Basta: Messi ist eine Marke.

Die Messi ist gelesen: Fußballstar Lionel Messi siegt vor dem Europäischen Gerichtshof. Er darf seinen Namen als Marke für Sportartikel eintragen lassen, eine Verwechslungsgefahr mit der Marke Massi bestehe nicht. Die Bekanntheit des Namens Messi als Familienname eines weltweit bekannten Fußballspielers stelle "eine allgemein bekannte Tatsache" dar, so das Gericht. Ob die Richter für ihre Entscheidung den Videobeweis herangezogen haben, ist nicht überliefert.
manager-magazin.de

Basta: Matthias Schweighöfer macht den Möbelmann.

XXXMatz: Matthias Schweighöfer wirbt künftig für die Möbel-Kette XXXLutz. Seine Kleidergröße spielte bei der Entscheidung für den Schauspieler offen­bar eine geringere Rolle als dessen Wandelbarkeit: 2016 hielt Schweighöfer sein Gesicht noch für Veggie-Wurst her – jetzt für ein Möbelhaus, das Schnitzel für 2,50 Euro serviert.
wuv.de, turi2.de (Background)

Basta: falscher Samariter.

Sankt Martin, Samariter, Hauptsache heilig: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagt in einem ZDF-Interview über die Lage in Moria, der barmherzige Samariter habe auch seinen Mantel geteilt. Vielleicht geht der einstigen Theologie-Studentin bei einem gewissen, christlichen Festtag im November dazu eine Laterne auf.
kath.net

Basta: Viktor Orban lockt Ex-“Welt”-Korrespondenten an seine Journalistenschule.

Die Welt ist nicht genug: Friede Springer überreicht Anfang des Jahres einem Kritiker des ungarischen Machthabers Viktor Orban (Foto) von einen Preis und formuliert dabei den Wunsch, undemokratische Regime in Europa klar zu benennen. Die "Welt" druckt die Rede ab. Deren langjähriger Ungarn-Korrespondent sieht die Sache offenbar anders - und wechselt nun als Leiter an die der Regierung nahestehende Journalistenschule.
uebermedien.de

Basta: Journalist müsste man sein.

Häppchen-Hochstapler: Ein Mann, 61, gibt sich jahrelang als "FAZ"-Redakteur aus und schleicht sich so auf Events von Gucci, der "GQ" und den Rolling Stones. Vor Gericht ist er zu stolz, seinen Häppchen-Hunger einzugestehen – und erklärt den Vorwurf zur Fake-News. Dazu ermächtigt ihn seine selbst verliehene Berufsbezeichnung: Er sei Journalist.
faz.net

Basta: Die Liebe zieht in den Stadtrat ein.

Liebe geht durch die Wahlurne: In der nahe Köln gelegenen Stadt Bergheim (mit m!) schafft es die eher unbekannte Partei Liebe überraschend bei der Kommunalwahl, einen Sitz im Rat zu ergattern. Da niemand so recht zu wissen scheint, wofür die Partei steht, beruft sich Radio Erft zur Sicherheit auf "Politikexperten". Überraschende Erkenntnis: Die Partei konzentriere sich auf die Aspekte Liebe und Respekt.
radioerft.de

Basta: Bundesregierung erklärt ICE-Restaurants zum Staatsgeheimnis.

Kalte Küche: Die Bundesregierung verweigert dem FDP-Abgeordneten Torsten Herbst die Auskunft darüber, wie oft die Bord­restaurants in den ICEs der Deutschen Bahn geschlossen sind, berichtet die "Welt am Sonntag". Stattdessen erklärt das Verkehrs­ministerium die Information zur vertraulichen Verschluss­sache. Ein Staats­geheimnis bleibt auch, wie oft der mobile Brezel-Verkäufer seinen Anschluss verpasst.
welt.de

Basta: Datenschützer*innen sind sich nicht sicher, ob sie MS Office für nicht sicher halten.

Microsoft 150Schrödingers Office-Software: Eine Arbeitsgruppe der Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern kommt zu dem Schluss, es sei "kein datenschutz­gerechter Einsatz von MS Office 365 möglich". Bayern lehnt diese Interpretation jedoch ab und will die Veröffentlichung des Papiers stoppen. Unklar, ob das daran liegt, dass die deutsche Microsoft-Zentrale in München liegt. Bis auf weiteres diskutieren die Behörden weiter - davon 96 % der Bundesbehörden mithilfe von MS Office.
"Spiegel" 38/2020, S. 55 (Paid)

Basta: Beim Jahr Top Special Verlag wird die Arbeit zum Kampfsport.

Journalistischer Schlagabtausch: Beim Jahr Top Special Verlag weht seit Kurzem ein anderer Wind, schreibt die "Hamburger Morgenpost". Verlegerin Alexandra Jahr habe am 22. Juli den Kampfsportler Ardalan Sheikholeslami als Verlagschef vorgestellt. Statt Konzepten oder Antworten auf die Frage, was ihn befähige, gebe es seitdem Macho-Gehabe und Sprüche wie: "Was ist der Tod des Glücks?"
mopo.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Alexandra Jahr, Verlegerin Jahr Top Special, jagt scheues Anzeigen-Wild. (11/2016)

Basta: Warn-App Nina verweigert sich teilweise beim Probealarm.

Keine (Ent-)Warnung: Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebene Warn-App Nina macht beim bundesweiten Probealarm Probleme. Vielerorts reagierten pünktlich zum ersten Probealarm seit der Wiedervereinigung um 11:00 Uhr die Sirenen und Handys. Die Bildschirme blieben jedoch u.a. in Berlin und Potsdam 31 Minuten lang dunkel. Die Hauptstadtbevölkerung sieht es gelassen, gehört eine halbe Stunde Verspätung doch bei sämtlichen Gesellschafts-Events zum guten Ton.
tagesspiegel.de

Basta: Seniorinnen genießen das Leben voll in Zügen.

Je oller, desto voller: Die Bundespolizei musste am Dienstag in Hannover zwei volltrunkene Seniorinnen aus einem ICE holen. Die 72- und 75-Jahre alten Damen aus NRW hatten 4,21 bzw. 3,02 Promille intus und konnten nicht mehr vom Boden des Zuges aufstehen. Womöglich haben sie die Redensart "Das Leben in vollen Zügen genießen" als "Das Leben voll in Zügen genießen" missverstanden.
tagesspiegel.de

Basta: Moto-Shooting.

Flotter Dreier: Zwei Frauen und ein Mann räkeln sich am Tegernsee lässig-lasziv auf einem fast jungfräulichen Flitzer. Problem: Es ist nicht ihr eigener. An den Dellen für 2.000 Euro hat zunächst der Mercedes-Besitzer zu knabbern - bis die Schuldigen durch mehr als 100 hochtourige Fotos überführt werden.
merkur.de

Basta: Ikea erklärt der Schweiz, wie Abstimmen funktioniert.

Entdecke die Möglichkeiten: Ikea trommelt vor der Abstimmung über die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs in der Schweiz für die Auszeit. In dem 15-sekündigen Werbevideo erklärt die Montage-Figur des Möbelkonzerns, wie die Stimmabgabe funktioniert. Wählen, so suggeriert es der Spot, ist anscheinend nervenschonender als der Billy-Regal-Aufbau: Schrauben können höchstens bei Stimmberechtigen locker sein.
persoenlich.com, youtube.com (15-Sek-Video)

Basta: Extremsportler sitzt zweieinhalb Stunden in einer Eiskabine.

Ice, Ice, Baby: Extremsportler Josef Köberl sitzt in einer Badehose für 150 Minuten in einer Glaskabine mit Eis. Die kalte Schulter zeigt der Österreicher auch seinem Fernheizwerk, das aufgrund seines niedrigen Verbrauchs die Manipulation des Zählers unterstellte. Statt Kohle zu verbrauchen, knackt Köberl knallhart das Eis - und macht Kohle mit dem Weltrekord.
stuttgarter-zeitung.de

Basta: Lionel Messi dribbelt sich in die Defensive und bleibt beim FC Barcelona.

Ich bin dann mal (nicht) weg: Lionel Messi wird in der kommenden Saison doch für den FC Barcelona spielen, sagt der Fußballer den Sportportalen Goal und Spox. Messi hatte den Club im August über seinen Wechselwunsch informiert und galt als Favorit bei Manchester United - wäre da nicht die Ablösesumme von 700 Mio Euro. Messi dribbelt sich in die Defensive: Vom Barca-Abgang ist außer Spesen nichts gewesen.
goal.com

Basta: Die aktuelle Straßenverkehrsordnung könnte formal ungültig sein.

Zurück in die Vergangenheit: Die Straßen­verkehrs­ordnung von 1970 könnte wegen eines Form­fehlers bis heute gültig sein, sagt das baden-württem­bergische Justiz­ministerium. Laut "NOZ" fehlen bei neuen Verordnungen Angaben zur rechtlichen Grundlage. Aber bestimmt hat Andreas Scheuer bereits Vor­verträge zur Überarbeitung abgeschlossen.
noz.de

Basta: Trump hat seiner Sprecherin empfohlen, nach Nordkorea zu gehen.

Zwinker-Kim: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un soll beim Treffen mit Donald Trump 2018 in Singapur Trumps damalige Pressesprecherin Sarah Sanders (Foto) angezwinkert haben. Trump habe ihr daraufhin empfohlen, mit Kim nach Nordkorea zu gehen und sich "für das Land zu opfern", schreibt sie in ihren Memoiren. Womöglich hat Trump bald viel Zeit, selbst den Helden zu spielen - nur mit dem Twittern könnte es in Nordkorea schwierig werden.
theguardian.com via businessinsider.com

Basta: Nationalspieler müssen fünf Meter Abstand halten.

Fünf-Meter-Raum: Bundestrainer Jogi Löw ordnet für das Länderspiel morgen gegen Spanien Corona-Regeln an, von denen selbst Markus Söder nur träumen kann. Die Spieler müssen zu nicht getesteten Personen fünf Meter Abstand halten, auch Ellbogen-Begrüßungen sind verboten, berichtet "Bild". Beim Essen-Holen am Buffet im Hotel müssen sie Handschuhe tragen. Löw selbst verpflichtet sich, nach dem Griff in die Hose nicht unmittelbar ins Gesicht zu fassen.
bild.de (Paid)

Basta: Vor dem Gesetz und im Stadtbach sind alle gleich.

Die Fischer und ihre Frauen: Das traditionelle Bach-Ausfischen im bayerischen Memmingen darf nicht allein Männern vorbehalten sein, entscheidet das Amtsgericht der Stadt. Der Verein hinter dem jährlichen Spektakel hatte Frauen bisher von der Teilnahme ausgeschlossen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, dürfen die Männinger Memminger unbesorgt sein: Kübelträger für den Fang werden dann besonders gefragt sein.
sueddeutsche.de

Basta: Geld wächst nicht auf Bäumen.

Eiche, Buche, Gummibaum: Die Influencer*innen Sami Slimani, Simon Desue und Kim Lianne sammeln bei ihren Fans Spenden für eine Million Bäume. Denn die, so Slimani, "sorgen für saubere Luft und sauberes Wasser" – manchmal aber auch nur für viel Geld in falschen Portemonnaies. Funk deckt auf, dass fast 10.000 Euro an einen Betrüger gingen. Die waldliebenden Influencer*innen hätten das eventuell merken können, weil der Initiator grammatikalisch fragwürdig dafür warb, mit dem Geld den Regenwald in Deutschland zu retten.
youtube.com

Basta: Ein Rechenfehler zündet bei Apple-Aktien über Nacht ein Kursfeuerwerk.

Der Apfel fällt nicht weit vom Aktienstamm: Ein Buchungsfehler hat Apple-Aktionär*innen am Wochenende zeitweise reicher gemacht. Der für Montag geplante Aktiensplit, der aus einer Aktie vier neue macht, war durch einen Computerfehler vorab ohne die Vierteilung des Wertes erfolgt. Die Freude der Apple-Jünger*innen hielt damit so kurz wie die Akkulaufzeit vieler iPhones.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Basta: Polizeitaxi mal anders.

Die Polizei, dein Freund und Fahrer: Gegen drei hessische Polizeibeamte läuft ein Disziplinarverfahren, nachdem sie "Gefahr im Verzug" offenbar missinterpretiert haben. Um sich per Streifentaxi aus einer Kneipe nach Hause kutschieren zu lassen, riefen sie ihre Kolleg*innen zu Hilfe. Die kamen prompt - und verließen den Tatort höchst gesetzeskonform ohne Rücksicht auf Einbahnstraßen.
faz.net

Basta: Strampeln für den Big Mac.

Burger-Biker: McDonald's erbarmt sich sportlichen Fastfood-Freunden und eröffnet drei Bike-Ins in Deutschland. In München, Berlin und Köln können Hungrige künftig bis zum Big Mac radeln und ihn kontaktlos per App bezahlen. McDonald's spricht von einem "lang gehegten Kundenwunsch" - der vielleicht darauf beruht, sich sowohl schlechtes Gewissen als auch Kalorien schneller abzutrainieren.
horizont.net

Basta: Software liefert automatisiert Stadionsound für Geisterspiele.

FussballSynthetischer Stadionsound: Eine Hamburger Firma will Geisterspielen Arena-Atmosphäre einhauchen. Eine Software liefert einen Klangteppich, der sich an das Spielgeschehen anpasst. Auch vereinstypische Fan-Gesänge und die Stadiongröße lassen sich programmieren - und geben Raum zur Kreativität: Endlich kann der Kreisliga-Bolzplatz akustisch als Olympiastadion auftrumpfen.
dla-generator.com

Basta: USA und Australien streiten um die richtige Aussprache des Vogels Emu.

Komischer Vogel: Der US-Sender National Public Radio legt sich mit Australien an, weil er in seinen Aussprache-Regeln den Namen der Vogelart Emu als "Ee-Moo" definiert. Die Australier halten diese Aussprache für völlig falsch und absurd, richtig sei allein "Ee-mew", gesprochen mit einem J nach dem M. Das Thema scheint hoch-emu-tional zu sein.
theguardian.com

Basta: 4 ist… fast 1.

Ertappte Eiskunstlaufmutti: US-Schauspielerin Lori Loughlin (Foto) und ihr Ehemann wandern mehrere Monate ins Kittchen und zahlen 400.000 Dollar Strafe. Addiert mit der halben Mio, die sie einem Drahtzieher hingeblättert haben sollen, um ihre Töchter als Ruderinnen auszugeben, so ins Sportteam und über selbiges an die Universität zu bekommen, scheint der Bildungs-Einsatz recht hoch. Gängige Gagen für Ruder-Coaches und Nachhilfe-Lehrer*innen sind nicht bekannt.
t-online.de

Basta: Traue keinem Update.

Darkroom: Nutzer*innen von Adobes Foto-App Lightroom suchen nach einem Software-Update nach ihren Schnappschüssen - und finden teils keine mehr. Adobe beglückte seine User zwar mit Versionen auf Polnisch und Vietnamesisch, schickte per Fehler aber wertvolle Erinnerungen vieler Anwender*innen ins digitale Jenseits: Eine Rettung der Bilder "sei nicht möglich". Verschont blieben vor allem die sonst viel gescholtenen Update-Muffel.
spiegel.de

Basta: Bayern hat es nicht so mit der Digitalisierung.

Immer mit der Ruhe: Seit 2011 ist das bayerische Justizministerium bemüht, eine Software für die Digitalisierung von Grundbucheinträgen zu entwickeln. Diese liegen zum Teil handschriftlich, manche nur in Sütterlin vor. Das Ministerium kann die Software aber leider nicht pünktlich liefern. Die Grundbucheinträge werden also vermutlich so enden wie die bayerischen Corona-Testergebnisse.
"Spiegel" 35/20, S. 19 (Vorabmeldung)

Basta: Schweizer Schokoladen-Schnee.

Winter Schoki is coming: In der Schweiz hat eine Betriebspanne bei Lindt & Sprüngli vorzeitig die kalte Jahreszeit eingeläutet - mittels Schokoladen-Schnee. Eine defekte Kühllüftung der Fabrik sorgte dafür, dass Schokopulver vom Himmel fiel. Das Unternehmen versichert, die Schoko-Flocken seien "unschädlich für Mensch und Umwelt" - es sei denn, jemand hat per Schneeschippe Kalorien gehamstert.
businessinsider.de