Basta: Gerhard Schröder präsentiert Ergebnis “freiwilliger Ernährungsumstellung”.

a.D. – auf Diät: Gerhard Schröder ist mit Soyeon Schröder-Kim auf einem Gesundheits-Trip. Ein von seiner Gattin gepostetes Foto soll den Alt­kanzler vor und nach seiner "frei­willigen Ernährungs­umstellung" zeigen und lässt einen Gewichts­verlust erahnen. Könnte Schröder doch Kumpel Putin so leicht entsagen wie Kumpel Currywurst.
instagram.com via t-online.de

Basta: Hotel darf weiterhin “Neuschwanstein” heißen.

Schlafen wie ein König: Das "Explorer Hotel Neuschwanstein" in Nesselwang darf weiterhin den Namen des Märchenschlosses führen, entscheidet das Oberlandesgericht München. Prozessiert hatte der Freistaat Bayern, dem sowohl Schloss als auch Marke Neuschwanstein gehören. Die Richter glauben allerdings nicht, dass Touristen den 200-Betten-Bunker mit dem royalen Palast verwechseln. 1,5 Mio Besucher jährlich dürfte das Hotel tatsächlich nicht knacken.
spiegel.de

Basta: Uri Geller hat endlich Erbarmen mit seinem Pokémon-Double.

Löffel-Liebe: Das Psycho-Pokémon Kadabra mit dem silbernen Löffel in der Hand kehrt nach mehr als 22 Jahren endlich wieder ins Sammelkarten-Deck zurück. Löffel-Magier Uri Geller, der in dem Pokémon eine Kopie seiner selbst zu sehen glaubte und Nintendo im Jahr 2000 auf 40 Mio Euro Schadenersatz verklagte, lässt die Fehde ruhen. Mit 76 Jahren hat er nicht unbedingt Erleuchtung gefunden, aber immerhin die Einsicht: "Ich war ein Idiot".
faz.net

Basta: Masken-Millionärin Andrea Tandler bekam Corona-Hilfe.

Da geht noch was: PR-Frau Andrea Tandler hat nicht nur 48 Mio Euro Provision für die fragwürdige Vermittlung von Mund-Nasen-Schutz kassiert, sondern auch 9.000 Euro Corona-Hilfe beantragt und erhalten – und das, nachdem sie bereits Masken-Millionärin war. Die Summe habe sie im Mai 2021 zwar "unaufgefordert" zurückgezahlt, die Staatsanwaltschaft ermittelt nun aber trotzdem wegen Subventionsbetrug. Tandler hielt es beim Geld wohl ähnlich wie manche Mitbürger mit der Maske: Doppelt hält besser.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Basta: Der ChatGPT soll Selbsterkenntnis lernen.

Plagiatsjäger: Der Hersteller der KI ChatGPT arbeitet an einer Software, die erkennen soll, ob ein Text von einem Menschen oder einer Maschine geschrieben wurde. In Testläufen habe das Programm 26 % der Texte korrekt einem Computer zugeordnet, in 9 % der Fälle jedoch vermutete es hinter dem Text eines Menschen eine Maschine. Mit einem roboter­haften Schreibstil kann man offenbar selbst eine KI aufs Kreuz legen.
zeit.de

Basta: Als Hacker wird man nur schwer reich.

Arme Verbrecher: Eine Karriere als illegaler Hacker lohnt sich finanziell nicht wirklich, analysiert das Sicherheits-Unternehmen Kaspersky. Stellen­anzeigen im Darkweb für Malware-Entwicklung bieten Hackern im Durch­schnitt gerade mal 2.500 Dollar monatlich. Und: Wer am Arbeits­platz nicht überzeugt, landet schlimmsten­falls im Knast – und kann dort noch nicht mal mit dem dicken Bank­konto prahlen.
t3n.de

Basta: Zoo in Texas verfüttert symbolisch Ex-Lover.

Lecker Checker: Nach Rache dürstende Singles können zum Valentins­tag eine Kakerlake oder ein Nagetier nach ihrem Ex-Partner benennen und an Zoo­tiere in Texas verfüttern. Die Aktion Cry Me a Cockroach startet schon ab 5 Dollar. Doch nicht nur flatterhafte oder diebische Verflossene werden so symbolisch zum Fraß vorgeworfen, auch die geschmack­losen Ex-Lover finden ihr Gegen­stück: in der Veggie-Variante in Form eines Salat­kopfes.
zeit.de

Basta: Torwart Manuel Neuer investiert in Putzmittelfirma.

Herausgeputzt: National­torwart Manuel Neuer beteiligt sich mit 120.000 Euro an der Putz­mittel­firma Deutsche Reinigungs­werke. Zugleich fungiert er als Vize-Chef des Auf­sichts­rats, entdeckt die "Welt am Sonntag" im Handels­register. Neuer und Putz­mittel passen gut zusammen: Schließlich ist er auch in seinem Haupt­job dafür verantwortlich, das Tor sauber zu halten.
welt.de via businessinsider.de

Basta: Telekom macht Glasfaser-Werbung für einen Ort, den es nicht gibt.

Gibt’s nicht, gibt’s doch: Die Deutsche Telekom wirbt für den Glasfaser-Ausbau in einem Stadtteil, den es gar nicht gibt. "Jetzt in Hannover-Vahrenfeld" prangt auf einem Plakat, doch der Ortsteil heißt Vahrenwald. Damit dürfte endlich geklärt sein, warum es in Deutschland noch immer in zu vielen Gegenden an schnellem Internet mangelt – angeschlossen werden offenbar nur ausgedachte Geisterstädte.
t-online.de


Basta: Franca Lehfeldt verwechselt die Rote Armee mit der RAF.

Geschichtsträchtiger Fehler: Welt-TV-Moderatorin Franca Lehfeldt bringt am Holocaust-Gedenktag die Soldaten der Roten Armee mit der linksextremen Terrororganisation RAF durcheinander. In einer Anmoderation sagt sie: "Heute vor 78 Jahren befreite die Rote Armee Fraktion die Überlebenden des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz." Im Netz erntet sie dafür Spott – für viele ist das wohl ein im wahrsten Sinne des Wortes historischer Versprecher.
t-online.de, twitter.com


Basta: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kriegt die Tür nicht auf.

Tag der geschlossenen Tür: FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kann die Pressekonferenz nicht verlassen, die Tür aus dem Medienhaus will einfach nicht aufgehen. Einer Person auf der anderen Seite ruft er zu: "Da ist links eine Taste, ne, rechts". Alternativ hätte sich die Tür bestimmt auch mit dem magischen Satz "Ich bin ein Star-Trainer, holt mich hier raus" öffnen lassen.
rtl.de (mit 40-Sek-Clip)

Basta: CSU-Gemeinderat zieht sich für Kurort-Werbung aus.

Feucht fröhlich: Um das Image des bayerischen Kurorts Bad Wies­see aufzupeppen, lanciert Gemeinde-Chef Hilmar Danzinger eine Werbe-Kampagne. Testimonial wird die "öffentlich­keits­wirk­samste Person des Tegernseer Tals": Lebemann, Unternehmer und CSU-Gemeinde­rat Christoph von Preysing. Der posiert dafür halbnackt vor einer Flasche Champagner in der Wanne. Zwecks musikalischer Untermalung eines möglichen Werbeclips müssen die Bayern nur bei Markus Söder anklopfen.
t-online.de, merkur.de, instagram.com (Motiv), turi2.de (Background)

Basta: Rod Stewart fordert Regierung zum Rücktritt auf, während er mit Modelleisenbahn spielt.

Feiner Zug: Popstar Rod Stewart ruft spontan in einer britischen Talkshow zum Zustand des Gesundheitssystems an und kritisiert die katastrophale Lage in englischen Krankenhäusern. Stewart, selbst lange Tory-Anhänger, macht die Tory-Regierung verantwortlich, fordert sie zum Rücktritt auf und bietet finanzielle Hilfe an. Geplant war der Telefon-Rant wohl nicht. Stewart habe die Sendung nur nebenbei verfolgt, während mit seiner Modelleisenbahn gespielt habe.
n-tv.de

Basta: Fische kaufen mit Kreditkarte des Besitzers ein.

Fischen im Trüben: Mithilfe einer Bewegungs­sensor-Software haben die Fische des japanischen YouTubers Mutekimaru online Pokémon Scarlet gespielt, als das Spiel abstürzte. Weil das System weiterhin die Bewegungen der Tiere registriert, kaufen sie mit der Kreditkarte des Besitzers im Nintendo-Shop ein. Den Betrag von 3,50 Euro bekommt Mutekimaru erstattet – scheinbar zählt die Ausrede, "Mein Fisch hat es gekauft", mehr als "Mein Hund hat es gefressen".
t-online.de

Basta: Die Periode ist wie Fahrradfahren.

I want to ride my Binde: Die US-Ski­renn­läuferin Mikaela Shiffrin spricht vor laufender Kamera von ihrem monatlichen Zyklus. Der ORF-Übersetzer interpretiert das Ganze aber als Fahrrad-Sport­programm. Zu seiner Verteidigung: Die Periode ist auch ein wenig wie Fahrrad­fahren. Selbst wenn man den Dreh raus hat, bleibt es anstrengend – und Unfälle können jederzeit passieren.
twitter.com

Basta: SPD Niedersachsen kann Boris Pistorius nicht ziehen lassen.

Lässt Vorsicht walten: Der vor knapp einer Woche vereidigte neue Verteidigungs­minister Boris Pistorius war bis heute morgen noch Nieder­sachsens Innen­minister – zumindest wenn man der SPD-Parteiwebsite glaubt. Seine Nach­folgerin Daniela Behrens wurde dort ebenfalls noch als Sozial­ministerin geführt. Vermutlich wollte man sich in Hannover ob des Schleuder­sitz-Amtes in Berlin gegebenen­falls Arbeit ersparen.
t-online.de

Basta: Blizzard feuert einen zu netten Chef.

Friendly Fire: Das Unternehmen Blizzard, Entwickler hinter dem Video­spiel "World of Warcraft", hat in den USA offenbar einen Manager gefeuert, weil dieser seine Angestellten zu gut bewertet hat. Eine interne Regelung sieht nämlich vor, dass immer rund 5 % aller Team­mitglieder eine schlechte Bewertung bekommen müssen. Im Spiel und der Liebe ist eigentlich alles erlaubt – nur zu nett sein darf man nicht.
t3n.de

Basta: Hamburger Asklepios-Kliniken servieren Margarine statt Butter.

Butter, die zweite: Die Hamburger Asklepios-Kliniken streichen Butter vom Speise­plan gesetzlich Versicherter und ersetzen sie durch Margarine. Grund sind gestiegene Kosten, die Umstellung könne laut Konzern 330.000 Euro einsparen. Hoffen wir angesichts jüngster Nachrichten, dass die Krankenhäuser nicht zu Rama greifen, sonst droht womöglich ein Null­summen­spiel.
abendblatt.de (€), spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Reichsbürger wollten Double von Olaf Scholz die Revolution verkünden lassen.

Gibt's nur ein Mal: Fünf Reichs­bürger, die einen bundes­weiten Blackout geplant haben sollen, wollten entweder für Olaf Scholz oder Frank-Walter Steinmeier einen Schauspieler organisieren. Das Double hätte in einer Live-Botschaft die Revolution verkünden sollen. Da hätten sie lange suchen können, schließlich findet selbst eine Doppel­gänger-Agentur keinen zweiten Scholz.
t-online.de

Basta: Smartphone-Detox ist Auslegungssache.

Undigital Detox: Junge Menschen wie die Sängerin Camila Cabello sagen der Smart­phone-Sucht den Kampf an und steigen aufs gute alte Klapp­handy um. Das Retro-Teil postet sie bei Instagram, andere berichten bei TikTok von ihrem "Smart­phone-Detox". Das ist ungefähr so, als würden wir behaupten, der turi2-News­letter entstünde nach ausführlicher Telefon­buch-Recherche unter Kerzen­schein auf einer Olympia-Schreib­maschine.
faz.net (€), instagram.com

Basta: RBB-Rundfunkrat ist nicht beschlussfähig.

Personalnot: Der RBB-Rundfunkrat ist bei einer Sondersitzung nicht beschlussfähig, weil nur 13 von 29 Räten "physisch anwesend" sind – laut Statuten sollten mindestens 15 Personen den Weg ins Haus des Rundfunks finden. Vorsitzender Ralf Roggenbuck kapituliert nach wenigen Minuten, zaubert aber eine skandalsenderwürdige Lösung für das nächste Treffen am 27. Januar aus dem Hut: Beschlossen wird dann trotzdem – komme, wer da wolle.
tagesspiegel.de

Basta: Der Lufthansa sind die Uniformen ausgegangen.

Hat Federn gelassen: Ein Uniform-Mangel vermiest dem Luft­hansa-Flug­personal die Stimmung, meldet Rüdiger Kiani-Kreß. Es fehle an Blusen und Jacken. Sein letztes Hemd scheint der Konzern für die Beschäftigten im Schrank zu lassen, denn bei der Billig-Schwester Euro­wings gibt es offenbar aus­reichend Dienst-Klamotten. Intern frage sich manch einer, ob er "nackig zum Dienst" erscheinen solle. Wenn es soweit kommt, sollte die Lufthansa darüber nach­denken, ihren alten Claim zu reanimieren: "There's no better way to fly".
wiwo.de

Basta: Bundesregierung gibt 65 Mio Euro pro Jahr für Briefmarken aus.

Print lebt: Die Bundesregierung gibt 65 Mio Euro im Jahr allein für Briefporto aus, berichtet die "Rheinische Post". Das Finanzministerium von Christian Lindner ist mit 19 Mio Euro Portokosten Spitzenreiter, während das Bildungsministerium gerade einmal 19.000 Euro für Briefmarken ausgibt. Ebenfalls vorne mit dabei ist auch Digital-Minister Volker Wissing, dessen Aufgabe es eigentlich ist, dem Totholz-Raspeln ein Ende zu setzen.
rp-online.de (€)

Basta: Dr. Pepper sucht bei Twitter nach einer “coolen Sau” auf Twitch.

Kein Geheimrezept: Die Limo-Marke Dr. Pepper will Twitch-Streamerinnen sponsern und haut die kumpelhafte Offerte dazu bei Twitter raus. Gesucht werde eine "coole Sau", die "menschlich kein Arsch" sei. Von der Idee habe die Agentur "dringend abgeraten". Der Tweet geht viral. Offenbar versucht die Marke, vorsorglich Sympathiepunkte zu sammeln – bevor irgendjemand auf die Idee kommt, den Doktor-Titel zu hinterfragen.
twitter.com

Basta: Österreichische Medien fallen auf Satire rein, dass DJ Ötzi Prinz Harry Kraft gibt.

Power from Tea-Role: Mehrere österreichische Medien berichten, dass der Burger-Dance-Song von DJ Ötzi Prinz Harry und seiner Frau Meghan in dunklen Zeiten Kraft gegeben haben soll. Blöd: Quelle der Geschichte ist gar nicht Harrys Buch, sondern der satirische Instagram-Account Galerie Arschgeweih. Die Redaktionen hätten stutzig werden können, schließlich ist der DJ-Ötzi-Song, der Harry am meisten erfreut, doch sicher "Ein King, der meinen Namen trägt".
sueddeutsche.de, instagram.com

Basta: “DSDS”-Wiederholungs­kandidat Menderes bekommt einen Plattenvertrag.

Ziel erreicht: "DSDS"-Wiederholungs­kandidat Menderes Bağci bekommt nach 17 erfolg­losen Teil­nahmen an der RTL-Casting­show endlich einen Platten­vertrag – nicht von Dieter Bohlen, sondern vom Schlager-Label Telamo. Sein erstes Album heißt "Sieger der Herzen", schon am 27. Januar kommt die Debüt-Single "Er liebt dich nicht" – womöglich eine verdeckte Botschaft an oder vom "DSDS"-Chef­juror. Hätte Bohlen ihn nur einmal gewinnen lassen, Menderes wäre als "DSDS"-Gewinner – wie alle anderen vor und nach ihm – wohl für immer in der Bedeutungs­losigkeit verschwunden.
tvdigital.de, faz.net

Basta: Die Bundesregierung lässt sich mit der Abgabe der Grundsteuererklärung Zeit.

Nicht am Staat: Die Bundes­regierung will die Abgabe der Grund­steuer­­erklärungen für ihre Immobilien erst im September 2023 ab­schließen, erfährt der "Spiegel" aus einer Antwort des Finanz­­ministeriums. Eigentlich endet der bereits verlängerte Abgabe­­korridor Ende Januar. Vielleicht gönnt sich der Bund ja bloß Extra-Luft, um seinen IT-Adler Elster mit den etwa 26.000 Staats-Liegenschaften nicht wieder bruchlanden zu lassen.
spiegel.de (€), turi2.de (Background)

Basta: Berliner Linke will Wohnungen über Fast-Food-Restaurants bauen.

Zwei Zimmer, Burger, Bad: Die Berliner Linke schlägt auf der Suche nach neuem Wohnraum vor, ein­geschossige Fast-Food-Restaurants mit Wohnungen zu überbauen. Ähnliche Pläne gibt es bereits für Super­märkte. Durch einfaches Weg­lassen der Küche in den Wohnungen könnten die Restaurants neue Kunden­gruppen erschließen. Und das Fett aus der Pommes-Fritteuse eignet sich bestimmt auch noch, um die Ölheizung im ersten Stock zu betreiben.
rbb24.de

Basta: “How much is the fish” kritisiert wohl doch nicht die Überfischung der Meere.

Interpretations­sache: "Es ist nicht unsere Aufgabe, uns politisch zu äußern", sagt Scooter-Frontmann H.P. Baxxter im "Pioneer Briefing" mit Gabor Steingart. Die Band sei dafür da, "abzuschalten, alles hinter sich zu lassen und zwei Stunden durchzudrehen". Dabei eignet sich der Hit How much is the fish doch hervorragend für eine Message über Fischfang-Quoten und die Überfischung der Meere.
thepioneer.de (34-Min-Podcast, Interview ab Minute 6:32)

Basta: Photoshop-Scheuer liegt mit seinem Fake-Vorwurf daneben.

Geht kein Licht auf: Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer wittert Manipulation in einem Foto, das drei Polizisten zeigt, die Luisa Neubauer bei den Lützerath-Protesten wegtragen. "Bestens ausgeleuchtet oder mit Photoshop nachgeholfen? Hauptsache hoher Aufmerksamkeitsfaktor", twittert er. Die dpa findet Scheuers Vorwurf bescheuert – und bringt ans Licht: Ein in der Nähe stehender Polizeiwagen habe zufällig Neubauers Gesicht angestrahlt.
spiegel.de, twitter.com

Basta: Prinz Harry hat noch nicht alles enthüllt.

Familien-Geheimnisse: Prinz Harry hat einige Enthüllungen über seinen Bruder William und Vater König Charles III. nicht in seine Autobiografie "Spare" geschrieben, sagt er im Interview mit dem "Daily Telegraph". Es seien Dinge vorgefallen, die er der Welt nicht mitteilen wolle, weil "ich nicht glaube, dass sie mir jemals verzeihen würden". Eine Win-Win-Situation: Auch über die Enthüllung der Nicht-Enthüllung dürfte sich die teuflische Klatsch-Presse freuen.
telegraph.co.uk via rp-online.de

Basta: DJ Robin und sein fragwürdiges Verständnis von “geschlechtsneutralen Songs”.

Sex(ismus) sells: Robin Leutner alias DJ Robin, einer der Männer hinter dem umstrittenen Ballermann-Hit Layla, schwadroniert im "Spiegel" darüber, was er unter "geschlechtsneutralen Songs" versteht. Bei seinem neuen Track "Bumsbar" etwa gehe es darum, dass alle Menschen fröhlich und "bumsbar" seien. Feedback von Feministinnen habe er sich nicht eingeholt – die würden ihm mit Sicherheit ein ganz anderes Lied von Sexismus singen.
spiegel.de (€)

Basta: Schwedens Handballer fahren für 300 Meter mit dem Bus.

Fußfaul? Die schwedischen Handballer fahren bei der WM mit dem Bus zu ihren Spielen, obwohl sie nur 300 Meter von der Halle entfernt wohnen. Schließlich müsse es TV-Bilder geben, auf denen die Spieler aus dem Bus steigen. Neu ist das für die Sportler nicht: 2022 mussten sie bei der EM in der Slowakei mit dem Bus fahren, obwohl sie im selben Gebäude spielten, in dem sie wohnten.
faz.net

Basta: Öl-CEO soll UN-Klimakonferenz vorsitzen.

Schmierige Personalie: Der Konzernchef Sultan Ahmed Al Jaber wird die 28. UN-Klimakonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten Ende 2023 leiten. Al Jaber ist Industrieminister des Landes – und Chef des staatlichen Erdöl-Konzerns Abu Dhabi National Oil Company. Einen Interessenskonflikt wollen die Beteiligten nicht sehen. Wenn das so weitergeht, wird der Ritter-Sport-CEO Schirmherr der nächsten Fibo.
sueddeutsche.de, tagesschau.de

Basta: Microsoft gibt US-Beschäftigten Urlaub ohne Limit.

Microsoft 150Ich bin dann mal etwas länger weg: Microsoft gewährt seinen Fest­angestellten in den USA künftig unbegrenzten Urlaub. Beschäftigte müssen ihre freien Tage nicht mehr formell protokollieren, ihre "unbegrenzte Freizeit" aber mit Vorgesetzten absprechen. Unbeschränkte Auszeiten – das kennen sonst nur Windows-User, wenn sich der Rechner beim Hochfahren dafür entscheidet, ungefragt ein großes System-Update zu installieren.
businessinsider.com, theverge.com

Basta: Bafin und BSI warnen ungeprüft vor App-Trojaner, schreibt BR24.

Authentifizierung ausgeschaltet: Die Bafin warnt vor einer Schad­software namens "God­father", die u.a. in Banking-Apps Nutzer-Daten abgreifen soll. BR24 hakt nach und erfährt, dass die Finanz­aufsicht die Infos anscheinend ungeprüft vom BSI übernommen hat. Das wiederum beruft sich auf "t3n". Für die Behörden war der Bericht über den Trojaner offenbar ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnten.
br24.de, turi2.de (Background)

Basta: Chinesische Tesla-Käufer protestieren gegen überraschende Preissenkung.

Verramscht: Hunderte Tesla-Käufer in China haben am Wochenende vor Standorten des E-Autobauers protestiert, weil der die Preise für seine Fahrzeuge erneut deutlich gesenkt hat. Da eine E-Auto-Subvention auslief, hatten viele Tesla-Fans aber vorher zugegriffen und fordern nun Gut­schriften. Lokale Stadtwerke sollten sich schon mal auf Proteste empörter Energie-Verbraucherinnen einstellen, wenn ab März Strom- und Gaspreisbremse in Kraft treten.
spiegel.de, edition.cnn.com

Basta: In Berlin kommt man am schnellsten zu seinem Steuerbescheid.

Schnelle Steuer: Durchschnittlich 46 Tage braucht die Berliner Finanzverwaltung für die Erstellung eines Steuerbescheids 2022 – und liegt damit laut einer Analyse von "Lohnsteuer Kompakt" vorne. Im Schnitt haben die deutschen Finanzämter 54 Tage gebraucht, fünf mehr als 2021 und damit so lange wie seit 2018 nicht mehr. Da soll nochmal einer sagen, die "Chaos-Stadt" Berlin kriegt nichts gebacken.
welt.de

Basta: National­spieler Florian Wirtz findet am Flughafen keine Zollbeamten, um Rolex zu verzollen.

Das Gepäck tickt: Fußball-Talent und National­spieler Florian Wirtz handelt sich eine Ordnungs­widrigkeit ein, weil er eine Rolex-Uhr für seinen Vater aus der Schweiz eingeführt hat, ohne sie beim Zoll anzumelden. Er habe bei spät­abendlicher Ankunft am Flug­hafen Düssel­dorf keine Zoll­beamten mehr vor­gefunden, die Uhr aber umgehend nach­träglich angemeldet und verzollt. Der Hang zu Luxus-Chrono­graphen scheint bei Kickern und Fußball-Funktionären ein Uhr-Instinkt zu sein.
focus.de, bild.de (€)

Basta: Das Krümelmonster haut einen “Tagesthemen”-Kommentar raus.

Krümel dir deine Meinung: Zum 50. Geburtstag der "Sesamstraße" in Deutschland holen sich die "Tages­themen" Puppen ins Studio. Heute um 21.45 Uhr sind Ernie, Bert und Grobi neben Caren Miosga zu sehen. In einer Sonder­sendung am Sonntag um 7.20 Uhr darf das Krümel­monster dann sogar einen Kommentar sprechen. Aus Plüsch und Hand im Po – so war das mit der Viel­falt in den Öffentlich-Rechtlichen aber nicht gemeint.
tagesschau.de (mit 2-Min-Video), faz.net, presseportal.de

Basta: Frauen in Vorständen? Da entdecken Journalistinnen ihre Liebe zu Füßen.

Fußfetisch: In börsennotierten Unternehmen gibt es immer mehr Vorständinnen – derzeit 15,5 %, zählt die Unternehmensberatung EY. Das sind 2,3 % mehr als im Vorjahr und etwa doppelt so viele wie vor vier Jahren. Was dagegen weiter auf hohem Niveau stagniert: das Bedürfnis von Journalistinnen, Berichte über die Geschlechter-Verteilung in der Wirtschaft mit Beinen zu bebildern.
spiegel.de, tagesschau.de, fnp.de

Basta: Christine Lambrecht lässt Social-Media-Guide links liegen.

Schlechtes Vorbild? Das kommunikative Neujahrs-Desaster von Christine Lambrecht wäre leicht vermeidbar gewesen. Ausgerechnet kurz vor Weihnachten hat das Verteidigungs­ministerium sich neue, Business Insider vorliegende Social-Media-Regeln verpasst, laut denen das Video "wohl so nie gepostet worden wäre". Im Ministerium gilt wohl "Do as I say, not as I do".
businessinsider.de