Basta: Mercedes-Benz setzt auf tierischen Animationsfilm als Werbe-Vehikel.

Springt auf die Leinwand: Autobauer Mercedes-Benz partnert mit Sony Pictures Animation bei dem Film "G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge". Der Hersteller lanciert einen passenden Werbespot und platziert drei seiner Modelle in dem Animationsfilm. Dieser handelt von einem Ziegenbock, der in einer nur von Tieren bewohnten Welt Profi-Spieler einer Basketball-Variante werden möchte – und nach dem Willen der Stuttgarter neben großen Sprüngen auch Bock auf große Autos macht.
media.mercedes-benz.com
(Foto: Mercedes-Benz)

Basta: Sat.1 lässt Reality-Stars Kuchen backen.


Backe, backe Kuchen: Sat.1 verlängert sein Erfolgsformat "Das große Backen" um einen Ableger für Reality-Stars. Im Anschluss an "Das große Promibacken" startet am 11. Februar die Show "Kuchen oder Chaos", in der zwei Reality-Stars gegeneinander antreten. Zum Auftakt backen Kader Loth und Melody Haase um die Wette. Für Reality-Stars ist die Show eine süße Möglichkeit, sich ein Stück vom Ruhmes-Kuchen abzuschneiden, bevor der Ofen aus ist – oder sie im nächsten Reality-Format verheizt werden.
quotenmeter.de, digitalfernsehen.de

(Bild: Sat.1)

Basta: Gustavo Gusto verbindet Pizza mit Liebeserlebnissen.

Lovebrand? Im neuen Spot für die "Amore"-Pizza fragt Gustavo Gusto Menschen, wie sich ihre erste Liebe angefühlt hat. Man wolle diesen "tiefen Eindruck" nutzen, "um unsere Tiefkühlpizza möglichst emotional aufzuladen", sagt CMO Michael Götz. Trotz eines zugegebenermaßen anrührenden Ergebnisses unterschlägt das Pizza-Marketing hier eiskalt, dass die erste Liebe weiß Gott nicht immer die Liebe des Lebens ist.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Foto: Gustavo Gusto)

Basta: Der Eurojackpot wirbt mit Captain Jack.

Spielspaß-Spot: Der Eurojackpot bietet "Verrückt viel Geld", verspricht der neue Kampagnen-Claim von West Lotto. Dieses Versprechen übersetzt der dazugehörige Spot in Bilder einer aberwitzigen Reise, die ein Gewinner-Paar mit Eurodance-Star Captain Jack unternimmt. Dabei wäre beim Thema Glücksspiel Pirat Captain Jack Sparrow doch irgendwie das ehrlichere Testimonial.
youtube.com (30-Sek-Video) via campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Foto: WestLotto/Accenture Song)

Basta: Will Smith taucht in der Arktis unter.


Man in White: Schauspieler Will Smith reist für eine "National Geographic"-Doku "Von Pol zu Pol". Seine Expedition startet am Südpol und führt ihn 100 Tage lang mehr als 40.000 Kilometer Richtung Norden. Auf seiner Route durchquert Smith u.a. die Kalahari-Wüste, den Amazonas und das Himalaya-Gebirge. Schließlich erreicht er die Arktis, wo er eine Polarforscherin beim Tauchgang unter meterdickes Eis unterstützt (Foto). Aus dem früheren Prinz von Bel-Air wird damit wohl der "Prinz von Bel-Frier".
smalltalk-entertainment.de, nationalgeographic.com

(Foto: National Geographic / Freddie Claire via detpress.com)

Basta: Wo die Redefreiheit bei X aufhört.


Hakenkreuze dran: Ashley St. Clair, Mutter von Elon Musks 13. Kind, verklagt dessen KI-Schmiede xAI. Der Chatbot "Grok" hatte ungefragt Nacktbilder und antisemitische Deepfakes von ihr erstellt. Zur Strafe für ihre Kritik streicht X ihr den Premium-Status und demonetarisiert ihren Account. Für die "absolute Redefreiheit" auf X gibt es offenbar nur eine Grenze: Kritik am Chef.
spiegel.de

Basta: ChatGPT setzt auf Werbung.


Weiter nach der Werbung: OpenAI-Chef Sam Altman bricht sein altes Versprechen und führt Werbung bei ChatGPT ein. Die Anzeigen, die alle betreffen, die nicht mindestens 20 Dollar pro Monat zahlen, sollen allerdings klar gekennzeichnet und von den Antworten des Chatbots getrennt sein. Das passt ins Gesamtbild: Neben Fakten, die keine sind, vermittelt uns die KI jetzt also auch Produkte, die wir nicht brauchen.
horizont.net

Basta: Heinz präsentiert Pommes-Tüte mit Ketchup-Tasche.


Dipp-Depot: Soßen-Hersteller Kraft Heinz präsentiert eine Weltneuheit unter den Pommes-Tüten. Der zum Patent angemeldete Heinz Dipper hat eine ausklappbare Papp-Tasche, um dort Ketchup oder Mayo einzufüllen. Das soll verhindern, dass krosse Fritten im Ketchup ertrinken und durchweichen. Klimawandel und Weltfrieden können warten – wenn es um Lösungen für Probleme der Menschheit geht, muss man einfach Prioritäten setzen.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), horizont.net (€), packagingeurope.com, instagram.com (33-Sek-Video)

(Bild: Kraft Heinz)

Basta: Sprite und Tinder wollen scharfe Sprüche haben.

Burning desire: Die Dating-App Tinder partnert mit Sprite für die Kampagne "Can You Spice Together?". Diese reagiere auf den Trend zu scharfem Essen unter jungen Erwachsenen. In der Coke-App können User "Spice Breakers", also "ihre kreativsten, von scharfem Essen inspirierten Anmachsprüche" teilen. Offenbar sollen beim Dating die Grenzen des guten Geschmacks auf noch viel mehr Ebenen dehnbar werden.
per Mail

Basta: Opel legt elektrischen Manta vorerst auf Eis.


Manta-Mantra: Autobauer Opel wird sein Kultmodell Manta in diesem Jahrzehnt nicht mehr wiederbeleben. "Das Manta-Projekt existiert, es gibt Designmodelle – aber vor 2030 wird keines dieser Modelle auf den Markt kommen", sagt Opel-Chef Florian Huettl dem "Spiegel". Seit 2021 gibt es Ankündigungen, den Manta als Elektro-Modell zu reanimieren. Wenn die Politik ihre Linie beibehält, erscheint der neue Manta 2030 dann vermutlich doch wieder als Verbrenner.
spiegel.de (€), heise.de

(Foto: IMAGO / Zoonar / Joerg Gamroth)

Basta: Shark bewirbt Akku-Staubsauger mit echten Omis.


Dust Busters: Die McCann Content Studios setzen die Akku-Staubsauger der Elektronik-Marke Shark mit echten Omis in Szene. Die testen das Gerät "im echten Haushalt" und teilen ihr ehrliches Feedback. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen Kaffeeklatsch, Tele-Shopping und Sitcom. So humorvoll hat wohl seit Loriot niemand Staubsauger verkauft.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), instagram.com

(Bild: McCann)

Basta: RTL lädt bringt Dschungel-Merch zu Kaufland.


Shopping-Dschungel: Pünktlich zum 19. "Dschungelcamp" bringt RTL Consumer Products Fanartikel in über 780 Filialen von Kaufland. Das Sortiment umfasst Kleidung und Haushaltswaren. Zudem können Fans über MeinFoto.de personalisierte Tassen oder Kissen gestalten. Und fürs echte Dschungelcamp-Feeling finden sich bei Kaufland sicher auch Reis und Bohnen.
media.rtl.com

(Foto: RTL/The Customization Group)

Basta: “Mainz bleibt Mainz” läuft gegen Bundesliga-Spiel von Mainz 05.


Fastnacht vs. Fußball: Die TV-Programmplanung bringt Fußball-affine Karnevalisten in Mainz am 13. Februar in eine Zwickmühle. Das ZDF überträgt die traditionelle Fastnachtssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht", zeitgleich zeigt RTL im Free-TV das Bundesliga-Topspiel Borussia Dortmund gegen den FSV Mainz 05. Sitzungspräsident Andreas Schmitt erwägt in der "Allgemeinen Zeitung", während der Sendung die Zwischenstände durchzugeben. Im Gegenzug könnten die Fußballer vielleicht im Kostüm auflaufen. Die größte Freude würde der BVB den Mainzern wohl machen, wenn er sich bei diesem Spiel als Verlierer verkleidet.
allgemeine-zeitung.de (€)

(Archiv-Foto: IMAGO / Picture Point LE)

Basta: Ernie und Bert regeln den Verkehr beim NDR.


Gehen oder bleiben? Im Umfeld des NDR in Hamburg stehen neue Ampeln in der Optik von "Ernie" und "Bert" aus der "Sesamstraße". Die Signalanlagen stehen am Hugh-Greene-Weg Ecke Julius-Vosseler-Straße und an der Rothenbaumchaussee Ecke Oberstraße. Die Regel lautet: "Bei Bert bleibst du stehen, bei Ernie kannst du gehen." Die NDR-Spitze hat das Prinzip beim Foto-Termin im verschneiten Hamburg anscheinend noch nicht ganz verstanden. Aber zumindest die Stimmung scheint zu stimmen.
dwdl.de, presseportal.de

(Foto: NDR/Janis Röhlig)

Basta: Österreich Werbung hält Geheimtipps unter Verschluss.


Pssst! Die Österreich Werbung will mit der Kampagne "Non Disclosure Austria" Besucherströme entzerren und Touristen zu Orten locken, die weniger bekannt sind. Die Ziele sind jedoch so geheim, dass sie im Werbespot verpixelt sind. Wer die über 120 Insider-Tipps haben will, muss erst eine digitale Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen und sich verpflichten, sie nicht weiterzuverraten. Wer gegen die Abmachung verstößt, müsse zusätzliche Tage in Österreich verbringen, Unmengen an Kaspressknödel-Suppe essen und solange nachdenklich auf Bergkämme blicken, bis das Gewissen rein ist. Eine Strafe, die man echt niemandem wünscht.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), non-disclosure-austria.at, youtube.com (2-Min-Video)

(Bild: Österreich Werbung / Kaiserschnitt Film)

Basta: Gericht erklärt Ehe wegen fehlender Formulierung in KI-Rede für ungültig.


Bis dass der Prompt Euch scheidet: Ein niederländisches Gericht hat die Ehe eines Paares annuliert, weil in der Traurede wichtige Formulierungen fehlten. Ein Freund des Paares hatte die Rede mithilfe von ChatGPT verfasst, das die beiden "nicht nur zu Mann und Frau, sondern vor allem zu einem Team, einem verrückten Paar, Liebe und Heimat des jeweils anderen" erklärte. Es fehlte jedoch die Formulierung, dass das Paar einander als Mann und Frau akzeptiert und alle mit der Ehe verbundenen Pflichten erfüllen wird. Es ist wohl das erste Mal, dass eine Ehe nicht an Ehebruch, Geld oder Streit scheitert – sondern an schlechtem Prompt-Engineering.
t3n.de, dutchnews.nl

(Symbolfoto: IMAGO / blickwinkel)

Basta: Penny nutzt Schaf-Auflauf für Eigenwerbung.

Blök-ker: Discounter Penny reagiert clever auf die Stürmung seiner Filiale durch 50 Schafe am Montag, die sogar Thema in der "Tagesschau" war. Nebst einer Patenschaft für die Tiere inszeniert die Kette auch ein Shooting mit Artgenossen, die fröhlich Gemüse aus Penny-Tüten mampfen, um zu zeigen, "was danach geschah...". Merke: Eine schnelle Reaktion auf putzige News-Stories kann auch gute Eigen-PR Discount-billig machen.
instagram.com, horizont.net (€), campaigngermany.de (€)
(Foto: Penny)

Basta: EU-Agentur Enisa produziert KI-Fehler in Sicherheitsberichten.


Künstliche Dummheit: Die europäische Cybersicherheitsagentur Enisa soll in einem Bericht über Gefahren von Hackerangriffen mithilfe künstlicher Intelligenz selbst KI-Werkzeuge eingesetzt und dabei zahlreiche Fehler produziert haben, berichtet der "Spiegel". Forscher vom Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule entdecken die nicht gekennzeichnete KI-Nutzung in mindestens zwei Fällen. Knapp 5 % der Fußnoten in einem Bericht enthielten nicht funktionierende Links. Die Agentur räumt "Mängel" und menschliche Fehler ein. Für "kleinere redaktionelle Überarbeitungen" sei KI genutzt worden, wobei gültige Links verändert worden seien. Vermutlich werden die Mitarbeitenden nun dazu verdonnert, ihre eigenen Berichte über die Gefahren von KI auch mal zu lesen. Eigenständig, ohne KI-Unterstützung.
"Spiegel" (Vorabmeldung), tagesspiegel.de

Basta: Die Rügenwalder Mühle sattelt wieder auf.

Wurstalgie: Die Rügenwalder Mühle belebt 30 Jahre nach dem Original ihren Cowboy-Werbespot neu. Im Sattel sitzt jetzt Wilson Gonzalez Ochsenknecht, der einen Späti um alle Rügenwalder-Produkte erleichtert und verschwindet. Aber keine Sorge: Im Veggiewurst-Wilden-Westen herrscht heile Welt. Immerhin zahlt Ochsenknecht brav und teilt seine Beute mit Content Creatorn & Co.
youtube.com (2-Min-Video), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Foto: Elbdudler)

Basta: Zeitung “ArcInfo” nutzt leere “20 Minuten”-Kästen für Eigenmarketing.


Hausbesetzer: Die Schweizer Gratis-Pendlerzeitung "20 Minuten" hat zu Weihnachten ihre gedruckte Ausgabe eingestellt. Die Westschweizer Zeitung "ArcInfo" hat einige der noch rumstehenden Zeitungskästen in Neuenburg nun für eine Marketingaktion gekapert und darin das eigene Blatt platziert. 4.200 der insgesamt 6.000 verteilten Exemplare seien mitgenommen worden. Bisher war das Prinzip Zwischennutzung vor allem bei leerstehenden Immobilien bekannt – aber auch ein Zeitungskasten ist ja im weitesten Sinne ein Medienhaus.
persoenlich.com, arcinfo.ch (französisch)

(Bild: ArcInfo)

Basta: Bitburger und Serviceplan bringen das Bier ins Home-Office.


Auf dem Trockenen: Brauerei Bitburger und Agentur Serviceplan nutzen den Jahresstart für eine Kampagne rund um das alkoholfreie Bitburger 0,0 %. Die Motive zeigen den Konsum u.a. im Home-Office. Der Slogan dazu: "Bitte eins für Home und Office". Der alkoholbefreite Gerstensaft solle so selbstverständlich werden wie Wasser oder Schorlen, erhofft sich Bitburger. Jetzt müssen nur noch die Kunden mitmachen und im Bier-Regal keinesfalls danebengreifen.
horizont.net (€)

Basta: “Die Geissens” widmen dem zurückliegenden Überfall eine Spezialfolge.

Fort Lux: TV-Sender RTL Zwei kündigt zwei Spezialfolgen von "Die Geissens" an, von denen eine den bewaffneten Überfall auf die Familie im Sommer verarbeitet. Versprochen sind "unveröffentlichte Aufnahmen" der Geschehnisse, aber auch Aufnahmen der Arbeiten, die "aus der Villa ein zweites Fort Knox" machen sollen. Ganz so groß scheint Sicherheit aber im Hause Geissen nicht geschrieben zu werden, wenn die neuen Maßnahmen direkt im deutschen TV landen.
presseportal.de
(Foto: RTLZWEI, Geiss TV)

Basta: Bushido wäscht zum ersten Mal Wäsche.


Saubermann: Rapper Bushido, 47, teilt in einer Instagram-Story mit, dass er in seinem neuen Heim im Münchner Promi-Vorort Grünwald zum ersten Mal in seinem Leben selbst Wäsche gewaschen hat. Es laufe bereits seine dritte Maschine, verkündet er und zeigt stolz die aufgehängte Wäsche auf dem Wäscheständer. Damit ist Bushido vermutlich der erste Rapper, der in der Öffentlichkeit schmutzige Wäsche wäscht – und dabei wirklich schmutzige Wäsche wäscht.
promiflash.de, instagram.com

(Bild: Screenshot Instagram @bush1do)

Basta: “GZSZ” startet mit Drama und Mord ins neue Jahr.


Schlechte Zeiten, schlechtere Zeiten: TV-Sender RTL kündigt für seinen Soap-Dauerbrenner "GZSZ" fürs neue Jahr "Drama, Schicksalsschläge" und einen "Mordfall, der alle schockiert" an. Serien-Urgestein "Jo Gerner" (Mitte) kämpfe darum, "seine Familie zu versöhnen, doch ein unerwarteter Vorfall stürzt alles ins Chaos". Außerdem würden "bekannte Feindschaften eskalieren, große Gefühle geraten außer Kontrolle", so die Ankündigung. Das schreit eigentlich danach, dass eine der Serien-Figuren die Vorfälle in einem True-Crime-Podcast aufarbeitet.
digitalfernsehen.de, media.rtl.com

(Foto: RTL / Bernd Jaworek)

Basta: Ein Karikaturist blickt anders auf die Politik.

Geschmackssache: Als Karikaturist freut sich Thomas Plaßmann im Jahresrückblicks-Interview mit der "Neuen Ruhr Zeitung" über die Regierung. Er lobt "die großzügig dargebotene Angriffsfläche" sowie "das recht entgegenkommende Äußere der betreffenden Protagonisten" um "Söders Barte und Merzens Oberstirnbürstchen". Ginge es nach Plaßmann wären Promis wie Bülent Ceylan oder Sascha Lobo also schon lange in die Politik gegangen.
nrz.de (€)
(Foto: IMAGO / Funke Foto Services)

Basta: Markus Feldenkirchen erinnert sich an Angela Merkels “Boss-Move”.

Kindersache: Im "Spiegel" teilt Markus Feldenkirchen Anekdoten zum Spitzengespräch mit Angela Merkel von September. Als die Ex-Kanzlerin bei ihrer Ankunft statt ihm oder seinem Chefredakteur zuerst seine Tochter begrüßt, denkt er noch: "Das ist ja nett, Kinder zuerst." Dann aber klärt Merkel per "Boss-Move" die Verhältnisse und fragt Feldenkirchen junior: "Na, wolltest du mal sehen, wie es ist, wenn dein Papa nervös ist?"
spiegel.de (€)
(Foto: APA-Images / dpa / Sebastian Christoph Gollnow)

Basta: KI unterm Weihnachtsbaum.


Süßer die Glocken nie KI-ngen: KI erobert auch das Weihnachtsfest. Laut einer Bitkom-Umfrage wollen 21 % der Deutschen sich die Texte von Weihnachtsliedern von einer KI anzeigen lassen, 12 % möchten sich ein persönliches Weihnachtsgedicht erstellen oder sogar vortragen lassen. 6 % der Befragten geben an, dass sie KI zum Verfassen von Weihnachtsgrüßen nutzen. Verständlich, schließlich drückt nichts so viel Liebe und Wertschätzung aus, wie ein Text, der auf statistischen Wahrscheinlichkeiten des gesamten Internets basiert.
bitkom.org

(Bild: KI-generiert mit Google Gemini)

Basta: Bernd das Brot feiert bei Kika Neujahr.

(Un)happy new year: Zum Ende des 25. Jubiläumsjahres von Bernd das Brot huldigt Kika seiner Kultfigur ein letztes Mal. Am Silvesterabend laufen ab 21 Uhr neun Stunden lang Brot-Highlights, darunter seine "legendäre Neujahrsansprache" von 2004 und "die besten Musikeinlagen". So kann ÖRR-Perspektivvielfalt auch gehen: Notorisch gute Laune beim "Schlagerboom" im Ersten, notorisch schlechte beim Trübsal blasenden Kastenweißbrot.
presseportal.de
(Foto: KiKA/bumm film GmbH)

Basta: Julia Klöckner backt für Demokratie.


Julias Comebäck: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner meldet sich mit einem Weihnachtsgruß aus der Parlamentsküche. In einem Video backt sie "Kuppel-Kekse" und betont dabei die Bedeutung von Kompromissen, Meinungsfreiheit und Nächstenliebe. Was sie nicht sagt: Am Ende zerbröseln Kekse genauso, wie derzeit all die ambitionierten Regierungsvorhaben.
tagesspiegel.de, focus.de, spiegel.de

(Bild: Screenshot Deutscher Bundestag via Focus Online)

Basta: Iglo setzt wieder mehr auf Fleisch.


Karnivoren-Kommando: Der neue Iglo-Käptn Volker Büttel sieht wohl die Veggie-Welle brechen und kündigt an, "wieder mehr fleischbasierte Proteinquellen" anbieten zu wollen. Davon verspricht sich der Konzern Wachstumspotential in Deutschland. Submarken wie Veggie Love und Green Cuisine sollen verschwinden, die veganen Produkte von elf auf sieben schrumpfen. Oder, um es frei nach Heinz Strunk zu sagen: Fleisch ist sein Gemüse.
horizont.net (€)

(Foto: IMAGO / Manfred Segerer)

Basta: Berliner Erzbischof findet Billionen-Vergütung von Musk “skandalös”.


Nicht abgesegnet: Der Berliner Erzbischof Heiner Koch kritisiert das Billionen-Vergütungspaket von Tesla-Chef Elon Musk im "Handelsblatt"-Interview als "ärgerlich und skandalös". Dies sei eine "Provokation für Menschen, die kaum über die Runden kommen". Es gebe "Grenzen, die man nicht überschreiten darf", sagt Koch. Dass sich an Musks Vergütung durch die Kritik des Bischofs etwas ändert, dürfte wohl ein frommer Wunsch bleiben.
handelsblatt.com (€)

(Foto: IMAGO / epd / Christian Ditsch)

Basta: Austrian Airlines lässt sich von der KI ihren Weihnachtssong bauen.

A Fly Slop: Die Fluggesellschaft Austrian Airlines ergänzt ihre "Fröhliche Flynachten"-Kampagne um einen Weihnachtssong. Text und Musik kommen von der KI, die offenbar mit kreativen Zeilen wie "Schnee am Fenster fliegt vorbei, ein Lächeln zieht sich in den Sky" den Job an Land gezogen hat. Zu allem Überfluss sind es dann auch noch echte Mitarbeitende, die nach der künstlichen Pfeife tanzen "dürfen".
youtube.com
(Foto: Copyright Austrian Airlines/DBS)

Basta: Boris Becker übt mit seiner kleinen Tochter schon Tennis.


Früh übt sich: Tennis-Star Boris Becker erzählt in der Radio-Bremen-Talkshow "3nach9", dass er mit seiner vier Wochen alten Tochter bereits Tennis "übt".  "Ich bin natürlich ein bisschen unter Druck von zu Hause", sagt Becker, da seine Frau möchte, dass die gemeinsame Tochter "auch Tennis spielt". Er greife daher immer ihre linke Hand – in der Hoffnung, dass sie Linkshänderin wird und "dann mit links die Vorhand spielt". Es kann vielleicht nicht schaden, wenn Becker das Kind vorsorglich auch schon mal zur steuerlichen Frühförderung des Finanzamts anmeldet.
presseportal.de, youtube.com (3-Min-Video)

(Foto: Radio Bremen / Verena Hornung)

Basta: Oral-B-Zahnbürste wird bei der Ad Alliance zur Breaking News.


Happy Bürst-Day: Die Ad Alliance von RTL Deutschland macht die elektrische Zahnbürste "iO10 Gold" von Oral-B zur Breaking News. Mithilfe von KI verwandelt sich ein fiktives Nachrichtenstudio in eine goldene Produktbühne. Lichtstimmung, Atmosphäre und räumliche Tiefe sind dabei dem RTL-Studio nachempfunden. Von einer Nachrichtensendung, die eine Zahnbürste zur Breaking News macht, erwarten wir aber auch, dass sie den Dingen auf den Zahn fühlt und kein Blatt vor den Mund nimmt.
media.rtl.com, horizont.net (€)

(Bild: RTL / Ad Alliance)

 

Basta: Werber Alessandro Reintges verkauft bald auch Currywurst.


Wurst-Case-Szenario: Werbe-Profi Alessandro Reintges eröffnet im Januar einen Imbiss in Zürich. Auf der Speisekarte stehen u.a. "Oma Uschis weltberühmte Frikadellen, Tante Linas sagenumwobener Kartoffelsalat oder eben Currywurst". Vielleicht sollte Reintges Letztere, um die Schweizer an die exotische Speise aus dem Norden zu gewöhnen, als "Ruhrpott-Geschnetzeltes" vermarkten.
linkedin.com via persoenlich.com

(Foto: IMAGO / Geisser)

Basta: Produktion deutscher Schoko-Weihnachtsmänner schmilzt zusammen.


Schoko-Schock: Die Zahl der in Deutschland produzierten Schoko-Weihnachtsmänner ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 11 % auf rund 146 Mio Stück gesunken, teilt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie mit. Schuld seien die hohen Kosten für Rohstoffe wie Kakao und Nüsse sowie für Personal und Energie. Hinzu komme die Konsumzurückhaltung – nicht zuletzt verursacht durch deutlich gestiegene Preise für Schokoladenprodukte. Aus Kostengründen einfach keine Schoko-Weihnachtsmänner essen, ist vermutlich erfolgreicher als jede "Brigitte"-Diät.
t-online.de

(Foto: IMAGO / Manfred Segerer)

Basta: KI-Tierbilder fluten Bilddatenbanken.

Fantastische Tierwesen: Die Heinz Sielmann Stiftung schlägt Alarm, weil immer mehr Tierbilder in professionellen Bild-Datenbanken KI-generiert sind. Laut Pressesprecher Florian Amrhein betrifft das etwa bei Adobe Stock inzwischen mehr als ein Drittel der verfügbaren Tierbilder, sagt er dem "PR-Journal". Die falschen Tierbilder – auch unser Bild ist KI-generiert – fluten Social Media und landeten über die Bild-Portale sogar in Schulmaterialien. Womöglich greifen Schülerinnen und Schüler ja künftig lieber zum Bio-Lehrbuch, wenn es aussieht, wie ein Fantasy-Werk.
pr-journal.de

(Bild: KI-generiert mit Google Gemini)

Basta: ÖBB-PR-Chef und Kurier-Redakteurin legen gemeinsamen Thriller vor.


Zug um Zug: ÖBB-Kommunikationschef Peter Thier und "Kurier"-Redakteurin Johanna Hager machen gemeinsame Sache und veröffentlichen unter dem Pseudonym "Thier Hager" den Medien-Thriller "Deadline". Man könnte meinen, die Realität sei für einen Bahn-Kommunikator schon nervenaufreibend genug. Aber Thier kommuniziert ja in Österreich und nicht in Deutschland.
thalia.de

(Bild: Cover-Ausschnitt, Edition a)

Basta: Österreichs WM-Qualifikation hinterlässt duftende Spuren.


Riecht nach Gras: Zum ersten Mal seit 28 Jahren hat sich Österreich wieder für die Fußball-WM der Männer qualifiziert. Aus diesem Grund bringt der Österreichische Fußball-Bund den Raumduft "A Gmahde Wiesn" heraus, der aus dem Original-Rasen der Stadien der WM-Qualifikationsspiele extrahiert wurde. Die ersten 100 Flaschen waren in Windeseile ausverkauft, auch die zweite Auflage mit weiteren 500 Flaschen ist streng limitiert. Vielleicht lässt sich ja auch aus den Düften der Umkleidekabinen oder der Stadiontoiletten noch ein duftes Weihnachtsgeschenk für Fußballfans zaubern.
oe24.at, leadersnet.at, youtube.com (28-Sek-Video) via horizont.at (€)

(Foto: DMB)

Basta: Söder nimmt Merz in Schutz.


Geschwisterliebe: CSU-Chef Markus Söder will sich auf dem Parteitag heute als Parteichef wiederwählen lassen. Im Vorfeld nimmt er Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, für den er sonst meist nur Sticheleien übrig hat, gegen Kritik in Schutz. Merz' außenpolitische Stärke finde seiner Meinung nach zu wenig Wertschätzung, sagt er dem "Spiegel". Bei so viel parteifamiliärer Geschlossenheit ist die Lage entweder sehr ernst oder die nächste Breitseite gegen die Schwesterpartei schon unterwegs.
spiegel.de (€)

(Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Basta: Lufthansa bringt KI-animierte Filme seiner Maskottchen heraus.

Heben ab: Luftfahrt-Riese Lufthansa verhilft seinen Kinder-Maskottchen Lu & Cosmo per künstlicher Intelligenz zum Bewegtbild-Debüt. "Dank KI können wir nun eine Animationsfilmreihe umsetzen, die zuvor undenkbar gewesen wäre", erklärt Cindy Richter, Head of Marketing. Damit gehören Lu & Cosmo zu den vielen Angestellten, denen KI sprichwörtlich Beine macht.
youtube.com (5-Min-Video)
(Foto: Screenshot)

Basta: Burda typisiert Hobbygärtner.


Ins Ge-Beet genommen: Der BurdaVerlag entschlüsselt das "Geheimnis der Gärtner-DNA" und stellt mit der "Blooming Insights"-Studie die "erste deutschlandweite Gartentypologie" vor. Diese definiert fünf charakteristische Gärtner-Typen, etwa die leidenschaftliche Hobbygärtnerin "Hannah Herzblut", die funktional denkende "Kerstin Kochbar" oder den pflichterfüllenden "Manfred Muss-Ja". Die Studie soll u.a. ein besseres Verständnis für die Produktbedürfnisse der Gärtnerinnen und Gärtner schaffen. Unklar bleibt dagegen, was Burda in seinem Verlagsgarten so anbaut – wir vermuten: News-Nelken, Presse-Primeln und Content-Chrysanthemen.
burda.com

Hinweis: Wir diese Meldung nach Veröffentlichung angepasst.

(Bild: BurdaVerlag)

Basta: Sixt holt zu Weihnachten die Handschellen raus.

Tankt Liebe: In seinem Weihnachtsspot "Spice up your Christmas" baut Sixt auf nicht so traute Zweisamkeit. Darin freut sich ein Mann auf Feiertags-Fesselspiele, doch seine vermeintliche Partnerin lässt ihn in Handschellen angebunden zurück, um eine Spritztour im Mietauto zu machen. Bei manchen sorgt wohl schon der Anschnallgurt für genug erotische Fixierung.
youtube.com (53-Sek-Video) via campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)
(Foto: Sixt)

Basta: Bei Volkswagen kommt zu Weihnachten der falsche Geschenke-Lieferant.


Falsches Fest: Autobauer Volkswagen mischt in seinem Weihnachtsspot von Grabarz & Partner Emotionen mit Humor. Zu sehen ist eine Familie, die besinnlich den Weihnachtsbaum schmückt, als ein unerwarteter Gast kommt: der Osterhase. Der ist mit dem neuen "Golf GTI Edition 50" angereist und war daher – so die Botschaft – "Faster than expected". Wir sind gespannt, mit welchem Schlitten dann zu Ostern der Weihnachtsmann kommt.
youtube.com (33-Sek-Video), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), horizont.net (€)

(Bild: Volkswagen)

Basta: Beitragsservice wirbt um neue Mitarbeitende.


ÖRR-Inkasso: Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio startet ein Karriereportal, um neue Mitarbeitende anzuwerben. Die Seite zeigt mit Bildern echter Beschäftigter, "welche Werte das Unternehmen leiten und was Mitarbeitende dort erwarten dürfen". Zugegeben, eine Stelle beim Beitragsservice ist vielleicht kein Job, mit dem man in allen Kreisen unbedingt punkten kann, dafür könnte der Beitragsservice einen Benefit bieten, wogegen Obstkörbe, Jobräder und Fitness-Mitgliedschaften anderer Unternehmen alt aussehen: "Wir zahlen Deinen Rundfunkbeitrag!"
presseportal.de

(Bild: Daniela Schönewald / ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice)

Basta: Uwe Ochsenknecht thematisiert für Kabel Eins die sieben Todsünden.


Sündenknecht: Schauspieler Uwe Ochsenknecht bekommt eine eigene Sendung bei Kabel Eins. Ab 9. Januar ist er Moderator und Sprecher des neuen True-Crime-Formats "Uwe Ochsenknecht präsentiert: Die 7 Todsünden". Die Sendung ordnet echte Mordfälle aus Deutschland den kirchlichen Todsünden Habgier, Hochmut, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit zu. Womöglich sorgt Ochsenknechts Befassung mit den Todsünden ja dafür, dass seiner Familie für ihre Reality-Show bei Sky vergeben wird.
digitalfernsehen.de

(Foto: IMAGO / eventfoto54)

Basta: BVG parodiert Reality-Show.


Verkehrsdschungel: Die Berliner Verkehrsbetriebe parodieren mit einer Webserie das RTL-"Dschungelcamp". In "Ich bin ein Fahrgast – Ich steig gleich aus!" müssen die Kandidaten Challenges im ÖPNV absolvieren, etwa "Extrem-Reindrängling" in eine übervolle U-Bahn. Zugleich soll die Show ein Sorry für das sein, was im Berliner Nahverkehr zuletzt schiefgelaufen ist. Das erinnert ein bisschen an die Webserie "Boah Bahn", in der die Deutsche Bahn die eigenen Unzulänglichkeiten humoristisch thematisiert. Auf einen Zug aufzuspringen, ist eben am einfachsten, wenn er steht.
youtube.com (3-Min-Video), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), horizont.net (€), bvg.de

Basta: X sperrt Werbekonto der EU-Kommission.


Keine WerbetriX: Die EU-Kommission kann keine Anzeigen mehr bei X schalten. Das Kurznachrichten-Netzwerk von Elon Musk sperrt das Werbe-Konto der Kommission, nachdem diese X eine Strafe von 120 Mio Euro aufgebrummt hat. Offiziell begründet Produktchef Nikita Bier die Sperrung damit, dass die EU-Kommission eine Schwachstelle im Ad-Composer ausgenutzt habe, um damit die Reichweite eines Posts zu steigern. Man wünscht sich, X würde auf die Einhaltung von Regeln nicht nur pochen, wenn es um die eigenen Belange geht.
spiegel.de, tagesschau.de (Background Strafe)

Basta: Die “Süddeutsche” forscht zum “Spiegel Bestseller”.

Best sold: Die "Süddeutsche Zeitung" liefert eine "literarische Verbraucherschutzrecherche" zur "Spiegel Bestseller"-Auszeichnung. Dabei trifft das Blatt u.a. auf einen Verlag, der aufgrund seiner Vertriebsmechanik eine "Spiegel-Bestseller-Garantie" ausspricht, und sieht so den "Verfall eines kulturellen Statussymbols" bestätigt. Da mag was dran sein, vielleicht liegt in Zeiten von Bot-Streams und KI-Mauscheleien allenthalben auch einfach der Verfall des Konzepts Erfolgsmetrik insgesamt vor.
sueddeutsche.de (€)
(Foto: IMAGO / APress)

Basta: Ikea erobert Neuseeland.


Schrauben locker: Als eines der letzten entwickelten Länder der Welt hat nun endlich auch Neuseeland seine erste Ikea-Filiale. Zur Eröffnung in Auckland kamen hunderte Fans des schwedischen Möbelhauses. Sogar Premierminister Christopher Luxon ließ es sich nicht nehmen, das rote Band zu durchschneiden. Spannender wäre es sicher gewesen, zuzuschauen, wie er ein "Billy"-Regal aufbaut – ohne dass Teile übrigbleiben.
edition.cnn.com, ikea.com

(Foto: Ikea)