken durch die Beine - natürlich um in die Augen zu schauen. "War bei der Entwicklung dieser Blöcke eine Frau beteiligt?", zweifelt Läuferin Lückenkemper. Dabei sein ist alles - auch beim Upskirting als neue olympische Disziplin.
sueddeutsche.de, sportschau.de (Foto)

Basta: Berliner Basketball-Club tanzt sich mit Cheerleader-Abschaffung ins Aus.

Ausgetanzt: Das Basketball-Team von Alba Berlin verzichtet künftig auf Cheerleader - die Auftritte passten "nicht mehr in unsere Zeit". Zeit zur Nachfrage bei den betroffenen Damen schien nicht: Wer die Entscheidung als zeitgemäß werte, habe "die letzten 100 Jahre Emanzipation verpasst", tanzt sich der Verein bei den enttäuschten Tanz-Europameisterinnen ins Aus.
bild.de

Basta: Girlgroup Tic Tac Toe plant ein neues Comeback.

Warum? Die 90er-Jahre-Girlgroup Tic Tac Toe plant offenbar ein erneutes Comeback. Der Tour-Veranstalter MPM Music kündigt "wenige freie Termine für 2020" an. Noch unklar sei die Besetzung, evt. komme ein neues Bandmitglied hinzu. Es könnte ratsam sein, gleich mehrere zu casten, sollten Songs wie Verpiss Dich oder Ich find Dich Scheiße missverständlich wieder zur Trennung auf offener Bühne führen.
gala.de, spiegel.de

Basta: Greta Thunberg macht sich Trumps Kritik zu eigen.

So war das nicht gemeint: "Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut", kommentiert Donald Trump bei Twitter subtil gehässig Greta Thunbergs emotionale Rede beim Uno-Klimagipfel. Womit er nicht rechnet: Greta übernimmt Trumps Worte 1:1 in ihre Twitter-Beschreibung. Die News einer Untersuchung zur Amtsenthebung Trumps dürfte sie noch glücklicher machen.
theguardian.com, instagram.com/tagesschau

Basta: Voldemort kämpft gegen Facebook.

Wie von Zauberhand: Die US-Kartellbehörde FTC stützt sich bei ihren Untersuchungen gegen Facebook auf ein Dossier, dass offenbar von Anwälten des Konkurrenten Snap zusammengestellt wurde. Darin soll ein Verdacht belegt werden, den jeder kennt, aber der nicht öffentlich genannt werden darf – dass Facebook Snapchat kopiert. Der Titel des Dossiers lautet daher auch treffend: Project Voldemort.
businessinsider.de

Basta: Die Friedrichs kaufen die Katze im Sack.

Plötzlich Prinzessin Verleger: Silke und Holger Friedrich übernehmen die "Berliner Zeitung", kaufen sie aber seit 15 Jahren nicht mehr regelmäßig, erzählen sie dem "Spiegel". Trotzdem haben sie ein ziemlich realistisches Bild vom Berliner Zeitungsmarkt. Auf diesen angesprochen, antwortet Silke Friedrich: "Welcher Markt?"
spiegel.de, "Spiegel" 39/2019, S. 74 (Paid), turi2.de (Background)